Benitz - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen
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:zwischen 1811 und 1832 Franz Theodor Seemann, der wiederum seinen Erben das Gut überließ. Dieses bewirtschafteten Sie bis 1849. | :zwischen 1811 und 1832 Franz Theodor Seemann, der wiederum seinen Erben das Gut überließ. Dieses bewirtschafteten Sie bis 1849. | ||
:Es folgten ab 1850 bis 1914 vier weitere Pächter. | :Es folgten ab 1850 bis 1914 vier weitere Pächter. | ||
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:Letzter Pächter ab 1914 war Herrmann Schack, der ab 1938 bis zu seiner Flucht und folgenden Enteignung 1945 schließlich auch alleiniger Besitzer wurde. | :Letzter Pächter ab 1914 war Herrmann Schack, der ab 1938 bis zu seiner Flucht und folgenden Enteignung 1945 schließlich auch alleiniger Besitzer wurde. | ||
:1945 zog wie an so vielen anderen Orten auch zuerst die russische Kommandantur in das Gutshaus ein. Nach und nach kamen viele Umsiedler nach Benitz, | :1945 zog wie an so vielen anderen Orten auch zuerst die russische Kommandantur in das Gutshaus ein. Nach und nach kamen viele Umsiedler nach Benitz, | ||
:die natürlich Wohnraum brauchten und zunächst auch in dem verlassenen Gutshaus oder auch bei den alteingesessenen Benitzern in einzelnen Räumen | :die natürlich Wohnraum brauchten und zunächst auch in dem verlassenen Gutshaus oder auch bei den alteingesessenen Benitzern in einzelnen Räumen | ||
:zumindest erst einmal einen einfachen Schlafplatz im Stroh hatten. | :zumindest erst einmal einen einfachen Schlafplatz im Stroh hatten. | ||
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:Das Benitzer Gutshaus in seiner heutigen Form gemauert und verputzt mit Kuppelwalmdach und Dreiecksgiebel wurde zwischen 1814 und 1818 | :Das Benitzer Gutshaus in seiner heutigen Form gemauert und verputzt mit Kuppelwalmdach und Dreiecksgiebel wurde zwischen 1814 und 1818 | ||
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:Nachdem Schule, Kindergarten, Arzt und Speiseraum in dem Gebäude nicht mehr benötigt wurden, nutzte die Gemeinde die Räume im alten Gutshaus | :Nachdem Schule, Kindergarten, Arzt und Speiseraum in dem Gebäude nicht mehr benötigt wurden, nutzte die Gemeinde die Räume im alten Gutshaus | ||
:als Gemeindezentrum und Treffpunkt für die Dorfbewohner. Das Gutshaus kam in die Jahre, war dringend sanierungsbedürftig, aber der Gemeinde | :als Gemeindezentrum und Treffpunkt für die Dorfbewohner. Das Gutshaus kam in die Jahre, war dringend sanierungsbedürftig, aber der Gemeinde | ||
| − | :fehlten die Ressourcen, das Gutshaus zu erhalten. Nach Umzug des Gemeindezentrums in den sanierten Anbau wurden nur noch wenige Räume vermietet bzw. genutzt, | + | :fehlten die Ressourcen, das Gutshaus zu erhalten. Nach Umzug des Gemeindezentrums in den sanierten Anbau wurden nur noch wenige Räume vermietet bzw. genutzt, so dass der Verfall voranschritt. |
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:2015 fand sich mit Familie Holzbrecher endlich ein Interessent, die das inzwischen sehr betagte Gutshaus kauften, sanierten und acht Wohnungen ausbauten. | :2015 fand sich mit Familie Holzbrecher endlich ein Interessent, die das inzwischen sehr betagte Gutshaus kauften, sanierten und acht Wohnungen ausbauten. | ||
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Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 11:59 Uhr
| Kenndaten der Ortschronik | |
|---|---|
| Ort | Benitz |
| Zeitlicher Schwerpunkt | 1875-1960; fortlaufend |
| Urheberrechte | |
| Erstellungszeitraum | seit 2018 |
| Publikationsdatum | veröffentlichtBenitz... |
| Inhaltliche Kategorisierung | unbekannt |
| Status (Ampelsystem) | in fortlaufender Bearbeitung |
Die Geschichte von Benitz (Chronologie)
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
Benitz im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)
- 1270 8.Juni
- Benitz wird zum ersten Mal erwähnt
Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)
- 1640
- Benitz gehöhrt zum Amt Schwaan
Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)
Bis zur Reichseinigung (bis 1871)
Kaiserreich (1871-1918)
Weimarer Republik (1918-1933)
Drittes Reich (1933-1945)
SBZ und DDR (1945-1990)
- 1959
- Schaffung einer zentralen Wasserversorgung in Benitz
Die heutige Zeit
Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:
z.B.
