Fortlaufende Chronik des Klosters und der Stadt Doberan: Unterschied zwischen den Versionen

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PeterBecker (Diskussion | Beiträge)
 
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{{Infobox Ort
{{Infobox Ortschronik
| name = Doberan (Bad)
| plz = 18209
| verwaltungsamt = Stadt Bad Doberan
| landkreis = Rostock
| einwohner = 11432 (2005)
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}}
 
='''Geographische Lage'''=
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=14/54.1061/11.9027 E 012°33'01'' / N 054°10'66'']
 
{{Infobox Stadtchronik
  | ort = Doberan (Bad)
  | ort = Doberan (Bad)
  | zeit = 1171 - fortlaufend
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  | status = in fortlaufender Bearbeitung
}}
}}
==Zu Bad Doberan gehören drei Ortsteile==


=Zu Bad Doberan gehören drei Ortsteile=
* [[Heiligendamm]]  
 
* [[Heiligendamm]] (Rehaklinik, Kliniken, Fachschule für Angewandte Kunst, Allgemeines)
* [[Althof]]
* [[Althof]]
* [[Vorder-Bollhagen]]
* [[Vorder Bollhagen]]
 
='''Die Geschichte von Doberan chronologisch'''=
 
 
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
 
==Ur- und Frühgeschichte in der Region Doberan==
 
==Althof und Doberan im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)==
 
 
==Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)==
 
 
==bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)==
 
 
==bis zur Reichseinigung (bis 1871)==
 
 
==Kaiserreich (1871-1918)==
 
 
==Weimarer Republik (1918-1933)==
 
Bad Doberan lt. Bäderadressbuch von 1928:
 
[[Datei:Dob199.JPG]]
 
==Drittes Reich (1933-1945)==
 
==SBZ und DDR (1945-1990)==
 
 
==die heutige Zeit==
 
 
===Die Landschaft in ihrer Entstehung und als Naturraum===
 
* [[geographisches]]
* [[geologisches]]
* [[Klima, Wetter]]
* [[Natur und Umwelt]]


===Zur Ur- und Frühgeschichte===
==Die Geschichte von Doberan als Chronologie==
Archäologische Ausgrabungen belegen die frühe Besiedlung im Bereich:
* [[Die Geschichte von Doberan als Chronologie]]


[https://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Bad-Doberan/Erstaunliche-Erkenntnisse-nach-Grabungen-in-Bad-Doberan]
==Die Landschaft in ihrer Entstehung und als Naturraum==
* [[Die Landschaft in ihrer Entstehung und als Naturraum]]
::geographisches,geologisches, Natur und Umwelt


'''Sieben auf einen Streich?'''
==Ur- und Frühgeschichte==
*Bronzezeitliche Gewaltopfer aus einem Grab bei Bad Doberan, Lkr. Rostock/Fund des Monats August 2019
* [[Zur Ur- und Frühgeschichte]]
 
[https://www.example.org Text für den Link]https://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Fund-des-Monats/Bisherige-Beitr%C3%A4ge/2019-08-Bronzezeitliche-Gewaltopfer-aus-einem-Grab-bei-Bad-Doberan/]


==Das Zisterzienserkloster Doberan und seine Geschichte==
==Das Zisterzienserkloster Doberan und seine Geschichte==
 
* [[Das Zisterzienserkloster Doberan und seine Geschichte]]
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Datei:Dob33.jpg
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==Die Stadt Bad Doberan und ihre Geschichte==
==Die Stadt Bad Doberan und ihre Geschichte==
* [[Die Stadt Bad Doberan und ihre Geschichte|Bad Doberan und ihre Geschichte]]
[[Datei:Dob1469.PNG|700px|zentriert]]
[[Datei:Dob1470.PNG|700px|zentriert]]
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* Bürgermeister Jochen Ahrenz und Peter Becker am Monumentalgemälde von Ludwig Bang im Rathaus


===Herkunft und erste Erwähnung von Doberan===
===Übersicht weiterer Unterlagen zur Stadtgeschichte aus dem Stadtarchiv lt. Findbuch(Ariadne)===
 
*Auszüge Stadtarchiv Bad Doberan(Ariadne-Greifswald) zur weiteren Bearbeitung und Zuordnung zu den Sachbereichen
==Wer war wer in und um Doberan==
Signatur: A 0056
 
Titel: Ortsschule (Vol. II)
* [[Hier finden Menschen ihren Platz die in Doberan geboren, gestorben oder durch Ereignisse in besonderer Beziehung zum Ort stehen. ...]]
enthält: auch: Stundenplan der Doberanschen Schule von 1796. - Etat der Ortsschule von 1852 (Blatt 122); Genehmigung zur Einrichtung einer Rektorklasse mit Fremdsprachenunterricht, wie Latein und Französich von 1857 (Blatt 131); Schreiben von 1861 mit der Gesamtanzahl von 644 Schülern sowie eine Vorausberechnung für das Jahr 1864 mit 680 Schülern (zu Blatt 136, alt 165); Statut für den Industrie-Unterrricht und den Turnunterricht an der Ortsschule, Schulvorstand, 1871 (Blatt 176); Exemplar "Öffentlicher Anzeiger" für die Ämter Doberan, Buckow, Toitenwinkel zu Rostock, Ribnitz und Sülz, Nr. 18 vom 30.04.1879 (Blatt 194).
==* [[Opfer von Krieg und Gewalt aus der Region Doberan]]==
 
==* [[Bad Doberan Heute]]==
 
==Kur- und Bäderwesen, Tourismus==


- prominente Besucher  zu Heiligendamm
Signatur: A 0502
Titel: Schaffung eines Heldenhains und Errichtung des Kriegerdenkmals ["Backenzahn"]
enthält: u.a.: Spendenbuch (Quittungsblock) zum Bau des Denkmals vom Denkmalausschuss von 1926/ 27; Stadtwappen auf dem Kopfbogen der Stadt von 1915 (Bild); Konstruktions-Skizze von Wilhelm Thiel von 1926; "Spenden-Blatt" zum Tag der Grundsteinlegung am 21.11.1926 [Totensonntag] mit Zeichnung und zwei kritische Zeitungsartikel (3 Bilder); Schreiben des Denkmalausschusses zum Gefallenen-Ehrenmal an die Stadt mit der Bitte um Bewilligung eines Geldbetrages vom 18.11.1927; Kostenanschlag an den Vorsitzenden des Vereins Major v. Raven zur Erhaltung und über die gärtnerische Ausgestaltung des Ehrenmals; Ausschreibung für hiesige Künstler und Baumeister zum Entwurf des Heldendenkmals (Blatt 21); Vergabe an Hans Carlson, Empfehlung durch Dipl.-Ing. Wagner aus Rostock (Blatt 24).
Laufzeit: 1915 - 1932


- Seebadlisten und Nizze  zu Heiligendamm ?
Signatur: A 0596
Bad Doberan lt. Bäderadressbuch von 1928:
Titel: Kantorat
enthält: u.a.: Namentliche Aufstellung der Kantoren von 1676 - 1834; auf dem Aktendeckel; Schriftwechsel zur Organisation der Schulen (Lehrer); Einstellung neuer Kantoren bzw. Lehrer nach dem Tod der alten Kantoren, z.B. Hasskarl und Schwemer; Bewerbungen; ausgefülltes Formblatt der Großherzogl. Meckl. Schwerinschen Witwen-Verpflegungs-Anstalten für die Witwe "Cantorin Schwemer", 1834; Schriftwechsel mit Ehren-Präpositus Röper und Crull u.a. zum "Glocken-Läuter- und Kuhlen-Gräber-Dienst".
Laufzeit: 1763 - 1858
Signatur: A 0009
Titel: Verwaltung des städtischen Armenhauses und der zubehörigen Ländereien (Teil I-A)
darin: Arbeitshaus/ Armen- und Siechenhaus/ Auszug (Blatt 80): "Die zwischen Jerusalem-Gehöft und Vordersten Eichhäge belegen Kaveln (Nr. 41 bis 43) würden, falls die Pacht zu gering ausfällt, mit Buchen und Eichen zu bepflanzen sein".
enthält: u.a.: Urkunde bezüglich der Übertragung des Domanial-Arbeitshauses an die künftige Staadtvewaltung durch den Großherzog Friedrich Franz vom 16./18. Juni 1879 sowie Inventarverzeichnis (Blatt 1); 1 Exemplar "Oeffentlicher Anzeiger" für die Aemter Doberan, Buckow Nr. 25 vom 18.06.1879 (Wiesenverpachtung); Auktionsprotokoll über verkaufte Gegenstände vom 03.10.1879 (Blatt 6); Verpachtung der Armenhausländereien auf 6 Jahre (Blatt 13); jährliche Bieterlisten zum Verkauf der Vor- und Nachmaht [50 Quadratruthen pro Bieter], Kämmereiberechner W. Meyer; jährliche Protokolle über die Zimmerbesichtigung, z.B. Reparatur der Schornsteinköpfe vom Bau-Departement Gretzler und Carl Müller, Sachverständiger Hofmaurermeister Carl Peters, 1885 (Blatt 40); Kostenberechnung zu der Umdeckung eines Zungensteindaches auf dem Stallgebäude, 1886 (Blatt 42); Zeichnung (Handskizze) zum Herrichgten eines Kuh- und Hühnerstalls in der Remiese, 1889 (Blatt 55); Antrag zur Herstellung einer elektrischen Signalanlage vom Tor des Armenhauses (an der Chaussee) bis zur Küche/ Schlafzimmer des Aufsehers Schwarck mit farbiger Skizze, 1893 (Blatt 67) [Hausklingel]; Schreiben über Herstellung der Grenzen zwischen den Kaveln [Caveln] auf den städtischen Rieselwiesen, 1894 (Blatt 68); Antrag, die Eingangstür mit einem Bibelspruch zu versehen, Veranlassung durch Senator Adam, 1896 (Blatt 74); Schreiben betrifft Tapezierung der Wohnung des Armenhausaufsehers Helms; Vermessungsplan von Ackerflächen, Büdnerei Nr. 245 (Blatt 86); Protokoll der Besichtigung mit Angaben zu den 6 Armenwohnungen, Logis für Obdachlose, Andachtsraum, Krankenstube, Viehstall usw. (Blatt 113); Vermessungsskizze und Flächennachweise für Flurbuchnummern 474 bis 477(Blatt 128); Nachweis Feuerversicherung (Blatt 144); Regierungsblatt über Baukostenzuschüsse, 1919 (Blatt 151-II); Beschlußfassungen für Herstellung von 6 Stallungen und zur Erledigung von Baumängeln im Armenhaus mit zweifarbiger Bauzeichnungen, Grundriss und Schnitt (Blatt 155/156); Beschluss über Mietpreise, Blatt 158; Kostenüberschlag zur Anlage eines Räucherbodens; Skizze von Bauamtsleiter Thielcke (Wagenschauer), 1920 (ei der . auch: Anzeige der Verpachtung der Wiesen des Superintendenten Scheven.
Laufzeit: 1879 - 1920
altsignatur: A 0009
registratursignatur: 1-160
vorl. nr.: 13
Umfang: 5 cm (Blatt 1 bis 160)
Provenienz: Magistrat
Verweis: Eigentümeregister: A 726; Stadtkarte K 04


[[Datei:Dob199.JPG|800px|rechts|Bad Doberan Bäderadressbuch 1928]]
Bestellnummer: Stadtarchiv Bad Doberan (A Aktenbestand von 1711 bis 1932 (Amts- bzw. Stadtverwaltung)) A 0009


===Entwicklung===
Signatur: A 0017
===Beherbergung===
Titel: Hindenburg-Eiche auf dem Kamp
===Freizeit===
enthält: u.a.: Protokollauszüge und Beschlüsse zum Besuch des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg in Bad Doberan am 24.07.1927 und zur Feier am Tage der Pflanzung der Eiche [junger Baum, ca. 10 Jahre alt] am Kamp, nahe der Friedenseiche (Dienstag, 30.07.1929, 3. Renntag).
Laufzeit: 1927 - 1929


====Rennbahn====
Signatur: A 0047
Titel: Herstellung einer Zentralheizungsanlage für die Stadtschule
darin: Zeichnung KESSELHAUS mit Heizraum sowie Heizungseinbau im Schul- und Nebengebäude (O. Steusloff [Steussloff]).
enthält: u.a.: Bauzeichnungen, Angebote, wie Fa. Ottensener Eisenwerke AG, Altona und Hamburg und Prospektmaterial; farbige Zeichnung der Grundrisse für den Bau der Warmwasserheizung [Pergamin], 1926; Montagezeichnungen (Blatt 16); Rechnungen der Maschinenfabrik Robert Fischer, Rechnungen von Wilhelm Rath, Architekt und Maurermeister, von Wilhelm Fahs, Baugeschäft, von Willi Dethloff, Schlossermeister, Carl Meister, Installationsgeschäft, von Furhmann Peters, Rechnungen des Baugeschäftes, Hofmaurermeister Albert Gading sowie von Zimmermeister Rudolf Uplegger [Zimmerer, Dampfsäge- und Hobelwerk], 1926; Klage Robert Fischer sowie Frachtbriefe (Blatt 39).
Laufzeit: 1926 - 1931


