Doberan (Bad): Unterschied zwischen den Versionen

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(Chronik/en von Doberan (Bad))
(Der Status von Doberan im Jahre 1894)
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Auszug aus "Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade" '''1894''':
 
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Ausgewählte Auszüge zu den Angaben Doberan/Heiligendamm(Statistiken beziehen sich auf 1855 und 1890):
 
Ausgewählte Auszüge zu den Angaben Doberan/Heiligendamm(Statistiken beziehen sich auf 1855 und 1890):

Version vom 29. März 2020, 20:16 Uhr


Kenndaten des Orts
Name (heute)Doberan (Bad)
Regionale Einordnung (heute)
Postleitzahl18209
VerwaltungsamtStadtverwaltung
LandkreisRostock
Zahlen
Einwohner12.290 (2017)
KoordinatenBreite: 54.1043 / Länge: 11.9070


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Heiligendamm ist ein Ortsteil Bad Doberans. Bad Doberan liegt ca. 15 km westlich von Rostock.

Geographische Lage

einführende Information

Seit 1921 trägt Doberan den Namen "Bad Doberan"

noch ausfüllen

Wappen von Doberan nach Teske 1885

Das Wappen von Bad Doberan

Durch einen silbernen Krummstab geteilt: oben ein springender roter Hirsch in gold; unten ein silberner Schwan auf silbernem Wasser in blau. (Nach Teske 1885)


Der Status von Doberan im Jahre 1843

Auszug aus "Geographisch-statistisch-historisches-Handbuch-des-Mecklenburger-Landes-Band-2/Topographisch-historische-Beschreibung-des-Grossherzogtums-Mecklenburg-Schwerin/Staedte-und-Stadtgebiete-Residenzen/Nebenresidenzen/Nebenresidenz-Doberan-(Heiligendamm)"

Doberan, ein ehemaliges, schon in der frühesten Zeit des christlichen Mecklenburgs gestiftetes Kloster, angesehen und reich begütert, auch als Wallfahrtsort von großer Celebrität, stieg aufs Neue und herrlich aus seinen Ruinen empor, als 1795 der Landesherr am nahen Meeresufer ein Seebad — Deutschlands erstes, und jetzt weit und breit berühmt — anlegte, und zugleich den Ort zu seiner Sommer-Residenz erwählte. Aber nicht nur geschichtliches Interesse hat Doberan vor Ludwigslust voraus, sondern auch die unvergänglichen Reize der Natur, in einer lachenden, höchst anmutigen Umgebung, deren Schönheit noch durch den nahen Spiegel des baltischen Meeres gesteigert wird. Ein weites längliches Tal erstreckt sich von Südost gegen Westen in sehr mannigfaltigen Abwechslungen von Wiesen und Kornfeldern; mäßige Hügel und höhere Berge von den verschiedensten Formen, zum Teil mit Laubholz bekränzt, umgeben dies liebliche Tal fast von allen Seiten. Am äußersten südöstlichen Ende und in naher Berührung der sich hier umher rundenden Berge liegt Doberan und bildet, wenn man es von einer nahen Höhe bemerkt, mit seiner schönen gotischen Kirche, seinen Palästen und freundlichen Häusern, seinen Gärten und lieblichen Anlagen eine vortreffliche Gruppe. Der Ort hat jetzt 220 Privathäuser, zwei Großherzogliche Palais, verschiedene Zwecks der Badeanstalt errichtete herrschaftliche Gebäude, ein Amtshaus, Posthaus, einen Ober-Forsthof; und 2447 Einwohner (1834) mit Inbegriff des Kammerhofes und des heiligen Dammes. Er ist nicht regelmäßig gebaut, hat aber durchweg ein freundliches, heiteres Ansehen, und auch unter den Privatwohnungen viele von sehr geschmackvoller Bauart und beträchtlicher Größe; die neuern Häuser sind fast alle massiv, grau, gelb, grün oder weiß angestrichen, teils von zwei, teils von einem Geschosse. Außer der Hauptstraße, welche sich in mehreren Krümmungen und in einer Länge von 280 Ruthen von der Kirche bis zum Forsthofe erstreckt, und über den Kamp und neuen Markt führt, sind noch 8 Nebenstraßen vorhanden, meistens ungepflastert und nur weitschichtig bebaut. Der schönste und beliebteste Teil von Doberan ist der Kamp, wo zur Badezeit fast ein beständiger Zusammenfluss von Menschen statt findet, und wo sich die vornehme Welt in ihrem Glänze zeigt. Es ist dies ein 1.200 Quadrat-Ruthen großer mit Schattengängen und Gesträuchen eingefasster Rasenplatz von dreieckiger Gestalt, in dessen Mitte ein kleines achteckiges Restaurationsgebäude, der Trichter genannt, sich befindet. Gerade gegenüber, auf der Grundfläche des Dreiecks, steht der schöne Musiktempel, und zu beiden Seiten desselben im Halbkreise breiten mehrere mit allerlei Putz- und Modewaren versehene Kaufläden ihre Flügel aus. Alle diese Gebäude sind mit Säulengängen im chinesischen Geschmack aufgeführt, und geben dem Ganzen ein eigenes ungemein heiteres Ansehen. Einige von den Kaufläden sind zur Brunnenschenke eingerichtet, und beleben daher auch schon früh morgens den Kamp mit wandernden Brunnengästen. Ringsum den mit Barrieren eingefassten Kamp läuft ein chaussierter Fahrweg, und dann an allen drei Seiten eine Reihe von Häusern, von denen die am östlichen Schenkel befindlichen aus den vornehmsten Gebäuden bestehen; es sind nämlich folgende:

