Fortlaufende Ortschronik der Stadt Usedom und seinen 13 dazugehörenden Ortsteilen: Unterschied zwischen den Versionen

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(Usedom Stadt)
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'''1693''' wird in der Schwedischen Matrikel das Ackerwerk „Klÿne“ mit 1 Verwalter, 1 Ziegelmeister; Ziegelei mit 2 Bränden á 30.000 Mauersteinen/Dachsteinen verzeichnet.
 
'''1693''' wird in der Schwedischen Matrikel das Ackerwerk „Klÿne“ mit 1 Verwalter, 1 Ziegelmeister; Ziegelei mit 2 Bränden á 30.000 Mauersteinen/Dachsteinen verzeichnet.
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===unter Preußen (1720 - 1813)===
 
===unter Preußen (1720 - 1813)===

Version vom 13. Februar 2020, 10:02 Uhr

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Inhaltsverzeichnis

... im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

Usedom Stadt

Usedom Stadt – Uznam - Mündung [Peene ins Haff]

1128 Landtag zu Usedom

1128 oder 1129 wird diese Burg von Dänen erobert

1165 bis 1175 ist Usedom Bischofssitz

1241 Ersterwähnung ?

1254 Paulskirche wird erwähnt und den Mönchen des Kloster Grobe wird das Patronatsrecht verliehen.

1288 Johann Schwarzlose ist Präpositus in Uznam.

1298 am 23. Dezember verleiht Bogislav IV. das Stadtrecht.

1375 zweite deutsche Kirche Marie geweiht.

1477 wird die Papenstraße (Priesterstraße) genannt.

Gellenthin

1254 Ersterwähnung, gehörte dem Ritter Tammo, von dem die Familie Horn abstammen soll. Er tritt es für Schlatkow bei Güstrow an das Kloster Grobe ab. Die Bewohner werden von allen wendischen Lasten und Abgaben befreit.

1298 wird die Grenze zwischen Gellenthin und der neuen Stadt Usedom festgelegt.

1382 gehört das halbe Dorf den Lepels. Sie verkaufen es an Pudagla.

1402 schenkt der Abt Heinrich dem Prister Martin Yzermenger 6 Mark p.a. aus Gellenthin; nach dessen Tode sollte der Priester Hennig Damerow 3 Mark p.a. erhalten.

Gneventhin

1224 Ersterwähnung, Barnim I. und seine Mutter Miroslava übergeben es für Züllchow an das Kloster Grobe.

1241 gibt das Kloster das Dorf an den Bischof Konrad III. von Cammin und erhält dafür den Zehnten von 32 Hufen in Jargenow.

1278 wird der Tausch rückgängig gemacht.

1425 genehmigt der Abt Heinrich, dass die drei Bauern Hinrik Schulte, Hermann Tribusees und Kersten Hartwig 16 Mark jährliche Abgaben für 200 Mark Kapital an den Prister Marquardt Slutow in Usedom verkaufen.

Karnin

1298 Ersterwähnung - als Grenznachbar von Usedom. Gehört zu den alten Lepelschen Gütern.

1357 verkaufen die Brüder Zabel, Gerd und Kurt Lepels Kinder „die wohnhaftig sind in dem Dorfe zu Carnin“ alles Gut über der Peene, dass sie von ihrem Vater Gerd geerbt hatten, auch die Wiesen zwischen Camp und Rosenhagen und die Fischerei bis zur Mitte des Stromes an die Stadt Anklam.

1358 stimmen auch die Onkel der Verkäufer dem Vertrag zu.

Kölpin

Früher Regezow (Regetzow, wird ab 1915 Kölpin)

1347 Ersterwähnung - verkaufen Konrad von Winterfeld und sein Sohn Henning zwei an Zecherin anstoßende Hufen für 60 Mark und 6 Drömt Roggen an Pudagla. Man kann in diesen Grundstücken das ehemalige Gut “Hufe” vermuten, das jetzt mit Regezow vereinigt ist.

