Zempin Gedichte

Aus Ortschroniken
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Sammlung von Gedichten über Zempin
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Vineta - Zempin

Unweit der Stelle, wo einst Vineta versunken,
Träume ich hier im Sande am Meer
Denke der Lieben daheim und wünsche
Sie alle zum schönen Zempin mir her.
Prospekt 1927 Seebad Zempin
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Zempin - Ein Herz auf Usedom

Einst fuhr ich durch das schöne Pommernland
und sang: „Oh Heimat wie bist du so schön“
da sah ich auf Usedom zur rechten Hand, ein
kleines vertrautes Örtchen stehn.
Ich musste von der Hauptstraße abbiegen,
bis ich vor dem Ortsschild stand, -
da sah ich eine Pracht vor mir liegen,
Zempin wird dieser Ort genannt.
Oh´ welch herrlicher Platz in der Natur,
man hört nur die Kiefern rauschen, - die
Menschen nett und gar nicht stur, man konnt
froh ihren Worten lauschen.
Als ich dann musste den Ort verlassen, da
wurde mir ganz plötzlich klar,-
ich konnte aus den Gesprächen erfassen, dass ich im
Herzen von Usedom war.
Im Stillen dacht ich, was würde geschehen,
hört dieses Herz mal auf zu schlagen?
Usedom könnte dann nicht mehr bestehen,
wer würde dieses große Leid ertragen?
Zempin - du Herz auf Usedom schlag weiter,
denn jeder es dir danken will, dann
alle bleiben froh und heiter
Joachim Müller geschrieben 2005 in Australien. (ca. 80 Jahre)


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Das Zempin - Lied

(zu singen nach der Melodie des Wolga Liedes,
auch als „Wer das Scheiden hat erfunden“ bekannt)
von Erika Stemp, Zempin, Hansestraße.


In Zempin sind wir zu Hause,
In Zempin ist unsere Welt.
Wo die Ostseewellen rauschen,
Uns der Wald so gut gefällt.
Fischerboote fahr´n frühmorgens
Weit hinaus aufs wilde Meer.
Bringen Hering Aal und Zander
An den Strand zu uns hierher.
Reetgedeckte Fischerhäuschen
Stehen Schmuck in unsrem Ort
Und so mancher aus der Fremde
Möchte niemals wieder fort.
In Zempin ist unsre Heimat,
Die auf der schönsten Insel liegt,
Wo Seeadler, Gans und Ente
Übers Achterwasser fliegt.
Geh´n wir einmal in die Ferne,
Um zu suchen unser Glück,
Zieh´n die Liebe und das Heimweh
Uns stets nach Zempin zurück.
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ZEMPIN und Vergangenheit

Reise in die Vergangenheit, ein Brückenschlag durch Raum und Zeit.
Wie aus dem Gedächtnis schwand Ferienglück, das hier ich fand.
Seit ein kleines Kind ich war, kamen her wir Jahr für Jahr.
Wie ich Sandburgen gebaut, ist bis heute mir vertraut.
Auch nach mehr als 50 Jahren, da ich Glück und Leid erfahren,
Blieb durch alle Zeiten fort Seelenheimat dieser Ort,
Der mich herzlich aufgenommen, da noch einmal ich gekommen.
Wollt im Alter mich von neuem wieder an der Ostsee freuen.
Scheint die Zeit nicht steh´n geblieben, wenn das, was wir herzlich lieben,
Tief im Innern uns erhalten zum Trotz äußerer Gewalten?
Wenn am Strand entlang ich gehe, feinen Sand und Muscheln sehe,
Mich an Meereswellen freue, bin zu Haus e ich aufs Neue.
Wieder mich im Banne hält Achterwasser heile Welt.
Waren wir zur Abendstunde früher oft in Freundesrunde.
Idyllisch bleibt dies Fleckchen Erde, dass ich so vermissen werde.
Mai 1991 Dr. Veronika Winler, Pullach /Isartal
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