Brookhusen - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen

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====Der Verein Miteinander Benitz-Brookhusen e. V.====
====Der Verein Miteinander Benitz-Brookhusen e. V.====
:am 16.Februar 1995 gründete sich der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e. V.
:Er hatte 8 Gründungsmitglieder
:Vorsitzende war Annelies Buhrand, Stellvertreter Dr. Bernd Heilmann
:Mit der Vereinsgründung sollte insbesondere das kulturelle und gemeinschaftliche Leben in Benitz wiederbelebt werden,
:welches durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die neuen Bedingungen nach der Wiedervereinigung beider deutscher
:Staaten im Jahr 1990 fast zum Erliegen gekommen war. Jeder hatte beruflichen Veränderungen, Arbeitslosigkeit und
:Neuorientierung, mit der Übernahme der eigenen Wohngrundstücke in privaten Besitz und persönlichen Veränderungen zu tun,
:so dass das bis dahin sehr gut funktionierende gemeinschaftliche Miteinander kaum noch existierte.
:In seiner Satzung sind die Aufgaben des Vereins daher wie folgt verankert.
:• Aktivierung dörflicher Traditionen
:• Entwicklung von Freizeitangeboten
:• Organisation von sozialer Betreuung für ältere Bürger, Behinderte und Bürger mit sozialen Problemen
:• Erhalt und Pflege des Gemeindezentrums einschließlich des Sport- und Spielplatzes
:• Entwicklung eines aktiven Umweltbewusstseins bei allen Bürgern der Gemeinde
:.   
:In den folgenden Jahren wurden mit Hilfe von Fördergeldern Gemeindehelfer zur Unterstützung des kulturellen
:und sozialen Lebens beschäftigt. Mit ihnen gemeinsam organisierte der Verein verschiedene Veranstaltungen für Jung und Alt.
:Es gab Angebote für die Kinder in den Ferien, gemeinsame Ausflüge, Lagerfeuer, kreative Angebote, Weihnachtsfeiern, der
:Frauentag und der Kindertag wurden wieder gefeiert, ein jährlicher Frühjahrsputz wurde organisiert.
:.
:Außerdem beging Benitz im Jahr 1995, dem Jahr der Vereinsgründung, das 725-jährige Bestehen des Ortes.
:Erste Aktivität des Vereins war demzufolge die Organisation einer Festwoche zum Jubiläum im Juni 1995. Neben einer Festsitzung,
:einer Ausstellung und der Festsitzung der Jagdgesellschaft wurde ein großes dreitägiges Dorffest mit einem Umzug durch das Dorf
:organisiert. In dem Umzug stellten Benitzer Einwohner und Einwohnerinnen die verschiedenen Epochen und das Leben im Ort dar.
:So wurden alte Trachten ebenso gezeigt, wie Pferdefuhrwerke mit Flüchtlingen nach 1945, alte landwirtschaftliche Geräte und
:Spritzentechnik der Feuerwehr, ein Rückblick in die damalige Dorfschulzeit durfte auch nicht fehlen.
:.   
:In den Jahren seines Bestehens entwickelte sich nicht nur das Dorf, sondern mit ihm auch sein Verein.
:Zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2025 zählte der Verein bereits 115 Mitglieder, das jüngste gerade einmal 2 Jahre und das älteste 88.
:Diese Bandbreite der Mitglieder spiegelt sich auch in den organisierten Aktivitäten wieder. Es gibt Angebote für Kinder,
:berufstätige Erwachsene und auch die älteren Mitbürger werden nicht vergessen. Ebenso vielfältig sind die Veranstaltungen.
:Sie reichen vom Tannenbaum-, Oster- und Herbstfeuer über Kino-, Bastel- und Spielangebote, Ferienaktivitäten und Kaffeenachmittage,
:kreative Angebote, regelmäßige Sportangebote und Fußballturniere, Frauen-, Herren- und Kindertag-Festen, Weihnachtswichteln,
:Adventsmarkt und -singen bis zu den jährlichen Highlights - dem großen Dorffest im Juni und dem Konzert im Brookhusener Park im Juli.
:Außerdem bringt der Verein jährlich zwei eigene Zeitungen "Dorfstraße 1" heraus.
:In seiner 30-jährigen Vereinsgeschichte wurden insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport über 30 verschiedene
:Projekte mit Hilfe von Förderungen durchgeführt. Zwei besondere Projekte waren die Benitzer Bücher, zu denen Jugendliche Interviews
:mit den älteren Einwohnern geführt und ihre Geschichten und damit die Dorfgeschichte nach 1945 aufgeschrieben haben.
:siehe hierzu auch das Kapitel ''Sagen, Geschichten und Legenden rund um Benitz''
[[Datei:Deckblatt Milchkanne.jpg|thumb|300px|links||Benitzer Geschichten; Teil 1]]
[[Datei:Deckblatt Spielplatz.jpg|thumb|300px|zentriert||Benitzer Geschichten; Teil 2]]
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=Der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e.V.=
=Der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e.V.=