Das Großherzogliche Palais, im schönen italienischen Style aufgeführt, 170 Fuß lang, 54 Fuß tief, mit zwei hinterwärts gehenden Flügeln von 60 Fuß Länge, ist weiß getüncht und von zwei Geschossen. Die Vorderfronte hat in der Mitte eine Rücklage mit vier jonischen Säulen von 30 1/2 Fuß Höhe, die Hintere Fassade eine ovalförmige Vorlage mit jonischen Pilastern, das flache Dach, auf welchem bei Anwesenheit des Großherzogs ein große Fahne mit den mecklenburgischen Farben weht, ist durch eine Attika versteckt. Das Innere ist mit den schönsten, im Lande verfertigten, Möbeln geziert. Gartenanlagen im englischen Geschmack umgeben die hintere Seite dieses und des folgenden Gebäudes. 2) Der Speisesaal mit dem Kaufhaus, ein eben so großes als geschmackvolles Gebäude, 177 Fuß lang und mit dem an der hintern Seite befindlichen Flügel 161 Fuß tief. Nach der Straße zu sind im ersten Stock 8 Kaufmannsgewölbe, zum Teil mit den kostbarsten Waren angefüllt, jedes mit zwei Fenstertüren, und im zweiten Stock die Wohnzimmer für die Inhaber der Laden. Hinterwärts aber erstreckt sich der überaus große, prachtvolle Speisesaal, eigentlich aus zwei Sälen bestehend, von denen der erste ältere 96 Fuß lang, 58 Fuß breit, durch drei Arkaden in einen zweiten, gedachten Flügel einnehmenden, Saal von 97 Fuß Länge uud 53 Fuß Breite führt. Beide Säle sind 36 Fuß hoch, gewölbt und aufs glänzendste dekoriert; oft speisen hier über 400 Personen, und wenn bei festlichen Gelegenheiten das Ganze erleuchtet und mit Musik und Tanz belebt ist, so gewahrt es einen Anblick, der an die Zaubergebilde der Feenwelt erinnert. An den ersten Saal stößt noch ein großes Konversationszimmer; im Souterrain sind Küche und Keller.


Das Logierhaus[/i], von Fachwerk erbaut, mit einem grauen Anstrich, 166 Fuß lang, zwei Stock hoch, nebst zwei rückwärts gelegenen Flügeln und einem geräumigen Stallgebäude. Es ist hauptsächlich zur ersten Aufnahme der Badegäste und für solche Fremde bestimmt, die nur kurze Zeit hier verweilen, und deshalb kein eigenes Logis mieten. Eingangs linker Hand ist ein 42 Fuß langes und 22 Fuß breites Konversationszimmer, zur Rechten die Goldbank*) mit dem Roulette in einem 58 Fuß langen Saale, der auch, wenn die Tischgesellschaft noch nicht sehr zahlreich ist, zum Speisezimmer dient. Im rechten Flügel ist unter andern die Wohnung des Badearztes und die Bibliothek; das obere Stockwerk enthält Logierzimmer. *) Die [b]Silberbank ist im zweiten Gasthause des Orts, dem Lindenhofe 6) Das Schauspielhaus[(b], massiv und im italienischen Geschmack nach dem Vorbilde des Mailändischen aufgeführt, 138 Fuß lang, 62 Fuß tief und bis zum Dache 34 Fuß hoch, hat einen rötlichen Anstrich und über dem Eingänge die Inschrift: „Erkenne dich selbst“. Es ist sehr zweckmäßig eingerichtet, und fasst über 300 Zuschauer. 8) Das kleinere, sonst [b]Erbgroßherzogliche Palais, von einfach schöner Bauart, weiß getüncht und mit einem auf Säulen ruhenden Balkon versehen. Es liegt nicht unmittelbar am Kamp, sondern an der südlichen verlängerten Spitze desselben, wo, aus einer Quelle des Jungfernberges herabgeleitet, ein Springbrunnen sein Wasser aus dem Schnabel eines Schwanes 37 Fuß hoch steigen lässt.


