Über Namensgeber für Straßen, Plätze, Einrichtungen und Gemeinschaften

Aus Ortschroniken
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der Stadt Güstrow

An dieser Stelle beschäftigen wir uns mit Personen, deren Namen die Güstrower Stadtverwaltung oder Gemeinschaften der Stadt für die Benennung von Straßen, Plätzen, städtischen Einrichtungen und Ereignissen auswählten. Die Personennamen zahlreicher Straßen wurden durch zeitgeschichtliche Umbrüche mehrfach geändert oder gingen durch bauliche Maßnahmen verloren. Unsere Ausführungen beziehen sich auf die im Jahre 2013 geltenden Benennungen. Frühere Namen von Straßen und deren Ansichten können Sie auf der folgenden WEB-Seite finden Strassen & Plätze (guestrow-history.de) Die meisten Ortsbeschreibungen und Datumsangaben übernahmen wir mit Zustimmung des Verfassers Jochen Peters, aus dessen unveröffentlichten stadtgeschichtlichen Aufzeichnungen. Herr Jochen Peters ist seit langem in seiner Freizeit u. a. mit der Erforschung von Flurnahmen in und um Güstrow beschäftigt. Wir haben durch die Einrichtung von Linkverbindungen zwischen den Personennamen und dem Internet umfangreiche biographische Übersichten sofort nutzbar gemacht. Besuchern dieser Seite empfehlen wir auch das "Güstrower Lexikon" von Reinhard Thon, veröffentlicht im Verlag Reinhard Thon. Schwerin, ISBN 3-937515-17-8 zum Nachlesen.

  • Alban-Straße

Sie zweigt als erste Straße rechts vom Heideweg ab und verbindet diesen mit der Dr.– Külz – Straße. Die Benennung erfolgte 1957 zur Ehrung des mecklenburgischen Maschinenbauers Dr. Ernst Alban (1791 – 1856). Dr. Ernst Alban (1791-1856) Dr. E. Alban wurde am 7.2.1791 in Neubrandenburg geboren und starb am 13.6.1856 in Plau. Er war von 1838 bis 1840 Mitinhaber der Güstrower „Eisengießerei und Maschinenbauanstalt“. 1839 konstruierte und baute er für die Plauer Tuchfabrik ein 30 PS Hochdruckdampfmaschine. Ausführlich im Mecklenburg - Magazin 1991, Nr. 3, Seite 7 – 10.

  • Ernst Barlach (1870-1938)

Ernst Barlach war Ehrenbürger der Stadt Güstrow. Die Stadt Güstrow änderte im Jahre 2006 die Hauptsatzung der Stadt. Im Absatz 1 ist formuliert: Die Stadt führt die Bezeichnung "Barlachstadt". In Güstrow befinden sich: Ernst - Barlach - Stiftung mit Einrichtungen im Heidberg und in der Gertrudenkapelle. Barlach schuf die meisten seiner Werke in seinen Güstrower Ateliers. Seinem Wunsch entsprechend bemühte sich seine Lebensgefährtin Marga Böhmer intensiv um die Nutzung des sakralen Raumes der Güstrower Gertrudenkapelle als Aufstellungsort für einige seiner Plastiken.

  • Ernst - Barlach -Theater

Am 01.09.1957 wurde das Güstrower Theater nach einer mehrjährigen Renovierung als Ernst-Barlach-Theater wiedereröffnet.

  • Barlachweg

Am Weg zum Inselsee wurden Birken gepflanzt, daher rührte die Benennung „Birkenweg“. Nach 1945 wurde der Weg in Barlachweg umbenannt. Die Beabsichtigung der Stadt eine Umbenennung des Weges in "Barlachweg" zu Lebzeiten des Bildhauers wurde auf dessen Ersuchen unterlassen. Barlach lehnte auch die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Rostock ab. Seiner Beisetzung 1938 erfolgte in Ratzeburg.

  • August-Bebel-Straße

Sie wurde 1981 erbaut und nach A. Bebel ( 1840 – 1913 ), Mitgründer und einer der Führer der Sozialdemokratie, benannt.

