Karbow - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen
Markierung: Manuelle Zurücksetzung |
|||
| (8 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 62: | Zeile 62: | ||
=====Kirchengeschichte===== | =====Kirchengeschichte===== | ||
======Friedrich Schlie: Das Kirchdorf Karbow====== | ======Friedrich Schlie: Das Kirchdorf Karbow====== | ||
(Auszug aus: | (Auszug aus: Friedrich Schlie, Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin, Band 4: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau, Schwerin 1901, S. 569-570) | ||
Friedrich Schlie, Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin, Band 4: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau, Schwerin 1901, S. 569-570) | |||
Das Kirchdorf Karbow | '''Das Kirchdorf Karbow''' | ||
Geschichte des Dorfes | '''Geschichte des Dorfes''' | ||
Wie Kreien und Wilsen, so liegt auch das Bauerndorf Karbow sammt dem gleichnamigen Hofe in der Lübzer Ture und gehört gleich jenen vom XIII. Jahrhundert bis zur Säkularisierung im XVI. Jahrhundert dem Kloster Stepenitz. Einen Pfarrer Dietrich giebt es dort im Jahre 1920 und einen mit Namen Hinricus Wulff im Jahre 1373. Dann klafft aber eine Lücke von fast zweihundert Jahren. 1563 wird Jakobus Unverfert (Fürchtenicht, Imperterritus) berufen. Er wirkt noch im Jahre 1609, als die erste Kirchenvisitation von mecklenburgischer Seite in Karbow statt hat. Ihm folgt Michael Croschius. Diesem der an der alten Kanzel zu Darss im Jahre 1625 genannte Pastor Michael Slepkow und darauf von 1630 an Christoph Gypharius. Nachher wirken in Karbow Detlev Preen von 1653 an, Christian Fanter von 1661 an, Joachim Dabelow (Vater des D. in Burow) von 1698 an, Joachim Gammelin von 1725 an, Gotth. Friedr. Wolf von 1755 an (zuerst als Adjunkt des 1767 gestorbenen alten Gammelin), Ernst Joh. Darjes von 1782 an und Karl Ludw. Musculus von 1799 bis 1808. Ueber ihn und seine Nachfolger im XIX. Jahrhundert s.Walter a.a.O. | Wie Kreien und Wilsen, so liegt auch das Bauerndorf Karbow sammt dem gleichnamigen Hofe in der Lübzer Ture und gehört gleich jenen vom XIII. Jahrhundert bis zur Säkularisierung im XVI. Jahrhundert dem Kloster Stepenitz. Einen Pfarrer Dietrich giebt es dort im Jahre 1920 und einen mit Namen Hinricus Wulff im Jahre 1373. Dann klafft aber eine Lücke von fast zweihundert Jahren. 1563 wird Jakobus Unverfert (Fürchtenicht, Imperterritus) berufen. Er wirkt noch im Jahre 1609, als die erste Kirchenvisitation von mecklenburgischer Seite in Karbow statt hat. Ihm folgt Michael Croschius. Diesem der an der alten Kanzel zu Darss im Jahre 1625 genannte Pastor Michael Slepkow und darauf von 1630 an Christoph Gypharius. Nachher wirken in Karbow Detlev Preen von 1653 an, Christian Fanter von 1661 an, Joachim Dabelow (Vater des D. in Burow) von 1698 an, Joachim Gammelin von 1725 an, Gotth. Friedr. Wolf von 1755 an (zuerst als Adjunkt des 1767 gestorbenen alten Gammelin), Ernst Joh. Darjes von 1782 an und Karl Ludw. Musculus von 1799 bis 1808. Ueber ihn und seine Nachfolger im XIX. Jahrhundert s.Walter a.a.O. | ||
| Zeile 78: | Zeile 78: | ||
Darss ist nachweislich um 1609 Filial-Kirchdorf von Kreien, ohne Zweifel aber schon in früherer Zeit damit verbunden. | Darss ist nachweislich um 1609 Filial-Kirchdorf von Kreien, ohne Zweifel aber schon in früherer Zeit damit verbunden. | ||
'''Kirche''' | |||
Kirche | |||