Version vom 13. April 2026, 16:33 Uhr


Kenndaten der Ortschronik
OrtBrookhusen
Zeitlicher Schwerpunkt1875-1960; fortlaufend
UrheberrechteUvw Xyz
Erstellungszeitraumseit 2018
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte der Gemeinde ...
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Die Geschichte von Brookhusen

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Brookhusen im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

1301
erste Erwähnung von Brookhusen (MUB 1367, 2743)
(hat 2026 seine 750-Jahrfeier)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Kaiserreich (1871-1918)

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

1959
Schaffung einer zentralen Wasserversorgung in Brookusen 1965

Die heutige Zeit

Der Verein Miteinander Benitz-Brookhusen e. V.

am 16.Februar 1995 gründete sich der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e. V.
Er hatte 8 Gründungsmitglieder
Vorsitzende war Annelies Buhrand, Stellvertreter Dr. Bernd Heilmann
Mit der Vereinsgründung sollte insbesondere das kulturelle und gemeinschaftliche Leben in Benitz wiederbelebt werden,
welches durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die neuen Bedingungen nach der Wiedervereinigung beider deutscher
Staaten im Jahr 1990 fast zum Erliegen gekommen war. Jeder hatte beruflichen Veränderungen, Arbeitslosigkeit und
Neuorientierung, mit der Übernahme der eigenen Wohngrundstücke in privaten Besitz und persönlichen Veränderungen zu tun,
so dass das bis dahin sehr gut funktionierende gemeinschaftliche Miteinander kaum noch existierte.
In seiner Satzung sind die Aufgaben des Vereins daher wie folgt verankert.
• Aktivierung dörflicher Traditionen
• Entwicklung von Freizeitangeboten
• Organisation von sozialer Betreuung für ältere Bürger, Behinderte und Bürger mit sozialen Problemen
• Erhalt und Pflege des Gemeindezentrums einschließlich des Sport- und Spielplatzes
• Entwicklung eines aktiven Umweltbewusstseins bei allen Bürgern der Gemeinde
.
In den folgenden Jahren wurden mit Hilfe von Fördergeldern Gemeindehelfer zur Unterstützung des kulturellen
und sozialen Lebens beschäftigt. Mit ihnen gemeinsam organisierte der Verein verschiedene Veranstaltungen für Jung und Alt.
Es gab Angebote für die Kinder in den Ferien, gemeinsame Ausflüge, Lagerfeuer, kreative Angebote, Weihnachtsfeiern, der
Frauentag und der Kindertag wurden wieder gefeiert, ein jährlicher Frühjahrsputz wurde organisiert.
.
Außerdem beging Benitz im Jahr 1995, dem Jahr der Vereinsgründung, das 725-jährige Bestehen des Ortes.
Erste Aktivität des Vereins war demzufolge die Organisation einer Festwoche zum Jubiläum im Juni 1995. Neben einer Festsitzung,
einer Ausstellung und der Festsitzung der Jagdgesellschaft wurde ein großes dreitägiges Dorffest mit einem Umzug durch das Dorf
organisiert. In dem Umzug stellten Benitzer Einwohner und Einwohnerinnen die verschiedenen Epochen und das Leben im Ort dar.
So wurden alte Trachten ebenso gezeigt, wie Pferdefuhrwerke mit Flüchtlingen nach 1945, alte landwirtschaftliche Geräte und
Spritzentechnik der Feuerwehr, ein Rückblick in die damalige Dorfschulzeit durfte auch nicht fehlen.
.
In den Jahren seines Bestehens entwickelte sich nicht nur das Dorf, sondern mit ihm auch sein Verein.
Zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2025 zählte der Verein bereits 115 Mitglieder, das jüngste gerade einmal 2 Jahre und das älteste 88.
Diese Bandbreite der Mitglieder spiegelt sich auch in den organisierten Aktivitäten wieder. Es gibt Angebote für Kinder,
berufstätige Erwachsene und auch die älteren Mitbürger werden nicht vergessen. Ebenso vielfältig sind die Veranstaltungen.
Sie reichen vom Tannenbaum-, Oster- und Herbstfeuer über Kino-, Bastel- und Spielangebote, Ferienaktivitäten und Kaffeenachmittage,
kreative Angebote, regelmäßige Sportangebote und Fußballturniere, Frauen-, Herren- und Kindertag-Festen, Weihnachtswichteln,
Adventsmarkt und -singen bis zu den jährlichen Highlights - dem großen Dorffest im Juni und dem Konzert im Brookhusener Park im Juli.
Außerdem bringt der Verein jährlich zwei eigene Zeitungen "Dorfstraße 1" heraus.


