Marlow - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen

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===Die Marlower Schulen===
===Die Marlower Schulen===
==Persönlichkeiten die mit Marlow eng verbunden waren==
;Beckmann, Adolf Augustin
Theologe
geb. 1738 Marlow
gest. 3.2.1810 Groß Gievitz
Vater: Hermann David B., Theologe
Schule in Güstrow; 1762 Pastor in Schwinkendorf;
1773 Pastor in Groß Gievitz; 1785 Gedächtnispredigt
auf Herzog Friedrich (den Frommen); Mitglied der
Lausitzer Bienengesellschaft; Fachschriftsteller über
Bienenzucht.
;Ehrich, Carl (Friedrich Heinrich)
Mediziner
geb. 21.1.1841 Plau
gest. 30.11.1918 Ribnitz(-Damgarten)
Vater: Carl (Heinrich Wilhelm) E., Pädagoge, Kantor, Organist
1859 Abitur an der Großen Stadtschule Rostock;
Medizinstudium und 1866 Promotion in Rostock;
1866-1909 praktischer Arzt in Marlow; 1894
Sanitätsrat; 1897 Medizinalrat; 1909 Umzug nach
Doberan; lebte in den letzten Jahren bei seiner
Tochter Margarete Range in Ribnitz.
;Ehrich, Carl (August Wilhelm Maria)
Mediziner
geb. 28.2.1875 Marlow
gest. 30.1.1936 Rostock
Vater: Carl (Friedrich Heinrich) E., Mediziner
1896 Abitur in Güstrow; Medizinstudium in Rostock
und München; 1902 Promotion in Rostock; Arzt in
München und Danzig; 1904-1936 praktischer Arzt
in Marlow; »Die Gesichtslagen in der Münchener
Universitäts-Frauenklinik in den Jahren 1896-1900«
(Diss., 1902).
;Ehrich, Carl (Wilhelm Ewald Albrecht)
Mediziner
geb. 7.7.1906 Marlow
gest. 6.4.1991 Rostock
Vater: Carl (August Wilhelm Maria) E., Mediziner
Bis 1925 Große Stadtschule Rostock; Medizinstudium
in Heidelberg, Wien und Rostock; 1933 Promotion
in Rostock; übernahm 1936 die Arztpraxis seines
Vaters in Marlow, die er bis 1958 leitete; 1958-1976
Leiter der Außendienststelle der Poliklinik Rostock;
Sanitätsrat; »Komplementsbindungsversuche bei
Gonorrhoe unter Berücksichtigung der in den letzten
Jahren gesammelten Erfahrungen an der Universitäts-
Hautklinik zu Rostock« (Diss., 1933).
;Lessen, Friedrich August
Kaufmann, Soldat, niederdeutscher Schriftsteller
get. 7.6.1780 Malchow (Müritz)
gest. 21.1.1827 Marlow
Vater: Johann Friedrich L., Küchenmeister
Verlebte seine Kindheit im Kloster Malchow, wo sein
Vater († 1786) Küchenmeister war; Klosterschule
Malchow; Husar im schwedischen Dienst; Student
in Königsberg; Handelsmann in London; 1808
Kaufmann in Schweden und Rückkehr nach
London; Teilnehmer der Befreiungskriege 1813-
1815, 1813 im Freiwilligen Jägerkorps in Güstrow,
1814 Sekondeleutnant in Waren; 1815 Leutnant
im preußischen Jäger-Regiment, Eisernes Kreuz
für Tapferkeit in den Schlachten bei Ligny und
Waterloo; 1919-1921 Garnisonsdienst in Halle,
Premierleutnant; 1822 Wanderung zu Fuß von
Mecklenburg nach Griechenland; besuchte auf dem
Rückweg das Grab Johann Gottfried Seumes in
Teplitz-Schönau und kehrte 1823 geschwächt nach
Mecklenburg zurück; schrieb einen Erlebnisbericht
seiner Griechenlandreise; daneben entstand auch ein
umfangreiches Versepos in niederdeutscher Sprache;
John Brinckman erwähnte ihn in »Kasper Ohm un ick«
(1855); lebte in seinen letzten Jahren ohne festen
Wohnsitz in dürftigen Verhältnissen bei Freunden in
Malchow, Güstrow und Marlow; »Schilderung einer
