Lassan: Unterschied zwischen den Versionen
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Der autodidaktische Bildhauer Franz-Albert Tröster hat bereits einen '''Gedenkstein''' für den jüdischen Friedhof in Lassan geschaffen. | Der autodidaktische Bildhauer Franz-Albert Tröster hat bereits einen '''Gedenkstein''' für den jüdischen Friedhof in Lassan geschaffen. | ||
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Aktuelle Version vom 5. Mai 2026, 15:26 Uhr
| Kenndaten des Orts | |
| Name (heute) | Lassan |
| Regionale Einordnung (heute) | |
| Postleitzahl | 17440 |
| Verwaltungsamt | Amt am Peenestrom |
| Landkreis | Vorpommern Greifswald |
| Zahlen | |
| Einwohner | 1,510 (2018) |
| Koordinaten | Breite: 53.9458642 / Länge: 13.8424502 |
Lassan ist eine der kleinsten Städte, vor der Insel Usedom am Peenestrom gelegen.
Geographische Lage
- Koordinaten: Breite: 53.9493 Länge: 13.8387
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Einführende Information
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Das Wappen von Lassan

Blasonierung: „In Blau ein silberner Fisch, kreisförmig begleitet oben von drei und unten von vier sechsstrahligen goldenen Sternen.“
Das Wappen wurde 1972 von dem Lassaner Albert Püschel gestaltet und 1996 vom Designbüro Schönherr & Maciejewski aus Anklam neu gezeichnet. Es wurde unter der Nr. 112 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Kurztext zum Ort
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2007 Herr Jordan Heimatverein
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2016 Ausstellung in der Kirche
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2016 Kultur in der Stadt
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2021 Streifzug durch Lassan 1
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2021 Streifzug durch Lassan 2
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2021 Lassan Schule Teil 1
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2021 Lassan Schule Teil 2
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Schützenhaus
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2022 Obstbäume pflanzen 1
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2022 Obstbäume pflanzen 2
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2022 Kulturarbeit in Lassan
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2022 Lassan Museum Wassermühle
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2022 Schützenhaus 1
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2022 Schützenhaus 2
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2022 Einweihung Schützenhaus 1
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2022 Einweihung Schützenhaus 2
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2022 Biermann Lied über Lassan
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2023 aus für Bäcker Lassan 1
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2023 aus für Bäcker Lassan 2
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Hafen Lassan 1
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Hafen Lassan 2
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2023 Segler Berta 1
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2023 Segler Berta 2
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2024 am Hafen Imbiss
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2024 a
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2024 b
- Nordkurier 2026
- Friedhof soll dem Vergessen entrissen werden
Zwei ehemalige Lassaner engagieren sich für den jüdischen Friedhof in Lassan. Ausgelöst wurde ihr Interesse durch einen seltsamen Fund.
Jahrzehntelang lag der Stein eher unbeachtet im Garten der Lassaner Familie Fromm. Dabei hat er eine Besonderheit. Der Stein ist offensichtlich das Fragment eines Grabsteins und auf beiden Seiten mit Inschriften versehen. Auf der einen Seite in deutscher Sprache, auf der anderen in Hebräisch. Sehr wahrscheinlich stammt er vom jüdischen Friedhof in Lassan. Dort nämlich hat ihn der Vater von Günter Fromm vor einigen Jahrzehnten gefunden.
Dass sich Günter Fromm, der seit den 70er Jahren in Eisenhüttenstadt lebt, nun wieder an das Fragment erinnert hat, liegt an einem anderen ehemaligen Lassaner. Auch Dr. Franz-Albert Tröster war in den 50er Jahren am Stadtrand von Lassan auf einen Stein mit seltsamen Schriftzeichen gestoßen. Auch dabei handelte es sich um das Fragment eines Grabsteines vom jüdischen Friedhof. Der Begräbnisplatz an der Verlängerung der Lassaner Gartenstraße selbst ist eine zugewucherte Parzelle und als solcher nicht mehr zu erkennen.
