Zempin Gedichte
Version vom 31. Januar 2026, 11:22 Uhr von HildeStockmann (Diskussion | Beiträge) (→Meine Heimat Zempin)
- Sammlung von Gedichten über Zempin
Vineta - Zempin
- Unweit der Stelle, wo einst Vineta versunken,
- Träume ich hier im Sande am Meer
- Denke der Lieben daheim und wünsche
- Sie alle zum schönen Zempin mir her.
- Prospekt 1927 Seebad Zempin
Zempin - Ein Herz auf Usedom
- Einst fuhr ich durch das schöne Pommernland
- und sang: „Oh Heimat wie bist du so schön“
- da sah ich auf Usedom zur rechten Hand, ein
- kleines vertrautes Örtchen stehn.
- Ich musste von der Hauptstraße abbiegen,
- bis ich vor dem Ortsschild stand, -
- da sah ich eine Pracht vor mir liegen,
- Zempin wird dieser Ort genannt.
- Oh´ welch herrlicher Platz in der Natur,
- man hört nur die Kiefern rauschen, - die
- Menschen nett und gar nicht stur, man konnt
- froh ihren Worten lauschen.
- Als ich dann musste den Ort verlassen, da
- wurde mir ganz plötzlich klar,-
- ich konnte aus den Gesprächen erfassen, dass ich im
- Herzen von Usedom war.
- Im Stillen dacht ich, was würde geschehen,
- hört dieses Herz mal auf zu schlagen?
- Usedom könnte dann nicht mehr bestehen,
- wer würde dieses große Leid ertragen?
- Zempin - du Herz auf Usedom schlag weiter,
- denn jeder es dir danken will, dann
- alle bleiben froh und heiter
- Joachim Müller geschrieben 2005 in Australien. (ca. 80 Jahre)
Das Zempin - Lied
- (zu singen nach der Melodie des Wolga Liedes,
- auch als „Wer das Scheiden hat erfunden“ bekannt)
- von Erika Stemp, Zempin, Hansestraße.
- In Zempin sind wir zu Hause,
- In Zempin ist unsere Welt.
- Wo die Ostseewellen rauschen,
- Uns der Wald so gut gefällt.
- Fischerboote fahr´n frühmorgens
- Weit hinaus aufs wilde Meer.
- Bringen Hering Aal und Zander
- An den Strand zu uns hierher.
- Reetgedeckte Fischerhäuschen
- Stehen Schmuck in unsrem Ort
- Und so mancher aus der Fremde
- Möchte niemals wieder fort.
- In Zempin ist unsre Heimat,
- Die auf der schönsten Insel liegt,
- Wo Seeadler, Gans und Ente
- Übers Achterwasser fliegt.
- Geh´n wir einmal in die Ferne,
- Um zu suchen unser Glück,
- Zieh´n die Liebe und das Heimweh
- Uns stets nach Zempin zurück.
ZEMPIN und Vergangenheit
- Reise in die Vergangenheit, ein Brückenschlag durch Raum und Zeit.
- Wie aus dem Gedächtnis schwand Ferienglück, das hier ich fand.
- Seit ein kleines Kind ich war, kamen her wir Jahr für Jahr.
- Wie ich Sandburgen gebaut, ist bis heute mir vertraut.
- Auch nach mehr als 50 Jahren, da ich Glück und Leid erfahren,
- Blieb durch alle Zeiten fort Seelenheimat dieser Ort,
- Der mich herzlich aufgenommen, da noch einmal ich gekommen.
- Wollt im Alter mich von neuem wieder an der Ostsee freuen.
- Scheint die Zeit nicht steh´n geblieben, wenn das, was wir herzlich lieben,
- Tief im Innern uns erhalten zum Trotz äußerer Gewalten?
- Wenn am Strand entlang ich gehe, feinen Sand und Muscheln sehe,
- Mich an Meereswellen freue, bin zu Haus e ich aufs Neue.
- Wieder mich im Banne hält Achterwasser heile Welt.
- Waren wir zur Abendstunde früher oft in Freundesrunde.
