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==Die Geschichte von Ahrenshoop - Chronologie==
==Die Geschichte von Ahrenshoop - Chronologie==


===[[Chronologie des Ortes Ahrenshoop]]===


===[[Chronologie der Ahrenshooper Künstlerkolonie]]===


==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==


===Ahrenshoop im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===
z.B.


===Herkunft und erste Erwähnung von ...===


===Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)===
====Der Paetow-Hof====


===Die Schifferkirche Ahrenshoop===
;Die Schifferkirche Ahrenshoop ist ein Kirchenbau, der von dem Architekten Hardt-Waltherr Hämer in der Gemeinde Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst 1950/51 konzipiert und errichtet wurde.


===Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===
;Geschichte


:Bereits im September 1949 gab der damalige für Ahrenshoop zuständige Prerower Pastor Wilhelm Pless einen Vorentwurf für einen Kirchenbau in Planung.
:Der zufällig in Ahrenshoop weilende Architekturstudent Hämer wurde beim Pastor vorstellig, und nach Genehmigung durch Hämers Professor, der ebenfalls an einem Entwurf interessiert war, fertigte er den Entwurf.
:Die Kirchgemeinde hatte bereits ein Baugrundstück.
:Dieses musste auf Druck der Behörden getauscht werden, überhaupt war der Beginn des Baus von vielen Restriktionen der kirchenfeindlichen staatlichen Organe der DDR geprägt.
:Dies führte sogar zu Beschlagnahmungen von Baumaterialien an der innerdeutschen Grenze und Baustopps, weil plötzlich die gesamte Gemeinde als unter Denkmalschutz stehend erklärt wurde.
:Der Bauplatz liegt unterhalb des im 19. Jahrhundert angelegten Friedhofs am östlichen Dorfrand, am Fuß des 15 Meter hohen Schifferbergs, der höchsten Erhebung in Ahrenshoop.
:Die Kirche wurde am 14. Oktober 1951 eingeweiht.
:Als Folge des Geld- und Materialmangels während des Baus in den Nachkriegsjahren sowie der intensiven Nutzung und der fehlenden Instandsetzungskapazitäten während der DDR-Zeit zeigte die Kirche beim 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2001 starke Schäden.
:Es wurde ein Förderverein gegründet, der die Sanierung in die Wege leiten sollte.
:Hardt-Waltherr Hämer, der Architekt von 1950, wurde mit einer umfassenden Erneuerung beauftragt.
:Zielsetzung war „das Bewahren und Wiederherstellen der historischen Substanz bei Ertüchtigung der Grundanforderungen an Sicherheit und betriebliche Funktion“.
:Die Baumaßnahmen begannen 2005.
:Die Kirche wurde im Zuge dieser Arbeiten um einen Gelenkbinder und ein weiteres Joch nach Osten erweitert.
:Auch eine Art Glockenstapel wurde im Zuge dieser Arbeiten neben der Kirche errichtet.
;Architektur der Kirche
:Die Kirche besteht aus zunächst sechs, nach der Erweiterung sieben Dreigelenkbindern aus Holz mit Stahllaschen.
:Spitzbögen vermitteln einen gotischen Eindruck.
:Die hölzernen Rippen sind im Innern, aber auch von außen sichtbar.
:Sie führen aus dem Reetdach in das Fundament aus Betonbrocken.
:Das Innere der Kirche ist mit Ziegelsteinen gepflastert, der Altarbereich ist gegenüber dem Kirchenraum leicht erhöht.
:Die Wände und Decken bestehen aus übereinander gestülpten Brettern.
:Der westliche Giebel ist vollständig verglast und verfügt über eine kleine Empore. Das östliche Joch ist durch die bestehende Altarwand vom Kirchenraum getrennt und bietet Platz für eine Sakristei und das Pfeifenwerk der neuen Orgel.
:Zwei hohe, schmale Fensterbahnen links und rechts sorgen für Licht am Altar.