Herkunft und erste Erwähnung von Benitz
Das Gutshaus/ die Bauernhöfe
- Autor: Antje Rädel
- Geschichte des Hofes Benitz und seines Herrenhauses
- Im Jahr 2020 feierten wir, wenn auch wegen der Corona-Pandemie nur symbolisch, das 750jährige Bestehen des Ortes in Benitz.
- Ob es diesen Ort nicht auch schon früher gab, ist nicht belegt.
- Die erstmalige Erwähnung in einer Urkunde ist datiert auf den 08. Juni 1270 und war eine Beurkundung
- durch Fürst Nikolaus von Werle und seiner Söhne Heinrich und Johann. Der Lübecker Bürger Heinrich von Iserloh
- erwarb seinerzeit das Eigentum von 8 Hufe Land im Dorfe Benitz und 18 Hühnern aus dem Kruge daselbst.“
- Der Knappe Eckard von Ankershagen, der in Benitz mit seiner Familie offensichtlich Land bewirtschaftete,
- hatte dieses an Heinrich von Iserloh verkauft. (Hufe = alte Maßeinheit für Land, umfasste durchschnittlich 30 Morgen,
- 1 Morgen entsprach dem, was ein Bauer von morgens bis abends an einem Tag bewirtschaften konnte)
- Über die Wohnverhältnisse um 1270 lässt sich derzeit nichts ausführen, vermutlich gab es jedoch an der Stelle des heutigen Herrenhauses
- bereits ein einfaches Wohngebäude, Stall und Scheune sowie offenbar einen Krug. (Krug = Wirtshaus)
- Die weiteren Besitzverhältnisse sind bis 1620 gar nicht und bis 1785 nur lückenhaft.
- 1620/21 wurde der Hof Benitz an Detloff von Buchwald für 25.000 Gulden verkauft und er war außerdem auf sechs Jahre verpflichtet,
- eine jährliche Pacht von 15.000 Gulden an Herzog Heinrich Albrecht zu zahlen. Detloff von Buchwald erweiterte seinen Besitz schließlich,
- indem er 1633 eine wüste Hufe besetzte, die zum Hofe Benitz gehörte. (wüst = nicht bewirtschaftet / verlassen).
- 1634 kündigte er den Hof Benitz, da er plante das Gut Ziesendorf zu kaufen und bat um Rückzahlung des gekündigten Kapitals.
- Zwischen 1635 und 1758 folgten eine ganze Reihe von Erbschafts- und Pfändungsstreitigkeiten sowie verschiedener Erben und Geldgeber
- an den reluierten Hof Benitz (=Hof, an dem alte fürstliche Herrschaftsansprüche wieder hergestellt werden sollten).
- Gleichzeitig litten insbesondere viele Gebäude des Hofes, da sie vermutlich wegen finanzieller Probleme nicht mehr repariert und gepflegt wurden.
- Ab 1785 lassen sich Pächter und Besitzer des Hofes und damit des Gutshauses nachweisen.