  • Wilhelm Beltz (1890-1961)
  • Wilhelm – Beltz – Weg

Den Namen erhielt der Weg zur Erinnerung an Wilhelm Beltz, der im Mai 1945 maßgeblich, gemeinsam mit der Dolmetscherin Slata Kriwussjowa (später Kowalewskaja), an der kampflosen Übergabe der Stadt an die Rote Armee beteiligt war. Der Weg verläuft nordöstlich von Dettmaansdorf nach Suckowt Wilhelm Beltz wurde 1890 in Mainz geboren, 1909 Eintritt in die Armee, aktiver Offizier, 1911 Leutnant in Rostock, Teilnahme am 1.Weltkrieg, nach Ende des Krieges nahm er seinen Abschied als Hauptmann, dann Tätigkeiten in der Industrie und landwirtschaftlichen Organisationen, 1928 Direktor des Arbeitsamtes in Güstrow, 1930 - 1933 Geschäftsführer des "Mecklenburgischen Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes" in Güstrow, erhebliche und andauernde Differenzen mit der NSDAP, dann Handelsvertreter in der Landwirtschaft, im September 1944 mit der Bildung des Volkssturms, als Verwalter der Waffen eingesetzt, nahm am 1. Mai 1945 telefonischen Kontakt zur vom Osten über Lalendorf und Plaaz anrückenden Roten Armee auf und führte am 1./2. Mai 1945 in der Poststelle Plaaz zusammen mit der ukrainischen Dolmetscherin Slata Kriwussjowa erfolgreiche Gerspräche zur kampflosen Übergabe der Stadt, welche dann in den Abendstunden des 2. Mai erfolgte. Für diese mutige Tat wurden beide Ehrenbürger der Stadt Güstrow. Vom 11. Mai bis 10. August 1945 war B. als Landrat des Kreises Güstrow eingesetzt, danach in verschiedenen amtlichen Stellungen in Schwerin und Berlin tätig. Wilhelm Beltz verstarb 1961 im Rheinland.

  • Robert Beltz (1854 - 1942)

Robert-Beltz-Straße In der Schweriner Vorstadt (Auf dem „Hypothekenberg“) als „Hüsung“ angelegt, wurde sie 1945 nach Robert Beltz (1854 – 1942), Geschichtsforscher Mecklenburgs, umbenannt.

  • Hans Beimler (1895-1936)

Hans-Beimler-Straße in der Güstrower Südstadt. Als Sohn eines Landarbeiters besuchte Beimler die Volksschule in in der Oberpfalz wo er auch aufwuchs. Später erlernte er das Handwerk eines Schlossers und wurde 1913 Mitglied im Metallarbeiterverband (DMV). Im I. WK war er von 1914 bis 1918 Marinesoldat und gehörte 1918 einem Arbeiter - und Soldatenrat an. 1919 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der KPD. Beimler wurde wegen seiner politischen Tätigkeit mehrmals gemaßregelt und gerichtlich verfolgt. Zu DDR-Zeiten führte ein Teil des Schulgebäudes in der Hafenstraße und später eine Schule in der Weststadt Güstrows seinen Namen

  • Heinrich Benox (1866-1952)
  • Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“

Leserbrief der Autoren dieser WEB-Seite an die die Schweriner Volkszeitung mit dem Ziel, eine Ehrung für den ehemaligen verdienstvollen Stadtsekretär Heinrich Benox zu erwirken.

Chronik eines Antrages an die Stadtväter auf Ehrung des Herrn Heinrich Benox durch die Stadt Güstrow

