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	<id>https://www.ortschroniken-mv.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=PeterBecker</id>
	<title>Ortschroniken - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_von_Retschow&amp;diff=147451</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik von Retschow</title>
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		<updated>2026-04-29T16:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: /* Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Retschow&lt;br /&gt;
 | zeit = 1200 - heute&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = Autor, &lt;br /&gt;
 | erstellung = 2017 fortlaufend&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Gemeinde Retschow&lt;br /&gt;
 | status = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
}}== Abriss der Geschichte von Retschow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Retschow seit der Steinzeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Funde aus der Steinzeit, zu besichtigen auf dem Denkmalhof Pentzien, belegen die frühe Besiedlung von Retschow.&lt;br /&gt;
* Eine Reihe von bronzezeitlichen Hügelgräbern erstreckt sich von Doberan über Hohenfelde bis nach Retschow(Ivendorfer Forst) und weiter nach Glashagen(Heidenholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00002897]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Spätes Mittelalter (um 1200 bis 1517)==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ersterwähnung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow363.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow141.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow140.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow284.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reformation und Nachreformationszeit (1517 bis 1648)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)==&lt;br /&gt;
[[Datei:Contributionsliste.jpg|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: Sebastian Heißel, Geschichte von Bad Doberan Heiligendamm)&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow142.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow143.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
* link &amp;quot;Die Mecklenburger 1813/15&amp;quot;&lt;br /&gt;
https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000001632&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Jäger schlugen sich tapfer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Mecklenburgische Freiwillige in den Befreiungskriegen bei Retschow&lt;br /&gt;
(Norddeutscher Leuchtturm, 26. August 1983, Dr. Klaus Havemann, Dr. Hermann Langer)&lt;br /&gt;
* Am kommenden Sonntag wird in Retschow, Kreis Bad Doberan, eine Gedenktafel eingeweiht, die nachstehende Inschrift trägt: „Im Kampfe für des Vaterlandes Freiheit fielen hier am 28. August 1813 drei brave mecklenburgische Jäger:  Baerens, Tackert, Huth“. Die Gedenktafel wurde von dem anerkannten Kunsthandwerker Gustav Schnippering aus Bad Doberan angefertigt. Sie wird eine gleichlautende Gedenktafel ersetzen, die zum 100. Jahrestag an einem Baum im Wald bei Retschow angebracht wurde. Ihr Zustand ließ eine Restaurierung nicht zu. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Patriotische Bewegung wuchs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Die Gedenktafel in Retschow erinnert an Ereignisse in Mecklenburg, die aus Fritz Reuters „Ut de Franzosentied“ hinlänglich bekannt sind. Auch über Mecklenburg wälzte sich 1806 Napoleons Armee. Beide Mecklenburg mußten 1808 dem Rheinbund beitreten und drei Bataillone Infanterie als Bundeskontingent aufstellen. So kam es, daß Mecklenburger Bauern- und Bürgersöhne 1812 für Napoleon in den Krieg gegen Rußland zogen. Von den von Mecklenburg-Schwerin gestellten 1700 Mann kehrten nur 134 in die Heimat zurück. Im Lande selbst gehörten Einquartierungen und Requirierungen zur Tagesordnung. Nicht immer verlief alles harmlos-freundlich wie bei Fritz Reuter, weit ernstere Töne schlägt John Brinckman in „Kasper Ohm un ick“ an. Unter dem Druck der französischen Besatzung, insbesondere durch die Auswirkungen der von Napoleon verhängten Kontinentalsperre, entwickelte sich auch in Mecklenburg eine patriotische Bewegung. Ein bestimmendes Motiv dafür, daß sich viele Söhne des Landes den Lützower Jägern anschlossen oder dem im März 1813 ergangenen Aufruf der Landesregierung zur Bildung von Regimentern „Mecklenburgischer freiwilliger Jäger“ folgten, war das Versprechen, mecklenburgischen Leibeigenen, die freiwillig in den Kampf zögen, die Freiheit zu gewähren. Die Jäger, von denen ein Regiment zu Fuß und ein Regiment zu Pferd gebildet wurden, wurden der großen Nordarmee der gegen Napoleon vereinigten Truppen eingereiht und standen unter dem Befehl des österreichischen Generals von Wallmoden-Gimborm. In der Nähe des Dorfes Retschow trafen am 28. August 1813 Teile dieser Nordarmee unter Befehl des schwedischen Generals von Vegesack, zu denen auch einige Kompanien der mecklenburgischen freiwilligen Jäger, schwedische Dragoner und „Schillsche Husaren“ gehörten, mit einer Nachhut der französischen Armee, in der Franzosen, Dänen und Polen vereinigt waren, zusammen. Die französische Nachhut hatte sich auf einer Anhöhe bei Retschow, Kronen- oder Kronsberg genannt, vorteilhaft festgesetzt. Angriff von der rechten Flanke Schweden und Mecklenburger rückten von Rostock aus über Wilsen vor. General von Vegesack« ließ nach einigen Plänkeleien mit dem Gegner seine Geschütze  auffahren. Nach einem dreistündigen Artillerieduell wurde ein Angriff vorgetragen. Bei diesem hatten die Mecklenburger Jäger die Aufgabe, die rechte Flanke des Gegners anzugreifen. Die französischen Truppen unter General L’Allemand waren dem Druck der Angreifer nicht gewachsen und traten den Rückzug in Richtung Kröpelin an, wohin ihnen die Truppen von General Vegesack folgten.In dem geschilderten Gefecht fielen neben einer nicht genannten, jedoch ungleich größeren Zahl schwedischer Dragoner die drei mecklenburgischen Jäger, die mit  der Gedenktafel geehrt werden. An diesem Gefecht nahm auch ein Trupp von etwa 150 preußischen Husaren teil, die unter dem Kommando eines Majors Johann Heinrich von Schill standen. Dieser war nicht mit Ferdinand von Schill identisch, der bereits 1809 als Patriot in Stralsund gefallen ist.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schnelle Befreiung des Landes&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Das Retschower Gefecht hat im Rahmen der gesamten Befreiungskriege nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Hier im d war es aber wohl die bedeutendste Auseinandersetzung zwischen den Truppen beider Lager. Den Franzosen wurde durch dieses Gefecht der Weg nach Doberan und Rostock versperrt. Briefe äußerst besorgter Rostocker aus dieser Zeit machen die bedrohliche Lage für Rostock, die aus dieser Truppeneinheit entstand, deutlich. Das Gefecht beschleunigte im Norden den Rückzug der französischen Truppen und trug zu einer schnellen Befreiung des Landes bei. Die mecklenburgischen freiwilligen Jäger schlugen sich dabei nicht schlecht, der schwedische General  von Vegesack hat sich sehr anerkennend und respektvoll über diese Jäger geäußert.&lt;br /&gt;
* Wir ehren heute nach 170 Jahren mit der Neuerrichtung der Gedenktafel nicht nur die drei gefallenen Jäger, sondern alle Kräfte, die auch in Mecklenburg Hab und Gut daransetzten, um das Land von der napoleonischen Fremdherrschaft zu befreien. Als das Gefecht in Retschow stattfand, neigte sich in den Befreiungskriegen noch einmal zugunsten der Dynastien. Die heimkehrenden Leibeigenen wurden noch nicht frei, ja ihre Sehnsüchte und Wünsche erfüllten sich erst nach 1945 für ihre Nachfahren.&lt;br /&gt;
*Aus der Heimatgeschichte(OZ, August 1988)&lt;br /&gt;
*Vor 175 Jahren &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Das Gefecht bei Retschow&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*1813 — 28. August: Sieben Wochen vor der entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig lieferten sich die vor Moskau geschlagenen Truppen Napoleons mit den verbündeten russischen, schwedischen und deutschen Verbänden so manches Scharmützel. Unter dem Begriff „Gefecht“, bei Retschow&amp;quot; auch eines, das unsere Heimatgeschichte besonders berührt. Werner Behm, Leutnant im Mecklenburgischen Eisilierregiment 90, verdanken wir eine zeitgenössische Schilderung dieses Ereignisses: Die feindliche Nachhut hatte sich bei Retschow und Hohenfelde, zwischen Rostock und Kröpelin, auf einer „Kronenberg&amp;quot; genannten vorteilhaften Anhöhe festgesetzt und wurde hier zuerst von zwei Eskadrons Schilischer Husaren angegriffen, die bei Hanstorf gestanden hatten. Dies erste Scharmützel spielte sich bei dem Kreuzwege ab, da, wo der von Hanstorf nach Ivendorf führende Weg (jetzt Chaussee) die Straße von Rostock nach Kröpelin durchschneidet. Etwa um 9 Uhr erreichten die Jäger die Gegend von Retschow, wo zur Rechten jene damals mit Waldwerk bewachsenen Hügel hinlaufen, zur Linken aber eine Niederung sich befand, die aus einer morastigen Wiese, einem alten Torfmoor und weiterhin gegen den Feind aus einem Buchengehölz bestand. Letzteres hatte der Feind mit Tirailleurs besetzt, die hinter Bäumen, alten Torfgruben und einem quer durchgehenden ehemaligen Graben lagen, dessen Rand ihnen zur Brustwehr diente. Dabei wurden sie durch ein wohlunterhaltenes Kanonenfeuer gedeckt, das den Jägern den Angriff sehr erschwerte. Die erste Kompanie hatte den Saum des Holzes kaum erreicht, als sie Befehl erhielt, sich wieder zurückzuziehen und hinter einem Graben Position zu fassen. Während sie von hier aus ein wirksames Tirailleurfeuer unterhielt, kamen andere Abteilungen nach, und Vegesaak befahl der 1. und 2. Jäger-Kompanie und zwei Kompanien Schweden, den Wald zu räumen, was mit größter Ordnung und Schnelligkeit ausgeführt wurde. Sodann stellte sich die 1. JägerKompanie links von der Straße an einer Hecke auf, die 2., die in mehreren Abteilungen gefochten hatte, sammelte sich zur Seite eines Hügels am Rande des Waldes. Es zeichneten sich bei diesem Angriff besonders aus: der Stabskapitän v. Bülow von der ersten und der Leutnant v. Buch von der zweiten Kompanie, der im Handgemenge seinen Degen zerbrach. Die Mecklenburgische Artillerie, die auf Befehl des Kronprinzen zwei englische Sechspfünder mit vollständiger Munition, Geschirr, Stallsachen, zwei Kartouchen und einen Transportwagen erhalten hatte, zählte zwei Verwundete. Das eine Geschütz ward demontiert. Die trefflich bediente schwedische Artillerie war trotz eines auffliegenden Pulverkarrens nicht in Unordnung geraten, brachte vielmehr den Feind zuerst zum Weichen. Die Infanterie der Schweden war dem Kartätschenfeuer sehr ausgesetzt und litt stark, nahm aber einen Hügel nach dem anderen bis gegen Brusow hin. Der Feind trat jetzt seinen Rückzug an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Datei:Retschow404.PNG|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow364.jpg|1983&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow154.jpg|Bürgermeister Dr. Klaus Schoppmeyer 2013 bei der Rede zum 200. Jahrestag &lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Bis zur Reichseinigung (bis 1871)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitte des 19. Jh. wanderten viele Mecklenburger nach Übersee aus. Lt. Hamburger Passagierlisten sind Retschower Auswanderer aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für &#039;&#039;&#039;1845&#039;&#039;&#039; werden von Johann Friedrich Kratzsch(Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten, Teil 2,Band 1) ausgewiesen:&lt;br /&gt;
** 1 Schule&lt;br /&gt;
** 9 Bauern&lt;br /&gt;
** 10 Büdner&lt;br /&gt;
** 1 Erbkrug&lt;br /&gt;
** 1 Erbschmiede&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsches Reich bis 1918==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Retschower Erbpächter beteiligten sich regelmäßig an den auf der Doberaner Galopprennbahn stattfindenden Pferderennen.&lt;br /&gt;
* Vom Rennen der Landleute am 29. Juli &#039;&#039;&#039;1903&#039;&#039;&#039; ist verzeichnet:&lt;br /&gt;
** Hof 5(Erbpächter Reincke) mit 2 Reitern&lt;br /&gt;
** Hof 6(Erbpächter Heincke) mit 2 Reitern&lt;br /&gt;
** Hof 8(Erbpächter Mau) mit 2 Reitern&lt;br /&gt;
** Hof 9(Erbpächter Peters) mit 5 Reitern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach dem 1. Weltkrieg kehrten 37 Männer nicht wieder zurück nach Retschow(Quelle: Einwohnermeldeamt Amt Bad Doberan Land).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wossidlozettel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Richard Wossidlo(1859-1939) sammelte im Rahmen der Feldforschung in ganz Mecklenburg Informationen zur Volkskunde. Legendär sind seine Zettel.&lt;br /&gt;
* Auch in Retschow war Richard Wossidlo um 1900 aktiv:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Phys 0062.jpg|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsches Reich bis 1945==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SBZ und DDR bis 1990==&lt;br /&gt;
* Nach dem 2. Weltkrieg kehrten 30 Männer nicht wieder zurück nach Retschow(Quelle: Einwohnermeldeamt Bad Doberan Land).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===„Bodenreform“ Retschow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Oktober 1945 erfolgte in Retschow die Durchführung der Bodenrefprm.&lt;br /&gt;
* Es wurden 320 ha der Domäne Retschow an 46 Neubauern verteilt, zu je etwa 5 ha Ackerland und 2 ha Grünland.&lt;br /&gt;
* Die Bodenreformkommission war für die Organisation zuständig:&lt;br /&gt;
* 1. Wilhelm Nehmet, Landwirt(Flüchtling)&lt;br /&gt;
* 2. Friedrich Suckow, Landarbeiter&lt;br /&gt;
* 3. Albert Stübe, Häusler&lt;br /&gt;
* 4. Rudolf Wiesenberg, Landwirt(Flüchtling)&lt;br /&gt;
* 5. Johann Niemann, Büdner&lt;br /&gt;
* Es wurden in der Folge 8 Neubauernstellen aufgebaut und 36 Erweiterungsbauten durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Neubauern&#039;&#039;&#039;(Quelle: Archiv LRO zu Baumaßnahmen von Neubauern nach der Bodenreform von 1947 - 1953/LPG- Archiv zu den Gründungsmitgliedern der LPG)&lt;br /&gt;
* Albert Zelk&lt;br /&gt;
* Josef Krickel&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Leist&lt;br /&gt;
* R. Butscke, geb. Leesch&lt;br /&gt;
* Paul Friedrich Pentzin&lt;br /&gt;
* Fritz Bahlmann&lt;br /&gt;
* Bruno Bethke&lt;br /&gt;
* Franz Bialas&lt;br /&gt;
* Anna Suckow&lt;br /&gt;
* Heinrich Lange&lt;br /&gt;
* Paul Post&lt;br /&gt;
* Albert Rogge&lt;br /&gt;
* Heinz Schmidt&lt;br /&gt;
* Willi Hessek&lt;br /&gt;
* Paul Freyer&lt;br /&gt;
* Willi Görke&lt;br /&gt;
* Martin Behrens&lt;br /&gt;
* Fritz Busch&lt;br /&gt;
* Günter Busch&lt;br /&gt;
* Erich Schweder&lt;br /&gt;
* Fritz Bleeck&lt;br /&gt;
* Karl Bleeck&lt;br /&gt;
* Günter Hantel&lt;br /&gt;
** übern. Fläche:7,29 ha(dar. 6,23 ha Al, 0,92 ha Gl)&lt;br /&gt;
* Stanislaus Ulkowski&lt;br /&gt;
* Bruno Ulkowski&lt;br /&gt;
* Siegfried Ulkowski&lt;br /&gt;
* Albert Stübe&lt;br /&gt;
* Wilhelm Ruwoldt&lt;br /&gt;
* Hermann Ruß&lt;br /&gt;
* Rudolph Weigend&lt;br /&gt;
* Werner Vorbeck&lt;br /&gt;
* Franz Hünemörder&lt;br /&gt;
* Wilhelm Eichhorst&lt;br /&gt;
* Fritz Gehrmann&lt;br /&gt;
* Franz Reinick&lt;br /&gt;
* Gustav Wisotzki&lt;br /&gt;
* Bruno Wisotzki&lt;br /&gt;
* Hermann Ibendorf&lt;br /&gt;
* Martin Holzhüter&lt;br /&gt;
* Adolf Liebeherr&lt;br /&gt;
** 1954 Bau eines Geflügelstalles. &lt;br /&gt;
* Wilhelm Gorlo&lt;br /&gt;
** übern. Fläche:8,74 ha(dar.5,46 ha Al, 2,36 ha Gl)  &lt;br /&gt;
** 1949 Bau einer Feldscheune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow148.jpg|Getreidedrusch der Neubauern Gorlo und Liebeherr/Gorlos Scheune/l. Adolf Liebeherr, sitzend mit Brille Erika L., r. Wilhelm Gorlo&lt;br /&gt;
Datei:Retschow149.jpg|Adolf und Erika Liebeherr beim Dreschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Obene Auflistung bezieht sich auf Neubauern, die auch ihre Höfe bewirtschaftet haben. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===LPG „Frohe Zukunft“ Retschow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Übersicht der LPG-Gründungen im Bereich der Gemeinde Retschow:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow274.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auszüge aus der Ortschronik Retschow von 1983:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow189.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow190.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow191.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Gründungsprotokolle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow1.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow2.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow3.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow4.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow5.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Karl Bleeck ging 1953 mit seiner Neubauernsiedlung(5 ha), die er nach Aufgabe der Vorgänger Pekrum? und Kowalski übernommen hatte,  in die LPG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Urkunde der Familie Heinrich Reincke zum Eintritt in die LPG 1960:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow71.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow72.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorsitzende: &lt;br /&gt;
**1953: Joachim Tessenow&lt;br /&gt;
**1965:Uwe Zymolka(Siehe Prot. vom 26.06.1965)&lt;br /&gt;
**1973: Dieter Schröder(nach Gründung der KAP)&lt;br /&gt;
**1983: nach dem Freitod von Dieter Schröder(18./19. Okt. 1982) zunächst Roland Hocke, dann Gabriele Keil/Präkel(Pape); bis 30.06.1989&lt;br /&gt;
**1989: Roland Hocke(bis zur Auflösung der LPG 1991)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzahlenübersicht&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow79.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallnutzungen durch die LPG&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sauenställe&lt;br /&gt;
** Leist(Pfarre)&lt;br /&gt;
** Jenning(Hof L. Brügge)&lt;br /&gt;
** Pape(Büdnerei Frahm)&lt;br /&gt;
* Läufer/Mastställe&lt;br /&gt;
** Bleeck(Hof Masch)&lt;br /&gt;
** Tessenow&lt;br /&gt;
* Kuhställe&lt;br /&gt;
** 200-er(Steinke, Bluhm)&lt;br /&gt;
** 100-er(Block, S. Ulkowski/Gutshof)&lt;br /&gt;
** Bruno Ulkowski(Hof Gratopp)&lt;br /&gt;
** H. Trede(später Bullenstall W. Latzko)&lt;br /&gt;
* Kälberstall(Radtke/Brandstall)&lt;br /&gt;
* Jungrinderställe&lt;br /&gt;
** Gutshof am 100-er Kuhstall&lt;br /&gt;
** Blümel&lt;br /&gt;
* Pferdeställe&lt;br /&gt;
** Stuten(Albrecht/Bruhn&lt;br /&gt;
** Fohlen(ehem. Entenstall)&lt;br /&gt;
* Weidemelkstände&lt;br /&gt;
** Inselteich(Masch/Br. Ulkowski)&lt;br /&gt;
** Fettkoppel(S. Ulkowski)&lt;br /&gt;
** Doberaner Str.(Block)&lt;br /&gt;
** Brusow(Bluhm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;LPG-Mitglieder in den Anfangsjahren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jochen Tessenow(1. Vorsitzender) beim Ochsentraining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow139.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fritz Gehrmann(1906-1992/Frau Berta) war Schweitzer in der LPG(Oberschweitzer in Ostpreussen) Melkerblusen und Klauenschere bekam er aus dem Westen vom Sohn Heinz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow6.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow85.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow86.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow87.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow88.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Elfriede und Fritz Jenning waren erfolgreiche Schweinezüchter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow198.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Dedow aus Rethwisch wurde 1963 Feldbaubrigadier in der LPG .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow47.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow48.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow27.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow28.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Die ersten Baumaßnahmen der LPG&#039;&#039;&#039;(Quelle. Archiv LRO)&lt;br /&gt;
** 1953 Umbau der Scheune zum Hühnerstall(Grundstück Tessenow)&lt;br /&gt;
** 1955 Bau eines Hühnerstalles und einer Schweinehüttenanlage&lt;br /&gt;
** 1956 Erweiterung eines Silos und Bau eines weiteren Hühnerstalles&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;LPG-Küche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow49.jpg|gerahmt|zentriert|Abschluss Facharbeiterausbidung Köchin 1966 im Kurhaus Bad Doberan, in der Mitte Frau Hantel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Frau Suckow und Frau Holzhüter waren seit Gründung der LPG 1953 die ersten Köchinnen. Zuerst wurde nur zur Erntezeit gekocht, auch für die Kinder, die den Erntekindergarten besuchten.&lt;br /&gt;
*Die Küche befand sich im Gutshaus.&lt;br /&gt;
*1956 wurde Frau Gertrud Hantel in die Küche beordert, weil sie sich ein Bein gebrochen hatte. Sie blieb Köchin bis zur Auflösung der LPG.&lt;br /&gt;
*Im Schlachtraum auf dem Gutshof wurden Schweine, Rinder und Schafe geschlachtet.&lt;br /&gt;
*Standardgerichte waren Kartoffel, Soße, Fleisch, Gemüse, Suppen und Nachtisch. Einmal in der Woche gab es Eintopf. Aber auch Fisch und Eiergerichte wurden angeboten.Kohlrouladen und gefüllter Paprika waren besonders beliebt.&lt;br /&gt;
*Während der Erntezeit mußte bis zu 150 Portionen gekocht werden. Im Winter waren es nur ca. 50 Portionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handwerker/Schlosser&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der &#039;&#039;&#039;Werkstatt&#039;&#039;&#039; arbeiteten Fritz Bleeck(als Schmied mit Familientradition) und Karl Bleeck sowie Paul Friedrich Pentzien als Schlosser, Albert Stübe war Elektriker(nachdem er bis 1960 Viehzuchtbrigadier war), Wofgang Pape war Werkstattmeister.&lt;br /&gt;
*Schon kurz nach LPG-Gründung gab es eine &#039;&#039;&#039;Baubrigade&#039;&#039;&#039; mit Karl Keller  als Maurer, Erich Radke als Handlanger sowie Erich Batzdorf als Stellmacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bildergalerie&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow8.jpg|Schäfer Adam Rieß(1903-1991)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow9.jpg|&amp;quot;Hühnerfee&amp;quot; Lieschen Tessenow&lt;br /&gt;
Datei:Retschow10.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow11.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow12.jpg|LPG-Ausflug, u. a. v. l. Frau Jenning, Frau Tessenow, Frau Radcke, Ehepaar Jürß, Gerhard Radcke&lt;br /&gt;
Datei:Retschow13.jpg|Bau Trockenturm für die Feuerwehr, u. a. Bruno Bethke, Willi Latzko, Fritz Bleeck, Franz Hünemörder, Walter- und Erich Batzdorf&lt;br /&gt;
Datei:Retschow14.jpg|Horst Aschendorf, Erich Batzdorf, Rudi Weiser, Hans Hünemörder, Walter Jürß&lt;br /&gt;
Datei:Retschow15.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow16.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow17.jpg|Bruno Betke(l.), Fritz Bleeck&lt;br /&gt;
Datei:Retschow18.jpg|Werner Vorbeck&lt;br /&gt;
Datei:Retschow19.jpg|Franz Reinick, Hermann Ibendorf(v. l.)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow20.jpg|LPG-Vollversammlung 1959/60, u. a. v. l.  Jochen und Lieschen Tessenow, Paul Freyer mit Frau sowie Bürgermeister Willi Radke mit Frau&lt;br /&gt;
Datei:Retschow21.jpg|LPG-Feier, u. a. Tessenows, Stübes, Schachts, Frau Hantel, Frau Schönborn&lt;br /&gt;
Datei:Retschow22.jpg|Batzdorfs, Falkenthals, Jennings, Fritz Bleeck(v. l.)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow32.jpg|v. l. Georg Hameister, Hans Reder, Franz Masch, Erich Falkental, Walter Dedow&lt;br /&gt;
Datei:Retschow23.jpg|Straße der Besten, Lotte Frahm(m.)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow29.jpg|Uwe Zymolka&lt;br /&gt;
Datei:Retschow24.jpg|Hans Bleeck(2. v. l.)beim Mähdrescherlehrgang&lt;br /&gt;
Datei:Retschow38.jpg|Mähdrusch um 1970, v. l. Werner Voß, Kurt Wachholz, Uwe Frase&lt;br /&gt;
Datei:Retschow39.jpg|Werner Voß als verantwortlicher Brigadier&lt;br /&gt;
Datei:Retschow33.jpg|Gruppenbild um Christel Lack(Schimenowski)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow34.jpg|Mähdrescherkomplexeinsatz in den &amp;quot;Stülower Alpen&amp;quot;&lt;br /&gt;
Datei:Retschow35.jpg|Zeitzeugen Horst Kraschina und Peter Becker erinnern sich an gemeinsame Mähdruscheinsätze mit einem E 175 während der Ferien von Peter Becker um 1967/68&lt;br /&gt;
Datei:Retschow40.jpg|Horst Knappe und Christel Lack(Scheminowski) auf einem Famulus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Artikel Ostseezeitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow125.jpg|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallanlagen in Retschow&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow201.jpg|&amp;quot;Brandstall&amp;quot;&lt;br /&gt;
Datei:Retschow199.jpg|Luftbild der ehem. Milchviehanlage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Um 1970 wurde in der LPG damit begonnen, einige größere Baumaßnahmen zu planen und zu realisieren.&lt;br /&gt;
* Begonnen wurde mit der 200-er Milchviehanlage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach 1980 wurde mit den Planungen zur Erweiterung der Milchviehanlage auf 400 Tierplätze begonnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow218.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow220.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow221.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow202.jpg|Beschluss zum Bau einer Getreidelagerhalle 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Bilder nach 1973&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Datei:Retschow260.jpg|Flächenübersicht bei KAP-Bildung 1973&lt;br /&gt;
Datei:Retschow44.jpg|v.r. Alfred Zelk, Uwe Frase&lt;br /&gt;
Datei:Retschow45.jpg|1975 auf dem Markt von Bad Doberan: v.l. Werner Voß, Werner Maaß, Herbert Jürß, Albert Stübe, Horst Kraschina, Paul Schulmeister&lt;br /&gt;
Datei:Retschow59.jpg|Ausflug in den Spreewald 1974&lt;br /&gt;
Datei:Retschow50.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow51.jpg|1974 gratuliert Dieter Schröder Elisabeth Schuldt aus Stülow zur Silberhochzeit&lt;br /&gt;
Datei:Retschow52.jpg|v.l. Horst Kraschina, Werner Voß, Ernst Niemann auf dem Dorffest&lt;br /&gt;
Datei:Retschow53.jpg|v.l. Walter Batzdorf, Paul Brügge, Walter Dedow, Werner Voß&lt;br /&gt;
Datei:Retschow54.jpg|Hans Bleeck&lt;br /&gt;
Datei:Retschow55.jpg|Rudolf Weigend, Heinz Saß, Hans Bleeck&lt;br /&gt;
Datei:Retschow262.jpg|Pflugkomplex/o.l. Hans Bleeck/o.m. Heinz Saß/m. Walter Dedow&lt;br /&gt;
Datei:Retschow263.jpg|r. Christel Lack(Schimenowski)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow264.jpg|Oz August 1978/m. Christel Lack(Schimenowski)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow266.jpg|Walter Dedow u. Uwe Zymolka(v.l.)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow56.jpg|Walter Batzdorf&lt;br /&gt;
Datei:Retschow58.jpg|v.l. Gabi Pape, OZ-Reporter Marquart, Hartmut Schweitzer, Rolf Dietze, Horst Schreiber, Dr. Klaus Schoppmeyer&lt;br /&gt;
Datei:Retschow73.jpg|v.r. Werner Voß, Otto Tremp, Horst Schreiber, Walter Dedow, Herbert Jürß, Kurt Wachholz, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* LPG Vollversammlung von  1983; am Rednerpult Holger Pentzin; Im Präsidium: v.l. Horst Fietze, Roland Hocke, Gabi Pape, Christian Kuserau, Brunhild Rucks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow57.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1952/53 sollten Bauern zum Eintritt in die LPG bewegt werden. Zwangsmaßnahmen trafen die Bauernstellen Brügge, Westendorf, Masch, und Gratopp. Die Bauern wurden wegen angebliche Nichterfüllung des sog. Solls(staatliche Vorgabe zur Ablieferung von landwirtschaftlichen Produkten) enteignet und umgesiedelt. Nach dem 17. Juni 1953 wurden die Maßnahmen teilweise zurückgenommen. Bauer Albert Brügge war nach Stülow, Bauer Gratopp nach Fulgenkoppel, Herbert  Westendorf nach Wendelsdorf(vorher in den Westen gegangen) umgesiedelt. Franz Masch war sieben Wochen in Rostock inhaftiert. &lt;br /&gt;
* 1952 wurden diese Höfe durch die ÖLB bewirtschaftet. Die formelle Übergabe der enteigneten Betriebe an die LPG(außer Gratopp):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow80.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow81.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 18. Januar 1954 fand die Jahreshauptversammlung zur Rechenschaftslegung des Gründungsjahres statt:&lt;br /&gt;
* Gewählt wurden: als Vorsitzender: Joachim Tessenow, als Vorstandsmitglieder: Karl Bleeck(SV)/Günter Hantel/Johannes Trede/Wilhelm Eichhorst(Parteisekretär), in die Revisionskommission: Georg Hameister/Fritz Bahlmann/Franz Hantel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow82.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow83.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow84.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow104.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:Retschow105.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow112.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorsitzender Dieter Schröder war immer für Späße und Streiche zu haben. So fuhr er in den 1970-er Jahren aus Protest gegen die Treibstoffkontingentierung beim Rat des Kreises statt mit dem Pkw mit einer Einspännerkutsche vor. Ein anderesmal schickte er Küchenfrauen zum Lehrgang für Leitungskader. &amp;quot;Beliebt&amp;quot; waren auch seine &amp;quot;Hausbesuche&amp;quot; mit der Reitsportgruppe zu Geburtstagen von Kollegen und Bekannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow129.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow130.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow131.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow132.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow122.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow123.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow124.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow138.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pferdesport in der LPG „Frohe Zukunft“ Retschow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1973 wurden einige Zuchtstuten für die Gründung einer Pferdezucht in der LPG Retschow zugekauft.&lt;br /&gt;
* In der Folgezeit wurde Reinhard Steinke für die Betreuung der Pferde eingestellt. 1976 wurde er zur Armee einberufen.&lt;br /&gt;
* Dieter Schröder, damaliger LPG Vorsitzender suchte einen neuen Mitarbeiter. &lt;br /&gt;
* So kam Uwe Träder im Mai 1976 nach Retschow und übernahm diese Stelle.&lt;br /&gt;
* In dieser Zeit kam Herbert Täuber aus Satow 2x pro Woche nach Retschow, um mit den Kindern und Jugendlichen Training zu machen.&lt;br /&gt;
* Die Pferdezucht in der LPG wurde als „Staatlich anerkannter Pferdezuchtbetrieb“ ausgewiesen. Bedingung hierfür war das Halten von 10 Zuchtstuten mit Nachzucht, das ergab einen Bestand von ca. 30 Pferden. Anfang der 80er Jahre war Retschow eine Außenstelle vom Hengstdepot Redefin. Es stand für die Stuten ein gekörter Hengst zur Verfügung. Die Deckstelle wechselte später nach Reinshagen.&lt;br /&gt;
* Im Pferdezuchtbetrieb der LPG Retschow dienten die Pferde einerseits zur Zucht, aber sie wurden auch im Kinder- und Jugendsport eingesetzt. So hatte die Voltigiergruppe erst unter Otto Tremp, dann unter Marga Hümer viele erfolgreiche Auftritte.&lt;br /&gt;
*  Auch im Reitsport, besonders im Springen gab es einige erfolgreiche Reiter.&lt;br /&gt;
*  Ein Teil der Pferde wurde auch angespannt. So wurde das Futter für die Pferde mit Gespann transportiert. Auch war die weiße Hochzeitskutsche aus Retschow überall bekannt.&lt;br /&gt;
* Prominente Schlagerstars der DDR wie Julia Axen und Frank Schöbel kamen gerne zum Reiten nach Retschow.&lt;br /&gt;
* Mit der Wende 1990 wurde die Pferdezucht aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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===Flugabwehr-Raketenbrigade der Nationalen Volksarmee===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Auszüge aus Friedrich Forkerts Chronik  der FRA Retschow  &#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1958&#039;&#039;&#039; beschließt die Volkskammer der DDR das &amp;quot;Gesetz über den Luftschutz in der DDR&amp;quot;. Darauf folgte im selben Jahr der Beschluß des Ministeriums für Nationale Verteidigung zur Aufstellung von Fla-Raketentruppen im Bereich Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. So wurde auch Retschow als Standort, dem Fla-Raketenregiment 18/Sanitz zugeordnet, ausgewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zur Jahreswende &#039;&#039;&#039;1960/61&#039;&#039;&#039; erfolgte im Forstwirtschaftsbetrieb die Inventur der Waldflächen im Bereich der zukünftigen Dienststelle Retschow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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* Am 1. März &#039;&#039;&#039;1962&#039;&#039;&#039;, am &amp;quot;Tag der Nationalen Volksarmee&amp;quot; fand mit dem gesamten Personalbestand der 4. Feuerabteilung(Retschow) die Festveranstaltung in der Gaststätte  in Retschow statt. Erster Kommandeur war Hauptmann Pohl.&lt;br /&gt;
* Zu diesem Zeitpunkt waren die erforderlichen Gebäude und Einrichtungen im wesentlichen vorhanden.&lt;br /&gt;
* Im Sommer 1962 wurde wegen der Kubakrise die 4. Feuerabteilung(4.FA)vorzeitig von Barth nach Retschow verlegt und in Einsatzbereitschaft versetzt obwohl die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen waren und noch kein Gefechtsschießen stattgefunden hatte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1962/63&#039;&#039;&#039; war ein Extremwinter mit Temperaturn bis -26° C. Ab November gab es eine geschlossene Schneedecke bis April 1963.&lt;br /&gt;
* Im September &#039;&#039;&#039;1962&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Wohnblöcke fertiggestellt und bis zum Jahresende bezogen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; wurde die erste Raketentechnik vom Typ S75A &amp;quot;Dwina&amp;quot; in Retschow installiert.&lt;br /&gt;
* Seit 1963 Umbenennung in 4. Fla-Raketenabteilung(4. FRA)&lt;br /&gt;
* Vom 17.07. - 28.07. 1963 fand das 1. Gefechtsschießen in der Sowjetunion(Ashuluk)statt. Somit waren die Voraussetzungen zur Übernahme ins Diensthabene System(DHS) ab September erfüllt.&lt;br /&gt;
* 1963 war ein Personalbestand von insgesamt 192 Angehörigen vorhanden(26 Offiziere, 42 Unteroffiziere, 120 Soldaten, 4 Zivilbeschäftigte)&lt;br /&gt;
* Am 1.12.1963 wird Hauptmann Pedde Kommandeur der 4. FRA.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; gab es eine Übung, bei der die Raketentechnik zur Galopprennbahn Bad Doberan verlegt wurde.&lt;br /&gt;
* Vom 01.09. - 01.12. 1964 erfolgte die Ausbildung von Offizieren der 4. FRA an neuer Raketentechnik in der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
* Zum Jahresanfang &#039;&#039;&#039;1965&#039;&#039;&#039; wurde in Retschow die neue Raketentechnik aus der Sowjetunion eingeführt(Fla-Raketenkomplex S-75W Wolchow). Im Sommer fand in der Sowjetunion(Ashuluk) ein Gefechtsschießen mit der neuen Technik statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA27.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Herst 1965 verbesserte sich die Einbindung in die Gemeinde Retschow. Ausdruck dessen ist auch, dass Frau Langhammer, die Ehefrau des Offiziers Wilfried Langhammer Bürgermeisterin von Retschow wird(bis 1970).&lt;br /&gt;
* Am 28.10. 1965 wird Hauptmann Mahlke Kommandeur.&lt;br /&gt;
* Im September &#039;&#039;&#039;1966&#039;&#039;&#039; wurde im Rahmen einer Übung die FRA zum Flugplatz Tutow verlegt. Im Bezirk Rostock galten Schutzbestimmungen gegen die Maul- und Klauenseuche.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; wurde in Richtung Brusow die Rundblickstation(RBS)- Richtfunk- ausgebaut. In diesem Jahr fand ein weiteres Gefechtsschießen in der Sowjetunion statt. In diesem jahr wurde auch die neue Raketentechnik vom Typ &amp;quot;Wolchow&amp;quot; eingeführt.&lt;br /&gt;
* Im Eis- und Sturmwinter &#039;&#039;&#039;1968/69&#039;&#039;&#039; wurden durch die FRA im Rahmen eines Katastropheneinsatzes an der Jemnitzschleuse, deren Umbau noch nicht abgeschlossen war, Sicherungsarbeiten vorgenommen, um eine Überflutung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
* Am 11.07.1969 kam es zu einen Jagdunfall, wobei Offizier Wilfried Langhammer zu Tode kam. Seine Beisetzung erfolgte auf dem Retschower Friedhof mit militärischen Ehren.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1969&#039;&#039;&#039; gab es ein weiteres Gefechtsschießen in der Sowjetunion. Ende 1969 konnte der 3. Wohnblock bezogen werden.&lt;br /&gt;
* 1969 wurde neben dem A-Objekt (Unterkünfte und Versorgungseinrichtungen) und B-Objekt(Feuerstellung) das C-Objekt zur Lagerung, Wartung, Montage und Betankung von Fla-Raketen aufgebaut. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1970&#039;&#039;&#039; dauerte der Winter bis April. Ostern lagen 70 cm Schnee.&lt;br /&gt;
* Im Rahmen der Truppenübung &amp;quot;Zenit&amp;quot; erfolgte 1970 eine Verlegung der Raketentechnik auf die Halbinsel Zingst, 1971 eine Verlegung auf die Insel Rügen(Raum Prora).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1971&#039;&#039;&#039;gab es eine Umbenennung in FRA 434.&lt;br /&gt;
* Ein &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; geplantes Gefechtsschießen musste  verschoben werden. Auch Peter Becker(Siehe Bilder), der zu der Zeit im Rahmen seiner 18-monatigen Dienstzeit  Funkorter unter Leutnant Roger Müller war, hatte sich entsprechend vorbereitet. Kommandeur des durchgeführten Gefechtsschießens &#039;&#039;&#039;1973&#039;&#039;&#039; war Major Mahlke, Leutnant Roger Müller(Siehe Foto OZ) war der verantwortliche Leitoffizier.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1975&#039;&#039;&#039; fand im Rahmen der Luftverteidigungsübung &amp;quot;Elbe 75&amp;quot; ein Gefechtsschießen statt(Schießender: Major Forkert, Leitoffizier: Leutnant Junghänel).&lt;br /&gt;
* 1975 wurden weitere Baumaßnahmen durchgeführt. So wurde zur Verbesserung der Bedingungen für die &amp;quot;Diensthabende Besatzung&amp;quot; ein Gebäude mit Speiseraum sowie Schlaf- und Waschraum errichtet. Die Soldaten erhielten während des DHS einen erhöhten Verpflegungssatz.&lt;br /&gt;
* Im Juni &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; fand die Truppenübung &amp;quot;Granit 76&amp;quot; statt. Major Horst wird im Dezember neuer Kommandeur der FRA in Retschow und löst Oberstleutnant Mahlke ab.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1977&#039;&#039;&#039; gab es eine Mobilmachungsübung(&amp;quot;Blinkfeuer&amp;quot;), zu der Reservisten für die Flak- Batterie eingezogen wurden. Zudem gab es ein Feldlager in Lieberose und ein Gefechtsschießen in der Sowjetunion(Kommandeur: Major Horst, Leitoffizier: Oberleutnant Wonneberger).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1978&#039;&#039;&#039; wurde das C- Objekt fertiggestellt. Außerdem erfolgte die Einlagerung der Fla- Raketen in das Schutzbauwerk. Auch wurde eine Scheinstellung als D- Objekt installiert.&lt;br /&gt;
* Erinnerungsfoto von 1978:&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA30.jpg|gerahmt|zentriert|v. l. Maj. Forkert, OL Künzel, Kranich, Sell, Kubicky, Maj. Horst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zum Jahreswechsel 1978/79 herrschten extreme Wetterverhältnisse.&lt;br /&gt;
* Auszug aus der Chronik der FRA:&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA18.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA26.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1979&#039;&#039;&#039; wurde die Raketentechnik im Instandsetzungswerk Pinnow einer &amp;quot;Mittleren Instandsetzung &amp;quot; unterzogen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1980&#039;&#039;&#039; gab es nach einem Feldlager in Lieberose ein weiteres Gefechtsschießen(Kommandeur: Major Horst, Leitoffizier: Oberleutnant Wonneberger). Für die Besatzung gab es die Möglichkeit, in Moskau Ruderwettkämpfe während der Olympischen Sommerspiele zu verfolgen. Die FRA 434 wurde in FRA 4324 umbenannt. Die Stellung der Rundblickstatio (RBS) in Brusow wurde geschlossen und ins B- Objekt verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA21.jpg|gerahmt|zentriert|]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1981&#039;&#039;&#039; wird zu Jahresbeginn Major Horst verabschiedet. Neuer Kommandeur wird Major Wilfried Schmidt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1982&#039;&#039;&#039; wird in der FRA die Führungskompanie gebildet. Nachrichtenzug und Rundblickstation werden darin zusammengefasst. Erneut fand ein Gefechtsschießen in der UdSSR statt(Kommandeur: Major Schmidt, Leitoffizier: Leutnant Lippelt)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1983&#039;&#039;&#039; Im Frühjahr fand die Truppenübung &amp;quot;Navigation&amp;quot; statt. Zum Jahresende löst Major Klaus Kubicki Major Wilfried Schmidt als Kommandeur ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA19.jpg|gerahmt|zentriert|r. Hptm. Künzel, 3. v. r. OL Grondkowski, 5. v. r. Hptm. Stefan]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1984&#039;&#039;&#039; gab es erneut ein Gefechtsschießen, an dem 41 Armeeangehörige aus Retschow teilnahmen(Kommandeur: Major Kubicki, Leitoffizier: Leutnant Schulz).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1985&#039;&#039;&#039; wurden in Pinnow technische Einrichtungen modernisiert.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1986&#039;&#039;&#039; gab es Ende April, Anfang Mai ein Gefechtsschießen(Kommandeur: Major Kubicki, Leitoffizier: Leutnant Schulz). Später gab es noch eine Verlegeübung auf die Halbinsel Zingst.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1987&#039;&#039;&#039;, der 1. Dezember war der letzte Tag im Diensthabenden System für die FRA 4324 in Retschow. Schießender der Diensthabenden Besatzung war Major Künzel, Leitoffizier Oberleutnant Hempel. Der Fla-Raketenkomplex S-75 wurde von Major Müller zur Übergabe vorbereitet. In diesem Jahr wurde mit den Baumaßnahmen für das neue Objekt im Rahmen der Installation des Komplexes S-300 begonnen. Major Künzel und Fähnrich Thielke sind von Beginn an beteiligt.&lt;br /&gt;
* Aufnahmen vom 1. März(Tag der NVA)1988:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Datei:NVA37.jpg|Oberstleutnant Kubicky verliest den Tagesbefehl&lt;br /&gt;
Datei:NVA36.jpg|Dank an Zivilangestellte&lt;br /&gt;
Datei:NVA39.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:NVA40.jpg|l. Renate und Hartmut Schweitzer&lt;br /&gt;
Datei:NVA41.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:NVA43.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow273.jpg|Schule und Kindergarten zu Besuch in der Dienststelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Frühjahr&#039;&#039;&#039;1988&#039;&#039;&#039; wird der Fla-Raketenkomplex S-75 übergeben. Am 1. November wird die FRA 4324 am Standort Retschow außer Dienst gestellt und aufgelöst. Zugleich laufen die Vorbereitungen zur Einrichtung der neuen FRA 4351 in Retschow.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1989&#039;&#039;&#039; wurde die neue Raketentechnik S-300PMU Angara aus der Sowjetunion nach Prangendorf überführt. Hier laufen auch die Vorbereitungen auf das Gefechtsschießen mit der neuen Technik, das dann im Juni unter Major Gebbert stattfand.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; im September wird der Raketenkomplex S-300PMU Angara als sog. &amp;quot;sensitive Technik&amp;quot; an die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte übergeben noch bevor eine Stationierung in Retschow erfolg war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NVA24.jpg|gerahmt|zentriert|]] &lt;br /&gt;
[[Datei:NVA25.jpg|gerahmt|zentriert|]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bildergalerie ehemaliger Angehöriger der FRA Retschow&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:NVA8.jpg|r. Ludwig Hümer&lt;br /&gt;
Datei:NVA9.jpg|um 1965 v.l. Wilfried Langhammer, Major Herzog, v.r. Major Forkert, 2. Reihe v. Ludwig Hümer&lt;br /&gt;
Datei:NVA10.jpg|o. 2.v. l. Hfw Maynecke/u. v.l. Ludwig Hümer, Hans Masch&lt;br /&gt;
Datei:NVA11.jpg|v.l. Hptm. Künzel, Schubert, Rudolf, Ludwig Hümer&lt;br /&gt;
Datei:NVA44.JPG|&lt;br /&gt;
Datei:NVA45.JPG|Wehrdienstzeit L. Hümer&lt;br /&gt;
Datei:NVA42.jpg|Aufmarsch der Funktechnischen Kompanie, vorne OL Müller u. Kubicky&lt;br /&gt;
Datei:Retschow247.jpg|Besuch in Ostberlin/2. v. l. Klaus Gerlieb, r. P. Becker&lt;br /&gt;
Datei:Retschow248.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:NVA15.jpg|Peter Becker aus Stülow, Funkorter 1971/72&lt;br /&gt;
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Datei:NVA17.jpg|in der Mitte Klaus Gerlieb(Sie auch unter Büdnerei 10)u. P. Becker&lt;br /&gt;
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===Dorfleben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1970-er&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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[[Datei:Retschow41.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;1980&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow351.jpg|Hochzeitskutsche aus Retschow im Mai 1980&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;1983&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Fußballturnier zur 750-Jahrfeier in Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow308.jpg|gerahmt|zentriert|oben v. l. A. Franzke, Dr. Klaus Schoppmeyer/unten v. l. Holger Fietze, Hartmut Schweitzer, Andre&#039; Schweitzer, ?]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sport==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow384.JPG|2002&lt;br /&gt;
Datei:Retschow388.JPG|2004&lt;br /&gt;
Datei:Retschow389.JPG|2004&lt;br /&gt;
Datei:Retschow383.JPG|2010&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow402.PNG|zentriert|2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==die heutige Zeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1992&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens wurden von 1992 bis 2006 für die Gemeinde Retschow für private und öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen Gesamtinvestitionen von ca. 4,2 Mio EURO gefördert, wobei die öffentlichen Maßnahmen mit 90 % und die privaten M. anfangs zu 50 % und später zu 40 % gefördert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR95.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR96.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR97.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR98.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow299.jpg|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bau des Feuerwehrhauses 19...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow350.jpg|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2003&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Retschower Skatverein&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Skat2.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Skat3.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2004&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow306.jpg|gerahmt|zentriert|Agendatag im Gemeindesaal, vorne Philipp Richardt mit der Kindergartengruppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow382.JPG|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2008&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Festumzug anlässlich der &#039;&#039;&#039;775-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; von Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2010&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Winter am 30. Januar 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;2013&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;2017&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow252.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 4.12.2017/Retschower Streuobstwiese entsteht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2018&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow254.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 20.6. 2018/In alter Schule sollen  Seniorenwohnungen entstehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow255.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 17.6.2018/Aktivpferdestall der Agrarhof&amp;amp;Pferdepension Retschow GmbH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow256.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 9.11.2018/ Bürgermeister Berno Grzech(r.) und Gemeindeangestellter Thomas Behning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow257.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 26.10.2018/24 geschädigte Linden der Chaussee müssen gefällt werden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow381.jpg|gerahmt|zentriert|OZ 14.06.2019/Winterlinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Winterlinde auf dem Friedhof der Kirche in Retschow bei Bad Doberan steht mit einem Stammumfang von 7,19 Metern auf Platz eins im Ranking der monumentalen Bäume dieser Baumart in MV. Quelle: A. Gomolka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;2022&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof Friiida&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[http://www.kunsthof-friiida.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auszüge der Landwirtschaftsgeschichte von Mecklenburg und Vorpommern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.landesmuseum-mecklenburg.de/themen/landwirtschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gutshof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Pächter der Domäne Retschow(Quelle: Internet/Guts- und Herrenhäuser):&lt;br /&gt;
**(1778)-1787	Manecke&lt;br /&gt;
**1787-1808	Inspektor Schröder&lt;br /&gt;
**1808-1816	Johann Heinrich Kippe&lt;br /&gt;
**1816-1830	Carl Friedrich Engel&lt;br /&gt;
**1830-1865	Paul Friedrich Eduard Rabe (?)&lt;br /&gt;
**1865-1878	Friedrich Peitzner&lt;br /&gt;
**1878-(1917)	Eduard Rohde&lt;br /&gt;
**(1921)-(1928)	Hans Schuldt&lt;br /&gt;
**(1930)-(1939)	Heinrich Mestermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R44.jpg|1836/Ehrich/Statthalter&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R64.jpg|1836/Rabe&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R73.jpg|1845/Rabe&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R80.jpg|1853/Fuhrmann, Statthalter&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R96.jpg|1861/Fuhrmann, Statthalter&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Angaben zu Flächen und Tierbeständen lt. Güteradressbuch von &#039;&#039;&#039;1928&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
** Fläche gesamt: &#039;&#039;&#039;350,5 ha&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Acker und Garten: 318 ha&lt;br /&gt;
** Wiesen u. Weiden: 20 ha&lt;br /&gt;
** Wald:             21,5 ha&lt;br /&gt;
** Pferde:           36&lt;br /&gt;
** Rinder gesamt:    78&lt;br /&gt;
** dar. Kühe:        39&lt;br /&gt;
** Schweine:        121&lt;br /&gt;
** Schafe:          677&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Tess18.jpg|Mähbindereinsatz verm. auf dem Gut Retschow&lt;br /&gt;
Datei:Retschow243.jpg| H. M. für Heinrich Mestermann&lt;br /&gt;
Datei:Hofskizze.JPG|Hofskizze um 1930(Quelle: Wossidloarchiv)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow241.jpg|Skizzen vom Gutshaus nach der Erinnerung von Frau Trede, die Mamsell auf dem Hof war.&lt;br /&gt;
Datei:Retschow242.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow250.jpg|Luftbild Gutshof nach 1990&lt;br /&gt;
Datei:Retschow307.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow309.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Höfe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lt. Mecklenburgischer Staatskalender von&#039;&#039;&#039;1798&#039;&#039;&#039; werden für Retschow außer der Domäne, der Pfarrkirche, der Schmiede auch 9 Hauswirte ausgewiesen. Ihr Haus, Inventar und Land waren ebenfalls herzogliches Eigentum.&lt;br /&gt;
* Im Güteradressbuch Mecklenburg von 1928 sind die Höfe Retschows mit Flächenangaben und Tierbeständen ausgewiesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Güteradressbuch.JPG|gerahmt|zentriert|Güteradressbuch 1928]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
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Datei:Retschow319.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow320.jpg|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
* Lt. Eintrag im Kirchenbuch Retschow(Geburtenregister) wurde ein Hausmann/Hauswirth Mahn(Hof?) ausgewiesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Kibu R26.jpg|1803&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 1 (Heinrich Brügge/Heincke)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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* 34 ha&lt;br /&gt;
* Schulze&lt;br /&gt;
* Hof wurde ... nach Lüningshagen ausgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interessantes aus Lüningshagen — Martha Heincke kann viel erzählen&#039;&#039;&#039;(OZ, 24.10.1992) &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Dorfschulze Brügge besaß vor über 60 Jahren schon ein Telefon&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Retschow. Fast möchte man behaupten: Hier sagen sich Fuchs und Hase „Gute Nacht&amp;quot;, wäre da nicht die 73jährigc Martha Heincke. Sie bewohnt ein zwar entlegenes, aber schönes und unter Denkmalschutz stehendes reetgedecktes Haus in Lüningshagen. Das Gehöft ist etwa 200 Jahre alt und stand einst in Retschow. Als Heinrich Brügge in den 20er Jahren Dorfschulze wurde - Lüningshagen gehörte verwaltungmäßig damals zu Retschow - ließ das Dorfoberhaupt unten abgebildetes Bauernhaus in Retschow demontieren und an seinem heutigen Standort neu aufbauen. Bis dahin - so die fast sensationelle Auskunft der Hausbewohnerin - gab es hier ein Telefon. 1992 dagegen ist das Dorf ohne Telefon, auf „Anweisung von oben&amp;quot; wurde der Ort Mitte der 60er Jahre von der Welt im wahrsten Sinne des Wortes  abgeschnitten. Auffällig auf dem Bauernhof von Martha Heincke das Brunnenhaus — ein kleiner, ebenfalls reetgedeckter Rundbau. Bis Mitte der 80er Jahre wurde das Wasser noch mit der Handpumpe aus dem Brunnen gewonnen, heute geschieht es elektrisch. Das Wohnhaus des Gehöftes wurde erst 1992 neu gedeckt. In Lüningshagen lebten bis 1945 fünf Bauernfamilien (Radder, 2 Familien Heincke, Brügge, Schumacher) und folgende Büdner: Rath, Schlutow, Schütt, Kobrow und Suhrke. Bauer Otto Schumacher - Martha Heinckes Onkel - war ein der neuen Technik stets sehr aufgeschlossener Mensch. Er zählte in diesem Landstrich als erster Besitzer eines Dreschkastens. Mit die¬sem drosch er ab Mitte der 20er Jahre nicht nur das Getreide der Bauern in Lüningshagen. Otto Schumacher fuhr damit zum Lohndrusch auch in umliegende Dörfer, u. a. nach Schmadebeck und Retschow. Der Dreschkasten wurde von 4 bis 6 Pferden gezogen. Der Antrieb beim Dreschen erfolgte über einen Lanz-Bulldog.&lt;br /&gt;
* Interessant auch die Schilderungen der 73jährigen Frau aus Lüningshagen über ihre Schulzeit. Egal wie das Wetter war, die Eltern bestanden darauf, daß Tochter Martha den 2,5 km langen Weg nach Retschow zurücklegte. Wenn im Winter viel Schnee lag und es zu Fuß kein Durchkommen gab, mußte das „hauseigene Taxi&amp;quot; einspringen — Bruder Franz Bitter nahm dann seine Schwester aufs Pferd, und hoch zu Roß brachte er sie dann nach Retschow und holte sie dort auch wieder ab. Bis zur 4. Klasse erinnert sich Frau Heincke an ihren Lehrer Karow, nach dem 4. Schuljahr wurden die Schüler bis zur 8. Klasse vom Kantor Friedrich-Franz Griem unterrichtet. Er war gleichzeitig auch Küster und spielte sonntags in der Kirche die Orgel. Als AbcSchütze zogen die Mädchen und Jungen damals mit einem Ranzen in die Schule, dessen wichtigste Utensilien die Schiefertafel, der Griffelkasten sowie Schwamm und Lappen waren. Gelernt hat Martha Heincke in ihrer Schulzeit drei Schriften. Anfangs Druckschrift, dann die deutsche und danach die heute übliche lateinische Schrift.&lt;br /&gt;
*  Ein kleiner Hügel auf dem Grundstück in Lüningshagen weist noch auf jene Stelle hin, wo einst der Backofen der Familie stand. Einmal in der Woche wurde gebacken, ab Mitte der 20er Jahre kam der Bäckermeister Stübe aus Retschow nach Lüningshagen und versorgte von seinem Pferdefuhrwerk aus seine Kunden. &lt;br /&gt;
* Es folgte ein viele Jahre im Dorf gültiger Beschluß der Abgeordneten der Gemeindevertretung: Die Uhren in Lüningshagen waren ständig um 30 Minuten vorgstellt -jene halbe Stunde, die der Bauer oder Büdner benötigte, der gerade für den Milchtransport verantwortlich war, um alle Milchkannen einzusammmeln, damit sie pünktlich in der Molkerei Satow ankamen. Wenn Schnee lag, wurde mit einem Pferd erst einmal die Spur für den Milchwagen geritten, bevor am Tag mit Schaufeln der Schnee von den Landwegen geräumt wurde. Dazu hatte eine Bauemfamilie 2 Personen abzustellen, die Büdner nur 1 Person.&lt;br /&gt;
*  Erntefeste feierte man häufig auf dem Kornboden von Heinrich Heincke, wo Emil Bahr mit seiner „Treckfidel&amp;quot; zum Tanz aufspielte. Martha Heincke hat gemeinsam mit anderen Frauen aus Lüningshagen oft die Erntekrone gebunden, man brauchte dafür einen Abend, also 3 bis 4 Stunden. &lt;br /&gt;
* Streng waren die Sitten beim, Kirchbesuch zu Martha Heinckes Jugendzeit. Aus jeder Familie, so war es üblich, besuchte wenigstens ein Familienmitglied die Gottesdienste in Retschow. In der Familie Bitter wurde auf diese Tradition gewiß besonders geachtet, war doch Vater Ludwig Bitter Mitglied im Kirchenvorstand der Gemeinde Retschow. &lt;br /&gt;
* Auch Martha Heincke an dieser Stelle ein Dankeschön für die inteInteressante Gesprächsrunde-Klaus Jaster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow405.PNG|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 2 (Tamms/Westendorf)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten im Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R26.jpg|1803&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R33.jpg|1813&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R42.jpg|1818&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R68.jpg|1839&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R70.jpg|1841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 33 ha&lt;br /&gt;
* Westendorfs gingen um 1953 in den Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 3 (Reinck/Roß/Baade/Dost)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten im Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R30.jpg|1810&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R34.jpg|1814&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R41.jpg|1816&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R45.jpg|1819&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R49.jpg|1822&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R78.jpg|1853&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R83.jpg|1854&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R89.jpg|1858&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R7.jpg|1887&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R9.jpg|1890&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 33 ha&lt;br /&gt;
* Bauer Dost war nach der Gefangenschaft um 1946 gestorben.&lt;br /&gt;
* Frau Schumann aus Rostock ist eine Nachfahrin.&lt;br /&gt;
* Die Frau von Lehrer Paul Karow war eine geb. Baade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 4 (Masch)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R28.jpg|1804&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R40.jpg|1816&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R53.jpg|1824&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R57.jpg|1826&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R84.jpg|1854&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R87.jpg|1856&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R95.jpg|1860&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R19.jpg|1865/Büdner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 34 ha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow321.jpg|gerahmt|zentriert|Johannes Masch 1891]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franz Masch(1918-1996), Erna Masch,geb. Maaß(1922-...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 5 (Reinck/Gratopp)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 35 ha&lt;br /&gt;
* Familie Ernst Gratopp wurde Mitte der 1950-er Jahre zwangsweise nach Fulgenkoppel umgesiedelt und blieb dort wohnen.Heute wohnen Nachfahren wieder auf dem Hof.&lt;br /&gt;
* Zur LPG-Zeit Kuhstall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 6 (Heincke/Pentzin)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 38 ha&lt;br /&gt;
* Schulze&lt;br /&gt;
* ehem. Hof Heincke wurde von Friedrich Pentzin(1877-1960) ersteigert.&lt;br /&gt;
* Günter Pentzin(1923-2008)&lt;br /&gt;
* Heute betreiben Rita und Holger P. den Denkmalhof.&lt;br /&gt;
* Siehe auch unter Festschrift Fritz Jenning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 7 (Ludwig Brügge)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 35 ha&lt;br /&gt;
* Zur LPG-Zeit Sauenstall Jenning&lt;br /&gt;
* Auszüge aus den Retschower Kirchenbüchern zu den Geburten des Familienverbandes Brügge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R24.jpg|1797&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R31.jpg|1811&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R35.jpg|1814&lt;br /&gt;
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Datei:Kibu R63.jpg|1834&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Lt. Familienforschung Masch lässt sich die Geschichte der Brügges bis 1634 zurückverfolgen:&lt;br /&gt;
** Hans Brügge(1634 - 1714), in Lüningshagen geb.&lt;br /&gt;
** Hans Brügge(1666 - 1706), Bauer in Lüningshagen&lt;br /&gt;
** Hans Brügge(1719 - ?), nach 1748 Knecht und nach 1752 Hauswirt in Retschow&lt;br /&gt;
** Hans Brügge((1752 - 1817), nach 1783 Hauswirt in R.&lt;br /&gt;
** Hans Joachim Brügge(1789 - 1846), nach 1824 Hauswirt in R.&lt;br /&gt;
** Johann Joachim Heinrich Brügge(1824 - 1896), Erbpächter Gehöft 7 in R.&lt;br /&gt;
** Ludwig Carl Christian Johann Brügge(1861 - ?), nach 1896 Erbpächter Gehöft 7 in R.&lt;br /&gt;
** Albert Emil Heinrich Brügge(1897 - 1970)&lt;br /&gt;
* Die Familie wurde vorübergehend um 1953 zwangsweise nach Stülow(Hof Maaß) ausgesiedelt.&lt;br /&gt;
** Kinder: Paul Br.(1927-1996/Siehe LPG), Albert Br.(Schlachter), Heinrich Br.(Tischler und Ehemann der Lehrerin Gisela Brügge)und Betty Br.(verh. Brandt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 8 (Mau)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R25.jpg|1799&lt;br /&gt;
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Datei:Kibu R66.jpg|1837&lt;br /&gt;
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Datei:Kibu R10.jpg|1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1906 aufgeteilt an Büdner und Bäckereistelle Stübe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hof 9 (Peters)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten im Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Kibu R38.jpg|1815&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R47.jpg|1820&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R50.jpg|1822&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R54.jpg|1824&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R58.jpg|1827&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R62.jpg|1831&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 24 ha&lt;br /&gt;
* Aufteilung an Büdner(Dopp,Jenning) und Gemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gärtnerei Tessenow&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Martin Tessenow war 1920 mit seiner Familie aus Posen ausgewandert.&lt;br /&gt;
* In Retschow erhielt die Familie, staatlich gefördert, 14 ha Betriebsfläche, ursprünglich zum Hof Retschow gehörig, zum Aufbau eines Gartenbaubetriebes zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Tess50.jpg|Bauplatz im April 1920 mit Unterstand zur vorübergehenden Unterbringung der Familie&lt;br /&gt;
Datei:Tess89.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Tess45.jpg|Unterstand von innen(28.9. 1922)&lt;br /&gt;
Datei:Tess49.jpg|Rohbau 1920(Richtfest)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow195.jpg|Hof Tessenow im Herbst 1922&lt;br /&gt;
Datei:Retschow196.jpg|Martin und Anna Tessenow mit Tochter Johanna&lt;br /&gt;
Datei:Tess52.jpg|Goldene Hochzeit von Johann und Luise T. am 25.7.1926&lt;br /&gt;
Datei:Tess48.jpg|Rückansicht des Hauptgebäudes(28 m lang, 8 m breit)&lt;br /&gt;
Datei:Tess47.jpg|Hof 1934&lt;br /&gt;
Datei:Tess86.jpg|Hochzeit von Paul Freyer 1935. Freyers waren gute Nachbarn von Brügges.Lieschen Brügge mit Bruder Heini in der oberen Reihe&lt;br /&gt;
Datei:Tess87.jpg|Straßenwärter... aus Retschow&lt;br /&gt;
Datei:Tess46.jpg|Hof 1937&lt;br /&gt;
Datei:Tess10.jpg|Blick vom Hof Tessenow mit Teich zum Nachbarn, dem Müller  Wegner und dessen Scheune u. Mühle;Aquarell von Buttermann um 1945(das Original hängt bei Hermann Tessenow in HH).&lt;br /&gt;
Datei:Tess2.jpg|Tag vor der Hochzeit von Jochen und Lieschen T.&lt;br /&gt;
Datei:Tess3.jpg|Hochzeit von J. und L. Tessenow am 27.04.1947&lt;br /&gt;
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Datei:Tess25.jpg|Anni Eichhorst und Verlobten, Hannelore Brügge, geb. Stübe(Zwillingsschwester von Albert Stübe), Lieschen T. Schneider R. Schulz und Leni Suckow&lt;br /&gt;
Datei:Tess92.jpg|L. Tessenow als Geflügelflüsterin&lt;br /&gt;
Datei:Tess93.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Tess77.jpg|Blütenpracht&lt;br /&gt;
Datei:Tess11.jpg|Pflaumenbaumreihe im Obstgarten &lt;br /&gt;
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* Im Betrieb wurden Obst und Gemüse angebaut, zudem gab es eine Baumschule.&lt;br /&gt;
* Regelmäßig wurde angespannt und zum Rostocker Wochenmarkt gefahren, um die Gartenbauerzeugnisse zu verkaufen.&lt;br /&gt;
* Martin Tessenow war ein Gartenbauexperte. Er führte in seinem Gartenbaubetrieb in Retschow Düngungsversuche durch, worüber er  Bücher veröffentlicht hat(u. a. ABC der Düngung), auch gemeinsam mit Andreas Voss gab es Veröffentlichungen. Tessenows hatten Andreas Voss bei sich aufgenommen.&lt;br /&gt;
* Dr. Hermann Langer erwähnt in dem Zeitungsartikel &amp;quot;Alltag unterm Hakenkreuz&amp;quot; (Teil 9) OZ, 13.2.1993: &amp;quot;So kam der Gartenarchitekt Martin Tessenow (SPD) aus Retschow, der sich in einer Gaststätte herabsetzend über den Hitlergruß geäußert hatte, in Haft und starb sechs Monate nach seiner Entlassung offensichtlich an den Folgen.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;72jähriger Retschower erinnert sich an vergangene Zeiten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Per Postauto mit Eiern und Wurst in die große Stadt gefahren(OZ, 14.11.1992)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Retschow. Der heute 72jährige Jochen Tessenow hat so manches erlebt. Seit 1918 ist seine Familie im Ort ansässig. Die Eltern zogen 1918 in das Dorf und errichteten damals aus Fachwerk und Lehm ihr Bauernhaus, das bis heute im Familienbesitz blieb. Bis Mitte der 20er Jahre trug es ein Reetdach, doch die sich seitdem verschlechternde Wirtschaftslage zwang Jochen Tessenows Eltern, das Schilf durch Ziegelsteine zu ersetzen, denn wie heute verlangten auch früher Versicherungen für das feuergefährdete Reetdach mehr Geld. Das aber besaß Vater Martin Tessenow nicht immer, da der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse schwierig war. So verschuldete der Bauernhof in den 20er Jahren immer mehr. Jochen Tessenow, 1920 geboren, bekam das ebenfalls zu spüren, denn wenn die Lehrer Karow oder Griem zu einem Schulausflug einluden, konnte der Bauernsohn oft nicht mit, da es den Eltern schwerfiel, selbst die geforderten 50 Pfennige auf den Tisch zu legen. &lt;br /&gt;
* Der Retschower Rentner erinnert sich, daß seine Mutter sonnabends immer mit dem Postauto nach Rostock fuhr, um hauseigene Produkte, wie Butter, Wurst oder Eier, zu verkaufen, um Wirtschaftsgeld zu haben. Ein Butterfaß gehörte in jedes Bauernhaus. Auch Jochen mußte oft buttern, wie überhaupt die Mitarbeit in der elterlichen Wirtschaft schon als Schüler üblich war. Das Postauto fuhr nur einmal in der Woche. Stets am Sonnabend. Bis etwa 1950, so weiß unser Gesprächspartner zu berichten, wurde Retschow von der Poststelle Reddelich beliefert. Morgens gegen 9.00 Uhr traf der mit Briefen, Zeitungen oder Paketen beladene Postbote mit dem Fahrrad im Dorf ein, das er gegen 16.00 Uhr wieder verließ. &lt;br /&gt;
* Die Jahre 1935 bis 1939 waren wesentliche Lehrjahre für Jochen Tessenow. Zunächst erhielt er wie sein Vater die Ausbildung zum Baumschul- und Landschaftsgärtner, 1938/39 folgte ein Besuch der Landwirtschaftsschule Güstrow. Noch heute hat er für viele in seinem Garten anzutreffende, teilweise unter Naturschutz stehende dendrologische Kostbarkeiten lateinische Fachbegriffe parat. Mit besonderem Stolz verwies er auf drei etwa 15 Meter hohe, in unseren Breiten seltene Zypressen, die Vater Martin Tessenow noch gepflanzt hatte. Wenn die Mutter am Sonnabend in Rostock alles verkauft hatte, gab es genug Wirtschaftsgeld, um das zu kaufen, was im Bauernhaus nicht selbst erzeugt wurde. Bekannt waren damals drei Brüder Käding aus Kröpelin — von Beruf waren sie Müller, Bäcker und Schlachter. Bäcker Käding kam regelmäßig mit dem Pferdegespann nach Retschow, obwohl im Dorf die Bäckerei Stübe zu Hause war. Mit dem Fahrrad reiste Herr Schulmeister aus Bad Doberan regelmäßig an, um den Retschowern Tabakwaren anzubieten, und Frau Babendererde aus Börgerende verkaufte Fisch. In Retschow selbst hatten drei Kaufleute ihr Geschäft - Ruß, Stübe und Trede. Tessenow entsinnt sich besonders des Kaufmanns Ruß. Dieser kaufte den Landwirten des Dorfes ihre Produkte ab, fuhr damit nach Rostock, bot sie dort den Kunden an, und mit dem Gelderlös kaufte Ruß Kolonialwaren, über die sich seine Retschower Kunden freuten. Von Kaufmann Stübe ist bekannt, daß er auch Nachbardörfer versorgte. So nebenbei erwähnt unser Gesprächspartner noch einen in Lüningshagen heimischen Kaufmann Hackendahl, der u. a. auch in Püschow und Reinshagen seine Waren anbot. „Also, wenn man das notwendige Wirtschaftsgeld besaß, brauchte man vor 50 und mehr Jahren nicht oder nur selten in die Stadt zu fahren, die Städter kamen zu uns&amp;quot;, meint Jochen Tessenow. &lt;br /&gt;
* 1947 übernahm er den Hof, besaß als Mittelbauer außer 15 Hektar Ackerland nichts. Keine Ackergeräte, kein Saatgut, nicht ein Stück Großvieh. Von einem Verwandten lieh er sich im gleichen Jahr einen Ochsen, ein paar Geräte, um die 15 Hektar zu bestellen. Im Frühjahr 1948 kamen ein Pferd und ein Rind dazu. Ochse und Pferd wurden gemeinsam vor Pflug und Wagen gespannt - und es ging. Als ab 1948 eine Ablieferungspflicht eingeführt wurde, tauschte Jochen Tessenow  den Ochsen gegen einige Kühe, um das geforderte Milchsoll zu erfüllen. Die ersten Ernten 1948 und 1949 brachte der Retschower Landwirt noch mit primitiven Mitteln ein - das Getreide wurde mit der Hand, also einer Sense gemäht. Das waren immerhin sechs der insgesamt 15 Hektar. Doch zu Beginn der 50er Jahre ging die Bauernwirtschaft gut - zwei Pferde, sechs Kühe, Jungrinder, etwa 20 Schweine besaß der Landwirt, als 1953 die LPG Retschow gegründet wurde - 17 weitere Landwirte traten dem Betrieb bei - anscheinend noch ohne jeden Druck, der Ende der 50er Jahre auf die bis dahin verbliebenen Einzelbauern ausgeübt wurde. Tessenow selbst wurde damals Vorsitzender der Genossenschaft mit dem euphorischen Namen „Frohe Zukunft&amp;quot;. KLAUS JASTER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow192.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow231.jpg|Grabstein auf dem Retschower Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Tess1.jpg|Elternhaus von Lieschen Tessenow, geb. Brügge(1960/61 an Frau Keller verkauft)Heute von Frau Kellers Nachkommen bewohnt.&lt;br /&gt;
Datei:Tess23.jpg|Wilhelm und Ina Brügge(Eltern von L. Tessenow) vor ihrem Haus&lt;br /&gt;
Datei:Tess21.jpg|Lieschen Brügge&lt;br /&gt;
Datei:Tess88.jpg|L. Brügge als Konfirmandin &lt;br /&gt;
Datei:Tess22.jpg|Schwestern Betty(Bahls) und Lieschen(Tessenow) Brügge&lt;br /&gt;
Datei:Tess9.jpg|Anni Eichhorst und Gertrud Trede&lt;br /&gt;
Datei:Tess24.jpg|Lieschen T. in Stellung bei Pastor Schoop&lt;br /&gt;
Datei:Tess90.jpg|Betty Brügge in Stellung&lt;br /&gt;
Datei:Tess91.jpg|... u. B. Brügge&lt;br /&gt;
Datei:Tess94.jpg|L. und Bruder&lt;br /&gt;
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Datei:Tess26.jpg|Klaus und Helmut Tessenow(Söhne von Jochen und Lieschen T.)ca. 1958/59 beim Ausflug nach Heiligendamm&lt;br /&gt;
Datei:Tess27.jpg|Klaus und Helmut mit ihrer Mutter&lt;br /&gt;
Datei:Tess28.jpg|Die drei Tessenowbrüder Klaus(Jg. 1949), Helmut(1948) und Andreas(1953)&lt;br /&gt;
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Datei:Tess80.jpg|Zeichnungen von Jochen T. 1942 während der Besetzung von Finnland&lt;br /&gt;
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* Nach dem Tod von M. Tessenow am 30. Dezember 1934 wurde das Ackerland an den Nachbarn Heinrich Reinke bis 1947 verpachtet.&lt;br /&gt;
* Die Situation war schwierig: Joachim T. war noch minderjährig, Schulden drückten trotz Unterstützung durch den Familienverband, so durch den Bruder von M. Tessenow, dem Architekten Heinrich Tessenow.&lt;br /&gt;
* Joachim Tessenow, am 2. Dezember 1920 in Retschow geboren, ging 1953 mit seinem Betrieb in die neu gegründete LPG und wurde 1. Vorsitzender. In Meißen erwarb er den Abschluss als Diplomlandwirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lieschen Tessenow betreute den Legehennenbestand der LPG. Zwei Flachbauten auf Tessenows Hof waren zuvor gebaut worden(Siehe Fotos unter LPG)&lt;br /&gt;
* In der Scheune wurden zudem Broiler gemästet.&lt;br /&gt;
*  Klaus T. mußte jeden Tag eine Kiepe Brennessel schneiden und häckseln. Zu seiner Erinnerung gehört auch, dass alle vier Geflügelställe mit sog. Grudeöfen beheizt wurden(Grude= Abrieb von Briketts). Nach der Ausstallung mußte Klaus die Ställe ausmisten.&lt;br /&gt;
* Den Tessenows liegt das Zeichnen und Malen in den Genen. Zur Meisterschaft gebracht hat es Andreas Tessenow:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tess61.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tess62.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Siehe untenstehender Link zu den Werken von Andreas T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.youtube.com/watch?v=ii5-jlMxTrc]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Onkel von Jochen Tessenow war der bekannte Architekt Professor Heinrich Tessenow(Siehe Ahnentafel und unter Wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Büdnereien===&lt;br /&gt;
* Bereits &#039;&#039;&#039;1805&#039;&#039;&#039; wurden lt. Mecklenb. Staatskalender 2 Büdner genannt, zwischen &#039;&#039;&#039;1829-1835&#039;&#039;&#039; stieg lt. Gemeindechronik die Zahl der Büdner auf 11.&lt;br /&gt;
* Die Karte der Dorffeldmark Retschow weist 22 Büdnereistellen aus.&lt;br /&gt;
* Lt. Beiträge zur Statistik Mecklenburg &#039;&#039;&#039;1867&#039;&#039;&#039; sind detaillierte Angaben zu den Büdnereien aufgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow323.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow322.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Flächen der Büdnereien 1-7 befinden sich in der Büdnerreihe von der Landstraße bis zum Wald, Nr. 8 gegenüber der Nr . 1 auf der westlichen Straßenseite, Nr . 9 abgelegen an der südlichen Gemarkungsgrenze nach Reinshagen/Lüningshagen.&lt;br /&gt;
*  Die Flächen von Nr. 10-12 befinden sich im Bereich der Mühle(11 und 12 als Kirchenbüdner ausgewiesen).&lt;br /&gt;
*  Nach Aufteilung der Bauernhufen 8 und 9 &#039;&#039;&#039;1906&#039;&#039;&#039; entstanden am Wald beginnend die Nr. 13 und 14 an der südöstlichen Gemarkungsgrenze gefolgt von den Nr. 21 und 22 sowie 15-20 gegenüber der Straße vom Wald bis zur Dorfgrenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei I/Erbkrug&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Trede/Reincke&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Carl Gottfried Hinrich Trede&#039;&#039;&#039; wurde am 22.November 1818 in Retschow, Mecklenburg-Schwerin geboren. Carl ist in Retschow, Mecklenburg-Schwerin am 31.Januar 1895 verstorben und dort am 6.Februar 1895 bestattet worden. Als Todesursache wurde „Lungenentzündung“ angegeben. Carl arbeitete in Retschow als Büdner (Büdnerei Nr.1), Erbkrüger und Tischler. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Johann Heinrich Karl Ludwig Trede&#039;&#039;&#039; wurde in Retschow, Mecklenburg-Schwerin am 8.September 1849 geboren. Nach 1867 arbeitete Ludwig in Retschow als Tischler und nach 1900 als Gastwirt(Quelle: Familienforschung Masch).&lt;br /&gt;
* (Siehe oben zur Statistik 1867)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R36.jpg|1814&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R43.jpg|1818&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R51.jpg|1822&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R61.jpg|1831&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R82.jpg|1854&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R1.jpg|1880&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Frau Gertrud Trede hat Fotos und Originaldokumente zum Erbkrug gesammelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Erbkr11.JPG&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1941 wurde zur Versorgung der Gefangenen ein Küchenherd angeschafft(Quelle: Archiv LRO)&lt;br /&gt;
* 1947 baut Caroline Reimer eine offene Scheune(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
* 1954 baut Heinrich Reinke einen Geflügelstall(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow167.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow224.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow237.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Peters/Pentzin/Brasik/Reinck/Rust&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Büdnerei befand sich im Bereich des ehemaligen Konsums.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Johann Christian Heinrich Peters&#039;&#039;&#039; wurde in Retschow, Mecklenburg-Schwerin am 10.Februar 1827 geboren und dort am 11.Februar 1827 getauft. Christian ist in Retschow, Mecklenburg-Schwerin am 3.April 1890 verstorben und dort am 7.April 1890 bestattet worden. Als Todesursache wurde „Schwindsucht“ angegeben. Christian arbeitete in Retschow als Büdner (Büdnerei Nr.3). &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Christian Johann Joachim Friedrich Peters&#039;&#039;&#039; wurde in Retschow, Mecklenburg-Schwerin am 14.Februar 1860 geboren. Verstorben ist er vor 1919. In Retschow arbeitete er als Büdner (Büdnerei Nr.3)/(Quelle: Familienforschung Masch) &lt;br /&gt;
* Eintragungen zu Geburten aus dem Kirchenbuch Retschow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R92.jpg|1860&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R102.jpg|1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1947 baut &#039;&#039;&#039;Heinrich Pentzin&#039;&#039;&#039; einen Geräteschuppen(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
* 1953 baut Heinrich Pentzin das Wohnhaus um(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
* Die Büdnereistelle befand sich an der Ecke Einfahrt Fulgenweg gegenüber dem Denkmalhof.&lt;br /&gt;
* 1946/47 erfolgte eine Neueindeckung des Wohnhausdaches(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
* 1955 baut &#039;&#039;&#039;Richard Rust&#039;&#039;&#039; einen Geflügelstall(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow230.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei III&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Kröger/Mau/Schuhmacher/Batzdorf&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Retschow301.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow302.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow303.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Büdnerei nach der Hochzeit von Walter und Leni Batzdorf, geb. Schuhmacher 1955 von Lenis Großmutter ...Mau übernommen.&lt;br /&gt;
* Berta Batzdorf(1904-1988/oben Bildmitte nach dem Krieg beim Kartoffeln sammeln) floh 1945 mit ihren Söhnen Walter und Horst  aus Deutsch Hammer (Breslau) nach Retschow. Vater Erich(1905-1971) kam später aus französischer Gefangenschaft. Er wäre am liebsten in Frankreich auf einem Weingut/Spirituosenhändler geblieben, seine Frau wollte aber nicht erneut umsiedeln. &lt;br /&gt;
* Nach der Flucht und Ankunft in Bad Doberan haben Batzdorfs ein paar Nächte im Eisenmoorbad verbracht. In Retschow waren sie zunächst auf den Höfen Masch und Brügge untergebracht.&lt;br /&gt;
* Walter war wie sein Vater gelernter Zimmermann.&lt;br /&gt;
* 1960 erfolgte der Eintritt in die LPG.&lt;br /&gt;
* In den 1960-iger Jahren wurde Walter gemeinsam mit Albert Stübe und Rudolf Weigend für ein halbes Jahr zur Arbeit im Uranbergbau nach Aue abkommandiert.&lt;br /&gt;
* Heute(2019) wohnt dort Familie Bauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow178.jpg|Walter Batzdorf&lt;br /&gt;
Datei:Retschow179.jpg|Leni Batzdorf&lt;br /&gt;
Datei:Retschow180.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow181.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow182.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow183.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow184.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow185.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow186.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei IV&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vick/Dedow/Ahrens/Bahlmann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R71.jpg|1841&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R81.jpg|1854&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei V&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hameister/Lehmann&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1944 baut Georg Hameister einen Hühnerstall(Quelle: Archiv LRO)&lt;br /&gt;
* Heute wohnt hier Siegfried Lehmann mit Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Retschow377.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow378.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei VI&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R75.jpg|1849&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R90.jpg|1859&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wruck&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei VII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Kuhse?/Schuhmacher/Falkenthal&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Kibu R72.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R85.jpg|1854/Rademacher&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R86.jpg|1855&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erich Falkenthal verheiratet mit Erika Schuhmacher&lt;br /&gt;
* Heute wohnt dort Sohn Gerhard mit Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei VIII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Mahn/Hünemörder&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1946 baut Franz Hünemörder eine Scheune mit Stellmacherei(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei IX&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Schmidt/Schütt/Fuhrmann/Niemann&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Erbschmiede(Siehe oben zur Statistik 1867)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1946 baut Johann Niemann eine Scheune(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei X&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Chr. Trede?/Gerlieb/Pagels&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
* Kirchenbüdnerei&lt;br /&gt;
* Paul Gerlieb hat Informationen zu den Wurzeln seiner Familie in Retschow zusammengetragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow167.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow159.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow160.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow166.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow163.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow162.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Auf dem Bild mit Oma Luise sind die Kinder von Paul und Ruth Gerlieb, Christa, Gunter und Klaus zu sehen.&lt;br /&gt;
* 1946 erweitert Schmied Walter Pagels die Schmiedewerkstatt und den Stall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XI&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Range/Suckow&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kirchenbüdnerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1946 baut Friedrich Suckow eine Stallscheune(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Jürß&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kirchenbüdner&lt;br /&gt;
* Walter(1911-1995) und Herta Jürß(1914-1998)- (Siehe unter LPG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XIII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Dopp/Richthof&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kirchenbüdner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die weiteren Büdnereien sind 1906 durch Aufteilung der Hufen 8 und 9 entstanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XIV&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Jenning&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XV&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Pastevka?&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XVI&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Braasch/Schacht&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1957 haben Schachts die Büdnerei von Frau Braasch gekauft.&lt;br /&gt;
* Frau Braasch (gest.) war Tante von Lehrer Karow.&lt;br /&gt;
* Eine Frau Heldt hat lange Jahre dort gewohnt.&lt;br /&gt;
* Es soll Verbindungen zu Tremps(Stülow) geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XVII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Wendländer/Weiser&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1946 Wiederaufbau nach Brandschaden(Quelle: Archiv LRO)&lt;br /&gt;
* Heute wohnt dort Familie Berg und betreibt ein Zahnlabor. Frau Berg ist eine geb. Weiser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei XVIII&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Reinck/Frahm&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow173.jpg|Wohnhaus&lt;br /&gt;
Datei:Retschow174.jpg|Lotte Frahm&lt;br /&gt;
Datei:Retschow177.jpg|Lotte Frahm&lt;br /&gt;
Datei:Retschow176.jpg|Heinrich Frahm&lt;br /&gt;
Datei:Retschow175.jpg|Karin Pagels und Siegrun Frahm&lt;br /&gt;
Datei:Retschow169.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow171.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow170.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Retschow172.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1954 errichtet Lotte Frahm einen Anbau zum Schweinestall  &lt;br /&gt;
* 1955 baut Lotte Frahm einen Geräte- und Maschinenschuppen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei 19&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Saß&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1940 vergrößert Wilhelm Saß ein Stallgebäude(Quelle: Archiv LRO)&lt;br /&gt;
* 1990 von Fam. Schoppmeyer erworben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei 20&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Walter Jürß&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei 21&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;Heinrich Lange/Wittchen&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Geschäftsmann Rust aus Kühlingsborn hatte die Büdnerei als Geldanlage erworben.&lt;br /&gt;
* Heute wohnt dort Familie Pape.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Büdnerei 22&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steinfurth/Rust/Batzdorf&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1962 hat Erich Batzdorfs Familie die Büdnerei Nr. 22 von dem Geschäftsmann Rust aus Kühlungsborn gekauft.&lt;br /&gt;
* Heute wohnt dort Familie Schwaß (Frau Schwaß, Tochter von Horst B.,unten  mit Fahrrad)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow187.jpg|Horst Batzdorf&lt;br /&gt;
Datei:Retschow188.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Häusler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Häuslerei Roggentin Fulgenkoppel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Glash273.jpg|Verwandte aus Fulgenkoppel&lt;br /&gt;
Datei:Glash268.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Glash264.jpg|Dreschen in Fulgenkoppel um 1920?&lt;br /&gt;
Datei:Glash262.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Glash261.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Glash260.jpg|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Infrastruktur===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Kirche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Historische Friedhöfe in unserem Kreis(OZ, 14.11.1992)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kleine Grabplatten auch im Fußboden der Kirche&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Retschow. Einer der schönsten und interessantesten Friedhöfe unseres Kreises befindet sich an der im 14. Jahrhundert erbauten Kirche von Retschow.&lt;br /&gt;
* Die meisten der zum Kirchenspiel zählenden Dörfer, wie Retschow, Lüningshagen, Püschow und Reinshagen, bestanden schon seit ältester Zeit aus Bauernstellen oder Pachthöfen. Das spiegelt auch der Friedhof wider.&lt;br /&gt;
* Zwischen mächtigen alten Bäumen sind viele ältere Grabmäler erhalten geblieben, mit Namen wie Pentzin, Brügge, Heincke, Baade, Lange und vielen anderen, die untrennbar mit diesen Orten verbunden sind.&lt;br /&gt;
* Besonders bemerkenswert ist aufgrund ihres Alters und der Gestaltung die Grabplatte der Lisette Margarethe Louise Seer, geb. Schlegel (1791 - 1827) aus Püschow südlich der Kirche. Leider ist dieser schöne Grabstein schon sehr stark beschädigt und kaum noch zu entziffern.&lt;br /&gt;
* Mehrere kleine Grabplatten aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt es auch im Fußboden der Kirche zu sehen.&lt;br /&gt;
* Besonders fällt im Innern des Gotteshauses aber der kostbare Schnitzaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ins Auge. Auch Wandmalereien aus der Zeit um 1400 sind hier zu sehen. &lt;br /&gt;
* Auf der gegenüberliegenden Seite der Dorfstraße ist der Friedhof in jüngerer Zeit noch um ein Stück erweitert worden. Neben einem Kriegerdenkmal steht hier auch ein kleiner Stein mit einer Bronzetafel, der an die Verleihung einer Fahne durch den Großherzog an den Kriegerverein Retschow im Dezember 1913, einhundert Jahre nach dem bekannte« Gefecht zwischen französische« Truppen und einer deutsch-schwedischen Einheit, erinnert. &lt;br /&gt;
* Wer mit offenen Augen durch die landschaftlich reizvolle Umgebung Retschows geht, wird noch auf viele andere Dinge stoßen, die vom Leben unserer Vorfahren und der Geschichte dieses Dorfes zeugen(A. SCHACHT)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kirchturm soll im Herbst fertig sein&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;* In Retschow sind 250 000 Euro in Fassade, Dach und Kaiserstuhl geflossen / Am Dienstag wurde Außensanierung abgenommen, OZ, 27.2.2019 von Moritz Naumann)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Retschow. Seit 1653 ist die Kirche in Retschow mit einem Turm aus Holz ausgestattet.&lt;br /&gt;
* Aufgrund von Fäulnisschäden, Statikproblemen und Ritzen, durch die Regenwasser in das Holz und in den Turm gelangte, musste die Außenfassade für knapp 250 000 Euro erneuert werden.&lt;br /&gt;
* Am Dienstag wurden die Arbeiten von den verantwortlichen Bauleitern und der Kirchengemeinde abgenommen. „Es gibt keine Beanstandungen&amp;quot;, sagt Roland Loose von der Zimmererunion in Wismar als er die schmale Leiter, die derzeit in den Turm führt, herunterklettert. „Einzig an einer Stelle kommt das Licht durch. Das muss nichts heißen, aber es wäre gut, wenn das alle halbe Jahre überprüft und protokolliert wird&amp;quot;, sagt Loose. Denn wo Licht durchkomme, habe auch Wasser in der Regel ein einfaches Spiel.&lt;br /&gt;
* Und der Zimmerer spricht aus Erfahrung. Seit 36 Jahren arbeitet er in dem Beruf und hat schon in allen Wismarer Kirchen Hand ans Holz gelegt. „Ich habe den kompletten Neubau der St. Georgen-Kirche mitgemacht&amp;quot;, sagt Loose stolz und mit einem Lächeln. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ein Turm aus Nadelholz, Eiche und Lärche&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Seit September letzten Jahres ist der Holzturm der Retschower Kirche eingezäunt. Für etwa 250 000 Euro wurden die Turmkonstruktion, das Dach, die Außenfassade und der Kaiserstuhl erneuert. Während im Dachstuhl Nadelholz verbaut wurde, besteht das Fachwerk aus Eiche und die Außenfassade aus Lärchenholz. „Für das Fachwerk brauchten wir nur fünf Kubikmeter Eiche&amp;quot;, sagt Martin Uhle, Bauleiter für die Zimmerer und Maurer. Die Finanzierung der Sanierung stammt zum großen Teil aus Eigenmitteln - vom örtlichen Kirchenförderverein, vom Kirchenkreis und der Marlies Kressner-Stiftung. &lt;br /&gt;
* Thomas Maaß vom Architekturbüro Angelis und Partner hat das Vorhaben seit Anbeginn begleitet. „Ich war mitunter für die Planung, die Ausschreibung und die Bauleitung verantwortlich&amp;quot;, sagt Maaß. Mit dem Ablauf und dem Ergebnis ist er sehr zufrieden: „Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es hat wenig geregnet. Nur einzelne Stürme haben dafür gesorgt, dass die Arbeiten mal ruhen mussten.&amp;quot; Auch Martin Uhle zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Es ist alles in Ordnung, und wenn irgendetwas ist, gibt es ja fünf Jahre Garantie&amp;quot;, sagt er und lächelt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow419.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Sie sind zufrieden mit dem Ergebnis der Sanierung: Harry Thiede (v.l.), Martin Uhle, Rita Pentzin, Brunhilde Eickhoff, Thomas Maaß und Karsten Hut FOTO: MORITZ NAUMANN&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir müssen jetzt noch den Blitzschutz implementieren(Harry Thiede, Unternehmer)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausforderung: Die Arbeiten am Kaiserstuhl&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Die größte Herausforderung für die Bauleute sei die Kompletterneuerung des Kaiserstuhls gewesen, also der tragenden Säule, die mittig durch den Dachstuhl bis ins Freie ragt. „Es war ein schwieriges Unterfangen, die Knotenpunkte und Abfangungen richtig zu setzen&amp;quot;, sagt Uhle. Mit der Erneuerung des Kaiserstuhls musste auch der Hahn auf dem Dach des Turmes abgenommen werden. Dabei wurde die kleine Kupferkugel, die sich am Fuße des Tieres befindet, seit 1968 erstmals wieder geöffnet. „In der Kugel befanden sich die Namen der Gemeindemitglieder und Handwerker&amp;quot;, sagt Rita Pentzin, die die Vorsitzende des Kirchengemeinderates der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Steffenshagen-Retschow ist.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Bekrönung soll am 12. März gefeiert werden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Damals hatte ein Sturm den Hahn vom Dach geweht, und bevor man ihn wieder befestigte, wurde die Schatulle neu befüllt. Am 12. März um 11 Uhr wird die Praxis dann wiederholt und feierlich die Bekrönung gefeiert. „Wir füllen eine neue Kupferschatulle mit der Predigt von Pastor Kai Feller, einer Liste der Gemeindemitglieder, einer Tageszeitung und ein paar Münzen&amp;quot;, sagt Pentzin.&lt;br /&gt;
