Galenbeck

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Kenndaten des Orts
Name (heute)Galenbeck
Regionale Einordnung (heute)
Postleitzahl17099
VerwaltungsamtAmt Friedland
LandkreisMecklenburger Seenplatte
Zahlen
Einwohner..?.. (2015)
KoordinatenBreite: 53.6224279 / Länge: 13.7238514


Das Dorf Galenbeck liegt am Ostrande des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte an der historischen mecklenburgisch-pommerschen Grenze.


Geographische Lage

einführende Information

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Das Wappen von Galenbeck

Kurztext zum Ort

Auszug aus "Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe Ausgabe Gustav Quade" 1894:

Seite 1364/65 "Galenbeck(mit Annenhof und em Rohrkruge) bei Kotelow (Kaiserlich russischer Stabsarzt R.v.Rieben), eineinhalb Meile südöstlich von Friedland an dem beträchtlichen Galenbecker See. Hof mit Kirche - Filiale von Gehren - , Schule, Krug, Schmiede. 171 Einwohner

Die Ufer des Gahlenbecker Sees beumgebenstehen aus Torf, der sich von der Nordost-Seite als lange Halbinsel mit daran schließender kleiner Insel, der sogenannten Teufelsbrücke, in den See weit hinein erstreckt. Die sich an den See nach Nordost anschließenden Torfwiesen die Friedländer Wiesen, sind von vielen Gräben durchzogen, von denen der Landgraben die Grenze gegen Pommern bildet. Galenbeck ist rings von Wiesen und Moor umgeben. Nahe (nördlich) an dem in den See fließenden Mühlbach die Fleeth, westlich die Arge Rad Wiese. Die massive gewölbte Kirche stammt ihrer Bauart nach aus katholischer Zeit. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war Galenbeck auch Pfarrort. 1659 ward die Parre hier zerstört und nun dauernd nach Gehren verlegt.

Die Rieben bewohnten in Mecklenburg schon 1170 eine feste Burg am See, stammten dem Namen nach aus dem Volk der Wenden; denn Rba bedeutet in den slavischen Mundarten einen Fisch, und einen solchen führen die Rieben im Wappen. Im Jahre 1453 wurde das Schloß der Rieben zu Galenbeck von den Pommern erobert, die 55 Mann starke Besatzung getödtet und das Schloß selbst in den Grund gebrochen; doch wurde es wieder hergestellt, stand noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und noch jetzt sind Ruinen desselben vorhanden. Zur Lübschen Fehde 1506 stellten "alle Riben zu Galenbek" 16 Lehnpferde. Im Jahre 1628 waren hier und zu Jatzke 49 Bauern. Im Jahre 1759 wurde Blücher, der Marschall "Vorwärts", als schwedischer Cornet bei Galenbeck (im Verlauf des Gefechts am Kavelpaß bei Friedland) von Husaren des Belling´schen Corps gefangen genommen, worauf er in die preußischeArmee eintrat. Zur Erinnerung daran ließ am 30. August 1860 der damalige Landesherr im Galenbecker Gutsgarten eine Granitsäule mit einer Büste Blüchers aufrichten.

Der jetzige, in Rußland wohnhafte Besitzer läßt sowohl Gahlenbeck wie auch das ihm gehörige Gehren und Wittenborn durch Inspectoren bewirthschaften.

Lehn Erblicher Fidei-Commis 1969 ha. 6 1/4 Hufen mit 30,19 binitirten Scheffel, Acker und Garten 532,9 ha; Wiese 147,9 ha; Weide 198,1 ha; Wald 334,5 ha; Wasser und Unland 755,6 ha.

Bergkavel, südlich von Galenbeck.Bewaldete Anhöhen darunter am Wege von Galenbeck nach Matzdorf der Tellerberg und der 123m hohe Düntzelberg. Zu Galenbeck gehören von den Bergkaveln etwa 15,2 ha.

Galenbeck im Spiegel von Karten und Luftbildern

Bildergalerie

Ortschronikalisches zu Galenbeck

Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.

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