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==Der Amtswerder==
==Der Amtswerder==
==Feldberg und die "Rethra-Theorie"==


==Der Kurort==
==Der Kurort==
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==Der MC Luzin==
==Der MC Luzin==


==Bonito==
==Arbeitsgemeinschaft BONITO==


==Der Zusammenschluß zur amtsfreien Gemeinde Feldberger Seenlandschaft==
==Der Zusammenschluß zur amtsfreien Gemeinde Feldberger Seenlandschaft==
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z.B. Hans Fallada, Reinhard Barby, Friedrich Karl Kaul
z.B. Hans Fallada, Reinhard Barby, Friedrich Karl Kaul
Altrock, Johann August von
Gutsbesitzer
geb. ?.2.1700
gest. 23.8.1770 Sponholz
Vater: Jürgen von A., Gutsbesitzer
Sein Vater war Gutsbesitzer und Inhaber einer
Hofstellung in Mecklenburg-Strelitz; trat 1728
in mecklenburg-strelitzschen Hofdienst; 1732
Herzoglicher Rat, Schatullenmeister und Vertrauter
Herzog Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg-
Schwerin; 1734 Hofrat; 1743 Geheimer Rat; seit 1734
Verwaltung der Domäne Torwitz, später Amtmann in
Feldberg; Briefwechsel mit König Friedrich Wilhelm I.
und Friedrich dem Großen von Preußen; 1732 Kauf
des Gutes Sponholz; ließ dort das Gutshaus (mit
dem Altrockschen Wappen im Mittelgiebel) und eine
Grabkapelle an der Dorfkirche bauen; 1744 geadelt;
»Ehrengedächtnis des Hochwohlgebohrnen Herrn,
Herrn Johann von Altrock« (1770; Leichenpredigt von
Christian Friedrich Sense).
Bahlcke, (Otto) August (Friedrich Eduard)
Mediziner
geb. 5.8.1836 Lindow (Mecklenburg-Strelitz)
gest. 17.12.1894 Feldberg
Vater: August B., Domänenpächter
Medizinstudium und 1861 Promotion in Erlangen; kam
über Berlin, Prag und Wien nach Mecklenburg; 1862-
1870 praktischer Arzt in Stargard; 1870/71 Arzt in
Penzlin und im Vereinslazarett in Groß Luckow; 1871-
1894 Arzt in Feldberg, auch Amtsarmenarzt; »Ueber
die Resection des Oberkiefers« (1860).
Barby, Reinhard
Naturschützer, Heimatforscher
geb. 8.10.1887 Berlin
gest. 27.9.1974 Feldberg
Vater: Eisenbahner
Realgymnasium in Berlin; 1905 Angestellter einer
Lebensversicherungsgesellschaft in Berlin, 1911 in
Potsdam-Rehbrücke, 1924 in Köln; 1929 Direktor
der Lebensversicherungsgesellschaft in Magdeburg;
befasste sich in seiner Freizeit mit der Tier- und
Pflanzenwelt, dann auch mit der Astronomie; erwarb
1934 ein Grundstück in Feldberg und widmete
sich der Feldberger Landschaft; baute 1947 eine
Klimastation auf; um 1950 Naturschutzhelfer im Kreis
Neustrelitz; 1973 mit der Einrichtung der Feldberger
Heimatstube beschäftigt; 1969 Ehrenbürger von
Feldberg; seit 1960 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
BONITO; erarbeitete eine Feldberg-Monographie, die
unvollendet blieb; 1969 Ehrenbürger von Feldberg;
»Feldberger Seen- und Endmoränenlandschaft.
Heimat- und Wanderbuch« (1956); »Feldberger
Seen. Ein kleines Wanderheft« (1969; 8. Aufl.,
1989); Beiträge zu botanischen Besonderheiten,
Naturdenkmalen und Findlingen in Fachzeitschriften;
»Der Ostmecklenburgische Hügelrücken« und »Der
Sprockfitz und der Weitendorfer Haussee« in »Natur
und Heimat« (1961); »Neue glazialmorphologische
Erkenntnisse aus dem Feldberger Gebiet« in
»Geographische Berichte« (1966); »Die Tollense –
ein spät entstandenes Gletscherzungenbecken?«
(1966) und »Die Feldberger Landschaft – ein ideales
Erholungsgebiet« (1971) in »Heimatkundliches
Jahrbuch des Bezirks Neubrandenburg«; Tagebücher
im BONITO-Archiv; Nachlass im Karbe-Wagner-Archiv
Neustrelitz; Ehrengrab in Feldberg.
Burghof, Willy (Gustav Friedrich)
(Pseud.: Illyw Fohgrub)
Apotheker, niederdeutscher Schriftsteller
geb. 1.9.1847 Feldberg
gest. ?
Vater: Gustav Friedrich Heinrich Hermann B., Apotheker
Gymnasien in Prenzlau und in Neustrelitz; Apotheker
in Wolgast, später in Greifswald; schrieb »De Voßjagd
tau Holtfast, ne lütte Jagdgeschicht …« (1880)
Dewitz, Fritz von
(eigentl.: Friedrich Wilhelm Otto Ulrich August Heinrich Ludwig
von Dewitz; auch: Dewitz-Cölpin)
Jurist, Forstwirt, Schriftsteller
geb. 19.1.1883 Neustrelitz
gest. 8.7.1967 Lüneburg
begr. Cölpin
Vater: Friedrich (Wilhelm Otto Ulrich Karl Helmuth Julius) von
D., Jurist, Staatsminister
Gymnasium Carolinum Neustrelitz; 1901-1903
Jurastudium in Heidelberg und Rostock, wo er das
Referendar- und das Assessorexamen ablegte;
1909 Promotion in Rostock; wohnte in Schwerin
und Schönberg; Landdrost in Feldberg; schied
1919 aus dem Staatsdienst aus; zog nach einer
land- und forstwissenschaftlichen Ausbildung nach
Cölpin, um das väterliche Gut zu bewirtschaften;
1945 Gutsbesitzer; 1946 Forstaufseher in Lübeck-
Kaltenmoor; Ȇber Eigentumserwerb an jagdbaren
Tieren« (Diss., 1909); »Überm Wald im stillen
Schein« (1952); »Mecklenburgische Anekdoten,
gesammelt von alten mecklenburgischen Bauern,
Förstern, Jägern, Tagelöhnern, Schäfern« (1962).
Ditzen, Anna (Margarete)
(geb.: Issel)
geb. 12.3.1901 Geestemünde
gest. 8.8.1990 Neustrelitz
Vater: Bäcker
Ehemann: Hans Fallada, Schriftsteller
Lernte im Damenputz-Großhandel und arbeitete 13
Jahre in dem Fach; lernte einen Freund ihres Bruders,
den Landwirt Rudolf Ditzen (später Schriftsteller
Hans Fallada) kennen; lebte mit ihm in Carwitz
(bei Feldberg); 1929 Heirat, vier Kinder; 1944
geschieden; literarische Figur als »Lämmchen« in
Falladas »Kleiner Mann was nun«; »Wenn du fort bist,
ist alles nur halb. Briefe einer Ehe« (2007).
Erfurth, August Friedrich
Heilpraktiker
geb. ? in Mecklenburg
gest. ?.9.1904 Schlachtensee (bei Berlin)
begr. Feldberg
Vater: August E., Theologe
Ausbildung als Spezialist für Wasserheilmethoden
(Hydropath) in Berlin; plante 1849 die Gründung
einer Wasserheilanstalt in Mecklenburg; Assistent
in der Wasserheilanstalt Bad Stuer; ließ 1853-
1855 an der Westseite des Haussees in Feldberg
die Wasserheilanstalt Feldberg errichten; bot
Wasserbehandlungen, Massagen, Heilgymnastik und
Elektrotherapien an und warb 1880 mit verschiedenen
Bädern; 1899 Verkauf der Heilanstalt; »Theorie des
Wasserheilverfahrens oder elektrische Strömungen
als Ursache der belebenden Wirkung des kalten
Wassers« (1851); »Die Wirkung und Anwendung
der nassen Enthüllungen und die Verbindung
des Wasserheilverfahrens mit der schwedischen
Heilgymnastik« (1854); »Nach welchen Grundsätzen
muß das Wasser als Heilmittel angewandt werden?«
(1860); »Das Irisch-Römische Bad in seiner
Verbindung mit dem Wasserheilverfahren« (1865);
literarische Figur in Fritz Reuters »Ut mine Stromtid«
(1863) als ›Existent Ehrfurcht von dem Wasserdokter‹
bei Unkel Bräsig in der Waterkunst.
Fabrice, Georg (Friedrich) von
Jurist, Verwaltungsbeamter
geb. 18.10.1830 Neustrelitz
gest. 25.2.1908 Strelitz Alt (Neustrelitz)
Vater: August (Georg Adolf Friedrich) von F.,
Oberlandjägermeister, Kammerherr
Bruder: August (Friedrich Ludwig) von F., Jurist,
Verwaltungsbeamter
Gymnasium in Neustrelitz; 1850 Abitur; 1850-
1853 Jurastudium in Göttingen, Berlin und Rostock;
Einjährig-Freiwilliger im Neustrelitzer Bataillon; 1854
wieder Student in Rostock; 1857 nach bestandenem
Examen Auditor und Kammerjunker beim Amt Mirow;
im Justizamt der Landvogtei Schönberg; nach dem
Richterexamen Mitarbeiter des Amtes und des
Amtsgerichts Feldberg, dann in Mirow; 1866 Assessor
des Großherzoglichen Kammer- und Forstkollegiums;
erhielt 1869 das Amt Strelitz; 1871 Kabinettsbeamter
und Oberinspektor der Irren- und Strafanstalt
Strelitz; bis 1906 Vorsteher der Wegekommission;
1893 Landdrost; 1904 Oberlanddrost; 1907 Prädikat
Exzellenz; 1903 Komtur, 1905 Großkomtur des
Hausordens der Wendischen Krone; 1908 Preußischer
Kronenorden.
Fallada, Hans
(eigentl.: Rudolf Ditzen)
Schriftsteller
geb. 21.7.1893 Greifswald
gest. 5.2.1947 Berlin
begr. Carwitz
Vater: Wilhelm D., Jurist
Ehefrau: Anna (Margarete) Ditzen