'''Chronik des Galopprennsports in Doberan:'''
Signatur: A 0133
 
Titel: Bau einer Eisenbahn von Doberan nach Heiligendamm (Kleinbahn)
* '''1793''': Doberan wird herzogliche Sommerresidenz; Gründung des ersten deutschen Seebades "Am Heiligen Damm" bei Doberan durch Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin
enthält: u.a.: Allerhöchstes Schwerinsches Rescript vom 26.10.1889 betrifft den Ankauf der im Lande befindlichen Eisenbahnen aus allgemeinen Landesmitteln nebst den hierauf bezüglichen Verträgen mit Begründung und deren Anlagen (Blatt 82/83) incl. Kaufverträge mit dem Eisenbahnbauunternehmer Fr. Lenz zu Stettin zur [Klein] Bahn Doberan-Heiligendamm und dem Vorstand der Eisenbahngesellschaft [Aktionäre] zur Wismar-Rostocker Bahn von 1889 [Verstaatlichung der Bahn]; Register zu den Vermessungsplänen, angefertigt 1887 durch Gretzler; Bericht über die Verwaltung der Schmalspurbahn Doberan-Heiligendamm für das Jahr 1887; Lageplan für die Bahnstrecke von 1886; Vertrag zwischen Magistrat und Lenz zu Stettin über den Bau und den Betrieb einer Eisenbahn [Sommerbahn] zwischen Doberan und Heiligendamm vom 06./ 10. Juli 1886 mit einer Beihilfe von 15.000 Mark (Blatt 36/37 u. 56); Schriftwechsel mit der Betriebsverwaltung der Wismar-Rostock-Eisenbahn in Wismar; erste farbige Zeichnung von März 1886 zum Verlauf der Kleinbahn-Schienen (Letztes Blatt, es existierte noch keine Straße) - [lt. Aufzeichnung (Chronik) war die Bahn nach 6-wöchiger Bauzeit fertig, die erste Fahrt nach Heiligendamm fand am 09.07.1886 statt; heute trägt die Kleinbahn den Namen "Molli"]
* '''1804''': Erste Pferderennen der Badegesellschaft auf freiem Feld zwischen Doberan und Heiligendamm
Laufzeit: 1886 - 1908
* '''10.08.1807''' Rückkehr des Herzogs nach Doberan aus dem durch die napoleonische Besetzung weiter Teile Deutschlands erzwungenen, siebenmonatigen Exil im dänischen Altona; Empfang des Herzogs durch die Bevölkerung mit Reitvorführungen in Reddelich bei Doberan
* '''1815''': Friedrich Franz I. wird durch den Wiener Kongreß zum Großherzog von Mecklenburg-Schwerin; Fürst Blücher läßt sich die Rückgabe des berühmten Hengstes "Herodot", der von Napoleon in Mecklenburg requiriert worden war, von Frankreich schriftlich zusichern.
* '''08.07.1822''': Die Einwohner bereiten dem Erbgroßherzog Paul Friedrich und seiner jungen Gemahlin Alexandrine, einer preußischen Prinzessin, einen triumphalen Empfang in der Sommerresidenz Doberan
* '''10.08.1822''': Erstes Galopprennen mit Vollblutpferden auf der Doberaner Rennbahn nach festen Regeln; Sieger: Wilhelm von Biel mit "Pamina"; den Preis in Form eines silbernen Zierbechers überreicht Erbgroßherzogin Alexandrine; fortan finden jährlich mit dem Preis eines vergoldeten Silberbechers sowie eines Silberbechers zwei "Alexandrinenrennen" statt; es handelt sich damit wahrscheinlich um die ältesten klassischen Vollblut-Galopprennen auf dem europäischen Kontinent
* '''13.08.1822''': Gründung des "Doberaner Rennverein"; Präsident wird Erbgroßherzog Paul Friedrich; als Wappentier wählt man den englischen Hengst "Highflyer"
* '''10.02.1823''': Bestätigung der Renngesetze für den Doberaner Rennverein durch Großherzog Friedrich Franz I.; Festlegung, daß der jeweils erste Renntag der 13. August zu sein und mit einem "Bauernrennen" für Pferde der Landbevölkerung zu beginnen hat; der Doberaner Rennverein wird damit vermutlich zum ersten Sportverein in Deutschland mit offizieller fürstlicher / behördlicher Sanktionierung
* '''1826''': Stiftung des "Friedrich-Franz-Rennens" um die "Goldene Peitsche" des Doberaner Rennvereins; das Rennen wird mit geringfügigen Unterbrechungen bis 1936 durchgeführt; erster Sieger war 1826 Graf von Plessen-Ivenack mit dem 6-jährigen braunen Wallach "Typhon", letzter Sieger 1936 das Gestüt Ebbesloh mit dem 3-jährigen braunen Hengst "Norddeich"
* '''1837''': Stiftung des "Paul-Friedrich-Rennens" um die "Goldene Peitsche" des Doberaner Rennvereins; das Rennen wird mit geringfügigen Unterbrechungen bis 1934 durchgeführt; erster Sieger war 1837 Graf von Plessen-Ivenack mit dem 3-jährigen braunen Hengst "Fright", letzter Sieger 1934 Graf Wuthenau mit der 2-jährigen schwarzen Stute "Rheinwacht"
* '''1827/28''': Bau einer Zuschauertribüne aus Holz, belegt durch den Engländer James Apperley-Beaurepaire
* '''ca. ab 1830''': Anlage einer Steeple-Chase-Bahn nach englischem Vorbild auf und angrenzend an das Doberaner Rennbahngelände
* '''1854''': Ersatz der Zuschauertribüne von 1827/28 durch eine Größere mit Steinfundamenten und Holzaufbau im Stil der sog. Bäderarchitektur und einer Kapazität von 400 Zuschauern
* '''1872''': 50 Jahre Doberaner Rennverein; die 69-jährige Großherzogin-Mutter Alexandrine als erste Stifterin eines klassischen Galopprennpreises in Europa sowie der erste Sieger dieses Rennens von 1822, Wilhelm von Biel, wohnen den Jubiläumsfeiern bei; alle 50 bisher als Preise von Alexandrine ausgehändigten "Alexandrinenbecher" sind gemäß Überlieferung auf der Rennbahn ausgestellt
* '''1874''': Der Sieger des "Deutschen Derbys" von 1872, der Hengst "Hymenaeus", siegt im "Friedrich-Franz- Rennen" um die goldene Peitsche
* '''1876''': Die Stute Kincsem siegt im 50-jährigen Jubiläum des "Friedrich-Franz- Rennens" um die goldene Peitsche
* '''1886''': Nach Fertigstellung der Eisenbahnstrecke Rostock - Doberan - Wismar im Jahr 1883 wird 1886 eine Schmalspurbahnstrecke Doberan - Heiligendamm mit Haltestelle an der Rennbahn gebaut. Das erleichtert den Transport der Pferde zur und von der Rennbahn erheblich. Die Strecke ist heute noch mit Dampflokomotiven in Betrieb.
* '''1890''': Bau einer neuen, massiven Zuschauertribüne mit Funktionsräumen (Waage, Umkleide, Buffet usw.)
* '''1915-1921''': Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die politischen sowie wirtschaftlichen Nachkriegswirren keine Galopprennen in Doberan
* '''1921''': Doberan erhält den Namenszusatz "Bad" u.a. in Vorbereitung der Jubiläumsfeier des deutschen Turfs "100 Jahre Galopprennsport in Deutschland - Vollblutzucht in Mecklenburg"
* '''1922''': 100 Jahre Doberaner Rennverein; mehrtägige Jubiläumsrennen in Bad Doberan
* '''1923''': Von Inflation mit einhergehender Vernichtung des Rennvereinsvermögens erzwungener Verzicht auf das Durchführen von Galopprennen; Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg-Schwerin wird Präsident des Doberaner Rennvereins und unterstützt ihn finanziell
* '''1926''': 100 Jahre "Friedrich-Franz-Rennen", was im Rahmen von mehrtägigen Galopprenntagen gefeiert wird
* '''25.07.1927''': Reichspräsident von Hindenburg (Zitat Doberaner Tageblatt: "Unser Vater Hindenburg") unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Gast bei den Galopprenntagen in Doberan
* '''1928''': Die Atlantikflieger Köhl und von Hünefeld bieten vor einer großen Zuschauerzahl auf der Rennbahn eine Flugvorführung und landen dort
* '''1931''': Nutzung des Geläufs für ein vom ADAC veranstaltetes Grasbahn-Motorradrennen; wegen zu hoher Schäden am Geläuf bleibt dies eine Episode
* '''1939''': Letzter Galopprenntag vor dem Zweiten Weltkrieg; das Rennbahngelände wird Ausweichflugplatz der deutschen Luftwaffe
* '''1940/43''': "Doberan in Karlshorst" - Durchführung einiger Jagd- und Flachrennen auf der Rennbahn in Berlin-Karlshorst durch den Doberaner Rennverein
* '''03.06.1945''': Sowjetische Armee veranstaltet vier Wochen nach Ende des Zweiten Weltkrieges erste Galopprennen auf der Doberaner Rennbahn, jedoch ohne Wiederholung
* '''1946/47''': In einem strengen Winter Verheizen der hölzernen Tribünenteile durch Rote Armee, Flüchtlinge und örtliche Bevölkerung; Abriß der massiven Tribünenteile und Nutzung als Baumaterial andernorts
* '''1954''': Pläne zum Wiederaufbau einer Zuschauertribüne durch Architekt Elbrecht; aus Kostengründen vom Rat der Stadt Bad Doberan nicht weiterverfolgt
* '''1956/62''': Jährlich ein "Bauernrenntag" für Halb- und Warmblutpferde auf der Doberaner Rennbahn
* '''1963''': Motorradrennen auf der Doberaner Rennbahn
* '''1964''': Rennbahngelände wird in landwirtschaftliche Nutzung genommen; ein Teil wird Bauschuttdeponie
* '''1991''': Gründung des "Doberaner Rennverein e.V. von 1822"; erster Vorsitzender wird der Bürgermeister Bad Doberans, Berno Grzech, verantwortlich für den Galopprennsport wird das Vorstandsmitglied und vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen mit der Wiedervereinigung des deutschen Galopprennsports beauftragte Hans-Heinrich von Loeper
* '''07.08.1993''': Im Rahmen der Jubiläumsfeier "200 Jahre Seebad Heiligendamm" erster Galopprenntag mit Vollblutpferden seit dem Zweiten Weltkrieg auf der Doberaner Rennbahn vor ca. 12.000 Zuschauern und mit reger Anteilnahme von Presse, Funk und Fernsehen
* '''1997''': "175 Jahre Galopprennsport in Deutschland" werden an fünf Renntagen u.a. mit einem Festakt im Kurhaus Heiligendamm unter Teilnahme von Honoratioren aus der Politik und dem deutschen Galopp- rennsport in Bad Doberan gefeiert; die Festrede hält Altbundespräsident Walter Scheel.
* '''1998''': Stiftung der "Goldenen Peitsche des Doberaner Rennvereins" als Ehrenpreis eines Vollblut- Galopprennens sowie des "Manfred-Breda-Rennens" für eines der Bauernrennen eingedenk der Verdienste des Leiters des Gutes Vorder Bollhagen, Manfred Breda, bei Wiederanlage der Galopprennbahn 1991 bis 1993
* '''1998/99''': Auf Druck der Stadtvertreter entledigt sich die Stadt Bad Doberan der Pflicht zur Unterhaltung des in ihrem Eigentum stehenden Rennbahngeländes, indem sie es an den Doberaner Rennverein e.V. von 1822 verpachtet.