Die alte einschiffige Feldsteinkirche ist im Jahre 1604 abgebrannt. Auf das stehen gebliebene Gemauer ist eine flache Balken- und Brettterdecke gelegt und dann das Dach aufgesetzt. Im Westen ein Thurm, der unten als Fachwerkbau und oben als Holzbau mit Bretterbekleidung behandelt ist. Aus seinem Kreuzdach erhebt sich ein kleines vierseitiges Thürmchen, das ebenfalls mit einem Kreuzdach versehen ist. In seiner Wetterfahne die Jahreszahl 1749(?). Auf dem Ostgiebel eine Stange mit einer Kugel und einem Hahn, in dem die Jahreszahl 1736 steht. | Die alte einschiffige Feldsteinkirche ist im Jahre 1604 abgebrannt. Auf das stehen gebliebene Gemauer ist eine flache Balken- und Brettterdecke gelegt und dann das Dach aufgesetzt. Im Westen ein Thurm, der unten als Fachwerkbau und oben als Holzbau mit Bretterbekleidung behandelt ist. Aus seinem Kreuzdach erhebt sich ein kleines vierseitiges Thürmchen, das ebenfalls mit einem Kreuzdach versehen ist. In seiner Wetterfahne die Jahreszahl 1749(?). Auf dem Ostgiebel eine Stange mit einer Kugel und einem Hahn, in dem die Jahreszahl 1736 steht. | ||
'''Triptychon''' | |||
Triptychon | |||
Auf dem Altar ein Triptychon mit Schnitzwerk vom Ende des XV. Jahrhunderts. In der Mitte die hl. Maria mit dem Christuskinde, daneben links der hl. Nikolaus, rechts die hl. Katharina. Ueber der Bekrönung ein Triumph-Kreuz mit Johannes und Maria (wohl von jeher an dieser Stelle). | Auf dem Altar ein Triptychon mit Schnitzwerk vom Ende des XV. Jahrhunderts. In der Mitte die hl. Maria mit dem Christuskinde, daneben links der hl. Nikolaus, rechts die hl. Katharina. Ueber der Bekrönung ein Triumph-Kreuz mit Johannes und Maria (wohl von jeher an dieser Stelle). | ||
'''Kanzel''' | |||
Kanzel | |||
Die Kanzel ist ein Werk der Renaissance vom Jahre 1598. In der Kanzel, Füllungen als Schnitzwerk der vier Evangelisten. | Die Kanzel ist ein Werk der Renaissance vom Jahre 1598. In der Kanzel, Füllungen als Schnitzwerk der vier Evangelisten. | ||
'''Taufbehälter, Epitaph''' | |||
Taufbehälter, Epitaph | |||
Hölzerner Taufbehälter aus dem XVII, Jahrhundert. | Hölzerner Taufbehälter aus dem XVII, Jahrhundert. | ||
| Zeile 100: | Zeile 96: | ||
Epitaph des Pastors Christian Fanter. Holzarbeit, im Felde der Krucifixus im Relief, darunter Leidtragende (gemalt), jedoch ist die Malerei fast ganz vergangen. Inschrift: CHRISTIANUS FANTERUS, STERNBERGENSIS, PASTOR ECCLESIAE HUJUS CARBOVIENSIS ET DARSSENSIS AETAT: XLIX Minist XXIV ANNO MDCLXXXV. | Epitaph des Pastors Christian Fanter. Holzarbeit, im Felde der Krucifixus im Relief, darunter Leidtragende (gemalt), jedoch ist die Malerei fast ganz vergangen. Inschrift: CHRISTIANUS FANTERUS, STERNBERGENSIS, PASTOR ECCLESIAE HUJUS CARBOVIENSIS ET DARSSENSIS AETAT: XLIX Minist XXIV ANNO MDCLXXXV. | ||
'''Leuchter''' | |||
Leuchter | |||
In der Kirche ein Wandarmleuchter von Messing aus dem XVII. Jahrhundert. | In der Kirche ein Wandarmleuchter von Messing aus dem XVII. Jahrhundert. | ||
'''Glasmalerei''' | |||
Glasmalerei | |||
Im nördlichen Fenster des Chors zwei kleine gemalte Scheiben. In der einen die Inschrift HANS ALBRECHT. In der zweiten die Prudentia mit der Unterschrift ANNA ELISABETH HILLJENDORF. | Im nördlichen Fenster des Chors zwei kleine gemalte Scheiben. In der einen die Inschrift HANS ALBRECHT. In der zweiten die Prudentia mit der Unterschrift ANNA ELISABETH HILLJENDORF. | ||
'''Glocken''' | |||
Glocken | |||
Im Thurm zwei Glocken. Die grössere (Dm 0,99 m) hat vorne im Felde die Inschrift: UNTER DER REGIERVUNG DES D . F . V . H . H . CAROLI LEOPOLDI H . Z . M . HAT MIT VORWISSEN DER H . H . BARNEVITZISCHEN ERBEN ALS PFANDEINH . DES A . L . DIESE GLOCKE VON DENEN KIRCHENMITTELN ZV CARBOW ANGESCHAFFET . D . JOACHIM GEMMELIEN P . JVRATI C LNET (für LENT) P . SCHMIDT. Oben ringsumlaufend: LAVRENTIVS STRAHLBORN ME FVDIT LUBECAE ANNO 1741. – Die zweite Glocke (Dm 0,65 m) ist laut Inschrift im Jahre 1863 von P. M. Hausbrand, Hofglockengiesser in Wismar, zur Zeit des Pastors A. P. V. F. KÖPPEN zu Karbow und Darss und der Juraten SCHRODER und JACOBS zu Karbow umgegossen worden (ihre Vorgängerin war 1685 von Vites Siebenbaum gegossen worden und trug den Namen des Christian von Bülow als Pfandinhabers des Amtes Lübz, dazu den