Fortlaufende Chronik des Klosters und der Stadt Doberan: Unterschied zwischen den Versionen

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("Burg"/Haus des Handwerks Bad Doberan)
(Doberan im Spiegel von Zeitgenossen)
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==Doberan im Spiegel von Zeitgenossen==
 
==Doberan im Spiegel von Zeitgenossen==
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===Bibliographie Doberan===
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* H. Rehwaldt: Literatur zu Bad Doberan (Auswahl), Stand 2015
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*Apperley, J., Aus alten Zeiten, Berlin/ Leipzig/ Wien 1910
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*Arrieta, K., Kate Diehn-Bitt. Tagebuch: Kindheit und Jugend 1904-1920, Rostock 2009
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* Bad Doberaner Blätter ab 2009
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* Bad Doberaner Jahrbücher, 10 Bde. 1994 – 2003
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* Becker, J., H.  Doberan im Sommer 1837------------------
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* Belitz, O. Das Seebad Dobberan in Mecklenburg, Hamburg 1849
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* Diedrichs, C. L., Landhäuser und -villen in Mecklenburg 1, Bad Doberan, Heiligendamm, Oldenburg 2008
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* Diedrichs, C., L., »...wie leere Augenhöhlen« . Das Hochaltarretabel im Münster zu  Doberan, Bad  Doberan
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  2009
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* Dresen, W., Doberan und seine Umgebungen, Rostock 1834
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* Ellmenreich, A., 1836-1859. Alt-Schweriner Hoftheater, Datierung.?
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* Erhebung Doberans zur Stadt. Jubiläumsschrift, Schwerin 1904
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* Fleischer, H. (Hg.), Vertrauliche Mitteilungen aus Mecklenburg-Schwerin u. Sachsen-Weimar, Rudolstadt 1999
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* Fründt, E., Helms, Th., Das Kloster  Doberan, Berlin, 2. Aufl. 1989
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* Gerds, P., Kirchen rund um das Kloster  Doberan (Rostock) 2010
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* Groschang, J., Bäderarchitektur in Doberan-Heiligendamm. Die Bauten Carl Theodor Severins, Kiel 1999
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* Hamann, .J, Der Doberaner Münzfund von 1804, Bad  Doberan 1994
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* Havemann, K., Bad Doberan, Heiligendamm, Leipzig 2006
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* Heiligendamm – erstes deutsches Seebad 1793 – 1993, Bad Doberan 1993
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* Hesse, H., Die Geschichte von Doberan - Heiligendamm, Bad Doberan, 3. Aufl. 1939
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* Heißel, S., Geschichte der Stadt Bad Doberan, Wismar 1939
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* Junge, W., Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad  Doberan von 1882 bis 2010, Rostock 2010
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* Karge, W., Heiligendamm. Erstes deutsches Seebad, Schwerin 1993
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* Klein, J., F., Fremdenführer durch  Doberan und seine Umgebung, Rostock ca. 1884
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* Koppel, J. Ch., Sonntagsleben in  Doberan, geschildert im Monat August 1806, Schwerin, Wismar 1806
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* Kortüm, A., Das Doberaner Seebad, Rostock 1858
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* Lange, J../ Rehwaldt, H., Vom Großherzog zum Grundgesetz. (Friderico-Francisceum), Bad Doberan 2001
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* Lorenz, A. F.,  Doberan, ein Denkmal norddeutscher Backsteinbaukunst ,Berlin 1958
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* Malzan, J., Erinnerungen und Gedanken eines alten Doberaner Badegastes, Rostock 1893
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* Mohr, F,/ Stenzel, G., Heiligendamm. Historische Bilder, Selbstverlag 2007
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* Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH & Ko. KG,  Molli-Taschenbuch, das echte, Rostock 2003
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* Mecklenburgische Monatshefte, Sonderheft 1929
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* Nizze, A., Doberan-Heiligendamm. Geschichte des ersten deutschen Seebades, Rostock 1936
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* Nugent, Th., Reisen durch Deutschland  und vorzüglich durch Mecklenburg, Berlin/ Stettin 1781/82
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* Quodbach,  Vortrag anlässlich des 220. Geburtstages von  C. Th. Severin, Bad  Doberan 1983, maschschr.
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* Rehwaldt, H., Bad Doberan, Heiligendamm, Seebad mit Tradition, Rostock 1991
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* Rehwaldt, H., Erleben Sie Bad  Doberan, Kühlungsborn, Rerik. Rostock 1992 Reise eines Gesunden in die Seebäder Swinemünde, Putbus und Dobberan, Berlin 1823
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* Rochow, F./ Havemann, K., Bad Doberan-Heiligendamm. Fotografierte Zeitgeschichte, Düsseldorf 1993
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* Röper, F. L., Geschichte und Anekdoten von Dobberan in Mecklenburg, 2. Aufl., Dobberan 1808
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* Sachse, J. D. W., Geschichtliche Bemerkungen zu der Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Doberaner Seebades, Rostock 1843
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* Schreiber, S., Doberan und Heiliger Damm, Rostock 1855
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* Skerl, J./ Grundner, Th., Heiligendamm, Rostock 2001
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* Skerl, J./ Grundner, T., Kloster  Doberan, Hinstorff, 1. Aufl. 2007
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* Sponagel, G. C.,  Des Vetters Feldzug in die Seebäder von  Doberan, Hannover 1826
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* Studemund, H. G., Doberan, wie es war und ist, Doberan 1833 – ungedruckt
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* Studemund, H. G., Gedichte, Rostock 1833
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* Sudermann, H. Das Bilderbuch meiner Jugend, Frankf./M.und Berlin 1990
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* Tetzner, R., Geschichte des Seebades  Doberan,  Doberan 1909, Sonderdruck eines Vortrags
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* Thielcke, H., Die Bauten des Seebades Doberan-Heiligendamm, Doberan 1914
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* Thiele, S., Die Zisterzienserklosterkirche zu Doberan. Forschung und Denkmalpflege am „Doberaner Münster“ im 19. und 20. Jahrhundert, Schwerin 2015
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* Vogel, S. G., Allgemeine Baderegeln zum Gebrauche für Badelustige überhaupt..., Stendal 1817
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* Vogel, S. G., Annalen des Seebades zu Doberan, Rostock 1799 ff.
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* Vökler, F., Die Vogelwelt des Kreises  Bad  Doberan, Bad  Doberan 1994
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* Volckmann, E. Heiligendamm, eine Skizze, Rostock 1890
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* Voss, J./Brüdern, J., Das Münster zu Bad Doberan, München, Berlin 2008
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* Wichert, S., Das Zisterzienserkloster  Doberan im Mittelalter, Berlin 2000
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* Wundemann, J. Ch. F., Meklenburg, in Hinsicht auf Kultur, Kunst und Geschmack, Schwerin und Wismar 1803, Zukunft Heiligendamm. Zeitung für Deutschlands ältestes Seebad. Heiligendamm 2009 f.
  
