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	<title>Ortschroniken - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152738</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-12T17:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Der Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Barlach-Figur    &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Dorfgeiger&amp;quot;&#039;&#039;&#039; geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat ursprünglich je einmal in Gips und Holz gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002, kehrte die hölzerne Figur des &amp;quot;Dorfgeigers&amp;quot; als „sensationelle Neuerwerbung“ von der Presse verkündet, aus Amerika nach Deutschland zurück. Diese Rückkehr des &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot;-Originals in den Hamburger Jenisch-Park, in dem sich das Barlachhaus der Reemtsma-Stiftung befindet, ist sehr wertvoll und erfreut alle Barlach-Verehrer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in 7-facher Ausführung erstellten Bronze-Güsse (H 500, B 202, T 280) des Dorfgeigers erfolgten auf Grundlage von zwei Aufträgen Barlachs bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;(1. Auftrag 3 Skulpturen und 2. Auftrag 4 Skulpturen)&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Gussauftrag für &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot; aus Bronze durch Barlach erfolgte nach dem Verkauf des hölzernen Dorfgeigers an den Kunsthändler Cassierer 1929.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierdurch war die finanzielle Voraussetzung für die Gussaufträge an die Fa. Noack geschaffen worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschenk eines bronzenen &amp;quot;Dorfgeigers&amp;quot; an die Stadt Güstrow erfolgte &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; in Person des Bürgermeiste Dr. Heydemann als Geschenk Barlachs an Güstrow übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk an die Stadt Güstrow. &lt;br /&gt;
Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Dr. Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg um zu benennen.&lt;br /&gt;
In einem Brief an den Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab, da sie nicht seinem Wesen entspräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot; fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde der Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert durch den neuen NS-Ober-Bürgermeister  Lemm beauftragt, den Verkauf der Bronzeplastik zu organisieren. Die Barlach-Bronze (&amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot;), für die sich sein Vorgänger im Amt des Bürgermeisters sehr herzlich schriftlich bei Barlach bedankt hatte, wurde von Lemm als &amp;quot;Scheusal&amp;quot; bezeichnet, das er loswerden wolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag solle für die Herrichtung der &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; dem &amp;quot;Tempel deutschen Blutes&amp;quot; -(ehemals Gertrudenkapelle) Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem erzielte Betrag von 350 RM wurden nur 300 RM nachweislich dem Konto der Ahnenhalle zugeführt.(Siehe Bemerkung Friedrich &amp;quot;Lutten&amp;quot; Schult weiterunten ???).&lt;br /&gt;
Der Verkauf erfolgte an eine Güstrower (Dr. K) &lt;br /&gt;
Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Käufer (Dr. K......h) war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. &amp;quot;Der Dorfgeiger&amp;quot; befand sich noch vor ca. 10 Jahren im Besitz der Familie, die einst in Süddeutschland am Rhein wohnt(e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30.08.1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel deutschen Blutes“ durch die Güstrower Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört. Barlach hatte sich immer gewünscht in diesem Gebäude seine Kunstwerke zu zeigen zu können.&lt;br /&gt;
Seine Lebensgefährtin, Marga Böhmer, hat einige Jahre in diesem Haus gewohnt.&lt;br /&gt;
Heute werden Barlachs Werke in dem Hause würdig durch die Barlach-Stiftung präsentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152737</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-12T14:19:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Barlach-Figur    &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Dorfgeiger&amp;quot;&#039;&#039;&#039; geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat ursprünglich je einmal in Gips und Holz gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002, kehrte die hölzerne Figur des &amp;quot;Dorfgeigers&amp;quot; als „sensationelle Neuerwerbung“ von der Presse verkündet, aus Amerika nach Deutschland zurück. Diese Rückkehr des &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot;-Originals in den Hamburger Jenisch-Park, in dem sich das Barlachhaus der Reemtsma-Stiftung befindet, ist sehr wertvoll und erfreut alle Barlach-Verehrer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in 7-facher Ausführung erstellten Bronze-Güsse (H 500, B 202, T 280) erfolgten nach zwei Aufträgen Barlachs bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Gussauftrag für &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot; aus Bronze durch Barlach erfolgte nach dem Verkauf des hölzernen Dorfgeigers an den Kunsthändler Cassierer 1929.&#039;&#039;&#039; . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschenk eines bronzenen &amp;quot;Dorfgeigers&amp;quot; an die Stadt Güstrow erfolgte &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039;. Der &amp;quot;Dorfgeige&amp;quot; wurde durch Bernhard A. Böhmer persönlich auf Barlachs Wunsch an den damaligen Güstrower Bürgermeister der Stadt, Dr. Heydemann, als Geschenk Barlachs an die Stadt Güstrow übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; in Person des Bürgermeiste Dr. Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. &lt;br /&gt;
na die Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
 Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Dr. Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg um zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In einem Brief an den Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab, da sie nicht seien Wesen entspräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen neuen Güstrower nationalsozialistischen Ober-Bürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
an einen Güstrower Bürger verkauft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht.&lt;br /&gt;
Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert.&lt;br /&gt;
Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30.08.1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Güstrower Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F)&amp;diff=152736</id>
		<title>Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)</title>
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		<updated>2026-07-12T12:31:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* 1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow|Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow/Kirchen_der_Stadt_G%C3%BCstrow Kirchen der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/K%C3%BCnstler_der_Stadt_G%C3%BCstrow#Ernst_Barlach Künstler Ernst Barlach]&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow#Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde| Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde]]&lt;br /&gt;
* Geschichte des Güstrower Ehrenmals (Schwebender), Ernst Barlachs &amp;quot;Schwebender&amp;quot;  https://www.youtube.com/watch?v=-PyrAogG6o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gespräch mit Kirchgemeinderat des Doms über das Güstrower Ehrenmal &amp;quot;Der Schwebende&amp;quot; von Ernst Barlach==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In eigener Sache&lt;br /&gt;
Anlässlich der Übergabe einer Broschüre (200 Expl.) zur Rezeptionsgeschichte des Schwebenden von Ernst Barlach an den Kirchgemeinderat des Doms machte [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien] nachstehende Ausführungen (Anwesende vom Gemeinderat Probst Hellwig und Dr. Dr.Pocher, Autoren D. Kölpien und G. Moeller, Fotos: R.Schmidt, Sponsor: G. Schmidt (CEN GmbH Güstrow). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sehr geehrte Herren, &lt;br /&gt;
als ich am Abend des 23.08.2010 zu der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Tag der  Abnahme des „Schwebenden“ im Jahre 1937 in der Winterkirche eintraf, verblieb mir bis zum Beginn des Vortrages durch Pastor Dr. Christian Bunners aus Berlin über die Freundschaft zwischen Johann Schwartzkopff und Ernst Barlach noch genügend Zeit, um festzustellen, dass unter der überschaubaren Besucheranzahl keiner der exponierten Güstrower Stadtvertreter zugegen war.&lt;br /&gt;
Diesen Termin hatte man im Rathaus offensichtlich übersehen bzw. für unbedeutend gehalten.&lt;br /&gt;
Der Slogan -100 Jahre Barlach in Güstrow- auf Plakaten sowie die posthume Ehrung Barlachs mit der Ehrenbürgerschaft der Barlachstadt Güstrow, dazu noch der Vertrieb von Barlach Briefmarken und Barlach Rotwein in der Güstrow Information schienen den Stadtvertretern wohl genügend Ehrung für Ernst Barlach zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand die Abwesenheit von Vertretern der Barlachstadt Güstrow als äußerst peinlich und hätte mir sowohl deren Anwesenheit als auch die Anwesenheit eines Vertreters der Landeskirche, den ich ebenfalls vermisste, erwartet.&lt;br /&gt;
Das Gedenken an das Ereignis der Abnahme von Barlachs Engel wurde durch den Vortrag von Dr. Christian Bunners beeindruckend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich hatte diese Veranstaltung dazu angeregt, meine unvollständigen Kenntnisse über Barlachs Schwebenden durch ein intensives Studium der Rezeptionsgeschichte des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; entscheidend zu beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu fand ich, wie schon vielmals zuvor, bei anderen stadtgeschichtlichen Studien, in Herrn Gernot Moeller einen ebenfalls wissbegierigen Partner. Nachdem wir ca. 60 Literaturquellen gesichtet, sehr viel telefoniert und ca.100 Mails mit einschlägigen Experten ausgetauscht und einen sehr engen und ergiebigen Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Antonitercitykirche geknüpft hatten, erschien es uns angesichts der Fülle an Informationen und Materialien als sehr sinnvoll, die bisherigen Ergebnisse unserer Recherchen zu Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antonitercitykirche in Köln wurde durch die Tatsache befördert, dass dort zwei Mitarbeiterinnen zeitgleich mit uns an einem eigenen Buch über den Barlach-Engel arbeiteten und so der Austausch von Rechercheinformationen zwischen uns sehr begünstigt wurde.&lt;br /&gt;
So konnten unsere Erkenntnisse nach einem Besuch des Landeskirchlichen Archivs in Schwerin, an dem Herr Raimund Schmidt sehr hilfreich mitwirkte, unmittelbar mit den Recherchen der Kölner Autorinnen abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte sehr detaillierte Erkenntnisse über die Herstellung des Drittgusses und dessen Übergabe an die Domgemeinde Güstrow.&lt;br /&gt;
Uns kam bald die Idee, die von uns zusammengetragenen Daten und Fakten in einer Broschüre zusammenzufassen und diese der Domgemeinde als Dokumentation über den Schwebenden in Form einer Spende zur Verfügung zu stellen. Herr Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der CEN GmbH, unterstützte dieses Vorhaben finanziell mit einer geldwerten Spende von 350,00 €, so dass der Druck von 200 Exemplaren der Broschüre und einige Dokumentensammlungen für Museen, Archive und Bibliotheken möglich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spende soll nun ebenso, wie zuvor der Vertrieb unserer Broschüre über die Glocken der Domkirche dazu beitragen, die laufende Restaurierung am Ulrich-Epitaph im Dom zu Güstrow finanziell zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir zum Anfang unserer Broschüre formulierten, empfehlen wir den Besuchern des Güstrower Doms und Lesern dieser Broschüre, die nicht nur an einer chronologischen  Zusammenstellung der Daten und Fakten der Geschichte des Schwebenden interessiert sind, sondern sich eingehender, aus kunsthistorischer Sicht mit dem Künstler Ernst Barlach und der ausführlichen Rezeptionsgeschichte des Güstrower Ehrenmals beschäftigen möchten, das Buch von Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlach-Stiftung Güstrow,&lt;br /&gt;
Ernst Barlach, Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie, zum 60. Todestag, Hrg. Volker Probst, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien], Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1926: - Eine Idee wird geboren. &lt;br /&gt;
:1927: - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung. &lt;br /&gt;
:1929: - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1933: - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke. &lt;br /&gt;
:1936: - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs.&lt;br /&gt;
:1937: - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi. Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August.&lt;br /&gt;
:1938: - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.  Barlachs Tod.&lt;br /&gt;
:1939: - Gründung der Nachlaßverwaltung. Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1940: - Der Zweitguss im sicheren Versteck. &lt;br /&gt;
:1941: - Beschlagnahme und Abholung zur Verschrottung&lt;br /&gt;
:1944: - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung&lt;br /&gt;
:1945: - Suizid des Ehepaares Böhmer. &lt;br /&gt;
:1947: - Die Existenz des Zweitgusses wird bekannt.&lt;br /&gt;
:1948: - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich.&lt;br /&gt;
:1950: - Bemühungen zur Rückführung des Schwebenden nach Güstrow und erste Beratungen zu einem Drittguss.&lt;br /&gt;
:1951: -  Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1952: - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1953: - Aufhängung im westlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1961: - Erweiterung des Gedenksteins um die Jahreszahlen 1939-1945 &lt;br /&gt;
:1968: - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes. &lt;br /&gt;
:1985: - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes  &lt;br /&gt;
:1987: - Im Schleswig-Holsteinschen Landesmuseum wird ein weiterer Guss des Schwebenden gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet.&lt;br /&gt;
Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, -Öffentlichkeitsarbeit-, Frau Annette Scholl und Frau Antje Löhr-Sieberg,&lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow – Plassa&lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen,&lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt&lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox,&lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult,&lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Die Autoren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der Geschichte des Schwebenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1926 - Eine Idee wird geboren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.04.1926 schrieb der Güstrower Landessuperintendent Kittel an den Oberkirchenrat von dem Plan des Domgemeinderates, aus Anlass des 700-jährigen Domjubiläums (1926) unter der Eiche auf dem Domplatz einen Findling als Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu errichten. (1) Von mehreren Kunstsachverständigen Güstrowern, besonders von dem bekannten Künstler Barlach sei jedoch davon abgeraten worden. Barlach deutete an, im niedrigen Gewölbe des Seitenschiffes eine schwebende Figur, die ganz in sich geschlossen sei und das Höchste an Konzentration darstelle, zu schaffen. Er wolle nicht daran verdienen und bäte nur um den Ersatz der Unkosten. Ein positives Gutachten des Museumsdirektors in Schwerin und Landesdenkmalpflegers Josephi vom 16.04.1926 unterstützte die Kritiker der Findlingsidee. Mit dem Angebot Barlachs könne man dagegen ein Denkmal erwarten, das „…unter Umständen Güstrow zu einer Berühmtheit in ganz Deutschland, ja sogar bei dessen Weltruf zu einer Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus machen“ würde. (2) Weitere Gutachten wurden durch Pastor Schwartzkopff vom Lübecker Museumsdirektor Heise, vom ehemaligen mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV aus Ludwigslust und vom Schweriner Kunsthistoriker und Museumsrat Reifferscheid eingeholt, um auf diese Weise der abwartenden Haltung des Oberkirchenrates entgegenzuwirken. Landesbischof Behm antwortete am 26.07.1926, unter Bezug auf eine negative Kritik über eine Barlachausstellung in München, in der Barlach „Dilettantismus“ vorgehalten wurde, dass es ihm geboten schiene, mit der Heranziehung Barlachs für ein Denkmal im Dom Vorsicht zu üben. (3) 02.08.1926, Landessuperintendent Kittel informierte Landesbischof Behm darüber, dass Schwartzkopff und Reifferscheidt sowohl das Barlachmodell in dessen Atelier als auch den vorgesehenen Standort im Dom besichtigt hätten. Der Oberkirchenrat bat daraufhin den angesehenen Rostocker Prof. Bruhns am 05.08.1926 um ein Gutachten. Am17.08.1926 schrieb Bruhns handschriftlich u. a. „…Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen Gestalter der Gegenwart. Kein zweiter zurzeit in Deutschland lebender Bildhauer, gewinnt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen. … Nur Unkenntnis oder Böswilligkeit kann seinen bildhauerischen Arbeiten „Dilettantismus“ nachsagen.“(4) Am 19.08.1926 wurde dem Güstrower Landessuperintendenten Kittel durch den Oberkirchenrat mitgeteilt: „es wird nunmehr auch von kirchlicher Seite alles getan werden müssen, um den Plan zu fördern.“ (5) Barlach nahm im Dezember 1926 die Arbeit am Großmodell zum „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in seiner neuen Werkstatt in der Walkmühlenstraße 21 in Güstrow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1927 - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte des „Güstrower Ehrenmals“ ist von Dr. Probst in einer Monographie (6) und in den Werkverzeichnissen über das plastische Werk Barlachs von Friedrich Schult (7) bzw. aktuell von Probst und Laur (8) im Detail beschrieben. Weitere geschichtliche Werkangaben sind in Ausstellungskatalogen (9), z. B. von Jansen, zu finden. Der Prozess des Barlachschen Schaffens an dem Güstrower Engel ist dank dieser Beschreibungen sehr gut zu verfolgen. Zahlreichen Kohlezeichnungen im Jahre 1926 folgten zunächst mehrere Vorentwürfe und Vormodelle in Gips und Bronze sowie schließlich die Schaffung des Werkmodells 1:1 in Gips zu Jahresbeginn 1927 durch Barlach in seiner Werkstatt in Güstrow (Maße des Werkmodells 1:1: H: 74,5 cm, B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm). (10) Im Februar 1927 erinnerte sich der Barlachfreund Schwartzkopff, „Unvergeßlich bleibt mir die Stunde, als wir zu dritt in das Atelier kamen, das Tonmodell zu sehen, das auf zwei Eisenschienen ruhte und im dunklen Schweigen dem Beschauer den Mund schloß.“ (11) Daraufhin folgte der Transport des Werkmodells zur Bildgießerei Noack nach Berlin-Friedenau. Nach der Abformung des Werkmodells für die Gussform in der Gießerei erfolgte dort schließlich bis zum 16.03.1927 der Bronzeguss. Am 07.05.1927 erfolgte die Absendung des Engels von der Bildgießerei als Eilfracht an die Güstrower Domgemeinde. Am 29.05.1927 wurde der „Schwebende“ an einer von Barlach persönlich ausgewählten Stelle im östlichen Joch der Nordhalle im Dom zu Güstrow über einem schmiedeeisernen Füntegitter aus dem 18. Jhdt. (Durchmesser 2 m) aufgehängt und geweiht. Dies erfolgte aus Anlass des 1926 begangenen 700jährigen Jubiläums der Kirchweihe, zu dessen Wiederkehr das „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des Weltkrieges eigentlich errichtet werden sollte. Im Innenring des Gitters wurde auf dem Boden ein kreisförmiger Gedenkstein mit den Jahreszahlen 1914 -1918 abgelegt und in der Nähe der Hängung das Gedenkbuch mit den Namen der 234 Gefallenen der Domgemeinde auf einem eigens hierfür gefertigten Tisch platziert. Bereits am 11.04.1927 kam durch die Freundschaft Barlachs zum Domprediger Schwartzkopff und Barlachs eigener Beziehung zum Güstrower Dom die Schenkung des „Güstrower Ehrenmals“ für die Domgemeinde zustande. Das war in seiner Gesamtheit ein Geschenk des Künstlers Ernst Barlach an seine Domgemeinde, welches den von ihm ausgewählten und nach seinen Vorstellungen hergerichteten Platz im östlichen Joch der Nordhalle in sein Kunstwerk einschloss. Die Guss- und Transportkosten in Höhe von 5.500 RM wurden von der Domgemeinde übernommen. Zehn Großspenden von Güstrower Bürgern und die Abgabe von Kunstgegenständen aus dem Domschatz an das Landesmuseum Schwerin (12), das danach Zahlungen in Höhe von 2.500 RM aus Landesmitteln ermöglichte, gewährleisteten die Finanzierung des Gusses bei Noack in Berlin. (Maße des Erstgusses von 1927: H: 71,0 cm (hintere Schrägfläche 74,5 cm), B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm, Signatur unten links- EBarlach-. Guss von Hermann Noack, Berlin-Friedenau.) (13) In der Mecklenburgischen Tageszeitung vom 01.06.1927 fanden die Leser nun auch die veröffentlichte Meinung des Rostocker Professors Bruhns zum Denkmal im Güstrower Dom: „Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen und starken Gestalten der Gegenwart; kein zweiter zur Zeit in Deutschland lebender Bildhauer genießt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen wie er….Nur der ganz besondere Umstand, dass er den Güstrower Dom liebt, kann Mecklenburg das Glück verschaffen, von dem bedeutendsten Bildhauer, der seit Jahrhunderten in seinen Grenzen lebt, ein Werk zu erhalten“. (14) Der mit „Schw.“ unterzeichnete Beitrag verweist nach Auffassung der Verfasser auf den damaligen Domprediger und Freund Barlachs, Schwartzkopff. Dieser reagierte hiermit auf das sehr distanzierte Verhalten der Güstrower Domgemeinde und der Öffentlichkeit auf das „Güstrower Ehrenmal“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.03.1929 stellte Barlach fest, dass das Ersetzen, zweier in der Farbigkeit veränderter Fenster, die Lichtverhältnisse im Nordschiff zufriedenstellend beeinflusst hat. Er schrieb an Muggly, dem Gestalter der Glasfenster im Nordschiff des Domes, nach den Wünschen Barlachs: „Also mit dem Zustandekommen der Glasfenster ist meine Sache im Dom nunmehr als ganz beendet anzusehen“. (15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933 - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1936 - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.04.1936 „Wir lehnen sie (… die Kunst Barlachs) ab als etwas Fremdartiges, vielleicht Oestliches, zudem wir blutsmäßig nicht die geringsten Beziehungen haben… Vielen unvoreingenommenen Besuchern des Domes ist der dort als Gefallenendenkmal einst angebrachte „Engel“ von Barlach, viel eher als ein „fliegender Dorsch“ denn als Engel begreifbar“. (18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Schweriner Museumsdirektors Josephi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August. Am 12.06.1937 distanzierte sich Josephi in einem Brief an Pastor Harloff, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Domgemeinderates war, von Barlach und erklärte, entgegen seiner positiven Aussage von 1926: „Ich möchte bemerken, dass ich von Anfang an gegenüber dieser Barlach‘schen Schöpfung den Ausdruck angewandt habe „Unzulängliche Lösung des Problems einer fliegenden Gestalt unter unerfreulicher Primitivität der Form“ … (19) Am 25.06.1937 antwortete Domprediger Harloff Josephi, dass es an der Zeit wäre, das „Güstrower Ehrenmal“ aus dem Dom zu entfernen und schlug vor, dieses im Landesmuseum Schwerin unterzubringen. (20) Er machte sich damit zur treibenden Kraft der Güstrower Domgemeinde zur Entfernung des Ehrenmals. (21) Am 09.08.1937 erhielt der Oberkirchenrat in Schwerin abschriftlich Kenntnis von einem mit - Vertraulich! - gekennzeichneten Schreiben des Mecklenburgischen Ministeriums Abteilung für Kunst, unterzeichnet von Minister Scharf vom 07.08.1937, an die Verwaltungen des Landesmuseums in Schwerin und anderer Museen. In diesem Schreiben wurde auf die Rede des Führers und Reichskanzlers Hitlers anlässlich des Tages der Kunst in München und dem danach getroffenen Erlass der preußischen Regierung vom 28.06.1937 verwiesen. Ausdrücklich wurde erklärt, dass alle Barlachwerke aus preußischen Schausammlungen zu entfernen seien. Der Minister riet, der Oberkirchenrat möge prüfen, ob die Entfernung des vom Bildhauer Barlach herrührenden Gefallenendenkmals im Dom zu Güstrow für angezeigt gehalten werde. (22) Landessuperintendent Kentmann übermittelte dem Oberkirchenrat am 12.08.1937 im Zusammenhang mit der zu erwartenden Abnahme des „Schwebenden“: „Herr Professor Wandschneider aus Plau besuchte uns hier auf unsere Bitte, die Schaffung eines Denkmals durch ihn berechnet er mit etwa 12.000 M, so ist daran gar nicht zu denken“. (23) Ein Entwurf ist in kirchlichen Akten in Güstrow und Schwerin nicht erhalten. Die Abnahme des „Schwebenden“ erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses des Oberkirchenrates Schwerin vom 17.08.1937 (24) und wurde mit Schreiben des Oberkirchenrats vom 18.08.1937 an den Güstrower Landessuperintendenten und 1. Domprediger Kentmann zur Erledigung möglichst zum 23. d. M. angewiesen. (25) Am 20.08.1937 schrieb die Presse „Die zuständigen Stellen haben nunmehr beschlossen, das von dem Bildhauer Ernst Barlach im Jahre 1926 geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus dem Dom zu Güstrow entfernen zu lassen„ (26) Am Nachmittag des 23.08.1937 wurde der „Schwebende“ in Anwesenheit des 2. Dompredigers Pastor Harloff, der sowohl als Vorsitzender den Kirchgemeinderat der Domgemeinde, als auch den wegen einer Vortragsreise verhinderten Güstrower Landessuperintendenten Kentmann vertrat, und des Oberkirchenrates Krüger–Haye, anwesend als Vertreter des amtierenden Oberkirchenrats Schwerin, durch die Fa. Pierstorff aus Güstrow abgehängt. Hierüber wurde dem amtierenden Oberkirchenrat am 24.08.1937 durch Oberkirchenrat Krüger–Haye schriftlich berichtet. (27) Das von Barlach in einem Brief an Wolf von Niebelschütz genannte Datum der Abnahme des „Schwebenden“ im Dom („Am 24sten d. M ist der Engel im hiesigen Dom abgehängt“) (28) beruht auf einem Irrtum Barlachs. (29), (30) Damit war das letzte Ehrenmal Barlachs aus der Öffentlichkeit entfernt worden. Die Abhängung des Kunstwerkes in Güstrow erfolgte gegen den dokumentierten Willen der amtsenthobenen Güstrower Domprediger Propst Koch und Pastor Schwartzkopff. Sie hatten für den Fall der unumgänglichen Abhängung die Rückgabe des „Schwebenden“ an Barlach und die 10 Großspender vorgeschlagen. (31) Sorgfältig, in einer Kiste verpackt, wurde der „Schwebende“ nach der Abnahme zunächst in der Nähe des Turmes im Güstrower Dom verwahrt, (32) danach nach Schwerin in das Stephanus-Stift bzw. in das Landeskirchenarchiv in der Apothekerstraße verbracht. (33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1938 - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachs Tod. 29.01.1938: Die Domökonomie in Güstrow bat den Oberkirchenrat um Erstattung von 124,01 RM für die Abnahme des Gefallenen-Mals im Dom zu Güstrow. Der Betrag entsprach der Summe von zwei Rechnungen der Fa. Pierstorff an die Domökonomie Güstrow vom 24.09. u. 23.10.1937. (29) Anfang Februar 1938 wurde der Betrag für die Domökonomie aus Schwerin angewiesen. Am 27.04.1938 war der Aufbewahrungsort des „Schwebenden“ noch die Garderobe zum Wichernsaal des Vereinshauses des Stephanus-Stifts in der Apothekerstraße (heute Körnerstr. 