Teterow fortlaufende Chronik: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Sagen, Geschichten, Legenden und Volksweisheit rund um Teterow und die Mecklenburgische Schweiz]]
* [[Sagen, Geschichten, Legenden und Volksweisheit rund um Teterow und die Mecklenburgische Schweiz]]
===Die Hünensteine bei Teterow.===
Etwa eine Viertelstunde von Teterow, einige Schritte
von der Chaussée nach Rostock, liegen fünf ziemlich
große Granitsteine aufeinandergethürmt. Mit diesen
spielten vor Zeiten, als noch Hünen in der Gegend
hausten, die Hünenkinder, wie heute Kinder mit kleinen
Kieselsteinen spielen. Jetzt liegen die letzten
Hünen darunter begraben; wer die Steine von ihrem
Platze entfernt, findet sie am anderen Morgen wieder
auf dem Hünengrabe aufeinandergelegt wie vorher.
Seminarist Mohr aus Teterow.
===Der Burgwall im Teterower See.===
Im Teterower See ragen zwei Inselchen ziemlich hoch
aus dem Wasser hervor. Die größere von beiden führt
den Namen Burgwall und ist zum Theil mit dichtem
Gebüsch bewachsen; die hohen Pyramidenpappeln
auf derselben sind weithin sichtbar.
Vor langer Zeit stand auf dem Burgwall ein
Schloß. Eines Morgens war das Schloß verschwunden,
und man glaubte, daß es in die Erde hinabgesunken
sei. Am Johannistage zwischen 12 und 1 Uhr
Mittags sah man manchmal eine Oeffnung in der
Erde; und wer dahineinging, der fand die einstigen
Bewohner des Schlosses in einem Gemach beisammen
– ein Kindlein in einer goldenen Wiege liegend –
in tiefen Schlaf versunken. Mit dem Schlage 1 Uhr
that sich dann die Oeffnung wieder zu; und wer in das
Gemach gedrungen und vor 1 Uhr nicht wieder zurückgekehrt
war, der schlief drinnen, bis sich einmal
wieder am Johannistage die Erde aufthat.
Seminarist Mohr aus Teterow.
===Der Hütten-See bei Teterow.===
In der Gegend von Teterow, nicht weit von dem Dorfe
Krevtsee, ist ein See, der Hütten-See genannt. An seiner
Stelle soll früher ein Dorf mit einer Glashütte gestanden
haben. Die Glashütte sei ausgebrannt und an
der Stelle ein See entstanden. Der Fischer behauptet,
daß man bei klarem Wetter noch Ueberreste der Glashütte
auf dem Boden erblicke.
Seminarist G. Rühberg.
===Die Räuber im Schloßberg bei Schrödershof.===
Auf der Schrödershöfer Feldmark bei Teterow, unweit
des jetzigen Hofes, liegt in einem Wiesengrunde der
›Schloßberg‹, ein mit tiefen Gräben umgebener kegelförmiger
Hügel. In einer Entfernung von etwa 60 Ruthen
ist ein ähnlicher Platz, der ›Bullerberg‹, der aber
viel kleiner ist. Beide waren durch einen noch zu verfolgenden
aufgeschütteten Erddamm mit einander verbunden.
Hier an der Straße zwischen Rostock und
Demmin sollen vor Zeiten Räuber gehaust haben. Ein
über den Weg gezogener und mit einer Glocke verbundener
Draht verrieth ihnen das Vorüberziehen
jedes Wagens. Ihre Schätze, darunter eine goldene
Wiege, sind noch im Schloßberge begraben aber nur
ein Sonntagskind kann in ihren Besitz gelangen.
A. Schröder bei Niederh. 3, 178 ff.
===Einkehr===
Ein in einem Teterower Gasthause eingekehrter Fremder
fragt den Hausknecht, ob er ihm nicht ein Teterow'sches
Stückchen vormachen könne. Der Hausknecht,
der nicht auf den Kopf gefallen ist, erwidert
ganz trocken: er wolle sich die Sache einmal beschlafen.
Am nächsten Morgen, als der Reisende gerne
zum Aufstehen ein paar Pantoffeln haben will, die
ihm aber gut passen müßten, bringt ihm der Hausknecht
ein Paar aus seinen – des verdutzten Fremden
– schönen, neuen Stiefeln geschnittene Pantoffeln
und die Schäfte davon vors Bett.
Niederh. 4, 142 ff.
===Teterower Volksweisheiten===
Zusammengetragen für Karl Bartsch durch Seminarist Mohr aus Teterow als Gewährsmann bis 1867
Das Zeug, das ein Kind vor seiner Taufe trägt, darf
nach Sonnenuntergang nicht draußen hängen, sonst
wird das Kind ›betöwert‹.
Wenn eine junge Frau nach der Trauung ihren Brautkranz1
in den Hut ihres Mannes legt, so bekommt sie
die Herrschaft über ihren Mann.
Wenn der Bräutigam der Braut während der Trauung
auf die Zehen tritt, so bekommt er die Herrschaft im
Hause.
Die beiden Brautjungfern, welche bei dem Hochzeitsmahl
unmittelbar an der Seite des Bräutigams und der
Braut sitzen, sind die Ersten, welche sich von der
Hochzeitsgesellschaft verheiraten.
In dem Hause, wo eben Jemand gestorben ist, müssen
Vieh und Topfgewächse angerührt werden, sonst verkümmern
diese.
An einem Tage, auf welchen Gallus fällt, darf man
das ganze Jahr hindurch kein Fleisch von einem Ort
an den andern hängen oder legen, im andern Falle
verdirbt dasselbe.
Schaut ein Mädchen in der ersten Stunde des neuen
Jahres in einen Backofen, in welchem drei Jahre lang
kein Feuer gebrannt hat, so sieht es seinen zukünftigen
Gatten; ein unverheirateter Mann sieht zu derselben
Zeit seine zukünftige Gattin in solchem Ofen.
Wer am Charfreitag mit geputztem Schuhzeug geht,
wird von Ottern und Nattern gebissen.
Wer am Ostermorgen nüchtern drei Veilchen ißt,
bleibt das Jahr hindurch frei von kaltem Fieber.
Auch wenn man durch einen Erbschlüssel sieht, kann
man sie erkennen. Man muß vor Beendigung des Gottesdienstes
hinaus, sonst blasen einen die Hexen an
und die Augen fallen einem aus dem Kopfe.
Zeug, welches am Johannistage draußen hängt oder
gesonnt wird, bleibt vor Motten bewahrt.
Wenn Jemand Abends vor Maitag (1. Mai) von einem
Quitschenbaume ein Reis schneidet, damit sein Vieh
berührt und spricht:
Ik quitsche di, ik quęke di,
De leiw Gott dei bęter di;
Denn warst du dick un fett un rund
Un denn ok gesund!
so gedeiht das Vieh gut.