 
==Doberaner Originale==
 
==Doberaner Originale==

Version vom 27. März 2020, 19:50 Uhr


Kenndaten des Orts
Name (heute)Doberan (Bad)
Regionale Einordnung (heute)
Postleitzahl18209
VerwaltungsamtStadt Bad Doberan
LandkreisRostock
Zahlen
Einwohner11432 (2005)
KoordinatenBreite: 54.1027 / Länge: 11.9139


Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Vorlage:Infobox Stadtchronik

Zu Bad Doberan gehören drei Ortsteile

Die Geschichte von Doberan chronologisch

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Ur- und Frühgeschichte in der Region Doberan

Althof und Doberan im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Kaiserreich (1871-1918)

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

die heutige Zeit

Die Landschaft in ihrer Entstehung und als Naturraum

Zur Ur- und Frühgeschichte

Archäologische Ausgrabungen belegen die frühe Besiedlung im Bereich:

[1]

Sieben auf einen Streich?

  • Bronzezeitliche Gewaltopfer aus einem Grab bei Bad Doberan, Lkr. Rostock/Fund des Monats August 2019

Text für den Linkhttps://www.kulturwerte-mv.de/Landesarchaeologie/Fund-des-Monats/Bisherige-Beitr%C3%A4ge/2019-08-Bronzezeitliche-Gewaltopfer-aus-einem-Grab-bei-Bad-Doberan/]

Das Zisterzienserkloster Doberan und seine Geschichte

Die Stadt Bad Doberan und ihre Geschichte

Herkunft und erste Erwähnung von Doberan

Wer war wer in und um Doberan

* Opfer von Krieg und Gewalt aus der Region Doberan

* Bad Doberan Heute

Kur- und Bäderwesen, Tourismus

- prominente Besucher zu Heiligendamm

- Seebadlisten und Nizze zu Heiligendamm ?

Entwicklung

Beherbergung

Freizeit

Rennbahn

zu Heiligendamm ?

