Zempin Gedichte: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 31. Januar 2026, 13:25 Uhr

Sammlung von Gedichten über Zempin


Prospekte - Zempin

Zempin ist seit 1908 Mitglied im Verband Deutscher Ostseebäder

Prospekt 1927 Seebad Zempin


Unweit der Stelle, wo einst Vineta versunken,
Träume ich hier im Sande am Meer
Denke der Lieben daheim und wünsche
Sie alle zum schönen Zempin mir her.


Zempin - Ein Herz auf Usedom

Joachim Müller geschrieben 2005 in Australien. (ca. 80 Jahre)

Er wächst in Zempin auf, lebt nach dem 2. Weltkrieg in Westdeutschland und seit Ende der Fünfziger Jahre in Australien, 2005 sendet er dieses Gedichte dem Zempiner Heimatverein.


Einst fuhr ich durch das schöne Pommernland
und sang: „Oh Heimat wie bist du so schön“
da sah ich auf Usedom zur rechten Hand, ein
kleines vertrautes Örtchen stehn.
Ich musste von der Hauptstraße abbiegen,
bis ich vor dem Ortsschild stand, -
da sah ich eine Pracht vor mir liegen,
Zempin wird dieser Ort genannt.
Oh´ welch herrlicher Platz in der Natur,
man hört nur die Kiefern rauschen, - die
Menschen nett und gar nicht stur, man konnt
froh ihren Worten lauschen.
Als ich dann musste den Ort verlassen, da
wurde mir ganz plötzlich klar,-
ich konnte aus den Gesprächen erfassen, dass ich im
Herzen von Usedom war.
Im Stillen dacht ich, was würde geschehen,
hört dieses Herz mal auf zu schlagen?
Usedom könnte dann nicht mehr bestehen,
wer würde dieses große Leid ertragen?
Zempin - du Herz auf Usedom schlag weiter,
denn jeder es dir danken will, dann
alle bleiben froh und heiter

Das Zempin - Lied

(zu singen nach der Melodie des Wolga Liedes,
auch als „Wer das Scheiden hat erfunden“ bekannt)
von Erika Stemp, Zempin, Hansestraße.


In Zempin sind wir zu Hause,
In Zempin ist unsere Welt.
Wo die Ostseewellen rauschen,
Uns der Wald so gut gefällt.
Fischerboote fahr´n frühmorgens
Weit hinaus aufs wilde Meer.
Bringen Hering Aal und Zander
An den Strand zu uns hierher.
Reetgedeckte Fischerhäuschen
Stehen Schmuck in unsrem Ort
Und so mancher aus der Fremde
Möchte niemals wieder fort.
In Zempin ist unsre Heimat,
Die auf der schönsten Insel liegt,
Wo Seeadler, Gans und Ente
Übers Achterwasser fliegt.
Geh´n wir einmal in die Ferne,
Um zu suchen unser Glück,
Zieh´n die Liebe und das Heimweh
Uns stets nach Zempin zurück.


ZEMPIN und Vergangenheit

Dr. Veronika Winler, Pullach /Isartal - Mai 1991


Reise in die Vergangenheit, ein Brückenschlag durch Raum und Zeit.
Wie aus dem Gedächtnis schwand Ferienglück, das hier ich fand.
Seit ein kleines Kind ich war, kamen her wir Jahr für Jahr.
Wie ich Sandburgen gebaut, ist bis heute mir vertraut.
Auch nach mehr als 50 Jahren, da ich Glück und Leid erfahren,
Blieb durch alle Zeiten fort Seelenheimat dieser Ort,
Der mich herzlich aufgenommen, da noch einmal ich gekommen.
Wollt im Alter mich von neuem wieder an der Ostsee freuen.
Scheint die Zeit nicht steh´n geblieben, wenn das, was wir herzlich lieben,
Tief im Innern uns erhalten zum Trotz äußerer Gewalten?
Wenn am Strand entlang ich gehe, feinen Sand und Muscheln sehe,
Mich an Meereswellen freue, bin zu Haus e ich aufs Neue.
Wieder mich im Banne hält Achterwasser heile Welt.
Waren wir zur Abendstunde früher oft in Freundesrunde.
Idyllisch bleibt dies Fleckchen Erde, dass ich so vermissen werde.

Meine Heimat Zempin

Senta Wodrich 1999 im Altersheim Wolgast

Die Zempinerin, zieht 78-jährig in das Evangelische Altenhilfezentrum St. Jürgen nach Wolgast um und verstirbt dort 82-jährig, wunschgemäß ist sie auf dem Zempiner Friedhof beigesetzt; einige ihrer Gedichte sind in Zeitschriften des Altenhilfezentrums St. Jürgen erschienen.


Es schweben in den Lüften die lieben Vögelein,
und alle süßen Düfte verbreiten die bunten Blümelein,
und dort am blauen Wasser ist die Luft so klar und rein,
nur in dieser Umgebung kann ich so glücklich sein.