* Quellen: Archiv Doberaner Rennverein e.V. von 1822/ Archiv Städtisches Museum Bad Doberan/H. G. Studemund "Doberan wie es war und ist vom Jahr 1186 bis 1833 incl. kurz überschauet" (Landeshauptarchiv, Schwerin)/"175 Jahre Galopprennsport in Bad Doberan - Vollblutzucht in Deutschland" (Edition Temmen Bremen / Rostock 1997)/Arnim Basche "Geschichte des Pferdes" (Sigloch Edition, Künzelsau)
Signatur: A 0166
* ©´2006 Traditionsrennbahn Bad Doberan/Partner Internet: Pinkau Interactive Advertising GmbH
Titel: Rathaus - Bewirtschaftung
darin: Mitteilungen zu Veranstaltungen im Rathaussaal, z.B. Rezitator Alexander Otto aus Hamburg, Vortrag zur "Schiller-Gedächtnis-Feier" am 30.10.1909 und am 15.12.1910 Björnson Abend
enthält: u.a.: Zeichnung zur Anlage eines 15 cm weiten Rohres in der Bürgermeisterwohnung (Blatt 120); Kostenanschlag zur Herstellung einer Aschgrube (Blatt 122); Kostenanschlag zur Heizbarmachung des Rathaussaals und des Souterrains sowie Zeichnung (Blatt 123) sowie Prospekt Schul- und Turnhallen-Öfen aus Kaiserslautern; Schreiben vom Gesangsverein, 1900 (Blatt 136); Angebot zur Gasbeleuchungs- und Gasheiz-Anlage im Rathaussaal, 1904 (Blatt 154); 2 Pläne zur Abgrenzung zwischen Hofgärtnergrundstück, Großherzoglichem Park (bzw. Garten), Palais-Küchengarten und Dienstgarten des Bürgermeisters sowie den Gartenflächen innerhalb der Klostermauer [Bild]; Schreiben der Badeverwaltung Heiligendamm mit der Bitte um Überlassung von Stühlen für die Renntage, wie im vorigen Jahr, 1908 und 1909 (75 bis 100 Stühle); Schreiben des Vorstandes der Kindersonntagsfeier zu Doberan (Marta von Blücher, Marie Scheven, H. Keding und F. v. Bülow) mit der Bitte, die Feier im Rathaussaal mit 120 Kindern durchzuführen, da der Saal im "Lindenhof" zu klein geworden ist [Marienschule, Sonntagsschule]; Vermerk, dass Fräulein Hetta von Schmidt für die Abhaltung ihres Konzertes im Rathaussaal 10 Mark einbezahlt hat; Schreiben an Kammerherrn von Engel über die Betriebskosten beim Ball des Vereins ehemaliger Schüler des Doberaner Gymnasiums, 1908 (Blatt 196); Niederschrift zum Doberaner Musikverein, 1909. [5 Bilder]
Laufzeit: 1890 - 1910


'''Glossar zur Chronik des Galopprennsports in Doberan:'''
Signatur: A 0324
* '''Alexandrinenrennen/Alexandrinenbecher''': Alexandrine war die Tochter des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und dessen Gemahlin Königin Luise, geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz. Sie heiratete am 25. Mai 1822 den Erbgroßherzog Paul Friedrich von Mecklenburg-Schwerin und wurde zur Förderin der Vollblutzucht und des Galopprennsports in Mecklenburg. Bereits zum ersten Galopprennen in Doberan am 10. August 1822 überreichte sie dem Sieger Wilhelm von Biel einen silbernen Prunkbecher als Preis. Danach fanden alljährlich zwei Alexandrinenrennen statt. Der Sieger des ersten Alexandrinenrennens erhielt einen vergoldeten Silberbecher und der Sieger des zweiten Alexandrinenrennens einen Silberbecher, jeweils mit eingravierten Daten. Somit handelt es sich bei den Alexandrinenrennen um die ersten klassischen Rennen zumindest in Deutschland, wenn nicht europaweit. Der berühmte preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel entwarf die ursprüngliche Form des Alexandrinenbechers; die Ausführung erfolgte durch den Goldschmied des Preußischen Hofes in Berlin, Johann George Hossauer. Die Form des Alexandrinenbechers änderte sich im Laufe der Zeit entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack.
Titel: Bau der Abwasseranlage am Althöferweg
* '''Apperley-Beaurepaire, James''': James Apperley war englischer Herrenreiter, verkehrte in höchsten Kreisen der dortigen Vollblutzucht und besuchte im Jahr 1828 Deutschland. Eine wichtige Station dabei war Doberan, wo er als Jockey/Herrenreiter ein Rennen gewann. In einem lebhaften Reisebericht schildert er seine Eindrücke und gibt dabei auch eine Beschreibung des Geläufs sowie der kurz zuvor entstandenen Holztribüne auf der Doberaner Rennbahn.
enthält: u.a. Zeichnung zum Längenprofil der Kanalisation und Zeichnung zur Entwässerungsanlage von 1927. - auch: "Doberaner Nachrichten" vom 15.08.1928 mit dem Sitzungsbericht der 16. öffentlichen Stadtverordneten-Versammlung am 13.08..
* '''Bauernrennen''': Das Bestreben des Großherzogs Friedrich Franz I. und seiner Berater, die Qualität der in Mecklenburg gezüchteten Pferde als unverzichtbares Arbeitsmittel in Armee und Landwirtschaft zu sichern und möglichst zu heben, führte 1823 zu dem Beschluß, alljährlich im Rahmen der Doberaner Renntage "Bauernrennen" durchzuführen. Dabei handelte es sich um Galopprennen für Halb- und Warmblutpferde, die den Bauern der Region gehörten. Die Tradition der "Bauernrennen" ist untrennbar mit dem Galoppsport in Doberan verbunden und sichert gestern wie heute dem Ostseemeeting ein tiefes Verankern im Bewußtsein der regionalen Bevölkerung. Für das Jahr 1833 ist von Studemund am 13. August belegt "...Rennen der Landleute. Es liefen 123 Pferde in 12 Abtheilungen. Eine gelbe Stute des Schulzen Hardder aus Rukieten erhielt den Hauptpreis von 20 Fr d'or und eine Peitsche." Heute finden während der Renntage meist zwei Bauernrennen mit insgesamt 20 bis 25 Startern statt.
Laufzeit: 1927 - 1933
* '''Biel, Wilhelm von''': Gottlieb und sein Bruder Wilhelm von Biel, gemeinsam mit ihrem Geschäftsfreund Friedrich Pogge, waren Vorreiter der Vollblutzucht in Mecklenburg und unterhielten enge Verbindungen nach England. Aber auch die Grafen Plessen auf Ivenack, die Grafen Hahn-Basedow, die Grafen Bassewitz-Prebberede, die Grafen Moltke-Wolde sowie die Familien von Oertzen und von Maltzahn machten sich um die Vollblutzucht in Mecklenburg verdient. Die Doberaner Siegerlisten der Jahre 1822 ff. werden von vorgenannten Familien dominiert.
altsignatur: A 0324
* '''Deutsches Derby''': Englischem Vorbild folgend wird ab 1869 in Hamburg-Horn am ersten Sonntag im Juli das "Deutsche Derby" als Zucht- und Leistungsprüfung der besten dreijährigen Vollblüter abgehalten. Erster Derbysieger war der Hengst Investment, der dem Mecklenburger Ulrich von Oertzen gehörte. Trainer und Jockey von Investment waren die Engländer Bateman und Little.
* '''Grzech, Berno''': Erster, 1990 demokratisch gewählter, hauptamtlicher Bürgermeister Bad Doberans nach Zusammenbruch der "DDR". Entwickelte Visionen für ein Wiederbeleben der Galopprennen einschließlich des Neubaus einer Tribüne und unterstützte die Anlage der galoppsportlichen Infrastruktur auf der stadteigenen Rennbahn nach besten Kräften. 1991 zum Vorsitzenden des neugegründeten "Doberaner Rennverein e.V. von 1822" gewählt. 1996 von der Kommunalaufsicht als Bürgermeister maßgeblich mit dem Argument vorzeitig abberufen, er habe bei der Neuanlage der Galopprennbahn mit städtischen Finanzmitteln gegen Hauptpflichten eines Bürgermeisters verstoßen.
* '''Herodot''': Apfelschimmel vermutlich nicht ganz reinen Vollbluts, der keine Rennen lief, aber ein prächtiger Vererber im Gestüt der Grafen Plessen-Ivenack war; Herodots Nachkommen siegten serienweise. Napoleon sandte 1806 eigens eine Schwadron mit der Order nach Mecklenburg, Herodot und die übrigen Hengste und Stuten von Ivenack für die französische Armee und die Pferdezucht zu requirieren. Man versteckte den Hengst in einer der tausendjährigen Eichen Ivenacks. Als Herodot seine Stuten witterte, die von den Franzosen in der Nähe vorbeigetrieben wurden, wieherte er und verriet damit sein Versteck. Fürst Blücher, 1814 gemeinsam mit dem englischen General Wellington Sieger über Napoleon bei Waterloo / Belle Alliance, erzwang von Frankreich 1815 im Rahmen des Wiener Kongresses, Herodot an die Grafen Plessen-Ivenack zurückzugeben. Der Hengst starb im Alter von 35 Jahren im Gestüt Ivenack und soll an einer der dortigen Eichen begraben worden sein.
* '''Highflyer''': Berühmter englischer Hengst, geboren 1774 und fünfjährig als Rennpferd angeblich ungeschlagen in die Zucht gegangen. Er gelangte bereits früh in den Besitz des legendären Pferdehändlers und -auktionators Richard Tattersall, der u.a. mit den von Highflyererzielten Geldpreisen sein Geschäft ausbaute. Sowohl die englische als auch die deutsche Vollblutzucht sind von Highflyer stark beeinflußt worden. Es wird vermutet, daß der Doberaner Rennverein zu seinem Wappentier gelangte, weil die Familie von Biel als eine der treibenden Kräfte der Vollblutzucht in Mecklenburg freundschaftliche Verbindungen zur Familie Tattersall pflegte.
* '''Kincsem''': Die Stute Kincsem aus dem ungarischen Nationalgestüt Kisber gewann zweijährig 1876 das Doberaner "Friedrich-Franz-Rennen". Kincsem "...war möglicherweise das perfekteste Rennpferd der Turfgeschichte. Die Wunderstute gewann alle 54 Rennen, in denen sie als Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfjährige aufgeboten wurde..." (Arnim Basche, "Geschichte des Pferdes")
* '''Schmalspurbahn "Molli"''': Die Schmalspurbahn wird noch heute mit Dampflokomotiven und fahrplanmäßig betrieben. Als "Mecklenburgische Bäderbahn Molli" ist sie Touristenattraktion und verbindet den Bahnhof von Bad Doberan mit den Ostseebädern Heiligendamm und Kühlungsborn. Zu den Doberaner Renntagen hält der "Molli" auch an der Rennbahn.


* ©´2006 Traditionsrennbahn Bad Doberan/Partner Internet: Pinkau Interactive Advertising GmbH
Signatur: A 0340
Titel: Verpachtung der Neumühle und Wiederaufbau der abgebrannten Oel- und Graupenmühle
enthält: u.a.: Materialien- und Kostenanschlag zum Wiederaufbau der Oel- und Graupenmühle von 1850 und Schreiben des Mühlenpächters Quade von 1852 an das Großherzogliche Amt.
Laufzeit: 1850 - 1853


===Baudenkmale und Sehenswürdigkeiten der Stadt Bad Doberan===
Signatur: A 0345
Titel: Reinigung und Instandsetzung der Wege, Gräben, Brücken und Bau der Jemnitzer Schleuse
enthält: u.a.: Schreiben über den schlechten Zustand der Wege am Stahlbad und an der Glashäger Mineralquellen GmbH; Verhandlungen mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse, Berlin; Auseinandersetzungen mit der Landdrostei wegen der Bachpflege zwischen den stadteigenen und den staatlichen Bachabschnitten; Verhandlungen zur Bildung eines Verbandes für die Entwässerung der Niederung am Conventer See von 1928; Berichte über den Bau an der Jemnitzer Schleuse; diverse Entschädigungsanträge für Ernteschäden durch Staunässe; Beschluss von 1930 zum Flächentausch: 20 ha Niederungswiesen gegen 14 ha Stutwiese aus Staatsgebiet [Tausch wird nicht durchgeführt]; die Stadt tritt 1931 der Wassergenossenschaft Jemnitzer Schleuse bei; Höhen- und Lagepläne für den Graben hinter dem Rathaus und für den Abzugsgraben vom Prinzengarten zur Klostermühle bzw. zur Molkerei [Wirtschaftsgebäude]; Verzeichnisse der an den Dabergraben angrenzenden Pachtkaveln und Büdner-Wiesen.
Laufzeit: 1920 - 1932


====Das Moorbad====
Signatur: A 0352
Titel: Planungen zur Kanalisation der Stadt Doberan
enthält: v.a.: Diverse Schreiben der beauftragten Planer "Continentale Wasserwerks-Gesellschaft, Berlin, zwei Entwürfe (Situationspläne), ein Längsprofil der kritischen Kanalleitungen von 1915 und eine Schätzung der Gesamtkosten von 400.000 Mark.
Laufzeit: 1914 - 1922


<gallery mode="packed" widths="200px">
Signatur: A 0614
Datei:Dob32.jpg|
Titel: Verpachtung der Backhausmühle und Brauerei (Zimmerbesichtigungen)
Datei:Dob5.jpg|
enthält: u.a.: Kostenaufstellungen und Zeichnungen für Reparaturen bzw. Umbauten sowie Schriftwechsel mit den Pächtern Bull, Michaelis & Riebe [Klosterbrauerei]; Zeichnung zur Arche mit Mühlrad sowie Kostenanschlag (Blatt 89); Zeichnung zu einer Reparatur der Freischleuse an der Chaussee nach dem Stahlbad von Meyer, 1891 (Blatt 85); Zeichnung Viehhaus bzw. Futterkrippe [Stall], 1890 (Blatt 80); Zeichnung zum Neubau einer Freischleuse mit Brücke am Rohrteich neben dem Stahlbad, 1887 (Blatt 74); Zimmerbesichtigung 1885 mit den Arbeiten, wie z.B. Ausmodderung des Rohrteiches neben den Stahlbad-Anlagen vor dem 01. Mai des nächsten Jahres, unterzeichnet vom Bau-Departement (Gretzler, Müller) und als Sachverständiger Hofmaurermeister Carl Peters (Blatt 73); Kostenanschlag Spiritusraum (Blatt 77).
Datei:Dob198.JPG|Reichsbäderadressb1928
Laufzeit: 1877 - 1896


