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	<title>Ortschroniken - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-08-13T00:09:45Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Hermann_Friedrich_Becker_Gesamtbibliographie&amp;diff=154660</id>
		<title>Hermann Friedrich Becker Gesamtbibliographie</title>
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		<updated>2026-08-10T18:54:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Buch „Nachrichten von der Beckerschen Familie nebst Notizen aus dem Leben  von Hermann Friedrich Becker“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Mehr über Hermann Friedrich Becker und sein Wirken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in der Bearbeitung !!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=1. Veröffentlichungen Beckers=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Beiträge bei denen Beckers Autorenschaft gesichert ist sind mit *, bei denen seine Autorenschaft warscheinlich ist mit ? gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
:Mit AWS bzw. AWS (O) = im Original vorhanden, nachgewiesene Beiträge sind im Heidearchiv vorhanden. &lt;br /&gt;
:Von Becker verwendete anonymisierende Autorenkürzel wurden jeweils an den Beitragstitel angefügt.&lt;br /&gt;
:Notizen Beckers zu verfassten Beiträgen aus seinen Familiennachrichten wurden fett und kursiv in die Chronologie eingefügt. 	&lt;br /&gt;
:Eingefügt wurden auch Beiträge anderer Autoren, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit Veröffentlichungen Beckers stehen.&lt;br /&gt;
:Noch nicht gefundene bzw. bislang nicht erschlossene Beiträge, bei denen Suchbedarf besteht wurden durch Unterstreichung besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veröffentlichungen vor seiner Anstellung als Forstinspektor der Rostocker Heide (1788 - Mai 1791)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Buch „Nachrichten von der Beckerschen Familie nebst Notizen aus dem Leben  von Hermann Friedrich Becker“ =====&lt;br /&gt;
:fortlaufend bis zu Beckers Lebensende geschriebenes handschr. Manuskript erstes Datum 29.März 1788 letztes Datum 27. April 1852 (gest. 5.10.1852)&lt;br /&gt;
: erste Abschrift UA  L.Krause ( Mk 13691 ), zweite Abschrift AHR Dragendorff  beide HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1787===&lt;br /&gt;
;„Entwurf für ein Denkmal des Grafen von Bassewitz zu Dalwitz“	*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1788===	&lt;br /&gt;
==== Buch „Von der Bestimmung der spezifischen Schwere der Körper“	*====	&lt;br /&gt;
:Rostock    28 S. &lt;br /&gt;
:H.F. Beckers Magisterarbeit gedruckt (HA Original)&lt;br /&gt;
: * [[ Datei:1788 Von der Hydrostatischen Bestimmung der Schwere der Körper 1788.pdf ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Über die nahe bei den Dörfern  einzeln stehenden Eichen.“]]&lt;br /&gt;
:MvfM III. Sp.273 - 284 ?  --e.	HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Sind Schneidemühlen bey dem zunehmenden Holzmangel vorteilhaft ?“]]	? oA	&lt;br /&gt;
:MvfM IV Sp.429 - 440  HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1790===	&lt;br /&gt;
; „Von der Fütterung des Rindviehs in Mecklenburg“	*	&lt;br /&gt;
:MvfM  III  Sp.  77-84 HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Notiz: &lt;br /&gt;
:Buch „Mineralogische Beschreibung vom Heiligen Damm“ geschrieben  *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[&amp;quot;Ueber die Vorurteile in betreff des Vorteils oder Schadens bei Einhaltung und Anlegung der Waldung&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:MvfM Sp.362 - 380&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Vom Mergel und dessen Benutzung beim Ackerbau	*	&lt;br /&gt;
:MvfM  6.St. 3.Jg  S.379ff  HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Torf, dessen Gewinnung, Verkohlung und Benutzung ( in Mecklenburg)	*	&lt;br /&gt;
:MvfM III  Sp. 783 - 804 HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Obste, dessen Benutzung und Handel mit demselben in Mecklenburg“	*	AWS&lt;br /&gt;
:Sept.1790  MvfM 9.St. S.585 - 602&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Nachricht fürs Publikum“	*	AWS&lt;br /&gt;
:MvfM 1790 S.855/56&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1791===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch Becker H.F. „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen zum Gebrauch der Landleute und Förster“ 1791 87 S. ====&lt;br /&gt;
* [[Datei:1791 Beschreibung der Bäume und Sträucher welche in Mecklenburg wild wachsen 1791.pdf]]&lt;br /&gt;
: * AWS	UA Nd 4964&lt;br /&gt;
:Dazu: Rostock (Koppe)  87 S. (Besprechung mit Ergänzungen von Siemssen siehe MvfM  V 1791  Sp.351 - 63)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Hasenbrahm und Priemenkraut nebst einer Anlage über dessen Vertilgung“	*	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM I S.18ff	&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Erfindungen“	*	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM I S.69/70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ein paar Worte an den Herrn Verfasser des Aufsatzes: „Einige Fehler in der Meckl.	? ****r.	AWS&lt;br /&gt;
:Bauern-Oekonomie“(MvfM I 1790 S.23.281,415)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ist es allgemein richtig, daß  Ackerbau und  Viehzucht mit dem Betriebe der ....   hier noch korrigieren&lt;br /&gt;
: 	* B.	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM II S.73 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;G.H.Petersen u. H.F.Becker „Bemerkungen über die vorhandenen Landcharten vom Herzogtum Mecklenburg, vorzüglich über die v.Schmettau´sche Karte“	*	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM II  S.133 ff  III S.205 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Erläuterungen über den Ursprung der neuen verjüngten Karte von Mecklenburg“	?	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM IV Sp. 303 - 6   (ohne Autorenkürzel, bezieht sich wohl eher auf Becker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veröffentlichungen H.F.Beckers seit seinem Amtsantritt als Forstinspector, bis zum Schreibverbot (Juni 1791 - Dezember 1799)==&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
===1791 ab Juni, ab Beckers Amtsantritt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Buchrezension zu „Beschreibung der Bäume und Sträucher...“	zu Becker	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM V  S.351		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Von dem Lauf und der natürlichen Verbindung der Flüsse und Ströme in Mecklenburg“ 	*	AWS (O)&lt;br /&gt;
:MvfM  Juni  1791 VI  S.441 ff (hier auch Kürzel „B.“!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Etwas vom Hasenbrahm, auf Veranlassung der im 1. Stück d.J. hiervon gegebenen	? Fr**	AWS (O)&lt;br /&gt;
	Beschreibung und Anfrage über dessen Vertilgung“&lt;br /&gt;
	MvfM  VII  S.503.4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Geschichte der Schiffbarmachung der Flüsse und Ströme in Mecklenburg“	* B.	VIII , IX u.X AWS  (O)&lt;br /&gt;
	MvfM  VIII Sp. 561-74. IX 613-28 X 671 - 690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Mittel zur Rettung derer, die vom Blitz getroffen sind“	* B.	AWS (O)&lt;br /&gt;
	Mvfm IX S.652&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ehrlich!  Was mancher Mensch doch für sonderbare Begriffe damit verbindet“	* F.	AWS&lt;br /&gt;
	MvfM IX S.657ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„So solls immer seyn, und die Welt wär denn noch Paradieses genug“	* F.	AWS (O)&lt;br /&gt;
	MvfM IX S. 661/662&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bemerkungen über die Schiffbarmachung der Elde“	* 	AWS (O)&lt;br /&gt;
	MvfM X  S.723 - 748&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Recensionen“	*	AWS (O)&lt;br /&gt;
	MvfM  XII S.847ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ists besser und vorteilhafter für den Mecklenburgischen Bauer, ob er mit seinen eigenen Kindern oder mit fremden Dienstbothen wirtschaftet?“&lt;br /&gt;
	MvfM  XII   863ff   *F.	AWS (O)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Aufforderung ans Publikum“	* F.	AWS (O)&lt;br /&gt;
	MvfM  XII  S.885.6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[1791 Becker &amp;quot;Von Theerschweelereien, nebst einer Untersuchung ob die Anlegung eines Theer-Ofens in der Rostocker Heide vortheilhaft oder nachtheilig sey.&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
:in &amp;quot;Rostocksches gemeinnütziges Wochenblatt für alle Stände&amp;quot; 15. Stück,  10.12. 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Obste, dessen ökonomischer Benutzung und Ausfuhr desselben aus Mecklenburg“&lt;br /&gt;
	Magazin für die Naturkunde und Oekonomie Mecklenburgs 1.Bd  V.Beitrag	*	UA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;handschr. Anmerkung Beckers: „Hist. statistischer Aufsatz von der Schiffbarmachung der Ströme in Meckl. Dez.1790/Jan.1791, wozu ich mehrere Karten zeichnete“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1792===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Erläuterung zweier Stromkarten Mecklenburgs“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Schwerin  Bärensprung  4 unpag. Seiten 2 Karten 1792&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beurteilung der ...Karte von der Müritz ... und einer...Stromkarte der Elde von Plau bis Lübz“&lt;br /&gt;
:NMvfM 1792 5.St. S.186 - 188&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;gegen Becker&#039;&#039;&#039;	AWS&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;Karte von Mecklenburg, gez. von F.Münchmeeyer, gest.v.C.A.Behrens	?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Baron v.Langermann „Nachtrag zur Beckerschen Geschichte, die Schiffbarmachung der Flüsse und Ströme in Mecklenburg betreffend“&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;zu Becker	&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:NMvfM I  S.2-12  1792  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[&amp;quot;Bemerkungen und Vorschläge über die Abhelfung des eintretenden Holz-Mangels, in besonderer Rücksicht auf Mecklenburg&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:NMvfM I  S.20-29  1792&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beifällige Gedanken über die Schiffbarmachung der Ströme in Mecklenburg und vorzüglich des Eldestromes“ &lt;br /&gt;
:1792 &#039;&#039;&#039;zu Becker&#039;&#039;&#039;	AWS&lt;br /&gt;
:NMvfM I  S.88-92  (anschl.Prof.Becker)&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Beilage zu den Bemerkungen über die Schiffbarmachung der Elde nebst	*	AWS&lt;br /&gt;
	zwei Karten“	 &lt;br /&gt;
	NMvfM I   S.119.20&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Noch einige Bemerkungen über die Schiffbarmachung der Elde“	Zu Becker	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 4.St. 1792 S.126 - 130&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Nachtrag zur Beckerschen Geschichte die Schiffbarmachung der Flüsse und Ströme 	von Behrens	AWS&lt;br /&gt;
	 in Mecklenburg betreffend“ ( incl.Hochwasseruntersuchungen)&lt;br /&gt;
	NMvfM I.St. 1792  S.2 - 20&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Die versuchte Verteidigung gegen die Recension des ohnmaßgeblichen 	* -r.	AWS&lt;br /&gt;
	politischen Bedenkens über die Schiffbarmachung der Elde“&lt;br /&gt;
	NMvfM 1792 S.313&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bitte an den Herrn Regierungsrath von Brandenstein, über Aufklärung einer Stelle in seiner Schrift, Betitelt: Noch etwas über die Schiffbarmachung der Elde“ 	&lt;br /&gt;
:scheint von Becker zu sein  (Autorenanonüm-&amp;gt; „vide fed quod fide“) AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====„Karte von der Müritz, dem Kalpiner, Malchower und Plauer See.	*	====&lt;br /&gt;
	gez.v.H.F.Becker gest. E.C.A.Behrens   150x343	&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
====Karte „Stromkarte der Elde von Plau bis Lübz“	* ====&lt;br /&gt;
	gez.H.F.Becker, gest.E.C.A.Behrens  150x354&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Buch „Topographische Beschreibung des heiligen Dammes bey Dobberan und Rheddewisch“	*	AWS ====&lt;br /&gt;
	Verl. W.Bärensprung   Schwerin		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Neue Gedanken eines Mecklenburgischen Landwirths von der Entstehung des 	B.*	AWS&lt;br /&gt;
	Brandes im Getreide“&lt;br /&gt;
	NMvfM   S.43 - 50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Eine wahre vaterländische Anekdote“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM I.St. S.41/42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anweisung zu einem Pflaster gegen das Durchliegen der Kranken“	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.43&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beantwortung der Frage das Rückblut beym Rindvieh betreffend“	* F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM  1792 S. 99/100&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Beschreibung eines erfundenen Instrumentes die Höhe der Bäume zu messen“]]	* NMvfM  S.157 - 167  AWS&lt;br /&gt;
:auch veröffentlicht in: Beckers Beiträge zu den Staatswissenschaften 1. Jahrgang, erstes Stück 1795 S.24ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch Preisschrift „Von der Koppelwirtschaft“ und Karte über Koppeln und Schläge====&lt;br /&gt;
:	*	SA ?&lt;br /&gt;
	(Bei Bachmann nicht aufgeführt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Karte F Becker Heidekarte 1793  ====&lt;br /&gt;
:[[Datei:H F Becker Heidekarte 1793.JPG|thumb|300px|rechts| Rostocker Heide Karte von H.F.Becker 1793, nicht eingenordet ! (AHR)]]&lt;br /&gt;
:*	AWS (Karte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über das Studium der Oekonomie und Kameralwissenschaften, ...“	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.217 - 226&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Untersuchung, welche Kenntnisse der Landmann erwerben muß, um die  Landwirtschaft gründlich und in ihrer Größe betreiben zu können“		an Becker gerichtet   AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.269 - 275&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ein geringes Mittel, das Jahrelang ausgebliebene Ordinaire wieder herzustellen“	? F. 	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1792 S.314&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„An den Herrn Ober-Forst-Inspektor Christian Wulf  bei der frohen Jubelfeier seiner 50jährigen Dienstzeit“]] *	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfm S.379-381&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anfrage“ (Rückblut bey Rindvieh)	? o.A. 	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.380&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Kurze Übersicht der Witterung in den vier letzten Sommer- und Herbstmonaten.. „	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.410&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Auch eine Art der Prophezeiung!“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.436/437&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der November- und Märzmonat sollen sich in Ansehung der Witterung immer so ziemlich gleich sein“ 	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM I.St. S.445 - 447&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anm.H.F.Becker:„mehrere Abhandlungen für die MvfM“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1793===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der Aberglaube bei der Bienenzucht“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1793 S.83 - 87&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Schade, daß die gemeinen Leute nicht mehr Kenntniß der gewöhnlichen Rechte haben“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1793 S.129 - 131&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorschlag, Gebäude gegen starken Sturmwind zu sichern“	*&lt;br /&gt;
	NMvfM 5.St. S.151ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Zufällige Gedanken beym gegenwärtigen deutsch-französischen Kriege“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 5.St. S.165/66&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Gespräch zwischen einigen guten Freunden A.B.C.D.E. über den jetzigen	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	häufigen Verbrauch des Papiers“&lt;br /&gt;
	NMvfM  1793 S.237&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Gedanken des Forstinspectors Becker über die Vermehrung und Sicherung des	*	AWS&lt;br /&gt;
	 Wohlstandes Mecklenburgs durch Manufakturen und Fabriken“	&lt;br /&gt;
	NMvfM S.250-259&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bekanntmachung einer guten mecklenburgischen Walkerde“	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM II  S.265  (Kreidelager von Diedrichshagen bei Warnemünde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Spörgelsaamen“	* F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1793 S 362 - 366&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Über Industrie-Landschulen in Mecklenburg“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Beckers Beitr. I 1 1793  S.42 - 65&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Etwas über den Unterschied zwischen Acker- und Holzertrag“]]	? o.A.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem. Blätter  II, 1 S.49ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ist durch die Befreiung der Bauern vom Naturaldienst das Wohl sämtlicher 	? o.A.	AWS&lt;br /&gt;
	Domanialunterthanen befördert ?“&lt;br /&gt;
	Meckl. Gem. Blätter II, 1  S.56 - 60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[ &amp;quot;Beschreibung eines Instruments - womit man ohne viele Umstände die Höhe eines Baums messen kann ...&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
:Beckers Beiträge I, 1 1793  S. 24 - 41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ist es ratsam, in Mecklemburg die Leibeigenschaft aufzuheben?“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Beckers Beiträge I, 1 1793  S. 98 - 120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1793-95===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch „Beiträge zu den Staatswissenschaften mit besonderer Rücksicht auf deutsche Provinzen“====&lt;br /&gt;
:  *	AWS,  UA Mk 5558&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
===1794===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[&amp;quot;Bemerkungen und Vorschläge über die Abhelfung des eintretenden Holz-Mangels, in besonderer Rücksicht auf Mecklenburg&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:NMvfM S. 20/21&lt;br /&gt;
:Beitrag beenden!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[„Aufforderung an Rostocks Bürger, sich einen schönen gelegenen Ort zum Vergnügungsplatz einrichten zu lassen“]]	*	AWS&lt;br /&gt;
:NMvfM  S.124&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anfragen“	? „-r.“	AWS&lt;br /&gt;
	( zu Obstbau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Noch etwas über Vergnügungs-Plätze für Rostocksche Einwohner“		AWS&lt;br /&gt;
	Verfasser reagiert auf Beitrag Beckers  NMvfM S.359/360 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die verschiedenen Arten der Gerste“	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.106-108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Berichtigung“ (*) und „Anfrage über Leinwands-Brücken“ (B.)	*	AWS&lt;br /&gt;
	MvfM S.202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beantwortung der Frage: Die Gewinnung des Kleesamens betreffend“	*F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM  1794 S.204/205&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vom Nutzen und Gebrauch der Teich-Modde als Düngung“	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.239/240&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung Beckers	*	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfm S.249&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Nachricht von einer intendirten Schiffbarmachung der Elde im Meckl.-Schwerinschen...“ zu Becker		AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 9.St. 1794 S.261 - 264  (Dewitz und Brandenstein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Eine kleine Geschichte“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1794 S. 320/321&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Untersuchung der Frage: Welches sind die Ursachen der so schädlichen	zu Becker	AWS&lt;br /&gt;
	 Anschwellungen der Flüsse und Bäche, und wie verhütet man alle daher&lt;br /&gt;
	 entstehenden Überschwemmungen?“&lt;br /&gt;
	NMvfM 1794 11.St. S.345 - 351	Behrens	AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorschlag zur Errichtung einer Hagelschadens-Assecuranzversicherung 	*	AWS&lt;br /&gt;
	in Mecklenburg“	&lt;br /&gt;
	NMvfM  S.269- 272&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1795===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Die Betrügerei ist groß in der Welt ! - Ein neuer Belag zu dieser	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	 alten traurigen Wahrheit“&lt;br /&gt;
	NMvfM 4. St 1795 S.39/40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bitte eines Landsmannes an den Bürgermeister Timm“	? -ck-.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM S.60/61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Warum Bienenzucht und Obstbau in unserem Mecklenburg jetzt nicht 	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	mehr so stark betrieben werden wie ehemals&lt;br /&gt;
	NMvfM 1795 S.98-101&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Von der Holzweide“]]	*	AWS&lt;br /&gt;
	Beckers.Beitr. I, 3 S. 75 - 83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Nachricht von den vorzüglichsten Handelsgewächsen, welche in Mecklenburg 	*&lt;br /&gt;
	angebaut werden können“&lt;br /&gt;
	NMvfM IV  S. 89 - 95&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ein paar Worte zu dem - seinem Inhalte und seiner Ansicht nach -	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	 ganz vortrefflichen Aufsatze...“&lt;br /&gt;
	NMvfM 1795 S.213/214&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Das Plackenhauen, ein vermeintliches Mittel den Dung zu vermehren“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 8.St. 1795 S.248 - 251&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorschlag, nach welchem die Akademie zu Rostock ein sehr schönes	* F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	 Observatorium erhalten würde“&lt;br /&gt;
	NMvfM 8.St. 1795 S.253 -255&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beitrag zur Beantwortung der Frage, ob die Umlegung eines Feldes aus drei	*	AWS&lt;br /&gt;
	 oder vier Teilen in mehrere eine Verminderung der Bevölkerung nach sich ziehe.“&lt;br /&gt;
	Beckers Beitr. I, 3  S. 61 - 74&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Grundsätze der Einteilung mecklenburgischer Landgüter; ein Beitrag zur Beantwortung	*	AWS&lt;br /&gt;
	der Frage: ob die Koppelwirtschaft in der Mark Brandenburg einzuführen sei ?“&lt;br /&gt;
	Beckers Beitr. I, 3  S.1 - 50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung H.F.Becker: „Mit Anfang dieses Jahres übernahm ich die Redaktion der „Gemeinnützigen Aufsätze...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ein Wort zum Trost und zur Beruhigung mancher Oekonomen“	? F-&lt;br /&gt;
	NMvfM 1796 S.97 - 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Nachricht“und „An das Publikum“ (über die Übernahme der Redaktion)	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann, zu den Rostockschen &lt;br /&gt;
	Nachrichten“  1.Stück Vorblatt&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Die armen Waisenkinder“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  1.St. S.3/4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Kurze Anleitung allerley Gebäude als Wohnhäuser, Scheunen, Ställe, Backhäuser,	? oA 	AWS&lt;br /&gt;
	 Kathen und Mauern  massiv mit Lehmziegeln oder Kluten zu bauen, als eine &lt;br /&gt;
	große Holzsparung.“&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  5.Stück  S.17 - 6.St. S. 22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Erfindung für Brauer“	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 7.St. S.24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An den Verfasser der Anzeige eines wahren Unfugs“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  S.53/54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über das Beschneiden der Promenaden um Rostock und auf den 	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Kirchhöfen stehenden Linden.“&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 17.St.  S. 73/74		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[ „Grundsätze, nach welchen die der Stadt Rostock zugehörigen Eichen in der Rostocker Heide, der Willershäger Waldung und dem Ikendorfer Busch zur Bestimmung des jährlichen Hiebs gezählt worden sind“]] * 	AWS&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	Gem. Aufs.  St.25-28  S. 102-7. 9-12.13.14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Was ist unter Bewaldrechtung des Holzes zu verstehen?&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; September 1796]]&lt;br /&gt;
:Gem. Aufs. St.28 S.118 -120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Mittel die Ameisen zu vertreiben.“	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  St.28  S.120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anfrage“ (über Erdkalk bei Rostock)	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  42.St. S. 176&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Etwas über Leinweber-Policey“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  St.45  S.185 - 188 (Anschließend Beilage mit Leserreaktion) !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Antwort auf die Bemerkung in der Beilage der Adlerschen Zeitung über den im 	? oA 	AWS&lt;br /&gt;
	45. Stück dieser Blätter befindlichen Aufsatz: Etwas über Leinweber-Policey“&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  49.St.  S. 201 - 204 (anschließend Beilage mit Leserreaktion !)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Noch etwas über die Bestimmung des jährlichen Holzhiebes durch Zählung der Bäume&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; November 1796]]&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  St.47  S.193-95&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Rüge verschiedener großer Holzwerschwendungen in Mecklenburg&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; November 1796]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  St.46  S.189-92&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Das musterhafte Weib“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem. Aufs. 50.St. S.205&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796 Hermann Friedrich Becker beendet das Manuskript für sein&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;&amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Da er immer mehr den Unmut vieler Hundertmänner-Abgeordneter zu spüren bekommt, scheut er sich dieses Werk unter seinem eigenen Namen herauszugeben. &lt;br /&gt;
:Er publiziert trotz allem weiter, nun jedoch grundsätzlich anonym, oder unter Pseudonym. &lt;br /&gt;
:In einigen Fällen gaben Freunde ihre Namen als Herausgeber. Im Falle des Handbuches übernimmt der Malchiner Apotheker Carl Wilhelm Fiedler diese Rolle, so daß es letztendlich als &amp;quot;Fiedlersches Handbuch&amp;quot; in die deutsche Forstliteratur eingeht und in Fachkreisen einen hohen Bekannteitsgrad erlangt.:&lt;br /&gt;
;*Becker H.F.,  Hrsg. Carl Wilhelm Fiedler (Malchin) &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot; 1796 zwei Teile in einem Band, 338 S. Verlag Wittekind Eisenach&lt;br /&gt;
:* [[Medium:Fiedler Handbuch Forstwirtschaft 1796.pdf |Fiedler Handbuch Forstwirtschaft 1796]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1797===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der gedemüthigte Stolz“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1797 S.19-21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Das Kreuzmachen soll für alles helfen“ Geschichte	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 2.St. S.50 - 53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Lob und Schutzrede auf oder auch für den sonst so berüchtigten reichen Mann.“	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1797 S.69/70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
,„Eine Wundergeschichte“	? F:	AWS&lt;br /&gt;
	NMvfM 1797 S.154 - 158&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Zufällige Gedanken über den sich immer mehr entwickelnden herrlichen Ausgang 	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	des gegenwärtigen Krieges - nur von der Einen Seite betrachtet“&lt;br /&gt;
	NMvfM. S.198 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorerinnerung“  (Zum Jahresbeginn des Zeitungsredakteurs)	*	AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Über die Benutzung der Tannen-Stämme&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; Januar 1797]]&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 2.St. S.5-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Wie Path-Weiden gesetzt werden müssen, damit sie in Wachstum kommen“]]	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  2.St.  S.63&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Denkfreiheit“	? X.Y.Z.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  26.St.  S.101 - 28.St. S. 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Vom Anbau und Nutzen des unächten Acacienbaums“]]	 oA	AWS&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  33.St. S.129 - 34. St. S.134&lt;br /&gt;
:(Anmerkung Beckers dazu im nachfolgenden Heft: „Die im 33ten und 34ten Stück dieser Blätter abgedruckte Abhandlung vom Aufbau 	und Nutzen des unechten Acacienbaums, ist aus des Herrn Regierungsrath Medicus Schriften über diesen Gegenstand entlehnt, und eingesandt. Es war dies in einer Anmerkung unter dem Absatz bemerkt die beim Abdruck vergessen ist, daher dies, um Misdeutungen zu vermeiden, hier nachtrage.  Der Redacteur)  oA	AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bereitung eines vortreflichen Eßigs aus Honig“	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem. Aufs. 42.St. S.168&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Redakteurskommentar zu: „An  Menschenfreunde“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 49.St. S. 193/194&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Jahresendbemerkungen des Redakteurs	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  52. Stück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Die Brücke“ Gedicht	? F.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem. Aufs. S.393 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1798===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Jahreseinleitung des Redakteurs	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  1.Stück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Moralische Winke an das schöne Geschlecht“	? .....r.	( eher nicht von Becker) AWS&lt;br /&gt;
	(die Kürzel .....ff. sowie .....r. könnten für Wollf, Wehnert und Becker stehen )&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 6. St. S.22 - 7. St. S.28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Von den grossen Vortheilen welche der Stadt Rostock durch die Aufstellung eines Baumeisters zufliessen würden.&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; Februar 1798]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  8.ST.  S.29 - 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anleitung zum Anbau der Cichorienwurzeln“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 9. St. S.33 - 10. St. S.38&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Neuer Stoff zum Huth“	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  16.St. S.62	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Von der Mast und deren Benutzung&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; April 1798]]&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  17.St. 65 - 18. St. S.71 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Berichtigung“	* d.R.(edakteur)	AWS&lt;br /&gt;
	Gem. Aufs. 20.St. S.77&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Zufällige Gedanken über die Predigerwahl in den Städten“	? ....r.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  21.St.  S.81 - 83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Gebäude durch Windluken gegen die Gewalt der  Sturmwinde zu sichern.“	*	 AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  29.St.  S.113 - 116&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bemerkungen zum Scheibenschiessen in Rostock“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  36.St. S. 143/4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bücher-Anzeige“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 29.St.  S. 144&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Über das Baden (Aus den Erfahrungen des Lebens)“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	„Gem.Aufs. 38.St. S.150 - 39 St. S.155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anfrage“ (Zu Hagelschadens-Assecuranz-Gesellschaft)	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  39.St. S.156&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Ueber Zuschläge und deren Anlegung in der Rostocker Heide&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; Oktober 1798]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  40.St. S.157 - 41. St. S.162&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Physicalische Bemerkungen über das Einfrieren der Schiffe und Böthe“	* B.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs.  52.St. S.205/206&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1799===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorbericht zur Redaction der Gem.Aufs.	*	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 1.St. S.1/2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Kurze Nachricht von der Zubereitung des Zuckers und 	* 	AWS&lt;br /&gt;
	dem neu erfundenen Preussischen Zucker aus der Runkelrübe.“&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 11.St. S.40 - 12. St. S.47&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Von den großen Nachtheilen welche durch die eingeführten weiten Wagen in den Waldungen angerichtet werden&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; 1799]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs. 15.St. S.59  * B. 	AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; „Allgemeine Bemerkungen über Verbesserunge oekonomischer Einrichtungen	in einem Staat“ &lt;br /&gt;
:Gem.Aufs. 16.St. S.61-64  *B.	AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Akazien-Anekdote]] (wohl von Becker erzählt)	? oA	AWS&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  19.St. S.76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Ist es nachtheilig oder vorteilhaft, daß die Forstleute das Land, welches mit Holz besaamet werden soll, vorher mit Korn besäen, oder wie man es nennet, ausbauen?&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  20.St. S.77 - 21.St. S.82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Von der Holzweide&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; September 1799]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  38.St.  S.149 - 152&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[&amp;quot;Redaktionsmeldung&amp;quot; in &amp;quot;Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann zu den Rostockschen Nachrichten&amp;quot; Dezember 1799]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs. 4.St. S.208&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Veröffentlichungen H.F. Beckers seit der Erteilung des Schreibverbotes (Ende 1799 - Ende 1812)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anm.H.F.Beckers: *[[„Die Redaktion des Rost.Wochenblattes gab ich gegen Ende des Jahres auf, weil die Rostocker Bürger daraus Gift sogen. ...“]]&lt;br /&gt;
;Es erscheinen weiterhin Beiträge und Bücher, nun jedoch über mehrere Jahre anonym oder unter Pseudonym.&lt;br /&gt;
:die mit einem Stern (*) versehenen Beiträge sind gesichert aus seiner Feder, Beiträge mit einem Fragezeichen (?) sind mit hoher Warscheinlichkeit on seiner Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1800===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[Anmerkung des Redakteurs C.Müller zu Beckers Kündigung der Redaktion des Rostocker Wochenblattes.]]&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs. S.4 HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Etwas über den Kartoffelbau im Großen&amp;quot; * &amp;quot;B.&amp;quot;	&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  2.Stück  S. 10-12 HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Anzeige des besten Zeitpunkts Bau- und Werkholz zu fällen.“]]	? oA	&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  4.Stück  S.13/14 HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beschreibung des Rothen Rostocker Apfels“	*&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  St. 42 S.167/68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;November/Dezember Beiträge zu den Annalen der Niedersächsischen Landw. Gesellschaft in Celle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1801===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Chronik der Städte - Tagesgeschichte“ (über Nelson vor Warnemünde)	? o.A.	&lt;br /&gt;
:Patriotisches Archiv  Jg.I 2.Stück  S. 150ff  HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;quot;Bemerkungen über einige Gegenstände aus der höheren Forstwissenschaft von Forstinspector Becker-Rostock&amp;quot;] M.v.u.f.M. Seite 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1802===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Über die Waldungen und Forsten in Mecklenburg&amp;quot;]] ? ohne Autorenangabe, &lt;br /&gt;
:Der Beitrag wird Becker zugeschrieben und ist warscheinlich von ihm anonym veröffentlicht, da das von der Stadtverwaltung gegen ihn verhängte Schreibverbot noch bis 1808 Bestand hatte.&lt;br /&gt;
:Patr.Archiv III, 2  S.118-28 (in seinen Familienbeiträgen nicht erwähnt, insofern ist die Autorenschaft nicht endgültig gesichert) HA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1804===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch * [[ Datei:1804 Becker Cultur und künstliche Bildung des Schiffbauholzes 1804.pdf]] ====&lt;br /&gt;
:Eine von dem hohen Admiralitäts-Collegio zu Kopenhagen durch die Landhaushaltungs-Gesellschaft daselbst gekrönte Preisschrift  Leipzig  1804  * AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch [[„Om Skibsbygningstömmers Kultur, konstige Dannelse og Faelding“]]====&lt;br /&gt;
	Et Prisskrift kronet af Landhunsholdn.-Selskabet med den anden	&lt;br /&gt;
	af de af det Kgl: Admiralitets- og Commissariats-Collegium udsatte		&lt;br /&gt;
	Premier-Giennemseet og foröget af Forfatteren.		&lt;br /&gt;
	med et Kobber&lt;br /&gt;
	Kobenhavn  1804 (im Bestand des Universitätsarchives Kopenhagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Rüge einiger Verstöße gegen die Naturgeschichte der Holzarten, beim praktischen Forstwesen.“	 	*	AWS&lt;br /&gt;
	(In der Versammlung der Mecklenb. naturforschenden Gesellschaft am ]]&lt;br /&gt;
	10ten October 1804 vorgelesen vom Forstinspektor Becker)&lt;br /&gt;
	Gem.Aufs. 44.Stück  S.173 - 45. Stück S. 179&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1805===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Beitrag von Forstinspektor Becker über die Notwendigkeit der Abschaffung der Viehweide von 1804]]	*	AWS&lt;br /&gt;
:(In der Versammlung der naturforschenden Gesellschaft am 1ten Junius d.J. vorgelesen vom Forstinspector Becker)&lt;br /&gt;
:Gem.Aufs.  29.Stück  S.117 - 120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch * [[Datei:1805 Becker Bäume und Sträucher zweite Auflage.pdf]]  ====&lt;br /&gt;
:zweite vermehrte Auflage  Rostock Selbstverlag  VIII  151 S.	NV röm.5 d -5&lt;br /&gt;
:(Anmerkung: diese zweite,1804 erschienene Auflage ist in ihrer Überarbeitung wesentlich umfangreicher, tiefgründiger und zuverlässiger als Beckers erste Auflage von 1791!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1806===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abhandlung über Auswahl, Fällung, Zurichtung und Berechnung des Schiffbauholzes	*&lt;br /&gt;
	Sowie Übersetzung einer französischen Abhandlung  	*&lt;br /&gt;
	sowie einer dänischen Abhandlung des Admiralitäts Collegio Kopenhagen	*&lt;br /&gt;
	Plan zur Aufhebung der Viehweide	*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1809===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Über die Anlegung von Schneesen in der Rostocker Heide“ von Oberforstinsp. Wulff]]	&lt;br /&gt;
	Neue Gem.Aufs.  48.Stück  S.189 - 192  HA&lt;br /&gt;
:Von Becker postum genutzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1811===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Sicheres Mittel wider das Baumschälen durch Hasen“]] ?  Br.	AWS&lt;br /&gt;
	Gem.Aufsätze  21.Stück  S.81 - 83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== H.F. Becker erhält wieder die Erlaubnis offiziell und nicht mehr anonym zu publizieren (1812 - 1849)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1812===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Plan zur Errichtung einer Meckl.Forstwissenschaftlichen Gesellschaft]]	*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1814===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
; [[(Sohn) Georg Becker  Abhandlung „Über die beste Art des Pflanzens der Bäume im Verbande&amp;quot;]]  HA&lt;br /&gt;
;(Sohn) Eduard Becker  Abhandlung über Zinsberechnung HA&lt;br /&gt;
===1817===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bericht über eine Besichtigung der Oberwarnow mit mehreren Zeichnungen H.F.Beckers	*	SA ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1818===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verschiedene Abhandlungen in den „Annalen der Meckl.(Landw.) Gesellschaft wie auch	*&lt;br /&gt;
	im „Freimütigen Abendblatt“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Idee, wie der Indult in sich aufgelöset werden könnte,	 *	   AWS&lt;br /&gt;
	ohne daß er aufgehoben werden brauchte.“ &lt;br /&gt;
	 Freim.Ab. Nr.26  3.7.1818 Jg.I p.209/210&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Wildschäden“]] 	*	AWS&lt;br /&gt;
	Freim.Ab. 24.7. 1818 Jg. I p.231/232&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Nachteile, welche warscheinlich durch Ausführung des projektierten 	B.*	AWS&lt;br /&gt;
	Kredit-Vereins dem Kredit der Gutsbesitzer werden zugefügt werden“&lt;br /&gt;
	Freim. Ab. 4.12.1818 Jg.I  p.389/390&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1819===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus der Mitgliedsliste der landwirtschaftlichen Gesellschaft		AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 1.St. 1819&lt;br /&gt;
	Hier wird Becker erstmals als Mitglied erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Versuche mit dem Anbau des Chinesischen  Oelrettigs in“Mecklenburg“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 1.St. 1819 S.216 - 229&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Haben wir nicht schon seit undenklichen Zeiten gemergelt ? Wie war der	zu B.	AWS&lt;br /&gt;
	Erfolg ? .....“  Autor „F:P:“ aus“D.“&lt;br /&gt;
	Annalen  Jg.6 2.St. S. 438 - 472 1819&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der Rasenschneider“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 2.St. S. 527 - 531  1819	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An den Herrn F.P. zu D., über den Mergel, dessen Gebrauch und Wirkung“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 2.St. S.680 - 688 1819&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Abbildung und Beschreibung einer einfachen Winde, welche zu manchen Zwecken,	zu B.	AWS&lt;br /&gt;
	 und vorzüglich zum wohlfeilen Entwurzeln der Bäume, empfohlen werden kann.“ &lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 2.St. S. 689 - 708 1819&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Bemerkungen zu der von Herrn Lamprecht vorgeschlagenen Winde und deren Gebrauch“  *	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.6 2.St. S. 709 - 714&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorschlag zur Vergrößerung des Vermögens der Akademie zu Rostock“	B-r*	AWS&lt;br /&gt;
	Freim.Ab. 1819 p.209-11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitteilung zu einem Blitzschlag in Rövershagen	B.*	AWS&lt;br /&gt;
	Freim.Ab. 1819  p.396/397&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Luftschiffahrt in Doberan, nebst Bemerkungen über die Lenkung der Luftschiffe“]]	B.*	AWS&lt;br /&gt;
	Freim. Ab.  1819  p.527-530&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1820===&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;Leserbrief zu Beckers Beitrag in d. Annalen 6/2 S. 709ff	zu B. 	AWS&lt;br /&gt;
	AnnalenJg.7  S.397 1820&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1821===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Einige Auszüge, ökonomischen Inhalts, aus dem 17ten und 18ten Buche von Plinius	*	AWS&lt;br /&gt;
	 Naturgeschichte, mit einigen Bemerkungen.“&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.8 S.66 - 86 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Ueber Wegebesserung“]]	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.8 S. 370 - 373 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Von der Küste der Ostsee“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.8 S.532 - 536 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1822===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Versuch der Erforschung des Ertrages mehrerer Kartoffel-Arten“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.9 S.403 - 411 1822&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1823===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Schreiben an den Herrn Forst-Inspektor Becker zu Rövershagen über das Fiorin-Gras.“	zu Becker	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg. 10 S.651 - 656 1823&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
;„Zweiter Versuch zur Erforschung des verschiedenen Ertrages von 	*	AWS&lt;br /&gt;
	zwanzig Arten Kartoffeln.“ &lt;br /&gt;
	Annalen Jg. 10 S.767 - 770  1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===bis 1823===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beiträge in den Annalen der Landwirtschaft des Patriotischen Vereins	*&lt;br /&gt;
	(auch in späteren Jahren ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1824===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Abnahme des Wohlstandes in Mecklenburg, vorzüglich 	*	AWS&lt;br /&gt;
	auf dem platten Lande.“&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.11 S.17 - 48 1824&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Beschreibung eines Wegepfluges zum Planiren der ausgefahrenen Wege“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.11 S.225 - 228 1824&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
;„Über die zweckmäßige Anlage von Kartoffelmieten“	zu B.	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.11 S.229 - 240  1824&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Ueber die Einfuhr fremden Tannenholzes in Rostock&amp;quot;]]  (H.F. Becker zugeschrieben)&lt;br /&gt;
: Freimüthiges Abendblatt Sp. 417/418&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1825===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Vorzüge des Kartoffelbaues eben in der wohlfeilen Zeit, - und die	B.?	AWS&lt;br /&gt;
	 Erleichterung der Erndte durch das Aufhaaken.“&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.11 S.570 - 577 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Von der Erweiterung und Verbreitung des Kartoffelbaues und dessen Folgen“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Annalen Jg.11 S.437 - 449  1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1827===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Grundsätze, nach welchen Erbkontrakte über Landgüter, die Kommunen angehören,	*	AWS&lt;br /&gt;
	entworfen werden könnten.“ 	&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. IX  Nr.447  Sp.625ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„ Erbbaukontrakte betreffend vom Forstinspektor Becker“]]	*&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Nr.456&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der Erbkauf von Landgütern, ein Mittel zur Vermehrung des Flor´s der Landwirtschaft,	    *	AWS &lt;br /&gt;
	des Glücks der Landwirte, der Verschönerung des Landes und des allgemeinen Wohlstandes“&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins  S.468 - 487&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Der Gold-Klee“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1828===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Erläuterungen über den Aufsatz in Nr.487 über Erbverpachtungen vom Forstinspektor	&lt;br /&gt;
	Becker“ 	&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Nr.489	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Einige Gedanken über die Verhältnisse der Bauern und deren Regulierung“	* F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  Sp.427ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Mecklenburgs Wasserwege“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. X  Nr.483  Sp.288.89.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Einige Worte über die Schiffbarmachung der Seen und Flüsse Mecklenburgs“	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  X  Nr.504  Sp.729-36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Einiges über den Stand der Verhandlungen wegen der projektierten 	? R.	AWS&lt;br /&gt;
	Schiffbarmachung Mecklenburgischer Gewässer“&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. X  Nr.514  Sp. 929-33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1831===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[&amp;quot;Ueber die Anlegung eines festen Weges von Rostock nach Ribnitz&amp;quot; H.F.Becker Freim. Abendblatt 21. Januar 1831]]	*	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  Nr.629  Sp.65ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anmerkungen auf die Bemerkungen des Herrn Präzteptor Krückmann...“	* -r.	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Sp.48  (Ist von Becker !)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Wegebesserung in den Forsten“]]	? oA	AWS&lt;br /&gt;
	Fm Ab  Sp.231.2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über den wohltätigen Einfluß der Seeluft auf den menschlichen Körper“	? F. B - r	AWS&lt;br /&gt;
	Fm Ab  Sp.561 - 563&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; „Andenken an den weiland ehemaligen Großherzogl. Mecklenburg-Schwerinschen Oberforstmeister Christoph Gottlieb Bogislav, Freiherrn von Barnekow 	? Fr.Br.	AWS SO „Forbi“&lt;br /&gt;
:nicht Becker sondern Friedrich Brüssow !	&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  Sp. 653 - 655&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über den Pietismus in unserer Zeit - Bitte um Belehrung“	*&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Beil. No. 662&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Einige Bemerkungen zu dem in der Beilage zu Nr.662 enthaltenen Aufsatze	*&lt;br /&gt;
	über den Pietismus unserer Zeit“	&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Nr. 666&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Erwiederung auf die Bemerkungen in Nr.66 zu dem Aufsatze....	*&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. Nr.675&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1832===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Vorschlag, die Landstraßen auf eine minder kostbare Art fahrbar zu machen,als durch das Macadamisiren“]] ? -r AWS&lt;br /&gt;
:Fm.Ab.  S.298 - 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[Kurzer Artikel über Forsteinrichtung und Dünenbefestigung in der Rostocker Heide]]	* oA	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  S.196/7  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Entwurf  einer Dorf- und Schulzenordnung“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins  S.145 - 166&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1835===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Einige Reflexionen über unsere Armen-Anstalten“	? „Ein Mitglied des Patriotischen Vereins“&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  S.830 - 832		AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Reflexionen über das Bauwesen, insonderheit auf dem Lande“ I	*	AWS			&lt;br /&gt;
	Landwirtsch. Annalen des meckl. Patr. Vereins  S.513 - 534 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1836===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Nähere Nachrichten über die Forst- und Lehranstalt zu Remplin“]]	* - r. (Autorenschaft gesichert !)&lt;br /&gt;
	Fm.Ab. S:53-55&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Über die Notwendigkeit einer Chaussee zwischen Rostock und der Rostocker Heide“]]	*  B.	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  S.222 - 223&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Anlegung von Klein-Kinder-Schulen auf dem platten Lande	? -r	AWS&lt;br /&gt;
	Fm.Ab.  S.223 - 226&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; *[[„Ist eine Chaussee von Rostock nach Rövershagen und vielleicht von dort bis zur pommerschen Grenze wirklich von Wichtigkeit und kostenlohnend ?“]]	?  V  tz	AWS&lt;br /&gt;
Fm.Ab.S.371 - 374&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
; *[[„Über Landstraßen, Nebenwege und Chausseen, mit Beantwortung der in No. 904 des Blattes aufgeworfenen Frage: Ist eine Chaussee von Rostock nach Rövershagen und von dort bis zur pommerschen Grenze wirklich von Wichtigkeit und kostenlohnend?“]] &amp;quot;F.B.&amp;quot;	&lt;br /&gt;
:Fm.Ab. 2.9.1836  S. 745 - 752&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1837===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Reflexion über das Bauwesen, insonderheit auf dem Lande“ II	*	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins  Jg.21  S.86 - 104 + 1 Kupfer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Reflexion über das Bauwesen, insonderheit auf dem Lande.“  III	*	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins  Jg.21  S. 220 - 241 + 1 Kupfer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Mittel gegen das Aufblähen des Viehes oder die Trommelsucht“	? F.B.	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins Jg.21 S.358/359&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;quot;Allgemeine Forst- und Jagdzeitung&amp;quot; - darin Brief H.F.Beckers S.465]&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;„Einteilung des Ackers einer kleinen Wirtschaft.“	*	AWS&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins Jg.21  S.359 - 364&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Annalen der mecklenburgischen Landwirtschafts-Gesellschaft 	*	AWS&lt;br /&gt;
	und deren fernere Herausgabe“&lt;br /&gt;
	Landw. Annalen des meckl. Patr. Vereins  Jg.21  S.496 - 511&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Vorrede zum 21. Jahrgange“	gegen B.	AWS&lt;br /&gt;
	Heinrich Ludwig Joachim Karstens Erwiderung gegen Beckers vorangegangenen Beitrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1838===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Von der Anlage landwirtschaftlicher Gebäude“]]&lt;br /&gt;
:Neue wöchentliche Rostocksche Nachrichten und Anzeigen  S.93  *	AWS &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Ueber die Vervollkommnung der Annalen der Mecklenburgischen Landwirtschaft“&lt;br /&gt;
:Neue wöchentliche Rostocksche Nachrichten und Anzeigen  S.172  *	AWS &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; gegen Beckers Beitrag „Über die Vervollkommnung der Annalen der Mecklenburgischen Landwirtschafts-Gesellschaft“&lt;br /&gt;
:Heinrich Ludwig Joachim Karsten&lt;br /&gt;
:Landw. Annalen des Meckl. Patr. Vereins  Jg.22  S.393 - 395&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;ohne Titel&lt;br /&gt;
:Beckers Erwiderungen auf H.L.J.Karstens vorangegangenen Artikel	&lt;br /&gt;
:Landw. Annalen des Meckl. Patr. Vereins Jg.22 S.395 - 399  * AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1839===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Buch [[„Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostockschen Waldungen“]]	*	&lt;br /&gt;
:Zusammen mit Julius Ludwig Garthe begonnen in Rövershagen zu Ostern 1839  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch * [[Kirchspielchronik Rövershagen 1839|Kirchspielchronik Rövershagen von Hermann Friedrich Becker 1839]]        ==== 		 &lt;br /&gt;
:Rövershagen - 23 zu Ostern 1839 von Becker handgeschriebene Manuskriptseiten, später von den Rövershager Pastoren fortgesetzt. *	AWS  Original im Pfarrhaus 		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Versuche und Bemühungen, in den Stadt-Waldungen eine bessere Forstwirtschaft einzuführen&amp;quot;]] ====&lt;br /&gt;
:Neue wöchentliche Rostocker Nachrichten und Anzeigen  Nr.7 * HA&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:Neue Wöchentliche Rostocker Nachrichten und Anzeigen  Nr.7 *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
:Neue Wöchentliche Rostocker Nachrichten und Anzeigen  Nr.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buch * [[CHRONIK von den WALDUNGEN der STADT ROSTOCK]] 1. Teil von Hermann Friedrich Becker und Julius Ludwig Garthe 1839 geschrieben 162 S. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Wünsche für die Annalen der Mecklenburgischen Landwirtschafts-Gesellschaft“	*	&lt;br /&gt;
:Neue landwirtschaftliche Annalen des meckl. Patriotischen Vereins  Jg.24 S.396ff  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1841===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Buch [[„Bemühungen durch Kunst Schiffsbauholz auf dem Stamm zu bilden“	]]&lt;br /&gt;
:*	UA Nc 5562 caps.Nc4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1843=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Über die Erhaltung des Holzbedarfs“]]	?  oA   	  &lt;br /&gt;
:Fm.Ab. Nr.1268  S.320 - 322  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Die Gewässer Mecklenburgs“	? -r.	&lt;br /&gt;
:Fm.Ab.  XXV  Nr.1282  Sp.597-606.  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1844===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Handschriftliche Notiz: „beschäftige mich noch immer mit Schriftstellerei“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Anregung zur Einführung einer Dorf- und Schulzen- , so wie auch einer Feuerlöschungs-Ordnung“	&lt;br /&gt;
:Neue Annalen der Meckl. Landw. Gesellschaft  Jg.28  S.602 - 605&lt;br /&gt;
:bezieht sich auf Becker  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1846===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Beleuchtung des Forsthaushaltes im Kloster Dobbertin“]]	?   ....e.  	 &lt;br /&gt;
:Fm.Ab.  Nr.1417  S.163 - 69  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Einige Worte über die Abwendung des unsern Nachkommen drohenden Holzmangels“]]  ?  „Amicus rei saltuariae“  &lt;br /&gt;
:Fm.Ab.  Nr.1436  S.555 - 557  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1847===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Über die Schiffbarmachung der Flüsse und Vergrößerung der Städte in Mecklenburg“	?  oA	&lt;br /&gt;
:Fm.Ab.  XXIX  Nr.1490  Sp.561a-565a.  AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„An sämmtliche Forstmänner Mecklenburgs“]]	? „ein alter Forstmann“  &lt;br /&gt;
:Freim.Abendbl.  Nr.1508  26.11.1847 AWS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1849===	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[„Ertrag der städtischen (Rostocker) Waldung.“]]	&lt;br /&gt;
:Neuer Rost. Nachr. Nr.10 S.53.54.  ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== *[[Zeitschriften für die H.F.Becker gesichert) oder mit einiger Warscheinlichkeit geschrieben hat&#039;]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Mehr_%C3%BCber_Hermann_Friedrich_Becker_und_sein_Wirken&amp;diff=154659</id>
		<title>Mehr über Hermann Friedrich Becker und sein Wirken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Mehr_%C3%BCber_Hermann_Friedrich_Becker_und_sein_Wirken&amp;diff=154659"/>
		<updated>2026-08-10T18:05:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Beckers publizistisches Wirken, eine Auswahl seiner wichtigsten Werke: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Benutzer:Windfluechtermv|Autor: Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Person Hermann Friedrich Becker 1804 Kupferstich.jpg|300px|thumb|right|Hermann Friedrich Becker]]&lt;br /&gt;
==Hermann Fried(e)rich Becker. geb. 21.4.1766 Rostock, gest. 5.10.1852, ev. Forstbeamter, Kameralist, Kartograph==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Heinrich Valentin Becker, Prof. geb. 1732 gest. 1796 Theologe, Mathematiker an der Universität Rostock 1765-1792 Rektor der Universität, Mutter Anna Dorothea geb. Burgmann geb.1737 gest.1787 (Tochter des Rostocker Bürgermeisters Dr. Johann Georg Burgmann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familienstand: Verh. 22.7.1791 mit Oelgardt Kremer geb. 4.8.1771, gest. 28.1.1846 (Tochter des Gutsbesitzers Christian Krämer auf Dölitz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daniel Heinrich Eduard geb. 18.5.1792; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Friedrich Hermann 13.1.1794; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lisette Marianne Franziska 20.10.1796 verh. mit Gustav Passow; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Gustav Friedrich 31.3.1799; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophia Emilia 29.10.1802; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorothea Luise Therese 14.3.1808 (verh. 18.7.1834 mit Beckers Amtsnachfolger Georg Garthe), gest. 6.10.1835&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Friedrich Becker wirkte ein halbes Jahrhundert in der Rostocker Heide. Versuche, eine geregelte Waldbewirtschaftung in Mecklenburg insgesamt und so auch in den Rostocker Waldungen einzuführen, blieben bis zum Beginn der Tätigkeit Beckers im Jahre 1792, im Dienste der Hansestadt Rostock, erfolglos. Mit seinem Amtsantritt wurde in der Rostocker Heide mit nachhaltiger Forstwirtschaft schlechthin begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studentische Zeit:===&lt;br /&gt;
:Als Enkel eines Rostocker Bürgermeisters studierte Becker bis 1790 in Rostock, Göttingen, Frankfurt/M, Heidelberg und Jena (Immatrikulation in Rostock am 16.10.1788). Er belegte u.a. Physik, Baukunst, Kameralwissenschaften (Ökonomie), Latein, Landwirtschaft, Geschichte und Botanik. &lt;br /&gt;
:Unter anderem Studierte er 1889 in Jena unter [[Prof. Laurenz Johann Daniel Succow]] Kameralistik, was ihn seine Zukunft prägend mit forstwissenschaftlichen Themen verband.&lt;br /&gt;
:Prof. Succow machte ihn auch mit einem seiner früheren Studenten in Zillbach bekannt machte, Heinrich Cotta, späterhin als &amp;quot;Vater der Deutschen Forstwirtschaft&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
:Wegen seiner Erscheinung und seines Durchsetzungsvermögens wurde Becker er mehrfach zum Consenior der Rostocker Studentenschaft gewählt. &lt;br /&gt;
:Bereits vor Ende seines Studiums unterhielt Becker gemeinsam mit seinem Freund Adolf Christian Siemssen (1768-1833) als Redakteur die zu jener Zeit geschätzte „Monatsschrift von und für Mecklenburg“. &lt;br /&gt;
:Die Zahl der naturwissenschaftlichen, philosophischen und ökonomischen Beiträge Beckers ist schier unübersehbar. &lt;br /&gt;
:Das für seinen beruflichen Werdegang entscheidende Werk war 1791 seine „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen, zum Gebrauch der Landleute und Förster“, &lt;br /&gt;
:die erste umfassende dendrologische Systematisierung der hier heimischen Gehölzarten. &lt;br /&gt;
:Diese Arbeit gereichte ihm als ausschlaggebende Referenz dazu, sich im darauf folgenden Jahr gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern um das Amt des Rostocker Forstinspektors durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Forstmann:===&lt;br /&gt;
:Mit seinem Amtsantritt wurde für Norddeutschland der Grundstein einer geregelten und damit vor allem Nachhaltigen Forstwirtschaft gelegt, dessen große Leistungen sich im Waldcharakter der Rostocker Heide bis heute widerspiegeln. &lt;br /&gt;
:Der Beginn seiner forstlichen Amtszeit war durch die „große Holznot in Europa“ geprägt. &lt;br /&gt;
:Raubbau und Übernutzung hatte Europa weit Wälder zu Buschlandschaften verkommen lassen. Becker legte 1793 eine komplex vermessene Forstkarte der Rostocker Heide vor. &lt;br /&gt;
:Noch im selben Jahr ließ er erste planmäßige Aufforstungen vornehmen und führte eine Zählung der Eichen in den Rostocker Waldungen durch. &lt;br /&gt;
:Diese Baumart war in jener Zeit die wirtschaftlich Bedeutendste und sollte durch die Bestandsaufnahme nachhaltig gemacht werden. &lt;br /&gt;
:Ein bis auf die heutige Zeit fortdauerndes Ergebnis Beckers war die Schaffung des Schneisennetzes in der Heide, das den einstigen Urwald nun in der gesamten Ausdehnung erschloss und damit effektiv nutzbar machte. &lt;br /&gt;
:Eine entsprechende Wegebauplanung bei seinem Rostocker Dienstherrn eingereicht, stieß auf Ablehnung. Trotzdem setzte er die Planung auf eigene Verantwortung um, was ihm zunächst strenge disziplinarische Bestrafung einbrachte. &lt;br /&gt;
:Als in der Folge das neu angelegte Wegenetz seinen wirtschaftlichen Sinn zeigte, wurde seinen Plänen verspätete Zustimmung zuteil. 1810 ließ Becker die Rostocker Heide in fünf markant gegeneinander abgegrenzte Reviere aufteilen. &lt;br /&gt;
:Deren dafür fortan eingesetzte Revierförster hatten die Aufgabe ihr Revier ökonomisch sinnvoll und nachhaltig zu bewirtschaften und zu verwalten. Mit den genannten Maßnahmen fand erstmals in einem norddeutschen Waldgebiet eine Forsteinrichtung statt. &lt;br /&gt;
:Damit war die Grundlage für eine dauerhafte nachhaltige Forstverwaltung gelegt. &lt;br /&gt;
:Eine weitere einschneidende Veränderung in seinem Wirken zum Beginn einer geregelten Forstwirtschaft erreichte der Forstmann im Jahre 1821 mit der Aufhebung der bisher üblichen Waldweide. &lt;br /&gt;
:Bis dahin schlossen sich Viehhaltung und Waldverjüngung aus. Nicht zuletzt war die Viehwirtschaft eine der wesentlichen Ursachen für die große Holznot der Vergangenheit, da auch die Überweidung die Urwälder zu Buschlandschaften degenerierte. &lt;br /&gt;
:Daneben veröffentlichte Becker unermüdlich forstwissenschaftliche Beiträge, wie z.B. „Rüge verschiedener Holzverschwendungen in Mecklenburg“ (1796) und „Über die beste Art des Pflanzens der Bäume im Verbande“ (1815). &lt;br /&gt;
:Von herausragender Bedeutung für die Forstwirtschaft des baltischen Raumes war seine 1804 im Auftrage des Dänischen Admiralitäts-Collegiums entstandene umfassende Arbeit „Über Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffbauholzes“ (Kopenhagen 1804 dän. „Om Skibsbygningstömmers Kultur, konstige Dannelse og Faelding“). &lt;br /&gt;
:In dieser Arbeit wird die Forstwirtschaft mit spezifischem Bezug auf den baltischen Küstenraum als Holzlieferant für den Schiffbau generalisiert. Besonders in Dänemark prägt diese Arbeit über lange Zeit den Betrieb der Forstwirtschaft. &lt;br /&gt;
:Sie war auch der Anlaß zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Kopenhagen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Forstinspektion Rövershagen vor 1858.jpg|thumb|350px|rechts|Das Gebäude der Forstinspektion Rövershagen, von 1791 bis 1841 Wirkungsort von Forstinspektor Becker (1858 abgerissen, Bild im Privatbesitz Familie Garthe)]]  &lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan Forstinspektion Roevershagen Zeichnung Gustav Becker 1805.jpg|thumb|350px|rechts|Lageplan der Forstinspektion Roevershagen 1805 Zeichnung Gustav Becker (zweiter Sohn des Forstinspektors) ]]&lt;br /&gt;
:Durch Beckers Verbindungen mit den ersten Forstwissenschaftlern seiner Zeit, beeinflusste er das Forstwesen weit über Mecklenburg hinaus. &lt;br /&gt;
:Bereits 1795 während der Gründung der Forstschule in Zillbach („Wiege der deutschen Forstwirtschaft“), dem Vorläufer der späteren Forstakademie Tharandt/Dresden, ist ein intensiver Gedankenaustausch zwischen deren Gründern &#039;&#039;&#039;Heinrich Cotta (1763 – 1844)&#039;&#039;&#039;, später &#039;&#039;&#039;Gottlob König (1779 – 1849)&#039;&#039;&#039; und Becker zu verzeichnen. &lt;br /&gt;
:Diese Verbindung währte weit über vier Jahrzehnte. &lt;br /&gt;
:Gemeinsam gründeten sie 1836 die „Versammlung deutscher Land- und Forstwirte“. &lt;br /&gt;
:1819 wird Becker Mitglied im mecklenburgischen Patriotischen Verein. &lt;br /&gt;
:1837 veranlasst er den Bau der Teerschweelerei Wiethagen als eine frühe Form der chemischen Fabrik. &lt;br /&gt;
:Sie existiert noch heute, museal betrieben als letzte authentische Teerschweelerei Mitteleuropas.&lt;br /&gt;
:1839 beginnt Becker zeitgleich drei Chroniken zu schreiben, die in ihrer Geschlossenheit einzigartige Zeitdokumente für die Region Rostock in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts darstellen: &lt;br /&gt;
;1. „Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock“ 1839 – 1952 (von Becker bis 1852 geführt Anm.1952 ist kein Schreibfehler, da Forstmeister Charles Bencard sie bis dahin weiterführte),&lt;br /&gt;
;2. „Chronik von den merkwürdigen Begebenheiten im Kirchspiel Rövershagen und der Umgegend ....“ 1839-1852, &lt;br /&gt;
;3. „Nachrichten von der Beckerschen Familie...“ 1839 – 1852. &lt;br /&gt;
:Bevor der Forstinspektor 1846 in den Ruhestand ging, gründete er auf eigene Rechnung zwei Industrieschulen (Berufsausbildungsstätte für die Landjugend beiden Geschlechts), baute und finanzierte im damaligen Rostocker Stadtdorf Rövershagen die erste ländliche Leihbibliothek Mecklenburgs, sowie ein Armenhaus-Stiftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Autor und Philosoph:===&lt;br /&gt;
:Über sein gesamtes Wirken als Forstmann hinaus unternimmt Becker immer wieder Ausflüge in andere Themenfelder. &lt;br /&gt;
:Bereits 1787 projektiert und realisiert er ein Denkmal für Bernhard Mathias Graf von Bassewitz, das noch heute seinen Platz in der Gutsanlage Dalwitz einnimmt. &lt;br /&gt;
:1792 erfindet er ein Messgerät („Beckerscher Höhenmesser“). &lt;br /&gt;
:1819 veröffentlicht er sein Traktat „Luftschiffahrt in Doberan, nebst Bemerkungen über die Lenkung von Luftschiffen“, in dem er beschreibend Grundideen der Formgebung und Konstruktion späterer Luftschiff-Fahrzeuge als Lösungsansatz anregt. &lt;br /&gt;
:Er gilt als erster namentlich bekannter Badegast Warnemündes, da in seiner Handschrift der Familienchronik unter dem Jahr 1817 eine Beschreibung seines mehrtägigen Badeaufenthaltes im späteren Ostseebad enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehrungen:===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1794 Ehrenmitglied der Königlich Märkischen ökonomischen Gesellschaft Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Ehrenpreis des Königlich dänischen Admiralitäts-Collegiums in Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 Ehrendoktorwürde Dr. phil. der Universität Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beckers publizistisches Wirken, eine Auswahl seiner wichtigsten Werke:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Von der Hydrostatischen Bestimmung der specifischen Schwere der Körper“ 1788 28 S. (B´s veröffentlichte Magisterarbeit) &lt;br /&gt;
* [[ Datei:1788 Von der Hydrostatischen Bestimmung der Schwere der Körper 1788.pdf ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[&amp;quot;Charte von der Müritz dem Coelpiner-Malchower und Plauer See&amp;quot; 1790]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen zum Gebrauch der Landleute und Förster“ 1791 87 S. &lt;br /&gt;
* [[Datei:1791 Beschreibung der Bäume und Sträucher welche in Mecklenburg wild wachsen 1791.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Topografische Beschreibung des heiligen Dammes bei Dobberan und Rhedewisch in Mecklenburg“ 1792 77 S.&lt;br /&gt;
* [[Datei:1792 Becker Heiligendamm.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beiträge zu den Staatswissenschaften mit besonderer Rücksicht auf Teutsche Provinzen“ 1.- 3. Stück 1795 377S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
;Seit seiner Amtseinführung 1791 findet Beckers publizistische Tätigkeit immer wieder Anstoß beim Rostocker Rat und der Bürgerschaft. &lt;br /&gt;
;Er muß ständig Kritiken, Rügen und Maßregelungen über sich ergehen lassen, so daß er bereits ab 1792 vereinzelt beginnt Veröffentlichungen unter Pseudonym oder anonym zu veröffentlichen. &lt;br /&gt;
;Im Jahre 1796 erhält H.F.Becker schließlich ein Schreibverbot zu Themen die seine dienstlich-forstwirtschaftlichen Belange inhaltlich tangierten. Dieses Schreibverbot hat am Ende gut zehn Jahre Bestand. &lt;br /&gt;
;Inhaltlich andere Beiträge muß er vor der Veröffentlichung grundsätzlich zur Genehmigung vorlegen.&lt;br /&gt;
;Zum Anfang des Verbotes hat Becker gerade das Manuskript &amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot; fertiggestellt als das Verbot seitens seiner Dienstherrren gegen ihn in Kraft tritt. &lt;br /&gt;
;Er publiziert trotz allem weiter, nun jedoch grundsätzlich anonym, oder unter verschiedenen Pseudonymen. &lt;br /&gt;
;In einigen Fällen gaben Freunde ihre Namen als Herausgeber, wie auch beim hier nachfolgend eingefügten &amp;quot;Handbuch der Forstwirthschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Becker H.F. Hrsg. Carl Wilhelm Fiedler (Malchin) &amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot; 1796 zwei Teile in einem Band, 338 S. Verl. Wittekind Eisenach:   * [[Fiedler Handbuch Forstwirtschaft 1796]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1803/1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1802 schreibt die Dänische Admiralität einen Wettbewerb aus, um ein Konzept zur Reformation des dänischen Forstwesens in Anbetracht des immensen Holzbedarfes für den Schiffbau des Königreiches zu erlangen. &lt;br /&gt;
;Becker beteiligte sich daran, an dem Verbot seiner Rostocker Dienstherrn vorbei, und wurde schließlich 1803 mit seiner Arbeit der Preisträger. &lt;br /&gt;
;Nachweislich reiste er mindestens zwei Mal ohne Wissen der Dienstherren nach Kopenhagen (Zur Verteidigung seiner Arbeit und zur Entgegennahme des Sieger-Preises). &lt;br /&gt;
;Er erhielt darauf noch verschiedene hohe dänische Ehrungen. Offensichtlich hat der Rostocker Rat davon keine Kenntnis erhalten, da keine Kommentare oder Disziplinarstrafen in der Sache bekannt geworden sind.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkung: Die Bedeutung dieser Arbeit Beckers hat für die dänische Admiralität einen hohen Stellenwert angesichts der Zerstörung des Kernteils der dänischen Flotte durch die Briten in der Schlacht vor Kopenhagen im April 1801. Bemerkt sei hier, daß 1807, nach dem britischen Bombardement auf Kopenhagen, unter Admiral Nelson, auch noch die Reste der dänischen Flotte von den Briten gekapert und weggeführt wurden. Aus diesem Hintergrund heraus ist der Zeitpunkt der Ausschreibung besonders bemerkenswert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Über Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffbauholzes“ 1804 184 S. (aus dem dänischen übersetzt. Von der dänischen Admiralität gekrönte Preisschrift. Die Preisschrift mußte laut Ausschreibung in dänischer Sprache eingereicht werden. Becker schrieb sie mit Hilfe eines in Kopenhagen lebenden Vetters. Von diesem publizierten Werk existiert noch ein Exemplar im Archiv der Universität Kopenhagen. Erst nach der Preiskrönung erschien die Arbeit auch in deutscher Sprache.) &lt;br /&gt;
:Titel der dänischen Ausgabe:&lt;br /&gt;
:„Om Skibsbygningstömmers Kultur, konstige Dannelse og Faelding“&lt;br /&gt;
:Et Prisskrift kronet af Landhunsholdn.-Selskabet med den anden	af de af det Kgl: Admiralitets- og Commissariats-Collegium udsatte Premier-Giennemseet og foröget af Forfatteren med et Kobber&lt;br /&gt;
:Kobenhavn  1804 &lt;br /&gt;
:(im Bestand des Universitätsarchives Kopenhagen)&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr erscheint auch due deutsche Übersetzungder Preisschrift:&lt;br /&gt;
* [[ Datei:1804 Becker Cultur und künstliche Bildung des Schiffbauholzes 1804.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen zum Gebrauch der Landleute und Förster“ 1804 zweite Auflage 151 Seiten (wesentlich erweitert )&lt;br /&gt;
* [[Datei:Becker Bäume zwei 1805.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Nachrichten von der Beckerschen Familie...“ Handschrift 1839 – 1852 2 Bde. (Original verschollen, je eine Abschrift unterschiedlicher Autoren in Sondersammlung Archiv Universität Rostock sowie Archiv der Hansestadt Rostock. Die Handschrift wurde unter nachfolgendem Titel publiziert:&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Steinmüller &amp;quot;Menschenverstand, mehr ist im Wald nicht nötig... - die Familienchronik des Rostocker Forstmannes und Ökonomen Hermann Friedrich Becker (1766-1852)&amp;quot; 2016 208 S.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Chronik von den merkwürdigen Begebenheiten im Kirchspiel Rövershagen und der Umgegend ....“ Handschrift 1839-1852 (im Besitz der Kirchgemeinde Rövershagen)&lt;br /&gt;
* [[Kirchspielchronik Rövershagen 1839|Kirchspielchronik Rövershagen von Hermann Friedrich Becker; 1839 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock“ Handschrift 1839 – 1952 (von Becker bis 1852 geführt) (Archiv der Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
* [[CHRONIK von den WALDUNGEN der STADT ROSTOCK]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesamtbibliographie von Hermann Friedrich Beckers Werken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker publiziert rund 250 Beiträge zu Naturwissenschaft, Ökonomie und Philosophie besonders in: „Monatsschrift von und für Mecklenburg“, „Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann“, „Annalen des Meckl. Patriotischen Vereins“, „Freimüthiges Abendblatt“ u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker Gesamtbibliographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur über Hermann Friedrich Becker:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Babendererde, Paul „Meine Rostocker Heide – ein Lebensbericht“ Rostock 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolp, Otto „Die nordöstliche Heide Mecklenburgs” Berlin 1957 282 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Forstbiographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Mehr_%C3%BCber_Hermann_Friedrich_Becker_und_sein_Wirken&amp;diff=154658</id>
		<title>Mehr über Hermann Friedrich Becker und sein Wirken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Mehr_%C3%BCber_Hermann_Friedrich_Becker_und_sein_Wirken&amp;diff=154658"/>
		<updated>2026-08-10T18:04:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Beckers publizistisches Wirken, eine Auswahl seiner wichtigsten Werke: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Benutzer:Windfluechtermv|Autor: Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Person Hermann Friedrich Becker 1804 Kupferstich.jpg|300px|thumb|right|Hermann Friedrich Becker]]&lt;br /&gt;
==Hermann Fried(e)rich Becker. geb. 21.4.1766 Rostock, gest. 5.10.1852, ev. Forstbeamter, Kameralist, Kartograph==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern: Heinrich Valentin Becker, Prof. geb. 1732 gest. 1796 Theologe, Mathematiker an der Universität Rostock 1765-1792 Rektor der Universität, Mutter Anna Dorothea geb. Burgmann geb.1737 gest.1787 (Tochter des Rostocker Bürgermeisters Dr. Johann Georg Burgmann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familienstand: Verh. 22.7.1791 mit Oelgardt Kremer geb. 4.8.1771, gest. 28.1.1846 (Tochter des Gutsbesitzers Christian Krämer auf Dölitz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daniel Heinrich Eduard geb. 18.5.1792; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Friedrich Hermann 13.1.1794; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lisette Marianne Franziska 20.10.1796 verh. mit Gustav Passow; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottfried Gustav Friedrich 31.3.1799; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophia Emilia 29.10.1802; gest.(?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorothea Luise Therese 14.3.1808 (verh. 18.7.1834 mit Beckers Amtsnachfolger Georg Garthe), gest. 6.10.1835&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Friedrich Becker wirkte ein halbes Jahrhundert in der Rostocker Heide. Versuche, eine geregelte Waldbewirtschaftung in Mecklenburg insgesamt und so auch in den Rostocker Waldungen einzuführen, blieben bis zum Beginn der Tätigkeit Beckers im Jahre 1792, im Dienste der Hansestadt Rostock, erfolglos. Mit seinem Amtsantritt wurde in der Rostocker Heide mit nachhaltiger Forstwirtschaft schlechthin begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Studentische Zeit:===&lt;br /&gt;
:Als Enkel eines Rostocker Bürgermeisters studierte Becker bis 1790 in Rostock, Göttingen, Frankfurt/M, Heidelberg und Jena (Immatrikulation in Rostock am 16.10.1788). Er belegte u.a. Physik, Baukunst, Kameralwissenschaften (Ökonomie), Latein, Landwirtschaft, Geschichte und Botanik. &lt;br /&gt;
:Unter anderem Studierte er 1889 in Jena unter [[Prof. Laurenz Johann Daniel Succow]] Kameralistik, was ihn seine Zukunft prägend mit forstwissenschaftlichen Themen verband.&lt;br /&gt;
:Prof. Succow machte ihn auch mit einem seiner früheren Studenten in Zillbach bekannt machte, Heinrich Cotta, späterhin als &amp;quot;Vater der Deutschen Forstwirtschaft&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
:Wegen seiner Erscheinung und seines Durchsetzungsvermögens wurde Becker er mehrfach zum Consenior der Rostocker Studentenschaft gewählt. &lt;br /&gt;
:Bereits vor Ende seines Studiums unterhielt Becker gemeinsam mit seinem Freund Adolf Christian Siemssen (1768-1833) als Redakteur die zu jener Zeit geschätzte „Monatsschrift von und für Mecklenburg“. &lt;br /&gt;
:Die Zahl der naturwissenschaftlichen, philosophischen und ökonomischen Beiträge Beckers ist schier unübersehbar. &lt;br /&gt;
:Das für seinen beruflichen Werdegang entscheidende Werk war 1791 seine „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen, zum Gebrauch der Landleute und Förster“, &lt;br /&gt;
:die erste umfassende dendrologische Systematisierung der hier heimischen Gehölzarten. &lt;br /&gt;
:Diese Arbeit gereichte ihm als ausschlaggebende Referenz dazu, sich im darauf folgenden Jahr gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern um das Amt des Rostocker Forstinspektors durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Forstmann:===&lt;br /&gt;
:Mit seinem Amtsantritt wurde für Norddeutschland der Grundstein einer geregelten und damit vor allem Nachhaltigen Forstwirtschaft gelegt, dessen große Leistungen sich im Waldcharakter der Rostocker Heide bis heute widerspiegeln. &lt;br /&gt;
:Der Beginn seiner forstlichen Amtszeit war durch die „große Holznot in Europa“ geprägt. &lt;br /&gt;
:Raubbau und Übernutzung hatte Europa weit Wälder zu Buschlandschaften verkommen lassen. Becker legte 1793 eine komplex vermessene Forstkarte der Rostocker Heide vor. &lt;br /&gt;
:Noch im selben Jahr ließ er erste planmäßige Aufforstungen vornehmen und führte eine Zählung der Eichen in den Rostocker Waldungen durch. &lt;br /&gt;
:Diese Baumart war in jener Zeit die wirtschaftlich Bedeutendste und sollte durch die Bestandsaufnahme nachhaltig gemacht werden. &lt;br /&gt;
:Ein bis auf die heutige Zeit fortdauerndes Ergebnis Beckers war die Schaffung des Schneisennetzes in der Heide, das den einstigen Urwald nun in der gesamten Ausdehnung erschloss und damit effektiv nutzbar machte. &lt;br /&gt;
:Eine entsprechende Wegebauplanung bei seinem Rostocker Dienstherrn eingereicht, stieß auf Ablehnung. Trotzdem setzte er die Planung auf eigene Verantwortung um, was ihm zunächst strenge disziplinarische Bestrafung einbrachte. &lt;br /&gt;
:Als in der Folge das neu angelegte Wegenetz seinen wirtschaftlichen Sinn zeigte, wurde seinen Plänen verspätete Zustimmung zuteil. 1810 ließ Becker die Rostocker Heide in fünf markant gegeneinander abgegrenzte Reviere aufteilen. &lt;br /&gt;
:Deren dafür fortan eingesetzte Revierförster hatten die Aufgabe ihr Revier ökonomisch sinnvoll und nachhaltig zu bewirtschaften und zu verwalten. Mit den genannten Maßnahmen fand erstmals in einem norddeutschen Waldgebiet eine Forsteinrichtung statt. &lt;br /&gt;
:Damit war die Grundlage für eine dauerhafte nachhaltige Forstverwaltung gelegt. &lt;br /&gt;
:Eine weitere einschneidende Veränderung in seinem Wirken zum Beginn einer geregelten Forstwirtschaft erreichte der Forstmann im Jahre 1821 mit der Aufhebung der bisher üblichen Waldweide. &lt;br /&gt;
:Bis dahin schlossen sich Viehhaltung und Waldverjüngung aus. Nicht zuletzt war die Viehwirtschaft eine der wesentlichen Ursachen für die große Holznot der Vergangenheit, da auch die Überweidung die Urwälder zu Buschlandschaften degenerierte. &lt;br /&gt;
:Daneben veröffentlichte Becker unermüdlich forstwissenschaftliche Beiträge, wie z.B. „Rüge verschiedener Holzverschwendungen in Mecklenburg“ (1796) und „Über die beste Art des Pflanzens der Bäume im Verbande“ (1815). &lt;br /&gt;
:Von herausragender Bedeutung für die Forstwirtschaft des baltischen Raumes war seine 1804 im Auftrage des Dänischen Admiralitäts-Collegiums entstandene umfassende Arbeit „Über Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffbauholzes“ (Kopenhagen 1804 dän. „Om Skibsbygningstömmers Kultur, konstige Dannelse og Faelding“). &lt;br /&gt;
:In dieser Arbeit wird die Forstwirtschaft mit spezifischem Bezug auf den baltischen Küstenraum als Holzlieferant für den Schiffbau generalisiert. Besonders in Dänemark prägt diese Arbeit über lange Zeit den Betrieb der Forstwirtschaft. &lt;br /&gt;
:Sie war auch der Anlaß zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Kopenhagen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Forstinspektion Rövershagen vor 1858.jpg|thumb|350px|rechts|Das Gebäude der Forstinspektion Rövershagen, von 1791 bis 1841 Wirkungsort von Forstinspektor Becker (1858 abgerissen, Bild im Privatbesitz Familie Garthe)]]  &lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan Forstinspektion Roevershagen Zeichnung Gustav Becker 1805.jpg|thumb|350px|rechts|Lageplan der Forstinspektion Roevershagen 1805 Zeichnung Gustav Becker (zweiter Sohn des Forstinspektors) ]]&lt;br /&gt;
:Durch Beckers Verbindungen mit den ersten Forstwissenschaftlern seiner Zeit, beeinflusste er das Forstwesen weit über Mecklenburg hinaus. &lt;br /&gt;
:Bereits 1795 während der Gründung der Forstschule in Zillbach („Wiege der deutschen Forstwirtschaft“), dem Vorläufer der späteren Forstakademie Tharandt/Dresden, ist ein intensiver Gedankenaustausch zwischen deren Gründern &#039;&#039;&#039;Heinrich Cotta (1763 – 1844)&#039;&#039;&#039;, später &#039;&#039;&#039;Gottlob König (1779 – 1849)&#039;&#039;&#039; und Becker zu verzeichnen. &lt;br /&gt;
:Diese Verbindung währte weit über vier Jahrzehnte. &lt;br /&gt;
:Gemeinsam gründeten sie 1836 die „Versammlung deutscher Land- und Forstwirte“. &lt;br /&gt;
:1819 wird Becker Mitglied im mecklenburgischen Patriotischen Verein. &lt;br /&gt;
:1837 veranlasst er den Bau der Teerschweelerei Wiethagen als eine frühe Form der chemischen Fabrik. &lt;br /&gt;
:Sie existiert noch heute, museal betrieben als letzte authentische Teerschweelerei Mitteleuropas.&lt;br /&gt;
:1839 beginnt Becker zeitgleich drei Chroniken zu schreiben, die in ihrer Geschlossenheit einzigartige Zeitdokumente für die Region Rostock in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts darstellen: &lt;br /&gt;
;1. „Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock“ 1839 – 1952 (von Becker bis 1852 geführt Anm.1952 ist kein Schreibfehler, da Forstmeister Charles Bencard sie bis dahin weiterführte),&lt;br /&gt;
;2. „Chronik von den merkwürdigen Begebenheiten im Kirchspiel Rövershagen und der Umgegend ....“ 1839-1852, &lt;br /&gt;
;3. „Nachrichten von der Beckerschen Familie...“ 1839 – 1852. &lt;br /&gt;
:Bevor der Forstinspektor 1846 in den Ruhestand ging, gründete er auf eigene Rechnung zwei Industrieschulen (Berufsausbildungsstätte für die Landjugend beiden Geschlechts), baute und finanzierte im damaligen Rostocker Stadtdorf Rövershagen die erste ländliche Leihbibliothek Mecklenburgs, sowie ein Armenhaus-Stiftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Autor und Philosoph:===&lt;br /&gt;
:Über sein gesamtes Wirken als Forstmann hinaus unternimmt Becker immer wieder Ausflüge in andere Themenfelder. &lt;br /&gt;
:Bereits 1787 projektiert und realisiert er ein Denkmal für Bernhard Mathias Graf von Bassewitz, das noch heute seinen Platz in der Gutsanlage Dalwitz einnimmt. &lt;br /&gt;
:1792 erfindet er ein Messgerät („Beckerscher Höhenmesser“). &lt;br /&gt;
:1819 veröffentlicht er sein Traktat „Luftschiffahrt in Doberan, nebst Bemerkungen über die Lenkung von Luftschiffen“, in dem er beschreibend Grundideen der Formgebung und Konstruktion späterer Luftschiff-Fahrzeuge als Lösungsansatz anregt. &lt;br /&gt;
:Er gilt als erster namentlich bekannter Badegast Warnemündes, da in seiner Handschrift der Familienchronik unter dem Jahr 1817 eine Beschreibung seines mehrtägigen Badeaufenthaltes im späteren Ostseebad enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehrungen:===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1794 Ehrenmitglied der Königlich Märkischen ökonomischen Gesellschaft Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Ehrenpreis des Königlich dänischen Admiralitäts-Collegiums in Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 Ehrendoktorwürde Dr. phil. der Universität Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beckers publizistisches Wirken, eine Auswahl seiner wichtigsten Werke:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Von der Hydrostatischen Bestimmung der specifischen Schwere der Körper“ 1788 28 S. (B´s veröffentlichte Magisterarbeit) &lt;br /&gt;
* [[ Datei:1788 Von der Hydrostatischen Bestimmung der Schwere der Körper 1788.pdf ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[&amp;quot;Charte von der Müritz dem Coelpiner-Malchower und Plauer See&amp;quot; 1790]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen zum Gebrauch der Landleute und Förster“ 1791 87 S. &lt;br /&gt;
* [[Datei:1791 Beschreibung der Bäume und Sträucher welche in Mecklenburg wild wachsen 1791.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Topografische Beschreibung des heiligen Dammes bei Dobberan und Rhedewisch in Mecklenburg“ 1792 77 S.&lt;br /&gt;
* [[Datei:1792 Becker Heiligendamm.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beiträge zu den Staatswissenschaften mit besonderer Rücksicht auf Teutsche Provinzen“ 1.- 3. Stück 1795 377S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
;Seit seiner Amtseinführung 1791 findet Beckers publizistische Tätigkeit immer wieder Anstoß beim Rostocker Rat und der Bürgerschaft. &lt;br /&gt;
;Er muß ständig Kritiken, Rügen und Maßregelungen über sich ergehen lassen, so daß er bereits ab 1792 vereinzelt beginnt Veröffentlichungen unter Pseudonym oder anonym zu veröffentlichen. &lt;br /&gt;
;Im Jahre 1796 erhält H.F.Becker schließlich ein Schreibverbot zu Themen die seine dienstlich-forstwirtschaftlichen Belange inhaltlich tangierten. Dieses Schreibverbot hat am Ende gut zehn Jahre Bestand. &lt;br /&gt;
;Inhaltlich andere Beiträge muß er vor der Veröffentlichung grundsätzlich zur Genehmigung vorlegen.&lt;br /&gt;
;Zum Anfang des Verbotes hat Becker gerade das Manuskript &amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot; fertiggestellt als das Verbot seitens seiner Dienstherrren für ihn in Kraft tritt. &lt;br /&gt;
;Er publiziert trotz allem weiter, nun jedoch grundsätzlich anonym, oder unter verschiedenen Pseudonymen. &lt;br /&gt;
;In einigen Fällen gaben Freunde ihre Namen als Herausgeber, wie auch beim hier nachfolgend eingefügten &amp;quot;Handbuch der Forstwirthschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Becker H.F. Hrsg. Carl Wilhelm Fiedler (Malchin) &amp;quot;Systematisches Handbuch der Forstwirthschaft zum Gebrauch für junge Forstmänner&amp;quot; 1796 zwei Teile in einem Band, 338 S. Verl. Wittekind Eisenach:   * [[Fiedler Handbuch Forstwirtschaft 1796]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1803/1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1802 schreibt die Dänische Admiralität einen Wettbewerb aus, um ein Konzept zur Reformation des dänischen Forstwesens in Anbetracht des immensen Holzbedarfes für den Schiffbau des Königreiches zu erlangen. &lt;br /&gt;
;Becker beteiligte sich daran, an dem Verbot seiner Rostocker Dienstherrn vorbei, und wurde schließlich 1803 mit seiner Arbeit der Preisträger. &lt;br /&gt;
;Nachweislich reiste er mindestens zwei Mal ohne Wissen der Dienstherren nach Kopenhagen (Zur Verteidigung seiner Arbeit und zur Entgegennahme des Sieger-Preises). &lt;br /&gt;
;Er erhielt darauf noch verschiedene hohe dänische Ehrungen. Offensichtlich hat der Rostocker Rat davon keine Kenntnis erhalten, da keine Kommentare oder Disziplinarstrafen in der Sache bekannt geworden sind.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anmerkung: Die Bedeutung dieser Arbeit Beckers hat für die dänische Admiralität einen hohen Stellenwert angesichts der Zerstörung des Kernteils der dänischen Flotte durch die Briten in der Schlacht vor Kopenhagen im April 1801. Bemerkt sei hier, daß 1807, nach dem britischen Bombardement auf Kopenhagen, unter Admiral Nelson, auch noch die Reste der dänischen Flotte von den Briten gekapert und weggeführt wurden. Aus diesem Hintergrund heraus ist der Zeitpunkt der Ausschreibung besonders bemerkenswert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Über Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffbauholzes“ 1804 184 S. (aus dem dänischen übersetzt. Von der dänischen Admiralität gekrönte Preisschrift. Die Preisschrift mußte laut Ausschreibung in dänischer Sprache eingereicht werden. Becker schrieb sie mit Hilfe eines in Kopenhagen lebenden Vetters. Von diesem publizierten Werk existiert noch ein Exemplar im Archiv der Universität Kopenhagen. Erst nach der Preiskrönung erschien die Arbeit auch in deutscher Sprache.) &lt;br /&gt;
:Titel der dänischen Ausgabe:&lt;br /&gt;
:„Om Skibsbygningstömmers Kultur, konstige Dannelse og Faelding“&lt;br /&gt;
:Et Prisskrift kronet af Landhunsholdn.-Selskabet med den anden	af de af det Kgl: Admiralitets- og Commissariats-Collegium udsatte Premier-Giennemseet og foröget af Forfatteren med et Kobber&lt;br /&gt;
:Kobenhavn  1804 &lt;br /&gt;
:(im Bestand des Universitätsarchives Kopenhagen)&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr erscheint auch due deutsche Übersetzungder Preisschrift:&lt;br /&gt;
* [[ Datei:1804 Becker Cultur und künstliche Bildung des Schiffbauholzes 1804.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Beschreibung der Bäume und Sträucher, welche in Mecklenburg wild wachsen zum Gebrauch der Landleute und Förster“ 1804 zweite Auflage 151 Seiten (wesentlich erweitert )&lt;br /&gt;
* [[Datei:Becker Bäume zwei 1805.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Nachrichten von der Beckerschen Familie...“ Handschrift 1839 – 1852 2 Bde. (Original verschollen, je eine Abschrift unterschiedlicher Autoren in Sondersammlung Archiv Universität Rostock sowie Archiv der Hansestadt Rostock. Die Handschrift wurde unter nachfolgendem Titel publiziert:&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Steinmüller &amp;quot;Menschenverstand, mehr ist im Wald nicht nötig... - die Familienchronik des Rostocker Forstmannes und Ökonomen Hermann Friedrich Becker (1766-1852)&amp;quot; 2016 208 S.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Chronik von den merkwürdigen Begebenheiten im Kirchspiel Rövershagen und der Umgegend ....“ Handschrift 1839-1852 (im Besitz der Kirchgemeinde Rövershagen)&lt;br /&gt;
* [[Kirchspielchronik Rövershagen 1839|Kirchspielchronik Rövershagen von Hermann Friedrich Becker; 1839 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker H.F. „Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock“ Handschrift 1839 – 1952 (von Becker bis 1852 geführt) (Archiv der Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
* [[CHRONIK von den WALDUNGEN der STADT ROSTOCK]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesamtbibliographie von Hermann Friedrich Beckers Werken===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becker publiziert rund 250 Beiträge zu Naturwissenschaft, Ökonomie und Philosophie besonders in: „Monatsschrift von und für Mecklenburg“, „Gemeinnützige Aufsätze für den Stadt- und Landmann“, „Annalen des Meckl. Patriotischen Vereins“, „Freimüthiges Abendblatt“ u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker Gesamtbibliographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur über Hermann Friedrich Becker:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Babendererde, Paul „Meine Rostocker Heide – ein Lebensbericht“ Rostock 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolp, Otto „Die nordöstliche Heide Mecklenburgs” Berlin 1957 282 S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Forstbiographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Chronologie_und_fortlaufende_Ortschronik_von_Warnem%C3%BCnde&amp;diff=154641</id>
		<title>Chronologie und fortlaufende Ortschronik von Warnemünde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Chronologie_und_fortlaufende_Ortschronik_von_Warnem%C3%BCnde&amp;diff=154641"/>
		<updated>2026-08-09T14:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* 2025/2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Warnemünde&lt;br /&gt;
 | zeit = ab 1160 fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Autoren Christoph Wegner, Wilfried Steinmüller, Ronald Piechulek, Achim Schade&lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2017&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Chronologie und Geschichte von Warnemünde&lt;br /&gt;
 | status = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
}}==Der Küstenort Warnemünde chronologisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendete Quellen-Kürzel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MUB   = Mecklenburgisches Urkundenbuch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LHA  = Landeshauptarchiv Schwerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BGR R = Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock; Register zu Band 1 - 20 mit einer &#039;&#039;&#039;Zeittafel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Das aufgeführte Ereignis findet sich jeweils unter dem angegebenen Datum in der &#039;&#039;&#039;Zeittafel des Registers&#039;&#039;&#039;, dem Kürzel ist die Jahrgangsnummer der oben genannten Beiträge mit Seiten-Angaben hinzugefügt )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC  = Krausesche Fundchronik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HA  = Heidearchiv Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RA  = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte===&lt;br /&gt;
 noch bearbeiten (KFC Wmde Mp45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelalter bis zur Christianisierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist Saxo Grammaticus beschreibt die Seeschlacht auf dem Gudacra (Breitling) zwischen den Wenden und der dänischen Flotte unter König Waldemar und Bischof Absalon von Roskilde. (BGR R; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2 ; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===spätes Mittelalter 1200 bis zur Reformation 1517===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] &lt;br /&gt;
:betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige, verzichtet auf seine Rechte an den im Hafen der Rostocker gestrandeten Schiffen, verheißt den freien Verkehr vorbehaltlich des fürstlichen Zolles nicht zu stören, verleiht die Fischereigerechtigkeit für die Unterwarnow und das Stadtrecht für die Markscheide der Rostocker. &lt;br /&gt;
:In dieser Kaufurkunde erfolgt auch &#039;&#039;&#039;Warnemündes Ersterwähnung&#039;&#039;&#039;. Die Stadt Rostock erhält das Strandrecht in &#039;&#039;&#039;ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; am &#039;&#039;&#039;rechten&#039;&#039;&#039; Warnow-Ufer.  &#039;&#039;(also östlich Taterhörn)&#039;&#039; (BGR R &#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;,6.24 Nr.32; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,1f,6; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,35; &#039;&#039;&#039;14&#039;&#039;&#039;,7) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1257/58&lt;br /&gt;
:Ältester Beweis für das Vorhandensein des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Warnemünde durch Erwähnung eines Hauses daselbst. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1262, 12. Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte am Hafen Warnemünde. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:;17. Dez.&lt;br /&gt;
:die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig Urkunden in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, 12. Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich Borwin III. verleiht den Rostockern das städtische Recht in &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; (!!) &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; Warnemünde. (BGR R &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2.6) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;) 2 Mark Silber (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278, 21. Dez.&lt;br /&gt;
:Fürst Woldemar verspricht daß bis nach Warnemünde und bis ans Meer hinunter überall in einer Meile Entfernung vom Fluss keine Festung errichtet werden soll. (HA) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:Erwähnung von Steinen für den &#039;&#039;&#039;Hafenbau&#039;&#039;&#039; in Warnemünde in einer Kämmereirechnung. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1286, 27. Februar&lt;br /&gt;
:Die Stadt Rostock erwirbt aus fürstlichem Besitz den Pagenwerder. (BGR R &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,15; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,21.56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch Rötger Horn den &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; (&amp;quot;von der Tonne bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 Ellen &#039;&#039;(12 Fuß, etwa 4 Meter)&#039;&#039; bringen. (MUB Nr.1977 BGR R &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XV; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,7) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300 April&lt;br /&gt;
:Die mecklenburgischen Fürsten Heinrich I. der Pilger und Heinrich II. der Löwe im &#039;&#039;&#039;fürstlichen Warnemünde&#039;&#039;&#039;. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:König Erik von Dänemark belehnt Fürst Nikolaus von Rostock als Schutz gegen die Feinde des Fürsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1301, 28. Juli&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300-1314&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rostocker Warnemünde&#039;&#039;&#039; ist Hauptschauplatz der Kämpfe König Erichs von Dänemark, Markgraf Albrechts von Brandenburg, Fürst Heinrichs von Mecklenburg u.A., gegen die Stadt Rostock. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 2. Mai&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark wiederum in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1307, 1. November&lt;br /&gt;
:(nach anderen Quellen auch &#039;&#039;&#039;1304&#039;&#039;&#039;) Die Allerheiligen-Flut überflutet die gesamte Dünen-Nehrung von Diedrichshagen bis zur Rostocker Heide. Ihr Scheitelwert soll 14 Fuß (ca. 4,6 m) über dem normalen Wasserstand betragen haben.  (BGR R)&lt;br /&gt;
:Als Folge der Flut wird die Warnow-Mündung auf eine Länge von ca. 500 Meter gänzlich verschüttet. Nach der Flut wird der Warnow an anderer Stelle durch den ersten künstlichen Nehrungsdurchstich eine neue Mündung und ein erneuter Hafenzugang geschaffen &#039;&#039;&#039;(das erste Tief)&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309, 14. Aug.&lt;br /&gt;
:Heinrich der Löwe in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark in Warnemünde. (BGR R &#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;,16; &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;4d&#039;&#039;&#039;,15; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,8.56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311, nach dem 16. Sept.&lt;br /&gt;
:Der von König Erich zum Hauptmann (capitaneus) des Landes Rostock ernannte Fürst Heinrich der Löwe sperrt den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039;, indem er auf jeder Seite des Stromes einen hölzernen Turm errichtet und zwischen den Türmen eine Brücke erbaut. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311/12&lt;br /&gt;
:Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Rostocker brennen das &#039;&#039;&#039;fürstliche Dorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde nieder. &lt;br /&gt;
:bis Mai Die Rostocker bauen einen neuen Turm auf der Ostseite &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; (!!) Stromes aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche und des im Bau befindlichen Petriturmes in Rostock. (BGR R &#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;,15f. &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XI.XII &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;4d&#039;&#039;&#039;,14f. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,7ff.11f.56.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 23. Juni&lt;br /&gt;
:König Erik klagt darüber das nicht nur die Kirche, sondern auch der Ort und besonders das Haus, das er für sich und die Markgrafen &#039;&#039;(von Brandenburg)&#039;&#039; gebaut habe, zerstört sei. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;30. Juli &lt;br /&gt;
:Belagerung Rostocks und des Turmes in &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039;(!!) &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; Warnemünde durch Dänenkönig Erik Menved. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Juli&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Heinrich von Mecklenburg sperrt das Tief unterhalb des Turmes. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;9. September&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Übergabe nach der Belagerung. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;September/Oktober&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Verbündeten bauen den eroberten Turm durch Hinzufügung von 4 kleinen Türmen einer Mauer und eines Grabens zu einer Festung aus und halten sie gemeinsam besetzt (später Dänscheburg/ dän. Danskeborg) (BGR R; KFC) (Mgh)&lt;br /&gt;
:In den Beschwerden des dänischen Königs heißt es das diese (Die Rostocker) vor der Übergabe von Warnemünde den Ort und die Kirche verbrannt und das Haus, das der König für sich und den Markgrafen Waldemar von Brandenburg erbaut, niedergebrochen hätten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:König Erich verabredet mit dem Markgrafen Waldemar von Brandenburg, daß die Summe, die sie dafür durch Verhandlung von den Rostockern bekommen würden, daß der vor Warnemünde erbaute Turm wieder abgebrochen und nie wieder aufgebaut werden dürfe, gleichmäßig zwischen ihnen geteilt werden solle. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 15. Dez.&lt;br /&gt;
:Die Stadt Rostock unterwirft sich dem König Erich und dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und verspricht u.A. in Warnemünde eine schöne hölzerne Kirche zu bauen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313, 20. Febr.&lt;br /&gt;
:Der Markgraf Waldemar von Brandenburg verkauft seine Hälfte des Warnemünder Turms an den König von Dänemark, der damit in den Besitz des ganzen Turms gelangt. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1314, 25. Nov.&lt;br /&gt;
:Tod des Fürsten Nikolaus von Rostock, des letzten Fürsten aus der Rostocker Linie. Das Lehen fällt an den dänischen König zurück (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317 7. Januar&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit Ausnahme des &#039;&#039;&#039;Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R &#039;&#039;&#039;1d&#039;&#039;&#039;,3. &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;25. November&lt;br /&gt;
:Friede von Templin mit dem brandenburgischen Markgrafen Waldemar. Laut Friedensvertrag belehnt Erik von Dänemark Heinrich (II.) von Mecklenburg mit der Herrschaft Rostock, außer Warnemünde und der Dänscheburg. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:König Erik von Dänemark stirbt und Fürst Heinrich (II.) besetzt die Dänenburg. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,14.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322, 24. September&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich II. von Mecklenburg verkauft das  &amp;quot;Haus und den Turm&amp;quot; an die Stadt zum Abbruch, die eigentlich dem dänischen Vogt Niels Olufsen gehören und durch Heinrich wiederrechtlich besetzt worden war. (MUB 4377, BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70.f. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,14.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11. März&lt;br /&gt;
:Die Stadt erwirbt von Heinrich II. von Mecklenburg das &#039;&#039;&#039;fürstliche&#039;&#039;&#039; Dorf (villa) Warnemünde mit dem ganzen &#039;&#039;&#039;westlichen&#039;&#039;&#039; Warnowufer (das damals am Taterhörn auf der hohen Düne lag, bis an die Grenze von Diedrichshagen, mit Eigentumsrecht, voller Gerichtsbarkeit, mit Gestattung der Anwendung des Lübischen Rechts, Fischereigerechtigkeit bis in die See hinaus, behält sich aber das Patronatsrecht vor. (KFC) Das heutige, ehemals fürstliche Warnemünde wird &#039;&#039;&#039;damit Rostocker Stadtbesitz&#039;&#039;&#039;. (MUB 4423, BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71. &#039;&#039;&#039;4b&#039;&#039;&#039;,1. &#039;&#039;&#039;4b&#039;&#039;&#039;,1. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2.14)&lt;br /&gt;
:21. Mai - Heinrich II. erkennt zu Nyköbing auf Falster vvon König Christoph an, das &#039;&#039;&#039;erbliche&#039;&#039;&#039; Lehen (vorher nur Pfandlehen) am Land Rostock von der Krone Dänemarks erhalten zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7. April&lt;br /&gt;
:In einem Rostocker Stadtbuch findet sich die Notiz, daß Warnemünde freies Eigentum der Stadt sei, die daselbst die volle Gerichtsbarkeit ausübe und ihr die Abgaben und Einnahmen zukämen. Die Warnemünder Renterverhältnisse (?) würde der Rat in Ordnung bringen. Obwohl somit Warnemünde ganz zu Rostock gehörte, finden wir auch in der Folgezeit die Mecklenburgischen Fürsten häufig dort. Auch bleibt es noch längere Zeit der Versammlungsort für die Truppen, die dem Dänenkönig zu Hilfe gesandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1337&lt;br /&gt;
:Verfestung des Knappen Vicke Valkenhagen, weil er Strandgut bei Warnemünde geraubt, also in das Strandrecht Rostocks eingegriffen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1339, 5. Nov.&lt;br /&gt;
:Anlegung eines eigenen Stadtbuchs für Warnemünde, Kassebohm und Barnstorf.(KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348, 19. Sept.&lt;br /&gt;
:Erwähnung eines (verstorbenen) Dieners des Warnemünder Vogts und einer von ihm benutzten Wiese. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Lucerna&amp;quot; (Laterne) von Warnemünde erwähnt. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1349, 22. Febr. - 1350, 22. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Kämmereirechnung erwähnt den Bau von Befestigungswerken in Warnemünde, die, wie aus der Kämmereirechnung von 1363/64 hervorgeht, zum Schutz der Leuchte dienten. Auch wird der Baum in Warnemünde genannt. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1350, 24. Aug. &lt;br /&gt;
:Bruchstück einer Rechnung in dem als Einnahme u.A. 7 Mark de collecta in Warnemünde vorkommen. Daß die Gesamtsumme des von Warnemünde aufzubringenden Schoßes jährlich 7 Mark betrug. (zeigt der Vertrag von 1359, 18.Dec. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1359, 18. Dezember&lt;br /&gt;
:Vertrag des Rostocker Rats mit den Warnemündern (&amp;quot;burgenses in Warnemunde&amp;quot;) über Dienste und Schoß. Die Warnemünder sollen jederzeit unentgeltlich zu den städtischen Bauten in Warnemünde helfen und andere notwendige Dienste leisten. Der Rat sagt ihnen dafür zu, daß die von altersher auf 7 Mark festgesetzte Gesammtsumme des von Warnemünde aufzubringenden Schoßes nicht erhöht werden soll. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1381, 22. Febr. bis 1882, 22. Febr.&lt;br /&gt;
:Erste erhaltene Gewettsrechnung, in der die bisher in den Kämmereirechnungen vorkommenden Ausgaben für Warnemünde erscheinen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:Erwähnung von Blockhaus und &#039;&#039;&#039;Burg&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475, 23. April&lt;br /&gt;
