Gostorf: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „Historische Beschreibung der Feldmark Gostorf Die Anlage der Feldmark ihrer heutigen Form nach ist das Ergebnis der Siedlungstätigkeit nach deutschem Recht ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die bisher älteste nachweisliche Spur menschlicher Anwesenheit ist der Fund einer Lanzenspitze mit Schaftloch und Nagellöchern aus der Bronzezeit aus einem Torfmoor nahe dem heutigen Dorf. Das Ratzeburger Zehntregister von 1230 erwähnt erstmalig unseren Ort (villa Go…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 106: | Zeile 106: | ||
Das alte Feldregister errechnet 299771 Quadratruthen Gesamtfläche unserer Gostorfer Feldmark. | Das alte Feldregister errechnet 299771 Quadratruthen Gesamtfläche unserer Gostorfer Feldmark. | ||
Diese Einheit ergibt rund 651 Hektar. Der Großteil dieser Fläche wird heute konventionell, agrarindustriell genutzt. Die alten Dorfstrukturen sind zerstört. Die Einwohner Gostorfs haben keinen Bezug mehr zum Boden. Nur wenige Nachkommen alteingesessener Familien gibt es noch und die, welche noch Eigentum an landwirtschaftlicher Nutzfläche haben, haben diese an zwei Landwirte verpachtet. | Diese Einheit ergibt rund 651 Hektar. Der Großteil dieser Fläche wird heute konventionell, agrarindustriell genutzt. Die alten Dorfstrukturen sind zerstört. Die Einwohner Gostorfs haben keinen Bezug mehr zum Boden. Nur wenige Nachkommen alteingesessener Familien gibt es noch und die, welche noch Eigentum an landwirtschaftlicher Nutzfläche haben, haben diese an zwei Landwirte verpachtet. | ||
Die Rundscheune in Gostorf | |||
Das Dorf Gostorf liegt in Nordwestmecklenburg etwa sechs Kilometer westlich von Grevesmühlen. | |||
Im Jahre 1819 gab es einen außergewöhnlich trockenen Sommer, wie auch die vorangegangenen drei Jahre schon große Trockenheit herrschte. Die Großherzogliche Reluitions-Commission in Schwerin hatte sich entschlossen, eine dieser neuen runden Scheunen auf einem ihrer Bauernhöfe errichten zu lassen. Bisher gibt es diese Bauart nur auf den Gutshöfen der Ritterschaft, die diese Bauholz sparende Bauweise seit kurzem vereinzelt ausführt. Man will die Leibeigenschaft abschaffen und die Bauern auf Erbpacht setzen. Vorangegangen war die Regulierung der Dorffeldmark und eine damit verbundene Separierung, Vermessung und Bonitierung der Bauernhufen. | |||
Die Beamten des Domanialamtes Grevesmühlen und der Landbaumeister Hase aus Wismar erhalten ein gleichlautendes Schreiben. | |||
„Den Beamten zu Grevismühlen und dem Landbaumeister Hase wird hierdurch eröffnet: Wie das intendierte Bauwerk auf der Harmschen neuen Hufe zu Gostorf, für die Größe der Hufe zu klein seyn dürfte. Diese Rücksicht hat die Reluitions-Commission bewogen, den Bau-Plan zu verändern, dahin, daß jetzt | |||
1. ein separates kleines Wohnhaus mit einer Altentheils Wohnung und | |||
2. entweder ein separates Stall-Gebäude oder ein Anbau an dem Wohnhaus zur Unterbringung des Viehes | |||
3. eine runde Scheure von 70 Fuß im Durchmesser aufgeführt werden soll. | |||
Er, der Landbaumeister, hat ungesäumt Kosten und Materialien Anschläge zu diesen Bauten vorzulegen. Die Gebäude ad 1. & 2. sollen von Fachwerk aufgeführt werden- die Scheure aber von Kluten mit einem Mauerstein-Vorsatze. Ist derselbe mit der runden Bauart noch nicht ganz bekannt, so mag er sich dieserhalb an den Landbaumeister Wünsch wenden, auch in Fräulein Steinfort die dort im vorigen Jahre von Lehm aufgeführte Scheure, in Augenschein nehmen. | |||
Schwerin den 30ten Januar 1819 | |||
Zur Großherzogl. Mecklenb. Reluitions-Commission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe. | |||
L. v. Lehsten“ | |||
Es sind die Vorbereitungen zur Vererbpachtung der Dorfschaft in vollem Gange. Gostorf zählt sieben Hüfner und sieben Halbhüfner. Alle erhalten neue Pacht-Contracte gültig ab Johannis 1819 mit einer Laufzeit über vierzehn Jahre. | |||
Noch drei Monate zuvor schrieb von Lehsten: | |||
„Der von den Beamten zu Grevismühlen unterm 29. d. M. eingereichte Regulierungs-Plan in Betref der Dorfs-Feldmark Gostorff, wird hierdurch genehmigt und soll in Folge desselben der Harmsche Ausbau im nächsten Jahre auf Amts-Kosten beschafft werden. Bei diesem Ausbau sind die Tretowschen Risse und Anschläge grundleglich zu machen. Der Durchbau des Kalckhorstschen Wohnhauses ist von dem Landbaumeister zu veranschlagen. Die Kosten tragen die Gostorffer, weil sie dadurch von einem neuen Schulhaus-Bau abkommen und die Materialien sollen von Herrschaftswegen hergegeben werden. | |||
Schwerin den 31. Oct. 1818 | |||
Zur Großherzogl. Mecklenburg Schwerinschen Reluitions-Commission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe. | |||
L. v. Lehsten“ | |||
Das Amtshaus des großherzoglichen Domanialamtes Grevesmühlen befindet sich 1819 in Santow. Von dort führt der Amtshauptmann Wilhelm Rudolph Wildfang den Willen der herzoglichen Kammer aus. Aus einer nicht datierten Abschrift eines Briefes an den Landbaumeister Hase erfahren wir, dass er diesem mitteilen lässt: | |||
„Dem Zimmermeister Schmidt haben wir mit der Angelegenheit bekannt gemacht und er will morgen die im Rescript besagte Scheure zu Fräulein Steinfort besehen um sich dann zu informieren und wenn nötig Ew. Wohlgeboren davon zu referieren.“ | |||
Hase liefert hiernach seine „Beläge zum Bau einer runden Scheure für den Hauswirth Harms zu Gostorff“ datiert Wismar den 6. März 1819. Darin enthalten: | |||
No. 2b | |||
Materialien Anschlag zum Bau einer runden Scheure auf der neuen Harmschen Hufe in Gostorff Amts Grevismühlen; nach der anliegenden Zeichnung No. 2a von 70 Fuß Durchmesser, der auswändige 2 ½ Fuß dicke massive Ring von Luftsteinen, auswändig mit Mauersteinen im Blockverband bekleidet, und die Höhe an der Diele zwischen Sohle und Balken 14 Fuß. | |||
A Holz: Anschlag | |||
a) Eichen Bauholz | |||
~ Zoll Summa | |||
Fuß Stärke Fuß lang | |||
2 Thorschwellen 15 8-9 30 | |||
4 Thorständer 13 ½ 8-9 54 | |||
4 Kopfbänder 3 ½ 6-7 14 | |||
8 Sohlen unter die Ständer im Kornfache 5 8-9 40 | |||
156 Sohlen zu den Dielenwänden 8-9 156 | |||
1 Helmstange 7 10 7 | |||
1 Drumm zu hölzern Nageln 8 10 8 | |||
Summa 309 | |||
b) Eichen Spangenholz | |||
c) Sonstiges Holz | |||
60 Rüstungsstangen: zur Mittelstange, Rüstbäume und Rüstriegeln 18 | |||
4 Streben an der Mittelstange 12 6-7 | |||
10 Ellern oder Birken Schlete, zu Handspecken, Steinbahren pp | |||
60 Balkenschlete über der Diele 20 | |||
500 Klemstaken zu zwei Tafeln reichen an der Diele (a Fuß lang 2 ¼ Stück) 4 | |||
1250 Deckelschächte (1 ½ Stück auf eine 10füßige Latte gerechnet) | |||
430 Strohlatten 24 | |||
Summa | |||
d) Tannen-Bauholz | |||
2 Thorwegsriegel 13 8-9 26 | |||
2 Unterschläge darüber 18 8-9 36 | |||
8 Ständer im Kornfache 17 8-9 136 | |||
20 Kopfbänder 7 6-7 140 | |||
18 Ständer in den Dielenwänden 14 ½ 8-9 261 | |||
2 dto dto 8 7-8 16 | |||
4 Bänder 15 7-8 60 | |||
30 Riegel 8 6-7 240 | |||
2 dto 4 ½ 6-7 9 | |||
7 Spannriegel über der Diele 14 ½ 9-9 101 ½ | |||
12 Mauerlatten 21 7-7 252 | |||
2 Stück zu zwei Balcken des Hauptgebälckes 42 ½ 9-10 85 | |||
2 dto dto 30 9-10 60 | |||
Summa 1422 ½ | |||
4 Wechsel 16 9-10 64 | |||
4 Balcken 28 ½ 9-10 114 | |||
4 Wechsel 7 9-10 28 | |||
4 Stiche 23 9-10 92 | |||
4 Dachstreben darauf 14 7-7 56 | |||
8 Wechsel 18 9-10 144 | |||
12 Stiche 6 9-10 72 | |||
8 Sparren 33 7-8 264 | |||
16 dto 32 ½ 7-8 520 | |||
4 Hakenscholke 8 6-7 192 | |||
12 Stuhlständer 12 ½ 8-8 150 | |||
24 Kopfbänder 6 6-7 144 | |||
8 Stuhlstreben 15 ½ 7-7 124 | |||
