Greifswald - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen

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HildeStockmann (Diskussion | Beiträge)
 
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==Kloster Eldena==
==Kloster Eldena==
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Eldena_(Vorpommern) Kloster Eldena bei Wikipedia]


;Aufnahmen 2001, 2007 und 2013
;Aufnahmen 2001, 2007 und 2013
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;2026 19. März  Ostseezeitung
;Greifswald.
'''Der älteste jüdische Friedhof Vorpommerns''' ist Gegenstand eines Buches, das am 24. März im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald vorgestellt wird.
In „Der Friedhof von Niederhof“, so sein Titel, sind erstmals die erhaltenen Grabsteine und ihre Inschriften erfasst, übersetzt und kommentiert. Ergänzt werden sie durch Biografien der bestatteten Personen. Eine Quellenedition von Dokumenten zur Geschichte des Friedhofs komplettiert den Band.
Vorangestellt wird eine historische Einordnung des jüdischen Friedhofs von Niederhof. Ab 1757 zog eine kleine Gruppe von Juden ins schwedisch-pommersche Stralsund. Das war der Ausgangspunkt für die späteren jüdischen Ansiedlungen in den schwedisch-pommerschen Städten. Der Friedhof wurde bis 1850 genutzt und überdauerte die Zeit des Nationalsozialismus. '''Er gehört zu den ältesten noch existierenden jüdischen Friedhöfen an der südlichen Ostseeküste.'''


==Künstler in Greifswald==
==Künstler in Greifswald==
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* [[Insel Rügen#Künstler der Insel Rügen|Künstler Insel Rügen]]
* [[Insel Rügen#Künstler der Insel Rügen|Künstler Insel Rügen]]
* [[Rügener Heimatforschung Arbeitsdatei]]
* [[Rügener Heimatforschung Arbeitsdatei]]
* [[Bilder von Caspar David Friedrich in verschiedenen Ausstellungen]]




