Laase
| Kenndaten des Orts | |
| Name (heute) | Laase |
| Regionale Einordnung (heute) | |
| Postleitzahl | 18246 |
| Verwaltungsamt | Bützow-Land |
| Landkreis | Rostock |
| Zahlen | |
| Einwohner | |
| Koordinaten | Breite: 53.79992 / Länge: 11.82114 |
Ich bedanke mich besonders bei Frau Dr. Margot Krempien für die Zustimmung Ihr Buch "Laase: Zur Geschichte eines ehemaligen mecklenburgischen Stifts- und Gutsdorfes" als Quelle zu benutzen. K.-D. Koppe
Geographische Lage von Laase
- Koordinaten: Breite: 53.79992 Länge: 11.82114
-Größere Karte von Laase anzeigen-
Einführende Information
Laase Ortsteil der Gemeinde Baumgarten im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern in der Nähe von Eickelberg, Eickhof, Warnow und Bützow

Der Name des Dorfes Laase ist slawischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom altslawischen Wort lěsъ (bzw. dem polnischen las) für Wald oder lazu für Rodeland ab. Laase bedeutet demnach „Siedlung im Wald“ oder „Waldort“.
- Kurztext zu Laase
Laase liegt in Mecklenburg am Baltisch-Mitteldeutschen Jakobsweg (Abschnitt Rostock–Bad Wilsnack) und am historischen Birgitta-Jakobsweg. Der Weg ist durchgehend mit stilisierten weißen Birgittenkreuzen auf Jakobsmuscheln und gelben Pfeilen markiert. 2023 feierte Laase seine 775-jährige urkundliche Ersterwähnung. Laase war zunächst ein Stiftsgut der Bischöfe von Schwerin und später ein ritterschaftliches Gut verschiedener adliger Familien.
(Pilgerweg der Heiligen Birgitta von Schweden: Er empfindet die Route nach Santiago de Compostela nach - von Saßnitz auf Rügen führt er westwärts über die Barlachstadt Güstrow weiter bis nach Niedersachsen. Im Norden von Baumgarten verbindet noch ein weiterer kleiner Pilgerweg, der Kloster- oder Lilienweg, die Klöster in Neukloster und Rühn).
https://www.jakobsweg.de/birgitta-jakobsweg-folge-der-heiligen-birgitta-durch-norddeutschland/
https://pilger-im-norden.de/baltisch-mitteldeutscher-pilgerweg/
Laase im Spiegel von Karten und Luftbildern
-
Laase Rothenmoor Schependorf Wiebekind 1786
-
Laase Rothenmoor Schependorf Schmettausche 1788
-
Laase Rothenmoor Schependorf Messtisch 1888
-
Historische Topographische Karte um 1900
-
Historische Topographische Karte DDR um 1980
-
Historische Topographische Karte der DDR Ausgabe Volkswirtschaft
-
Historische Topographische Karte um 1995
-
Luftbild Laase und ehemalig Rothenmoor
Bildergalerie zu Laase
Laase - Ortschronik
erste Besitzer von Laase Schweriner Bischöfe
1248 übergabe (4 bzw. 9 Hufe aus Laase) an Collegiatstiftzu Bützow
1248 die von Zernin erste Lehnsbesitzer von Laase (eine Hufe vom Bischof als Lehn erhalten)
1270 Bischof Hermann von Schwerin ordnet an dass Domherr Gotghemak d. Ä. vier Hufen in Laase erhält, wurde schon 22 Jahre früher dem Stift Bützow überwiesen durch Bischof Wilhelm, siehe 1248
1330 überlässt die Familie von Zernin der auf Gross -Labenz angesessenen Wismar'schen Familie Burmeister eine Hufe in Laase
1331 Wismarer Bürger Burmeister erhält eine Hufe zu Laase
1343 Fürsten Albrecht und Johann von Mecklenburg gelangen zu einem großen Teil in den Besitz derer von Zernin.
1343 aber erscheint das Dorf Laase zum ersten Mal als Nebengut von Eickhof, indem Herzog Albrecht sowohl dieses als auch das Dorf Labenz und acht Hufen in Laase an Reimar von Bülow verpfändet.
1372 das Schweriner Domkapitel tritt in den Pfandbesitz vorübergehend ein
???? drei Hufen zu Laase kommen in den Besitz der Herren von Negendank die sie
1413 denen von Barner überlassen
1494 von Lützow im Besitz der Vogtei Eickhof, stellten Anspruch auf den Besitz der Hufe Laase
16.zehntes Jahrhundert Prozess mit den Herren von Lützow, die von 1494 an in den Besitz der Vogtei Eickhof gelangt sind
1647 Laase an Familie Reppenhagen
1651 Laase an die von Wackerbarth
1659 von Plessen erwirbt Laase
1682 Familie Brandt
1698 Familie Müller
1734 Von Plessen wieder im Besitz von Laase
1781-1793 Laase im Besitz derer von Lützow
1829 Laase an die von Buch, durch Verwandschaft mit den von Lützow
1834 Joachim Bernhard Peltz
1845 wird Heinrich Zander dessen Rechtsnachfolger
1872 Franz Emil Jensen
1876- 1945 Familie Vedoua im Besitz von Laase
Kirche
frühgotische Saalkirche mit Sakristei wurde im 14. Jahrhundert erbaut Untersuchungen am Dachstuhl weisen auf einen Vorgängerbau als Stabbohlenbauwerk (hölzerne Dorfkirche) hin, die auf das Jahr 1243 hinweist.
Geistliche
Mittelalter keine Unterlagen
1651 bis 1680 ist Wilhelm Satz Pastor zu Laase
1680 bis 1702 Justus Sieverts
1702 bis 1723 Joh. Friedr. Stavenhagen
1726 folgt Joh. Friedrich Röhring, Kirchen zu Laase und Eickelberg bis 1761 mit einander verbunden
ab 1761 hat Laase wieder einen eigene Pastor. Pastor Anton August Schwerdtfeger.
1786 Laase und Eickelberg Kirchen zusammen verwaltet.
1794 folgt der Sohn Aug. Christian Ludw. Schwerdtfege
Inventar