:Kaiser Friedrich III. bewilligt den Meckl. Herzögen einen Zoll zwischen Rostock und Warnemünde, doch verzichtet Herzog Heinrich mit seinen Söhnen &#039;&#039;&#039;1476, am 23. April&#039;&#039;&#039; auf die Erhebung, weil sie den Rechten und Freiheiten der Stadt zuwiderläuft. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen auf eine Tiefe von 6 Ellen bringen und verbreitern. (BGR R &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XVf.67f.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Während der Domfehde nehmen die Meckl. Herzöge am 24. Juli 1487 den Ort. Am 1. August der &#039;&#039;&#039;befestigte Leuchtturm&#039;&#039;&#039; vom Herzog genommen, Warnemünde und die dortigen Befestigungen zerstört, die Dachziegel als Beute hinweggeführt. (KFC)und(BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,16. &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,36f.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1494&lt;br /&gt;
:Erwähnung der Warnemünder Vitte (Fischerlager) in Falsterbo, neben der Rostocker Vitte. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1495, 17. März&lt;br /&gt;
:Die Herzöge nehmen Warnemünde ein, arretieren die Rostocker Schiffe und verbieten Ein- und Ausfuhr. Bau von Befestigungswerken zur Sperrung des Hafens. (KFC und BGR R ) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. April&lt;br /&gt;
:Waffenstillstand; die Herzöge verpflichten sich Warnemünde nicht wieder zu befestigen. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Dezember&lt;br /&gt;
:Vergleich zwischen den Herzögen und der Stadt. Die Herzöge behalten sich vor, &#039;&#039;&#039;die Befestigung um den Leuchtturm zu zerstören.&#039;&#039;&#039; Sie betrachten es seitdem als ihr Recht, daß ohne ihre Genehmigung keine Befestigung in Warnemünde angelegt werden darf, geben aber Warnemünde an Rostock zurück. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71f) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1496, 28. Februar&lt;br /&gt;
:Die Herzöge geben der Stadt die Erlaubnis zur Erhebung einer Bieraccise. Als Grund wird u.A. aufgeführt, daß Mittel zur Instandsetzung des Hafens und des Neuen Tiefs gebraucht würden. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1510, 27. Juli/2. August&lt;br /&gt;
:Die Herzöge protestieren gegen den Bau eines Blockhauses, der durch den Krieg mit Dänemark veranlaßt ist. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,72)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. August&lt;br /&gt;
:Der Krieg der Städte gegen König Johann von Dänemark hat die Herzöge von Mecklenburg veranlaßt, den Rostockern die Errichtung eines Block- und Korbhauses zu Warnemünde zu gestatten, unter der Bedingung, daß diese Befestigungen nach Beendigung der Fehde wieder abgebrochen werde.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519, 23. Mai&lt;br /&gt;
:Ausbesserung des &amp;quot;Neuen Tiefs&amp;quot; (zwischen 1487 und 1519 entstanden) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1522, 27. August&lt;br /&gt;
:Auch als Rostock gemeinsam mit Lübeck Gustav Wasa eine Flotte zu Hülfe sandte wird in Warnemünde ein Korbhaus eingerichtet.  (in 14 Tagen vollendet). (BGR R) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1535&lt;br /&gt;
:Neue Verhandlungen mit den Herzögen wegen Errichtung einer Schanze oder eines Korbhauses zum Schutz des Warnemünder Hafens. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1535, 10. Juni&lt;br /&gt;
:Die Stadt soll sich dem Herzog verpflichten, das Korbhaus, das sie bauen will, nach Beendigung des Krieges der wendischen Städte gegen den Herzog von Holstein wieder zu zerstören. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1560&lt;br /&gt;
:Vogtseid für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Die Dänen unter König Friedrich von Dänemark sperren den Hafen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573, 21. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Senatus beschweret sich bei den Beamten zu Dobberan, daß die Doberanschen Bäcker ihr Brodt nach Warnemünde brächten und daselbst zum praejudice der hiesigen Bäcker, denen Warnemündern in ihren Häusern feil böte; bitten, solches abzustellen.&amp;quot; (Extractum Libri Missivarum de anno 1573)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573, 8. August&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Senatus an den auf der Rhede von Warnemünde mit vier Schiffen liegenden dänischen Admiral Jürgen Appelgarde, darin sich Senatus beschweret, daß das dänische Schiffsvolk die Schwäne auf der Warnow schösse.&amp;quot; (Extractum Libri Missivarum de anno 1573)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:gegen Ende des Jahres zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde liegenden Dänischen Blockade-Schiffe. (Becker Kirchspielchronik Röv.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe und trieb sie ans Gestade des Meers. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577, 20. Febr.&lt;br /&gt;
:Ratsverordnung, wonach hinfürder kein Warnemünder Schiffahrt treiben soll, ohne besondee Erlaubnis des Gewetts. Diejenigen Warnemünder, die zur Zeit die Schiffahrt betrieben, durften dabei bleiben, mußten aber einen Knecht halten, der während ihrer Abwesenheit die Fischerei und die Wache zu besorgen hatte. (KFC)&lt;br /&gt;
:- ebenso Gewettsordnung, wonach in Warnemünde außer dem Vogt und dem Barbier nicht mehr als 8 Krüge sein sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579&lt;br /&gt;
:Warnemünde brennt bis auf wenige Häuser ab. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1580&lt;br /&gt;
:Festsetzung des Bürgereides für Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erst jetzt beginnt die Zusammenlegung des Fischerortes durch die Ansiedlung des Hafens am heutigen Alten Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582 4. Juli&lt;br /&gt;
:Herstellung des neuen Tiefs (= alter Strom ?) beendet. Der dabei gemachte Versuch das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Steinriff&amp;quot; im Strom&#039;&#039;&#039; zu durchbrechen wurde nur in geringem Maße erreicht. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1583&lt;br /&gt;
:Erneute Sperrung des Warnemünder Hafens durch dänische Kriegsschiffe. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585&lt;br /&gt;
:Hochzeitsordnung für Warnemünde (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586, Juni-Juli&lt;br /&gt;
:Verhandlungen mit Herzog Ulrich, aus denen ersichtlich ist, daß die Landesherrn in Warnemünde ein Absteigequartier besaßen. Es wird die Einrichtung eines Kellers und die vom Herzog gewünschte Verlegung der Küche erwähnt. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593, 7. März&lt;br /&gt;
:Wiederholung der Verordnung wegen der Schiffahrt vom 20. Februar 1577. Wer sich nicht fügen will, soll bis zum nächsten Ostern mit allem seinem Gut nach Rostock ziehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1603, 29. Sept.&lt;br /&gt;
:Bestallung des Vogtes Peter Lange. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1606, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Den Warnemündern wird durch Ratsbeschluß den Warnemündern der Schiffbau verboten (1610 wird Bootsbau gestattet). (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1606, 18. Mai&lt;br /&gt;
:Anordnung einer Schonzeit für Vögel und Wild. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1609, 16. Jan.&lt;br /&gt;
:Ratsbeschluß, wonach zu Warnemünde der Wadenzug einem jeden freistehen soll und &amp;quot;niemandt einigen Ordt der fischerey in der Sehe für sein eigenthumb zu vortheidigen gestattet sein soll.&amp;quot; die Weddeherren sollen die Anlegung neuer Wadenzüge begünstigen, da im Vorjahre nur 3 Heringswaden auf 2 Zügen in Betrieb gewesen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1613, 6. Febr.&lt;br /&gt;
:Jochhim Evers in Warnemünde wird der Bootsbau in seinem Hause gestattet. Auch soll er in Notfällen Schiffsreparaturen vornehmen dürfen, wenn keine Rostocker Schiffszimmerleute anwesend sind. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1619, 11./12. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Verlöbnis-, Hochzeits- Kindtaufs- und Feuerordnung für Warnemünde vom 13. Januar wird in Warnemünde in der Vogtei den sämtlichen Warnemündern vorgelesen, resp. von der Kanzel publiciert. Nach der Feuerordnnung sollen die Feuerstallen jährlich besichtigt werden. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1621, 10. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Bestrafung Fite Kempes zeigt, daß den Warnemündern das Fischen im Strom verboten war. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Febr.&lt;br /&gt;
:war die bekannte schreckliche Überschwemmung zu Rostock und in der Umgegend, davon in dem *[[&amp;quot;Etwas von gelehrten Rostockschen Nachrichten&amp;quot;  4.Jahrg. Nr.898 i.J. 1740]] eine ausführliche Nachricht abgedruckt sich findet.&lt;br /&gt;
:In Warnemünde wurden 74 der 150 Häuser des Ortes zerstört.&lt;br /&gt;
:In hiesiger Gegend soll ein großer Theil der Waldung unter Wasser gestanden haben, ja es soll das Wasser in Niederungen bis Blankenhagen  vorgedrungen seyn. Die Wasserhöhe des Maaßes war 14 Fuß &#039;&#039;(rund 4,60 m)&#039;&#039; über den mittlern Stand gestiegen. Die Meierey auf dem Moorhof (vorh. Moor genannt) stand völlig im Wasser, Pferde und Ochsen ertranken, die Bewohner saßen 3 Tage im Dach auf dem Heu. Zu Warnemünde wurden von 150 dortigen Häusern 18 an der Düne gänzlich weggerissen und 74 stark beschädiget ; viele Schiffe zertrümmert. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1628, 15. Februar&lt;br /&gt;
:Warnemünde durch den wallensteinschen Oberst St. Julian besetzt. Bau einer Schanze. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1628, 9. März&lt;br /&gt;
:Warnemünde wird durch dänische Kriegsschiffe blockiert und bombardiert. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1631, Juli/August&#039;&lt;br /&gt;
:Angriff der kaiserlichen und der herzoglichen Truppen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 27. August Eroberung der Schanze durch Herzog Johann Albrecht und Oberst Lohausen. Abzug der Kaiserlichen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 28. August Die Schweden besetzen die Schanze allein. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 30. August Der schwedische Generalkommissar Erik Anderssen richtet im Einverständnis mit den aus der Verbannung zurückgekehrten Herzögen eine Zollstelle in Warnemünde ein. Sie bestand mit Unterbrechungen bis ins 18. Jahrhundert. (KFC) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1632, 29. Februar&lt;br /&gt;
:Durch Vertrag zwischen Gustav Adolf und den mecklenburgischen Herzögen bleibt der schwedische Zoll in Warnemünde bestehen. Schweden halten die Schanze besetzt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1634, 3. Nov.&lt;br /&gt;
:Die Vernehmung einiger Warnemünder Fischer durch die Gewettsherren beweist, daß man noch damals nach Falsterbo zum Heringsfang zog und daß die Warnemünder verpflichtet waren, ihn mitzumachen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1637, 29. April&lt;br /&gt;
:Ausbesserung der Schwedenschanze (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1638, 11. März&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze den Kaiserlichen übergeben. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1639, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze den Rostockern demoliert, aber gleich darauf von den Schweden zurückerobert und wieder hergestellt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1646, 1. und 7. März, sowie 1647, 7. Jan.&lt;br /&gt;
:Mandate gegen das Karpfen und Hecht angeln. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
:Westphälischer Friede. Vergebliches Bemühen der Stadt Rostock, den Warnemünder Schwedenzoll zu beseitigen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1660 8. März&lt;br /&gt;
:Im schwedisch-polnischen Krieg Besatzung der Schwedenschanze von kaiserlichen Truppen zur Übergabe gezwungen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 23./24. März&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze von den Kaiserlichen unter Montecuculi zerstört. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 19. April &lt;br /&gt;
:Die kaiserlichen Truppen ziehen aus Warnemünde ab. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1661 Juni&lt;br /&gt;
:Die Schweden bauen eine neue Schanze auf der Ostseite von Warnemünde beim Zimmerhof. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1664, 12. Febr.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot, daß aus der See kommende Schiffe in Warnemünde liegen bleiben, dort löschen und laden und Zimmern laßen, ohne mit ihren Waaren an die Stadt zu kommen.&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1665 25. März&lt;br /&gt;
:Die Schweden vertreiben die Rostocker Stadtsoldaten aus der Vogtei. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1665, 23. Sept.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot der Leinenweberei in Warnemünde&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1666, 31. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wiederholung des Mandats vom 12. Febr. 1664 mit Zusatz über die dem Vogt von den Schiffen zu zahlenden Gebühren.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1667, 20. Aug.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder werden an die alte Observanz (1359, 18. Dez.) erinnert, wonach sie jederzeit Fuhren und Hülfe bei den notwendigen Bauten zu leisten haben. Wenn sie sich darin willig zeigen, wird ihnen das Aalstechen auf dem Breitling bis nach Großen Klein (mit gewissen Einschränkungen) sowie das Obstverfahren mit kleinen Böten gestattet, falls sie das Obst in Rostock einkaufen. Auch soll ihnen erlaubt sein, Rostocker Bier und Gartengewächse über die See in einige Klipphäfen zu bringen. (KFC) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1667, 19. Dezember&lt;br /&gt;
:Feststellung, wieviel Bootsschiffer in Warnemünde wären und wieviel Lotsen ihre Böte tragen könnten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1668, 13. April&lt;br /&gt;
:Wiederholung des Verbots der Leinenweberei in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1668, 14. April&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Mandat betreff die Schonzeit für Wild und Vögel&amp;quot; (vgl. 1606, 18. Mai); &amp;quot;Verbot des Brachens (Kalfaterns), Bauens und Klopfens an den Schiffen während Barsche, Brachsen und andere Fische einziehen.&amp;quot;; &amp;quot;Verbot Schweine frei umherlaufen zu lassen&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1669, 7. Nov.&lt;br /&gt;
:Erneutes Verbot des Fischharkens. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1669, 7. und 20. Nov.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot die Krüge bis in die Nacht offen zu halten.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1672, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot für die Warnemünder, Mehl von fremden Müllern zu kaufen. Das Mehl soll in der Stadt gemahlen und in der Stadt die Accise davon entrichtet sein.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1673, 11. Febr.&lt;br /&gt;
:Auf E.E. Rats Dekret ermahnen die Gewettsherrn den Vogt, auf das Brotbacken beßer Obacht zu geben. Er erklärt, sein Bestes zu tun aber nicht verhindern zu können, wenn die Leute in der Stadt backten. Es soll offenbar in Warnemünde in den dortigen Backstuben gebacken werden. (Vgl. 1679, 29.März) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1673, 29. März&lt;br /&gt;
:Ratsdekret, wonach die Fuhren nach Dänemark und andern Orten von den Warnemündern der Reihe nach besorgt werden sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675 16./17. Juli&lt;br /&gt;
:Die neue Schwedenschanze von den Brandenburgern besetzt. Die Gewettsherren ergreifen vom Vogtei-Gebäude wieder Besitz. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1676 Januar&lt;br /&gt;
:Warnemünde geht durch Vertrag an die Dänen über; die Schanze im Osten wird geschleift. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1676,19. Dec.&lt;br /&gt;
:Feststellung, wievielBoootsschiffer in Warnemünde wären und wieviel Lotsen ihre Böte tragen könnten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1677, 26. Januar&lt;br /&gt;
:E.E.Ratsordnung für Warnemünde; sie enthält mehrere Paragraphen über anständiges Benehmen auf der Vogtei, Bestimmungen über die Nachtwache, das Verbot, Vieh auf die Hegewiesen zu treiben, die Mahnung zur Ordnung beim Lotsen- und Bergungsdienst sowie beim übersetzten von Reisenden nach Dänemark u. A. . (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 7. Januar&lt;br /&gt;
:Festsetzung über Fracht- und Fuhrlohn für Überfahrten nach Dänemark (Gjedser). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 29. Mai&lt;br /&gt;
:Gewettsdekret, das u.A. einschärft, &amp;quot;das Brod nach altem Herkommen in Warnemünde im Vogteibackhause und nicht in Rostock backen zu laßen.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 25. Juni&lt;br /&gt;
:Revision der Gewichte der Warnemünder Händler durch den Gewettsdiener. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1680, 5. Febr.&lt;br /&gt;
:Regelung der Warnemünder Bootfahrt mit Passagieren nach Dänemark und Schonen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 12. Febr.&lt;br /&gt;
:Besichtigung von Warnemünde durch den schwedischen Generalfeldmarschall Graf Königsmarck wegen Wiedereinrichtung des Zolls. Protest der Stadt Rostock. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 5. März&lt;br /&gt;
:Ein schwedisches Kriegsschiff erscheint in Warnemünde, um den Zoll wieder zu erheben. Die Stadt Rostock verweigert die Öffnung des Hafenbaumes. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 12. April&lt;br /&gt;
:Verhandlungen des Gewetts mit dem schwedischen Kapitän und dem Licentmeister. Der Kapitän erklärt, er bleibe solange vor Warnemünde liegen um den Zoll zu erheben, bis dafür andere Vorkehr getroffen sei. Der Licentmeister erklärt, er habe den Zoll in derselben Weise zu erheben wie bis 1671 geschehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 3. Mai&lt;br /&gt;
:Auf die Klagen der Rostocker Fischer, daß der Brachsenfang von Warnemünde sehr gestört würde, weist das Gewett den Vogt an, den Warnemündern das Fischen &amp;quot;Vor der See&amp;quot; und im Strom und die Zimmerei an Schiffen zu untersagen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1682, 12. Januar&lt;br /&gt;
:Hochzeitsordnung für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1682, 21. Febr.&lt;br /&gt;
:Verordnung des Gewetts wonach, wer in Warnemünde Bier &amp;quot;einlegen&amp;quot; will, es beim Vogt anmelden und der Stadt die Accise entrichten muß. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;dto.&lt;br /&gt;
:Jürgen Knutsen wird in Warnemünde als Frei-Leinenweber zugelassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 4. Mai&lt;br /&gt;
:Befehl an den Vogt, seiner Instruktion gemäß darauf zu achten, daß die Schiffe den Ballast ein Stück Weges von den Dünen und dem Bollwerk entfernt auswerfen lassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 18. Juni&lt;br /&gt;
:Ratsdekret, wonach die Schiffer in Warnemünde, deren Böte mehr als 2 Last Güter fahren können, solche sofort &amp;quot;hinweg thun&amp;quot; oder aber nach Rostock ziehen sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 29. Juni&lt;br /&gt;
:Unter dem Vorsitz des Gewetts vergleichen sich die Warnemünder Fischer und Schiffer mit den Deputierten des Schonenfahrergelags und sämtliche Rostocker Kaufleuten und Seefahrern wegen der beim Aus- und Einbringen von Schiffen und Leichtern durch die Warnemünder zu erhebenden Gebühren. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, Oktober&lt;br /&gt;
:Wird in Warnemünde ein Bürger und Krämer erwähnt, woraus hervorgeht, das damals in unserem Hafenorte nicht bloß Haken (von Höker = Händler, der auf der Straße oder in einer Bude Waren mit geringem Umsatz verkauft, Kleinhändler) sondern mindestens auch ein Krämer geduldet wurde. Die &amp;quot;Freyhakerey&amp;quot;, d.h. der Handel mit allerhand &amp;quot;Hakenwaaren&amp;quot; wie Hering, Butter, Käse, Fischwerk, Talglichten und dergleichen wurde vom Gewett häufig in Warnemünde vergeben und zwar meist auf Lebenszeit nicht nur für de Antragsteller, sondern auch für dessen Frau. Grade über die vielen Höker klagt obiger Krämer, daß sie ihm das Geschäft verderben. Er hat deshalb den Thranverkauf mit aufgenommen. Dies aber wollen die Rostocker Schuster wieder nicht leiden, und so bekommt die Sache zur Entscheidung vor das Gewett. Letzteres entscheidet für den Krämer (Johann Jörcke) und verleiht ihm &amp;quot;die freyheit mit thran zu handelen&amp;quot; da Jörcke einmal &amp;quot;ein fast abgelebter alter Mann&amp;quot;, ferner der Thranhandel in Warnemünde nicht der Schusterrrolle wiederspreche und endlich Warnemünde zwei Meilen von der Stadt entfernt sei, so daß Jörckes Handel mit &amp;quot;Thran wahren&amp;quot; dem Schusteramte nicht schaden könne. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 16. Nov.&lt;br /&gt;
:wird der Wismarsche Barbiergeselle Hinrich Roth &amp;quot;in betracht desselben wohl erlernten und geübten Chirurgiekunst auf Fürbitte seines Stiefvaters,&amp;quot; eines Warnemünder Bürgers, vom Gewett als &amp;quot;Frey Barbier&amp;quot; in Warnemünde zugelassen. (Ein Barbier kommt in Warnemünde schon 1577 vor. 1819 wird später darüber geklagt, daß in Warnemünde kein Chirurg sei.) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700, vor dem 20. Sept.&lt;br /&gt;
:Brand in Warnemünde bei dessen Bekämpfung Rostocker Stadtsoldaten mitgeholfen haben, weshalb ihnen durch Ratsdekret vom 20. September eine Belohnung zugesprochen wird. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1716&lt;br /&gt;
:Peter der Große mit einer Flotte vor Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1718, 26. Februar&lt;br /&gt;
:Brand in Warnemünde durch den 20 Häuser zerstört werden. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1721&lt;br /&gt;
:4. Juli - Verordnung daß zu Warnemünde, wie auch auf der Stadt und Hospital-Dörfer kein ander als Rostocker Bier verschenkt werden soll. (UA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1729, 21. April&lt;br /&gt;
:E.E. Raths-Verordnung  &amp;quot;Wie es zu Warnemünde mit Ein- und Ausbringung frembder Schiffe und Fahr-Zeuge, im gleichen mit Lösch- und Beladung  der auff der Rhede liegenden, und dann auch mit gestrandeten Schiffen, deren Waaren und Gütern gehalten werden soll.&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1735, Mai&lt;br /&gt;
:Während der Wirren unter Karl Leopold und Christian Ludwig ließ letzterer als Kaiserlicher Kommissar Warnemünde von Schwarzburger Kommissionstruppen besetzen, mußte dieselben aber auf Beschwerde der Stadt wegen Verletzung ihres Garnisonsrechtes wieder zurückziehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1740&lt;br /&gt;
:ging der Schwedenzoll zu Warnemünde in den Pfandbesitz des Herzogs Carl Leopold über.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1755&lt;br /&gt;
:Vermessung Warnemündes und Aufstellung eines Feldregisters durch den &#039;&#039;&#039;Stadtkassen Sekretär Tarnow&#039;&#039;&#039;. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1756, 27. Januar&lt;br /&gt;
:Gewettsverordnung : Fremde Schiffe müssen während der Winterlage in Warnemünde vom Bollwerk abbleiben. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767&lt;br /&gt;
:Durchbruch der See auf der Ostseite.&#039;&#039;(Hohe Düne)&#039;&#039; (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1769, 27. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Bürgerschaft erhält vom Rat die Erlaubnis, eine neue Schule einzurichten, da der Küster im Rechnen und Schreiben nicht gehörig unterrichten kann.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1779, 18. Febr.&lt;br /&gt;
:Gesuch der Warnemünder, die neu zu erbauenden Häuser nicht zwischen Vorder- und Hinterreihe setzen zulassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1781, 25. Mai&lt;br /&gt;
:&amp;quot;E.E.Raths der Stadt Rostock Lotsen-Ordnung für den Hafen Warnemünde.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1782, 17. Juli&lt;br /&gt;
:Ratsverordnung wegen des von den kleinen Schiffen zu erlegenden Lotsengeldes. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784&lt;br /&gt;
:Vorschlag des Warnemünders Joh.Lange zwischen der Vorderreihe und dem Bollwerk eine Reihe von Querhäusern errichten zu lassen, da sich sonst keine geeigneten Bauplätze fänden. - Abschlägiger Bescheid trotz mehrfacher Wiederholung. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784, seit 19. Januar&lt;br /&gt;
:Verbote, die neu zu erbauenden Häuser in Warnemünde mit Stroh zu decken. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784, 6. Okt.&lt;br /&gt;
:Verordnung, daß die fremden Schiffe nur in Rostock Winterlager halten dürfen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1785, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:Verordnung daß die Warnemünder nicht mit eigenen Schiffen Schiffahrt treiben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796, 15.Jan.&lt;br /&gt;
:E.E.Rat schlägt der Bürgerschaft die Anstellung eines Dünenwächters zur Bewachung der Warnemünder Dünen vor. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1797, seit&lt;br /&gt;
:wurden besonders auf den Rat des Prof. Dr. Franz Christian Lorenz Karsten, Anpflanzungsversuche auf den Dünen zwischen Warnemünde und Diedrichshagen gemacht. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, Ende April, Anfang Mai&lt;br /&gt;
:Forstinspektor Becker schickt seine Waldarbeiter aus der Rostocker Heide nach Warnemünde um 4000 Akazien (&amp;quot;Scheinakazien&amp;quot;= Robinien) sowie eine ungezählte Anzahl an Weiden und Pappeln zu pflanzen. (KFC) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 24. Juli&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Instruktion für den Dünenwärter&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1800&lt;br /&gt;
: Johann Christian Friedrich Wundemann erwähnt Warnemünde in dem 1800 erschienenen 1.Teil seines Buches &amp;quot;Mecklenburg in Hinsicht auf Kultur, Kunst und Geschmack&amp;quot; nur als Ausflugsort der Rostocker, ohne des Seebades zu gedenken. Warnemünde wurde demnach damals noch nicht als Badeort benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug daraus]]  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801&lt;br /&gt;
:lag die englische Flotte unter Admiral Nelson während des dänischen Feldzuges und dem Kopenhagen-Bombardement zur Verproviantierung vor Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802&lt;br /&gt;
:Verhandlungen über die Bebauung des Ostufers, weil es auf dem Westufer an Bauplätzen mangele. - Der Rat beschließt laut Decret vom 3. November 1802, die Sache vorläufig auf sich beruhen zu lassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802, 30. Nov.&lt;br /&gt;
:Der Rat erläßt eine revidierte Lotsenordnung für den Hafen Warnemünde nebst Erläuterungen dazu. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1803, 26. Juni&lt;br /&gt;
:Schweden verzichtet endgültig auf den Warnemünder Zoll. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1804, 28. März&lt;br /&gt;
:Verordnung wegen des von den Schiffern zu entrichtenden Ballast- und Baggergeldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806, 2. Januar&lt;br /&gt;
:Ratsordnung betr. des Ballastgeldes für Warnemünde und die Rhede.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806, 21. November/19. Dezember&lt;br /&gt;
:Einführung der Kontinentalsperre, Sperrung der mecklenburgischen Häfen. (Warnemünde ist dann abwechselnd bis 1812 von französischen und mecklenburgischen Truppen besetzt, um die Sperre durchzuführen.) (KFC) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1809, 25. Mai&lt;br /&gt;
:Alle in Warnemünde befindlichen Schiffe werden durch das Schillsche Corps beschlagnahmt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;26. Mai&lt;br /&gt;
:Holländische Truppen als Verfolger der Schillschen Truppen in Warnemünde. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1810, 4. Juni&lt;br /&gt;
:schoß die auf der Rhede liegende engl. Fregatte Fishguard einen 16Pfünder auf Warnemünde ab, da der franz. Kaper Turet dort ein beschlagnahmtes Schiff mit engl. Waren eingeschleppt hatte. Die Kugel durchdrang das Kirchendach und fiel im Garten eines Hauses am südl. Ende der Hinterreihe zu Boden. &lt;br /&gt;
:Sie hat ein Kaliber von ca. 10cm und wiegt 17kg. Sie befindet sich im Warnemünder  Museum. (KFC Wmde I p26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1811, 5. April&lt;br /&gt;
:ordnet der Marschall Eckmühl den Bau von zwei Batterien bei Wismar und in Warnemünde an, die nach Art von Redouten in der Mitte ein Blockhaus, ringsherum Gräben erhalten sollten.(BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1812, 2. März&lt;br /&gt;
:Die Batterien in Warnemünde von den französischen Truppen den mecklenburgischen Truppen übergeben. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- Juli&lt;br /&gt;
:Für das französische Militär muß eine Warmbadeanstalt errichtet werden. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813, 23. März&lt;br /&gt;
:Aufhebung der Kontinentalsperre; Öffnung der Häfen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- August&lt;br /&gt;
:Die englische Flotte auf der Warnemünder Reede. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 26. August&lt;br /&gt;
:die Engländer zerstören und sprengen Blockhaus und Redoute. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
;1817&lt;br /&gt;
:Das Warnemünde von den Einheimischen bereits als Seebad benutzt ward, ergiebt sich aus den Erinnerungen des Forstinspectors Becker. Dieser schreibt 1817: &amp;quot;Im Junius hielten wir uns vier Wochen zu Warnemünde auf und badeten.&amp;quot; (das Baden in der Ostsee betrieb Becker bereits nachweislich spätestens ab 1798, als er dazu Baderegeln veröffentlichte. Ob er da bereits in Warnemünde weilt ist bislang offen.)(BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:War Warnemünde nach einem Aufsatze des Prof. G.H. Masius ohne alle ärztliche und wundärztliche Hilfe. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 24. Mai&lt;br /&gt;
:Verordnung Betreffs die Anmeldung der Fremden, auch diejenigen, die als Badegäste kommen. - Es waren in Warnemünde in diesem Jahre schon über 100 Badegäste (Formey, &amp;quot;Die Seebäder und Heilquellen zu Doberan und Warnemünde im Sommer 1822&amp;quot; in Hufelands &amp;quot;Journal der praktischen Arzneykunde&amp;quot; Bd.55, Stück 4.) Über die Badeeinrichtung heißt es ebenda: &amp;quot;Weder Badewagen, noch irgend eine zur Bequemlichkeit der Badenden  gereichende Vorkehrung ist vorhanden. Jeder Badelustige eilt in den Fluten des offenen Meeres um Erquickung oder Heilung zu finden. Der Ort ist ein Eigenthum der Stadt Rostock, dessen Magistrat, um alle Rivalität mit dem fürstlichen Doberan zu vermeiden, jede dahin lockende Einrichtung absichtlich unterläßt. Dessen ohngeachtet nimmt die Frequenz der Badegäste mit einem jeden Jahre zu.&amp;quot; &amp;quot;Dieser Badeort ziehet durch seine Lieblichkeit und die Ruhe, die dort herrscht, alle diejenigen hin, welche entfernt vom prachtvollen Geräusche Doberans die Seebäder im Genusse der schönen Natur gebrauchen wollen.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:Erscheint zu Ehren von Prof. F.C.L. Karsten ein Kupferstich mit Rostocker Landschaftsbildern, auf dem auch der Entwicklungsstand der 1799 in Warnemünde gepflanzten Robinien-Bestände dargestellt ist. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825&lt;br /&gt;
:Stiftung des Gewettssekretärs Karsten für Wittwen und Waisen verunglückter Warnemünder. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1827, 14. Juni&lt;br /&gt;
:Besuch des Großherzogs Friedrich-Franz I. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1828&lt;br /&gt;
:Errichtung eines Damenbades &amp;quot;aus zwei geräumigen Badehäuschen bestehend&amp;quot; auf den sogenannten Kisten an der Ostseite edes Hafens, und zwar als Privatunternehmen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1830-1850&lt;br /&gt;
:In den Jahren 1830 bis Anfang 1850 wurden die Dünen in Warnemünde geebnet, die Täler ausgefüllt, wuchsen ganz neue Häuserreihen zweistöckig, &amp;quot;modern&amp;quot;, empor, und wurden die neuen Gasthäuser, der Pavillion, das Gesellschaftshaus und Hübners-Hotel, angelegt. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 23. Febr.&lt;br /&gt;
:weist das Gewett in einem Bericht noch auf das Fehlen ärztlicher Hilfe hin. - Seit ca. 1831 war dann Friedrich Wilhelm Schütz praktischer Wundarzt und Geburtshelfer daselbst. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:wird die Dünen-Pflege durch das Bauamt übernommen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1834, 24. Juni&lt;br /&gt;
:Eröffnung der Dampfschiffahrt zwischen Rostock und Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Dr. Schütz lässt ein Warmbadehaus im Ortszentrum errichten. &lt;br /&gt;
:Die Zahl der Badegäste steigt infolgedessen in diesem Jahre schon auf über 1000 Personen.(KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1835, 22. April&lt;br /&gt;
:Der Rat publiziert eine neue Lotsenordnung für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1835&lt;br /&gt;
:Bau eines Herrenbades (auf der Höhe des 1853 erbauten Hotels Hübner) und eines Damenbades (auf der Höhe des heutigen Kurhauses) mit Zellen für jeweils 20 Personen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837, 8. Oktober&lt;br /&gt;
:Durchstich des Pagenwerders vom Breitling zum Warnemünder Strom vollendet. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1843&lt;br /&gt;
:In den letzten Jahren waren durchschnittlich 1400 Badegäste in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1853, 14. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;E.E. Raths der Stadt Rostock Hafen-Ordnung&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1857, 15. April&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Datei:Wmde_Schiffsungl%C3%BCck_Laager_Anzeiger_April_1857.jpg Schiffsunglück auf der Warnow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1859, seit&lt;br /&gt;
:besteht die Chaussee-Verbindung Rostocks mit Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1860&lt;br /&gt;
:Der Jurist Moritz Wiggers veröffentlicht seine Verteidigungsschrift [https://books.google.de/books?id=XyFWAAAAcAAJ&amp;amp;dq=moritz%20wiggers%20warnem%C3%BCnde&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP7#v=onepage&amp;amp;q=moritz%20wiggers%20warnem%C3%BCnde&amp;amp;f=false|&#039;&#039;&amp;quot;Nothwendigkeit einer gründlichen Reform der wirtschaftlichen Zustände in dem Hafenorte Warnemünde - Eine Verteidigung der Rechte der Warnemünder Bürgerschaft vom geschichtlichen, staatsrechtlichen und volkswirtschaftlichen Standpunkte&amp;quot;&#039;&#039;] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863&lt;br /&gt;
:Warnemünde erhält eine Telegraphenstation. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1865&lt;br /&gt;
:Einführung der Straßenbeleuchtung in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1866&lt;br /&gt;
:Verlegung des Herrenbades nach Westen (auf die Höhe des heutigen Hotels &amp;quot;Neptun&amp;quot;). (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1866-1871&lt;br /&gt;
:Bau der neuen Kirche. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1867&lt;br /&gt;
:Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger stationiert in Warnemünde 2 Rettungsboote nebst Raketenapparat. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1867, seit&lt;br /&gt;
:Wird wegen der Erbauung eines neuen Leuchtturmes verhandelt und die Platzfrage erwogen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1870/71&lt;br /&gt;
:Während des Deutsch-Französischen Krieges wird der Warnemünder Hafen zeitweilig von einer französischen Panzerschiffs-Flotte blockiert.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsches Reich bis 1918===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, 12./13. November&lt;br /&gt;
:Große Sturmflut, die viel Schaden anrichtet, u.a. Zerstörung aller Bäder. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1873&lt;br /&gt;
:Wiederaufbau beider Bäder an den vorherigen Standorten. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1874&lt;br /&gt;
:Abbruch der alten Kirche. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1875&lt;br /&gt;
:Beim Kaisermanöver war Flottenparade vor Kaiser Wilhelm I. auf der Warnemünder Reede. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1876&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;alte Kirchhof am Strande&amp;quot; wird geschlossen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1886&lt;br /&gt;
:[[Warnemünde erhält Straßennamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:Eröffnung des neuen Hafenbassins beim Bahnhof. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903&lt;br /&gt;
:Das alte Tief (ostwärts bei der Hohen-Düne) wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:Der alte Friedhof wird eingeebnet und in eine Parkanlage verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910, Januar&lt;br /&gt;
:Baubeginn der Strandbahn auf der Hohen Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1918, 5. November&lt;br /&gt;
:Torpedoboote der aufständischen Kieler Schul-Halbflottille laufen unter roter Flagge in den Warnemünder Hafen ein. Deren Obermaate berufen in den Warnemünder Marineeinrichtungen Versammlungen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;6. November&lt;br /&gt;
:Auf die Kieler Initiative hin gründet sich ein Soldatenrat, die Matrosen der Flugzeugstation, der Vorpostenhalbflottille &amp;quot;West&amp;quot; und der 7. Halbflottille weigern sich in See zu gehen und noch länger Dienst zu tun. (RA 8.11.1918)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsches Reich bis 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;alte&amp;quot; Teepavillon mit Terrassen und Kuppeldächern entsteht neben dem Warnemünder Leuchtturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940, 3. Juli&lt;br /&gt;
:Erster alliierter Bombenangriff auf Warnemünde. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, April&lt;br /&gt;
:Bombardement auf Rostock und Warnemünde. Brände, Zerstörung und Verwüstung am Güterbahnhof, Hotel Reichshof und den Arado- sowie Heinkel-Flugzeugwerken. Eine Brandbombe trifft die Kirche und es kommt zu Brandschäden am Kircheninventar. Im Ergebnis werden der Christophorus und der Danziger Flügelaltar nach Hanstorf ausgelagert. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, 8./9. Mai&lt;br /&gt;
:alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, 7./8. September&lt;br /&gt;
:alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943, 23. Juli&lt;br /&gt;
:Die US-Airforce bombardiert Warnemünde zum wiederholten Male (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943, 29. Juli&lt;br /&gt;
:Alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1944, 9. April&lt;br /&gt;
:Alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 22. April&lt;br /&gt;
:Die beiden letzten Maschinen der Lufthansa, zwei JU-52 starteten aus dem eingekesselten Berlin schon unter Beschuss durch sowjetische Truppen. Dort unmittelbar vor der Eroberung des Rollfeldes gestartet erreichen sie Warnemünde. Sie konnten noch sicher und heil auf dem Fliegerhorst landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1. Mai&lt;br /&gt;
:Ein Feuer zerstört den (alten) &amp;quot;Teepott&amp;quot; (Teepavillon)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Heinkel Betriebsgelände auf der Hohen Düne um 1927.jpg|Das Heinkel-Betriebsgelände um 1927 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde US Airforce 23.7.1943.jpg|US-Airforce Aufklärung des Bombardements vom 23.7.1943 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:US Luftbild 27 B17 Warnemünde Angriff 29 7 1943 95th 100th BG a.JPG|US-Airforce 27 amerikanische B-17 Bomber im Anflug auf Warnemünde beim Bombardement vom 29.7.1943 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR bis 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1947, 13. Mai&lt;br /&gt;
:Der ausgelagerte Altar und die Christophorus-Plastik werden vom Auslagerungsort Hanstorf geholt und wieder in die Kirche gebracht. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1968&lt;br /&gt;
:Anlässlich des 750. Geburtstages von Rostock lässt die Stadt den Teepott als Hyparschalen-Bau errichten. Maßgeblich unter der Leitung von Architekt Ulrich Müther und Stadtplaner Erich Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde seit der Wiedervereinigung===&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
:Der Teepott wird geschlossen, geht in Privateigentum über und steht 10 Jahre leer. Ein geplanter Abriss wird jedoch verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2001/02&lt;br /&gt;
:Die Übernahme durch Rostocker Gastronomieunternehmer und einem Bauunternehmer erfolgt.&lt;br /&gt;
:Es folgt die Entkernung und der Umbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2015&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen Scanhaus Marlow kauft den Teepott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018&lt;br /&gt;
:Verleihung des Titels &amp;quot;Historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieur-Baukunst&amp;quot; wird dem Teepott zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018, 22. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Umbau des Warnemünder Bahnhofs wird begonnen (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2019, 17. Januar&lt;br /&gt;
:Die RoRo-Fähre der Reederei Transfennica gerät beim Einlaufen in der Hafeneinfahrt auf Grund und legt sich quer zwischen Ost- und Westmole, so das der gesammte Schiffsverkehr unterbrochen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2023/2024===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 1.September&lt;br /&gt;
:Im Rahmen des planmäßigen Aufbaus des Marine-Arsenals am ehemaligen MV-Werften-Standort wird die ehemalige Fregatte &amp;quot;Köln&amp;quot; im Trockendock saniert, zudem das Taucherschulboot &amp;quot;Baltrum&amp;quot;, das Wohnboot &amp;quot;Knurrhahn&amp;quot; und das Ex-Minenjagdboot &amp;quot;Auerbach&amp;quot;. Etwa 450 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt.&lt;br /&gt;
:Zudem laufen Verhandlungen, dass das belgische Unternehmen &amp;quot;Smulders&amp;quot; auf einem Teil des Werftgeländes, dass das Bundesverteidigungsministerium für das Marinearsenal gekauft hatte, Plattformen für die Offshore-Windbranche gebaut werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 4. September&lt;br /&gt;
:Der traditionsreiche Warnemünder Fischkutter &amp;quot;Chemnitz&amp;quot; wird wegen mangelnder Seetüchtigkeit von einem Schlepper in die Werft Rammin nach Barth begleitet. Zeitpunkt für Rückkehr nach Sanierung ungewiss. In den letzten Jahren wurden bereits die Kutter &amp;quot;Ueckermünde&amp;quot;, &amp;quot;Hanno Günther&amp;quot;, Zufriedenheit&amp;quot;, &amp;quot;Barth&amp;quot; und &amp;quot;Doberan&amp;quot; verschrottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 9. September&lt;br /&gt;
:Mit einem Fest wird das 120-jährige Brückenjubiläum gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 16. September&lt;br /&gt;
:Am Riesenrad auf der Warnemünder Mittelmole wird das Oktoberfest mit dem traditionellen Fassanstich eingeläutet. Die Bayrischen Wochen dauern hier noch bis zum 8. Oktober.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 22. September&lt;br /&gt;
:Bei einem Besuch im Marinearsenal Warnemünde gab Verteidigungsminister Bois Pistorius &amp;quot;grünes Licht&amp;quot; für die Ansiedlung des belgischen Stahlbauunternehmens Smulders für den Bau von Konverterplattformen in direkter Nachbarschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 26. September&lt;br /&gt;
:Der Stelzenbagger &amp;quot;Nicolaj SAJ&amp;quot; beendet die mehrwöchigen Ausbaggerungsarbeiten im Bereich der Warnemünder Westmole. Aus der sog. &amp;quot;Sandfalle&amp;quot; wurden ca. 45.000 m³ Sand ausgehoben. Diese hält die durch die Küstenströmung mitgeführten Sedimente zurück um eine Versandung des Fahrwassers zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. September&lt;br /&gt;
:Vom 29.09. bis 3.10. finden bereits zum elften Mal die &amp;quot;Stephan-Jantzen-Tage&amp;quot; in Warnemünde statt. Organisatoren der Veranstaltungen zu Ehren des legendären Warnemünder Seenotretters sind Andreas (Doc) Buhse und Knut Linke von der Agentur Kulturmeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. September&lt;br /&gt;
:Auf der Hohen Düne übergibt Fregattenkapitänin Bianca Seifert am 29.09.23 nach gut 22 Monaten das Kommando über die Besatzung der Korvette &amp;quot;Bravo&amp;quot; an den 34-jährigen Korvettenkapitän Benjamin Bachmann ab. Bianca Seifert war die erste Kommandantin einer Korvette der Deutschen Marine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 30. September&lt;br /&gt;
:8. Ehrenamtsball der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und des Landkreises Rostock für Ehrenamtliche im Bereich der Behindertenhilfe, chronischen Erkrankungen und Selbsthilfe im Kurhaus Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Saisonende für die Rettungsschwimmer*innen und ihre wichtige eherenamtliche Arbeit an den Rostocker Stränden. In diesem Jahr gab es 328 Einsätze, davon 52 im Rettungsdienst. 21 Mal mussten Menschen aus der Ostsee gerettet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Oktober&lt;br /&gt;
:Beginn der Sanierungsarbeiten des Liegeplatzes (LP 23) des Seenotrettungskreuzers der DGzRS am Westufer des Alten Stromes. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2024 geplant und soll ca. 1,1 Mio € betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Verein &amp;quot;Tiere in Not Warnemünde&amp;quot; begeht sein 30. Jubiläum, den Barbara Linkis (84) seinerzeit gründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 7. Oktober&lt;br /&gt;
:1. Rostocker Blaulichttag am 7. Oktober in Warnemünde&lt;br /&gt;
:Um über die Tätigkeiten der Blaulichtorganisationen in Rostock zu informieren, findet erstmals diese Veranstaltung auf der Promenade, dem Leuchtturmvorplatz in Warnemünde sowie am Hauptturm der Wasserwacht, Höhe Hotel Neptun, statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 9. Oktober&lt;br /&gt;
:Als 70.000. Besucher auf dem Warnemünder Leuchtturm wird der 14-jährige Dresdner Robert Klaus durch die Schatzmeisterin Ingelore Morenz und Andreas Herpoldt vom Leuchtturmverein begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 13. Oktober&lt;br /&gt;
:Als 10.000. Gast des Jahres wird der Magdeburger Karl Geßler (80) willkommen geheißen. Er weilte mit seiner Frau Doris und Freunden zu einem Urlaub in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 14. Oktober&lt;br /&gt;
:In Warnemünde findet das 25. Kutterpullen statt. Bereits zum 2. Mal findet es am südlichen Ende des Alten Stromes statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 19. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Leuchtturmverein feiert im Kurhaus gemeinsam mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt den 125. Geburtstag des Warnemünder Leuchtturmes.&lt;br /&gt;
:Die Verleger Matthias Redieck und Achim Schade editieren dazu eine Sonderausgabe des Tidingsbringers &amp;quot;30 aus 125&amp;quot;  30 Geschichten aus 125 Jahren.&lt;br /&gt;
:Bis zum Jubiläum hatte der Leuchtturm über das Jahr 70 000 Besucher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 20. und 21. Oktober&lt;br /&gt;
:Eine schwere Strumflut wütet an der westlichen Ostseeküste. Auch Rostock trifft Starkregen. Der Wasserstand der Warnow am Mühlendamm zeigt beispielsweise ein Plus von 1,52 Metern über Null. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 21. Oktober&lt;br /&gt;
:Pflanzaktion in der Rostocker Heide: Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück nimmt als Schirmherrin daran teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 23. Oktober&lt;br /&gt;
:Baustart für die langerwartete Umgestaltung des Warnemünder Georginenplatzes. Das Grünamt will im Zuge dieser Maßnahme die Versiegelung des Platzes mit Betonplatten und -mauern aufheben. Stattdessen soll ein geschwungener, naturverträglicher, wassergebundener Weg entstehen, sowie Schmuckbeete mit Dahlien (früher Georginen) angelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 25. Oktober&lt;br /&gt;
:Wegen dringender Wartungs- und Reparaturarbeiten muss die 120 Jahre alte historische Drehbrücke über den Alten Strom eine knappe Stunde gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 27. Oktober&lt;br /&gt;
:Vom 27.10. bis 04.12.2023 ist der Zugverkehr zwischen Rostock und Warnemünde unterbrochen und wird durch Schienenersatzverkehr (SEV) sichergestellt. Grund sind Gleisarbeiten zur Modernisierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur. Die Fahrzeit des SEV beträgt 50 statt 21 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. Oktober&lt;br /&gt;
:Mit dem Anlegen der AidaMar geht die Kreuzfahrtsaison 2023 in Warnemünde zu Ende. In dieser Saison gingen lauf Rostock-Port 411.000 Kreuzfahrtgäste bei 133 Schiffsanläufen mit 30 Kreuzfahrtschiffen an und von Bord. Dies waren 6 Anläufe weniger als 2022 aber 40% mehr Kreuzfahrtgäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 31. Oktober&lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Rostocker Eisbademeisters&amp;quot; starten am Warnemünder Strand in ihre neue Badesaison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Ende Oktober&lt;br /&gt;
:Beginn des Abrisses des ehemaligen Ärztehauses Wachtlerstraße 11. Durch die Wiro soll auf diesem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit 9 Mietwohnungen zwischen 80-125 m² errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Ende Oktober&lt;br /&gt;
:Heinz Plautz, Gründungsmitglied des Leuchtturmvereins tritt nach 30 Jahren aktiver Vereinsarbeit und einem Alter von 87 Jahren vom aktiven Dienst am Leuchtturm zurück, bleibt aber dem Verein weiter erhalten. Mit seinem zeichnerischen Talent hat er von allen seinen Kollegen eine Portraitzeichnung angefertigt, wie auch von dem verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Klaus Möller und dem amtierenden Vorsitzenden Mathias Stagat. Mehr als 100 großformatige Banner hat er für die beliebten Leuchtturm-Hochzeiten gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 19. November&lt;br /&gt;
:Im Stephan-Jantzen-Park Warnemünde findet eine Gedenkstunde für die auf See Gebliebenen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 27. November&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder und ehem. Fischer Karl-Heinz Ruschau (90) und seine Frau Erna (91) begehen nach einem ereignisreichen Leben ihre Gnaden- bzw. Platinhochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 28.November&lt;br /&gt;
:Der 28.Band des Bäderjournals &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird im Neptun-Hotel präsentiert.&lt;br /&gt;
:am Samstag dem 2. Dezember, dem Tag vor dem ersten Advent beginnt in der Buchhandlung Krakow traditionell der Verkauf des Journals mit einer Autoren-Signierstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 2. Dezember&lt;br /&gt;
:Am 2. Dezember um 12 Uhr öffnet der bisher größte Weihnachtsmarkt auf dem Warnemünder Kirchenplatz vor der Kirche. Der mittlerweile 14. Weihnachtsmarkt, organisiert durch den Handels- und Gewerbeverein Warnemünde, wird statt 11 nun 16 Stände haben. Außer montags und dienstags wird er bis zum 01. Januar 2024 geöffnet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 5. Dezember&lt;br /&gt;
:Nach 37 Jahren, 490 Ausstellungen mit 750 Künstlern schließt die Galerie Möller am Strom 68 für immer. Galeristin Ulrike Sabine Möller und ihr Mann Peter gehen in den wohlverdienten Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 7. Dezember&lt;br /&gt;
:Zwischen dem 7. und 21. Dezember findet der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf in der Rostocker Heide, an der Alten Forstbaumschule in Rostock-Hinrichshagen, statt. Jedes Jahr werden bis zu 1800 Bäume verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 8. Dezember&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Traditionsfirma &amp;quot;Meißner Elektronic&amp;quot; in der Mühlenstraße 12 feiert 75. Geschäftsjubiläum. Axel Meißner eröffnete die Firma für den Verkauf und Reparatur von Radiogeräten in der Poststraße 17. &lt;br /&gt;
:1954 hielten Fernsehgeräte Einzug ins Sortiment. Sohn Wilhelm Meißner führte das Geschäft bis 2022. Enkel Sven machte 1993 seine Prüfung zum Funkmechanikermeister. Seit Anfang der 1990er Jahre befindet sich das Geschäft an der heutigen Adresse. Seit 2022 ist Peter Jakel Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 12. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Leuchtturmverein spendet aus den Einnahmen der bisherigen Turmbesuche insgesamt 9 000 Euro an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.&lt;br /&gt;
:Das Geld fließt in den Neubau eines Schuppens, der vor dem Seenotkreuzer &amp;quot;Arkona&amp;quot; liegen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 18. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Bahnhof ist Spitzenreiter im Fahrgäste-Ranking der besten Bahnhöfe Deutschlands.&lt;br /&gt;
:Laut einer Analyse gehört der Warnemünder Bahnhof zu den beliebtesten in ganz Deutschland, zusammen mit den Stationen Brandenburger Tor und Mexikoplatz Berlin, Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und Landungsbrücken in Hamburg erhielt der Bahnhof 144 561 Bewertungen und damit 4,6 von 5 möglichen Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. Dezember&lt;br /&gt;
:Die älteste Warnemünderin und Rostockerin Gertrud Blohm ist friedlich in ihrem Warnemünder Zuhause eingeschlafen. Am 7.September feierte sie in ihrer Warnemünder Wohnung, in der sie bis zu ihrem Lebensende wohnte, ihren 111. Geburtstag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Museumsverein Warnemünde e.V. als Betreiberverein hat sein gestecktes Ziel von jährlich 10.000 Besuchern wieder erreicht und konnte im Heimatmuseum bis Jahresende 12.193 Besucher begrüßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Jahresende&lt;br /&gt;
:Die 1910 eröffnete traditionsreiche Gaststätte &amp;quot;Forsthaus Markgrafenheide&amp;quot; beendet nach 113 Jahren ihren Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Neujahr&lt;br /&gt;
:Für das Jahr 2023 werden 2.156.422 Übernachtungen verbucht, das zweithöchste Ergebnis seit der Wendezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Januar&lt;br /&gt;
:Zum 24. Turmleuchten strömten erneut rund 45.000 Zuschauer. Veranstaltet von der Hanseatischen Eventagentur und dem Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. und unterstützt von zahlreichen Sponsoren und Partnern, ist das diesjährige Turmleuchten wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Jahresanfang schließt der 1995 eröffnete REWE-Markt an der Stadtautobahn für eine umfassende Sanierung. Nach dem geplanten Abschluss der Sanierung im 2. Quartal soll es wieder eine Fleischtheke geben und sog. Self-Checkout-Kassen neu eingeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3. Januar&lt;br /&gt;
:Laut Rudolf Kemnitz vom Deutschen Wetterdienst war das Jahr 2023 mit einer Durchschnittstemperatur in Warnemünde von 10,85°C das zweitwärmste Jahr seit 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 4. Januar&lt;br /&gt;
:Die Bäckereikette &amp;quot;Lila Bäcker&amp;quot; geht ins Insolvenzverfahren. Von den 232 Filialen sollen 160 erhalten bleiben. Darunter sind auch die beiden gut frequentierten Filialen in Warnemünde, Mühlenstr. 44 und Am Bahnhof 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 10. Januar&lt;br /&gt;
:Durch einen Warnstreik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) kommt es auch vom 10.-12.1.24 zum Ausfall des gesamten Bahnverkehrs zwischen Warnemünde und Rostock Hbf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. Januar&lt;br /&gt;
:Nach einem UN-Unifil-Einsatz vor der libanesischen Küste ist die Korvette &amp;quot;Oldenburg&amp;quot; wieder zurück in ihrem Marinestützpunkt Warnemünde-Hohe Düne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Jetzt ist endgültig Schluss! Lila Bäcker schließt zum 1. Februar alle seine Filialen. Darunter auch die beiden Filialen in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12.Februar&lt;br /&gt;
:Mit dem 174 Meter langen Versorgungsschiff &amp;quot;Bonn&amp;quot; liegt in dieser Woche das größte Schiff der Bundesmarine im Trockendock der Bundesmarine.&lt;br /&gt;
:Das Trockendock ist insgesamt 320 Meter lang und 54 Meter breit. Damit können dort sämtliche Einheiten der Deutschen Marine gedockt werden. Im laufenden Jahr sollen noch die Korvetten &amp;quot;Erfurt&amp;quot; und &amp;quot;Oldenburg&amp;quot; sowie der Tender &amp;quot;Rhein&amp;quot; instandgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Februar/März&lt;br /&gt;
:Der portugiesische Bagger &amp;quot;Fernao de Magalhaes&amp;quot;, 139 Meter lang, 29 Meter breit, kann mit der Kraft von 10 000 PS selbst festes Gestein bis zu einer Tiefe von 35 Metern entfernen. Er baggert den Seekanal auf eine Tiefe von 16,5 Metern aus.&lt;br /&gt;
:Damit sollen zukünftig &#039;&#039;&#039;Tanker&#039;&#039;&#039; von bis zu 15 Metern Tiefgang in den Rostocker Hafen einfahren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. März&lt;br /&gt;
:Zu einem Osterspaziergang im Revier Schnatermann lädt das Stadtforstamt Interessierte ein. Dabei können die Teilnehmer bei einer geführten Wanderung die Vielfalt und Besonderheiten dieses Teiles der Heide erleben, der sich gerade im zeitigen Frühjahr von einer seiner schönsten Seiten zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 25. April&lt;br /&gt;
:Auf der Neptun-Werft erfolgt die Kiellegung für ein weiteres Versorgungsschiff für die Deutsche Marine.&lt;br /&gt;
:Es ist bereits das zweite Kriegsschiff der neuen Klasse 707 binnen eines Jahres dessen Bau begonnen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. April&lt;br /&gt;
:Mit dem &amp;quot;Warnemünder Frühlingslandgang&amp;quot; (fast 30 Jahre als &amp;quot;Stromerwachen&amp;quot; bekannt) wird traditionell die Warnemünder Sommersaison eröffnet. Auf der Warnemünder Promenade befindet sich eine maritime Bummelmeile mit Kunsthandwerk und Gastronomie. Die Warnemünder Bademeisters beenden an diesem Tag ihre Badesaison.&lt;br /&gt;
:Führung über den Neuen Friedhof Warnemünde: Das Begräbnisareal ist in den 1920er-Jahren angelegt worden. Es umfasst heute eine Fläche von knapp fünf Hektar. Zahlreiche Persönlichkeiten haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Einige von ihnen, darunter Handwerker, Wissenschaftler, Händler, Ärzte, Abenteurer, werden beim Rundgang mit der Historikerin Dr. Antje Krause näher vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 9. bis 12. Mai&lt;br /&gt;
:Das diesjährige Kleinkunstfest findet auf dem Leuchtturmvorplatz und entlang der Seepromenade statt. Kleinkunst unterschiedlicher Art, Spaß, Unterhaltung, Mitmachaktionen, Überraschungen, kleine Köstlichkeiten und auch ein Händlermarkt gehören dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 11. Mai&lt;br /&gt;
:In der Yachthafenresidenz Hohe Düne findet die 29. Landesmeisterschaft der Auszubildenden des Gastgewerbes statt. Die hier als Beste gekürten Teilnehmer und angehenden Köche treten danach als &amp;quot;Mannschaft Mecklenburg-Vorpommern&amp;quot; bei der angehenden Jugendmeisterschaft im Herbstin Bonn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 15. Mai&lt;br /&gt;
:Nach über 5 Monaten Umbauzeit wird der Warnemünder REWE-Markt an der Stadtautobahn mit einer großen Feier wiedereröffnet. Mehr als vier Millionen Euro hat die Rewe Group in den Standort investiert und dabei auf neue Konzepte gesetzt, sagt Norbert Richartz, Vertriebsleiter Region Ost bei Rewe. Bis zur Insolvenz hatte der Lila Bäcker den Bäckereistand samt Café im Warnemünder Markt betrieben. Diesen hat nun die Bäckerei von Allwörden übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. Mai&lt;br /&gt;
:An der denkmalgeschützten Drehbrücke in Warnemünde werden Reparaturarbeiten durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 19. Mai&lt;br /&gt;
:Distinguished Gentleman&#039;s Ride in Warnemünde: Am Pfingstsonntag ist Warnemünde wieder Teil eines Spektakels, bei dem sich stilbewusste Motorradfahrerinnen und -fahrer zusammenfinden. Die Teilnehmer der weltweiten Bewegung sammeln Spenden für die Erforschung und Behandlung von Männerkrankheiten und tragen so dazu bei, Leben zu retten. Die Fahrt geht vom Neuen Markt in Rostock über mehrere Stadtteile bis nach Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Mai&lt;br /&gt;
:Warnemünder Schiffe auf Pazifik-Mission&lt;br /&gt;
:Die in Hohe Düne stationierten Schiffe, Versorgungsschiff &amp;quot;Frankfurt am Main&amp;quot; und Fregatte &amp;quot;Baden-Württemberg&amp;quot; sind auf der Reise rund um die Welt um in der Nato-Pazifik-Mission die brisante Straße von Taiwan zu durchqueren. &amp;quot;Deutschland will mit der Mission vor allem sein Interesse an den Entwicklungen in der indo-pazifischen Region unterstreichen und seine Solidarität mit den Wertepartnern wie Japan oder Singapur zeigen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 18. Juni&lt;br /&gt;
:Der frisch sanierte Warnemünder Georginenplatz wird am 18. Juni 2024 von Rostocks Senatorin Dr. Ute Fischer-Gäde eingeweiht. Die Neugestaltung des denkmalgeschützten Areals hatte sich an dessen ursprünglicher Optik aus den 1920er-Jahren orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Juni&lt;br /&gt;
:Beim dritten Summer Open auf dem Golfplatz in Warnemünde kamen 1170 Euro an Spenden zusammen mit denen das Rostocker Frauenhaus unterstützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 6. Juli&lt;br /&gt;
:Mit dem traditionellen Festumzug, dem 21. &amp;quot;Niegen Warnemünder Ümgang&amp;quot; mit ca. 2500 aktiven Mitwirkenden, vom Leuchtturm beginnend, durch die Alexandrinenstraße, Kirchenplatz, wird die 86. Warnemünder Woche, eines der größten Segelereignisse an der deutschen Ostseeküste, von der Rostocker Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger im Warnemünder Kurhausgarten mit einem Fassbieranstich eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 11. Juli&lt;br /&gt;
:Das Marinearsenal in Warnemünde soll binnen drei bis fünf Jahren &amp;quot;kriegstüchtig&amp;quot; werden erklärt der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) am Rande eines Besuches in Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12. Juli&lt;br /&gt;
:Im Stephan-Jantzen-Park wird anlässlich des 150. Todestages von Fritz Reuter (1810-1874) wieder eine Warnemünder Fritz-Reuter-Eiche eingeweiht. &lt;br /&gt;
:Das von Museumsverein, Leuchtturmverein, Warnemünde-Verein und Trachtengruppe initiierte &amp;quot;Erinnerungsensemble&amp;quot; besteht neben der über 100 Jahre alten Eiche aus einem Markierungsstein, einer zweisprachigen Infotafel sowie einer Bank. Die Einweihung fand unter reger Teilnahme der Warnemünder Vereine und Bevölkerung statt.&lt;br /&gt;
:Der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. lädt Freunde und Partner und Wegbegleiter anlässlich des 30-jährigen Bestehens zu einer Ausfahrt mit einem historischen Segelschiff, der Kogge „Wissemara“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 14. Juli&lt;br /&gt;
:Bilanz am Ende der 86. Warnemünder Woche&lt;br /&gt;
:Sportlich waren die Segelwettbewerbe die Glanzlichter, 15 Regatten verschiedener Schiffsklassen,&lt;br /&gt;
:Events der 1. und 2. Segelbundesliga, sowie die Sailing Champions League standen an.&lt;br /&gt;
:Mehr als 800 Sportler in rund 400 Booten hatten sich angemeldet.&lt;br /&gt;
:Den Ausgang bildete ein Drachenbootfestival mit rund 1200 Sportlern&lt;br /&gt;
:Eine Flaute und eine Unwetterwarnung störten kurzzeitig deren Abläufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 27. Juli&lt;br /&gt;
:Im Kurhausgarten findet das erste &amp;quot;Buntes Meer Festival&amp;quot;, eine Mischung aus Kunstmarkt, Konzert und Unterhaltung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. Juli&lt;br /&gt;
:Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reist zu den Olympischen Spielen nach Paris.&lt;br /&gt;
:Dort wirbt sie für das Segelrevier Rostock-Warnemünde im Falle einer deutschen Bewerbung für Olympia. Dafür gibt es einen Beschluss des Landtages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 31. Juli&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“ verabschiedet sich von seinem Fischkutter „Pasewalk“, einem der letzten bislang fahrtüchtigen Warnemünder 17-m-Kutter. Der vor allem bei Kindern und Jugendlichen für seine Freizeit-Piratenfahrten beliebte Kutter liegt derzeit auf dem Trockenen im Fischereihafen Bramow und soll für den symbolischen Preis von einem Euro verkauft werden, so der Vereinsvorsitzende Norbert Ripka. Als Grund nannte er zu hohe Kosten für die notwendige wiederkehrende Klassifizierung des über 70 Jahren alten Traditionsschiffes. Der 17 Meter lange und 5,60 Meter breite Kutter wurde 1950 auf der VEB Boddenwerft Damgarten gebaut. Der Fischkutterverein ist ein anerkannter Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 2. August&lt;br /&gt;
:Am Strand von Warnemünde startet das 2. High-Seaciety-Festival mit drei Tagen Livemusik und Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7.bis 11. August &lt;br /&gt;
:Die 33. Hanse Sail begeistert rund 500.000 Besucher, 138 Traditionssegler waren dabei.&lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Gorch Fock II&amp;quot;, das Segelschulschiff  der Marine läuft um 10.00 Uhr in Warnemünde ein und ist am Passagierkai 1 bis zum 11. August eines der Glanzlichter der diesjährigen Hansesail.&lt;br /&gt;
:Am ersten Tag der Hanse Sail startet vom süddänischen Nysted die große Haikutter-Regatta. Die alten Fischerboote segeln auf dem schnellsten Wege nach Warnemünde und laufen am Abend am Ziel ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7. August&lt;br /&gt;
:Auf einer Marinebarkasse der Bundesmarine, im  Stützpunkt Hohe Düne stationiert, bricht ein Brand aus. Der Brand brach aus ungeklärter Ursache im Führerhaus, die dicken Rauchschwaden waren von hoher See aus über 3 km weit zu sehen. Die zwei an Bord befindlichen Mannschaftsmitglieder wurden von der Wasserschutzpolizei unverletzt gerettet und der Brand konnte gelöscht werden. Auch der Seenotrettungskreuzer &amp;quot;Arkona&amp;quot; war an dem Rettungseinsatz beteiligt. Der Havarist wurde in den Marine-Stützpunkt geschleppt.&lt;br /&gt;
:Die Polizei hatte eine Gruppe Ladendiebe auf frischer Tat ertappt, die zuvor beobachtet wurden, wie sie Textilien von Ständern verschiedener Geschäfte am Alten Strom stahlen. Mit Unterstützung der Bundespolizei konnten Beamte die Diebe am Warnemünder Bahnhof stellen. Sie trugen die gestohlenen Kleidungsstücke zum Teil bereits am Leib und hatten vor der Tat bereits einen Platzverweis wegen Randalierens erhalten. Die Diebe waren der Polizei nicht unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. August&lt;br /&gt;
:Hochsee-Racer macht in Warnemünde Station.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Offshore-Racer&amp;quot;des Teams &amp;quot;Next Generation Sailing&amp;quot; machte in der Marina Hohe Düne fest und übernahm dort den Namen des neuen Sponsors &amp;quot;Task Engineering&amp;quot; eines deutsch-dänischen Unternehmens. Das Boot ist ein reines Rennboot und bis zu 30 Knoten schnell. Es ist einzig dazu gebaut Hochseerennen zu bestreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. August&lt;br /&gt;
:Auf dem Leuchtturm wurde der 50.000. Jubiläumsgast begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. bis 25. August&lt;br /&gt;
:Europas Top-Athleten messen sich bei &amp;quot;Battle The Beach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Strand ist drei Tage lang Schauplatz eines sportlichen Großereignisses in der sechsten Runde. 560 Athleten aus ganz Europa messen sich in verschiedenen Disziplinen wie Gewichtheben, Triatlon, Wassersport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024,26. August&lt;br /&gt;
:Nach der im September 2023 beschlossenen Erhöhung und Ausweitung der Kurabgabe auf das gesamte Stadtgebiet klingelt es ordentlich in der Stadtkasse.&lt;br /&gt;
:Zwischen September2023 und Juli 2024 flossen insgesamt 4,5 Millionen Euro in die Stadtkasse. Davon entfallen 2,014 Millionen Euro auf Warnemünde, 817.000 Euro auf Markrafenheide und 332.000 Euro auf Diedrichshagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2024/2025===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 8. September&lt;br /&gt;
:Das Heimatmuseum Warnemünde nimmt auch in diesem Jahr am deutschlandweit organisierten &amp;quot;Tag des offenen Denkmals&amp;quot; teil und präsentiert im Heimatmuseum zusammen mit der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. sowie dem Freundeskreis Archäologisches Landesmuseum M-V e.V. den „Thementag Archäologie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12. bis 13. September&lt;br /&gt;
:8. Rostocker Großmotorentagung in der Yachthafenresidenz Hohe Düne. Sie steht unter dem Motto: „Die Zukunft der Großmotoren – Neue Technologien und Kraftstoffoptionen: Die Wege zur sauberen Schifffahrt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 14. September&lt;br /&gt;
:wurde der Dreh-Test der 120 Jahre alten Warnemünder Bahnhofsbrücke, unter Anwesenheit mehrerer tausend Besucher, als Herzstück des jährlichen Büchenfestes zu einem erlebenswerten Spektakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 20. September&lt;br /&gt;
:Auftakt im Rahmen der MeerBeats-Tour 2024 von Warnemünde nach Hamburg mit Mein Schiff 7. &lt;br /&gt;
Auf dem Schiff findet an diesem Tag die MV Cruise Conference statt. Außerdem treten Die Fantastischen Vier am 20. September 2024 auf. Sie sind dann auch bei der nachfolgenden Reise nach Hamburg dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 21. September&lt;br /&gt;
:World Cleanup Day (Küstenputztag). Um unsere Küste von Dingen zu säubern, die da nicht hingehören, treffen sich erneut engagierte Telnehmer, u.a. in der Wiedenortschneise in Torfbrücke, dem Strandresort in Markgrafenheide, am Strand in Hohe Düne, am Schnatermann, an der Jugendherberge und am Warnemünder Leuchtturm. An allen Rostocker Einsatzorten zusammengenommen wird von den etwa 300 Teilnehmern rund eine Tonne Müll gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. September&lt;br /&gt;
:In der Kirchenstraße wird eine Versenkpolleranlage in der Zufahrt zur Fußgängerzone errichtet. Dafür muss die Einmündung zum Kirchplatz für 2 Monate für Fahrzeuge gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. bis 28. September&lt;br /&gt;
:Letztmalig in diesem Jahr präsentiert sich der Kunsthandwerkermarkt auf dem Kirchenplatz mit vielfältigen Angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. September&lt;br /&gt;
:Das Motorschiff Nordstjernen (dt. Polarstern) läuft erstmals in Warnemünde ein. Es ist ein denkmalgeschütztes norwegisches Passagierschiff, das zwischen 1956 und 2012 auf der Hurtigrute eingesetzt war. Inzwischen wird es vorrangig für klassische Kreuzfahrten genutzt und soll Warnemünde in diesem Jahr noch 2x anlaufen.&lt;br /&gt;
:Zum zweiten Mal ist in Markgrafenheide ein „Tag der Sinne“ zu erleben. An dem Aktionstag dreht sich fast alles ums Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen und Tasten. Und das meist auf unterhaltsame Weise für Groß und Klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 29. September&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der 70.000. Besucher begrüßt. Gerhard Kehl aus Rostock freut sich gemeinsam mit seiner Familie über die unerwartete Überraschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3.-6. Oktober&lt;br /&gt;
:Für die Stephan-Jantzen Tage – Namensgeber ist der legendäre Warnemünder Lotsenkapitän – wird der Platz vor dem Warnemünder Leuchtturm zum Hauptveranstaltungsort. Zu den Höhepunkten gehört die Aufführung der Stephan-Jantzen-Suite. Für die Besucher ist viel Musik, Kultur und maritimes Flair zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 9. Oktober&lt;br /&gt;
:Am 9. Oktober 2024 besteht der Museumsverein Warnemünde e.V. seit 20 Jahren. Mit großem Engagement haben sich die Vereinsmitglieder um Vorsitzenden Uwe Heimhardt für dieses Kleinod in Warnemünde eingesetzt. Im Mai 2017 hat Christoph Wegner die Leitung des Museums übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. Oktober&lt;br /&gt;
:Am Nachmittag prallt eine Fähre wegen eines Maschinenausfalls auf den Fähranleger in Hohe Düne. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Bereits am Abend kann der Fährbetrieb nach Reparatur wieder aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 21. Oktober&lt;br /&gt;
:World Cleanup Day (Küstenputztag). Um unsere Küste von Dingen zu säubern, die da nicht hingehören, treffen sich erneut engagierte Telnehmer, u.a. in der Wiedenortschneise in Torfbrücke, dem Strandresort in Markgrafenheide, am Strand in Hohe Düne, am Schnatermann, an der Jugendherberge und am Warnemünder Leuchtturm. An allen Rostocker Einsatzorten zusammengenommen wird von den etwa 300 Teilnehmern rund eine Tonne Müll gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. Oktober&lt;br /&gt;
:In der Kirchenstraße wird eine Versenkpolleranlage in der Zufahrt zur Fußgängerzone errichtet. Dafür muss die Einmündung zum Kirchplatz für 2 Monate für Fahrzeuge gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:14. Pflanzaktion „Bürger für Bäume“: In gemeinsamer Aktion initiieren der Zoo und das Stadtforstamt eine Aufforstungskampagne in der Rostocker Heide. Insgesamt werden 5.000 Traubeneichen-, Esskastanien-, Roterlen-, Ebereschen- und Buchensetzlinge in die Erde gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. bis 28. Oktober&lt;br /&gt;
:Letztmalig in diesem Jahr präsentiert sich der Kunsthandwerkermarkt auf dem Kirchenplatz mit vielfältigen Angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. Oktober&lt;br /&gt;
:Das Motorschiff Nordstjernen (dt. Polarstern) läuft erstmals in Warnemünde ein. Es ist ein denkmalgeschütztes norwegisches Passagierschiff, das zwischen 1956 und 2012 auf der Hurtigrute eingesetzt war. Inzwischen wird es vorrangig für klassische Kreuzfahrten genutzt und soll Warnemünde in diesem Jahr noch 2x anlaufen.&lt;br /&gt;
:Zum zweiten Mal ist in Markgrafenheide ein „Tag der Sinne“ zu erleben. An dem Aktionstag dreht sich fast alles ums Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen und Tasten. Und das meist auf unterhaltsame Weise für Groß und Klein.&lt;br /&gt;
:Die Initiative DigitalTeilhabe in Warnemünde lädt Senior*innen und Interessierte zum Digital-Thementagen „iPhone&amp;amp;Smartphone“ in den Gemeindesaal der Evangelischen Kirche ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 29. Oktober&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der 70.000. Besucher begrüßt. Gerhard Kehl aus Rostock freut sich gemeinsam mit seiner Familie über die unerwartete Überraschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. Oktober&lt;br /&gt;
:An der denkmalgeschützten Drehbrücke in Warnemünde werden Wartungsarbeiten durchgeführt. Dafür ist dieser Überweg wegen der Drehung der Brücke für eine halbe Stunde gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 4. November&lt;br /&gt;
:Nach zwei Jahren umfassenden Arbeitens ist die Vertiefung des Seekanals Warnemünde auf 16 km Länge abgeschlossen. Um die durchgehende Tiefe der Baltic-Max-Norm (17 m Tiefgang) zu erreichen, investierte der Bund ca. 100 Mio. Euro in das Projekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 5. bis 7. November&lt;br /&gt;
:5. Rostock Ocean Convention meets Hydro 2024: Vom 5. bis 7. November 2024 findet die internationale hydrographische Konferenz und Ausstellung HYDRO 2024 statt. Es werden aktuelle Trends, neueste Entwicklungen und Projekte der Unterwassertechnologie gezeigt. Die Veranstaltung bietet mehr als 190 Teilnehmern, Referenten und Partnern eine Kommunikationsplattform. Im Yachthafen Hohe Düne sind dabei beispielsweise spannende Bootsvorführungen unterschiedlicher Anbieter zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7. November&lt;br /&gt;
:Der Museumsverein Warnemünde e.V. feiert in der Cafeteria und Eventlocation &amp;quot;Laak 5&amp;quot; mit einer Vielzahl seiner Mitglieder sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein hat zum 1.1.2005 die Betriebsführung des Heimatmuseums übernommen und kann seither auf eine überaus erfolgreiche Entwicklung des Heimatmuseums zurückblicken. Neben Grußworten anderer Warnemünder Vereine äußerten sich auch Sigrid Hecht (Chefin des städtischen Eigenbetriebs KOE) und die neue Kulturamtsleiterin Anne-Katrin Bicher positiv über die Entwicklung des Museums und versprachen auch in Zukunft die Geschicke des Museumsvereins tatkräftig zu unterstützen&lt;br /&gt;
. &lt;br /&gt;
;2024, 8. November&lt;br /&gt;
:Inklusives Unternehmerfrühstück im DOCK INN. Es geht darum wie man Menschen mit Behinderung besser im Berufsalltag integrieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 17. November&lt;br /&gt;
:Kranzniederlegung an der Gedenkstätte „Für alle auf See Gebliebenen“, organisiert von der Nautischen Kameradschaft Poseidon e.V., im Stephan-Jantzen-Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 19. und 20. November&lt;br /&gt;
:3. Lotsenkonferenz der Bundeslotsenkammer im Technologiepark Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Es geht dabei u.a. um 70 Jahre Seelotsgesetz &amp;amp; 70 Jahre Bundeslotsenkammer und um einen Kerninhalt des Seelotsgesetzes, nämlich die neu strukturierte :Seelotsenausbildung 2024. In Kooperation mit den Hochschulen Wismar/Warnemünde und Flensburg wird erstmalig eine hochqualifizierte Seelotsenausbildung in Form eines Masterstudienganges angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:Obdachlosengala in Warnemünde: Bereits zum siebenten Mal lädt das Hostel „Dock in“ 160 Bedürftige zum Weihnachtsschmaus. Unter den 50 Helferinnen und Helfern war diesmal als Überraschungsgast Monchi, der Frontman der bekannten Rockband Feine Sahne Fischfilet.&lt;br /&gt;
:Zu einem stimmungsvollen Start in die Vorweihnachtszeit lädt das 22. Adventssingen am Warnemünder Leuchtturm ein. Erneut sorgt der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. mit einem Programm voller Musik für unvergessliche Momente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3.Dezember&lt;br /&gt;
:Der 29.Band des Bäderjournals &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird im Neptun-Hotel präsentiert.&lt;br /&gt;
:am Samstag dem 7. Dezember, dem Tag vor dem ersten Advent beginnt in der Buchhandlung Krakow traditionell der Verkauf des Journals mit einer Autoren-Signierstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 6. bis 21.. Dezember&lt;br /&gt;
:Traditioneller Weihnachtsbaumverkauf in Hinrichshagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024,23.Dezember&lt;br /&gt;
:In der abgelaufenen Saison wurden in Warnemünde 148 Schiffsanläufe von 38 Kreuzfahrschiffen registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025,1.Januar&lt;br /&gt;
:Das zum 25. Mal statt zu findende Neujahrsfest des Turmleuchtens wurde wegen Sturm nur wenige Stunden vor Beginn abgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Januar&lt;br /&gt;
:Digital-Thementag für Seniorinnen und Senioren in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1.-3. Februar&lt;br /&gt;
:Die Fregatte &amp;quot;Nordrhein-Westfalen&amp;quot; der Bundesmarine liegt für drei Tage an der Passagierkai-Promenade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Februar&lt;br /&gt;
:Digital-Thementag für Seniorinnen und Senioren in Warnemünde, die Initiative DigitalTeilhabe lädt Seniorinnen, Senioren und Interessierte zu Digital-Thementagen „iPhone, Smartphone &amp;amp; Co&amp;quot; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 27. Februar&lt;br /&gt;
:Beginn der Bauarbeiten: Neue Mittelinsel soll Querung der Richard-Wagner-Straße erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1.März&lt;br /&gt;
:65.000 Menschen besuchen das nachgeholte 25. Turmleuchten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 25. März&lt;br /&gt;
:Es wird natürlich bunter - Saisonbepflanzung startet in Warnemünde, 10.365 Pflanzen kommen kurz nach Sonnenaufgang in den Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. April&lt;br /&gt;
:Beidseitig der Rostocker Straße werden Radverkehrsanlagen ausgebaut bzw. neu markiert, die gesamte Baumaßnahme erfolgt in vier Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt beginnt am Knoten Richard-Wagner-Straße und führt zur Johann-Sebastian-Bach-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 12. April&lt;br /&gt;
:Von April bis Oktober 2025 dreht sich das XXL-Riesenrad in Warnemünde. Mit dem „Eye 55“ (was für eine Höhe von 55 m steht) auf der Mittelmole hat man eine tolle Aussicht über das Seebad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. April&lt;br /&gt;
:Beginn der diesjährigen Warnemünder Kreuzfahrtsaison mit dem Anlauf der „AIDAmar“. Bislang sind für 2025 von 23 Kreuzfahrtreedereien 167 Anläufe von 36 Kreuzfahrtschiffen angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 16. April&lt;br /&gt;
:Mit einem abwechslungsreichen Programm, einer Mischung aus Geschichte und Kultur starten die beliebten Warnemünder Museumsabende im Heimatmuseum Warnemünde in die nächste Saison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. April&lt;br /&gt;
:Vom 17. April bis zum 2. November zeigen Künstler aus aller Welt Sandskulpturen zu den „Geheimnissen der sieben Weltmeere“ im Rahmen der 15. Sandwelt in Warnemünde am Pier 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 19. April&lt;br /&gt;
:Die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde entzündet das traditionelle Osterfeuer am Strand unterhalb des Leuchtturms. Die anschließende Fackelwanderung entlang des Alten Stroms wird von der „Sax’n Anhalt VIP Band“ begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 28. April&lt;br /&gt;
:Die neue automatische Versenkpolleranlage in der Warnemünder Kirchenstraße geht in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1. Mai&lt;br /&gt;
:Mit einem Konzert des Landespolizeiorchesters startet die Meeresbrise-Konzertreihe in die fünfte Saison. Bis Ende September sollen noch 22 Konzerte im Kurhausgarten OpenAir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 14. Mai&lt;br /&gt;
:Eine neue öffentliche WC-Anlage wird am Strandaufgang 18, auf Höhe des Strandwegs 14 installiert. Zwei große Kräne müssen zum Einsatz kommen, um das Modul mit einem Gewicht von rund 35 Tonnen hinter der Düne zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 22. Mai&lt;br /&gt;
:Mit einer feierlichen Zeremonie wird die neue Sportschule Warnemünde auf der Mittelmole offiziell eröffnet. Der Neubau hat rund 31,8 Millionen Euro gekostet. Der Gebäudekomplex bietet Sportlern aller Disziplinen ideale Bedingungen. Außerdem soll die Sportschule künftig eine zentrale Rolle bei der Durchführung von Sportveranstaltungen wie beispielsweise der Warnemünder Woche oder Segelregatten auf Bundesebene spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 27. Mai&lt;br /&gt;
:Der sanierte und modernisierte Liegeplatz 23 im Alten Strom sowie das neue Betriebsgebäude für den Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) werden offiziell durch den Hafensenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Hafenkapitän Falk Zachau sowie DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler und Mario Lange, Vormann der ARKONA, in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten für den neuen Anleger belaufen sich auf 1,1 Mio. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 30.Mai&lt;br /&gt;
:Am Liegplatz 23, des Seenotkreuzers &amp;quot;Arkona&amp;quot;, am alten Strom, wird ein neues Betriebsgebäude der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 31. Mai&lt;br /&gt;
:Einweihung des multifunktionalen Beachsportfeldes für die Sportarten Beachsoccer, Beachvolleyball und Beachhandball im Sportpark Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 3. Juni&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der „SeaDream 2“. Das Luxusschiff mit 108 Metern Länge und 14 Metern Breite (Baujahr 1985) ähnelt eher einer Yacht und bietet Platz für maximal 112 Gäste in 56 Kabinen bei einer Besatzungsstärke von etwa 100 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. Juni&lt;br /&gt;
:Die „Sky Princess“ der Reederei Princess Cruises ist mit einer Länge von etwa 330 Metern und einer Bruttoraumzahl von 145.281 das längste und größte der 2025 in Warnemünde anlandenden Kreuzfahrtschiffe. Der Ozeanriese bietet Platz für 3660 Passagiere. Auf 19 Decks gibt es 1830 Kabinen, acht Restaurants, zehn Bars, mehrere Lounges, ein Theater, einen Spa-Bereich sowie vier Pools und acht Whirlpools. Am 22.7. erfolgt ein zweiter Anlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5.Juni&lt;br /&gt;
:Mehr als 30 Schiffe verschiedener NATO-Mitgliedsländer haben in Warnemünde und Hohe Düne festgemacht um von hier aus zur zweiwöchigen Großübung Manöver Baltops (Baltic Operation) zu starten.&lt;br /&gt;
:Größtes teilnehmendes Kriegsschiff ist der US-Zerstörer &amp;quot;USS Mount Whitney&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Auslaufen der Schiffe wird auch von Protesten begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 18. bis 20. Juni&lt;br /&gt;
:33. Nordische Baumtage. Eines der Themen ist „Stadtgrün im Klimawandel“. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im Warnemünder Technologiepark durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 24. Juni&lt;br /&gt;
:Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt mit dem Diplomatischen Korps nach Mecklenburg-Vorpommern und empfängt dafür am 24. Juni in Warnemünde an Bord der Gorch Fock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 3. Juli&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der VISTA / Reederei Oceana Cruises Länge: 241,10 m Breite: 32,31 m&lt;br /&gt;
Gewicht: 67.817 BRZ Baujahr: 2023 Passagiere: 1.218 (max. 1.469)&lt;br /&gt;
:Neue Runde für die „Warnemünder Abende“. Mit der Vortragsreihe des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung werden spannende Einblicke in die Geheimnisse eines einzigartigen Lebensraums gewährt. Einmal monatlich, immer donnerstags. finden ab 4. September im großen Vortragssaal des IOW in der Seestraße 15 weitere Veranstaltungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. Juli&lt;br /&gt;
:Im Heimatmuseum Warnemünde wird die Sonderausstellung &amp;quot;Ob die Möwen manchmal an mich denken? Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee&amp;quot; eröffnet. Kuratorin der Ausstellung ist die Journalistin sowie Autorin des gleichnamigen Buches Dr. Kristine von Soden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5.-13. Juli&lt;br /&gt;
:87. Warnemünder Woche mit dem &amp;quot;Niegen Ümgang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. Juli&lt;br /&gt;
:Doppelanlauf der Kreuzfahrtschiffe MSC Poesia und der Nordstjernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. Juli&lt;br /&gt;
:Das schon legendäre Open Air am Meer „Rauch auf dem Wasser“ lädt zum 21. Mal in den Warnemünder Kurhausgarten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 8. Juli&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der VIKING SATURN / Reederei Viking Ocean Cruises. Sie befindet sich auf einer zweiwöchigen Reise von Bergen in Norwegen nach Stockholm in Schweden. Das Schiff ist 227 Meter lang und für 930 Passagiere ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. August&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der ILMA / Reederei Ritz-Carlton Yacht Collection. Die Luxus-Kreuzfahrtyacht ist ein 241 Meter langes Schiff, das 456 Passagiere beherbergen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 6. August&lt;br /&gt;
:Erstmals in MV werden von Menschen aufgezogene Sandregenpfeifer ausgewildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. -10. August&lt;br /&gt;
:An der 34. Hansesail nehmen über 120 Schiffe teil. Die Sail hat rund eine halbe Million Besucher und ist damit das weltweit größte Treffen historischer Segelschiffe. Anführendes Flaggschiff ist in diesem Jahr die Dreimastbark &amp;quot;Belem&amp;quot; aus Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. August&lt;br /&gt;
:Zum 13. Mal ist die Strand Arena Schauplatz der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft. Im Finale holen sich die Beach Royals Düsseldorf den Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 20. August&lt;br /&gt;
:Die am Vortag havarierte „Nordstjernen“ kann am Nachmittag Warnemünde wieder verlassen. Das historische Hurtigruten-Schiff hatte am Abend beim Ablegen am Cruise Center eine Böschung gerammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 21. August&lt;br /&gt;
:Erstanlauf „Le Lape’rouse“, Reederei Compagnie Du Ponant. Auf diesem kleineren Kreuzfahrtschiff finden 184 Passagiere Platz, es ist 131 Meter lang und 2018 gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2025/2026===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. September&lt;br /&gt;
:Unter dem Motto „Gesund älter werden in Rostock“ startet der 5. Senioreninformationstag anlässlich der Tage der Regeneration in Warnemünde am Leuchtturm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. September&lt;br /&gt;
:Bundeskanzler Merz besucht erstmals die Marine in Hohe Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 11. September&lt;br /&gt;
:40 Schiffe aus 14 Nationen mit 2700 Soldatinnen und Soldaten nehmen am Marinemanöver Northern Coasts teil. Vom 29. August bis 12. September 2025 üben multinationale Seestreitkräfte unter deutscher Leitung in der Ostsee. In Warnemünde hat das Versorgungsschiff VIRSAITIS (A 53), ein Marineschiff Lettische Marine festgemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 15. September&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Brauerei &amp;quot;Hoppen un Molt&amp;quot; feiert ihr 10-jähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
;29.Oktober&lt;br /&gt;
:Uwe Heimhardt, seit Oktober 2004 Vorsitzender des Museumsvereins Warnemünde e.V., erhält im Zuge einer kleinen Feierstunde im Heimatmuseum für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement den Stiftungspreis der Stiftung Mecklenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1. Oktober&lt;br /&gt;
:Stephan Frey wird neuer Pastor in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. Oktober&lt;br /&gt;
:Feierliche Grundsteinlegung für ein Parkhaus in Hohe Düne. - Wegen des Wegfalls des bisherigen Mieter-Parkplatzes im Bereich Hohe Dünne 22-27, hier sollen zusätzliche Wohnungen entstehen, errichtet die Goldbeck Nordost GmbH auf rund 4.000 Quadratmetern Fläche insgesamt 220 Anwohnerparkplätze. &lt;br /&gt;
:Die Fertigstellung des Parkhauses ist für Mitte 2026 geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5. November &lt;br /&gt;
:Das Kreuzfahrschiff &amp;quot;Aidadiva&amp;quot; legt am Liegeplatz 7 an und beschließt mit ihrem Anlauf die diesjährige Kreuzfahrtsaison.&lt;br /&gt;
:Insgesamt sind über das Jahr 592.000 Seereisende  (2024: 532.000) von 35 Kreuzfahrtschiffen (2024: 37) in Warnemünde an und von Bord gegangen.&lt;br /&gt;
:Das größte Schiff in dieser Saison war die &amp;quot;Sky Princess&amp;quot; mit einer Länge von 330 Metern und einer Kapazität von rund 3700 Passagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. November&lt;br /&gt;
:Die Bürgerinitiative &amp;quot;Rettet den Küstenwald&amp;quot; verhindert die Fällung der 100-jährigen Kastanie in der Rostocker Straße und setzt deren Aufnahme in die Liste der geschützten Bäume durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 11. November&lt;br /&gt;
:Uwe Heimhardt, Vorsitzender des Museumsvereins Warnemünde e.V. erhält den Ehrenpreis um besondere Verdienste um die Bewahrung  und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes der Stiftung Mecklenburg.&lt;br /&gt;
:Auf die Warnemünder Kinder wartet am Martinstag ein schöner Brauch. In bewährter Kooperation laden die Ev.-Luth. Kirchgemeinde und die Tourismuszentrale an diesem Tag zum Sankt-Martins-Umzug ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. November&lt;br /&gt;
:Das Riesenrad auf der Mittelmole wird abgebaut und stellt seinen Betrieb endgültig ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1025, 27. November&lt;br /&gt;
:Der dreißigste Band des &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird vom Verlag Redieck und Schade, gemeinsam mit dem Leuchtturmverein Warnemünde präsentiert. Somit erscheint erscheint dieser beliebteste Warnemünde-Almanach nunmehr ununterbrochen seit drei Jahrzehnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Dezember&lt;br /&gt;
:Das Kreuzfahrtschiff „Amadea“ der Reederei Phönix Reisen beendet die Kreuzfahrtsaison in Warnmünde. Das durch die ZDF-Sendung «Das Traumschiff» bekannte 193 Meter lange Schiff bietet Platz für 570 Passagiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 22. November&lt;br /&gt;
:Im Hotel Neptun in Warnemünde lädt der NDR Jazztime Bigband Ball Mecklenburg-Vorpommern zu einem stilvollen Abend voller Musik und Unterhaltung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 29. November&lt;br /&gt;
:Eröffnungstag des traditionellen Weihnachts- und Neujahrsmarktes Warnemünde auf dem Warnemünder Kirchenplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 5. Januar&lt;br /&gt;
:Brand im Erdgeschoss eines Hauses &amp;quot;Am Strom&amp;quot;. An dem knapp 2 Stunden dauernden Einsatz waren insgesamt 34 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde und des Rettungsdienstes beteiligt. Verletzte waren nicht zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 30. Januar&lt;br /&gt;
:In Berlin hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner die Kampagne mit dem Titel „Berlin gewinnt mit Olympia“ vorgestellt. Die Bundeshauptstadt setzt mit ihrer Bewerbung um die Austragung Olympischer Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044 auf Rostock-Warnemünde als Standort für die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe.&lt;br /&gt;
;Rostock verbietet per Ratsbeschluß privates Feuerwerk am Warnemünder Ostseestrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12. März&lt;br /&gt;
:Erstmals seit Bestehen des Marinearsenals Warnemünde wird mit U34 , eines der 6 U-Boote vom Typ U212a hier überholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 14.März&lt;br /&gt;
:Die Tourismuszentrale veröffentlicht die Besucherzahl des Jahres 2025. mit 2.317.693 Übernachtungen wird hier der 2019 aufgestellte Rekord übertroffen, womit Rostock an erster Stelle für das Land Mecklenburf-Vorpommern liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 16.März&lt;br /&gt;
:Das Ausfugsschiff MS Baltica wird nach dreißig Dienstjahren in Warnemünde außer Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 26. März&lt;br /&gt;
:Lotsenältermann Andreas Krüger wird nach 25 Jahren Arbeit als Seelotse in den Ruhestand verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 28. März&lt;br /&gt;
:Die AIDAdiva eröffnet die Kreuzfahrsaison&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 1. April&lt;br /&gt;
:Steffen Herz (58) übernimmt die Leitung der Verkehrszentrale Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12.April&lt;br /&gt;
:Warnemünde hat wieder ein neues Riesenrad. die Schaustellerfamilie Geisler hat auf der Mittelmole mit dem 55 Meter hohen Riesenrad, in dem sich 42 klimatisierte, geschlossene Riesengondeln befinden, damit neben Teepott und Leuchtturm ein weiteres Wahrzeichen hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 9.Juni&lt;br /&gt;
:-Zu seinem 55ten Geburtstag präsentiert sich das Hotel Neptun mit 55 von dem Künstler Joerg Waerner vergoldeten Balkonen.&lt;br /&gt;
:-Wiederum weht die verliehene Blaue Flagge als Zeichen für geprüfte Wasserqualität sowie für Infrastruktur und Sicherheitsstandards an Warnemündes Stränden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12. Juni&lt;br /&gt;
:-Beim ehemaligen Zollhafen wird mit dem ersten Rammschlag das Startzeichen für einen zukünftigen, rund zehn Hektar großen maritimen Gewerbepark gegeben.&lt;br /&gt;
:-Die Neptun-Werft erhält einen Milliardenauftrag über zwei schwimmende Umspannwerke für Offshore-Windparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 16.-18.Juli&lt;br /&gt;
:Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft richtet erstmals die Internationalen Deutschen Ocean Meisterschaften aus. 270 TRettungssprortlerinnen und Rettungssportler aus 39 Vereinen kämpfen am Hauptstrand von Warnemünde um die ersten deutschen Meistertitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 18. Juli&lt;br /&gt;
:Nur drei Monate nach der Eröffnung im April muß das &amp;quot;Französische Dorf&amp;quot;, eine Gastro-Einheit im französischen Stil wieder schließen und Abgebaut werden. :Lediglich das Riesenrad &amp;quot;Wheel of Excenllence&amp;quot; bleibt weiterhin im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 21. Juli&lt;br /&gt;
:Bei einem Badeunfall in der Ostsee ist ein 33-Jähriger ums Leben gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, ab 27.Juli&lt;br /&gt;
:heißt es wieder &amp;quot;Leinen los&amp;quot; und die Reederei Adler-Schiffe startet regelmäßig Fahrten zwischen Kühlungsborn und Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026,2.August&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der vierzigtausendste Besucher zur Tumbesteigung begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 6.-9. August&lt;br /&gt;
:Findet die 35. Hanse-Sail statt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Marksteine==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ersterwähnung des Namens in der Kaufurkunde der Rostocker Heide am 25. März 1252===&lt;br /&gt;
In den Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts vorkommende Namensbezeichnungen:&lt;br /&gt;
Warnemunde, Warnemonde, Wernemunde, Wernowemunde, Werneminde, Wernemynne, Warneminne, Varneminde, Verneminde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warnemündes Bedeutung für die Stadt Rostock tritt bereits mit der ersten Urkunde hervor, in der der Ort genannt wird. Am 25. März 1252 verkauft Fürst Borwin III. der Stadt Rostock die heutige Rostocker Heide und verleiht ihr außer anderen Freiheiten auch die Fischereigerechtigkeit auf der gesamten Unterwarnow, von der Petri-Brücke bis &#039;&#039;(zum Hafen!)&#039;&#039; Warnemünde und über den Hafen hinaus bis ins Meer.&lt;br /&gt;
Zwölf Jahre später, am 12. Oktober 1264 überträgt Fürst Borwin alle seine Rechte &#039;&#039;&#039;über den Hafen zu Warnemünde &#039;&#039;&#039; (!) auf die Stadt. &lt;br /&gt;
*[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mit dieser ersten Nennung des Namens Warnemünde am Rande der Rostocker Heide ist &lt;br /&gt;
eindeutig der &amp;quot;Rostocker Hafen Warnemünde&amp;quot; gemeint.&lt;br /&gt;
:Das erste sicher auf den Fischerort Warnemünde und die dortige fürstliche Vogtei&lt;br /&gt;
:bezogene Datum liegt 16 Jahre später:&lt;br /&gt;
;1268, 17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
:Das bezieht sich dann auf die bereits existierende, bis 1323 noch fürstliche Vogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
In verschiedenen historischen Quellenwerken wird eine erste Erwähnung Warnemündes im Jahre 1195 in dänischen Dokumenten angeführt.&lt;br /&gt;
Intensive Suchen nach diesen Dokumenten in der jüngeren Vergangenheit blieben aber bislang ergebnislos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das Fischerdorf Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vor 1314 kaufte die Stadt Rostock das Dorf Barnstorf als ersten größeren Landerwerb, &lt;br /&gt;
:1323 kam als nächstes das Fischerdorf Warnemünde hinzu, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
: (Hans Bernitt 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warnowmündung, &amp;quot;Alter Strom&amp;quot;, &amp;quot;Neuer Strom&amp;quot;, neuer &amp;quot;Neuer Strom&amp;quot; - Wasserverbindungen über die Jahrhunderte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Karte zu 1323 (bearbeitet).jpg|Karte der östlichen Grenzziehung zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide nach den Verträgen von 1252 und 1323&lt;br /&gt;
Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|RH östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 Grafik: Willi Kolp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Alte Strom 1902===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In seinem Ursprung ist der Alte Strom einer von mehreren Warnow-Ausflüssen, ursprünglich als seichtes Rinnsal, das sich durch den Boden einer harten, Stein durchsetzten [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#+_Die_Eisrandlage_Nr.8 Mergelbank] seinen Weg zur Ostsee bahnte. In der Anfangszeit Warnemündes nur für kleine Boote passierbar.&lt;br /&gt;
:Eine alte Überlieferung berichtet:&lt;br /&gt;
:Nahe der heutigen Vogtei wohnte ein Mensch, der Leute gegen Bezahlung auf seinem Rücken über den Strom trug. Eine Darstellung dieses Mannes ist in der Warnemünder Kirche zu besichtigen.&lt;br /&gt;
:Die Durchfahrt für größere Schiffe erfolgte etwa zwei Kilometer östlich vom Alten Strom, durch das Alte Tief.&lt;br /&gt;
:Bis 1487 genügte das Alte Tief den Ansprüchen der damaligen Seefahrt.&lt;br /&gt;
:Erst im Laufe des 16. Jahrhunderts, unter großem baulichem Aufwand der Vertiefung des Wasserlaufes, um den Alten Strom schiffbar zu machen. &lt;br /&gt;
:In der Folge dieser Maßnahme begann der Prozess, den Fischerort Warnemünde und den Warnemünder Hafen der Stadt Rostock an einem Ort zu vereinen.&lt;br /&gt;
:Mit dem Bau des Seekanals zu Beginn des 20.Jahrhunderts verlor schließlich der Alte Strom seine Bedeutung als Hafenzufahrt für den Rostocker Hafen.&lt;br /&gt;
:Fischerboote, Warnemünder Jollen, Fahrgastschiffe und Sportboote prägen seither das Bild des Stroms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vörreeg und Achterreeg - Das alte Warnemünde===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Isenbart Karte 1719.jpg|thumb|600px|rechts|Die &amp;quot;Vörreeg&amp;quot; und &amp;quot;Achterreeg&amp;quot; in der  Warnemünde Isenbarth-Karte 1719]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Noch vor zwei Jahrhunderten bestand das Fischerdorf Warnemünde nur aus zwei unregelmäßig angelegten, der Windung des Stromes folgenden Häuserreihen. &lt;br /&gt;
:Im Volksmund wird von Alters her die unmittelbar am alten Strom gelegene Reihe als &amp;quot;Vörreeg&amp;quot; (&amp;quot;Vorderreihe&amp;quot;) und die parallel dahinter gelegene &amp;quot;Achterreeg&amp;quot; (Hinterreihe&amp;quot;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Das alte Warnemünder Haus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Krause &amp;quot;Kulturgeschichtliches aus Warnemünde - Zum Warnemünder Hausbau&amp;quot; BRG 1915]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der Warnemünder und sein Haus]] Karl Baumgarten In: Natur und Heimat, Bd. 1 (1952), 1, S.19-20&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Lau &amp;quot;Das Warnemünder Haus - eine Volksbauweise in Mecklenburg&amp;quot; Auszug aus &amp;quot;Denkmale der Technikgeschichte in Mecklenburg und Vorpommern, Verlag Redieck und Schade 1997]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Heimatmuseum Warnemünde====&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimatmuseum 1933.jpg|thumb|300px|rechts|Eröffnung des Heimatmuseums am 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
:Um 1900 wurde eine zusammen getragene Sammlung provisorisch in einem kleinen Raum am Georginenplatz gezeigt.&lt;br /&gt;
:Danach befand sich die Ausstellung im Schulhais in der FritzReuter-Strasse.&lt;br /&gt;
:In der Alexandrinenstraße 31 befindet sich seit 1933 das Heimatmuseum Warnemünde. Das Museum ist in einem typischen Warnemünder Haus untergebracht. &lt;br /&gt;
:Man geht davon aus, dass es sich bei der Urform des Warnemünder Fischerhauses um ein abseitenloses Niedersachsenhaus handelt. &lt;br /&gt;
:Da Baugrund im Ort rar war, bekamen Haus und Grundstück ein selbständiges Gepräge. Die Grundstücke waren in der Regel 26 bis 28 Fuß breit (ca. 7,50 m). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Warnemünder Haus bestand ursprünglich aus einem Raum mit offener Herdstelle, in dem später eine &amp;quot;Vörstuw&amp;quot;, eine &amp;quot;Koek&amp;quot; und eine &amp;quot;Achterstuw&amp;quot; neben einer seitlichen Diele eingefügt wurden. &lt;br /&gt;
:Zur Erweiterung des Hauses entstanden hinten schmale Anbauten als Unterkunft für die Eltern (Altenteil) sowie einiges Vieh (häufig eine Kuh).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Besitzerin des Hauses in der Alexandrinenstraße 31 war Fräulein Christine Jungmann. Da sie unverheiratet und ohne Erben war, verkaufte sie das Haus an die Stadt Rostock zum Zweck der Einrichtung des Heimatmuseums. Den Anstoß zur Einrichtung eines Museums hatte es bereits 1914 gegeben. Auf einer Sitzung des Plattdeutschen Vereins für Warnemünde und Umgebung am 12. Februar wurde beschlossen: &amp;quot;Der Verein möge die Sammlung aller geschichtlich und kulturgeschichtlich wichtigen Sachen betreiben. Es ist hohe Zeit, daß man jetzt damit anfängt. Von Händlern wird ungemein viel weggeschleppt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Sammlungsaufruf folgten zahlreiche Warnemünder. Innerhalb kürzester Zeit kamen hunderte von Objekten zusammen. Erster Bewahrer der Sammlung wurde Adolph Ahrens, Lehrer und Direktor an der Fritz-Reuter-Schule. Ihm war es auch zu verdanken, dass die Sammlung von Anfang an der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Auf dem Boden der Fritz-Reuter-Schule dienten ab 1915 ein Zimmer und ein kleiner Vorraum als Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den aktivsten Förderern des Museums zählten außerdem Friedrich Barnewitz, Ernst Strübing, Johannes Gosselck und der Fischer Heinrich Holtfreter. Wissenschaftliche Unterstützung erhielten die Warnemünder Museumsgründer auch vom mecklenburgischen Volkskundler Richard Wossidlo.&lt;br /&gt;
* [[Zur Gründung des Heimatmuseums Warnemünde (Ausschnitt aus Mecklenburg - Zeitschrift des HeimatbundesJ.28 Heft 1 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Vogtei====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Vogtei Warnemuende Gemaelde Johannes Werner.JPG|thumb|450px|rechts|Die Vogtei auf einem Gemälde von Johannes Werner (1914)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Gebäude der Vogtei]]&lt;br /&gt;
:Die Vogtei markiert den historischen Ortsmittelpunkt von Warnemünde, am alten Strom.&lt;br /&gt;
:Sie ist das älteste erhaltene Gebäude von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Das Haus wurde 1605 auf den Grundmauern eines Vorgängergebäudes erbaut, dessen Funktion bis heute nicht endgültig geklärt ist. &lt;br /&gt;
:So gibt es Thesen von einer mittelalterlichen fürstlichen Vogtei (Erstnachweis 1268), sowie folgend auch einer königlich dänischen Residenz unter Dänenkönig Erik Menved zwischen 1304 und 1319.&lt;br /&gt;
[https://danmarkshistorien.lex.dk/Erik_Menved,_1274-1319 Erik Menved im Lexikon der Geschichte Dänemarks]&lt;br /&gt;
:Seit dem Erwerb Warnemündes 1323 durch die Hansestadt Rostock steht der Ort unter hansestädtischer Verwaltung und Rechtsaufsicht eines städtischen Vogtes, der die Weisungen und Verordnungen der Stadt am Ort durchzusetzen hatte.&lt;br /&gt;
:Ab 1472 ist das Gebäude als Dienstwohnsitz der Rostocker Vögte (warscheinlich 35 auf einander folgende Vögte) nachweisbar.&lt;br /&gt;
:Das zweistöckige Gebäude war über mehrere Jahrhunderte hinweg das einzige Gebäude inmitten der &amp;quot;Vörreeg&amp;quot;, das mit der Traufseite zur Straße steht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Aufgaben des Vogtes (Stand 22.4.1906):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- wichtigste Aufgabe: Ortspolizeibehörde&lt;br /&gt;
:- bevollmächtigt, Steuern und Abgaben zu erheben und ggf. einzutreiben&lt;br /&gt;
:- Vollstreckung der von ihm verhängten Strafen bei Zuwiderhandlungen gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit&lt;br /&gt;
:- Vorsitz des Armenkollegiums&lt;br /&gt;
:- Vorsitz des Gemeindewaisenrates und des Schulvorstandes&lt;br /&gt;
:- Beteiligung an der Badeverwaltung &lt;br /&gt;
:- Schätzungs- und Einzugshoheit für Grundsteuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weitere in der Vogtei angesiedelte Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Gästehaus für die Hansestadt Rostock, aber auch offene Herberge und Gasthaus (daher auch 1832 Anbau eines Küchenhauses)&lt;br /&gt;
:- ab 11.3.1606 Verkaufsmonopol für den Verkauf von Rheinwein, Meth, Aquavit und anderen hochprozentigen alkoholischen Getränken&lt;br /&gt;
:- ab zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts auch Sitz der Badeverwaltung.&lt;br /&gt;
:- 1888 erfolgte die letzte Einsetzung eines Vogtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Marksteine in der Geschichte der Vogtei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1675, Februar stand das Wasser im Gebäude 3 Fuß hoch, so daß man &amp;quot;die höchste Treppe vor der Stube erreichet, mit Böten durch die Zimmer fahren konnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1665 vertrieben die Schweden die Rostocker Stadtsoldaten aus der Vogtei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1675 Als der Kurfürst von Brandenburg in Warnemünde einzog richteten die Schweden ein Geschütz auf die Vogtei. Die Salve schlug in das Gebäude ein und tötete den Adjutanten des Kurfürsten. Unmittelbar darauf eroberten die Brandenburger die Schwedenschanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1996 Bei Beginn der Restaurierung des Gebäudes wurden alte Malereien entdeckt, deren älteste auf ein Alter von rund 600 Jahren datiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1999, 26.März, nach fünfjährigem Leerstand und Rekonstruktion öffnet das Haus des Gastes in der Vogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Warnemünder Drehbrücke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 1903 mußte der Alte Strom noch mit Fischerbooten überquert werden.&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Hafenumbauten 1900 bis 1903 änderte sich dann einiges.&lt;br /&gt;
:Der neue Bahnhof und die 1903 eröffnete Eisenbahnfährverbindung machten den Bau einer festen Verbindung beider Ufer notwendig.&lt;br /&gt;
:In Höhe der Vogtei wurde 1903 die Drehbrücke fertggestellt, deren Brückenkonstruktion die von der Firma Ostermann aus Meppen geliefert worden war.&lt;br /&gt;
:Um den Verkehr über die Brücke zu regeln, gelangte eine Brückenordnung zur Anwendung, in der unter Anderem folgendes verankert war.&lt;br /&gt;
;1. Über die Brücke darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden.&lt;br /&gt;
;2. Fußgänger haben sich auf der Brücke stets rechts zu halten.&lt;br /&gt;
;3. Solange die Zugänge zu der Brücke durch Ketten geschlossen sind, darf diese nicht betreten werden.&lt;br /&gt;
;Bei Zuwiderhandlung werden Geld- und Haftstafen verhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Schiffsführer, die mit ihren Schiffen die Brücke passieren wollen, mußten dem Lotsenkommandeur Angaben zum Schiff machen und dieser bestimmte dann Zeit und Art des Durchfahrens.&lt;br /&gt;
:Natürlich war auch eine Gebühr für das Öffnen der Drehbrücke fällig.&lt;br /&gt;
:Während der Nachtzeit und an Sonn- und Feiertagen wurde die Brücke nicht geöffnet.&lt;br /&gt;
:Bis in die 1930er Jahre war der Drehmechanismus der Brücke noch täglich im Betrieb.&lt;br /&gt;
:Besonders in den Sommermonaten war und ist die Drehbrücke beliebter Treffpunkt der Warnemünder, die ein Zimmer vermieten wollten oder mit ihren Handwagen nach ihren anreisenden Gästen Ausschau hielten.&lt;br /&gt;
:Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sogar der Transitverkehr nach Dänemark über die Brücke geleitet.&lt;br /&gt;
:1982 erfolgte eine Reparatur und Rekonstruktion des inzwischen technischen Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur-Warnemünder sind besondere Menschen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünder Paar.jpg|thumb|350px|rechts|Warnemünder Paar]]&lt;br /&gt;
====Die Rostocker beschneiden die Rechte der Warnemünder====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Die mittelalterlichen Zünfte Rostocks rechneten zu ihren Vorrechten, daß im Bannkreis ihrer Stadt weder Handwerk noch Handel betrieben werden durfte. Sie suchten die dadurch gewonnene Monopolstellung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Zum Bannkreis Rostocks zählte auch der Hafenort Warnemünde sowie die städtischen Dörfer in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Als im hanseatischen Rostock die Schiffahrt blühte, fanden auch Warnemünder Einwohner darin ihren Verdienst. Sie besaßen in der Hauptsache kleine Boote, doch führten sie in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts bereits Fahrten nach Schweden durch . Das läßt schon auf größere Ausmaße der Schiffe schließen. Um die Mitte des Jahrhunderts wird von Schiffern berichtet, die in Warnemünde ansässig und aus der dortigen Bevölkerung hervorgegangen waren. Ihre Zahl vermehrte sich schnell. Damals war in den Seefahrt treibenden Kreisen des Hafenortes ein gewisser Wohlstand anzutreffen, was aus dem reichen Besitz der Warnemünder Kirche an Silbergerät und Bargeld ersichtlich ist.&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Handel war damals im Absinken begriffen. Bis dahin hatten die Rostocker Kaufleute und Schiffer wenig gegen die Entwicklung Warnemündes einzuwenden. Bei den geringeren Verdienstmöglichkeiten wurde das anders. Man sah in der Warnemünder Schiffahrt nunmehr eine Konkurrenz, die manbeseitigen wollte. Die Möglichkeit dazu war gegeben; denn der Rostocker, von den Besitzbürgern gebildete Rat herrschte auch über Warnemünde. Die Einwohner des Hafenortes konnten wohl das Rostocker Bürgerrecht erwerben, waren abere ohne Mitbestimmungsrecht.&lt;br /&gt;
