Chronik der Schule: Unterschied zwischen den Versionen

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:Die Schule wird um eine "Industrieschule" erweitert. Mädchen hatten ab jetzt zusätzlich Unterricht in Handarbeiten bei der "Industrielehrerin" (Handarbeitslehrerin). Sie lernten  
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:Die Schule wird um eine "Industrieschule" erweitert. Mädchen hatten ab jetzt zusätzlich Unterricht in Handarbeiten bei der "Industrielehrerin" (Handarbeitslehrerin), der Ehefrau des Schulleiters. Sie lernten Nähen, Stopfen, Stricken, Spinnen, Weben und vieles andere mehr für den Bedarf des elterlichen Haushaltes.
  
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:Schutz der Wände des einzigen Klassenraumes mit Brettern, "weil sie von ansitzenden Schülern abgescheuert wurden". Dieser Klassenraum ist später "de Grot Schaul".
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:Schulhausanbau für einen zweiten Klassenraum ("de Lütt Schaul"), hier wurden die 6 bis 10 jährigen Schüler unterrichtet
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:Am 6.November brannte das Küsterhaus und die Scheune nieder
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:Unter Nutzung der gebliebenen Fundamente und Mauern wurde die Schule wieder aufgebaut. Die Scheune und das Schulhaus sind jetzt unter einem Dach. Die Jahreszahl 1894 steht über der Haustür des neuen Schulhauses das von Schülern aus Retschow, Fulgenkoppel, Einhusen, Lüningshagen und Groß Siemen besucht wird.
  
 
==Die Lehrer der Retschower Schule==
 
==Die Lehrer der Retschower Schule==

Version vom 8. März 2019, 20:50 Uhr

Die Dorfschule Retschow im Spiegel der Zeiten

  • 1647 Küsterschule
Der Küster konnte Lehrer werden, wenn er selbst einigermassen lesen, schreiben und rechnen konnte. Die Dorfkinder kamen zum Unterricht in sein Haus. Im Winter musste jedes Kind eine "Splitte" (Stange) Holz zum Heizen mitbringen. Eine Küsterschule in Retschow wurde erstmals 1647 urkundlich erwähnt in dem Visitationsprotokoll von 1653. Der damalige Küster war ein Schneider aus Rostock.
  • 1774 (1777)
Schule erstmals erwähnt (laut Staatsarchiv Schwerin)
  • 1805
Schule erstmals erwähnt (laut Fritz Saß)
  • 1816
Schule erstmals erwähnt (laut Dr. Baumgarten)
  • 1830
Bau des neuen Küsterhauses (I. Klassenraum), dazu wurde vom Hof Retschow eine Ackerfläche von 1.300 Quadratruten angekauft. Das entspricht einer Fläche von ca 2,8 ha (1 Quadratrute = 21,68 Quadratmeter)
  • 1845
Die Schule wird zweiklassig, es unterrichten ab jetzt 2 Lehrer. Seitdem war Retschow eines der wenigen Dörfer in Mecklenburg, in denen eine zweiklassige Landschule bestand. Die Schüler der Klase 1 bis 8 kamen aus Retschow, Fulgenkoppel, Einhusen, Groß Siemen und Lüningshagen.
  • 1878
Die Schule wird um eine "Industrieschule" erweitert. Mädchen hatten ab jetzt zusätzlich Unterricht in Handarbeiten bei der "Industrielehrerin" (Handarbeitslehrerin), der Ehefrau des Schulleiters. Sie lernten Nähen, Stopfen, Stricken, Spinnen, Weben und vieles andere mehr für den Bedarf des elterlichen Haushaltes.
  • 1881
Schutz der Wände des einzigen Klassenraumes mit Brettern, "weil sie von ansitzenden Schülern abgescheuert wurden". Dieser Klassenraum ist später "de Grot Schaul".
  • 1888
Schulhausanbau für einen zweiten Klassenraum ("de Lütt Schaul"), hier wurden die 6 bis 10 jährigen Schüler unterrichtet
  • 1893
Am 6.November brannte das Küsterhaus und die Scheune nieder
  • 1894
Unter Nutzung der gebliebenen Fundamente und Mauern wurde die Schule wieder aufgebaut. Die Scheune und das Schulhaus sind jetzt unter einem Dach. Die Jahreszahl 1894 steht über der Haustür des neuen Schulhauses das von Schülern aus Retschow, Fulgenkoppel, Einhusen, Lüningshagen und Groß Siemen besucht wird.

Die Lehrer der Retschower Schule