1424 kommen zwei Hufen von Regezow zur Pfarrei Morgenitz. Regezow war damals Lepelsches Lehen.

1527 Belehnung von Georg Jürgen von Borcke, Fürstlicher Rat und Hauptmann zu Treptow a.T. , durch die Herzöge Georg und Barnim. Durch Aussterben der Lepelschen Familie fielen die Güter Crienke, Suckow, Carnin und Regezow an die Herzöge.

Mönchow

(Minichow – von den Mönchen gegründet)

1177 Ersterwähnung - eine der ältesten deutschen Ansiedlungen Pommerns, von Bogislav I. dem Kloster Grobe geschenkt. 1177 Das Fischwehr durften die Mönche benutzen.

1178 kam ein zweites Fischwehr und

1184 ein drittes dazu.

1273 Barnim I. erlaubt den Klosterbauern im Haff mit 22 Kähnen für das Kloster zu fischen. Jeden 3.Fisch gaben sie an das Kloster Grobe.

1281 wird ihnen gestattet im Walde Zastum (Mönkebuder Forst? – Anklamer Stadtwald?) gegen Holzgeld Holz zu schlagen.

1307 verkaufen die Mönche 8 Hufen Acker an Gerhard v. Slivenize, um Pudagla aufzubauen.

1337 kamen nach einem Prozess große Weide- und Sumpfflächen auch jenseits der Peene, die Mönchow gehörten, zur Stadt Anklam.

1342 bis 1347 wird der Pfarrer Petrus Scellyn erwähnt.

1388 Vor diesem Jahr wurde Neuhof (=Wilhelmshof) als selbständiges Gut von Mönchow abgetrennt.

1392 wurden die kirchlichen Verhältnisse zwischen Mönchow und Anklamer Fähre geordnet. Mönchows Pastor war damals Marquardt Katte.

1410 kauft Pudagla Mönchow für 1050 Mark von Hebele, Heinrich Klotzows Witwe, zurück.

1477 wird der Pastor Petrus Bolemann genannt.

1515 Der Ratsherr Peter Molre aus Usedom leiht 50 Mark von dem Herrn Mathäus Szorghen (=Szorge), Kirchherr in Mönchow.

Ostklüne

1251 Ersterwähnung ???

1433 im Besitz der Schwerine.

1487 werden hier die Brüder Jochen und Gerd von Schwerin genannt. Den Klüner Schwerinen entstammen auch mehrere Bürgermeister der Stadt Usedom.

1511 bis 1521 - In dieser Zeit wurde Klüne von den abwandernden Schwerinen, die später die Linie Grellenberg bildeten, verkauft.

Paske

Paske (früher „die Pasche“ genannt)

1530 Ersterwähnung - Pasker Tannengehölz genannt.

Vossberg

Welzin

1287 Ersterwähnung, der Ritter Wisco und der Knappe Johannes von Wilzhin sind Zeugen der Verleihung von Gummlin an das Kloster Grobe.

1396 schenkte Tegatze Blawerok (Blaurock) in Welzin dem Pfarrer Jakob Speltz in Usedom einige Getreidepächte, wie von Johannes Greben, dem Berweser des Usedomer Archidiakonats bestätigt wird.

1417 werden die Brüder Hans und Bruningh von Neuenkirchen, wohnhaft zu Welzin, genannt. 1441 Bruningh Neuenkirchen, wohnhaft in Torgelow, verkauft als Vormund der Kinder seines Vetters dem Kloster Pudagla eine Pacht von 6 Mark, die der Bauer Heinrich Kersten aus Welzin zu tragen hatte, für 100 Mark Kapital. Anna von Heydebreck geb. von Neuenkirchen verpfändet etliche Pächte aus Welzin.

1499 Taleke Elmhorstes, Äbtissin, und Bruder Günther, Beichtiger vom Kloster Marienkron Orden St. Brigitten von Stralsund, verkaufen an Bogislav X. für 600 rheinische Gulden alle Rechte an Welzin, die sie früher von den Neuenkirchen erworben hatten.

