Brookhusen - Fortlaufende Ortschronik

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Kenndaten der Ortschronik
OrtBrookhusen
Zeitlicher Schwerpunkt1875-1960; fortlaufend
UrheberrechteUvw Xyz
Erstellungszeitraumseit 2018
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte der Gemeinde ...
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Die Geschichte von Brookhusen

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Brookhusen im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1301
erste Erwähnung von Brookhusen (MUB 1367, 2743)
(hat 2026 seine 750-Jahrfeier)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Kaiserreich (1871-1918)

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

1959
Schaffung einer zentralen Wasserversorgung in Brookusen 1965

Die heutige Zeit

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von Brookhusen

Das Gutshaus von Brookhusen

www.Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern


Beitrag Schloss Brookhusen 18 11 2000 OZ
Kindergarten im Rittersaal Brookhusen OZ 7_6_2001


Autor: Antje Rädel
Wie alt ist eigentlich das Schloss in Brookhusen und wem gehörte es?
Das Gut Brookhusen gibt es bereits seit 1397, zumindest ist es seit dieser Zeit urkundlich belegt.
Ursprünglich gehörte Brookhusen genau wie Wahrstorf zum Gut Ziesendorf und stellte somit ein adliges Nebengut dar.
Es befand sich anfangs im Besitz der Familie von Reventlow. Das Schloss in seiner heutigen Form gab es damals noch nicht.
Es gab lediglich ein zweigeschossiges Haupthaus für den Gutsherrn und seine Bediensteten.
Zum Gut gehörte der Gutspark, der auch heute noch als Park und Streuobstwiese genutzt wird. Im Laufe der Zeit wechselte
das Schloss oft seine Besitzer, es wurde vererbt, verkauft, fiel mangels fehlender Erben oder fehlenden Vermögens
an Würdenträger der jeweiligen Zeit.
Nachzulesen ist dies für Interessierte detailliert auf der Internetseite
https: //Gutshäuser.de/de/Guts- & Herrenhäuser / Gutshäuser - B / Brookhusen.
Jeder neue Besitzer hat dem Schloss je nach verfügbarer Zeit und Mittel seinen Stempel aufgedrückt. Es wurde an- und umgebaut,
nach einem Brand neu errichtet, erweitert und sowohl außen als auch innen dem Geschmack und Stil der jeweiligen Zeiten angepasst.
Der letzte Besitzer, die Familie von Restorff wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bodenreform enteignet.
Das Gutshaus wurde ab 1945 eine Zuflucht und das neue Zuhause von Flüchtlingen. Einige erwarben später Land und bauten ein eigenes Haus,
einige blieben lange dort wohnen obwohl es nicht einmal Wasser im Haus gab und die Toilette auf dem Hof war.
Bis Anfang der 90er Jahre war das Schloss bewohnt.
Als der letzte Bewohner ausgezogen war, versuchte die Gemeinde, das immer mehr dem Verfall preisgegebene Schloss zu verkaufen.
Da sich in den Jahren bis 1999 kein solider Käufer finden ließ, bereits Bäume aus dem Dach wuchsen und Wind und Wetter an der
verbliebenen Bausubstanz nagten, drohte dem Gebäude beinahe der Abriss. 1999 fand sich schließlich ein neuer Eigentümer, der
das denkmalgeschützte Haus sanieren und dort u. a. eine Kindertagesstätte betreiben wollte. Er sanierte Teile im Erdgeschoss
bis ihm offensichtlich die notwendigen Mittel ausgingen, erhielt wegen der Baufälligkeit der restlichen Gebäudeteile keine
Betriebserlaubnis und gab auf. Nun stand das Schloss wieder ohne Eigentümer da und die Gemeinde erwirkte die Rückgabe, weil
der Investor seinen Verpflichtungen zum Erhalt nicht nachkommen konnte.
2009 kauften schließlich die jetzigen Eigentümer Thomas Wege und seine Frau Antje das verfallene Gutshaus und verwirklichten
damit ihren Traum, Schlossbesitzer zu werden.
Nach 15 Jahren Bauzeit ist nun ein Ende abzusehen. Das Schloss im Stil der Neorenaissance konnte durch den neuen Besitzer mit
sehr viel Eigeninitiative und unermüdlichem persönlichen Einsatz vor dem Abriss gerettet werden. Heute bietet es in altem Glanz
der Familie Wege eine Wohnstätte. Zum Tag des offenen Denkmals war es unter Führung des Schlossherren für jeden zu besichtigen.
Wer dort war, konnte sich von der beeindruckenden Neugestaltung der Innenräume überzeugen lassen und erahnen, welchen Aufwand
die Familie bis hierhin bereits hatte.
Nach den nun bereits überschaubaren noch ausstehenden Arbeiten an den Ferienwohnungen im zweiten Geschoss werden dort zukünftig
Feriengäste in historischem Flair wohnen können.
Direkt unter dem Dach entstand ein Gemeinschaftsraum, der für Veranstaltungen auch durch die Gemeinde oder den Verein genutzt werden kann.


Gutshausgeschichte OZ 6 7 2023

Gutshaus Brookhusen nach der Sanierung 2019, Quelle NDR


Die Schule von Brookhusen

Die Brookhusener Dampfmolkerei

Die Schmieden

Krüge und Gaststätten

Bedeutende Persönlichkeiten aus Brookhusen

Briesemann, (Carl Johann) Franz, Gutsbesitzer
geb. 6.2.1843 Wismar - gest. 1894 Rostock
Vater: Franz Joachim B., Advokat, Numismatiker
1859 in Wismar konfirmiert
verlies Mecklenburg,
schlug vermutlich die juristische Laufbahn ein und lebte wahrscheinlich in England
hatte eine Engländerin zur Frau
1887 Besitzer des RittergutesBrookhusen (bei Schwaan)
ließ das Gutshaus umbauen und einen Galerieflügel anbauen
die Gemälde in seinem Besitz tragen englische Beschriftungen
er bat 1890 Friedrich Schlie um eine Einschätzung seiner Gemäldesammlung und schenkte
seiner Geburtsstadt Wismar 1881 testamentarisch 35 Bilder,
die 1898 an Wismar übergeben und zunächst im Rathaus aufgehängt wurden
die erhaltenen 30 Bilder der Sammlung sind im Stadtgeschichtlichen Museum Schabbelhaus Wismar ausgestellt
(italienische, Stadtlandschaften, holländische Interieurs, französische Rokokobilder)
dazu gehört auch das Bild von David Ryckaert »Farbenreiber« (um 1635
nur eine Hälfte des Originals erhalten, (Kopie in der Eremitage in St. Petersburg)
das ursprünglich als Original angesehene Bild von Jean-Antoine Watteau
»Schäferscene« ist tatsächlich eine Kopie des heute verlorenen Originals.

Opfer von Krieg und Gewalt aus Brookhusen

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Sagen, Geschichten und Legenden rund um Brookhusen

Flurnamen auf der Brookhusener Feldmark

Chronistenkontakt