Benitz - Fortlaufende Ortschronik

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Benitz



Kenndaten der Ortschronik
OrtBenitz
Zeitlicher Schwerpunkt1875-1960; fortlaufend
Urheberrechte
Erstellungszeitraumseit 2018
PublikationsdatumveröffentlichtBenitz...
Inhaltliche Kategorisierungunbekannt
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Benitz Reste der alten Kiesverladestation von Wilfried Steinmüller gefertigt (Foto privat)


Die Geschichte von Benitz (Chronologie)

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Benitz im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1270 8.Juni
Benitz wird zum ersten Mal erwähnt

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

1640
Benitz gehöhrt zum Amt Schwaan

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Kaiserreich (1871-1918)

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

1959
Schaffung einer zentralen Wasserversorgung in Benitz

Die heutige Zeit

Der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e.V.

am 16.Februar 1995 gründete sich der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e. V.
Er hatte 8 Gründungsmitglieder
Vorsitzende war Annelies Buhrand, Stellvertreter Dr. Bernd Heilmann
Mit der Vereinsgründung sollte insbesondere das kulturelle und gemeinschaftliche Leben in Benitz wiederbelebt werden,
welches durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die neuen Bedingungen nach der Wiedervereinigung beider deutscher
Staaten im Jahr 1990 fast zum Erliegen gekommen war. Jeder hatte beruflichen Veränderungen, Arbeitslosigkeit und
Neuorientierung, mit der Übernahme der eigenen Wohngrundstücke in privaten Besitz und persönlichen Veränderungen zu tun,
so dass das bis dahin sehr gut funktionierende gemeinschaftliche Miteinander kaum noch existierte.
In seiner Satzung sind die Aufgaben des Vereins daher wie folgt verankert.
• Aktivierung dörflicher Traditionen
• Entwicklung von Freizeitangeboten
• Organisation von sozialer Betreuung für ältere Bürger, Behinderte und Bürger mit sozialen Problemen
• Erhalt und Pflege des Gemeindezentrums einschließlich des Sport- und Spielplatzes
• Entwicklung eines aktiven Umweltbewusstseins bei allen Bürgern der Gemeinde
.
In den folgenden Jahren wurden mit Hilfe von Fördergeldern Gemeindehelfer zur Unterstützung des kulturellen
und sozialen Lebens beschäftigt. Mit ihnen gemeinsam organisierte der Verein verschiedene Veranstaltungen für Jung und Alt.
Es gab Angebote für die Kinder in den Ferien, gemeinsame Ausflüge, Lagerfeuer, kreative Angebote, Weihnachtsfeiern, der
Frauentag und der Kindertag wurden wieder gefeiert, ein jährlicher Frühjahrsputz wurde organisiert.
.
Außerdem beging Benitz im Jahr 1995, dem Jahr der Vereinsgründung, das 725-jährige Bestehen des Ortes.
Erste Aktivität des Vereins war demzufolge die Organisation einer Festwoche zum Jubiläum im Juni 1995. Neben einer Festsitzung,
einer Ausstellung und der Festsitzung der Jagdgesellschaft wurde ein großes dreitägiges Dorffest mit einem Umzug durch das Dorf
organisiert. In dem Umzug stellten Benitzer Einwohner und Einwohnerinnen die verschiedenen Epochen und das Leben im Ort dar.
So wurden alte Trachten ebenso gezeigt, wie Pferdefuhrwerke mit Flüchtlingen nach 1945, alte landwirtschaftliche Geräte und
Spritzentechnik der Feuerwehr, ein Rückblick in die damalige Dorfschulzeit durfte auch nicht fehlen.
.
In den Jahren seines Bestehens entwickelte sich nicht nur das Dorf, sondern mit ihm auch sein Verein.
Zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2025 zählte der Verein bereits 115 Mitglieder, das jüngste gerade einmal 2 Jahre und das älteste 88.
Diese Bandbreite der Mitglieder spiegelt sich auch in den organisierten Aktivitäten wieder. Es gibt Angebote für Kinder,
berufstätige Erwachsene und auch die älteren Mitbürger werden nicht vergessen. Ebenso vielfältig sind die Veranstaltungen.
Sie reichen vom Tannenbaum-, Oster- und Herbstfeuer über Kino-, Bastel- und Spielangebote, Ferienaktivitäten und Kaffeenachmittage,
kreative Angebote, regelmäßige Sportangebote und Fußballturniere, Frauen-, Herren- und Kindertag-Festen, Weihnachtswichteln,
Adventsmarkt und -singen bis zu den jährlichen Highlights - dem großen Dorffest im Juni und dem Konzert im Brookhusener Park im Juli.
Außerdem bringt der Verein jährlich zwei eigene Zeitungen "Dorfstraße 1" heraus.


In seiner 30-jährigen Vereinsgeschichte wurden insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport über 30 verschiedene
Projekte mit Hilfe von Förderungen durchgeführt. Zwei besondere Projekte waren die Benitzer Bücher, zu denen Jugendliche Interviews
mit den älteren Einwohnern geführt und ihre Geschichten und damit die Dorfgeschichte nach 1945 aufgeschrieben haben.
siehe hierzu auch das Kapitel Sagen, Gechichten und Legenden rund um Benitz
Benitzer Geschichten; Teil 1
Benitzer Geschichten; Teil 2


Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von Benitz

MUB 1191 Benitz 01
MUB 1191 Benitz 02



Das Gutshaus/ die Bauernhöfe

Altes Herrenhaus Benitz um 1930, Quelle Heidearchiv
Autor: Antje Rädel
Geschichte des Hofes Benitz und seines Herrenhauses
Im Jahr 2020 feierten wir, wenn auch wegen der Corona-Pandemie nur symbolisch, das 750jährige Bestehen des Ortes in Benitz.
Ob es diesen Ort nicht auch schon früher gab, ist nicht belegt.
Die erstmalige Erwähnung in einer Urkunde ist datiert auf den 08. Juni 1270 und war eine Beurkundung
durch Fürst Nikolaus von Werle und seiner Söhne Heinrich und Johann. Der Lübecker Bürger Heinrich von Iserloh
erwarb seinerzeit das Eigentum von 8 Hufe Land im Dorfe Benitz und 18 Hühnern aus dem Kruge daselbst.“
Der Knappe Eckard von Ankershagen, der in Benitz mit seiner Familie offensichtlich Land bewirtschaftete,
hatte dieses an Heinrich von Iserloh verkauft. (Hufe = alte Maßeinheit für Land, umfasste durchschnittlich 30 Morgen,
1 Morgen entsprach dem, was ein Bauer von morgens bis abends an einem Tag bewirtschaften konnte)
Über die Wohnverhältnisse um 1270 lässt sich derzeit nichts ausführen, vermutlich gab es jedoch an der Stelle des heutigen Herrenhauses
bereits ein einfaches Wohngebäude, Stall und Scheune sowie offenbar einen Krug. (Krug = Wirtshaus)
Die weiteren Besitzverhältnisse sind bis 1620 gar nicht und bis 1785 nur lückenhaft.
1620/21 wurde der Hof Benitz an Detloff von Buchwald für 25.000 Gulden verkauft und er war außerdem auf sechs Jahre verpflichtet,
eine jährliche Pacht von 15.000 Gulden an Herzog Heinrich Albrecht zu zahlen. Detloff von Buchwald erweiterte seinen Besitz schließlich,
indem er 1633 eine wüste Hufe besetzte, die zum Hofe Benitz gehörte. (wüst = nicht bewirtschaftet / verlassen).
1634 kündigte er den Hof Benitz, da er plante das Gut Ziesendorf zu kaufen und bat um Rückzahlung des gekündigten Kapitals.
Zwischen 1635 und 1758 folgten eine ganze Reihe von Erbschafts- und Pfändungsstreitigkeiten sowie verschiedener Erben und Geldgeber
an den reluierten Hof Benitz (=Hof, an dem alte fürstliche Herrschaftsansprüche wieder hergestellt werden sollten).
Gleichzeitig litten insbesondere viele Gebäude des Hofes, da sie vermutlich wegen finanzieller Probleme nicht mehr repariert und gepflegt wurden.
Ab 1785 lassen sich Pächter und Besitzer des Hofes und damit des Gutshauses nachweisen.
Damals gehörte der Hof Benitz mit Huckstorf und Pölchow zusammen und wurde bis 1790 von Hauptmann Dietrich von Gützkow bewirtschaftet.
Danach pachtete Herr Albrecht das Gut Benitz und nach seinem Tod gehörte es noch bis 1810 seiner Witwe. Auf die Pächter Albrecht folgte
zwischen 1811 und 1832 Franz Theodor Seemann, der wiederum seinen Erben das Gut überließ. Dieses bewirtschafteten Sie bis 1849.
Es folgten ab 1850 bis 1914 vier weitere Pächter.
Herrenhaus Benitz-Hinteransicht um 1960; Quelle eigene Fotos
Letzter Pächter ab 1914 war Herrmann Schack, der ab 1938 bis zu seiner Flucht und folgenden Enteignung 1945 schließlich auch alleiniger Besitzer wurde.
1945 zog wie an so vielen anderen Orten auch zuerst die russische Kommandantur in das Gutshaus ein. Nach und nach kamen viele Umsiedler nach Benitz,
die natürlich Wohnraum brauchten und zunächst auch in dem verlassenen Gutshaus oder auch bei den alteingesessenen Benitzern in einzelnen Räumen
zumindest erst einmal einen einfachen Schlafplatz im Stroh hatten.
Das Benitzer Gutshaus in seiner heutigen Form gemauert und verputzt mit Kuppelwalmdach und Dreiecksgiebel wurde zwischen 1814 und 1818
auf einem Feldsteinfundament neu errichtet, nachdem der vorherige Bau aus dem Jahr 1743 durch einen Großbrand vollständig vernichtet wurde.
Erst später wurde es durch überdachte Terrasse vor dem Eingangsbereich erweitert. Neben dem Wohnhaus fielen auch weitere Gebäude des Gutes
den Flammen zum Opfer und mussten neu errichtet werden. Das Gut hatte inzwischen eine beachtliche Größe erreicht.
1831 wurde ein Inventarverzeichnis des gesamten Gutes erstellt. Dort waren insgesamt 16 verschiedene Gebäude verzeichnet,
so das Wohnhaus (heutiges Herrenhaus), ein Backhaus, ein Vieh-Haus, ein Schafstall und ein Pferdestall, fünf Katen um den Dorfteich, teilweise mit Stall,
ein Holländerhaus mit Stall, eine große Scheune, ein Wagenschauer und eine Haferscheune.
Nach 1945 entstanden in Benitz insgesamt 59 Bauernsiedlungen jeweils mit eigenem Land und weitere 3 Handwerkssiedlungen.
Ab 1950 wurde das Gutshaus neben Wohnzwecken für verschiedene gemeinschaftliche Zwecke genutzt. Von 1952 bis 1969 gab es hier eine Schulstube
und eine Wohnung für einen Lehrer, 1956 zog der Kindergarten ein. Außerdem gab es Räume für die amtliche Verwaltung, ein Arztzimmer
für die medizinische Versorgung und im Anbau einen Konsum sowie den Speiseraum der LPG.
Nachdem Schule, Kindergarten, Arzt und Speiseraum in dem Gebäude nicht mehr benötigt wurden, nutzte die Gemeinde die Räume im alten Gutshaus
als Gemeindezentrum und Treffpunkt für die Dorfbewohner. Das Gutshaus kam in die Jahre, war dringend sanierungsbedürftig, aber der Gemeinde
fehlten die Ressourcen, das Gutshaus zu erhalten. Nach Umzug des Gemeindezentrums in den sanierten Anbau wurden nur noch wenige Räume vermietet bzw. genutzt, so dass der Verfall voranschritt.
2015 fand sich mit Familie Holzbrecher endlich ein Interessent, die das inzwischen sehr betagte Gutshaus kauften, sanierten und acht Wohnungen ausbauten.
Herrenhaus Benitz nach der Sanierung 2017; Quelle eigene Fotos