des Pastors Christian Fanter, Inventar 1811). | Im Thurm zwei Glocken. Die grössere (Dm 0,99 m) hat vorne im Felde die Inschrift: UNTER DER REGIERVUNG DES D . F . V . H . H . CAROLI LEOPOLDI H . Z . M . HAT MIT VORWISSEN DER H . H . BARNEVITZISCHEN ERBEN ALS PFANDEINH . DES A . L . DIESE GLOCKE VON DENEN KIRCHENMITTELN ZV CARBOW ANGESCHAFFET . D . JOACHIM GEMMELIEN P . JVRATI C LNET (für LENT) P . SCHMIDT. Oben ringsumlaufend: LAVRENTIVS STRAHLBORN ME FVDIT LUBECAE ANNO 1741. – Die zweite Glocke (Dm 0,65 m) ist laut Inschrift im Jahre 1863 von P. M. Hausbrand, Hofglockengiesser in Wismar, zur Zeit des Pastors A. P. V. F. KÖPPEN zu Karbow und Darss und der Juraten SCHRODER und JACOBS zu Karbow umgegossen worden (ihre Vorgängerin war 1685 von Vites Siebenbaum gegossen worden und trug den Namen des Christian von Bülow als Pfandinhabers des Amtes Lübz, dazu den des Pastors Christian Fanter, Inventar 1811). | ||
'''Kleinkunstwerke''' | |||
Kleinkunstwerke | |||
Kleinkunstwerke. 1 – 3. Kelche, Patene, Oblatenschachtel von Siler. Neu, ohne Inschrift und Zeichen. – 4. Grosser Zimmkelch, ohne Inschrift, mit der Marke des englischen Zinns und mit dem Zeichen G. G. – 5. Zinnerner Krankenkelch von J. M. 1792, mit der Marke des englischen Hinns und dem Stempel I C H. – 6. Silberne Weinkanne, geschenkt von ALBERT BADE und MARY BADE GEB. GESLIEN ZU SCHLEMMIN 1892. Ohne Werkzeichen. – 7. Taufbecken, achteckig, von Messing. Inschrift: JOSVA SEEHVSEN; BÜRGER IN LÜBECK, VEREHRET DIESES TAVFF BECKEN ZU GOTTES EHREN IN DER KIRCHEN ZU KARBOW : ANNO 1689. Treibarbeit. Auf dem Rande unter Fruchtstücken ein Stiefel. Gewiss war der Stifter ein in der guten Stadt Lübeck emporgekommener Schuster. | Kleinkunstwerke. 1 – 3. Kelche, Patene, Oblatenschachtel von Siler. Neu, ohne Inschrift und Zeichen. – 4. Grosser Zimmkelch, ohne Inschrift, mit der Marke des englischen Zinns und mit dem Zeichen G. G. – 5. Zinnerner Krankenkelch von J. M. 1792, mit der Marke des englischen Hinns und dem Stempel I C H. – 6. Silberne Weinkanne, geschenkt von ALBERT BADE und MARY BADE GEB. GESLIEN ZU SCHLEMMIN 1892. Ohne Werkzeichen. – 7. Taufbecken, achteckig, von Messing. Inschrift: JOSVA SEEHVSEN; BÜRGER IN LÜBECK, VEREHRET DIESES TAVFF BECKEN ZU GOTTES EHREN IN DER KIRCHEN ZU KARBOW : ANNO 1689. Treibarbeit. Auf dem Rande unter Fruchtstücken ein Stiefel. Gewiss war der Stifter ein in der guten Stadt Lübeck emporgekommener Schuster. | ||
======Wiedereinweihung der Kirche in Karbow 16.04.1989====== | ======Wiedereinweihung der Kirche in Karbow 16.04.1989====== | ||
Aktuelle Version vom 26. September 2026, 10:09 Uhr
| Kenndaten der Ortschronik | |
|---|---|
| Ort | Karbow (Gemeinde Gehlsbach) |
| Zeitlicher Schwerpunkt | |
| Urheberrechte | |
| Erstellungszeitraum | ab 2026 fortlaufend |
| Publikationsdatum | |
| Inhaltliche Kategorisierung | Geschichte des Ortes Karbow mit Hof Karbow, Sandkrug und Hermannsthal |
| Status (Ampelsystem) | in fortlaufender Bearbeitung |
Die Geschichte von Karbow (Chronologie)
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
Herkunft und erste Erwähnung von Karbow
... im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)
Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)
Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)
Bis zur Reichseinigung (bis 1871)
Kaiserreich (1871-1918)
Weimarer Republik (1918-1933)
Drittes Reich (1933-1945)
SBZ und DDR (1945-1990)
Die heutige Zeit
Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:
Die Häuser
Lindenstraße
Poststraße
Lübzer Chaussee
Schulstraße
Am Hof
Hermannsthal
Die Kirche
Kirchengeschichte
Friedrich Schlie: Das Kirchdorf Karbow
(Auszug aus: Friedrich Schlie, Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin, Band 4: Die Amtsgerichtsbezirke Schwaan, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau, Schwerin 1901, S. 569-570)
