Mukran (Sassnitz): Unterschied zwischen den Versionen
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Ist ein Ortsteil der Stadt Sassnitz auf der [[Insel Rügen]]. | Ist ein Ortsteil der [[Sassnitz auf Rügen|Stadt Sassnitz]] auf der [[Insel Rügen]]. | ||
1984 entstand in Mukran ein neuer Hafen für den Eisenbahnfährverkehr zwischen der DDR und der Sowjetunion. Nach 1991 wurde der Fährhafen Sassnitz für die Verbindungen in den gesamten Ostseeraum umstrukturiert. | 1984 entstand in Mukran ein neuer Hafen für den Eisenbahnfährverkehr zwischen der DDR und der Sowjetunion. Nach 1991 wurde der Fährhafen Sassnitz für die Verbindungen in den gesamten Ostseeraum umstrukturiert. | ||
Der Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Mukran (Mukran Port) ist der östlichste Hafen Deutschlands für die Großschifffahrt. | Der Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Mukran (Mukran Port) ist der östlichste Hafen Deutschlands für die Großschifffahrt. | ||
<gallery mode=packed heights= | Die Lage ermöglicht die kürzesten Seeverbindungen von Deutschland nach Schweden, Dänemark (Bornholm), Finnland, Russland und ins Baltikum. Der Hafen liegt an der Prorer Wiek unmittelbar an der offenen See und ermöglicht so der Schifffahrt eine unkomplizierte Ansteuerung. | ||
Datei:Mukran | |||
Wassertiefen von 10 1⁄2 m machen den Hafen für alle im Ostseeraum agierenden Schiffsklassen zugänglich. 2013 betrug der Gesamtumschlag im Hafen Sassnitz-Mukran 3,2 Mio. Tonnen (t)(2012: 3,5 Mio. t, 2011: 4,9 Mio. t) | |||
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Datei:Rügen 001Mukran.JPG|Mukran 2005 | |||
Datei:Rügen Mukran002Fähre.JPG|Mukran 2005 | |||
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==Gas Anlandung zur Weiterleitung nach Lubmin== | |||
* [[Lubmin]] | |||
* [[Lubmin - Fortlaufende Ortschronik#Ab 2021 Nord-Stream 2 und LNG|Lubmin Anlandung LNG]] | |||
;2026 28. Mai Ostseezeitung von Andreas Meyer | |||
:;Umstrittenes LNG-Terminal auf Rügen soll ausgebaut werden | |||
2025 deckte das Terminal in Mukran drei Prozent des deutschen Gasbedarfs / Bundesregierung hält Rügen für unverzichtbar / Binz hat damit seinen Frieden gemacht – zum Teil jedenfalls | |||
Am Sehnsuchtsort zehntausender Urlauber ist Deutschlands „Zeitenwende” sogar vom Strand aus zu sehen – als riesige blaue Stahlwand. So hoch wie ein siebenstöckiges Gebäude, hell erleuchtet in jeder Nacht, fest vertäut im Fährhafen bei Sassnitz. Seit zwei Jahren gehört dieser Anblick zu Rügen wie die grünen Buchenwälder und die Schönheit der Kreideküste. | |||
2025 war das Terminal erstmals ganzjährig in Betrieb. 26,5 Terawattstunden Erdgas wurden von Rügen aus ins deutsche Netz eingespeist. Das sind rund 2,6 Milliarden Kubikmeter. Das geht sowohl aus Daten des Branchenverbandes „Gas Infrastructure Europe“ (GIE) als auch aus der Transparenz-Datenbank Entsog hervor. | |||
………….. | |||
Dem Tourismus auf Rügen hat das LNG-Terminal jedenfalls nicht geschadet. | |||
Im Jahr 2025 fuhr Binz sogar einen Übernachtungsrekord ein. 2,7 Millionen Übernachtungen zählte das Ostseebad, 13,5 Prozent mehr als im vorherigen Rekordjahr 2019. | |||
;2026 07.Juli Ostseezeitung | |||
:;LNG-Anteil an Gasimporten gestiegen | |||
Trotz des Iran-Kriegs ist der Anteil des über die deutschen LNG-Terminals eingeführten Erdgases am Gesamtimport weiter gestiegen. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur (BNetzA) kamen im ersten Halbjahr rund 12 Prozent über die Terminals an Nord- und Ostsee. 2025 lag der Anteil früheren Angaben zufolge bei rund 10 und 2024 bei 8 Prozent. | |||
Der Iran-Konflikt hatte die LNG-Produktion in Katar und den Handelsweg durch die Straße von Hormus stark gedrosselt. Durch die Meerenge werden normalerweise 20 Prozent des weltweiten Flüssigerdgases transportiert. | |||
„Seit der Beeinträchtigung der Schifffahrt im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten gab es im internationalen LNG-Handel tiefgreifende Veränderungen“, sagte etwa ein Sprecher der Deutschen Regas, die das Rügener LNG-Terminal in Mukran betreibt. „Internationale Gashändler haben für Europa vorgesehene Lieferungen nach Asien umgeleitet.“ | |||