:Im Jahre &#039;&#039;&#039;1565&#039;&#039;&#039; vereinigten sich in Rostock die beiden Kompanien der Schonen- und Bergenfahrer, deren Bedeutung stark gefallen war, zur Schiffergesellschaft. Die neue Berufsorganisation strebte sofort danach, die Schiffahrt und den Handel der Warnemünder zu unterbinden. Ihre dahin gehenden Wünsche wurden in einem Statutenentwurf festgelggt und damit begründet, daß Warnemünde lediglich ein Fischerlager darstelle. Bald darauf reichte die Schiffergesellschaft beim Rostocker Rat eine Klage gegen die Warnemünder Einwohner ein, daß sie den Rostocker Schiffern ihre Nahrung entziehen. Obgleich die Warnemünder auf ihr Gewohnheitsrecht hinweisen konnten, daß sie schon seit langem ungehindert ausgeübt hatten, bestimmte das Urteil des Rates vom &#039;&#039;&#039;14. April 1567&#039;&#039;&#039;, daß sie für Seefahrtzwecke nur kleine Boote mit Dollbord benutzen durften. Jegliche Schiffahrt mit Schuten oder &amp;quot;verbauten&amp;quot; Booten sollte ihnen untersagt, jedoch auf den Kleinschiffen die Verfrachtung von Kaufmannsgütern gestattet sein.&lt;br /&gt;
:Im Jahre &#039;&#039;&#039;1574&#039;&#039;&#039; reichten die Rostocker Schiffer zwei weitere Beschwerdeschriften gegen die Warnemünder ein. Am &#039;&#039;&#039;20. Februar 1577&#039;&#039;&#039; beschränkte der Rat die Anzahl der für Warnemünde zugelassenen Schiffer. Außer 33 namentlich genannten, die bis dahin schon als Schiffer tätig gewesen waren, sollte sich niemand &amp;quot;Schuten edder böthe mehr tholegen, kopen edder buwen, ane der ersamenweddeherrn ... vorweten und willen&amp;quot;. Den Zugelassenen wurden noch besondere Bedingungen auferlegt: sie sollten jederzeit im Hafen drei Boote segelfertig halten, &amp;quot;damit frombde lüde mögen awergeföret&amp;quot;, d.h. nach Dänemark gebracht werden könnten. Weiter sollten sie Knechte halten, die in ihrer Abwesenheit zu fischen und den Rostockern Fische auf den Markt zu liefern hatten. Eine Besetzung frei werdender Schifferstellen sollte nur mit Genehmigung der Gewettsherren erfolgen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warnemünder durften nicht Kapitän, Reeder oder Schiffseigner sein====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;20. November 1581&#039;&#039;&#039; unternahmen die Rostocker Schiffer einen neuen Vorstoß. Sie forderten in einer Eingabe, daß in Warnemünde weder Seefahrt noch Handel getrieben werden dürfe; wer sich weiterhin samit befassen wolle, müsse nach Rostock ziehen. Das 100-Männer-Kollegium trat am &#039;&#039;&#039;6. März 1584&#039;&#039;&#039; dem Verlangen bei. Es erklärte sogar, als der Rat mit seiner Entscheidung zögerte, im &#039;&#039;&#039;Januar 1585&#039;&#039;&#039;, keine Steuern bewilligen zu wollen. Die Rostocker Schiffer wandten sich außerdem am &#039;&#039;&#039;2. März 1585&#039;&#039;&#039; an Herzog Ulrich, der sich auf ihre Seite stellte. Nun erließ der Rat am &#039;&#039;&#039;15. März&#039;&#039;&#039; ein völliges Schiffahrtsverbot für die Warnemünder Einwohner. Sie sollten bei einer Strafe von 40 Talern innerhalb von 14 Tagen ihre sämtlichen Schuten und Boote verkaufen.&lt;br /&gt;
:Zur Ausführung des Entscheids kam es vorerst noch nicht. Die Warnemünder gingen an das Land- und Hofgericht in Güstrow, jedoch ohne Erfolg. Es bestätigte das Verbot des Rates. Dann wandten sie sich am &#039;&#039;&#039;18. Oktober 1586&#039;&#039;&#039; an das Reichskammergericht in Speyer. dort blieb der Fall lange liegen. Die Zahl der konzessionierten Warnemünder Schiffer war bis &#039;&#039;&#039;1590&#039;&#039;&#039; auf 20 zurückgegangen. Da beschloß der Rat, jeden, der sich außer ihnen mit der Führung eines Schiffes befasse, mit 50 Talern Strafe zu belegen.&lt;br /&gt;
:Er mußte im Jahre &#039;&#039;&#039;1597&#039;&#039;&#039; jedoch feststellen, daß trotz seiner Einschränkungsbestimmungen die Anzahl der Schiffer in Warnemünde auf 54 gestiegen war. Darauf ordnete er am &#039;&#039;&#039;25. Februar&#039;&#039;&#039; an, daß neue Schiffe nur mit seiner Genehmigung gebaut werden dürften. Die Erlaubnis der Weddeherren genügte nicht mehr. Die ledigen Schiffer sollten nach Rostock ziehen und die verbleibenden alten sich nicht mehr mit Warenhandel abgeben. Da der Rat aber den Warnemünder Schiffern nicht traute, so ließ er jeden von ihnen in jedem Jahre erklären und mit einem Eide bekräftigen, daß er nicht den ihm verbotenen Warenhandel betrieben habe.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;31. Dezember 1604&#039;&#039;&#039; schränkte der Rat die Schiffahrt der zugelassenen Warnemünder nochmals ein. Sie durften fortan nur ein einziges Boot besitzen, nicht mehr als 30 Last laden und nicht über den Sund hinaus fahren. Die jungen Schiffer sollten nach Rostock ziehen. Da der Prozeß vor dem Reichskammergericht nicht aus der Stelle kam und nur Kosten verursachte, auch wenig Aussicht auf einen guten Ausgang vorhanden war, so nahmen schließlich am &#039;&#039;&#039;1. Februar 1606&#039;&#039;&#039; die Warnemündere ihre Klage zurück, zwanzig Jahre nachdem sie sie eingereicht hatten. Sie erklärten, sich dem Willen des Rates zu fügen, das heißt, in die Stadt zu ziehen. Der größte Teil der Schiffer zog nun aus Warnemünde fort. Einige blieben. Im &#039;&#039;&#039;Juli 1622&#039;&#039;&#039; erhielten auf ihre Bitte endlich 5 Schiffer die jederzeit  widerrufliche Genehmigung, in Warnemünde wohnen und Schiffahrt treiben zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Die Wirkung der einschneidenden Handels- und Schiffahrtsbeschränkung machte sich bald in Warnemünde bemerkbar. Das Steuerregister von &#039;&#039;&#039;1623&#039;&#039;&#039; berichtet in dem kleinen Ort von 12 wüsten Hausstellen. Die ehemaligen Besitzer waren fortgezogen.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder versuchten im Laufe der Zeit immer wieder, das Verbot des Rates zu umgehen. Während des Siebenjährigen Krieges beschwerten sich Rostocker Bürger, daß in Warnemünde schon wieder Warenhandel bettrieben worden sei. Daraufhin untersagte der Rat am &#039;&#039;&#039;27. April 1764&#039;&#039;&#039; den Warnemündern nochmals jegliche Schiffahrt. Der Vogt wurde angewiesen dort keinerlei Handel zuzulassen. Im Jahre &#039;&#039;&#039;1768&#039;&#039;&#039; wurde das Verbot erneuert und den Einwohnern strengstens befohlen, den Ankauf und die Verladung von Backobst, Wolle, Flachs und anderen ländlichen Erzeugnissen hionfort zu unterlassen. Aber schon &#039;&#039;&#039;1777&#039;&#039;&#039; gab es wieder ein paar Schiffer in Warnemünde. Die Schiffergesellschaft ruhte indessen nicht und erreichte, daß der Rat in seiner Verordnung vom &#039;&#039;&#039;26. Oktober 1785&#039;&#039;&#039; ihnen die Ausübung ihres Gewerbes in Warnemünde unmöglich machte. Wiederum wurde verfügt, daß die Warnemünder Bevölkerung nur fischen, auf fremden Schiffen als Matrosen fahren und Lotsendienste verrichten durfte. Auf eigenen Schiffen zu fahren blieb ihnen verboten. Im folgenden Jahre unterband der Rat den Warnemündern auch den Frachtverkehr auf der Unterwarnow zwischen Warnemünde und Rostock. Wiederum gab es Abwanderung aus dem Hafenort, zum Teil sogar nach dem Fischland, während andere Einwohner dem Rat ein Schnippchen schlugen, indem sie das Ribnitzer Bürgerrecht erwarben, aber in Warnemünde wohnen blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Diebereien der Warnemünder====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Das Rostocker Gewett, städtische Behörde für Hafen und Schiffahrt, Handel und Gewerbe, hatte auch den Hafenort Warnemünde zu verwalten und als Niedergericht die in Warnemünde auftretenden Streitfälle zu verhandeln. Deshalb hielt es regelmäßige Gerichtstage in Warnemünde ab.&lt;br /&gt;
:Die hauptsächlichsten Vergehen, die zur Verhandlung standen, waren unzweifelhaft Eigentumsdelikte. Es wurden Steine und Holz von den sogenannten Stein- und Moddekisten, die zur Uferbefestigung und zum Schutz gegen Versandung des Fahrwassers aufgestellt wurden, entwendet. Holz stahl man natürlich auch in der nahen Heide. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1772&#039;&#039;&#039; ist ein Palisadenwerk von der Schanze bis zu den Steinkisten erwähnt, von dem die Warnemünder ständig Holz stahlen. &lt;br /&gt;
:Zahlreich sind auch Fälle von Diebereien am Strand. Daneben fallen noch Klagen wegen rückständiger Zahlungen auf, zum Beispiel durch den Pastor, und auch die Hebamme klagte gegen zahlungssäumige Wöchnerinnen.&lt;br /&gt;
:Diese Prozesse bestätigen aber nicht die Warnemünder als &amp;quot;Langfinger&amp;quot;. Hinter ihnen verbirgt sich die große Armut der Menschen. Was sollten sie auch machen, gab es doch so weit das Auge reichte nur Sand und Seewasser. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1847&#039;&#039;&#039; bat zum Beispiel der Warnemünder Vogt Meyer um Lieferung von verbilligtem Roggen für die in äußerste Not geratene Warnemünder Bevölkerung. In diesem Jahr hatte weder Feuer, noch Wasser, noch Militär, die Menschen heimgesucht. Es war also für die Warnemünder ein ganz normales Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Regelmäßige Böhnhasenjagden der Rostocker Zünfte in Warnemünde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weiter durften in Warnemünde weder Schlachter, noch Müller oder Bäcker wohnen. &lt;br /&gt;
:Das Verhältnis zwischen den Rostocker Stadtbehörden und den Warnemündern blieb gespannt. Immer wieder suchte man sich über die auferlegten Beschränkungen hinwegzusetzen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker Zünfte übernahmen mit Vorliebe in Warnemünde die Verfolgung heimlich arbeitender Handwerker. Es kam oft zu sogenannten Böhnhasenjagden (auf illegale Handwerker, die nicht Zunft-Mitglied waren). &lt;br /&gt;
:Noch als Warnemünde Badeort wurde, sträubten sich die Rostocker Zünfte, dort Handwerker zuzulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rat bezeichnete im Jahre &#039;&#039;&#039;1854&#039;&#039;&#039; den Hafenort Warnemünde als &amp;quot;eine zum Vorteile der Stadt Rostock, weil dieser untertänige, in Unterordnung gehaltene Kommüne&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:Erst &#039;&#039;&#039;1861&#039;&#039;&#039; wurde das Schiffahrtsverbot aufgehoben. &lt;br /&gt;
:Bis ein Bäcker in Warnemünde sein Handwerk ausüben durfte, wurde es &#039;&#039;&#039;1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Und &#039;&#039;&#039;1866&#039;&#039;&#039; ließen die Rostocker Handwerksämter endlich zu, daß dort eine Mühle erbaut werden konnte und erstmalig ein Schlachter seinen Betrieb eröffnen durfte. &lt;br /&gt;
:Durch das &#039;&#039;&#039;Notgewerbegesetz des Norddeutschen Bundes&#039;&#039;&#039;  von &#039;&#039;&#039;1867&#039;&#039;&#039; fielen dann die letzten Beschränkungen für Warnemünde. Damit war die jahrhundertelange Unterdrückung der Bevölkerung des Hafenortes beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erst mit der Reichseinigung 1871 fielen die Beschränkungen denen die Warnemünder unterlagen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sie hatte dazu geführt, daß die Warnemünder auf manchen  Verdienst der möglich gewesen wäre, verzichten mußten, daß sie in manchen Dingen geradezu ausgebeutet wurden und zu Einkaufen in Rostock weite und nicht immer gefahrlose Fahrten zu unternehmen gezwungen waren. Die Kehrseite war, daß sich in den Warnemünder Familien eine vielseitige Handgeschicklichkeit entwickelte. Gerade weil manche Dinge des täglichen Gebrauchs am Orte nicht zu haben waren, fertigte man sie selbst an. Der Haß gegen die Rostocker machte sich noch lange bemerkbar. Er kam auch in der vielgebrauchten Redensart zum Ausdruck: &amp;quot;Schmiet´n Diewel in´n Strom! un lat´n driwen, is´n Rostocker!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schweden, Franzosen,Engländer und Russen - Warnemünde in Kriegszeiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schwedenschanze und der schwedische Zoll===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Warnemünder Zoll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Durch den Vertrag vom 29.11.1632 zwischen Gustav Adolf und den mecklenburischen Herzögen Adolf Friedrich I. und Johann Albrecht II. nahm dieser Zoll seinen Anfang. Warnemünde wurde an die Schweden abgetreten und ihnen zugleich das Recht eingeräumt, hier von aus- und eingehenden Fahrzeugen eine Abgabe zu erheben, von der den Herzögen 1 Prozent als Lizentquote zugesichert wurde. Mit dem Prager Frieden, dem sich auch die mecklenburgischen Herzöge angeschlossen hatten, trat eine Wendung ein, indem die Schweden nun Mecklenburg als Feindesgebiet behandelten, und das Land für einige Jahre Tummelplatz der feindlichen Armeen wurde. Im Jahre 1638 kam es zum Kampf um die Warnemünder Schanze, und die Schweden sahen sich genötigt, diese Befestigung den Kaiserlichen zu überlassen. Bald aber wandte sich das Blatt. Die Kaiserlichen mussten Mecklenburg räumen, und der Kommandant von Warnemünde verließ heimlich auf einem dänischen Schiff die Schanze, nachdem er sie den Rostockern übergeben hatte.  Diese versuchten nun das Schanzwerk zu zerstören, wurden aber daran von den Schweden gehindert, die es von neuem eroberten und befestigten und darauf fortfuhren, den Zoll zu erheben. Dieser Zustand hat dann bis zum Westfälischen Frieden und darüber hinaus bestanden, denn alle Versuche der Herzöge und der Rostocker, während der Friedensverhandlungen eine klare Bestimmung hierüber in die Friedensartikel hineinzubringen, waren vergeblich. So ist es dahin gekommen, dass noch bis ins 18 Jahrhundert hinein dieser Zoll erhoben werden konnte zum Schaden für Rostocker Handel und Schifffahrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der schwedische Zoll in Warnemünde in den Jahren 1632-1654&amp;quot; Alexander Pries 1914]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.google.de/books/edition/Motiven_warumb_die_Cron_Schweden_den_War/w79YAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=zoll+warnem%C3%BCnde&amp;amp;printsec=frontcover Warum die Cron Schweden...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde während der Franzosenzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1809 - Schillsche Truppen in Warnemünde====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Im Stadtarchiv der Hansestadt findet sich ein umfangreiches Aktenstück aus der Franzosenzeit, also der Besetzung durch napoleonische Truppen zwischen 1806 und 1813. &lt;br /&gt;
:In diesem Dokumentenbestand ist auch der vom 29. Mai 1809 datierte ausführliche Bericht des Warnemünder Vogtes Lange enthalten. &lt;br /&gt;
:Er berichtet was sich am Rande des in der deutschen Geschichtsschreibung oft heroisch geschilderten Kriegszuge Ferdinand von Schills mit seinem Bataillon Husaren rund um den alten Strom zutrug: &lt;br /&gt;
:„Dienstag d. 23. (Mai) gegen Mittag sprengten 4 Husaren vom von Schillschen Corps hinten an die Voigtey und fragten nach dem commandirenden Officier in Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Es trat der Herr Lieutenant v. Horn heraus, welcher sogleich befragt ward, ob er diesen Platz dem Schillschen Corps übergeben wolle ?“ &lt;br /&gt;
:Der antwortete: „Der Platz sey allenthalben offen, und könne er denselben mit seinen Invaliden nicht verteidigen.“ &lt;br /&gt;
:Daraufhin wies man den 4 Husaren Quartiere bei Warnemünder Bürgern an. &lt;br /&gt;
:Deren Pferde bezogen den Stall beim Bürger Grimm. Am darauf folgenden Mittag erschienen weitere 14 Mann unter dem Kommando eines Sergeanten, der erklärte, das er nun Besitz von Warnemünde nehme. &lt;br /&gt;
:Leutnant von Horn entgegnete darauf, das er Befehl habe nicht von seinem Posten zu weichen. &lt;br /&gt;
:Der Sergeant erwiderte, dass er durchaus an seiner Seite weiter auf seinem Platz bleiben könne. &lt;br /&gt;
:Vor dem Einmarsch der Husaren hatte der Leutnant Schildwachen vor allen in Warnemünde liegenden Schiffen postiert. &lt;br /&gt;
:Um einer Entwaffnung zuvor zu kommen ließ er bei ihnen nun heimlich alle Patronen einsammeln und so die Gewehre unbrauchbar zu machen. &lt;br /&gt;
:Aber die Maßnahme half nichts. Die Husaren entwaffneten die Rostocker Wachen trotzdem. &lt;br /&gt;
:Am darauf folgenden Tag traf Graf von Moltke, ein Schillscher Stabsoffizier mit weiteren 14 Mann, teils Kavallerie, teils Infanterie hier ein. &lt;br /&gt;
:Auch für sie musste nun ein Quartier gefunden werden. &lt;br /&gt;
:Der veranlasste nun, das drei requirierte Kutter-Boote in die See vor die Hafeneinfahrt gelegt wurden. &lt;br /&gt;
:Fortan war auch den Fischern das Auslaufen verboten. &lt;br /&gt;
:Ein Schillscher Bataillonsschreiber brachte schließlich aus Rostock an von Moltke die Order alle hier liegenden Schiffe zu begutachten und festzulegen.&lt;br /&gt;
:Am nächsten Tage belief sich die Zahl der so erlangten Schiffe auf 22. &lt;br /&gt;
:Nun erging an den hiesigen Lotsenkommandeur Weisung, bei Strafandrohung von 50 Hieben, dass er die Räumung der Wasserfahrzeuge zu organisieren habe. &lt;br /&gt;
:Anschließend sollen sodann auf drei der Schiffe Pferdeställe eingebaut werden. &lt;br /&gt;
:Bald darauf rückt von Rostock der Schillsche Leutnant  von Hagen mit 12 Mann an, um nun mit Verspätung den Leutnant von Horn doch noch zu arretieren. &lt;br /&gt;
:Auch müssen die Rostocker Wachsoldaten jetzt den letzten Rest an Ausrüstung und Uniform abliefern. &lt;br /&gt;
:Der Lotsenkommandeur schien außerstande, den Einbau der Pferdeställe in die Schiffe zu organisieren. &lt;br /&gt;
:So sandte man kurzerhand ein Boot in den Breitling. Hier arbeitete gerade eine Reihe von Zimmerleuten an den Steinkisten der Molenbauwerke. &lt;br /&gt;
:Unter Androhung, sie im Wiedersetzungsfalle umgehend zu erschießen zwang man sie nun auf die Schiffe zwecks Einbau der Pferdeställe. &lt;br /&gt;
:Es mangelte jedoch an Material. Polier Stark musste nun angeben was gebraucht wurde. &lt;br /&gt;
:Das erforderliche Holz brachte man in Warnemünde bald zusammen, aber es mangelte an Nägeln. &lt;br /&gt;
:Zwischenzeitlich setzte aus Rostock ein Strom an Waffen, Proviant und Husaren aus Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Allein acht Wagen mit Gewehren, Piken und Munition waren in Rostock requiriert worden. Deren Verladungen scheiterten an dem fehlenden Umbau der Schiffe. Der Umbau wiederum an den noch nicht aus Rostock eingetroffenen Nägeln. &lt;br /&gt;
:Als schließlich Schills Adjudant von Baersch in Warnemünde eintraf um die Einschiffung von Truppen auf den requirierten Schiffen  zu kommandieren, sprach der ein Machtwort und ließ jede verfügbare Hand dazu kommandieren, aus Umzäunungen, Steganlagen und Gebäuden alle sichtbaren Nägel herauszuziehen und für die Stallanlagen auf den Schiffen zu gewinnen. &lt;br /&gt;
:Es kam auch eine ansehnliche Menge zusammen, allein die Zimmerleute erklärten sie alle für unbrauchbar. &lt;br /&gt;
:So wurde schließlich ein Kavallerist nach Groß Klein gesandt, um dort von einem Schmied  ausreichend Nägel zu holen. Zwischenzeitlich beklagten sich die Schiffseigentümer bei Baersch, wer ihnen den Verlust der Schiffe ersetze? &lt;br /&gt;
:Baersch sicherte zu, das Schill ihnen alles ersetze. &lt;br /&gt;
:Nach einem Tag trafen schließlich auch die Nägel ein und die Arbeit an den Pferdeställen begann. &lt;br /&gt;
:Nun erging an den Vogt Lange die Weisung alle in den Warnemünder Häusern verfügbaren Töpfe und Pfannen zu requirieren und für die Truppen auf die Schiffe zu bringen, was bei den Bewohnern zu großem Wehklagen Anlaß bot. Man schickte auch Requirierungstrupps in die Dörfer der Umgebung um Futter und Lebensmittel zu beschlagnahmen. &lt;br /&gt;
:Inzwischen begann die Einschiffung der Husaren und ihrer Pferde. &lt;br /&gt;
:Gegen Abend erreichte den Kommandeur von Baersch die Meldung, das einige Husaren der Witwe Heberer ihren Wein mit Gewalt aus dem Keller geholt hatten. Der Kommandeur eilte sogleich mit einem weiteren Offizier  dorthin um die Marodeure zu verhaften. &lt;br /&gt;
:Einer von ihnen widersetzte sich und ward von von Baersch noch am Ort exekutiert und vor dem Haus verscharrt. &lt;br /&gt;
:Kurz darauf  erklärt von Baersch dem Vogt, dass er dessen Dienstmädchen Lene als Köchin mit auf sein Schiff nehmen wolle. &lt;br /&gt;
:Die entzog sich dem aber sogleich durch Flucht und versteckte sich zunächst im Pfarrhaus. &lt;br /&gt;
:Die Anzahl der höheren Offiziere, die in der Vogtei Quartier bezogen hatten und sich zwangsweise am Tisch des Vogtes Lange beköstigen ließen stieg unablässig. &lt;br /&gt;
:Inzwischen begann man bereits einzelne Schiffe auf die Reede auszuschiffen. &lt;br /&gt;
:Das zwei der erfahrenen heimischen Schiffer nacheinander die Segler auf eine Untiefe von Einheimischen „Lichtbogen“ genannt, auflaufen ließen, war sicher nicht deren Unerfahrenheit zuzuschreiben. Viel Zeit kostete nun deren Bergung um auch für die anderen Segler die Hafenzufahrt passierbar zu machen. &lt;br /&gt;
:Am 28. Mai morgens hatten holländische Truppen Warnemünde von Westen her erreicht und versuchten nun durch Beschuß die gegnerischen Schillschen Truppen am Auslaufen zu hindern. &lt;br /&gt;
:15 Schiffe lagen bereits auf Reede. Das sechzehnte, geführt vom Schiffer Maas aus Rostock segelte eine viertel Stunde lang unter starkem Beschuß aus der Hafenausfahrt. &lt;br /&gt;
:Den Holländern gelang es nicht im weichen Dünensand die Kanonen richtig auszurichten, so dass sie immer wieder nur die Segel des Schiffes trafen. &lt;br /&gt;
:Zwei weitere Schiffe mit Husaren an Bord lagen noch in Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Da ihnen die Ausfahrt offensichtlich nicht mehr gelingen würde, flüchteten die Schillschen an Land über den Strom und die Hohe Düne in die Rostocker Heide. &lt;br /&gt;
:22 Der Husaren gerieten jedoch bei der anschließenden Verfolgungsjagd noch in Gefangenschaft der Holländer. &lt;br /&gt;
:Ein Teil der holländischen Truppen quartierte sich nun in den Warnemünder Häusern ein und ließ sogleich erneut Lebensmittel requirieren. &lt;br /&gt;
:Einen Tag später ließen sie sich jedoch zur Hohen Düne übersetzen um die Schillschen Truppen weiter in Richtung Stralsund zu verfolgen. &lt;br /&gt;
:Am darauf folgenden Tage war Warnemünde wieder militärfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosenzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1810 - Im Frühsommer des Jahres war die Franzosenherrschaft an der Ostseeküste so schwach, daß die Engländer kleinere Landungen wagten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 3. Juni war ein nach Russland bestimmtes, amerikanisches Schiff von einem in Warnemünde stationierten französischen Kaper aufgebracht worden. Als Reaktion landete eine englische Marine-Einheit, eroberte Kaperschiff &#039;&#039;&#039;und&#039;&#039;&#039; Beuteschiff. Sie entführten sodann beide aus dem Hafen. Die schwache mecklenburgische Wachmannschaft hatte sofort nach der Landung die Flucht ergriffen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Redoute 1912.jpg|thumb|300px|rechts|Warnemünde Redoute (1912)]]&lt;br /&gt;
:Dieses Ereignis veranlasste den französischen Marschall Eckmühl dazu, umgehend stärkere, ausschließlich französische Truppen in Warnemünde zu stationieren. Damit einher ging sein Befehl an die Stadt Rostock, unverzüglich den Bau verschiedener Befestigungsanlagen in Warnemünde abzusichern und zu finanzieren. &lt;br /&gt;
:Um die Befestigungsanlagen mit einer Redoute als Kern in Warnemünde in kurzer Zeit herzustellen, hatte die Stadt Erdarbeiter, Zimmerleute und andere Handwerker aller Art, sowie sämtliches Bauholz aus der Rostocker Heide zu stellen. Die Bürgerschaft war zunächst unentschlossen. &lt;br /&gt;
:Am 7. September gibt das erste Quartier in der Beschluß-Findung dazu folgende Stellungnahme ab. „...ein außerordentlicher Holzhieb scheitert bereits daran, das nichts mehr zu entscheiden ist, außer, wie er praktisch ausgeübt werden kann. Besser ist, noch einmal den Forstinspektor Becker zu befragen und ihn ein Konzept fertigen zu lassen. ...“ &lt;br /&gt;
:Das zweite Quartier hat darauf nur noch zu erwidern, daß man den Holzeinschlag vorrangig in den Rövershäger Waldungen ausführen solle, da aus den damals ebenfalls im Rostocker Besitz befindlichen Willershäger Waldungen die Anfuhrkosten zu hoch seien. &lt;br /&gt;
:Die Entscheidung war somit gefallen und der Forstinspektor erhielt freie Hand. Noch in derselben Woche begannen alle seine Waldarbeiter in den Trassen der abgesteckten, zukünftigen Waldschneisen, das gesamte für den Warnemünder Redouten-Bau benötigte Holz einzuschlagen und damit es sich auch leicht transportieren ließ, gleich einen guten Untergrund für die Fuhrwege herzurichten. &lt;br /&gt;
:So entstanden nach einander die Meiershausstellenschneise von Wiethagen nach Meiershausstelle, die Trasse der heutigen Bäderstraße, als Forstweg, von Hinrichshagen nach Torfbrücke, sowie die Schneise vom Mönkortsbaum nach den Wiesen und Schnatermann (die heutige Bauernwiesenschneise). Der unfertige Landweg von Hinrichshagen nach Markgrafenheide bekam nun als Transportweg zur Warnemünder Baustelle eine besondere Wichtigkeit und konnte 11 Jahre nach seinem Baubeginn, dem ursprünglichen Plan entsprechend, fertiggestellt werden und Beispiel gebend solide ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
:Nach Abschluss der Bauarbeiten war selbst das bis dahin permanent opponierende zweite Quartier nunmehr von der Sinnhaftigkeit des entstandenen Wegenetzes überzeugt und machte der Forstverwaltung sogar Vorwürfe, warum man damit nicht schon eher begonnen habe. Von 1791 bis 1811 hatten sie dieses Projekt stets verhindert.&lt;br /&gt;
:Der Bau der Warnemünder Redoute zog sich bis Februar 1812 hin. Nur vierzehn Monate später, am Ende der Franzosenzeit, beschlossen die Hundertmänner am 12. April 1813 bereits den Abriss der Redoute. Da sich die Umsetzung des Abrisses aber laufend verzögerte, landeten schließlich am  26. August rund 100 Engländer, schickten die Bürgerwache der Warnemünder nachhause  und „demolierten“ die Redoute. Am folgenden Tage beendeten sie ihr Zerstörungswerk endgültig und sprengten die gesamte Anlage. &lt;br /&gt;
:Zwei Wochen darauf besichtigte die Stadtverwaltung die Trümmerstätte und befand: „..daß die Redoute sich nicht mehr ähnlich war.“ Beckers Waldschneisen dagegen haben bis in unsere Tage Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosenzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde während des ersten Weltkrieges 1914-1918===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bahnberaubungen in Warnemünde====&lt;br /&gt;
HG&lt;br /&gt;
[[Protokoll des Gerichtsverfahrens]] einfügen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde in der Zeit des dritten Reiches und des zweiten Weltkrieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Franzosenlager auf der Hohen Düne====&lt;br /&gt;
(Quelle Dr. Reno Stutz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====* [[Das Kriegsende In Warnemünde am 1. Mai 1945]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Hafen mit Leuchtfeuern und Molen==&lt;br /&gt;
===Die erste Leuchte am Ost-Ende der Hohen Düne ab 1323 bis warscheinlich 1487===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der Warnemünder Leuchtturm in  &amp;quot;die Wahrhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberuhmten alten See- und Hensestadt Rostock&amp;quot; von 1578 bis 1586 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde 1586 Leuchtturm Ausschnitt Vicke Schorler Rolle.jpg|thumb|300px|rechts|Warnemünde 1586 Leuchtturm Ausschnitt Vicke Schorler Rolle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1832 Bevor der Leuchtturm kam===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller) (WG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Offensichtlich war ursprünglich ein hölzerner Bau geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Planung Leuchtturm Freim Abendbl Januar 1832.jpg|Eine Zeitungsmeldung im &amp;quot;Freimüthigen Abendblatt&amp;quot; Januar 1832&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde die Leuchte um 1870.jpg|Die Leuchte, der 1836 erbaute Vorgänger unseres heutigen Leuchtturms, links daneben der Signalmast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Leuchtturm, das Wahrzeichen von Warnemünde===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemuende Leuchtturm im Bau.jpg|thumb|250px|rechts|Der Leuchtturm im Bau 1897/98]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leuchtturm Warnemuende vor 1905.JPG|thumb|250px|rechts|Der Leuchtturm vor 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1898 wurde der Warnemünder Leuchtturm, heute wohl wichtigstes Wahrzeichen des Ostseebades seiner Bestimmung übergeben. Versucht man die Wurzeln seiner Entstehung zu ergründen,  entdeckt man in alten Quellen bald, daß die Überlegungen zur Errichtung eines solchen Bauwerkes schon viel weiter zurückliegen.&lt;br /&gt;
:Auch in den Zeitungen des 19. Jahrhunderts wiederspiegelt sich dieses Thema. &lt;br /&gt;
:So weiß das &amp;quot;Freimütige Abendblatt&amp;quot; in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts dazu folgendes zu berichten: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Hinsichtlich der jüngst von hier gemeldeten Absicht, ein Feuersignal im Warnemünder Seehafen anzulegen, ist es allgemein zu bedauern, daß man weit davon entfernt scheint, die Ideen zum Grunde zu legen, die der verstorbene sehr unterrichtete und hellsehende Schiffskapitän Eichmann, ehemaliger Lehrer der Nautik hieselbst, in einer höchsten Ortes vor etwa 6 Jahren von ihm über die Frage an welchem Punkte der mecklenburgischen Seeküste es am vorteilhaftesten wäre einen ordentlichen Leuchtturm zu errichten, erforderten und eingereichten, überaus wohlgearbeiteten Denkschrift, über die, seiner Meinung nach, in Warnemünde allein am allernützlichsten und unentbehrlichsten zu verfügende Errichtung eines solchen Leuchtturms entwickelt hat. Der Referent hat dies Memoire damals gelesen, und erinnert sich noch mit Vergnügen der lichtvollen mündlichen Erläuterungen des einsichtsvollen Verfassers, so wie der Wärme, mit der er den seit einigen Jahren neugebaueten und mit englischen Leuchtinstrumenten versehenen Leuchtturm zu Cuxhafen als das vortreffliche Modell pries, dem man in Warnemünde zu folgen hätte. Aber freilich steht die hohe Nützlichkeit, ja unentbehrliche Nothwendigkeit einer solchen Anstalt, so wie ihre dem Muster nacheifernde Vortrefflichkeit, die der Referent vor fünf Jahren stundenlang zu untersuchen und zu bewundern Gelegenheit hatte, auch im Verhältnis zu den sehr erheblichen Kosten, die die Nachahmung zu Warnemünde erfordern würde; Kosten zu denen, wenn dieser Gedanke je ins Leben träte, Fürst und Land, aus den entscheidenden Gründen wahren Gemeinwohls, auf die Hälfte oder doch ein Drittel beisteuern müßten und könnten.&lt;br /&gt;
:Rostock den 30. Januar 1832&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Immer wieder bieten die so &amp;quot;hellseherischen&amp;quot; Gedanken jenes Kapitäns  Eichmann Stoff zur Diskussion über die längst fällige Errichtung eines Leuchtturmes und man kann ihn wohl getrost als geistigen Vater eines solchen Bauwerkes bezeichnen. Auch sonst bietet sein Wirken in Warnemünde noch reichliche Betätigungsfeld für die Warnemünder Geschichtsforscher.&lt;br /&gt;
:Der Anstoß war gegeben, aber bis zur Realisierung verging noch viel Zeit und das Thema bot im Freimütigen Abendblatt auch weiterhin reichlich Lesestoff, wie hier zum Beispiel drei Jahre darauf:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was die schon vor mehreren Jahren beantragte Anlegung eines Leuchtturmes am Eingange des Warnemünder Hafens betrifft, so scheint diese Angelegenheit, obgleich sie, wie man erfährt, sowohl von den Seiten des Handels- als des Schifferstandes als sehr dringend empfohlen und von demselben auch bereits verschiedene annehmliche Offerten gemacht sein sollen, doch ganz in den Hintergrund gestellt zu werden, und vielleicht nur aus dem einzigen Grunde, weil die Rostocker Schiffahrt seit Jahrhunderten schon ohne Leuchtturm bestanden hat. Wohin aber sollen solche Grundsätze führen ? Man überzeuge sich doch endlich von der Nützlichkeit, ja von den Notwendigkeit dieser Einrichtung! Eben wegen des Mangels derselben scheiterte noch jüngst wiederum ein Schiff; denn das Ansegeln an die mecklenburgische Küste bei irgend trüber Witterung, besonders bei starkem Sturm und Seegange ist bekanntlich sehr gefährlich. Unsere Baubehörde wird deshalb wenn sie sich auch in dieser Hinsicht des Raths sachkundiger Männer bedient, gewiß keinen Anstand nehmen, auch diesem Gegenstande seine Erledigung zu verschaffen, zumal da bei den vorseienden Hafenbauten gewiß der Bau eines solchen Leuchtthurmes auf eine zweckmäßige und vieleicht minder kostspielige Art als sonst zur Ausführung gebracht werden kann.&lt;br /&gt;
:Rostock den 29. December 1835&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Im Folgejahr schließlich scheint die Sache in Gang zu kommen denn in der Augustausgabe steht zu lesen: :&amp;quot;Bei der am 16.des Monats stattgefundenen Grundsteinlegung zu dem auf der Düne Warnemünde´s zu erbauenden Leuchtthurm war leider der Mehrzahl der hier Anwesenden Fremden der zu dieser feierlichen Handlung angesetzte Zeitpunkt fremd geblieben, weshalb nur ein kleiner Teil derselben auf der bezeichneten Anhöhe sich versammelt hatte. Befremden mußte es wohl allgemein, daß von der obersten städtischen Behörde nichts geschehen war um diesem Actus auch in seiner äußerlichen Form eine festliche Bedeutung zu geben, das auch nicht eines ihrer Mitglieder gekommen war, um die Theilnahme an einem Werke an den Tag zu legen, welches dem Vaterlande zur Ehre und so vielen zur Rettung und zum Heile gegründet werden sollte. Freuen müssen wir uns aber andererseits, daß dennoch diese Handlung nicht ohne eine gewisse Solenität &#039;&#039;(Feierlichkeit)&#039;&#039; vollzogen wurde. Es hatte nämlich eine Dame aus Rostock (C.v.W.) diesen Gegenstand in einem Gedichte besungen, welches auf allgemeines Begehren ein gerade anwesender, sehr beliebter Redner, Herr Candidat Bartsch aus Rostock, nachdem er einige, dem Gegenstande angemessene Worte vorausgeschickt, auf eine dem Inhalte des Gedichtes vollkommen entsprechende Weise recitierte. Nachdem hierauf von dem Herrn Administranten des Baues ein Toast unter dem Klange der Gläser ausgebracht worden, wurde diese eben so einfache als ansprechende Feier beendigt. Wie es heißt, erreicht der Bau, unter der Leitung des Stadtbaumeisters Herrn Schwedtler, noch vor dem Winter seine Vollendung.&lt;br /&gt;
:Warnemünde d. 19. August 1836&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Leider nennt uns die Zeitung jener Tage den Verfasser der Zeilen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1897/98 der Bau des Warnemünder Leuchtturms====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Nebel mussten Sondermaßnahmen durchgeführt werden (Hornsignale, Glocke, Nebelkanone). Die Entwicklung der Rostocker Segelschiffflotte zur größten im Ostseeraum mit 372 Schiffen im Jahre 1878 machte einen weiteren Ausbau der Hafeneinrichtungen zwingend notwendig. So wurde bereits im Jahre 1862 dem Rat der Stadt Rostock ein Entwurf vorgelegt zum Umbau der Hafenleuchte in Warnemünde zu einem vollständigen Leuchtturm mit prismatischem Laternenhaus. Aber erst im Jahre 1897/98 kam es dann zum Bau des Leuchtturms in seiner jetzigen Form. Davor waren durch Streitigkeiten über die Notwendigkeit und die Finanzierung des Leuchtturms mehr als 30 Jahre ins Land gegangen. Erbaut wurde der Turm unter der Leitung des Rostocker Hafenbaumeisters Karl Friedrich Kerner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Leuchtturm mit Signalmast 1904.jpg|thumb|600px|links|Der neue Leuchtturm und links daneben der Wetteranzeiger-Signalmast 1904]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde1904 Handskizze Ludwig Krause Bedeutung der Signale am Mast.jpg|thumb|450px|rechts|Handskizze des Historikers Ludwig Krause über die Bedeutung der Signale am Mast neben der Leuchte 1904]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Feuer wurde zunächst mit Petroleum betrieben, das aus dem Petroleumkeller, in dem 4 Petroleumbottiche untergebracht waren, heraufgepumpt werden musste. Im Jahre 1917 wurde das Licht auf Gas umgestellt. Um 1927 wurde der Leuchtturm auf elektrisches Licht umgestellt. Die Lampentypen wurden ständig dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Heute wird der Turm mit einer 250W/230V HQL-Lampe betrieben.&lt;br /&gt;
Das Linsensystem wurde von der Firma Picht &amp;amp; Co. Rathenow geliefert und eingebaut und tut noch heute in unveränderter Form seine Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Auszug aus: &amp;quot;Verschwunden - Vergessen - Bewahrt, Denkmale der Rostocker Technikgeschichte&amp;quot; Hans-Joachim Luttermann]] Verlag Redieck und Schade 1995  &lt;br /&gt;
*[[&amp;quot;Leuchtturm Warnemünde&amp;quot; Hans Joachim Luttermann]] Verlag Redieck und Schade 2013&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=sYbcAokrAQw  Gerd Lau MV1 TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1968 Die Symbiose von Teepott und Leuchtturm als Warnemünder Wahrzeichen====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Werbung 1936.jpg |thumb|250px|rechts|Warnemünde mit Leuchtturm und Teepavillon 1936]]&lt;br /&gt;
;1926 Der runde &amp;quot;alte&amp;quot; Teepavillon mit Terrassen und Kuppeldächern entsteht&lt;br /&gt;
:neben dem Warnemünder Leuchtturm in unmittelbarer Nachbarschaft, den der Volksmund schon bald nach seiner Eröffnung &amp;quot;Teepott&amp;quot; nannte. &lt;br /&gt;
:Er brannte 1945 ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Architekt Ulrich Müther und der Hyparschalenbau&lt;br /&gt;
;noch fortsetzen&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Teepott 1979 OKR.jpg|400px|thumb|rechts|Inneres des Teepotts 1979]]&lt;br /&gt;
;1967/68 Anlässlich des 750. Geburtstages von Rostock lässt die Stadt den Teepott als Hyparschalen-Bau errichten.&lt;br /&gt;
: Eine Architektengruppe des Wohnungsbaukombinates Rostock um Stadtplaner Erich Kaufmann entwickelte das Gebäude des &amp;quot;Teepotts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Die statische Konstruktion eines Hyparschalenbaus erstellte dazu der Konstrukteur Ulrich Müther aus Binz. Die Dachkonstruktion besteht aus einer Membranschale, die Last der 1000 m2 umfassenden Dachfläche ruht auf nur drei Auflagenpunkten. Die Dachschale hat eine Dicke von 7cm.&lt;br /&gt;
:Die künstlerische Gestaltung führten Achim Kühn, Inge Jastram und Felix Büttner aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Teepott seit der Wiedervereinigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
:Der Teepott wird geschlossen, geht in Privateigentum über und steht 10 Jahre leer. &lt;br /&gt;
:Ein geplanter Abriss wird jedoch verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2001/02&lt;br /&gt;
:Die Übernahme durch Rostocker Gastronomieunternehmer und einem Bauunternehmer erfolgt.&lt;br /&gt;
:Es folgt die Entkernung und der Umbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2015&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen Scanhaus Marlow kauft den Teepott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018&lt;br /&gt;
:Verleihung des Titels &amp;quot;Historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieur-Baukunst&amp;quot; wird dem Teepott zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Molen und Seezeichen===&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Becker beschreibt den Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen &lt;br /&gt;
:(Freimüthiges Abendblatt 1826):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;500px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Becker Bau der Seekisten FA 1826 a wmde.jpg|Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen a&lt;br /&gt;
Datei:Becker Bau der Seekisten FA 1826 b wmde.jpg|Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fischerei==&lt;br /&gt;
(u.a. Warnemünder Jolle) noch einpflegen&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts===&lt;br /&gt;
:Niemand der nach Warnemünde kann sich dem besonderen Flair des Alten Stromes und des Fischereihafens an seinen beiden Ufern entziehen.&lt;br /&gt;
:Allein schon der Duft von frischem Räucherfisch zieht die Touristen magisch an.&lt;br /&gt;
:Lang ist die Tradition der Fischerei in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bereits 1494 befuhren nicht weniger als 30 Warnemünder Fischer ihre Fangplätze in der Ostsee und leisteten ihre Abgaben an den dänischen Vogt auf Schonen. Sie befuhren bzw. befischten die gesante südwestliche Ostsee.&lt;br /&gt;
:Die größte Länge der damaligen Fischerboote betrug ca. 6,30m und 2,20 Breite.&lt;br /&gt;
:Ab 1880 mußten die Fischer Registriernummern an Booten und Segeln führen, 1917 ergänzt durch &amp;quot;WA&amp;quot; vor der Registriernummer.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder selbst befaßten sich ungern mit dem Bootsbau und überließen das den Tischlern und Stellmachern aus Groß-Klein.&lt;br /&gt;
:Gefischt wure mit Stellnetzen, Waden Reusen, Angeln und Eisen.&lt;br /&gt;
:Die Netze und Angeln wurden in Warnemünde gefertigt und in der heutigen Friedrich-Franz-Straße entstand die erste 250m Reiferbahn.&lt;br /&gt;
:Aber nicht nur gefischt wurde von den Warnemündern sondern sie verkauften ihre Fänge zu großen Teilen auch selbst.&lt;br /&gt;
:In erster Linieg boten sie ihre Fänge regelmäßig auf dem Rostocker Markt an.&lt;br /&gt;
:Da der Markt bereits um 8.00 Uhr öffnete, mußte die Ausfahr zum einholen der Netze schon morgens zwischen 1 und 2 Uhr erfolgen.&lt;br /&gt;
:Leider wurden nie Aufzeichnungen über Fangmengen und erzielte Preise gemacht.&lt;br /&gt;
:Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wares den Warnemünder Fischern per Rostocker Edikt strikt untersagt auf dem Breitling zu fischen. Das war den Rostocker Fischern, die ihren Standort uweit der Petribrücke hatten, vorbehalten.&lt;br /&gt;
:Wenn aber Rostocke fischer nach Warnemünd kamen, hieß es &amp;quot;Vorsicht die Türken kommen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das hatte aber nichts mit Bewohnern die aus der Türkei kamen zu tun,sondern ein einstiger Rostocker Fischmeister hieß Thürk und wurde zum Namensgeber dieses Ökelnamens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei nach dem zweiten Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In den 50iger Jahren wurde in Warnemünde eine sehr leistungsfähige FPG (Fischerei-Produktionsgenossenschaft) gegründet.&lt;br /&gt;
:Es entstand eine neue Löschhalle zur Übernahme des gerade angelandeten Fisches und eine Fischverarbeitungsstätte.&lt;br /&gt;
:Die hauptsächlich angelandeten Fische waren Ostsee-Hering, Dorsch, Steinbutt, Scholle und Lachs.&lt;br /&gt;
:Edelfische gingen in den Export, Hering und Dorsch kamen in die genossenschaftseigenen Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Fischverwertungsgenossenschaft Warnemuende.JPG|Fischverwertungsgenossenschaft Warnemünde&lt;br /&gt;
Datei:FPG Warnemuende.JPG|Fischerei-Produktionsgenossenschaft (FPG) Warnemünde&lt;br /&gt;
Datei:Fischverarbeitung Warnemuende.JPG|Fischverarbeitung in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei nach dem Umbruch 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ab 1990 verzeichnete die heimische Fischerei wegen der einströmenden Fisch-Importe, besonders aus Holland, mit der Kutterfischerei in Warnemünde rapide bergab.&lt;br /&gt;
:Heute gibt es nur noch drei privae Kutterfischer, die ums Überleben kämpfen.&lt;br /&gt;
:Eine Reihe der darüber hinaus verbliebenen Kutter führen oft Angeltouren für die zahlreichen Touristen durch.&lt;br /&gt;
:Deren Tour-Angebote sind sehr beliebt und sind meist lange voraus ausgebucht.&lt;br /&gt;
:Trotz des Niederganges der Küstenfischerei ist das Flair eines Fischereihafens geblieben und dort fangfrischen Fisch geräuchert oder als Bismark-Hering angeboten haben auch eine zusätzliche Anziehungskraft Warnemünde und die Fischer zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Lotsenwesen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rostocker Lotsenordnung von 1782]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Lotse und das Einlaufen in den Hafen&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Lotsenordnung 1782 01.jpg|300px| rechts| Die Rostocker Lotsenordnung von 1782 a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Schwierigkeit der Hafeneinfahrten erforderte, dass das Schiff von einem Spezialisten in den Hafen geführt wurde, der alle Tücken des Fahrwassers genau kannte, das ist der Lotse.&lt;br /&gt;
:Seine Verantwortung ist groß, größer als sie Brinckmans humoristische Charakteristik im „Kasper Ohm“ erkennen läßt: „Loots is´n Loots ´n Kierl, de sein Schuldigkeit doon mööt, Haaben rin un Haaben ruut, süs ward he oewer Buurd smäten, un doför kriggt he sein Betalung!“&lt;br /&gt;
:Weit draußen vor der Hafeneinfahrt warten  die Lotsenboote bei jedem Wetter auf Schiffe, die den Hafen anlaufen wollen.&lt;br /&gt;
:Über die Tätigkeit der heimischen Lotsen wird mancherlei erzählt:&lt;br /&gt;
:Fiew Lotsen wieren hier in Warnemünd in´t Boot. Dree bleben langsiet un maakten naher dat Schipp fast. Twee stegen oewer.&lt;br /&gt;
:De Warnmünner Lotsen säden, wenn se an Buurd güngen: Klaas, gah du an´t Stier, ik gah an´t Kommdier („Ich regier“, ich gebe die Kommandos).&lt;br /&gt;
:De Lotsen smus´ten solang´rüm up´t Schipp bi´n Kaptain, un güngen nich ihrer von´t  Schipp, bet se´n Foi kreegen.&lt;br /&gt;
:Näherte sich ein Schiff der Warnemünder Reede, dann fuhren in einem Eifer, Geld zu verdienen, die Lotsen oft schon aus, ehe das Schiff die Lotsenflagge zeigte, dann gab es aber gelegentlich bittere Enttäuschung.&lt;br /&gt;
:Wenn de Warnmünner Lootsen ruutführt wieren mit ehr Boot un dat Schipp denn oewer Stagg güng un na buten fohrt, denn schüllen de Lotsen „Dat is´n Heichler“ („Das ist ein Heuchler“, er tat nur so, als wollte er den Hafen anlaufen.)&lt;br /&gt;
:Wi Lotsen säden, wenn en Schipp oewerkrüzen ded`vör.nHaben: „Dat is´n Bidewinner (Das Schiff segelt bei dem Winde).&lt;br /&gt;
:Wenn es so stürmisch war, dass die Lotsen nicht hinauskamen, gab es ein Aushilfsmittel, das Schiff in den Hafen zu lotsen, denn würd de Windbaak bruukt.&lt;br /&gt;
:Dat wier up´t Warnmünner Spill ´ne Flagg mit´n langen Staken, dor winkten se mit.&lt;br /&gt;
:Wenn slicht Wäder wier, dat de Lotsen nich ruutgahn künnen, würd mit de Windbaak winkt.&lt;br /&gt;
:Wo de henwinkt, dor mööt he´t Roder henleggen.&lt;br /&gt;
:Wenn hoges Wäder wier un de Strom dull uutloopen ded, würden mit de Windbaak Tecken gäben.&lt;br /&gt;
:Wenn dat Schipp to läg´stüern ded´, würd dormit  winkt, he süll na de anner  Siet stüern.&lt;br /&gt;
:Wnn keen Wind wier un de Strom in War´münn  hart utloopen ded´, dat dat Schipp dor nich gegenankünn, denn müßten de ollen Lotsen dat Schipp rintrecken. Denn geew de Schipper´n Soopji uut.&lt;br /&gt;
:De Treckers wieren Lotsen, dee all up´t Ollendeel wieren. &lt;br /&gt;
:Früher wier dat jo all schier un glatt an´n Strom (es ist gemeint, dass am Strom entlang habe ein glatter Weg geführt.)&lt;br /&gt;
:De Lien würd an´n Mast bunnen.&lt;br /&gt;
:De Treckers hadden´n Trecksädel, dor wier´n höltern Knoop aan.&lt;br /&gt;
:Wenn´n Schipp fastkeem bi de Infohrt, würd dat Gangspill dreiht, dorbi würd ok sungen.&lt;br /&gt;
:An jede Siet güng een mit´n Prickpahl, dorbi müßt he sik mit de Bost upleggen. Dat keem vöör, dat he dorbi ringahn ded´ in´t Water.&lt;br /&gt;
:De Treckers wieren vier bet söß Mann, oder twee Pier tröken.&lt;br /&gt;
:An jede Siet güng een mit´n Prickpahl. &lt;br /&gt;
:(Richard Wossidlo WRQG 1940 )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Besonders Vormann Stephan Jantzen wurde zur Legende===&lt;br /&gt;
* [[Besonders Vormann Stephan Jantzen wurde zur Legende|Warnemünder Lotsenkapitän Stefan Jantzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Zollwesen in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zollamt am südlichen Ende der Häuserreihe am Strom wurde 1891/92, wahrscheinlich vom Stadtbaumeister Gustav Dehn erbaut. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Zollwesen in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde um 1900 der Postdampfer Kaiser Wilhelm passiert das Kaiserliche Zollamt.jpg|Der kaiserliche Postdampfer Kaiser Wilhelm passiert das Zollamt.&lt;br /&gt;
Datei:AK Zollamt Warnemuende circa 1917.jpg|Das Zollamt auf einer Ansichtskarte 1917.&lt;br /&gt;
Datei:Zollamt Warnemuende circa 1990er.jpg|Das Gebäude des ehemaligen Zollamtes in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kirchen und die drei Friedhöfe von Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrhunderte sind in Warnemünde mindestens vier Kirchen nachweisbar.  Zwei frühe Kirchen aus dem 13. und 14. Jahrhundert fielen den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Rostock und den Dänen zum Opfer.&lt;br /&gt;
Die erste steinerne Kirche wurde um 1280 wahrscheinlich auf Veranlassung des Doberaner Klosters erbaut, was zur Folge hatte, das das Kloster auch über eine sehr lange Zeit deren Kirchenpatronat inne hatte. Als Rostocker die Kirche nach einem Sieg gegen die Dänen abbrannten, wurde dieser Frevel sogar dem Papst in Rom gemeldet. &lt;br /&gt;
Die Stadt wurde im Dezember 1312 mit dem Bau einer neuen hölzernen Kirche beauftragt, die aber ebenfalls durch Feuer zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Verwirrende Überlieferungen über Warnemünder Kirchen im 13.und 14. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
:noch bearbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die alte Kirche mit ihrem Friedhof bei der Vogtei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Vorläufer der heutigen Kirche war ein Gotteshaus, das ganz in der Nähe des Alten Stroms einige Meter nördlich von der Vogtei stand und Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut worden war.&lt;br /&gt;
:Sie hatte an der Südseite zwei Anbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der &amp;quot;Alte Kirchhof am Strande&amp;quot;===&lt;br /&gt;
:noch bearbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die neue Kirche===&lt;br /&gt;
:Da die Einwohnerzahl von Warnemünde ständig wuchs und die alte Kirche (&amp;quot;Fischerkirche&amp;quot;) zunehmend baufällig wurde, begann im September 1867 die Errichtung eines neuen Gotteshauses. &lt;br /&gt;
:Am 1.10.1871 fand in Gegenwart des Großherzogs Friedrich Franz II. die feierliche Einweihung statt. &lt;br /&gt;
:Das Gotteshaus entstand nach einem Entwurf des Rostocker Baumeisters Wilhelm Wachenhusen. &lt;br /&gt;
:Der kreuzförmige Backsteinbau birgt wichtige Bestandteile von der Innenausstattung der alten Warnemünder Kirche. &lt;br /&gt;
:Zu den bemerkenswetesten Gegenständen dürfte die überlebensgroße Schnitzfigur des heiligen Christophorus (Ende 15.Jh.) gehören. &lt;br /&gt;
:Die alte &amp;quot;Fischerkirche&amp;quot; wurde 1874 abgerissen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Geschichte am Rande:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Das zum Kirchspiel Warnemünde gehörende Dorf Diedrichshagen, das zuvor noch in Schwaan eingepfarrt war, kam nach dem Dreißigjährigen Krieg unter das Dach der Warnemünder Kirche.&lt;br /&gt;
:Dort in der alten Kirche am Ufer des &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot;, befand sich vor der Ostwand die geschnitzte, überlebensgroße Figur des heiligen Christophorus.&lt;br /&gt;
:Als 1871 nun die neue Kirche fertiggestellt war, sollte die große Figur nicht mehr übernommen werden.&lt;br /&gt;
:Besonders die Diedrichshäger Pfarrkinder protestierten dagegen und erklärten, ohne Christophorus würden sie keine Ababen mehr leisten, sondern sich selbst eine Kirche bauen.&lt;br /&gt;
:Sie waren alter Überlieferung gemäß hier nur so lange eingepfarrt, wie die Figur im Gotteshaus stünde.&lt;br /&gt;
:Die Kirchenleitung gab klein bei, und der Schutzpatron der Reisenden blieb dem Gotteshaus und uns bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/fullscreen/PPN407465633d2731312e30312e30312e27_40636c6173736e756d3d273236312e27_407369673d2733352f3320303227/1/ Grundriß der neuen Kirche]&lt;br /&gt;
* [[Die neue Warnemünder Kirche im Schlie Bd.1 S.285-291]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde Kirchenplatz um 1875.jpg|Kirchenplatz mit neuer Kirche um 1875&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünder Pfarrkirche um 1900.jpg|Die Warnemünder Pfarrkirche um 1900&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inventarteile die aus der Vorgängerkirche übernommen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Schnitzalter von 1475 (angeblich eine Danzige Arbeit, über See nach Warnemünde verschifft)&lt;br /&gt;
:Im Schrein befinden sich zwei Gruppen von Heiligen jeweils unter Maßwerkbaldachinen, dazu 3 Heilige in den Flügelaußenseiten.&lt;br /&gt;
:- Kanzel mit Schalldeckel von 1591&lt;br /&gt;
:- Heiliger Christophorus - monumentale Schnitfigur vom Anfang des 16. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder machten ihn zum Schutzheiligen des Ortes&lt;br /&gt;
:Einer Legende nach sollte der Christophorus Tränen vergießen können.&lt;br /&gt;
:Einer weiteren Legende nach lebte in der Frühzeit Warnemündes in der Nähe der Vogtei ein Mann, der Leute bei Bedarf gegen einen kleinen Obolus über den damals noch flachen Strom trug. Er galt als Sinnbild des Warnemünder Christophorus.&lt;br /&gt;
:- Altargemälde mit Kreuzigungszene von Gustav Stever um 1870&lt;br /&gt;
:- Zwei Pastorenporträts: J.Albinus gest. 1670 und N.Bims gest. 1724&lt;br /&gt;
:- Gestühlwangen mit Inschriften und Hausmarken 16.-18.Jh.&lt;br /&gt;
:- Truhe von 1620&lt;br /&gt;
:- Glocke von 1434&lt;br /&gt;
:- Votivschiffe von 1820 und 1885 (Dankesgabe von in Seenot geratenen und geretteten Seeleuten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Sturmflut vom 12.-14. November 1872 retteten sich viele Einwohner in die Kirche, als Warnemünde nach dem Durchbruch der Dünen westlich des Ortes wie auf einer Insel lag. Zuletzt mußten die Geretteten auf die Bänke steigen, während draußen Lotsenkommandeur Stephan Jantzen  mit seinen Lotsen Menschen aus unmittelbarer Gefahr rettete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der neue Friedhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Denkmalgeschichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Denkmal für John Brinckman im Warnemünder Kurpark===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Brinckman Stein b.JPG|thumb|450px|rechts|Warnemünde Brinckman-Stein im Kurpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Ein Dichter und sein Gedenkstein - John Brinckman kam zur Kur ins Seebad&amp;quot;====&lt;br /&gt;
:(Autor: Ronald Piechulek in Ostsee-Zeitung 22.11.2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 18. September 2001 wurde der John Brinckman-Gedenkstein am Kurhausgarten gegenüber dem Institut für Ostseeforschung &#039;&#039;(nach 1914 zum zweiten Mal)&#039;&#039; eingeweiht.&lt;br /&gt;
:Zum Dichter und zur Geschichte des Steins recherchierte der Warnemünder Ortschronist Ronald Piechulek:&lt;br /&gt;
:John Frederick Brinckman wurde am 3.Juli 1814 in der Rostocker Koßfelder Straße als zweiter Sohn einer Kapitänsfamilie geboren. Er war sieben Jahre alt, als Warnemünde erstmals als Badeort erwähnt wurde. John Brinckman der sich zur Seefahrt hingezogen fühlt, erlebte, wie im Jahre 1834 der Dampfer &amp;quot;Rostock-Packet&amp;quot; seine regelmäßigen Fahrten zwischen Warnemünde und der Stadt aufnahm 1834 ließ er sich an der Rostocker Universität immatrikulieren und studierte bis 1837 Jura und Philosophie. Die akademische Laufbahn fand ein jähes Ende, als John Brinckman am 26.September 1838 wegen &amp;quot;versuchter Stiftung eines verbotenen Vereins&amp;quot; an der hiesigen Universität zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Diese Strafe brauchte er aufgrund eines Gnadenerlasses des Großherzoges jedoch nicht zu verbüßen.&lt;br /&gt;
:Diese und andere Erlebnisse bewogen Brinckman. 1839 seiner Heimatstadt den Rücken zu kehren und in den USA sein Glück zu versuchen. Das Heimweh und die Nichterfüllung seiner Wünsche und Vorstellung ließen aber John Brinckman 1842 nach Mecklenburg zurückkehren. Nach mehreren Anstellungen in verschiedenen mecklenburgischen KLeinstädten führte ihn sein Weg nach Güstrow, das nun seine Wahlheimat werden sollte. Dennoch zog es ihn immer wieder nach Rostock zurück.&lt;br /&gt;
:Brinckman weilte von 1850 bis 1870 jeweils in den Sommerferien in Warnemünde anfangs allein, später mit der gesamten Familie. &lt;br /&gt;
:Sie fand Unterkunft in dem Haus am Strom Nr. 35.&lt;br /&gt;
:Seine schwankende Gesundheit zwang den Dichter, in den letzten Lebensjahren dem eindringlichen Rat seines Arztes zu folgen und in Warnemünde , das für seine Heilkuhren berühmt war, Erholung zu suchen.&lt;br /&gt;
:Bei den Warnemündern war Brinckman ein gern gesehener Gast. Am Tage saß er stundenlang am alten Strom, snackte mit den Fischern und Lotsen Platt und ließ sich von ihnen Geschichten erzählen, die sicherlich einmal in seinen Werken Niederschlag finden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[&amp;quot;Wihred, hollen bi de Enthüllungvon den &amp;quot;John Brinckman-Steen&amp;quot;, in Warn´münn von H. Burmeister-Rostock&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(Weiherede gehalten bei der Enthüllung von dem &amp;quot;John Brinckman-Stein&amp;quot;, in Warnemünde von H.Burmeister_Rostock]&lt;br /&gt;
: (Erschienen in &amp;quot;Die Heimat&amp;quot; Nr. 38 am 16.Juni 1914 S.335/336)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[&amp;quot;John Brinckman - Taun´n 100. Geburtstag (3.Juli 1914)&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
: (Erschienen in &amp;quot;Die Heimat&amp;quot; Nr. 34, 4.Juli 1914)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Reuter-Stein und die Reuter-Eiche bei der Sedan-Wiese===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche erfolgte anlässlich des 100. Geburtstages der Schriftstellers am 6. November 1910. Stein und Eiche befanden sich an der damaligen Sedan-Wiese. Diese Wiese, die an den vorentscheidenden Sieg der deutschen Armee nahe der französischen Stadt Sedan im deutsch-französischen Krieg 1870/71 erinnern sollte, befand sich westlich des damals neuen Warnemünder Friedhofs und heutigen „Stephan Jantzen-Parks“. Zur Einweihung findet sich in der Rostocker Zeitung vom 8. November 1910 eine Meldung über „Die Reuter-Jubiläumsfeier des Plattdeutschen Vereins in Warnemünde“. Darin heißt es: „In unmittelbarer Nähe der Küste, etwas unterhalb der Dünen pflanzte der Plattdeutsche Verein in Warnemünde zum Andenken an den Dichter eine Eiche und setzte dazu einen Denkstein mit einer Inschrift. Die Feier fand unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft statt. Ein stattlicher Festzug bewegte sich vom Vereinslokal zu dem in Aussicht genommenen Platz in den neuen Anlagen. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden des Plattdeutschen Landesverbandes, Herrn Burmeister aus Rostock, übernahm Vogt Rechtsanwalt Beselin im Namen des Ortes Eiche und Denkmal. (…)“&lt;br /&gt;
Der Stein mit dem Namen und den Lebensdaten des Heimatdichters sollte die Eiche markieren. Es ist derzeit unklar, ob die ursprünglich gepflanzte Eiche noch existiert. Ungeklärt ist auch, was aus dem Stein wurde. Wie bei anderen Gedenksteinen aus Warnemünde, hält sich auch hier das Gerücht er sei im Fundament des Neptunhotels verbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:AK Einweihung Reuter-Eiche 1910.jpg|Ansichtskarte mit Gruppenfoto des Plattdeutschen Vereins zur Einweihung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Ausschnitt AK Einweihung Reuter-Eiche 1910.JPG|Reuter-Stein und Reuter-Eiche in Nahaufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pressemeldung zur Vorbereitung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche im Rostocker Anzeiger vom 27.10.1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Fritz Reuter-Stein vor der Warnemünder Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Reuter-Stein Warnemuende.jpg|Der Warnemünder Reuter-Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bismarck-Stein auf der Promenade===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|Der Bismarck-Stein vor seiner Aufstellung&lt;br /&gt;
Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) erhielt auch in Warnemünde Ehrungen und Denkmäler. So wurden unter anderem die Promenade und die anliegende Heinrich-Heine-Straße nach ihm benannt. Eine weitere Würdigung erhielt Bismarck in Warnemünde in der Form eines Gedenksteines, der am 25. August 1907 auf der Promenade feierlich eingeweiht wurde. Verbunden mit verschiedenen Ehrerbietungen, Reden und Kranzniederlegungen, wurde der Gedenkstein festlich enthüllt. Das Denkmal fand seinen Standort mitten auf der belebten Promenade und war mit dem Schriftzug „Bismarck zum Gedächtnis“ verziert.  Durch den Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde dem Bismarck-Gedenkstein nach Kriegsende zunächst sein Schriftzug entfernt, bevor er 1968 endgültig von der Promenade verschwand. Versuche, den schweren Koloss an einen anderen Standort zu verlegen scheiterten und hatten die Sprengung des ehemaligen Denkmals zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Einweihung 1927.jpg|Einweihung des Kriegerdenkmals 1927&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Namen.jpg|Kriegerdenkmal Warnemünde: Blick auf die Namensliste&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Abriss.JPG|Kriegerdenkmal Warnemünde: Abrissarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundamentfund SVZ 23te Januar 2006 a.jpg|thumb|450px|rechts|Presseartikel über Fundamentfunde SVZ 23. Januar 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundamentfund OZ 27te Januar 2006.jpg|thumb|450px|rechts|Presseartikel über Fundamentfunde SVZ  2006]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Geinitz-Stein an der Stoltera===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Geinitz-Stein Warnemuende.JPG|Der Geinitz-Stein an der Stolteraa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugen Geinitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünder Gedenktafeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bedeutende Persönlichkeiten auf den Warnemünder Gedenktafeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der vergangenen Jahre wurden einigen bedeutenden Persönlichkeiten Gedenktafeln gewidmet, die mit Unterstützung des Warnemünder Leuchtturmvereins an Gebäuden im Ort angebracht wurden. Seit 2024/25 werden auf Initiative des Kulturausschusses des Ortsbeirates Warnemünde/Diedrichshagen weitere Gedenktafeln angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunst im öffentlichen Raum in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Denkm%C3%A4ler,_Brunnen_und_Skulpturen_in_Rostock Wikipedia-Liste der Denkmäler, Brunnen und Skulpturen in Rostock]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Planetenweg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der Warnemünder Planetenwanderweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionspflege, Kultur und Vereinsleben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Reichsgründung 1871 entfaltete sich auch in Warnemünde ein reges Vereinsleben: Gesangsvereine, Ortsinteressenverein, Sportvereine etc. gründeten sich. Der erste Verein in Warnemünde, der eindeutig der Traditionspflege zuzuordnen ist, war der 1902 gegründete &amp;quot;Plattdeutsche Verein für Warnemünde und Umgegend&amp;quot;. In der Zeit der DDR waren es verschiedene Zirkel der Warnowwerft und insbesondere der Kulturbund der DDR, die die Kulturarbeit im Ort maßgeblich prägten. Nach der Wiedervereinigung kam es zu zahlreichen Vereinsgründungen, z.B. der Gemeinnützige Verein für Warnemünde e.V. (kurz Warnemünde-Verein), der Warnemünder Sportverein e.V. oder auch der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. (kurz Leuchtturm-Verein). Einige Vereine sehen sich dabei in der Tradition mit ihren historischen Vorläufern, wie z.B. der Warnemünder Segel-Club e.V. und der Tennisverein Blau-Weiß Warnemünde e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Klaashahns===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1963 waren es acht junge Segler aus der Betriebssportgemeinschaft der Warnowwerft, die zusammen kamen, um die Abende gemeinsam mit dem Singen von Seemannsliedern und Shantys zu verbringen. Sie selbst fanden Gefallen daran und auch zufällige Zuhörer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Auftritt der Sänger fand am 7. Mai 1964 im Warnemünder Veteranenclub mit großem Erfolg statt. Erst danach beschloss man, eine Shantygruppe zu bilden und sich den Namen „De Klaashahns“ zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründungsmitglieder der Shantygruppe waren: &lt;br /&gt;
Edwin Lenz, Uwe Jahnke, Kurt Jahnke, Dietrich Zager, Siegfried May, Helmut May, Christian Rösler, Lutz Buchmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Trachtengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trachtengruppe wurde 1976 gegründet und setzt sich seither für die Erhaltung und Pflege der Traditionen des Ortes ein. Dazu gehören insbesondere die alten Volkstänze, aber auch die niederdeutsche Sprache. Bei ihren Auftritten tragen die Mitglieder Trachten, wie sie um 1840 in Warnemünde getragen wurden. Einmal jährlich im Juli organisiert die Trachtengruppe das &amp;quot;Warnemünder Trachtentreffen&amp;quot;. Die Mitglieder der Trachtengruppe präsentieren seit 1976 im Zuge des &amp;quot;Warnemünder Ümgangs&amp;quot; historische Figuren, wie den Tidingsbringer, Wuurdholler, Öllermänner, Polizisten, Hegediener und Fischersfrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünder Ümgang===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch des „Ümgangs“ geht zurück ins 14. Jahrhundert. In jedem zweiten Jahr wurde der Öllermann, der Wortführer des Altermänner-Kollegiums, gewählt. Gleichzeitig wurden die Steuereinkünfte von den Bürgerältesten abgerechnet.&lt;br /&gt;
Anschließend führte ein Umzug vorbei an Pfarre und Vogtei durch den Ort – auch gedacht als Repräsentanz der Warnemünder gegenüber Rostock. Diesen Brauch pflegte man bis 1850, in vereinfachter Form sogar bis 1909.&lt;br /&gt;
Als Bestandteil des Warnemünder Sommerfestes, heute im Rahmen der Warnemünder Woche, wird seit 1976 der „Warnemünder Umgang“ (seit 2001 „Nieger Ümgang“) durchgeführt.&lt;br /&gt;
Mitglieder der 1976 gegründeten Warnemünder Trachtengruppe verkörpern seither historische Figuren, wie den Tidingsbringer, Wuurdholler, Öllermänner, Polizisten, Hegediener und Fischersfrauen. &lt;br /&gt;
Seit 1979 werden auch die sogenannten Ümgangsstäbe mitgeführt. Sie symbolisieren die drei wichtigsten Warnemünder Berufsstände: Fischer, Schiffer und Schiffbauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1979 01.jpg|Ümgang 1979.&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1986.jpg|Ümgang 1986.&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1979 02.jpg|Auf der Bühne am Leuchtturm, 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünde-Verein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Leuchtturmverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich &amp;quot;Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V.&amp;quot;. Keimzelle für die Entstehung des Fördervereins war der Wunsch den Leuchtturm nach der Wende von 1989/90 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hauptinitiator hierbei war der damalige Rostocker Denkmalpfleger Gerhard Lau. Er und andere Enthusiasten, die sich schnell für diese Idee begeistern konnten, überzeugten den Bürgermeister der Stadt Rostock und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) von dieser Idee.&lt;br /&gt;
Da weder die Stadt noch das WSA Personal hatten, um den Turm zu betreuen, wurde am 22. April 1994 daher der &amp;quot;Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V.&amp;quot; gegründet.&lt;br /&gt;
Das WSA, die Hansestadt Rostock und der „Leuchtturmverein“ einigten sich zugleich auf die Schließung eines Überlassungsvertrages zur Bewirtschaftung des Leuchtturms, der am 24. April 1994 direkt vor dem Leuchtturm unterzeichnet wurde. Der Turm ist seither unter der Obhut der Warnemünder Leuchtturmmänner wieder für alle geöffnet die den Aufstieg wagen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; - Einst und jetzt ein Stück Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der ursprüngliche &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine kleine Warnemünder Jolle rudert von schnellen kräftigen Schlägen getrieben die Warnow herauf.&lt;br /&gt;
:In dem Boot sitzt ein Mann mit seiner Frau. Schon von weitem wird es in Rostock als das des Tidingsbringers erkannt und spannungsvoll erwartet. Jetzt schießt es an das Bollwerk heran. Ein kleiner Mann springt ans Ufer, der Schweiß perlt ihm von der Stirn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was gibts Neues, Jungmann, wer ist heute binnengekommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Aber vergeblich sind alle Fragen. Der Tidingsbringer weiß genau, von wem er den klingenden Lohn für seine Neuigkeiten zu erwarten hat. Keine Sekunde darf verlorengehen, an niemand die Nachricht, die er bringt, vorzeitig verraten werden.&lt;br /&gt;
:Atemlos eilt er durch das Fischertor und verschwindet in der Strandstraße. Zuerst klopft er an die Tür des Steuermanns Schütz.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gute Nachricht Frau Schütz, Kapitän Lembke ist mit der Anna Maria im Ansegeln vor Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Ihr Mann wrd heute abend noch in den Hafen kommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Diese dankt hocherfreut und lässt ein Silberstück in die Hand des Tidingsbringers gleiten.&lt;br /&gt;
:Weiter führt ihn sein Weg jetzt zur Wohnung des Kapitäns Krahnstöver und von dort zu den anderen Schiffer- und Steuermannsfamilien, denen er gleichfalls die freudige Mitteilung  machen kann, dass günstiger Wind die Schiffe mit ihren Angehörigen auf Warnemünde zusteuern lässt.&lt;br /&gt;
:Der letzte Gang gilt den weiter im Innern der Stadt gelegenen Kontoren der Reeder. Hier nimmter sich schon etwas mehr Zeit zur ausführlichen Berichterstattung, denn er ist sicher, dass ihm nun keiner mehr mit der Meldung der neuesten Schiffsnachrichten zuvorkommen wird.&lt;br /&gt;
:Bevor nach 1850 wegen des langen und beschwerlichen Landweges die Dampfer zum Hauptverkehrsmittel wurden und 1863 der Anschluss Warnemündes an das Telegrafennetz erfolgte, gab es zwei besoldete Tidingsbringer (auch Tidungenbringer) als Nachrichtenübermittler zwischen Rostock und seinem Vorhafen Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Über Bewegungen im Rostocker Schiffsverkehr, über Abgangszeiten, Bestimmungsort und mutmaßliche Rückkehr wussten diese genauso Bescheid, wie über Namen, Größe, Takelung und Kapitäne der Fahrzeuge, die sie mit dem Fernrohr durch Besonderheiten an Rumpf oder Takelage erkannten.&lt;br /&gt;
:(Auszug aus: Tidingsbringer - Ein Warnemünder Bäderjournal&amp;quot; Jahrgang 01 1996/1997 S.129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1995 trafen sich Mitglieder des Leuchtturmvereins Warnemünde e.V. mit den beiden Verlegern Dr. Mathias Redieck und Achim Schade um einen neuen Tidingsbringer aus der Taufe zu heben, diesmal nicht vordergründig mit dem Ziel den Seemannsfamilien und Schiffsreedern Ankünfte oder Abreisen von Schiffen und ihren Besatzungen zu vermelden, sondern um alte und neue Nachrichten aus Warnemünde weit ins Land zu übermitteln.&lt;br /&gt;
:Damals ahnten sie nicht, das dieses, jährlich zwischen zwei Buchdeckeln randvoll mit spannenden &amp;quot;Tidings&amp;quot; &#039;&#039;(Nachrichten)&#039;&#039; gefüllte Medium in den nun folgenden zweieinhalb Jahrzehnten, seine Nachrichten hinaus bis nach Japan, Australien, Afrika und Amerika tragen wird. Selbst nach 26 Jahren halten noch immer viele Autoren Geschichte und Geschichten um Warnemünde und seine Menschen fest, bis eines Tages, warscheinlich wieder abgelöst durch neue Medien, auch wieder eine neue Form der Nachrichtenübermittlung wachsen läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; - Warnemünder Geschichte(n) in mehr als 20 Bänden]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Tidingsbringer - Register der Band-Inhalte]] von Band 1- Band 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünder Segel-Club===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 gegründet ist der WSC seit 1926 Organisator und Veranstalter der Warnemünder Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünder Sportverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Edvard Munch Haus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Museumsverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Schulwesen in Warnemünde==&lt;br /&gt;
(in Bearbeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schule wird für Warnemünde schon im 16. und 17. Jahrhundert erwähnt. Friedrich Barnewitz schreibt in seiner Ortschronik (1925), dass 1578 ein Schulmeister erwähnt wird und 1619 eine neue Schule errichtet wurde. Bis 1836 handelt es sich, wie vielerorts, um eine einklassige Schule. Barnewitz schreibt, dass die Warnemünder ihre Kinder nach eigenem Gutdünken zur Schule bzw. zum Küster schickten (beim Küster waren meist die 4- bis 6-jährigen Kinder). Die älteren Kinder mussten häufig durch Arbeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Um 1800 überzeugte Pastor Schmiedekampf die Warnemünder ihre Kinder wenigstens von November bis Ostern zweimal wöchentlich zur Schule zu schicken. 1899 kam es zur Einrichtung einer Knabenschule. Am 1.4.1915 wurde die neue Schule in Fritz-Reuter-Straße eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fritz Reuter-Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Heinrich Heine-Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handwerk in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Mühle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Mühle.jpg|thumb|300px|rechts|Die Warnemünder Mühle]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Fischer-, Lotsen- und Hafenort zum Ostseebad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fähren nach Dänemark===&lt;br /&gt;
=====Die Post- und Passagier-Schiffsverbindung nach Dänemark ab 1886 bis 1903=====&lt;br /&gt;
:(NHG)&lt;br /&gt;
:Von Entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Ostseebades Warnemünde war der Bau einer Eisenbahnverbindung von Neustrelitz mitten durch Mecklenburg nach Warnemünde, wo ein Brückenschlag nach Dänemark hergestellt werden sollte.&lt;br /&gt;
:Um eine rasche und sichere Einfahrt der Postdampfer zu gewährleisten, waren umfangreiche Bauten in Warnemünde nötig.&lt;br /&gt;
:Zunächst war eine Vertiefung der Fahrrinne und eine Verlängerung der Westmole sowie der Bau eines neuen Hafenbeckens erforderlich.&lt;br /&gt;
:Das Hafen-Bassin war 450m lang, 100m breit und 4,6m tief.&lt;br /&gt;
:Außerdem wurde die Mole um 133m verlängert und erhielt an ihrem Kopf eine Leuchtbake.&lt;br /&gt;
:Die Arbeiten wurden so auf Hochdrück gefördert, daß am 26.Juni 1886 die Eröffnung der Strecke von Neustrelitz über Rostock-Warnemünde nach Gedser erfolge.&lt;br /&gt;
:Die neue Verbindung verlief über eine Distanz von 24,3 Seemeilen oder 45 km.&lt;br /&gt;
:Die zwei 12 Knoten schnellen Raddampfer &amp;quot;Kaiser Wilhelm&amp;quot; und &amp;quot;König Christian&amp;quot; übernahmen die Verkehrsverbindung.&lt;br /&gt;
:Von dänischer Seite wurden die &amp;quot;Freya&amp;quot; und Anfang der 90er Jahre die &amp;quot;Edda&amp;quot; in Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
:Ab 1.Mai 1892 wurde auch eine Nachtverbindung eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Mit der Herstellung einer schnellen Verbindung ins Binnenlande, besonders zur Reichshauptstadt Berlin nahm auch der Urlauberverkehr einen großen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:0 Wmde Postdampfer Kaiser Wilhelm vor 1903 Berlin Kopenhagen.jpg|Warnemünde Postdampfer Kaiser Wilhelm vor 1903 Berlin Kopenhagen&lt;br /&gt;
Datei:0 Wmde Trajekt Prins Christian um 1910.JPG|Warnemünde Trajekt Prins Christian um 1910&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Trajektverbindung (Transport mit Eisenbahn) ab 1903=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Verkehr auf der Postdampferroute, die im Jahre 1894 mit der Besitzübernahme in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn unter Landeshoheit kam, nahm eine sprunghafte Entwicklung ihren Lauf.&lt;br /&gt;
:Für den Personenverkehr, wie auch den Güterverkehr war für Personen der Umstieg von der Bahn aufs Schiff bzw. die ständige Umladung des Frachtgut ein umständliches und zeitraubendes  Hindernis. Dem entsprang der Gedanke die Verkehrsbrücke zwischen Deutschland und Dänemark in eine Trajektverbindung umzuwandeln.&lt;br /&gt;
:Der Baubeginn für dieses deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt war im September 1900 an den beiden jeweiligen Fährhäfen.&lt;br /&gt;
:Am 30.September 1903 fand deren feierliche Eröffnung unter der persönlichen Teilnahme von Kronprinz Christian (X.) und dem mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV. statt.&lt;br /&gt;
:Der Fährbetrieb wurde zunächst mit vier Schiffen, der &amp;quot;Großherzog Friedrich-Franz&amp;quot;, der &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot;, der &amp;quot;Prinzessin Alexandrine und der &amp;quot;Prinz Christian&amp;quot; eröffnet.&lt;br /&gt;
:Das war der Beginn für eine unkomplizierte, schnelle und kostengünstige Seeverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien.&lt;br /&gt;
:Hatten die Postdampfer in ihrem letzten Betriebsjahr rund 4000 t Güter befördert, so bewältigten die vier neuen Trajektfähren im gleichen Zeitraum das 20fache.&lt;br /&gt;
:Die Zahl der beförderten Personen schnellte von 50 000 auf 80 000.&lt;br /&gt;
:Um deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen wurden die beiden Radfähren 1906 auf eine Gesamtlände von jeweils 104m verlänger.&lt;br /&gt;
:Raddampfer waren grundsätzlich nicht für Eisfahrten tauglich, so entschloß man sich eine eistüchtige Ostseefähre, die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu bauen. Das Fahrzeugdeck war zweigleisig und konnte 15 Güterwagen aufnehmen. Die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; war bis 1945 im Einsatz.&lt;br /&gt;
:1922 nahm dänischerseits die &amp;quot;Danmark&amp;quot; ihren Betrieb auf. In der Zeit ihrer Inn-Dienst-Stellung war sie mit einer Kapazität für 15 Güterwagen und 1100 Passagiere, die größte und leistungsfähigste Dampffähre im Ostseeraum.&lt;br /&gt;
:Auf deutscher Seite folgte 1926 die Inbetriebnahme der Hochssefähre &amp;quot;Schwerin&amp;quot;. Sie übertraf technisch und beim Reisekomfort alles Dagewesene im Ostseeraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;250px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wmde.Dampffährverbindung.jpg|Warnemünde Dampffährverbindung 1903 Berlin Kopenhagen&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Sommerfahrplan 1937.jpg|Sommer-Fahrplan der Bahnverbindung Berlin-Kopenhagen via Warnemünde und Gedser 1937&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zwischen den Weltkriegen entwickelte sich der Verkehr über die Ostsee nach Skandinavien sprunghaft.&lt;br /&gt;
:Das Kriegsende setzte schließlich auch dem Fährverkehr auf lange Zeit ein Ende.&lt;br /&gt;
:Am 1.Mai 1945 wurde der Fährverkehr auf der Linie Warnemünde-Gedser eingestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Warnemünde Fähre Interim Fähre nach Trelleborg 1959.jpg|thumb|400px|rechts|schwedische Fähre zu Beginn der 50er Jahre, Interimbetrieb vor Wiederinbetriebnahme des Hafens Sassnitz]]&lt;br /&gt;
:Die deutschen Fährschiffe &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; und &amp;quot;Schwerin&amp;quot; waren verloren. Die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; interniert und die &amp;quot;Schwerin&amp;quot; durch Bomben zerstört.&lt;br /&gt;
:Die ersten Fährschiffe die nach Kriegsende in Warnemünde anlegten kamen aus dem schwedischen Trelleborg hierher, da der Saßnitzer Fährhafen wegen des zerstörten Hafens und des gesprengten Rügendammes nicht angelaufen werden konnte.&lt;br /&gt;
:Erst am 10. Mai 1947 wurde der Fährbetrieb wieder aufgenommen. &lt;br /&gt;
:Mit dem Fährschiff &amp;quot;Danmark&amp;quot; begann man zunächst nur Bedarfsfahrten auszuführen.&lt;br /&gt;
:Erst in den 60er Jahren kam mit dem Umbau des westlichen Fährbetts und dem Einsatz des DDR-Fährschiffes &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; und dem dänischen Fährschiff &amp;quot;Kong Frederik&amp;quot; der Trajektverkehr zu neuem Leben.&lt;br /&gt;
:Ab 1990 erreichte die Frequentierung der Fähren im Güterverkehr, wie auch im Personenverkehr einen nie dagewesenen Höhepunkt erlebte, was angesichts der erwachsenden und nicht mehr beherrschbaren Verkehrsprobleme auf der binnenseitigen Verkehrsanbindung nach Warnemünde zum Ende des Fährverkehrs in Warnemünde führte.&lt;br /&gt;
:Der stetig wachsende Passagier- und Güterverkehr und die unzureichende Hafenanbindung führten 1995 zur Umverlagerung der Fähranbindung in den Rostocker Überseehafen.&lt;br /&gt;
:Das Ein- und Auslaufen der Fähren zum Überrseehafen, auf der Warnemünder Mittelmole zu beobachten ist dagegen bis in unsere Tage für die Warnemünder und ihre Gäste zum wichtigen Event geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fährverbindung Warnemünde - Gedser und die Eisenbahn (1903 - 1995)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:1900 Bauplan Fährhafen Kerner.jpg|thumb|500px|rechts|1900 Bauplan des Trajekt-Fähranlegers von Hafenbaudirektor K. Kerner Quelle: Archiv Heimatmuseum Warnemünde]]&lt;br /&gt;
;1903 &lt;br /&gt;
* [[Einweihung der Dampffähren-Verbindung Warnemünde - Gedser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903, 30. September&lt;br /&gt;
:Mit dem eingleisigen Radfährschiff &amp;quot;Friedrich Franz IV.&amp;quot; verlässt erstmalig eine Eisenbahnfähre den Hafen von Warnemünde via Gedser.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wird das Schwesterschiff &amp;quot;Prinsesse Alexandrine&amp;quot; in Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926, Dezember&lt;br /&gt;
:Erste Fahrt des Passagierfährschiffes &amp;quot;Schwerin&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Als &amp;quot;Schwan der Ostsee&amp;quot; gewinnt die neue Fähre schnell Berühmtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 17. März&lt;br /&gt;
:Die dänische Widerstandsbewegung sprengt die Fähre &amp;quot;Danmark&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Sie wird zu Kriegsende wieder gehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1963 &lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Eisenbahnfähre &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; im Dienst&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
;Auszug aus der damals in Bremen erscheinenden Wochenzeitschrift der mecklenb. Landsmannschaft &amp;quot;Unser Mecklenburg&amp;quot; im Stil der damaligen (west-)deutschen Zeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1963, 23. Mai&lt;br /&gt;
:Werftdirektor Kurt Dunkelmann übergibt den Fährschiff-Neubau &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; an die Deutsche Reichsbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1968, 14. April&lt;br /&gt;
:In den Mittagsstunden läuft das Fährschiff &amp;quot;Danmark&amp;quot; Warnemünde letztmalig an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1995, 24. September&lt;br /&gt;
:Mit dem Fährschiff &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; verlässt letztmalig ein Trajekt auf der Ostseelinie Warnemünde - Gedser den Fährhafen von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Eine Ära hat ihr Ende gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stromfähre über den Seekanal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mit dem Bau des Warnemündere Bahnhofes, der Fährbecken für die Trajektverbindung und dem dazu notwendigen Bahndamm über den alten Strom in Höhe des Warnemünder Zollhauses, war eine völlig neue Zufahrt für den Warnemünder Hafen ereforderlich.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mußten die nun östlich des neuen Seekanals gelegenen Teile der Stadt Rostock (Hohe Düne, Markgrafenheide, Rostocker Heide) Verbindung zum Verkehrsnetz haben.&lt;br /&gt;
:Der Bau einer Flussfähre war unumgänglich geworden.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar nach dem umfassenden Umbau der Hafenanlagen und des Seekanals wurde mit einer improvisierten floßartigen Fähre, die per Seilverbindung die Seiten wechselte, eine auf kurze Zeit ausgelegte Interimsverbindung geschaffen.&lt;br /&gt;
:Sie wurde nach Bedarf durch die Personenfähre &amp;quot;Maischolle&amp;quot; ergänzt. Nachts wurde die Überfahrt mit einem Ruderboot bewerkstelligt, um die Betriebskosten gering zu halten. Bei allen folgenden Entwicklungen im Fährausbau wurde der nächtliche Ruderbootverkehr bis in die 50er Jahre beibehalten.&lt;br /&gt;
: Mit der Erweiterung des 1913/14 errichteten Flugplatzes auf Hohe Düne und der bald nach dem Ende des ersten Weltkrieges dort schnell wachsenden Flugzeugindustrie, reichte die nötdürftige Verkehrsverbindung nicht mehr aus und es mussten neue, bedarfsgerechte Lösungen gefunden werden&lt;br /&gt;
:Der zeitweilig ins Auge gefaßte Bau einer über den &amp;quot;Neuen Strom&amp;quot; führenden Schwebefähre, konnte wegen der für die ungehinderte Schifffahrt vorzuhaltende Höhe nicht weiter verfolgt werden.&lt;br /&gt;
:So verfiel man auf die Lösung durch eine Kettenfähre, die dann bis 1955/56 zuverlässig unseren Dienst versah.&lt;br /&gt;
:Ältere östliche Anlieger-Bewohner wissen noch zu berichten, daß sie auch wiederholt nach Kettenrissen als antriebsloses Wasserfahrzeug auf die Ostsee abgetrieben und mittels Schlepper wieder &amp;quot;eingefangen&amp;quot; werden mußte.&lt;br /&gt;
:Zum Glück kam es dabei nie zu Personenschäden und es ging glimpflich ab.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Rostocker Überseehafens ab 26.Oktober 1957 und der fast zeitgleiche Bau der Marinebasis Hohe Düne erforderte wiederum neue Lösungen. Dazu wurden auf beiden Seiten des Seekanals kleine Fährbecken mit Anlegesteg erbaut.&lt;br /&gt;
:Bis zur Fertigstellung der neuen Flußfähre &amp;quot;Ostsee&amp;quot; wurden die 1955 im Rahmen des &amp;quot;Nationalen Aufbauwerkes&amp;quot; gebauten Gehlsdorfer Fähren &amp;quot;Willi Schröder&amp;quot; und &amp;quot;Albert Schmidt&amp;quot; eingesetzt. Alle drei Fähren blieben lange im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Strandbahn===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Seenotrettungsstation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Seenotrettungsstation Warnemünde&amp;quot; von Erwin Seppelt in Marinekalender 1983]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde, die Nr. 1 unter den deutschen Kreuzfahrthäfen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Badeort==&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Werbung.JPG|thumb|300px|rechts|Werbung für das Ostseebad 1936]]&lt;br /&gt;
===Über die Anfänge des Badewesens in Warnemünde===&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1885 führt der Weg rund 5000 Erholung suchende „Berliners“, also Badegäste nach Warnemünde. Das Badewesen hatte in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Veränderung und Entwicklung des Küstenortes zur Folge gehabt. &lt;br /&gt;
;Einige Meilensteine bis dahin seien hier genannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1828  Hinter der Ostmole wird ein Damenbad mit zwei Zellen geschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1834 Dr. Schütz lässt ein Warmbadehaus im Ortszentrum errichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1835 Bau eines Herrenbades (auf der Höhe des 1853 erbauten Hotels Hübner) und eines Damenbades (auf der Höhe des heutigen Kurhauses) mit Zellen für jeweils 20 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1866 Verlegung des Herrenbades nach Westen (auf die Höhe des heutigen Hotels Neptun)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1872 Zerstörung aller Bäder bei der Novemberflut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1873 Wiederaufbau beider Bäder an den vorherigen Standorten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Badetourismus ist zum bedeutenden Wirtschaftszweig Warnemündes geworden, als der hier ansässige Kaufmann A. Bruger mit seinem Pressebeitrag „Badeplauderei“ im „Anzeiger für die Ostseebäder Warnemünde, Heiligendamm, Groß-Müritz, Wustrow“ am 6.Juli 1885 für Aufregung und lebhafte Diskussion im Ort sorgt. Übrigens weisen die Diskussionsinhalte bemerkenswerte Parallelen zu unseren Tagen auf und eine unterhaltsame Beschreibung des Lokalcolorits jener Tage in Warnemünde ist es in jedem Falle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schreibt: &lt;br /&gt;
;„Das Seebad Warnemünde, dessen Besuch von Jahr zu Jahr mehr zunimmt, gehört jetzt schon, und mit Recht, zu den besuchtesten Ostseebädern. In der That findet man selbst in den viel genannten und fashionabelsten Ostseebädern Misdroy, Häringsdorf und Colberg nicht eine solche Anzahl hübsch und anmuthig gelegener und mit so vielem Comfort eingerichteter Privatwohnungen wie in Warnemünde, und gar die großen Hotels dieses Badeortes können nicht nur wegen ihrer schönen Lage in unmittelbarer Nähe der See, sondern auch wegen ihrer vortrefflichen Einrichtung und Leitung, den gelobtesten Hotels in den sogenannten großen Bädern an die Seite gestellt werden. …“ &lt;br /&gt;
:Bruger stellt Vergleiche mit den in damaliger Zeit etabliertesten Ostseebädern und ihren Angeboten an und kommt zu dem Schluß: &lt;br /&gt;
:„Nur an Einem fehlt es in Warnemünde, und dieser Mangel macht sich von Jahr zu Jahr mehr fühlbar, das ist eine Badedirection, welche die Aufgabe hat, dem Fremden in Bezug auf die Wohnungen Auskunft zu geben und für das Amusement der Badegäste zu sorgen. Seitens der Stadtverwaltung, welcher zugleich auch die Verwaltung  des Fleckens Warnemünde unterstellt ist, geschieht sehr wenig für die Hebung des Bades als solches  und gar nichts für die Annehmlichkeit und Bequemlichkeit der Gäste. Insbesondere könnte man füglich die Anforderung stellen, daß in einem so frequenten Bade die Badeeinrichtungen besser wären. …“  &lt;br /&gt;
:Seine im Beitrag folgenden Beschreibungen über den praktischen Ablauf des Badelebens und den damit verbundenen Dienstleistungen jener Zeit lassen uns heute an  freies Baden gewöhnte Strandbesucher schmunzeln: &lt;br /&gt;
:„Die Zellen im Damenbade, deren Anzahl in der Hauptsaison nicht im Entferntesten dem Bedürfniß entspricht, sind zum größten Theil völlig dunkel und besitzen mit Ausnahme der wenigen gemauerten, anstatt des Fensters nur eine etwa 1 Fuß (28 cm) große Öffnung in der Rückwand, welche, wie in den Hühnerställen (Legeställen) auf dem Lande mit einem hölzernen Schieber geschlossen wird. &lt;br /&gt;
:Will der Badegast sich nun nicht im Finstern anziehen, was immerhin seine Schwierigkeiten hat, so muß er jenen Schieber öffnen und erhält nun durch diese Öffnung und das gegenüber in gleicher Höhe befindliche Loch in der Thür, dessen einstiger Zweck nicht erfindlich ist, die intensivste Zugluft, die man sich wünschen kann. &lt;br /&gt;
:Die Kleider, welche man an der weißgetünchten Wand der Zelle aufzuhängen hat, zieht man mit Kalk beschmutzt wieder an. :Handgroße Spiegel sind allerdings in den Zellen vorhanden, sie hängen aber entweder zu hoch oder zu niedrig, wenn man von „hängen“ überhaupt  sprechen kann, da sie fest genagelt sind. &lt;br /&gt;
:Im Uebrigen  ist das Glas völlig fleckig und blind, und zeigt dem Hineinschauenden entweder nichts oder ein völlig verzerrtes Antlitz. &lt;br /&gt;
:Eine Wanne zum Abspülen der Füße ist nicht vorhanden, und doch wäre diese um so mehr am Platz, als der auf der Brücke und auf den ins Wasser führenden Treppen befindliche Leinwandläufer stets beschmutzt mit dickem grünem Schlamm. …“ &lt;br /&gt;
:Auch an dem betreuenden Personal der beiden Bäder hat der Kaufmann mancherlei zu kritisieren: &lt;br /&gt;
:„Die Bedienung der Badenden ist ebenso mangelhaft wie die Einrichtung der Zellen. &lt;br /&gt;
:Allerdings umdrängen im Herren- wie im Damenbade eine Menge Menschen den neu hinzugekommenen Badegast und bieten ihre Dienste an. &lt;br /&gt;
:Es beschränken sich aber die Dienstleistungen in der Regel ausschließlich auf das Trocknen und Aufbewahren der Badewäsche. :Das sorgfältigste der Gesundheit und dem Wohlbefinden so notwendige Frottieren der Haut unterbleibt entweder ganz oder es wird von dem Badediener (respective der Badedienerin ) gewissermaßen im Vorübergehen auf dem Badesteg vorgenommen. &lt;br /&gt;
:Die Bedienenden haben in der Regel so vielen Badegästen ihre Dienste verdingt, daß es für sie eine Unmöglichkeit ist, jeden Einzelnen in die Zelle zu begleiten und ihm  dort beim Ankleiden behilflich zu sein. &lt;br /&gt;
:Dies und noch vieles Andere, sind Übelstände, welche jeder Badegast unangenehm empfindet. …“  &lt;br /&gt;
:Alle Kritik an der Situation im „Baderegiment“ von Warnemünde führt Bremer schließlich zu der Forderung: &lt;br /&gt;
:„Von Seiten der Stadt müßte in Bezug auf die Einrichtung der Zellen, der Bedienung der Badegäste etc. , ein festes Reglement aufgestellt werden, dessen Innehaltung zu überwachen  und zu controllieren Sache des Bade-Direktors wäre, der in jedem größeren Seebade für die Sommermonate angestellt ist, und dessen Abwesenheit sich in Warnemünde, auch in Bezug auf das Miethen der Wohnungen, das Arrangement der Vergnügungen etc. von Jahr zu Jahr mehr fühlbar macht.“                                                     :Schon wenige Tage darauf reagiert der Hotelbesitzer C. Hübner, gleichzeitiger Betreiber von Damen- und Herrenbad mit unverhohlener Wut: &lt;br /&gt;
:„Wenn ich beipflichte, daß wenn in unserem Orte für die Dauer der Saison eine Badedirektion existirte, es in vielen Dingen besser stehen würde wie zur Zeit, so ist es doch sehr zu bedauern, daß eine Einrichtung, die nicht besser, einfacher und reinlicher sein kann, wie unsere Badeanstalt, einer Kritik unterworfen wird. &lt;br /&gt;
:Was den Punkt anbetrifft, daß eine Badedirektion fehle, um Fremden betreffend Auskunft zu geben, so findet auch jetzt jedes an die nicht existierende Badedirektion gerichtete Schreiben sofortige Beantwortung und wird ihm gerne Rath ertheilt.“                                                                                                                                                    :Es hatte sich in der Vergangenheit eingebürgert, daß der Postbote Briefschaften, die an die Badedirektion adressiert waren zur Auskunft und Bearbeitung an das Hotel Hübner, eben das größte Haus am Platze gab, wo sie dann bearbeitet wurden. &lt;br /&gt;
:Waren im eigenen Haus keine Unterkünfte frei hatte, leitete man sie dann an die anderen Hoteliers des Ortes weiter. &lt;br /&gt;
:Was verständlicherweise deren Unmut weckte. &lt;br /&gt;
:Hübner führt weiter aus: &lt;br /&gt;
:„…daß Amusements bis jetzt ohne eine Badedirektion stattfanden, so z.B. die Stromfahrten, welche doch nur von Privatpersonen (auf Hübners Rechnung) angeregt wurden und in jeder Weise rege Beteiligung fand.“                                                                                                                               :„Was nun die Einrichtung unserer Badeanstalten betrifft, so fehlt es in denselben durchaus nicht an Luft und Licht, denn jedem , der sich in denselben seiner Kleider entledigen respective sich ankleiden will, ist es gestattet, die Thüre der Zelle offen zu stellen, so oft er entweder des Lichtes oder der Luft entbehrt, doch thun wohl solche, die sich vor einem Luftzuge scheuen besser, wenn sie im Hause bleiben und ein warmes Bad von 30 bis 40 Grad nehmen. …“ &lt;br /&gt;
:Was die angebotenen Dienstleistungen angeht bemerkt Hübner: &lt;br /&gt;
:„…Zum Abtrocknen und Frottiren der Badenden befinden sich in der Badeanstalt 2 kräftige junge Männer, auf jeder Seite einer, die gewiß ihrer Aufgabe gewachsen sind und willig tun, was von ihnen der Badende verlangt.“ &lt;br /&gt;
:Als Resümé schließt der Hotelier an: &lt;br /&gt;
:„Fragen wir uns nun zum Schlusse, zu welchem Preise ist ein Bad in Warnemünde, und zu welchem Preise ist ein Bad in Häringsdorf oder Colberg zu haben: &lt;br /&gt;
:...ein Bad kostet in Warnemünde 20 Pf., in Colberg 40 Pf. Und in Häringsdorf sogar 75 Pf., so gelangen wir zu der Einsicht, daß Warnemünde bei solchen niedrigen Preisen stolz darauf sein kann, eine solche Badeanstalt zu besitzen, und gewiß in dieser Hinsicht den anderen Seebädern ebenbürtig dasteht.“                                 &lt;br /&gt;
:Auch Kaufmann Bruger fühlt sich nun noch zu einer Erwiderung bemüßigt: &lt;br /&gt;
:„Freilich geht es auch ohne Badedirektion, wie  Herr „C.H.“ zu beweisen sich bemüht. &lt;br /&gt;
:Es kommt hier wie überall im Leben nur auf die Ansprüche, die man erhebt, und auf den Platz den man einnehmen und behaupten will. &lt;br /&gt;
:Warnemünde gehört zu den besuchtesten Ostseebädern, es stellt sich mit Recht „Häringsdorf und Colberg“ gleich, da darf es auch bezüglich  seiner Badeeinrichtungen nicht so weit hinter den genannten Bädern zurückstehen, wie dies doch in Wahrheit der Fall ist. &lt;br /&gt;
:Wem die Bade-Einrichtungen als die „besten“ erscheinen und er sogar „stolz“ darauf ist, dem zeugt dies von einer nachahmungswürdigen Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit, welche leider das die Bäder besuchende, größtentheils wohlhabende Publikum nicht zu besitzen pflegt. &lt;br /&gt;
:Wem es nichts ausmacht bei offener Zellenthür vor zahllosen Zuschauern aus- und anzukleiden, wem die fleckigen blinden Spiegel genügen, wem es nicht unangenehm ist, die mit Sand und Schlamm beschmutzten Füße ohne vorherige Reinigung in dem Badelaken abzutrocknen, wer endlich die Bedienung bei dem Verlassen des Bades nicht entbehrt, der könnte sich füglich auch ganz ohne Zelle behelfen und hätte dabei die Freude, an jedem Bade 20 Pf. Zu sparen. &lt;br /&gt;
:Die Badegäste, vorzugsweise die Damen, sind indessen leider so verwöhnt, daß sie es vorziehen sich bei geschlossener Tür und nicht im Finstern anzuziehen. …und sie haben sogar das Bedürfnis in ihrer Zelle von einer Dienerin abgerieben zu werden. … es ist mir unverständlich, weshalb man solche Mängel nicht rügen soll, weil die Badeanstalt sich in den Händen einer Privatperson befindet. &lt;br /&gt;
:Die letztere würde jedenfalls in ihrem eigenen Interesse handeln, wenn sie hier gründliche Abhülfe schafft. &lt;br /&gt;
:… Wenn de Besitzer der Badeanstalt, an welcher er die genannten Verbesserungen vorgenommen hat, dagegen einen etwas höheren Preis für die Bäder verlangt, so wird das Publikum dies nur billig finden. &lt;br /&gt;
:Wer sich den Luxus einer Badereise gestatten und für eine Wohnung täglich 5 – 12 Mark Miethe zahlen kann, dem wird es wahrlich auf die 20 Pf. nicht ankommen, um welche er vielleicht das tägliche Bad theurer bezahlen muß und Warnemünde wird durch Verbesserung seiner Badeeinrichtungen wesentlich gewinnen.“   &lt;br /&gt;
:Es läßt sich heute nicht mehr aufklären, ob dieser öffentlich ausgetragene Disput mit dazu beigetragen hat, daß drei Jahre darauf auf Initiative und unter Leitung des Rostocker Bürgermeisters Dr. Paschen im Jahre 1888 für Warnemünde eine amtliche Badeverwaltung eingerichtet wurde. &lt;br /&gt;
:Ein Denkanstoß dazu war es gewiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Kurhaus von Gustav Berringer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das im Dessauer Bauhausstil errichtete Kurhaus an der Strandpromenade wurde 1914 begonnen.&lt;br /&gt;
:Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges waren die Grundmauern des Gebäudes ca. 2m aus dem Boden gewachsen.&lt;br /&gt;
:Durch Krieg und Inflation unterbrochen fand der Bau seine Fertigstellung erst 14 Jahre später im Jahre 1928.&lt;br /&gt;
:Um den Bau finanzierbar und umsetzbar zu machen übernahm die Hansestadt Rostock im Jahre 1913 die Bauträgerschaft und beauftragte ihren Stadtbaudirektor, den Diplomingenieur Gustav Wilhelm Berringer, mit der Projektierung.&lt;br /&gt;
:Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges war der Bau an der Promenade bereits 2 Meter gewachsen, bis die Baustelle kriegsbedingt stillgelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gustav Wilhelm Berringer&lt;br /&gt;
:Er wurde am 17.Februar 1880 in Rostock geboren und entstammte einer seit Generationen in Rostock ansässigen Bäcker- und Konditorenfamilie.&lt;br /&gt;
:Bis 1905 studierte er Hochbau in München, Dresden und Berlin-Charlottenburg&lt;br /&gt;
:Berringer schuf den Entwurf für die frühere Gewerbeschule in der Parkstraße und wirkte seit 1924 im Verein für Rostocks Altertümer unter anderem als Museumswart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weiterbau ab 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In den Jahren 1922/23 begann eine weitere Etappe. Der Kurhausgarten mit dem Musikpavillion, der Wandelhalle und der Lesehalle entstand.&lt;br /&gt;
:1927 standen für die Fertigstellung des Kurhauses 525.000 Mark zur Verfügung&lt;br /&gt;
:Am 24.Mai 1828 fand die festliche Eröffnung des Kurhauses begangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde das Kurhaus in ein Tarnnetz gehüllt.&lt;br /&gt;
:Nach den Bombadements auf Rostock im April 1942 wurden im Keller des Gebäudes Bauteile für die Ernst Heinkel Flugzeugwerke gefertigt.&lt;br /&gt;
:In den oberen Etagen befand sich deren Konstruktionsbüro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Betrieb nach dem zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nach Ende des zweiten Weltkrieges, etwa ab 1950 begann sich im Kurhaus ein breites Veranstaltungsangebot zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Hotel Neptun====&lt;br /&gt;
Von 1969 bis 1971 wurde das Hotel vom städtischen Wohnungsbaukombinat und dem schwedischen Unternehmen SIAB errichtet und im Frühjahr 1971 eröffnet. Die Architekten hatten den Bau so geplant, dass alle Zimmer einen Meerblick haben. Neben einem Meerwasserschwimmbad direkt in der 2. Etage des Hotels gab es eine angeschlossene Meerwasserschwimmhalle mit Wellenanlage und die Sky-Bar in der 19. Etage, in der das Dach für den &amp;quot;Tanz unter Sternen&amp;quot; geöffnet werden konnte. Im Keller des Hotels befand sich die erste Diskothek der DDR. Bis 1990 war das &amp;quot;Neptun&amp;quot; Vertragshotel der Handelsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026 08. Juni  Ostseezeitung von  Ben Brümmer&lt;br /&gt;
:;55 Jahre „Neptun“: Ostalgie hat ihren Preis&lt;br /&gt;
Doppelzimmer im Warnemünder Luxushotel kosten heute 180 Euro mehr als vor zehn Jahren / DDR-Flair inklusive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel „Neptun“ in Warnemünde ist eines der berühmtesten Devisenhotels der DDR-Geschichte. In diesem Jahr feiert die Rostocker Luxusherberge ihr 55. Jubiläum – groß, laut und mit viel Tamtam. Am Sonnabend (6. Juni) steht eine Gala mit Menü, Dessertbüfett und Livemusik auf dem Programm. Moderiert wird der Abend von DDR-Unterhaltungsikone Wolfgang „Lippi“ Lippert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bis zu unserer Jubiläums-Gala wollen wir uns in Schale werfen. Dann glänzen insgesamt 55 Balkone in einem goldenen Gewand“, sagte Generalmanager Guido Zöllick Ende Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Eröffnung im Jahr 1971 punktet das 64 Meter hohe Fünf-Sterne-Haus mit Luxus und Extravaganz im beliebten Ferienort. Im Laufe der Jahre konnte das Hotel jedoch nicht nur positiv auffallen. Im Volksmund wird das „Neptun“ nämlich auch als „Stasi-Hotel“ bezeichnet. Der Grund: Die Bleibe arbeitete eng mit dem Geheimdienst der DDR und seinen Machenschaften zusammen. In der Nobelherberge, die von 1971 bis 2007 vom Direktor Klaus Wenzel geleitet wurde, sollen vor allem West-Gäste auf ihren Zimmern ausgehorcht und spioniert worden sein. Das Haus wertet die Spitzeleien heute sachlich als Teil der historischen Entwicklung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am kontinuierlichen Erfolg des „Neptuns“ hat das jedoch nichts geändert. Der gewisse DDR-Charme von damals überzeugt die Urlauber bis heute. Die Sky-Bar im obersten Stockwerk, der Wellnessbereich mit Schwimmbad, die hoteleigene Diskothek sowie die legendäre Broiler-Bar sind nach wie vor wahre Gäste-Magneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Spaß hat seinen Preis. Ein Doppelzimmer in der Etage fünf bis neun wird von Freitag (5. Juni) auf Samstag ab 349 Euro angeboten. Das Hotel arbeitet mit flexiblen Preisen. Die Kosten variieren dabei je nach Nachfrage, Wochenenden, Feiertagen und Ferienzeit. Unter der Woche war das gleiche Zimmer daher noch ab 284 Euro zu haben – ein Unterschied von mindestens 65 Euro. Für Zimmer auf den Etagen zehn bis 18 wäre noch mal ein Aufschlag fällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum vor fünf Jahren war das Doppelzimmer noch ab 194 Euro erhältlich. Vor zehn Jahren mussten zwei Personen mindestens 169 Euro für eine Übernachtung im „Neptun“ zahlen – ein Unterschied von 180 Euro zum heutigen Preis. Das ergibt eine Recherche mit dem Online-Archiv „Wayback Machine“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim „Rügen-Hotel“ in [[Sassnitz auf Rügen|Sassnitz]], einem weiteren beliebten Anlaufpunkt seit DDR-Zeiten, sind flexible Zimmerpreise gängig. Es gilt als Pilotprojekt vor dem Bau des berühmten „Neptuns“. Ein schwedisches Unternehmen hatte das Hotel 1969 fertiggestellt – ebenfalls mit Sky- und Broiler-Bar. Anschließend startete der Bau in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer umfassenden Sanierung in den vergangenen drei Jahren ist im „Rügen-Hotel“ weiter der typische DDR-Kult zu erkennen. „In den Fluren hängen überall alte Bauzeichnungen aus den 60er Jahren. Ein Teil des originalen Bartresens aus der alten Sky-Bar steht im Haus. Ein Zeitstrahl im Flur erzählt die Geschichte des Hauses“, meint ein Sprecher des Hotels. Außerdem können Gäste in Vitrinen alte Speisekarten, Stoffmuster, Postkarten und weitere Erinnerungen aus DDR-Zeiten erkunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Hotels, die schon damals beliebte Ferienunterkünfte waren und bis heute mit Ostalgie punkten, sind auch das Selliner „Cliff-Hotel“ auf [[Insel Rügen|Rügen]], das Hotel „John Brinckmann“ in [[Boltenhagen]] sowie das „Strandhotel Fischland“ im Ostseebad [[Nienhagen, Ostseebad|Nienhagen]]. Letzteres wurde 1968 als exklusives Gästehaus für Regierungsmitglieder der DDR und internationale Staatsgäste errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Menge Staats- und Stargäste durfte auch schon das „Neptun“ in Warnemünde begrüßen. Im &#039;&#039;&#039;338-Zimmer&#039;&#039;&#039;-Koloss übernachteten unter anderem schon das niederländische Königspaar Máxima und Willem-Alexander, die Ex-Bundeskanzler Angela Merkel und Helmut Schmidt sowie die Musiker Udo Lindenberg, Roland Kaiser und Fußballer Franz Beckenbauer. Insgesamt waren bislang rund 2,2 Millionen Gäste aus 122 Ländern im Warnemünder Luxushaus zu Gast. In den 55 Jahren wurden dabei fast neun Millionen Übernachtungen registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Industriestandort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Werften in Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem heutigen Gelände der MV Werft, begann nach Kriegsende 1945 die Geschichte der Warnowwerft. Während der unmittelbaren Nachkriegszeit, wurden die vorhandenen Überreste der alten Krögerwerft zum Bau von Fischkuttern für die Besatzungsmacht aus der Sowjetunion genutzt. Die Krögerwerft in Warnemünde war in den Jahren 1939 – 1945 vor allem für den Bau von Flugsicherungsbooten zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den neuen Namen „Warnowwerft“, sowie eine damit verbundene Eigenständigkeit, erhielt die VEB Warnowwerft Warnemünde am 01. August 1948. Die Werft konzentrierte sich in der Folgezeit auf die Reparaturen von Schiffen.&lt;br /&gt;
Ein Umschwung erfuhr die Werft ab 1951, als fortan neben den Reparaturarbeiten, der Neubau von Schiffen dazukam. So wurde unter anderem der Neubau des Segelschulschiffes Wilhelm Pieck abgeschlossen und mit der Produktion von Serienschiffen begonnen. Die Warnowwerft entwickelte sich zu der größten Schiffbauproduktionsstätte der DDR. Die Schiffe wurden in erster Linie für die Handelsflotte der DDR verwendet, aber auch im Ausland erfuhr die Werft einen Aufschwung und lieferte Schiffe an die UdSSR, Jugoslawien, China, Rumänien und in die Tschechoslowakei. Eine besondere Beziehung pflegten die Werfteigner aber auch zu dem unmittelbaren Nachbarn, der Bundesrepublik Deutschland, die die regelmäßig Handelsschiffe ausgeliefert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1959 erfolgte ein Zusammenschluss der Werften der DDR, zur Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Schiffbau. Diese Vereinigung blieb bis 1979 erhalten und entwickelte sich fortan zum Kombinat Schiffbau Rostock. Zwischen 1948 bis 1989 wurden unter anderem Fischkutter, Stückgutfrachter, Schlepper, Schwimmkräne und Containerschiffe gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands, änderten sich auch die Umstände der Werft. Im Zuge der Wirtschaftsreformen während der Wendezeit, wurde am 1. Juni 1990 der VEB Warnowwerft Warnemünde in eine Kapitalgesellschaft überführt und agierte als Warnowwerft Warnemünde GmbH. Im Oktober 1992 erfolgte der Verkauf der Werft an den norwegischen Gesellschafter Kvaerner, der die Werft in den Jahren 1993 – 95 modernisierte. Die Werft operierte bis 2001 unter dem Namen Kvaerner Warnow Werft GmbH. Highlights der Kvaerner Werft stellten beispielsweise der letzte konventionelle Stapellauf am 30. Juni 1995 oder der Bau der Bohrinsel „Stena Don“ 2001 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von wirtschaftlichen Problemen und damit verbundenen Zusammenschlüssen mehrerer Konzerne, wechselte der Name der Werft in den Folgejahren mehrfach. So entstand 2008 die Aker Yards Ostsee und 2007, nach einer erneuten Umstrukturierung, die Wadan Yards. Den dramatischen Höhepunkt dieser schwierigen Zeit, stellte am 5. Juni 2009 der Insolvenzantrag der deutschen Unternehmensteile der Wadan Yards Group AS dar. Die Werft wurde anschließend vom russischen Investor Witali Jussufow übernommen, der über die durch ihn ins Leben gerufene „Nordic Yards“, die Vermögensgegenstände der deutschen Wadan-Unternehmensteile erwarb. Seit Juli 2016 fungiert die Warnemünder Werft in der Unternehmensgruppe MV Werften und beteiligt sich unter anderem an dem Bau verschiedener Sektionen für Kreuzfahrtschiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Kroegerwerft um 1938.jpg|Das Gelände der ehemaligen Krögerwerft&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Werft Kabelkrananlage.JPG|Die Kabelkrananlage der Warnowwerft&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Kvaerner Werft.jpg|Nach der Wende: die Kvaerner-Werft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Fliegerei und Flugzeugbau in Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zivile Anfänge der Fliegerei in Warnemünde====&lt;br /&gt;
;1912&lt;br /&gt;
;Der Deutsche Luftflottenverein plant auf dem &amp;quot;Neuen Land&amp;quot; an der Grenze zur Groß-Kleiner Feldmark eine Luftschiffwerft zu errichten. Das Projekt kommt jedoch nicht über die Planungsphase hinaus. &lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR KFC SO &amp;quot;Groß-Klein&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
:Bau des Land- und Wasserflugplatzes am Breitling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Heinkel-Flugzeugwerke====&lt;br /&gt;
[[Presse-Beitrag der NNN vom 1.12.2022 zum Beginn der Heinkelwerke ]] &lt;br /&gt;
;1922, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:Gründung der Ernst Heinkel Flugzeugwerke&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Heinkel Werbung um 1930.jpg|thumb|400px|rechts|Warnemünde Heinkel Werbung 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Arado-Flugzeugwerke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[https://www.arado196.de/geschichtliches/arado-flugzeugwerke/ private Internetseite zur Arado-Geschichte  ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde Arado Logo 1939.jpg|Warnemünde Arado Logo 1939&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Arado Schuldverschreibung 1942.jpg|Warnemünde Arado Schuldverschreibung 1942&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde und Hohe Düne als Militärstandorte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Marine in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde RA 7 1 1909 Torpedoboote.jpg| thumb|500px|rechts|Wmde RA 7 1 1909 Torpedoboote]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Seeflieger-Versuchskommando (1914-1917)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Werbung 1914.jpg|thumb |200px|rechts|Warnemünde Werbung 1914]]&lt;br /&gt;
;1914&lt;br /&gt;
:August - Die Kaiserlich Deutsche Marine übernimmt den Warnemünder Flugplatz mit dem vorhandenen Bestand unmittelbar nach der Mobilmachung&lt;br /&gt;
:Es wird neues Fluggerät für die Marine erprobt.&lt;br /&gt;
:Deren Eröffnung erfolgte im Rahmen der Austragung des 2. Deutschen Wasserflugzeug-Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Ort Gründung der Firma &amp;quot;Luftverkehr Sablatnig&amp;quot; mit dem Konstrukteur Dr. Hans Seehase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1915&lt;br /&gt;
:Im Dünenwald unmittelbar östlich der Stromfähre werden zwei Unterkunftsbaracken errichtet.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des Sommers wird der technische Bereich wesentlich ausgebaut. So entstand u.a. die 72,5m x 26m sowie 16m hohe Halle IV. Ihre Tore hatten jeweils eine Breite von 7,25m und nahmen die Hallenbreite zum Breitling hin ein.&lt;br /&gt;