In seiner 30-jährigen Vereinsgeschichte wurden insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport über 30 verschiedene
Projekte mit Hilfe von Förderungen durchgeführt. Zwei besondere Projekte waren die Benitzer Bücher, zu denen Jugendliche Interviews
mit den älteren Einwohnern geführt und ihre Geschichten und damit die Dorfgeschichte nach 1945 aufgeschrieben haben.
siehe hierzu auch das Kapitel Sagen, Geschichten und Legenden rund um Benitz
Benitzer Geschichten; Teil 1
Benitzer Geschichten; Teil 2


Der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e.V.

am 16.Februar 1995 gründete sich der Verein "Miteinander Benitz-Brookhusen" e. V.
Er hatte 8 Gründungsmitglieder
Vorsitzende war Annelies Buhrand, Stellvertreter Dr. Bernd Heilmann
Mit der Vereinsgründung sollte insbesondere das kulturelle und gemeinschaftliche Leben in Benitz wiederbelebt werden,
welches durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die neuen Bedingungen nach der Wiedervereinigung beider deutscher
Staaten im Jahr 1990 fast zum Erliegen gekommen war. Jeder hatte beruflichen Veränderungen, Arbeitslosigkeit und
Neuorientierung, mit der Übernahme der eigenen Wohngrundstücke in privaten Besitz und persönlichen Veränderungen zu tun,
so dass das bis dahin sehr gut funktionierende gemeinschaftliche Miteinander kaum noch existierte.
In seiner Satzung sind die Aufgaben des Vereins daher wie folgt verankert.
• Aktivierung dörflicher Traditionen
• Entwicklung von Freizeitangeboten
• Organisation von sozialer Betreuung für ältere Bürger, Behinderte und Bürger mit sozialen Problemen
• Erhalt und Pflege des Gemeindezentrums einschließlich des Sport- und Spielplatzes
• Entwicklung eines aktiven Umweltbewusstseins bei allen Bürgern der Gemeinde
.
In den folgenden Jahren wurden mit Hilfe von Fördergeldern Gemeindehelfer zur Unterstützung des kulturellen
und sozialen Lebens beschäftigt. Mit ihnen gemeinsam organisierte der Verein verschiedene Veranstaltungen für Jung und Alt.
Es gab Angebote für die Kinder in den Ferien, gemeinsame Ausflüge, Lagerfeuer, kreative Angebote, Weihnachtsfeiern, der
Frauentag und der Kindertag wurden wieder gefeiert, ein jährlicher Frühjahrsputz wurde organisiert.
.
Außerdem beging Benitz im Jahr 1995, dem Jahr der Vereinsgründung, das 725-jährige Bestehen des Ortes.
Erste Aktivität des Vereins war demzufolge die Organisation einer Festwoche zum Jubiläum im Juni 1995. Neben einer Festsitzung,
einer Ausstellung und der Festsitzung der Jagdgesellschaft wurde ein großes dreitägiges Dorffest mit einem Umzug durch das Dorf
organisiert. In dem Umzug stellten Benitzer Einwohner und Einwohnerinnen die verschiedenen Epochen und das Leben im Ort dar.
So wurden alte Trachten ebenso gezeigt, wie Pferdefuhrwerke mit Flüchtlingen nach 1945, alte landwirtschaftliche Geräte und
Spritzentechnik der Feuerwehr, ein Rückblick in die damalige Dorfschulzeit durfte auch nicht fehlen.
.
In den Jahren seines Bestehens entwickelte sich nicht nur das Dorf, sondern mit ihm auch sein Verein.
Zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2025 zählte der Verein bereits 115 Mitglieder, das jüngste gerade einmal 2 Jahre und das älteste 88.
Diese Bandbreite der Mitglieder spiegelt sich auch in den organisierten Aktivitäten wieder. Es gibt Angebote für Kinder,
berufstätige Erwachsene und auch die älteren Mitbürger werden nicht vergessen. Ebenso vielfältig sind die Veranstaltungen.
Sie reichen vom Tannenbaum-, Oster- und Herbstfeuer über Kino-, Bastel- und Spielangebote, Ferienaktivitäten und Kaffeenachmittage,
kreative Angebote, regelmäßige Sportangebote und Fußballturniere, Frauen-, Herren- und Kindertag-Festen, Weihnachtswichteln,
Adventsmarkt und -singen bis zu den jährlichen Highlights - dem großen Dorffest im Juni und dem Konzert im Brookhusener Park im Juli.
Außerdem bringt der Verein jährlich zwei eigene Zeitungen "Dorfstraße 1" heraus.