4 Balcken zum mittleren Stuhl Gebälcke 49 8-8 196 | |||
4 Wechsel 16 8-8 64 | |||
4 Sparrenstützen darauf 4 ½ 6-7 18 | |||
8 Stiche 11 8-8 88 | |||
8 Kopfbänder darunter 7 6-7 56 | |||
4 Stuhlständer 12 ½ 8-8 50 | |||
16 Kopfbänder 6 6-7 96 | |||
8 Stuhlstreben 15 ½ 7-7 124 | |||
4 Balcken zum obersten Stuhl Gebälcke 29 8-8 116 | |||
4 Stiche 8 ½ 8-8 34 | |||
4 Kopfbänder darunter 7 6-7 28 | |||
4 Wechsel 4 8-8 16 | |||
4 Stiche 4 8-8 16 | |||
4 Kopfbänder darunter 5 6-7 20 | |||
16 Sparren 20 ½ 7-7 328 | |||
1 Kehlbalcken 11 ½ 6-7 11 ½ | |||
Summa | |||
e) Tannen Bretter | |||
28 Bretter zu den Thorwegen 12 1 ½ -12 336 | |||
5 dto zu den Kornfache Thüren und deren Spangen 14 1 ½ -12 70 | |||
16 Auken Bretter 11 1 ½ -12 176 | |||
8 dto 8 1 ½ -12 64 | |||
42 dto Rüstungen, Kalckschlacht pp 14 1 ½ -12 588 | |||
Summa 1234 | |||
B Mauer-Materialien | |||
23800 Mauersteine die Mantelmauer auswändig mit Mauersteinen im Blockverband zu verkleiden, auch die Thorwegsecken und Luftlöcher damit einfassen; desgleichen auf dem Fundament und unter den Mauerplaten die Mauren mit einem Mauerstein auszugleichen. | |||
39300 Kluthsteine zu den übrigen Mauerwerk | |||
11 Tonnen Kalck, das Fundament auswändig auszuzwicken und die Mauersteine auszufugen. | |||
Feldsteine, Lehm und Sand | |||
C Sonstige Materialien zum Dach und zum Lehmentieren | |||
129 Groß Hundert (120 Stück oder 10 Dutzend) Dachrohr, (auf jeden Fuß der Latten zwei Schoof gerechnet) | |||
2 ¾ Fimm Dachstroh zum Bord, (auf 10 Fuß lang Latten 1 Schoof gerechnet) desgleichen auch zu den Klehmtafeln | |||
50 Scheffel Hecksel oder Kaff zum Übersetzen (Verputzen) der inwändigen Wand | |||
6650 Deckwehden (Deckweden zum Befestigen des Dachstrohs an den Dachschleeten) | |||
Wismar, den 6 Märtz 1819 | |||
G.F. Hase | |||
Kosten Anschlag No. 2c | |||
zum Bau einer runden Scheure auf der neuen Harmschen Hufe in Gostorf Amts Grevesmühlen von 70 Fuß Durchmesser, nach der Zeichnung und dem Materialien Anschlage No. 2a und b. | |||
Zimmerlohn | |||
Die Platen, das Gebälcke, die Dachstühle und Gespärre, nebst den inwändigen Wänden und Ständern zu zimmern, zu verbinden, und mit zugegebenen Hülfe zu richten. Die Hakenschülcke auszuarbeiten und aufzunageln, die Auckenbretter anzumachen und das Dach zu Latten | |||
2 Thorwege zu machen nebst dem Gestelle 2rh 16ß | |||
2 inwändige Thüren | |||
Die Richtstange beim Mauren in die Mitte der Scheure, zu bearbeiten, und mit ihren Streben aufzurichten und zu befestigen | |||
Maurerlohn | |||
40 Fuß etwa zu schießende Steine, und selbige loszugraben a 14ß | |||
Die Erde zu den Fundamenten auszugraben, und wieder anzubringen | |||
Für Anleihen und Unterhalten der Mauergeräthe nebst den Nageln dazu | |||
11 Tonnen Kalk zu löschen incl. Wasser tragen a 4ß | |||
8 1/16 Schachtruthen Fundamente unter den äußeren Ring zu mauren und auswändig mit Kalk zu verzwicken, von 3 Fuß hoch, 3 ¼ Fuß dick, im Mittel 211 ½ Fuß lang, a Schachtruthe 2rh 32ß | |||
4 3/16 Schachtruthen inwändige Fundamente unter den Dielen-Wänden und kurzen Sohlen, 3 Fuß hoch, 2 Fuß dick, a Schacht Ruthe 2rh 16ß | |||
26 5/8 Schachtruthen Mantelmauren 2 ½ Fuß dick, zwischen dem Fundament und Balcken 14 ½ Fuß hoch, und nach Abzug der beiden Thoröfnungen im Mittel 190 Fuß Lang, inwändig aber mit Mauersteinen im Blockverband zu mauren, die Platen und Thorgestelle einzumauren, auch auf den Fundament und unter den Platen eine Schicht gebrannte Steine zu mauren; die Mauren inwändig zu übersetzen (zu verputzen) und auswändig auszufugen, a Schachtruthe inclusive Verfertigung und Umtragen der Rüstung 6rh | |||
Die Einfarthen an den beiden Thorwegen mit Feldsteinen abzudammen (pflastern) | |||
Es brauchte keine acht Wochen, da kam aus Schwerin die Genehmigung zu dem vorerwähnten, eingereichten Riss und Kostenanschlag. In dem Schreiben an die Beamten zu Grevesmühlen heißt es: | |||
„ Bei Zurückgabe des Risses zu einer runden Scheure wird es genehmiget, dass ein solches Gebäude auf der Harmschen Hufe erbauet und darauf die veranschlagten Kosten von – Ein Tausend und Dreiszig Rthl. 39 ßl. Und – Dreyhundert und Sechs und Siebenzig Rthl. 2ßl N/3tel salva liquidatione (unter Vorbehalt der Abrechnung) verwendet werden. | |||
Die Verordnungen wegen Verabreichung des Eichenholzes, der Deckelschächte, Windel- und Lehmstakenhölzer sind erlassen worden. | |||
Schwerin den 27ten Mart. 1819 | |||
Zur Großherzogl. Mecklenburgl. Reluitions-Kommission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe v. Lehsten“ | |||
Es existiert die hier erwähnte Zeichnung der Rundscheune in Gostorf nicht mehr in den überlieferten Akten des Landeshauptarchivs Schwerin. Unwahrscheinlich, dass der Zimmerermeister Schmidt , nachdem er sich die Rundscheune in Fräulein Steinfort angesehen hatte, eine andere Dach- und Holzkonstruktion wählte, zumal es sein erstes und einziges Bauprojekt dieser Art war. Der Durchmesser beider Rundscheunen war identisch. | |||
Was die herzogliche Reluitionskommission zu diesem Bau bewog, kann nur vermutet werden. Möglich, dass kurz zuvor in unmittelbarer Nähe entstandene Rundscheunen einen Einfluss nahmen und versuchsweise ein solches Objekt gebaut werden sollte. Nach heutiger Erkenntnis blieb es das einzige auf herzoglichem Besitz. Spektakuläre Neuheiten übten einen besonderen Reiz aus, blieben einem interessierten Publikum auch zu damaliger Zeit nicht lange verborgen und erzeugten einen Nachahmungseffekt. | |||
Den Transport des Baumaterials, hatten in der Regel die Bauern der Dorfschaft zu besorgen. In unserem Fall wurden vom Amt Grevesmühlen für sämtliche „auswärtigen“ Fuhren Bauern anderer Dorfschaften herangezogen.¹ | |||
Am 14. Juni 1819 wurde der größte Teil des Bauholzes, durch das Großherzogliche Amt Grevesmühlen bei dem Kaufmann C.W. Hermes aus Wismar bestellt und mit Pferdefuhrwerken nach Gostorf gefahren. Eine beachtliche logistische Leistung, denn Straßen, wie wir sie heute kennen, gab es nicht und vier der längsten Balken waren fast vierzehn Meter lang. Es war hauptsächlich preisgünstiges Nadelholz und das machte ja den entscheidendsten Vorteil dieser Bauart aus. | |||
Es folgen aufgelistet vier Lieferungen am 24. Mai, 9. Juni, 17. Juli und 30. September 1819 vorwiegend über Bauholz, meist Bretter und Nägel von Christian Callies aus Dassow. | |||
A. Pelzer aus Grevesmühlen liefert acht Tonnen Kalk am 3. Juni und drei Tonnen am 21. November 1819 „zur Mauer der runden Scheune“. | |||
Natürlich heißt auch hier liefern wieder Transport durch die Bauern, die am 5. Juli, 16. Juli und 24. August 1819 fünftausendfünfhundert Mauersteine von der Ziegelei C. Dellwall aus Plüschow nach Gostorf transportieren mussten. | |||
Um eine Vorstellung vom Umfang dieser Leistung zu bekommen, die mit Pferdefuhrwerken bewerkstelligt wurde, nehmen wir als Gewicht für einen Stein etwa 1,5 Kg an. | |||
Demnach wurden am 9. Mai und 18. Juni 1819 schätzungsweise insgesamt siebenundzwanzig Tonnen Mauersteine aus Lütgenhof bei Dassow abgeholt. Es waren 18000 Stück, die per Tausend, dort 11 Reichstaler zzgl. 20 Schilling Zählgeld per Tausend kosteten. In Plüschow betrug der Preis 10 Reichstaler. Warum nicht der größte Teil oder gar alle von hier kamen, kann nur vermutet werden. | |||
Die Ziegeleien mussten auf Anweisung des Amtshauptmann Wildfang laut beiliegender Amtsscheine die Ziegelsteine „verabreichen“ oder wie es auch hieß „verabfolgen“ lassen. | |||
Weitere Rechnungen von A. Pelzer über Nägel vom 16. August und auch über Nägel vom Nagelschmied J. Budt vom 11. November 1819 quittiert der Zimmmerermeister Johann Schmidt mit dem Vermerk „das obige Nägel zur Scheure des Hauswirths Harms zu Gostorff verwandt sind bescheinige ich hiemit“. | |||
