Bedeutende Willershäger

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Brunstäd, (Hermann) Friedrich (Theodor), (auch: Brunstaedt) - Theologe, Philosoph

geb. 22.7.1883 Hannover gest. 2.11.1944 Willershagen (Gelbensande)

Vater: Möbelfabrikant 1901 Philologie-, Philosophie-, Jura- und Theologiestudium in Heidelberg und Berlin; 1909 Promotion in Berlin; 1911 Habilitation, 1912 Privatdozent, 1917 außerordentlicher Professor der Philosophie in Erlangen; 1925-1944 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Rostock (1930/31 Rektor); zugleich 1922 Gründer und bis 1934 Leiter der Evangelisch-Sozialen Schule Berlin- Spandau (Johannesstift); Präsident des Kirchlich- Sozialen Bunds (1934 verboten); 1933 Mitglied der Jungreformatorischen Bewegung, 1934/35 des Lutherischen Rats, 1936 der Theologischen Kammer der Deutschen Evangelischen Kirche; bis 1929 Mitglied der DNVP; »Die Staatsideen der politischen Parteien« (1920); »Deutschland und der Sozialismus« (1924); »Eigengesetzlichkeit des Wirtschaftslebens« (1925); »Die soziale Aufgabe der Kirche« (1930); »Die Kirche und ihr Recht« (1935).

Gottschlich, Hans Joachim - Forstwirt

geb. 25.3.1908 Willershagen (Gelbensande) gest. 1.9.1978 Rothemühl

Vater: Forstwirt Gymnasium in Bad Doberan; 1928 Abitur; Forstlehre; Studium an den Forsthochschulen Eberswalde und Hannoversch Münden; 1936 Assessorexamen und Übernahme des Forstamtes Mirow; 1940 Forstmeister; 1950 Revierförster bei der Oberförsterei Rothemühl; 1952 Oberförster; 1962 Leiter des Rotwildforschungsgebietes Rothemühl; 1967 Promotion in Tharandt; »10 Jahre Rotwildforschungsgebiet Rothemühl« in »Unsere Jagd« (1969); »Beitrag zur Vermehrung und Entwicklung eines Schwarzwildbestandes« in »Beiträge zur Wald- und Wildforschung« (1975).

Stichert, August - Philologe, Pädagoge

geb. 29.3.1854 Willershagen (Gelbensande) gest. 9.10.1906 Rostock

Vater: Gutspächter 1863-1873 Gymnasium in Rostock; Studium der Klassischen Philologie und Geschichte in Berlin, Leipzig und Rostock; Hilfslehrer an der Großen Stadtschule; 1879 Lehrer am Gymnasium; auch an der höheren Töchterschule tätig; 1906 Gymnasialprofessor; 1891 Mitglied des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde; schrieb: »Nikolaus II. von Werle« (3 Bde.; 1891-1896).

Hans Wendt - Forstmeister

geb. 23.3.1892 Gelbensande - gest. 1978 Gelbensande

1912-1918 mit kriegsbedingter Unterbrechung Studium der Mathematik, Nationalökonomie, Naturwissenschaften, Jura in Göttingen, München und Rostock, anschließend Studium an der forstlichen Hochschule Eberswalde mit hervorragendem Abschluß 1922. Wurde einer der Verfechter des Möllerschen Dauerwaldgedankens. Begann dann seine forstpraktische Tätigkeit im Forstamt Altheide, in der Forstinspektion Gelbensande. Sein Lehrherr Adolf von Oertzen bestimmt sein späteres forstliches Handeln. Zeitweilig betreute er auch die Ribnitzer Stadtforst, wo er Edellaub-Mischbestände gestaltete und Bestände mit dem "Gelbensander Sanddeckverfahren" begründete. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Hans Wendt in Willershagen, wo er sich der Ornithologie und der Mykologie widmete und dazu Fachbeiträge veröffentlichte, die in Fachkreisen landesweit Beachtung fanden.

Ludwig Köster - Förster und Autor

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