:Die Kirche hat jetzt eine Außenlänge von 15 Metern und eine Breite von acht Metern, die Höhe bis zum Dachfirst beträgt acht Meter, bis zur Traufenunterkante knapp zwei Meter.[1]
:Südlich neben der Kirche steht auf einem mandelförmigen Steinsockel ein hölzerner Glockenstuhl mit drei Glocken der Glockengießerei Bachert, die in den Tönen fis², a² und d³ gestimmt sind.
;Der Glockenstuhl
:ist zwischen zwei hohe, zueinander gebogene leicht geneigte Platten aus Cortenstahl gestellt, die an zwei Seiten Schallöffnungen freilassen und an Arbeiten von Richard Serra erinnern.
:Der Entwurf stammt ebenfalls von Architekt Hämer.
;Ausstattung
:Die Taufschale mit Ständer der Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg
:Die Westfassade trägt auf dem Dachfirst ein Kreuz, über der Eingangstür ist das Christusmonogramm ☧ mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega (Α und Ω) angebracht.
:Die begrenzten Finanzmittel zwangen den Architekten zu äußerster Sparsamkeit und Improvisation:
:Die Marmorplatte des ursprünglichen Altars war die Schreibtischplatte seines Vaters in Prerow, die Taufschale war eine Schüssel, die seine Mutter aus Russland mitgebracht hatte.
:Der Dorfschmied stellte die Kerzenhalter an den Kirchenbänken sowie das Kreuz am First her und Hämer die Altarleuchter.
:Die Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg sorgte für die Inneneinrichtung der Kapelle und benutzte dafür eine am Bauplatz gefällte Pappel.
:Dazu gehören der Ständer für die Taufschale, die Kanzel mit Worten und den Symbolen der vier Evangelisten und die Stirnwand mit einem Kreuz und der ins Holz eingekerbten Inschrift „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben – niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6 LUT)
:Vier Schiffsmodelle hängen von der Decke herab: sie symbolisieren Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden und wurden vom Ahrenshooper Kapitän Heinrich Voss in den 1950er-Jahren gebaut und gestiftet.
:Der Altar wurde im Zuge der Erweiterungsmaßnahme durch einen hölzernen Altar ersetzt.
;Orgel
:Orgel mit Spieltisch und geöffnetem Pfeifenwerk
:Zunächst bekam die Kirche ein Orgel-Positiv mit fünf Registern und geteilter Schleiflade, gebaut von Alexander Schuke (Potsdam).
:Es war an der Westseite auf der Empore angebracht und wurde im Juni 2013 an die Dorfkirche in Mescherin (Uckermark) abgegeben.
:Im Januar 2013 wurde in Ahrenshoop eine neue Orgel der Orgelwerkstatt Wegscheider eingeweiht. Das Instrument verfügt über zwölf Register auf zum Teil geteilten Windladen, die in mechanischer Traktur auf einem Manual und Pedal spielbar sind.
:Das Pfeifenwerk ist hinter der hölzernen Altarwand links vom Altar angeordnet, so dass die Orgel keinen Prospekt hat.
:Der Spieltisch steht im Kirchenraum in Höhe des Pfeifenwerks vor dem Altarpodest, die Abstrakten verlaufen durch einen Schacht unter dem Podest.[2]
:Manual C–f3 ,  Bordun 16′ , Principal 8′ , Gedackt 8′ (B / D) , Gambe 8′ , Unda maris 8′ ab g° (Schwebung) , Octave 4′ , Rohrflöte 4′ (B / D) , Nasat 3′ ab c1 ,Terz 1 3⁄5′ ab c1 , Octave 2′ , Progressio harm. 2-3f. , Oboe 8′ , Pedal C–d1 , Subbaß 16′ (Wechselschleife mit Bordun 16′) , Cello 8′ (Wechselschleife mit Gambe 8′) , Fagott 8′ (Wechselschleife mit Oboe 8′) , Koppel: I / P


===Bis zur Reichseinigung (bis 1871)===
;Gemeinde
:Die evangelische Kirchengemeinde gehört seit 2012 zur Propstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
:Vorher gehörte sie zum Kirchenkreis Stralsund der Pommerschen Evangelischen Kirche.


