Schulgebäude: Unterschied zwischen den Versionen

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==Schulgebäude und Lehrer Zempin==
 
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seit 1831 Lehrer Johann Christoph BOLWIG  
 
seit 1831 Lehrer Johann Christoph BOLWIG  

Aktuelle Version vom 11. September 2019, 10:31 Uhr

Schulgebäude und Lehrer Zempin

Schulgebäude

1. Haus - heute Dorfstraße 1

Wohnung des Schneiders


bis 1832 wurden in dem Gebäude die Dorfkinder vom Schneidermeister unterrichtet. Das Haus wurde später zum Armenhaus der Gemeinde. Der erste namentlich bekannte Lehrer in Zempin war 1783 der Schneider Michael Heller. 1787 wird das Gehalt des Lehrers erhöht, er hat freie Wohnung und kann sein Vieh kostenlos auf den Gemeindewiesen weiden.


2. Haus - heute Fischerstraße 12

Wohnung für die Familie des Lehrers und ein Klassenraum

wurde 1833 gebaut mit einer Dienstwohnung für den Lehrer. Der erste Bewohner war Lehrer Dinse, der bis zu seinem Tode 1877 hier unterrichtete. Er war vorher Schreiber beim Landratsamt in Swinemünde. Die Ortsschulinspektion war seit Gründung der Schule bis 1918 in den Händen der Pastoren des Kirchspiels Koserow. Die Pastoren, so schreibt Wilhelm Meinhold 1836 (Pastor und Verfasser der Bernsteinhexe), bilden die Lehrer monatlich weiter.

Im Jahre 1928 wurde das Haus von der Gemeinde an den Gastwirt Paul Häfke verkauft.


3. Haus heute - Fischerstraße 11 Vereinshaus „Uns olle Schaul“

1928 rechts 2 Wohnungen für Lehrerfamilien, links 2 Klassenräume

Am 13. August 1928 wurde diese Schule eingeweiht in Gegenwart des Landrates, des Schulrates Wernicke und des Lehrers Ernst Lüdke. Erbaut vom Bauunternehmer O. Jahnke, Zinnowitz. Das Gebäude hat 2 Klassenräume. Ein Raum für die 1.-4. Klasse und ein Raum für die 5.- 8. Klasse. Nebenan entstanden zwei Wohnungen für die Lehrerfamilien sogar mit Wasserleitung.

Später wurden die Räume der Wohnungen zu Unterrichtsräumen und eine Baracke im Hofraum mit Klassenzimmern, so dass jeder Jahrgang getrennt unterrichtet wurde. 1977 wurde der Dachraum über den Klassenräumen ausgebaut für die Schulspeisung mit einer eigenen Küche. Auch der „Hort“ - heute Ganztagsschule und Arbeitsgemeinschaften hatten hier ihre Heimat.

Zu DDR - Zeiten war es dadurch möglich im Sommer Kinderferienlager in den Schulräumen für Betriebe durchzuführen.

Einige Jahrgänge bis zur 10. Klasse wurden in Zinnowitz unterrichtet.

Zeitweilig hatte die Schule eine gemeinsame Verwaltung mit der Schule Koserow. Die letzten Jahre bis zum Sommer 2000 war es der Lernort für Grundschüler aus Koserow und Zempin. Im Sommer 2000 wurde in Koserow die Grundschule für die Bernsteinbäder eingerichtet. Alle Kinder fahren mit der UBB zur Schule.

Ab Dezember 2000 begann der Heimatverein Zempin e.V. Ausstellungen aufzubauen. Das Haus steht allen Vereinen für Zusammenkünfte zur Verfügung und im Sommer feiern die Freiwillige Feuerwehr und Zempiner Vereine unter den Linden ihre Feste.


Ständige Ausstellungen: - Fischerei mit Bootsmodellen des Fischers Konrad Tiefert - Schichleins Laden voller Erinnerungen


Lehrer in Zempin

seit 1831 Lehrer Johann Christoph BOLWIG

1834 – Bau eines neuen Schulhauses, das alte Hirtenhaus, in welchem sich das Schulzimmer befand, war höchst baufällig. Zu Michaelis zog Lehrer BOLWIG ein und unterrichtet dort.

1838 – am 1.April , 46 Jahre alt, starb Lehrer BOLWIG an Lungenentzündung. Er hatte als Steuermann gedient und verschiedene Seereisen gemacht. Von den 8 Bewerbern wurde Schneider Dinse aus Lütow angenommen.

1838 (01.11.) beginnt Joachim Friedrich Wilhelm Samuel DINSE – geb. am 10.06.1813 in Netzelkow. Er betreibt das Schneiderhandwerk als Nebengeschäft.

- 1897 – Lehrer WENZEL versetzt in Bezirk Köslin,

1897 - 01.07. beginnt Otto LÜBKE aus Mistroy

1900 – 01.04. Lehrer RAMM aus Liepe.

1902 – Das Stallgebäude der Schule Zempin wurde mit Kredit massiv untermauert.

1903 – Lehrer RAMM wurde versetzt nach ... . An seine Stelle trat STREHLOW aus Stettin, der dann nach Cammin ging. Der gewählte Lehrer Wilhelm BALLMANN, bisher in Luisenhof, trat am 3. September sein Amt an.

1910 – Der Lehrer Ballmann mit seinen vielen Kinder klagt über die völlig unzureichenden Wohnungsverhältnisse. Die Räume zugig und ungesund. Der Klassenraum für die mehr als 80 Kinder ist zu klein.

1914 – Lehrer Ballmann geht nach Linde in d. M.

1914 – am 1. Juli beginnt der Lehrer Wilhelm NACK aus Hagenow i. Meckl. , er zieht in den Krieg als Unteroffizier und fällt am 15. Juli 1915 in Russland.

1915 – im Oktober wurde Lehrer Ernst LÜDKE angestellt. Er ist durch einen Autounfall mit den Nerven zerrüttet. Er hat Ende März geheiratet.