* Jetzt gäbe nur noch ein paar Restarbeiten zu erledigen, bevor das Gerüst wieder abgebaut werden kann. „Wir müssen noch den Blitzschutz implementieren&amp;quot;, sagt Harry Thiede, der mit seinem Unternehmen die Bedachung fertiggestellt hat. Danach wird mit der Innenausbau begonnen. So wird am Turm ein Anbau gesetzt, in den sowohl eine Küche als auch Toiletten eingebaut werden. Darüber hinaus soll der Innenraum beheizbar sein und Platz für 28 Stühle und Menschen bieten.&lt;br /&gt;
* „ Im Winter finden die Gottesdienste dann im Turm statt&amp;quot;, sagt Rita Pentzin. Der Turm soll dann auch als Begegnungsstätte für das Frauenfrühstück, Kirchenkaffee und Kinderveranstaltungen nutzbar sein.&lt;br /&gt;
* Wann der Turm schlussendlich fertig sei? „Ich hoffe, wir können das diesjährige Erntedankfest schon im Turm feiern.&amp;quot; &lt;br /&gt;
Die Dorfkirche in Retschow &lt;br /&gt;
* Die Dorfkirche in Retschow wurde etwa 1380 erbaut. Dabei handelt es sich um eine einschiffige gotische Kirche mit einjochigem Chor. Im Jahr 1953 wurde der Westturm aus Holz errichtet, und die kleine Glocke stammt aus dem Jahr 1443 - sie trägt das Zeichen des Gießers Rickert von Mönchshagen.&lt;br /&gt;
* In den letzten Jahrzehnten kam es zu verschiedenen Schäden an  dem Gebäude. So wurden 2007 die Fundamente unterspült, und es kam zu Absenkungen. Seither finden an der Kirche immer wieder Sanierungsarbeiten statt. FOTO: MORITZ NAUMANN &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3405.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Die Schule&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chronik der Retschower Schule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verkaufsläden&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Kindergarten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow259.jpg|gerahmt|zentriert|OZ-Artikel vom 26.6.2018]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow258.jpg|gerahmt|zentriert|]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow150.jpg|gerahmt|zentriert|OZ-Artikel vom...?]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Krug/Gaststätte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow147.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe unter Büdnereien/Erbpachtkrug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Feuerwehr&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow276.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow277.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow350.jpg|zentriert|Bau des Feuerwehrhauses 19...]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Mühle&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow325.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow165.jpg|gerahmt|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R88.jpg|1857/lt. Geburtenregister Kirchenbuch Retschow Erbmüller Schröder&lt;br /&gt;
Datei:Kibu R97.jpg|1861/Erbmüller Clasen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1950 baut Müllermeister Friedrich Wegner einen Geräteschuppen(Quelle: Archiv LRO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Schmiede&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Siehe auch unter Büdnereien 9 und 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gemeindeverwaltung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Gemeindeversammlung des Dorfes Retschow bestand bis 1918 aus 16 Mitgliedern. Das waren die 9 Erbpächter, der Pastor, der Lehrer, der Erbmüller, der Erbkrüger und 2 Büdner und seit 1910 ein Vertreter der Häusler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bürgermeister&#039;&#039;&#039;/Gemeindevertreter&lt;br /&gt;
* Um 1918 gehörten dem Gemeindevorstand an:&lt;br /&gt;
** als Schulze Erbpächter Reincke&lt;br /&gt;
** als Schöffen Erbpächter Tamms und Büdner Kuhse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach dem 1. Weltkrieg wurde am 2. März 1919 die Gemeindevertretung gewählt:11 Büdner, 1 Arbeiter, 1 Rentner, 1 Häusler, der Schmied, die Gemeindeschwester :&lt;br /&gt;
** Schulze Büdner Hans Mau&lt;br /&gt;
** Schöffen die Büdner Heinrich Rust und Heinrich Wendländer&lt;br /&gt;
* Nach 1933 wurden gewählte Gemeindevertreter durch Beauftragte der NSDAP ersetzt.&lt;br /&gt;
* 1937 wurde Fulgenkoppel der Gemeinde Retschow angegliedert(Quelle: Auszug Gemeindechronik von 1983)&lt;br /&gt;
* Am 15. September 1946. Von den 12 Abgeordneten waren 9 Neu- oder Kleinbauern, 1 Arbeiter, die Gemeindeschwester und ein Gewerbetreibender. Bürgermeister wurde der Landarbeiter Wilhelm Eichhorst.&lt;br /&gt;
* 1973 erfolgte die Zusammenlegung der Orte Stülow, Glashagen und Retschow zur Gemeinde Retschow.Bürgermeister wurde Dietrich Dürre.&lt;br /&gt;
* 1979 wurden 23 Abgeordnete gewählt, dar. 12 LPG-Angehörige, 1 Tierarzt, 1 Kindergärtnerin, 1 Verkaufsstellenleiter, 1 Gemeindeschwester, 1 Gaststättenleiter, 2 Arbeiter und 4 Angestellte sowie 7 Nachfolgekandidaten.&lt;br /&gt;
* Gemeindevertretung von 2009 - 2014:&lt;br /&gt;
** Bürgermeister Dr. Klaus Schoppmeyer(hint. R. 3. v. r.)&lt;br /&gt;
** 1. Stellvertreter des Bürgermeisters Karl-Peter Becker(hint. R. 1. v. l.)&lt;br /&gt;
** 2. Stellvertreter des Bürgermeisters Axel Kähler(vord. R. 1. v. r.)&lt;br /&gt;
** Dr. Michael Giersberg(hint. R. 1. v. r.)&lt;br /&gt;
** Ramon Grondkowski(hint. R. m.)&lt;br /&gt;
** Regina Kaufmann(hint. R.)&lt;br /&gt;
** Martin Neumann(hint. R. 2. v. r.)&lt;br /&gt;
** Gabriele Pape(vord. R. m.)&lt;br /&gt;
** Holger Pentzin(hint. R. 2. v. l.)&lt;br /&gt;
** Thomas Schubert(vord. R. l. v. l.))&lt;br /&gt;
** Dr. Herbert Bog(nicht auf dem Foto)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Retschow305.jpg|Dietrich Dürre&lt;br /&gt;
Datei:Bild 69 sonst.jpg|Hartmut Schweitzer ehrt Elfriede Becker aus Stülow(um 1980)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow304.jpg|Gemeindevertretung um 2013(Siehe oben)&lt;br /&gt;
Datei:Retschow310.jpg|Gemeindevertretersitzung&lt;br /&gt;
Datei:Retschow311.jpg|dto.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen und Legenden zu Retschow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natur und Landschaft==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow386.JPG|gerahmt|zentriert|OZ-Artikel]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Retschow385.JPG|gerahmt|zentriert|OZ-Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flurnamen in Retschow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Flurnamen der Gemarkung Retschow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Karte Flurn.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Flurn Ret 0.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Flurn Ret 4.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Flurn Ret 5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Flurn Ret 3.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Flurn Ret 2.JPG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronistenkontakt==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Die_Geschichte_von_Doberan_als_Chronologie&amp;diff=147442</id>
		<title>Die Geschichte von Doberan als Chronologie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Die_Geschichte_von_Doberan_als_Chronologie&amp;diff=147442"/>
		<updated>2026-04-28T09:43:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: /* bis zur Reichseinigung (bis 1871) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ur- und Frühgeschichte in der Region Doberan==&lt;br /&gt;
Zeittafel zur Geschichte von Doberan im Kontext zur Mecklenburger Historie: (zusammengestellt von Peter Becker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;995 &lt;br /&gt;
:Ersterwähnung Mecklenburg(Michelenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 &lt;br /&gt;
:Heinrich der Löwe besiegt Niclot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1167 &lt;br /&gt;
:Pribislaw wird nach Taufe belehnt mit Obotritenreich&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1171 &lt;br /&gt;
:Klostergründung der Zisterzienser in Doberan, dem heutigen Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1487.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1488.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
           &lt;br /&gt;
;1177 &lt;br /&gt;
:Doberan als „villa slauica“ erwähnt&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1509.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1510.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
;1178 &lt;br /&gt;
:Pribislaw stirbt bei einem Turnier in Lüneburg&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1179 &lt;br /&gt;
:Kloster zerstört und 78 Mönche getötet&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1186 &lt;br /&gt;
:Neugründung Kloster in Doberan&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
;1201 &lt;br /&gt;
:Heiligblutreliquie zieht Pilgerscharen an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1219 &lt;br /&gt;
:Gebeine Pribislaws werden nach Doberan überführt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1232 &lt;br /&gt;
:Weihe der rom. Kirche durch Bischof Brunward&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1275, um &lt;br /&gt;
:verm. mit Umbau zur got. Kirche begonnen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1280, ab &lt;br /&gt;
:Bau weiterer Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1291 &lt;br /&gt;
:Blitzschlag(keine Schäden an Kirche nachweisbar)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1300 &lt;br /&gt;
:got. Kirche zumind. rohbaufertig&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1301 &lt;br /&gt;
:Glockenguß unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1302 &lt;br /&gt;
:Flut vom… ev. verantw. für Legende vom Heilig. D.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1310 um… &lt;br /&gt;
:lithurg. Funktionsfähigkeit der Kirche gegeben&lt;br /&gt;
;um 1313&lt;br /&gt;
:Cantor und Organist Haßkerl und Kantor Schwemer unterrichten Schüler.&lt;br /&gt;
;1337 &lt;br /&gt;
:Mönchskrieg offiziell beendet&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1348 &lt;br /&gt;
:Albrecht II. und Bruder Johann werden Herzöge&lt;br /&gt;
;1350&lt;br /&gt;
:Beschreibung der Verhältnisse im Klosterbezirk(sowie um 1650)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1895.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1896.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1897.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1368 &lt;br /&gt;
:Schlussweihe der gotischen Kirche durch Bischof von Bülow &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1402 &lt;br /&gt;
:Abt Joh. Plate erhält vom Papst die Bischofswürde&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1478 &lt;br /&gt;
:Provinzialkapitel für Klöster nach Doberan einberufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1530 &lt;br /&gt;
:Kaiser Karl V. nimmt Kloster unter seinen Schutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1552 &lt;br /&gt;
:Auflösung(Säkularisierung) des Klosters&lt;br /&gt;
[[Datei:M14.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586 &lt;br /&gt;
:Generalrestaurierung Kirche durch Elisabeth(Herzogin von Güstrow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1610 &lt;br /&gt;
:Kapelle Althof als Backhaus genutzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1618 - 1648 Dreißig- jähriger Krieg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1136.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1623 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ wohnen etwa 120 Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1636 &lt;br /&gt;
:Holzlieferungen für Schwedenschanze Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1637 bis 1638 &lt;br /&gt;
:Schäden durch 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1650 &lt;br /&gt;
:Generalrep. Münster; Dob. hat 100 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675 &lt;br /&gt;
:Friedensverhandl. zw. Schweden und Brandenb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681 &lt;br /&gt;
:Gründung einer Brandgilde in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1707 - 1713 &lt;br /&gt;
:Prinz(seit 1713 Herzog) Karl Leopold residiert in Doberan&lt;br /&gt;
:Verordnungen von 1709:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Dob1302.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1303.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1304.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1305.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1306.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1307.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1308.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1309.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1310.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1311.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1312.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1313.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1314.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1315.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1316.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1317.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1318.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1319.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1320.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1321.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1322.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1323.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1324.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1325.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1326.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1716 &lt;br /&gt;
:Lindenhof erhält Schankrecht u. wird Krug u. Poststation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1717 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ werden 19 Häuser registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1730 &lt;br /&gt;
:250 EW in Doberan&lt;br /&gt;
;1738&lt;br /&gt;
:Contributionsliste&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1500.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1750 &lt;br /&gt;
:500 EW in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1762 &lt;br /&gt;
:Wollmanufaktur im alten Schloss und Wollscheune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1763 &lt;br /&gt;
:Torhaus, vermutlich älteste Gebäude nach der Säkolarisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767 &lt;br /&gt;
:38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1770 &lt;br /&gt;
:Gaststätte &amp;quot;Zum Ochsen&amp;quot; mit Ausspanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1782 &lt;br /&gt;
:zweite Schulstelle, bis zu 150 Schüler pro Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783 &lt;br /&gt;
:Wohnhaus Kammerhof durch Johann Christoph von Seydewitz gebaut&lt;br /&gt;
[[Datei:Becker Lichtenberg 25 Mai 1788.jpg|thumb|300px|zentriert|Auszug aus dem Tagebuch von Hermann Friedrich Becker über seine erste Begegnung mit Georg Christoph Lichtenberg am 25.Mai 1788 in Göttingen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 &lt;br /&gt;
:Gründung des 1. Dt. Seebades Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 -1801 &lt;br /&gt;
:Bauten von Seydewitz(Logier-, Amts-,Badehaus)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1840.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Flecken Doberan hat etwa 900 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Anlage des Englischen Gartens und des Kamps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:erster Brückensteg in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1798 &lt;br /&gt;
:540 Gäste, dar. Hufeland und Thaer&lt;br /&gt;
;frühes 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
:Trachten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1845.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1801 &lt;br /&gt;
:Errichtung eines Damenbades in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801 – 1836&lt;br /&gt;
:Schaffung der Bauten Severins in Doberan und Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Goldbank im Logierhaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2199.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Verbot von Strohdächern&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3068.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1804 &lt;br /&gt;
:erste Pferderennen auf freiem Felde&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2086.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1806 &lt;br /&gt;
:erste Vorstellung im Schauspielhaus(Sponsor Graf Hahn von Basedow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. kehrt aus 1-jähr. Exil zurück u. wird gefeiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:127 Häuser und 1.349 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1809&lt;br /&gt;
:Albrecht Daniel Thaer&lt;br /&gt;
[[Datei:M145.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1835.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur Reichseinigung (bis 1871)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
* link &amp;quot;Die Mecklenburger 1813/15&amp;quot;&lt;br /&gt;
https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000001632&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bad Doberaner Buchenberg in früheren Zeiten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ort der Feuerwerke und Duelle&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Dr. Helge Rewaldt, Ostsee-Zeitung, Januar 1991 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* In den ersten Jahren des Badeortes Doberan war der Buchenberg der beliebteste Ausflugsort  und Aussichtspunkt der Badegäste.&lt;br /&gt;
* Mit Lauben und Bänken war er reichlich versehen, von gepflegten Wegen durchzogen. Kegelbahn, Musik, Restauration fehlten nicht, wie ein Chronist schrieb.&lt;br /&gt;
* Vor allem aber fand hier das Feuerwerk statt, das von dem herzoglichen Feuerwerker Hieber bereitet wurde. Ein .Feuerfall, der von dem Berge herunterströmt war besonders beliebt, aber auch Raketen, die so hoch stiegen, daß man sie 3 bis 4 Meilen weit sehen konnte. Bei besonderen Gelegenheiten gab es auch erleuchtete Tempel und brennende Namenszüge.&lt;br /&gt;
* Die Aussicht, viel freier als heute, war berühmt, besonders von der Westseite aus, wo als Regen- und Sonnenschutz ein chinesischer Strohschirm errichtet war. Man sah auf die Klostermauer mit dem großen Torweg und der kleinen Pforte (das sogenannte Grüne Tor wurde erst später angelegt), auf die Kirche und auf Doberan mit den bewaldeten Hügeln im Hintergrund.&lt;br /&gt;
* Einen sehr lebendigen Eindruck aus dieser Zeit vermittelt uns John Brinckman in seinem Roman „Kasper Ohm un ick“: „As wi dor nu so unner de hogen Böm rümstewelten un in den eenen Weg rinbögten, is dor &#039;ne Lustbänk, un dor set een lütten Mann up, de hadd &#039;n groten Stirn vör de Bost un ’n korten Stummel in de Mund un smökt un sehg sihr fründlich ut“. Der kleine Mann auf der .Lustbank*, so stellt sich heraus, ist niemand anderer als der Großherzog, mit dem Kasper Ohm dann ins Gespräch kommt. &lt;br /&gt;
* Allerdings war der Buchenberg auch der Ort der Duelle. So wird von einem Pistolenduell des Hofkomikers Peters berichtet, das ein äußerst blutiges Ende nahm. Der Schauspieler hatte, um seinen Gegner zu erschrecken, sich eine mit Ochsenblut gefüllte Schweinsblase unter das Wams gebunden und sie im richtigen Moment platzen lassen. &lt;br /&gt;
* Einen tragischen Ausgang nahm dagegen das Säbelduell des jungen Albert von Stael-Holstein, eines Sohnes der berühmten Schriftstellerin, der mit einem russischen Offizier beim Glücksspiel in Streit geraten war. Der junge Stael wurde durch einen Säbelhieb in den Hals getötet. Das war 1813. Der Ort des Duells wird als ein „kleines Rund inmitten des reizend daliegenden Gehölzes“ beschrieben, er ist heute nicht mehr genau auszumachen.&lt;br /&gt;
* Infolge dieses Ereignisses verlor der Buchenberg an Beliebtheit, die Belustigungen für die Gäste fanden nun auf dem Kamp, im Englischen Garten und auf dem Jungfernberg (Tempelberg) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob654.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:Friedrich Ludwig Röper&lt;br /&gt;
[[Datei:M171.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1519.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1816 &lt;br /&gt;
:Blücher erholt sich in Doberan. Er soll bei der Gelegenheit im Casino die Bank gesprengt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1817 &lt;br /&gt;
:165 Häuser und 1777 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819 &lt;br /&gt;
:Madame Reichard mit Heißluftballon&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR68.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR67.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821 &lt;br /&gt;
:Erbohrung einer Eisenquelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822 &lt;br /&gt;
:erstes Galopprennen mit Vollblutpferden und Gründung des „Doberaner Rennvereins“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Dampfschifffahrt Travemünde-Heil.d.-Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Mendelssohn Bartholdy weilt in Doberan&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan J Chronologie1824.PNG|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1825 &lt;br /&gt;
:Silberbank eröffnet im Lindenhof&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;1826 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. stiftet Wanderpokal „Goldene Peitsche“&lt;br /&gt;
;1827&lt;br /&gt;
:Die Sängerin Angelica Catalani trat im Schauspielhaus auf(zuletzt 1827)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1497.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1830 &lt;br /&gt;
:Neuer Friedhof und Altstadt entstehen; 2.210 EW&lt;br /&gt;
;1835&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1521.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Wilhelm von Humboldt in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1833.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1832&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2591.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1836 &lt;br /&gt;
:Severin stirbt in seinem Haus in Doberan(Grabst. ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I., Leop. von Plessen und S. v. Vogel sterben&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2077.jpg|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
„Freimuethiges Abendblatt“ von 1837&lt;br /&gt;
Doberan den 20. Februar&lt;br /&gt;
*Die erste Nachricht von dem Ableben des höchstseligen Großherzogs kam nach Doberan als unverbürgtes Gerücht und fand anfangs wenig Glauben. Wenn aber die Trauerkunde sich fort und fort bestätigte, so war dieselbe im ganzen Orte schon zur Gewißheit geworden, als sie von dem Herrn Präpositus Crull am Sonntage Quinquagesimä 5. Febr. der Gemeine vorläufig angezeigt ward. Der verlesenen Danksagung am Conntage Invocavit 12. Febr. ließ der Herr Präpositus Crull eine kurze Gedächtnißrede folgen und nach der Predigt ward eine Abänderung des Trauergedichts, welches die Rostocker Zeitung begleitete und welches mit den Worten „Unser Vater ist nicht mehr!“ anfängt, von einem Männerchor gesungen.&lt;br /&gt;
*Der folgende und der feierlichen Beisetzung der hohen Leiche zu Doberan voran gehende Bußtag gab dem Herrn Präpositus Crull die Gelegenheit zu recht treffenden und ansprechenden Beziehungen auf die bevorstehende Feierlichkeit und sonstigen Verhältnisse.&lt;br /&gt;
*In Bezug auf die feierliche einstweilige Beisetzung der hohen Leiche in der fürstlichen Grabcapelle zu Doberan scheint kein allgemein verabredetes Zusammenwirken sämtlicher Bewohner Doberans stattgefunden zu haben. Die einzige Vereinigung zu einem gemeinsamen Zweck scheint darin bestanden zu haben, daß etwa 140 Individuen aus allen Ständen sich mit Trauerfähnlein versahen am 18. Februar Morgens gegen 8 Uhr vor dem Prinzenpalais zusammen sich ausstellten und von da aus ihre Posten bezogen. Die übrigen Einwohner männlichen Geschlechtes beschränkten sich anscheinend auf die Absicht an dem Trauergefolge also Antheil zu nehmen, wie es einem jeden der Augenblick der Procession gestatten möchte.&lt;br /&gt;
*Am 16. Feb. wurden zuerst Militairpersonen hier sichtbar, am 17. aber zogen Nachmittags die Detachements der Garde und der Rostocker Garnison in aller Stille ein. Später Abends waren incognito Se. Königliche Hoheit der Großherzog, Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog, des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht angekommen und die Straßen belebten sich durch ankommende Fremde.&lt;br /&gt;
*Der feierliche Leichenzug fand am 18. d. M. in folgender Ordnung statt: Auf der kröpelin-doberaner Amtsscheide waren am 18. Februar um 6 Uhr Morgens sämmtliche Landleute in schwarzen Kleidern und Trauerflor, mehrentheils auch auf schwarzen Pferden, nämlich etwa 200 Hauswirthe und sämmtliche Pächter und Erbpächter des doberaner Amtes, wie auch die Amts-, Forst- und Baubehörden gegenwärtig und aufgestellt. Der Trauerzug langte um 11 ½ Uhr auf der Scheide an. Dem Leichenwagen voran ritten die Landleute der Ämter Bukow und Warin, von denen die Bukower auf der Scheide abbrachen, die Wariner aber dem Zuge bis nach Doberan hinein voran blieben. Den wariner Landleuten folgten 12 vier- und zweispännige Wagen mit Personen jedes Standes. Hinter diesen ritten die doberaner Landleute ein, denen das Amts-, Forst- und Baupersonale in 4 Wagen folgte. Ein Detachement Dragoner schloß sich diesen an, worauf der Leichenwagen folgte. Hinter dem Leichenwagen ward das Gefolge aus dem Hofchargen, aus der Hofdienerschaft und allen denen gebildet, welche sich sonst noch dem Leichenzuge angeschlossen hatten, bis endlich ein Detachement Dragoner den Zug beschloß.&lt;br /&gt;
*Auf der doberaner Feldscheide rückte die Leibdroschke des höchst seligen Großherzogs vor dem Leichenwagen in den Zug ein, welcher sich bis in die Nähe der Oertenbrücke am Fontaineplatz fortbewegte. Die wariner Landleute und Chevaux légers zogen auf gradem Wege in den Ort ein, die doberaner Land Leute aber desilirten in eine Seitenstraße. Hart an der Oertenbrücke machte der Zug eine halbe Stunde Halt, welche von der Dienerschaft zur Reinigung des Leichenwagens, von den Hofchargen und sonstigem Gefolge aber benutzt wurde, um sich in die Gallauniformen umzukleiden. Nach Verlauf der halben Stunde ordnete sich der Zug: Vorauf ein Detachement Che vaux légers, dann die Laufer, die Haiducken und die großherzogliche Dienerschaft, die Amts-, Forst- und Baubehörden, die Schullehrer und Candidaten, die Geistlichkeit der doberaner Präpositur und der Präpositus zwischen den beiden Deputirten des rostocker Ministerii, hierauf der Leichenwagen. Zur Seite desselben gingen die großherzoglichen Kammerdiener, zwölf doberaner Einwohner jeden Standes in Trauer und 12 Dorfschulzen in Nationaltracht, bestimmt, die hochfürstliche Leiche in die Kirche zu tragen. Neben diesen zu jeder Seite 6 warnemünder Schiffer mit großen meklenburgischen Flaggen in Trauer und neben diesen 12 doberaner Einwohner mit Trauerfähnlein. Hinter dem Leichenwagen bildete sich die Folge in gemischter Reihe ohne alle Rangordnung und so wie es das geräumige Terrain gestattete, aus dem Militair den Hofschargen, den Deputirten der rostocker Facultäten, der Canzlei, der Stadt, den Studirenden, aus den Chargirten der Post, der Steuer ec., den doberaner Einwohnern und aus jedem Meklenburger, welcher in Trauerkleidern sich dem Gefolge anschließen konnte und wollte. Ein Detaschement Chevaux légers beschloß den Zug. Der Trauerzug überschritt die Oertenbrücke und nahm vor dem Prinzenpalais unmittelbar hinter der Leiche Se. Königl. Hoheit den Großherzog, und demselben folgend Se. Königliche Hoheit den Erbgroßherzog zwischen des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht auf. Dann bewegte sich der Zug über den Fontaineplatz am Schauspielhause, Logierhause, Salon, hinab zum großherzoglichen Palais zwischen den Trauerfähnlein tragenden Doberanern hindurch. Vor dem Palais, auf welchem die weiße Trauerfahne mit schwarzem Rande war aufgezogen worden, salutirten 4 Fahnenträger mit den großen Trauerfahnen und dem Portier in der Mitte. Vom Palais ging der Zug zum Amtsthore, dem alten Klosterthore, unter welchem der Damm hatte auf genommen werden müssen, um dem Leichenwagen den nöthigen Raum zu schaffen, und trat nun in das vom Amtsthor bis zur Kirche en haye aufgestellte Militair, der Garde und der rostocker Garnison ein. Hart an der Kirche über deren Eingang zwei Trauerfahnen herabhingen, stand eine Abtheilung der Garde in front aufgestellt und die Trommeln schlugen bis zur zur Abnahme der hohen Leiche vom Wagen die Trauerwirbel. Der hochfürstliche Sarg ward nun von den 24 Trägern abgehoben und ohne alle Unterbrechung durch die Kirche in die Grabcapelle getragen und auf das bereits errichtete Gerüste gestellt. Der Präpositus sprach den Segen und gab mit der ganzen ordinirten Geistlichkeit zugleich das Zeichen des Kreuzes, worauf ein stilles Gebet die Leichenfeierlichkeit beschloß.&lt;br /&gt;
*Ein wohlverbürgtes Gerücht bezeichnet als künftige Ruhestätte des höchstseligen Großherzogs den großen freien Platz im Schiff der doberaner Kirche, zwischen dem Altar und den Kirchenständen, wo die hohe Leiche in einem Sarkophage von meklenburgischem Granit wird beigesezt werden. Das geräumige Locale zu Doberan konnte eine große Menschenmenge aufnehmen, ohne eben den Trauerzug durch Gedränge zu belästigen und die den Fontaineplatz umgebenden Wohnhäuser, so wie die großen öffentlichen Gebäude boten Raum für eine Menge Damen. Die Zahl der versammelten Zuschauer schätzt man auf 4 bis 5000 und weiß man mit einiger Gewißheit, daß über 1000 Pferde in Doberan eingezogen. Das Wetter war sehr nebelig, als ob auch der Horizont sich in Trauerflor eingehüllt habe.&lt;br /&gt;
*So viel man weiß, ist die Feierlichkeit selbst ohne alle Unglücksfälle beendigt worden und die aus Vorsicht in den Straßen vertheilten 2 Gendarmerie Brigaden dürften nirgends nöthig gehabt haben vermittelnd oder ordnend einzuschreiten. Nach beendigter Feierlichkeit hatte jedoch ein Knabe das Unglück unter durchgegangene Pferde zu fallen, aber auch das Gluck in der ersten hülfreichen Hand die Hand seines erhabenen Fürsten zu erkennen, welcher auch noch mit fürstlicher Großmuth alle Verfügungen zu seiner Heilung getroffen hat.&lt;br /&gt;
*Doberan hatte nur noch etwa 2 Stunden nach beendigter Feierlichkeit das Glück, die höchsten Herrschaften in seinem Weichbilde zu sehen, denen sogleich in langem Zuge eine große Menge Fremder folgte. Was nicht schon gestern Abschied nahm, ist heute früh geschieden und so liegt denn wieder auf Doberan die Stille des Winters, welche selten unterbrochen zu werden pflegt, bis die Badezeit die Fluren aus ihrem Schlummer aufwecken wird.&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2087.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:es gibt eine höhere Mädchenschule&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Doberaner in Diensten des Großherzogs Fr. Fr.I.(Meckl. - Schwer. - Staatskalender 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*N. Gaertner, Hofuhrmacher&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoflieferanten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Helmuth Bielefeld, Hofbäcker&lt;br /&gt;
*Joachim Gottfried Schmidt, Beutler&lt;br /&gt;
*Benjamin Beckmann, Glaser&lt;br /&gt;
*N.N. Wentzien jun., Grobschmid&lt;br /&gt;
*N.N. Storer, Maurermeister&lt;br /&gt;
*Hauck, Schlächter&lt;br /&gt;
*Friedrich Struck, Hofschlösser&lt;br /&gt;
*W. Maas, Hofschneider&lt;br /&gt;
*Friedrich Pfannenstiel, Tapezierer&lt;br /&gt;
*Carl Mowitz, Tischler&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Bedienstete&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Müller, Portier im Hofstaat&lt;br /&gt;
*Friedrich Flemming, Baumeister&lt;br /&gt;
*Carl Severin, Bau Conducteur&lt;br /&gt;
*Wilhelm Ferdinand Knopp, Kammer Commissär &lt;br /&gt;
*Conrad Meyer, Relutionskommissar&lt;br /&gt;
*H.C. Eggers, Oberlandforstmeister&lt;br /&gt;
*Friedrich Hundt, Geheimer Amtsrat&lt;br /&gt;
*N.N. Rott, Landreiter&lt;br /&gt;
*J.C. Thamms, Landreiter&lt;br /&gt;
*Carl Junge, Gerichtsdiener&lt;br /&gt;
*Joachim Finck, Polizeidiener und Camp Aufseher&lt;br /&gt;
*N.N. Beese, Damm- und Brückenzolleinnehmer&lt;br /&gt;
*Joh.Fr.And. Glaevecke, Candid. Superintendend&lt;br /&gt;
*Doctor Johann Heinrich Matfeldt, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Doebereiner, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Malbranc, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Hofapotheker J. Heinrich Framm, Tierarzt Doberan&lt;br /&gt;
*Geheimer Medicinalrath Dr. von Vogel zu Rostock, auch Badearzt&lt;br /&gt;
* Geheimer Amtsrath Hundt zu Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1838 &lt;br /&gt;
:*Demmler beginnt Bautätigkeit in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:*Die Tänzerin Marie Taglioni tritt im Schauspielhaus auf(auch )1840)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1498.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1839 &lt;br /&gt;
:Masch.fabr. u. Eisengieß. Kähler prod. Landmasch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1841 &lt;br /&gt;
:Schulordnung für den Flecken Doberan&lt;br /&gt;
:Versamml. dt. Land- u. Forstw. in Dob.(900 Gäste)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte1.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte2.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:M213.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1841/42 &lt;br /&gt;
:Überbauung Bäche Alexandrinenplatz und Markt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1842 &lt;br /&gt;
:Gh. Paul Fr. stirbt am 07.03.1842 im Alter von nur 42 J.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1843 &lt;br /&gt;
:Findling von ca. 220 t von Elmenh. nach Hd. in 100 Tg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3408.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3409.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;1845 Doberan hat 550 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Bürgerschule im Kornhaus&lt;br /&gt;
:Doberan hat 594 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Kaltwasseranstalt in der Neuen Reihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1848&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z24.PNG|thumb|700px|zentriert|revolutionäre Ereignisse von 1848 in Doberan)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 &lt;br /&gt;
:Allee nach Hd. wird mit holl. Linden angelegt/3531 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 [[Datei:Dob1485.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 um &lt;br /&gt;
:Frh. von Drais fährt mit Laufrad auf dem Kamp&lt;br /&gt;
;1851&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1165.PNG|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1856&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3069.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1858&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2457.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2458.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2459.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:Gründung des Doberaner Sportvereins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868 &lt;br /&gt;
:Verbot des Betr. von Spielbanken durch norddt. Bund&lt;br /&gt;
;1870&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan R Chron1870.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2460.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kaiserreich (1871-1918)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872 &lt;br /&gt;
:Jahrhundertflut mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1873 &lt;br /&gt;
:Seebad wird wegen finanz. Probl. an AG verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1877 &lt;br /&gt;
:Wirken Möckels beginnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879 &lt;br /&gt;
*Doberan erhält Stadtrecht&lt;br /&gt;
*Der Großherzog Friedrich Franz II. veranlasste die Erhebung Doberans zur Stadt. Bis es so weit war, vergingen allerdings Jahre, wurde eine Kommission gegründet, die die Stadteinweihung vorbereitete. Erster Bürgermeister war 1879 Wilhelm Schmidt.&lt;br /&gt;
*Hinter der Nummer A 500 versteckt sich der Anfang der Stadt Bad Doberan. In der Akte, die sich im Stadtarchiv befindet, liegt die Dotationsurkunde vom 24. Juni 1879, 19 Seiten stark. In der Schrift ist festgehalten, wie das Stadtgebiet aufgeteilt ist, wie das Stadtwappen aussieht. Am 1. Juli 1879 erhielt Doberan Stadtrecht.&lt;br /&gt;
*1879 wurde aus dem Flecken eine Stadt. An dieses Ereignis erinnert Friedrich Ruth in einer Jubiläumsschrift anlässlich des 25-jährigen Stadtjubiläums 1904. Hier steht geschrieben, wie sich die Stadt auf die Stadtgründung vorbereitet hat. Es wird von der Stadteinweihung selbst berichtet, wie das Wetter war, wer kam,  wie die Leute angezogen waren.&lt;br /&gt;
*Großherzog veranlasste Erhebung zur Stadt&lt;br /&gt;
*Damals lebten etwa 4500 Einwohner im Flecken Doberan, der im „Verbande des Großherzoglichen Amts Doberan war.“ 1871 kam die Frage auf, ob Doberan künftig als Gemeinde gelten sollte, dem Amt untergeordnet, oder Stadtrecht erhalte. „Großherzog Friedrich Franz II., der von jeher besonderes Interesse für Doberan hegte, wünschte Bewidmung Doberans mit Stadtrecht“, schreibt Friedrich Ruth, Archivregistrator zu Schwerin. Und so wurde in dem Ministerium über Finanzen gesprochen, Ausgaben und Einnahmen aufgelistet, eine Kommission gegründet. Diese befasste sich unter anderem auch mit territorialen Fragen.&lt;br /&gt;
*Die Frage, ob der Heilige Damm mit der Stadt zu vereinigen sein würde, verneinte die Kommission. Ebenso war sie gegen den Übergang des Stahlbades an die Stadt. Die Überweisung des Domanial-Arbeitshauses sowie des Kamps befürwortete sie, auch den Durch- und Umbau des Salongebäudes zum städtischen Rathaus.&lt;br /&gt;
*Wie Ruth weiter berichtet, stellte sich aber heraus, dass das Gebäude für Rathaus und Bürgermeisterwohnung zu groß sei. Da das Gerichtswesen neu organisiert wurde, wurde hier ebenfalls das Amtsgericht untergebracht.&lt;br /&gt;
*Erstes Rathaus wurde das „Salongebäude“ in der August-Bebel-Straße. &lt;br /&gt;
*Mit Erhebung Doberans zur Stadt wurde auch eine Stadtkarte sowie ein Eigentümerregister erstellt, das heute noch vorliegt. Zahlen auf der Karte finden sich im Register wieder. So lässt sich herausfinden, dass das Flurstück 612 in Nähe des Münsters zur Kämmerei gehört, die 613 daneben aber der Landesverwaltung, also dem Großherzog.&lt;br /&gt;
*Zeitgleich mit der Verleihung des Stadtrechts wurden auch Ordnungen und Regulative erlassen wie die Schulordnung, die Armenordnung oder das Weideregulativ. &lt;br /&gt;
(Quelle: Andrea Gläwe Stadtarchiv Bad Doberan 2019)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1774.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1776.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1775.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob800.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z58.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Progymnasium eingew.(Puppenh. Beethovenstr.)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob408.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1880 &lt;br /&gt;
:Park. Weg, G.-str., Dammch., N. Reihe, Sever.str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Gh. Fr. Fr. II. verstirbt am 15. April kurz nach seinem 60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Rostock-Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1884 &lt;br /&gt;
:Fremdenführer&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Wismar-Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885 &lt;br /&gt;
:Baron von Kahlden wird der all. Besitzer v. Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1886 &lt;br /&gt;
:Molli nimmt Betr. auf, 1910 bis Brunshaupten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887 &lt;br /&gt;
:Postbaurat Perdisch aus SN err. das Postgebäude&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1888 &lt;br /&gt;
:Aufstockung des Stahlbades mit dem Festsaal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1889 &lt;br /&gt;
:Gymnasium nimmt Betrieb auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1894 &lt;br /&gt;
:Lindenhof wird vergrößert(Hotel)&lt;br /&gt;
;um 1900&lt;br /&gt;
:Es gibt 2 Stadtschulen(13 Lehrer, 13 Klassen,628 Schüler)&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:Sängerfest in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2006.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1902 &lt;br /&gt;
:Bau der Turnhalle am Gymnasium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903 &lt;br /&gt;
:Gaswerk am Bahnhof&lt;br /&gt;
;1904&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904 1.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2461.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z18.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908 &lt;br /&gt;
:Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
:Verkauf der Klosterbrennerei:&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1908.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1909&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob115.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910 &lt;br /&gt;
:Verk. von Hd. an den Schriftst. Walter John-Marlitt&lt;br /&gt;
:Hausfrauenverein&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR25.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR26.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1911 &lt;br /&gt;
:Konkurs, Bildung der Ostseebad Heiligend. GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Villa Feodora entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Stromversorgung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Gründung Heimatmuseum von Doberan&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z20.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Sturmflut in Silvesternacht&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
:Gedenkfeier zum Gefecht bei Retschow von 1813 gegen die napoleonische Armee&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR66.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1914 -18 &lt;br /&gt;
:1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
;1914&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob805.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1916&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob779.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
::Kartoffelanbau in Notzeiten auf dem Kamp&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob594.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weimarer Republik (1918-1933)==&lt;br /&gt;
;1918&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1918.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z57.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1919 &lt;br /&gt;
:das erste Kino wird eröffnet(Mollistraße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er Heimattreffen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;400px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dob2168.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2169.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Dob2170.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2171.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2172.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fahnenweihe1920 Neue Reihe.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Doberan wird Bad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Die Sparkasse wird eröffnet(Sitz im Ratshaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1922 &lt;br /&gt;
:chem. Fabr. Walkenhg.(Pr. v. Nikot. u.Tabakextr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1923&lt;br /&gt;
[[Datei:M2.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M3.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924 &lt;br /&gt;
:Baron Oskar von Rosenberg aus Zürich rettet Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
:Fahnenweihe in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob754.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2815.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hindenburg in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:T2.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1619.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Werbung am Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Die grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt, Kultur und im Regierungssystem erforderten, daß traditionelle Denk- und Verhaltensweisen mit den neuen Herausforderungen in Einklang gebracht werden mußten. Doch dieser Prozeß ging, wie wir bereits an Beispielen zeigten, auch in der Heimatregion nicht ohne Konflikte und Gegenbewegungen ab. &lt;br /&gt;
* In Mecklenburg-Schwerin regierte seit 1924 eine von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) geführte Rechtsregierung unter Jochen Freiherr v. Brandenstein, an der die Deutsche Volkspartei (DVP) beteiligt war.&lt;br /&gt;
* Die Deutschnationalen bestimmten in Bad Doberan gleichfalls das politische Klima maßgeblich mit. Ihre Programmatik, auf die Interessen von Großgrundbesitz und Schwerindustrie ausgerichtet, war autoritär-monarchistisch und christlich-national. Sie führten häufig propagandistische Veranstaltungen durch, so am 25. März 1925 einen „Deutschen Abend&amp;quot; im „Lindenhof&amp;quot;. Hier heizte ein Lichtbildervortrag den Nationalismus zu Themen an, wie „1813&amp;quot; („Aus der Zeit der Not&amp;quot;, „Die Erhebung der Völker&amp;quot;) und „An Rhein und Ruhr um deutsches Sein&amp;quot; (40 Bilder aus dem besetzten Gebiet). &lt;br /&gt;
* Als ein Rückschlag für die Republik erwies sich der Tod des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD), obwohl seine Politik umstritten war. Jetzt mußte ein neuer Reichspräsident gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Die DNVP, DVP und die rechtsextreme Deutschvölkerische Freiheitspartei schlossen sich in einem „Reichsblock für Stadt und Land Doberan&amp;quot; zusammen und riefen dazu auf, den früheren Reichsminister Karl Jarres (DVP) zu wählen. Der Wahlgang vom 29. März brachte zwar in Bad Doberan für Jarres 2014 von 2981 Stimmen, doch erhielt dieser bei sechs Gegenkandidaten insgesamt nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang war am 26. April fällig. Diesmal wollte der „Reichsblock&amp;quot; für Bad Doberan und Umgebung Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg gleichsam als Ersatzkaiser an der Spitze sehen. „Nur ein Sieg Hindenburgs kann uns retten&amp;quot;, stand in einem Aufruf. Und in dem Gedicht „Der Retter&amp;quot; hieß es in holprigen Reimen: „Du reichst die Hand uns fest und schlicht,/willst Führer und Bruder uns wieder sein.-/Führ&#039; uns! Wir folgen durch Nacht und Licht/Hindenburg, dir allein!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Als Gegenkandidaten waren der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx und der KPD-Führer Ernst Thälmann aufgestellt worden. Nach dem Wahlsieg stellte sich heraus, daß in Bad Doberan Hindenburg unter allen Städten des Landes die meisten Stimmen aufzuweisen hatte. In den Straßen wurden wieder die alten Fahnen in den schwarz-weiß-roten Farben gehißt. Auch in der Umgebung hatten viele für Hindenburg gestimmt, z. B. in Heiligendamm 77 (22 für Marx), in Brunshaupten 880 (302 für Marx und 10 für Thälmann), in Alt Gaarz 120 (59 für Marx und einer für Thälmann). &lt;br /&gt;
* Der 78jährige Hindenburg, der nach dem Krieg in seiner Villa in Hannover wie Barbarossa im Kyffhäuserberg zurückgezogen gelebt hatte, zog wieder in die Politik ein. Er schwor auf eine Verfassung, deren Träger er zwar verabscheute, die er dann aber hochhielt wie eine preußische Felddienstordnung.&lt;br /&gt;
* 1927 sollte er als Ehrengast am Doberaner Rennen teilnehmen. In diesem Klima konnten die Rechtsextremisten an Boden gewinnen. Hindenburg dankte persönlich der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung für die Unterstützung im Wahlkampf. Diese trat in Bad Doberan wiederholt unter dem Zeichen des Hakenkreuzes an. Ihre Führerschaft organisierte Vorträge zu wirtschaftspolitischen Themen und attackierte die Weimarer Demokratie.&lt;br /&gt;
* Zur Rechtsszene gehörte der Frontbann, der von dem ehemaligen Freikorpsoffizier und zeitweiligen Hitleranhänger Gerhard Roßbach gegründet worden war. Sein 1922 in Neubukow gebildetes Hauptquartier strebte  an, „von hier aus die Wasserkante im Sinne der nationalen Befreiung zu beherrschen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob672.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Diese Organisation verfügte 1925 noch, über aktive Stützpunkte in Bad Doberan, Kröpelin und Reddelich. Darüber hinaus warb Roßbach am Doberaner Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend.&lt;br /&gt;
* Ende Juli fand in Bad Doberan auch der Bundestag der „Adler und Falken&amp;quot; statt. Die nach außen hin sich unpolitisch gebende Jugendorganisation veranstaltete u. a. ein Geländespiel und eine „Ostland-Ausstellung&amp;quot;, Beratungen des Amtes für Rassenkunde und Familienforschung&amp;quot; und Vorträge über „arische Festbräuche und ihre Beziehungen zum Mythos&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Noch gefährlicher aber war, daß nach der Neugründung der NSDAP der von Hitler am 6. April ernannte Gauleiter Friedrich Hildebrandt die ersten Gefolgsleute warb und im folgenden Jahr in Ortsgruppen, wie Roggow und Satow, zusammenschloß. Bald sollte diese Partei, die die rivalisierenden Deutschvölkischen ausschaltete, zur führenden Kraft in der Rechtsszene werden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Rohrstock durfte wieder in Aktion treten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Seit dem 1. April 1924 leitete Studiendirektor Carl Reuter in Bad Doberan das Gymnasium FridericoFrancisceum. Er wurde am 7. November 1885 in Wichmannsdorf geboren, besuchte das Gymnasium in Schwerin, studierte danach in Berlin und Göttingen klassische Philologie und Geschichte und war zunächst am Schweriner Gymnasium tätig. &lt;br /&gt;
* Zu seinem Kollegium zählten fachlich versierte Lehrkräfte, so z. B. Heinrich Wischmann (Mathematik/Naturwissenschaften) , der noch lange nach 1945 mit über 70 Jahren hier unterrichten sollte, Walter Heinrichs (klassische Philologie/ Deutsch), Paul Schlünz (neuere Sprachen/Geschichte), Dr. Gerhard Ringeling (Geschichte/Englisch/ Deutsch), Walter Voigt (klassische Philologie/Theologie), Friedrich Voss (Mathematik/Naturwissenschaften). &lt;br /&gt;
* Dazu gehörte auch der ehrgeizige Theologe und Philologe Theodor Klaehn, der im Herbst 1932 als NSDAP-Funktionär mit massiver Unterstützung des Gauleiters Friedrich Hildebrandt Carl Reuters Strafversetzung nach Güstrow einfädeln sollte. &lt;br /&gt;
* Ostern 1925 wurde nach preußischem Muster eine neue Stundentafel eingeführt. So stieg z. B. die Stundenzahl für Geschichte, neu ergänzt durch Staatsbürgerkunde, in den Klassen Sexta bis Oberprima (heute Klasse 5 bis 13) insgesamt von 19 auf 22 Stunden wöchentlich an. Auch die Mathematik und Naturwissenschaften legten mit acht Wochenstunden zu. &lt;br /&gt;
* Das Fach Englisch, zuvor wahlfrei, wurde von der Quarta (heute Klasse 7) ab obligatorisch, während das zuvor wahlfrei erteilte Fach Hebräisch vom Stundenplan verschwand. Konservativ gehalten waren die Aufsatzthemen im Fach Deutsch. Die lauteten in der Oberprima z. B.: „Der &#039;gotische Raum&#039;, seine Entwicklung und sein Verfall&amp;quot;, „Die deutsche Verfassungsfrage und ihre Lösung durch Bismarck&amp;quot;, „Die Darstellung von Volk und Staat in Schillers Tell&amp;quot;. Das nationale Trauma vom verlorenen Krieg hatte sich auch an dieser Schule verfestigt. &lt;br /&gt;
* Laut Ministerialerlaß vom 31. Oktober 1921 war der Gedanke an die „vorläufig&amp;quot; verlorenen Kolonien wachzuhalten. Zu pflegen war auch im Unterricht die Kenntnis vom Ausland- und Grenzlanddeutschtum. In diesem Sinne arbeitete die am 24. April 1925 gegründete Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA). Am 1. Dezember führte sie im „Lindenhof&amp;quot; ein Stück auf, das laut Schulchronik „die Kämpfe und Nöte des Deutschtums in Oberschlesien lebendig werden ließ&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Am 12. September fanden im Prinzengarten in Schwerin die ersten Reichsjugendwettkämpfe statt, bei denen 18 Teilnehmer mit der Urkunde des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ausgezeichnet wurden. Direktor Carl Reuter durfte einen Tag später in Schwerin dem dort gerade weilenden Hindenburg über die Ergebnisse berichten, was diesem die Anerkennung entlockte: „Donnerwetter, das ist ja kolossal!&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neben dem Gymnasium gab es noch private höhere Schulen, wie die Mädchenschulen in Bad Doberan und Kröpelin, die Knaben- und Mädchenschule für die Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee sowie eine weitere in der Stadt Neubukow.&lt;br /&gt;
* Kinder der unteren Schichten mußten sich mit der „Pantinenschaul&amp;quot;, wie die Volksschule im Volksmund genannt wurde, begnügen. Eine achtklassige Volksschule bestand in Bad Doberan unter der Leitung von Rektor Heinrich Hesse. Dann folgten siebenklassige Volksschulen in Brunshaupten (Leitung: Rektor Wilhelm Engel), Kröpelin (Rektor Fritz Werges) und Neubukow (Rektor Karl Ulrich). In Satow befand sich eine vierklassige, in Arendsee eine dreiklassige Einrichtung. &lt;br /&gt;
* Auf dem Lande existierten einige zweiklassige Dorfschulen, z. B. in Retschow, das in diesem Jahr ein eindrucksvolles hundertjähriges Schuljubiläum beging, und in Passee. Ansonsten überwogen die einklassigen Dorfschulen, so z. B. in Admannshagen, Biendorf, Alt Gaarz, Heiligenhagen, Jörnstorf, Alt-Karin, Lambrechtshagen, Moitin, Nienhagen, Parkentin, Rederank, Steinhagen und Westenbrügge. &lt;br /&gt;
* Oft mußten hier die Lehrer die „niederen Küsterdienste&amp;quot; zusätzlich verrichten. Den Schulabgängern war die Möglichkeit gegeben, weiterhin Gewerbe- und Kaufmannsschulen in den Städten zu besuchen.&lt;br /&gt;
* Bezeichnend für den Zeitgeist war, daß ein Gesetz vom 4. Januar 1926 das nach der Novemberrevolution erlassene Verbot der Prügelstrafe wieder aufhob. Jetzt trat der Rohrstock erneut in Aktion und zwar laut Gesetz „bei schweren sittlichen Mängeln&amp;quot;, wie andauernder Lügenhaftigkeit, Trotz, Roheitsvergehen, Unsittlichkeit, andauernder Trägheit und dergl.&amp;quot; Die Prügelstrafe durfte allerdings die „Grenzen väterlicher Züchtigung nicht überschreiten&amp;quot;. Doch wo lagen die? Und waren damit Probleme, wie „andauernde Trägheit&amp;quot;, zu meistern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Als die Kühe noch durch die Straßen von Bad Doberan liefen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 gab es in Bad Doberan 5392 ortsanwesende Personen, von denen 2974 weiblich waren. Registriert wurden 1665 Haushaltungen, 942 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, 363 Gewerbebetriebe und 658 bewohnte Grundstücke.&lt;br /&gt;
* Bei der Stadtverordnetenwahl am 9. November 1924 hatten die bürgerliche Einheitsliste elf, die SPD drei Mandate und die KPD ein Mandat errungen. Erst am 5. Januar 1925 traten die gewählten Vertreter unter der Leitung des Bürgermeisters Wilhelm Stüdemann, der seit 1919 im Amt war, zur ersten öffentlichen Sitzung im Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
* Die Mehrheit wählte Stadtrat Dr. Thielke zum stellvertretenden Bürgermeister und den Maschinenfabrikanten Robert Fischer zum Stadtverordnetenvorsteher. Dann folgten die Kommissionswahlen. Gewählt wurden Vertreter für die Schulvorstände der Bürger-, Gewerbe- und Kaufmannsschule sowie eine Kommission für die höhere Töchterschule, desgleichen die Vertreter für ein Dutzend weiterer Kommissionen, z. B.: Armenkollegium, Bauamt, Feld- und Weideamt, Forstamt und öffentliche Anlage, Löschamt, Verwaltungsausschuß für Gas- und Elektrizitätswerk, Volksbibliothek. &lt;br /&gt;
* Die Gegenstände der Beratungen waren mannigfaltig. Die Kommunalpolitiker berieten im Verlaufe des Jahres z. B. über den Verkauf von Bauplätzen, die Verpachtung des Stadtgutes Kammerhof, die „Ausrodung&amp;quot; des Mühlenbaches, das Anlegen von Schrebergärten, die „Nachbewilligungen&amp;quot; für das Spritzenhaus, das eine neue Motorspritze erhielt, die Neufestsetzung von Mieten, die Straßeninstandhaltung, den Benutzungsplan der Jugendherberge, die Anstellung eines „Nachtschutzmannes&amp;quot; usw.&lt;br /&gt;
* Auch der Plan für ein Kriegerdenkmal, der „Backenzahn&amp;quot; auf dem Buchenberg, nahm erste Gestalt an.&lt;br /&gt;
* Die Polizeiverwaltung hatte gleichfalls viel zu tun. Sie ermittelte nicht nur gegen kleine Diebe, Strolche und erste Verkehrssünder, sondern regelte auch die Scherbenabfuhr und mahnte wiederholt die Kuhhalter, ihre Kühe morgens beim Austrieb und abends beim Hineintreiben nicht in den Straßen frei herumlaufen zu lassen. „Hierbei&amp;quot;, so hieß es in den Anzeigen, „begeben sich die Kühe auf fremdes Gebiet (Stahlbadwiesen) und in die öffentlichen Anlagen und beschädigen dort durch Abfressen die Anpflanzungen&amp;quot;. Die Polizei drohte mit Geldstrafen und Pfändung der „ohne Aufsicht aufhältlichen Kühe&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Das Stadtregiment in Kröpelin führte Bürgermeister Dr. Friedrich Pfenningsdorf, der am 1. Oktober sein 25. Dienstjubiläum feierte, in Neubukow Bürgermeister Stockmann. Die Stadtverordneten beschäftigten sich hier mit ähnlichen Problemen. 300 Mark erhielt die Volksbücherei.&lt;br /&gt;
* Die Kröpeliner stimmten Anfang des Jahres sogar der Einrichtung eines Kinderhortes zu und bewilligten der Volksbücherei weitere 300 Mark. &lt;br /&gt;
* An die schwere Geburt des heutigen Landkreises Bad Doberan erinnert ein Ereignis, das ab März alle Gemüter in Erregung versetzte. Das Gerücht verdichtete sich, daß der damalige Amtsbezirk Bad Doberan aufgelöst und unter den Ämtern Rostock und Wismar aufgeteilt werden sollte. Der Hauptgrund für das Zusammenstreichen von 17 auf zehn Ämtern in Mecklenburg-Schwerin bestand auch damals darin, Verwaltungskosten einzusparen. Der kleine Amtsbezirk „rechnete sich nicht mehr&amp;quot;. Viele Bürger wiesen besorgt auf die höheren Reisekosten hin, die künftig die längeren Fahrten nach Rostock bzw. Wismar mit sich bringen würden. Politische Parteien, wirtschaftliche Verbände und Landgemeinden liefen dagegen Sturm. Doch die Proteste waren umsonst. Am 31. Januar 1926 fanden die Amtsvertreterwahlen statt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Doberan verlor seinen Sitz  als Amtsbezirk&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das öffentliche Interesse war daran natürlich gering und somit auch die Wahlbeteiligung. 26599 Personen gaben für die Vertreter des Amtsbezirkes Rostock ihre Stimme ab. Die Einheitsliste der Berufsstände erhielt 15309 Stimmen (15 Mandate), die SPD 10150 (neun Mandate) und die KPD 1140 (ein Mandat). Auch im Amt Wismar siegte die bürgerliche Einheitsliste. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan hatte somit seinen Status als Sitz eines eigenen Amtsbezirkes verloren. Es gehörte jetzt zum Amt Rostock mit fünf weiteren Städten, 231 Landgemeinden und insgesamt 52383 Einwohnern. Zum Amt Wismar zählten vier Städte (darunter Neubukow), 213 Landgemeinden und 47487 Einwohner. Die Bevölkerung ging am Ausgang der „goldenen zwanziger Jahre&amp;quot;, die sich als doch nicht so golden erwiesen hatten, neuen, schweren Zeiten entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Charlie,  Bismarck und Nibelungen Kino vor 70 Jahren in Bad Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus der Heimatgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Doberaner suchten in einer Zeit, in der es kein Fernsehen gab, nach anderen Zerstreuungen. Sie nahmen an Volksfesten und Jahrmärkten teil und juchsten auf dem“Riesen-Schwanen-Flieger-Karussell“. Sie besuchten im August 1925 den Zirkus Leisek, der seine Zelte auf dem Schützenplatz aufgeschlagen hatte und mit einem „Riesenspielplan“ warb. Dazu gehörten z. B. „eine original Hundemeute“, die „neue Kraftsensation: der Eisenkönig, das Wunder der menschlichen Schönheit“ und die „Weltsensation, das Rechenpferd mit den menschlichen Gedanken“.&lt;br /&gt;
* Besonders beliebt aber war das neue Medium Film. Stummfilme wurden sogar in zwei Lichtspieltheatern aufgeführt, im Erbgroßherzog“ und „Schützenhof“.Was wurde zur Zeit der Großeltern geboten? Damals behauptete sich noch gegenüber Hollywood der deutsche Film. Da die Filme nicht die heute gewohnten Längen hatten, flimmerten oft zwei bis drei hintereinander über die Leinwand, von Klaviermusik oder einer Kino-Orgel stimmungsvoll begleitet. Die seichten Streifen überwogen. Am Neujahrstage waren z. B. im „Erbgroßherzog“ die Filme „Der Klabautermann“ und „Wer wirft den ersten Stein“ zu sehen. Kröpelins Lichtspiele „Zur Sonne“ boten im Januar „Blut und Sand“ über einen Stierkämpfer. Sie alle gerieten schnell in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
* Gute Filme kamen mit ein- bis dreijähriger Verspätung in die Kinos. Manche ältere Bürger erinnern sich eventuell an den Film „Das Haus am Meer“ mit Asta Nielsen. In Erinnerung geblieben ist vielleicht auch Fritz Langs „Dr. Mabuse , der Spieler“, der im September in Neubukow anlief. „Es gibt keine Liebe-es gibt nur Begehren. Es gibt kein Glück –es gibt nur Willen zur Macht“, so lautete das Credo des Superverbrechers und Spielers mit Menschen und Seelenleben. Viele Zuschauer genossen diesen Vorläufer des „Thrillers“, der über bloße Spannung hinweg auch Zeiterscheinungen mit einbezog.&lt;br /&gt;
* Zeitgeist und Zeitgefühl spiegelten sich im neuen „nationalen Film“ besonders wider. Die Lichtspiele im „Erbgroßherzog“ empfahlen im Zeitgeist und Zeitgefühl im Film&lt;br /&gt;
* März und April den Besuch der Fridericus-Rex-Filme, Teil III(„Sanssouci“) und („Schiksalswende. Die Schlacht bei Leuthen“). Otto Gebühr prägte sich in der Rolle des“Alten Fritz“ ein. Die 1922723 gedrehte Serie gab kein realistisches Bild der Zustände in Preußen, hielt sich aber weitgehend an die tatsächliche Biographie.&lt;br /&gt;
* Die Konkurrenz im „Schützenhof“ bot Anfang Oktober den „großen patriotischen Film“ über Bismarck auf. Die monarchistisch Gesinnten konnten sich an Filmsequenzen wie „Des Reiches Schmied“ und „Der Große Krieg 1870/71“ erbauen, desgleichen an dem darauffolgenden Streifen „Leidendes Land“, der wegen seiner nationalistischen Tendenz von der Reichszensur siebenmal verboten worden war. Monarchisten wie Republikaner amüsierten sich dann gemeinsam über die „besondere Zugabe“, die die Slapstickkomödie „Charlie Chaplin hat Sehnsucht“ bot. Das Kino brachte für jeden etwas.&lt;br /&gt;
* Der kleine Mann mit dem Schnurrbart, dem Stöckchen und der Melone eroberte sich im Nu die Herzen der Zuschauer. Daneben waren es die dänischen Komiker Pat und Patachon , die mit dem Film „Im siebenten Himmel“ seit April die Leinwand belebten.&lt;br /&gt;
* „Friderico Rex“ und „Bismarck“  gaben der Sehnsucht  nach einer starken politischen Führung Ausdruck. Besonderen Gesprächsstoff aber bot der von Fritz Lang 1924 mit hohem Aufwand gedrehte Film „Die Nibelungen“, der im September und November im „Schützenhof „ in zwei Teilen („Siegfried“ und „Kriemhilds Rache“) aufgeführt wurde. „Deutschlands größter und schönster Film“, verhieß die Werbung in der Regionalpresse. Verrat,  Mord, Treuebruch und Zauberei erschütterten das Publikum. Es identifizierte sich mit dem deutschen blonden Recken Siegfried, der in Wahrheit  durch einen Atelierwald aus Gips ritt. Und entsetzte sich über die halbstündige Endkampf-Szene im zweiten Teil , in dem Etzel und seine Hunnen, im Gegensatz zur Heldensage zu scheußlichen Zerrbildern entstellt, die tapferen Burgunden dahinstreckten.&lt;br /&gt;
* Es war ein recht widersprüchlicher Film , der einerseits in gefährlicher Weise zur „Nationalen Willensbildung“ beitrug, doch andererseits trotzdem ein Werk von Rang war, das in die Filmgeschichte einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nur in verhängten Strandkörben umziehen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach den Jahren der Not kam das Bäderleben in Schwung. Heiligendamm mauserte sich wieder. Geldgeber, wie der Baron Oskar v. Rosenberg aus Zürich, fanden sich, die reichlich investierten.&lt;br /&gt;
* Lorenz Jeschke, der bereits in Bad Nauheim und Partenkirchen Hotels besaß, übernahm das Kurhaus und zugleich die Generaldirektion des gesamten Ostseebades. Der Golf- und Poloplatz, der Tontaubenschießstand und die Tennisanlagen sollten weiter ausgebaut werden, um betuchte Gäste anzulocken. Die Werbung machte mobil und pries den Ort als „ein Stück Italien in Deutschland&amp;quot;. „Irgend etwas Südliches, Italienisches liegt über Wald und Häusern&amp;quot;, hieß es, „man kann es nicht formulieren, aber es ist da.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 30. März wurde bereits der erste Badegast begrüßt, der im Pensionat Kirchgeorg (heute „Palette&amp;quot;) abstieg. Im heißen Sommer fanden sich viele Prominente ein, z. B. die Großherzogliche Familie und Prinz Heinrich von der Niederlande. &lt;br /&gt;
* Auch die anderen Ostseebäder boten Attraktionen. Der Club „Geselligkeit&amp;quot; in Börgerende veranstaltete z. B. am 28. Juni 1925 ein „Pferde-Sport-Fest&amp;quot; mit Tonnenabschlagen, Flachrennen und einem großen Festball. Brunshaupten führte vom 16. bis 19. Juli großangelegte Sport- und Strandfesttage durch. Am ersten Tag gab es z. B. den großen Wettbewerb von 300 Strandburgen, bei dem 60 Burgherren als sinnige Auszeichnung ein Foto von ihrem Bauwerk erhielten. Am 19. Juli waren Preistellertauchen im Familienbad und die Prämierung der schönsten Badekostüme angesagt. Nach Warnemünde und Heiligendamm war Brunshaupten auch erstmals in das mecklenburgische Bäder-TennisTurnier einbezogen worden. Nienhagen stand Anfang August mit Kinder- und Strandfesten nicht nach, und Alt-Gaarz lud am 14. August zu einem großen Konzert mit dem 16 Mann umfassenden „SalonOrchester&amp;quot; Kröpelin ein. &lt;br /&gt;
* Ein Glanzpunkt war das Doberaner Rennen, das zweimal durchgeführt wurde, und zwar vom 10. bis 12. Juli das „Vollblut-, Flach-, Jagd-, Hürden- und landwirtschaftliche Rennen&amp;quot;, bei dem 132 Pferde mit ihren Reitern starteten und für die Sieger etwa 62 000 Mark und 20 Ehrenpreise ausgesetzt waren, sowie ein weiteres Rennen vom 13. bis 16. September. &lt;br /&gt;
* Sonderzüge III. und IV. Klasse brachten von Schwerin und Wismar her weniger begüterte Schaulustige und Sonnenhungrige nach Bad Doberan, die dann per „Molli&amp;quot; weiter in die Bäder fuhren. Der Dampfer „Großherzog&amp;quot; und der Doppelschrauben- Salon-Schnelldampfer „Kronprinzessin Cecilie&amp;quot; schwemmten häufig weitere in Arendsee, Brunshaupten und Heiligendamm an. (Damals hatten alle Seebrücken noch eine Landefunktion.) Die Regionalpresse meldete einen „gesteigerten Besuch&amp;quot; der Ostseebäder. Die Besuchsziffern betrugen z. B. bis zum 27. August in Arendsee 7516, in Brunshaupten sogar 14 229 Badegäste. &lt;br /&gt;
* Wer die Badeanstalten mied und das Freibaden bevorzugte, hatte sich hier nach strengen Polizeiordnungen vom 1. Juli, „betreffend das Freibaden am Ostseestrande&amp;quot;, zu richten. Die von Arendsee schrieb vor: „§ 1. Das Freibaden ist nur in einer Entfernung von je 30 Meter von der am Strande belegenen Familienbadeanstalt der Gemeinde Arendsee gestattet . . (In Brunshaupten war man großzügiger, durfte doch bei den Badeanstalten in einem Umkreis von 100 Meter dem Badevergnügen nachgegangen werden.) „§ 2. Das An- und Auskleiden darf nur in verhängten Strandkörben erfolgen. § 3. Als Bekleidung ist nur der geschlossene Badeanzug zulässig. Für Kinder unter den 10 Jahren genügen Badehosen. § 4. Landeinwärts des Strandes mit Einschluß der Strandpromenade sowie auf der Landungsbrücke ist das Umherlaufen in Badebekleidung untersagt . . &amp;quot; Zuwiderhandlungen wurden mit Geldstrafen bis zu 150 Reichsmark geahndet. Die puritanischen Vorschriften erinnerten noch an die der Großherzoglichen Badeaufsicht vor 1918. Der Leser wird erleichtert denken, daß es doch im Gegensatz zu damals heute erheblich freizügiger an unseren Stränden zugeht, für manchen aus der älteren Generation vermutlich zu freizügig.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926 um&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1606.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1607.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1608.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1609.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1610.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926&lt;br /&gt;
:Das Bad Doberaner Münster erhält eine neue Glocke&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR128.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Besuch Hindenburgs beim Pferderennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Bau des Wasserturmes mit Wasserleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob688.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1929&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob782.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z23.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z33.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob920.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gerhard Ringeling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR161.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR162.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR163.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR164.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR165.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR166.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR167.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR168.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR169.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1855.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1931&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1709.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1706.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1704.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1705.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1707.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1708.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;um 1930&lt;br /&gt;
:Theatervorführungen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im weissen Rössl&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1888.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1861.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1862.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Neptuns Musterung im Meeresgrunde&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1863.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:?&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1868.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1932&lt;br /&gt;
: DZ 28.02.1964 (Die Bad Doberaner Heimatzeitung  für Stadt und Land)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Irrtum des Herrn Heißel  (IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Herrman Langer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Dokumentenfunde, ausgewertet durch Schüler der Arbeitsgruppe „Junge Historiker&amp;quot; an der Johannes-R.-Becher-Oberschule, beweisen, daß diese Massenbasis im Herbst des Jahres 1932 weiter anwuchs. Die Wahlergebnisse zum neuen Reichstag vom 6. November sagen darüber aus:&lt;br /&gt;
KPD 		SPD&lt;br /&gt;
Wähler	Wähler&lt;br /&gt;
in Rostock:			6109		18 091&lt;br /&gt;
in Doberan:			363		806&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			163		366&lt;br /&gt;
in Neubukow:		93		498&lt;br /&gt;
in Reddelich:			11		72&lt;br /&gt;
in Satow:			24		118 (6)&lt;br /&gt;
Welch große Kraft wäre in Deutschland gegen den Faschismus entstanden, wenn die beiden großen Arbeiterparteien gemeinsam gehandelt hätten. Aber die rechten SPD-Führer und ihre führenden Kollegen in der Gewerkschaft winkten ab. Trotzdem machten auch viele SPD-Genossen und Gewerkschaftler es den Faschisten nicht leicht und setzten ihnen gemeinsam mit den kommunistischen Genossen zu. Selbst Heißel muß in seinem Buch gestehen, daß das „Hakenkreuzbanner&amp;quot; „nicht ohne vorhergehenden Kampf&amp;quot; siegte, und provozierend fügte er hinzu, daß es „auch in Doberan durch Not und Tod&amp;quot; mußte, bevor es auf dem Rathaus geschwenkt wurde. Angesichts der steigenden Kampfbereitschaft der Volksmassen und wachsenden Masseneinflusses der KPD, der sich selbst in unserem heutigen Kreisgebiet zeigte, flüchteten sich die aggressiven monopolistichen Kräfte in die faschistische Diktatur. Es kam der von Heißel so gepriesene 30. Januar 1933, der „Tag der Machtübernahme&amp;quot;. Die verräterische Politik der Opportunisten in der Arbeiterbewegung hatte diesen Weg ermöglicht. Selbst in unserem Gebiet gibt es dafür Beispiele. So lehnten die führenden SPD-Funktionäre in Doberan es ab, am 19. Februar gemeinsam mit der KPD gegen den Faschismus zu demonstrieren. Die KPD führte in den Nachmittagsstunden einen Protestmarsch durch. Die Demonstration der SPD in den Abendstunden aber wurde aus dem Hinterhalt von Nazis überfallen und der Arbeiter Ernst Wolff dabei bekanntlich ermordet. An der Beerdigung des Ermordeten nahmen Delegationen beider Parteien teil, allerdings wurden sie durch die Polizei voneinander getrennt (7).&lt;br /&gt;
*In der folgenden Zeit tobten sich die faschistischen Dämonen aus.&lt;br /&gt;
Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler!&lt;br /&gt;
Alles stimmt gegen die Kandidaten des Krieges und des Hungers für den Arbeiterkandidaten der roten Einheitsfront Ernst Thälmann!&lt;br /&gt;
*In der Reichspräsidentenwahl 1932 kämpfte die KPD gegen die wachsende faschistische Gefahr. Ernst Thälmann, der Kandidat der Werktätigen warnte das deutsche Volk:&lt;br /&gt;
,,Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg!&amp;quot; &lt;br /&gt;
*Die Einheitsfront der Arbeiter kam nicht zustande, da sich die SPD-Führung für die Wiederwahl Hindenburgs einsetzte. Jetzt zeigen sie, was sie unter Freiheit verstanden. Das deutsche Volk bekam die Segnungen der von Heißel und anderen faschistischen Historikern gepriesenen Ordnung zu spüren. Sie bedeuteten: Gleichschaltung der Gewerkschaften, Parteien des Staatsapparates, Aussetzung der Verfassung, Verbot der Kommunistischen Partei durch die provozierte Reichstagsbrandstiftung, Konzentrationslager und Judenpogrome sowie der Marsch in den Krieg. Angewidert wandten sich auch viele Bürger unseres Kreises von diesem System ab. Sie besaßen mit vielen klassenbewußten Arbeitern und werktätigen Bauern den Mut, unter den Fängen des faschistischen Reichsadlers bei den letzten Reichstagswahlen im Dritten Reich der Reichen sich für die KPD trotz alledem zu entscheiden.&lt;br /&gt;
KPD			SPD			&lt;br /&gt;
Stimmen 		Stimmen&lt;br /&gt;
In Rostock: 			5090			18 022&lt;br /&gt;
in Doberan:			301			829&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			115			374&lt;br /&gt;
in Neubukow:		63			461&lt;br /&gt;
in Reddelich:			4			72&lt;br /&gt;
in Satow:			9			78&lt;br /&gt;
in Parkentin:			19			27 (8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Dorf unseres Kreises gab es Stimmen für die KPD. So gab es immer noch viele, die nicht in die lobende Melodey des Herrn Heißel einfielen, um sich bei der Vorsehung, bei Gott oder bei Krupp, Thyssen oder den Junkern für den Braunauer Teppichbeißer zu bedanken.&lt;br /&gt;
*(6) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
*(7) Aussage des Genossen Schuhmacher&lt;br /&gt;
*(8) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drittes Reich (1933-1945)==&lt;br /&gt;
;1930-er Wissenswertes über Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2315.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2316.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2317.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1932 &lt;br /&gt;
:Adolf Hitler wird Ehrenbürger von Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1933&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Artikelserie zur NS-Geschichte in Bad Doberan von Dr. Hermann Langer in der Ostsee-Zeitung(OZ) - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 3) OZ, 2.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039; Brennende Fackeln im Januar 1933&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 31. Januar 1933. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; meldet: „Mecklenburg jubelt! Regierung und Volk bekennen sich zum neuen Führer des Reiches-Huldigungstelegramme  „ Machtvolle Kundgebungen im Gaugebiet&#039;&#039;. Punkt 1 auch der Tagesordnung der Doberaner Stadtverordnetenversammlung: „Ehrung des zum Reichskanzler ernannten Ehrenbürgers der Stadt Adolf Hitler“.&lt;br /&gt;
* Auch die Ortsgruppe der NSDAP in Bad Doberan begrüßte die „nationale Wende&amp;quot;. Gemeinsam mit dem SA-Sturm 21/90 setzte sie einen Fackelzug an. Er formierte sich am Abend vor dem „Lindenhof“. Jungvolk, Hitlerjugend und NS-Frauenschaft waren zur Stelle. Mit der Stadtkapelle und dem Satower SA-Spielmannszug an der Spitze, wälzte sich der Zug durch die Straßen der Stadt. In der Regionalpresse stand: „Überall hatten sich zahlreiche Menschen angesammelt, die den Fackelzug begeistert begrüßten&amp;quot;. Vor dem Kriegergedenkstein 1870/71 dann die &amp;quot;packende Ansprache&amp;quot; des Ortsgruppenleiters der NSDAP, die in ein „Sieg heil!&amp;quot; ausklang.&lt;br /&gt;
* Viele am Straßenrand waren fasziniert von der nationalen Woge. Sie erwarteten jetzt Arbeit und Brot, Ordnung und Sicherheit, den Beginn einer besseren Zeit überhaupt. Vielleicht war auch unter den Zuschauern jene Abiturientin aus einer angesehenen Adelsfamilie, die wenige Tage später am Gymnasium im Deutschaufsatz ihre Ansichten darlegte. Sie schilderte die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf Deutschland: die Stillegung der Fabriken, den Ruin großer Teile der Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit, Demoralisierung und Radikalisierung der Politik. Ihre Meinung: „Alle diese Übel lassen sich nur beseitigen, wenn sie bei ihrer Wurzel, der Arbeitslosenfrage angepackt werden. Es ist gleich, auf welche Weise es geschieht, es muß nur bald geschehen.“ &lt;br /&gt;
* Mitglieder linker Arbeiterparteien und der Gewerkschaft hatten wiederum andere Vorstellungen von der Lösung dieses Problems. Sie liefen auf die Reformierung oder die revolutionäre Überwindung des Weimarer Systems hinaus. Weit verbreitet war aber unter allen die Illusion, daß Hitler bald wieder abwirtschaften würde. Auch Kräfte aus dem Bürgertum, die diesem abwartend gegenüberstanden, hatte sie. Doch dieser trat nicht wieder ab. Er konnte den Umstand nutzen, daß die Talsohle der Wirtschaftskrise durchlaufen war. „In 1 bis 2 Monaten&amp;quot;, so hatte Goebbels am 30. Januar in seinem Tagebuch notiert, „haben wir Ruhe und Ordnung in Deutschland wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
* Auch in Bad Doberan sorgten die Nationalsozialisten für „Ruhe und Ordnung&amp;quot;. Erinnert sei an den 19. Februar 1933, als die SA aus Bad Doberan, Satow und Rostock die antifaschistische SPD-Demonstration in der FriedhofStraße abriegelte und in den Zug feuerte. Der Reichsbannermann Ernst Wolff wurde dabei durch einen Brustschuß tödlich getroffen. Der Reichstagsbrand vom 27. Februar führte auch zum Ausnahmezustand im Kreisgebiet. Den Polizeiakten im Stadtarchiv Bad Doberan ist zu entnehmen, daß Haussuchungen jetzt auf der Tagesordnung standen. Sie erfolgten z. B. am 17. März bei Funktionären des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und der eisernen Front, die einst zum Schutz der Demokratie von der SPD geschaffen worden waren. Am 2. Mai beschlagnahmten zehn „Hilfspolizisten&amp;quot; der SA und ein Polizeikommissar das Vermögen der Gewerkschaften. Wer dagegen protestierte, wie der Genossenschaftsfunktionär Heinrich Brügge, kam in „Schutzhaft&amp;quot;. * So lautete die Umschreibung der Überweisung ins Gefängnis, Zuchthaus und KZ. Ein Verzeichnis der vom 28. Februar bis 18. Mai Inhaftierten registrierte 17 Personen. Unter ihnen befand sich Adolf Arendt, Vorsitzender der KPD Bad Doberans, ab 2. Mai in Berlin inhaftiert, ferner Hans Christiansen, Vorsitzender des Holzarbeiterverbandes, und Otto Lange, Kassierer der Freien Turnerschaft. Zuerst. Zuerst waren die Arbeiterfunktionäre dran. Bald folgten andere, die in Opposition zum NS-Regime standen, z. B. der Oberpostschaffner a. D. Albert Schwanck (Deutschnationale Volkspartei) „wegen Verbreitung von Gerüchten und Herabsetzung der Autorität des Staates&amp;quot;, der Pastor i. R. Martin Jacoby, der vermutlich der Bekennenden Kirche angehörte, der Landwirt Erich Picht. - Die Fackeln, die da am 30. Januar brannten, sollten nicht nur den Gegner im Innern versengen, sondern bald auch die Welt.(Dr. Hermann Langer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz OZ, 9.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;(von Dr. Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, Januar 1993 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob663.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob762.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das erste Jahr unter Hitler&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* „Mecklenburg wird dann erst frei, wenn Du wählst die Liste 3&amp;quot; - mit dieser Parole war die NSDAP zu den Landtagswahlen 1932 angetreten. Wie sah nun die neue Freiheit aus? Manche ältere Bürgerinnen und Bürger aus Bad Doberan erinnern sich: Es ging für viele wieder aufwärts. Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm brachte 250 Arbeitslosen Lohn und Brot. In Notstandsarbeiten pflasterten sie z. B. die Alexandrinen- und Hindenburgstraße und gaben dem Stadtgut Kammerhof, dem Rathaus und der Stadtschule ein neues Aussehen. Baugewerbe und Wirtschaft florierten durch Reichszuschüsse. Die Sparkasse, durch einen Neubau erweitert, gewährte wieder Darlehen, Hypotheken und Zwischenkredite. Hatten die Spareinlagen der Bevölkerung Ende 1932 noch 183 000 Reichsmark betragen, so stiegen sie bis Ende 1933 auf 294 000 Reichsmark an. Die Schulabgänger hatten wieder eine Perspektive, so die 18 Lehrlinge, die im April an der Gewerbeschule ihre Gesellenprüfung ablegten.&lt;br /&gt;
* Es gab mitunter auch Spektakuläres. „Vatermord in Parkentin. Sohn schneidet seinem Vater die Kehle durch&amp;quot;, lautete die Schlagzeile des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 15. April. Die Tat des 27jährigen Bauernsohnes, der seinen Vater im Streit um die Art der Aussaat umgebracht hatte, erregte vorübergehend die Gemüter. Gelassener nahm die Mehrheit die Straßenumbenennungen hin. Aus der Dammstraße wurde die Friedrich-Hildebrandt-Straße, aus der Straße am Rathaus die Hindenburg-Straße und aus dem Schulzen- der Horst-Wessel-Platz.&lt;br /&gt;
* Das NS-Regime sorgte auch für die Unterhaltung. Der 1. Mai wurde erstmals als „Tag der nationalen Arbeit&amp;quot; begangen. Um 6.00 Uhr früh weckte die SA. Es ging um 8.00 Uhr weiter mit Flaggenhissen, Glockenläuten und Sirenengeheul. Danach Rundfunkübertragung aus Berlin, Feldgottesdienst und das Pflanzen einer Adolf-Hitler-Eiche auf dem Kamp. Nachmittags dann die gemeinsame Kaffeetafel von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der große Festzug und ab 22.00 Uhr endlich der „Deutsche Tanz&amp;quot; in allen Sälen. Der wärmende Gedanke, in einer neuen Volksgemeinschaft geborgen zu sein, begann zu greifen.&lt;br /&gt;
* Der Sommer hatte weitere Höhepunkte. Am 21. Juli wurde das „Heimattreffen der Mecklenburger&amp;quot; im Münster mit der Aufführung des „Messias&amp;quot; eröffnet. Am folgenden Samstag führten eine Riege des Turn- und Sportvereins von 1863, der Männergesangverein „Liederfreund&amp;quot; und die Doberaner Kurkapelle Proben ihres Könnens vor. Und am Sonntag dann das Doberaner Rennen, von dem der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; am 24. Juli zu berichten wußte: „Alle Tribünen und anderen Plätze waren sehr gut besucht. Das ganze Bild wurde aber beherrscht von den Marschkolonnen des Dritten Reiches, der SS, SA, Hitlerjugend sowie vom Stahlhelm.“ In der Fürstenloge bemerkte man u. a. den Reichsstatthalter, das Großherzogspaar, SA-Oberführer Fust und andere Amtswalter der NSDAP.&amp;quot; Das Rennen der Reitervereine (ca. 1000 m) gewann ein H. Uplegger  auf „Caspar&amp;quot;, das Offiziersflachrennen Oberleutnant Radeke vom Reiterregiment Nr. 14 (Ludwigslust) auf dem Pferd „Hohenau&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Das Kurhaus-Fremdenbuch registrierte regen Besuch, z. B. am 1. August unter Nr. 91 Dr. Goebbels mit Frau. Unter der Rubrik „Stand oder Beruf&amp;quot; war jetzt „Reichsminister Berlin&amp;quot; eingetragen. Für den 15./16. August trug sich auch Leni Riefenstahl, Filmschauspielerin aus Berlin, ein. &lt;br /&gt;
* Ein Thema der Sommersaison war der „Schönheitswettbewerb für Kraftwagen&amp;quot; in Heiligendamm, veranstaltet am 13. August vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) Gau VIb Mecklenburg. Der Rennfahrer Stuck aus Berlin erwarb hier durch Abstimmen des Publikums mit 142 Stimmen das „Blaue Band von Ostseebad Heiligendamm&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte&amp;quot;, kommentiert Mephisto in Goethes „Faust&amp;quot;. Viele ahnten kaum, was sie sich mit dem NS-Regime eingehandelt hatten. Die von den Nationalsozialisten verheißene Freiheit hatte ihren Preis. Ihn hatten nicht nur die organisierte Arbeiterschaft und engagierte Demokraten zu zahlen.&lt;br /&gt;
* Ins Visier waren die jüdischen Mitbürger geraten, die als „Sündenböcke&amp;quot; für nicht eingelöste Versprechen der neuen Politiker herhalten mußten. So erfolgte am 1. April in Neubukow der Boykott jüdischer Geschäfte. „Deutsche, kauft in deutschen Geschäften nur bei deutschen Fachleuten Uhren, Gold und Silberwaren&amp;quot;, hieß es in einer Anzeige der Regionalpresse. Fritz Burchard erinnert sich in einem Brief an den Heimatforscher Walter Haak vom 7. März 1987: „Ich fühlte mich so als Deutscher, wie eben jeder andere deutsche. Die Religionsfrage wurde nie angeschnitten. Ich hatte meine Freunde und besuchte die Oberrealschule in Wismar. Anfang 1933 merkte ich, daß ich doch nicht mehr in Neubukow, vielleicht auch nicht mehr in Deutschland bleiben konnte. Plötzlich wandten sich Freunde und Bekannte von mir ab. So ging ich nach Amsterdam und bereitete meine Reise nach Brasilien vor...&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Fritz Burchard hatte Glück. Für manche führte der Weg in den Holocaust. - Alltag unterm Hakenkreuz. Das Kreuz hatte viele Haken.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 5) OZ,16.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vor jeder Schulstunde: „Heil Hitler, Herr Lehrer!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Auch an den Schulen zieht der braune Alltag ein. Schuldiener ziehen Hakenkreuzfahnen hoch und bringen an sichtbarer Stelle Porträts vom neuen „Volkskanzler“ an. Manche Lehrer tragen nagelneue braune Uniformen zur Schau. Waren es in Rostock-Stadt und Land vor dem 1. November 1932 nur 21 Lehrer, die der NSDAP angehörten, so folgen bis zum 1. Mai 1933 weitere 58, die - im Volksmund spöttisch „Märzgefallene&amp;quot; oder „Märzveilchen&amp;quot; genannt-bei der neuen Bewegung ihr Heil versuchen. Alle anderen sind gezwungen, zumindest dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) beizutreten. Zögernd tun das auch Mitglieder des Lehrervereins Bad Doberan, dessen liberale Traditionen bis in das Jahr 1844 zurückreichen.&lt;br /&gt;
* „Heil Hitler, Herr Lehrer!&amp;quot; - Mit diesem Gruß betraten seit Ende Juni 1933 - noch kurz vor den &#039;Hundstagsferien&#039;- 550 Schülerinnen und Schüler in Bad Doberan die Schule. Nur wenige Pädagogen, wie der Zeichenlehrer Willi Hennig-Hennings, wagten es, den Gruß zu verweigern oder ihn allenfalls anzudeuten. Doch anders dachte der Leiter der privaten höheren Knaben- und Mädchenschule zu Brunshaupten und Arendsee (heute: Kühlungsborn), die 72 Schülerinnen und Schüler aufwies, darüber. „Es ist ein herrliches Sinnbild&amp;quot;, so notierte er in der Chronik, daß „jede Unterrichtsstunde mit Heil Hitler begonnen und geschlossen wird.&amp;quot; Und er wertete Rituale wie „Deutscher Gruß&amp;quot; und „Feierliche Fahnenehrung&amp;quot; als „eine Mahnung an Lehrer und Schüler, daß alle Erziehung, aller Unterricht, alle Arbeit in der Schule geleistet werden muß im Dienste des Führers aus nationalsozialistischem Denken zum Wohl von Volk und Vaterland.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die materielle Situation an den Schulen war nicht spürbar besser geworden. Auf den Dörfern besuchten die Schülerinnen und Schüler zumeist eine ein- oder zweiklassige, in Satow eine fünfklassige Schule. In Bad Doberan platzte die Volksschule aus den Nähten. Der Ankauf der alten Superintendentur im Jahre 1936 zum Unterbringen der Mädchenklassen erwies sich nur als Notlösung. Ähnliche Probleme hatte das Gymnasium Friderico-Francisceum. Seit Jahren mußten Unterklassen in das Prinzenpalais umgesiedelt werden. Daneben gab es für Mädchen die private höhere „Elise-Albrecht&amp;quot;-Schule. Volksschulabgänger konnten die Gewerbe- und Kaufmannsschule besuchen.&lt;br /&gt;
* Unterdessen kam die „Gleichschaltung&amp;quot; in Schwung. Nach dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&amp;quot; vom 7. April 1933 wurden wiederholt Schulbeamte und Lehrer als Angestellte des öffentlichen Dienstes überprüft. Ins Visier gerieten diejenigen, die nach dem 9. November 1918 ihre Tätigkeit aufgenommen hatten, und die sogenannten „Nichtarier&amp;quot;. Am 13 Juli versicherte der Rektor de Doberaner Stadtschule seiner vorgesetzten Behörde, daß die Mitglieder seines Kollegiums „durchaus die Gewähr&amp;quot; bieten, „jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat&amp;quot; einzutreten. Ab August hatten die Lehrkräfte eine schriftliche Erklärung nach folgendem Muster abzugeben:&lt;br /&gt;
* „Erklärung - Ich erkläre hiermit an Eidesstatt, daß ich der SPD nicht vom ... bis ... als Mitglied angehöre oder angehört habe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Manche fügten übereifrig, wie der Lehrer der Schule von Detershagen, hinzu, daß man „bereits mehrmals nationalsozialistisch gewählt habe&amp;quot; und sich „ seit Jahr und Tag nach bestem Wissen und Können bemühe, nationalsozialistisches Gedankengut zu verstehen und der deutschen Jugend zu vermitteln. &amp;quot; Bald waren auch die Mitglieder ehemaliger Freimaurerlogen dran. Der am Doberaner Gymnasium amtierende Oberstudienrat Helmuth Gaedt wurde aus diesem Grunde am 1. Oktober 1937 entlassen. &lt;br /&gt;
* Richtungweisend für das, was im Unterricht zwischen dem Austausch des Hitlergrußes inhaltlich ablief, war Hitlers Erziehungsauftrag. Er wollte nur „Kerle statt Köpfe&amp;quot;. Dementsprechend stand bald auf den Stundentafeln die „Leibeserziehung&amp;quot; oben an. An zweiter Stelle rangierten die „deutschkundlichen Fächer&amp;quot; (Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Naturkunde bzw. Biologie, Zeichnen bzw. Kunsterziehung und Musik). Sie hatten zur „Entwicklung des Charakters&amp;quot; beizutragen. Die „wissenschaftliche Schulung&amp;quot; in den übrigen Fächern kam zuletzt, wobei auch hier NS-„Gedankengut&amp;quot; einfloß. Neue Lehrbücher erschienen, z. B.: 1934 die Fibel „Pimpf und Küken&amp;quot;, 1935 in einer Neubearbeitung das erste Lesebuch für Mecklenburger Kinder „Heini und Lene&amp;quot;. Ranzenträger eigneten sich hier u. a. zu einem Bild mit Hakenkreuzfahnen, marschierender SA und stramm grüßenden Passanten die Schreibweise des Hitlergrußes an. Sie buchstabierten Texte über raufendes Jungvolk, kantige Hitlerjungen und lasen Auszüge aus Führerreden. Und sie lernten Gedichte wie „Aus Jungen werden Soldaten&amp;quot;. Eine Strophe lautete: „Ein scheckiges Pferd, ein blankes Gewehr und ein hölzernes Schwert, was braucht man denn mehr?&amp;quot; Besonders einschneidende Veränderungen erfuhren Naturkunde und Biologie. Nach einem Schweriner Erlaß vom 12. Dezember 1933 waren in den Abschlußklassen „Vererbungslehre und Rassenkunde&amp;quot; zu behandeln. Hier wurde die Lehre vom „deutschen Herrenmenschen&amp;quot; propagiert.&lt;br /&gt;
* Während aus der Kreislehrerbücherei Rostock Werke von Heinrich und Thomas Mann, Lion Feuchtwanger und Kurt Tucholsky aussortiert wurden, schaffte die Ausgabestelle Satow Hitlers „Mein Kampf&amp;quot; und die „Einführung in die Rassenkunde&amp;quot; von Meil und Miehlke an. Der braune Ungeist gewann an Boden.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz(Teil 6)  OZ,23.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob664.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;„Hitlerjunge Quex“ in Aktion&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 27. Oktober 1933. - In den Lichtspielen erleben Doberaner Gymnasiasten den „nationalen&amp;quot; Film „Hitlerjunge Quex&amp;quot;. Der Hauptheld, Sohn eines arbeitslosen KPD-Proleten, wechselt die Fronten. Finstere Meuchelmörder stechen ihn deshalb nieder. Mit glücklichem Lächeln haucht er in den Armen neuer HJ-Kameraden seine Seele aus. Die letzten mühsam hervorgebrachten Worte: „Unsere Fahne flattert uns voran! “ Aus dem Körper des Sterbenden tritt ein Heer aus Braunhemden und Fahnen ins Blickfeld. Sie verschmelzen mit der Musik zu einer wirksamen Szenerie. „Ja, die Fahne ist mehr als der Tod!&amp;quot;, so das Leitmotiv. Nationaler Kitsch - gekonnt inszeniert. Viele der jungen Zuschauer sind bewegt. Sie wollen dem Hitlerjungen nacheifern. &lt;br /&gt;