Nachdem das deutsche Ostsee-Terminal zeitweise jenes mit der größten Einspeisung war, verzeichneten im ersten Halbjahr die Nordsee-Terminals jeweils eine höhere Einspeisung. | |||
;2026 29. Oktober Ostseezeitung von Andreas Meyer | |||
:;Japaner bauen LNG-Terminal auf Rügen aus | |||
:Riesen-Reederei MOL lässt LNG-Tanker zu Regasifizierungsschiff umbauen / Genehmigung liegt bereits vor | |||
Rund 2,6 Milliarden Kubikmeter Gas sind 2025 von Mukran aus in das europäische Netz geflossen. Bereits 2028 könnte es fast doppelt so viel werden. Denn das LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ auf Rügen soll wieder seine volle Kapazität erreichen – und bekommt dafür im Herbst 2027 ein zweites Regasifizierungsschiff. | |||
Als die Bundesregierung ihre Pläne für ein LNG-Terminal auf Deutschlands größter Insel präsentierte, war der Aufschrei riesig. Monatelang wurde auf Rügen protestiert, demonstriert, geklagt. Nun will der Betreiber des Terminals „Deutsche Ostsee“, die Deutsche Regas, zusammen mit der japanischen Reederei MOL ein zweites Regasifizierungsschiff in den Hafen Mukran holen, die Kapazitäten auf das genehmigte Maximum verdoppeln. Und wieder dürfte es Ärger geben. Doch: In den kommenden Jahren wird das Terminal alternativlos bleiben. Es geht nicht ohne. Bereits im Winter 2025/2026 deckte Mukran bis zu 15 Prozent des deutschen Gasbedarfs. | |||
Angesichts der andauernden Krise in der Straße von Hormus und sinkender Speicherstände europaweit braucht das Land jeden Kubikmeter Erdgas, den es bekommen kann, vor allem der Osten Deutschlands, der Osten Europas. Selbst wenn die Auslastung in den vergangenen Monaten eher gering war: Haben ist bekanntermaßen besser als brauchen. Wie wichtig Rügen für die Gasversorgung mittlerweile ist, beweisen zwei Nachrichten aus dem Jahr: Erst im September importierte der Chemie-Riese BASF die erste Lieferung LNG für seine Produktion in Deutschland über Mukran. Im Winter wurde Gas für die Ukraine nahe [[Sassnitz auf Rügen|Sassnitz]] ins Netz eingespeist – zu einer Zeit, in der Russland gezielt die Wärmeversorgung des angegriffenen Landes ins Visier nahm. Solange Deutschland keine Alternativen zu Erdgas hat und Industrie und Haushalte darauf angewiesen sind, wird es Mukran brauchen. | |||
Aktuelle Version vom 29. Oktober 2026, 17:56 Uhr
Ist ein Ortsteil der Stadt Sassnitz auf der Insel Rügen.
1984 entstand in Mukran ein neuer Hafen für den Eisenbahnfährverkehr zwischen der DDR und der Sowjetunion. Nach 1991 wurde der Fährhafen Sassnitz für die Verbindungen in den gesamten Ostseeraum umstrukturiert.
Der Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Mukran (Mukran Port) ist der östlichste Hafen Deutschlands für die Großschifffahrt.
Die Lage ermöglicht die kürzesten Seeverbindungen von Deutschland nach Schweden, Dänemark (Bornholm), Finnland, Russland und ins Baltikum. Der Hafen liegt an der Prorer Wiek unmittelbar an der offenen See und ermöglicht so der Schifffahrt eine unkomplizierte Ansteuerung.
Wassertiefen von 10 1⁄2 m machen den Hafen für alle im Ostseeraum agierenden Schiffsklassen zugänglich. 2013 betrug der Gesamtumschlag im Hafen Sassnitz-Mukran 3,2 Mio. Tonnen (t)(2012: 3,5 Mio. t, 2011: 4,9 Mio. t)
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Mukran 2005
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Mukran 2005
Gas Anlandung zur Weiterleitung nach Lubmin
- 2026 28. Mai Ostseezeitung von Andreas Meyer
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- Umstrittenes LNG-Terminal auf Rügen soll ausgebaut werden
2025 deckte das Terminal in Mukran drei Prozent des deutschen Gasbedarfs / Bundesregierung hält Rügen für unverzichtbar / Binz hat damit seinen Frieden gemacht – zum Teil jedenfalls
Am Sehnsuchtsort zehntausender Urlauber ist Deutschlands „Zeitenwende” sogar vom Strand aus zu sehen – als riesige blaue Stahlwand. So hoch wie ein siebenstöckiges Gebäude, hell erleuchtet in jeder Nacht, fest vertäut im Fährhafen bei Sassnitz. Seit zwei Jahren gehört dieser Anblick zu Rügen wie die grünen Buchenwälder und die Schönheit der Kreideküste.