7). (34) Am 24.10.1938 verstarb Barlach in der Rostocker Privat-Klinik St. Georg in der Paulstraße 27, Chefarzt Professor Ganther. Seinen Freunden wurde mitgeteilt, daß Ernst Barlach in seine andere Dauer übergegangen sei. Ihm zu Ehren wurde am 27.10.1938 in seiner Werkstatt im Atelierhaus am Heidberg zu Güstrow eine würdige Trauerfeier durch seine Freunde gehalten. Ein Modell des Kopfes des „Schwebenden“ war neben Barlachs Sarg aufgestellt. Pastor Schwartzkopff hielt die Aussegnungsfeier. Am 28.10.1938 erfolgte die feierliche Beisetzung des Leichnams von Barlach in Ratzeburg neben dem Grab seines Vaters. Die Trauerrede hielt hier ebenfalls Pastor Schwartzkopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1939 - Gründung der Nachlaßverwaltung Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36) Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1940 - Der Sicherheitsguss (später als Zweitguss bezeichnet) im sicheren Versteck==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Barlach-Gremium schien von einer Beauftragung, Realisierung und Bezahlung des Sicherungsgusses nichts gewusst zu haben, da es erst 1940 bei einer Sitzung Kenntnis davon nahm, „daß sowohl der Kieler Geistkämpfer als auch das Güstrower Mal sich in sicherer Verwahrung befinden“. (37) So ist es dem Wagemut von Böhmer, der Gießerei Noack und dem Kunstfreund Körtzinger zu danken, dass Barlachs „Schwebender“ als große Bronze der Nachwelt durch diesen Sicherungsguss erhalten blieb. Böhmer stand bis zum Tode Barlachs und danach auch als Beauftragter des Barlach-Gremiums sowohl in deren als auch in den Diensten der Nazis. Der Kunsthändler Böhmer spielte eine sehr ambivalente Rolle. These der Autoren:(38) Ihm als NS-Kunsthändler und förderndes Mitglied der SS könnte der Transport des Werkmodells aus Barlachs Güstrower Atelier(?) zur Gießerei nach Berlin unauffällig möglich gewesen sein. Der Sicherungsguss soll zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“ erhalten haben (39). (Kunstwort aus Kollwitz und Güstrow, II für den Sicherungsguss) Tom Crepon schrieb „Bei der ersten von der Galerie Theodor Fischer in Luzern, veranstalteten Versteigerung werden sieben Plastiken Barlachsangeboten, darunter der Zweitguss des Schwebenden(?), die Holzplastik Lesender Mönch und ein Bronzeguss vom Wiedersehen“. (40)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informant von Crepon war nach Äußerungen von Frau Johanna Schult sehr wahrscheinlich ihr damaliger Ehemann Friedrich Ernst Schult, ein Patenkind Ernst Barlachs. Derartige Äußerungen von ihrem Schwiegervater Friedrich (Lütten) Schult gegenüber Crepon hält sie für unwahrscheinlich. Diese von Crepon gemachten Angaben stimmen inhaltlich nicht mit nachstehenden Texten überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Friedrich Schult der Güstrower Nachlassverwalter Barlachs, schrieb in dem Werkeverzeichnis (41): „Ein zweiter, aus Sicherheitsgründen 1942 in Auftrag gegebener Guß während des Krieges in Schnega, Kr. Dannenberg, ausgelagert, jetzt in der Antoniterkirche Köln. Ein davon abgenommener dritter Guß in vorläufiger Hängung im westlichen Joch des südlichen Seitenschiffs des Güstrower Doms; H: 70,0 Schulterbreite 73,5 T: 214,0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 - Auf der Internetseite des Güstrower Doms (42) wird ausgeführt: „Freunde Barlachs haben 1942 mit großem Einsatz einen Zweitguss herstellen lassen, der in der Lüneburger Heide verborgen werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, führte in „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow, Wegweiser April-Mai 2009“ (43), aus: „Wie kommt es, dass der Engel dennoch heute wieder in Köln und Güstrow hängt? In der Berliner Gießerei Hermann Noack existierte damals noch das Werkmodell des „Schwebenden“. Von diesem Gipsmodell ließen Freunde Barlachs kurz nach seinem Tod einen zweiten Guss anfertigen. Der überstand den Krieg, versteckt in einer Kiste in einem Schuppen bei dem Maler Hugo Körtzinger in Schnega in der Lüneburger Heide“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Klärung von widersprüchlichen Textangaben werden hier durch die Autoren weitere Daten und Fakten zitiert. Das Schweizer Auktionshaus Theodor Fischer hatte der „Verwertungskommission“ für „Entartete Kunst“ bereits 1938 sein Interesse an einer Zusammenarbeit mitgeteilt. Auf der Grundlage eines Vertrages, dem ein Verzeichnis der zu versteigernden Werke mit entsprechenden zu erreichenden Limits beigefügt war, wurde in der am 30.06.1939 im Grand Hotel National in Luzern von der Galerie Fischer eine Auktion „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“ durchgeführt und dabei sieben Barlachwerke versteigert. Darunter befanden sich Christus und Johannes (auch als „Wiedersehen“, bekannt), 1926 Bronze, Höhe 48 cm und „Lesender Mönch“, 1932, Holz 60x61x23 cm. Ein Zweitguss des „Schwebenden“ wurde laut Katalog nicht angeboten. Angeboten wurde laut einer Übersicht „Verkaufsergebnisse der Auktion - Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen -, Galerie Fischer, Luzern 30. Juni 1939“ unter Los-Nr. 7 jedoch die Plastik „Schwebender Gottvater“ (auch „Schwebender Mann“ genannt) 1922, Böttgersteingut, Höhe 50 cm. (44) Nach Auffassung der Autoren kann es sich bei Crepon daher nur um eine Verwechselung Barlachscher Plastiken handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das „Güstrower Ehrenmal“ stand nicht auf der EK-Liste der sogenannten &amp;gt;&amp;gt;entarteten&amp;lt;&amp;lt; Kunst der Nazis, die ca. 16.000 Kunstwerke umfasste. Die Abnahme des „Güstrower Ehrenmals“ durch die Kirchenführung verhinderte zwar die Vereinnahmung des „Schwebenden“ durch die „Verwertungsgesellschaft“ der Nazis aber der Erhalt des Originals wurde, wie wir heute wissen, dadurch jedoch nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Auftrag für einen Sicherungsguss im Kommissionsbuch der Bildgießerei Hermann Noack Berlin ist mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“, vermerkt und wurde nach unseren Erkenntnissen nicht direkt von dort per Bahn nach Schnega transportiert. (35), (45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann durch diese Recherchen im Hinblick auf die obigen widersprüchlichen Textstellen festgestellt werden, dass - der Sicherungsguss tatsächlich am 10.01.1939 von Bernhard A. Böhmer beauftragt wurde und - kein Zweitguss des „Schwebenden“ in Luzern oder Basel zur Versteigerung angeboten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
-Am 25.09.1940 beschloss der Kirchgemeinderat auf Vorschlag von Domprediger Grüner einstimmig, dass das Wandgemälde („Kreuzigungsszene“) von dem Güstrower Maler Wilke, zusammen mit dem Gedenkbuch und dem eichenen Tisch, künftig als Stätte für die Heldenehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges dienen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1941 - Beschlagnahme und Abholung des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; zur Verschrottung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers (NSDAP Mitglied) Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma (Gebr. Sommerkamp), während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv eräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP-Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1944 - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung bei Noack in Berlin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstwahrscheinlich wurde das Original von Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ zu Rüstungszwecken nach 1941 verschrottet. Nach der Abholung des „Schwebenden“ durch die Fa. Sommerkamp ist nichts weiteres über den Verbleib des „Schwebenden“ dokumentiert. 1944 soll durch Kriegseinwirkungen bei der Fa. Noack in Berlin auch das 1939 erneut zur Anfertigung des Sicherungsgusses (von Güstrow nach Berlin?) transportierte Werkmodell (Gips), zerstört worden sein. (48) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen der Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Neben den Verweisen auf Literaturquellen möchten wir im Folgenden auch auf Links zu Internetseiten verweisen, die geeignete Informationen enthalten und daher ebenfalls in das Literaturverzeichnis aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Links führen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.) http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095, Dr. Meike Hoffmann, Bildersturm der Nazis –„Entartete Kunst“, Episode 7 Die Bronzen“.&lt;br /&gt;
„Lediglich ein Luftangriff 1943 beschädigte die Gießerei (Noack) leicht. So konnte hier nach Kriegsende als einzige Gießerei Berlins sofort wieder gearbeitet werden“. (49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1945 - Suizid des Ehepaares Böhmer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03.05.1945 nahmen sich Bernhard A. Böhmer und seine zweite Ehefrau Hella geb. Otte aus Angst vor den Ereignissen zum Kriegsende das Leben. Der damals 12-jährige Sohn Peter überlebte die Tragödie, weil ihm noch rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. (51) Als Vormund und Verwalterin des Böhmer-Erbes wurde seine Tante Wilma Zelck (geb. Otte), die Schwester seiner Mutter, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel in der Täglichen Rundschau vom 04.11.1945 schreibt der Schweriner Pastor Kleinschmidt: „Wir haben keine sichere Kunde, dass er wirklich eingeschmolzen ist. Es geht das Gerücht, dass er in die Schweiz verschoben wurde, um von da aus nach Amerika verkauft zu werden…“ (33). Während des Krieges war der im geheimen bei Noack angefertigte Sicherungsguss nach dem originalen Werkmodell Barlachs in einer Kiste verpackt, zusammen mit einer zweiten Kiste, in der sich der von Böhmer aus Beständen des Propagandaministerium erworbene dreigeteilte Kieler Geistkämpfer befand, unter der Bezeichnung „Bildhauergut“, per Bahn nach Schnega in die Lüneburger Heide gelangt. Von der Bahnstation wurde Körtzinger benachrichtigt und holte die Sendungen persönlich von dort mit zwei Pferdegespannen des ihm benachbarten Gutes ab. Danach verbarg er die Kisten auf seinem Gehöft. „Die Kisten wurden teils auf dem Hof, teils in einem zur Straße offenen Schuppen gestellt.“ (45) Da sowohl der Sicherungsguss des „Schwebenden“ als auch der laut Kaufvertrag vom 07.12.1940 (65) von Böhmer erworbene Kieler Geistkämpfer gemeinsam in Schnega auf der Bahnstation ankamen, könnten beide Kisten auch zum gleichen Zeitpunkt an gleicher Stelle von Böhmer(!) aufgeliefert worden sein. &#039;&#039;&#039;(These des Autors DK: Folglich hätte Böhmer den Sicherungsguss des „Schwebenden“, der zwischen Anfang 1939 und Ende 1940 fertiggestellt worden war, längstens etwa zwei Jahre in seinem Besitz anderenorts zwischengelagert. Beide Werke kamen dann mutmaßlich Anfang 1941 als „Bildhauergut“ gleichzeitig (!) von Berlin oder Güstrow nach Schnega zum Versand.)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Antje Löhr-Sieberg: &amp;quot;Dieser Zweitguss landete dann schließlich in Schnega, das ist ein kleiner Ort im Wendland in der Lüneburger Heide. Dort wurde er von Herrn Körtzinger höchstpersönlich vom Bahnhof abgeholt. Mitgeliefert wurde der „Geistkämpfer&amp;quot; aus Kiel. Und Herr Körtzinger ließ diese zwei Plastiken in der Verpackung, d. h. in den Versandkisten, und stellte sie in einem offenen Schuppen ab. Und dort haben sie den ganzen Krieg überdauert. Bis, wie Körtzinger sagt, die Sieger kamen und ein Schutzschild an die Scheune hefteten, so dass nun nichts mehr zu befürchten war. (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1947 - Die Existenz des Sicherungsgusses (Zweitguss) wird bekannt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hentzen, schrieb am 20.09.1947 an Heise, dass ein zweiter Guss, der noch zu Lebzeiten Barlachs von einem Amerikaner (?) bestellt worden sei, von Körtzinger zurückgehalten würde, weil Körtzinger angeblich große Geldbeträge von Böhmer zu kriegen hätte. Weiter wurde von ihm bemerkt, dass der bei Körtzinger vorhandene zweite Guss zum Nachlass Barlachs und nicht Böhmer gehöre. Über den Geistkämpfer der ebenfalls bei Körtzinger verwahrt war, äußerte sich Friedrich Schult ähnlich. (52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1948 - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde in der Kunstszene bekannt, dass bei Körtzinger in Schnega dieser Sicherungsguss des „Schwebenden“ existiere. Der Kölner Museumsdirektor Reidemeister, wollte diesen schon 1948 zusammen mit dem Kieler Geistkämpfer in eine Ausstellung nach Köln holen. Er bat Reemtsma, einem Mitglied des Barlachs-Gremiums, um Vermittlung und Unterstützung des Vorhabens. Reidemeister plante anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums in Köln eine Ausstellung unter dem Motto „Christliche Kunst der Gegenwart“. Reemtsma hatte den gewünschten Kontakt zu Körtzinger herbeigeführt, doch dieser reagierte auf Anfragen von Reidemeister nicht. (53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1950 - Bemühungen um Rückführung des Schwebenden nach Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.07.1950 bemühte sich Johannes Schwartzkopff (unter Hinweis auf frühere Ausführungen von Kleinschmidt in der Täglichen Rundschau 04.11.1945) um Akteneinsicht beim Oberkirchenrat in Schwerin. „Das Barlach-Gremium, dessen Mitglied ich bin, legt Wert darauf, diese Vorgänge zu kennen, weil es dazu helfen kann, den Zweitguss des Denkmals, der sich noch in der Westzone befindet, für den Dom zu bekommen.“ (54) Im Dezember 1950 trafen die Akademie der Künste der damaligen DDR und Friedrich Schult als Mitglied des Barlach-Gremiums und somit als ein Nachlassverwalter Barlachs, eine Vereinbarung zur Unterstützung einer in der Akademie geplanten Barlach-Ausstellung. Dabei wurde auch bekannt, dass es Beratungen innerhalb des Barlach-Gremiums darüber gab, einen weiteren Guss des „Schwebenden“ nach Güstrow in den Dom zu bringen.(53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1951 - Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In langen und komplizierten Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der Hamburger Barlachgesellschaft Harmsen und zuständigen Gremien in Köln, Güstrow und Kiel sowie mit Körtzinger und dem Vormund Wilma Zelck, als der Vertreterin ihres noch rechtlich handlungsunfähigen Neffen und Böhmer-Erben, Peter Böhmer, wurden gemeinsam folgende Übereinkommen erzielt: - Das Barlach-Gremium ist der alleinige Nachlassverwalter für das Zweitstück des Schwebenden in Schnega. - Die geschätzten Gusskosten für ein neues Güstrower Ehrenmal in Höhe von 5150 DM und die Forderungen von Hugo Körtzinger in Höhe von 4000 DM sind durch den Verkauf des Zweitstückes zu finanzieren. - Die Unterbringung des Zweitstückes des Schwebenden sollte in einem Süd- oder Westdeutschen Museum erfolgen. (55)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachfreunde sollen 1950 zunächst noch an die Übergabe des Sicherungsgusses an Güstrow gedacht haben. Nach dem Kauf des Sicherungsgusses des „Schwebenden“ durch die evangelische Synode Köln wurde davon jedoch nicht mehr geredet. Um den dritten Guss für Güstrow möglichst schnell herbeiführen zu können, musste sowohl die Herausgabe des Engels von Körtzinger nach Köln und gleichzeitig die Finanzierung des Gusses bei Noack organisiert werden. Die strittige Eigentumsfrage am Zweitguss des „Schwebenden“, der korrekterweise immer als Sicherungsguss für den Güstrower Dom zu bezeichnen ist, konnte damals auch nicht durch ein Gerichtsverfahren zum Böhmer-Nachlass in Lüneburg geklärt werden. Erst danach kam es durch die Vermittlung von Harmsen, dem Vorsitzender der Barlachgesellschaft, zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Hugo Körtzinger und Wilma Zelck. Harmsen setzte sich nach dem außergerichtlichen Vergleich nachdrücklich für den Verkauf des Sicherungsgusses weit im Westen und für die Herstellung eines dritten Gusses für Güstrow ein. Die vorbehaltlose Rückgabe des Sicherungsgusses an die Domgemeinde Güstrow stand zu keiner Zeit tatsächlich auf der Tagesordnung. Die für den dritten Guss erforderliche Summe von rund 5.000 DM wurde von Hermann F. Reemtsma verauslagt, da die Kölner evangelische Kirche das Geld dafür zunächst erst einwerben musste. Der Barlach-Erbe, Nikolaus (Klaus) Barlach verzichtete auf jeglichen Vorteil aus dem Drittguss des „Schwebenden“ (Güstrow) und der Wiederherstellung des in drei (?) Teile zerlegten „Geistkämpfers“ (Kiel). Er erklärte, dass es ihm ausdrücklich um das Ziel ginge, die Werke seines Vaters bald an die ursprünglichen Plätze zurückkehren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216/ Antje Löhr-Sieberg (Antoniterkirche Köln): &amp;quot;Im Jahr 1951 wurde der Engel auf dem kleinen Kunstmarkt zum Kauf angeboten, und zwar wurde er den Museen in Bremen, Hamburg, Köln und in der Baseler Kunsthalle angeboten. Das war natürlich der Moment, in dem Reidemeister nun zum zweiten Mal versuchte, den Engel zu bekommen. Und tatsächlich gelang es ihm. Die Voraussetzung war, dass der Engel - also er sollte verkauft werden, er sollte so viel bringen, dass das Geld ausreichte für einen Drittguss für Güstrow und für 4.000 DM, die Herr Körtzinger verlangte. Reidemeister war klar, dass dieser Engel in diese Kirche hier, in die Antoniterkirche gehörte: eine evangelische Kirche mit einem sehr schönen Aufstellungsort, so etwa, wie Barlach es auch gefordert hatte für den Engel.&amp;quot; (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; - Am 10.10.1951 wandte sich der Superintendent der Synode der evangelischen Landeskirche Köln, Hans Enke, mit persönlichen Briefen an zahlungskräftige Personen, Versicherungen, Banken und andere Spender, um Geld für den Kauf des Zweitgusses des „Schwebenden“ durch die ev. Kirche Köln einzuwerben. Bei der von ihm initiierten Spendenaktion argumentierte der Superintendent teilweise mit sehr vagen Formulierungen. (56) Das Presbyterium der Kölner evangelischen Kirchen hatte die Zustimmung der Antoniterkirche für eine Aufhängung des „Schwebenden“ erwirkt. Mitte des Jahres 1951 hatte die evangelische Antoniterkirche sich bereit erklärt, den Zweitguss des „Schwebenden“ in ihrer Kirche aufzuhängen. (43) Der Antonitergemeinde sollten hierdurch keine Unkosten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion in Köln brachte die Gelder zusammen, um den „Schwebenden“ für die ev. Kirche in Köln zu erwerben, Die eingeworbenen 10000 DM dienten zur Begleichung: - der Vergütungsforderung von Körtzinger in Höhe von 4000 DM - der Abformung und des Drittguss für Güstrow bei Noack 4000 DM - der Auslagen von Harmsen (für Transporte u. ä.) 2000 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abformung für den neuen, für Güstrow zu gießenden, „Schwebenden“ erfolgte ab dem 30.11.1951 in Schnega durch Noack und einen Mitarbeiter. Den Modellgips hatte Harmsen persönlich nach Schnega geschafft. Dies alles schien Prof. Reidemeister nötig, um das mehrfache „Überschreiten“ innerdeutscher Grenzen (von West nach Ost und weiter nach West-Berlin und zurück), durch den Zweitguss des „Schwebenden“ zu verhindern. Von der Kölner Kirchenleitung wurden darin Gefahren für einen Verlust gesehen. Der Drittguss erfolgte wieder bei Noack in West-Berlin. Dieser neue Guss des „Schwebenden“ sollte ursprünglich zur Eröffnung der Barlach-Ausstellung am 07.12.1951 in der Akademie der Künste der DDR gezeigt werden. Die Eröffnung wurde damals aus uns unbekannten Gründen auf den 14.12.1951 verschoben. Die Verzögerungen bei der Abformung in Schnega verhinderten die Ausstellung eines Bronzegusses des „Schwebenden“ in dieser repräsentativen Ausstellung. So wurde der von Harmsen gemachte Vorschlag aufgegriffen und in der Ausstellung in Berlin ein sofort nach der Abformung in Schnega gefertigter getönter Gipsguss der Fa. Noack gezeigt. Anlässlich der Barlach-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR gerieten die Werke Barlachs ins Visier der staatlichen Kritik. Waren sie von den Nazis als bolschewistisch und undeutsch verfemt worden, so hieß es jetzt, sie seien formalistisch oder dekadent. Girnus, ein Verfechter der SED Kultur- und Hochschulpolitik, nannte Ernst Barlach im „Neuen Deutschland“ einen auf verlorenem Posten stehenden, in seinem Grundzug rückwärtsgewandten Künstler und seine Geschöpfe eine graue, passive, verzweifelte, in tierischer Dumpfheit dahinvegetierende Masse.“ Das änderte sich erst, als Bertolt Brecht sich eindeutig für Barlachs Werk einsetzte: &amp;quot;Ich halte Barlach für einen der größten Bildhauer, die wir Deutschen gehabt haben. Der Wurf, die Bedeutung der Aussage, das handwerkliche Ingenium, Schönheit ohne Beschönigung, Größe ohne Gerecktheit, Harmonie ohne Glätte, Lebenskraft ohne Brutalität machen Barlachs Plastiken zu Meisterwerken.&amp;quot;(57) Der 1951 an die Akademie der Künste der DDR ausgeliehene Gipsguss wurde an die Gießerei Noack zur Verfügung des Barlach-Gremiums zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1952 - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln sorgte Museumsdirektor Reidemeister nun dafür, dass der Zweitguss des „Schwebenden“ am 26.01.1952 offiziell durch die evangelischen Gemeinden der Synode Köln übernommen und vorübergehend im Kunstmuseum in der Eigelsteintorburg untergebracht wurde. Zur Wiedereinweihung der Kölner Antonitercitykirche in der Schildergasse am 15.05.1952 erhielt er einen sakralen Platz und ebenfalls die Weihe. Unterhalb des Engels befindet sich eine rechteckige Steinplatte mit den Daten der Weltkriege 1914 -1918, 1939 -1945. (1995 wurde eine pultförmige Holocaust-Stele des Bildhauers Dieter Boers vor dem Denkmal aufgestellt.) Erst am 14.03.1952, also Monate nach der Barlachausstellung in Berlin, hatte Harmsen den bronzenen Drittguss bei Noack persönlich für das Barlach-Gremium übernommen. Harmsen hatte mit Brief vom 19.03.1952 die Bedingungen des Barlach-Gremiums, unter welchen dieser Drittguss an die Domgemeinde Güstrow übergeben werden würde, wie folgt formuliert: - der Schwebende eine sollte eine Leihgabe des Barlach-Gremiums bleiben, - der Schwebende durfte nur in der Obhut des Doms verbleiben und - eine Ortsveränderung könnte nur mit Genehmigung des Barlach-Gremiums erfolgen. Die geforderte Beschlussfassung des Kirchgemeinderates wurde mit den Schreiben von Siegert an Harmsen vom 25.03.1952 und 15.04.1952bestätigt.(55) Auf Bitten der Domgemeinde zu Güstrow und durch den Beschluss des Barlach-Gremiums (66) kam der neue „Schwebende“ am 04.06.1952 als Leihgabe des Barlach-Gremiums unter entscheidender Mitwirkung des Kölner Superintendenten Enke und des Beauftragten des Barlach-Gremiums und Vorsitzenden der Barlachgesellschaft Harmsen nach Güstrow. „Friedrich Schult, der den Transport an seinen Bestimmungsort begleitet hat, kann im Juni 1952 an Freunde Barlachs telegrafieren: „… seit dem04.06.1952 nachmittags um halb sechs Uhr ist der Engel wieder in der Hut des Domes (oder dieser in der Hut des Engels)…“.(58) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1953 - Aufhängung im westlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand. Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht. An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59) Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am 23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß: „Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiss zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1961 - Der vorhandenen Inschrift auf dem kreisförmigen Gedenkstein aus Muschelkalkstein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterhalb des „Schwebenden“ wurden im Juni durch den Bildhauermeister Rolf Lange (Schwerin) die Einträge Im Gedenken und 1939 - 1945 hinzugefügt.(62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1968 - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal für Günther von Passow, von C. P. Dieussart, wurde im Februar in das südliche Seitenschiff umgesetzt und der „Schwebende“ in das westlich gelegene Joch der Nordhalle mit Blick nach Osten umgehängt. (63) Ursächlich für diese Veränderung waren Arbeiten an der Heizung und Reparaturen an der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1985 - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Schwebende“ wurde nun an den von Ernst Barlach vorgesehenen Platz im östlichen Joch des Nordschiffes mit Blickrichtung nach Westen aufgehängt. (64)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1987 - Im Schleswig-Hollsteinischen-Landesmuseum wird ein weiterer Guss (Viertguss) des Schwebenden gezeigt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 hängt ein dieser Guss des „Schwebenden“ im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottofrf in Schleswig in einem Saal für Barlach-Plastiken. Auftraggeber hierfür war Hans Barlach, der heute im Besitz der Gussform ist, die 1951 von Noack und einem Mitarbeiter in Schnega hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet. Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück. Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde. Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Antje Löhr-Sieberg und Frau Annette Scholl, &lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow–Plassa &lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen, &lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt &lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox, &lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult, &lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt. &lt;br /&gt;
:-  Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Autoren Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturquellen und Autorenverzeichnis==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) 16.04.1926, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, an den Oberkirchenrat in Schwerin, Seite 2. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower, Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) 19.08.1926, Vermerk vom Oberkirchenrat in Schwerin auf Schreiben an Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) 17.08.1926, zweiseitiges handschriftliches Gutachten Prof. Dr. Leo Bruhn, Universität Rostock, an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) 19.08.1926,Schreiben vom Oberkirchenrat in Schwerin an den Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60. Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8) Probst – Laur , Barlach Werkeverzeichnis II 1996, Das plastische Werk, Ernst Barlach Stiftung Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(9) Elmar Jansen (Gesamtredaktion Ausstellungskatalog Mai – Juni 1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(10) Katalog I „Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten“, &lt;br /&gt;
Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin&lt;br /&gt;
Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960 S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(11) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998 (Ein Engel für den Güstrower Dom, Zur Entstehungsgeschichte des Güstrower Ehrenmals von Ilona Laudan, S. 59, Abb. 37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(12) 03.12.1926, Schreiben des Landesmuseums Schwerin an den Landessuperintendenten Kittel in Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(13) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, S 187, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14) 01.06.1926, Mecklenburgische Tageszeitung Nr. 125, Erscheinungsort Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(15) 21.03.1929, Brief von Ernst Barlach an Karl Muggly&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(16) 11.04.1933, handschriftlich von unbekanntem Absender an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal von Volker Probst S.89/90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18) 04.04.1936, Niederdeutscher Beobachter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(19) 12.06.1937, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Landesdenkmalpfleger für Kunst und Kunstgewerbe an Pastor Harloff Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20) 25.06.1937, Brief von Pastor Harloff Güstrow an Landesdenkmalpfleger Josephi in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(21) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal (1927) von Volker Probst S.92.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(22) 09.08.1937, beglaubigte Abschrift des Schreibens des Min. Dr. Scharf an das Landesmuseum vom 07.08.1937, mit Vermerk an Oberkirchenrat (Eingang beim Oberkirchenrat Schwerin am 09.08.1937), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(23) 12.08.1937, Brief vom Landessuperintendent Kentmann Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24) 17.08.1937 „…beschließt der Oberkirchenrat, daß, das Barlachsche Ehrenmal baldigst aus dem Dom entfernt, sorgfältig in eine Kiste verpackt und in einem Nebenraum sicher verwahrt werden soll.“ (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(25) Am 18.08.1938 wird in einem Brief des Oberkirchenrates an den Superintendenten und 1. Domprediger Kentmann die Herabnahme möglichst zum 23.08.1937 angewiesen. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26) 20.08.1937, Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27) 24.08.1937, Bericht (ohne Unterschrift - sehr wahrscheinlich von Oberkirchenrat Krüger-Heye, der die Abnahme in Güstrow in Vertretung des amtierenden Oberkirchenrats beaufsichtigte) über die Abnahme des Güstrower Ehrenmals an den amtierenden Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(28) 30.08.1937, Brief Ernst Barlachs an Wolf von Niebelschütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 199, Die Spur des Schwebenden, („Zur Abnahme ist festzustellen, dass Barlach sich im tatsächlichen Datum geirrt hat“. S.95)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(30) 24.09.1937, Rechnung Fa. Pierstorf , Barlach in Güstrow, Dokumente 1908 – 1988.(Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(31) 22.08.1937, Brief von Propst Koch aus Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(32) 14.09.1937, Tagebuch Nr.698, Bericht des Landessuperintendenten Kentmann aus Güstrow über Abnahme und Aufbewahrung des Ehrenmals (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(33) 04.11.1945, Tägliche Rundschau; Beitrag von Karl Kleinschmidt (Der gestohlene Engel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(34) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S.75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(35) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkung 79, S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(36) 07.08.1950, Brief von Hugo Körtzinger an das Barlach-Gremium, Hamburg Ernst Barlach Haus, Archiv, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(37) Tagesordnungspunkt 9 der Gremiumssitzung vom April 1940, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(38) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(39) Brigitte Birnbaum, Ernst Barlach, Annäherungen, Demmler Verlag 1996, S.54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(40) Tom Crepon, Leben und Leiden des E. Barlach, S. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(41) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult/I 1960, S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(42) Anmerkung der Autoren: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. [https://dom-guestrow.de/16-schwebender.html Dom Güstrow - Schwebender]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(43) Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, „ Wegweiser April-Mai 2009“, „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(44) Uwe Fleckner, Hrg., Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Schriften der Forschungsstelle &amp;quot;Entartete Kunst&amp;quot;, Bd. 1, Akademie Verlag Berlin, Berlin 2007) Gesa Jeuthe, Die Verwertung der &amp;quot;entarteten&amp;quot; Kunst durch die Luzerner Galerie Fischer S.269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(45) Hugo Körtzinger, Der „Geistkämpfer“ in Hamburger Mittel- und Ostdeutsche Forschungen, Band V Hamburg 1966, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(46) 21.04.1941, Brief der Fa. Gebr. Sommerkamp an NSDAP Kreisleitung Schwerin Land (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(47) Barlach in Güstrow, Hrg. Museum der Stadt Güstrow, Dokumente aus acht Jahrzehnten S. 42,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(48) 1988, Brief ohne Datumsangabe von Hans Harmsen (Ernst Barlach Gesellschaft e.V.) an Pfarrer Jörg Eichert Köln. (Die Verfasser konnten die schlüssige Angabe der Jahreszahl 1988 aus einem Brief des Empfängers (Pfarrer Jörg Eichert) an Hans Barlach vom 24.08.88 herleiten. Kopien der Briefe bei den Autoren vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(49) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095 ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(50) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(51) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer S. 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(52)Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkungen 76,77,78 S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(53) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(54) 20.07.1950, Brief von Oberkonsistorialrat Schwartzkopff an den Oberkirchenrat Schwerin (Eingangsstempelabdruck beim Oberkirchenrat: 14.08.1950) Das Schreiben enthält mehrere handschriftlichen Vermerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(55) 19.03.1952, Brief von Harmsen an Siegert (zweiseitiger Brief ohne DatierungLandeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(56) 10.10.1951, Spendenaufruf von Superintendent Hans Enke, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(57) Faltblatt A4 Museale Gedenkstätten, Ernst-Barlach-Gedenkstätte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(58) Tom Crepon, Leben u. Leiden des E. Barlach, S.306&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(59) 15.05.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Landessuperintendenten Siegert (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(60)23.06.1953, Brief des Landessuperintendenten Sibrand Siegert an die evangelische Kirche Köln, (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(61) 08.07.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Superintendenten Enke in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(62) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(63) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(64) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(65) Dr. Meike Hoffmann, Ein Händler &amp;gt;&amp;gt;entarteter Kunst&amp;lt;&amp;lt;, Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Akademie Verlag S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(66) 26.05.1952, Brief Harmsen an Siegert ( Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F)&amp;diff=152735</id>
		<title>Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)</title>
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		<updated>2026-07-12T12:22:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* 1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow|Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow/Kirchen_der_Stadt_G%C3%BCstrow Kirchen der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/K%C3%BCnstler_der_Stadt_G%C3%BCstrow#Ernst_Barlach Künstler Ernst Barlach]&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow#Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde| Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde]]&lt;br /&gt;
* Geschichte des Güstrower Ehrenmals (Schwebender), Ernst Barlachs &amp;quot;Schwebender&amp;quot;  https://www.youtube.com/watch?v=-PyrAogG6o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gespräch mit Kirchgemeinderat des Doms über das Güstrower Ehrenmal &amp;quot;Der Schwebende&amp;quot; von Ernst Barlach==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In eigener Sache&lt;br /&gt;
Anlässlich der Übergabe einer Broschüre (200 Expl.) zur Rezeptionsgeschichte des Schwebenden von Ernst Barlach an den Kirchgemeinderat des Doms machte [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien] nachstehende Ausführungen (Anwesende vom Gemeinderat Probst Hellwig und Dr. Dr.Pocher, Autoren D. Kölpien und G. Moeller, Fotos: R.Schmidt, Sponsor: G. Schmidt (CEN GmbH Güstrow). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sehr geehrte Herren, &lt;br /&gt;
als ich am Abend des 23.08.2010 zu der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Tag der  Abnahme des „Schwebenden“ im Jahre 1937 in der Winterkirche eintraf, verblieb mir bis zum Beginn des Vortrages durch Pastor Dr. Christian Bunners aus Berlin über die Freundschaft zwischen Johann Schwartzkopff und Ernst Barlach noch genügend Zeit, um festzustellen, dass unter der überschaubaren Besucheranzahl keiner der exponierten Güstrower Stadtvertreter zugegen war.&lt;br /&gt;
Diesen Termin hatte man im Rathaus offensichtlich übersehen bzw. für unbedeutend gehalten.&lt;br /&gt;
Der Slogan -100 Jahre Barlach in Güstrow- auf Plakaten sowie die posthume Ehrung Barlachs mit der Ehrenbürgerschaft der Barlachstadt Güstrow, dazu noch der Vertrieb von Barlach Briefmarken und Barlach Rotwein in der Güstrow Information schienen den Stadtvertretern wohl genügend Ehrung für Ernst Barlach zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand die Abwesenheit von Vertretern der Barlachstadt Güstrow als äußerst peinlich und hätte mir sowohl deren Anwesenheit als auch die Anwesenheit eines Vertreters der Landeskirche, den ich ebenfalls vermisste, erwartet.&lt;br /&gt;
Das Gedenken an das Ereignis der Abnahme von Barlachs Engel wurde durch den Vortrag von Dr. Christian Bunners beeindruckend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich hatte diese Veranstaltung dazu angeregt, meine unvollständigen Kenntnisse über Barlachs Schwebenden durch ein intensives Studium der Rezeptionsgeschichte des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; entscheidend zu beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu fand ich, wie schon vielmals zuvor, bei anderen stadtgeschichtlichen Studien, in Herrn Gernot Moeller einen ebenfalls wissbegierigen Partner. Nachdem wir ca. 60 Literaturquellen gesichtet, sehr viel telefoniert und ca.100 Mails mit einschlägigen Experten ausgetauscht und einen sehr engen und ergiebigen Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Antonitercitykirche geknüpft hatten, erschien es uns angesichts der Fülle an Informationen und Materialien als sehr sinnvoll, die bisherigen Ergebnisse unserer Recherchen zu Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antonitercitykirche in Köln wurde durch die Tatsache befördert, dass dort zwei Mitarbeiterinnen zeitgleich mit uns an einem eigenen Buch über den Barlach-Engel arbeiteten und so der Austausch von Rechercheinformationen zwischen uns sehr begünstigt wurde.&lt;br /&gt;
So konnten unsere Erkenntnisse nach einem Besuch des Landeskirchlichen Archivs in Schwerin, an dem Herr Raimund Schmidt sehr hilfreich mitwirkte, unmittelbar mit den Recherchen der Kölner Autorinnen abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte sehr detaillierte Erkenntnisse über die Herstellung des Drittgusses und dessen Übergabe an die Domgemeinde Güstrow.&lt;br /&gt;
Uns kam bald die Idee, die von uns zusammengetragenen Daten und Fakten in einer Broschüre zusammenzufassen und diese der Domgemeinde als Dokumentation über den Schwebenden in Form einer Spende zur Verfügung zu stellen. Herr Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der CEN GmbH, unterstützte dieses Vorhaben finanziell mit einer geldwerten Spende von 350,00 €, so dass der Druck von 200 Exemplaren der Broschüre und einige Dokumentensammlungen für Museen, Archive und Bibliotheken möglich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spende soll nun ebenso, wie zuvor der Vertrieb unserer Broschüre über die Glocken der Domkirche dazu beitragen, die laufende Restaurierung am Ulrich-Epitaph im Dom zu Güstrow finanziell zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir zum Anfang unserer Broschüre formulierten, empfehlen wir den Besuchern des Güstrower Doms und Lesern dieser Broschüre, die nicht nur an einer chronologischen  Zusammenstellung der Daten und Fakten der Geschichte des Schwebenden interessiert sind, sondern sich eingehender, aus kunsthistorischer Sicht mit dem Künstler Ernst Barlach und der ausführlichen Rezeptionsgeschichte des Güstrower Ehrenmals beschäftigen möchten, das Buch von Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlach-Stiftung Güstrow,&lt;br /&gt;
Ernst Barlach, Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie, zum 60. Todestag, Hrg. Volker Probst, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien], Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1926: - Eine Idee wird geboren. &lt;br /&gt;
:1927: - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung. &lt;br /&gt;
:1929: - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1933: - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke. &lt;br /&gt;
:1936: - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs.&lt;br /&gt;
:1937: - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi. Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August.&lt;br /&gt;
:1938: - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.  Barlachs Tod.&lt;br /&gt;
:1939: - Gründung der Nachlaßverwaltung. Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1940: - Der Zweitguss im sicheren Versteck. &lt;br /&gt;
:1941: - Beschlagnahme und Abholung zur Verschrottung&lt;br /&gt;
:1944: - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung&lt;br /&gt;
:1945: - Suizid des Ehepaares Böhmer. &lt;br /&gt;
:1947: - Die Existenz des Zweitgusses wird bekannt.&lt;br /&gt;
:1948: - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich.&lt;br /&gt;
:1950: - Bemühungen zur Rückführung des Schwebenden nach Güstrow und erste Beratungen zu einem Drittguss.&lt;br /&gt;
:1951: -  Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1952: - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1953: - Aufhängung im westlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1961: - Erweiterung des Gedenksteins um die Jahreszahlen 1939-1945 &lt;br /&gt;
:1968: - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes. &lt;br /&gt;
:1985: - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes  &lt;br /&gt;
:1987: - Im Schleswig-Holsteinschen Landesmuseum wird ein weiterer Guss des Schwebenden gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet.&lt;br /&gt;
Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, -Öffentlichkeitsarbeit-, Frau Annette Scholl und Frau Antje Löhr-Sieberg,&lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow – Plassa&lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen,&lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt&lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox,&lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult,&lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Die Autoren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der Geschichte des Schwebenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1926 - Eine Idee wird geboren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.04.1926 schrieb der Güstrower Landessuperintendent Kittel an den Oberkirchenrat von dem Plan des Domgemeinderates, aus Anlass des 700-jährigen Domjubiläums (1926) unter der Eiche auf dem Domplatz einen Findling als Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu errichten. (1) Von mehreren Kunstsachverständigen Güstrowern, besonders von dem bekannten Künstler Barlach sei jedoch davon abgeraten worden. Barlach deutete an, im niedrigen Gewölbe des Seitenschiffes eine schwebende Figur, die ganz in sich geschlossen sei und das Höchste an Konzentration darstelle, zu schaffen. Er wolle nicht daran verdienen und bäte nur um den Ersatz der Unkosten. Ein positives Gutachten des Museumsdirektors in Schwerin und Landesdenkmalpflegers Josephi vom 16.04.1926 unterstützte die Kritiker der Findlingsidee. Mit dem Angebot Barlachs könne man dagegen ein Denkmal erwarten, das „…unter Umständen Güstrow zu einer Berühmtheit in ganz Deutschland, ja sogar bei dessen Weltruf zu einer Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus machen“ würde. (2) Weitere Gutachten wurden durch Pastor Schwartzkopff vom Lübecker Museumsdirektor Heise, vom ehemaligen mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV aus Ludwigslust und vom Schweriner Kunsthistoriker und Museumsrat Reifferscheid eingeholt, um auf diese Weise der abwartenden Haltung des Oberkirchenrates entgegenzuwirken. Landesbischof Behm antwortete am 26.07.1926, unter Bezug auf eine negative Kritik über eine Barlachausstellung in München, in der Barlach „Dilettantismus“ vorgehalten wurde, dass es ihm geboten schiene, mit der Heranziehung Barlachs für ein Denkmal im Dom Vorsicht zu üben. (3) 02.08.1926, Landessuperintendent Kittel informierte Landesbischof Behm darüber, dass Schwartzkopff und Reifferscheidt sowohl das Barlachmodell in dessen Atelier als auch den vorgesehenen Standort im Dom besichtigt hätten. Der Oberkirchenrat bat daraufhin den angesehenen Rostocker Prof. Bruhns am 05.08.1926 um ein Gutachten. Am17.08.1926 schrieb Bruhns handschriftlich u. a. „…Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen Gestalter der Gegenwart. Kein zweiter zurzeit in Deutschland lebender Bildhauer, gewinnt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen. … Nur Unkenntnis oder Böswilligkeit kann seinen bildhauerischen Arbeiten „Dilettantismus“ nachsagen.“(4) Am 19.08.1926 wurde dem Güstrower Landessuperintendenten Kittel durch den Oberkirchenrat mitgeteilt: „es wird nunmehr auch von kirchlicher Seite alles getan werden müssen, um den Plan zu fördern.“ (5) Barlach nahm im Dezember 1926 die Arbeit am Großmodell zum „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in seiner neuen Werkstatt in der Walkmühlenstraße 21 in Güstrow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1927 - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte des „Güstrower Ehrenmals“ ist von Dr. Probst in einer Monographie (6) und in den Werkverzeichnissen über das plastische Werk Barlachs von Friedrich Schult (7) bzw. aktuell von Probst und Laur (8) im Detail beschrieben. Weitere geschichtliche Werkangaben sind in Ausstellungskatalogen (9), z. B. von Jansen, zu finden. Der Prozess des Barlachschen Schaffens an dem Güstrower Engel ist dank dieser Beschreibungen sehr gut zu verfolgen. Zahlreichen Kohlezeichnungen im Jahre 1926 folgten zunächst mehrere Vorentwürfe und Vormodelle in Gips und Bronze sowie schließlich die Schaffung des Werkmodells 1:1 in Gips zu Jahresbeginn 1927 durch Barlach in seiner Werkstatt in Güstrow (Maße des Werkmodells 1:1: H: 74,5 cm, B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm). (10) Im Februar 1927 erinnerte sich der Barlachfreund Schwartzkopff, „Unvergeßlich bleibt mir die Stunde, als wir zu dritt in das Atelier kamen, das Tonmodell zu sehen, das auf zwei Eisenschienen ruhte und im dunklen Schweigen dem Beschauer den Mund schloß.“ (11) Daraufhin folgte der Transport des Werkmodells zur Bildgießerei Noack nach Berlin-Friedenau. Nach der Abformung des Werkmodells für die Gussform in der Gießerei erfolgte dort schließlich bis zum 16.03.1927 der Bronzeguss. Am 07.05.1927 erfolgte die Absendung des Engels von der Bildgießerei als Eilfracht an die Güstrower Domgemeinde. Am 29.05.1927 wurde der „Schwebende“ an einer von Barlach persönlich ausgewählten Stelle im östlichen Joch der Nordhalle im Dom zu Güstrow über einem schmiedeeisernen Füntegitter aus dem 18. Jhdt. (Durchmesser 2 m) aufgehängt und geweiht. Dies erfolgte aus Anlass des 1926 begangenen 700jährigen Jubiläums der Kirchweihe, zu dessen Wiederkehr das „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des Weltkrieges eigentlich errichtet werden sollte. Im Innenring des Gitters wurde auf dem Boden ein kreisförmiger Gedenkstein mit den Jahreszahlen 1914 -1918 abgelegt und in der Nähe der Hängung das Gedenkbuch mit den Namen der 234 Gefallenen der Domgemeinde auf einem eigens hierfür gefertigten Tisch platziert. Bereits am 11.04.1927 kam durch die Freundschaft Barlachs zum Domprediger Schwartzkopff und Barlachs eigener Beziehung zum Güstrower Dom die Schenkung des „Güstrower Ehrenmals“ für die Domgemeinde zustande. Das war in seiner Gesamtheit ein Geschenk des Künstlers Ernst Barlach an seine Domgemeinde, welches den von ihm ausgewählten und nach seinen Vorstellungen hergerichteten Platz im östlichen Joch der Nordhalle in sein Kunstwerk einschloss. Die Guss- und Transportkosten in Höhe von 5.500 RM wurden von der Domgemeinde übernommen. Zehn Großspenden von Güstrower Bürgern und die Abgabe von Kunstgegenständen aus dem Domschatz an das Landesmuseum Schwerin (12), das danach Zahlungen in Höhe von 2.500 RM aus Landesmitteln ermöglichte, gewährleisteten die Finanzierung des Gusses bei Noack in Berlin. (Maße des Erstgusses von 1927: H: 71,0 cm (hintere Schrägfläche 74,5 cm), B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm, Signatur unten links- EBarlach-. Guss von Hermann Noack, Berlin-Friedenau.) (13) In der Mecklenburgischen Tageszeitung vom 01.06.1927 fanden die Leser nun auch die veröffentlichte Meinung des Rostocker Professors Bruhns zum Denkmal im Güstrower Dom: „Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen und starken Gestalten der Gegenwart; kein zweiter zur Zeit in Deutschland lebender Bildhauer genießt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen wie er….Nur der ganz besondere Umstand, dass er den Güstrower Dom liebt, kann Mecklenburg das Glück verschaffen, von dem bedeutendsten Bildhauer, der seit Jahrhunderten in seinen Grenzen lebt, ein Werk zu erhalten“. (14) Der mit „Schw.“ unterzeichnete Beitrag verweist nach Auffassung der Verfasser auf den damaligen Domprediger und Freund Barlachs, Schwartzkopff. Dieser reagierte hiermit auf das sehr distanzierte Verhalten der Güstrower Domgemeinde und der Öffentlichkeit auf das „Güstrower Ehrenmal“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.03.1929 stellte Barlach fest, dass das Ersetzen, zweier in der Farbigkeit veränderter Fenster, die Lichtverhältnisse im Nordschiff zufriedenstellend beeinflusst hat. Er schrieb an Muggly, dem Gestalter der Glasfenster im Nordschiff des Domes, nach den Wünschen Barlachs: „Also mit dem Zustandekommen der Glasfenster ist meine Sache im Dom nunmehr als ganz beendet anzusehen“. (15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933 - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1936 - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.04.1936 „Wir lehnen sie (… die Kunst Barlachs) ab als etwas Fremdartiges, vielleicht Oestliches, zudem wir blutsmäßig nicht die geringsten Beziehungen haben… Vielen unvoreingenommenen Besuchern des Domes ist der dort als Gefallenendenkmal einst angebrachte „Engel“ von Barlach, viel eher als ein „fliegender Dorsch“ denn als Engel begreifbar“. (18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August. Am 12.06.1937 distanzierte sich Josephi in einem Brief an Pastor Harloff, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Domgemeinderates war, von Barlach und erklärte, entgegen seiner positiven Aussage von 1926: „Ich möchte bemerken, dass ich von Anfang an gegenüber dieser Barlach‘schen Schöpfung den Ausdruck angewandt habe „Unzulängliche Lösung des Problems einer fliegenden Gestalt unter unerfreulicher Primitivität der Form“ … (19) Am 25.06.1937 antwortete Domprediger Harloff Josephi, dass es an der Zeit wäre, das „Güstrower Ehrenmal“ aus dem Dom zu entfernen und schlug vor, dieses im Landesmuseum Schwerin unterzubringen. (20) Er machte sich damit zur treibenden Kraft der Güstrower Domgemeinde zur Entfernung des Ehrenmals. (21) Am 09.08.1937 erhielt der Oberkirchenrat in Schwerin abschriftlich Kenntnis von einem mit - Vertraulich! - gekennzeichneten Schreiben des Mecklenburgischen Ministeriums Abteilung für Kunst, unterzeichnet von Minister Scharf vom 07.08.1937, an die Verwaltungen des Landesmuseums in Schwerin und anderer Museen. In diesem Schreiben wurde auf die Rede des Führers und Reichskanzlers Hitlers anlässlich des Tages der Kunst in München und dem danach getroffenen Erlass der preußischen Regierung vom 28.06.1937 verwiesen. Ausdrücklich wurde erklärt, dass alle Barlachwerke aus preußischen Schausammlungen zu entfernen seien. Der Minister riet, der Oberkirchenrat möge prüfen, ob die Entfernung des vom Bildhauer Barlach herrührenden Gefallenendenkmals im Dom zu Güstrow für angezeigt gehalten werde. (22) Landessuperintendent Kentmann übermittelte dem Oberkirchenrat am 12.08.1937 im Zusammenhang mit der zu erwartenden Abnahme des „Schwebenden“: „Herr Professor Wandschneider aus Plau besuchte uns hier auf unsere Bitte, die Schaffung eines Denkmals durch ihn berechnet er mit etwa 12.000 M, so ist daran gar nicht zu denken“. (23) Ein Entwurf ist in kirchlichen Akten in Güstrow und Schwerin nicht erhalten. Die Abnahme des „Schwebenden“ erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses des Oberkirchenrates Schwerin vom 17.08.1937 (24) und wurde mit Schreiben des Oberkirchenrats vom 18.08.1937 an den Güstrower Landessuperintendenten und 1. Domprediger Kentmann zur Erledigung möglichst zum 23. d. M. angewiesen. (25) Am 20.08.1937 schrieb die Presse „Die zuständigen Stellen haben nunmehr beschlossen, das von dem Bildhauer Ernst Barlach im Jahre 1926 geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus dem Dom zu Güstrow entfernen zu lassen„ (26) Am Nachmittag des 23.08.1937 wurde der „Schwebende“ in Anwesenheit des 2. Dompredigers Pastor Harloff, der sowohl als Vorsitzender den Kirchgemeinderat der Domgemeinde, als auch den wegen einer Vortragsreise verhinderten Güstrower Landessuperintendenten Kentmann vertrat, und des Oberkirchenrates Krüger–Haye, anwesend als Vertreter des amtierenden Oberkirchenrats Schwerin, durch die Fa. Pierstorff aus Güstrow abgehängt. Hierüber wurde dem amtierenden Oberkirchenrat am 24.08.1937 durch Oberkirchenrat Krüger–Haye schriftlich berichtet. (27) Das von Barlach in einem Brief an Wolf von Niebelschütz genannte Datum der Abnahme des „Schwebenden“ im Dom („Am 24sten d. M ist der Engel im hiesigen Dom abgehängt“) (28) beruht auf einem Irrtum Barlachs. (29), (30) Damit war das letzte Ehrenmal Barlachs aus der Öffentlichkeit entfernt worden. Die Abhängung des Kunstwerkes in Güstrow erfolgte gegen den dokumentierten Willen der amtsenthobenen Güstrower Domprediger Propst Koch und Pastor Schwartzkopff. Sie hatten für den Fall der unumgänglichen Abhängung die Rückgabe des „Schwebenden“ an Barlach und die 10 Großspender vorgeschlagen. (31) Sorgfältig, in einer Kiste verpackt, wurde der „Schwebende“ nach der Abnahme zunächst in der Nähe des Turmes im Güstrower Dom verwahrt, (32) danach nach Schwerin in das Stephanus-Stift bzw. in das Landeskirchenarchiv in der Apothekerstraße verbracht. (33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1938 - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachs Tod. 29.01.1938: Die Domökonomie in Güstrow bat den Oberkirchenrat um Erstattung von 124,01 RM für die Abnahme des Gefallenen-Mals im Dom zu Güstrow. Der Betrag entsprach der Summe von zwei Rechnungen der Fa. Pierstorff an die Domökonomie Güstrow vom 24.09. u. 23.10.1937. (29) Anfang Februar 1938 wurde der Betrag für die Domökonomie aus Schwerin angewiesen. Am 27.04.1938 war der Aufbewahrungsort des „Schwebenden“ noch die Garderobe zum Wichernsaal des Vereinshauses des Stephanus-Stifts in der Apothekerstraße (heute Körnerstr. 