Baudenkmale und Sehenswürdigkeiten der Stadt Bad Doberan

Das Moorbad

Kamp und Severinstraße

(Roter und weißer Pavillon, Logierhaus (Hotel...), Salongebäude (Kreisverwaltung), Großherzogliches Palais, Kamp-Apotheke, Cafe Peters, Haus "Medini")

Alexandrinenplatz

(Gymnasium, Lessingschule, Haus Nizze, Haus Gottesfrieden, Haus Brügge)

weitere Straßen

-Mollistraße, Markt, Baumstraße, Neue Reihe, Beethovenstraße (Möckel-Haus), Dammchaussee, goethestraße, Brandt´s Höh, Parkentiner Weg ("Drei-Maler-Haus"), Friedrich-Franz-Straße ("Ernst Voß-Haus"), Tempelberg, Maxim-Gorki-Platz (Handwerkerhaus), Bergstraße, Lindenstraße

"Burg"/Haus des Handwerks Bad Doberan

Die Geschichte des Hauses wird in dem Artikel der Ostseezeitung von Dr. Helge Rehwaldt beschrieben:

Hw30.JPG


Lt. Mecklenburgische Vaterlandskunde Raabe/Quade 1894 zur Burg:

  • "Am Fuße(d. Jungfernberges/der Verf.) ist ein Gebäude, welches früher zum Schießhaus diente, später die Steinmann'sche Schul- und Erziehungsanstalt in sich faßte und jetzt im Privatbesitz ist. An Stelle des Schießhauses ist nahe beim Stahlbad eine Schießbahn eingerichtet."

Chronologie der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse des Grundstücks und Gebäudes der ehemaligen Büdnerei Nr. 244:

  • 1808 Ein schlichter Vorgängerbau der "Burg"(späteres Handwerkerhaus) entstand vermutlich in den Folgejahren als Schießhaus.
  • 1855 ist von einem"gothisch-modernen Schlößchen" die Rede, der Steinmannsche Erziehungsanstalt, eine Privatschule für Jungen(vermutlich nach 1849 ev. unter G. A. Demmler entstanden)
  • 1851(Nachtrag 1862)Der Büdnerbrief wurde auf Dr. Steinmann ausgestellt.
  • !880 wurde Baronin Anna Sophie von Maltzan, geb. Freiin von Bülow Eigentümerin des Objekts.
  • 1894 Freiin Elisabeth von Maltzan zu Doberan erwirbt die Burg meistbietend aus der Zwangsversteigerung.
  • 1897 erwirbt Ernst Neckel das Grundstück.
  • 1927 erwirbt Frau Pastor Störmer das Objekt.
  • 1937 verpachtet Pastor Störmer an den Doberaner Landwirt Arthur Gaedecke.
  • 1941 verkauft Frau Constanze Störmer, geb. von Bergmann an das Bad Doberaner Sozialgewerk, einer Handwerkergemeinschaft.
  • 1946 Sequestrierung des Eigentums des ehemaligen Sozialgewerks und Antrag der Handwerkerinnungen Doberan an die Treuhandstelle zur Übernahme
  • 1947 Bildung der Sozialgenossenschaft des Doberaner Handwerks.
  • 1967 Auflösung der Genossenschaft und Abtretung des Grundstücks an die Handwerkskammer des Bezirkes Rostock


  • Urkunden und Dokumente aus dem Stadtarchiv Bad Doberan:

Bilder der Burg von der Steinmannschen Erziehungsanstalt bis zum Handwerkerhaus:


Inhaber Alwis Ludwig mit Frau Lotte sowie Innenansicht zur Zeit des Handwerkerhauses:


(Unterlagen und Erinnerungen von Ulrich Ludwig)