Längs der Fronte dieser eben beschriebenen Gebäude läuft ein Fußsteig mit rot und weißen Fliesen belegt. An den beiden übrigen Seiten des Kamps stehen ebenfalls durchgehends ansehnliche, wohlgebaute Häuser, so wie auch am Neuen-Markte, einem kleinen Platze von oblonger Form an der Westseite des Kamps. Ohngefähr 300 Schritte von der südlichen Spitze des letztern, dem Haupteingange des Ortes gegenüber, liegt das Stahlbad in einem Wiesengrund und an einem Lustwäldchen unter hohen Buchen. Es ist eins der schönsten Gebäude von Doberan, von einem Geschosse auf hohem Souterrain, weiß übersetzt, hat eine bedeutende Länge und über dem Eingange ein auf Säulen ruhendes Fronton. Außer dem Konversationszimmer und dem des Arztes sind hier 12 Stahl- und 2 Douche-Bäder, so wie in einem nahe gelegenen kleinen Badehause vier Zimmer zu Malz- und andern Bädern in süßem Wasser eingerichtet sind.


Gleich außerhalb der Klostermauer erhebt sich, 70 Fuß über die Grundfläche der Kirche, der Buchenberg; er ist mit Buchen und Tannen bewachsen, mit Schattengängen, Lauben und Ruhebänken versehen) und gewährt von dem chinesischen Sonnenschirme aus einen freundlichen Anblick auf einen Teil von Doberan und der Umgegend. Bei weitem schöner und freier ist jedoch die Aussicht vom Jungfernberge, der ebenfalls in unmittelbarer Angrenzung, westlich von Doberan liegt, und sich 103 Fuß über die Meeresfläche erhebt. Man übersieht von hier das ganze Tal, in welchem Doberan liegt, zahlreiche Dörfer, Rostock, Warnemünde und das majestätische Meer. Im Rücken des Jungfernberges ist ein mit Fahrwegen und Spaziergängen durchschnittenes Lustgehölz; auf der Höhe steht ein kleiner Pavillon und am Fuße ein Schießhaus. Südlich vom Orte, in der Nähe des Stahlbades, ist ein anderer mit Buchen bestandener Hügel von 116 Fuß, der ähnliche interessante Fernsichten darbietet. Das Klima von Doberan ist bedeutend milder, als in den benachbarten höher und freier gelegenen Orten, dabei doch sehr rein und gesund. Die Seebadeanstalt, zu welcher wir uns nunmehr wenden wollen, befindet sich 3/4 Meile von Doberan beim sogenannten heiligen Damme. Ein sehr angenehmer mit Bäumen besetzter und chaussierter Weg führt dahin; zur Rechten hat man anfangs ein fruchtbares Ackerfeld, dann fortwährend ein Gehölz von Eichen und Buchen, links ist ein flaches Wiesental, von Höhen umgeben. Gegen das Ende des Weges zieht sich das Holz zu beiden Seiten hin, und plötzlich, bei einer Biegung der Straße, eröffnet sich die Aussicht auf das Badehaus und die weite Fläche des Ozeans. Welch ein Anblick für jeden, der noch nie am Ufer des Meeres stand! Mag es sich bei heiterer, stiller Luft nur sanft in seiner glatten Fläche bewegen, oder bei stärkerem Winde in höhern schäumenden Wogen daher brausen — stets trägt es eine schauerliche Größe, und in seiner unübersehbaren Weite das Bild der Unendlichkeit an sich.


Das große Badehaus, welches, 30 Schritte von der See, mit der Vorderfronte gerade vor dem Wege liegt, ruht auf einem starken Souterrain, ist massiv, 166 Fuß lang, und mit einem Frontispiz versehen, zu welchem neben dem Eingange zwei dorische Master hinaufreichen und das Fronton desselben tragen. In letzteren lieset man folgende schöne Inschrift aus den Antoninischen Bädern: Curae vacuus hunc locum adeas, ut morborum vacuus abire possis; nam hic non curatur, qui curat. Das Innere enthält 19 geräumige Zimmer zu warmen Seebädern, und in einem, durch einen verdeckten Gang verbundenen, Hintergebäude, noch 6 Schwefelbäder; im oberen Stockwerk sind 8 Wohnzimmer für solche Kranke, denen das tägliche Hinausfahren von Doberan nach dem Bade zu beschwerlich ist. Hinter dem großen Badehause sind, außer den Wasser-Reservoirs, dem Pumpenwerke und dem großen, 28 Fuß im Durchmesser haltenden Trittrade*), noch zwei kleine Badehäuser zu kalten Seebädern, Douche-, Regen-, Tropf- und Spritzbädern. An der Westseite befinden sich zu unmittelbaren Seebädern für Frauenzimmer, 12 vierrädrige wohl, verdeckte Wagen nebst einem Pavillon zum einstweiligen Aufenthalte bis ein Bad frei wird; östlich vom Badehause sind ähnliche Wagen für Männer nebst einem Pavillon zu gleichem Zwecke, und außerdem noch eine ziemliche Anzahl Schilderhäuser zum Aus- und Ankleiden für solche, die in der freien See baden wollen. Endlich ist noch ein besonderes Badehaus für Arme bestimmt, und solchen Kranken die unentgeldliche Benutzung desselben frei gestellt. *) Dasselbe setzt, vermittelst eines einfachen Gestänges, die nötigen Kunstkreuze in Bewegung, die durch sechs Pumpen, aus den, in die See gelegten Röhren, das Wasser 35 Fuß hoch in einen Kessel heben, aus welchem es durch Fall-, Leitungs- und Steigeröhren in zwei mit einander verbundene große Wasserbehälter hinaufgehoben, und aus diesen in den großen Kessel zum Sieden, oder kalt in die Bäder geleitet wird. Dieses Pumpenwerk ist so ergiebig, dass in einer Stunde, über 700 Cub.fß. (Qubikfuß) Wasser in de Reservoirs gehoben werden kann.