* „Hitlerjugend im Angriff!&amp;quot;, lautete die Werbeparole der örtlichen HJ im Februar und März 1933. Regelmäßig brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; Anzeigen wie „Jungarbeiter der Stirn und der Faust - Eure Organisation ist die Hitlerjugend&amp;quot; oder „Hitlerjugend heißt - Deutschland soll leben&amp;quot;. Junge Eltern meldeten neuerdings die „glückliche Geburt eines gesunden Hitlerjungen&amp;quot; an. Auch das Deutsche Jungvolk (DJ) und der Jungmädelbund (JM) starteten Werbefeldzüge. Das Doberaner Fähnlein 2/III 1/90 gestaltete z. B. mit dem Kröpeliner Spielmannszug am3. Februar 1934 im „Lindenhof&amp;quot; einen Abend. Auf dem Programm u. a.: Fahneneinmarsch, Lieder wie „Unsere Fahne flattert uns voran&amp;quot; und „Als wir nach Frankreich zogen&amp;quot;, als Höhepunkt das Schattenspiel „Hitlerjunge Klecks&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Viele gingen freiwillig zur HJ, weil es Mode war, wie die neue Frisur - Haare auf Streichholzlänge. Darüber hinaus lockten die Geborgenheit einer Gemeinschaft ohne soziale Unterschiede sowie Abenteuer, Erlebnisse, Aufstiegs- und Bewährungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
* Die HJ meldete auch an den Schulen ihre Forderungen an. Am Doberaner Gymnasium mußte der Direktor ab Oktober 1933 zwei aufgabenfreie Nachmittage für Angehörige der HJ, SA und SS einräumen. Auf eine zentrale Anweisung hin wurde hier am 14. August 1934 der „Staatsjugendtag&amp;quot; eingeführt. Während künftig am schulfreien Sonnabend Jungvolk-Mitglieder unter dem Kommando älterer Schüler, die als HJ-Führer eingesetzt werden, exerzierten, marschierten, schossen und im Gelände Krieg spielten, mußten an der Lehranstalt sieben nicht organisierte „Restanten&amp;quot; den „nationalpolitischen Unterricht&amp;quot; über sich ergehen lassen. Auf dem Plan standen Themen wie „Grenz- und Auslandsdeutschtum&amp;quot;, „Geschichte der NS-Bewegung&amp;quot; und „Winterhilfswerk&amp;quot;. An der Privaten höheren Knaben- und Mädchenschule der Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee nahmen alle am „Staatsjugendtag&amp;quot; teil. Ihr Leiter räumte in der Chronik zwar ein, daß dadurch „eine gewisse Beschränkung der Menge des Wissensstoffs unvermeidlich sein&amp;quot; würde. Doch stünde dem „ein erheblicher Gewinn an wertvoller körperlicher und charakterlicher Ertüchtigung&amp;quot; gegenüber.&lt;br /&gt;
* Schulen, an denen 90 % der Schülerschaft von der Jugendorganisation „erfaßt&amp;quot; waren, durften die Fahne der HJ hissen, so z. B. die höheren Schulen. Anders sah es an den Volksschulen aus. Am 1. März 1936 gehörten z. B. in Bad Doberan von 584 Schülerinnen und Schülern nur 270, in Kröpelin von 442 nur 145, in Neubukow von 128 immerhin 91 dem DJ bzw. JM an. Der Zulauf im „Jahr des Deutschen Jungvolkes&amp;quot; stagnierte. „Hitlerjunge Quex&amp;quot; allein zog nicht mehr. Der HJ-Dienstbetrieb erstarrte oft zur Routine. Die ständigen Sammlungen fürs „Winterhilfswerk“, die vielen Ernteeinsätze und andere Aktionen ermüdeten. Auch der „nationalpolitische Unterricht&amp;quot; rechnete sich nicht mehr. Ab September 1936 wurde der „Staatsjugendtag&amp;quot; aufgehoben. Das „Gesetz über die Hitlerjugend&amp;quot; vom 1. Dezember 1936 erklärte die HJ zum eigenständigen Erziehungsfaktor für die gesamte Jugend. Der Darmstädter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jochen Gamm, 1925 in Jömstorf geboren und aufgewachsen, erinnert sich:&lt;br /&gt;
* „Seit dem &#039;Reichsjugendgesetz&#039; vom 1. 12. 1936 gehörten wir Kinder beiderlei Geschlechts der Hitlerjugend an, wo wir nachdrücklich auf Befehl und Gehorsam eingestimmt, uns das &#039;Leben des Führers&#039; samt der einschlägigen braunen Ideologie eingeprägt wurde. Ich beneidete die Träger von Litzen, Schnüren und Sternen sehr und wäre mit solchen Attributen auch gern ausgestattet worden, da sie einigen meiner Mitschüler erhebliches Ansehen beim anderen Geschlecht verschafften; doch wurden mir dergleichen Auszeichnungen zu meinem damaligen Bedauern nicht zuteil; ich rückte über den Standard-Dienstgrad eines &#039;Hitlerjungen&#039; nicht hinaus.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Und er berichtete an anderer Stelle weiter von den Wirkungen der HJ- „ Erziehung&amp;quot;: &lt;br /&gt;
* „Antisemitische Lieder und Texte waren uns durch die Hitlerjugend eingehämmert worden, und wir gröhlten als Dreizehn-/Vierzehnjährige wirklich das Lied vom &#039;Sturmsoldaten&#039; mit dem Refrain &#039;Wenn das Judenblut vom Messer spritzt, ei, da geht&#039;s nochmal so gut&#039;, ohne das wir begriffen, welches mörderische Kauderwelsch uns eingetrichtert worden war.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 25. März 1939 erfolgten zwei Durchführungsverordnungen zum HJ- J-Gesetz vom 1. Dezember 1936. Die zweite, auch Jugenddienstverordnung genannt, leitete daraus eine alle Jungen und Mädchen «wischen zehn und 18 Jahren betreffende Jugenddienstpflicht ab. Damit war das Zwangssystem perfekt, das auch die Jugend der Region in die Einbahnstraße „HJ - Reichsarbeitsdienst - Wehrmacht&amp;quot; führte.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1933.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934 &lt;br /&gt;
:Heimatmuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob665.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil. Unser Foto stammt von der Eröffnung des 2. Doberaner Dichtertages im Jahre 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch der Herzog auf Werbetour&#039;&#039;&#039;(Aus der Bädergeschichte(1) OZ, 1.7.1995)&lt;br /&gt;
* Der Frühling 1935, im zweiten Jahr unter Hitler, war laut Pressemeldungen „nicht Halbes und nichts Ganzes&amp;quot;. Anfang März hatte sogar ein heftiger Nordoststurm das Ostseebad Arendsee (heute Kühlungsborn-West) heimgesucht und die Promenade, die zeitgemäß den Namen des Reichsstatthalters Friedrich Hildebrandt trug, in einer Länge von etwa 50 Metern fortgerissen. &lt;br /&gt;
* In Brunshaupten (Kühlungsborn-Ost) hatte der Strand gleichfalls gelitten. Am 30. März kündete hier der NS-Bürgermeister auf einer Gemeindeversammlung an, eine Ortssatzung einzubringen, die mittelalterlich anmutete. Alle Einwohner von 18 bis 60 Jahren sollten jährlich zwei volle Tage „ Hand- und Spanndienste&amp;quot; vor allem am Strande leisten, weil sich keine Freiwilligen mehr fanden. So mußte einiges getan werden, um zu halten, was die Werbung versprach: „Brunshaupten - ein Silberstreifen an der deutschen Ostsee&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auch Bad Doberan bereitete sich auf die Sommersaison vor. Die vom Rat der Stadt herausgegebene Werbebroschüre knüpfte an die herkömmliche Reklame an. Sie pries den Ort als eine „Perle der Gotik und des Klassizismus&amp;quot;, als „klimatischen Kurort und Sommerfrische&amp;quot;, als „beliebten Ruhesitz, Ausflugsund Tagungsort&amp;quot; und verwies natürlich auf Heiligendamm als „Nestor der deutschen Badeorte&amp;quot;. Es fehlte nicht an Hinweisen, wie Bad Doberan, „die Eingangspforte zu den mecklenburgischen Ostseebädern&amp;quot;, zu erreichen sei, z. B. per D-Zug von Leipzig aus in sechs, von Berlin aus in vier und von Hamburg aus in dreieinhalb Stunden.&lt;br /&gt;
* Zur Zerstreuung wurden empfohlen: Kurkonzerte auf dem Kamp (Stadtpark), Lesetempel mit Tageszeitungen, Bundeskegelbahnen im Hotel „Erbgroßherzog&amp;quot; und „Brandts Höh&amp;quot;&#039;, Leihbibliotheken in den Buchhandlungen Bitter und Rosenfeld u. a. m. Die Kurtaxe betrug damals pro Nacht des Aufenthaltes 0,50 RM, für eine zweite Person der Familie 0,40, für eine dritte 0,20 und für jede weitere der Familie 0,10 RM. Die Preise im Doberaner Kurhaus, das 60 Betten aufwies, lagen damals bei einer Vollpension zwischen 5,50 und 7,50 RM, im Kurhaus Heiligendamm mit 49 Betten sogar zwischen 6,50 bis 15 RM pro Tag. Kein Wunder, daß diese angesichts der für die damalige Zeit stattlichen Preise überwiegend von NS-Größen, wie Joseph Goebbels, Starregisseuren, wie Leni Riefenstahl, und Sportlern, wie Max Schmeling, frequentiert wurden. &lt;br /&gt;
* 1936, im Jahr der Olympischen Spiele, legte der Doberaner Verkehrsverein in der Werbung zu. „Bad Doberan rüstet&amp;quot;, unter dieser Schlagzeile im militanten Stil jener Zeit berichtete der „Rostocker Anzeiger&amp;quot; am 25. April über eine Tagung des Vereins. Der neue NSBürgermeister Karl Heinz Albrecht referierte über eingeleitete Maßnahmen. Jetzt sollte auf sämtlichen Untergrundbahnhöfen in Berlin und Hamburg geworben und alle Mappen der Lesezirkel größere Städte Sachsens, Thüringens und anderer „deutscher Gaue&amp;quot; mit Werbeprospekten bestückt werden. Der Rostocker Hinstorff-Verlag wollte in Zusammenarbeit mit dem Doberaner Schriftsteller Dr. Gerhard Ringeling ein Bilderheft über Bad Doberan und Heiligendamm und einen Novellenband mit Bezug auf die Stadt herausgeben.&lt;br /&gt;
* Selbst Herzog Adolf Friedrich hatte sich bereiterklärt, auf einer Olympia-Werbetour durch Südamerika propagandistisch für beide Orte zu werben. Albrecht sprach auch über Varianten zum Ausbau der Bahnlinie: Neubukow - Alt-Gaarz - Wustrow oder Kröpelin - Alt-Gaarz - Wustrow. Die Reichsbahndirektion brütete bereits über die Variante: Ausbau der Kleinbahn Bad Doberan - Arendsee zur Vollspurbahn mit Weiterführung der Bahnlinie über Alt-Gaarz nach Neubukow.&lt;br /&gt;
* Als Clou des Ganzen kündigte der ehrgeizige Bürgermeister an, daß die Tobis-Filmgesellschaft beabsichtige, „einen Kulturfilm über die Kulturstätte Bad Doberan - Heiligendamm zu drehen&amp;quot;. In der Tat hatte Albrecht am 7. Februar 1936 dieser vorgeschlagen, einen solchen zu drehen, zumal Heiligendamm, so spekulierte er, „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Doch die Tobis-Melofilm GmbH verlangte von ihm eine Beteiligung an den Produktionskosten.&lt;br /&gt;
* Am 14. Februar teilte Albrecht in einem weiteren Schreiben mit, daß er diese nicht mittragen könne. Diesmal wies er auf Propagandaminister Joseph Goebbels hin, der ständig in Heiligendamm zu Gast sei. „Er ist begeistert von Doberan-Heiligendamm, und ich glaube, es würde ein Anstoß genügen, um ihn zu veranlassen, einen Kulturfilm drehen zu lassen.&amp;quot; Ob Goebbels je diesen „Anstoß&amp;quot; bekam, ist nicht bekannt.(HERMANN LANGER) 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3055.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1936 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Bad Doberan hat 7000 EW&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937&lt;br /&gt;
* Gauleiter Friedrich Hildebrandt zu Besuch im Arbeitslager Stülower Weg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob908.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob694.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:A88.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 7) OZ, 30.1.1993&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der scheinbare Aufschwung&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. 1937 erhält Bad Doberan ein neues Wappen. Der silberne Abtstab ist herausmontiert. Ihn ersetzt die Treuerune, die fortan Hirsch und Schwan trennt. „Doberan-Heiligendamm, eine Perle am deutschen Ostseestrand, zugleich aber auch eine rege pulsierende und reizende Zelle im Großdeutschland unseres geliebten Führers&amp;quot;, heißt es in einem Nachtrag von 1939 zu einem Doberaner Heimatbuch. &lt;br /&gt;
* In der Tat schien es in der „ Zelle&amp;quot; zu pulsieren. Die Stadt machte sich. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; brachte im Olympischen Jahr am 25. Juli 1936 einen Report über eine Besucherin namens Eulalia Zuckermus. „Sie ist entzückt über das Neue, was sie zu sehen bekam.“ Die Person war für den Propagandazweck erfunden, die Fakten stimmten zumeist. &lt;br /&gt;
* Der Straßenbau fand seine Fortsetzung. Haushaltungen wurden ans Gasnetz angeschlossen. Der private Wohnungsbau ging voran. Im Herbst 1936 bildete sich sogar eine Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft e.G.m.b.H. Bis Ende 1937 entstanden 79 Wohnhäuser mit 131 Wohnungen, sechs „Volkswohnungen&amp;quot; für kinderreiche Familien und acht Stadtrandsiedlungen.&lt;br /&gt;
* Prof. Heinkel, Chef der Rostocker Flugzeugwerke, erwarb für 50 bei ihm arbeitende „Volksgenossinnen&amp;quot; in der Adolf-Hitler-Straße ein Villengrundstück und richtete hier ein Heim ein. Seit 1936 gab es auch ein Arbeitsdienstlager, dessen Insassen u. a. bei den Meliorationsarbeiten in der Conventer Niederung eingesetzt wurden. Das Handwerk hatte wieder „goldenen Boden&amp;quot;. Bad Doberan wurde zur „Gaustadt des Handwerks&amp;quot; erkoren. &lt;br /&gt;
* Der „Backenzahn&amp;quot;, die Heldengedenkstätte am Buchenberg, erhielt neuen Glanz.&lt;br /&gt;
* Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt spendierte der Stadt das Möckelsche Haus am Klostergarten. Hier fand das Heimatmuseum seinen Platz. Die NSDAP ließ auch eine „Ahnenhalle&amp;quot; für &amp;quot;würdige Feierstunden &amp;quot; im Haus errichten. Dort waren Ahnentafeln aufgestellt. An der Stirnwand prangte ein großes Hakenkreuz, garniert mit einem Spruch des Heimatdichters Friedrich Griese: „. .. wohr Din Blaud, stark sall dat bliewen und frie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Die englische Zeitung „Sidney Morning Herald&amp;quot; vom 3. April 1938 beurteilte das Ganze allerdings als „blutigen Heidenkult&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Zahl der Geburten stieg von 60 im Jahre 1933 auf 128 im Jahre 1937 an. Kindersegen war im Dritten Reich willkommen. Ab 1938 erhielten Frauen mit vier oder fünf Kindern das „Mutterkreuz&amp;quot; in Bronze, mit sechs und sieben in Silber, mit acht und mehr in Gold. Schließlich hatte nach Hitler das „Schlachtfeld der Frau das Wochenbett&amp;quot; zu sein.&lt;br /&gt;
* Und die SS-Zeitung „Das schwarze Korps&amp;quot; meldete, daß der Standesbeamte Bad Doberans als erster in Deutschland eine besondere Uniform mit dem Reichsadler sichtbar auf der Brust trage.&lt;br /&gt;
* Die Stadt wuchs an. Die Eingliederungen der Gemeinde Heilgendamm am 1. April 1936 und Althofs am 1. April 1939 trugen dazu wesentlich bei. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan gewann auch über die Grenzen hinaus Ansehen. In seinen Mauern fanden 1933 und 1935 Tagungen des vom Reichsgesundheitsamt protegierten „Bundes Kinderland&amp;quot; statt. Dieser trat ebenfalls für Kinderreichtum ein und forderte die „Auffordnung der Rasse“ („gegen schwarz geringelte Kurzhälse, für blonde Lockenköpfe! &amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der „Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil, z. B. Hans Friedrich Blunck, Präsident der Reichsschrifttumskammer, Friedrich Griese und Rudolf Kinau. Unter ihnen waren manche „Blut- und Boden&amp;quot;-Dichter.&lt;br /&gt;
* Unterm Hakenkreuz pulsierte ebenfalls das Bäderleben. Für Minderheiten war allerdings kein Platz. „Arendsee wird judenrein&amp;quot;, verhieß drohend im Juli 1935 die Regionalpresse.&lt;br /&gt;
* Werbeprospekte lockten andere Besucher an. In einem hieß es 1936: „Bad Doberan mit seinem Ostseebad Heiligendamm im Reuterland Mecklenburg erwartet Sie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Kraft-durch-Freude&amp;quot; -Züge brachten sonnenhungrige „Volksgenossen&amp;quot;. Auch die neue Prominenz stellte sich ein, u. a. Generaloberst Hermann Göring. Der neue Bürgermeister Albrecht, ein ehemaliger Polizeioffizier, spekulierte darauf, daß Heiligendamm „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Er richtete am 7. Februar 1936 an den Syndikus der Tobis-Klangfilmgesellschaft die Bitte, darüber einen Kulturfilm zu drehen. Da er einen Teil der Kosten nicht übernehmen wollte, starb das Projekt.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:DBR151.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR152.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR153.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR154.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR155.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR156.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 9) OZ, 13.2.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Opposition und Widerstand&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1957 erscheint in der BRD von Alfred Andersch der Roman „Sansibar oder der letzte Grund&amp;quot;. Er schildert, wie in Rerik 1937 zufällig Menschen zusammentreffen, die Hitlerdeutschland verlassen möchten. Zu ihnen gehört ein Junge, der sich nach dem ganz anderen sehnt (für das der Name der Insel Sansibar steht); Gregor, ein KPD-Funktionär, der einen letzten Auftrag erfüllen und dann aussteigen will; Fischer Knudsen, der sich von der Partei allein gelassen fühlt; Judith, eine Hamburger Jüdin, die auf der Flucht ist. Sie alle müssen sich neu entscheiden, als der Ortspfarrer Helander bittet, die Holzplastik des „Lesenden Klosterschülers&amp;quot; - eine Schöpfung Ernst Barlachs - vor den Fängen der Gestapo zu retten, weil sie als „entartete Kunst&amp;quot; beschlagnahmt werden soll. Gregor leitet eine Aktion ein, in deren Ergebnis nur Judith und die Holzfigur nach Schweden gerettet werden können. &lt;br /&gt;
* Rerik ist im Roman ein fiktiver Ort, der eher an Wismar erinnert - eine Stadt mit mehreren Kirchen und einem großen Hafen. Doch ähnliche Entscheidungen, ohne Auftrag das Richtige zu tun, mußten in jener Zeit auch Bürger in dieser Region treffen. &lt;br /&gt;
* Davon zeugte der Bericht von Ludwig Brüsehaber, Rostock, der vor 1933 Lehrer in Rothspalk, Kreis Waren, und zugleich Vorsitzender der Ortsgruppe Rothspalk-Carlsdorf der SPD war. Nachdem er Anfang 1933 aus dem Schuldienst entlassen war, kam er im Dezember des Jahres nach Bad Doberan. Er erinnerte sich: „Der Ort hatte eine gut organisierte Arbeiterschaft. Auch im Bürgertum und in religiösen Kreisen gab es beachtliche Abteilungen des Nazismus.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Im Folgenden gab er eine differenzierte Einschätzung des Widerstandes und der Opposition gegen das NS-Regime. „Die KPD setzte illegal ihre Arbeit fort. Es wurden Treffen und Schulungen durchgeführt. Vertrauensmann war der Tischler Otto Klöcking (KPD). Dieser wurde verhaftet, wegen Hochverrat zu Zuchthaus verurteilt.&amp;quot; Ludwig Brüsehaber schloß sich mit seiner Familie dem Widerstandszirkel des Zeichenlehrers Willi Henning-Hennings und dessen Ehefrau Margarete an. Der Kunsterzieher gehörte einst selbst der SPD an und hatte enge Kontakte zum Künstler Ernst Barlach in Güstrow.&lt;br /&gt;
* Schwerpunkte der illegalen Arbeit waren das Beschaffen von Informationen über die wirkliche Situation, Hilfe für politisch Verfolgte und Aufnahme von Verbindungen zu anderen oppositionellen Gruppen. Darüber hinaus gab es auch einen Rundfunkabhörzirkel um den parteilosen Uhrmacher Bobzin und einen als „Skatklub&amp;quot; getarnten Aussprache- und Informationszirkel, der sich beim Zimmerer Friedrich Rieck, einem alten Mitbegründer der Arbeiterbewegung am Ort (SPD, Gewerkschaft, Konsum) regelmäßig traf. Als Ende September 1937 ein Sonderzug mit Hitler und Mussolini Bad Doberan passierte, wartet Rieck am Bahnübergang demonstrativ in Arbeitskleidung, mit Ziehwagen, Gartengeräten und einer Jauchetonne (!) auf. &lt;br /&gt;
* Zur christlichen Opposition gehörten die SPD-Sympathisantin Etta v. Oertzen und die Schwestern v. Thadden, die über Verbindungen nach Berlin verfügten, sowie die dem ehemaligen Zentrum nahestehende Frau v. Knebel-Döberitz. Nach dem antisemitischen Pogrom in der „Reichskristallnacht&amp;quot; des 9./10. November 1938 war für alle „der letzte Grund&amp;quot; da, sich zu entscheiden und aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
* Ludwig Brüsehaber schätzte, daß mindestens zehn jüdische Mitbürger, unter ihnen eine Diakonissin jüdischer Herkunft, sich illegal in Bad Doberan vor dem Zugriff der Nazis verbergen konnten. &lt;br /&gt;
* Das Ehepaar Henning-Hennings, Frau Etta v. Oertzen und Frau v. Kebel-Döberitz hatten daran einen entscheidenden Anteil.&lt;br /&gt;
* Brüsehaber berichtete aber auch darüber, daß das Training des aufrechten Ganges Opfer mit sich brachte. So kam der Gartenarchitekt Martin Tessenow (SPD) aus Retschow, der sich in einer Gaststätte herabsetzend über den Hitlergruß geäußert hatte, in Haft und starb sechs Monate nach seiner Entlassung offensichtlich an den Folgen. So wurde der Buchhändler Rosenberg, der einst der Deutschen Volkspartei angehört hatte, 1934 für ein halbes Jahr verhaftet, weil er u. a. Waren von einer „nicht rein arischen Firma&amp;quot; aus Hamburg bezogen hatte. Er verstarb ebenfalls bald nach der Haftentlassung. Lange in Haft waren auch Bibelforscher, wie der Zimmerer Bobzin. Sein Schwiegersohn kam im KZ Sachsenhausen um. &lt;br /&gt;
* Die Beispiele zeigen, daß es in der Region Menschen gab, die sich von dem Regime nicht blenden ließen und ein anständiges, besseres Deutschland der aktiven Humanität und Toleranz verkörperten.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1938&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Käsetag&amp;quot; in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1839.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Flyer&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2631.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2632.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2633.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2634.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm wird für Heereszwecke beschlagnahmt&lt;br /&gt;
:Baderegeln&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1842.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3059.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob666.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 12) OZ, 6.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Standbild deutscher Kraft und Größe“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1.September 1939. - Das in Danzig eingelaufene Linienschiff „Schleswig-Holstein&amp;quot; eröffnet aus 28-cm-Türmen das Feuer auf die polnische Westerplatte.&lt;br /&gt;
* Der Zweite Weltkrieg ist da. Als Grund dafür erfahren Leser des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot;: „Im Bewußtsein, daß die Friedensliebe des Führers ... getäuscht ist, ergreift das Volk die Waffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Der Jubel, der sich einst vor 25 Jahren bei Kriegsausbruch 1914 abgezeichnet hatte, blieb bei der Mehrheit der Bevölkerung aus. Zu sehr waren der älteren Generation noch die Folgen gegenwärtig. Mehr Begeisterung zeigten Kinder und Jugendliche. Sie verfolgten den Krieg als sportlichen Siegeslauf. Mit Spannung sahen sie die erste Kriegswochenschau. Sie stellte dar, wie die „polnische Mörderbande&amp;quot; niedergerungen wird.&lt;br /&gt;
* Am 27. Mai 1940 konnten Doberaner Oberschüler noch einmal im Wehrmachtsfilm „Feldzug in Polen&amp;quot; die Präzisionsarbeit deutscher Generalstäbler nacherleben.    Auch der Film „Feuertaufe&amp;quot; gefiel. Die Kamera schwelgte in schönen todbringenden technischen Details: Maschinengewehr, Steuerknüppel, Radnarbe und Sturzflug. Das schmissige Filmlied ging als Ohrwurm ein: „.. . die Losung ist bekannt ... Ran an den Feind! Ran an den Feind! Bomben auf Polenland! “ &lt;br /&gt;
* Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Dänemark und Norwegen besetzt. Gegen Frankreich hatte der „Westfeldzug&amp;quot; begonnen, der gleichfalls mit einem „Blitzsieg&amp;quot; enden sollte.&lt;br /&gt;
* Hochstimmung im Kino nebenan verbreiteten gleichfalls Spielfilme wie „Wunschkonzert&amp;quot;, in dem die Operettendiva Marika Röck und der Schmalzbariton Wilhelm Strienz Front und Heimat bei Laune hielten. Das von Heinz Rühmann, Hans Brausewetter und Josef Sieber gesungene Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern&amp;quot; wurde von alt und jung als Hit aufgegriffen.&lt;br /&gt;
* Es folgten Schlachtengemälde wie „ Kampfgeschwader Lützow&amp;quot;, „Stukas&amp;quot; und „U-Boote westwärts&amp;quot;. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 lief auch in dem im April neu übergebenen Doberaner Filmtheater der Spielfilm des Regisseurs Arthur Maria Rabenalt „... reitet für Deutschland&amp;quot; an. Kernszenen dazu waren auf dem Gut Hohen Luckow gedreht worden.&lt;br /&gt;
* Schließlich war der von Willy Birgel gespielte Hauptheld kein anderer als Karl-Friedrich Freiherr v. Langen, der Olympiasieger im Dressurreiten 1928. Die Haupthandlung: Rittmeister v. Brenken, im ersten Weltkrieg bei einem militärischen Bravourstück an der Wirbelsäule verletzt, genas nach großem medizinischem Aufwand. Er hat in der Weimarer Republik Probleme, sein Gut wieder zu sanieren. Aber ihn interessiert es ebenfalls nur als Stätte der Pferdezucht für ein neues Heer. Es geht ihm mehr um die „Ehre des Reiches&amp;quot;, die durch einen Sieg bei einem internationalen Reitturnier wieder hergestellt werden müsse. In einer Schlüsselszene machen ihm Nahestehende deswegen Vorhaltungen. Kolrep: Und Du! Du nimmst endlich Vernunft an und wirst Landwirt statt... &lt;br /&gt;
* Brenken: Was verstehst Du schon davon - was versteht Ihr davon! Es muß geritten werden! Es muß! Und wenn der Himmel einstürzt: Es muß geritten werden!  Kolrep: Wozu - Wozu?! Mann! Brenken: Für Deutschland! Der Rittmeister gehorcht nur dem „inneren Befehl&amp;quot;. Natürlich gewinnt er auf seinem Pferd Harro  das Turnier.&lt;br /&gt;
* Ausländische Militärs - Gegner von einst - das internationale dekadente und „verjudete&amp;quot; Publikum, voller Spott für das geschlagene Deutschland und seinen einsamen Reiter, sind nun gezwungen, ihm die gebührende Ehre zu erweisen. Die „Schmach von Versailles&amp;quot; ist hier getilgt. Regungslos nimmt v. Brenken zu den Klängen des „Deutschland-Liedes&amp;quot;, für das erst die Noten herbeigeschafft werden müssen, die Huldigung entgegen. „Unbeweglich, wie ein ehernes Standbild deutscher Kraft und Größe, stehen Roß und Reiter vor diesem internationalen Forum&amp;quot;, hieß es in einer Pressekritik.&lt;br /&gt;
* Der Sieger geriet so zu einem aufdringlichen Symbol für Deutschlands Niedergang nach 1918 und das Wunder seines Auferstehens unter Hitler. In der Publikumsgunst bei Jugendlichen rangierte der Film weit vorn. Er trug bei vielen zur Haltung bei, „...stolz, ein Deutscher zu sein&amp;quot;. Auch ich war als Kind von dem Film beeindruckt und sah ihn mehrmals.&lt;br /&gt;
* Willy „Gebirge&amp;quot;, so hatte sich bei mir der Name des Hauptdarstellers eingeprägt, ritt auch für mich. Der Film erhielt die Prädikate „Staatspolitisch wertvoll&amp;quot; und „jugendwert&amp;quot;. Sein Einspielergebnis: Fünf Millionen Reichsmark.&lt;br /&gt;
* Kein Wunder, daß nach dem Zusammenbruch 1945 der Film auf die Verbotsliste geriet. Der Regisseur und seine Schauspieler erhielten von den Amerikanern fast zwei Jahre Berufsverbot, während die Russen das Pferd Harro deportierten. &lt;br /&gt;
* Dann doch ein neues Wunder: Der Film wurde in der Bundesrepublik Deutschland als politisch harmlos wieder freigegeben. Geringfügig gekürzt waren einige antisemitische und nationalistische Szenen. Es wurde wieder geritten. „Wozu - Wozu?!(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 bis 1941 &lt;br /&gt;
:Kamp-Lichtspiele von L. Elbrecht gebaut&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3804.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1851.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1941 &lt;br /&gt;
:GmbH-Besitz von Heiligendamm für 1,7 Mio an die Reichsmarine&lt;br /&gt;
:Alltag und Feuerwehreinsatz&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1846.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1847.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1848.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1850.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1942 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm erhält schwarzen Tarnanstrich&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob667.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 13) OZ, 19.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kriegsflugzeuge im Naturlehrunterricht&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1942 - die Blitzsiegeseuphorie war verflogen. Der Krieg hatte in fast jeder Familie erste Narben hinterlassen. Väter und erwachsene Söhne waren zur großdeutschen Wehrmacht einberufen worden. Briefträger hatten in manches Haus die Nachricht vom „Heldentod&amp;quot; eines Angehörigen gebracht. Schwarz umränderte Traueranzeigen mit dem Eisernen Kreuz nahmen die Rückseite der Lokalpresse ein. „Gefallen für Führer, Volk und Vaterland&amp;quot;, hieß es. Viele blieben vermißt, zumeist für immer.&lt;br /&gt;
* Auch Mädchen mußten dienen, zunächst beim Reichsarbeits-, dann im Kriegshilfsdienst. So waren nach einer Meldung aus Bad Doberan vom 24. Februar allein 1700 als Kriegshilfsdienst-Mädel bis zum 31. März verpflichtet, davon zehn im Reservelazarett der Stadt.&lt;br /&gt;
* An den Schulen wurde weiter gesiegt. „Je schwerer die Aufgaben einem Volk gestellt sind, desto höher steigt das Volk&amp;quot;, so lautete Ende Februar ein Prüfungsthema an der Doberaner Oberschule nach einem Wort von Paul de Legarde. Ein Abiturient schrieb: „Die Deutschen aber sind ein Volk, das erst dann richtig zur Besinnung kommt und sich seiner Kraft erinnert, wenn es ihm schlecht geht. Es bedarf erst eines nicht unerheblichen Stoßes und Ermunterns, bis es sich seiner selbst bewußt wird und zur Wehr setzt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die NS-Propaganda sorgte dafür. „Wir können siegen, wir müssen siegen, und wir werden siegen&amp;quot;, dieses Goebbels-Zitat war ein weiteres Aufsatzthema. Auch die Lehrer der Volksschule Kühlungsborn befolgten es. Nach einem Bericht des Schulleiters vom 16. März an den Rostocker Schulrat stand im Naturlehrunterricht die „Pflege der Luftfahrt&amp;quot; oben an. Schüler bastelten Modelle von Kriegsflugzeugen und wurden über Luftschutzmaßnahmen unterrichtet. Im Fach Erdkunde „waren die stolzen Siege der deutschen, japanischen und italienischen Luftwaffe immer wieder Anlaß, die Überlegenheit der Achsenluftwaffe, den Draufgängergeist, das Heldentum unserer Flieger ins rechte Licht zu rücken.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* An die Schüler der Klassen 7 und 8 wurde die Luftwaffenillustrierte „Der Adler&amp;quot; verteilt. Der Berichterstatter vermerkte befriedigend: „Wenn der Lehrer damit in die Klasse kommt, wollen alle Jungen Flieger werden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Schuljugend sammelte Ansichtskarten der Serien „Wüstenkrieg in Nordafrika&amp;quot; und „Panzer machen Weltgeschichte&amp;quot;. Darüber hinaus waren sie angehalten, ständig Altstoffe für die Rüstungsindustrie zu erfassen. „Lumpen, Knochen, Silberpapier, ausgeschlagene Zähne sammeln wir&amp;quot;, sangen manche nach der Melodie eines alten Volksliedes.&lt;br /&gt;
* Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; stellte wiederholt Erfolge an der „Heimatfront&amp;quot; heraus, um die übrige Bevölkerung aufzumuntern. Danach wurde in Bad Doberan das „große Volkswohnungsbauvorhaben&amp;quot; in der Althöfer Siedlng weitergeführt.&lt;br /&gt;
* Das im Frühjahr 1941 gegründete „ Sozialgewerk Doberaner Handwerker&amp;quot; hatte zur Schaffung eines eigenen Domizils ein Grundstück am „Horst-Wessel-Platz&amp;quot;, die „Burg&amp;quot;, käuflich erworben.&lt;br /&gt;
* Der „Doberaner Dichtertag&amp;quot; war als „reichswichtig&amp;quot; anerkannt worden.&lt;br /&gt;
* Auch in der Ackerstadt Kröpelin schien es voranzugehen. 18 „Erbhöfe&amp;quot; bzw. größere Landwirte behaupteten sich. Die Stadt erwarb das frühere Gut „Duggenkoppel&amp;quot;, um es selbst zu bewirtschaften.&lt;br /&gt;
* Doch für manchen wurden solche Erfolgsmeldungen fragwürdig, als englische Bomber vom 24. bis 27. April erstmals die Rostocker Innenstadt in ein Trümmerfeld verwandelten. In den Nächten war für lange Zeit der Feuerschein der brennenden Stadt zu sehen. Auch Doberaner Hitlerjungen wurden zu Löscharbeiten herangezogen.&lt;br /&gt;
* An der Kriegsmoral nagten seit April gleichfalls die neuen drastischen Kürzungen der Lebensmittelrationen. Bereits bei Kriegsbeginn hatten sie für Otto Normalverbraucher wöchentlich nur 500 g Fleisch oder Fleischwaren, 2400 g Brot und 270 g Fett betragen. Jetzt gab es 200 g Fleisch, 400 g Brot und 64 g Fett weniger. Das bedeutete, den Gürtel noch enger zu schnallen. &lt;br /&gt;
* In den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht wurden die Sondermeldungen mit den sie begleitenden Siegesfanfaren immer spärlicher.&lt;br /&gt;
* Spätestens am Ende des Jahres stellte sich heraus, daß weder die „Sowjets&amp;quot; noch England besiegt waren. Bald machte insgeheim ein geflügeltes Wort die Runde: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. “(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob668.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Unterbringung von Flüchtlingen&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1844.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2619.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2620.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2621.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2622.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:Seekadettenschule in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 14)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Totaler Krieg - kürzester Krieg!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Am 18. Februar ruft Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg&amp;quot; aus.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg-kürzester Krieg!&amp;quot;, heißt die Parole.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg: warum und wie?&amp;quot; lautete ein Aufsatzthema an der Doberaner Oberschule. Alle Kräfte und Reserven waren für den „Endsieg&amp;quot; zu mobilisieren. Vor allem sollte die Jugend in die Waagschale der Entscheidung geworfen werden. „Kriegseinsatz der deutschen Jugend&amp;quot;, das war die Jahresparole der HJ. Die ideologische Mobilmachung lief auf Hochtouren.&lt;br /&gt;
* Im BDM, z. B. in der Neubukower Mädelgruppe 14 des Bannes 413 Wismar, waren laut „Führerinnendienst des Gebietes Mecklenburg (24)&amp;quot; solche Heimabend-Themen zu behandeln: „Völker können ewig leben, wenn sie nur wollen&amp;quot; (März), „Vier Jahre Krieg - wir bleiben hart&amp;quot; (September), „Und setzet Ihr nicht das Leben ein&amp;quot; (November).&lt;br /&gt;
* An der Doberaner Oberschule hielten wiederholt Offiziere Werbevorträge, so am 30. März Oberst v. Bülow über militärische Führer, am 21. April Oberleutnant zur See Thieme über U-Bootfahrten, am 25. Juni Ritterkreuzträger Major Lemm über die Infanterie. Ab Anfang Dezember erfolgte auch gezielt die Nachwuchswerbung für das Heer an den Landschulen.&lt;br /&gt;
* Abiturienten meldeten sich freiwillig von der Schulbank in den Krieg. Auch die 16- und 17jährigen Jungen mußten ran. Am 24. Oktober wurden auch von der Doberaner Oberschule zehn Marinehelfer zur Flak eingezogen. Sobald sie die militärische Grundausbildung mit ihrem zermürbenden Schliff hinter  sich hatten, mußten sie lernen, die 8,8, das Standardgeschütz der schweren Flakbatterie, zu bedienen. Manche wurden an der leichten und mittleren Flak, an den Scheinwerfern oder am Flakumwertegerät „Malsi&amp;quot; eingesetzt. Zwar sollten sie durch Betreuungslehrer wöchentlich 18 Stunden Unterricht erhalten, doch fielen diese aufgrund der zunehmenden Luftangriffe immer häufiger aus.&lt;br /&gt;
* Zurückbleibende Oberschüler der Klasse 7 waren vom 4. April bis Anfang Mai laut Schulchronik „zum größten Teil im Wehrertüchtigungslager&amp;quot; der HJ. Hier wurden sie unter dem Kommando von Ausbildern der Wehrmacht vormilitärisch getrimmt. Andere Jungen folgten.&lt;br /&gt;
* Der „Ostsee-Bote&amp;quot; mit dem Untertitel „Doberaner Nachrichten&amp;quot;, „Neubukower Anzeiger&amp;quot; brachte am 1. September den Bericht über einen Tagesablauf:,, 6.30 Wecken. Dusche. Bettenbauen. U.v. D. (Unteroffizier vom Dienst, H.L.) pfeift zum Frühstück.-Flaggenappell, -kerniger Fahnenspruch &amp;quot;. Auf dem Tagesplan: Geländedienst. Sieben Stationen waren in einem 18 km langen „Geländeschlauch&amp;quot; zu passieren. Hinzu kam der Schießdienst einschließlich der Schießlehre und Waffenkunde.&lt;br /&gt;
* Militärisch ging es auch bei der Ausbildung der Lehrlinge in den Heinkel-Flugzeugwerken Rostock zu. Bereits vor Kriegsausbruch waren sie auf einem eigenen Schießstand in Bad Doberan am Kleinkaliber-Gewehr ausgebildet worden. Jetzt wurde auch hier die paramilitärische Ausbildung forciert. Ein Bürger aus Kühlungsborn, der damals dazugehörte, erinnert sich, daß etwa 400 uniformierte Lehrlinge beim Anmarsch zu den Werkhallen folgendes von einem HJ-Bannführer verfaßtes Lied sangen:&lt;br /&gt;
* „Wir Schüler bei Heinkel tun treu unsere Pflicht. Wir dienen treu dem Führer, bis uns das Herze bricht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die Hauptaußenstelle des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS Schwerin war mit der „Stimmung und Haltung&amp;quot; der Jugendlichen sehr zufrieden. &lt;br /&gt;
* Doch am 29. Juni 1943 mußte ein SS-Hauptsturmführer Bayerl seiner vorgesetzten Behörde einen Bericht über den „Lustmord&amp;quot; an einer in Bad Doberan wohnhaft gewesenen Schülerin geben. Das Mädchen war am Pfingstmontag erwürgt und grauenhaft zugerichtet worden. Der Verdacht fiel sofort auf polnische und russische Zwangsarbeiter. Schließlich konnte aber der wirkliche Täter, ein 16 l/2jähriger Hitlerjunge und Pferdepfleger aus Glashagen, gestellt werden. Er wurde vom Sondergericht Rostock am 13. September zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* Auch die übrige Bevölkerung wurde für den „totalen Krieg&amp;quot; mobilisiert. Gauleiter Hildebrandt rief z. B. am 6. März alle früheren Gutsbeamten, -inspektoren und Verwalter auf, sich zum Einsatz in der Landwirtschaft zu melden.&lt;br /&gt;
* Am gleichen Tag wurde erneut zum Sammeln für das WHW in Bad Doberan aufgerufen. Viele spendeten immer unwilliger. „Totaler Krieg - kürzester Krieg!&amp;quot;, hatte Goebbels gesagt. Doch ein Ende war nicht in Sicht.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:einziger Bombenangriff auf Heiligendamm (1 Toter, einige Verletzte)&lt;br /&gt;
:Alltag&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1843.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1944&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob669.PNG|300px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Dieser männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen tauchte im Januar 1944 in Bad Doberan und anderen Orten schlagartig an Schaufenstern und Häuserwänden auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 15)OZ, 2.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durchhalten heißt die Parole&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Januar 1944. In Bad Doberan und in anderen Orten tauchen über Nacht im Ergebnis einer NS-Propagandaaktion schlagartig an Ladenschaufenstern und Häuserwänden aufgemalte schwarze, männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen auf. Dazu die Warnung: „Vorsicht - Feind hört mit!&amp;quot; Einschüchterung und Drohung scheinen von dieser Gestalt auszugehen. Doch die meisten Passanten gehen gleichgültig vorbei. In einem Hit des Jahres aus dem Film „Die Frau meiner Träume&amp;quot;, gesungen von Marika Röck, heißt es: „Schau&#039; nicht hin! Schau&#039; nicht her! Schau nur g&#039;rade aus! Und was sonst noch kommt, mach&#039; dir nichts daraus!&amp;quot; Viele befolgen den Appell zum Wegsehen, und das in jeder Hinsicht. &lt;br /&gt;
* Reichsjugendführer Arthur Axmann hatte 1944 zum „Jahr der Kriegsfreiwilligen&amp;quot; erklärt. Verstärkt mobilisierte das NS-Regime die Jugend, um den unvermeidlichen Untergang hinauszuschieben.&lt;br /&gt;
* Am 1. März wurden aus Bad Doberan weitere 24 Oberschüler der Jahrgänge 1927 und 1928 als künftige Luftwaffenhelfer nach Kiel-Friedrichsort in Marsch gesetzt. Ein Betreuungslehrer begleitete sie.&lt;br /&gt;
* Doch die Luftwaffe der westlichen Alliierten war nicht mehr aufzuhalten. Am 21. Mai beschoß auch eines ihrer Flugzeuge mit MG-Feuer die Südseite des Oberschulgebäudes und des Direktorwohnhauses. Am Eingang der Schule wurde ein Soldat leicht verwundet.&lt;br /&gt;
* Besonderen Druck übten die Parteikrieger auf den Jahrgang 1928 aus, der sich geschlossen kriegsfreiwillig melden sollte. Am 3. September fand auf Trümmern der Rostocker Altstadt ein Appell dieses Jahrgangs vom HJ-Bann 90 statt, zu dem auch Hitlerjungen aus Bad Doberan und Umgebung gehörten.&lt;br /&gt;
* Angehörige der jüngeren Jahrgänge hatten im Sommer erneut in der Landwirtschaft Erntehilfe zu leisten. BDM und HJ stellten auch Führungskräfte für die Lager der Kinderlandverschickung (KLV) in Buschmühlen, Rakow und Roggow bei Neubukow. Hier waren Kinder aus unmittelbar kriegsgefährdeten Gebieten untergebracht. &lt;br /&gt;
* Da seit Juni mit der Eröffnung der zweiten Front durch die westlichen Alliierten und der sowjetischen Großoffensive die Lage für Hitlerdeutschland immer kritischer geworden war, riefen höhere Parteifunktionäre - im Volksmund auch „Goldfasane&amp;quot; genannt (braun uniformiert, viel Gold auf den Dienstrangabzeichen) - verstärkt zum Durchhalten auf. So erklärte der „Reichsredner&amp;quot; Kreysen am 7. Juli auf einer Kundgebung der NSDAP-Ortsgruppe Doberan-Althof im Rathaussaal:&lt;br /&gt;
* „Für uns gibt es nur eins: Am Ende steht der Sieg!&amp;quot; In diesem Krieg ginge es „um die Neuordnung der ganzen Welt mit dem Ziel, das Judentum und den Bolschewismus auszurotten&amp;quot;. Und der Ortsgruppenleiter der NSDAP, Walter Kittmann, fügte zum Abschluß des Appells mit „Treuegelöbnis zum Führer&amp;quot; die Gewißheit hinzu, „daß wir siegen wollen, siegen müssen und siegen werden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Am 20. Juli 1944 scheiterte der Anschlag des Obersten Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler.&lt;br /&gt;
* Auf dem Gut Roggow erhielt die Familie von Oertzen, deren ursprüngliche Sympathie für den „Führer&amp;quot; in Ablehnung umgeschlagen war, eine furchtbare Nachricht. Sie erfuhr, daß noch am gleichen Abend ein Verwandter, Major Hans-Ulrich von Oertzen, mit einer Handgranate sein Leben beendet hatte. Er war zuvor wegen seiner aktiven Beteiligung am Attentat in Berlin verhaftet worden und wollte sich nicht den Henkern ausliefern.&lt;br /&gt;
* Der Terror eskalierte auch in Bad Doberan. So verhaftete die Gastapo sowohl erneut den Kommunisten Otto Klöcking als auch den konservativen Hauptmann a. D. von Besser. Letzterer hatte einst dem Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, angehört und wußte vermutlich mehr um die Verschwörung. &lt;br /&gt;
* Opfer des wütenden Terrors wurden am 25. August auch zwei amerikanische Flieger, die sich nach dem Abschuß ihrer Maschinen über Rostock noch mit dem Fallschirm gerettet hatten und im Bereich Steffenshagen gelandet waren. Auf Veranlassung des Ortsgruppenleiters der NSDAP hin erschoß sie ein Sonderkommando in den Wittenbecker Tannen. Die Leichen wurden zunächst in einer Sandkuhle verscharrt. Ein Bürger aus Bad Doberan, der damals als Jugendlicher kurz vor der Einberufung stand, hatte soviel Mut, einen weiteren abgeschossenen US-Flieger zu retten. &lt;br /&gt;
* Die Durchhalte-Propaganda schürte Hoffnungen auf den Einsatz neuer „Wunderwaffen&amp;quot;, die wie die „VI&amp;quot; und „V 2&amp;quot; die Vergeltung bringen sollten. Da ihre Wirkungen in Wahrheit unbeträchtlich blieben, ließ Hitler das letzte Aufgebot mobilisieren.&lt;br /&gt;
* Am 19. Oktober brachte der „Ostsee-Bote“ den „Erlaß des Führers über die Bildung des Deutschen Volkssturmes“ vom 25. September. Hitler rief alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren auf, „den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln&amp;quot; zu „verteidigen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* „Den Opa ziehn&#039; sie auch noch ein, das soll wohl die Vergeltung sein&amp;quot;, diesen Spottversflüsterten sich manche heimlich zu.&lt;br /&gt;
* Ab 21. Oktober erfaßten die Meldestellen in den Rathäusern Bad Doberans und Kröpelins die männlichen Personen der Geburtsjahrgänge 1884 bis 1928. Dann folgten die ersten Appelle des Volkssturms, so in Kröpelin am 5. November um 9 Uhr auf dem Schulhof. Die Ausbildung wurde an alten Infanteriewaffen und an der neuen Panzerfaust vorgenommen. Zur Bedienung der letzteren Waffe brachte die Regionalpresse Anweisungen. „Sei mutig und unerschrocken&amp;quot;, hieß es, „wenn Feindpanzer nahen, auch der stärkste Panzer ist durch die Panzerfaust mit dem ersten Schuß zu erledigen&amp;quot;.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945 &lt;br /&gt;
:Doberan wird am 2. Mai kampflos der Roten Armee übergeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 16) OZ, 16.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kampf bis fünf nach zwölf!&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Januar 1945. - „Fronthilfe und Kriegseinsatz so lautet die Jahresparole der Hitlerjugend. Am 12. Januar beginnt im Osten die russische Großoffensive. Der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsbom und Umgebung&amp;quot; vom 18. Januar meldet: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Noch immer verströmt das Blatt Siegeszuversicht. Der Leitartikel verweist auf die Leistungen des deutschen Grenadiers. Er würde „letztlich den Feind im Nahkampf mit der blanken Waffe in der Hand ... bezwingen&amp;quot;. Ein anderer Beitrag preist den „Volkssturmgeist&amp;quot;, an dem sich, &amp;quot;um mit Friedrich dem Großen zu sprechen, der .verfluchte Feind&#039; trotz seiner Massen die Zähne ausbrechen&amp;quot; würde. Doch die Sowjetarmee stößt noch im Laufe des Monats bis zur Oder vor.&lt;br /&gt;
* Fortan überstürzten sich die Ereignisse. Oberstudiendirektor Dr. Brandt notierte in der Schulchronik: „Ende Februar wird der Zustrom der verwundeten aus der Ostschlacht so stark, daß trotz einer wenige Tage vorher geschlossenen Vereinbarung das Lazarett... sämtliche Räume des Hauptgebäudes beansprucht.&amp;quot; Als am 24. April das Prinzenpalais gleichfalls zum Lazarett umfunktioniert wurde, fiel der Schulunterricht endgültig aus. Lehrer und Schüler der Oberschule waren ohnehin seit Januar permanent im Einsatz. Sie hatten vor allem für die Unterbringung der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen zu sorgen.&lt;br /&gt;
* Ab 17. Februar wurden Jungen für eine „Kuriergefolgschaft der HJ&amp;quot; eingezogen, die Aufgaben im Dienste der Rüstungsindustrie, z. B. der Heinkel-Flugzeugwerke, auszuführen hatte.&lt;br /&gt;
* Noch am 26. März führte die HJ in den Standorten Bad Doberan, Kröpelin und Kühlungsbom „Aufnahme- und Erfassungsappelle&amp;quot; für zehnjährige durch, um sie als Jungmädel oder Pimpfe zu übernehmen. Sie hatten zu geloben: „Ich verspreche, alle Zeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und zu unserer Fahne. “&lt;br /&gt;
* In den Lichtspielen lief der UFA-Unterhaltungsfilm „Gefährlicher Frühling&amp;quot; mit Olga Tschechowa, für Jugendliche ab 14 zugelassen. Der Titel mußte - wenn auch vom Hersteller nicht so beabsichtigt - doppelsinnig wirken.&lt;br /&gt;
* Anfang März war die Sowjetarmee nach Pommern vorgestoßen. Sie ließ ein Flugblatt verteilen, das an den „Mecklenburger Landsmann&amp;quot; adressiert war. Darin baten 75 kriegsgefangene Offiziere und Soldaten, unauffällig ihren Angehörigen mitzuteilen: „Die deutsche Regierung verbreitet: Die deutschen kriegsgefangenen Soldaten und Offiziere würden in der Sowjetunion getötet. Dies ist falsch! Wir leben!&amp;quot; Darunter stand auch die Adresse eines Oberzahlmeisters aus Bad Doberan.&lt;br /&gt;
* Um die hohen Verluste auch nur annähernd auszugleichen, sollte jetzt der Jahrgang 1929 in den „Endkampf&amp;quot; geworfen werden.; Am 5. April erfolgte in Bad Doberan auf dem Tempelberg seine Musterung für den Reichsarbeitsdienst und die Wehrmacht. „Unsere Jungend zum Kampf bis zum letzten entschlossen!&amp;quot;, so tönte Gauleiter Friedrich Hildebrandt vor den Bannführern der HJ. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; stellte nun täglich die „beispielhaften Waffentaten&amp;quot; von Hitlerjungen als Einzelkämpfer, als Angehörige von Panzervernichtungstrupps oder als „Werwolf-Kämpfer&amp;quot;&lt;br /&gt;
* in den bereits von den Amerikanern und Engländern besetzten Gebieten heraus. „Die Deutschen verteidigen sich wie die Löwen&amp;quot;, hieß es in der Ausgabe vom 10. April. In der Ausgabe vom 24/25. April erschien ein Artikel unter der Schlagzeile „Moskau rüstet zum dritten Weltkrieg&amp;quot;. Er sollte Hoffnungen auf ein Auseinanderbrechen der Antihitlerkoalition wecken.&lt;br /&gt;
* Die letzte Nummer des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 27. April hob noch einmal die militärisch sinnlose Tat eines 14jährigen an der Oderfront als „Vorbild und Ansporn für viele Tausende Hitlerjungen&amp;quot; hervor. Und die Schlußbotschaft lautete: „Schopf-- gemüse auf den Speisezettel!&amp;quot; Jetzt sollten angesichts der verordneten Hungerrationen die bisher&#039; weggeworfenen „ Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben als zusätzliche Ersatznahrung dienen.&lt;br /&gt;
* In jenen Tagen flogen noch von Rerik aus Flugzeuge des Typs He 111 in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die seit dem 25. April eingeschlossene Reichshauptstadt Berlin. Viele Maschinen kehrten nicht mehr zurück.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor 50 Jahren (1), OZ, 11.3.1995:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Volksopfer für den „Endsieg&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Die Schriftstellerin Etta v. Oertzen, 1972 in Wiesbaden verstorben, schildert in ihrem 1968 erschienenen Roman „ . . . und wollten das Richtige tun&amp;quot; aus eigener Erinnerung die Situation in Bad Doberan vor 50 Jahren so, ohne den Namen der Stadt zu nennen: „Der Winter ist da, der Kriegswinter 1944 auf 45. Schnee liegt über dem Cubanzer Land, über der kleinen Stadt, die in Stille versunken scheint, während es in Wahrheit kocht und brodelt .. . Kaum einer glaubt mehr an die verheißenen Erfolge der V-Bombe. Feldpost kommt kaum mehr durch. Von Todesfällen erfährt man nur auf Umwegen. Wer solche Nachricht erhält, redet nicht mehr, geht stumm und verbissen durch die dunklen Tage.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Trauer um Gefallene und Ermordete &lt;br /&gt;
* Fast jede Familie hatte an der Front gefallene, vermißte oder verwundete Angehörige zu beklagen. Vereinzelt trauerten in Bad Doberan auch Menschen aus anderen Gründen, so z. B. die frühere Pröpstin vom Stift Altenburg, Hildegard v. Thadden, und die Johanniterschwester Miez um die Erzieherin Elisabeth v. Thadden. Diese war wegen ihrer Kontakte zu Berliner Widerstandskreisen und zu Mitarbeitern der Weltfriedensbewegung in der Schweiz von Roland Freisler, dem berüchtigten Vorsitzenden des „Volksgerichtshofes&amp;quot;, zum Tode verurteilt und im September 1944 hingerichtet worden.&lt;br /&gt;
* Die NS-Führung setzte auf den „Volkskrieg&amp;quot;, um politischen Zeitgewinn herauszuholen und die Galgenfrist zu verlängern. Der „Ostsee-Bote&amp;quot;, das Amtsblatt der Städte Bad Doberan, Kröpelin, Neubukow, Rerik und des Kreises Rostock, brachte am 2. Januar Hitlers Tagesbefehl an die Wehrmacht. Hierin erklärte er, daß das Jahr 1945 „das Äußerste an Mut und Tatkraft&amp;quot; abverlange, „allein, es wird auch zugleich das Jahr einer geschichtlichen Wende sein&amp;quot;. Mit dieser Prognose sollte er Recht behalten, allerdings anders als von ihm erhofft.&lt;br /&gt;
* Die Bevölkerung wurde für die Zeit vom 7. bis zum 28. Januar zum „Volksopfer&amp;quot; aufgerufen. Regenmäntel, Schuhe, warme Wintersachen und Wolldecken sollten abgeliefert werden, um damit die neuen Volksgrenadier- und Volkssturmbataillone auszustatten. Am 9. Januar brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot;, das Blatt der NSDAP und des Mecklenburgischen Staatsministers (im Volksmund auch „Niederträchtiger Beobachter&amp;quot; genannt), dazu eine animierende Karikatur. Sie zeigte ein Kind, das im Kleiderschrank die alte Kürassier Uniform des Onkels aus dem ersten Weltkrieg entdeckt hatte. Diese wurde auch jetzt gebraucht.  „Ab in die Annahmestelle des Volksopfers&amp;quot;, hieß es. Da die Ablieferungsergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, sollte für den 11. Februar ein neuer „Volksopfertag&amp;quot; angekündigt werden.&lt;br /&gt;
* Indessen erfolgte am 12. Januar im Osten die Großoffensive der Sowjetarmee. Die Weichselfront brach zusammen. Das deutsche Ostheer flutete teilweise panikartig zurück. Am 18. Januar meldete der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsborn und Umgebung&amp;quot;: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Trotzdem verströmte die Zeitung Siegeszuversicht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob671.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Weiße im Auge des Feindes schauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Sie wertete den Volkssturm als eine „neue, durchaus soldatische Gemeinschaft, in der alle Schichten und Stände des Volkes . . . Schulter an Schulter in einer einzigartigen Kameradschaft zusammenstehen&amp;quot;. Und der deutsche Grenadier fechte, „wenn es gilt, das Weiße im Auge des Feindes schauend, mit letzter Kraft des Körpers und der Seele bis zur letzten Konsequenz&amp;quot;. Die Regionalpresse stellte neue Ritterkreuzträger als Leitbilder heraus, so am 11. Januar einen Generalleutnant und Führer einer Infanteriedivision im Osten aus Bad Doberan, am 19. Januar einen gleichfalls hier geborenen Feldwebel, der „außerordentlichen Mut, Umsicht, Kaltblütigkeit, schnelle Entschlußkraft und echt mecklenburgische Härte und Standhaftigkeit&amp;quot; bewiesen hätte. Solche Eigenschaften wurden jetzt von allen verlangt, besonders aber von den Jugendlichen. Sie sollten den längst sinnlos gewordenen Krieg verlängern helfen.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei unentschuldigtem Fehlen gab es keinen Koks OZ, 11.3.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Während die Fronten zusammenbrachen und Großdeutschland immer kleiner wurde, zerrieben sich die kleinen Leute in Bad Doberan im Alltagskampf. Etta v. Oertzen berichtet über sie in ihrem Roman:&lt;br /&gt;
* „Wer noch einen Leiterwagen hat, fährt in die Wälder, um Borke, die erlaubt ist, und um Holz, das nicht erlaubt ist, zu sammeln. Wer keinen Garten besitzt, zieht hinaus auf die Dörfer, um sich gegen Geld oder etwas Wäsche Kartoffeln, Möhren und möglichst auch Eier einzutauschen. Man hat gelernt, sich dies und das in den Kaufläden und beim Bäcker zu &#039;organisieren&#039;. (Das Wort &#039;klauen&#039; ist nicht mehr Mode).&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Tür zu! Es ist kalt in Deutschland&amp;quot;, lautete damals ein geflügeltes Wort. Brennstoffe waren mehr als knapp geworden. Selbst für Doberans „Zentralheizungsbetreuer&amp;quot; fanden Anfang 1945 im kleinen Rathaussaal Kurse zum Thema „ Heize richtig&amp;quot; statt. Auf Geheiß des Landrates sollte unentschuldigtes Fernbleiben mit dem Entzug von Koks geahndet werden. Die Ärmeren waren auf das Sammeln von „Raff- und Leseholz&amp;quot; angewiesen. Doberans Forstmeister verfügte, daß nur montags, mittwochs und sonnabends in der Zeit zwischen 8.00 und 18.00 Uhr gesammelt werden durfte und das auch nur in den von ihm bezeichneten Gebieten.&lt;br /&gt;
* Es wurde nicht nur kälter. Immer häufiger saßen die „Volksgenossen&amp;quot; wie einst ihre Vorfahren abends im Dunkeln bzw. beim Schein der Kerze oder der „Petroleumfunzel&amp;quot; zusammen. Die Zeitungen gaben ständig vor, von wann bis wann wegen der Fliegergefahr die Fenster abzudichten waren. So hieß es am 2. Januar präzise: „Heute Verdunkelung von 16.57 bis 7.41 Uhr&amp;quot;. Mit Strom aber mußte gespart werden. Ihn brauchte die Rüstungsindustrie. Die Kriegspropaganda hatte dazu die Finger des „Kohlenklau&amp;quot; erfunden, der einem in Anzeigen, auf Plakaten und Streichholzschachteln überall entgegen grinste. Diesen Kobold mit der Ballonmütze und dem Sack auf dem Rücken, halb Tier, halb Mensch, ein Auge weit aufgerissen, die Füße in einem nahezu amphilischen Zustand, galt es,  Propaganda-Figur: Kohlenklau. mit Sparmaßnahmen zu bekämpfen. „Seid auf der Hut und trefft ihn gut!&amp;quot;, lautete die Parole. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob670.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Oft wurde der Strom ohnehin abgedreht. &lt;br /&gt;
* Ungeachtet der Strafandrohungen hatte sich der Tausch- und Schleichhandel durchgesetzt. Getauscht wurden Raucherkarten gegen Brotmarken, ein Ei bzw. fünf Gramm Fett gegen eine Zigarette. Besonders hoch im Kurs stand der Bohnenkaffee, dessen Preise schwindelnde Höhen annahmen. Um dem illegalen Tauschhandel die Spitze zu nehmen, durfte auch öffentlich einiges feilgeboten werden. Daß nicht mehr alle gewillt waren, das „letzte Hemd&amp;quot; für das große „Volksopfer&amp;quot; herzugeben, belegen Tauschanzeigen aus dem „Ostsee-Boten&amp;quot;. Geboten wurden z. B. „ein Paar Schuhe, Gr. 39, gegen sechs Handtücher, ein Braunhemd für 13 bis 14 Jahre gegen Herrensporthemd, Halsweite 38&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Die seltener gewordenen Werbeanzeigen verhießen mehr, als sie versprachen, z. B.: „Warmes Mieder für die schaffende Frau&amp;quot;, Rotbart-Rasierklingen, die sich auch nach längerem Gebrauch regenerieren würden, für den Mann („Klingenstahl erholt sich!&amp;quot; - „Gut rasiert - gut gelaunt!&amp;quot;). &lt;br /&gt;
* Auch Unterhaltungsfilme sollte die „Volksgenossen&amp;quot; bei Laune halten. In den Doberaner Kamp-Lichtspielen wurde Anfang Januar z. B. der Streifen „Drei tolle Mädels&amp;quot; mit Lucie Englisch, Else v. Möllendorf und Grete Weiser gezeigt.&lt;br /&gt;
* Aufmerksam verfolgten die Zuschauer die neue Ausgabe der „Deutschen Wochenschau&amp;quot;. Wenn auch der Kommentator sich abmühte, Siegeszuversicht zu verbreiten, so waren doch die beklemmenden Bilder nicht zu übersehen. Sie zeigten die Rückkehr von Schwerverwundeten nach Deutschland und Rückzugskämpfe an der Westfront, in Ostpreußen, im Kurland und in Ungarn. Januar-Ausgaben des „Ostsee-Boten&amp;quot; bilanzierten für 1944 noch mehr Geburten als Sterbefälle, z. B. in Rerik 169 Geburten und 65 Sterbefälle, in Neubukow 70 Geburten und 50 Sterbefälle. Das Verhältnis sollte sich bald ändern. In den Orten wurde es immer enger, weil Wohnraum fehlte.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus unserer Serie „Vor 50 Jahren&amp;quot; ( 5) OZ, 1.4.1995&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule war im Untergang begriffen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Der Deutsche Erzieher&amp;quot; vom Januar/ Februar 1945 wurden die Lehrkräfte beschworen, „alle Kraft zu verdoppeln und in unserer Jugend immer neue Ströme des Glaubens und Wollens zum Fließen zu bringen, bis der Sieg erkämpft.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Ich erinnere mich, daß an der Dorfschule Zirchow (Vorpommern), die ich zu diesem Zeitpunkt besuchte, sich der Schulleiter bemühte, diesem Auftrag nachzukommen. Als die sowjetischen Truppen bereits auf die Oder zurückten, übte er mit uns das Pflichtlied „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, wir treten an zum Gegenstoß&amp;quot;. Die Vorhersehung, die Hitler das Attentat „verräterischer Offiziere&amp;quot; am 20. Juli überleben ließ, würde es schon richten, sagte er. &lt;br /&gt;
* Daß für die Kriegsführung die Schule nur ein untergeordneter Faktor war, macht die Chronik der Doberaner Oberschule deutlich. Aus ihr geht hervor, daß ab 24. Januar das Wehrkreiskommando II sämtliche Schulräume beschlagnahmte, um ein Lazarett einzurichten. Am 26. Januar wurden auf Befehl des Reichsverteidigungskommissars sämtliche Schulen vorübergehend geschlossen. Lehrer und Schüler hatten Einsatz für die NSDAP und zur Unterbringung der Flüchtlinge zu leisten. Am 3. Februar übernahm die Wehrmacht auch die Volksschule Neubukow, um hier ein Lazarett zu errichten.Schon wenige Tage später konnte der zuständige Rostocker Schulrat allerdings die Bestimmungen wieder lockern. Es war dem Ermessen der Schulleiter überlassen, den Unterricht wieder aufzunehmen. &lt;br /&gt;
* Dieser wurde immer mehr zur Farce. Ganze Klassen und Schulen mußten zusammengelegt werden, weil Lehrkräfte fehlten. &lt;br /&gt;
* Es mangelte an Lehrbüchern und Heften. Selbst Schiefertafeln für ABC-Schützen waren nur auf Bezugsschein zu erhalten. Am 6. April bat der Volksschuldirektor in Kröpelin um 120 Bezugsscheine, da allein 75 Flüchtlingskinder ohne Schreibgeräte waren.&lt;br /&gt;
* Andererseits wurden an den Schulen noch immer kleine bunte Bildchen zum Thema „Kriegseinsatz der deutschen Frau&amp;quot; und „Kriegseinsatz der Hitlerjugend&amp;quot; verteilt.(Dr.HERMANN LANGER)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer konnte, setzte sich nach Westen ab OZ, 8.4.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Der Krieg kam immer näher. „Sieg oder Bolschewismus!&amp;quot;, verkündeten Plakate. Eine Spitzenmeldung in der Lokalzeitung über „Moskaus Ausrottungsplan&amp;quot; schürte Anfang März neue Angst. „Zehn Millionen Deutsche sollen nach Sibirien verschleppt werden&amp;quot;, hieß es.&lt;br /&gt;
* Während Höhergestellte sich dank ihrer Privilegien westwärts abzusetzen versuchten, konnten die kleinen Leute nicht mehr davonlaufen. Die Stimmung geriet auf den Nullpunkt. Dem Reichspropagandaministerium lag ein Bericht vom 19. März aus Mecklenburg vor, in dem die Meinung der Arbeiterschaft analysiert wurde. An wörtlichen Äußerungen war z. B. festgehalten: „Wenn&#039;s mulmig wird, sind die oberen Zehntausend längst über alle Berge. Der Arbeiter kann seinen Kopf hinhalten&amp;quot;; „Wir sind immer die Dummen. Wir haben keine Beziehungen und müssen alle Kriegslasten und Pflichten tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Doch da der Terror eskalierte, wagte keiner, sich offen aufzulehnen. Anfang April bildete Gauleiter Friedrich Hildebrandt als Reichsverteidigungskommissar ein Standgericht für den „Reichsverteidigungsbezirk Mecklenburg&amp;quot;. Es verfolgte alle Straftaten, „durch die deutsche Kampfkraft oder Kampfentschlossenheit gefährdet wird&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Den Bürgermeistern als Chefs der Ortspolizeibehörden gingen Fahndungslisten zu. Eine Berliner Marinedienststelle suchte einen in Neubukow geborenen Fahnenflüchtigen, der sich am 22. März in Kopenhagen gemeinsam mit einem anderen vom Schiff ohne Urlaubsschein entfernt hatte. Eine Liste der Kriminalpolizeistelle Schwerin vom 10. April führte zehn gesuchte Personen an, darunter einen fahnenflüchtigen 24jährigen SS-Unterscharführer, der sich vermutlich nach Hinterbollhagen durchschlagen würde. Die Kripo forderte „energische Fahndung, Festnahme und Nachricht&amp;quot; darüber. &lt;br /&gt;
* Der Gürtel mußte noch enger geschnallt werden. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; informierte über Lebensmittelverteilung in der 74. Zuteilungsperiode vom 9. bis 29, April. Otto Normalverbraucher stand auf bestimmten Markenabschnitten der Lebensmittelkarten vom 9. bis 15. April 50 g Fleisch, 50 g Fett und etwa 500 g Brot zu, Für die gesamte Periode sollte er 375 g Zucker oder 750 g Marmelade, 125 g Quark, 62,5 g Käse, 100 g Kaffee-Ersatz und 150 g Nährmittel beziehen, falls das alles noch vorrätig war. Die Regionalpresse hatte Ratschläge parat, z. B. sei „Brei besser als Brot&amp;quot;. Auch sollten die bisher mißachteten „Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben verwertet werden.&lt;br /&gt;
* Im übrigen war sämtliches Brachland zur Gewinnung von Frischgemüse zu nutzen, Die Vorräte gingen zur Neige, denn immer mehr ausgehungerte Flüchtlinge trafen ein, die ihre letzte Habe auf Dörfern gegen Lebensmittel eintauschten.&lt;br /&gt;
* Aus Neubukow ist eine dickleibige Liste erhalten geblieben, die jene erfaßte, die nicht sofort weiterzogen. Sie kamen z. B. aus Tilsit und Rastenburg, Danzig und Zoppot, zuletzt aus Stettin und Swinemünde. Unter dem Buchstaben „A&amp;quot; sind allein über 60 Personen aufgeführt, unter ihnen auffällig viele alte Leute der Jahrgänge ab 1873 aufwärts, Frauen und Kinder. Die Männer standen noch an den Fronten, waren vermißt oder gefallen.&lt;br /&gt;
* In den Doberaner Kamp-Lichtspielen lief am 18. April noch einmal ein Unterhaltungsfilm mit dem in dieser Situation doppelsinnig erscheinenden Titel „Reise in die Vergangenheit&amp;quot; an. &lt;br /&gt;
* Sieben Tage später kam über die Lokalzeitung die Aufforderung, die Abstützung der Luftschutzräume zu überprüfen und diese nebst Rettungswegen neu zu kennzeichnen. Ab Ende April sollte auch die auf dem Felde arbeitende Landbevölkerung der Umgebung mit optischen Alarmzeichen auf drohende Tieffliegernangriffe aufmerksam gemacht werden.&lt;br /&gt;
* Seit dem 25. April war Berlin von der Sowjetarmee eingeschlossen. Flugzeuge des Typs He 111 flogen von Rerik her in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die Stadt. Die letzte Ausgabe des „Ostsee-Boten&amp;quot; vom 28./29. April brachte beklemmende „Kampfbilder aus der Reichshauptstadt&amp;quot;. Hitlerjungen und Waffen-SS würden, „Schulter an Schulter kämpfend&amp;quot;, die „Bolschewisten&amp;quot; zurückwerfen.&lt;br /&gt;
* Am 30. April behauptete der Wehrmachtbericht, daß sich „zwischen Berlin und der Ostsee ... die Front in der Linie Kremmen - Neustrelitz - Neubrandenburg - Anklam zusammengeschlossen&amp;quot; hätte. Daß diese längst nicht mehr stand, ist dem Bericht des Majors Erich Mende über das Ende der 102. Infanterie-Division zu entnehmen: „Wir hatten in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1945 gerade noch hinter Bad Doberan eine Hauptkampflinie, wenn man das so nennen darf, einen Schleier ostwärts Wismar in einer Tiefe von etwa 20 km nach Süden aufgebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Am 1. Mai stieß bereits ein Vorauskommando auf Panzer einer britisch-kanadischen Einheit, während sowjetische Truppen in Rostock einzogen. Die Stunde der Entscheidung war da! Würden die, die „immer die Dummen&amp;quot; waren, noch ihren Kopf hinhalten und die Existenz der Region aufs Spiel setzen?(Dr. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR174.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR175.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR176.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR178.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR179.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR180.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR181.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:Dob2532.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2533.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2534.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2535.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2530.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*Krankenschwestern zur Betreuung von verwundeten Wehrmachtssoldaten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2177.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2178.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Archivtag – 06.05.2015&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Einmarsch der Roten Armee vor 70 Jahren&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1561.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1559.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
Mitwirkende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dr. Helge Rehwaldt: geb. 1937 in Berlin; lebt seit 1943 in Bad Doberan; arbeitete an der Universität Rostock (in der Sektion für Sprach- und Literaturwissenschaften) – liest aus dem Tagebuch des Doberaner Pastors Hans-Martin Ehlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dieter Gundlach; geb. ..., wo?; ehemaliger Direktor der Landwirtschaftsschule  berichtet über den Volkssturm, die Panzersperre und den Ortsgruppenleiter Walter Kittman sowie über die Erlebnisse seiner Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raik Lehmann und ………………..; sind Schüler am Gymna-sium der Stadt und tragen das – von dem Notar Friedrich Knaak (Foto) amtlich beurkundete - Dokument „Schlachtermeister Schröder über die Ereignisse am 01. und 02.05.1945&amp;quot; vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Becker, Diplomagraringenieur, Ortschronist Gemeinde Stülow und Gästeführer der Stadt Bad Doberan – berichtet über die Unterzeichnung des „Aufrufs“, insbesondere über Robert Brinkmann (1957, Ehrenbürger der Stadt Bad Doberan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lothar Blask: geb. 1929 (15 Jahre)in Treuburg (Ostpreußen); Flucht bis Waren; arbeitete als Handelswirtschaftler und wohnt heute mit seiner Frau im Ostseebad Graal-Müritz – „Episoden meines Lebens, 1944 – 1946“ - Rekrutierung im RAD-Lager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rita Seefeldt; geb. 1926 (19 Jahre); ehemalige Leiterin der Kinderkrippen &amp;quot;Pittiplatsch&amp;quot; und &amp;quot;Bummi&amp;quot; – persönliche Erlebnisse - Ostarbeiterin, RAD-Lager, Verlust der Pferde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herbert Prehn, geb. 1936 (6 Jahre), Technischer Leiter der ZBO, lebt in Bad Doberan, ist in Rostock aufgewachsen und hat dort den 4-tägigen Bombenangriff  im Frühjahr 1942 &lt;br /&gt;
miterlebt ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 8. Mai 2025 war anlässlich von 80 Jahre Kriegsende ein Zeitzeugengespräch im Gemeindesaal der Bad Doberaner Münstergemeinde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;1945 – Jahr des Zusammenbruchs und des Neuanfangs&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die friedliche Übergabe Bad Doberans Anfang Mai 1945&lt;br /&gt;
*An diesem besonderen Jubiläum wurde u.a. gefragt: Wie wurde das Kriegsende in Bad Doberan erlebt? Wie konnte die Stadt an die sowjetischen Truppen übergeben werden? Wie ist das Leben (weiter) verlaufen?&lt;br /&gt;
*Vorgestellt wurde auch das wohl wesentlichste Dokument zu den Ereignissen am 1. und 2. Mai1945. Es handelt sich um eine beglaubigte Abschrift, in der Schlachtermeister Karl Schröder nur wenige Monate nach Kriegsende die Abläufe schildert. Er war entscheidend an der friedlichen Übergabe Bad Doberans an die sowjetische Armee beteiligt. Verschiedene weitere Berichte entstanden im Gegensatz zu diesem oft erst Jahrzehnte später im Rückblick.&lt;br /&gt;
*Die Transkription der Akte aus dem Stadtarchiv Bad Doberan [Abb. Blatt 2]:&lt;br /&gt;
*„Beglaubigte Abschrift. / Niederschrift.&lt;br /&gt;
*Vorgeladen erschien der Schlachtermeister Karl Schröder, Bad Doberan, Baumstrasse, und gibt, befragt über die Vorgänge am 1. Mai 1945 in Doberan die nachstehenden Auskünfte:&lt;br /&gt;
[01.05.1945]: Am 1. Mai 1945 war ich morgens bis 9 Uhr in meinem Laden tätig. Dann wurde ich von dem Dentisten Porthun geholt, der zu mir als Privatmann (nicht in meiner Eigenschaft als Volkssturmführer) kam und mir sagte, Kittmann hatte die Panzersperren besetzen lassen, der Auftrag sei an die Hitlerjugend ergangen. Ich bin daraufhin mit aufgekrempelten Armen und der Schlachterschürze sofort ins Rathaus zu Kittmann gegangen. Kittmann saß in Zimmer 9 und telefonierte mit Wismar. Ich stellte ihn auf plattdeutsch zur Rede, ob er die Panzersperren mit der Hitler-Jugend (HJ) besetzt hätte. Zunächst bekam ich keine Antwort, weil K. ziemlich angetrunken war. Dann sagte er mir: ,Dat geht Di gornix an.‘ Währenddessen kam der Zimmermeister Peters in Volkssturmuniform ins Zimmer. Schlott, Behrens, Polmann, Hennings waren außerdem alle in Uniform in gleichen Raum anwesend. Ich wandte mich an Vietz Peters mit den Worten: ,Ich gebe Dir den Befehl, die Panzersperren sofort zu räumen. Um 11 Uhr will ich Meldung haben, dass die Panzersperren frei sind.‘ Daraufhin ging ich zurück in den Laden. Um 11 Uhr meldete mir Vietz Peters die Panzersperren frei. Bei dieser Gelegenheit bat mich Peters um einen Urlaubschein, damit er seine Familie nach Reinshagen in Sicherheit bringen könnte. Ich gab ihm den Schein und Peters kam nicht wieder. Nachmittags gegen 15 Uhr ging ich wieder ins Rathaus (in zivil). Bei dieser Gelegenheit brachte mir eine Nachbarin von Kittmann, eine Dänin, Meldung, dass Kittmann in seinem Vorgarten ein Maschinengewehr schussbereit aufgestellt hätte. Daraufhin geriet ich in Zorn und habe wohl ziemlich herumgebrüllt, er dürfe doch nicht Doberan vernichten. Ich ging mit Dr. Brandt und einem etwa 60jährigen Herrn Awe zusammen nach Kittmanns Wohnung. Ich trug eine Pistole 635 mm, die mir morgens Porthun gegeben hatte, in der Tasche. Wir gingen an der Kirche vorbei gegen den Buchenberg zu und an der Mauer&lt;br /&gt;
entlang in Richtung von Kittmanns Wohnung. Gegen 1/2 4 Uhr waren wir an Kittmanns Haus. Draußen war niemand zu sehen. Ich ging in den Vorgarten, nahm das MG weg und übergab es Awe, der es in das Rathaus bringen sollte. Als wir eben den Garten verlassen hatten, kam Kittmann in Parteiuniform aus der Tür und schrie: ,Lat dat MG hier.‘ Inzwischen waren Dr. Brandt und Awe zurückgegangen und in den schmalen Durchgang zwischen den Hecken nach dem Pfarrkoppelweg zu abgebogen. Ich rief Kittmann zu: ,Du Lump!‘ und schoss aus der kleinen Pistole aus etwa 25 m Entfernung auf Kittmann, jedoch ohne ihn zu treffen. Kittmann zog sich ins Haus zurück. Daraufhin kam sein Sohn, ein Leutnant der Panzertruppe aus dem Haus und gab aus einen MP 10 Schuss auf mich ab. Ich konnte mich dadurch, dass ich mich hinter einen der dicken Bäume stellte, vor diesen Schüssen retten. Der Sohn war hinter der großen Hecke am Kittmannschen Haus in Anschlag gegangen. Ich ging daraufhin ins Rathaus zurück. Gegen 18 bis 18.30 Uhr brachte der Maler Hennig-Hennings die Meldung, dass das [RAD-]Arbeiterdienstlager am Stülowerweg verteidigt werden sollte. Ich trat daraufhin vors Rathaus und rief: ,10 Mann nehmen je ein Gewehr‘, und wir sind dann losmarschiert.&lt;br /&gt;
Bei dieser Gruppe waren, soweit mir erinnerlich, auch der Zimmermeister Fahs und der Kaufmann Heinrich Siems. Im Arbeitsdienstlager hatte ich eine kurze Auseinandersetzung mit dem Arbeitsdienstführer Sellschop, der mir aber später auf meine Vorhaltungen das Lager übergab und mich daraufhin aufmerksam gemacht hat, dass ein anderer fremder Arbeitsdienstführer, der mit seiner Gruppe auf dem Rückzug hier eingetroffen war, bereits im Anschlag mit 10 Jungen mit Panzerfäusten und MG lag, um sich zur Wehr zu setzen. Sellschop vermittelt auch die Verhandlung zwischen mir und dem anderen Offizier, einem goldenen Parteiabzeichenträger, der noch für Hitler sterben wollte. Nach 10 Minuten Verhandlung wurde folgende Uebereinkunft getroffen: Es wurde zur Bedingung gemacht, dass die Gruppe bis 3 Uhr morgens im Arbeitsdienstlager verbleiben könnte und dann zu verschwinden hätte. Daraufhin ging ich ins Rathaus zurück. Zwischen 22 und 23 Uhr wurde dann im Rathaus von Herrn Grünberg der Aufruf an die Bevölkerung zum Weißbeflaggen der Stadt geschrieben, indem zugleich der Hergang mit der Schießerei zwischen mir und Kittmann geschildert wurde. In diesem Aufruf wurde darauf hingewiesen, dass mit diesem Vorgang die NSDAP in Doberan ihr Ende gefunden hatte. Der Aufruf wurde unterschrieben von Grünberg, dem Volkssturmführer Bartsch und dem Studienrat Schlünz. Der Zettel wurde noch in der .............. (unleserlich). bracht.&lt;br /&gt;
*[02.05.1945]:&lt;br /&gt;
*Ich bin dann gegen 4 Uhr morgens im RAD-Lager gewesen, um mich davon zu überzeugen, dass das Lager wirklich geräumt sei. Es war inzwischen geräumt. Vom Arbeitsdienstlager ging ich wieder ins Rathaus und habe mich um meine Wache, die dort von mir aufgestellt war, gekümmert und neue Anweisungen gegeben. Bis zum Einmarsch der Roten Armee am 2. Mai gegen 13 Uhr mittags habe ich das Rathaus nicht mehr verlassen. Gegen 15.30 Uhr fiel im Rathaus ein Schuss. Ich ließ alles, was vor dem Rathaus stand, zurücktreten auf den Kamp, um zu beobachten, wer wohl den Schuss abgegeben hätte. Nach einer Weile kam dann der Polizeileutnant Strübing [Polizeileutnant o. -offizier] mit seinem Fahrrad aus dem Rathaus heraus. Er hatte den Schuss abgegeben. Ich ließ ihn durch 3(?) Mann verfolgen. Strübing wurde von Soldaten der Roten Armee gestellt und an der Ecke der Jungfernstrasse erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben: / gez. Karl Schröder, Bad Doberan, 29.12.1945.&lt;br /&gt;
Vorstehende beglaubigte Abschrift stimmt mit der mir vorliegenden Urschrift wörtlich überein, welches ich hiermit beglaubige. Bad Doberan, den 31. Juli 1950. Knaack / Notar in Bad Doberan.“&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2079.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Quelle: Akte Stadtarchiv Bad Doberan ZS1298/1: Knaack, Friedrich (Notar): „Vorgänge am 01.05.1945. Auskünfte von Schlachtermeister Karl Schröder“ (beglaubigte Abschrift / Original). 29.12.1945-31.07.1950, veröffentlicht durch Martin Heider im Newsletter des Bad Doberaner Münsters Nr. 160-Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ende 2. Weltkrieg-Erlebnisbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2462.png|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SBZ und DDR (1945-1990)==&lt;br /&gt;
;1945&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob790.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob690.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1945.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z59.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;*Erinnerungen von Franz -Helmut Haacke(1933-2022)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*(Zeitzeuge zur Einnahme von Bad Doberan durch die Rote Armee im Mai 1945 – aufgeschrieben von Peter Becker um 2015)&lt;br /&gt;
*Panzer rollten auf den Stülower Sportplatz und stellten sich in militärischer Ordnung auf.&lt;br /&gt;
*In der Villa des ehem. Herzogs Adolf Friedrich(heutige Musikschule) gab es ein Pferdelazarett.&lt;br /&gt;
*Ein Polizist erschießt im Rathaus einen Rotarmisten. In der Dr. Leber-Straße wird er gestellt, erschossen und von einem Panzer überrollt.&lt;br /&gt;
*Ein Major Polokow war mit der Nachhut in der o.g. Villa einquartiert. Er hatte Doberanern angeboten, sich bei Problemen an ihn zu wenden, was er auch wahrnahm.&lt;br /&gt;
*Ein Rotarmist, der seinem Kameraden eine Hose gestohlen hatte, wurde öffentlich ausgepeitscht.&lt;br /&gt;
*Anwohner im Stülower Weg am Kellerswald fühlten sich relativ sicher, da ein Rotarmist Sascha  bei der Familie von Franz-Helmut einquartiert war. Er gehörte zur Militärpolizei. Die Mutter von Franz-Helmut bekam 10 Kg Zucker zum Einkochen. Er brachte auch ein deutsches Fräulein mit ins Haus.&lt;br /&gt;
*Der Bauer Kühlewind erhielt von den Rotarmisten ein Reitpferd geschenkt, dass zum Pflügen eingesetzt werden sollte, aber schwierig war.&lt;br /&gt;
;1945-51&lt;br /&gt;
:Unterlagen Stadtarchiv Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1795.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1796.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2252.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2254.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1948 &lt;br /&gt;
:Beginn Kurbetrieb in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob65.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Sturmflut am 1. März mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:Jugendherberge auf dem Tempelberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949/50&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1794.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1955 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Vorder Bollhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1956 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Stülow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1957 &lt;br /&gt;
:Bauen auf dem Buchenberg beg. (auch AWG gegr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1961 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Glashagen&lt;br /&gt;
;1960-er&lt;br /&gt;
:Demonstrationen zum 1. Mai&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2967.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2968.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2969.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2970.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1968&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob752.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753a.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1977&lt;br /&gt;
[[Datei:M120.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1978/79&lt;br /&gt;
:Schneechaos&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2977.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2978.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2979.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1979 &lt;br /&gt;
:8. März Brandstiftung Wirtschaftsgebäude Kloster&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR30.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob625.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1980&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2520.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1983 &lt;br /&gt;
:Eröffnung Bädermuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1984&lt;br /&gt;
:nach der Wahl der Stadtvertreter am 6. Mai deren konstituierende Sitzung&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1715.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1716.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1985&lt;br /&gt;
:Veranstaltung mit Genosse Chabin(v.l. Rolf Dietze und Jürgen Jednoralski)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1718.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1719.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1986&lt;br /&gt;
:800 Jahrfeier Klostergründung 1186&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1857.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2083.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:Sturmflut&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1856.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nachfolgend werden chronologisch Ereignisse im Zusammenhang mit dem Prozess der Wiedervereinigung in Bad Doberan  von 1989 - 1994 aufgeführt(entnommen der Broschüre von Michael Heinz &amp;quot;Der Kampf um die Hirne und Herzen der Menschen tobt..., herausgegeben 2009/im weiteren Verlauf mit MH gekennzeichnet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:5.10. 5500 Jugendliche ziehen in einem organisierten Marschzug mit Fackeln durch die Stadt, um den bevorstehenden 40.Jahrestag der DDR zu feiern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3620.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.10. In der Kreispoliklinik wird eine politische Versammlung abgehalten. Alle Mitarbeiter bis auf drei sprechen sich in einer Unterschriftenliste für Veränderungen und Dialog aus.&lt;br /&gt;
:15.10. In einem Kirchenschaukasten werden Forderungen nach Reisefreiheit, Reformen und freien Wahlen ausgehängt.&lt;br /&gt;
:25.10. Das erste Friedensgebet im Münster findet statt. Danach formiert sich spontan eine Demonstration mit rund 3000 Teilnehmern. Es werden u.a. freie Wahlen gefordert. Vor dem Gebäude der SED-Kreisleitung stellen Demonstranten als Zeichen des Protestes Kerzen auf.&lt;br /&gt;
:28.10. Die OZ druckt auf Geheiß der SED die Predigt des Doberaner Probstes Schmidt vom 25.10. ab.&lt;br /&gt;
:31.10. Auf einer Sitzung der SED-Kreisleitung stellt der 1. Sekretär Ernst Jahnel einen Vertrauensbruch  zwischen Volk und Partei fest. Am Vormittag kommt es zu einem Eklat, als Gerd Autrum in die Versammlung stürmt und Jahnel verbal attackiert. Im Kulturhaus diskutieren 400 Bürger über die Handels- und Versorgungspolitik.&lt;br /&gt;
:1.11. Zum zweiten Friedensgebet im Münster erscheinen ca. 2500 Menschen. Die Predigt hält der Rostocker Pfarrer Joachim Gauck. Auf der folgenden Demonstration werden Reisefrei, freie Wahlen, Wehrersatzdienst und die Zulassung des Neuen Forums gefordert. &lt;br /&gt;
: 4. 12. Die Kreisstelle des MfS wird besetzt. Dabei stellt man fest, dass Akten verbrannt worden sind. Die Räume wurden versiegelt und  durch Bürger, Volkspolizei und Mitarbeiter des MfS ständig bewacht.&lt;br /&gt;
: 5.12. Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse werden im Kreis aufgelöst.&lt;br /&gt;
: 6.12. Nach einem erneuten Friedensgottesdienst und anschließendem Schweigemarsch sprechen sich viele Demonstranten für den Vollzug der deutschen Einheit und die Auflösung des AfNS aus. Es ertönt der Sprechchor &amp;quot;Wir sind das Volk!&amp;quot; Am Abend stellen Mitglieder des Neuen Forums, darunter Dr. Neumann, Dr. Ludwig und Gerd Autrum, einen Siegelbruch an der Kreisdienststelle der Staatssicherheit fest. Noch in der Nacht gelingt es, einen Militärstaatsanwalt herbeizuholen.&lt;br /&gt;
: 7.12. Die Siegel der Kreisdienststelle werden erneuert. Rolf Dietze übernimmt vorerst die Leitung der Volkspolizei, die ihrer Sicherungspflicht nicht nachgekommen war. Am Abend bildet sich ein Bürgerkomitee zur Auflösung des AfNS, das am frühen Morgen die Kreisdienststelle der Obhut der Volkspolizei übergibt.&lt;br /&gt;
: 8.12. Am Morgen wird festgestellt, dass Mitarbeiter der Staatssicherheit die Kreisdienststelle besetzt haben. Es folgen Telefonate des Bürgerrechtlers Gerd Autrum und des Ratsvorsitzenden Rolf Dietze mit Hans Modrow. Der Vorsitzende des Ministerrates ermächtigt Dietze vorläufig zur Auflösung des AfNS des Kreises.&lt;br /&gt;
: 10.12. Der neue Bezirksbevollmächtigte Modrows zur AfNS-Auflösung erscheint, nachdem der Vorgänger durch die Geschehnisse in Bad Doberan abgesetzt worden war.&lt;br /&gt;
: 11.12. Die Auflösung der Kreisdienststelle beginnt. Letzte Akten werden vom Neuen Forum und der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Das Neue Forum tritt zu einer Kreisvollversammlung zusammen.&lt;br /&gt;
: 13.12. Bürger treffen sich zum Friedensgebet und zur Mittwochsdemonstration.&lt;br /&gt;
: 14.12. Auf Kreisebene konstituiert sich ein Runder Tisch, der schließlich schrittweise die Regierungsgewalt im Kreis übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==die heutige Zeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1990 &lt;br /&gt;
: Anfang Januar formiert sich in der Stadt ein Bürgerrat, um den Rat der Stadt zu unterstützen und zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
: 10.1. Nach dem Friedengottesdienst formiert sich die traditionelle Mittwochsdemonstration mit 1600 Teilnehmern. Erneut Werden die deutsche Einheit sowie Zugang zu den Medien gefordert.&lt;br /&gt;
: 17.1. Nach dem traditionellen Friedensgebet formiert sich ein Protestzug.&lt;br /&gt;
: 27.1. Der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Dethloff tritt zurück und beendet seine Parteimitgliedschaft aus Protest gegen die nur zaghafte Erneuerung der SED-PDS.&lt;br /&gt;
: 31.1. Beim Friedensgebet im Münster steht die Vergangenheitsbewältigung im Mittelpunkt. Der anschließende Schweigemarsch führt zum Rosengarten, wo eine Veranstaltung der Parteien und des Neuen Forum stattfindet.&lt;br /&gt;
: 7.2. Auf seiner ersten Sitzung beschließt der Runde Tisch der Stadt, dass alle Entscheidungen des Rates der Stadt durch ihn bestätigt werden müssen.&lt;br /&gt;
: 8.2. Der Runde Tisch des Kreises befragt den vormaligen Leiter der Kreisdienststelle des MfS, den ehemaligen 1. Sekretär der SED-Kreisleitung und den Kreisstaatsanwalt zu früheren Praktiken des Informationsaustausches.&lt;br /&gt;
: 16.2. Bei &amp;quot;Glashäger&amp;quot; wird ein Warnstreik beendet, nachdem die Löhne erhöht worden sind.&lt;br /&gt;
: 14.3. Im Münster wird das 18. Friedensgebet abgehalten. Nachfolgend kommt es zur letzten Mittwochsdemonstration. Das Gebäude desPDS-Kreisvorstandes wird mitnationalsozialistischen Symbolen beschmiert , nachdem dort vor rund einer Woche die Fensterscheiben eingeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
:23.3. Auf einer außerordentlichen Kreistagssitzung scheitert ein Misstrauensvotum gegen den Vorsitzenden des Rates des Kreises Rolf Dietze.&lt;br /&gt;
:29.3. Dietze erklärt auf Druck des Runden Tisches , der ihm die Wahlfälschungen anlastet, seinen Rücktritt. Probst Schmidt nimmt Abstand von einer weiteren Mitarbeit am Runden Tisch.&lt;br /&gt;
2.4. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Runden Tisches  und des Präsidiums des Kreistages setzt sich Thomas Leuchert(SPD) gegen Oto Schumacher(CDU) in der Wahl zum amtierenden Vorsitzenden des Rates des Kreises durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3621.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3661.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.5. Die Pädagogen des Kreises treten für anderthalb Stunden in den Warnstreik. Sie fordern die Unkündbarkeit nach zehnjähriger Berufsausübung, den Erhalt der Kindergärten und höhere Löhne. Letzeres stößt auf breite Kritik&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3662.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3663.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
: 2.10. Im Münster treffen sich  anlässlich der bevorstehenden Wiedervereinigung 1000 Menschenzum Friedensgebet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3664.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3676.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Erstes Zappa Konzert in der Klosterruine Althof&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3665.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3666.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3667.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3668.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3669.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3670.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Prinz Claus der Niederlande spendet für den Erhalt der Altstadt im Rahmen einer Spendenaktion(MH)&lt;br /&gt;
;1992 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3671.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3672.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3673.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ausschreibung Heiligendamms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1993 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3674.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gründung des Zappa Vereins&lt;br /&gt;
:Wiedereröffnung der Galopprennbahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1994&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3675.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1995 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe(Jagdfeld) erwirbt Heiligendamm für 15 Mio DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe erhält Zuschlag für Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Reha-Klinik Moorbad in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der MEDIAN-Klinik in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Informationen aus dem Rathaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3391.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3452.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3395.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3396.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3397.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;2000 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält die Anerkennung als Heilbad&lt;br /&gt;
;2001&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z10.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2002 &lt;br /&gt;
:Einweihung der Zappa Büste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2003 &lt;br /&gt;
:Kempinski Grand Hotel eröffnet in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Wahl der Stadtvertretung Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Stadtvertreter.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2005 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält ein neues Rathaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:Aufhebung der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:G8 Gipfel in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2008&lt;br /&gt;
:Stadtbus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1784.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1783.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Heiligend. darf mit dem Titel „Seeheilbad“ werben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Treffen Bundespräsident J. Gauck mit Amtsbrüdern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2019&lt;br /&gt;
:Hochwasser 31. Juli 2019&lt;br /&gt;
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you tube video&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1539.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:Dob3067.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026&lt;br /&gt;
:Winterimpressionen Januar 2026&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3521.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3523.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3524.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesamtübersicht==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zeittafel/ Chronik des Kloster und der Stadt Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Mitarbeiterin des Stadtmuseums: Regine Grzech) &lt;br /&gt;
*1098	Gründung des „Mutterklosters“  der Zisterzienser in Frankreich (Citeaux bei Dijon).&lt;br /&gt;
*1135	Gründung des Klosters in Amelungsborn (nahe der Weser).&lt;br /&gt;
*Die Zisterziensermönche waren eine Mischung von Geistlichen, Bauern und Ökonomen, die sich ihren Unterhalt durch eigene Hände Arbeit erwerben sollten. Sie besiedelten unbebautes Land. Die Zisterzienser-Klöster waren frei von der bischöflichen Jurisdiktion. Beim Abt lagen alle Entscheidungen in geistlichen und weltlichen Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
*1147/ 48	Wenden kämpfen gegen das Kreuzheer Heinrich des Löwen&lt;br /&gt;
*1160	Die Wenden (Obotriten) unterlagen den deutschen und dänischen Heeren.Niklot verstorben.&lt;br /&gt;
*1164, 29. April	Pribislav macht dem Götzendienst auf dem Fürstenhof Doberan (wahrscheinlich bei Althof) ein Ende. (historisch nicht belegbar)&lt;br /&gt;
*Pribislav geht nach einem missglückten Aufstand gegen Heinrich des Löwen in Verbannung.&lt;br /&gt;
*1166	Pribislav wird aus der Verbannung zurückgerufen.&lt;br /&gt;
*1171, 01. März	Erster Convent: 12 Mönche und 1 Abt gründen das Kloster in Althof.&lt;br /&gt;
*1172	Woizlawa (Gattin von Pribislav) wird in der Kapelle beigesetzt.&lt;br /&gt;
*1177	Verleihungsurkunde erwähnt „villa slavica dobera“.&lt;br /&gt;