  • „Das gesellschaftliche Leben Doberans spielte sich bei uns ab“, sagt Ulrich Ludwig und spricht vom „Haus des Handwerks“, das seine Eltern — Serviermeister Alwis und Köchin Lotte Ludwig — ab 1949 in der Münsterstadt betrieben. Ob Lehrgänge, Prüfungsvorbereitung oder Sommerurlaub — die Handwerker Mecklenburgs waren immer gern gesehen. „Die Doberaner konnten sich auch kostenlos die Haare machen lassen, wenn sich die Friseure auf ihre Meisterprüfung vorbereiteten“, erinnert sich Ludwig. Jeder im Ort kannte „Die Burg“, wie das Haus genannt wurde. Sogar geheiratet hat der 72-Jährige im Saal des Hauses. „Heute steht es leider nicht mehr“, bedauert Ludwig( Auszug vom Artikel Ostseezeitung vom 25. April 2015).
  • 1949 wurde die ehemalige Burg mit dem Ziel restauriert, ein „Haus des Handwerks“ mit der Handwerkskammer Schwerin als Träger zu installieren. Die Baumaßnahmen wurden mit Unterstützung von Mitgliedern der Jugendorganisation FDJ durchgeführt.
  • Am 1. April 1949 wurde Alwis Ludwig(Vater von Ulrich) Leiter dieser Einrichtung. Zuvor war er Serviermeister in der Burg Hohenzollern in Heiligendamm. Ehefrau Lotte wurde die Chefköchin.
  • Das „Haus des Handwerks“ diente als Unterkunft für Handwerker aus der ganzen DDR zur Durchführung von Arbeitstagungen und Lehrgängen für bis zu 40 Teilnehmer. Die Unterbringung mit Vollpension war im Haus gegeben(15 Fremdenzimmer). Während der Sommermonate wurde das Handwerkerhaus zum Feriendomizil für bis 80 – 100 Handwerker mit teilweiser Unterbringung in Privathäusern.
  • Eintragungen in Gästebüchern vermitteln einen Eindruck von den Geschehnissen im „Haus des Handwerks“:
  1. 26. – 30. April 1949 Arbeitstagung der Geschäftsführer und Genossenschaftsreferenten der Kreisgeschäftsstellen
  2. 2. – 7. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften für das Stellmacher- und Schmiedehandwerk
  3. 9. – 14. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften des Tischler- und Drechslerhandwerks
  4. 16. – 21. Mai 1949 Arbeitstagung der Einkaufs- und Liefergenossenschaften vom Schuh- und Holzschuhmacherhandwerk
  5. 20. – 25. Juni 1949 Arbeitstagung der Bekleidungsgenossenschaften, Kürschnergenossenschaft, Hut- und Putzmachergenossenschaft sowie Weber-, Sticker- und Strickergenossenschaft
  6. 27. Juni – 1. Juli 1949 Genossenschaftsschulung
  7. 2. u. 3. Juli 1949 Arbeitsbesprechung der Tischler- , Sattler-, und Tapezierergenossenschaften
  8. 3. – 8. Oktober 1949 Buchführungslehrgang
  9. 17. – 22. Oktober 1949 Lehrgang der Sattler- und Tapezierergenossenschaft
  10. 24. – 29. Oktober 1949 Fortbildungslehrgang der Schädlingsbekämpfer der Kreise Schwerin, Ludwigslust, Wismar, Parchim, Rostock, Malchin und Waren
  11. 1. – 5. November 1949 Lehrgang der holzverarbeitenden Genossenschaften mit Landesberufsgruppenversammlung
  12. 7. – 12. November 1949 II. Fortbildungslehrgang der Schädlingsbekämpfer der Kreise Schönberg, Güstrow, Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin, Stralsund, Greifswald, Grimmen, Rügen, Usedom, Randow, Hagenow, Uckermünde
  13. 14. – 19. November 1949 Buchführungslehrgang
  14. 3. Dezember 1949 Wahlversammlung des Berufsgruppenvorstandes der Schädlingsbekämpfer
  15. 30.1. – 4.2. 1950 fachtheoretischer Lehrgang für das Malerhandwerk
  16. 6. – 18. März 1950 Betriebsprüferlehrgang der Finanzämter Mecklenburgs
  17. 4. April 1950 Generalversammlung der Einkaufs- und Liefergenossenschaft der Drechslerberufsgruppe Mecklenburg e.G.m.b.H.
  18. 5. und 6. April 1950 Arbeitsbesprechung der Geschäftsführer und Genossenschaftssachbearbeiter
  19. 12. – 24. April 1950 Allgemeinkundlicher Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung
  20. 2. – 7. Mai 1950 Seminarleiterlehrgang für innerbetriebliche Schulung der Finanzämter Mecklenburgs
