Ortschronik Karlshagen

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Um die Chronik vom Seebad Karlshagen übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

bis zur Reichseinigung (1720 bis 1871)

Arbeitsplatz der Fischer am Strand - hinten Salzhütten

1820 Johann August SACK, Oberpräsident der Provinz Pommern, läßt im Wald nördlich von Zinnowitz eine Fischerkollonie errichten. Zuerst Hammelstall, heute Trassenheide, unter gleichen Bedingungen wurde

1829 die Siedlung Pudagla II - Forstfisikalischer Gutsbezierk (heute Karlshagen) gegründet.

Der Küstenwald der Insel Usedom unterstand der Försterei Pudagla, daher der Name. Außerdem waren von ca. 1820 - 1890 sehr reichlich Heringe vom Greifswalder Bodden aus - entlang der Usedomer Küste gezogen. Diese wurden hart gesalzen, in Fässern in die Städte geliefert. Dazu gab es steuerfreie Salz, welches in Salzhütten kontrolliert und gelagert werden musste.

Karlshagen Familie vorm Haus

Die ersten Einwohner waren: Michael DRÖSE aus Zecherin, Martin LÜDER aus Mahlzow, und PAUCKWARTH, STEFFEN, HAHN und SCHRÖDER, Johann SCHMIDT und MÜLLER (Radmacher) aus Sauzin , Dummert und JOHANN und aus Neeberg Johann SCHULZ und Friedrich STEGEMANN. (Insgesamt 27 Einwohner)


1836 im Kirchebuch Krummin wird der Name Carlshagen erstmals aufgeschrieben. Als Dank für die Unterstützung des Regierungsrates von Stettin, Herrn Carl Ferdinand TRIEST.

1836 wird eine Schule errichtet in der Schulstraße, die später die Hafenstraße wird.

1850 schon 220 Einwohner

Kaiserreich (1871-1918)

Strandhotel um 1890

1885 Erstes Strandhotel wird vom Berliner Architekt Hugo ELSNER errichtet, damit beginnt der Badebetrieb.

1897-98 Bau einer festen Straße von Hammelstall (Trassenheide) nach Carlshagen für 56.800 RM.

1899 870 Badgäste werden in Carlshagen verzeichnet.

1900 ca. 400 Einwohner

1903 ein Seesteg wird in die Ostsee gebaut

1904 1052 Badegäste besuchen den Ort

1909 am 15. Januar werden die Grundstücke aus dem Fortsbezirk Pudagla getrennt und die Landgemeinde Carlshagen entsteht. 639 Einwohner

Bahnhof Trassenheide auch für Karlshagen

1909 am 22.07. wird das Grundstück von der Kirchengemeinde Krummin erworben, um eine eigene Kirche zu errichten.

1910 1845 Badegäste besuchten Carlshagen

1911 im Juni wird die Bahnlinie Heringsdorf - Wolgaster Fähre eingeweiht. Ein Bahnhof Trassenheide ist ca. 5 km von Carlshagen entfernt.

1912 Anschluß an das Stromnetz

1912 am 02.07. wird die Kirche eingeweiht. (für die Orte Karlshagen und Trassenheide)

Weimarer Republik (1918-1933)

1920 am 18.10. werden durch einen Brand mehrer Fischerhütten zerstört.

1920 am 18.10. Gründung der Freiwilligen Feuerwehr - erster Wehrführer ist Tischlermeister Erich LÜDER.

1925 Geräteschuppen für FF wird gebaut.

1926 Weihe der Orgel Kirche Karlshgen

1927 - 28 Deichbau von Carlshagen entlang des Peenestromes nach Zecherin bis Wolgast

1929 Der Naturhafen am Buttermilchgraben wird ausgebaggert

1929 Carlshagen wird eine selbständige Gemeinde. Erster Bürgermeister ist Malermeister Rudolf BUNGE.

1930 am 30.06. wird der Hafen eingeweiht.

1931 Carlshagen hat 642 Einwohner und es wurden 1967 Badegäste gezählt.

1936 Wohnsiedlung für die Heeresversuchsanstalt wird gebaut.

1939 bis 1945 Karlshagen wird militärisches Sperrgebiet.

1943 in der Nacht vom 17 zum 18. August schwerer Bombenangriff - Kirche ausgebrannt. Viele Tote auch Fremdarbeiter und Kriegsgefangene.

Drittes Reich (1933-1945)

1933 Reichsarbeitsdienstlager wird in der Peenestraße gebaut

1936 Beginn des Aufbaues der Heeresversuchsanstalt Peenemünde - Werk Ost - und die Erprobungsstelle der Luftwaffe - Werk West - Die Wohnsiedlung für Arbeiter, Techniker und Wissenschaftler wird gebaut.

1937 am 28.07 Fahrplanmäßiger Zugbetrieb der Werkbahn - von Zinnowitz nach Peenemünde

1938 Schreibweise in Karlshagen lt. Amtsblatt vom 08.01.

1939 1631 Einwohner

1940 - 41 Deich von Karlshagen bis Peenemünde wird gebaut.