Vor dem Badehause ist ein geräumiger Platz, an dessen rechten Seite ein höchst geschmackvolles Restaurationsgebäude im Jahre 1817 errichtet und durch eine Arkade mit dem Badehause verbunden ist. Dasselbe hat eine Länge von 134 Fuß, eine Tiefe von 49 Fuß und zwei nach hinten angehängte, 68 Fuß lange Flügel. Die Vorderfronte enthält unter 8 dorischen Säulen eine 88 Fuß lange und 15 Fuß breite Halle, über welche sich eine Attika erhebt; im Fronton der letztern steht die Inschrift: Huc te laetitia invitat post balnea sanum. Die in der Mitte der Halle befindliche Tür führt in einen 88 Fuß langen, 30 Fuß breiten und 24 Fuß hohen mit schweizer Bergpartien ausgemalten Salon, an welchem links zwei Kabinette zum Frühstücken sich befinden, und rechts ein großes, mit türkischen Ansichten tapeziertes, Zimmer, aus welchem man durch einen achteckigen Saal und die Arkade ins Badehaus gelangen kann. Die beiden Flügel des Hauptgebäudes bilden hinter demselben einen viereckigen verdeckten Gang, der einen kleinen Blumengarten einschließt und bei regnigtem oder stürmischem Wetter den Spazierenden Schutz gewährt. Von Außen ist dies Gebäude, so wie auch das Badehaus und sonstige Gebäude am heiligen Damme, weiß getüncht. Links vom Badehaus ist die offene See, an welcher, um die Aussicht zu heben, eine etwa 30 Fuß hohe steinerne Warte mit einem platten Dache erbaut worden; auch befindet sich hier noch ein großer Pferdestall und eine Wagenremiese. Der heilige Damm erstreckt sich vom Badehause bis zum Dorfe Rethwisch in der Länge von 3/4 Meilen, ist 60 bis 80 Fuß breit und in einem flachen gewölbten Bogen 8 bis 10 Fuß hoch; er gewährt, durch die ungeheure Menge verschiedenartig gefärbter, glatter Kieselsteine, die das Meer hier ausgeworfen hat, einen ganz eigentümlichen Anblick. Das aus Eichen und Buchen bestehende Gehölz, welches die Badeanstalten von der Landseite umschließt, ist für Freunde von Promenaden, oder vielmehr absichtlich zum diätischen Gebrauch derselben nach dem Bade, in einen angenehmen Park umgeschaffen, auch mit einem Pavillon und mehreren Bänken zum Ausruhen versehen. Die Anzahl der Fremden, die Doberan jährlich während der Badezeit — vom Juni bis September — besuchen, steigt gewöhnlich auf 1.400 und darüber. Hier unter sind jedoch nur diejenigen zu verstehen, die entweder wirklich baden, ober doch einige Zeit hier verweilen. Größtenteils besteht diese Badegesellschaft aus Mecklenburgern, Preußen, Hannoveranern, Hamburgern, Holsteinein und Engländern. Sehr ansehnlich ist ferner die Zahl der Bewohner aus der nahen und fernen Umgegend, besonders aus Rostock, Güstrow, Wismar, die zum Vergnügen hierher kommen, namentlich an den Sonntagen; am stärksten jedoch ist der Zusammenfluss von Fremden am 10. Aug. — an welchem Tage die, 1807 erfolgte, höchst erfreuliche Wiederkehr des Großherzogs in seine Staaten gefeiert wird — und während des daraus folgenden sechstägigen Pferderennens*). Der verstorbene Großherzog verweilte bekanntlich jeden Sommer in dieser seiner herrlichen Schöpfung, auch der damalige Erbgroßherzog, jetzige Großherzog, und seine Gemahlin gewöhnlich auf längere Zeit; die höchsten Herrschaften speisen mit an der Gasttafel, und befördern in jeder Beziehung durch ihre gütevolle Herablassung den Genuss aller gesellschaftlichen Freuden. Nicht selten sind auch Besuche auswärtiger Monarchen, von denen in den, 10 bis 12 Jahren namentlich hier anwesend waren: der Kaiser von Russland, der König von Preußen und mehrere Prinzen seines Hauses, die Königin von Baiern, der Herzog von Cambridge, der König von Griechenland, der Prinz Wasa, der Kronprinz von Schweden, der Herzog von Lukka u. a. m. *) Die Rennbahn befindet sich 1/2 Meile von Doberan, links vom Wege nach dem Bade. Oft halten 4 bis 500 Wagen während des Rennens am Platze, und eine zahllose Menschenmenge umringt denselben. Es bedarf wohl keiner Erwähnung, dass die gewöhnlichen Lustbarkeiten der Badeorte, als da sind: Bälle, Konzerte, Theater, Hasard- und andere Spiele, auch in Doberan nicht fehlen, und wollen wir daher nur noch des schönen Genusses gedenken, den die großherzogliche Harmonie täglich im Musiktempel gewährt, und der Landpartien und kleinen Seereisen, die häufig von größern oder kleinern Zirkeln veranstaltet werden. Die Lustpartien über Land gehen am gewöhnlichsten zur Althöfer Mühle, wo in sehr anmutiger Gegend eine alte katholische Kapelle sich befindet, nach der Bademühle, nach Mönchweden, auch wohl nach dem Diedrichs» häger Berge. Dieser ist zwar 1 1/2 Meilen von Doberan entfernt, gewährt aber auch dafür von seinem Gipfel eine so ausgedehnte Fernsicht, wie sie sonst nirgends in Mecklenburg anzutreffen sein wird. Der Berg liegt unfern der See und bildet die dritte Höhe des Landes von 502 Fuß. Bei gutem Wetter und reiner Atmosphäre sieht man hier: die Halbinsel Wustrow, die Insel Poel, einen Teil der mecklenburgischen und holsteinschen Küste, bis Femern und Laland, und die unübersehbare Fläche des Meeres, ferner Warnemünde, den Darß und Rügen, landeinwärts Rostock, Doberan, Kröpelin, Neubuckow, Wismar