1899 Versetzung seines Vaters an das Berliner
Kammergericht; 1901 Prinz-Heinrich-Gymnasium
Berlin-Schöneberg, 1906 Bismarck-Gymnasium
Berlin-Wilmersdorf, 1909 Königin-Carola-Gymnasium
Leipzig, 1911 Fürstliches Gymnasium Rudolstadt;
1912 (nach einem Selbstmordversuch) im
Privatsanatorium Tannenfeld; 1913 Eleve auf dem
Rittergut Polsterstein/Vollmershain (Sachsen); 1914
Kriegsfreiwilliger, nach kurzer Zeit entlassen; 1915
Angestellter auf Gut Heydebreck (Hinterpommern);
1916 Assistent der Landwirtschaftskammer für
Pommern in Stettin, dann bis 1918 Angestellter
der Kartoffelbaugesellschaft in Berlin; 1919
Rauschgiftentziehungskur in Tannenfeld; Rendant auf
Gütern in Mecklenburg, Pommern und Westpreußen;
wegen Unterschlagung auf Gut Neuschönfeld (bei
Bunzlau) 1924 sechs Monate Gefängnisstrafe in
Greifswald; Buchhalter auf mehreren Gütern; 1926
zweieinhalb Jahre Haft wegen Unterschlagung
in der Strafanstalt Neumünster; 1928 Heirat mit
Anna Issel; 1929 Lokalredakteur beim »General-
Anzeiger« (Neumünster); 1930 Angestellter des
Rowohlt-Verlags Berlin; 1933-1944 in Carwitz bei
Feldberg; 1944 Scheidung; 1945 Bürgermeister in
Feldberg; 1945 Übersiedlung nach Berlin und Heirat
mit Ursula Losch; freier Mitarbeiter der »Täglichen
Rundschau«; 1946 in der Nervenklinik der Charité in
Berlin; mit seinen Romanen, die auch als Filmstoff
dienten, sehr erfolgreich; »Der junge Goedeschal«
(1920); »Bauern Bonzen Bomben« (1931); »Kleiner
Mann – was nun?« (1932); »Wer einmal aus dem
Blechnapf frißt« (1934); »Wolf unter Wölfen« (1937);
»Der eiserne Gustav« (1938); »Geschichten aus der
Murkelei« (1938); »Kleiner Mann, großer Mann – alles
vertauscht« (1939); »Der ungeliebte Mann« (1940);
»Damals bei uns daheim« (1942); »Heute bei uns zu
Haus« (1943); »Der Jungherr von Strammin« (1943);
»Der Alpdruck« (1947); »Jeder stirbt für sich allein«
(1947); »Der Trinker« (1950; postum); 1994 erschien
der 1939 entstandene Roman »Dies Herz, das dir
gehört«; das Wohnhaus in Carwitz ist heute Hans-
Fallada-Museum mit umfangreichen Fallada-Archiv;
seit 1992 Hans-Fallada-Gesellschaft in Feldberg;
»Salatgarten« (1997 ff.; Mitteilungsblatt der Fallada-
Gesellschaft); seit 1981 Hans-Fallada-Preis der Stadt
Neumünster; begraben auf dem Friedhof Schönholz in
Berlin, umgebettet, Grabstätte in Carwitz.
Feldt, Auguste
Pädagogin, Dichterin
geb. 18.3.1831 Berlin
gest. ?
Vater: Königlicher Rechnungsrat
Leitete 1859-1881 eine Privattöchterschule in
Friedland; 1885 Vorsteherin eines Töchterpensionats
in Feldberg und seit 1887 in Prenzlau; »Werte für
junge Mädchen« (1876; Gedichte).
Grapow, Johannes
Forstwirt
geb. 7.7.1844 Neustrelitz
gest. 10.12.1936 Feldberg
1851-1861 Realschule in Neustrelitz; 1862/63
Forstlehre bei Oberförster Dankwardt in Schönberg;
1863-1865 Studium an der Forstakademie
Neustadt-Eberswalde; 1865-1873 Forstpraktikant
bei Oberförster Schroeder in Lüttenhagen; auch
Assessor in Lüttenhagen und nach dem Tod
seines Vorgängers 1873 dort als Großherzoglicher
Oberförster eingesetzt; 1880 Begründung des
ersten forstbotanischen Versuchsgartens in
Mecklenburg mit 27 nicht einheimischen Gehölzen;
das abwechslungsreiche Waldgebiet der Feldberger
Landschaft ist sein Verdienst; 1874 Abschluss der
heute gültigen Waldeinteilung; 1882 Erstellung
eines modernen Forstkartenwerkes; Bewältigung
der Sturmkatastrophe 1894; organisierte nach 1900
wegen des schlechten Absatzes des Sturmholzes den
Aufbau des Großherzoglichen Sägewerkes Schwarze
Mühle bei Koldenhof; ab 1903 umfangreiches
Aufforstungsprogramm; beförderte den Aufbau des
Torfwerkes Fürstenhagen und 1908 ein System von 30
Karpfenteichen bei Lüttenhagen; 1904 Großherzoglich
mecklenburg-strelitzscher Forstmeister; 1910
Hausorden der Wendischen Krone; schied 1916
aus dem Dienst und Ruhesitz in Feldberg; 1995
Enthüllung eines Gedenksteins im Versuchsgarten
Lüttenhagen.
Heyse, Wilhelm
Theologe, Pädagoge, (niederdeutscher) Schriftsteller
geb. 19.11.1825 Leussow (Mecklenburg-Strelitz)
gest. 11.2.1911 Wesenberg
1841-1846 Lehrerseminar Mirow; Hauslehrer in
Friedrichshof (bei Pasewalk) und in Neumühl (bei
Torgelow); 1849 Hilfslehrer in Carwitz (bei Feldberg);
1850 Lehrer in Broda (bei Neubrandenburg);
1853 Lehrer in Leussow; schied 1879 wegen eines
Disziplinarverfahrens aus dem Amt; Übersiedlung
nach Wesenberg; später Hauslehrer an verschiedenen
Stellen; Beiträger zu Karl Bartschs »Sagen,
Märchen und Gebräuche aus Meklenburg« (2 Bde.,
1879/80); hoch- und niederdeutsche Gedichte in der
»Neustrelitzer Zeitung« (1849 ff.); »Ausgewählte
Blüten meiner Jugend« (1851); »Punschendorp.
Plattdütsche Läuschens, Dichtels un Rimels in
mekelnbörger Mundort« (1861); »De Meklenbörger
Burhochtid un Rosmarin un Ringelblomen« (1862).
Kahn, Robert (August)
Musiker, Komponist
geb. 21.7.1865 Mannheim
gest. 29.5.1951 Biddenden (Kent/England)
Vater: Bankier
Gymnasium in Mannheim; 1882-1885 Studium
an der Musikhochschule in Berlin, 1885/86 an der
Akademie der Tonkunst in München; hielt sich in
Wien auf, wo er mit Johannes Brahms zusammentraf;
freischaffender Komponist in Berlin; Korrepetitor am
Stadttheater in Leipzig; 1890-1893 Gründung und
Leitung eines Frauenchores in Leipzig; 1894-1930 an
der Musikhochschule in Berlin, ab 1903 Königlicher
Professor; zog sich nach seiner Pensionierung 1931-
1939 auf seinen Sommersitz nach Feldberg zurück;
1939 Emigration nach England; Freundschaft und
Briefwechsel mit Gerhart Hauptmann; 1916 Mitglied
der Akademie der Künste in Berlin, 1917 deren
Senator; gehörte dem Kuratorium des Beethoven-
Preises an; Komposition von Kammermusiken, Liedern
und Chorwerken; 2001 Gedenktafel an seiner Villa auf
dem Ziegelberg in Feldberg; »Mahomet’s Gesang von
Goethe für gemischten Chor mit Orchester« (1896);
»Kahn-Album. Auserlesene Lieder für eine Singstimme
mit Klavierbegleitung« (1901); »Neun Gedichte von
Johann Wolfgang von Goethe für eine Singstimme und
Klavier« (1910); »Befreiung. Kantate für gemischten
Chor, Tenor-Solo und Orchester« (1929).
Karbe, (Hermann Wilhelm) Walter
Archäologe, Denkmalpfleger, Bibliothekar, Heimatforscher,
Naturschützer
geb. 9.4.1877 Trechwitz (Brandenburg)
gest. 25.10.1956 Neustrelitz
1884 Umzug nach Marly, einem Neustrelitzer
Stadtgut; Gymnasium Carolinum Neustrelitz (ohne
Abitur); Kaufmannslehre in Stettin; 1903-1905
im Großhandelskontor in Stockholm, 1906/07
in Frankreich; sammelte schon als Kind kleine
Tiere; umfangreiche Sammlung von Conchylien;
1907 Registraturhilfsarbeiter an der Sammlung
der Altertümer und Münzen und in der Bibliothek
Neustrelitz; 1925 Mitglied (Wanderwart und
Referent) im Mecklenburg-Strelitzer Verein für
Geschichte und Heimatkunde; hielt volkskundliche,
naturwissenschaftliche und landeskundliche Vorträge;
1915-1918 Kriegsteilnehmer; 1919 Hilfsregistrator,
1919-1948 Konservator der Sammlungen; nahm
1922 an den Ausgrabungen am Breiten Luzin (bei
Feldberg) zur Lösung des Rethra-Problems (Lage
der untergegangenen Stadt Rethra mit ihren
slawischen Heiligtümern) teil; machte 1924 den
Silberfund von Blumenhagen; entdeckte 1939
das um 1440 untergegangene Dorf Saran (bei
Carpin); 1941-1945 Kreisnaturschutzbeauftragter
Kreis Stargard Süd; 1946-1949 Vertrauensmann
für Naturschutz Kreis Neustrelitz; 1923 Mitglied
(zeitweise Vorstandsmitglied) des Vereins der
Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg; 1924
Mitglied der Gesellschaft für Geschiebeforschung;
über 200 Veröffentlichungen; »Wanderungen durch
Neustrelitz und Umgebung« (1938); »Strelitzer
Allerlei. Heimatkundliche Forschungen« (1938);
»Kulturgeschichte des Landes Stargard. Von der
Eiszeit bis zur Gegenwart« (1940-1956; Manuskript
im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz); »Rund um
den Zierker See« (1953); »Über Hohenzieritz ins