Den Hau- und Sägerlohn für 309 Fuß Eichenbauholz und 132 Fuß Spangenholz berechnete Förster G.S. Schröder aus Seefeld am 20. Juni 1819 mit 4rthl 30ß 6d. | |||
Die Abrechnung der Arbeiten des Zimmerermeisters Schmidt enthält folgende Einzelpositionen: | |||
Die Scheure zu zimmern zu verbinden und richten | |||
Die Aukenbretter nach der Rundung der Scheure anzumachen | |||
Zwei große Thorwege | |||
Zwei Kornfachs Thüren | |||
Die Scheure mit einstämmigen Latten zu belatten | |||
Die Latten auf den Sparrenlagern auszuhauen wie auf einige Tage die Latten durch Zimmerleute hinauf zu reichen | |||
Da wegen naher Erndte die inwändigen Dielen Tafeln nicht mehr geklehmt werden konnten selbige einstweilen mit Brettern zu verkleiden... | |||
Weitere von ihm unterschriebene Quittungen sind vorhanden. Er bestätigt am 9. November 1819: „Daß mir für das Thauwerk mit dem nöthigen Zubehör pp. bei dem Aufrichten der runden Scheure…“ und „ ...ausgelegtes Geld, für Getränk für die Handdienste…“ vom herzoglichen Amt bezahlt sind. | |||
Maurermeister Adolph Haase erhält für nachfolgende Arbeiten 244rhtl 7ß | |||
Berechnung Der Mauer-Arbeit an der runden Scheure für den Hauswirth Harms zu Gostorf Amts Grevesmühlen | |||
3024 Kubikfuß Fundament, 216 Fuß in der Rundung auf eine Mitte 2 Fuß und auf die 2te Mitte | |||
5 Fuß hoch und 4 Fuß stark, beträgt 11 ½ Schachtruthe 30 Fuß | |||
852 ½ Kubikfuß unter 2 Scherrsohlen an der Diele a 62 Fuß lang, an einer Ecke 1 ½ Fuß und an der 2ten 4 Fuß hoch und 2 ½ Fuß stark; beträgt 3 Schachtruthen 84 ½ Fuß | |||
Das Fundament ausgraben | |||
6 Pfeiler gemauert | |||
7200 Kubikfuß die massive Mauer 192 Fuß in der Rundung 15 Fuß hoch und 2 ½ Fuß stark | |||
48 Kubikfuß über die Thüren gemauert | |||
Das Gerüst zu machen und die Bretter von einer Seite zur anderen zu tragen | |||
Die Stürzkarren, Kalkkasten und Wassereimer zu halten | |||
9 Tonnen Kalk zu löschen | |||
36000 Kludsteine dazu gemacht | |||
Schmiedemeister August Martens aus Grevesmühlen bestätigt am 8. Dezember 1819: | |||
„Was ich an fürstl. Amts Schmiede-Arbeit gemacht habe auf Befehl seiner Wohlgebohrn dhl. (durchlaucht.) Amtshauptmann zu Santow an dem Hauswirth Harm seine Scheure | |||
4 Paar große Hengen und Haken und 2 Paar Hengen und Haken vor die Scheurenfache | |||
2 große Krampen | |||
40 Nagel“ | |||
„Vom Hofe Santow sind zu der neu erbauten Scheure auf dem Gehöfte des Hauswirths Harm zu Gostorff nachstehende Materialien geliefert | |||
129 Fimm Rohr | |||
2 ¾ Fimm Dachschöfe | |||
50 Scheffel Häcksel | |||
6650 Deckel Weeden“ | |||
Weiter erfahren wir, dass die Büdner J.H. Evert (Wotenitz), Kloß und Wulff ein jeder zwei Tage „bei Harm seine Scheure zu Gostorff gedeckt haben und (jeder) a Tag 16ß (am 14. September 1819) von dhl. Amthauptmann erhalten“ haben. | |||
„Der Büdner Heinr. Paap aus Warnow bekannte beim Bau der Harmschen Gebäude zu Gostorff beim Umsetzen und Umbinden des Dachrohrs und Strohes 4 Tage gearbeitet, und dafür a 16ß (gesamt) 1rh 16ß vom Großherzogl. Amte (am 9. Sept. 1819) bekommen zu haben.“ | |||
„Der Büdner Freitag von Warnow, versicherte für eine bei der Harmschen runden Scheure gedeckten Tag 16ß (am 26. Oct. 1819) vom Großherzogl. Amte bekommen zu haben.“ | |||
„Der Büdner Luckow von Hamberge erklärte, bei der runden Harmschen Scheure zu Gostorff acht Tage gedeckt zu haben und weil es in der hildesten Erndte und das Dach sehr steil gewesen a Tag 20ßl also 3rh 16 ßl N2/3 (am 23. Oct. 1819) vom Großherzogl. Amte erhalten habe.“ | |||
„Heinr. Paap, Hans Jürgen Bibow, Friedr. Baumann, Hans Wolff aus Warnow und Brand aus Börtzow erklärten dass sie für das Decken der Harmschen runden Scheure in der hildesten Erndte und da das Dach sehr steil und daher in der Hitze schwer zu decken gewesen zusammen 59 Tage a 20ß gesamt 24rh 28ß N/3tel Vom Großherzogl. Amte (am 9. Sept. 1819) erhalten haben“ | |||
Weil das Material zum Einlatten des Daches nicht ausreicht, schreibt der Amtshauptmann Wildfang am 27. Juli 1819 an den Förster Allerding aus Gostorf. | |||
„Da es angezeigt wird, daß die Zimmerleute mit den zu der runden Scheure gegebenen Latten nicht ausreichen können; so ersuchen wir ob periculi in mora (Gefahr bei Verzögerung) ergebenst; daß Sie sich von würklichen Mangel überzeugen und die fehlenden Tannen Latten aus dem Forste zu reichen belieben wollen damit die Zimmerleute das Gebäude vollends belatten können und der Hauswirth sein Korn, indem die Decker die Scheure jetzt decken, darin unter Dach bringen kann ehe es auf dem Felde ausfällt oder verderbe. Wir wollen für die Beziehung haften.“ | |||
Kurz vorher wies er den Amtshausvogt am 24. Juli 1819 schriftlich an: | |||
„Da Harm seine Scheure nothwendig schleunigst gedecket haben muß um sein Korn darin zu bringen so hat der Amtshaus Vogt Kuhr alle Decker im Amte wenn nicht in Güte mit Gewalt zum ohnverzüglichen Decken bei dieser Scheure zu bringen weil hier Noth vorhanden ist die bei sonst niemanden so groß sein kann. Auf 5-6 Decker müssen ohnverzüglich zusammen gebracht werden u(nd) die übrigen können zu pflegen“ (helfen) | |||
Ebenfalls richtete er am 27. Juli 1819 folgendes Schreiben an zwei Hauswirthe in Gostorf: | |||
„Da es gemeldet worden daß die Hauswirthe Söhr und Bössow ihre Wagen bei dem Dienste zu Harms Gebäude so enge zusammen machen, daß sie viel weniger aufnehmen als ordentliche Wagen; so wird darüber die Bestrafung vorbehalten und die beiden Hauswirthe hiedurch befehliget mit ordentliche weite Wagen als ihre Nachbarn bei Vermeidung 3rh (Reichstaler) Strafe für Jeden in die Armenkasse, die Dienste zu verrichten.“ | |||
Wir können hier die Bauzeit der Gostorfer Rundscheune gut nachvollziehen. Von der Genehmigung Anfang April bis zur Ernte Ende August 1819 wurde dieses große Bauwerk in nahezu fünf Monaten fertiggestellt. | |||
Auf der Gemarkungskarte der Dorffeldmark Gostorf aus dem Jahr 1857 sieht man die Lage sehr eindrucksvoll auf der Hufe Nr. IV. (LHA Schwerin Sign. VII) | |||
In einem Inventarium vom 9. Juli 1870 erscheint sie ein letztes Mal mit dem Hinweis, dass sie sich in einem guten Zustand befindet.² | |||
Der Neubau einer Scheune an gleicher Stelle entsteht 1872. | |||
Auf dem Messtischblatt Nr. 2132 von 1879 ist keine Rundscheune mehr eingezeichnet. | |||
Ihr unbekanntes Schicksal bleibt wegen fehlender Akten im Dunkel der Vergangenheit. | |||
¹ LHAS 2.22-10/13 Sign. 2665 (Schreiben Wildfang nach Schwerin vom 26. Juli 1819) | |||
² LHAS 2.22-10/13 Sign. 2662 | |||
Aktuelle Version vom 2. September 2026, 13:50 Uhr
Historische Beschreibung der Feldmark Gostorf