Die Mühlen

Die Schule

Die Schmieden

Krüge und Gaststätten

Bedeutende Persönlichkeiten aus Benitz

Opfer von Krieg und Gewalt aus Benitz

Napoleonische Zeit

Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.

Befreiungskriege

Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Sagen, Geschichten und Legenden rund um Benitz

Mit der Milchkanne am Fahrrad
Benitzer Geschichten -Buch 1
Erzählte Lebensgeschichten von Einwohnern aus Benitz zusammengetragen und aufgeschrieben von Benitzer Jugendlichen
Titelbild 1. Buch
Benitz, die kleine Gemeinde in Warnownähe, hat sich in den letzten Jahren gemausert. Noch zu Beginn der 90er Jahre gab es hier nur eine kurze Kopfsteinpflasterstraße
vom Herrenhaus bis zu den ehemaligen Schnitterkaten. Sonst waren die Straßen je nach Jahreszeit beschaffen: mal in Staubwolken gehüllt, mal durchzogen tiefe Spurrinnnen
den aufgeweichten Weg. Die Häuser auf den ehemaligen Siedler- und Neubauernhöfen brauchten dringend eine Schönheitskur. Die wenigen Straßenlaternen beleuchteten die Wege
im Dunkeln nur spärlich, manchmal auch gar nicht mehr.
Benitz war ein ganz normales kleines Dorf mit Hundegebell und Gänsegeschnatter, mit Dorfkonsum und Kneipe, mit einem Herrenhaus, das im Laufe der Jahre
schon verschiedensten Zwecken gedient hatte und mit Einwohnern, die jeden Neu-Benitzer freundlich und interessiert in ihrer Mitte aufnahmen.
So war das eigentlich schon immer in Benitz, auch nach dem Krieg 1945, nachdem der Gutsherr sein Gut verlassen hatte. Zu den damals mittellosen Landarbeitern
kamen viele Flüchtlinge hinzu, genauso arm und mittellos wie die Landarbeiter. Nach der Aufteilung des Gutes Benitz erhielt jeder von ihnen ein Stück Land und baute
sich damit eine Existenz auf. Wenn man die älteren Dorfbewohner fragt, sind sie sich einig – nur durch den Zusammenhalt, die gegenseitige Hilfe und Akzeptanz
haben sie es geschafft und in Benitz eine neue Heimat gefunden, in der sie alt werden konnten. Sie erzählen Geschichten aus einer Zeit, die geprägt war von Entbehrungen
und Mangelwirtschaft, von Aufbaugeist und Zuversicht, von harter Arbeit und fröhlichen Festen.
Für so manch jungen Menschen sind all diese Geschehnisse kaum noch nachvollziehbar und schwer zu verstehen. Aber wie lange wird noch jemand da sein,
der aus eigenem Erleben die Geschichte der Menschen und damit die Geschichte unseres Dorfes kennt und sie erzählen kann?
Mit diesem Buch lassen wir die Geschichten der älteren Generationen unseres Dorfes deshalb wieder lebendig werden! Viele Stunden lang haben junge Leute in der
guten Stube der Alt-Benitzer gesessen und ihnen zugehört, um am Ende jede einzelne und bewegende Lebensgeschichte aufzuschreiben und damit zu bewahren.
Heute ist Benitz ein schmucker Ort mit asphaltierten Straßen, einer tadellosen Straßenbeleuchtung, modernen Heizungen, Telefon- und Internetanschluss
in jedem Haushalt, blühenden Vorgärten, liebevoll renovierten und neugebauten Häusern und natürlich freundlichen, hilfsbereiten und aufgeschlossenen Menschen.
Dieses Buch gibt ihre vergangenen Erlebnisse preis und vermittelt so einen lebendigen Einblick in die Geschichte unseres Dorfes.

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Leseproben

In Arbeitskleidung zum Feiern

Bärbel und Jörg Nimke
Das Benitzer Dorffest ist inzwischen sehr modern geworden. Bärbel Nimke erinnert sich gerne an das Dorffest im Jahr 1978 im Hofgarten des Herrenhauses zurück.
Bei dem Fest erschienen die Mähdrescher-Fahrer nachts um eins nach der Arbeit in Arbeitskleidung zum Feiern. „Das war früher normal“, sagt sie. Die Dorffeste
fanden viel im Freien statt, man verfügte damals nicht über den heutigen „Luxus“ einer Getreidehalle. Ihrer Meinung nach ist man heute viel zu verwöhnt.
Beispielsweise fand der traditionelle Kuchenbasar auf der kleinen gepflasterten Terrasse am ehemaligen Kulturraum statt, auf der abends dann der Diskjockey auch
noch seinen Platz fand. In den ersten Jahren fanden die Dorffeste von Benitz und Brookhusen getrennt statt. Das Dorffest wurde früher auch als Erntefest gefeiert,
zu dem Pferdewagen geschmückt wurden, die dann eine Runde durch das Dorf drehten.
Schon damals konnte man in Benitz zahlreiche Veranstaltungen besuchen. Samstags wurde oft ein Tanzabend organisiert, an dem viele Einwohner teilnahmen.
Mittwochs fanden regelmäßig Kinoabende bei Herrn Aude aus Hof Tatschow statt, wo die neuesten und angesagtesten Filme abgespielt wurden.
Am Nachmittag bestaunten die Kinder das bunte Treiben auf der Leinwand und abends gab es Kino für Erwachsene.