Tollensegebiet« (1955); »… der sich die Heimat
erwanderte« (1957, hrsg. von Annalise Wagner);
»In das Land Turne über Zwenzow bis zur Grünen
Hütte« (1957); Aufsätze in der »Landeszeitung
für beide Mecklenburg und Nachbargebiete«
(1919-1933), den »Mecklenburg-Strelitzer
Heimatblättern« (1925-1934) und im »Heimatbuch
für den Kreis Neustrelitz« (1954); hinterließ einen
handgeschriebenen Rechenschaftsbericht von 1884-
1956 als kulturgeschichtliche Zusammenfassung
über das Land Stargard; umfangreicher Nachlass im
Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz; Walter-Karbe-Weg
in Neubrandenburg.
Kausch, Karl Martin
Mediziner
geb. 10.11.1866 Pasewalk
gest. ?
Vater: Wilhelm K., Ackerbürger
1885 Abitur in Berlin; Medizinstudium in Greifswald,
München und Rostock; 1891 Approbation in
Rostock; 1892 Promotion in Würzburg; 1892-1899
Arzt in Pasewalk; 1898 Kreisarzt; 1899 Arzt in
Feldberg; Besitzer und leitender Arzt der Kur- und
Wasserheilanstalt Feldberg; 1914 Sanitätsrat; 1914-
1918 Oberstabsarzt im Felde; »Prospekt der Kur- und
Wasser-Heil-Anstalt Feldberg i. M.« (1910).
Klapp, Anna (Sophie Charlotte)
(geb.: Oesten; auch: Klapp-Oesten; Pseud.: Sophie Stein)
Schriftstellerin
geb. 20.9.1840 Feldberg
gest. ?
Vater: (Christian Friedrich) Gustav Oesten, Jurist, Hofrat
Bruder: Gustav (Bernhard Ferdinand) Oesten, Baumeister,
Archäologe
1857 Lehrerinnenprüfung; Lehrerin in Neustrelitz;
1864 Heirat mit Pastor Ludwig Klapp im Fürstentum
Waldeck; siedelte nach zwölf Jahren nach Osnabrück
über; zog nach dem Tod ihres Mannes 1902 nach
Chicago (USA); schrieb für die Zeitschrift »Nordwest«
(1878 ff.); 1884-1894 Bücherkritiken für den
»Hamburgischen Correspondenten«; daneben
Novellen, Essays und Aufsätze; ab 1884 Schriften zu
Jugend- und Frauenfragen; gründete 1893 den Verein
zur Reform der Jugendliteratur und 1894 dessen
Organ »Lose Blätter«; »Ut Dörp und Stadt. T. 1, Hans
Lütting« (1882); »Unsere jungen Mädchen und ihre
Aufgaben in der Gegenwart« (1892) »Der jüngste
Diakonus« (1893).
Krause, Eitel
Forstwirt
geb. 7.9.1905 Wendisch-Tychow (Hinterpommern)
gest. 14.3.1989 Neuhof (bei Feldberg)
Vater: Waldwärter
Volks- und Fortbildungsschule; zwei Jahre Forstlehre;
Forstschule in Miltenberg (Main); Hilfsförster in
verschiedenen Forstrevieren Hinterpommerns; 1935
Revierförsterprüfung in Stolp; zuletzt Tätigkeit in
der Revierförsterei Koziol; kam nach dem Zweiten
Weltkrieg nach Mecklenburg; widmete sich der
Buchenholzverjüngung im Laubholzrevier Gülitz; 1954
Revierförster in Neuhof (bei Feldberg); betreute als
ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter ein See- und
ein Fischadlerpaar; auf seine Anregung hin wurden
im Mechower Revier Kiefernaltholzbestände zu
Flächennaturdenkmalen erklärt; organisierte 1972 die
Erfassung der Kraniche und der Kolkrabenbrutpaare;
1974 Ruhestand.
Levermann, Hans
Landwirt, Naturschützer, Fotograf
geb. 22.3.1897 Demmin
gest. 16.12.1977 Feldberg
begr. Krumbeck
Vater: Kaufmann, Jäger
1901-1935 Landwirtschaftslehre und Tätigkeit auf
Gütern wie Basedow und Schwichtenberg; 1935-1945
Landwirt in Krumbeck und Buchhalter in Bredenfelde;
1947 Rückkehr aus der Gefangenschaft; 1947-1962
Landwirt und LPG-Mitglied in Krumbeck; 1948-1954
Vertrauensmann bzw. Kreisnaturschutzbeauftragter
für die Randgebiete des Kreises Neustrelitz; 1962-
1975 naturkundliche Forschungen im Gebiet
um Krumbeck; 1975-1977 im Pflegeheim in
Feldberg; Ornithologe; Beringer für die Vogelwarte
Helgoland, später für Hiddensee; übergab seine
Vogeleiersammlung an das Naturkundemuseum
Waren; veröffentlichte seine Tierbeobachtungen in der
Tagespresse; Tierfotograf; 1937 in der Ausstellung
»Die Fotografie der Jagd« vertreten und mit einem
5. Preis ausgezeichnet; 1965 mit der Serie »Vögel
der Heimat« an der Bezirksfotoschau des Bezirks
Neubrandenburg beteiligt; »Von der Lebensweise des
Fischadlers« in »Wild und Hund« (1937/38); Tierfotos
in »Aus Wald und Flur. Tiere unserer Heimat« (1940);
»Die Tierwelt der Kreises Neubrandenburg« (1956),
»Im Naturschutzgebiet ›Galenbecker See‹« (1957)
und »Im Naturschutzgebiet »Nonnenhof« (1957) in
»Uns’ Heimat«.
Losch, Kurt (Albrecht Dietrich)
Kaufmann, Maler
geb. 29.11.1889 Berlin
gest. 7.5.1944 Berlin
Vater: Reinhold L., Kaufmann
Sein Vater war in Berlin als Seifen-Losch bekannt;
Studium der Malerei an der Kunstakademie in Berlin
bei Georg Ludwig Meyn; 1912 und 1914 Teilnehmer
an der Großen Berliner Kunstausstellung; widmete
sich nach dem Ersten Weltkrieg ganz der Malerei;
übernahm 1927 nach dem Tod des Vaters gemeinsam
mit zwei Brüdern das väterliche Unternehmen,
in dem er sich auch als Grafiker betätigte, 1940
Zweitwohnsitz in Feldberg; seine Witwe Ursula
wurde 1945 die zweite Ehefrau Hans Falladas; 1994
Ausstellung seiner impressionistischen Malereien in
Feldberg.
Nuß, Wilhelm
Pädagoge, Naturschützer
geb. 25.6.1883 Koblenz
gest. 21.5.1976 Hohenlanke (Neustrelitz)
Vater: Eisenbahnkontrolleur
1899 Dorotheenstädtisches Realgymnasium; 1904-
1910 Mathematik-, Physik- und Geologiestudium
in Berlin; Lehrer an verschiedenen Schulen; 1920-
1934 Studienrat in Senftenberg; 1935 Umzug nach
Neustrelitz; Verwaltung der Bildstelle der Schulen
des Kreises Stargard in Neustrelitz; 1942-1945
Dozent für Mathematik an der Ingenieurschule
Strelitz, 1945/46 an der Berufsschule; 1937-1944
Kreisnaturschutzbeauftragter Stadtkreis Neustrelitz;
an der Schaffung des Landschaftsschutzgebietes
Feldberger Seen beteiligt; 1920 Mitglied der
Deutschen Geologischen Gesellschaft; 1927
Mitglied der Gesellschaft für Geschiebeforschung;
Veröffentlichungen zur Botanik und Geologie
der Lausitz in Zeitschriften und Zeitungen; »Das
Naturschutzgebiet Nonnenhof« (1937); »Naturschutz
und Landschaftsschutz für Feldberg in Mecklenburg«
(Karte, 1938); »Wie unsere Heimat im Eiszeitalter
wurde«, »Die Berge unserer Heimat«, »Das Werden
und Vergehen der Seen unserer Heimat« und »Die
Findlingsblöcke unserer Heimat« in »Heimatbuch des
Kreises Neustrelitz« (1954).
Oesten, Gustav (Bernhard Ferdinand)
Baumeister, Archäologe
geb. 16.8.1839 Feldberg
gest. 4.7.1924 Feldberg
Vater: (Christian Friedrich) Gustav O., Jurist, Hofrat
Schwester: Anna (Sophie Charlotte) Klapp, Schriftstellerin
Schule in Feldberg; Ausbildung zum Ingenieur für
Wasserbau (Zivilingenieur); lebte und arbeitete
in Berlin, zuletzt als Vizedirektor der Berliner
Wasserwerke; um 1880 Mitglied der von Rudolf
Virchow geleiteten Berliner Gesellschaft für
Anthropologie und Urgeschichte; wandte sich früh
der Rethra-Forschung zu, gründete einen Verein
für Altertumskunde in Feldberg; unternahm 1880-
1882 und 1885-1890 Ausgrabungen im Feldberg-
Carwitzer Gebiet, begleitet von mehreren Besuchen
der Anthropologischen Gesellschaft; 1904 Mitgründer
und treibende Kraft einer Rethra-Kommission der
Gesellschaft; unter seiner Leitung 1904-1912
Ausgrabungen im Bereich Südende des Tollensesees
und der Lieps; regte Richard Wossidlo zu einer
Bearbeitung der Rethra-Sagen an; Alterssitz in
Feldberg (Voßkuhl); schrieb Aufsätze über die
Ergebnisse seiner Rethra-Forschungen; Mitarbeiter am
»Handbuch der Hygiene« (1896) und am »Handbuch
der Ingenieurwissenschaften« (1904); »Überreste der
Wendenzeit in Feldberg und Umgegend« (1887), »Die
›civitas‹ der Slawen und Funde aus Feldberg« (1890)
und »Ergebnisse der Rethraforschung« (1912) in
»Zeitschrift für Ethnologie«.
Reincke, Johanna (Caroline Elise)
Malerin
geb. 21.8.1874 Dobbertin
gest. 22.2.1948 Feldberg
Vater: Heinrich Carl August R., Baumeister
1890 als Pensionärin in Schwerin; begann mit 24
Jahren zu malen; schloss sich in Feldberg dem
Landschaftsmaler Ludwig Feldmann an; 1898-
1907 Schülerin von Walter Leistikow und Lovis
Corinth in Berlin; stellte seit 1901 öffentlich aus;