und zahllose Dörfer und Höfe. Außer den sehr häufigen kleinern Seefahrten, finden zuweilen auch größere nach Warnemünde, Travemünde usw. statt, und fehlt es nicht an Gelegenheit, Boote und größere Fahrzeuge zu erhalten; der Großherzog selbst besitzt ein sehr schon eingerichtetes Jagdschiff. So geräuschvoll und lebendig es in Doberan während der Badesaison ist, eine so große Stille und geringer Verkehr herrscht hier nach Verlauf derselben. Die Einwohner haben daher auch wahrend der Badezeit ihren hauptsächlichsten Erwerb und Verdienst, ja manche, z. B. die vom Ertrage ihrer Hausmiete leben, und die Fuhrleute, fast keinen andern; doch gibt auch die umliegende volkreiche Gegend und der Sitz des Amtes eine, wenn gleich nicht so bedeutende, doch bleibendere Nahrungsquelle ab. Man zählt 206 Gewerbetreibende, darunter: 10 Kaufleute und Krämer, 4 Judenfamilien, 6 Gastwirte, 10 Tischler, 22 Weber, 1 Tapezier, 23 Fuhrleute. Als Marktflecken steht der Ort unter dem hiesigen großherzogl. Amte, und die meisten Einwohner (220) besitzen ihre Häuser nach Büdnerrecht und haben, außer einigen Wiesen und Kartoffelstücken, keinen Acker. Die sämtlichen Bade-Anstalten, so wie auch das Logierhaus, gehören privative dem Großherzoge, werden daher auch auf herrschaftliche Rechnung verwaltet und bewirtschaftet. Alt-Doberan stand nicht an der Stelle, wo das jetzige erbaut ist, sondern mehr südwärts bei Altenhof. Hier war schon im Jahr 1164 eine Kapelle, und Fürst Prjbislav erbaute daselbst von 1171 bis 1173 eine Kirche und ein Kloster, dessen Mönche, Zisterzienser Ordens, in großer Zahl von Amelungsborn, im Braunschweigschen, herberufen wurden. Allein schon nach sieben Jahren, kurz nach dem Tode des Pribislav, überfielen die erbitterten Wenden das Kloster, zerstörten dasselbe gänzlich und erschlugen 78 Mönche. Fürst Heinrich Borowin I. begann hierauf, 1186, die Wiedererbauung der Kirche und Klostergebäude, und wählte dazu die Stelle, wo Doberan noch steht; der Sage nach deshalb, weil er ein Gelübde getan, dort zu bauen, wo er das erste Wild erlegen würde, und hier schoss er einen stattlichen Hirsch *). Sein Sohn Borowin II. vollendete den großartigen Bau, und 1232 ward die Kirche feierlich eingeweiht. Schon bei der Stiftung wurde Doberan mit großen Landbesitzungen und Privilegien dotiert, und wenn gleich das Kloster 1291 durch einen Blitzstrahl fast gänzlich zerstört und erst 1368 ganz wieder hergestellt wurde, so nahm es doch mit jedem Jahre, und besonders seit dieser Zelt, an Reichtum und Ansehn zu. Pilger aus den entferntesten Ländern, selbst aus Spanien, wallfahrteten hierher nach dem heiligen Blute, welches, der Legende zufolge, im Jahr 1201 hier Wunder verrichtete, oder nach den zahlreichen, in der Kirche befindlichen, Reliquien. Große Summen flossen dem Kloster auch zu durch Seelenmessen, Ohrenbeichte und besonders durch eine sehr blühende Ablassfabrik, und so besaß es endlich nicht nur das ganze jetzige Amt Doberan, sondern auch das Amt Redentin, verschiedene Mühlen, z. B. in Güstrow, den Zehnten aus einer Menge Ortschaften, Anteile an den Salzwerken zu Sülze und Lüneburg, an dem Heringsfange in der Ostsee etc. Eben so groß waren die Gerechtsame und Freiheiten des Klosters; es hatte seine eigene Gerichtsbarkeit, an vielen Orten selbst das Recht über Leben und Tod, eine fast gänzliche Steuerfreiheit, unumschränkte Handelsfreiheit in Rostock u. dgl. m. Wie bekannt Doberan sogar in weiter Ferne war, geht daraus hervor, dass 1465 der Erzbischof von Kreta allen denjenigen, welche zu Doberan, wegen des Sieges über die Türken, täglich dreimal das Vater Unser und Ave Maria beten würden, auf 40 Tage Ablass erteilte. Doch alle irdische Größe ist vergänglich, und so verlor auch Doberan bei dem aufgehenden Lichte der Reformation seinen Heiligenschein und seine Reichtümer; Herzog Johann Albrecht säkularisierte das Kloster 1552 und zog dessen weitläufige Besitzungen zu den Domainen. Im dreißigjährigen Kriege litt der Ort viel, sowohl durch die Kaiserlichen, als auch später durch die Schweden; die Kirche ward rein ausgeplündert, sogar das Kupfer und Blei vom Turmdache und das Zinn der fürstlichen Särge genommen. Übrigens blieb Doberan noch immer in einigem Ansehen; im Jahr 1608 nahmen Herzog Karl, und 1707 Herzog Karl Leopold hier ihre Residenz; der heilige Damm **) und die Kirche mit ihren Merkwürdigkeiten lockten häufig Fremde hierher, und die Anmut der Gegend bewog von Zeit zu Zeit einzelne Familien, sich hier niederzulassen; auch brachte der Amtssitz einigen Verkehr, so dass Doberan zu einem Marktflecken erwuchs und schon vor Anlegung des Seebades in 85 Häusern an 900 Einw. zählte. Endlich, im Jahr 1793, legte der Großherzog Friedrich Franz das Seebad an, und durch ihn entstanden nach und nach alle die schönen Anlagen und Gebäude, die jetzt den Ort verschönern, so wie auch 1823 das Stahlbad. Schon während der ersten Badesaison, 1794, fanden sich 308 Personen ein; alljährlich stieg die Zahl derselben und betrug 1804 schon 1.206; im Jahr 1827 enthielten die Badelisten 1.437 Fremde.

Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Geographisch-statistisch-historisches-Handbuch-des-Mecklenburger-Landes-Band-2/Topographisch-historische-Beschreibung-des-Grossherzogtums-Mecklenburg-Schwerin/Staedte-und-Stadtgebiete-Residenzen/Nebenresidenzen/Nebenresidenz-Doberan-(Heiligendamm)


Der Status von Doberan im Jahre 1894

Auszug aus "Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe Ausgabe Gustav Quade" 1894:

Ausgewählte Auszüge zu den Angaben Doberan/Heiligendamm(Statistiken beziehen sich auf 1855 und 1890):


Dob201.JPG Dob202.JPG Dob203.JPG Dob204.JPG Dob205.JPG Dob206.JPG Dob207.JPG Dob208.JPG Dob209.JPG Dob210.JPG Dob211.JPG Dob212.JPG Dob213.JPG Dob214.JPG Dob215.JPG

Doberan (Bad) im Spiegel von Karten und Luftbildern

Luftbilder:

Fortlaufende Chronik des Klosters und der Stadt Doberan

Doberaner Bildergalerie

Chronik/en von Doberan (Bad)

Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.

Zeittafel: (zusammengestellt von Peter Becker)

  • 995 Ersterwähnung Mecklenburg(Michelenburg)
  • 1160 Heinrich der Löwe besiegt Niclot
  • 1167 Pribislaw wird nach Taufe belehnt mit Obotritenr.
  • 1171 Klostergründung der Zisterzienser in Althof
  • 1177 Doberan als „villa slavica“ erwähnt
  • 1178 Pribislaw stirbt bei einem Turnier in Lüneburg
  • 1179 Kloster zerstört und Mönche getötet
  • 1186 Neugründung Kloster in Doberan
  • 1201 Heiligblutreliquie zieht Pilgerscharen an
  • 1219 Gebeine Pribislaws werden nach Doberan überführt
  • 1232 Weihe der rom. Kirche durch Bischof Brunward
  • 1285 verm. mit Umbau zur got. Kirche begonnen
  • 1280 ab, Bau weiterer Wirtschaftsgebäude
  • 1291 Blitzschlag(keine Schäden an Kirche nachweisbar)
  • 1300 got. Kirche zumind. rohbaufertig
  • 1301 Glockenguß unter Abt Johann von Elbing
  • 1302 Flut vom… ev. verantw. für Legende vom Heilig. D.
  • 1310 um… lithurg. Funktionsfähigkeit der Kirche gegeben
  • 1337 Mönchskrieg offiziell beendet
  • 1348 Albrecht II. und Bruder Johann werden Herzöge
  • 1368 Bischof von Bülow weiht die got. Kirche
  • 1402 Abt Joh. Plate erhält vom Papst die Bischofswürde
  • 1478 Provinzialkapitel für Klöster nach Dob. einberufen
  • 1530 Kaiser Karl V. nimmt Kloster unter seinen Schutz
  • 1552 Auflösung(Säkularisierung) des Klosters
  • 1586 Generalrestaurierung Kirche durch Elisabeth
  • 1610 Kapelle Althof als Backhaus genutzt
  • 1623 In der „Vorstadt“ wohnen etwa 120 Menschen
  • 1636 Holzlieferungen für Schwedenschanze Warnemü.
  • 1637 bis 1638 Schäden durch 30-jährigen Krieg
  • 1650 Generalrep. Münster; Dob. hat 100 EW
  • 1675 Friedensverhandl. zw. Schweden und Brandenb.
  • 1681 Gründung einer Brandgilde in Doberan
  • 1707 - 1713 Prinz(seit 1713 Herz.) Karl Leop. res. in Dob.
  • 1716 Lindenh. erhält Schankrecht u. wird Krug u. Postst.
  • 1717 In der „Vorstadt“ werden 19 Häuser registriert
  • 1730 250 EW in Doberan
  • 1750 500 EW in Doberan