:Gegen Ende des Jahres folgen auf der Nehrung , Kasernen, ein Offiziershaus, ein Wirtschaftsgebäude, das Deck-Offizierhaus und die Krankenstation&lt;br /&gt;
:Zur Ostsee hin wurde neben der bereits Vorhandenen eine weitere hölzerne Ablaufbahn für das Zuwasserlassen der Seeflügzeuge angelegt&lt;br /&gt;
:Während des Kriegsverlaufes wuchs die Zahl der Hallen von drei auf zwölf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1917&lt;br /&gt;
:Auf dem aufgefüllten Gelände am Laak-Kanal wird die Firma &amp;quot;Flugzeugbau Friedrichshafen Gmbh&amp;quot; angesiedelt. Sie geht 1925 in den Besitz der Arado-Werke über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Am Ende des Krieges  sind auf der Fliegerstation bis zu 1500 Mann und 60 Offiziere stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920&lt;br /&gt;
:Gemäß des Versailler Vertrages erfolgte der Abriß von sechs Hallen und weiterer Gebäude. Zwei Hallen waren bereits im Kriegsverlauf abgebrannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die militärische Nutzung der Hohen Düne nach dem zweiten Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die 4. Flottille====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die 4. Flottille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Marinestützpunktkommando (MStpKdo) und Marineabschnittskommando Ost (MAKdo Ost)====&lt;br /&gt;
* [[Marinestützpunktkommando (MStpKdo) und Marineabschnittskommando Ost (MAKdo Ost) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Forschungsstandort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ingenieurhochschule für Seefahrt (IHS)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seehydrographischer Dienst der DDR===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Seezeichenwesen in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seewetterdienststelle Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Seewetterdienststelle Warnemünde&amp;quot; Vilkner, Hans In: Natur und Heimat (1957), 8, S.244-246]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Institut für Meereskunde/ Institut für Ostseeforschung===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Meereskundlichen Berichten&amp;quot; (Nr. 111 2019) ist unter der Autorenschaft von Dr. Wolfgang Matthäus nachfolgender Aufsatz erschienen.&lt;br /&gt;
Wir danken dem Autor für seine Erlaubnis diesen Beitrag an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen.&lt;br /&gt;
Bitte beachten sie die Wahrung der zu Beginn des Beitrages angegebenen Veröffentlichungs- und Autorenrechte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medium:Mattheus warnemünde iow.pdf |Die Anfänge der meeresgeologischen und Küstenforschung in Warnemünde (1950 - 1970)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sturmfluten und Küstenschutz in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge des Küstenschutzes in Warnemünde durch Prof. L. Karsten und Forstinspektor Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Prof. Karstens Schriften zu seinen Versuchen der Dünenbefestigung in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemündes Kampf gegen Flut und Sand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflutschaeden Warnemuende 1913 14.jpg|thumb|300px|rechts|Am Tag danach - Begutachtung der Schäden der zum Jahreswechsel 1913/14 gewüteten Sturmflut an der Warnemünder Strandpromenade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturmfluten stellten für den kleinen Küstenort Warnemünde in den vergangen Jahrzehnten mehrfach große Gefahren dar. Besonders schwer traf es den Ort in den Jahren 1825, 1872, 1903 und 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu Beginn des Jahres 1825 wurde Warnemünde von einer Sturmflut erfasst. die sich über den Bereich der Dünen und der Moorwiesen ihren Weg bahnte. Insgesamt wurden 18 der 150 Häuser komplett zerstört und immerhin 74 zum Teil schwer beschädigt. Das Wasser stieg zu seinem Höhepunkt auf 2,52 Meter über die Normalhöhe und trug gut 80 Prozent der Dünenanlagen ab.&lt;br /&gt;
Am schlimmsten in der jüngeren Geschichte wurde Warnemünde 1872 getroffen, als das Wasser 2,80 Meter über Normal stieg und in Warnemünde sowie Diedrichshagen große Schäden verursachte. Verheerende Folgen hatte die Sturmflut von 1872 auch für die ortsansässige Schifffahrt, die sich im Winterstand befand und durch das Hochwasser auf den Feldern trieb.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1625 - Warnemünde und die Sturmflut am 10. Februar (Auszug aus H.F.Beckers &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; 1839)====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Den 10. Febr. 1625  stand der Wind von Morgen bis Mittag südlich und es war stilles Wetter, als plötzlich um 8 Uhr vormittags die Ostsee so stark in die Warnow drang daß ohnerachtet der Windstille die derzeit vorhanden sieben Strandbrücken und das ganze Warnowufer bis an die Strandthore zur Überraschung der Meteorologen und Seefahrer überschwemmt wurde. &lt;br /&gt;
:Es herrscht bekanntlich in der Ostsee keine bemerkbare regelmäßige Ebbe und Fluth, jedoch verändert sich der Wasserstand zuweilen in der Art, daß die sonst niedriger liegende Ostsee in den Warnow Fluß eintritt oder wie man sagt der Strom einläuft, welches gewöhnlich bei Nordost oder Nordwind der Fall ist. &lt;br /&gt;
:Es vermutheten daher die Schiffer daß ein Sturm aus Nordost im Meere herrschend sey, und diese Vermuthung ward bald zur Gewißheit. &lt;br /&gt;
:Mittags um ein Uhr trat ein Orkan ein, mit Schnee, Hagel und Regen verbunden. &lt;br /&gt;
:Zuerst kam der Wind aus Osten, dann drehete er sich nach Nordosten. &lt;br /&gt;
:Es stürmte den Nachmittag und die ganze Nacht hindurch bis am Morgen den 11. Febr. &lt;br /&gt;
:Die Warnemünder sahen das Meer in einer so heftigen Bewegung, daß sie die Wellen mit Wasserbergen verglichen die bis an die Wolken reichten. &lt;br /&gt;
:Der Sturm war so heftig, daß Reisende weder fahren noch gehen noch stehen konnten, und sich bei den Schneewirbeln auf die Erde niederwerfen mußten um athmen zu können. &lt;br /&gt;
:Da schönes warmes Wetter voraufgegangen war, so wirkte die eingetretene eisige Kälte so stark auf den menschlichen Körper, daß mehrere Menschen erstarreten und verhindert wurden sich von dem überschwemmten Lande zu retten. &lt;br /&gt;
:Die Fluth erreichte abends 5 Uhr bei Rostock den höchsten Stand, und blieb bis Nachts 2 Uhr also 9 Stunden in dieser Höhe, welche den mittleren Waßerstand 14 Fuß überstiegen hatte. &lt;br /&gt;
:Nach 2 Uhr sank das Wasser, stieg aber am 14. Febr. bei gemäßigterem Sturm fast bis zur derselben Höhe. &lt;br /&gt;
:Dies Unwetter traf mit gleicher Wasserhöhe auch Greifswald, Stralsund, Wismar und Lübeck. &lt;br /&gt;
:Die Folgen dieser Sturmflut waren schrecklich. &lt;br /&gt;
:In und um Rostock fand man nach Ablauf des Waßers, daß der Hafen selbst fahrbar geblieben, daß, aber die Waßerwerke, woran man über 20 Jahre gearbeitet, sehr ruinirt waren. &lt;br /&gt;
:Die Dünen, an deren Erhaltung man derzeit erhebliche Kosten verwandt hatte, waren vom Stromgraben bis Warnemünde und von hier bis Diedrichshagen vom Meerwaßer überstiegen, zerrißen und niedergestürzet. &lt;br /&gt;
:Die von Eichenholz mit starken eisernen Klammern verbundenen und mit großen Steinen beschwereten Kisten, sowohl am Meer als im Hafen und am Breitling waren gänzlich umgestürzet, die Steine ins Waßer gefallen, jedoch ohne das Fahrwaßer zu verschütten; das Kistenholz war zerbrochen, gänzlich weggeschwemmt und auf die Ufer von Marienehe und Bramow geworfen. &lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide waren eine große Menge Eichen, Buchen, Kiefern pp. umgeworfen. Die Dörfer Schmarl, Lütten und großen Klein, Marienehe, Redewisch pp. hatten an Häusern, Scheunen, Ställen Obstbäumen pp. sehr gelitten. &lt;br /&gt;
:Mehrere Gebäude waren umgestürzt und weggeschwemmt, viel Vieh ertrunken, Acker und Hausgeräthe weggetrieben. &lt;br /&gt;
:In dem Stadt Dorf Mohr, vermuthlich dem im Walde gelegenen Moorhof, welcher jetzt nicht mehr existirt aber auf die Reiter Charte bemerkt stehet, sind einige Pferde und Ochsen ertrunken. &lt;br /&gt;
:Die Menschen haben sich auf den Boden gerettet und dort drey Tage ohne Speise geseßen. &lt;br /&gt;
:Wie weit das Waßer in die Heide vorgedrungen ist nicht bemerkt worden, nach einer mündlichen Tradition soll es in Niedrigungen bis Blankenhagen vorgerückt seyn. &lt;br /&gt;
:Im Flecken Warnemünde sind von 150 Häusern 74 sehr beschädigt worden. &lt;br /&gt;
:Die Wände sind ausgefallen und nur die Ständer stehen geblieben. Alle Kisten, Betten, Bettstellen, Tische, Schränke pp. sind von den Fluthen weggerißen, 18 Häuser aber an der Nordseite bei der Laterne, gänzlich über den Haufen geworfen. &lt;br /&gt;
:Die steinerne Kirchhofs Mauer ist niedergestürzt, in der Kirche das Waßer drei Fuß hoch gestanden und durch die Vogtei hat man mit Böthen fahren können. :Die beiden aeltesten Bürgermeister Tancke und Schütte haben am 12. Febr. den Schaden in Warnemünde in Augenschein genommen und sich die Klagen der Warnemünder, denen von ihren geborgenen Sachen noch manches weggestohlen worden, vortragen laßen. &lt;br /&gt;
:Alle im Hafen gelegenen Schiffe, mit Ausnahme von zweien sind losgerißen, aneinander und gegen die Häuser geschleudert worden. &lt;br /&gt;
:Mehrere sind zertrümmert, 18 haben auf trockenem Boden vor den Häusern und der Voigtei gestanden, unter diesen ein Schiff von 100 Last mit voller Ladung; zwei Schütten hat man auf den Wiesen bei der alten Warnow gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die große Novemberflut 1872 in Warnemünde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflut 1872 Gedenktafel Warnemuende.jpg|thumb|350px|rechts|Gedenktafel für die Sturmflut 1872 in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
:Über die Sturmflut von 1872 erfährt man oft den Nimbus, daß sie die größte Hochwasserkatastrophe gewesen sei, die unsere Ostseeküste hier je gesehen hat. &lt;br /&gt;
:Das ist zwar nicht richtig, führt aber dazu, das dieses Natur-Ereignis bei bodenständigen Küstenbewohnern in den Familien-Erinnerungen bis in unsere Tage fest verankert ist.&lt;br /&gt;
:Die Allerheiligenflut (1. November 1304), mehr als fünfhundert zuvor, und noch weitere, waren den Quellen zufolge  höher und verheerender. &lt;br /&gt;
:Sie liegt für das Erinnerungsvermögen der Menschen zu weit zurück und ist für die Statistiken der Wissenschaft nicht mehr detailliert fassbar.&lt;br /&gt;
:Was nun die Flut vom 12. bis 14. November 1872 so finden sich in den Archiven kaum bildliche Darstellungen der Hochwasserereignisse und ihrer Folgen, dafür aber eine große Vielzahl an Zeitzeugenberichten und die sind oft besonders bildlich in ihrer zeitnahen Beschreibung.&lt;br /&gt;
:Gustav Quade, berühmt geworden durch seine dreibändige „Mecklenburgische Vaterlandskunde“, hat in den Monaten unmittelbar nach der Katastrophe in der Region Rostock und Warnemünde solche Zeitzeugenberichte gesammelt, wo immer er ihrer habhaft werden konnte. &lt;br /&gt;
:Davon möchte ich hier einiges in Auszügen wiedergeben, das uns bis heute berührt:&lt;br /&gt;
:„Am Nachmittag des 12. November stand schon die See auf dem Fahrdamm der Vorderreihe. &lt;br /&gt;
:Einige vorsichtige Warnemünder zogen daher ihre Jollen näher aufs trockene Land und befestigten die Boote an den Bäumen. &lt;br /&gt;
:Allgemein ging man zu Bett, da mit einem Fallen des Wassers auf das bestimmteste gerechnet wurde. &lt;br /&gt;
:In der Nacht wuchs der Sturm zum Orkan. &lt;br /&gt;
:Lotsenkommandeur Jantzen, der die Gefahr von seinem Hause am Strom, hart an der See, aus erkannte, schickte noch in der Nacht die Nachtwächter im Ort herum, um die Einwohner zu wecken.&lt;br /&gt;
:Um 3 Uhr morgens war alles auf den Beinen. Der Sturm raste mit unverminderter Stärke weiter. &lt;br /&gt;
:Die Ziegel fielen haufenweis von den Dachstühlen, ganze Dächer wurden zuweilen abgehoben. &lt;br /&gt;
:Unzählige Veranden und Fensterscheiben gingen in Stücke. &lt;br /&gt;
:Einige Einwohner versuchten noch die Boote in Sicherheit zu bringen. Alles vergeblich. &lt;br /&gt;
:Als es gegen ½ 8 Uhr morgens Tag wurde, waren beide Baken auf den Molenköpfen verschwunden, die Molen standen ganz unter Wasser, die Bismarkpromenade mit der Grotte und die Badeanstalten waren beinahe zerstört.&lt;br /&gt;
:Gegen 8 Uhr morgens durchbrach das Wasser die Dünen westlich vom Ort und vereinigte sich über das Diedrichshäger-Moor und die Laak mit dem Breitling. :Warnemünde lag auf einer Insel, deren Umfang mit dem Steigen des Wassers immer kleiner wurde. &lt;br /&gt;
:Am Rostocker Ende drang bald darauf das Wasser in die Häuser, die Bewohner flüchteten in die neuerbaute Kirche. &lt;br /&gt;
:Unterdessen hatten die Wogen die Gebäude des Bauhofes erreicht, nachdem sie die dahinter liegenden Dünen durchbrochen hatten. &lt;br /&gt;
:Die Familie des dort wohnenden Zimmermeisters schwebte in höchster Lebensgefahr. &lt;br /&gt;
:Der Aufenthalt in den Häusern war unmöglich, die 6 Personen flüchteten auf einen Hausboden. &lt;br /&gt;
:Die Überfahrt in einem Rettungsboot zu wagen, war unmöglich. &lt;br /&gt;
:Der rasend einlaufende Strom hätte das Boot sofort zerschlagen und seine Insassen in höchste Lebensgefahr versetzt. &lt;br /&gt;
:Man brachte daher den Raketenapparat an das Zollamt und der Lotsenkommandeur schoß eine Leine zum Bauhof hinüber. &lt;br /&gt;
:6 kühne Männer mit Namen Baade, Borgwardt, Jungmann, Jürß, Radloff und Schmidt, sprangen in das Boot und ruderten es durch den mit Balken und Schiffstrümmern bedeckten Strom hinüber zum Bauhof und retteten die ganze Familie des Bauhofsaufsehers.&lt;br /&gt;
:Das Wasser stieg immer weiter, von Süden und Westen drang es in den Ort ein.&lt;br /&gt;
:Die Mühlenstraße mit der Mühle, die südliche Hälfte der Anlagen, die Kirche, wo die Flüchtlinge schließlich auf die Bänke steigen mußten und die 4. und 3. Reihe (Anastasia- und Friedrich-Franz-Straße) standen bis in die späten Nachmittagsstunden ganz unter Wasser.&lt;br /&gt;
:… Im Orte selbst blieb nur die Schanze, der Georginenplatz und der nördliche Teil der Anlagen trocken. &lt;br /&gt;
:Auf diesen kleinen Raum drängten sich bis zur einbrechenden Dunkelheit etwa 1600 Menschen zusammen, mit Todesangst im Herzen.&lt;br /&gt;
:Gegen 3 Uhr nachmittags ging der Wind nach Osten und wurde schwächer, das Wasser steigt nicht weiter. Niemand war verunglückt.&lt;br /&gt;
:… Am 14. November konnte man die Verwüstungen erkennen. Die Uferstraße am Strom war mit Holz, Booten, Seesand, Möbeln und Trümmern jeglicher Art bedeckt.&lt;br /&gt;
:Auf der Reede trieben 5 Schiffe mit schweren Havarien, 3 andere hatten die Masten gekappt. &lt;br /&gt;
:Sie wurden von dem alten Dampfer „Stadt Rostock“ in den Hafen geschleppt. &lt;br /&gt;
:… Die Molenspitzen waren spurlos verschwunden. &lt;br /&gt;
:...Das Erdreich an der Schanze war fortgespült und der Strudel hatte eine tiefe Bucht im Durchgang von Hotel Rohn gemacht. &lt;br /&gt;
:... Die Veranden schienen in der Luft zu hängen, und nur den festen Grundmauern des Hauses des Lotsenkommandeurs Jantzen neben dem Greifenbad war es zu danken, daß diese Häuser nicht völlig eingestürzt waren. &lt;br /&gt;
:Die Bismark-Promenade war verschwunden.“&lt;br /&gt;
:Die Küstenschützer bezeichnen diese Sturmflut heute ganz profan als „Bemessungshochwasser“, was bedeutet, das die in den einzelnen Küstenorten unterschiedlichen Wasserstände, wie auch die Spezifik des Vordringens des Meerwassers jenen Jahres als Messlatte für Küstenschutz-bauten und -maßnahmen herangezogen werden. &lt;br /&gt;
:Diese Naturkatastrophe steht aber auch für die seit nun eineinhalb Jahrhunderten anhaltende Messung und statistische Erfassung der Wasserstände und Wetterereignisse der Ostsee an der deutschen Küste als der „Nullpunkt“ und Beginn.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflutschutzwand Warnemuende 2020.jpg|thumb|350px|rechts|Die neue Warnemünder Sturmflutschutzwand am Alten Strom südlich der Bahnhofsbrücke im Frühjahr 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903 blieb Warnemünde von der Sturmflut nahezu unberührt, wohingegen es die Rostocker Altstadt und den gesamten Bereich des Stadthafens besonders schlimm traf, was an der Fahrrinne lag. &lt;br /&gt;
:Das Wasser suchte sich seinen Weg entlang des Breitlings und der Warnow und bedrohte fortan insbesondere die Altstadt. &lt;br /&gt;
:Bei der Rostocker Bevölkerung sorgte dies für einige Empörung und stellte die Politik vor Schwierigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warnemünde wurde 1913/14 wieder hart von Überflutungen getroffen. &lt;br /&gt;
:So wurde die Promenade über eine Distanz von 300 Metern komplett zerstört und weggespült. &lt;br /&gt;
:Neben der Promenade erfasste das Hochwasser im Januar 1914 einen Großteil der Strandvillen hinter der Promenade und erstreckte sich bis zum Neuen Friedhof.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sturmfluten und Küstenschutz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warnemünde und der Sand==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Becker-Spruch, Wind und Sand, Dünenbefestigung , Molensand, Sand tragen, Sand als Exportgut, Ballastsand&lt;br /&gt;
;(TID 2026 ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen, Wege und Umwege - Von Milchsteg und Kuhbrücke zur Stadtautobahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Postwesen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde im Spiegel von Zeitgenossen==&lt;br /&gt;
* [[Warnemünde im Spiegel von Zeitgenossen|Im Spiegel von Zeitgenossen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Persönlichkeiten==&lt;br /&gt;
* [[Bedeutende Persönlichkeiten aus Warnemünde|Bedeutende Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgenommen wurden Personen, die in Warnemünde geboren oder verstorben sind, beziehungsweise in einem persönlichen Lebensabschnitt zeitweise in besonderer Beziehung zum Ort standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der vergangenen Jahre wurden einigen bedeutenden Persönlichkeiten Gedenktafeln gewidmet, die mit Unterstützung des Warnemünder Leuchtturmvereins an Gebäuden im Ort angebracht wurden. Der Warnemünder Sven Lorenzen hat die ersten 12 Tafeln auf einer Internetseite dokumentiert: [http://sven-lorenzen.de/tafeln.html Warnemünder Gedenktafeln]. Seit 2024/25 werden auf Initiative des Kulturausschusses des Ortsbeirates Warnemünde/Diedrichshagen weitere Gedenktafeln angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten zu Warnemünde==&lt;br /&gt;
* [[Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten zu Warnemünde|Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Volkskunde==&lt;br /&gt;
* [[Warnemünder Volkskunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen in Warnemünde, Unterwarnow- und Breitling-Gebiet==&lt;br /&gt;
* [[Flurnamen in Warnemünde und Umgebung|Flurnamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[ + Arbeitsordner Warnemünde]]  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronistenkontakt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Wegner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mailto:kontakt@heimatmuseum-warnemuende.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Chronologie_und_fortlaufende_Ortschronik_von_Warnem%C3%BCnde&amp;diff=154640</id>
		<title>Chronologie und fortlaufende Ortschronik von Warnemünde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Chronologie_und_fortlaufende_Ortschronik_von_Warnem%C3%BCnde&amp;diff=154640"/>
		<updated>2026-08-09T14:28:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* 2025/2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Warnemünde&lt;br /&gt;
 | zeit = ab 1160 fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Autoren Christoph Wegner, Wilfried Steinmüller, Ronald Piechulek, Achim Schade&lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2017&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Chronologie und Geschichte von Warnemünde&lt;br /&gt;
 | status = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
}}==Der Küstenort Warnemünde chronologisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendete Quellen-Kürzel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MUB   = Mecklenburgisches Urkundenbuch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LHA  = Landeshauptarchiv Schwerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BGR R = Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock; Register zu Band 1 - 20 mit einer &#039;&#039;&#039;Zeittafel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Das aufgeführte Ereignis findet sich jeweils unter dem angegebenen Datum in der &#039;&#039;&#039;Zeittafel des Registers&#039;&#039;&#039;, dem Kürzel ist die Jahrgangsnummer der oben genannten Beiträge mit Seiten-Angaben hinzugefügt )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC  = Krausesche Fundchronik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HA  = Heidearchiv Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RA  = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte===&lt;br /&gt;
 noch bearbeiten (KFC Wmde Mp45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mittelalter bis zur Christianisierung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist Saxo Grammaticus beschreibt die Seeschlacht auf dem Gudacra (Breitling) zwischen den Wenden und der dänischen Flotte unter König Waldemar und Bischof Absalon von Roskilde. (BGR R; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2 ; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===spätes Mittelalter 1200 bis zur Reformation 1517===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] &lt;br /&gt;
:betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige, verzichtet auf seine Rechte an den im Hafen der Rostocker gestrandeten Schiffen, verheißt den freien Verkehr vorbehaltlich des fürstlichen Zolles nicht zu stören, verleiht die Fischereigerechtigkeit für die Unterwarnow und das Stadtrecht für die Markscheide der Rostocker. &lt;br /&gt;
:In dieser Kaufurkunde erfolgt auch &#039;&#039;&#039;Warnemündes Ersterwähnung&#039;&#039;&#039;. Die Stadt Rostock erhält das Strandrecht in &#039;&#039;&#039;ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; am &#039;&#039;&#039;rechten&#039;&#039;&#039; Warnow-Ufer.  &#039;&#039;(also östlich Taterhörn)&#039;&#039; (BGR R &#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;,6.24 Nr.32; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,1f,6; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,35; &#039;&#039;&#039;14&#039;&#039;&#039;,7) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1257/58&lt;br /&gt;
:Ältester Beweis für das Vorhandensein des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Warnemünde durch Erwähnung eines Hauses daselbst. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1262, 12. Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte am Hafen Warnemünde. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:;17. Dez.&lt;br /&gt;
:die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig Urkunden in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, 12. Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich Borwin III. verleiht den Rostockern das städtische Recht in &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; (!!) &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; Warnemünde. (BGR R &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2.6) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;) 2 Mark Silber (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278, 21. Dez.&lt;br /&gt;
:Fürst Woldemar verspricht daß bis nach Warnemünde und bis ans Meer hinunter überall in einer Meile Entfernung vom Fluss keine Festung errichtet werden soll. (HA) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:Erwähnung von Steinen für den &#039;&#039;&#039;Hafenbau&#039;&#039;&#039; in Warnemünde in einer Kämmereirechnung. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1286, 27. Februar&lt;br /&gt;
:Die Stadt Rostock erwirbt aus fürstlichem Besitz den Pagenwerder. (BGR R &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,15; &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,21.56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch Rötger Horn den &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; (&amp;quot;von der Tonne bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 Ellen &#039;&#039;(12 Fuß, etwa 4 Meter)&#039;&#039; bringen. (MUB Nr.1977 BGR R &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XV; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,7) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300 April&lt;br /&gt;
:Die mecklenburgischen Fürsten Heinrich I. der Pilger und Heinrich II. der Löwe im &#039;&#039;&#039;fürstlichen Warnemünde&#039;&#039;&#039;. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:König Erik von Dänemark belehnt Fürst Nikolaus von Rostock als Schutz gegen die Feinde des Fürsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1301, 28. Juli&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300-1314&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rostocker Warnemünde&#039;&#039;&#039; ist Hauptschauplatz der Kämpfe König Erichs von Dänemark, Markgraf Albrechts von Brandenburg, Fürst Heinrichs von Mecklenburg u.A., gegen die Stadt Rostock. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 2. Mai&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark wiederum in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1307, 1. November&lt;br /&gt;
:(nach anderen Quellen auch &#039;&#039;&#039;1304&#039;&#039;&#039;) Die Allerheiligen-Flut überflutet die gesamte Dünen-Nehrung von Diedrichshagen bis zur Rostocker Heide. Ihr Scheitelwert soll 14 Fuß (ca. 4,6 m) über dem normalen Wasserstand betragen haben.  (BGR R)&lt;br /&gt;
:Als Folge der Flut wird die Warnow-Mündung auf eine Länge von ca. 500 Meter gänzlich verschüttet. Nach der Flut wird der Warnow an anderer Stelle durch den ersten künstlichen Nehrungsdurchstich eine neue Mündung und ein erneuter Hafenzugang geschaffen &#039;&#039;&#039;(das erste Tief)&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309, 14. Aug.&lt;br /&gt;
:Heinrich der Löwe in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark in Warnemünde. (BGR R &#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;,16; &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;4d&#039;&#039;&#039;,15; &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,8.56)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311, nach dem 16. Sept.&lt;br /&gt;
:Der von König Erich zum Hauptmann (capitaneus) des Landes Rostock ernannte Fürst Heinrich der Löwe sperrt den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039;, indem er auf jeder Seite des Stromes einen hölzernen Turm errichtet und zwischen den Türmen eine Brücke erbaut. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311/12&lt;br /&gt;
:Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Rostocker brennen das &#039;&#039;&#039;fürstliche Dorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde nieder. &lt;br /&gt;
:bis Mai Die Rostocker bauen einen neuen Turm auf der Ostseite &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; (!!) Stromes aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche und des im Bau befindlichen Petriturmes in Rostock. (BGR R &#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;,15f. &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XI.XII &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;4d&#039;&#039;&#039;,14f. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,7ff.11f.56.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 23. Juni&lt;br /&gt;
:König Erik klagt darüber das nicht nur die Kirche, sondern auch der Ort und besonders das Haus, das er für sich und die Markgrafen &#039;&#039;(von Brandenburg)&#039;&#039; gebaut habe, zerstört sei. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;30. Juli &lt;br /&gt;
:Belagerung Rostocks und des Turmes in &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039;(!!) &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; Warnemünde durch Dänenkönig Erik Menved. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Juli&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Heinrich von Mecklenburg sperrt das Tief unterhalb des Turmes. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;9. September&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Übergabe nach der Belagerung. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;September/Oktober&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Die Verbündeten bauen den eroberten Turm durch Hinzufügung von 4 kleinen Türmen einer Mauer und eines Grabens zu einer Festung aus und halten sie gemeinsam besetzt (später Dänscheburg/ dän. Danskeborg) (BGR R; KFC) (Mgh)&lt;br /&gt;
:In den Beschwerden des dänischen Königs heißt es das diese (Die Rostocker) vor der Übergabe von Warnemünde den Ort und die Kirche verbrannt und das Haus, das der König für sich und den Markgrafen Waldemar von Brandenburg erbaut, niedergebrochen hätten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:König Erich verabredet mit dem Markgrafen Waldemar von Brandenburg, daß die Summe, die sie dafür durch Verhandlung von den Rostockern bekommen würden, daß der vor Warnemünde erbaute Turm wieder abgebrochen und nie wieder aufgebaut werden dürfe, gleichmäßig zwischen ihnen geteilt werden solle. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312, 15. Dez.&lt;br /&gt;
:Die Stadt Rostock unterwirft sich dem König Erich und dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und verspricht u.A. in Warnemünde eine schöne hölzerne Kirche zu bauen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313, 20. Febr.&lt;br /&gt;
:Der Markgraf Waldemar von Brandenburg verkauft seine Hälfte des Warnemünder Turms an den König von Dänemark, der damit in den Besitz des ganzen Turms gelangt. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1314, 25. Nov.&lt;br /&gt;
:Tod des Fürsten Nikolaus von Rostock, des letzten Fürsten aus der Rostocker Linie. Das Lehen fällt an den dänischen König zurück (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317 7. Januar&lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit Ausnahme des &#039;&#039;&#039;Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R &#039;&#039;&#039;1d&#039;&#039;&#039;,3. &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;25. November&lt;br /&gt;
:Friede von Templin mit dem brandenburgischen Markgrafen Waldemar. Laut Friedensvertrag belehnt Erik von Dänemark Heinrich (II.) von Mecklenburg mit der Herrschaft Rostock, außer Warnemünde und der Dänscheburg. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:König Erik von Dänemark stirbt und Fürst Heinrich (II.) besetzt die Dänenburg. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,14.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322, 24. September&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich II. von Mecklenburg verkauft das  &amp;quot;Haus und den Turm&amp;quot; an die Stadt zum Abbruch, die eigentlich dem dänischen Vogt Niels Olufsen gehören und durch Heinrich wiederrechtlich besetzt worden war. (MUB 4377, BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,70.f. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,14.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11. März&lt;br /&gt;
:Die Stadt erwirbt von Heinrich II. von Mecklenburg das &#039;&#039;&#039;fürstliche&#039;&#039;&#039; Dorf (villa) Warnemünde mit dem ganzen &#039;&#039;&#039;westlichen&#039;&#039;&#039; Warnowufer (das damals am Taterhörn auf der hohen Düne lag, bis an die Grenze von Diedrichshagen, mit Eigentumsrecht, voller Gerichtsbarkeit, mit Gestattung der Anwendung des Lübischen Rechts, Fischereigerechtigkeit bis in die See hinaus, behält sich aber das Patronatsrecht vor. (KFC) Das heutige, ehemals fürstliche Warnemünde wird &#039;&#039;&#039;damit Rostocker Stadtbesitz&#039;&#039;&#039;. (MUB 4423, BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71. &#039;&#039;&#039;4b&#039;&#039;&#039;,1. &#039;&#039;&#039;4b&#039;&#039;&#039;,1. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,2.14)&lt;br /&gt;
:21. Mai - Heinrich II. erkennt zu Nyköbing auf Falster vvon König Christoph an, das &#039;&#039;&#039;erbliche&#039;&#039;&#039; Lehen (vorher nur Pfandlehen) am Land Rostock von der Krone Dänemarks erhalten zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7. April&lt;br /&gt;
:In einem Rostocker Stadtbuch findet sich die Notiz, daß Warnemünde freies Eigentum der Stadt sei, die daselbst die volle Gerichtsbarkeit ausübe und ihr die Abgaben und Einnahmen zukämen. Die Warnemünder Renterverhältnisse (?) würde der Rat in Ordnung bringen. Obwohl somit Warnemünde ganz zu Rostock gehörte, finden wir auch in der Folgezeit die Mecklenburgischen Fürsten häufig dort. Auch bleibt es noch längere Zeit der Versammlungsort für die Truppen, die dem Dänenkönig zu Hilfe gesandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1337&lt;br /&gt;
:Verfestung des Knappen Vicke Valkenhagen, weil er Strandgut bei Warnemünde geraubt, also in das Strandrecht Rostocks eingegriffen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1339, 5. Nov.&lt;br /&gt;
:Anlegung eines eigenen Stadtbuchs für Warnemünde, Kassebohm und Barnstorf.(KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348, 19. Sept.&lt;br /&gt;
:Erwähnung eines (verstorbenen) Dieners des Warnemünder Vogts und einer von ihm benutzten Wiese. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Lucerna&amp;quot; (Laterne) von Warnemünde erwähnt. (BGR R) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1349, 22. Febr. - 1350, 22. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Kämmereirechnung erwähnt den Bau von Befestigungswerken in Warnemünde, die, wie aus der Kämmereirechnung von 1363/64 hervorgeht, zum Schutz der Leuchte dienten. Auch wird der Baum in Warnemünde genannt. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1350, 24. Aug. &lt;br /&gt;
:Bruchstück einer Rechnung in dem als Einnahme u.A. 7 Mark de collecta in Warnemünde vorkommen. Daß die Gesamtsumme des von Warnemünde aufzubringenden Schoßes jährlich 7 Mark betrug. (zeigt der Vertrag von 1359, 18.Dec. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1359, 18. Dezember&lt;br /&gt;
:Vertrag des Rostocker Rats mit den Warnemündern (&amp;quot;burgenses in Warnemunde&amp;quot;) über Dienste und Schoß. Die Warnemünder sollen jederzeit unentgeltlich zu den städtischen Bauten in Warnemünde helfen und andere notwendige Dienste leisten. Der Rat sagt ihnen dafür zu, daß die von altersher auf 7 Mark festgesetzte Gesammtsumme des von Warnemünde aufzubringenden Schoßes nicht erhöht werden soll. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1381, 22. Febr. bis 1882, 22. Febr.&lt;br /&gt;
:Erste erhaltene Gewettsrechnung, in der die bisher in den Kämmereirechnungen vorkommenden Ausgaben für Warnemünde erscheinen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:Erwähnung von Blockhaus und &#039;&#039;&#039;Burg&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475, 23. April&lt;br /&gt;
:Kaiser Friedrich III. bewilligt den Meckl. Herzögen einen Zoll zwischen Rostock und Warnemünde, doch verzichtet Herzog Heinrich mit seinen Söhnen &#039;&#039;&#039;1476, am 23. April&#039;&#039;&#039; auf die Erhebung, weil sie den Rechten und Freiheiten der Stadt zuwiderläuft. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen auf eine Tiefe von 6 Ellen bringen und verbreitern. (BGR R &#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;,XVf.67f.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Während der Domfehde nehmen die Meckl. Herzöge am 24. Juli 1487 den Ort. Am 1. August der &#039;&#039;&#039;befestigte Leuchtturm&#039;&#039;&#039; vom Herzog genommen, Warnemünde und die dortigen Befestigungen zerstört, die Dachziegel als Beute hinweggeführt. (KFC)und(BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71. &#039;&#039;&#039;12&#039;&#039;&#039;,16. &#039;&#039;&#039;13&#039;&#039;&#039;,36f.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1494&lt;br /&gt;
:Erwähnung der Warnemünder Vitte (Fischerlager) in Falsterbo, neben der Rostocker Vitte. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1495, 17. März&lt;br /&gt;
:Die Herzöge nehmen Warnemünde ein, arretieren die Rostocker Schiffe und verbieten Ein- und Ausfuhr. Bau von Befestigungswerken zur Sperrung des Hafens. (KFC und BGR R ) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:10. April&lt;br /&gt;
:Waffenstillstand; die Herzöge verpflichten sich Warnemünde nicht wieder zu befestigen. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71.) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Dezember&lt;br /&gt;
:Vergleich zwischen den Herzögen und der Stadt. Die Herzöge behalten sich vor, &#039;&#039;&#039;die Befestigung um den Leuchtturm zu zerstören.&#039;&#039;&#039; Sie betrachten es seitdem als ihr Recht, daß ohne ihre Genehmigung keine Befestigung in Warnemünde angelegt werden darf, geben aber Warnemünde an Rostock zurück. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,71f) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1496, 28. Februar&lt;br /&gt;
:Die Herzöge geben der Stadt die Erlaubnis zur Erhebung einer Bieraccise. Als Grund wird u.A. aufgeführt, daß Mittel zur Instandsetzung des Hafens und des Neuen Tiefs gebraucht würden. (KFC) &#039;&#039;&#039;(Mgh)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1510, 27. Juli/2. August&lt;br /&gt;
:Die Herzöge protestieren gegen den Bau eines Blockhauses, der durch den Krieg mit Dänemark veranlaßt ist. (BGR R &#039;&#039;&#039;3c&#039;&#039;&#039;,72)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:9. August&lt;br /&gt;
:Der Krieg der Städte gegen König Johann von Dänemark hat die Herzöge von Mecklenburg veranlaßt, den Rostockern die Errichtung eines Block- und Korbhauses zu Warnemünde zu gestatten, unter der Bedingung, daß diese Befestigungen nach Beendigung der Fehde wieder abgebrochen werde.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519, 23. Mai&lt;br /&gt;
:Ausbesserung des &amp;quot;Neuen Tiefs&amp;quot; (zwischen 1487 und 1519 entstanden) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1522, 27. August&lt;br /&gt;
:Auch als Rostock gemeinsam mit Lübeck Gustav Wasa eine Flotte zu Hülfe sandte wird in Warnemünde ein Korbhaus eingerichtet.  (in 14 Tagen vollendet). (BGR R) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1535&lt;br /&gt;
:Neue Verhandlungen mit den Herzögen wegen Errichtung einer Schanze oder eines Korbhauses zum Schutz des Warnemünder Hafens. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1535, 10. Juni&lt;br /&gt;
:Die Stadt soll sich dem Herzog verpflichten, das Korbhaus, das sie bauen will, nach Beendigung des Krieges der wendischen Städte gegen den Herzog von Holstein wieder zu zerstören. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1560&lt;br /&gt;
:Vogtseid für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Die Dänen unter König Friedrich von Dänemark sperren den Hafen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573, 21. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Senatus beschweret sich bei den Beamten zu Dobberan, daß die Doberanschen Bäcker ihr Brodt nach Warnemünde brächten und daselbst zum praejudice der hiesigen Bäcker, denen Warnemündern in ihren Häusern feil böte; bitten, solches abzustellen.&amp;quot; (Extractum Libri Missivarum de anno 1573)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573, 8. August&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Senatus an den auf der Rhede von Warnemünde mit vier Schiffen liegenden dänischen Admiral Jürgen Appelgarde, darin sich Senatus beschweret, daß das dänische Schiffsvolk die Schwäne auf der Warnow schösse.&amp;quot; (Extractum Libri Missivarum de anno 1573)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:gegen Ende des Jahres zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde liegenden Dänischen Blockade-Schiffe. (Becker Kirchspielchronik Röv.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe und trieb sie ans Gestade des Meers. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577, 20. Febr.&lt;br /&gt;
:Ratsverordnung, wonach hinfürder kein Warnemünder Schiffahrt treiben soll, ohne besondee Erlaubnis des Gewetts. Diejenigen Warnemünder, die zur Zeit die Schiffahrt betrieben, durften dabei bleiben, mußten aber einen Knecht halten, der während ihrer Abwesenheit die Fischerei und die Wache zu besorgen hatte. (KFC)&lt;br /&gt;
:- ebenso Gewettsordnung, wonach in Warnemünde außer dem Vogt und dem Barbier nicht mehr als 8 Krüge sein sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579&lt;br /&gt;
:Warnemünde brennt bis auf wenige Häuser ab. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1580&lt;br /&gt;
:Festsetzung des Bürgereides für Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erst jetzt beginnt die Zusammenlegung des Fischerortes durch die Ansiedlung des Hafens am heutigen Alten Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582 4. Juli&lt;br /&gt;
:Herstellung des neuen Tiefs (= alter Strom ?) beendet. Der dabei gemachte Versuch das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Steinriff&amp;quot; im Strom&#039;&#039;&#039; zu durchbrechen wurde nur in geringem Maße erreicht. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1583&lt;br /&gt;
:Erneute Sperrung des Warnemünder Hafens durch dänische Kriegsschiffe. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585&lt;br /&gt;
:Hochzeitsordnung für Warnemünde (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586, Juni-Juli&lt;br /&gt;
:Verhandlungen mit Herzog Ulrich, aus denen ersichtlich ist, daß die Landesherrn in Warnemünde ein Absteigequartier besaßen. Es wird die Einrichtung eines Kellers und die vom Herzog gewünschte Verlegung der Küche erwähnt. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593, 7. März&lt;br /&gt;
:Wiederholung der Verordnung wegen der Schiffahrt vom 20. Februar 1577. Wer sich nicht fügen will, soll bis zum nächsten Ostern mit allem seinem Gut nach Rostock ziehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1603, 29. Sept.&lt;br /&gt;
:Bestallung des Vogtes Peter Lange. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1606, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Den Warnemündern wird durch Ratsbeschluß den Warnemündern der Schiffbau verboten (1610 wird Bootsbau gestattet). (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1606, 18. Mai&lt;br /&gt;
:Anordnung einer Schonzeit für Vögel und Wild. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1609, 16. Jan.&lt;br /&gt;
:Ratsbeschluß, wonach zu Warnemünde der Wadenzug einem jeden freistehen soll und &amp;quot;niemandt einigen Ordt der fischerey in der Sehe für sein eigenthumb zu vortheidigen gestattet sein soll.&amp;quot; die Weddeherren sollen die Anlegung neuer Wadenzüge begünstigen, da im Vorjahre nur 3 Heringswaden auf 2 Zügen in Betrieb gewesen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1613, 6. Febr.&lt;br /&gt;
:Jochhim Evers in Warnemünde wird der Bootsbau in seinem Hause gestattet. Auch soll er in Notfällen Schiffsreparaturen vornehmen dürfen, wenn keine Rostocker Schiffszimmerleute anwesend sind. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1619, 11./12. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Verlöbnis-, Hochzeits- Kindtaufs- und Feuerordnung für Warnemünde vom 13. Januar wird in Warnemünde in der Vogtei den sämtlichen Warnemündern vorgelesen, resp. von der Kanzel publiciert. Nach der Feuerordnnung sollen die Feuerstallen jährlich besichtigt werden. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1621, 10. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Bestrafung Fite Kempes zeigt, daß den Warnemündern das Fischen im Strom verboten war. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Febr.&lt;br /&gt;
:war die bekannte schreckliche Überschwemmung zu Rostock und in der Umgegend, davon in dem *[[&amp;quot;Etwas von gelehrten Rostockschen Nachrichten&amp;quot;  4.Jahrg. Nr.898 i.J. 1740]] eine ausführliche Nachricht abgedruckt sich findet.&lt;br /&gt;
:In Warnemünde wurden 74 der 150 Häuser des Ortes zerstört.&lt;br /&gt;
:In hiesiger Gegend soll ein großer Theil der Waldung unter Wasser gestanden haben, ja es soll das Wasser in Niederungen bis Blankenhagen  vorgedrungen seyn. Die Wasserhöhe des Maaßes war 14 Fuß &#039;&#039;(rund 4,60 m)&#039;&#039; über den mittlern Stand gestiegen. Die Meierey auf dem Moorhof (vorh. Moor genannt) stand völlig im Wasser, Pferde und Ochsen ertranken, die Bewohner saßen 3 Tage im Dach auf dem Heu. Zu Warnemünde wurden von 150 dortigen Häusern 18 an der Düne gänzlich weggerissen und 74 stark beschädiget ; viele Schiffe zertrümmert. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1628, 15. Februar&lt;br /&gt;
:Warnemünde durch den wallensteinschen Oberst St. Julian besetzt. Bau einer Schanze. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1628, 9. März&lt;br /&gt;
:Warnemünde wird durch dänische Kriegsschiffe blockiert und bombardiert. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1631, Juli/August&#039;&lt;br /&gt;
:Angriff der kaiserlichen und der herzoglichen Truppen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 27. August Eroberung der Schanze durch Herzog Johann Albrecht und Oberst Lohausen. Abzug der Kaiserlichen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 28. August Die Schweden besetzen die Schanze allein. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 30. August Der schwedische Generalkommissar Erik Anderssen richtet im Einverständnis mit den aus der Verbannung zurückgekehrten Herzögen eine Zollstelle in Warnemünde ein. Sie bestand mit Unterbrechungen bis ins 18. Jahrhundert. (KFC) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1632, 29. Februar&lt;br /&gt;
:Durch Vertrag zwischen Gustav Adolf und den mecklenburgischen Herzögen bleibt der schwedische Zoll in Warnemünde bestehen. Schweden halten die Schanze besetzt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1634, 3. Nov.&lt;br /&gt;
:Die Vernehmung einiger Warnemünder Fischer durch die Gewettsherren beweist, daß man noch damals nach Falsterbo zum Heringsfang zog und daß die Warnemünder verpflichtet waren, ihn mitzumachen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1637, 29. April&lt;br /&gt;
:Ausbesserung der Schwedenschanze (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1638, 11. März&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze den Kaiserlichen übergeben. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1639, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze den Rostockern demoliert, aber gleich darauf von den Schweden zurückerobert und wieder hergestellt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1646, 1. und 7. März, sowie 1647, 7. Jan.&lt;br /&gt;
:Mandate gegen das Karpfen und Hecht angeln. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
:Westphälischer Friede. Vergebliches Bemühen der Stadt Rostock, den Warnemünder Schwedenzoll zu beseitigen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1660 8. März&lt;br /&gt;
:Im schwedisch-polnischen Krieg Besatzung der Schwedenschanze von kaiserlichen Truppen zur Übergabe gezwungen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 23./24. März&lt;br /&gt;
:Die Schwedenschanze von den Kaiserlichen unter Montecuculi zerstört. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 19. April &lt;br /&gt;
:Die kaiserlichen Truppen ziehen aus Warnemünde ab. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1661 Juni&lt;br /&gt;
:Die Schweden bauen eine neue Schanze auf der Ostseite von Warnemünde beim Zimmerhof. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1664, 12. Febr.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot, daß aus der See kommende Schiffe in Warnemünde liegen bleiben, dort löschen und laden und Zimmern laßen, ohne mit ihren Waaren an die Stadt zu kommen.&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1665 25. März&lt;br /&gt;
:Die Schweden vertreiben die Rostocker Stadtsoldaten aus der Vogtei. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1665, 23. Sept.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot der Leinenweberei in Warnemünde&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1666, 31. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wiederholung des Mandats vom 12. Febr. 1664 mit Zusatz über die dem Vogt von den Schiffen zu zahlenden Gebühren.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1667, 20. Aug.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder werden an die alte Observanz (1359, 18. Dez.) erinnert, wonach sie jederzeit Fuhren und Hülfe bei den notwendigen Bauten zu leisten haben. Wenn sie sich darin willig zeigen, wird ihnen das Aalstechen auf dem Breitling bis nach Großen Klein (mit gewissen Einschränkungen) sowie das Obstverfahren mit kleinen Böten gestattet, falls sie das Obst in Rostock einkaufen. Auch soll ihnen erlaubt sein, Rostocker Bier und Gartengewächse über die See in einige Klipphäfen zu bringen. (KFC) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1667, 19. Dezember&lt;br /&gt;
:Feststellung, wieviel Bootsschiffer in Warnemünde wären und wieviel Lotsen ihre Böte tragen könnten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1668, 13. April&lt;br /&gt;
:Wiederholung des Verbots der Leinenweberei in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1668, 14. April&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Mandat betreff die Schonzeit für Wild und Vögel&amp;quot; (vgl. 1606, 18. Mai); &amp;quot;Verbot des Brachens (Kalfaterns), Bauens und Klopfens an den Schiffen während Barsche, Brachsen und andere Fische einziehen.&amp;quot;; &amp;quot;Verbot Schweine frei umherlaufen zu lassen&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1669, 7. Nov.&lt;br /&gt;
:Erneutes Verbot des Fischharkens. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1669, 7. und 20. Nov.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot die Krüge bis in die Nacht offen zu halten.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1672, 9. Okt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Verbot für die Warnemünder, Mehl von fremden Müllern zu kaufen. Das Mehl soll in der Stadt gemahlen und in der Stadt die Accise davon entrichtet sein.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1673, 11. Febr.&lt;br /&gt;
:Auf E.E. Rats Dekret ermahnen die Gewettsherrn den Vogt, auf das Brotbacken beßer Obacht zu geben. Er erklärt, sein Bestes zu tun aber nicht verhindern zu können, wenn die Leute in der Stadt backten. Es soll offenbar in Warnemünde in den dortigen Backstuben gebacken werden. (Vgl. 1679, 29.März) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1673, 29. März&lt;br /&gt;
:Ratsdekret, wonach die Fuhren nach Dänemark und andern Orten von den Warnemündern der Reihe nach besorgt werden sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675 16./17. Juli&lt;br /&gt;
:Die neue Schwedenschanze von den Brandenburgern besetzt. Die Gewettsherren ergreifen vom Vogtei-Gebäude wieder Besitz. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1676 Januar&lt;br /&gt;
:Warnemünde geht durch Vertrag an die Dänen über; die Schanze im Osten wird geschleift. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1676,19. Dec.&lt;br /&gt;
:Feststellung, wievielBoootsschiffer in Warnemünde wären und wieviel Lotsen ihre Böte tragen könnten. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1677, 26. Januar&lt;br /&gt;
:E.E.Ratsordnung für Warnemünde; sie enthält mehrere Paragraphen über anständiges Benehmen auf der Vogtei, Bestimmungen über die Nachtwache, das Verbot, Vieh auf die Hegewiesen zu treiben, die Mahnung zur Ordnung beim Lotsen- und Bergungsdienst sowie beim übersetzten von Reisenden nach Dänemark u. A. . (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 7. Januar&lt;br /&gt;
:Festsetzung über Fracht- und Fuhrlohn für Überfahrten nach Dänemark (Gjedser). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 29. Mai&lt;br /&gt;
:Gewettsdekret, das u.A. einschärft, &amp;quot;das Brod nach altem Herkommen in Warnemünde im Vogteibackhause und nicht in Rostock backen zu laßen.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1679, 25. Juni&lt;br /&gt;
:Revision der Gewichte der Warnemünder Händler durch den Gewettsdiener. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1680, 5. Febr.&lt;br /&gt;
:Regelung der Warnemünder Bootfahrt mit Passagieren nach Dänemark und Schonen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 12. Febr.&lt;br /&gt;
:Besichtigung von Warnemünde durch den schwedischen Generalfeldmarschall Graf Königsmarck wegen Wiedereinrichtung des Zolls. Protest der Stadt Rostock. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 5. März&lt;br /&gt;
:Ein schwedisches Kriegsschiff erscheint in Warnemünde, um den Zoll wieder zu erheben. Die Stadt Rostock verweigert die Öffnung des Hafenbaumes. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 12. April&lt;br /&gt;
:Verhandlungen des Gewetts mit dem schwedischen Kapitän und dem Licentmeister. Der Kapitän erklärt, er bleibe solange vor Warnemünde liegen um den Zoll zu erheben, bis dafür andere Vorkehr getroffen sei. Der Licentmeister erklärt, er habe den Zoll in derselben Weise zu erheben wie bis 1671 geschehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681, 3. Mai&lt;br /&gt;
:Auf die Klagen der Rostocker Fischer, daß der Brachsenfang von Warnemünde sehr gestört würde, weist das Gewett den Vogt an, den Warnemündern das Fischen &amp;quot;Vor der See&amp;quot; und im Strom und die Zimmerei an Schiffen zu untersagen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1682, 12. Januar&lt;br /&gt;
:Hochzeitsordnung für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1682, 21. Febr.&lt;br /&gt;
:Verordnung des Gewetts wonach, wer in Warnemünde Bier &amp;quot;einlegen&amp;quot; will, es beim Vogt anmelden und der Stadt die Accise entrichten muß. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;dto.&lt;br /&gt;
:Jürgen Knutsen wird in Warnemünde als Frei-Leinenweber zugelassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 4. Mai&lt;br /&gt;
:Befehl an den Vogt, seiner Instruktion gemäß darauf zu achten, daß die Schiffe den Ballast ein Stück Weges von den Dünen und dem Bollwerk entfernt auswerfen lassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 18. Juni&lt;br /&gt;
:Ratsdekret, wonach die Schiffer in Warnemünde, deren Böte mehr als 2 Last Güter fahren können, solche sofort &amp;quot;hinweg thun&amp;quot; oder aber nach Rostock ziehen sollen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 29. Juni&lt;br /&gt;
:Unter dem Vorsitz des Gewetts vergleichen sich die Warnemünder Fischer und Schiffer mit den Deputierten des Schonenfahrergelags und sämtliche Rostocker Kaufleuten und Seefahrern wegen der beim Aus- und Einbringen von Schiffen und Leichtern durch die Warnemünder zu erhebenden Gebühren. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, Oktober&lt;br /&gt;
:Wird in Warnemünde ein Bürger und Krämer erwähnt, woraus hervorgeht, das damals in unserem Hafenorte nicht bloß Haken (von Höker = Händler, der auf der Straße oder in einer Bude Waren mit geringem Umsatz verkauft, Kleinhändler) sondern mindestens auch ein Krämer geduldet wurde. Die &amp;quot;Freyhakerey&amp;quot;, d.h. der Handel mit allerhand &amp;quot;Hakenwaaren&amp;quot; wie Hering, Butter, Käse, Fischwerk, Talglichten und dergleichen wurde vom Gewett häufig in Warnemünde vergeben und zwar meist auf Lebenszeit nicht nur für de Antragsteller, sondern auch für dessen Frau. Grade über die vielen Höker klagt obiger Krämer, daß sie ihm das Geschäft verderben. Er hat deshalb den Thranverkauf mit aufgenommen. Dies aber wollen die Rostocker Schuster wieder nicht leiden, und so bekommt die Sache zur Entscheidung vor das Gewett. Letzteres entscheidet für den Krämer (Johann Jörcke) und verleiht ihm &amp;quot;die freyheit mit thran zu handelen&amp;quot; da Jörcke einmal &amp;quot;ein fast abgelebter alter Mann&amp;quot;, ferner der Thranhandel in Warnemünde nicht der Schusterrrolle wiederspreche und endlich Warnemünde zwei Meilen von der Stadt entfernt sei, so daß Jörckes Handel mit &amp;quot;Thran wahren&amp;quot; dem Schusteramte nicht schaden könne. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1686, 16. Nov.&lt;br /&gt;
:wird der Wismarsche Barbiergeselle Hinrich Roth &amp;quot;in betracht desselben wohl erlernten und geübten Chirurgiekunst auf Fürbitte seines Stiefvaters,&amp;quot; eines Warnemünder Bürgers, vom Gewett als &amp;quot;Frey Barbier&amp;quot; in Warnemünde zugelassen. (Ein Barbier kommt in Warnemünde schon 1577 vor. 1819 wird später darüber geklagt, daß in Warnemünde kein Chirurg sei.) (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700, vor dem 20. Sept.&lt;br /&gt;
:Brand in Warnemünde bei dessen Bekämpfung Rostocker Stadtsoldaten mitgeholfen haben, weshalb ihnen durch Ratsdekret vom 20. September eine Belohnung zugesprochen wird. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1716&lt;br /&gt;
:Peter der Große mit einer Flotte vor Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1718, 26. Februar&lt;br /&gt;
:Brand in Warnemünde durch den 20 Häuser zerstört werden. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1721&lt;br /&gt;
:4. Juli - Verordnung daß zu Warnemünde, wie auch auf der Stadt und Hospital-Dörfer kein ander als Rostocker Bier verschenkt werden soll. (UA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1729, 21. April&lt;br /&gt;
:E.E. Raths-Verordnung  &amp;quot;Wie es zu Warnemünde mit Ein- und Ausbringung frembder Schiffe und Fahr-Zeuge, im gleichen mit Lösch- und Beladung  der auff der Rhede liegenden, und dann auch mit gestrandeten Schiffen, deren Waaren und Gütern gehalten werden soll.&amp;quot;  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1735, Mai&lt;br /&gt;
:Während der Wirren unter Karl Leopold und Christian Ludwig ließ letzterer als Kaiserlicher Kommissar Warnemünde von Schwarzburger Kommissionstruppen besetzen, mußte dieselben aber auf Beschwerde der Stadt wegen Verletzung ihres Garnisonsrechtes wieder zurückziehen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1740&lt;br /&gt;
:ging der Schwedenzoll zu Warnemünde in den Pfandbesitz des Herzogs Carl Leopold über.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1755&lt;br /&gt;
:Vermessung Warnemündes und Aufstellung eines Feldregisters durch den &#039;&#039;&#039;Stadtkassen Sekretär Tarnow&#039;&#039;&#039;. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1756, 27. Januar&lt;br /&gt;
:Gewettsverordnung : Fremde Schiffe müssen während der Winterlage in Warnemünde vom Bollwerk abbleiben. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767&lt;br /&gt;
:Durchbruch der See auf der Ostseite.&#039;&#039;(Hohe Düne)&#039;&#039; (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1769, 27. Febr.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Bürgerschaft erhält vom Rat die Erlaubnis, eine neue Schule einzurichten, da der Küster im Rechnen und Schreiben nicht gehörig unterrichten kann.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1779, 18. Febr.&lt;br /&gt;
:Gesuch der Warnemünder, die neu zu erbauenden Häuser nicht zwischen Vorder- und Hinterreihe setzen zulassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1781, 25. Mai&lt;br /&gt;
:&amp;quot;E.E.Raths der Stadt Rostock Lotsen-Ordnung für den Hafen Warnemünde.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1782, 17. Juli&lt;br /&gt;
:Ratsverordnung wegen des von den kleinen Schiffen zu erlegenden Lotsengeldes. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784&lt;br /&gt;
:Vorschlag des Warnemünders Joh.Lange zwischen der Vorderreihe und dem Bollwerk eine Reihe von Querhäusern errichten zu lassen, da sich sonst keine geeigneten Bauplätze fänden. - Abschlägiger Bescheid trotz mehrfacher Wiederholung. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784, seit 19. Januar&lt;br /&gt;
:Verbote, die neu zu erbauenden Häuser in Warnemünde mit Stroh zu decken. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1784, 6. Okt.&lt;br /&gt;
:Verordnung, daß die fremden Schiffe nur in Rostock Winterlager halten dürfen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1785, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:Verordnung daß die Warnemünder nicht mit eigenen Schiffen Schiffahrt treiben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796, 15.Jan.&lt;br /&gt;
:E.E.Rat schlägt der Bürgerschaft die Anstellung eines Dünenwächters zur Bewachung der Warnemünder Dünen vor. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1797, seit&lt;br /&gt;
:wurden besonders auf den Rat des Prof. Dr. Franz Christian Lorenz Karsten, Anpflanzungsversuche auf den Dünen zwischen Warnemünde und Diedrichshagen gemacht. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, Ende April, Anfang Mai&lt;br /&gt;
:Forstinspektor Becker schickt seine Waldarbeiter aus der Rostocker Heide nach Warnemünde um 4000 Akazien (&amp;quot;Scheinakazien&amp;quot;= Robinien) sowie eine ungezählte Anzahl an Weiden und Pappeln zu pflanzen. (KFC) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 24. Juli&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Instruktion für den Dünenwärter&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1800&lt;br /&gt;
: Johann Christian Friedrich Wundemann erwähnt Warnemünde in dem 1800 erschienenen 1.Teil seines Buches &amp;quot;Mecklenburg in Hinsicht auf Kultur, Kunst und Geschmack&amp;quot; nur als Ausflugsort der Rostocker, ohne des Seebades zu gedenken. Warnemünde wurde demnach damals noch nicht als Badeort benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug daraus]]  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801&lt;br /&gt;
:lag die englische Flotte unter Admiral Nelson während des dänischen Feldzuges und dem Kopenhagen-Bombardement zur Verproviantierung vor Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802&lt;br /&gt;
:Verhandlungen über die Bebauung des Ostufers, weil es auf dem Westufer an Bauplätzen mangele. - Der Rat beschließt laut Decret vom 3. November 1802, die Sache vorläufig auf sich beruhen zu lassen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802, 30. Nov.&lt;br /&gt;
:Der Rat erläßt eine revidierte Lotsenordnung für den Hafen Warnemünde nebst Erläuterungen dazu. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1803, 26. Juni&lt;br /&gt;
:Schweden verzichtet endgültig auf den Warnemünder Zoll. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1804, 28. März&lt;br /&gt;
:Verordnung wegen des von den Schiffern zu entrichtenden Ballast- und Baggergeldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806, 2. Januar&lt;br /&gt;
:Ratsordnung betr. des Ballastgeldes für Warnemünde und die Rhede.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806, 21. November/19. Dezember&lt;br /&gt;
:Einführung der Kontinentalsperre, Sperrung der mecklenburgischen Häfen. (Warnemünde ist dann abwechselnd bis 1812 von französischen und mecklenburgischen Truppen besetzt, um die Sperre durchzuführen.) (KFC) (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1809, 25. Mai&lt;br /&gt;
:Alle in Warnemünde befindlichen Schiffe werden durch das Schillsche Corps beschlagnahmt. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;26. Mai&lt;br /&gt;
:Holländische Truppen als Verfolger der Schillschen Truppen in Warnemünde. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1810, 4. Juni&lt;br /&gt;
:schoß die auf der Rhede liegende engl. Fregatte Fishguard einen 16Pfünder auf Warnemünde ab, da der franz. Kaper Turet dort ein beschlagnahmtes Schiff mit engl. Waren eingeschleppt hatte. Die Kugel durchdrang das Kirchendach und fiel im Garten eines Hauses am südl. Ende der Hinterreihe zu Boden. &lt;br /&gt;
:Sie hat ein Kaliber von ca. 10cm und wiegt 17kg. Sie befindet sich im Warnemünder  Museum. (KFC Wmde I p26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1811, 5. April&lt;br /&gt;
:ordnet der Marschall Eckmühl den Bau von zwei Batterien bei Wismar und in Warnemünde an, die nach Art von Redouten in der Mitte ein Blockhaus, ringsherum Gräben erhalten sollten.(BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1812, 2. März&lt;br /&gt;
:Die Batterien in Warnemünde von den französischen Truppen den mecklenburgischen Truppen übergeben. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- Juli&lt;br /&gt;
:Für das französische Militär muß eine Warmbadeanstalt errichtet werden. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813, 23. März&lt;br /&gt;
:Aufhebung der Kontinentalsperre; Öffnung der Häfen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- August&lt;br /&gt;
:Die englische Flotte auf der Warnemünder Reede. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;- 26. August&lt;br /&gt;
:die Engländer zerstören und sprengen Blockhaus und Redoute. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
;1817&lt;br /&gt;
:Das Warnemünde von den Einheimischen bereits als Seebad benutzt ward, ergiebt sich aus den Erinnerungen des Forstinspectors Becker. Dieser schreibt 1817: &amp;quot;Im Junius hielten wir uns vier Wochen zu Warnemünde auf und badeten.&amp;quot; (das Baden in der Ostsee betrieb Becker bereits nachweislich spätestens ab 1798, als er dazu Baderegeln veröffentlichte. Ob er da bereits in Warnemünde weilt ist bislang offen.)(BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:War Warnemünde nach einem Aufsatze des Prof. G.H. Masius ohne alle ärztliche und wundärztliche Hilfe. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 24. Mai&lt;br /&gt;
:Verordnung Betreffs die Anmeldung der Fremden, auch diejenigen, die als Badegäste kommen. - Es waren in Warnemünde in diesem Jahre schon über 100 Badegäste (Formey, &amp;quot;Die Seebäder und Heilquellen zu Doberan und Warnemünde im Sommer 1822&amp;quot; in Hufelands &amp;quot;Journal der praktischen Arzneykunde&amp;quot; Bd.55, Stück 4.) Über die Badeeinrichtung heißt es ebenda: &amp;quot;Weder Badewagen, noch irgend eine zur Bequemlichkeit der Badenden  gereichende Vorkehrung ist vorhanden. Jeder Badelustige eilt in den Fluten des offenen Meeres um Erquickung oder Heilung zu finden. Der Ort ist ein Eigenthum der Stadt Rostock, dessen Magistrat, um alle Rivalität mit dem fürstlichen Doberan zu vermeiden, jede dahin lockende Einrichtung absichtlich unterläßt. Dessen ohngeachtet nimmt die Frequenz der Badegäste mit einem jeden Jahre zu.&amp;quot; &amp;quot;Dieser Badeort ziehet durch seine Lieblichkeit und die Ruhe, die dort herrscht, alle diejenigen hin, welche entfernt vom prachtvollen Geräusche Doberans die Seebäder im Genusse der schönen Natur gebrauchen wollen.&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:Erscheint zu Ehren von Prof. F.C.L. Karsten ein Kupferstich mit Rostocker Landschaftsbildern, auf dem auch der Entwicklungsstand der 1799 in Warnemünde gepflanzten Robinien-Bestände dargestellt ist. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825&lt;br /&gt;
:Stiftung des Gewettssekretärs Karsten für Wittwen und Waisen verunglückter Warnemünder. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1827, 14. Juni&lt;br /&gt;
:Besuch des Großherzogs Friedrich-Franz I. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1828&lt;br /&gt;
:Errichtung eines Damenbades &amp;quot;aus zwei geräumigen Badehäuschen bestehend&amp;quot; auf den sogenannten Kisten an der Ostseite edes Hafens, und zwar als Privatunternehmen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1830-1850&lt;br /&gt;
:In den Jahren 1830 bis Anfang 1850 wurden die Dünen in Warnemünde geebnet, die Täler ausgefüllt, wuchsen ganz neue Häuserreihen zweistöckig, &amp;quot;modern&amp;quot;, empor, und wurden die neuen Gasthäuser, der Pavillion, das Gesellschaftshaus und Hübners-Hotel, angelegt. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 23. Febr.&lt;br /&gt;
:weist das Gewett in einem Bericht noch auf das Fehlen ärztlicher Hilfe hin. - Seit ca. 1831 war dann Friedrich Wilhelm Schütz praktischer Wundarzt und Geburtshelfer daselbst. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:wird die Dünen-Pflege durch das Bauamt übernommen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1834, 24. Juni&lt;br /&gt;
:Eröffnung der Dampfschiffahrt zwischen Rostock und Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Dr. Schütz lässt ein Warmbadehaus im Ortszentrum errichten. &lt;br /&gt;
:Die Zahl der Badegäste steigt infolgedessen in diesem Jahre schon auf über 1000 Personen.(KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1835, 22. April&lt;br /&gt;
:Der Rat publiziert eine neue Lotsenordnung für Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1835&lt;br /&gt;
:Bau eines Herrenbades (auf der Höhe des 1853 erbauten Hotels Hübner) und eines Damenbades (auf der Höhe des heutigen Kurhauses) mit Zellen für jeweils 20 Personen. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837, 8. Oktober&lt;br /&gt;
:Durchstich des Pagenwerders vom Breitling zum Warnemünder Strom vollendet. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1843&lt;br /&gt;
:In den letzten Jahren waren durchschnittlich 1400 Badegäste in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1853, 14. März&lt;br /&gt;
:&amp;quot;E.E. Raths der Stadt Rostock Hafen-Ordnung&amp;quot; (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1857, 15. April&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Datei:Wmde_Schiffsungl%C3%BCck_Laager_Anzeiger_April_1857.jpg Schiffsunglück auf der Warnow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1859, seit&lt;br /&gt;
:besteht die Chaussee-Verbindung Rostocks mit Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1860&lt;br /&gt;
:Der Jurist Moritz Wiggers veröffentlicht seine Verteidigungsschrift [https://books.google.de/books?id=XyFWAAAAcAAJ&amp;amp;dq=moritz%20wiggers%20warnem%C3%BCnde&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP7#v=onepage&amp;amp;q=moritz%20wiggers%20warnem%C3%BCnde&amp;amp;f=false|&#039;&#039;&amp;quot;Nothwendigkeit einer gründlichen Reform der wirtschaftlichen Zustände in dem Hafenorte Warnemünde - Eine Verteidigung der Rechte der Warnemünder Bürgerschaft vom geschichtlichen, staatsrechtlichen und volkswirtschaftlichen Standpunkte&amp;quot;&#039;&#039;] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863&lt;br /&gt;
:Warnemünde erhält eine Telegraphenstation. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1865&lt;br /&gt;
:Einführung der Straßenbeleuchtung in Warnemünde. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1866&lt;br /&gt;
:Verlegung des Herrenbades nach Westen (auf die Höhe des heutigen Hotels &amp;quot;Neptun&amp;quot;). (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1866-1871&lt;br /&gt;
:Bau der neuen Kirche. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1867&lt;br /&gt;
:Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger stationiert in Warnemünde 2 Rettungsboote nebst Raketenapparat. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1867, seit&lt;br /&gt;
:Wird wegen der Erbauung eines neuen Leuchtturmes verhandelt und die Platzfrage erwogen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1870/71&lt;br /&gt;
:Während des Deutsch-Französischen Krieges wird der Warnemünder Hafen zeitweilig von einer französischen Panzerschiffs-Flotte blockiert.  (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsches Reich bis 1918===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, 12./13. November&lt;br /&gt;
:Große Sturmflut, die viel Schaden anrichtet, u.a. Zerstörung aller Bäder. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1873&lt;br /&gt;
:Wiederaufbau beider Bäder an den vorherigen Standorten. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1874&lt;br /&gt;
:Abbruch der alten Kirche. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1875&lt;br /&gt;
:Beim Kaisermanöver war Flottenparade vor Kaiser Wilhelm I. auf der Warnemünder Reede. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1876&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;alte Kirchhof am Strande&amp;quot; wird geschlossen. (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1886&lt;br /&gt;
:[[Warnemünde erhält Straßennamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:Eröffnung des neuen Hafenbassins beim Bahnhof. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903&lt;br /&gt;
:Das alte Tief (ostwärts bei der Hohen-Düne) wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. (BGR R)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:Der alte Friedhof wird eingeebnet und in eine Parkanlage verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910, Januar&lt;br /&gt;
:Baubeginn der Strandbahn auf der Hohen Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1918, 5. November&lt;br /&gt;
:Torpedoboote der aufständischen Kieler Schul-Halbflottille laufen unter roter Flagge in den Warnemünder Hafen ein. Deren Obermaate berufen in den Warnemünder Marineeinrichtungen Versammlungen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;6. November&lt;br /&gt;
:Auf die Kieler Initiative hin gründet sich ein Soldatenrat, die Matrosen der Flugzeugstation, der Vorpostenhalbflottille &amp;quot;West&amp;quot; und der 7. Halbflottille weigern sich in See zu gehen und noch länger Dienst zu tun. (RA 8.11.1918)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsches Reich bis 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;alte&amp;quot; Teepavillon mit Terrassen und Kuppeldächern entsteht neben dem Warnemünder Leuchtturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940, 3. Juli&lt;br /&gt;
:Erster alliierter Bombenangriff auf Warnemünde. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, April&lt;br /&gt;
:Bombardement auf Rostock und Warnemünde. Brände, Zerstörung und Verwüstung am Güterbahnhof, Hotel Reichshof und den Arado- sowie Heinkel-Flugzeugwerken. Eine Brandbombe trifft die Kirche und es kommt zu Brandschäden am Kircheninventar. Im Ergebnis werden der Christophorus und der Danziger Flügelaltar nach Hanstorf ausgelagert. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, 8./9. Mai&lt;br /&gt;
:alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1942, 7./8. September&lt;br /&gt;
:alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943, 23. Juli&lt;br /&gt;
:Die US-Airforce bombardiert Warnemünde zum wiederholten Male (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943, 29. Juli&lt;br /&gt;
:Alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1944, 9. April&lt;br /&gt;
:Alliierter Bombenangriff auf Warnemünde (HA WS MM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 22. April&lt;br /&gt;
:Die beiden letzten Maschinen der Lufthansa, zwei JU-52 starteten aus dem eingekesselten Berlin schon unter Beschuss durch sowjetische Truppen. Dort unmittelbar vor der Eroberung des Rollfeldes gestartet erreichen sie Warnemünde. Sie konnten noch sicher und heil auf dem Fliegerhorst landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1. Mai&lt;br /&gt;
:Ein Feuer zerstört den (alten) &amp;quot;Teepott&amp;quot; (Teepavillon)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Heinkel Betriebsgelände auf der Hohen Düne um 1927.jpg|Das Heinkel-Betriebsgelände um 1927 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde US Airforce 23.7.1943.jpg|US-Airforce Aufklärung des Bombardements vom 23.7.1943 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:US Luftbild 27 B17 Warnemünde Angriff 29 7 1943 95th 100th BG a.JPG|US-Airforce 27 amerikanische B-17 Bomber im Anflug auf Warnemünde beim Bombardement vom 29.7.1943 (Quelle: Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR bis 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1947, 13. Mai&lt;br /&gt;
:Der ausgelagerte Altar und die Christophorus-Plastik werden vom Auslagerungsort Hanstorf geholt und wieder in die Kirche gebracht. (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1968&lt;br /&gt;
:Anlässlich des 750. Geburtstages von Rostock lässt die Stadt den Teepott als Hyparschalen-Bau errichten. Maßgeblich unter der Leitung von Architekt Ulrich Müther und Stadtplaner Erich Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde seit der Wiedervereinigung===&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
:Der Teepott wird geschlossen, geht in Privateigentum über und steht 10 Jahre leer. Ein geplanter Abriss wird jedoch verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2001/02&lt;br /&gt;
:Die Übernahme durch Rostocker Gastronomieunternehmer und einem Bauunternehmer erfolgt.&lt;br /&gt;
:Es folgt die Entkernung und der Umbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2015&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen Scanhaus Marlow kauft den Teepott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018&lt;br /&gt;
:Verleihung des Titels &amp;quot;Historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieur-Baukunst&amp;quot; wird dem Teepott zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018, 22. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Umbau des Warnemünder Bahnhofs wird begonnen (HA WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2019, 17. Januar&lt;br /&gt;
:Die RoRo-Fähre der Reederei Transfennica gerät beim Einlaufen in der Hafeneinfahrt auf Grund und legt sich quer zwischen Ost- und Westmole, so das der gesammte Schiffsverkehr unterbrochen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2023/2024===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 1.September&lt;br /&gt;
:Im Rahmen des planmäßigen Aufbaus des Marine-Arsenals am ehemaligen MV-Werften-Standort wird die ehemalige Fregatte &amp;quot;Köln&amp;quot; im Trockendock saniert, zudem das Taucherschulboot &amp;quot;Baltrum&amp;quot;, das Wohnboot &amp;quot;Knurrhahn&amp;quot; und das Ex-Minenjagdboot &amp;quot;Auerbach&amp;quot;. Etwa 450 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt.&lt;br /&gt;
:Zudem laufen Verhandlungen, dass das belgische Unternehmen &amp;quot;Smulders&amp;quot; auf einem Teil des Werftgeländes, dass das Bundesverteidigungsministerium für das Marinearsenal gekauft hatte, Plattformen für die Offshore-Windbranche gebaut werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 4. September&lt;br /&gt;
:Der traditionsreiche Warnemünder Fischkutter &amp;quot;Chemnitz&amp;quot; wird wegen mangelnder Seetüchtigkeit von einem Schlepper in die Werft Rammin nach Barth begleitet. Zeitpunkt für Rückkehr nach Sanierung ungewiss. In den letzten Jahren wurden bereits die Kutter &amp;quot;Ueckermünde&amp;quot;, &amp;quot;Hanno Günther&amp;quot;, Zufriedenheit&amp;quot;, &amp;quot;Barth&amp;quot; und &amp;quot;Doberan&amp;quot; verschrottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 9. September&lt;br /&gt;
:Mit einem Fest wird das 120-jährige Brückenjubiläum gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 16. September&lt;br /&gt;
:Am Riesenrad auf der Warnemünder Mittelmole wird das Oktoberfest mit dem traditionellen Fassanstich eingeläutet. Die Bayrischen Wochen dauern hier noch bis zum 8. Oktober.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 22. September&lt;br /&gt;
:Bei einem Besuch im Marinearsenal Warnemünde gab Verteidigungsminister Bois Pistorius &amp;quot;grünes Licht&amp;quot; für die Ansiedlung des belgischen Stahlbauunternehmens Smulders für den Bau von Konverterplattformen in direkter Nachbarschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 26. September&lt;br /&gt;
:Der Stelzenbagger &amp;quot;Nicolaj SAJ&amp;quot; beendet die mehrwöchigen Ausbaggerungsarbeiten im Bereich der Warnemünder Westmole. Aus der sog. &amp;quot;Sandfalle&amp;quot; wurden ca. 45.000 m³ Sand ausgehoben. Diese hält die durch die Küstenströmung mitgeführten Sedimente zurück um eine Versandung des Fahrwassers zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. September&lt;br /&gt;
:Vom 29.09. bis 3.10. finden bereits zum elften Mal die &amp;quot;Stephan-Jantzen-Tage&amp;quot; in Warnemünde statt. Organisatoren der Veranstaltungen zu Ehren des legendären Warnemünder Seenotretters sind Andreas (Doc) Buhse und Knut Linke von der Agentur Kulturmeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. September&lt;br /&gt;
:Auf der Hohen Düne übergibt Fregattenkapitänin Bianca Seifert am 29.09.23 nach gut 22 Monaten das Kommando über die Besatzung der Korvette &amp;quot;Bravo&amp;quot; an den 34-jährigen Korvettenkapitän Benjamin Bachmann ab. Bianca Seifert war die erste Kommandantin einer Korvette der Deutschen Marine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 30. September&lt;br /&gt;
:8. Ehrenamtsball der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und des Landkreises Rostock für Ehrenamtliche im Bereich der Behindertenhilfe, chronischen Erkrankungen und Selbsthilfe im Kurhaus Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Saisonende für die Rettungsschwimmer*innen und ihre wichtige eherenamtliche Arbeit an den Rostocker Stränden. In diesem Jahr gab es 328 Einsätze, davon 52 im Rettungsdienst. 21 Mal mussten Menschen aus der Ostsee gerettet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Oktober&lt;br /&gt;
:Beginn der Sanierungsarbeiten des Liegeplatzes (LP 23) des Seenotrettungskreuzers der DGzRS am Westufer des Alten Stromes. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2024 geplant und soll ca. 1,1 Mio € betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Verein &amp;quot;Tiere in Not Warnemünde&amp;quot; begeht sein 30. Jubiläum, den Barbara Linkis (84) seinerzeit gründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 7. Oktober&lt;br /&gt;
:1. Rostocker Blaulichttag am 7. Oktober in Warnemünde&lt;br /&gt;
:Um über die Tätigkeiten der Blaulichtorganisationen in Rostock zu informieren, findet erstmals diese Veranstaltung auf der Promenade, dem Leuchtturmvorplatz in Warnemünde sowie am Hauptturm der Wasserwacht, Höhe Hotel Neptun, statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 9. Oktober&lt;br /&gt;
:Als 70.000. Besucher auf dem Warnemünder Leuchtturm wird der 14-jährige Dresdner Robert Klaus durch die Schatzmeisterin Ingelore Morenz und Andreas Herpoldt vom Leuchtturmverein begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 13. Oktober&lt;br /&gt;
:Als 10.000. Gast des Jahres wird der Magdeburger Karl Geßler (80) willkommen geheißen. Er weilte mit seiner Frau Doris und Freunden zu einem Urlaub in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 14. Oktober&lt;br /&gt;
:In Warnemünde findet das 25. Kutterpullen statt. Bereits zum 2. Mal findet es am südlichen Ende des Alten Stromes statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 19. Oktober&lt;br /&gt;
:Der Leuchtturmverein feiert im Kurhaus gemeinsam mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt den 125. Geburtstag des Warnemünder Leuchtturmes.&lt;br /&gt;
:Die Verleger Matthias Redieck und Achim Schade editieren dazu eine Sonderausgabe des Tidingsbringers &amp;quot;30 aus 125&amp;quot;  30 Geschichten aus 125 Jahren.&lt;br /&gt;
:Bis zum Jubiläum hatte der Leuchtturm über das Jahr 70 000 Besucher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 20. und 21. Oktober&lt;br /&gt;
:Eine schwere Strumflut wütet an der westlichen Ostseeküste. Auch Rostock trifft Starkregen. Der Wasserstand der Warnow am Mühlendamm zeigt beispielsweise ein Plus von 1,52 Metern über Null. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 21. Oktober&lt;br /&gt;
:Pflanzaktion in der Rostocker Heide: Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück nimmt als Schirmherrin daran teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 23. Oktober&lt;br /&gt;
:Baustart für die langerwartete Umgestaltung des Warnemünder Georginenplatzes. Das Grünamt will im Zuge dieser Maßnahme die Versiegelung des Platzes mit Betonplatten und -mauern aufheben. Stattdessen soll ein geschwungener, naturverträglicher, wassergebundener Weg entstehen, sowie Schmuckbeete mit Dahlien (früher Georginen) angelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 25. Oktober&lt;br /&gt;
:Wegen dringender Wartungs- und Reparaturarbeiten muss die 120 Jahre alte historische Drehbrücke über den Alten Strom eine knappe Stunde gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 27. Oktober&lt;br /&gt;
:Vom 27.10. bis 04.12.2023 ist der Zugverkehr zwischen Rostock und Warnemünde unterbrochen und wird durch Schienenersatzverkehr (SEV) sichergestellt. Grund sind Gleisarbeiten zur Modernisierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur. Die Fahrzeit des SEV beträgt 50 statt 21 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. Oktober&lt;br /&gt;
:Mit dem Anlegen der AidaMar geht die Kreuzfahrtsaison 2023 in Warnemünde zu Ende. In dieser Saison gingen lauf Rostock-Port 411.000 Kreuzfahrtgäste bei 133 Schiffsanläufen mit 30 Kreuzfahrtschiffen an und von Bord. Dies waren 6 Anläufe weniger als 2022 aber 40% mehr Kreuzfahrtgäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 31. Oktober&lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Rostocker Eisbademeisters&amp;quot; starten am Warnemünder Strand in ihre neue Badesaison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Ende Oktober&lt;br /&gt;
:Beginn des Abrisses des ehemaligen Ärztehauses Wachtlerstraße 11. Durch die Wiro soll auf diesem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit 9 Mietwohnungen zwischen 80-125 m² errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Ende Oktober&lt;br /&gt;
:Heinz Plautz, Gründungsmitglied des Leuchtturmvereins tritt nach 30 Jahren aktiver Vereinsarbeit und einem Alter von 87 Jahren vom aktiven Dienst am Leuchtturm zurück, bleibt aber dem Verein weiter erhalten. Mit seinem zeichnerischen Talent hat er von allen seinen Kollegen eine Portraitzeichnung angefertigt, wie auch von dem verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Klaus Möller und dem amtierenden Vorsitzenden Mathias Stagat. Mehr als 100 großformatige Banner hat er für die beliebten Leuchtturm-Hochzeiten gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 19. November&lt;br /&gt;
:Im Stephan-Jantzen-Park Warnemünde findet eine Gedenkstunde für die auf See Gebliebenen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 27. November&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder und ehem. Fischer Karl-Heinz Ruschau (90) und seine Frau Erna (91) begehen nach einem ereignisreichen Leben ihre Gnaden- bzw. Platinhochzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 28.November&lt;br /&gt;
:Der 28.Band des Bäderjournals &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird im Neptun-Hotel präsentiert.&lt;br /&gt;
:am Samstag dem 2. Dezember, dem Tag vor dem ersten Advent beginnt in der Buchhandlung Krakow traditionell der Verkauf des Journals mit einer Autoren-Signierstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 2. Dezember&lt;br /&gt;
:Am 2. Dezember um 12 Uhr öffnet der bisher größte Weihnachtsmarkt auf dem Warnemünder Kirchenplatz vor der Kirche. Der mittlerweile 14. Weihnachtsmarkt, organisiert durch den Handels- und Gewerbeverein Warnemünde, wird statt 11 nun 16 Stände haben. Außer montags und dienstags wird er bis zum 01. Januar 2024 geöffnet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 5. Dezember&lt;br /&gt;
:Nach 37 Jahren, 490 Ausstellungen mit 750 Künstlern schließt die Galerie Möller am Strom 68 für immer. Galeristin Ulrike Sabine Möller und ihr Mann Peter gehen in den wohlverdienten Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 7. Dezember&lt;br /&gt;
:Zwischen dem 7. und 21. Dezember findet der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf in der Rostocker Heide, an der Alten Forstbaumschule in Rostock-Hinrichshagen, statt. Jedes Jahr werden bis zu 1800 Bäume verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 8. Dezember&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Traditionsfirma &amp;quot;Meißner Elektronic&amp;quot; in der Mühlenstraße 12 feiert 75. Geschäftsjubiläum. Axel Meißner eröffnete die Firma für den Verkauf und Reparatur von Radiogeräten in der Poststraße 17. &lt;br /&gt;
:1954 hielten Fernsehgeräte Einzug ins Sortiment. Sohn Wilhelm Meißner führte das Geschäft bis 2022. Enkel Sven machte 1993 seine Prüfung zum Funkmechanikermeister. Seit Anfang der 1990er Jahre befindet sich das Geschäft an der heutigen Adresse. Seit 2022 ist Peter Jakel Geschäftsführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 12. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Leuchtturmverein spendet aus den Einnahmen der bisherigen Turmbesuche insgesamt 9 000 Euro an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.&lt;br /&gt;
:Das Geld fließt in den Neubau eines Schuppens, der vor dem Seenotkreuzer &amp;quot;Arkona&amp;quot; liegen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 18. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Bahnhof ist Spitzenreiter im Fahrgäste-Ranking der besten Bahnhöfe Deutschlands.&lt;br /&gt;
:Laut einer Analyse gehört der Warnemünder Bahnhof zu den beliebtesten in ganz Deutschland, zusammen mit den Stationen Brandenburger Tor und Mexikoplatz Berlin, Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und Landungsbrücken in Hamburg erhielt der Bahnhof 144 561 Bewertungen und damit 4,6 von 5 möglichen Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 29. Dezember&lt;br /&gt;
:Die älteste Warnemünderin und Rostockerin Gertrud Blohm ist friedlich in ihrem Warnemünder Zuhause eingeschlafen. Am 7.September feierte sie in ihrer Warnemünder Wohnung, in der sie bis zu ihrem Lebensende wohnte, ihren 111. Geburtstag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Der Museumsverein Warnemünde e.V. als Betreiberverein hat sein gestecktes Ziel von jährlich 10.000 Besuchern wieder erreicht und konnte im Heimatmuseum bis Jahresende 12.193 Besucher begrüßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2023, Jahresende&lt;br /&gt;
:Die 1910 eröffnete traditionsreiche Gaststätte &amp;quot;Forsthaus Markgrafenheide&amp;quot; beendet nach 113 Jahren ihren Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Neujahr&lt;br /&gt;
:Für das Jahr 2023 werden 2.156.422 Übernachtungen verbucht, das zweithöchste Ergebnis seit der Wendezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Januar&lt;br /&gt;
:Zum 24. Turmleuchten strömten erneut rund 45.000 Zuschauer. Veranstaltet von der Hanseatischen Eventagentur und dem Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. und unterstützt von zahlreichen Sponsoren und Partnern, ist das diesjährige Turmleuchten wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Jahresanfang schließt der 1995 eröffnete REWE-Markt an der Stadtautobahn für eine umfassende Sanierung. Nach dem geplanten Abschluss der Sanierung im 2. Quartal soll es wieder eine Fleischtheke geben und sog. Self-Checkout-Kassen neu eingeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3. Januar&lt;br /&gt;
:Laut Rudolf Kemnitz vom Deutschen Wetterdienst war das Jahr 2023 mit einer Durchschnittstemperatur in Warnemünde von 10,85°C das zweitwärmste Jahr seit 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 4. Januar&lt;br /&gt;
:Die Bäckereikette &amp;quot;Lila Bäcker&amp;quot; geht ins Insolvenzverfahren. Von den 232 Filialen sollen 160 erhalten bleiben. Darunter sind auch die beiden gut frequentierten Filialen in Warnemünde, Mühlenstr. 44 und Am Bahnhof 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 10. Januar&lt;br /&gt;
:Durch einen Warnstreik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) kommt es auch vom 10.-12.1.24 zum Ausfall des gesamten Bahnverkehrs zwischen Warnemünde und Rostock Hbf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. Januar&lt;br /&gt;
:Nach einem UN-Unifil-Einsatz vor der libanesischen Küste ist die Korvette &amp;quot;Oldenburg&amp;quot; wieder zurück in ihrem Marinestützpunkt Warnemünde-Hohe Düne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Februar&lt;br /&gt;
:Jetzt ist endgültig Schluss! Lila Bäcker schließt zum 1. Februar alle seine Filialen. Darunter auch die beiden Filialen in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12.Februar&lt;br /&gt;
:Mit dem 174 Meter langen Versorgungsschiff &amp;quot;Bonn&amp;quot; liegt in dieser Woche das größte Schiff der Bundesmarine im Trockendock der Bundesmarine.&lt;br /&gt;
:Das Trockendock ist insgesamt 320 Meter lang und 54 Meter breit. Damit können dort sämtliche Einheiten der Deutschen Marine gedockt werden. Im laufenden Jahr sollen noch die Korvetten &amp;quot;Erfurt&amp;quot; und &amp;quot;Oldenburg&amp;quot; sowie der Tender &amp;quot;Rhein&amp;quot; instandgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Februar/März&lt;br /&gt;
:Der portugiesische Bagger &amp;quot;Fernao de Magalhaes&amp;quot;, 139 Meter lang, 29 Meter breit, kann mit der Kraft von 10 000 PS selbst festes Gestein bis zu einer Tiefe von 35 Metern entfernen. Er baggert den Seekanal auf eine Tiefe von 16,5 Metern aus.&lt;br /&gt;
:Damit sollen zukünftig &#039;&#039;&#039;Tanker&#039;&#039;&#039; von bis zu 15 Metern Tiefgang in den Rostocker Hafen einfahren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. März&lt;br /&gt;
:Zu einem Osterspaziergang im Revier Schnatermann lädt das Stadtforstamt Interessierte ein. Dabei können die Teilnehmer bei einer geführten Wanderung die Vielfalt und Besonderheiten dieses Teiles der Heide erleben, der sich gerade im zeitigen Frühjahr von einer seiner schönsten Seiten zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 25. April&lt;br /&gt;
:Auf der Neptun-Werft erfolgt die Kiellegung für ein weiteres Versorgungsschiff für die Deutsche Marine.&lt;br /&gt;
:Es ist bereits das zweite Kriegsschiff der neuen Klasse 707 binnen eines Jahres dessen Bau begonnen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. April&lt;br /&gt;
:Mit dem &amp;quot;Warnemünder Frühlingslandgang&amp;quot; (fast 30 Jahre als &amp;quot;Stromerwachen&amp;quot; bekannt) wird traditionell die Warnemünder Sommersaison eröffnet. Auf der Warnemünder Promenade befindet sich eine maritime Bummelmeile mit Kunsthandwerk und Gastronomie. Die Warnemünder Bademeisters beenden an diesem Tag ihre Badesaison.&lt;br /&gt;
:Führung über den Neuen Friedhof Warnemünde: Das Begräbnisareal ist in den 1920er-Jahren angelegt worden. Es umfasst heute eine Fläche von knapp fünf Hektar. Zahlreiche Persönlichkeiten haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Einige von ihnen, darunter Handwerker, Wissenschaftler, Händler, Ärzte, Abenteurer, werden beim Rundgang mit der Historikerin Dr. Antje Krause näher vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 9. bis 12. Mai&lt;br /&gt;
:Das diesjährige Kleinkunstfest findet auf dem Leuchtturmvorplatz und entlang der Seepromenade statt. Kleinkunst unterschiedlicher Art, Spaß, Unterhaltung, Mitmachaktionen, Überraschungen, kleine Köstlichkeiten und auch ein Händlermarkt gehören dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 11. Mai&lt;br /&gt;
:In der Yachthafenresidenz Hohe Düne findet die 29. Landesmeisterschaft der Auszubildenden des Gastgewerbes statt. Die hier als Beste gekürten Teilnehmer und angehenden Köche treten danach als &amp;quot;Mannschaft Mecklenburg-Vorpommern&amp;quot; bei der angehenden Jugendmeisterschaft im Herbstin Bonn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 15. Mai&lt;br /&gt;
:Nach über 5 Monaten Umbauzeit wird der Warnemünder REWE-Markt an der Stadtautobahn mit einer großen Feier wiedereröffnet. Mehr als vier Millionen Euro hat die Rewe Group in den Standort investiert und dabei auf neue Konzepte gesetzt, sagt Norbert Richartz, Vertriebsleiter Region Ost bei Rewe. Bis zur Insolvenz hatte der Lila Bäcker den Bäckereistand samt Café im Warnemünder Markt betrieben. Diesen hat nun die Bäckerei von Allwörden übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. Mai&lt;br /&gt;
:An der denkmalgeschützten Drehbrücke in Warnemünde werden Reparaturarbeiten durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 19. Mai&lt;br /&gt;
:Distinguished Gentleman&#039;s Ride in Warnemünde: Am Pfingstsonntag ist Warnemünde wieder Teil eines Spektakels, bei dem sich stilbewusste Motorradfahrerinnen und -fahrer zusammenfinden. Die Teilnehmer der weltweiten Bewegung sammeln Spenden für die Erforschung und Behandlung von Männerkrankheiten und tragen so dazu bei, Leben zu retten. Die Fahrt geht vom Neuen Markt in Rostock über mehrere Stadtteile bis nach Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Mai&lt;br /&gt;
:Warnemünder Schiffe auf Pazifik-Mission&lt;br /&gt;
:Die in Hohe Düne stationierten Schiffe, Versorgungsschiff &amp;quot;Frankfurt am Main&amp;quot; und Fregatte &amp;quot;Baden-Württemberg&amp;quot; sind auf der Reise rund um die Welt um in der Nato-Pazifik-Mission die brisante Straße von Taiwan zu durchqueren. &amp;quot;Deutschland will mit der Mission vor allem sein Interesse an den Entwicklungen in der indo-pazifischen Region unterstreichen und seine Solidarität mit den Wertepartnern wie Japan oder Singapur zeigen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 18. Juni&lt;br /&gt;
:Der frisch sanierte Warnemünder Georginenplatz wird am 18. Juni 2024 von Rostocks Senatorin Dr. Ute Fischer-Gäde eingeweiht. Die Neugestaltung des denkmalgeschützten Areals hatte sich an dessen ursprünglicher Optik aus den 1920er-Jahren orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, Juni&lt;br /&gt;
:Beim dritten Summer Open auf dem Golfplatz in Warnemünde kamen 1170 Euro an Spenden zusammen mit denen das Rostocker Frauenhaus unterstützt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 6. Juli&lt;br /&gt;
:Mit dem traditionellen Festumzug, dem 21. &amp;quot;Niegen Warnemünder Ümgang&amp;quot; mit ca. 2500 aktiven Mitwirkenden, vom Leuchtturm beginnend, durch die Alexandrinenstraße, Kirchenplatz, wird die 86. Warnemünder Woche, eines der größten Segelereignisse an der deutschen Ostseeküste, von der Rostocker Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger im Warnemünder Kurhausgarten mit einem Fassbieranstich eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 11. Juli&lt;br /&gt;
:Das Marinearsenal in Warnemünde soll binnen drei bis fünf Jahren &amp;quot;kriegstüchtig&amp;quot; werden erklärt der Ostbeauftragte Carsten Schneider (SPD) am Rande eines Besuches in Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12. Juli&lt;br /&gt;
:Im Stephan-Jantzen-Park wird anlässlich des 150. Todestages von Fritz Reuter (1810-1874) wieder eine Warnemünder Fritz-Reuter-Eiche eingeweiht. &lt;br /&gt;
:Das von Museumsverein, Leuchtturmverein, Warnemünde-Verein und Trachtengruppe initiierte &amp;quot;Erinnerungsensemble&amp;quot; besteht neben der über 100 Jahre alten Eiche aus einem Markierungsstein, einer zweisprachigen Infotafel sowie einer Bank. Die Einweihung fand unter reger Teilnahme der Warnemünder Vereine und Bevölkerung statt.&lt;br /&gt;
:Der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. lädt Freunde und Partner und Wegbegleiter anlässlich des 30-jährigen Bestehens zu einer Ausfahrt mit einem historischen Segelschiff, der Kogge „Wissemara“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 14. Juli&lt;br /&gt;
:Bilanz am Ende der 86. Warnemünder Woche&lt;br /&gt;
:Sportlich waren die Segelwettbewerbe die Glanzlichter, 15 Regatten verschiedener Schiffsklassen,&lt;br /&gt;
:Events der 1. und 2. Segelbundesliga, sowie die Sailing Champions League standen an.&lt;br /&gt;
:Mehr als 800 Sportler in rund 400 Booten hatten sich angemeldet.&lt;br /&gt;
:Den Ausgang bildete ein Drachenbootfestival mit rund 1200 Sportlern&lt;br /&gt;
:Eine Flaute und eine Unwetterwarnung störten kurzzeitig deren Abläufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 27. Juli&lt;br /&gt;
:Im Kurhausgarten findet das erste &amp;quot;Buntes Meer Festival&amp;quot;, eine Mischung aus Kunstmarkt, Konzert und Unterhaltung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. Juli&lt;br /&gt;
:Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reist zu den Olympischen Spielen nach Paris.&lt;br /&gt;
:Dort wirbt sie für das Segelrevier Rostock-Warnemünde im Falle einer deutschen Bewerbung für Olympia. Dafür gibt es einen Beschluss des Landtages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 31. Juli&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Fischereikutterverein „Jugend zur See“ verabschiedet sich von seinem Fischkutter „Pasewalk“, einem der letzten bislang fahrtüchtigen Warnemünder 17-m-Kutter. Der vor allem bei Kindern und Jugendlichen für seine Freizeit-Piratenfahrten beliebte Kutter liegt derzeit auf dem Trockenen im Fischereihafen Bramow und soll für den symbolischen Preis von einem Euro verkauft werden, so der Vereinsvorsitzende Norbert Ripka. Als Grund nannte er zu hohe Kosten für die notwendige wiederkehrende Klassifizierung des über 70 Jahren alten Traditionsschiffes. Der 17 Meter lange und 5,60 Meter breite Kutter wurde 1950 auf der VEB Boddenwerft Damgarten gebaut. Der Fischkutterverein ist ein anerkannter Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 2. August&lt;br /&gt;
:Am Strand von Warnemünde startet das 2. High-Seaciety-Festival mit drei Tagen Livemusik und Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7.bis 11. August &lt;br /&gt;
:Die 33. Hanse Sail begeistert rund 500.000 Besucher, 138 Traditionssegler waren dabei.&lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Gorch Fock II&amp;quot;, das Segelschulschiff  der Marine läuft um 10.00 Uhr in Warnemünde ein und ist am Passagierkai 1 bis zum 11. August eines der Glanzlichter der diesjährigen Hansesail.&lt;br /&gt;
:Am ersten Tag der Hanse Sail startet vom süddänischen Nysted die große Haikutter-Regatta. Die alten Fischerboote segeln auf dem schnellsten Wege nach Warnemünde und laufen am Abend am Ziel ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7. August&lt;br /&gt;
:Auf einer Marinebarkasse der Bundesmarine, im  Stützpunkt Hohe Düne stationiert, bricht ein Brand aus. Der Brand brach aus ungeklärter Ursache im Führerhaus, die dicken Rauchschwaden waren von hoher See aus über 3 km weit zu sehen. Die zwei an Bord befindlichen Mannschaftsmitglieder wurden von der Wasserschutzpolizei unverletzt gerettet und der Brand konnte gelöscht werden. Auch der Seenotrettungskreuzer &amp;quot;Arkona&amp;quot; war an dem Rettungseinsatz beteiligt. Der Havarist wurde in den Marine-Stützpunkt geschleppt.&lt;br /&gt;
:Die Polizei hatte eine Gruppe Ladendiebe auf frischer Tat ertappt, die zuvor beobachtet wurden, wie sie Textilien von Ständern verschiedener Geschäfte am Alten Strom stahlen. Mit Unterstützung der Bundespolizei konnten Beamte die Diebe am Warnemünder Bahnhof stellen. Sie trugen die gestohlenen Kleidungsstücke zum Teil bereits am Leib und hatten vor der Tat bereits einen Platzverweis wegen Randalierens erhalten. Die Diebe waren der Polizei nicht unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. August&lt;br /&gt;
:Hochsee-Racer macht in Warnemünde Station.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Offshore-Racer&amp;quot;des Teams &amp;quot;Next Generation Sailing&amp;quot; machte in der Marina Hohe Düne fest und übernahm dort den Namen des neuen Sponsors &amp;quot;Task Engineering&amp;quot; eines deutsch-dänischen Unternehmens. Das Boot ist ein reines Rennboot und bis zu 30 Knoten schnell. Es ist einzig dazu gebaut Hochseerennen zu bestreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. August&lt;br /&gt;
:Auf dem Leuchtturm wurde der 50.000. Jubiläumsgast begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. bis 25. August&lt;br /&gt;
:Europas Top-Athleten messen sich bei &amp;quot;Battle The Beach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Strand ist drei Tage lang Schauplatz eines sportlichen Großereignisses in der sechsten Runde. 560 Athleten aus ganz Europa messen sich in verschiedenen Disziplinen wie Gewichtheben, Triatlon, Wassersport.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024,26. August&lt;br /&gt;
:Nach der im September 2023 beschlossenen Erhöhung und Ausweitung der Kurabgabe auf das gesamte Stadtgebiet klingelt es ordentlich in der Stadtkasse.&lt;br /&gt;
:Zwischen September2023 und Juli 2024 flossen insgesamt 4,5 Millionen Euro in die Stadtkasse. Davon entfallen 2,014 Millionen Euro auf Warnemünde, 817.000 Euro auf Markrafenheide und 332.000 Euro auf Diedrichshagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2024/2025===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 8. September&lt;br /&gt;
:Das Heimatmuseum Warnemünde nimmt auch in diesem Jahr am deutschlandweit organisierten &amp;quot;Tag des offenen Denkmals&amp;quot; teil und präsentiert im Heimatmuseum zusammen mit der Gesellschaft für Schiffsarchäologie e.V. sowie dem Freundeskreis Archäologisches Landesmuseum M-V e.V. den „Thementag Archäologie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 12. bis 13. September&lt;br /&gt;
:8. Rostocker Großmotorentagung in der Yachthafenresidenz Hohe Düne. Sie steht unter dem Motto: „Die Zukunft der Großmotoren – Neue Technologien und Kraftstoffoptionen: Die Wege zur sauberen Schifffahrt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 14. September&lt;br /&gt;
:wurde der Dreh-Test der 120 Jahre alten Warnemünder Bahnhofsbrücke, unter Anwesenheit mehrerer tausend Besucher, als Herzstück des jährlichen Büchenfestes zu einem erlebenswerten Spektakel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 20. September&lt;br /&gt;
:Auftakt im Rahmen der MeerBeats-Tour 2024 von Warnemünde nach Hamburg mit Mein Schiff 7. &lt;br /&gt;
Auf dem Schiff findet an diesem Tag die MV Cruise Conference statt. Außerdem treten Die Fantastischen Vier am 20. September 2024 auf. Sie sind dann auch bei der nachfolgenden Reise nach Hamburg dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 21. September&lt;br /&gt;
:World Cleanup Day (Küstenputztag). Um unsere Küste von Dingen zu säubern, die da nicht hingehören, treffen sich erneut engagierte Telnehmer, u.a. in der Wiedenortschneise in Torfbrücke, dem Strandresort in Markgrafenheide, am Strand in Hohe Düne, am Schnatermann, an der Jugendherberge und am Warnemünder Leuchtturm. An allen Rostocker Einsatzorten zusammengenommen wird von den etwa 300 Teilnehmern rund eine Tonne Müll gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. September&lt;br /&gt;
:In der Kirchenstraße wird eine Versenkpolleranlage in der Zufahrt zur Fußgängerzone errichtet. Dafür muss die Einmündung zum Kirchplatz für 2 Monate für Fahrzeuge gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. bis 28. September&lt;br /&gt;
:Letztmalig in diesem Jahr präsentiert sich der Kunsthandwerkermarkt auf dem Kirchenplatz mit vielfältigen Angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. September&lt;br /&gt;
:Das Motorschiff Nordstjernen (dt. Polarstern) läuft erstmals in Warnemünde ein. Es ist ein denkmalgeschütztes norwegisches Passagierschiff, das zwischen 1956 und 2012 auf der Hurtigrute eingesetzt war. Inzwischen wird es vorrangig für klassische Kreuzfahrten genutzt und soll Warnemünde in diesem Jahr noch 2x anlaufen.&lt;br /&gt;
:Zum zweiten Mal ist in Markgrafenheide ein „Tag der Sinne“ zu erleben. An dem Aktionstag dreht sich fast alles ums Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen und Tasten. Und das meist auf unterhaltsame Weise für Groß und Klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 29. September&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der 70.000. Besucher begrüßt. Gerhard Kehl aus Rostock freut sich gemeinsam mit seiner Familie über die unerwartete Überraschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3.-6. Oktober&lt;br /&gt;
:Für die Stephan-Jantzen Tage – Namensgeber ist der legendäre Warnemünder Lotsenkapitän – wird der Platz vor dem Warnemünder Leuchtturm zum Hauptveranstaltungsort. Zu den Höhepunkten gehört die Aufführung der Stephan-Jantzen-Suite. Für die Besucher ist viel Musik, Kultur und maritimes Flair zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 9. Oktober&lt;br /&gt;
:Am 9. Oktober 2024 besteht der Museumsverein Warnemünde e.V. seit 20 Jahren. Mit großem Engagement haben sich die Vereinsmitglieder um Vorsitzenden Uwe Heimhardt für dieses Kleinod in Warnemünde eingesetzt. Im Mai 2017 hat Christoph Wegner die Leitung des Museums übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 16. Oktober&lt;br /&gt;
:Am Nachmittag prallt eine Fähre wegen eines Maschinenausfalls auf den Fähranleger in Hohe Düne. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Bereits am Abend kann der Fährbetrieb nach Reparatur wieder aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 21. Oktober&lt;br /&gt;
:World Cleanup Day (Küstenputztag). Um unsere Küste von Dingen zu säubern, die da nicht hingehören, treffen sich erneut engagierte Telnehmer, u.a. in der Wiedenortschneise in Torfbrücke, dem Strandresort in Markgrafenheide, am Strand in Hohe Düne, am Schnatermann, an der Jugendherberge und am Warnemünder Leuchtturm. An allen Rostocker Einsatzorten zusammengenommen wird von den etwa 300 Teilnehmern rund eine Tonne Müll gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 23. Oktober&lt;br /&gt;
:In der Kirchenstraße wird eine Versenkpolleranlage in der Zufahrt zur Fußgängerzone errichtet. Dafür muss die Einmündung zum Kirchplatz für 2 Monate für Fahrzeuge gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. Oktober&lt;br /&gt;
:14. Pflanzaktion „Bürger für Bäume“: In gemeinsamer Aktion initiieren der Zoo und das Stadtforstamt eine Aufforstungskampagne in der Rostocker Heide. Insgesamt werden 5.000 Traubeneichen-, Esskastanien-, Roterlen-, Ebereschen- und Buchensetzlinge in die Erde gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 26. bis 28. Oktober&lt;br /&gt;
:Letztmalig in diesem Jahr präsentiert sich der Kunsthandwerkermarkt auf dem Kirchenplatz mit vielfältigen Angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 28. Oktober&lt;br /&gt;
:Das Motorschiff Nordstjernen (dt. Polarstern) läuft erstmals in Warnemünde ein. Es ist ein denkmalgeschütztes norwegisches Passagierschiff, das zwischen 1956 und 2012 auf der Hurtigrute eingesetzt war. Inzwischen wird es vorrangig für klassische Kreuzfahrten genutzt und soll Warnemünde in diesem Jahr noch 2x anlaufen.&lt;br /&gt;
:Zum zweiten Mal ist in Markgrafenheide ein „Tag der Sinne“ zu erleben. An dem Aktionstag dreht sich fast alles ums Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen und Tasten. Und das meist auf unterhaltsame Weise für Groß und Klein.&lt;br /&gt;
:Die Initiative DigitalTeilhabe in Warnemünde lädt Senior*innen und Interessierte zum Digital-Thementagen „iPhone&amp;amp;Smartphone“ in den Gemeindesaal der Evangelischen Kirche ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 29. Oktober&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der 70.000. Besucher begrüßt. Gerhard Kehl aus Rostock freut sich gemeinsam mit seiner Familie über die unerwartete Überraschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 30. Oktober&lt;br /&gt;
:An der denkmalgeschützten Drehbrücke in Warnemünde werden Wartungsarbeiten durchgeführt. Dafür ist dieser Überweg wegen der Drehung der Brücke für eine halbe Stunde gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 4. November&lt;br /&gt;
:Nach zwei Jahren umfassenden Arbeitens ist die Vertiefung des Seekanals Warnemünde auf 16 km Länge abgeschlossen. Um die durchgehende Tiefe der Baltic-Max-Norm (17 m Tiefgang) zu erreichen, investierte der Bund ca. 100 Mio. Euro in das Projekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 5. bis 7. November&lt;br /&gt;
:5. Rostock Ocean Convention meets Hydro 2024: Vom 5. bis 7. November 2024 findet die internationale hydrographische Konferenz und Ausstellung HYDRO 2024 statt. Es werden aktuelle Trends, neueste Entwicklungen und Projekte der Unterwassertechnologie gezeigt. Die Veranstaltung bietet mehr als 190 Teilnehmern, Referenten und Partnern eine Kommunikationsplattform. Im Yachthafen Hohe Düne sind dabei beispielsweise spannende Bootsvorführungen unterschiedlicher Anbieter zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 7. November&lt;br /&gt;
:Der Museumsverein Warnemünde e.V. feiert in der Cafeteria und Eventlocation &amp;quot;Laak 5&amp;quot; mit einer Vielzahl seiner Mitglieder sein 20-jähriges Bestehen. Der Verein hat zum 1.1.2005 die Betriebsführung des Heimatmuseums übernommen und kann seither auf eine überaus erfolgreiche Entwicklung des Heimatmuseums zurückblicken. Neben Grußworten anderer Warnemünder Vereine äußerten sich auch Sigrid Hecht (Chefin des städtischen Eigenbetriebs KOE) und die neue Kulturamtsleiterin Anne-Katrin Bicher positiv über die Entwicklung des Museums und versprachen auch in Zukunft die Geschicke des Museumsvereins tatkräftig zu unterstützen&lt;br /&gt;
. &lt;br /&gt;
;2024, 8. November&lt;br /&gt;
:Inklusives Unternehmerfrühstück im DOCK INN. Es geht darum wie man Menschen mit Behinderung besser im Berufsalltag integrieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 17. November&lt;br /&gt;
:Kranzniederlegung an der Gedenkstätte „Für alle auf See Gebliebenen“, organisiert von der Nautischen Kameradschaft Poseidon e.V., im Stephan-Jantzen-Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 19. und 20. November&lt;br /&gt;
:3. Lotsenkonferenz der Bundeslotsenkammer im Technologiepark Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Es geht dabei u.a. um 70 Jahre Seelotsgesetz &amp;amp; 70 Jahre Bundeslotsenkammer und um einen Kerninhalt des Seelotsgesetzes, nämlich die neu strukturierte :Seelotsenausbildung 2024. In Kooperation mit den Hochschulen Wismar/Warnemünde und Flensburg wird erstmalig eine hochqualifizierte Seelotsenausbildung in Form eines Masterstudienganges angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:Obdachlosengala in Warnemünde: Bereits zum siebenten Mal lädt das Hostel „Dock in“ 160 Bedürftige zum Weihnachtsschmaus. Unter den 50 Helferinnen und Helfern war diesmal als Überraschungsgast Monchi, der Frontman der bekannten Rockband Feine Sahne Fischfilet.&lt;br /&gt;