Franz-Albert Tröster aber hat sich vorgenommen, die Existenz des jüdischen Friedhofes wieder in das Bewusstsein der Lassaner zurückzuholen, berichtet der pensionierte Mediziner, der heute in Stralsund lebt. Inzwischen hat er als autodidaktisch tätiger Bildhauer sogar schon einen Gedenkstein für die Begräbnisstätte geschaffen. Bei der Arbeit daran habe er sich wiederum gefragt, wer wohl auf dem Friedhof bestattet wurde. Nach seinen Recherchen haben auch jüdische Bürger das Leben in der Stadt am Peenestrom wenigstens über 200 Jahre lang mit geprägt. Urkundlich belegt ist im Jahr 1698 ein Kaufmann namens Salomon Marcus. Und mit der Familie Jacobi hätten um 1921 die letzten Juden Lassan in Richtung Berlin verlassen.
Die Ergebnisse seiner Forschungen hat er im vergangenen Jahr bei einem Vortrag der Öffentlichkeit präsentiert und eine Broschüre mit dem Titel „Wider das Vergessen“ erstellt. Nach deren Erscheinen habe sich dann Günter Fromm bei ihm gemeldet, der sein Fragment gerne bei der Wiederherrichtung des jüdischen Friedhofs zur Verfügung stellen würde, berichtet Franz-Albert Tröster. Bereits zuvor hatte Günter Fromm zwei Straßenschilder für die Judengasse in Lassan gestiftet.
Das Foto des Fragments habe er dann einer Judaistin und Spezialistin für jüdische Grabsteinkultur vorgelegt, berichtet Franz-Albert Tröster. Die Übertragung der Schrift hab sich zwar als sehr schwierig erwiesen, aber er könne das Fragment wahrscheinlich einer auf dem Friedhof bestatteten Person zuordnen. Als nicht gerade einfach entpuppten sich allerdings auch die Eigentumsverhältnisse der Begräbnisstätte. Diese befinde sich aktuell nämlich in Privatbesitz.
Ziel der Bemühungen sei es dennoch nach wie vor, den Friedhof wieder herzurichten und auch den von ihm geschaffenen und im Lassaner Rathaus eingelagerten Gedenkstein dort aufzustellen.
Er selbst arbeite aktuell gemeinsam mit Dr. Tim Peppel an einer Dokumentation mit dem Arbeitstitel „Lassan-Spuren jüdischen Lebens in einer kleinen Stadt“, die sich noch umfassender mit dem Schicksal der einst in Lassan lebenden Jüdinnen und Juden befasst. So konnten inzwischen die biografischen Daten von bisher fünf auf dem Friedhof bestatteten Personen ermittelt werden, berichtet Franz-Albert Tröster. Die weiteren Recherchen zur Thematik seien nahezu abgeschlossen, sodass die Publikation wohl im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden könne.
Günter Fromm hat zwei Straßenschilder für die Judengasse in Lassan gestiftet.
Das Fragment eines Grabsteins trägt auf einer Seite hebräische Schriftzeichen.
Der autodidaktische Bildhauer Franz-Albert Tröster hat bereits einen Gedenkstein für den jüdischen Friedhof in Lassan geschaffen.
- 1852: 5 Juden bei 2.368 Einwohnern
- 1861: 6 Juden bei 2.540 Einwohnern
- 1865: 7 Juden bei 2.594 Einwohnern
- 1885: 8 Juden
- 1905: 5 Juden
- 1910: 5 Juden lt. Volkszählung
Lassan im Spiegel von Karten und Luftbildern
Bildergalerie
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Gesellschaftshaus 1909
Lassan im Jahr 2001
- Die Arbeiten der Lassaner Tischler sind weit über die Stadt hinaus bekannt, deshalb eine kleine Auswahl.
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Wassermühle Lassan 2024
Ortschronik/en von Lassan
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.
- 750 Jahre Stadt Lassan (1274-2024)
- Lassan fortlaufende Ortschronik
- Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung des Ortes Lassan
Weiterführende Information zu Lassan
- Lassan in gov.genealogy.net
- Lassan bei Wikipedia
- Ortsfamilienbuch Lassan
- Webseite der Lassaner Mühle - Heimatverein
- Lassan ein Ort viele Augen?
Flurnamen auf der Lassaner Feldmark
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Flurnamen
Kontakte
Wer kümmert sich aktuell um die Informationen zum Ort und führt die Chronik?