Frühromanische Granitfünte, in Stein-auf-Stein Klopftechnik hergestellt, besteht nur noch aus der Kuppa und ist auf die Zeit von vor 1160 datiert, stand und wurde vor der Kirche benutzt.
Eucharistieschrank- Darstellung des “Christus als Schmerzensmann”, mit den Marterwerkzeugen, auf der Innenseite des Sakramentsschrankes aus dem 14. Jahrhundert. Die Figur hebt sich von einem rothen Grunde mit goldenen Sternen ab, wie dies von 1350 bis 1430 weithin beliebt war.
- Eucharistieschrank- Aufbewahrung der Eucharistie wird in der Kirche als Tabernakel oder Sakramentshaus bezeichnet.
- Tabernakel: Ein kleiner, oft reich verzierter Wandschrank oder Kasten auf dem Altar oder in einer Seitenkapelle.
- Zweck: Darin werden die nach der Messe übrig gebliebenen geweihten Hostien (der Leib Christi) für die Kommunion Kranker oder zur stillen Anbetung aufbewahrt.
- Ewiges Licht: Eine kleine Lampe in der Nähe zeigt an, dass der Tabernakel gefüllt ist.

Von dem mittelalterlichen Altarschrein blieben die Figuren der Maria und des Jesus erhalten
Die Figuren des Nikolas und der Katharina wurden 1979 gestohlen. Sie wurden 2002 als Kopien gestiftet.

Ein kleines Kruzifix wird auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts datiert.
Turm, so breit wie das Kirchenschiff, trägt einen Pyramidenhelm
Chor besitzt einen Giebel mit Backsteinblenden
Die heutige Glocke (Dm. 0,86 m), wurde 1852 unter dem Patronat des Heinrich Zander aus einer älteren Glocke von P. M. Hausbrandt in Wismar umgegossen
Friedhof
Reste einer vermutlich über 800-jährigen Linde (Naturdenkmal), die immer noch Blätter austreibt.
Schule
Quellen
Dr. Margot Krempien Buch "Laase: Zur Geschichte eines ehemaligen mecklenburgischen Stifts- und Gutsdorfes"
https://www.kirche-mv.de/buetzow/kirche-vor-ort/laase
https://www.buetzow-schwaan.de/laase.htm
https://www.kirche-mv.de/buetzow/pilger-willkommen
https://www.jakobsweg.de/birgitta-jakobsweg-folge-der-heiligen-birgitta-durch-norddeutschland/
https://www.youtube.com/watch?v=F9awuLnnc1I&time_continue=113&source_ve_path=NzY3NTg&embeds_referring_euri=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2Fsearch%3Fclient%3Dopera%26q%3DLaase%26sourceid%3Dopera%26ie%3DUTF-8%26oe%3DUTF-8%26sei%3DIEZSapvOOfSAxc8P9snH4A4&themeRefresh=1 2802025 interwiev m. krembien
https://de.wikipedia.org/wiki/Stralendorff