Die Anlage der Feldmark ihrer heutigen Form nach ist das Ergebnis der Siedlungstätigkeit nach deutschem Recht ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die bisher älteste nachweisliche Spur menschlicher Anwesenheit ist der Fund einer Lanzenspitze mit Schaftloch und Nagellöchern aus der Bronzezeit aus einem Torfmoor nahe dem heutigen Dorf. Das Ratzeburger Zehntregister von 1230 erwähnt erstmalig unseren Ort (villa Gozwini) als slawisches Dorf welches keine Abgaben leistet. Der Name Gozwin gilt als andere Form des alten Vornamen Goswin. Eine Bedeutung lautet "Gottesfreund". Es ist daher anzunehmen, dass der Gründer unseres Dorfes ein Mann dieses Namens war. Ob Goswin im Jahr 1230 noch lebte ist ungewiss. Da das Dorf im Zehntregister als slawisch gilt, wird Goswin schwerlich deutscher Herkunft gewesen sein. Ob das Register unser Dorf genau so nannte, wie die dort lebenden Slawen es nannten, kann angezweifelt werden. Ein slawisches Pendant mit der Bedeutung „Gottesfreund“ wäre beispielsweise Gostirad oder Gostomil. Es ist aus der Geschichte bekannt, dass Okkupanten, wie in unserem Fall die katholische Kirche im Zusammenspiel mit der mit ihr paktierenden Obrigkeit in Gestalt der zwischenzeitlich konvertierten slawischen Fürsten ihre Sprache und Deutungshoheit auf bestehende Strukturen anwendete. Eine Urkunde Heinrichs des Jüngeren Fürst von Mecklenburg vom 2. Februar 1275 spricht von der Verleihung des Ortes Gozwinsdorpe mit 8 Hufen an das Kloster Rehna. Wir haben keine Kunde darüber, ob die dort wohnenden Slawen nun nach deutschem Recht besteuert wurden, oder ob deutsche Siedler aus Westfalen, Niedersachsen oder Holstein diese verdrängt hatten. Auch eine teilweise Besiedlung durch Deutsche und eine schrittweise Assimilierung der slawischen Bevölkerung ist möglich. Ein in der Urkunde ebenfalls bezeichneter nahe gelegener Siedlungsplatz mit Namen Cermermor (noch 1290 erwähnt), offenkundig der Übersetzung und Wortbedeutung nach ein an einem Moor gelegener Ort, könnte das heutige Nachbardorf Moor sein. Der Namensbestandteil „Cermer“ (Črĭnŭ / Črnem) Das Wort geht auf den alt-slawischen Wortstamm črŭnŭ (bzw. polnisch czarny) zurück, was im Deutschen „schwarz“ bedeutet. Im slawischen Sprachraum wandelte sich dies im Laufe der Zeit in Lautungen wie Cern- oder eben Cermer- ab. Im Kontext zu Siedlungsplätzen beschreibt es meist einen „schwarzen Ort“ oder verweist auf eine dunkle Beschaffenheit der Umgebung (z. B. dunkle Erde, dichter Wald oder dunkles Wasser). Der Namensbestandteil „mor“ (palus) In der mittelalterlichen Urkunde wird der Ort direkt mit dem lateinischen Zusatz palus versehen, was übersetzt Sumpf, Moor oder Moorland bedeutet. Die Endung „-mor“ steht hierbei in enger Verwandtschaft zum germanischen/deutschen Begriff Moor bzw. dem slawischen Begriff für feuchte Niederungen.
Die Anzahl der zu einem Dorf gehörenden Bauern war neben anderen Kriterien wie z.B. Bodenqualität, Waldbestand, Gewässern, Mooren und Brüchen maßgeblich für die Größe einer Feldmark. Die Gesamtanzahl der Bauernstellen überstieg selten fünfzehn Stück. Wir können nun über die Jahrhunderte die Anzahl der Hufen die zu Gostorf gehörten beständig verfolgen. Das Hufenmaß des Mittelalters war keine feste Größe. Den Flächeninhalt bestimmte hauptsächlich die Bodengüte. Anteile am Dorf gehörten auch der adeligen Familie von der Lohe. Diese verkauft 4 Hufen an den Lübecker Bürgermeister Bruno von Warendorp noch vor 1331. (MUB XIII Nr. 5231) Eine Steuerliste von 1404 verzeichnet für Gosenstorpe, wie unser Ort dort heißt, 12 besetzte Stellen. Das nächste danach erhaltene Pachtregister aus dem Jahr 1519 gibt zehn Bauern mit zusammen 12 ¾ Hufen, drei Katenleute und einen Weber an. Unser Ort heißt hier Gustorpp. Alle Namen der Bauern werden genannt. Es sind deutsche Namen. Hans Witte meint jedoch in seinem Buch über wendische Bevölkerungsreste in Mecklenburg im Familiennamen Vith, der zwei mal dort genannt wird, einen slawischen Familiennamen zu erkennen. Diese verschiedenen Steuerlisten, oder auch Bauernlisten genannt, sind nur bedingt aussagekräftig für die Größe unserer Feldmark und teilen über deren Aussehen und Beschaffenheit keine Einzelheiten mit. Nach der Säkularisierung 1552 fallen die Besitzanteile von mittlerweile 10 Hufen des Kloster Rehna an den Herzog. Offensichtlich werden davon später an Quitzow in Groß Voigtshagen und an das Gut in Groß Walmstorf Bauernstellen verpfändet. Die erste Landesaufnahme mit einer Vermessung fand in Gostorf 1707 statt. Ein Kartenwerk ist daraus jedoch nicht entstanden. Durch diese Vermessung wurde die bonitierte Hufe als neue Steuergrundlage in den domanialen Ämtern eingeführt. Im Archiv in Schwerin liegt das Register daraus im Bestand 2.12-4/1 ist aber derzeit nicht benutzbar. Eine Publikation des Heimatbundes Mecklenburgs aus dem Jahr 1928 nennt acht Flurnamen aus dem Register. Die Namen selbst finden wir in Neumann´s „Die Flurnamen des Amtes Grevesmühlen“ von 1931.
1. Börtzauer Feldschlag 2. Hohen und sieden Bahlandschlag 3. Kussauer Feldschlag 4. Kussauer Wisch 5. Up´n Kraug
Schon am 10. Dezember 1689 enthält ein Vergleich der Gostorfer Bauern mit den Inhabern des Weiderechts für die Schaafstrift auf der Feldmark den Flurnamen sieden Baland für einen Schlag, auf dem Roggen angebaut wird. Als „Siedenland“ sollen früher durch Slawen bewirtschafteter Boden mit minderwertigem Land bezeichnet worden sein. Eine sogenannte „Slawenperle“ wurde 2008 auf einem Grundstück am Kuhberg gefunden. Die erste detaillierte bekannte Karte entstammt dem Kartenwerk des Bertram Christian Hoinkhusen um 1700 mit einer kurzen Ämterbeschreibung. Über Gostorf erfahren wir daraus, dass zwei Vollbauern und vier kleine Kätner dem Landesherrlichen Hof in Santow Dienst leisten und es eine Gostorfer Mühle gab. Ihr Standort ist aus der Karte jedoch nicht ersichtlich. Das Amt Grevesmühlen soll an ihr den halben Anteil haben. Dem adeligen Gut Groß Voigtshagen gehören in Gostorf zwei Halbbauern und eine wüste Hufe sowie fünf Teile aus der Mühle. Dem adeligen Gut Groß Walmstorf gehört die Meierei mit zwei Vollbauern und vier kleinen Kätnern. Die erste Karte, die ein genaues Abbild der Feldmark zeigt, ist die Direktorialkarte von Gostorf aus dem Jahre 1757 von Georg Friedrich Schröder. Sie ist verschwunden oder verbrannt. Alle nachfolgenden Karten folgen ihr in der nahezu unveränderten Darstellung der Feldmarkgrenzen. Eine Abschrift des dazugehörigen Feldregisters ist als Kopie aus dem Jahr 1762 erhalten geblieben. Erstmals kann damit die Feldmark näher beschrieben werden. Als Grundlage seiner Karten benutzte Carl Friedrich Wiebeking 1786 die Direktorialkarten und übernahm diese fast unverändert. Bei deren erscheinen war Gostorf schon mehr als zehn Jahre kein Kommuniondorf mehr, wie er es auf seiner Karte vermerkt. Das zeigt wie sehr er sich an das Original anlehnte bzw. es einfach kopierte. Beginnen wir nun unseren kleinen Streifzug mittels dieser Karte und starten am nördlichsten Punkt, wo das Moorer, das Kussower und das Gostorfer Feld aufeinander stoßen. Dem aufmerksamen Beobachter wird es nicht entgehen, folgt er der Hauptstraße in südlicher Richtung, dass linker Hand der Verlauf des alten Weges noch heute deutlich hervortritt. Er traf genau auf den heutigen Straßenabzweig nach Kussow . Die alten Bäume im Knick lassen ihn noch erkennen. Diese Feld- und Straßenbegrenzungen, bestehen hauptsächlich aus Haselnuss, Schlehe und Weißdorn. Dazwischen fallen die heute wegen der mangelnden Pflege teilweise auseinanderbrechenden Kopfweiden und Pappeln auf. Diese wurden von den Bauern zur Nutzung als Feuerholz extra angepflanzt. An der ersten scharfen Rechts-Kurve gab es, wie die Karte es ausweist, damals eine Kreuzung von einem heute nicht mehr existierenden Weg, der nahe und entlang der Kussower Scheide, von Moor durch das Gostorfer Holz in Richtung Grenzhausen verlief. Die Karte zeigt rechts und links des Weges eine Vielzahl von langen rechteckigen, eingefriedeten Parzellen, die in Ost-West-Richtung ausgerichtet sind. Es sind dies die verschiedenen Ackerstücke der einzelnen Wirte, die alle im Gemenge eines Schlages liegen und zur damaligen Zeit von den Dorfgenossen gemeinschaftlich bearbeitet wurden. Die dreischlägige Wirtschaftsweise kannte Sommergetreide, Wintergetreide und Brache als Weide, die zeitlich wechselten um die Bodenqualität zu erhalten. Die Feldmark selbst war 1757 in