Isosatische Kippbewegung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Ortschroniken
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „:Die isostatische Kippbewegung (oft im Kontext der postglazialen Landhebung oder glazialisostatischen Anpassung) beschreibt eine langfristige, großflächige V…“)
 
(Die Seite wurde geleert.)
Markierung: Geleert
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
:Die isostatische Kippbewegung (oft im Kontext der postglazialen Landhebung oder glazialisostatischen Anpassung) beschreibt eine langfristige, großflächige Vertikalbewegung der Erdkruste, bei der sich Teile einer tektonischen Platte heben, während angrenzende Bereiche absinken.
 
:Dieser Prozess ist eine Reaktion auf das Abschmelzen von Eismassen am Ende der letzten Eiszeit (isostatischer Ausgleich)
 
  
'''Ursache:''' Während der Eiszeit drückten gewaltige Eisschilde (z. B. der Fennoskandische Eisschild) die Erdkruste in die Asthenosphäre. Nach dem Abschmelzen des Eises steigt das entlastete Gebiet langsam wieder auf (Postglaziale Landhebung).
 
'''Kippmechanismus:''' Da die Erdkruste elastisch-viskos reagiert, hebt sich das Zentrum der ehemaligen Eislast (z. B. Skandinavien) am stärksten, während sich die peripheren Bereiche, die während der Eiszeit "aufgebeult" waren, nun absenken.
 
;Dies führt zu einer Kippung der gesamten skandinavischen Platte.
 
Geografische Auswirkungen (Nordsee/Ostsee): Diese Kippung führt dazu, dass sich Fennoskandinavien hebt, während der südwestliche Teil (Nord-/Ostseeraum, Norddeutschland) absinkt. Das bewirkt ein langsames, andauerndes Ansteigen des Meeresspiegels in diesen südbaltischen Regionen.
 
'''Zeitraum:''' Die Bewegung hält auch heute noch an, tausende Jahre nach dem Ende der Eiszeit.
 
 
;Zusammenfassend ist die isostatische Kippbewegung ein zentraler Faktor für die heutige Geomorphologie und Küstenentwicklung in Nordeuropa.
 

Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 11:12 Uhr