Zempin Gedichte
Version vom 31. Januar 2026, 10:44 Uhr von HildeStockmann (Diskussion | Beiträge)
- Sammlung von Gedichten über Zempin
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Vineta - Zempin
- Unweit der Stelle, wo einst Vineta versunken,
- Träume ich hier im Sande am Meer
- Denke der Lieben daheim und wünsche
- Sie alle zum schönen Zempin mir her.
- Prospekt 1927 Seebad Zempin
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Zempin - Ein Herz auf Usedom
- Einst fuhr ich durch das schöne Pommernland
- und sang: „Oh Heimat wie bist du so schön“
- da sah ich auf Usedom zur rechten Hand, ein
- kleines vertrautes Örtchen stehn.
- Ich musste von der Hauptstraße abbiegen,
- bis ich vor dem Ortsschild stand, -
- da sah ich eine Pracht vor mir liegen,
- Zempin wird dieser Ort genannt.
- Oh´ welch herrlicher Platz in der Natur,
- man hört nur die Kiefern rauschen, - die
- Menschen nett und gar nicht stur, man konnt
- froh ihren Worten lauschen.
- Als ich dann musste den Ort verlassen, da
- wurde mir ganz plötzlich klar,-
- ich konnte aus den Gesprächen erfassen, dass ich im
- Herzen von Usedom war.
- Im Stillen dacht ich, was würde geschehen,
- hört dieses Herz mal auf zu schlagen?
- Usedom könnte dann nicht mehr bestehen,
- wer würde dieses große Leid ertragen?
- Zempin - du Herz auf Usedom schlag weiter,
- denn jeder es dir danken will, dann
- alle bleiben froh und heiter
- Joachim Müller geschrieben 2005 in Australien. (ca. 80 Jahre)
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Das Zempin - Lied
- (zu singen nach der Melodie des Wolga Liedes,
- auch als „Wer das Scheiden hat erfunden“ bekannt)
- von Erika Stemp, Zempin, Hansestraße.
- In Zempin sind wir zu Hause,
- In Zempin ist unsere Welt.
- Wo die Ostseewellen rauschen,
- Uns der Wald so gut gefällt.
- Fischerboote fahr´n frühmorgens
- Weit hinaus aufs wilde Meer.
- Bringen Hering Aal und Zander
- An den Strand zu uns hierher.
- Reetgedeckte Fischerhäuschen
- Stehen Schmuck in unsrem Ort
- Und so mancher aus der Fremde
- Möchte niemals wieder fort.
- In Zempin ist unsre Heimat,
- Die auf der schönsten Insel liegt,
- Wo Seeadler, Gans und Ente
- Übers Achterwasser fliegt.
- Geh´n wir einmal in die Ferne,
- Um zu suchen unser Glück,
- Zieh´n die Liebe und das Heimweh
- Uns stets nach Zempin zurück.
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ZEMPIN und Vergangenheit
- Reise in die Vergangenheit, ein Brückenschlag durch Raum und Zeit.
- Wie aus dem Gedächtnis schwand Ferienglück, das hier ich fand.
- Seit ein kleines Kind ich war, kamen her wir Jahr für Jahr.
- Wie ich Sandburgen gebaut, ist bis heute mir vertraut.
- Auch nach mehr als 50 Jahren, da ich Glück und Leid erfahren,
- Blieb durch alle Zeiten fort Seelenheimat dieser Ort,
- Der mich herzlich aufgenommen, da noch einmal ich gekommen.
- Wollt im Alter mich von neuem wieder an der Ostsee freuen.
- Scheint die Zeit nicht steh´n geblieben, wenn das, was wir herzlich lieben,
- Tief im Innern uns erhalten zum Trotz äußerer Gewalten?
- Wenn am Strand entlang ich gehe, feinen Sand und Muscheln sehe,
- Mich an Meereswellen freue, bin zu Haus e ich aufs Neue.
- Wieder mich im Banne hält Achterwasser heile Welt.
- Waren wir zur Abendstunde früher oft in Freundesrunde.
- Idyllisch bleibt dies Fleckchen Erde, dass ich so vermissen werde.
- Mai 1991 Dr. Veronika Winler, Pullach /Isartal
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