Das Kirchdorf Karbow
Geschichte des Dorfes
Wie Kreien und Wilsen, so liegt auch das Bauerndorf Karbow sammt dem gleichnamigen Hofe in der Lübzer Ture und gehört gleich jenen vom XIII. Jahrhundert bis zur Säkularisierung im XVI. Jahrhundert dem Kloster Stepenitz. Einen Pfarrer Dietrich giebt es dort im Jahre 1920 und einen mit Namen Hinricus Wulff im Jahre 1373. Dann klafft aber eine Lücke von fast zweihundert Jahren. 1563 wird Jakobus Unverfert (Fürchtenicht, Imperterritus) berufen. Er wirkt noch im Jahre 1609, als die erste Kirchenvisitation von mecklenburgischer Seite in Karbow statt hat. Ihm folgt Michael Croschius. Diesem der an der alten Kanzel zu Darss im Jahre 1625 genannte Pastor Michael Slepkow und darauf von 1630 an Christoph Gypharius. Nachher wirken in Karbow Detlev Preen von 1653 an, Christian Fanter von 1661 an, Joachim Dabelow (Vater des D. in Burow) von 1698 an, Joachim Gammelin von 1725 an, Gotth. Friedr. Wolf von 1755 an (zuerst als Adjunkt des 1767 gestorbenen alten Gammelin), Ernst Joh. Darjes von 1782 an und Karl Ludw. Musculus von 1799 bis 1808. Ueber ihn und seine Nachfolger im XIX. Jahrhundert s.Walter a.a.O.
Darss ist nachweislich um 1609 Filial-Kirchdorf von Kreien, ohne Zweifel aber schon in früherer Zeit damit verbunden.
Kirche
Die alte einschiffige Feldsteinkirche ist im Jahre 1604 abgebrannt. Auf das stehen gebliebene Gemauer ist eine flache Balken- und Brettterdecke gelegt und dann das Dach aufgesetzt. Im Westen ein Thurm, der unten als Fachwerkbau und oben als Holzbau mit Bretterbekleidung behandelt ist. Aus seinem Kreuzdach erhebt sich ein kleines vierseitiges Thürmchen, das ebenfalls mit einem Kreuzdach versehen ist. In seiner Wetterfahne die Jahreszahl 1749(?). Auf dem Ostgiebel eine Stange mit einer Kugel und einem Hahn, in dem die Jahreszahl 1736 steht.
Triptychon
Auf dem Altar ein Triptychon mit Schnitzwerk vom Ende des XV. Jahrhunderts. In der Mitte die hl. Maria mit dem Christuskinde, daneben links der hl. Nikolaus, rechts die hl. Katharina. Ueber der Bekrönung ein Triumph-Kreuz mit Johannes und Maria (wohl von jeher an dieser Stelle).
Kanzel
Die Kanzel ist ein Werk der Renaissance vom Jahre 1598. In der Kanzel, Füllungen als Schnitzwerk der vier Evangelisten.
Taufbehälter, Epitaph
Hölzerner Taufbehälter aus dem XVII, Jahrhundert.
Epitaph des Pastors Christian Fanter. Holzarbeit, im Felde der Krucifixus im Relief, darunter Leidtragende (gemalt), jedoch ist die Malerei fast ganz vergangen. Inschrift: CHRISTIANUS FANTERUS, STERNBERGENSIS, PASTOR ECCLESIAE HUJUS CARBOVIENSIS ET DARSSENSIS AETAT: XLIX Minist XXIV ANNO MDCLXXXV.
Leuchter
In der Kirche ein Wandarmleuchter von Messing aus dem XVII. Jahrhundert.
Glasmalerei
Im nördlichen Fenster des Chors zwei kleine gemalte Scheiben. In der einen die Inschrift HANS ALBRECHT. In der zweiten die Prudentia mit der Unterschrift ANNA ELISABETH HILLJENDORF.
Glocken
Im Thurm zwei Glocken. Die grössere (Dm 0,99 m) hat vorne im Felde die Inschrift: UNTER DER REGIERVUNG DES D . F . V . H . H . CAROLI LEOPOLDI H . Z . M . HAT MIT VORWISSEN DER H . H . BARNEVITZISCHEN ERBEN ALS PFANDEINH . DES A . L . DIESE GLOCKE VON DENEN KIRCHENMITTELN ZV CARBOW ANGESCHAFFET . D . JOACHIM GEMMELIEN P . JVRATI C LNET (für LENT) P . SCHMIDT. Oben ringsumlaufend: LAVRENTIVS STRAHLBORN ME FVDIT LUBECAE ANNO 1741. – Die zweite Glocke (Dm 0,65 m) ist laut Inschrift im Jahre 1863 von P. M. Hausbrand, Hofglockengiesser in Wismar, zur Zeit des Pastors A. P. V. F. KÖPPEN zu Karbow und Darss und der Juraten SCHRODER und JACOBS zu Karbow umgegossen worden (ihre Vorgängerin war 1685 von Vites Siebenbaum gegossen worden und trug den Namen des Christian von Bülow als Pfandinhabers des Amtes Lübz, dazu den des Pastors Christian Fanter, Inventar 1811).