  • 1762 Wollmanufaktur im alten Schloss und Wollscheune
  • 1763 Torhaus, verm. ältest. Gebäude nach der Säkolaris.
  • 1767 38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden registriert
  • 1770 Gaststätte zum Ochsen mit Ausspanne
  • 1782 zweite Schulst., bis zu 150 Schüler pro Klasse(wo?)
  • 1783 Wohnhaus Kammerhof durch Seydewitz gebaut
  • 1793 Gründung des 1. Dt. Seebades Heiligendamm
  • 1793 -1801 Bauten von Seydewitz(Logier-, Amts-,Badeh.)
  • 1795 Flecken Doberan hat etwa 900 Einwohner
  • 1795 Anlage des Englischen Gartens und des Kamps
  • 1795 erster Brückensteg in Heiligendamm
  • 1798 540 Gäste, dar. Hufeland und Thaer
  • 1801 Errichtung eines Damenbades in Heiligendamm
  • 1801 – 1836 Schaffung der Bauten Severins
  • 1802 Eröffnung der Goldbank im Logierhaus
  • 1802 Verbot von Strohdächern
  • 1804 erste Pferderennen au freiem Felde
  • 1806 erste Vorstellung im Schauspielhaus(Graf Hahn)
  • 1807 Fr. Fr. I. kehrt aus 1-jähr. Exil zurück u. wird gefeiert
  • 1807 127 Häuser und 1.349 EW
  • 1816 Blücher erholt sich in Dob.(soll Goldbank gespr.h.)
  • 1817 165 Häuser und 1777 EW
  • 1819 Madam Reichard mit Heißluftballon
  • 1821 Erbohrung einer Eisenquelle
  • 1822 erstes Galopprennen mit Vollblutpferden und Gründung des „Doberaner Rennvereins“
  • 1824 Dampfschifffahrt Travemünde-Heil.d.-Kopenhagen
  • 1824 Mendelssohn Bartholdy weilt in Doberan
  • 1825 Silberbank eröffnet im Lindenhof
  • 1826 Fr. Fr. I. stiftet Wanderpokal „Goldene Peitsche“
  • 1830 Neuer Friedhof und Altstadt entstehen; 2.210 EW
  • 1836 Severin stirbt in seinem Haus in Doberan(Grabst. ?)
  • 1837 Fr. Fr. I., Leop. von Plessen und S. v. Vogel sterben
  • 1838 Demmler beginnt Bautätigkeit in Heiligendamm
  • 1839 Masch.fabr. u. Eisengieß. Kähler prod. Landmasch.
  • 1841 Versamml. dt. Land- u. Forstw. in Dob.(900 Gäste)
  • 1841/42 Überbauung Bäche Alexandrinenplatz und Markt
  • 1842 Gh. Paul Fr. stirbt am 07.03.1842 im Alter von nur 42 J.
  • 1843 Findling von 220 t von Elmenh. nach Hd. in 100 Tg.
  • 1846 Bürgerschule im Kornhaus
  • 1846 Kaltwasseranstalt in der Neuen Reihe
  • 1850 Allee nach Hd. wird mit holl. Linden angelegt
  • 1850 3531 EW
  • 1850 um Frh. von Drais fährt mit Laufrad auf dem Kamp
  • 1863 Gründung des Doberaner Sportvereins
  • 1868 Verbot des Betr. von Spielbanken durch norddt. Bund
  • 1871 Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht
  • 1872 Jahrhundertflut mit schweren Schäden
  • 1873 Seebad wird wegen finanz. Probl. an AG verkauft
  • 1877 Wirken Möckels beginnt
  • 1879 Doberan erhält Stadtrecht
  • 1879 Progymnasium eingew.(Puppenh. Beethovenstr.)
  • 1879 Salongeb. wird Rathaus und Amtsger. – 4500 EW-
  • 1880 Park. Weg, G.-str., Dammch., N. Reihe, Sever.str.
  • 1883 Gh. Fr. Fr. II. verstirbt am 15. April kurz nach seinem 60.
  • 1883 Eisenbahnstrecke Rostock-Doberan
  • 1884 Eisenbahnstrecke Wismar-Rostock