vier Schlägen und dem Hoffeld des Pachthofes aufgeteilt. Wir folgen der Straße in Richtung Dorf. Links und rechts unseres Weges lag der Vierte Schlag. Sein Name „An der Kussower Scheide“, lässt ihn zweifelsfrei verorten. Darin u.a. das große Moor mit 17450 Quadratruthen und 180 Quadratruthen Holz und Busch. Es kann sich dabei nur um das Moor an der Grenze zur Moorer Feldmark handeln. Die Landschaft links ist auffallend hügelig und auf der ersten Anhöhe erreichen wir den Kuhberg. Dies ist keine Flurnamensbezeichnung, sondern nach dem Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches von 1912 der Name für die dort rechts liegende Hofstelle. Diese entstand 1819 im Zuge einer Regulierung der Dorffeldmark mit anderen Streuhöfen um das eigentliche Dorf herum und die als sogenannte Abbaue bezeichnet wurden. Es ist die Hufe Nr. 4 und deren Fläche erstreckt sich bis an das Silo und den alten Anhalt Moor der Eisenbahnlinie Grevesmühlen – Klütz, welche im Jahr 1905 entstanden ist. Bis 1871 sahen die Vorbeikommenden hier ein imposantes seltenes Bauwerk auf der Hoffläche stehen. Eine Rundscheune von 21 Metern Durchmesser mit einem Reetdach und einer Außenmauer aus Ziegelsteinen. Es wird mit seiner Höhe eine Landmarke gewesen sein. Nach dem Untergang der DDR steht der Hof halb abgerissen zwölf Jahre leer bis er wieder neue Bewohner findet. Einen Steinwurf weiter auf der linken Seite die Hofstelle Nr. 3 mit dem etwas zurückgesetzten parallel zur Straße stehenden Wohnhaus. Diese Hofstelle entstand 1836, das Wohnhaus selbst 1856. Auch hier gab es früher einen sogenannten Dreiseitenhof bestehend aus dem Wohnhaus flankiert rechts und links von Stall und Scheune. Die Scheune wurde etwa 1990 abgerissen. Der Stall, ihr gegenüber, der anfänglich als Wohnhaus diente bereits 1884. Der letzte Besitzer mit Namen Tost, dem Hufe 3 und 4 zusammen gehörten, lies die zwei kleinen Landarbeiterhäuser, die sich direkt anschließen, in den 1930iger Jahren erbauen. Wir fahren fort auf unserem Weg und verlassen Gostorf Ausbau bis rechts ein Feldweg abzweigt, der am alten Bahndamm endet. Im Jahre 2005 wurde die Strecke demontiert. Dem privaten „Investor“ genehmigte der Landkreis die Beseitigung dieses Industriedenkmals. Überqueren wir den Bahndamm stehen wir sofort im Feld. Der Weg, der hier früher weiter ging führte zu der Hofstelle Nr. 6 der „Hahnenkrug“ genannt und 1818 erbaut wurde. Es war ebenfalls ein Streuhof, welcher nach dem Brand des Wohnhauses in den 1960iger Jahren dem Erdboden gleich gemacht wurde. Ein kleines Wäldchen mitten auf dem Feld zeigt uns heute noch den alten Standort an. Dieser Hofstelle war bereits vorher ein Unglück beschieden. Aus einem Zeitungsartikel vom 25. Januar 1900 erfahren wir: „Auf dem ausgebauten Erbpachtgehöfte Hahnenkrug, dem Erbpächter Tretow in Gostorf gehörig, brach in der Scheune Feuer aus. Nur die Frau des Erbpächters war auf dem Gehöfte anwesend. Das Feuer ergriff auch bald das Viehhaus. Da Hilfe nicht so rasch zur Hand war, so konnten nur die 4 Pferde gerettet werden. 20 Kühe, einige Kälber, 18 Schafe, 70 Hühner und die Schweine kamen in den Flammen um.“ Wir befinden uns hier auf dem dritten Schlag mit Namen „ Im Naschkaven“ und das Feldregister von 1757 informiert uns, dass darin die Nachtkoppel lag. Es war die Weide für das Vieh, dass hier Tag und Nacht den ganzen Sommer draußen stand. Aus diesem Umstand glaube ich, Naschkaven mit Futterkoben gleichsetzen zu können. Koben waren Schutzhütten, die dem Vieh als Unterstand dienten. Wir kehren zurück auf die Straße und stehen nun am Dorfeingang. Auf der linken Seite ein schön erhaltener Dreiseitenhof. Davor ging früher der Weg zur Gostorfer Ziegelei, die 1836 angelegt wurde. Daneben entstand 1852 noch eine Kalkbrennerei. Von den Gebäuden ist nichts geblieben. Etwa 1870 wurde der Betrieb eingestellt. Sofort nach dem Ortseingangsschild liegen rechter Hand die Häuslereien, die seit 1851 hier entstanden. Ein Buchautor beschrieb sie als Perlen an einer Kette, die sich aus dem Dorf in die Feldmark erstrecken. Die Häusler hatten noch weniger Land als die Büdner, oft war es nur ein Garten. Sie suchten ihr Einkommen als Landarbeiter und Tagelöhner. Der Krähenteich liegt rechts am Eingang zum alten ursprünglichen Dorf. Er ist das größte Gewässer auf der ganzen Feldmark. Den eigentlichen Dorfkern bildeten die beiderseits der Hauptstraße liegenden, auch heute teilweise noch erhaltenen, alten Bauernhäuser mit ihrer zur Straße weisenden großen Einfahrtsdiele. Fünf dieser alten Höfe sind in ihrer ursprünglichen Struktur heute mehr oder weniger noch erkennbar. Westlich und östlich war das Dorf in seiner gesamten Länge früher von Moor und Feuchtgebieten eingeschlossen. Eine strategisch schlaue Anlage für ein auf Schutz und Sicherheit bedachtes Dorf im Mittelalter. Der Schlag hinter dem Dorf in Richtung Schmachthagen hatte den Namen „ Der Söhren“ Dieser Name leitet sich ab von abgestorbenen Bäumen, was in einem Moor nicht ungewöhnlich ist und so wird nach 1819 das Stück hinter dem heutigen Sportplatz auch mit dem Flurnamen „ Im Moorbruch“ genannt. Wir wollen weiter in Richtung der Bundesstraße vorbei am rechts beim Dorfausgang liegenden liebevoll restaurierten Hof der Hufe Nr. 14. Das Haus ist 1822 erbaut worden. Am alten Anhalt Gostorf, über den Bahndamm, entlang auf dem alten Wirtschaftsweg, lassen wir rechts den alten Agrar-Flugplatz liegen und folgen dem letzten Weg rechts ab vor erreichen der Bundesstraße. Diese ebenfalls von einem Knick gesäumte Zuwegung endet heute im Nichts. Doch an ihrem Ende stand kurz vor der Grenze zu Schmachthagen das Bauernghöft Nr. 9 der Familie Muß. Der letzte Bewohner war Walter Muß und als er verstarb und die Gebäude zusehens verfielen, wurde alles Anfang der 1970iger Jahre abgerissen. Heute sehen wir nur das kleine Wäldchen, was früher ein Teich gewesen sein soll. Wir haben die Grenze der Feldmark hier erreicht und könnten ihrem Verlauf immer am Knick entlang bis fast zum Großen Moor zurück verfolgen. Das letzte Stück dieser grünen „Barrierengrenze“ wurde dann doch irgendwann zerstört, damit Traktoren ungehindert immer größere Flächen bewirtschaften können. Das Flurstück welches heute mit Wald bedeckt ist heißt „Im Scheidemoor“ oder „Im Scheidemoorforst“. Links davon, ein Ackerstück mit Namen „Tauschlag“ niederdeutsch für Zuschlag. Wann dieser Zipfel der Feldmark einmal zugeschlagen wurde ist unbekannt. Doch wir kehren um und folgen in Ermangelung eines schöneren Weges ein kurzes Stück der heutigen Bundesstraße B105 in Richtung Grevesmühlen. Diese als Chaussee angelegte Straße entstand 1845-47. Ihr Verlauf stellt jedoch nicht die schnurgerade Grenze zur Feldmark Börzow dar. Wie ein Haken schlagender Zickzackkurs verläuft sie rechts der Straße. Welche örtlichen Gegebenheiten oder Besonderheiten ihren Verlauf bestimmten ist heute schwer nachvollziehbar. Wir befinden uns auf dem ersten Schlag mit Namen „ An der Börtzower Scheide“ und passieren einen weiteren Streuhof rechts direkt an der Straße. Die Gebäude der Hufe Nr. 11 sind hier 1851 entstanden. Ein kurzes Stück weiter liegt nun links der Forsthof. Er entstand an dieser Stelle im Jahre 1858. Zuvor befand er sich auf der Hufe Nr. 15 nahe dem Gostorfer Holz. Wir begeben uns auf die Straße in Richtung Dorf und sehen rechts und teilweise links von der Straße die Ländereien, die früher zum Pachthof gehörten. Ein Blick in das alte Feldregister von 1757 und wir können alte Flurnamen wieder heutigen Flächen zuordnen. Die Bezeichnungen werden aufeinander folgend mit Flächeninhalt genannt.