Einen alten Baum verpflanzt man nicht

Walter und Elsbeth Rautenberg
Elsbeth Rautenberg schwärmt noch heute von ihrem schönen, beschaulichen Haus an der Warnow, auch wenn der Fluss den Eltern große Sorgen bereitete, da er eine Gefahr
für Kinder darstellte. Aber nicht nur Familie Rautenberg lebte in diesem riesigen Haus, auch die Familien Boy, Zechlau, Keuchel, Baron, Berg und Knoblich fanden dort
ein heimisches Plätzchen. Neben dem riesigen Gebäude stand ein aus Holz gebautes Haus, das von Familie Nickel bewohnt wurde. Walter Rautenberg schmunzelt, weil ihm
zu dieser Familie sofort eine kleine Anekdote einfällt. Eines Abends sah sich Familie Nickel gemütlich und entspannt von ihrem Sofa aus einem Film im Fernsehen an.
In diesem Film wurde über einen Flugzeugabsturz berichtet. Und dann passierte es! Zeitgleich als das Flugzeug im Fernsehfilm mit gewaltigem Krach abstürzte, krachte es
auch im Haus der Familie Nickel. Ein Traktor fuhr rückwärts in das Mauerwerk ein! Völlig entsetzt und ahnungslos rannte die Familie nach draußen. Sie sahen, dass die
Hausecke ihres kleinen, bescheidenen Heimes total zerstört und zertrümmert war. So ein Schreck! Die Familie erhielt vom dorfeigenen Stellmacher Ernst Voß jedoch umgehend
Hilfe, und die eingefallene Wand wurde sofort repariert. ...
... Eines Abends stand die Halle plötzlich lichterloh in Flammen. Die aus Holz gebaute Scheune und das aus Pappe geteerte Dach brannten wie Zunder. Feuerwehren aus der
ganzen Umgebung wurden zum Einsatz gerufen, doch zu retten gab es nichts mehr. Durch die hohe Hitzeentwicklung und den starken Funkenflug vom aufkommenden Wind hielten
die Feuerwehrleute stattdessen ihre Wasserschläuche auf das danebenstehende Tonnenhaus, in dem der Wehrleiter Horst Mohsakowski mit seiner Familie wohnte.
Die Wände und das Dach seines Hauses wurden so heiß, dass sie bewässert werden mussten, um weitere Schäden zu verhindern. Das Feuer war so gewaltig und die Flammen schlugen
so hoch, dass es im Tonnenhaus taghell war. Die Bewohner von Benitz waren anschließend in Aufruhr, denn im ersten Moment gingen sie von Brandstiftung aus.

Man lebte von dem, was man hatte

Frau Breiling
Das Benitzer Leben war also sehr einfach und beschaulich. Für die Sicherheit und Ordnung im Dorf sorgte auch ein Polizist, der regelmäßig auf Streife ging. Doch was
kontrollierte dieser eifrige Mann, mag man sich fragen. In Benitz leben doch nur friedfertige und gesetzestreue Bürger…! Nun ja, bis auf die kleinen Vergehen des Alltags
vielleicht. So trug sich Folgendes zu: Zum Melken der Kühe musste man sich immer zur entlegenen Kuhkoppel begeben. Da Milchkannen schwer waren, bestritt man diesen Weg
oft mit dem Fahrrad. Und als die Kannen dann prall gefüllt waren, hing man sie einfach an den Lenker und machte sich auf den Rückweg. So auch Frau Breiling. Für jeden von
uns eine Selbstverständlichkeit, nur nicht für den Polizisten. Ganz offensichtlich stellte diese Art des Transports eine Gefahrenquelle dar und wurde mit einer Geldbuße
von 10 Mark geahndet. Frau Breiling verriet uns jedoch, dass sie nie Strafe zahlen musste. Als Alternative konnte man nämlich noch zum Benitzer Schmied gehen und sich dort
ein Transportgestell für das Fahrrad schmieden lassen. Doch nicht nur der Milchkannentransport unterlag einer strengen Überwachung, auch der „Kindertransport“ wurde beobachtet.
Wollte man mal eben mit Kind und Kegel zum Bahnhof nach Huckstorf radeln, musste jeder mit seinem eigenen Rad fahren. Der Grund war, dass das Platznehmen auf dem Gepäckträger
als ebenso gefährlich galt wie die Milchkannen am Lenker… So wurde also immer ein wachsames Auge auf unsere Benitzer gerichtet, damit sie auch sicher und friedlich leben konnten!

Der Zusammenhalt im Dorf ist außerordentlich

Annelis Reuter
Frau Reuter weiß noch ganz genau, wie es vor sich ging, wenn der Konsum im Dorf mit neuer Ware beliefert wurde und wie die Aufregung unter den Leuten stieg.
Wenn es dann noch seltene Produkte wie Nüsse oder Bananen gab, war sie umso größer. Jeder wusste, an welchem Tag die neue Ware angeliefert wurde. Man ging früh zum Konsum
und sah den Wagen mit den begehrten Inhalten ankommen. Doch das bedeutete noch lange nicht, dass jetzt auch gleich eingekauft werden konnte. Schon gar nicht so viel,
wie man wollte, denn es wurde alles genau zugeteilt! Zuerst einmal mussten die Waren natürlich abgeladen und dann auch noch einsortiert werden. Dann ging es los!
Vor dem Laden hatte sich in der Zwischenzeit bereits eine Schlange gebildet. Besonders gut kann sich Frau Reuter an eine Frau namens Oma Arth erinnern, die genau über
dem Konsum wohnte. Nun war Oma Arth wahrscheinlich nicht mehr die Jüngste und pflegte deswegen aus ihrem Fenster hinauszuschauen und bei sich bietender Gelegenheit
einen Korb an einem Seil herunterzulassen. In diesem lag etwas Geld und man befüllte ihren „Einkaufskorb“ mit den Dingen, die sie laut Einkaufszettel brauchte.
Die Benitzer waren schließlich hilfsbereit!

Ein kleiner Engel in Benitz

Marianne Becker
Obwohl es auf dem Lande immer viel zu tun gab, hatten die Kinder und Jugendlichen dennoch eine schöne Kindheit, an die sich auch Frau Becker gerne erinnert.
Trotz weniger Spielsachen, wie beispielsweise Celluloidpuppen oder einfachen Holztieren, fanden die Kinder immer wieder neue Dinge, mit denen sie sich den Tag
über beschäftigten. Wenn nicht gerade neue Puppenkleider genäht wurden, spielte man mit Murmeln, Ballspiele oder Verstecken, während manche Mütter auf den vor
dem Haus stehenden Bänken saßen und sich ihren Handarbeiten widmeten. Eines der beliebtesten Spiele war das altbekannte „Eins, zwei, drei ins faule Ei“,
erzählt Frau Becker.
Eines der schönsten und gemütlichsten Feste war Weihnachten. Überall roch es nach selbstgemachten Bratäpfeln und jedes junge Mädchen war gespannt, was für
eine „neue“ Puppe wohl dieses Mal unter dem Weihnachtsbaum liegen würde. Dabei waren es nur die Kleider der kleinen Püppchen, die jedes Jahr ein neues liebevoll
hergestelltes Strickmuster trugen. Ein Fest ohne den Weihnachtsmann gab es nicht. Ebenso gehörte auch das Schmücken des Weihnachtsbaumes mit bunten Kugeln, Bonbons,
echten Kerzen und um den Stamm gewickelten Äpfeln dazu. Man feierte sehr besinnlich und genoss die Festtagsstimmung. Das Essen bestand ganz traditionell aus Kartoffeln
und Bockwürsten. Meist führten die Kinder auch ein kleines Weihnachtsstück im Gutshaus auf, was immer mit viel Beifall belohnt wurde, worauf im Anschluss eine kleine
Weihnachtsfeier für die Benitzer Gemeinde folgte. „Ich trug damals selbstgemachte Engelsflügel aus echten Federn“, schwärmt Frau Becker von ihrem Kostüm.


Wir möchten von hier nicht mehr fort

Marlies und Erich Lieske
„Die Lebensumstände waren damals katastrophal da unten“, erzählt Frau Lieske und meint damit die Kieskuhle. „Wasser holten wir aus einem Brunnen und einer kleinen Quelle.
Manchmal trugen wir als Kinder auch einen kleinen Frosch mit im Eimer nach Hause“, erinnert sie sich lachend. Das Einkaufen war auch nicht einfacher als das Wasser holen!
Haben die Kieskuhlenbewohner mal etwas Brot oder Mehl gebraucht, mussten sie immer nach Benitz stapfen, um sich von dort etwas aus dem Konsum zu besorgen. In den ersten paar
Jahren kam einmal wöchentlich ein Einkaufsschiff über die Warnow gefahren, so wie heute der Einkaufsbus. Das Leben in der Kieskuhle verbrachte die Familie anfangs noch ohne
Ofen im Haus. Sie besaßen eine alte, mit Steinen und Lehm ausgemauerte, Blechtonne, die als Ofenersatz für Wärme in der Wohnung sorgte. „Die Steinkohle haben wir an den
Bahnschienen gesammelt. Wenn mal ein Zug vorbeifuhr und der Heizer drin war, warf er ein paar Schaufeln zu uns herüber. Darüber freuten wir uns sehr“, berichtet Marlies Lieske.
Für die Lieskes waren die Winter damals so schön, wie sie heute lange nicht mehr sind. Alles war zugefroren und verschneit. Sogar die Warnow war vereist, was sich wunderbar zum :Holzholen anbot. Man nahm sich einen Schlitten, fuhr mit diesem auf die andere Seite der Warnow und kehrte anschließend mit einem voll beladenen Holzschlitten zurück.
Auch zum Rodeln gab es hier viele Möglichkeiten. So vergnügten sich die Kinder aus Benitz, die im Winter wie im Sommer jedes Wochenende „unten“ in der Kieskuhle waren.
Damals war das Gebiet noch nicht so zugewachsen. „Wir hatten eigentlich eine schöne Kindheit“, fasst Marlies Lieske zusammen, trotz der nicht so beneidenswerten Umstände
in der Kieskuhle.