:(Abfrage Wikipedia 24.2.2026)


===Kaiserreich (1871-1918)===
==== Die Ahrenshooper Mühle ====


;1882
==== Das Fischerdorf ====
:Carl Malchin in Ahrenshoop


;1892
;2026 06. Juni  Ostseezeitung  von  Luna Gebauer
:Professor Paul Müller-Kempf sowie Berta und Anna Gerresheim lassen in Ahrenshoop bauen
:;Rundes Reetdachhaus ist beliebtes Fotomotiv


;1894
Richard Seibt hat sich Wohntraum in Ahrenshoop erfüllt / Der OZ hat er einen Blick ins Innere gewährt
:Elisabeth van Eicken läßt sich endgültig in Ahrenshoop nieder
:Paul müller-Kempf baut für seine Malschule das Haus Lukas


;1985
Kugelhaus, Bienenstock, Gugelhupf – für das runde Haus an der Ahrenshooper Dorfstraße haben sich Nachbarn und Urlauber schon viele Spitznamen ausgedacht. Gedeckt ist es mit Reet, bzw. Rohr, wie hier in der Region auch gesagt wird. Im Sommer wird das ungewöhnliche Gebäude vom Bürgersteig aus alle paar Minuten fotografiert.
:Fritz Grebe, Fritz Wachenhusen, Hugo Richter.Lefensdorf und Martin Körte bauen in Ahrenshoop
Eine besonders neugierige Dame lehnt sich über das Hoftor: „Darf man mal reinschauen?“ Richard Seibt lehnt freundlich ab. Solange die Menschen nicht einfach auf das Grundstück kommen, nimmt er das ständige Fotografieren gelassen.


;1904
„Nur manchmal muss man Sorge haben, dass die Radfahrer beim Schauen zusammenstoßen“, scherzt der pensionierte IT-Manager. Mit dem Architekten Richard Nörpel haben seine Frau und er sich das Haus nach ihren Wünschen gestaltet.
:Hugo Richter-Levensdorf stirbt in Ahrenshoop


;1909
Der Weg dahin war nicht ganz einfach. Denn eigentlich bot ein Bauträger das Grundstück mit dem Plan, dort ein klassisches Kapitänshaus zu errichten, an. Die Lage direkt hinter dem Deich mit Blick auf die Ostsee begeistert die Seibts – doch ihren Zweitwohnsitz an der Küste stellen sie sich anders vor.
:Bau des Kunstkatens


;1918
Modern, hell und winkelförmig soll er werden – als Schutz gegen den Wind. „Als gebürtiger Hamburger wusste ich, dass das besser so ist“, sagt er. Aus der Ecke eine Rundung zu machen, eine Art „Vanillekipferl“, schlägt der Architekt vor. Das Ehepaar ist sofort an Bord, die Ahrenshooper sind es nicht.
:Der Kunstkaten geht in fremde Hände über


===Weimarer Republik (1918-1933)===
Im Bauausschuss wird das Vorhaben zweimal abgelehnt. Erst als das Paar seine Pläne persönlich beim Gemeinderat vorstellt, gibt es dort eine nötige Mehrheit. „Da fiel der Satz: ‚Wenn man so etwas in einem Künstlerort, nicht bauen kann, wo dann?‘“, erinnert Seibt. Ein wichtiger Punkt sei auch die tatsächliche Umsetzbarkeit gewesen.
;1919
:Das Ehepaar Jaenichen.Woermann zieht nach Wustrow


;1922
Am Ende war der Bau anspruchsvoll, aber möglich. Ende 2006 wird die Bodenplatte gelegt. Darauf kommt eine Konstruktion aus hufeisenförmigen Holzträgern, die im Schwarzwald gefertigt wurden. „Hier wurden sie dann zusammengesetzt, wie ein Revell-Baukasten“, sagt Richard Seibt.
:Gründung der "Bunten Stube"
Der Bauherr spricht anerkennend von den Handwerkern, die aus ganz Deutschland kamen, um das ungewöhnliche Haus zu bauen: Da war der Glas- und Stahlbauer aus dem Erzgebirge, der das geschwungene Glasdach über dem Wohnbereich aus dutzenden individuellen Dreiecken konstruierte. Oder der Malermeister aus Schwerin, der einsprang, um den Innenraum zu verputzen, nachdem ein auf Kirchen spezialisierter Putzer sich den angenommenen Auftrag doch nicht mehr zugetraut hatte.
Bis zur Fertigstellung der 200 Quadratmeter Wohnfläche vergingen drei Jahre. „Eine lange Zeit, aber für die Komplexität ist es super gelaufen. Alle Handwerker waren mächtig stolz“, so Seibt.
Seinen Hauptwohnsitz hat er in Nürnberg. Gemeinsam mit seiner Frau verbringt er die Sommer an der Ostsee, bis zu fünf Monate im Jahr. Für die Kinder und Enkel sind im Erdgeschoss zwei Zimmer mit jeweils eigenem Bad angelegt. Das Paar schätzt die Natur in Ahrenshoop, kann Rehe, Füchse und Adler direkt von der Terrasse aus beobachten.