Kleinkunstwerke
Kleinkunstwerke. 1 – 3. Kelche, Patene, Oblatenschachtel von Siler. Neu, ohne Inschrift und Zeichen. – 4. Grosser Zimmkelch, ohne Inschrift, mit der Marke des englischen Zinns und mit dem Zeichen G. G. – 5. Zinnerner Krankenkelch von J. M. 1792, mit der Marke des englischen Hinns und dem Stempel I C H. – 6. Silberne Weinkanne, geschenkt von ALBERT BADE und MARY BADE GEB. GESLIEN ZU SCHLEMMIN 1892. Ohne Werkzeichen. – 7. Taufbecken, achteckig, von Messing. Inschrift: JOSVA SEEHVSEN; BÜRGER IN LÜBECK, VEREHRET DIESES TAVFF BECKEN ZU GOTTES EHREN IN DER KIRCHEN ZU KARBOW : ANNO 1689. Treibarbeit. Auf dem Rande unter Fruchtstücken ein Stiefel. Gewiss war der Stifter ein in der guten Stadt Lübeck emporgekommener Schuster.
Wiedereinweihung der Kirche in Karbow 16.04.1989
(Auszug aus der Kirchenzeitung vom 16.04.1989)
"Wie ein Sinnbild für den altslawischen Ortsnamen "Karbow - Hügelort" steht die Kirche mitten im Dorf auf einem Hügel, höher als alle Häuser, umgeben von den Gräbern wie in einem Garten.
Weithin sichtbar der Fachwerkgiebel und der Turm. Vier Jahre haben sich Handwerker und Kirchenmaler, allen voran Tischlermeister Werner Beese um Turm und Dach, Mauerwerk und Fenster, Bänke, Kanzel und Altar bemüht. Sie hatten es nötig! Nach dem Brand 1594 waren sie angefertigt und 1685 neu bemalt worden. In diesen Farben erstrahlt nun alles wieder. Der Altar ist besser zugänglich geworden, denn die "Stühle" des Predigers und der Pfarrwitwe - mancher sagt wohl "Bucht" - sind beiseite gerückt worden. Der kleine Marienaltar steht in sinnvoller Beziehung zur Taufe an der Nordseite. Doch das Zentrum ist die Triumphkreuzgruppe hinter dem Altar. Jeder kann dem Christus am Kreuz ins Auge schauen: Erschreckend dieser gequälte Ausdruck nicht nur im Gesicht, sondern am ganzen Körper.
Ein Zeitgenosse des Mathias Grünewald muss diesen "Schmerzensmann" geschnitzt haben. So zeigt sich die Kirche in Karbow seit der Wiedervereinigung am 01.04.1989 und hoffentlich auch in Zukunft.
Aber das bleibt alles nur Kunstwerk und kühler Raum, wenn ihn nicht Menschen mit Wärme und Leben erfüllen.
Daran fehlte es diesmal nicht. Mancher musste sich mit einem Stehplatz begnügen. Die Orgel, sie wartet noch auf ihre Kur, wetteiferte mit dem Posaunenchor und dem Chorgesang in der blumengeschmückten Kirche. Kurzum: ein festlicher Gottesdienst!
Der ehemalige Pastor Axel Walter, heute Landessuperintendent in Güstrow, hielt die Predigt über den Monatsspruch: "Der Name Gottes sei gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Denn er hat die Weisheit und die Macht." (Daniel 2,20). Er forderte die Gemeinde und alle Gäste auf, es nicht bei der Renovierung des Innenraumes zu belassen, sondern unser Zusammenleben im Dorf und in unserem Lande miteinzubeziehen: der Lobpreis umfasse die ganze Schöpfung.
Zuvor hatte Pastor Lutz Jastram zusammen mit einem Gast aus der Partnergemeinde Eschenau bei Erlangen und Kirchenältesten die Einweihung vorgenommen. Ganz "ordnungswidrig" lag jedoch während des Gottesdienstes eine Geschenkpackung auf dem Altar, und daran hing sogar "‘ne lütte Buddel Schluck". "Nur heute!", wie Pastor Jastram versicherte, und nur als Zeichen des Dankes an Werner Beese, ohne dessen Eifer und Zupacken dieser Tag wohl kaum in Sicht geraten wäre.
Ohne solche Menschen bewegt sich nichts. Das war schon früher so. Nach der offiziellen Einweihung, nach Kaffee und Kuchen, gingen alle noch einmal zur Kirche. Dort hatte der Glockenchor aus Dabel Position bezogen und zelebrierte mit einer Vielzahl von Glocken eine ungewöhnliche Musik, bei der selbst die Stundenglocke schwieg und lauschte."
