Sagen aus Peenemünde: Unterschied zwischen den Versionen

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[https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Scheele '''Hugo Scheele''' bei Wikipedia]
 
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Der Maler und Dichter hat sich mit diesem Thema beschäftigt.
 
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Der Drak von Usedom, Hilde Stockmann, Softcover  A5 hoch 40 Seiten
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ISBN  978-3-7450-4361-7  [https://www.epubli.de/shop/buch/64103 Verlag epubli]
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[https://www.epubli.de/shop/buch/45638 Die sagenhafte Insel Usedom Verlag epubli]

Aktuelle Version vom 16. Januar 2020, 09:44 Uhr

Die beiden Lindwürmer

Vor langen Jahren haben sich einmal in Pommern zwei gräuslich große Lindwürmer aufgehalten, welche von den Leuten auch Hasselwürmer genannt wurden. Einer davon hat seinen Sitz gehabt in dem Holze bei LASSAN, der andere in der PEENEMÜNDER HEIDE. Aus ihren großen Rachen und aus ihren Schwänzen haben sie Feuer und Schwefel gesprüht, und die ganze Gegend haben sie durch grausame Räubereien an Mensch und Vieh in Schrecken und Angst gehalten. Zuweilen hat es sich begeben, dass sie auf ihren Raubzügen einander begegneten; dann ist unter ihnen ein fürchterlicher Kampf entstanden, dass aus ihren Schwänzen ganze Feuerflammen geflogen sind und die Erde weit umher gezittert und gebebt hat.

Nachdem sie lange Zeit viel Unheil angerichtet, taten sich zuletzt die tapferen Männer der Gegend zusammen und zündeten eines Tages von allen Seiten das Schilf an, worin das Ungeheuer bei LASSAN verbor-gen lag und gerade seinen Mittagsschlaf hielt. Auf solche Weise gelang es ihnen, dasselbe zu vertilgen. Es erhob dabei aber ein so fürchterliches Geschrei, dass der andere Lindwurm auf der PEENEMÜNDER HEI-DE es hörte und nun sofort unter großem Klage- und Angstgeschrei die Flucht ergriff. Er warf sich in die See, wo man sein Heulen in immer weiterer Entfernung hörte, bis es zuletzt ganz verschwand. Einige sagen, er sei nach Schweden hinüber geschwommen; andere meinten, er sei in der Ostsee umgekommen.

Alfred Haas 1924 - Usedom-Wolliner Sagen

Hinweis: Das Anzünden und Abbrennen des Schilfes im zeitigen Frühjahr ist notwendig, wenn man das neue Schilf im Winter ernten will. So werden Reste vom Schneiden, Unkraut und unbrauchbares Schilf verbrannt, damit kräftiges, gerades und gesundes Schilfrohr wachsen kann. Diese Arbeit muss noch vor Ankunft der Brutzeit der Vögel erledigt sein. Das Schilfrohr ist wichtiges Material besonders zum Dachdecken. Auf der Insel Usedom sprechen wir deshalb von Rohrdächern, in anderen Gegenden nennt man das Material auch Reet, Reeth, Reth, Reith, Ried oder Riet.

Hugo Scheele bei Wikipedia Der Maler und Dichter hat sich mit diesem Thema beschäftigt.

Der Drak von Usedom, Hilde Stockmann, Softcover A5 hoch 40 Seiten

ISBN 978-3-7450-4361-7 Verlag epubli

Die sagenhafte Insel Usedom Verlag epubli