*1178, 30. Dezember	Pribislav verstorben (Turnier zu Lüneburg)&lt;br /&gt;
*1179	Zerstörung des Klosters.&lt;br /&gt;
*1186, 25. Juni	Zweiter Convent, Aufbau des Klosters in Doberan Althof wurde wieder hergestellt und wurde Sitz eines Hofmeisters des Klosters. Wiedereröffnung des Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1200	Bau der Kapelle zu Althof.&lt;br /&gt;
*1209	Doberaner Mönche übernehmen das 1184 verlassene Kloster Dargun.&lt;br /&gt;
*um 1210	Steffenshagen „Heiliges Blut“.&lt;br /&gt;
*1218	Beginn der deutschen Einwanderung&lt;br /&gt;
*1219	Beisetzung von Pribislav im Kloster Doberan. Der Stifter Doberans war 1178 zunächst im Michael - Kloster Lüneburg bestattet worden.&lt;br /&gt;
*1232, 03. Oktober	Weihe der romanischen Klosterkirche Doberan durch Bischof Brunward. Ausbau des Doberaner Klosters(Klausur: um 1200, Beinhaus: um 1250)&lt;br /&gt;
*1258	Doberaner Mönche gründen das Tochterkloster Pelplin (Polen). &lt;br /&gt;
*um 1260	Baubeginn des gotischen Münsters &lt;br /&gt;
*um 1280	Entstehung des Wirtschaftsgebäudes und Kornhauses in der Klosteranlage&lt;br /&gt;
*1283 bis 1290	Bauten wie die Brauerei, das Kornhaus sowie die 1.400 m lange Klostermauer werden errichtet.&lt;br /&gt;
*um 1285	Entstehung der Ringmauer um die Klosteranlage&lt;br /&gt;
*um 1290	Entstehung der Wollscheune in der Klosteranlage und Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
*1291, 30. Mai	Am Himmelfahrtstag wurde die Kirche des Klosters durch Unwetter und Blitzeinschlag schwer beschädigt und ist niedergebrannt.&lt;br /&gt;
*1301	Gruß der mittelalterlichen Glocke unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
*1302	Eine Sturmflut an der Ostsee richtet große Schäden an.(Entstehung des „Heiligen Dammes“?)&lt;br /&gt;
*1309	Beginn der Klosterwirren.&lt;br /&gt;
*1337	Ende der Klosterwirren durch Rücktritt und Pensionierung des Abtes Conrad IV. 39 Mönche unterschreiben mit eigener Hand die Versöhnungsurkunde.&lt;br /&gt;
*1368, 04. Juni	Schlussweihe des gotischen Münsters&lt;br /&gt;
*1385, 18. September	Abt Gerhard von Clairvaux gibt die Erlaubnis, dass am Kirchweihfest und aus Anlass einer Beerdigung Frauen die Kirche betreten dürfen.&lt;br /&gt;
*1390	Astronomische Uhr im Münster.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blüte des Klosters Doberan; hohes Ansehen im Orden und in der Gesellschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*bedeutende Reformäbte:&lt;br /&gt;
*1404/ 23 Hermann Bokholt&lt;br /&gt;
*1424/ 41 Bernhard Witte&lt;br /&gt;
*1478	Beruft der Abt Johann Wilcken das Provinzialkapital für die Klöster im Erzbistum Hamburg-Bremen, Mecklenburg, Pommern und Preußen nach Doberan ein. Die Klöster sind in dieser Zeit vielfach durch fürstliche Ausnutzung (Ablager) und politische Wirren in ihrer Existenz bedroht. &lt;br /&gt;
*1501 bis 1504	Heinrich Mützel wird in Gegenwart des Vaterabtes Gebhard Maske aus Amelungsborn (1499/ 10) zum Abt in Doberan gewählt. Nach seiner Regierung begann der Niedergang von Doberan.&lt;br /&gt;
*1520	Ist der Doberaner Mönch Joachim Venter im Bernhardiner Kolleg Leipzig als Student immatrikuliert.&lt;br /&gt;
*1522	Überträgt der Doberaner Abt die Visitation für sein Tochterkloster Pelplin auf die Äbte von Kolbatz und Oliwa.&lt;br /&gt;
*1530	Kaiser Karl V. nimmt Kloster Doberan in seinen Schutz.&lt;br /&gt;
*1535	Visitation des Klosters, rapider Niedergang.&lt;br /&gt;
*1541	„entläuft “der Mönch Tymno Kruse nach Stralsund um sich dem Studium der Schrift zu widmen.&lt;br /&gt;
*1549	Die Pest im Kloster.&lt;br /&gt;
*1549, 20. Juli	Erklärt der Landtag zu Sternberg die lutherische Lehre für die Kirche in Mecklenburg als verbindlich.&lt;br /&gt;
*1550	Doberan besteht aus Kammerhof, zwei Krügen, Ziegelei, Schmiede, einige Wohnhäuser und Scheunen.&lt;br /&gt;
*1552, 05. März	Aufhebung des Klosters Doberan, der letzte Abt Nikolaus Pepperkorn zieht sich nach Pelplin zurück (gestorben 1564).&lt;br /&gt;
*„Rostocker“ Teil an Herzog Johann und „Wismarer“ Teil an Herzog Ulrich&lt;br /&gt;
*1553, 15. Januar	Verbietet Herzog Ulrich den Abbruch „unseres“ Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1564	Einführung des ersten evangelischen Pastors, Magister Hermann Kruse, in Doberan.&lt;br /&gt;
*1578	Instandsetzungen an Kirche und Kloster durch Herzog Ulrich und Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1586	Restaurierung des Münsters auf Veranlassung der Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1600	Kirche erhält eine Orgel&lt;br /&gt;
*1608	Herzog Carl lässt im Münster eine neue Orgel mit 22 Registern bauen.&lt;br /&gt;
*1610	Ein Inventar verzeichnet, dass die Kapelle in Althof als Backhaus genutzt wird.&lt;br /&gt;
*1611	Doberan erscheint auf den Landkarten als „Flecken“.&lt;br /&gt;
*1618 bis 1648	30-jähriger Krieg.&lt;br /&gt;
*1623	In der „Vorstadt“ Doberan wohnen 120 Menschen.&lt;br /&gt;
*1637	Fallen die kaiserlichen Truppen ins Kloster ein.&lt;br /&gt;
*1638/ 39	Plündern schwedische Soldaten die Kupferbedachung des Münsters.&lt;br /&gt;
*1639	Stürzt der Turmhelm am Himmelsfahrttag ab; Dach schwer beschädigt; Gottesdienste in der Kirche nicht möglich. Reparaturmaßnahmen am Kirchendach.&lt;br /&gt;
*1643	Dachreparaturen mit Blei an den nötigsten Stellen.&lt;br /&gt;
*1646	Reparatur der Orgel.&lt;br /&gt;
*1649	Wird ein neuer Dachreiter aufgesetzt..&lt;br /&gt;
*ab 1650	Reparaturen am Münster.&lt;br /&gt;
*1675, 25. September	König Christian V. von Dänemark und Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg schließen im Kloster Doberan ein Bündnis gegen Schweden.&lt;br /&gt;
*1681	Gründung einer Brandgilde in Doberan. &lt;br /&gt;
*1700 bis 1721	Großer Nordischer Krieg: Mecklenburg wird wieder Kriegsschauplatz.&lt;br /&gt;
*1707 bis 1713	Prinz Carl Leopold residiert in Doberan.&lt;br /&gt;
*1717	In der „Vorstadt“ Doberan werden 19 Häuser registriert.&lt;br /&gt;
*1749	Doberan hat 30 Häuser&lt;br /&gt;
*1762	Einrichtung einer Wollmanufaktur, Leitung Oberamtmann von Oertzen, 24 Weber und eine große Zahl von Spinner arbeiteten in der Manufaktur&lt;br /&gt;
*1763	„Stallschreiber“ - Haus neben  Klostertor.&lt;br /&gt;
*1766, 20. September 	Thomas Nugent: „Ausflug von Rostock nach Doberan und zu Heiligendamm“&lt;br /&gt;
*1766	Schließung der Wollmanufaktur nach nur vier Jahren&lt;br /&gt;
*1767	38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden&lt;br /&gt;
*1776	Schloss abgerissen (Standort im Bachgarten) an der Stelle des späteren Amtshauses.&lt;br /&gt;
*1779	Pfarrer Röper in Doberan&lt;br /&gt;
*1782	Doberan erhält eine zweite Schulstelle. Es werden bis zu 150 Schüler in einer Klasse erwähnt.&lt;br /&gt;
*1783, 17. Juli	Prediger Jamos zu Ostfriesland macht Vorschläge zur Errichtung von Seebädern am Nordseestrand (König lehnt ab)&lt;br /&gt;
*1783	Errichtung des Wohngebäudes am Kammerhof durch J. Chr. H. von Seydewitz. &lt;br /&gt;
*1789	Samuel Gottlieb Vogel kommt als Professor der Medizin nach Rostock. Später wird er Leibarzt von Friedrich Franz I. und erster Badearzt in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1790	Schreiber (Rostock 1855): „ein armseliges, schmutziges Dorf, hatte nur Wohnbuden aufzuweisen, Häuserchen von Fachwerk mit Lehmwänden und Strohdächern und meist ohne Schornsteine. Holprige, kothige Wege zogen daran vorüber, der Camp war eine von Gräben durchzogene Viehweide und Moorwiese, sumpfige Gewässer traten dicht an den Ort heran, welchen im nahe Umkreise düsterer Wald einhegte.&lt;br /&gt;
*1790	85  kleine Häuser, 900 Einwohner, 24 bis 30 Kinder werden jährlich geboren.&lt;br /&gt;
*1792	August Gottlieb Weber (Rostock): „... dass wir, dem Meere so nahe, keinen Gebrauch von diesem so ausgezeichnet wohltätigen Heilmittel machen.“&lt;br /&gt;
*1793	Lichtenberg: „Warum hat Deutschland noch kein öffentliches Seebad?“ 22. Juli	Professor Vogel aus Rostock teilt das Gelesene dem Herzog mit und erhält von Herzog Friedrich Franz I. den Auftrag, in Heiligendamm ein Seebad zu errichten. Gründung des ersten deutschen Seebades am „Heiligen Damm bey Dobberan“ durch Friedrich Franz I., auf Initiative von S. G. Vogel. Kamp in Parkanlage, Haus Ecke Markt/Lettowsberg erbaut und Doberan wird Nebensitz der mecklenburgischen Fürsten.&lt;br /&gt;
*1793 bis 1801	In der Bauperiode von J. Chr. H. Seydewitz entstehen zumeist einfache Fachwerkhäuser, wie das Logierhaus am Kamp, das Amtshaus im Klostergelände sowie das erste Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1794	Ein kleines Badehaus für 4 Bäder, 2 Badeschaluppen.&lt;br /&gt;
*1794/ 95	Fahrstrecke durch das Klostergelände, Durchbruch der Mauer (Rostocker Tor).&lt;br /&gt;
*1794 bis 1796	Kurhaus (Logierhaus mit 2 Nebengebäuden und Pferdestall)&lt;br /&gt;
*1795	Amtshaus, Tempel auf dem Jungfernberg (Tempelberg). Großes Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1795	Errichtung des ersten Brückenstegs in Heiligendamm. Große Viereck mit Zugbrücke zur Seeseite, um Schiffe ins Innenland zu lassen. Anlage des Kamps im Ortszentrum von Doberan und des Englischen Gartens am Münster.&lt;br /&gt;
*1796	W. v. Humboldt in Heiligendamm. Erste warme Seebäder.&lt;br /&gt;
*1797	Camp&lt;br /&gt;
*1799	Jungfernbrunnen am Tempelberg bei Rosenow Kamp und englischen Garten planiert, Strohpilz auf dem Buchenberg, Kamp Nr. 12 (Rokokohaus) Bauernbank.&lt;br /&gt;
*In Heiligendamm pumpen 6 Pumpen, angetrieben durch 2 Ochsen über ein Räderwerk das Seewasser 35 Fuß hoch in einen Kessel (je Stunde über 700 Kubikfuß Wasser).&lt;br /&gt;
*1800	Speisesaal&lt;br /&gt;
1801	Damenbad (Konversationstempel)&lt;br /&gt;
*1801/ 02	Salongebäude mit 8 Läden.&lt;br /&gt;
*1801 bis 1836	Carl Theodor Severin schafft die das Ortsbild prägenden Bauten in Doberan und Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1802	Ein Verbot für Strohdächer wird erlassen.&lt;br /&gt;
*1803	Erste Badekarren&lt;br /&gt;
1804, 28. Juli	Erstes Pferderennen (auf freiem Feld)&lt;br /&gt;
*1805	Badeschaluppen werden durch vierrädrige Badewagen abgelöst.&lt;br /&gt;
*1806, 02. Juli	Theater, erste Vorstellung 300 Personen. Beginn des Palais (Severin)&lt;br /&gt;
*1806	Napoleon besetzt Mecklenburg.&lt;br /&gt;
*1806 bis 1808	Palais – 1813 ovaler Saal mit Tapeten Amor und Psyche (an Stelle des alten Hopfenhauses).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumeister in Doberan:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*J. Chr. H. v. Seydewitz (1748 – 1824), erbaute u.a. 1793 – 1796 Logierhaus (Hotel Friedrich Franz Palais)&lt;br /&gt;
*Carl Theodor Severin (1763 – 1836), erbaute u.a. 1822/ 23 „Altes Stahlbad“&lt;br /&gt;
*Gotthilf L. Möckel (1838 – 1915), erbaute u.a. 1886 – 1888 Möckelhaus (Museum)&lt;br /&gt;
*1807, 10. August	Friedrich Franz I. kehrt aus dem Exil zurück. Erste große Kampfillumination. In Doberan werden gezählt: 127 Häuser, 50 Kinder werden je Jahr geboren und 1.349 Einwohner, darunter 3 Schlächter, 3 Töpfer, 3 Sattler, 3 Bäcker, 4 Zimmermeister, 4 Gastwirte, 6 Fuhrleute, 8 Tischler, 12 Schneider, 20 Schuster, 8 Krämer, 19 Weber, 1 Apotheker, 1 Chirurg, 1 Konditor, 1 Tapezierer, 1 Nagelschmied, 1 Pantoffelmacher, 2 Maurer, 2 Böttcher, 1 Maler, 1 Müller, 1 Drechsler, 1 Musikant, 1 Pfeifenmacher, 1 Glaser, 2 Radmacher, 3 Schmiede.&lt;br /&gt;
*1807	Einhegung des Kampes&lt;br /&gt;
*1808	In Heiligendamm gibt es 1 großes und 2 kleine Badehäuser, 4 Badekarren, eine Badeschaluppe und 12 Schilderhäuser. Das große massive Badehaus enthält 15 Badezimmer und 2 kleine Wannen für Kinder.&lt;br /&gt;
*1808 bis 13	Errichtung des roten Pavillon und des weißen Pavillon&lt;br /&gt;
*1810	Badehaus für Arme, Armenkrankenhaus (an Stelle der heutigen Burg).&lt;br /&gt;
*1810 bis 1813	Chinesischer Pavillon mit Galerie für Musiker.&lt;br /&gt;
*1812	Bau der Boutiken auf dem Kamp mit je 5 Kaufläden.&lt;br /&gt;
*1813, 28. August	Gefecht bei Retschow. Die verbündeten Mecklenburger und Schweden unter General Vegesack schlagen eine französische Einheit zurück.&lt;br /&gt;
*1814	Medini gründet Teeclub. Kolonnaden mit 10 Kaufmannsboutiken am Kamp.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1816	Bau des Kurhauses in Heiligendamm durch C. Th. Severin als „Empfangs-, Gesellschafts-, Tanz- und Speisehaus“.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1817	Saal mit Säulenhallen in Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1816	Kamp mit weißen Glaskugeln erleuchtet.&lt;br /&gt;
*1817	Anbringung von Markisen.&lt;br /&gt;
*1818	Doberan hat 165 Häuser und 1.177 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1819	14 Badekarren in Heiligendamm. Ballon Frau Reichardt vom Kamp. &lt;br /&gt;
*1819 In Heiligendamm Schwefelquelle und Bittersalzquelle entdeckt.&lt;br /&gt;
*Berliner Schauspieler Devrient und italienische Sängerin Catalani treten in Doberan auf.&lt;br /&gt;
*1819 bis 1821	Anbau des großen Saales an das Salongebäude.&lt;br /&gt;
*ab 1820	Ausgestaltung des Kamps, des Springbrunnenplatzes und Anlage der Baum- und Kastanienstraße.&lt;br /&gt;
*1820	Am Markt Häuser mit Läden.&lt;br /&gt;
*1821	Erbohrung einer Eisenquelle nahe des alten Moorbades von Kaufmann Mühlenbruch bei Schleuse (der späteren Jungfernmühle). Um sie medizinisch nutzen zu können, entsteht ein kleines Gebäude mit vier Badewannen als erste „Kureinrichtung“ Doberans.&lt;br /&gt;
*1821/ 22	Severin baut für sich das Spätere Prinzenpalais(Erbgroßherzog Paul Friedrich und Frau Alexandrine) Haus Gottesfrieden Nr. 5, in der Nr. 6 Heißmangel.&lt;br /&gt;
*1822/ 23	Erste öffentliche Rennen (Rennbahn).&lt;br /&gt;
*Stahlbad einstöckig erbaut von Severin und 1902 aufgestockt.&lt;br /&gt;
*1822, 09. August	Blitzeinschlag in Kapelle Althof, Restaurierung durch Friedrich Franz veranlasst.&lt;br /&gt;
*1823	Redelstorff Senffabrik und Eisenwaren am Markt.&lt;br /&gt;
*1824	Dampfschifffahrt Doberan-Kopenhagen.&lt;br /&gt;
*1824 Rennverein erstes Pferderennen, Mineralwasser Trinkkuren.&lt;br /&gt;
*1825	Goldbank im Logierhaus, Silberbank im Posthaus (Lindenhof),Haus Medini, Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1827	Gastspiel des Berliner Komikers Germ.&lt;br /&gt;
*1828	Tribüne auf Rennbahn von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*um 1830	Der Ort vergrößert sich um die Kastanien-, die Baum-, die Friedhofs- und die Jungfernstraße sowie den Töpferberg. Friedhof an der heutigen Waldstraße.&lt;br /&gt;
*1830	Omnibus fährt nach Heiligendamm (Pferde – Omnibus).&lt;br /&gt;
*1830 Beginn der Restaurierungsarbeiten am Münster.&lt;br /&gt;
*1830	Schließung des Friedhofs im Kloster und Neuanlage in der Waldstraße. Küsterhaus in Biedermeier – Gotik. Doberan hat 2.210 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1831	Damenbad (festes Gebäude 48m lang und 6m breit).&lt;br /&gt;
*1832	Hofapotheke Framm.&lt;br /&gt;
*1836	Severin verstorben.&lt;br /&gt;
*1837, 01. Februar	Friedrich Franz verstorben&lt;br /&gt;
*Paul – Friedrich 1837 bis 1842&lt;br /&gt;
*1838	Straße nach Rostock und Heiligendamm, Fahrweg nach Althofnischen Gastspiel der italienischen Tänzerin Maria Taglioni Jungferntempel. Regelmäßige Schnellpost nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1839	Beginn des Ausbaus von Heiligendamm zur „Weißen Stadt am Meer“.&lt;br /&gt;
*1840	Döbereiner Kaltwasseranstalt, Schliffenhaus Neue Reihe (letztes Haus links).&lt;br /&gt;
*1841	Haus der Großherzogin Alexandrine in Heiligendamm. Thälmann Straße 9 (Leder Trost) aufgestockt. Tempel auf Jungfernberg umgebaut.&lt;br /&gt;
*1841	Maschinenfabrik und Eisengießerei Kähler (Landmaschinen).&lt;br /&gt;
*1841/ 42	Überdeckung der Bäche (Thälmann Straße und Markt).&lt;br /&gt;
*1842, 07. März	Großherzog Paul Friedrich verstorben.&lt;br /&gt;
*1842	Marstall (später Turnhalle).&lt;br /&gt;
*1842	Apotheke vom Springbrunnenplatz zum Kamp (50 Jahresfeier).&lt;br /&gt;
*1843	Findling nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1844 bis 1854	Bau der Villenreihe in Heiligendamm (Herrenbad weiter nach Osten verlegt).&lt;br /&gt;
*1845	Burg von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*1846 bis 1853	Dr. Döbereiner Kaltwasserheilanstalt.&lt;br /&gt;
*1848	Burg fertiggestellt, Armenkrankenhaus abgerissen und an südlichen Rand gebaut in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*um 1850	Die Lindenallee zwischen Doberan und Heiligendamm wird angelegt. Steinmannsche Erziehungsanstalt für Knaben (Burg am Maxi – Gorki – Platz).&lt;br /&gt;
*1850	Private Mädchenschule durch Schulverein (zurück zu verfolgen bis 1837), 1850 ca. 50 Schülerinnen.&lt;br /&gt;
*1852	Freiherr von Drais auf Draisine um den Kamp.&lt;br /&gt;
*1854	Rennbahn neue Tribüne mit massiven Unterbau. Linden an Heiligendammer Chaussee.&lt;br /&gt;
*1857	Maler Ludwig Bang geboren.&lt;br /&gt;
*1863	Gründung des Doberaner Sportvereins.&lt;br /&gt;
*1865	Dampfkalesche bleibt stecken (Versuchsfahrt für Transport).&lt;br /&gt;
*1866	Spielbank aufgehoben. Privatknabenschule in den oberen Räumen der Gewerbehalle.&lt;br /&gt;
*1869	Klassische Front am Salongebäude geändert. (neorenaissancistischer Fassade)&lt;br /&gt;
*1872,13. November	Sturmflut.&lt;br /&gt;
*1873,02. April	Das Seebad Heiligendamm wird  an Baron von Kahlden verkauft.&lt;br /&gt;
*1879, 21. April	Im Puppenhaus Progymnasium, 4 Klassen 60 Schüler, 05. März 1885 erstes Abitur (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1879	Doberan 4.500 Einwohner&lt;br /&gt;
*1879, 01. Juli	Doberan wird Stadt (Salongebäude wird Rathaus und Amtsgericht) alter Saal umgebaut, Fassade im Renaissancegeschmack überladen.&lt;br /&gt;
*ab 1880	Waldstraße (noch ohne Häuser), erste Bauten am Parkentiner Weg und in der heutigen Goethestraße entstehen. Dammchaussee  jetzige Friedrich – Engels – Straße, am Markt „Hotel Beese“ („Mecklenburger Hof“) ,Neue Reihe und Severinstraße werden voll bebaut.&lt;br /&gt;
*1881 bis 1900	Kirche wird restauriert (Möckel)&lt;br /&gt;
*1882, Ostern	Einige Klassen des Progymnasiums ins alte Amtsgebäude.&lt;br /&gt;
*1883, 01. September	Gymnasium erhält den Namen „Friderico Francisceum“&lt;br /&gt;
*1883/ 84	Bau der Eisenbahnstrecke Wismar – Rostock.&lt;br /&gt;
*1884	Kreisgericht&lt;br /&gt;
*1885	Prinzengarten wird als Spielplatz der Schule übergeben.&lt;br /&gt;
*1885, 05. März	Erste Reifeprüfung (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1886	Der „Molli“ nimmt den Betrieb von Doberan nach Heiligendamm auf.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Theater abgerissen.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Pfarrhaus/ Direktorenhaus (unter Möckel erbaut).&lt;br /&gt;
*1887/ 88	Erneuerung der Kapelle in Althof (Möckel).&lt;br /&gt;
*1887	Postgebäude&lt;br /&gt;
*1887 bis 1889	Bau des Gymnasiums&lt;br /&gt;
*1888	Möckelhaus&lt;br /&gt;
*1889, 09. Juli	Das Gymnasium wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
*1893	Stahlbad verkauft.&lt;br /&gt;
*1895	Gebäude Ecke Friedrich – Engels – Straße (Rostocker Straße)&lt;br /&gt;
*1896	Schülerorchester&lt;br /&gt;
*1897	Verbot des Schießens nach lebenden Tauben, Tontaubenschießen.&lt;br /&gt;
*1900	Mädchenschule in der Lessingstraße (ehemalige Marienstraße).&lt;br /&gt;
*1901	Direktorenhaus als Dienstwohnung vom Staat angekauft&lt;br /&gt;
*1901, 08./ 09. Juni	21. Sängerfest&lt;br /&gt;
*1902	Haus 10 Straße des Friedens, Internat für ausw. Schüler Holst und Hamke Laden und Hotel Kurhaus. Turnhalle EOS.&lt;br /&gt;
*1903/ 04	Städtische Gaswerk am Bahnhof.&lt;br /&gt;
*1904, 09. Februar	Gründung eines „Plattdeutschen Vereins“ im Hotel Schwan (34 Mitglieder)&lt;br /&gt;
*1904,31. Juli	Evangelische Kirche Heiligendamm (Bau von Möckel)&lt;br /&gt;
*1904, 31. Dezember	Sturmflut (Herren – Damen – Bad  und Brücke zerstört).&lt;br /&gt;
*1904 bis 1906	Gasbeleuchtung&lt;br /&gt;
*1904 bis 1910	Bismarckstraße, Marienstraße, Annenstraße, Althöfer Straße, Friedrich – Franz – Straße, Prinzenstraße, Elisabethstraße.&lt;br /&gt;
*1905	V. Verbandstag der Maler&lt;br /&gt;
*1907	Straße nach Warnemünde&lt;br /&gt;
*1908	Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
*1909/ 10	Goethestraße 22, 24, 26&lt;br /&gt;
*1910	Kleinbahn bis Kühlungsborn&lt;br /&gt;
*1910/ 11	Druckerei Rehse, Hermann (später Michaels)&lt;br /&gt;
*1911	Klosterbrauerei wird Molkerei.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Turnvereins am Gymnasium.&lt;br /&gt;
*Heiligendamm geht an Gesellschaft mbH über (Kauf erst 1922)&lt;br /&gt;
*1911/ 12	Stromversorgung wird in Doberan aufgebaut.&lt;br /&gt;
*1914 bis 1918	1. Weltkrieg – Die Bautätigkeit stagniert. In den Notjahren werden auf dem Kamp Kartoffeln angebaut.&lt;br /&gt;
*1915 bis 1921	Unterbrechung der traditionellen Rennen.&lt;br /&gt;
*1916	Möckel verstorben.&lt;br /&gt;
*1919	Siedlung Parkentiner Weg 49 Häuser.&lt;br /&gt;
*1920	Moorbad an Krankenkasse Berlin verkauft.&lt;br /&gt;
*1921	Sparkasse gegründet (befand sich im Rathaus)&lt;br /&gt;
*1921, 01. Februar	Die Stadt erhält den Namenszusatz „Bad“ anlässlich der 750 Jahresfeier. &lt;br /&gt;
*1922	Chemische Fabrik (heute IKS)&lt;br /&gt;
*1923	Inflation (siehe Beispiel in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924, 04. Mai	Reichstagswahl (Wahlergebnisse Bad Doberan in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924 bis 1926	Wasserleitung&lt;br /&gt;
*1925/ 26	Golfplatz in Heiligendamm/ Schießstand.&lt;br /&gt;
*1926	Ausführung der Siedlung am „Althöfer Weg“ 28 Häuser.&lt;br /&gt;
*1926/ 27	Gymnasium erhält elektrisches Licht. 4 Klassen ins Prinzenpalais (ehemalige Landrostei)&lt;br /&gt;
*1927	4 Mädchen finden Aufnahme im Gymnasium. Von 215 Schülern können 97 schwimmen.&lt;br /&gt;
*1927, 26. Juni	Denkmal auf dem Buchenberg&lt;br /&gt;
*1928	Turnprüfung eingeführt&lt;br /&gt;
*um 1928	Wasserturm&lt;br /&gt;
*1929, 06. bis 08. Juli	31. Bundessängerfest (Gausängerfest)&lt;br /&gt;
*1929	Luftschiff LZ 127 über Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1930	Waldstraße&lt;br /&gt;
*1930, 14. September	Reichstagswahl (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1931	Ermordung von Bohm und Klöcking&lt;br /&gt;
*1931	Stadtverordnetenwahl Bad Doberan (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932/ 33	Pflasterung der Alexandrinenstraße und der Hindenburgstraße&lt;br /&gt;
*1932, 03. März	Reichstagswahlen (Wahlergebnis Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 13. März	Reichspräsidentenwahl  (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 31. Juli	Reichstagswahlen (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, August	Hitler Ehrenbürger von Doberan &lt;br /&gt;
*1933	Sparkasse (Gebäude in der Thälmann Straße) Ermordung von Wolff&lt;br /&gt;
*1934	Einrichtung des Museums im Möckelhaus, vorher in der Bauhütte von Möckel&lt;br /&gt;
*1935	Ehm Welk – Haus (Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1936	Mädchenschule als Elise – Albrecht – Schule bekommt das Gebäude (Haus 10) in der Straße des Friedens. Arbeitsdienstlager in Bad Doberan, Einführung der „staubfreien Müllabfuhr“ Jetzige Lessingschule wurde zur Gewerbe- und Kaufmannsschule.&lt;br /&gt;
*1936, 01. April	Heiligendamm wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1937, 09. November	Das Gymnasium erhält den „Friderico – Fransceum, Oberschule für Jungen“, Mädchen dürfen die Schule nicht besuchen.&lt;br /&gt;
*1938	Bebauung Parkentiner Weg, Althöfer Weg&lt;br /&gt;
*1938	Friedhofskapelle/Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1939	Umbau des Prinzenpalais zum naturwissenschaftlichen Unterricht, Prinzengarten als Sportplatz.&lt;br /&gt;
*1939, 01. April	Althof wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1939, Mai	Doberan hat 7.563 Einwohner&lt;br /&gt;
*1942	Behelfsheime Althöfer Weg (Bombenangriff auf Rostock)&lt;br /&gt;
*1945, 01. Mai	Bad Doberan hat etwa 15.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*1945, 02. Mai	Kriegsende für Bad Doberan. Befreiung durch die Truppen der Roten Armee.&lt;br /&gt;
*1945, 25. September	Bodenreform, Beginn in Hohen – Niendorf.&lt;br /&gt;
*1945, 01. Oktober	Wiedereröffnung der Oberschule. Die Klassen 1 bis 5 der privaten Mädchenschule werden in die Oberschule übernommen.&lt;br /&gt;
*1945, 07. Oktober	Aufteilung der Domäne Althof.&lt;br /&gt;
*1946, 11. März	Umbenennung von Straßen in Bad Doberan. Sie erhalten Namen von Arbeiterführern und Antifaschisten z.B.: Alexandrinenstraße in Ernst – Thälmann – Straße, Neue Reihe in Heinrich - Klöcking – Straße, Mittelstraße in Wilhelm – Bohm – Weg, Friedhofstraße in Ernst – Wolff – Str., Jungfernstraße in Dr.- Leber–Straße, Friedrich – Franz - Straße in Friedrich – Engels - Straße, Alexandrinenplatz in Karl – Marx – Platz, Hindenburgstraße in August - Bebel - Straße&lt;br /&gt;
*1946	Bau der katholische Kirche in Barackenform in der Rostocker Straße.&lt;br /&gt;
*1946, 15. September	Gemeindewahlen (siehe Literatur 1, Seite 38/ 39)&lt;br /&gt;
*1946, 20. Oktober	Wahlen zu den Kreistagen (siehe Literatur 1, Seite 40)&lt;br /&gt;
*1947	Heiligendamm wird Sanatorium für Werktätige.&lt;br /&gt;
*1947, 12. November	Villa des Herzogs Adolf Friedrich wird Internat der Arbeiter- und Bauernkinder.&lt;br /&gt;
*1948	Erste Kurgäste kommen wieder nach Heiligendamm. Der Ort wird „Sanatorium für Werktätige“.&lt;br /&gt;
*1949	Wiedereröffnung des Moorbades.&lt;br /&gt;
*1949, 27. Mai	Stadt Bad Doberan gründet ihren volkseigenen Betrieb, das Kommunale – Wirtschafts - Unternehmen (KWU).&lt;br /&gt;
*1949, 12. Juni	Erster Volkskunsttag mit Sägewettstreit.&lt;br /&gt;
*1949, 29. Juli	Das Tempelberggrundstück wird der Jugendpflege übergeben.&lt;br /&gt;
*1949, 05. Oktober	Jugendherberge&lt;br /&gt;
*1949, 03. Dezember	Wilhelm Pieck fährt durch Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1952	Bad Doberan wird Kreisstadt.&lt;br /&gt;
*1953, 01. August	Auflösung der Länder in der DDR – Bad Doberan wird Kreisstadt im Bezirk Rostock.&lt;br /&gt;
*1954	Betriebsberufsschule Forst&lt;br /&gt;
*1955	Eingemeindung von Vorder Bollhagen.&lt;br /&gt;
*1955 bis 1957	Institut&lt;br /&gt;
*1956/ 57	MTS – Siedlung. Fassade des Rathauses dem ursprünglichem Zustand wieder angenähert.&lt;br /&gt;
*1957	Beginn der ersten Ausbaustufe des Wohngebietes auf dem Buchenberg. Eröffnung des Heimatmuseums im Pavillon auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1957, 12. September	Gründung der AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft)&lt;br /&gt;
*1957 bis 1985	Fertigstellung von Wohnungseinheiten (WE), (AWG und staatlich) sowie Eigenheime (siehe Anlage)&lt;br /&gt;
*1958	Kaufhaus Magnet(Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1960	Erster Jugendklub (an der Jugendherberge) gegründet.&lt;br /&gt;
*1963	Anbau der Post übergeben.&lt;br /&gt;
*1965 bis 1968	Bau der Jemnitzschleuse (Randkanal)&lt;br /&gt;
*1966	Dr. - Th. - Neubauer - Oberschule&lt;br /&gt;
*1967	Möbelhalle&lt;br /&gt;
*1968/ 69	Heime am Stülower Weg&lt;br /&gt;
*1969	Eröffnung der Kantine „Vitakost“ im ehemaligen Brauhaus.&lt;br /&gt;
*1970 bis 1984	Die Konstruktion des Kornhauses kosten 2,5 Millionen.&lt;br /&gt;
*1971	Warmbad (Wannenbäder) eingestellt.&lt;br /&gt;
*1972 bis 1974	Sonneneck&lt;br /&gt;
*1973	Grundsteinlegung zur katholischen Pfarrkirche St. Marien/ St. Bernhard im Doberweg 19 Die Weihe erfolgte 1976.&lt;br /&gt;
*1974, 15. April	Baubeginn Schulkomplex (J. - R. - Becher – Oberschule und Ernst – Schneller - Oberschule)&lt;br /&gt;
*1974	Abriss alte Stadtschule&lt;br /&gt;
*1974, 29. April	Baubeginn Heizhaus&lt;br /&gt;
*1974 bis 1980	Hasenberg (Eigenheimbau)&lt;br /&gt;
*1975	Rekonstruktion EOS (Heizung und Fenster). (EOS – Erweiterte Oberschule)&lt;br /&gt;
*1975, 08. November	700 Schüler beginnen mit dem Unterricht in der neuen J. - R. - Becher – Oberschule (Schulkomplex am Kamp)&lt;br /&gt;
*1975 bis 1979	Rekonstruktion der Tempel auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1976	Berufsberatungszentrum, Kurhaus wegen Baufälligkeit gesperrt.&lt;br /&gt;
*Baubeginn der Sporthalle.&lt;br /&gt;
*1976 bis 1980	Ausbaggerung des Conventer – See (durchschnittliche Tiefe 1,80m)&lt;br /&gt;
*1977, 01. September	Kommunale Berufsschule erhält ein neues Gebäude am Stülower Weg.&lt;br /&gt;
*1977, Oktober	DRK – Gebäude in der Seestraße.&lt;br /&gt;
*1978, 12. Dezember	Übergabe der ehemaligen Pestalozzi – Schule (Kornhaus) als „Haus der Pioniere Ehm Welk“.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Brand des großen Wirtschaftsgebäudes im Kloster.&lt;br /&gt;
*1979	Beginn der Rekonstruktion der Glashäger Mineralquellen.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Wirtschaftshaus (Vita – Kost) durch Brandstiftung zerstört.&lt;br /&gt;
*1979, 07. Oktober	„Weißer Pavillon“ als Cafe übergeben.&lt;br /&gt;
*1980, Mai	Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1980, 05. Mai	Kinderkrippe „Borstel“&lt;br /&gt;
*1980, Dezember	Internat der Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1981/ 82	EOS Rekonstruktion (Giebel)&lt;br /&gt;
*1983	Eröffnung des Stadt- und Bädermuseums im Möckelhaus.&lt;br /&gt;
*1983/ 84	Wohnheim der Betriebsberufsschule - Forst&lt;br /&gt;
*1984	Ende Generalrestaurierung Münster mit Weihe des Kreuzaltars.&lt;br /&gt;
*1984 bis 1987	Rekonstruktion des Kornhauses.&lt;br /&gt;
*1986, Januar	Wiedereröffnung der Gaststätte „Brandt´s Höh“ unter dem Namen „Bellevue“.&lt;br /&gt;
*1986/ 87	Rekonstruktion der Straßen am Kamp und Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1987, Januar	Baubeginn „Wohnkomplex – Kammerhof“ (556 Wohnungen).&lt;br /&gt;
*1988, April	Übergabe der ersten 35 Wohnungen an die Bürger (Kammerhof, erste Straße erhält den Namen Thünenstraße.&lt;br /&gt;
*1988	Baubeginn Schuhfabrik (Industriegelände).&lt;br /&gt;
*1988, Juli	Übergabe der Kläranlage für Kammerhof.&lt;br /&gt;
*1989	Das Münster wird geistlicher Schwerpunkt für die friedliche Revolution im Kreis Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1990, Mai	Die ersten demokratischen Kommunalwahlen finden statt.&lt;br /&gt;
*1991	Aufnahme in die Städtebauförderprogramme von Bund und Land. Beginn der umfassenden Sanierung der Klosteranlage.&lt;br /&gt;
*1992, 06. Dezember	Erster Spatenstich für das neue Gewerbegebiet „Eikboom“ an der B 105.&lt;br /&gt;
*1993	Wiedereröffnung der Galopprennbahn.&lt;br /&gt;
*1993, 27. Juni	Einweihung der neuen Seebrücke in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1994, 12. Juni	Bildung des neuen Landkreises Bad Doberan aus der Landkreise Bad Doberan und Rostock – Land sowie des Amtsbereiches Schwaan&lt;br /&gt;
*1994, September Zusammenlegung der beiden Musikschulen Bad Doberan, Rostock – Land und der Unterrichtsstützpunkt Schwaan  zur Kreismusikschule Bad Doberan&lt;br /&gt;
*1995, 02. Februar	Übergabe der Turnhalle der Förderschule „Am Kellerwald“ Bad Doberan &lt;br /&gt;
*1995, 27. September	Landkreis wird Hauptgesellschafter der „Molli GmbH und Co. KG“&lt;br /&gt;
*1995, 03./ 04. November	Schwerste Sturmflut seit 40 Jahren&lt;br /&gt;
*1995, 01. Dezember	Einweihung des neuen Verkehrhofes der Küstenbus GmbH&lt;br /&gt;
*1996, 10. Januar	Übergabe des Wappenbriefes durch den Innenminister des Landes Mecklenburg – Vorpommern Rudi Geil&lt;br /&gt;
*1996, 13. September	1. Landesfeuerwehrtag Mecklenburg – Vorpommern auf der Rennbahn Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1996, 10. Oktober	Eröffnung der Ebel – Reha – Klinik Moorbad an der Schwaaner Chaussee.&lt;br /&gt;
*1996	Verkauf des historischen Ortskerns von Heiligendamm an die Entwicklungs – Compagnie Heiligendamm (ECH)&lt;br /&gt;
*1997, 09. Januar	Einweihung des neuen Kreiskrankenhauses in Hohenfelde&lt;br /&gt;
*1997, 27. Februar	Gründung des Verkehrsbundes Warnow GmbH durch die Verkehrsunternehmen RSAG, DB AG, RvK, Weiße Flotte, antaris, Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“&lt;br /&gt;
*1997,07. April	Die Median – Klinik Heiligendamm wird ihrer Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
*1997, Juli	175jähriges Jubiläum Rennbahn Doberan/ Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1998, 01. Juli	Kreiskrankenhaus in private Trägerschaft an die Krankenhaus Bad Doberan GmbH übergeben&lt;br /&gt;
*1998, 01. September	Schlüsselübergabe der neuen Beruflichen Schule&lt;br /&gt;
*1998, 30. September	Erster Bikergottesdienst im Doberaner Münster&lt;br /&gt;
*1999, 27. Januar	Verkauf der Anteile an der Flughafen Rostock – Laage – Güstrow GmbH&lt;br /&gt;
*1999, 13. Juni	Wahl des Kreistages Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 21. März	Kataster- und Vermessungsamt zieht von Rostock nach Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 07. April	Abschluss der Baumaßnahmen im Großherzoglichen Palais (Instandsetzung 1996 – 2000 Gesamtumfang von 6 Mio. DM)&lt;br /&gt;
*2000, 11. Juni	Schließung der „Fachschule für Angewandte Kunst“ (FAK)&lt;br /&gt;
*2000, 29. August	Erlass des Kurortgesetzes&lt;br /&gt;
*2000, 08. Juli	Bad Doberan wird vom Sozialministerium M-V offiziell als Heilbad und damit als Kurort anerkannt.&lt;br /&gt;
*2001, 26. Februar	Umzug der Stadt- und Kreis Bibliothek in die Verbindungsstraße&lt;br /&gt;
*2001, 25. April	Landkreis wir Mitglied im Verein „Region Rostock, Güstrow, Bad Doberan Marketing Initiative e. V.“&lt;br /&gt;
*2001, 06. Mai	Erste Direktwahl des Landkreises&lt;br /&gt;
*2001, 07. Juli	2. Landesmusikschultag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2001, 07. September	Einweihung des Erweiterungsbaus des Friderico – Francisceum - Gymnasiums&lt;br /&gt;
*2002, 24. April	Entwicklung des Berufsschulstandortes Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2002, Mai	10jähriges Bestehen der Entwicklungsgesellschaft Bad Doberan mbH (EGD)&lt;br /&gt;
*2003, 25. April – 12. Oktober	Internationale Gartenbauausstellung (IGA) mit Außenstandort Klosteranlage Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2003, 01. Juni	Eröffnung des Kempinski Grand Hotel Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2003, 21. Juni	25jähriges Bestehen Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“&lt;br /&gt;
*2004, 13. Juni	Wahl des Kreistages (CDU die stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2004, 01. September	Beginn des EU – Projektes „Baltic Sea Cycling“ Landkreis ist am Projekt beteiligt und dauert bis 2007&lt;br /&gt;
*2005, 01. Januar	Start des EU – Projektes „Windtech-Know“ unter der Leitung des Landkreises&lt;br /&gt;
*2005	Bad Doberan erhält ein neues Rathaus.&lt;br /&gt;
*2006, 12. Juli	US-Präsident George W. Bush mit einer Delegation in Heiligedamm (Gäste: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, US-Präsidentin Condoleezza Rice, Bundesaußenminister Frank – Walter Steinmeier, Deutsche Fußball - Nationalteam)&lt;br /&gt;
*2007, 25. April	Beschluss einer Errichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in der Hansstadt&lt;br /&gt;
*2007, 06. bis 08. Juni	G8 Gipfel in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2008, 30. Januar	Kauf der Anteile der Hansestadt Rostock an der Regionalverkehr Küste GmbH (RvK)&lt;br /&gt;
*2008, 17. Juli	Bundespräsident Horst Köhler in Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2009	Wiedereröffnung der umgebauten (umgestalteten) Regionalen Schule am Kamp.&lt;br /&gt;
*2009, 01.Juni	Beteiligung am EU – Projekt „LED – Licht im öffentlichen Raum“&lt;br /&gt;
*2009, 07. Juni	Kreistagswahl (CDU stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2010, 08. /09. Juni	20. Landesarchivtag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2011	„825 Jahre Kloster Doberan“ und „125 Jahre Bäderbahn Molli“.&lt;br /&gt;
*2012	Bad Doberan keine Kreisstadt mehr; gehört zum Landkreis Rostock; die neue Kreisstadt ist Güstrow.&lt;br /&gt;
*2013, 09. Juni bis 16. Juni	Festwoche (220 Jahre Heiligendamm, 200 Jahre Weißer Pavillon, 10 Jahre Grandhotel Heiligendamm, 250 Jahre Torhaus Bad Doberan, 190 Jahre Rennbahn Heiligendamm, 80 Jahre Molli - Loks)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Die_Geschichte_von_Doberan_als_Chronologie&amp;diff=147441</id>
		<title>Die Geschichte von Doberan als Chronologie</title>
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		<updated>2026-04-28T09:42:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: /* bis zur Reichseinigung (bis 1871) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ur- und Frühgeschichte in der Region Doberan==&lt;br /&gt;
Zeittafel zur Geschichte von Doberan im Kontext zur Mecklenburger Historie: (zusammengestellt von Peter Becker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;995 &lt;br /&gt;
:Ersterwähnung Mecklenburg(Michelenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 &lt;br /&gt;
:Heinrich der Löwe besiegt Niclot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1167 &lt;br /&gt;
:Pribislaw wird nach Taufe belehnt mit Obotritenreich&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1171 &lt;br /&gt;
:Klostergründung der Zisterzienser in Doberan, dem heutigen Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1487.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1488.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
           &lt;br /&gt;
;1177 &lt;br /&gt;
:Doberan als „villa slauica“ erwähnt&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1509.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1510.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
;1178 &lt;br /&gt;
:Pribislaw stirbt bei einem Turnier in Lüneburg&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1179 &lt;br /&gt;
:Kloster zerstört und 78 Mönche getötet&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1186 &lt;br /&gt;
:Neugründung Kloster in Doberan&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
;1201 &lt;br /&gt;
:Heiligblutreliquie zieht Pilgerscharen an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1219 &lt;br /&gt;
:Gebeine Pribislaws werden nach Doberan überführt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1232 &lt;br /&gt;
:Weihe der rom. Kirche durch Bischof Brunward&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1275, um &lt;br /&gt;
:verm. mit Umbau zur got. Kirche begonnen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1280, ab &lt;br /&gt;
:Bau weiterer Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1291 &lt;br /&gt;
:Blitzschlag(keine Schäden an Kirche nachweisbar)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1300 &lt;br /&gt;
:got. Kirche zumind. rohbaufertig&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1301 &lt;br /&gt;
:Glockenguß unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1302 &lt;br /&gt;
:Flut vom… ev. verantw. für Legende vom Heilig. D.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1310 um… &lt;br /&gt;
:lithurg. Funktionsfähigkeit der Kirche gegeben&lt;br /&gt;
;um 1313&lt;br /&gt;
:Cantor und Organist Haßkerl und Kantor Schwemer unterrichten Schüler.&lt;br /&gt;
;1337 &lt;br /&gt;
:Mönchskrieg offiziell beendet&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1348 &lt;br /&gt;
:Albrecht II. und Bruder Johann werden Herzöge&lt;br /&gt;
;1350&lt;br /&gt;
:Beschreibung der Verhältnisse im Klosterbezirk(sowie um 1650)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1895.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1896.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1897.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1368 &lt;br /&gt;
:Schlussweihe der gotischen Kirche durch Bischof von Bülow &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1402 &lt;br /&gt;
:Abt Joh. Plate erhält vom Papst die Bischofswürde&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1478 &lt;br /&gt;
:Provinzialkapitel für Klöster nach Doberan einberufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1530 &lt;br /&gt;
:Kaiser Karl V. nimmt Kloster unter seinen Schutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1552 &lt;br /&gt;
:Auflösung(Säkularisierung) des Klosters&lt;br /&gt;
[[Datei:M14.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586 &lt;br /&gt;
:Generalrestaurierung Kirche durch Elisabeth(Herzogin von Güstrow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1610 &lt;br /&gt;
:Kapelle Althof als Backhaus genutzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1618 - 1648 Dreißig- jähriger Krieg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1136.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1623 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ wohnen etwa 120 Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1636 &lt;br /&gt;
:Holzlieferungen für Schwedenschanze Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1637 bis 1638 &lt;br /&gt;
:Schäden durch 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1650 &lt;br /&gt;
:Generalrep. Münster; Dob. hat 100 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675 &lt;br /&gt;
:Friedensverhandl. zw. Schweden und Brandenb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681 &lt;br /&gt;
:Gründung einer Brandgilde in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1707 - 1713 &lt;br /&gt;
:Prinz(seit 1713 Herzog) Karl Leopold residiert in Doberan&lt;br /&gt;
:Verordnungen von 1709:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Dob1302.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1303.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1304.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1305.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1306.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1307.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1308.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1309.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1310.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1311.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1312.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1313.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1314.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1315.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1316.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1317.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1318.jpg&lt;br /&gt;
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Datei:Dob1322.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1323.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1324.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1325.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1326.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1716 &lt;br /&gt;
:Lindenhof erhält Schankrecht u. wird Krug u. Poststation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1717 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ werden 19 Häuser registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1730 &lt;br /&gt;
:250 EW in Doberan&lt;br /&gt;
;1738&lt;br /&gt;
:Contributionsliste&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1500.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1750 &lt;br /&gt;
:500 EW in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1762 &lt;br /&gt;
:Wollmanufaktur im alten Schloss und Wollscheune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1763 &lt;br /&gt;
:Torhaus, vermutlich älteste Gebäude nach der Säkolarisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767 &lt;br /&gt;
:38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1770 &lt;br /&gt;
:Gaststätte &amp;quot;Zum Ochsen&amp;quot; mit Ausspanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1782 &lt;br /&gt;
:zweite Schulstelle, bis zu 150 Schüler pro Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783 &lt;br /&gt;
:Wohnhaus Kammerhof durch Johann Christoph von Seydewitz gebaut&lt;br /&gt;
[[Datei:Becker Lichtenberg 25 Mai 1788.jpg|thumb|300px|zentriert|Auszug aus dem Tagebuch von Hermann Friedrich Becker über seine erste Begegnung mit Georg Christoph Lichtenberg am 25.Mai 1788 in Göttingen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 &lt;br /&gt;
:Gründung des 1. Dt. Seebades Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 -1801 &lt;br /&gt;
:Bauten von Seydewitz(Logier-, Amts-,Badehaus)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1840.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Flecken Doberan hat etwa 900 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Anlage des Englischen Gartens und des Kamps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:erster Brückensteg in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1798 &lt;br /&gt;
:540 Gäste, dar. Hufeland und Thaer&lt;br /&gt;
;frühes 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
:Trachten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1845.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1801 &lt;br /&gt;
:Errichtung eines Damenbades in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801 – 1836&lt;br /&gt;
:Schaffung der Bauten Severins in Doberan und Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Goldbank im Logierhaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2199.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Verbot von Strohdächern&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3068.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1804 &lt;br /&gt;
:erste Pferderennen auf freiem Felde&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2086.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1806 &lt;br /&gt;
:erste Vorstellung im Schauspielhaus(Sponsor Graf Hahn von Basedow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. kehrt aus 1-jähr. Exil zurück u. wird gefeiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:127 Häuser und 1.349 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1809&lt;br /&gt;
:Albrecht Daniel Thaer&lt;br /&gt;
[[Datei:M145.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1835.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur Reichseinigung (bis 1871)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
* link &amp;quot;Die Mecklenburger 1813/15)&lt;br /&gt;
https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000001632&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bad Doberaner Buchenberg in früheren Zeiten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ort der Feuerwerke und Duelle&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Dr. Helge Rewaldt, Ostsee-Zeitung, Januar 1991 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* In den ersten Jahren des Badeortes Doberan war der Buchenberg der beliebteste Ausflugsort  und Aussichtspunkt der Badegäste.&lt;br /&gt;
* Mit Lauben und Bänken war er reichlich versehen, von gepflegten Wegen durchzogen. Kegelbahn, Musik, Restauration fehlten nicht, wie ein Chronist schrieb.&lt;br /&gt;
* Vor allem aber fand hier das Feuerwerk statt, das von dem herzoglichen Feuerwerker Hieber bereitet wurde. Ein .Feuerfall, der von dem Berge herunterströmt war besonders beliebt, aber auch Raketen, die so hoch stiegen, daß man sie 3 bis 4 Meilen weit sehen konnte. Bei besonderen Gelegenheiten gab es auch erleuchtete Tempel und brennende Namenszüge.&lt;br /&gt;
* Die Aussicht, viel freier als heute, war berühmt, besonders von der Westseite aus, wo als Regen- und Sonnenschutz ein chinesischer Strohschirm errichtet war. Man sah auf die Klostermauer mit dem großen Torweg und der kleinen Pforte (das sogenannte Grüne Tor wurde erst später angelegt), auf die Kirche und auf Doberan mit den bewaldeten Hügeln im Hintergrund.&lt;br /&gt;
* Einen sehr lebendigen Eindruck aus dieser Zeit vermittelt uns John Brinckman in seinem Roman „Kasper Ohm un ick“: „As wi dor nu so unner de hogen Böm rümstewelten un in den eenen Weg rinbögten, is dor &#039;ne Lustbänk, un dor set een lütten Mann up, de hadd &#039;n groten Stirn vör de Bost un ’n korten Stummel in de Mund un smökt un sehg sihr fründlich ut“. Der kleine Mann auf der .Lustbank*, so stellt sich heraus, ist niemand anderer als der Großherzog, mit dem Kasper Ohm dann ins Gespräch kommt. &lt;br /&gt;
* Allerdings war der Buchenberg auch der Ort der Duelle. So wird von einem Pistolenduell des Hofkomikers Peters berichtet, das ein äußerst blutiges Ende nahm. Der Schauspieler hatte, um seinen Gegner zu erschrecken, sich eine mit Ochsenblut gefüllte Schweinsblase unter das Wams gebunden und sie im richtigen Moment platzen lassen. &lt;br /&gt;
* Einen tragischen Ausgang nahm dagegen das Säbelduell des jungen Albert von Stael-Holstein, eines Sohnes der berühmten Schriftstellerin, der mit einem russischen Offizier beim Glücksspiel in Streit geraten war. Der junge Stael wurde durch einen Säbelhieb in den Hals getötet. Das war 1813. Der Ort des Duells wird als ein „kleines Rund inmitten des reizend daliegenden Gehölzes“ beschrieben, er ist heute nicht mehr genau auszumachen.&lt;br /&gt;
* Infolge dieses Ereignisses verlor der Buchenberg an Beliebtheit, die Belustigungen für die Gäste fanden nun auf dem Kamp, im Englischen Garten und auf dem Jungfernberg (Tempelberg) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob654.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:Friedrich Ludwig Röper&lt;br /&gt;
[[Datei:M171.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1519.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1816 &lt;br /&gt;
:Blücher erholt sich in Doberan. Er soll bei der Gelegenheit im Casino die Bank gesprengt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1817 &lt;br /&gt;
:165 Häuser und 1777 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819 &lt;br /&gt;
:Madame Reichard mit Heißluftballon&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR68.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR67.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821 &lt;br /&gt;
:Erbohrung einer Eisenquelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822 &lt;br /&gt;
:erstes Galopprennen mit Vollblutpferden und Gründung des „Doberaner Rennvereins“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Dampfschifffahrt Travemünde-Heil.d.-Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Mendelssohn Bartholdy weilt in Doberan&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan J Chronologie1824.PNG|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1825 &lt;br /&gt;
:Silberbank eröffnet im Lindenhof&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;1826 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. stiftet Wanderpokal „Goldene Peitsche“&lt;br /&gt;
;1827&lt;br /&gt;
:Die Sängerin Angelica Catalani trat im Schauspielhaus auf(zuletzt 1827)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1497.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1830 &lt;br /&gt;
:Neuer Friedhof und Altstadt entstehen; 2.210 EW&lt;br /&gt;
;1835&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1521.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Wilhelm von Humboldt in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1833.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1832&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2591.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1836 &lt;br /&gt;
:Severin stirbt in seinem Haus in Doberan(Grabst. ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I., Leop. von Plessen und S. v. Vogel sterben&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2077.jpg|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
„Freimuethiges Abendblatt“ von 1837&lt;br /&gt;
Doberan den 20. Februar&lt;br /&gt;
*Die erste Nachricht von dem Ableben des höchstseligen Großherzogs kam nach Doberan als unverbürgtes Gerücht und fand anfangs wenig Glauben. Wenn aber die Trauerkunde sich fort und fort bestätigte, so war dieselbe im ganzen Orte schon zur Gewißheit geworden, als sie von dem Herrn Präpositus Crull am Sonntage Quinquagesimä 5. Febr. der Gemeine vorläufig angezeigt ward. Der verlesenen Danksagung am Conntage Invocavit 12. Febr. ließ der Herr Präpositus Crull eine kurze Gedächtnißrede folgen und nach der Predigt ward eine Abänderung des Trauergedichts, welches die Rostocker Zeitung begleitete und welches mit den Worten „Unser Vater ist nicht mehr!“ anfängt, von einem Männerchor gesungen.&lt;br /&gt;
*Der folgende und der feierlichen Beisetzung der hohen Leiche zu Doberan voran gehende Bußtag gab dem Herrn Präpositus Crull die Gelegenheit zu recht treffenden und ansprechenden Beziehungen auf die bevorstehende Feierlichkeit und sonstigen Verhältnisse.&lt;br /&gt;
*In Bezug auf die feierliche einstweilige Beisetzung der hohen Leiche in der fürstlichen Grabcapelle zu Doberan scheint kein allgemein verabredetes Zusammenwirken sämtlicher Bewohner Doberans stattgefunden zu haben. Die einzige Vereinigung zu einem gemeinsamen Zweck scheint darin bestanden zu haben, daß etwa 140 Individuen aus allen Ständen sich mit Trauerfähnlein versahen am 18. Februar Morgens gegen 8 Uhr vor dem Prinzenpalais zusammen sich ausstellten und von da aus ihre Posten bezogen. Die übrigen Einwohner männlichen Geschlechtes beschränkten sich anscheinend auf die Absicht an dem Trauergefolge also Antheil zu nehmen, wie es einem jeden der Augenblick der Procession gestatten möchte.&lt;br /&gt;
*Am 16. Feb. wurden zuerst Militairpersonen hier sichtbar, am 17. aber zogen Nachmittags die Detachements der Garde und der Rostocker Garnison in aller Stille ein. Später Abends waren incognito Se. Königliche Hoheit der Großherzog, Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog, des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht angekommen und die Straßen belebten sich durch ankommende Fremde.&lt;br /&gt;
*Der feierliche Leichenzug fand am 18. d. M. in folgender Ordnung statt: Auf der kröpelin-doberaner Amtsscheide waren am 18. Februar um 6 Uhr Morgens sämmtliche Landleute in schwarzen Kleidern und Trauerflor, mehrentheils auch auf schwarzen Pferden, nämlich etwa 200 Hauswirthe und sämmtliche Pächter und Erbpächter des doberaner Amtes, wie auch die Amts-, Forst- und Baubehörden gegenwärtig und aufgestellt. Der Trauerzug langte um 11 ½ Uhr auf der Scheide an. Dem Leichenwagen voran ritten die Landleute der Ämter Bukow und Warin, von denen die Bukower auf der Scheide abbrachen, die Wariner aber dem Zuge bis nach Doberan hinein voran blieben. Den wariner Landleuten folgten 12 vier- und zweispännige Wagen mit Personen jedes Standes. Hinter diesen ritten die doberaner Landleute ein, denen das Amts-, Forst- und Baupersonale in 4 Wagen folgte. Ein Detachement Dragoner schloß sich diesen an, worauf der Leichenwagen folgte. Hinter dem Leichenwagen ward das Gefolge aus dem Hofchargen, aus der Hofdienerschaft und allen denen gebildet, welche sich sonst noch dem Leichenzuge angeschlossen hatten, bis endlich ein Detachement Dragoner den Zug beschloß.&lt;br /&gt;
*Auf der doberaner Feldscheide rückte die Leibdroschke des höchst seligen Großherzogs vor dem Leichenwagen in den Zug ein, welcher sich bis in die Nähe der Oertenbrücke am Fontaineplatz fortbewegte. Die wariner Landleute und Chevaux légers zogen auf gradem Wege in den Ort ein, die doberaner Land Leute aber desilirten in eine Seitenstraße. Hart an der Oertenbrücke machte der Zug eine halbe Stunde Halt, welche von der Dienerschaft zur Reinigung des Leichenwagens, von den Hofchargen und sonstigem Gefolge aber benutzt wurde, um sich in die Gallauniformen umzukleiden. Nach Verlauf der halben Stunde ordnete sich der Zug: Vorauf ein Detachement Che vaux légers, dann die Laufer, die Haiducken und die großherzogliche Dienerschaft, die Amts-, Forst- und Baubehörden, die Schullehrer und Candidaten, die Geistlichkeit der doberaner Präpositur und der Präpositus zwischen den beiden Deputirten des rostocker Ministerii, hierauf der Leichenwagen. Zur Seite desselben gingen die großherzoglichen Kammerdiener, zwölf doberaner Einwohner jeden Standes in Trauer und 12 Dorfschulzen in Nationaltracht, bestimmt, die hochfürstliche Leiche in die Kirche zu tragen. Neben diesen zu jeder Seite 6 warnemünder Schiffer mit großen meklenburgischen Flaggen in Trauer und neben diesen 12 doberaner Einwohner mit Trauerfähnlein. Hinter dem Leichenwagen bildete sich die Folge in gemischter Reihe ohne alle Rangordnung und so wie es das geräumige Terrain gestattete, aus dem Militair den Hofschargen, den Deputirten der rostocker Facultäten, der Canzlei, der Stadt, den Studirenden, aus den Chargirten der Post, der Steuer ec., den doberaner Einwohnern und aus jedem Meklenburger, welcher in Trauerkleidern sich dem Gefolge anschließen konnte und wollte. Ein Detaschement Chevaux légers beschloß den Zug. Der Trauerzug überschritt die Oertenbrücke und nahm vor dem Prinzenpalais unmittelbar hinter der Leiche Se. Königl. Hoheit den Großherzog, und demselben folgend Se. Königliche Hoheit den Erbgroßherzog zwischen des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht auf. Dann bewegte sich der Zug über den Fontaineplatz am Schauspielhause, Logierhause, Salon, hinab zum großherzoglichen Palais zwischen den Trauerfähnlein tragenden Doberanern hindurch. Vor dem Palais, auf welchem die weiße Trauerfahne mit schwarzem Rande war aufgezogen worden, salutirten 4 Fahnenträger mit den großen Trauerfahnen und dem Portier in der Mitte. Vom Palais ging der Zug zum Amtsthore, dem alten Klosterthore, unter welchem der Damm hatte auf genommen werden müssen, um dem Leichenwagen den nöthigen Raum zu schaffen, und trat nun in das vom Amtsthor bis zur Kirche en haye aufgestellte Militair, der Garde und der rostocker Garnison ein. Hart an der Kirche über deren Eingang zwei Trauerfahnen herabhingen, stand eine Abtheilung der Garde in front aufgestellt und die Trommeln schlugen bis zur zur Abnahme der hohen Leiche vom Wagen die Trauerwirbel. Der hochfürstliche Sarg ward nun von den 24 Trägern abgehoben und ohne alle Unterbrechung durch die Kirche in die Grabcapelle getragen und auf das bereits errichtete Gerüste gestellt. Der Präpositus sprach den Segen und gab mit der ganzen ordinirten Geistlichkeit zugleich das Zeichen des Kreuzes, worauf ein stilles Gebet die Leichenfeierlichkeit beschloß.&lt;br /&gt;
*Ein wohlverbürgtes Gerücht bezeichnet als künftige Ruhestätte des höchstseligen Großherzogs den großen freien Platz im Schiff der doberaner Kirche, zwischen dem Altar und den Kirchenständen, wo die hohe Leiche in einem Sarkophage von meklenburgischem Granit wird beigesezt werden. Das geräumige Locale zu Doberan konnte eine große Menschenmenge aufnehmen, ohne eben den Trauerzug durch Gedränge zu belästigen und die den Fontaineplatz umgebenden Wohnhäuser, so wie die großen öffentlichen Gebäude boten Raum für eine Menge Damen. Die Zahl der versammelten Zuschauer schätzt man auf 4 bis 5000 und weiß man mit einiger Gewißheit, daß über 1000 Pferde in Doberan eingezogen. Das Wetter war sehr nebelig, als ob auch der Horizont sich in Trauerflor eingehüllt habe.&lt;br /&gt;
*So viel man weiß, ist die Feierlichkeit selbst ohne alle Unglücksfälle beendigt worden und die aus Vorsicht in den Straßen vertheilten 2 Gendarmerie Brigaden dürften nirgends nöthig gehabt haben vermittelnd oder ordnend einzuschreiten. Nach beendigter Feierlichkeit hatte jedoch ein Knabe das Unglück unter durchgegangene Pferde zu fallen, aber auch das Gluck in der ersten hülfreichen Hand die Hand seines erhabenen Fürsten zu erkennen, welcher auch noch mit fürstlicher Großmuth alle Verfügungen zu seiner Heilung getroffen hat.&lt;br /&gt;
*Doberan hatte nur noch etwa 2 Stunden nach beendigter Feierlichkeit das Glück, die höchsten Herrschaften in seinem Weichbilde zu sehen, denen sogleich in langem Zuge eine große Menge Fremder folgte. Was nicht schon gestern Abschied nahm, ist heute früh geschieden und so liegt denn wieder auf Doberan die Stille des Winters, welche selten unterbrochen zu werden pflegt, bis die Badezeit die Fluren aus ihrem Schlummer aufwecken wird.&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2087.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:es gibt eine höhere Mädchenschule&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Doberaner in Diensten des Großherzogs Fr. Fr.I.(Meckl. - Schwer. - Staatskalender 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*N. Gaertner, Hofuhrmacher&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoflieferanten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Helmuth Bielefeld, Hofbäcker&lt;br /&gt;
*Joachim Gottfried Schmidt, Beutler&lt;br /&gt;
*Benjamin Beckmann, Glaser&lt;br /&gt;
*N.N. Wentzien jun., Grobschmid&lt;br /&gt;
*N.N. Storer, Maurermeister&lt;br /&gt;
*Hauck, Schlächter&lt;br /&gt;
*Friedrich Struck, Hofschlösser&lt;br /&gt;
*W. Maas, Hofschneider&lt;br /&gt;
*Friedrich Pfannenstiel, Tapezierer&lt;br /&gt;
*Carl Mowitz, Tischler&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Bedienstete&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Müller, Portier im Hofstaat&lt;br /&gt;
*Friedrich Flemming, Baumeister&lt;br /&gt;
*Carl Severin, Bau Conducteur&lt;br /&gt;
*Wilhelm Ferdinand Knopp, Kammer Commissär &lt;br /&gt;
*Conrad Meyer, Relutionskommissar&lt;br /&gt;
*H.C. Eggers, Oberlandforstmeister&lt;br /&gt;
*Friedrich Hundt, Geheimer Amtsrat&lt;br /&gt;
*N.N. Rott, Landreiter&lt;br /&gt;
*J.C. Thamms, Landreiter&lt;br /&gt;
*Carl Junge, Gerichtsdiener&lt;br /&gt;
*Joachim Finck, Polizeidiener und Camp Aufseher&lt;br /&gt;
*N.N. Beese, Damm- und Brückenzolleinnehmer&lt;br /&gt;
*Joh.Fr.And. Glaevecke, Candid. Superintendend&lt;br /&gt;
*Doctor Johann Heinrich Matfeldt, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Doebereiner, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Malbranc, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Hofapotheker J. Heinrich Framm, Tierarzt Doberan&lt;br /&gt;
*Geheimer Medicinalrath Dr. von Vogel zu Rostock, auch Badearzt&lt;br /&gt;
* Geheimer Amtsrath Hundt zu Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1838 &lt;br /&gt;
:*Demmler beginnt Bautätigkeit in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:*Die Tänzerin Marie Taglioni tritt im Schauspielhaus auf(auch )1840)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1498.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1839 &lt;br /&gt;
:Masch.fabr. u. Eisengieß. Kähler prod. Landmasch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1841 &lt;br /&gt;
:Schulordnung für den Flecken Doberan&lt;br /&gt;
:Versamml. dt. Land- u. Forstw. in Dob.(900 Gäste)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte1.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte2.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:M213.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1841/42 &lt;br /&gt;
:Überbauung Bäche Alexandrinenplatz und Markt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1842 &lt;br /&gt;
:Gh. Paul Fr. stirbt am 07.03.1842 im Alter von nur 42 J.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1843 &lt;br /&gt;
:Findling von ca. 220 t von Elmenh. nach Hd. in 100 Tg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3408.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3409.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;1845 Doberan hat 550 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Bürgerschule im Kornhaus&lt;br /&gt;
:Doberan hat 594 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Kaltwasseranstalt in der Neuen Reihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1848&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z24.PNG|thumb|700px|zentriert|revolutionäre Ereignisse von 1848 in Doberan)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 &lt;br /&gt;
:Allee nach Hd. wird mit holl. Linden angelegt/3531 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 [[Datei:Dob1485.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 um &lt;br /&gt;
:Frh. von Drais fährt mit Laufrad auf dem Kamp&lt;br /&gt;
;1851&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1165.PNG|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1856&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3069.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1858&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2457.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2458.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2459.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:Gründung des Doberaner Sportvereins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868 &lt;br /&gt;
:Verbot des Betr. von Spielbanken durch norddt. Bund&lt;br /&gt;
;1870&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan R Chron1870.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2460.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kaiserreich (1871-1918)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872 &lt;br /&gt;
:Jahrhundertflut mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1873 &lt;br /&gt;
:Seebad wird wegen finanz. Probl. an AG verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1877 &lt;br /&gt;
:Wirken Möckels beginnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879 &lt;br /&gt;
*Doberan erhält Stadtrecht&lt;br /&gt;
*Der Großherzog Friedrich Franz II. veranlasste die Erhebung Doberans zur Stadt. Bis es so weit war, vergingen allerdings Jahre, wurde eine Kommission gegründet, die die Stadteinweihung vorbereitete. Erster Bürgermeister war 1879 Wilhelm Schmidt.&lt;br /&gt;
*Hinter der Nummer A 500 versteckt sich der Anfang der Stadt Bad Doberan. In der Akte, die sich im Stadtarchiv befindet, liegt die Dotationsurkunde vom 24. Juni 1879, 19 Seiten stark. In der Schrift ist festgehalten, wie das Stadtgebiet aufgeteilt ist, wie das Stadtwappen aussieht. Am 1. Juli 1879 erhielt Doberan Stadtrecht.&lt;br /&gt;
*1879 wurde aus dem Flecken eine Stadt. An dieses Ereignis erinnert Friedrich Ruth in einer Jubiläumsschrift anlässlich des 25-jährigen Stadtjubiläums 1904. Hier steht geschrieben, wie sich die Stadt auf die Stadtgründung vorbereitet hat. Es wird von der Stadteinweihung selbst berichtet, wie das Wetter war, wer kam,  wie die Leute angezogen waren.&lt;br /&gt;
*Großherzog veranlasste Erhebung zur Stadt&lt;br /&gt;
*Damals lebten etwa 4500 Einwohner im Flecken Doberan, der im „Verbande des Großherzoglichen Amts Doberan war.“ 1871 kam die Frage auf, ob Doberan künftig als Gemeinde gelten sollte, dem Amt untergeordnet, oder Stadtrecht erhalte. „Großherzog Friedrich Franz II., der von jeher besonderes Interesse für Doberan hegte, wünschte Bewidmung Doberans mit Stadtrecht“, schreibt Friedrich Ruth, Archivregistrator zu Schwerin. Und so wurde in dem Ministerium über Finanzen gesprochen, Ausgaben und Einnahmen aufgelistet, eine Kommission gegründet. Diese befasste sich unter anderem auch mit territorialen Fragen.&lt;br /&gt;
*Die Frage, ob der Heilige Damm mit der Stadt zu vereinigen sein würde, verneinte die Kommission. Ebenso war sie gegen den Übergang des Stahlbades an die Stadt. Die Überweisung des Domanial-Arbeitshauses sowie des Kamps befürwortete sie, auch den Durch- und Umbau des Salongebäudes zum städtischen Rathaus.&lt;br /&gt;
*Wie Ruth weiter berichtet, stellte sich aber heraus, dass das Gebäude für Rathaus und Bürgermeisterwohnung zu groß sei. Da das Gerichtswesen neu organisiert wurde, wurde hier ebenfalls das Amtsgericht untergebracht.&lt;br /&gt;
*Erstes Rathaus wurde das „Salongebäude“ in der August-Bebel-Straße. &lt;br /&gt;
*Mit Erhebung Doberans zur Stadt wurde auch eine Stadtkarte sowie ein Eigentümerregister erstellt, das heute noch vorliegt. Zahlen auf der Karte finden sich im Register wieder. So lässt sich herausfinden, dass das Flurstück 612 in Nähe des Münsters zur Kämmerei gehört, die 613 daneben aber der Landesverwaltung, also dem Großherzog.&lt;br /&gt;
*Zeitgleich mit der Verleihung des Stadtrechts wurden auch Ordnungen und Regulative erlassen wie die Schulordnung, die Armenordnung oder das Weideregulativ. &lt;br /&gt;
(Quelle: Andrea Gläwe Stadtarchiv Bad Doberan 2019)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1774.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1776.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1775.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob800.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z58.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Progymnasium eingew.(Puppenh. Beethovenstr.)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob408.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1880 &lt;br /&gt;
:Park. Weg, G.-str., Dammch., N. Reihe, Sever.str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Gh. Fr. Fr. II. verstirbt am 15. April kurz nach seinem 60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Rostock-Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1884 &lt;br /&gt;
:Fremdenführer&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Wismar-Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885 &lt;br /&gt;
:Baron von Kahlden wird der all. Besitzer v. Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1886 &lt;br /&gt;
:Molli nimmt Betr. auf, 1910 bis Brunshaupten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887 &lt;br /&gt;
:Postbaurat Perdisch aus SN err. das Postgebäude&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1888 &lt;br /&gt;
:Aufstockung des Stahlbades mit dem Festsaal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1889 &lt;br /&gt;
:Gymnasium nimmt Betrieb auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1894 &lt;br /&gt;
:Lindenhof wird vergrößert(Hotel)&lt;br /&gt;
;um 1900&lt;br /&gt;
:Es gibt 2 Stadtschulen(13 Lehrer, 13 Klassen,628 Schüler)&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:Sängerfest in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2006.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1902 &lt;br /&gt;
:Bau der Turnhalle am Gymnasium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903 &lt;br /&gt;
:Gaswerk am Bahnhof&lt;br /&gt;
;1904&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904 1.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2461.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z18.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908 &lt;br /&gt;
:Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
:Verkauf der Klosterbrennerei:&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1908.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1909&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob115.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910 &lt;br /&gt;
:Verk. von Hd. an den Schriftst. Walter John-Marlitt&lt;br /&gt;
:Hausfrauenverein&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR25.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR26.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1911 &lt;br /&gt;
:Konkurs, Bildung der Ostseebad Heiligend. GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Villa Feodora entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Stromversorgung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Gründung Heimatmuseum von Doberan&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z20.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Sturmflut in Silvesternacht&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
:Gedenkfeier zum Gefecht bei Retschow von 1813 gegen die napoleonische Armee&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR66.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1914 -18 &lt;br /&gt;
:1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
;1914&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob805.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1916&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob779.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
::Kartoffelanbau in Notzeiten auf dem Kamp&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob594.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weimarer Republik (1918-1933)==&lt;br /&gt;
;1918&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1918.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z57.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1919 &lt;br /&gt;
:das erste Kino wird eröffnet(Mollistraße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er Heimattreffen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;400px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dob2168.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2169.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Dob2170.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2171.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2172.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fahnenweihe1920 Neue Reihe.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Doberan wird Bad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Die Sparkasse wird eröffnet(Sitz im Ratshaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1922 &lt;br /&gt;
:chem. Fabr. Walkenhg.(Pr. v. Nikot. u.Tabakextr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1923&lt;br /&gt;
[[Datei:M2.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M3.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924 &lt;br /&gt;
:Baron Oskar von Rosenberg aus Zürich rettet Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
:Fahnenweihe in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob754.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2815.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hindenburg in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:T2.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1619.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Werbung am Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Die grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt, Kultur und im Regierungssystem erforderten, daß traditionelle Denk- und Verhaltensweisen mit den neuen Herausforderungen in Einklang gebracht werden mußten. Doch dieser Prozeß ging, wie wir bereits an Beispielen zeigten, auch in der Heimatregion nicht ohne Konflikte und Gegenbewegungen ab. &lt;br /&gt;
* In Mecklenburg-Schwerin regierte seit 1924 eine von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) geführte Rechtsregierung unter Jochen Freiherr v. Brandenstein, an der die Deutsche Volkspartei (DVP) beteiligt war.&lt;br /&gt;
* Die Deutschnationalen bestimmten in Bad Doberan gleichfalls das politische Klima maßgeblich mit. Ihre Programmatik, auf die Interessen von Großgrundbesitz und Schwerindustrie ausgerichtet, war autoritär-monarchistisch und christlich-national. Sie führten häufig propagandistische Veranstaltungen durch, so am 25. März 1925 einen „Deutschen Abend&amp;quot; im „Lindenhof&amp;quot;. Hier heizte ein Lichtbildervortrag den Nationalismus zu Themen an, wie „1813&amp;quot; („Aus der Zeit der Not&amp;quot;, „Die Erhebung der Völker&amp;quot;) und „An Rhein und Ruhr um deutsches Sein&amp;quot; (40 Bilder aus dem besetzten Gebiet). &lt;br /&gt;
* Als ein Rückschlag für die Republik erwies sich der Tod des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD), obwohl seine Politik umstritten war. Jetzt mußte ein neuer Reichspräsident gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Die DNVP, DVP und die rechtsextreme Deutschvölkerische Freiheitspartei schlossen sich in einem „Reichsblock für Stadt und Land Doberan&amp;quot; zusammen und riefen dazu auf, den früheren Reichsminister Karl Jarres (DVP) zu wählen. Der Wahlgang vom 29. März brachte zwar in Bad Doberan für Jarres 2014 von 2981 Stimmen, doch erhielt dieser bei sechs Gegenkandidaten insgesamt nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang war am 26. April fällig. Diesmal wollte der „Reichsblock&amp;quot; für Bad Doberan und Umgebung Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg gleichsam als Ersatzkaiser an der Spitze sehen. „Nur ein Sieg Hindenburgs kann uns retten&amp;quot;, stand in einem Aufruf. Und in dem Gedicht „Der Retter&amp;quot; hieß es in holprigen Reimen: „Du reichst die Hand uns fest und schlicht,/willst Führer und Bruder uns wieder sein.-/Führ&#039; uns! Wir folgen durch Nacht und Licht/Hindenburg, dir allein!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Als Gegenkandidaten waren der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx und der KPD-Führer Ernst Thälmann aufgestellt worden. Nach dem Wahlsieg stellte sich heraus, daß in Bad Doberan Hindenburg unter allen Städten des Landes die meisten Stimmen aufzuweisen hatte. In den Straßen wurden wieder die alten Fahnen in den schwarz-weiß-roten Farben gehißt. Auch in der Umgebung hatten viele für Hindenburg gestimmt, z. B. in Heiligendamm 77 (22 für Marx), in Brunshaupten 880 (302 für Marx und 10 für Thälmann), in Alt Gaarz 120 (59 für Marx und einer für Thälmann). &lt;br /&gt;
* Der 78jährige Hindenburg, der nach dem Krieg in seiner Villa in Hannover wie Barbarossa im Kyffhäuserberg zurückgezogen gelebt hatte, zog wieder in die Politik ein. Er schwor auf eine Verfassung, deren Träger er zwar verabscheute, die er dann aber hochhielt wie eine preußische Felddienstordnung.&lt;br /&gt;
* 1927 sollte er als Ehrengast am Doberaner Rennen teilnehmen. In diesem Klima konnten die Rechtsextremisten an Boden gewinnen. Hindenburg dankte persönlich der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung für die Unterstützung im Wahlkampf. Diese trat in Bad Doberan wiederholt unter dem Zeichen des Hakenkreuzes an. Ihre Führerschaft organisierte Vorträge zu wirtschaftspolitischen Themen und attackierte die Weimarer Demokratie.&lt;br /&gt;
* Zur Rechtsszene gehörte der Frontbann, der von dem ehemaligen Freikorpsoffizier und zeitweiligen Hitleranhänger Gerhard Roßbach gegründet worden war. Sein 1922 in Neubukow gebildetes Hauptquartier strebte  an, „von hier aus die Wasserkante im Sinne der nationalen Befreiung zu beherrschen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob672.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Diese Organisation verfügte 1925 noch, über aktive Stützpunkte in Bad Doberan, Kröpelin und Reddelich. Darüber hinaus warb Roßbach am Doberaner Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend.&lt;br /&gt;
* Ende Juli fand in Bad Doberan auch der Bundestag der „Adler und Falken&amp;quot; statt. Die nach außen hin sich unpolitisch gebende Jugendorganisation veranstaltete u. a. ein Geländespiel und eine „Ostland-Ausstellung&amp;quot;, Beratungen des Amtes für Rassenkunde und Familienforschung&amp;quot; und Vorträge über „arische Festbräuche und ihre Beziehungen zum Mythos&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Noch gefährlicher aber war, daß nach der Neugründung der NSDAP der von Hitler am 6. April ernannte Gauleiter Friedrich Hildebrandt die ersten Gefolgsleute warb und im folgenden Jahr in Ortsgruppen, wie Roggow und Satow, zusammenschloß. Bald sollte diese Partei, die die rivalisierenden Deutschvölkischen ausschaltete, zur führenden Kraft in der Rechtsszene werden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Rohrstock durfte wieder in Aktion treten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Seit dem 1. April 1924 leitete Studiendirektor Carl Reuter in Bad Doberan das Gymnasium FridericoFrancisceum. Er wurde am 7. November 1885 in Wichmannsdorf geboren, besuchte das Gymnasium in Schwerin, studierte danach in Berlin und Göttingen klassische Philologie und Geschichte und war zunächst am Schweriner Gymnasium tätig. &lt;br /&gt;
* Zu seinem Kollegium zählten fachlich versierte Lehrkräfte, so z. B. Heinrich Wischmann (Mathematik/Naturwissenschaften) , der noch lange nach 1945 mit über 70 Jahren hier unterrichten sollte, Walter Heinrichs (klassische Philologie/ Deutsch), Paul Schlünz (neuere Sprachen/Geschichte), Dr. Gerhard Ringeling (Geschichte/Englisch/ Deutsch), Walter Voigt (klassische Philologie/Theologie), Friedrich Voss (Mathematik/Naturwissenschaften). &lt;br /&gt;
* Dazu gehörte auch der ehrgeizige Theologe und Philologe Theodor Klaehn, der im Herbst 1932 als NSDAP-Funktionär mit massiver Unterstützung des Gauleiters Friedrich Hildebrandt Carl Reuters Strafversetzung nach Güstrow einfädeln sollte. &lt;br /&gt;
* Ostern 1925 wurde nach preußischem Muster eine neue Stundentafel eingeführt. So stieg z. B. die Stundenzahl für Geschichte, neu ergänzt durch Staatsbürgerkunde, in den Klassen Sexta bis Oberprima (heute Klasse 5 bis 13) insgesamt von 19 auf 22 Stunden wöchentlich an. Auch die Mathematik und Naturwissenschaften legten mit acht Wochenstunden zu. &lt;br /&gt;
* Das Fach Englisch, zuvor wahlfrei, wurde von der Quarta (heute Klasse 7) ab obligatorisch, während das zuvor wahlfrei erteilte Fach Hebräisch vom Stundenplan verschwand. Konservativ gehalten waren die Aufsatzthemen im Fach Deutsch. Die lauteten in der Oberprima z. B.: „Der &#039;gotische Raum&#039;, seine Entwicklung und sein Verfall&amp;quot;, „Die deutsche Verfassungsfrage und ihre Lösung durch Bismarck&amp;quot;, „Die Darstellung von Volk und Staat in Schillers Tell&amp;quot;. Das nationale Trauma vom verlorenen Krieg hatte sich auch an dieser Schule verfestigt. &lt;br /&gt;
* Laut Ministerialerlaß vom 31. Oktober 1921 war der Gedanke an die „vorläufig&amp;quot; verlorenen Kolonien wachzuhalten. Zu pflegen war auch im Unterricht die Kenntnis vom Ausland- und Grenzlanddeutschtum. In diesem Sinne arbeitete die am 24. April 1925 gegründete Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA). Am 1. Dezember führte sie im „Lindenhof&amp;quot; ein Stück auf, das laut Schulchronik „die Kämpfe und Nöte des Deutschtums in Oberschlesien lebendig werden ließ&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Am 12. September fanden im Prinzengarten in Schwerin die ersten Reichsjugendwettkämpfe statt, bei denen 18 Teilnehmer mit der Urkunde des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ausgezeichnet wurden. Direktor Carl Reuter durfte einen Tag später in Schwerin dem dort gerade weilenden Hindenburg über die Ergebnisse berichten, was diesem die Anerkennung entlockte: „Donnerwetter, das ist ja kolossal!&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neben dem Gymnasium gab es noch private höhere Schulen, wie die Mädchenschulen in Bad Doberan und Kröpelin, die Knaben- und Mädchenschule für die Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee sowie eine weitere in der Stadt Neubukow.&lt;br /&gt;
* Kinder der unteren Schichten mußten sich mit der „Pantinenschaul&amp;quot;, wie die Volksschule im Volksmund genannt wurde, begnügen. Eine achtklassige Volksschule bestand in Bad Doberan unter der Leitung von Rektor Heinrich Hesse. Dann folgten siebenklassige Volksschulen in Brunshaupten (Leitung: Rektor Wilhelm Engel), Kröpelin (Rektor Fritz Werges) und Neubukow (Rektor Karl Ulrich). In Satow befand sich eine vierklassige, in Arendsee eine dreiklassige Einrichtung. &lt;br /&gt;
* Auf dem Lande existierten einige zweiklassige Dorfschulen, z. B. in Retschow, das in diesem Jahr ein eindrucksvolles hundertjähriges Schuljubiläum beging, und in Passee. Ansonsten überwogen die einklassigen Dorfschulen, so z. B. in Admannshagen, Biendorf, Alt Gaarz, Heiligenhagen, Jörnstorf, Alt-Karin, Lambrechtshagen, Moitin, Nienhagen, Parkentin, Rederank, Steinhagen und Westenbrügge. &lt;br /&gt;
* Oft mußten hier die Lehrer die „niederen Küsterdienste&amp;quot; zusätzlich verrichten. Den Schulabgängern war die Möglichkeit gegeben, weiterhin Gewerbe- und Kaufmannsschulen in den Städten zu besuchen.&lt;br /&gt;
* Bezeichnend für den Zeitgeist war, daß ein Gesetz vom 4. Januar 1926 das nach der Novemberrevolution erlassene Verbot der Prügelstrafe wieder aufhob. Jetzt trat der Rohrstock erneut in Aktion und zwar laut Gesetz „bei schweren sittlichen Mängeln&amp;quot;, wie andauernder Lügenhaftigkeit, Trotz, Roheitsvergehen, Unsittlichkeit, andauernder Trägheit und dergl.&amp;quot; Die Prügelstrafe durfte allerdings die „Grenzen väterlicher Züchtigung nicht überschreiten&amp;quot;. Doch wo lagen die? Und waren damit Probleme, wie „andauernde Trägheit&amp;quot;, zu meistern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Als die Kühe noch durch die Straßen von Bad Doberan liefen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 gab es in Bad Doberan 5392 ortsanwesende Personen, von denen 2974 weiblich waren. Registriert wurden 1665 Haushaltungen, 942 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, 363 Gewerbebetriebe und 658 bewohnte Grundstücke.&lt;br /&gt;
* Bei der Stadtverordnetenwahl am 9. November 1924 hatten die bürgerliche Einheitsliste elf, die SPD drei Mandate und die KPD ein Mandat errungen. Erst am 5. Januar 1925 traten die gewählten Vertreter unter der Leitung des Bürgermeisters Wilhelm Stüdemann, der seit 1919 im Amt war, zur ersten öffentlichen Sitzung im Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
* Die Mehrheit wählte Stadtrat Dr. Thielke zum stellvertretenden Bürgermeister und den Maschinenfabrikanten Robert Fischer zum Stadtverordnetenvorsteher. Dann folgten die Kommissionswahlen. Gewählt wurden Vertreter für die Schulvorstände der Bürger-, Gewerbe- und Kaufmannsschule sowie eine Kommission für die höhere Töchterschule, desgleichen die Vertreter für ein Dutzend weiterer Kommissionen, z. B.: Armenkollegium, Bauamt, Feld- und Weideamt, Forstamt und öffentliche Anlage, Löschamt, Verwaltungsausschuß für Gas- und Elektrizitätswerk, Volksbibliothek. &lt;br /&gt;
* Die Gegenstände der Beratungen waren mannigfaltig. Die Kommunalpolitiker berieten im Verlaufe des Jahres z. B. über den Verkauf von Bauplätzen, die Verpachtung des Stadtgutes Kammerhof, die „Ausrodung&amp;quot; des Mühlenbaches, das Anlegen von Schrebergärten, die „Nachbewilligungen&amp;quot; für das Spritzenhaus, das eine neue Motorspritze erhielt, die Neufestsetzung von Mieten, die Straßeninstandhaltung, den Benutzungsplan der Jugendherberge, die Anstellung eines „Nachtschutzmannes&amp;quot; usw.&lt;br /&gt;
* Auch der Plan für ein Kriegerdenkmal, der „Backenzahn&amp;quot; auf dem Buchenberg, nahm erste Gestalt an.&lt;br /&gt;
* Die Polizeiverwaltung hatte gleichfalls viel zu tun. Sie ermittelte nicht nur gegen kleine Diebe, Strolche und erste Verkehrssünder, sondern regelte auch die Scherbenabfuhr und mahnte wiederholt die Kuhhalter, ihre Kühe morgens beim Austrieb und abends beim Hineintreiben nicht in den Straßen frei herumlaufen zu lassen. „Hierbei&amp;quot;, so hieß es in den Anzeigen, „begeben sich die Kühe auf fremdes Gebiet (Stahlbadwiesen) und in die öffentlichen Anlagen und beschädigen dort durch Abfressen die Anpflanzungen&amp;quot;. Die Polizei drohte mit Geldstrafen und Pfändung der „ohne Aufsicht aufhältlichen Kühe&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Das Stadtregiment in Kröpelin führte Bürgermeister Dr. Friedrich Pfenningsdorf, der am 1. Oktober sein 25. Dienstjubiläum feierte, in Neubukow Bürgermeister Stockmann. Die Stadtverordneten beschäftigten sich hier mit ähnlichen Problemen. 300 Mark erhielt die Volksbücherei.&lt;br /&gt;
* Die Kröpeliner stimmten Anfang des Jahres sogar der Einrichtung eines Kinderhortes zu und bewilligten der Volksbücherei weitere 300 Mark. &lt;br /&gt;
* An die schwere Geburt des heutigen Landkreises Bad Doberan erinnert ein Ereignis, das ab März alle Gemüter in Erregung versetzte. Das Gerücht verdichtete sich, daß der damalige Amtsbezirk Bad Doberan aufgelöst und unter den Ämtern Rostock und Wismar aufgeteilt werden sollte. Der Hauptgrund für das Zusammenstreichen von 17 auf zehn Ämtern in Mecklenburg-Schwerin bestand auch damals darin, Verwaltungskosten einzusparen. Der kleine Amtsbezirk „rechnete sich nicht mehr&amp;quot;. Viele Bürger wiesen besorgt auf die höheren Reisekosten hin, die künftig die längeren Fahrten nach Rostock bzw. Wismar mit sich bringen würden. Politische Parteien, wirtschaftliche Verbände und Landgemeinden liefen dagegen Sturm. Doch die Proteste waren umsonst. Am 31. Januar 1926 fanden die Amtsvertreterwahlen statt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Doberan verlor seinen Sitz  als Amtsbezirk&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das öffentliche Interesse war daran natürlich gering und somit auch die Wahlbeteiligung. 26599 Personen gaben für die Vertreter des Amtsbezirkes Rostock ihre Stimme ab. Die Einheitsliste der Berufsstände erhielt 15309 Stimmen (15 Mandate), die SPD 10150 (neun Mandate) und die KPD 1140 (ein Mandat). Auch im Amt Wismar siegte die bürgerliche Einheitsliste. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan hatte somit seinen Status als Sitz eines eigenen Amtsbezirkes verloren. Es gehörte jetzt zum Amt Rostock mit fünf weiteren Städten, 231 Landgemeinden und insgesamt 52383 Einwohnern. Zum Amt Wismar zählten vier Städte (darunter Neubukow), 213 Landgemeinden und 47487 Einwohner. Die Bevölkerung ging am Ausgang der „goldenen zwanziger Jahre&amp;quot;, die sich als doch nicht so golden erwiesen hatten, neuen, schweren Zeiten entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Charlie,  Bismarck und Nibelungen Kino vor 70 Jahren in Bad Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus der Heimatgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Doberaner suchten in einer Zeit, in der es kein Fernsehen gab, nach anderen Zerstreuungen. Sie nahmen an Volksfesten und Jahrmärkten teil und juchsten auf dem“Riesen-Schwanen-Flieger-Karussell“. Sie besuchten im August 1925 den Zirkus Leisek, der seine Zelte auf dem Schützenplatz aufgeschlagen hatte und mit einem „Riesenspielplan“ warb. Dazu gehörten z. B. „eine original Hundemeute“, die „neue Kraftsensation: der Eisenkönig, das Wunder der menschlichen Schönheit“ und die „Weltsensation, das Rechenpferd mit den menschlichen Gedanken“.&lt;br /&gt;
* Besonders beliebt aber war das neue Medium Film. Stummfilme wurden sogar in zwei Lichtspieltheatern aufgeführt, im Erbgroßherzog“ und „Schützenhof“.Was wurde zur Zeit der Großeltern geboten? Damals behauptete sich noch gegenüber Hollywood der deutsche Film. Da die Filme nicht die heute gewohnten Längen hatten, flimmerten oft zwei bis drei hintereinander über die Leinwand, von Klaviermusik oder einer Kino-Orgel stimmungsvoll begleitet. Die seichten Streifen überwogen. Am Neujahrstage waren z. B. im „Erbgroßherzog“ die Filme „Der Klabautermann“ und „Wer wirft den ersten Stein“ zu sehen. Kröpelins Lichtspiele „Zur Sonne“ boten im Januar „Blut und Sand“ über einen Stierkämpfer. Sie alle gerieten schnell in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
* Gute Filme kamen mit ein- bis dreijähriger Verspätung in die Kinos. Manche ältere Bürger erinnern sich eventuell an den Film „Das Haus am Meer“ mit Asta Nielsen. In Erinnerung geblieben ist vielleicht auch Fritz Langs „Dr. Mabuse , der Spieler“, der im September in Neubukow anlief. „Es gibt keine Liebe-es gibt nur Begehren. Es gibt kein Glück –es gibt nur Willen zur Macht“, so lautete das Credo des Superverbrechers und Spielers mit Menschen und Seelenleben. Viele Zuschauer genossen diesen Vorläufer des „Thrillers“, der über bloße Spannung hinweg auch Zeiterscheinungen mit einbezog.&lt;br /&gt;
* Zeitgeist und Zeitgefühl spiegelten sich im neuen „nationalen Film“ besonders wider. Die Lichtspiele im „Erbgroßherzog“ empfahlen im Zeitgeist und Zeitgefühl im Film&lt;br /&gt;
* März und April den Besuch der Fridericus-Rex-Filme, Teil III(„Sanssouci“) und („Schiksalswende. Die Schlacht bei Leuthen“). Otto Gebühr prägte sich in der Rolle des“Alten Fritz“ ein. Die 1922723 gedrehte Serie gab kein realistisches Bild der Zustände in Preußen, hielt sich aber weitgehend an die tatsächliche Biographie.&lt;br /&gt;
* Die Konkurrenz im „Schützenhof“ bot Anfang Oktober den „großen patriotischen Film“ über Bismarck auf. Die monarchistisch Gesinnten konnten sich an Filmsequenzen wie „Des Reiches Schmied“ und „Der Große Krieg 1870/71“ erbauen, desgleichen an dem darauffolgenden Streifen „Leidendes Land“, der wegen seiner nationalistischen Tendenz von der Reichszensur siebenmal verboten worden war. Monarchisten wie Republikaner amüsierten sich dann gemeinsam über die „besondere Zugabe“, die die Slapstickkomödie „Charlie Chaplin hat Sehnsucht“ bot. Das Kino brachte für jeden etwas.&lt;br /&gt;
* Der kleine Mann mit dem Schnurrbart, dem Stöckchen und der Melone eroberte sich im Nu die Herzen der Zuschauer. Daneben waren es die dänischen Komiker Pat und Patachon , die mit dem Film „Im siebenten Himmel“ seit April die Leinwand belebten.&lt;br /&gt;
* „Friderico Rex“ und „Bismarck“  gaben der Sehnsucht  nach einer starken politischen Führung Ausdruck. Besonderen Gesprächsstoff aber bot der von Fritz Lang 1924 mit hohem Aufwand gedrehte Film „Die Nibelungen“, der im September und November im „Schützenhof „ in zwei Teilen („Siegfried“ und „Kriemhilds Rache“) aufgeführt wurde. „Deutschlands größter und schönster Film“, verhieß die Werbung in der Regionalpresse. Verrat,  Mord, Treuebruch und Zauberei erschütterten das Publikum. Es identifizierte sich mit dem deutschen blonden Recken Siegfried, der in Wahrheit  durch einen Atelierwald aus Gips ritt. Und entsetzte sich über die halbstündige Endkampf-Szene im zweiten Teil , in dem Etzel und seine Hunnen, im Gegensatz zur Heldensage zu scheußlichen Zerrbildern entstellt, die tapferen Burgunden dahinstreckten.&lt;br /&gt;
* Es war ein recht widersprüchlicher Film , der einerseits in gefährlicher Weise zur „Nationalen Willensbildung“ beitrug, doch andererseits trotzdem ein Werk von Rang war, das in die Filmgeschichte einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nur in verhängten Strandkörben umziehen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach den Jahren der Not kam das Bäderleben in Schwung. Heiligendamm mauserte sich wieder. Geldgeber, wie der Baron Oskar v. Rosenberg aus Zürich, fanden sich, die reichlich investierten.&lt;br /&gt;
* Lorenz Jeschke, der bereits in Bad Nauheim und Partenkirchen Hotels besaß, übernahm das Kurhaus und zugleich die Generaldirektion des gesamten Ostseebades. Der Golf- und Poloplatz, der Tontaubenschießstand und die Tennisanlagen sollten weiter ausgebaut werden, um betuchte Gäste anzulocken. Die Werbung machte mobil und pries den Ort als „ein Stück Italien in Deutschland&amp;quot;. „Irgend etwas Südliches, Italienisches liegt über Wald und Häusern&amp;quot;, hieß es, „man kann es nicht formulieren, aber es ist da.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 30. März wurde bereits der erste Badegast begrüßt, der im Pensionat Kirchgeorg (heute „Palette&amp;quot;) abstieg. Im heißen Sommer fanden sich viele Prominente ein, z. B. die Großherzogliche Familie und Prinz Heinrich von der Niederlande. &lt;br /&gt;
* Auch die anderen Ostseebäder boten Attraktionen. Der Club „Geselligkeit&amp;quot; in Börgerende veranstaltete z. B. am 28. Juni 1925 ein „Pferde-Sport-Fest&amp;quot; mit Tonnenabschlagen, Flachrennen und einem großen Festball. Brunshaupten führte vom 16. bis 19. Juli großangelegte Sport- und Strandfesttage durch. Am ersten Tag gab es z. B. den großen Wettbewerb von 300 Strandburgen, bei dem 60 Burgherren als sinnige Auszeichnung ein Foto von ihrem Bauwerk erhielten. Am 19. Juli waren Preistellertauchen im Familienbad und die Prämierung der schönsten Badekostüme angesagt. Nach Warnemünde und Heiligendamm war Brunshaupten auch erstmals in das mecklenburgische Bäder-TennisTurnier einbezogen worden. Nienhagen stand Anfang August mit Kinder- und Strandfesten nicht nach, und Alt-Gaarz lud am 14. August zu einem großen Konzert mit dem 16 Mann umfassenden „SalonOrchester&amp;quot; Kröpelin ein. &lt;br /&gt;
* Ein Glanzpunkt war das Doberaner Rennen, das zweimal durchgeführt wurde, und zwar vom 10. bis 12. Juli das „Vollblut-, Flach-, Jagd-, Hürden- und landwirtschaftliche Rennen&amp;quot;, bei dem 132 Pferde mit ihren Reitern starteten und für die Sieger etwa 62 000 Mark und 20 Ehrenpreise ausgesetzt waren, sowie ein weiteres Rennen vom 13. bis 16. September. &lt;br /&gt;