1907 Mitglied des Vereins Berliner Künstlerinnen;
im Ersten Weltkrieg wieder in Feldberg; nach 1945
mittellos und krank; Landschaftsmalerin; Motive
aus der heimischen Wald- und Seenlandschaft um
Feldberg; malte auch auf dem Fischland; »Die
Rosenberge«; »Blühender Ginster am Carpinger
Weg«; »Herbststimmung am Sprockwitz See«; »Gelbe
Lupinenfelder«; »Abendstimmungen Luzin-See«.
Risch, Carl (Albert Ludwig Wilhelm)
Apotheker
geb. 9.6.1878 Feldberg
gest. 11.3.1960 Berlin
Vater: Kaufmann
Gymnasium in Neustrelitz; Apothekerlehre in Lychen;
Assistent in Helmstedt, Arnstadt und Olten (Schweiz);
Studium der Philosophie und Lebensmittelchemie in
Basel sowie der Pharmazie, Chemie und Botanik in
Rostock; Apotheker in Alberfeld, Essen, Hamburg,
Eibenstock und Gramzow (bei Prenzlau); 1909-
1945 Besitzer der Apotheke in Bärwalde; danach
Treuhandverwalter einer Apotheke in Berlin-
Neukölln; widmete sich der Hydrobiologie, der
chemischen Untersuchung der Gewässer und der
Pollenforschung; Materialsammlung in der Türkei
(1903), in Skandinavien, in den Mittelmeerländern
und im Kaukasus; seine Sammlungen und Notizen
gingen 1945 verloren; bekannt durch eine Methode
zur Wertbestimmung von Tinkturen, die er
Diaphanometrie nannte.
Scamoni, Alexis
Forstwirt
geb. 1.3.1911 (16.2.1911) St. Petersburg (Russland)
gest. 7.10.1993 Potsdam
begr. Chorin (Brandenburg, Klosterfriedhof)
Kam Ende des Ersten Weltkrieges nach Berlin;
Oberrealschule; 1930-1935 Botanik-, Zoologie-,
Geographie-, Mathematik- und Philosophiestudium
an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin; 1935
Promotion in Berlin; am Waldbau-Institut der
Forstlichen Hochschule Eberswalde; nach dem
Zweiten Weltkrieg Assistent, dann Dozent; 1958
Habilitation in Berlin; 1949 Professor der Forstbotanik
und Grundlagen des Waldbaus; 1951 Direktor des
Bereichs Waldwachstumskunde am Institut für
Waldkunde Eberswalde, zweimal Dekan; 1963-
1976 Direktor des Bereichs Waldwachstumskunde
am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde;
»Vegetationsstudien im Sarnow« (Diss., 1935);
»Waldgesellschaften und Waldstandorte« (1951;
3. Aufl., 1960); »Leitfaden für den Forstfacharbeiter«
(1953); »Einführung in die praktische
Vegetationskunde« (1955); »Waldkundliche
Untersuchungen auf grundwassernahen Talsanden«
(Habil., 1958); »Meßtischblatt Thurow« (1963);
»Unsere Wälder« (1982); »Teeröfen als Nachweis
eines ursprünglichen Vorkommens der Kiefer« in
»Archiv für Forstwesen« (1955); »Ringenwalder
Endmoräne«, »Heilige Hallen«, »Feldberger
Hütte«, »Der Conower Werder bei Feldberg« und
»Die Sundische Wiese auf Zingst« in »Natur und
Naturschutz in Mecklenburg« (1965); Nachlass
(Forschungen zu den natur- und siedlungshistorischen
Grundlagen im Bereich des Messtischblattes Thurow)
im Mecklenburgischen Landeshauptarchiv Schwerin.
Schmaltz, Hedwig
(geb.: Börger; Pseud.: Hadwiga Börger)
Pädagogin, Schriftstellerin
geb. 14.10.1906 Feldberg
gest. ?
Lebte in Juist (Niedersachsen); schrieb Erzählungen
und Gedichte; »Die Berufung des Mathias Melzer«
(1955); »Stern im Schatten« (1965); »Höhlen
gefragt« (1969).
Schuchhardt, Carl
Archäologe
geb. 6.8.1859 Hannover
gest. 7.12.1943 Arolsen (Westfalen)
Vater: Ludolf S., Kupferstecher
Schulen in Hannover und Vegesack; Studium der
Neueren Sprachen, der Klassischen Philologie
und Archäologie in Leipzig, Heidelberg und
Göttingen; 1882 Promotion; 1884 Hauslehrer in
der Fürstenfamilie Bibesco in Rumänien; 1886/87
Reise durch Kleinasien und bei den Ausgrabungen
in Pergamon beteiligt; 1888 Direktor des Kestner-
Museums in Hannover; 1908-1925 Direktor
der Prähistorischen Abteilung des Museums für
Völkerkunde in Berlin und Generalinspektor für die
Ausgrabungen in Preußen; Mitglied der Königlichen
Akademie der Wissenschaften Berlin und der
Zentraldirektion des Archäologischen Instituts
des Deutschen Reiches; 1921 Ausgrabung der
Tempelburg Arkona (Rügen); 1922 Rethra-Grabung
auf dem Schlossberg am Breiten Luzin (bei Feldberg)
unter Beteiligung von Walter Karbe; 1928 Grabung
slawischer Heiligtümer auf der Burg Garz (Rügen);
1907 Mitglied des Vereins für mecklenburgische
Geschichte und Altertumskunde; 1929 Ehrenmitglied
des Mecklenburg-Strelitzer Vereins für Geschichte und
Heimatkunde; 1909 Begründer der »Prähistorischen
Zeitschrift«; »Schliemanns Ausgrabungen in Troja,
Tiryns, Mykenä …« (1890); »Arkona, Rethra, Vineta«
(1926); »Vorgeschichte in Deutschland« (1928);
»Der Entdecker von Pergamon. Carl Humann«
(1930); »Die Burg im Wandel der Weltgeschichte«
(1931); »Alteuropa, Kulturen-Rassen-Völker« (1935);
»Deutsche Vor- und Frühgeschichte in Bildern«
(1936); »Aus Leben und Arbeit« (1944).
Schümann, Siegfried
Maler, Grafiker
geb. 10.4.1923 Feldberg
gest. 6.3.1974 Berlin
Lehre als Autolackierer; 1950-1955 Studium an der
Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Arno Mohr,
Bert Heller und Kurt Robbel; 1956-1959 Aspirant
bei Fritz Dähn und Gabriele Mucci; freischaffend in
Berlin; Mitglied des Verbandes Bildender Künstler
der DDR; 1957 1. Preis für Malerei bei den
Weltfestspielen in Moskau; Zyklus »Thälmann-Brigade
im Freiheitskampf des spanischen Volkes« (1958);
»Kleiner Rügenhafen« (1960); »Chinesische Mutter«
(1960); »Chinesischer Bauer« (1961); »Gespräch mit
dem Vertrauensmann« (1962).
Vitense, Otto (Carl Ernst Friedrich)
Pädagoge, Heimatforscher
geb. 27.3.1880 Wittenburg
gest. 31.12.1948 Neubrandenburg
begr. Feldberg
Vater: Adolf (Karl Friedrich) V., Pädagoge
Gymnasium in Parchim; 1900 Geschichts- und
Philologiestudium in Leipzig, Berlin und Rostock;
Seminar- und Probejahr an der Großen Stadtschule
Rostock; 1906-1909 Oberlehrer am Realgymnasium
in Grabow; 1909-1948 Oberlehrer am Gymnasium
in Neubrandenburg; Studienrat; 1925 Festrede
zum Amtsantritt von Paul Hindenburg und 1927
zum 100. Todestag Beethovens; 1925 Mitglied des
Mecklenburg-Strelitzer Vereins für Geschichte und
Heimatkunde; Herausgeber und Autor mehrerer
Beiträge in »Mein Vaterland. Mecklenburgische
Monatsblätter für Familie und Haus« (1913/14);
»Mecklenburgische Geschichte« (1912);
»Mecklenburg und die Mecklenburger in der großen
Zeit der deutschen Befreiungskriege 1813-15«
(1913); »Die deutschen Befreiungskriege 1813-
1815 mit besonderer Berücksichtigung der Teilnahme
der Mecklenburger (1913); »Deutsche Frauen und
Heldinnen 1813/15« (1815); »Weltkriegsbilder«
(3 Bde.; 1915/16); »Geschichte von Mecklenburg«
(1920); »50 Jahre Neubrandenburger Konzertverein
1880-1930« (1930); »Ueber Alter und Entstehung
mecklenburgischer Städte sowie die Bedeutung ihrer
Namen« (1925), »Fritz Reuter und die Hansestädte«
(1934), »Geschichte der Stadt Krakow« (1936)
und »Altmecklenburgische Fastnacht« (1936) in
»Mecklenburgische Monatshefte«.
Westphal, Wilhelm
Landwirt
geb. 7.12.1888 Feldberg
gest. 31.7.1980 Plön
Gymnasium Carolinum Neustrelitz; Studium in
Bonn; Diplomlandwirt; 1917 Promotion in Bonn;
Geschäftsführer des Westfälischen Bauernvereins;
1922 Institutsdirektor der Preußischen Versuchsanstalt
für Milchwirtschaft in Kiel; 1924 Professor; 1935
Arbeit im Rahmen der Ernährungssicherung
in Berlin; »Die Stellung der Milchwirtschaft im
landwirtschaftlichen Betriebe« (Diss., 1917).
===;Wieck, Heinz, Forstwirt===
:geb. 14.9.1908 Suderode, gest. 23.2.1979 Feldberg
:1914-1922 Schule in Suderode; 1922-1927 Lehre
und Hilfsjäger in Marienhaus (Schlesien); 1927-
1934 Militärdienst in Kolberg (Pommern); 1934-1938
Heeresforstschule; 1939-1943 Wehrmachtsdienst
in Kolberg; 1943-1947 Gefangenschaft in
der Sowjetunion; 1947-1949 Revierförster in
Goldenbaum; 1949-1972 Oberförster in Lüttenhagen;
seit 1953 auch Jagdgebietsverantwortlicher; 1973-
1979 Ruhestand in Feldberg; 1980 Gedenkstein im
Revier Lüttenhagen.