  21. 15. – 27. Mai 1950 Lehrgang für nebenberufliche Optiker
  22. 31. Mai – 7. Juni 1950 fachtheoretischer Lehrgang für Ofensetzer
  23. 26.Juni. – 1. Juli 1950 Tagung der Landesfinanzdirektion – Referat Bodenschätzung
  24. 14. – 16. September 1950 Erste Tagung des mecklenburgischen Kunsthandwerks und Kunstgewerbes
  25. 25. – 30. September 1950 2. Nachwuchslehrgang des Schädlingsbekämpferhandwerks
  26. 9. – 10. Oktober 1950 Arbeitstagung und Landesgruppenversammlung des Tischlerhandwerks
  27. 13. – 18. November 1950 III. Gesellenlehrgang der Schädlingsbekämpfer
  28. 12. – 14. Dezember 1950 Arbeitstagung der Kreisbaugenossenschaften
  29. 28. – 29. Dezember Arbeitstagung der Obermeisterinnen des Damenschneiderhandwerks
  30. 19.- 24. Februar 1951 Fachlehrgang der Maler
  31. 20. und 21. März 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des holzverarbeitenden Handwerks
  32. 30. und 31. März 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des metallverarbeitenden Handwerks
  33. 19. – 28. April 1951 Lehrgang für Buchhalter der Genossenschaften des Handwerks zur Einführung in die EDB
  34. 16. – 19. Mai 1951 Lehrgang für Bilanzbuchhalter
  35. 21. Mai – 6. Juni 1951 Buchhalterlehrgang der Genossenschaften des Handwerks zur Einführung in die EDB
  36. 22. – 23. Juni 1951 Obermeistertagung des Schlosser- und Maschinenbauerhandwerks
  37. 12. September 1951 Arbeitstagung der Landesobermeister des Schmiedehandwerks der DDR
  38. 17. – 29. September Buchhalterlehrgang zur Einführung in die EDB
  39. 5. und 6. Oktober 1951 Landesgruppenversammlung des Schmiedehandwerks
  40. 8. Oktober 1951 Landesberufsgruppenversammlung des Klempner- und Installationshandwerks
  41. 10. – 23. Oktober 1951 Buchhalterlehrgang zur Einführung in die EDB
  42. 24. – 27. Oktober 1951 Lehrgang der Bilanzbuchhalter
  43. 29. Oktober bis 3. 11. 1951 III. fachtheoretischer Lehrgang des Malerhandwerks Mecklenburgs
  44. 8. – 10. November 1951 Arbeitstagung der Genossenschaften des metallverarbeitenden Handwerks
  45. 12. – 24. November 1951 VII. Buchführungslehrgang für Genossenschaftssachbearbeiter
  46. 17. – 18. Dezember 1951 Tagung der Genossen und Obermeister des holzverarbeitenden Handwerks
  47. 14. Januar - 2. Februar 1952 Lehrgang für Augenoptiker
  48. 29. September – 29. November 1952 Fachlehrgang für das Friseurhandwerk
  49. 5. – 10. Januar 1952 fachtheoretischer Lehrgang des Malerhandwerks
  50. 11. – 17. Januar 1953 Vorbereitungslehrgang des Malerhandwerks
  51. 19. – 24. Januar 1953 Vorbereitungslehrgang der Schädlingsbekämpfer
  52. 28. September – 28. November 1953 IV: Meisterkursus der Friseure
  53. Januar 1954 Abschlusslehrgang der Schädlingsbekämpfer
  54. 7. Mai 1954 I. Schulung der Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreisgeschäftsstellen
  55. 10. – 15. Mai 1954 II. Schulung der Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreisgeschäftsstellen der Bezirkshandwerkskammern Neubrandenburg, Rostock und Schwerin
  56. 24. – 29. Mai 1954 I. Seminar der Genossenschaftsfunktionäre für das holzverarbeitende Gewerbe
  57. 31. Mai – 5. Juni 1954 II. Seminar der Genossenschaftsfunktionäre für das metallverarbeitende Handwerk
  58. 21. – 26. Juni 1954 III. Lehrgangder K.G’s. für Leiter und Geschäftsführer
  59. 4. – 16. Februar 1957 Malerlehrgang
  60. 20. November 1957 X. Fachlehrgang für Friseure
  61. 5. – 25. Januar 1958 Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung der Maler
  62. 5. Dezember 1958 XII. Lehrgang der Friseure aus den Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg
  63. 20. November 1959 XIII. Lehrgang der Friseure
  64. 3. Oktober – 29. November 1960 Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung im Friseurhandwerk
  65. April 1964 Lehrgang für Maler