:Zu einem stimmungsvollen Start in die Vorweihnachtszeit lädt das 22. Adventssingen am Warnemünder Leuchtturm ein. Erneut sorgt der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. mit einem Programm voller Musik für unvergessliche Momente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 3.Dezember&lt;br /&gt;
:Der 29.Band des Bäderjournals &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird im Neptun-Hotel präsentiert.&lt;br /&gt;
:am Samstag dem 7. Dezember, dem Tag vor dem ersten Advent beginnt in der Buchhandlung Krakow traditionell der Verkauf des Journals mit einer Autoren-Signierstunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024, 6. bis 21.. Dezember&lt;br /&gt;
:Traditioneller Weihnachtsbaumverkauf in Hinrichshagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2024,23.Dezember&lt;br /&gt;
:In der abgelaufenen Saison wurden in Warnemünde 148 Schiffsanläufe von 38 Kreuzfahrschiffen registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025,1.Januar&lt;br /&gt;
:Das zum 25. Mal statt zu findende Neujahrsfest des Turmleuchtens wurde wegen Sturm nur wenige Stunden vor Beginn abgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Januar&lt;br /&gt;
:Digital-Thementag für Seniorinnen und Senioren in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1.-3. Februar&lt;br /&gt;
:Die Fregatte &amp;quot;Nordrhein-Westfalen&amp;quot; der Bundesmarine liegt für drei Tage an der Passagierkai-Promenade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Februar&lt;br /&gt;
:Digital-Thementag für Seniorinnen und Senioren in Warnemünde, die Initiative DigitalTeilhabe lädt Seniorinnen, Senioren und Interessierte zu Digital-Thementagen „iPhone, Smartphone &amp;amp; Co&amp;quot; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 27. Februar&lt;br /&gt;
:Beginn der Bauarbeiten: Neue Mittelinsel soll Querung der Richard-Wagner-Straße erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1.März&lt;br /&gt;
:65.000 Menschen besuchen das nachgeholte 25. Turmleuchten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 25. März&lt;br /&gt;
:Es wird natürlich bunter - Saisonbepflanzung startet in Warnemünde, 10.365 Pflanzen kommen kurz nach Sonnenaufgang in den Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. April&lt;br /&gt;
:Beidseitig der Rostocker Straße werden Radverkehrsanlagen ausgebaut bzw. neu markiert, die gesamte Baumaßnahme erfolgt in vier Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt beginnt am Knoten Richard-Wagner-Straße und führt zur Johann-Sebastian-Bach-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 12. April&lt;br /&gt;
:Von April bis Oktober 2025 dreht sich das XXL-Riesenrad in Warnemünde. Mit dem „Eye 55“ (was für eine Höhe von 55 m steht) auf der Mittelmole hat man eine tolle Aussicht über das Seebad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. April&lt;br /&gt;
:Beginn der diesjährigen Warnemünder Kreuzfahrtsaison mit dem Anlauf der „AIDAmar“. Bislang sind für 2025 von 23 Kreuzfahrtreedereien 167 Anläufe von 36 Kreuzfahrtschiffen angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 16. April&lt;br /&gt;
:Mit einem abwechslungsreichen Programm, einer Mischung aus Geschichte und Kultur starten die beliebten Warnemünder Museumsabende im Heimatmuseum Warnemünde in die nächste Saison.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. April&lt;br /&gt;
:Vom 17. April bis zum 2. November zeigen Künstler aus aller Welt Sandskulpturen zu den „Geheimnissen der sieben Weltmeere“ im Rahmen der 15. Sandwelt in Warnemünde am Pier 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 19. April&lt;br /&gt;
:Die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde entzündet das traditionelle Osterfeuer am Strand unterhalb des Leuchtturms. Die anschließende Fackelwanderung entlang des Alten Stroms wird von der „Sax’n Anhalt VIP Band“ begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 28. April&lt;br /&gt;
:Die neue automatische Versenkpolleranlage in der Warnemünder Kirchenstraße geht in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1. Mai&lt;br /&gt;
:Mit einem Konzert des Landespolizeiorchesters startet die Meeresbrise-Konzertreihe in die fünfte Saison. Bis Ende September sollen noch 22 Konzerte im Kurhausgarten OpenAir folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 14. Mai&lt;br /&gt;
:Eine neue öffentliche WC-Anlage wird am Strandaufgang 18, auf Höhe des Strandwegs 14 installiert. Zwei große Kräne müssen zum Einsatz kommen, um das Modul mit einem Gewicht von rund 35 Tonnen hinter der Düne zu platzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 22. Mai&lt;br /&gt;
:Mit einer feierlichen Zeremonie wird die neue Sportschule Warnemünde auf der Mittelmole offiziell eröffnet. Der Neubau hat rund 31,8 Millionen Euro gekostet. Der Gebäudekomplex bietet Sportlern aller Disziplinen ideale Bedingungen. Außerdem soll die Sportschule künftig eine zentrale Rolle bei der Durchführung von Sportveranstaltungen wie beispielsweise der Warnemünder Woche oder Segelregatten auf Bundesebene spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 27. Mai&lt;br /&gt;
:Der sanierte und modernisierte Liegeplatz 23 im Alten Strom sowie das neue Betriebsgebäude für den Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) werden offiziell durch den Hafensenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Hafenkapitän Falk Zachau sowie DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler und Mario Lange, Vormann der ARKONA, in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten für den neuen Anleger belaufen sich auf 1,1 Mio. Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 30.Mai&lt;br /&gt;
:Am Liegplatz 23, des Seenotkreuzers &amp;quot;Arkona&amp;quot;, am alten Strom, wird ein neues Betriebsgebäude der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 31. Mai&lt;br /&gt;
:Einweihung des multifunktionalen Beachsportfeldes für die Sportarten Beachsoccer, Beachvolleyball und Beachhandball im Sportpark Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 3. Juni&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der „SeaDream 2“. Das Luxusschiff mit 108 Metern Länge und 14 Metern Breite (Baujahr 1985) ähnelt eher einer Yacht und bietet Platz für maximal 112 Gäste in 56 Kabinen bei einer Besatzungsstärke von etwa 100 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. Juni&lt;br /&gt;
:Die „Sky Princess“ der Reederei Princess Cruises ist mit einer Länge von etwa 330 Metern und einer Bruttoraumzahl von 145.281 das längste und größte der 2025 in Warnemünde anlandenden Kreuzfahrtschiffe. Der Ozeanriese bietet Platz für 3660 Passagiere. Auf 19 Decks gibt es 1830 Kabinen, acht Restaurants, zehn Bars, mehrere Lounges, ein Theater, einen Spa-Bereich sowie vier Pools und acht Whirlpools. Am 22.7. erfolgt ein zweiter Anlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5.Juni&lt;br /&gt;
:Mehr als 30 Schiffe verschiedener NATO-Mitgliedsländer haben in Warnemünde und Hohe Düne festgemacht um von hier aus zur zweiwöchigen Großübung Manöver Baltops (Baltic Operation) zu starten.&lt;br /&gt;
:Größtes teilnehmendes Kriegsschiff ist der US-Zerstörer &amp;quot;USS Mount Whitney&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Auslaufen der Schiffe wird auch von Protesten begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 18. bis 20. Juni&lt;br /&gt;
:33. Nordische Baumtage. Eines der Themen ist „Stadtgrün im Klimawandel“. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im Warnemünder Technologiepark durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 24. Juni&lt;br /&gt;
:Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt mit dem Diplomatischen Korps nach Mecklenburg-Vorpommern und empfängt dafür am 24. Juni in Warnemünde an Bord der Gorch Fock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 3. Juli&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der VISTA / Reederei Oceana Cruises Länge: 241,10 m Breite: 32,31 m&lt;br /&gt;
Gewicht: 67.817 BRZ Baujahr: 2023 Passagiere: 1.218 (max. 1.469)&lt;br /&gt;
:Neue Runde für die „Warnemünder Abende“. Mit der Vortragsreihe des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung werden spannende Einblicke in die Geheimnisse eines einzigartigen Lebensraums gewährt. Einmal monatlich, immer donnerstags. finden ab 4. September im großen Vortragssaal des IOW in der Seestraße 15 weitere Veranstaltungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. Juli&lt;br /&gt;
:Im Heimatmuseum Warnemünde wird die Sonderausstellung &amp;quot;Ob die Möwen manchmal an mich denken? Die Vertreibung jüdischer Badegäste an der Ostsee&amp;quot; eröffnet. Kuratorin der Ausstellung ist die Journalistin sowie Autorin des gleichnamigen Buches Dr. Kristine von Soden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5.-13. Juli&lt;br /&gt;
:87. Warnemünder Woche mit dem &amp;quot;Niegen Ümgang&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. Juli&lt;br /&gt;
:Doppelanlauf der Kreuzfahrtschiffe MSC Poesia und der Nordstjernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. Juli&lt;br /&gt;
:Das schon legendäre Open Air am Meer „Rauch auf dem Wasser“ lädt zum 21. Mal in den Warnemünder Kurhausgarten ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 8. Juli&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der VIKING SATURN / Reederei Viking Ocean Cruises. Sie befindet sich auf einer zweiwöchigen Reise von Bergen in Norwegen nach Stockholm in Schweden. Das Schiff ist 227 Meter lang und für 930 Passagiere ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. August&lt;br /&gt;
:Erstanlauf der ILMA / Reederei Ritz-Carlton Yacht Collection. Die Luxus-Kreuzfahrtyacht ist ein 241 Meter langes Schiff, das 456 Passagiere beherbergen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 6. August&lt;br /&gt;
:Erstmals in MV werden von Menschen aufgezogene Sandregenpfeifer ausgewildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. -10. August&lt;br /&gt;
:An der 34. Hansesail nehmen über 120 Schiffe teil. Die Sail hat rund eine halbe Million Besucher und ist damit das weltweit größte Treffen historischer Segelschiffe. Anführendes Flaggschiff ist in diesem Jahr die Dreimastbark &amp;quot;Belem&amp;quot; aus Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. August&lt;br /&gt;
:Zum 13. Mal ist die Strand Arena Schauplatz der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft. Im Finale holen sich die Beach Royals Düsseldorf den Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 20. August&lt;br /&gt;
:Die am Vortag havarierte „Nordstjernen“ kann am Nachmittag Warnemünde wieder verlassen. Das historische Hurtigruten-Schiff hatte am Abend beim Ablegen am Cruise Center eine Böschung gerammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 21. August&lt;br /&gt;
:Erstanlauf „Le Lape’rouse“, Reederei Compagnie Du Ponant. Auf diesem kleineren Kreuzfahrtschiff finden 184 Passagiere Platz, es ist 131 Meter lang und 2018 gebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===2025/2026===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 4. September&lt;br /&gt;
:Unter dem Motto „Gesund älter werden in Rostock“ startet der 5. Senioreninformationstag anlässlich der Tage der Regeneration in Warnemünde am Leuchtturm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. September&lt;br /&gt;
:Bundeskanzler Merz besucht erstmals die Marine in Hohe Düne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 11. September&lt;br /&gt;
:40 Schiffe aus 14 Nationen mit 2700 Soldatinnen und Soldaten nehmen am Marinemanöver Northern Coasts teil. Vom 29. August bis 12. September 2025 üben multinationale Seestreitkräfte unter deutscher Leitung in der Ostsee. In Warnemünde hat das Versorgungsschiff VIRSAITIS (A 53), ein Marineschiff Lettische Marine festgemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 15. September&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder Brauerei &amp;quot;Hoppen un Molt&amp;quot; feiert ihr 10-jähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
;29.Oktober&lt;br /&gt;
:Uwe Heimhardt, seit Oktober 2004 Vorsitzender des Museumsvereins Warnemünde e.V., erhält im Zuge einer kleinen Feierstunde im Heimatmuseum für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement den Stiftungspreis der Stiftung Mecklenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 1. Oktober&lt;br /&gt;
:Stephan Frey wird neuer Pastor in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 10. Oktober&lt;br /&gt;
:Feierliche Grundsteinlegung für ein Parkhaus in Hohe Düne. - Wegen des Wegfalls des bisherigen Mieter-Parkplatzes im Bereich Hohe Dünne 22-27, hier sollen zusätzliche Wohnungen entstehen, errichtet die Goldbeck Nordost GmbH auf rund 4.000 Quadratmetern Fläche insgesamt 220 Anwohnerparkplätze. Die Fertigstellung des Parkhauses ist für Mitte 2026 geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 5. November &lt;br /&gt;
:Das Kreuzfahrschiff &amp;quot;Aidadiva&amp;quot; legt am Liegeplatz 7 an und beschließt mit ihrem Anlauf die diesjährige Kreuzfahrtsaison.&lt;br /&gt;
:Insgesamt sind über das Jahr 592.000 Seereisende  (2024: 532.000) von 35 Kreuzfahrtschiffen (2024: 37) in Warnemünde an und von Bord gegangen.&lt;br /&gt;
:Das größte Schiff in dieser Saison war die &amp;quot;Sky Princess&amp;quot; mit einer Länge von 330 Metern und einer Kapazität von rund 3700 Passagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 7. November&lt;br /&gt;
:Die Bürgerinitiative &amp;quot;Rettet den Küstenwald&amp;quot; verhindert die Fällung der 100-jährigen Kastanie in der Rostocker Straße und setzt deren Aufnahme in die Liste der geschützten Bäume durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 11. November&lt;br /&gt;
:Uwe Heimhardt, Vorsitzender des Museumsvereins Warnemünde e.V. erhält den Ehrenpreis um besondere Verdienste um die Bewahrung  und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes der Stiftung Mecklenburg.&lt;br /&gt;
:Auf die Warnemünder Kinder wartet am Martinstag ein schöner Brauch. In bewährter Kooperation laden die Ev.-Luth. Kirchgemeinde und die Tourismuszentrale an diesem Tag zum Sankt-Martins-Umzug ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 13. November&lt;br /&gt;
:Das Riesenrad auf der Mittelmole wird abgebaut und stellt seinen Betrieb endgültig ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1025, 27. November&lt;br /&gt;
:Der dreißigste Band des &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; wird vom Verlag Redieck und Schade, gemeinsam mit dem Leuchtturmverein Warnemünde präsentiert. Somit erscheint erscheint dieser beliebteste Warnemünde-Almanach nunmehr ununterbrochen seit drei Jahrzehnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 17. Dezember&lt;br /&gt;
:Das Kreuzfahrtschiff „Amadea“ der Reederei Phönix Reisen beendet die Kreuzfahrtsaison in Warnmünde. Das durch die ZDF-Sendung «Das Traumschiff» bekannte 193 Meter lange Schiff bietet Platz für 570 Passagiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 22. November&lt;br /&gt;
:Im Hotel Neptun in Warnemünde lädt der NDR Jazztime Bigband Ball Mecklenburg-Vorpommern zu einem stilvollen Abend voller Musik und Unterhaltung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2025, 29. November&lt;br /&gt;
:Eröffnungstag des traditionellen Weihnachts- und Neujahrsmarktes Warnemünde auf dem Warnemünder Kirchenplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 5. Januar&lt;br /&gt;
:Brand im Erdgeschoss eines Hauses &amp;quot;Am Strom&amp;quot;. An dem knapp 2 Stunden dauernden Einsatz waren insgesamt 34 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde und des Rettungsdienstes beteiligt. Verletzte waren nicht zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 30. Januar&lt;br /&gt;
:In Berlin hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner die Kampagne mit dem Titel „Berlin gewinnt mit Olympia“ vorgestellt. Die Bundeshauptstadt setzt mit ihrer Bewerbung um die Austragung Olympischer Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044 auf Rostock-Warnemünde als Standort für die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe.&lt;br /&gt;
;Rostock verbietet per Ratsbeschluß privates Feuerwerk am Warnemünder Ostseestrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12. März&lt;br /&gt;
:Erstmals seit Bestehen des Marinearsenals Warnemünde wird mit U34 , eines der 6 U-Boote vom Typ U212a hier überholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 14.März&lt;br /&gt;
:Die Tourismuszentrale veröffentlicht die Besucherzahl des Jahres 2025. mit 2.317.693 Übernachtungen wird hier der 2019 aufgestellte Rekord übertroffen, womit Rostock an erster Stelle für das Land Mecklenburf-Vorpommern liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 16.März&lt;br /&gt;
:Das Ausfugsschiff MS Baltica wird nach dreißig Dienstjahren in Warnemünde außer Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 26. März&lt;br /&gt;
:Lotsenältermann Andreas Krüger wird nach 25 Jahren Arbeit als Seelotse in den Ruhestand verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 28. März&lt;br /&gt;
:Die AIDAdiva eröffnet die Kreuzfahrsaison&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 1. April&lt;br /&gt;
:Steffen Herz (58) übernimmt die Leitung der Verkehrszentrale Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12.April&lt;br /&gt;
:Warnemünde hat wieder ein neues Riesenrad. die Schaustellerfamilie Geisler hat auf der Mittelmole mit dem 55 Meter hohen Riesenrad, in dem sich 42 klimatisierte, geschlossene Riesengondeln befinden, damit neben Teepott und Leuchtturm ein weiteres Wahrzeichen hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 9.Juni&lt;br /&gt;
:-Zu seinem 55ten Geburtstag präsentiert sich das Hotel Neptun mit 55 von dem Künstler Joerg Waerner vergoldeten Balkonen.&lt;br /&gt;
:-Wiederum weht die verliehene Blaue Flagge als Zeichen für geprüfte Wasserqualität sowie für Infrastruktur und Sicherheitsstandards an Warnemündes Stränden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 12. Juni&lt;br /&gt;
:-Beim ehemaligen Zollhafen wird mit dem ersten Rammschlag das Startzeichen für einen zukünftigen, rund zehn Hektar großen maritimen Gewerbepark gegeben.&lt;br /&gt;
:-Die Neptun-Werft erhält einen Milliardenauftrag über zwei schwimmende Umspannwerke für Offshore-Windparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 16.-18.Juli&lt;br /&gt;
:Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft richtet erstmals die Internationalen Deutschen Ocean Meisterschaften aus. 270 TRettungssprortlerinnen und Rettungssportler aus 39 Vereinen kämpfen am Hauptstrand von Warnemünde um die ersten deutschen Meistertitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 18. Juli&lt;br /&gt;
:Nur drei Monate nach der Eröffnung im April muß das &amp;quot;Französische Dorf&amp;quot;, eine Gastro-Einheit im französischen Stil wieder schließen und Abgebaut werden. Ladiglich das Riesenrad &amp;quot;Wheel of Excenllence&amp;quot; bleibt weiterhin im Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 21. Juli&lt;br /&gt;
:Bei einem Badeunfall in der Ostsee ist ein 33-Jähriger ums Leben gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, ab 27.Juli&lt;br /&gt;
.heißt es wieder &amp;quot;Leinen los&amp;quot; und die Reederei Adler-Schiffe startet regelmäßig Fahrten zwischen Kühlungsborn und Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026,2.August&lt;br /&gt;
:Am Leuchtturm wird der vierzigtausendste Besucher zur Tumbesteigung begrüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026, 6.-9. August&lt;br /&gt;
:Findet die 35. Hanse-Sail statt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Marksteine==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ersterwähnung des Namens in der Kaufurkunde der Rostocker Heide am 25. März 1252===&lt;br /&gt;
In den Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts vorkommende Namensbezeichnungen:&lt;br /&gt;
Warnemunde, Warnemonde, Wernemunde, Wernowemunde, Werneminde, Wernemynne, Warneminne, Varneminde, Verneminde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warnemündes Bedeutung für die Stadt Rostock tritt bereits mit der ersten Urkunde hervor, in der der Ort genannt wird. Am 25. März 1252 verkauft Fürst Borwin III. der Stadt Rostock die heutige Rostocker Heide und verleiht ihr außer anderen Freiheiten auch die Fischereigerechtigkeit auf der gesamten Unterwarnow, von der Petri-Brücke bis &#039;&#039;(zum Hafen!)&#039;&#039; Warnemünde und über den Hafen hinaus bis ins Meer.&lt;br /&gt;
Zwölf Jahre später, am 12. Oktober 1264 überträgt Fürst Borwin alle seine Rechte &#039;&#039;&#039;über den Hafen zu Warnemünde &#039;&#039;&#039; (!) auf die Stadt. &lt;br /&gt;
*[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mit dieser ersten Nennung des Namens Warnemünde am Rande der Rostocker Heide ist &lt;br /&gt;
eindeutig der &amp;quot;Rostocker Hafen Warnemünde&amp;quot; gemeint.&lt;br /&gt;
:Das erste sicher auf den Fischerort Warnemünde und die dortige fürstliche Vogtei&lt;br /&gt;
:bezogene Datum liegt 16 Jahre später:&lt;br /&gt;
;1268, 17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
:Das bezieht sich dann auf die bereits existierende, bis 1323 noch fürstliche Vogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung&#039;&#039;&#039;: &lt;br /&gt;
In verschiedenen historischen Quellenwerken wird eine erste Erwähnung Warnemündes im Jahre 1195 in dänischen Dokumenten angeführt.&lt;br /&gt;
Intensive Suchen nach diesen Dokumenten in der jüngeren Vergangenheit blieben aber bislang ergebnislos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das Fischerdorf Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vor 1314 kaufte die Stadt Rostock das Dorf Barnstorf als ersten größeren Landerwerb, &lt;br /&gt;
:1323 kam als nächstes das Fischerdorf Warnemünde hinzu, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
: (Hans Bernitt 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warnowmündung, &amp;quot;Alter Strom&amp;quot;, &amp;quot;Neuer Strom&amp;quot;, neuer &amp;quot;Neuer Strom&amp;quot; - Wasserverbindungen über die Jahrhunderte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Karte zu 1323 (bearbeitet).jpg|Karte der östlichen Grenzziehung zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide nach den Verträgen von 1252 und 1323&lt;br /&gt;
Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|RH östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 Grafik: Willi Kolp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Alte Strom 1902===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In seinem Ursprung ist der Alte Strom einer von mehreren Warnow-Ausflüssen, ursprünglich als seichtes Rinnsal, das sich durch den Boden einer harten, Stein durchsetzten [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#+_Die_Eisrandlage_Nr.8 Mergelbank] seinen Weg zur Ostsee bahnte. In der Anfangszeit Warnemündes nur für kleine Boote passierbar.&lt;br /&gt;
:Eine alte Überlieferung berichtet:&lt;br /&gt;
:Nahe der heutigen Vogtei wohnte ein Mensch, der Leute gegen Bezahlung auf seinem Rücken über den Strom trug. Eine Darstellung dieses Mannes ist in der Warnemünder Kirche zu besichtigen.&lt;br /&gt;
:Die Durchfahrt für größere Schiffe erfolgte etwa zwei Kilometer östlich vom Alten Strom, durch das Alte Tief.&lt;br /&gt;
:Bis 1487 genügte das Alte Tief den Ansprüchen der damaligen Seefahrt.&lt;br /&gt;
:Erst im Laufe des 16. Jahrhunderts, unter großem baulichem Aufwand der Vertiefung des Wasserlaufes, um den Alten Strom schiffbar zu machen. &lt;br /&gt;
:In der Folge dieser Maßnahme begann der Prozess, den Fischerort Warnemünde und den Warnemünder Hafen der Stadt Rostock an einem Ort zu vereinen.&lt;br /&gt;
:Mit dem Bau des Seekanals zu Beginn des 20.Jahrhunderts verlor schließlich der Alte Strom seine Bedeutung als Hafenzufahrt für den Rostocker Hafen.&lt;br /&gt;
:Fischerboote, Warnemünder Jollen, Fahrgastschiffe und Sportboote prägen seither das Bild des Stroms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vörreeg und Achterreeg - Das alte Warnemünde===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Isenbart Karte 1719.jpg|thumb|600px|rechts|Die &amp;quot;Vörreeg&amp;quot; und &amp;quot;Achterreeg&amp;quot; in der  Warnemünde Isenbarth-Karte 1719]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Noch vor zwei Jahrhunderten bestand das Fischerdorf Warnemünde nur aus zwei unregelmäßig angelegten, der Windung des Stromes folgenden Häuserreihen. &lt;br /&gt;
:Im Volksmund wird von Alters her die unmittelbar am alten Strom gelegene Reihe als &amp;quot;Vörreeg&amp;quot; (&amp;quot;Vorderreihe&amp;quot;) und die parallel dahinter gelegene &amp;quot;Achterreeg&amp;quot; (Hinterreihe&amp;quot;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Das alte Warnemünder Haus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Krause &amp;quot;Kulturgeschichtliches aus Warnemünde - Zum Warnemünder Hausbau&amp;quot; BRG 1915]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der Warnemünder und sein Haus]] Karl Baumgarten In: Natur und Heimat, Bd. 1 (1952), 1, S.19-20&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Lau &amp;quot;Das Warnemünder Haus - eine Volksbauweise in Mecklenburg&amp;quot; Auszug aus &amp;quot;Denkmale der Technikgeschichte in Mecklenburg und Vorpommern, Verlag Redieck und Schade 1997]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Heimatmuseum Warnemünde====&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimatmuseum 1933.jpg|thumb|300px|rechts|Eröffnung des Heimatmuseums am 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
:Um 1900 wurde eine zusammen getragene Sammlung provisorisch in einem kleinen Raum am Georginenplatz gezeigt.&lt;br /&gt;
:Danach befand sich die Ausstellung im Schulhais in der FritzReuter-Strasse.&lt;br /&gt;
:In der Alexandrinenstraße 31 befindet sich seit 1933 das Heimatmuseum Warnemünde. Das Museum ist in einem typischen Warnemünder Haus untergebracht. &lt;br /&gt;
:Man geht davon aus, dass es sich bei der Urform des Warnemünder Fischerhauses um ein abseitenloses Niedersachsenhaus handelt. &lt;br /&gt;
:Da Baugrund im Ort rar war, bekamen Haus und Grundstück ein selbständiges Gepräge. Die Grundstücke waren in der Regel 26 bis 28 Fuß breit (ca. 7,50 m). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Warnemünder Haus bestand ursprünglich aus einem Raum mit offener Herdstelle, in dem später eine &amp;quot;Vörstuw&amp;quot;, eine &amp;quot;Koek&amp;quot; und eine &amp;quot;Achterstuw&amp;quot; neben einer seitlichen Diele eingefügt wurden. &lt;br /&gt;
:Zur Erweiterung des Hauses entstanden hinten schmale Anbauten als Unterkunft für die Eltern (Altenteil) sowie einiges Vieh (häufig eine Kuh).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Besitzerin des Hauses in der Alexandrinenstraße 31 war Fräulein Christine Jungmann. Da sie unverheiratet und ohne Erben war, verkaufte sie das Haus an die Stadt Rostock zum Zweck der Einrichtung des Heimatmuseums. Den Anstoß zur Einrichtung eines Museums hatte es bereits 1914 gegeben. Auf einer Sitzung des Plattdeutschen Vereins für Warnemünde und Umgebung am 12. Februar wurde beschlossen: &amp;quot;Der Verein möge die Sammlung aller geschichtlich und kulturgeschichtlich wichtigen Sachen betreiben. Es ist hohe Zeit, daß man jetzt damit anfängt. Von Händlern wird ungemein viel weggeschleppt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem Sammlungsaufruf folgten zahlreiche Warnemünder. Innerhalb kürzester Zeit kamen hunderte von Objekten zusammen. Erster Bewahrer der Sammlung wurde Adolph Ahrens, Lehrer und Direktor an der Fritz-Reuter-Schule. Ihm war es auch zu verdanken, dass die Sammlung von Anfang an der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Auf dem Boden der Fritz-Reuter-Schule dienten ab 1915 ein Zimmer und ein kleiner Vorraum als Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den aktivsten Förderern des Museums zählten außerdem Friedrich Barnewitz, Ernst Strübing, Johannes Gosselck und der Fischer Heinrich Holtfreter. Wissenschaftliche Unterstützung erhielten die Warnemünder Museumsgründer auch vom mecklenburgischen Volkskundler Richard Wossidlo.&lt;br /&gt;
* [[Zur Gründung des Heimatmuseums Warnemünde (Ausschnitt aus Mecklenburg - Zeitschrift des HeimatbundesJ.28 Heft 1 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Vogtei====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Vogtei Warnemuende Gemaelde Johannes Werner.JPG|thumb|450px|rechts|Die Vogtei auf einem Gemälde von Johannes Werner (1914)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Gebäude der Vogtei]]&lt;br /&gt;
:Die Vogtei markiert den historischen Ortsmittelpunkt von Warnemünde, am alten Strom.&lt;br /&gt;
:Sie ist das älteste erhaltene Gebäude von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Das Haus wurde 1605 auf den Grundmauern eines Vorgängergebäudes erbaut, dessen Funktion bis heute nicht endgültig geklärt ist. &lt;br /&gt;
:So gibt es Thesen von einer mittelalterlichen fürstlichen Vogtei (Erstnachweis 1268), sowie folgend auch einer königlich dänischen Residenz unter Dänenkönig Erik Menved zwischen 1304 und 1319.&lt;br /&gt;
[https://danmarkshistorien.lex.dk/Erik_Menved,_1274-1319 Erik Menved im Lexikon der Geschichte Dänemarks]&lt;br /&gt;
:Seit dem Erwerb Warnemündes 1323 durch die Hansestadt Rostock steht der Ort unter hansestädtischer Verwaltung und Rechtsaufsicht eines städtischen Vogtes, der die Weisungen und Verordnungen der Stadt am Ort durchzusetzen hatte.&lt;br /&gt;
:Ab 1472 ist das Gebäude als Dienstwohnsitz der Rostocker Vögte (warscheinlich 35 auf einander folgende Vögte) nachweisbar.&lt;br /&gt;
:Das zweistöckige Gebäude war über mehrere Jahrhunderte hinweg das einzige Gebäude inmitten der &amp;quot;Vörreeg&amp;quot;, das mit der Traufseite zur Straße steht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Aufgaben des Vogtes (Stand 22.4.1906):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- wichtigste Aufgabe: Ortspolizeibehörde&lt;br /&gt;
:- bevollmächtigt, Steuern und Abgaben zu erheben und ggf. einzutreiben&lt;br /&gt;
:- Vollstreckung der von ihm verhängten Strafen bei Zuwiderhandlungen gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit&lt;br /&gt;
:- Vorsitz des Armenkollegiums&lt;br /&gt;
:- Vorsitz des Gemeindewaisenrates und des Schulvorstandes&lt;br /&gt;
:- Beteiligung an der Badeverwaltung &lt;br /&gt;
:- Schätzungs- und Einzugshoheit für Grundsteuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weitere in der Vogtei angesiedelte Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Gästehaus für die Hansestadt Rostock, aber auch offene Herberge und Gasthaus (daher auch 1832 Anbau eines Küchenhauses)&lt;br /&gt;
:- ab 11.3.1606 Verkaufsmonopol für den Verkauf von Rheinwein, Meth, Aquavit und anderen hochprozentigen alkoholischen Getränken&lt;br /&gt;
:- ab zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts auch Sitz der Badeverwaltung.&lt;br /&gt;
:- 1888 erfolgte die letzte Einsetzung eines Vogtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Marksteine in der Geschichte der Vogtei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1675, Februar stand das Wasser im Gebäude 3 Fuß hoch, so daß man &amp;quot;die höchste Treppe vor der Stube erreichet, mit Böten durch die Zimmer fahren konnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1665 vertrieben die Schweden die Rostocker Stadtsoldaten aus der Vogtei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1675 Als der Kurfürst von Brandenburg in Warnemünde einzog richteten die Schweden ein Geschütz auf die Vogtei. Die Salve schlug in das Gebäude ein und tötete den Adjutanten des Kurfürsten. Unmittelbar darauf eroberten die Brandenburger die Schwedenschanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1996 Bei Beginn der Restaurierung des Gebäudes wurden alte Malereien entdeckt, deren älteste auf ein Alter von rund 600 Jahren datiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- 1999, 26.März, nach fünfjährigem Leerstand und Rekonstruktion öffnet das Haus des Gastes in der Vogtei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Warnemünder Drehbrücke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 1903 mußte der Alte Strom noch mit Fischerbooten überquert werden.&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Hafenumbauten 1900 bis 1903 änderte sich dann einiges.&lt;br /&gt;
:Der neue Bahnhof und die 1903 eröffnete Eisenbahnfährverbindung machten den Bau einer festen Verbindung beider Ufer notwendig.&lt;br /&gt;
:In Höhe der Vogtei wurde 1903 die Drehbrücke fertggestellt, deren Brückenkonstruktion die von der Firma Ostermann aus Meppen geliefert worden war.&lt;br /&gt;
:Um den Verkehr über die Brücke zu regeln, gelangte eine Brückenordnung zur Anwendung, in der unter Anderem folgendes verankert war.&lt;br /&gt;
;1. Über die Brücke darf nur im Schritt gefahren oder geritten werden.&lt;br /&gt;
;2. Fußgänger haben sich auf der Brücke stets rechts zu halten.&lt;br /&gt;
;3. Solange die Zugänge zu der Brücke durch Ketten geschlossen sind, darf diese nicht betreten werden.&lt;br /&gt;
;Bei Zuwiderhandlung werden Geld- und Haftstafen verhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Schiffsführer, die mit ihren Schiffen die Brücke passieren wollen, mußten dem Lotsenkommandeur Angaben zum Schiff machen und dieser bestimmte dann Zeit und Art des Durchfahrens.&lt;br /&gt;
:Natürlich war auch eine Gebühr für das Öffnen der Drehbrücke fällig.&lt;br /&gt;
:Während der Nachtzeit und an Sonn- und Feiertagen wurde die Brücke nicht geöffnet.&lt;br /&gt;
:Bis in die 1930er Jahre war der Drehmechanismus der Brücke noch täglich im Betrieb.&lt;br /&gt;
:Besonders in den Sommermonaten war und ist die Drehbrücke beliebter Treffpunkt der Warnemünder, die ein Zimmer vermieten wollten oder mit ihren Handwagen nach ihren anreisenden Gästen Ausschau hielten.&lt;br /&gt;
:Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sogar der Transitverkehr nach Dänemark über die Brücke geleitet.&lt;br /&gt;
:1982 erfolgte eine Reparatur und Rekonstruktion des inzwischen technischen Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur-Warnemünder sind besondere Menschen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünder Paar.jpg|thumb|350px|rechts|Warnemünder Paar]]&lt;br /&gt;
====Die Rostocker beschneiden die Rechte der Warnemünder====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Die mittelalterlichen Zünfte Rostocks rechneten zu ihren Vorrechten, daß im Bannkreis ihrer Stadt weder Handwerk noch Handel betrieben werden durfte. Sie suchten die dadurch gewonnene Monopolstellung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Zum Bannkreis Rostocks zählte auch der Hafenort Warnemünde sowie die städtischen Dörfer in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Als im hanseatischen Rostock die Schiffahrt blühte, fanden auch Warnemünder Einwohner darin ihren Verdienst. Sie besaßen in der Hauptsache kleine Boote, doch führten sie in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts bereits Fahrten nach Schweden durch . Das läßt schon auf größere Ausmaße der Schiffe schließen. Um die Mitte des Jahrhunderts wird von Schiffern berichtet, die in Warnemünde ansässig und aus der dortigen Bevölkerung hervorgegangen waren. Ihre Zahl vermehrte sich schnell. Damals war in den Seefahrt treibenden Kreisen des Hafenortes ein gewisser Wohlstand anzutreffen, was aus dem reichen Besitz der Warnemünder Kirche an Silbergerät und Bargeld ersichtlich ist.&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Handel war damals im Absinken begriffen. Bis dahin hatten die Rostocker Kaufleute und Schiffer wenig gegen die Entwicklung Warnemündes einzuwenden. Bei den geringeren Verdienstmöglichkeiten wurde das anders. Man sah in der Warnemünder Schiffahrt nunmehr eine Konkurrenz, die manbeseitigen wollte. Die Möglichkeit dazu war gegeben; denn der Rostocker, von den Besitzbürgern gebildete Rat herrschte auch über Warnemünde. Die Einwohner des Hafenortes konnten wohl das Rostocker Bürgerrecht erwerben, waren abere ohne Mitbestimmungsrecht.&lt;br /&gt;
:Im Jahre &#039;&#039;&#039;1565&#039;&#039;&#039; vereinigten sich in Rostock die beiden Kompanien der Schonen- und Bergenfahrer, deren Bedeutung stark gefallen war, zur Schiffergesellschaft. Die neue Berufsorganisation strebte sofort danach, die Schiffahrt und den Handel der Warnemünder zu unterbinden. Ihre dahin gehenden Wünsche wurden in einem Statutenentwurf festgelggt und damit begründet, daß Warnemünde lediglich ein Fischerlager darstelle. Bald darauf reichte die Schiffergesellschaft beim Rostocker Rat eine Klage gegen die Warnemünder Einwohner ein, daß sie den Rostocker Schiffern ihre Nahrung entziehen. Obgleich die Warnemünder auf ihr Gewohnheitsrecht hinweisen konnten, daß sie schon seit langem ungehindert ausgeübt hatten, bestimmte das Urteil des Rates vom &#039;&#039;&#039;14. April 1567&#039;&#039;&#039;, daß sie für Seefahrtzwecke nur kleine Boote mit Dollbord benutzen durften. Jegliche Schiffahrt mit Schuten oder &amp;quot;verbauten&amp;quot; Booten sollte ihnen untersagt, jedoch auf den Kleinschiffen die Verfrachtung von Kaufmannsgütern gestattet sein.&lt;br /&gt;
:Im Jahre &#039;&#039;&#039;1574&#039;&#039;&#039; reichten die Rostocker Schiffer zwei weitere Beschwerdeschriften gegen die Warnemünder ein. Am &#039;&#039;&#039;20. Februar 1577&#039;&#039;&#039; beschränkte der Rat die Anzahl der für Warnemünde zugelassenen Schiffer. Außer 33 namentlich genannten, die bis dahin schon als Schiffer tätig gewesen waren, sollte sich niemand &amp;quot;Schuten edder böthe mehr tholegen, kopen edder buwen, ane der ersamenweddeherrn ... vorweten und willen&amp;quot;. Den Zugelassenen wurden noch besondere Bedingungen auferlegt: sie sollten jederzeit im Hafen drei Boote segelfertig halten, &amp;quot;damit frombde lüde mögen awergeföret&amp;quot;, d.h. nach Dänemark gebracht werden könnten. Weiter sollten sie Knechte halten, die in ihrer Abwesenheit zu fischen und den Rostockern Fische auf den Markt zu liefern hatten. Eine Besetzung frei werdender Schifferstellen sollte nur mit Genehmigung der Gewettsherren erfolgen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warnemünder durften nicht Kapitän, Reeder oder Schiffseigner sein====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;20. November 1581&#039;&#039;&#039; unternahmen die Rostocker Schiffer einen neuen Vorstoß. Sie forderten in einer Eingabe, daß in Warnemünde weder Seefahrt noch Handel getrieben werden dürfe; wer sich weiterhin samit befassen wolle, müsse nach Rostock ziehen. Das 100-Männer-Kollegium trat am &#039;&#039;&#039;6. März 1584&#039;&#039;&#039; dem Verlangen bei. Es erklärte sogar, als der Rat mit seiner Entscheidung zögerte, im &#039;&#039;&#039;Januar 1585&#039;&#039;&#039;, keine Steuern bewilligen zu wollen. Die Rostocker Schiffer wandten sich außerdem am &#039;&#039;&#039;2. März 1585&#039;&#039;&#039; an Herzog Ulrich, der sich auf ihre Seite stellte. Nun erließ der Rat am &#039;&#039;&#039;15. März&#039;&#039;&#039; ein völliges Schiffahrtsverbot für die Warnemünder Einwohner. Sie sollten bei einer Strafe von 40 Talern innerhalb von 14 Tagen ihre sämtlichen Schuten und Boote verkaufen.&lt;br /&gt;
:Zur Ausführung des Entscheids kam es vorerst noch nicht. Die Warnemünder gingen an das Land- und Hofgericht in Güstrow, jedoch ohne Erfolg. Es bestätigte das Verbot des Rates. Dann wandten sie sich am &#039;&#039;&#039;18. Oktober 1586&#039;&#039;&#039; an das Reichskammergericht in Speyer. dort blieb der Fall lange liegen. Die Zahl der konzessionierten Warnemünder Schiffer war bis &#039;&#039;&#039;1590&#039;&#039;&#039; auf 20 zurückgegangen. Da beschloß der Rat, jeden, der sich außer ihnen mit der Führung eines Schiffes befasse, mit 50 Talern Strafe zu belegen.&lt;br /&gt;
:Er mußte im Jahre &#039;&#039;&#039;1597&#039;&#039;&#039; jedoch feststellen, daß trotz seiner Einschränkungsbestimmungen die Anzahl der Schiffer in Warnemünde auf 54 gestiegen war. Darauf ordnete er am &#039;&#039;&#039;25. Februar&#039;&#039;&#039; an, daß neue Schiffe nur mit seiner Genehmigung gebaut werden dürften. Die Erlaubnis der Weddeherren genügte nicht mehr. Die ledigen Schiffer sollten nach Rostock ziehen und die verbleibenden alten sich nicht mehr mit Warenhandel abgeben. Da der Rat aber den Warnemünder Schiffern nicht traute, so ließ er jeden von ihnen in jedem Jahre erklären und mit einem Eide bekräftigen, daß er nicht den ihm verbotenen Warenhandel betrieben habe.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;31. Dezember 1604&#039;&#039;&#039; schränkte der Rat die Schiffahrt der zugelassenen Warnemünder nochmals ein. Sie durften fortan nur ein einziges Boot besitzen, nicht mehr als 30 Last laden und nicht über den Sund hinaus fahren. Die jungen Schiffer sollten nach Rostock ziehen. Da der Prozeß vor dem Reichskammergericht nicht aus der Stelle kam und nur Kosten verursachte, auch wenig Aussicht auf einen guten Ausgang vorhanden war, so nahmen schließlich am &#039;&#039;&#039;1. Februar 1606&#039;&#039;&#039; die Warnemündere ihre Klage zurück, zwanzig Jahre nachdem sie sie eingereicht hatten. Sie erklärten, sich dem Willen des Rates zu fügen, das heißt, in die Stadt zu ziehen. Der größte Teil der Schiffer zog nun aus Warnemünde fort. Einige blieben. Im &#039;&#039;&#039;Juli 1622&#039;&#039;&#039; erhielten auf ihre Bitte endlich 5 Schiffer die jederzeit  widerrufliche Genehmigung, in Warnemünde wohnen und Schiffahrt treiben zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Die Wirkung der einschneidenden Handels- und Schiffahrtsbeschränkung machte sich bald in Warnemünde bemerkbar. Das Steuerregister von &#039;&#039;&#039;1623&#039;&#039;&#039; berichtet in dem kleinen Ort von 12 wüsten Hausstellen. Die ehemaligen Besitzer waren fortgezogen.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder versuchten im Laufe der Zeit immer wieder, das Verbot des Rates zu umgehen. Während des Siebenjährigen Krieges beschwerten sich Rostocker Bürger, daß in Warnemünde schon wieder Warenhandel bettrieben worden sei. Daraufhin untersagte der Rat am &#039;&#039;&#039;27. April 1764&#039;&#039;&#039; den Warnemündern nochmals jegliche Schiffahrt. Der Vogt wurde angewiesen dort keinerlei Handel zuzulassen. Im Jahre &#039;&#039;&#039;1768&#039;&#039;&#039; wurde das Verbot erneuert und den Einwohnern strengstens befohlen, den Ankauf und die Verladung von Backobst, Wolle, Flachs und anderen ländlichen Erzeugnissen hionfort zu unterlassen. Aber schon &#039;&#039;&#039;1777&#039;&#039;&#039; gab es wieder ein paar Schiffer in Warnemünde. Die Schiffergesellschaft ruhte indessen nicht und erreichte, daß der Rat in seiner Verordnung vom &#039;&#039;&#039;26. Oktober 1785&#039;&#039;&#039; ihnen die Ausübung ihres Gewerbes in Warnemünde unmöglich machte. Wiederum wurde verfügt, daß die Warnemünder Bevölkerung nur fischen, auf fremden Schiffen als Matrosen fahren und Lotsendienste verrichten durfte. Auf eigenen Schiffen zu fahren blieb ihnen verboten. Im folgenden Jahre unterband der Rat den Warnemündern auch den Frachtverkehr auf der Unterwarnow zwischen Warnemünde und Rostock. Wiederum gab es Abwanderung aus dem Hafenort, zum Teil sogar nach dem Fischland, während andere Einwohner dem Rat ein Schnippchen schlugen, indem sie das Ribnitzer Bürgerrecht erwarben, aber in Warnemünde wohnen blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Diebereien der Warnemünder====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Das Rostocker Gewett, städtische Behörde für Hafen und Schiffahrt, Handel und Gewerbe, hatte auch den Hafenort Warnemünde zu verwalten und als Niedergericht die in Warnemünde auftretenden Streitfälle zu verhandeln. Deshalb hielt es regelmäßige Gerichtstage in Warnemünde ab.&lt;br /&gt;
:Die hauptsächlichsten Vergehen, die zur Verhandlung standen, waren unzweifelhaft Eigentumsdelikte. Es wurden Steine und Holz von den sogenannten Stein- und Moddekisten, die zur Uferbefestigung und zum Schutz gegen Versandung des Fahrwassers aufgestellt wurden, entwendet. Holz stahl man natürlich auch in der nahen Heide. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1772&#039;&#039;&#039; ist ein Palisadenwerk von der Schanze bis zu den Steinkisten erwähnt, von dem die Warnemünder ständig Holz stahlen. &lt;br /&gt;
:Zahlreich sind auch Fälle von Diebereien am Strand. Daneben fallen noch Klagen wegen rückständiger Zahlungen auf, zum Beispiel durch den Pastor, und auch die Hebamme klagte gegen zahlungssäumige Wöchnerinnen.&lt;br /&gt;
:Diese Prozesse bestätigen aber nicht die Warnemünder als &amp;quot;Langfinger&amp;quot;. Hinter ihnen verbirgt sich die große Armut der Menschen. Was sollten sie auch machen, gab es doch so weit das Auge reichte nur Sand und Seewasser. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1847&#039;&#039;&#039; bat zum Beispiel der Warnemünder Vogt Meyer um Lieferung von verbilligtem Roggen für die in äußerste Not geratene Warnemünder Bevölkerung. In diesem Jahr hatte weder Feuer, noch Wasser, noch Militär, die Menschen heimgesucht. Es war also für die Warnemünder ein ganz normales Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Regelmäßige Böhnhasenjagden der Rostocker Zünfte in Warnemünde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Weiter durften in Warnemünde weder Schlachter, noch Müller oder Bäcker wohnen. &lt;br /&gt;
:Das Verhältnis zwischen den Rostocker Stadtbehörden und den Warnemündern blieb gespannt. Immer wieder suchte man sich über die auferlegten Beschränkungen hinwegzusetzen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker Zünfte übernahmen mit Vorliebe in Warnemünde die Verfolgung heimlich arbeitender Handwerker. Es kam oft zu sogenannten Böhnhasenjagden (auf illegale Handwerker, die nicht Zunft-Mitglied waren). &lt;br /&gt;
:Noch als Warnemünde Badeort wurde, sträubten sich die Rostocker Zünfte, dort Handwerker zuzulassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rat bezeichnete im Jahre &#039;&#039;&#039;1854&#039;&#039;&#039; den Hafenort Warnemünde als &amp;quot;eine zum Vorteile der Stadt Rostock, weil dieser untertänige, in Unterordnung gehaltene Kommüne&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:Erst &#039;&#039;&#039;1861&#039;&#039;&#039; wurde das Schiffahrtsverbot aufgehoben. &lt;br /&gt;
:Bis ein Bäcker in Warnemünde sein Handwerk ausüben durfte, wurde es &#039;&#039;&#039;1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Und &#039;&#039;&#039;1866&#039;&#039;&#039; ließen die Rostocker Handwerksämter endlich zu, daß dort eine Mühle erbaut werden konnte und erstmalig ein Schlachter seinen Betrieb eröffnen durfte. &lt;br /&gt;
:Durch das &#039;&#039;&#039;Notgewerbegesetz des Norddeutschen Bundes&#039;&#039;&#039;  von &#039;&#039;&#039;1867&#039;&#039;&#039; fielen dann die letzten Beschränkungen für Warnemünde. Damit war die jahrhundertelange Unterdrückung der Bevölkerung des Hafenortes beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erst mit der Reichseinigung 1871 fielen die Beschränkungen denen die Warnemünder unterlagen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sie hatte dazu geführt, daß die Warnemünder auf manchen  Verdienst der möglich gewesen wäre, verzichten mußten, daß sie in manchen Dingen geradezu ausgebeutet wurden und zu Einkaufen in Rostock weite und nicht immer gefahrlose Fahrten zu unternehmen gezwungen waren. Die Kehrseite war, daß sich in den Warnemünder Familien eine vielseitige Handgeschicklichkeit entwickelte. Gerade weil manche Dinge des täglichen Gebrauchs am Orte nicht zu haben waren, fertigte man sie selbst an. Der Haß gegen die Rostocker machte sich noch lange bemerkbar. Er kam auch in der vielgebrauchten Redensart zum Ausdruck: &amp;quot;Schmiet´n Diewel in´n Strom! un lat´n driwen, is´n Rostocker!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schweden, Franzosen,Engländer und Russen - Warnemünde in Kriegszeiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schwedenschanze und der schwedische Zoll===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Warnemünder Zoll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Durch den Vertrag vom 29.11.1632 zwischen Gustav Adolf und den mecklenburischen Herzögen Adolf Friedrich I. und Johann Albrecht II. nahm dieser Zoll seinen Anfang. Warnemünde wurde an die Schweden abgetreten und ihnen zugleich das Recht eingeräumt, hier von aus- und eingehenden Fahrzeugen eine Abgabe zu erheben, von der den Herzögen 1 Prozent als Lizentquote zugesichert wurde. Mit dem Prager Frieden, dem sich auch die mecklenburgischen Herzöge angeschlossen hatten, trat eine Wendung ein, indem die Schweden nun Mecklenburg als Feindesgebiet behandelten, und das Land für einige Jahre Tummelplatz der feindlichen Armeen wurde. Im Jahre 1638 kam es zum Kampf um die Warnemünder Schanze, und die Schweden sahen sich genötigt, diese Befestigung den Kaiserlichen zu überlassen. Bald aber wandte sich das Blatt. Die Kaiserlichen mussten Mecklenburg räumen, und der Kommandant von Warnemünde verließ heimlich auf einem dänischen Schiff die Schanze, nachdem er sie den Rostockern übergeben hatte.  Diese versuchten nun das Schanzwerk zu zerstören, wurden aber daran von den Schweden gehindert, die es von neuem eroberten und befestigten und darauf fortfuhren, den Zoll zu erheben. Dieser Zustand hat dann bis zum Westfälischen Frieden und darüber hinaus bestanden, denn alle Versuche der Herzöge und der Rostocker, während der Friedensverhandlungen eine klare Bestimmung hierüber in die Friedensartikel hineinzubringen, waren vergeblich. So ist es dahin gekommen, dass noch bis ins 18 Jahrhundert hinein dieser Zoll erhoben werden konnte zum Schaden für Rostocker Handel und Schifffahrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der schwedische Zoll in Warnemünde in den Jahren 1632-1654&amp;quot; Alexander Pries 1914]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.google.de/books/edition/Motiven_warumb_die_Cron_Schweden_den_War/w79YAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=zoll+warnem%C3%BCnde&amp;amp;printsec=frontcover Warum die Cron Schweden...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde während der Franzosenzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1809 - Schillsche Truppen in Warnemünde====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Im Stadtarchiv der Hansestadt findet sich ein umfangreiches Aktenstück aus der Franzosenzeit, also der Besetzung durch napoleonische Truppen zwischen 1806 und 1813. &lt;br /&gt;
:In diesem Dokumentenbestand ist auch der vom 29. Mai 1809 datierte ausführliche Bericht des Warnemünder Vogtes Lange enthalten. &lt;br /&gt;
:Er berichtet was sich am Rande des in der deutschen Geschichtsschreibung oft heroisch geschilderten Kriegszuge Ferdinand von Schills mit seinem Bataillon Husaren rund um den alten Strom zutrug: &lt;br /&gt;
:„Dienstag d. 23. (Mai) gegen Mittag sprengten 4 Husaren vom von Schillschen Corps hinten an die Voigtey und fragten nach dem commandirenden Officier in Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Es trat der Herr Lieutenant v. Horn heraus, welcher sogleich befragt ward, ob er diesen Platz dem Schillschen Corps übergeben wolle ?“ &lt;br /&gt;
:Der antwortete: „Der Platz sey allenthalben offen, und könne er denselben mit seinen Invaliden nicht verteidigen.“ &lt;br /&gt;
:Daraufhin wies man den 4 Husaren Quartiere bei Warnemünder Bürgern an. &lt;br /&gt;
:Deren Pferde bezogen den Stall beim Bürger Grimm. Am darauf folgenden Mittag erschienen weitere 14 Mann unter dem Kommando eines Sergeanten, der erklärte, das er nun Besitz von Warnemünde nehme. &lt;br /&gt;
:Leutnant von Horn entgegnete darauf, das er Befehl habe nicht von seinem Posten zu weichen. &lt;br /&gt;
:Der Sergeant erwiderte, dass er durchaus an seiner Seite weiter auf seinem Platz bleiben könne. &lt;br /&gt;
:Vor dem Einmarsch der Husaren hatte der Leutnant Schildwachen vor allen in Warnemünde liegenden Schiffen postiert. &lt;br /&gt;
:Um einer Entwaffnung zuvor zu kommen ließ er bei ihnen nun heimlich alle Patronen einsammeln und so die Gewehre unbrauchbar zu machen. &lt;br /&gt;
:Aber die Maßnahme half nichts. Die Husaren entwaffneten die Rostocker Wachen trotzdem. &lt;br /&gt;
:Am darauf folgenden Tag traf Graf von Moltke, ein Schillscher Stabsoffizier mit weiteren 14 Mann, teils Kavallerie, teils Infanterie hier ein. &lt;br /&gt;
:Auch für sie musste nun ein Quartier gefunden werden. &lt;br /&gt;
:Der veranlasste nun, das drei requirierte Kutter-Boote in die See vor die Hafeneinfahrt gelegt wurden. &lt;br /&gt;
:Fortan war auch den Fischern das Auslaufen verboten. &lt;br /&gt;
:Ein Schillscher Bataillonsschreiber brachte schließlich aus Rostock an von Moltke die Order alle hier liegenden Schiffe zu begutachten und festzulegen.&lt;br /&gt;
:Am nächsten Tage belief sich die Zahl der so erlangten Schiffe auf 22. &lt;br /&gt;
:Nun erging an den hiesigen Lotsenkommandeur Weisung, bei Strafandrohung von 50 Hieben, dass er die Räumung der Wasserfahrzeuge zu organisieren habe. &lt;br /&gt;
:Anschließend sollen sodann auf drei der Schiffe Pferdeställe eingebaut werden. &lt;br /&gt;
:Bald darauf rückt von Rostock der Schillsche Leutnant  von Hagen mit 12 Mann an, um nun mit Verspätung den Leutnant von Horn doch noch zu arretieren. &lt;br /&gt;
:Auch müssen die Rostocker Wachsoldaten jetzt den letzten Rest an Ausrüstung und Uniform abliefern. &lt;br /&gt;
:Der Lotsenkommandeur schien außerstande, den Einbau der Pferdeställe in die Schiffe zu organisieren. &lt;br /&gt;
:So sandte man kurzerhand ein Boot in den Breitling. Hier arbeitete gerade eine Reihe von Zimmerleuten an den Steinkisten der Molenbauwerke. &lt;br /&gt;
:Unter Androhung, sie im Wiedersetzungsfalle umgehend zu erschießen zwang man sie nun auf die Schiffe zwecks Einbau der Pferdeställe. &lt;br /&gt;
:Es mangelte jedoch an Material. Polier Stark musste nun angeben was gebraucht wurde. &lt;br /&gt;
:Das erforderliche Holz brachte man in Warnemünde bald zusammen, aber es mangelte an Nägeln. &lt;br /&gt;
:Zwischenzeitlich setzte aus Rostock ein Strom an Waffen, Proviant und Husaren aus Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Allein acht Wagen mit Gewehren, Piken und Munition waren in Rostock requiriert worden. Deren Verladungen scheiterten an dem fehlenden Umbau der Schiffe. Der Umbau wiederum an den noch nicht aus Rostock eingetroffenen Nägeln. &lt;br /&gt;
:Als schließlich Schills Adjudant von Baersch in Warnemünde eintraf um die Einschiffung von Truppen auf den requirierten Schiffen  zu kommandieren, sprach der ein Machtwort und ließ jede verfügbare Hand dazu kommandieren, aus Umzäunungen, Steganlagen und Gebäuden alle sichtbaren Nägel herauszuziehen und für die Stallanlagen auf den Schiffen zu gewinnen. &lt;br /&gt;
:Es kam auch eine ansehnliche Menge zusammen, allein die Zimmerleute erklärten sie alle für unbrauchbar. &lt;br /&gt;
:So wurde schließlich ein Kavallerist nach Groß Klein gesandt, um dort von einem Schmied  ausreichend Nägel zu holen. Zwischenzeitlich beklagten sich die Schiffseigentümer bei Baersch, wer ihnen den Verlust der Schiffe ersetze? &lt;br /&gt;
:Baersch sicherte zu, das Schill ihnen alles ersetze. &lt;br /&gt;
:Nach einem Tag trafen schließlich auch die Nägel ein und die Arbeit an den Pferdeställen begann. &lt;br /&gt;
:Nun erging an den Vogt Lange die Weisung alle in den Warnemünder Häusern verfügbaren Töpfe und Pfannen zu requirieren und für die Truppen auf die Schiffe zu bringen, was bei den Bewohnern zu großem Wehklagen Anlaß bot. Man schickte auch Requirierungstrupps in die Dörfer der Umgebung um Futter und Lebensmittel zu beschlagnahmen. &lt;br /&gt;
:Inzwischen begann die Einschiffung der Husaren und ihrer Pferde. &lt;br /&gt;
:Gegen Abend erreichte den Kommandeur von Baersch die Meldung, das einige Husaren der Witwe Heberer ihren Wein mit Gewalt aus dem Keller geholt hatten. Der Kommandeur eilte sogleich mit einem weiteren Offizier  dorthin um die Marodeure zu verhaften. &lt;br /&gt;
:Einer von ihnen widersetzte sich und ward von von Baersch noch am Ort exekutiert und vor dem Haus verscharrt. &lt;br /&gt;
:Kurz darauf  erklärt von Baersch dem Vogt, dass er dessen Dienstmädchen Lene als Köchin mit auf sein Schiff nehmen wolle. &lt;br /&gt;
:Die entzog sich dem aber sogleich durch Flucht und versteckte sich zunächst im Pfarrhaus. &lt;br /&gt;
:Die Anzahl der höheren Offiziere, die in der Vogtei Quartier bezogen hatten und sich zwangsweise am Tisch des Vogtes Lange beköstigen ließen stieg unablässig. &lt;br /&gt;
:Inzwischen begann man bereits einzelne Schiffe auf die Reede auszuschiffen. &lt;br /&gt;
:Das zwei der erfahrenen heimischen Schiffer nacheinander die Segler auf eine Untiefe von Einheimischen „Lichtbogen“ genannt, auflaufen ließen, war sicher nicht deren Unerfahrenheit zuzuschreiben. Viel Zeit kostete nun deren Bergung um auch für die anderen Segler die Hafenzufahrt passierbar zu machen. &lt;br /&gt;
:Am 28. Mai morgens hatten holländische Truppen Warnemünde von Westen her erreicht und versuchten nun durch Beschuß die gegnerischen Schillschen Truppen am Auslaufen zu hindern. &lt;br /&gt;
:15 Schiffe lagen bereits auf Reede. Das sechzehnte, geführt vom Schiffer Maas aus Rostock segelte eine viertel Stunde lang unter starkem Beschuß aus der Hafenausfahrt. &lt;br /&gt;
:Den Holländern gelang es nicht im weichen Dünensand die Kanonen richtig auszurichten, so dass sie immer wieder nur die Segel des Schiffes trafen. &lt;br /&gt;
:Zwei weitere Schiffe mit Husaren an Bord lagen noch in Warnemünde. &lt;br /&gt;
:Da ihnen die Ausfahrt offensichtlich nicht mehr gelingen würde, flüchteten die Schillschen an Land über den Strom und die Hohe Düne in die Rostocker Heide. &lt;br /&gt;
:22 Der Husaren gerieten jedoch bei der anschließenden Verfolgungsjagd noch in Gefangenschaft der Holländer. &lt;br /&gt;
:Ein Teil der holländischen Truppen quartierte sich nun in den Warnemünder Häusern ein und ließ sogleich erneut Lebensmittel requirieren. &lt;br /&gt;
:Einen Tag später ließen sie sich jedoch zur Hohen Düne übersetzen um die Schillschen Truppen weiter in Richtung Stralsund zu verfolgen. &lt;br /&gt;
:Am darauf folgenden Tage war Warnemünde wieder militärfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosenzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1810 - Im Frühsommer des Jahres war die Franzosenherrschaft an der Ostseeküste so schwach, daß die Engländer kleinere Landungen wagten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 3. Juni war ein nach Russland bestimmtes, amerikanisches Schiff von einem in Warnemünde stationierten französischen Kaper aufgebracht worden. Als Reaktion landete eine englische Marine-Einheit, eroberte Kaperschiff &#039;&#039;&#039;und&#039;&#039;&#039; Beuteschiff. Sie entführten sodann beide aus dem Hafen. Die schwache mecklenburgische Wachmannschaft hatte sofort nach der Landung die Flucht ergriffen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Redoute 1912.jpg|thumb|300px|rechts|Warnemünde Redoute (1912)]]&lt;br /&gt;
:Dieses Ereignis veranlasste den französischen Marschall Eckmühl dazu, umgehend stärkere, ausschließlich französische Truppen in Warnemünde zu stationieren. Damit einher ging sein Befehl an die Stadt Rostock, unverzüglich den Bau verschiedener Befestigungsanlagen in Warnemünde abzusichern und zu finanzieren. &lt;br /&gt;
:Um die Befestigungsanlagen mit einer Redoute als Kern in Warnemünde in kurzer Zeit herzustellen, hatte die Stadt Erdarbeiter, Zimmerleute und andere Handwerker aller Art, sowie sämtliches Bauholz aus der Rostocker Heide zu stellen. Die Bürgerschaft war zunächst unentschlossen. &lt;br /&gt;
:Am 7. September gibt das erste Quartier in der Beschluß-Findung dazu folgende Stellungnahme ab. „...ein außerordentlicher Holzhieb scheitert bereits daran, das nichts mehr zu entscheiden ist, außer, wie er praktisch ausgeübt werden kann. Besser ist, noch einmal den Forstinspektor Becker zu befragen und ihn ein Konzept fertigen zu lassen. ...“ &lt;br /&gt;
:Das zweite Quartier hat darauf nur noch zu erwidern, daß man den Holzeinschlag vorrangig in den Rövershäger Waldungen ausführen solle, da aus den damals ebenfalls im Rostocker Besitz befindlichen Willershäger Waldungen die Anfuhrkosten zu hoch seien. &lt;br /&gt;
:Die Entscheidung war somit gefallen und der Forstinspektor erhielt freie Hand. Noch in derselben Woche begannen alle seine Waldarbeiter in den Trassen der abgesteckten, zukünftigen Waldschneisen, das gesamte für den Warnemünder Redouten-Bau benötigte Holz einzuschlagen und damit es sich auch leicht transportieren ließ, gleich einen guten Untergrund für die Fuhrwege herzurichten. &lt;br /&gt;
:So entstanden nach einander die Meiershausstellenschneise von Wiethagen nach Meiershausstelle, die Trasse der heutigen Bäderstraße, als Forstweg, von Hinrichshagen nach Torfbrücke, sowie die Schneise vom Mönkortsbaum nach den Wiesen und Schnatermann (die heutige Bauernwiesenschneise). Der unfertige Landweg von Hinrichshagen nach Markgrafenheide bekam nun als Transportweg zur Warnemünder Baustelle eine besondere Wichtigkeit und konnte 11 Jahre nach seinem Baubeginn, dem ursprünglichen Plan entsprechend, fertiggestellt werden und Beispiel gebend solide ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
:Nach Abschluss der Bauarbeiten war selbst das bis dahin permanent opponierende zweite Quartier nunmehr von der Sinnhaftigkeit des entstandenen Wegenetzes überzeugt und machte der Forstverwaltung sogar Vorwürfe, warum man damit nicht schon eher begonnen habe. Von 1791 bis 1811 hatten sie dieses Projekt stets verhindert.&lt;br /&gt;
:Der Bau der Warnemünder Redoute zog sich bis Februar 1812 hin. Nur vierzehn Monate später, am Ende der Franzosenzeit, beschlossen die Hundertmänner am 12. April 1813 bereits den Abriss der Redoute. Da sich die Umsetzung des Abrisses aber laufend verzögerte, landeten schließlich am  26. August rund 100 Engländer, schickten die Bürgerwache der Warnemünder nachhause  und „demolierten“ die Redoute. Am folgenden Tage beendeten sie ihr Zerstörungswerk endgültig und sprengten die gesamte Anlage. &lt;br /&gt;
:Zwei Wochen darauf besichtigte die Stadtverwaltung die Trümmerstätte und befand: „..daß die Redoute sich nicht mehr ähnlich war.“ Beckers Waldschneisen dagegen haben bis in unsere Tage Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzosenzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde während des ersten Weltkrieges 1914-1918===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Bahnberaubungen in Warnemünde====&lt;br /&gt;
HG&lt;br /&gt;
[[Protokoll des Gerichtsverfahrens]] einfügen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde in der Zeit des dritten Reiches und des zweiten Weltkrieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Franzosenlager auf der Hohen Düne====&lt;br /&gt;
(Quelle Dr. Reno Stutz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====* [[Das Kriegsende In Warnemünde am 1. Mai 1945]]====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Hafen mit Leuchtfeuern und Molen==&lt;br /&gt;
===Die erste Leuchte am Ost-Ende der Hohen Düne ab 1323 bis warscheinlich 1487===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der Warnemünder Leuchtturm in  &amp;quot;die Wahrhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberuhmten alten See- und Hensestadt Rostock&amp;quot; von 1578 bis 1586 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde 1586 Leuchtturm Ausschnitt Vicke Schorler Rolle.jpg|thumb|300px|rechts|Warnemünde 1586 Leuchtturm Ausschnitt Vicke Schorler Rolle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1832 Bevor der Leuchtturm kam===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller) (WG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Offensichtlich war ursprünglich ein hölzerner Bau geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Planung Leuchtturm Freim Abendbl Januar 1832.jpg|Eine Zeitungsmeldung im &amp;quot;Freimüthigen Abendblatt&amp;quot; Januar 1832&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde die Leuchte um 1870.jpg|Die Leuchte, der 1836 erbaute Vorgänger unseres heutigen Leuchtturms, links daneben der Signalmast&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Leuchtturm, das Wahrzeichen von Warnemünde===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemuende Leuchtturm im Bau.jpg|thumb|250px|rechts|Der Leuchtturm im Bau 1897/98]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leuchtturm Warnemuende vor 1905.JPG|thumb|250px|rechts|Der Leuchtturm vor 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1898 wurde der Warnemünder Leuchtturm, heute wohl wichtigstes Wahrzeichen des Ostseebades seiner Bestimmung übergeben. Versucht man die Wurzeln seiner Entstehung zu ergründen,  entdeckt man in alten Quellen bald, daß die Überlegungen zur Errichtung eines solchen Bauwerkes schon viel weiter zurückliegen.&lt;br /&gt;
:Auch in den Zeitungen des 19. Jahrhunderts wiederspiegelt sich dieses Thema. &lt;br /&gt;
:So weiß das &amp;quot;Freimütige Abendblatt&amp;quot; in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts dazu folgendes zu berichten: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Hinsichtlich der jüngst von hier gemeldeten Absicht, ein Feuersignal im Warnemünder Seehafen anzulegen, ist es allgemein zu bedauern, daß man weit davon entfernt scheint, die Ideen zum Grunde zu legen, die der verstorbene sehr unterrichtete und hellsehende Schiffskapitän Eichmann, ehemaliger Lehrer der Nautik hieselbst, in einer höchsten Ortes vor etwa 6 Jahren von ihm über die Frage an welchem Punkte der mecklenburgischen Seeküste es am vorteilhaftesten wäre einen ordentlichen Leuchtturm zu errichten, erforderten und eingereichten, überaus wohlgearbeiteten Denkschrift, über die, seiner Meinung nach, in Warnemünde allein am allernützlichsten und unentbehrlichsten zu verfügende Errichtung eines solchen Leuchtturms entwickelt hat. Der Referent hat dies Memoire damals gelesen, und erinnert sich noch mit Vergnügen der lichtvollen mündlichen Erläuterungen des einsichtsvollen Verfassers, so wie der Wärme, mit der er den seit einigen Jahren neugebaueten und mit englischen Leuchtinstrumenten versehenen Leuchtturm zu Cuxhafen als das vortreffliche Modell pries, dem man in Warnemünde zu folgen hätte. Aber freilich steht die hohe Nützlichkeit, ja unentbehrliche Nothwendigkeit einer solchen Anstalt, so wie ihre dem Muster nacheifernde Vortrefflichkeit, die der Referent vor fünf Jahren stundenlang zu untersuchen und zu bewundern Gelegenheit hatte, auch im Verhältnis zu den sehr erheblichen Kosten, die die Nachahmung zu Warnemünde erfordern würde; Kosten zu denen, wenn dieser Gedanke je ins Leben träte, Fürst und Land, aus den entscheidenden Gründen wahren Gemeinwohls, auf die Hälfte oder doch ein Drittel beisteuern müßten und könnten.&lt;br /&gt;
:Rostock den 30. Januar 1832&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Immer wieder bieten die so &amp;quot;hellseherischen&amp;quot; Gedanken jenes Kapitäns  Eichmann Stoff zur Diskussion über die längst fällige Errichtung eines Leuchtturmes und man kann ihn wohl getrost als geistigen Vater eines solchen Bauwerkes bezeichnen. Auch sonst bietet sein Wirken in Warnemünde noch reichliche Betätigungsfeld für die Warnemünder Geschichtsforscher.&lt;br /&gt;
:Der Anstoß war gegeben, aber bis zur Realisierung verging noch viel Zeit und das Thema bot im Freimütigen Abendblatt auch weiterhin reichlich Lesestoff, wie hier zum Beispiel drei Jahre darauf:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was die schon vor mehreren Jahren beantragte Anlegung eines Leuchtturmes am Eingange des Warnemünder Hafens betrifft, so scheint diese Angelegenheit, obgleich sie, wie man erfährt, sowohl von den Seiten des Handels- als des Schifferstandes als sehr dringend empfohlen und von demselben auch bereits verschiedene annehmliche Offerten gemacht sein sollen, doch ganz in den Hintergrund gestellt zu werden, und vielleicht nur aus dem einzigen Grunde, weil die Rostocker Schiffahrt seit Jahrhunderten schon ohne Leuchtturm bestanden hat. Wohin aber sollen solche Grundsätze führen ? Man überzeuge sich doch endlich von der Nützlichkeit, ja von den Notwendigkeit dieser Einrichtung! Eben wegen des Mangels derselben scheiterte noch jüngst wiederum ein Schiff; denn das Ansegeln an die mecklenburgische Küste bei irgend trüber Witterung, besonders bei starkem Sturm und Seegange ist bekanntlich sehr gefährlich. Unsere Baubehörde wird deshalb wenn sie sich auch in dieser Hinsicht des Raths sachkundiger Männer bedient, gewiß keinen Anstand nehmen, auch diesem Gegenstande seine Erledigung zu verschaffen, zumal da bei den vorseienden Hafenbauten gewiß der Bau eines solchen Leuchtthurmes auf eine zweckmäßige und vieleicht minder kostspielige Art als sonst zur Ausführung gebracht werden kann.&lt;br /&gt;
:Rostock den 29. December 1835&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Im Folgejahr schließlich scheint die Sache in Gang zu kommen denn in der Augustausgabe steht zu lesen: :&amp;quot;Bei der am 16.des Monats stattgefundenen Grundsteinlegung zu dem auf der Düne Warnemünde´s zu erbauenden Leuchtthurm war leider der Mehrzahl der hier Anwesenden Fremden der zu dieser feierlichen Handlung angesetzte Zeitpunkt fremd geblieben, weshalb nur ein kleiner Teil derselben auf der bezeichneten Anhöhe sich versammelt hatte. Befremden mußte es wohl allgemein, daß von der obersten städtischen Behörde nichts geschehen war um diesem Actus auch in seiner äußerlichen Form eine festliche Bedeutung zu geben, das auch nicht eines ihrer Mitglieder gekommen war, um die Theilnahme an einem Werke an den Tag zu legen, welches dem Vaterlande zur Ehre und so vielen zur Rettung und zum Heile gegründet werden sollte. Freuen müssen wir uns aber andererseits, daß dennoch diese Handlung nicht ohne eine gewisse Solenität &#039;&#039;(Feierlichkeit)&#039;&#039; vollzogen wurde. Es hatte nämlich eine Dame aus Rostock (C.v.W.) diesen Gegenstand in einem Gedichte besungen, welches auf allgemeines Begehren ein gerade anwesender, sehr beliebter Redner, Herr Candidat Bartsch aus Rostock, nachdem er einige, dem Gegenstande angemessene Worte vorausgeschickt, auf eine dem Inhalte des Gedichtes vollkommen entsprechende Weise recitierte. Nachdem hierauf von dem Herrn Administranten des Baues ein Toast unter dem Klange der Gläser ausgebracht worden, wurde diese eben so einfache als ansprechende Feier beendigt. Wie es heißt, erreicht der Bau, unter der Leitung des Stadtbaumeisters Herrn Schwedtler, noch vor dem Winter seine Vollendung.&lt;br /&gt;
:Warnemünde d. 19. August 1836&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Leider nennt uns die Zeitung jener Tage den Verfasser der Zeilen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1897/98 der Bau des Warnemünder Leuchtturms====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Nebel mussten Sondermaßnahmen durchgeführt werden (Hornsignale, Glocke, Nebelkanone). Die Entwicklung der Rostocker Segelschiffflotte zur größten im Ostseeraum mit 372 Schiffen im Jahre 1878 machte einen weiteren Ausbau der Hafeneinrichtungen zwingend notwendig. So wurde bereits im Jahre 1862 dem Rat der Stadt Rostock ein Entwurf vorgelegt zum Umbau der Hafenleuchte in Warnemünde zu einem vollständigen Leuchtturm mit prismatischem Laternenhaus. Aber erst im Jahre 1897/98 kam es dann zum Bau des Leuchtturms in seiner jetzigen Form. Davor waren durch Streitigkeiten über die Notwendigkeit und die Finanzierung des Leuchtturms mehr als 30 Jahre ins Land gegangen. Erbaut wurde der Turm unter der Leitung des Rostocker Hafenbaumeisters Karl Friedrich Kerner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Leuchtturm mit Signalmast 1904.jpg|thumb|600px|links|Der neue Leuchtturm und links daneben der Wetteranzeiger-Signalmast 1904]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde1904 Handskizze Ludwig Krause Bedeutung der Signale am Mast.jpg|thumb|450px|rechts|Handskizze des Historikers Ludwig Krause über die Bedeutung der Signale am Mast neben der Leuchte 1904]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Feuer wurde zunächst mit Petroleum betrieben, das aus dem Petroleumkeller, in dem 4 Petroleumbottiche untergebracht waren, heraufgepumpt werden musste. Im Jahre 1917 wurde das Licht auf Gas umgestellt. Um 1927 wurde der Leuchtturm auf elektrisches Licht umgestellt. Die Lampentypen wurden ständig dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Heute wird der Turm mit einer 250W/230V HQL-Lampe betrieben.&lt;br /&gt;
Das Linsensystem wurde von der Firma Picht &amp;amp; Co. Rathenow geliefert und eingebaut und tut noch heute in unveränderter Form seine Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Auszug aus: &amp;quot;Verschwunden - Vergessen - Bewahrt, Denkmale der Rostocker Technikgeschichte&amp;quot; Hans-Joachim Luttermann]] Verlag Redieck und Schade 1995  &lt;br /&gt;
*[[&amp;quot;Leuchtturm Warnemünde&amp;quot; Hans Joachim Luttermann]] Verlag Redieck und Schade 2013&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=sYbcAokrAQw  Gerd Lau MV1 TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1968 Die Symbiose von Teepott und Leuchtturm als Warnemünder Wahrzeichen====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Werbung 1936.jpg |thumb|250px|rechts|Warnemünde mit Leuchtturm und Teepavillon 1936]]&lt;br /&gt;
;1926 Der runde &amp;quot;alte&amp;quot; Teepavillon mit Terrassen und Kuppeldächern entsteht&lt;br /&gt;
:neben dem Warnemünder Leuchtturm in unmittelbarer Nachbarschaft, den der Volksmund schon bald nach seiner Eröffnung &amp;quot;Teepott&amp;quot; nannte. &lt;br /&gt;
:Er brannte 1945 ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Architekt Ulrich Müther und der Hyparschalenbau&lt;br /&gt;
;noch fortsetzen&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Teepott 1979 OKR.jpg|400px|thumb|rechts|Inneres des Teepotts 1979]]&lt;br /&gt;
;1967/68 Anlässlich des 750. Geburtstages von Rostock lässt die Stadt den Teepott als Hyparschalen-Bau errichten.&lt;br /&gt;
: Eine Architektengruppe des Wohnungsbaukombinates Rostock um Stadtplaner Erich Kaufmann entwickelte das Gebäude des &amp;quot;Teepotts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Die statische Konstruktion eines Hyparschalenbaus erstellte dazu der Konstrukteur Ulrich Müther aus Binz. Die Dachkonstruktion besteht aus einer Membranschale, die Last der 1000 m2 umfassenden Dachfläche ruht auf nur drei Auflagenpunkten. Die Dachschale hat eine Dicke von 7cm.&lt;br /&gt;
:Die künstlerische Gestaltung führten Achim Kühn, Inge Jastram und Felix Büttner aus&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Teepott seit der Wiedervereinigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
:Der Teepott wird geschlossen, geht in Privateigentum über und steht 10 Jahre leer. &lt;br /&gt;
:Ein geplanter Abriss wird jedoch verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2001/02&lt;br /&gt;
:Die Übernahme durch Rostocker Gastronomieunternehmer und einem Bauunternehmer erfolgt.&lt;br /&gt;
:Es folgt die Entkernung und der Umbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2015&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen Scanhaus Marlow kauft den Teepott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2018&lt;br /&gt;
:Verleihung des Titels &amp;quot;Historisches Wahrzeichen der deutschen Ingenieur-Baukunst&amp;quot; wird dem Teepott zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Molen und Seezeichen===&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Becker beschreibt den Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen &lt;br /&gt;
:(Freimüthiges Abendblatt 1826):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;500px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Becker Bau der Seekisten FA 1826 a wmde.jpg|Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen a&lt;br /&gt;
Datei:Becker Bau der Seekisten FA 1826 b wmde.jpg|Bau der Seekisten für die Warnemünder Molen b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fischerei==&lt;br /&gt;
(u.a. Warnemünder Jolle) noch einpflegen&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts===&lt;br /&gt;
:Niemand der nach Warnemünde kann sich dem besonderen Flair des Alten Stromes und des Fischereihafens an seinen beiden Ufern entziehen.&lt;br /&gt;
:Allein schon der Duft von frischem Räucherfisch zieht die Touristen magisch an.&lt;br /&gt;
:Lang ist die Tradition der Fischerei in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bereits 1494 befuhren nicht weniger als 30 Warnemünder Fischer ihre Fangplätze in der Ostsee und leisteten ihre Abgaben an den dänischen Vogt auf Schonen. Sie befuhren bzw. befischten die gesante südwestliche Ostsee.&lt;br /&gt;
:Die größte Länge der damaligen Fischerboote betrug ca. 6,30m und 2,20 Breite.&lt;br /&gt;
:Ab 1880 mußten die Fischer Registriernummern an Booten und Segeln führen, 1917 ergänzt durch &amp;quot;WA&amp;quot; vor der Registriernummer.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder selbst befaßten sich ungern mit dem Bootsbau und überließen das den Tischlern und Stellmachern aus Groß-Klein.&lt;br /&gt;
:Gefischt wure mit Stellnetzen, Waden Reusen, Angeln und Eisen.&lt;br /&gt;
:Die Netze und Angeln wurden in Warnemünde gefertigt und in der heutigen Friedrich-Franz-Straße entstand die erste 250m Reiferbahn.&lt;br /&gt;
:Aber nicht nur gefischt wurde von den Warnemündern sondern sie verkauften ihre Fänge zu großen Teilen auch selbst.&lt;br /&gt;
:In erster Linieg boten sie ihre Fänge regelmäßig auf dem Rostocker Markt an.&lt;br /&gt;
:Da der Markt bereits um 8.00 Uhr öffnete, mußte die Ausfahr zum einholen der Netze schon morgens zwischen 1 und 2 Uhr erfolgen.&lt;br /&gt;
:Leider wurden nie Aufzeichnungen über Fangmengen und erzielte Preise gemacht.&lt;br /&gt;
:Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wares den Warnemünder Fischern per Rostocker Edikt strikt untersagt auf dem Breitling zu fischen. Das war den Rostocker Fischern, die ihren Standort uweit der Petribrücke hatten, vorbehalten.&lt;br /&gt;
:Wenn aber Rostocke fischer nach Warnemünd kamen, hieß es &amp;quot;Vorsicht die Türken kommen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das hatte aber nichts mit Bewohnern die aus der Türkei kamen zu tun,sondern ein einstiger Rostocker Fischmeister hieß Thürk und wurde zum Namensgeber dieses Ökelnamens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei nach dem zweiten Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In den 50iger Jahren wurde in Warnemünde eine sehr leistungsfähige FPG (Fischerei-Produktionsgenossenschaft) gegründet.&lt;br /&gt;
:Es entstand eine neue Löschhalle zur Übernahme des gerade angelandeten Fisches und eine Fischverarbeitungsstätte.&lt;br /&gt;
:Die hauptsächlich angelandeten Fische waren Ostsee-Hering, Dorsch, Steinbutt, Scholle und Lachs.&lt;br /&gt;
:Edelfische gingen in den Export, Hering und Dorsch kamen in die genossenschaftseigenen Geschäfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Fischverwertungsgenossenschaft Warnemuende.JPG|Fischverwertungsgenossenschaft Warnemünde&lt;br /&gt;
Datei:FPG Warnemuende.JPG|Fischerei-Produktionsgenossenschaft (FPG) Warnemünde&lt;br /&gt;
Datei:Fischverarbeitung Warnemuende.JPG|Fischverarbeitung in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Fischerei nach dem Umbruch 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ab 1990 verzeichnete die heimische Fischerei wegen der einströmenden Fisch-Importe, besonders aus Holland, mit der Kutterfischerei in Warnemünde rapide bergab.&lt;br /&gt;
:Heute gibt es nur noch drei privae Kutterfischer, die ums Überleben kämpfen.&lt;br /&gt;
:Eine Reihe der darüber hinaus verbliebenen Kutter führen oft Angeltouren für die zahlreichen Touristen durch.&lt;br /&gt;
:Deren Tour-Angebote sind sehr beliebt und sind meist lange voraus ausgebucht.&lt;br /&gt;
:Trotz des Niederganges der Küstenfischerei ist das Flair eines Fischereihafens geblieben und dort fangfrischen Fisch geräuchert oder als Bismark-Hering angeboten haben auch eine zusätzliche Anziehungskraft Warnemünde und die Fischer zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Lotsenwesen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Rostocker Lotsenordnung von 1782]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Lotse und das Einlaufen in den Hafen&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Lotsenordnung 1782 01.jpg|300px| rechts| Die Rostocker Lotsenordnung von 1782 a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Schwierigkeit der Hafeneinfahrten erforderte, dass das Schiff von einem Spezialisten in den Hafen geführt wurde, der alle Tücken des Fahrwassers genau kannte, das ist der Lotse.&lt;br /&gt;
:Seine Verantwortung ist groß, größer als sie Brinckmans humoristische Charakteristik im „Kasper Ohm“ erkennen läßt: „Loots is´n Loots ´n Kierl, de sein Schuldigkeit doon mööt, Haaben rin un Haaben ruut, süs ward he oewer Buurd smäten, un doför kriggt he sein Betalung!“&lt;br /&gt;
:Weit draußen vor der Hafeneinfahrt warten  die Lotsenboote bei jedem Wetter auf Schiffe, die den Hafen anlaufen wollen.&lt;br /&gt;
:Über die Tätigkeit der heimischen Lotsen wird mancherlei erzählt:&lt;br /&gt;
:Fiew Lotsen wieren hier in Warnemünd in´t Boot. Dree bleben langsiet un maakten naher dat Schipp fast. Twee stegen oewer.&lt;br /&gt;
:De Warnmünner Lotsen säden, wenn se an Buurd güngen: Klaas, gah du an´t Stier, ik gah an´t Kommdier („Ich regier“, ich gebe die Kommandos).&lt;br /&gt;
:De Lotsen smus´ten solang´rüm up´t Schipp bi´n Kaptain, un güngen nich ihrer von´t  Schipp, bet se´n Foi kreegen.&lt;br /&gt;
:Näherte sich ein Schiff der Warnemünder Reede, dann fuhren in einem Eifer, Geld zu verdienen, die Lotsen oft schon aus, ehe das Schiff die Lotsenflagge zeigte, dann gab es aber gelegentlich bittere Enttäuschung.&lt;br /&gt;
:Wenn de Warnmünner Lootsen ruutführt wieren mit ehr Boot un dat Schipp denn oewer Stagg güng un na buten fohrt, denn schüllen de Lotsen „Dat is´n Heichler“ („Das ist ein Heuchler“, er tat nur so, als wollte er den Hafen anlaufen.)&lt;br /&gt;
:Wi Lotsen säden, wenn en Schipp oewerkrüzen ded`vör.nHaben: „Dat is´n Bidewinner (Das Schiff segelt bei dem Winde).&lt;br /&gt;
:Wenn es so stürmisch war, dass die Lotsen nicht hinauskamen, gab es ein Aushilfsmittel, das Schiff in den Hafen zu lotsen, denn würd de Windbaak bruukt.&lt;br /&gt;
:Dat wier up´t Warnmünner Spill ´ne Flagg mit´n langen Staken, dor winkten se mit.&lt;br /&gt;
:Wenn slicht Wäder wier, dat de Lotsen nich ruutgahn künnen, würd mit de Windbaak winkt.&lt;br /&gt;
:Wo de henwinkt, dor mööt he´t Roder henleggen.&lt;br /&gt;
:Wenn hoges Wäder wier un de Strom dull uutloopen ded, würden mit de Windbaak Tecken gäben.&lt;br /&gt;
:Wenn dat Schipp to läg´stüern ded´, würd dormit  winkt, he süll na de anner  Siet stüern.&lt;br /&gt;
:Wnn keen Wind wier un de Strom in War´münn  hart utloopen ded´, dat dat Schipp dor nich gegenankünn, denn müßten de ollen Lotsen dat Schipp rintrecken. Denn geew de Schipper´n Soopji uut.&lt;br /&gt;
:De Treckers wieren Lotsen, dee all up´t Ollendeel wieren. &lt;br /&gt;
:Früher wier dat jo all schier un glatt an´n Strom (es ist gemeint, dass am Strom entlang habe ein glatter Weg geführt.)&lt;br /&gt;
:De Lien würd an´n Mast bunnen.&lt;br /&gt;
:De Treckers hadden´n Trecksädel, dor wier´n höltern Knoop aan.&lt;br /&gt;
:Wenn´n Schipp fastkeem bi de Infohrt, würd dat Gangspill dreiht, dorbi würd ok sungen.&lt;br /&gt;
:An jede Siet güng een mit´n Prickpahl, dorbi müßt he sik mit de Bost upleggen. Dat keem vöör, dat he dorbi ringahn ded´ in´t Water.&lt;br /&gt;
:De Treckers wieren vier bet söß Mann, oder twee Pier tröken.&lt;br /&gt;
:An jede Siet güng een mit´n Prickpahl. &lt;br /&gt;
:(Richard Wossidlo WRQG 1940 )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Besonders Vormann Stephan Jantzen wurde zur Legende===&lt;br /&gt;
* [[Besonders Vormann Stephan Jantzen wurde zur Legende|Warnemünder Lotsenkapitän Stefan Jantzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Zollwesen in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zollamt am südlichen Ende der Häuserreihe am Strom wurde 1891/92, wahrscheinlich vom Stadtbaumeister Gustav Dehn erbaut. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Zollwesen in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Wmde um 1900 der Postdampfer Kaiser Wilhelm passiert das Kaiserliche Zollamt.jpg|Der kaiserliche Postdampfer Kaiser Wilhelm passiert das Zollamt.&lt;br /&gt;
Datei:AK Zollamt Warnemuende circa 1917.jpg|Das Zollamt auf einer Ansichtskarte 1917.&lt;br /&gt;
Datei:Zollamt Warnemuende circa 1990er.jpg|Das Gebäude des ehemaligen Zollamtes in den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kirchen und die drei Friedhöfe von Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahrhunderte sind in Warnemünde mindestens vier Kirchen nachweisbar.  Zwei frühe Kirchen aus dem 13. und 14. Jahrhundert fielen den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Rostock und den Dänen zum Opfer.&lt;br /&gt;
Die erste steinerne Kirche wurde um 1280 wahrscheinlich auf Veranlassung des Doberaner Klosters erbaut, was zur Folge hatte, das das Kloster auch über eine sehr lange Zeit deren Kirchenpatronat inne hatte. Als Rostocker die Kirche nach einem Sieg gegen die Dänen abbrannten, wurde dieser Frevel sogar dem Papst in Rom gemeldet. &lt;br /&gt;
Die Stadt wurde im Dezember 1312 mit dem Bau einer neuen hölzernen Kirche beauftragt, die aber ebenfalls durch Feuer zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Verwirrende Überlieferungen über Warnemünder Kirchen im 13.und 14. Jahrhundert===&lt;br /&gt;
:noch bearbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die alte Kirche mit ihrem Friedhof bei der Vogtei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Vorläufer der heutigen Kirche war ein Gotteshaus, das ganz in der Nähe des Alten Stroms einige Meter nördlich von der Vogtei stand und Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut worden war.&lt;br /&gt;
:Sie hatte an der Südseite zwei Anbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der &amp;quot;Alte Kirchhof am Strande&amp;quot;===&lt;br /&gt;
:noch bearbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die neue Kirche===&lt;br /&gt;
:Da die Einwohnerzahl von Warnemünde ständig wuchs und die alte Kirche (&amp;quot;Fischerkirche&amp;quot;) zunehmend baufällig wurde, begann im September 1867 die Errichtung eines neuen Gotteshauses. &lt;br /&gt;
:Am 1.10.1871 fand in Gegenwart des Großherzogs Friedrich Franz II. die feierliche Einweihung statt. &lt;br /&gt;
:Das Gotteshaus entstand nach einem Entwurf des Rostocker Baumeisters Wilhelm Wachenhusen. &lt;br /&gt;
:Der kreuzförmige Backsteinbau birgt wichtige Bestandteile von der Innenausstattung der alten Warnemünder Kirche. &lt;br /&gt;
:Zu den bemerkenswetesten Gegenständen dürfte die überlebensgroße Schnitzfigur des heiligen Christophorus (Ende 15.Jh.) gehören. &lt;br /&gt;
:Die alte &amp;quot;Fischerkirche&amp;quot; wurde 1874 abgerissen.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Geschichte am Rande:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Das zum Kirchspiel Warnemünde gehörende Dorf Diedrichshagen, das zuvor noch in Schwaan eingepfarrt war, kam nach dem Dreißigjährigen Krieg unter das Dach der Warnemünder Kirche.&lt;br /&gt;
:Dort in der alten Kirche am Ufer des &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot;, befand sich vor der Ostwand die geschnitzte, überlebensgroße Figur des heiligen Christophorus.&lt;br /&gt;
:Als 1871 nun die neue Kirche fertiggestellt war, sollte die große Figur nicht mehr übernommen werden.&lt;br /&gt;
:Besonders die Diedrichshäger Pfarrkinder protestierten dagegen und erklärten, ohne Christophorus würden sie keine Ababen mehr leisten, sondern sich selbst eine Kirche bauen.&lt;br /&gt;
:Sie waren alter Überlieferung gemäß hier nur so lange eingepfarrt, wie die Figur im Gotteshaus stünde.&lt;br /&gt;
:Die Kirchenleitung gab klein bei, und der Schutzpatron der Reisenden blieb dem Gotteshaus und uns bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/fullscreen/PPN407465633d2731312e30312e30312e27_40636c6173736e756d3d273236312e27_407369673d2733352f3320303227/1/ Grundriß der neuen Kirche]&lt;br /&gt;
* [[Die neue Warnemünder Kirche im Schlie Bd.1 S.285-291]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde Kirchenplatz um 1875.jpg|Kirchenplatz mit neuer Kirche um 1875&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünder Pfarrkirche um 1900.jpg|Die Warnemünder Pfarrkirche um 1900&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Inventarteile die aus der Vorgängerkirche übernommen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Schnitzalter von 1475 (angeblich eine Danzige Arbeit, über See nach Warnemünde verschifft)&lt;br /&gt;
:Im Schrein befinden sich zwei Gruppen von Heiligen jeweils unter Maßwerkbaldachinen, dazu 3 Heilige in den Flügelaußenseiten.&lt;br /&gt;
:- Kanzel mit Schalldeckel von 1591&lt;br /&gt;
:- Heiliger Christophorus - monumentale Schnitfigur vom Anfang des 16. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder machten ihn zum Schutzheiligen des Ortes&lt;br /&gt;
:Einer Legende nach sollte der Christophorus Tränen vergießen können.&lt;br /&gt;
:Einer weiteren Legende nach lebte in der Frühzeit Warnemündes in der Nähe der Vogtei ein Mann, der Leute bei Bedarf gegen einen kleinen Obolus über den damals noch flachen Strom trug. Er galt als Sinnbild des Warnemünder Christophorus.&lt;br /&gt;
:- Altargemälde mit Kreuzigungszene von Gustav Stever um 1870&lt;br /&gt;
:- Zwei Pastorenporträts: J.Albinus gest. 1670 und N.Bims gest. 1724&lt;br /&gt;
:- Gestühlwangen mit Inschriften und Hausmarken 16.-18.Jh.&lt;br /&gt;
:- Truhe von 1620&lt;br /&gt;
:- Glocke von 1434&lt;br /&gt;
:- Votivschiffe von 1820 und 1885 (Dankesgabe von in Seenot geratenen und geretteten Seeleuten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Sturmflut vom 12.-14. November 1872 retteten sich viele Einwohner in die Kirche, als Warnemünde nach dem Durchbruch der Dünen westlich des Ortes wie auf einer Insel lag. Zuletzt mußten die Geretteten auf die Bänke steigen, während draußen Lotsenkommandeur Stephan Jantzen  mit seinen Lotsen Menschen aus unmittelbarer Gefahr rettete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Der neue Friedhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Denkmalgeschichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Denkmal für John Brinckman im Warnemünder Kurpark===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Brinckman Stein b.JPG|thumb|450px|rechts|Warnemünde Brinckman-Stein im Kurpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Ein Dichter und sein Gedenkstein - John Brinckman kam zur Kur ins Seebad&amp;quot;====&lt;br /&gt;
:(Autor: Ronald Piechulek in Ostsee-Zeitung 22.11.2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 18. September 2001 wurde der John Brinckman-Gedenkstein am Kurhausgarten gegenüber dem Institut für Ostseeforschung &#039;&#039;(nach 1914 zum zweiten Mal)&#039;&#039; eingeweiht.&lt;br /&gt;
:Zum Dichter und zur Geschichte des Steins recherchierte der Warnemünder Ortschronist Ronald Piechulek:&lt;br /&gt;
:John Frederick Brinckman wurde am 3.Juli 1814 in der Rostocker Koßfelder Straße als zweiter Sohn einer Kapitänsfamilie geboren. Er war sieben Jahre alt, als Warnemünde erstmals als Badeort erwähnt wurde. John Brinckman der sich zur Seefahrt hingezogen fühlt, erlebte, wie im Jahre 1834 der Dampfer &amp;quot;Rostock-Packet&amp;quot; seine regelmäßigen Fahrten zwischen Warnemünde und der Stadt aufnahm 1834 ließ er sich an der Rostocker Universität immatrikulieren und studierte bis 1837 Jura und Philosophie. Die akademische Laufbahn fand ein jähes Ende, als John Brinckman am 26.September 1838 wegen &amp;quot;versuchter Stiftung eines verbotenen Vereins&amp;quot; an der hiesigen Universität zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Diese Strafe brauchte er aufgrund eines Gnadenerlasses des Großherzoges jedoch nicht zu verbüßen.&lt;br /&gt;
:Diese und andere Erlebnisse bewogen Brinckman. 1839 seiner Heimatstadt den Rücken zu kehren und in den USA sein Glück zu versuchen. Das Heimweh und die Nichterfüllung seiner Wünsche und Vorstellung ließen aber John Brinckman 1842 nach Mecklenburg zurückkehren. Nach mehreren Anstellungen in verschiedenen mecklenburgischen KLeinstädten führte ihn sein Weg nach Güstrow, das nun seine Wahlheimat werden sollte. Dennoch zog es ihn immer wieder nach Rostock zurück.&lt;br /&gt;
:Brinckman weilte von 1850 bis 1870 jeweils in den Sommerferien in Warnemünde anfangs allein, später mit der gesamten Familie. &lt;br /&gt;
:Sie fand Unterkunft in dem Haus am Strom Nr. 35.&lt;br /&gt;
:Seine schwankende Gesundheit zwang den Dichter, in den letzten Lebensjahren dem eindringlichen Rat seines Arztes zu folgen und in Warnemünde , das für seine Heilkuhren berühmt war, Erholung zu suchen.&lt;br /&gt;
:Bei den Warnemündern war Brinckman ein gern gesehener Gast. Am Tage saß er stundenlang am alten Strom, snackte mit den Fischern und Lotsen Platt und ließ sich von ihnen Geschichten erzählen, die sicherlich einmal in seinen Werken Niederschlag finden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[&amp;quot;Wihred, hollen bi de Enthüllungvon den &amp;quot;John Brinckman-Steen&amp;quot;, in Warn´münn von H. Burmeister-Rostock&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(Weiherede gehalten bei der Enthüllung von dem &amp;quot;John Brinckman-Stein&amp;quot;, in Warnemünde von H.Burmeister_Rostock]&lt;br /&gt;
: (Erschienen in &amp;quot;Die Heimat&amp;quot; Nr. 38 am 16.Juni 1914 S.335/336)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[&amp;quot;John Brinckman - Taun´n 100. Geburtstag (3.Juli 1914)&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
: (Erschienen in &amp;quot;Die Heimat&amp;quot; Nr. 34, 4.Juli 1914)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Reuter-Stein und die Reuter-Eiche bei der Sedan-Wiese===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche erfolgte anlässlich des 100. Geburtstages der Schriftstellers am 6. November 1910. Stein und Eiche befanden sich an der damaligen Sedan-Wiese. Diese Wiese, die an den vorentscheidenden Sieg der deutschen Armee nahe der französischen Stadt Sedan im deutsch-französischen Krieg 1870/71 erinnern sollte, befand sich westlich des damals neuen Warnemünder Friedhofs und heutigen „Stephan Jantzen-Parks“. Zur Einweihung findet sich in der Rostocker Zeitung vom 8. November 1910 eine Meldung über „Die Reuter-Jubiläumsfeier des Plattdeutschen Vereins in Warnemünde“. Darin heißt es: „In unmittelbarer Nähe der Küste, etwas unterhalb der Dünen pflanzte der Plattdeutsche Verein in Warnemünde zum Andenken an den Dichter eine Eiche und setzte dazu einen Denkstein mit einer Inschrift. Die Feier fand unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft statt. Ein stattlicher Festzug bewegte sich vom Vereinslokal zu dem in Aussicht genommenen Platz in den neuen Anlagen. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden des Plattdeutschen Landesverbandes, Herrn Burmeister aus Rostock, übernahm Vogt Rechtsanwalt Beselin im Namen des Ortes Eiche und Denkmal. (…)“&lt;br /&gt;
Der Stein mit dem Namen und den Lebensdaten des Heimatdichters sollte die Eiche markieren. Es ist derzeit unklar, ob die ursprünglich gepflanzte Eiche noch existiert. Ungeklärt ist auch, was aus dem Stein wurde. Wie bei anderen Gedenksteinen aus Warnemünde, hält sich auch hier das Gerücht er sei im Fundament des Neptunhotels verbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:AK Einweihung Reuter-Eiche 1910.jpg|Ansichtskarte mit Gruppenfoto des Plattdeutschen Vereins zur Einweihung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche 1910.&lt;br /&gt;
Datei:Ausschnitt AK Einweihung Reuter-Eiche 1910.JPG|Reuter-Stein und Reuter-Eiche in Nahaufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pressemeldung zur Vorbereitung von Reuter-Stein und Reuter-Eiche im Rostocker Anzeiger vom 27.10.1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Fritz Reuter-Stein vor der Warnemünder Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Reuter-Stein Warnemuende.jpg|Der Warnemünder Reuter-Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Bismarck-Stein auf der Promenade===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|Der Bismarck-Stein vor seiner Aufstellung&lt;br /&gt;
Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) erhielt auch in Warnemünde Ehrungen und Denkmäler. So wurden unter anderem die Promenade und die anliegende Heinrich-Heine-Straße nach ihm benannt. Eine weitere Würdigung erhielt Bismarck in Warnemünde in der Form eines Gedenksteines, der am 25. August 1907 auf der Promenade feierlich eingeweiht wurde. Verbunden mit verschiedenen Ehrerbietungen, Reden und Kranzniederlegungen, wurde der Gedenkstein festlich enthüllt. Das Denkmal fand seinen Standort mitten auf der belebten Promenade und war mit dem Schriftzug „Bismarck zum Gedächtnis“ verziert.  Durch den Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde dem Bismarck-Gedenkstein nach Kriegsende zunächst sein Schriftzug entfernt, bevor er 1968 endgültig von der Promenade verschwand. Versuche, den schweren Koloss an einen anderen Standort zu verlegen scheiterten und hatten die Sprengung des ehemaligen Denkmals zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Einweihung 1927.jpg|Einweihung des Kriegerdenkmals 1927&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Namen.jpg|Kriegerdenkmal Warnemünde: Blick auf die Namensliste&lt;br /&gt;
Datei:Kriegerdenkmal Warnemuende Abriss.JPG|Kriegerdenkmal Warnemünde: Abrissarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundamentfund SVZ 23te Januar 2006 a.jpg|thumb|450px|rechts|Presseartikel über Fundamentfunde SVZ 23. Januar 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundamentfund OZ 27te Januar 2006.jpg|thumb|450px|rechts|Presseartikel über Fundamentfunde SVZ  2006]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Geinitz-Stein an der Stoltera===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Geinitz-Stein Warnemuende.JPG|Der Geinitz-Stein an der Stolteraa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eugen Geinitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünder Gedenktafeln===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bedeutende Persönlichkeiten auf den Warnemünder Gedenktafeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der vergangenen Jahre wurden einigen bedeutenden Persönlichkeiten Gedenktafeln gewidmet, die mit Unterstützung des Warnemünder Leuchtturmvereins an Gebäuden im Ort angebracht wurden. Seit 2024/25 werden auf Initiative des Kulturausschusses des Ortsbeirates Warnemünde/Diedrichshagen weitere Gedenktafeln angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kunst im öffentlichen Raum in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Denkm%C3%A4ler,_Brunnen_und_Skulpturen_in_Rostock Wikipedia-Liste der Denkmäler, Brunnen und Skulpturen in Rostock]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Planetenweg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der Warnemünder Planetenwanderweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Traditionspflege, Kultur und Vereinsleben==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Reichsgründung 1871 entfaltete sich auch in Warnemünde ein reges Vereinsleben: Gesangsvereine, Ortsinteressenverein, Sportvereine etc. gründeten sich. Der erste Verein in Warnemünde, der eindeutig der Traditionspflege zuzuordnen ist, war der 1902 gegründete &amp;quot;Plattdeutsche Verein für Warnemünde und Umgegend&amp;quot;. In der Zeit der DDR waren es verschiedene Zirkel der Warnowwerft und insbesondere der Kulturbund der DDR, die die Kulturarbeit im Ort maßgeblich prägten. Nach der Wiedervereinigung kam es zu zahlreichen Vereinsgründungen, z.B. der Gemeinnützige Verein für Warnemünde e.V. (kurz Warnemünde-Verein), der Warnemünder Sportverein e.V. oder auch der Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. (kurz Leuchtturm-Verein). Einige Vereine sehen sich dabei in der Tradition mit ihren historischen Vorläufern, wie z.B. der Warnemünder Segel-Club e.V. und der Tennisverein Blau-Weiß Warnemünde e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Klaashahns===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1963 waren es acht junge Segler aus der Betriebssportgemeinschaft der Warnowwerft, die zusammen kamen, um die Abende gemeinsam mit dem Singen von Seemannsliedern und Shantys zu verbringen. Sie selbst fanden Gefallen daran und auch zufällige Zuhörer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Auftritt der Sänger fand am 7. Mai 1964 im Warnemünder Veteranenclub mit großem Erfolg statt. Erst danach beschloss man, eine Shantygruppe zu bilden und sich den Namen „De Klaashahns“ zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründungsmitglieder der Shantygruppe waren: &lt;br /&gt;
Edwin Lenz, Uwe Jahnke, Kurt Jahnke, Dietrich Zager, Siegfried May, Helmut May, Christian Rösler, Lutz Buchmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Trachtengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trachtengruppe wurde 1976 gegründet und setzt sich seither für die Erhaltung und Pflege der Traditionen des Ortes ein. Dazu gehören insbesondere die alten Volkstänze, aber auch die niederdeutsche Sprache. Bei ihren Auftritten tragen die Mitglieder Trachten, wie sie um 1840 in Warnemünde getragen wurden. Einmal jährlich im Juli organisiert die Trachtengruppe das &amp;quot;Warnemünder Trachtentreffen&amp;quot;. Die Mitglieder der Trachtengruppe präsentieren seit 1976 im Zuge des &amp;quot;Warnemünder Ümgangs&amp;quot; historische Figuren, wie den Tidingsbringer, Wuurdholler, Öllermänner, Polizisten, Hegediener und Fischersfrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünder Ümgang===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch des „Ümgangs“ geht zurück ins 14. Jahrhundert. In jedem zweiten Jahr wurde der Öllermann, der Wortführer des Altermänner-Kollegiums, gewählt. Gleichzeitig wurden die Steuereinkünfte von den Bürgerältesten abgerechnet.&lt;br /&gt;
Anschließend führte ein Umzug vorbei an Pfarre und Vogtei durch den Ort – auch gedacht als Repräsentanz der Warnemünder gegenüber Rostock. Diesen Brauch pflegte man bis 1850, in vereinfachter Form sogar bis 1909.&lt;br /&gt;
Als Bestandteil des Warnemünder Sommerfestes, heute im Rahmen der Warnemünder Woche, wird seit 1976 der „Warnemünder Umgang“ (seit 2001 „Nieger Ümgang“) durchgeführt.&lt;br /&gt;
Mitglieder der 1976 gegründeten Warnemünder Trachtengruppe verkörpern seither historische Figuren, wie den Tidingsbringer, Wuurdholler, Öllermänner, Polizisten, Hegediener und Fischersfrauen. &lt;br /&gt;
Seit 1979 werden auch die sogenannten Ümgangsstäbe mitgeführt. Sie symbolisieren die drei wichtigsten Warnemünder Berufsstände: Fischer, Schiffer und Schiffbauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1979 01.jpg|Ümgang 1979.&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1986.jpg|Ümgang 1986.&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuender Uemgang 1979 02.jpg|Auf der Bühne am Leuchtturm, 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünde-Verein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Leuchtturmverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich &amp;quot;Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V.&amp;quot;. Keimzelle für die Entstehung des Fördervereins war der Wunsch den Leuchtturm nach der Wende von 1989/90 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hauptinitiator hierbei war der damalige Rostocker Denkmalpfleger Gerhard Lau. Er und andere Enthusiasten, die sich schnell für diese Idee begeistern konnten, überzeugten den Bürgermeister der Stadt Rostock und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) von dieser Idee.&lt;br /&gt;
Da weder die Stadt noch das WSA Personal hatten, um den Turm zu betreuen, wurde am 22. April 1994 daher der &amp;quot;Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V.&amp;quot; gegründet.&lt;br /&gt;
Das WSA, die Hansestadt Rostock und der „Leuchtturmverein“ einigten sich zugleich auf die Schließung eines Überlassungsvertrages zur Bewirtschaftung des Leuchtturms, der am 24. April 1994 direkt vor dem Leuchtturm unterzeichnet wurde. Der Turm ist seither unter der Obhut der Warnemünder Leuchtturmmänner wieder für alle geöffnet die den Aufstieg wagen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; - Einst und jetzt ein Stück Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der ursprüngliche &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine kleine Warnemünder Jolle rudert von schnellen kräftigen Schlägen getrieben die Warnow herauf.&lt;br /&gt;
:In dem Boot sitzt ein Mann mit seiner Frau. Schon von weitem wird es in Rostock als das des Tidingsbringers erkannt und spannungsvoll erwartet. Jetzt schießt es an das Bollwerk heran. Ein kleiner Mann springt ans Ufer, der Schweiß perlt ihm von der Stirn.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was gibts Neues, Jungmann, wer ist heute binnengekommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Aber vergeblich sind alle Fragen. Der Tidingsbringer weiß genau, von wem er den klingenden Lohn für seine Neuigkeiten zu erwarten hat. Keine Sekunde darf verlorengehen, an niemand die Nachricht, die er bringt, vorzeitig verraten werden.&lt;br /&gt;
:Atemlos eilt er durch das Fischertor und verschwindet in der Strandstraße. Zuerst klopft er an die Tür des Steuermanns Schütz.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gute Nachricht Frau Schütz, Kapitän Lembke ist mit der Anna Maria im Ansegeln vor Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Ihr Mann wrd heute abend noch in den Hafen kommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Diese dankt hocherfreut und lässt ein Silberstück in die Hand des Tidingsbringers gleiten.&lt;br /&gt;
:Weiter führt ihn sein Weg jetzt zur Wohnung des Kapitäns Krahnstöver und von dort zu den anderen Schiffer- und Steuermannsfamilien, denen er gleichfalls die freudige Mitteilung  machen kann, dass günstiger Wind die Schiffe mit ihren Angehörigen auf Warnemünde zusteuern lässt.&lt;br /&gt;
:Der letzte Gang gilt den weiter im Innern der Stadt gelegenen Kontoren der Reeder. Hier nimmter sich schon etwas mehr Zeit zur ausführlichen Berichterstattung, denn er ist sicher, dass ihm nun keiner mehr mit der Meldung der neuesten Schiffsnachrichten zuvorkommen wird.&lt;br /&gt;
:Bevor nach 1850 wegen des langen und beschwerlichen Landweges die Dampfer zum Hauptverkehrsmittel wurden und 1863 der Anschluss Warnemündes an das Telegrafennetz erfolgte, gab es zwei besoldete Tidingsbringer (auch Tidungenbringer) als Nachrichtenübermittler zwischen Rostock und seinem Vorhafen Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Über Bewegungen im Rostocker Schiffsverkehr, über Abgangszeiten, Bestimmungsort und mutmaßliche Rückkehr wussten diese genauso Bescheid, wie über Namen, Größe, Takelung und Kapitäne der Fahrzeuge, die sie mit dem Fernrohr durch Besonderheiten an Rumpf oder Takelage erkannten.&lt;br /&gt;
:(Auszug aus: Tidingsbringer - Ein Warnemünder Bäderjournal&amp;quot; Jahrgang 01 1996/1997 S.129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1995 trafen sich Mitglieder des Leuchtturmvereins Warnemünde e.V. mit den beiden Verlegern Dr. Mathias Redieck und Achim Schade um einen neuen Tidingsbringer aus der Taufe zu heben, diesmal nicht vordergründig mit dem Ziel den Seemannsfamilien und Schiffsreedern Ankünfte oder Abreisen von Schiffen und ihren Besatzungen zu vermelden, sondern um alte und neue Nachrichten aus Warnemünde weit ins Land zu übermitteln.&lt;br /&gt;
:Damals ahnten sie nicht, das dieses, jährlich zwischen zwei Buchdeckeln randvoll mit spannenden &amp;quot;Tidings&amp;quot; &#039;&#039;(Nachrichten)&#039;&#039; gefüllte Medium in den nun folgenden zweieinhalb Jahrzehnten, seine Nachrichten hinaus bis nach Japan, Australien, Afrika und Amerika tragen wird. Selbst nach 26 Jahren halten noch immer viele Autoren Geschichte und Geschichten um Warnemünde und seine Menschen fest, bis eines Tages, warscheinlich wieder abgelöst durch neue Medien, auch wieder eine neue Form der Nachrichtenübermittlung wachsen läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der &amp;quot;Tidingsbringer&amp;quot; - Warnemünder Geschichte(n) in mehr als 20 Bänden]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Tidingsbringer - Register der Band-Inhalte]] von Band 1- Band 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünder Segel-Club===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 gegründet ist der WSC seit 1926 Organisator und Veranstalter der Warnemünder Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Warnemünder Sportverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Edvard Munch Haus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Museumsverein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Schulwesen in Warnemünde==&lt;br /&gt;
(in Bearbeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schule wird für Warnemünde schon im 16. und 17. Jahrhundert erwähnt. Friedrich Barnewitz schreibt in seiner Ortschronik (1925), dass 1578 ein Schulmeister erwähnt wird und 1619 eine neue Schule errichtet wurde. Bis 1836 handelt es sich, wie vielerorts, um eine einklassige Schule. Barnewitz schreibt, dass die Warnemünder ihre Kinder nach eigenem Gutdünken zur Schule bzw. zum Küster schickten (beim Küster waren meist die 4- bis 6-jährigen Kinder). Die älteren Kinder mussten häufig durch Arbeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Um 1800 überzeugte Pastor Schmiedekampf die Warnemünder ihre Kinder wenigstens von November bis Ostern zweimal wöchentlich zur Schule zu schicken. 1899 kam es zur Einrichtung einer Knabenschule. Am 1.4.1915 wurde die neue Schule in Fritz-Reuter-Straße eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fritz Reuter-Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Heinrich Heine-Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handwerk in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Mühle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Mühle.jpg|thumb|300px|rechts|Die Warnemünder Mühle]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vom Fischer-, Lotsen- und Hafenort zum Ostseebad==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fähren nach Dänemark===&lt;br /&gt;
=====Die Post- und Passagier-Schiffsverbindung nach Dänemark ab 1886 bis 1903=====&lt;br /&gt;
:(NHG)&lt;br /&gt;
:Von Entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Ostseebades Warnemünde war der Bau einer Eisenbahnverbindung von Neustrelitz mitten durch Mecklenburg nach Warnemünde, wo ein Brückenschlag nach Dänemark hergestellt werden sollte.&lt;br /&gt;
:Um eine rasche und sichere Einfahrt der Postdampfer zu gewährleisten, waren umfangreiche Bauten in Warnemünde nötig.&lt;br /&gt;
:Zunächst war eine Vertiefung der Fahrrinne und eine Verlängerung der Westmole sowie der Bau eines neuen Hafenbeckens erforderlich.&lt;br /&gt;
:Das Hafen-Bassin war 450m lang, 100m breit und 4,6m tief.&lt;br /&gt;
:Außerdem wurde die Mole um 133m verlängert und erhielt an ihrem Kopf eine Leuchtbake.&lt;br /&gt;
:Die Arbeiten wurden so auf Hochdrück gefördert, daß am 26.Juni 1886 die Eröffnung der Strecke von Neustrelitz über Rostock-Warnemünde nach Gedser erfolge.&lt;br /&gt;
:Die neue Verbindung verlief über eine Distanz von 24,3 Seemeilen oder 45 km.&lt;br /&gt;
:Die zwei 12 Knoten schnellen Raddampfer &amp;quot;Kaiser Wilhelm&amp;quot; und &amp;quot;König Christian&amp;quot; übernahmen die Verkehrsverbindung.&lt;br /&gt;
:Von dänischer Seite wurden die &amp;quot;Freya&amp;quot; und Anfang der 90er Jahre die &amp;quot;Edda&amp;quot; in Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
:Ab 1.Mai 1892 wurde auch eine Nachtverbindung eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Mit der Herstellung einer schnellen Verbindung ins Binnenlande, besonders zur Reichshauptstadt Berlin nahm auch der Urlauberverkehr einen großen Aufschwung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:0 Wmde Postdampfer Kaiser Wilhelm vor 1903 Berlin Kopenhagen.jpg|Warnemünde Postdampfer Kaiser Wilhelm vor 1903 Berlin Kopenhagen&lt;br /&gt;
Datei:0 Wmde Trajekt Prins Christian um 1910.JPG|Warnemünde Trajekt Prins Christian um 1910&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Die Trajektverbindung (Transport mit Eisenbahn) ab 1903=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Verkehr auf der Postdampferroute, die im Jahre 1894 mit der Besitzübernahme in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn unter Landeshoheit kam, nahm eine sprunghafte Entwicklung ihren Lauf.&lt;br /&gt;
:Für den Personenverkehr, wie auch den Güterverkehr war für Personen der Umstieg von der Bahn aufs Schiff bzw. die ständige Umladung des Frachtgut ein umständliches und zeitraubendes  Hindernis. Dem entsprang der Gedanke die Verkehrsbrücke zwischen Deutschland und Dänemark in eine Trajektverbindung umzuwandeln.&lt;br /&gt;
:Der Baubeginn für dieses deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt war im September 1900 an den beiden jeweiligen Fährhäfen.&lt;br /&gt;
:Am 30.September 1903 fand deren feierliche Eröffnung unter der persönlichen Teilnahme von Kronprinz Christian (X.) und dem mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV. statt.&lt;br /&gt;
:Der Fährbetrieb wurde zunächst mit vier Schiffen, der &amp;quot;Großherzog Friedrich-Franz&amp;quot;, der &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot;, der &amp;quot;Prinzessin Alexandrine und der &amp;quot;Prinz Christian&amp;quot; eröffnet.&lt;br /&gt;
:Das war der Beginn für eine unkomplizierte, schnelle und kostengünstige Seeverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien.&lt;br /&gt;