Acker,Wiesen, Holz u. Brüche, Moore, Sölle und Weiden
Der Hof (Meierei/Pachthof)
Angaben in Quadr. Ruthen
1. der Hof Platz 400 Quadr. Ruthen, die Gartens (Acker 518) 2. die Koppel vor dem Thor (Acker 684) 3. die harte Höltzung (Holz u. Brüche 4900) 4. das Mohr im Holtz (Moore, Sölle u. Weide 980) 5. die weiche Höltzung (Holz u. Brüche 1641) 6. der Acker vor dem Hoff (Acker 17285) 7. die Koppel bey dem Hoff (Acker 556) 8. die Koppel an dem Wege (Acker 176, Wiese 200) 9. die Wiese hinter dem Hoff (Wiese 2018) 10. die Buschkoppel (Moore, Sölle u. Weide 1904) 11. das Sandfeld (Acker 7266 Moore, Sölle u. Weide 200) 12. die Moorwiese (Wiese 586) 13. das Mohr (Moore, Sölle und Weide 8850) 14. Lange Horn Koppel (Moore, Sölle u. Weiden 1116) 15. Im Langen Horn (Acker 8936, Wiese 100, Holz u. Brüche 156, Moore, Sölle, Weide 236) 16. die Hofwiese (Wiese 856) 17. der Ginster Hoff (Acker 2420) 18. Unterste Koppel am Sandfelde (Acker 614, Wiese 300) 19. Oberste Koppel dto. (Acker 900, Wiese 50)
„Im Ginsterhof“ befindet sich heute die Straßenmeisterei.
Lange Hörn (spitz zulaufendes Landstück bzw. Landecke) wird zweifelsohne der südlichste Punkt der Feldmark sein.
Vergleicht man die Flurstücke hinsichtlich ihrer Nutzung und des Flächeninhaltes gemäß dem Feldregister mit der Wiebekingschen Karte, erhält man zusätzliche Bestätigung für deren Lage.
Das damalige Sandfeld wird heute durch den Pappelweg geteilt und ist der Bebauung zum Opfer gefallen. Früher wird der Weg tatsächlich von Pappeln gesäumt gewesen sein.
Das alte Feldregister errechnet 299771 Quadratruthen Gesamtfläche unserer Gostorfer Feldmark.
Diese Einheit ergibt rund 651 Hektar. Der Großteil dieser Fläche wird heute konventionell, agrarindustriell genutzt. Die alten Dorfstrukturen sind zerstört. Die Einwohner Gostorfs haben keinen Bezug mehr zum Boden. Nur wenige Nachkommen alteingesessener Familien gibt es noch und die, welche noch Eigentum an landwirtschaftlicher Nutzfläche haben, haben diese an zwei Landwirte verpachtet.
Die Rundscheune in Gostorf
Das Dorf Gostorf liegt in Nordwestmecklenburg etwa sechs Kilometer westlich von Grevesmühlen.
Im Jahre 1819 gab es einen außergewöhnlich trockenen Sommer, wie auch die vorangegangenen drei Jahre schon große Trockenheit herrschte. Die Großherzogliche Reluitions-Commission in Schwerin hatte sich entschlossen, eine dieser neuen runden Scheunen auf einem ihrer Bauernhöfe errichten zu lassen. Bisher gibt es diese Bauart nur auf den Gutshöfen der Ritterschaft, die diese Bauholz sparende Bauweise seit kurzem vereinzelt ausführt. Man will die Leibeigenschaft abschaffen und die Bauern auf Erbpacht setzen. Vorangegangen war die Regulierung der Dorffeldmark und eine damit verbundene Separierung, Vermessung und Bonitierung der Bauernhufen. Die Beamten des Domanialamtes Grevesmühlen und der Landbaumeister Hase aus Wismar erhalten ein gleichlautendes Schreiben.
„Den Beamten zu Grevismühlen und dem Landbaumeister Hase wird hierdurch eröffnet: Wie das intendierte Bauwerk auf der Harmschen neuen Hufe zu Gostorf, für die Größe der Hufe zu klein seyn dürfte. Diese Rücksicht hat die Reluitions-Commission bewogen, den Bau-Plan zu verändern, dahin, daß jetzt
1. ein separates kleines Wohnhaus mit einer Altentheils Wohnung und
2. entweder ein separates Stall-Gebäude oder ein Anbau an dem Wohnhaus zur Unterbringung des Viehes
3. eine runde Scheure von 70 Fuß im Durchmesser aufgeführt werden soll.
Er, der Landbaumeister, hat ungesäumt Kosten und Materialien Anschläge zu diesen Bauten vorzulegen. Die Gebäude ad 1. & 2. sollen von Fachwerk aufgeführt werden- die Scheure aber von Kluten mit einem Mauerstein-Vorsatze. Ist derselbe mit der runden Bauart noch nicht ganz bekannt, so mag er sich dieserhalb an den Landbaumeister Wünsch wenden, auch in Fräulein Steinfort die dort im vorigen Jahre von Lehm aufgeführte Scheure, in Augenschein nehmen.
Schwerin den 30ten Januar 1819
Zur Großherzogl. Mecklenb. Reluitions-Commission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe.
L. v. Lehsten“
Es sind die Vorbereitungen zur Vererbpachtung der Dorfschaft in vollem Gange. Gostorf zählt sieben Hüfner und sieben Halbhüfner. Alle erhalten neue Pacht-Contracte gültig ab Johannis 1819 mit einer Laufzeit über vierzehn Jahre.
Noch drei Monate zuvor schrieb von Lehsten:
„Der von den Beamten zu Grevismühlen unterm 29. d. M. eingereichte Regulierungs-Plan in Betref der Dorfs-Feldmark Gostorff, wird hierdurch genehmigt und soll in Folge desselben der Harmsche Ausbau im nächsten Jahre auf Amts-Kosten beschafft werden. Bei diesem Ausbau sind die Tretowschen Risse und Anschläge grundleglich zu machen. Der Durchbau des Kalckhorstschen Wohnhauses ist von dem Landbaumeister zu veranschlagen. Die Kosten tragen die Gostorffer, weil sie dadurch von einem neuen Schulhaus-Bau abkommen und die Materialien sollen von Herrschaftswegen hergegeben werden.
Schwerin den 31. Oct. 1818
Zur Großherzogl. Mecklenburg Schwerinschen Reluitions-Commission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe.
L. v. Lehsten“
Das Amtshaus des großherzoglichen Domanialamtes Grevesmühlen befindet sich 1819 in Santow. Von dort führt der Amtshauptmann Wilhelm Rudolph Wildfang den Willen der herzoglichen Kammer aus. Aus einer nicht datierten Abschrift eines Briefes an den Landbaumeister Hase erfahren wir, dass er diesem mitteilen lässt:
„Dem Zimmermeister Schmidt haben wir mit der Angelegenheit bekannt gemacht und er will morgen die im Rescript besagte Scheure zu Fräulein Steinfort besehen um sich dann zu informieren und wenn nötig Ew. Wohlgeboren davon zu referieren.“
Hase liefert hiernach seine „Beläge zum Bau einer runden Scheure für den Hauswirth Harms zu Gostorff“ datiert Wismar den 6. März 1819. Darin enthalten:
No. 2b Materialien Anschlag zum Bau einer runden Scheure auf der neuen Harmschen Hufe in Gostorff Amts Grevismühlen; nach der anliegenden Zeichnung No. 2a von 70 Fuß Durchmesser, der auswändige 2 ½ Fuß dicke massive Ring von Luftsteinen, auswändig mit Mauersteinen im Blockverband bekleidet, und die Höhe an der Diele zwischen Sohle und Balken 14 Fuß.
