Das Jahr 2026 in Börgerende-Rethwisch

Aus Ortschroniken
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Januar 2026

Gründung einer Kinderfeuerwehr

Nordlichter


Nordlichter gehören zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen. Am 19. Januar gelangen diese eindrucksvollen Bilder in Rethwisch. Fotos: Mandy Witte

Es ist kalt diesen Winter

Metrologen sprechen vom kältesten Januar seit 2010.

Februar 2026

Am 02. Februar werden -10,8°C in Börgerende dokumentiert.

Außergewöhnliche Wetterlage könnte den Lebensraum in der Ostsee verbessern

Eine Ostwindlage seit Anfang Januar hat den mittleren Wasserstand der Ostsee auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Messungen am schwedischen Pegel Landsort-Norra zeigten Werte von 67 cm unter dem langjährigen Mittel. Solch niedrigen Werte wurden seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1886 nicht gemessen. Nach aktuellen IOW-Berechnungen fanden rund 275 Kubikkilometer Ostseewasser ihren Weg in die Nordsee. Forscher erwarten jetzt einen starken Salzwassereinbruch. Das überhitzte Tiefenwasser der Ostsee könnte sich so abkühlen und es käme zu einem hohen Sauerstoffeintrag. Dies dürfte insbesondere dem Dorsch helfen, der inzwischen für Fischerei und Angelsport keine Rolle mehr spielt.

Pegelstand Warnemünde: Was die Wissenschaft elektrisiert, ist für den Laien kaum wahrnehmbar.

Die Buhnen geben einen guten Anhaltspunkt bezüglich des Pegelstandes. Während sie normalerweise nur knapp sichtbar sind, schauen sie jetzt etwa einen halben Meter aus dem Wasser. Nach den sehr niedrigen Temperaturen zum Anfang der Woche sind sie noch teilweise mit Eis bedeckt. Inzwischen hat Tauwetter eingesetzt, mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

März 2026

(Erst einmal) Kein Salzwasser Einbruch

Nachdem Ostwinde das Wasser zuerst durch die Meerengen der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden in Richtung Nordsee gedrückt haben, fehlten starke Westwinde, die salz- und sauerstoffhaltiges Nordseewasser wieder zurückdrücken konnten. Inzwischen stieg der Mittlere Meeresspiegel in der Ostsee von dem vielversprechenden historischen Minus von 67 Zentimetern vom 5. Februar auf nur noch minus 17 Zentimeter (Stand 12. März) an. Das bisher zurückgeströmte Wasser zeigte nur leicht erhöhte Salzgehalte von 11 bis 13,5 Gramm pro Kilogramm. Zu wenig, um das Bodenwasser der zentralen Ostsee zu erreichen, um hier für eine Belüftung der dortigen Sauerstoffmangelgebiete zu sorgen. Auch wenn der mittlere Wasserstand derzeit zwischen minus 17 und minus 19 pendelt, ist die Ostsee immer noch für einen größeren Salzwassereinbruch bereit.


Mai 2026

Kinderfest

Der Samstag nach Herrentag hat sich als Termin für das Kinderfest etabliert. Zum zweiten Mal fand das, vom Verein „De Dörpschaft“ organisierte Ereignis, im Börgerender Park statt. Auf der Wiese präsentierte sich auch die neu gegründete Kinderfeuerwehr.







Juni 2026

Aufklärung soll für mehr Harmonie am Strand sorgen

Das Zusammenleben von FKK- und Textilfreunden ist häufig von Konflikten begleitet. Zum Saisonauftakt 2026 wird mit großflächigen Hinweisschildern der FKK-Strand klar gekennzeichnet und die Regeln erläutert. Bereits in Vorjahren wurde der sehr große FKK-Bereich auf ein sinnvolles Maß reduziert. Beide Maßnahmen führten zu einer deutlich verbesserten Akzeptanz der FKK-Regeln.

Rethwisch als Vorbild für ein modernes Ladenschlussgesetz?

Jeder Inhaber darf selbst entscheiden wann er seinen Laden öffnet? Für Kirchen und Gewerkschaften ein Alptraum! Wie es tatsächlich in den allermeisten Fällen ablaufen würde, zeigt diesen Sommer der Netto-Markt in Rethwisch. Fehlten 2024 noch Zahlen, die eine touristische Bedeutung des Ortes belegen konnten (siehe Chronik März 2024), sind inzwischen alle rechtlichen Hürden aus dem Weg geräumt und der Markt könnte, gemäß Bäderregelung, jeden Sonntag für sechs Stunden öffnen. Praktisch bleibt er aber geschlossen. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Horst Hagemeister, dass der Netto auf Grund von fehlendem Personal, nicht öffnen könne. Schaut man aber nur 3,5 km weiter nach Bad Doberan, in die Nienhäger-Chaussee, findet man auf einer Strecke von 500 m am Sonntagnachmittag, einen geöffneten Penny, einen Rewe, einen Norma und einen Netto-Markendiscount. Das knappe Personal lieber im gut versorgten Bad Doberan statt in Rethwisch einzusetzen ist die Entscheidung des Konzerns. Die geringen Kundenzahlen am Sonntag in Bad Doberan lassen es allerdings fraglich erscheinen, ob die Öffnung eines weiteren Marktes in unmittelbarer Nähe überhaupt wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Strongest Firefighter Cup