Westklüne

Wilhelmsfelde

Wilhelmshof

Wilhelmshof (Neuhof)

1388 Ersterwähnung als Neuhof- Vor diesem Jahr wurde Neuhof (=Wilhelmshof) als selbständiges Gut von Mönchow abgetrennt. Besitzer der 4 Hufen war zunächst Klaus, dann

1409 ist Besitzer Tideke von Nemeren. Er wurde vom Kloster Pudagla gezwungen Neuhof für 500 Mark zu verkaufen.

Zecherin

Zecherin bei Usedom

1177 Ersterwähnung - Das Kloster tauscht Zecherin gegen das Dorf Rochovitz ein.

1302 Bogislav IV. überträgt der Stadt Anklam die Zecheriner Faehre (Oldevyr) Der Zolltarif: 1 Tonne Käse - 4 Denare, 1 Last Butter - 6 Solidos (72 Denare).

1347 verkaufen Konrad von Winterfeld und sein Sohn Henning zwei an Zecherin anstoßende Hufen für 60 Mark und 6 Drömt Roggen an Pudagla. Man kann in diesen Grundstücken das ehemalige Gut “Hufe” vermuten, das jetzt mit Regezow vereinigt ist.

1364 schenkt Michael Parchym dem Kloster Pudagla u.a. 22 Drömt jährliche Kornpacht aus Zecherin.

1495 setzt Hans Beger seinen Hof in Zecherin, den ihm Pudagla entrissen hatte, in Brand, muß dafür 60 Mark Sühnegeld zahlen

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

unter Schwedens Herrschaft (1648 - 1720)

Ostklüne

1693 wird in der Schwedischen Matrikel das Ackerwerk „Klÿne“ mit 1 Verwalter, 1 Ziegelmeister; Ziegelei mit 2 Bränden á 30.000 Mauersteinen/Dachsteinen verzeichnet.

Usedom Stadt

unter Preußen (1720 - 1813)

Usedom Stadt

Gellenthin

1779 Gellentin ½ Meile von Uesedom südwestwärts an der Peene, hat 8 Bauern, 2 Büdner, und ist zu Mönchow in der Uesedomschen Synode eingepfarret. Ehemals waren hier nur 4 Bauern, seit 1751 aber wird dieses Dorf von 8 Bauern bewohnet.

Gneventhin

1779 Gnewentin ½ Meile von Uesedom westsüdwestwärtz, an der Peene, hat 8 Bauern, 2 Büdner, und ist zu Mönchow in der Uesedomschen Synode eingepfarret. Der Acker bei dem Dorfe gehöret zwar zu dem besten in dem Amte, die Einwohner haben aber durch das Abspülen des Achterwassers bereits ihre ganze Hütung verloren, und können daher einen großen Teil ihres Ackers nicht besäen, sondern müssen denselben zur Weide für das Vieh gebrauchen. Auch in diesem Dorfe waren ehemals nur 4 Bauern, seit 1751 aber sind solche auf 8 gesetzt worden.

Karnin

1779 ½ Meile von Uesedom gegen Süden, nahe am Haff, hat 6 Bauern, von welchen zwar einer in Mönchow, und ein andrer in Gellentin wohnen, beide aber doch ihren Acker auf dem Carninschen Felde haben, 2 Büdner, und ist zu Mönchow in der Uesedomschen Synode eingepfarret. Der Acker ist gut, und wird größtenteils mit Weizen und Gerste besäet. Die Wasserpost gehet wöchentlich zweimal von hier, bei dem Fischerdorfe Camp und der Anklamer Fähre vorbei, nach Anklam. Der Postfahrer, welcher hier wohnet, cultiviret so viel Land, als ein Coßäthe besitzet.

Kölpin

Früher Regezow

1779 ¼ Meile von Uesedom südwärts, an der Peene, zwischen den Dörfern Carnin und Zecherin, hat 1 Ziegelei, 4 Feuerstellen, Fischerei in der Peene, ist zu Mönchow in der Uesedomschen Synode eingepfarret, und ist ein Bugenhagensches Lehn, welches der Fähnrich Johann Christoph von Buggenhagen an den Leutnant und nachmaligen Schwedischen Major Christoph Adam von Stedingk, nach dem vergleiche vom 4.Mai 1767, seinem Schwiegersohne, dem Major Franz Heinrich von Reichenbach abtrat.