</gallery>
Signatur: A 0622
Titel: Bau der Bismarckstraße und der Nebenstraßen
enthält: u.a.: Verhandlungen mit der Großherzoglichen General-Eisenbahndirektion, Schwerin; Kostenanschlag zum Straßenbau der "Verbindungstraße" (spätere Bismarckstraße) mit Zeichnungen zur Überwölbung des Freibaches von März/ April 1894/95 (Blatt 8); verschiedene Kostenanschläge zur Überdeckung des Freibaches; Kostenangebote für den Sielbau (Maurermeister Westendorf, Peters, Nieske) mit Skizze (Blatt 111); Bemerkungen zur Verlegung der Brücke über den Bollhäger Bach von Gretzler von 1898 (Blatt 101 ff); Zeichnungen, Ansicht, Grundriss und Schnitte sowie Massenberechnung zur Verlängerung der Flügelmauern am Bollhäger Bach (Blatt 85b); Flächen-Register westlich der Bismarkstraße und Plan mit Verlauf des Alten Bollhäger Baches von P. Gretzler von 1899 (Blatt 80/81); Kostenanschläge zur Brücke und zur Bogenstellung (Nov. 1898) sowie zu den Kanalarbeiten; ein genehmigter Plan aus Pergamin von März 1895 (Blatt 13) [entnommen zwecks Aufbewahrung in Mappe bei den Bauplänen].
Laufzeit: 1885 - 1908
altsignatur: A 0622


====Kamp und Severinstraße====
Signatur: A 0642
Titel: Kanalisation bzw. Sielbau
enthält: u.a.: Kostenanschlag zur Auslegung des unterirdischen Kanals (Freibach) in der Alexandrinenstraße [heutige Mollistraße]; Entwässerung bzw. Sielbau an verschieden Straßen der Stadt; Entwässerung an der Dammchaussee mit Plänen; Kostenanteile für die Eigentümer der anliegenden Grundstücke in der Annen-, Marien- und Friedrich-Franz-Straße (Blatt 45); Entwässerungspläne verschiedener Hausgrundstücke an der Friedrich-Franz-Straße (Blatt 36) und am Althöfer Weg (Blatt 49); Satzung betreffend den Anschluss der bebauten Grundstücke an die Straßenkanäle im Bezirk der Stadt Doberan, 14. März 1898 (Blatt 33).
Laufzeit: 1880 - 1908


<gallery mode="packed" widths="200px">
Signatur: A 0680
Datei:Dob1.jpg|Dob 1 noch texten
Titel: Verpachtung der Neumühle und der Backhausmühle (Mahlzwang)
Datei:Dob30.jpg| Dob 30 noch texten
enthält: u.a.: Blatt 1, Schreiben des Großherzogs an die Beamten, den Oberforstmeister von Graevenitz und Oberlandbaumeister Severin von 1820 über die Vereinigung der Brauerei mit der Backhausmühle und die Befreiung des Mahlzwanges für die Bewohner der Doberaner Büdnereien, des Logier- und Posthauses und für die Bewohner in Heiligendamm, der Mahlzwang für die anderen Bewohner wird aufrecht erhalten, sie sind auf beide Wassermühlen aufzuteilen und zu veranschlagen; Ertragsanschlag für die Mühlen von 1820 mit Angaben zum Flecken Doberan und zu den Gemeinden bzw. Dörfern der Umgebung, z.B. Stülow, Elmenhorst, Hinter Bollhagen (Anzahl der Gastwirte, Hauswirte, Wollhüfner, Büdner, Schulmeister, Einlieger, Handwerker, Altenteiler, Tagelöhner und Hirten mit Schätzung der Anzahl der Scheffel; Vertragsentwurf (Contract) zur Verpachtung der sogenannten Backhausmühle von 1820; Brief an Amtshauptmann Hundt; Schriftwechsel zur Erarbeitung der Pachtverträge zwischen dem Großherzoglichen Amt in Schwerin und den Beamten zu Doberan [Dobberan]; Schreiben an die Schulzen der Gemeinden Admannshagen, Bargeshagen, Börgerende, Bartenshagen, Elemenhorst, Rethwisch, Steinbeck, Glashagen, Brodhagen, Reddelich und Stülow vom 09.04.1821 (Bekanntmachung zum Stillstand der Neumühle von 6 bis 8 Wochen); Blatt 34 c, Verpachtung der Neumühle an den Müller Dasso, Genehmigung vom 20.07.1830; Blatt 48, Ertragsanschlag und Pachtvertrag über 10 Jahre (1837 bis 47) für die Neumühle von 1836; Blatt 52, Bekanntmachung der Verpachtung (öffentlich meistbietend); Blatt 57, Inserat im Schweriner Anzeige vom 08.04.1837 (Nr. 28, Seite 773); Blatt 58, Müllermeister Wilhelm Kröger von Volkenshagen (Rostocker Klostergut) erhält die Neumühle.
Datei:Dob28.jpg|Dob 28 noch texten und bearbeiten
Laufzeit: 1820 - 1837
Datei:Dob29.jpg|Dob 29 noch texten und bearbeiten
altsignatur: A 0680
</gallery>
(Roter und weißer Pavillon, Logierhaus (Hotel...), Salongebäude (Kreisverwaltung), Großherzogliches Palais, Kamp-Apotheke, Cafe Peters, Haus "Medini")


====Alexandrinenplatz====
Signatur: A 0712
Titel: Verpachtung und bauliche Instandhaltung der Neumühle [Stadtmühle]
darin: Protokolle der Zimmerbesichtigungen
enthält: u.a.: ; Mühlenpächter Wilhelm Metelmann meldet Schaden an der Windmühle, Niederschrift, 1910 (Blatt 1); Kostenanschläge für die Erneuerung des Sterzes, (Blatt 2); Beschluss, beschleunigte Reparatur durch Bauamt (Blatt 3); Rechnungen (Blatt 4-10); beglaubigter Beschluß (mit Siegelabdruck) über Ausbau des Mühlenrades und Einbau einer Turbine, 1911 (Blatt 13); Zeichnung Turbine, 1911; Rechnung zum Einbau der Turbine, 1911; Mühlenpächter bittet um Instandsetzung der Freiarche (farbige Skizze, Blatt 19); Mitteilung an Mühlenbesitzer in Stülow, Althof und Badenmühle zur Wasser-Regulierung, 1913 (Blatt 23); Protokoll Zimmerbesichtigung, 1914 (Blatt 28); Bitte des Pächters, seinen Sohn einzusetzen, 1914 (Blatt 29); Gesuch um Genehmigung zur Aufstellung einer elektrischen Lichtmaschine, 1914 (Blatt 31); Gesuch über die Verbreiterung des Bollhäger Baches um 2 Meter, 1914 (Blatt 32); Räumung des Mühlbaches (Blatt 33); Gesuch um Neuverpachtung über 12 Jahre; Pachverlängerung nur bis 1918, 1916 (Blatt 37-39); Beschluss zur Verlängerung bis 1920, 1918 (Blatt 42); Vorgang Feuerversicherung, 1919 (Blatt 45); Protokollauszug (Stadtverordnetensitzung) über Verlängerung des Elektrizitätsleitungsnetzes vom Kammerhof bis Walkenhagen, 1919 (Blatt 47); Mühlensachverständiger/ Gutachter ist der Ingenieur F. Holtz, Rostock (Blatt 50 usw.); Inserate (Annoncen) zur Verpachtung in verschiedenen Zeitungen, z.B. auch in der Leipziger Zeitung, "Deutscher Müller" sowie zahlreiche Bewerber, 1920 (Blatt 51); Bewerber; Pachtangebote, 1920 (Blatt 59); Beschluss über den Zuschlag an Müllermeister Georg Schönfeldt, Neukalen (Blatt 60); Schreiben von Wilhelm Metelmann mit Skizze (Blatt 61).
Laufzeit: 1910 - 1920


<gallery mode="packed" widths="200px">
Signatur: A 0438
Titel: Gewerbe-Verein [Mitgliederliste u.a.]
darin: O. Steusloff, Kupferschmiedemeister; Peters, Hofmaurermeister; A. Beckmann, Hofschlosser; Nieske, Maurermeister; Fick, Hotelbesitzer; H. Barten Töpfermeister; C. Thiel, Buchdrucker; C. Beckmann, Hofglaser; C. Sengebusch, Tischlermeister; Rehse, Druckereibesitzer; A. Knittel, Hofdekorationsmaler; L. Brandt, Gastwirt; Matthews, Kürschner; Rosenow, Malermeister ...
enthält: u.a.: Mitgliederliste von 1877 bis 1924 sowie Schriftwechsel mit dem Verband Mecklenburgischer Gewerbe-Vereine.
Laufzeit: 1919 - 1932


Datei:Dob9.jpg|Dob 9 noch texten
Signatur: A 0714
Datei:Dob3.jpg|Dob 3 noch texten
Titel: Instandhaltung der städtische Brunnen und Pumpen incl. Kontrollen zur Wasserqualität
</gallery>
darin: [Röhrenbrunnen/ Kesselbrunnen]
(Gymnasium, Lessingschule, Haus Nizze, Haus Gottesfrieden, Haus Brügge)
enthält: u.a.: Distanz zwischen den Pumpen; Untersuchung von Proben durch das chemische Universitätslaboratorium Rostock, 1880 (Blatt 7); farbige Zeichnung und Kostenanschlage zur Anlage eines neuen Waschbrunnens bei Tischler Kasch ("Natius-Teich") 1881; Verzeichnis der öffentlichen 22 Pumpen durch Rathmann mit Angabe der Tiefe in Metern, 1911; Vertrag zwischen Stadt und Zimmermeister Reinke von 1882 zwecks Reparatur und Vertiefung des Brunnens in der oberen Baumstraße (Blatt 11 a); Brief der Großherzoglichen Forstinspektion in Doberan von Blücher, 1883 (Blatt 19); Pumpen am Lettowsberg sind unbrauchbar (Blatt 20); Bitte der Anwohner zur Anlage eines öffentlichen Brunnens in der Lindenstraße, 1886 (Blatt 24); Gesuch der Bewohner der Friedhofsstraße, 1891 (Blatt 32); Reparatur der Einfriedung des Schmarl-Teiches soll durch die Großherzogliche Verwaltung veranlasst werden (Schreiben des Bau-Departements Gretzler, C Natius, Fr. Petow), 1894 (Blatt 37); Kinder treiben Unfug und verschmutzen die Brunnen durch das Hineinwerfen von Sand und Steinen (Blatt 40); Reparatur des Brunnens am Alexandrinenplatz sowie Neuanstrich der 30 städtischen Brunnen (Blatt 47/48); Anbringen von Warn-Schildern gegen das Unfug treiben an allen öffentlichen Pumpen gemäß dem Beispiel der Stadt Waren, 1903 (Blatt 40); Liste der 29 Brunnen mit Angaben der Kataster- bzw. Flurbuchnummern (Blatt 51); farbige Zeichnung und Kostenberechnung zum Töpferbrunnen von Westendorff, 1903 (Blatt 52); Schriftwechsel mit Hof- Brunnenmacher Niemann, Rostock (Blatt 60-62); Beschädigung der Brunnenanlage auf dem Ziegenmarkt durch einen Pferdewagen (Vierspänner) aus Vorder-Bollhagen und Kostenerstattung durch Ökonomierat Burmeister (Blatt 63); Teich und Spülbrunnen sind mit Modde und Schmutz angefüllt, Bürgerausschuss, 1910 (Blatt 78); Wasserbassin [Maxim-Gorki-Platz] zur Speisung des Springbrunnens am Alexandrinenplatz wurde besichtigt zwecks Planung der Ausbesserung (Blatt 79); Schmarlteich für Feuerlöschzwecke nutzen (Blatt 85); Gutachten des Landesgesundheitsamtes zu 7 öffentlichen Brunnen zur Wasserqualität im Mai 1913 (Blatt 96); Anfrage des Großherzoglichen Justiz-Ministeriums zum Bau einer zentralen Wassserversorgungsanlage; Ergebnisse der 2. Untersuchung der 7 Brunnen im November 1913 (Blatt 102); Anwohner bitten darum, einen geschlossenen Brunnen wieder freizugeben, damit Wasser für das Vieh geholt werden kann (Blatt 105); Schreiben des Arbeiter-Sekretärs, Paul Lange, Doberan zum schlechten Zustand der Brunnen und Pumpen, 1919 (Blatt 112); Kostenangebote zu Erneuerung der Pumpenpfosten; Schreiben des Mecklenburgischen Kreisarztes, Medizinalbezirk Rostock zu den Typhus-Vorkommnissen mit der Empfehlung das Wasser der Brunnen zu untersuchen; Liste der 111 angemeldeten Brunnen und Pumpen mit Angaben zur Tiefe usw. sowie Namen und Adresse der Besitzer (Blatt 115-3) [4 Bilder].
Laufzeit: 1878 - 1921