:Hatten die Postdampfer in ihrem letzten Betriebsjahr rund 4000 t Güter befördert, so bewältigten die vier neuen Trajektfähren im gleichen Zeitraum das 20fache.&lt;br /&gt;
:Die Zahl der beförderten Personen schnellte von 50 000 auf 80 000.&lt;br /&gt;
:Um deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen wurden die beiden Radfähren 1906 auf eine Gesamtlände von jeweils 104m verlänger.&lt;br /&gt;
:Raddampfer waren grundsätzlich nicht für Eisfahrten tauglich, so entschloß man sich eine eistüchtige Ostseefähre, die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu bauen. Das Fahrzeugdeck war zweigleisig und konnte 15 Güterwagen aufnehmen. Die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; war bis 1945 im Einsatz.&lt;br /&gt;
:1922 nahm dänischerseits die &amp;quot;Danmark&amp;quot; ihren Betrieb auf. In der Zeit ihrer Inn-Dienst-Stellung war sie mit einer Kapazität für 15 Güterwagen und 1100 Passagiere, die größte und leistungsfähigste Dampffähre im Ostseeraum.&lt;br /&gt;
:Auf deutscher Seite folgte 1926 die Inbetriebnahme der Hochssefähre &amp;quot;Schwerin&amp;quot;. Sie übertraf technisch und beim Reisekomfort alles Dagewesene im Ostseeraum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;250px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wmde.Dampffährverbindung.jpg|Warnemünde Dampffährverbindung 1903 Berlin Kopenhagen&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Sommerfahrplan 1937.jpg|Sommer-Fahrplan der Bahnverbindung Berlin-Kopenhagen via Warnemünde und Gedser 1937&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Zwischen den Weltkriegen entwickelte sich der Verkehr über die Ostsee nach Skandinavien sprunghaft.&lt;br /&gt;
:Das Kriegsende setzte schließlich auch dem Fährverkehr auf lange Zeit ein Ende.&lt;br /&gt;
:Am 1.Mai 1945 wurde der Fährverkehr auf der Linie Warnemünde-Gedser eingestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Warnemünde Fähre Interim Fähre nach Trelleborg 1959.jpg|thumb|400px|rechts|schwedische Fähre zu Beginn der 50er Jahre, Interimbetrieb vor Wiederinbetriebnahme des Hafens Sassnitz]]&lt;br /&gt;
:Die deutschen Fährschiffe &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; und &amp;quot;Schwerin&amp;quot; waren verloren. Die &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; interniert und die &amp;quot;Schwerin&amp;quot; durch Bomben zerstört.&lt;br /&gt;
:Die ersten Fährschiffe die nach Kriegsende in Warnemünde anlegten kamen aus dem schwedischen Trelleborg hierher, da der Saßnitzer Fährhafen wegen des zerstörten Hafens und des gesprengten Rügendammes nicht angelaufen werden konnte.&lt;br /&gt;
:Erst am 10. Mai 1947 wurde der Fährbetrieb wieder aufgenommen. &lt;br /&gt;
:Mit dem Fährschiff &amp;quot;Danmark&amp;quot; begann man zunächst nur Bedarfsfahrten auszuführen.&lt;br /&gt;
:Erst in den 60er Jahren kam mit dem Umbau des westlichen Fährbetts und dem Einsatz des DDR-Fährschiffes &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; und dem dänischen Fährschiff &amp;quot;Kong Frederik&amp;quot; der Trajektverkehr zu neuem Leben.&lt;br /&gt;
:Ab 1990 erreichte die Frequentierung der Fähren im Güterverkehr, wie auch im Personenverkehr einen nie dagewesenen Höhepunkt erlebte, was angesichts der erwachsenden und nicht mehr beherrschbaren Verkehrsprobleme auf der binnenseitigen Verkehrsanbindung nach Warnemünde zum Ende des Fährverkehrs in Warnemünde führte.&lt;br /&gt;
:Der stetig wachsende Passagier- und Güterverkehr und die unzureichende Hafenanbindung führten 1995 zur Umverlagerung der Fähranbindung in den Rostocker Überseehafen.&lt;br /&gt;
:Das Ein- und Auslaufen der Fähren zum Überrseehafen, auf der Warnemünder Mittelmole zu beobachten ist dagegen bis in unsere Tage für die Warnemünder und ihre Gäste zum wichtigen Event geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Fährverbindung Warnemünde - Gedser und die Eisenbahn (1903 - 1995)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:1900 Bauplan Fährhafen Kerner.jpg|thumb|500px|rechts|1900 Bauplan des Trajekt-Fähranlegers von Hafenbaudirektor K. Kerner Quelle: Archiv Heimatmuseum Warnemünde]]&lt;br /&gt;
;1903 &lt;br /&gt;
* [[Einweihung der Dampffähren-Verbindung Warnemünde - Gedser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903, 30. September&lt;br /&gt;
:Mit dem eingleisigen Radfährschiff &amp;quot;Friedrich Franz IV.&amp;quot; verlässt erstmalig eine Eisenbahnfähre den Hafen von Warnemünde via Gedser.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wird das Schwesterschiff &amp;quot;Prinsesse Alexandrine&amp;quot; in Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926, Dezember&lt;br /&gt;
:Erste Fahrt des Passagierfährschiffes &amp;quot;Schwerin&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Als &amp;quot;Schwan der Ostsee&amp;quot; gewinnt die neue Fähre schnell Berühmtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 17. März&lt;br /&gt;
:Die dänische Widerstandsbewegung sprengt die Fähre &amp;quot;Danmark&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Sie wird zu Kriegsende wieder gehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1963 &lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Eisenbahnfähre &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; im Dienst&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
;Auszug aus der damals in Bremen erscheinenden Wochenzeitschrift der mecklenb. Landsmannschaft &amp;quot;Unser Mecklenburg&amp;quot; im Stil der damaligen (west-)deutschen Zeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1963, 23. Mai&lt;br /&gt;
:Werftdirektor Kurt Dunkelmann übergibt den Fährschiff-Neubau &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; an die Deutsche Reichsbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1968, 14. April&lt;br /&gt;
:In den Mittagsstunden läuft das Fährschiff &amp;quot;Danmark&amp;quot; Warnemünde letztmalig an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1995, 24. September&lt;br /&gt;
:Mit dem Fährschiff &amp;quot;Warnemünde&amp;quot; verlässt letztmalig ein Trajekt auf der Ostseelinie Warnemünde - Gedser den Fährhafen von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Eine Ära hat ihr Ende gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stromfähre über den Seekanal===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mit dem Bau des Warnemündere Bahnhofes, der Fährbecken für die Trajektverbindung und dem dazu notwendigen Bahndamm über den alten Strom in Höhe des Warnemünder Zollhauses, war eine völlig neue Zufahrt für den Warnemünder Hafen ereforderlich.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mußten die nun östlich des neuen Seekanals gelegenen Teile der Stadt Rostock (Hohe Düne, Markgrafenheide, Rostocker Heide) Verbindung zum Verkehrsnetz haben.&lt;br /&gt;
:Der Bau einer Flussfähre war unumgänglich geworden.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar nach dem umfassenden Umbau der Hafenanlagen und des Seekanals wurde mit einer improvisierten floßartigen Fähre, die per Seilverbindung die Seiten wechselte, eine auf kurze Zeit ausgelegte Interimsverbindung geschaffen.&lt;br /&gt;
:Sie wurde nach Bedarf durch die Personenfähre &amp;quot;Maischolle&amp;quot; ergänzt. Nachts wurde die Überfahrt mit einem Ruderboot bewerkstelligt, um die Betriebskosten gering zu halten. Bei allen folgenden Entwicklungen im Fährausbau wurde der nächtliche Ruderbootverkehr bis in die 50er Jahre beibehalten.&lt;br /&gt;
: Mit der Erweiterung des 1913/14 errichteten Flugplatzes auf Hohe Düne und der bald nach dem Ende des ersten Weltkrieges dort schnell wachsenden Flugzeugindustrie, reichte die nötdürftige Verkehrsverbindung nicht mehr aus und es mussten neue, bedarfsgerechte Lösungen gefunden werden&lt;br /&gt;
:Der zeitweilig ins Auge gefaßte Bau einer über den &amp;quot;Neuen Strom&amp;quot; führenden Schwebefähre, konnte wegen der für die ungehinderte Schifffahrt vorzuhaltende Höhe nicht weiter verfolgt werden.&lt;br /&gt;
:So verfiel man auf die Lösung durch eine Kettenfähre, die dann bis 1955/56 zuverlässig unseren Dienst versah.&lt;br /&gt;
:Ältere östliche Anlieger-Bewohner wissen noch zu berichten, daß sie auch wiederholt nach Kettenrissen als antriebsloses Wasserfahrzeug auf die Ostsee abgetrieben und mittels Schlepper wieder &amp;quot;eingefangen&amp;quot; werden mußte.&lt;br /&gt;
:Zum Glück kam es dabei nie zu Personenschäden und es ging glimpflich ab.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Rostocker Überseehafens ab 26.Oktober 1957 und der fast zeitgleiche Bau der Marinebasis Hohe Düne erforderte wiederum neue Lösungen. Dazu wurden auf beiden Seiten des Seekanals kleine Fährbecken mit Anlegesteg erbaut.&lt;br /&gt;
:Bis zur Fertigstellung der neuen Flußfähre &amp;quot;Ostsee&amp;quot; wurden die 1955 im Rahmen des &amp;quot;Nationalen Aufbauwerkes&amp;quot; gebauten Gehlsdorfer Fähren &amp;quot;Willi Schröder&amp;quot; und &amp;quot;Albert Schmidt&amp;quot; eingesetzt. Alle drei Fähren blieben lange im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Strandbahn===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Warnemünder Seenotrettungsstation===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Seenotrettungsstation Warnemünde&amp;quot; von Erwin Seppelt in Marinekalender 1983]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemünde, die Nr. 1 unter den deutschen Kreuzfahrthäfen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Badeort==&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Werbung.JPG|thumb|300px|rechts|Werbung für das Ostseebad 1936]]&lt;br /&gt;
===Über die Anfänge des Badewesens in Warnemünde===&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1885 führt der Weg rund 5000 Erholung suchende „Berliners“, also Badegäste nach Warnemünde. Das Badewesen hatte in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Veränderung und Entwicklung des Küstenortes zur Folge gehabt. &lt;br /&gt;
;Einige Meilensteine bis dahin seien hier genannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1828  Hinter der Ostmole wird ein Damenbad mit zwei Zellen geschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1834 Dr. Schütz lässt ein Warmbadehaus im Ortszentrum errichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1835 Bau eines Herrenbades (auf der Höhe des 1853 erbauten Hotels Hübner) und eines Damenbades (auf der Höhe des heutigen Kurhauses) mit Zellen für jeweils 20 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1866 Verlegung des Herrenbades nach Westen (auf die Höhe des heutigen Hotels Neptun)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1872 Zerstörung aller Bäder bei der Novemberflut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1873 Wiederaufbau beider Bäder an den vorherigen Standorten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Badetourismus ist zum bedeutenden Wirtschaftszweig Warnemündes geworden, als der hier ansässige Kaufmann A. Bruger mit seinem Pressebeitrag „Badeplauderei“ im „Anzeiger für die Ostseebäder Warnemünde, Heiligendamm, Groß-Müritz, Wustrow“ am 6.Juli 1885 für Aufregung und lebhafte Diskussion im Ort sorgt. Übrigens weisen die Diskussionsinhalte bemerkenswerte Parallelen zu unseren Tagen auf und eine unterhaltsame Beschreibung des Lokalcolorits jener Tage in Warnemünde ist es in jedem Falle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schreibt: &lt;br /&gt;
;„Das Seebad Warnemünde, dessen Besuch von Jahr zu Jahr mehr zunimmt, gehört jetzt schon, und mit Recht, zu den besuchtesten Ostseebädern. In der That findet man selbst in den viel genannten und fashionabelsten Ostseebädern Misdroy, Häringsdorf und Colberg nicht eine solche Anzahl hübsch und anmuthig gelegener und mit so vielem Comfort eingerichteter Privatwohnungen wie in Warnemünde, und gar die großen Hotels dieses Badeortes können nicht nur wegen ihrer schönen Lage in unmittelbarer Nähe der See, sondern auch wegen ihrer vortrefflichen Einrichtung und Leitung, den gelobtesten Hotels in den sogenannten großen Bädern an die Seite gestellt werden. …“ &lt;br /&gt;
:Bruger stellt Vergleiche mit den in damaliger Zeit etabliertesten Ostseebädern und ihren Angeboten an und kommt zu dem Schluß: &lt;br /&gt;
:„Nur an Einem fehlt es in Warnemünde, und dieser Mangel macht sich von Jahr zu Jahr mehr fühlbar, das ist eine Badedirection, welche die Aufgabe hat, dem Fremden in Bezug auf die Wohnungen Auskunft zu geben und für das Amusement der Badegäste zu sorgen. Seitens der Stadtverwaltung, welcher zugleich auch die Verwaltung  des Fleckens Warnemünde unterstellt ist, geschieht sehr wenig für die Hebung des Bades als solches  und gar nichts für die Annehmlichkeit und Bequemlichkeit der Gäste. Insbesondere könnte man füglich die Anforderung stellen, daß in einem so frequenten Bade die Badeeinrichtungen besser wären. …“  &lt;br /&gt;
:Seine im Beitrag folgenden Beschreibungen über den praktischen Ablauf des Badelebens und den damit verbundenen Dienstleistungen jener Zeit lassen uns heute an  freies Baden gewöhnte Strandbesucher schmunzeln: &lt;br /&gt;
:„Die Zellen im Damenbade, deren Anzahl in der Hauptsaison nicht im Entferntesten dem Bedürfniß entspricht, sind zum größten Theil völlig dunkel und besitzen mit Ausnahme der wenigen gemauerten, anstatt des Fensters nur eine etwa 1 Fuß (28 cm) große Öffnung in der Rückwand, welche, wie in den Hühnerställen (Legeställen) auf dem Lande mit einem hölzernen Schieber geschlossen wird. &lt;br /&gt;
:Will der Badegast sich nun nicht im Finstern anziehen, was immerhin seine Schwierigkeiten hat, so muß er jenen Schieber öffnen und erhält nun durch diese Öffnung und das gegenüber in gleicher Höhe befindliche Loch in der Thür, dessen einstiger Zweck nicht erfindlich ist, die intensivste Zugluft, die man sich wünschen kann. &lt;br /&gt;
:Die Kleider, welche man an der weißgetünchten Wand der Zelle aufzuhängen hat, zieht man mit Kalk beschmutzt wieder an. :Handgroße Spiegel sind allerdings in den Zellen vorhanden, sie hängen aber entweder zu hoch oder zu niedrig, wenn man von „hängen“ überhaupt  sprechen kann, da sie fest genagelt sind. &lt;br /&gt;
:Im Uebrigen  ist das Glas völlig fleckig und blind, und zeigt dem Hineinschauenden entweder nichts oder ein völlig verzerrtes Antlitz. &lt;br /&gt;
:Eine Wanne zum Abspülen der Füße ist nicht vorhanden, und doch wäre diese um so mehr am Platz, als der auf der Brücke und auf den ins Wasser führenden Treppen befindliche Leinwandläufer stets beschmutzt mit dickem grünem Schlamm. …“ &lt;br /&gt;
:Auch an dem betreuenden Personal der beiden Bäder hat der Kaufmann mancherlei zu kritisieren: &lt;br /&gt;
:„Die Bedienung der Badenden ist ebenso mangelhaft wie die Einrichtung der Zellen. &lt;br /&gt;
:Allerdings umdrängen im Herren- wie im Damenbade eine Menge Menschen den neu hinzugekommenen Badegast und bieten ihre Dienste an. &lt;br /&gt;
:Es beschränken sich aber die Dienstleistungen in der Regel ausschließlich auf das Trocknen und Aufbewahren der Badewäsche. :Das sorgfältigste der Gesundheit und dem Wohlbefinden so notwendige Frottieren der Haut unterbleibt entweder ganz oder es wird von dem Badediener (respective der Badedienerin ) gewissermaßen im Vorübergehen auf dem Badesteg vorgenommen. &lt;br /&gt;
:Die Bedienenden haben in der Regel so vielen Badegästen ihre Dienste verdingt, daß es für sie eine Unmöglichkeit ist, jeden Einzelnen in die Zelle zu begleiten und ihm  dort beim Ankleiden behilflich zu sein. &lt;br /&gt;
:Dies und noch vieles Andere, sind Übelstände, welche jeder Badegast unangenehm empfindet. …“  &lt;br /&gt;
:Alle Kritik an der Situation im „Baderegiment“ von Warnemünde führt Bremer schließlich zu der Forderung: &lt;br /&gt;
:„Von Seiten der Stadt müßte in Bezug auf die Einrichtung der Zellen, der Bedienung der Badegäste etc. , ein festes Reglement aufgestellt werden, dessen Innehaltung zu überwachen  und zu controllieren Sache des Bade-Direktors wäre, der in jedem größeren Seebade für die Sommermonate angestellt ist, und dessen Abwesenheit sich in Warnemünde, auch in Bezug auf das Miethen der Wohnungen, das Arrangement der Vergnügungen etc. von Jahr zu Jahr mehr fühlbar macht.“                                                     :Schon wenige Tage darauf reagiert der Hotelbesitzer C. Hübner, gleichzeitiger Betreiber von Damen- und Herrenbad mit unverhohlener Wut: &lt;br /&gt;
:„Wenn ich beipflichte, daß wenn in unserem Orte für die Dauer der Saison eine Badedirektion existirte, es in vielen Dingen besser stehen würde wie zur Zeit, so ist es doch sehr zu bedauern, daß eine Einrichtung, die nicht besser, einfacher und reinlicher sein kann, wie unsere Badeanstalt, einer Kritik unterworfen wird. &lt;br /&gt;
:Was den Punkt anbetrifft, daß eine Badedirektion fehle, um Fremden betreffend Auskunft zu geben, so findet auch jetzt jedes an die nicht existierende Badedirektion gerichtete Schreiben sofortige Beantwortung und wird ihm gerne Rath ertheilt.“                                                                                                                                                    :Es hatte sich in der Vergangenheit eingebürgert, daß der Postbote Briefschaften, die an die Badedirektion adressiert waren zur Auskunft und Bearbeitung an das Hotel Hübner, eben das größte Haus am Platze gab, wo sie dann bearbeitet wurden. &lt;br /&gt;
:Waren im eigenen Haus keine Unterkünfte frei hatte, leitete man sie dann an die anderen Hoteliers des Ortes weiter. &lt;br /&gt;
:Was verständlicherweise deren Unmut weckte. &lt;br /&gt;
:Hübner führt weiter aus: &lt;br /&gt;
:„…daß Amusements bis jetzt ohne eine Badedirektion stattfanden, so z.B. die Stromfahrten, welche doch nur von Privatpersonen (auf Hübners Rechnung) angeregt wurden und in jeder Weise rege Beteiligung fand.“                                                                                                                               :„Was nun die Einrichtung unserer Badeanstalten betrifft, so fehlt es in denselben durchaus nicht an Luft und Licht, denn jedem , der sich in denselben seiner Kleider entledigen respective sich ankleiden will, ist es gestattet, die Thüre der Zelle offen zu stellen, so oft er entweder des Lichtes oder der Luft entbehrt, doch thun wohl solche, die sich vor einem Luftzuge scheuen besser, wenn sie im Hause bleiben und ein warmes Bad von 30 bis 40 Grad nehmen. …“ &lt;br /&gt;
:Was die angebotenen Dienstleistungen angeht bemerkt Hübner: &lt;br /&gt;
:„…Zum Abtrocknen und Frottiren der Badenden befinden sich in der Badeanstalt 2 kräftige junge Männer, auf jeder Seite einer, die gewiß ihrer Aufgabe gewachsen sind und willig tun, was von ihnen der Badende verlangt.“ &lt;br /&gt;
:Als Resümé schließt der Hotelier an: &lt;br /&gt;
:„Fragen wir uns nun zum Schlusse, zu welchem Preise ist ein Bad in Warnemünde, und zu welchem Preise ist ein Bad in Häringsdorf oder Colberg zu haben: &lt;br /&gt;
:...ein Bad kostet in Warnemünde 20 Pf., in Colberg 40 Pf. Und in Häringsdorf sogar 75 Pf., so gelangen wir zu der Einsicht, daß Warnemünde bei solchen niedrigen Preisen stolz darauf sein kann, eine solche Badeanstalt zu besitzen, und gewiß in dieser Hinsicht den anderen Seebädern ebenbürtig dasteht.“                                 &lt;br /&gt;
:Auch Kaufmann Bruger fühlt sich nun noch zu einer Erwiderung bemüßigt: &lt;br /&gt;
:„Freilich geht es auch ohne Badedirektion, wie  Herr „C.H.“ zu beweisen sich bemüht. &lt;br /&gt;
:Es kommt hier wie überall im Leben nur auf die Ansprüche, die man erhebt, und auf den Platz den man einnehmen und behaupten will. &lt;br /&gt;
:Warnemünde gehört zu den besuchtesten Ostseebädern, es stellt sich mit Recht „Häringsdorf und Colberg“ gleich, da darf es auch bezüglich  seiner Badeeinrichtungen nicht so weit hinter den genannten Bädern zurückstehen, wie dies doch in Wahrheit der Fall ist. &lt;br /&gt;
:Wem die Bade-Einrichtungen als die „besten“ erscheinen und er sogar „stolz“ darauf ist, dem zeugt dies von einer nachahmungswürdigen Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit, welche leider das die Bäder besuchende, größtentheils wohlhabende Publikum nicht zu besitzen pflegt. &lt;br /&gt;
:Wem es nichts ausmacht bei offener Zellenthür vor zahllosen Zuschauern aus- und anzukleiden, wem die fleckigen blinden Spiegel genügen, wem es nicht unangenehm ist, die mit Sand und Schlamm beschmutzten Füße ohne vorherige Reinigung in dem Badelaken abzutrocknen, wer endlich die Bedienung bei dem Verlassen des Bades nicht entbehrt, der könnte sich füglich auch ganz ohne Zelle behelfen und hätte dabei die Freude, an jedem Bade 20 Pf. Zu sparen. &lt;br /&gt;
:Die Badegäste, vorzugsweise die Damen, sind indessen leider so verwöhnt, daß sie es vorziehen sich bei geschlossener Tür und nicht im Finstern anzuziehen. …und sie haben sogar das Bedürfnis in ihrer Zelle von einer Dienerin abgerieben zu werden. … es ist mir unverständlich, weshalb man solche Mängel nicht rügen soll, weil die Badeanstalt sich in den Händen einer Privatperson befindet. &lt;br /&gt;
:Die letztere würde jedenfalls in ihrem eigenen Interesse handeln, wenn sie hier gründliche Abhülfe schafft. &lt;br /&gt;
:… Wenn de Besitzer der Badeanstalt, an welcher er die genannten Verbesserungen vorgenommen hat, dagegen einen etwas höheren Preis für die Bäder verlangt, so wird das Publikum dies nur billig finden. &lt;br /&gt;
:Wer sich den Luxus einer Badereise gestatten und für eine Wohnung täglich 5 – 12 Mark Miethe zahlen kann, dem wird es wahrlich auf die 20 Pf. nicht ankommen, um welche er vielleicht das tägliche Bad theurer bezahlen muß und Warnemünde wird durch Verbesserung seiner Badeeinrichtungen wesentlich gewinnen.“   &lt;br /&gt;
:Es läßt sich heute nicht mehr aufklären, ob dieser öffentlich ausgetragene Disput mit dazu beigetragen hat, daß drei Jahre darauf auf Initiative und unter Leitung des Rostocker Bürgermeisters Dr. Paschen im Jahre 1888 für Warnemünde eine amtliche Badeverwaltung eingerichtet wurde. &lt;br /&gt;
:Ein Denkanstoß dazu war es gewiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Kurhaus von Gustav Berringer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das im Dessauer Bauhausstil errichtete Kurhaus an der Strandpromenade wurde 1914 begonnen.&lt;br /&gt;
:Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges waren die Grundmauern des Gebäudes ca. 2m aus dem Boden gewachsen.&lt;br /&gt;
:Durch Krieg und Inflation unterbrochen fand der Bau seine Fertigstellung erst 14 Jahre später im Jahre 1928.&lt;br /&gt;
:Um den Bau finanzierbar und umsetzbar zu machen übernahm die Hansestadt Rostock im Jahre 1913 die Bauträgerschaft und beauftragte ihren Stadtbaudirektor, den Diplomingenieur Gustav Wilhelm Berringer, mit der Projektierung.&lt;br /&gt;
:Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges war der Bau an der Promenade bereits 2 Meter gewachsen, bis die Baustelle kriegsbedingt stillgelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gustav Wilhelm Berringer&lt;br /&gt;
:Er wurde am 17.Februar 1880 in Rostock geboren und entstammte einer seit Generationen in Rostock ansässigen Bäcker- und Konditorenfamilie.&lt;br /&gt;
:Bis 1905 studierte er Hochbau in München, Dresden und Berlin-Charlottenburg&lt;br /&gt;
:Berringer schuf den Entwurf für die frühere Gewerbeschule in der Parkstraße und wirkte seit 1924 im Verein für Rostocks Altertümer unter anderem als Museumswart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Weiterbau ab 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In den Jahren 1922/23 begann eine weitere Etappe. Der Kurhausgarten mit dem Musikpavillion, der Wandelhalle und der Lesehalle entstand.&lt;br /&gt;
:1927 standen für die Fertigstellung des Kurhauses 525.000 Mark zur Verfügung&lt;br /&gt;
:Am 24.Mai 1828 fand die festliche Eröffnung des Kurhauses begangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde das Kurhaus in ein Tarnnetz gehüllt.&lt;br /&gt;
:Nach den Bombadements auf Rostock im April 1942 wurden im Keller des Gebäudes Bauteile für die Ernst Heinkel Flugzeugwerke gefertigt.&lt;br /&gt;
:In den oberen Etagen befand sich deren Konstruktionsbüro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Betrieb nach dem zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nach Ende des zweiten Weltkrieges, etwa ab 1950 begann sich im Kurhaus ein breites Veranstaltungsangebot zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Hotel Neptun====&lt;br /&gt;
Von 1969 bis 1971 wurde das Hotel vom städtischen Wohnungsbaukombinat und dem schwedischen Unternehmen SIAB errichtet und im Frühjahr 1971 eröffnet. Die Architekten hatten den Bau so geplant, dass alle Zimmer einen Meerblick haben. Neben einem Meerwasserschwimmbad direkt in der 2. Etage des Hotels gab es eine angeschlossene Meerwasserschwimmhalle mit Wellenanlage und die Sky-Bar in der 19. Etage, in der das Dach für den &amp;quot;Tanz unter Sternen&amp;quot; geöffnet werden konnte. Im Keller des Hotels befand sich die erste Diskothek der DDR. Bis 1990 war das &amp;quot;Neptun&amp;quot; Vertragshotel der Handelsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026 08. Juni  Ostseezeitung von  Ben Brümmer&lt;br /&gt;
:;55 Jahre „Neptun“: Ostalgie hat ihren Preis&lt;br /&gt;
Doppelzimmer im Warnemünder Luxushotel kosten heute 180 Euro mehr als vor zehn Jahren / DDR-Flair inklusive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel „Neptun“ in Warnemünde ist eines der berühmtesten Devisenhotels der DDR-Geschichte. In diesem Jahr feiert die Rostocker Luxusherberge ihr 55. Jubiläum – groß, laut und mit viel Tamtam. Am Sonnabend (6. Juni) steht eine Gala mit Menü, Dessertbüfett und Livemusik auf dem Programm. Moderiert wird der Abend von DDR-Unterhaltungsikone Wolfgang „Lippi“ Lippert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bis zu unserer Jubiläums-Gala wollen wir uns in Schale werfen. Dann glänzen insgesamt 55 Balkone in einem goldenen Gewand“, sagte Generalmanager Guido Zöllick Ende Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Eröffnung im Jahr 1971 punktet das 64 Meter hohe Fünf-Sterne-Haus mit Luxus und Extravaganz im beliebten Ferienort. Im Laufe der Jahre konnte das Hotel jedoch nicht nur positiv auffallen. Im Volksmund wird das „Neptun“ nämlich auch als „Stasi-Hotel“ bezeichnet. Der Grund: Die Bleibe arbeitete eng mit dem Geheimdienst der DDR und seinen Machenschaften zusammen. In der Nobelherberge, die von 1971 bis 2007 vom Direktor Klaus Wenzel geleitet wurde, sollen vor allem West-Gäste auf ihren Zimmern ausgehorcht und spioniert worden sein. Das Haus wertet die Spitzeleien heute sachlich als Teil der historischen Entwicklung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am kontinuierlichen Erfolg des „Neptuns“ hat das jedoch nichts geändert. Der gewisse DDR-Charme von damals überzeugt die Urlauber bis heute. Die Sky-Bar im obersten Stockwerk, der Wellnessbereich mit Schwimmbad, die hoteleigene Diskothek sowie die legendäre Broiler-Bar sind nach wie vor wahre Gäste-Magneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Spaß hat seinen Preis. Ein Doppelzimmer in der Etage fünf bis neun wird von Freitag (5. Juni) auf Samstag ab 349 Euro angeboten. Das Hotel arbeitet mit flexiblen Preisen. Die Kosten variieren dabei je nach Nachfrage, Wochenenden, Feiertagen und Ferienzeit. Unter der Woche war das gleiche Zimmer daher noch ab 284 Euro zu haben – ein Unterschied von mindestens 65 Euro. Für Zimmer auf den Etagen zehn bis 18 wäre noch mal ein Aufschlag fällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum vor fünf Jahren war das Doppelzimmer noch ab 194 Euro erhältlich. Vor zehn Jahren mussten zwei Personen mindestens 169 Euro für eine Übernachtung im „Neptun“ zahlen – ein Unterschied von 180 Euro zum heutigen Preis. Das ergibt eine Recherche mit dem Online-Archiv „Wayback Machine“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beim „Rügen-Hotel“ in [[Sassnitz auf Rügen|Sassnitz]], einem weiteren beliebten Anlaufpunkt seit DDR-Zeiten, sind flexible Zimmerpreise gängig. Es gilt als Pilotprojekt vor dem Bau des berühmten „Neptuns“. Ein schwedisches Unternehmen hatte das Hotel 1969 fertiggestellt – ebenfalls mit Sky- und Broiler-Bar. Anschließend startete der Bau in Warnemünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer umfassenden Sanierung in den vergangenen drei Jahren ist im „Rügen-Hotel“ weiter der typische DDR-Kult zu erkennen. „In den Fluren hängen überall alte Bauzeichnungen aus den 60er Jahren. Ein Teil des originalen Bartresens aus der alten Sky-Bar steht im Haus. Ein Zeitstrahl im Flur erzählt die Geschichte des Hauses“, meint ein Sprecher des Hotels. Außerdem können Gäste in Vitrinen alte Speisekarten, Stoffmuster, Postkarten und weitere Erinnerungen aus DDR-Zeiten erkunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Hotels, die schon damals beliebte Ferienunterkünfte waren und bis heute mit Ostalgie punkten, sind auch das Selliner „Cliff-Hotel“ auf [[Insel Rügen|Rügen]], das Hotel „John Brinckmann“ in [[Boltenhagen]] sowie das „Strandhotel Fischland“ im Ostseebad [[Nienhagen, Ostseebad|Nienhagen]]. Letzteres wurde 1968 als exklusives Gästehaus für Regierungsmitglieder der DDR und internationale Staatsgäste errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Menge Staats- und Stargäste durfte auch schon das „Neptun“ in Warnemünde begrüßen. Im &#039;&#039;&#039;338-Zimmer&#039;&#039;&#039;-Koloss übernachteten unter anderem schon das niederländische Königspaar Máxima und Willem-Alexander, die Ex-Bundeskanzler Angela Merkel und Helmut Schmidt sowie die Musiker Udo Lindenberg, Roland Kaiser und Fußballer Franz Beckenbauer. Insgesamt waren bislang rund 2,2 Millionen Gäste aus 122 Ländern im Warnemünder Luxushaus zu Gast. In den 55 Jahren wurden dabei fast neun Millionen Übernachtungen registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Industriestandort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Werften in Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem heutigen Gelände der MV Werft, begann nach Kriegsende 1945 die Geschichte der Warnowwerft. Während der unmittelbaren Nachkriegszeit, wurden die vorhandenen Überreste der alten Krögerwerft zum Bau von Fischkuttern für die Besatzungsmacht aus der Sowjetunion genutzt. Die Krögerwerft in Warnemünde war in den Jahren 1939 – 1945 vor allem für den Bau von Flugsicherungsbooten zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den neuen Namen „Warnowwerft“, sowie eine damit verbundene Eigenständigkeit, erhielt die VEB Warnowwerft Warnemünde am 01. August 1948. Die Werft konzentrierte sich in der Folgezeit auf die Reparaturen von Schiffen.&lt;br /&gt;
Ein Umschwung erfuhr die Werft ab 1951, als fortan neben den Reparaturarbeiten, der Neubau von Schiffen dazukam. So wurde unter anderem der Neubau des Segelschulschiffes Wilhelm Pieck abgeschlossen und mit der Produktion von Serienschiffen begonnen. Die Warnowwerft entwickelte sich zu der größten Schiffbauproduktionsstätte der DDR. Die Schiffe wurden in erster Linie für die Handelsflotte der DDR verwendet, aber auch im Ausland erfuhr die Werft einen Aufschwung und lieferte Schiffe an die UdSSR, Jugoslawien, China, Rumänien und in die Tschechoslowakei. Eine besondere Beziehung pflegten die Werfteigner aber auch zu dem unmittelbaren Nachbarn, der Bundesrepublik Deutschland, die die regelmäßig Handelsschiffe ausgeliefert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1959 erfolgte ein Zusammenschluss der Werften der DDR, zur Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Schiffbau. Diese Vereinigung blieb bis 1979 erhalten und entwickelte sich fortan zum Kombinat Schiffbau Rostock. Zwischen 1948 bis 1989 wurden unter anderem Fischkutter, Stückgutfrachter, Schlepper, Schwimmkräne und Containerschiffe gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands, änderten sich auch die Umstände der Werft. Im Zuge der Wirtschaftsreformen während der Wendezeit, wurde am 1. Juni 1990 der VEB Warnowwerft Warnemünde in eine Kapitalgesellschaft überführt und agierte als Warnowwerft Warnemünde GmbH. Im Oktober 1992 erfolgte der Verkauf der Werft an den norwegischen Gesellschafter Kvaerner, der die Werft in den Jahren 1993 – 95 modernisierte. Die Werft operierte bis 2001 unter dem Namen Kvaerner Warnow Werft GmbH. Highlights der Kvaerner Werft stellten beispielsweise der letzte konventionelle Stapellauf am 30. Juni 1995 oder der Bau der Bohrinsel „Stena Don“ 2001 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von wirtschaftlichen Problemen und damit verbundenen Zusammenschlüssen mehrerer Konzerne, wechselte der Name der Werft in den Folgejahren mehrfach. So entstand 2008 die Aker Yards Ostsee und 2007, nach einer erneuten Umstrukturierung, die Wadan Yards. Den dramatischen Höhepunkt dieser schwierigen Zeit, stellte am 5. Juni 2009 der Insolvenzantrag der deutschen Unternehmensteile der Wadan Yards Group AS dar. Die Werft wurde anschließend vom russischen Investor Witali Jussufow übernommen, der über die durch ihn ins Leben gerufene „Nordic Yards“, die Vermögensgegenstände der deutschen Wadan-Unternehmensteile erwarb. Seit Juli 2016 fungiert die Warnemünder Werft in der Unternehmensgruppe MV Werften und beteiligt sich unter anderem an dem Bau verschiedener Sektionen für Kreuzfahrtschiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;300px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Kroegerwerft um 1938.jpg|Das Gelände der ehemaligen Krögerwerft&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Werft Kabelkrananlage.JPG|Die Kabelkrananlage der Warnowwerft&lt;br /&gt;
Datei:Warnemuende Kvaerner Werft.jpg|Nach der Wende: die Kvaerner-Werft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Fliegerei und Flugzeugbau in Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zivile Anfänge der Fliegerei in Warnemünde====&lt;br /&gt;
;1912&lt;br /&gt;
;Der Deutsche Luftflottenverein plant auf dem &amp;quot;Neuen Land&amp;quot; an der Grenze zur Groß-Kleiner Feldmark eine Luftschiffwerft zu errichten. Das Projekt kommt jedoch nicht über die Planungsphase hinaus. &lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR KFC SO &amp;quot;Groß-Klein&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
:Bau des Land- und Wasserflugplatzes am Breitling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Heinkel-Flugzeugwerke====&lt;br /&gt;
[[Presse-Beitrag der NNN vom 1.12.2022 zum Beginn der Heinkelwerke ]] &lt;br /&gt;
;1922, 1. Dezember&lt;br /&gt;
:Gründung der Ernst Heinkel Flugzeugwerke&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Heinkel Werbung um 1930.jpg|thumb|400px|rechts|Warnemünde Heinkel Werbung 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Arado-Flugzeugwerke====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[https://www.arado196.de/geschichtliches/arado-flugzeugwerke/ private Internetseite zur Arado-Geschichte  ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Warnemünde Arado Logo 1939.jpg|Warnemünde Arado Logo 1939&lt;br /&gt;
Datei:Wmde Arado Schuldverschreibung 1942.jpg|Warnemünde Arado Schuldverschreibung 1942&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde und Hohe Düne als Militärstandorte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Marine in Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde RA 7 1 1909 Torpedoboote.jpg| thumb|500px|rechts|Wmde RA 7 1 1909 Torpedoboote]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Seeflieger-Versuchskommando (1914-1917)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wmde Werbung 1914.jpg|thumb |200px|rechts|Warnemünde Werbung 1914]]&lt;br /&gt;
;1914&lt;br /&gt;
:August - Die Kaiserlich Deutsche Marine übernimmt den Warnemünder Flugplatz mit dem vorhandenen Bestand unmittelbar nach der Mobilmachung&lt;br /&gt;
:Es wird neues Fluggerät für die Marine erprobt.&lt;br /&gt;
:Deren Eröffnung erfolgte im Rahmen der Austragung des 2. Deutschen Wasserflugzeug-Wettbewerb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am Ort Gründung der Firma &amp;quot;Luftverkehr Sablatnig&amp;quot; mit dem Konstrukteur Dr. Hans Seehase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1915&lt;br /&gt;
:Im Dünenwald unmittelbar östlich der Stromfähre werden zwei Unterkunftsbaracken errichtet.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des Sommers wird der technische Bereich wesentlich ausgebaut. So entstand u.a. die 72,5m x 26m sowie 16m hohe Halle IV. Ihre Tore hatten jeweils eine Breite von 7,25m und nahmen die Hallenbreite zum Breitling hin ein.&lt;br /&gt;
:Gegen Ende des Jahres folgen auf der Nehrung , Kasernen, ein Offiziershaus, ein Wirtschaftsgebäude, das Deck-Offizierhaus und die Krankenstation&lt;br /&gt;
:Zur Ostsee hin wurde neben der bereits Vorhandenen eine weitere hölzerne Ablaufbahn für das Zuwasserlassen der Seeflügzeuge angelegt&lt;br /&gt;
:Während des Kriegsverlaufes wuchs die Zahl der Hallen von drei auf zwölf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1917&lt;br /&gt;
:Auf dem aufgefüllten Gelände am Laak-Kanal wird die Firma &amp;quot;Flugzeugbau Friedrichshafen Gmbh&amp;quot; angesiedelt. Sie geht 1925 in den Besitz der Arado-Werke über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Am Ende des Krieges  sind auf der Fliegerstation bis zu 1500 Mann und 60 Offiziere stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920&lt;br /&gt;
:Gemäß des Versailler Vertrages erfolgte der Abriß von sechs Hallen und weiterer Gebäude. Zwei Hallen waren bereits im Kriegsverlauf abgebrannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die militärische Nutzung der Hohen Düne nach dem zweiten Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die 4. Flottille====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die 4. Flottille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Marinestützpunktkommando (MStpKdo) und Marineabschnittskommando Ost (MAKdo Ost)====&lt;br /&gt;
* [[Marinestützpunktkommando (MStpKdo) und Marineabschnittskommando Ost (MAKdo Ost) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde als Forschungsstandort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ingenieurhochschule für Seefahrt (IHS)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seehydrographischer Dienst der DDR===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Das Seezeichenwesen in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Seewetterdienststelle Warnemünde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Seewetterdienststelle Warnemünde&amp;quot; Vilkner, Hans In: Natur und Heimat (1957), 8, S.244-246]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Institut für Meereskunde/ Institut für Ostseeforschung===&lt;br /&gt;
In den &amp;quot;Meereskundlichen Berichten&amp;quot; (Nr. 111 2019) ist unter der Autorenschaft von Dr. Wolfgang Matthäus nachfolgender Aufsatz erschienen.&lt;br /&gt;
Wir danken dem Autor für seine Erlaubnis diesen Beitrag an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen.&lt;br /&gt;
Bitte beachten sie die Wahrung der zu Beginn des Beitrages angegebenen Veröffentlichungs- und Autorenrechte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medium:Mattheus warnemünde iow.pdf |Die Anfänge der meeresgeologischen und Küstenforschung in Warnemünde (1950 - 1970)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sturmfluten und Küstenschutz in Warnemünde==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Anfänge des Küstenschutzes in Warnemünde durch Prof. L. Karsten und Forstinspektor Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Prof. Karstens Schriften zu seinen Versuchen der Dünenbefestigung in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Warnemündes Kampf gegen Flut und Sand===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflutschaeden Warnemuende 1913 14.jpg|thumb|300px|rechts|Am Tag danach - Begutachtung der Schäden der zum Jahreswechsel 1913/14 gewüteten Sturmflut an der Warnemünder Strandpromenade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturmfluten stellten für den kleinen Küstenort Warnemünde in den vergangen Jahrzehnten mehrfach große Gefahren dar. Besonders schwer traf es den Ort in den Jahren 1825, 1872, 1903 und 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu Beginn des Jahres 1825 wurde Warnemünde von einer Sturmflut erfasst. die sich über den Bereich der Dünen und der Moorwiesen ihren Weg bahnte. Insgesamt wurden 18 der 150 Häuser komplett zerstört und immerhin 74 zum Teil schwer beschädigt. Das Wasser stieg zu seinem Höhepunkt auf 2,52 Meter über die Normalhöhe und trug gut 80 Prozent der Dünenanlagen ab.&lt;br /&gt;
Am schlimmsten in der jüngeren Geschichte wurde Warnemünde 1872 getroffen, als das Wasser 2,80 Meter über Normal stieg und in Warnemünde sowie Diedrichshagen große Schäden verursachte. Verheerende Folgen hatte die Sturmflut von 1872 auch für die ortsansässige Schifffahrt, die sich im Winterstand befand und durch das Hochwasser auf den Feldern trieb.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1625 - Warnemünde und die Sturmflut am 10. Februar (Auszug aus H.F.Beckers &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; 1839)====&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
:Den 10. Febr. 1625  stand der Wind von Morgen bis Mittag südlich und es war stilles Wetter, als plötzlich um 8 Uhr vormittags die Ostsee so stark in die Warnow drang daß ohnerachtet der Windstille die derzeit vorhanden sieben Strandbrücken und das ganze Warnowufer bis an die Strandthore zur Überraschung der Meteorologen und Seefahrer überschwemmt wurde. &lt;br /&gt;
:Es herrscht bekanntlich in der Ostsee keine bemerkbare regelmäßige Ebbe und Fluth, jedoch verändert sich der Wasserstand zuweilen in der Art, daß die sonst niedriger liegende Ostsee in den Warnow Fluß eintritt oder wie man sagt der Strom einläuft, welches gewöhnlich bei Nordost oder Nordwind der Fall ist. &lt;br /&gt;
:Es vermutheten daher die Schiffer daß ein Sturm aus Nordost im Meere herrschend sey, und diese Vermuthung ward bald zur Gewißheit. &lt;br /&gt;
:Mittags um ein Uhr trat ein Orkan ein, mit Schnee, Hagel und Regen verbunden. &lt;br /&gt;
:Zuerst kam der Wind aus Osten, dann drehete er sich nach Nordosten. &lt;br /&gt;
:Es stürmte den Nachmittag und die ganze Nacht hindurch bis am Morgen den 11. Febr. &lt;br /&gt;
:Die Warnemünder sahen das Meer in einer so heftigen Bewegung, daß sie die Wellen mit Wasserbergen verglichen die bis an die Wolken reichten. &lt;br /&gt;
:Der Sturm war so heftig, daß Reisende weder fahren noch gehen noch stehen konnten, und sich bei den Schneewirbeln auf die Erde niederwerfen mußten um athmen zu können. &lt;br /&gt;
:Da schönes warmes Wetter voraufgegangen war, so wirkte die eingetretene eisige Kälte so stark auf den menschlichen Körper, daß mehrere Menschen erstarreten und verhindert wurden sich von dem überschwemmten Lande zu retten. &lt;br /&gt;
:Die Fluth erreichte abends 5 Uhr bei Rostock den höchsten Stand, und blieb bis Nachts 2 Uhr also 9 Stunden in dieser Höhe, welche den mittleren Waßerstand 14 Fuß überstiegen hatte. &lt;br /&gt;
:Nach 2 Uhr sank das Wasser, stieg aber am 14. Febr. bei gemäßigterem Sturm fast bis zur derselben Höhe. &lt;br /&gt;
:Dies Unwetter traf mit gleicher Wasserhöhe auch Greifswald, Stralsund, Wismar und Lübeck. &lt;br /&gt;
:Die Folgen dieser Sturmflut waren schrecklich. &lt;br /&gt;
:In und um Rostock fand man nach Ablauf des Waßers, daß der Hafen selbst fahrbar geblieben, daß, aber die Waßerwerke, woran man über 20 Jahre gearbeitet, sehr ruinirt waren. &lt;br /&gt;
:Die Dünen, an deren Erhaltung man derzeit erhebliche Kosten verwandt hatte, waren vom Stromgraben bis Warnemünde und von hier bis Diedrichshagen vom Meerwaßer überstiegen, zerrißen und niedergestürzet. &lt;br /&gt;
:Die von Eichenholz mit starken eisernen Klammern verbundenen und mit großen Steinen beschwereten Kisten, sowohl am Meer als im Hafen und am Breitling waren gänzlich umgestürzet, die Steine ins Waßer gefallen, jedoch ohne das Fahrwaßer zu verschütten; das Kistenholz war zerbrochen, gänzlich weggeschwemmt und auf die Ufer von Marienehe und Bramow geworfen. &lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide waren eine große Menge Eichen, Buchen, Kiefern pp. umgeworfen. Die Dörfer Schmarl, Lütten und großen Klein, Marienehe, Redewisch pp. hatten an Häusern, Scheunen, Ställen Obstbäumen pp. sehr gelitten. &lt;br /&gt;
:Mehrere Gebäude waren umgestürzt und weggeschwemmt, viel Vieh ertrunken, Acker und Hausgeräthe weggetrieben. &lt;br /&gt;
:In dem Stadt Dorf Mohr, vermuthlich dem im Walde gelegenen Moorhof, welcher jetzt nicht mehr existirt aber auf die Reiter Charte bemerkt stehet, sind einige Pferde und Ochsen ertrunken. &lt;br /&gt;
:Die Menschen haben sich auf den Boden gerettet und dort drey Tage ohne Speise geseßen. &lt;br /&gt;
:Wie weit das Waßer in die Heide vorgedrungen ist nicht bemerkt worden, nach einer mündlichen Tradition soll es in Niedrigungen bis Blankenhagen vorgerückt seyn. &lt;br /&gt;
:Im Flecken Warnemünde sind von 150 Häusern 74 sehr beschädigt worden. &lt;br /&gt;
:Die Wände sind ausgefallen und nur die Ständer stehen geblieben. Alle Kisten, Betten, Bettstellen, Tische, Schränke pp. sind von den Fluthen weggerißen, 18 Häuser aber an der Nordseite bei der Laterne, gänzlich über den Haufen geworfen. &lt;br /&gt;
:Die steinerne Kirchhofs Mauer ist niedergestürzt, in der Kirche das Waßer drei Fuß hoch gestanden und durch die Vogtei hat man mit Böthen fahren können. :Die beiden aeltesten Bürgermeister Tancke und Schütte haben am 12. Febr. den Schaden in Warnemünde in Augenschein genommen und sich die Klagen der Warnemünder, denen von ihren geborgenen Sachen noch manches weggestohlen worden, vortragen laßen. &lt;br /&gt;
:Alle im Hafen gelegenen Schiffe, mit Ausnahme von zweien sind losgerißen, aneinander und gegen die Häuser geschleudert worden. &lt;br /&gt;
:Mehrere sind zertrümmert, 18 haben auf trockenem Boden vor den Häusern und der Voigtei gestanden, unter diesen ein Schiff von 100 Last mit voller Ladung; zwei Schütten hat man auf den Wiesen bei der alten Warnow gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(NHG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die große Novemberflut 1872 in Warnemünde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflut 1872 Gedenktafel Warnemuende.jpg|thumb|350px|rechts|Gedenktafel für die Sturmflut 1872 in Warnemünde]]&lt;br /&gt;
:Über die Sturmflut von 1872 erfährt man oft den Nimbus, daß sie die größte Hochwasserkatastrophe gewesen sei, die unsere Ostseeküste hier je gesehen hat. &lt;br /&gt;
:Das ist zwar nicht richtig, führt aber dazu, das dieses Natur-Ereignis bei bodenständigen Küstenbewohnern in den Familien-Erinnerungen bis in unsere Tage fest verankert ist.&lt;br /&gt;
:Die Allerheiligenflut (1. November 1304), mehr als fünfhundert zuvor, und noch weitere, waren den Quellen zufolge  höher und verheerender. &lt;br /&gt;
:Sie liegt für das Erinnerungsvermögen der Menschen zu weit zurück und ist für die Statistiken der Wissenschaft nicht mehr detailliert fassbar.&lt;br /&gt;
:Was nun die Flut vom 12. bis 14. November 1872 so finden sich in den Archiven kaum bildliche Darstellungen der Hochwasserereignisse und ihrer Folgen, dafür aber eine große Vielzahl an Zeitzeugenberichten und die sind oft besonders bildlich in ihrer zeitnahen Beschreibung.&lt;br /&gt;
:Gustav Quade, berühmt geworden durch seine dreibändige „Mecklenburgische Vaterlandskunde“, hat in den Monaten unmittelbar nach der Katastrophe in der Region Rostock und Warnemünde solche Zeitzeugenberichte gesammelt, wo immer er ihrer habhaft werden konnte. &lt;br /&gt;
:Davon möchte ich hier einiges in Auszügen wiedergeben, das uns bis heute berührt:&lt;br /&gt;
:„Am Nachmittag des 12. November stand schon die See auf dem Fahrdamm der Vorderreihe. &lt;br /&gt;
:Einige vorsichtige Warnemünder zogen daher ihre Jollen näher aufs trockene Land und befestigten die Boote an den Bäumen. &lt;br /&gt;
:Allgemein ging man zu Bett, da mit einem Fallen des Wassers auf das bestimmteste gerechnet wurde. &lt;br /&gt;
:In der Nacht wuchs der Sturm zum Orkan. &lt;br /&gt;
:Lotsenkommandeur Jantzen, der die Gefahr von seinem Hause am Strom, hart an der See, aus erkannte, schickte noch in der Nacht die Nachtwächter im Ort herum, um die Einwohner zu wecken.&lt;br /&gt;
:Um 3 Uhr morgens war alles auf den Beinen. Der Sturm raste mit unverminderter Stärke weiter. &lt;br /&gt;
:Die Ziegel fielen haufenweis von den Dachstühlen, ganze Dächer wurden zuweilen abgehoben. &lt;br /&gt;
:Unzählige Veranden und Fensterscheiben gingen in Stücke. &lt;br /&gt;
:Einige Einwohner versuchten noch die Boote in Sicherheit zu bringen. Alles vergeblich. &lt;br /&gt;
:Als es gegen ½ 8 Uhr morgens Tag wurde, waren beide Baken auf den Molenköpfen verschwunden, die Molen standen ganz unter Wasser, die Bismarkpromenade mit der Grotte und die Badeanstalten waren beinahe zerstört.&lt;br /&gt;
:Gegen 8 Uhr morgens durchbrach das Wasser die Dünen westlich vom Ort und vereinigte sich über das Diedrichshäger-Moor und die Laak mit dem Breitling. :Warnemünde lag auf einer Insel, deren Umfang mit dem Steigen des Wassers immer kleiner wurde. &lt;br /&gt;
:Am Rostocker Ende drang bald darauf das Wasser in die Häuser, die Bewohner flüchteten in die neuerbaute Kirche. &lt;br /&gt;
:Unterdessen hatten die Wogen die Gebäude des Bauhofes erreicht, nachdem sie die dahinter liegenden Dünen durchbrochen hatten. &lt;br /&gt;
:Die Familie des dort wohnenden Zimmermeisters schwebte in höchster Lebensgefahr. &lt;br /&gt;
:Der Aufenthalt in den Häusern war unmöglich, die 6 Personen flüchteten auf einen Hausboden. &lt;br /&gt;
:Die Überfahrt in einem Rettungsboot zu wagen, war unmöglich. &lt;br /&gt;
:Der rasend einlaufende Strom hätte das Boot sofort zerschlagen und seine Insassen in höchste Lebensgefahr versetzt. &lt;br /&gt;
:Man brachte daher den Raketenapparat an das Zollamt und der Lotsenkommandeur schoß eine Leine zum Bauhof hinüber. &lt;br /&gt;
:6 kühne Männer mit Namen Baade, Borgwardt, Jungmann, Jürß, Radloff und Schmidt, sprangen in das Boot und ruderten es durch den mit Balken und Schiffstrümmern bedeckten Strom hinüber zum Bauhof und retteten die ganze Familie des Bauhofsaufsehers.&lt;br /&gt;
:Das Wasser stieg immer weiter, von Süden und Westen drang es in den Ort ein.&lt;br /&gt;
:Die Mühlenstraße mit der Mühle, die südliche Hälfte der Anlagen, die Kirche, wo die Flüchtlinge schließlich auf die Bänke steigen mußten und die 4. und 3. Reihe (Anastasia- und Friedrich-Franz-Straße) standen bis in die späten Nachmittagsstunden ganz unter Wasser.&lt;br /&gt;
:… Im Orte selbst blieb nur die Schanze, der Georginenplatz und der nördliche Teil der Anlagen trocken. &lt;br /&gt;
:Auf diesen kleinen Raum drängten sich bis zur einbrechenden Dunkelheit etwa 1600 Menschen zusammen, mit Todesangst im Herzen.&lt;br /&gt;
:Gegen 3 Uhr nachmittags ging der Wind nach Osten und wurde schwächer, das Wasser steigt nicht weiter. Niemand war verunglückt.&lt;br /&gt;
:… Am 14. November konnte man die Verwüstungen erkennen. Die Uferstraße am Strom war mit Holz, Booten, Seesand, Möbeln und Trümmern jeglicher Art bedeckt.&lt;br /&gt;
:Auf der Reede trieben 5 Schiffe mit schweren Havarien, 3 andere hatten die Masten gekappt. &lt;br /&gt;
:Sie wurden von dem alten Dampfer „Stadt Rostock“ in den Hafen geschleppt. &lt;br /&gt;
:… Die Molenspitzen waren spurlos verschwunden. &lt;br /&gt;
:...Das Erdreich an der Schanze war fortgespült und der Strudel hatte eine tiefe Bucht im Durchgang von Hotel Rohn gemacht. &lt;br /&gt;
:... Die Veranden schienen in der Luft zu hängen, und nur den festen Grundmauern des Hauses des Lotsenkommandeurs Jantzen neben dem Greifenbad war es zu danken, daß diese Häuser nicht völlig eingestürzt waren. &lt;br /&gt;
:Die Bismark-Promenade war verschwunden.“&lt;br /&gt;
:Die Küstenschützer bezeichnen diese Sturmflut heute ganz profan als „Bemessungshochwasser“, was bedeutet, das die in den einzelnen Küstenorten unterschiedlichen Wasserstände, wie auch die Spezifik des Vordringens des Meerwassers jenen Jahres als Messlatte für Küstenschutz-bauten und -maßnahmen herangezogen werden. &lt;br /&gt;
:Diese Naturkatastrophe steht aber auch für die seit nun eineinhalb Jahrhunderten anhaltende Messung und statistische Erfassung der Wasserstände und Wetterereignisse der Ostsee an der deutschen Küste als der „Nullpunkt“ und Beginn.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sturmflutschutzwand Warnemuende 2020.jpg|thumb|350px|rechts|Die neue Warnemünder Sturmflutschutzwand am Alten Strom südlich der Bahnhofsbrücke im Frühjahr 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903 blieb Warnemünde von der Sturmflut nahezu unberührt, wohingegen es die Rostocker Altstadt und den gesamten Bereich des Stadthafens besonders schlimm traf, was an der Fahrrinne lag. &lt;br /&gt;
:Das Wasser suchte sich seinen Weg entlang des Breitlings und der Warnow und bedrohte fortan insbesondere die Altstadt. &lt;br /&gt;
:Bei der Rostocker Bevölkerung sorgte dies für einige Empörung und stellte die Politik vor Schwierigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warnemünde wurde 1913/14 wieder hart von Überflutungen getroffen. &lt;br /&gt;
:So wurde die Promenade über eine Distanz von 300 Metern komplett zerstört und weggespült. &lt;br /&gt;
:Neben der Promenade erfasste das Hochwasser im Januar 1914 einen Großteil der Strandvillen hinter der Promenade und erstreckte sich bis zum Neuen Friedhof.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sturmfluten und Küstenschutz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warnemünde und der Sand==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Becker-Spruch, Wind und Sand, Dünenbefestigung , Molensand, Sand tragen, Sand als Exportgut, Ballastsand&lt;br /&gt;
;(TID 2026 ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen, Wege und Umwege - Von Milchsteg und Kuhbrücke zur Stadtautobahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Postwesen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünde im Spiegel von Zeitgenossen==&lt;br /&gt;
* [[Warnemünde im Spiegel von Zeitgenossen|Im Spiegel von Zeitgenossen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Persönlichkeiten==&lt;br /&gt;
* [[Bedeutende Persönlichkeiten aus Warnemünde|Bedeutende Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgenommen wurden Personen, die in Warnemünde geboren oder verstorben sind, beziehungsweise in einem persönlichen Lebensabschnitt zeitweise in besonderer Beziehung zum Ort standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der vergangenen Jahre wurden einigen bedeutenden Persönlichkeiten Gedenktafeln gewidmet, die mit Unterstützung des Warnemünder Leuchtturmvereins an Gebäuden im Ort angebracht wurden. Der Warnemünder Sven Lorenzen hat die ersten 12 Tafeln auf einer Internetseite dokumentiert: [http://sven-lorenzen.de/tafeln.html Warnemünder Gedenktafeln]. Seit 2024/25 werden auf Initiative des Kulturausschusses des Ortsbeirates Warnemünde/Diedrichshagen weitere Gedenktafeln angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten zu Warnemünde==&lt;br /&gt;
* [[Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten zu Warnemünde|Sagen, Geschichten, Legenden, regionale Literatur und Anekdoten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnemünder Volkskunde==&lt;br /&gt;
* [[Warnemünder Volkskunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen in Warnemünde, Unterwarnow- und Breitling-Gebiet==&lt;br /&gt;
* [[Flurnamen in Warnemünde und Umgebung|Flurnamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[ + Arbeitsordner Warnemünde]]  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronistenkontakt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph Wegner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mailto:kontakt@heimatmuseum-warnemuende.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Lag_der_Hafen_Warnem%C3%BCnde_einst_am_Rande_der_Rostocker_Heide_-_100_Jahre_Suche_nach_der_Antwort&amp;diff=154624</id>
		<title>Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Lag_der_Hafen_Warnem%C3%BCnde_einst_am_Rande_der_Rostocker_Heide_-_100_Jahre_Suche_nach_der_Antwort&amp;diff=154624"/>
		<updated>2026-08-08T20:56:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* 3. Welche Wasserdurchflüsse gab es zwischen 1160 und 1625 duch die Nehrung zwischen Stoltera und Rosenort (Rostocker Heide)? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Arbeitsschrite in der Reihenfolge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1. recherchieren&lt;br /&gt;
; 2. analysieren&lt;br /&gt;
; 3. chronologisieren&lt;br /&gt;
; 4. zuverlässig verorten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide ? - &#039;&#039;&#039;Chronologie einer hundertjährigen Suche und ihrer Irrwege&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestandsaufnahme der bisherigen Suche==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Meinte man vor einigen Jahren noch, zur Geschichte Warnemündes sei das Wesentliche erforscht und gesagt, man hatte ja schließlich seinen&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;„Barnewitz“ („Geschichte des Hafenortes Warnemünde“)&#039;&#039;&#039;, so zeigte sich spätestens um das Jahr 1995 herum, dass es noch viele weiße Flecken zu erforschen gilt.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder schickten sich an, ein Jubiläum zu feiern und das entscheidende alte dänische Dokument aus dem Jahre 1195 war nicht zu finden (dazu siehe auch Beitrag von Ronald Piechulek im Tidingsbringer Nr.1 1996/1997 S.14 - 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vertieft man sich dann in die Thematik, so tauchen immer mehr Fragen auf, die schon lange erfordern, die Suche nach Antworten aufzunehmen. Pressemeldungen, dass es im Mittelalter zwei Warnemünde gab, nämlich das Städtische, irgendwo, unmittelbar westlich von Markgrafenheide, an einem heute nicht mehr vorhandenen Mündungsarm der Warnow, und das fürstliche Warnemünde, aus dem ab  1323 das heutige Warnemünde hervorging, erweckten Erstaunen. &lt;br /&gt;
:So schnell geht das mit dem Vergessen. &lt;br /&gt;
:In den Jahren 1924 - 1940 entbrannte ein Gelehrtenstreit über die Lage des alten städtischen Warnemünde auf der Hohen Düne.&lt;br /&gt;
:Jeder der daran Beteiligten näherte sich der Lösung dieser Frage ein Stück, kam aber durch Missinterpretationen durch falsche Verortungen und Schlußfolgerungen jeweils in eine Sackgasse.&lt;br /&gt;
:Alle gemeinsam bezogen z.B. nicht die Verschüttung der alten Warnowmündung durch die Allerheiligenflut 1304 mit ihren Folgen in ihre Betrachtungen ein, was wohl die gravierendste Ursache für ihre Fehl-Interpretationen war. Oft war es aber auch die unzureichende oder völlig ausbleibende Auswertung der verfügbaren Ur-Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1902 Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dragendorff dokumentiert die historischen Ereignisse zwischen 1300 und 1319 an der Warnow-Mündung (auch zur Danskeborg), ohne eine Verortung der Warnow-Mündung genauer vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1924 Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnowmündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde=== &lt;br /&gt;
:veröffentlichte der renomierte Historiker &#039;&#039;&#039;Ludwig Krause&#039;&#039;&#039; seinen Aufsatz &#039;&#039;&#039;„Die alten Warnowmündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde“&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Er macht darin eine Bestandsaufnahme zur Sachlage und stellt Vermutungen an.&lt;br /&gt;
:Er sucht ohne Ergebnis nach der &#039;&#039;&#039;Mandel-Wiese als Schlüssel zur Lösung&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Er kommt zu dem gesicherten Schluß, daß der erste Hafen ein bis zwei Kilometer östlich des Alten Stromes lag. Er will prüfen ob die am Taterhörn an der Küste gelegenen alten Kisten damit in Verbindung stehen könnten.&lt;br /&gt;
:Sein Tod 1924 beendet hier seine Forschungstätigkeit und sein Aufsatz erscheint bereits postum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1925 Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenorts Warnemünde unter besonderer Berücksichtigung der Volks- und Bodenkunde&amp;quot; 2. überarbeitete Auflage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Barnewitz selbst beschreibt  auf den ersten vierzig Seiten seiner Chronik in der &#039;&#039;&#039;ersten ! Auflage (1919)&#039;&#039;&#039; nur die allgemeine Geschichte der gesamten Region. &#039;&#039;&#039;Das erste verbürgte, auf  Warnemünde bezogene, konkrete Datum ist der 25. März 1252, als Warnemünde mehrfach im Kaufvertrag der Rostocker Heide Erwähnung findet.&#039;&#039;&#039; Barnewitz publiziert die Geschichte des Hafenortes Warnemünde dreimal auf einander folgend, in seiner Dissertation im Jahre 1916, dann in seinem umfassend erweiterten Buch 1919 und schließlich in der zweiten &#039;&#039;&#039;&amp;quot;um wiederum hundert Seiten wesentlich erweiterten und verbesserten Auflage !&amp;quot;&#039;&#039;&#039; 1925. &lt;br /&gt;
;In seiner Dissertation (1916) und der Erstauflage seiner Warnemünde-Geschichte (1919) geht Barnewitz noch nicht auf die Hafenproblematik ein !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Erst in letzterer 3.Auflage &#039;&#039;&#039;(1925, ein halbes Jahr nach L. Krauses Tod !)&#039;&#039;&#039; schreibt Barnewitz im 3. Abschnitt &amp;quot;Warnemünde als deutsche Pflanzung&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:Zitat S. 53ff&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als die ersten Ansiedler sich in Warnemünde niederließen, lief die Warnow &#039;&#039;&#039;als ganz flaches Rinnsal&#039;&#039;&#039; durch die Dünen. Mann konnte bequem hindurchwaten, wie es auch immer geschah. In der Gegend der heutigen Vogtei wohnte ein Mensch, welcher die Leute gegen Bezahlung auf seinem Rücken hindurch trug. Ihm reichte das Wasser nur bis an die Hüften. - &lt;br /&gt;
:Eine Darstellung dieses Mannes findet man noch heute in der Warnemünder Kirche.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Durchfahrt für größere Schiffe&#039;&#039;&#039; erfolgte etwa 2 km östlich vom alten Strom, durch das Alte Tief, das in den Urkunden des 13. Jahrhunderts die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;ihr Hafen&amp;quot;, d.h. &amp;quot;Hafen der Rostocker&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, trägt. Hier ist auch die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandelwiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu suchen, von der die Urkunde aus dem Jahre 1325 ausdrücklich angibt, daß sie auf der Stelle lag , &#039;&#039;&#039; &amp;quot;wo der Turm einst stand. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000010888 Geschichte des Hafenorts Warnemünde unter besonderer Berücksichtigung der Volks- und Bodenkunde ; mit 106 Abbildungen und einer Beilage, 2. überarbeitete Auflage 1925]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1928 Dr.Kuno Voß „Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Krieg“ ===&lt;br /&gt;
:Drei Jahre später folgte der Aufsatz von &#039;&#039;&#039;Kuno Voß „Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Krieg“&#039;&#039;&#039; in den Meckl. Jahrbüchern Band 92, mit seiner Theorie, wo das alte Warnemünde zu suchen sei. Voß´s ein Jahr später auch in den Meckl. Jahrbüchern veröffentlichte Dissertation knüpft an Ludwig Krauses, durch dessen Tod 1924, abgebrochene Forschung an. &lt;br /&gt;
;Er &#039;&#039;&#039;vermutet den Seehafen am Taterhörn und betrachtet die dortigen alten Kisten als deren Rest&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Seine Forschungsfortschritte liegen vor Allem in der &#039;&#039;&#039;Erschließung der Gewettsrechnungen als Quellen !!&#039;&#039;&#039; und insgesamt auch noch weitere  Quellenerschließungen, die er seinen neuen Thesen auch hinzufügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1936 Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
:Erste &#039;&#039;&#039;fünftägige (!) Suchgrabung&#039;&#039;&#039; vor Ort, &#039;&#039;&#039;beim Taterhörn&#039;&#039;&#039; durch, Dr. Ludolf Fiesel und Paul Babendererde kommt zu dem Ergebnis, daß der erste Hafen &#039;&#039;&#039;am Taterhörn nicht&#039;&#039;&#039; gelegen hat &#039;&#039;&#039;(mehr auch nicht!)&#039;&#039;&#039; und schließt daraus, daß die Suche weiter westlich fortgesetzt werden müßte, was auf Grund der dortigen Bebauung des Geländes aber nicht mehr möglich sei. Somit bleibt eine folgende Verortung aus.&lt;br /&gt;
;Dr. Fiesel erklärt jedoch die Lösung des Problems weiterhin für offen und empfielt weitere Suchen auf der Hohen Düne, aber eben weiter westlich, und nicht richtigerweise weiter östlich !!&lt;br /&gt;
: [[Die Grabungsprotokolle der Suchgrabung am Taterhörn vom Oktober 1936]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1940 Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot;===&lt;br /&gt;
:schließlich widerspricht  &#039;&#039;&#039;Dr. Walter Johannes Schröder&#039;&#039;&#039; den Theorien Krauses, Barnewitz´s und Voß´s mit seinem Beitrag &#039;&#039;&#039;„Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?“&#039;&#039;&#039; grundsätzlich und erkärt daß damit zugleich der Beweis erbracht sei, &#039;&#039;&#039;daß die Grenze der Rostocker Heide 1252 und damit auch der Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; von Beginn an am Ostufer des &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; gelegen hätte.&lt;br /&gt;
;Damit stellte er die Inhalte der Urkunden von 1252, 1323 und 1325 (Quelle - erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608) gänzlich in Frage.&lt;br /&gt;
;Er bringt aber keine Beweise, die seine so grundsätzlich ablehnende These in irgend einer Form untermauern.&lt;br /&gt;
:Ganz im Gegenteil, er vermutet den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Schlüsselort der Hafen-Lage&amp;quot;, die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; einfach unbewiesen aus freier Hand auf das Warnemünder Bahnhofsgelände, der früheren Vogts-Wiese, &#039;&#039;&#039;obwohl bereits ohne Mühe, durch die Liegenschaftsdokumente von 1325 und die darin enthaltene sehr genaue Verortung der Einzelgrundstücke, beweisbar war, daß die Mandel-Wiese am Nordwest-Ufer des Radelsees lag&#039;&#039;&#039; und in der Reformationszeit in &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
:In diesen Dokumenten ist auch der Beweis enthalten, daß die Mandel-Wiese innerhalb des Kauf-Vertragsgebietes der Rostocker Heide von 1252 lag und daher nie in den Warnemünder Wiesenregistern aufgeführt war.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Schröder ignoriert sogar die unwiderlegbare Existenz des 1304 verschütteten natürlichen Hauptmündungsarmes der Warnow&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mit diesem erwiesenermaßen falschen Fazit trat mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein vorläufiges Ende der &amp;quot;Rostocker-Hafen-Forschung&amp;quot; ein. Eine genaue und insbesondere chronologisch (!) geordnete Auswertung der zeitgenössischen Dokumente ist hierbei entweder falsch oder garnicht erfolgt.&lt;br /&gt;
:Eine besondere Zäsur in der Ereignis-Folge stellt die Allerheiligenflut im November 1304 und die mit ihr verbundene Sandverschüttung des Warnow-Hauptmündungsarmes über die Hälfte seiner Länge zwischen Ostsee und Radelsee dar. &lt;br /&gt;
:Genau dessen Mißachtung der Sachlage führte vor Allem bei vorangegangenen Forschungen zu falschen Verortungen der historisch belegten Ereignisse.&lt;br /&gt;
:Der Kriegsausbruch ließ das Thema letztendlich vergessen, in den folgenden Jahrzehnten beschäftigten die Warnemünder andere Dinge. &lt;br /&gt;
:Man ging einfach davon aus, daß die Suche der Reste davon auf der hohen Düne zu suchen sich schwierig bis unmöglich gestalten würde, so wie es Dr. Schröder meint. Man hätte nun die Wahl, archäologische Grabungen auf dem Militärgelände des dortigen Marinekommandos, unter den Küstenschutz-Dünen, den in jüngster Zeit angelegten Spülfeldern oder im Naturschutzgebiet Radelsee durchzuführen, je nachdem welcher Theorie man folgt.&lt;br /&gt;
:Deren Aussicht auf Erfolg schätzt er als gering ein.&lt;br /&gt;
;Genau dieser Schluss ist jedoch, angesichts der falschen Verortungen der Einzel-Ereignisse, auch im Ganzen falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1999 Die Suche wird wieder begonnen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In meinem Tidingsbringer-Beitrag [[&amp;quot;Die weißen Flecken um Warnemündes Ursprünge&amp;quot;]] (In Tidingsbringer, Bd. 4 (1999/2000), S.15-18) ging es mir darum, auf die noch immer ungeklärten Fragen zu den Wurzeln von Warnemünde, dem alten Rostocker Hafen und der Danskeborg aufmerksam zu machen und nun wieder Forschungen zur Lösung dieser offenen Fragen anzuregen.&lt;br /&gt;
:Der erhoffte Effekt blieb jedoch zunächst aus und fand sogar einen protesthaften konträren Widerhall in Dr. Rabbels Beitrag [[&amp;quot;Weiße Flecken in der Warnemünder Hafengeschichte?&amp;quot;]] (Rabbel, Jürgen *1937-2011*. - In: Tidingsbringer, Bd. 5 (2000/2001), S.12-15 ), der in seinem Beitrag vehement und grundsätzlich dagegen spricht, daß es überhaupt solche &amp;quot;weißen Flecken&amp;quot; in der Warnemünder Geschichtsschreibung gäbe.&lt;br /&gt;
:Dem hatte ich damals nichts entgegenzusetzen, war es doch meine Intention aufmerksam zu machen und die Erforschung aufs neue anzuregen, um eine Wiederaufnahme der Suche zu erreichen. Dr. Rabbels Widerspruch wurde für mich zum Antrieb nun selbst mit den Recherchen zu beginnen. Nicht ahnend wie langwierig und zeitraubend die vor mir liegende Arbeit dazu werden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einen ersten großen Lichtblick gab es dann im Jahre 2001, als die Taucher des Regionalvereins Unterwasserarchäologie in der Ostsee, wie sie vermuteten, einige der alten Hafenanlagen des verschollenen Warnemünde wiederfanden und dokumentierten &lt;br /&gt;
;Es entsprach im Ergebnis haargenau der Beschreibung von Kuno Voß !&lt;br /&gt;
;Was Sie zunächst wiederum zu der Meinung verleitete, die gesuchten Ursprünge gefunden zu haben. &lt;br /&gt;
:Der Beitrag von &#039;&#039;&#039;Maik-Jens Springmann „Steinkistenbollwerke des Breitlings im Spiegel unterwasserarchäologischer Untersuchungen - ein Beitrag zur Geschichte des Seehafens Rostock“&#039;&#039;&#039; (in &amp;quot;Fundort Ostsee&amp;quot; Hinstorff-Verlag 2000 S.73-83) macht nach 55 Jahren erstmals wieder auf jenen Gelehrtenstreit aufmerksam und ergänzt ihn durch neue Forschungsergebnisse. &lt;br /&gt;
:Man begann bei den Untersuchungen beim Forschungsstand der Thesen von Cuno Voß 75 Jahre zuvor.&lt;br /&gt;
:Bei diesen Untersuchungen wurde die Annahme, Reste des ersten alten Rostocker Hafens nun gefunden zu haben jedoch alsbald wiederlegt. &lt;br /&gt;
;Die durchgeführten dendrochronologischen Untersuchungen erwiesen, daß die Bollwerke ihren Ursprung im Ende des 16. Jahrhundert haben und damit rund zwei Jahrhunderte zu jung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schließlich nimmt Dr. Wolfgang Steusloff die Suche vor Ort wieder auf.&lt;br /&gt;
:Am Beginn seiner Arbeit setzt er beim Erkenntnisstand von Kuno Voß an und setzt von dort ausgehend die Arbeit fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Danskeborg===&lt;br /&gt;
:Viele Spekulationen gibt es in diesem Zusammenhang um die sogenannte „Danskeborg“ (Dänenburg), eine im 14. Jahrhundert vielfach erwähnte Befestigung, zu jener Zeit Sitz des dänischen Vogtes und zwischen 1309 und 1319 häufiger Aufenthaltsort des [[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]], der in seiner Regierungszeit die Herrschaft Rostock und damit auch Warnemünde dem Königreich Dänemark angegliedert hatte. Warnemünde war für ihn geographisch ein günstiger Ankunftsort, so daß er hier mehrfach Hof hielt. Ob die Überbleibsel von Menveds „Danskeborg“ noch unter dem Sand der Hohen Düne verborgen liegen oder besonders alte Gebäudeteile der kürzlich restaurierten Vogtei als Reste davon anzusehen sind harrt noch der Klärung.&lt;br /&gt;
:Betrachten wir dazu den Küstenabschnitt zwischen Stoltera und Rosenort/ Rostocker Heide in seiner Entwicklung der letzten 6000 Jahre einmal mit den Augen der Geologen und Meereskundler. &lt;br /&gt;
:Bedingt durch den hier stetigen Küstenrückgang kann unter Umständen die Ostsee der weiteren archäologischen Erforschung an diesem Ort zuvor gekommen sein.&lt;br /&gt;
:Warscheinlicher aber ist, daß ihre Spuren zwischen Spülfeld, Radelsee und Ortsrand von Markgrafenheide (auf der Prediger-Wiese, ehemals Mandel-Wiese) gefunden werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um sich der Lösung dieser Lücke in der Warnemünder Frühgeschichte zu nähern, müssen eine Reihe von Fragen beantwortet werden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Fragen mit Versuchen jeweils Antworten zu finden.&lt;br /&gt;
: (Die zwischenzeitlich fortlaufend recherchierten Antworten werden hier auch fortlaufend entsprechend der Rechercheergebnisse eingefügt und ergänzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Wo lag der im Heide-Kaufvertrag von 1252 genannte Warnowlauf, an dessen rechtem Ufer fortan (bis 1922 !) die Grenze der Rostocker Heide lag?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort &lt;br /&gt;
:Diese Frage läßt sich sehr eindeutig beantworten, da dieser Grenzverlauf, laut der Urkunde vom 25.3.1252 am rechten (nordöstlichen) Warnowufer verlief. Erst im Zuge einer Neuvermessung und Neuordnung &#039;&#039;&#039;im Jahre 1922 wurde dieser Grenzverlauf verändert&#039;&#039;&#039; und neu vermessen. Der hier im Anschluss angefügte Kartenausschnitt der Schmettau-Karte von 1788 zeigt die gestrichelte Grenzlinie und damit die einstige Uferlinie der verlandeten Warnowmündung. Auf der in damaliger Flußrichtung rechten Uferseite war bis 1323 die Westgrenze des Rostocker Stadtbesitzes an der Ostseeküste.&lt;br /&gt;
:Nur auf dieser Seite kann das im Heide-Kaufvertrag genannte, &#039;&#039;&#039;städtische&#039;&#039;&#039; Warnemünde (im Gegensatz zum damals weiter westlich gelegenen &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; Warnemünde) des 13. Jahrhunderts also gelegen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dazu siehe auch nachfolgendem Link!&lt;br /&gt;
[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Eine_Flu%C3%9Fm%C3%BCndung_verschwindet_-_Sturmfluten_ver%C3%A4ndern_die_Landschaft_aber_die_Gemarkungsgrenze_bleibt Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Welche Schlüsse können wir aus der geologischen Struktur, der Morphologie ziehen? Gibt es unter der einzig aus Sand bestehenden Dünen-Nehrung Zwischen Diedrichshagen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe Link!&lt;br /&gt;
*[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#+_Zur_Geologie_und_Geographie_des_Warnow-M%C3%BCndungsgebietes_um_Markgrafenheide  Die Steinriffe der Eisrandlage 8  ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Welche Wasserdurchflüsse gab es zwischen 1160 und 1625 duch die Nehrung zwischen Stoltera und Rosenort (Rostocker Heide)? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort&lt;br /&gt;
[[Datei:KFC Wmde 45-116.jpg|thumb|400px|rechts|Brief von Ludwig Krause zur Suche nach der &amp;quot;Olen Deepe&amp;quot; vom 13.März 1923]]&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;I.&#039;&#039;&#039; ursprüngliche natürliche Warnow-Mündung bis zur Verschüttung 1304 beim Taterhörn&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;II:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, später umbenannt in  &amp;quot;Altes Tief&amp;quot; 1305 bis zur Schließung 1487 beim Radelsee&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;III.&#039;&#039;&#039; zweites &amp;quot;Neues Tief&amp;quot; 1488 bis 1582 wieder am Taterhörn (siehe auch Dendro-Proben am Bollwerk)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;IV.&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; nördlich von Markgrafenheide 1579 bis 1625 &#039;&#039;&#039;(Hatte nie eine Verbindung zu Radelsee und Breitling, diese entstand erst 1761)&#039;&#039;&#039; am Rande des Hütelmoores&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;V.&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Ole Döpe&amp;quot; oder &amp;quot;Ole Deepe&amp;quot; unmittelbar östlich des Alten Stromes etwa beim heutigen Seekanal&lt;br /&gt;
:Sie ist bislang nicht datierbar und es besteht auch die Möglichkeit daß sie als Seegatt bei einer Sturmflut entstanden ist. Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Kernerschen Hafenbaus verfüllt und inzwischen durch den neuen Seekanal überbaggert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;VI.&#039;&#039;&#039; Der &amp;quot;Alte Strom&amp;quot; ab 1583 wird der bis dahin seichte (&amp;quot;durchwatbare&amp;quot; in KFC) Nebenarm der Warnow durch Abtragung der &amp;quot;Stein-Barriere&amp;quot; schrittweise zu einem beschiffbaren Strom vertieft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 4. Welche Spuren der alten Warnow-Mündungen finden sich im historischen Kartenbild?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe nachfolgenden Link&lt;br /&gt;
[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Die_M%C3%BCndungsarme_und_Tiefe_der_Warnow_durch_die_Hohe_D%C3%BCne Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmettau-Karte 1788.jpeg|thumb|350px|rechts|Auszug Schmettau-Karte 1788 (die gestrichelte Linie markiert die Heidegrenze und damit auch den Verlauf des Warnow-Mündungslaufes nach der Urkunde von 1252  bis 1920 und damit das einstige rechte Flußufer der Warnow dem Vertragsinhalt der Heide-Kaufurkunde völlig entsprechend) Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====5. Welche Schlüsse können wir aus Flurnamen zwischen Warnemünde und Markgrafenheide, z.B. Taterhörn, Mandel-Wiese, Vierraden &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot;(lateinische Übersetzung von &amp;quot;Vierraden&amp;quot; an gleicher Stelle in einigen Karten), &amp;quot;ole Kisten&amp;quot; u.a. ziehen?====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Taterhörn=====&lt;br /&gt;
:- Der Name &amp;quot;Tater&amp;quot; ist der niederdeutsche Begriff für &amp;quot;Zigeuner&amp;quot;&lt;br /&gt;
:- Der Name &amp;quot;Hörn&amp;quot; steht für ein Kap/Landzunge seinen Ursprung im Friesischen. Er leitet sich von &amp;quot;Horn&amp;quot; ab, was &amp;quot;Ecke&amp;quot;, &amp;quot;Vorsprung&amp;quot; oder &amp;quot;Landzunge&amp;quot; bedeutet.&lt;br /&gt;
:In der Zusammensetzung bedeutet das also &amp;quot;Zigeuner-Kap&amp;quot; und markiert die einstige Landzunge an der Ostseite der ehemaligen Warnow-Mündung.&lt;br /&gt;
:Hier befand sich im Mittelalter wegen des kargen, sandigen Bodens ein durch die Tatern geduldeter häufig genutzter Lagerplatz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mandel-Wiese=====&lt;br /&gt;
:Die Mandelwiese 1325 (Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608) erstmals erwähnt, als der Sanct-Georg-Insel gegenüberliegend, trägt ab 16. Jahrhundert den Namen &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;. Innerhalb dieser Wiese ist auf Karten des 17. bis 19. Jahrunderts die Ortsbezeichnung &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot; verzeichnet.&lt;br /&gt;
;Vierraden &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot; - lateinische Übersetzung von &amp;quot;Vierraden&amp;quot; an gleicher Stelle wie die Mandelwiese in einigen Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe Link.&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Siedlungsphase_I_-_Auf_der_Mandelwiese_(1252_bis_1478) Die Wiederentdeckung der Mandelwiese ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6. Wie verliefen bis 1323 die Wassergrenzen auf dem Breitling/der Unterwarnow zwischen dem Moltke-Besitz, dem Besitz des Heilig-Geist-Hospitals und St.Jürgen-Hospitals, der städtischen Rostocker Heide und dem fürstlichen Warnemünde?====&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts| Orientierungsplan mit Lage der St. Jürgen Insel und Eigentumsgrenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Antwort siehe nebenstehende Karte 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====7. Wo lag im Breitling die dem St.Jürgen Hospital gehörige Insel Sankt Georg, die als zusammenfließende Grenzmarke aller hier vorangegangen genannten Besitzerhältnisse fungierte?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Antwort siehe nebenstehende Karte 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fehler bei der frühen Lösungssuche die zu Irritationen führten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1. Mißachtung  der Grenzziehung nach dem Vertrag von 1252  &#039;&#039;&#039;(die bis 1922 gültig war !)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
; 2. Mißachtung  der Folgen der Allerheiligenflut von 1304 bzw. 1307&lt;br /&gt;
; 3. Mißachtung der geologischen Verhältnisse rund um die Nehrung und den Breitlig (Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
; 4. In Verkennung der Existenz zweier Orte an der Warnowmündung wurden alle dokumentierten historischen Ereignisse falscherweise grundsätzlich in das fürstliche Warnemünde verortet&lt;br /&gt;
; 5. Und ganz besonders die Mißachtung von Quellen, wie z.B. die in Latein geschriebenen Register von 1325 (Quelle - erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608), nach dem Warnemünde-Kauf, Texte in der Tarnow-Karte von 1798, Schmettau-Karte von 1788 u.a. führten zu falschen Schlussfolgerungen in der Verortung der Objekte und Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + ergänzen ( Steusloff, Nittel) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlußbemerkungen==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Lag_der_Hafen_Warnem%C3%BCnde_einst_am_Rande_der_Rostocker_Heide_-_100_Jahre_Suche_nach_der_Antwort&amp;diff=154623</id>
		<title>Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Lag_der_Hafen_Warnem%C3%BCnde_einst_am_Rande_der_Rostocker_Heide_-_100_Jahre_Suche_nach_der_Antwort&amp;diff=154623"/>
		<updated>2026-08-08T20:55:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* 3. Welche Wasserdurchflüsse gab es zwischen 1160 und 1625 duch die Nehrung zwischen Stoltera und Rosenort (Rostocker Heide)? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Arbeitsschrite in der Reihenfolge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1. recherchieren&lt;br /&gt;
; 2. analysieren&lt;br /&gt;
; 3. chronologisieren&lt;br /&gt;
; 4. zuverlässig verorten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide ? - &#039;&#039;&#039;Chronologie einer hundertjährigen Suche und ihrer Irrwege&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestandsaufnahme der bisherigen Suche==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Meinte man vor einigen Jahren noch, zur Geschichte Warnemündes sei das Wesentliche erforscht und gesagt, man hatte ja schließlich seinen&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;„Barnewitz“ („Geschichte des Hafenortes Warnemünde“)&#039;&#039;&#039;, so zeigte sich spätestens um das Jahr 1995 herum, dass es noch viele weiße Flecken zu erforschen gilt.&lt;br /&gt;
:Die Warnemünder schickten sich an, ein Jubiläum zu feiern und das entscheidende alte dänische Dokument aus dem Jahre 1195 war nicht zu finden (dazu siehe auch Beitrag von Ronald Piechulek im Tidingsbringer Nr.1 1996/1997 S.14 - 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Vertieft man sich dann in die Thematik, so tauchen immer mehr Fragen auf, die schon lange erfordern, die Suche nach Antworten aufzunehmen. Pressemeldungen, dass es im Mittelalter zwei Warnemünde gab, nämlich das Städtische, irgendwo, unmittelbar westlich von Markgrafenheide, an einem heute nicht mehr vorhandenen Mündungsarm der Warnow, und das fürstliche Warnemünde, aus dem ab  1323 das heutige Warnemünde hervorging, erweckten Erstaunen. &lt;br /&gt;
:So schnell geht das mit dem Vergessen. &lt;br /&gt;
:In den Jahren 1924 - 1940 entbrannte ein Gelehrtenstreit über die Lage des alten städtischen Warnemünde auf der Hohen Düne.&lt;br /&gt;
:Jeder der daran Beteiligten näherte sich der Lösung dieser Frage ein Stück, kam aber durch Missinterpretationen durch falsche Verortungen und Schlußfolgerungen jeweils in eine Sackgasse.&lt;br /&gt;
:Alle gemeinsam bezogen z.B. nicht die Verschüttung der alten Warnowmündung durch die Allerheiligenflut 1304 mit ihren Folgen in ihre Betrachtungen ein, was wohl die gravierendste Ursache für ihre Fehl-Interpretationen war. Oft war es aber auch die unzureichende oder völlig ausbleibende Auswertung der verfügbaren Ur-Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1902 Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dragendorff dokumentiert die historischen Ereignisse zwischen 1300 und 1319 an der Warnow-Mündung (auch zur Danskeborg), ohne eine Verortung der Warnow-Mündung genauer vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1924 Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnowmündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde=== &lt;br /&gt;
:veröffentlichte der renomierte Historiker &#039;&#039;&#039;Ludwig Krause&#039;&#039;&#039; seinen Aufsatz &#039;&#039;&#039;„Die alten Warnowmündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde“&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Er macht darin eine Bestandsaufnahme zur Sachlage und stellt Vermutungen an.&lt;br /&gt;
:Er sucht ohne Ergebnis nach der &#039;&#039;&#039;Mandel-Wiese als Schlüssel zur Lösung&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Er kommt zu dem gesicherten Schluß, daß der erste Hafen ein bis zwei Kilometer östlich des Alten Stromes lag. Er will prüfen ob die am Taterhörn an der Küste gelegenen alten Kisten damit in Verbindung stehen könnten.&lt;br /&gt;
:Sein Tod 1924 beendet hier seine Forschungstätigkeit und sein Aufsatz erscheint bereits postum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1925 Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenorts Warnemünde unter besonderer Berücksichtigung der Volks- und Bodenkunde&amp;quot; 2. überarbeitete Auflage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Barnewitz selbst beschreibt  auf den ersten vierzig Seiten seiner Chronik in der &#039;&#039;&#039;ersten ! Auflage (1919)&#039;&#039;&#039; nur die allgemeine Geschichte der gesamten Region. &#039;&#039;&#039;Das erste verbürgte, auf  Warnemünde bezogene, konkrete Datum ist der 25. März 1252, als Warnemünde mehrfach im Kaufvertrag der Rostocker Heide Erwähnung findet.&#039;&#039;&#039; Barnewitz publiziert die Geschichte des Hafenortes Warnemünde dreimal auf einander folgend, in seiner Dissertation im Jahre 1916, dann in seinem umfassend erweiterten Buch 1919 und schließlich in der zweiten &#039;&#039;&#039;&amp;quot;um wiederum hundert Seiten wesentlich erweiterten und verbesserten Auflage !&amp;quot;&#039;&#039;&#039; 1925. &lt;br /&gt;
;In seiner Dissertation (1916) und der Erstauflage seiner Warnemünde-Geschichte (1919) geht Barnewitz noch nicht auf die Hafenproblematik ein !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Erst in letzterer 3.Auflage &#039;&#039;&#039;(1925, ein halbes Jahr nach L. Krauses Tod !)&#039;&#039;&#039; schreibt Barnewitz im 3. Abschnitt &amp;quot;Warnemünde als deutsche Pflanzung&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:Zitat S. 53ff&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als die ersten Ansiedler sich in Warnemünde niederließen, lief die Warnow &#039;&#039;&#039;als ganz flaches Rinnsal&#039;&#039;&#039; durch die Dünen. Mann konnte bequem hindurchwaten, wie es auch immer geschah. In der Gegend der heutigen Vogtei wohnte ein Mensch, welcher die Leute gegen Bezahlung auf seinem Rücken hindurch trug. Ihm reichte das Wasser nur bis an die Hüften. - &lt;br /&gt;
:Eine Darstellung dieses Mannes findet man noch heute in der Warnemünder Kirche.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die &#039;&#039;&#039;Durchfahrt für größere Schiffe&#039;&#039;&#039; erfolgte etwa 2 km östlich vom alten Strom, durch das Alte Tief, das in den Urkunden des 13. Jahrhunderts die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;ihr Hafen&amp;quot;, d.h. &amp;quot;Hafen der Rostocker&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, trägt. Hier ist auch die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandelwiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu suchen, von der die Urkunde aus dem Jahre 1325 ausdrücklich angibt, daß sie auf der Stelle lag , &#039;&#039;&#039; &amp;quot;wo der Turm einst stand. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000010888 Geschichte des Hafenorts Warnemünde unter besonderer Berücksichtigung der Volks- und Bodenkunde ; mit 106 Abbildungen und einer Beilage, 2. überarbeitete Auflage 1925]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1928 Dr.Kuno Voß „Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Krieg“ ===&lt;br /&gt;
:Drei Jahre später folgte der Aufsatz von &#039;&#039;&#039;Kuno Voß „Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Krieg“&#039;&#039;&#039; in den Meckl. Jahrbüchern Band 92, mit seiner Theorie, wo das alte Warnemünde zu suchen sei. Voß´s ein Jahr später auch in den Meckl. Jahrbüchern veröffentlichte Dissertation knüpft an Ludwig Krauses, durch dessen Tod 1924, abgebrochene Forschung an. &lt;br /&gt;
;Er &#039;&#039;&#039;vermutet den Seehafen am Taterhörn und betrachtet die dortigen alten Kisten als deren Rest&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Seine Forschungsfortschritte liegen vor Allem in der &#039;&#039;&#039;Erschließung der Gewettsrechnungen als Quellen !!&#039;&#039;&#039; und insgesamt auch noch weitere  Quellenerschließungen, die er seinen neuen Thesen auch hinzufügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1936 Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
:Erste &#039;&#039;&#039;fünftägige (!) Suchgrabung&#039;&#039;&#039; vor Ort, &#039;&#039;&#039;beim Taterhörn&#039;&#039;&#039; durch, Dr. Ludolf Fiesel und Paul Babendererde kommt zu dem Ergebnis, daß der erste Hafen &#039;&#039;&#039;am Taterhörn nicht&#039;&#039;&#039; gelegen hat &#039;&#039;&#039;(mehr auch nicht!)&#039;&#039;&#039; und schließt daraus, daß die Suche weiter westlich fortgesetzt werden müßte, was auf Grund der dortigen Bebauung des Geländes aber nicht mehr möglich sei. Somit bleibt eine folgende Verortung aus.&lt;br /&gt;
;Dr. Fiesel erklärt jedoch die Lösung des Problems weiterhin für offen und empfielt weitere Suchen auf der Hohen Düne, aber eben weiter westlich, und nicht richtigerweise weiter östlich !!&lt;br /&gt;
: [[Die Grabungsprotokolle der Suchgrabung am Taterhörn vom Oktober 1936]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1940 Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot;===&lt;br /&gt;
:schließlich widerspricht  &#039;&#039;&#039;Dr. Walter Johannes Schröder&#039;&#039;&#039; den Theorien Krauses, Barnewitz´s und Voß´s mit seinem Beitrag &#039;&#039;&#039;„Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?“&#039;&#039;&#039; grundsätzlich und erkärt daß damit zugleich der Beweis erbracht sei, &#039;&#039;&#039;daß die Grenze der Rostocker Heide 1252 und damit auch der Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; von Beginn an am Ostufer des &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; gelegen hätte.&lt;br /&gt;
;Damit stellte er die Inhalte der Urkunden von 1252, 1323 und 1325 (Quelle - erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608) gänzlich in Frage.&lt;br /&gt;
;Er bringt aber keine Beweise, die seine so grundsätzlich ablehnende These in irgend einer Form untermauern.&lt;br /&gt;
:Ganz im Gegenteil, er vermutet den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Schlüsselort der Hafen-Lage&amp;quot;, die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; einfach unbewiesen aus freier Hand auf das Warnemünder Bahnhofsgelände, der früheren Vogts-Wiese, &#039;&#039;&#039;obwohl bereits ohne Mühe, durch die Liegenschaftsdokumente von 1325 und die darin enthaltene sehr genaue Verortung der Einzelgrundstücke, beweisbar war, daß die Mandel-Wiese am Nordwest-Ufer des Radelsees lag&#039;&#039;&#039; und in der Reformationszeit in &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
:In diesen Dokumenten ist auch der Beweis enthalten, daß die Mandel-Wiese innerhalb des Kauf-Vertragsgebietes der Rostocker Heide von 1252 lag und daher nie in den Warnemünder Wiesenregistern aufgeführt war.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Schröder ignoriert sogar die unwiderlegbare Existenz des 1304 verschütteten natürlichen Hauptmündungsarmes der Warnow&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mit diesem erwiesenermaßen falschen Fazit trat mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein vorläufiges Ende der &amp;quot;Rostocker-Hafen-Forschung&amp;quot; ein. Eine genaue und insbesondere chronologisch (!) geordnete Auswertung der zeitgenössischen Dokumente ist hierbei entweder falsch oder garnicht erfolgt.&lt;br /&gt;
:Eine besondere Zäsur in der Ereignis-Folge stellt die Allerheiligenflut im November 1304 und die mit ihr verbundene Sandverschüttung des Warnow-Hauptmündungsarmes über die Hälfte seiner Länge zwischen Ostsee und Radelsee dar. &lt;br /&gt;
:Genau dessen Mißachtung der Sachlage führte vor Allem bei vorangegangenen Forschungen zu falschen Verortungen der historisch belegten Ereignisse.&lt;br /&gt;
:Der Kriegsausbruch ließ das Thema letztendlich vergessen, in den folgenden Jahrzehnten beschäftigten die Warnemünder andere Dinge. &lt;br /&gt;
:Man ging einfach davon aus, daß die Suche der Reste davon auf der hohen Düne zu suchen sich schwierig bis unmöglich gestalten würde, so wie es Dr. Schröder meint. Man hätte nun die Wahl, archäologische Grabungen auf dem Militärgelände des dortigen Marinekommandos, unter den Küstenschutz-Dünen, den in jüngster Zeit angelegten Spülfeldern oder im Naturschutzgebiet Radelsee durchzuführen, je nachdem welcher Theorie man folgt.&lt;br /&gt;
:Deren Aussicht auf Erfolg schätzt er als gering ein.&lt;br /&gt;
;Genau dieser Schluss ist jedoch, angesichts der falschen Verortungen der Einzel-Ereignisse, auch im Ganzen falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1999 Die Suche wird wieder begonnen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In meinem Tidingsbringer-Beitrag [[&amp;quot;Die weißen Flecken um Warnemündes Ursprünge&amp;quot;]] (In Tidingsbringer, Bd. 4 (1999/2000), S.15-18) ging es mir darum, auf die noch immer ungeklärten Fragen zu den Wurzeln von Warnemünde, dem alten Rostocker Hafen und der Danskeborg aufmerksam zu machen und nun wieder Forschungen zur Lösung dieser offenen Fragen anzuregen.&lt;br /&gt;
:Der erhoffte Effekt blieb jedoch zunächst aus und fand sogar einen protesthaften konträren Widerhall in Dr. Rabbels Beitrag [[&amp;quot;Weiße Flecken in der Warnemünder Hafengeschichte?&amp;quot;]] (Rabbel, Jürgen *1937-2011*. - In: Tidingsbringer, Bd. 5 (2000/2001), S.12-15 ), der in seinem Beitrag vehement und grundsätzlich dagegen spricht, daß es überhaupt solche &amp;quot;weißen Flecken&amp;quot; in der Warnemünder Geschichtsschreibung gäbe.&lt;br /&gt;
:Dem hatte ich damals nichts entgegenzusetzen, war es doch meine Intention aufmerksam zu machen und die Erforschung aufs neue anzuregen, um eine Wiederaufnahme der Suche zu erreichen. Dr. Rabbels Widerspruch wurde für mich zum Antrieb nun selbst mit den Recherchen zu beginnen. Nicht ahnend wie langwierig und zeitraubend die vor mir liegende Arbeit dazu werden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Einen ersten großen Lichtblick gab es dann im Jahre 2001, als die Taucher des Regionalvereins Unterwasserarchäologie in der Ostsee, wie sie vermuteten, einige der alten Hafenanlagen des verschollenen Warnemünde wiederfanden und dokumentierten &lt;br /&gt;
;Es entsprach im Ergebnis haargenau der Beschreibung von Kuno Voß !&lt;br /&gt;
;Was Sie zunächst wiederum zu der Meinung verleitete, die gesuchten Ursprünge gefunden zu haben. &lt;br /&gt;
:Der Beitrag von &#039;&#039;&#039;Maik-Jens Springmann „Steinkistenbollwerke des Breitlings im Spiegel unterwasserarchäologischer Untersuchungen - ein Beitrag zur Geschichte des Seehafens Rostock“&#039;&#039;&#039; (in &amp;quot;Fundort Ostsee&amp;quot; Hinstorff-Verlag 2000 S.73-83) macht nach 55 Jahren erstmals wieder auf jenen Gelehrtenstreit aufmerksam und ergänzt ihn durch neue Forschungsergebnisse. &lt;br /&gt;
:Man begann bei den Untersuchungen beim Forschungsstand der Thesen von Cuno Voß 75 Jahre zuvor.&lt;br /&gt;
:Bei diesen Untersuchungen wurde die Annahme, Reste des ersten alten Rostocker Hafens nun gefunden zu haben jedoch alsbald wiederlegt. &lt;br /&gt;
;Die durchgeführten dendrochronologischen Untersuchungen erwiesen, daß die Bollwerke ihren Ursprung im Ende des 16. Jahrhundert haben und damit rund zwei Jahrhunderte zu jung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schließlich nimmt Dr. Wolfgang Steusloff die Suche vor Ort wieder auf.&lt;br /&gt;
:Am Beginn seiner Arbeit setzt er beim Erkenntnisstand von Kuno Voß an und setzt von dort ausgehend die Arbeit fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Danskeborg===&lt;br /&gt;
:Viele Spekulationen gibt es in diesem Zusammenhang um die sogenannte „Danskeborg“ (Dänenburg), eine im 14. Jahrhundert vielfach erwähnte Befestigung, zu jener Zeit Sitz des dänischen Vogtes und zwischen 1309 und 1319 häufiger Aufenthaltsort des [[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]], der in seiner Regierungszeit die Herrschaft Rostock und damit auch Warnemünde dem Königreich Dänemark angegliedert hatte. Warnemünde war für ihn geographisch ein günstiger Ankunftsort, so daß er hier mehrfach Hof hielt. Ob die Überbleibsel von Menveds „Danskeborg“ noch unter dem Sand der Hohen Düne verborgen liegen oder besonders alte Gebäudeteile der kürzlich restaurierten Vogtei als Reste davon anzusehen sind harrt noch der Klärung.&lt;br /&gt;
:Betrachten wir dazu den Küstenabschnitt zwischen Stoltera und Rosenort/ Rostocker Heide in seiner Entwicklung der letzten 6000 Jahre einmal mit den Augen der Geologen und Meereskundler. &lt;br /&gt;
:Bedingt durch den hier stetigen Küstenrückgang kann unter Umständen die Ostsee der weiteren archäologischen Erforschung an diesem Ort zuvor gekommen sein.&lt;br /&gt;
:Warscheinlicher aber ist, daß ihre Spuren zwischen Spülfeld, Radelsee und Ortsrand von Markgrafenheide (auf der Prediger-Wiese, ehemals Mandel-Wiese) gefunden werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Um sich der Lösung dieser Lücke in der Warnemünder Frühgeschichte zu nähern, müssen eine Reihe von Fragen beantwortet werden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Fragen mit Versuchen jeweils Antworten zu finden.&lt;br /&gt;
: (Die zwischenzeitlich fortlaufend recherchierten Antworten werden hier auch fortlaufend entsprechend der Rechercheergebnisse eingefügt und ergänzt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Wo lag der im Heide-Kaufvertrag von 1252 genannte Warnowlauf, an dessen rechtem Ufer fortan (bis 1922 !) die Grenze der Rostocker Heide lag?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort &lt;br /&gt;
:Diese Frage läßt sich sehr eindeutig beantworten, da dieser Grenzverlauf, laut der Urkunde vom 25.3.1252 am rechten (nordöstlichen) Warnowufer verlief. Erst im Zuge einer Neuvermessung und Neuordnung &#039;&#039;&#039;im Jahre 1922 wurde dieser Grenzverlauf verändert&#039;&#039;&#039; und neu vermessen. Der hier im Anschluss angefügte Kartenausschnitt der Schmettau-Karte von 1788 zeigt die gestrichelte Grenzlinie und damit die einstige Uferlinie der verlandeten Warnowmündung. Auf der in damaliger Flußrichtung rechten Uferseite war bis 1323 die Westgrenze des Rostocker Stadtbesitzes an der Ostseeküste.&lt;br /&gt;
:Nur auf dieser Seite kann das im Heide-Kaufvertrag genannte, &#039;&#039;&#039;städtische&#039;&#039;&#039; Warnemünde (im Gegensatz zum damals weiter westlich gelegenen &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; Warnemünde) des 13. Jahrhunderts also gelegen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Dazu siehe auch nachfolgendem Link!&lt;br /&gt;
[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Eine_Flu%C3%9Fm%C3%BCndung_verschwindet_-_Sturmfluten_ver%C3%A4ndern_die_Landschaft_aber_die_Gemarkungsgrenze_bleibt Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Welche Schlüsse können wir aus der geologischen Struktur, der Morphologie ziehen? Gibt es unter der einzig aus Sand bestehenden Dünen-Nehrung Zwischen Diedrichshagen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe Link!&lt;br /&gt;
*[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#+_Zur_Geologie_und_Geographie_des_Warnow-M%C3%BCndungsgebietes_um_Markgrafenheide  Die Steinriffe der Eisrandlage 8  ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Welche Wasserdurchflüsse gab es zwischen 1160 und 1625 duch die Nehrung zwischen Stoltera und Rosenort (Rostocker Heide)? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort&lt;br /&gt;
[[Datei:KFC Wmde 45-116.jpg|thumb|400px|rechts|Brief von Ludwig Krause zur Suche nach der &amp;quot;Olen Deepe&amp;quot; vom 13.März 1923]]&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;I.&#039;&#039;&#039; ursprüngliche natürliche Warnow-Mündung bis zur Verschüttung 1304 beim Taterhörn&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;II:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, später umbenannt in  &amp;quot;Altes Tief&amp;quot; 1305 bis zur Schließung 1487 beim Radelsee&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;III.&#039;&#039;&#039; zweites &amp;quot;Neues Tief&amp;quot; 1488 bis 1582 wieder am Taterhörn (siehe auch Dendro-Proben am Bollwerk)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;IV.&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; nördlich von Markgrafenheide 1579 bis 1625 &#039;&#039;&#039;(Hatte keine Verbindung zu Radelsee und Breitling, diese entstand erst 1761)&#039;&#039;&#039; am Rande des Hütelmoores&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;V.&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Ole Döpe&amp;quot; oder &amp;quot;Ole Deepe&amp;quot; unmittelbar östlich des Alten Stromes etwa beim heutigen Seekanal&lt;br /&gt;
:Sie ist bislang nicht datierbar und es besteht auch die Möglichkeit daß sie als Seegatt bei einer Sturmflut entstanden ist. Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Kernerschen Hafenbaus verfüllt und inzwischen durch den neuen Seekanal überbaggert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;VI.&#039;&#039;&#039; Der &amp;quot;Alte Strom&amp;quot; ab 1583 wird der bis dahin seichte (&amp;quot;durchwatbare&amp;quot; in KFC) Nebenarm der Warnow durch Abtragung der &amp;quot;Stein-Barriere&amp;quot; schrittweise zu einem beschiffbaren Strom vertieft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 4. Welche Spuren der alten Warnow-Mündungen finden sich im historischen Kartenbild?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe nachfolgenden Link&lt;br /&gt;
[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Die_M%C3%BCndungsarme_und_Tiefe_der_Warnow_durch_die_Hohe_D%C3%BCne Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmettau-Karte 1788.jpeg|thumb|350px|rechts|Auszug Schmettau-Karte 1788 (die gestrichelte Linie markiert die Heidegrenze und damit auch den Verlauf des Warnow-Mündungslaufes nach der Urkunde von 1252  bis 1920 und damit das einstige rechte Flußufer der Warnow dem Vertragsinhalt der Heide-Kaufurkunde völlig entsprechend) Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====5. Welche Schlüsse können wir aus Flurnamen zwischen Warnemünde und Markgrafenheide, z.B. Taterhörn, Mandel-Wiese, Vierraden &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot;(lateinische Übersetzung von &amp;quot;Vierraden&amp;quot; an gleicher Stelle in einigen Karten), &amp;quot;ole Kisten&amp;quot; u.a. ziehen?====&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Taterhörn=====&lt;br /&gt;
:- Der Name &amp;quot;Tater&amp;quot; ist der niederdeutsche Begriff für &amp;quot;Zigeuner&amp;quot;&lt;br /&gt;
:- Der Name &amp;quot;Hörn&amp;quot; steht für ein Kap/Landzunge seinen Ursprung im Friesischen. Er leitet sich von &amp;quot;Horn&amp;quot; ab, was &amp;quot;Ecke&amp;quot;, &amp;quot;Vorsprung&amp;quot; oder &amp;quot;Landzunge&amp;quot; bedeutet.&lt;br /&gt;
:In der Zusammensetzung bedeutet das also &amp;quot;Zigeuner-Kap&amp;quot; und markiert die einstige Landzunge an der Ostseite der ehemaligen Warnow-Mündung.&lt;br /&gt;
:Hier befand sich im Mittelalter wegen des kargen, sandigen Bodens ein durch die Tatern geduldeter häufig genutzter Lagerplatz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mandel-Wiese=====&lt;br /&gt;
:Die Mandelwiese 1325 (Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608) erstmals erwähnt, als der Sanct-Georg-Insel gegenüberliegend, trägt ab 16. Jahrhundert den Namen &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;. Innerhalb dieser Wiese ist auf Karten des 17. bis 19. Jahrunderts die Ortsbezeichnung &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot; verzeichnet.&lt;br /&gt;
;Vierraden &amp;quot;Quator Ruotac&amp;quot; - lateinische Übersetzung von &amp;quot;Vierraden&amp;quot; an gleicher Stelle wie die Mandelwiese in einigen Karten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Antwort siehe Link.&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide#Siedlungsphase_I_-_Auf_der_Mandelwiese_(1252_bis_1478) Die Wiederentdeckung der Mandelwiese ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6. Wie verliefen bis 1323 die Wassergrenzen auf dem Breitling/der Unterwarnow zwischen dem Moltke-Besitz, dem Besitz des Heilig-Geist-Hospitals und St.Jürgen-Hospitals, der städtischen Rostocker Heide und dem fürstlichen Warnemünde?====&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts| Orientierungsplan mit Lage der St. Jürgen Insel und Eigentumsgrenzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Antwort siehe nebenstehende Karte 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====7. Wo lag im Breitling die dem St.Jürgen Hospital gehörige Insel Sankt Georg, die als zusammenfließende Grenzmarke aller hier vorangegangen genannten Besitzerhältnisse fungierte?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Antwort siehe nebenstehende Karte 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fehler bei der frühen Lösungssuche die zu Irritationen führten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1. Mißachtung  der Grenzziehung nach dem Vertrag von 1252  &#039;&#039;&#039;(die bis 1922 gültig war !)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
; 2. Mißachtung  der Folgen der Allerheiligenflut von 1304 bzw. 1307&lt;br /&gt;
; 3. Mißachtung der geologischen Verhältnisse rund um die Nehrung und den Breitlig (Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
; 4. In Verkennung der Existenz zweier Orte an der Warnowmündung wurden alle dokumentierten historischen Ereignisse falscherweise grundsätzlich in das fürstliche Warnemünde verortet&lt;br /&gt;
; 5. Und ganz besonders die Mißachtung von Quellen, wie z.B. die in Latein geschriebenen Register von 1325 (Quelle - erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608), nach dem Warnemünde-Kauf, Texte in der Tarnow-Karte von 1798, Schmettau-Karte von 1788 u.a. führten zu falschen Schlussfolgerungen in der Verortung der Objekte und Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + ergänzen ( Steusloff, Nittel) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlußbemerkungen==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Werle&amp;diff=154622</id>
		<title>Werle</title>
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		<updated>2026-08-08T19:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Weiterführende Information zu Werle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Werle&lt;br /&gt;
 | plz = &lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = &lt;br /&gt;
 | landkreis = &lt;br /&gt;
 | einwohner = &lt;br /&gt;
 | lat= &lt;br /&gt;
 | lon =&lt;br /&gt;
 | zoom = 13&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführende Information==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurztext zum Ort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite xxx &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Musterdorf&#039;&#039;&#039; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musterdorf im Spiegel von Karten und Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=150px&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werle - Ortschronik/en==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Werle - Fortlaufende Ortschronik]]&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung von Werle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Information zu Werle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gov.genealogy.net/item/show/WERRLEJO63BV Werle in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Werle Burg Werle bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Werle&amp;diff=154621</id>
		<title>Werle</title>
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		<updated>2026-08-08T18:56:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Ort  | name = Werle  | plz =   | verwaltungsamt =   | landkreis =   | einwohner =   | lat=   | lon =  | zoom = 13 }}     ==Geographische Lage==  * Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]  ==Einführende Information==   ==Kurztext zum Ort==    Seite xxx &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musterdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ...  ==Musterdorf im Spiegel von Karten und Luftbildern==  &amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;   &amp;lt;/gallery&amp;gt;  ==Bilder…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Werle&lt;br /&gt;
 | plz = &lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = &lt;br /&gt;
 | landkreis = &lt;br /&gt;
 | einwohner = &lt;br /&gt;
 | lat= &lt;br /&gt;
 | lon =&lt;br /&gt;
 | zoom = 13&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführende Information==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurztext zum Ort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite xxx &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Musterdorf&#039;&#039;&#039; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musterdorf im Spiegel von Karten und Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=150px&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Werle - Ortschronik/en==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Werle - Fortlaufende Ortschronik]]&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung von Werle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Information zu Werle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://gov.genealogy.net/item/show/WERRLEJO63BV Werle in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Musterdorf https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Werle bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154575</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154575"/>
		<updated>2026-08-06T21:47:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;(Autor - Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
;(Autor - Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Flurname am &amp;quot;Schapstallhürn&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine hölzerne Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[+ Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154574</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
;(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Flurname am &amp;quot;Schapstallhürn&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine hölzerne Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[+ Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
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		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
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		<updated>2026-08-06T21:45:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /*   Arbeitsdatei Markgrafenheide */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Flurname am &amp;quot;Schapstallhürn&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine hölzerne Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[+ Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154572</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154572"/>
		<updated>2026-08-06T21:34:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Die Straßenbrücke */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Flurname am &amp;quot;Schapstallhürn&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine hölzerne Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[  Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154571</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154571"/>
		<updated>2026-08-06T21:29:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Flurname am &amp;quot;Schapstallhürn&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[  Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154570</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154570"/>
		<updated>2026-08-06T21:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nicht in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Alter Moorhof?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[  Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154569</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154569"/>
		<updated>2026-08-06T21:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Okt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519, durch das Steinriff hindurch, schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist warscheinlich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154568</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154568"/>