1800 Regezow hat nach dem steuerbaren Anschlage 1 Landhufe 18 Morgen 147 Ruthen und ist ein von Bugenhagensches Lehn. Es wurde von Henning Bugenhagen in dem Jahre 1631 für 200 Floren an Jakob Petersen verkauft und von der Wittwe Petersen am 11 März 1722 dem Christian Krüger überlassen, von diesem aber in demselben Jahre für 908 Rthlr. 16 gr. Als den gewürdigten Werth, von Ernst Christoph von Bugenhagen wieder eingelöset, deßen nachgelassene Söhne, Jürgen Ernst und der Fähnrich und nachmalige Landrath, Johann Christoph von Bugenhagen, sich am 13 Mai 1743 also verglichen, daß dieses Gut dem letzten zuviel, welcher es nach dem Contract vom 29 Mai 1747 erblich für 5000 Rthlr. An den Lieutenant und nachmaligen Major, Christoph Adam von Stedingk, verkaufte, jedoch haben sich Jürgen Ernst von Bugenhagen, als Bruder des Verkäufers, in dem Fall eines anderweitigen Verkaufs, das Neherecht und die Lehnsvettern nach dem Abgang der Nachkommen der beiden Brüder von Bugenhagen, die Einlösung dieses Gutes vorbehalten. Der Major von Stedingk überließ dieses Gut nach dem Contract vom 4 Mai 1767 seinem Schwiegersohne, dem Major Franz Heinrich von Reichenbach, wozu der Landrath von Bugenhagen, als der ehemalige Verkäufer dieses Gutes am 23 August 1775 seine Einwilligung ertheilte. Nach der Vasallentabelle von 1799 besitzen jetzt die Erben des verstorbenen Majors von Reichenbach dieses Gut:

Mönchow

1779 ½ Meile von Uesedom gegen Süden, nahe am Haff, hat 1 Bauer, dessen Acker sich auf dem angränzenden Carninschen Felde befindet, 1 Küster, 1 Schmied, und eine zu der Uesedomschen Synode gehörige Mutterkirche, zu welcher die Dörfer Zecherin, woselbst der Prediger wohnet, Carnin, Gnewentin und Gellentin, die adelichen Güter Regezow und Hufe, das Fischerdorf Camp, und die Anklamsche Fähre jenseits der Peene eingepfarret sind. Die zu diesem Kirchspiele gehörigen Oerter, werden mit Ausschließung des Fischerdorfes Camp und der Anklamschen Fähre, der Uesedomsche Winkel genannt. Zur Zeit der Pommerschen Herzoge wohnte auch in Mönchow der Prediger, welcher die Pächte von 2 Bauernhöfen in Zecherin bekam. Weil aber solche zu seinem Unterhalte nicht hinreichten, so wurde ihm nachgegeben, den zu diesen Bauernhöfen gehörigen Acker selbst zu cultiviren; und dies gab die Gelegenheit, daß das Pfarrhaus von Mönchow nach Zecherin ist verleget worden.

