Zirchow

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Kenndaten des Orts
Name (heute)Zirchow
Regionale Einordnung (heute)
Postleitzahl17419
VerwaltungsamtAmt Usedom-Süd
LandkreisVorpommern-Greifswald
Zahlen
Einwohner558 (1918)
KoordinatenBreite: 53.8914 / Länge: 14.1406


Der Ort liegt im Südosten der Insel Usedom. Zirchow hat noch einen Ortsteil Kutzow. Der Flughafen der Insel liegt auf dem Gemeindegebiet und wird mit Heringsdorf bezeichnet.


Geographische Lage


Einführende Information

Kirche Zirchow auch als Fluchtkirche gedient

Das Wappen von Zirchow

führt kein kein Wappen

Kurztext zum Ort Zirchow

... im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1305 Ersterwähnung, als Eigentum des Kloster Stolp.

1319 bis 1336 ist Gerhard Pfarrer. 1347 ist Heinrich von Wittenborch Pfarrer.

1417 ist Arnold Stavenhagen Pfarrer. Seit ca. diesem Jahr scheint Zirchow, ursprünglich dem Kloster Stolp gehörig, unter Pudagla gekommen zu sein.

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

unter Schwedens Herrschaft (1648 - 1720)

1693 Zirkow ist ein Amtsdorf unter dem Amt Pudagla, hat eine Kirche im Dorf und grenzt im Norden und Nordosten an Kourswantz und an den Kronwald, im Osten an den Kronwald und Gartz, im Süden an Kutzow und im Westen an das Moor Die Thur. Selbiges Dorf rechnet für 1 1/2 steurbare Hakenhufen, und vom Pastorenacker sidn 2 Hufen frei.

Die Einwohner: 1. Der Pastor Petter Wanslovius,2. Martin Witt, Halbbauer, 3. Jochom Eyert, Halbbauer, 4. Martin Drickel, Halbbauer, 5. Petter Drikel, Kossat. (2-5) Alle diese 4 geben Steuer für eine halbe Hakenhufe, jeder einzelöne dieser Bauern gleichviel. Der Kossat gibt so viel wie ein halber von denen. 6. Der Glöckner, Jacob Krus hat Land für ein Sch., 7. Lorentz Loitz, Schneider hat keinen Acker und keine Wiese, sondern eine Hütte und ernährt sich von seiner Arbeit. 8. Jochom Krus hat auch eine Hütte, aber nicht mehr, und ist Viehhirte.

bis zur Reichseinigung ( bis 1871)

unter Preußen (ab 1720)

1779 1 Meile von Swienemünde westsüdwestwärts, und 1 ½ Meilen von Uesedom ostnordostwärts nahe an der Heide, hat 1 Prediger, 1 Küster, 1 Predigerwitwenhaus, 2 Halbbauern, 1 Coßäthen, 4 Büdner, 1 Holzwärter, und eine zu der Uesedomschen Synode gehörige Mutterkirche, deren Filial das Dorf Garz ist, und zu welcher die königlichen Dörfer Neverow, Boßin, Görke, Corschwant, Ulrichshorst, die königlichen Vorwerke Cachlin und Cutzow, und das adeliche Vorwerk Dargen eigepfarrt sind.

1858 ein Kirch- und Bauerndorf, hat außer der Mutterkirche nebst Pfarre, Küsterei und Schule 2 Halbbauernhöfe, wovon einer parzelliert ist, 1 Kossäthen, 19 Büdner und 2 Windmühlen. Wohnhäuser sind 33 vorhanden mit 264 Einwohnern.

Kurztext zum Ortsteil Kutzow

... im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1256 Ersterwähnung, die Grenzen zwischen Kaseburg und Garz werden festgestellt.

1262 Verkauf an das Kloster Grobe für 120 Mark verkauft, bleibt aber Lehen der Familie Schwerin.

1353 zahlt Gerhard Schwerin jährlich 4 Mark Pacht an Pudagla. Diese bekam dann der Priester Peter Bruggow.

1402 zog Pudagla nach dem Aussterben der Cutzower Schwerine das Lehen ein.

