Lübz: Unterschied zwischen den Versionen

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Lübz blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Die urkundliche Ersterwähnung liegt lange zurück. Die Eldenburg verschaffte dem Ort frühzeitig Bedeutung. Im Verlaufe der Jahrhunderte entwickelte sich Lübz zur typischen Ackerbürgerstadt mit einigen Handwerkern. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt ein wirtschaftlich-industrieller Aufschwung, Brauerei, Zuckerfabrik und Molkerei werden gebaut. Lübz entwickelt sich von der Ackerbürgerstadt zu einem Gewerbe- und Industriestandort. Zur Jahrtausendwende lebten in Lübz 6786 Einwohner.
  
 
==Das Wappen von Lübz==
 
==Das Wappen von Lübz==

Version vom 7. Februar 2026, 13:54 Uhr


Kenndaten des Orts
Name (heute)Lübz
Regionale Einordnung (heute)
Postleitzahl19368
VerwaltungsamtEldenburg Lübz
LandkreisLudwigslust-Parchim
Zahlen
Einwohner6134 (Stand 2017)
KoordinatenBreite: 53.4622 / Länge: 12.0295


Geographische Lage

Die Stadt Lübz liegt an der Bundesstraße 191, dem Fluß Elde und an der Bahnstrecke Parchim - Karow.


-Größere Karte von Lübz anzeigen-


Einführende Information

Lübz blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Die urkundliche Ersterwähnung liegt lange zurück. Die Eldenburg verschaffte dem Ort frühzeitig Bedeutung. Im Verlaufe der Jahrhunderte entwickelte sich Lübz zur typischen Ackerbürgerstadt mit einigen Handwerkern. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt ein wirtschaftlich-industrieller Aufschwung, Brauerei, Zuckerfabrik und Molkerei werden gebaut. Lübz entwickelt sich von der Ackerbürgerstadt zu einem Gewerbe- und Industriestandort. Zur Jahrtausendwende lebten in Lübz 6786 Einwohner.

Das Wappen von Lübz

Wappen von Lübz nach Teske
aktuelles Wappen von Lübz

In Gold der schwarze Mecklenburgische Stierkopf, begleitet von zwei roten Sternen (Teske).

Kurztext zum Ort

Die urkundliche Ersterwähnung von Lübz war im Jahre 1308. Das Stadtrecht erhielt Lübz, im Vergleich zu den Nachbargemeinden recht spät: erst zwischen 1456 und 1506. Im Mecklenburgischen Adreßbuch für 1914 heißt es weiter über Lübz:
Die Kämpfe zwischen der Linie Werle, an welche Lübz inzwischen gekommen war, und den Markgrafen von Brandenburg zwangen den Brandenburger dazu, 1307 neben dem Dorfe Lübz die Feste Eldenburg zu errichten. Nachdem die Eldenburg 1319 an Mecklenburg gefallen war, wurde sie 1328 vom Fürsten Heinrich dem Löwen von Mecklenburg mit Dorf Lübz bis 1456 an das Geschlecht von Plessen verpfändet. Die Eldenburg wird auf dem etwas erhöhten Gebiet des jetzigen Amtes gelegen haben. Später hat die Herzogin Sophie, die Gemahlin des Herzogs Johann, der sich selbst entleibte, hier ein Schloß erbaut. Von der einstigen Machtstellung Lübz‘ in jener Zeit zeugt heute noch der neben dem Amtshause stehende Turm von 24 Meter Höhe und 9 Meter Durchmesser, der allen Kriegswirren, die Lübz getroffen haben, standgehalten hat.
Außer der schon erwähnten Herzogin Sophie war Lübz fürstlicher Witwensitz 1547 bis 1567 der katholischen Herzogin Anna, Witwe Herzog Albrechts des Schönen, und von 1576 bis 1591 der Witwe Herzog Johann Albrechts I., Herzogin Anna Sophie. Eine Zeit hoher wirtschaftlicher Blüte begann für Lübz, als die Herzogin Sophie im Jahre 1592 in Lübz ihren Witwensitz nahm. Nicht allein, daß sie ihre Güter bei Lübz bewirtschaftete, sie hatte sogar in dem bei Wittenburg belegenen Groß Woldhof eine Eisenschmelzhütte und einen Eisenhammer anlegen lassen. Noch heute steht das von ihr 1633 gegründete Sophienstift, das zehn armen Witwen Lebensunterhalt und Wohnung gewährt. Die Gebeine dieser im Jahre 1634 gestorbenen edlen Herzogin ruhen vor dem Altar in der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kirche. Hinter dem Altar befinden sich die Marmorbilder der Herzogin mit ihrer Tochter in kniender Stellung. Größere Feuersbrünste zerstörten die Stadt in den Jahren 1540, 1660 und 1698.
Lübz, eine aufstrebende Stadt von 3633 Einwohnern, hat 571 Wohnhäuser und eine Kämmerei von 1310 ha, liegt an der meckl. Südbahn und an der die Stadt durchfließenden Elde, ist Sitz eines Amtsgerichts, Amtes, Postamtes, ritterschaftlichen Polizeiamtes, einer Forstinspektion, hat eine Molkerei, eine Genossenschafts-Brauerei, Ziegelei, Wassermühle, Dampfsägerei sowie 3 Maschinenfabriken.