===weitere Straßen===
==Wer war wer in Doberan==


-Mollistraße, Markt, Baumstraße, Neue Reihe, Beethovenstraße (Möckel-Haus), Dammchaussee, goethestraße, Brandt´s Höh, Parkentiner Weg ("Drei-Maler-Haus"), Friedrich-Franz-Straße ("Ernst Voß-Haus"), Tempelberg, Maxim-Gorki-Platz (Handwerkerhaus), Bergstraße, Lindenstraße
* [[Wer war wer in Doberan]]
 
===="Burg"/Haus des Handwerks Bad Doberan====
 
Die Geschichte des Hauses wird in dem Artikel der Ostseezeitung von Dr. Helge Rehwaldt beschrieben:
[[Datei:Hw30.JPG|gerahmt|zentriert|]]
<br clear="all"/>
Lt. Mecklenburgische Vaterlandskunde Raabe/Quade 1894 zur Burg:
* "Am Fuße(d. Jungfernberges/der Verf.) ist ein Gebäude, welches früher zum Schießhaus diente, später die Steinmann'sche Schul- und Erziehungsanstalt in sich faßte und jetzt im Privatbesitz ist. An Stelle des Schießhauses ist nahe beim Stahlbad eine Schießbahn eingerichtet."
Chronologie der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse des Grundstücks und Gebäudes der ehemaligen Büdnerei Nr. 244:
* '''1808''' Ein schlichter Vorgängerbau der "Burg"(späteres Handwerkerhaus) entstand vermutlich in den Folgejahren als Schießhaus.
* '''1855''' ist von einem"gothisch-modernen Schlößchen" die Rede, der Steinmannsche Erziehungsanstalt, eine Privatschule für Jungen(vermutlich nach 1849 ev. unter G. A. Demmler entstanden)
 
* '''1851'''(Nachtrag '''1862''')Der Büdnerbrief wurde auf Dr. Steinmann  ausgestellt.
* '''!880''' wurde Baronin Anna Sophie von Maltzan, geb. Freiin von Bülow Eigentümerin des Objekts.
* '''1894''' Freiin Elisabeth von Maltzan zu Doberan erwirbt die Burg meistbietend aus der Zwangsversteigerung.
* '''1897''' erwirbt Ernst Neckel das Grundstück.
* '''1927''' erwirbt Frau Pastor Störmer das Objekt.
* '''1937''' verpachtet Pastor Störmer an den Doberaner Landwirt Arthur Gaedecke.
* '''1941''' verkauft Frau Constanze Störmer, geb. von Bergmann an das Bad Doberaner Sozialgewerk, einer Handwerkergemeinschaft.
* '''1946''' Sequestrierung des Eigentums des ehemaligen Sozialgewerks und Antrag der Handwerkerinnungen Doberan an die Treuhandstelle zur Übernahme
* '''1947''' Bildung der Sozialgenossenschaft des Doberaner Handwerks.
* '''1967''' Auflösung der Genossenschaft und Abtretung des Grundstücks an die Handwerkskammer des Bezirkes Rostock
 
 
* Urkunden und Dokumente aus dem Stadtarchiv Bad Doberan:
 
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Bilder der Burg von der Steinmannschen Erziehungsanstalt bis zum Handwerkerhaus:
 
 
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Datei:Hw1.JPG|Burg nach dem Bau um 1850 am Jungfernberg mit Wäschebleichplatz
Datei:Hw5.JPG |1949
Datei:Hw3.JPG |1956
Datei:Hw2.JPG|
Datei:Hw27.JPG
Datei:Hw8.JPG
Datei:Dob175.jpg
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Inhaber Alwis Ludwig mit Frau Lotte sowie Innenansicht zur Zeit des Handwerkerhauses:
 
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Datei:Hw6.JPG
Datei:Hw9.JPG
Datei:Hw7.JPG |Empfang zur Ostseewoche 1963
Datei:Hw14.JPG
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(Unterlagen und Erinnerungen von Ulrich Ludwig)
 
* „Das gesellschaftliche Leben Doberans spielte sich bei uns ab“, sagt Ulrich Ludwig und spricht vom „Haus des Handwerks“, das seine Eltern — Serviermeister Alwis und Köchin Lotte Ludwig — ab 1949 in der Münsterstadt betrieben. Ob Lehrgänge, Prüfungsvorbereitung oder Sommerurlaub — die Handwerker Mecklenburgs waren immer gern gesehen. „Die Doberaner konnten sich auch kostenlos die Haare machen lassen, wenn sich die Friseure auf ihre Meisterprüfung vorbereiteten“, erinnert sich Ludwig. Jeder im Ort kannte „Die Burg“, wie das Haus genannt wurde. Sogar geheiratet hat der 72-Jährige im Saal des Hauses. „Heute steht es leider nicht mehr“, bedauert Ludwig( Auszug vom Artikel Ostseezeitung vom 25. April 2015).
* 1949 wurde die ehemalige Burg mit dem Ziel  restauriert, ein „Haus des Handwerks“  mit der Handwerkskammer Schwerin als Träger zu installieren. Die Baumaßnahmen wurden mit Unterstützung von Mitgliedern der Jugendorganisation FDJ durchgeführt.
* Am 1. April 1949 wurde Alwis Ludwig(Vater von Ulrich) Leiter dieser Einrichtung. Zuvor war er Serviermeister in der Burg Hohenzollern in Heiligendamm. Ehefrau Lotte  wurde die Chefköchin.
* Das „Haus des Handwerks“ diente als Unterkunft für Handwerker aus der ganzen DDR zur Durchführung von Arbeitstagungen und Lehrgängen für bis zu 40 Teilnehmer. Die Unterbringung mit Vollpension war im Haus gegeben(15 Fremdenzimmer). Während der Sommermonate wurde das Handwerkerhaus zum Feriendomizil für bis 80 – 100 Handwerker mit teilweiser Unterbringung in Privathäusern.
 
* Eintragungen in Gästebüchern vermitteln einen Eindruck von den Geschehnissen im „Haus des Handwerks“:
# 26. – 30. April 1949 Arbeitstagung der Geschäftsführer und Genossenschaftsreferenten der Kreisgeschäftsstellen
# 2. – 7. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften für das Stellmacher- und Schmiedehandwerk
# 9. – 14. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften des Tischler- und Drechslerhandwerks
# 16. – 21. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften vom Schuh- und Holzschuhmacherhandwerk
# 20. – 25. Juni 1949 Arbeitstagung der Bekleidungsgenossenschaften, Kürschnergenossenschaft, Hut- und Putzmachergenossenschaft sowie Weber-, Sticker- und Strickergenossenschaft
# 27. Juni – 1. Juli 1949 Genossenschaftsschulung
# 2. u. 3. Juli 1949 Arbeitsbesprechung der Tischler- , Sattler-, und Tapezierergenossenschaften
# 3. – 8. Oktober 1949 Buchführungslehrgang
# 17. – 22. Oktober 1949 Lehrgang der Sattler- und Tapezierergenossenschaft
# 24. – 29. Oktober 1949 Fortbildungslehrgang der Schädlingsbekämpfer der Kreise Schwerin, Ludwigslust, Wismar, Parchim, Rostock, Malchin und Waren
# 1. – 5. November 1949 Lehrgang der holzverarbeitenden Genossenschaften mit Landesberufsgruppenversammlung
# 7. – 12. November 1949 II. Fortbildungslehrgang der Schädlingsbekämpfer der Kreise Schönberg, Güstrow, Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin, Stralsund, Greifswald, Grimmen, Rügen, Usedom, Randow, Hagenow, Uckermünde
# 14. – 19. November 1949 Buchführungslehrgang
# 3. Dezember 1949 Wahlversammlung des Berufsgruppenvorstandes der Schädlingsbekämpfer
# 30.1. – 4.2. 1950 fachtheoretischer Lehrgang für das Malerhandwerk
# 6. – 18. März 1950 Betriebsprüferlehrgang der Finanzämter Mecklenburgs
# 4. April 1950 Generalversammlung der Einkaufs- und Liefergenossenschaft der Drechslerberufsgruppe Mecklenburg e.G.m.b.H.
# 5. und 6. April 1950 Arbeitsbesprechung der Geschäftsführer und Genossenschaftssachbearbeiter
# 12. – 24. April 1950 Allgemeinkundlicher Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung
# 2. – 7. Mai 1950 Seminarleiterlehrgang für innerbetriebliche Schulung der Finanzämter Mecklenburgs
# 15. – 27. Mai 1950 Lehrgang für nebenberufliche Optiker
# 31. Mai – 7. Juni 1950 fachtheoretischer Lehrgang für Ofensetzer
# 26.Juni. – 1. Juli 1950 Tagung der Landesfinanzdirektion – Referat Bodenschätzung
# 14. – 16. September 1950 Erste Tagung des mecklenburgischen Kunsthandwerks und Kunstgewerbes
# 25. – 30. September 1950 2. Nachwuchslehrgang des Schädlingsbekämpferhandwerks
# 9. – 10. Oktober 1950 Arbeitstagung und Landesgruppenversammlung des Tischlerhandwerks
# 13. – 18. November 1950 III. Gesellenlehrgang der Schädlingsbekämpfer
# 12. – 14. Dezember 1950 Arbeitstagung der Kreisbaugenossenschaften
# 28. – 29. Dezember Arbeitstagung der Obermeisterinnen des Damenschneiderhandwerks
# 19.- 24. Februar 1951 Fachlehrgang der Maler
# 20. und 21. März 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des holzverarbeitenden Handwerks
# 30. und 31. März 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des metallverarbeitenden Handwerks
# 19. – 28. April 1951 Lehrgang für Buchhalter der Genossenschaften des Handwerks zur Einführung in die EDB
# 16. – 19. Mai 1951 Lehrgang für Bilanzbuchhalter
# 21. Mai – 6. Juni 1951 Buchhalterlehrgang der Genossenschaften des Handwerks zur Einführung in die EDB
# 22. – 23. Juni 1951 Obermeistertagung des Schlosser- und Maschinenbauerhandwerks
# 12. September 1951 Arbeitstagung der Landesobermeister des Schmiedehandwerks der DDR
# 17. – 29. September Buchhalterlehrgang zur Einführung in die EDB
# 5. und 6. Oktober 1951 Landesgruppenversammlung des Schmiedehandwerks
# 8. Oktober 1951 Landesberufsgruppenversammlung des Klempner- und Installationshandwerks
# 10. – 23. Oktober 1951 Buchhalterlehrgang zur Einführung in die EDB
# 24. – 27. Oktober 1951 Lehrgang der Bilanzbuchhalter
# 29. Oktober bis 3. 11. 1951 III. fachtheoretischer Lehrgang des Malerhandwerks Mecklenburgs
# 8. – 10. November 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des metallverarbeitenden Handwerks
# 12. – 24. November 1951 VII. Buchführungslehrgang für Genossenschaftssachbearbeiter
# 17. – 18. Dezember 1951 Tagung der Genossen und Obermeister des holzverarbeitenden Handwerks
# 14. Januar  - 2. Februar 1952 Lehrgang für Augenoptiker
# 29. September – 29. November 1952 Fachlehrgang für das Friseurhandwerk
# 5. – 10. Januar 1952 fachtheoretischer Lehrgang des Malerhandwerks
# 11. – 17. Januar 1953 Vorbereitungslehrgang des Malerhandwerks
# 19. – 24. Januar 1953 Vorbereitungslehrgang der Schädlingsbekämpfer
# 28. September – 28. November 1953 IV: Meisterkursus der Friseure
# Januar 1954 Abschlusslehrgang der Schädlingsbekämpfer
# 7. Mai 1954 I. Schulung der Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreisgeschäftsstellen
# 10. – 15. Mai 1954 II. Schulung der Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreisgeschäftsstellen der Bezirkshandwerkskammern Neubrandenburg, Rostock und Schwerin
# 24. – 29. Mai 1954 I. Seminar der Genossenschaftsfunktionäre für das holzverarbeitende Gewerbe
# 31. Mai – 5. Juni 1954 II. Seminar der Genossenschaftsfunktionäre für das metallverarbeitende Handwerk
# 21. – 26. Juni 1954 III. Lehrgangder K.G’s. für Leiter und Geschäftsführer
# 4. – 16. Februar 1957 Malerlehrgang
# 20. November 1957 X. Fachlehrgang für Friseure
# 5. – 25. Januar 1958 Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung der Maler
# 5. Dezember 1958 XII. Lehrgang der Friseure aus den Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg
# 20. November 1959 XIII. Lehrgang der Friseure
# 3. Oktober – 29. November 1960 Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung im Friseurhandwerk
# April 1964 Lehrgang für Maler
 
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*[[Die Burg, später "Haus des Handwerks" ]]
 
==Kammerhof==
 
==Buchenberg==
 
==Doberan im Spiegel von Zeitgenossen==
 
===Bibliographie Doberan===
 
* [[Doberaner Bibliographie]]
 
==Doberaner Originale==
(Ilse Mühlbach, Klaus Havemann, Studemund)
 
===Begegnungen mit Menschen===
(amerik. Piloten, russ. Offiziere u.a.)
 
