Das Naturfreundehaus Uhlenflucht

Aus Ortschroniken
Version vom 4. Mai 2022, 10:16 Uhr von Windfluechtermv (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „400px|rechts|thumb|Naturfreundehaus "Uhlenflucht" 1921(HA) Datei:Haus Uhlenflucht 1921.jpg|400px|rechts|thumb|Naturfre…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Naturfreundehaus "Uhlenflucht" 1921(HA)
Naturfreundehaus "Uhlenflucht" 1931 nach dem Erweiterungsbau
Nach dem Ende des ersten Weltkrieges suchten die Mitglieder vieler Vereine in der Rostocker Heide Erholung und Entspannung.
Bei Markgrafenheide entstanden die Häuser des Naturheilvereins, des plattdeutschen Vereins „Unkel Bräsig“, der Moorhof am Rande des Hüttelmoores und andere.
In der Schwanberger Heide bei Graal errichteten Enthusiasten das „Haus Uhlenflucht“.
Im Jahre 1920 gestattete die Forstverwaltung der Stadt Rostock die Übernahme des Waldhauses durch die sozialdemokratische „Freie Jugend“ Rostock, sowie den „Wandervogel e.V.“, die das Haus gemeinsam nutzten.
Bis heute lebt die Erinnerung an den guten Geist des Hauses Karl Planeth, der im guten Verhältnis mit den Heideforstleuten den Wanderfreunden aus ganz Deutschland Landschaft und Herberge öffnete.
Ein Jahr darauf am 3. April 1921 feierten „Die Naturfreunde“ am Strande bei Torfbrücke das Richtfest für ihr „Haus Uhlenflucht“. Den Baugrund hatte die Forstverwaltung zur Verfügung gestellt.
Der Bau der Hütte kostete 1800 Mark, viel Geld zu damaliger Zeit. Lange hatten die Mitglieder dafür sparen müssen. „Hus Uhlenflucht“ etablierte sich zu einem beliebten Ausflugsziel der Rostocker Arbeiterschaft.
Fast alle Wanderhäuser ereilte in der Zeit des dritten Reiches ihr Schicksal.
Zwangsenteignet gingen sie in die Gewalt von Nazi-Organisationen über und wurden bald darauf abgerissen.