Das neue Format eines Feuerwehrwettkampfes, als Ergänzung zum klassischen „Löschangriff Nass“, lockte am 06.06.2026. eine Vielzahl von Feuerwehrleuten umliegender Gemeinden und Zuschauer auf die Pfarrwiese. Der Wettkampf wurde von Claudia Bonitz, Louis Weigel, Dominik Kammer und Lukas Kammer ins Leben gerufen und zu einem vollständigen Veranstaltungskonzept weiterentwickelt. Der Strongest Firefighter Cup besteht aus zwei unterschiedlichen Disziplinen: einem Jugendwettkampf im Team und einem Einzelwettkampf für aktive Feuerwehrangehörige. Auch Frauen konnten in einer eigenen Wertung „Strongest Firefighterin“ werden.


Wettbewerb der aktiven Feuerwehrmänner- und Frauen

Wettbewerb der Jugendfeuerwehren

Juli 2026

Rebus torpediert das Sommerfest der Gemeinde


Schaustellerbetrieb Thomas Holtz und viele ehrenamtliche Helfer machten auch das diesjährige Sommerfest der Gemeinde zu einer erfolgreichen Veranstaltung. Nicht durch Zahlen belegt, aber subjektiv betrachtet, findet die Veranstaltung von Jahr zu Jahr mehr Zuspruch. Ein weiteres Indiz für erfreulich viele Besucher war der große Andrang an den Getränkewagen. Der Schaustellerbetrieb, der mittels der Schankrechte die Veranstaltung in großen Teilen finanziert, konnte den Ansturm zeitweise kaum noch bewältigen. Als Reaktion wurde am Samstagabend dann irgendwann die lästige Pfandregelung auf Einwegbecher ausgesetzt.

Zum erfolgreichen Konzept der Veranstaltung gehörte auch, dass die Besucher bequem und sicher nach dem Feiern nachhause kommen. Das lokale Busunternehmen Joost unterstützte in der Vergangenheit das Sommerfest mit der Einrichtung eines Shuttleverkehrs. Die Gemeinde zahlte dem Unternehmen hierfür einen Betrag, der im Bereich ihrer Selbstkosten lag. Die Besucher konnten den Bus dann kostenlos nutzen. Aus „rechtlichen Gründen“ wurde in diesem Jahr der Service unmittelbar vor der Veranstaltung abgesagt. Laut einer Person, die mit der Organisation beraut war, untersagte das Unternehmen Rebus, welches die Konzession für diese Strecken besitzt, den Betrieb des Busshuttles. Für den Fall der Zuwiderhandlung wurde mit rechtlichen Konsequenzen gedroht. Für Veranstalter und Besucher ist die Reaktion seitens Rebus nicht nachvollziehbar. Schließlich sollte der Shuttleverkehr nur eingerichtet werden, weil die Strecken zur fraglichen Zeit eben nicht durch Rebus bedient werden. Ich habe das Unternehmen in dieser Sache um eine Erklärung gebeten, eine Reaktion blieb aus.

August 2026

Retter kommen selbst in Bedrängnis

Im Einsatz die Droneneinheit der Freiwilligen Feuerwehr Kühlungsborn

Am Abend des 6. August verliert ein Strandbesucher bei starkem Wellengang einen Schwimmer aus den Augen. Es folgt ein Großeinsatz durch Seenotretter, Polizei, DRK, DLRG und mehrerer Feuerwehren. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 34 aus Güstrow ist im Einsatz. Bereits nach kurzem Einsatz fällt der Motor des Feuerwehrbootes unserer Gemeinde aus. Der starke, auflandige Wind, schob das Boot zurück an den Strand. Der Einsatz konnte es nicht fortsetzen. Nach einer mehrstündigen intensiven Suche wurde der Einsatz erfolglos abgebrochen. Es wurde auch keine Person vermisst. Während sich die anderen Feuerwehrboote auf Grund von Wind und Wellen für das Ausslippen in Hohe Düne entschieden, wurde das manövrierunfähige Feuerwehrboot unserer Gemeinde, durch das Seenotrettungsboot Konrad Otto zur Bergung in den Hafen von Kühlungsborn geschleppt. Die Fehlersuche im Fachbetrieb erwies sich als kompliziert und langwierig. Das Boot viel für mehrere Wochen aus.


Oktober 2026

Das letzte Stück Absperrung kurz vor dem Absturz

Schon vor Jahren brachen Teile der Steilküste punktuell tief ins Gelände ab. Fahrradfahrer und Fußgänger waren auf dem Weg gefährdet. Mit Geländern wurde an diesen Punkten für Sicherheit gesorgt. Inzwischen hat sich die See das Land genommen.

So sah es im Februar 2021 an dieser Stelle aus.