enthusiasmirten Reise nach Griechenland im Jahr
1822« (1823); »Hellenia. Ein Taschenbauck« (1824;
Reprint, 2006).
;Meyer, Alfred
Theologe, Pädagoge
geb. 25.3.1842 Boizenburg (Elbe)
gest. 5.1.1922 Hannover
begr. Marlow
Vater: Johann Carl M., Pädagoge, Küster
Ehefrau: Theodora (Juliane Caroline) M., Schriftstellerin
1868 Lehrer am Friedrich-Franz-Gymnasium
Parchim; 1869 Hilfsprediger in Lübz; 1873 Pastor
in Ahrensberg; 1881 in Rittermannshagen; 1898-
1917 Pastor in Tipton (Kansas/USA); lebte dann als
Emeritus in Lincoln (Nebraska/USA); nach dem Ersten
Weltkrieg wieder in Deutschland; 1887 Mitglied der
Hilfsabteilung der Prüfungskommission, seit 1891
der ordentlichen Kommission; gemeinsam mit Max
Kliefoth Redakteur des »Mecklenburgischen Kirchen-
und Zeitblatts« (1890-1898); »Hausandachtsbuch
für die lutherischen Gemeinden Mecklenburgs.
Tägliche Abendandachten nach der Ordnung des
Kirchenjahres« (1886).
;Passow, Werner (Gaston Rudolph Theodor
Adolph)
Jurist, Bürgermeister
geb. 9.12.1854 Röbel
gest. 26.10.1919 Marlow
Vater: Heinrich (Friedrich Franz) P., Theologe
Jurastudium in Heidelberg; 1873 Mitglied der
Burschenschaft Frankonia Heidelberg; 1882-1919
Bürgermeister in Marlow; Rücktritt wegen Krankheit.
;Schirmacher, Käthe
Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Parlamentarierin
geb. 6.8.1865 Danzig (Gdánsk/Polen)
gest. 18.11.1930 Meran (Italien)
Vater: Richard S., Kaufmann, Reeder
1883 Examen am Städtischen Lehrerinnenseminar
Danzig; 1887 Oberlehrerinnenexamen an der
Sorbonne in Paris; wegen eines Kehlkopfleidens
drei Jahre Aufenthalt in Breslau; 1893-1895
Romanistikstudium in Zürich; 1895 als eine der
ersten deutschen Frauen Promotion in Zürich;
Korrespondentin für französische Zeitungen; knüpfte
Kontakte zur internationalen Frauenbewegung;
bereiste anlässlich des Internationalen
Frauenkongresses 1893 in Chicago mehrere Monate
die Vereinigten Staaten; 1899 an der Gründung des
Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine beteiligt;
1902 Mitbegründerin des Deutschen Vereins für
Frauenstimmrecht; 1904-1909 Mitgründerin,
Vorstandsmitglied und Dolmetscherin des
Weltbundes für Frauenstimmrecht; Vortragsreisen
zu Kongressen der internationalen Frauenbewegung;
1918 Mitgründerin der DNVP; 1919/20 Mitglied
des Deutschen Reichstages; ihr Wandel zum
konservativen Nationalismus führte zum Verlust
ihrer Ämter und zum Bruch mit der deutschen und
internationalen Frauenbewegung; lebte 1910-1930
gemeinsam mit der Frauenrechtlerin Klara Schleker
überwiegend in Marlow; starb während eines
Kuraufenthalts in Italien; »Die Libertad. Novelle«
(1891); »Der Internationale Frauencongreß in
Chicago 1893. Vortrag ... gehalten in der Ortsgruppe
des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins zu
Dresden, im Verein ›Frauenwohl‹ zu Königsberg i
Pr., im Verein ›Frauenwohl‹ zu Danzig und auf der
Generalversammlung des Allgemeinen Schwäbischen
Frauenvereins zu Stuttgart« (1893); »Théophile de
Viau. Sein Leben und seine Werke (1591-1626)«
(Diss., 1895); »Züricher Studentinnen (1896);
»Sociales Leben. Zur Frauenfrage« (1897); »Aus
aller Herren Länder. Gesammelte Studien und
Aufsätze« (1897); »Voltaire. Eine Biographie«