==Friedhofsgeschichten==
 
- Pläne und bemerkenswerte Gräber


==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Doberan==
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Doberan==
* [[Sagen, Geschichten und Legenden rund um Doberan|Sagen, Geschichten und Legenden]]


===Mönken in Doberan.===
==Flurnamen auf der Doberaner Feldmark==


In der Brauerei in Doberan lebten vor Zeiten viele
==Links zu weiterführenden Seiten im Internet==
Unterirdische, welche man ›Mönken‹ nannte. Diese
liehen sich oft gutmüthiger Leute Geräthe zum Kochen
und Backen aus, worin sie gewöhnlich beim
Wiederbringen etwas von dem Gebackenen liegen ließen.
Namentlich holten sie von einer Frau, die ›Trin-
Lischen‹ genannt wurde, ihren Backtrog. Als es ihnen
in Doberan aber nicht mehr gefiel, wollten sie diese
Frau noch besonders belohnen. Deshalb kamen sie einige
Nächte vor ihrem Abzuge in ihre Wohnung und
riefen ›Trin-Lischen, kumm mit, di is en Schatz beschęrt!‹
Sie ward aber bange und rief ›Ik kann nich,
mi grugt‹! ›Nu kamen wi noch tweemal un denn trekken
wi von hir weg!‹ riefen die Mönken und verschwanden.
Als die Frau dies am anderen Morgen
ihrem Manne erzählte, sagte dieser, sie solle ihn nur
wecken, wenn die Mönken wiederkämen, er wolle
wohl mitgehen. Als aber die Mönken zum zweitenmale
kamen, mochte die Frau ihren Mann noch so viel
rütteln, er wachte nicht auf; und ebenso als sie zum
drittenmale kamen, denn er sollte nicht sehen, wo ihre
Schätze liegen. Die Mönken ließen aber bei ihrem
Wegzuge diesen Schatz in der Brauerei liegen, denn
als nach mehreren Jahren ein armer Müller die Braue-
rei gepachtet hatte, und seine Kinder einst im Sande
spielten und kleine Gruben machten, fanden sie das
Gold und brachten es ihrem Vater, der dadurch ein
reicher Mann wurde.
H. Ohnesorge. (aus Bartsch)
 
===Schatzheben.===
 
 
Ein Arbeitsmann aus Bartenshagen, der am Abend
von Doberan zurückkehrte, sah, wie er über den Buchenberg
ging, plötzlich ein Feuer vor sich, und da
ihm seine Pfeife ausgegangen war, trat er heran und
wollte eine Kohle auflegen. Kaum hat er sie aber in
der Hand, so brennt sie nicht mehr; er wirft sie ärgerlich
weg, nimmt eine zweite, mit der es ihm ebenso
geht und dann noch fünf andere. Zu Hause erzählt er's
seiner Frau; die sagt, da wäre Gold vergraben, er solle
hingehen und ein Tuch oder sonst was ins Feuer werfen,
dann werde der Schatz sein. Der Mann war aber
zu müde und blieb zu Hause. Am andern Morgen kam
er wieder an der Stelle vorbei; da sah er im Grase sieben
große goldene Schaustücke, die als Schatz in der
Familie bewahrt wurden. (Bartsch)
 
===Die Prinzessin im Buchenberge bei Doberan.===
 
 
1.
Im Buchenberge bei Doberan wohnt eine verwünschte
Prinzessin, die nur alle hundert Jahre am Johannistage
zwischen 12 und 1 Uhr Mittags erlöst werden kann.
Im Jahre 1818 hütete der Knecht Hinrichsen die Schafe
an der östlichen Seite des Buchenberges. Es war
am Tage vor Johannis um die Mittagszeit. Da erschien
ihm eine weiße Dame und sagte ihm, er könne
sie erlösen, wenn er sie am nächsten Tage um dieselbe
Stunde küsse; sie werde in Gestalt einer Kröte, mit
einem rothen Bändchen um den Hals, kommen. Der
Schäfer versprach; als aber am andern Tage die Kröte
kam, entsetzte er sich so, daß er davon lief. Die Prinzessin
klagte und jammerte hinter ihm her.
Vgl. Niederh. 2, 235; NS. 224.
 
 
2.
Am Buchenberge bei Doberan hütete einst ein Schäfer
seine Schafe. Plötzlich sah er eine Schlange auf sich
zukommen. Er wollte entfliehen, da sprach sie ihn an
und fragte, ob er Muth genug habe, in nächster Nacht
ein großes Werk zu bestehen; dann solle er zwischen
12 und 1 Uhr an eine bestimmte Stelle des Berges
kommen. Der Schäfer versprach es; aber als er in der
Nacht die Schlange, von einer Schaar kleinerer umgeben,
nahen und Miene machen sah, ihn zu umschlingen,
ergriff er die Flucht. Da wehklagte die Schlange
hinter ihm her und sagte, er hätte, wenn er ausgeharrt,
sie erlösen und zugleich einen großen dort vergrabenen
Schatz erlangen können; nun müsse sie so lange
warten, bis an der Stelle eine Buche erwachsen, aus
deren Brettern eine Wiege gefertigt werde, und wer in
der Wiege gewiegt sei, könne sie erlösen.
Lehrer Fr. Haase in Rostock. (Bartsch)
 
===Bau der Doberaner Kirche.===
 
 
Als im Jahre 1186 Fürst Heinrich Borwin I. von
Meklenburg beschloß, das zerstörte Cistercienser-
Mönchskloster Doberan wieder herzustellen, wählte
er für dasselbe nicht den alten Ort, sondern einen
neuen, und zwar aus dem Grunde, weil er, der Sage
nach, ein Gelübde gethan haben soll, da das neue
Kloster aufzubauen, wo er das erste Wild erlegen
werde. Der Fürst tödtete nun auf der Stelle, wo noch
heute die alte prächtige Doberaner Kirche steht, einen
ausgezeichnet schönen Hirsch und begann hier sofort
den Bau dieser Kirche und des neuen Doberaner Klosters.
Nach Vollendung der Kirche soll der Kopf des
Hirsches zur ewigen Erinnerung dort aufgehangen
worden sein, wo er sich noch jetzt befindet.
Niederh. 2, 31 f. und Bartsch
 
===Das heilige Blut.===
 
 
Ein Hirte in der Nähe von Doberan sah seine Heerde
durch räuberische Wölfe beunruhigt und geschädigt.
Das war zu der Zeit, als Herzog Heinrich der Löwe
das Land Meklenburg verwüstete und das Volk mit
Gewalt zum Christenthum bekehrte. Wie der Hirte
einst sorgend bei sich seinen Verlust bedachte und
seine Heerde heimtrieb, nahte ihm eine dunkle Männergestalt
und rieth ihm, eine geweihte Hostie in seinen
Hirtenstab einzuschließen, dann würde sie sicher
weiden und sich mehren. Wohl bangte dem Hirten,
diesem gottlosen Rathe zu folgen; da es aber immer
ärger wurde, entschloß er sich dazu, ließ sich im Kloster
Doberan das Abendmahl reichen, trug das Brot,
statt es zu essen, nach Hause und schloß es in den
Hirtenstab ein. Von da an blieben die Schafe nicht
nur vom Wolfe verschont, sondern mehrten sich auch
von Jahr zu Jahr. Er ward bald ein reicher Mann. Einmal
aber theilte er seinem Weibe sein Geheimniß mit.
Diese, eine fromme Frau, erzählte es dem Abte des
Klosters, und der Convent beschloß, in feierlicher
Procession die Hostie ins Kloster zurückzubringen.
Als man den Stab öffnete, floßen Blutstropfen heraus.
Die Hostie ward von da an unter dem Namen des heiligen
Blutes im Kloster aufbewahrt.
Lehrer Pechel bei Niederh. 1, 213 ff. und Bartsch


===Mädchen in Stein verwandelt.===


In der Doberaner Kirche wird dem Fremden unter andern
ähnlichen Raritäten oder sogenannten Reliquien
auch die Salzsäule von Lot's Weib gezeigt, eine aus
einer Art kalkhaltigem Sandstein roh gehauene Figur,
welcher aber der Kopf, beide Arme und der untere
Theil der Füße fehlen. Außer dieser Sage existirt noch
eine zweite, also lautend. Vor Alters wurde einst ein
in Doberan dienendes Mädchen von ihrer Herrschaft
zu Felde geschickt, um dort eine Arbeit zu verrichten.
Man hatte ihr Käse und Brot als Essen mitgegeben.
Sie war aber hiermit nicht zufrieden, sondern fluchte,
auf dem Felde angelangt, laut darüber, daß sie so
schlechte Nahrung von ihrer Herrschaft bekomme.
Andere Leute, die das Dienstmädchen beruhigen wollten,
machten sie nur noch immer böser und wüthender.
Als sie nun aber endlich gar auch das Brot und
den Käse verfluchte, da wurde sie zur Strafe für solchen
Frevel in jenen Stein verwandelt, dessen Reste
man noch heutigen Tages in der Kirche zu Doberan
sieht. Der Stein wurde nämlich später von dem Felde
in die Kirche gebracht und dort zur Warnung für andere
Gottlose aufbewahrt.
Niederh. 4, 37 f. und Bartsch
==Flurnamen auf der Doberaner Feldmark==
==Links zu weiterführenden Seiten im Internet==
* [http://gov.genealogy.net/item/show/DOBRANJO54XC Bad Doberan in gov.genealogy.net]
* [http://gov.genealogy.net/item/show/DOBRANJO54XC Bad Doberan in gov.genealogy.net]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Musterdorf Doberan bei Wikipedia]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Musterdorf Doberan bei Wikipedia]
* [[Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen #]]
* [[Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]]
* [https://www.facebook.com/100005156598861/videos/821025838079295/ https://www.facebook.com/100005156598861/videos/821025838079295] (800 Jahre Bad Doberan)
* [https://www.youtube.com/watch?v=OynSRRmA9P0 Ode aus Bad Doberan - Wir vermissen euch! 2020]
* [https://www.youtube.com/watch?v=ewxMtv6bJqAImagefilm Imagefilm Bad Doberan – Heiligendamm 2017]


== Kontakte ==
== Kontakte ==
[[Kategorie:Klöster]]

Aktuelle Version vom 22. Februar 2026, 10:24 Uhr


Kenndaten der Ortschronik
OrtDoberan (Bad)
Zeitlicher Schwerpunkt1171 - fortlaufend
UrheberrechteDoberaner Chronistengruppe
Erstellungszeitraumseit 2018
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte Doberans
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Zu Bad Doberan gehören drei Ortsteile

Die Geschichte von Doberan als Chronologie

Die Landschaft in ihrer Entstehung und als Naturraum

geographisches,geologisches, Natur und Umwelt

Ur- und Frühgeschichte

Das Zisterzienserkloster Doberan und seine Geschichte

Die Stadt Bad Doberan und ihre Geschichte

  • Bürgermeister Jochen Ahrenz und Peter Becker am Monumentalgemälde von Ludwig Bang im Rathaus

Übersicht weiterer Unterlagen zur Stadtgeschichte aus dem Stadtarchiv lt. Findbuch(Ariadne)

  • Auszüge Stadtarchiv Bad Doberan(Ariadne-Greifswald) zur weiteren Bearbeitung und Zuordnung zu den Sachbereichen

Signatur: A 0056 Titel: Ortsschule (Vol. II) enthält: auch: Stundenplan der Doberanschen Schule von 1796. - Etat der Ortsschule von 1852 (Blatt 122); Genehmigung zur Einrichtung einer Rektorklasse mit Fremdsprachenunterricht, wie Latein und Französich von 1857 (Blatt 131); Schreiben von 1861 mit der Gesamtanzahl von 644 Schülern sowie eine Vorausberechnung für das Jahr 1864 mit 680 Schülern (zu Blatt 136, alt 165); Statut für den Industrie-Unterrricht und den Turnunterricht an der Ortsschule, Schulvorstand, 1871 (Blatt 176); Exemplar "Öffentlicher Anzeiger" für die Ämter Doberan, Buckow, Toitenwinkel zu Rostock, Ribnitz und Sülz, Nr. 18 vom 30.04.1879 (Blatt 194).