* Sonderzüge III. und IV. Klasse brachten von Schwerin und Wismar her weniger begüterte Schaulustige und Sonnenhungrige nach Bad Doberan, die dann per „Molli&amp;quot; weiter in die Bäder fuhren. Der Dampfer „Großherzog&amp;quot; und der Doppelschrauben- Salon-Schnelldampfer „Kronprinzessin Cecilie&amp;quot; schwemmten häufig weitere in Arendsee, Brunshaupten und Heiligendamm an. (Damals hatten alle Seebrücken noch eine Landefunktion.) Die Regionalpresse meldete einen „gesteigerten Besuch&amp;quot; der Ostseebäder. Die Besuchsziffern betrugen z. B. bis zum 27. August in Arendsee 7516, in Brunshaupten sogar 14 229 Badegäste. &lt;br /&gt;
* Wer die Badeanstalten mied und das Freibaden bevorzugte, hatte sich hier nach strengen Polizeiordnungen vom 1. Juli, „betreffend das Freibaden am Ostseestrande&amp;quot;, zu richten. Die von Arendsee schrieb vor: „§ 1. Das Freibaden ist nur in einer Entfernung von je 30 Meter von der am Strande belegenen Familienbadeanstalt der Gemeinde Arendsee gestattet . . (In Brunshaupten war man großzügiger, durfte doch bei den Badeanstalten in einem Umkreis von 100 Meter dem Badevergnügen nachgegangen werden.) „§ 2. Das An- und Auskleiden darf nur in verhängten Strandkörben erfolgen. § 3. Als Bekleidung ist nur der geschlossene Badeanzug zulässig. Für Kinder unter den 10 Jahren genügen Badehosen. § 4. Landeinwärts des Strandes mit Einschluß der Strandpromenade sowie auf der Landungsbrücke ist das Umherlaufen in Badebekleidung untersagt . . &amp;quot; Zuwiderhandlungen wurden mit Geldstrafen bis zu 150 Reichsmark geahndet. Die puritanischen Vorschriften erinnerten noch an die der Großherzoglichen Badeaufsicht vor 1918. Der Leser wird erleichtert denken, daß es doch im Gegensatz zu damals heute erheblich freizügiger an unseren Stränden zugeht, für manchen aus der älteren Generation vermutlich zu freizügig.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926 um&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1606.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1607.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1608.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1609.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1610.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926&lt;br /&gt;
:Das Bad Doberaner Münster erhält eine neue Glocke&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR128.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Besuch Hindenburgs beim Pferderennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Bau des Wasserturmes mit Wasserleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob688.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1929&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob782.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z23.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z33.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob920.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gerhard Ringeling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR161.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR162.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR163.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR164.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR165.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR166.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR167.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR168.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR169.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1855.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1931&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1709.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1706.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1704.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1705.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1707.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1708.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;um 1930&lt;br /&gt;
:Theatervorführungen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im weissen Rössl&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1888.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1861.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1862.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Neptuns Musterung im Meeresgrunde&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1863.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:?&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1868.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1932&lt;br /&gt;
: DZ 28.02.1964 (Die Bad Doberaner Heimatzeitung  für Stadt und Land)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Irrtum des Herrn Heißel  (IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Herrman Langer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Dokumentenfunde, ausgewertet durch Schüler der Arbeitsgruppe „Junge Historiker&amp;quot; an der Johannes-R.-Becher-Oberschule, beweisen, daß diese Massenbasis im Herbst des Jahres 1932 weiter anwuchs. Die Wahlergebnisse zum neuen Reichstag vom 6. November sagen darüber aus:&lt;br /&gt;
KPD 		SPD&lt;br /&gt;
Wähler	Wähler&lt;br /&gt;
in Rostock:			6109		18 091&lt;br /&gt;
in Doberan:			363		806&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			163		366&lt;br /&gt;
in Neubukow:		93		498&lt;br /&gt;
in Reddelich:			11		72&lt;br /&gt;
in Satow:			24		118 (6)&lt;br /&gt;
Welch große Kraft wäre in Deutschland gegen den Faschismus entstanden, wenn die beiden großen Arbeiterparteien gemeinsam gehandelt hätten. Aber die rechten SPD-Führer und ihre führenden Kollegen in der Gewerkschaft winkten ab. Trotzdem machten auch viele SPD-Genossen und Gewerkschaftler es den Faschisten nicht leicht und setzten ihnen gemeinsam mit den kommunistischen Genossen zu. Selbst Heißel muß in seinem Buch gestehen, daß das „Hakenkreuzbanner&amp;quot; „nicht ohne vorhergehenden Kampf&amp;quot; siegte, und provozierend fügte er hinzu, daß es „auch in Doberan durch Not und Tod&amp;quot; mußte, bevor es auf dem Rathaus geschwenkt wurde. Angesichts der steigenden Kampfbereitschaft der Volksmassen und wachsenden Masseneinflusses der KPD, der sich selbst in unserem heutigen Kreisgebiet zeigte, flüchteten sich die aggressiven monopolistichen Kräfte in die faschistische Diktatur. Es kam der von Heißel so gepriesene 30. Januar 1933, der „Tag der Machtübernahme&amp;quot;. Die verräterische Politik der Opportunisten in der Arbeiterbewegung hatte diesen Weg ermöglicht. Selbst in unserem Gebiet gibt es dafür Beispiele. So lehnten die führenden SPD-Funktionäre in Doberan es ab, am 19. Februar gemeinsam mit der KPD gegen den Faschismus zu demonstrieren. Die KPD führte in den Nachmittagsstunden einen Protestmarsch durch. Die Demonstration der SPD in den Abendstunden aber wurde aus dem Hinterhalt von Nazis überfallen und der Arbeiter Ernst Wolff dabei bekanntlich ermordet. An der Beerdigung des Ermordeten nahmen Delegationen beider Parteien teil, allerdings wurden sie durch die Polizei voneinander getrennt (7).&lt;br /&gt;
*In der folgenden Zeit tobten sich die faschistischen Dämonen aus.&lt;br /&gt;
Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler!&lt;br /&gt;
Alles stimmt gegen die Kandidaten des Krieges und des Hungers für den Arbeiterkandidaten der roten Einheitsfront Ernst Thälmann!&lt;br /&gt;
*In der Reichspräsidentenwahl 1932 kämpfte die KPD gegen die wachsende faschistische Gefahr. Ernst Thälmann, der Kandidat der Werktätigen warnte das deutsche Volk:&lt;br /&gt;
,,Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg!&amp;quot; &lt;br /&gt;
*Die Einheitsfront der Arbeiter kam nicht zustande, da sich die SPD-Führung für die Wiederwahl Hindenburgs einsetzte. Jetzt zeigen sie, was sie unter Freiheit verstanden. Das deutsche Volk bekam die Segnungen der von Heißel und anderen faschistischen Historikern gepriesenen Ordnung zu spüren. Sie bedeuteten: Gleichschaltung der Gewerkschaften, Parteien des Staatsapparates, Aussetzung der Verfassung, Verbot der Kommunistischen Partei durch die provozierte Reichstagsbrandstiftung, Konzentrationslager und Judenpogrome sowie der Marsch in den Krieg. Angewidert wandten sich auch viele Bürger unseres Kreises von diesem System ab. Sie besaßen mit vielen klassenbewußten Arbeitern und werktätigen Bauern den Mut, unter den Fängen des faschistischen Reichsadlers bei den letzten Reichstagswahlen im Dritten Reich der Reichen sich für die KPD trotz alledem zu entscheiden.&lt;br /&gt;
KPD			SPD			&lt;br /&gt;
Stimmen 		Stimmen&lt;br /&gt;
In Rostock: 			5090			18 022&lt;br /&gt;
in Doberan:			301			829&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			115			374&lt;br /&gt;
in Neubukow:		63			461&lt;br /&gt;
in Reddelich:			4			72&lt;br /&gt;
in Satow:			9			78&lt;br /&gt;
in Parkentin:			19			27 (8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Dorf unseres Kreises gab es Stimmen für die KPD. So gab es immer noch viele, die nicht in die lobende Melodey des Herrn Heißel einfielen, um sich bei der Vorsehung, bei Gott oder bei Krupp, Thyssen oder den Junkern für den Braunauer Teppichbeißer zu bedanken.&lt;br /&gt;
*(6) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
*(7) Aussage des Genossen Schuhmacher&lt;br /&gt;
*(8) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drittes Reich (1933-1945)==&lt;br /&gt;
;1930-er Wissenswertes über Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2315.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2316.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2317.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1932 &lt;br /&gt;
:Adolf Hitler wird Ehrenbürger von Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1933&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Artikelserie zur NS-Geschichte in Bad Doberan von Dr. Hermann Langer in der Ostsee-Zeitung(OZ) - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 3) OZ, 2.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039; Brennende Fackeln im Januar 1933&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 31. Januar 1933. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; meldet: „Mecklenburg jubelt! Regierung und Volk bekennen sich zum neuen Führer des Reiches-Huldigungstelegramme  „ Machtvolle Kundgebungen im Gaugebiet&#039;&#039;. Punkt 1 auch der Tagesordnung der Doberaner Stadtverordnetenversammlung: „Ehrung des zum Reichskanzler ernannten Ehrenbürgers der Stadt Adolf Hitler“.&lt;br /&gt;
* Auch die Ortsgruppe der NSDAP in Bad Doberan begrüßte die „nationale Wende&amp;quot;. Gemeinsam mit dem SA-Sturm 21/90 setzte sie einen Fackelzug an. Er formierte sich am Abend vor dem „Lindenhof“. Jungvolk, Hitlerjugend und NS-Frauenschaft waren zur Stelle. Mit der Stadtkapelle und dem Satower SA-Spielmannszug an der Spitze, wälzte sich der Zug durch die Straßen der Stadt. In der Regionalpresse stand: „Überall hatten sich zahlreiche Menschen angesammelt, die den Fackelzug begeistert begrüßten&amp;quot;. Vor dem Kriegergedenkstein 1870/71 dann die &amp;quot;packende Ansprache&amp;quot; des Ortsgruppenleiters der NSDAP, die in ein „Sieg heil!&amp;quot; ausklang.&lt;br /&gt;
* Viele am Straßenrand waren fasziniert von der nationalen Woge. Sie erwarteten jetzt Arbeit und Brot, Ordnung und Sicherheit, den Beginn einer besseren Zeit überhaupt. Vielleicht war auch unter den Zuschauern jene Abiturientin aus einer angesehenen Adelsfamilie, die wenige Tage später am Gymnasium im Deutschaufsatz ihre Ansichten darlegte. Sie schilderte die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf Deutschland: die Stillegung der Fabriken, den Ruin großer Teile der Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit, Demoralisierung und Radikalisierung der Politik. Ihre Meinung: „Alle diese Übel lassen sich nur beseitigen, wenn sie bei ihrer Wurzel, der Arbeitslosenfrage angepackt werden. Es ist gleich, auf welche Weise es geschieht, es muß nur bald geschehen.“ &lt;br /&gt;
* Mitglieder linker Arbeiterparteien und der Gewerkschaft hatten wiederum andere Vorstellungen von der Lösung dieses Problems. Sie liefen auf die Reformierung oder die revolutionäre Überwindung des Weimarer Systems hinaus. Weit verbreitet war aber unter allen die Illusion, daß Hitler bald wieder abwirtschaften würde. Auch Kräfte aus dem Bürgertum, die diesem abwartend gegenüberstanden, hatte sie. Doch dieser trat nicht wieder ab. Er konnte den Umstand nutzen, daß die Talsohle der Wirtschaftskrise durchlaufen war. „In 1 bis 2 Monaten&amp;quot;, so hatte Goebbels am 30. Januar in seinem Tagebuch notiert, „haben wir Ruhe und Ordnung in Deutschland wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
* Auch in Bad Doberan sorgten die Nationalsozialisten für „Ruhe und Ordnung&amp;quot;. Erinnert sei an den 19. Februar 1933, als die SA aus Bad Doberan, Satow und Rostock die antifaschistische SPD-Demonstration in der FriedhofStraße abriegelte und in den Zug feuerte. Der Reichsbannermann Ernst Wolff wurde dabei durch einen Brustschuß tödlich getroffen. Der Reichstagsbrand vom 27. Februar führte auch zum Ausnahmezustand im Kreisgebiet. Den Polizeiakten im Stadtarchiv Bad Doberan ist zu entnehmen, daß Haussuchungen jetzt auf der Tagesordnung standen. Sie erfolgten z. B. am 17. März bei Funktionären des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und der eisernen Front, die einst zum Schutz der Demokratie von der SPD geschaffen worden waren. Am 2. Mai beschlagnahmten zehn „Hilfspolizisten&amp;quot; der SA und ein Polizeikommissar das Vermögen der Gewerkschaften. Wer dagegen protestierte, wie der Genossenschaftsfunktionär Heinrich Brügge, kam in „Schutzhaft&amp;quot;. * So lautete die Umschreibung der Überweisung ins Gefängnis, Zuchthaus und KZ. Ein Verzeichnis der vom 28. Februar bis 18. Mai Inhaftierten registrierte 17 Personen. Unter ihnen befand sich Adolf Arendt, Vorsitzender der KPD Bad Doberans, ab 2. Mai in Berlin inhaftiert, ferner Hans Christiansen, Vorsitzender des Holzarbeiterverbandes, und Otto Lange, Kassierer der Freien Turnerschaft. Zuerst. Zuerst waren die Arbeiterfunktionäre dran. Bald folgten andere, die in Opposition zum NS-Regime standen, z. B. der Oberpostschaffner a. D. Albert Schwanck (Deutschnationale Volkspartei) „wegen Verbreitung von Gerüchten und Herabsetzung der Autorität des Staates&amp;quot;, der Pastor i. R. Martin Jacoby, der vermutlich der Bekennenden Kirche angehörte, der Landwirt Erich Picht. - Die Fackeln, die da am 30. Januar brannten, sollten nicht nur den Gegner im Innern versengen, sondern bald auch die Welt.(Dr. Hermann Langer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz OZ, 9.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;(von Dr. Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, Januar 1993 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob663.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob762.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das erste Jahr unter Hitler&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* „Mecklenburg wird dann erst frei, wenn Du wählst die Liste 3&amp;quot; - mit dieser Parole war die NSDAP zu den Landtagswahlen 1932 angetreten. Wie sah nun die neue Freiheit aus? Manche ältere Bürgerinnen und Bürger aus Bad Doberan erinnern sich: Es ging für viele wieder aufwärts. Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm brachte 250 Arbeitslosen Lohn und Brot. In Notstandsarbeiten pflasterten sie z. B. die Alexandrinen- und Hindenburgstraße und gaben dem Stadtgut Kammerhof, dem Rathaus und der Stadtschule ein neues Aussehen. Baugewerbe und Wirtschaft florierten durch Reichszuschüsse. Die Sparkasse, durch einen Neubau erweitert, gewährte wieder Darlehen, Hypotheken und Zwischenkredite. Hatten die Spareinlagen der Bevölkerung Ende 1932 noch 183 000 Reichsmark betragen, so stiegen sie bis Ende 1933 auf 294 000 Reichsmark an. Die Schulabgänger hatten wieder eine Perspektive, so die 18 Lehrlinge, die im April an der Gewerbeschule ihre Gesellenprüfung ablegten.&lt;br /&gt;
* Es gab mitunter auch Spektakuläres. „Vatermord in Parkentin. Sohn schneidet seinem Vater die Kehle durch&amp;quot;, lautete die Schlagzeile des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 15. April. Die Tat des 27jährigen Bauernsohnes, der seinen Vater im Streit um die Art der Aussaat umgebracht hatte, erregte vorübergehend die Gemüter. Gelassener nahm die Mehrheit die Straßenumbenennungen hin. Aus der Dammstraße wurde die Friedrich-Hildebrandt-Straße, aus der Straße am Rathaus die Hindenburg-Straße und aus dem Schulzen- der Horst-Wessel-Platz.&lt;br /&gt;
* Das NS-Regime sorgte auch für die Unterhaltung. Der 1. Mai wurde erstmals als „Tag der nationalen Arbeit&amp;quot; begangen. Um 6.00 Uhr früh weckte die SA. Es ging um 8.00 Uhr weiter mit Flaggenhissen, Glockenläuten und Sirenengeheul. Danach Rundfunkübertragung aus Berlin, Feldgottesdienst und das Pflanzen einer Adolf-Hitler-Eiche auf dem Kamp. Nachmittags dann die gemeinsame Kaffeetafel von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der große Festzug und ab 22.00 Uhr endlich der „Deutsche Tanz&amp;quot; in allen Sälen. Der wärmende Gedanke, in einer neuen Volksgemeinschaft geborgen zu sein, begann zu greifen.&lt;br /&gt;
* Der Sommer hatte weitere Höhepunkte. Am 21. Juli wurde das „Heimattreffen der Mecklenburger&amp;quot; im Münster mit der Aufführung des „Messias&amp;quot; eröffnet. Am folgenden Samstag führten eine Riege des Turn- und Sportvereins von 1863, der Männergesangverein „Liederfreund&amp;quot; und die Doberaner Kurkapelle Proben ihres Könnens vor. Und am Sonntag dann das Doberaner Rennen, von dem der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; am 24. Juli zu berichten wußte: „Alle Tribünen und anderen Plätze waren sehr gut besucht. Das ganze Bild wurde aber beherrscht von den Marschkolonnen des Dritten Reiches, der SS, SA, Hitlerjugend sowie vom Stahlhelm.“ In der Fürstenloge bemerkte man u. a. den Reichsstatthalter, das Großherzogspaar, SA-Oberführer Fust und andere Amtswalter der NSDAP.&amp;quot; Das Rennen der Reitervereine (ca. 1000 m) gewann ein H. Uplegger  auf „Caspar&amp;quot;, das Offiziersflachrennen Oberleutnant Radeke vom Reiterregiment Nr. 14 (Ludwigslust) auf dem Pferd „Hohenau&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Das Kurhaus-Fremdenbuch registrierte regen Besuch, z. B. am 1. August unter Nr. 91 Dr. Goebbels mit Frau. Unter der Rubrik „Stand oder Beruf&amp;quot; war jetzt „Reichsminister Berlin&amp;quot; eingetragen. Für den 15./16. August trug sich auch Leni Riefenstahl, Filmschauspielerin aus Berlin, ein. &lt;br /&gt;
* Ein Thema der Sommersaison war der „Schönheitswettbewerb für Kraftwagen&amp;quot; in Heiligendamm, veranstaltet am 13. August vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) Gau VIb Mecklenburg. Der Rennfahrer Stuck aus Berlin erwarb hier durch Abstimmen des Publikums mit 142 Stimmen das „Blaue Band von Ostseebad Heiligendamm&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte&amp;quot;, kommentiert Mephisto in Goethes „Faust&amp;quot;. Viele ahnten kaum, was sie sich mit dem NS-Regime eingehandelt hatten. Die von den Nationalsozialisten verheißene Freiheit hatte ihren Preis. Ihn hatten nicht nur die organisierte Arbeiterschaft und engagierte Demokraten zu zahlen.&lt;br /&gt;
* Ins Visier waren die jüdischen Mitbürger geraten, die als „Sündenböcke&amp;quot; für nicht eingelöste Versprechen der neuen Politiker herhalten mußten. So erfolgte am 1. April in Neubukow der Boykott jüdischer Geschäfte. „Deutsche, kauft in deutschen Geschäften nur bei deutschen Fachleuten Uhren, Gold und Silberwaren&amp;quot;, hieß es in einer Anzeige der Regionalpresse. Fritz Burchard erinnert sich in einem Brief an den Heimatforscher Walter Haak vom 7. März 1987: „Ich fühlte mich so als Deutscher, wie eben jeder andere deutsche. Die Religionsfrage wurde nie angeschnitten. Ich hatte meine Freunde und besuchte die Oberrealschule in Wismar. Anfang 1933 merkte ich, daß ich doch nicht mehr in Neubukow, vielleicht auch nicht mehr in Deutschland bleiben konnte. Plötzlich wandten sich Freunde und Bekannte von mir ab. So ging ich nach Amsterdam und bereitete meine Reise nach Brasilien vor...&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Fritz Burchard hatte Glück. Für manche führte der Weg in den Holocaust. - Alltag unterm Hakenkreuz. Das Kreuz hatte viele Haken.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 5) OZ,16.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vor jeder Schulstunde: „Heil Hitler, Herr Lehrer!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Auch an den Schulen zieht der braune Alltag ein. Schuldiener ziehen Hakenkreuzfahnen hoch und bringen an sichtbarer Stelle Porträts vom neuen „Volkskanzler“ an. Manche Lehrer tragen nagelneue braune Uniformen zur Schau. Waren es in Rostock-Stadt und Land vor dem 1. November 1932 nur 21 Lehrer, die der NSDAP angehörten, so folgen bis zum 1. Mai 1933 weitere 58, die - im Volksmund spöttisch „Märzgefallene&amp;quot; oder „Märzveilchen&amp;quot; genannt-bei der neuen Bewegung ihr Heil versuchen. Alle anderen sind gezwungen, zumindest dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) beizutreten. Zögernd tun das auch Mitglieder des Lehrervereins Bad Doberan, dessen liberale Traditionen bis in das Jahr 1844 zurückreichen.&lt;br /&gt;
* „Heil Hitler, Herr Lehrer!&amp;quot; - Mit diesem Gruß betraten seit Ende Juni 1933 - noch kurz vor den &#039;Hundstagsferien&#039;- 550 Schülerinnen und Schüler in Bad Doberan die Schule. Nur wenige Pädagogen, wie der Zeichenlehrer Willi Hennig-Hennings, wagten es, den Gruß zu verweigern oder ihn allenfalls anzudeuten. Doch anders dachte der Leiter der privaten höheren Knaben- und Mädchenschule zu Brunshaupten und Arendsee (heute: Kühlungsborn), die 72 Schülerinnen und Schüler aufwies, darüber. „Es ist ein herrliches Sinnbild&amp;quot;, so notierte er in der Chronik, daß „jede Unterrichtsstunde mit Heil Hitler begonnen und geschlossen wird.&amp;quot; Und er wertete Rituale wie „Deutscher Gruß&amp;quot; und „Feierliche Fahnenehrung&amp;quot; als „eine Mahnung an Lehrer und Schüler, daß alle Erziehung, aller Unterricht, alle Arbeit in der Schule geleistet werden muß im Dienste des Führers aus nationalsozialistischem Denken zum Wohl von Volk und Vaterland.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die materielle Situation an den Schulen war nicht spürbar besser geworden. Auf den Dörfern besuchten die Schülerinnen und Schüler zumeist eine ein- oder zweiklassige, in Satow eine fünfklassige Schule. In Bad Doberan platzte die Volksschule aus den Nähten. Der Ankauf der alten Superintendentur im Jahre 1936 zum Unterbringen der Mädchenklassen erwies sich nur als Notlösung. Ähnliche Probleme hatte das Gymnasium Friderico-Francisceum. Seit Jahren mußten Unterklassen in das Prinzenpalais umgesiedelt werden. Daneben gab es für Mädchen die private höhere „Elise-Albrecht&amp;quot;-Schule. Volksschulabgänger konnten die Gewerbe- und Kaufmannsschule besuchen.&lt;br /&gt;
* Unterdessen kam die „Gleichschaltung&amp;quot; in Schwung. Nach dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&amp;quot; vom 7. April 1933 wurden wiederholt Schulbeamte und Lehrer als Angestellte des öffentlichen Dienstes überprüft. Ins Visier gerieten diejenigen, die nach dem 9. November 1918 ihre Tätigkeit aufgenommen hatten, und die sogenannten „Nichtarier&amp;quot;. Am 13 Juli versicherte der Rektor de Doberaner Stadtschule seiner vorgesetzten Behörde, daß die Mitglieder seines Kollegiums „durchaus die Gewähr&amp;quot; bieten, „jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat&amp;quot; einzutreten. Ab August hatten die Lehrkräfte eine schriftliche Erklärung nach folgendem Muster abzugeben:&lt;br /&gt;
* „Erklärung - Ich erkläre hiermit an Eidesstatt, daß ich der SPD nicht vom ... bis ... als Mitglied angehöre oder angehört habe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Manche fügten übereifrig, wie der Lehrer der Schule von Detershagen, hinzu, daß man „bereits mehrmals nationalsozialistisch gewählt habe&amp;quot; und sich „ seit Jahr und Tag nach bestem Wissen und Können bemühe, nationalsozialistisches Gedankengut zu verstehen und der deutschen Jugend zu vermitteln. &amp;quot; Bald waren auch die Mitglieder ehemaliger Freimaurerlogen dran. Der am Doberaner Gymnasium amtierende Oberstudienrat Helmuth Gaedt wurde aus diesem Grunde am 1. Oktober 1937 entlassen. &lt;br /&gt;
* Richtungweisend für das, was im Unterricht zwischen dem Austausch des Hitlergrußes inhaltlich ablief, war Hitlers Erziehungsauftrag. Er wollte nur „Kerle statt Köpfe&amp;quot;. Dementsprechend stand bald auf den Stundentafeln die „Leibeserziehung&amp;quot; oben an. An zweiter Stelle rangierten die „deutschkundlichen Fächer&amp;quot; (Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Naturkunde bzw. Biologie, Zeichnen bzw. Kunsterziehung und Musik). Sie hatten zur „Entwicklung des Charakters&amp;quot; beizutragen. Die „wissenschaftliche Schulung&amp;quot; in den übrigen Fächern kam zuletzt, wobei auch hier NS-„Gedankengut&amp;quot; einfloß. Neue Lehrbücher erschienen, z. B.: 1934 die Fibel „Pimpf und Küken&amp;quot;, 1935 in einer Neubearbeitung das erste Lesebuch für Mecklenburger Kinder „Heini und Lene&amp;quot;. Ranzenträger eigneten sich hier u. a. zu einem Bild mit Hakenkreuzfahnen, marschierender SA und stramm grüßenden Passanten die Schreibweise des Hitlergrußes an. Sie buchstabierten Texte über raufendes Jungvolk, kantige Hitlerjungen und lasen Auszüge aus Führerreden. Und sie lernten Gedichte wie „Aus Jungen werden Soldaten&amp;quot;. Eine Strophe lautete: „Ein scheckiges Pferd, ein blankes Gewehr und ein hölzernes Schwert, was braucht man denn mehr?&amp;quot; Besonders einschneidende Veränderungen erfuhren Naturkunde und Biologie. Nach einem Schweriner Erlaß vom 12. Dezember 1933 waren in den Abschlußklassen „Vererbungslehre und Rassenkunde&amp;quot; zu behandeln. Hier wurde die Lehre vom „deutschen Herrenmenschen&amp;quot; propagiert.&lt;br /&gt;
* Während aus der Kreislehrerbücherei Rostock Werke von Heinrich und Thomas Mann, Lion Feuchtwanger und Kurt Tucholsky aussortiert wurden, schaffte die Ausgabestelle Satow Hitlers „Mein Kampf&amp;quot; und die „Einführung in die Rassenkunde&amp;quot; von Meil und Miehlke an. Der braune Ungeist gewann an Boden.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz(Teil 6)  OZ,23.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob664.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;„Hitlerjunge Quex“ in Aktion&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 27. Oktober 1933. - In den Lichtspielen erleben Doberaner Gymnasiasten den „nationalen&amp;quot; Film „Hitlerjunge Quex&amp;quot;. Der Hauptheld, Sohn eines arbeitslosen KPD-Proleten, wechselt die Fronten. Finstere Meuchelmörder stechen ihn deshalb nieder. Mit glücklichem Lächeln haucht er in den Armen neuer HJ-Kameraden seine Seele aus. Die letzten mühsam hervorgebrachten Worte: „Unsere Fahne flattert uns voran! “ Aus dem Körper des Sterbenden tritt ein Heer aus Braunhemden und Fahnen ins Blickfeld. Sie verschmelzen mit der Musik zu einer wirksamen Szenerie. „Ja, die Fahne ist mehr als der Tod!&amp;quot;, so das Leitmotiv. Nationaler Kitsch - gekonnt inszeniert. Viele der jungen Zuschauer sind bewegt. Sie wollen dem Hitlerjungen nacheifern. &lt;br /&gt;
* „Hitlerjugend im Angriff!&amp;quot;, lautete die Werbeparole der örtlichen HJ im Februar und März 1933. Regelmäßig brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; Anzeigen wie „Jungarbeiter der Stirn und der Faust - Eure Organisation ist die Hitlerjugend&amp;quot; oder „Hitlerjugend heißt - Deutschland soll leben&amp;quot;. Junge Eltern meldeten neuerdings die „glückliche Geburt eines gesunden Hitlerjungen&amp;quot; an. Auch das Deutsche Jungvolk (DJ) und der Jungmädelbund (JM) starteten Werbefeldzüge. Das Doberaner Fähnlein 2/III 1/90 gestaltete z. B. mit dem Kröpeliner Spielmannszug am3. Februar 1934 im „Lindenhof&amp;quot; einen Abend. Auf dem Programm u. a.: Fahneneinmarsch, Lieder wie „Unsere Fahne flattert uns voran&amp;quot; und „Als wir nach Frankreich zogen&amp;quot;, als Höhepunkt das Schattenspiel „Hitlerjunge Klecks&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Viele gingen freiwillig zur HJ, weil es Mode war, wie die neue Frisur - Haare auf Streichholzlänge. Darüber hinaus lockten die Geborgenheit einer Gemeinschaft ohne soziale Unterschiede sowie Abenteuer, Erlebnisse, Aufstiegs- und Bewährungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
* Die HJ meldete auch an den Schulen ihre Forderungen an. Am Doberaner Gymnasium mußte der Direktor ab Oktober 1933 zwei aufgabenfreie Nachmittage für Angehörige der HJ, SA und SS einräumen. Auf eine zentrale Anweisung hin wurde hier am 14. August 1934 der „Staatsjugendtag&amp;quot; eingeführt. Während künftig am schulfreien Sonnabend Jungvolk-Mitglieder unter dem Kommando älterer Schüler, die als HJ-Führer eingesetzt werden, exerzierten, marschierten, schossen und im Gelände Krieg spielten, mußten an der Lehranstalt sieben nicht organisierte „Restanten&amp;quot; den „nationalpolitischen Unterricht&amp;quot; über sich ergehen lassen. Auf dem Plan standen Themen wie „Grenz- und Auslandsdeutschtum&amp;quot;, „Geschichte der NS-Bewegung&amp;quot; und „Winterhilfswerk&amp;quot;. An der Privaten höheren Knaben- und Mädchenschule der Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee nahmen alle am „Staatsjugendtag&amp;quot; teil. Ihr Leiter räumte in der Chronik zwar ein, daß dadurch „eine gewisse Beschränkung der Menge des Wissensstoffs unvermeidlich sein&amp;quot; würde. Doch stünde dem „ein erheblicher Gewinn an wertvoller körperlicher und charakterlicher Ertüchtigung&amp;quot; gegenüber.&lt;br /&gt;
* Schulen, an denen 90 % der Schülerschaft von der Jugendorganisation „erfaßt&amp;quot; waren, durften die Fahne der HJ hissen, so z. B. die höheren Schulen. Anders sah es an den Volksschulen aus. Am 1. März 1936 gehörten z. B. in Bad Doberan von 584 Schülerinnen und Schülern nur 270, in Kröpelin von 442 nur 145, in Neubukow von 128 immerhin 91 dem DJ bzw. JM an. Der Zulauf im „Jahr des Deutschen Jungvolkes&amp;quot; stagnierte. „Hitlerjunge Quex&amp;quot; allein zog nicht mehr. Der HJ-Dienstbetrieb erstarrte oft zur Routine. Die ständigen Sammlungen fürs „Winterhilfswerk“, die vielen Ernteeinsätze und andere Aktionen ermüdeten. Auch der „nationalpolitische Unterricht&amp;quot; rechnete sich nicht mehr. Ab September 1936 wurde der „Staatsjugendtag&amp;quot; aufgehoben. Das „Gesetz über die Hitlerjugend&amp;quot; vom 1. Dezember 1936 erklärte die HJ zum eigenständigen Erziehungsfaktor für die gesamte Jugend. Der Darmstädter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jochen Gamm, 1925 in Jömstorf geboren und aufgewachsen, erinnert sich:&lt;br /&gt;
* „Seit dem &#039;Reichsjugendgesetz&#039; vom 1. 12. 1936 gehörten wir Kinder beiderlei Geschlechts der Hitlerjugend an, wo wir nachdrücklich auf Befehl und Gehorsam eingestimmt, uns das &#039;Leben des Führers&#039; samt der einschlägigen braunen Ideologie eingeprägt wurde. Ich beneidete die Träger von Litzen, Schnüren und Sternen sehr und wäre mit solchen Attributen auch gern ausgestattet worden, da sie einigen meiner Mitschüler erhebliches Ansehen beim anderen Geschlecht verschafften; doch wurden mir dergleichen Auszeichnungen zu meinem damaligen Bedauern nicht zuteil; ich rückte über den Standard-Dienstgrad eines &#039;Hitlerjungen&#039; nicht hinaus.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Und er berichtete an anderer Stelle weiter von den Wirkungen der HJ- „ Erziehung&amp;quot;: &lt;br /&gt;
* „Antisemitische Lieder und Texte waren uns durch die Hitlerjugend eingehämmert worden, und wir gröhlten als Dreizehn-/Vierzehnjährige wirklich das Lied vom &#039;Sturmsoldaten&#039; mit dem Refrain &#039;Wenn das Judenblut vom Messer spritzt, ei, da geht&#039;s nochmal so gut&#039;, ohne das wir begriffen, welches mörderische Kauderwelsch uns eingetrichtert worden war.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 25. März 1939 erfolgten zwei Durchführungsverordnungen zum HJ- J-Gesetz vom 1. Dezember 1936. Die zweite, auch Jugenddienstverordnung genannt, leitete daraus eine alle Jungen und Mädchen «wischen zehn und 18 Jahren betreffende Jugenddienstpflicht ab. Damit war das Zwangssystem perfekt, das auch die Jugend der Region in die Einbahnstraße „HJ - Reichsarbeitsdienst - Wehrmacht&amp;quot; führte.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1933.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
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;1934 &lt;br /&gt;
:Heimatmuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob665.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil. Unser Foto stammt von der Eröffnung des 2. Doberaner Dichtertages im Jahre 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch der Herzog auf Werbetour&#039;&#039;&#039;(Aus der Bädergeschichte(1) OZ, 1.7.1995)&lt;br /&gt;
* Der Frühling 1935, im zweiten Jahr unter Hitler, war laut Pressemeldungen „nicht Halbes und nichts Ganzes&amp;quot;. Anfang März hatte sogar ein heftiger Nordoststurm das Ostseebad Arendsee (heute Kühlungsborn-West) heimgesucht und die Promenade, die zeitgemäß den Namen des Reichsstatthalters Friedrich Hildebrandt trug, in einer Länge von etwa 50 Metern fortgerissen. &lt;br /&gt;
* In Brunshaupten (Kühlungsborn-Ost) hatte der Strand gleichfalls gelitten. Am 30. März kündete hier der NS-Bürgermeister auf einer Gemeindeversammlung an, eine Ortssatzung einzubringen, die mittelalterlich anmutete. Alle Einwohner von 18 bis 60 Jahren sollten jährlich zwei volle Tage „ Hand- und Spanndienste&amp;quot; vor allem am Strande leisten, weil sich keine Freiwilligen mehr fanden. So mußte einiges getan werden, um zu halten, was die Werbung versprach: „Brunshaupten - ein Silberstreifen an der deutschen Ostsee&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auch Bad Doberan bereitete sich auf die Sommersaison vor. Die vom Rat der Stadt herausgegebene Werbebroschüre knüpfte an die herkömmliche Reklame an. Sie pries den Ort als eine „Perle der Gotik und des Klassizismus&amp;quot;, als „klimatischen Kurort und Sommerfrische&amp;quot;, als „beliebten Ruhesitz, Ausflugsund Tagungsort&amp;quot; und verwies natürlich auf Heiligendamm als „Nestor der deutschen Badeorte&amp;quot;. Es fehlte nicht an Hinweisen, wie Bad Doberan, „die Eingangspforte zu den mecklenburgischen Ostseebädern&amp;quot;, zu erreichen sei, z. B. per D-Zug von Leipzig aus in sechs, von Berlin aus in vier und von Hamburg aus in dreieinhalb Stunden.&lt;br /&gt;
* Zur Zerstreuung wurden empfohlen: Kurkonzerte auf dem Kamp (Stadtpark), Lesetempel mit Tageszeitungen, Bundeskegelbahnen im Hotel „Erbgroßherzog&amp;quot; und „Brandts Höh&amp;quot;&#039;, Leihbibliotheken in den Buchhandlungen Bitter und Rosenfeld u. a. m. Die Kurtaxe betrug damals pro Nacht des Aufenthaltes 0,50 RM, für eine zweite Person der Familie 0,40, für eine dritte 0,20 und für jede weitere der Familie 0,10 RM. Die Preise im Doberaner Kurhaus, das 60 Betten aufwies, lagen damals bei einer Vollpension zwischen 5,50 und 7,50 RM, im Kurhaus Heiligendamm mit 49 Betten sogar zwischen 6,50 bis 15 RM pro Tag. Kein Wunder, daß diese angesichts der für die damalige Zeit stattlichen Preise überwiegend von NS-Größen, wie Joseph Goebbels, Starregisseuren, wie Leni Riefenstahl, und Sportlern, wie Max Schmeling, frequentiert wurden. &lt;br /&gt;
* 1936, im Jahr der Olympischen Spiele, legte der Doberaner Verkehrsverein in der Werbung zu. „Bad Doberan rüstet&amp;quot;, unter dieser Schlagzeile im militanten Stil jener Zeit berichtete der „Rostocker Anzeiger&amp;quot; am 25. April über eine Tagung des Vereins. Der neue NSBürgermeister Karl Heinz Albrecht referierte über eingeleitete Maßnahmen. Jetzt sollte auf sämtlichen Untergrundbahnhöfen in Berlin und Hamburg geworben und alle Mappen der Lesezirkel größere Städte Sachsens, Thüringens und anderer „deutscher Gaue&amp;quot; mit Werbeprospekten bestückt werden. Der Rostocker Hinstorff-Verlag wollte in Zusammenarbeit mit dem Doberaner Schriftsteller Dr. Gerhard Ringeling ein Bilderheft über Bad Doberan und Heiligendamm und einen Novellenband mit Bezug auf die Stadt herausgeben.&lt;br /&gt;
* Selbst Herzog Adolf Friedrich hatte sich bereiterklärt, auf einer Olympia-Werbetour durch Südamerika propagandistisch für beide Orte zu werben. Albrecht sprach auch über Varianten zum Ausbau der Bahnlinie: Neubukow - Alt-Gaarz - Wustrow oder Kröpelin - Alt-Gaarz - Wustrow. Die Reichsbahndirektion brütete bereits über die Variante: Ausbau der Kleinbahn Bad Doberan - Arendsee zur Vollspurbahn mit Weiterführung der Bahnlinie über Alt-Gaarz nach Neubukow.&lt;br /&gt;
* Als Clou des Ganzen kündigte der ehrgeizige Bürgermeister an, daß die Tobis-Filmgesellschaft beabsichtige, „einen Kulturfilm über die Kulturstätte Bad Doberan - Heiligendamm zu drehen&amp;quot;. In der Tat hatte Albrecht am 7. Februar 1936 dieser vorgeschlagen, einen solchen zu drehen, zumal Heiligendamm, so spekulierte er, „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Doch die Tobis-Melofilm GmbH verlangte von ihm eine Beteiligung an den Produktionskosten.&lt;br /&gt;
* Am 14. Februar teilte Albrecht in einem weiteren Schreiben mit, daß er diese nicht mittragen könne. Diesmal wies er auf Propagandaminister Joseph Goebbels hin, der ständig in Heiligendamm zu Gast sei. „Er ist begeistert von Doberan-Heiligendamm, und ich glaube, es würde ein Anstoß genügen, um ihn zu veranlassen, einen Kulturfilm drehen zu lassen.&amp;quot; Ob Goebbels je diesen „Anstoß&amp;quot; bekam, ist nicht bekannt.(HERMANN LANGER) 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3055.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1936 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Bad Doberan hat 7000 EW&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937&lt;br /&gt;
* Gauleiter Friedrich Hildebrandt zu Besuch im Arbeitslager Stülower Weg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob908.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob694.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:A88.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 7) OZ, 30.1.1993&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der scheinbare Aufschwung&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. 1937 erhält Bad Doberan ein neues Wappen. Der silberne Abtstab ist herausmontiert. Ihn ersetzt die Treuerune, die fortan Hirsch und Schwan trennt. „Doberan-Heiligendamm, eine Perle am deutschen Ostseestrand, zugleich aber auch eine rege pulsierende und reizende Zelle im Großdeutschland unseres geliebten Führers&amp;quot;, heißt es in einem Nachtrag von 1939 zu einem Doberaner Heimatbuch. &lt;br /&gt;
* In der Tat schien es in der „ Zelle&amp;quot; zu pulsieren. Die Stadt machte sich. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; brachte im Olympischen Jahr am 25. Juli 1936 einen Report über eine Besucherin namens Eulalia Zuckermus. „Sie ist entzückt über das Neue, was sie zu sehen bekam.“ Die Person war für den Propagandazweck erfunden, die Fakten stimmten zumeist. &lt;br /&gt;
* Der Straßenbau fand seine Fortsetzung. Haushaltungen wurden ans Gasnetz angeschlossen. Der private Wohnungsbau ging voran. Im Herbst 1936 bildete sich sogar eine Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft e.G.m.b.H. Bis Ende 1937 entstanden 79 Wohnhäuser mit 131 Wohnungen, sechs „Volkswohnungen&amp;quot; für kinderreiche Familien und acht Stadtrandsiedlungen.&lt;br /&gt;
* Prof. Heinkel, Chef der Rostocker Flugzeugwerke, erwarb für 50 bei ihm arbeitende „Volksgenossinnen&amp;quot; in der Adolf-Hitler-Straße ein Villengrundstück und richtete hier ein Heim ein. Seit 1936 gab es auch ein Arbeitsdienstlager, dessen Insassen u. a. bei den Meliorationsarbeiten in der Conventer Niederung eingesetzt wurden. Das Handwerk hatte wieder „goldenen Boden&amp;quot;. Bad Doberan wurde zur „Gaustadt des Handwerks&amp;quot; erkoren. &lt;br /&gt;
* Der „Backenzahn&amp;quot;, die Heldengedenkstätte am Buchenberg, erhielt neuen Glanz.&lt;br /&gt;
* Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt spendierte der Stadt das Möckelsche Haus am Klostergarten. Hier fand das Heimatmuseum seinen Platz. Die NSDAP ließ auch eine „Ahnenhalle&amp;quot; für &amp;quot;würdige Feierstunden &amp;quot; im Haus errichten. Dort waren Ahnentafeln aufgestellt. An der Stirnwand prangte ein großes Hakenkreuz, garniert mit einem Spruch des Heimatdichters Friedrich Griese: „. .. wohr Din Blaud, stark sall dat bliewen und frie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Die englische Zeitung „Sidney Morning Herald&amp;quot; vom 3. April 1938 beurteilte das Ganze allerdings als „blutigen Heidenkult&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Zahl der Geburten stieg von 60 im Jahre 1933 auf 128 im Jahre 1937 an. Kindersegen war im Dritten Reich willkommen. Ab 1938 erhielten Frauen mit vier oder fünf Kindern das „Mutterkreuz&amp;quot; in Bronze, mit sechs und sieben in Silber, mit acht und mehr in Gold. Schließlich hatte nach Hitler das „Schlachtfeld der Frau das Wochenbett&amp;quot; zu sein.&lt;br /&gt;
* Und die SS-Zeitung „Das schwarze Korps&amp;quot; meldete, daß der Standesbeamte Bad Doberans als erster in Deutschland eine besondere Uniform mit dem Reichsadler sichtbar auf der Brust trage.&lt;br /&gt;
* Die Stadt wuchs an. Die Eingliederungen der Gemeinde Heilgendamm am 1. April 1936 und Althofs am 1. April 1939 trugen dazu wesentlich bei. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan gewann auch über die Grenzen hinaus Ansehen. In seinen Mauern fanden 1933 und 1935 Tagungen des vom Reichsgesundheitsamt protegierten „Bundes Kinderland&amp;quot; statt. Dieser trat ebenfalls für Kinderreichtum ein und forderte die „Auffordnung der Rasse“ („gegen schwarz geringelte Kurzhälse, für blonde Lockenköpfe! &amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der „Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil, z. B. Hans Friedrich Blunck, Präsident der Reichsschrifttumskammer, Friedrich Griese und Rudolf Kinau. Unter ihnen waren manche „Blut- und Boden&amp;quot;-Dichter.&lt;br /&gt;
* Unterm Hakenkreuz pulsierte ebenfalls das Bäderleben. Für Minderheiten war allerdings kein Platz. „Arendsee wird judenrein&amp;quot;, verhieß drohend im Juli 1935 die Regionalpresse.&lt;br /&gt;
* Werbeprospekte lockten andere Besucher an. In einem hieß es 1936: „Bad Doberan mit seinem Ostseebad Heiligendamm im Reuterland Mecklenburg erwartet Sie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Kraft-durch-Freude&amp;quot; -Züge brachten sonnenhungrige „Volksgenossen&amp;quot;. Auch die neue Prominenz stellte sich ein, u. a. Generaloberst Hermann Göring. Der neue Bürgermeister Albrecht, ein ehemaliger Polizeioffizier, spekulierte darauf, daß Heiligendamm „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Er richtete am 7. Februar 1936 an den Syndikus der Tobis-Klangfilmgesellschaft die Bitte, darüber einen Kulturfilm zu drehen. Da er einen Teil der Kosten nicht übernehmen wollte, starb das Projekt.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:DBR151.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR152.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR153.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR154.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR155.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR156.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 9) OZ, 13.2.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Opposition und Widerstand&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1957 erscheint in der BRD von Alfred Andersch der Roman „Sansibar oder der letzte Grund&amp;quot;. Er schildert, wie in Rerik 1937 zufällig Menschen zusammentreffen, die Hitlerdeutschland verlassen möchten. Zu ihnen gehört ein Junge, der sich nach dem ganz anderen sehnt (für das der Name der Insel Sansibar steht); Gregor, ein KPD-Funktionär, der einen letzten Auftrag erfüllen und dann aussteigen will; Fischer Knudsen, der sich von der Partei allein gelassen fühlt; Judith, eine Hamburger Jüdin, die auf der Flucht ist. Sie alle müssen sich neu entscheiden, als der Ortspfarrer Helander bittet, die Holzplastik des „Lesenden Klosterschülers&amp;quot; - eine Schöpfung Ernst Barlachs - vor den Fängen der Gestapo zu retten, weil sie als „entartete Kunst&amp;quot; beschlagnahmt werden soll. Gregor leitet eine Aktion ein, in deren Ergebnis nur Judith und die Holzfigur nach Schweden gerettet werden können. &lt;br /&gt;
* Rerik ist im Roman ein fiktiver Ort, der eher an Wismar erinnert - eine Stadt mit mehreren Kirchen und einem großen Hafen. Doch ähnliche Entscheidungen, ohne Auftrag das Richtige zu tun, mußten in jener Zeit auch Bürger in dieser Region treffen. &lt;br /&gt;
* Davon zeugte der Bericht von Ludwig Brüsehaber, Rostock, der vor 1933 Lehrer in Rothspalk, Kreis Waren, und zugleich Vorsitzender der Ortsgruppe Rothspalk-Carlsdorf der SPD war. Nachdem er Anfang 1933 aus dem Schuldienst entlassen war, kam er im Dezember des Jahres nach Bad Doberan. Er erinnerte sich: „Der Ort hatte eine gut organisierte Arbeiterschaft. Auch im Bürgertum und in religiösen Kreisen gab es beachtliche Abteilungen des Nazismus.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Im Folgenden gab er eine differenzierte Einschätzung des Widerstandes und der Opposition gegen das NS-Regime. „Die KPD setzte illegal ihre Arbeit fort. Es wurden Treffen und Schulungen durchgeführt. Vertrauensmann war der Tischler Otto Klöcking (KPD). Dieser wurde verhaftet, wegen Hochverrat zu Zuchthaus verurteilt.&amp;quot; Ludwig Brüsehaber schloß sich mit seiner Familie dem Widerstandszirkel des Zeichenlehrers Willi Henning-Hennings und dessen Ehefrau Margarete an. Der Kunsterzieher gehörte einst selbst der SPD an und hatte enge Kontakte zum Künstler Ernst Barlach in Güstrow.&lt;br /&gt;
* Schwerpunkte der illegalen Arbeit waren das Beschaffen von Informationen über die wirkliche Situation, Hilfe für politisch Verfolgte und Aufnahme von Verbindungen zu anderen oppositionellen Gruppen. Darüber hinaus gab es auch einen Rundfunkabhörzirkel um den parteilosen Uhrmacher Bobzin und einen als „Skatklub&amp;quot; getarnten Aussprache- und Informationszirkel, der sich beim Zimmerer Friedrich Rieck, einem alten Mitbegründer der Arbeiterbewegung am Ort (SPD, Gewerkschaft, Konsum) regelmäßig traf. Als Ende September 1937 ein Sonderzug mit Hitler und Mussolini Bad Doberan passierte, wartet Rieck am Bahnübergang demonstrativ in Arbeitskleidung, mit Ziehwagen, Gartengeräten und einer Jauchetonne (!) auf. &lt;br /&gt;
* Zur christlichen Opposition gehörten die SPD-Sympathisantin Etta v. Oertzen und die Schwestern v. Thadden, die über Verbindungen nach Berlin verfügten, sowie die dem ehemaligen Zentrum nahestehende Frau v. Knebel-Döberitz. Nach dem antisemitischen Pogrom in der „Reichskristallnacht&amp;quot; des 9./10. November 1938 war für alle „der letzte Grund&amp;quot; da, sich zu entscheiden und aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
* Ludwig Brüsehaber schätzte, daß mindestens zehn jüdische Mitbürger, unter ihnen eine Diakonissin jüdischer Herkunft, sich illegal in Bad Doberan vor dem Zugriff der Nazis verbergen konnten. &lt;br /&gt;
* Das Ehepaar Henning-Hennings, Frau Etta v. Oertzen und Frau v. Kebel-Döberitz hatten daran einen entscheidenden Anteil.&lt;br /&gt;
* Brüsehaber berichtete aber auch darüber, daß das Training des aufrechten Ganges Opfer mit sich brachte. So kam der Gartenarchitekt Martin Tessenow (SPD) aus Retschow, der sich in einer Gaststätte herabsetzend über den Hitlergruß geäußert hatte, in Haft und starb sechs Monate nach seiner Entlassung offensichtlich an den Folgen. So wurde der Buchhändler Rosenberg, der einst der Deutschen Volkspartei angehört hatte, 1934 für ein halbes Jahr verhaftet, weil er u. a. Waren von einer „nicht rein arischen Firma&amp;quot; aus Hamburg bezogen hatte. Er verstarb ebenfalls bald nach der Haftentlassung. Lange in Haft waren auch Bibelforscher, wie der Zimmerer Bobzin. Sein Schwiegersohn kam im KZ Sachsenhausen um. &lt;br /&gt;
* Die Beispiele zeigen, daß es in der Region Menschen gab, die sich von dem Regime nicht blenden ließen und ein anständiges, besseres Deutschland der aktiven Humanität und Toleranz verkörperten.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1938&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Käsetag&amp;quot; in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1839.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Flyer&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2631.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2632.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2633.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2634.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm wird für Heereszwecke beschlagnahmt&lt;br /&gt;
:Baderegeln&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1842.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3059.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob666.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 12) OZ, 6.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Standbild deutscher Kraft und Größe“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1.September 1939. - Das in Danzig eingelaufene Linienschiff „Schleswig-Holstein&amp;quot; eröffnet aus 28-cm-Türmen das Feuer auf die polnische Westerplatte.&lt;br /&gt;
* Der Zweite Weltkrieg ist da. Als Grund dafür erfahren Leser des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot;: „Im Bewußtsein, daß die Friedensliebe des Führers ... getäuscht ist, ergreift das Volk die Waffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Der Jubel, der sich einst vor 25 Jahren bei Kriegsausbruch 1914 abgezeichnet hatte, blieb bei der Mehrheit der Bevölkerung aus. Zu sehr waren der älteren Generation noch die Folgen gegenwärtig. Mehr Begeisterung zeigten Kinder und Jugendliche. Sie verfolgten den Krieg als sportlichen Siegeslauf. Mit Spannung sahen sie die erste Kriegswochenschau. Sie stellte dar, wie die „polnische Mörderbande&amp;quot; niedergerungen wird.&lt;br /&gt;
* Am 27. Mai 1940 konnten Doberaner Oberschüler noch einmal im Wehrmachtsfilm „Feldzug in Polen&amp;quot; die Präzisionsarbeit deutscher Generalstäbler nacherleben.    Auch der Film „Feuertaufe&amp;quot; gefiel. Die Kamera schwelgte in schönen todbringenden technischen Details: Maschinengewehr, Steuerknüppel, Radnarbe und Sturzflug. Das schmissige Filmlied ging als Ohrwurm ein: „.. . die Losung ist bekannt ... Ran an den Feind! Ran an den Feind! Bomben auf Polenland! “ &lt;br /&gt;
* Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Dänemark und Norwegen besetzt. Gegen Frankreich hatte der „Westfeldzug&amp;quot; begonnen, der gleichfalls mit einem „Blitzsieg&amp;quot; enden sollte.&lt;br /&gt;
* Hochstimmung im Kino nebenan verbreiteten gleichfalls Spielfilme wie „Wunschkonzert&amp;quot;, in dem die Operettendiva Marika Röck und der Schmalzbariton Wilhelm Strienz Front und Heimat bei Laune hielten. Das von Heinz Rühmann, Hans Brausewetter und Josef Sieber gesungene Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern&amp;quot; wurde von alt und jung als Hit aufgegriffen.&lt;br /&gt;
* Es folgten Schlachtengemälde wie „ Kampfgeschwader Lützow&amp;quot;, „Stukas&amp;quot; und „U-Boote westwärts&amp;quot;. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 lief auch in dem im April neu übergebenen Doberaner Filmtheater der Spielfilm des Regisseurs Arthur Maria Rabenalt „... reitet für Deutschland&amp;quot; an. Kernszenen dazu waren auf dem Gut Hohen Luckow gedreht worden.&lt;br /&gt;
* Schließlich war der von Willy Birgel gespielte Hauptheld kein anderer als Karl-Friedrich Freiherr v. Langen, der Olympiasieger im Dressurreiten 1928. Die Haupthandlung: Rittmeister v. Brenken, im ersten Weltkrieg bei einem militärischen Bravourstück an der Wirbelsäule verletzt, genas nach großem medizinischem Aufwand. Er hat in der Weimarer Republik Probleme, sein Gut wieder zu sanieren. Aber ihn interessiert es ebenfalls nur als Stätte der Pferdezucht für ein neues Heer. Es geht ihm mehr um die „Ehre des Reiches&amp;quot;, die durch einen Sieg bei einem internationalen Reitturnier wieder hergestellt werden müsse. In einer Schlüsselszene machen ihm Nahestehende deswegen Vorhaltungen. Kolrep: Und Du! Du nimmst endlich Vernunft an und wirst Landwirt statt... &lt;br /&gt;
* Brenken: Was verstehst Du schon davon - was versteht Ihr davon! Es muß geritten werden! Es muß! Und wenn der Himmel einstürzt: Es muß geritten werden!  Kolrep: Wozu - Wozu?! Mann! Brenken: Für Deutschland! Der Rittmeister gehorcht nur dem „inneren Befehl&amp;quot;. Natürlich gewinnt er auf seinem Pferd Harro  das Turnier.&lt;br /&gt;
* Ausländische Militärs - Gegner von einst - das internationale dekadente und „verjudete&amp;quot; Publikum, voller Spott für das geschlagene Deutschland und seinen einsamen Reiter, sind nun gezwungen, ihm die gebührende Ehre zu erweisen. Die „Schmach von Versailles&amp;quot; ist hier getilgt. Regungslos nimmt v. Brenken zu den Klängen des „Deutschland-Liedes&amp;quot;, für das erst die Noten herbeigeschafft werden müssen, die Huldigung entgegen. „Unbeweglich, wie ein ehernes Standbild deutscher Kraft und Größe, stehen Roß und Reiter vor diesem internationalen Forum&amp;quot;, hieß es in einer Pressekritik.&lt;br /&gt;
* Der Sieger geriet so zu einem aufdringlichen Symbol für Deutschlands Niedergang nach 1918 und das Wunder seines Auferstehens unter Hitler. In der Publikumsgunst bei Jugendlichen rangierte der Film weit vorn. Er trug bei vielen zur Haltung bei, „...stolz, ein Deutscher zu sein&amp;quot;. Auch ich war als Kind von dem Film beeindruckt und sah ihn mehrmals.&lt;br /&gt;
* Willy „Gebirge&amp;quot;, so hatte sich bei mir der Name des Hauptdarstellers eingeprägt, ritt auch für mich. Der Film erhielt die Prädikate „Staatspolitisch wertvoll&amp;quot; und „jugendwert&amp;quot;. Sein Einspielergebnis: Fünf Millionen Reichsmark.&lt;br /&gt;
* Kein Wunder, daß nach dem Zusammenbruch 1945 der Film auf die Verbotsliste geriet. Der Regisseur und seine Schauspieler erhielten von den Amerikanern fast zwei Jahre Berufsverbot, während die Russen das Pferd Harro deportierten. &lt;br /&gt;
* Dann doch ein neues Wunder: Der Film wurde in der Bundesrepublik Deutschland als politisch harmlos wieder freigegeben. Geringfügig gekürzt waren einige antisemitische und nationalistische Szenen. Es wurde wieder geritten. „Wozu - Wozu?!(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 bis 1941 &lt;br /&gt;
:Kamp-Lichtspiele von L. Elbrecht gebaut&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3804.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1851.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1941 &lt;br /&gt;
:GmbH-Besitz von Heiligendamm für 1,7 Mio an die Reichsmarine&lt;br /&gt;
:Alltag und Feuerwehreinsatz&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1846.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1847.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1848.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1850.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1942 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm erhält schwarzen Tarnanstrich&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob667.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 13) OZ, 19.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kriegsflugzeuge im Naturlehrunterricht&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1942 - die Blitzsiegeseuphorie war verflogen. Der Krieg hatte in fast jeder Familie erste Narben hinterlassen. Väter und erwachsene Söhne waren zur großdeutschen Wehrmacht einberufen worden. Briefträger hatten in manches Haus die Nachricht vom „Heldentod&amp;quot; eines Angehörigen gebracht. Schwarz umränderte Traueranzeigen mit dem Eisernen Kreuz nahmen die Rückseite der Lokalpresse ein. „Gefallen für Führer, Volk und Vaterland&amp;quot;, hieß es. Viele blieben vermißt, zumeist für immer.&lt;br /&gt;
* Auch Mädchen mußten dienen, zunächst beim Reichsarbeits-, dann im Kriegshilfsdienst. So waren nach einer Meldung aus Bad Doberan vom 24. Februar allein 1700 als Kriegshilfsdienst-Mädel bis zum 31. März verpflichtet, davon zehn im Reservelazarett der Stadt.&lt;br /&gt;
* An den Schulen wurde weiter gesiegt. „Je schwerer die Aufgaben einem Volk gestellt sind, desto höher steigt das Volk&amp;quot;, so lautete Ende Februar ein Prüfungsthema an der Doberaner Oberschule nach einem Wort von Paul de Legarde. Ein Abiturient schrieb: „Die Deutschen aber sind ein Volk, das erst dann richtig zur Besinnung kommt und sich seiner Kraft erinnert, wenn es ihm schlecht geht. Es bedarf erst eines nicht unerheblichen Stoßes und Ermunterns, bis es sich seiner selbst bewußt wird und zur Wehr setzt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die NS-Propaganda sorgte dafür. „Wir können siegen, wir müssen siegen, und wir werden siegen&amp;quot;, dieses Goebbels-Zitat war ein weiteres Aufsatzthema. Auch die Lehrer der Volksschule Kühlungsborn befolgten es. Nach einem Bericht des Schulleiters vom 16. März an den Rostocker Schulrat stand im Naturlehrunterricht die „Pflege der Luftfahrt&amp;quot; oben an. Schüler bastelten Modelle von Kriegsflugzeugen und wurden über Luftschutzmaßnahmen unterrichtet. Im Fach Erdkunde „waren die stolzen Siege der deutschen, japanischen und italienischen Luftwaffe immer wieder Anlaß, die Überlegenheit der Achsenluftwaffe, den Draufgängergeist, das Heldentum unserer Flieger ins rechte Licht zu rücken.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* An die Schüler der Klassen 7 und 8 wurde die Luftwaffenillustrierte „Der Adler&amp;quot; verteilt. Der Berichterstatter vermerkte befriedigend: „Wenn der Lehrer damit in die Klasse kommt, wollen alle Jungen Flieger werden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Schuljugend sammelte Ansichtskarten der Serien „Wüstenkrieg in Nordafrika&amp;quot; und „Panzer machen Weltgeschichte&amp;quot;. Darüber hinaus waren sie angehalten, ständig Altstoffe für die Rüstungsindustrie zu erfassen. „Lumpen, Knochen, Silberpapier, ausgeschlagene Zähne sammeln wir&amp;quot;, sangen manche nach der Melodie eines alten Volksliedes.&lt;br /&gt;
* Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; stellte wiederholt Erfolge an der „Heimatfront&amp;quot; heraus, um die übrige Bevölkerung aufzumuntern. Danach wurde in Bad Doberan das „große Volkswohnungsbauvorhaben&amp;quot; in der Althöfer Siedlng weitergeführt.&lt;br /&gt;
* Das im Frühjahr 1941 gegründete „ Sozialgewerk Doberaner Handwerker&amp;quot; hatte zur Schaffung eines eigenen Domizils ein Grundstück am „Horst-Wessel-Platz&amp;quot;, die „Burg&amp;quot;, käuflich erworben.&lt;br /&gt;
* Der „Doberaner Dichtertag&amp;quot; war als „reichswichtig&amp;quot; anerkannt worden.&lt;br /&gt;
* Auch in der Ackerstadt Kröpelin schien es voranzugehen. 18 „Erbhöfe&amp;quot; bzw. größere Landwirte behaupteten sich. Die Stadt erwarb das frühere Gut „Duggenkoppel&amp;quot;, um es selbst zu bewirtschaften.&lt;br /&gt;
* Doch für manchen wurden solche Erfolgsmeldungen fragwürdig, als englische Bomber vom 24. bis 27. April erstmals die Rostocker Innenstadt in ein Trümmerfeld verwandelten. In den Nächten war für lange Zeit der Feuerschein der brennenden Stadt zu sehen. Auch Doberaner Hitlerjungen wurden zu Löscharbeiten herangezogen.&lt;br /&gt;
* An der Kriegsmoral nagten seit April gleichfalls die neuen drastischen Kürzungen der Lebensmittelrationen. Bereits bei Kriegsbeginn hatten sie für Otto Normalverbraucher wöchentlich nur 500 g Fleisch oder Fleischwaren, 2400 g Brot und 270 g Fett betragen. Jetzt gab es 200 g Fleisch, 400 g Brot und 64 g Fett weniger. Das bedeutete, den Gürtel noch enger zu schnallen. &lt;br /&gt;
* In den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht wurden die Sondermeldungen mit den sie begleitenden Siegesfanfaren immer spärlicher.&lt;br /&gt;
* Spätestens am Ende des Jahres stellte sich heraus, daß weder die „Sowjets&amp;quot; noch England besiegt waren. Bald machte insgeheim ein geflügeltes Wort die Runde: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. “(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob668.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Unterbringung von Flüchtlingen&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1844.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2619.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2620.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2621.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2622.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:Seekadettenschule in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 14)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Totaler Krieg - kürzester Krieg!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Am 18. Februar ruft Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg&amp;quot; aus.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg-kürzester Krieg!&amp;quot;, heißt die Parole.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg: warum und wie?&amp;quot; lautete ein Aufsatzthema an der Doberaner Oberschule. Alle Kräfte und Reserven waren für den „Endsieg&amp;quot; zu mobilisieren. Vor allem sollte die Jugend in die Waagschale der Entscheidung geworfen werden. „Kriegseinsatz der deutschen Jugend&amp;quot;, das war die Jahresparole der HJ. Die ideologische Mobilmachung lief auf Hochtouren.&lt;br /&gt;
* Im BDM, z. B. in der Neubukower Mädelgruppe 14 des Bannes 413 Wismar, waren laut „Führerinnendienst des Gebietes Mecklenburg (24)&amp;quot; solche Heimabend-Themen zu behandeln: „Völker können ewig leben, wenn sie nur wollen&amp;quot; (März), „Vier Jahre Krieg - wir bleiben hart&amp;quot; (September), „Und setzet Ihr nicht das Leben ein&amp;quot; (November).&lt;br /&gt;
* An der Doberaner Oberschule hielten wiederholt Offiziere Werbevorträge, so am 30. März Oberst v. Bülow über militärische Führer, am 21. April Oberleutnant zur See Thieme über U-Bootfahrten, am 25. Juni Ritterkreuzträger Major Lemm über die Infanterie. Ab Anfang Dezember erfolgte auch gezielt die Nachwuchswerbung für das Heer an den Landschulen.&lt;br /&gt;
* Abiturienten meldeten sich freiwillig von der Schulbank in den Krieg. Auch die 16- und 17jährigen Jungen mußten ran. Am 24. Oktober wurden auch von der Doberaner Oberschule zehn Marinehelfer zur Flak eingezogen. Sobald sie die militärische Grundausbildung mit ihrem zermürbenden Schliff hinter  sich hatten, mußten sie lernen, die 8,8, das Standardgeschütz der schweren Flakbatterie, zu bedienen. Manche wurden an der leichten und mittleren Flak, an den Scheinwerfern oder am Flakumwertegerät „Malsi&amp;quot; eingesetzt. Zwar sollten sie durch Betreuungslehrer wöchentlich 18 Stunden Unterricht erhalten, doch fielen diese aufgrund der zunehmenden Luftangriffe immer häufiger aus.&lt;br /&gt;
* Zurückbleibende Oberschüler der Klasse 7 waren vom 4. April bis Anfang Mai laut Schulchronik „zum größten Teil im Wehrertüchtigungslager&amp;quot; der HJ. Hier wurden sie unter dem Kommando von Ausbildern der Wehrmacht vormilitärisch getrimmt. Andere Jungen folgten.&lt;br /&gt;
* Der „Ostsee-Bote&amp;quot; mit dem Untertitel „Doberaner Nachrichten&amp;quot;, „Neubukower Anzeiger&amp;quot; brachte am 1. September den Bericht über einen Tagesablauf:,, 6.30 Wecken. Dusche. Bettenbauen. U.v. D. (Unteroffizier vom Dienst, H.L.) pfeift zum Frühstück.-Flaggenappell, -kerniger Fahnenspruch &amp;quot;. Auf dem Tagesplan: Geländedienst. Sieben Stationen waren in einem 18 km langen „Geländeschlauch&amp;quot; zu passieren. Hinzu kam der Schießdienst einschließlich der Schießlehre und Waffenkunde.&lt;br /&gt;
* Militärisch ging es auch bei der Ausbildung der Lehrlinge in den Heinkel-Flugzeugwerken Rostock zu. Bereits vor Kriegsausbruch waren sie auf einem eigenen Schießstand in Bad Doberan am Kleinkaliber-Gewehr ausgebildet worden. Jetzt wurde auch hier die paramilitärische Ausbildung forciert. Ein Bürger aus Kühlungsborn, der damals dazugehörte, erinnert sich, daß etwa 400 uniformierte Lehrlinge beim Anmarsch zu den Werkhallen folgendes von einem HJ-Bannführer verfaßtes Lied sangen:&lt;br /&gt;
* „Wir Schüler bei Heinkel tun treu unsere Pflicht. Wir dienen treu dem Führer, bis uns das Herze bricht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die Hauptaußenstelle des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS Schwerin war mit der „Stimmung und Haltung&amp;quot; der Jugendlichen sehr zufrieden. &lt;br /&gt;
* Doch am 29. Juni 1943 mußte ein SS-Hauptsturmführer Bayerl seiner vorgesetzten Behörde einen Bericht über den „Lustmord&amp;quot; an einer in Bad Doberan wohnhaft gewesenen Schülerin geben. Das Mädchen war am Pfingstmontag erwürgt und grauenhaft zugerichtet worden. Der Verdacht fiel sofort auf polnische und russische Zwangsarbeiter. Schließlich konnte aber der wirkliche Täter, ein 16 l/2jähriger Hitlerjunge und Pferdepfleger aus Glashagen, gestellt werden. Er wurde vom Sondergericht Rostock am 13. September zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* Auch die übrige Bevölkerung wurde für den „totalen Krieg&amp;quot; mobilisiert. Gauleiter Hildebrandt rief z. B. am 6. März alle früheren Gutsbeamten, -inspektoren und Verwalter auf, sich zum Einsatz in der Landwirtschaft zu melden.&lt;br /&gt;
* Am gleichen Tag wurde erneut zum Sammeln für das WHW in Bad Doberan aufgerufen. Viele spendeten immer unwilliger. „Totaler Krieg - kürzester Krieg!&amp;quot;, hatte Goebbels gesagt. Doch ein Ende war nicht in Sicht.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:einziger Bombenangriff auf Heiligendamm (1 Toter, einige Verletzte)&lt;br /&gt;
:Alltag&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1843.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1944&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob669.PNG|300px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Dieser männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen tauchte im Januar 1944 in Bad Doberan und anderen Orten schlagartig an Schaufenstern und Häuserwänden auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 15)OZ, 2.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durchhalten heißt die Parole&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Januar 1944. In Bad Doberan und in anderen Orten tauchen über Nacht im Ergebnis einer NS-Propagandaaktion schlagartig an Ladenschaufenstern und Häuserwänden aufgemalte schwarze, männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen auf. Dazu die Warnung: „Vorsicht - Feind hört mit!&amp;quot; Einschüchterung und Drohung scheinen von dieser Gestalt auszugehen. Doch die meisten Passanten gehen gleichgültig vorbei. In einem Hit des Jahres aus dem Film „Die Frau meiner Träume&amp;quot;, gesungen von Marika Röck, heißt es: „Schau&#039; nicht hin! Schau&#039; nicht her! Schau nur g&#039;rade aus! Und was sonst noch kommt, mach&#039; dir nichts daraus!&amp;quot; Viele befolgen den Appell zum Wegsehen, und das in jeder Hinsicht. &lt;br /&gt;
* Reichsjugendführer Arthur Axmann hatte 1944 zum „Jahr der Kriegsfreiwilligen&amp;quot; erklärt. Verstärkt mobilisierte das NS-Regime die Jugend, um den unvermeidlichen Untergang hinauszuschieben.&lt;br /&gt;
* Am 1. März wurden aus Bad Doberan weitere 24 Oberschüler der Jahrgänge 1927 und 1928 als künftige Luftwaffenhelfer nach Kiel-Friedrichsort in Marsch gesetzt. Ein Betreuungslehrer begleitete sie.&lt;br /&gt;
* Doch die Luftwaffe der westlichen Alliierten war nicht mehr aufzuhalten. Am 21. Mai beschoß auch eines ihrer Flugzeuge mit MG-Feuer die Südseite des Oberschulgebäudes und des Direktorwohnhauses. Am Eingang der Schule wurde ein Soldat leicht verwundet.&lt;br /&gt;
* Besonderen Druck übten die Parteikrieger auf den Jahrgang 1928 aus, der sich geschlossen kriegsfreiwillig melden sollte. Am 3. September fand auf Trümmern der Rostocker Altstadt ein Appell dieses Jahrgangs vom HJ-Bann 90 statt, zu dem auch Hitlerjungen aus Bad Doberan und Umgebung gehörten.&lt;br /&gt;
* Angehörige der jüngeren Jahrgänge hatten im Sommer erneut in der Landwirtschaft Erntehilfe zu leisten. BDM und HJ stellten auch Führungskräfte für die Lager der Kinderlandverschickung (KLV) in Buschmühlen, Rakow und Roggow bei Neubukow. Hier waren Kinder aus unmittelbar kriegsgefährdeten Gebieten untergebracht. &lt;br /&gt;
* Da seit Juni mit der Eröffnung der zweiten Front durch die westlichen Alliierten und der sowjetischen Großoffensive die Lage für Hitlerdeutschland immer kritischer geworden war, riefen höhere Parteifunktionäre - im Volksmund auch „Goldfasane&amp;quot; genannt (braun uniformiert, viel Gold auf den Dienstrangabzeichen) - verstärkt zum Durchhalten auf. So erklärte der „Reichsredner&amp;quot; Kreysen am 7. Juli auf einer Kundgebung der NSDAP-Ortsgruppe Doberan-Althof im Rathaussaal:&lt;br /&gt;
* „Für uns gibt es nur eins: Am Ende steht der Sieg!&amp;quot; In diesem Krieg ginge es „um die Neuordnung der ganzen Welt mit dem Ziel, das Judentum und den Bolschewismus auszurotten&amp;quot;. Und der Ortsgruppenleiter der NSDAP, Walter Kittmann, fügte zum Abschluß des Appells mit „Treuegelöbnis zum Führer&amp;quot; die Gewißheit hinzu, „daß wir siegen wollen, siegen müssen und siegen werden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Am 20. Juli 1944 scheiterte der Anschlag des Obersten Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler.&lt;br /&gt;
* Auf dem Gut Roggow erhielt die Familie von Oertzen, deren ursprüngliche Sympathie für den „Führer&amp;quot; in Ablehnung umgeschlagen war, eine furchtbare Nachricht. Sie erfuhr, daß noch am gleichen Abend ein Verwandter, Major Hans-Ulrich von Oertzen, mit einer Handgranate sein Leben beendet hatte. Er war zuvor wegen seiner aktiven Beteiligung am Attentat in Berlin verhaftet worden und wollte sich nicht den Henkern ausliefern.&lt;br /&gt;
* Der Terror eskalierte auch in Bad Doberan. So verhaftete die Gastapo sowohl erneut den Kommunisten Otto Klöcking als auch den konservativen Hauptmann a. D. von Besser. Letzterer hatte einst dem Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, angehört und wußte vermutlich mehr um die Verschwörung. &lt;br /&gt;
* Opfer des wütenden Terrors wurden am 25. August auch zwei amerikanische Flieger, die sich nach dem Abschuß ihrer Maschinen über Rostock noch mit dem Fallschirm gerettet hatten und im Bereich Steffenshagen gelandet waren. Auf Veranlassung des Ortsgruppenleiters der NSDAP hin erschoß sie ein Sonderkommando in den Wittenbecker Tannen. Die Leichen wurden zunächst in einer Sandkuhle verscharrt. Ein Bürger aus Bad Doberan, der damals als Jugendlicher kurz vor der Einberufung stand, hatte soviel Mut, einen weiteren abgeschossenen US-Flieger zu retten. &lt;br /&gt;
* Die Durchhalte-Propaganda schürte Hoffnungen auf den Einsatz neuer „Wunderwaffen&amp;quot;, die wie die „VI&amp;quot; und „V 2&amp;quot; die Vergeltung bringen sollten. Da ihre Wirkungen in Wahrheit unbeträchtlich blieben, ließ Hitler das letzte Aufgebot mobilisieren.&lt;br /&gt;
* Am 19. Oktober brachte der „Ostsee-Bote“ den „Erlaß des Führers über die Bildung des Deutschen Volkssturmes“ vom 25. September. Hitler rief alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren auf, „den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln&amp;quot; zu „verteidigen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* „Den Opa ziehn&#039; sie auch noch ein, das soll wohl die Vergeltung sein&amp;quot;, diesen Spottversflüsterten sich manche heimlich zu.&lt;br /&gt;
* Ab 21. Oktober erfaßten die Meldestellen in den Rathäusern Bad Doberans und Kröpelins die männlichen Personen der Geburtsjahrgänge 1884 bis 1928. Dann folgten die ersten Appelle des Volkssturms, so in Kröpelin am 5. November um 9 Uhr auf dem Schulhof. Die Ausbildung wurde an alten Infanteriewaffen und an der neuen Panzerfaust vorgenommen. Zur Bedienung der letzteren Waffe brachte die Regionalpresse Anweisungen. „Sei mutig und unerschrocken&amp;quot;, hieß es, „wenn Feindpanzer nahen, auch der stärkste Panzer ist durch die Panzerfaust mit dem ersten Schuß zu erledigen&amp;quot;.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945 &lt;br /&gt;
:Doberan wird am 2. Mai kampflos der Roten Armee übergeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 16) OZ, 16.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kampf bis fünf nach zwölf!&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Januar 1945. - „Fronthilfe und Kriegseinsatz so lautet die Jahresparole der Hitlerjugend. Am 12. Januar beginnt im Osten die russische Großoffensive. Der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsbom und Umgebung&amp;quot; vom 18. Januar meldet: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Noch immer verströmt das Blatt Siegeszuversicht. Der Leitartikel verweist auf die Leistungen des deutschen Grenadiers. Er würde „letztlich den Feind im Nahkampf mit der blanken Waffe in der Hand ... bezwingen&amp;quot;. Ein anderer Beitrag preist den „Volkssturmgeist&amp;quot;, an dem sich, &amp;quot;um mit Friedrich dem Großen zu sprechen, der .verfluchte Feind&#039; trotz seiner Massen die Zähne ausbrechen&amp;quot; würde. Doch die Sowjetarmee stößt noch im Laufe des Monats bis zur Oder vor.&lt;br /&gt;
* Fortan überstürzten sich die Ereignisse. Oberstudiendirektor Dr. Brandt notierte in der Schulchronik: „Ende Februar wird der Zustrom der verwundeten aus der Ostschlacht so stark, daß trotz einer wenige Tage vorher geschlossenen Vereinbarung das Lazarett... sämtliche Räume des Hauptgebäudes beansprucht.&amp;quot; Als am 24. April das Prinzenpalais gleichfalls zum Lazarett umfunktioniert wurde, fiel der Schulunterricht endgültig aus. Lehrer und Schüler der Oberschule waren ohnehin seit Januar permanent im Einsatz. Sie hatten vor allem für die Unterbringung der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen zu sorgen.&lt;br /&gt;
* Ab 17. Februar wurden Jungen für eine „Kuriergefolgschaft der HJ&amp;quot; eingezogen, die Aufgaben im Dienste der Rüstungsindustrie, z. B. der Heinkel-Flugzeugwerke, auszuführen hatte.&lt;br /&gt;
* Noch am 26. März führte die HJ in den Standorten Bad Doberan, Kröpelin und Kühlungsbom „Aufnahme- und Erfassungsappelle&amp;quot; für zehnjährige durch, um sie als Jungmädel oder Pimpfe zu übernehmen. Sie hatten zu geloben: „Ich verspreche, alle Zeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und zu unserer Fahne. “&lt;br /&gt;
* In den Lichtspielen lief der UFA-Unterhaltungsfilm „Gefährlicher Frühling&amp;quot; mit Olga Tschechowa, für Jugendliche ab 14 zugelassen. Der Titel mußte - wenn auch vom Hersteller nicht so beabsichtigt - doppelsinnig wirken.&lt;br /&gt;
* Anfang März war die Sowjetarmee nach Pommern vorgestoßen. Sie ließ ein Flugblatt verteilen, das an den „Mecklenburger Landsmann&amp;quot; adressiert war. Darin baten 75 kriegsgefangene Offiziere und Soldaten, unauffällig ihren Angehörigen mitzuteilen: „Die deutsche Regierung verbreitet: Die deutschen kriegsgefangenen Soldaten und Offiziere würden in der Sowjetunion getötet. Dies ist falsch! Wir leben!&amp;quot; Darunter stand auch die Adresse eines Oberzahlmeisters aus Bad Doberan.&lt;br /&gt;
* Um die hohen Verluste auch nur annähernd auszugleichen, sollte jetzt der Jahrgang 1929 in den „Endkampf&amp;quot; geworfen werden.; Am 5. April erfolgte in Bad Doberan auf dem Tempelberg seine Musterung für den Reichsarbeitsdienst und die Wehrmacht. „Unsere Jungend zum Kampf bis zum letzten entschlossen!&amp;quot;, so tönte Gauleiter Friedrich Hildebrandt vor den Bannführern der HJ. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; stellte nun täglich die „beispielhaften Waffentaten&amp;quot; von Hitlerjungen als Einzelkämpfer, als Angehörige von Panzervernichtungstrupps oder als „Werwolf-Kämpfer&amp;quot;&lt;br /&gt;
* in den bereits von den Amerikanern und Engländern besetzten Gebieten heraus. „Die Deutschen verteidigen sich wie die Löwen&amp;quot;, hieß es in der Ausgabe vom 10. April. In der Ausgabe vom 24/25. April erschien ein Artikel unter der Schlagzeile „Moskau rüstet zum dritten Weltkrieg&amp;quot;. Er sollte Hoffnungen auf ein Auseinanderbrechen der Antihitlerkoalition wecken.&lt;br /&gt;
* Die letzte Nummer des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 27. April hob noch einmal die militärisch sinnlose Tat eines 14jährigen an der Oderfront als „Vorbild und Ansporn für viele Tausende Hitlerjungen&amp;quot; hervor. Und die Schlußbotschaft lautete: „Schopf-- gemüse auf den Speisezettel!&amp;quot; Jetzt sollten angesichts der verordneten Hungerrationen die bisher&#039; weggeworfenen „ Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben als zusätzliche Ersatznahrung dienen.&lt;br /&gt;
* In jenen Tagen flogen noch von Rerik aus Flugzeuge des Typs He 111 in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die seit dem 25. April eingeschlossene Reichshauptstadt Berlin. Viele Maschinen kehrten nicht mehr zurück.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor 50 Jahren (1), OZ, 11.3.1995:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Volksopfer für den „Endsieg&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Die Schriftstellerin Etta v. Oertzen, 1972 in Wiesbaden verstorben, schildert in ihrem 1968 erschienenen Roman „ . . . und wollten das Richtige tun&amp;quot; aus eigener Erinnerung die Situation in Bad Doberan vor 50 Jahren so, ohne den Namen der Stadt zu nennen: „Der Winter ist da, der Kriegswinter 1944 auf 45. Schnee liegt über dem Cubanzer Land, über der kleinen Stadt, die in Stille versunken scheint, während es in Wahrheit kocht und brodelt .. . Kaum einer glaubt mehr an die verheißenen Erfolge der V-Bombe. Feldpost kommt kaum mehr durch. Von Todesfällen erfährt man nur auf Umwegen. Wer solche Nachricht erhält, redet nicht mehr, geht stumm und verbissen durch die dunklen Tage.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Trauer um Gefallene und Ermordete &lt;br /&gt;
* Fast jede Familie hatte an der Front gefallene, vermißte oder verwundete Angehörige zu beklagen. Vereinzelt trauerten in Bad Doberan auch Menschen aus anderen Gründen, so z. B. die frühere Pröpstin vom Stift Altenburg, Hildegard v. Thadden, und die Johanniterschwester Miez um die Erzieherin Elisabeth v. Thadden. Diese war wegen ihrer Kontakte zu Berliner Widerstandskreisen und zu Mitarbeitern der Weltfriedensbewegung in der Schweiz von Roland Freisler, dem berüchtigten Vorsitzenden des „Volksgerichtshofes&amp;quot;, zum Tode verurteilt und im September 1944 hingerichtet worden.&lt;br /&gt;
* Die NS-Führung setzte auf den „Volkskrieg&amp;quot;, um politischen Zeitgewinn herauszuholen und die Galgenfrist zu verlängern. Der „Ostsee-Bote&amp;quot;, das Amtsblatt der Städte Bad Doberan, Kröpelin, Neubukow, Rerik und des Kreises Rostock, brachte am 2. Januar Hitlers Tagesbefehl an die Wehrmacht. Hierin erklärte er, daß das Jahr 1945 „das Äußerste an Mut und Tatkraft&amp;quot; abverlange, „allein, es wird auch zugleich das Jahr einer geschichtlichen Wende sein&amp;quot;. Mit dieser Prognose sollte er Recht behalten, allerdings anders als von ihm erhofft.&lt;br /&gt;
* Die Bevölkerung wurde für die Zeit vom 7. bis zum 28. Januar zum „Volksopfer&amp;quot; aufgerufen. Regenmäntel, Schuhe, warme Wintersachen und Wolldecken sollten abgeliefert werden, um damit die neuen Volksgrenadier- und Volkssturmbataillone auszustatten. Am 9. Januar brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot;, das Blatt der NSDAP und des Mecklenburgischen Staatsministers (im Volksmund auch „Niederträchtiger Beobachter&amp;quot; genannt), dazu eine animierende Karikatur. Sie zeigte ein Kind, das im Kleiderschrank die alte Kürassier Uniform des Onkels aus dem ersten Weltkrieg entdeckt hatte. Diese wurde auch jetzt gebraucht.  „Ab in die Annahmestelle des Volksopfers&amp;quot;, hieß es. Da die Ablieferungsergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, sollte für den 11. Februar ein neuer „Volksopfertag&amp;quot; angekündigt werden.&lt;br /&gt;
* Indessen erfolgte am 12. Januar im Osten die Großoffensive der Sowjetarmee. Die Weichselfront brach zusammen. Das deutsche Ostheer flutete teilweise panikartig zurück. Am 18. Januar meldete der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsborn und Umgebung&amp;quot;: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Trotzdem verströmte die Zeitung Siegeszuversicht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob671.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Weiße im Auge des Feindes schauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Sie wertete den Volkssturm als eine „neue, durchaus soldatische Gemeinschaft, in der alle Schichten und Stände des Volkes . . . Schulter an Schulter in einer einzigartigen Kameradschaft zusammenstehen&amp;quot;. Und der deutsche Grenadier fechte, „wenn es gilt, das Weiße im Auge des Feindes schauend, mit letzter Kraft des Körpers und der Seele bis zur letzten Konsequenz&amp;quot;. Die Regionalpresse stellte neue Ritterkreuzträger als Leitbilder heraus, so am 11. Januar einen Generalleutnant und Führer einer Infanteriedivision im Osten aus Bad Doberan, am 19. Januar einen gleichfalls hier geborenen Feldwebel, der „außerordentlichen Mut, Umsicht, Kaltblütigkeit, schnelle Entschlußkraft und echt mecklenburgische Härte und Standhaftigkeit&amp;quot; bewiesen hätte. Solche Eigenschaften wurden jetzt von allen verlangt, besonders aber von den Jugendlichen. Sie sollten den längst sinnlos gewordenen Krieg verlängern helfen.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei unentschuldigtem Fehlen gab es keinen Koks OZ, 11.3.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Während die Fronten zusammenbrachen und Großdeutschland immer kleiner wurde, zerrieben sich die kleinen Leute in Bad Doberan im Alltagskampf. Etta v. Oertzen berichtet über sie in ihrem Roman:&lt;br /&gt;
* „Wer noch einen Leiterwagen hat, fährt in die Wälder, um Borke, die erlaubt ist, und um Holz, das nicht erlaubt ist, zu sammeln. Wer keinen Garten besitzt, zieht hinaus auf die Dörfer, um sich gegen Geld oder etwas Wäsche Kartoffeln, Möhren und möglichst auch Eier einzutauschen. Man hat gelernt, sich dies und das in den Kaufläden und beim Bäcker zu &#039;organisieren&#039;. (Das Wort &#039;klauen&#039; ist nicht mehr Mode).&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Tür zu! Es ist kalt in Deutschland&amp;quot;, lautete damals ein geflügeltes Wort. Brennstoffe waren mehr als knapp geworden. Selbst für Doberans „Zentralheizungsbetreuer&amp;quot; fanden Anfang 1945 im kleinen Rathaussaal Kurse zum Thema „ Heize richtig&amp;quot; statt. Auf Geheiß des Landrates sollte unentschuldigtes Fernbleiben mit dem Entzug von Koks geahndet werden. Die Ärmeren waren auf das Sammeln von „Raff- und Leseholz&amp;quot; angewiesen. Doberans Forstmeister verfügte, daß nur montags, mittwochs und sonnabends in der Zeit zwischen 8.00 und 18.00 Uhr gesammelt werden durfte und das auch nur in den von ihm bezeichneten Gebieten.&lt;br /&gt;
* Es wurde nicht nur kälter. Immer häufiger saßen die „Volksgenossen&amp;quot; wie einst ihre Vorfahren abends im Dunkeln bzw. beim Schein der Kerze oder der „Petroleumfunzel&amp;quot; zusammen. Die Zeitungen gaben ständig vor, von wann bis wann wegen der Fliegergefahr die Fenster abzudichten waren. So hieß es am 2. Januar präzise: „Heute Verdunkelung von 16.57 bis 7.41 Uhr&amp;quot;. Mit Strom aber mußte gespart werden. Ihn brauchte die Rüstungsindustrie. Die Kriegspropaganda hatte dazu die Finger des „Kohlenklau&amp;quot; erfunden, der einem in Anzeigen, auf Plakaten und Streichholzschachteln überall entgegen grinste. Diesen Kobold mit der Ballonmütze und dem Sack auf dem Rücken, halb Tier, halb Mensch, ein Auge weit aufgerissen, die Füße in einem nahezu amphilischen Zustand, galt es,  Propaganda-Figur: Kohlenklau. mit Sparmaßnahmen zu bekämpfen. „Seid auf der Hut und trefft ihn gut!&amp;quot;, lautete die Parole. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob670.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Oft wurde der Strom ohnehin abgedreht. &lt;br /&gt;
* Ungeachtet der Strafandrohungen hatte sich der Tausch- und Schleichhandel durchgesetzt. Getauscht wurden Raucherkarten gegen Brotmarken, ein Ei bzw. fünf Gramm Fett gegen eine Zigarette. Besonders hoch im Kurs stand der Bohnenkaffee, dessen Preise schwindelnde Höhen annahmen. Um dem illegalen Tauschhandel die Spitze zu nehmen, durfte auch öffentlich einiges feilgeboten werden. Daß nicht mehr alle gewillt waren, das „letzte Hemd&amp;quot; für das große „Volksopfer&amp;quot; herzugeben, belegen Tauschanzeigen aus dem „Ostsee-Boten&amp;quot;. Geboten wurden z. B. „ein Paar Schuhe, Gr. 39, gegen sechs Handtücher, ein Braunhemd für 13 bis 14 Jahre gegen Herrensporthemd, Halsweite 38&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Die seltener gewordenen Werbeanzeigen verhießen mehr, als sie versprachen, z. B.: „Warmes Mieder für die schaffende Frau&amp;quot;, Rotbart-Rasierklingen, die sich auch nach längerem Gebrauch regenerieren würden, für den Mann („Klingenstahl erholt sich!&amp;quot; - „Gut rasiert - gut gelaunt!&amp;quot;). &lt;br /&gt;
* Auch Unterhaltungsfilme sollte die „Volksgenossen&amp;quot; bei Laune halten. In den Doberaner Kamp-Lichtspielen wurde Anfang Januar z. B. der Streifen „Drei tolle Mädels&amp;quot; mit Lucie Englisch, Else v. Möllendorf und Grete Weiser gezeigt.&lt;br /&gt;
* Aufmerksam verfolgten die Zuschauer die neue Ausgabe der „Deutschen Wochenschau&amp;quot;. Wenn auch der Kommentator sich abmühte, Siegeszuversicht zu verbreiten, so waren doch die beklemmenden Bilder nicht zu übersehen. Sie zeigten die Rückkehr von Schwerverwundeten nach Deutschland und Rückzugskämpfe an der Westfront, in Ostpreußen, im Kurland und in Ungarn. Januar-Ausgaben des „Ostsee-Boten&amp;quot; bilanzierten für 1944 noch mehr Geburten als Sterbefälle, z. B. in Rerik 169 Geburten und 65 Sterbefälle, in Neubukow 70 Geburten und 50 Sterbefälle. Das Verhältnis sollte sich bald ändern. In den Orten wurde es immer enger, weil Wohnraum fehlte.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus unserer Serie „Vor 50 Jahren&amp;quot; ( 5) OZ, 1.4.1995&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule war im Untergang begriffen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Der Deutsche Erzieher&amp;quot; vom Januar/ Februar 1945 wurden die Lehrkräfte beschworen, „alle Kraft zu verdoppeln und in unserer Jugend immer neue Ströme des Glaubens und Wollens zum Fließen zu bringen, bis der Sieg erkämpft.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Ich erinnere mich, daß an der Dorfschule Zirchow (Vorpommern), die ich zu diesem Zeitpunkt besuchte, sich der Schulleiter bemühte, diesem Auftrag nachzukommen. Als die sowjetischen Truppen bereits auf die Oder zurückten, übte er mit uns das Pflichtlied „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, wir treten an zum Gegenstoß&amp;quot;. Die Vorhersehung, die Hitler das Attentat „verräterischer Offiziere&amp;quot; am 20. Juli überleben ließ, würde es schon richten, sagte er. &lt;br /&gt;
* Daß für die Kriegsführung die Schule nur ein untergeordneter Faktor war, macht die Chronik der Doberaner Oberschule deutlich. Aus ihr geht hervor, daß ab 24. Januar das Wehrkreiskommando II sämtliche Schulräume beschlagnahmte, um ein Lazarett einzurichten. Am 26. Januar wurden auf Befehl des Reichsverteidigungskommissars sämtliche Schulen vorübergehend geschlossen. Lehrer und Schüler hatten Einsatz für die NSDAP und zur Unterbringung der Flüchtlinge zu leisten. Am 3. Februar übernahm die Wehrmacht auch die Volksschule Neubukow, um hier ein Lazarett zu errichten.Schon wenige Tage später konnte der zuständige Rostocker Schulrat allerdings die Bestimmungen wieder lockern. Es war dem Ermessen der Schulleiter überlassen, den Unterricht wieder aufzunehmen. &lt;br /&gt;
* Dieser wurde immer mehr zur Farce. Ganze Klassen und Schulen mußten zusammengelegt werden, weil Lehrkräfte fehlten. &lt;br /&gt;
* Es mangelte an Lehrbüchern und Heften. Selbst Schiefertafeln für ABC-Schützen waren nur auf Bezugsschein zu erhalten. Am 6. April bat der Volksschuldirektor in Kröpelin um 120 Bezugsscheine, da allein 75 Flüchtlingskinder ohne Schreibgeräte waren.&lt;br /&gt;
* Andererseits wurden an den Schulen noch immer kleine bunte Bildchen zum Thema „Kriegseinsatz der deutschen Frau&amp;quot; und „Kriegseinsatz der Hitlerjugend&amp;quot; verteilt.(Dr.HERMANN LANGER)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer konnte, setzte sich nach Westen ab OZ, 8.4.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Der Krieg kam immer näher. „Sieg oder Bolschewismus!&amp;quot;, verkündeten Plakate. Eine Spitzenmeldung in der Lokalzeitung über „Moskaus Ausrottungsplan&amp;quot; schürte Anfang März neue Angst. „Zehn Millionen Deutsche sollen nach Sibirien verschleppt werden&amp;quot;, hieß es.&lt;br /&gt;
* Während Höhergestellte sich dank ihrer Privilegien westwärts abzusetzen versuchten, konnten die kleinen Leute nicht mehr davonlaufen. Die Stimmung geriet auf den Nullpunkt. Dem Reichspropagandaministerium lag ein Bericht vom 19. März aus Mecklenburg vor, in dem die Meinung der Arbeiterschaft analysiert wurde. An wörtlichen Äußerungen war z. B. festgehalten: „Wenn&#039;s mulmig wird, sind die oberen Zehntausend längst über alle Berge. Der Arbeiter kann seinen Kopf hinhalten&amp;quot;; „Wir sind immer die Dummen. Wir haben keine Beziehungen und müssen alle Kriegslasten und Pflichten tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Doch da der Terror eskalierte, wagte keiner, sich offen aufzulehnen. Anfang April bildete Gauleiter Friedrich Hildebrandt als Reichsverteidigungskommissar ein Standgericht für den „Reichsverteidigungsbezirk Mecklenburg&amp;quot;. Es verfolgte alle Straftaten, „durch die deutsche Kampfkraft oder Kampfentschlossenheit gefährdet wird&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Den Bürgermeistern als Chefs der Ortspolizeibehörden gingen Fahndungslisten zu. Eine Berliner Marinedienststelle suchte einen in Neubukow geborenen Fahnenflüchtigen, der sich am 22. März in Kopenhagen gemeinsam mit einem anderen vom Schiff ohne Urlaubsschein entfernt hatte. Eine Liste der Kriminalpolizeistelle Schwerin vom 10. April führte zehn gesuchte Personen an, darunter einen fahnenflüchtigen 24jährigen SS-Unterscharführer, der sich vermutlich nach Hinterbollhagen durchschlagen würde. Die Kripo forderte „energische Fahndung, Festnahme und Nachricht&amp;quot; darüber. &lt;br /&gt;
* Der Gürtel mußte noch enger geschnallt werden. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; informierte über Lebensmittelverteilung in der 74. Zuteilungsperiode vom 9. bis 29, April. Otto Normalverbraucher stand auf bestimmten Markenabschnitten der Lebensmittelkarten vom 9. bis 15. April 50 g Fleisch, 50 g Fett und etwa 500 g Brot zu, Für die gesamte Periode sollte er 375 g Zucker oder 750 g Marmelade, 125 g Quark, 62,5 g Käse, 100 g Kaffee-Ersatz und 150 g Nährmittel beziehen, falls das alles noch vorrätig war. Die Regionalpresse hatte Ratschläge parat, z. B. sei „Brei besser als Brot&amp;quot;. Auch sollten die bisher mißachteten „Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben verwertet werden.&lt;br /&gt;
* Im übrigen war sämtliches Brachland zur Gewinnung von Frischgemüse zu nutzen, Die Vorräte gingen zur Neige, denn immer mehr ausgehungerte Flüchtlinge trafen ein, die ihre letzte Habe auf Dörfern gegen Lebensmittel eintauschten.&lt;br /&gt;
* Aus Neubukow ist eine dickleibige Liste erhalten geblieben, die jene erfaßte, die nicht sofort weiterzogen. Sie kamen z. B. aus Tilsit und Rastenburg, Danzig und Zoppot, zuletzt aus Stettin und Swinemünde. Unter dem Buchstaben „A&amp;quot; sind allein über 60 Personen aufgeführt, unter ihnen auffällig viele alte Leute der Jahrgänge ab 1873 aufwärts, Frauen und Kinder. Die Männer standen noch an den Fronten, waren vermißt oder gefallen.&lt;br /&gt;
* In den Doberaner Kamp-Lichtspielen lief am 18. April noch einmal ein Unterhaltungsfilm mit dem in dieser Situation doppelsinnig erscheinenden Titel „Reise in die Vergangenheit&amp;quot; an. &lt;br /&gt;
* Sieben Tage später kam über die Lokalzeitung die Aufforderung, die Abstützung der Luftschutzräume zu überprüfen und diese nebst Rettungswegen neu zu kennzeichnen. Ab Ende April sollte auch die auf dem Felde arbeitende Landbevölkerung der Umgebung mit optischen Alarmzeichen auf drohende Tieffliegernangriffe aufmerksam gemacht werden.&lt;br /&gt;
* Seit dem 25. April war Berlin von der Sowjetarmee eingeschlossen. Flugzeuge des Typs He 111 flogen von Rerik her in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die Stadt. Die letzte Ausgabe des „Ostsee-Boten&amp;quot; vom 28./29. April brachte beklemmende „Kampfbilder aus der Reichshauptstadt&amp;quot;. Hitlerjungen und Waffen-SS würden, „Schulter an Schulter kämpfend&amp;quot;, die „Bolschewisten&amp;quot; zurückwerfen.&lt;br /&gt;
* Am 30. April behauptete der Wehrmachtbericht, daß sich „zwischen Berlin und der Ostsee ... die Front in der Linie Kremmen - Neustrelitz - Neubrandenburg - Anklam zusammengeschlossen&amp;quot; hätte. Daß diese längst nicht mehr stand, ist dem Bericht des Majors Erich Mende über das Ende der 102. Infanterie-Division zu entnehmen: „Wir hatten in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1945 gerade noch hinter Bad Doberan eine Hauptkampflinie, wenn man das so nennen darf, einen Schleier ostwärts Wismar in einer Tiefe von etwa 20 km nach Süden aufgebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Am 1. Mai stieß bereits ein Vorauskommando auf Panzer einer britisch-kanadischen Einheit, während sowjetische Truppen in Rostock einzogen. Die Stunde der Entscheidung war da! Würden die, die „immer die Dummen&amp;quot; waren, noch ihren Kopf hinhalten und die Existenz der Region aufs Spiel setzen?(Dr. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR174.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR175.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR176.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR178.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR179.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR180.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR181.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2531.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2532.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2533.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2534.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2535.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2530.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*Krankenschwestern zur Betreuung von verwundeten Wehrmachtssoldaten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2177.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2178.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Archivtag – 06.05.2015&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Einmarsch der Roten Armee vor 70 Jahren&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1561.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1559.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