(1898); »Die moderne Frauenbewegung. Ein
geschichtlicher Überblick« (1905); ihr Nachlass
kam 1931 als Dr.-Käthe-Schirmacher-Schenkung
in der Universitätsbibliothek Rostock (etwa 1000
Mappen mit 22 000 Stücken, davon 15 000 Briefe;
Nachlassverzeichnis und elektronischer Katalog).
;Schleker, Klara
Schriftstellerin, Frauenrechtlerin
geb. 3.6.1852 Grabow (Prignitz)
gest. ?
Lebte 1905 in ihrem Haus in Marlow, bis sie kurz
vor 1930 verarmte und ein Pflegefall wurde;
gemeinsam mit Käthe Schirmacher in der
französischen Frauenbewegung tätig; gründete
neben anderen Ortsgruppen den Liberalen Ortsverein
Marlow; 1919/20 aktiv im Wahlkampf; eröffnete
als Alterspräsidentin 1920 die erste Sitzung des
Landtages von Mecklenburg-Schwerin; »Die Kultur
der Wohnung« (1910); »Die Frau und der Haushalt«
(1912).
;Schmidt, Wilhelm (Eduard Johann Heinrich)
Jurist, Bürgermeister
geb. 13.1.1844 Zettemin
gest. 19.8.1895 (Bad) Doberan
Vater: Wilhelm S., Theologe
Bis 1857 Stadtschule in Malchin, dann Gymnasium
Fridericianum Schwerin; 1865 Jurastudium in
Berlin, Leipzig, Tübingen und Rostock; 1869
Advokatenexamen und Auditor im Amt Lübz; 1871
Richterexamen; stellvertretender Bürgermeister und
Stadtrichter in Marlow; Bürgermeister in Krakow, ab
1879 in Doberan.
;Schneeberg, Karl
Pädagoge, Parlamentarier
geb. 29.10.1894 Zielow
gest. 8.4.1946 Schwerin
Vater: Karl (Johann Wilhelm) S., Pädagoge, niederdeutscher
Schriftsteller
1909-1912 Präparandum Neukloster; 1912/13
Schulassistent in Klockenhagen; 1913/14 und
1919 Lehrerseminar Neukloster; 1914-1918
Kriegsteilnehmer; 1919-1929 Volksschullehrer in
Marlow; 1922 Stadtverordneter in Marlow; 1924
Hauptausschussmitglied der Volkshochschule
und Vorstandsmitglied der Deutschen
Friedensgesellschaft in Schwerin; 1927 Vorsitzender
der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer
für den Bezirk Mecklenburg und Vorstandsmitglied
der SPD in Schwerin; 1928 Vorsitzender der
sozialistischen Kulturgemeinschaft in Schwerin; 1929-
1932 Regierungsrat in Schwerin; 1932 Vorsitzender
des Ortsausschusses der Arbeiterwohlfahrt in
Schwerin; 1921-1933 Mitglied des Landtages von
Mecklenburg-Schwerin (SPD); Oberregierungsrat;
1945 Ministerialrat bei der Landesverwaltung
Mecklenburg-Vorpommern; 1946 Verfasser des
Gesetzes zur demokratischen Schulreform; Nachlass
im Landeshauptarchiv Schwerin.
;Wulf, Ernst
Landwirt
geb. 3.10.1921 Poppendorf (Marlow)
gest. 2.10.1979 Schulenberg
Vater: Bauer
1936-1938 Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof;
1938 Reichsarbeitsdienst, 1939-1945 Wehrmacht und
gefangenschaft; 1945/46 Industriearbeiter in Stuttgart
und 1946-1948 auf dem elterlichen Bauernhof; 1949
Neubauer, 1952 Gründer und bis 1962 Vorsitzender
der LPG Freundschaft in Schulenberg (bei Bad
Sülze); 1963 Abschluss eines Sonderstudiums als
Diplomlandwirt in Rostock; 1964 Vorsitzender der
LPG in Semlow, später der LPG Pflanzenproduktion
Schulenberg; 1960 stellvertretender Vorsitzender,
1964 Vorsitzender des Zentralvorstandes des VdgB;
1963 Mitglied des ZK der SED; 1968-1972 Mitglied
der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften;
1968-1979 Mitglied des Rates für Land- und
Nahrungsgüterwirtschaft.