Kammerhof

Buchenberg

Doberan im Spiegel von Zeitgenossen

Bibliographie Doberan

  • H. Rehwaldt: Literatur zu Bad Doberan (Auswahl), Stand 2015
  • Apperley, J., Aus alten Zeiten, Berlin/ Leipzig/ Wien 1910
  • Arrieta, K., Kate Diehn-Bitt. Tagebuch: Kindheit und Jugend 1904-1920, Rostock 2009
  • Bad Doberaner Blätter ab 2009
  • Bad Doberaner Jahrbücher, 10 Bde. 1994 – 2003
  • Becker, J., H. Doberan im Sommer 1837------------------
  • Belitz, O. Das Seebad Dobberan in Mecklenburg, Hamburg 1849
  • Diedrichs, C. L., Landhäuser und -villen in Mecklenburg 1, Bad Doberan, Heiligendamm, Oldenburg 2008
  • Diedrichs, C., L., »...wie leere Augenhöhlen« . Das Hochaltarretabel im Münster zu Doberan, Bad Doberan
  2009
  • Dresen, W., Doberan und seine Umgebungen, Rostock 1834
  • Ellmenreich, A., 1836-1859. Alt-Schweriner Hoftheater, Datierung.?
  • Erhebung Doberans zur Stadt. Jubiläumsschrift, Schwerin 1904
  • Fleischer, H. (Hg.), Vertrauliche Mitteilungen aus Mecklenburg-Schwerin u. Sachsen-Weimar, Rudolstadt 1999
  • Fründt, E., Helms, Th., Das Kloster Doberan, Berlin, 2. Aufl. 1989
  • Gerds, P., Kirchen rund um das Kloster Doberan (Rostock) 2010
  • Groschang, J., Bäderarchitektur in Doberan-Heiligendamm. Die Bauten Carl Theodor Severins, Kiel 1999
  • Hamann, .J, Der Doberaner Münzfund von 1804, Bad Doberan 1994
  • Havemann, K., Bad Doberan, Heiligendamm, Leipzig 2006
  • Heiligendamm – erstes deutsches Seebad 1793 – 1993, Bad Doberan 1993
  • Hesse, H., Die Geschichte von Doberan - Heiligendamm, Bad Doberan, 3. Aufl. 1939
  • Heißel, S., Geschichte der Stadt Bad Doberan, Wismar 1939
  • Junge, W., Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Doberan von 1882 bis 2010, Rostock 2010
  • Karge, W., Heiligendamm. Erstes deutsches Seebad, Schwerin 1993
  • Klein, J., F., Fremdenführer durch Doberan und seine Umgebung, Rostock ca. 1884
  • Koppel, J. Ch., Sonntagsleben in Doberan, geschildert im Monat August 1806, Schwerin, Wismar 1806
  • Kortüm, A., Das Doberaner Seebad, Rostock 1858
  • Lange, J../ Rehwaldt, H., Vom Großherzog zum Grundgesetz. (Friderico-Francisceum), Bad Doberan 2001
  • Lorenz, A. F., Doberan, ein Denkmal norddeutscher Backsteinbaukunst ,Berlin 1958
  • Malzan, J., Erinnerungen und Gedanken eines alten Doberaner Badegastes, Rostock 1893
  • Mohr, F,/ Stenzel, G., Heiligendamm. Historische Bilder, Selbstverlag 2007
  • Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH & Ko. KG, Molli-Taschenbuch, das echte, Rostock 2003
  • Mecklenburgische Monatshefte, Sonderheft 1929
  • Nizze, A., Doberan-Heiligendamm. Geschichte des ersten deutschen Seebades, Rostock 1936
  • Nugent, Th., Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg, Berlin/ Stettin 1781/82
  • Quodbach, Vortrag anlässlich des 220. Geburtstages von C. Th. Severin, Bad Doberan 1983, maschschr.
  • Rehwaldt, H., Bad Doberan, Heiligendamm, Seebad mit Tradition, Rostock 1991
  • Rehwaldt, H., Erleben Sie Bad Doberan, Kühlungsborn, Rerik. Rostock 1992 Reise eines Gesunden in die Seebäder Swinemünde, Putbus und Dobberan, Berlin 1823
  • Rochow, F./ Havemann, K., Bad Doberan-Heiligendamm. Fotografierte Zeitgeschichte, Düsseldorf 1993
  • Röper, F. L., Geschichte und Anekdoten von Dobberan in Mecklenburg, 2. Aufl., Dobberan 1808
  • Sachse, J. D. W., Geschichtliche Bemerkungen zu der Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Doberaner Seebades, Rostock 1843
  • Schreiber, S., Doberan und Heiliger Damm, Rostock 1855
  • Skerl, J./ Grundner, Th., Heiligendamm, Rostock 2001
  • Skerl, J./ Grundner, T., Kloster Doberan, Hinstorff, 1. Aufl. 2007
  • Sponagel, G. C., Des Vetters Feldzug in die Seebäder von Doberan, Hannover 1826
  • Studemund, H. G., Doberan, wie es war und ist, Doberan 1833 – ungedruckt
  • Studemund, H. G., Gedichte, Rostock 1833
  • Sudermann, H. Das Bilderbuch meiner Jugend, Frankf./M.und Berlin 1990
  • Tetzner, R., Geschichte des Seebades Doberan, Doberan 1909, Sonderdruck eines Vortrags
  • Thielcke, H., Die Bauten des Seebades Doberan-Heiligendamm, Doberan 1914
  • Thiele, S., Die Zisterzienserklosterkirche zu Doberan. Forschung und Denkmalpflege am „Doberaner Münster“ im 19. und 20. Jahrhundert, Schwerin 2015
  • Vogel, S. G., Allgemeine Baderegeln zum Gebrauche für Badelustige überhaupt..., Stendal 1817
  • Vogel, S. G., Annalen des Seebades zu Doberan, Rostock 1799 ff.
  • Vökler, F., Die Vogelwelt des Kreises Bad Doberan, Bad Doberan 1994
  • Volckmann, E. Heiligendamm, eine Skizze, Rostock 1890
  • Voss, J./Brüdern, J., Das Münster zu Bad Doberan, München, Berlin 2008
  • Wichert, S., Das Zisterzienserkloster Doberan im Mittelalter, Berlin 2000
  • Wundemann, J. Ch. F., Meklenburg, in Hinsicht auf Kultur, Kunst und Geschmack, Schwerin und Wismar 1803, Zukunft Heiligendamm. Zeitung für Deutschlands ältestes Seebad. Heiligendamm 2009 f.