Ostklüne

1779 ein ganz ritterfreies Vorwerk mit seiner seit 1776 eingegangenen Ziegelei, ¼ Meile von Uesedom südostwärts, an dem Uesedomschen See, und dem Haff, auf der Poststraße von Anklam nach Swienemünde, hat 2 Feuerstellen, Fischerei in dem Haff und in dem Uesedomschen See, eine gute Lage und Viehzucht, einen vortrefflichen Boden, ist zu Uesedom in der Uesedomschen Synode eingepfarret, und war ehemals ein Neunkirchensches Lehn, mit welchem am 30. März 1705 der königliche Schwedische Feldmarschall und Gouverneur des Herzogthums Schonen, Graf Carl Gustav Renschiold, und nachdem derselbe ohne Leibeslehnserben verstorben war, der Hauptmann, Christoph Ernst von Röder, belehnet wurden, welcher am 11. April 1726 die Allodification desselben bewirkte, und es an den Hofrath Jacob Friedrich Breitenfeld, nach dem Vergleiche vom 16. Mai 1726, verkaufte. Dieser verkaufte es wiederum am 8. Oktober 1731 an den kaiserlichen Geheimenrath Erasmus Ernst Reichsgrafen von Küssow, nach dessen Tode es seinem Allodialerben in den Preußischen Landen, dem Grafen August Ludewig Maximilian von Eickstedt und Peterswalde, des königlichen Hauses bestallt gewesenen Oberhofmeister, Erbkämmerer von Pommern und Ritter des St. Johanniterordens, durch die Rechtssprüche vom 18. Oktober 1762, 14. Und 26. Junius 1765 zuerkannt wurde.

1800 Ostklüne, ein ritterfreies Vorwerk, welches an ritter- und steuerfreien Hufen 2 Landhufen 5 Morgen 270 Ruthen hat. Es war ehemmals ein Neuenkirchensches Lehn, mit welchem am 30 März 1705 der Königl. Schwedische General von der Cavallerie und Gouverneur des Herzogthum Schonen, der Freiherr und nachmalige Graf Carl Gustav Renschiold, und nachdem derselbe keine Leibeserben hinterlassen hatte, der Hauptmann Christoph Ernst von Röder, belehnt wurde. Von diesem wurde es, nachdem es am 11 April 1726 für ein freies Allodialgut war erkläret worden, am 16 Mai 1726 an den Hofrath Jakob Friederich Breitenfeld und von diesem am 8 October 1731 für 3800 Rthlr. erblich an den kaiserlichen geheimen Rath, Erasmus Ernst Reichsgrafen von Küssow, verkauft, nach deßen Tode es durch die Rechtssprüche vom 18 October 1762, 14 und 26 Junius 1765 seinem Allodiaserben in den Preußischen Landen, dem Grafen August Ludewig Maximilian von Eickstedt Peterswalde, des königlichen Hauses bestallt gewesenen Oberhofmeister, Erbkämmerer von Pommern und Ritter des St. Johanniter-Ordens, zuerkannt und von demselben auf 12 Jahre für 4750 Rthlr. an den Arrendetor, Immanuel Christian Heyden verpfändet, nach dem Contract vom 14 Junius und 20 September 1785 aber, nachdem sich der Graf von Eickstedt mit der Wittwe Heyden, als der Pfandbesitzerin am 12 Junius 1785 wegen der Rückgabe des Gutes verglichen hatte, für 6000 Rthlr., nemlich 1000 Rthlr. In Frid. d´or, an den Arrentator, Christian Ludewig Schumacher, verkauft wurde.

Paske

Vossberg

Welzin

1779 ½ Meile von Uesedom gegen Osten, am Haff, hat 8 Bauern, 1 Coßäthen, 1 Büdner, 1 Schulmeister, und ist in die Marienkirche zu Uesedom in der Uesedomschen Synode eigepfarret.

Westklüne

1779 ist jederzeit mit dem Vorwerke Wilhelmshof verbunden gewesen. Die Ziegelei Westklüne, in welcher jährlich 4 Brände geschehen, und welche ebenfalls in die Marienkirche zu Uesedom in der Uesedomschen Synode eingepfarret ist. Bei einem jeden Brande werden 28 bis 30000 Steine verfertigt, unter welchen 8 bis 10000 Dachsteine, die übrigen aber Mauersteine sind.