- Idyllisch bleibt dies Fleckchen Erde, dass ich so vermissen werde.
- Mai 1991 Dr. Veronika Winler, Pullach /Isartal
Meine Heimat Zempin
- Senta Wodrich 1999 im Altersheim Wolgast
Die Zempinerin, zieht 78-jährig in das Evangelische Altenhilfezentrum St. Jürgen nach Wolgast um und verstirbt dort 82-jährig, wunschgemäß ist sie auf dem Zempiner Friedhof beigesetzt; einige ihrer Gedichte sind in Zeitschriften des Altenhilfezentrums St. Jürgen erschienen.
- Es schweben in den Lüften die lieben Vögelein,
- und alle süßen Düfte verbreiten die bunten Blümelein,
- und dort am blauen Wasser ist die Luft so klar und rein,
- nur in dieser Umgebung kann ich so glücklich sein.
- Ach Zempin, wie bist du schön,
- wie gerne möchte ich dich wiedersehen,
- deine Wiesen, unsere Peene und den Weizen,
- Schwäne und die Blütenpracht,
- das alles hat mich so glücklich gemacht.
- Zempin das ist mein Heimatland,
- dort wo ich Glück und Liebe fand,
- meine Kindheit, meine Jugend
- war dort so wunderschön,
- weil ich am Wasser konnte spazierengehen,
- und baden am Ostseestrand,
- wo die Luft so rein und sauber ist,
- wo ich meine Zempiner ins Herz geschlossen hab,
- dort möcht ich in Frieden ruhen
- bei meinem Elterngrab
Frühling in Zempin
- Ursula Zade 2007
Siue lebt in Zempin, das Gedicht entsteht nach ihrer Berufstätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin in Koserow, Zempin und Zinnowitz
- In jedem Garten leuchtende Blütenpracht,
- jede Blume eine Schönheit.
- Sogar das Gänseblümchen ist im Rasen wohl gelitten.
- Die Leute eilen heiter durch den kleinen Ort.
- Kaufen Blumen mehr als Brot.
- Beginnen fröhlich den langen Tag.
- Schon ist der Strand nicht mehr einsam und leer.
- Fischhungrige warten auf das einlaufende Boot.
- Der Hering schmückt auch den Wanderweg.
- In fast jedem Haus bald ein Gast.
- Doch auch für Freunde ist immer Platz.
- Selbstverständlich fast, dass wir einen guten Nachbarn haben.
ZEMPIN - Urlaubsort
- Norbert Romers 2017
- Zwischen schilfbedeckten Häusern und bewohnten Dachgelassen
- Eine Unterkunft für Gäste, die Seeluft mögen und Gewässer
- Mauerwerk und steile Dächer, Wohnungen für Ortsinsassen
- Profifischer fangen Hering für bewusste Frischfischesser
- In uns klingt ein frohes Summen nahe See und Achterwasser,
- Nur dem Tollgeist fehlt hier Rummel, Stille macht ihn blass und blasser.
- Zwar gibt´s kein Prunk in großen Sälen
- Ein Kurplatz tut es, dicht am Strand
- Mit ihm wird uns kein Luxus fehlen:
- Plaudern, tanzen, trinken, speisen - wie ein Stück aus „Wunderland“
- Inselfreuden und Natur machen jeden Urlaub schön;
- Nirgends wird’s uns besser gehen.
- Zur Natur! - Sie wird uns zeigen
- Eichen, Weiden, Wiesen, Felder -
- Manches Tier beschließt den Reigen.
- Pappel, riesig, kleine Wälder
- Inselferien „Ohne Frage,
- Nichts beschert uns bessere Tage“.
- „Denn wir tanken Energie, so im Urlaub von Zempin“
ZEMPIN - auf Usedom
- Carola Knop
- Zwischen Ostsee und Achterwasser gelegen,
- Eingebettet auch in Wälder und Wiesen,
- Mittendrin, aber doch abseits genug,
- Paradies für Pedalritter und Meerverliebte,
- Individualisten finden hier Räume ohne Enge,
- Neue Eindrücke überraschen zu jeder Jahreszeit.