==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Feldberg==
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Feldberg==


==Flurnamen auf der Feldberger Feldmark==
==Flurnamen auf der Feldberger Feldmark==

Version vom 21. Februar 2019, 16:08 Uhr

Die Geschichte von Feldberg

Abkürzungen der angegebenen Quellen:

AB = Archiv Reinhard Barby

Chronologie

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

Feldberg im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

Deutsches Reich bis 1918

Deutsches Reich bis 1945

SBZ und DDR bis 1990

Die heutige Zeit

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von Feldberg

Die mecklenburgisch brandenburgische Grenze

Der Amtswerder

Feldberg und die "Rethra-Theorie"

Der Kurort

Der MC Luzin

Arbeitsgemeinschaft BONITO

Der Zusammenschluß zur amtsfreien Gemeinde Feldberger Seenlandschaft

Persönlichkeiten in und um die Feldberger Stadtgeschichte

z.B. Hans Fallada, Reinhard Barby, Friedrich Karl Kaul

Altrock, Johann August von Gutsbesitzer geb. ?.2.1700 gest. 23.8.1770 Sponholz Vater: Jürgen von A., Gutsbesitzer Sein Vater war Gutsbesitzer und Inhaber einer Hofstellung in Mecklenburg-Strelitz; trat 1728 in mecklenburg-strelitzschen Hofdienst; 1732 Herzoglicher Rat, Schatullenmeister und Vertrauter Herzog Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg- Schwerin; 1734 Hofrat; 1743 Geheimer Rat; seit 1734 Verwaltung der Domäne Torwitz, später Amtmann in Feldberg; Briefwechsel mit König Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen von Preußen; 1732 Kauf des Gutes Sponholz; ließ dort das Gutshaus (mit dem Altrockschen Wappen im Mittelgiebel) und eine Grabkapelle an der Dorfkirche bauen; 1744 geadelt; »Ehrengedächtnis des Hochwohlgebohrnen Herrn, Herrn Johann von Altrock« (1770; Leichenpredigt von Christian Friedrich Sense).

Bahlcke, (Otto) August (Friedrich Eduard) Mediziner geb. 5.8.1836 Lindow (Mecklenburg-Strelitz) gest. 17.12.1894 Feldberg Vater: August B., Domänenpächter Medizinstudium und 1861 Promotion in Erlangen; kam über Berlin, Prag und Wien nach Mecklenburg; 1862- 1870 praktischer Arzt in Stargard; 1870/71 Arzt in Penzlin und im Vereinslazarett in Groß Luckow; 1871- 1894 Arzt in Feldberg, auch Amtsarmenarzt; »Ueber die Resection des Oberkiefers« (1860).

Barby, Reinhard Naturschützer, Heimatforscher geb. 8.10.1887 Berlin gest. 27.9.1974 Feldberg Vater: Eisenbahner Realgymnasium in Berlin; 1905 Angestellter einer Lebensversicherungsgesellschaft in Berlin, 1911 in Potsdam-Rehbrücke, 1924 in Köln; 1929 Direktor der Lebensversicherungsgesellschaft in Magdeburg; befasste sich in seiner Freizeit mit der Tier- und Pflanzenwelt, dann auch mit der Astronomie; erwarb 1934 ein Grundstück in Feldberg und widmete sich der Feldberger Landschaft; baute 1947 eine Klimastation auf; um 1950 Naturschutzhelfer im Kreis Neustrelitz; 1973 mit der Einrichtung der Feldberger Heimatstube beschäftigt; 1969 Ehrenbürger von Feldberg; seit 1960 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft BONITO; erarbeitete eine Feldberg-Monographie, die unvollendet blieb; 1969 Ehrenbürger von Feldberg; »Feldberger Seen- und Endmoränenlandschaft. Heimat- und Wanderbuch« (1956); »Feldberger Seen. Ein kleines Wanderheft« (1969; 8. Aufl., 1989); Beiträge zu botanischen Besonderheiten, Naturdenkmalen und Findlingen in Fachzeitschriften; »Der Ostmecklenburgische Hügelrücken« und »Der Sprockfitz und der Weitendorfer Haussee« in »Natur und Heimat« (1961); »Neue glazialmorphologische Erkenntnisse aus dem Feldberger Gebiet« in »Geographische Berichte« (1966); »Die Tollense – ein spät entstandenes Gletscherzungenbecken?« (1966) und »Die Feldberger Landschaft – ein ideales Erholungsgebiet« (1971) in »Heimatkundliches Jahrbuch des Bezirks Neubrandenburg«; Tagebücher im BONITO-Archiv; Nachlass im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz; Ehrengrab in Feldberg.

Burghof, Willy (Gustav Friedrich) (Pseud.: Illyw Fohgrub) Apotheker, niederdeutscher Schriftsteller geb. 1.9.1847 Feldberg gest. ? Vater: Gustav Friedrich Heinrich Hermann B., Apotheker Gymnasien in Prenzlau und in Neustrelitz; Apotheker in Wolgast, später in Greifswald; schrieb »De Voßjagd tau Holtfast, ne lütte Jagdgeschicht …« (1880)

Dewitz, Fritz von (eigentl.: Friedrich Wilhelm Otto Ulrich August Heinrich Ludwig von Dewitz; auch: Dewitz-Cölpin) Jurist, Forstwirt, Schriftsteller geb. 19.1.1883 Neustrelitz gest. 8.7.1967 Lüneburg begr. Cölpin Vater: Friedrich (Wilhelm Otto Ulrich Karl Helmuth Julius) von D., Jurist, Staatsminister Gymnasium Carolinum Neustrelitz; 1901-1903 Jurastudium in Heidelberg und Rostock, wo er das Referendar- und das Assessorexamen ablegte; 1909 Promotion in Rostock; wohnte in Schwerin und Schönberg; Landdrost in Feldberg; schied 1919 aus dem Staatsdienst aus; zog nach einer land- und forstwissenschaftlichen Ausbildung nach Cölpin, um das väterliche Gut zu bewirtschaften; 1945 Gutsbesitzer; 1946 Forstaufseher in Lübeck- Kaltenmoor; »Über Eigentumserwerb an jagdbaren Tieren« (Diss., 1909); »Überm Wald im stillen Schein« (1952); »Mecklenburgische Anekdoten, gesammelt von alten mecklenburgischen Bauern, Förstern, Jägern, Tagelöhnern, Schäfern« (1962).

Ditzen, Anna (Margarete) (geb.: Issel) geb. 12.3.1901 Geestemünde gest. 8.8.1990 Neustrelitz Vater: Bäcker Ehemann: Hans Fallada, Schriftsteller Lernte im Damenputz-Großhandel und arbeitete 13 Jahre in dem Fach; lernte einen Freund ihres Bruders, den Landwirt Rudolf Ditzen (später Schriftsteller Hans Fallada) kennen; lebte mit ihm in Carwitz (bei Feldberg); 1929 Heirat, vier Kinder; 1944 geschieden; literarische Figur als »Lämmchen« in Falladas »Kleiner Mann was nun«; »Wenn du fort bist, ist alles nur halb. Briefe einer Ehe« (2007).

Erfurth, August Friedrich Heilpraktiker geb. ? in Mecklenburg gest. ?.9.1904 Schlachtensee (bei Berlin) begr. Feldberg Vater: August E., Theologe Ausbildung als Spezialist für Wasserheilmethoden (Hydropath) in Berlin; plante 1849 die Gründung einer Wasserheilanstalt in Mecklenburg; Assistent in der Wasserheilanstalt Bad Stuer; ließ 1853- 1855 an der Westseite des Haussees in Feldberg die Wasserheilanstalt Feldberg errichten; bot Wasserbehandlungen, Massagen, Heilgymnastik und Elektrotherapien an und warb 1880 mit verschiedenen Bädern; 1899 Verkauf der Heilanstalt; »Theorie des Wasserheilverfahrens oder elektrische Strömungen als Ursache der belebenden Wirkung des kalten Wassers« (1851); »Die Wirkung und Anwendung der nassen Enthüllungen und die Verbindung des Wasserheilverfahrens mit der schwedischen Heilgymnastik« (1854); »Nach welchen Grundsätzen muß das Wasser als Heilmittel angewandt werden?« (1860); »Das Irisch-Römische Bad in seiner Verbindung mit dem Wasserheilverfahren« (1865); literarische Figur in Fritz Reuters »Ut mine Stromtid« (1863) als ›Existent Ehrfurcht von dem Wasserdokter‹ bei Unkel Bräsig in der Waterkunst.