Doberaner Originale

(Ilse Mühlbach, Klaus Havemann, Studemund)

Begegnungen mit Menschen

(amerik. Piloten, russ. Offiziere u.a.)

Friedhofsgeschichten

- Pläne und bemerkenswerte Gräber

Sagen, Geschichten und Legenden rund um Doberan

Mönken in Doberan.

In der Brauerei in Doberan lebten vor Zeiten viele Unterirdische, welche man ›Mönken‹ nannte. Diese liehen sich oft gutmüthiger Leute Geräthe zum Kochen und Backen aus, worin sie gewöhnlich beim Wiederbringen etwas von dem Gebackenen liegen ließen. Namentlich holten sie von einer Frau, die ›Trin- Lischen‹ genannt wurde, ihren Backtrog. Als es ihnen in Doberan aber nicht mehr gefiel, wollten sie diese Frau noch besonders belohnen. Deshalb kamen sie einige Nächte vor ihrem Abzuge in ihre Wohnung und riefen ›Trin-Lischen, kumm mit, di is en Schatz beschęrt!‹ Sie ward aber bange und rief ›Ik kann nich, mi grugt‹! ›Nu kamen wi noch tweemal un denn trekken wi von hir weg!‹ riefen die Mönken und verschwanden. Als die Frau dies am anderen Morgen ihrem Manne erzählte, sagte dieser, sie solle ihn nur wecken, wenn die Mönken wiederkämen, er wolle wohl mitgehen. Als aber die Mönken zum zweitenmale kamen, mochte die Frau ihren Mann noch so viel rütteln, er wachte nicht auf; und ebenso als sie zum drittenmale kamen, denn er sollte nicht sehen, wo ihre Schätze liegen. Die Mönken ließen aber bei ihrem Wegzuge diesen Schatz in der Brauerei liegen, denn als nach mehreren Jahren ein armer Müller die Braue- rei gepachtet hatte, und seine Kinder einst im Sande spielten und kleine Gruben machten, fanden sie das Gold und brachten es ihrem Vater, der dadurch ein reicher Mann wurde. H. Ohnesorge. (aus Bartsch)

Schatzheben.

Ein Arbeitsmann aus Bartenshagen, der am Abend von Doberan zurückkehrte, sah, wie er über den Buchenberg ging, plötzlich ein Feuer vor sich, und da ihm seine Pfeife ausgegangen war, trat er heran und wollte eine Kohle auflegen. Kaum hat er sie aber in der Hand, so brennt sie nicht mehr; er wirft sie ärgerlich weg, nimmt eine zweite, mit der es ihm ebenso geht und dann noch fünf andere. Zu Hause erzählt er's seiner Frau; die sagt, da wäre Gold vergraben, er solle hingehen und ein Tuch oder sonst was ins Feuer werfen, dann werde der Schatz sein. Der Mann war aber zu müde und blieb zu Hause. Am andern Morgen kam er wieder an der Stelle vorbei; da sah er im Grase sieben große goldene Schaustücke, die als Schatz in der Familie bewahrt wurden. (Bartsch)

Die Prinzessin im Buchenberge bei Doberan.

1. Im Buchenberge bei Doberan wohnt eine verwünschte Prinzessin, die nur alle hundert Jahre am Johannistage zwischen 12 und 1 Uhr Mittags erlöst werden kann. Im Jahre 1818 hütete der Knecht Hinrichsen die Schafe an der östlichen Seite des Buchenberges. Es war am Tage vor Johannis um die Mittagszeit. Da erschien ihm eine weiße Dame und sagte ihm, er könne sie erlösen, wenn er sie am nächsten Tage um dieselbe Stunde küsse; sie werde in Gestalt einer Kröte, mit einem rothen Bändchen um den Hals, kommen. Der Schäfer versprach; als aber am andern Tage die Kröte kam, entsetzte er sich so, daß er davon lief. Die Prinzessin klagte und jammerte hinter ihm her. Vgl. Niederh. 2, 235; NS. 224.