;1925
Der Garten ist naturbelassen, er geht nahtlos in die bewachsenen Dünen über. Am Haus selbst gibt es ohnehin genug zu tun. Auf der Seeseite musste ein Teil des Reets bereits erneuert werden. Anders als beim Bau habe Seibt dabei Wert auf regionales Material gelegt – das halte der Witterung besser stand. Alle drei Jahre wird der verglaste Teil des Dachs professionell gereinigt, „den Rest erledigt der Regen.“
:Alfred Partikel baut in Ahrenshoop


;1930
Trotz des Aufwands möchte das Rentnerpaar, solange es geht, zwischen Bayern und der Ostsee wechseln: „Ein Haus am Meer war schon immer unser Traum.
:Gerhard Hauptmann in Ahrenshoop
 
===Drittes Reich (1933-1945)===
 
 
===SBZ und DDR (1945-1990)===
 
 
===Die heutige Zeit===
 
 
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==
 
z.B.
 
===Herkunft und erste Erwähnung von ...===
 
====Der Paetow-Hof====
 
==== Die Ahrenshooper Mühle ====
 
==== Das Fischerdorf ====


==== Krüge und Gaststätten ====
==== Krüge und Gaststätten ====
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===Die mecklenburgisch-pommersche (deutsch-schwedische) Grenze===
===Die mecklenburgisch-pommersche (deutsch-schwedische) Grenze===
===Küste, Küstenschutz, Sturmfluten===


== Bedeutende Persönlichkeiten aus Ahrenshoop ==
== Bedeutende Persönlichkeiten aus Ahrenshoop ==
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==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Ahrenshoop==
==Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden rund um Ahrenshoop==
;Beitrag aus dem Rostocker Anzeiger vom 3.10.1907 (Anonym)
;Eine geschichtliche Erinnerung
:Der kleine Ort Ahrenshoop, in Vorpommern, dessen Name seit seiner Entwicklung als Badeort sowie durch die Ansiedlung hervorragender Persönlichkeiten daselbst in neuester Zeit dieser und seiner früheren Verborgenheit an die Öffentlichkeit tritt


==Flurnamen auf der Ahrenshooper Feldmark==
==Flurnamen auf der Ahrenshooper Feldmark==

Aktuelle Version vom 12. Juni 2026, 13:14 Uhr


Kenndaten der Ortschronik
OrtAhrenshoop
Zeitlicher Schwerpunkt1875-1960; fortlaufend
Urheberrechtexx
Erstellungszeitraumseit 2026
Publikationsdatumveröffentlicht
Inhaltliche KategorisierungGeschichte des Künstlerortes Ahrenshoop
Status (Ampelsystem)in fortlaufender Bearbeitung


Die Geschichte von Ahrenshoop - Chronologie

Chronologie des Ortes Ahrenshoop

Chronologie der Ahrenshooper Künstlerkolonie

Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:

z.B.

Herkunft und erste Erwähnung von ...