-
Kirche Karbow – Reparatur des Daches 1985
-
Reparatur des Fachwerks am Kirchturm 1987
-
Arbeiten am Holzständerwerk des Kirchturmes 1987
Pastoren




1320 Pastor Dietrich
1373 Hinricus Wulff
1563 oder 1573-1609(?) Jacobus Fürchtenicht (Unverfert Imperterritus)
1613-1629 Michael Slepkow (auch Helcow)
1630-1637 Christoph Gypharius Neuenkirch (Neofanius)
1637-1659 wahrscheinlich Vakanz
1653-1659 Detlov Pree (-1659)
1661-1697 Christian Fanter (1636-1697)
1698-1724 Joachim Dab(e)low (-1724)
1725 oder 1726-1755 Joachim Gammeli(e)n (1690-1755)
1755-1781 Gotthard Friedrich Wolff (1722-1781)
1782-1798 Ernst Johann Daries (auch Darjes, um 1740-1798)
1799-1803 Karl Ludwig Musculus (1760-1808)
1804-1836 Daniel Gerhard Engel Zander (1767-1836)
1837-1861 Heinrich Ludwig August Scheel (1792-1861)
1862-1889 August Theodor Ferdinand Köppen (1820-1890)
1889-1900 Johannes Friedrich Christoph Barmwoldt (1852-1934)
1900-1912 Albert Christian Hans Johann Hermann Diedrich Rollenhagen (1859-1934)
1912-1913 Carl Friedrich Franz Thielke (1859-1916)
1913-1925 Martin Johann Franz Schaeffer (1877-1948)
1926-1928 Wilhelm Seemann (geb. 1902)
1928-1933 Dr. Christian Karl Friedrich August Greiß (1870-1933)
1935-1938 Fritz Martin Karl Cleve (1903-1975)
1938-1946 Heinz Egon Werner Riege (1908-1969)
1946-1949 Friedrich Hermann Adolf Schoof (1891-1949)
1950-1959 Arnold Laukasiele (1909-1968)
1959-1971 Axel Walter (1932-2013)
1972-1978 Vakanz
1978-1991 Lutz Jastram
1992-1995 Reinhard Wanckel (1926-1999)
1996-2013 Gerhard Winkelmann
2013-2016 Verena Häggberg
2016- Frauke Wagner
2023-2025 Rita Wegner
Die Schule
Krüge und Gaststätten
Gastwirtschaft
Krüge
Erbkrug- und Schmiedegehöft im Sandkrug
Bereits im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde Mecklenburg von Fracht- und Poststraßen durchzogen. Bedeutsame Strecken für den Transport von Waren und Post führten - ausgehend von den Hafenstädten Rostock, Wismar, Lübeck und Hamburg - in West-Ost-Richtung bis nach Stettin, Danzig und weiter nach Königsberg, in Nord-Süd-Richtung u.a. nach Berlin, Breslau und Wien. An diesen Verkehrswegen wurden in bestimmten Etappen Krüge errichtet. Sie dienten zum Wechseln der Pferde und oft auch als Erholungs- und Übernachtungsmöglichkeit für Kutscher, Reisende und Zugtiere. Die häufig in der Nähe befindliche Schmiede wurde für Reparaturen an Kutschen und Gespanne genutzt, Pferde konnten neu beschlagen werden.
Das Erbkrug- und Schmiedegehöft Sandkrug liegt am ehemaligen "Postcourse", der von Lübeck über Wittstock nach Berlin führte. Es ist eins von insgesamt nur drei Häusern an diesem Wohnplatz, der zum Dorf Karbow gehört. An ihm vorbei führen der Landweg von Lübz kommend über Benzin nach Retzow weiter ins Preußische sowie der Weg von Plau am See kommend über Schlemmin nach Karbow und ebenfalls weiter in Richtung Brandenburg.
Eine genaue Datierung, wann dieser Krug errichtet wurde, konnte bisher nicht entdeckt werden. Einen ersten Hinweis zu einem "Sandkrüger" findet sich im Karbower Kirchenbuch. Dort ist der Tod des Krügers vom Sandkrug Baltzer Friedrich Ordt am 26. Januar 1732 dokumentiert. 1733 wird "Anna Catharina Grimmen, die Krügersche vom Sandkrüger" als Taufpatin genannt.
Der Herzoglich Mecklenburg-Schwerinsche Staatskalender führt ab 1800 neben dem Forsthof bzw. der Försterei im Sandkrug auch einen Krug auf. Im Karbower Kirchenbuch ist jedoch erst wieder nach fast einhundert Jahren mit dem Eintrag der Geburt eines Sohnes des Erbzinskrügers und Schmiedes zum Sandkruge, Christian Niclas Friedrich Rinck, am 24. Januar 1830 ein schriftlicher, namentlicher Anhaltspunkt zum Erbkrug- und Schmiedegehöft im abgelegenen Sandkrug zu finden.