In seiner 30-jährigen Vereinsgeschichte wurden insbesondere für die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport über 30 verschiedene
Projekte mit Hilfe von Förderungen durchgeführt. Zwei besondere Projekte waren die Benitzer Bücher, zu denen Jugendliche Interviews
mit den älteren Einwohnern geführt und ihre Geschichten und damit die Dorfgeschichte nach 1945 aufgeschrieben haben.
siehe hierzu auch das Kapitel Sagen, Geschichten und Legenden rund um Benitz
Benitzer Geschichten; Teil 1
Benitzer Geschichten; Teil 2


Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von Brookhusen

Das Gutshaus von Brookhusen

www.Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern


Beitrag Schloss Brookhusen 18 11 2000 OZ
Kindergarten im Rittersaal Brookhusen OZ 7_6_2001


Autor: Antje Rädel
Wie alt ist eigentlich das Schloss in Brookhusen und wem gehörte es?
Das Gut Brookhusen gibt es bereits seit 1397, zumindest ist es seit dieser Zeit urkundlich belegt.
Ursprünglich gehörte Brookhusen genau wie Wahrstorf zum Gut Ziesendorf und stellte somit ein adliges Nebengut dar.
Es befand sich anfangs im Besitz der Familie von Reventlow. Das Schloss in seiner heutigen Form gab es damals noch nicht.
Es gab lediglich ein zweigeschossiges Haupthaus für den Gutsherrn und seine Bediensteten.
Zum Gut gehörte der Gutspark, der auch heute noch als Park und Streuobstwiese genutzt wird. Im Laufe der Zeit wechselte
das Schloss oft seine Besitzer, es wurde vererbt, verkauft, fiel mangels fehlender Erben oder fehlenden Vermögens
an Würdenträger der jeweiligen Zeit.
Nachzulesen ist dies für Interessierte detailliert auf der Internetseite
https: //Gutshäuser.de/de/Guts- & Herrenhäuser / Gutshäuser - B / Brookhusen.
Jeder neue Besitzer hat dem Schloss je nach verfügbarer Zeit und Mittel seinen Stempel aufgedrückt. Es wurde an- und umgebaut,
nach einem Brand neu errichtet, erweitert und sowohl außen als auch innen dem Geschmack und Stil der jeweiligen Zeiten angepasst.
Der letzte Besitzer, die Familie von Restorff wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bodenreform enteignet.
Das Gutshaus wurde ab 1945 eine Zuflucht und das neue Zuhause von Flüchtlingen. Einige erwarben später Land und bauten ein eigenes Haus,
einige blieben lange dort wohnen obwohl es nicht einmal Wasser im Haus gab und die Toilette auf dem Hof war.
Bis Anfang der 90er Jahre war das Schloss bewohnt.
Als der letzte Bewohner ausgezogen war, versuchte die Gemeinde, das immer mehr dem Verfall preisgegebene Schloss zu verkaufen.
Da sich in den Jahren bis 1999 kein solider Käufer finden ließ, bereits Bäume aus dem Dach wuchsen und Wind und Wetter an der
verbliebenen Bausubstanz nagten, drohte dem Gebäude beinahe der Abriss. 1999 fand sich schließlich ein neuer Eigentümer, der
das denkmalgeschützte Haus sanieren und dort u. a. eine Kindertagesstätte betreiben wollte. Er sanierte Teile im Erdgeschoss
bis ihm offensichtlich die notwendigen Mittel ausgingen, erhielt wegen der Baufälligkeit der restlichen Gebäudeteile keine
Betriebserlaubnis und gab auf. Nun stand das Schloss wieder ohne Eigentümer da und die Gemeinde erwirkte die Rückgabe, weil
der Investor seinen Verpflichtungen zum Erhalt nicht nachkommen konnte.
2009 kauften schließlich die jetzigen Eigentümer Thomas Wege und seine Frau Antje das verfallene Gutshaus und verwirklichten
damit ihren Traum, Schlossbesitzer zu werden.
Nach 15 Jahren Bauzeit ist nun ein Ende abzusehen. Das Schloss im Stil der Neorenaissance konnte durch den neuen Besitzer mit
sehr viel Eigeninitiative und unermüdlichem persönlichen Einsatz vor dem Abriss gerettet werden. Heute bietet es in altem Glanz
der Familie Wege eine Wohnstätte. Zum Tag des offenen Denkmals war es unter Führung des Schlossherren für jeden zu besichtigen.
Wer dort war, konnte sich von der beeindruckenden Neugestaltung der Innenräume überzeugen lassen und erahnen, welchen Aufwand
die Familie bis hierhin bereits hatte.
Nach den nun bereits überschaubaren noch ausstehenden Arbeiten an den Ferienwohnungen im zweiten Geschoss werden dort zukünftig
Feriengäste in historischem Flair wohnen können.
Direkt unter dem Dach entstand ein Gemeinschaftsraum, der für Veranstaltungen auch durch die Gemeinde oder den Verein genutzt werden kann.