  • 1885 Baron von Kahlden wird der all. Besitzer v. Hd.
  • 1886 Molli nimmt Betr. auf, 1910 bis Brunshaupten
  • 1887 Postbaurat Perdisch aus SN err. das Postgebäude
  • 1888 Aufstockung des Stahlbades mit dem Festsaal
  • 1889 Gymnasium nimmt Betrieb auf
  • 1894 Lindenhof wird vergrößert(Hotel)
  • 1902 Bau der Turnhalle am Gymnasium
  • 1903 Gaswerk am Bahnhof
  • 1908 Glashäger Mineralquelle
  • 1910 Verk. von Hd. an den Schriftst. Walter John-Marlitt
  • 1911 Konkurs, Bildung der Ostseebad Heiligend. GmbH
  • 1912 Villa Feodora entsteht
  • 1912 Stromversorgung
  • 1913 Gründung Heimatmuseum von Doberan
  • 1913 Sturmflut in Silvesternacht
  • 1914 -18 Kartoffelanbau in Notzeiten auf dem Kamp
  • 1919 das erste Kino wird eröffnet(Mollistraße)
  • 1921 Doberan wird Bad
  • 1921 Die Sparkasse wird eröffnet(Sitz im Ratshaus)
  • 1922 chem. Fabr. Walkenhg.(Pr. v. Nikot. u.Tabakextr.)
  • 1924 Baron Oskar von Rosenberg aus Zürich rettet Hd.
  • 1927 Besuch Hindenburgs beim Pferderennen
  • 1927 Bau des Wasserturmes mit Wasserleitung
  • 1932 Adolf Hitler wird Ehrenbürger von Bad Doberan
  • 1934 Heimatmuseum im Möckelhaus
  • 1936 Eingemeindung von Heiligendamm
  • 1936 7000 EW
  • 1939 Hd. wird für Heereszwecke beschlagnahmt
  • 1939 Eingemeindung von Althof
  • 1939 bis 1941 Kamp-Lichtspiele von L. Elbrecht gebaut
  • 1941 GmbH-Besitz von Hd. für 1,7 Mio an Reichsmarine
  • 1942 Heiligendamm erhält schwarzen Tarnanstrich
  • 1943 Seekadettenschule in Heiligendamm
  • 1943 einziger Bombenangriff auf Hd.(1 Toter, einig. Verl.)
  • 1945 Dob. wird am 2. Mai kampflos Roter Armee überg.
  • 1948 Beginn Kurbetrieb in Heiligendamm
  • 1949 Sturmflut am 1. März mit schweren Schäden
  • 1949 Jugendherberge auf dem Tempelberg
  • 1955 Eingemeindung von Vorder Bollhagen
  • 1956 Eingemeindung von Stülow
  • 1957 Bauen auf dem Buchenberg beg. (auch AWG gegr.)
  • 1961 Eingemeindung von Glashagen
  • 1979 Brandstiftung Wirtschaftsgebäude Kloster
  • 1983 Eröffnung Bädermuseum im Möckelhaus
  • 1990 Erstes Zappakonzert in der Klosterruine Althof
  • 1992 Ausschreibung Heiligendamms
  • 1993 Gründung des Zappavereins
  • 1993 Wiedereröffnung der Galopprennbahn
  • 1995 Fundusgr.(Jagdfeld) erwirbt Heil.d. für 15 Mio DM
  • 1996 Fundusgruppe erhält Zuschlag für Hd.
  • 1996 Eröffnung der Reha-Klinik Moorbad in Bad Doberan
  • 1997 Eröffnung der MEDIAN-Klinik in Heiligendamm
  • 2000 Bad Doberan erhält die Anerkennung als Heilbad
  • 2002 Einweihung der Zappabüste
  • 2003 Kempinski Grand Hotel eröffnet in Heiligendamm
  • 2005 Bad Doberan erhält ein neues Rathaus
  • 2007 Aufhebung der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers
  • 2007 G8 Gipfel in Heiligendamm
  • 2014 Heiligend. darf mit dem Titel „Seeheilbad“ werben
  • 2014 Treffen Bundespräsident J. Gauck mit Amtsbrüdern

Weblinks zu Doberan (Bad)

Kontakte

Kontakt über Wilfried Steinmüller

windfluechterMV@gmail.com