Der Paetow-Hof

Die Schifferkirche Ahrenshoop

Die Schifferkirche Ahrenshoop ist ein Kirchenbau, der von dem Architekten Hardt-Waltherr Hämer in der Gemeinde Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst 1950/51 konzipiert und errichtet wurde.
Geschichte
Bereits im September 1949 gab der damalige für Ahrenshoop zuständige Prerower Pastor Wilhelm Pless einen Vorentwurf für einen Kirchenbau in Planung.
Der zufällig in Ahrenshoop weilende Architekturstudent Hämer wurde beim Pastor vorstellig, und nach Genehmigung durch Hämers Professor, der ebenfalls an einem Entwurf interessiert war, fertigte er den Entwurf.
Die Kirchgemeinde hatte bereits ein Baugrundstück.
Dieses musste auf Druck der Behörden getauscht werden, überhaupt war der Beginn des Baus von vielen Restriktionen der kirchenfeindlichen staatlichen Organe der DDR geprägt.
Dies führte sogar zu Beschlagnahmungen von Baumaterialien an der innerdeutschen Grenze und Baustopps, weil plötzlich die gesamte Gemeinde als unter Denkmalschutz stehend erklärt wurde.
Der Bauplatz liegt unterhalb des im 19. Jahrhundert angelegten Friedhofs am östlichen Dorfrand, am Fuß des 15 Meter hohen Schifferbergs, der höchsten Erhebung in Ahrenshoop.
Die Kirche wurde am 14. Oktober 1951 eingeweiht.
Als Folge des Geld- und Materialmangels während des Baus in den Nachkriegsjahren sowie der intensiven Nutzung und der fehlenden Instandsetzungskapazitäten während der DDR-Zeit zeigte die Kirche beim 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2001 starke Schäden.
Es wurde ein Förderverein gegründet, der die Sanierung in die Wege leiten sollte.
Hardt-Waltherr Hämer, der Architekt von 1950, wurde mit einer umfassenden Erneuerung beauftragt.
Zielsetzung war „das Bewahren und Wiederherstellen der historischen Substanz bei Ertüchtigung der Grundanforderungen an Sicherheit und betriebliche Funktion“.
Die Baumaßnahmen begannen 2005.
Die Kirche wurde im Zuge dieser Arbeiten um einen Gelenkbinder und ein weiteres Joch nach Osten erweitert.
Auch eine Art Glockenstapel wurde im Zuge dieser Arbeiten neben der Kirche errichtet.
Architektur der Kirche
Die Kirche besteht aus zunächst sechs, nach der Erweiterung sieben Dreigelenkbindern aus Holz mit Stahllaschen.
Spitzbögen vermitteln einen gotischen Eindruck.
Die hölzernen Rippen sind im Innern, aber auch von außen sichtbar.
Sie führen aus dem Reetdach in das Fundament aus Betonbrocken.
Das Innere der Kirche ist mit Ziegelsteinen gepflastert, der Altarbereich ist gegenüber dem Kirchenraum leicht erhöht.
Die Wände und Decken bestehen aus übereinander gestülpten Brettern.
Der westliche Giebel ist vollständig verglast und verfügt über eine kleine Empore. Das östliche Joch ist durch die bestehende Altarwand vom Kirchenraum getrennt und bietet Platz für eine Sakristei und das Pfeifenwerk der neuen Orgel.
Zwei hohe, schmale Fensterbahnen links und rechts sorgen für Licht am Altar.
Die Kirche hat jetzt eine Außenlänge von 15 Metern und eine Breite von acht Metern, die Höhe bis zum Dachfirst beträgt acht Meter, bis zur Traufenunterkante knapp zwei Meter.[1]
Südlich neben der Kirche steht auf einem mandelförmigen Steinsockel ein hölzerner Glockenstuhl mit drei Glocken der Glockengießerei Bachert, die in den Tönen fis², a² und d³ gestimmt sind.
Der Glockenstuhl
ist zwischen zwei hohe, zueinander gebogene leicht geneigte Platten aus Cortenstahl gestellt, die an zwei Seiten Schallöffnungen freilassen und an Arbeiten von Richard Serra erinnern.
Der Entwurf stammt ebenfalls von Architekt Hämer.
Ausstattung
Die Taufschale mit Ständer der Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg
Die Westfassade trägt auf dem Dachfirst ein Kreuz, über der Eingangstür ist das Christusmonogramm ☧ mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega (Α und Ω) angebracht.
Die begrenzten Finanzmittel zwangen den Architekten zu äußerster Sparsamkeit und Improvisation:
Die Marmorplatte des ursprünglichen Altars war die Schreibtischplatte seines Vaters in Prerow, die Taufschale war eine Schüssel, die seine Mutter aus Russland mitgebracht hatte.
Der Dorfschmied stellte die Kerzenhalter an den Kirchenbänken sowie das Kreuz am First her und Hämer die Altarleuchter.
Die Bildhauerin Doris Oberländer-Seeberg sorgte für die Inneneinrichtung der Kapelle und benutzte dafür eine am Bauplatz gefällte Pappel.
Dazu gehören der Ständer für die Taufschale, die Kanzel mit Worten und den Symbolen der vier Evangelisten und die Stirnwand mit einem Kreuz und der ins Holz eingekerbten Inschrift „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben – niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14,6 LUT)
Vier Schiffsmodelle hängen von der Decke herab: sie symbolisieren Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden und wurden vom Ahrenshooper Kapitän Heinrich Voss in den 1950er-Jahren gebaut und gestiftet.
Der Altar wurde im Zuge der Erweiterungsmaßnahme durch einen hölzernen Altar ersetzt.
Orgel
Orgel mit Spieltisch und geöffnetem Pfeifenwerk
Zunächst bekam die Kirche ein Orgel-Positiv mit fünf Registern und geteilter Schleiflade, gebaut von Alexander Schuke (Potsdam).
Es war an der Westseite auf der Empore angebracht und wurde im Juni 2013 an die Dorfkirche in Mescherin (Uckermark) abgegeben.
Im Januar 2013 wurde in Ahrenshoop eine neue Orgel der Orgelwerkstatt Wegscheider eingeweiht. Das Instrument verfügt über zwölf Register auf zum Teil geteilten Windladen, die in mechanischer Traktur auf einem Manual und Pedal spielbar sind.
Das Pfeifenwerk ist hinter der hölzernen Altarwand links vom Altar angeordnet, so dass die Orgel keinen Prospekt hat.
Der Spieltisch steht im Kirchenraum in Höhe des Pfeifenwerks vor dem Altarpodest, die Abstrakten verlaufen durch einen Schacht unter dem Podest.[2]
Manual C–f3 , Bordun 16′ , Principal 8′ , Gedackt 8′ (B / D) , Gambe 8′ , Unda maris 8′ ab g° (Schwebung) , Octave 4′ , Rohrflöte 4′ (B / D) , Nasat 3′ ab c1 ,Terz 1 3⁄5′ ab c1 , Octave 2′ , Progressio harm. 2-3f. , Oboe 8′ , Pedal C–d1 , Subbaß 16′ (Wechselschleife mit Bordun 16′) , Cello 8′ (Wechselschleife mit Gambe 8′) , Fagott 8′ (Wechselschleife mit Oboe 8′) , Koppel: I / P
Gemeinde
Die evangelische Kirchengemeinde gehört seit 2012 zur Propstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
Vorher gehörte sie zum Kirchenkreis Stralsund der Pommerschen Evangelischen Kirche.
(Abfrage Wikipedia 24.2.2026)

