"Die Luft kann jeder nutzen..." Der Streit um die Windmühle Krüselin als historisch/ juristischer Präsenenzfall.: Unterschied zwischen den Versionen

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:überreicht der großherzogliche Hofrat Rahne, Prokurator der Großherzoglichen Kammer in Neustrelitz, dem Amtsgericht Feldberg eine Klageschrift gegen den Müller der Krüseliner Mühle, Johann Joachim Lehmann.  
 
:überreicht der großherzogliche Hofrat Rahne, Prokurator der Großherzoglichen Kammer in Neustrelitz, dem Amtsgericht Feldberg eine Klageschrift gegen den Müller der Krüseliner Mühle, Johann Joachim Lehmann.  
 
:In der Imploration (''=Klage'') wird dem Müller vorgeworfen daß er auf dem zum Mühlenanwesen gehörenden Berg, neben der dortigen Wassermühle "Ohne Consens (''Genehmigung'')derselben habe er den Bau einere Windmühle angefangen und ungeachtet des wiedereholt an ihn ergangenen Verbotes, den Bau der Windmühle fortgesetzt."  
 
:In der Imploration (''=Klage'') wird dem Müller vorgeworfen daß er auf dem zum Mühlenanwesen gehörenden Berg, neben der dortigen Wassermühle "Ohne Consens (''Genehmigung'')derselben habe er den Bau einere Windmühle angefangen und ungeachtet des wiedereholt an ihn ergangenen Verbotes, den Bau der Windmühle fortgesetzt."  
:Das gegen den Bau seitens der Großherzoglichen Kammer ausgesprochene Verbot begründet in der Hauptsache neben einigen anderen Dingen da die Rechtslage: "... nur der Ritterschaft und den Städten das Recht zusichere, Windmühlen anzulegen so bitte der Implora'''n'''t (''der Kläger''), dem Imploraten (''dem Beklagten'') den völlig unbefugten Bau der neuen Mühle unverzüglich und zwar bei einer sofort executivisch beizutreibenden Strafe von 1000 Reichsthaler Gold zu untersagen."
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:Das gegen den Bau seitens der Großherzoglichen Kammer ausgesprochene Verbot begründet in der Hauptsache neben einigen anderen Dingen da die Rechtslage:
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:"... nur der Ritterschaft und den Städten das Recht zusichere, Windmühlen anzulegen so bitte der Implora'''n'''t (''der Kläger''), dem Imploraten (''dem Beklagten'') den völlig unbefugten Bau der neuen Mühle unverzüglich und zwar bei einer sofort executivisch beizutreibenden Strafe von 1000 Reichsthaler Gold zu untersagen."

Version vom 24. Juni 2020, 09:55 Uhr

Am 1.Juni 1824
überreicht der großherzogliche Hofrat Rahne, Prokurator der Großherzoglichen Kammer in Neustrelitz, dem Amtsgericht Feldberg eine Klageschrift gegen den Müller der Krüseliner Mühle, Johann Joachim Lehmann.
In der Imploration (=Klage) wird dem Müller vorgeworfen daß er auf dem zum Mühlenanwesen gehörenden Berg, neben der dortigen Wassermühle "Ohne Consens (Genehmigung)derselben habe er den Bau einere Windmühle angefangen und ungeachtet des wiedereholt an ihn ergangenen Verbotes, den Bau der Windmühle fortgesetzt."
Das gegen den Bau seitens der Großherzoglichen Kammer ausgesprochene Verbot begründet in der Hauptsache neben einigen anderen Dingen da die Rechtslage:
"... nur der Ritterschaft und den Städten das Recht zusichere, Windmühlen anzulegen so bitte der Implorant (der Kläger), dem Imploraten (dem Beklagten) den völlig unbefugten Bau der neuen Mühle unverzüglich und zwar bei einer sofort executivisch beizutreibenden Strafe von 1000 Reichsthaler Gold zu untersagen."