Mitwirkende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dr. Helge Rehwaldt: geb. 1937 in Berlin; lebt seit 1943 in Bad Doberan; arbeitete an der Universität Rostock (in der Sektion für Sprach- und Literaturwissenschaften) – liest aus dem Tagebuch des Doberaner Pastors Hans-Martin Ehlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dieter Gundlach; geb. ..., wo?; ehemaliger Direktor der Landwirtschaftsschule  berichtet über den Volkssturm, die Panzersperre und den Ortsgruppenleiter Walter Kittman sowie über die Erlebnisse seiner Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raik Lehmann und ………………..; sind Schüler am Gymna-sium der Stadt und tragen das – von dem Notar Friedrich Knaak (Foto) amtlich beurkundete - Dokument „Schlachtermeister Schröder über die Ereignisse am 01. und 02.05.1945&amp;quot; vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Becker, Diplomagraringenieur, Ortschronist Gemeinde Stülow und Gästeführer der Stadt Bad Doberan – berichtet über die Unterzeichnung des „Aufrufs“, insbesondere über Robert Brinkmann (1957, Ehrenbürger der Stadt Bad Doberan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lothar Blask: geb. 1929 (15 Jahre)in Treuburg (Ostpreußen); Flucht bis Waren; arbeitete als Handelswirtschaftler und wohnt heute mit seiner Frau im Ostseebad Graal-Müritz – „Episoden meines Lebens, 1944 – 1946“ - Rekrutierung im RAD-Lager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rita Seefeldt; geb. 1926 (19 Jahre); ehemalige Leiterin der Kinderkrippen &amp;quot;Pittiplatsch&amp;quot; und &amp;quot;Bummi&amp;quot; – persönliche Erlebnisse - Ostarbeiterin, RAD-Lager, Verlust der Pferde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herbert Prehn, geb. 1936 (6 Jahre), Technischer Leiter der ZBO, lebt in Bad Doberan, ist in Rostock aufgewachsen und hat dort den 4-tägigen Bombenangriff  im Frühjahr 1942 &lt;br /&gt;
miterlebt ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 8. Mai 2025 war anlässlich von 80 Jahre Kriegsende ein Zeitzeugengespräch im Gemeindesaal der Bad Doberaner Münstergemeinde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;1945 – Jahr des Zusammenbruchs und des Neuanfangs&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die friedliche Übergabe Bad Doberans Anfang Mai 1945&lt;br /&gt;
*An diesem besonderen Jubiläum wurde u.a. gefragt: Wie wurde das Kriegsende in Bad Doberan erlebt? Wie konnte die Stadt an die sowjetischen Truppen übergeben werden? Wie ist das Leben (weiter) verlaufen?&lt;br /&gt;
*Vorgestellt wurde auch das wohl wesentlichste Dokument zu den Ereignissen am 1. und 2. Mai1945. Es handelt sich um eine beglaubigte Abschrift, in der Schlachtermeister Karl Schröder nur wenige Monate nach Kriegsende die Abläufe schildert. Er war entscheidend an der friedlichen Übergabe Bad Doberans an die sowjetische Armee beteiligt. Verschiedene weitere Berichte entstanden im Gegensatz zu diesem oft erst Jahrzehnte später im Rückblick.&lt;br /&gt;
*Die Transkription der Akte aus dem Stadtarchiv Bad Doberan [Abb. Blatt 2]:&lt;br /&gt;
*„Beglaubigte Abschrift. / Niederschrift.&lt;br /&gt;
*Vorgeladen erschien der Schlachtermeister Karl Schröder, Bad Doberan, Baumstrasse, und gibt, befragt über die Vorgänge am 1. Mai 1945 in Doberan die nachstehenden Auskünfte:&lt;br /&gt;
[01.05.1945]: Am 1. Mai 1945 war ich morgens bis 9 Uhr in meinem Laden tätig. Dann wurde ich von dem Dentisten Porthun geholt, der zu mir als Privatmann (nicht in meiner Eigenschaft als Volkssturmführer) kam und mir sagte, Kittmann hatte die Panzersperren besetzen lassen, der Auftrag sei an die Hitlerjugend ergangen. Ich bin daraufhin mit aufgekrempelten Armen und der Schlachterschürze sofort ins Rathaus zu Kittmann gegangen. Kittmann saß in Zimmer 9 und telefonierte mit Wismar. Ich stellte ihn auf plattdeutsch zur Rede, ob er die Panzersperren mit der Hitler-Jugend (HJ) besetzt hätte. Zunächst bekam ich keine Antwort, weil K. ziemlich angetrunken war. Dann sagte er mir: ,Dat geht Di gornix an.‘ Währenddessen kam der Zimmermeister Peters in Volkssturmuniform ins Zimmer. Schlott, Behrens, Polmann, Hennings waren außerdem alle in Uniform in gleichen Raum anwesend. Ich wandte mich an Vietz Peters mit den Worten: ,Ich gebe Dir den Befehl, die Panzersperren sofort zu räumen. Um 11 Uhr will ich Meldung haben, dass die Panzersperren frei sind.‘ Daraufhin ging ich zurück in den Laden. Um 11 Uhr meldete mir Vietz Peters die Panzersperren frei. Bei dieser Gelegenheit bat mich Peters um einen Urlaubschein, damit er seine Familie nach Reinshagen in Sicherheit bringen könnte. Ich gab ihm den Schein und Peters kam nicht wieder. Nachmittags gegen 15 Uhr ging ich wieder ins Rathaus (in zivil). Bei dieser Gelegenheit brachte mir eine Nachbarin von Kittmann, eine Dänin, Meldung, dass Kittmann in seinem Vorgarten ein Maschinengewehr schussbereit aufgestellt hätte. Daraufhin geriet ich in Zorn und habe wohl ziemlich herumgebrüllt, er dürfe doch nicht Doberan vernichten. Ich ging mit Dr. Brandt und einem etwa 60jährigen Herrn Awe zusammen nach Kittmanns Wohnung. Ich trug eine Pistole 635 mm, die mir morgens Porthun gegeben hatte, in der Tasche. Wir gingen an der Kirche vorbei gegen den Buchenberg zu und an der Mauer&lt;br /&gt;
entlang in Richtung von Kittmanns Wohnung. Gegen 1/2 4 Uhr waren wir an Kittmanns Haus. Draußen war niemand zu sehen. Ich ging in den Vorgarten, nahm das MG weg und übergab es Awe, der es in das Rathaus bringen sollte. Als wir eben den Garten verlassen hatten, kam Kittmann in Parteiuniform aus der Tür und schrie: ,Lat dat MG hier.‘ Inzwischen waren Dr. Brandt und Awe zurückgegangen und in den schmalen Durchgang zwischen den Hecken nach dem Pfarrkoppelweg zu abgebogen. Ich rief Kittmann zu: ,Du Lump!‘ und schoss aus der kleinen Pistole aus etwa 25 m Entfernung auf Kittmann, jedoch ohne ihn zu treffen. Kittmann zog sich ins Haus zurück. Daraufhin kam sein Sohn, ein Leutnant der Panzertruppe aus dem Haus und gab aus einen MP 10 Schuss auf mich ab. Ich konnte mich dadurch, dass ich mich hinter einen der dicken Bäume stellte, vor diesen Schüssen retten. Der Sohn war hinter der großen Hecke am Kittmannschen Haus in Anschlag gegangen. Ich ging daraufhin ins Rathaus zurück. Gegen 18 bis 18.30 Uhr brachte der Maler Hennig-Hennings die Meldung, dass das [RAD-]Arbeiterdienstlager am Stülowerweg verteidigt werden sollte. Ich trat daraufhin vors Rathaus und rief: ,10 Mann nehmen je ein Gewehr‘, und wir sind dann losmarschiert.&lt;br /&gt;
Bei dieser Gruppe waren, soweit mir erinnerlich, auch der Zimmermeister Fahs und der Kaufmann Heinrich Siems. Im Arbeitsdienstlager hatte ich eine kurze Auseinandersetzung mit dem Arbeitsdienstführer Sellschop, der mir aber später auf meine Vorhaltungen das Lager übergab und mich daraufhin aufmerksam gemacht hat, dass ein anderer fremder Arbeitsdienstführer, der mit seiner Gruppe auf dem Rückzug hier eingetroffen war, bereits im Anschlag mit 10 Jungen mit Panzerfäusten und MG lag, um sich zur Wehr zu setzen. Sellschop vermittelt auch die Verhandlung zwischen mir und dem anderen Offizier, einem goldenen Parteiabzeichenträger, der noch für Hitler sterben wollte. Nach 10 Minuten Verhandlung wurde folgende Uebereinkunft getroffen: Es wurde zur Bedingung gemacht, dass die Gruppe bis 3 Uhr morgens im Arbeitsdienstlager verbleiben könnte und dann zu verschwinden hätte. Daraufhin ging ich ins Rathaus zurück. Zwischen 22 und 23 Uhr wurde dann im Rathaus von Herrn Grünberg der Aufruf an die Bevölkerung zum Weißbeflaggen der Stadt geschrieben, indem zugleich der Hergang mit der Schießerei zwischen mir und Kittmann geschildert wurde. In diesem Aufruf wurde darauf hingewiesen, dass mit diesem Vorgang die NSDAP in Doberan ihr Ende gefunden hatte. Der Aufruf wurde unterschrieben von Grünberg, dem Volkssturmführer Bartsch und dem Studienrat Schlünz. Der Zettel wurde noch in der .............. (unleserlich). bracht.&lt;br /&gt;
*[02.05.1945]:&lt;br /&gt;
*Ich bin dann gegen 4 Uhr morgens im RAD-Lager gewesen, um mich davon zu überzeugen, dass das Lager wirklich geräumt sei. Es war inzwischen geräumt. Vom Arbeitsdienstlager ging ich wieder ins Rathaus und habe mich um meine Wache, die dort von mir aufgestellt war, gekümmert und neue Anweisungen gegeben. Bis zum Einmarsch der Roten Armee am 2. Mai gegen 13 Uhr mittags habe ich das Rathaus nicht mehr verlassen. Gegen 15.30 Uhr fiel im Rathaus ein Schuss. Ich ließ alles, was vor dem Rathaus stand, zurücktreten auf den Kamp, um zu beobachten, wer wohl den Schuss abgegeben hätte. Nach einer Weile kam dann der Polizeileutnant Strübing [Polizeileutnant o. -offizier] mit seinem Fahrrad aus dem Rathaus heraus. Er hatte den Schuss abgegeben. Ich ließ ihn durch 3(?) Mann verfolgen. Strübing wurde von Soldaten der Roten Armee gestellt und an der Ecke der Jungfernstrasse erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben: / gez. Karl Schröder, Bad Doberan, 29.12.1945.&lt;br /&gt;
Vorstehende beglaubigte Abschrift stimmt mit der mir vorliegenden Urschrift wörtlich überein, welches ich hiermit beglaubige. Bad Doberan, den 31. Juli 1950. Knaack / Notar in Bad Doberan.“&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2079.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Quelle: Akte Stadtarchiv Bad Doberan ZS1298/1: Knaack, Friedrich (Notar): „Vorgänge am 01.05.1945. Auskünfte von Schlachtermeister Karl Schröder“ (beglaubigte Abschrift / Original). 29.12.1945-31.07.1950, veröffentlicht durch Martin Heider im Newsletter des Bad Doberaner Münsters Nr. 160-Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ende 2. Weltkrieg-Erlebnisbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2462.png|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SBZ und DDR (1945-1990)==&lt;br /&gt;
;1945&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob790.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob690.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1945.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z59.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;*Erinnerungen von Franz -Helmut Haacke(1933-2022)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*(Zeitzeuge zur Einnahme von Bad Doberan durch die Rote Armee im Mai 1945 – aufgeschrieben von Peter Becker um 2015)&lt;br /&gt;
*Panzer rollten auf den Stülower Sportplatz und stellten sich in militärischer Ordnung auf.&lt;br /&gt;
*In der Villa des ehem. Herzogs Adolf Friedrich(heutige Musikschule) gab es ein Pferdelazarett.&lt;br /&gt;
*Ein Polizist erschießt im Rathaus einen Rotarmisten. In der Dr. Leber-Straße wird er gestellt, erschossen und von einem Panzer überrollt.&lt;br /&gt;
*Ein Major Polokow war mit der Nachhut in der o.g. Villa einquartiert. Er hatte Doberanern angeboten, sich bei Problemen an ihn zu wenden, was er auch wahrnahm.&lt;br /&gt;
*Ein Rotarmist, der seinem Kameraden eine Hose gestohlen hatte, wurde öffentlich ausgepeitscht.&lt;br /&gt;
*Anwohner im Stülower Weg am Kellerswald fühlten sich relativ sicher, da ein Rotarmist Sascha  bei der Familie von Franz-Helmut einquartiert war. Er gehörte zur Militärpolizei. Die Mutter von Franz-Helmut bekam 10 Kg Zucker zum Einkochen. Er brachte auch ein deutsches Fräulein mit ins Haus.&lt;br /&gt;
*Der Bauer Kühlewind erhielt von den Rotarmisten ein Reitpferd geschenkt, dass zum Pflügen eingesetzt werden sollte, aber schwierig war.&lt;br /&gt;
;1945-51&lt;br /&gt;
:Unterlagen Stadtarchiv Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1795.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1796.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2252.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2254.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1948 &lt;br /&gt;
:Beginn Kurbetrieb in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob65.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Sturmflut am 1. März mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:Jugendherberge auf dem Tempelberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949/50&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1794.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1955 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Vorder Bollhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1956 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Stülow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1957 &lt;br /&gt;
:Bauen auf dem Buchenberg beg. (auch AWG gegr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1961 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Glashagen&lt;br /&gt;
;1960-er&lt;br /&gt;
:Demonstrationen zum 1. Mai&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2967.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2968.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2969.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2970.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1968&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob752.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753a.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1977&lt;br /&gt;
[[Datei:M120.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1978/79&lt;br /&gt;
:Schneechaos&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2977.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2978.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2979.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1979 &lt;br /&gt;
:8. März Brandstiftung Wirtschaftsgebäude Kloster&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR30.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob625.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1980&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2520.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1983 &lt;br /&gt;
:Eröffnung Bädermuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1984&lt;br /&gt;
:nach der Wahl der Stadtvertreter am 6. Mai deren konstituierende Sitzung&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1715.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1716.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1985&lt;br /&gt;
:Veranstaltung mit Genosse Chabin(v.l. Rolf Dietze und Jürgen Jednoralski)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1718.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1719.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1986&lt;br /&gt;
:800 Jahrfeier Klostergründung 1186&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1857.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2083.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:Sturmflut&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1856.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nachfolgend werden chronologisch Ereignisse im Zusammenhang mit dem Prozess der Wiedervereinigung in Bad Doberan  von 1989 - 1994 aufgeführt(entnommen der Broschüre von Michael Heinz &amp;quot;Der Kampf um die Hirne und Herzen der Menschen tobt..., herausgegeben 2009/im weiteren Verlauf mit MH gekennzeichnet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:5.10. 5500 Jugendliche ziehen in einem organisierten Marschzug mit Fackeln durch die Stadt, um den bevorstehenden 40.Jahrestag der DDR zu feiern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3620.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.10. In der Kreispoliklinik wird eine politische Versammlung abgehalten. Alle Mitarbeiter bis auf drei sprechen sich in einer Unterschriftenliste für Veränderungen und Dialog aus.&lt;br /&gt;
:15.10. In einem Kirchenschaukasten werden Forderungen nach Reisefreiheit, Reformen und freien Wahlen ausgehängt.&lt;br /&gt;
:25.10. Das erste Friedensgebet im Münster findet statt. Danach formiert sich spontan eine Demonstration mit rund 3000 Teilnehmern. Es werden u.a. freie Wahlen gefordert. Vor dem Gebäude der SED-Kreisleitung stellen Demonstranten als Zeichen des Protestes Kerzen auf.&lt;br /&gt;
:28.10. Die OZ druckt auf Geheiß der SED die Predigt des Doberaner Probstes Schmidt vom 25.10. ab.&lt;br /&gt;
:31.10. Auf einer Sitzung der SED-Kreisleitung stellt der 1. Sekretär Ernst Jahnel einen Vertrauensbruch  zwischen Volk und Partei fest. Am Vormittag kommt es zu einem Eklat, als Gerd Autrum in die Versammlung stürmt und Jahnel verbal attackiert. Im Kulturhaus diskutieren 400 Bürger über die Handels- und Versorgungspolitik.&lt;br /&gt;
:1.11. Zum zweiten Friedensgebet im Münster erscheinen ca. 2500 Menschen. Die Predigt hält der Rostocker Pfarrer Joachim Gauck. Auf der folgenden Demonstration werden Reisefrei, freie Wahlen, Wehrersatzdienst und die Zulassung des Neuen Forums gefordert. &lt;br /&gt;
: 4. 12. Die Kreisstelle des MfS wird besetzt. Dabei stellt man fest, dass Akten verbrannt worden sind. Die Räume wurden versiegelt und  durch Bürger, Volkspolizei und Mitarbeiter des MfS ständig bewacht.&lt;br /&gt;
: 5.12. Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse werden im Kreis aufgelöst.&lt;br /&gt;
: 6.12. Nach einem erneuten Friedensgottesdienst und anschließendem Schweigemarsch sprechen sich viele Demonstranten für den Vollzug der deutschen Einheit und die Auflösung des AfNS aus. Es ertönt der Sprechchor &amp;quot;Wir sind das Volk!&amp;quot; Am Abend stellen Mitglieder des Neuen Forums, darunter Dr. Neumann, Dr. Ludwig und Gerd Autrum, einen Siegelbruch an der Kreisdienststelle der Staatssicherheit fest. Noch in der Nacht gelingt es, einen Militärstaatsanwalt herbeizuholen.&lt;br /&gt;
: 7.12. Die Siegel der Kreisdienststelle werden erneuert. Rolf Dietze übernimmt vorerst die Leitung der Volkspolizei, die ihrer Sicherungspflicht nicht nachgekommen war. Am Abend bildet sich ein Bürgerkomitee zur Auflösung des AfNS, das am frühen Morgen die Kreisdienststelle der Obhut der Volkspolizei übergibt.&lt;br /&gt;
: 8.12. Am Morgen wird festgestellt, dass Mitarbeiter der Staatssicherheit die Kreisdienststelle besetzt haben. Es folgen Telefonate des Bürgerrechtlers Gerd Autrum und des Ratsvorsitzenden Rolf Dietze mit Hans Modrow. Der Vorsitzende des Ministerrates ermächtigt Dietze vorläufig zur Auflösung des AfNS des Kreises.&lt;br /&gt;
: 10.12. Der neue Bezirksbevollmächtigte Modrows zur AfNS-Auflösung erscheint, nachdem der Vorgänger durch die Geschehnisse in Bad Doberan abgesetzt worden war.&lt;br /&gt;
: 11.12. Die Auflösung der Kreisdienststelle beginnt. Letzte Akten werden vom Neuen Forum und der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Das Neue Forum tritt zu einer Kreisvollversammlung zusammen.&lt;br /&gt;
: 13.12. Bürger treffen sich zum Friedensgebet und zur Mittwochsdemonstration.&lt;br /&gt;
: 14.12. Auf Kreisebene konstituiert sich ein Runder Tisch, der schließlich schrittweise die Regierungsgewalt im Kreis übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==die heutige Zeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1990 &lt;br /&gt;
: Anfang Januar formiert sich in der Stadt ein Bürgerrat, um den Rat der Stadt zu unterstützen und zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
: 10.1. Nach dem Friedengottesdienst formiert sich die traditionelle Mittwochsdemonstration mit 1600 Teilnehmern. Erneut Werden die deutsche Einheit sowie Zugang zu den Medien gefordert.&lt;br /&gt;
: 17.1. Nach dem traditionellen Friedensgebet formiert sich ein Protestzug.&lt;br /&gt;
: 27.1. Der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Dethloff tritt zurück und beendet seine Parteimitgliedschaft aus Protest gegen die nur zaghafte Erneuerung der SED-PDS.&lt;br /&gt;
: 31.1. Beim Friedensgebet im Münster steht die Vergangenheitsbewältigung im Mittelpunkt. Der anschließende Schweigemarsch führt zum Rosengarten, wo eine Veranstaltung der Parteien und des Neuen Forum stattfindet.&lt;br /&gt;
: 7.2. Auf seiner ersten Sitzung beschließt der Runde Tisch der Stadt, dass alle Entscheidungen des Rates der Stadt durch ihn bestätigt werden müssen.&lt;br /&gt;
: 8.2. Der Runde Tisch des Kreises befragt den vormaligen Leiter der Kreisdienststelle des MfS, den ehemaligen 1. Sekretär der SED-Kreisleitung und den Kreisstaatsanwalt zu früheren Praktiken des Informationsaustausches.&lt;br /&gt;
: 16.2. Bei &amp;quot;Glashäger&amp;quot; wird ein Warnstreik beendet, nachdem die Löhne erhöht worden sind.&lt;br /&gt;
: 14.3. Im Münster wird das 18. Friedensgebet abgehalten. Nachfolgend kommt es zur letzten Mittwochsdemonstration. Das Gebäude desPDS-Kreisvorstandes wird mitnationalsozialistischen Symbolen beschmiert , nachdem dort vor rund einer Woche die Fensterscheiben eingeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
:23.3. Auf einer außerordentlichen Kreistagssitzung scheitert ein Misstrauensvotum gegen den Vorsitzenden des Rates des Kreises Rolf Dietze.&lt;br /&gt;
:29.3. Dietze erklärt auf Druck des Runden Tisches , der ihm die Wahlfälschungen anlastet, seinen Rücktritt. Probst Schmidt nimmt Abstand von einer weiteren Mitarbeit am Runden Tisch.&lt;br /&gt;
2.4. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Runden Tisches  und des Präsidiums des Kreistages setzt sich Thomas Leuchert(SPD) gegen Oto Schumacher(CDU) in der Wahl zum amtierenden Vorsitzenden des Rates des Kreises durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3621.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3661.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.5. Die Pädagogen des Kreises treten für anderthalb Stunden in den Warnstreik. Sie fordern die Unkündbarkeit nach zehnjähriger Berufsausübung, den Erhalt der Kindergärten und höhere Löhne. Letzeres stößt auf breite Kritik&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3662.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3663.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
: 2.10. Im Münster treffen sich  anlässlich der bevorstehenden Wiedervereinigung 1000 Menschenzum Friedensgebet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3664.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3676.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Erstes Zappa Konzert in der Klosterruine Althof&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3665.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3666.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3667.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3668.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3669.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3670.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Prinz Claus der Niederlande spendet für den Erhalt der Altstadt im Rahmen einer Spendenaktion(MH)&lt;br /&gt;
;1992 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3671.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3672.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3673.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ausschreibung Heiligendamms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1993 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3674.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gründung des Zappa Vereins&lt;br /&gt;
:Wiedereröffnung der Galopprennbahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1994&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3675.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1995 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe(Jagdfeld) erwirbt Heiligendamm für 15 Mio DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe erhält Zuschlag für Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Reha-Klinik Moorbad in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der MEDIAN-Klinik in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Informationen aus dem Rathaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3391.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3452.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3395.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3396.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3397.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;2000 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält die Anerkennung als Heilbad&lt;br /&gt;
;2001&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z10.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2002 &lt;br /&gt;
:Einweihung der Zappa Büste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2003 &lt;br /&gt;
:Kempinski Grand Hotel eröffnet in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Wahl der Stadtvertretung Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Stadtvertreter.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2005 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält ein neues Rathaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:Aufhebung der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:G8 Gipfel in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2008&lt;br /&gt;
:Stadtbus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1784.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1783.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Heiligend. darf mit dem Titel „Seeheilbad“ werben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Treffen Bundespräsident J. Gauck mit Amtsbrüdern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2019&lt;br /&gt;
:Hochwasser 31. Juli 2019&lt;br /&gt;
[https://de.video.search.yahoo.com/search/video?fr=yfp-t-s&amp;amp;p=Molli+im+Hochwasser+bad+doberan#id=1&amp;amp;vid=dcfa9ef8987757ab80ff7957469ffdc0&amp;amp;action=click]&lt;br /&gt;
you tube video&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1539.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1540.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3063.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3064.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3065.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3066.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3067.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026&lt;br /&gt;
:Winterimpressionen Januar 2026&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3521.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3523.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3524.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesamtübersicht==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zeittafel/ Chronik des Kloster und der Stadt Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Mitarbeiterin des Stadtmuseums: Regine Grzech) &lt;br /&gt;
*1098	Gründung des „Mutterklosters“  der Zisterzienser in Frankreich (Citeaux bei Dijon).&lt;br /&gt;
*1135	Gründung des Klosters in Amelungsborn (nahe der Weser).&lt;br /&gt;
*Die Zisterziensermönche waren eine Mischung von Geistlichen, Bauern und Ökonomen, die sich ihren Unterhalt durch eigene Hände Arbeit erwerben sollten. Sie besiedelten unbebautes Land. Die Zisterzienser-Klöster waren frei von der bischöflichen Jurisdiktion. Beim Abt lagen alle Entscheidungen in geistlichen und weltlichen Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
*1147/ 48	Wenden kämpfen gegen das Kreuzheer Heinrich des Löwen&lt;br /&gt;
*1160	Die Wenden (Obotriten) unterlagen den deutschen und dänischen Heeren.Niklot verstorben.&lt;br /&gt;
*1164, 29. April	Pribislav macht dem Götzendienst auf dem Fürstenhof Doberan (wahrscheinlich bei Althof) ein Ende. (historisch nicht belegbar)&lt;br /&gt;
*Pribislav geht nach einem missglückten Aufstand gegen Heinrich des Löwen in Verbannung.&lt;br /&gt;
*1166	Pribislav wird aus der Verbannung zurückgerufen.&lt;br /&gt;
*1171, 01. März	Erster Convent: 12 Mönche und 1 Abt gründen das Kloster in Althof.&lt;br /&gt;
*1172	Woizlawa (Gattin von Pribislav) wird in der Kapelle beigesetzt.&lt;br /&gt;
*1177	Verleihungsurkunde erwähnt „villa slavica dobera“.&lt;br /&gt;
*1178, 30. Dezember	Pribislav verstorben (Turnier zu Lüneburg)&lt;br /&gt;
*1179	Zerstörung des Klosters.&lt;br /&gt;
*1186, 25. Juni	Zweiter Convent, Aufbau des Klosters in Doberan Althof wurde wieder hergestellt und wurde Sitz eines Hofmeisters des Klosters. Wiedereröffnung des Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1200	Bau der Kapelle zu Althof.&lt;br /&gt;
*1209	Doberaner Mönche übernehmen das 1184 verlassene Kloster Dargun.&lt;br /&gt;
*um 1210	Steffenshagen „Heiliges Blut“.&lt;br /&gt;
*1218	Beginn der deutschen Einwanderung&lt;br /&gt;
*1219	Beisetzung von Pribislav im Kloster Doberan. Der Stifter Doberans war 1178 zunächst im Michael - Kloster Lüneburg bestattet worden.&lt;br /&gt;
*1232, 03. Oktober	Weihe der romanischen Klosterkirche Doberan durch Bischof Brunward. Ausbau des Doberaner Klosters(Klausur: um 1200, Beinhaus: um 1250)&lt;br /&gt;
*1258	Doberaner Mönche gründen das Tochterkloster Pelplin (Polen). &lt;br /&gt;
*um 1260	Baubeginn des gotischen Münsters &lt;br /&gt;
*um 1280	Entstehung des Wirtschaftsgebäudes und Kornhauses in der Klosteranlage&lt;br /&gt;
*1283 bis 1290	Bauten wie die Brauerei, das Kornhaus sowie die 1.400 m lange Klostermauer werden errichtet.&lt;br /&gt;
*um 1285	Entstehung der Ringmauer um die Klosteranlage&lt;br /&gt;
*um 1290	Entstehung der Wollscheune in der Klosteranlage und Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
*1291, 30. Mai	Am Himmelfahrtstag wurde die Kirche des Klosters durch Unwetter und Blitzeinschlag schwer beschädigt und ist niedergebrannt.&lt;br /&gt;
*1301	Gruß der mittelalterlichen Glocke unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
*1302	Eine Sturmflut an der Ostsee richtet große Schäden an.(Entstehung des „Heiligen Dammes“?)&lt;br /&gt;
*1309	Beginn der Klosterwirren.&lt;br /&gt;
*1337	Ende der Klosterwirren durch Rücktritt und Pensionierung des Abtes Conrad IV. 39 Mönche unterschreiben mit eigener Hand die Versöhnungsurkunde.&lt;br /&gt;
*1368, 04. Juni	Schlussweihe des gotischen Münsters&lt;br /&gt;
*1385, 18. September	Abt Gerhard von Clairvaux gibt die Erlaubnis, dass am Kirchweihfest und aus Anlass einer Beerdigung Frauen die Kirche betreten dürfen.&lt;br /&gt;
*1390	Astronomische Uhr im Münster.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blüte des Klosters Doberan; hohes Ansehen im Orden und in der Gesellschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*bedeutende Reformäbte:&lt;br /&gt;
*1404/ 23 Hermann Bokholt&lt;br /&gt;
*1424/ 41 Bernhard Witte&lt;br /&gt;
*1478	Beruft der Abt Johann Wilcken das Provinzialkapital für die Klöster im Erzbistum Hamburg-Bremen, Mecklenburg, Pommern und Preußen nach Doberan ein. Die Klöster sind in dieser Zeit vielfach durch fürstliche Ausnutzung (Ablager) und politische Wirren in ihrer Existenz bedroht. &lt;br /&gt;
*1501 bis 1504	Heinrich Mützel wird in Gegenwart des Vaterabtes Gebhard Maske aus Amelungsborn (1499/ 10) zum Abt in Doberan gewählt. Nach seiner Regierung begann der Niedergang von Doberan.&lt;br /&gt;
*1520	Ist der Doberaner Mönch Joachim Venter im Bernhardiner Kolleg Leipzig als Student immatrikuliert.&lt;br /&gt;
*1522	Überträgt der Doberaner Abt die Visitation für sein Tochterkloster Pelplin auf die Äbte von Kolbatz und Oliwa.&lt;br /&gt;
*1530	Kaiser Karl V. nimmt Kloster Doberan in seinen Schutz.&lt;br /&gt;
*1535	Visitation des Klosters, rapider Niedergang.&lt;br /&gt;
*1541	„entläuft “der Mönch Tymno Kruse nach Stralsund um sich dem Studium der Schrift zu widmen.&lt;br /&gt;
*1549	Die Pest im Kloster.&lt;br /&gt;
*1549, 20. Juli	Erklärt der Landtag zu Sternberg die lutherische Lehre für die Kirche in Mecklenburg als verbindlich.&lt;br /&gt;
*1550	Doberan besteht aus Kammerhof, zwei Krügen, Ziegelei, Schmiede, einige Wohnhäuser und Scheunen.&lt;br /&gt;
*1552, 05. März	Aufhebung des Klosters Doberan, der letzte Abt Nikolaus Pepperkorn zieht sich nach Pelplin zurück (gestorben 1564).&lt;br /&gt;
*„Rostocker“ Teil an Herzog Johann und „Wismarer“ Teil an Herzog Ulrich&lt;br /&gt;
*1553, 15. Januar	Verbietet Herzog Ulrich den Abbruch „unseres“ Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1564	Einführung des ersten evangelischen Pastors, Magister Hermann Kruse, in Doberan.&lt;br /&gt;
*1578	Instandsetzungen an Kirche und Kloster durch Herzog Ulrich und Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1586	Restaurierung des Münsters auf Veranlassung der Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1600	Kirche erhält eine Orgel&lt;br /&gt;
*1608	Herzog Carl lässt im Münster eine neue Orgel mit 22 Registern bauen.&lt;br /&gt;
*1610	Ein Inventar verzeichnet, dass die Kapelle in Althof als Backhaus genutzt wird.&lt;br /&gt;
*1611	Doberan erscheint auf den Landkarten als „Flecken“.&lt;br /&gt;
*1618 bis 1648	30-jähriger Krieg.&lt;br /&gt;
*1623	In der „Vorstadt“ Doberan wohnen 120 Menschen.&lt;br /&gt;
*1637	Fallen die kaiserlichen Truppen ins Kloster ein.&lt;br /&gt;
*1638/ 39	Plündern schwedische Soldaten die Kupferbedachung des Münsters.&lt;br /&gt;
*1639	Stürzt der Turmhelm am Himmelsfahrttag ab; Dach schwer beschädigt; Gottesdienste in der Kirche nicht möglich. Reparaturmaßnahmen am Kirchendach.&lt;br /&gt;
*1643	Dachreparaturen mit Blei an den nötigsten Stellen.&lt;br /&gt;
*1646	Reparatur der Orgel.&lt;br /&gt;
*1649	Wird ein neuer Dachreiter aufgesetzt..&lt;br /&gt;
*ab 1650	Reparaturen am Münster.&lt;br /&gt;
*1675, 25. September	König Christian V. von Dänemark und Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg schließen im Kloster Doberan ein Bündnis gegen Schweden.&lt;br /&gt;
*1681	Gründung einer Brandgilde in Doberan. &lt;br /&gt;
*1700 bis 1721	Großer Nordischer Krieg: Mecklenburg wird wieder Kriegsschauplatz.&lt;br /&gt;
*1707 bis 1713	Prinz Carl Leopold residiert in Doberan.&lt;br /&gt;
*1717	In der „Vorstadt“ Doberan werden 19 Häuser registriert.&lt;br /&gt;
*1749	Doberan hat 30 Häuser&lt;br /&gt;
*1762	Einrichtung einer Wollmanufaktur, Leitung Oberamtmann von Oertzen, 24 Weber und eine große Zahl von Spinner arbeiteten in der Manufaktur&lt;br /&gt;
*1763	„Stallschreiber“ - Haus neben  Klostertor.&lt;br /&gt;
*1766, 20. September 	Thomas Nugent: „Ausflug von Rostock nach Doberan und zu Heiligendamm“&lt;br /&gt;
*1766	Schließung der Wollmanufaktur nach nur vier Jahren&lt;br /&gt;
*1767	38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden&lt;br /&gt;
*1776	Schloss abgerissen (Standort im Bachgarten) an der Stelle des späteren Amtshauses.&lt;br /&gt;
*1779	Pfarrer Röper in Doberan&lt;br /&gt;
*1782	Doberan erhält eine zweite Schulstelle. Es werden bis zu 150 Schüler in einer Klasse erwähnt.&lt;br /&gt;
*1783, 17. Juli	Prediger Jamos zu Ostfriesland macht Vorschläge zur Errichtung von Seebädern am Nordseestrand (König lehnt ab)&lt;br /&gt;
*1783	Errichtung des Wohngebäudes am Kammerhof durch J. Chr. H. von Seydewitz. &lt;br /&gt;
*1789	Samuel Gottlieb Vogel kommt als Professor der Medizin nach Rostock. Später wird er Leibarzt von Friedrich Franz I. und erster Badearzt in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1790	Schreiber (Rostock 1855): „ein armseliges, schmutziges Dorf, hatte nur Wohnbuden aufzuweisen, Häuserchen von Fachwerk mit Lehmwänden und Strohdächern und meist ohne Schornsteine. Holprige, kothige Wege zogen daran vorüber, der Camp war eine von Gräben durchzogene Viehweide und Moorwiese, sumpfige Gewässer traten dicht an den Ort heran, welchen im nahe Umkreise düsterer Wald einhegte.&lt;br /&gt;
*1790	85  kleine Häuser, 900 Einwohner, 24 bis 30 Kinder werden jährlich geboren.&lt;br /&gt;
*1792	August Gottlieb Weber (Rostock): „... dass wir, dem Meere so nahe, keinen Gebrauch von diesem so ausgezeichnet wohltätigen Heilmittel machen.“&lt;br /&gt;
*1793	Lichtenberg: „Warum hat Deutschland noch kein öffentliches Seebad?“ 22. Juli	Professor Vogel aus Rostock teilt das Gelesene dem Herzog mit und erhält von Herzog Friedrich Franz I. den Auftrag, in Heiligendamm ein Seebad zu errichten. Gründung des ersten deutschen Seebades am „Heiligen Damm bey Dobberan“ durch Friedrich Franz I., auf Initiative von S. G. Vogel. Kamp in Parkanlage, Haus Ecke Markt/Lettowsberg erbaut und Doberan wird Nebensitz der mecklenburgischen Fürsten.&lt;br /&gt;
*1793 bis 1801	In der Bauperiode von J. Chr. H. Seydewitz entstehen zumeist einfache Fachwerkhäuser, wie das Logierhaus am Kamp, das Amtshaus im Klostergelände sowie das erste Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1794	Ein kleines Badehaus für 4 Bäder, 2 Badeschaluppen.&lt;br /&gt;
*1794/ 95	Fahrstrecke durch das Klostergelände, Durchbruch der Mauer (Rostocker Tor).&lt;br /&gt;
*1794 bis 1796	Kurhaus (Logierhaus mit 2 Nebengebäuden und Pferdestall)&lt;br /&gt;
*1795	Amtshaus, Tempel auf dem Jungfernberg (Tempelberg). Großes Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1795	Errichtung des ersten Brückenstegs in Heiligendamm. Große Viereck mit Zugbrücke zur Seeseite, um Schiffe ins Innenland zu lassen. Anlage des Kamps im Ortszentrum von Doberan und des Englischen Gartens am Münster.&lt;br /&gt;
*1796	W. v. Humboldt in Heiligendamm. Erste warme Seebäder.&lt;br /&gt;
*1797	Camp&lt;br /&gt;
*1799	Jungfernbrunnen am Tempelberg bei Rosenow Kamp und englischen Garten planiert, Strohpilz auf dem Buchenberg, Kamp Nr. 12 (Rokokohaus) Bauernbank.&lt;br /&gt;
*In Heiligendamm pumpen 6 Pumpen, angetrieben durch 2 Ochsen über ein Räderwerk das Seewasser 35 Fuß hoch in einen Kessel (je Stunde über 700 Kubikfuß Wasser).&lt;br /&gt;
*1800	Speisesaal&lt;br /&gt;
1801	Damenbad (Konversationstempel)&lt;br /&gt;
*1801/ 02	Salongebäude mit 8 Läden.&lt;br /&gt;
*1801 bis 1836	Carl Theodor Severin schafft die das Ortsbild prägenden Bauten in Doberan und Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1802	Ein Verbot für Strohdächer wird erlassen.&lt;br /&gt;
*1803	Erste Badekarren&lt;br /&gt;
1804, 28. Juli	Erstes Pferderennen (auf freiem Feld)&lt;br /&gt;
*1805	Badeschaluppen werden durch vierrädrige Badewagen abgelöst.&lt;br /&gt;
*1806, 02. Juli	Theater, erste Vorstellung 300 Personen. Beginn des Palais (Severin)&lt;br /&gt;
*1806	Napoleon besetzt Mecklenburg.&lt;br /&gt;
*1806 bis 1808	Palais – 1813 ovaler Saal mit Tapeten Amor und Psyche (an Stelle des alten Hopfenhauses).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumeister in Doberan:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*J. Chr. H. v. Seydewitz (1748 – 1824), erbaute u.a. 1793 – 1796 Logierhaus (Hotel Friedrich Franz Palais)&lt;br /&gt;
*Carl Theodor Severin (1763 – 1836), erbaute u.a. 1822/ 23 „Altes Stahlbad“&lt;br /&gt;
*Gotthilf L. Möckel (1838 – 1915), erbaute u.a. 1886 – 1888 Möckelhaus (Museum)&lt;br /&gt;
*1807, 10. August	Friedrich Franz I. kehrt aus dem Exil zurück. Erste große Kampfillumination. In Doberan werden gezählt: 127 Häuser, 50 Kinder werden je Jahr geboren und 1.349 Einwohner, darunter 3 Schlächter, 3 Töpfer, 3 Sattler, 3 Bäcker, 4 Zimmermeister, 4 Gastwirte, 6 Fuhrleute, 8 Tischler, 12 Schneider, 20 Schuster, 8 Krämer, 19 Weber, 1 Apotheker, 1 Chirurg, 1 Konditor, 1 Tapezierer, 1 Nagelschmied, 1 Pantoffelmacher, 2 Maurer, 2 Böttcher, 1 Maler, 1 Müller, 1 Drechsler, 1 Musikant, 1 Pfeifenmacher, 1 Glaser, 2 Radmacher, 3 Schmiede.&lt;br /&gt;
*1807	Einhegung des Kampes&lt;br /&gt;
*1808	In Heiligendamm gibt es 1 großes und 2 kleine Badehäuser, 4 Badekarren, eine Badeschaluppe und 12 Schilderhäuser. Das große massive Badehaus enthält 15 Badezimmer und 2 kleine Wannen für Kinder.&lt;br /&gt;
*1808 bis 13	Errichtung des roten Pavillon und des weißen Pavillon&lt;br /&gt;
*1810	Badehaus für Arme, Armenkrankenhaus (an Stelle der heutigen Burg).&lt;br /&gt;
*1810 bis 1813	Chinesischer Pavillon mit Galerie für Musiker.&lt;br /&gt;
*1812	Bau der Boutiken auf dem Kamp mit je 5 Kaufläden.&lt;br /&gt;
*1813, 28. August	Gefecht bei Retschow. Die verbündeten Mecklenburger und Schweden unter General Vegesack schlagen eine französische Einheit zurück.&lt;br /&gt;
*1814	Medini gründet Teeclub. Kolonnaden mit 10 Kaufmannsboutiken am Kamp.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1816	Bau des Kurhauses in Heiligendamm durch C. Th. Severin als „Empfangs-, Gesellschafts-, Tanz- und Speisehaus“.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1817	Saal mit Säulenhallen in Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1816	Kamp mit weißen Glaskugeln erleuchtet.&lt;br /&gt;
*1817	Anbringung von Markisen.&lt;br /&gt;
*1818	Doberan hat 165 Häuser und 1.177 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1819	14 Badekarren in Heiligendamm. Ballon Frau Reichardt vom Kamp. &lt;br /&gt;
*1819 In Heiligendamm Schwefelquelle und Bittersalzquelle entdeckt.&lt;br /&gt;
*Berliner Schauspieler Devrient und italienische Sängerin Catalani treten in Doberan auf.&lt;br /&gt;
*1819 bis 1821	Anbau des großen Saales an das Salongebäude.&lt;br /&gt;
*ab 1820	Ausgestaltung des Kamps, des Springbrunnenplatzes und Anlage der Baum- und Kastanienstraße.&lt;br /&gt;
*1820	Am Markt Häuser mit Läden.&lt;br /&gt;
*1821	Erbohrung einer Eisenquelle nahe des alten Moorbades von Kaufmann Mühlenbruch bei Schleuse (der späteren Jungfernmühle). Um sie medizinisch nutzen zu können, entsteht ein kleines Gebäude mit vier Badewannen als erste „Kureinrichtung“ Doberans.&lt;br /&gt;
*1821/ 22	Severin baut für sich das Spätere Prinzenpalais(Erbgroßherzog Paul Friedrich und Frau Alexandrine) Haus Gottesfrieden Nr. 5, in der Nr. 6 Heißmangel.&lt;br /&gt;
*1822/ 23	Erste öffentliche Rennen (Rennbahn).&lt;br /&gt;
*Stahlbad einstöckig erbaut von Severin und 1902 aufgestockt.&lt;br /&gt;
*1822, 09. August	Blitzeinschlag in Kapelle Althof, Restaurierung durch Friedrich Franz veranlasst.&lt;br /&gt;
*1823	Redelstorff Senffabrik und Eisenwaren am Markt.&lt;br /&gt;
*1824	Dampfschifffahrt Doberan-Kopenhagen.&lt;br /&gt;
*1824 Rennverein erstes Pferderennen, Mineralwasser Trinkkuren.&lt;br /&gt;
*1825	Goldbank im Logierhaus, Silberbank im Posthaus (Lindenhof),Haus Medini, Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1827	Gastspiel des Berliner Komikers Germ.&lt;br /&gt;
*1828	Tribüne auf Rennbahn von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*um 1830	Der Ort vergrößert sich um die Kastanien-, die Baum-, die Friedhofs- und die Jungfernstraße sowie den Töpferberg. Friedhof an der heutigen Waldstraße.&lt;br /&gt;
*1830	Omnibus fährt nach Heiligendamm (Pferde – Omnibus).&lt;br /&gt;
*1830 Beginn der Restaurierungsarbeiten am Münster.&lt;br /&gt;
*1830	Schließung des Friedhofs im Kloster und Neuanlage in der Waldstraße. Küsterhaus in Biedermeier – Gotik. Doberan hat 2.210 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1831	Damenbad (festes Gebäude 48m lang und 6m breit).&lt;br /&gt;
*1832	Hofapotheke Framm.&lt;br /&gt;
*1836	Severin verstorben.&lt;br /&gt;
*1837, 01. Februar	Friedrich Franz verstorben&lt;br /&gt;
*Paul – Friedrich 1837 bis 1842&lt;br /&gt;
*1838	Straße nach Rostock und Heiligendamm, Fahrweg nach Althofnischen Gastspiel der italienischen Tänzerin Maria Taglioni Jungferntempel. Regelmäßige Schnellpost nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1839	Beginn des Ausbaus von Heiligendamm zur „Weißen Stadt am Meer“.&lt;br /&gt;
*1840	Döbereiner Kaltwasseranstalt, Schliffenhaus Neue Reihe (letztes Haus links).&lt;br /&gt;
*1841	Haus der Großherzogin Alexandrine in Heiligendamm. Thälmann Straße 9 (Leder Trost) aufgestockt. Tempel auf Jungfernberg umgebaut.&lt;br /&gt;
*1841	Maschinenfabrik und Eisengießerei Kähler (Landmaschinen).&lt;br /&gt;
*1841/ 42	Überdeckung der Bäche (Thälmann Straße und Markt).&lt;br /&gt;
*1842, 07. März	Großherzog Paul Friedrich verstorben.&lt;br /&gt;
*1842	Marstall (später Turnhalle).&lt;br /&gt;
*1842	Apotheke vom Springbrunnenplatz zum Kamp (50 Jahresfeier).&lt;br /&gt;
*1843	Findling nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1844 bis 1854	Bau der Villenreihe in Heiligendamm (Herrenbad weiter nach Osten verlegt).&lt;br /&gt;
*1845	Burg von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*1846 bis 1853	Dr. Döbereiner Kaltwasserheilanstalt.&lt;br /&gt;
*1848	Burg fertiggestellt, Armenkrankenhaus abgerissen und an südlichen Rand gebaut in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*um 1850	Die Lindenallee zwischen Doberan und Heiligendamm wird angelegt. Steinmannsche Erziehungsanstalt für Knaben (Burg am Maxi – Gorki – Platz).&lt;br /&gt;
*1850	Private Mädchenschule durch Schulverein (zurück zu verfolgen bis 1837), 1850 ca. 50 Schülerinnen.&lt;br /&gt;
*1852	Freiherr von Drais auf Draisine um den Kamp.&lt;br /&gt;
*1854	Rennbahn neue Tribüne mit massiven Unterbau. Linden an Heiligendammer Chaussee.&lt;br /&gt;
*1857	Maler Ludwig Bang geboren.&lt;br /&gt;
*1863	Gründung des Doberaner Sportvereins.&lt;br /&gt;
*1865	Dampfkalesche bleibt stecken (Versuchsfahrt für Transport).&lt;br /&gt;
*1866	Spielbank aufgehoben. Privatknabenschule in den oberen Räumen der Gewerbehalle.&lt;br /&gt;
*1869	Klassische Front am Salongebäude geändert. (neorenaissancistischer Fassade)&lt;br /&gt;
*1872,13. November	Sturmflut.&lt;br /&gt;
*1873,02. April	Das Seebad Heiligendamm wird  an Baron von Kahlden verkauft.&lt;br /&gt;
*1879, 21. April	Im Puppenhaus Progymnasium, 4 Klassen 60 Schüler, 05. März 1885 erstes Abitur (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1879	Doberan 4.500 Einwohner&lt;br /&gt;
*1879, 01. Juli	Doberan wird Stadt (Salongebäude wird Rathaus und Amtsgericht) alter Saal umgebaut, Fassade im Renaissancegeschmack überladen.&lt;br /&gt;
*ab 1880	Waldstraße (noch ohne Häuser), erste Bauten am Parkentiner Weg und in der heutigen Goethestraße entstehen. Dammchaussee  jetzige Friedrich – Engels – Straße, am Markt „Hotel Beese“ („Mecklenburger Hof“) ,Neue Reihe und Severinstraße werden voll bebaut.&lt;br /&gt;
*1881 bis 1900	Kirche wird restauriert (Möckel)&lt;br /&gt;
*1882, Ostern	Einige Klassen des Progymnasiums ins alte Amtsgebäude.&lt;br /&gt;
*1883, 01. September	Gymnasium erhält den Namen „Friderico Francisceum“&lt;br /&gt;
*1883/ 84	Bau der Eisenbahnstrecke Wismar – Rostock.&lt;br /&gt;
*1884	Kreisgericht&lt;br /&gt;
*1885	Prinzengarten wird als Spielplatz der Schule übergeben.&lt;br /&gt;
*1885, 05. März	Erste Reifeprüfung (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1886	Der „Molli“ nimmt den Betrieb von Doberan nach Heiligendamm auf.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Theater abgerissen.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Pfarrhaus/ Direktorenhaus (unter Möckel erbaut).&lt;br /&gt;
*1887/ 88	Erneuerung der Kapelle in Althof (Möckel).&lt;br /&gt;
*1887	Postgebäude&lt;br /&gt;
*1887 bis 1889	Bau des Gymnasiums&lt;br /&gt;
*1888	Möckelhaus&lt;br /&gt;
*1889, 09. Juli	Das Gymnasium wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
*1893	Stahlbad verkauft.&lt;br /&gt;
*1895	Gebäude Ecke Friedrich – Engels – Straße (Rostocker Straße)&lt;br /&gt;
*1896	Schülerorchester&lt;br /&gt;
*1897	Verbot des Schießens nach lebenden Tauben, Tontaubenschießen.&lt;br /&gt;
*1900	Mädchenschule in der Lessingstraße (ehemalige Marienstraße).&lt;br /&gt;
*1901	Direktorenhaus als Dienstwohnung vom Staat angekauft&lt;br /&gt;
*1901, 08./ 09. Juni	21. Sängerfest&lt;br /&gt;
*1902	Haus 10 Straße des Friedens, Internat für ausw. Schüler Holst und Hamke Laden und Hotel Kurhaus. Turnhalle EOS.&lt;br /&gt;
*1903/ 04	Städtische Gaswerk am Bahnhof.&lt;br /&gt;
*1904, 09. Februar	Gründung eines „Plattdeutschen Vereins“ im Hotel Schwan (34 Mitglieder)&lt;br /&gt;
*1904,31. Juli	Evangelische Kirche Heiligendamm (Bau von Möckel)&lt;br /&gt;
*1904, 31. Dezember	Sturmflut (Herren – Damen – Bad  und Brücke zerstört).&lt;br /&gt;
*1904 bis 1906	Gasbeleuchtung&lt;br /&gt;
*1904 bis 1910	Bismarckstraße, Marienstraße, Annenstraße, Althöfer Straße, Friedrich – Franz – Straße, Prinzenstraße, Elisabethstraße.&lt;br /&gt;
*1905	V. Verbandstag der Maler&lt;br /&gt;
*1907	Straße nach Warnemünde&lt;br /&gt;
*1908	Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
*1909/ 10	Goethestraße 22, 24, 26&lt;br /&gt;
*1910	Kleinbahn bis Kühlungsborn&lt;br /&gt;
*1910/ 11	Druckerei Rehse, Hermann (später Michaels)&lt;br /&gt;
*1911	Klosterbrauerei wird Molkerei.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Turnvereins am Gymnasium.&lt;br /&gt;
*Heiligendamm geht an Gesellschaft mbH über (Kauf erst 1922)&lt;br /&gt;
*1911/ 12	Stromversorgung wird in Doberan aufgebaut.&lt;br /&gt;
*1914 bis 1918	1. Weltkrieg – Die Bautätigkeit stagniert. In den Notjahren werden auf dem Kamp Kartoffeln angebaut.&lt;br /&gt;
*1915 bis 1921	Unterbrechung der traditionellen Rennen.&lt;br /&gt;
*1916	Möckel verstorben.&lt;br /&gt;
*1919	Siedlung Parkentiner Weg 49 Häuser.&lt;br /&gt;
*1920	Moorbad an Krankenkasse Berlin verkauft.&lt;br /&gt;
*1921	Sparkasse gegründet (befand sich im Rathaus)&lt;br /&gt;
*1921, 01. Februar	Die Stadt erhält den Namenszusatz „Bad“ anlässlich der 750 Jahresfeier. &lt;br /&gt;
*1922	Chemische Fabrik (heute IKS)&lt;br /&gt;
*1923	Inflation (siehe Beispiel in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924, 04. Mai	Reichstagswahl (Wahlergebnisse Bad Doberan in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924 bis 1926	Wasserleitung&lt;br /&gt;
*1925/ 26	Golfplatz in Heiligendamm/ Schießstand.&lt;br /&gt;
*1926	Ausführung der Siedlung am „Althöfer Weg“ 28 Häuser.&lt;br /&gt;
*1926/ 27	Gymnasium erhält elektrisches Licht. 4 Klassen ins Prinzenpalais (ehemalige Landrostei)&lt;br /&gt;
*1927	4 Mädchen finden Aufnahme im Gymnasium. Von 215 Schülern können 97 schwimmen.&lt;br /&gt;
*1927, 26. Juni	Denkmal auf dem Buchenberg&lt;br /&gt;
*1928	Turnprüfung eingeführt&lt;br /&gt;
*um 1928	Wasserturm&lt;br /&gt;
*1929, 06. bis 08. Juli	31. Bundessängerfest (Gausängerfest)&lt;br /&gt;
*1929	Luftschiff LZ 127 über Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1930	Waldstraße&lt;br /&gt;
*1930, 14. September	Reichstagswahl (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1931	Ermordung von Bohm und Klöcking&lt;br /&gt;
*1931	Stadtverordnetenwahl Bad Doberan (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932/ 33	Pflasterung der Alexandrinenstraße und der Hindenburgstraße&lt;br /&gt;
*1932, 03. März	Reichstagswahlen (Wahlergebnis Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 13. März	Reichspräsidentenwahl  (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 31. Juli	Reichstagswahlen (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, August	Hitler Ehrenbürger von Doberan &lt;br /&gt;
*1933	Sparkasse (Gebäude in der Thälmann Straße) Ermordung von Wolff&lt;br /&gt;
*1934	Einrichtung des Museums im Möckelhaus, vorher in der Bauhütte von Möckel&lt;br /&gt;
*1935	Ehm Welk – Haus (Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1936	Mädchenschule als Elise – Albrecht – Schule bekommt das Gebäude (Haus 10) in der Straße des Friedens. Arbeitsdienstlager in Bad Doberan, Einführung der „staubfreien Müllabfuhr“ Jetzige Lessingschule wurde zur Gewerbe- und Kaufmannsschule.&lt;br /&gt;
*1936, 01. April	Heiligendamm wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1937, 09. November	Das Gymnasium erhält den „Friderico – Fransceum, Oberschule für Jungen“, Mädchen dürfen die Schule nicht besuchen.&lt;br /&gt;
*1938	Bebauung Parkentiner Weg, Althöfer Weg&lt;br /&gt;
*1938	Friedhofskapelle/Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1939	Umbau des Prinzenpalais zum naturwissenschaftlichen Unterricht, Prinzengarten als Sportplatz.&lt;br /&gt;
*1939, 01. April	Althof wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1939, Mai	Doberan hat 7.563 Einwohner&lt;br /&gt;
*1942	Behelfsheime Althöfer Weg (Bombenangriff auf Rostock)&lt;br /&gt;
*1945, 01. Mai	Bad Doberan hat etwa 15.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*1945, 02. Mai	Kriegsende für Bad Doberan. Befreiung durch die Truppen der Roten Armee.&lt;br /&gt;
*1945, 25. September	Bodenreform, Beginn in Hohen – Niendorf.&lt;br /&gt;
*1945, 01. Oktober	Wiedereröffnung der Oberschule. Die Klassen 1 bis 5 der privaten Mädchenschule werden in die Oberschule übernommen.&lt;br /&gt;
*1945, 07. Oktober	Aufteilung der Domäne Althof.&lt;br /&gt;
*1946, 11. März	Umbenennung von Straßen in Bad Doberan. Sie erhalten Namen von Arbeiterführern und Antifaschisten z.B.: Alexandrinenstraße in Ernst – Thälmann – Straße, Neue Reihe in Heinrich - Klöcking – Straße, Mittelstraße in Wilhelm – Bohm – Weg, Friedhofstraße in Ernst – Wolff – Str., Jungfernstraße in Dr.- Leber–Straße, Friedrich – Franz - Straße in Friedrich – Engels - Straße, Alexandrinenplatz in Karl – Marx – Platz, Hindenburgstraße in August - Bebel - Straße&lt;br /&gt;
*1946	Bau der katholische Kirche in Barackenform in der Rostocker Straße.&lt;br /&gt;
*1946, 15. September	Gemeindewahlen (siehe Literatur 1, Seite 38/ 39)&lt;br /&gt;
*1946, 20. Oktober	Wahlen zu den Kreistagen (siehe Literatur 1, Seite 40)&lt;br /&gt;
*1947	Heiligendamm wird Sanatorium für Werktätige.&lt;br /&gt;
*1947, 12. November	Villa des Herzogs Adolf Friedrich wird Internat der Arbeiter- und Bauernkinder.&lt;br /&gt;
*1948	Erste Kurgäste kommen wieder nach Heiligendamm. Der Ort wird „Sanatorium für Werktätige“.&lt;br /&gt;
*1949	Wiedereröffnung des Moorbades.&lt;br /&gt;
*1949, 27. Mai	Stadt Bad Doberan gründet ihren volkseigenen Betrieb, das Kommunale – Wirtschafts - Unternehmen (KWU).&lt;br /&gt;
*1949, 12. Juni	Erster Volkskunsttag mit Sägewettstreit.&lt;br /&gt;
*1949, 29. Juli	Das Tempelberggrundstück wird der Jugendpflege übergeben.&lt;br /&gt;
*1949, 05. Oktober	Jugendherberge&lt;br /&gt;
*1949, 03. Dezember	Wilhelm Pieck fährt durch Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1952	Bad Doberan wird Kreisstadt.&lt;br /&gt;
*1953, 01. August	Auflösung der Länder in der DDR – Bad Doberan wird Kreisstadt im Bezirk Rostock.&lt;br /&gt;
*1954	Betriebsberufsschule Forst&lt;br /&gt;
*1955	Eingemeindung von Vorder Bollhagen.&lt;br /&gt;
*1955 bis 1957	Institut&lt;br /&gt;
*1956/ 57	MTS – Siedlung. Fassade des Rathauses dem ursprünglichem Zustand wieder angenähert.&lt;br /&gt;
*1957	Beginn der ersten Ausbaustufe des Wohngebietes auf dem Buchenberg. Eröffnung des Heimatmuseums im Pavillon auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1957, 12. September	Gründung der AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft)&lt;br /&gt;
*1957 bis 1985	Fertigstellung von Wohnungseinheiten (WE), (AWG und staatlich) sowie Eigenheime (siehe Anlage)&lt;br /&gt;
*1958	Kaufhaus Magnet(Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1960	Erster Jugendklub (an der Jugendherberge) gegründet.&lt;br /&gt;
*1963	Anbau der Post übergeben.&lt;br /&gt;
*1965 bis 1968	Bau der Jemnitzschleuse (Randkanal)&lt;br /&gt;
*1966	Dr. - Th. - Neubauer - Oberschule&lt;br /&gt;
*1967	Möbelhalle&lt;br /&gt;
*1968/ 69	Heime am Stülower Weg&lt;br /&gt;
*1969	Eröffnung der Kantine „Vitakost“ im ehemaligen Brauhaus.&lt;br /&gt;
*1970 bis 1984	Die Konstruktion des Kornhauses kosten 2,5 Millionen.&lt;br /&gt;
*1971	Warmbad (Wannenbäder) eingestellt.&lt;br /&gt;
*1972 bis 1974	Sonneneck&lt;br /&gt;
*1973	Grundsteinlegung zur katholischen Pfarrkirche St. Marien/ St. Bernhard im Doberweg 19 Die Weihe erfolgte 1976.&lt;br /&gt;
*1974, 15. April	Baubeginn Schulkomplex (J. - R. - Becher – Oberschule und Ernst – Schneller - Oberschule)&lt;br /&gt;
*1974	Abriss alte Stadtschule&lt;br /&gt;
*1974, 29. April	Baubeginn Heizhaus&lt;br /&gt;
*1974 bis 1980	Hasenberg (Eigenheimbau)&lt;br /&gt;
*1975	Rekonstruktion EOS (Heizung und Fenster). (EOS – Erweiterte Oberschule)&lt;br /&gt;
*1975, 08. November	700 Schüler beginnen mit dem Unterricht in der neuen J. - R. - Becher – Oberschule (Schulkomplex am Kamp)&lt;br /&gt;
*1975 bis 1979	Rekonstruktion der Tempel auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1976	Berufsberatungszentrum, Kurhaus wegen Baufälligkeit gesperrt.&lt;br /&gt;
*Baubeginn der Sporthalle.&lt;br /&gt;
*1976 bis 1980	Ausbaggerung des Conventer – See (durchschnittliche Tiefe 1,80m)&lt;br /&gt;
*1977, 01. September	Kommunale Berufsschule erhält ein neues Gebäude am Stülower Weg.&lt;br /&gt;
*1977, Oktober	DRK – Gebäude in der Seestraße.&lt;br /&gt;
*1978, 12. Dezember	Übergabe der ehemaligen Pestalozzi – Schule (Kornhaus) als „Haus der Pioniere Ehm Welk“.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Brand des großen Wirtschaftsgebäudes im Kloster.&lt;br /&gt;
*1979	Beginn der Rekonstruktion der Glashäger Mineralquellen.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Wirtschaftshaus (Vita – Kost) durch Brandstiftung zerstört.&lt;br /&gt;
*1979, 07. Oktober	„Weißer Pavillon“ als Cafe übergeben.&lt;br /&gt;
*1980, Mai	Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1980, 05. Mai	Kinderkrippe „Borstel“&lt;br /&gt;
*1980, Dezember	Internat der Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1981/ 82	EOS Rekonstruktion (Giebel)&lt;br /&gt;
*1983	Eröffnung des Stadt- und Bädermuseums im Möckelhaus.&lt;br /&gt;
*1983/ 84	Wohnheim der Betriebsberufsschule - Forst&lt;br /&gt;
*1984	Ende Generalrestaurierung Münster mit Weihe des Kreuzaltars.&lt;br /&gt;
*1984 bis 1987	Rekonstruktion des Kornhauses.&lt;br /&gt;
*1986, Januar	Wiedereröffnung der Gaststätte „Brandt´s Höh“ unter dem Namen „Bellevue“.&lt;br /&gt;
*1986/ 87	Rekonstruktion der Straßen am Kamp und Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1987, Januar	Baubeginn „Wohnkomplex – Kammerhof“ (556 Wohnungen).&lt;br /&gt;
*1988, April	Übergabe der ersten 35 Wohnungen an die Bürger (Kammerhof, erste Straße erhält den Namen Thünenstraße.&lt;br /&gt;
*1988	Baubeginn Schuhfabrik (Industriegelände).&lt;br /&gt;
*1988, Juli	Übergabe der Kläranlage für Kammerhof.&lt;br /&gt;
*1989	Das Münster wird geistlicher Schwerpunkt für die friedliche Revolution im Kreis Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1990, Mai	Die ersten demokratischen Kommunalwahlen finden statt.&lt;br /&gt;
*1991	Aufnahme in die Städtebauförderprogramme von Bund und Land. Beginn der umfassenden Sanierung der Klosteranlage.&lt;br /&gt;
*1992, 06. Dezember	Erster Spatenstich für das neue Gewerbegebiet „Eikboom“ an der B 105.&lt;br /&gt;
*1993	Wiedereröffnung der Galopprennbahn.&lt;br /&gt;
*1993, 27. Juni	Einweihung der neuen Seebrücke in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1994, 12. Juni	Bildung des neuen Landkreises Bad Doberan aus der Landkreise Bad Doberan und Rostock – Land sowie des Amtsbereiches Schwaan&lt;br /&gt;
*1994, September Zusammenlegung der beiden Musikschulen Bad Doberan, Rostock – Land und der Unterrichtsstützpunkt Schwaan  zur Kreismusikschule Bad Doberan&lt;br /&gt;
*1995, 02. Februar	Übergabe der Turnhalle der Förderschule „Am Kellerwald“ Bad Doberan &lt;br /&gt;
*1995, 27. September	Landkreis wird Hauptgesellschafter der „Molli GmbH und Co. KG“&lt;br /&gt;
*1995, 03./ 04. November	Schwerste Sturmflut seit 40 Jahren&lt;br /&gt;
*1995, 01. Dezember	Einweihung des neuen Verkehrhofes der Küstenbus GmbH&lt;br /&gt;
*1996, 10. Januar	Übergabe des Wappenbriefes durch den Innenminister des Landes Mecklenburg – Vorpommern Rudi Geil&lt;br /&gt;
*1996, 13. September	1. Landesfeuerwehrtag Mecklenburg – Vorpommern auf der Rennbahn Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1996, 10. Oktober	Eröffnung der Ebel – Reha – Klinik Moorbad an der Schwaaner Chaussee.&lt;br /&gt;
*1996	Verkauf des historischen Ortskerns von Heiligendamm an die Entwicklungs – Compagnie Heiligendamm (ECH)&lt;br /&gt;
*1997, 09. Januar	Einweihung des neuen Kreiskrankenhauses in Hohenfelde&lt;br /&gt;
*1997, 27. Februar	Gründung des Verkehrsbundes Warnow GmbH durch die Verkehrsunternehmen RSAG, DB AG, RvK, Weiße Flotte, antaris, Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“&lt;br /&gt;
*1997,07. April	Die Median – Klinik Heiligendamm wird ihrer Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
*1997, Juli	175jähriges Jubiläum Rennbahn Doberan/ Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1998, 01. Juli	Kreiskrankenhaus in private Trägerschaft an die Krankenhaus Bad Doberan GmbH übergeben&lt;br /&gt;
*1998, 01. September	Schlüsselübergabe der neuen Beruflichen Schule&lt;br /&gt;
*1998, 30. September	Erster Bikergottesdienst im Doberaner Münster&lt;br /&gt;
*1999, 27. Januar	Verkauf der Anteile an der Flughafen Rostock – Laage – Güstrow GmbH&lt;br /&gt;
*1999, 13. Juni	Wahl des Kreistages Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 21. März	Kataster- und Vermessungsamt zieht von Rostock nach Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 07. April	Abschluss der Baumaßnahmen im Großherzoglichen Palais (Instandsetzung 1996 – 2000 Gesamtumfang von 6 Mio. DM)&lt;br /&gt;
*2000, 11. Juni	Schließung der „Fachschule für Angewandte Kunst“ (FAK)&lt;br /&gt;
*2000, 29. August	Erlass des Kurortgesetzes&lt;br /&gt;
*2000, 08. Juli	Bad Doberan wird vom Sozialministerium M-V offiziell als Heilbad und damit als Kurort anerkannt.&lt;br /&gt;
*2001, 26. Februar	Umzug der Stadt- und Kreis Bibliothek in die Verbindungsstraße&lt;br /&gt;
*2001, 25. April	Landkreis wir Mitglied im Verein „Region Rostock, Güstrow, Bad Doberan Marketing Initiative e. V.“&lt;br /&gt;
*2001, 06. Mai	Erste Direktwahl des Landkreises&lt;br /&gt;
*2001, 07. Juli	2. Landesmusikschultag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2001, 07. September	Einweihung des Erweiterungsbaus des Friderico – Francisceum - Gymnasiums&lt;br /&gt;
*2002, 24. April	Entwicklung des Berufsschulstandortes Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2002, Mai	10jähriges Bestehen der Entwicklungsgesellschaft Bad Doberan mbH (EGD)&lt;br /&gt;
*2003, 25. April – 12. Oktober	Internationale Gartenbauausstellung (IGA) mit Außenstandort Klosteranlage Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2003, 01. Juni	Eröffnung des Kempinski Grand Hotel Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2003, 21. Juni	25jähriges Bestehen Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“&lt;br /&gt;
*2004, 13. Juni	Wahl des Kreistages (CDU die stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2004, 01. September	Beginn des EU – Projektes „Baltic Sea Cycling“ Landkreis ist am Projekt beteiligt und dauert bis 2007&lt;br /&gt;
*2005, 01. Januar	Start des EU – Projektes „Windtech-Know“ unter der Leitung des Landkreises&lt;br /&gt;
*2005	Bad Doberan erhält ein neues Rathaus.&lt;br /&gt;
*2006, 12. Juli	US-Präsident George W. Bush mit einer Delegation in Heiligedamm (Gäste: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, US-Präsidentin Condoleezza Rice, Bundesaußenminister Frank – Walter Steinmeier, Deutsche Fußball - Nationalteam)&lt;br /&gt;
*2007, 25. April	Beschluss einer Errichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in der Hansstadt&lt;br /&gt;
*2007, 06. bis 08. Juni	G8 Gipfel in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2008, 30. Januar	Kauf der Anteile der Hansestadt Rostock an der Regionalverkehr Küste GmbH (RvK)&lt;br /&gt;
*2008, 17. Juli	Bundespräsident Horst Köhler in Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2009	Wiedereröffnung der umgebauten (umgestalteten) Regionalen Schule am Kamp.&lt;br /&gt;
*2009, 01.Juni	Beteiligung am EU – Projekt „LED – Licht im öffentlichen Raum“&lt;br /&gt;
*2009, 07. Juni	Kreistagswahl (CDU stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2010, 08. /09. Juni	20. Landesarchivtag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2011	„825 Jahre Kloster Doberan“ und „125 Jahre Bäderbahn Molli“.&lt;br /&gt;
*2012	Bad Doberan keine Kreisstadt mehr; gehört zum Landkreis Rostock; die neue Kreisstadt ist Güstrow.&lt;br /&gt;
*2013, 09. Juni bis 16. Juni	Festwoche (220 Jahre Heiligendamm, 200 Jahre Weißer Pavillon, 10 Jahre Grandhotel Heiligendamm, 250 Jahre Torhaus Bad Doberan, 190 Jahre Rennbahn Heiligendamm, 80 Jahre Molli - Loks)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Die_Geschichte_von_Doberan_als_Chronologie&amp;diff=147440</id>
		<title>Die Geschichte von Doberan als Chronologie</title>
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		<updated>2026-04-28T09:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: /* bis zur Reichseinigung (bis 1871) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ur- und Frühgeschichte in der Region Doberan==&lt;br /&gt;
Zeittafel zur Geschichte von Doberan im Kontext zur Mecklenburger Historie: (zusammengestellt von Peter Becker)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;995 &lt;br /&gt;
:Ersterwähnung Mecklenburg(Michelenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1160 &lt;br /&gt;
:Heinrich der Löwe besiegt Niclot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1167 &lt;br /&gt;
:Pribislaw wird nach Taufe belehnt mit Obotritenreich&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1171 &lt;br /&gt;
:Klostergründung der Zisterzienser in Doberan, dem heutigen Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1487.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1488.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
           &lt;br /&gt;
;1177 &lt;br /&gt;
:Doberan als „villa slauica“ erwähnt&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1509.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1510.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
;1178 &lt;br /&gt;
:Pribislaw stirbt bei einem Turnier in Lüneburg&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1179 &lt;br /&gt;
:Kloster zerstört und 78 Mönche getötet&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1186 &lt;br /&gt;
:Neugründung Kloster in Doberan&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
;1201 &lt;br /&gt;
:Heiligblutreliquie zieht Pilgerscharen an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1219 &lt;br /&gt;
:Gebeine Pribislaws werden nach Doberan überführt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1232 &lt;br /&gt;
:Weihe der rom. Kirche durch Bischof Brunward&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1275, um &lt;br /&gt;
:verm. mit Umbau zur got. Kirche begonnen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1280, ab &lt;br /&gt;
:Bau weiterer Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1291 &lt;br /&gt;
:Blitzschlag(keine Schäden an Kirche nachweisbar)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1300 &lt;br /&gt;
:got. Kirche zumind. rohbaufertig&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1301 &lt;br /&gt;
:Glockenguß unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1302 &lt;br /&gt;
:Flut vom… ev. verantw. für Legende vom Heilig. D.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1310 um… &lt;br /&gt;
:lithurg. Funktionsfähigkeit der Kirche gegeben&lt;br /&gt;
;um 1313&lt;br /&gt;
:Cantor und Organist Haßkerl und Kantor Schwemer unterrichten Schüler.&lt;br /&gt;
;1337 &lt;br /&gt;
:Mönchskrieg offiziell beendet&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
;1348 &lt;br /&gt;
:Albrecht II. und Bruder Johann werden Herzöge&lt;br /&gt;
;1350&lt;br /&gt;
:Beschreibung der Verhältnisse im Klosterbezirk(sowie um 1650)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1895.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1896.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1897.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1368 &lt;br /&gt;
:Schlussweihe der gotischen Kirche durch Bischof von Bülow &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
;1402 &lt;br /&gt;
:Abt Joh. Plate erhält vom Papst die Bischofswürde&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1478 &lt;br /&gt;
:Provinzialkapitel für Klöster nach Doberan einberufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1530 &lt;br /&gt;
:Kaiser Karl V. nimmt Kloster unter seinen Schutz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1552 &lt;br /&gt;
:Auflösung(Säkularisierung) des Klosters&lt;br /&gt;
[[Datei:M14.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1586 &lt;br /&gt;
:Generalrestaurierung Kirche durch Elisabeth(Herzogin von Güstrow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1610 &lt;br /&gt;
:Kapelle Althof als Backhaus genutzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1618 - 1648 Dreißig- jähriger Krieg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1136.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1623 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ wohnen etwa 120 Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1636 &lt;br /&gt;
:Holzlieferungen für Schwedenschanze Warnemünde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1637 bis 1638 &lt;br /&gt;
:Schäden durch 30-jährigen Krieg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur napoleonischen Zeit (bis 1813)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1650 &lt;br /&gt;
:Generalrep. Münster; Dob. hat 100 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1675 &lt;br /&gt;
:Friedensverhandl. zw. Schweden und Brandenb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1681 &lt;br /&gt;
:Gründung einer Brandgilde in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1707 - 1713 &lt;br /&gt;
:Prinz(seit 1713 Herzog) Karl Leopold residiert in Doberan&lt;br /&gt;
:Verordnungen von 1709:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:Dob1302.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1303.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1304.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1305.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1306.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1307.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1308.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1309.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1310.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1311.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1312.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1313.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1314.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1315.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1316.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1317.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1318.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1319.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1320.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1321.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1322.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1323.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1324.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1325.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob1326.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1716 &lt;br /&gt;
:Lindenhof erhält Schankrecht u. wird Krug u. Poststation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1717 &lt;br /&gt;
:In der „Vorstadt“ werden 19 Häuser registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1730 &lt;br /&gt;
:250 EW in Doberan&lt;br /&gt;
;1738&lt;br /&gt;
:Contributionsliste&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1500.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1750 &lt;br /&gt;
:500 EW in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1762 &lt;br /&gt;
:Wollmanufaktur im alten Schloss und Wollscheune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1763 &lt;br /&gt;
:Torhaus, vermutlich älteste Gebäude nach der Säkolarisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1767 &lt;br /&gt;
:38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden registriert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1770 &lt;br /&gt;
:Gaststätte &amp;quot;Zum Ochsen&amp;quot; mit Ausspanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1782 &lt;br /&gt;
:zweite Schulstelle, bis zu 150 Schüler pro Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1783 &lt;br /&gt;
:Wohnhaus Kammerhof durch Johann Christoph von Seydewitz gebaut&lt;br /&gt;
[[Datei:Becker Lichtenberg 25 Mai 1788.jpg|thumb|300px|zentriert|Auszug aus dem Tagebuch von Hermann Friedrich Becker über seine erste Begegnung mit Georg Christoph Lichtenberg am 25.Mai 1788 in Göttingen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 &lt;br /&gt;
:Gründung des 1. Dt. Seebades Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1793 -1801 &lt;br /&gt;
:Bauten von Seydewitz(Logier-, Amts-,Badehaus)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1840.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Flecken Doberan hat etwa 900 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:Anlage des Englischen Gartens und des Kamps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1795 &lt;br /&gt;
:erster Brückensteg in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1798 &lt;br /&gt;
:540 Gäste, dar. Hufeland und Thaer&lt;br /&gt;
;frühes 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
:Trachten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1845.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1801 &lt;br /&gt;
:Errichtung eines Damenbades in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1801 – 1836&lt;br /&gt;
:Schaffung der Bauten Severins in Doberan und Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Goldbank im Logierhaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2199.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1802 &lt;br /&gt;
:Verbot von Strohdächern&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3068.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1804 &lt;br /&gt;
:erste Pferderennen auf freiem Felde&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2086.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1806 &lt;br /&gt;
:erste Vorstellung im Schauspielhaus(Sponsor Graf Hahn von Basedow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. kehrt aus 1-jähr. Exil zurück u. wird gefeiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1807 &lt;br /&gt;
:127 Häuser und 1.349 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1809&lt;br /&gt;
:Albrecht Daniel Thaer&lt;br /&gt;
[[Datei:M145.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1835.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==bis zur Reichseinigung (bis 1871)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1813&lt;br /&gt;
https://rosdok.uni-rostock.de/resolve/id/rosdok_document_0000001632&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bad Doberaner Buchenberg in früheren Zeiten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ort der Feuerwerke und Duelle&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Dr. Helge Rewaldt, Ostsee-Zeitung, Januar 1991 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* In den ersten Jahren des Badeortes Doberan war der Buchenberg der beliebteste Ausflugsort  und Aussichtspunkt der Badegäste.&lt;br /&gt;
* Mit Lauben und Bänken war er reichlich versehen, von gepflegten Wegen durchzogen. Kegelbahn, Musik, Restauration fehlten nicht, wie ein Chronist schrieb.&lt;br /&gt;
* Vor allem aber fand hier das Feuerwerk statt, das von dem herzoglichen Feuerwerker Hieber bereitet wurde. Ein .Feuerfall, der von dem Berge herunterströmt war besonders beliebt, aber auch Raketen, die so hoch stiegen, daß man sie 3 bis 4 Meilen weit sehen konnte. Bei besonderen Gelegenheiten gab es auch erleuchtete Tempel und brennende Namenszüge.&lt;br /&gt;
* Die Aussicht, viel freier als heute, war berühmt, besonders von der Westseite aus, wo als Regen- und Sonnenschutz ein chinesischer Strohschirm errichtet war. Man sah auf die Klostermauer mit dem großen Torweg und der kleinen Pforte (das sogenannte Grüne Tor wurde erst später angelegt), auf die Kirche und auf Doberan mit den bewaldeten Hügeln im Hintergrund.&lt;br /&gt;
* Einen sehr lebendigen Eindruck aus dieser Zeit vermittelt uns John Brinckman in seinem Roman „Kasper Ohm un ick“: „As wi dor nu so unner de hogen Böm rümstewelten un in den eenen Weg rinbögten, is dor &#039;ne Lustbänk, un dor set een lütten Mann up, de hadd &#039;n groten Stirn vör de Bost un ’n korten Stummel in de Mund un smökt un sehg sihr fründlich ut“. Der kleine Mann auf der .Lustbank*, so stellt sich heraus, ist niemand anderer als der Großherzog, mit dem Kasper Ohm dann ins Gespräch kommt. &lt;br /&gt;
* Allerdings war der Buchenberg auch der Ort der Duelle. So wird von einem Pistolenduell des Hofkomikers Peters berichtet, das ein äußerst blutiges Ende nahm. Der Schauspieler hatte, um seinen Gegner zu erschrecken, sich eine mit Ochsenblut gefüllte Schweinsblase unter das Wams gebunden und sie im richtigen Moment platzen lassen. &lt;br /&gt;
* Einen tragischen Ausgang nahm dagegen das Säbelduell des jungen Albert von Stael-Holstein, eines Sohnes der berühmten Schriftstellerin, der mit einem russischen Offizier beim Glücksspiel in Streit geraten war. Der junge Stael wurde durch einen Säbelhieb in den Hals getötet. Das war 1813. Der Ort des Duells wird als ein „kleines Rund inmitten des reizend daliegenden Gehölzes“ beschrieben, er ist heute nicht mehr genau auszumachen.&lt;br /&gt;
* Infolge dieses Ereignisses verlor der Buchenberg an Beliebtheit, die Belustigungen für die Gäste fanden nun auf dem Kamp, im Englischen Garten und auf dem Jungfernberg (Tempelberg) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob654.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1815&lt;br /&gt;
:Friedrich Ludwig Röper&lt;br /&gt;
[[Datei:M171.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1519.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1816 &lt;br /&gt;
:Blücher erholt sich in Doberan. Er soll bei der Gelegenheit im Casino die Bank gesprengt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1817 &lt;br /&gt;
:165 Häuser und 1777 EW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1819 &lt;br /&gt;
:Madame Reichard mit Heißluftballon&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR68.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR67.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1821 &lt;br /&gt;
:Erbohrung einer Eisenquelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1822 &lt;br /&gt;
:erstes Galopprennen mit Vollblutpferden und Gründung des „Doberaner Rennvereins“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Dampfschifffahrt Travemünde-Heil.d.-Kopenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1824 &lt;br /&gt;
:Mendelssohn Bartholdy weilt in Doberan&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan J Chronologie1824.PNG|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1825 &lt;br /&gt;
:Silberbank eröffnet im Lindenhof&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
;1826 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I. stiftet Wanderpokal „Goldene Peitsche“&lt;br /&gt;
;1827&lt;br /&gt;
:Die Sängerin Angelica Catalani trat im Schauspielhaus auf(zuletzt 1827)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1497.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1830 &lt;br /&gt;
:Neuer Friedhof und Altstadt entstehen; 2.210 EW&lt;br /&gt;
;1835&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1521.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Wilhelm von Humboldt in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1833.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1832&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2591.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1836 &lt;br /&gt;
:Severin stirbt in seinem Haus in Doberan(Grabst. ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1837 &lt;br /&gt;
:Fr. Fr. I., Leop. von Plessen und S. v. Vogel sterben&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2077.jpg|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
„Freimuethiges Abendblatt“ von 1837&lt;br /&gt;
Doberan den 20. Februar&lt;br /&gt;
*Die erste Nachricht von dem Ableben des höchstseligen Großherzogs kam nach Doberan als unverbürgtes Gerücht und fand anfangs wenig Glauben. Wenn aber die Trauerkunde sich fort und fort bestätigte, so war dieselbe im ganzen Orte schon zur Gewißheit geworden, als sie von dem Herrn Präpositus Crull am Sonntage Quinquagesimä 5. Febr. der Gemeine vorläufig angezeigt ward. Der verlesenen Danksagung am Conntage Invocavit 12. Febr. ließ der Herr Präpositus Crull eine kurze Gedächtnißrede folgen und nach der Predigt ward eine Abänderung des Trauergedichts, welches die Rostocker Zeitung begleitete und welches mit den Worten „Unser Vater ist nicht mehr!“ anfängt, von einem Männerchor gesungen.&lt;br /&gt;
*Der folgende und der feierlichen Beisetzung der hohen Leiche zu Doberan voran gehende Bußtag gab dem Herrn Präpositus Crull die Gelegenheit zu recht treffenden und ansprechenden Beziehungen auf die bevorstehende Feierlichkeit und sonstigen Verhältnisse.&lt;br /&gt;
*In Bezug auf die feierliche einstweilige Beisetzung der hohen Leiche in der fürstlichen Grabcapelle zu Doberan scheint kein allgemein verabredetes Zusammenwirken sämtlicher Bewohner Doberans stattgefunden zu haben. Die einzige Vereinigung zu einem gemeinsamen Zweck scheint darin bestanden zu haben, daß etwa 140 Individuen aus allen Ständen sich mit Trauerfähnlein versahen am 18. Februar Morgens gegen 8 Uhr vor dem Prinzenpalais zusammen sich ausstellten und von da aus ihre Posten bezogen. Die übrigen Einwohner männlichen Geschlechtes beschränkten sich anscheinend auf die Absicht an dem Trauergefolge also Antheil zu nehmen, wie es einem jeden der Augenblick der Procession gestatten möchte.&lt;br /&gt;
*Am 16. Feb. wurden zuerst Militairpersonen hier sichtbar, am 17. aber zogen Nachmittags die Detachements der Garde und der Rostocker Garnison in aller Stille ein. Später Abends waren incognito Se. Königliche Hoheit der Großherzog, Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog, des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht angekommen und die Straßen belebten sich durch ankommende Fremde.&lt;br /&gt;
*Der feierliche Leichenzug fand am 18. d. M. in folgender Ordnung statt: Auf der kröpelin-doberaner Amtsscheide waren am 18. Februar um 6 Uhr Morgens sämmtliche Landleute in schwarzen Kleidern und Trauerflor, mehrentheils auch auf schwarzen Pferden, nämlich etwa 200 Hauswirthe und sämmtliche Pächter und Erbpächter des doberaner Amtes, wie auch die Amts-, Forst- und Baubehörden gegenwärtig und aufgestellt. Der Trauerzug langte um 11 ½ Uhr auf der Scheide an. Dem Leichenwagen voran ritten die Landleute der Ämter Bukow und Warin, von denen die Bukower auf der Scheide abbrachen, die Wariner aber dem Zuge bis nach Doberan hinein voran blieben. Den wariner Landleuten folgten 12 vier- und zweispännige Wagen mit Personen jedes Standes. Hinter diesen ritten die doberaner Landleute ein, denen das Amts-, Forst- und Baupersonale in 4 Wagen folgte. Ein Detachement Dragoner schloß sich diesen an, worauf der Leichenwagen folgte. Hinter dem Leichenwagen ward das Gefolge aus dem Hofchargen, aus der Hofdienerschaft und allen denen gebildet, welche sich sonst noch dem Leichenzuge angeschlossen hatten, bis endlich ein Detachement Dragoner den Zug beschloß.&lt;br /&gt;
*Auf der doberaner Feldscheide rückte die Leibdroschke des höchst seligen Großherzogs vor dem Leichenwagen in den Zug ein, welcher sich bis in die Nähe der Oertenbrücke am Fontaineplatz fortbewegte. Die wariner Landleute und Chevaux légers zogen auf gradem Wege in den Ort ein, die doberaner Land Leute aber desilirten in eine Seitenstraße. Hart an der Oertenbrücke machte der Zug eine halbe Stunde Halt, welche von der Dienerschaft zur Reinigung des Leichenwagens, von den Hofchargen und sonstigem Gefolge aber benutzt wurde, um sich in die Gallauniformen umzukleiden. Nach Verlauf der halben Stunde ordnete sich der Zug: Vorauf ein Detachement Che vaux légers, dann die Laufer, die Haiducken und die großherzogliche Dienerschaft, die Amts-, Forst- und Baubehörden, die Schullehrer und Candidaten, die Geistlichkeit der doberaner Präpositur und der Präpositus zwischen den beiden Deputirten des rostocker Ministerii, hierauf der Leichenwagen. Zur Seite desselben gingen die großherzoglichen Kammerdiener, zwölf doberaner Einwohner jeden Standes in Trauer und 12 Dorfschulzen in Nationaltracht, bestimmt, die hochfürstliche Leiche in die Kirche zu tragen. Neben diesen zu jeder Seite 6 warnemünder Schiffer mit großen meklenburgischen Flaggen in Trauer und neben diesen 12 doberaner Einwohner mit Trauerfähnlein. Hinter dem Leichenwagen bildete sich die Folge in gemischter Reihe ohne alle Rangordnung und so wie es das geräumige Terrain gestattete, aus dem Militair den Hofschargen, den Deputirten der rostocker Facultäten, der Canzlei, der Stadt, den Studirenden, aus den Chargirten der Post, der Steuer ec., den doberaner Einwohnern und aus jedem Meklenburger, welcher in Trauerkleidern sich dem Gefolge anschließen konnte und wollte. Ein Detaschement Chevaux légers beschloß den Zug. Der Trauerzug überschritt die Oertenbrücke und nahm vor dem Prinzenpalais unmittelbar hinter der Leiche Se. Königl. Hoheit den Großherzog, und demselben folgend Se. Königliche Hoheit den Erbgroßherzog zwischen des Herzogs Gustav Hoheit und des Prinzen von Altenburg Durchlaucht auf. Dann bewegte sich der Zug über den Fontaineplatz am Schauspielhause, Logierhause, Salon, hinab zum großherzoglichen Palais zwischen den Trauerfähnlein tragenden Doberanern hindurch. Vor dem Palais, auf welchem die weiße Trauerfahne mit schwarzem Rande war aufgezogen worden, salutirten 4 Fahnenträger mit den großen Trauerfahnen und dem Portier in der Mitte. Vom Palais ging der Zug zum Amtsthore, dem alten Klosterthore, unter welchem der Damm hatte auf genommen werden müssen, um dem Leichenwagen den nöthigen Raum zu schaffen, und trat nun in das vom Amtsthor bis zur Kirche en haye aufgestellte Militair, der Garde und der rostocker Garnison ein. Hart an der Kirche über deren Eingang zwei Trauerfahnen herabhingen, stand eine Abtheilung der Garde in front aufgestellt und die Trommeln schlugen bis zur zur Abnahme der hohen Leiche vom Wagen die Trauerwirbel. Der hochfürstliche Sarg ward nun von den 24 Trägern abgehoben und ohne alle Unterbrechung durch die Kirche in die Grabcapelle getragen und auf das bereits errichtete Gerüste gestellt. Der Präpositus sprach den Segen und gab mit der ganzen ordinirten Geistlichkeit zugleich das Zeichen des Kreuzes, worauf ein stilles Gebet die Leichenfeierlichkeit beschloß.&lt;br /&gt;
*Ein wohlverbürgtes Gerücht bezeichnet als künftige Ruhestätte des höchstseligen Großherzogs den großen freien Platz im Schiff der doberaner Kirche, zwischen dem Altar und den Kirchenständen, wo die hohe Leiche in einem Sarkophage von meklenburgischem Granit wird beigesezt werden. Das geräumige Locale zu Doberan konnte eine große Menschenmenge aufnehmen, ohne eben den Trauerzug durch Gedränge zu belästigen und die den Fontaineplatz umgebenden Wohnhäuser, so wie die großen öffentlichen Gebäude boten Raum für eine Menge Damen. Die Zahl der versammelten Zuschauer schätzt man auf 4 bis 5000 und weiß man mit einiger Gewißheit, daß über 1000 Pferde in Doberan eingezogen. Das Wetter war sehr nebelig, als ob auch der Horizont sich in Trauerflor eingehüllt habe.&lt;br /&gt;
*So viel man weiß, ist die Feierlichkeit selbst ohne alle Unglücksfälle beendigt worden und die aus Vorsicht in den Straßen vertheilten 2 Gendarmerie Brigaden dürften nirgends nöthig gehabt haben vermittelnd oder ordnend einzuschreiten. Nach beendigter Feierlichkeit hatte jedoch ein Knabe das Unglück unter durchgegangene Pferde zu fallen, aber auch das Gluck in der ersten hülfreichen Hand die Hand seines erhabenen Fürsten zu erkennen, welcher auch noch mit fürstlicher Großmuth alle Verfügungen zu seiner Heilung getroffen hat.&lt;br /&gt;
*Doberan hatte nur noch etwa 2 Stunden nach beendigter Feierlichkeit das Glück, die höchsten Herrschaften in seinem Weichbilde zu sehen, denen sogleich in langem Zuge eine große Menge Fremder folgte. Was nicht schon gestern Abschied nahm, ist heute früh geschieden und so liegt denn wieder auf Doberan die Stille des Winters, welche selten unterbrochen zu werden pflegt, bis die Badezeit die Fluren aus ihrem Schlummer aufwecken wird.&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob2087.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:es gibt eine höhere Mädchenschule&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Doberaner in Diensten des Großherzogs Fr. Fr.I.(Meckl. - Schwer. - Staatskalender 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*N. Gaertner, Hofuhrmacher&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoflieferanten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Helmuth Bielefeld, Hofbäcker&lt;br /&gt;
*Joachim Gottfried Schmidt, Beutler&lt;br /&gt;
*Benjamin Beckmann, Glaser&lt;br /&gt;
*N.N. Wentzien jun., Grobschmid&lt;br /&gt;
*N.N. Storer, Maurermeister&lt;br /&gt;
*Hauck, Schlächter&lt;br /&gt;
*Friedrich Struck, Hofschlösser&lt;br /&gt;
*W. Maas, Hofschneider&lt;br /&gt;
*Friedrich Pfannenstiel, Tapezierer&lt;br /&gt;
*Carl Mowitz, Tischler&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weitere Bedienstete&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Müller, Portier im Hofstaat&lt;br /&gt;
*Friedrich Flemming, Baumeister&lt;br /&gt;
*Carl Severin, Bau Conducteur&lt;br /&gt;
*Wilhelm Ferdinand Knopp, Kammer Commissär &lt;br /&gt;
*Conrad Meyer, Relutionskommissar&lt;br /&gt;
*H.C. Eggers, Oberlandforstmeister&lt;br /&gt;
*Friedrich Hundt, Geheimer Amtsrat&lt;br /&gt;
*N.N. Rott, Landreiter&lt;br /&gt;
*J.C. Thamms, Landreiter&lt;br /&gt;
*Carl Junge, Gerichtsdiener&lt;br /&gt;
*Joachim Finck, Polizeidiener und Camp Aufseher&lt;br /&gt;
*N.N. Beese, Damm- und Brückenzolleinnehmer&lt;br /&gt;
*Joh.Fr.And. Glaevecke, Candid. Superintendend&lt;br /&gt;
*Doctor Johann Heinrich Matfeldt, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Doebereiner, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Doctor Malbranc, Arzt in Doberan&lt;br /&gt;
*Hofapotheker J. Heinrich Framm, Tierarzt Doberan&lt;br /&gt;
*Geheimer Medicinalrath Dr. von Vogel zu Rostock, auch Badearzt&lt;br /&gt;
* Geheimer Amtsrath Hundt zu Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1838 &lt;br /&gt;
:*Demmler beginnt Bautätigkeit in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:*Die Tänzerin Marie Taglioni tritt im Schauspielhaus auf(auch )1840)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1498.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1839 &lt;br /&gt;
:Masch.fabr. u. Eisengieß. Kähler prod. Landmasch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1841 &lt;br /&gt;
:Schulordnung für den Flecken Doberan&lt;br /&gt;
:Versamml. dt. Land- u. Forstw. in Dob.(900 Gäste)&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte1.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan Tagung Landwirte2.PNG|800px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
:[[Datei:M213.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
;1841/42 &lt;br /&gt;
:Überbauung Bäche Alexandrinenplatz und Markt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1842 &lt;br /&gt;
:Gh. Paul Fr. stirbt am 07.03.1842 im Alter von nur 42 J.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1843 &lt;br /&gt;
:Findling von ca. 220 t von Elmenh. nach Hd. in 100 Tg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3408.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3409.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;1845 Doberan hat 550 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Bürgerschule im Kornhaus&lt;br /&gt;
:Doberan hat 594 Schüler&lt;br /&gt;
;1846 &lt;br /&gt;
:Kaltwasseranstalt in der Neuen Reihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1848&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z24.PNG|thumb|700px|zentriert|revolutionäre Ereignisse von 1848 in Doberan)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 &lt;br /&gt;
:Allee nach Hd. wird mit holl. Linden angelegt/3531 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 [[Datei:Dob1485.PNG|700px|zentriert|Bad Doberan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1850 um &lt;br /&gt;
:Frh. von Drais fährt mit Laufrad auf dem Kamp&lt;br /&gt;
;1851&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1165.PNG|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1856&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3069.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1858&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2457.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2458.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2459.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1863 &lt;br /&gt;
:Gründung des Doberaner Sportvereins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1868 &lt;br /&gt;
:Verbot des Betr. von Spielbanken durch norddt. Bund&lt;br /&gt;
;1870&lt;br /&gt;
:[[Datei:Doberan R Chron1870.PNG|700px|gerahmt|zentriert|…]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2460.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kaiserreich (1871-1918)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1871 &lt;br /&gt;
:Gärtnerhaus im Palaisgarten entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1872 &lt;br /&gt;
:Jahrhundertflut mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1873 &lt;br /&gt;
:Seebad wird wegen finanz. Probl. an AG verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1877 &lt;br /&gt;
:Wirken Möckels beginnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1879 &lt;br /&gt;
*Doberan erhält Stadtrecht&lt;br /&gt;
*Der Großherzog Friedrich Franz II. veranlasste die Erhebung Doberans zur Stadt. Bis es so weit war, vergingen allerdings Jahre, wurde eine Kommission gegründet, die die Stadteinweihung vorbereitete. Erster Bürgermeister war 1879 Wilhelm Schmidt.&lt;br /&gt;
*Hinter der Nummer A 500 versteckt sich der Anfang der Stadt Bad Doberan. In der Akte, die sich im Stadtarchiv befindet, liegt die Dotationsurkunde vom 24. Juni 1879, 19 Seiten stark. In der Schrift ist festgehalten, wie das Stadtgebiet aufgeteilt ist, wie das Stadtwappen aussieht. Am 1. Juli 1879 erhielt Doberan Stadtrecht.&lt;br /&gt;
*1879 wurde aus dem Flecken eine Stadt. An dieses Ereignis erinnert Friedrich Ruth in einer Jubiläumsschrift anlässlich des 25-jährigen Stadtjubiläums 1904. Hier steht geschrieben, wie sich die Stadt auf die Stadtgründung vorbereitet hat. Es wird von der Stadteinweihung selbst berichtet, wie das Wetter war, wer kam,  wie die Leute angezogen waren.&lt;br /&gt;
*Großherzog veranlasste Erhebung zur Stadt&lt;br /&gt;
*Damals lebten etwa 4500 Einwohner im Flecken Doberan, der im „Verbande des Großherzoglichen Amts Doberan war.“ 1871 kam die Frage auf, ob Doberan künftig als Gemeinde gelten sollte, dem Amt untergeordnet, oder Stadtrecht erhalte. „Großherzog Friedrich Franz II., der von jeher besonderes Interesse für Doberan hegte, wünschte Bewidmung Doberans mit Stadtrecht“, schreibt Friedrich Ruth, Archivregistrator zu Schwerin. Und so wurde in dem Ministerium über Finanzen gesprochen, Ausgaben und Einnahmen aufgelistet, eine Kommission gegründet. Diese befasste sich unter anderem auch mit territorialen Fragen.&lt;br /&gt;
*Die Frage, ob der Heilige Damm mit der Stadt zu vereinigen sein würde, verneinte die Kommission. Ebenso war sie gegen den Übergang des Stahlbades an die Stadt. Die Überweisung des Domanial-Arbeitshauses sowie des Kamps befürwortete sie, auch den Durch- und Umbau des Salongebäudes zum städtischen Rathaus.&lt;br /&gt;