Die Ahrenshooper Mühle

Das Fischerdorf

2026 06. Juni Ostseezeitung von Luna Gebauer
Rundes Reetdachhaus ist beliebtes Fotomotiv

Richard Seibt hat sich Wohntraum in Ahrenshoop erfüllt / Der OZ hat er einen Blick ins Innere gewährt

Kugelhaus, Bienenstock, Gugelhupf – für das runde Haus an der Ahrenshooper Dorfstraße haben sich Nachbarn und Urlauber schon viele Spitznamen ausgedacht. Gedeckt ist es mit Reet, bzw. Rohr, wie hier in der Region auch gesagt wird. Im Sommer wird das ungewöhnliche Gebäude vom Bürgersteig aus alle paar Minuten fotografiert. Eine besonders neugierige Dame lehnt sich über das Hoftor: „Darf man mal reinschauen?“ Richard Seibt lehnt freundlich ab. Solange die Menschen nicht einfach auf das Grundstück kommen, nimmt er das ständige Fotografieren gelassen.

„Nur manchmal muss man Sorge haben, dass die Radfahrer beim Schauen zusammenstoßen“, scherzt der pensionierte IT-Manager. Mit dem Architekten Richard Nörpel haben seine Frau und er sich das Haus nach ihren Wünschen gestaltet.

Der Weg dahin war nicht ganz einfach. Denn eigentlich bot ein Bauträger das Grundstück mit dem Plan, dort ein klassisches Kapitänshaus zu errichten, an. Die Lage direkt hinter dem Deich mit Blick auf die Ostsee begeistert die Seibts – doch ihren Zweitwohnsitz an der Küste stellen sie sich anders vor.