7). (34) Am 24.10.1938 verstarb Barlach in der Rostocker Privat-Klinik St. Georg in der Paulstraße 27, Chefarzt Professor Ganther. Seinen Freunden wurde mitgeteilt, daß Ernst Barlach in seine andere Dauer übergegangen sei. Ihm zu Ehren wurde am 27.10.1938 in seiner Werkstatt im Atelierhaus am Heidberg zu Güstrow eine würdige Trauerfeier durch seine Freunde gehalten. Ein Modell des Kopfes des „Schwebenden“ war neben Barlachs Sarg aufgestellt. Pastor Schwartzkopff hielt die Aussegnungsfeier. Am 28.10.1938 erfolgte die feierliche Beisetzung des Leichnams von Barlach in Ratzeburg neben dem Grab seines Vaters. Die Trauerrede hielt hier ebenfalls Pastor Schwartzkopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1939 - Gründung der Nachlaßverwaltung Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36) Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1940 - Der Sicherheitsguss (später als Zweitguss bezeichnet) im sicheren Versteck==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Barlach-Gremium schien von einer Beauftragung, Realisierung und Bezahlung des Sicherungsgusses nichts gewusst zu haben, da es erst 1940 bei einer Sitzung Kenntnis davon nahm, „daß sowohl der Kieler Geistkämpfer als auch das Güstrower Mal sich in sicherer Verwahrung befinden“. (37) So ist es dem Wagemut von Böhmer, der Gießerei Noack und dem Kunstfreund Körtzinger zu danken, dass Barlachs „Schwebender“ als große Bronze der Nachwelt durch diesen Sicherungsguss erhalten blieb. Böhmer stand bis zum Tode Barlachs und danach auch als Beauftragter des Barlach-Gremiums sowohl in deren als auch in den Diensten der Nazis. Der Kunsthändler Böhmer spielte eine sehr ambivalente Rolle. These der Autoren:(38) Ihm als NS-Kunsthändler und förderndes Mitglied der SS könnte der Transport des Werkmodells aus Barlachs Güstrower Atelier(?) zur Gießerei nach Berlin unauffällig möglich gewesen sein. Der Sicherungsguss soll zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“ erhalten haben (39). (Kunstwort aus Kollwitz und Güstrow, II für den Sicherungsguss) Tom Crepon schrieb „Bei der ersten von der Galerie Theodor Fischer in Luzern, veranstalteten Versteigerung werden sieben Plastiken Barlachsangeboten, darunter der Zweitguss des Schwebenden(?), die Holzplastik Lesender Mönch und ein Bronzeguss vom Wiedersehen“. (40)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informant von Crepon war nach Äußerungen von Frau Johanna Schult sehr wahrscheinlich ihr damaliger Ehemann Friedrich Ernst Schult, ein Patenkind Ernst Barlachs. Derartige Äußerungen von ihrem Schwiegervater Friedrich (Lütten) Schult gegenüber Crepon hält sie für unwahrscheinlich. Diese von Crepon gemachten Angaben stimmen inhaltlich nicht mit nachstehenden Texten überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Friedrich Schult der Güstrower Nachlassverwalter Barlachs, schrieb in dem Werkeverzeichnis (41): „Ein zweiter, aus Sicherheitsgründen 1942 in Auftrag gegebener Guß während des Krieges in Schnega, Kr. Dannenberg, ausgelagert, jetzt in der Antoniterkirche Köln. Ein davon abgenommener dritter Guß in vorläufiger Hängung im westlichen Joch des südlichen Seitenschiffs des Güstrower Doms; H: 70,0 Schulterbreite 73,5 T: 214,0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 - Auf der Internetseite des Güstrower Doms (42) wird ausgeführt: „Freunde Barlachs haben 1942 mit großem Einsatz einen Zweitguss herstellen lassen, der in der Lüneburger Heide verborgen werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, führte in „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow, Wegweiser April-Mai 2009“ (43), aus: „Wie kommt es, dass der Engel dennoch heute wieder in Köln und Güstrow hängt? In der Berliner Gießerei Hermann Noack existierte damals noch das Werkmodell des „Schwebenden“. Von diesem Gipsmodell ließen Freunde Barlachs kurz nach seinem Tod einen zweiten Guss anfertigen. Der überstand den Krieg, versteckt in einer Kiste in einem Schuppen bei dem Maler Hugo Körtzinger in Schnega in der Lüneburger Heide“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Klärung von widersprüchlichen Textangaben werden hier durch die Autoren weitere Daten und Fakten zitiert. Das Schweizer Auktionshaus Theodor Fischer hatte der „Verwertungskommission“ für „Entartete Kunst“ bereits 1938 sein Interesse an einer Zusammenarbeit mitgeteilt. Auf der Grundlage eines Vertrages, dem ein Verzeichnis der zu versteigernden Werke mit entsprechenden zu erreichenden Limits beigefügt war, wurde in der am 30.06.1939 im Grand Hotel National in Luzern von der Galerie Fischer eine Auktion „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“ durchgeführt und dabei sieben Barlachwerke versteigert. Darunter befanden sich Christus und Johannes (auch als „Wiedersehen“, bekannt), 1926 Bronze, Höhe 48 cm und „Lesender Mönch“, 1932, Holz 60x61x23 cm. Ein Zweitguss des „Schwebenden“ wurde laut Katalog nicht angeboten. Angeboten wurde laut einer Übersicht „Verkaufsergebnisse der Auktion - Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen -, Galerie Fischer, Luzern 30. Juni 1939“ unter Los-Nr. 7 jedoch die Plastik „Schwebender Gottvater“ (auch „Schwebender Mann“ genannt) 1922, Böttgersteingut, Höhe 50 cm. (44) Nach Auffassung der Autoren kann es sich bei Crepon daher nur um eine Verwechselung Barlachscher Plastiken handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das „Güstrower Ehrenmal“ stand nicht auf der EK-Liste der sogenannten &amp;gt;&amp;gt;entarteten&amp;lt;&amp;lt; Kunst der Nazis, die ca. 16.000 Kunstwerke umfasste. Die Abnahme des „Güstrower Ehrenmals“ durch die Kirchenführung verhinderte zwar die Vereinnahmung des „Schwebenden“ durch die „Verwertungsgesellschaft“ der Nazis aber der Erhalt des Originals wurde, wie wir heute wissen, dadurch jedoch nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Auftrag für einen Sicherungsguss im Kommissionsbuch der Bildgießerei Hermann Noack Berlin ist mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“, vermerkt und wurde nach unseren Erkenntnissen nicht direkt von dort per Bahn nach Schnega transportiert. (35), (45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann durch diese Recherchen im Hinblick auf die obigen widersprüchlichen Textstellen festgestellt werden, dass - der Sicherungsguss tatsächlich am 10.01.1939 von Bernhard A. Böhmer beauftragt wurde und - kein Zweitguss des „Schwebenden“ in Luzern oder Basel zur Versteigerung angeboten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
-Am 25.09.1940 beschloss der Kirchgemeinderat auf Vorschlag von Domprediger Grüner einstimmig, dass das Wandgemälde („Kreuzigungsszene“) von dem Güstrower Maler Wilke, zusammen mit dem Gedenkbuch und dem eichenen Tisch, künftig als Stätte für die Heldenehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges dienen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1941 - Beschlagnahme und Abholung des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; zur Verschrottung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers (NSDAP Mitglied) Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma (Gebr. Sommerkamp), während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv eräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP-Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1944 - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung bei Noack in Berlin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstwahrscheinlich wurde das Original von Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ zu Rüstungszwecken nach 1941 verschrottet. Nach der Abholung des „Schwebenden“ durch die Fa. Sommerkamp ist nichts weiteres über den Verbleib des „Schwebenden“ dokumentiert. 1944 soll durch Kriegseinwirkungen bei der Fa. Noack in Berlin auch das 1939 erneut zur Anfertigung des Sicherungsgusses (von Güstrow nach Berlin?) transportierte Werkmodell (Gips), zerstört worden sein. (48) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen der Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Neben den Verweisen auf Literaturquellen möchten wir im Folgenden auch auf Links zu Internetseiten verweisen, die geeignete Informationen enthalten und daher ebenfalls in das Literaturverzeichnis aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Links führen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.) http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095, Dr. Meike Hoffmann, Bildersturm der Nazis –„Entartete Kunst“, Episode 7 Die Bronzen“.&lt;br /&gt;
„Lediglich ein Luftangriff 1943 beschädigte die Gießerei (Noack) leicht. So konnte hier nach Kriegsende als einzige Gießerei Berlins sofort wieder gearbeitet werden“. (49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1945 - Suizid des Ehepaares Böhmer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03.05.1945 nahmen sich Bernhard A. Böhmer und seine zweite Ehefrau Hella geb. Otte aus Angst vor den Ereignissen zum Kriegsende das Leben. Der damals 12-jährige Sohn Peter überlebte die Tragödie, weil ihm noch rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. (51) Als Vormund und Verwalterin des Böhmer-Erbes wurde seine Tante Wilma Zelck (geb. Otte), die Schwester seiner Mutter, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel in der Täglichen Rundschau vom 04.11.1945 schreibt der Schweriner Pastor Kleinschmidt: „Wir haben keine sichere Kunde, dass er wirklich eingeschmolzen ist. Es geht das Gerücht, dass er in die Schweiz verschoben wurde, um von da aus nach Amerika verkauft zu werden…“ (33). Während des Krieges war der im geheimen bei Noack angefertigte Sicherungsguss nach dem originalen Werkmodell Barlachs in einer Kiste verpackt, zusammen mit einer zweiten Kiste, in der sich der von Böhmer aus Beständen des Propagandaministerium erworbene dreigeteilte Kieler Geistkämpfer befand, unter der Bezeichnung „Bildhauergut“, per Bahn nach Schnega in die Lüneburger Heide gelangt. Von der Bahnstation wurde Körtzinger benachrichtigt und holte die Sendungen persönlich von dort mit zwei Pferdegespannen des ihm benachbarten Gutes ab. Danach verbarg er die Kisten auf seinem Gehöft. „Die Kisten wurden teils auf dem Hof, teils in einem zur Straße offenen Schuppen gestellt.“ (45) Da sowohl der Sicherungsguss des „Schwebenden“ als auch der laut Kaufvertrag vom 07.12.1940 (65) von Böhmer erworbene Kieler Geistkämpfer gemeinsam in Schnega auf der Bahnstation ankamen, könnten beide Kisten auch zum gleichen Zeitpunkt an gleicher Stelle von Böhmer(!) aufgeliefert worden sein. &#039;&#039;&#039;(These des Autors DK: Folglich hätte Böhmer den Sicherungsguss des „Schwebenden“, der zwischen Anfang 1939 und Ende 1940 fertiggestellt worden war, längstens etwa zwei Jahre in seinem Besitz anderenorts zwischengelagert. Beide Werke kamen dann mutmaßlich Anfang 1941 als „Bildhauergut“ gleichzeitig (!) von Berlin oder Güstrow nach Schnega zum Versand.)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Antje Löhr-Sieberg: &amp;quot;Dieser Zweitguss landete dann schließlich in Schnega, das ist ein kleiner Ort im Wendland in der Lüneburger Heide. Dort wurde er von Herrn Körtzinger höchstpersönlich vom Bahnhof abgeholt. Mitgeliefert wurde der „Geistkämpfer&amp;quot; aus Kiel. Und Herr Körtzinger ließ diese zwei Plastiken in der Verpackung, d. h. in den Versandkisten, und stellte sie in einem offenen Schuppen ab. Und dort haben sie den ganzen Krieg überdauert. Bis, wie Körtzinger sagt, die Sieger kamen und ein Schutzschild an die Scheune hefteten, so dass nun nichts mehr zu befürchten war. (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1947 - Die Existenz des Sicherungsgusses (Zweitguss) wird bekannt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hentzen, schrieb am 20.09.1947 an Heise, dass ein zweiter Guss, der noch zu Lebzeiten Barlachs von einem Amerikaner (?) bestellt worden sei, von Körtzinger zurückgehalten würde, weil Körtzinger angeblich große Geldbeträge von Böhmer zu kriegen hätte. Weiter wurde von ihm bemerkt, dass der bei Körtzinger vorhandene zweite Guss zum Nachlass Barlachs und nicht Böhmer gehöre. Über den Geistkämpfer der ebenfalls bei Körtzinger verwahrt war, äußerte sich Friedrich Schult ähnlich. (52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1948 - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde in der Kunstszene bekannt, dass bei Körtzinger in Schnega dieser Sicherungsguss des „Schwebenden“ existiere. Der Kölner Museumsdirektor Reidemeister, wollte diesen schon 1948 zusammen mit dem Kieler Geistkämpfer in eine Ausstellung nach Köln holen. Er bat Reemtsma, einem Mitglied des Barlachs-Gremiums, um Vermittlung und Unterstützung des Vorhabens. Reidemeister plante anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums in Köln eine Ausstellung unter dem Motto „Christliche Kunst der Gegenwart“. Reemtsma hatte den gewünschten Kontakt zu Körtzinger herbeigeführt, doch dieser reagierte auf Anfragen von Reidemeister nicht. (53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1950 - Bemühungen um Rückführung des Schwebenden nach Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.07.1950 bemühte sich Johannes Schwartzkopff (unter Hinweis auf frühere Ausführungen von Kleinschmidt in der Täglichen Rundschau 04.11.1945) um Akteneinsicht beim Oberkirchenrat in Schwerin. „Das Barlach-Gremium, dessen Mitglied ich bin, legt Wert darauf, diese Vorgänge zu kennen, weil es dazu helfen kann, den Zweitguss des Denkmals, der sich noch in der Westzone befindet, für den Dom zu bekommen.“ (54) Im Dezember 1950 trafen die Akademie der Künste der damaligen DDR und Friedrich Schult als Mitglied des Barlach-Gremiums und somit als ein Nachlassverwalter Barlachs, eine Vereinbarung zur Unterstützung einer in der Akademie geplanten Barlach-Ausstellung. Dabei wurde auch bekannt, dass es Beratungen innerhalb des Barlach-Gremiums darüber gab, einen weiteren Guss des „Schwebenden“ nach Güstrow in den Dom zu bringen.(53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1951 - Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In langen und komplizierten Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der Hamburger Barlachgesellschaft Harmsen und zuständigen Gremien in Köln, Güstrow und Kiel sowie mit Körtzinger und dem Vormund Wilma Zelck, als der Vertreterin ihres noch rechtlich handlungsunfähigen Neffen und Böhmer-Erben, Peter Böhmer, wurden gemeinsam folgende Übereinkommen erzielt: - Das Barlach-Gremium ist der alleinige Nachlassverwalter für das Zweitstück des Schwebenden in Schnega. - Die geschätzten Gusskosten für ein neues Güstrower Ehrenmal in Höhe von 5150 DM und die Forderungen von Hugo Körtzinger in Höhe von 4000 DM sind durch den Verkauf des Zweitstückes zu finanzieren. - Die Unterbringung des Zweitstückes des Schwebenden sollte in einem Süd- oder Westdeutschen Museum erfolgen. (55)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachfreunde sollen 1950 zunächst noch an die Übergabe des Sicherungsgusses an Güstrow gedacht haben. Nach dem Kauf des Sicherungsgusses des „Schwebenden“ durch die evangelische Synode Köln wurde davon jedoch nicht mehr geredet. Um den dritten Guss für Güstrow möglichst schnell herbeiführen zu können, musste sowohl die Herausgabe des Engels von Körtzinger nach Köln und gleichzeitig die Finanzierung des Gusses bei Noack organisiert werden. Die strittige Eigentumsfrage am Zweitguss des „Schwebenden“, der korrekterweise immer als Sicherungsguss für den Güstrower Dom zu bezeichnen ist, konnte damals auch nicht durch ein Gerichtsverfahren zum Böhmer-Nachlass in Lüneburg geklärt werden. Erst danach kam es durch die Vermittlung von Harmsen, dem Vorsitzender der Barlachgesellschaft, zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Hugo Körtzinger und Wilma Zelck. Harmsen setzte sich nach dem außergerichtlichen Vergleich nachdrücklich für den Verkauf des Sicherungsgusses weit im Westen und für die Herstellung eines dritten Gusses für Güstrow ein. Die vorbehaltlose Rückgabe des Sicherungsgusses an die Domgemeinde Güstrow stand zu keiner Zeit tatsächlich auf der Tagesordnung. Die für den dritten Guss erforderliche Summe von rund 5.000 DM wurde von Hermann F. Reemtsma verauslagt, da die Kölner evangelische Kirche das Geld dafür zunächst erst einwerben musste. Der Barlach-Erbe, Nikolaus (Klaus) Barlach verzichtete auf jeglichen Vorteil aus dem Drittguss des „Schwebenden“ (Güstrow) und der Wiederherstellung des in drei (?) Teile zerlegten „Geistkämpfers“ (Kiel). Er erklärte, dass es ihm ausdrücklich um das Ziel ginge, die Werke seines Vaters bald an die ursprünglichen Plätze zurückkehren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216/ Antje Löhr-Sieberg (Antoniterkirche Köln): &amp;quot;Im Jahr 1951 wurde der Engel auf dem kleinen Kunstmarkt zum Kauf angeboten, und zwar wurde er den Museen in Bremen, Hamburg, Köln und in der Baseler Kunsthalle angeboten. Das war natürlich der Moment, in dem Reidemeister nun zum zweiten Mal versuchte, den Engel zu bekommen. Und tatsächlich gelang es ihm. Die Voraussetzung war, dass der Engel - also er sollte verkauft werden, er sollte so viel bringen, dass das Geld ausreichte für einen Drittguss für Güstrow und für 4.000 DM, die Herr Körtzinger verlangte. Reidemeister war klar, dass dieser Engel in diese Kirche hier, in die Antoniterkirche gehörte: eine evangelische Kirche mit einem sehr schönen Aufstellungsort, so etwa, wie Barlach es auch gefordert hatte für den Engel.&amp;quot; (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; - Am 10.10.1951 wandte sich der Superintendent der Synode der evangelischen Landeskirche Köln, Hans Enke, mit persönlichen Briefen an zahlungskräftige Personen, Versicherungen, Banken und andere Spender, um Geld für den Kauf des Zweitgusses des „Schwebenden“ durch die ev. Kirche Köln einzuwerben. Bei der von ihm initiierten Spendenaktion argumentierte der Superintendent teilweise mit sehr vagen Formulierungen. (56) Das Presbyterium der Kölner evangelischen Kirchen hatte die Zustimmung der Antoniterkirche für eine Aufhängung des „Schwebenden“ erwirkt. Mitte des Jahres 1951 hatte die evangelische Antoniterkirche sich bereit erklärt, den Zweitguss des „Schwebenden“ in ihrer Kirche aufzuhängen. (43) Der Antonitergemeinde sollten hierdurch keine Unkosten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion in Köln brachte die Gelder zusammen, um den „Schwebenden“ für die ev. Kirche in Köln zu erwerben, Die eingeworbenen 10000 DM dienten zur Begleichung: - der Vergütungsforderung von Körtzinger in Höhe von 4000 DM - der Abformung und des Drittguss für Güstrow bei Noack 4000 DM - der Auslagen von Harmsen (für Transporte u. ä.) 2000 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abformung für den neuen, für Güstrow zu gießenden, „Schwebenden“ erfolgte ab dem 30.11.1951 in Schnega durch Noack und einen Mitarbeiter. Den Modellgips hatte Harmsen persönlich nach Schnega geschafft. Dies alles schien Prof. Reidemeister nötig, um das mehrfache „Überschreiten“ innerdeutscher Grenzen (von West nach Ost und weiter nach West-Berlin und zurück), durch den Zweitguss des „Schwebenden“ zu verhindern. Von der Kölner Kirchenleitung wurden darin Gefahren für einen Verlust gesehen. Der Drittguss erfolgte wieder bei Noack in West-Berlin. Dieser neue Guss des „Schwebenden“ sollte ursprünglich zur Eröffnung der Barlach-Ausstellung am 07.12.1951 in der Akademie der Künste der DDR gezeigt werden. Die Eröffnung wurde damals aus uns unbekannten Gründen auf den 14.12.1951 verschoben. Die Verzögerungen bei der Abformung in Schnega verhinderten die Ausstellung eines Bronzegusses des „Schwebenden“ in dieser repräsentativen Ausstellung. So wurde der von Harmsen gemachte Vorschlag aufgegriffen und in der Ausstellung in Berlin ein sofort nach der Abformung in Schnega gefertigter getönter Gipsguss der Fa. Noack gezeigt. Anlässlich der Barlach-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR gerieten die Werke Barlachs ins Visier der staatlichen Kritik. Waren sie von den Nazis als bolschewistisch und undeutsch verfemt worden, so hieß es jetzt, sie seien formalistisch oder dekadent. Girnus, ein Verfechter der SED Kultur- und Hochschulpolitik, nannte Ernst Barlach im „Neuen Deutschland“ einen auf verlorenem Posten stehenden, in seinem Grundzug rückwärtsgewandten Künstler und seine Geschöpfe eine graue, passive, verzweifelte, in tierischer Dumpfheit dahinvegetierende Masse.“ Das änderte sich erst, als Bertolt Brecht sich eindeutig für Barlachs Werk einsetzte: &amp;quot;Ich halte Barlach für einen der größten Bildhauer, die wir Deutschen gehabt haben. Der Wurf, die Bedeutung der Aussage, das handwerkliche Ingenium, Schönheit ohne Beschönigung, Größe ohne Gerecktheit, Harmonie ohne Glätte, Lebenskraft ohne Brutalität machen Barlachs Plastiken zu Meisterwerken.&amp;quot;(57) Der 1951 an die Akademie der Künste der DDR ausgeliehene Gipsguss wurde an die Gießerei Noack zur Verfügung des Barlach-Gremiums zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1952 - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln sorgte Museumsdirektor Reidemeister nun dafür, dass der Zweitguss des „Schwebenden“ am 26.01.1952 offiziell durch die evangelischen Gemeinden der Synode Köln übernommen und vorübergehend im Kunstmuseum in der Eigelsteintorburg untergebracht wurde. Zur Wiedereinweihung der Kölner Antonitercitykirche in der Schildergasse am 15.05.1952 erhielt er einen sakralen Platz und ebenfalls die Weihe. Unterhalb des Engels befindet sich eine rechteckige Steinplatte mit den Daten der Weltkriege 1914 -1918, 1939 -1945. (1995 wurde eine pultförmige Holocaust-Stele des Bildhauers Dieter Boers vor dem Denkmal aufgestellt.) Erst am 14.03.1952, also Monate nach der Barlachausstellung in Berlin, hatte Harmsen den bronzenen Drittguss bei Noack persönlich für das Barlach-Gremium übernommen. Harmsen hatte mit Brief vom 19.03.1952 die Bedingungen des Barlach-Gremiums, unter welchen dieser Drittguss an die Domgemeinde Güstrow übergeben werden würde, wie folgt formuliert: - der Schwebende eine sollte eine Leihgabe des Barlach-Gremiums bleiben, - der Schwebende durfte nur in der Obhut des Doms verbleiben und - eine Ortsveränderung könnte nur mit Genehmigung des Barlach-Gremiums erfolgen. Die geforderte Beschlussfassung des Kirchgemeinderates wurde mit den Schreiben von Siegert an Harmsen vom 25.03.1952 und 15.04.1952bestätigt.(55) Auf Bitten der Domgemeinde zu Güstrow und durch den Beschluss des Barlach-Gremiums (66) kam der neue „Schwebende“ am 04.06.1952 als Leihgabe des Barlach-Gremiums unter entscheidender Mitwirkung des Kölner Superintendenten Enke und des Beauftragten des Barlach-Gremiums und Vorsitzenden der Barlachgesellschaft Harmsen nach Güstrow. „Friedrich Schult, der den Transport an seinen Bestimmungsort begleitet hat, kann im Juni 1952 an Freunde Barlachs telegrafieren: „… seit dem04.06.1952 nachmittags um halb sechs Uhr ist der Engel wieder in der Hut des Domes (oder dieser in der Hut des Engels)…“.(58) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1953 - Aufhängung im westlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand. Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht. An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59) Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am 23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß: „Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiss zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1961 - Der vorhandenen Inschrift auf dem kreisförmigen Gedenkstein aus Muschelkalkstein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterhalb des „Schwebenden“ wurden im Juni durch den Bildhauermeister Rolf Lange (Schwerin) die Einträge Im Gedenken und 1939 - 1945 hinzugefügt.(62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1968 - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal für Günther von Passow, von C. P. Dieussart, wurde im Februar in das südliche Seitenschiff umgesetzt und der „Schwebende“ in das westlich gelegene Joch der Nordhalle mit Blick nach Osten umgehängt. (63) Ursächlich für diese Veränderung waren Arbeiten an der Heizung und Reparaturen an der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1985 - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Schwebende“ wurde nun an den von Ernst Barlach vorgesehenen Platz im östlichen Joch des Nordschiffes mit Blickrichtung nach Westen aufgehängt. (64)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1987 - Im Schleswig-Hollsteinischen-Landesmuseum wird ein weiterer Guss (Viertguss) des Schwebenden gezeigt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 hängt ein dieser Guss des „Schwebenden“ im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottofrf in Schleswig in einem Saal für Barlach-Plastiken. Auftraggeber hierfür war Hans Barlach, der heute im Besitz der Gussform ist, die 1951 von Noack und einem Mitarbeiter in Schnega hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet. Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück. Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde. Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Antje Löhr-Sieberg und Frau Annette Scholl, &lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow–Plassa &lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen, &lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt &lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox, &lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult, &lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt. &lt;br /&gt;
:-  Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Autoren Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturquellen und Autorenverzeichnis==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) 16.04.1926, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, an den Oberkirchenrat in Schwerin, Seite 2. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower, Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) 19.08.1926, Vermerk vom Oberkirchenrat in Schwerin auf Schreiben an Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) 17.08.1926, zweiseitiges handschriftliches Gutachten Prof. Dr. Leo Bruhn, Universität Rostock, an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) 19.08.1926,Schreiben vom Oberkirchenrat in Schwerin an den Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60. Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8) Probst – Laur , Barlach Werkeverzeichnis II 1996, Das plastische Werk, Ernst Barlach Stiftung Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(9) Elmar Jansen (Gesamtredaktion Ausstellungskatalog Mai – Juni 1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(10) Katalog I „Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten“, &lt;br /&gt;
Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin&lt;br /&gt;
Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960 S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(11) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998 (Ein Engel für den Güstrower Dom, Zur Entstehungsgeschichte des Güstrower Ehrenmals von Ilona Laudan, S. 59, Abb. 37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(12) 03.12.1926, Schreiben des Landesmuseums Schwerin an den Landessuperintendenten Kittel in Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(13) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, S 187, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14) 01.06.1926, Mecklenburgische Tageszeitung Nr. 125, Erscheinungsort Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(15) 21.03.1929, Brief von Ernst Barlach an Karl Muggly&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(16) 11.04.1933, handschriftlich von unbekanntem Absender an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal von Volker Probst S.89/90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18) 04.04.1936, Niederdeutscher Beobachter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(19) 12.06.1937, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Landesdenkmalpfleger für Kunst und Kunstgewerbe an Pastor Harloff Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20) 25.06.1937, Brief von Pastor Harloff Güstrow an Landesdenkmalpfleger Josephi in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(21) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal (1927) von Volker Probst S.92.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(22) 09.08.1937, beglaubigte Abschrift des Schreibens des Min. Dr. Scharf an das Landesmuseum vom 07.08.1937, mit Vermerk an Oberkirchenrat (Eingang beim Oberkirchenrat Schwerin am 09.08.1937), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(23) 12.08.1937, Brief vom Landessuperintendent Kentmann Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24) 17.08.1937 „…beschließt der Oberkirchenrat, daß, das Barlachsche Ehrenmal baldigst aus dem Dom entfernt, sorgfältig in eine Kiste verpackt und in einem Nebenraum sicher verwahrt werden soll.“ (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(25) Am 18.08.1938 wird in einem Brief des Oberkirchenrates an den Superintendenten und 1. Domprediger Kentmann die Herabnahme möglichst zum 23.08.1937 angewiesen. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26) 20.08.1937, Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27) 24.08.1937, Bericht (ohne Unterschrift - sehr wahrscheinlich von Oberkirchenrat Krüger-Heye, der die Abnahme in Güstrow in Vertretung des amtierenden Oberkirchenrats beaufsichtigte) über die Abnahme des Güstrower Ehrenmals an den amtierenden Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(28) 30.08.1937, Brief Ernst Barlachs an Wolf von Niebelschütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 199, Die Spur des Schwebenden, („Zur Abnahme ist festzustellen, dass Barlach sich im tatsächlichen Datum geirrt hat“. S.95)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(30) 24.09.1937, Rechnung Fa. Pierstorf , Barlach in Güstrow, Dokumente 1908 – 1988.(Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(31) 22.08.1937, Brief von Propst Koch aus Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(32) 14.09.1937, Tagebuch Nr.698, Bericht des Landessuperintendenten Kentmann aus Güstrow über Abnahme und Aufbewahrung des Ehrenmals (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(33) 04.11.1945, Tägliche Rundschau; Beitrag von Karl Kleinschmidt (Der gestohlene Engel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(34) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S.75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(35) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkung 79, S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(36) 07.08.1950, Brief von Hugo Körtzinger an das Barlach-Gremium, Hamburg Ernst Barlach Haus, Archiv, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(37) Tagesordnungspunkt 9 der Gremiumssitzung vom April 1940, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(38) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(39) Brigitte Birnbaum, Ernst Barlach, Annäherungen, Demmler Verlag 1996, S.54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(40) Tom Crepon, Leben und Leiden des E. Barlach, S. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(41) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult/I 1960, S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(42) Anmerkung der Autoren: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. [https://dom-guestrow.de/16-schwebender.html Dom Güstrow - Schwebender]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(43) Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, „ Wegweiser April-Mai 2009“, „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(44) Uwe Fleckner, Hrg., Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Schriften der Forschungsstelle &amp;quot;Entartete Kunst&amp;quot;, Bd. 1, Akademie Verlag Berlin, Berlin 2007) Gesa Jeuthe, Die Verwertung der &amp;quot;entarteten&amp;quot; Kunst durch die Luzerner Galerie Fischer S.269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(45) Hugo Körtzinger, Der „Geistkämpfer“ in Hamburger Mittel- und Ostdeutsche Forschungen, Band V Hamburg 1966, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(46) 21.04.1941, Brief der Fa. Gebr. Sommerkamp an NSDAP Kreisleitung Schwerin Land (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(47) Barlach in Güstrow, Hrg. Museum der Stadt Güstrow, Dokumente aus acht Jahrzehnten S. 42,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(48) 1988, Brief ohne Datumsangabe von Hans Harmsen (Ernst Barlach Gesellschaft e.V.) an Pfarrer Jörg Eichert Köln. (Die Verfasser konnten die schlüssige Angabe der Jahreszahl 1988 aus einem Brief des Empfängers (Pfarrer Jörg Eichert) an Hans Barlach vom 24.08.88 herleiten. Kopien der Briefe bei den Autoren vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(49) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095 ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(50) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(51) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer S. 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(52)Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkungen 76,77,78 S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(53) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(54) 20.07.1950, Brief von Oberkonsistorialrat Schwartzkopff an den Oberkirchenrat Schwerin (Eingangsstempelabdruck beim Oberkirchenrat: 14.08.1950) Das Schreiben enthält mehrere handschriftlichen Vermerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(55) 19.03.1952, Brief von Harmsen an Siegert (zweiseitiger Brief ohne DatierungLandeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(56) 10.10.1951, Spendenaufruf von Superintendent Hans Enke, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(57) Faltblatt A4 Museale Gedenkstätten, Ernst-Barlach-Gedenkstätte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(58) Tom Crepon, Leben u. Leiden des E. Barlach, S.306&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(59) 15.05.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Landessuperintendenten Siegert (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(60)23.06.1953, Brief des Landessuperintendenten Sibrand Siegert an die evangelische Kirche Köln, (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(61) 08.07.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Superintendenten Enke in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(62) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(63) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(64) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(65) Dr. Meike Hoffmann, Ein Händler &amp;gt;&amp;gt;entarteter Kunst&amp;lt;&amp;lt;, Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Akademie Verlag S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(66) 26.05.1952, Brief Harmsen an Siegert ( Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<title>Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow|Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow/Kirchen_der_Stadt_G%C3%BCstrow Kirchen der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/K%C3%BCnstler_der_Stadt_G%C3%BCstrow#Ernst_Barlach Künstler Ernst Barlach]&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow#Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde| Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde]]&lt;br /&gt;
* Geschichte des Güstrower Ehrenmals (Schwebender), Ernst Barlachs &amp;quot;Schwebender&amp;quot;  https://www.youtube.com/watch?v=-PyrAogG6o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gespräch mit Kirchgemeinderat des Doms über das Güstrower Ehrenmal &amp;quot;Der Schwebende&amp;quot; von Ernst Barlach==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In eigener Sache&lt;br /&gt;
Anlässlich der Übergabe einer Broschüre (200 Expl.) zur Rezeptionsgeschichte des Schwebenden von Ernst Barlach an den Kirchgemeinderat des Doms machte [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien] nachstehende Ausführungen (Anwesende vom Gemeinderat Probst Hellwig und Dr. Dr.Pocher, Autoren D. Kölpien und G. Moeller, Fotos: R.Schmidt, Sponsor: G. Schmidt (CEN GmbH Güstrow). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sehr geehrte Herren, &lt;br /&gt;
als ich am Abend des 23.08.2010 zu der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Tag der  Abnahme des „Schwebenden“ im Jahre 1937 in der Winterkirche eintraf, verblieb mir bis zum Beginn des Vortrages durch Pastor Dr. Christian Bunners aus Berlin über die Freundschaft zwischen Johann Schwartzkopff und Ernst Barlach noch genügend Zeit, um festzustellen, dass unter der überschaubaren Besucheranzahl keiner der exponierten Güstrower Stadtvertreter zugegen war.&lt;br /&gt;
Diesen Termin hatte man im Rathaus offensichtlich übersehen bzw. für unbedeutend gehalten.&lt;br /&gt;
Der Slogan -100 Jahre Barlach in Güstrow- auf Plakaten sowie die posthume Ehrung Barlachs mit der Ehrenbürgerschaft der Barlachstadt Güstrow, dazu noch der Vertrieb von Barlach Briefmarken und Barlach Rotwein in der Güstrow Information schienen den Stadtvertretern wohl genügend Ehrung für Ernst Barlach zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand die Abwesenheit von Vertretern der Barlachstadt Güstrow als äußerst peinlich und hätte mir sowohl deren Anwesenheit als auch die Anwesenheit eines Vertreters der Landeskirche, den ich ebenfalls vermisste, erwartet.&lt;br /&gt;
Das Gedenken an das Ereignis der Abnahme von Barlachs Engel wurde durch den Vortrag von Dr. Christian Bunners beeindruckend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich hatte diese Veranstaltung dazu angeregt, meine unvollständigen Kenntnisse über Barlachs Schwebenden durch ein intensives Studium der Rezeptionsgeschichte des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; entscheidend zu beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu fand ich, wie schon vielmals zuvor, bei anderen stadtgeschichtlichen Studien, in Herrn Gernot Moeller einen ebenfalls wissbegierigen Partner. Nachdem wir ca. 60 Literaturquellen gesichtet, sehr viel telefoniert und ca.100 Mails mit einschlägigen Experten ausgetauscht und einen sehr engen und ergiebigen Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Antonitercitykirche geknüpft hatten, erschien es uns angesichts der Fülle an Informationen und Materialien als sehr sinnvoll, die bisherigen Ergebnisse unserer Recherchen zu Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antonitercitykirche in Köln wurde durch die Tatsache befördert, dass dort zwei Mitarbeiterinnen zeitgleich mit uns an einem eigenen Buch über den Barlach-Engel arbeiteten und so der Austausch von Rechercheinformationen zwischen uns sehr begünstigt wurde.&lt;br /&gt;
So konnten unsere Erkenntnisse nach einem Besuch des Landeskirchlichen Archivs in Schwerin, an dem Herr Raimund Schmidt sehr hilfreich mitwirkte, unmittelbar mit den Recherchen der Kölner Autorinnen abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte sehr detaillierte Erkenntnisse über die Herstellung des Drittgusses und dessen Übergabe an die Domgemeinde Güstrow.&lt;br /&gt;
Uns kam bald die Idee, die von uns zusammengetragenen Daten und Fakten in einer Broschüre zusammenzufassen und diese der Domgemeinde als Dokumentation über den Schwebenden in Form einer Spende zur Verfügung zu stellen. Herr Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der CEN GmbH, unterstützte dieses Vorhaben finanziell mit einer geldwerten Spende von 350,00 €, so dass der Druck von 200 Exemplaren der Broschüre und einige Dokumentensammlungen für Museen, Archive und Bibliotheken möglich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spende soll nun ebenso, wie zuvor der Vertrieb unserer Broschüre über die Glocken der Domkirche dazu beitragen, die laufende Restaurierung am Ulrich-Epitaph im Dom zu Güstrow finanziell zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir zum Anfang unserer Broschüre formulierten, empfehlen wir den Besuchern des Güstrower Doms und Lesern dieser Broschüre, die nicht nur an einer chronologischen  Zusammenstellung der Daten und Fakten der Geschichte des Schwebenden interessiert sind, sondern sich eingehender, aus kunsthistorischer Sicht mit dem Künstler Ernst Barlach und der ausführlichen Rezeptionsgeschichte des Güstrower Ehrenmals beschäftigen möchten, das Buch von Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlach-Stiftung Güstrow,&lt;br /&gt;
Ernst Barlach, Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie, zum 60. Todestag, Hrg. Volker Probst, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien], Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1926: - Eine Idee wird geboren. &lt;br /&gt;
:1927: - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung. &lt;br /&gt;
:1929: - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1933: - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke. &lt;br /&gt;
:1936: - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs.&lt;br /&gt;
:1937: - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi. Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August.&lt;br /&gt;
:1938: - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.  Barlachs Tod.&lt;br /&gt;
:1939: - Gründung der Nachlaßverwaltung. Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1940: - Der Zweitguss im sicheren Versteck. &lt;br /&gt;
:1941: - Beschlagnahme und Abholung zur Verschrottung&lt;br /&gt;
:1944: - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung&lt;br /&gt;
:1945: - Suizid des Ehepaares Böhmer. &lt;br /&gt;
:1947: - Die Existenz des Zweitgusses wird bekannt.&lt;br /&gt;
:1948: - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich.&lt;br /&gt;
:1950: - Bemühungen zur Rückführung des Schwebenden nach Güstrow und erste Beratungen zu einem Drittguss.&lt;br /&gt;
:1951: -  Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1952: - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1953: - Aufhängung im westlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1961: - Erweiterung des Gedenksteins um die Jahreszahlen 1939-1945 &lt;br /&gt;
:1968: - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes. &lt;br /&gt;
:1985: - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes  &lt;br /&gt;
:1987: - Im Schleswig-Holsteinschen Landesmuseum wird ein weiterer Guss des Schwebenden gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet.&lt;br /&gt;
Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, -Öffentlichkeitsarbeit-, Frau Annette Scholl und Frau Antje Löhr-Sieberg,&lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow – Plassa&lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen,&lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt&lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox,&lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult,&lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Die Autoren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der Geschichte des Schwebenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1926 - Eine Idee wird geboren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.04.1926 schrieb der Güstrower Landessuperintendent Kittel an den Oberkirchenrat von dem Plan des Domgemeinderates, aus Anlass des 700-jährigen Domjubiläums (1926) unter der Eiche auf dem Domplatz einen Findling als Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu errichten. (1) Von mehreren Kunstsachverständigen Güstrowern, besonders von dem bekannten Künstler Barlach sei jedoch davon abgeraten worden. Barlach deutete an, im niedrigen Gewölbe des Seitenschiffes eine schwebende Figur, die ganz in sich geschlossen sei und das Höchste an Konzentration darstelle, zu schaffen. Er wolle nicht daran verdienen und bäte nur um den Ersatz der Unkosten. Ein positives Gutachten des Museumsdirektors in Schwerin und Landesdenkmalpflegers Josephi vom 16.04.1926 unterstützte die Kritiker der Findlingsidee. Mit dem Angebot Barlachs könne man dagegen ein Denkmal erwarten, das „…unter Umständen Güstrow zu einer Berühmtheit in ganz Deutschland, ja sogar bei dessen Weltruf zu einer Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus machen“ würde. (2) Weitere Gutachten wurden durch Pastor Schwartzkopff vom Lübecker Museumsdirektor Heise, vom ehemaligen mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV aus Ludwigslust und vom Schweriner Kunsthistoriker und Museumsrat Reifferscheid eingeholt, um auf diese Weise der abwartenden Haltung des Oberkirchenrates entgegenzuwirken. Landesbischof Behm antwortete am 26.07.1926, unter Bezug auf eine negative Kritik über eine Barlachausstellung in München, in der Barlach „Dilettantismus“ vorgehalten wurde, dass es ihm geboten schiene, mit der Heranziehung Barlachs für ein Denkmal im Dom Vorsicht zu üben. (3) 02.08.1926, Landessuperintendent Kittel informierte Landesbischof Behm darüber, dass Schwartzkopff und Reifferscheidt sowohl das Barlachmodell in dessen Atelier als auch den vorgesehenen Standort im Dom besichtigt hätten. Der Oberkirchenrat bat daraufhin den angesehenen Rostocker Prof. Bruhns am 05.08.1926 um ein Gutachten. Am17.08.1926 schrieb Bruhns handschriftlich u. a. „…Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen Gestalter der Gegenwart. Kein zweiter zurzeit in Deutschland lebender Bildhauer, gewinnt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen. … Nur Unkenntnis oder Böswilligkeit kann seinen bildhauerischen Arbeiten „Dilettantismus“ nachsagen.“(4) Am 19.08.1926 wurde dem Güstrower Landessuperintendenten Kittel durch den Oberkirchenrat mitgeteilt: „es wird nunmehr auch von kirchlicher Seite alles getan werden müssen, um den Plan zu fördern.“ (5) Barlach nahm im Dezember 1926 die Arbeit am Großmodell zum „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in seiner neuen Werkstatt in der Walkmühlenstraße 21 in Güstrow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1927 - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte des „Güstrower Ehrenmals“ ist von Dr. Probst in einer Monographie (6) und in den Werkverzeichnissen über das plastische Werk Barlachs von Friedrich Schult (7) bzw. aktuell von Probst und Laur (8) im Detail beschrieben. Weitere geschichtliche Werkangaben sind in Ausstellungskatalogen (9), z. B. von Jansen, zu finden. Der Prozess des Barlachschen Schaffens an dem Güstrower Engel ist dank dieser Beschreibungen sehr gut zu verfolgen. Zahlreichen Kohlezeichnungen im Jahre 1926 folgten zunächst mehrere Vorentwürfe und Vormodelle in Gips und Bronze sowie schließlich die Schaffung des Werkmodells 1:1 in Gips zu Jahresbeginn 1927 durch Barlach in seiner Werkstatt in Güstrow (Maße des Werkmodells 1:1: H: 74,5 cm, B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm). (10) Im Februar 1927 erinnerte sich der Barlachfreund Schwartzkopff, „Unvergeßlich bleibt mir die Stunde, als wir zu dritt in das Atelier kamen, das Tonmodell zu sehen, das auf zwei Eisenschienen ruhte und im dunklen Schweigen dem Beschauer den Mund schloß.“ (11) Daraufhin folgte der Transport des Werkmodells zur Bildgießerei Noack nach Berlin-Friedenau. Nach der Abformung des Werkmodells für die Gussform in der Gießerei erfolgte dort schließlich bis zum 16.03.1927 der Bronzeguss. Am 07.05.1927 erfolgte die Absendung des Engels von der Bildgießerei als Eilfracht an die Güstrower Domgemeinde. Am 29.05.1927 wurde der „Schwebende“ an einer von Barlach persönlich ausgewählten Stelle im östlichen Joch der Nordhalle im Dom zu Güstrow über einem schmiedeeisernen Füntegitter aus dem 18. Jhdt. (Durchmesser 2 m) aufgehängt und geweiht. Dies erfolgte aus Anlass des 1926 begangenen 700jährigen Jubiläums der Kirchweihe, zu dessen Wiederkehr das „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des Weltkrieges eigentlich errichtet werden sollte. Im Innenring des Gitters wurde auf dem Boden ein kreisförmiger Gedenkstein mit den Jahreszahlen 1914 -1918 abgelegt und in der Nähe der Hängung das Gedenkbuch mit den Namen der 234 Gefallenen der Domgemeinde auf einem eigens hierfür gefertigten Tisch platziert. Bereits am 11.04.1927 kam durch die Freundschaft Barlachs zum Domprediger Schwartzkopff und Barlachs eigener Beziehung zum Güstrower Dom die Schenkung des „Güstrower Ehrenmals“ für die Domgemeinde zustande. Das war in seiner Gesamtheit ein Geschenk des Künstlers Ernst Barlach an seine Domgemeinde, welches den von ihm ausgewählten und nach seinen Vorstellungen hergerichteten Platz im östlichen Joch der Nordhalle in sein Kunstwerk einschloss. Die Guss- und Transportkosten in Höhe von 5.500 RM wurden von der Domgemeinde übernommen. Zehn Großspenden von Güstrower Bürgern und die Abgabe von Kunstgegenständen aus dem Domschatz an das Landesmuseum Schwerin (12), das danach Zahlungen in Höhe von 2.500 RM aus Landesmitteln ermöglichte, gewährleisteten die Finanzierung des Gusses bei Noack in Berlin. (Maße des Erstgusses von 1927: H: 71,0 cm (hintere Schrägfläche 74,5 cm), B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm, Signatur unten links- EBarlach-. Guss von Hermann Noack, Berlin-Friedenau.) (13) In der Mecklenburgischen Tageszeitung vom 01.06.1927 fanden die Leser nun auch die veröffentlichte Meinung des Rostocker Professors Bruhns zum Denkmal im Güstrower Dom: „Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen und starken Gestalten der Gegenwart; kein zweiter zur Zeit in Deutschland lebender Bildhauer genießt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen wie er….Nur der ganz besondere Umstand, dass er den Güstrower Dom liebt, kann Mecklenburg das Glück verschaffen, von dem bedeutendsten Bildhauer, der seit Jahrhunderten in seinen Grenzen lebt, ein Werk zu erhalten“. (14) Der mit „Schw.“ unterzeichnete Beitrag verweist nach Auffassung der Verfasser auf den damaligen Domprediger und Freund Barlachs, Schwartzkopff. Dieser reagierte hiermit auf das sehr distanzierte Verhalten der Güstrower Domgemeinde und der Öffentlichkeit auf das „Güstrower Ehrenmal“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.03.1929 stellte Barlach fest, dass das Ersetzen zweier in der Farbigkeit veränderter Fenster die Lichtverhältnisse im Nordschiff zufriedenstellend beeinflusst hat. Er schrieb an Muggly, dem Gestalter der Glasfenster im Nordschiff des Domes nach den Wünschen Barlachs: „Also mit dem Zustandekommen der Glasfenster ist meine Sache im Dom nunmehr als ganz beendet anzusehen“. (15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933 - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1936 - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.04.1936 „Wir lehnen sie (… die Kunst Barlachs) ab als etwas Fremdartiges, vielleicht Oestliches, zudem wir blutsmäßig nicht die geringsten Beziehungen haben… Vielen unvoreingenommenen Besuchern des Domes ist der dort als Gefallenendenkmal einst angebrachte „Engel“ von Barlach, viel eher als ein „fliegender Dorsch“ denn als Engel begreifbar“. (18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August. Am 12.06.1937 distanzierte sich Josephi in einem Brief an Pastor Harloff, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Domgemeinderates war, von Barlach und erklärte, entgegen seiner positiven Aussage von 1926: „Ich möchte bemerken, dass ich von Anfang an gegenüber dieser Barlach‘schen Schöpfung den Ausdruck angewandt habe „Unzulängliche Lösung des Problems einer fliegenden Gestalt unter unerfreulicher Primitivität der Form“ … (19) Am 25.06.1937 antwortete Domprediger Harloff Josephi, dass es an der Zeit wäre, das „Güstrower Ehrenmal“ aus dem Dom zu entfernen und schlug vor, dieses im Landesmuseum Schwerin unterzubringen. (20) Er machte sich damit zur treibenden Kraft der Güstrower Domgemeinde zur Entfernung des Ehrenmals. (21) Am 09.08.1937 erhielt der Oberkirchenrat in Schwerin abschriftlich Kenntnis von einem mit - Vertraulich! - gekennzeichneten Schreiben des Mecklenburgischen Ministeriums Abteilung für Kunst, unterzeichnet von Minister Scharf vom 07.08.1937, an die Verwaltungen des Landesmuseums in Schwerin und anderer Museen. In diesem Schreiben wurde auf die Rede des Führers und Reichskanzlers Hitlers anlässlich des Tages der Kunst in München und dem danach getroffenen Erlass der preußischen Regierung vom 28.06.1937 verwiesen. Ausdrücklich wurde erklärt, dass alle Barlachwerke aus preußischen Schausammlungen zu entfernen seien. Der Minister riet, der Oberkirchenrat möge prüfen, ob die Entfernung des vom Bildhauer Barlach herrührenden Gefallenendenkmals im Dom zu Güstrow für angezeigt gehalten werde. (22) Landessuperintendent Kentmann übermittelte dem Oberkirchenrat am 12.08.1937 im Zusammenhang mit der zu erwartenden Abnahme des „Schwebenden“: „Herr Professor Wandschneider aus Plau besuchte uns hier auf unsere Bitte, die Schaffung eines Denkmals durch ihn berechnet er mit etwa 12.000 M, so ist daran gar nicht zu denken“. (23) Ein Entwurf ist in kirchlichen Akten in Güstrow und Schwerin nicht erhalten. Die Abnahme des „Schwebenden“ erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses des Oberkirchenrates Schwerin vom 17.08.1937 (24) und wurde mit Schreiben des Oberkirchenrats vom 18.08.1937 an den Güstrower Landessuperintendenten und 1. Domprediger Kentmann zur Erledigung möglichst zum 23. d. M. angewiesen. (25) Am 20.08.1937 schrieb die Presse „Die zuständigen Stellen haben nunmehr beschlossen, das von dem Bildhauer Ernst Barlach im Jahre 1926 geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus dem Dom zu Güstrow entfernen zu lassen„ (26) Am Nachmittag des 23.08.1937 wurde der „Schwebende“ in Anwesenheit des 2. Dompredigers Pastor Harloff, der sowohl als Vorsitzender den Kirchgemeinderat der Domgemeinde, als auch den wegen einer Vortragsreise verhinderten Güstrower Landessuperintendenten Kentmann vertrat, und des Oberkirchenrates Krüger–Haye, anwesend als Vertreter des amtierenden Oberkirchenrats Schwerin, durch die Fa. Pierstorff aus Güstrow abgehängt. Hierüber wurde dem amtierenden Oberkirchenrat am 24.08.1937 durch Oberkirchenrat Krüger–Haye schriftlich berichtet. (27) Das von Barlach in einem Brief an Wolf von Niebelschütz genannte Datum der Abnahme des „Schwebenden“ im Dom („Am 24sten d. M ist der Engel im hiesigen Dom abgehängt“) (28) beruht auf einem Irrtum Barlachs. (29), (30) Damit war das letzte Ehrenmal Barlachs aus der Öffentlichkeit entfernt worden. Die Abhängung des Kunstwerkes in Güstrow erfolgte gegen den dokumentierten Willen der amtsenthobenen Güstrower Domprediger Propst Koch und Pastor Schwartzkopff. Sie hatten für den Fall der unumgänglichen Abhängung die Rückgabe des „Schwebenden“ an Barlach und die 10 Großspender vorgeschlagen. (31) Sorgfältig, in einer Kiste verpackt, wurde der „Schwebende“ nach der Abnahme zunächst in der Nähe des Turmes im Güstrower Dom verwahrt, (32) danach nach Schwerin in das Stephanus-Stift bzw. in das Landeskirchenarchiv in der Apothekerstraße verbracht. (33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1938 - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachs Tod. 29.01.1938: Die Domökonomie in Güstrow bat den Oberkirchenrat um Erstattung von 124,01 RM für die Abnahme des Gefallenen-Mals im Dom zu Güstrow. Der Betrag entsprach der Summe von zwei Rechnungen der Fa. Pierstorff an die Domökonomie Güstrow vom 24.09. u. 23.10.1937. (29) Anfang Februar 1938 wurde der Betrag für die Domökonomie aus Schwerin angewiesen. Am 27.04.1938 war der Aufbewahrungsort des „Schwebenden“ noch die Garderobe zum Wichernsaal des Vereinshauses des Stephanus-Stifts in der Apothekerstraße (heute Körnerstr. 