Sehr geehrter Herr Eckhard Rosentreter, als wir im Sommer 2005 die Ausstellung des Güstrower Stadtarchivs zum Leben und Wirken von Heinrich Benox verließen, stand für uns fest, dass die höchst ehrenvolle und äußerst beharrliche Arbeit dieses Mannes die höchste Anerkennung durch die Bürger der Stadt Güstrow verdient und die gemeinsam vom Stadtarchiv mit dem Sohn und einem in Güstrow lebenden Enkel des Herrn Benox gestaltete Ausstellung für uns Anlass gab, diesbezüglich tätig zu werden. So schrieben wir am 04. Juli 2005 sehr ausführlich an den Bürgermeister und machten den Vorschlag, Herrn Heinrich Benox postum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen und anlässlich der 140. Wiederkehr seines Geburtstages, am 10. November 2006, dem Weg vom Goetheplatz über die Wallanlagen in Richtung Hageböcker Straße seinen Namen zu geben. Einen gleichlautenden Brief sandten wir am 15. Juli 2005 per E-Mail an die Damen und Herren Stadtvertreter, um unserer Anliegen mit deren Unterstützung entscheidenden Nachdruck zu verleihen. Da wir bis zum 18.08.2005 keine Information aus dem Rathaus erhielten und deshalb fernmündlich Nachfrage zum Bearbeitungsstand beim Sekretariat des Bürgermeister hielten, erfuhren wir von Frau Zimmermann, Stadtentwicklungsamt, Abt. Marketing, Kultur und Tourismus, dass der Bürgermeister eine Zwischennachricht an uns am 01.08.2005 unterschrieben hätte. Obwohl auf unserem Brief an den Bürgermeister eine E-Mail Adresse mitgeteilt wurde, bekamen wir erst nach dieser Nachfrage am 18.08.2005 per E-Mail von Frau Zimmermann die Nachricht zugesandt, in der uns der Bürgermeister für die konkreten Vorschläge dankte und diese in der Verwaltung geprüft würden. Am 19.09. 2005 erhielten wir per Fax die vom Bürgermeister am 12.09. 2005 unterschriebene folgende Mitteilung, Zitat „…Ihr Antrag wurde im Hauptausschuss am 01.Setember behandelt. Im Ergebnis hat dieser beschlossen von einer Ehrenbürgerschaft postum für Herrn Heinrich Benox abzusehen. Der Ausschuss für Jugend, Schule, Kultur und Sport wurde beauftragt, eine Form der Würdigung der Leistungen von Herrn Benox zu prüfen und diesen Vorschlag dem Hauptausschuss vorzulegen. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schule, Kultur und Sport findet am 19. September statt, ich werde Sie entsprechend über den Stand informieren“. (Zitat Ende). Diese Zwischenantwort veranlasste uns, dem Bürgermeister Schuldt und dem Stadtpräsidenten Wolf am 07.10.2005 wiederum zu schreiben und unser Bedauern darüber auszudrücken, dass es über die Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Heinrich Benox im Haupausschuss eine Geringschätzung seiner Verdienste geben würde und der ehemalige Reichstatthalter und Gauleiter von Mecklenburg, Friedrich Hildebrandt, der wegen seiner Untaten gegenüber amerikanischen Fliegern zum Tode verurteilt wurde, noch in der Liste der Güstrower Ehrenbürger steht. Da es nach diesem Briefen bis Ende November keine weitere Mitteilung aus dem Rathaus gab, meldeten wir uns zu einem Gespräch beim Stadtpräsidenten Herrn Wolf an, welches zunächst am 22.11.2005 stattfinden sollte, dann jedoch auf Bitte des Stadtpräsidenten auf den 06.12.2005 verlegt wurde.

Dieses Gespräch fand in vollständiger Übereinstimmung darüber statt, dass - eine Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Friedrich Hildebrandt kurzfristig auf der Grundlage der Satzung über die Ehrenbürgerschaft durch einen Beschluss der Stadtvertretung wegen der klaren Sachlage schnellstens herbeigeführt werden wird. - die Stadtvertretung die Entscheidung über die Ehrenbürgerschaft für Heinrich Benox zu treffen habe und die Beratung im Hauptausschuss der endgültigen verantwortungsbewussten Entscheidungsfindung durch die Stadtvertretung lediglich vorausgegangen sei. - über eine angemessene Würdigung Heinrich Benox nun sehr schnell entschieden werden könne, da mehrere geeignete Vorschläge innerhalb des Rathauses bekannt seien. Wir erklärten zum Gesprächsende, dass wir entschlossen seien, diesen Standpunkt auch in einer Fragestunde der Stadtvertretersitzung am 08.12.05 vorzutragen.