Ein Dorf wie jedes andere

Gisela und Lothar Krajewski
Die Hausarbeit von damals ist mit der heutigen, in der es für fast jede Arbeit eine elektrische Maschine gibt, gar nicht mehr zu vergleichen. Damals musste alles ohne
diese maschinelle Unterstützung gemacht werden und war zeit- und kraftraubend. Während wir heute einfach den Wasserhahn aufdrehen und wahlweise kaltes oder auch heißes
Wasser in Hülle und Fülle zu Verfügung haben, musste damals jeder Tropfen Wasser erst einmal herangeschafft werden. Vor dem Herrenhaus gab es einen Brunnen, aus dem jeder
sein Wasser schöpfte. Entsprechend oft war man dort nicht allein, sondern musste für das Wasser auch noch anstehen. Für den Haushalt wurde das Wasser in zwei Eimern,
die an einem Holzgestell hingen, transportiert. Diese Trage aus Holz nahmen die Frauen über die Schulter und hängten rechts und links einen Eimer daran. Je weiter der Weg
wurde, desto schwerer wurden die Eimer. Außerdem schwappte das Wasser über, wenn man nicht vorsichtig genug war oder zu schnell lief. Zum Tränken der Tiere wurde ebenfalls
Wasser aus dem Brunnen entnommen. Allerdings geschah dies nicht mit Eimern sondern mit Fässern, die auf einen Holzschlepper mit Kufen gestellt wurden. Schwierig war die
Wasserversorgung im Winter bei starkem Frost. Insbesondere für die Tiere holten die Bauern dann das Wasser aus dem Dorfteich. Der war zwar oft auch zugefroren, aber die
Bewohner machten immer ein kleines Loch zum Wasserholen frei. Das Wasser wurde auch zum Wäsche waschen gebraucht. Zuerst wurde es heiß gemacht, dann die Wäsche darin gekocht
und anschließend auf einem Waschbrett mit Seife sauber gerubbelt. Zum Spülen der Wäsche gingen die Frauen zum Dorfteich. Später wurde diese Arbeit zum Glück durch Waschkessel :erleichtert, die dann jeder Haushalt in seiner Waschküche zu stehen hatte.

Wir haben alle zusammengehalten

Hannes Spitznagel
1958 kaufte sich Hannes dann den ersten Fernseher. Sein Nachbar kommentierte diesen Kauf mit den Worten: „Was willst du mit einem Fernseher? Kauf dir doch lieber noch eine Kuh.“
Hannes hatte jedoch inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und wusste, dass er sich nicht mehr lange gegen die LPG behaupten könne. Deshalb fand er die Idee mit der Kuh nicht
wirklich gut. Noch im gleichen Jahr trat er der LPG bei und brachte seine Ländereien und Tiere in die Genossenschaft ein. 1958 gab es in Benitz bereits die LPG des Typ II,
in der nicht nur der Ackerbau gemeinsam betrieben wurde, sondern auch die Viehzucht. Erst viele Jahre später trennten sich die beiden Produktionen und 1974 wurden aus der LPG
die KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) und die Tierproduktion. Hannes´ Nachbar trat ebenfalls in die LPG ein und kaufte sich ein Jahr später auch keine Kuh,
sondern einen Fernseher. Hannes konnte sich daraufhin die Frage: „Warum kaufst du dir denn nicht lieber eine Kuh?“, nicht unterdrücken und schmunzelt auch jetzt noch darüber.
„Wer viel arbeitet, der soll auch feiern“, findet Hannes Spitznagel. Die Benitzer waren schließlich auch kein Volk von Traurigkeit. Es gab auf der LPG Brigadefeste und Betriebsfeste. Man feierte wie heute Dorffeste und Erntefeste, jedoch etwas kleiner. Das Dorffest fand manchmal auf dem Sportplatz statt, den Hannes übrigens selbst mit eingesät hat, später dann
in der Getreidehalle. Auch in der Gaststätte im Ort fanden oft Tanzabende oder andere Feierlichkeiten statt. Die Gaststätte war überhaupt immer sehr gut besucht. Nach der Arbeit
trafen sich die Männer oft noch zu einem Feierabendbier, bei dem es dann natürlich nicht blieb. So manches Feierabendbier wurde zum Bierabend und so manche Frau hat sicherlich
wütend gedacht „der soll mir mal nach Hause kommen…“.

Benitz ist heute völlig anders als früher

Wolfgang Krause
Von einem Telefon hatte man schon mal was gehört, einen Fernseher schon mal gesehen, doch besessen hat die Familie vorerst nur ein Radio und etwas Geld, was jedoch auch damals
schon knapp war. Zu essen gab es neben Wurst, Käse, Milch und Brause alle Köstlichkeiten, die der Garten und die Tiere hergaben. In der eigenen Tierwelt auf dem Hof sprangen
Kaninchen, Hühner, Enten und in der Anfangszeit auch ein Schwein umher. Wo dieses Schwein letztendlich gelandet ist, da kann man nur Vermutungen anstellen…Auf jeden Fall hat
es eine Zeit lang ganz gut geschmeckt. Kühlschränke gab es damals im eigenen Haus nicht, deshalb musste der Keller als Aufbewahrungsraum herhalten. Dort war es zwar kälter als
in der Umgebung, aber wirklich lange aufbewahren konnte man die Lebensmittel nicht.
Ungern sprechen viele über ihre damaligen Trinkgeschichten. Geben tut es sie trotzdem. Begonnen hat es als Jugendlicher, geendet hat es bis heute nicht, doch geht man heute
anders damit um. Diskotheken waren damals zwar auch schon angesagt, nur leider befanden die sich logistisch ungünstig: nämlich in der Rostocker Südstadt, ansonsten in Schwaan, :Ziesendorf, oder Wahrstorf. Erst später, selbst organisiert, auch im Benitzer Jugendclub. Den Hinweg zur Disko absolvierte man oft mit Fahrrad oder Zug, den Rückweg mit Taxi
oder aber schwankend und singend zu Fuß. Der Zusammenhalt zwischen den Jugendlichen eines Dorfes war damals viel ausgeprägter. Die Cliquen haben sich nach Herkunft gebildet.
Das äußerte sich optisch darin, dass man immer zusammen an einem Tisch saß. Und das war nicht nur bei den Benitzern so.

Ohne den Glauben wäre man verzweifelt

Helga Mohsakowski
Kaum in Benitz angekommen, war Weihnachten – das erste Weihnachtsfest nach dem Krieg. Der Onkel hatte aus Bandow ein kleines Bäumchen mitgebracht, das Helgas Mutter liebevoll
schmückte. Der Schmuck bestand aus einem Stück Getreideband. Das Getreideband benutzte man eigentlich, um im Sommer nach der Ernte die Getreidegarben zusammenzubinden.
Es war aus Kunststoff und ließ sich prima auffasern. „Auf dem Weihnachtsbäumchen sah es aus wie Engelshaar“, erinnert sich Helga Mohsakowski. Außerdem hatte die Familie eine
Kerze in ihren Besitz bringen können, sodass, wenn auch nur sehr spärlich, etwas Weihnachtsstimmung aufkommen konnte. Abends wurde nämlich oft der Strom stundenweise abgeschaltet,
weil die Versorgung mit elektrischem Strom so kurz nach dem Krieg noch nicht ausreichte. Außerdem waren viele Leitungen schlecht und beschädigt. Helga Mohsakowski erinnert sich an :dieses Weihnachten so deutlich als wäre es erst gestern gewesen: „Als wir nun alle mit der Kerze und unserem Bäumchen abends in der kargen und dunklen Stube saßen, ging plötzlich
die Falltür auf. Oma Reinick, die selbst noch allein mit ihren drei Kindern lebte, weil ihr Mann noch in Kriegsgefangenschaft war, stand in der Tür und brachte jedem von uns :Pfefferkuchen und eine Kanne mit heißem Kaffee. Sie war die Erste, die uns etwas gegeben hat. Das werde ich nie vergessen.“ Insgesamt betrachtete Helga Mohsakowski die Situation in :diesen ersten Tagen in Benitz als Glücksfall. Sie waren den Flüchtlingslagern und auch dem Kuhstall in Bandow entkommen und hatten nun ein warmes Zimmer, ein kleines
Weihnachtsbäumchen, ein paar trockene Kartoffeln, sodass sie nicht hungern mussten und zu guter Letzt auch noch heißen Kaffee und ein paar Pfefferkuchen. Außerdem besaß der Onkel
ein Stück Siedlungsland, und der Krieg war endlich vorbei. Vorbei die schreckliche Zeit, in der das Leben nur aus Angst bestand. Es konnte von nun an nur noch aufwärts gehen!

Wir verbrachten eine schöne Kindheit in Benitz

Burkhard und Sieglinde Mohsakowski
Sieglinde und Burkhard erzählen, dass in der Benitzer Schule die erste und zweite sowie die dritte und vierte Klasse in je einem Raum unterrichtet wurden. Aus diesem Grund
lassen sich auch die beiden Öfen im alten Kulturraum erklären, die jeder alteingesessene Benitzer kennt. Für jeden Raum ein Ofen also. Getrennt wurden die Räume durch
„richtig massive Wände“, wie Burkhard Mohsakowski meint. Heute wäre es undenkbar, dass zwei Klassen in ein und demselben Raum unterrichtet werden. Damals bekam eine Bankreihe,
die gleichzeitig auch eine Klassenstufe bildete, immer eine Arbeit zur Stillbeschäftigung vorgelegt, während die andere Klasse den Unterrichtsstoff durchging. Ebenfalls undenkbar
wäre es heute, die Schwimmnoten wie damals zu erhalten. Heutzutage lernt man spätestens in der dritten Klasse schwimmen, früher brachten die Eltern es ihren Kindern bei.
Das hatte jedoch auch Vorteile, denn wenn es in der Schule die heiß ersehnten Schwimmnoten gab, fragten die Lehrer einfach nach, ob man schwimmen konnte und ob man es einmal
schaffen würde, durch die Warnow zu schwimmen. Konnte man das und bejahte, hatte man mindestens seine „ehrlich“ verdiente Zensur 2 sicher. Was für Zensurenträume!