==Opfer von Krieg und Gewalt aus Marlow==
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Marlow==

Version vom 19. Januar 2023, 19:33 Uhr


Kenndaten der Ortschronik
OrtMarlow
Zeitlicher Schwerpunkt1875-1960; fortlaufend
Urheberrechte...
Erstellungszeitraumseit 20223
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte der Stadt Marlow
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Die Geschichte von Marlow

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Ur- und Frühgeschichte in der Marlower Region

Marlow im späten Mittelalter ( 1286 bis 1517)

Reformation und Nachreformationszeit in Marlow (1517 bis 1648)

Marlow bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Marlow bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Die Zeit des Kaiserreiches in Marlow (1871-1918)

Marlow während der Weimarer Republik (1918-1933)

Marlow im Dritten Reich (1933-1945)

Marlow - SBZ und DDR (1945-1990)

Die heutige Zeit in Marlow

Einigen wichtigen Einrichtungen Marlows und besondere Marksteine in der Stadtgeschichte sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von Marlow

Das Kirchspiel und die Kirche von Marlow

Die Marlower Schulen

Persönlichkeiten die mit Marlow eng verbunden waren

Beckmann, Adolf Augustin

Theologe geb. 1738 Marlow gest. 3.2.1810 Groß Gievitz Vater: Hermann David B., Theologe Schule in Güstrow; 1762 Pastor in Schwinkendorf; 1773 Pastor in Groß Gievitz; 1785 Gedächtnispredigt auf Herzog Friedrich (den Frommen); Mitglied der Lausitzer Bienengesellschaft; Fachschriftsteller über Bienenzucht.


Ehrich, Carl (Friedrich Heinrich)

Mediziner geb. 21.1.1841 Plau gest. 30.11.1918 Ribnitz(-Damgarten) Vater: Carl (Heinrich Wilhelm) E., Pädagoge, Kantor, Organist 1859 Abitur an der Großen Stadtschule Rostock; Medizinstudium und 1866 Promotion in Rostock; 1866-1909 praktischer Arzt in Marlow; 1894 Sanitätsrat; 1897 Medizinalrat; 1909 Umzug nach Doberan; lebte in den letzten Jahren bei seiner Tochter Margarete Range in Ribnitz.


Ehrich, Carl (August Wilhelm Maria)

Mediziner geb. 28.2.1875 Marlow gest. 30.1.1936 Rostock Vater: Carl (Friedrich Heinrich) E., Mediziner 1896 Abitur in Güstrow; Medizinstudium in Rostock und München; 1902 Promotion in Rostock; Arzt in München und Danzig; 1904-1936 praktischer Arzt in Marlow; »Die Gesichtslagen in der Münchener Universitäts-Frauenklinik in den Jahren 1896-1900« (Diss., 1902).


Ehrich, Carl (Wilhelm Ewald Albrecht)

Mediziner geb. 7.7.1906 Marlow gest. 6.4.1991 Rostock Vater: Carl (August Wilhelm Maria) E., Mediziner Bis 1925 Große Stadtschule Rostock; Medizinstudium in Heidelberg, Wien und Rostock; 1933 Promotion in Rostock; übernahm 1936 die Arztpraxis seines Vaters in Marlow, die er bis 1958 leitete; 1958-1976 Leiter der Außendienststelle der Poliklinik Rostock; Sanitätsrat; »Komplementsbindungsversuche bei Gonorrhoe unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen an der Universitäts- Hautklinik zu Rostock« (Diss., 1933).


Lessen, Friedrich August

Kaufmann, Soldat, niederdeutscher Schriftsteller get. 7.6.1780 Malchow (Müritz) gest. 21.1.1827 Marlow Vater: Johann Friedrich L., Küchenmeister Verlebte seine Kindheit im Kloster Malchow, wo sein Vater († 1786) Küchenmeister war; Klosterschule Malchow; Husar im schwedischen Dienst; Student in Königsberg; Handelsmann in London; 1808 Kaufmann in Schweden und Rückkehr nach London; Teilnehmer der Befreiungskriege 1813- 1815, 1813 im Freiwilligen Jägerkorps in Güstrow, 1814 Sekondeleutnant in Waren; 1815 Leutnant im preußischen Jäger-Regiment, Eisernes Kreuz für Tapferkeit in den Schlachten bei Ligny und Waterloo; 1919-1921 Garnisonsdienst in Halle, Premierleutnant; 1822 Wanderung zu Fuß von Mecklenburg nach Griechenland; besuchte auf dem Rückweg das Grab Johann Gottfried Seumes in Teplitz-Schönau und kehrte 1823 geschwächt nach Mecklenburg zurück; schrieb einen Erlebnisbericht seiner Griechenlandreise; daneben entstand auch ein umfangreiches Versepos in niederdeutscher Sprache; John Brinckman erwähnte ihn in »Kasper Ohm un ick« (1855); lebte in seinen letzten Jahren ohne festen Wohnsitz in dürftigen Verhältnissen bei Freunden in Malchow, Güstrow und Marlow; »Schilderung einer enthusiasmirten Reise nach Griechenland im Jahr 1822« (1823); »Hellenia. Ein Taschenbauck« (1824; Reprint, 2006).