Der Stadtpräsident versicherte, dass er seinerseits die Gelegenheit wahrnehmen würde, unsere gemeinsame Ansicht vor den Stadtvertretern darzulegen und eine zügige Herbeiführung der Beschlüsse erwirken wird. Am 08.12.05 rief uns Frau Behn vom Büro des Stadtpräsidenten an und teilte uns mit, dass Herr Wolf leider an der Stadtvertretersitzung nicht teilnehmen könne, jedoch am 14.12. 05 die Gelegenheit hätte den Stadtvertretern unseren Standpunkt vorzutragen. Wir gehen davon aus, dass die Stadtvertreter durch den Stadtpräsidenten zur Entscheidung in dieser Angelegenheit aufgefordert wurden. Das heißt konkret, dass die Verwaltung und der Hauptausschuss ihre vorbereitenden Prüfungen zum Abschluss bringen und entsprechende Beschlussvorlagen auf den Tisch der Stadtvertreter gelegt werden. Uns wurde in dem Gespräch mit dem Stadtpräsidenten bekannt, das es einen Vorschlag aus der Stadtverwaltung gäbe, der vorsieht, das Archiv der Stadt Güstrow mit dem Namen Heinrich Benox zu verbinden. Eine Umbenennung des Stadtarchivs Güstrow in Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“ findet unsere Zustimmung und brächte in einfacher und wirkungsvoller Weise die Wertschätzung für das Lebenswerk dieses verdienstvollen Mitbürgers durch die Güstrower Bürger zum Ausdruck. Diesen Standpunkt brachte wir in unseren nochmaligen Schreiben an Bürgermeister und Stadtpräsidenten am 15.01.2006 zum Ausdruck. In diesem Brief teilten wir auch mit, dass auch weitere nachstehend genannte Bürger eine solche Namensgebung für das Archiv der Stadt Güstrow nachdrücklich unterstützen: Herr Adolf Neumann, Verwaltungsleiter Krankenhaus i.R. Herr Kurt Zimmermann, Herr Prof. Dr. Friedrich Lorenz, Hochschullehrer i. R. Herr Manfred Eickhoff, Elektromeister i. R. Herr Prof. Dr. Ralf-Jürgen Girbig, Hochschullehrer i.R. Frau Ramona Haase, Germanistin und Anglistin Herr Rainer Benox, in Güstrow lebender Enkel des Heinrich Benox, Frau Gisela Scheithauer, Diplomlehrerin i. R. Herr Manfred Scheithauer, Diplomlehrer i. R.

Letzte Information zu unserem Antrag erhielten wir nun durch die Veröffentlichung Ihres Beitrages über die Sitzung des Hauptausschusses vor wenigen Tagen aus SVZ.

Die banale Stellungnahme des Abgeordneten Dr. Gerhard Jacob (GWL) gegen den Vorschlag des Ausschusses für Jugend, Schule, Kultur und Sport, (dieser sieht vor, dem Archiv den Ehrennahmen „Heinrich Benox“ zu verleihen) mit der Begründung, er sei in sofern „irreführend“, weil es sich bei dem Archiv nicht um das Archiv des Herrn Benox handele, sondern eine „offizielle Einrichtung“ der Stadt sei, und dazu passe der Name einer Person nicht, ist mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Nur sehr weltfremde Mitbürger kämen bei den nahezu 60 Namensgebungen für „städtische Einrichtungen“ in Güstrow auf den Gedanken, das diese der Person gehören, dessen Ehrennamen sie auf der Grundlage „offizieller“ Beschlüssen der Stadtvertretung tragen dürfen. Die Beweggründe des Bürgermeisters, der ebenfalls gegen den Vorschlag der Namensgebung stimmte, berührt uns peinlichst, wir können ihn nicht nachvollziehen. Sein Vorschlag, eine kleine Plexiglastafel zu beschriften, liegt noch unter dem Niveau des Vorschlages des Abgeordneten Weber, der wenigstens noch ein Türschild aus Messing für Benox für angemessen hielt. Wir hoffen noch, dass sich die bekannt gewordenen ablehnenden Meinungen nicht durchsetzen. Wir fordern die Stadtvertreter auf, sich eindeutig für die Namengebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“ einzusetzen. Mit einer Ablehnung des Vorschlages würde nicht nur die sehr geeignete Ehrung eines verdienstvollen Mitbürgers unterbleiben, sondern auch das Ansehen der Stadtvertretung ein weiteres Mal leiden. Auf der großen freien Fläche an der Ostseite des Archivs könnte eine Beschriftung, ähnlich der, wie sie seit einiger Zeit an der Uwe Johnson Bibliothek angebracht ist, erfolgen. Damit würde außerdem das sehr versteckt gelegene Archiv besser von Besuchern gefunden werden. Wenn auch die Bezeichnung solcher „offiziellen Einrichtungen“, wie „Uwe Johnson Bibliothek“, „Barlachstadt Güstrow“ oder künftig, Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“, einen Abgeordneten Jacobs in die Irre führen, dürften sie von der übergroßen Mehrheit der Güstrower und der Besucher der Stadt richtig gedeutet werden. Es geht in der Stadtvertretersitzung am 16.02.05 ganz einfach darum, ob die Stadtvertreter sich in angemessener würdiger Weise für die Namensgebung einer Stätte entscheidet, zu dessen archivarischem historischen Reichtum Heinrich Benox einen sehr großen Beitrag in 50-jähriger hingebungsvoller Tätigkeit für die Stadt geleistet hat. Mit freundlichen Grüßen