A Holz: Anschlag
a) Eichen Bauholz
~ Zoll Summa Fuß Stärke Fuß lang
2 Thorschwellen 15 8-9 30 4 Thorständer 13 ½ 8-9 54 4 Kopfbänder 3 ½ 6-7 14 8 Sohlen unter die Ständer im Kornfache 5 8-9 40 156 Sohlen zu den Dielenwänden 8-9 156 1 Helmstange 7 10 7 1 Drumm zu hölzern Nageln 8 10 8
Summa 309
b) Eichen Spangenholz c) Sonstiges Holz
60 Rüstungsstangen: zur Mittelstange, Rüstbäume und Rüstriegeln 18 4 Streben an der Mittelstange 12 6-7 10 Ellern oder Birken Schlete, zu Handspecken, Steinbahren pp 60 Balkenschlete über der Diele 20 500 Klemstaken zu zwei Tafeln reichen an der Diele (a Fuß lang 2 ¼ Stück) 4 1250 Deckelschächte (1 ½ Stück auf eine 10füßige Latte gerechnet) 430 Strohlatten 24
Summa
d) Tannen-Bauholz 2 Thorwegsriegel 13 8-9 26 2 Unterschläge darüber 18 8-9 36 8 Ständer im Kornfache 17 8-9 136 20 Kopfbänder 7 6-7 140 18 Ständer in den Dielenwänden 14 ½ 8-9 261 2 dto dto 8 7-8 16 4 Bänder 15 7-8 60 30 Riegel 8 6-7 240 2 dto 4 ½ 6-7 9 7 Spannriegel über der Diele 14 ½ 9-9 101 ½ 12 Mauerlatten 21 7-7 252 2 Stück zu zwei Balcken des Hauptgebälckes 42 ½ 9-10 85 2 dto dto 30 9-10 60
Summa 1422 ½
4 Wechsel 16 9-10 64 4 Balcken 28 ½ 9-10 114 4 Wechsel 7 9-10 28 4 Stiche 23 9-10 92 4 Dachstreben darauf 14 7-7 56 8 Wechsel 18 9-10 144 12 Stiche 6 9-10 72 8 Sparren 33 7-8 264 16 dto 32 ½ 7-8 520 4 Hakenscholke 8 6-7 192 12 Stuhlständer 12 ½ 8-8 150 24 Kopfbänder 6 6-7 144 8 Stuhlstreben 15 ½ 7-7 124 4 Balcken zum mittleren Stuhl Gebälcke 49 8-8 196 4 Wechsel 16 8-8 64 4 Sparrenstützen darauf 4 ½ 6-7 18 8 Stiche 11 8-8 88 8 Kopfbänder darunter 7 6-7 56 4 Stuhlständer 12 ½ 8-8 50 16 Kopfbänder 6 6-7 96 8 Stuhlstreben 15 ½ 7-7 124 4 Balcken zum obersten Stuhl Gebälcke 29 8-8 116 4 Stiche 8 ½ 8-8 34 4 Kopfbänder darunter 7 6-7 28 4 Wechsel 4 8-8 16 4 Stiche 4 8-8 16 4 Kopfbänder darunter 5 6-7 20 16 Sparren 20 ½ 7-7 328 1 Kehlbalcken 11 ½ 6-7 11 ½
Summa
e) Tannen Bretter
28 Bretter zu den Thorwegen 12 1 ½ -12 336 5 dto zu den Kornfache Thüren und deren Spangen 14 1 ½ -12 70 16 Auken Bretter 11 1 ½ -12 176 8 dto 8 1 ½ -12 64 42 dto Rüstungen, Kalckschlacht pp 14 1 ½ -12 588
Summa 1234
B Mauer-Materialien
23800 Mauersteine die Mantelmauer auswändig mit Mauersteinen im Blockverband zu verkleiden, auch die Thorwegsecken und Luftlöcher damit einfassen; desgleichen auf dem Fundament und unter den Mauerplaten die Mauren mit einem Mauerstein auszugleichen.
39300 Kluthsteine zu den übrigen Mauerwerk
11 Tonnen Kalck, das Fundament auswändig auszuzwicken und die Mauersteine auszufugen.
Feldsteine, Lehm und Sand
C Sonstige Materialien zum Dach und zum Lehmentieren
129 Groß Hundert (120 Stück oder 10 Dutzend) Dachrohr, (auf jeden Fuß der Latten zwei Schoof gerechnet)
2 ¾ Fimm Dachstroh zum Bord, (auf 10 Fuß lang Latten 1 Schoof gerechnet) desgleichen auch zu den Klehmtafeln
50 Scheffel Hecksel oder Kaff zum Übersetzen (Verputzen) der inwändigen Wand
6650 Deckwehden (Deckweden zum Befestigen des Dachstrohs an den Dachschleeten)
Wismar, den 6 Märtz 1819
G.F. Hase
Kosten Anschlag No. 2c
zum Bau einer runden Scheure auf der neuen Harmschen Hufe in Gostorf Amts Grevesmühlen von 70 Fuß Durchmesser, nach der Zeichnung und dem Materialien Anschlage No. 2a und b.
Zimmerlohn
Die Platen, das Gebälcke, die Dachstühle und Gespärre, nebst den inwändigen Wänden und Ständern zu zimmern, zu verbinden, und mit zugegebenen Hülfe zu richten. Die Hakenschülcke auszuarbeiten und aufzunageln, die Auckenbretter anzumachen und das Dach zu Latten
2 Thorwege zu machen nebst dem Gestelle 2rh 16ß 2 inwändige Thüren
Die Richtstange beim Mauren in die Mitte der Scheure, zu bearbeiten, und mit ihren Streben aufzurichten und zu befestigen
Maurerlohn
40 Fuß etwa zu schießende Steine, und selbige loszugraben a 14ß Die Erde zu den Fundamenten auszugraben, und wieder anzubringen Für Anleihen und Unterhalten der Mauergeräthe nebst den Nageln dazu 11 Tonnen Kalk zu löschen incl. Wasser tragen a 4ß 8 1/16 Schachtruthen Fundamente unter den äußeren Ring zu mauren und auswändig mit Kalk zu verzwicken, von 3 Fuß hoch, 3 ¼ Fuß dick, im Mittel 211 ½ Fuß lang, a Schachtruthe 2rh 32ß 4 3/16 Schachtruthen inwändige Fundamente unter den Dielen-Wänden und kurzen Sohlen, 3 Fuß hoch, 2 Fuß dick, a Schacht Ruthe 2rh 16ß 26 5/8 Schachtruthen Mantelmauren 2 ½ Fuß dick, zwischen dem Fundament und Balcken 14 ½ Fuß hoch, und nach Abzug der beiden Thoröfnungen im Mittel 190 Fuß Lang, inwändig aber mit Mauersteinen im Blockverband zu mauren, die Platen und Thorgestelle einzumauren, auch auf den Fundament und unter den Platen eine Schicht gebrannte Steine zu mauren; die Mauren inwändig zu übersetzen (zu verputzen) und auswändig auszufugen, a Schachtruthe inclusive Verfertigung und Umtragen der Rüstung 6rh
Die Einfarthen an den beiden Thorwegen mit Feldsteinen abzudammen (pflastern)
Es brauchte keine acht Wochen, da kam aus Schwerin die Genehmigung zu dem vorerwähnten, eingereichten Riss und Kostenanschlag. In dem Schreiben an die Beamten zu Grevesmühlen heißt es:
„ Bei Zurückgabe des Risses zu einer runden Scheure wird es genehmiget, dass ein solches Gebäude auf der Harmschen Hufe erbauet und darauf die veranschlagten Kosten von – Ein Tausend und Dreiszig Rthl. 39 ßl. Und – Dreyhundert und Sechs und Siebenzig Rthl. 2ßl N/3tel salva liquidatione (unter Vorbehalt der Abrechnung) verwendet werden.
Die Verordnungen wegen Verabreichung des Eichenholzes, der Deckelschächte, Windel- und Lehmstakenhölzer sind erlassen worden.
Schwerin den 27ten Mart. 1819
Zur Großherzogl. Mecklenburgl. Reluitions-Kommission Allerhöchst verordnete Minister und Räthe v. Lehsten“
Es existiert die hier erwähnte Zeichnung der Rundscheune in Gostorf nicht mehr in den überlieferten Akten des Landeshauptarchivs Schwerin. Unwahrscheinlich, dass der Zimmerermeister Schmidt , nachdem er sich die Rundscheune in Fräulein Steinfort angesehen hatte, eine andere Dach- und Holzkonstruktion wählte, zumal es sein erstes und einziges Bauprojekt dieser Art war. Der Durchmesser beider Rundscheunen war identisch.
Was die herzogliche Reluitionskommission zu diesem Bau bewog, kann nur vermutet werden. Möglich, dass kurz zuvor in unmittelbarer Nähe entstandene Rundscheunen einen Einfluss nahmen und versuchsweise ein solches Objekt gebaut werden sollte. Nach heutiger Erkenntnis blieb es das einzige auf herzoglichem Besitz. Spektakuläre Neuheiten übten einen besonderen Reiz aus, blieben einem interessierten Publikum auch zu damaliger Zeit nicht lange verborgen und erzeugten einen Nachahmungseffekt.
Den Transport des Baumaterials, hatten in der Regel die Bauern der Dorfschaft zu besorgen. In unserem Fall wurden vom Amt Grevesmühlen für sämtliche „auswärtigen“ Fuhren Bauern anderer Dorfschaften herangezogen.¹
Am 14. Juni 1819 wurde der größte Teil des Bauholzes, durch das Großherzogliche Amt Grevesmühlen bei dem Kaufmann C.W. Hermes aus Wismar bestellt und mit Pferdefuhrwerken nach Gostorf gefahren. Eine beachtliche logistische Leistung, denn Straßen, wie wir sie heute kennen, gab es nicht und vier der längsten Balken waren fast vierzehn Meter lang. Es war hauptsächlich preisgünstiges Nadelholz und das machte ja den entscheidendsten Vorteil dieser Bauart aus.
Es folgen aufgelistet vier Lieferungen am 24. Mai, 9. Juni, 17. Juli und 30. September 1819 vorwiegend über Bauholz, meist Bretter und Nägel von Christian Callies aus Dassow.
A. Pelzer aus Grevesmühlen liefert acht Tonnen Kalk am 3. Juni und drei Tonnen am 21. November 1819 „zur Mauer der runden Scheune“.
Natürlich heißt auch hier liefern wieder Transport durch die Bauern, die am 5. Juli, 16. Juli und 24. August 1819 fünftausendfünfhundert Mauersteine von der Ziegelei C. Dellwall aus Plüschow nach Gostorf transportieren mussten.