		<updated>2026-08-06T20:52:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Okt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519, durch das Steinriff hindurch, schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist warscheinlich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154567</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154567"/>
		<updated>2026-08-06T20:50:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Okt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Brandenburg. Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519, durch das Steinriff hindurch, schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist warscheinlich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154566</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
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		<updated>2026-08-06T20:45:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Olt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Brandenburg. Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519, durch das Steinriff hindurch, schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist warscheinlich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154565</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
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		<updated>2026-08-06T20:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Olt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Brandenburg. Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519, durch das Steinriff hindurch, schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154564</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
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		<updated>2026-08-06T20:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Olt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Brandenburg. Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519 durch das Steinriff hindurch schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Markgrafenheider_Chronologie&amp;diff=154563</id>
		<title>Markgrafenheider Chronologie</title>
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		<updated>2026-08-06T20:42:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Markgrafenheider Chronologie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
;Überregionale Ereignisse wurden nur dann in die Chronologie aufgenommen, wenn deren Folgen wesentlichen Einfluß auf das Markgrafenheider Gebiet und seine Entwicklung hatten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benutzte Quellenkürzel:&lt;br /&gt;
:AHR  = Archiv der Hansestadt Rostock mit beigefügter Signatur&lt;br /&gt;
:MUB  = Meckl. Urkundenbuch mit dazu gehöriger Urkundennummer&lt;br /&gt;
:BHC  = H.F.Beckers Heidechronik&lt;br /&gt;
:BKC  = H.F.Beckers Kirchenchronik&lt;br /&gt;
:BFC  = H.F.Beckers Familienchronik&lt;br /&gt;
:BGH  = Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BGHR = Registerband der Beiträge zur Geschichte Rostocks&lt;br /&gt;
:BW2  = Friedrich Barnewitz &amp;quot;Geschichte des Hafenortes Warnemünde&amp;quot;  2.Auflage 1927&lt;br /&gt;
:LHA  = Landeshauptarchiv&lt;br /&gt;
:RA   = Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
:G.R. = Gewettsrechnungen im Archiv der Hansestadt Rostock &lt;br /&gt;
:KFC  = Krausesche Fundchronik im Archiv der Hansestadt Rostock&lt;br /&gt;
:L.Köster = &amp;quot;Die Jagd in der Rostocker Heide&amp;quot; 1929&lt;br /&gt;
:LDb  = Ludwig Dolberg  &lt;br /&gt;
:OK   = Otto Kolp&lt;br /&gt;
:HA   = Heidearchiv Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Markgrafenheider Gebiet vor 1200 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 August&lt;br /&gt;
; * [[Die Schlacht auf dem Breitling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1252, &lt;br /&gt;
:- Großer Brand der Rostocker Mittelstadt. (BGHR 13,39. 15,14.)&lt;br /&gt;
:— Die Neustadt mit Jakobi-Pfarre, Rathaus, Neustädter-Markt (&amp;quot;Hopfenmarkt&amp;quot;) bis auf Einsetzung eines eigenen Stadtregiments fertig. &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,33.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:— Die &#039;&#039;&#039;Stadt kauft die Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; und die Warnow-Fischerei von Fürst Borwin III. und erhält das &#039;&#039;&#039;Strandrecht in ihrem Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:(BGHR 3b,6. 24 (Rr. 32). 12,1 f. 6. 13,35. 14,7. 15.5.)&lt;br /&gt;
: *[[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]] betreffend die Bewidmung der neu angelegten Stadt Rostock mit dem Lübischen Rechte vom 24. Juni 1218 und verkauft der Stadt die Rostocker Heide für 450 Mark wendischer Pfennige bis rechtes Warnow-Ufer, erste Hafenbollwerke auf der &#039;&#039;&#039;rechten &#039;&#039;(Rostocker)&#039;&#039; Flußuferseite&#039;&#039;&#039; im Mündungsgebiet der Warnow &#039;&#039;&#039;östlich Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Karte2 siehe am Anfang oben rechts, Auszug Neuendorff-Karte 1823)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1260. &lt;br /&gt;
:Heilig-Geist-Hospital in der Altstadt, St.Georg-Hospital vor dem Steintor &#039;&#039;(für Aussätzige)&#039;&#039;, bei einem Vermächtnis zum ersten Mal erwähnt. (BGHR 13,52. 17,111.)&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(Beide Hospitäler werden im folgenden halben Jahrhundert durch Erlangung von&#039;&#039; [[Pfründen]] &#039;&#039;auch größere Grundbesitzer rund um das Radelsee-Gebiet &#039;&#039;&#039;am Rande der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1264, &lt;br /&gt;
:12.Oktober&lt;br /&gt;
:Fürst Borwin III. überträgt der Stadt seine Rechte an &#039;&#039;&#039;ihrem&#039;&#039;&#039; Hafen Warnemünde auf dem städtischen Gebiet der Rostocker Heide. Das westliche Ufer verbleibt im fürstlichen Besitz. (MUB 1021, KFC Wmde 45 p.5, BGHR 12,2.6.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:17.Dez.&lt;br /&gt;
:Die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig urkunden im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039;  Warnemünde. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1268&lt;br /&gt;
:Dietrich von Raven vermacht dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen (&amp;quot;ad portum in Warnemünde&amp;quot;)&#039;&#039;&#039; 2 Mark Silber (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1270 &lt;br /&gt;
:Vogt Tunneko - läßt Warnow-Mündung durch einen Prahm sperren. (Tunneko, Volceko, fürstl. Vogt auf der Hundsburg. 1268—70. (13,46.)&lt;br /&gt;
:Wegen Gewalttätigkeiten und Verletzung der Rostocker Ratsbefugnisse entzog sich der fürstliche Vogt Tunneko der ihm drohenden Strafe durch die Flucht, fügte jedoch der Stadt durch &#039;&#039;&#039;Blockierung des Hafens und andere dortige Schädigungen&#039;&#039;&#039; bedeutenden Nachteil zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1278&lt;br /&gt;
:Die unmittelbar an der Warnow gelegene Hundsburg mußte den nach Selbstregierung und militärischer Autonomie strebenden Bürgern ein Dorn im Auge sein, da die Burg im Kriegsfalle die gesamte Schiffahrt Rostocks lahmlegen konnten. Wie es zehn Jahre zuvor der Hundsburg-Vogt Tunneko durch Sperrung des Warnow-Laufes mittels eines großen Prahms getan hatte.Nicht eher ruhte das Ratskollegium, als bis die Hundsburg, das Symbol fürstlicher Gewalt, geschleift wurde. B ereits 1278 erwarb die kapitalkräftige Stadtgemeinde die feste Zwingburg durch Kauf und erreichte gleichzeitig in dieser Urkunde ein weiteres wichtiges Zugeständnis des Landesherrn: Fürst Waldemar mußte für sich und seine Nachkommen die Verpflichtung eingehen, nie wieder eine Sperrburg &amp;quot;längs der Warnow bis ans Meer&amp;quot; zu errichten, ohne mindestens eine Meile vom Flusse entfernt zu bleiben (MUB 1474)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1283&lt;br /&gt;
:werden erstmals Arbeiten am &#039;&#039;&#039;Rostocker Hafen-Warnemünde&#039;&#039;&#039; dokumentiert. Es wurden Steine herausgefischt, gleichzeitig kamen aus Gotland Schiffsladungen mit Steinen an, ebenso eine Anzahl Baumeister beschäftigt, die Steine zu behauen und die lockeren &lt;br /&gt;
:Ufermassen zurückzudämmen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1288&lt;br /&gt;
:Der Rat läßt durch [[Rötger Horn &#039;&#039;&#039;den Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039;]] ( &amp;quot;quod tunna dignitur&amp;quot; - von der &#039;&#039;&#039;Tonne an der St.Georg-Insel&#039;&#039;&#039; bis ins offene Meer hinaus&amp;quot;) auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (12 Fuß = 3,44 Meter) bringen. (MUB Nr.1977 BGHR R 3a,XV; 12,7)&lt;br /&gt;
:Bei der &amp;quot;Tonne&amp;quot; handelt es sich um den 1882 in der Nähe der Ostspitze der früheren St.Georg-Insel gehobenen  sogenannten &amp;quot;Spökstein&amp;quot;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1300&lt;br /&gt;
:Dez., 22. Nikolaus (d. Kind), Herr zu Rostock, nimmt Stadt u. Land Rostock von König Erik Menved von Dänemark zu Lehen. (BGHR 3s,X f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304, 1.November&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|300px|rechts| Karte5 RH UGR Die durch die Flut-Verschüttung des Warnow-Mündungsarmes entstandene Sandscholle Taterhörn. Das östlich benachbarte eingezeichnete Kisten-Sperrwerk markiert den Verschluß an der Stelle des ersten &amp;quot;Neuen&amp;quot; Strom-Durchstiches (1305),später &amp;quot;Alte Depe&amp;quot;, am &amp;quot;Hals&amp;quot;, &amp;quot;Fangung&amp;quot;/Verfüllung im Jahr 1487. Die rechte der beiden Inseln ist die St.Georg-Insel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Verschüttung der Warnow-Mündung auf ca. 500m Länge durch die „Allerheiligenflut“ am 1. November des Jahres. &lt;br /&gt;
:Die Fläche des verschütteten Teils des natürlichen Warnowlaufes wird fortan als &amp;quot;Taterhörn&amp;quot;, &amp;quot;Sand-Land&amp;quot;, &amp;quot;Sandscholle&amp;quot; oder auch &amp;quot;Sandwiese&amp;quot; bezeichnet auf der nun die Grenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide durch eine Grenzstangen-Reihe gekennzeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1305&lt;br /&gt;
:-In der Folge der Warnowlauf-Verschüttung erfolgt bald darauf der &#039;&#039;&#039;Durchstich der Nehrung (&amp;quot;Alte Depe&amp;quot;) an der schmalsten Stelle der ehemaligen Halbinsel, dem &amp;quot;Hals&amp;quot;, östlich der Hohen Düne (Ein Rest davon ist der heutige &amp;quot;Stankgraben&amp;quot; &#039;&#039;, ursprünglich &amp;quot;Stackgraben&amp;quot; = &amp;quot;Treidelgraben&amp;quot;, ca. 50m westlich des heutigen Ortseingangsschildes von Markgrafenheide)&#039;&#039; vom Spökstein bis zur See &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:-Unmittelbar nach dessen Zerstörung durch die vorangegangene Flut erfolgt der Wiederaufbau des neuen &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; zwischen dem Süd-Ende dieses Durchstichs und dem Radelsee. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1311&lt;br /&gt;
:— Fürst Heinrich (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) von Mecklenburg erbaut am Hafen Warnemünde zwei hölzerne, durch eine Brücke und einen Steindamm verbundene Befestigungen, zu beiden Seiten des Stromes. (BGHR 13,15. 3c,70. 4d,14 f. 12,7.)&lt;br /&gt;
:— Wegen der Sperrung &#039;&#039;&#039;ihres&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(!)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Hafens Warnemünde erheben sich die Rostocker Bürger und zwingen ihren zögernden Rat, den Dänen die Treue aufzukündigen und den Krieg aufzunehmen. &lt;br /&gt;
:Niederdte. Darst. nach Kirchbergs Reimchronik.la,l (Nr. 1). Darst. in der Chronica der Stadt Rostock. ls,6 (Nr. 20). &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,15 f. 12,7 fs.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker zerstören die beiden Befestigungen in ihrem Hafen Rostocker-Warnemünde.  &lt;br /&gt;
:(BGHR 13,16. 3c,70. 4,d,15. 12,8.56.)&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker überziehen den Hägerort und die ganze Gegend von Doberan bis Kröpelin, um sich für die bevorstehende Belagerung der Stadt und des Turms am Hafen Warnemünde zu verproviantieren.  &lt;br /&gt;
:BGHR 12,8.&lt;br /&gt;
:— Die Rostocker brennen das fürstliche Dorf Warnemünde nieder. (BGHR 12,8.)&lt;br /&gt;
:—/12. (Bis Mai) Die Rostocker bauen in Rostocker-Warnemünde einen neuen &#039;&#039;&#039;Turm auf der Ostseite ihres Stromes&#039;&#039;&#039; aus den Steinen des Turmes der abgebrannten Pfarrkirche in Warnemünde und des Petriturmes in Rostock, der gerade im Bau war. 1435. Febr., &lt;br /&gt;
:— Der Bischof von Schwerin droht, über die Stadt u. a. auch wegen Abbruch der beiden Kirchtürme den Bann zu verhängen (vgl. 1322). &lt;br /&gt;
:(BGHR 12,9.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1312. Febr., 19. &lt;br /&gt;
:König Erik Menved verbündet sich mit Markgraf Waldemar v. Brandenburg zur Unterwerfung der Stadt.  BGHR 3s,XII.&lt;br /&gt;
:— Jun., 30. König Erik Menved vor dem Hafen-Warnemünde. elfwöchige Belagerung des Rostocker Turms im Rostocker  Warnemünde.  (BGHR 13,15. 3a,XII. 3a,70. 4d,14 f. 12,11 f.)&lt;br /&gt;
:— Jul., 22. Die Rostocker bitten Lübeck, ihren belagerten Warnemünder Turm zu See für 1000 Mark mit Mehl, Bier, Fleisch. Butter, Stockfisch u. Pfeilen zu versorgen.  (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— Um die Verproviantierung des Turmes von See zu verhindern, läßt Heinrich von Mecklenburg, dem die Belagerung von König Erik Menved übertragen war. das Tief unterhalb des Turmes durch eingerammte Pfähle und eine Brücke sperren. (BGHR 12,11.)&lt;br /&gt;
:— 25. Ein Geleitsbrief während der Belagerung des Turmes am Hafen- Warnemünde.  (BGHR 4d,14-16.)&lt;br /&gt;
:— Sept., 9. Da der von Lübeck und Stralsund erwartete Entsatz ausblieb, muß die ausgehungerte Besatzung den Turm in Warnemünde gegen ehrenvollen freien Abzug übergeben.  (BGHR la,19. 3a,XII. 3c,70.)&lt;br /&gt;
:— 17. Unter anderem auch wegen des Verlustes des Hafens Rostocker-Warnemünde entsteht der Aufruhr des Heinrich Runge: Einsetzung eines neuen Rates. (Wiedereinsetzung des alten Rates dann am 1314, 19.Jan.) (BGHR la,19. ld,31. 3a,XII f. 12.11 f.)&lt;br /&gt;
:— bis Dez., 7. Belagerung und Übergabe der Stadt an König Erik Menved von Dänemark und seine Verbündeten.  (BGHR 1,6,3. 12,12.)&lt;br /&gt;
:- unter den fürstlichen Belagerern des Turmes grassiert eine Seuche die viele Opfer fordert &#039;&#039;(warscheinlich die Pest)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:— Olt., 9. König Erik Menved und Markgraf Waldemar vereinbaren, aus den Rostockern eine möglichst hohe Abfindungssumme für Überlassung und Abbruch der Danskeborg-Befestigung herauszuschlagen und gleichmäßig unter sich zu teilen. (Dgl. jedoch 1313. Febr., 20.) &lt;br /&gt;
:Der Rostocker Rat verpflichtes sich als Sühne im &#039;&#039;&#039;fürstlichen&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Städtchen&amp;quot; Warnemünde (&amp;quot;in opido Warnemünde&amp;quot; MUB 3577) eine neue schöne Kirche aus Holz für die während des Krieges Abgerissene zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1313. Febr., 20. &lt;br /&gt;
:Markgraf Waldemar verkauft seinen Anteil an der Warnemünder Befestigung an den Dänenkönig für 5000 Mark Brandenburg. Silber. &lt;br /&gt;
:Damit wird der König Erik Menved alleiniger Besitzer der Danskeborg. &#039;&#039;&#039;Der alte Steinturm wurde mit einem hohen Wall und breitem Graben versehen, an seinen vier Ecken stand je ein Turm, es wurde ein Werk, &amp;quot;so herrlich, daß es im Lande nichts dergleichen mehr gab&amp;quot;, wie es bei dem lübischen Chronisten Detmar mehrere Male erwähnt wird.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Detmar-Chronik, ed. Koppmann, in -&amp;quot;Chroniken deutscher Städte&amp;quot; Bd.19. Leipzig 1884, Kap. 468 u. 527) (BGHR 3c,70. 12,12 f.)&lt;br /&gt;
:— König Erik Menved verpfändet in der Folge wegen seiner Schulden die Burg im Rostocker Hafen Warnemünde an seinen Hauptmann Niels Olafsun.  (BGHR 12,13.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1317. Jan., 7. &lt;br /&gt;
:König Erich von Dänemark verleiht dem Fürsten Heinrich von Mecklenburg und seinen Erben das Land Rostock mit &#039;&#039;&#039;Ausnahme des Schlosses Danskeborrig&#039;&#039;&#039; zu Warnemünde, das sich in Pfandbesitz des Marschalls Niels Olaffson befindet. Dieses dänische Schloß wird noch wiederholt erwähnt. Auf ihm saß jedenfalls auch der Capitaneus Eskil Grüp von dem wir einen undatierten Brief an den Rostocker Rat besitzen. (MUB 3871, KFC, BGR R 1d,3. 3c,70) (Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1319. 13.November&lt;br /&gt;
:[[König Erik IV. (Menved) von Dänemark]] stirbt.&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg läßt sich als rechtmäßigem Nachfolger der ausgestorbenen Herren zu Rostock von Stadt und Land Rostock huldigen.  (BGHR 12,14.)&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich v. Mecklenburg (&amp;quot;der Löwe&amp;quot;) übernimmt die Befestigung von Warnemünde (Danskeborg).  (BGHR 3c,70. 12,14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1322 Sept., 24. &lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich von Mecklenburg verkauft &amp;quot;dat hus unde den thorn to Warnemünde&amp;quot; (Danskeborg) an die Stadt zum Abbruch. &lt;br /&gt;
:(BGHR 3c,70 f. 12,14.)&lt;br /&gt;
:Deren Abbruch erfolgt jedoch nicht. Die Burg wird auf die Bedürfnisse der Hansestadt hin umgestaltet.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1323, 11.März&lt;br /&gt;
:Kauf des fürstlichen Warnemünde, inclusive des westlichen Radelsee Gebietes = &amp;quot;Warnemünder Wiesen&amp;quot;,darin auch ein großer Teil der Sandscholle, womit Rostock Eigentümer des vollständigen Küstengebietes zwischen der Stromgrabenmündung am Nordende der Rostocker Heide und Diedrichshagen im Westen wird. (MUB 4424, BGHR 3c,71. 4b,l. 12,2.14.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 7.April&lt;br /&gt;
:Übereignung der, fortan so genannten, St. Georg-Insel am Radelsee, an das St. Georg Hospital, das daraufhin auf der Insel eine isolierte Eigenbewirtschaftung durch Lepra-Kranke betreiben. &lt;br /&gt;
:Gleichzeitig Übereignung zweier Wiesen an der Radel &amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese) sowie dreier Präbende-Wiesen &amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot; (die heutigen Purkshöfer-Wiesen) über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, sowie die der Insel St.Georg  gegenüber liegende Wiese &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; &#039;&#039;&#039;und hier benachbart die Mandel-Wiese auf der die Reste des Turmes stehen (&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.)&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Diese beiden Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese. &lt;br /&gt;
:(Quelle: erstes Rostocker Kämmerei-Register Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
;Verortung der genannten Grundstücke siehe Karte Karte14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm?) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1430&lt;br /&gt;
:Während der Streitigkeiten zwischen dem alten und neuen Rat zu Rostock sperrte die Herzogin Katharina von Mecklenburg den Warnemünder &#039;&#039;&#039;Hafen&#039;&#039;&#039; durch Verfestung von Schiffen und &#039;&#039;&#039;brennt den Ort nieder&#039;&#039;&#039;. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1435. Febr., 1. &lt;br /&gt;
:Der Rat läßt den Hafen in Warnemünde auf eine Tiefe von 6 [[Ellen]] (3,44 m) bringen u. verbreitern. (BGHR 3a,XV f. 67 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1439&lt;br /&gt;
:Bei einem Grundstücksverkauf wird ein &amp;quot;Castrum&amp;quot; erwähnt. (BA 86)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1459&lt;br /&gt;
:In der Gewetts-Rechnung von 1459 lesen wir, daß am Donnerstag vor Weihnachten eine Sturmflut die vor Rostock gelegene Haffdüne durchriß, so daß hier ein &amp;quot;neues&amp;quot; Tief ausbrach. Die Wetteherren fuhren zum Hafen Warnemünde, um zusammen mit dem Hafenzimmermeister &amp;quot;to besende dat nye (!!!) dep, wat guden raden dar to vyndende, dat me id mochte wedder fangen&amp;quot; (G.E. Gewetts-Rechnungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1475&lt;br /&gt;
:wird ein Blockhaus und eine Burg erwähnt. (BA 86) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1485&lt;br /&gt;
:verpflichtet sich Aalhardt Johanssen vor dem Rat, das alte Tief bei Warnemünde , auf 6 [[Ellen]] (3,44 Meter) tief, also nicht mehr als Rotger Horn 200 Jahre zuvor, und 50 Ellen (28,5m) breit zu machen. (KFC, Voß p111) * [[&amp;quot;Kontract des Raths mit Aalhard Johannsen über die Vertiefung des Hafens am 1. Februar 1485]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1487&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief &#039;&#039;&#039;östlich&#039;&#039;&#039; Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. &#039;&#039;&#039;...de mure vör &#039;&#039;(!)&#039;&#039; der Luchten wart geworfen in dat Depe..&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Markgrafenheide (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1519. &lt;br /&gt;
:— Mai, 23. Ausbesserung des „Tiefs&amp;quot; bei Warnemünde &#039;&#039;&#039;(Heutiger Alter Strom der zwischen 1487 u. 1519 schiffbar gemacht worden ist.)&#039;&#039;&#039;. (BGHR 12,16.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1566&lt;br /&gt;
:Warscheinliche Gründung des Forstdepartementes (erstmalige Nennung). (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1573&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein Sturm die vor Warnemünde und der Heideküste liegenden dänischen Blockadeschiffe. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1577&lt;br /&gt;
:Zerstörte ein heftiger Sturm 200 Schiffe ( [[sic.]] ) an der mecklenburgischen Küste &amp;quot;und trieb sie ans Gestade des Meeres&amp;quot;. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier viel später gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee nach 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
;Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1582, 11.Mai&lt;br /&gt;
:Fasste der Rat den Beschluß, mit den Steinen der Hundsburg &#039;&#039;&#039;das 1487 beim Taterhörn geschaffene &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; zu fangen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(also zu schließen)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586&lt;br /&gt;
:Der Hof des Wasenmeisters Johann Thor Balck wird angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1588, ab 8. August&lt;br /&gt;
:Der Hof des privaten Ratsjägermeisters Jürgen Brandt, ( &amp;quot;Jaegermeister und Wildschutzen&amp;quot;) erstmals genannt.&lt;br /&gt;
:(Köster S.15-18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592,4.Juni&lt;br /&gt;
:Beschwerde Johann Thor Balcks beim Rostocker Rat wegen Besitz-Zerstörung und Mißhandlung durch Jochim Berckman (KFC Mgh p10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1617, 23.Dezember&lt;br /&gt;
:Steht im Ratsbuch zu lesen &amp;quot;dass Holz, Torf und anderes Baumaterial für den Rostocker Hafen in Markgrafenheide in Boote geladen und so nach Warnemünde gebracht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1624, 1. Juni bis 31. Dezember&lt;br /&gt;
:Eine Pestwelle überzieht das Rostocker Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 10./11. Februar &lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Die große Flut&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1625, 11. April&lt;br /&gt;
:Albrecht Dobbin notiert in seiner Gewettsrechnung:&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Den 4. November mit meinen Herren Collegen H.Jakob Crullen und Herrn Gryphio nach der Marggrauenheyde gewesen &#039;&#039;&#039;das hauß abnehmen, und das holz nach der Muggenborch fuhren laßen&#039;&#039;&#039; und das große hol &#039;&#039;(Loch)&#039;&#039; , so aus dem heiligen Sehe in die große Sehe gebrochen besichtigt und wieder zu verfertigen angeordnet, und was dabey vertzehret, haben die burger bey der Heyde richtig gemachet. Zur Müggenborgch benachrichtiget. 6 Schilling Drinkgeld gegeben ...&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Quelle:KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Darunter ist warscheinlich der endgültige Abriß des vormals von Thor Balk begründeten Anwesens zu verstehen.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1626, ab&lt;br /&gt;
:Die Kriegsfurie des Dreißigjährigen Krieges breitet sich bis in die Region Rostock aus, die Schäfereien Born und Fulleri gehen unter, die von Markgrafenheide und Moorhof liegen über viele Jahre wüst.&lt;br /&gt;
:Während der Besetzung Warnemündes durch die kaiserlichen Truppen schmuggelten die Warnemünder über das weit östlich gelegene &amp;quot;Alte Tief&amp;quot;, doch gestattete die geringe Breite und Tiefe des Fahrwassers nur die Durchfahrt von kleinen Fahrzeugen. (BW2 p97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zu Markgrafenheide und Moorhof liegen im Archiv der Hansestadt Rostock oder anderen Archiven für die Zeit von 1626 bis 1660 keinerlei Dokumente vor.&lt;br /&gt;
:Warscheinlich istf. das eine Folge des Dreißigjährigen Krieges.&lt;br /&gt;
:Forstinspektor H.F.becker schreibt in seiner Chronik der Rostocker Waldungen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Während des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 dürfte man auch nichts für die Cultur der Waldungen erwarten als Ruhe vor Menschenhänden; sie wuchsen auf, verbreiteten sich und nahmen die Plätze zum Theil wieder ein, welche die Ackercultur ihnen geraubt hatte&amp;quot;. (H.F.Becker. Die Chronik von den Waldungen der Stadt Rostock,1839)&lt;br /&gt;
:Erst ab 1691 gibt es Nachrichten über den erneuten &#039;&#039;&#039;Aufbau von Gebäuden&#039;&#039;&#039; in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1663&lt;br /&gt;
:Wurde das Moor und zum Teil auch der Wald überflutet: (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675&lt;br /&gt;
Verhandelt die Stadt Rostock mit Johann Eggers und Johann Röder über Pachtland zur &#039;&#039;&#039;Wiederbesiedlung&#039;&#039;&#039; auf der Markgrafenheide. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1691/92&lt;br /&gt;
:In einer Abrechnung von Johann Schimmelmann´s über Ausgaben von Bauten in Markgrafenheide werden erwähnt.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1691 habe ich zu Marggraven Heyde den Stall baven lashen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Anno 1692 ist dort ein neues Haush, groß von 4 Gebint neugebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh p13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1696. &lt;br /&gt;
:Der Rost. Artilleriemeister Gottfr. Lust entwirft seine Karte von der Rostocker Heide. In ihr wird Markgrafenheide kartographisch erstmalig dargestellt. (BGHR 2s,25 ff. 5,127. 6,127. 14,5 ff.)&lt;br /&gt;
: [[&amp;quot;Grundlicher / Abriß der Stadt /Rostock Heyde / Anno 1696 / Den&amp;quot;. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1703, 8.Dez.&lt;br /&gt;
:Wütete hier ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
:Strandfischerei in Markgrafenheide nachweisbar. (AFN)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1715. Febr., 13. bis. Aug., 31. &lt;br /&gt;
:Streit mit Herzog Carl Leopold betr. Accise, Mit Besatzungsrecht u. Jagd in der Rost. Heide. Protocollum... (BGHR la.7 Nr. 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1737&lt;br /&gt;
:wird das Kossatenhaus (heute Forstfuhrmannshof) angelegt. Die Inschrift an einem Balken des Hauses verweist auf dieses Baujahr. Es wäre somit das älteste erhaltene Haus in Markgrafenheide. (KFC MgH)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothermann Niederhagen 1765 Auszug MGH.jpeg|thumb|300px|rechts|Karte6 Rothermann-Karte von 1765 mit dem gerade neu angelegten Moorgraben ]]&lt;br /&gt;
;1760&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der Eisrandlage&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1765&lt;br /&gt;
:Inventarisierung nach der Directorialvermessung Markgrafenheide durch F.C.Rothermann (KFC Mgh p15)&lt;br /&gt;
:In dieser Karte wird erstmals der Bestand eines Hauses am den Kossatenhäusern gegenüber liegenden Ufer des Moorkanals nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767, 30.11./1.12.&lt;br /&gt;
;-&#039;&#039;&#039;Großer Durchbruch bei einer Sturmflut zwischen Taterhörn und Stubbenwiese nördlich des Radelsees&#039;&#039;&#039;, beim früheren &amp;quot;Alten Tief&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(schriftliche Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.258)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Torfstecher-Katen zu Marggrafenheide &#039;&#039;(beim Milchsteg !, siehe auch 1765)&#039;&#039; wird zur Holzwärter-Wohnung eingerichtet&amp;quot; (§6 des &amp;quot;Landesherrlichen Regulativs der Verwaltung der sogenannten Rostocker Heyde&amp;quot; KFC Mgh p4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Im &amp;quot;Magazin für die neue Historie und Geographie&amp;quot; Bd.11 wird die &amp;quot;Meyerey Marggrafenheide&amp;quot; als zu den &amp;quot;Rostocker Gütern&amp;quot; gehörig genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1778, 8.Nov.&lt;br /&gt;
:wehete zum Schaden der Forst ein starker Sturm. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783, Januar&lt;br /&gt;
:Kommt der Holländer Carl Gustav Lorentz &amp;quot;zu Markgrafenheide&amp;quot; in den Rostocker Gewettsakten als Vormund der Kinder seines Bruders, des Toitenwinkler Holländers Jochim Christian Lorentz vor. (KFC Mgh p13, BFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1792, 11./12,Dez.&lt;br /&gt;
:herrschte ein starker Sturm  (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793&lt;br /&gt;
:warf ein heftiger Orkan ziemlich viel Holz in der Waldung um. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1796&lt;br /&gt;
:läßt die Stadt den Moorgraben vertiefen, sowie mit Bohlen und Flechtwerk ausbauen, zur Verwirklichung des Vorhabens, den Torfabbau zu forcieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AHR 3.01. 1416 Tarnow Karte hochaufgelöst.jpg|thumb|500px|rechts|Karte7  Die Karte des Hospitalmeisters Tarnow 1796/1809 ergänzt A1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799, 8.August kam über den Schnatermann und den grössten Teil Markgrafenheides ein Gewitter mit großem Hagel, der die Feldfrüchte und Fensterscheiben zerschlug und großen Schaden anrichtete. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1804&lt;br /&gt;
:15.Sept. Überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1806-1813&lt;br /&gt;
:waren französische Soldaten auch in Markgrafenheide stationiert&lt;br /&gt;
:Sie waren Teil einer Signal-Staffette und teilweise auch in den Fischerbuden untergebracht.&lt;br /&gt;
:Am 28. November leuchteten bei einer Probezündung die Alarmstangen vom Fischland bis Markgrafenheide durch die Nacht. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807, 30.Okt.&lt;br /&gt;
:überstieg das Meer die Dühne und planierte sie. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819&lt;br /&gt;
:wird &amp;quot;Markggrafenheide Vorwerk&amp;quot; in &amp;quot;Marggrafenheide Dorf&amp;quot; umgewandelt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide bis zur Reichseinigung (1814 bis 1871)===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostocker Heide Grälert FA1823 Becker.jpg |thumb|450px|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:-25.März starb der Holzwärter Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BKC)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Holzwärter Wramp wurde ohnfern des Markgrafenheider Weges todt gefunden.&lt;br /&gt;
:Er liebte starkes Getränk und glaubte an Spuk.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:H.F.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822, 29.Dez &lt;br /&gt;
:erschoß sich der Holzwärter Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde trennen wollte. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1825, 4.Februar&lt;br /&gt;
:Hatten wir öfteren hohen Stand und Übertritt des Meeres über die Dühne, entstand beim Sturm aus Nordosten eine wahre Sturmflut, welche 300 000 Quadratruthen  (650ha) der Wiesen und des Waldes überschwemmte. Die Wasserhöhe war 6 Fuß 8 Zoll (1,95m) über dem mittleren Stand des Meeres gestiegen, die Düne von der Fischerbude zu Markgrafenheide bis zum Rosenort 450 Ruthen (2100m) lang stand ganz unter Wasser, davon wurden 370 Ruthen ganz und 80 Ruthen halb planiert. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821/1833&lt;br /&gt;
:Mit der Abschaffung der Waldweide muß die &#039;&#039;&#039;Beweidung der verbleibenden Gemeindewiesen&#039;&#039;&#039; ersatzweise in hohem Maße &#039;&#039;&#039;intensiviert&#039;&#039;&#039; werden&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1826, 17.Mai&lt;br /&gt;
:geriet ein aus Finnland kommendes Schiff bei starkem WestNordWest-Wind vor Warnemünde in Seenot.&lt;br /&gt;
:Alle Besatzungsmitglieder wurden von den Warnemündern gerettet.&lt;br /&gt;
:Das Schiff dagegen trieb steuerlos auf den Strand bei den Markgrafenheider Fischerbuden und dessen Ladung ging über Bord.    (KFC Mgh)                                                                                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1831, 12.Juni bis 15. Dezember&lt;br /&gt;
:In der Fischerbude sowie dem Haus des Holzwärters Russow wird eine Quarantäne-Wache zur Abwehr der Cholera-Epedemie eingerichtet   (KFC Mgh 119/122)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. Moorkanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden und den kleinen Holzprahmen waren Wendemanöver möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837&lt;br /&gt;
:-den 7.und 8. April viel so viel Schnee, das einige Gebäude bis zum Dach zugeschüttet waren.  (BKC)&lt;br /&gt;
:den 29. November wütete ein Orkan. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember war ein solcher Sturm, daß in der Rostocker Heide ungefähr 26 000 bis 30 000 Bäume umgestürzt sind  (BKC-Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|500px|rechts|Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872, November &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;Große Sturmflut&amp;quot; planiert auch die Dünen zwischen Taterhörn und Markgrafenheide und durchbricht die Küste hier auf großer Breite. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879, bis 1902 &lt;br /&gt;
:verhandelt W. Dettmann ergebnislos mit der Stadtverwaltung und der Forstinspection über den Bau von Hotel, Sanatorium und Seebrücke. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
:erste Planungen zum Bau einer Straßenbahn scheitern an Geldmangel. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903. &lt;br /&gt;
:- die Wartehalle der Strandbahn, das heutige Restaurant &amp;quot;Utspann&amp;quot; wird gebaut. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:— Die Alte Deepe ostwärts von Warnemünde bei der Hohen Düne wird bei den Hafenbauten zugeschüttet. BHGR 12,4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907/08&lt;br /&gt;
:Bau der Chaussee Warnemünde Hinrichshagen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
:ein neues Forsthaus wird errichtet. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:Februar - die ersten Bauarbeiten für die Strandbahn beginnen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:1. Juli feierliche Einweihung der Strandbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;31.12.1913/ 1.1.1914&lt;br /&gt;
:Durchbruch auch am Radelsee-Gebiet, bei der sogenannten Silvesterflut (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
;1914 &lt;br /&gt;
:In Auswertung der Silvesterflut Umsetzung eines umfassenden Eindeichungs- und Sperrwerksprojektes im Gebiet zwischen Breitling und Rosenort, so auch komplex im Radelsee-Gebiet. (UGR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924, 9.Dezember&lt;br /&gt;
:offizielle Eingemeindung von Markgrafenheide nach Rostock. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926,17.Juni&lt;br /&gt;
:Der plattdeutsche Verein &amp;quot;Unkel Broesig&amp;quot; weiht sein neues Domizil in Markgrafenheide ein.  (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928, 4.Juni&lt;br /&gt;
:wird die Genehmigung zur Errichtung einer Siedlung in den &amp;quot;Budentannen&amp;quot; westlich der Schneise erteilt. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1930, 10. Juli&lt;br /&gt;
:brennt das zweite, um 1835 erbaute Forsthaus nieder.&lt;br /&gt;
:Um 12.30 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr folgende Meldung ein: &amp;quot;Großfeuer im Kruggehöft von Markgrafenheide&amp;quot; (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide im dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934, 4.Mai&lt;br /&gt;
:wird der Kaufvertrag zwischen der Stadt Rostock und der DVS &amp;quot;Deutsche Verkehrsfliegerschule&amp;quot; geschlossen.&lt;br /&gt;
:Im gleichen Jahr entsteht die Kasernenanlage im Ort, zunächst als Unterkunft für die in Hohe Düne angesiedelte Fliegerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937 &lt;br /&gt;
:Die Kasernenanlagen gehen in den Besitz des Reichsfiskus für Luftfahrt über.&lt;br /&gt;
:Von da an wird begonnen die Doppelhaussiedlung (heute Waldsiedlung) zu bauen.&lt;br /&gt;
:Nach einem Besuch des Rostocker Oberbürgermeisters in Markgrafenheide erfolgt der Ratsbeschluß &amp;quot;Das die Budentannenschneise vom Krug Markgrafenheide (Forsthaus) bis zur See als fester Weg ausgebaut wird.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
:Auf der Großen Moorwiese wird für die Luftwaffe (&amp;quot;für die Dauer des Krieges&amp;quot;) ein Behelfsschießplatz eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1941&lt;br /&gt;
:Wird der Bau einer Trafostation am Ortseingang umgesetzt.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar daneben &amp;quot;werden 2 neue Baracken an der Warnemünder Chaussee gebaut.&amp;quot; Bestehen noch im ehemaligen Hotel Heidehof, am östlichen Ortseingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945, 1.Mai&lt;br /&gt;
:-um 5.10 Uhr fährt die Strandbahn zum letzten Mal.&lt;br /&gt;
:-Der Todesmarsch der Häftlingsfrauen aus dem Lager Oberhagen endet am Budentannenweg, wo die Wachmannschaften schließlich flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1946&lt;br /&gt;
:Die Fahrzeuge der Strandbahn werden in Rostock eingesetzt, die Gleise werden abgebaut und beim Bau der Linie 4 in Rostock verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949&lt;br /&gt;
:eröffnet eine Konsumverkaufstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Januar 1958&lt;br /&gt;
:In Markgrafenheide wird das Munitionslager der 4.Flottille eingerichtet.&lt;br /&gt;
:Ebenfalls in Markgrafenheide wird mit dem Bau einer Wohnsiedlung für die Angehörigen der 4. Flottille begonnen. (Max-Reichpietsch-Str.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1958-1960&lt;br /&gt;
:Gescheitertes Bauprojekt des Küstenkanals Rostock - Ribnitz (Karl-Mevis-Gedächtniskanal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Markgrafenheide in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999&lt;br /&gt;
:Die heutige Moorgrabenbrücke erbaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Die 20 Jahre zuvor errichtete Plattenbau-Schule wird abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2006&lt;br /&gt;
:Der Kletterwald wird eröffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010,29.Juli&lt;br /&gt;
:Netto-Markt eröffnet in Markgrafenheide auf dem einstigen Schulgelände eine Filiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2010&lt;br /&gt;
:Die frühere alte Schule wird unter dem Namen &amp;quot;Heidehaus&amp;quot; als Bürgerzentrum übergeben&lt;br /&gt;
:Das Haus ist als &amp;quot;NAW&amp;quot; Aktion (&amp;quot;Nationales Aufbauwerk&amp;quot;) errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2012, 4.Mai&lt;br /&gt;
:Bei der Moorgrabenbrücke wird der vom Holzbildhauer Harald Wroost geschaffene &amp;quot;Fürst Borwin&amp;quot; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014, 17.Mai&lt;br /&gt;
:eröffnet auf dem Gelände des ehemaligen Pionierlagers das Strandresort Markgrafenheide eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154562</id>
		<title>Kern des &#039;&#039;&#039;Ortes&#039;&#039;&#039; Markgrafenheide</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Kern_des_%27%27%27Ortes%27%27%27_Markgrafenheide&amp;diff=154562"/>
		<updated>2026-08-06T20:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Die Geschichte der Ortschaft Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
(Autor: Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das &amp;quot;+&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
;Kapitel die im Inhaltsverzeichnis mit einem vorangestellten Plus (+) gekennzeichnet sind, befinden sich in Vorbereitung, &#039;&#039;&#039;bzw. deren Inhalt ist noch nicht vollständig eingepflegt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wilfried Steinmüller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafenheide in Karten und auf Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Das Untersuchungsgebiet Radelsee M.jpg|thumb|480px|links|Karte1 des Markgrafenheider Gebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Karte 4a Überlagerung 2.JPG|thumb|480px|rechts|Karte2 Kartenausschnitt des Markgrafenheider Gebietes von H. Neuendorff 1823, die deren Situation von 1323 bis 1823 zeigt, unterlegt mit Karte 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide in Rostock a.jpg|thumb|40000px|links|Karte3 Die Verwaltungsgrenze Markgrafenheides als Rostocker Ortsteil (Karten-Auschnitt aus Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927.jpg|thumb|500px|rechts|Markgrafenheide TOP Karte um ca 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündungsgebietes um Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Warum der ürsprüngliche Warnowlauf in seinem Mündungsbereich so viele Krümmungen hatte.&lt;br /&gt;
:Zum  Verständnis der historischen Abläufe in der Markgrafenheider Region ist die Beachtung der geologischen Landschafts-Morphologie und deren  antropogener Einflüsse in den vergangenen siebenhundert Jahren unumgänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Mecklenburg erkennt man noch heute deutlich die einzelnen oder zu Ketten verbundenen Hügel der Endmoränen der letzten [[Eiszeit]], der Weichsel- oder Würm-Vereisung.&lt;br /&gt;
:Der Rückzug des Eises vor ca. 12.000 - 14.000 Jahren erfolgte nur langsam und wurde durch Pausen unterbrochen.&lt;br /&gt;
:Es entstanden verschiedene Eisrandlagen bzw. Stillstandslagen, die für geologische Zeitverhältnisse kurzzeitig die Südgrenze der Inlandsgletscher darstellten.&lt;br /&gt;
:Die Geologen Konrad Keilhack, Eugen Geinitz und Alexander Kaestner deffinierten und nummerierten insgesamt neun Stillstandslagen für das Gebiet Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
:(siehe Karte)&lt;br /&gt;
:Für die Morphologie des Breitling-Gebietes und der benachbarten Nordöstlichen Heide Mecklenburgs ist hier &#039;&#039;&#039;die Eisrandlage Nr. 8 von prägender Bedeutung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Unmittelbar östlich benachbart dieser Eisrandlage bildeten die Fließgewässer der Gletscher einen Stausee auf tonig-lehmigen Untergrund (der größte Teil dieses Seebeckens liegt infolge der postglazialen Litorina-Senkung heute unter der Meeresoberfläche).&lt;br /&gt;
:Die Schmelzwässer schütteten dieses Staubecken schließlich mit Sand auf, so daß in dem heute mit Wald bedeckten Gebiet fluviatile, also durch Fließgewässer aufgebaute Sande, später durch äolische Sande (Winddünen) überdeckt mit eingestreuten Moormulden das geologische Bild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisrandlage Nr8 nach Keilhack.jpg|thumb|600px|rechts|Karte4 Die Eisrandlage Nr.8 gelb markiert nach Keilhack (HA)]]&lt;br /&gt;
=== Die Eisrandlage Nr.8===&lt;br /&gt;
:(Stichworte: Stillstandslage/ Stauwall/ Staubecken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die bogenförmige Mergel-/Steinbarriere der Eisrandlage Nr.8 bildet den westlichen Trennwall des Sand-gefüllten Seebeckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Zwischen der Heidebucht &#039;&#039;(Hütelmoor als überseeisches Rest-Areal des Seebeckens W.S.)&#039;&#039; und der Breitlingmulde muß durch den bei Markgrafenheide vorspringenden Sporn des Geschiebemergels eine Abgrenzung vorhanden gewesen sein.&amp;quot; (Dr. Otto Kolp &amp;quot;Nordöstl. Heide..&amp;quot; 1957 p15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p137.jpg|thumb|500px|rechts|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138.jpg|thumb|500px|rechts|Warnemünde Geinitz 1901 Steinbank KFC p138]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Geologe Alexander Kastner beschreibt in seiner Arbeit wie die Mergelbank der Eisrandlage an die Sande des einstigen Schmelzwasserstromes grenzt.&lt;br /&gt;
:( * [[Alexander Kaestner &amp;quot;Die nordöstliche Heide Mecklenburgs nach ihrer geologischen Beschaffenheit und Entstehung&amp;quot; 1901 ]] Seite 16, mit Profil)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszüge aus der Arbeit -&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 1.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 1 geologisches Profil zwischen Hinrichshagen und Warnemünde ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog Tafel 2a a.jpg|thumb|500px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 2 Profil ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:0 RH Kaestner Heide geolog 16 Aus 2.jpg|thumb|560px|links|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 3 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kaestner Heide geolog Tafel 2b a.jpg|thumb|400px|rechts|Kaestner Die nordöstliche Heide Ausschnitt 4 Legende Profil ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der natürliche Flußlauf im Mündungsbereich der Warnow muß sich um die Steinbarrieren im Geschiebemergel schlängeln, was zu einem mäanderförmigen Verlauf des Flußmüdungsarmes führte.&lt;br /&gt;
:Dadurch richtete sich unmittelbar an der Flußmündung eine Strömung entgegen der parallelen Küstenströmung in einer Schmelzwasserrinne der Eisrandlagen-Barriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aneinander grenzende Verquickung aus [[Sand-Ur]], überlagernde Dünen-Nehrung und eiszeitliche Barriere der Eisrandlage)&lt;br /&gt;
;Weiterführende Quellen-Literatur:&lt;br /&gt;
:-Geinitz, Eugen „Die Mecklenburgischen Höhenrücken (Geschiebestreifen) und ihre Beziehungen zur Eiszeit“ (1886) Stuttgart, Engelhorn 96 S. 3 Bl graph. Darst. 8°&lt;br /&gt;
:-Keilhack, H. „Die Stillstandslagen des letzten Inlandseises und die hydrographische Entwicklung im Zusammenhang mit der Litorinasenkung“ Jb. der Preußischen geologischen Landesanstalt Bd20 Berlin 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung&lt;br /&gt;
:Als Nachwirkung der [[Litorina-Senkung]] und der [[isostatischen Kippbewegung]] senkt sich die Küste im westlichen Ostseeraum in geringem Maße.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;( Nicht der Meeresspiegel steigt, sondern das Land senkt sich = postglaziale Niveauschwankungen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antropogene Einflüsse auf das Breitling-Gebiet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus einem Gutachten zur Seekanal-Planung rund um den neuen Überseehafen seitens der &amp;quot;Forschungsanstalt für Schiffahrt&amp;quot; Berlin Alt-Stralau vom &#039;&#039;&#039;9.4.1957&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus dem Gutachten]] &#039;&#039;&#039;!!!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Sprengungen der Mergelbank für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses.JPG|thumb|500px|rechts|1958 Sprengungen des Steinriffs für den Seekanal am vorherigen Standort des Lotsenhauses Foto: Archiv des Überseehafens]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Geschiebemergel besitzt im Bereich von Warnemünde eine besonders große Härte.&lt;br /&gt;
:Das von der Wendestelle (km 13) bis zu den Molenköpfen reichende Hafengebiet, in dem das Fahrwasser z.Zt. 8,3m Tiefe besitzt, &#039;&#039;&#039;liegt, wie bereits eingangs erwähnt im Bereich einer Landbrücke, die sich nach der jüngsten Vereisung zwischen dem pleistozänen Kern der Stoltera, einer südwestlich des Leuchtturms befindlichen kleinen Geschiebemergel-Insel und der Rostocker Heide, und zwar zunächst weiter in See liegend, in Form eines Strandwalls gebildet hat.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Untergrund besteht auf dieser Strecke aus dem Geschiebemergel der Grundmoräne.&lt;br /&gt;
:Die natürliche Oberfläche des Steinriffs &#039;&#039;&#039;liegt am Südende des durch einen Landdurchstich geschaffenen Neuen Stroms&#039;&#039;&#039; (km 2,0) etwa 5m unter NN. Sie senkt sich ziemlich gleichmäßig in nördlicher Richtung bis auf etwa 7m unter NN am Ostmolenkopf, .. ebenso am Gebäude der Lotsenstation, darüber schlickige, zum Teil torfige, nach oben sandiger werdende Elemente der Litorina-Periode.&lt;br /&gt;
:Darüber holozäner Seesand der z.T. Torfeinlagerungen enthält.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der anfallende Baggerboden besteht überwiegend aus dem sehr harten Geschiebemergel, in dem größere Blöcke vorkommen.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;1957,1. November&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Anmerkung: An der Stelle des hier existierenden Steinriffs war es selbst unter schwierigsten Bedingungen kaum möglich den Durchbruch zu erreichen. So griff man hier wiederum, &#039;&#039;&#039;wie bereits 50 Jahre zuvor beim Kernerschen Ausbau von Fährhafen und Seekanal&#039;&#039;&#039;, zum Mittel der Sprengung (siehe oben stehendes Foto) zur Durchbrechung des Steinriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des seutigen Kreuzfahrterminals.JPG|thumb|550px|rechts|1958 Baggerung des neuen Seekanals auf der Höhe des heutigen Kreuzfahrterminals Foto.Archiv Überseehafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Spökstein zum Bismarkstein - Großgeschiebe (Findlinge) im Markgrafenheider Gebiet (Schnatermannstein, Tunn, Spökstein) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mehrere hundert Jahre lang hat neben dem Schnatermannstein am West-Ende des Kanals mit seinen Stackwerken im Breitling, ein weiterer großer eiszeitlicher Findling am Fahrwasserrand des Kanals zwischen Schnatermann und Radelsee am Endpunkt des Stackwerkes &#039;&#039;&#039;im Radelsee&#039;&#039;&#039; seinen Platz in der Geschichte gehabt. &lt;br /&gt;
:Beide Steine sind vor 1288 (Ersterwähnungjahr von der &amp;quot;Tunn&amp;quot;) an ihre jeweiligen Plätze gebracht worden, oder lagen bereits natürlich, aus dem Steinriff ausgewaschen am Platz. &lt;br /&gt;
:Sie wurden fortan praktischerweise als Landmarke und Grenzpunkt genutzt. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Die &amp;quot;Tunn&amp;quot;, später in &amp;quot;Spökstein&amp;quot; umbenannt markierte den Grenzpunkt an dem die Gebiete des bis 1323 fürstlichen Warnemünde, dem Besitz der beiden Hospitäler St.Georg und Zum Heiligen-Geist sowie der städtischen Rostocker Heide zusammentrafen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; am &amp;quot;Spökurt&amp;quot; hatte damit also die  Funktion eines Grenzsteines. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle, die schon 1325 als Lageort der &amp;quot;Tunn&amp;quot; an der östlichen Landspitze der St.Georg-Insel, der Einmündung des Warnow-Laufes in die Radel genannt wird.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es ist davon auszugehen, daß die &amp;quot;Tunn&amp;quot; die in dieser Grenzfunktion in Dokumenten, insbesondere den Gewett-Akten des 14. bis 16. Jahrhunderts, mehrfach auftaucht, mit dem &amp;quot;Spökstein&amp;quot; identisch ist, da der Standort vor der Spitze der St. Georg-Insel mit der Lage-Beschreibung der Tunn in Rodger Horns Vertrag zu Ausbaggerung des Warnow-Laufes aus dem Jahre 1288 identisch ist. (siehe unten Karte 5)&lt;br /&gt;
:Der Schnatermann-Stein hingegen bildete die Grenzmarkierung zwischen den Hospital-Ländereien von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hospital_St._Georg_(Rostock) St.Georg/St. Jürgen] (Gemarkungen Stuthof und Purkshof) sowie dem Moltke´schen-Landbesitz, verlief in der Verlängerung dann den Peezer-Bach entlang (südwestlich davon befindet sich der &amp;quot;Moltke-Winkel&amp;quot;).&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Schnatermannstein&amp;quot;, wie auch &amp;quot;Spökstein&amp;quot;, fixierten mit ihrem Platz gleichzeitig an den jeweils entgegen gesetzten Enden auch den Treidelweg auf dem Stackwerk der kleinen Radel, also zwischen Breitling und Radelsee. Der Verlauf des Stackwerkes markierte ebenfalls genau diese Eigentums-Grenze und teilte gleichzeitig die Wollkuhl. &lt;br /&gt;
:Genau auf dem Grenzverlauf befand sich der Treidelweg für den Holztransport von den vier Wasser-Verladeplätzen für das Heideholz zum Breitling hin.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1904 wurde der Spökstein am Spökurt im Radelsee mit großem technischen Aufwand gehoben und nach Warnemünde transportiert. Er lag mehrere Jahre auf dem dortigen Bauhof, um schließlich als Bismark-Denkmal auf der Warnemünder Promenade zu neuem Leben erweckt zu werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:678 02 Hebung des Spöksteins 1882.jpg|400px|rechts|Antragsschreiben zur Hebung des Spöksteins 1882]]&lt;br /&gt;
;Text des nebenstehenden Schreibens:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;An das löbliche Bauamt zu Rostock&lt;br /&gt;
:In dem nach dem Schnatermann führenden Kanal befindet sich ein großer Stein, durch welchen die Passage insbesondere der den Kanal passirenden kleinen Dampfschiffe sehr wesentlich gefährdet wird.&lt;br /&gt;
:Dienstergebenst ersuchen wir das löbliche Bauamt, diesen Stein so bald als möglich entfernen zu lassen.  &lt;br /&gt;
:Rostock den 22. Juny 1882  &lt;br /&gt;
:Das Forstdepartement  &lt;br /&gt;
:Bearbeitungsvermerk: „erledigt“&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|links|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck Spoek-Stein Warnemuende.jpg|thumb|450px|rechts|Der Spökstein, spätere Bismarck-Stein 1900 auf dem Warnemünder Bauhof]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bismarck-Stein Warnemuende.JPG|thumb|450px|links|Der Bismarck-Stein auf einer alten Postkarte]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide als Chronologie&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
*[[Markgrafenheider Chronologie]] als Zusammenfassung der historischen Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Marksteine in der Geschichte der Region Markgrafenheide&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eine Vorgeschichte aus der Breitling-Region - Die &amp;quot;Schlacht im Breitling&amp;quot; 1160 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die ersten geschriebenen Worte über das Gebiet rund um den Breitling sind in lateinischer Schrift verfasst.&lt;br /&gt;
:Der dänische Chronist [https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus  Saxo Grammaticus] begleitet seinen König Waldemar sowie Bischof Absalon von Roskilde &#039;&#039;(Mit dem Bischof als Heerführer !)&#039;&#039; bei einem Kriegszug gegen die Kessiner und hält die damaligen Ereignisse vom August 1160 schriftlich fest.&lt;br /&gt;
;(Saxo Grammaticus, Gesta Danorum Liber 14, lateinischer Text in Monumenta Germania ... M.G.S.S., S.29 S. 107ff ).&lt;br /&gt;
:Der Warnemünder Chronist Friedrich Barnewitz übersetzt 1919 daraus die Passage über die Schlacht auf dem Gudacra-Fluss ins Deutsche.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Gudacra&amp;quot; war in jener Zeit die lateinische Bezeichnung für das verbreiterte Mündungsgebiet des Warnow-Flußes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Hier Barnewitz´s Übersetzung der Ereignisse im Bereich der Warnowmündung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von da &#039;&#039;(der dänischen Ostseeküste)&#039;&#039; wurde zum Gudacra-Fluss zu Schiff gefahren. Seine Mündung war zu seicht für große Schiffe, kleine konnten dagegen gewöhnlich durchfahren.&lt;br /&gt;
:Nachdem Anker geworfen worden war, ging daher der König auf ein anderes Schiff über, da das seinige infolge Flachheit des Stromes zu tief ging.&lt;br /&gt;
:Die bewegliche Flotte und die Schiffe, welche nicht so tief wie der Fluß gingen, griffen unter der Führung des Bischofs Absalon von Roeskilde die engen Krümmungen des Stromes an.&lt;br /&gt;
:Unter seiner Leitung gelangte die Flotte an eine Stelle, &#039;&#039;(die Radel)&#039;&#039; wo der Fluß sich verbreiterte und das Aussehen eines Sees bekam. So gelangte man bis an den Breitling, dessen enge Zugänge die Wenden mit einer zahlreichen Flotte gesperrt hatten, um den Dänen die Einfahrt zu verwehren.&lt;br /&gt;
:Die Dänen begannen einen ungestümen Angriff, doch liefen ihre Schiffe an den Sandbänken auf, da sie das Fahrwasser nicht kannten.&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;Anmerkung: Die Osthälfte des Breitlings war und ist ein seichtes Gewässer im Bereich des Steinriffs, das  eine schmale Flussrinne durchzog, während der westliche Teil aus einem vergleichsweise tiefen Trog-Gewässer besteht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Sofort sprangen die Dänen ins Wasser, um ihre Schiffe in tieferes Fahrwasser zu schieben, wobei ihnen die Ruderer mit allen Kräften halfen.&lt;br /&gt;
:Die Wenden benutzten den ihnen günstigen Augenblick und warfen unter dem Schutze ihrer Schiffe von oben ihre Geschosse auf die Dänen. Dann sprangen die Slaven sogar selbst ins Wasser, um die Dänen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
:Die Dänen zogen sich rasch auf ihre Schiffe zurück und fanden das richtige Fahrwasser.&lt;br /&gt;
:Allen voran erzwang sich [https://de.wikipedia.org/wiki/Prislav  Prislav], ein &#039;&#039;(abtrünniger)&#039;&#039; Sohn Niklots mit zwei schwachen Fahrzeugen die Einfahrt in den Breitling.&lt;br /&gt;
:Das forderste Schiff lief wieder auf einer Sandbank auf, die Dänen beeilten sich, es wieder flott zu machen, dabei brach es jedoch unter dem Gewicht der Menschen mitten durch. &lt;br /&gt;
:Dieser Unfall konnte die Dänen in ihrem Vordringen nicht mehr aufhalten. Sie fanden endlich das Fahrwasser, die Flotte folgte nach, und die Dörfer um den Breitling gingen in Flammen auf.&lt;br /&gt;
:Beim Einbruch der Nacht kehrte Absalon zu König Waldemar zurück, der mit Sorge und Ungeduld seinen Ratgeber erwartete.&lt;br /&gt;
:Erfreut über die Siegesnachricht, schickte der König sein Schiff nach Dänemark zurück, stieg auf ein kleineres und fuhr am nächsten Tage zum Breitling hinauf. Dort gab er dem Suno den Befehl, alle Schlupfwinkel der Wenden am Breitling mit zwei Schiffen zu plündern.&lt;br /&gt;
:Dann wurde das von seinen Einwohnern verlassene Rostock ohne Schwierigkeit verbrannt. &lt;br /&gt;
:Auch den Götzen, dessen Standbild &#039;&#039;(warscheinlich bei Kessin)&#039;&#039; befahl er zu verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die erste namentliche Erwähnung des Warnow-Mündungsgebietes in der Kaufurkunde der Rostocker Heide vom 25.März 1252==&lt;br /&gt;
; * [[1252, 25. März  Borwin III., Fürst von Rostock, bestätigt der Stadt Rostock das Privilegium Borwin´s I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:aus dem Lateinischen übersetzter Auszug aus der Urkunde&lt;br /&gt;
; -Auszug aus der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde &lt;br /&gt;
; &amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323 Grafik Willi Kolp.jpg|thumb|500px|rechts| Karte8 Grenzverlauf zwischen Rostocker Heide und Warnemünde 1323]]&lt;br /&gt;
:Der einstige Verlauf des ursprünglichen Mündungsarmes der Warnow als die Grenze der Rostocker Heide wie sie im Vertragswerk beschrieben ist, blieb für das Markgrafenheider Gebiet von 1252 bis in das Jahr 1922 unverändert! (So auch in den hier verwendeten historischen Karten verzeichnet)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der erste Hafen Rostocker-Warnemünde und die Danskeborg des Dänenkönigs [https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_VI._(D%C3%A4nemark) Erik VI. Menved] auf dem Gebiet der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sowohl der 1252 erstmals erwähnte Hafen, als auch die ein gutes halbes Jahrhundert später erbaute &amp;quot;Danskeborg&amp;quot; befanden sich am rechten Warnowufer, also &#039;&#039;&#039;innerhalb&#039;&#039;&#039; des Vertragsgebietes des am 25. März 1252 abgeschlossenen Kaufvertrag der Rostocker Heide ! &lt;br /&gt;
:Siehe hier nachfolgend Karte29 im Kapitel 3.11 der Siedlungsgebiete beachten.)&lt;br /&gt;
:Der am Ende des Urkunden-Textes, &#039;&#039;&#039;ausdrücklich als Ratsherr der Stadt Rostock genannte&#039;&#039; &amp;quot;Ludolf von Warnemünde&amp;quot; muß also bereits eine Verwaltungsfunktion zum städtischen Hafen Warnemünde inne gehabt haben oder dort unter Umständen auch seinen Wohnsitz gehabt haben.&lt;br /&gt;
:Das in der Urkunde aufgeführte Privileg, &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Wenn aber in ihrem Hafen durch einen unerwarteten Zufall auf irgendeine Weise irgend ein Schiff zu Schaden kommt, erheben wir für uns an ihm oder an den Dingen die damit zusammenhängen, keinerlei Anspruch.&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, belegt damit, das ein im Rostocker Besitz befindlicher Hafen Warnemünde bereits existiert. (Also vor dem Warnemünde-Kauf 1323)&lt;br /&gt;
;Ob das Fischerdorf Warnemünde zu jenem Zeitpunkt an dem anderen, seichten, Warnow-Arm schon existiert, ist zwar warscheinlich, wird jedoch weder durch Dokumente, noch durch archäologische Funde am Standort, aus dem 13. Jahrhundert oder älter untermauert.&lt;br /&gt;
:Das erste eindeutig auf das fürstliche Warnemünde bezogene Datum ist der &#039;&#039;&#039;17. Dezember 1264&#039;&#039;&#039;, als die Herzöge Albrecht und Johann von Braunschweig im fürstlichen Warnemünde urkunden. (KFC Wmde)&lt;br /&gt;
;Während der Rostocker Fehde zwischen 1309 und 1312 urkundet hier auch der dänische König Erik Menved wiederholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003015  Koppmann, Karl &amp;quot;Die Ereignisse in Rostock von 1311, September 17, bis 1314, Januar 21.]===&lt;br /&gt;
;erschienen in &amp;quot;Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 56 (1891), S. 33-62&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Hier wird der historische Kontext, in dessen Rahmen auch die Ereignisse um den Rostocker Hafen Warnemünde und der Bau der Danskeborg stattfanden, dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Beschreibung des Aufbaues der Danskeborg im November 1312]]===&lt;br /&gt;
; + Rekonstruktion nach Nakskov&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mündungsarme und Tiefe der Warnow durch die Hohe Düne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Mgh Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe.jpg|thumb|550px|rechts|Karte9 Verschüttung der Warnowmündung und Tiefe Grafik: Willi Kolp  ]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;A&lt;br /&gt;
:Hauptmündungsarm der Warnow (blaue Linienführung) bis zur Verschüttung durch die Große Flut 1304 (gelbe Fläche &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;B&lt;br /&gt;
:Erster Durchstich nach der Flutverschüttung - erstes Neues, später Altes Tief (1305 bis 1487)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;C &lt;br /&gt;
:Zweiter Durchstich &amp;quot;Neues Tief&amp;quot;, ab dann wird Tief &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; zum Alten Tief    (1487 bis um 1600)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;D&lt;br /&gt;
:noch unbesetzt&lt;br /&gt;
:Angesichts einiger Gewässer die  in der Schmettaukarte und auch anderen Karten sichtbar werden, liegt der Schluß nahe, daß es sich hier um Seegatts als Ergebnis früherer Sturmhochwasser handelt. &lt;br /&gt;
:Es ist aber auch nicht auszuschließen das in deren Existenzzeit zwischen Tief C und E hier ein weiteres bislang noch nicht verortbartes künstliches Tief gelegen hat.  &lt;br /&gt;
:Nähere Informationen zu derartigen Durchbrüchen in Dokumenten ließen sich bislang nicht finden und mögen bei weiteren Forschungen noch abgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;E&lt;br /&gt;
:Zunächst seichter (&amp;quot;durchschreitbarer&amp;quot;) natürlicher Nebenarm der Warnow.&lt;br /&gt;
:Ab 1487 schrittweiser, auf Grund der schwierigen geologischen Verhältnisse der Steinriffe, nur langsam voranschreitende Versuche der Strom-Vertiefung und zunächst nur begrenzt schiffbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;F&lt;br /&gt;
:&amp;quot;ole Döpe&amp;quot; - Ist, was Entstehung und Nutzung betrifft bislang ein nicht sicher datierbares Tief, das 1903 beim Kernerschen Hafenausbau verfüllt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Z&lt;br /&gt;
:Verschüttungsfläche des Mündungsarmes bei der Allerheiligenflut 1304&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1252, 25.März Strandrecht und Fischereigerechtigkeit &#039;&#039;&#039;&amp;quot;vom Hafen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; ins Meer hinaus (in der Heideurkunde und folgenden Vertrags-Dokumenten)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den Besitz des Fischereirechtes auf der Unterwarnow gelangte Rostock im Jahre 1252. Borwin III. überließ damals der Stadt die Fischerei auf der Warnow bis Warnemünde und darüber hinaus auf dem offenen Meer, soweit die Witterung es gestattete. (Damit kann nur das Rostocker Warnemünde gemeint sen)&lt;br /&gt;
:Zitat aus der Heide-Kaufurkunde vom 25.März 1252 (Übersetzung aus dem Latein)&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur nämlichen Zeit verzichtet der Fürst Borwin auf jegliches Recht an den im Hafen der Stadt (in portu ipsorum = Rostocker Hafen Warnemünde) beschädigten Schiffen und überließ den Rostockern die Fischerei auf der Warnow von der Brücke bei der Petrikirche bis zur See und in die See hinein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ferner trat zur nämlichen Zeit der Fürst Borwin der Stadt seine &#039;&#039;&#039;Rechte im Hafen der Rostocker zu Warnemünde&#039;&#039;&#039; und in allen Grenzen der Stadt bis zur Markscheide ab (praeterea jura per portum ipsorum in Warnemunde et per omnes terminos dicte civitatis nostre versus campum, qui vulgariter markschede nuncupantur, sepe dictis burgensibus nostris damus cum sua utilitate eternaliter possidenda). &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Strandrecht für den Rostocker Hafen&#039;&#039;&#039; ging ebenfalls im Jahre 1252 aus der Hand des Fürsten in die der Stadt über. In jenem Jahre versprach Fürst Borwin, daß er hinfort auf alle Rechte an den im Rostocker Hafen gestrandeten Schiffen verzichte.&lt;br /&gt;
;Alle hier aufgeführten Privilegien erstreckten sich über die 1252 im Heidekaufvertrag festgelegten Gebiete die sich nun in Rostocker Eigentum befanden.&lt;br /&gt;
;Die an der und östlich der Warnowmündung &#039;&#039;(damals noch am Taterhörn gelegen)&#039;&#039; und oblagen den Rostocker Bürgern. Die Bewohner des Fischer-Ortes Warnemünde  als noch fürstliche Untertanen dagegen hatten die Fischereigerechtigkeit und das Strandrecht westlich der Warnowmündung &lt;br /&gt;
:(Warnemünder westlich Taterhörn, Rostocker östlich Taterhörn entsprechend der Verträge von 1252 und 1323)&lt;br /&gt;
;Nach dieser Vertragslage teilte sich das Fischereirecht an der Küste. Westlich vom Taterhörn hatten die Warnemünder Fischer, als fürstliche Untertanen nach überkommenem Recht und östlich davon nunmehr die Rostocker Fischer, entsprechend den in der Heidekaufurkunde verankerten Bedingungen die jeweiligen Fischereirechte.&lt;br /&gt;
;Mit dem Kauf von Warnemünde 1323 seitens der Stadt Rostock änderte sich das und die Rostocker erhielten die gesamten Fischereirechte an der Küste von der Stoltera bis zur Stromgraben-Mündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine Flußmündung verschwindet - Sturmfluten verändern die Landschaft aber die Gemarkungsgrenze bleibt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taterhörn - Westlichster Punkt der Rostocker Heide nach dem Kaufvertrag von 1252 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Markgrafenheide Taterhörn Schmettau ost west.jpg|thumb|550px|rechts|Karte10 Taterhörn ( östlichster Punkt von Warnemünde und westlichster Punkt der Rostocker Heide bis 1922 mit dem &#039;&#039;&#039;Grenzverlauf auf dem verschütteten Warnowmünungsarm zwischen den Gemarkungen von Warnemünde und der Rostocker Heide&#039;&#039;&#039; Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Sandscholle Taterhörn.jpg|thumb|500px|rechts| Karte11 RH UGR Die &#039;&#039;&#039;durch die Flut-Verschüttung 1304&#039;&#039;&#039; entstandene Sandscholle Taterhörn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hört man in unseren Tagen den Namen „Taterhörn“, so fällt dem ortsansässigen Warnemünder meist nur der Name der so bezeichneten Bushaltestelle auf halber Strecke zwischen Hohe Düne und Markgrafenheide ein. In die Tiefe der Rostocker und Warnemünder Geschichte geschaut hat uns dieser Flurname viel zu erzählen.&lt;br /&gt;
:Beginnen wir mit der Erklärung dieses eigenartigen Flurnamens, der sich aus den Begriffen „Tater“ und „Hörn“ zusammensetzt.&lt;br /&gt;
:Das „Ethymologische Wörterbuch der deutschen Sprache von Friedrich Kluge (1910) klärt uns auf:&lt;br /&gt;
:„Der Begriff Horn/Hörn wird in der Geographie für mehr oder weniger spitze gebirgige  Erhebungen,  oder für spitz zulaufende Halbinseln an Meeresküsten und :Binnengewässern sowie deren Landspitzen verwendet.“  &lt;br /&gt;
:In unserem Falle wollen wir die auf das Meer bezogene Erkärung vorziehen, da Mecklenburg-Vorpommern bekanntlich nicht über bizarre Felsengebirge verfügt.&lt;br /&gt;
:Den plattdeutschen Begriff „Tater“ dagegen finden wir in Wossidlos Niederdeutschem Lexikon erklärt, nämlich daß mit diesem Wort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Zigeuner bezeichnet wurden. Im hochdeutschen zusammengesetzt bedeutet es also „Zigeuner-Kap bzw. Zigeuner-Halbinsel“.&lt;br /&gt;
:Die Örtlichkeit dieses Kap´s, zu jener Zeit noch ohne Nennung seines späteren Namens, wird erstmals im Kaufvertrag der Rostocker Heide vom 25.März 1252 genannt, in der geschrieben steht&lt;br /&gt;
:(Aus dem Lateinischen übersetzter Auszug der Grenzbeschreibung der Rostocker Heide in der Urkunde) :&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...so an der Meeresküste entlang bis zum östlichen Ufer oder dem Wasser des Flusses von Warnemünde...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:So, daß die westliche Grenze  der Rostocker Heide bis an das rechte (östliche) Ufer der Warnow-Mündung reicht, was fortan den westlichsten Grenzpunkt der Heide für die folgenden mehr als sieben Jahrhunderte und in jener Zeit auch den westlichen Grenzpunkt zum damals noch fürstlichen Warnemünde an der Küste des Rostocker Gebiets überhaupt markiert. &lt;br /&gt;
:Also Taterhörn war der Punkt an dem Warnemünde an die Rostocker Heide grenzte und markiert bis heute die Stelle, an der sich einst die natürliche Warnow-Mündung befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Auszug Sand Land Priwarder.JPG|thumb|500px|rechts| Karte12 Auszug Sand Land Priwater - die im 19.Jahrhundert nördlich des Radelsees zutage getretenen Kisten sind noch immer ein Zeugnis der Schließung des Alten Tiefs im Jahre 1487 (Neuendorff-Karte 1823)]]&lt;br /&gt;
:Da dieser Warnow-Flußlauf (bis 1323) auch die Grenzfunktion zwischen dem westlich gelegenen Gebiet der mecklenburgischen Landesfürsten und dem östlich gelegenen Rostocker Stadtgebiet (Rostocker Heide) war, wurde im verschütteten Bereich nach der Allerheiligenflut eine Grenzfeststellung erforderlich, die auch alsbald erfolgte. &lt;br /&gt;
;Anmerkung - Der Grenzverlauf ist im rechten Kartenausschnitt durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1304 - Eine Mündung verschwindet, eine neue Mündung entsteht&lt;br /&gt;
:Am 1. November 1304 verheert die „Allerheiligenflut“ die gesamte südwestliche Ostseeküste (andere Quellen geben für die Allerheiligenflut auch das Jahr 1307 an).&lt;br /&gt;
:Der Mündungsarm der Warnow, der sich bislang als Flußschleife vom Breitling zum heutigen Radelsee, entstanden aus einer ehemaligen Flußbiegung der Warnow, die sich durch das Steinriff der Eisrandlage schlängelte, im großen Bogen zurück in Richtung Ostsee ergießt &#039;&#039;&#039;wird auf eine Länge von ca. 500 gänzlich zugespült&#039;&#039;&#039;, indem das Meer die hohen Dünen auf der Halbinsel Taterhörn in den Flußarm einspült. Die Folgen sind so schwerwiegend, daß der verschüttete Flußlauf-Abschnitt nicht wieder geöffnet werden kann. Neben dem Flurnamen Taterhörn für die ehemalige Halbinsel,  bezeichnet man die hier entstandene große Sandfläche fortan auch als das „Sand-Land“.&lt;br /&gt;
:Über rund 100 Ruten (1 Rostocker Rute = 4,62m) wurde die neue Landesgrenze nun mittels eingemessenen Grenzstangen durch die Tätigkeit einer fürstlich/städtischen Grenzkommission amtlich neu bestimmt.&lt;br /&gt;
:Diese Grenze, nach 1323 allerdings nicht mehr die Grenze zum Fürstentum, sondern als Abgrenzungen der zwei Vogteien (Stadtgebiete) unter einander, hatte bis 1923 Bestand. Erst mit der Erweiterung der Heinkelwerke hier auf der Hohen Düne 1923 wurde eine Reformierung der Verwaltungsgrenzen an dieser Stelle erforderlich.&lt;br /&gt;
;(siehe) Karte12 Flurname &amp;quot;Sand Land in Prä Water&amp;quot; (auch &amp;quot;Priwater&amp;quot;) bedeutet &amp;quot;Sand Land auf dem früheren Wasser&amp;quot; - Terrassenartige Fläche die auf Grund der fast Vegetationslosen feinsandigen Oberfläche weder zur Beweidung noch zum landwirtschaftlichen Anbau geeignet war.&lt;br /&gt;
:Unmittelbar benachbart finden wir noch die sehr ähnlichen Flurnamen &amp;quot;Lütt Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039; und &amp;quot;Grot Pri&#039;&#039;&#039;werder&#039;&#039;&#039;&amp;quot;. Sie erinnern an zwei der drei an dieser Stelle bis in das 18. Jahrhundert gelegene Flußinseln.&lt;br /&gt;
:Die Vermessung der Grenze zu Beginn des 14.Jahrhunderts über die Sandscholle bleibt über mehr als sechshundert Jahre die Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide, bis in das Jahr 1922.&lt;br /&gt;
:Die Warnow erhält nun &#039;&#039;&#039;erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Tief&#039;&#039;&#039; als neue Mündung, indem, an der schmalsten Stelle der einstigen Halbinsel, ein Durchstich zwischen Radelsee und Ostsee geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Das kleine fürstliche Fischerdorf Warnemünde lag in jener Zeit noch an einem seichten, nicht schiffbaren Nebenarm der Warnow, der sogar noch fußläufig durchquerbar war, so daß man selbst das Vieh hier hindurch auf die Weide treiben konnte.&lt;br /&gt;
:Da das Sand-Land am Taterhörn zur landwirtschaftlichen Nutzung ungeignet ist, bleibt es fortan als Brache liegen. &lt;br /&gt;
:(siehe dazu auch das Kapitel über die Eisrandlage Nr.8)&lt;br /&gt;
:Hier am Taterhörn  duldet die Stadt über lange Zeit hinweg, daß Tatern (niederdt. für Zigeuner) fernab von Rostock ungestört ihre Lager aufbauen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &#039;&#039;&#039;Enklave&#039;&#039;&#039; (!) Taterhörn===&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 Rövershäger Enclave am Taterhörn Hohe Düne Bühring Karte.JPG|thumb|400px|rechts|Karte13 Die Enklave Taterhörn in der Bühring-Karte 1909 (HA)]]&lt;br /&gt;
:1765 taucht der Name &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Taterhörn&amp;quot; erstmalig in einer Landkarte&#039;&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
:Hatte das zur Rostocker Heide gehörende Taterhörn seinen Halbinsel-Status durch die Verschüttung des Flussabschnittes verloren, so blieben die Grundbesitz-Grenzen zwischen Warnemünde und der Rostocker Heide in der Struktur der einstigen Halbinsel unverändert erhalten. &lt;br /&gt;
:Der permanent durch Sturm und Küstenströmung verursachte Rückgang in diesem Küstenabschnitt trennte schließlich diesen Geländefortsatz von der Rostocker Heide und Taterhörn/Sand-Land waren ab Ende 18. Jahrhundert im Grundbesitz von der Rostocker Heide getrennt. Nun lag die Enklave an allen Seiten von den Warnemünder Besitzungen umschlossen, die Verbindung zum „Heide-Mutterland“ war verloren.&lt;br /&gt;
:Zwischen 1834 und 1839 wurden im Zuge einer Landreform die Wälder und Wiesen der Rostocker Heide von einander getrennt. Im wesentlichen erhielt die Rostocker Forstverwaltung die Waldflächen und die Weideflächen wurden auf die Heidedörfer aufgeteilt. Dabei erhielt das Dorf Rövershagen im besonderen größere Wiesenflächen rund um den Radelsee, so die Rövershäger Bauernwiesen, Postwiese, Große Wiese, Predigerwiese &#039;&#039;&#039;und eben Taterhörn&#039;&#039;&#039;, in ihren Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1922 (erst) - neue Grenzziehung und das Ende von Taterhörn ===&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1922 siedeln sich auf der Hohen Düne die Ernst Heinkel Flugzeugwerke an. Hier liegt der Gründungsort der Werke. Die als Erweiterungsgebiet des Werksgeländes nach Osten beplanten Flächen dehnen sich in der Länge über mehr als die Hälfte der Fläche der Hohen Düne aus. Als sich den Bauplänen zur Werkserweiterung plötzlich ein Hindernis in den Weg stellt.&lt;br /&gt;
:Die Gemeinde Rövershagen blockiert das Bauvorhaben unter dem scharfen Protest, daß man die Rövershäger Grundbesitz-Verhältnisse der Enklave Taterhörn mißachte und deren Gemeindeland ungefragt überbauen will. Zunächst ist die Antwort der Rostocker Kämmerei, daß man den Besitz der Rövershäger Enklave schlicht übersehen hätte.&lt;br /&gt;
:Am 12.August 1922 richtet die Rostocker Kämmerei folgendes Schreiben an die inzwischen selbständig gewordene Gemeinde Rövershagen: &lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;(nachfolgend Auszug aus dem Antwortschreiben der Kämmerei):&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
; &#039;&#039;&#039;„Betr. Gemeindezugehörigkeit des Taterhörn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Wir können den Einspruch der Gemeinde Rövershagen gegen die Zulegung des Taterhörn zum Gebiete der Stadt Rostock (Warnemünde) nicht als begründet anerkennen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Taterhörn war früher ein Bestandteil der Ortschaft Rövershagen, zu dem auch die Rostocker Heide gehörte. &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Im  Jahre 1912 ist durch Ratsbekanntmachung vom 1.Juli 1912 bestimmt, daß die in der städtischen Forst belegenen, bisher zur Ortschaft Rövershagen gehörigen Wohnplätze Hinrichshagen, Markgrafenheide, Schnatermann, Wiethagen mit Teerschweelergehöft und Meyershausstelle unter der Bezeichnung „Heideortschaften“ zu einer selbständigen Ortschaft erhoben worden sind. …..&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war mit jener Bekanntmachung beabsichtigt, die genannten Wohnplätze mit zugehörigen Acker-, Wiesen- und Waldflächen von der Ortschaft Rövershagen los zu lösen. ...“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:*&lt;br /&gt;
:Letztlich stellte sich heraus, daß man bei den Besitz-Umschreibungen der Grundstücke an die neuen Heide-Orte, verbunden mit den nötigen Änderungen im Grundbuch, die Taterhörn-Enklave, die Rövershäger Grundbesitz-Insel inmitten des Warnemünder Landbesitzes, &#039;&#039;&#039;schlicht vergessen&#039;&#039;&#039; hatte.&lt;br /&gt;
:Man kann heute trefflich darüber spekulieren ob die Rostocker die Verhältnisse um die Enklave wirklich einfach nur „vergessen“ hatten.&lt;br /&gt;
:Jedoch  &#039;&#039;&#039;Grundbuch- und Kataster-Dokumente „vergessen nie“ und was im Grundbuch steht ist Gesetz.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Also waren die Rövershäger Eigentumsrechte verbrieft.&lt;br /&gt;
:Bis zur Klärung dieser misslichen Eigentumslage konnten die Heinkelwerke auf der hohen Düne jedenfalls nicht erweitert werden, so daß die Stadt Rostock zähneknirschend einen entschädigenden Vergleich mit den Rövershägern eingehen mußte.&lt;br /&gt;
:Sehr schnell nach dem Abschluß des Vergleichs wurde das Gebiet der Hohen Düne neu vermessen und dabei auch die seit 1252 unverändert gebliebene Verwaltungsgrenze zwischen Warnemünde und Markgrafenheide nun geändert und akribisch in gerader Linie zwischen Ostsee und Breitling neu festgelegt wurde. &lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Die Enklave Taterhörn verschwand von den Landkarten und das Dorf Rövershagen besaß fortan keinen eigenen Ostseestrand mehr.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kampf um die Warnowmündung 1309 - 1312==&lt;br /&gt;
;Dr. Eduard Mahn 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Heinrich Borwin III., Herr zu Rostock, bestätigte 1264 der Stadt Rostock den Besitz des Hafens Warnemünde rechtsseitig der Warnow-Mündung &#039;&#039;(also innerhalb des Vertragsgebietes zum Kauf der Rostocker Heide 1252)&#039;&#039; und trat ihr alle seine Rechte an demselben ab, so daß von jetzt an der Hafen &amp;quot;portus Rostochiensis&amp;quot; genannt wurde.&lt;br /&gt;
:Während der folgenden Kriege zwischen Dänen und der Stadt Rostock erbaute König Erich von Dänemark 1311 auf dem rechten &#039;&#039;(östlichen)&#039;&#039; Ufer der Warnowmündung die Danskeborg, um die Rostocker besser in Schach zu halten, und sperrte im selben Jahre den Hafen Warnemünde vollständig.&lt;br /&gt;
:Er versenkte das Fahrwasser mit alten Schiffen, Steinen usw. und legte an beiden Ufern noch außerdem je einen befestigten hölzernen Turm an, welche durch eine Brücke mit einander in Verbindung standen.&lt;br /&gt;
:Die Rostocker aber zogen mit einem schwimmenden Turme, &amp;quot;Ebenhoch&amp;quot; genannt, die Warnow hinab, legten sch zwischen beide Türme, zerstörten die Befestigungen und ließen alle, die noch nicht durch Feuer oder das Schwert umgekommen waren, über die Klinge springen.&lt;br /&gt;
:Hierauf erbauten die Rostocker auf der Ostseite des Flusses eine steinerne Befestigung die schließlich von den Dänen eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Die Kampfhandlungen endeten mit dem Friedensvertrag von 1312.&lt;br /&gt;
:Im Jahre 1323 kaufte Rostock das gesamte Gebiet westlich der Rostocker Heide mit dem Fischerdorf Warnemünde bis Diedrichshagen, mit dem Eigentum und aller Gerichtsbarkeit, von dem Fürsten Heinrich dem Löwen, in dessen alleinigen Besitz er nach des Dänenkönigs Tod gekommen war, schleifte die Burganlage und ließ von den fünf Türmen nur den Zentralturm stehen, um ihn fortan als Leuchtturm zu benutzen.&lt;br /&gt;
:Die letzten Reste dieses Turms wurden erst zu Beginn des 17.Jahrhunderts im dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört.&lt;br /&gt;
:1430 wurde der Hafen durch Catharina von Mecklenburg und 1487 durch die Brüder Herzog Magnus II. und &#039;&#039;&#039;Herzog Baltasar von Mecklenburg bei den Fehden dieser Fürsten mit Rostock gleichfalls belagert und größtenteils verbrannt und der Hafen unwiderbringlich zerstört.&#039;&#039;&#039;&amp;quot; Was aber offenbar den Turm ausnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Die Kampfhandlungen im Jahre 1312 endeten auch deswegen, weil unmittelbar in jener Zeit eine Pestwelle das Rostocker Land heimsuchte. In den Annalen wird berichtet, daß neben den im Kampf Umgekommenen die Pest immer mehr Opfer forderte und auch dadurch die Belagerung ihr Ende fand. Es wird von mehreren Hundert Pest-Opfern am Ort des Geschehens berichtet.&lt;br /&gt;
:In den östlich des Kampfgebietes benachbart gelegenen Lehmkuhlen könnten sie ihr Grab gefunden haben. Genau zwischen den Flurnamen &amp;quot;In der Lehmkuhl&amp;quot; und &amp;quot;Lehmkuhl&amp;quot; findet sich der Flurname &amp;quot;Armenkirchhof&amp;quot;, der unter Umständen davon Zeugnis ablegt. (WS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Paul Babendererde &amp;quot;König Erik´s Heerfahrt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1323 - Die Stadt Rostock kauft das &#039;&#039;&#039;Fischerdorf&#039;&#039;&#039; Warnemünde vom mecklenburgischen Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urkunde mit Siegel für Warnemünde (Quelle- Barnewitz).jpg |450px|rechts|thumb| Warnemünde Kaufvertrag vom 11. März 1323 (Quelle: Barnewitz)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:1323 Erst nach dem Ende der Rostocker Fehde kam das Fischerdorf Warnemünde in den Besitz der Hansestadt Rostock, das die Stadt vom Fürsten Heinrich (II.) dem Löwen käuflich erwarb.&lt;br /&gt;
:Der Landesfürst hatte durch vorangegangene Kriege einen hohen Schuldenberg angehäuft und brauchte dringend Geld.&lt;br /&gt;
:So bescheinigte er den Rostockern am 11. März des genannten Jahres:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wir haben jenseits des Warnowflusses den ... Ratsherren und Gemeinde das Dorf Warnemünde mit Grund und Boden, jedem hohen und niederen Gericht - ausgenommen das Patronatsrecht für uns und unsere Erben - bis an die Grenzen des Dorfes Diedrichshagen, so weit es in der Länge und der Breite nach erstreckt, übertragen und überlassen es den Gegenwärtigen zu dauerndem Besitz, dergestalt, das sie in den oben bezeichneten Grenzen sich des vollen lübischen Rechtes erfreuen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wieviel die Rostocker für Warnemünde zahlten wissen wir nicht.&lt;br /&gt;
:Der Stadt aber mußte daran gelegen sein, den Ort in ihre Hände zu bekommen.&lt;br /&gt;
;Die bisherige Grenze zwischen der im fürstlichen Besitz befindlichen Gemarkung um das Fischerdorf Warnemünde und den im Vertragsgebiet des Kaufvertrages der Rostocker Heide liegenden &amp;quot;Rostocker Hafens Warnemünde&amp;quot; wurde fortan die Grenze der zwei hier neu entstehenden Rostocker Vogteien (und blieb sie bist 1922!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Siehe Karte8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase I - Auf der Mandelwiese (1252 bis 1478) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Nachweis von landwirtschaftlicher Nutzung der Wiesen rund um den Radelsee im Rostocker Kämmerei-Register vom 7.April 1325 (Meckl. Urkundenbuch, MUB, Dokument Nr. 4608)====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kämmereiregister der Stadt Rostock von 1325 ist das erste und älteste systematisierte Registerbuch in dem die Liegenschaften Rostocks mit Vermerk ihrer jeweiligen Nutzung umfassend aufgeführt sind.&lt;br /&gt;
;Titelseite des Kämmereiregisters Stadt Rostock vom 7.April 1325 (Ausschnitt aus Meckl. Urkundenbuch S. 253 Nr. 4608 Fol.1)&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH UGR Titelseite 1325.jpg|thumb|450px|links|RH UGR Titelseite zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Folio 13 Seitenauszug daraus, das Untersuchungsgebiet betreffend&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325.jpg|thumb|500px|links|RH UGR Ausschnitt Folio 13 zu Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
;Übersetzung des nebenstehenden Textauszuges&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig &#039;&#039;&#039;Übereignung&#039;&#039;&#039; zweier Wiesen an der Radel &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;..Porswisz et magnum pratum..&amp;quot; (Porstwiese und Große Wiese)&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.4 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:sowie dreier Präbendewiesen &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&amp;quot;...pratum Hovevischers dictum, item pratum Vokercini, item pratum Alberti Cusvelt..&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.5 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:über die das Heilig-Geist Hospital verfügt, &#039;&#039;(die heutigen Purkshöfer-Wiesen)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:sowie die der Insel St.Georg &#039;&#039;(Nr.2 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:gegenüber liegende Wiese &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Swineswoert&amp;quot;...&amp;quot;item pratum dictum Mandel apud aream, ubi turris quondem steterat.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;quot;und &#039;&#039;&#039;hier benachbart die Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf der die Reste des Turmes stehen&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;(Nr.3 im nachfolgenden Orientierungsplan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
;Die Ruine des Mittelturmes ist also noch vorhanden, wärend dessen die vier kleineren Ecktürme und alle umfassenden Mauern offensichtlich nicht mehr existieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;(die beiden letztgenannten Wiesen machen die heutige Prediger-Wiese aus und liegen unmittelbar westlich neben der Großen Wiese am Moorkanal)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. 1325, 7.April erfolgt die Übereignung, als Präbandum, der dann so genannten St. Georg-Insel an das St. Georg-, bzw. St.Jürgen-Hospital. Das Hospital betreibt fortan auf der Insel eine isolierte Eigen-Bewirtschaftung durch Lepra-Kranke. Den auf der Insel lebenden Siechen waren zum Selbsterwerb von Viehfutter für die auf der Insel gehaltenen Tiere die am Stromgraben gelegenen &amp;quot;Seeken-Wiese&amp;quot; (Siechen-Wiese) und Heiligen-Höhlen-Wiese zugewiesen. Beides, wie auch die am Südrand der Rostocker Heide, ebenfalls zum St.Georg-Hospital gehörende Siechenkapelle (zwischen Oberhagen und Vogtshagen) und das ebenfalls zu Hospital gehörende Besitz Gut Purkshof wurden um 1552 säkularisiert (enteignet und aufgelöst).&lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Die Bezeichnung &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; kommt von dem Begriff &amp;quot;Schweinewurt&amp;quot; (volkstümlich &amp;quot;Schweinskuhlen&amp;quot;) und bezeichnet kleingliedrige umwallte und eingehegte Schweins-Koben-Flächen zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:(Fol.13 MUB 4608)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr03 zu 1325 Erkl. Kämmereiregister.jpg|thumb|640px|rechts|Karte14 Orientierungsplan zur Wiesenverortung nach dem Kämmereiregister 1325]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mandelwiese - Warum eine Wiese nicht zu finden war ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sie liegt in der Rostocker Heide und nicht wie oft angenommen in Warnemünde!&lt;br /&gt;
:Aus diesem Hintergrund wird sie auch nie in den Warnemünder Wiesen-Verzeichnissen genannt, worin sie bei den Forschungen in der Vergangenheit immer gesucht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Vier Mandeln auf dem Schild in der Heraldik.png|Heraldik - Vier Mandeln auf dem Schild&lt;br /&gt;
Datei:Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen.jpg|Mandelkreuz an einer Kirchensäule in Rövershagen&lt;br /&gt;
Datei:Mandel-Wappen auf einem Siegelring.jpg|Mandel-Wappen auf einem Siegelring&lt;br /&gt;
Datei:Ritter mit Mandel-Wappen im Schild.jpg|Ritter mit Mandel-Wappen im Schild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Herkunft des Namens &amp;quot;Mandel&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Bis 1491 findet sich die &amp;quot;Mandel&amp;quot; als Begriff ausschließlich in der Heraldik und in der christlichen Ikonographie, sowie als Maßeinheit (besonders für Eier, 1 Mandel = 15 Stück). Erst nach diesem Datum wird, im Zuge der großen geographischen Entdeckungen und der damit verbundenen Einfuhr der heute so genannten Mandel-Nuß aus Übersee auf Grund der Ähnlichkeit in ihrer Form ebenfalls dieser Name beigelegt.&lt;br /&gt;
;Somit muß der 1325 beurkundete Name der Mandel-Wiese ethymologisch im heraldisch/ christlichen Gebrauch seinen Ursprung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mitte des 16. Jahrhunderts, in der Reformationszeit, wird die &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Mandel-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039; der Rövershäger Pfarrstelle als [[Emolument]] zugeordnet und trägt fortan die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot;&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====zwei weitere Flurnamen für den Ort an der die Mandel-Wiese lag=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:historische Kartenausschnitte mit Flurnamenbezeichnungen auf der Fläche der Prediger-Wiese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarnow Karte Auszug Vierrade 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|420px|links|Karte15 Tarnow Karte Auszug Vierrade gegenüber der St.Georg-Insel 1796 ergänzt 1809]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 a.jpg|thumb|540px|rechts|Karte16 Tarnow Karte Auszug Quator Rotac 1796 ergänzt 1809 &amp;quot;Den Wall und Damm bey den Vierraden, welches Quator Rotac heißt&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Flurnamen &amp;quot;Vierraden&amp;quot; und &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; befinden sich &#039;&#039;&#039;exakt&#039;&#039;&#039; an der 1325 im Urkunden-Text beschriebenen Stelle &#039;&#039;&#039;inmitten der Mandel-Wiese&#039;&#039;&#039;, am Warnow-Ufer gegenüber der St.Georg-Insel. (siehe Ausschnitt oben folio 13 sowie Karte 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Vierraden&amp;quot; ist schlicht die deutsche Übersetzung von &amp;quot;Quator Rotac&amp;quot; aus dem Latein. Es bezieht sich direkt auf die Mandeln.&lt;br /&gt;
:Wenn wir &amp;quot;Vierraden&amp;quot; als vier Rundungen verstehen können und auf das Mandel-Schild des oben angeführten Ritters schauen, dann scheint es auch hier eine Verbindung zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Feuer am Rostocker Hafen Warnemünde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1325, 27.Juli&lt;br /&gt;
:Fürst Heinrich der Löwe bestätigt in 7 Urkunden zu Warnemünde alle Freiheiten und Privilegien der Stadt.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Am &amp;quot;Alten Tief&amp;quot; wird eine Befestigung angelegt, von der Danskeborg werden Anlagen (alle ?) rund um den Mittelturm abgebrochen.&#039;&#039;&#039; Am Ufer der Hafenausfahrt wird in einem Holzgerüst (auf dem alten Burgturm) &#039;&#039;&#039;eine kupferne Leuchte an drei Ketten aufgehängt&#039;&#039;&#039;. Eine Abbildung der Leuchte  zeigt ein neuneckiges, käfigförmiges Gitterwerk mit Kuppeldach und einer Metallplatte, die das Licht des Feuers zurückwarf.&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wurde von Männern bewacht, die auch gleichzeitig Lotsendienste leisteten. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1348&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird verbessert. (KFC Mgh )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1380&lt;br /&gt;
:Die Leuchte wird erneut verbessert. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1408&lt;br /&gt;
:Ein altes Feuer, ist am Warnemünder Hafen errichtet.&lt;br /&gt;
:Die erhaltene Urkunde darüber ist ein Bürgerbrief von 1408 und eine Stiftung, beide die Unterhaltug des schon vorhandenen Feuers betreffend.&lt;br /&gt;
:Das Feuer bestand aus Lichten, welche in einer Laterne auf oder an einem hohen Holzgerüst brannten.&lt;br /&gt;
:Das Feuer ist mit dem Dreißigjährigen Kriege verschwunden. (Hansische Geschichtsblätter 1986 S.168)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1437. Aug., 1. &lt;br /&gt;
:Der befestigte &#039;&#039;&#039;Leuchtturm im Rostocker Hafen Warnemünde&#039;&#039;&#039; wird nach zehntägigem Widerstand der Rostocker Besatzung vom Herzog genommen. (BGHR 3c,71.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1487 - Das  endgültige Ende des &amp;quot;Hafens Rostocker Warnemünde&amp;quot; am Rande (innerhalb!) der Rostocker Heide===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei der Domfehde, auch sogenannten &amp;quot;Rostocker Fehde&amp;quot; erobern die fürstlichen Truppen das Alte Tief östlich Taterhörn und den dahinter liegenden Rostocker Hafen,&lt;br /&gt;
:Sie lassen Ruinen-Mauern &#039;&#039;&#039;an dem&#039;&#039;&#039; dort noch stehenden, aus dem einstigen Burgturm hervorgegangenen Leuchtturm abbrechen, um mit dem Abrißmaterial den Durchstich zu schließen.&lt;br /&gt;
:Alle Gebäude und Bollwerke werden in Brand gesteckt und bis zur Wasserfläche niedergebrannt. ...de mure vör (!) der Luchten wart geworfen in dat Depe..&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Die Leuchte war der Beschreibung nach offensichtlich nicht vom Abriss betroffen, sondern nur die Baulichkeiten um sie herum, inclusive der vier Ecktürme.&lt;br /&gt;
:Zwei gerade noch im Hafen liegende Schiffe aus Bergen wurden von den Herzoglichen geplündert und zerstört.&lt;br /&gt;
:Später kam noch ein &amp;quot;fangendes&amp;quot; ([[sperrendes]] ) Bollwerk hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;&#039;Hier liegt nach derzeitigem Recherchestand auch letztmalig die Erwähnung eines Hafens, Leuchtturmes oder einer Burg an diesem Ort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Quelle: AHR 3.9. RO45 Nr.251-257)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist dieser Wasserweg noch immer, auch als oft genutzter Schmuggler-Weg, eingeschränkt befahrbar und als Stankgraben in Resten bis heute vorhanden. (KFC)&lt;br /&gt;
:Sehr bald nach 1487 wird an der Westspitze des Taterhörns das &amp;quot;Neue Tief&amp;quot; angelegt und gleichzeitig der Versuch unternommen, beim einstigen fürstlichen Warnemünde den seichten Warnow-Nebenarm auf Schiffbarkeit für kleine Seefahrzeuge zu vertiefen. (KFC)&lt;br /&gt;
;1487 Erstmalige Erwähnung des heutigen &amp;quot;Alten Stroms&amp;quot; in Warnemünde als begrenzt schiffbare Hafenzufahrt! (KFC)&lt;br /&gt;
:Die komplizierten geologischen Verhältnisse setzen der Vertiefung mit damaligen Hilfsmitteln jedoch enge Grenzen in der Herstellung einer ansatzweisen Schiffbarkeit des &#039;&#039;(heutigen)&#039;&#039; Alten Stroms.&lt;br /&gt;
:(Dazu auch siehe Kapitel 2 &amp;quot;Zur Geologie und Geographie des Warnow-Mündung&amp;quot; -&amp;gt; Eisrandlage 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit ab 1487 bis 1586 konnten bisher keine Dokumente zur Markgrafenheider Ortsgeschichte ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase II - Der von Thor Balk gegründete Hof ( 1586 bis 1625)==&lt;br /&gt;
===Thor Balks Hof - Nach bisherigem Recherchestand die warscheinlich erste Erwähnung des &#039;&#039;&#039;Ortsnamens&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(KFC Mgh p3, 10-12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Mitteilung Dr. Koppmanns aus dem Ratsarchiv 1904:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Markgrafenheide ist 1586 vom Wasenmeister Johann Thor Balck angelegt. Er war bestallt die Dünen von Warnemünde bist Stolperort zu befestigen, mit Wasen zu belegen &#039;&#039;&#039;und das Alte Tief zu sichern&#039;&#039;&#039;. Die Stadt gewährte ihm dafür auf der Markgrafenheide einen Platz auf 12 Jahre um sich dort niederzulassen.&lt;br /&gt;
:Er baute ein Haus und richtete sich mit Vieh etc. dort ein.&lt;br /&gt;
:Als er abzog verkaufte er es. Der Käufer zahlte aber nicht.&lt;br /&gt;
:Da zog die Stadt es an sich und verpachtete es.&lt;br /&gt;
:Der Pächter pachtete die Schäfereien Müggenburg, Born, Moorhof und die Moore dazu.&lt;br /&gt;
:So entstand die Schäferei Markgrafenheide.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Flurname Schapstallhürn südlich der &amp;quot;alten Mündung&amp;quot; am Ende des Stinkengrabens markiert bis heute den Standort des Schafstalls, der vom Pächter errichtet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlegung des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht vom Ausbau des Torfgrabens für den Torf-Transport, jenes Kanals, der sich vom Tief &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; beim Schapstallhürn  durch das große Torfmoor zum Heiligen See hin erstreckt. &#039;&#039;&#039;(Der Prahm-Kanal zwischen Hütelmoor und Radelsee entstand erst 1760.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100fl., der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R. aus einer Gewetts-Rechnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1585-1597  &amp;quot;Errichtung des Hofes Markgrafenheide durch Johann von der Balcken und Übernahme durch die Stadt&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Chronologie der Vorgänge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1585, 25. November &lt;br /&gt;
:Kontrakt des Johann thor Balcken&lt;br /&gt;
:(&amp;quot;Wenn der 1587 bestellte Wasenmeister eher als städtischer Angestellter anzusehen ist und 1586 Markgrafenheide erstmals als bewohnter Ort erwähnt wird, dann war Johann von der Balck der erste Bewohner von Markgrafenheide. Sein Hof begründete somit den Ort.&amp;quot; (AHR 1.1.3.19. 1099 50 Blatt handschriftlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1592, Juni&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; * [[Heiko Schäfer &amp;quot;Eine Wüstung des späten 16. und 17. Jahrhunderts im Weidenmoor bei Rostock 1986&amp;quot;]] &lt;br /&gt;
;(gekürzter Grabungsbericht zu thor Balks Hof, Beitrag aus Küstenbilder 1986, 4 Seiten)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Moorhof OZ 25 1 1997.jpg|1000px|links|thumb| RH Moorhof beim Schlüsserdamm OZ 25 1 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1986 Schäfer Wüstung Weidenmoor 53 a.jpg|500px|links|thumb|Karte17 RH Grabungsplan der Wüstung beim Schlüsserdamm im Weidenmoor 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RH Kartenauszug der Grabungsstelle.jpg|500px|rechts|thumb|Karte18 RH Kartenauszug mit der Grabungsstelle beim Schlüssermoordamm]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Funde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1593&lt;br /&gt;
:Johann Thor Balck beklagt sich über Jacob Schof und bittet dass die Stadt den Hof gegen Kündigung annehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1594, 3. Oktober&lt;br /&gt;
:Marcus Franke fragt an, ob sich ...Markgrafenheide übernehmen .... von ihm mit Thor Balck geschlossener Vertrag übernehmen lasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1597, 18.November&lt;br /&gt;
:Jakob Schof wünscht eventuell Markgrafenheide weiter zu pachten&lt;br /&gt;
: &#039;&#039;(in AHR 1.1.3.19.-1063 1599 der richtige Name &amp;quot;Jakob Schof&amp;quot; genannt)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Für die Zeit von 1626 bis 1691  liegen zum Markgrafenheider Gebiet keine Dokumente vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungsphase III - Vom Torfstecherkaten bis Forst-Ort (1691 bis 1800 und dann fortlaufend)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiesen-Nutzung des Markgrafenheider-Gebietes vom 17. bis ins 20. Jahrhundert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte Wiesenabschnitte neu.jpg|thumb|550px|rechts|Karte19 Datei:RH UGR Karte 5 Wiesenabschnitte Nutzung im 16. bis 20. Jahrhundert (Nutzungsblocks)]]&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
:.&lt;br /&gt;
;Übersichtskarte zur Gesamtnutzung der Wiesen im Radelsee-Gebiet.&lt;br /&gt;
; Anmerkung: Der Abschnitt E in der Karte betrifft Warnemünder Gebiet, die Warnemünder Wiesen werden in der Online-Chronik von Warnemünde bearbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt A in der Karte) Die zu den Bauern-Hufen und Kossatenstellen aufgeteilte Fläche=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Karte 6 Wiesen Block A.jpg|thumb|500px|rechts|Karte20 Kartenausschnitt der Wiesenkarte mit den roten Wiesennummern 210 bis 214 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Hier steht der Wiesenbereich &amp;quot;Mandelwiese&amp;quot; 1325 zum Wiesenbereich &amp;quot;Prediger-Wiese&amp;quot; (rote Wiesennummer 211), &lt;br /&gt;
:der Wiesenbereich &amp;quot;Swineswoert&amp;quot; für die individuellen Wiesenbereiche der individuellen Tierhaltung der Mittelhäger Erbhöfe (rote Wiesennummer 212 a-o) sowie der Kossaten, hier besonders zur individuellen Schweinehaltung. &lt;br /&gt;
:Die Große Wiese dient der gemeinsamen Rinderhaltung der Mittel-Rövershäger Gemeinde-Herde. &lt;br /&gt;
:Die Niederhäger Hofwiese war vor der Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der dortigen Höfe im 17. Jahrhundert jeweils den dortigen Einzelhöfen zugeteilt. &lt;br /&gt;
:Die  Folge-Struktur hatte bis 1950 Bestand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt B in der Karte) Die Gemeindeweiden, einstige Allmende=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR Post bzw Porstwiese 1919.JPG|thumb|500px|rechts|Karte21 Kartenausschnitt Große Wiese (Ostteil und Porstwiese mit den roten Wiesennummern 62, 63, 65 und 68 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Postwiese war ab Anfang des 14. Jahrhunderts bis zur Abmeierung (Enteignung durch Überschuldung) der Oberhäger Höfe im 17. Jahrhundert jeweils auf die dortigen Einzelhöfe aufgeteilt. &lt;br /&gt;
:Ab 18.Jahrhundert war sie dann eigentümlich die Guts-Weide des Oberhäger Stadtgutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Über die Nutzungsanteile der Kätner steht in der Rövershäger Wirtschaftsordnung von 1767 geschrieben:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;...Wogegen einem Käthner oder Einlieger den Sommer über auf der gemeinen Weyde 2 Kühe, und allenfalls ab und an, um der Erhaltung durch Zuzucht willen, noch eine junge Starke, so noch nicht gekalbet, 2 Schweine und 3 Schaaffe, durchaus aber keine Pferde zu halten erlaubet seyn soll, jedoch muß er das Heu zur Winter-Fütterung denen Pächtern nach Gewohnheit bezahlen, dagegen diese ihnen jährlich den Mist abfahren lassen, und dafür a Fuhder 4 Schillinge vergüten. ..&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Saisonverträge der Hirten für die Beweidung der Gemeinde- wie später auch der Gutswiesen liefen jährlich von Mariae Verkündigung (25.März) bis Martini (Martinstag 11.November)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt C in der Karte) Die großen Hufen-Flächen für die Rövershäger Hagenhuf-Bauern=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR C Karte 8 Rövershäger Hufenflächen.jpg|thumb|500px|rechts|Karte22 Wiesenkarte Rövershäger und Oberhäger Gemeindewiesen Registernummern 56 und 57 (Kartenblock &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
:Die Rövershäger Bauernwiese beinhaltete vom 13. Jahrhundert bis 1950 die Hofwiesen der Mittel-Rövershäger Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
:Deren Beweidungszyklen entsprachen denen der Rövershäger Gemeindeflächen (siehe B).&lt;br /&gt;
;Die Beweidung auf den einzelnen Hofflächen erfolgte jedoch in Eigenregie der einzelnen Bauern&lt;br /&gt;
:Zu jeder Hufe der eigentümlichen Bauernhöfe war hier ein Wiesenabschnitt aus den Wiesennummern 56/57 einem Mittel-Rövershäger Hof zugeordnet, dazu ein kleiner Wiesenteil aus Nr. 212 (siehe Abschnitt A) zur Schweinehaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====(Abschnitt D in der Karte) Die Purkshöfer Gemeindewiesen (ehemalige Präbanden-Wiesen des Heilig-Geist Hospitals)=====&lt;br /&gt;
[[Datei:RH UGR D Karte 9 Purkshöfer Gemeindewiesen a.jpg|thumb|400px|rechts|Karte23 Die Purkshäger Gemeindewiesen, bis 1552 Präbandenwiesen des Heilig-Geist Hospitals (Kartenblock &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Purkshöfer Gemeindewiesen sind zu Beginn es 14. Jahrhunderts als Präbandum in den Besitz des Heilig-Geist-Hospitals gelangt.&lt;br /&gt;
:Präbanden oder auch Pfründner nannte man Pensionäre in Spitälern, in unserem Fall, jeweils im Heilig-Geist-Hospital sowie dem St. Jürgen Hospital (Hier die St.Georg-Insel)  die sich durch Einbringen eines Legats (Präbande) also Geldvermögen oder ländlichen Grundbesitz eine dauernde Alters-Unterkunft und Pflege gesichert hatten. &lt;br /&gt;
:Die Präbanden verbrachten dann ihren Lebensabend in Präbänden-Häusern (in Rostock jeweils im Heilig-Geist-Hof und der Pädagogien-Straße zwischen Kröpeliner- und Langer Straße, sowie der heutigen St. Jürgen-Straße).&lt;br /&gt;
:Die Hospitäler finanzierten mit den Erlösen aus der Bewirtschaftung der Grundbesitz-Pfründen ihre Armenhäuser und oft weit abseits gelegene Siechen-Einrichtungen und -häuser (So u.a. die Isolationsfläche für Lepra-Kranke auf der St. Georg-Insel am Rande des Radel-Sees). Dazu gehörten auch der zuvor private Wiesenbesitz an den später, mit der Reformation enteigneten, so genannten Purkshöfer Gemeindewiesen.&lt;br /&gt;
:Nach der Säkularisation waren sie eigentümlich und in der Weide-Bewirtschaftung aufgeteilt auf die Dörfer Jürgeshof und Purkshof.&lt;br /&gt;
;Anmerkung:&lt;br /&gt;
:Eine weitere derartige Isolierungseinrichtung der Rostocker Hospitäler war die Siechenkapelle am alten Landweg, an der Gemarkungsgrenze zwischen den Dörfern Vogtshagen und Rövershagen, dessen Gebäude um 1800 abgerissen wurde&lt;br /&gt;
:Die abgelegenen Seekenwiesen am Stromgraben, im Herzen der Rostocker Heide, standen den Siechen dieser Einrichtungen zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet im Überblick ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Karte 15 Siedlungsphasen.jpg|thumb|550px|rechts|Karte24 RH Mgh Die drei Siedlungsphasen auf Markgrafenheider Gebiet  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 1 - Rostocker Hafen und Danskeborg auf der Mandelwiese/Predigerwiese vor 1252 bis 1478 (SP 1) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 2 Der von Thor Balk gegründete Hof - 1586 bis 1625 (SP 2) ===&lt;br /&gt;
:Der Thor Balk-Hof mit seinen Folgebauten und folgenden Nutzern, sowie Schleuse, Schleusendamm und Brücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsphase 3 Vom Torfstecherkaten zum Forst-Ort - 1691 bis 1800 und dann fortlaufend (SP 3) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3a &lt;br /&gt;
:ab 1692 Kossatenhof dazu 1798 das neue Forsthaus, der neue Straßendamm mit großer Brücke und Holzlager II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3b &lt;br /&gt;
:ab 1688 Brandts-Jägerhaus -&amp;gt; ab 1760 Torfstecherkaten und Kanabrücke bis 1798 -&amp;gt; ab 1777 bis 1798 alte Baumwärterstelle und Holzlager III&lt;br /&gt;
:1777 - Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine Baumwärter-Wohnung umgewandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;SP 3c &lt;br /&gt;
:Schafstall ab 1691 bis vor 1764 (Alter Moorhof?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die einzelnen Forstgehöfte in Markgrafenheide==&lt;br /&gt;
KFC85ff&lt;br /&gt;
===== Das alte Forstgehöft am Milchsteg, Holzlager III, Einmündung Armenkirchhofschneise bis bald nach 1799=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MGH Flurkarteauszug mit Grundriß altes Forsthaus 1924.jpg|thumb|350px|rechts|Karte25 Flurkartenauszug 1924 Lagegrundriß des im 18. Jahrhundert zunächst als Torfkaten erbauten ersten Forsthauses wo die Armenkirchofschneise an den Moorgraben stößt Quelle: Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;am westlichen Ende der Armenkirchhofschnese vor dem Moorgraben&lt;br /&gt;
:[https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Ludwig_Krause_%22Private_Ratsj%C3%A4germeister_im_16._und_17._Jahrhundert_S._37-43 Jäger Brandt Hof  (1588-1595 und 1668-1696 aktenkundig ) ] -&amp;gt; Torfstecherkaten (1760-1777) -&amp;gt; altes Forstgehöft (1777 - bis bald nach 1799) -&amp;gt; Holzlager III und Forstscheune (spätestens ab 1835 - 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1777&lt;br /&gt;
:Nach dem Regulativ wird der Markgrafenheider Torfstecherkaten in eine &#039;&#039;&#039;Baumwärter-Wohnung&#039;&#039;&#039; umgewandelt&lt;br /&gt;
;1798.&lt;br /&gt;
:Forstinspector Becker erwähnt am Ort wieder eine Torfscheune. Sie stand offensichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft des Baumwärter-Hauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1799&lt;br /&gt;
:Dem &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Wramp wird vom Forstgewett das Beherbergen Fremder streng untersagt. (AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 138)&lt;br /&gt;
:In der Planzeichnung für den Schneisenbau der neuen geraden Schneise von Hinrichshagen nach Markgrafenheide ist am Ende der Armenkirchhofschneise beim Moorkanal noch das Gebäude der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Baumwärter-Wohnung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927&lt;br /&gt;
:Auf der topographischen Karte von 1927 ist auf der Stelle des alten Forsthauses neben dem Holzlager II noch eine Forstscheune verzeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Das neue Forstgehöft an der neuen Moorgraben-Brücke der heutigen Hinrichshäger Chausee, Holzlager II ab 1798=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Neues Forsthaus Plan 1906.jpg|thumb|550px|rechts|Karte26 Lageplan von 1909 des 1798 erbauten Forsthauses an der neu erbauten Straßenbrücke]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Das 1798 erbaute neue Forsthaus Foto von 1908.jpg|550px|thumb|rechts| Das 1798 in Markgrafeheide erbaute neue Forsthaus Foto von 1908 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:25.März - starb &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Carl Friedrich Wramp zu Markgrafenheide 68 Jahre alt. (BK)&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822&lt;br /&gt;
:29.Dezember - erschoß sich der &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Johann Christian Nicolaus Grälert zu Markgrafenheide 43 Jahre alt aus Unachsamkeit als er mit einer geladenen vor sich gehaltenen Büchse die mit einander kämpfenden Hunde auseinandertreiben wollte. Vier Wochen später verunglückt auch dessen &#039;&#039;(namentlich nicht genannter)&#039;&#039; Nachfolger tödlich. (BK)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1823&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Russ(h)ow genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1833&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Kröger genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Jetzt ist hier eine &#039;&#039;&#039;Baumwärterstelle&#039;&#039;&#039;, deren Inhaber das dortige Holzlager und das auf dem Moorhofe unter Aufsicht hat, und zwei Kossaten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
