Fortlaufende Chronik Stäbelow: Unterschied zwischen den Versionen
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:Zwischen dem Hof Fahrenholz und dem Dorf Stäbelow steht eine alte, ehrwürdige Eiche. Der Stamm des Baums zeigt etwa drei bis vier Meter über dem Erdboden eine Öffnung, die so groß ist, daß sogar Erwachsene durchkriechen können. | |||
:Einst herrschte bei dieser »Krupeiche« täglich ein reges Leben. Aus nah und fern eilten Kranke in Scharen herbei; arm und reich, jung und alt, Leute, denen kein Arzt mehr helfen konnte, machten hier einen letzten Heilungsversuch. Am meisten kamen Gichtkranke. | |||
:Sobald die Sonne untergegangen war, stiegen die Kranken auf einer Leiter zur Öffnung empor und krochen gläubigen Herzens hindurch. Sofort fühlten sie sich wie neugeboren, kletterten behend auf der andern Seite des Baums herab und begaben sich freudig nach Hause. | |||
:Eines Tages erschien auch die Frau eines Landvogts, die von jahrelanger Krankheit heimgesucht war. Alle Mittel der berühmtesten Ärzte hatten ihr nicht geholfen. Ihr Leiden schien unheilbar. In ihrer Verzweiflung ließ sie sich gläubigen Sinnes zu der Wundereiche fahren, kletterte mit Aufbietung ihrer letzten Kräfte die Leiter empor, quälte sich durch die Öffnung hindurch und kam wie so viele vor ihr zum großen Erstaunen der Zuschauer gesund auf der andern Seite des Baums herunter. Mit heißem Dank gegen Gott sprang sie wieder in ihren Wagen, fuhr freudig nach Hause und fiel jubelnd in die Arme ihres hocherfreuten Gatten. | |||
:Noch vielen Kranken wurde solch wunderbare Heilung zuteil. Aber eines Tages half das Durchkriechen durch den Baum nicht mehr. Das kam so : Ein Handwerker hatte den Auftrag, eine bequeme Treppe zur Öffnung im Baum anzubringen. Dabei führte er allerlei gotteslästerliche Worte im Mund, ja, er fluchte und entweihte die Eiche in unflätiger Weise. Seither ist die Wunderkraft des Baums gebrochen. Keine hoffnungsvollen Kranken umlagern den Baum, niemand kriecht mehr durch seine Öffnung. | |||
:Doch manchmal soll man jetzt den Bösen um den Stamm herumtänzeln sehen; höhnisch grinst er die Vorübergehenden an. | |||
==Flurnamen auf der Musterdorfer Feldmark== | ==Flurnamen auf der Musterdorfer Feldmark== | ||
Aktuelle Version vom 16. April 2026, 17:04 Uhr
| Kenndaten der Ortschronik | |
|---|---|
| Ort | Musterdorf |
| Zeitlicher Schwerpunkt | 1875-1960; fortlaufend |
| Urheberrechte | Uvw Xyz |
| Erstellungszeitraum | seit 2018 |
| Publikationsdatum | veröffentlicht |
| Inhaltliche Kategorisierung | Geschichte der Gemeinde ... |
| Status (Ampelsystem) | in fortlaufender Bearbeitung |
Die Geschichte von Stäbelow (Chronologie)
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
Stäbelow im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)
Stäbelow in Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)
Stäbelow bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)
Stäbelow bis zur Reichseinigung (bis 1871)
Stäbelow im Kaiserreich (1871-1918)
Stäbelow in der Weimarer Republik (1918-1933)
Stäbelow im Dritten Reich (1933-1945)
Stäbelow in der SBZ und DDR (1945-1990)
Stäbelow seit 1990 bis heute
Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:
z.B.
Herkunft und erste Erwähnung von ...
Die Kirche von Stäbelow

Die Kirche von Stäbelow ist schön.