Es ist wichtig, Traditionen zu bewahren

Egbert und Annelies Buhrand
Ostern und Weihnachten wurden auch damals schon im engen Familienkreis gefeiert. Nicht nur der Kirchenbesuch gehörte zu den festlichen Ritualen. „An Weihnachten“,
erinnert sich Egbert, „lag jedes Jahr herrlich viel Schnee“. Zum besinnlichen Fest gehört für Annelies auch die gemeinsame Essenstradition dazu, worauf sie auch heute noch besteht.
„Weihnachten ist ein Familienfest“, sagt sie dazu entschlossen. Stollen backen gehört für sie genauso dazu wie der Besuch vom bärtigen Weihnachtsmann. Nach wie vor sagt sie diesem
auch ein Gedicht auf, „denn es ist wichtig, dass Traditionen bewahrt werden.“
Silvester oder Fasching wurde meist mit dem ganzen Dorf gefeiert, ebenso der 1. Mai, der Frauentag, der Kindertag oder das Erntefest im September. Das war damals immer der Höhepunkt
im Jahr. Es gab einen Umzug durch das Dorf, für den die Wagen geschmückt wurden. Oft brachten sich auch die Organisationen wie die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) mit
ihrem Schießstand, die Volkssolidarität oder die FDJ-Jugend mit Veranstaltungen ins Dorfleben ein. „In Benitz war wirklich immer was los“, sagt Annelies dazu. Die Tanzdarbietungen :wurden meist von einer musikalischen Kapelle begleitet. Man feierte auch schon immer große und fröhliche Dorffeste. Das erste fand 1975 im Park des Kulturhauses unter freiem Himmel :statt. Die Bestuhlung und die Tanzfläche lieh sich das Dorf aus Schwaan aus. Anfang der 80-er Jahre wurde das Dorffest erstmalig in der Kornhalle gefeiert und zwar drei Tage lang.
Nach der Wende 1989 wurde für fünf Jahre auf das jährliche Ereignis verzichtet und stattdessen eine Faschingsfeier im Dorf veranstaltet. Nachdem sich die Benitzer wieder für das :Dorffest entschieden, wurde ein Jahr später, 1995, ein Verein gegründet. Der „Benitz-Brookhusen e.V.“ sollte und soll den Zusammenhalt des Dorfes wieder stärken.

Von „Hüppedick“ und Kartoffelferien

Ute Pfau
In die Schule kam Ute mit sieben Jahren. Sie besuchte noch von der ersten bis zur vierten Klasse zusammen mit vielen anderen die dorfeigene Grundschule. Schule? Nun ja,
eher waren es zwei Klassenräume, in denen, typisch für diese Zeit, alle vier Klassen gleichzeitig unterrichtet wurden. Die Klassenzimmer waren im alten Kulturraum.
Die Lehrerin Frau Peetsch, später Frau Seidel, wohnte gleich nebenan in einer der Wohnungen des Gutshauses. Sie war nicht nur die Lehrerin, die vormittags in der Schule
etwas lehrte, sondern auch eine Pädagogin, die das Tagesprogramm der Kinder gestaltete. Ausflüge und lustige Nachmittage gehörten genauso zum Programm wie Mathe und Deutsch.
Ein beliebtes Kinderspiel war „Hüppedick“ – alle, die es damals spielten, werden sich an dieser Stelle wahrscheinlich schmunzelnd daran zurückerinnern.
Was gab es sonst noch so rund um das Thema Schule? An die Kartoffelferien kann sich Ute da noch sehr gut erinnern. Während dieser Ferien griffen die Schüler den Bauern
beim Kartoffeln sammeln unter die Arme. Außerdem gab es damals noch die FDJ in Benitz. Betreut wurde diese von Richard Adameck. Das war also der Mann, der unsere damalige
Jugend aktiv werden ließ und junge Menschen voller Tatendrang aus ihnen machte!
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Spielplatz war überall
Benitzer Geschichten - Buch 2
Erzählte Lebensgeschichten von Einwohnern aus Benitz zusammengetragen und aufgeschrieben von Benitzer Jugendlichen
Titelbild 2. Buch
"Wir hatten eine gute Kindheit hier in Benitz." Diesen Satz haben wir oft gehört in den letzten Wochen.
Wie gut sie aber war und ob es nicht doch auch etwas daran auszusetzen gab, wollten wir genauer wissen. Deshalb haben wir genauer nachgefragt.
Jugendliche aus Benitz haben die Generation, die nach dem Krieg bis in die 60er Jahre in ihrem Dorf geboren wurde und die Kindheit hier verbracht hat,
nach ihren Erinnerungen und Geschichten von Damals befragt. Aufmerksam haben sie zugehört und manchmal nicht schlecht gestaunt, was die Generation
ihrer Eltern früher so draufhatte. Manches, was heute mindestens in einem handfesten Nachbarschaftsstreit enden würde, stellten die Kinder und
Jugendlichen von damals in Benitz an, kassierten auch mal eine saftige Ohrfeige oder Stubenarrest, aber insgeheim haben wohl manchmal auch die
Betroffenen darüber geschmunzelt. Aber die Kindheit war vor 30, 40 oder 50 Jahren nicht nur von Spaß und Spiel begleitet, sondern auch von so manch
ungeliebter Arbeit auf dem elterlichen Hof und Feld. Und natürlich hat auch die Schulzeit noch so manche Erinnerungen geprägt. Was heutzutage vollkommen
unmöglich erscheint, gehörte damals zur Erziehung dazu. Da flogen auch mal Kreide, Stifte oder Tafellappen auf unaufmerksame Schülerohren oder
dieselben wurden ihnen langgezogen. In einem jedoch sind sich alle einig: Geschadet haben weder die harte Arbeit noch die strengen Lehrer.
Und noch etwas fällt immer wieder in den Erzählungen auf. Früher war in Benitz ein ganz enger Zusammenhalt, anders als heute.
Jeder kannte jeden, jeder hat jedem geholfen und alle zusammen haben hier gut und gern gelebt. Heute fragt man sich, warum das jetzt anders ist.
Schließlich gibt es seit vielen Jahren einen ehrenamtlichen Verein, der sich um das kulturelle und soziale Leben im Dorf kümmert, der dafür sorgt,
dass man in Benitz das Miteinander lebt. Dennoch ist es heute anders als früher. Vielleicht liegt es daran, dass die Dorfgemeinschaft inzwischen
deutlich größer ist als früher. Viel-eicht ist auch die gestiegene eigene Mobilität mit dem Auto ein Grund oder einfach die Tatsache, dass Technik
die Hilfe des Nachbarn oft entbehrlich macht. Vielleicht werden Freundschaften heute nicht mehr so gepflegt, weil die Kinder auf verschiedene Schulen
gehen und sich nicht mehr so oft in Benitz auf der Straße zum Spielen treffen. Oder liegt es gar an den höheren Zäunen und Hecken?
Es wird wohl ein wenig von allem sein, was zu diesem anderen Miteinander geführt hat.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist vielleicht anders geworden, aber dennoch - die Benitzer leben heute genauso gern in ihrem kleinen Ort an der Warnow,
südlich von Rostock und ehemaliger Benitzer kehren gern und regelmäßig hierher zurück, um ihr Dorf immer wieder zu erleben.
Und wer es nicht will, ist hier auch heute nicht allein.
Hören wir also zu, was unser kleines mecklenburgisches Dorf und seine Bewohner uns zu erzählen haben.
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Leseproben

Die Geschichte einer Freundschaft

Ingrid Köhler und Eleonore Deutrich
Auch der Spielplatz am Gutshaus war sehr beliebt. Dort gab es Schaukeln mit langen Seilen, man flog damit weit durch die Luft.
Wenn das Wetter nicht so schön war, haben wir auch Fernsehen geguckt. Weil nicht jeder einen Fernseher hatte, ist man dann zu anderen Leuten nach Hause gegangen.
Es gab damals nur ein Programm, die einzelnen Sendungen standen in der Schweriner Zeitung. Sonntags kam zum Beispiel um 10.00 Uhr „Flachs und Krümel“ und 16.00 Uhr
„Meister Nadelöhr“. Jeden 2. Mittwoch war Kinderkino im großen Saal der Kneipe in Benitz. Dort sahen wir Defa- Filme für 25 Pfennig Eintritt.
Im Winter ging es auf den Dorfteich, Ski und Schlittschuhe laufen. Nicht jeder hatte eigene Schlittschuhe, deshalb wurden sie untereinander getauscht. Dabei gab es nie
Neid oder Streit zwischen uns Kindern. Aus Fischkisten, die wir in ihre Einzelteile zerlegten, um die Bretter zu gewinnen, haben wir uns selbst Skier zusammengebaut.
Schon damals wurde beim Betreten des Teiches auf Sicherheit geachtet. Wir durften das Eis erst betreten, nachdem es durch die Erwachsenen auf seine Haltbarkeit geprüft war.
Wenn Willi Zechlau über den Teich ging und das Eis hielt, durften auch endlich die Kinder rauf.