1434 wird der Ortsschulze Nikolaus Rosentreter genannt.

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

unter Schwedens Herrschaft (1648 - 1720)

1693 Dieses Ackerwerk ist auf Ysedoms Land unter dem Amt Pudagla belegen und geht zu Zirkows Kirche . .... Wie lange hier Ackererk ist , weiß der Verwalter Martin Sepk nicht. Er ist in der kommenden Michaelszeit vor 2 Jahren von Stengo auf dem Wollinschen Werder hierher gekommen. Doch meint er, daß hier das älteste Ackerwerk auf dieser Insel ist. Der benannte Verwalter hat einen Vertrag für eine Zeit von 6 Jahren für 720 Rthl. Aber sein Vorgänger Jacob Wilöd, der jetzt auf der anderen Seite von Wolgast in Pritzwald wohnt, hat 700 Rthl jährlich gegeben.

unter Preußen (ab 1720)

1779 Vorwerk Cutzow 1 ½ Meilen von Uesedom ostnorsostwärts, hat 1 Büdner, 2 Colonisten, 1 Schmied, 1167 Morgen 132 Ruthen, und ist zu Zirchow in der Uesedomschen Synode eingepfarret. Der Acker welcher in 3 Schläge eingeteilet ist, träget guten Roggen und Gerste. Die Wiesen sind, nach dem Thurbruch trocken geworden, sehr verbessert worden. An Weide hat das Vorwerk 835 Morgen in dem Thurbruche. Die Schäferei hat die Abtriften auf die Feldmarken der Dörfer Garz, Caminke, Neverow und Zirchow bis an die Corschwantsche Heide. Die Dienste werden von den Dorfschaften Garz, Caminke, Neverow, Corschwant und 2 Halbbauern in Zirchow verrichtet. Der Pächter des Vorwerks hat die Fischerei in dem Haff, und außerdem einen Teich bei den Hofgebäuden, welcher mit Diebeln besetzt ist. Nahe bei diesem Vorwerke liegt der Cutzowsche Krug, in welchem der hiesige Schmied wohnet. Die Post von Uesedom nach Swienemünde fähret bei demselben vorbei.

Kaiserreich (1871-1918)

1876 Eisenbahnanschluß auf der Strecke Ducherow - Swinemünde

1853 wurden mehrer Hünengräber in der Nähe von Neverow zerstört und zum Neubau der Cutzower Wirtschaftsgebäude verwendet.

1858 ein Vorwerk an der Landstraße nach Usedom belegen, nach Zirchow eingepfarrt, 8 Wohnhäuser, 140 Einwohner.

Weimarer Republik (1918-1933)

1929 wurde der Gutsbezirk Kutzow aufgelöst und nach Zirchow eingemeindet

SBZ und DDR (1945-1990)

1945 Eisenbahnstrecke wird abgebaut.

1958 Feuerwehrgebäude in Kutzow wurde von den Kameraden gebaut.

1971 Gemeindeverband Thurbruch mit Sitz in Zirchow wurde gegründet.

die heutige Zeit

1990 Behindertenzentrum wird gegründet.

2005 Verwaltung: Amt Usedom-Süd übernommen vom Amt Ahlbeck bis Stettiner Haff

2006 Verwaltung: Amt Usedom-Süd - vorher Amt Ahlbeck- Stettiner Haff

2006 Neues Feuerwehrfahrzeug für Zirchow

2013 zum Ende des Schuljahres wird die Schule Zirchow geschlossen. Zu DDR Zeiten war in dem Bau die Polytechnische Oberschule "Albin Köbis" (Matrose der Kaiserlichen Marine - wegen Meuterei hingerichtet).

2019 Pastor der ev. Kirche wird Hennig Kiene für die Region Ahlbeck.

Zirchow im Spiegel von Karten und Luftbildern

Bildergalerie

Kutzow in der Zeitung 1997-2009

Ortschronik/en von Zirchow und Kutzow

Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.

Weiterführende Information zu Zirchow und Kutzow

  • [ Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]

Kontakte

Sammlungen von Postkarten, Prospekten und Zeitungsausschnitten: Einsicht bei Hilde Stockmann rohrspatz@gmx.com