- Damals gehörte der Hof Benitz mit Huckstorf und Pölchow zusammen und wurde bis 1790 von Hauptmann Dietrich von Gützkow bewirtschaftet.
- Danach pachtete Herr Albrecht das Gut Benitz und nach seinem Tod gehörte es noch bis 1810 seiner Witwe. Auf die Pächter Albrecht folgte
- zwischen 1811 und 1832 Franz Theodor Seemann, der wiederum seinen Erben das Gut überließ. Dieses bewirtschafteten Sie bis 1849.
- Es folgten ab 1850 bis 1914 vier weitere Pächter.
-
- Letzter Pächter ab 1914 war Herrmann Schack, der ab 1938 bis zu seiner Flucht und folgenden Enteignung 1945 schließlich auch alleiniger Besitzer wurde.
- 1945 zog wie an so vielen anderen Orten auch zuerst die russische Kommandantur in das Gutshaus ein. Nach und nach kamen viele Umsiedler nach Benitz,
- die natürlich Wohnraum brauchten und zunächst auch in dem verlassenen Gutshaus oder auch bei den alteingesessenen Benitzern in einzelnen Räumen
- zumindest erst einmal einen einfachen Schlafplatz im Stroh hatten.
- Das Benitzer Gutshaus in seiner heutigen Form gemauert und verputzt mit Kuppelwalmdach und Dreiecksgiebel wurde zwischen 1814 und 1818
- auf einem Feldsteinfundament neu errichtet, nachdem der vorherige Bau aus dem Jahr 1743 durch einen Großbrand vollständig vernichtet wurde.
- Erst später wurde es durch überdachte Terrasse vor dem Eingangsbereich erweitert. Neben dem Wohnhaus fielen auch weitere Gebäude des Gutes
- den Flammen zum Opfer und mussten neu errichtet werden. Das Gut hatte inzwischen eine beachtliche Größe erreicht.
- 1831 wurde ein Inventarverzeichnis des gesamten Gutes erstellt. Dort waren insgesamt 16 verschiedene Gebäude verzeichnet,
- so das Wohnhaus (heutiges Herrenhaus), ein Backhaus, ein Vieh-Haus, ein Schafstall und ein Pferdestall, fünf Katen um den Dorfteich, teilweise mit Stall,
- ein Holländerhaus mit Stall, eine große Scheune, ein Wagenschauer und eine Haferscheune.
- Nach 1945 entstanden in Benitz insgesamt 59 Bauernsiedlungen jeweils mit eigenem Land und weitere 3 Handwerkssiedlungen.
- Ab 1950 wurde das Gutshaus neben Wohnzwecken für verschiedene gemeinschaftliche Zwecke genutzt. Von 1952 bis 1969 gab es hier eine Schulstube
- und eine Wohnung für einen Lehrer, 1956 zog der Kindergarten ein. Außerdem gab es Räume für die amtliche Verwaltung, ein Arztzimmer
- für die medizinische Versorgung und im Anbau einen Konsum sowie den Speiseraum der LPG.
- Nachdem Schule, Kindergarten, Arzt und Speiseraum in dem Gebäude nicht mehr benötigt wurden, nutzte die Gemeinde die Räume im alten Gutshaus
- als Gemeindezentrum und Treffpunkt für die Dorfbewohner. Das Gutshaus kam in die Jahre, war dringend sanierungsbedürftig, aber der Gemeinde
- fehlten die Ressourcen, das Gutshaus zu erhalten. Nach Umzug des Gemeindezentrums in den sanierten Anbau wurden nur noch wenige Räume vermietet bzw. genutzt, so dass der Verfall voranschritt.
- 2015 fand sich mit Familie Holzbrecher endlich ein Interessent, die das inzwischen sehr betagte Gutshaus kauften, sanierten und acht Wohnungen ausbauten.