Gutshausgeschichte OZ 6 7 2023

Gutshaus Brookhusen nach der Sanierung 2019, Quelle NDR


(zu den Besitzverhältnissen bis 2007 von Cordula Schultz, Eutin, den 6. Februar 2020)
Quelle: https: //Gutshäuser.de/de/Guts- & Herrenhäuser / Gutshäuser - B / Brookhusen
1397 - 1681 Familie von Reventlow
Ursprünglich war Brookhusen zusammen mit dem Bauerndorf Wahrstorf ein adliges Nebengut des Gutes Ziesendorf
und befand sich seit 1397 im Besitz der Familie von Reventlow. Wegen Überschuldung verkaufte Berndt von Reventlow
das durch den Schwedisch-Brandenburgischen Krieg (1674 - 1679) verwüstete Gut
1681 - ca. 1697 Familie von Pederstorf
1697 - 1698 Dietrich III von Wolffrath (Bürgermeister der Stadt Rostock)
1698 - ca. 1731 Dietrich IV von Wolffrath erbte das Gut von seinem Vater
1731 - 1756 Helmuth von Petersdorff (Güstrower Hofgerichtspräsidenten und Landrat auf Ziesendorf)
1756 - 1781 Elisabeth Oelgard von Blücher (Nichte von Helmuth von Petersdorff)
Ihr Sohn, Friedrich Helmuth Ludwig von Blücher verkaufte Brookhusen 1781
1781 - 1786 Bernhard Julius Christoph Stein
1786 - 1795 Die Erben des Bernhard Julius Christoph Stein
1795 - 1801 Major Joachim Franz Detlov von Bilau (Bilow)
1801 - 1809 Hofjägermeister Carl Johann von Stein
1809 - 1826 Johann Jacob Maue
1826 - 1833 Hofjägermeister Johann Georg von Stern
1833 - 1840 Ferdinand Ernst Christian von Schack
1840 - 1865 Konsul Martin Koester (königlich-preußischen Konsul in Rostock)
1865 - 1888 Friedrich Ludwig August Never
1888 - 1894 Carl Johann Franz Briesemann
Er ließ ab 1889 das Gutshaus renovieren und umbauen. Das Hauptgebäude wurde dabei um ein Querhaus erweitert,
in dem er seine Gemäldesammlung unterbrachte. An die Baumaßnahmen erinnert das Fähnchen an der Spitze des Turmes.
Die von Briesemann zusammengetragene Kollektion herausragender Gemälde des 16. bis 18. Jahrhunderts von italienischen,
französischen und niederländischen Meistern, vermachte er 1891 seiner Geburtsstadt Wismar.
Die Sammlung befindet sich im Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums; einige Bilder finden sich im Rathaus Wismar.
1894 - 1918 Die Erben des Carl Johann Franz Briesemann
1918 - 1921 Major a. D. Reinhold Louis Wilhelm von Restorff
1921 - 1945 Elisabeth Marie Karoline Juliane von Restorff, geb. von Plessen
Nach dem Tod des Reinhold Louis Wilhelm von Restorff im Jahr 1921 wurde das Gut von seiner Witwe verpachtet