Die Kirche von Stäbelow im Schlie
Die Mühlen
Die Schule
Die Schmieden
Krüge und Gaststätten
Namhafte Persönlichkeiten aus Stäbelow
- Scharf, Friedrich (Joachim Ludwig Christian)
- Jurist, Bürgermeister, Minister
- geb. 25.8.1897 Penzin (Güstrow); gest. 31.12.1974 Kempen (Krefeld/Nordrhein-Westfalen); Vater: Peter S., Erbpächter
- Realgymnasium in Bützow; 1917/18 Jura- und Staatswissenschaftsstudium in Kiel und Rostock; 1922 Referendarexamen; 1924 Promotion in Rostock; 1926 Assessorexamen, Gerichtsassessor in Rostock, Güstrow und Warin; Mitglied der NSDAP; 1926-1932 Bürgermeister und Stadtrichter in Teterow; 1932 Amthauptmann des Amtes Güstrow; 1932-1934 Innen-, Justiz-, 1932/33 Unterrichts-, 1933/34 Finanz- und 1934-1945 Staatsminister von Mecklenburg-Schwerin; 1945 Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter; 1952-1968 Rechtsanwalt in Krefeld; »Das Nachvermächtnis nach dem Recht des Bürgerlichen Gesetzbuches« (Diss., 1923).
Opfer von Krieg und Gewalt aus Stäbelow
Erster Weltkrieg
Zweiter Weltkrieg
Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)
Sagen, Geschichten und Legenden rund um Stäbelow
- Die Wundereiche bei Stäbelow
- Zwischen dem Hof Fahrenholz und dem Dorf Stäbelow steht eine alte, ehrwürdige Eiche. Der Stamm des Baums zeigt etwa drei bis vier Meter über dem Erdboden eine Öffnung, die so groß ist, daß sogar Erwachsene durchkriechen können.
- Einst herrschte bei dieser »Krupeiche« täglich ein reges Leben. Aus nah und fern eilten Kranke in Scharen herbei; arm und reich, jung und alt, Leute, denen kein Arzt mehr helfen konnte, machten hier einen letzten Heilungsversuch. Am meisten kamen Gichtkranke.
- Sobald die Sonne untergegangen war, stiegen die Kranken auf einer Leiter zur Öffnung empor und krochen gläubigen Herzens hindurch. Sofort fühlten sie sich wie neugeboren, kletterten behend auf der andern Seite des Baums herab und begaben sich freudig nach Hause.
- Eines Tages erschien auch die Frau eines Landvogts, die von jahrelanger Krankheit heimgesucht war. Alle Mittel der berühmtesten Ärzte hatten ihr nicht geholfen. Ihr Leiden schien unheilbar. In ihrer Verzweiflung ließ sie sich gläubigen Sinnes zu der Wundereiche fahren, kletterte mit Aufbietung ihrer letzten Kräfte die Leiter empor, quälte sich durch die Öffnung hindurch und kam wie so viele vor ihr zum großen Erstaunen der Zuschauer gesund auf der andern Seite des Baums herunter. Mit heißem Dank gegen Gott sprang sie wieder in ihren Wagen, fuhr freudig nach Hause und fiel jubelnd in die Arme ihres hocherfreuten Gatten.
- Noch vielen Kranken wurde solch wunderbare Heilung zuteil. Aber eines Tages half das Durchkriechen durch den Baum nicht mehr. Das kam so : Ein Handwerker hatte den Auftrag, eine bequeme Treppe zur Öffnung im Baum anzubringen. Dabei führte er allerlei gotteslästerliche Worte im Mund, ja, er fluchte und entweihte die Eiche in unflätiger Weise. Seither ist die Wunderkraft des Baums gebrochen. Keine hoffnungsvollen Kranken umlagern den Baum, niemand kriecht mehr durch seine Öffnung.
- Doch manchmal soll man jetzt den Bösen um den Stamm herumtänzeln sehen; höhnisch grinst er die Vorübergehenden an.