Signatur: A 0502 Titel: Schaffung eines Heldenhains und Errichtung des Kriegerdenkmals ["Backenzahn"] enthält: u.a.: Spendenbuch (Quittungsblock) zum Bau des Denkmals vom Denkmalausschuss von 1926/ 27; Stadtwappen auf dem Kopfbogen der Stadt von 1915 (Bild); Konstruktions-Skizze von Wilhelm Thiel von 1926; "Spenden-Blatt" zum Tag der Grundsteinlegung am 21.11.1926 [Totensonntag] mit Zeichnung und zwei kritische Zeitungsartikel (3 Bilder); Schreiben des Denkmalausschusses zum Gefallenen-Ehrenmal an die Stadt mit der Bitte um Bewilligung eines Geldbetrages vom 18.11.1927; Kostenanschlag an den Vorsitzenden des Vereins Major v. Raven zur Erhaltung und über die gärtnerische Ausgestaltung des Ehrenmals; Ausschreibung für hiesige Künstler und Baumeister zum Entwurf des Heldendenkmals (Blatt 21); Vergabe an Hans Carlson, Empfehlung durch Dipl.-Ing. Wagner aus Rostock (Blatt 24). Laufzeit: 1915 - 1932

Signatur: A 0596 Titel: Kantorat enthält: u.a.: Namentliche Aufstellung der Kantoren von 1676 - 1834; auf dem Aktendeckel; Schriftwechsel zur Organisation der Schulen (Lehrer); Einstellung neuer Kantoren bzw. Lehrer nach dem Tod der alten Kantoren, z.B. Hasskarl und Schwemer; Bewerbungen; ausgefülltes Formblatt der Großherzogl. Meckl. Schwerinschen Witwen-Verpflegungs-Anstalten für die Witwe "Cantorin Schwemer", 1834; Schriftwechsel mit Ehren-Präpositus Röper und Crull u.a. zum "Glocken-Läuter- und Kuhlen-Gräber-Dienst". Laufzeit: 1763 - 1858 Signatur: A 0009 Titel: Verwaltung des städtischen Armenhauses und der zubehörigen Ländereien (Teil I-A) darin: Arbeitshaus/ Armen- und Siechenhaus/ Auszug (Blatt 80): "Die zwischen Jerusalem-Gehöft und Vordersten Eichhäge belegen Kaveln (Nr. 41 bis 43) würden, falls die Pacht zu gering ausfällt, mit Buchen und Eichen zu bepflanzen sein". enthält: u.a.: Urkunde bezüglich der Übertragung des Domanial-Arbeitshauses an die künftige Staadtvewaltung durch den Großherzog Friedrich Franz vom 16./18. Juni 1879 sowie Inventarverzeichnis (Blatt 1); 1 Exemplar "Oeffentlicher Anzeiger" für die Aemter Doberan, Buckow Nr. 25 vom 18.06.1879 (Wiesenverpachtung); Auktionsprotokoll über verkaufte Gegenstände vom 03.10.1879 (Blatt 6); Verpachtung der Armenhausländereien auf 6 Jahre (Blatt 13); jährliche Bieterlisten zum Verkauf der Vor- und Nachmaht [50 Quadratruthen pro Bieter], Kämmereiberechner W. Meyer; jährliche Protokolle über die Zimmerbesichtigung, z.B. Reparatur der Schornsteinköpfe vom Bau-Departement Gretzler und Carl Müller, Sachverständiger Hofmaurermeister Carl Peters, 1885 (Blatt 40); Kostenberechnung zu der Umdeckung eines Zungensteindaches auf dem Stallgebäude, 1886 (Blatt 42); Zeichnung (Handskizze) zum Herrichgten eines Kuh- und Hühnerstalls in der Remiese, 1889 (Blatt 55); Antrag zur Herstellung einer elektrischen Signalanlage vom Tor des Armenhauses (an der Chaussee) bis zur Küche/ Schlafzimmer des Aufsehers Schwarck mit farbiger Skizze, 1893 (Blatt 67) [Hausklingel]; Schreiben über Herstellung der Grenzen zwischen den Kaveln [Caveln] auf den städtischen Rieselwiesen, 1894 (Blatt 68); Antrag, die Eingangstür mit einem Bibelspruch zu versehen, Veranlassung durch Senator Adam, 1896 (Blatt 74); Schreiben betrifft Tapezierung der Wohnung des Armenhausaufsehers Helms; Vermessungsplan von Ackerflächen, Büdnerei Nr. 245 (Blatt 86); Protokoll der Besichtigung mit Angaben zu den 6 Armenwohnungen, Logis für Obdachlose, Andachtsraum, Krankenstube, Viehstall usw. (Blatt 113); Vermessungsskizze und Flächennachweise für Flurbuchnummern 474 bis 477(Blatt 128); Nachweis Feuerversicherung (Blatt 144); Regierungsblatt über Baukostenzuschüsse, 1919 (Blatt 151-II); Beschlußfassungen für Herstellung von 6 Stallungen und zur Erledigung von Baumängeln im Armenhaus mit zweifarbiger Bauzeichnungen, Grundriss und Schnitt (Blatt 155/156); Beschluss über Mietpreise, Blatt 158; Kostenüberschlag zur Anlage eines Räucherbodens; Skizze von Bauamtsleiter Thielcke (Wagenschauer), 1920 (ei der . auch: Anzeige der Verpachtung der Wiesen des Superintendenten Scheven. Laufzeit: 1879 - 1920 altsignatur: A 0009 registratursignatur: 1-160 vorl. nr.: 13 Umfang: 5 cm (Blatt 1 bis 160) Provenienz: Magistrat Verweis: Eigentümeregister: A 726; Stadtkarte K 04

Bestellnummer: Stadtarchiv Bad Doberan (A Aktenbestand von 1711 bis 1932 (Amts- bzw. Stadtverwaltung)) A 0009

Signatur: A 0017 Titel: Hindenburg-Eiche auf dem Kamp enthält: u.a.: Protokollauszüge und Beschlüsse zum Besuch des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg in Bad Doberan am 24.07.1927 und zur Feier am Tage der Pflanzung der Eiche [junger Baum, ca. 10 Jahre alt] am Kamp, nahe der Friedenseiche (Dienstag, 30.07.1929, 3. Renntag). Laufzeit: 1927 - 1929

Signatur: A 0047 Titel: Herstellung einer Zentralheizungsanlage für die Stadtschule darin: Zeichnung KESSELHAUS mit Heizraum sowie Heizungseinbau im Schul- und Nebengebäude (O. Steusloff [Steussloff]). enthält: u.a.: Bauzeichnungen, Angebote, wie Fa. Ottensener Eisenwerke AG, Altona und Hamburg und Prospektmaterial; farbige Zeichnung der Grundrisse für den Bau der Warmwasserheizung [Pergamin], 1926; Montagezeichnungen (Blatt 16); Rechnungen der Maschinenfabrik Robert Fischer, Rechnungen von Wilhelm Rath, Architekt und Maurermeister, von Wilhelm Fahs, Baugeschäft, von Willi Dethloff, Schlossermeister, Carl Meister, Installationsgeschäft, von Furhmann Peters, Rechnungen des Baugeschäftes, Hofmaurermeister Albert Gading sowie von Zimmermeister Rudolf Uplegger [Zimmerer, Dampfsäge- und Hobelwerk], 1926; Klage Robert Fischer sowie Frachtbriefe (Blatt 39). Laufzeit: 1926 - 1931

Signatur: A 0133 Titel: Bau einer Eisenbahn von Doberan nach Heiligendamm (Kleinbahn) enthält: u.a.: Allerhöchstes Schwerinsches Rescript vom 26.10.1889 betrifft den Ankauf der im Lande befindlichen Eisenbahnen aus allgemeinen Landesmitteln nebst den hierauf bezüglichen Verträgen mit Begründung und deren Anlagen (Blatt 82/83) incl. Kaufverträge mit dem Eisenbahnbauunternehmer Fr. Lenz zu Stettin zur [Klein] Bahn Doberan-Heiligendamm und dem Vorstand der Eisenbahngesellschaft [Aktionäre] zur Wismar-Rostocker Bahn von 1889 [Verstaatlichung der Bahn]; Register zu den Vermessungsplänen, angefertigt 1887 durch Gretzler; Bericht über die Verwaltung der Schmalspurbahn Doberan-Heiligendamm für das Jahr 1887; Lageplan für die Bahnstrecke von 1886; Vertrag zwischen Magistrat und Lenz zu Stettin über den Bau und den Betrieb einer Eisenbahn [Sommerbahn] zwischen Doberan und Heiligendamm vom 06./ 10. Juli 1886 mit einer Beihilfe von 15.000 Mark (Blatt 36/37 u. 56); Schriftwechsel mit der Betriebsverwaltung der Wismar-Rostock-Eisenbahn in Wismar; erste farbige Zeichnung von März 1886 zum Verlauf der Kleinbahn-Schienen (Letztes Blatt, es existierte noch keine Straße) - [lt. Aufzeichnung (Chronik) war die Bahn nach 6-wöchiger Bauzeit fertig, die erste Fahrt nach Heiligendamm fand am 09.07.1886 statt; heute trägt die Kleinbahn den Namen "Molli"] Laufzeit: 1886 - 1908

Signatur: A 0166 Titel: Rathaus - Bewirtschaftung darin: Mitteilungen zu Veranstaltungen im Rathaussaal, z.B. Rezitator Alexander Otto aus Hamburg, Vortrag zur "Schiller-Gedächtnis-Feier" am 30.10.1909 und am 15.12.1910 Björnson Abend enthält: u.a.: Zeichnung zur Anlage eines 15 cm weiten Rohres in der Bürgermeisterwohnung (Blatt 120); Kostenanschlag zur Herstellung einer Aschgrube (Blatt 122); Kostenanschlag zur Heizbarmachung des Rathaussaals und des Souterrains sowie Zeichnung (Blatt 123) sowie Prospekt Schul- und Turnhallen-Öfen aus Kaiserslautern; Schreiben vom Gesangsverein, 1900 (Blatt 136); Angebot zur Gasbeleuchungs- und Gasheiz-Anlage im Rathaussaal, 1904 (Blatt 154); 2 Pläne zur Abgrenzung zwischen Hofgärtnergrundstück, Großherzoglichem Park (bzw. Garten), Palais-Küchengarten und Dienstgarten des Bürgermeisters sowie den Gartenflächen innerhalb der Klostermauer [Bild]; Schreiben der Badeverwaltung Heiligendamm mit der Bitte um Überlassung von Stühlen für die Renntage, wie im vorigen Jahr, 1908 und 1909 (75 bis 100 Stühle); Schreiben des Vorstandes der Kindersonntagsfeier zu Doberan (Marta von Blücher, Marie Scheven, H. Keding und F. v. Bülow) mit der Bitte, die Feier im Rathaussaal mit 120 Kindern durchzuführen, da der Saal im "Lindenhof" zu klein geworden ist [Marienschule, Sonntagsschule]; Vermerk, dass Fräulein Hetta von Schmidt für die Abhaltung ihres Konzertes im Rathaussaal 10 Mark einbezahlt hat; Schreiben an Kammerherrn von Engel über die Betriebskosten beim Ball des Vereins ehemaliger Schüler des Doberaner Gymnasiums, 1908 (Blatt 196); Niederschrift zum Doberaner Musikverein, 1909. [5 Bilder] Laufzeit: 1890 - 1910

Signatur: A 0324 Titel: Bau der Abwasseranlage am Althöferweg enthält: u.a. Zeichnung zum Längenprofil der Kanalisation und Zeichnung zur Entwässerungsanlage von 1927. - auch: "Doberaner Nachrichten" vom 15.08.1928 mit dem Sitzungsbericht der 16. öffentlichen Stadtverordneten-Versammlung am 13.08.. Laufzeit: 1927 - 1933 altsignatur: A 0324

Signatur: A 0340 Titel: Verpachtung der Neumühle und Wiederaufbau der abgebrannten Oel- und Graupenmühle enthält: u.a.: Materialien- und Kostenanschlag zum Wiederaufbau der Oel- und Graupenmühle von 1850 und Schreiben des Mühlenpächters Quade von 1852 an das Großherzogliche Amt. Laufzeit: 1850 - 1853

Signatur: A 0345 Titel: Reinigung und Instandsetzung der Wege, Gräben, Brücken und Bau der Jemnitzer Schleuse enthält: u.a.: Schreiben über den schlechten Zustand der Wege am Stahlbad und an der Glashäger Mineralquellen GmbH; Verhandlungen mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse, Berlin; Auseinandersetzungen mit der Landdrostei wegen der Bachpflege zwischen den stadteigenen und den staatlichen Bachabschnitten; Verhandlungen zur Bildung eines Verbandes für die Entwässerung der Niederung am Conventer See von 1928; Berichte über den Bau an der Jemnitzer Schleuse; diverse Entschädigungsanträge für Ernteschäden durch Staunässe; Beschluss von 1930 zum Flächentausch: 20 ha Niederungswiesen gegen 14 ha Stutwiese aus Staatsgebiet [Tausch wird nicht durchgeführt]; die Stadt tritt 1931 der Wassergenossenschaft Jemnitzer Schleuse bei; Höhen- und Lagepläne für den Graben hinter dem Rathaus und für den Abzugsgraben vom Prinzengarten zur Klostermühle bzw. zur Molkerei [Wirtschaftsgebäude]; Verzeichnisse der an den Dabergraben angrenzenden Pachtkaveln und Büdner-Wiesen. Laufzeit: 1920 - 1932

Signatur: A 0352 Titel: Planungen zur Kanalisation der Stadt Doberan enthält: v.a.: Diverse Schreiben der beauftragten Planer "Continentale Wasserwerks-Gesellschaft, Berlin, zwei Entwürfe (Situationspläne), ein Längsprofil der kritischen Kanalleitungen von 1915 und eine Schätzung der Gesamtkosten von 400.000 Mark. Laufzeit: 1914 - 1922