=='''Flurnamen auf der Teterower Feldmark'''==
=='''Flurnamen auf der Teterower Feldmark'''==

Version vom 26. August 2018, 21:44 Uhr

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Herkunft von Teterow

Karl Hoffmann : Die Gründung der Stadt Teterow In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 138-139


Mit Penzlin ist die Reihe der Werleschen Städte, von denen uns Stiftungsbriefe erhalten sind, abgeschlossen. Man muß sich daher darauf beschränken, die Entstehung der übrigen Städte der Herrschaft Werle aus späteren Zeugnissen aufzuklären und ihr ungefähres Alter zu bestimmen. Teterow ist die Stadt, die uns in dieser Gruppe am frühesten als solche begegnet. Die Stadt liegt zwischen Güstrow und Malchin am Fuße der Heidberge. Im Jahre 1272 wird die Stadt zum erstenmal erwähnt (M.U.B. II, 1261). Anscheinend hat sie jedoch damals schon einige Zeit bestanden. Denn in diesem Jahr wird der Stadt das Dorf Baudorf mit 43 Hufen von Nikolaus von Werle verliehen. Diese Verleihung deutet darauf hin, daß der Stadt ihre bisherigen Besitzungen nicht mehr genügten, und wir können damit zugleich auch schon auf eine gewisse Blüte der Stadt schließen. Ferner erkennen wir auch aus derselben Urkunde des Jahres 1272, daß Teterow bei seiner Gründung durch Nikolaus von Werle Schweriner Stadtrecht verliehen wurde. Denn es heißt in ihr, daß die Ratmänner für sich den Friedensschilling benutzen sollten (Consules etiam suis vsibus pacis denarios usurpabunt). Da dieses Teterower Ratsprivileg genau dem des Schwerin-Güstrower Rechts entspricht, so können wir daraus schließen, daß auch sonst Schweriner Recht in Teterow galt. Ob damals, als die Stadt gegründet wurde, noch andere Siedlungen hier vorhanden waren, wissen wir nicht. Anscheinend ergibt sich aus der slawischen Namensform Teterow, daß hier einst ein slawisches Dorf vorhanden war. Vielleicht war Teterow auch der Name für den wendischen Burgwall, der noch heute auf der Insel im Teterower See erhalten ist. Schmaltz behauptet, daß das Teterower Kirchspiel bereits um 1226 gegründet worden ist (M.J.B. 73, S. 46). Es handelt sich dabei jedoch nur um Vermutungen. Reifferscheid hat die Entstehung der Teterower Kirche nach ihrem Stil erst in die Zeit um 1270 angesetzt (Reifferscheid a. a. O. S. 147 ff ). Die Stadt ist, wie aus dem Stadtplan hervorgeht, eine Gründung aus frischer Wurzel ( Plan der Stadt Teterow "fecit Teterow, 26. 2. 1753, Christian Adolf Reinhard, Senator"; im Besitz der Stadt Teterow ). Bereits Fritz hat auf den Teterower Grundriß als Beispiel eines Kolonial-Stadtplans hingewiesen (Fritz a. a. O. S. 27). Unter den sechs Ratmännern, deren Namen uns im Jahre 1288 genannt werden (M.U.B. III, 1959), ist anscheinend einer ein Slawe gewesen. Von den sechs Ratmännern sind drei als Deutsche anzusprechen, während wir bei den übrigen drei ihre Nationalität an ihrem Namen nicht erkennen können. Nach dieser Ratsherrnliste vom Jahre 1288 scheint die Zusammensetzung der frühesten Teterower Bevölkerung überwiegend deutscher Herkunft gewesen zu sein.

Teterow in der Slawenzeit

vom 9. bis zum 12. Jahrhundert existierte auf der heutigen "Burgwallinsel" im Teterower See eine in drei Bauperioden errichtete dedeutenden slawische Burganlage

Teterow im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Deutsches Reich bis 1918

Deutsches Reich bis 1945

SBZ und DDR bis 1990

die heutige Zeit

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

Die Kirche

Das Rathaus

Die Stadtmühle

Die Stadtbefetigung

Der Burgwall

Der Bergring

Teterow - über die Jahrhunderte im Spiegel von Zeitgenossen

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Teterower Persönlichkeiten

Teterow, das Schilda Norddeutschlands? (Edmund Schroeder 1957)

Sagen, Geschichten, Legenden und Volksweisheit rund um Teterow und die Mecklenburgische Schweiz

Flurnamen auf der Teterower Feldmark