Dieter Kölpien Gernot Moeller

Dieser Brief erschien ungekürzt in der SVZ vom 16.02.06

  • Besser, Friedrich (1771-1864)

Besser war seit 1796 an der Domschule als Lehrer tätig und wurde 1810 deren Direktor. Besondere Verdienste erwarb er sich mit der Erarbeitung und Einführung der Schulordnung, Lehrpläne und der Abiturientenprüfung, aber auch durch seine „Beiträge zur Geschichte der Vorderstadt Güstrow“.

  • Besserstraße

Die Benennung erfolgte zur Ehrung des hiesigen Gymnasialdirektors Prof. Johann Friedrich Besser (1771 – 1864).

  • Karl Beyer (1838 - 1903)

Senator Karl Beyer lebte von 1838 bis 1903 in unserer Stadt. Er war Mitglied des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde.

  • Senator-Beyer- Weg

Der Weg wurde auf Anregung des Senators Karl Beyer 1935 als Richtweg von der Neuen Straße in nördlicher Richtung zum Friedhof angelegt. Er führt auf den südöstlichen Eingang des Friedhofs (Sankt Jürgens-Weg).

  • Wilhelm Bever sen. (1860 - 1938)

Wilhelm Bever sen., Vorstandsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, übernahm den Vorsitz nach schwerer Erkrankung seines Vorgängers und wurde im Frühjahr 1914 zum Vorsitzenden gewählt. Bever wurde am 23.08.1925 auf dem XXX. Mecklenburgischen Feuerwehrtag zum Landesvorsitzenden gewählt und am 27.11.1926 und am 25.03.1928 jeweils wiedergewählt. Ihm zu Ehren wurde die Zufahrtstraße zum Standort-Nord der FFw anlässlich des Bundesfeuerwehrverbandstages am 07.11.2009 als

  • Landesbrandmeister -Wilhem - Bever- Straße durch den Bürgermeister Arne Schuld eingeweiht.
  • Philipp Brandin (1535-1594)
  • Philipp – Brandin – Straße

Diese Straße hieß bis 1953 Kleine Schlossstraße und entstand etwa 1607. 1953 erhielt sie den heutigen Namen zu Ehren des niederländischen Baumeisters und Bildhauers Philipp Brandin.


  • John Brinckman (1814-1870)

John Brinckman wurde 2014 Ehrenbürger der Stadt Güstrow John Brinckman (3.7.1814 – 20.9. 1870) war niederdeutscher (plattdeutscher) Dichter und seit 1849 Lehrer in Güstrow. John - Brinckman - Gymnasium hieß vor 1934 Realgymnasium und Realschule der Stadt Güstrow, vor 1937 Staatl. Reformrealgymnasium "John Brinckman", vor 1941 John-Brinckman-Schule - Oberschule für Jungen, vor 1945 Vereinigte John-Brinckman-Schule und Domschule, vor 1967 John-Brinckman-Oberschule und vor 1992 EOS "John Brinckman" auch bekannt als John-Brinckman-Schule 06.02.1990 Gründung der John Brinckman Gesellschaft e. V. in Hamburg. Am 28.05.200 Verlegung des Sitzes nach Güstrow. Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Güstrow.