7). (34) Am 24.10.1938 verstarb Barlach in der Rostocker Privat-Klinik St. Georg in der Paulstraße 27, Chefarzt Professor Ganther. Seinen Freunden wurde mitgeteilt, daß Ernst Barlach in seine andere Dauer übergegangen sei. Ihm zu Ehren wurde am 27.10.1938 in seiner Werkstatt im Atelierhaus am Heidberg zu Güstrow eine würdige Trauerfeier durch seine Freunde gehalten. Ein Modell des Kopfes des „Schwebenden“ war neben Barlachs Sarg aufgestellt. Pastor Schwartzkopff hielt die Aussegnungsfeier. Am 28.10.1938 erfolgte die feierliche Beisetzung des Leichnams von Barlach in Ratzeburg neben dem Grab seines Vaters. Die Trauerrede hielt hier ebenfalls Pastor Schwartzkopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1939 - Gründung der Nachlaßverwaltung Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36) Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1940 - Der Sicherheitsguss (später als Zweitguss bezeichnet) im sicheren Versteck==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Barlach-Gremium schien von einer Beauftragung, Realisierung und Bezahlung des Sicherungsgusses nichts gewusst zu haben, da es erst 1940 bei einer Sitzung Kenntnis davon nahm, „daß sowohl der Kieler Geistkämpfer als auch das Güstrower Mal sich in sicherer Verwahrung befinden“. (37) So ist es dem Wagemut von Böhmer, der Gießerei Noack und dem Kunstfreund Körtzinger zu danken, dass Barlachs „Schwebender“ als große Bronze der Nachwelt durch diesen Sicherungsguss erhalten blieb. Böhmer stand bis zum Tode Barlachs und danach auch als Beauftragter des Barlach-Gremiums sowohl in deren als auch in den Diensten der Nazis. Der Kunsthändler Böhmer spielte eine sehr ambivalente Rolle. These der Autoren:(38) Ihm als NS-Kunsthändler und förderndes Mitglied der SS könnte der Transport des Werkmodells aus Barlachs Güstrower Atelier(?) zur Gießerei nach Berlin unauffällig möglich gewesen sein. Der Sicherungsguss soll zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“ erhalten haben (39). (Kunstwort aus Kollwitz und Güstrow, II für den Sicherungsguss) Tom Crepon schrieb „Bei der ersten von der Galerie Theodor Fischer in Luzern, veranstalteten Versteigerung werden sieben Plastiken Barlachsangeboten, darunter der Zweitguss des Schwebenden(?), die Holzplastik Lesender Mönch und ein Bronzeguss vom Wiedersehen“. (40)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informant von Crepon war nach Äußerungen von Frau Johanna Schult sehr wahrscheinlich ihr damaliger Ehemann Friedrich Ernst Schult, ein Patenkind Ernst Barlachs. Derartige Äußerungen von ihrem Schwiegervater Friedrich (Lütten) Schult gegenüber Crepon hält sie für unwahrscheinlich. Diese von Crepon gemachten Angaben stimmen inhaltlich nicht mit nachstehenden Texten überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Friedrich Schult der Güstrower Nachlassverwalter Barlachs, schrieb in dem Werkeverzeichnis (41): „Ein zweiter, aus Sicherheitsgründen 1942 in Auftrag gegebener Guß während des Krieges in Schnega, Kr. Dannenberg, ausgelagert, jetzt in der Antoniterkirche Köln. Ein davon abgenommener dritter Guß in vorläufiger Hängung im westlichen Joch des südlichen Seitenschiffs des Güstrower Doms; H: 70,0 Schulterbreite 73,5 T: 214,0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 - Auf der Internetseite des Güstrower Doms (42) wird ausgeführt: „Freunde Barlachs haben 1942 mit großem Einsatz einen Zweitguss herstellen lassen, der in der Lüneburger Heide verborgen werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, führte in „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow, Wegweiser April-Mai 2009“ (43), aus: „Wie kommt es, dass der Engel dennoch heute wieder in Köln und Güstrow hängt? In der Berliner Gießerei Hermann Noack existierte damals noch das Werkmodell des „Schwebenden“. Von diesem Gipsmodell ließen Freunde Barlachs kurz nach seinem Tod einen zweiten Guss anfertigen. Der überstand den Krieg, versteckt in einer Kiste in einem Schuppen bei dem Maler Hugo Körtzinger in Schnega in der Lüneburger Heide“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Klärung von widersprüchlichen Textangaben werden hier durch die Autoren weitere Daten und Fakten zitiert. Das Schweizer Auktionshaus Theodor Fischer hatte der „Verwertungskommission“ für „Entartete Kunst“ bereits 1938 sein Interesse an einer Zusammenarbeit mitgeteilt. Auf der Grundlage eines Vertrages, dem ein Verzeichnis der zu versteigernden Werke mit entsprechenden zu erreichenden Limits beigefügt war, wurde in der am 30.06.1939 im Grand Hotel National in Luzern von der Galerie Fischer eine Auktion „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“ durchgeführt und dabei sieben Barlachwerke versteigert. Darunter befanden sich Christus und Johannes (auch als „Wiedersehen“, bekannt), 1926 Bronze, Höhe 48 cm und „Lesender Mönch“, 1932, Holz 60x61x23 cm. Ein Zweitguss des „Schwebenden“ wurde laut Katalog nicht angeboten. Angeboten wurde laut einer Übersicht „Verkaufsergebnisse der Auktion - Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen -, Galerie Fischer, Luzern 30. Juni 1939“ unter Los-Nr. 7 jedoch die Plastik „Schwebender Gottvater“ (auch „Schwebender Mann“ genannt) 1922, Böttgersteingut, Höhe 50 cm. (44) Nach Auffassung der Autoren kann es sich bei Crepon daher nur um eine Verwechselung Barlachscher Plastiken handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das „Güstrower Ehrenmal“ stand nicht auf der EK-Liste der sogenannten &amp;gt;&amp;gt;entarteten&amp;lt;&amp;lt; Kunst der Nazis, die ca. 16.000 Kunstwerke umfasste. Die Abnahme des „Güstrower Ehrenmals“ durch die Kirchenführung verhinderte zwar die Vereinnahmung des „Schwebenden“ durch die „Verwertungsgesellschaft“ der Nazis aber der Erhalt des Originals wurde, wie wir heute wissen, dadurch jedoch nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Auftrag für einen Sicherungsguss im Kommissionsbuch der Bildgießerei Hermann Noack Berlin ist mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“, vermerkt und wurde nach unseren Erkenntnissen nicht direkt von dort per Bahn nach Schnega transportiert. (35), (45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann durch diese Recherchen im Hinblick auf die obigen widersprüchlichen Textstellen festgestellt werden, dass - der Sicherungsguss tatsächlich am 10.01.1939 von Bernhard A. Böhmer beauftragt wurde und - kein Zweitguss des „Schwebenden“ in Luzern oder Basel zur Versteigerung angeboten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
-Am 25.09.1940 beschloss der Kirchgemeinderat auf Vorschlag von Domprediger Grüner einstimmig, dass das Wandgemälde („Kreuzigungsszene“) von dem Güstrower Maler Wilke, zusammen mit dem Gedenkbuch und dem eichenen Tisch, künftig als Stätte für die Heldenehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges dienen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1941 - Beschlagnahme und Abholung des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; zur Verschrottung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers (NSDAP Mitglied) Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma (Gebr. Sommerkamp), während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv eräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP-Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1944 - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung bei Noack in Berlin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstwahrscheinlich wurde das Original von Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ zu Rüstungszwecken nach 1941 verschrottet. Nach der Abholung des „Schwebenden“ durch die Fa. Sommerkamp ist nichts weiteres über den Verbleib des „Schwebenden“ dokumentiert. 1944 soll durch Kriegseinwirkungen bei der Fa. Noack in Berlin auch das 1939 erneut zur Anfertigung des Sicherungsgusses (von Güstrow nach Berlin?) transportierte Werkmodell (Gips), zerstört worden sein. (48) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen der Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Neben den Verweisen auf Literaturquellen möchten wir im Folgenden auch auf Links zu Internetseiten verweisen, die geeignete Informationen enthalten und daher ebenfalls in das Literaturverzeichnis aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Links führen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.) http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095, Dr. Meike Hoffmann, Bildersturm der Nazis –„Entartete Kunst“, Episode 7 Die Bronzen“.&lt;br /&gt;
„Lediglich ein Luftangriff 1943 beschädigte die Gießerei (Noack) leicht. So konnte hier nach Kriegsende als einzige Gießerei Berlins sofort wieder gearbeitet werden“. (49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1945 - Suizid des Ehepaares Böhmer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03.05.1945 nahmen sich Bernhard A. Böhmer und seine zweite Ehefrau Hella geb. Otte aus Angst vor den Ereignissen zum Kriegsende das Leben. Der damals 12-jährige Sohn Peter überlebte die Tragödie, weil ihm noch rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. (51) Als Vormund und Verwalterin des Böhmer-Erbes wurde seine Tante Wilma Zelck (geb. Otte), die Schwester seiner Mutter, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel in der Täglichen Rundschau vom 04.11.1945 schreibt der Schweriner Pastor Kleinschmidt: „Wir haben keine sichere Kunde, dass er wirklich eingeschmolzen ist. Es geht das Gerücht, dass er in die Schweiz verschoben wurde, um von da aus nach Amerika verkauft zu werden…“ (33). Während des Krieges war der im geheimen bei Noack angefertigte Sicherungsguss nach dem originalen Werkmodell Barlachs in einer Kiste verpackt, zusammen mit einer zweiten Kiste, in der sich der von Böhmer aus Beständen des Propagandaministerium erworbene dreigeteilte Kieler Geistkämpfer befand, unter der Bezeichnung „Bildhauergut“, per Bahn nach Schnega in die Lüneburger Heide gelangt. Von der Bahnstation wurde Körtzinger benachrichtigt und holte die Sendungen persönlich von dort mit zwei Pferdegespannen des ihm benachbarten Gutes ab. Danach verbarg er die Kisten auf seinem Gehöft. „Die Kisten wurden teils auf dem Hof, teils in einem zur Straße offenen Schuppen gestellt.“ (45) Da sowohl der Sicherungsguss des „Schwebenden“ als auch der laut Kaufvertrag vom 07.12.1940 (65) von Böhmer erworbene Kieler Geistkämpfer gemeinsam in Schnega auf der Bahnstation ankamen, könnten beide Kisten auch zum gleichen Zeitpunkt an gleicher Stelle von Böhmer(!) aufgeliefert worden sein. &#039;&#039;&#039;(These des Autors DK: Folglich hätte Böhmer den Sicherungsguss des „Schwebenden“, der zwischen Anfang 1939 und Ende 1940 fertiggestellt worden war, längstens etwa zwei Jahre in seinem Besitz anderenorts zwischengelagert. Beide Werke kamen dann mutmaßlich Anfang 1941 als „Bildhauergut“ gleichzeitig (!) von Berlin oder Güstrow nach Schnega zum Versand.)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Antje Löhr-Sieberg: &amp;quot;Dieser Zweitguss landete dann schließlich in Schnega, das ist ein kleiner Ort im Wendland in der Lüneburger Heide. Dort wurde er von Herrn Körtzinger höchstpersönlich vom Bahnhof abgeholt. Mitgeliefert wurde der „Geistkämpfer&amp;quot; aus Kiel. Und Herr Körtzinger ließ diese zwei Plastiken in der Verpackung, d. h. in den Versandkisten, und stellte sie in einem offenen Schuppen ab. Und dort haben sie den ganzen Krieg überdauert. Bis, wie Körtzinger sagt, die Sieger kamen und ein Schutzschild an die Scheune hefteten, so dass nun nichts mehr zu befürchten war. (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1947 - Die Existenz des Sicherungsgusses (Zweitguss) wird bekannt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hentzen, schrieb am 20.09.1947 an Heise, dass ein zweiter Guss, der noch zu Lebzeiten Barlachs von einem Amerikaner (?) bestellt worden sei, von Körtzinger zurückgehalten würde, weil Körtzinger angeblich große Geldbeträge von Böhmer zu kriegen hätte. Weiter wurde von ihm bemerkt, dass der bei Körtzinger vorhandene zweite Guss zum Nachlass Barlachs und nicht Böhmer gehöre. Über den Geistkämpfer der ebenfalls bei Körtzinger verwahrt war, äußerte sich Friedrich Schult ähnlich. (52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1948 - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde in der Kunstszene bekannt, dass bei Körtzinger in Schnega dieser Sicherungsguss des „Schwebenden“ existiere. Der Kölner Museumsdirektor Reidemeister, wollte diesen schon 1948 zusammen mit dem Kieler Geistkämpfer in eine Ausstellung nach Köln holen. Er bat Reemtsma, einem Mitglied des Barlachs-Gremiums, um Vermittlung und Unterstützung des Vorhabens. Reidemeister plante anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums in Köln eine Ausstellung unter dem Motto „Christliche Kunst der Gegenwart“. Reemtsma hatte den gewünschten Kontakt zu Körtzinger herbeigeführt, doch dieser reagierte auf Anfragen von Reidemeister nicht. (53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1950 - Bemühungen um Rückführung des Schwebenden nach Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.07.1950 bemühte sich Johannes Schwartzkopff (unter Hinweis auf frühere Ausführungen von Kleinschmidt in der Täglichen Rundschau 04.11.1945) um Akteneinsicht beim Oberkirchenrat in Schwerin. „Das Barlach-Gremium, dessen Mitglied ich bin, legt Wert darauf, diese Vorgänge zu kennen, weil es dazu helfen kann, den Zweitguss des Denkmals, der sich noch in der Westzone befindet, für den Dom zu bekommen.“ (54) Im Dezember 1950 trafen die Akademie der Künste der damaligen DDR und Friedrich Schult als Mitglied des Barlach-Gremiums und somit als ein Nachlassverwalter Barlachs, eine Vereinbarung zur Unterstützung einer in der Akademie geplanten Barlach-Ausstellung. Dabei wurde auch bekannt, dass es Beratungen innerhalb des Barlach-Gremiums darüber gab, einen weiteren Guss des „Schwebenden“ nach Güstrow in den Dom zu bringen.(53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1951 - Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In langen und komplizierten Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der Hamburger Barlachgesellschaft Harmsen und zuständigen Gremien in Köln, Güstrow und Kiel sowie mit Körtzinger und dem Vormund Wilma Zelck, als der Vertreterin ihres noch rechtlich handlungsunfähigen Neffen und Böhmer-Erben, Peter Böhmer, wurden gemeinsam folgende Übereinkommen erzielt: - Das Barlach-Gremium ist der alleinige Nachlassverwalter für das Zweitstück des Schwebenden in Schnega. - Die geschätzten Gusskosten für ein neues Güstrower Ehrenmal in Höhe von 5150 DM und die Forderungen von Hugo Körtzinger in Höhe von 4000 DM sind durch den Verkauf des Zweitstückes zu finanzieren. - Die Unterbringung des Zweitstückes des Schwebenden sollte in einem Süd- oder Westdeutschen Museum erfolgen. (55)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachfreunde sollen 1950 zunächst noch an die Übergabe des Sicherungsgusses an Güstrow gedacht haben. Nach dem Kauf des Sicherungsgusses des „Schwebenden“ durch die evangelische Synode Köln wurde davon jedoch nicht mehr geredet. Um den dritten Guss für Güstrow möglichst schnell herbeiführen zu können, musste sowohl die Herausgabe des Engels von Körtzinger nach Köln und gleichzeitig die Finanzierung des Gusses bei Noack organisiert werden. Die strittige Eigentumsfrage am Zweitguss des „Schwebenden“, der korrekterweise immer als Sicherungsguss für den Güstrower Dom zu bezeichnen ist, konnte damals auch nicht durch ein Gerichtsverfahren zum Böhmer-Nachlass in Lüneburg geklärt werden. Erst danach kam es durch die Vermittlung von Harmsen, dem Vorsitzender der Barlachgesellschaft, zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Hugo Körtzinger und Wilma Zelck. Harmsen setzte sich nach dem außergerichtlichen Vergleich nachdrücklich für den Verkauf des Sicherungsgusses weit im Westen und für die Herstellung eines dritten Gusses für Güstrow ein. Die vorbehaltlose Rückgabe des Sicherungsgusses an die Domgemeinde Güstrow stand zu keiner Zeit tatsächlich auf der Tagesordnung. Die für den dritten Guss erforderliche Summe von rund 5.000 DM wurde von Hermann F. Reemtsma verauslagt, da die Kölner evangelische Kirche das Geld dafür zunächst erst einwerben musste. Der Barlach-Erbe, Nikolaus (Klaus) Barlach verzichtete auf jeglichen Vorteil aus dem Drittguss des „Schwebenden“ (Güstrow) und der Wiederherstellung des in drei (?) Teile zerlegten „Geistkämpfers“ (Kiel). Er erklärte, dass es ihm ausdrücklich um das Ziel ginge, die Werke seines Vaters bald an die ursprünglichen Plätze zurückkehren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216/ Antje Löhr-Sieberg (Antoniterkirche Köln): &amp;quot;Im Jahr 1951 wurde der Engel auf dem kleinen Kunstmarkt zum Kauf angeboten, und zwar wurde er den Museen in Bremen, Hamburg, Köln und in der Baseler Kunsthalle angeboten. Das war natürlich der Moment, in dem Reidemeister nun zum zweiten Mal versuchte, den Engel zu bekommen. Und tatsächlich gelang es ihm. Die Voraussetzung war, dass der Engel - also er sollte verkauft werden, er sollte so viel bringen, dass das Geld ausreichte für einen Drittguss für Güstrow und für 4.000 DM, die Herr Körtzinger verlangte. Reidemeister war klar, dass dieser Engel in diese Kirche hier, in die Antoniterkirche gehörte: eine evangelische Kirche mit einem sehr schönen Aufstellungsort, so etwa, wie Barlach es auch gefordert hatte für den Engel.&amp;quot; (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; - Am 10.10.1951 wandte sich der Superintendent der Synode der evangelischen Landeskirche Köln, Hans Enke, mit persönlichen Briefen an zahlungskräftige Personen, Versicherungen, Banken und andere Spender, um Geld für den Kauf des Zweitgusses des „Schwebenden“ durch die ev. Kirche Köln einzuwerben. Bei der von ihm initiierten Spendenaktion argumentierte der Superintendent teilweise mit sehr vagen Formulierungen. (56) Das Presbyterium der Kölner evangelischen Kirchen hatte die Zustimmung der Antoniterkirche für eine Aufhängung des „Schwebenden“ erwirkt. Mitte des Jahres 1951 hatte die evangelische Antoniterkirche sich bereit erklärt, den Zweitguss des „Schwebenden“ in ihrer Kirche aufzuhängen. (43) Der Antonitergemeinde sollten hierdurch keine Unkosten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion in Köln brachte die Gelder zusammen, um den „Schwebenden“ für die ev. Kirche in Köln zu erwerben, Die eingeworbenen 10000 DM dienten zur Begleichung: - der Vergütungsforderung von Körtzinger in Höhe von 4000 DM - der Abformung und des Drittguss für Güstrow bei Noack 4000 DM - der Auslagen von Harmsen (für Transporte u. ä.) 2000 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abformung für den neuen, für Güstrow zu gießenden, „Schwebenden“ erfolgte ab dem 30.11.1951 in Schnega durch Noack und einen Mitarbeiter. Den Modellgips hatte Harmsen persönlich nach Schnega geschafft. Dies alles schien Prof. Reidemeister nötig, um das mehrfache „Überschreiten“ innerdeutscher Grenzen (von West nach Ost und weiter nach West-Berlin und zurück), durch den Zweitguss des „Schwebenden“ zu verhindern. Von der Kölner Kirchenleitung wurden darin Gefahren für einen Verlust gesehen. Der Drittguss erfolgte wieder bei Noack in West-Berlin. Dieser neue Guss des „Schwebenden“ sollte ursprünglich zur Eröffnung der Barlach-Ausstellung am 07.12.1951 in der Akademie der Künste der DDR gezeigt werden. Die Eröffnung wurde damals aus uns unbekannten Gründen auf den 14.12.1951 verschoben. Die Verzögerungen bei der Abformung in Schnega verhinderten die Ausstellung eines Bronzegusses des „Schwebenden“ in dieser repräsentativen Ausstellung. So wurde der von Harmsen gemachte Vorschlag aufgegriffen und in der Ausstellung in Berlin ein sofort nach der Abformung in Schnega gefertigter getönter Gipsguss der Fa. Noack gezeigt. Anlässlich der Barlach-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR gerieten die Werke Barlachs ins Visier der staatlichen Kritik. Waren sie von den Nazis als bolschewistisch und undeutsch verfemt worden, so hieß es jetzt, sie seien formalistisch oder dekadent. Girnus, ein Verfechter der SED Kultur- und Hochschulpolitik, nannte Ernst Barlach im „Neuen Deutschland“ einen auf verlorenem Posten stehenden, in seinem Grundzug rückwärtsgewandten Künstler und seine Geschöpfe eine graue, passive, verzweifelte, in tierischer Dumpfheit dahinvegetierende Masse.“ Das änderte sich erst, als Bertolt Brecht sich eindeutig für Barlachs Werk einsetzte: &amp;quot;Ich halte Barlach für einen der größten Bildhauer, die wir Deutschen gehabt haben. Der Wurf, die Bedeutung der Aussage, das handwerkliche Ingenium, Schönheit ohne Beschönigung, Größe ohne Gerecktheit, Harmonie ohne Glätte, Lebenskraft ohne Brutalität machen Barlachs Plastiken zu Meisterwerken.&amp;quot;(57) Der 1951 an die Akademie der Künste der DDR ausgeliehene Gipsguss wurde an die Gießerei Noack zur Verfügung des Barlach-Gremiums zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1952 - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln sorgte Museumsdirektor Reidemeister nun dafür, dass der Zweitguss des „Schwebenden“ am 26.01.1952 offiziell durch die evangelischen Gemeinden der Synode Köln übernommen und vorübergehend im Kunstmuseum in der Eigelsteintorburg untergebracht wurde. Zur Wiedereinweihung der Kölner Antonitercitykirche in der Schildergasse am 15.05.1952 erhielt er einen sakralen Platz und ebenfalls die Weihe. Unterhalb des Engels befindet sich eine rechteckige Steinplatte mit den Daten der Weltkriege 1914 -1918, 1939 -1945. (1995 wurde eine pultförmige Holocaust-Stele des Bildhauers Dieter Boers vor dem Denkmal aufgestellt.) Erst am 14.03.1952, also Monate nach der Barlachausstellung in Berlin, hatte Harmsen den bronzenen Drittguss bei Noack persönlich für das Barlach-Gremium übernommen. Harmsen hatte mit Brief vom 19.03.1952 die Bedingungen des Barlach-Gremiums, unter welchen dieser Drittguss an die Domgemeinde Güstrow übergeben werden würde, wie folgt formuliert: - der Schwebende eine sollte eine Leihgabe des Barlach-Gremiums bleiben, - der Schwebende durfte nur in der Obhut des Doms verbleiben und - eine Ortsveränderung könnte nur mit Genehmigung des Barlach-Gremiums erfolgen. Die geforderte Beschlussfassung des Kirchgemeinderates wurde mit den Schreiben von Siegert an Harmsen vom 25.03.1952 und 15.04.1952bestätigt.(55) Auf Bitten der Domgemeinde zu Güstrow und durch den Beschluss des Barlach-Gremiums (66) kam der neue „Schwebende“ am 04.06.1952 als Leihgabe des Barlach-Gremiums unter entscheidender Mitwirkung des Kölner Superintendenten Enke und des Beauftragten des Barlach-Gremiums und Vorsitzenden der Barlachgesellschaft Harmsen nach Güstrow. „Friedrich Schult, der den Transport an seinen Bestimmungsort begleitet hat, kann im Juni 1952 an Freunde Barlachs telegrafieren: „… seit dem04.06.1952 nachmittags um halb sechs Uhr ist der Engel wieder in der Hut des Domes (oder dieser in der Hut des Engels)…“.(58) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1953 - Aufhängung im westlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand. Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht. An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59) Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am 23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß: „Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiss zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1961 - Der vorhandenen Inschrift auf dem kreisförmigen Gedenkstein aus Muschelkalkstein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterhalb des „Schwebenden“ wurden im Juni durch den Bildhauermeister Rolf Lange (Schwerin) die Einträge Im Gedenken und 1939 - 1945 hinzugefügt.(62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1968 - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal für Günther von Passow, von C. P. Dieussart, wurde im Februar in das südliche Seitenschiff umgesetzt und der „Schwebende“ in das westlich gelegene Joch der Nordhalle mit Blick nach Osten umgehängt. (63) Ursächlich für diese Veränderung waren Arbeiten an der Heizung und Reparaturen an der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1985 - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Schwebende“ wurde nun an den von Ernst Barlach vorgesehenen Platz im östlichen Joch des Nordschiffes mit Blickrichtung nach Westen aufgehängt. (64)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1987 - Im Schleswig-Hollsteinischen-Landesmuseum wird ein weiterer Guss (Viertguss) des Schwebenden gezeigt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 hängt ein dieser Guss des „Schwebenden“ im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottofrf in Schleswig in einem Saal für Barlach-Plastiken. Auftraggeber hierfür war Hans Barlach, der heute im Besitz der Gussform ist, die 1951 von Noack und einem Mitarbeiter in Schnega hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet. Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück. Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde. Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Antje Löhr-Sieberg und Frau Annette Scholl, &lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow–Plassa &lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen, &lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt &lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox, &lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult, &lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt. &lt;br /&gt;
:-  Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Autoren Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturquellen und Autorenverzeichnis==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) 16.04.1926, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, an den Oberkirchenrat in Schwerin, Seite 2. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower, Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) 19.08.1926, Vermerk vom Oberkirchenrat in Schwerin auf Schreiben an Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) 17.08.1926, zweiseitiges handschriftliches Gutachten Prof. Dr. Leo Bruhn, Universität Rostock, an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) 19.08.1926,Schreiben vom Oberkirchenrat in Schwerin an den Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60. Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8) Probst – Laur , Barlach Werkeverzeichnis II 1996, Das plastische Werk, Ernst Barlach Stiftung Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(9) Elmar Jansen (Gesamtredaktion Ausstellungskatalog Mai – Juni 1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(10) Katalog I „Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten“, &lt;br /&gt;
Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin&lt;br /&gt;
Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960 S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(11) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998 (Ein Engel für den Güstrower Dom, Zur Entstehungsgeschichte des Güstrower Ehrenmals von Ilona Laudan, S. 59, Abb. 37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(12) 03.12.1926, Schreiben des Landesmuseums Schwerin an den Landessuperintendenten Kittel in Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(13) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, S 187, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14) 01.06.1926, Mecklenburgische Tageszeitung Nr. 125, Erscheinungsort Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(15) 21.03.1929, Brief von Ernst Barlach an Karl Muggly&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(16) 11.04.1933, handschriftlich von unbekanntem Absender an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal von Volker Probst S.89/90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18) 04.04.1936, Niederdeutscher Beobachter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(19) 12.06.1937, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Landesdenkmalpfleger für Kunst und Kunstgewerbe an Pastor Harloff Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20) 25.06.1937, Brief von Pastor Harloff Güstrow an Landesdenkmalpfleger Josephi in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(21) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal (1927) von Volker Probst S.92.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(22) 09.08.1937, beglaubigte Abschrift des Schreibens des Min. Dr. Scharf an das Landesmuseum vom 07.08.1937, mit Vermerk an Oberkirchenrat (Eingang beim Oberkirchenrat Schwerin am 09.08.1937), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(23) 12.08.1937, Brief vom Landessuperintendent Kentmann Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24) 17.08.1937 „…beschließt der Oberkirchenrat, daß, das Barlachsche Ehrenmal baldigst aus dem Dom entfernt, sorgfältig in eine Kiste verpackt und in einem Nebenraum sicher verwahrt werden soll.“ (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(25) Am 18.08.1938 wird in einem Brief des Oberkirchenrates an den Superintendenten und 1. Domprediger Kentmann die Herabnahme möglichst zum 23.08.1937 angewiesen. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26) 20.08.1937, Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27) 24.08.1937, Bericht (ohne Unterschrift - sehr wahrscheinlich von Oberkirchenrat Krüger-Heye, der die Abnahme in Güstrow in Vertretung des amtierenden Oberkirchenrats beaufsichtigte) über die Abnahme des Güstrower Ehrenmals an den amtierenden Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(28) 30.08.1937, Brief Ernst Barlachs an Wolf von Niebelschütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 199, Die Spur des Schwebenden, („Zur Abnahme ist festzustellen, dass Barlach sich im tatsächlichen Datum geirrt hat“. S.95)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(30) 24.09.1937, Rechnung Fa. Pierstorf , Barlach in Güstrow, Dokumente 1908 – 1988.(Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(31) 22.08.1937, Brief von Propst Koch aus Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(32) 14.09.1937, Tagebuch Nr.698, Bericht des Landessuperintendenten Kentmann aus Güstrow über Abnahme und Aufbewahrung des Ehrenmals (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(33) 04.11.1945, Tägliche Rundschau; Beitrag von Karl Kleinschmidt (Der gestohlene Engel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(34) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S.75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(35) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkung 79, S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(36) 07.08.1950, Brief von Hugo Körtzinger an das Barlach-Gremium, Hamburg Ernst Barlach Haus, Archiv, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(37) Tagesordnungspunkt 9 der Gremiumssitzung vom April 1940, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(38) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(39) Brigitte Birnbaum, Ernst Barlach, Annäherungen, Demmler Verlag 1996, S.54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(40) Tom Crepon, Leben und Leiden des E. Barlach, S. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(41) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult/I 1960, S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(42) Anmerkung der Autoren: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. [https://dom-guestrow.de/16-schwebender.html Dom Güstrow - Schwebender]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(43) Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, „ Wegweiser April-Mai 2009“, „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(44) Uwe Fleckner, Hrg., Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Schriften der Forschungsstelle &amp;quot;Entartete Kunst&amp;quot;, Bd. 1, Akademie Verlag Berlin, Berlin 2007) Gesa Jeuthe, Die Verwertung der &amp;quot;entarteten&amp;quot; Kunst durch die Luzerner Galerie Fischer S.269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(45) Hugo Körtzinger, Der „Geistkämpfer“ in Hamburger Mittel- und Ostdeutsche Forschungen, Band V Hamburg 1966, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(46) 21.04.1941, Brief der Fa. Gebr. Sommerkamp an NSDAP Kreisleitung Schwerin Land (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(47) Barlach in Güstrow, Hrg. Museum der Stadt Güstrow, Dokumente aus acht Jahrzehnten S. 42,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(48) 1988, Brief ohne Datumsangabe von Hans Harmsen (Ernst Barlach Gesellschaft e.V.) an Pfarrer Jörg Eichert Köln. (Die Verfasser konnten die schlüssige Angabe der Jahreszahl 1988 aus einem Brief des Empfängers (Pfarrer Jörg Eichert) an Hans Barlach vom 24.08.88 herleiten. Kopien der Briefe bei den Autoren vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(49) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095 ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(50) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(51) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer S. 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(52)Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkungen 76,77,78 S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(53) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(54) 20.07.1950, Brief von Oberkonsistorialrat Schwartzkopff an den Oberkirchenrat Schwerin (Eingangsstempelabdruck beim Oberkirchenrat: 14.08.1950) Das Schreiben enthält mehrere handschriftlichen Vermerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(55) 19.03.1952, Brief von Harmsen an Siegert (zweiseitiger Brief ohne DatierungLandeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(56) 10.10.1951, Spendenaufruf von Superintendent Hans Enke, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(57) Faltblatt A4 Museale Gedenkstätten, Ernst-Barlach-Gedenkstätte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(58) Tom Crepon, Leben u. Leiden des E. Barlach, S.306&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(59) 15.05.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Landessuperintendenten Siegert (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(60)23.06.1953, Brief des Landessuperintendenten Sibrand Siegert an die evangelische Kirche Köln, (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(61) 08.07.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Superintendenten Enke in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(62) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(63) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(64) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(65) Dr. Meike Hoffmann, Ein Händler &amp;gt;&amp;gt;entarteter Kunst&amp;lt;&amp;lt;, Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Akademie Verlag S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(66) 26.05.1952, Brief Harmsen an Siegert ( Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F)&amp;diff=152733</id>
		<title>Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)</title>
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		<updated>2026-07-12T12:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow|Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow/Kirchen_der_Stadt_G%C3%BCstrow Kirchen der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/K%C3%BCnstler_der_Stadt_G%C3%BCstrow#Ernst_Barlach Künstler Ernst Barlach]&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow#Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde| Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde]]&lt;br /&gt;
* Geschichte des Güstrower Ehrenmals (Schwebender), Ernst Barlachs &amp;quot;Schwebender&amp;quot;  https://www.youtube.com/watch?v=-PyrAogG6o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gespräch mit Kirchgemeinderat des Doms über das Güstrower Ehrenmal &amp;quot;Der Schwebende&amp;quot; von Ernst Barlach==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In eigener Sache&lt;br /&gt;
Anlässlich der Übergabe einer Broschüre (200 Expl.) zur Rezeptionsgeschichte des Schwebenden von Ernst Barlach an den Kirchgemeinderat des Doms machte [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien] nachstehende Ausführungen (Anwesende vom Gemeinderat Probst Hellwig und Dr. Dr.Pocher, Autoren D. Kölpien und G. Moeller, Fotos: R.Schmidt, Sponsor: G. Schmidt (CEN GmbH Güstrow). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sehr geehrte Herren, &lt;br /&gt;
als ich am Abend des 23.08.2010 zu der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Tag der  Abnahme des „Schwebenden“ im Jahre 1937 in der Winterkirche eintraf, verblieb mir bis zum Beginn des Vortrages durch Pastor Dr. Christian Bunners aus Berlin über die Freundschaft zwischen Johann Schwartzkopff und Ernst Barlach noch genügend Zeit, um festzustellen, dass unter der überschaubaren Besucheranzahl keiner der exponierten Güstrower Stadtvertreter zugegen war.&lt;br /&gt;
Diesen Termin hatte man im Rathaus offensichtlich übersehen bzw. für unbedeutend gehalten.&lt;br /&gt;
Der Slogan -100 Jahre Barlach in Güstrow- auf Plakaten sowie die posthume Ehrung Barlachs mit der Ehrenbürgerschaft der Barlachstadt Güstrow, dazu noch der Vertrieb von Barlach Briefmarken und Barlach Rotwein in der Güstrow Information schienen den Stadtvertretern wohl genügend Ehrung für Ernst Barlach zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand die Abwesenheit von Vertretern der Barlachstadt Güstrow als äußerst peinlich und hätte mir sowohl deren Anwesenheit als auch die Anwesenheit eines Vertreters der Landeskirche, den ich ebenfalls vermisste, erwartet.&lt;br /&gt;
Das Gedenken an das Ereignis der Abnahme von Barlachs Engel wurde durch den Vortrag von Dr. Christian Bunners beeindruckend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich hatte diese Veranstaltung dazu angeregt, meine unvollständigen Kenntnisse über Barlachs Schwebenden durch ein intensives Studium der Rezeptionsgeschichte des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; entscheidend zu beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu fand ich, wie schon vielmals zuvor, bei anderen stadtgeschichtlichen Studien, in Herrn Gernot Moeller einen ebenfalls wissbegierigen Partner. Nachdem wir ca. 60 Literaturquellen gesichtet, sehr viel telefoniert und ca.100 Mails mit einschlägigen Experten ausgetauscht und einen sehr engen und ergiebigen Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Antonitercitykirche geknüpft hatten, erschien es uns angesichts der Fülle an Informationen und Materialien als sehr sinnvoll, die bisherigen Ergebnisse unserer Recherchen zu Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antonitercitykirche in Köln wurde durch die Tatsache befördert, dass dort zwei Mitarbeiterinnen zeitgleich mit uns an einem eigenen Buch über den Barlach-Engel arbeiteten und so der Austausch von Rechercheinformationen zwischen uns sehr begünstigt wurde.&lt;br /&gt;
So konnten unsere Erkenntnisse nach einem Besuch des Landeskirchlichen Archivs in Schwerin, an dem Herr Raimund Schmidt sehr hilfreich mitwirkte, unmittelbar mit den Recherchen der Kölner Autorinnen abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte sehr detaillierte Erkenntnisse über die Herstellung des Drittgusses und dessen Übergabe an die Domgemeinde Güstrow.&lt;br /&gt;
Uns kam bald die Idee, die von uns zusammengetragenen Daten und Fakten in einer Broschüre zusammenzufassen und diese der Domgemeinde als Dokumentation über den Schwebenden in Form einer Spende zur Verfügung zu stellen. Herr Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der CEN GmbH, unterstützte dieses Vorhaben finanziell mit einer geldwerten Spende von 350,00 €, so dass der Druck von 200 Exemplaren der Broschüre und einige Dokumentensammlungen für Museen, Archive und Bibliotheken möglich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spende soll nun ebenso, wie zuvor der Vertrieb unserer Broschüre über die Glocken der Domkirche dazu beitragen, die laufende Restaurierung am Ulrich-Epitaph im Dom zu Güstrow finanziell zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir zum Anfang unserer Broschüre formulierten, empfehlen wir den Besuchern des Güstrower Doms und Lesern dieser Broschüre, die nicht nur an einer chronologischen  Zusammenstellung der Daten und Fakten der Geschichte des Schwebenden interessiert sind, sondern sich eingehender, aus kunsthistorischer Sicht mit dem Künstler Ernst Barlach und der ausführlichen Rezeptionsgeschichte des Güstrower Ehrenmals beschäftigen möchten, das Buch von Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlach-Stiftung Güstrow,&lt;br /&gt;
Ernst Barlach, Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie, zum 60. Todestag, Hrg. Volker Probst, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 vor [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien], Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1926: - Eine Idee wird geboren. &lt;br /&gt;
:1927: - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung. &lt;br /&gt;
:1929: - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1933: - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke. &lt;br /&gt;
:1936: - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs.&lt;br /&gt;
:1937: - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi. Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August.&lt;br /&gt;
:1938: - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.  Barlachs Tod.&lt;br /&gt;
:1939: - Gründung der Nachlaßverwaltung. Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1940: - Der Zweitguss im sicheren Versteck. &lt;br /&gt;
:1941: - Beschlagnahme und Abholung zur Verschrottung&lt;br /&gt;
:1944: - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung&lt;br /&gt;
:1945: - Suizid des Ehepaares Böhmer. &lt;br /&gt;
:1947: - Die Existenz des Zweitgusses wird bekannt.&lt;br /&gt;
:1948: - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich.&lt;br /&gt;
:1950: - Bemühungen zur Rückführung des Schwebenden nach Güstrow und erste Beratungen zu einem Drittguss.&lt;br /&gt;
:1951: -  Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1952: - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1953: - Aufhängung im westlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1961: - Erweiterung des Gedenksteins um die Jahreszahlen 1939-1945 &lt;br /&gt;
:1968: - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes. &lt;br /&gt;
:1985: - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes  &lt;br /&gt;
:1987: - Im Schleswig-Holsteinschen Landesmuseum wird ein weiterer Guss des Schwebenden gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet.&lt;br /&gt;
Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, -Öffentlichkeitsarbeit-, Frau Annette Scholl und Frau Antje Löhr-Sieberg,&lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow – Plassa&lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen,&lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt&lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox,&lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult,&lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Die Autoren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der Geschichte des Schwebenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1926 - Eine Idee wird geboren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.04.1926 schrieb der Güstrower Landessuperintendent Kittel an den Oberkirchenrat von dem Plan des Domgemeinderates, aus Anlass des 700-jährigen Domjubiläums (1926) unter der Eiche auf dem Domplatz einen Findling als Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu errichten. (1) Von mehreren Kunstsachverständigen Güstrowern, besonders von dem bekannten Künstler Barlach sei jedoch davon abgeraten worden. Barlach deutete an, im niedrigen Gewölbe des Seitenschiffes eine schwebende Figur, die ganz in sich geschlossen sei und das Höchste an Konzentration darstelle, zu schaffen. Er wolle nicht daran verdienen und bäte nur um den Ersatz der Unkosten. Ein positives Gutachten des Museumsdirektors in Schwerin und Landesdenkmalpflegers Josephi vom 16.04.1926 unterstützte die Kritiker der Findlingsidee. Mit dem Angebot Barlachs könne man dagegen ein Denkmal erwarten, das „…unter Umständen Güstrow zu einer Berühmtheit in ganz Deutschland, ja sogar bei dessen Weltruf zu einer Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus machen“ würde. (2) Weitere Gutachten wurden durch Pastor Schwartzkopff vom Lübecker Museumsdirektor Heise, vom ehemaligen mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV aus Ludwigslust und vom Schweriner Kunsthistoriker und Museumsrat Reifferscheid eingeholt, um auf diese Weise der abwartenden Haltung des Oberkirchenrates entgegenzuwirken. Landesbischof Behm antwortete am 26.07.1926, unter Bezug auf eine negative Kritik über eine Barlachausstellung in München, in der Barlach „Dilettantismus“ vorgehalten wurde, dass es ihm geboten schiene, mit der Heranziehung Barlachs für ein Denkmal im Dom Vorsicht zu üben. (3) 02.08.1926, Landessuperintendent Kittel informierte Landesbischof Behm darüber, dass Schwartzkopff und Reifferscheidt sowohl das Barlachmodell in dessen Atelier als auch den vorgesehenen Standort im Dom besichtigt hätten. Der Oberkirchenrat bat daraufhin den angesehenen Rostocker Prof. Bruhns am 05.08.1926 um ein Gutachten. Am17.08.1926 schrieb Bruhns handschriftlich u. a. „…Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen Gestalter der Gegenwart. Kein zweiter zurzeit in Deutschland lebender Bildhauer, gewinnt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen. … Nur Unkenntnis oder Böswilligkeit kann seinen bildhauerischen Arbeiten „Dilettantismus“ nachsagen.“(4) Am 19.08.1926 wurde dem Güstrower Landessuperintendenten Kittel durch den Oberkirchenrat mitgeteilt: „es wird nunmehr auch von kirchlicher Seite alles getan werden müssen, um den Plan zu fördern.“ (5) Barlach nahm im Dezember 1926 die Arbeit am Großmodell zum „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in seiner neuen Werkstatt in der Walkmühlenstraße 21 in Güstrow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1927 - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte des „Güstrower Ehrenmals“ ist von Dr. Probst in einer Monographie (6) und in den Werkverzeichnissen über das plastische Werk Barlachs von Friedrich Schult (7) bzw. aktuell von Probst und Laur (8) im Detail beschrieben. Weitere geschichtliche Werkangaben sind in Ausstellungskatalogen (9), z. B. von Jansen, zu finden. Der Prozess des Barlachschen Schaffens an dem Güstrower Engel ist dank dieser Beschreibungen sehr gut zu verfolgen. Zahlreichen Kohlezeichnungen im Jahre 1926 folgten zunächst mehrere Vorentwürfe und Vormodelle in Gips und Bronze sowie schließlich die Schaffung des Werkmodells 1:1 in Gips zu Jahresbeginn 1927 durch Barlach in seiner Werkstatt in Güstrow (Maße des Werkmodells 1:1: H: 74,5 cm, B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm). (10) Im Februar 1927 erinnerte sich der Barlachfreund Schwartzkopff, „Unvergeßlich bleibt mir die Stunde, als wir zu dritt in das Atelier kamen, das Tonmodell zu sehen, das auf zwei Eisenschienen ruhte und im dunklen Schweigen dem Beschauer den Mund schloß.“ (11) Daraufhin folgte der Transport des Werkmodells zur Bildgießerei Noack nach Berlin-Friedenau. Nach der Abformung des Werkmodells für die Gussform in der Gießerei erfolgte dort schließlich bis zum 16.03.1927 der Bronzeguss. Am 07.05.1927 erfolgte die Absendung des Engels von der Bildgießerei als Eilfracht an die Güstrower Domgemeinde. Am 29.05.1927 wurde der „Schwebende“ an einer von Barlach persönlich ausgewählten Stelle im östlichen Joch der Nordhalle im Dom zu Güstrow über einem schmiedeeisernen Füntegitter aus dem 18. Jhdt. (Durchmesser 2 m) aufgehängt und geweiht. Dies erfolgte aus Anlass des 1926 begangenen 700jährigen Jubiläums der Kirchweihe, zu dessen Wiederkehr das „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des Weltkrieges eigentlich errichtet werden sollte. Im Innenring des Gitters wurde auf dem Boden ein kreisförmiger Gedenkstein mit den Jahreszahlen 1914 -1918 abgelegt und in der Nähe der Hängung das Gedenkbuch mit den Namen der 234 Gefallenen der Domgemeinde auf einem eigens hierfür gefertigten Tisch platziert. Bereits am 11.04.1927 kam durch die Freundschaft Barlachs zum Domprediger Schwartzkopff und Barlachs eigener Beziehung zum Güstrower Dom die Schenkung des „Güstrower Ehrenmals“ für die Domgemeinde zustande. Das war in seiner Gesamtheit ein Geschenk des Künstlers Ernst Barlach an seine Domgemeinde, welches den von ihm ausgewählten und nach seinen Vorstellungen hergerichteten Platz im östlichen Joch der Nordhalle in sein Kunstwerk einschloss. Die Guss- und Transportkosten in Höhe von 5.500 RM wurden von der Domgemeinde übernommen. Zehn Großspenden von Güstrower Bürgern und die Abgabe von Kunstgegenständen aus dem Domschatz an das Landesmuseum Schwerin (12), das danach Zahlungen in Höhe von 2.500 RM aus Landesmitteln ermöglichte, gewährleisteten die Finanzierung des Gusses bei Noack in Berlin. (Maße des Erstgusses von 1927: H: 71,0 cm (hintere Schrägfläche 74,5 cm), B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm, Signatur unten links- EBarlach-. Guss von Hermann Noack, Berlin-Friedenau.) (13) In der Mecklenburgischen Tageszeitung vom 01.06.1927 fanden die Leser nun auch die veröffentlichte Meinung des Rostocker Professors Bruhns zum Denkmal im Güstrower Dom: „Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen und starken Gestalten der Gegenwart; kein zweiter zur Zeit in Deutschland lebender Bildhauer genießt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen wie er….Nur der ganz besondere Umstand, dass er den Güstrower Dom liebt, kann Mecklenburg das Glück verschaffen, von dem bedeutendsten Bildhauer, der seit Jahrhunderten in seinen Grenzen lebt, ein Werk zu erhalten“. (14) Der mit „Schw.“ unterzeichnete Beitrag verweist nach Auffassung der Verfasser auf den damaligen Domprediger und Freund Barlachs, Schwartzkopff. Dieser reagierte hiermit auf das sehr distanzierte Verhalten der Güstrower Domgemeinde und der Öffentlichkeit auf das „Güstrower Ehrenmal“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.03.1929 stellte Barlach fest, dass das Ersetzen zweier in der Farbigkeit veränderter Fenster die Lichtverhältnisse im Nordschiff zufriedenstellend beeinflusst hat. Er schrieb an Muggly, dem Gestalter der Glasfenster im Nordschiff des Domes nach den Wünschen Barlachs: „Also mit dem Zustandekommen der Glasfenster ist meine Sache im Dom nunmehr als ganz beendet anzusehen“. (15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933 - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1936 - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.04.1936 „Wir lehnen sie (… die Kunst Barlachs) ab als etwas Fremdartiges, vielleicht Oestliches, zudem wir blutsmäßig nicht die geringsten Beziehungen haben… Vielen unvoreingenommenen Besuchern des Domes ist der dort als Gefallenendenkmal einst angebrachte „Engel“ von Barlach, viel eher als ein „fliegender Dorsch“ denn als Engel begreifbar“. (18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August. Am 12.06.1937 distanzierte sich Josephi in einem Brief an Pastor Harloff, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Domgemeinderates war, von Barlach und erklärte, entgegen seiner positiven Aussage von 1926: „Ich möchte bemerken, dass ich von Anfang an gegenüber dieser Barlach‘schen Schöpfung den Ausdruck angewandt habe „Unzulängliche Lösung des Problems einer fliegenden Gestalt unter unerfreulicher Primitivität der Form“ … (19) Am 25.06.1937 antwortete Domprediger Harloff Josephi, dass es an der Zeit wäre, das „Güstrower Ehrenmal“ aus dem Dom zu entfernen und schlug vor, dieses im Landesmuseum Schwerin unterzubringen. (20) Er machte sich damit zur treibenden Kraft der Güstrower Domgemeinde zur Entfernung des Ehrenmals. (21) Am 09.08.1937 erhielt der Oberkirchenrat in Schwerin abschriftlich Kenntnis von einem mit - Vertraulich! - gekennzeichneten Schreiben des Mecklenburgischen Ministeriums Abteilung für Kunst, unterzeichnet von Minister Scharf vom 07.08.1937, an die Verwaltungen des Landesmuseums in Schwerin und anderer Museen. In diesem Schreiben wurde auf die Rede des Führers und Reichskanzlers Hitlers anlässlich des Tages der Kunst in München und dem danach getroffenen Erlass der preußischen Regierung vom 28.06.1937 verwiesen. Ausdrücklich wurde erklärt, dass alle Barlachwerke aus preußischen Schausammlungen zu entfernen seien. Der Minister riet, der Oberkirchenrat möge prüfen, ob die Entfernung des vom Bildhauer Barlach herrührenden Gefallenendenkmals im Dom zu Güstrow für angezeigt gehalten werde. (22) Landessuperintendent Kentmann übermittelte dem Oberkirchenrat am 12.08.1937 im Zusammenhang mit der zu erwartenden Abnahme des „Schwebenden“: „Herr Professor Wandschneider aus Plau besuchte uns hier auf unsere Bitte, die Schaffung eines Denkmals durch ihn berechnet er mit etwa 12.000 M, so ist daran gar nicht zu denken“. (23) Ein Entwurf ist in kirchlichen Akten in Güstrow und Schwerin nicht erhalten. Die Abnahme des „Schwebenden“ erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses des Oberkirchenrates Schwerin vom 17.08.1937 (24) und wurde mit Schreiben des Oberkirchenrats vom 18.08.1937 an den Güstrower Landessuperintendenten und 1. Domprediger Kentmann zur Erledigung möglichst zum 23. d. M. angewiesen. (25) Am 20.08.1937 schrieb die Presse „Die zuständigen Stellen haben nunmehr beschlossen, das von dem Bildhauer Ernst Barlach im Jahre 1926 geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus dem Dom zu Güstrow entfernen zu lassen„ (26) Am Nachmittag des 23.08.1937 wurde der „Schwebende“ in Anwesenheit des 2. Dompredigers Pastor Harloff, der sowohl als Vorsitzender den Kirchgemeinderat der Domgemeinde, als auch den wegen einer Vortragsreise verhinderten Güstrower Landessuperintendenten Kentmann vertrat, und des Oberkirchenrates Krüger–Haye, anwesend als Vertreter des amtierenden Oberkirchenrats Schwerin, durch die Fa. Pierstorff aus Güstrow abgehängt. Hierüber wurde dem amtierenden Oberkirchenrat am 24.08.1937 durch Oberkirchenrat Krüger–Haye schriftlich berichtet. (27) Das von Barlach in einem Brief an Wolf von Niebelschütz genannte Datum der Abnahme des „Schwebenden“ im Dom („Am 24sten d. M ist der Engel im hiesigen Dom abgehängt“) (28) beruht auf einem Irrtum Barlachs. (29), (30) Damit war das letzte Ehrenmal Barlachs aus der Öffentlichkeit entfernt worden. Die Abhängung des Kunstwerkes in Güstrow erfolgte gegen den dokumentierten Willen der amtsenthobenen Güstrower Domprediger Propst Koch und Pastor Schwartzkopff. Sie hatten für den Fall der unumgänglichen Abhängung die Rückgabe des „Schwebenden“ an Barlach und die 10 Großspender vorgeschlagen. (31) Sorgfältig, in einer Kiste verpackt, wurde der „Schwebende“ nach der Abnahme zunächst in der Nähe des Turmes im Güstrower Dom verwahrt, (32) danach nach Schwerin in das Stephanus-Stift bzw. in das Landeskirchenarchiv in der Apothekerstraße verbracht. (33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1938 - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachs Tod. 29.01.1938: Die Domökonomie in Güstrow bat den Oberkirchenrat um Erstattung von 124,01 RM für die Abnahme des Gefallenen-Mals im Dom zu Güstrow. Der Betrag entsprach der Summe von zwei Rechnungen der Fa. Pierstorff an die Domökonomie Güstrow vom 24.09. u. 23.10.1937. (29) Anfang Februar 1938 wurde der Betrag für die Domökonomie aus Schwerin angewiesen. Am 27.04.1938 war der Aufbewahrungsort des „Schwebenden“ noch die Garderobe zum Wichernsaal des Vereinshauses des Stephanus-Stifts in der Apothekerstraße (heute Körnerstr. 