Fabrice, Georg (Friedrich) von Jurist, Verwaltungsbeamter geb. 18.10.1830 Neustrelitz gest. 25.2.1908 Strelitz Alt (Neustrelitz) Vater: August (Georg Adolf Friedrich) von F., Oberlandjägermeister, Kammerherr Bruder: August (Friedrich Ludwig) von F., Jurist, Verwaltungsbeamter Gymnasium in Neustrelitz; 1850 Abitur; 1850- 1853 Jurastudium in Göttingen, Berlin und Rostock; Einjährig-Freiwilliger im Neustrelitzer Bataillon; 1854 wieder Student in Rostock; 1857 nach bestandenem Examen Auditor und Kammerjunker beim Amt Mirow; im Justizamt der Landvogtei Schönberg; nach dem Richterexamen Mitarbeiter des Amtes und des Amtsgerichts Feldberg, dann in Mirow; 1866 Assessor des Großherzoglichen Kammer- und Forstkollegiums; erhielt 1869 das Amt Strelitz; 1871 Kabinettsbeamter und Oberinspektor der Irren- und Strafanstalt Strelitz; bis 1906 Vorsteher der Wegekommission; 1893 Landdrost; 1904 Oberlanddrost; 1907 Prädikat Exzellenz; 1903 Komtur, 1905 Großkomtur des Hausordens der Wendischen Krone; 1908 Preußischer Kronenorden.

Fallada, Hans (eigentl.: Rudolf Ditzen) Schriftsteller geb. 21.7.1893 Greifswald gest. 5.2.1947 Berlin begr. Carwitz Vater: Wilhelm D., Jurist Ehefrau: Anna (Margarete) Ditzen 1899 Versetzung seines Vaters an das Berliner Kammergericht; 1901 Prinz-Heinrich-Gymnasium Berlin-Schöneberg, 1906 Bismarck-Gymnasium Berlin-Wilmersdorf, 1909 Königin-Carola-Gymnasium Leipzig, 1911 Fürstliches Gymnasium Rudolstadt; 1912 (nach einem Selbstmordversuch) im Privatsanatorium Tannenfeld; 1913 Eleve auf dem Rittergut Polsterstein/Vollmershain (Sachsen); 1914 Kriegsfreiwilliger, nach kurzer Zeit entlassen; 1915 Angestellter auf Gut Heydebreck (Hinterpommern); 1916 Assistent der Landwirtschaftskammer für Pommern in Stettin, dann bis 1918 Angestellter der Kartoffelbaugesellschaft in Berlin; 1919 Rauschgiftentziehungskur in Tannenfeld; Rendant auf Gütern in Mecklenburg, Pommern und Westpreußen; wegen Unterschlagung auf Gut Neuschönfeld (bei Bunzlau) 1924 sechs Monate Gefängnisstrafe in Greifswald; Buchhalter auf mehreren Gütern; 1926 zweieinhalb Jahre Haft wegen Unterschlagung in der Strafanstalt Neumünster; 1928 Heirat mit Anna Issel; 1929 Lokalredakteur beim »General- Anzeiger« (Neumünster); 1930 Angestellter des Rowohlt-Verlags Berlin; 1933-1944 in Carwitz bei Feldberg; 1944 Scheidung; 1945 Bürgermeister in Feldberg; 1945 Übersiedlung nach Berlin und Heirat mit Ursula Losch; freier Mitarbeiter der »Täglichen Rundschau«; 1946 in der Nervenklinik der Charité in Berlin; mit seinen Romanen, die auch als Filmstoff dienten, sehr erfolgreich; »Der junge Goedeschal« (1920); »Bauern Bonzen Bomben« (1931); »Kleiner Mann – was nun?« (1932); »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934); »Wolf unter Wölfen« (1937); »Der eiserne Gustav« (1938); »Geschichten aus der Murkelei« (1938); »Kleiner Mann, großer Mann – alles vertauscht« (1939); »Der ungeliebte Mann« (1940); »Damals bei uns daheim« (1942); »Heute bei uns zu Haus« (1943); »Der Jungherr von Strammin« (1943); »Der Alpdruck« (1947); »Jeder stirbt für sich allein« (1947); »Der Trinker« (1950; postum); 1994 erschien der 1939 entstandene Roman »Dies Herz, das dir gehört«; das Wohnhaus in Carwitz ist heute Hans- Fallada-Museum mit umfangreichen Fallada-Archiv; seit 1992 Hans-Fallada-Gesellschaft in Feldberg; »Salatgarten« (1997 ff.; Mitteilungsblatt der Fallada- Gesellschaft); seit 1981 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster; begraben auf dem Friedhof Schönholz in Berlin, umgebettet, Grabstätte in Carwitz.

Feldt, Auguste Pädagogin, Dichterin geb. 18.3.1831 Berlin gest. ? Vater: Königlicher Rechnungsrat Leitete 1859-1881 eine Privattöchterschule in Friedland; 1885 Vorsteherin eines Töchterpensionats in Feldberg und seit 1887 in Prenzlau; »Werte für junge Mädchen« (1876; Gedichte).

Grapow, Johannes Forstwirt geb. 7.7.1844 Neustrelitz gest. 10.12.1936 Feldberg 1851-1861 Realschule in Neustrelitz; 1862/63 Forstlehre bei Oberförster Dankwardt in Schönberg; 1863-1865 Studium an der Forstakademie Neustadt-Eberswalde; 1865-1873 Forstpraktikant bei Oberförster Schroeder in Lüttenhagen; auch Assessor in Lüttenhagen und nach dem Tod seines Vorgängers 1873 dort als Großherzoglicher Oberförster eingesetzt; 1880 Begründung des ersten forstbotanischen Versuchsgartens in Mecklenburg mit 27 nicht einheimischen Gehölzen; das abwechslungsreiche Waldgebiet der Feldberger Landschaft ist sein Verdienst; 1874 Abschluss der heute gültigen Waldeinteilung; 1882 Erstellung eines modernen Forstkartenwerkes; Bewältigung der Sturmkatastrophe 1894; organisierte nach 1900 wegen des schlechten Absatzes des Sturmholzes den Aufbau des Großherzoglichen Sägewerkes Schwarze Mühle bei Koldenhof; ab 1903 umfangreiches Aufforstungsprogramm; beförderte den Aufbau des Torfwerkes Fürstenhagen und 1908 ein System von 30 Karpfenteichen bei Lüttenhagen; 1904 Großherzoglich mecklenburg-strelitzscher Forstmeister; 1910 Hausorden der Wendischen Krone; schied 1916 aus dem Dienst und Ruhesitz in Feldberg; 1995 Enthüllung eines Gedenksteins im Versuchsgarten Lüttenhagen.

Heyse, Wilhelm Theologe, Pädagoge, (niederdeutscher) Schriftsteller geb. 19.11.1825 Leussow (Mecklenburg-Strelitz) gest. 11.2.1911 Wesenberg 1841-1846 Lehrerseminar Mirow; Hauslehrer in Friedrichshof (bei Pasewalk) und in Neumühl (bei Torgelow); 1849 Hilfslehrer in Carwitz (bei Feldberg); 1850 Lehrer in Broda (bei Neubrandenburg); 1853 Lehrer in Leussow; schied 1879 wegen eines Disziplinarverfahrens aus dem Amt; Übersiedlung nach Wesenberg; später Hauslehrer an verschiedenen Stellen; Beiträger zu Karl Bartschs »Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg« (2 Bde., 1879/80); hoch- und niederdeutsche Gedichte in der »Neustrelitzer Zeitung« (1849 ff.); »Ausgewählte Blüten meiner Jugend« (1851); »Punschendorp. Plattdütsche Läuschens, Dichtels un Rimels in mekelnbörger Mundort« (1861); »De Meklenbörger Burhochtid un Rosmarin un Ringelblomen« (1862).

Kahn, Robert (August) Musiker, Komponist geb. 21.7.1865 Mannheim gest. 29.5.1951 Biddenden (Kent/England) Vater: Bankier Gymnasium in Mannheim; 1882-1885 Studium an der Musikhochschule in Berlin, 1885/86 an der Akademie der Tonkunst in München; hielt sich in Wien auf, wo er mit Johannes Brahms zusammentraf; freischaffender Komponist in Berlin; Korrepetitor am Stadttheater in Leipzig; 1890-1893 Gründung und Leitung eines Frauenchores in Leipzig; 1894-1930 an der Musikhochschule in Berlin, ab 1903 Königlicher Professor; zog sich nach seiner Pensionierung 1931- 1939 auf seinen Sommersitz nach Feldberg zurück; 1939 Emigration nach England; Freundschaft und Briefwechsel mit Gerhart Hauptmann; 1916 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, 1917 deren Senator; gehörte dem Kuratorium des Beethoven- Preises an; Komposition von Kammermusiken, Liedern und Chorwerken; 2001 Gedenktafel an seiner Villa auf dem Ziegelberg in Feldberg; »Mahomet’s Gesang von Goethe für gemischten Chor mit Orchester« (1896); »Kahn-Album. Auserlesene Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung« (1901); »Neun Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe für eine Singstimme und Klavier« (1910); »Befreiung. Kantate für gemischten Chor, Tenor-Solo und Orchester« (1929).

Karbe, (Hermann Wilhelm) Walter Archäologe, Denkmalpfleger, Bibliothekar, Heimatforscher, Naturschützer geb. 9.4.1877 Trechwitz (Brandenburg) gest. 25.10.1956 Neustrelitz 1884 Umzug nach Marly, einem Neustrelitzer Stadtgut; Gymnasium Carolinum Neustrelitz (ohne Abitur); Kaufmannslehre in Stettin; 1903-1905 im Großhandelskontor in Stockholm, 1906/07 in Frankreich; sammelte schon als Kind kleine Tiere; umfangreiche Sammlung von Conchylien; 1907 Registraturhilfsarbeiter an der Sammlung der Altertümer und Münzen und in der Bibliothek Neustrelitz; 1925 Mitglied (Wanderwart und Referent) im Mecklenburg-Strelitzer Verein für Geschichte und Heimatkunde; hielt volkskundliche, naturwissenschaftliche und landeskundliche Vorträge; 1915-1918 Kriegsteilnehmer; 1919 Hilfsregistrator, 1919-1948 Konservator der Sammlungen; nahm 1922 an den Ausgrabungen am Breiten Luzin (bei Feldberg) zur Lösung des Rethra-Problems (Lage der untergegangenen Stadt Rethra mit ihren slawischen Heiligtümern) teil; machte 1924 den Silberfund von Blumenhagen; entdeckte 1939 das um 1440 untergegangene Dorf Saran (bei Carpin); 1941-1945 Kreisnaturschutzbeauftragter Kreis Stargard Süd; 1946-1949 Vertrauensmann für Naturschutz Kreis Neustrelitz; 1923 Mitglied (zeitweise Vorstandsmitglied) des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg; 1924 Mitglied der Gesellschaft für Geschiebeforschung; über 200 Veröffentlichungen; »Wanderungen durch Neustrelitz und Umgebung« (1938); »Strelitzer Allerlei. Heimatkundliche Forschungen« (1938); »Kulturgeschichte des Landes Stargard. Von der Eiszeit bis zur Gegenwart« (1940-1956; Manuskript im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz); »Rund um den Zierker See« (1953); »Über Hohenzieritz ins Tollensegebiet« (1955); »… der sich die Heimat erwanderte« (1957, hrsg. von Annalise Wagner); »In das Land Turne über Zwenzow bis zur Grünen Hütte« (1957); Aufsätze in der »Landeszeitung für beide Mecklenburg und Nachbargebiete« (1919-1933), den »Mecklenburg-Strelitzer Heimatblättern« (1925-1934) und im »Heimatbuch für den Kreis Neustrelitz« (1954); hinterließ einen handgeschriebenen Rechenschaftsbericht von 1884- 1956 als kulturgeschichtliche Zusammenfassung über das Land Stargard; umfangreicher Nachlass im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz; Walter-Karbe-Weg in Neubrandenburg.