Wir wurden „weggeheiratet“, kommen aber immer wieder gern nach Benitz

Elke Reinick und Birgit Praddatsch
Damals war es üblich, dass auch die Kinder mithalfen, wenn es um die Arbeit auf dem Hof ging. So ist man oft nach der Schule in die Arbeitssachen geschlüpft und hat geholfen.
Die meisten Mütter waren nicht ganzjährig beschäftigt. Im Frühjahr und Herbst arbeiteten sie am Kartoffelsortierplatz, im Sommer hackten sie Rüben. Je mehr geschafft wurde,
desto mehr wurde verdient. Jeder Nebenverdienst wurde gebraucht, und aus diesem Grund mussten auch die Kinder mithelfen. Elke Reinick und Birgit Pradatsch berichteten davon,
dass dies oft sehr anstrengend war und auch wenig Spaß machte, doch es ging nicht um Lust. Sie mussten es tun und akzeptierten diese Vorgaben.
Die Pflichten zu Hause waren die eine Seite, aber sie hatten auch viele Gelegenheiten sich selbst zu beschäftigen. Gespielt wurde überwiegend draußen: Es wurde mit dem Fahrrad
nach Huckstorf oder in die Kiesgrube gefahren. Im Badeteich, der sich auf dem Acker rechterhand vom Weg nach Huckstorf befindet, lernten die Kinder das Schwimmen.
Im Teich lebten Blutegel, doch das hielt die Kinder nicht ab. „Wir haben dann immer erst mal das Wasser weggeschubst, damit die Blutegel weg waren. Ab und zu hat man mal ´nen
Blutegel am Hintern gehabt. Das war ebenso.“ resümiert Elke Reinick. kurvenreich fortbewegen.
Im Sommer fanden die Kinder auf dem Weg zur Kiesgrube Sauerampfer. „Die Blätter wurden abgeruppt, an den Klamotten abgewischt und gegessen“, denkt Birgit Pradatsch zurück.
Die Brombeeren in der Kiesgrube waren eine feine Nascherei. Die zerschrammten Füße nahm man gern in Kauf, denn „abgeschrubbte Knie und Ellenbogen waren normal im Sommer.
Wer keine hatte, da war was faul“, weiß Elke Reinick zu berichten.

Bei Regen war es ein reißender Bach

Helmut Breiling und Rainer Mohsakowski
Selbst ist der Mann – dieses Motto galt für das Organisieren von Disco und Dorffest. Geld verdienten sich die Jugendlichen beim Rüben hacken oder bei der Kartoffelernte.
Davon wurde eingekauft, was es gerade gab. An dieser Stelle erinnert sich Rainer dankbar an Ute Pfau, Marlies Lieske und Frau Köhler, die als Verkäuferinnen in Benitz
immer versuchten, die besten Waren zu ergattern und gerecht unter das Volk zu bringen. Brötchen wurden geschmiert, ein Kassettenrecorder aufgetrieben und dann ging die
Party los. Gefeiert wurde im Jugendclub oder in der ehemaligen Schule. Die Erwachsenen trafen sich in der Kneipe und so mancher kam dann doch etwas später nach Hause.
„Der Zusammenhalt war toll“, schwärmen Rainer und Helmut. Jeder half so gut er konnte. Zum Dorffest wurden Zelte vorm Kulturraum aufgebaut und eine Tanzfläche errichtet.
Auch eine Tombola wurde ins Leben gerufen, so, wie es heute immer noch ein beliebter Brauch ist.
Wenn es mal auswärts zum Feiern ging, musste ein alter LKW als Transportmittel herhalten. Geld wurde in der Mütze gesammelt, die Plane über den Wagen gespannt und dann zogen
ca. 20 Jugendliche los um Spaß zu haben. Rainers Vater war oft der Fahrer, der den LKW sicher zu Theaterbesuchen, den Störtebecker Festspielen oder auch mal ins Theater fuhr.
Mobilität so wie heute, das gab es damals nicht. Hier mussten Füße und Fahrräder herhalten. Sein erstes Fahrrad bekam Helmut mit 8 Jahren von seiner Oma geschenkt.
Ein Moped war der Traum vieler Jugendlicher. Rainer hat sich diesen Traum mit seinem SL2 durch harte Ferienarbeit schwer erarbeitet. Heute ist es normal, als Jugendlicher
im Besitz eines Fahrzeuges zu sein.
Im Winter halfen jedoch auch die einfachen Transportmittel nicht mehr, wenn der Hohlweg erst einmal zugeschneit war. Dann musste man über den Acker laufen, um ins nächste Dorf
zu kommen. Aber auch ohne Schnee konnte so mancher Gang nach Huckstorf zur Qual werden, wenn der Regen die Straße mal wieder zu einem reißenden Bach werden ließ.
Aber das war egal, man kannte schließlich jedes Schlagloch, sind sich die beiden einig.

Zwei Brookhusener „Ureinwohner“

Wolfgang Köhler und Franz Hengl
Die beiden verbrachten ihre Kindheit zusammen in Brookhusen, einem ehemaligen Rittergut. Im Sommer spielten sie Fußball oder gingen im Dorfteich baden.
Am liebsten stromerten sie jedoch im Wald mit Freunden.
Im Winter spielten sie gerne Eishockey. Die Jungen holten sich Stöcker aus dem Wald und bauten daraus selbst ihre Schläger. Ihre Schlittschuhe waren Holzklötze,
die sie sich unter die Schuhe schraubten. Bis in die Nacht konnten sie spielen, dank Taschenlampen.
Im Frühjahr mussten sie ihren Eltern viel helfen. Sogar schon früh vor der Schule und dann wieder bis spät abends, wurde zuhause gearbeitet. Das Futter musste mit
der Sense gemäht werden und im Schweinestall waren die Tiere zu versorgen. Da alle Arbeit nur mit einfachen Werkzeugen und Geräten verrichtet wurde und nicht wie heute
mit Technik, mussten alle Familienmitglieder mit anpacken. Das war für die Kinder damals selbstverständlich, auch wenn sie manchmal lieber Zeit für andere Dinge gehabt hätten.
Als Kinder hatten sie nur Flausen im Kopf, unter anderem wurden sie aus dem Gottesdienst verwiesen, weil sie mit einem kleinen Katapult Papierkügelchen auf die Mädchen schossen.
Franz und Wolfgang hatten mit 12 Jahren ein gemeinsames Hobby: jeder besaß seine eigene Taubenzucht. Da die Tauben Geld kosteten, überlegten sie sich, wie sie die Tauben
versorgen könnten. Da kam ihnen eine großartige Idee. Sie wollten bei der LPG zum Rüben hacken, dafür gab es nämlich 100 bis 120 Mark und einen Sack Weizen.
Nach der Schule ging es dann aufs Feld. Bei größter Hitze fingen sie an Rüben zu hacken, doch die Lust verging ihnen ziemlich schnell. Franz´ Schwester und Wolfgangs
Mutter mussten schließlich einspringen und die Arbeit zu Ende zu bringen. Aber der gute Wille war da und für die Tauben gab es Futter.

Den musste ich nicht vorstellen – den kannte man hier schon

Gabriele Arth, Angelika Wolff und Gerd Ahrens
Auch ohne Handy, Computer und Co sind sie sich einig: Wir hatten eine tolle Kindheit. Gabriele, den meisten als Gabi bekannt, hatte die beste Erziehung, die man sich
wünschen kann. Nicht etwa der Kindergarten, sondern die Omi und Geschwister haben ihr „Manieren“ beigebracht. „Wir waren genug zu Hause. Da kümmerte sich jeder um jeden“.
Doch wenn sich mal niemand kümmerte, dann gab es genug Ideen, die man gemeinsam super umsetzen konnte. Vor allem die Maschinenhalle und die alte Scheune hatten es den
Kindern angetan. Trotz der Verbote zog es die drei immer wieder dorthin, denn einen besseren Spielplatz als alte Maschinen, „wo man sogar was bewegen konnte“, gab es kaum.
Nur die alte Scheune war als Konkurrenz akzeptiert, denn schönere Verstecke, als dort zwischen den Heuballen, fanden sich nirgendwo anders. „Wir spielten überall dort,
wo wir nicht durften“ erzählt Gabi mit einem Schmunzeln im Gesicht. Damals musste man sich auch nicht verabreden, egal was für Wetter war, alle trafen sich auf der Straße
und spielten gemeinsam.
Jugendweihe und Konfirmation, beides spielte bei den Dreien eine Rolle. Regelmäßig gingen alle in Benitz zur Christenlehre. An die Lehrerin erinnert sich Gerd genau:
“Sie hinkte und hatte einen Dutt – und sie hat sich bestimmt ans Zölibat gehalten“, erzählt er uns grinsend.
Angelika lernte im April 1977 ihren Mann auf einer Disco kennen. Statt Emails schrieben sie sich lange Briefe und trafen sich am Wochenende. Im Januar 1978 wurde geheiratet,
dann kamen die Kinder. Lange gezögert wurde nicht. Für die heutige Zeit ist es kaum vorstellbar, so lange mit einem Partner zusammenzuleben. Gabi kommentierte unser
Erstaunen mit den Worten: „Wir waren solide, ein Mann reichte mir.“ Mit ihrem Hans-Jürgen ist sie heute noch glücklich. Vorzustellen brauchte sie ihn ihren Eltern nicht.
„Der war schon bekannt im Dorf“, schmunzelt Angelika zweideutig.

