Sassnitz - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der Sassnitzer Stadtarchivar Frank Biederstaedt machte seine Vorliebe für historische Fotos zum Gegenstand seiner Promotion | + | Der Sassnitzer Stadtarchivar Frank Biederstaedt machte seine Vorliebe für '''historische Fotos''' zum Gegenstand seiner Promotion |
„Wenn ich Glück habe, bekomme ich ein Foto für 20 Euro. Die höchste Ausgabe waren jedoch 170 Euro für eine Aufnahme des Denkmals auf dem Alten Markt in Putbus“, berichtet der 46-Jährige. Dabei gab es sogar noch einen Haken. „Das Foto war nur im Konvolut zu bekommen. Also musste ich 900 Euro für sieben Bilder ausgeben.“ | „Wenn ich Glück habe, bekomme ich ein Foto für 20 Euro. Die höchste Ausgabe waren jedoch 170 Euro für eine Aufnahme des Denkmals auf dem Alten Markt in Putbus“, berichtet der 46-Jährige. Dabei gab es sogar noch einen Haken. „Das Foto war nur im Konvolut zu bekommen. Also musste ich 900 Euro für sieben Bilder ausgeben.“ | ||
Aktuelle Version vom 6. März 2026, 09:19 Uhr
| Kenndaten der Ortschronik | |
|---|---|
| Ort | Sassnitz auf Rügen |
| Zeitlicher Schwerpunkt | 1875-1960; fortlaufend |
| Urheberrechte | Uvw Xyz |
| Erstellungszeitraum | seit 2018 |
| Publikationsdatum | veröffentlicht |
| Inhaltliche Kategorisierung | Geschichte der Gemeinde ... |
| Status (Ampelsystem) | in fortlaufender Bearbeitung |
Die Geschichte von Sassnitz (Chronologie)
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
Sassnitz im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)
Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)
Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)
Bis zur Reichseinigung (bis 1871)
Kaiserreich (1871-1918)
Weimarer Republik (1918-1933)
Drittes Reich (1933-1945)
SBZ und DDR (1945-1990)
- 1945, 6. März
- Alliierter Bombenangriff auf Sassnitz
Die heutige Zeit
- 2926 06. März Ostseezeitung
- von Wenke Büssow-Krämer
Der Sassnitzer Stadtarchivar Frank Biederstaedt machte seine Vorliebe für historische Fotos zum Gegenstand seiner Promotion
„Wenn ich Glück habe, bekomme ich ein Foto für 20 Euro. Die höchste Ausgabe waren jedoch 170 Euro für eine Aufnahme des Denkmals auf dem Alten Markt in Putbus“, berichtet der 46-Jährige. Dabei gab es sogar noch einen Haken. „Das Foto war nur im Konvolut zu bekommen. Also musste ich 900 Euro für sieben Bilder ausgeben.“ So um die 500 bis 600 Fotos wird er in den letzten Jahren wohl zusammengetragen haben. Genau mitgezählt hat Biederstaedt nicht.
Die Bilder werden sorgfältig verwahrt. „Alle Fotos werden von mir digitalisiert. Schließlich mag man sie ja nicht immer anfassen“, meint der Sammler.
Für den Leiter des Sassnitzer Stadtarchivs vereinen sich Hobby und Beruf. „Alles, was ich kaufe und ersteigere, ist von meinem privaten Geld. Dennoch spiele ich die Fotos ins Archiv ein“, so der Stadtarchivar. Schätze nach dem Geschmack Biederstaedts finden sich in den einschlägigen Foren oder Auktionsplattformen jedoch nicht täglich. „Eine normale alte Ansichtskarte gibt es manchmal für fünf Euro. Interessant sind für mich aber Aufnahmen mit besonderen Details, wie Hotels, Restaurants oder einzelnen Häusern“, erklärt Frank Biederstaedt.
Dann gibt es noch die Aufnahmen der Kleinbahnen, die dann wieder nicht nur Rüganer oder Insel-Liebhaber interessieren, sondern den Interessentenkreis auf die Bahn- und Kleinbahnfans vergrößern. Um nichts zu verpassen, treffen bei dem Sassnitzer Sammler automatisch Benachrichtigungen ein, wenn auf den einschlägigen Portalen historische Fotos aus der Region eingestellt wurden. Denn Frank Biederstaedt sammelt längst nicht mehr nur Fotos aus seiner Heimatstadt Sassnitz oder von der Insel Rügen. Er hat seine Sammlung auf ganz Vorpommern ausgeweitet.
„Ich wusste, dass es eine wissenschaftliche Arbeit zur Fotografie in Mecklenburg gab – für Vorpommern nicht. Also bin ich es angegangen und habe zur Fotogeschichte Vorpommerns promoviert“, sagt der Mann, der Archivwesen studiert hat. Denn die Fotos, die er sammelt, sind weit mehr als nur schöne Motive. „Mich interessiert die Technik hinter dem Foto und die Person, die es gemacht hat.“
Diesen Hintergründen in den Anfängen der Fotografie hat er sich in seiner Arbeit gewidmet. „Pioniere des vorpommerschen Lichts – Zur Geschichte der gewerblichen Fotografie in Vorpommern 1839 bis ca. 1885“ ist nun außerdem beim Verlag Edition Pommern veröffentlicht.
Einigen wichtigen Einrichtungen aus der Sassnitzer Geschichte sind eigene Artikel gewidmet:
z.B.