bis der Sohn Wilhelm Louis Gustav die Bewirtschaftung am 01.07.1938 übernahm.
Er wird als letzter Besitzer von Brookhusen seit 1944 in Budapest vermisst.
1945 – 1990 Die Familie von Restorff wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Bodenreform enteignet. In das Gutshaus zogen Flüchtlinge ein.
1990 – 1999 Nach 1990 verfiel das immer noch bewohnte Herrenhaus zunehmend.
1999 - 2007 Ein neuer Eigentümer plante das denkmalgeschützte Haus zu sanieren und eine Kindertagesstätte einzurichten, was nicht gelang
2007 - 2009 Eine Rückgabeklausel für den Fall, dass der Investor seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, führte zur Rückübertragung an die Gemeinde.
ab 2009 Antje und Thomas Wege verwirklichen ihren Traum, Schlossbesitzer zu werden.

Die Schule von Brookhusen

Die Brookhusener Dampfmolkerei

Die Schmieden

Krüge und Gaststätten

Bedeutende Persönlichkeiten aus Brookhusen

Briesemann, (Carl Johann) Franz, Gutsbesitzer
geb. 6.2.1843 Wismar - gest. 1894 Rostock
Vater: Franz Joachim B., Advokat, Numismatiker
1859 in Wismar konfirmiert
verlies Mecklenburg,
schlug vermutlich die juristische Laufbahn ein und lebte wahrscheinlich in England
hatte eine Engländerin zur Frau
1887 Besitzer des RittergutesBrookhusen (bei Schwaan)
ließ das Gutshaus umbauen und einen Galerieflügel anbauen
die Gemälde in seinem Besitz tragen englische Beschriftungen
er bat 1890 Friedrich Schlie um eine Einschätzung seiner Gemäldesammlung und schenkte
seiner Geburtsstadt Wismar 1881 testamentarisch 35 Bilder,
die 1898 an Wismar übergeben und zunächst im Rathaus aufgehängt wurden
die erhaltenen 30 Bilder der Sammlung sind im Stadtgeschichtlichen Museum Schabbelhaus Wismar ausgestellt
(italienische, Stadtlandschaften, holländische Interieurs, französische Rokokobilder)
dazu gehört auch das Bild von David Ryckaert »Farbenreiber« (um 1635
nur eine Hälfte des Originals erhalten, (Kopie in der Eremitage in St. Petersburg)
das ursprünglich als Original angesehene Bild von Jean-Antoine Watteau
»Schäferscene« ist tatsächlich eine Kopie des heute verlorenen Originals.

Opfer von Krieg und Gewalt aus Brookhusen

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Sagen, Geschichten und Legenden rund um Brookhusen

Flurnamen auf der Brookhusener Feldmark

Chronistenkontakt