*Wie Ruth weiter berichtet, stellte sich aber heraus, dass das Gebäude für Rathaus und Bürgermeisterwohnung zu groß sei. Da das Gerichtswesen neu organisiert wurde, wurde hier ebenfalls das Amtsgericht untergebracht.&lt;br /&gt;
*Erstes Rathaus wurde das „Salongebäude“ in der August-Bebel-Straße. &lt;br /&gt;
*Mit Erhebung Doberans zur Stadt wurde auch eine Stadtkarte sowie ein Eigentümerregister erstellt, das heute noch vorliegt. Zahlen auf der Karte finden sich im Register wieder. So lässt sich herausfinden, dass das Flurstück 612 in Nähe des Münsters zur Kämmerei gehört, die 613 daneben aber der Landesverwaltung, also dem Großherzog.&lt;br /&gt;
*Zeitgleich mit der Verleihung des Stadtrechts wurden auch Ordnungen und Regulative erlassen wie die Schulordnung, die Armenordnung oder das Weideregulativ. &lt;br /&gt;
(Quelle: Andrea Gläwe Stadtarchiv Bad Doberan 2019)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1774.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1776.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1775.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob800.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z58.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Progymnasium eingew.(Puppenh. Beethovenstr.)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob408.JPG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1880 &lt;br /&gt;
:Park. Weg, G.-str., Dammch., N. Reihe, Sever.str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Gh. Fr. Fr. II. verstirbt am 15. April kurz nach seinem 60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1883 &lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Rostock-Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1884 &lt;br /&gt;
:Fremdenführer&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eisenbahnstrecke Wismar-Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1885 &lt;br /&gt;
:Baron von Kahlden wird der all. Besitzer v. Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1886 &lt;br /&gt;
:Molli nimmt Betr. auf, 1910 bis Brunshaupten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1887 &lt;br /&gt;
:Postbaurat Perdisch aus SN err. das Postgebäude&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1888 &lt;br /&gt;
:Aufstockung des Stahlbades mit dem Festsaal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1889 &lt;br /&gt;
:Gymnasium nimmt Betrieb auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1894 &lt;br /&gt;
:Lindenhof wird vergrößert(Hotel)&lt;br /&gt;
;um 1900&lt;br /&gt;
:Es gibt 2 Stadtschulen(13 Lehrer, 13 Klassen,628 Schüler)&lt;br /&gt;
;1901&lt;br /&gt;
:Sängerfest in Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2006.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1902 &lt;br /&gt;
:Bau der Turnhalle am Gymnasium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1903 &lt;br /&gt;
:Gaswerk am Bahnhof&lt;br /&gt;
;1904&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904 1.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2461.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z18.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1908 &lt;br /&gt;
:Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
:Verkauf der Klosterbrennerei:&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1908.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1909&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob115.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1910 &lt;br /&gt;
:Verk. von Hd. an den Schriftst. Walter John-Marlitt&lt;br /&gt;
:Hausfrauenverein&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR25.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR26.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1911 &lt;br /&gt;
:Konkurs, Bildung der Ostseebad Heiligend. GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Villa Feodora entsteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912 &lt;br /&gt;
:Stromversorgung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Gründung Heimatmuseum von Doberan&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z20.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1913 &lt;br /&gt;
:Sturmflut in Silvesternacht&lt;br /&gt;
;1913&lt;br /&gt;
:Gedenkfeier zum Gefecht bei Retschow von 1813 gegen die napoleonische Armee&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR66.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1914 -18 &lt;br /&gt;
:1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
;1914&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob805.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1916&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob779.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
::Kartoffelanbau in Notzeiten auf dem Kamp&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob594.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weimarer Republik (1918-1933)==&lt;br /&gt;
;1918&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1918.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z57.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1919 &lt;br /&gt;
:das erste Kino wird eröffnet(Mollistraße)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er Heimattreffen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;400px&amp;quot; heights=&amp;quot;400px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dob2168.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2169.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Dob2170.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2171.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Dob2172.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fahnenweihe1920 Neue Reihe.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Doberan wird Bad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1921 &lt;br /&gt;
:Die Sparkasse wird eröffnet(Sitz im Ratshaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1922 &lt;br /&gt;
:chem. Fabr. Walkenhg.(Pr. v. Nikot. u.Tabakextr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1923&lt;br /&gt;
[[Datei:M2.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M3.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924 &lt;br /&gt;
:Baron Oskar von Rosenberg aus Zürich rettet Hd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
:Fahnenweihe in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob754.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1924&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2815.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1920-er&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J E. Westendorff2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hindenburg in Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:T2.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1619.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Werbung am Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Die grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt, Kultur und im Regierungssystem erforderten, daß traditionelle Denk- und Verhaltensweisen mit den neuen Herausforderungen in Einklang gebracht werden mußten. Doch dieser Prozeß ging, wie wir bereits an Beispielen zeigten, auch in der Heimatregion nicht ohne Konflikte und Gegenbewegungen ab. &lt;br /&gt;
* In Mecklenburg-Schwerin regierte seit 1924 eine von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) geführte Rechtsregierung unter Jochen Freiherr v. Brandenstein, an der die Deutsche Volkspartei (DVP) beteiligt war.&lt;br /&gt;
* Die Deutschnationalen bestimmten in Bad Doberan gleichfalls das politische Klima maßgeblich mit. Ihre Programmatik, auf die Interessen von Großgrundbesitz und Schwerindustrie ausgerichtet, war autoritär-monarchistisch und christlich-national. Sie führten häufig propagandistische Veranstaltungen durch, so am 25. März 1925 einen „Deutschen Abend&amp;quot; im „Lindenhof&amp;quot;. Hier heizte ein Lichtbildervortrag den Nationalismus zu Themen an, wie „1813&amp;quot; („Aus der Zeit der Not&amp;quot;, „Die Erhebung der Völker&amp;quot;) und „An Rhein und Ruhr um deutsches Sein&amp;quot; (40 Bilder aus dem besetzten Gebiet). &lt;br /&gt;
* Als ein Rückschlag für die Republik erwies sich der Tod des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD), obwohl seine Politik umstritten war. Jetzt mußte ein neuer Reichspräsident gewählt werden.&lt;br /&gt;
* Die DNVP, DVP und die rechtsextreme Deutschvölkerische Freiheitspartei schlossen sich in einem „Reichsblock für Stadt und Land Doberan&amp;quot; zusammen und riefen dazu auf, den früheren Reichsminister Karl Jarres (DVP) zu wählen. Der Wahlgang vom 29. März brachte zwar in Bad Doberan für Jarres 2014 von 2981 Stimmen, doch erhielt dieser bei sechs Gegenkandidaten insgesamt nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang war am 26. April fällig. Diesmal wollte der „Reichsblock&amp;quot; für Bad Doberan und Umgebung Generalfeldmarschall Paul v. Hindenburg gleichsam als Ersatzkaiser an der Spitze sehen. „Nur ein Sieg Hindenburgs kann uns retten&amp;quot;, stand in einem Aufruf. Und in dem Gedicht „Der Retter&amp;quot; hieß es in holprigen Reimen: „Du reichst die Hand uns fest und schlicht,/willst Führer und Bruder uns wieder sein.-/Führ&#039; uns! Wir folgen durch Nacht und Licht/Hindenburg, dir allein!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Als Gegenkandidaten waren der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx und der KPD-Führer Ernst Thälmann aufgestellt worden. Nach dem Wahlsieg stellte sich heraus, daß in Bad Doberan Hindenburg unter allen Städten des Landes die meisten Stimmen aufzuweisen hatte. In den Straßen wurden wieder die alten Fahnen in den schwarz-weiß-roten Farben gehißt. Auch in der Umgebung hatten viele für Hindenburg gestimmt, z. B. in Heiligendamm 77 (22 für Marx), in Brunshaupten 880 (302 für Marx und 10 für Thälmann), in Alt Gaarz 120 (59 für Marx und einer für Thälmann). &lt;br /&gt;
* Der 78jährige Hindenburg, der nach dem Krieg in seiner Villa in Hannover wie Barbarossa im Kyffhäuserberg zurückgezogen gelebt hatte, zog wieder in die Politik ein. Er schwor auf eine Verfassung, deren Träger er zwar verabscheute, die er dann aber hochhielt wie eine preußische Felddienstordnung.&lt;br /&gt;
* 1927 sollte er als Ehrengast am Doberaner Rennen teilnehmen. In diesem Klima konnten die Rechtsextremisten an Boden gewinnen. Hindenburg dankte persönlich der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung für die Unterstützung im Wahlkampf. Diese trat in Bad Doberan wiederholt unter dem Zeichen des Hakenkreuzes an. Ihre Führerschaft organisierte Vorträge zu wirtschaftspolitischen Themen und attackierte die Weimarer Demokratie.&lt;br /&gt;
* Zur Rechtsszene gehörte der Frontbann, der von dem ehemaligen Freikorpsoffizier und zeitweiligen Hitleranhänger Gerhard Roßbach gegründet worden war. Sein 1922 in Neubukow gebildetes Hauptquartier strebte  an, „von hier aus die Wasserkante im Sinne der nationalen Befreiung zu beherrschen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob672.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Diese Organisation verfügte 1925 noch, über aktive Stützpunkte in Bad Doberan, Kröpelin und Reddelich. Darüber hinaus warb Roßbach am Doberaner Gymnasium für die rechtsorientierte Schill-Jugend.&lt;br /&gt;
* Ende Juli fand in Bad Doberan auch der Bundestag der „Adler und Falken&amp;quot; statt. Die nach außen hin sich unpolitisch gebende Jugendorganisation veranstaltete u. a. ein Geländespiel und eine „Ostland-Ausstellung&amp;quot;, Beratungen des Amtes für Rassenkunde und Familienforschung&amp;quot; und Vorträge über „arische Festbräuche und ihre Beziehungen zum Mythos&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Noch gefährlicher aber war, daß nach der Neugründung der NSDAP der von Hitler am 6. April ernannte Gauleiter Friedrich Hildebrandt die ersten Gefolgsleute warb und im folgenden Jahr in Ortsgruppen, wie Roggow und Satow, zusammenschloß. Bald sollte diese Partei, die die rivalisierenden Deutschvölkischen ausschaltete, zur führenden Kraft in der Rechtsszene werden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Rohrstock durfte wieder in Aktion treten&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Seit dem 1. April 1924 leitete Studiendirektor Carl Reuter in Bad Doberan das Gymnasium FridericoFrancisceum. Er wurde am 7. November 1885 in Wichmannsdorf geboren, besuchte das Gymnasium in Schwerin, studierte danach in Berlin und Göttingen klassische Philologie und Geschichte und war zunächst am Schweriner Gymnasium tätig. &lt;br /&gt;
* Zu seinem Kollegium zählten fachlich versierte Lehrkräfte, so z. B. Heinrich Wischmann (Mathematik/Naturwissenschaften) , der noch lange nach 1945 mit über 70 Jahren hier unterrichten sollte, Walter Heinrichs (klassische Philologie/ Deutsch), Paul Schlünz (neuere Sprachen/Geschichte), Dr. Gerhard Ringeling (Geschichte/Englisch/ Deutsch), Walter Voigt (klassische Philologie/Theologie), Friedrich Voss (Mathematik/Naturwissenschaften). &lt;br /&gt;
* Dazu gehörte auch der ehrgeizige Theologe und Philologe Theodor Klaehn, der im Herbst 1932 als NSDAP-Funktionär mit massiver Unterstützung des Gauleiters Friedrich Hildebrandt Carl Reuters Strafversetzung nach Güstrow einfädeln sollte. &lt;br /&gt;
* Ostern 1925 wurde nach preußischem Muster eine neue Stundentafel eingeführt. So stieg z. B. die Stundenzahl für Geschichte, neu ergänzt durch Staatsbürgerkunde, in den Klassen Sexta bis Oberprima (heute Klasse 5 bis 13) insgesamt von 19 auf 22 Stunden wöchentlich an. Auch die Mathematik und Naturwissenschaften legten mit acht Wochenstunden zu. &lt;br /&gt;
* Das Fach Englisch, zuvor wahlfrei, wurde von der Quarta (heute Klasse 7) ab obligatorisch, während das zuvor wahlfrei erteilte Fach Hebräisch vom Stundenplan verschwand. Konservativ gehalten waren die Aufsatzthemen im Fach Deutsch. Die lauteten in der Oberprima z. B.: „Der &#039;gotische Raum&#039;, seine Entwicklung und sein Verfall&amp;quot;, „Die deutsche Verfassungsfrage und ihre Lösung durch Bismarck&amp;quot;, „Die Darstellung von Volk und Staat in Schillers Tell&amp;quot;. Das nationale Trauma vom verlorenen Krieg hatte sich auch an dieser Schule verfestigt. &lt;br /&gt;
* Laut Ministerialerlaß vom 31. Oktober 1921 war der Gedanke an die „vorläufig&amp;quot; verlorenen Kolonien wachzuhalten. Zu pflegen war auch im Unterricht die Kenntnis vom Ausland- und Grenzlanddeutschtum. In diesem Sinne arbeitete die am 24. April 1925 gegründete Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA). Am 1. Dezember führte sie im „Lindenhof&amp;quot; ein Stück auf, das laut Schulchronik „die Kämpfe und Nöte des Deutschtums in Oberschlesien lebendig werden ließ&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Am 12. September fanden im Prinzengarten in Schwerin die ersten Reichsjugendwettkämpfe statt, bei denen 18 Teilnehmer mit der Urkunde des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ausgezeichnet wurden. Direktor Carl Reuter durfte einen Tag später in Schwerin dem dort gerade weilenden Hindenburg über die Ergebnisse berichten, was diesem die Anerkennung entlockte: „Donnerwetter, das ist ja kolossal!&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Neben dem Gymnasium gab es noch private höhere Schulen, wie die Mädchenschulen in Bad Doberan und Kröpelin, die Knaben- und Mädchenschule für die Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee sowie eine weitere in der Stadt Neubukow.&lt;br /&gt;
* Kinder der unteren Schichten mußten sich mit der „Pantinenschaul&amp;quot;, wie die Volksschule im Volksmund genannt wurde, begnügen. Eine achtklassige Volksschule bestand in Bad Doberan unter der Leitung von Rektor Heinrich Hesse. Dann folgten siebenklassige Volksschulen in Brunshaupten (Leitung: Rektor Wilhelm Engel), Kröpelin (Rektor Fritz Werges) und Neubukow (Rektor Karl Ulrich). In Satow befand sich eine vierklassige, in Arendsee eine dreiklassige Einrichtung. &lt;br /&gt;
* Auf dem Lande existierten einige zweiklassige Dorfschulen, z. B. in Retschow, das in diesem Jahr ein eindrucksvolles hundertjähriges Schuljubiläum beging, und in Passee. Ansonsten überwogen die einklassigen Dorfschulen, so z. B. in Admannshagen, Biendorf, Alt Gaarz, Heiligenhagen, Jörnstorf, Alt-Karin, Lambrechtshagen, Moitin, Nienhagen, Parkentin, Rederank, Steinhagen und Westenbrügge. &lt;br /&gt;
* Oft mußten hier die Lehrer die „niederen Küsterdienste&amp;quot; zusätzlich verrichten. Den Schulabgängern war die Möglichkeit gegeben, weiterhin Gewerbe- und Kaufmannsschulen in den Städten zu besuchen.&lt;br /&gt;
* Bezeichnend für den Zeitgeist war, daß ein Gesetz vom 4. Januar 1926 das nach der Novemberrevolution erlassene Verbot der Prügelstrafe wieder aufhob. Jetzt trat der Rohrstock erneut in Aktion und zwar laut Gesetz „bei schweren sittlichen Mängeln&amp;quot;, wie andauernder Lügenhaftigkeit, Trotz, Roheitsvergehen, Unsittlichkeit, andauernder Trägheit und dergl.&amp;quot; Die Prügelstrafe durfte allerdings die „Grenzen väterlicher Züchtigung nicht überschreiten&amp;quot;. Doch wo lagen die? Und waren damit Probleme, wie „andauernde Trägheit&amp;quot;, zu meistern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Als die Kühe noch durch die Straßen von Bad Doberan liefen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, September 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 gab es in Bad Doberan 5392 ortsanwesende Personen, von denen 2974 weiblich waren. Registriert wurden 1665 Haushaltungen, 942 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, 363 Gewerbebetriebe und 658 bewohnte Grundstücke.&lt;br /&gt;
* Bei der Stadtverordnetenwahl am 9. November 1924 hatten die bürgerliche Einheitsliste elf, die SPD drei Mandate und die KPD ein Mandat errungen. Erst am 5. Januar 1925 traten die gewählten Vertreter unter der Leitung des Bürgermeisters Wilhelm Stüdemann, der seit 1919 im Amt war, zur ersten öffentlichen Sitzung im Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
* Die Mehrheit wählte Stadtrat Dr. Thielke zum stellvertretenden Bürgermeister und den Maschinenfabrikanten Robert Fischer zum Stadtverordnetenvorsteher. Dann folgten die Kommissionswahlen. Gewählt wurden Vertreter für die Schulvorstände der Bürger-, Gewerbe- und Kaufmannsschule sowie eine Kommission für die höhere Töchterschule, desgleichen die Vertreter für ein Dutzend weiterer Kommissionen, z. B.: Armenkollegium, Bauamt, Feld- und Weideamt, Forstamt und öffentliche Anlage, Löschamt, Verwaltungsausschuß für Gas- und Elektrizitätswerk, Volksbibliothek. &lt;br /&gt;
* Die Gegenstände der Beratungen waren mannigfaltig. Die Kommunalpolitiker berieten im Verlaufe des Jahres z. B. über den Verkauf von Bauplätzen, die Verpachtung des Stadtgutes Kammerhof, die „Ausrodung&amp;quot; des Mühlenbaches, das Anlegen von Schrebergärten, die „Nachbewilligungen&amp;quot; für das Spritzenhaus, das eine neue Motorspritze erhielt, die Neufestsetzung von Mieten, die Straßeninstandhaltung, den Benutzungsplan der Jugendherberge, die Anstellung eines „Nachtschutzmannes&amp;quot; usw.&lt;br /&gt;
* Auch der Plan für ein Kriegerdenkmal, der „Backenzahn&amp;quot; auf dem Buchenberg, nahm erste Gestalt an.&lt;br /&gt;
* Die Polizeiverwaltung hatte gleichfalls viel zu tun. Sie ermittelte nicht nur gegen kleine Diebe, Strolche und erste Verkehrssünder, sondern regelte auch die Scherbenabfuhr und mahnte wiederholt die Kuhhalter, ihre Kühe morgens beim Austrieb und abends beim Hineintreiben nicht in den Straßen frei herumlaufen zu lassen. „Hierbei&amp;quot;, so hieß es in den Anzeigen, „begeben sich die Kühe auf fremdes Gebiet (Stahlbadwiesen) und in die öffentlichen Anlagen und beschädigen dort durch Abfressen die Anpflanzungen&amp;quot;. Die Polizei drohte mit Geldstrafen und Pfändung der „ohne Aufsicht aufhältlichen Kühe&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Das Stadtregiment in Kröpelin führte Bürgermeister Dr. Friedrich Pfenningsdorf, der am 1. Oktober sein 25. Dienstjubiläum feierte, in Neubukow Bürgermeister Stockmann. Die Stadtverordneten beschäftigten sich hier mit ähnlichen Problemen. 300 Mark erhielt die Volksbücherei.&lt;br /&gt;
* Die Kröpeliner stimmten Anfang des Jahres sogar der Einrichtung eines Kinderhortes zu und bewilligten der Volksbücherei weitere 300 Mark. &lt;br /&gt;
* An die schwere Geburt des heutigen Landkreises Bad Doberan erinnert ein Ereignis, das ab März alle Gemüter in Erregung versetzte. Das Gerücht verdichtete sich, daß der damalige Amtsbezirk Bad Doberan aufgelöst und unter den Ämtern Rostock und Wismar aufgeteilt werden sollte. Der Hauptgrund für das Zusammenstreichen von 17 auf zehn Ämtern in Mecklenburg-Schwerin bestand auch damals darin, Verwaltungskosten einzusparen. Der kleine Amtsbezirk „rechnete sich nicht mehr&amp;quot;. Viele Bürger wiesen besorgt auf die höheren Reisekosten hin, die künftig die längeren Fahrten nach Rostock bzw. Wismar mit sich bringen würden. Politische Parteien, wirtschaftliche Verbände und Landgemeinden liefen dagegen Sturm. Doch die Proteste waren umsonst. Am 31. Januar 1926 fanden die Amtsvertreterwahlen statt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Doberan verlor seinen Sitz  als Amtsbezirk&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Das öffentliche Interesse war daran natürlich gering und somit auch die Wahlbeteiligung. 26599 Personen gaben für die Vertreter des Amtsbezirkes Rostock ihre Stimme ab. Die Einheitsliste der Berufsstände erhielt 15309 Stimmen (15 Mandate), die SPD 10150 (neun Mandate) und die KPD 1140 (ein Mandat). Auch im Amt Wismar siegte die bürgerliche Einheitsliste. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan hatte somit seinen Status als Sitz eines eigenen Amtsbezirkes verloren. Es gehörte jetzt zum Amt Rostock mit fünf weiteren Städten, 231 Landgemeinden und insgesamt 52383 Einwohnern. Zum Amt Wismar zählten vier Städte (darunter Neubukow), 213 Landgemeinden und 47487 Einwohner. Die Bevölkerung ging am Ausgang der „goldenen zwanziger Jahre&amp;quot;, die sich als doch nicht so golden erwiesen hatten, neuen, schweren Zeiten entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Charlie,  Bismarck und Nibelungen Kino vor 70 Jahren in Bad Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus der Heimatgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Doberaner suchten in einer Zeit, in der es kein Fernsehen gab, nach anderen Zerstreuungen. Sie nahmen an Volksfesten und Jahrmärkten teil und juchsten auf dem“Riesen-Schwanen-Flieger-Karussell“. Sie besuchten im August 1925 den Zirkus Leisek, der seine Zelte auf dem Schützenplatz aufgeschlagen hatte und mit einem „Riesenspielplan“ warb. Dazu gehörten z. B. „eine original Hundemeute“, die „neue Kraftsensation: der Eisenkönig, das Wunder der menschlichen Schönheit“ und die „Weltsensation, das Rechenpferd mit den menschlichen Gedanken“.&lt;br /&gt;
* Besonders beliebt aber war das neue Medium Film. Stummfilme wurden sogar in zwei Lichtspieltheatern aufgeführt, im Erbgroßherzog“ und „Schützenhof“.Was wurde zur Zeit der Großeltern geboten? Damals behauptete sich noch gegenüber Hollywood der deutsche Film. Da die Filme nicht die heute gewohnten Längen hatten, flimmerten oft zwei bis drei hintereinander über die Leinwand, von Klaviermusik oder einer Kino-Orgel stimmungsvoll begleitet. Die seichten Streifen überwogen. Am Neujahrstage waren z. B. im „Erbgroßherzog“ die Filme „Der Klabautermann“ und „Wer wirft den ersten Stein“ zu sehen. Kröpelins Lichtspiele „Zur Sonne“ boten im Januar „Blut und Sand“ über einen Stierkämpfer. Sie alle gerieten schnell in Vergessenheit.&lt;br /&gt;
* Gute Filme kamen mit ein- bis dreijähriger Verspätung in die Kinos. Manche ältere Bürger erinnern sich eventuell an den Film „Das Haus am Meer“ mit Asta Nielsen. In Erinnerung geblieben ist vielleicht auch Fritz Langs „Dr. Mabuse , der Spieler“, der im September in Neubukow anlief. „Es gibt keine Liebe-es gibt nur Begehren. Es gibt kein Glück –es gibt nur Willen zur Macht“, so lautete das Credo des Superverbrechers und Spielers mit Menschen und Seelenleben. Viele Zuschauer genossen diesen Vorläufer des „Thrillers“, der über bloße Spannung hinweg auch Zeiterscheinungen mit einbezog.&lt;br /&gt;
* Zeitgeist und Zeitgefühl spiegelten sich im neuen „nationalen Film“ besonders wider. Die Lichtspiele im „Erbgroßherzog“ empfahlen im Zeitgeist und Zeitgefühl im Film&lt;br /&gt;
* März und April den Besuch der Fridericus-Rex-Filme, Teil III(„Sanssouci“) und („Schiksalswende. Die Schlacht bei Leuthen“). Otto Gebühr prägte sich in der Rolle des“Alten Fritz“ ein. Die 1922723 gedrehte Serie gab kein realistisches Bild der Zustände in Preußen, hielt sich aber weitgehend an die tatsächliche Biographie.&lt;br /&gt;
* Die Konkurrenz im „Schützenhof“ bot Anfang Oktober den „großen patriotischen Film“ über Bismarck auf. Die monarchistisch Gesinnten konnten sich an Filmsequenzen wie „Des Reiches Schmied“ und „Der Große Krieg 1870/71“ erbauen, desgleichen an dem darauffolgenden Streifen „Leidendes Land“, der wegen seiner nationalistischen Tendenz von der Reichszensur siebenmal verboten worden war. Monarchisten wie Republikaner amüsierten sich dann gemeinsam über die „besondere Zugabe“, die die Slapstickkomödie „Charlie Chaplin hat Sehnsucht“ bot. Das Kino brachte für jeden etwas.&lt;br /&gt;
* Der kleine Mann mit dem Schnurrbart, dem Stöckchen und der Melone eroberte sich im Nu die Herzen der Zuschauer. Daneben waren es die dänischen Komiker Pat und Patachon , die mit dem Film „Im siebenten Himmel“ seit April die Leinwand belebten.&lt;br /&gt;
* „Friderico Rex“ und „Bismarck“  gaben der Sehnsucht  nach einer starken politischen Führung Ausdruck. Besonderen Gesprächsstoff aber bot der von Fritz Lang 1924 mit hohem Aufwand gedrehte Film „Die Nibelungen“, der im September und November im „Schützenhof „ in zwei Teilen („Siegfried“ und „Kriemhilds Rache“) aufgeführt wurde. „Deutschlands größter und schönster Film“, verhieß die Werbung in der Regionalpresse. Verrat,  Mord, Treuebruch und Zauberei erschütterten das Publikum. Es identifizierte sich mit dem deutschen blonden Recken Siegfried, der in Wahrheit  durch einen Atelierwald aus Gips ritt. Und entsetzte sich über die halbstündige Endkampf-Szene im zweiten Teil , in dem Etzel und seine Hunnen, im Gegensatz zur Heldensage zu scheußlichen Zerrbildern entstellt, die tapferen Burgunden dahinstreckten.&lt;br /&gt;
* Es war ein recht widersprüchlicher Film , der einerseits in gefährlicher Weise zur „Nationalen Willensbildung“ beitrug, doch andererseits trotzdem ein Werk von Rang war, das in die Filmgeschichte einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nur in verhängten Strandkörben umziehen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* (von Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, August 1995 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&lt;br /&gt;
* Nach den Jahren der Not kam das Bäderleben in Schwung. Heiligendamm mauserte sich wieder. Geldgeber, wie der Baron Oskar v. Rosenberg aus Zürich, fanden sich, die reichlich investierten.&lt;br /&gt;
* Lorenz Jeschke, der bereits in Bad Nauheim und Partenkirchen Hotels besaß, übernahm das Kurhaus und zugleich die Generaldirektion des gesamten Ostseebades. Der Golf- und Poloplatz, der Tontaubenschießstand und die Tennisanlagen sollten weiter ausgebaut werden, um betuchte Gäste anzulocken. Die Werbung machte mobil und pries den Ort als „ein Stück Italien in Deutschland&amp;quot;. „Irgend etwas Südliches, Italienisches liegt über Wald und Häusern&amp;quot;, hieß es, „man kann es nicht formulieren, aber es ist da.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 30. März wurde bereits der erste Badegast begrüßt, der im Pensionat Kirchgeorg (heute „Palette&amp;quot;) abstieg. Im heißen Sommer fanden sich viele Prominente ein, z. B. die Großherzogliche Familie und Prinz Heinrich von der Niederlande. &lt;br /&gt;
* Auch die anderen Ostseebäder boten Attraktionen. Der Club „Geselligkeit&amp;quot; in Börgerende veranstaltete z. B. am 28. Juni 1925 ein „Pferde-Sport-Fest&amp;quot; mit Tonnenabschlagen, Flachrennen und einem großen Festball. Brunshaupten führte vom 16. bis 19. Juli großangelegte Sport- und Strandfesttage durch. Am ersten Tag gab es z. B. den großen Wettbewerb von 300 Strandburgen, bei dem 60 Burgherren als sinnige Auszeichnung ein Foto von ihrem Bauwerk erhielten. Am 19. Juli waren Preistellertauchen im Familienbad und die Prämierung der schönsten Badekostüme angesagt. Nach Warnemünde und Heiligendamm war Brunshaupten auch erstmals in das mecklenburgische Bäder-TennisTurnier einbezogen worden. Nienhagen stand Anfang August mit Kinder- und Strandfesten nicht nach, und Alt-Gaarz lud am 14. August zu einem großen Konzert mit dem 16 Mann umfassenden „SalonOrchester&amp;quot; Kröpelin ein. &lt;br /&gt;
* Ein Glanzpunkt war das Doberaner Rennen, das zweimal durchgeführt wurde, und zwar vom 10. bis 12. Juli das „Vollblut-, Flach-, Jagd-, Hürden- und landwirtschaftliche Rennen&amp;quot;, bei dem 132 Pferde mit ihren Reitern starteten und für die Sieger etwa 62 000 Mark und 20 Ehrenpreise ausgesetzt waren, sowie ein weiteres Rennen vom 13. bis 16. September. &lt;br /&gt;
* Sonderzüge III. und IV. Klasse brachten von Schwerin und Wismar her weniger begüterte Schaulustige und Sonnenhungrige nach Bad Doberan, die dann per „Molli&amp;quot; weiter in die Bäder fuhren. Der Dampfer „Großherzog&amp;quot; und der Doppelschrauben- Salon-Schnelldampfer „Kronprinzessin Cecilie&amp;quot; schwemmten häufig weitere in Arendsee, Brunshaupten und Heiligendamm an. (Damals hatten alle Seebrücken noch eine Landefunktion.) Die Regionalpresse meldete einen „gesteigerten Besuch&amp;quot; der Ostseebäder. Die Besuchsziffern betrugen z. B. bis zum 27. August in Arendsee 7516, in Brunshaupten sogar 14 229 Badegäste. &lt;br /&gt;
* Wer die Badeanstalten mied und das Freibaden bevorzugte, hatte sich hier nach strengen Polizeiordnungen vom 1. Juli, „betreffend das Freibaden am Ostseestrande&amp;quot;, zu richten. Die von Arendsee schrieb vor: „§ 1. Das Freibaden ist nur in einer Entfernung von je 30 Meter von der am Strande belegenen Familienbadeanstalt der Gemeinde Arendsee gestattet . . (In Brunshaupten war man großzügiger, durfte doch bei den Badeanstalten in einem Umkreis von 100 Meter dem Badevergnügen nachgegangen werden.) „§ 2. Das An- und Auskleiden darf nur in verhängten Strandkörben erfolgen. § 3. Als Bekleidung ist nur der geschlossene Badeanzug zulässig. Für Kinder unter den 10 Jahren genügen Badehosen. § 4. Landeinwärts des Strandes mit Einschluß der Strandpromenade sowie auf der Landungsbrücke ist das Umherlaufen in Badebekleidung untersagt . . &amp;quot; Zuwiderhandlungen wurden mit Geldstrafen bis zu 150 Reichsmark geahndet. Die puritanischen Vorschriften erinnerten noch an die der Großherzoglichen Badeaufsicht vor 1918. Der Leser wird erleichtert denken, daß es doch im Gegensatz zu damals heute erheblich freizügiger an unseren Stränden zugeht, für manchen aus der älteren Generation vermutlich zu freizügig.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
;1925&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926 um&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1606.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1607.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1608.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1609.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1610.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1926&lt;br /&gt;
:Das Bad Doberaner Münster erhält eine neue Glocke&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR128.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Besuch Hindenburgs beim Pferderennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1927 &lt;br /&gt;
:Bau des Wasserturmes mit Wasserleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1928&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob688.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1929&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob782.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z23.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z33.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob920.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gerhard Ringeling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR161.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR162.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR163.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR164.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR165.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR166.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR167.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR168.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR169.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1855.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1931&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1709.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1706.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1704.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1705.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1707.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1708.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;um 1930&lt;br /&gt;
:Theatervorführungen in Bad Doberan&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Im weissen Rössl&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1888.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1861.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1862.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Neptuns Musterung im Meeresgrunde&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1863.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:?&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1868.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1932&lt;br /&gt;
: DZ 28.02.1964 (Die Bad Doberaner Heimatzeitung  für Stadt und Land)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der große Irrtum des Herrn Heißel  (IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Herrman Langer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Dokumentenfunde, ausgewertet durch Schüler der Arbeitsgruppe „Junge Historiker&amp;quot; an der Johannes-R.-Becher-Oberschule, beweisen, daß diese Massenbasis im Herbst des Jahres 1932 weiter anwuchs. Die Wahlergebnisse zum neuen Reichstag vom 6. November sagen darüber aus:&lt;br /&gt;
KPD 		SPD&lt;br /&gt;
Wähler	Wähler&lt;br /&gt;
in Rostock:			6109		18 091&lt;br /&gt;
in Doberan:			363		806&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			163		366&lt;br /&gt;
in Neubukow:		93		498&lt;br /&gt;
in Reddelich:			11		72&lt;br /&gt;
in Satow:			24		118 (6)&lt;br /&gt;
Welch große Kraft wäre in Deutschland gegen den Faschismus entstanden, wenn die beiden großen Arbeiterparteien gemeinsam gehandelt hätten. Aber die rechten SPD-Führer und ihre führenden Kollegen in der Gewerkschaft winkten ab. Trotzdem machten auch viele SPD-Genossen und Gewerkschaftler es den Faschisten nicht leicht und setzten ihnen gemeinsam mit den kommunistischen Genossen zu. Selbst Heißel muß in seinem Buch gestehen, daß das „Hakenkreuzbanner&amp;quot; „nicht ohne vorhergehenden Kampf&amp;quot; siegte, und provozierend fügte er hinzu, daß es „auch in Doberan durch Not und Tod&amp;quot; mußte, bevor es auf dem Rathaus geschwenkt wurde. Angesichts der steigenden Kampfbereitschaft der Volksmassen und wachsenden Masseneinflusses der KPD, der sich selbst in unserem heutigen Kreisgebiet zeigte, flüchteten sich die aggressiven monopolistichen Kräfte in die faschistische Diktatur. Es kam der von Heißel so gepriesene 30. Januar 1933, der „Tag der Machtübernahme&amp;quot;. Die verräterische Politik der Opportunisten in der Arbeiterbewegung hatte diesen Weg ermöglicht. Selbst in unserem Gebiet gibt es dafür Beispiele. So lehnten die führenden SPD-Funktionäre in Doberan es ab, am 19. Februar gemeinsam mit der KPD gegen den Faschismus zu demonstrieren. Die KPD führte in den Nachmittagsstunden einen Protestmarsch durch. Die Demonstration der SPD in den Abendstunden aber wurde aus dem Hinterhalt von Nazis überfallen und der Arbeiter Ernst Wolff dabei bekanntlich ermordet. An der Beerdigung des Ermordeten nahmen Delegationen beider Parteien teil, allerdings wurden sie durch die Polizei voneinander getrennt (7).&lt;br /&gt;
*In der folgenden Zeit tobten sich die faschistischen Dämonen aus.&lt;br /&gt;
Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler!&lt;br /&gt;
Alles stimmt gegen die Kandidaten des Krieges und des Hungers für den Arbeiterkandidaten der roten Einheitsfront Ernst Thälmann!&lt;br /&gt;
*In der Reichspräsidentenwahl 1932 kämpfte die KPD gegen die wachsende faschistische Gefahr. Ernst Thälmann, der Kandidat der Werktätigen warnte das deutsche Volk:&lt;br /&gt;
,,Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg!&amp;quot; &lt;br /&gt;
*Die Einheitsfront der Arbeiter kam nicht zustande, da sich die SPD-Führung für die Wiederwahl Hindenburgs einsetzte. Jetzt zeigen sie, was sie unter Freiheit verstanden. Das deutsche Volk bekam die Segnungen der von Heißel und anderen faschistischen Historikern gepriesenen Ordnung zu spüren. Sie bedeuteten: Gleichschaltung der Gewerkschaften, Parteien des Staatsapparates, Aussetzung der Verfassung, Verbot der Kommunistischen Partei durch die provozierte Reichstagsbrandstiftung, Konzentrationslager und Judenpogrome sowie der Marsch in den Krieg. Angewidert wandten sich auch viele Bürger unseres Kreises von diesem System ab. Sie besaßen mit vielen klassenbewußten Arbeitern und werktätigen Bauern den Mut, unter den Fängen des faschistischen Reichsadlers bei den letzten Reichstagswahlen im Dritten Reich der Reichen sich für die KPD trotz alledem zu entscheiden.&lt;br /&gt;
KPD			SPD			&lt;br /&gt;
Stimmen 		Stimmen&lt;br /&gt;
In Rostock: 			5090			18 022&lt;br /&gt;
in Doberan:			301			829&lt;br /&gt;
in Kröpelin:			115			374&lt;br /&gt;
in Neubukow:		63			461&lt;br /&gt;
in Reddelich:			4			72&lt;br /&gt;
in Satow:			9			78&lt;br /&gt;
in Parkentin:			19			27 (8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast in jedem Dorf unseres Kreises gab es Stimmen für die KPD. So gab es immer noch viele, die nicht in die lobende Melodey des Herrn Heißel einfielen, um sich bei der Vorsehung, bei Gott oder bei Krupp, Thyssen oder den Junkern für den Braunauer Teppichbeißer zu bedanken.&lt;br /&gt;
*(6) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
*(7) Aussage des Genossen Schuhmacher&lt;br /&gt;
*(8) Doberaner Nachrichten vom 6. 3. 1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drittes Reich (1933-1945)==&lt;br /&gt;
;1930-er Wissenswertes über Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2315.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2316.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2317.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1932 &lt;br /&gt;
:Adolf Hitler wird Ehrenbürger von Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1933&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Artikelserie zur NS-Geschichte in Bad Doberan von Dr. Hermann Langer in der Ostsee-Zeitung(OZ) - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 3) OZ, 2.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039; Brennende Fackeln im Januar 1933&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 31. Januar 1933. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; meldet: „Mecklenburg jubelt! Regierung und Volk bekennen sich zum neuen Führer des Reiches-Huldigungstelegramme  „ Machtvolle Kundgebungen im Gaugebiet&#039;&#039;. Punkt 1 auch der Tagesordnung der Doberaner Stadtverordnetenversammlung: „Ehrung des zum Reichskanzler ernannten Ehrenbürgers der Stadt Adolf Hitler“.&lt;br /&gt;
* Auch die Ortsgruppe der NSDAP in Bad Doberan begrüßte die „nationale Wende&amp;quot;. Gemeinsam mit dem SA-Sturm 21/90 setzte sie einen Fackelzug an. Er formierte sich am Abend vor dem „Lindenhof“. Jungvolk, Hitlerjugend und NS-Frauenschaft waren zur Stelle. Mit der Stadtkapelle und dem Satower SA-Spielmannszug an der Spitze, wälzte sich der Zug durch die Straßen der Stadt. In der Regionalpresse stand: „Überall hatten sich zahlreiche Menschen angesammelt, die den Fackelzug begeistert begrüßten&amp;quot;. Vor dem Kriegergedenkstein 1870/71 dann die &amp;quot;packende Ansprache&amp;quot; des Ortsgruppenleiters der NSDAP, die in ein „Sieg heil!&amp;quot; ausklang.&lt;br /&gt;
* Viele am Straßenrand waren fasziniert von der nationalen Woge. Sie erwarteten jetzt Arbeit und Brot, Ordnung und Sicherheit, den Beginn einer besseren Zeit überhaupt. Vielleicht war auch unter den Zuschauern jene Abiturientin aus einer angesehenen Adelsfamilie, die wenige Tage später am Gymnasium im Deutschaufsatz ihre Ansichten darlegte. Sie schilderte die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf Deutschland: die Stillegung der Fabriken, den Ruin großer Teile der Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit, Demoralisierung und Radikalisierung der Politik. Ihre Meinung: „Alle diese Übel lassen sich nur beseitigen, wenn sie bei ihrer Wurzel, der Arbeitslosenfrage angepackt werden. Es ist gleich, auf welche Weise es geschieht, es muß nur bald geschehen.“ &lt;br /&gt;
* Mitglieder linker Arbeiterparteien und der Gewerkschaft hatten wiederum andere Vorstellungen von der Lösung dieses Problems. Sie liefen auf die Reformierung oder die revolutionäre Überwindung des Weimarer Systems hinaus. Weit verbreitet war aber unter allen die Illusion, daß Hitler bald wieder abwirtschaften würde. Auch Kräfte aus dem Bürgertum, die diesem abwartend gegenüberstanden, hatte sie. Doch dieser trat nicht wieder ab. Er konnte den Umstand nutzen, daß die Talsohle der Wirtschaftskrise durchlaufen war. „In 1 bis 2 Monaten&amp;quot;, so hatte Goebbels am 30. Januar in seinem Tagebuch notiert, „haben wir Ruhe und Ordnung in Deutschland wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
* Auch in Bad Doberan sorgten die Nationalsozialisten für „Ruhe und Ordnung&amp;quot;. Erinnert sei an den 19. Februar 1933, als die SA aus Bad Doberan, Satow und Rostock die antifaschistische SPD-Demonstration in der FriedhofStraße abriegelte und in den Zug feuerte. Der Reichsbannermann Ernst Wolff wurde dabei durch einen Brustschuß tödlich getroffen. Der Reichstagsbrand vom 27. Februar führte auch zum Ausnahmezustand im Kreisgebiet. Den Polizeiakten im Stadtarchiv Bad Doberan ist zu entnehmen, daß Haussuchungen jetzt auf der Tagesordnung standen. Sie erfolgten z. B. am 17. März bei Funktionären des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und der eisernen Front, die einst zum Schutz der Demokratie von der SPD geschaffen worden waren. Am 2. Mai beschlagnahmten zehn „Hilfspolizisten&amp;quot; der SA und ein Polizeikommissar das Vermögen der Gewerkschaften. Wer dagegen protestierte, wie der Genossenschaftsfunktionär Heinrich Brügge, kam in „Schutzhaft&amp;quot;. * So lautete die Umschreibung der Überweisung ins Gefängnis, Zuchthaus und KZ. Ein Verzeichnis der vom 28. Februar bis 18. Mai Inhaftierten registrierte 17 Personen. Unter ihnen befand sich Adolf Arendt, Vorsitzender der KPD Bad Doberans, ab 2. Mai in Berlin inhaftiert, ferner Hans Christiansen, Vorsitzender des Holzarbeiterverbandes, und Otto Lange, Kassierer der Freien Turnerschaft. Zuerst. Zuerst waren die Arbeiterfunktionäre dran. Bald folgten andere, die in Opposition zum NS-Regime standen, z. B. der Oberpostschaffner a. D. Albert Schwanck (Deutschnationale Volkspartei) „wegen Verbreitung von Gerüchten und Herabsetzung der Autorität des Staates&amp;quot;, der Pastor i. R. Martin Jacoby, der vermutlich der Bekennenden Kirche angehörte, der Landwirt Erich Picht. - Die Fackeln, die da am 30. Januar brannten, sollten nicht nur den Gegner im Innern versengen, sondern bald auch die Welt.(Dr. Hermann Langer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz OZ, 9.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;(von Dr. Hermann Langer - Ostsee-Zeitung, Januar 1993 - Zeitungsregestensammlung Carl Christian Schmidt/Archiv Münsterverwaltung Bad Doberan)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob663.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob762.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das erste Jahr unter Hitler&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* „Mecklenburg wird dann erst frei, wenn Du wählst die Liste 3&amp;quot; - mit dieser Parole war die NSDAP zu den Landtagswahlen 1932 angetreten. Wie sah nun die neue Freiheit aus? Manche ältere Bürgerinnen und Bürger aus Bad Doberan erinnern sich: Es ging für viele wieder aufwärts. Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm brachte 250 Arbeitslosen Lohn und Brot. In Notstandsarbeiten pflasterten sie z. B. die Alexandrinen- und Hindenburgstraße und gaben dem Stadtgut Kammerhof, dem Rathaus und der Stadtschule ein neues Aussehen. Baugewerbe und Wirtschaft florierten durch Reichszuschüsse. Die Sparkasse, durch einen Neubau erweitert, gewährte wieder Darlehen, Hypotheken und Zwischenkredite. Hatten die Spareinlagen der Bevölkerung Ende 1932 noch 183 000 Reichsmark betragen, so stiegen sie bis Ende 1933 auf 294 000 Reichsmark an. Die Schulabgänger hatten wieder eine Perspektive, so die 18 Lehrlinge, die im April an der Gewerbeschule ihre Gesellenprüfung ablegten.&lt;br /&gt;
* Es gab mitunter auch Spektakuläres. „Vatermord in Parkentin. Sohn schneidet seinem Vater die Kehle durch&amp;quot;, lautete die Schlagzeile des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 15. April. Die Tat des 27jährigen Bauernsohnes, der seinen Vater im Streit um die Art der Aussaat umgebracht hatte, erregte vorübergehend die Gemüter. Gelassener nahm die Mehrheit die Straßenumbenennungen hin. Aus der Dammstraße wurde die Friedrich-Hildebrandt-Straße, aus der Straße am Rathaus die Hindenburg-Straße und aus dem Schulzen- der Horst-Wessel-Platz.&lt;br /&gt;
* Das NS-Regime sorgte auch für die Unterhaltung. Der 1. Mai wurde erstmals als „Tag der nationalen Arbeit&amp;quot; begangen. Um 6.00 Uhr früh weckte die SA. Es ging um 8.00 Uhr weiter mit Flaggenhissen, Glockenläuten und Sirenengeheul. Danach Rundfunkübertragung aus Berlin, Feldgottesdienst und das Pflanzen einer Adolf-Hitler-Eiche auf dem Kamp. Nachmittags dann die gemeinsame Kaffeetafel von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der große Festzug und ab 22.00 Uhr endlich der „Deutsche Tanz&amp;quot; in allen Sälen. Der wärmende Gedanke, in einer neuen Volksgemeinschaft geborgen zu sein, begann zu greifen.&lt;br /&gt;
* Der Sommer hatte weitere Höhepunkte. Am 21. Juli wurde das „Heimattreffen der Mecklenburger&amp;quot; im Münster mit der Aufführung des „Messias&amp;quot; eröffnet. Am folgenden Samstag führten eine Riege des Turn- und Sportvereins von 1863, der Männergesangverein „Liederfreund&amp;quot; und die Doberaner Kurkapelle Proben ihres Könnens vor. Und am Sonntag dann das Doberaner Rennen, von dem der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; am 24. Juli zu berichten wußte: „Alle Tribünen und anderen Plätze waren sehr gut besucht. Das ganze Bild wurde aber beherrscht von den Marschkolonnen des Dritten Reiches, der SS, SA, Hitlerjugend sowie vom Stahlhelm.“ In der Fürstenloge bemerkte man u. a. den Reichsstatthalter, das Großherzogspaar, SA-Oberführer Fust und andere Amtswalter der NSDAP.&amp;quot; Das Rennen der Reitervereine (ca. 1000 m) gewann ein H. Uplegger  auf „Caspar&amp;quot;, das Offiziersflachrennen Oberleutnant Radeke vom Reiterregiment Nr. 14 (Ludwigslust) auf dem Pferd „Hohenau&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Das Kurhaus-Fremdenbuch registrierte regen Besuch, z. B. am 1. August unter Nr. 91 Dr. Goebbels mit Frau. Unter der Rubrik „Stand oder Beruf&amp;quot; war jetzt „Reichsminister Berlin&amp;quot; eingetragen. Für den 15./16. August trug sich auch Leni Riefenstahl, Filmschauspielerin aus Berlin, ein. &lt;br /&gt;
* Ein Thema der Sommersaison war der „Schönheitswettbewerb für Kraftwagen&amp;quot; in Heiligendamm, veranstaltet am 13. August vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) Gau VIb Mecklenburg. Der Rennfahrer Stuck aus Berlin erwarb hier durch Abstimmen des Publikums mit 142 Stimmen das „Blaue Band von Ostseebad Heiligendamm&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* „Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte&amp;quot;, kommentiert Mephisto in Goethes „Faust&amp;quot;. Viele ahnten kaum, was sie sich mit dem NS-Regime eingehandelt hatten. Die von den Nationalsozialisten verheißene Freiheit hatte ihren Preis. Ihn hatten nicht nur die organisierte Arbeiterschaft und engagierte Demokraten zu zahlen.&lt;br /&gt;
* Ins Visier waren die jüdischen Mitbürger geraten, die als „Sündenböcke&amp;quot; für nicht eingelöste Versprechen der neuen Politiker herhalten mußten. So erfolgte am 1. April in Neubukow der Boykott jüdischer Geschäfte. „Deutsche, kauft in deutschen Geschäften nur bei deutschen Fachleuten Uhren, Gold und Silberwaren&amp;quot;, hieß es in einer Anzeige der Regionalpresse. Fritz Burchard erinnert sich in einem Brief an den Heimatforscher Walter Haak vom 7. März 1987: „Ich fühlte mich so als Deutscher, wie eben jeder andere deutsche. Die Religionsfrage wurde nie angeschnitten. Ich hatte meine Freunde und besuchte die Oberrealschule in Wismar. Anfang 1933 merkte ich, daß ich doch nicht mehr in Neubukow, vielleicht auch nicht mehr in Deutschland bleiben konnte. Plötzlich wandten sich Freunde und Bekannte von mir ab. So ging ich nach Amsterdam und bereitete meine Reise nach Brasilien vor...&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Fritz Burchard hatte Glück. Für manche führte der Weg in den Holocaust. - Alltag unterm Hakenkreuz. Das Kreuz hatte viele Haken.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 5) OZ,16.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vor jeder Schulstunde: „Heil Hitler, Herr Lehrer!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Auch an den Schulen zieht der braune Alltag ein. Schuldiener ziehen Hakenkreuzfahnen hoch und bringen an sichtbarer Stelle Porträts vom neuen „Volkskanzler“ an. Manche Lehrer tragen nagelneue braune Uniformen zur Schau. Waren es in Rostock-Stadt und Land vor dem 1. November 1932 nur 21 Lehrer, die der NSDAP angehörten, so folgen bis zum 1. Mai 1933 weitere 58, die - im Volksmund spöttisch „Märzgefallene&amp;quot; oder „Märzveilchen&amp;quot; genannt-bei der neuen Bewegung ihr Heil versuchen. Alle anderen sind gezwungen, zumindest dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) beizutreten. Zögernd tun das auch Mitglieder des Lehrervereins Bad Doberan, dessen liberale Traditionen bis in das Jahr 1844 zurückreichen.&lt;br /&gt;
* „Heil Hitler, Herr Lehrer!&amp;quot; - Mit diesem Gruß betraten seit Ende Juni 1933 - noch kurz vor den &#039;Hundstagsferien&#039;- 550 Schülerinnen und Schüler in Bad Doberan die Schule. Nur wenige Pädagogen, wie der Zeichenlehrer Willi Hennig-Hennings, wagten es, den Gruß zu verweigern oder ihn allenfalls anzudeuten. Doch anders dachte der Leiter der privaten höheren Knaben- und Mädchenschule zu Brunshaupten und Arendsee (heute: Kühlungsborn), die 72 Schülerinnen und Schüler aufwies, darüber. „Es ist ein herrliches Sinnbild&amp;quot;, so notierte er in der Chronik, daß „jede Unterrichtsstunde mit Heil Hitler begonnen und geschlossen wird.&amp;quot; Und er wertete Rituale wie „Deutscher Gruß&amp;quot; und „Feierliche Fahnenehrung&amp;quot; als „eine Mahnung an Lehrer und Schüler, daß alle Erziehung, aller Unterricht, alle Arbeit in der Schule geleistet werden muß im Dienste des Führers aus nationalsozialistischem Denken zum Wohl von Volk und Vaterland.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die materielle Situation an den Schulen war nicht spürbar besser geworden. Auf den Dörfern besuchten die Schülerinnen und Schüler zumeist eine ein- oder zweiklassige, in Satow eine fünfklassige Schule. In Bad Doberan platzte die Volksschule aus den Nähten. Der Ankauf der alten Superintendentur im Jahre 1936 zum Unterbringen der Mädchenklassen erwies sich nur als Notlösung. Ähnliche Probleme hatte das Gymnasium Friderico-Francisceum. Seit Jahren mußten Unterklassen in das Prinzenpalais umgesiedelt werden. Daneben gab es für Mädchen die private höhere „Elise-Albrecht&amp;quot;-Schule. Volksschulabgänger konnten die Gewerbe- und Kaufmannsschule besuchen.&lt;br /&gt;
* Unterdessen kam die „Gleichschaltung&amp;quot; in Schwung. Nach dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&amp;quot; vom 7. April 1933 wurden wiederholt Schulbeamte und Lehrer als Angestellte des öffentlichen Dienstes überprüft. Ins Visier gerieten diejenigen, die nach dem 9. November 1918 ihre Tätigkeit aufgenommen hatten, und die sogenannten „Nichtarier&amp;quot;. Am 13 Juli versicherte der Rektor de Doberaner Stadtschule seiner vorgesetzten Behörde, daß die Mitglieder seines Kollegiums „durchaus die Gewähr&amp;quot; bieten, „jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat&amp;quot; einzutreten. Ab August hatten die Lehrkräfte eine schriftliche Erklärung nach folgendem Muster abzugeben:&lt;br /&gt;
* „Erklärung - Ich erkläre hiermit an Eidesstatt, daß ich der SPD nicht vom ... bis ... als Mitglied angehöre oder angehört habe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Manche fügten übereifrig, wie der Lehrer der Schule von Detershagen, hinzu, daß man „bereits mehrmals nationalsozialistisch gewählt habe&amp;quot; und sich „ seit Jahr und Tag nach bestem Wissen und Können bemühe, nationalsozialistisches Gedankengut zu verstehen und der deutschen Jugend zu vermitteln. &amp;quot; Bald waren auch die Mitglieder ehemaliger Freimaurerlogen dran. Der am Doberaner Gymnasium amtierende Oberstudienrat Helmuth Gaedt wurde aus diesem Grunde am 1. Oktober 1937 entlassen. &lt;br /&gt;
* Richtungweisend für das, was im Unterricht zwischen dem Austausch des Hitlergrußes inhaltlich ablief, war Hitlers Erziehungsauftrag. Er wollte nur „Kerle statt Köpfe&amp;quot;. Dementsprechend stand bald auf den Stundentafeln die „Leibeserziehung&amp;quot; oben an. An zweiter Stelle rangierten die „deutschkundlichen Fächer&amp;quot; (Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Naturkunde bzw. Biologie, Zeichnen bzw. Kunsterziehung und Musik). Sie hatten zur „Entwicklung des Charakters&amp;quot; beizutragen. Die „wissenschaftliche Schulung&amp;quot; in den übrigen Fächern kam zuletzt, wobei auch hier NS-„Gedankengut&amp;quot; einfloß. Neue Lehrbücher erschienen, z. B.: 1934 die Fibel „Pimpf und Küken&amp;quot;, 1935 in einer Neubearbeitung das erste Lesebuch für Mecklenburger Kinder „Heini und Lene&amp;quot;. Ranzenträger eigneten sich hier u. a. zu einem Bild mit Hakenkreuzfahnen, marschierender SA und stramm grüßenden Passanten die Schreibweise des Hitlergrußes an. Sie buchstabierten Texte über raufendes Jungvolk, kantige Hitlerjungen und lasen Auszüge aus Führerreden. Und sie lernten Gedichte wie „Aus Jungen werden Soldaten&amp;quot;. Eine Strophe lautete: „Ein scheckiges Pferd, ein blankes Gewehr und ein hölzernes Schwert, was braucht man denn mehr?&amp;quot; Besonders einschneidende Veränderungen erfuhren Naturkunde und Biologie. Nach einem Schweriner Erlaß vom 12. Dezember 1933 waren in den Abschlußklassen „Vererbungslehre und Rassenkunde&amp;quot; zu behandeln. Hier wurde die Lehre vom „deutschen Herrenmenschen&amp;quot; propagiert.&lt;br /&gt;
* Während aus der Kreislehrerbücherei Rostock Werke von Heinrich und Thomas Mann, Lion Feuchtwanger und Kurt Tucholsky aussortiert wurden, schaffte die Ausgabestelle Satow Hitlers „Mein Kampf&amp;quot; und die „Einführung in die Rassenkunde&amp;quot; von Meil und Miehlke an. Der braune Ungeist gewann an Boden.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz(Teil 6)  OZ,23.1.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob664.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;„Hitlerjunge Quex“ in Aktion&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 27. Oktober 1933. - In den Lichtspielen erleben Doberaner Gymnasiasten den „nationalen&amp;quot; Film „Hitlerjunge Quex&amp;quot;. Der Hauptheld, Sohn eines arbeitslosen KPD-Proleten, wechselt die Fronten. Finstere Meuchelmörder stechen ihn deshalb nieder. Mit glücklichem Lächeln haucht er in den Armen neuer HJ-Kameraden seine Seele aus. Die letzten mühsam hervorgebrachten Worte: „Unsere Fahne flattert uns voran! “ Aus dem Körper des Sterbenden tritt ein Heer aus Braunhemden und Fahnen ins Blickfeld. Sie verschmelzen mit der Musik zu einer wirksamen Szenerie. „Ja, die Fahne ist mehr als der Tod!&amp;quot;, so das Leitmotiv. Nationaler Kitsch - gekonnt inszeniert. Viele der jungen Zuschauer sind bewegt. Sie wollen dem Hitlerjungen nacheifern. &lt;br /&gt;
* „Hitlerjugend im Angriff!&amp;quot;, lautete die Werbeparole der örtlichen HJ im Februar und März 1933. Regelmäßig brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; Anzeigen wie „Jungarbeiter der Stirn und der Faust - Eure Organisation ist die Hitlerjugend&amp;quot; oder „Hitlerjugend heißt - Deutschland soll leben&amp;quot;. Junge Eltern meldeten neuerdings die „glückliche Geburt eines gesunden Hitlerjungen&amp;quot; an. Auch das Deutsche Jungvolk (DJ) und der Jungmädelbund (JM) starteten Werbefeldzüge. Das Doberaner Fähnlein 2/III 1/90 gestaltete z. B. mit dem Kröpeliner Spielmannszug am3. Februar 1934 im „Lindenhof&amp;quot; einen Abend. Auf dem Programm u. a.: Fahneneinmarsch, Lieder wie „Unsere Fahne flattert uns voran&amp;quot; und „Als wir nach Frankreich zogen&amp;quot;, als Höhepunkt das Schattenspiel „Hitlerjunge Klecks&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Viele gingen freiwillig zur HJ, weil es Mode war, wie die neue Frisur - Haare auf Streichholzlänge. Darüber hinaus lockten die Geborgenheit einer Gemeinschaft ohne soziale Unterschiede sowie Abenteuer, Erlebnisse, Aufstiegs- und Bewährungsmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
* Die HJ meldete auch an den Schulen ihre Forderungen an. Am Doberaner Gymnasium mußte der Direktor ab Oktober 1933 zwei aufgabenfreie Nachmittage für Angehörige der HJ, SA und SS einräumen. Auf eine zentrale Anweisung hin wurde hier am 14. August 1934 der „Staatsjugendtag&amp;quot; eingeführt. Während künftig am schulfreien Sonnabend Jungvolk-Mitglieder unter dem Kommando älterer Schüler, die als HJ-Führer eingesetzt werden, exerzierten, marschierten, schossen und im Gelände Krieg spielten, mußten an der Lehranstalt sieben nicht organisierte „Restanten&amp;quot; den „nationalpolitischen Unterricht&amp;quot; über sich ergehen lassen. Auf dem Plan standen Themen wie „Grenz- und Auslandsdeutschtum&amp;quot;, „Geschichte der NS-Bewegung&amp;quot; und „Winterhilfswerk&amp;quot;. An der Privaten höheren Knaben- und Mädchenschule der Ostseebäder Brunshaupten und Arendsee nahmen alle am „Staatsjugendtag&amp;quot; teil. Ihr Leiter räumte in der Chronik zwar ein, daß dadurch „eine gewisse Beschränkung der Menge des Wissensstoffs unvermeidlich sein&amp;quot; würde. Doch stünde dem „ein erheblicher Gewinn an wertvoller körperlicher und charakterlicher Ertüchtigung&amp;quot; gegenüber.&lt;br /&gt;
* Schulen, an denen 90 % der Schülerschaft von der Jugendorganisation „erfaßt&amp;quot; waren, durften die Fahne der HJ hissen, so z. B. die höheren Schulen. Anders sah es an den Volksschulen aus. Am 1. März 1936 gehörten z. B. in Bad Doberan von 584 Schülerinnen und Schülern nur 270, in Kröpelin von 442 nur 145, in Neubukow von 128 immerhin 91 dem DJ bzw. JM an. Der Zulauf im „Jahr des Deutschen Jungvolkes&amp;quot; stagnierte. „Hitlerjunge Quex&amp;quot; allein zog nicht mehr. Der HJ-Dienstbetrieb erstarrte oft zur Routine. Die ständigen Sammlungen fürs „Winterhilfswerk“, die vielen Ernteeinsätze und andere Aktionen ermüdeten. Auch der „nationalpolitische Unterricht&amp;quot; rechnete sich nicht mehr. Ab September 1936 wurde der „Staatsjugendtag&amp;quot; aufgehoben. Das „Gesetz über die Hitlerjugend&amp;quot; vom 1. Dezember 1936 erklärte die HJ zum eigenständigen Erziehungsfaktor für die gesamte Jugend. Der Darmstädter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jochen Gamm, 1925 in Jömstorf geboren und aufgewachsen, erinnert sich:&lt;br /&gt;
* „Seit dem &#039;Reichsjugendgesetz&#039; vom 1. 12. 1936 gehörten wir Kinder beiderlei Geschlechts der Hitlerjugend an, wo wir nachdrücklich auf Befehl und Gehorsam eingestimmt, uns das &#039;Leben des Führers&#039; samt der einschlägigen braunen Ideologie eingeprägt wurde. Ich beneidete die Träger von Litzen, Schnüren und Sternen sehr und wäre mit solchen Attributen auch gern ausgestattet worden, da sie einigen meiner Mitschüler erhebliches Ansehen beim anderen Geschlecht verschafften; doch wurden mir dergleichen Auszeichnungen zu meinem damaligen Bedauern nicht zuteil; ich rückte über den Standard-Dienstgrad eines &#039;Hitlerjungen&#039; nicht hinaus.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Und er berichtete an anderer Stelle weiter von den Wirkungen der HJ- „ Erziehung&amp;quot;: &lt;br /&gt;
* „Antisemitische Lieder und Texte waren uns durch die Hitlerjugend eingehämmert worden, und wir gröhlten als Dreizehn-/Vierzehnjährige wirklich das Lied vom &#039;Sturmsoldaten&#039; mit dem Refrain &#039;Wenn das Judenblut vom Messer spritzt, ei, da geht&#039;s nochmal so gut&#039;, ohne das wir begriffen, welches mörderische Kauderwelsch uns eingetrichtert worden war.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Am 25. März 1939 erfolgten zwei Durchführungsverordnungen zum HJ- J-Gesetz vom 1. Dezember 1936. Die zweite, auch Jugenddienstverordnung genannt, leitete daraus eine alle Jungen und Mädchen «wischen zehn und 18 Jahren betreffende Jugenddienstpflicht ab. Damit war das Zwangssystem perfekt, das auch die Jugend der Region in die Einbahnstraße „HJ - Reichsarbeitsdienst - Wehrmacht&amp;quot; führte.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1933.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1934 &lt;br /&gt;
:Heimatmuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob665.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil. Unser Foto stammt von der Eröffnung des 2. Doberaner Dichtertages im Jahre 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch der Herzog auf Werbetour&#039;&#039;&#039;(Aus der Bädergeschichte(1) OZ, 1.7.1995)&lt;br /&gt;
* Der Frühling 1935, im zweiten Jahr unter Hitler, war laut Pressemeldungen „nicht Halbes und nichts Ganzes&amp;quot;. Anfang März hatte sogar ein heftiger Nordoststurm das Ostseebad Arendsee (heute Kühlungsborn-West) heimgesucht und die Promenade, die zeitgemäß den Namen des Reichsstatthalters Friedrich Hildebrandt trug, in einer Länge von etwa 50 Metern fortgerissen. &lt;br /&gt;
* In Brunshaupten (Kühlungsborn-Ost) hatte der Strand gleichfalls gelitten. Am 30. März kündete hier der NS-Bürgermeister auf einer Gemeindeversammlung an, eine Ortssatzung einzubringen, die mittelalterlich anmutete. Alle Einwohner von 18 bis 60 Jahren sollten jährlich zwei volle Tage „ Hand- und Spanndienste&amp;quot; vor allem am Strande leisten, weil sich keine Freiwilligen mehr fanden. So mußte einiges getan werden, um zu halten, was die Werbung versprach: „Brunshaupten - ein Silberstreifen an der deutschen Ostsee&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auch Bad Doberan bereitete sich auf die Sommersaison vor. Die vom Rat der Stadt herausgegebene Werbebroschüre knüpfte an die herkömmliche Reklame an. Sie pries den Ort als eine „Perle der Gotik und des Klassizismus&amp;quot;, als „klimatischen Kurort und Sommerfrische&amp;quot;, als „beliebten Ruhesitz, Ausflugsund Tagungsort&amp;quot; und verwies natürlich auf Heiligendamm als „Nestor der deutschen Badeorte&amp;quot;. Es fehlte nicht an Hinweisen, wie Bad Doberan, „die Eingangspforte zu den mecklenburgischen Ostseebädern&amp;quot;, zu erreichen sei, z. B. per D-Zug von Leipzig aus in sechs, von Berlin aus in vier und von Hamburg aus in dreieinhalb Stunden.&lt;br /&gt;
* Zur Zerstreuung wurden empfohlen: Kurkonzerte auf dem Kamp (Stadtpark), Lesetempel mit Tageszeitungen, Bundeskegelbahnen im Hotel „Erbgroßherzog&amp;quot; und „Brandts Höh&amp;quot;&#039;, Leihbibliotheken in den Buchhandlungen Bitter und Rosenfeld u. a. m. Die Kurtaxe betrug damals pro Nacht des Aufenthaltes 0,50 RM, für eine zweite Person der Familie 0,40, für eine dritte 0,20 und für jede weitere der Familie 0,10 RM. Die Preise im Doberaner Kurhaus, das 60 Betten aufwies, lagen damals bei einer Vollpension zwischen 5,50 und 7,50 RM, im Kurhaus Heiligendamm mit 49 Betten sogar zwischen 6,50 bis 15 RM pro Tag. Kein Wunder, daß diese angesichts der für die damalige Zeit stattlichen Preise überwiegend von NS-Größen, wie Joseph Goebbels, Starregisseuren, wie Leni Riefenstahl, und Sportlern, wie Max Schmeling, frequentiert wurden. &lt;br /&gt;
* 1936, im Jahr der Olympischen Spiele, legte der Doberaner Verkehrsverein in der Werbung zu. „Bad Doberan rüstet&amp;quot;, unter dieser Schlagzeile im militanten Stil jener Zeit berichtete der „Rostocker Anzeiger&amp;quot; am 25. April über eine Tagung des Vereins. Der neue NSBürgermeister Karl Heinz Albrecht referierte über eingeleitete Maßnahmen. Jetzt sollte auf sämtlichen Untergrundbahnhöfen in Berlin und Hamburg geworben und alle Mappen der Lesezirkel größere Städte Sachsens, Thüringens und anderer „deutscher Gaue&amp;quot; mit Werbeprospekten bestückt werden. Der Rostocker Hinstorff-Verlag wollte in Zusammenarbeit mit dem Doberaner Schriftsteller Dr. Gerhard Ringeling ein Bilderheft über Bad Doberan und Heiligendamm und einen Novellenband mit Bezug auf die Stadt herausgeben.&lt;br /&gt;
* Selbst Herzog Adolf Friedrich hatte sich bereiterklärt, auf einer Olympia-Werbetour durch Südamerika propagandistisch für beide Orte zu werben. Albrecht sprach auch über Varianten zum Ausbau der Bahnlinie: Neubukow - Alt-Gaarz - Wustrow oder Kröpelin - Alt-Gaarz - Wustrow. Die Reichsbahndirektion brütete bereits über die Variante: Ausbau der Kleinbahn Bad Doberan - Arendsee zur Vollspurbahn mit Weiterführung der Bahnlinie über Alt-Gaarz nach Neubukow.&lt;br /&gt;
* Als Clou des Ganzen kündigte der ehrgeizige Bürgermeister an, daß die Tobis-Filmgesellschaft beabsichtige, „einen Kulturfilm über die Kulturstätte Bad Doberan - Heiligendamm zu drehen&amp;quot;. In der Tat hatte Albrecht am 7. Februar 1936 dieser vorgeschlagen, einen solchen zu drehen, zumal Heiligendamm, so spekulierte er, „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Doch die Tobis-Melofilm GmbH verlangte von ihm eine Beteiligung an den Produktionskosten.&lt;br /&gt;
* Am 14. Februar teilte Albrecht in einem weiteren Schreiben mit, daß er diese nicht mittragen könne. Diesmal wies er auf Propagandaminister Joseph Goebbels hin, der ständig in Heiligendamm zu Gast sei. „Er ist begeistert von Doberan-Heiligendamm, und ich glaube, es würde ein Anstoß genügen, um ihn zu veranlassen, einen Kulturfilm drehen zu lassen.&amp;quot; Ob Goebbels je diesen „Anstoß&amp;quot; bekam, ist nicht bekannt.(HERMANN LANGER) 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1935&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3055.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1936 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Bad Doberan hat 7000 EW&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob904.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1937&lt;br /&gt;
* Gauleiter Friedrich Hildebrandt zu Besuch im Arbeitslager Stülower Weg&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob908.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob694.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:A88.JPG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 7) OZ, 30.1.1993&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Der scheinbare Aufschwung&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. 1937 erhält Bad Doberan ein neues Wappen. Der silberne Abtstab ist herausmontiert. Ihn ersetzt die Treuerune, die fortan Hirsch und Schwan trennt. „Doberan-Heiligendamm, eine Perle am deutschen Ostseestrand, zugleich aber auch eine rege pulsierende und reizende Zelle im Großdeutschland unseres geliebten Führers&amp;quot;, heißt es in einem Nachtrag von 1939 zu einem Doberaner Heimatbuch. &lt;br /&gt;
* In der Tat schien es in der „ Zelle&amp;quot; zu pulsieren. Die Stadt machte sich. Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; brachte im Olympischen Jahr am 25. Juli 1936 einen Report über eine Besucherin namens Eulalia Zuckermus. „Sie ist entzückt über das Neue, was sie zu sehen bekam.“ Die Person war für den Propagandazweck erfunden, die Fakten stimmten zumeist. &lt;br /&gt;
* Der Straßenbau fand seine Fortsetzung. Haushaltungen wurden ans Gasnetz angeschlossen. Der private Wohnungsbau ging voran. Im Herbst 1936 bildete sich sogar eine Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft e.G.m.b.H. Bis Ende 1937 entstanden 79 Wohnhäuser mit 131 Wohnungen, sechs „Volkswohnungen&amp;quot; für kinderreiche Familien und acht Stadtrandsiedlungen.&lt;br /&gt;
* Prof. Heinkel, Chef der Rostocker Flugzeugwerke, erwarb für 50 bei ihm arbeitende „Volksgenossinnen&amp;quot; in der Adolf-Hitler-Straße ein Villengrundstück und richtete hier ein Heim ein. Seit 1936 gab es auch ein Arbeitsdienstlager, dessen Insassen u. a. bei den Meliorationsarbeiten in der Conventer Niederung eingesetzt wurden. Das Handwerk hatte wieder „goldenen Boden&amp;quot;. Bad Doberan wurde zur „Gaustadt des Handwerks&amp;quot; erkoren. &lt;br /&gt;
* Der „Backenzahn&amp;quot;, die Heldengedenkstätte am Buchenberg, erhielt neuen Glanz.&lt;br /&gt;
* Reichsstatthalter Friedrich Hildebrandt spendierte der Stadt das Möckelsche Haus am Klostergarten. Hier fand das Heimatmuseum seinen Platz. Die NSDAP ließ auch eine „Ahnenhalle&amp;quot; für &amp;quot;würdige Feierstunden &amp;quot; im Haus errichten. Dort waren Ahnentafeln aufgestellt. An der Stirnwand prangte ein großes Hakenkreuz, garniert mit einem Spruch des Heimatdichters Friedrich Griese: „. .. wohr Din Blaud, stark sall dat bliewen und frie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Die englische Zeitung „Sidney Morning Herald&amp;quot; vom 3. April 1938 beurteilte das Ganze allerdings als „blutigen Heidenkult&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Zahl der Geburten stieg von 60 im Jahre 1933 auf 128 im Jahre 1937 an. Kindersegen war im Dritten Reich willkommen. Ab 1938 erhielten Frauen mit vier oder fünf Kindern das „Mutterkreuz&amp;quot; in Bronze, mit sechs und sieben in Silber, mit acht und mehr in Gold. Schließlich hatte nach Hitler das „Schlachtfeld der Frau das Wochenbett&amp;quot; zu sein.&lt;br /&gt;
* Und die SS-Zeitung „Das schwarze Korps&amp;quot; meldete, daß der Standesbeamte Bad Doberans als erster in Deutschland eine besondere Uniform mit dem Reichsadler sichtbar auf der Brust trage.&lt;br /&gt;
* Die Stadt wuchs an. Die Eingliederungen der Gemeinde Heilgendamm am 1. April 1936 und Althofs am 1. April 1939 trugen dazu wesentlich bei. &lt;br /&gt;
* Bad Doberan gewann auch über die Grenzen hinaus Ansehen. In seinen Mauern fanden 1933 und 1935 Tagungen des vom Reichsgesundheitsamt protegierten „Bundes Kinderland&amp;quot; statt. Dieser trat ebenfalls für Kinderreichtum ein und forderte die „Auffordnung der Rasse“ („gegen schwarz geringelte Kurzhälse, für blonde Lockenköpfe! &amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Seit 1935 fand regelmäßig der „Doberaner Dichtertag statt. An ihm nahmen Schriftsteller aus dem niederdeutschen Raum teil, z. B. Hans Friedrich Blunck, Präsident der Reichsschrifttumskammer, Friedrich Griese und Rudolf Kinau. Unter ihnen waren manche „Blut- und Boden&amp;quot;-Dichter.&lt;br /&gt;
* Unterm Hakenkreuz pulsierte ebenfalls das Bäderleben. Für Minderheiten war allerdings kein Platz. „Arendsee wird judenrein&amp;quot;, verhieß drohend im Juli 1935 die Regionalpresse.&lt;br /&gt;
* Werbeprospekte lockten andere Besucher an. In einem hieß es 1936: „Bad Doberan mit seinem Ostseebad Heiligendamm im Reuterland Mecklenburg erwartet Sie!&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Kraft-durch-Freude&amp;quot; -Züge brachten sonnenhungrige „Volksgenossen&amp;quot;. Auch die neue Prominenz stellte sich ein, u. a. Generaloberst Hermann Göring. Der neue Bürgermeister Albrecht, ein ehemaliger Polizeioffizier, spekulierte darauf, daß Heiligendamm „Sommersitz des Führers&amp;quot; werden würde. Er richtete am 7. Februar 1936 an den Syndikus der Tobis-Klangfilmgesellschaft die Bitte, darüber einen Kulturfilm zu drehen. Da er einen Teil der Kosten nicht übernehmen wollte, starb das Projekt.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
[[Datei:DBR151.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:DBR156.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 9) OZ, 13.2.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Opposition und Widerstand&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1957 erscheint in der BRD von Alfred Andersch der Roman „Sansibar oder der letzte Grund&amp;quot;. Er schildert, wie in Rerik 1937 zufällig Menschen zusammentreffen, die Hitlerdeutschland verlassen möchten. Zu ihnen gehört ein Junge, der sich nach dem ganz anderen sehnt (für das der Name der Insel Sansibar steht); Gregor, ein KPD-Funktionär, der einen letzten Auftrag erfüllen und dann aussteigen will; Fischer Knudsen, der sich von der Partei allein gelassen fühlt; Judith, eine Hamburger Jüdin, die auf der Flucht ist. Sie alle müssen sich neu entscheiden, als der Ortspfarrer Helander bittet, die Holzplastik des „Lesenden Klosterschülers&amp;quot; - eine Schöpfung Ernst Barlachs - vor den Fängen der Gestapo zu retten, weil sie als „entartete Kunst&amp;quot; beschlagnahmt werden soll. Gregor leitet eine Aktion ein, in deren Ergebnis nur Judith und die Holzfigur nach Schweden gerettet werden können. &lt;br /&gt;
* Rerik ist im Roman ein fiktiver Ort, der eher an Wismar erinnert - eine Stadt mit mehreren Kirchen und einem großen Hafen. Doch ähnliche Entscheidungen, ohne Auftrag das Richtige zu tun, mußten in jener Zeit auch Bürger in dieser Region treffen. &lt;br /&gt;
* Davon zeugte der Bericht von Ludwig Brüsehaber, Rostock, der vor 1933 Lehrer in Rothspalk, Kreis Waren, und zugleich Vorsitzender der Ortsgruppe Rothspalk-Carlsdorf der SPD war. Nachdem er Anfang 1933 aus dem Schuldienst entlassen war, kam er im Dezember des Jahres nach Bad Doberan. Er erinnerte sich: „Der Ort hatte eine gut organisierte Arbeiterschaft. Auch im Bürgertum und in religiösen Kreisen gab es beachtliche Abteilungen des Nazismus.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Im Folgenden gab er eine differenzierte Einschätzung des Widerstandes und der Opposition gegen das NS-Regime. „Die KPD setzte illegal ihre Arbeit fort. Es wurden Treffen und Schulungen durchgeführt. Vertrauensmann war der Tischler Otto Klöcking (KPD). Dieser wurde verhaftet, wegen Hochverrat zu Zuchthaus verurteilt.&amp;quot; Ludwig Brüsehaber schloß sich mit seiner Familie dem Widerstandszirkel des Zeichenlehrers Willi Henning-Hennings und dessen Ehefrau Margarete an. Der Kunsterzieher gehörte einst selbst der SPD an und hatte enge Kontakte zum Künstler Ernst Barlach in Güstrow.&lt;br /&gt;
* Schwerpunkte der illegalen Arbeit waren das Beschaffen von Informationen über die wirkliche Situation, Hilfe für politisch Verfolgte und Aufnahme von Verbindungen zu anderen oppositionellen Gruppen. Darüber hinaus gab es auch einen Rundfunkabhörzirkel um den parteilosen Uhrmacher Bobzin und einen als „Skatklub&amp;quot; getarnten Aussprache- und Informationszirkel, der sich beim Zimmerer Friedrich Rieck, einem alten Mitbegründer der Arbeiterbewegung am Ort (SPD, Gewerkschaft, Konsum) regelmäßig traf. Als Ende September 1937 ein Sonderzug mit Hitler und Mussolini Bad Doberan passierte, wartet Rieck am Bahnübergang demonstrativ in Arbeitskleidung, mit Ziehwagen, Gartengeräten und einer Jauchetonne (!) auf. &lt;br /&gt;
* Zur christlichen Opposition gehörten die SPD-Sympathisantin Etta v. Oertzen und die Schwestern v. Thadden, die über Verbindungen nach Berlin verfügten, sowie die dem ehemaligen Zentrum nahestehende Frau v. Knebel-Döberitz. Nach dem antisemitischen Pogrom in der „Reichskristallnacht&amp;quot; des 9./10. November 1938 war für alle „der letzte Grund&amp;quot; da, sich zu entscheiden und aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
* Ludwig Brüsehaber schätzte, daß mindestens zehn jüdische Mitbürger, unter ihnen eine Diakonissin jüdischer Herkunft, sich illegal in Bad Doberan vor dem Zugriff der Nazis verbergen konnten. &lt;br /&gt;
* Das Ehepaar Henning-Hennings, Frau Etta v. Oertzen und Frau v. Kebel-Döberitz hatten daran einen entscheidenden Anteil.&lt;br /&gt;
* Brüsehaber berichtete aber auch darüber, daß das Training des aufrechten Ganges Opfer mit sich brachte. So kam der Gartenarchitekt Martin Tessenow (SPD) aus Retschow, der sich in einer Gaststätte herabsetzend über den Hitlergruß geäußert hatte, in Haft und starb sechs Monate nach seiner Entlassung offensichtlich an den Folgen. So wurde der Buchhändler Rosenberg, der einst der Deutschen Volkspartei angehört hatte, 1934 für ein halbes Jahr verhaftet, weil er u. a. Waren von einer „nicht rein arischen Firma&amp;quot; aus Hamburg bezogen hatte. Er verstarb ebenfalls bald nach der Haftentlassung. Lange in Haft waren auch Bibelforscher, wie der Zimmerer Bobzin. Sein Schwiegersohn kam im KZ Sachsenhausen um. &lt;br /&gt;
* Die Beispiele zeigen, daß es in der Region Menschen gab, die sich von dem Regime nicht blenden ließen und ein anständiges, besseres Deutschland der aktiven Humanität und Toleranz verkörperten.(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1938&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Käsetag&amp;quot; in Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1839.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Flyer&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2631.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2632.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2633.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2634.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm wird für Heereszwecke beschlagnahmt&lt;br /&gt;
:Baderegeln&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1842.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Althof&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3059.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob666.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 12) OZ, 6.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Standbild deutscher Kraft und Größe“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1.September 1939. - Das in Danzig eingelaufene Linienschiff „Schleswig-Holstein&amp;quot; eröffnet aus 28-cm-Türmen das Feuer auf die polnische Westerplatte.&lt;br /&gt;
* Der Zweite Weltkrieg ist da. Als Grund dafür erfahren Leser des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot;: „Im Bewußtsein, daß die Friedensliebe des Führers ... getäuscht ist, ergreift das Volk die Waffen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Der Jubel, der sich einst vor 25 Jahren bei Kriegsausbruch 1914 abgezeichnet hatte, blieb bei der Mehrheit der Bevölkerung aus. Zu sehr waren der älteren Generation noch die Folgen gegenwärtig. Mehr Begeisterung zeigten Kinder und Jugendliche. Sie verfolgten den Krieg als sportlichen Siegeslauf. Mit Spannung sahen sie die erste Kriegswochenschau. Sie stellte dar, wie die „polnische Mörderbande&amp;quot; niedergerungen wird.&lt;br /&gt;
* Am 27. Mai 1940 konnten Doberaner Oberschüler noch einmal im Wehrmachtsfilm „Feldzug in Polen&amp;quot; die Präzisionsarbeit deutscher Generalstäbler nacherleben.    Auch der Film „Feuertaufe&amp;quot; gefiel. Die Kamera schwelgte in schönen todbringenden technischen Details: Maschinengewehr, Steuerknüppel, Radnarbe und Sturzflug. Das schmissige Filmlied ging als Ohrwurm ein: „.. . die Losung ist bekannt ... Ran an den Feind! Ran an den Feind! Bomben auf Polenland! “ &lt;br /&gt;
* Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Dänemark und Norwegen besetzt. Gegen Frankreich hatte der „Westfeldzug&amp;quot; begonnen, der gleichfalls mit einem „Blitzsieg&amp;quot; enden sollte.&lt;br /&gt;
* Hochstimmung im Kino nebenan verbreiteten gleichfalls Spielfilme wie „Wunschkonzert&amp;quot;, in dem die Operettendiva Marika Röck und der Schmalzbariton Wilhelm Strienz Front und Heimat bei Laune hielten. Das von Heinz Rühmann, Hans Brausewetter und Josef Sieber gesungene Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern&amp;quot; wurde von alt und jung als Hit aufgegriffen.&lt;br /&gt;
* Es folgten Schlachtengemälde wie „ Kampfgeschwader Lützow&amp;quot;, „Stukas&amp;quot; und „U-Boote westwärts&amp;quot;. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 lief auch in dem im April neu übergebenen Doberaner Filmtheater der Spielfilm des Regisseurs Arthur Maria Rabenalt „... reitet für Deutschland&amp;quot; an. Kernszenen dazu waren auf dem Gut Hohen Luckow gedreht worden.&lt;br /&gt;
* Schließlich war der von Willy Birgel gespielte Hauptheld kein anderer als Karl-Friedrich Freiherr v. Langen, der Olympiasieger im Dressurreiten 1928. Die Haupthandlung: Rittmeister v. Brenken, im ersten Weltkrieg bei einem militärischen Bravourstück an der Wirbelsäule verletzt, genas nach großem medizinischem Aufwand. Er hat in der Weimarer Republik Probleme, sein Gut wieder zu sanieren. Aber ihn interessiert es ebenfalls nur als Stätte der Pferdezucht für ein neues Heer. Es geht ihm mehr um die „Ehre des Reiches&amp;quot;, die durch einen Sieg bei einem internationalen Reitturnier wieder hergestellt werden müsse. In einer Schlüsselszene machen ihm Nahestehende deswegen Vorhaltungen. Kolrep: Und Du! Du nimmst endlich Vernunft an und wirst Landwirt statt... &lt;br /&gt;
* Brenken: Was verstehst Du schon davon - was versteht Ihr davon! Es muß geritten werden! Es muß! Und wenn der Himmel einstürzt: Es muß geritten werden!  Kolrep: Wozu - Wozu?! Mann! Brenken: Für Deutschland! Der Rittmeister gehorcht nur dem „inneren Befehl&amp;quot;. Natürlich gewinnt er auf seinem Pferd Harro  das Turnier.&lt;br /&gt;
* Ausländische Militärs - Gegner von einst - das internationale dekadente und „verjudete&amp;quot; Publikum, voller Spott für das geschlagene Deutschland und seinen einsamen Reiter, sind nun gezwungen, ihm die gebührende Ehre zu erweisen. Die „Schmach von Versailles&amp;quot; ist hier getilgt. Regungslos nimmt v. Brenken zu den Klängen des „Deutschland-Liedes&amp;quot;, für das erst die Noten herbeigeschafft werden müssen, die Huldigung entgegen. „Unbeweglich, wie ein ehernes Standbild deutscher Kraft und Größe, stehen Roß und Reiter vor diesem internationalen Forum&amp;quot;, hieß es in einer Pressekritik.&lt;br /&gt;
* Der Sieger geriet so zu einem aufdringlichen Symbol für Deutschlands Niedergang nach 1918 und das Wunder seines Auferstehens unter Hitler. In der Publikumsgunst bei Jugendlichen rangierte der Film weit vorn. Er trug bei vielen zur Haltung bei, „...stolz, ein Deutscher zu sein&amp;quot;. Auch ich war als Kind von dem Film beeindruckt und sah ihn mehrmals.&lt;br /&gt;
* Willy „Gebirge&amp;quot;, so hatte sich bei mir der Name des Hauptdarstellers eingeprägt, ritt auch für mich. Der Film erhielt die Prädikate „Staatspolitisch wertvoll&amp;quot; und „jugendwert&amp;quot;. Sein Einspielergebnis: Fünf Millionen Reichsmark.&lt;br /&gt;
* Kein Wunder, daß nach dem Zusammenbruch 1945 der Film auf die Verbotsliste geriet. Der Regisseur und seine Schauspieler erhielten von den Amerikanern fast zwei Jahre Berufsverbot, während die Russen das Pferd Harro deportierten. &lt;br /&gt;
* Dann doch ein neues Wunder: Der Film wurde in der Bundesrepublik Deutschland als politisch harmlos wieder freigegeben. Geringfügig gekürzt waren einige antisemitische und nationalistische Szenen. Es wurde wieder geritten. „Wozu - Wozu?!(DR. HERMANN LANGER) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1939 bis 1941 &lt;br /&gt;
:Kamp-Lichtspiele von L. Elbrecht gebaut&lt;br /&gt;
;1940&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3804.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z27.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1851.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1941 &lt;br /&gt;
:GmbH-Besitz von Heiligendamm für 1,7 Mio an die Reichsmarine&lt;br /&gt;
:Alltag und Feuerwehreinsatz&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1846.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1847.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1848.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1850.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1942 &lt;br /&gt;
:Heiligendamm erhält schwarzen Tarnanstrich&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob667.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 13) OZ, 19.3.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kriegsflugzeuge im Naturlehrunterricht&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* 1942 - die Blitzsiegeseuphorie war verflogen. Der Krieg hatte in fast jeder Familie erste Narben hinterlassen. Väter und erwachsene Söhne waren zur großdeutschen Wehrmacht einberufen worden. Briefträger hatten in manches Haus die Nachricht vom „Heldentod&amp;quot; eines Angehörigen gebracht. Schwarz umränderte Traueranzeigen mit dem Eisernen Kreuz nahmen die Rückseite der Lokalpresse ein. „Gefallen für Führer, Volk und Vaterland&amp;quot;, hieß es. Viele blieben vermißt, zumeist für immer.&lt;br /&gt;
* Auch Mädchen mußten dienen, zunächst beim Reichsarbeits-, dann im Kriegshilfsdienst. So waren nach einer Meldung aus Bad Doberan vom 24. Februar allein 1700 als Kriegshilfsdienst-Mädel bis zum 31. März verpflichtet, davon zehn im Reservelazarett der Stadt.&lt;br /&gt;
* An den Schulen wurde weiter gesiegt. „Je schwerer die Aufgaben einem Volk gestellt sind, desto höher steigt das Volk&amp;quot;, so lautete Ende Februar ein Prüfungsthema an der Doberaner Oberschule nach einem Wort von Paul de Legarde. Ein Abiturient schrieb: „Die Deutschen aber sind ein Volk, das erst dann richtig zur Besinnung kommt und sich seiner Kraft erinnert, wenn es ihm schlecht geht. Es bedarf erst eines nicht unerheblichen Stoßes und Ermunterns, bis es sich seiner selbst bewußt wird und zur Wehr setzt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die NS-Propaganda sorgte dafür. „Wir können siegen, wir müssen siegen, und wir werden siegen&amp;quot;, dieses Goebbels-Zitat war ein weiteres Aufsatzthema. Auch die Lehrer der Volksschule Kühlungsborn befolgten es. Nach einem Bericht des Schulleiters vom 16. März an den Rostocker Schulrat stand im Naturlehrunterricht die „Pflege der Luftfahrt&amp;quot; oben an. Schüler bastelten Modelle von Kriegsflugzeugen und wurden über Luftschutzmaßnahmen unterrichtet. Im Fach Erdkunde „waren die stolzen Siege der deutschen, japanischen und italienischen Luftwaffe immer wieder Anlaß, die Überlegenheit der Achsenluftwaffe, den Draufgängergeist, das Heldentum unserer Flieger ins rechte Licht zu rücken.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* An die Schüler der Klassen 7 und 8 wurde die Luftwaffenillustrierte „Der Adler&amp;quot; verteilt. Der Berichterstatter vermerkte befriedigend: „Wenn der Lehrer damit in die Klasse kommt, wollen alle Jungen Flieger werden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Die Schuljugend sammelte Ansichtskarten der Serien „Wüstenkrieg in Nordafrika&amp;quot; und „Panzer machen Weltgeschichte&amp;quot;. Darüber hinaus waren sie angehalten, ständig Altstoffe für die Rüstungsindustrie zu erfassen. „Lumpen, Knochen, Silberpapier, ausgeschlagene Zähne sammeln wir&amp;quot;, sangen manche nach der Melodie eines alten Volksliedes.&lt;br /&gt;
* Der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot; stellte wiederholt Erfolge an der „Heimatfront&amp;quot; heraus, um die übrige Bevölkerung aufzumuntern. Danach wurde in Bad Doberan das „große Volkswohnungsbauvorhaben&amp;quot; in der Althöfer Siedlng weitergeführt.&lt;br /&gt;
* Das im Frühjahr 1941 gegründete „ Sozialgewerk Doberaner Handwerker&amp;quot; hatte zur Schaffung eines eigenen Domizils ein Grundstück am „Horst-Wessel-Platz&amp;quot;, die „Burg&amp;quot;, käuflich erworben.&lt;br /&gt;
* Der „Doberaner Dichtertag&amp;quot; war als „reichswichtig&amp;quot; anerkannt worden.&lt;br /&gt;
* Auch in der Ackerstadt Kröpelin schien es voranzugehen. 18 „Erbhöfe&amp;quot; bzw. größere Landwirte behaupteten sich. Die Stadt erwarb das frühere Gut „Duggenkoppel&amp;quot;, um es selbst zu bewirtschaften.&lt;br /&gt;
* Doch für manchen wurden solche Erfolgsmeldungen fragwürdig, als englische Bomber vom 24. bis 27. April erstmals die Rostocker Innenstadt in ein Trümmerfeld verwandelten. In den Nächten war für lange Zeit der Feuerschein der brennenden Stadt zu sehen. Auch Doberaner Hitlerjungen wurden zu Löscharbeiten herangezogen.&lt;br /&gt;
* An der Kriegsmoral nagten seit April gleichfalls die neuen drastischen Kürzungen der Lebensmittelrationen. Bereits bei Kriegsbeginn hatten sie für Otto Normalverbraucher wöchentlich nur 500 g Fleisch oder Fleischwaren, 2400 g Brot und 270 g Fett betragen. Jetzt gab es 200 g Fleisch, 400 g Brot und 64 g Fett weniger. Das bedeutete, den Gürtel noch enger zu schnallen. &lt;br /&gt;
* In den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht wurden die Sondermeldungen mit den sie begleitenden Siegesfanfaren immer spärlicher.&lt;br /&gt;
* Spätestens am Ende des Jahres stellte sich heraus, daß weder die „Sowjets&amp;quot; noch England besiegt waren. Bald machte insgeheim ein geflügeltes Wort die Runde: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. “(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob668.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Unterbringung von Flüchtlingen&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1844.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2619.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2620.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2621.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2622.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:Seekadettenschule in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 14)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Totaler Krieg - kürzester Krieg!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Am 18. Februar ruft Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg&amp;quot; aus.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg-kürzester Krieg!&amp;quot;, heißt die Parole.&lt;br /&gt;
* „Totaler Krieg: warum und wie?&amp;quot; lautete ein Aufsatzthema an der Doberaner Oberschule. Alle Kräfte und Reserven waren für den „Endsieg&amp;quot; zu mobilisieren. Vor allem sollte die Jugend in die Waagschale der Entscheidung geworfen werden. „Kriegseinsatz der deutschen Jugend&amp;quot;, das war die Jahresparole der HJ. Die ideologische Mobilmachung lief auf Hochtouren.&lt;br /&gt;
* Im BDM, z. B. in der Neubukower Mädelgruppe 14 des Bannes 413 Wismar, waren laut „Führerinnendienst des Gebietes Mecklenburg (24)&amp;quot; solche Heimabend-Themen zu behandeln: „Völker können ewig leben, wenn sie nur wollen&amp;quot; (März), „Vier Jahre Krieg - wir bleiben hart&amp;quot; (September), „Und setzet Ihr nicht das Leben ein&amp;quot; (November).&lt;br /&gt;
* An der Doberaner Oberschule hielten wiederholt Offiziere Werbevorträge, so am 30. März Oberst v. Bülow über militärische Führer, am 21. April Oberleutnant zur See Thieme über U-Bootfahrten, am 25. Juni Ritterkreuzträger Major Lemm über die Infanterie. Ab Anfang Dezember erfolgte auch gezielt die Nachwuchswerbung für das Heer an den Landschulen.&lt;br /&gt;
* Abiturienten meldeten sich freiwillig von der Schulbank in den Krieg. Auch die 16- und 17jährigen Jungen mußten ran. Am 24. Oktober wurden auch von der Doberaner Oberschule zehn Marinehelfer zur Flak eingezogen. Sobald sie die militärische Grundausbildung mit ihrem zermürbenden Schliff hinter  sich hatten, mußten sie lernen, die 8,8, das Standardgeschütz der schweren Flakbatterie, zu bedienen. Manche wurden an der leichten und mittleren Flak, an den Scheinwerfern oder am Flakumwertegerät „Malsi&amp;quot; eingesetzt. Zwar sollten sie durch Betreuungslehrer wöchentlich 18 Stunden Unterricht erhalten, doch fielen diese aufgrund der zunehmenden Luftangriffe immer häufiger aus.&lt;br /&gt;
* Zurückbleibende Oberschüler der Klasse 7 waren vom 4. April bis Anfang Mai laut Schulchronik „zum größten Teil im Wehrertüchtigungslager&amp;quot; der HJ. Hier wurden sie unter dem Kommando von Ausbildern der Wehrmacht vormilitärisch getrimmt. Andere Jungen folgten.&lt;br /&gt;
* Der „Ostsee-Bote&amp;quot; mit dem Untertitel „Doberaner Nachrichten&amp;quot;, „Neubukower Anzeiger&amp;quot; brachte am 1. September den Bericht über einen Tagesablauf:,, 6.30 Wecken. Dusche. Bettenbauen. U.v. D. (Unteroffizier vom Dienst, H.L.) pfeift zum Frühstück.-Flaggenappell, -kerniger Fahnenspruch &amp;quot;. Auf dem Tagesplan: Geländedienst. Sieben Stationen waren in einem 18 km langen „Geländeschlauch&amp;quot; zu passieren. Hinzu kam der Schießdienst einschließlich der Schießlehre und Waffenkunde.&lt;br /&gt;
* Militärisch ging es auch bei der Ausbildung der Lehrlinge in den Heinkel-Flugzeugwerken Rostock zu. Bereits vor Kriegsausbruch waren sie auf einem eigenen Schießstand in Bad Doberan am Kleinkaliber-Gewehr ausgebildet worden. Jetzt wurde auch hier die paramilitärische Ausbildung forciert. Ein Bürger aus Kühlungsborn, der damals dazugehörte, erinnert sich, daß etwa 400 uniformierte Lehrlinge beim Anmarsch zu den Werkhallen folgendes von einem HJ-Bannführer verfaßtes Lied sangen:&lt;br /&gt;
* „Wir Schüler bei Heinkel tun treu unsere Pflicht. Wir dienen treu dem Führer, bis uns das Herze bricht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Die Hauptaußenstelle des Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS Schwerin war mit der „Stimmung und Haltung&amp;quot; der Jugendlichen sehr zufrieden. &lt;br /&gt;
* Doch am 29. Juni 1943 mußte ein SS-Hauptsturmführer Bayerl seiner vorgesetzten Behörde einen Bericht über den „Lustmord&amp;quot; an einer in Bad Doberan wohnhaft gewesenen Schülerin geben. Das Mädchen war am Pfingstmontag erwürgt und grauenhaft zugerichtet worden. Der Verdacht fiel sofort auf polnische und russische Zwangsarbeiter. Schließlich konnte aber der wirkliche Täter, ein 16 l/2jähriger Hitlerjunge und Pferdepfleger aus Glashagen, gestellt werden. Er wurde vom Sondergericht Rostock am 13. September zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* Auch die übrige Bevölkerung wurde für den „totalen Krieg&amp;quot; mobilisiert. Gauleiter Hildebrandt rief z. B. am 6. März alle früheren Gutsbeamten, -inspektoren und Verwalter auf, sich zum Einsatz in der Landwirtschaft zu melden.&lt;br /&gt;