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==Freimaurer in Greifswald==
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;2026  25.April  Ostseezeitung von Florian Hoese
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:;Im Tempel der Freimaurer - Rituale sind streng geheim
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Der sagenumwobene Bund ist auch in Greifswald aktiv / An diesem Samstag (25.04.2026) können sich Besucher die Loge ansehen
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Der abgedunkelte Raum ist in Weiß und Gold gehalten. Die Möbel sind mit einem edlen, dunkelblauen Stoff überzogen. An der Stirnseite steht der große Stuhl des „Meisters“. Die Bänke der „Brüder“ ragen ein Stück aus der Wand hervor. Ein bisschen wirkt es hier wie im Innern eines Klosters.
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Tatsächlich handelt es sich um den Tempel der Greifswalder Freimaurer. Was viele nicht wissen: Der jahrhundertealte ethische Bund ist auch in der Hansestadt vertreten – mit 18 Mitgliedern. Die Loge, das „Heiligste“ der Freimaurer, ist in einem unscheinbaren Flachbau im Gewerbegebiet Gorzberg untergebracht, auch wenn der Greifswalder Bund mit historischem Bezug zur Klosterruine „Eldena“ heißt.
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Normalerweise darf in den Tempel außer den Freimaurern niemand rein, betont der Chef der Greifswalder Loge, Bernd Gusko. Am Samstag (25. April) ist aber alles anders: Dann öffnen die Freimaurer ihre Türen, um neue Mitglieder zu gewinnen und in der Stadt bekannter zu werden.
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Bernd Gusko kommt in der Loge eine besondere Rolle zu. „Seit drei Jahren bin ich hier der Meister“, verdeutlicht der 69-Jährige. „Ich bin damit der erste, der den Tempel betritt, doch was ich dort tue, weiß niemand.
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Die Rituale der Freimaurer sind das größte Geheimnis der weltweiten Organisation. Sie sind zwar kein Geheimbund, gelten aber als sagenumwobener „Bund mit Geheimnissen“, der weltweit agiert. Gegründet wurde die Organisation 1717 in England, um für humanitäre Werte einzutreten. Heute gelten sie als weltumspannende Organisation, die auf Werten wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz fußt.
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Während in der Wiege der Gemeinschaft alles pompös und glamourös wirkt, wie der bekannte Tempel in London – die Freemasons’ Hall in der Great Queen Street – ist in Greifswald alles viel geerdeter. Neben dem Zeremonienzimmer gibt es noch einen Gemeinschaftsraum, wo die Mitglieder regelmäßig mit Gästen debattieren.
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Zentrales Element der Freimaurer ist es, dass sie sich über gesellschaftliche Themen unterhalten. Das Gespräch soll dabei absolut frei ablaufen: „Jeder darf alles sagen“, erläutert der Meister. Allerdings müsse auch die Gegenrede der anderen ertragen werden. „Es ist unsere Aufgabe, unser Wissen stetig zu erweitern, um die Gespräche führen zu können“, erläutert Gusko.
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Das grundsätzliche Freimaurer-Prinzip der Geheimhaltung wird auch in Greifswald hochgehalten. Es stammt aus der Vergangenheit, als sich der Bund vor Gegnern schützen musste. Welche Riten im Tempel vorgenommen werden, verrät Gusko beispielsweise nicht.
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Die Männer in Greifswald verstehen sich als einen Zusammenschluss von Menschen mit der Liebe zum freien Denken. Ihnen ist wichtig, dass es in der Organisation flache Hierarchien gibt: „Wir sprechen uns mit Bruder und dem Vornamen an“, so der Meister.
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Immer donnerstags findet im Besprechungsraum ein Austausch statt. In der Zeit von 19 bis etwa 21 Uhr treffen sich die „Brüder“ mit Interessierten, die einen Einblick in die Gemeinschaft bekommen wollen. „Hier können auch Frauen dabei sein, die bislang keine Mitglieder werden dürfen“, sagt Gusko.
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Auch aktuelle politische Debatten werden geführt. So gebe es einen Bruder, der AfD wählt. Darüber werde diskutiert, das Mitglied wegen seiner politischen Haltung aber nicht anders behandelt.
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Es sei auch diese Offenheit, die Gusko vor elf Jahren dazu animierte, dem Bund beizutreten. Doch wie wird man eigentlich zum Freimaurer? Der Meister selbst wurde von einem Geschäftspartner angeworben.
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„Vor der offiziellen Aufnahme ist es üblich, dass die Ehefrau eines neuen Bruders befragt wird, ob ihr Mann Mitglied werden darf“, erklärt Gusko. Seine damalige Frau stimmte zu. „Ich habe das aber auch schon anders gehört“, meint er.
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Trotz aller Tradition ist der Meister für Neuerungen offen. Er kann sich vorstellen, die Greifswalder Freimaurer auch für Frauen zu öffnen: „Ich werde mich mal bei der Großloge informieren.“ Gemischte Logen sind in Deutschland zwar selten, aber möglich.
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„Natürlich müssten die Brüder dem zustimmen, aber mir gefällt die Idee“, sagt Gusko. Dafür gäbe es am Tag der offenen Tür eine Gelegenheit: „Wenn am Samstag Frauen kommen, die sich für eine Aufnahme interessieren, können wir gerne darüber sprechen.
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Bevor er Freimaurer wird, muss ein Kandidat etwa ein Dreivierteljahr zu den Donnerstagsrunden kommen und Bereitschaft zeigen, sich in der Gemeinschaft zu integrieren. Um vollständig aufgenommen zu werden, gibt es ein etwa 90-minütiges Aufnahmeritual: „Was da passiert, ist aber auch absolut geheim“, sagt der Großmeister.
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Datei:Greifswald Caspar David Friedrich 2023.jpg|2023 Skizzenbuch Capar David Friedrich
Datei:Greifswald Künstler Caspar David Friedrich 250 Geburtstag.jpg|2024-250. Geburtstag Caspar David Friedrich
Datei:CDF 2024 weltweit 1.jpg|2024 CD Friedrich Ehrung weltweit 1
Datei:CDF 2024 weltweit 2.jpg|2024 CD Friedrich Ehrung weltweit 2
Datei:Greifswald CDF 250 Geburtstag.jpg|2024 Veranstaltungen für CDF
Datei:Caspar David Friedrich Spuren 1.jpg|2024 auf Spuren CDF 1
Datei:Caspar David Friedrich Spuren 2.jpg|2024 auf Spuren CDF 2
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==Teleskop==
==Teleskop==
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==To de Xyz-er Geschicht up platt (Läuschen un Rimels in uns tweit Amtssprak)==
Mecklenburg-Vorpommern ist wohl das einzige Bundesland, das bereits in seiner Verfassung der plattdeuschen Sprache einen besonderen Schutz und besondere Pflege angedeihen läst. Daß es sogar offizielle Amtssprache ist, kann man nicht nur in der plattdeutschen Version der * [[Verfassung von Mecklenburg-Vorpommen]] nachlesen, sondern in einer Vielzahl von Orten und Regionen hören und lesen. Plattdeutsches aus den Regionen sollte auch im volkskundlichen Kapitel der Orte festgehalten und bewahrt werden.
;Anregung: Im [[Richard Wossidlo]]-Archiv kann fast jeder mecklenburgische Ortschronist etwas zur niederdeutschen Volkskunde seines Ortes finden.