  • John - Brinckman - Brunnen (Voss un Swinegel)
  • Die John - Brinckman - Straße zweigt von der Schweriner Str. in Richtung Süden ab.
  • Otto Friedrich Wilhelm Dahse (1839-1921)

Bürgermeister Dahse ist Ehrenbürger der Stadt Güstrow. Ernennung 09.05.1919, anlässlich seines Ausscheiden aus dem Rate der Stadt Güstrow nach 53-jähriger Wirksamkeit. Seit 09.05.1866 Senator, 04.07.1870 Bürgermeister, 19.03.1892 Geheimer Hofrat, 15.01.1919 im Ruhestand. Auf dem Güstrower Friedhof befindet sich das Ehrengrab von Bürgermeister Dahse

  • Bürgermeister – Dahse – Straße

Sie erhielt den Namen nach Otto F. W. Dahse, der von 1870 bis 1919 ein verdienstvoller Bürgermeister der Stadt war und am 09.05.1919 zum Ehrenbürger ernannt wurde. Die Grabstätte auf dem Güstrower Friedhof ist zum Ehrengrab bestimmt worden und ist somit ein Denkmal.

  • Georg Demmler (1800 - 1886)
  • Demmlerstraße

Die Straße wurde 1934 mit den geteilten Namen Danziger Str. und Saarstr. angelegt und 1956 nach dem Baumeister des Güstrower Theaters, Georg Adolf Demmler ( 22.12.1800 – 2.01.1886 ) umbenannt.

  • Fritz Heinrich Theodor Ludwig Dettmann (1880-1965)
  • Dettmannsdorf, Güstrower Stadtteil, benannt nach dem Güstrower Unternehmer Fritz Dettmann, um seine Verdienste um den Bau der ersten Arbeitersiedlung Mecklenburgs zu würdigen.
  • Friedrich Engels (1820-1895)

Friedrich Engels wurde am 28. November 1820 in Barmen, Preußen in einer wohlhabenden Familie geboren. Friedrich Engels und Karl Marx, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband, waren die bekanntesten deutschen Sozialphilosophen. Ihre bekannteste gemeinsame Arbeit war das Kommunistische Manifest . Friedrich Engels starb am 5. August 1895.

  • Friedrich – Engels – Straße

Den Namen erhielt die in der Südstadt gelegene Straße nach dem Arbeiterführer Friedrich Engels (1820 –1895)

  • Fürst Niklot (1090-1160)
  • Niklotstraße

Die 1927 angelegte Niklotstraße, die bei ihrem Ausbau, um etwa 1935, den Namen „ General – Litzmann – Straße“ erhielt, wurde 1945 nach dem slawischen – werleschen Stammesfürsten Niklot umbenannt.

  • Zum Niklotstadion

In einem kleinen Waldstück an der Stadtgrenze nördlich der Glasewitzer Chaussee befinden sich die roten Backsteingebäude der Sportschule des Landessportbundes M-V. Das Stadion und ein Gasthaus wurden von dem Arbeitersportkartell Güstrow e. V. errichtet. Am 10.10.1934 erfolgt die Zwangsversteigerung des 1933 enteignete „Stadions des Arbeitersportkartells Güstrow e.V.“ Die Güstrower Feuerwehr erwarb das Sporthaus zum Preis von 20.000 RM. Nach Um- und Ausbau des Hauses zur Mecklenburgischen Landesfeuerwehrschule erfolgt die offizielle Eröffnung am 23.10.1938. Nach 1945 Sportschule. Nach der Wende Sportschule des Landessportbundes M-V.

  • Maxim Gorki (1868-1936)
  • Gorkiweg, Benennung um 1961 nach dem russischen Dichter Maxim Gorki (1868 – 1936)
  • Walter Griesbach (1902-1943)
  • Walter – Griesbach – Platz

Der Platz liegt im Nordwesten der Stadt. Walter Griesbach war ein Antifaschist.

  • Gerhard und Lucas Hagemeister
  • Hagemeisterstraße

Die Benennung erfolgte nach den Bürgermeistern Gerhard Hagemeister und Lucas Hagemeister Gerhard und Lucas Hagemeister waren Bürgermeister von 1615 bis 1630 bzw. von 1641 bis 1664, ihnen zu Ehren wurde die Verbindungsstraße zwischen Ulrichstraße und Elisabethstraße benannt.