Durch die Sichtung der im Landeshauptarchiv Schwerin erhalten gebliebenen Unterlagen und der Auswertung der Karbower Kirchenbücher können für die Zeit zwischen etwa 1730 und dem Ende der 1930-er Jahre folgende Besitzer des Erbkrug- und Schmiedegehöftes Sandkrug im Einzelnen benannt werden.




- 1732 Baltzer Friedrich Ordt
- 1733 n.n. Grimm
- 1830 Christian Niclas Friedrich Rinck, Schmiedemeister aus Dobbertin
- 1853 Johann Heinrich Friedrich Ehlers aus Penzlin
- 1857 Joachim Daniel Christian Möller, Schmiedemeister aus Darß
- 1860 Johann Friedrich Ludwig Meyer, Schmiedemeister aus Groß Görnow
- 1862 Johann Lüneburg, Schmiedemeister aus Benz
- 1874 Marie Pietsch, geb. Lüneburg, Tochter des vorherigen Besitzers
- 1883 Johann Ludwig Friedrich Ploog, Schmiedemeister aus Bolz
- 1885 Johann August Bernhard Ploog, Sohn des vorherigen Besitzers
- 1892 Wilhelm Johann Ludwig Schallge, Schmiedemeister aus Boldebuck
- 1904 Heinrich Schallge, Schafmeister aus Wulkenzin
- 10/1908 Wilhelmine Pfützner, geb. von Bläsing, Frau des Bauunternehmers Pfützner zu Marnitz
- 11/1908 Georg Stahl, Büdner aus Hirschburg
- 1914 Wilhelm Helmcke aus Neu Brenz
- 1917 Fritz Selck, Rentier aus Schwaan
- 1918 Friedrich Schwarz, Landwirt aus Schwaan
- 03/1919 Paul Heinrich Rudolf Jürß, Landwirt aus Gehlsdorf
- 11/1919 Heinrich Grabow, Landwirt aus Schwaan
- 1929 Heinrich Graf, Landwirt aus Vluyn, Kreis Moers, bzw. dessen Frau
- 05/1938 Theodor Möllmann, Landwirt
Waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jeweils Schmiedemeister, wie 1883 der aus Bolz bei Sternberg stammende Johann Ploog und - ihm folgend - 1885 dessen Sohn Bernhard Ploog, die Inhaber, erwarben und bewirtschafteten nach 1900 vor allem Büdner und Landwirte das Gehöft. Die meisten von ihnen stammten aus Mecklenburg, lediglich mit Heinrich Graf kaufte ein Preuße und Landwirt aus Vluyn, Kreis Moers, 1929 das Schmiedegehöft.
Die abgebildete Ansichtskarte zeigt das Erbkrug- und Schmiedegehöft im Sandkrug um 1900 mit seinem Besitzer Wilhelm Johann Ludwig Schallge.
Dieser wurde am 13. August 1852 in Dewitz bei Neubrandenburg als Sohn eines Schafmeisters geboren. 1878 führte ihn das Kirchenbuch in Goldberg als Taufpate und Schmiedegeselle. Mit Dorothea Elisabeth Caroline Müller aus Goldberg heiratete er am 28. März 1884 in Goldberg die Schwägerin seiner Schwester und die Tochter seines - vermutlichen - Lehrmeisters. In dieser Zeit arbeitete er als Schmied auf dem Gut der Familie von Schaumburg-Lippe in Boldebuck bei Güstrow. Hier wurden auch seine beiden Söhne Wilhelm Heinrich Johann (1885) und Otto Friedrich August (1887) geboren. Im Jahre 1892 kaufte er das Erbkrug- und Schmiedegehöft Sandkrug vom Schmiedemeister Bernhard Ploog. Der Kaufpreis betrug gemäß Verkaufs- und Kaufkontrakt "... mit Saaten und Ackerbestellung und lebendem und todten Inventar ... 24.000 Mark und zwar das Gehöft für 17.000 M, das Inventar für
7.000 M ..."
Das Leben auf dem Hof war mühselig und beschwerlich. Neben dem Betrieb des Kruges und der Schmiede forderte die zum Gehöft gehörende Landwirtschaft Kraft und Zeit. In der Volkszählungsliste von 1900 sind neben der Familie des Schmiedemeisters Schallge mit seiner Ehefrau und den beiden Söhnen ein Schmiedegeselle, zwei Knechte und ein Dienstmädchen angegeben.
Wahrscheinlich waren die Mühsal und die Anstrengungen trotz Unterstützung für die Ehefrau Dorothea Schallge zuviel. Sie ging im Frühjahr 1899 in den Freitod, sie wurde nur 46 Jahre alt. Pastor Johannes Barmwoldt aus Karbow notierte dazu im Kirchenbuch: "machte ihrem Leben durch Ertränken ein Ende, ob im Zustande ungetrübter Zurechnungsfähigkeit, ist nicht erwiesen". Im Herbst des Jahres 1900 heiratete Wilhelm Schallge die Holländertochter Anna Dorothea Karoline Düker aus Wahrsow bei Schönberg, im Oktober 1901 wurde der Sohn Erich Johann Heinrich geboren.