Meyer, Alfred

Theologe, Pädagoge geb. 25.3.1842 Boizenburg (Elbe) gest. 5.1.1922 Hannover begr. Marlow Vater: Johann Carl M., Pädagoge, Küster Ehefrau: Theodora (Juliane Caroline) M., Schriftstellerin 1868 Lehrer am Friedrich-Franz-Gymnasium Parchim; 1869 Hilfsprediger in Lübz; 1873 Pastor in Ahrensberg; 1881 in Rittermannshagen; 1898- 1917 Pastor in Tipton (Kansas/USA); lebte dann als Emeritus in Lincoln (Nebraska/USA); nach dem Ersten Weltkrieg wieder in Deutschland; 1887 Mitglied der Hilfsabteilung der Prüfungskommission, seit 1891 der ordentlichen Kommission; gemeinsam mit Max Kliefoth Redakteur des »Mecklenburgischen Kirchen- und Zeitblatts« (1890-1898); »Hausandachtsbuch für die lutherischen Gemeinden Mecklenburgs. Tägliche Abendandachten nach der Ordnung des Kirchenjahres« (1886).

Passow, Werner (Gaston Rudolph Theodor

Adolph) Jurist, Bürgermeister geb. 9.12.1854 Röbel gest. 26.10.1919 Marlow Vater: Heinrich (Friedrich Franz) P., Theologe Jurastudium in Heidelberg; 1873 Mitglied der Burschenschaft Frankonia Heidelberg; 1882-1919 Bürgermeister in Marlow; Rücktritt wegen Krankheit.

Schirmacher, Käthe

Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Parlamentarierin geb. 6.8.1865 Danzig (Gdánsk/Polen) gest. 18.11.1930 Meran (Italien) Vater: Richard S., Kaufmann, Reeder 1883 Examen am Städtischen Lehrerinnenseminar Danzig; 1887 Oberlehrerinnenexamen an der Sorbonne in Paris; wegen eines Kehlkopfleidens drei Jahre Aufenthalt in Breslau; 1893-1895 Romanistikstudium in Zürich; 1895 als eine der ersten deutschen Frauen Promotion in Zürich; Korrespondentin für französische Zeitungen; knüpfte Kontakte zur internationalen Frauenbewegung; bereiste anlässlich des Internationalen Frauenkongresses 1893 in Chicago mehrere Monate die Vereinigten Staaten; 1899 an der Gründung des Verbandes fortschrittlicher Frauenvereine beteiligt; 1902 Mitbegründerin des Deutschen Vereins für Frauenstimmrecht; 1904-1909 Mitgründerin, Vorstandsmitglied und Dolmetscherin des Weltbundes für Frauenstimmrecht; Vortragsreisen zu Kongressen der internationalen Frauenbewegung; 1918 Mitgründerin der DNVP; 1919/20 Mitglied des Deutschen Reichstages; ihr Wandel zum konservativen Nationalismus führte zum Verlust ihrer Ämter und zum Bruch mit der deutschen und internationalen Frauenbewegung; lebte 1910-1930 gemeinsam mit der Frauenrechtlerin Klara Schleker überwiegend in Marlow; starb während eines Kuraufenthalts in Italien; »Die Libertad. Novelle« (1891); »Der Internationale Frauencongreß in Chicago 1893. Vortrag ... gehalten in der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins zu Dresden, im Verein ›Frauenwohl‹ zu Königsberg i Pr., im Verein ›Frauenwohl‹ zu Danzig und auf der Generalversammlung des Allgemeinen Schwäbischen Frauenvereins zu Stuttgart« (1893); »Théophile de Viau. Sein Leben und seine Werke (1591-1626)« (Diss., 1895); »Züricher Studentinnen (1896); »Sociales Leben. Zur Frauenfrage« (1897); »Aus aller Herren Länder. Gesammelte Studien und Aufsätze« (1897); »Voltaire. Eine Biographie« (1898); »Die moderne Frauenbewegung. Ein geschichtlicher Überblick« (1905); ihr Nachlass kam 1931 als Dr.-Käthe-Schirmacher-Schenkung in der Universitätsbibliothek Rostock (etwa 1000 Mappen mit 22 000 Stücken, davon 15 000 Briefe; Nachlassverzeichnis und elektronischer Katalog).