:(Archiv für Landeskunde 1868, p.258)&lt;br /&gt;
:Anmerkung von Ludwig Krause 1903, &amp;quot;So ist es noch heute, nur muß es statt &#039;&#039;&#039;Baumwärter&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; heißen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:2.März- &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; A. Voß/ Markgrafenheide wird als Jäger zum Schnatermann versetzt.&lt;br /&gt;
:Nachfolger als Holzwärter wird der Hilfs-Jäger Hohenstein (ehem. Schnatermann). (KFC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:14.April - &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Hohenstein wird von Markgrafenheide zum &#039;&#039;&#039;Stadtjäger&#039;&#039;&#039; nach Torfbrücke an Stelle des pensionierten Jägers Milhahn versetzt&lt;br /&gt;
:an seine Stelle tritt &#039;&#039;&#039;Holzwärter&#039;&#039;&#039; Köster von Lager V zu Rövershagen nach Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910&lt;br /&gt;
:14.September - &#039;&#039;&#039;Jäger&#039;&#039;&#039; Gottschlich in Markgrafenheide im Rahmen der Neuregelungen der Gehälter von Jägern und Hilfsjägern erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Revier Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Das Restaurant &amp;quot;Forsthaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
KFC 101&lt;br /&gt;
: [[Datei:Mgh Cafe Forsthaus Bechlin 1930.jpg|550px|thumb|rechts| Das Restaurant und Cafe Forsthaus 1930 Quelle: Heidearchiv ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kossaten-Häuser==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mgh Kossatengehöft um 1922.jpg|thumb|450px|rechts| Kossatenhäuser/Forstfuhrmannshof in Markgrafenheide]]&lt;br /&gt;
;Kossaten (auch Kätner) waren&lt;br /&gt;
:im Mittelalter und der frühen Neuzeit meist slawische, &lt;br /&gt;
:später deutsche Kleinbauern in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. &lt;br /&gt;
:Sie besaßen eine Kate (kleines Haus) mit wenig Land, oft am Dorfrand, &lt;br /&gt;
:und verdingten sich als Tagelöhner oder Handwerker auf Bauern- und Herrenhöfen, &lt;br /&gt;
:da ihr Land nicht zur Eigenversorgung ausreicht.&lt;br /&gt;
:Vielfach wurden Kossaten auch in Gebieten der Forstwirtschaft angesiedelt &lt;br /&gt;
:um Hand- und Spanndienste in der Waldbewirtschaftung, &lt;br /&gt;
[[Datei:Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen a oJ.jpg|thumb|450px|rechts|C.Malchin Markgrafenheide Kartoffelsammlerinnen Foto: W.Steinmüller]]&lt;br /&gt;
:Viehhaltung in der Waldweide sowie andere Forstarbeiten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
:In der Rostocker Heide umfasste das besonders den Holzeinschlag, Forstfuhrwerks-Transporte, Graben und- Kanalbau (Stackwerke, Bollwerke u.a.) Prahmtreidel- und Floßtransporte.&lt;br /&gt;
:Die Kossaten hatten eine seitens der Stadt vertraglich festgelegt Zahl an verschiedenartigen Wirtschaftspferden zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Kossatenhäuser um 1914.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1914 Foto Emil Goerke&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 01.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 01 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 02.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 02 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
Datei:KoWa1 MGH Kossatenhäuser 03.jpg|MGH Kossatenhäuser um 1950 03 Bildautor:Otto Kolp&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1813 Beckers Organisation des Landsturms 1813==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Am 11.November 1813 erhält Forstinspektor Becker vom Rostocker Gewett folgende befehlsförmige Anweisung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;&#039;&#039;Dem Forstinspec. Becker wird hierdurch commitieret zur Sicherheit der Seeküsten von der Torf Brücke bis nach Markgrafenheide und von da bis Warnemünde bei nächtlicher Zeit durch den Landsturm aus der Heide Güthern patrollieren zu laßen.&lt;br /&gt;
:11.Novbr.  Gewett ( Unterschrift)&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(AHR 1.1.1. Forstverwaltung Nr. 539)&lt;br /&gt;
* [[Beckers Organisation des Landsturms 1813]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831==&lt;br /&gt;
;Bericht vom Heideverweser Prang 1832&lt;br /&gt;
:&amp;quot;In Markgrafenheide lag die Küstenwache vom 12.Juni bis 15. Dezember 1831&lt;br /&gt;
:Der Sergeant lag beim Holzwärter Russow in Kost und Quartier, während die Leute von den beiden Kossaten Keding und Kopmann verpflegt wurden.&lt;br /&gt;
:Als Wachhaus hat eine dortige Fischerbude gedient.&lt;br /&gt;
:Anfang 1832, also nach Aufhebung der Küstenbewachung wurde das Holzwerk etc. der Baracke Nr.1 nach Markgrafenheide gebracht&amp;quot;&lt;br /&gt;
:(Worum es sich bei der Baracke 1. handelt ist unklar. Vieleicht wurde sie auf dem Anwesen des Holzwärters Russow deponiert?)&lt;br /&gt;
* [[Die Küstenbewachung gegen die Einschleppung der Cholera 1831 Quelle:KFC P119-122]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Status von Markgrafenheide im Jahre 1890==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; 1894:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; ...Mit Rövershagen sind noch zu einer Gemeinde vereinigt die Forstorte der Rostocker Heide, bestehend aus den Forstgehöften Meyer´s Hausstelle bei Gelbensande und Schnatermann bei Rövershagen (1 Schankw.), 18 Einw. (1855), 12 Einw. (1890), Torfbrücke mit Waldhaus bei Müritz, 50 Einw.(1855), 26 Einw.(1890), und der Försterei Wiethagen bei Rövershagen , 97 Einwohner (1890), Hinrichshagen bei Rövershagen, Dorf, Schule, Forsthaus, Baumwärterei, 197 Einw. (1855), 232 Einw. (1890) und &#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; bei Rövershagen, Amt Ribnitz, Dorf, 2 Hauswirthe, 1 Holzwärter, 20 Einw.(1855),28 Einw.(1890)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Markgrafenheide&#039;&#039;&#039; steuert von 414,14, Mittel-Rövershagen, Rostocker Heide und Hinrichshagen von 5008,2, Niederhagen von 3397,10, Oberhagen von 2290,2 bonitirten Scheffeln.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Der Moorgraben und die vier Holzverladestationen auf Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1774 Das Holzlager (später Holzlager III) wird an der Stelle des 1588 für den Jäger Brandt angelegten Jägerhofes eingerichtet.&lt;br /&gt;
:1799 wird das Forstgehöft an die südlich neu gebaute Straßenkreuzung, verbunden mit einem Brückenbau über den Moorkanal, mehrere hundert Meter nach Süden verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Brücken über den Moorgraben und die Stackwerke ===&lt;br /&gt;
(Straßenbrücke, Milchsteg und Jägersteg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; + (weitere Brückenbilder einpflegen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Straßenbrücke====&lt;br /&gt;
,+ chronologisch folgende Brücken ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke.jpeg|thumb|550px|rechts|Die erste 1799 erbaute Straßenbrücke Bild - Carl Malchin um 1900, Foto - Wilfried Steinmüller]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Carl Malchin Markgrafenheide um 1890.JPG|thumb|550px|rechts|Gemälde v Carl Malchin um 1903 (Quelle - Wikipedia, gemeinfrei) ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1799 neue Strassentrasse, von der Armenkirchhofschneise weg, umverlegt und dort Bogenbrücke mit Auffahrt-Böschung angelegt (Malchin-Brücke).&lt;br /&gt;
:Damit einhergehend wird auch das Forsthaus an die neue Straßenquerung über den Prahmgraben umverlegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Brücke am neuen Forsthaus 1906.jpg|thumb|500px|rechts|Bauplan der 1909 neu erbauten Straßenbrücke Quelle Wikipedia (gemeinfrei)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1909 ersetzt die zweite Bogenbrücke an gleicher Stelle die Erste.&lt;br /&gt;
:Sie ist fast baugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Zugbrücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1.Mai 1945&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Adolf Kuhlmann, Führer der ersten Frühbahn der Strandbahn bringt ein paar Hitlerjungen von dem sinnlosen Auftrag die hölzerne Klappbrücke über den Moorgraben zu sprengen ab. Dieser Frühzug war die letzte Fahrt der Strandbahn insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ob die Brücke am Kriegsende doch noch zerstört wurde oder was geschah harrt noch der Aufklärung,&lt;br /&gt;
:Wenig später findet sich hier eine Notbrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Milchsteg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925.jpg|thumb|500px|rechts|Treidelwegpforte beim Milchsteg vor 1925 Quelle. Heidearchiv]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen.jpg|thumb|500px|links| Milchsteg 1952 Mittelteil nicht mehr klappbar Treidelweg vor den Eichen, Blick von Süd (Foto: Otto Kolp 1957)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Milchsteg ersetzt die 1799 abgerissene erste Straßenbrücke am westlichen Ende der Armenkirchhofschneise.&lt;br /&gt;
:Bis 1925 war der Kernteil der Rostocker Heide von einem Gatter umgeben. So dass dieser Teil des Waldes nur über Schleusentore oder Durchgangspforten betreten werden konnte. Unmittelbar über den Treidelweg am Moorgraben entlang versperrte eine solche Pforte dem Wild den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Jägersteg====&lt;br /&gt;
: [[Datei:Jägersteg mit Treidelweg 1920.jpg|thumb|530px|links|Der Jägersteg &#039;&#039;&#039;mit Treidelweg&#039;&#039;&#039; 1920 von Norden gesehen]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:MGH Jägersteg Mittelteil noch klappbar 1930.jpg|thumb|500px|rechts|Der Jägersteg, noch klappbar, von Süden gesehen (Foto: Otto Kolp 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die &amp;quot;Köhlerei&amp;quot;, der &amp;quot;Käsel&amp;quot;/&amp;quot;Kösel&amp;quot;, das &amp;quot;Hexenhaus&amp;quot;===&lt;br /&gt;
: (KFC p19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Hexenhaus in Ahrens Kleinod S24 1920.jpg|500px| rechts|Hexenhaus in Ahrens Kleinod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es wurde bislang kein Nachweis darüber aufgefunden, daß das im Volksmund als &amp;quot;Kösel&amp;quot; bezeichnete kleine Häuschen am Moorgraben jemals zu einer Köhlerei oder Teerschweelerei gehört haben könnte. In einem Dokument des Forstdepartementes von 1882 wird es als Unterkunft für die Moorgraben-Flößer und Waldarbeiter aufgeführt. &lt;br /&gt;
:Nachweise von Köhlerei-Aktivitäten am Standort sind nicht vorhanden, ausgenommen eines Experimentes von 1845.&lt;br /&gt;
:Das für das Jahr &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; dokumentierte Experiment aus Stechtorf Torfkohle herzustellen scheiterte schon im Versuchs-Stadium und führte nicht zur Schaffung baulicher Anlagen, wie manchmal angenommen wurde.&lt;br /&gt;
:Im übrigen lag der Meilerplatz dieses Versuches am Treidelweg auf der gegenüberliegenden Seite des Moorgrabens am Rande des Moores  neben der Holländerwiese.&lt;br /&gt;
:Das Häuschen wird 1934 abgerissen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&#039; Der Flurname &amp;quot;Köhlerei&amp;quot; taucht erstmals in einer Karte des Jahres &#039;&#039;&#039;1848&#039;&#039;&#039;, also drei Jahre nach dem Torfkohle-Experiment, auf, was die Vermutung nahelegt, das dieser Flurname hier seinen Ursprung hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Die Fischerbuden und Wadenzüge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umfassender Beitrag zu den Fischerbuden und Wadenzügen von Volker Schmidt&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Die Fischerbuden vor der Rostocker Heide&amp;quot; Teil 1 und 2]] Autor-Volker Schmidt in Tidingsbringer Jg. 4 und 5 1999 bis 2001 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910.jpg|thumb|700px|rechts|Markgrafenheide Buden KFC Ludwig Krause 1910 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
; + (KFC p70-72) &lt;br /&gt;
; + (siehe O. Kolp noch einarbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Knieperbude===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Knieperbude F1.jpg| Knieperbude um 1913 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Fort Hindenburg.jpg|Knieperbude als Fort Hindenburg 1919 Fotograf Rudolf Ahrens Warnemünde (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und der &amp;quot;Wandervogel&amp;quot;-Verein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nachdem man die Nutzung als Fischerhütte aufgegeben hatte, erhielt der Verein &amp;quot;Wandervogel&amp;quot; e.V. die Knieperbude als Landheim zur Nutzung. Der Verein war in jener Zeit eine der größten Dachorganisationen der organisierten Wanderbewegung im Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
:Zu Pfingsten des Jahres 1914 fand hier das letzte reichsweite Deutschlandtreffen der &amp;quot;Wandervögel&amp;quot; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: * [[Der &amp;quot;Wandervogeltag zu Pfingsten 1914 beim Rostocker Landheim in Markgrafenheide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nur wenige Wochen darauf, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 28. Juni 1914 wurde das Anwesen schließlich vom Militär beschlagnahmt, mit einem Hohen Erdwall versehen und als Küsten-Wachposten mit dem hochtrabenden Namen &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot; versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== + Die Knieperbude verwandelt sich in &amp;quot;Fort Hindenburg&amp;quot;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC MGH p69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Adolf Ahrens 1918 Zur Knieperbude und Fort Hindenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Fort Hindenburg. Es hieß früher &amp;quot;Knieperbaud&amp;quot; und liegt in der Heide.&lt;br /&gt;
:15 Mann liegen zur Bewachung drin. Zur Sicherheit haben sie die alte Hütte mit Wall und Mauer und Graben umgeben. Einen Wachturm haben sie auch gebaut, damit sie aufs Meer sehen und ansegelnde Engländer entdecken können.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: * [[Fort Hindenburg Auszug A. Ahrens 1918]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Knieperbude und die Pfadfinder nach dem ersten Weltkrieg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Bilderalbum O.Kolp)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schoferbude===&lt;br /&gt;
(KFC MGH p71)&lt;br /&gt;
:Die Schoferbude gilt als die Älteste der Fischerbuden, sie lag unmittelbar an der Stelle des Schafstalles, dessen Existenz von 1691 bis vor 1764 nachgewiesen ist.&lt;br /&gt;
:Daher ist es naheliegend, daß es sich bei &amp;quot;Schoferbude&amp;quot; um eine Verballhornung von &amp;quot;Schäferbude&amp;quot; handelt.&lt;br /&gt;
:Ludwig Krause erwähnt bei der Schoferbude/ Alte Mündung ein in Resten noch vorh&lt;br /&gt;
andenes Bollwerk, daß der Legende nach von den Vitalienbrüdern angelegt worden sein soll.   (KFC Moorhof p11)&lt;br /&gt;
:Es steht eher zu vermuten, daß es sich dabei um Reste der zwischen 1586 und 1760 bestehenden Schleuse an der Alten Mündung handelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 1.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F1 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 2.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F2 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
Datei:MGH Schoferbude 3.jpg|Markgrafenheide Schoferbude F3 (Heidearchiv)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Rosenortbude===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:MGH Rosenortbude 1.jpg|MGH Rosenortbude 1 (Krausesche Fundchronik Archiv Hansestadt Rostock)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:H|Die später nach Torfbrücke umgesetzte Rosenortbude (Foto Otto Kolp 1950)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1882 &amp;quot;Der letzte Heidefischer - Hans Bödewig kämpfte gegen Wohnungsnot sowie Beamte und verlor&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
: (Jürgen Rabbel 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;quot;Es ist eine traurige Geschichte vom Fischer Hans Bödewig und man wagt nach der Aktenlage nicht zu entscheiden, ob wirklich nur Beamtenwillkür oder unverbesserlicher Starrsin zu diesem Schicksal führte.&lt;br /&gt;
:Eigentlich gab es 1882 auf Beschluß des Löblichen Forstdepartementes in der Rostocker Heide keine Einlieger mehr, die sich im Frühjahr wegen wichtiger Waldarbeiten vor der Küste der Heringsfischerei mit Waden und Reusen widmen durften.&lt;br /&gt;
:Doch auch die Warnemünder Fischer, einschließlich der Fischhändler hatten hier später Mangels guter Fänge längst aufgegeben, als sich am 1.August 1923 Hans Bödewig in Markgrafenheide als Fischer niederließ.&lt;br /&gt;
:Die Eltern des in Graal-Müritz Gebürtigen hatten durch die Inflation ihr Haus in Rostock verloren und waren mittellos.&lt;br /&gt;
:Als Gehilfe in der Stadt glaubte er sich und seine Eltern nicht ernähren zu können.&lt;br /&gt;
:Deshalb erwarb er ein Boot, und da für ein Netz das Geld nicht reichte, kaufte er Angelleinen für Dorsch und Flunder.&lt;br /&gt;
:Vorübergehend hielt er sich in einer von den &amp;quot;Wandervögeln&amp;quot; als Landheim benutzten ehemaligen Fischerbude auf, stellte aber beim Rostocker Rat den Antrag, sich mit einem &amp;quot;Stadtzuschuß&amp;quot; hinter den Dünen einen &amp;quot;Unterstand zum Nacht-bleiben&amp;quot; oder ein kleines Haus mit Geräteschuppen bauen zu dürfen.&lt;br /&gt;
:Dieser Antrag wurde ebenso abgewiesen wie das Wohnrecht in der vom Oberförster Mahler zugewiesenen &amp;quot;Köhlerhütte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Auch der Hinweis auf die bestehende Wohnungsnotlage und die Existenzfrage machte auf die Beamten keinen Eindruck. &amp;quot;Der Fischer, oder vielmehr angebliche Fischer Bödewig habe in Rostock nur zur Untermiete gewohnt. Deshalb sollte ihm diese Hütte nicht dauernd zur Benutzung überlassen werden. Dann könne ja jeder Schuster oder Schneider auf den Einfall kommen, ein Haus in der Heide zu beanspruchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Wolle dieser Mann in der Ostsee fischen, solle er nach Warnemünde ziehen.&lt;br /&gt;
:Der ständige Aufethalt in der gedachten Hütte wurde Bödewig von der Forstverwaltung im Februar 1924 ebenso wenig genehmigt wie der Bau eines Schutzhauses.&lt;br /&gt;
:Schließlich überließ ihm im April der Forstinspector Bencard doch bis auf Widerruf die Hütte unter der Zusicherung, zeitweise Waldarbeiter und Flößer aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Räumung durch Forstbehörde angeordnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Da seine Unterkunft im Winter nicht bewohnbar und ihm die Pacht der Hütte zum 1.Oktober 1925 gekündigt worden war, stellte Bödewig erneut einen Bauantrag &amp;quot;bei der Sandgrube&amp;quot; links neben der Warnemünder Chaussee. Wegen der guten Unterhaltung des Hauses und seiner Verdienste um den Forst bei Sturm und Ausbruch mehrerer Feuer wurde die Räumung auf den Sommer 1926 verlängert.&lt;br /&gt;
:Für den geplanten Bau erhielt er allerdings immer einen ablehnenden Bescheid mit dem internen Vermerk, &amp;quot;dem Antrag unter keinen Umständen Folge zu leisten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun bereits seit drei Jahren in der Hütte, gab er später zu, in einem Protestschreiben über die bestehenden Verhältnisse &amp;quot;nicht immer den richtigen Ton&amp;quot; gefunden zu haben.&lt;br /&gt;
:Bitter hatte er sich nämlich empört, man könne ja schließlich von den Herren in den überheizten Amtsstuben kein Verständnis für Leute erwarten, die der Staat vorher um ihr Vermögen betrog.&lt;br /&gt;
:Es müsse &amp;quot;Beamtenschikane&amp;quot; sein, wo er doch sich und seine Eltern mit der Kundschaft in den Heidedörfern durch Arbeit ordentlich ernähren kann.&lt;br /&gt;
:Eine Wohnung in Wiethagen nahm er nicht an, denn dort müsste er ohne Existenz nur &amp;quot;hungern und Hunger tut doch weh!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Für die Übernahme einer Fischerei am Saaler Bodden hatte er kein Geld, in Warnemünde waren schon zu viele Fischer verschuldet, in Graal fehle jede Absatzmöglichkeit, und um Almosen wollte er nicht betteln.&lt;br /&gt;
:Nach dem Motto &amp;quot;Not kennt kein Gebot!&amp;quot; weigerte sich Bödewig, woraufhin Stadtrat Dr.Altvater notfalls mit der Zwangsräumung drohte.&lt;br /&gt;
:Von der Landesregierung nicht unterstützt, wurde letztlich die Räumungsklage vom 25.August 1927 für Recht anerkannt und aufrecht erhalten.&lt;br /&gt;
:Notgedrungen räumte er die Hütte zum Dezember, &amp;quot;ohne die Polizei zu bemühen und der Öffentlichkeit ein Schauspiel zu geben&amp;quot;, und zog zu seinen Eltern nach Rostock.&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fahrgastschiffahrt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Auszug aus: &amp;quot;Vom Dampfboot zum Seedampfer&amp;quot; Autor: Jürgen Rabbel   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ Mit dem Motorboot &amp;quot;Princess&amp;quot; in die Heide&amp;quot; Autor Jürgen Rabbel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Moore auf Markgrafenheider Gebiet und ihre Bewirtschaftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Gräben, Kanäle und Torfstiche im Großen Moor===&lt;br /&gt;
; + Auszüge aus Ludwig Krause KFC Markgrafenheide p30-35, BHC 78&lt;br /&gt;
: Kanäle, Stackwerke, Deiche, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stinkengraben, Markgrafenheider-, &#039;&#039;&#039;Alter&#039;&#039;&#039; Moorhof-Graben und Schleusen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Mgh Moor Kanäle.jpg|thumb|550px|rechts|Karte27 Stinkengraben, Markgrafenheider-, Prahmgraben und Schleusen  Grafik: Willi Kolp]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm b.jpg|thumb|550px|rechts|RH Die 1761 erbaute Schleuse am Schlüsserdamm (Nr.2 in der Karte)]]&lt;br /&gt;
;Erklärung zur nebenstehenden Karte:&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
:´&lt;br /&gt;
;Graben Nr.1 &lt;br /&gt;
;Ab 1579, 14.März (Der &amp;quot;Moor-Graffen&amp;quot;, Stintgraben oder Stinkengraben)&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, &#039;&#039;&#039;er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:(Voß p129)&lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Z&#039;&#039;&#039; in der nebenstehenden Karte markiert den Standort, an der darauf hin das &amp;quot;Depf&amp;quot;, das Tief als Verbindung zur Ostsee angelegt wurde.&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, dem Durchstich &#039;&#039;(Tief)&#039;&#039; am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. &lt;br /&gt;
:Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee zwischen 1760 und 1765 wieder geschlossen. &lt;br /&gt;
:An ihm befanden sich zwei Schleusen. &lt;br /&gt;
:Die erste Schleuse an der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; sollte den sowohl den Durchstich bei Fluten sichern, hatte aber auch eine Rückstau-Funktion in Niedrigwasser-Phasen.&lt;br /&gt;
:Die zweite Schleuse befand sich am Schleusendamm unmittelbar neben dem Anwesen von Thor Balck. Sie hatte eine Übergangsbrücken- und Rückstau-Funktion.&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Bis zur Schließung der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot; um 1760 wanderte der [[Stint]] in der Laichzeit durch den offenen Mündungsmund in den Graben (&amp;quot;Graffen&amp;quot;) ein. &lt;br /&gt;
:Selbiges geschah auch im bis 1487 den Radelsse mit der Ostsee verbindenden Stankgraben. &lt;br /&gt;
:Mit der Schließung der beiden Tiefe 1487 und 1760 verschwanden hier auch die Leichgebiete für den Stint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.2 (Prahm- oder Markgrafenheider-Graben)&lt;br /&gt;
;Ab 1760/61&lt;br /&gt;
:Die Kaufleute Paul Grube und Johann Georg Stypmann lassen den Moorkanal zwischen Radelsee und Hütelmoor als &#039;&#039;&#039;neue Durchstich-Trasse quer durch die feste Mergel-Barriere der [[Eisrandlage]]&#039;&#039;&#039; anlegen. (KFC Mgh)&lt;br /&gt;
:Sie durchschneiden dabei die &amp;quot;Große Wiese&amp;quot; und verbinden den Stinkengraben bei der alten Mündung &#039;&#039;&#039;erstmals&#039;&#039;&#039; mit dem Radelsee&lt;br /&gt;
:(Quelle: BHC/ Dolberg p15)&lt;br /&gt;
:1796 wurde im Prahmgraben eine Kastenschleuse (Karte Schleuse 3) angelegt p34&lt;br /&gt;
:Die bei der Jägerwiese angelegte Schleuse mehrere Aufgaben. Sie sollte einen Wasserrückstau erzeugen um bei Öffnung im Kanal einen Wasserschwall zu erzeugen, der beladenen Torf- bzw Holzprahmen eine leichtere Durchfahrt zu ermöglichen, im Hochwasser-Fall das einfließende Wasser vom Breitling/ Radelsee zurückhalten und hatte schließlich auch noch eine Brückenfunktion.&lt;br /&gt;
:Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand hier der Jägersteg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Graben Nr.3 (der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot;)&lt;br /&gt;
: Ab 1761 bis 1839&lt;br /&gt;
:Der Alte Moorhofgraben hatte die Aufgabe, den Bewohnern von Müggenburg und Hinrichshagen vom Wald her einen Zugang zu den Torfstichen beim Stinkengraben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
:Als 1839 der umfangreich, geradlinig und gut schiffbare mit Stackwerken und Treidelweg angelegte Moorhof-Kanal  gebaut wurde verlor der &amp;quot;Alte Moorhof-Graben&amp;quot; seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp 1 1957 Auszug.jpeg|thumb|450px|rechts|Karte28 Der Stinkengraben in der Generalkarte von Otto Kolp 1957 incl. der Einzeichnung des schon lange nicht mehr existierenden Durchstiches &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; von 1579 (Kartenausschnitt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolp Nordöstliche Heide bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wir der einstige Durchstich Alte Mündung freigespült.jpg|thumb|450px|rechts|Bei dem Sturmhochwasser im Januar 1954 wird der einstige Durchstich von 1579, die &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot;, freigespült]]&lt;br /&gt;
;Forstinspektor Herrmann Friedrich Becker berichtet 1838 über die Kanalbauten in der Rostocker Heide:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Unsere Vorfahren haben &#039;&#039;&#039;1587 schon einmal einen Kanal vom neuen Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; einen Kanal hinter den Dünen zum Heiligen See geschaffen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal hat eine dramatische Gerschichte.&lt;br /&gt;
:Unter den Bürgervertretern, denen damals die Heide anvertraut war, befand sich ein früherer Schuster mit Namen Joachim Barchmann, ein Mann von ungeheuere Willenskraft.&lt;br /&gt;
:Er wollte die Torflager der Heide ausbeuten und brauchte für die Abfuhr einen Kanal, konnte aber keinen Ratsbeschluß darüber erreichen.&lt;br /&gt;
:Da überzeugte er den reichen Ratsherrn Dr.Heyne von den Aussichte seines Unternehmens so, daß der Ratsherr den Kanal mit eigenem Gelde erbaute.&lt;br /&gt;
:Barchmann pachtete die Moorgebiete der Heide  und richtete mit vielen Arbeitern eine eine große Torfstecherei ein.&lt;br /&gt;
:Das Unternehmen brachte durch den Kanal glänzenden Gewinn dem Ratsherrn wurden alle Kosten des Kanalbaus erstattet, und Barchmann hat bis an sein Lebensende die Stadt mit Torf versorgt.&lt;br /&gt;
:Dieser alte Kanal ging von der &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, nördlich von Markgrafenheide zum Heiligen See.&lt;br /&gt;
:Er hieß in meiner Jugend &#039;&#039;&#039;Stinkgraben&#039;&#039;&#039; und war verfallen und verlandet.&lt;br /&gt;
:Ich habe von jeher einen neuen breiteren und tieferen Kanal gefordert.&lt;br /&gt;
:Er sollte dem Lauf des Stinkgrabens nur zum Teil folgen und nicht dort zur &#039;&#039;&#039;1760 verschlossenen alten Mündung, sondern über den damals gleichzeitig geschaffenen Prahmgraben&#039;&#039;&#039; auf direktem Wege vom Moorhof zum Radelsee und Breitling führen.&lt;br /&gt;
:Ich habe den Kanal in Berichten immer und immer wieder gefordert und habe betont, daß auf dem Wasserwege drei bis vier Mann die gleiche Menge Holz fortschaffen, für die auf schlechten Landwegen hundert Pferde und auf Chausseen dreißig Pferde nötig seien.&lt;br /&gt;
:Als ich nicht mehr allein stand, sondern Garthe als mein Adjunkt mir zur Seite wirkte, haben wir den Kampf um den Kanal wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
:Wir argumentierten , der Kanal werde uns mit einem Schlage wettbewerbsfähig machen.&lt;br /&gt;
:Der große Befürworter für den Kanal wurde Dr. Bencard.&lt;br /&gt;
:Am &#039;&#039;&#039;23. Mai 1838 wurde der Kanalbau nach einer bewegten Abstimmung genehmigt&#039;&#039;&#039; und das Forstdepartement beauftragt, ihn auszuführen.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig wurde beschlossen, das Holz auf dem Wasserwege nur auf Prahmen und nicht durch Flößerei fortzuschaffen, um das Fahrwasser der Warnow nicht zu versperren.&lt;br /&gt;
:Der Bau des Kanals hat nur ein Jahr gedauert.&lt;br /&gt;
:Gleichzeitig mit dem Kanal wurden Holzschuppen in Moorhof und Markgrafenheide errichtet und auf den Rostocker Werften Holzprahme gezimmert.&lt;br /&gt;
:Der ganze Holztransport auf gelangt an einem Tag  mit dem Prahm vom Moorhof in die Stadt. Vier  Männer sind als Besatzung nötig. Es sind sehr billige Touren.&lt;br /&gt;
:Wir haben neben den Holzprahmen auch Torfprahme gebaut und unsere alten Torflager wieder aufgeschlossen. Wir versuchen ein Experiment, den Torf teilweise im Walde zu verkohlen und zunächst nur die Torfkohle in die Stadt zu schaffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===1579, 14. März=== &lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(Gewettsrechnungen AHR über die Anlegung des &amp;quot;Stinkengrabens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1579 Der Stinkengraben mündete bis 1761 in die Ostsee &#039;&#039;(&amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; siehe Karte 28 von Kolp)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
;1579, 14.März&lt;br /&gt;
:Gelegentlich einer Ratsverhandlung mit den &amp;quot;verordneten Bürgern&amp;quot; über den Zustand der von ihnen verwalteten Landgüter tritt Jochim Barchmann, der Verordnete der Müggenburg, auf und sagt unter anderem, er wolle einen &amp;quot;Graffen&amp;quot; der Stadt zum Besten in die Heide &amp;quot;ziehen&amp;quot; und &amp;quot;das Depf zugleich buwen&amp;quot;. (Voß p129)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bei diesem Graffen und dem Tief handelt es sich um den Stinkengraben vom Heiligen See bis zur &amp;quot;Alten Mündung&amp;quot;, einem Durchstich am Standort der hier lange nach den Ereignissen gelegenen Schofer-Bude. Die &amp;quot;alte Mündung&amp;quot; wurde bald nach der Anlage des Moorkanals zwischen Hüttelmoor und Radelsee um 1760 wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
:Es ist möglich, aber nicht gesichert, daß bei dieser Gelegenheit der Ortsname Markgrafenheide durch eine Verballhornung aus der Zusammenlegung der Worte &amp;quot;Moor&amp;quot;-&amp;quot;Graffen&amp;quot;-&amp;quot;Heide&amp;quot; entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1587&lt;br /&gt;
:Die Nachricht von der Erbauung des Torfgrabens , jenes Kanals, der aus dem Breitling bei Markgrafenheide bis zum großen Torfmoor sich erstreckt. &lt;br /&gt;
Es ist ein Brief des Ratsherrn Dr. Friedrich Heine an den Rat folgenden Inhalts: Der Rat habe ihn aufgefordert, alle die Unkosten, die er mit dem weiland Bürgermeister Thomas Gerdes für die Errichtung des &amp;quot;neuen Grabens in die Heide&amp;quot; aufgewandt habe, anzugeben. Bekanntlich habe er und Gerdes im Jahre 1579 (also im Jahre der oben mitgeteilten Ratsverhandlung), nachdem nach mehrmaligen Verhandlungen die Frage der Einträglichkeit des von Jochim Barchmann vorgeschlagenen Grabens verneint war, auf eigene Unkosten die Verfertigung des Grabens übernommen, und zwar unter der Bedingung: Würde sich später herausstellen, daß der Graben sich bezahlt mache, so solle die Stadt ihnen alle auf ihn gewendeten Unkosten erstatten, falls nicht, dann sollten sie &amp;quot;außer dem Schaden auch den Schimpf behalten&amp;quot;. &lt;br /&gt;
:In diesen acht Jahren (1579 - 1587) sei aber der Nutzen des Kanals erwiesen: Von St. Jakob Ziegelhofe würden für die Herabführung des Torfes jährlich 50 fl. entrichtet, von Jochim Barchmann 100, der andere Ziegelhof müsse gleichfalls jährlich 100 fl. geben, so daß hieraus zusammen jährlich allein 250 fl. Einnahme sich ergäben, ohne das, was die zu zahlen hätten, die als Privat-Personen ihren Torf aus der Heide führten. (G.R.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;KFC p30-34 p48-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Torfgewinnung im Markgrafenheider Gebiet==&lt;br /&gt;
===Erster Versuch 1760 bis 1770===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;quot;In den Jahren von 1760 bis 1770 unternahmen zwei Rostocker Kaufleute, Jacob Georg Stypmann und Paul Grube, eine Torfstich aus dem Moor zu Marggrafenheide im Großen zur Ausführung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 1 mit alter Mündung in die Ostsee.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 1 &#039;&#039;&#039;mit alter Mündung&#039;&#039;&#039; in die Ostsee&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 2 mit Schleuse und Schlüsserdamm.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 2 &#039;&#039;&#039;mit Schleuse und Schlüsserdamm&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 3.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 3&lt;br /&gt;
Datei:RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende mit Treidler.jpg|RH Karte Stinkengraben 1761 4 Heiligensee Ende &#039;&#039;&#039;mit Treidler&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ihr Plan ging dahin, den Torf durch den Breitling nach Rostock zu transportieren.&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Es war derzeit bereits der Stinkengraben vom Heiligen See bis zum Durchstich &amp;quot;Alte Mündung&amp;quot; am anderen Ende dieses Prahmgrabens vorhanden.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Durch diesen erhielt erhielt das Wasser seinen Abfluß unmittelbar in die Ostsee.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Der Transport durch die Ostsee und Warnemünde aber war zu weit und gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um nun vom Torfmoor zum Breitling kommen zu können, zogen sie vom Stinkengraben den sogenannten Prahmgraben durch ein höher gelegenes hartes mit Findlingen durchsetztes Mergelbank-Terrain bei Marggafenheide vorbei in die Radel &#039;&#039;(einer ehemaligen Flußschleife des alten Warnowlaufes)&#039;&#039;, welche mit dem Breitling in Verbindung steht, vertieften den Häbel, eine Sandscholle im Breitling,&#039;&#039;&#039; erbauten kleine Prahmen mit flachen Böden, ließen große Quantitäten Torf stechen, und zum Verkauf nach Rostock transportieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761.jpg|thumb|400px|rechts|Karte29 RH MGH Plan zur Torferkundung Rothermann 1761 Quelle AHR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Im Jahre 1761 beauftragten Stypmann und Grube den Bad Sülzer Amtmann und Salinen-Direktor [[Johann Georg Koch]] ein Wirtschaftlichkeitsgutachten &lt;br /&gt;
über die ökonomischen Verhältnisse der Torfgewinnung im Hütelmoor zu verfertigen.&lt;br /&gt;
:Der Direktorialvermesser F.C.Rotermann erhielt den Auftrag zur Veranschaulichung des Gutachtens eine Übersichtskarte zu verfertigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Textübertragung aus der Kartusche von Rothermanns Karte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Plan&lt;br /&gt;
:von dem Torff-Mohr ohnweit Marggrafenheide belegen,&lt;br /&gt;
:wie weit im vorrigen Jahre der Torff gestochen worden und noch Fernerhin kan gestochen werden&lt;br /&gt;
:Litt. A der Ort wo bisher der Torf gestochen ist beträgt 2.700 QR &#039;&#039;(Quadratruthen)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Litt. B wo Fernerhin der Torff kann gestochen werden  13.000 QR&lt;br /&gt;
:abgenommen und Aufgetragen den 13. Juny Ad. 1761 von F.C.Rothermann &lt;br /&gt;
:und copiiert von B.J. Wibbernitz im July 1762&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die in der Karte mit &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; gekennzeichnete Fläche ist im ersten Betriebsjahr abgestochen worden, während die mit &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ausgewiesene Fläche noch zum Abstich verfügbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MGH Treidler am Heiligen See ab 1761.jpg|thumb|600px|rechts|MGH Torfprahm-Treidler am Heiligen See ab 1761 (Kartenausschnitt aus obiger Karte)]]&lt;br /&gt;
:Der Torf fand aber keinen besonderen Beifall, &amp;quot;denn die Frauen waren nicht Patriotinnen genug, um seinen üblen Geruch unbemerkt zu lassen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Der Absatz stockte daher und die angelegten großen Kosten setzten die Unternehmer in Verlegenheit.&lt;br /&gt;
:Paul Grube starb und Stypmann, dem die ganze Schuld zufiel, machte Konkurs.&lt;br /&gt;
:(p50/51)&lt;br /&gt;
:Die Gläubiger, die den Kaufmann Dankwardt zum Curator bonorum ernannt hatten, wollten an diese Entreprise keine Kosten weiter verwenden, sondern ließen alles liegen wie es war.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:RH 1767 Insolvenz Stypmann.jpg|600px|thumb|right|Bekanntmachung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Kaufmann Jacob Georg Stypmann nach dem gescheiterten Torfunternehmen 1767 ]]&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Der Stinkengraben war verstopft worden, und der Prahmgraben zerfiel jetzt auch.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Das Wasser, welches sich auf den Wiesen, und dem verstopften Prahmgraben nicht folgen konnte, brach jetzt wieder durch den Stinkengraben ins Meer und machte eine bedeutende Öffnung durch die Dünen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:Man stellte hierüber am 28. Dezember 1769 eine Besichtigung an und fand nicht nur den Prahmgraben sehr zugefallen, sondern auch  noch die alten Torfprahmen darin versunken, wodurch der Wasserlauf gänzlich stockte.&lt;br /&gt;
:Hätte man damals mit dem Wasserbau besser umzugehen gewußt, so würde man am billigsten und kürzesten zum Ziele gelangt sein, wenn man den Stinkengraben wieder geöffnet und gehörig befestigt hätte, allein dies schien zu gefährlich.&lt;br /&gt;
:Statt dadurch das Wasser wenigstens vorher abzulassen, wurde die Öffnung mit vielen Tannen, Tang und Soden möglchst gut verstopft, und man beschloß, den Prahmgraben wieder aufzuräumen und die versunkenen Prahmen wieder fortzuschaffen.&lt;br /&gt;
:Während des Winters ließ sich die Arbeit zweckmäßig nicht ausführen, es stand also das salzen Wasser lange auf den überschwemmten Wiesen und Holzflächen, wodurch das Holz der letzteren vertrocknete. &lt;br /&gt;
:(p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Versuch 1782===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mfg KoWa1 Treidelweg am Moorgraben 1952 a.jpg|thumb|400px|rechts|Mgh Der Treidelweg den Moorgraben entlang und die Moorgrabeneichen 1952 a Foto:Otto Kolp]]&lt;br /&gt;
: &amp;quot;Der Torfstich ruhte jetzt 13 Jahre, da ward er von der Bürgerschaft wieder in Anregung gebracht, und die Heidebürger, Gerber Gaartz und Riemer Pilatus, wurden zur Untersuchung der Torfmoore und Entwerfung zweckmäßiger Pläne nach der Heide gesandt. &lt;br /&gt;
:Diese fanden im Juni 1782 den Torfstich im Trinenmoore gänzlich unpassend, aber im Moor bei Marggrafenheide einen Torfvorrath, der die Stadt über 30 Jahre reichlich versorgen könne. Sie beorderten also sogleich, daß 200 000 Soden vorläufig gestochen würden.&lt;br /&gt;
:Dies geschah.&lt;br /&gt;
:Jetzt fragte es  sich wie solche zur Stadt geschafft werden sollten, &amp;quot;Da der Prahmgraben zwar als Wasserlauf diene, aber nicht mehr mit Böten und Prahmen zu befahren sei.&lt;br /&gt;
:Da die Schiffbarmachung des Prahmgrabens sich nach dem Anschlage auf 2144 Thaler belief, wollte man diese Kosten nicht daran wenden.&lt;br /&gt;
:Der Torf blieb daher auf dem Moore stehen, bis er teils zerviel, teils durch Wagen abgefahren ward.&amp;quot;&lt;br /&gt;
: (p.51)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dritter Versuch zur Torfgewinnung aus dem Markgrafenheider (!) Moor ab 1796===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 1.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 1 1799]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzprahm für den Moorgraben 2.jpg|thumb|450px|rechts|Der Bauplan des Holzprahms 2 1799]]&lt;br /&gt;
:Auszug aus der &amp;quot;Chronik der Rostocker Heide&amp;quot; Forstinspector Becker 1839 p. 80f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Man wandte sich daher wieder zum großen Torfmoor bei Markgrafenheide. Unterm 22.Apr. 1796 erging ein Commißorium den Pramgraben aufräumen und mit Holz aussetzen zu laßen, auch erfolgte unterm 27.Dec. 1798 der Auftrag eine Torfscheune auf dem Moor zu erbauen. ...&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... Hiergegen erklärte sich aber das Heidedepartement aus dem Grund, weil es über dem Pramgraben mehr rechts eine hohe Brücke wollte bauen laßen, unter welcher ein großer Torfprahm nach dem Torfmoor durchfahren solle. &lt;br /&gt;
:Es bestand das Departement darauf, daß diese Richtung des Weges auf diese Brücke geführt werden solle. &#039;&#039;&#039;Dies geschah und die Brücke wurde gebauet, als aber der große Pram fertig geworden, paßirte er zwar bei Niederlegung des Mastbaumes die Brücke, fand aber beim Steigen und Fallen des Waßers beim Hebel und im Canal überall Hinderniße, der Zweck wurde verfehlt, die Brücke war aber gebauet und die Schneise durchgehauen und fertig.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Es erfolgten jetzt wiederholte Klagen derer die mit Heu über die Hohe Brücke fahren mußten; &#039;&#039;&#039;die Brücke wurde später abgenommen und niedriger gebauet&#039;&#039;&#039;. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;... &#039;&#039;&#039;Während der Pramgraben aufgeräumt, eine Kastenschleuse darin angelegt, die Torfscheune errichtet und eine beträchtliche Menge Torf gestochen ward&#039;&#039;&#039;, bauete man in Rostock einen großen Prahm zum Transportiren der Soden. &lt;br /&gt;
:Damit nun dieser Pram ungehindert bis zum Moor gelangen könne, &#039;&#039;&#039;ward die Brücke über den Pramgraben abgebrochen und nach einem Platz gelegt deßen Ufer höher lagen und die Brücke bogenförmig geführt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:Auch ward der Mastbaum des Prams so eingerichtet, daß er niedergelegt werden könnte, wenn er die Brücke paßirte. &lt;br /&gt;
:Nachdem alles zum Transport in Bereitschaft gesetzt war, traf der große Pram von Rostock ein. &lt;br /&gt;
:Er war bei hohem Waßer glücklich über den Häbel gegangen, paßirte die Schleuse, blieb aber leider da das Waßer etwas sank, bevor er das Moor erreichte im Moor-Graben stecken. &lt;br /&gt;
[[Datei:Markgrafenheide geriegter Torf 1805.jpg|thumb|450px|rechts|Verkaufsanzeige zu geriegtem Torf 1805]]&lt;br /&gt;
:Man decretirte zwar unter dem &#039;&#039;&#039;29ten Junius 1799&#039;&#039;&#039; daß der Graben so breit und tief gemacht werden solle, daß der Pram paßiren könne, allein es war voraus zu sehen, daß der Pram wenn er auf dem Moor beladen werde, die Rückreise nicht würde machen und nur bei hohem seltenen Waßerstand über den Häbel würde gehen können. Man war daher froh ihn unbeladen aus dem Canal wieder über den Häbel im Breitling zurückbringen zu können. Hier erhielt er in der Folge seinen Standpunkt, und der Torf ward ihm durch Böthe und einen gebauten kleineren Pram zugeführt. ...&amp;quot;&lt;br /&gt;
;Anmerkung: Der oben angeführte Pram wurde von der Rostocker Tischbein-Werft gebaut. Er hatte eine Länge von 60 Fuß, einer Breite von 10 Fuß (rund 20m x 3m) und konnte getreidelt werden, aber im tiefen, freien Gewässer auch segeln.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801, 3.Nov.&lt;br /&gt;
:war ein heftiger Sturm, der die Torfscheune umwarf. (BKC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Wasser-Communikationen in und mit der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====&amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;====&lt;br /&gt;
* [[Hermann Friedrich Becker &amp;quot;Torfmööre in der Rostocker Heide&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + 1838 Kanal der Forsteinrichtung - Moorhöfer Kanal===&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH MoorhofKanal mit Stackwerk und Treidelweg erbaut 1839.jpg|thumb|rechts|500px| Der von Forstinspektor H.F. Becker initiierte, 1839 erbaute Moorhof-Kanal, das am Kanalende befindliche&lt;br /&gt;
 befindliche Y-förmige Ende diente als Wendebecken des Prahmes.]]&lt;br /&gt;
;1833 - 1839&lt;br /&gt;
;Der ausgebaute begradigte Moor-Kanal wurde an Stelle des zuvor dort gelegenen (nicht geraden) Müggenburger_Grenzgrabens angelegt.&lt;br /&gt;
:Wie der Name sagt markierte Müggenburger-Grenzgraben bis dahin die Feldmarken-Grenze zwischen Müggenburg und Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Sie war auch eine Grenze bei der Erteilung der Nutzungsrechte des Torfstechens.&lt;br /&gt;
:Holzverladeplatz Moorhof angelegt&lt;br /&gt;
:Im Zuge der Beckerschen Forsteinrichtung erfolgte ein umfassender Ausbau der Wasserwege für den Holztransport, incl. der Wiederherstellung des Moorkanals zwischen Hütelmoor und Radelsee und dem dann zum Holzplatz folgenden Moorhöfer-Kanal. (BKC)&lt;br /&gt;
:Der Kanal endete am Nordostrand des Moores mit einem Wende-Becken (das &amp;quot;Y&amp;quot;) an dem ein Gebäude errichtet wurde und ließ dort den Holzlagerplatz I &amp;quot;Moorhof&amp;quot; neu anlegen.&lt;br /&gt;
: (ob der Generationen zuvor am Hüttelmoor existierende Moorhof an gleicher Stelle existierte ist eher fraglich, da in allen zuvor erschienenen Landkarten keine Gebäude an diesem Ort eingezeichnet sind.)&lt;br /&gt;
:Fortan konnte mit Hilfe des Wende-Beckens das geschlagene Holz im ganzen Stamm geflößt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:KFC p65&lt;br /&gt;
:Moorhöfer Kanal KFC p49/50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== + Wanderherbergen und Wandervögel==&lt;br /&gt;
KFC 35-44&lt;br /&gt;
HG´s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das &amp;quot;Braesig-Haus&amp;quot; - Herberge des Rostocker &amp;quot;Plattdeutscher Verein &amp;quot;Onkel Braesig&amp;quot;===&lt;br /&gt;
(Wilfried Steinmüller)&lt;br /&gt;
:Am 16.Februar 1925 erhält der &amp;quot;Plattdeutsche Verein Unkel Braesig&amp;quot; in Markgrafenheide ihr Vereinshaus zu  errichten.&lt;br /&gt;
:Im Genehmigungsbescheid heißt es unter Anderem:&lt;br /&gt;
:&amp;quot; Es soll ihnen gestattet sein, westlich der Knieperbude ein neun Meter langes und sechs Meter tiefes Waldhaus zu errichten und zu nutzen ...&lt;br /&gt;
;Am 27. Juni 1926 wurde endlich ein großes Einweihungsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
:Im Hause war Platz für 40 Gäste, die ihr Nachtlager noch ganz spartanisch auf Strohsäcken fanden.&lt;br /&gt;
:Am Silvesterabend anno 1927 jedoch fingen einige Strohsachen Feuer.&lt;br /&gt;
:Mit Töpfen und Pfannen holten die Frauen in der kalten Dezembernacht Wasser aus der Ostsee.&lt;br /&gt;
:Bald war das Feuer gelöscht.&lt;br /&gt;
:Bis zum Beginn der dreißiger Jahre ginfg die Gesamtzahl der Herbergsbesucher schon in die Tausende, so dass im Jahre 1933 wieder viele Stunden dafür verwandt wurden, das Haus bedeutend zu erweitern.&lt;br /&gt;
:Mit dem Beginn des zwweiten Weltkrieges endete das fröhliche Leben in der Herberge der Braesig-Freunde.&lt;br /&gt;
:Fortan lag es verwaist hinter der Markgrafenheider Düne.&lt;br /&gt;
:Nach dem Krieg verbot die Besatzungsmacht den &amp;quot;Plattdeutschen Verein Onkel Braesig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:Das Haus mit seinem einstmals so vielfältigen Leben stand noch lange als Ruine an seinem Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Strandbahn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC p144-184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Norbert Enenkel &amp;quot;Die vergessene Bahn - Die elektrische Strandbahn Warnemünde-Markgrafenheide 1910-1945&amp;quot; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Munitionslager ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldsiedlung ==&lt;br /&gt;
: [[Datei:RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp.jpg|thumb|400px|rechts|Karte30 RH Mgh Waldsiedlung 1938 Kolp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Ferienlager &amp;quot;Alexander Maressjew&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Markgrafenheider Schule ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krüge und Gaststätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Botanisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 191-193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zoologisches==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KFC 196/197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= + &#039;&#039;&#039;Sturmfluten und andere Katastrophen die Markgrafenheide heimsuchten&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
:KFC p67/68&lt;br /&gt;
:Barnewitz p117 &lt;br /&gt;
:&amp;quot;Von 1730-1740 wurde Warnemünde von nicht weniger als 5 schweren Sturmfluten heimgesucht (1730, 31, 33, 37, 40) ...Am 17.Dezember 1730 durchbrachen die von einem starken Nordwest-Sturm aufgewühlten Wogen die Dünen am Ellerbruch, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Markgrafenheide während der Sturmflut im November 1872===&lt;br /&gt;
(p67/68)&lt;br /&gt;
===Küstenschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide auf heutigem Markgrafenheider Gebiet - 100 Jahre Suche nach der Antwort&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Lag der Hafen Warnemünde einst am Rande der Rostocker Heide - 100 Jahre Suche nach der Antwort]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Karten und Quellen zur Danskeborg-Frage===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hier nachfolgend die Digitalisate der relevanten Publikationen zum &amp;quot;Danskeborg-Problem&amp;quot; bis 1940&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/383714443.pdf Ernst Dragendorff &amp;quot;Die Befestigungen Warnemündes&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1902, 3, S.69-94]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Barnewitz und seine chronistischen Arbeiten zu Warnemünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382887514.pdf Ludwig Krause &amp;quot;Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.12 1924, S.1-16]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003591 Kuno Voß &amp;quot;Der Seehafen der Stadt Rostock in seiner geschichtlichen Entwicklung bis zum dreißigjährigen Kriege&amp;quot; Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Band 92 (1928) S.89-172]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382899768.pdf Walter Johannes Schröder &amp;quot;Wo lag der älteste Rostocker Seehafen?&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.20-28]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/38290009X.pdf Ludolf Fiesel &amp;quot;Grabungen nach dem ältesten Rostocker Seehafen und der Danskeborg&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.21 1939, S.29-32]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwig Krause]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=&#039;&#039;&#039;Volkskunde, Sagen, Geschichten und Legenden zwischen Breitling und Heiligem See&#039;&#039;&#039;=&lt;br /&gt;
; Klatthammel und Andere, &amp;quot;Frau Sage und Frau Wirklichkeit in der Rostocker Heide&amp;quot; KFC Mgh127 Heinz Gundlach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Markgraf im goldenen Sarg===&lt;br /&gt;
:(HG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Um die Entstehung des Heide-Ortes Markgrafenheide rankt sich folgende Sage:&lt;br /&gt;
:In früheren Jahrhunderten, als die Dänen den Rostockern noch die Warnowmündung streitig machten, verbündeten sie sich mit den beiden brandenburgischen Markgrafen und weilten hier in der Gegend.&lt;br /&gt;
:Einer der Markgrafen verschied plötzlich auf der Jagd und wünschte sterbend, in der Heide begraben zu werden.&lt;br /&gt;
:Man erfüllte seinen Willen.&lt;br /&gt;
:Seine treue Gemahlin aber, der über diesen Verlust das Herz brechen wollte, ließ zu Ehren des Verstorbenen weit von Arabien her einen prächtigen Sarg, aus lauterem Golde gefertigt ünd über und über mit kostbaren Edelsteinen besetzt, kommen.&lt;br /&gt;
:Nachdem man den Leichnam in den kostbaren Sarg gelegt hatte und der tote Markgraf seinen letzten Weg antreten sollte, verband die Witwe allen am Leichenzug beteiligten die Augen.&lt;br /&gt;
:Seither heißt der Ort seiner geheimen letzten Ruhestätte die &amp;quot;Markgrafenheide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:(KFC Mgh 18 und 127)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;quot;Namenssage und Namenserklärung (von Ludwig Krause)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Zur Namenssage erzählte &#039;&#039;(Förster)&#039;&#039; Strömann zu Hinrichshagen (19.April 1902)&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Noch nicht festgestellt ist die Stelle, wo der Markgraf bei Markgrafenheide seinen Bruder ermordet.&lt;br /&gt;
:Ein Markgraf wohnte in Warnemünde und der andere in Markgrafenheide.&lt;br /&gt;
:Auf der Markgrafenheide lagerte wohl der Brandenburger Markgraf bei der Belagerung der Warnemünder Türme, am alten Warnowausfluß bei der Hohen Düne, im Kriege der Rostocker mit König Erich von Dänemark und dem Markgrafen von Brandenburg. (LKr)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Spuggeborg&amp;quot; - lebt die Danskeborg in der Sagenwelt fort ? ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spökurt Standort des Spöksteins.JPG|thumb|450px|rechts|Kartenauszug mit Spökurt, dem Standort des Spöksteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Spökurt am Eingang der Radel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dicht an de Tunn hollen“ hieß es Ende des 19.Jahrhunderts bei der Einfahrt in den Radelsee an der einstigen östlichen Landspitze der zwei Jahrhunderte zuvor verschwundenen St.Georg-Insel. &lt;br /&gt;
:Im Wasser des Radelsees, am Ost-Ende der Insel, ragte ein Riesenfindling aus dem Wasser und markierte nicht nur die als Spökurt bezeichnete Stelle, er dokumentierte zugleich den östlichsten Punkt von Warnemünde.&lt;br /&gt;
:Der &amp;quot;Spökstein&amp;quot; lag, bis zu seiner Hebung 1882, exakt an jener Stelle und nur einen Steinwurf von der Mandelwiese, auf der im Mittelalter die Danskeborg (Dänenburg) die Küstenlandschaft überragte. &lt;br /&gt;
:1427 ist man am gleichen Ort bereits wieder mit dem Bau einer neuen Burg beschäftigt. &lt;br /&gt;
:Sie führt in der Überlieferung den Namen &amp;quot;Spugeborch&amp;quot; (Spukburg). &lt;br /&gt;
:Mehrere Jahre wird an ihr gearbeitet. &lt;br /&gt;
:In den Rostocker Gewettsrechnungen des Jahres 1421 heißt es:&amp;quot;Item de spegeborch dale to nemende, dat dep unde dat nige (!!) bolwerk.&amp;quot; Andrerorts heißt die Burg Spugeborch&lt;br /&gt;
:1437 und 1439 wird sie als &amp;quot;nye borch&amp;quot; in Gewettsrechnungen genannt.&lt;br /&gt;
; + Die Spökstelle&lt;br /&gt;
:in der Nähe des Radelsees zwischen Markgrafenheide und Schnatermann reitet des Nachts ein &#039;&#039;&#039;Man ohne Kopf&#039;&#039;&#039; auf einem Schimmel umher.&lt;br /&gt;
: (KFC)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Sage vom Schnatermann===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Rostocker Stadtarchivar und Chronist Ludwig Krause hat im Jahre 1882 folgende überlieferte Geschichte vom Revierförster auf dem [[Revier Schnatermann]] Ludwig Köster berichten lassen:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Als der Breitling noch tief war, ging daselbst einst ein Schiff unter, von dem sich nur ein Mann auf einen großen, inmitten der Wasserfläche herausragenden, Stein retten konnte. &lt;br /&gt;
:Dort saß der Nichtschwimmer einige Tage in der Kälte, ohne alle Nahrung. &lt;br /&gt;
:Als man ihn schließlich fand und rettete, war er ganz verfroren und konnte vor Kälte schon nicht mehr reden, sondern mit zitternden Lippen nur noch schnattern.&lt;br /&gt;
:Der Stein, jener große hier bis heute den Wasserspiegel überragende Findling wurde fortan als Schnatermannstein bezeichnet und zum Namensgeber für die ganze östlich an den Breitling grenzende Waldregion.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Volkstümliche Legende zum Moor===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über reale Spuren der Vitalienbrüder fehlt jeder historische Beleg.&lt;br /&gt;
:Es gibt in der Region die Überlieferung, daß die Seeräuber in der Rostocker Heide sich durch ein Bollwerk einen Stützpunkt geschaffen hätten.&lt;br /&gt;
:Verortet wurde die Legende im Bereich der Buhne 53, zwischen Schoferbude und alter Stinkengraben-Mündung. Ein Bollwerk in dieser Gegend ist historisch jedoch erst im Laufe des 16.Jahrhunderts angelegt worden um den Torfschiffern einen Zugang vom Kanal zur See zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Klatthammel===&lt;br /&gt;
:Vor Zeiten hüteten die Hirtenknaben die Pferde des Nachts in der Rostocker Heide.&lt;br /&gt;
:Einige derselben hatten ihren Weideplatz in der Nähe eines Bruches.&lt;br /&gt;
:Der Kälte wegen machten sie sich ein Feuer an .&lt;br /&gt;
:Um Mitternacht kommt aus dem Bruche immer eine von Wasser triefende Gestalt, welche die Jungens Klatthammel (Klatt = zotteliges verfilztes Wollfell oder Haar) geheißen haben.&lt;br /&gt;
:In einer Nacht ist ein Jäger bei ihnen.&lt;br /&gt;
:Jenes Weswn konnt wiedeer und wirtschaftet da bei ihnen herum, wovor sie sich nicht mehr gefürchtet haben, weil es ihnen nie etwas zu Leide getan hat.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Was ist das?&amp;quot; fragt der Jäger.&lt;br /&gt;
;:&amp;quot;Oh, das ist unser Klatthammel&amp;quot;, sagen die Hirtenknaben.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Wo willst du Geschöpf, hier hin?&amp;quot; sagt der Jäger.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes gebiete ich dir, daß du zur Ruhe gehst!&amp;quot;&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Das wollt ich nur hören&amp;quot;, antwortete er und ist darauf nicht wieder gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug H.Gundlach &amp;quot;Sagen rund um Rostock&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Walpurgisnacht auf der Hohen Düne===&lt;br /&gt;
:In der Walpurgisnacht versammeln sich die Hexen auf Hog´ Dün. Ihre Festspeise ist das Lieblingsessen der Seeleute: &amp;quot;Braataal, Plummen un Klüüt&amp;quot; (Brataal, Pflaumen und Klöße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmuggelware===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Geschmuggelt wurde in Rostock von jeher. &lt;br /&gt;
:Bei Warnemünde hatten die Behörden die Unterwarnow durch ein langes Querholz verschlossen. &lt;br /&gt;
:Jedes einlaufende Schiff musste zuerst am Zollschuppen anlegen und wurde genau durchsucht. &lt;br /&gt;
:Die heiße Ware kam jedoch auf ganz anderem Wege an der Zollabfertigung vorbei in die Stadt. &lt;br /&gt;
:Wo heute Markgrafenheide liegt, befand sich ein zweiter Durchlass zwischen Breitling und Meer, sehr seicht und schlecht zu befahren. &lt;br /&gt;
:Es wurde erst beim Ausbau des Stadthafens zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugeschüttet. &lt;br /&gt;
:Mit flachen Booten konnten Ortskundige diese Durchfahrt benutzen und in dunkler Nacht ihre Ware nach Rostock bringen. &lt;br /&gt;
:König aller Schmuggler war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Klaus Maes. &lt;br /&gt;
:Er verzollte immer einen kleinen Teil seiner Waren in Warnemünde, verkaufte aber später weitaus mehr – nämlich auch die geschmuggelten Partien. &lt;br /&gt;
:Das fiel nicht auf denn er hatte sich für diese Art von Betrug eine Art von doppelter Buchführung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== + Geschichten von Johannes Trojan===&lt;br /&gt;
:noch einarbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [http://www.gbv.de/dms/lbmv/mklfiv1925/382912829.pdf Karl Koppmann &amp;quot;Urkundliches zur Kulturgeschichte&amp;quot; Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock, Bd.3 1900, 1, S.67-70]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= +[[ Flurnamen auf der Markgrafenheider Feldmark ]]=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Markgrafenheide ]&lt;br /&gt;
: [Markgrafenheide in: https://gov.genealogy.net/search/name?name=Markgrafenheide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[  Arbeitsdatei Markgrafenheide]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
windfluechterMV@gmail.com&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch]] nicht zum veröffentlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:KFC Bentwisch.pdf |KFC Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 320.jpg|Schlie Bentwisch S1 320 ]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 321.jpg|Schlie Bentwisch S1 321 ]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 322.jpg|Schlie Bentwisch S1 322 ]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 323.jpg|Schlie Bentwisch S1 323 ]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 324.jpg|Schlie Bentwisch S1 324 ]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zwei Inböter-Beiträge&lt;br /&gt;
: [[Datei:Nr. 3 InBöter 1997-3 Bentwisch.pdf| Bentwisch Inböter 1997]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Nr. 14 InBöter 2000-2 Bentwisch Chaussee.pdf| Bentwisch Inböter 2000]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Nr._14_InBöter_2000-2_Bentwisch_Chaussee&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
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Nr._3_InBöter_1997-3_Bentwisch&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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: [[Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch]] nicht zum veröffentlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:KFC Bentwisch.pdf |KFC Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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: [[Datei:Bentwisch S1 320.jpg|Schlie Bentwisch S1 320 ]]&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch S1 321.jpg|Schlie Bentwisch S1 321 ]]&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Bentwisch_S1_323&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
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Bentwisch_S1_320&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch]] nicht zum veröffentlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
KFC_Bentwisch&lt;br /&gt;
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: [[Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch]] nicht zum veröffentlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: Die Seite wurde neu angelegt: „   : [Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch] nicht zum veröffentlichen  :“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [Datei:Bentwisch Wappen.jpg | Wappen Bentwisch] nicht zum veröffentlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: Bentwisch Wappen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Bentwisch Wappen&lt;br /&gt;
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{{Dateiüberprüfung}}&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Arbeitsordner Bentwisch</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* [Bilder und Quellen Vorablage]] */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erster Termin 4.7.2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nächster Termin erste Oktober-Hälfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;To do Liste&lt;br /&gt;
:-Wappen genehmigen Bürgermeister !!!&lt;br /&gt;
: - Kartenauszüge: Schmettau, Hoinkhusen, Top&lt;br /&gt;
: - Raabe / Quade&lt;br /&gt;
: - Grewolls&lt;br /&gt;
: - KFC alle Ortsteile extrahieren&lt;br /&gt;
: - fortlaufende Chronik vorbereiten&lt;br /&gt;
: -  Schlie einpflegen&lt;br /&gt;
: - Armin Mueller-Stahl und Goorsdorf&lt;br /&gt;
: - Der Goorsdorfer Gedenkstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Schulung mit Poppendorf und Kussewitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Bilder und Quellen Vorablage]]===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Arbeitsordner_Bentwisch&amp;diff=154488</id>
		<title>Arbeitsordner Bentwisch</title>
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		<updated>2026-08-04T17:31:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „Bentwisch  erster Termin 4.7.2026  nächster Termin erste Oktober-Hälfte  ;To do Liste :-Wappen genehmigen Bürgermeister !!! : - Kartenauszüge: Schmettau, Hoinkhusen, Top : - Raabe / Quade : - Grewolls : - KFC alle Ortsteile extrahieren : - fortlaufende Chronik vorbereiten : -  Schlie einpflegen : - Armin Mueller-Stahl und Goorsdorf : - Der Goorsdorfer Gedenkstein  :-Schulung mit Poppendorf und Kussewitz  ===[Bilder und Q…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erster Termin 4.7.2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nächster Termin erste Oktober-Hälfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;To do Liste&lt;br /&gt;
:-Wappen genehmigen Bürgermeister !!!&lt;br /&gt;
: - Kartenauszüge: Schmettau, Hoinkhusen, Top&lt;br /&gt;
: - Raabe / Quade&lt;br /&gt;
: - Grewolls&lt;br /&gt;
: - KFC alle Ortsteile extrahieren&lt;br /&gt;
: - fortlaufende Chronik vorbereiten&lt;br /&gt;
: -  Schlie einpflegen&lt;br /&gt;
: - Armin Mueller-Stahl und Goorsdorf&lt;br /&gt;
: - Der Goorsdorfer Gedenkstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Schulung mit Poppendorf und Kussewitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[Bilder und Quellen Vorablage]]===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154487</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T17:28:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hirsch, Emanuel - Theologe=== &lt;br /&gt;
:geb. 14.6.1888 Bentwisch gest. 17.7.1972 Göttingen &lt;br /&gt;
:Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte sich mit Kant und Fichte&lt;br /&gt;
:-1913 Promotion,&lt;br /&gt;
:-1914 Habilitation und Privatdozent in Bonn, vertrat dort in den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren für Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
:-1921 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte, &lt;br /&gt;
:-1936-1945 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Göttingen&lt;br /&gt;
:-1933-1945 Dekan&lt;br /&gt;
:-wegen eines Augenleidens 1945 vorzeitig pensioniert&lt;br /&gt;
:-1921-1930 Herausgeber der »Theologischen Literaturzeitung«&lt;br /&gt;
:-1934-1943 Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift für die evangelische Kirche«&lt;br /&gt;
:-Übersetzer der Schriften Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor religiöser Romane&lt;br /&gt;
:-»Die Religionsphilosophie Fichtes zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914)&lt;br /&gt;
:-»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919)&lt;br /&gt;
:-»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht« (1920)&lt;br /&gt;
:-»Schöpfung und Sünde in der natürlich- geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen« (1931);&lt;br /&gt;
:-»Geschichte der neuern evangelischen Theologie« (5 Bde., 1949-1954)&lt;br /&gt;
:-»Das Herz in der Truhe« (1953)&lt;br /&gt;
:-»Der Heckenrosengang« (1954)&lt;br /&gt;
:-»Die Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten« (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich, Georg Ludwig - Pädagoge ===&lt;br /&gt;
:geb. 3.3.1809 Bakendorf gest. 13.12.1891 Wismar &lt;br /&gt;
:Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter &lt;br /&gt;
:-Erster Unterricht durch Hauslehrer&lt;br /&gt;
:-Privatschule in Doberan und Gymnasium in Schwerin&lt;br /&gt;
:-Hauslehrer bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei Rostock)&lt;br /&gt;
:-1831 Lehrerseminar Ludwigslust&lt;br /&gt;
:-1833 Kantor in Neubukow&lt;br /&gt;
:-1838 in Stavenhagen&lt;br /&gt;
:-1848 Schriftführer im Reformverein&lt;br /&gt;
:-1862 Lehrer, Organist und Küster in Levin (bei Dargun)&lt;br /&gt;
:-gründete dort einen Gesangverein&lt;br /&gt;
:-zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883 Silberner Orden am Bande&lt;br /&gt;
:-1887 Wohnsitz in Wismar und Mitglied des Lehrervereins&lt;br /&gt;
:-in zweiter Ehe (1862) mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kröger, Wilhelm - Parteifunktionär, Parlamentarier=== &lt;br /&gt;
:geb. 23.1.1873 Bentwisch gest. 13.10.1932 Rostock &lt;br /&gt;
:-1879-1887 Volksschule in Rostock&lt;br /&gt;
:-1887- 1889 Tischlerlehre, Wanderschaft&lt;br /&gt;
:-bis 1890 Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock&lt;br /&gt;
:-1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale in Rostock&lt;br /&gt;
:-1905-1932 Bezirksparteisekretär für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock und zugleich Vorsitzender der Landesorganisation der SPD&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied des verfassungsgebenden Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD, Präsident)&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des Deutschen Reichstages&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des zentralen Parteiausschusses&lt;br /&gt;
:-bis 1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot- Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Strempel, (Johann) Carl (Friedrich) - Mediziner ===&lt;br /&gt;
:geb. 20.8.1800 Bössow gest. 29.8.1872 Ludwigslust begr. Bentwisch &lt;br /&gt;
:Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge &lt;br /&gt;
:-Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock&lt;br /&gt;
:-1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium in Rostock,&lt;br /&gt;
:-ab 1919 in Berlin&lt;br /&gt;
:-1822 Promotion in Berlin&lt;br /&gt;
:-praktischer Arzt in Schwerin und Rostock&lt;br /&gt;
:-1825 Habilitation und Privatdozent&lt;br /&gt;
:-1826 rätlicher ordentlicher Professor der Medizin in Rostock&lt;br /&gt;
:-unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium und Astronomisches Observatorium), &lt;br /&gt;
:-1832/33 Rektor&lt;br /&gt;
:-ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal- Kommission&lt;br /&gt;
:-Begründer des Medizinischen Instituts und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in Rostock&lt;br /&gt;
:-gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische Privatklinik &lt;br /&gt;
:-und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und Unterrichtsanstalt für Hebammen&lt;br /&gt;
:-um die Entwicklung der Geburtshilfe verdient&lt;br /&gt;
:-die von ihm geplante Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet&lt;br /&gt;
:-förderte die Einrichtung des Naturhistorischen Museums, des Chemischen Laboratoriums und des Astronomischen Observatoriums&lt;br /&gt;
:-1838 Obermedizinalrat&lt;br /&gt;
:-legte seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen 1862 nieder&lt;br /&gt;
:-1872 50-jähriges Doktorjubiläum&lt;br /&gt;
:-Wohnsitz in Ludwiglust&lt;br /&gt;
:-Straßenbenennung in Rostock&lt;br /&gt;
:-»Filicum Berolinensium synopsis« (Diss., 1822)&lt;br /&gt;
:-»Observationes de morbo qui delirium tremens appellatur« (1826)&lt;br /&gt;
:-»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833)&lt;br /&gt;
:-Reste seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark, Sonderparkteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154486</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T17:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hirsch, Emanuel - Theologe &lt;br /&gt;
:geb. 14.6.1888 Bentwisch gest. 17.7.1972 Göttingen &lt;br /&gt;
:Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte sich mit Kant und Fichte&lt;br /&gt;
:-1913 Promotion,&lt;br /&gt;
:-1914 Habilitation und Privatdozent in Bonn, vertrat dort in den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren für Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
:-1921 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte, &lt;br /&gt;
:-1936-1945 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Göttingen&lt;br /&gt;
:-1933-1945 Dekan&lt;br /&gt;
:-wegen eines Augenleidens 1945 vorzeitig pensioniert&lt;br /&gt;
:-1921-1930 Herausgeber der »Theologischen Literaturzeitung«&lt;br /&gt;
:-1934-1943 Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift für die evangelische Kirche«&lt;br /&gt;
:-Übersetzer der Schriften Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor religiöser Romane&lt;br /&gt;
:-»Die Religionsphilosophie Fichtes zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914)&lt;br /&gt;
:-»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919)&lt;br /&gt;
:-»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht« (1920)&lt;br /&gt;
:-»Schöpfung und Sünde in der natürlich- geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen« (1931);&lt;br /&gt;
:-»Geschichte der neuern evangelischen Theologie« (5 Bde., 1949-1954)&lt;br /&gt;
:-»Das Herz in der Truhe« (1953)&lt;br /&gt;
:-»Der Heckenrosengang« (1954)&lt;br /&gt;
:-»Die Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten« (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Friedrich, Georg Ludwig - Pädagoge &lt;br /&gt;
:geb. 3.3.1809 Bakendorf gest. 13.12.1891 Wismar &lt;br /&gt;
:Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter &lt;br /&gt;
:-Erster Unterricht durch Hauslehrer&lt;br /&gt;
:-Privatschule in Doberan und Gymnasium in Schwerin&lt;br /&gt;
:-Hauslehrer bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei Rostock)&lt;br /&gt;
:-1831 Lehrerseminar Ludwigslust&lt;br /&gt;
:-1833 Kantor in Neubukow&lt;br /&gt;
:-1838 in Stavenhagen&lt;br /&gt;
:-1848 Schriftführer im Reformverein&lt;br /&gt;
:-1862 Lehrer, Organist und Küster in Levin (bei Dargun)&lt;br /&gt;
:-gründete dort einen Gesangverein&lt;br /&gt;
:-zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883 Silberner Orden am Bande&lt;br /&gt;
:-1887 Wohnsitz in Wismar und Mitglied des Lehrervereins&lt;br /&gt;
:-in zweiter Ehe (1862) mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kröger, Wilhelm - Parteifunktionär, Parlamentarier &lt;br /&gt;
:geb. 23.1.1873 Bentwisch gest. 13.10.1932 Rostock &lt;br /&gt;
:-1879-1887 Volksschule in Rostock&lt;br /&gt;
:-1887- 1889 Tischlerlehre, Wanderschaft&lt;br /&gt;
:-bis 1890 Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock&lt;br /&gt;
:-1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale in Rostock&lt;br /&gt;
:-1905-1932 Bezirksparteisekretär für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock und zugleich Vorsitzender der Landesorganisation der SPD&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied des verfassungsgebenden Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD, Präsident)&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des Deutschen Reichstages&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des zentralen Parteiausschusses&lt;br /&gt;
:-bis 1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot- Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Strempel, (Johann) Carl (Friedrich) - Mediziner &lt;br /&gt;
:geb. 20.8.1800 Bössow gest. 29.8.1872 Ludwigslust begr. Bentwisch &lt;br /&gt;
:Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge &lt;br /&gt;
:-Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock&lt;br /&gt;
:-1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium in Rostock,&lt;br /&gt;
:-ab 1919 in Berlin&lt;br /&gt;
:-1822 Promotion in Berlin&lt;br /&gt;
:-praktischer Arzt in Schwerin und Rostock&lt;br /&gt;
:-1825 Habilitation und Privatdozent&lt;br /&gt;
:-1826 rätlicher ordentlicher Professor der Medizin in Rostock&lt;br /&gt;
:-unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium und Astronomisches Observatorium), &lt;br /&gt;
:-1832/33 Rektor&lt;br /&gt;
:-ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal- Kommission&lt;br /&gt;
:-Begründer des Medizinischen Instituts und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in Rostock&lt;br /&gt;
:-gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische Privatklinik &lt;br /&gt;
:-und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und Unterrichtsanstalt für Hebammen&lt;br /&gt;
:-um die Entwicklung der Geburtshilfe verdient&lt;br /&gt;
:-die von ihm geplante Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet&lt;br /&gt;
:-förderte die Einrichtung des Naturhistorischen Museums, des Chemischen Laboratoriums und des Astronomischen Observatoriums&lt;br /&gt;
:-1838 Obermedizinalrat&lt;br /&gt;
:-legte seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen 1862 nieder&lt;br /&gt;
:-1872 50-jähriges Doktorjubiläum&lt;br /&gt;
:-Wohnsitz in Ludwiglust&lt;br /&gt;
:-Straßenbenennung in Rostock&lt;br /&gt;
:-»Filicum Berolinensium synopsis« (Diss., 1822)&lt;br /&gt;
:-»Observationes de morbo qui delirium tremens appellatur« (1826)&lt;br /&gt;
:-»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833)&lt;br /&gt;
:-Reste seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark, Sonderparkteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154485</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T17:26:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hirsch, Emanuel - Theologe &lt;br /&gt;
:geb. 14.6.1888 Bentwisch gest. 17.7.1972 Göttingen &lt;br /&gt;
:Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte sich mit Kant und Fichte&lt;br /&gt;
:-1913 Promotion,&lt;br /&gt;
:-1914 Habilitation und Privatdozent in Bonn, vertrat dort in den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren für Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
:-1921 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte, &lt;br /&gt;
:-1936-1945 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Göttingen&lt;br /&gt;
:-1933-1945 Dekan&lt;br /&gt;
:-wegen eines Augenleidens 1945 vorzeitig pensioniert&lt;br /&gt;
:-1921-1930 Herausgeber der »Theologischen Literaturzeitung«&lt;br /&gt;
:-1934-1943 Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift für die evangelische Kirche«&lt;br /&gt;
:-Übersetzer der Schriften Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor religiöser Romane&lt;br /&gt;
:-»Die Religionsphilosophie Fichtes zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914)&lt;br /&gt;
:-»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919)&lt;br /&gt;
:-»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht« (1920)&lt;br /&gt;
:-»Schöpfung und Sünde in der natürlich- geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen« (1931);&lt;br /&gt;
:-»Geschichte der neuern evangelischen Theologie« (5 Bde., 1949-1954)&lt;br /&gt;
:-»Das Herz in der Truhe« (1953)&lt;br /&gt;
:-»Der Heckenrosengang« (1954)&lt;br /&gt;
:-»Die Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten« (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Friedrich, Georg Ludwig - Pädagoge &lt;br /&gt;
:geb. 3.3.1809 Bakendorf gest. 13.12.1891 Wismar &lt;br /&gt;
:Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter &lt;br /&gt;
:-Erster Unterricht durch Hauslehrer&lt;br /&gt;
:-Privatschule in Doberan und Gymnasium in Schwerin&lt;br /&gt;
:-Hauslehrer bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei Rostock)&lt;br /&gt;
:-1831 Lehrerseminar Ludwigslust&lt;br /&gt;
:-1833 Kantor in Neubukow&lt;br /&gt;
:-1838 in Stavenhagen&lt;br /&gt;
:-1848 Schriftführer im Reformverein&lt;br /&gt;
:-1862 Lehrer, Organist und Küster in Levin (bei Dargun)&lt;br /&gt;
:-gründete dort einen Gesangverein&lt;br /&gt;
:-zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883 Silberner Orden am Bande&lt;br /&gt;
:-1887 Wohnsitz in Wismar und Mitglied des Lehrervereins&lt;br /&gt;
:-in zweiter Ehe (1862) mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kröger, Wilhelm - Parteifunktionär, Parlamentarier &lt;br /&gt;
:geb. 23.1.1873 Bentwisch gest. 13.10.1932 Rostock &lt;br /&gt;
:-1879-1887 Volksschule in Rostock&lt;br /&gt;
:-1887- 1889 Tischlerlehre, Wanderschaft&lt;br /&gt;
:-bis 1890 Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock&lt;br /&gt;
:-1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale in Rostock&lt;br /&gt;
:-1905-1932 Bezirksparteisekretär für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock und zugleich Vorsitzender der Landesorganisation der SPD&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied des verfassungsgebenden Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD, Präsident)&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des Deutschen Reichstages&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des zentralen Parteiausschusses&lt;br /&gt;
:-bis 1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot- Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Strempel, (Johann) Carl (Friedrich) - Mediziner &lt;br /&gt;
:geb. 20.8.1800 Bössow gest. 29.8.1872 Ludwigslust begr. Bentwisch &lt;br /&gt;
:Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge &lt;br /&gt;
:-Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock&lt;br /&gt;
:-1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium in Rostock,&lt;br /&gt;
:-ab 1919 in Berlin&lt;br /&gt;
:-1822 Promotion in Berlin&lt;br /&gt;
:-praktischer Arzt in Schwerin und Rostock&lt;br /&gt;
:-1825 Habilitation und Privatdozent&lt;br /&gt;
:-1826 rätlicher ordentlicher Professor der Medizin in Rostock&lt;br /&gt;
:-unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium und Astronomisches Observatorium), &lt;br /&gt;
:-1832/33 Rektor&lt;br /&gt;
.-ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal- Kommission&lt;br /&gt;
:-Begründer des Medizinischen Instituts und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in Rostock&lt;br /&gt;
:-gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische Privatklinik &lt;br /&gt;
:-und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und Unterrichtsanstalt für Hebammen&lt;br /&gt;
:-um die Entwicklung der Geburtshilfe verdient&lt;br /&gt;
:-die von ihm geplante Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet&lt;br /&gt;
:-förderte die Einrichtung des Naturhistorischen Museums, des Chemischen Laboratoriums und des Astronomischen Observatoriums&lt;br /&gt;
:-1838 Obermedizinalrat&lt;br /&gt;
:-legte seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen 1862 nieder&lt;br /&gt;
:-1872 50-jähriges Doktorjubiläum&lt;br /&gt;
:-Wohnsitz in Ludwiglust&lt;br /&gt;
:-Straßenbenennung in Rostock&lt;br /&gt;
:-»Filicum Berolinensium synopsis« (Diss., 1822)&lt;br /&gt;
:-»Observationes de morbo qui delirium tremens appellatur« (1826)&lt;br /&gt;
:-»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833)&lt;br /&gt;
:-Reste seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark, Sonderparkteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154484</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T17:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hirsch, Emanuel - Theologe &lt;br /&gt;
:geb. 14.6.1888 Bentwisch gest. 17.7.1972 Göttingen &lt;br /&gt;
:Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte sich mit Kant und Fichte&lt;br /&gt;
:-1913 Promotion,&lt;br /&gt;
:-1914 Habilitation und Privatdozent in Bonn, vertrat dort in den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren für Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
:-1921 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte, &lt;br /&gt;
:-1936-1945 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Göttingen&lt;br /&gt;
:-1933-1945 Dekan&lt;br /&gt;
:-wegen eines Augenleidens 1945 vorzeitig pensioniert&lt;br /&gt;
:-1921-1930 Herausgeber der »Theologischen Literaturzeitung«&lt;br /&gt;
:-1934-1943 Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift für die evangelische Kirche«&lt;br /&gt;
:-Übersetzer der Schriften Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor religiöser Romane&lt;br /&gt;
:-»Die Religionsphilosophie Fichtes zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914)&lt;br /&gt;
:-»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919)&lt;br /&gt;
:-»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht« (1920)&lt;br /&gt;
:-»Schöpfung und Sünde in der natürlich- geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen« (1931);&lt;br /&gt;
:-»Geschichte der neuern evangelischen Theologie« (5 Bde., 1949-1954)&lt;br /&gt;
:-»Das Herz in der Truhe« (1953)&lt;br /&gt;
:-»Der Heckenrosengang« (1954)&lt;br /&gt;
:-»Die Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten« (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Friedrich (Georg Ludwig) - Pädagoge &lt;br /&gt;
:geb. 3.3.1809 Bakendorf gest. 13.12.1891 Wismar &lt;br /&gt;
:Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter &lt;br /&gt;
:-Erster Unterricht durch Hauslehrer&lt;br /&gt;
:-Privatschule in Doberan und Gymnasium in Schwerin&lt;br /&gt;
:-Hauslehrer bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei Rostock)&lt;br /&gt;
:-1831 Lehrerseminar Ludwigslust&lt;br /&gt;
:-1833 Kantor in Neubukow&lt;br /&gt;
:-1838 in Stavenhagen&lt;br /&gt;
:-1848 Schriftführer im Reformverein&lt;br /&gt;
:-1862 Lehrer, Organist und Küster in Levin (bei Dargun)&lt;br /&gt;
:-gründete dort einen Gesangverein&lt;br /&gt;
:-zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883 Silberner Orden am Bande&lt;br /&gt;
:-1887 Wohnsitz in Wismar und Mitglied des Lehrervereins&lt;br /&gt;
:-in zweiter Ehe (1862) mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kröger, Wilhelm - Parteifunktionär, Parlamentarier &lt;br /&gt;
:geb. 23.1.1873 Bentwisch gest. 13.10.1932 Rostock &lt;br /&gt;
:-1879-1887 Volksschule in Rostock&lt;br /&gt;
:-1887- 1889 Tischlerlehre, Wanderschaft&lt;br /&gt;
:-bis 1890 Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock&lt;br /&gt;
:-1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale in Rostock&lt;br /&gt;
:-1905-1932 Bezirksparteisekretär für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock und zugleich Vorsitzender der Landesorganisation der SPD&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied des verfassungsgebenden Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD, Präsident)&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des Deutschen Reichstages&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des zentralen Parteiausschusses&lt;br /&gt;
:-bis 1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot- Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Strempel, (Johann) Carl (Friedrich) - Mediziner &lt;br /&gt;
:geb. 20.8.1800 Bössow gest. 29.8.1872 Ludwigslust begr. Bentwisch &lt;br /&gt;
:Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge &lt;br /&gt;
:-Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock&lt;br /&gt;
:-1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium in Rostock,&lt;br /&gt;
:-ab 1919 in Berlin&lt;br /&gt;
:-1822 Promotion in Berlin&lt;br /&gt;
:-praktischer Arzt in Schwerin und Rostock&lt;br /&gt;
:-1825 Habilitation und Privatdozent&lt;br /&gt;
:-1826 rätlicher ordentlicher Professor der Medizin in Rostock&lt;br /&gt;
:-unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium und Astronomisches Observatorium), &lt;br /&gt;
:-1832/33 Rektor&lt;br /&gt;
.-ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal- Kommission&lt;br /&gt;
:-Begründer des Medizinischen Instituts und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in Rostock&lt;br /&gt;
:-gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische Privatklinik &lt;br /&gt;
:-und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und Unterrichtsanstalt für Hebammen&lt;br /&gt;
:-um die Entwicklung der Geburtshilfe verdient&lt;br /&gt;
:-die von ihm geplante Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet&lt;br /&gt;
:-förderte die Einrichtung des Naturhistorischen Museums, des Chemischen Laboratoriums und des Astronomischen Observatoriums&lt;br /&gt;
:-1838 Obermedizinalrat&lt;br /&gt;
:-legte seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen 1862 nieder&lt;br /&gt;
:-1872 50-jähriges Doktorjubiläum&lt;br /&gt;
:-Wohnsitz in Ludwiglust&lt;br /&gt;
:-Straßenbenennung in Rostock&lt;br /&gt;
:-»Filicum Berolinensium synopsis« (Diss., 1822)&lt;br /&gt;
:-»Observationes de morbo qui delirium tremens appellatur« (1826)&lt;br /&gt;
:-»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833)&lt;br /&gt;
:-Reste seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark, Sonderparkteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154483</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T17:25:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hirsch, Emanuel - Theologe &lt;br /&gt;
:geb. 14.6.1888 Bentwisch gest. 17.7.1972 Göttingen &lt;br /&gt;
:Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte sich mit Kant und Fichte&lt;br /&gt;
-1913 Promotion,&lt;br /&gt;
-1914 Habilitation und Privatdozent in Bonn, vertrat dort in den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren für Kirchengeschichte&lt;br /&gt;
:-1921 ordentlicher Professor der Kirchengeschichte, &lt;br /&gt;
:-1936-1945 ordentlicher Professor der Systematischen Theologie in Göttingen&lt;br /&gt;
:-1933-1945 Dekan&lt;br /&gt;
:-wegen eines Augenleidens 1945 vorzeitig pensioniert&lt;br /&gt;
:-1921-1930 Herausgeber der »Theologischen Literaturzeitung«&lt;br /&gt;
:-1934-1943 Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift für die evangelische Kirche«&lt;br /&gt;
:-Übersetzer der Schriften Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor religiöser Romane&lt;br /&gt;
:-»Die Religionsphilosophie Fichtes zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914)&lt;br /&gt;
:-»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919)&lt;br /&gt;
:-»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht« (1920)&lt;br /&gt;
:-»Schöpfung und Sünde in der natürlich- geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen« (1931);&lt;br /&gt;
:-»Geschichte der neuern evangelischen Theologie« (5 Bde., 1949-1954)&lt;br /&gt;
:- »Das Herz in der Truhe« (1953)&lt;br /&gt;
:-»Der Heckenrosengang« (1954)&lt;br /&gt;
:-»Die Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten« (1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Friedrich (Georg Ludwig) - Pädagoge &lt;br /&gt;
:geb. 3.3.1809 Bakendorf gest. 13.12.1891 Wismar &lt;br /&gt;
:Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter &lt;br /&gt;
:-Erster Unterricht durch Hauslehrer&lt;br /&gt;
:-Privatschule in Doberan und Gymnasium in Schwerin&lt;br /&gt;
:-Hauslehrer bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei Rostock)&lt;br /&gt;
:-1831 Lehrerseminar Ludwigslust&lt;br /&gt;
:-1833 Kantor in Neubukow&lt;br /&gt;
:-1838 in Stavenhagen&lt;br /&gt;
:-1848 Schriftführer im Reformverein&lt;br /&gt;
:-1862 Lehrer, Organist und Küster in Levin (bei Dargun)&lt;br /&gt;
:-gründete dort einen Gesangverein&lt;br /&gt;
:-zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883 Silberner Orden am Bande&lt;br /&gt;
:-1887 Wohnsitz in Wismar und Mitglied des Lehrervereins&lt;br /&gt;
:-in zweiter Ehe (1862) mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kröger, Wilhelm - Parteifunktionär, Parlamentarier &lt;br /&gt;
:geb. 23.1.1873 Bentwisch gest. 13.10.1932 Rostock &lt;br /&gt;
:-1879-1887 Volksschule in Rostock&lt;br /&gt;
:-1887- 1889 Tischlerlehre, Wanderschaft&lt;br /&gt;
:-bis 1890 Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock&lt;br /&gt;
:-1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale in Rostock&lt;br /&gt;
:-1905-1932 Bezirksparteisekretär für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock und zugleich Vorsitzender der Landesorganisation der SPD&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied des verfassungsgebenden Landtages von Mecklenburg-Schwerin (SPD, Präsident)&lt;br /&gt;
:-1919/20 Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des Deutschen Reichstages&lt;br /&gt;
:-1920-1932 Mitglied des zentralen Parteiausschusses&lt;br /&gt;
:-bis 1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot- Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Strempel, (Johann) Carl (Friedrich) - Mediziner &lt;br /&gt;
:geb. 20.8.1800 Bössow gest. 29.8.1872 Ludwigslust begr. Bentwisch &lt;br /&gt;
:Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge &lt;br /&gt;
:-Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock&lt;br /&gt;
:-1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium in Rostock,&lt;br /&gt;
:-ab 1919 in Berlin&lt;br /&gt;
:-1822 Promotion in Berlin&lt;br /&gt;
:-praktischer Arzt in Schwerin und Rostock&lt;br /&gt;
:-1825 Habilitation und Privatdozent&lt;br /&gt;
:-1826 rätlicher ordentlicher Professor der Medizin in Rostock&lt;br /&gt;
:-unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen (Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium und Astronomisches Observatorium), &lt;br /&gt;
:-1832/33 Rektor&lt;br /&gt;
.-ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal- Kommission&lt;br /&gt;
:-Begründer des Medizinischen Instituts und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in Rostock&lt;br /&gt;
:-gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische Privatklinik &lt;br /&gt;
:-und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und Unterrichtsanstalt für Hebammen&lt;br /&gt;
:-um die Entwicklung der Geburtshilfe verdient&lt;br /&gt;
:-die von ihm geplante Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet&lt;br /&gt;
:-förderte die Einrichtung des Naturhistorischen Museums, des Chemischen Laboratoriums und des Astronomischen Observatoriums&lt;br /&gt;
:-1838 Obermedizinalrat&lt;br /&gt;
:-legte seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen 1862 nieder&lt;br /&gt;
:-1872 50-jähriges Doktorjubiläum&lt;br /&gt;
:-Wohnsitz in Ludwiglust&lt;br /&gt;
:-Straßenbenennung in Rostock&lt;br /&gt;
:-»Filicum Berolinensium synopsis« (Diss., 1822)&lt;br /&gt;
:-»Observationes de morbo qui delirium tremens appellatur« (1826)&lt;br /&gt;
:-»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833)&lt;br /&gt;
:-Reste seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark, Sonderparkteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch&amp;diff=154482</id>
		<title>Bentwisch</title>
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		<updated>2026-08-04T17:09:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Kurztext zum Ort Bentwisch (Auszug aus der &amp;quot;Vaterlandskunde&amp;quot; von Raabe/ Quade 1894 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | plz = 18182&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Rostocker Heide&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock Land&lt;br /&gt;
 | einwohner = 3585 2025&lt;br /&gt;
 | lat= &lt;br /&gt;
 | lon =&lt;br /&gt;
 | zoom = 13&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführende Information==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Wappen von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen von Bentwisch Master.jpg|x250px|rechts|Wappen von Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blasonierung: „In Blau unter einem schreitenden, rot gezungten goldenen Greifen ein liegender goldener Eichenzweig mit sieben Blättern und sieben Früchten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurztext zum Ort Bentwisch (Auszug aus der &amp;quot;Vaterlandskunde&amp;quot; von Raabe/ Quade 1894==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 172/173 &lt;br /&gt;
; &amp;quot;Kämmereigut&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;quot;&#039;&#039;&#039;Bentwisch&#039;&#039;&#039;, Postagentur mit Telegraph, bestehend aus Hof und Dorf. Pfarrkirche landesherrlichen Patronats, zur Präpositur Ribnitz gehörig, großes geräumiges Pfarrhaus, das 1861-63 neu gebaut wurde, Schule. 5 Eerbpächter, 6 Häusler, 2 Krüge, Schmiede, Haltestelle an der Rostock-Ribnitzer Bahn, die 7,2 km von Rostock entfernt liegt. &lt;br /&gt;
:Hof 1890 75 EW ( 1864 71 EW), Dorf 1890 203 EW (1964 264 EW).&lt;br /&gt;
:Aus zwei ehemaligen Bauernhufen wurde der 1/4 Stunde entfernte Hof Klein-Bentwisch errichtet (41 Einwohner).&lt;br /&gt;
:Die Ortschaften sind zu 1498,2 Scheffeln bonitirt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch im Spiegel von Karten und Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwischer Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=150px&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Ortsteile von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:[2]&lt;br /&gt;
: * [[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Albertsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Goorstorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Groß Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Neu Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Volkenshagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch fortlaufende digitale Chronik==&lt;br /&gt;
* [[Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch - Ortschronik/en==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In  &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0B0B61&amp;gt;blauer Schrift&amp;lt;/span&amp;gt;  erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In In &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FF0000&amp;quot;&amp;gt;roter Schrift&amp;lt;/span&amp;gt; gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Information zu Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [ .....   Bentwisch Gemeindeseite]&lt;br /&gt;
* [https://gov.genealogy.net/item/show/BENSC1JO64CC Bentwisch in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Bentwisch Bentwisch bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[Arbeitsordner Bentwisch]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154481</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
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		<updated>2026-08-04T16:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Die Schmieden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden von Bentwisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154480</id>
		<title>Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch_-_Fortlaufende_Ortschronik&amp;diff=154480"/>
		<updated>2026-08-04T16:17:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Die Bauernhöfe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend &lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Astrid Fichtner&lt;br /&gt;
 | erstellung = ab 2026&lt;br /&gt;
 | publikation = Chronik von Bentwisch&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Bentwisch&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Geschichte von Bentwisch (Chronologie)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nachreformationszeit in Bentwisch (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weimarer Republik in Bentwisch (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch im Dritten Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR in Bentwisch (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bentwisch in der heutigen Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Bentwischer Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Bentwisch===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bauernhöfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Hof Bentwisch Gut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bentwischer Schule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schmieden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krüge und Gaststätten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bentwischer Gewerbegebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bentwischer Verkehrswege===&lt;br /&gt;
====Die Chaussee und das Chausseehaus====&lt;br /&gt;
: Meilenstein ?&lt;br /&gt;
====Bentwischer Eisenbahn-Geschichte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Persönlichkeiten die in Beziehung zu Bentwisch stehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zeitzeugen berichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Bentwisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen bzw. Gefangenschaft in Sibirien)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Bentwischer Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronistenkontakt ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch&amp;diff=154479</id>
		<title>Bentwisch</title>
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		<updated>2026-08-04T16:16:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Weiterführende Information zu Bentwisch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | plz = 18182&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Rostocker Heide&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock Land&lt;br /&gt;
 | einwohner = 3585 2025&lt;br /&gt;
 | lat= &lt;br /&gt;
 | lon =&lt;br /&gt;
 | zoom = 13&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführende Information==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Wappen von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen von Bentwisch Master.jpg|x250px|rechts|Wappen von Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blasonierung: „In Blau unter einem schreitenden, rot gezungten goldenen Greifen ein liegender goldener Eichenzweig mit sieben Blättern und sieben Früchten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurztext zum Ort Bentwisch (Auszug aus der &amp;quot;Vaterlandskunde&amp;quot; von Raabe/ Quade 1894==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite xxx &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Bentwisch&#039;&#039;&#039; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch im Spiegel von Karten und Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwischer Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=150px&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Ortsteile von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:[2]&lt;br /&gt;
: * [[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Albertsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Goorstorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Groß Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Neu Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Volkenshagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch fortlaufende digitale Chronik==&lt;br /&gt;
* [[Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch - Ortschronik/en==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In  &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0B0B61&amp;gt;blauer Schrift&amp;lt;/span&amp;gt;  erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In In &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FF0000&amp;quot;&amp;gt;roter Schrift&amp;lt;/span&amp;gt; gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Information zu Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [ .....   Bentwisch Gemeindeseite]&lt;br /&gt;
* [https://gov.genealogy.net/item/show/BENSC1JO64CC Bentwisch in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Bentwisch Bentwisch bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[Arbeitsordner Bentwisch]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Bentwisch&amp;diff=154478</id>
		<title>Bentwisch</title>
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		<updated>2026-08-04T16:14:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: /* Weiterführende Information zu Bentwisch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Bentwisch&lt;br /&gt;
 | plz = 18182&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Rostocker Heide&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock Land&lt;br /&gt;
 | einwohner = 3585 2025&lt;br /&gt;
 | lat= &lt;br /&gt;
 | lon =&lt;br /&gt;
 | zoom = 13&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=12/54.xxx/12.xxx Breite: 54.xxxx Länge: 11.xxxx]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einführende Information==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Wappen von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen von Bentwisch Master.jpg|x250px|rechts|Wappen von Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blasonierung: „In Blau unter einem schreitenden, rot gezungten goldenen Greifen ein liegender goldener Eichenzweig mit sieben Blättern und sieben Früchten&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kurztext zum Ort Bentwisch (Auszug aus der &amp;quot;Vaterlandskunde&amp;quot; von Raabe/ Quade 1894==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite xxx &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Bentwisch&#039;&#039;&#039; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch im Spiegel von Karten und Luftbildern==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;150px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwischer Bildergalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=150px&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Ortsteile von Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:[2]&lt;br /&gt;
: * [[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Albertsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Goorstorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Groß Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Bentwisch]]&lt;br /&gt;
: * [[Klein Kussewitz]]&lt;br /&gt;
: * [[Neu Bartelsdorf]]&lt;br /&gt;
: * [[Volkenshagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch fortlaufende digitale Chronik==&lt;br /&gt;
* [[Bentwisch - Fortlaufende Ortschronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bentwisch - Ortschronik/en==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In  &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0B0B61&amp;gt;blauer Schrift&amp;lt;/span&amp;gt;  erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In In &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#FF0000&amp;quot;&amp;gt;roter Schrift&amp;lt;/span&amp;gt; gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Information zu Bentwisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [ .....   Bentwisch Gemeindeseite]&lt;br /&gt;
* [https://gov.genealogy.net/search/name?name=Bentwisch Bentwisch in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Bentwisch Bentwisch bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [[Arbeitsordner Bentwisch]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Arbeitsordner_Bentwisch&amp;diff=154477</id>
		<title>Arbeitsordner Bentwisch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Arbeitsordner_Bentwisch&amp;diff=154477"/>
		<updated>2026-08-04T16:04:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Windfluechtermv: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bentwisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erster Termin 4.7.2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nächster Termin erste Oktober-Hälfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;To do Liste&lt;br /&gt;
:-Wappen genehmigen Bürgermeister !!!&lt;br /&gt;
: - Kartenauszüge: Schmettau, Hoinkhusen, Top&lt;br /&gt;
: - Raabe / Quade&lt;br /&gt;
: - Grewolls&lt;br /&gt;
: - KFC alle Ortsteile extrahieren&lt;br /&gt;
: - fortlaufende Chronik vorbereiten&lt;br /&gt;
: -  Schlie einpflegen&lt;br /&gt;
: - Armin Mueller-Stahl und Goorsdorf&lt;br /&gt;
: - Der Goorsdorfer Gedenkstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:-Schulung mit Poppendorf und Kussewitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grewolls Auszug Bentwisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hirsch, Emanuel&lt;br /&gt;
Theologe&lt;br /&gt;
geb. 14.6.1888 Bentwisch&lt;br /&gt;
gest. 17.7.1972 Göttingen&lt;br /&gt;
Vater: Albert H., Theologe&lt;br /&gt;
:1906-1911 Theologiestudium in Berlin; beschäftigte&lt;br /&gt;
sich mit Kant und Fichte; 1913 Promotion, 1914&lt;br /&gt;
Habilitation und Privatdozent in Bonn; vertrat dort in&lt;br /&gt;
den Kriegsjahren die beiden abwesenden Professoren&lt;br /&gt;
für Kirchengeschichte; 1921 ordentlicher Professor&lt;br /&gt;
der Kirchengeschichte, 1936-1945 ordentlicher&lt;br /&gt;
Professor der Systematischen Theologie in Göttingen;&lt;br /&gt;
1933-1945 Dekan; wegen eines Augenleidens 1945&lt;br /&gt;
vorzeitig pensioniert; 1921-1930 Herausgeber&lt;br /&gt;
der »Theologischen Literaturzeitung«; 1934-1943&lt;br /&gt;
Herausgeber der »Deutschen Theologie. Monatsschrift&lt;br /&gt;
für die evangelische Kirche«; Übersetzer der Schriften&lt;br /&gt;
Sören Kierkegaards aus dem Dänischen sowie Autor&lt;br /&gt;
religiöser Romane; »Die Religionsphilosophie Fichtes&lt;br /&gt;
zur Zeit des Atheismusstreites« (Diss., 1914);&lt;br /&gt;
»Die Theologie des Andreas Osiander« (1919);&lt;br /&gt;
»Deutschlands Schicksal. Staat, Volk und Menschheit&lt;br /&gt;
im Lichte einer ethischen Geschichtsansicht«&lt;br /&gt;
(1920); »Schöpfung und Sünde in der natürlich-&lt;br /&gt;
geschichtlichen Wirklichkeit des einzelnen Menschen«&lt;br /&gt;
(1931); »Geschichte der neuern evangelischen&lt;br /&gt;
Theologie« (5 Bde.; 1949-1954); »Das Herz in der&lt;br /&gt;
Truhe« (1953); »Der Heckenrosengang« (1954); »Die&lt;br /&gt;
Brautfahrt und andere wunderliche Geschichten«&lt;br /&gt;
(1960).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hundt, Friedrich (Georg Ludwig)&lt;br /&gt;
Pädagoge&lt;br /&gt;
geb. 3.3.1809 Bakendorf&lt;br /&gt;
gest. 13.12.1891 Wismar&lt;br /&gt;
Vater: Johann Heinrich Christian H., Gutspächter&lt;br /&gt;
Erster Unterricht durch Hauslehrer; Privatschule in&lt;br /&gt;
Doberan und Gymnasium in Schwerin; Hauslehrer&lt;br /&gt;
bei Präpositus Friedrich Crull in Bentwisch (bei&lt;br /&gt;
Rostock); 1831 Lehrerseminar Ludwigslust; 1833&lt;br /&gt;
Kantor in Neubukow; 1838 in Stavenhagen; 1848&lt;br /&gt;
Schriftführer im Reformverein; 1862 Lehrer, Organist&lt;br /&gt;
und Küster in Levin (bei Dargun); gründete dort einen&lt;br /&gt;
Gesangverein; zum 50-jährigen Amtsjubiläum 1883&lt;br /&gt;
Silberner Orden am Bande; 1887 Wohnsitz in Wismar&lt;br /&gt;
und Mitglied des Lehrervereins; in zweiter Ehe (1862)&lt;br /&gt;
mit Dorothea Marie Sophie Reuter, einer Cousine Fritz&lt;br /&gt;
Reuters, verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kröger, Wilhelm&lt;br /&gt;
Parteifunktionär, Parlamentarier&lt;br /&gt;
geb. 23.1.1873 Bentwisch&lt;br /&gt;
gest. 13.10.1932 Rostock&lt;br /&gt;
1879-1887 Volksschule in Rostock; 1887-&lt;br /&gt;
1889 Tischlerlehre; Wanderschaft; bis 1890&lt;br /&gt;
Vertrauensmann auf der Neptunwerft Rostock;&lt;br /&gt;
1900-1905 nebenamtlich Gauleiter des&lt;br /&gt;
Holzarbeiterverbandes und Vorsitzender der Filiale&lt;br /&gt;
in Rostock; 1905-1932 Bezirksparteisekretär&lt;br /&gt;
für Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz&lt;br /&gt;
in Rostock und zugleich Vorsitzender der&lt;br /&gt;
Landesorganisation der SPD; 1919/20 Mitglied&lt;br /&gt;
des verfassungsgebenden Landtages von&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Schwerin (SPD; Präsident); 1919/20&lt;br /&gt;
Mitglied der Nationalversammlung; 1920-1932&lt;br /&gt;
Mitglied des Deutschen Reichstages; 1920-1932&lt;br /&gt;
Mitglied des zentralen Parteiausschusses; bis&lt;br /&gt;
1932 Mitglied des Bezirksvorstandes der SAJ, des&lt;br /&gt;
Reichsausschusses des Reichsbanners Schwarz-Rot-&lt;br /&gt;
Gold und Vorsitzender des Bezirksausschusses der&lt;br /&gt;
Arbeiterwohlfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Strempel, (Johann) Carl (Friedrich)&lt;br /&gt;
Mediziner&lt;br /&gt;
geb. 20.8.1800 Bössow&lt;br /&gt;
gest. 29.8.1872 Ludwigslust&lt;br /&gt;
begr. Bentwisch&lt;br /&gt;
Vater: Friedrich Gabriel S., Theologe, Pädagoge&lt;br /&gt;
Schule in Friedland und Gymnasium in Rostock;&lt;br /&gt;
1818 Medizin- und Naturwissenschaftsstudium&lt;br /&gt;
in Rostock, ab 1919 in Berlin; 1822 Promotion in&lt;br /&gt;
Berlin; praktischer Arzt in Schwerin und Rostock;&lt;br /&gt;
1825 Habilitation und Privatdozent; 1826 rätlicher&lt;br /&gt;
ordentlicher Professor der Medizin in Rostock;&lt;br /&gt;
unter seiner Leitung 1831 Reorganisation und&lt;br /&gt;
Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlungen&lt;br /&gt;
(Naturhistorisches Museum, Chemisches Laboratorium&lt;br /&gt;
und Astronomisches Observatorium), 1832/33 Rektor;&lt;br /&gt;
ab 1830 Mitglied der neu errichteten Medizinal-&lt;br /&gt;
Kommission; Begründer des Medizinischen Instituts&lt;br /&gt;
und Tätigkeit am Städtischen Krankenhaus in&lt;br /&gt;
Rostock; gründete 1828 eine medizinisch-chirurgische&lt;br /&gt;
Privatklinik und 1837 eine Geburtshilfe-Klinik und&lt;br /&gt;
Unterrichtsanstalt für Hebammen; um die Entwicklung&lt;br /&gt;
der Geburtshilfe verdient; die von ihm geplante&lt;br /&gt;
Entbindungsanstalt wurde 1859 in Rostock eröffnet;&lt;br /&gt;
förderte die Einrichtung des Naturhistorischen&lt;br /&gt;
Museums, des Chemischen Laboratoriums&lt;br /&gt;
und des Astronomischen Observatoriums;&lt;br /&gt;
1838 Obermedizinalrat; legte seine Ämter aus&lt;br /&gt;
gesundheitlichen Gründen 1862 nieder; 1872&lt;br /&gt;
50-jähriges Doktorjubiläum; Wohnsitz in Ludwiglust;&lt;br /&gt;
Straßenbenennung in Rostock; »Filicum Berolinensium&lt;br /&gt;
synopsis« (Diss., 1822); »Observationes de&lt;br /&gt;
morbo qui delirium tremens appellatur« (1826);&lt;br /&gt;
»Untersuchungen über Arznei-Taxen mit besonderer&lt;br /&gt;
Hinsicht auf die ältere Preussische, Hannöversche und&lt;br /&gt;
auf die neue Preussische Arznei-Taxe« (1833); Reste&lt;br /&gt;
seines Grabmals 1988 von Bentwisch auf den Alten&lt;br /&gt;
Friedhof in Rostock umgesetzt (heute Lindenpark,&lt;br /&gt;
Sonderparkteil).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Windfluechtermv</name></author>
	</entry>
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