Kausch, Karl Martin Mediziner geb. 10.11.1866 Pasewalk gest. ? Vater: Wilhelm K., Ackerbürger 1885 Abitur in Berlin; Medizinstudium in Greifswald, München und Rostock; 1891 Approbation in Rostock; 1892 Promotion in Würzburg; 1892-1899 Arzt in Pasewalk; 1898 Kreisarzt; 1899 Arzt in Feldberg; Besitzer und leitender Arzt der Kur- und Wasserheilanstalt Feldberg; 1914 Sanitätsrat; 1914- 1918 Oberstabsarzt im Felde; »Prospekt der Kur- und Wasser-Heil-Anstalt Feldberg i. M.« (1910).

Klapp, Anna (Sophie Charlotte) (geb.: Oesten; auch: Klapp-Oesten; Pseud.: Sophie Stein) Schriftstellerin geb. 20.9.1840 Feldberg gest. ? Vater: (Christian Friedrich) Gustav Oesten, Jurist, Hofrat Bruder: Gustav (Bernhard Ferdinand) Oesten, Baumeister, Archäologe 1857 Lehrerinnenprüfung; Lehrerin in Neustrelitz; 1864 Heirat mit Pastor Ludwig Klapp im Fürstentum Waldeck; siedelte nach zwölf Jahren nach Osnabrück über; zog nach dem Tod ihres Mannes 1902 nach Chicago (USA); schrieb für die Zeitschrift »Nordwest« (1878 ff.); 1884-1894 Bücherkritiken für den »Hamburgischen Correspondenten«; daneben Novellen, Essays und Aufsätze; ab 1884 Schriften zu Jugend- und Frauenfragen; gründete 1893 den Verein zur Reform der Jugendliteratur und 1894 dessen Organ »Lose Blätter«; »Ut Dörp und Stadt. T. 1, Hans Lütting« (1882); »Unsere jungen Mädchen und ihre Aufgaben in der Gegenwart« (1892) »Der jüngste Diakonus« (1893).

Krause, Eitel Forstwirt geb. 7.9.1905 Wendisch-Tychow (Hinterpommern) gest. 14.3.1989 Neuhof (bei Feldberg) Vater: Waldwärter Volks- und Fortbildungsschule; zwei Jahre Forstlehre; Forstschule in Miltenberg (Main); Hilfsförster in verschiedenen Forstrevieren Hinterpommerns; 1935 Revierförsterprüfung in Stolp; zuletzt Tätigkeit in der Revierförsterei Koziol; kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Mecklenburg; widmete sich der Buchenholzverjüngung im Laubholzrevier Gülitz; 1954 Revierförster in Neuhof (bei Feldberg); betreute als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter ein See- und ein Fischadlerpaar; auf seine Anregung hin wurden im Mechower Revier Kiefernaltholzbestände zu Flächennaturdenkmalen erklärt; organisierte 1972 die Erfassung der Kraniche und der Kolkrabenbrutpaare; 1974 Ruhestand.

Levermann, Hans Landwirt, Naturschützer, Fotograf geb. 22.3.1897 Demmin gest. 16.12.1977 Feldberg begr. Krumbeck Vater: Kaufmann, Jäger 1901-1935 Landwirtschaftslehre und Tätigkeit auf Gütern wie Basedow und Schwichtenberg; 1935-1945 Landwirt in Krumbeck und Buchhalter in Bredenfelde; 1947 Rückkehr aus der Gefangenschaft; 1947-1962 Landwirt und LPG-Mitglied in Krumbeck; 1948-1954 Vertrauensmann bzw. Kreisnaturschutzbeauftragter für die Randgebiete des Kreises Neustrelitz; 1962- 1975 naturkundliche Forschungen im Gebiet um Krumbeck; 1975-1977 im Pflegeheim in Feldberg; Ornithologe; Beringer für die Vogelwarte Helgoland, später für Hiddensee; übergab seine Vogeleiersammlung an das Naturkundemuseum Waren; veröffentlichte seine Tierbeobachtungen in der Tagespresse; Tierfotograf; 1937 in der Ausstellung »Die Fotografie der Jagd« vertreten und mit einem 5. Preis ausgezeichnet; 1965 mit der Serie »Vögel der Heimat« an der Bezirksfotoschau des Bezirks Neubrandenburg beteiligt; »Von der Lebensweise des Fischadlers« in »Wild und Hund« (1937/38); Tierfotos in »Aus Wald und Flur. Tiere unserer Heimat« (1940); »Die Tierwelt der Kreises Neubrandenburg« (1956), »Im Naturschutzgebiet ›Galenbecker See‹« (1957) und »Im Naturschutzgebiet »Nonnenhof« (1957) in »Uns’ Heimat«.

Losch, Kurt (Albrecht Dietrich) Kaufmann, Maler geb. 29.11.1889 Berlin gest. 7.5.1944 Berlin Vater: Reinhold L., Kaufmann Sein Vater war in Berlin als Seifen-Losch bekannt; Studium der Malerei an der Kunstakademie in Berlin bei Georg Ludwig Meyn; 1912 und 1914 Teilnehmer an der Großen Berliner Kunstausstellung; widmete sich nach dem Ersten Weltkrieg ganz der Malerei; übernahm 1927 nach dem Tod des Vaters gemeinsam mit zwei Brüdern das väterliche Unternehmen, in dem er sich auch als Grafiker betätigte, 1940 Zweitwohnsitz in Feldberg; seine Witwe Ursula wurde 1945 die zweite Ehefrau Hans Falladas; 1994 Ausstellung seiner impressionistischen Malereien in Feldberg.

Nuß, Wilhelm Pädagoge, Naturschützer geb. 25.6.1883 Koblenz gest. 21.5.1976 Hohenlanke (Neustrelitz) Vater: Eisenbahnkontrolleur 1899 Dorotheenstädtisches Realgymnasium; 1904- 1910 Mathematik-, Physik- und Geologiestudium in Berlin; Lehrer an verschiedenen Schulen; 1920- 1934 Studienrat in Senftenberg; 1935 Umzug nach Neustrelitz; Verwaltung der Bildstelle der Schulen des Kreises Stargard in Neustrelitz; 1942-1945 Dozent für Mathematik an der Ingenieurschule Strelitz, 1945/46 an der Berufsschule; 1937-1944 Kreisnaturschutzbeauftragter Stadtkreis Neustrelitz; an der Schaffung des Landschaftsschutzgebietes Feldberger Seen beteiligt; 1920 Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft; 1927 Mitglied der Gesellschaft für Geschiebeforschung; Veröffentlichungen zur Botanik und Geologie der Lausitz in Zeitschriften und Zeitungen; »Das Naturschutzgebiet Nonnenhof« (1937); »Naturschutz und Landschaftsschutz für Feldberg in Mecklenburg« (Karte, 1938); »Wie unsere Heimat im Eiszeitalter wurde«, »Die Berge unserer Heimat«, »Das Werden und Vergehen der Seen unserer Heimat« und »Die Findlingsblöcke unserer Heimat« in »Heimatbuch des Kreises Neustrelitz« (1954).

Oesten, Gustav (Bernhard Ferdinand) Baumeister, Archäologe geb. 16.8.1839 Feldberg gest. 4.7.1924 Feldberg Vater: (Christian Friedrich) Gustav O., Jurist, Hofrat Schwester: Anna (Sophie Charlotte) Klapp, Schriftstellerin Schule in Feldberg; Ausbildung zum Ingenieur für Wasserbau (Zivilingenieur); lebte und arbeitete in Berlin, zuletzt als Vizedirektor der Berliner Wasserwerke; um 1880 Mitglied der von Rudolf Virchow geleiteten Berliner Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte; wandte sich früh der Rethra-Forschung zu, gründete einen Verein für Altertumskunde in Feldberg; unternahm 1880- 1882 und 1885-1890 Ausgrabungen im Feldberg- Carwitzer Gebiet, begleitet von mehreren Besuchen der Anthropologischen Gesellschaft; 1904 Mitgründer und treibende Kraft einer Rethra-Kommission der Gesellschaft; unter seiner Leitung 1904-1912 Ausgrabungen im Bereich Südende des Tollensesees und der Lieps; regte Richard Wossidlo zu einer Bearbeitung der Rethra-Sagen an; Alterssitz in Feldberg (Voßkuhl); schrieb Aufsätze über die Ergebnisse seiner Rethra-Forschungen; Mitarbeiter am »Handbuch der Hygiene« (1896) und am »Handbuch der Ingenieurwissenschaften« (1904); »Überreste der Wendenzeit in Feldberg und Umgegend« (1887), »Die ›civitas‹ der Slawen und Funde aus Feldberg« (1890) und »Ergebnisse der Rethraforschung« (1912) in »Zeitschrift für Ethnologie«.