* Am gleichen Tag wurde erneut zum Sammeln für das WHW in Bad Doberan aufgerufen. Viele spendeten immer unwilliger. „Totaler Krieg - kürzester Krieg!&amp;quot;, hatte Goebbels gesagt. Doch ein Ende war nicht in Sicht.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1943 &lt;br /&gt;
:einziger Bombenangriff auf Heiligendamm (1 Toter, einige Verletzte)&lt;br /&gt;
:Alltag&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1843.png|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1944&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob669.PNG|300px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Dieser männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen tauchte im Januar 1944 in Bad Doberan und anderen Orten schlagartig an Schaufenstern und Häuserwänden auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 15)OZ, 2.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Durchhalten heißt die Parole&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Januar 1944. In Bad Doberan und in anderen Orten tauchen über Nacht im Ergebnis einer NS-Propagandaaktion schlagartig an Ladenschaufenstern und Häuserwänden aufgemalte schwarze, männliche Schatten mit Hut und hochgestelltem Kragen auf. Dazu die Warnung: „Vorsicht - Feind hört mit!&amp;quot; Einschüchterung und Drohung scheinen von dieser Gestalt auszugehen. Doch die meisten Passanten gehen gleichgültig vorbei. In einem Hit des Jahres aus dem Film „Die Frau meiner Träume&amp;quot;, gesungen von Marika Röck, heißt es: „Schau&#039; nicht hin! Schau&#039; nicht her! Schau nur g&#039;rade aus! Und was sonst noch kommt, mach&#039; dir nichts daraus!&amp;quot; Viele befolgen den Appell zum Wegsehen, und das in jeder Hinsicht. &lt;br /&gt;
* Reichsjugendführer Arthur Axmann hatte 1944 zum „Jahr der Kriegsfreiwilligen&amp;quot; erklärt. Verstärkt mobilisierte das NS-Regime die Jugend, um den unvermeidlichen Untergang hinauszuschieben.&lt;br /&gt;
* Am 1. März wurden aus Bad Doberan weitere 24 Oberschüler der Jahrgänge 1927 und 1928 als künftige Luftwaffenhelfer nach Kiel-Friedrichsort in Marsch gesetzt. Ein Betreuungslehrer begleitete sie.&lt;br /&gt;
* Doch die Luftwaffe der westlichen Alliierten war nicht mehr aufzuhalten. Am 21. Mai beschoß auch eines ihrer Flugzeuge mit MG-Feuer die Südseite des Oberschulgebäudes und des Direktorwohnhauses. Am Eingang der Schule wurde ein Soldat leicht verwundet.&lt;br /&gt;
* Besonderen Druck übten die Parteikrieger auf den Jahrgang 1928 aus, der sich geschlossen kriegsfreiwillig melden sollte. Am 3. September fand auf Trümmern der Rostocker Altstadt ein Appell dieses Jahrgangs vom HJ-Bann 90 statt, zu dem auch Hitlerjungen aus Bad Doberan und Umgebung gehörten.&lt;br /&gt;
* Angehörige der jüngeren Jahrgänge hatten im Sommer erneut in der Landwirtschaft Erntehilfe zu leisten. BDM und HJ stellten auch Führungskräfte für die Lager der Kinderlandverschickung (KLV) in Buschmühlen, Rakow und Roggow bei Neubukow. Hier waren Kinder aus unmittelbar kriegsgefährdeten Gebieten untergebracht. &lt;br /&gt;
* Da seit Juni mit der Eröffnung der zweiten Front durch die westlichen Alliierten und der sowjetischen Großoffensive die Lage für Hitlerdeutschland immer kritischer geworden war, riefen höhere Parteifunktionäre - im Volksmund auch „Goldfasane&amp;quot; genannt (braun uniformiert, viel Gold auf den Dienstrangabzeichen) - verstärkt zum Durchhalten auf. So erklärte der „Reichsredner&amp;quot; Kreysen am 7. Juli auf einer Kundgebung der NSDAP-Ortsgruppe Doberan-Althof im Rathaussaal:&lt;br /&gt;
* „Für uns gibt es nur eins: Am Ende steht der Sieg!&amp;quot; In diesem Krieg ginge es „um die Neuordnung der ganzen Welt mit dem Ziel, das Judentum und den Bolschewismus auszurotten&amp;quot;. Und der Ortsgruppenleiter der NSDAP, Walter Kittmann, fügte zum Abschluß des Appells mit „Treuegelöbnis zum Führer&amp;quot; die Gewißheit hinzu, „daß wir siegen wollen, siegen müssen und siegen werden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Am 20. Juli 1944 scheiterte der Anschlag des Obersten Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler.&lt;br /&gt;
* Auf dem Gut Roggow erhielt die Familie von Oertzen, deren ursprüngliche Sympathie für den „Führer&amp;quot; in Ablehnung umgeschlagen war, eine furchtbare Nachricht. Sie erfuhr, daß noch am gleichen Abend ein Verwandter, Major Hans-Ulrich von Oertzen, mit einer Handgranate sein Leben beendet hatte. Er war zuvor wegen seiner aktiven Beteiligung am Attentat in Berlin verhaftet worden und wollte sich nicht den Henkern ausliefern.&lt;br /&gt;
* Der Terror eskalierte auch in Bad Doberan. So verhaftete die Gastapo sowohl erneut den Kommunisten Otto Klöcking als auch den konservativen Hauptmann a. D. von Besser. Letzterer hatte einst dem Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, angehört und wußte vermutlich mehr um die Verschwörung. &lt;br /&gt;
* Opfer des wütenden Terrors wurden am 25. August auch zwei amerikanische Flieger, die sich nach dem Abschuß ihrer Maschinen über Rostock noch mit dem Fallschirm gerettet hatten und im Bereich Steffenshagen gelandet waren. Auf Veranlassung des Ortsgruppenleiters der NSDAP hin erschoß sie ein Sonderkommando in den Wittenbecker Tannen. Die Leichen wurden zunächst in einer Sandkuhle verscharrt. Ein Bürger aus Bad Doberan, der damals als Jugendlicher kurz vor der Einberufung stand, hatte soviel Mut, einen weiteren abgeschossenen US-Flieger zu retten. &lt;br /&gt;
* Die Durchhalte-Propaganda schürte Hoffnungen auf den Einsatz neuer „Wunderwaffen&amp;quot;, die wie die „VI&amp;quot; und „V 2&amp;quot; die Vergeltung bringen sollten. Da ihre Wirkungen in Wahrheit unbeträchtlich blieben, ließ Hitler das letzte Aufgebot mobilisieren.&lt;br /&gt;
* Am 19. Oktober brachte der „Ostsee-Bote“ den „Erlaß des Führers über die Bildung des Deutschen Volkssturmes“ vom 25. September. Hitler rief alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren auf, „den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln&amp;quot; zu „verteidigen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* „Den Opa ziehn&#039; sie auch noch ein, das soll wohl die Vergeltung sein&amp;quot;, diesen Spottversflüsterten sich manche heimlich zu.&lt;br /&gt;
* Ab 21. Oktober erfaßten die Meldestellen in den Rathäusern Bad Doberans und Kröpelins die männlichen Personen der Geburtsjahrgänge 1884 bis 1928. Dann folgten die ersten Appelle des Volkssturms, so in Kröpelin am 5. November um 9 Uhr auf dem Schulhof. Die Ausbildung wurde an alten Infanteriewaffen und an der neuen Panzerfaust vorgenommen. Zur Bedienung der letzteren Waffe brachte die Regionalpresse Anweisungen. „Sei mutig und unerschrocken&amp;quot;, hieß es, „wenn Feindpanzer nahen, auch der stärkste Panzer ist durch die Panzerfaust mit dem ersten Schuß zu erledigen&amp;quot;.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1945 &lt;br /&gt;
:Doberan wird am 2. Mai kampflos der Roten Armee übergeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alltag unterm Hakenkreuz (Teil 16) OZ, 16.4.1993&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kampf bis fünf nach zwölf!&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Januar 1945. - „Fronthilfe und Kriegseinsatz so lautet die Jahresparole der Hitlerjugend. Am 12. Januar beginnt im Osten die russische Großoffensive. Der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsbom und Umgebung&amp;quot; vom 18. Januar meldet: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Noch immer verströmt das Blatt Siegeszuversicht. Der Leitartikel verweist auf die Leistungen des deutschen Grenadiers. Er würde „letztlich den Feind im Nahkampf mit der blanken Waffe in der Hand ... bezwingen&amp;quot;. Ein anderer Beitrag preist den „Volkssturmgeist&amp;quot;, an dem sich, &amp;quot;um mit Friedrich dem Großen zu sprechen, der .verfluchte Feind&#039; trotz seiner Massen die Zähne ausbrechen&amp;quot; würde. Doch die Sowjetarmee stößt noch im Laufe des Monats bis zur Oder vor.&lt;br /&gt;
* Fortan überstürzten sich die Ereignisse. Oberstudiendirektor Dr. Brandt notierte in der Schulchronik: „Ende Februar wird der Zustrom der verwundeten aus der Ostschlacht so stark, daß trotz einer wenige Tage vorher geschlossenen Vereinbarung das Lazarett... sämtliche Räume des Hauptgebäudes beansprucht.&amp;quot; Als am 24. April das Prinzenpalais gleichfalls zum Lazarett umfunktioniert wurde, fiel der Schulunterricht endgültig aus. Lehrer und Schüler der Oberschule waren ohnehin seit Januar permanent im Einsatz. Sie hatten vor allem für die Unterbringung der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen zu sorgen.&lt;br /&gt;
* Ab 17. Februar wurden Jungen für eine „Kuriergefolgschaft der HJ&amp;quot; eingezogen, die Aufgaben im Dienste der Rüstungsindustrie, z. B. der Heinkel-Flugzeugwerke, auszuführen hatte.&lt;br /&gt;
* Noch am 26. März führte die HJ in den Standorten Bad Doberan, Kröpelin und Kühlungsbom „Aufnahme- und Erfassungsappelle&amp;quot; für zehnjährige durch, um sie als Jungmädel oder Pimpfe zu übernehmen. Sie hatten zu geloben: „Ich verspreche, alle Zeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und zu unserer Fahne. “&lt;br /&gt;
* In den Lichtspielen lief der UFA-Unterhaltungsfilm „Gefährlicher Frühling&amp;quot; mit Olga Tschechowa, für Jugendliche ab 14 zugelassen. Der Titel mußte - wenn auch vom Hersteller nicht so beabsichtigt - doppelsinnig wirken.&lt;br /&gt;
* Anfang März war die Sowjetarmee nach Pommern vorgestoßen. Sie ließ ein Flugblatt verteilen, das an den „Mecklenburger Landsmann&amp;quot; adressiert war. Darin baten 75 kriegsgefangene Offiziere und Soldaten, unauffällig ihren Angehörigen mitzuteilen: „Die deutsche Regierung verbreitet: Die deutschen kriegsgefangenen Soldaten und Offiziere würden in der Sowjetunion getötet. Dies ist falsch! Wir leben!&amp;quot; Darunter stand auch die Adresse eines Oberzahlmeisters aus Bad Doberan.&lt;br /&gt;
* Um die hohen Verluste auch nur annähernd auszugleichen, sollte jetzt der Jahrgang 1929 in den „Endkampf&amp;quot; geworfen werden.; Am 5. April erfolgte in Bad Doberan auf dem Tempelberg seine Musterung für den Reichsarbeitsdienst und die Wehrmacht. „Unsere Jungend zum Kampf bis zum letzten entschlossen!&amp;quot;, so tönte Gauleiter Friedrich Hildebrandt vor den Bannführern der HJ. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; stellte nun täglich die „beispielhaften Waffentaten&amp;quot; von Hitlerjungen als Einzelkämpfer, als Angehörige von Panzervernichtungstrupps oder als „Werwolf-Kämpfer&amp;quot;&lt;br /&gt;
* in den bereits von den Amerikanern und Engländern besetzten Gebieten heraus. „Die Deutschen verteidigen sich wie die Löwen&amp;quot;, hieß es in der Ausgabe vom 10. April. In der Ausgabe vom 24/25. April erschien ein Artikel unter der Schlagzeile „Moskau rüstet zum dritten Weltkrieg&amp;quot;. Er sollte Hoffnungen auf ein Auseinanderbrechen der Antihitlerkoalition wecken.&lt;br /&gt;
* Die letzte Nummer des „Niederdeutschen Beobachters&amp;quot; vom 27. April hob noch einmal die militärisch sinnlose Tat eines 14jährigen an der Oderfront als „Vorbild und Ansporn für viele Tausende Hitlerjungen&amp;quot; hervor. Und die Schlußbotschaft lautete: „Schopf-- gemüse auf den Speisezettel!&amp;quot; Jetzt sollten angesichts der verordneten Hungerrationen die bisher&#039; weggeworfenen „ Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben als zusätzliche Ersatznahrung dienen.&lt;br /&gt;
* In jenen Tagen flogen noch von Rerik aus Flugzeuge des Typs He 111 in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die seit dem 25. April eingeschlossene Reichshauptstadt Berlin. Viele Maschinen kehrten nicht mehr zurück.(DR. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor 50 Jahren (1), OZ, 11.3.1995:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Volksopfer für den „Endsieg&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Die Schriftstellerin Etta v. Oertzen, 1972 in Wiesbaden verstorben, schildert in ihrem 1968 erschienenen Roman „ . . . und wollten das Richtige tun&amp;quot; aus eigener Erinnerung die Situation in Bad Doberan vor 50 Jahren so, ohne den Namen der Stadt zu nennen: „Der Winter ist da, der Kriegswinter 1944 auf 45. Schnee liegt über dem Cubanzer Land, über der kleinen Stadt, die in Stille versunken scheint, während es in Wahrheit kocht und brodelt .. . Kaum einer glaubt mehr an die verheißenen Erfolge der V-Bombe. Feldpost kommt kaum mehr durch. Von Todesfällen erfährt man nur auf Umwegen. Wer solche Nachricht erhält, redet nicht mehr, geht stumm und verbissen durch die dunklen Tage.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Trauer um Gefallene und Ermordete &lt;br /&gt;
* Fast jede Familie hatte an der Front gefallene, vermißte oder verwundete Angehörige zu beklagen. Vereinzelt trauerten in Bad Doberan auch Menschen aus anderen Gründen, so z. B. die frühere Pröpstin vom Stift Altenburg, Hildegard v. Thadden, und die Johanniterschwester Miez um die Erzieherin Elisabeth v. Thadden. Diese war wegen ihrer Kontakte zu Berliner Widerstandskreisen und zu Mitarbeitern der Weltfriedensbewegung in der Schweiz von Roland Freisler, dem berüchtigten Vorsitzenden des „Volksgerichtshofes&amp;quot;, zum Tode verurteilt und im September 1944 hingerichtet worden.&lt;br /&gt;
* Die NS-Führung setzte auf den „Volkskrieg&amp;quot;, um politischen Zeitgewinn herauszuholen und die Galgenfrist zu verlängern. Der „Ostsee-Bote&amp;quot;, das Amtsblatt der Städte Bad Doberan, Kröpelin, Neubukow, Rerik und des Kreises Rostock, brachte am 2. Januar Hitlers Tagesbefehl an die Wehrmacht. Hierin erklärte er, daß das Jahr 1945 „das Äußerste an Mut und Tatkraft&amp;quot; abverlange, „allein, es wird auch zugleich das Jahr einer geschichtlichen Wende sein&amp;quot;. Mit dieser Prognose sollte er Recht behalten, allerdings anders als von ihm erhofft.&lt;br /&gt;
* Die Bevölkerung wurde für die Zeit vom 7. bis zum 28. Januar zum „Volksopfer&amp;quot; aufgerufen. Regenmäntel, Schuhe, warme Wintersachen und Wolldecken sollten abgeliefert werden, um damit die neuen Volksgrenadier- und Volkssturmbataillone auszustatten. Am 9. Januar brachte der „Niederdeutsche Beobachter&amp;quot;, das Blatt der NSDAP und des Mecklenburgischen Staatsministers (im Volksmund auch „Niederträchtiger Beobachter&amp;quot; genannt), dazu eine animierende Karikatur. Sie zeigte ein Kind, das im Kleiderschrank die alte Kürassier Uniform des Onkels aus dem ersten Weltkrieg entdeckt hatte. Diese wurde auch jetzt gebraucht.  „Ab in die Annahmestelle des Volksopfers&amp;quot;, hieß es. Da die Ablieferungsergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen, sollte für den 11. Februar ein neuer „Volksopfertag&amp;quot; angekündigt werden.&lt;br /&gt;
* Indessen erfolgte am 12. Januar im Osten die Großoffensive der Sowjetarmee. Die Weichselfront brach zusammen. Das deutsche Ostheer flutete teilweise panikartig zurück. Am 18. Januar meldete der „Anzeiger für das Ostseebad Kühlungsborn und Umgebung&amp;quot;: „Jede Stunde werfen die Sowjets neue Kräfte in die Schlacht.&amp;quot; Trotzdem verströmte die Zeitung Siegeszuversicht. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob671.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das Weiße im Auge des Feindes schauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Sie wertete den Volkssturm als eine „neue, durchaus soldatische Gemeinschaft, in der alle Schichten und Stände des Volkes . . . Schulter an Schulter in einer einzigartigen Kameradschaft zusammenstehen&amp;quot;. Und der deutsche Grenadier fechte, „wenn es gilt, das Weiße im Auge des Feindes schauend, mit letzter Kraft des Körpers und der Seele bis zur letzten Konsequenz&amp;quot;. Die Regionalpresse stellte neue Ritterkreuzträger als Leitbilder heraus, so am 11. Januar einen Generalleutnant und Führer einer Infanteriedivision im Osten aus Bad Doberan, am 19. Januar einen gleichfalls hier geborenen Feldwebel, der „außerordentlichen Mut, Umsicht, Kaltblütigkeit, schnelle Entschlußkraft und echt mecklenburgische Härte und Standhaftigkeit&amp;quot; bewiesen hätte. Solche Eigenschaften wurden jetzt von allen verlangt, besonders aber von den Jugendlichen. Sie sollten den längst sinnlos gewordenen Krieg verlängern helfen.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei unentschuldigtem Fehlen gab es keinen Koks OZ, 11.3.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Während die Fronten zusammenbrachen und Großdeutschland immer kleiner wurde, zerrieben sich die kleinen Leute in Bad Doberan im Alltagskampf. Etta v. Oertzen berichtet über sie in ihrem Roman:&lt;br /&gt;
* „Wer noch einen Leiterwagen hat, fährt in die Wälder, um Borke, die erlaubt ist, und um Holz, das nicht erlaubt ist, zu sammeln. Wer keinen Garten besitzt, zieht hinaus auf die Dörfer, um sich gegen Geld oder etwas Wäsche Kartoffeln, Möhren und möglichst auch Eier einzutauschen. Man hat gelernt, sich dies und das in den Kaufläden und beim Bäcker zu &#039;organisieren&#039;. (Das Wort &#039;klauen&#039; ist nicht mehr Mode).&amp;quot; &lt;br /&gt;
* „Tür zu! Es ist kalt in Deutschland&amp;quot;, lautete damals ein geflügeltes Wort. Brennstoffe waren mehr als knapp geworden. Selbst für Doberans „Zentralheizungsbetreuer&amp;quot; fanden Anfang 1945 im kleinen Rathaussaal Kurse zum Thema „ Heize richtig&amp;quot; statt. Auf Geheiß des Landrates sollte unentschuldigtes Fernbleiben mit dem Entzug von Koks geahndet werden. Die Ärmeren waren auf das Sammeln von „Raff- und Leseholz&amp;quot; angewiesen. Doberans Forstmeister verfügte, daß nur montags, mittwochs und sonnabends in der Zeit zwischen 8.00 und 18.00 Uhr gesammelt werden durfte und das auch nur in den von ihm bezeichneten Gebieten.&lt;br /&gt;
* Es wurde nicht nur kälter. Immer häufiger saßen die „Volksgenossen&amp;quot; wie einst ihre Vorfahren abends im Dunkeln bzw. beim Schein der Kerze oder der „Petroleumfunzel&amp;quot; zusammen. Die Zeitungen gaben ständig vor, von wann bis wann wegen der Fliegergefahr die Fenster abzudichten waren. So hieß es am 2. Januar präzise: „Heute Verdunkelung von 16.57 bis 7.41 Uhr&amp;quot;. Mit Strom aber mußte gespart werden. Ihn brauchte die Rüstungsindustrie. Die Kriegspropaganda hatte dazu die Finger des „Kohlenklau&amp;quot; erfunden, der einem in Anzeigen, auf Plakaten und Streichholzschachteln überall entgegen grinste. Diesen Kobold mit der Ballonmütze und dem Sack auf dem Rücken, halb Tier, halb Mensch, ein Auge weit aufgerissen, die Füße in einem nahezu amphilischen Zustand, galt es,  Propaganda-Figur: Kohlenklau. mit Sparmaßnahmen zu bekämpfen. „Seid auf der Hut und trefft ihn gut!&amp;quot;, lautete die Parole. &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob670.PNG|200px|zentriert]]&lt;br /&gt;
* Oft wurde der Strom ohnehin abgedreht. &lt;br /&gt;
* Ungeachtet der Strafandrohungen hatte sich der Tausch- und Schleichhandel durchgesetzt. Getauscht wurden Raucherkarten gegen Brotmarken, ein Ei bzw. fünf Gramm Fett gegen eine Zigarette. Besonders hoch im Kurs stand der Bohnenkaffee, dessen Preise schwindelnde Höhen annahmen. Um dem illegalen Tauschhandel die Spitze zu nehmen, durfte auch öffentlich einiges feilgeboten werden. Daß nicht mehr alle gewillt waren, das „letzte Hemd&amp;quot; für das große „Volksopfer&amp;quot; herzugeben, belegen Tauschanzeigen aus dem „Ostsee-Boten&amp;quot;. Geboten wurden z. B. „ein Paar Schuhe, Gr. 39, gegen sechs Handtücher, ein Braunhemd für 13 bis 14 Jahre gegen Herrensporthemd, Halsweite 38&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Die seltener gewordenen Werbeanzeigen verhießen mehr, als sie versprachen, z. B.: „Warmes Mieder für die schaffende Frau&amp;quot;, Rotbart-Rasierklingen, die sich auch nach längerem Gebrauch regenerieren würden, für den Mann („Klingenstahl erholt sich!&amp;quot; - „Gut rasiert - gut gelaunt!&amp;quot;). &lt;br /&gt;
* Auch Unterhaltungsfilme sollte die „Volksgenossen&amp;quot; bei Laune halten. In den Doberaner Kamp-Lichtspielen wurde Anfang Januar z. B. der Streifen „Drei tolle Mädels&amp;quot; mit Lucie Englisch, Else v. Möllendorf und Grete Weiser gezeigt.&lt;br /&gt;
* Aufmerksam verfolgten die Zuschauer die neue Ausgabe der „Deutschen Wochenschau&amp;quot;. Wenn auch der Kommentator sich abmühte, Siegeszuversicht zu verbreiten, so waren doch die beklemmenden Bilder nicht zu übersehen. Sie zeigten die Rückkehr von Schwerverwundeten nach Deutschland und Rückzugskämpfe an der Westfront, in Ostpreußen, im Kurland und in Ungarn. Januar-Ausgaben des „Ostsee-Boten&amp;quot; bilanzierten für 1944 noch mehr Geburten als Sterbefälle, z. B. in Rerik 169 Geburten und 65 Sterbefälle, in Neubukow 70 Geburten und 50 Sterbefälle. Das Verhältnis sollte sich bald ändern. In den Orten wurde es immer enger, weil Wohnraum fehlte.(Dr. H. LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus unserer Serie „Vor 50 Jahren&amp;quot; ( 5) OZ, 1.4.1995&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die Schule war im Untergang begriffen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
* Bad Doberan. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Der Deutsche Erzieher&amp;quot; vom Januar/ Februar 1945 wurden die Lehrkräfte beschworen, „alle Kraft zu verdoppeln und in unserer Jugend immer neue Ströme des Glaubens und Wollens zum Fließen zu bringen, bis der Sieg erkämpft.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Ich erinnere mich, daß an der Dorfschule Zirchow (Vorpommern), die ich zu diesem Zeitpunkt besuchte, sich der Schulleiter bemühte, diesem Auftrag nachzukommen. Als die sowjetischen Truppen bereits auf die Oder zurückten, übte er mit uns das Pflichtlied „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, wir treten an zum Gegenstoß&amp;quot;. Die Vorhersehung, die Hitler das Attentat „verräterischer Offiziere&amp;quot; am 20. Juli überleben ließ, würde es schon richten, sagte er. &lt;br /&gt;
* Daß für die Kriegsführung die Schule nur ein untergeordneter Faktor war, macht die Chronik der Doberaner Oberschule deutlich. Aus ihr geht hervor, daß ab 24. Januar das Wehrkreiskommando II sämtliche Schulräume beschlagnahmte, um ein Lazarett einzurichten. Am 26. Januar wurden auf Befehl des Reichsverteidigungskommissars sämtliche Schulen vorübergehend geschlossen. Lehrer und Schüler hatten Einsatz für die NSDAP und zur Unterbringung der Flüchtlinge zu leisten. Am 3. Februar übernahm die Wehrmacht auch die Volksschule Neubukow, um hier ein Lazarett zu errichten.Schon wenige Tage später konnte der zuständige Rostocker Schulrat allerdings die Bestimmungen wieder lockern. Es war dem Ermessen der Schulleiter überlassen, den Unterricht wieder aufzunehmen. &lt;br /&gt;
* Dieser wurde immer mehr zur Farce. Ganze Klassen und Schulen mußten zusammengelegt werden, weil Lehrkräfte fehlten. &lt;br /&gt;
* Es mangelte an Lehrbüchern und Heften. Selbst Schiefertafeln für ABC-Schützen waren nur auf Bezugsschein zu erhalten. Am 6. April bat der Volksschuldirektor in Kröpelin um 120 Bezugsscheine, da allein 75 Flüchtlingskinder ohne Schreibgeräte waren.&lt;br /&gt;
* Andererseits wurden an den Schulen noch immer kleine bunte Bildchen zum Thema „Kriegseinsatz der deutschen Frau&amp;quot; und „Kriegseinsatz der Hitlerjugend&amp;quot; verteilt.(Dr.HERMANN LANGER)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer konnte, setzte sich nach Westen ab OZ, 8.4.1995&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Der Krieg kam immer näher. „Sieg oder Bolschewismus!&amp;quot;, verkündeten Plakate. Eine Spitzenmeldung in der Lokalzeitung über „Moskaus Ausrottungsplan&amp;quot; schürte Anfang März neue Angst. „Zehn Millionen Deutsche sollen nach Sibirien verschleppt werden&amp;quot;, hieß es.&lt;br /&gt;
* Während Höhergestellte sich dank ihrer Privilegien westwärts abzusetzen versuchten, konnten die kleinen Leute nicht mehr davonlaufen. Die Stimmung geriet auf den Nullpunkt. Dem Reichspropagandaministerium lag ein Bericht vom 19. März aus Mecklenburg vor, in dem die Meinung der Arbeiterschaft analysiert wurde. An wörtlichen Äußerungen war z. B. festgehalten: „Wenn&#039;s mulmig wird, sind die oberen Zehntausend längst über alle Berge. Der Arbeiter kann seinen Kopf hinhalten&amp;quot;; „Wir sind immer die Dummen. Wir haben keine Beziehungen und müssen alle Kriegslasten und Pflichten tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Doch da der Terror eskalierte, wagte keiner, sich offen aufzulehnen. Anfang April bildete Gauleiter Friedrich Hildebrandt als Reichsverteidigungskommissar ein Standgericht für den „Reichsverteidigungsbezirk Mecklenburg&amp;quot;. Es verfolgte alle Straftaten, „durch die deutsche Kampfkraft oder Kampfentschlossenheit gefährdet wird&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Den Bürgermeistern als Chefs der Ortspolizeibehörden gingen Fahndungslisten zu. Eine Berliner Marinedienststelle suchte einen in Neubukow geborenen Fahnenflüchtigen, der sich am 22. März in Kopenhagen gemeinsam mit einem anderen vom Schiff ohne Urlaubsschein entfernt hatte. Eine Liste der Kriminalpolizeistelle Schwerin vom 10. April führte zehn gesuchte Personen an, darunter einen fahnenflüchtigen 24jährigen SS-Unterscharführer, der sich vermutlich nach Hinterbollhagen durchschlagen würde. Die Kripo forderte „energische Fahndung, Festnahme und Nachricht&amp;quot; darüber. &lt;br /&gt;
* Der Gürtel mußte noch enger geschnallt werden. Der „Ostsee-Bote&amp;quot; informierte über Lebensmittelverteilung in der 74. Zuteilungsperiode vom 9. bis 29, April. Otto Normalverbraucher stand auf bestimmten Markenabschnitten der Lebensmittelkarten vom 9. bis 15. April 50 g Fleisch, 50 g Fett und etwa 500 g Brot zu, Für die gesamte Periode sollte er 375 g Zucker oder 750 g Marmelade, 125 g Quark, 62,5 g Käse, 100 g Kaffee-Ersatz und 150 g Nährmittel beziehen, falls das alles noch vorrätig war. Die Regionalpresse hatte Ratschläge parat, z. B. sei „Brei besser als Brot&amp;quot;. Auch sollten die bisher mißachteten „Schöpfe&amp;quot; der Zuckerrüben verwertet werden.&lt;br /&gt;
* Im übrigen war sämtliches Brachland zur Gewinnung von Frischgemüse zu nutzen, Die Vorräte gingen zur Neige, denn immer mehr ausgehungerte Flüchtlinge trafen ein, die ihre letzte Habe auf Dörfern gegen Lebensmittel eintauschten.&lt;br /&gt;
* Aus Neubukow ist eine dickleibige Liste erhalten geblieben, die jene erfaßte, die nicht sofort weiterzogen. Sie kamen z. B. aus Tilsit und Rastenburg, Danzig und Zoppot, zuletzt aus Stettin und Swinemünde. Unter dem Buchstaben „A&amp;quot; sind allein über 60 Personen aufgeführt, unter ihnen auffällig viele alte Leute der Jahrgänge ab 1873 aufwärts, Frauen und Kinder. Die Männer standen noch an den Fronten, waren vermißt oder gefallen.&lt;br /&gt;
* In den Doberaner Kamp-Lichtspielen lief am 18. April noch einmal ein Unterhaltungsfilm mit dem in dieser Situation doppelsinnig erscheinenden Titel „Reise in die Vergangenheit&amp;quot; an. &lt;br /&gt;
* Sieben Tage später kam über die Lokalzeitung die Aufforderung, die Abstützung der Luftschutzräume zu überprüfen und diese nebst Rettungswegen neu zu kennzeichnen. Ab Ende April sollte auch die auf dem Felde arbeitende Landbevölkerung der Umgebung mit optischen Alarmzeichen auf drohende Tieffliegernangriffe aufmerksam gemacht werden.&lt;br /&gt;
* Seit dem 25. April war Berlin von der Sowjetarmee eingeschlossen. Flugzeuge des Typs He 111 flogen von Rerik her in pausenlosen Einsätzen Versorgungsbomben in die Stadt. Die letzte Ausgabe des „Ostsee-Boten&amp;quot; vom 28./29. April brachte beklemmende „Kampfbilder aus der Reichshauptstadt&amp;quot;. Hitlerjungen und Waffen-SS würden, „Schulter an Schulter kämpfend&amp;quot;, die „Bolschewisten&amp;quot; zurückwerfen.&lt;br /&gt;
* Am 30. April behauptete der Wehrmachtbericht, daß sich „zwischen Berlin und der Ostsee ... die Front in der Linie Kremmen - Neustrelitz - Neubrandenburg - Anklam zusammengeschlossen&amp;quot; hätte. Daß diese längst nicht mehr stand, ist dem Bericht des Majors Erich Mende über das Ende der 102. Infanterie-Division zu entnehmen: „Wir hatten in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1945 gerade noch hinter Bad Doberan eine Hauptkampflinie, wenn man das so nennen darf, einen Schleier ostwärts Wismar in einer Tiefe von etwa 20 km nach Süden aufgebaut.&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Am 1. Mai stieß bereits ein Vorauskommando auf Panzer einer britisch-kanadischen Einheit, während sowjetische Truppen in Rostock einzogen. Die Stunde der Entscheidung war da! Würden die, die „immer die Dummen&amp;quot; waren, noch ihren Kopf hinhalten und die Existenz der Region aufs Spiel setzen?(Dr. HERMANN LANGER)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR174.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR175.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR176.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR178.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR179.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR180.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR181.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2531.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2532.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2533.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2534.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2535.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2530.png|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
*Krankenschwestern zur Betreuung von verwundeten Wehrmachtssoldaten&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2177.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2178.jpg|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Archivtag – 06.05.2015&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Einmarsch der Roten Armee vor 70 Jahren&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1561.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1559.PNG|600px|zentriert]]&lt;br /&gt;
Mitwirkende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dr. Helge Rehwaldt: geb. 1937 in Berlin; lebt seit 1943 in Bad Doberan; arbeitete an der Universität Rostock (in der Sektion für Sprach- und Literaturwissenschaften) – liest aus dem Tagebuch des Doberaner Pastors Hans-Martin Ehlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dieter Gundlach; geb. ..., wo?; ehemaliger Direktor der Landwirtschaftsschule  berichtet über den Volkssturm, die Panzersperre und den Ortsgruppenleiter Walter Kittman sowie über die Erlebnisse seiner Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raik Lehmann und ………………..; sind Schüler am Gymna-sium der Stadt und tragen das – von dem Notar Friedrich Knaak (Foto) amtlich beurkundete - Dokument „Schlachtermeister Schröder über die Ereignisse am 01. und 02.05.1945&amp;quot; vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Becker, Diplomagraringenieur, Ortschronist Gemeinde Stülow und Gästeführer der Stadt Bad Doberan – berichtet über die Unterzeichnung des „Aufrufs“, insbesondere über Robert Brinkmann (1957, Ehrenbürger der Stadt Bad Doberan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lothar Blask: geb. 1929 (15 Jahre)in Treuburg (Ostpreußen); Flucht bis Waren; arbeitete als Handelswirtschaftler und wohnt heute mit seiner Frau im Ostseebad Graal-Müritz – „Episoden meines Lebens, 1944 – 1946“ - Rekrutierung im RAD-Lager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rita Seefeldt; geb. 1926 (19 Jahre); ehemalige Leiterin der Kinderkrippen &amp;quot;Pittiplatsch&amp;quot; und &amp;quot;Bummi&amp;quot; – persönliche Erlebnisse - Ostarbeiterin, RAD-Lager, Verlust der Pferde ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herbert Prehn, geb. 1936 (6 Jahre), Technischer Leiter der ZBO, lebt in Bad Doberan, ist in Rostock aufgewachsen und hat dort den 4-tägigen Bombenangriff  im Frühjahr 1942 &lt;br /&gt;
miterlebt ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 8. Mai 2025 war anlässlich von 80 Jahre Kriegsende ein Zeitzeugengespräch im Gemeindesaal der Bad Doberaner Münstergemeinde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;1945 – Jahr des Zusammenbruchs und des Neuanfangs&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Die friedliche Übergabe Bad Doberans Anfang Mai 1945&lt;br /&gt;
*An diesem besonderen Jubiläum wurde u.a. gefragt: Wie wurde das Kriegsende in Bad Doberan erlebt? Wie konnte die Stadt an die sowjetischen Truppen übergeben werden? Wie ist das Leben (weiter) verlaufen?&lt;br /&gt;
*Vorgestellt wurde auch das wohl wesentlichste Dokument zu den Ereignissen am 1. und 2. Mai1945. Es handelt sich um eine beglaubigte Abschrift, in der Schlachtermeister Karl Schröder nur wenige Monate nach Kriegsende die Abläufe schildert. Er war entscheidend an der friedlichen Übergabe Bad Doberans an die sowjetische Armee beteiligt. Verschiedene weitere Berichte entstanden im Gegensatz zu diesem oft erst Jahrzehnte später im Rückblick.&lt;br /&gt;
*Die Transkription der Akte aus dem Stadtarchiv Bad Doberan [Abb. Blatt 2]:&lt;br /&gt;
*„Beglaubigte Abschrift. / Niederschrift.&lt;br /&gt;
*Vorgeladen erschien der Schlachtermeister Karl Schröder, Bad Doberan, Baumstrasse, und gibt, befragt über die Vorgänge am 1. Mai 1945 in Doberan die nachstehenden Auskünfte:&lt;br /&gt;
[01.05.1945]: Am 1. Mai 1945 war ich morgens bis 9 Uhr in meinem Laden tätig. Dann wurde ich von dem Dentisten Porthun geholt, der zu mir als Privatmann (nicht in meiner Eigenschaft als Volkssturmführer) kam und mir sagte, Kittmann hatte die Panzersperren besetzen lassen, der Auftrag sei an die Hitlerjugend ergangen. Ich bin daraufhin mit aufgekrempelten Armen und der Schlachterschürze sofort ins Rathaus zu Kittmann gegangen. Kittmann saß in Zimmer 9 und telefonierte mit Wismar. Ich stellte ihn auf plattdeutsch zur Rede, ob er die Panzersperren mit der Hitler-Jugend (HJ) besetzt hätte. Zunächst bekam ich keine Antwort, weil K. ziemlich angetrunken war. Dann sagte er mir: ,Dat geht Di gornix an.‘ Währenddessen kam der Zimmermeister Peters in Volkssturmuniform ins Zimmer. Schlott, Behrens, Polmann, Hennings waren außerdem alle in Uniform in gleichen Raum anwesend. Ich wandte mich an Vietz Peters mit den Worten: ,Ich gebe Dir den Befehl, die Panzersperren sofort zu räumen. Um 11 Uhr will ich Meldung haben, dass die Panzersperren frei sind.‘ Daraufhin ging ich zurück in den Laden. Um 11 Uhr meldete mir Vietz Peters die Panzersperren frei. Bei dieser Gelegenheit bat mich Peters um einen Urlaubschein, damit er seine Familie nach Reinshagen in Sicherheit bringen könnte. Ich gab ihm den Schein und Peters kam nicht wieder. Nachmittags gegen 15 Uhr ging ich wieder ins Rathaus (in zivil). Bei dieser Gelegenheit brachte mir eine Nachbarin von Kittmann, eine Dänin, Meldung, dass Kittmann in seinem Vorgarten ein Maschinengewehr schussbereit aufgestellt hätte. Daraufhin geriet ich in Zorn und habe wohl ziemlich herumgebrüllt, er dürfe doch nicht Doberan vernichten. Ich ging mit Dr. Brandt und einem etwa 60jährigen Herrn Awe zusammen nach Kittmanns Wohnung. Ich trug eine Pistole 635 mm, die mir morgens Porthun gegeben hatte, in der Tasche. Wir gingen an der Kirche vorbei gegen den Buchenberg zu und an der Mauer&lt;br /&gt;
entlang in Richtung von Kittmanns Wohnung. Gegen 1/2 4 Uhr waren wir an Kittmanns Haus. Draußen war niemand zu sehen. Ich ging in den Vorgarten, nahm das MG weg und übergab es Awe, der es in das Rathaus bringen sollte. Als wir eben den Garten verlassen hatten, kam Kittmann in Parteiuniform aus der Tür und schrie: ,Lat dat MG hier.‘ Inzwischen waren Dr. Brandt und Awe zurückgegangen und in den schmalen Durchgang zwischen den Hecken nach dem Pfarrkoppelweg zu abgebogen. Ich rief Kittmann zu: ,Du Lump!‘ und schoss aus der kleinen Pistole aus etwa 25 m Entfernung auf Kittmann, jedoch ohne ihn zu treffen. Kittmann zog sich ins Haus zurück. Daraufhin kam sein Sohn, ein Leutnant der Panzertruppe aus dem Haus und gab aus einen MP 10 Schuss auf mich ab. Ich konnte mich dadurch, dass ich mich hinter einen der dicken Bäume stellte, vor diesen Schüssen retten. Der Sohn war hinter der großen Hecke am Kittmannschen Haus in Anschlag gegangen. Ich ging daraufhin ins Rathaus zurück. Gegen 18 bis 18.30 Uhr brachte der Maler Hennig-Hennings die Meldung, dass das [RAD-]Arbeiterdienstlager am Stülowerweg verteidigt werden sollte. Ich trat daraufhin vors Rathaus und rief: ,10 Mann nehmen je ein Gewehr‘, und wir sind dann losmarschiert.&lt;br /&gt;
Bei dieser Gruppe waren, soweit mir erinnerlich, auch der Zimmermeister Fahs und der Kaufmann Heinrich Siems. Im Arbeitsdienstlager hatte ich eine kurze Auseinandersetzung mit dem Arbeitsdienstführer Sellschop, der mir aber später auf meine Vorhaltungen das Lager übergab und mich daraufhin aufmerksam gemacht hat, dass ein anderer fremder Arbeitsdienstführer, der mit seiner Gruppe auf dem Rückzug hier eingetroffen war, bereits im Anschlag mit 10 Jungen mit Panzerfäusten und MG lag, um sich zur Wehr zu setzen. Sellschop vermittelt auch die Verhandlung zwischen mir und dem anderen Offizier, einem goldenen Parteiabzeichenträger, der noch für Hitler sterben wollte. Nach 10 Minuten Verhandlung wurde folgende Uebereinkunft getroffen: Es wurde zur Bedingung gemacht, dass die Gruppe bis 3 Uhr morgens im Arbeitsdienstlager verbleiben könnte und dann zu verschwinden hätte. Daraufhin ging ich ins Rathaus zurück. Zwischen 22 und 23 Uhr wurde dann im Rathaus von Herrn Grünberg der Aufruf an die Bevölkerung zum Weißbeflaggen der Stadt geschrieben, indem zugleich der Hergang mit der Schießerei zwischen mir und Kittmann geschildert wurde. In diesem Aufruf wurde darauf hingewiesen, dass mit diesem Vorgang die NSDAP in Doberan ihr Ende gefunden hatte. Der Aufruf wurde unterschrieben von Grünberg, dem Volkssturmführer Bartsch und dem Studienrat Schlünz. Der Zettel wurde noch in der .............. (unleserlich). bracht.&lt;br /&gt;
*[02.05.1945]:&lt;br /&gt;
*Ich bin dann gegen 4 Uhr morgens im RAD-Lager gewesen, um mich davon zu überzeugen, dass das Lager wirklich geräumt sei. Es war inzwischen geräumt. Vom Arbeitsdienstlager ging ich wieder ins Rathaus und habe mich um meine Wache, die dort von mir aufgestellt war, gekümmert und neue Anweisungen gegeben. Bis zum Einmarsch der Roten Armee am 2. Mai gegen 13 Uhr mittags habe ich das Rathaus nicht mehr verlassen. Gegen 15.30 Uhr fiel im Rathaus ein Schuss. Ich ließ alles, was vor dem Rathaus stand, zurücktreten auf den Kamp, um zu beobachten, wer wohl den Schuss abgegeben hätte. Nach einer Weile kam dann der Polizeileutnant Strübing [Polizeileutnant o. -offizier] mit seinem Fahrrad aus dem Rathaus heraus. Er hatte den Schuss abgegeben. Ich ließ ihn durch 3(?) Mann verfolgen. Strübing wurde von Soldaten der Roten Armee gestellt und an der Ecke der Jungfernstrasse erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben: / gez. Karl Schröder, Bad Doberan, 29.12.1945.&lt;br /&gt;
Vorstehende beglaubigte Abschrift stimmt mit der mir vorliegenden Urschrift wörtlich überein, welches ich hiermit beglaubige. Bad Doberan, den 31. Juli 1950. Knaack / Notar in Bad Doberan.“&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2079.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Quelle: Akte Stadtarchiv Bad Doberan ZS1298/1: Knaack, Friedrich (Notar): „Vorgänge am 01.05.1945. Auskünfte von Schlachtermeister Karl Schröder“ (beglaubigte Abschrift / Original). 29.12.1945-31.07.1950, veröffentlicht durch Martin Heider im Newsletter des Bad Doberaner Münsters Nr. 160-Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ende 2. Weltkrieg-Erlebnisbericht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2462.png|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SBZ und DDR (1945-1990)==&lt;br /&gt;
;1945&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob790.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob690.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Chron1945.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z59.PNG|800px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie1.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan J Chronologie2.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;*Erinnerungen von Franz -Helmut Haacke(1933-2022)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*(Zeitzeuge zur Einnahme von Bad Doberan durch die Rote Armee im Mai 1945 – aufgeschrieben von Peter Becker um 2015)&lt;br /&gt;
*Panzer rollten auf den Stülower Sportplatz und stellten sich in militärischer Ordnung auf.&lt;br /&gt;
*In der Villa des ehem. Herzogs Adolf Friedrich(heutige Musikschule) gab es ein Pferdelazarett.&lt;br /&gt;
*Ein Polizist erschießt im Rathaus einen Rotarmisten. In der Dr. Leber-Straße wird er gestellt, erschossen und von einem Panzer überrollt.&lt;br /&gt;
*Ein Major Polokow war mit der Nachhut in der o.g. Villa einquartiert. Er hatte Doberanern angeboten, sich bei Problemen an ihn zu wenden, was er auch wahrnahm.&lt;br /&gt;
*Ein Rotarmist, der seinem Kameraden eine Hose gestohlen hatte, wurde öffentlich ausgepeitscht.&lt;br /&gt;
*Anwohner im Stülower Weg am Kellerswald fühlten sich relativ sicher, da ein Rotarmist Sascha  bei der Familie von Franz-Helmut einquartiert war. Er gehörte zur Militärpolizei. Die Mutter von Franz-Helmut bekam 10 Kg Zucker zum Einkochen. Er brachte auch ein deutsches Fräulein mit ins Haus.&lt;br /&gt;
*Der Bauer Kühlewind erhielt von den Rotarmisten ein Reitpferd geschenkt, dass zum Pflügen eingesetzt werden sollte, aber schwierig war.&lt;br /&gt;
;1945-51&lt;br /&gt;
:Unterlagen Stadtarchiv Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1795.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1796.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2252.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2254.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1948 &lt;br /&gt;
:Beginn Kurbetrieb in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob65.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:Sturmflut am 1. März mit schweren Schäden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949 &lt;br /&gt;
:Jugendherberge auf dem Tempelberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1949/50&lt;br /&gt;
:[[Datei:Dob1794.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1955 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Vorder Bollhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1956 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Stülow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1957 &lt;br /&gt;
:Bauen auf dem Buchenberg beg. (auch AWG gegr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1961 &lt;br /&gt;
:Eingemeindung von Glashagen&lt;br /&gt;
;1960-er&lt;br /&gt;
:Demonstrationen zum 1. Mai&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2967.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2968.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2969.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2970.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1968&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob752.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob753a.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
;1977&lt;br /&gt;
[[Datei:M120.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1978/79&lt;br /&gt;
:Schneechaos&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2977.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2978.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2979.jpg|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1979 &lt;br /&gt;
:8. März Brandstiftung Wirtschaftsgebäude Kloster&lt;br /&gt;
[[Datei:DBR30.PNG|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob625.jpg|500px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1980&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2520.jpg|700px|zentriert|]]&lt;br /&gt;
;1983 &lt;br /&gt;
:Eröffnung Bädermuseum im Möckelhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1984&lt;br /&gt;
:nach der Wahl der Stadtvertreter am 6. Mai deren konstituierende Sitzung&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1715.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1716.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1985&lt;br /&gt;
:Veranstaltung mit Genosse Chabin(v.l. Rolf Dietze und Jürgen Jednoralski)&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1718.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1719.PNG|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1986&lt;br /&gt;
:800 Jahrfeier Klostergründung 1186&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1857.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob2083.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:Sturmflut&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1856.png|400px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1989&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nachfolgend werden chronologisch Ereignisse im Zusammenhang mit dem Prozess der Wiedervereinigung in Bad Doberan  von 1989 - 1994 aufgeführt(entnommen der Broschüre von Michael Heinz &amp;quot;Der Kampf um die Hirne und Herzen der Menschen tobt..., herausgegeben 2009/im weiteren Verlauf mit MH gekennzeichnet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:5.10. 5500 Jugendliche ziehen in einem organisierten Marschzug mit Fackeln durch die Stadt, um den bevorstehenden 40.Jahrestag der DDR zu feiern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3620.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.10. In der Kreispoliklinik wird eine politische Versammlung abgehalten. Alle Mitarbeiter bis auf drei sprechen sich in einer Unterschriftenliste für Veränderungen und Dialog aus.&lt;br /&gt;
:15.10. In einem Kirchenschaukasten werden Forderungen nach Reisefreiheit, Reformen und freien Wahlen ausgehängt.&lt;br /&gt;
:25.10. Das erste Friedensgebet im Münster findet statt. Danach formiert sich spontan eine Demonstration mit rund 3000 Teilnehmern. Es werden u.a. freie Wahlen gefordert. Vor dem Gebäude der SED-Kreisleitung stellen Demonstranten als Zeichen des Protestes Kerzen auf.&lt;br /&gt;
:28.10. Die OZ druckt auf Geheiß der SED die Predigt des Doberaner Probstes Schmidt vom 25.10. ab.&lt;br /&gt;
:31.10. Auf einer Sitzung der SED-Kreisleitung stellt der 1. Sekretär Ernst Jahnel einen Vertrauensbruch  zwischen Volk und Partei fest. Am Vormittag kommt es zu einem Eklat, als Gerd Autrum in die Versammlung stürmt und Jahnel verbal attackiert. Im Kulturhaus diskutieren 400 Bürger über die Handels- und Versorgungspolitik.&lt;br /&gt;
:1.11. Zum zweiten Friedensgebet im Münster erscheinen ca. 2500 Menschen. Die Predigt hält der Rostocker Pfarrer Joachim Gauck. Auf der folgenden Demonstration werden Reisefrei, freie Wahlen, Wehrersatzdienst und die Zulassung des Neuen Forums gefordert. &lt;br /&gt;
: 4. 12. Die Kreisstelle des MfS wird besetzt. Dabei stellt man fest, dass Akten verbrannt worden sind. Die Räume wurden versiegelt und  durch Bürger, Volkspolizei und Mitarbeiter des MfS ständig bewacht.&lt;br /&gt;
: 5.12. Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse werden im Kreis aufgelöst.&lt;br /&gt;
: 6.12. Nach einem erneuten Friedensgottesdienst und anschließendem Schweigemarsch sprechen sich viele Demonstranten für den Vollzug der deutschen Einheit und die Auflösung des AfNS aus. Es ertönt der Sprechchor &amp;quot;Wir sind das Volk!&amp;quot; Am Abend stellen Mitglieder des Neuen Forums, darunter Dr. Neumann, Dr. Ludwig und Gerd Autrum, einen Siegelbruch an der Kreisdienststelle der Staatssicherheit fest. Noch in der Nacht gelingt es, einen Militärstaatsanwalt herbeizuholen.&lt;br /&gt;
: 7.12. Die Siegel der Kreisdienststelle werden erneuert. Rolf Dietze übernimmt vorerst die Leitung der Volkspolizei, die ihrer Sicherungspflicht nicht nachgekommen war. Am Abend bildet sich ein Bürgerkomitee zur Auflösung des AfNS, das am frühen Morgen die Kreisdienststelle der Obhut der Volkspolizei übergibt.&lt;br /&gt;
: 8.12. Am Morgen wird festgestellt, dass Mitarbeiter der Staatssicherheit die Kreisdienststelle besetzt haben. Es folgen Telefonate des Bürgerrechtlers Gerd Autrum und des Ratsvorsitzenden Rolf Dietze mit Hans Modrow. Der Vorsitzende des Ministerrates ermächtigt Dietze vorläufig zur Auflösung des AfNS des Kreises.&lt;br /&gt;
: 10.12. Der neue Bezirksbevollmächtigte Modrows zur AfNS-Auflösung erscheint, nachdem der Vorgänger durch die Geschehnisse in Bad Doberan abgesetzt worden war.&lt;br /&gt;
: 11.12. Die Auflösung der Kreisdienststelle beginnt. Letzte Akten werden vom Neuen Forum und der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Das Neue Forum tritt zu einer Kreisvollversammlung zusammen.&lt;br /&gt;
: 13.12. Bürger treffen sich zum Friedensgebet und zur Mittwochsdemonstration.&lt;br /&gt;
: 14.12. Auf Kreisebene konstituiert sich ein Runder Tisch, der schließlich schrittweise die Regierungsgewalt im Kreis übernimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==die heutige Zeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1990 &lt;br /&gt;
: Anfang Januar formiert sich in der Stadt ein Bürgerrat, um den Rat der Stadt zu unterstützen und zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
: 10.1. Nach dem Friedengottesdienst formiert sich die traditionelle Mittwochsdemonstration mit 1600 Teilnehmern. Erneut Werden die deutsche Einheit sowie Zugang zu den Medien gefordert.&lt;br /&gt;
: 17.1. Nach dem traditionellen Friedensgebet formiert sich ein Protestzug.&lt;br /&gt;
: 27.1. Der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung Dethloff tritt zurück und beendet seine Parteimitgliedschaft aus Protest gegen die nur zaghafte Erneuerung der SED-PDS.&lt;br /&gt;
: 31.1. Beim Friedensgebet im Münster steht die Vergangenheitsbewältigung im Mittelpunkt. Der anschließende Schweigemarsch führt zum Rosengarten, wo eine Veranstaltung der Parteien und des Neuen Forum stattfindet.&lt;br /&gt;
: 7.2. Auf seiner ersten Sitzung beschließt der Runde Tisch der Stadt, dass alle Entscheidungen des Rates der Stadt durch ihn bestätigt werden müssen.&lt;br /&gt;
: 8.2. Der Runde Tisch des Kreises befragt den vormaligen Leiter der Kreisdienststelle des MfS, den ehemaligen 1. Sekretär der SED-Kreisleitung und den Kreisstaatsanwalt zu früheren Praktiken des Informationsaustausches.&lt;br /&gt;
: 16.2. Bei &amp;quot;Glashäger&amp;quot; wird ein Warnstreik beendet, nachdem die Löhne erhöht worden sind.&lt;br /&gt;
: 14.3. Im Münster wird das 18. Friedensgebet abgehalten. Nachfolgend kommt es zur letzten Mittwochsdemonstration. Das Gebäude desPDS-Kreisvorstandes wird mitnationalsozialistischen Symbolen beschmiert , nachdem dort vor rund einer Woche die Fensterscheiben eingeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
:23.3. Auf einer außerordentlichen Kreistagssitzung scheitert ein Misstrauensvotum gegen den Vorsitzenden des Rates des Kreises Rolf Dietze.&lt;br /&gt;
:29.3. Dietze erklärt auf Druck des Runden Tisches , der ihm die Wahlfälschungen anlastet, seinen Rücktritt. Probst Schmidt nimmt Abstand von einer weiteren Mitarbeit am Runden Tisch.&lt;br /&gt;
2.4. Auf einer gemeinsamen Sitzung des Runden Tisches  und des Präsidiums des Kreistages setzt sich Thomas Leuchert(SPD) gegen Oto Schumacher(CDU) in der Wahl zum amtierenden Vorsitzenden des Rates des Kreises durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3621.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3661.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:10.5. Die Pädagogen des Kreises treten für anderthalb Stunden in den Warnstreik. Sie fordern die Unkündbarkeit nach zehnjähriger Berufsausübung, den Erhalt der Kindergärten und höhere Löhne. Letzeres stößt auf breite Kritik&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3662.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3663.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
: 2.10. Im Münster treffen sich  anlässlich der bevorstehenden Wiedervereinigung 1000 Menschenzum Friedensgebet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3664.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3676.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Erstes Zappa Konzert in der Klosterruine Althof&lt;br /&gt;
;1991&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3665.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3666.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3667.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3668.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3669.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3670.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Prinz Claus der Niederlande spendet für den Erhalt der Altstadt im Rahmen einer Spendenaktion(MH)&lt;br /&gt;
;1992 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3671.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3672.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3673.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ausschreibung Heiligendamms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1993 &lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3674.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
:Gründung des Zappa Vereins&lt;br /&gt;
:Wiedereröffnung der Galopprennbahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1994&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3675.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1995 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe(Jagdfeld) erwirbt Heiligendamm für 15 Mio DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Fundus Gruppe erhält Zuschlag für Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1996 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der Reha-Klinik Moorbad in Bad Doberan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997 &lt;br /&gt;
:Eröffnung der MEDIAN-Klinik in Heiligendamm&lt;br /&gt;
:Informationen aus dem Rathaus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3391.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3452.png|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3395.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3396.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3397.png|700px|zentriert|thumb|]]&lt;br /&gt;
;2000 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält die Anerkennung als Heilbad&lt;br /&gt;
;2001&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan Z10.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2002 &lt;br /&gt;
:Einweihung der Zappa Büste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2003 &lt;br /&gt;
:Kempinski Grand Hotel eröffnet in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2004&lt;br /&gt;
:Wahl der Stadtvertretung Bad Doberan&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberan R Stadtvertreter.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2005 &lt;br /&gt;
:Bad Doberan erhält ein neues Rathaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:Aufhebung der Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007 &lt;br /&gt;
:G8 Gipfel in Heiligendamm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2008&lt;br /&gt;
:Stadtbus&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1784.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1783.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Heiligend. darf mit dem Titel „Seeheilbad“ werben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2014 &lt;br /&gt;
:Treffen Bundespräsident J. Gauck mit Amtsbrüdern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2019&lt;br /&gt;
:Hochwasser 31. Juli 2019&lt;br /&gt;
[https://de.video.search.yahoo.com/search/video?fr=yfp-t-s&amp;amp;p=Molli+im+Hochwasser+bad+doberan#id=1&amp;amp;vid=dcfa9ef8987757ab80ff7957469ffdc0&amp;amp;action=click]&lt;br /&gt;
you tube video&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1539.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob1540.PNG|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3063.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3064.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3065.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3066.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3067.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2026&lt;br /&gt;
:Winterimpressionen Januar 2026&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3521.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3523.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dob3524.jpg|700px|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gesamtübersicht==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zeittafel/ Chronik des Kloster und der Stadt Doberan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
(Mitarbeiterin des Stadtmuseums: Regine Grzech) &lt;br /&gt;
*1098	Gründung des „Mutterklosters“  der Zisterzienser in Frankreich (Citeaux bei Dijon).&lt;br /&gt;
*1135	Gründung des Klosters in Amelungsborn (nahe der Weser).&lt;br /&gt;
*Die Zisterziensermönche waren eine Mischung von Geistlichen, Bauern und Ökonomen, die sich ihren Unterhalt durch eigene Hände Arbeit erwerben sollten. Sie besiedelten unbebautes Land. Die Zisterzienser-Klöster waren frei von der bischöflichen Jurisdiktion. Beim Abt lagen alle Entscheidungen in geistlichen und weltlichen Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
*1147/ 48	Wenden kämpfen gegen das Kreuzheer Heinrich des Löwen&lt;br /&gt;
*1160	Die Wenden (Obotriten) unterlagen den deutschen und dänischen Heeren.Niklot verstorben.&lt;br /&gt;
*1164, 29. April	Pribislav macht dem Götzendienst auf dem Fürstenhof Doberan (wahrscheinlich bei Althof) ein Ende. (historisch nicht belegbar)&lt;br /&gt;
*Pribislav geht nach einem missglückten Aufstand gegen Heinrich des Löwen in Verbannung.&lt;br /&gt;
*1166	Pribislav wird aus der Verbannung zurückgerufen.&lt;br /&gt;
*1171, 01. März	Erster Convent: 12 Mönche und 1 Abt gründen das Kloster in Althof.&lt;br /&gt;
*1172	Woizlawa (Gattin von Pribislav) wird in der Kapelle beigesetzt.&lt;br /&gt;
*1177	Verleihungsurkunde erwähnt „villa slavica dobera“.&lt;br /&gt;
*1178, 30. Dezember	Pribislav verstorben (Turnier zu Lüneburg)&lt;br /&gt;
*1179	Zerstörung des Klosters.&lt;br /&gt;
*1186, 25. Juni	Zweiter Convent, Aufbau des Klosters in Doberan Althof wurde wieder hergestellt und wurde Sitz eines Hofmeisters des Klosters. Wiedereröffnung des Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1200	Bau der Kapelle zu Althof.&lt;br /&gt;
*1209	Doberaner Mönche übernehmen das 1184 verlassene Kloster Dargun.&lt;br /&gt;
*um 1210	Steffenshagen „Heiliges Blut“.&lt;br /&gt;
*1218	Beginn der deutschen Einwanderung&lt;br /&gt;
*1219	Beisetzung von Pribislav im Kloster Doberan. Der Stifter Doberans war 1178 zunächst im Michael - Kloster Lüneburg bestattet worden.&lt;br /&gt;
*1232, 03. Oktober	Weihe der romanischen Klosterkirche Doberan durch Bischof Brunward. Ausbau des Doberaner Klosters(Klausur: um 1200, Beinhaus: um 1250)&lt;br /&gt;
*1258	Doberaner Mönche gründen das Tochterkloster Pelplin (Polen). &lt;br /&gt;
*um 1260	Baubeginn des gotischen Münsters &lt;br /&gt;
*um 1280	Entstehung des Wirtschaftsgebäudes und Kornhauses in der Klosteranlage&lt;br /&gt;
*1283 bis 1290	Bauten wie die Brauerei, das Kornhaus sowie die 1.400 m lange Klostermauer werden errichtet.&lt;br /&gt;
*um 1285	Entstehung der Ringmauer um die Klosteranlage&lt;br /&gt;
*um 1290	Entstehung der Wollscheune in der Klosteranlage und Wirtschaftsgebäude&lt;br /&gt;
*1291, 30. Mai	Am Himmelfahrtstag wurde die Kirche des Klosters durch Unwetter und Blitzeinschlag schwer beschädigt und ist niedergebrannt.&lt;br /&gt;
*1301	Gruß der mittelalterlichen Glocke unter Abt Johann von Elbing&lt;br /&gt;
*1302	Eine Sturmflut an der Ostsee richtet große Schäden an.(Entstehung des „Heiligen Dammes“?)&lt;br /&gt;
*1309	Beginn der Klosterwirren.&lt;br /&gt;
*1337	Ende der Klosterwirren durch Rücktritt und Pensionierung des Abtes Conrad IV. 39 Mönche unterschreiben mit eigener Hand die Versöhnungsurkunde.&lt;br /&gt;
*1368, 04. Juni	Schlussweihe des gotischen Münsters&lt;br /&gt;
*1385, 18. September	Abt Gerhard von Clairvaux gibt die Erlaubnis, dass am Kirchweihfest und aus Anlass einer Beerdigung Frauen die Kirche betreten dürfen.&lt;br /&gt;
*1390	Astronomische Uhr im Münster.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blüte des Klosters Doberan; hohes Ansehen im Orden und in der Gesellschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*bedeutende Reformäbte:&lt;br /&gt;
*1404/ 23 Hermann Bokholt&lt;br /&gt;
*1424/ 41 Bernhard Witte&lt;br /&gt;
*1478	Beruft der Abt Johann Wilcken das Provinzialkapital für die Klöster im Erzbistum Hamburg-Bremen, Mecklenburg, Pommern und Preußen nach Doberan ein. Die Klöster sind in dieser Zeit vielfach durch fürstliche Ausnutzung (Ablager) und politische Wirren in ihrer Existenz bedroht. &lt;br /&gt;
*1501 bis 1504	Heinrich Mützel wird in Gegenwart des Vaterabtes Gebhard Maske aus Amelungsborn (1499/ 10) zum Abt in Doberan gewählt. Nach seiner Regierung begann der Niedergang von Doberan.&lt;br /&gt;
*1520	Ist der Doberaner Mönch Joachim Venter im Bernhardiner Kolleg Leipzig als Student immatrikuliert.&lt;br /&gt;
*1522	Überträgt der Doberaner Abt die Visitation für sein Tochterkloster Pelplin auf die Äbte von Kolbatz und Oliwa.&lt;br /&gt;
*1530	Kaiser Karl V. nimmt Kloster Doberan in seinen Schutz.&lt;br /&gt;
*1535	Visitation des Klosters, rapider Niedergang.&lt;br /&gt;
*1541	„entläuft “der Mönch Tymno Kruse nach Stralsund um sich dem Studium der Schrift zu widmen.&lt;br /&gt;
*1549	Die Pest im Kloster.&lt;br /&gt;
*1549, 20. Juli	Erklärt der Landtag zu Sternberg die lutherische Lehre für die Kirche in Mecklenburg als verbindlich.&lt;br /&gt;
*1550	Doberan besteht aus Kammerhof, zwei Krügen, Ziegelei, Schmiede, einige Wohnhäuser und Scheunen.&lt;br /&gt;
*1552, 05. März	Aufhebung des Klosters Doberan, der letzte Abt Nikolaus Pepperkorn zieht sich nach Pelplin zurück (gestorben 1564).&lt;br /&gt;
*„Rostocker“ Teil an Herzog Johann und „Wismarer“ Teil an Herzog Ulrich&lt;br /&gt;
*1553, 15. Januar	Verbietet Herzog Ulrich den Abbruch „unseres“ Klosters Doberan.&lt;br /&gt;
*1564	Einführung des ersten evangelischen Pastors, Magister Hermann Kruse, in Doberan.&lt;br /&gt;
*1578	Instandsetzungen an Kirche und Kloster durch Herzog Ulrich und Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1586	Restaurierung des Münsters auf Veranlassung der Herzogin Elisabeth von Güstrow.&lt;br /&gt;
*1600	Kirche erhält eine Orgel&lt;br /&gt;
*1608	Herzog Carl lässt im Münster eine neue Orgel mit 22 Registern bauen.&lt;br /&gt;
*1610	Ein Inventar verzeichnet, dass die Kapelle in Althof als Backhaus genutzt wird.&lt;br /&gt;
*1611	Doberan erscheint auf den Landkarten als „Flecken“.&lt;br /&gt;
*1618 bis 1648	30-jähriger Krieg.&lt;br /&gt;
*1623	In der „Vorstadt“ Doberan wohnen 120 Menschen.&lt;br /&gt;
*1637	Fallen die kaiserlichen Truppen ins Kloster ein.&lt;br /&gt;
*1638/ 39	Plündern schwedische Soldaten die Kupferbedachung des Münsters.&lt;br /&gt;
*1639	Stürzt der Turmhelm am Himmelsfahrttag ab; Dach schwer beschädigt; Gottesdienste in der Kirche nicht möglich. Reparaturmaßnahmen am Kirchendach.&lt;br /&gt;
*1643	Dachreparaturen mit Blei an den nötigsten Stellen.&lt;br /&gt;
*1646	Reparatur der Orgel.&lt;br /&gt;
*1649	Wird ein neuer Dachreiter aufgesetzt..&lt;br /&gt;
*ab 1650	Reparaturen am Münster.&lt;br /&gt;
*1675, 25. September	König Christian V. von Dänemark und Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg schließen im Kloster Doberan ein Bündnis gegen Schweden.&lt;br /&gt;
*1681	Gründung einer Brandgilde in Doberan. &lt;br /&gt;
*1700 bis 1721	Großer Nordischer Krieg: Mecklenburg wird wieder Kriegsschauplatz.&lt;br /&gt;
*1707 bis 1713	Prinz Carl Leopold residiert in Doberan.&lt;br /&gt;
*1717	In der „Vorstadt“ Doberan werden 19 Häuser registriert.&lt;br /&gt;
*1749	Doberan hat 30 Häuser&lt;br /&gt;
*1762	Einrichtung einer Wollmanufaktur, Leitung Oberamtmann von Oertzen, 24 Weber und eine große Zahl von Spinner arbeiteten in der Manufaktur&lt;br /&gt;
*1763	„Stallschreiber“ - Haus neben  Klostertor.&lt;br /&gt;
*1766, 20. September 	Thomas Nugent: „Ausflug von Rostock nach Doberan und zu Heiligendamm“&lt;br /&gt;
*1766	Schließung der Wollmanufaktur nach nur vier Jahren&lt;br /&gt;
*1767	38 Häuser, 20 halbe Häuser und 3 Buden&lt;br /&gt;
*1776	Schloss abgerissen (Standort im Bachgarten) an der Stelle des späteren Amtshauses.&lt;br /&gt;
*1779	Pfarrer Röper in Doberan&lt;br /&gt;
*1782	Doberan erhält eine zweite Schulstelle. Es werden bis zu 150 Schüler in einer Klasse erwähnt.&lt;br /&gt;
*1783, 17. Juli	Prediger Jamos zu Ostfriesland macht Vorschläge zur Errichtung von Seebädern am Nordseestrand (König lehnt ab)&lt;br /&gt;
*1783	Errichtung des Wohngebäudes am Kammerhof durch J. Chr. H. von Seydewitz. &lt;br /&gt;
*1789	Samuel Gottlieb Vogel kommt als Professor der Medizin nach Rostock. Später wird er Leibarzt von Friedrich Franz I. und erster Badearzt in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1790	Schreiber (Rostock 1855): „ein armseliges, schmutziges Dorf, hatte nur Wohnbuden aufzuweisen, Häuserchen von Fachwerk mit Lehmwänden und Strohdächern und meist ohne Schornsteine. Holprige, kothige Wege zogen daran vorüber, der Camp war eine von Gräben durchzogene Viehweide und Moorwiese, sumpfige Gewässer traten dicht an den Ort heran, welchen im nahe Umkreise düsterer Wald einhegte.&lt;br /&gt;
*1790	85  kleine Häuser, 900 Einwohner, 24 bis 30 Kinder werden jährlich geboren.&lt;br /&gt;
*1792	August Gottlieb Weber (Rostock): „... dass wir, dem Meere so nahe, keinen Gebrauch von diesem so ausgezeichnet wohltätigen Heilmittel machen.“&lt;br /&gt;
*1793	Lichtenberg: „Warum hat Deutschland noch kein öffentliches Seebad?“ 22. Juli	Professor Vogel aus Rostock teilt das Gelesene dem Herzog mit und erhält von Herzog Friedrich Franz I. den Auftrag, in Heiligendamm ein Seebad zu errichten. Gründung des ersten deutschen Seebades am „Heiligen Damm bey Dobberan“ durch Friedrich Franz I., auf Initiative von S. G. Vogel. Kamp in Parkanlage, Haus Ecke Markt/Lettowsberg erbaut und Doberan wird Nebensitz der mecklenburgischen Fürsten.&lt;br /&gt;
*1793 bis 1801	In der Bauperiode von J. Chr. H. Seydewitz entstehen zumeist einfache Fachwerkhäuser, wie das Logierhaus am Kamp, das Amtshaus im Klostergelände sowie das erste Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1794	Ein kleines Badehaus für 4 Bäder, 2 Badeschaluppen.&lt;br /&gt;
*1794/ 95	Fahrstrecke durch das Klostergelände, Durchbruch der Mauer (Rostocker Tor).&lt;br /&gt;
*1794 bis 1796	Kurhaus (Logierhaus mit 2 Nebengebäuden und Pferdestall)&lt;br /&gt;
*1795	Amtshaus, Tempel auf dem Jungfernberg (Tempelberg). Großes Badehaus in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1795	Errichtung des ersten Brückenstegs in Heiligendamm. Große Viereck mit Zugbrücke zur Seeseite, um Schiffe ins Innenland zu lassen. Anlage des Kamps im Ortszentrum von Doberan und des Englischen Gartens am Münster.&lt;br /&gt;
*1796	W. v. Humboldt in Heiligendamm. Erste warme Seebäder.&lt;br /&gt;
*1797	Camp&lt;br /&gt;
*1799	Jungfernbrunnen am Tempelberg bei Rosenow Kamp und englischen Garten planiert, Strohpilz auf dem Buchenberg, Kamp Nr. 12 (Rokokohaus) Bauernbank.&lt;br /&gt;
*In Heiligendamm pumpen 6 Pumpen, angetrieben durch 2 Ochsen über ein Räderwerk das Seewasser 35 Fuß hoch in einen Kessel (je Stunde über 700 Kubikfuß Wasser).&lt;br /&gt;
*1800	Speisesaal&lt;br /&gt;
1801	Damenbad (Konversationstempel)&lt;br /&gt;
*1801/ 02	Salongebäude mit 8 Läden.&lt;br /&gt;
*1801 bis 1836	Carl Theodor Severin schafft die das Ortsbild prägenden Bauten in Doberan und Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1802	Ein Verbot für Strohdächer wird erlassen.&lt;br /&gt;
*1803	Erste Badekarren&lt;br /&gt;
1804, 28. Juli	Erstes Pferderennen (auf freiem Feld)&lt;br /&gt;
*1805	Badeschaluppen werden durch vierrädrige Badewagen abgelöst.&lt;br /&gt;
*1806, 02. Juli	Theater, erste Vorstellung 300 Personen. Beginn des Palais (Severin)&lt;br /&gt;
*1806	Napoleon besetzt Mecklenburg.&lt;br /&gt;
*1806 bis 1808	Palais – 1813 ovaler Saal mit Tapeten Amor und Psyche (an Stelle des alten Hopfenhauses).&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Baumeister in Doberan:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*J. Chr. H. v. Seydewitz (1748 – 1824), erbaute u.a. 1793 – 1796 Logierhaus (Hotel Friedrich Franz Palais)&lt;br /&gt;
*Carl Theodor Severin (1763 – 1836), erbaute u.a. 1822/ 23 „Altes Stahlbad“&lt;br /&gt;
*Gotthilf L. Möckel (1838 – 1915), erbaute u.a. 1886 – 1888 Möckelhaus (Museum)&lt;br /&gt;
*1807, 10. August	Friedrich Franz I. kehrt aus dem Exil zurück. Erste große Kampfillumination. In Doberan werden gezählt: 127 Häuser, 50 Kinder werden je Jahr geboren und 1.349 Einwohner, darunter 3 Schlächter, 3 Töpfer, 3 Sattler, 3 Bäcker, 4 Zimmermeister, 4 Gastwirte, 6 Fuhrleute, 8 Tischler, 12 Schneider, 20 Schuster, 8 Krämer, 19 Weber, 1 Apotheker, 1 Chirurg, 1 Konditor, 1 Tapezierer, 1 Nagelschmied, 1 Pantoffelmacher, 2 Maurer, 2 Böttcher, 1 Maler, 1 Müller, 1 Drechsler, 1 Musikant, 1 Pfeifenmacher, 1 Glaser, 2 Radmacher, 3 Schmiede.&lt;br /&gt;
*1807	Einhegung des Kampes&lt;br /&gt;
*1808	In Heiligendamm gibt es 1 großes und 2 kleine Badehäuser, 4 Badekarren, eine Badeschaluppe und 12 Schilderhäuser. Das große massive Badehaus enthält 15 Badezimmer und 2 kleine Wannen für Kinder.&lt;br /&gt;
*1808 bis 13	Errichtung des roten Pavillon und des weißen Pavillon&lt;br /&gt;
*1810	Badehaus für Arme, Armenkrankenhaus (an Stelle der heutigen Burg).&lt;br /&gt;
*1810 bis 1813	Chinesischer Pavillon mit Galerie für Musiker.&lt;br /&gt;
*1812	Bau der Boutiken auf dem Kamp mit je 5 Kaufläden.&lt;br /&gt;
*1813, 28. August	Gefecht bei Retschow. Die verbündeten Mecklenburger und Schweden unter General Vegesack schlagen eine französische Einheit zurück.&lt;br /&gt;
*1814	Medini gründet Teeclub. Kolonnaden mit 10 Kaufmannsboutiken am Kamp.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1816	Bau des Kurhauses in Heiligendamm durch C. Th. Severin als „Empfangs-, Gesellschafts-, Tanz- und Speisehaus“.&lt;br /&gt;
*1814 bis 1817	Saal mit Säulenhallen in Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1816	Kamp mit weißen Glaskugeln erleuchtet.&lt;br /&gt;
*1817	Anbringung von Markisen.&lt;br /&gt;
*1818	Doberan hat 165 Häuser und 1.177 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1819	14 Badekarren in Heiligendamm. Ballon Frau Reichardt vom Kamp. &lt;br /&gt;
*1819 In Heiligendamm Schwefelquelle und Bittersalzquelle entdeckt.&lt;br /&gt;
*Berliner Schauspieler Devrient und italienische Sängerin Catalani treten in Doberan auf.&lt;br /&gt;
*1819 bis 1821	Anbau des großen Saales an das Salongebäude.&lt;br /&gt;
*ab 1820	Ausgestaltung des Kamps, des Springbrunnenplatzes und Anlage der Baum- und Kastanienstraße.&lt;br /&gt;
*1820	Am Markt Häuser mit Läden.&lt;br /&gt;
*1821	Erbohrung einer Eisenquelle nahe des alten Moorbades von Kaufmann Mühlenbruch bei Schleuse (der späteren Jungfernmühle). Um sie medizinisch nutzen zu können, entsteht ein kleines Gebäude mit vier Badewannen als erste „Kureinrichtung“ Doberans.&lt;br /&gt;
*1821/ 22	Severin baut für sich das Spätere Prinzenpalais(Erbgroßherzog Paul Friedrich und Frau Alexandrine) Haus Gottesfrieden Nr. 5, in der Nr. 6 Heißmangel.&lt;br /&gt;
*1822/ 23	Erste öffentliche Rennen (Rennbahn).&lt;br /&gt;
*Stahlbad einstöckig erbaut von Severin und 1902 aufgestockt.&lt;br /&gt;
*1822, 09. August	Blitzeinschlag in Kapelle Althof, Restaurierung durch Friedrich Franz veranlasst.&lt;br /&gt;
*1823	Redelstorff Senffabrik und Eisenwaren am Markt.&lt;br /&gt;
*1824	Dampfschifffahrt Doberan-Kopenhagen.&lt;br /&gt;
*1824 Rennverein erstes Pferderennen, Mineralwasser Trinkkuren.&lt;br /&gt;
*1825	Goldbank im Logierhaus, Silberbank im Posthaus (Lindenhof),Haus Medini, Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1827	Gastspiel des Berliner Komikers Germ.&lt;br /&gt;
*1828	Tribüne auf Rennbahn von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*um 1830	Der Ort vergrößert sich um die Kastanien-, die Baum-, die Friedhofs- und die Jungfernstraße sowie den Töpferberg. Friedhof an der heutigen Waldstraße.&lt;br /&gt;
*1830	Omnibus fährt nach Heiligendamm (Pferde – Omnibus).&lt;br /&gt;
*1830 Beginn der Restaurierungsarbeiten am Münster.&lt;br /&gt;
*1830	Schließung des Friedhofs im Kloster und Neuanlage in der Waldstraße. Küsterhaus in Biedermeier – Gotik. Doberan hat 2.210 Einwohner.&lt;br /&gt;
*1831	Damenbad (festes Gebäude 48m lang und 6m breit).&lt;br /&gt;
*1832	Hofapotheke Framm.&lt;br /&gt;
*1836	Severin verstorben.&lt;br /&gt;
*1837, 01. Februar	Friedrich Franz verstorben&lt;br /&gt;
*Paul – Friedrich 1837 bis 1842&lt;br /&gt;
*1838	Straße nach Rostock und Heiligendamm, Fahrweg nach Althofnischen Gastspiel der italienischen Tänzerin Maria Taglioni Jungferntempel. Regelmäßige Schnellpost nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1839	Beginn des Ausbaus von Heiligendamm zur „Weißen Stadt am Meer“.&lt;br /&gt;
*1840	Döbereiner Kaltwasseranstalt, Schliffenhaus Neue Reihe (letztes Haus links).&lt;br /&gt;
*1841	Haus der Großherzogin Alexandrine in Heiligendamm. Thälmann Straße 9 (Leder Trost) aufgestockt. Tempel auf Jungfernberg umgebaut.&lt;br /&gt;
*1841	Maschinenfabrik und Eisengießerei Kähler (Landmaschinen).&lt;br /&gt;
*1841/ 42	Überdeckung der Bäche (Thälmann Straße und Markt).&lt;br /&gt;
*1842, 07. März	Großherzog Paul Friedrich verstorben.&lt;br /&gt;
*1842	Marstall (später Turnhalle).&lt;br /&gt;
*1842	Apotheke vom Springbrunnenplatz zum Kamp (50 Jahresfeier).&lt;br /&gt;
*1843	Findling nach Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1844 bis 1854	Bau der Villenreihe in Heiligendamm (Herrenbad weiter nach Osten verlegt).&lt;br /&gt;
*1845	Burg von Demmler erbaut.&lt;br /&gt;
*1846 bis 1853	Dr. Döbereiner Kaltwasserheilanstalt.&lt;br /&gt;
*1848	Burg fertiggestellt, Armenkrankenhaus abgerissen und an südlichen Rand gebaut in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*um 1850	Die Lindenallee zwischen Doberan und Heiligendamm wird angelegt. Steinmannsche Erziehungsanstalt für Knaben (Burg am Maxi – Gorki – Platz).&lt;br /&gt;
*1850	Private Mädchenschule durch Schulverein (zurück zu verfolgen bis 1837), 1850 ca. 50 Schülerinnen.&lt;br /&gt;
*1852	Freiherr von Drais auf Draisine um den Kamp.&lt;br /&gt;
*1854	Rennbahn neue Tribüne mit massiven Unterbau. Linden an Heiligendammer Chaussee.&lt;br /&gt;
*1857	Maler Ludwig Bang geboren.&lt;br /&gt;
*1863	Gründung des Doberaner Sportvereins.&lt;br /&gt;
*1865	Dampfkalesche bleibt stecken (Versuchsfahrt für Transport).&lt;br /&gt;
*1866	Spielbank aufgehoben. Privatknabenschule in den oberen Räumen der Gewerbehalle.&lt;br /&gt;
*1869	Klassische Front am Salongebäude geändert. (neorenaissancistischer Fassade)&lt;br /&gt;
*1872,13. November	Sturmflut.&lt;br /&gt;
*1873,02. April	Das Seebad Heiligendamm wird  an Baron von Kahlden verkauft.&lt;br /&gt;
*1879, 21. April	Im Puppenhaus Progymnasium, 4 Klassen 60 Schüler, 05. März 1885 erstes Abitur (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1879	Doberan 4.500 Einwohner&lt;br /&gt;
*1879, 01. Juli	Doberan wird Stadt (Salongebäude wird Rathaus und Amtsgericht) alter Saal umgebaut, Fassade im Renaissancegeschmack überladen.&lt;br /&gt;
*ab 1880	Waldstraße (noch ohne Häuser), erste Bauten am Parkentiner Weg und in der heutigen Goethestraße entstehen. Dammchaussee  jetzige Friedrich – Engels – Straße, am Markt „Hotel Beese“ („Mecklenburger Hof“) ,Neue Reihe und Severinstraße werden voll bebaut.&lt;br /&gt;
*1881 bis 1900	Kirche wird restauriert (Möckel)&lt;br /&gt;
*1882, Ostern	Einige Klassen des Progymnasiums ins alte Amtsgebäude.&lt;br /&gt;
*1883, 01. September	Gymnasium erhält den Namen „Friderico Francisceum“&lt;br /&gt;
*1883/ 84	Bau der Eisenbahnstrecke Wismar – Rostock.&lt;br /&gt;
*1884	Kreisgericht&lt;br /&gt;
*1885	Prinzengarten wird als Spielplatz der Schule übergeben.&lt;br /&gt;
*1885, 05. März	Erste Reifeprüfung (3 Schüler).&lt;br /&gt;
*1886	Der „Molli“ nimmt den Betrieb von Doberan nach Heiligendamm auf.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Theater abgerissen.&lt;br /&gt;
*1886/ 87	Pfarrhaus/ Direktorenhaus (unter Möckel erbaut).&lt;br /&gt;
*1887/ 88	Erneuerung der Kapelle in Althof (Möckel).&lt;br /&gt;
*1887	Postgebäude&lt;br /&gt;
*1887 bis 1889	Bau des Gymnasiums&lt;br /&gt;
*1888	Möckelhaus&lt;br /&gt;
*1889, 09. Juli	Das Gymnasium wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
*1893	Stahlbad verkauft.&lt;br /&gt;
*1895	Gebäude Ecke Friedrich – Engels – Straße (Rostocker Straße)&lt;br /&gt;
*1896	Schülerorchester&lt;br /&gt;
*1897	Verbot des Schießens nach lebenden Tauben, Tontaubenschießen.&lt;br /&gt;
*1900	Mädchenschule in der Lessingstraße (ehemalige Marienstraße).&lt;br /&gt;
*1901	Direktorenhaus als Dienstwohnung vom Staat angekauft&lt;br /&gt;
*1901, 08./ 09. Juni	21. Sängerfest&lt;br /&gt;
*1902	Haus 10 Straße des Friedens, Internat für ausw. Schüler Holst und Hamke Laden und Hotel Kurhaus. Turnhalle EOS.&lt;br /&gt;
*1903/ 04	Städtische Gaswerk am Bahnhof.&lt;br /&gt;
*1904, 09. Februar	Gründung eines „Plattdeutschen Vereins“ im Hotel Schwan (34 Mitglieder)&lt;br /&gt;
*1904,31. Juli	Evangelische Kirche Heiligendamm (Bau von Möckel)&lt;br /&gt;
*1904, 31. Dezember	Sturmflut (Herren – Damen – Bad  und Brücke zerstört).&lt;br /&gt;
*1904 bis 1906	Gasbeleuchtung&lt;br /&gt;
*1904 bis 1910	Bismarckstraße, Marienstraße, Annenstraße, Althöfer Straße, Friedrich – Franz – Straße, Prinzenstraße, Elisabethstraße.&lt;br /&gt;
*1905	V. Verbandstag der Maler&lt;br /&gt;
*1907	Straße nach Warnemünde&lt;br /&gt;
*1908	Glashäger Mineralquelle&lt;br /&gt;
*1909/ 10	Goethestraße 22, 24, 26&lt;br /&gt;
*1910	Kleinbahn bis Kühlungsborn&lt;br /&gt;
*1910/ 11	Druckerei Rehse, Hermann (später Michaels)&lt;br /&gt;
*1911	Klosterbrauerei wird Molkerei.&lt;br /&gt;
*Gründung eines Turnvereins am Gymnasium.&lt;br /&gt;
*Heiligendamm geht an Gesellschaft mbH über (Kauf erst 1922)&lt;br /&gt;
*1911/ 12	Stromversorgung wird in Doberan aufgebaut.&lt;br /&gt;
*1914 bis 1918	1. Weltkrieg – Die Bautätigkeit stagniert. In den Notjahren werden auf dem Kamp Kartoffeln angebaut.&lt;br /&gt;
*1915 bis 1921	Unterbrechung der traditionellen Rennen.&lt;br /&gt;
*1916	Möckel verstorben.&lt;br /&gt;
*1919	Siedlung Parkentiner Weg 49 Häuser.&lt;br /&gt;
*1920	Moorbad an Krankenkasse Berlin verkauft.&lt;br /&gt;
*1921	Sparkasse gegründet (befand sich im Rathaus)&lt;br /&gt;
*1921, 01. Februar	Die Stadt erhält den Namenszusatz „Bad“ anlässlich der 750 Jahresfeier. &lt;br /&gt;
*1922	Chemische Fabrik (heute IKS)&lt;br /&gt;
*1923	Inflation (siehe Beispiel in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924, 04. Mai	Reichstagswahl (Wahlergebnisse Bad Doberan in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1924 bis 1926	Wasserleitung&lt;br /&gt;
*1925/ 26	Golfplatz in Heiligendamm/ Schießstand.&lt;br /&gt;
*1926	Ausführung der Siedlung am „Althöfer Weg“ 28 Häuser.&lt;br /&gt;
*1926/ 27	Gymnasium erhält elektrisches Licht. 4 Klassen ins Prinzenpalais (ehemalige Landrostei)&lt;br /&gt;
*1927	4 Mädchen finden Aufnahme im Gymnasium. Von 215 Schülern können 97 schwimmen.&lt;br /&gt;
*1927, 26. Juni	Denkmal auf dem Buchenberg&lt;br /&gt;
*1928	Turnprüfung eingeführt&lt;br /&gt;
*um 1928	Wasserturm&lt;br /&gt;
*1929, 06. bis 08. Juli	31. Bundessängerfest (Gausängerfest)&lt;br /&gt;
*1929	Luftschiff LZ 127 über Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1930	Waldstraße&lt;br /&gt;
*1930, 14. September	Reichstagswahl (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1931	Ermordung von Bohm und Klöcking&lt;br /&gt;
*1931	Stadtverordnetenwahl Bad Doberan (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932/ 33	Pflasterung der Alexandrinenstraße und der Hindenburgstraße&lt;br /&gt;
*1932, 03. März	Reichstagswahlen (Wahlergebnis Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 13. März	Reichspräsidentenwahl  (Wahlergebnisse in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, 31. Juli	Reichstagswahlen (Wahlergebnis in der Anlage)&lt;br /&gt;
*1932, August	Hitler Ehrenbürger von Doberan &lt;br /&gt;
*1933	Sparkasse (Gebäude in der Thälmann Straße) Ermordung von Wolff&lt;br /&gt;
*1934	Einrichtung des Museums im Möckelhaus, vorher in der Bauhütte von Möckel&lt;br /&gt;
*1935	Ehm Welk – Haus (Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1936	Mädchenschule als Elise – Albrecht – Schule bekommt das Gebäude (Haus 10) in der Straße des Friedens. Arbeitsdienstlager in Bad Doberan, Einführung der „staubfreien Müllabfuhr“ Jetzige Lessingschule wurde zur Gewerbe- und Kaufmannsschule.&lt;br /&gt;
*1936, 01. April	Heiligendamm wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1937, 09. November	Das Gymnasium erhält den „Friderico – Fransceum, Oberschule für Jungen“, Mädchen dürfen die Schule nicht besuchen.&lt;br /&gt;
*1938	Bebauung Parkentiner Weg, Althöfer Weg&lt;br /&gt;
*1938	Friedhofskapelle/Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1939	Umbau des Prinzenpalais zum naturwissenschaftlichen Unterricht, Prinzengarten als Sportplatz.&lt;br /&gt;
*1939, 01. April	Althof wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
*1939, Mai	Doberan hat 7.563 Einwohner&lt;br /&gt;
*1942	Behelfsheime Althöfer Weg (Bombenangriff auf Rostock)&lt;br /&gt;
*1945, 01. Mai	Bad Doberan hat etwa 15.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*1945, 02. Mai	Kriegsende für Bad Doberan. Befreiung durch die Truppen der Roten Armee.&lt;br /&gt;
*1945, 25. September	Bodenreform, Beginn in Hohen – Niendorf.&lt;br /&gt;
*1945, 01. Oktober	Wiedereröffnung der Oberschule. Die Klassen 1 bis 5 der privaten Mädchenschule werden in die Oberschule übernommen.&lt;br /&gt;
*1945, 07. Oktober	Aufteilung der Domäne Althof.&lt;br /&gt;
*1946, 11. März	Umbenennung von Straßen in Bad Doberan. Sie erhalten Namen von Arbeiterführern und Antifaschisten z.B.: Alexandrinenstraße in Ernst – Thälmann – Straße, Neue Reihe in Heinrich - Klöcking – Straße, Mittelstraße in Wilhelm – Bohm – Weg, Friedhofstraße in Ernst – Wolff – Str., Jungfernstraße in Dr.- Leber–Straße, Friedrich – Franz - Straße in Friedrich – Engels - Straße, Alexandrinenplatz in Karl – Marx – Platz, Hindenburgstraße in August - Bebel - Straße&lt;br /&gt;
*1946	Bau der katholische Kirche in Barackenform in der Rostocker Straße.&lt;br /&gt;
*1946, 15. September	Gemeindewahlen (siehe Literatur 1, Seite 38/ 39)&lt;br /&gt;
*1946, 20. Oktober	Wahlen zu den Kreistagen (siehe Literatur 1, Seite 40)&lt;br /&gt;
*1947	Heiligendamm wird Sanatorium für Werktätige.&lt;br /&gt;
*1947, 12. November	Villa des Herzogs Adolf Friedrich wird Internat der Arbeiter- und Bauernkinder.&lt;br /&gt;
*1948	Erste Kurgäste kommen wieder nach Heiligendamm. Der Ort wird „Sanatorium für Werktätige“.&lt;br /&gt;
*1949	Wiedereröffnung des Moorbades.&lt;br /&gt;
*1949, 27. Mai	Stadt Bad Doberan gründet ihren volkseigenen Betrieb, das Kommunale – Wirtschafts - Unternehmen (KWU).&lt;br /&gt;
*1949, 12. Juni	Erster Volkskunsttag mit Sägewettstreit.&lt;br /&gt;
*1949, 29. Juli	Das Tempelberggrundstück wird der Jugendpflege übergeben.&lt;br /&gt;
*1949, 05. Oktober	Jugendherberge&lt;br /&gt;
*1949, 03. Dezember	Wilhelm Pieck fährt durch Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1952	Bad Doberan wird Kreisstadt.&lt;br /&gt;
*1953, 01. August	Auflösung der Länder in der DDR – Bad Doberan wird Kreisstadt im Bezirk Rostock.&lt;br /&gt;
*1954	Betriebsberufsschule Forst&lt;br /&gt;
*1955	Eingemeindung von Vorder Bollhagen.&lt;br /&gt;
*1955 bis 1957	Institut&lt;br /&gt;
*1956/ 57	MTS – Siedlung. Fassade des Rathauses dem ursprünglichem Zustand wieder angenähert.&lt;br /&gt;
*1957	Beginn der ersten Ausbaustufe des Wohngebietes auf dem Buchenberg. Eröffnung des Heimatmuseums im Pavillon auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1957, 12. September	Gründung der AWG (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft)&lt;br /&gt;
*1957 bis 1985	Fertigstellung von Wohnungseinheiten (WE), (AWG und staatlich) sowie Eigenheime (siehe Anlage)&lt;br /&gt;
*1958	Kaufhaus Magnet(Elbrecht)&lt;br /&gt;
*1960	Erster Jugendklub (an der Jugendherberge) gegründet.&lt;br /&gt;
*1963	Anbau der Post übergeben.&lt;br /&gt;
*1965 bis 1968	Bau der Jemnitzschleuse (Randkanal)&lt;br /&gt;
*1966	Dr. - Th. - Neubauer - Oberschule&lt;br /&gt;
*1967	Möbelhalle&lt;br /&gt;
*1968/ 69	Heime am Stülower Weg&lt;br /&gt;
*1969	Eröffnung der Kantine „Vitakost“ im ehemaligen Brauhaus.&lt;br /&gt;
*1970 bis 1984	Die Konstruktion des Kornhauses kosten 2,5 Millionen.&lt;br /&gt;
*1971	Warmbad (Wannenbäder) eingestellt.&lt;br /&gt;
*1972 bis 1974	Sonneneck&lt;br /&gt;
*1973	Grundsteinlegung zur katholischen Pfarrkirche St. Marien/ St. Bernhard im Doberweg 19 Die Weihe erfolgte 1976.&lt;br /&gt;
*1974, 15. April	Baubeginn Schulkomplex (J. - R. - Becher – Oberschule und Ernst – Schneller - Oberschule)&lt;br /&gt;
*1974	Abriss alte Stadtschule&lt;br /&gt;
*1974, 29. April	Baubeginn Heizhaus&lt;br /&gt;
*1974 bis 1980	Hasenberg (Eigenheimbau)&lt;br /&gt;
*1975	Rekonstruktion EOS (Heizung und Fenster). (EOS – Erweiterte Oberschule)&lt;br /&gt;
*1975, 08. November	700 Schüler beginnen mit dem Unterricht in der neuen J. - R. - Becher – Oberschule (Schulkomplex am Kamp)&lt;br /&gt;
*1975 bis 1979	Rekonstruktion der Tempel auf dem Kamp.&lt;br /&gt;
*1976	Berufsberatungszentrum, Kurhaus wegen Baufälligkeit gesperrt.&lt;br /&gt;
*Baubeginn der Sporthalle.&lt;br /&gt;
*1976 bis 1980	Ausbaggerung des Conventer – See (durchschnittliche Tiefe 1,80m)&lt;br /&gt;
*1977, 01. September	Kommunale Berufsschule erhält ein neues Gebäude am Stülower Weg.&lt;br /&gt;
*1977, Oktober	DRK – Gebäude in der Seestraße.&lt;br /&gt;
*1978, 12. Dezember	Übergabe der ehemaligen Pestalozzi – Schule (Kornhaus) als „Haus der Pioniere Ehm Welk“.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Brand des großen Wirtschaftsgebäudes im Kloster.&lt;br /&gt;
*1979	Beginn der Rekonstruktion der Glashäger Mineralquellen.&lt;br /&gt;
*1979, 08. März	Wirtschaftshaus (Vita – Kost) durch Brandstiftung zerstört.&lt;br /&gt;
*1979, 07. Oktober	„Weißer Pavillon“ als Cafe übergeben.&lt;br /&gt;
*1980, Mai	Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1980, 05. Mai	Kinderkrippe „Borstel“&lt;br /&gt;
*1980, Dezember	Internat der Hilfsschule&lt;br /&gt;
*1981/ 82	EOS Rekonstruktion (Giebel)&lt;br /&gt;
*1983	Eröffnung des Stadt- und Bädermuseums im Möckelhaus.&lt;br /&gt;
*1983/ 84	Wohnheim der Betriebsberufsschule - Forst&lt;br /&gt;
*1984	Ende Generalrestaurierung Münster mit Weihe des Kreuzaltars.&lt;br /&gt;
*1984 bis 1987	Rekonstruktion des Kornhauses.&lt;br /&gt;
*1986, Januar	Wiedereröffnung der Gaststätte „Brandt´s Höh“ unter dem Namen „Bellevue“.&lt;br /&gt;
*1986/ 87	Rekonstruktion der Straßen am Kamp und Severinstraße.&lt;br /&gt;
*1987, Januar	Baubeginn „Wohnkomplex – Kammerhof“ (556 Wohnungen).&lt;br /&gt;
*1988, April	Übergabe der ersten 35 Wohnungen an die Bürger (Kammerhof, erste Straße erhält den Namen Thünenstraße.&lt;br /&gt;
*1988	Baubeginn Schuhfabrik (Industriegelände).&lt;br /&gt;
*1988, Juli	Übergabe der Kläranlage für Kammerhof.&lt;br /&gt;
*1989	Das Münster wird geistlicher Schwerpunkt für die friedliche Revolution im Kreis Bad Doberan.&lt;br /&gt;
*1990, Mai	Die ersten demokratischen Kommunalwahlen finden statt.&lt;br /&gt;
*1991	Aufnahme in die Städtebauförderprogramme von Bund und Land. Beginn der umfassenden Sanierung der Klosteranlage.&lt;br /&gt;
*1992, 06. Dezember	Erster Spatenstich für das neue Gewerbegebiet „Eikboom“ an der B 105.&lt;br /&gt;
*1993	Wiedereröffnung der Galopprennbahn.&lt;br /&gt;
*1993, 27. Juni	Einweihung der neuen Seebrücke in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*1994, 12. Juni	Bildung des neuen Landkreises Bad Doberan aus der Landkreise Bad Doberan und Rostock – Land sowie des Amtsbereiches Schwaan&lt;br /&gt;
*1994, September Zusammenlegung der beiden Musikschulen Bad Doberan, Rostock – Land und der Unterrichtsstützpunkt Schwaan  zur Kreismusikschule Bad Doberan&lt;br /&gt;
*1995, 02. Februar	Übergabe der Turnhalle der Förderschule „Am Kellerwald“ Bad Doberan &lt;br /&gt;
*1995, 27. September	Landkreis wird Hauptgesellschafter der „Molli GmbH und Co. KG“&lt;br /&gt;
*1995, 03./ 04. November	Schwerste Sturmflut seit 40 Jahren&lt;br /&gt;
*1995, 01. Dezember	Einweihung des neuen Verkehrhofes der Küstenbus GmbH&lt;br /&gt;
*1996, 10. Januar	Übergabe des Wappenbriefes durch den Innenminister des Landes Mecklenburg – Vorpommern Rudi Geil&lt;br /&gt;
*1996, 13. September	1. Landesfeuerwehrtag Mecklenburg – Vorpommern auf der Rennbahn Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1996, 10. Oktober	Eröffnung der Ebel – Reha – Klinik Moorbad an der Schwaaner Chaussee.&lt;br /&gt;
*1996	Verkauf des historischen Ortskerns von Heiligendamm an die Entwicklungs – Compagnie Heiligendamm (ECH)&lt;br /&gt;
*1997, 09. Januar	Einweihung des neuen Kreiskrankenhauses in Hohenfelde&lt;br /&gt;
*1997, 27. Februar	Gründung des Verkehrsbundes Warnow GmbH durch die Verkehrsunternehmen RSAG, DB AG, RvK, Weiße Flotte, antaris, Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“&lt;br /&gt;
*1997,07. April	Die Median – Klinik Heiligendamm wird ihrer Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
*1997, Juli	175jähriges Jubiläum Rennbahn Doberan/ Heiligendamm&lt;br /&gt;
*1998, 01. Juli	Kreiskrankenhaus in private Trägerschaft an die Krankenhaus Bad Doberan GmbH übergeben&lt;br /&gt;
*1998, 01. September	Schlüsselübergabe der neuen Beruflichen Schule&lt;br /&gt;
*1998, 30. September	Erster Bikergottesdienst im Doberaner Münster&lt;br /&gt;
*1999, 27. Januar	Verkauf der Anteile an der Flughafen Rostock – Laage – Güstrow GmbH&lt;br /&gt;
*1999, 13. Juni	Wahl des Kreistages Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 21. März	Kataster- und Vermessungsamt zieht von Rostock nach Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2000, 07. April	Abschluss der Baumaßnahmen im Großherzoglichen Palais (Instandsetzung 1996 – 2000 Gesamtumfang von 6 Mio. DM)&lt;br /&gt;
*2000, 11. Juni	Schließung der „Fachschule für Angewandte Kunst“ (FAK)&lt;br /&gt;
*2000, 29. August	Erlass des Kurortgesetzes&lt;br /&gt;
*2000, 08. Juli	Bad Doberan wird vom Sozialministerium M-V offiziell als Heilbad und damit als Kurort anerkannt.&lt;br /&gt;
*2001, 26. Februar	Umzug der Stadt- und Kreis Bibliothek in die Verbindungsstraße&lt;br /&gt;
*2001, 25. April	Landkreis wir Mitglied im Verein „Region Rostock, Güstrow, Bad Doberan Marketing Initiative e. V.“&lt;br /&gt;
*2001, 06. Mai	Erste Direktwahl des Landkreises&lt;br /&gt;
*2001, 07. Juli	2. Landesmusikschultag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2001, 07. September	Einweihung des Erweiterungsbaus des Friderico – Francisceum - Gymnasiums&lt;br /&gt;
*2002, 24. April	Entwicklung des Berufsschulstandortes Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2002, Mai	10jähriges Bestehen der Entwicklungsgesellschaft Bad Doberan mbH (EGD)&lt;br /&gt;
*2003, 25. April – 12. Oktober	Internationale Gartenbauausstellung (IGA) mit Außenstandort Klosteranlage Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2003, 01. Juni	Eröffnung des Kempinski Grand Hotel Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2003, 21. Juni	25jähriges Bestehen Kreismusikschule „Friedrich von Flotow“&lt;br /&gt;
*2004, 13. Juni	Wahl des Kreistages (CDU die stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2004, 01. September	Beginn des EU – Projektes „Baltic Sea Cycling“ Landkreis ist am Projekt beteiligt und dauert bis 2007&lt;br /&gt;
*2005, 01. Januar	Start des EU – Projektes „Windtech-Know“ unter der Leitung des Landkreises&lt;br /&gt;
*2005	Bad Doberan erhält ein neues Rathaus.&lt;br /&gt;
*2006, 12. Juli	US-Präsident George W. Bush mit einer Delegation in Heiligedamm (Gäste: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, US-Präsidentin Condoleezza Rice, Bundesaußenminister Frank – Walter Steinmeier, Deutsche Fußball - Nationalteam)&lt;br /&gt;
*2007, 25. April	Beschluss einer Errichtung einer gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle mit Sitz in der Hansstadt&lt;br /&gt;
*2007, 06. bis 08. Juni	G8 Gipfel in Heiligendamm.&lt;br /&gt;
*2008, 30. Januar	Kauf der Anteile der Hansestadt Rostock an der Regionalverkehr Küste GmbH (RvK)&lt;br /&gt;
*2008, 17. Juli	Bundespräsident Horst Köhler in Bad Doberan &lt;br /&gt;
*2009	Wiedereröffnung der umgebauten (umgestalteten) Regionalen Schule am Kamp.&lt;br /&gt;
*2009, 01.Juni	Beteiligung am EU – Projekt „LED – Licht im öffentlichen Raum“&lt;br /&gt;
*2009, 07. Juni	Kreistagswahl (CDU stärkste Partei)&lt;br /&gt;
*2010, 08. /09. Juni	20. Landesarchivtag Mecklenburg - Vorpommern&lt;br /&gt;
*2011	„825 Jahre Kloster Doberan“ und „125 Jahre Bäderbahn Molli“.&lt;br /&gt;
*2012	Bad Doberan keine Kreisstadt mehr; gehört zum Landkreis Rostock; die neue Kreisstadt ist Güstrow.&lt;br /&gt;
*2013, 09. Juni bis 16. Juni	Festwoche (220 Jahre Heiligendamm, 200 Jahre Weißer Pavillon, 10 Jahre Grandhotel Heiligendamm, 250 Jahre Torhaus Bad Doberan, 190 Jahre Rennbahn Heiligendamm, 80 Jahre Molli - Loks)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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		<updated>2026-04-19T14:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Ostseezeitung 1998, Peter Gerds&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Ostseezeitung 1998, Peter Gerds&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Martin Dostal, Hohenfelde(Foto KI bearbeitet)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Martin Dostal, Hohenfelde(Foto KI bearbeitet)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Martin Dostal, Hohenfelde(Foto KI bearbeitet)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Martin Dostal, Hohenfelde(Foto KI bearbeitet)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Peter Zimmermann, Kröpelin&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Tom Lucas, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-19T13:41:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-19T13:40:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-19T13:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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		<updated>2026-04-19T13:39:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Privatarchiv Michael Kuska, Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-19T13:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PeterBecker: Quelle: unbekannt(Auflösung Dienststelle MfS 1990 Bad Doberan)&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: unbekannt(Auflösung Dienststelle MfS 1990 Bad Doberan)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Quelle: Jan Poschauko, Numismatiker aus Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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Quelle: Jan Poschauko, Numismatiker aus Bad Doberan&lt;/div&gt;</summary>
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Doberaner Spaziergänge, Dr. Helge Rehwaldt, Artikelserie Ostseeanzeiger&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>PeterBecker</name></author>
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