Wilhelmsfelde

Wilhelmshof

1720 Ersterwähnung,

1779 ehemals Cavelacker genannt, ¼ Meile von Uesedom südwärts, am Haff belegen, ist wegen des Bodens das einträglichste Vorwerk auf dieser Insel, in die Marienkirche zu Uesedom in der Uesedomschen Synode eingepfarret, und mit dem Vorwerke Mönchow verbunden. Bei beiden Vorwerken sind 1483 Morgen 179 Ruthen. Sie werden von einem Pächter gemeinschaftlich besorget, weil bei dem letztern, außer einer Scheune, in welche das dortige Getreide eingefahren wird, keine Gebäude mehr vorhanden sind. Der Acker liegt in 3 Schlägen, von welchen, obgleich der Boden größtenteils stark und gut ist, dennoch das so genannte Gruppenfeld vorzüglich guten Weizen, die andern beiden Felder aber guten Roggen und Gerste tragen. Die Wiesen liegen sämtlich an der Peene, und tragen zwar gutes Gras, sind aber doch den Ueberschwemmungen sehr ausgesetzt. Die Weide ist nur allein auf der Brache, indem die hier befindliche Koppel von 57 Morgen 5 Ruthen allein für das Zugvieh gebraucht wird. Die Schäferei hat keine Abtriften. Die Dienste verrichten 21 Bauern aus den Dörfern Liepe, Warth und Grüssow, außer welchen die Dorfschaften Carnin, Gellentin, Welzin, Zecherin, Gummelin und Gnewentin gewisse Hülfsdienste leisten. Die Fischerei kann der Pächter in der Peene und im Haff treiben. Mit diesem Vorwerke ist die Ziegelei Westklüne, jederzeit verbunden gewesen.

Zecherin

Zecherin bai Usedom

1779 liegt ¾ Meile von Usedom südwestwärts an der Peene, und 1 ½ Meilen von Anklam gegen Osten, und hat 1 Prediger, 10 Bauern, 2 Coßäthen, und ein Predigerwitwenhaus. Der Prediger wohnet zwar in diesem Dorfe, die Einwohner desselben aber gehen nach Mönchow in die Kirche, woselbst die übrigen zu dieser Pfarre gehörigen Oerter in Mönchow genannt. In dem Jahre 1751 wurde dieses Dorf mit 3 neuen Bauerhöfen vergrößert.

bis zur Reichseinigung (1813 bis 1871)

Usedom Stadt

1858 Amtswyck - Dorf mit 5 Kossäthen, 2 Mühlen, östlich von Usedom und dorthin eingepfarrt. 7 Wohnhäuser, 47 Einwohner.

1858 Ackerstadt am Usedomschen See gelegen. Ihre alten Mauern und Wälle sind größtenteils abgetragen. In der Stadt nebst zwei Vorstädten befindet sich ein Marktplatz und 7 Straßen, an öffentlichen Gebäuden: 1 Kirche, 3 Schulhäuser und 8 Gebäude zu geistlichen und weltlichen Zwecken; ferner 203 Wohnhäuser nebst 2 Windmühlen mit 1729 Einwohnern, worunter 9 Katholiken und 25 Juden begriffen sind.

Gellenthin

1858 ein Bauerndorf nach Mönchow eingepfarrt, bestand sonst aus 8 Bauernhöfen, wovon 2 in eine größere Wirtschaft vereinigt, 2 aber parzelliert sind nebst 10 Büdnern, 23 Wohnhäuser, 187 Einwohner.

Gneventhin

1858 ein Bauerndorf, nach Mönchow eingepfarrt, bestand ehemals aus 8 Bauernhöfen, wovon 2 parzelliert sind, 1 Müller und 4 Büdner, 19 Wohnhäuser, 136 Einwohner.

Karnin

1858 ein Bauerndorf nebst dem ehemaligen Fährhaus Sandfurth genannt und dem Ackerwerk Wilhelmsfelde im Usedomer Winkel, ist nach Mönchow eingepfarrt. Von 6 Bauernhöfen sind 2 zu dem Ackerwerk vereinigt; daneben befinden sich 1 Kossäthenhof, 1 Mühle und 4 Büdner. Es sind vorhanden 17 Wohnhäuser mit 139 Einwohnern.

Kölpin

1858 ein adliches Vorwerk im Usedomer Winkel, an der Peene belegen und nach Mönchow eingepfarrt.30 Wohnhäuser und 43 Einwohner.