2025 war das Terminal erstmals ganzjährig in Betrieb. 26,5 Terawattstunden Erdgas wurden von Rügen aus ins deutsche Netz eingespeist. Das sind rund 2,6 Milliarden Kubikmeter. Das geht sowohl aus Daten des Branchenverbandes „Gas Infrastructure Europe“ (GIE) als auch aus der Transparenz-Datenbank Entsog hervor.
…………..
Dem Tourismus auf Rügen hat das LNG-Terminal jedenfalls nicht geschadet.
Im Jahr 2025 fuhr Binz sogar einen Übernachtungsrekord ein. 2,7 Millionen Übernachtungen zählte das Ostseebad, 13,5 Prozent mehr als im vorherigen Rekordjahr 2019.
- 2026 07.Juli Ostseezeitung
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- LNG-Anteil an Gasimporten gestiegen
Trotz des Iran-Kriegs ist der Anteil des über die deutschen LNG-Terminals eingeführten Erdgases am Gesamtimport weiter gestiegen. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur (BNetzA) kamen im ersten Halbjahr rund 12 Prozent über die Terminals an Nord- und Ostsee. 2025 lag der Anteil früheren Angaben zufolge bei rund 10 und 2024 bei 8 Prozent.
Der Iran-Konflikt hatte die LNG-Produktion in Katar und den Handelsweg durch die Straße von Hormus stark gedrosselt. Durch die Meerenge werden normalerweise 20 Prozent des weltweiten Flüssigerdgases transportiert.
„Seit der Beeinträchtigung der Schifffahrt im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten gab es im internationalen LNG-Handel tiefgreifende Veränderungen“, sagte etwa ein Sprecher der Deutschen Regas, die das Rügener LNG-Terminal in Mukran betreibt. „Internationale Gashändler haben für Europa vorgesehene Lieferungen nach Asien umgeleitet.“
Nachdem das deutsche Ostsee-Terminal zeitweise jenes mit der größten Einspeisung war, verzeichneten im ersten Halbjahr die Nordsee-Terminals jeweils eine höhere Einspeisung.
- 2026 29. Oktober Ostseezeitung von Andreas Meyer
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- Japaner bauen LNG-Terminal auf Rügen aus
- Riesen-Reederei MOL lässt LNG-Tanker zu Regasifizierungsschiff umbauen / Genehmigung liegt bereits vor
Rund 2,6 Milliarden Kubikmeter Gas sind 2025 von Mukran aus in das europäische Netz geflossen. Bereits 2028 könnte es fast doppelt so viel werden. Denn das LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ auf Rügen soll wieder seine volle Kapazität erreichen – und bekommt dafür im Herbst 2027 ein zweites Regasifizierungsschiff.
Als die Bundesregierung ihre Pläne für ein LNG-Terminal auf Deutschlands größter Insel präsentierte, war der Aufschrei riesig. Monatelang wurde auf Rügen protestiert, demonstriert, geklagt. Nun will der Betreiber des Terminals „Deutsche Ostsee“, die Deutsche Regas, zusammen mit der japanischen Reederei MOL ein zweites Regasifizierungsschiff in den Hafen Mukran holen, die Kapazitäten auf das genehmigte Maximum verdoppeln. Und wieder dürfte es Ärger geben. Doch: In den kommenden Jahren wird das Terminal alternativlos bleiben. Es geht nicht ohne. Bereits im Winter 2025/2026 deckte Mukran bis zu 15 Prozent des deutschen Gasbedarfs.
Angesichts der andauernden Krise in der Straße von Hormus und sinkender Speicherstände europaweit braucht das Land jeden Kubikmeter Erdgas, den es bekommen kann, vor allem der Osten Deutschlands, der Osten Europas. Selbst wenn die Auslastung in den vergangenen Monaten eher gering war: Haben ist bekanntermaßen besser als brauchen. Wie wichtig Rügen für die Gasversorgung mittlerweile ist, beweisen zwei Nachrichten aus dem Jahr: Erst im September importierte der Chemie-Riese BASF die erste Lieferung LNG für seine Produktion in Deutschland über Mukran. Im Winter wurde Gas für die Ukraine nahe Sassnitz ins Netz eingespeist – zu einer Zeit, in der Russland gezielt die Wärmeversorgung des angegriffenen Landes ins Visier nahm. Solange Deutschland keine Alternativen zu Erdgas hat und Industrie und Haushalte darauf angewiesen sind, wird es Mukran brauchen.