[Text bei Gelegenheit durch einen modernen Text ersetzen]

Lübz im Spiegel von Karten und Luftbildern

Bildergalerie

Lübz - Ortschronik/en

Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste. Die Liste ist chronologisch sortiert.

  • Karl Boldt, Geschichte der Stadt Lübz - Lübz einst und jetzt, Magdeburg 1934
  • Autorenkollektiv, Krankenhaus Lübz 100 Jahre, Lübz 1983
  • Horst Reichert (Red.), 100 Jahre Molkereibetrieb Lübz, Lübz 1989
  • Willi Möller, Lübz in alten Ansichten, Zaltbommel 1993
  • Autorenkollektiv, 50 Jahre Abiturausbildung in Lübz - Jubiläumsschrift, Lübz 1999
  • Walter Kintzel, Stadt Lübz und Amt Ture im historischen Spiegel des Jahres, Lübz 2000
  • Reno Stutz, Lübzer Strom-, Wasser-, Wärme- und Gasversorgung, Lübz 2001
  • Reno Stutz, Brauen in Mecklenburg, Rostock 2002
  • Stadt Lübz Bauamt, Stadterneuerung Lübz 1991 - 2002, Heft 1, Lübz 2002
  • Stadt Lübz Bauamt, Das ehemalige Amtshaus Lübz Sanierung 1993 - 2002, Heft 2, Lübz 2002
  • Walter Kintzel, Aus der Geschichte der Sozialdemokraten in der mecklenburgischen Kleinstadt Lübz - Teil II: Von der SDP zur SPD, Slate 2006
  • Dieter Vierus, Lübz - Geschichte und Erinnerungen, Lübz 2007
  • Mercedes Peters, Lübz Stadt an der Elde - Ein historischer Stadtrundgang, Lübz 2007
  • Festschrift, 100 Jahre Feuerwehr Stadt Lübz, Lübz 2011
  • Dieter Vierus, Frauen im Ränkespiel der Macht, Band I, Rostock 2012
  • Ilona Paschke, Lübz in Bildern von gestern, Horb am Neckar 2012
  • Reinhard Dudlitz, Das Sophienstift in Lübz, Ruthen 2018

Weiterführende Information zu Lübz

Kontakte

Über Anregungen und Hinweise zu den hier enthaltenen Informationen, oder generell zur Ortsgeschichte von Lübz bin ich immer dankbar. Kontakt über die E-Mail: Stadtgeschichte@Luebz-Online.de