Lüttenhagen

Aus Ortschroniken
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Das Dorf Lüttenhagen

Waldmuseum "Lütt Holthus"

Zur Geschichte des Jagdschlosses Waldsee

2026 09.März 2026 Ostseezeitung


Das Jagdschloss am Ufer des Schulzensees wurde von 1899 bis 1900 durch den Erbgroßherzog und späteren Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich V., errichtet. Gleichzeitig entstand das 6000 Hektar große Lüttenhägener Wildgatter, das der großherzoglichen Familie als Jagdrevier diente.

Nach 1916 ging das Schloss durch Heirat mit Herzogin Marie von Mecklenburg-Strelitz in den Besitz von Prinz Julius Ernst zur Lippe-Biesterfeld über.

1930 wurde hier das erste Staatliche Jagdgebiet des Landes Mecklenburg eingerichtet. Von 1933 bis 1945 diente das Schloss dem NSDAP-Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt als Residenz.

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde es als Flüchtlingsheim genutzt. Ab 1952 wohnten darin Lehrlinge des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Neustrelitz. Während der Zeit, in der Erich Mielke sein Ferienhaus auf dem Areal errichten ließ, ging die historische Ausstattung des Schlosses verloren.

Die Berliner Familie Bischoff hatte das direkt am Schulzensee gelegene Grundstück 2002 erworben und anschließend von 2006 bis 2009 umfangreiche Sanierungsarbeiten sowie Um- und Ausbauten der bestehenden Gebäude durchgeführt.