Mönchow

1858 ein Kirchdorf an der Peene . Hier befindet sich ein Neben-Vorwerk des königlichen Vorwerkes Wilhelmshof nebst Ziegelei. Kirche, Küsterei, Schule 1 Bauernhof, 1 Müller, 5 Büdner. 9 Wohnhäuser, 83 Einwohner. Der Pfarrer wohnt in Zecherin.

Ostklüne

1840 am 28.03. schenkte die Witwe des Oberamtmannes Ferno das Gut ihrem Sohn Ludwig Albert Feermann Ferno. Durch den Ankauf eines Bauernhofes aus Welzin vergrößerte er seinen Besitz um 102 Morgen.

1842 wurde der bisherige Obergerichtsassessor Ludwig Hermann Ferno Landrat des Usedom-Wolliner Kreises. Im Laufe der nächsten Jahre kümmerte sich Herr Ferno immer stärker um die Politik, so dass er das Gut verpachtete.

1862 Rittergut, 76 ha, 41 Einwohner, 8 Haushaltungen, 4 Wohnhäuser. Als Besitzer wird 1862 Landrat H. Ferno genannt, der 1845 einen an die Gemarkung angrenzenden Welziner Hof von 43 ha Größe gekauft hatte, so dass das Gut danach über 117 ha verfügte.

Paske

1858 Kämmerei – Dorf, nach Usedom eingepfarrt, am Usedomschen See belegen. Dasselbe enthält auf 4 Büdnerstellen 10 Wohnungne mit 40 Einwohnern.

Vossberg

Welzin

Seit 1845 ist ein Welziner Bauernhof an das angrenzende adliche Gut Ost – Klüne verkauft und mit demselben vereinigt worden.

1858 ein Bauerndorf am Haff nach Usedom eingepfarrt, hat 8 Bauern, 1 Kossäthen und 2 Büdner nebst 1 Schule. Die ansehnliche Feldmark der wohlhabenden Bauern hat sehr erträglichen, aber auch Sandboden. Im Dorf befinden sich 22 Wohnhäuser mit 149 Einwohnern.

Westklüne

1858 Bei Wilhelmshof befindet sich eine Büdnerstelle, West – Klüne genannt mit Bau-, Hof- und Gartenstelle.

Wilhelmsfelde

Wilhelmshof

1858 ein Königliches Amts – Vorwerk, ehemals Cavel – Acker genannt, am Usedomschen See und dem Haff belegen, ist nach Usedom eingepfarrt und mit dem Vorwerk Mönchow verbunden Das Areal mit vorzüglichem Weizen- und Gerst- Boden. Wohnhäuser sind vorhanden 7 mit 107 Einwohnern.

Zecherin

Zecherin bei Usedom

1858 ein Bauerndorf im Usedomer Winkel an der Peene, ist nach Mönchow eingepfarrt, hat außer der Pfarre des Kirchspiels von Mönchow (wo sich die Kirche befindet) 10 Bauernhöfe, 2 Kossäthen, 8 Büdner und 2 Ziegeleien nebst Schule. Zwei Bauernhöfe sind parzelliert; der Acker besteht aus Weizenboden und gehört zu dem Besten auf der Insel; Wohnhäuser sind 30 vorhanden mit 230 Einwohnern. Unweit von Zecherin befindet sich die Königliche Fähre über die Peene nach dem jenseitigen Dorfe Pinnow in Neuvorpommern, welche verpachtet ist.

Kaiserreich (1871-1918)

Kölpin

1915 wird Regezow umbenannt in Kölpin.

Ostklüne

1892 nennt das Güteradressbuch von Niekammer Hermann Ferno schon als Regierungsrat in Berlin. Das Gut Ostklüne wird

1905 von den Grafen von Schwerin gekauft.

Vossberg

1883 Hacksilberfund: 11,2 kg Silbermünzen

Welzin

1908 werden auf Welziner Flur zwei Bronzefibeln römischen Ursprungs gefunden.

