Alt Sallenthin

Aus Ortschroniken
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Alt Sallenthin ist ein Ortsteil der Gemeinde Heringsdorf.

Kenndaten der Ortschronik
OrtHeringsdorf
Zeitlicher Schwerpunktfortlaufend
Urheberrechte
Erstellungszeitraumseit 2019
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte der Gemeinde Heringsdorf
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung

Sallenthin (Alt- und Neu-Sallenthin)

Sallenthin im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1254 Ersterwähnung - gehört dem Ritter Tamno von Horn und wird an das Kloster Grobe getauscht gegen Schlatkow bei Gützkow.

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

unter Schwedens Herrschaft (1648 - 1720)

1693 Einwohner: 1. Leutnant Christoffer Fok - 2. Alter Katen, 3. Neuer Stall, 4. Neue Scheune

Hier auf dem Hof haben früher Bauern gewohnt, aber in den Kriegszeiten wurden sie getötet. Auch hat Herr Leutnant Fock den Hof wüst übernehmen müssen. Dieser Hof ist ebenso wie Labömitz in Zeiten des Hauptmanns Nienkirken sofort nach Anno 1620 vom Amt verpfändet worden.

Dieser Hof ist auf der Insel Üsedom belegen, und sein Besitzer ist Leutnant Fock, welcher ihn als Unterpfand für 700 fl von Horns Erben hat. Er gehört zur Kirche Bentz. Der Hof grenzt an nachfolgende Dörfer: auf der nördlichen Seite an das Amtsdorf Sellin, auf der östlichen Seite an das Amtsdorf Bantzin, auf der südlichen Seite ist Gotmar See, auf der westlichen seite der Adelshof Räsow.

Dienstleute - Er hat einen Knecht, welcher früher sein Bauer gewesen ist und da im Hof gewohnt hat, zwei Mägde und einen Jungen, diese sind alle Untertanen. Mit diesen Leuten kann er seine Arbeit nicht verrichten, sondern in den Erntezeiten mietet er Tagelöhne.

bis zur Reichseinigung ( bis 1871)

unter Preußen (ab 1720)

1751 in ein Bauerndorf verwandelt und mit Bauernfamilien aus dem Wolgaster Ort besetzt.

1779 2 Meilen von Uesedom gegen Norden, an dem Gotmersee, an der Heide, hat 4 Bauern, und ist zu Benz in der Uesedomschen Synode eingepfarret. Dieses Dorf war ehemals, wie Bansin, ein Vorwerk, wurde aber zugleich mit demselben in ein Bauerndorf verwandelt. 1858 Alt-Sallenthin, ein Bauerndorf am Gothner See, nach Benz eingepfarrt hat 4 Bauern und 7 Büdner. An Wohnhäuser sind 15 vorhanden mit 79 Einwohnern.

1828 am 08, Dezember offizell im Stettiner Amtsblatt veröffentlicht - Colonie Neu-Sallenthin Name verliehen. Diese Colonie ist aus Landabtretung von Alt-Sallenthin entstanden.

Kaiserreich (1871-1918)

1858 Neu - Sallenthin, eine Colonie, im Jahre 1818 auf dem abgetretenen Baueracker des Dorfes Alt - Sallenthin gegründet und nach Benz eingepfarrt, hat 27 Colonisten – Stellen nebst 1 Mühle . Wohnhäuser sind 12 mit 66 Einwohnern vorhanden. In der Nähe der Colonie befindetb sich eine auf Forstgrund für Sallenthin und Sellin angelegte Vereinsschule.

1886 Gründung des Schützenvereins bis 1933

1908 an 12.09. wird der Schriftsteller Hans Werner Richter in Neu Sallenthin geboren.

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

die heutige Zeit

1995 Vereinsfahne der Schützen wiederentdeckt - Neugründung des Vereins. Seidene Fahne 1902 in Lübeck gefertigt.

2005 Straße zwischen Bansin und Sallenthin saniert und ein Fahrradweg gebaut.

Sallenthin in der Zeitung 1998 - 2021

Weiterführende Information

Es gibt eine Chronik "Neu Sallenthin Eine Dorfchronik 1818-2018" Erhältlich im Hans-Werner-Richter-Haus und in der Buchhandlung in Bansin leider ohne ISBN

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

Viktoriahöhe

Viktoria Höhe 17.07. 2016

Mitten im Buchenmischwald zwischen Sallenthin und Sellin liegt ein 53 Meter hoher bewaldeter Hügel. Dort erinnert eine Gedenktafel an den Besuch der Kronprinzessin Victoria, die dort genau vor 150 Jahren (1866) eine Tanne pflanzte. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel, an dem der Geschichtsverein Ahlbeck - Heringsdorf - Bansin eine Erinnerungstafel im Rahmen einer kleinen Feierstunde aufstellte.


Aussichtsturm Sieben-Seen-Blick

Kückelsberg

Hinweisschilder sind über Kopfhöhe angebracht