Wir hatten eine gute Kindheit hier in Benitz

Hans Maurer und Erich Lieske
Ihre Jugend verbrachten die beiden gemeinsam mit den anderen Kindern im Dorf. Sie spielten im Sommer auf den Strohmieten, tobten in der inzwischen abgebrannten Feldscheune
und fuhren im Winter auf dem Dorfteich oder einem naheliegenden Teich Schlittschuhe.
Das erste Fahrrad bekam Hans Maurer von Horst Kemnitz, welcher alte Fahrradteile sammelte und diese zu fahrtüchtigen Fahrrädern zusammenbaute. „Oh war das eine Freude“,
sagt er. Das erste Moped haben sich die Männer von Hans Maurers Vater heimlich geklaut und sind damit einige Runden gefahren.
Rudolph Lembke bekam nach langem Warten und Sparen endlich seinen Wartburg. Von Stund an kam er nicht mehr mit der Gemeinschaft zu Fuß nach Brookhusen zum Erntefest,
sondern er musste unbedingt mit seinem Wartburg fahren. Das hat Hans Maurer und Hans Erich Lieske gar nicht gefallen, „weil wir ja kein Auto hatten,“, sagt Hans Maurer.
Rudolph ist als Letzter hier losgefahren und wollte als Erster wieder zu Hause sein. Doch das haben sie ihm gründlich vermiest. Sie hatten ihm Kartoffeln in den Auspuff
gesteckt. Pausenlos hat er versucht sein Auto zu starten, doch das ging nicht. Dann machte ihn jemand darauf aufmerksam, dass der Auspuff gar nicht qualmt und Rudolph
fing an zu fummeln. Nach und nach holte er Stückchen der Kartoffeln hinaus. Doch bis zu seinem Tode hat er niemals erfahren, wer ihm diesen Streich gespielt hat.
„Aber die Sache war ja lösbar, wir haben ja nie etwas kaputt gemacht“, sagt Hans Maurer. Es wurde zwar einiges angestellt, aber es waren nie Straftaten.

Die Privilegien der Kleinen voll genossen

Gisela Schulz
Mit einem kleinen Zwinkern jedoch verriet uns Frau Schulz, dass sie, als jüngstes der vier Kinder, eher weniger helfen musste und so die Privilegien der Kleinen
voll genießen durfte.
Im Sommer bot der Badeteich auf dem Feld eine willkommene Abkühlung. Erst später, als alle schwimmen konnten, badeten die Kinder des Dorfes in der Warnow.
Im Winter bot der zugefrorene Dorfteich in Benitz für alle vielfältige Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Das Schlittschuhlaufen auf dem Eis war jedoch nicht ungefährlich.
Sie erzählt uns, dass früher niemand die Dicke des Eises kontrollierte. Also „hat man schon mal probiert. Und wenn’s dann bisschen wacklig war, ist man halt nicht rauf“ und
trotzdem „ist der eine oder andere schon mal eingebrochen, was aber zum Glück immer gut ausgegangen ist“.
Großen Zuspruch fand das Kino in der Gaststätte, wo man für 55 Pfennig einen Film anschauen konnte. „Ja, das war damals auch schon ein Erlebnis. Als Kinder haben wir den
Film „Der kleine Muck“ gern gesehen“, berichtet Frau Schulz strahlend und auch heute sieht sie sich diesen Film noch gern an.
An Feiertagen, insbesondere an Weihnachten, wurde nach wie vor viel Essen selbst zubereitet. „Ich hab ja keine Not mehr gelitten“ sagt Gisela Schulz fröhlich, als wir sie auf :Weihnachten und das Festessen angesprochen hatten und obwohl es wie heute in vielen Familien an Heiligtag Kartoffelsalat mit Würstchen gab erzählt sie lachend „da war man mit
Milchsuppe und Bratkartoffeln zufrieden.“
Auch Pfingsten wurde groß gefeiert, erzählte Frau Schulz. Die Kieskuhle wurde geschmückt und es gab „rote Brause aus dem Fass“.

Wir haben viel in der „Hölle“ gespielt

Helga Pohl
Ihre Freizeit konnte sie sich immer selbst einteilen, erzählt sie, da ihre Eltern in der Hinsicht nie wirklich kontrolliert hatten.
Wir spielten überall wo es ging“ meinte sie und erzählt vom vielen Herumstrauchen und Herumströpern.
So hat Frau Pohl zum Beispiel viel in der „Hölle“ gespielt. „Da war so ein Landweg früher, wenn man nach Buchholz wollte und da war das wie so‘ n kleines Wäldchen und da
sind wir oft hin. Wir haben Nüsse gesucht und gepflückt und sind da rumgeströpert. Ich war seitdem auch nicht wieder da, aber es war unbeschreiblich schön die Zeit,
muss ich sagen! Ich hab’s so in Erinnerung, als wenn das wie so ein kleiner Graben war und das Buschwerk so nach oben hin aufragte und man konnte da unten drin umherkriechen.
Also viel Platz war da nicht.“ Mannigfaltiges Entzücken liegt im Gesicht unserer Zeitzeugin.
Doch auch ruhig konnten die Kinder damals sein und so erzählt Frau Pohl, wie sich dann immer alle regelmäßig vor dem Kino in der Gaststätte trafen, um gemeinsam einen Film
„egal was für ein Film das war, anzusehen. Man hat sich alles angeguckt, ob man’s verstanden hat oder nicht“.
Ein Riesenerlebnis für Frau Pohl war, wenn der Dorfteich „im Prinzip erst im Winter interessant wurde“ und mal nicht so „kotzerbärmlich stank“ und sich alle zum Schlittschuh-
laufen trafen. „Da hat sich ALLES getroffen!“. Auch beim Rodeln verkündet sie stolz, war sie immer diejenige, die am schnellsten und am weitesten mit dem selbstgebauten
Schlitten aus Kriegszeiten rodelte. Nur als der Pferdeschlitten dann sämtliche Schlitten zum Kettenrodeln holte und eben dieser selbstgebaute Schlitten
„immer hinten den Schwanz“ bilden musste, weil er so klein war und sich in der Mitte immer aufbäumte, fand Helga Pohl spätestens dann ihren Schlitten nicht mehr so toll.

Der Zusammenhalt war immer gut

Hans-Jürgen und Wilfried Arth und Burkhard Mohsakowski
Burkhard Mohsakowski erzählt: „Ich bin nicht in den Kindergarten gegangen. Ich sollte immer, aber das war mir nichts. Es gab nur einen Holzbagger, den musste man ja mit
den anderen teilen. Deshalb war es mir lieber, dann doch zu Hause bei Oma zu bleiben!“
Nach Unterrichtsschluss mussten wir erst Hausaufgaben machen und dann ging es im Sommer auch gleich raus aufs Feld, um Rüben zu hacken. Die Reihen waren ewig lang,
da dachte man, am nächsten Berg ist man fertig, dann kam noch einer und immer noch war kein Ende in Sicht. Der Schäferhundmischling von Familie Arth war auch immer dabei.
Der musste immer das Kofferradio tragen und sich den ganzen Tag das Gequake anhören.
Spannend ging es auch zu, wenn wir uns ein Floß gebaut haben. Aus der Kieskuhle holten wir uns dafür die Baumstämme und sind damit über die Schienen zum Torfloch.
Irgendwie versuchten wir die Stämme zu einem Floß zusammen zu nageln. Aber leider gingen diese sofort wieder unter, sobald zwei Mann drauf waren.
Dadurch dass wir nicht viel Spielzeug hatten, tobten wir fast nur draußen, spielten zum Beispiel Fußball und Fechten. Wir haben uns sogar Säbel und Erbsen-Colts selbst gebaut.
Diese wurden aus Wäscheklammern und Gummi vom Fahrradschlauch gefertigt. In der Wäscheklammer war auch noch ein Gummi gespannt, so dass man ein Katapult hatte. Dann brauchte
man nur noch mit der Klammer abdrücken. Später bastelten wir auch größere Gewehre aus Weckglasgummi und Spundbrettern mit zwei Wäscheklammern als Abzug. Somit hatte man gleich
noch einen zweiten Schuss. Geschossen wurde mit Kirschkernen oder Kieselsteinen, die haben ordentlich gezwiebelt. Oder wir haben uns Linsen gekauft.
Wir staunen heute, dass wir noch alle unser Augenlicht haben, es war doch ganz schön gefährlich.