Modern, hell und winkelförmig soll er werden – als Schutz gegen den Wind. „Als gebürtiger Hamburger wusste ich, dass das besser so ist“, sagt er. Aus der Ecke eine Rundung zu machen, eine Art „Vanillekipferl“, schlägt der Architekt vor. Das Ehepaar ist sofort an Bord, die Ahrenshooper sind es nicht.

Im Bauausschuss wird das Vorhaben zweimal abgelehnt. Erst als das Paar seine Pläne persönlich beim Gemeinderat vorstellt, gibt es dort eine nötige Mehrheit. „Da fiel der Satz: ‚Wenn man so etwas in einem Künstlerort, nicht bauen kann, wo dann?‘“, erinnert Seibt. Ein wichtiger Punkt sei auch die tatsächliche Umsetzbarkeit gewesen.

Am Ende war der Bau anspruchsvoll, aber möglich. Ende 2006 wird die Bodenplatte gelegt. Darauf kommt eine Konstruktion aus hufeisenförmigen Holzträgern, die im Schwarzwald gefertigt wurden. „Hier wurden sie dann zusammengesetzt, wie ein Revell-Baukasten“, sagt Richard Seibt. Der Bauherr spricht anerkennend von den Handwerkern, die aus ganz Deutschland kamen, um das ungewöhnliche Haus zu bauen: Da war der Glas- und Stahlbauer aus dem Erzgebirge, der das geschwungene Glasdach über dem Wohnbereich aus dutzenden individuellen Dreiecken konstruierte. Oder der Malermeister aus Schwerin, der einsprang, um den Innenraum zu verputzen, nachdem ein auf Kirchen spezialisierter Putzer sich den angenommenen Auftrag doch nicht mehr zugetraut hatte. Bis zur Fertigstellung der 200 Quadratmeter Wohnfläche vergingen drei Jahre. „Eine lange Zeit, aber für die Komplexität ist es super gelaufen. Alle Handwerker waren mächtig stolz“, so Seibt. Seinen Hauptwohnsitz hat er in Nürnberg. Gemeinsam mit seiner Frau verbringt er die Sommer an der Ostsee, bis zu fünf Monate im Jahr. Für die Kinder und Enkel sind im Erdgeschoss zwei Zimmer mit jeweils eigenem Bad angelegt. Das Paar schätzt die Natur in Ahrenshoop, kann Rehe, Füchse und Adler direkt von der Terrasse aus beobachten.

Der Garten ist naturbelassen, er geht nahtlos in die bewachsenen Dünen über. Am Haus selbst gibt es ohnehin genug zu tun. Auf der Seeseite musste ein Teil des Reets bereits erneuert werden. Anders als beim Bau habe Seibt dabei Wert auf regionales Material gelegt – das halte der Witterung besser stand. Alle drei Jahre wird der verglaste Teil des Dachs professionell gereinigt, „den Rest erledigt der Regen.“

Trotz des Aufwands möchte das Rentnerpaar, solange es geht, zwischen Bayern und der Ostsee wechseln: „Ein Haus am Meer war schon immer unser Traum.“

Krüge und Gaststätten

Die Künstlerkolonie

Die mecklenburgisch-pommersche (deutsch-schwedische) Grenze

Küste, Küstenschutz, Sturmfluten

Bedeutende Persönlichkeiten aus Ahrenshoop

Opfer von Krieg und Gewalt aus Ahrenshoop

Napoleonische Zeit

Befreiungskriege

Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71

Erster Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)

Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden rund um Ahrenshoop

Beitrag aus dem Rostocker Anzeiger vom 3.10.1907 (Anonym)
Eine geschichtliche Erinnerung
Der kleine Ort Ahrenshoop, in Vorpommern, dessen Name seit seiner Entwicklung als Badeort sowie durch die Ansiedlung hervorragender Persönlichkeiten daselbst in neuester Zeit dieser und seiner früheren Verborgenheit an die Öffentlichkeit tritt

Flurnamen auf der Ahrenshooper Feldmark

Chronistenkontakt

windfluechterMV@gmail.com