Reincke, Johanna (Caroline Elise) Malerin geb. 21.8.1874 Dobbertin gest. 22.2.1948 Feldberg Vater: Heinrich Carl August R., Baumeister 1890 als Pensionärin in Schwerin; begann mit 24 Jahren zu malen; schloss sich in Feldberg dem Landschaftsmaler Ludwig Feldmann an; 1898- 1907 Schülerin von Walter Leistikow und Lovis Corinth in Berlin; stellte seit 1901 öffentlich aus; 1907 Mitglied des Vereins Berliner Künstlerinnen; im Ersten Weltkrieg wieder in Feldberg; nach 1945 mittellos und krank; Landschaftsmalerin; Motive aus der heimischen Wald- und Seenlandschaft um Feldberg; malte auch auf dem Fischland; »Die Rosenberge«; »Blühender Ginster am Carpinger Weg«; »Herbststimmung am Sprockwitz See«; »Gelbe Lupinenfelder«; »Abendstimmungen Luzin-See«.

Risch, Carl (Albert Ludwig Wilhelm) Apotheker geb. 9.6.1878 Feldberg gest. 11.3.1960 Berlin Vater: Kaufmann Gymnasium in Neustrelitz; Apothekerlehre in Lychen; Assistent in Helmstedt, Arnstadt und Olten (Schweiz); Studium der Philosophie und Lebensmittelchemie in Basel sowie der Pharmazie, Chemie und Botanik in Rostock; Apotheker in Alberfeld, Essen, Hamburg, Eibenstock und Gramzow (bei Prenzlau); 1909- 1945 Besitzer der Apotheke in Bärwalde; danach Treuhandverwalter einer Apotheke in Berlin- Neukölln; widmete sich der Hydrobiologie, der chemischen Untersuchung der Gewässer und der Pollenforschung; Materialsammlung in der Türkei (1903), in Skandinavien, in den Mittelmeerländern und im Kaukasus; seine Sammlungen und Notizen gingen 1945 verloren; bekannt durch eine Methode zur Wertbestimmung von Tinkturen, die er Diaphanometrie nannte.

Scamoni, Alexis Forstwirt geb. 1.3.1911 (16.2.1911) St. Petersburg (Russland) gest. 7.10.1993 Potsdam begr. Chorin (Brandenburg, Klosterfriedhof) Kam Ende des Ersten Weltkrieges nach Berlin; Oberrealschule; 1930-1935 Botanik-, Zoologie-, Geographie-, Mathematik- und Philosophiestudium an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin; 1935 Promotion in Berlin; am Waldbau-Institut der Forstlichen Hochschule Eberswalde; nach dem Zweiten Weltkrieg Assistent, dann Dozent; 1958 Habilitation in Berlin; 1949 Professor der Forstbotanik und Grundlagen des Waldbaus; 1951 Direktor des Bereichs Waldwachstumskunde am Institut für Waldkunde Eberswalde, zweimal Dekan; 1963- 1976 Direktor des Bereichs Waldwachstumskunde am Institut für Forstwissenschaften Eberswalde; »Vegetationsstudien im Sarnow« (Diss., 1935); »Waldgesellschaften und Waldstandorte« (1951; 3. Aufl., 1960); »Leitfaden für den Forstfacharbeiter« (1953); »Einführung in die praktische Vegetationskunde« (1955); »Waldkundliche Untersuchungen auf grundwassernahen Talsanden« (Habil., 1958); »Meßtischblatt Thurow« (1963); »Unsere Wälder« (1982); »Teeröfen als Nachweis eines ursprünglichen Vorkommens der Kiefer« in »Archiv für Forstwesen« (1955); »Ringenwalder Endmoräne«, »Heilige Hallen«, »Feldberger Hütte«, »Der Conower Werder bei Feldberg« und »Die Sundische Wiese auf Zingst« in »Natur und Naturschutz in Mecklenburg« (1965); Nachlass (Forschungen zu den natur- und siedlungshistorischen Grundlagen im Bereich des Messtischblattes Thurow) im Mecklenburgischen Landeshauptarchiv Schwerin.

Schmaltz, Hedwig (geb.: Börger; Pseud.: Hadwiga Börger) Pädagogin, Schriftstellerin geb. 14.10.1906 Feldberg gest. ? Lebte in Juist (Niedersachsen); schrieb Erzählungen und Gedichte; »Die Berufung des Mathias Melzer« (1955); »Stern im Schatten« (1965); »Höhlen gefragt« (1969).

Schuchhardt, Carl Archäologe geb. 6.8.1859 Hannover gest. 7.12.1943 Arolsen (Westfalen) Vater: Ludolf S., Kupferstecher Schulen in Hannover und Vegesack; Studium der Neueren Sprachen, der Klassischen Philologie und Archäologie in Leipzig, Heidelberg und Göttingen; 1882 Promotion; 1884 Hauslehrer in der Fürstenfamilie Bibesco in Rumänien; 1886/87 Reise durch Kleinasien und bei den Ausgrabungen in Pergamon beteiligt; 1888 Direktor des Kestner- Museums in Hannover; 1908-1925 Direktor der Prähistorischen Abteilung des Museums für Völkerkunde in Berlin und Generalinspektor für die Ausgrabungen in Preußen; Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften Berlin und der Zentraldirektion des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches; 1921 Ausgrabung der Tempelburg Arkona (Rügen); 1922 Rethra-Grabung auf dem Schlossberg am Breiten Luzin (bei Feldberg) unter Beteiligung von Walter Karbe; 1928 Grabung slawischer Heiligtümer auf der Burg Garz (Rügen); 1907 Mitglied des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde; 1929 Ehrenmitglied des Mecklenburg-Strelitzer Vereins für Geschichte und Heimatkunde; 1909 Begründer der »Prähistorischen Zeitschrift«; »Schliemanns Ausgrabungen in Troja, Tiryns, Mykenä …« (1890); »Arkona, Rethra, Vineta« (1926); »Vorgeschichte in Deutschland« (1928); »Der Entdecker von Pergamon. Carl Humann« (1930); »Die Burg im Wandel der Weltgeschichte« (1931); »Alteuropa, Kulturen-Rassen-Völker« (1935); »Deutsche Vor- und Frühgeschichte in Bildern« (1936); »Aus Leben und Arbeit« (1944).

Schümann, Siegfried Maler, Grafiker geb. 10.4.1923 Feldberg gest. 6.3.1974 Berlin Lehre als Autolackierer; 1950-1955 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Arno Mohr, Bert Heller und Kurt Robbel; 1956-1959 Aspirant bei Fritz Dähn und Gabriele Mucci; freischaffend in Berlin; Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR; 1957 1. Preis für Malerei bei den Weltfestspielen in Moskau; Zyklus »Thälmann-Brigade im Freiheitskampf des spanischen Volkes« (1958); »Kleiner Rügenhafen« (1960); »Chinesische Mutter« (1960); »Chinesischer Bauer« (1961); »Gespräch mit dem Vertrauensmann« (1962).

Vitense, Otto (Carl Ernst Friedrich) Pädagoge, Heimatforscher geb. 27.3.1880 Wittenburg gest. 31.12.1948 Neubrandenburg begr. Feldberg Vater: Adolf (Karl Friedrich) V., Pädagoge Gymnasium in Parchim; 1900 Geschichts- und Philologiestudium in Leipzig, Berlin und Rostock; Seminar- und Probejahr an der Großen Stadtschule Rostock; 1906-1909 Oberlehrer am Realgymnasium in Grabow; 1909-1948 Oberlehrer am Gymnasium in Neubrandenburg; Studienrat; 1925 Festrede zum Amtsantritt von Paul Hindenburg und 1927 zum 100. Todestag Beethovens; 1925 Mitglied des Mecklenburg-Strelitzer Vereins für Geschichte und Heimatkunde; Herausgeber und Autor mehrerer Beiträge in »Mein Vaterland. Mecklenburgische Monatsblätter für Familie und Haus« (1913/14); »Mecklenburgische Geschichte« (1912); »Mecklenburg und die Mecklenburger in der großen Zeit der deutschen Befreiungskriege 1813-15« (1913); »Die deutschen Befreiungskriege 1813- 1815 mit besonderer Berücksichtigung der Teilnahme der Mecklenburger (1913); »Deutsche Frauen und Heldinnen 1813/15« (1815); »Weltkriegsbilder« (3 Bde.; 1915/16); »Geschichte von Mecklenburg« (1920); »50 Jahre Neubrandenburger Konzertverein 1880-1930« (1930); »Ueber Alter und Entstehung mecklenburgischer Städte sowie die Bedeutung ihrer Namen« (1925), »Fritz Reuter und die Hansestädte« (1934), »Geschichte der Stadt Krakow« (1936) und »Altmecklenburgische Fastnacht« (1936) in »Mecklenburgische Monatshefte«.

Westphal, Wilhelm Landwirt geb. 7.12.1888 Feldberg gest. 31.7.1980 Plön Gymnasium Carolinum Neustrelitz; Studium in Bonn; Diplomlandwirt; 1917 Promotion in Bonn; Geschäftsführer des Westfälischen Bauernvereins; 1922 Institutsdirektor der Preußischen Versuchsanstalt für Milchwirtschaft in Kiel; 1924 Professor; 1935 Arbeit im Rahmen der Ernährungssicherung in Berlin; »Die Stellung der Milchwirtschaft im landwirtschaftlichen Betriebe« (Diss., 1917).

;Wieck, Heinz, Forstwirt

geb. 14.9.1908 Suderode, gest. 23.2.1979 Feldberg
1914-1922 Schule in Suderode; 1922-1927 Lehre

und Hilfsjäger in Marienhaus (Schlesien); 1927- 1934 Militärdienst in Kolberg (Pommern); 1934-1938 Heeresforstschule; 1939-1943 Wehrmachtsdienst in Kolberg; 1943-1947 Gefangenschaft in der Sowjetunion; 1947-1949 Revierförster in Goldenbaum; 1949-1972 Oberförster in Lüttenhagen; seit 1953 auch Jagdgebietsverantwortlicher; 1973- 1979 Ruhestand in Feldberg; 1980 Gedenkstein im Revier Lüttenhagen.


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