Morgenfrühe
Wenn die Winde um die Häuser wehen
und die Sonne geht langsam auf
und die Lerche fängt dann an zu singen,
so beginnt der Tageslauf


Ach Zempin, wie bist du schön,
wie gerne möchte ich dich wiedersehen,
deine Wiesen, unsere Peene und den Weizen,
Schwäne und die Blütenpracht,
das alles hat mich so glücklich gemacht.


Zempin das ist mein Heimatland,
dort wo ich Glück und Liebe fand,
meine Kindheit, meine Jugend
war dort so wunderschön,
weil ich am Wasser konnte spazierengehen,
und baden am Ostseestrand,
wo die Luft so rein und sauber ist,
wo ich meine Zempiner ins Herz geschlossen hab,
dort möcht ich in Frieden ruhen
bei meinem Elterngrab

Frühling in Zempin

Ursula Zade 2007

Siue lebt in Zempin, das Gedicht entsteht nach ihrer Berufstätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin in Koserow, Zempin und Zinnowitz


In jedem Garten leuchtende Blütenpracht,
jede Blume eine Schönheit.
Sogar das Gänseblümchen ist im Rasen wohl gelitten.


Die Leute eilen heiter durch den kleinen Ort.
Kaufen Blumen mehr als Brot.
Beginnen fröhlich den langen Tag.


Schon ist der Strand nicht mehr einsam und leer.
Fischhungrige warten auf das einlaufende Boot.
Der Hering schmückt auch den Wanderweg.


In fast jedem Haus bald ein Gast.
Doch auch für Freunde ist immer Platz.
Selbstverständlich fast, dass wir einen guten Nachbarn haben.

ZEMPIN - Urlaubsort

Norbert Romers 2017


Zwischen schilfbedeckten Häusern und bewohnten Dachgelassen
Eine Unterkunft für Gäste, die Seeluft mögen und Gewässer
Mauerwerk und steile Dächer, Wohnungen für Ortsinsassen
Profifischer fangen Hering für bewusste Frischfischesser
In uns klingt ein frohes Summen nahe See und Achterwasser,
Nur dem Tollgeist fehlt hier Rummel, Stille macht ihn blass und blasser.


Zwar gibt´s kein Prunk in großen Sälen
Ein Kurplatz tut es, dicht am Strand
Mit ihm wird uns kein Luxus fehlen:
Plaudern, tanzen, trinken, speisen - wie ein Stück aus „Wunderland“
Inselfreuden und Natur machen jeden Urlaub schön;
Nirgends wird’s uns besser gehen.


Zur Natur! - Sie wird uns zeigen
Eichen, Weiden, Wiesen, Felder -
Manches Tier beschließt den Reigen.
Pappel, riesig, kleine Wälder
Inselferien „Ohne Frage,
Nichts beschert uns bessere Tage“.


„Denn wir tanken Energie, so im Urlaub von Zempin“


ZEMPIN - auf Usedom

Carola Knop


Zwischen Ostsee und Achterwasser gelegen,
Eingebettet auch in Wälder und Wiesen,
Mittendrin, aber doch abseits genug,
Paradies für Pedalritter und Meerverliebte,
Individualisten finden hier Räume ohne Enge,
Neue Eindrücke überraschen zu jeder Jahreszeit.

Ein altes Fischerlied

Ein armer Fischer bin ich zwar,
verdien mein Geld wohl in Gefahr.
Sobald mein Liebchen am Ufer ruht,
so geht das Fischefangen nochmal so gut.
Des Morgens früh um viere
Klopft es leis an meine Türe
Steh auf du Fischer jung und schön
Wir wollen beide Fische fangen gehen.
So fuhren wir zur See hinaus
Und werfen unsere Netze aus
Die Fischlein groß und klein
Wollen alle gefangen sein.

Werbung am Haus Achterwasser

Bist Du müde, schlapp
wirst immer blasser,
komm in die Pension
„Zum Achterwasser“


Wie das Achterwasser entstand

Diese Zeilen hingen in Ückeritz im "Deutschen Haus" - Verfasser unbekannt


Wie bekannt aus alten Sagen schuf der Herr die Welt in sieben Tagen.
Dann ruhte er sich erstmal aus und hielt darauf den Vesperschmaus.
Dann stieg er auf den höchsten Berg und sah sich an sein Tagewerk.
Er schaute nach Osten und nach Westen, da war auch alles nach dem Besten,
Er schaute nach dem Süden und nach Norden, da wär er bald vor Schreck gestorben.
Da sind noch ganz tiefe Rinnen, die können nicht bleiben, doch was beginnen.
So rief er seine Englein her, es waren tausend und noch mehr:
„Seht diese Rinne hier auf Erden, die muss sofort zu einem Flusse werden!“
Die Engel hoben ihre Röcke an und fingen gleich zu pinkeln an.
Da es waren eine Million, entstand sogleich der Peenestrom.
Unten wurd es nass und immer nasser: und so entstand das Achterwasser!