Schleker, Klara

Schriftstellerin, Frauenrechtlerin geb. 3.6.1852 Grabow (Prignitz) gest. ? Lebte 1905 in ihrem Haus in Marlow, bis sie kurz vor 1930 verarmte und ein Pflegefall wurde; gemeinsam mit Käthe Schirmacher in der französischen Frauenbewegung tätig; gründete neben anderen Ortsgruppen den Liberalen Ortsverein Marlow; 1919/20 aktiv im Wahlkampf; eröffnete als Alterspräsidentin 1920 die erste Sitzung des Landtages von Mecklenburg-Schwerin; »Die Kultur der Wohnung« (1910); »Die Frau und der Haushalt« (1912).


Schmidt, Wilhelm (Eduard Johann Heinrich)

Jurist, Bürgermeister geb. 13.1.1844 Zettemin gest. 19.8.1895 (Bad) Doberan Vater: Wilhelm S., Theologe Bis 1857 Stadtschule in Malchin, dann Gymnasium Fridericianum Schwerin; 1865 Jurastudium in Berlin, Leipzig, Tübingen und Rostock; 1869 Advokatenexamen und Auditor im Amt Lübz; 1871 Richterexamen; stellvertretender Bürgermeister und Stadtrichter in Marlow; Bürgermeister in Krakow, ab 1879 in Doberan.

Schneeberg, Karl

Pädagoge, Parlamentarier geb. 29.10.1894 Zielow gest. 8.4.1946 Schwerin Vater: Karl (Johann Wilhelm) S., Pädagoge, niederdeutscher Schriftsteller 1909-1912 Präparandum Neukloster; 1912/13 Schulassistent in Klockenhagen; 1913/14 und 1919 Lehrerseminar Neukloster; 1914-1918 Kriegsteilnehmer; 1919-1929 Volksschullehrer in Marlow; 1922 Stadtverordneter in Marlow; 1924 Hauptausschussmitglied der Volkshochschule und Vorstandsmitglied der Deutschen Friedensgesellschaft in Schwerin; 1927 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer für den Bezirk Mecklenburg und Vorstandsmitglied der SPD in Schwerin; 1928 Vorsitzender der sozialistischen Kulturgemeinschaft in Schwerin; 1929- 1932 Regierungsrat in Schwerin; 1932 Vorsitzender des Ortsausschusses der Arbeiterwohlfahrt in Schwerin; 1921-1933 Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD); Oberregierungsrat; 1945 Ministerialrat bei der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern; 1946 Verfasser des Gesetzes zur demokratischen Schulreform; Nachlass im Landeshauptarchiv Schwerin.

Wulf, Ernst

Landwirt geb. 3.10.1921 Poppendorf (Marlow) gest. 2.10.1979 Schulenberg Vater: Bauer 1936-1938 Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof; 1938 Reichsarbeitsdienst, 1939-1945 Wehrmacht und gefangenschaft; 1945/46 Industriearbeiter in Stuttgart und 1946-1948 auf dem elterlichen Bauernhof; 1949 Neubauer, 1952 Gründer und bis 1962 Vorsitzender der LPG Freundschaft in Schulenberg (bei Bad Sülze); 1963 Abschluss eines Sonderstudiums als Diplomlandwirt in Rostock; 1964 Vorsitzender der LPG in Semlow, später der LPG Pflanzenproduktion Schulenberg; 1960 stellvertretender Vorsitzender, 1964 Vorsitzender des Zentralvorstandes des VdgB; 1963 Mitglied des ZK der SED; 1968-1972 Mitglied der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften; 1968-1979 Mitglied des Rates für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft.

Opfer von Krieg und Gewalt aus Marlow

Napoleonische Zeit

Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.

Befreiungskriege

Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Marlower Sagen, Läuschen un Rimels auf Hoch und Platt

Flurnamen auf der Marlower Feldmark

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