Zecherin

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

Zecherin bei Usedom

Straßenbrücke – Usedomer Bäderbrücke erbaut 1931, zerstört 1945

SBZ und DDR (1945-1990)

Ostklüne

Danach ging es durch viele Hände, bis es 1907 von Friedrich Graf von Schwerin auf Stolpe zurückgekauft und verpachtet wurde. 1945 wurde der Eigentümer, Hans Josef Graf von Schwerin, enteignet, und das Gut wurde im Rahmen der Bodenreform in sogenannte Neubauernsiedlungen von jeweils weniger als 10 ha parzelliert. Heute sind Teile des Gutes in Besitz verschiedener Eigentümer.

Zecherin bei Usedom

Straßenbrücke wiedererrichtet 1956, instandgesetzt 1999.

die heutige Zeit

Karnin

Mönchow

Ostklüne

2010 hatte Ostklüne 23 Einwohner. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird von der „Biogas Welzin GmbH“ genutzt, die in Ostklüne ihren Sitz hat.

Paske

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von ...

Die Burg/ das Schloss/ das Gutshaus/ die Bauernhöfe

Marienkirche

Anklamer Tor

Schlossberg und Bischof Otto von Bamberg

Zecheriner Brücke

Straßenbrücke - Usedomer Bäderbrücke erbaut 1931, zerstört 1945

Wiedererrichtet 1956, instandgesetzt 1999.

Hafen der Stadt Usedom

Karniner Brücke

Kirche Mönchow und Friedhof

Die Schule

Opfer von Krieg und Gewalt aus ...

Napoleonische Zeit

Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.

Befreiungskriege

Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Sagen, Geschichten und Legenden rund um die Stadt Usedom

Flurnamen auf der Usedomer Feldmark

Der Usedomer Winkel (Winkel auch für Halbinsel)

Der Usedomer See

ist verbunden mit dem Stettiner haff. Man kommt vom Stettiner Haff durch die Kehle, an denen die Orte Ost- Und Westklüne liegen in den Usedom See.

Pristerkamp - ehemaliger Standort des Kloster Grobe (Stichgrabungen 1995 und 2010.

Jürgensee

Der Jürgensee war einst mindestens 3mal so groß wie heute. Zu Zeiten von Harald Blauzahn wurde er zu einem Hafen ausgebaut, der bis zu 300 Langschiffen Platz bot und die Stadt Jumneta/Uznam/Usedom zu einem bedeutenden Seehandelsplatz der Slawen und Wikinger werden ließ. Die 2015 bei Sondierungen am östlichen Ufer des Jürgensees und bei Bau des Kindergartens zu Tage getretenen Funde, scheinen diese These zu bestätigen. Zur abschließenden Beurteilung sind jedoch weitere archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen erforderlich, die bisher an den dazu nötigen finanziellen Mitteln und mangelndem Interesse scheiterten. Der einstige durch die Burg geschützte Hafen Usedoms war mit dem Usedomer See und über einen schiffbaren Kanal mit dem Peenestrom verbunden. Nach der mehrfachen Zerstörung Uznams (1098, 1118, 1168, 1172) und des Hafens verlor der Handelsplatz allmählich an Bedeutung. Der Hafen und Kanal waren auch später durch die Schiffe der Hanse auf Grund des Tiefgangs der Schiffe nicht mehr nutzbar und verfielen vollends. Durch die Nutzung des Sees als Kloake der Stadt seit dem Mittelalter bis in jüngster Zeit ist der Jürgensee größtenteils verlandet. Der See erhielt im Mittelalter seinen Namen nach dem Heiligen Georg (deutsch: Jürgen), ein Schutzheiliger u. a. gegen Kriegsgefahren, sowie Pest und Cholera. Am südwestlichen Ufer des Sees soll sich ein Hospiz gleichen Namens befunden haben. In alten Urkunden tauchen die Namen Sankt Georgen See, Sankt Jürgenß See, S. Jürgen See bis zum heutigen Jürgensee auf.

von Gunter Reinhold, Stadt Usedom gestern - heute, - Facebook 29.05.2018