1941 Schulneubau in der Wohnsiedlung der Heeresversuchsanstalt. Alle KInder aus Karlshagen besuchen diese Schule.

1943 am 15.04.Werkbahn wird elektrisch betrieben

1943 vom 17 zum 18. 08 Angriff mit Bomber - Wohnsiedlung, Kirche und Wohnhäuser werden getroffen. Ca. 700 Opfer sind zu beklagen

1945 04.05. kampflose Einnahme von Karlshagen durch die Rote Armee

SBZ und DDR (1945-1990)

Neue Schule in Karlshagen

1945 Erster Bürgermeister nach dem Krieg ist der Förster JOHNKE

1946 ca. 650 Einwohner

1946 Gründung der Fischwirtschaftsgenossenschaft

1949 Schuleneubau in der Hauptstraße

1951 1018 Badegäste

1951 - 52 Aufbau der zerstörten Kirche (Mitarbeit: Tischlerei LÜDER, Baufirma BLUM, Albert FLORIN, Emil VOGEL, Fritz RÖDER aus Peenemünde

1954 Friedhofskapelle gebaut

Hafen am Peenestrom

1954 Aufbau des Tonnenhofes im Hafen - Nutzung bis 20.03.2013.

1956 Gründung der FPG (Fischereiproduktionsgenossenschaft) "Freiheit und Freundschaft" mit 2 Fischkuttern

1956 Betonwerk gebaut - aus Ziegel und Betonstücken werden Großplatten für den Wohnungsbau hergestellt.

1956 4824 Urlauber

1959 Gründung FPG "Inselfisch" mit 29 Fischkutter

1961 Eröffnung Campingplatz mit ca. 1000 Gästen. Bau einer Strandkorbhalle, später HOG "Stranddistel"

Logo für Kinderferienlager in Karlshagen

1962 Errichtung des Sperrgebietes - Nur mit entsprechenden Ausweisen zu betreten

1962 - 63 sehr kalter Winter - Ostsee zu 85% zugefroren.

1966 die Feuerwehr hat 40 Mitglieder

1967 Zusammenschluss der FPG "Freiheit und Freundschaft" mit "Heimatland" Freest. FPG hat jetzt 16 Fischkutter

1970 am 08.05. Mahnund Gedenkstätte eingeweiht. Das Mosaik schuf Klaus Rößler.

1973 Karneval Club wird gegründet

1973 Fast 5000 Kinder erholen sich im Sommer in den Betriebsferienlagern im Ort.

1977 Karlshagen hat 3036 Einwohner

1978 - 79 Ein scheereicher Winter, dorch Sturm Schneewehen bis ca. 7 m

1980 3303 Einwohner


die heutige Zeit

1997 Kurkarte Karlshagen

1993 Gründung des Elternvereins "Kinderland-Wunderland e.V."

1994 Die Einwohnerzahl ist auf 3241 gesunken.

1995 am 04.11. schwere Sturmflut 1,60 m über NN

1996 Bundeswehr verläst den Norden der Insel Usedom. Großer Arbeitgeber ist weg.

1997 Titel Erholungsort erhalten

1998 am 07.11. wird das Sperrgebiet nördlich von Karlshagen geöffnet.

2000 nur noch 3016 Einwohner

2001 Karlshagen erhält den Titel SEEBAD

2005 Heine-Schule bekommt eine neue Aula

1997 Kurkarte Karlshagen

2006 Verein "Usedomer Natur- und Landschaftsführer"

2006 Tennisanlage auf dem Maiglöckchenberg fertig

2007 Trauerhalle auf dem Friedhof gebaut

2009 Radweg von Karlshagen nach Peenemünde Nord ist fertig

2009 im Juni wird 180 Jahre Seebad Karlshagen gefeiert

2009 am 26.11.Haus des Gastes wird eröffnet

2010 am 07.08. feiert der Schützenverein "Blau-Weiß" sein 20jähriges Jubiläum

2012 Kirche feiert 100 Jahre - Durch Spenden eine Turmuhr in der bereits beim Bau ausgeparten Rundung.

2013 im Oktober sind nur noch 2 Fischkutter beheimatet.

2015 in den Turm der Kirche wurde ein neuer hölzener Glockenturm nach Vorschrift eingebaut.

2016 Zusammensetzung der Einwohner: 0-30 Jahre = 20 %, 30 -60 Jahre = 40 %, über 60 Jahre = 40 %

2017 Grund- und Realschule erhalten eine Leitung

2017 am 04.01. schwere Sturmflut

2018 Wetterstation in Karlshagen hat für 2018 2187 Sonnenstunde registriert.

2019 am 16.06. wird der Bürgermeister Christian Höhn durch Sven Käning abgelöst.


Karlshagen in der Zeitung 1997 -

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

Bürgermeister von Karlshagen

1841 Christian KIRCHBACH Stellvertretender Gutsvorsteher (Gutsbezirk)

1854 WACHTEL Landwirt, wird Stellvertretender Gutsvorsteher

1889 FREESE, Postvorsteher, wird Stellvertretender Gutsvorsteher

1895 JUNG, Joachim, Kolonist und Eigentümer ist neuer Gutsvorsteher

1900 WIECHMANN, Carl, Tischlermeister ist neuer Gutsvorsteher

1907 DRÖSE, Carl, Fischer und Eignetümer ist neuer Gutsvorsteher

1929 BUNGE, Rudolf, Malermeister wird erster Bürgermeister der politischen Gemeinde

1945 JOHNKE, Förster ist der erste Bürgermeister nach dem Krieg

1946 ERDMANN, Heinz

1952 WILHELM, Irma

1954 AST, Erich

1957 KINDLER, Alois

1959 BLÜMCHEN, Willi

1972 WIEDERSICH, Gerhard

1976 DRÄGER, Helmut

1982 SEYFARTH, Rüdiger

1990 KARGOLL, Linda

1991 BLUM, Ewald

1994 SEIFFERT, Marlies

2o14 HÖHN, Christian

2019 KÄNING, Sven