==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Greifswald==
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Greifswald==
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== Chronistenkontakt ==
== Chronistenkontakt ==
[[Kategorie:Klöster]]

Aktuelle Version vom 27. April 2026, 20:06 Uhr


Kenndaten der Ortschronik
OrtHansestadt Greifswald
Zeitlicher Schwerpunkt
Urheberrechte
Erstellungszeitraumseit 2024
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte der Hansestadt Greifswald
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung

Die Geschichte der Stadt Greifswald (Chronologie)

Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.

... im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)

Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)

Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)

Bis zur Reichseinigung (bis 1871)

1818 Einwohner Greifswald


Kaiserreich (1871-1918)

Weimarer Republik (1918-1933)

Drittes Reich (1933-1945)

SBZ und DDR (1945-1990)

Die heutige Zeit

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

Kloster Eldena

Aufnahmen 2001, 2007 und 2013

Marienkirche Greifswald

Tag des Denkmals 1998 - Turmbesteigung


St. Nikolai

Archiv der Nordkirche

Freitag, 6. Oktober 2023 Nordkirche eröffnet Archivstelle in Greifswald

Ab 10. Oktober 2023 kann das Archivgut der früheren Pommerschen Evangelischen Kirche in einer neu eingerichteten Außenstelle in Greifswald eingesehen werden.

Die Außenstelle im Haus Karl-Marx-Platz 16 werde grundsätzlich zweimal pro Monat jeweils dienstags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 9 bis 17 Uhr geöffnet sein, teilte ein Sprecher der Nordkirche mit. Die genauen Termine stünden unter nordkirche.de.

Das Archiv der einstigen Pommerschen Kirche umfasst zum allergrößten Teil Unterlagen ab 1945. Insgesamt sind rund 6500 Akten verzeichnet, allein 5600 zum Konsistorium. Das gewünschte Archivmaterial wird online oder per Anfrage ausgewählt, anschließend online ein Lesetermin in der Außenstelle vereinbart. Die Akten können in der Außenstelle Greifswald nur in Papierform genutzt werden. Sie werden je nach Bestellung von Schwerin nach Greifswald verbracht.

Juden in Greifswald

2026 19. März Ostseezeitung
Greifswald.

Der älteste jüdische Friedhof Vorpommerns ist Gegenstand eines Buches, das am 24. März im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald vorgestellt wird.

In „Der Friedhof von Niederhof“, so sein Titel, sind erstmals die erhaltenen Grabsteine und ihre Inschriften erfasst, übersetzt und kommentiert. Ergänzt werden sie durch Biografien der bestatteten Personen. Eine Quellenedition von Dokumenten zur Geschichte des Friedhofs komplettiert den Band.

Vorangestellt wird eine historische Einordnung des jüdischen Friedhofs von Niederhof. Ab 1757 zog eine kleine Gruppe von Juden ins schwedisch-pommersche Stralsund. Das war der Ausgangspunkt für die späteren jüdischen Ansiedlungen in den schwedisch-pommerschen Städten. Der Friedhof wurde bis 1850 genutzt und überdauerte die Zeit des Nationalsozialismus. Er gehört zu den ältesten noch existierenden jüdischen Friedhöfen an der südlichen Ostseeküste.

Künstler in Greifswald

Caspar David Friedrich


Freimaurer in Greifswald

2026 25.April Ostseezeitung von Florian Hoese
Im Tempel der Freimaurer - Rituale sind streng geheim

Der sagenumwobene Bund ist auch in Greifswald aktiv / An diesem Samstag (25.04.2026) können sich Besucher die Loge ansehen

Der abgedunkelte Raum ist in Weiß und Gold gehalten. Die Möbel sind mit einem edlen, dunkelblauen Stoff überzogen. An der Stirnseite steht der große Stuhl des „Meisters“. Die Bänke der „Brüder“ ragen ein Stück aus der Wand hervor. Ein bisschen wirkt es hier wie im Innern eines Klosters.

Tatsächlich handelt es sich um den Tempel der Greifswalder Freimaurer. Was viele nicht wissen: Der jahrhundertealte ethische Bund ist auch in der Hansestadt vertreten – mit 18 Mitgliedern. Die Loge, das „Heiligste“ der Freimaurer, ist in einem unscheinbaren Flachbau im Gewerbegebiet Gorzberg untergebracht, auch wenn der Greifswalder Bund mit historischem Bezug zur Klosterruine „Eldena“ heißt.