2. Am Buchenberge bei Doberan hütete einst ein Schäfer seine Schafe. Plötzlich sah er eine Schlange auf sich zukommen. Er wollte entfliehen, da sprach sie ihn an und fragte, ob er Muth genug habe, in nächster Nacht ein großes Werk zu bestehen; dann solle er zwischen 12 und 1 Uhr an eine bestimmte Stelle des Berges kommen. Der Schäfer versprach es; aber als er in der Nacht die Schlange, von einer Schaar kleinerer umgeben, nahen und Miene machen sah, ihn zu umschlingen, ergriff er die Flucht. Da wehklagte die Schlange hinter ihm her und sagte, er hätte, wenn er ausgeharrt, sie erlösen und zugleich einen großen dort vergrabenen Schatz erlangen können; nun müsse sie so lange warten, bis an der Stelle eine Buche erwachsen, aus deren Brettern eine Wiege gefertigt werde, und wer in der Wiege gewiegt sei, könne sie erlösen. Lehrer Fr. Haase in Rostock. (Bartsch)

Bau der Doberaner Kirche.

Als im Jahre 1186 Fürst Heinrich Borwin I. von Meklenburg beschloß, das zerstörte Cistercienser- Mönchskloster Doberan wieder herzustellen, wählte er für dasselbe nicht den alten Ort, sondern einen neuen, und zwar aus dem Grunde, weil er, der Sage nach, ein Gelübde gethan haben soll, da das neue Kloster aufzubauen, wo er das erste Wild erlegen werde. Der Fürst tödtete nun auf der Stelle, wo noch heute die alte prächtige Doberaner Kirche steht, einen ausgezeichnet schönen Hirsch und begann hier sofort den Bau dieser Kirche und des neuen Doberaner Klosters. Nach Vollendung der Kirche soll der Kopf des Hirsches zur ewigen Erinnerung dort aufgehangen worden sein, wo er sich noch jetzt befindet. Niederh. 2, 31 f. und Bartsch

Das heilige Blut.

Ein Hirte in der Nähe von Doberan sah seine Heerde durch räuberische Wölfe beunruhigt und geschädigt. Das war zu der Zeit, als Herzog Heinrich der Löwe das Land Meklenburg verwüstete und das Volk mit Gewalt zum Christenthum bekehrte. Wie der Hirte einst sorgend bei sich seinen Verlust bedachte und seine Heerde heimtrieb, nahte ihm eine dunkle Männergestalt und rieth ihm, eine geweihte Hostie in seinen Hirtenstab einzuschließen, dann würde sie sicher weiden und sich mehren. Wohl bangte dem Hirten, diesem gottlosen Rathe zu folgen; da es aber immer ärger wurde, entschloß er sich dazu, ließ sich im Kloster Doberan das Abendmahl reichen, trug das Brot, statt es zu essen, nach Hause und schloß es in den Hirtenstab ein. Von da an blieben die Schafe nicht nur vom Wolfe verschont, sondern mehrten sich auch von Jahr zu Jahr. Er ward bald ein reicher Mann. Einmal aber theilte er seinem Weibe sein Geheimniß mit. Diese, eine fromme Frau, erzählte es dem Abte des Klosters, und der Convent beschloß, in feierlicher Procession die Hostie ins Kloster zurückzubringen. Als man den Stab öffnete, floßen Blutstropfen heraus. Die Hostie ward von da an unter dem Namen des heiligen Blutes im Kloster aufbewahrt. Lehrer Pechel bei Niederh. 1, 213 ff. und Bartsch

Mädchen in Stein verwandelt.

In der Doberaner Kirche wird dem Fremden unter andern ähnlichen Raritäten oder sogenannten Reliquien auch die Salzsäule von Lot's Weib gezeigt, eine aus einer Art kalkhaltigem Sandstein roh gehauene Figur, welcher aber der Kopf, beide Arme und der untere Theil der Füße fehlen. Außer dieser Sage existirt noch eine zweite, also lautend. Vor Alters wurde einst ein in Doberan dienendes Mädchen von ihrer Herrschaft zu Felde geschickt, um dort eine Arbeit zu verrichten. Man hatte ihr Käse und Brot als Essen mitgegeben. Sie war aber hiermit nicht zufrieden, sondern fluchte, auf dem Felde angelangt, laut darüber, daß sie so schlechte Nahrung von ihrer Herrschaft bekomme. Andere Leute, die das Dienstmädchen beruhigen wollten, machten sie nur noch immer böser und wüthender. Als sie nun aber endlich gar auch das Brot und den Käse verfluchte, da wurde sie zur Strafe für solchen Frevel in jenen Stein verwandelt, dessen Reste man noch heutigen Tages in der Kirche zu Doberan sieht. Der Stein wurde nämlich später von dem Felde in die Kirche gebracht und dort zur Warnung für andere Gottlose aufbewahrt. Niederh. 4, 37 f. und Bartsch

Flurnamen auf der Doberaner Feldmark

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