Am 22. März 1904 berichtet das Großherzoglich Mecklenburgische Amt Lübz nach Schwerin: "Das Erbkrug- und Schmiedegehöft zu Sandkrug ist durch mäßige Wirtschaft und Ueberschuldung des bisherigen Besitzers Wilhelm Schallge in Zwangsversteigerung geraten." Der Hof wird von seinem Bruder Heinrich Schallge, Schafmeister aus Wulkenzin, gekauft.
Die Bewirtschaftung des Erbkrug- und Schmiedegehöftes im Sandkrug bei Karbow scheint ein schwieriges Unterfangen gewesen zu sein. Innerhalb von einem knappen Jahrhundert wechselten die Eigentümer häufig. War zu Beginn des betrachteten Zeitraumes meist der Tod des Schmiedemeisters Anlass für einen Inhaberwechsel, wie z.B. bei Johann Friedrich Ludwig Ploog 1885, so lassen sich besonders ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wirtschaftliche Schwierigkeiten nachweisen. Neben Wilhelm Johann Ludwig Schallge um die Jahrhundertwende hatte beispielsweise auch der Landwirt Heinrich Graf aus Vluyn, Kreis Moers, der das Erbkrug- und Schmiedegehöft 1929 erwarb, mit finanziellen Problemen zu kämpfen.
Als Ursache kann u.a. der Bau von Chausseen ("Kunststraßen"), in diesem Fall die Straße von Lübz nach Ganzlin 1895-1897, gesehen werden, durch den der entlegene "Sandkrug" an Bedeutung und Einnahmen verlor. Weiterhin sind auf den zum Krug gehörenden Ländereien aufgrund der geologischen Gegebenheiten nur geringe landwirtschaftliche Erträge zu erzielen.
Anna Dorothea Schallge verstirbt 1906 im Alter von 36 Jahren in Güstrow. Das Kirchenbuch der Parchimer St. Georgenkirche führt Wilhelm Schallge am 25. Oktober 1912 als Vater des Bräutigams, seines Sohnes Wilhelm Heinrich Johann Schallge, und als Schmied im Dorf Karbow auf.
Ab Mitte der 1940-er Jahre werden in den Häusern im Sandkrug, neben dem Krug gibt ist hier noch eine Försterei und ein Forstsekretärshaus, Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht. Heute wird das Erbkrug- und Schmiedegehöft im Sandkrug bei Karbow in dritter Generation von einer jungen Familie bewohnt.
Der Text wurde bereits im Heimatheft „Stier und Greif“ I/2022 veröffentlicht.
Quellen:
1. Kirchenbücher der Kirchspiele Karbow, Goldberg, Parum, Güstrow und Parchim St. Georgen-Kirche
2. Herzoglich Mecklenburg-Schwerinsche Staatskalender
3. Landeshauptarchiv Schwerin (LHA S), 5.12-4/2 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Nr. 9830, Erbkrug- und Schmiedegehöft Sandkrug
4. Volkszählungslisten 1900 Dorf Karbow mit Sandkrug
5. Adressbuch und Fernsprechverzeichnis des Kreises Demmin und der dazugehörigen Umgebung im Kreise Grimmen und Mecklenburg 1935
6. Die Bauern- und Waldarbeiterdörfer im Naturpark und seinem Umfeld; Aus Kultur und Wissenschaft Heft 7/2012, Schriftenreihe des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie und des Fördervereins Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide e.V., 2012
Die Mühlen
Die Schmieden
Erbkrug- und Schmiedegehöft im Sandkrug
siehe Punkt 2.4.2.
Bedeutende Persönlichkeiten aus Karbow
Opfer von Krieg und Gewalt aus Karbow
Napoleonische Zeit
Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.
Befreiungskriege
Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71
Erster Weltkrieg
Zweiter Weltkrieg
Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)
To de Xyz-er Geschicht up platt (Läuschen un Rimels in uns tweit Amtssprak)
Mecklenburg-Vorpommern ist wohl das einzige Bundesland, das bereits in seiner Verfassung der plattdeutschen Sprache einen besonderen Schutz und besondere Pflege angedeihen läst. Daß es sogar offizielle Amtssprache ist, kann man nicht nur in der plattdeutschen Version der * Verfassung von Mecklenburg-Vorpommen nachlesen, sondern in einer Vielzahl von Orten und Regionen hören und lesen. Plattdeutsches aus den Regionen sollte auch im volkskundlichen Kapitel der Orte festgehalten und bewahrt werden.
- Anregung
- Im Richard Wossidlo-Archiv kann fast jeder mecklenburgische Ortschronist etwas zur niederdeutschen Volkskunde seines Ortes finden.