Brookhusen - Fortlaufende Ortschronik: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 24. Februar 2026, 15:01 Uhr
| Kenndaten der Ortschronik | |
|---|---|
| Ort | Brookhusen |
| Zeitlicher Schwerpunkt | 1875-1960; fortlaufend |
| Urheberrechte | Uvw Xyz |
| Erstellungszeitraum | seit 2018 |
| Publikationsdatum | veröffentlicht |
| Inhaltliche Kategorisierung | Geschichte der Gemeinde ... |
| Status (Ampelsystem) | in fortlaufender Bearbeitung |
Die Geschichte von Brookhusen
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.
Brookhusen im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)
- 1301
- erste Erwähnung von Brookhusen (MUB 1367, 2743)
- (hat 2026 seine 750-Jahrfeier)
Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)
Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)
Bis zur Reichseinigung (bis 1871)
Kaiserreich (1871-1918)
Weimarer Republik (1918-1933)
Drittes Reich (1933-1945)
SBZ und DDR (1945-1990)
- 1959
- Schaffung einer zentralen Wasserversorgung in Brookusen 1965
Die heutige Zeit
Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:
z.B.
Herkunft und erste Erwähnung von Brookhusen
Das Gutshaus von Brookhusen
- Autor: Antje Rädel
- Wie alt ist eigentlich das Schloss in Brookhusen und wem gehörte es?
- Das Gut Brookhusen gibt es bereits seit 1397, zumindest ist es seit dieser Zeit urkundlich belegt.
- Ursprünglich gehörte Brookhusen genau wie Wahrstorf zum Gut Ziesendorf und stellte somit ein adliges Nebengut dar.
- Es befand sich anfangs im Besitz der Familie von Reventlow. Das Schloss in seiner heutigen Form gab es damals noch nicht.
- Es gab lediglich ein zweigeschossiges Haupthaus für den Gutsherrn und seine Bediensteten.
- Zum Gut gehörte der Gutspark, der auch heute noch als Park und Streuobstwiese genutzt wird. Im Laufe der Zeit wechselte
- das Schloss oft seine Besitzer, es wurde vererbt, verkauft, fiel mangels fehlender Erben oder fehlenden Vermögens
- an Würdenträger der jeweiligen Zeit.
- Nachzulesen ist dies für Interessierte detailliert auf der Internetseite https: //Gutshäuser.de/de/Guts- & Herrenhäuser / Gutshäuser - B / Brookhusen.
- Jeder neue Besitzer hat dem Schloss je nach verfügbarer Zeit und Mittel seinen Stempel aufgedrückt. Es wurde an- und umgebaut, nach einem Brand
- neu errichtet, erweitert und sowohl außen als auch innen dem Geschmack und Stil der jeweiligen Zeiten angepasst.
- Der letzte Besitzer, die Familie von Restorff wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bodenreform enteignet.
- Das Gutshaus wurde ab 1945 eine Zuflucht und das neue Zuhause von Flüchtlingen. Einige erwarben später Land und bauten ein eigenes Haus,
- einige blieben lange dort wohnen obwohl es nicht einmal Wasser im Haus gab und die Toilette auf dem Hof war.
- Bis Anfang der 90er Jahre war das Schloss bewohnt.
- Als der letzte Bewohner ausgezogen war, versuchte die Gemeinde, das immer mehr dem Verfall preisgegebene Schloss zu verkaufen.
- Da sich in den Jahren bis 1999 kein solider Käufer finden ließ, bereits Bäume aus dem Dach wuchsen und Wind und Wetter an der
- verbliebenen Bausubstanz nagten, drohte dem Gebäude beinahe der Abriss. 1999 fand sich schließlich ein neuer Eigentümer, der
- das denkmalgeschützte Haus sanieren und dort u. a. eine Kindertagesstätte betreiben wollte. Er sanierte Teile im Erdgeschoss
- bis ihm offensichtlich die notwendigen Mittel ausgingen, erhielt wegen der Baufälligkeit der restlichen Gebäudeteile keine
- Betriebserlaubnis und gab auf. Nun stand das Schloss wieder ohne Eigentümer da und die Gemeinde erwirkte die Rückgabe, weil
- der Investor seinen Verpflichtungen zum Erhalt nicht nachkommen konnte.
- 2009 kauften schließlich die jetzigen Eigentümer Thomas Wege und seine Frau Antje das verfallene Gutshaus und verwirklichten
- damit ihren Traum, Schlossbesitzer zu werden.
- Nach 15 Jahren Bauzeit ist nun ein Ende abzusehen. Das Schloss im Stil der Neorenaissance konnte durch den neuen Besitzer mit
- sehr viel Eigeninitiative und unermüdlichem persönlichen Einsatz vor dem Abriss gerettet werden. Heute bietet es in altem Glanz
- der Familie Wege eine Wohnstätte. Zum Tag des offenen Denkmals war es unter Führung des Schlossherren für jeden zu besichtigen.
- Wer dort war, konnte sich von der beeindruckenden Neugestaltung der Innenräume überzeugen lassen und erahnen, welchen Aufwand
- die Familie bis hierhin bereits hatte.
- Nach den nun bereits überschaubaren noch ausstehenden Arbeiten an den Ferienwohnungen im zweiten Geschoss werden dort zukünftig
- Feriengäste in historischem Flair wohnen können.
- Direkt unter dem Dach entstand ein Gemeinschaftsraum, der für Veranstaltungen auch durch die Gemeinde oder den Verein genutzt werden kann.
Die Schule von Brookhusen
Die Brookhusener Dampfmolkerei
Die Schmieden
Krüge und Gaststätten
Bedeutende Persönlichkeiten aus Brookhusen
- Briesemann, (Carl Johann) Franz, Gutsbesitzer
- geb. 6.2.1843 Wismar - gest. 1894 Rostock
- Vater: Franz Joachim B., Advokat, Numismatiker
- 1859 in Wismar konfirmiert
- verlies Mecklenburg,
- schlug vermutlich die juristische Laufbahn ein und lebte wahrscheinlich in England
- hatte eine Engländerin zur Frau
- 1887 Besitzer des RittergutesBrookhusen (bei Schwaan)
- ließ das Gutshaus umbauen und einen Galerieflügel anbauen
- die Gemälde in seinem Besitz tragen englische Beschriftungen
- er bat 1890 Friedrich Schlie um eine Einschätzung seiner Gemäldesammlung und schenkte
- seiner Geburtsstadt Wismar 1881 testamentarisch 35 Bilder,
- die 1898 an Wismar übergeben und zunächst im Rathaus aufgehängt wurden
- die erhaltenen 30 Bilder der Sammlung sind im Stadtgeschichtlichen Museum Schabbelhaus Wismar ausgestellt
- (italienische, Stadtlandschaften, holländische Interieurs, französische Rokokobilder)
- dazu gehört auch das Bild von David Ryckaert »Farbenreiber« (um 1635
- nur eine Hälfte des Originals erhalten, (Kopie in der Eremitage in St. Petersburg)
- das ursprünglich als Original angesehene Bild von Jean-Antoine Watteau
- »Schäferscene« ist tatsächlich eine Kopie des heute verlorenen Originals.