Signatur: A 0614 Titel: Verpachtung der Backhausmühle und Brauerei (Zimmerbesichtigungen) enthält: u.a.: Kostenaufstellungen und Zeichnungen für Reparaturen bzw. Umbauten sowie Schriftwechsel mit den Pächtern Bull, Michaelis & Riebe [Klosterbrauerei]; Zeichnung zur Arche mit Mühlrad sowie Kostenanschlag (Blatt 89); Zeichnung zu einer Reparatur der Freischleuse an der Chaussee nach dem Stahlbad von Meyer, 1891 (Blatt 85); Zeichnung Viehhaus bzw. Futterkrippe [Stall], 1890 (Blatt 80); Zeichnung zum Neubau einer Freischleuse mit Brücke am Rohrteich neben dem Stahlbad, 1887 (Blatt 74); Zimmerbesichtigung 1885 mit den Arbeiten, wie z.B. Ausmodderung des Rohrteiches neben den Stahlbad-Anlagen vor dem 01. Mai des nächsten Jahres, unterzeichnet vom Bau-Departement (Gretzler, Müller) und als Sachverständiger Hofmaurermeister Carl Peters (Blatt 73); Kostenanschlag Spiritusraum (Blatt 77). Laufzeit: 1877 - 1896

Signatur: A 0622 Titel: Bau der Bismarckstraße und der Nebenstraßen enthält: u.a.: Verhandlungen mit der Großherzoglichen General-Eisenbahndirektion, Schwerin; Kostenanschlag zum Straßenbau der "Verbindungstraße" (spätere Bismarckstraße) mit Zeichnungen zur Überwölbung des Freibaches von März/ April 1894/95 (Blatt 8); verschiedene Kostenanschläge zur Überdeckung des Freibaches; Kostenangebote für den Sielbau (Maurermeister Westendorf, Peters, Nieske) mit Skizze (Blatt 111); Bemerkungen zur Verlegung der Brücke über den Bollhäger Bach von Gretzler von 1898 (Blatt 101 ff); Zeichnungen, Ansicht, Grundriss und Schnitte sowie Massenberechnung zur Verlängerung der Flügelmauern am Bollhäger Bach (Blatt 85b); Flächen-Register westlich der Bismarkstraße und Plan mit Verlauf des Alten Bollhäger Baches von P. Gretzler von 1899 (Blatt 80/81); Kostenanschläge zur Brücke und zur Bogenstellung (Nov. 1898) sowie zu den Kanalarbeiten; ein genehmigter Plan aus Pergamin von März 1895 (Blatt 13) [entnommen zwecks Aufbewahrung in Mappe bei den Bauplänen]. Laufzeit: 1885 - 1908 altsignatur: A 0622

Signatur: A 0642 Titel: Kanalisation bzw. Sielbau enthält: u.a.: Kostenanschlag zur Auslegung des unterirdischen Kanals (Freibach) in der Alexandrinenstraße [heutige Mollistraße]; Entwässerung bzw. Sielbau an verschieden Straßen der Stadt; Entwässerung an der Dammchaussee mit Plänen; Kostenanteile für die Eigentümer der anliegenden Grundstücke in der Annen-, Marien- und Friedrich-Franz-Straße (Blatt 45); Entwässerungspläne verschiedener Hausgrundstücke an der Friedrich-Franz-Straße (Blatt 36) und am Althöfer Weg (Blatt 49); Satzung betreffend den Anschluss der bebauten Grundstücke an die Straßenkanäle im Bezirk der Stadt Doberan, 14. März 1898 (Blatt 33). Laufzeit: 1880 - 1908

Signatur: A 0680 Titel: Verpachtung der Neumühle und der Backhausmühle (Mahlzwang) enthält: u.a.: Blatt 1, Schreiben des Großherzogs an die Beamten, den Oberforstmeister von Graevenitz und Oberlandbaumeister Severin von 1820 über die Vereinigung der Brauerei mit der Backhausmühle und die Befreiung des Mahlzwanges für die Bewohner der Doberaner Büdnereien, des Logier- und Posthauses und für die Bewohner in Heiligendamm, der Mahlzwang für die anderen Bewohner wird aufrecht erhalten, sie sind auf beide Wassermühlen aufzuteilen und zu veranschlagen; Ertragsanschlag für die Mühlen von 1820 mit Angaben zum Flecken Doberan und zu den Gemeinden bzw. Dörfern der Umgebung, z.B. Stülow, Elmenhorst, Hinter Bollhagen (Anzahl der Gastwirte, Hauswirte, Wollhüfner, Büdner, Schulmeister, Einlieger, Handwerker, Altenteiler, Tagelöhner und Hirten mit Schätzung der Anzahl der Scheffel; Vertragsentwurf (Contract) zur Verpachtung der sogenannten Backhausmühle von 1820; Brief an Amtshauptmann Hundt; Schriftwechsel zur Erarbeitung der Pachtverträge zwischen dem Großherzoglichen Amt in Schwerin und den Beamten zu Doberan [Dobberan]; Schreiben an die Schulzen der Gemeinden Admannshagen, Bargeshagen, Börgerende, Bartenshagen, Elemenhorst, Rethwisch, Steinbeck, Glashagen, Brodhagen, Reddelich und Stülow vom 09.04.1821 (Bekanntmachung zum Stillstand der Neumühle von 6 bis 8 Wochen); Blatt 34 c, Verpachtung der Neumühle an den Müller Dasso, Genehmigung vom 20.07.1830; Blatt 48, Ertragsanschlag und Pachtvertrag über 10 Jahre (1837 bis 47) für die Neumühle von 1836; Blatt 52, Bekanntmachung der Verpachtung (öffentlich meistbietend); Blatt 57, Inserat im Schweriner Anzeige vom 08.04.1837 (Nr. 28, Seite 773); Blatt 58, Müllermeister Wilhelm Kröger von Volkenshagen (Rostocker Klostergut) erhält die Neumühle. Laufzeit: 1820 - 1837 altsignatur: A 0680

Signatur: A 0712 Titel: Verpachtung und bauliche Instandhaltung der Neumühle [Stadtmühle] darin: Protokolle der Zimmerbesichtigungen enthält: u.a.: ; Mühlenpächter Wilhelm Metelmann meldet Schaden an der Windmühle, Niederschrift, 1910 (Blatt 1); Kostenanschläge für die Erneuerung des Sterzes, (Blatt 2); Beschluss, beschleunigte Reparatur durch Bauamt (Blatt 3); Rechnungen (Blatt 4-10); beglaubigter Beschluß (mit Siegelabdruck) über Ausbau des Mühlenrades und Einbau einer Turbine, 1911 (Blatt 13); Zeichnung Turbine, 1911; Rechnung zum Einbau der Turbine, 1911; Mühlenpächter bittet um Instandsetzung der Freiarche (farbige Skizze, Blatt 19); Mitteilung an Mühlenbesitzer in Stülow, Althof und Badenmühle zur Wasser-Regulierung, 1913 (Blatt 23); Protokoll Zimmerbesichtigung, 1914 (Blatt 28); Bitte des Pächters, seinen Sohn einzusetzen, 1914 (Blatt 29); Gesuch um Genehmigung zur Aufstellung einer elektrischen Lichtmaschine, 1914 (Blatt 31); Gesuch über die Verbreiterung des Bollhäger Baches um 2 Meter, 1914 (Blatt 32); Räumung des Mühlbaches (Blatt 33); Gesuch um Neuverpachtung über 12 Jahre; Pachverlängerung nur bis 1918, 1916 (Blatt 37-39); Beschluss zur Verlängerung bis 1920, 1918 (Blatt 42); Vorgang Feuerversicherung, 1919 (Blatt 45); Protokollauszug (Stadtverordnetensitzung) über Verlängerung des Elektrizitätsleitungsnetzes vom Kammerhof bis Walkenhagen, 1919 (Blatt 47); Mühlensachverständiger/ Gutachter ist der Ingenieur F. Holtz, Rostock (Blatt 50 usw.); Inserate (Annoncen) zur Verpachtung in verschiedenen Zeitungen, z.B. auch in der Leipziger Zeitung, "Deutscher Müller" sowie zahlreiche Bewerber, 1920 (Blatt 51); Bewerber; Pachtangebote, 1920 (Blatt 59); Beschluss über den Zuschlag an Müllermeister Georg Schönfeldt, Neukalen (Blatt 60); Schreiben von Wilhelm Metelmann mit Skizze (Blatt 61). Laufzeit: 1910 - 1920

Signatur: A 0438 Titel: Gewerbe-Verein [Mitgliederliste u.a.] darin: O. Steusloff, Kupferschmiedemeister; Peters, Hofmaurermeister; A. Beckmann, Hofschlosser; Nieske, Maurermeister; Fick, Hotelbesitzer; H. Barten Töpfermeister; C. Thiel, Buchdrucker; C. Beckmann, Hofglaser; C. Sengebusch, Tischlermeister; Rehse, Druckereibesitzer; A. Knittel, Hofdekorationsmaler; L. Brandt, Gastwirt; Matthews, Kürschner; Rosenow, Malermeister ... enthält: u.a.: Mitgliederliste von 1877 bis 1924 sowie Schriftwechsel mit dem Verband Mecklenburgischer Gewerbe-Vereine. Laufzeit: 1919 - 1932

Signatur: A 0714 Titel: Instandhaltung der städtische Brunnen und Pumpen incl. Kontrollen zur Wasserqualität darin: [Röhrenbrunnen/ Kesselbrunnen] enthält: u.a.: Distanz zwischen den Pumpen; Untersuchung von Proben durch das chemische Universitätslaboratorium Rostock, 1880 (Blatt 7); farbige Zeichnung und Kostenanschlage zur Anlage eines neuen Waschbrunnens bei Tischler Kasch ("Natius-Teich") 1881; Verzeichnis der öffentlichen 22 Pumpen durch Rathmann mit Angabe der Tiefe in Metern, 1911; Vertrag zwischen Stadt und Zimmermeister Reinke von 1882 zwecks Reparatur und Vertiefung des Brunnens in der oberen Baumstraße (Blatt 11 a); Brief der Großherzoglichen Forstinspektion in Doberan von Blücher, 1883 (Blatt 19); Pumpen am Lettowsberg sind unbrauchbar (Blatt 20); Bitte der Anwohner zur Anlage eines öffentlichen Brunnens in der Lindenstraße, 1886 (Blatt 24); Gesuch der Bewohner der Friedhofsstraße, 1891 (Blatt 32); Reparatur der Einfriedung des Schmarl-Teiches soll durch die Großherzogliche Verwaltung veranlasst werden (Schreiben des Bau-Departements Gretzler, C Natius, Fr. Petow), 1894 (Blatt 37); Kinder treiben Unfug und verschmutzen die Brunnen durch das Hineinwerfen von Sand und Steinen (Blatt 40); Reparatur des Brunnens am Alexandrinenplatz sowie Neuanstrich der 30 städtischen Brunnen (Blatt 47/48); Anbringen von Warn-Schildern gegen das Unfug treiben an allen öffentlichen Pumpen gemäß dem Beispiel der Stadt Waren, 1903 (Blatt 40); Liste der 29 Brunnen mit Angaben der Kataster- bzw. Flurbuchnummern (Blatt 51); farbige Zeichnung und Kostenberechnung zum Töpferbrunnen von Westendorff, 1903 (Blatt 52); Schriftwechsel mit Hof- Brunnenmacher Niemann, Rostock (Blatt 60-62); Beschädigung der Brunnenanlage auf dem Ziegenmarkt durch einen Pferdewagen (Vierspänner) aus Vorder-Bollhagen und Kostenerstattung durch Ökonomierat Burmeister (Blatt 63); Teich und Spülbrunnen sind mit Modde und Schmutz angefüllt, Bürgerausschuss, 1910 (Blatt 78); Wasserbassin [Maxim-Gorki-Platz] zur Speisung des Springbrunnens am Alexandrinenplatz wurde besichtigt zwecks Planung der Ausbesserung (Blatt 79); Schmarlteich für Feuerlöschzwecke nutzen (Blatt 85); Gutachten des Landesgesundheitsamtes zu 7 öffentlichen Brunnen zur Wasserqualität im Mai 1913 (Blatt 96); Anfrage des Großherzoglichen Justiz-Ministeriums zum Bau einer zentralen Wassserversorgungsanlage; Ergebnisse der 2. Untersuchung der 7 Brunnen im November 1913 (Blatt 102); Anwohner bitten darum, einen geschlossenen Brunnen wieder freizugeben, damit Wasser für das Vieh geholt werden kann (Blatt 105); Schreiben des Arbeiter-Sekretärs, Paul Lange, Doberan zum schlechten Zustand der Brunnen und Pumpen, 1919 (Blatt 112); Kostenangebote zu Erneuerung der Pumpenpfosten; Schreiben des Mecklenburgischen Kreisarztes, Medizinalbezirk Rostock zu den Typhus-Vorkommnissen mit der Empfehlung das Wasser der Brunnen zu untersuchen; Liste der 111 angemeldeten Brunnen und Pumpen mit Angaben zur Tiefe usw. sowie Namen und Adresse der Besitzer (Blatt 115-3) [4 Bilder]. Laufzeit: 1878 - 1921

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