Normalerweise darf in den Tempel außer den Freimaurern niemand rein, betont der Chef der Greifswalder Loge, Bernd Gusko. Am Samstag (25. April) ist aber alles anders: Dann öffnen die Freimaurer ihre Türen, um neue Mitglieder zu gewinnen und in der Stadt bekannter zu werden.

Bernd Gusko kommt in der Loge eine besondere Rolle zu. „Seit drei Jahren bin ich hier der Meister“, verdeutlicht der 69-Jährige. „Ich bin damit der erste, der den Tempel betritt, doch was ich dort tue, weiß niemand.“ Die Rituale der Freimaurer sind das größte Geheimnis der weltweiten Organisation. Sie sind zwar kein Geheimbund, gelten aber als sagenumwobener „Bund mit Geheimnissen“, der weltweit agiert. Gegründet wurde die Organisation 1717 in England, um für humanitäre Werte einzutreten. Heute gelten sie als weltumspannende Organisation, die auf Werten wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz fußt.

Während in der Wiege der Gemeinschaft alles pompös und glamourös wirkt, wie der bekannte Tempel in London – die Freemasons’ Hall in der Great Queen Street – ist in Greifswald alles viel geerdeter. Neben dem Zeremonienzimmer gibt es noch einen Gemeinschaftsraum, wo die Mitglieder regelmäßig mit Gästen debattieren.

Zentrales Element der Freimaurer ist es, dass sie sich über gesellschaftliche Themen unterhalten. Das Gespräch soll dabei absolut frei ablaufen: „Jeder darf alles sagen“, erläutert der Meister. Allerdings müsse auch die Gegenrede der anderen ertragen werden. „Es ist unsere Aufgabe, unser Wissen stetig zu erweitern, um die Gespräche führen zu können“, erläutert Gusko.

Das grundsätzliche Freimaurer-Prinzip der Geheimhaltung wird auch in Greifswald hochgehalten. Es stammt aus der Vergangenheit, als sich der Bund vor Gegnern schützen musste. Welche Riten im Tempel vorgenommen werden, verrät Gusko beispielsweise nicht.

Die Männer in Greifswald verstehen sich als einen Zusammenschluss von Menschen mit der Liebe zum freien Denken. Ihnen ist wichtig, dass es in der Organisation flache Hierarchien gibt: „Wir sprechen uns mit Bruder und dem Vornamen an“, so der Meister.

Immer donnerstags findet im Besprechungsraum ein Austausch statt. In der Zeit von 19 bis etwa 21 Uhr treffen sich die „Brüder“ mit Interessierten, die einen Einblick in die Gemeinschaft bekommen wollen. „Hier können auch Frauen dabei sein, die bislang keine Mitglieder werden dürfen“, sagt Gusko.

Auch aktuelle politische Debatten werden geführt. So gebe es einen Bruder, der AfD wählt. Darüber werde diskutiert, das Mitglied wegen seiner politischen Haltung aber nicht anders behandelt.

Es sei auch diese Offenheit, die Gusko vor elf Jahren dazu animierte, dem Bund beizutreten. Doch wie wird man eigentlich zum Freimaurer? Der Meister selbst wurde von einem Geschäftspartner angeworben.

„Vor der offiziellen Aufnahme ist es üblich, dass die Ehefrau eines neuen Bruders befragt wird, ob ihr Mann Mitglied werden darf“, erklärt Gusko. Seine damalige Frau stimmte zu. „Ich habe das aber auch schon anders gehört“, meint er.

Trotz aller Tradition ist der Meister für Neuerungen offen. Er kann sich vorstellen, die Greifswalder Freimaurer auch für Frauen zu öffnen: „Ich werde mich mal bei der Großloge informieren.“ Gemischte Logen sind in Deutschland zwar selten, aber möglich.

„Natürlich müssten die Brüder dem zustimmen, aber mir gefällt die Idee“, sagt Gusko. Dafür gäbe es am Tag der offenen Tür eine Gelegenheit: „Wenn am Samstag Frauen kommen, die sich für eine Aufnahme interessieren, können wir gerne darüber sprechen.“

Bevor er Freimaurer wird, muss ein Kandidat etwa ein Dreivierteljahr zu den Donnerstagsrunden kommen und Bereitschaft zeigen, sich in der Gemeinschaft zu integrieren. Um vollständig aufgenommen zu werden, gibt es ein etwa 90-minütiges Aufnahmeritual: „Was da passiert, ist aber auch absolut geheim“, sagt der Großmeister.

Teleskop

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110 Jahre Papierhaus Hartmann

Sagen, Geschichten und Legenden rund um Greifswald

Flurnamen auf der Greifswalder Feldmark

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