Um eine Vorstellung vom Umfang dieser Leistung zu bekommen, die mit Pferdefuhrwerken bewerkstelligt wurde, nehmen wir als Gewicht für einen Stein etwa 1,5 Kg an.
Demnach wurden am 9. Mai und 18. Juni 1819 schätzungsweise insgesamt siebenundzwanzig Tonnen Mauersteine aus Lütgenhof bei Dassow abgeholt. Es waren 18000 Stück, die per Tausend, dort 11 Reichstaler zzgl. 20 Schilling Zählgeld per Tausend kosteten. In Plüschow betrug der Preis 10 Reichstaler. Warum nicht der größte Teil oder gar alle von hier kamen, kann nur vermutet werden.
Die Ziegeleien mussten auf Anweisung des Amtshauptmann Wildfang laut beiliegender Amtsscheine die Ziegelsteine „verabreichen“ oder wie es auch hieß „verabfolgen“ lassen.
Weitere Rechnungen von A. Pelzer über Nägel vom 16. August und auch über Nägel vom Nagelschmied J. Budt vom 11. November 1819 quittiert der Zimmmerermeister Johann Schmidt mit dem Vermerk „das obige Nägel zur Scheure des Hauswirths Harms zu Gostorff verwandt sind bescheinige ich hiemit“.
Den Hau- und Sägerlohn für 309 Fuß Eichenbauholz und 132 Fuß Spangenholz berechnete Förster G.S. Schröder aus Seefeld am 20. Juni 1819 mit 4rthl 30ß 6d.
Die Abrechnung der Arbeiten des Zimmerermeisters Schmidt enthält folgende Einzelpositionen:
Die Scheure zu zimmern zu verbinden und richten Die Aukenbretter nach der Rundung der Scheure anzumachen Zwei große Thorwege Zwei Kornfachs Thüren Die Scheure mit einstämmigen Latten zu belatten Die Latten auf den Sparrenlagern auszuhauen wie auf einige Tage die Latten durch Zimmerleute hinauf zu reichen
Da wegen naher Erndte die inwändigen Dielen Tafeln nicht mehr geklehmt werden konnten selbige einstweilen mit Brettern zu verkleiden...
Weitere von ihm unterschriebene Quittungen sind vorhanden. Er bestätigt am 9. November 1819: „Daß mir für das Thauwerk mit dem nöthigen Zubehör pp. bei dem Aufrichten der runden Scheure…“ und „ ...ausgelegtes Geld, für Getränk für die Handdienste…“ vom herzoglichen Amt bezahlt sind.
Maurermeister Adolph Haase erhält für nachfolgende Arbeiten 244rhtl 7ß
Berechnung Der Mauer-Arbeit an der runden Scheure für den Hauswirth Harms zu Gostorf Amts Grevesmühlen
3024 Kubikfuß Fundament, 216 Fuß in der Rundung auf eine Mitte 2 Fuß und auf die 2te Mitte 5 Fuß hoch und 4 Fuß stark, beträgt 11 ½ Schachtruthe 30 Fuß 852 ½ Kubikfuß unter 2 Scherrsohlen an der Diele a 62 Fuß lang, an einer Ecke 1 ½ Fuß und an der 2ten 4 Fuß hoch und 2 ½ Fuß stark; beträgt 3 Schachtruthen 84 ½ Fuß
Das Fundament ausgraben 6 Pfeiler gemauert 7200 Kubikfuß die massive Mauer 192 Fuß in der Rundung 15 Fuß hoch und 2 ½ Fuß stark 48 Kubikfuß über die Thüren gemauert
Das Gerüst zu machen und die Bretter von einer Seite zur anderen zu tragen Die Stürzkarren, Kalkkasten und Wassereimer zu halten
9 Tonnen Kalk zu löschen 36000 Kludsteine dazu gemacht
Schmiedemeister August Martens aus Grevesmühlen bestätigt am 8. Dezember 1819:
„Was ich an fürstl. Amts Schmiede-Arbeit gemacht habe auf Befehl seiner Wohlgebohrn dhl. (durchlaucht.) Amtshauptmann zu Santow an dem Hauswirth Harm seine Scheure
4 Paar große Hengen und Haken und 2 Paar Hengen und Haken vor die Scheurenfache 2 große Krampen 40 Nagel“
„Vom Hofe Santow sind zu der neu erbauten Scheure auf dem Gehöfte des Hauswirths Harm zu Gostorff nachstehende Materialien geliefert
129 Fimm Rohr 2 ¾ Fimm Dachschöfe 50 Scheffel Häcksel 6650 Deckel Weeden“
Weiter erfahren wir, dass die Büdner J.H. Evert (Wotenitz), Kloß und Wulff ein jeder zwei Tage „bei Harm seine Scheure zu Gostorff gedeckt haben und (jeder) a Tag 16ß (am 14. September 1819) von dhl. Amthauptmann erhalten“ haben.
„Der Büdner Heinr. Paap aus Warnow bekannte beim Bau der Harmschen Gebäude zu Gostorff beim Umsetzen und Umbinden des Dachrohrs und Strohes 4 Tage gearbeitet, und dafür a 16ß (gesamt) 1rh 16ß vom Großherzogl. Amte (am 9. Sept. 1819) bekommen zu haben.“
„Der Büdner Freitag von Warnow, versicherte für eine bei der Harmschen runden Scheure gedeckten Tag 16ß (am 26. Oct. 1819) vom Großherzogl. Amte bekommen zu haben.“
„Der Büdner Luckow von Hamberge erklärte, bei der runden Harmschen Scheure zu Gostorff acht Tage gedeckt zu haben und weil es in der hildesten Erndte und das Dach sehr steil gewesen a Tag 20ßl also 3rh 16 ßl N2/3 (am 23. Oct. 1819) vom Großherzogl. Amte erhalten habe.“
„Heinr. Paap, Hans Jürgen Bibow, Friedr. Baumann, Hans Wolff aus Warnow und Brand aus Börtzow erklärten dass sie für das Decken der Harmschen runden Scheure in der hildesten Erndte und da das Dach sehr steil und daher in der Hitze schwer zu decken gewesen zusammen 59 Tage a 20ß gesamt 24rh 28ß N/3tel Vom Großherzogl. Amte (am 9. Sept. 1819) erhalten haben“
Weil das Material zum Einlatten des Daches nicht ausreicht, schreibt der Amtshauptmann Wildfang am 27. Juli 1819 an den Förster Allerding aus Gostorf.
„Da es angezeigt wird, daß die Zimmerleute mit den zu der runden Scheure gegebenen Latten nicht ausreichen können; so ersuchen wir ob periculi in mora (Gefahr bei Verzögerung) ergebenst; daß Sie sich von würklichen Mangel überzeugen und die fehlenden Tannen Latten aus dem Forste zu reichen belieben wollen damit die Zimmerleute das Gebäude vollends belatten können und der Hauswirth sein Korn, indem die Decker die Scheure jetzt decken, darin unter Dach bringen kann ehe es auf dem Felde ausfällt oder verderbe. Wir wollen für die Beziehung haften.“
Kurz vorher wies er den Amtshausvogt am 24. Juli 1819 schriftlich an:
„Da Harm seine Scheure nothwendig schleunigst gedecket haben muß um sein Korn darin zu bringen so hat der Amtshaus Vogt Kuhr alle Decker im Amte wenn nicht in Güte mit Gewalt zum ohnverzüglichen Decken bei dieser Scheure zu bringen weil hier Noth vorhanden ist die bei sonst niemanden so groß sein kann. Auf 5-6 Decker müssen ohnverzüglich zusammen gebracht werden u(nd) die übrigen können zu pflegen“ (helfen)
Ebenfalls richtete er am 27. Juli 1819 folgendes Schreiben an zwei Hauswirthe in Gostorf:
„Da es gemeldet worden daß die Hauswirthe Söhr und Bössow ihre Wagen bei dem Dienste zu Harms Gebäude so enge zusammen machen, daß sie viel weniger aufnehmen als ordentliche Wagen; so wird darüber die Bestrafung vorbehalten und die beiden Hauswirthe hiedurch befehliget mit ordentliche weite Wagen als ihre Nachbarn bei Vermeidung 3rh (Reichstaler) Strafe für Jeden in die Armenkasse, die Dienste zu verrichten.“
Wir können hier die Bauzeit der Gostorfer Rundscheune gut nachvollziehen. Von der Genehmigung Anfang April bis zur Ernte Ende August 1819 wurde dieses große Bauwerk in nahezu fünf Monaten fertiggestellt.
Auf der Gemarkungskarte der Dorffeldmark Gostorf aus dem Jahr 1857 sieht man die Lage sehr eindrucksvoll auf der Hufe Nr. IV. (LHA Schwerin Sign. VII)
In einem Inventarium vom 9. Juli 1870 erscheint sie ein letztes Mal mit dem Hinweis, dass sie sich in einem guten Zustand befindet.² Der Neubau einer Scheune an gleicher Stelle entsteht 1872. Auf dem Messtischblatt Nr. 2132 von 1879 ist keine Rundscheune mehr eingezeichnet. Ihr unbekanntes Schicksal bleibt wegen fehlender Akten im Dunkel der Vergangenheit.
¹ LHAS 2.22-10/13 Sign. 2665 (Schreiben Wildfang nach Schwerin vom 26. Juli 1819)
² LHAS 2.22-10/13 Sign. 2662