  • Dr. Heinrich G. Hansen (1736-1819)
  • Hansenstraße, Benennung erfolgte 1861 nach Senator Dr. Heinrich G. Hansen ( 1736 –1819 )
  • Herzog Ulrich III. (1527-1603)
  • Ulrichplatz und Ulrichstraße (angelegt 1891)

Benennung erfolgte zu Ehren des Güstrower Herzogs Ulrich von Mecklenburg. Herzog Ulrich ließ das Renaissance-Schloss Güstrow erbauen.

  • Herzogin Elisabeth (1524 - 1586)

Herzogin Elisabeth (14.10.1524 - 15.10.1586) Tochter des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen, Witwe des Herzogs Magnus III. von Mecklenburg (1524 - 1550) heiratete am 6.2.1556 Herzog Ulrich III. zu Mecklenburg - Güstrow. Mit ihrem segensreichem Wirken nahm sie Einfluß auf den Bau gepflasterter Straßen, auf die Bewaldung öder Landstriche wie z.B. die Heidberge (1573), Umbau des Klosters Rühn zu einem evangelischen Frauenstift mit der ersten Mädchenschule Mecklenburgs und finanzierte aus eigener Schatulle die umfassende Renovierung des Doms mit überdachtem Hochgang zum Schloß (1565 - 1568 ). Ihr Grab befindet sich im Dom.

  • Elisabethstraße

Sie wurde bereits 1890 unter diesen Namen geplant aber erst ab den 1930iger Jahren bebaut. Benannt nach der Herzogin Elisabeth (1524 - 1586).

  • Herzog Heinrich Borwin II.

Heinrich Borwin II.

  • Heinrich – Borwin – Straße

Die Straße und wurde 1922 angelegt. Benannt nach dem Fürsten der Wenden Heinrich Borwin II. Er gründete die Stadt Güstrow um 1219 bis 1226 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. 1226 stiftete er schon auf dem Sterbebett liegend, den Dom als Kollegiatskirche.1228 erfolgte die Bestätigung des Schwerinschen Stadtrechts durch die Söhne Heinrich Borwin II, deshalb gilt dieses Jahr als erster Urkundenbeleg für die Civitas (= Bürgerschaft) einrich

  • Herzog Gustav Adolf ( 26.2.1633 - 26.10.1695 )

letzter Herzog des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow, bemühte sich, die zerrüttete Wirtschaft des Landes nach dem Dreißigjährigen Krieg zu beleben, gab französischen Bürgern (Hugenotten) Asyl, ließ das Torhaus mit Brücke zum Schloss erbauen und Schöninsel umgestalten. Mit seinem Tode erlosch die Herrscherhaus Mecklenburg-Güstrow.

  • Gustav – Adolf – Straße von der Goldberger Straße stadtauswärts, als erste Straße rechts abzweigend und zur Wallensteinstraße führend, wurde sie 1929 angelegt. Benannt wurde die Straße nach Herzog Gustav Adolf (1633 - 1695) .
  • Herzog Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein (1583 - 1634)
  • Wallensteinstraße

Benennung nach dem böhmischen Feldherrn Wallenstein, der von (1629-1632) kurze Zeit in Güstrow als Herzog von Mecklenburg herrschte. Seit 2014 wird in Güstrow ein "Wallenstein Hoffest" auf dem Franz-Parr-Platz vor dem Güstrower Renaissance-Schloss gefeiert. Güstrow gibt es ein "Schloss-Hotel Wallenstein". gegenüber des Schlosses (ehemaliges Krankenhaus)


  • „Liebnitzstraße“ und „Liebnitzbrücke“

Die Bezeichnung der heutigen „Liebnitzstraße“ und „Liebnitzbrücke“ geht auf den Flurnamen der Nebelniederung „Liepnitz“ zurück, deren Wortursprung im Slawischen zu finden ist (von Lipa = Linde). Anhand historischer Belege lässt sich die Flurbezeichnung bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen: 1445 – an der Liepnitz (Stadtverlassbuch) 1448 – an der Liepnitz (Stadtverlassbuch) 1549 – up der Lippenitze (Stadtverlassbuch) 1611 – bey der Liepenitze (Stadtverlassbuch) (Quelle: Wilhelm Mastaler, „Alte und neue Straßennamen der Stadt Güstrow“, 2007)