Auf dem Lande gab es immer viel zu tun

Heidemarie Thomas
Mit 12 Jahren begann Heidemarie mit der Ferienarbeit. In den Sommer- und Oktoberferien stellte sie Hocken auf oder sammelte Kartoffeln. In ihrer Freizeit spielte sie meistens
draußen vor dem Schloss Verstecken oder sie kletterte zusammen mit Sybille, Hubert und Lothar auf den Bäumen herum. Im Sommer ging sie mit ihrer Mutter zum Torfmoor baden.
Nicht nur in Benitz, sondern auch in Brookhusen gab es einen Kinoraum, wo Herr Aude Filme zeigte. Nachmittags ließ er dort Kinderfilme laufen und abends Filme für Erwachsene.
Eine Kinokarte kostete 25Pfennig. Dieser Raum wurde auch als Tanzsaal genutzt. Dort war immer was los.
Im Winter zog Heidruns Vater mit seinem Moped die Schlitten der Kinder über das Eis. Sonst drehten die Kinder einige Runden mit Schlittschuhen auf den zugefrorenen Teichen und Seen.
Liebend gern erinnert sich Heidemarie daran zurück, wie sie sich in der Benitzer Dorfkneipe öfter mal eine Fassbrause bei Heinz Benthin kaufte.
Genau wie in Benitz befand sich auch in Brookhusen ein Konsum. Dieser befand sich im Schloss und hatte allerdings nur abends geöffnet. Die Süßigkeiten wurden in großen Gläsern :aufbewahrt. Von Zuckerstangen, Lakritzstangen, über Schaumküsse, Drops bis hin zu 5 bis 10 cm langen Gummibären gab es dort alles. Auch Süßtafeln aus weißer Schokolade für
50 Pfennig aß Heidemarie gern. Brot konnte man nur montags, mittwochs und freitags kaufen. Nur am Donnerstag gab es Fleisch.

Frische Milch schmeckt auch aus der großen Milchkanne gut

Heidrun Berner
„Die Kindergartenzeit habe ich geliebt, außer nachmittags, wegen des Mittagsschlafes.“, erzählte Heidrun. Zum Mittagsschlaf wurden Pritschen ausgeklappt. Auf dieser Pritsche
wollte sie nie schlafen. Stattdessen zog sie sich die Decke über den Kopf und zog ihre Schuhe durch das Geflecht der Pritsche, an den Schnürsenkeln hoch und runter.
In Benitz gab es auch eine Grundschule, die Heidrun Berner besuchte. Zur Einschulung erhielt sie eine Schultüte mit einer grünen Haarbürste und einigen Süßigkeiten.
In der Benitzer Schule gab es zwei Klassenräume, in denen je zwei Klassen unterrichtet wurden. Auf einer Bank saßen immer ein ein Erstklässler und ein Drittklässler
oder auch ein Zweitklässler und ein Viertklässler, so dass ein Abgucken nicht möglich war. An eine Lehrerin erinnert sich Frau Berner noch sehr gut: Fräulein Peetsch
(später Frau Seidel). Sie wurde öfter mal laut, da z.B. die Jungen Maikäfer in einer Streichholzschachtel mitbrachten und diese während des Unterrichtes fliegen ließen.
Somit ließ Fräulein Peetsch die ganze Klasse nachsitzen. „Ich wusste manchmal nicht mal warum ich nachsitzen musste“,
Einkaufen im Dorfkonsum mochte sie auch nicht gern, denn dort musste man immer anstehen. Manchmal musste sie allein Milch holen. Die gab es nicht in Flaschen,
sondern wurde in eine Milchkanne gegossen. Auf dem Nachhauseweg wurde erst einmal ein Schluck Milch aus der Kanne getrunken, denn das war lecker. Damit es auf dem Heimweg
nicht so langweilig ist, wurde die Milchkanne wie eine Windmühle gedreht. Bei solch einer „Zirkusnummer“ flog ihr die Milchkanne auch schon mal aus der Hand und die Milch
ergoss sich auf der modderigen Dorfstraße.

Hitparade, 1000 Teletipps und English for you

Sieglinde Mohsakowski, Elke Köhler, Heike Kracht und Christiane Arth
Schwimmen lernten sie alle in der Warnow. Bei den Schwimmübungen half ihnen ein Strick um den Bauch. Sie spielten auch auf einem steilen Sandberg, der sich in der
Kiesgrube befand. Dieser eignete sich sehr gut, um auf alten Düngersäcken aus Plastik auf dem Hintern hinunter zu rutschen.
Die Vier sind sich einig, dass der Fernseher früher keine große Rolle für sie spielte. Viel interessanter waren Vater-Mutter-Kind-Spiele, Völkerball, Murmeln oder
„Hüppetick“. Oft bauten sie sich Zelte aus Decken. Beliebte Sendungen im Fernseher waren für sie „Hitparade“, „1000 Teletipps“, „English for you“ und ab 16 Uhr
Professor Flimmrich.
Die vier Freundinnen trafen sich früher immer vor der damaligen Bauernstube. Dort wurde Musik gehört, Tischtennis oder Karten gespielt oder einfach auch nur gequatscht.
Die drei erinnern sich an ihre Jugendzeit, als sie mit ihren damaligen Freunden mit dem Moped und Motorrädern unterwegs waren und es auch erste Fahrübungen mit ihnen gab,
die manchmal auch nicht so heil ausgingen. Heike wollte unbedingt Moped fahren lernen. Da sie sich allein nicht traute, erklärte sich Christiane bereit, mitzufahren.
Heike startete das neue Moped von Christianes damaligem Freund. Sie gab Gas und fuhr dabei mit Schwung über die Ketten vor dem Herrenhaus, so dass die beiden unter
dem Tannenbaum landeten. Sie mussten feststellten, dass das neue Moped kaputt war.
Heike erinnert sich noch daran, dass Christianes Lieblingsradiosendung „Wünsch Dir doch mal Tanzmusik“ war. Sie lief immer Freitagabend ab 23 Uhr bis Samstagmorgen 3 Uhr.
Das war die beliebteste Radiosendung in der DDR. In dieser Radiosendung wurden aber auch die besten und modernsten Hits aus dem Westen gespielt. Wünsche konnte man per
Postkarte an den Radiosender schicken. Heike erinnert sich, dass Christiane immer die besten Kassetten hatte. Sie machte sich fast jeden Freitag die Mühe,
die angesagtesten Hits aufzunehmen.

Spielplatz war überall

Ingo und Sven Buhrand und Ines Stewe
Ines Stewe ist zwar das vierte Kind der Familie Buhrand, aber die erste Tochter. Trotzdem machte das keinen großen Unterschied beim Spielen mit ihren älteren Brüdern,
denn sie „sind ströpern gegangen“, ist der erste Satz, der ihr dazu einfällt. Es war egal, ob man ein Junge oder ein Mädchen war, in Benitz hat man zusammengespielt.
Wichtig war dabei nur, dass es nicht im Haus war, denn im Haus gab es wenige Möglichkeiten zum Spielen. Draußen dagegen konnte man sich überall austoben. Sven erzählt,
dass es zwar keinen Spielplatz mit einem Klettergerüst oder einer Rutsche gab, so wie die Kinder es heute kennen, aber er erzählt stolz: „Unser Spielplatz war überall!“.
Die Geschwister erinnern sich daran, wie sie auf den Sandwegen, die in Benitz die Straßen waren, „Lange Nase“ oder im Gutspark „Verstecken“ gespielt haben. Das haben sie
nicht nur am Tag gemacht, sondern auch wenn es schon dunkel in Benitz war - besonders bei der Erinnerung an diese Abenteuer leuchteten Ines‘ Augen.
Den Jungs fiel dazu auch noch ein, dass sie nicht nur in Benitz direkt ihr Unwesen getrieben haben, auch die Kieskuhle war ein beliebter Spielplatz. Dort haben sie am
liebsten Cowboy und Indianer oder Ritter gespielt. Ingo erzählte uns stolz, dass sie sich selbst Schwerter und Schilder aus Holz bauten, mit denen sie dann auch wie
richtige Ritter kämpfen konnten.
Sven spielte auch besonders gern auf einem uralten LPG-Mähdrescher in der „Äppelkuhle“. Die Äppelkuhle war ein alter Schießstand, um den herum große Apfelbäume standen.
Als es den Schießstand nicht mehr gab, fielen die Äpfel alle in die Kuhle – so hat sie ihren Namen bekommen.
Auch Angeln und Senken sind die Kinder gerne gegangen, Einen Angelschein besaßen sie aber nicht. Ingo und Sven klärten uns auf, dass man zwar einen haben sollte, aber da
einfach nicht so kontrolliert wurde wie heute, war das kein Problem –man angelte eben ‚schwarz‘.
Ingo absolvierte als ältester Sohn die erste und zweite Klasse in Groß Grenz. Dort hat es ihm sehr gut gefallen weil es nur zwei Klassen gab, zwei Lehrer und auch nur
zwei Klassenräume. Es war dort einfach sehr familiär. Besonders lustig fand Ingo, dass sie manchmal vor dem Unterricht auf Mäusejagd gehen mussten oder der Lehrer im Winter
ihnen Wasser auf den Hof kippte, damit die Schulkinder eine tolle Schlitterbahn in der Pause hatten.
Schon immer wurde Weihnachten im Familienkreis, das heißt mit Großeltern, Onkeln und Tanten, gefeiert. Dazu gehörte natürlich auch, dass in der Vorweihnachtszeit
Weihnachts-Schallplatten gehört und Plätzchen gebacken wurden. Ines und Jens erzählen uns, wie die riesigen Mengen in großen Gläsern auf dem höchsten Küchenschrank
aufbewahrt wurden. Mutter Annelies hat sich gefreut, wenn am Weihnachtstag die Gläser noch so schön voll waren. Insgeheim haben die Kinder sich doch daran bedient
und ganz clever nur von hinten genommen, so dass vorne eine Plätzchen-schicht immer noch zu sehen war. Annelies hat dann nicht schlecht geguckt, wenn die Gläser
doch schon halb leer gegessen waren.
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Flurnamen auf der Benitzer Feldmark

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