7). (34) Am 24.10.1938 verstarb Barlach in der Rostocker Privat-Klinik St. Georg in der Paulstraße 27, Chefarzt Professor Ganther. Seinen Freunden wurde mitgeteilt, daß Ernst Barlach in seine andere Dauer übergegangen sei. Ihm zu Ehren wurde am 27.10.1938 in seiner Werkstatt im Atelierhaus am Heidberg zu Güstrow eine würdige Trauerfeier durch seine Freunde gehalten. Ein Modell des Kopfes des „Schwebenden“ war neben Barlachs Sarg aufgestellt. Pastor Schwartzkopff hielt die Aussegnungsfeier. Am 28.10.1938 erfolgte die feierliche Beisetzung des Leichnams von Barlach in Ratzeburg neben dem Grab seines Vaters. Die Trauerrede hielt hier ebenfalls Pastor Schwartzkopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1939 - Gründung der Nachlaßverwaltung Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36) Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1940 - Der Sicherheitsguss (später als Zweitguss bezeichnet) im sicheren Versteck==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Barlach-Gremium schien von einer Beauftragung, Realisierung und Bezahlung des Sicherungsgusses nichts gewusst zu haben, da es erst 1940 bei einer Sitzung Kenntnis davon nahm, „daß sowohl der Kieler Geistkämpfer als auch das Güstrower Mal sich in sicherer Verwahrung befinden“. (37) So ist es dem Wagemut von Böhmer, der Gießerei Noack und dem Kunstfreund Körtzinger zu danken, dass Barlachs „Schwebender“ als große Bronze der Nachwelt durch diesen Sicherungsguss erhalten blieb. Böhmer stand bis zum Tode Barlachs und danach auch als Beauftragter des Barlach-Gremiums sowohl in deren als auch in den Diensten der Nazis. Der Kunsthändler Böhmer spielte eine sehr ambivalente Rolle. These der Autoren:(38) Ihm als NS-Kunsthändler und förderndes Mitglied der SS könnte der Transport des Werkmodells aus Barlachs Güstrower Atelier(?) zur Gießerei nach Berlin unauffällig möglich gewesen sein. Der Sicherungsguss soll zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“ erhalten haben (39). (Kunstwort aus Kollwitz und Güstrow, II für den Sicherungsguss) Tom Crepon schrieb „Bei der ersten von der Galerie Theodor Fischer in Luzern, veranstalteten Versteigerung werden sieben Plastiken Barlachsangeboten, darunter der Zweitguss des Schwebenden(?), die Holzplastik Lesender Mönch und ein Bronzeguss vom Wiedersehen“. (40)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informant von Crepon war nach Äußerungen von Frau Johanna Schult sehr wahrscheinlich ihr damaliger Ehemann Friedrich Ernst Schult, ein Patenkind Ernst Barlachs. Derartige Äußerungen von ihrem Schwiegervater Friedrich (Lütten) Schult gegenüber Crepon hält sie für unwahrscheinlich. Diese von Crepon gemachten Angaben stimmen inhaltlich nicht mit nachstehenden Texten überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Friedrich Schult der Güstrower Nachlassverwalter Barlachs, schrieb in dem Werkeverzeichnis (41): „Ein zweiter, aus Sicherheitsgründen 1942 in Auftrag gegebener Guß während des Krieges in Schnega, Kr. Dannenberg, ausgelagert, jetzt in der Antoniterkirche Köln. Ein davon abgenommener dritter Guß in vorläufiger Hängung im westlichen Joch des südlichen Seitenschiffs des Güstrower Doms; H: 70,0 Schulterbreite 73,5 T: 214,0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 - Auf der Internetseite des Güstrower Doms (42) wird ausgeführt: „Freunde Barlachs haben 1942 mit großem Einsatz einen Zweitguss herstellen lassen, der in der Lüneburger Heide verborgen werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, führte in „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow, Wegweiser April-Mai 2009“ (43), aus: „Wie kommt es, dass der Engel dennoch heute wieder in Köln und Güstrow hängt? In der Berliner Gießerei Hermann Noack existierte damals noch das Werkmodell des „Schwebenden“. Von diesem Gipsmodell ließen Freunde Barlachs kurz nach seinem Tod einen zweiten Guss anfertigen. Der überstand den Krieg, versteckt in einer Kiste in einem Schuppen bei dem Maler Hugo Körtzinger in Schnega in der Lüneburger Heide“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Klärung von widersprüchlichen Textangaben werden hier durch die Autoren weitere Daten und Fakten zitiert. Das Schweizer Auktionshaus Theodor Fischer hatte der „Verwertungskommission“ für „Entartete Kunst“ bereits 1938 sein Interesse an einer Zusammenarbeit mitgeteilt. Auf der Grundlage eines Vertrages, dem ein Verzeichnis der zu versteigernden Werke mit entsprechenden zu erreichenden Limits beigefügt war, wurde in der am 30.06.1939 im Grand Hotel National in Luzern von der Galerie Fischer eine Auktion „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“ durchgeführt und dabei sieben Barlachwerke versteigert. Darunter befanden sich Christus und Johannes (auch als „Wiedersehen“, bekannt), 1926 Bronze, Höhe 48 cm und „Lesender Mönch“, 1932, Holz 60x61x23 cm. Ein Zweitguss des „Schwebenden“ wurde laut Katalog nicht angeboten. Angeboten wurde laut einer Übersicht „Verkaufsergebnisse der Auktion - Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen -, Galerie Fischer, Luzern 30. Juni 1939“ unter Los-Nr. 7 jedoch die Plastik „Schwebender Gottvater“ (auch „Schwebender Mann“ genannt) 1922, Böttgersteingut, Höhe 50 cm. (44) Nach Auffassung der Autoren kann es sich bei Crepon daher nur um eine Verwechselung Barlachscher Plastiken handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das „Güstrower Ehrenmal“ stand nicht auf der EK-Liste der sogenannten &amp;gt;&amp;gt;entarteten&amp;lt;&amp;lt; Kunst der Nazis, die ca. 16.000 Kunstwerke umfasste. Die Abnahme des „Güstrower Ehrenmals“ durch die Kirchenführung verhinderte zwar die Vereinnahmung des „Schwebenden“ durch die „Verwertungsgesellschaft“ der Nazis aber der Erhalt des Originals wurde, wie wir heute wissen, dadurch jedoch nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Auftrag für einen Sicherungsguss im Kommissionsbuch der Bildgießerei Hermann Noack Berlin ist mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“, vermerkt und wurde nach unseren Erkenntnissen nicht direkt von dort per Bahn nach Schnega transportiert. (35), (45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann durch diese Recherchen im Hinblick auf die obigen widersprüchlichen Textstellen festgestellt werden, dass - der Sicherungsguss tatsächlich am 10.01.1939 von Bernhard A. Böhmer beauftragt wurde und - kein Zweitguss des „Schwebenden“ in Luzern oder Basel zur Versteigerung angeboten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
-Am 25.09.1940 beschloss der Kirchgemeinderat auf Vorschlag von Domprediger Grüner einstimmig, dass das Wandgemälde („Kreuzigungsszene“) von dem Güstrower Maler Wilke, zusammen mit dem Gedenkbuch und dem eichenen Tisch, künftig als Stätte für die Heldenehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges dienen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1941 - Beschlagnahme und Abholung des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; zur Verschrottung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers (NSDAP Mitglied) Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma (Gebr. Sommerkamp), während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv eräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP-Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1944 - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung bei Noack in Berlin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstwahrscheinlich wurde das Original von Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ zu Rüstungszwecken nach 1941 verschrottet. Nach der Abholung des „Schwebenden“ durch die Fa. Sommerkamp ist nichts weiteres über den Verbleib des „Schwebenden“ dokumentiert. 1944 soll durch Kriegseinwirkungen bei der Fa. Noack in Berlin auch das 1939 erneut zur Anfertigung des Sicherungsgusses (von Güstrow nach Berlin?) transportierte Werkmodell (Gips), zerstört worden sein. (48) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen der Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Neben den Verweisen auf Literaturquellen möchten wir im Folgenden auch auf Links zu Internetseiten verweisen, die geeignete Informationen enthalten und daher ebenfalls in das Literaturverzeichnis aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Links führen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.) http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095, Dr. Meike Hoffmann, Bildersturm der Nazis –„Entartete Kunst“, Episode 7 Die Bronzen“.&lt;br /&gt;
„Lediglich ein Luftangriff 1943 beschädigte die Gießerei (Noack) leicht. So konnte hier nach Kriegsende als einzige Gießerei Berlins sofort wieder gearbeitet werden“. (49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1945 - Suizid des Ehepaares Böhmer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03.05.1945 nahmen sich Bernhard A. Böhmer und seine zweite Ehefrau Hella geb. Otte aus Angst vor den Ereignissen zum Kriegsende das Leben. Der damals 12-jährige Sohn Peter überlebte die Tragödie, weil ihm noch rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. (51) Als Vormund und Verwalterin des Böhmer-Erbes wurde seine Tante Wilma Zelck (geb. Otte), die Schwester seiner Mutter, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel in der Täglichen Rundschau vom 04.11.1945 schreibt der Schweriner Pastor Kleinschmidt: „Wir haben keine sichere Kunde, dass er wirklich eingeschmolzen ist. Es geht das Gerücht, dass er in die Schweiz verschoben wurde, um von da aus nach Amerika verkauft zu werden…“ (33). Während des Krieges war der im geheimen bei Noack angefertigte Sicherungsguss nach dem originalen Werkmodell Barlachs in einer Kiste verpackt, zusammen mit einer zweiten Kiste, in der sich der von Böhmer aus Beständen des Propagandaministerium erworbene dreigeteilte Kieler Geistkämpfer befand, unter der Bezeichnung „Bildhauergut“, per Bahn nach Schnega in die Lüneburger Heide gelangt. Von der Bahnstation wurde Körtzinger benachrichtigt und holte die Sendungen persönlich von dort mit zwei Pferdegespannen des ihm benachbarten Gutes ab. Danach verbarg er die Kisten auf seinem Gehöft. „Die Kisten wurden teils auf dem Hof, teils in einem zur Straße offenen Schuppen gestellt.“ (45) Da sowohl der Sicherungsguss des „Schwebenden“ als auch der laut Kaufvertrag vom 07.12.1940 (65) von Böhmer erworbene Kieler Geistkämpfer gemeinsam in Schnega auf der Bahnstation ankamen, könnten beide Kisten auch zum gleichen Zeitpunkt an gleicher Stelle von Böhmer(!) aufgeliefert worden sein. &#039;&#039;&#039;(These des Autors DK: Folglich hätte Böhmer den Sicherungsguss des „Schwebenden“, der zwischen Anfang 1939 und Ende 1940 fertiggestellt worden war, längstens etwa zwei Jahre in seinem Besitz anderenorts zwischengelagert. Beide Werke kamen dann mutmaßlich Anfang 1941 als „Bildhauergut“ gleichzeitig (!) von Berlin oder Güstrow nach Schnega zum Versand.)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Antje Löhr-Sieberg: &amp;quot;Dieser Zweitguss landete dann schließlich in Schnega, das ist ein kleiner Ort im Wendland in der Lüneburger Heide. Dort wurde er von Herrn Körtzinger höchstpersönlich vom Bahnhof abgeholt. Mitgeliefert wurde der „Geistkämpfer&amp;quot; aus Kiel. Und Herr Körtzinger ließ diese zwei Plastiken in der Verpackung, d. h. in den Versandkisten, und stellte sie in einem offenen Schuppen ab. Und dort haben sie den ganzen Krieg überdauert. Bis, wie Körtzinger sagt, die Sieger kamen und ein Schutzschild an die Scheune hefteten, so dass nun nichts mehr zu befürchten war. (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1947 - Die Existenz des Sicherungsgusses (Zweitguss) wird bekannt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hentzen, schrieb am 20.09.1947 an Heise, dass ein zweiter Guss, der noch zu Lebzeiten Barlachs von einem Amerikaner (?) bestellt worden sei, von Körtzinger zurückgehalten würde, weil Körtzinger angeblich große Geldbeträge von Böhmer zu kriegen hätte. Weiter wurde von ihm bemerkt, dass der bei Körtzinger vorhandene zweite Guss zum Nachlass Barlachs und nicht Böhmer gehöre. Über den Geistkämpfer der ebenfalls bei Körtzinger verwahrt war, äußerte sich Friedrich Schult ähnlich. (52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1948 - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde in der Kunstszene bekannt, dass bei Körtzinger in Schnega dieser Sicherungsguss des „Schwebenden“ existiere. Der Kölner Museumsdirektor Reidemeister, wollte diesen schon 1948 zusammen mit dem Kieler Geistkämpfer in eine Ausstellung nach Köln holen. Er bat Reemtsma, einem Mitglied des Barlachs-Gremiums, um Vermittlung und Unterstützung des Vorhabens. Reidemeister plante anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums in Köln eine Ausstellung unter dem Motto „Christliche Kunst der Gegenwart“. Reemtsma hatte den gewünschten Kontakt zu Körtzinger herbeigeführt, doch dieser reagierte auf Anfragen von Reidemeister nicht. (53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1950 - Bemühungen um Rückführung des Schwebenden nach Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.07.1950 bemühte sich Johannes Schwartzkopff (unter Hinweis auf frühere Ausführungen von Kleinschmidt in der Täglichen Rundschau 04.11.1945) um Akteneinsicht beim Oberkirchenrat in Schwerin. „Das Barlach-Gremium, dessen Mitglied ich bin, legt Wert darauf, diese Vorgänge zu kennen, weil es dazu helfen kann, den Zweitguss des Denkmals, der sich noch in der Westzone befindet, für den Dom zu bekommen.“ (54) Im Dezember 1950 trafen die Akademie der Künste der damaligen DDR und Friedrich Schult als Mitglied des Barlach-Gremiums und somit als ein Nachlassverwalter Barlachs, eine Vereinbarung zur Unterstützung einer in der Akademie geplanten Barlach-Ausstellung. Dabei wurde auch bekannt, dass es Beratungen innerhalb des Barlach-Gremiums darüber gab, einen weiteren Guss des „Schwebenden“ nach Güstrow in den Dom zu bringen.(53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1951 - Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In langen und komplizierten Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der Hamburger Barlachgesellschaft Harmsen und zuständigen Gremien in Köln, Güstrow und Kiel sowie mit Körtzinger und dem Vormund Wilma Zelck, als der Vertreterin ihres noch rechtlich handlungsunfähigen Neffen und Böhmer-Erben, Peter Böhmer, wurden gemeinsam folgende Übereinkommen erzielt: - Das Barlach-Gremium ist der alleinige Nachlassverwalter für das Zweitstück des Schwebenden in Schnega. - Die geschätzten Gusskosten für ein neues Güstrower Ehrenmal in Höhe von 5150 DM und die Forderungen von Hugo Körtzinger in Höhe von 4000 DM sind durch den Verkauf des Zweitstückes zu finanzieren. - Die Unterbringung des Zweitstückes des Schwebenden sollte in einem Süd- oder Westdeutschen Museum erfolgen. (55)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachfreunde sollen 1950 zunächst noch an die Übergabe des Sicherungsgusses an Güstrow gedacht haben. Nach dem Kauf des Sicherungsgusses des „Schwebenden“ durch die evangelische Synode Köln wurde davon jedoch nicht mehr geredet. Um den dritten Guss für Güstrow möglichst schnell herbeiführen zu können, musste sowohl die Herausgabe des Engels von Körtzinger nach Köln und gleichzeitig die Finanzierung des Gusses bei Noack organisiert werden. Die strittige Eigentumsfrage am Zweitguss des „Schwebenden“, der korrekterweise immer als Sicherungsguss für den Güstrower Dom zu bezeichnen ist, konnte damals auch nicht durch ein Gerichtsverfahren zum Böhmer-Nachlass in Lüneburg geklärt werden. Erst danach kam es durch die Vermittlung von Harmsen, dem Vorsitzender der Barlachgesellschaft, zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Hugo Körtzinger und Wilma Zelck. Harmsen setzte sich nach dem außergerichtlichen Vergleich nachdrücklich für den Verkauf des Sicherungsgusses weit im Westen und für die Herstellung eines dritten Gusses für Güstrow ein. Die vorbehaltlose Rückgabe des Sicherungsgusses an die Domgemeinde Güstrow stand zu keiner Zeit tatsächlich auf der Tagesordnung. Die für den dritten Guss erforderliche Summe von rund 5.000 DM wurde von Hermann F. Reemtsma verauslagt, da die Kölner evangelische Kirche das Geld dafür zunächst erst einwerben musste. Der Barlach-Erbe, Nikolaus (Klaus) Barlach verzichtete auf jeglichen Vorteil aus dem Drittguss des „Schwebenden“ (Güstrow) und der Wiederherstellung des in drei (?) Teile zerlegten „Geistkämpfers“ (Kiel). Er erklärte, dass es ihm ausdrücklich um das Ziel ginge, die Werke seines Vaters bald an die ursprünglichen Plätze zurückkehren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216/ Antje Löhr-Sieberg (Antoniterkirche Köln): &amp;quot;Im Jahr 1951 wurde der Engel auf dem kleinen Kunstmarkt zum Kauf angeboten, und zwar wurde er den Museen in Bremen, Hamburg, Köln und in der Baseler Kunsthalle angeboten. Das war natürlich der Moment, in dem Reidemeister nun zum zweiten Mal versuchte, den Engel zu bekommen. Und tatsächlich gelang es ihm. Die Voraussetzung war, dass der Engel - also er sollte verkauft werden, er sollte so viel bringen, dass das Geld ausreichte für einen Drittguss für Güstrow und für 4.000 DM, die Herr Körtzinger verlangte. Reidemeister war klar, dass dieser Engel in diese Kirche hier, in die Antoniterkirche gehörte: eine evangelische Kirche mit einem sehr schönen Aufstellungsort, so etwa, wie Barlach es auch gefordert hatte für den Engel.&amp;quot; (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; - Am 10.10.1951 wandte sich der Superintendent der Synode der evangelischen Landeskirche Köln, Hans Enke, mit persönlichen Briefen an zahlungskräftige Personen, Versicherungen, Banken und andere Spender, um Geld für den Kauf des Zweitgusses des „Schwebenden“ durch die ev. Kirche Köln einzuwerben. Bei der von ihm initiierten Spendenaktion argumentierte der Superintendent teilweise mit sehr vagen Formulierungen. (56) Das Presbyterium der Kölner evangelischen Kirchen hatte die Zustimmung der Antoniterkirche für eine Aufhängung des „Schwebenden“ erwirkt. Mitte des Jahres 1951 hatte die evangelische Antoniterkirche sich bereit erklärt, den Zweitguss des „Schwebenden“ in ihrer Kirche aufzuhängen. (43) Der Antonitergemeinde sollten hierdurch keine Unkosten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion in Köln brachte die Gelder zusammen, um den „Schwebenden“ für die ev. Kirche in Köln zu erwerben, Die eingeworbenen 10000 DM dienten zur Begleichung: - der Vergütungsforderung von Körtzinger in Höhe von 4000 DM - der Abformung und des Drittguss für Güstrow bei Noack 4000 DM - der Auslagen von Harmsen (für Transporte u. ä.) 2000 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abformung für den neuen, für Güstrow zu gießenden, „Schwebenden“ erfolgte ab dem 30.11.1951 in Schnega durch Noack und einen Mitarbeiter. Den Modellgips hatte Harmsen persönlich nach Schnega geschafft. Dies alles schien Prof. Reidemeister nötig, um das mehrfache „Überschreiten“ innerdeutscher Grenzen (von West nach Ost und weiter nach West-Berlin und zurück), durch den Zweitguss des „Schwebenden“ zu verhindern. Von der Kölner Kirchenleitung wurden darin Gefahren für einen Verlust gesehen. Der Drittguss erfolgte wieder bei Noack in West-Berlin. Dieser neue Guss des „Schwebenden“ sollte ursprünglich zur Eröffnung der Barlach-Ausstellung am 07.12.1951 in der Akademie der Künste der DDR gezeigt werden. Die Eröffnung wurde damals aus uns unbekannten Gründen auf den 14.12.1951 verschoben. Die Verzögerungen bei der Abformung in Schnega verhinderten die Ausstellung eines Bronzegusses des „Schwebenden“ in dieser repräsentativen Ausstellung. So wurde der von Harmsen gemachte Vorschlag aufgegriffen und in der Ausstellung in Berlin ein sofort nach der Abformung in Schnega gefertigter getönter Gipsguss der Fa. Noack gezeigt. Anlässlich der Barlach-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR gerieten die Werke Barlachs ins Visier der staatlichen Kritik. Waren sie von den Nazis als bolschewistisch und undeutsch verfemt worden, so hieß es jetzt, sie seien formalistisch oder dekadent. Girnus, ein Verfechter der SED Kultur- und Hochschulpolitik, nannte Ernst Barlach im „Neuen Deutschland“ einen auf verlorenem Posten stehenden, in seinem Grundzug rückwärtsgewandten Künstler und seine Geschöpfe eine graue, passive, verzweifelte, in tierischer Dumpfheit dahinvegetierende Masse.“ Das änderte sich erst, als Bertolt Brecht sich eindeutig für Barlachs Werk einsetzte: &amp;quot;Ich halte Barlach für einen der größten Bildhauer, die wir Deutschen gehabt haben. Der Wurf, die Bedeutung der Aussage, das handwerkliche Ingenium, Schönheit ohne Beschönigung, Größe ohne Gerecktheit, Harmonie ohne Glätte, Lebenskraft ohne Brutalität machen Barlachs Plastiken zu Meisterwerken.&amp;quot;(57) Der 1951 an die Akademie der Künste der DDR ausgeliehene Gipsguss wurde an die Gießerei Noack zur Verfügung des Barlach-Gremiums zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1952 - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln sorgte Museumsdirektor Reidemeister nun dafür, dass der Zweitguss des „Schwebenden“ am 26.01.1952 offiziell durch die evangelischen Gemeinden der Synode Köln übernommen und vorübergehend im Kunstmuseum in der Eigelsteintorburg untergebracht wurde. Zur Wiedereinweihung der Kölner Antonitercitykirche in der Schildergasse am 15.05.1952 erhielt er einen sakralen Platz und ebenfalls die Weihe. Unterhalb des Engels befindet sich eine rechteckige Steinplatte mit den Daten der Weltkriege 1914 -1918, 1939 -1945. (1995 wurde eine pultförmige Holocaust-Stele des Bildhauers Dieter Boers vor dem Denkmal aufgestellt.) Erst am 14.03.1952, also Monate nach der Barlachausstellung in Berlin, hatte Harmsen den bronzenen Drittguss bei Noack persönlich für das Barlach-Gremium übernommen. Harmsen hatte mit Brief vom 19.03.1952 die Bedingungen des Barlach-Gremiums, unter welchen dieser Drittguss an die Domgemeinde Güstrow übergeben werden würde, wie folgt formuliert: - der Schwebende eine sollte eine Leihgabe des Barlach-Gremiums bleiben, - der Schwebende durfte nur in der Obhut des Doms verbleiben und - eine Ortsveränderung könnte nur mit Genehmigung des Barlach-Gremiums erfolgen. Die geforderte Beschlussfassung des Kirchgemeinderates wurde mit den Schreiben von Siegert an Harmsen vom 25.03.1952 und 15.04.1952bestätigt.(55) Auf Bitten der Domgemeinde zu Güstrow und durch den Beschluss des Barlach-Gremiums (66) kam der neue „Schwebende“ am 04.06.1952 als Leihgabe des Barlach-Gremiums unter entscheidender Mitwirkung des Kölner Superintendenten Enke und des Beauftragten des Barlach-Gremiums und Vorsitzenden der Barlachgesellschaft Harmsen nach Güstrow. „Friedrich Schult, der den Transport an seinen Bestimmungsort begleitet hat, kann im Juni 1952 an Freunde Barlachs telegrafieren: „… seit dem04.06.1952 nachmittags um halb sechs Uhr ist der Engel wieder in der Hut des Domes (oder dieser in der Hut des Engels)…“.(58) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1953 - Aufhängung im westlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand. Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht. An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59) Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am 23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß: „Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiss zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1961 - Der vorhandenen Inschrift auf dem kreisförmigen Gedenkstein aus Muschelkalkstein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterhalb des „Schwebenden“ wurden im Juni durch den Bildhauermeister Rolf Lange (Schwerin) die Einträge Im Gedenken und 1939 - 1945 hinzugefügt.(62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1968 - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal für Günther von Passow, von C. P. Dieussart, wurde im Februar in das südliche Seitenschiff umgesetzt und der „Schwebende“ in das westlich gelegene Joch der Nordhalle mit Blick nach Osten umgehängt. (63) Ursächlich für diese Veränderung waren Arbeiten an der Heizung und Reparaturen an der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1985 - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Schwebende“ wurde nun an den von Ernst Barlach vorgesehenen Platz im östlichen Joch des Nordschiffes mit Blickrichtung nach Westen aufgehängt. (64)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1987 - Im Schleswig-Hollsteinischen-Landesmuseum wird ein weiterer Guss (Viertguss) des Schwebenden gezeigt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 hängt ein dieser Guss des „Schwebenden“ im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottofrf in Schleswig in einem Saal für Barlach-Plastiken. Auftraggeber hierfür war Hans Barlach, der heute im Besitz der Gussform ist, die 1951 von Noack und einem Mitarbeiter in Schnega hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet. Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück. Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde. Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Antje Löhr-Sieberg und Frau Annette Scholl, &lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow–Plassa &lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen, &lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt &lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox, &lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult, &lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt. &lt;br /&gt;
:-  Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Autoren Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturquellen und Autorenverzeichnis==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) 16.04.1926, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, an den Oberkirchenrat in Schwerin, Seite 2. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower, Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) 19.08.1926, Vermerk vom Oberkirchenrat in Schwerin auf Schreiben an Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) 17.08.1926, zweiseitiges handschriftliches Gutachten Prof. Dr. Leo Bruhn, Universität Rostock, an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) 19.08.1926,Schreiben vom Oberkirchenrat in Schwerin an den Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60. Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8) Probst – Laur , Barlach Werkeverzeichnis II 1996, Das plastische Werk, Ernst Barlach Stiftung Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(9) Elmar Jansen (Gesamtredaktion Ausstellungskatalog Mai – Juni 1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(10) Katalog I „Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten“, &lt;br /&gt;
Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin&lt;br /&gt;
Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960 S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(11) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998 (Ein Engel für den Güstrower Dom, Zur Entstehungsgeschichte des Güstrower Ehrenmals von Ilona Laudan, S. 59, Abb. 37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(12) 03.12.1926, Schreiben des Landesmuseums Schwerin an den Landessuperintendenten Kittel in Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(13) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, S 187, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14) 01.06.1926, Mecklenburgische Tageszeitung Nr. 125, Erscheinungsort Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(15) 21.03.1929, Brief von Ernst Barlach an Karl Muggly&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(16) 11.04.1933, handschriftlich von unbekanntem Absender an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal von Volker Probst S.89/90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18) 04.04.1936, Niederdeutscher Beobachter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(19) 12.06.1937, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Landesdenkmalpfleger für Kunst und Kunstgewerbe an Pastor Harloff Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20) 25.06.1937, Brief von Pastor Harloff Güstrow an Landesdenkmalpfleger Josephi in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(21) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal (1927) von Volker Probst S.92.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(22) 09.08.1937, beglaubigte Abschrift des Schreibens des Min. Dr. Scharf an das Landesmuseum vom 07.08.1937, mit Vermerk an Oberkirchenrat (Eingang beim Oberkirchenrat Schwerin am 09.08.1937), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(23) 12.08.1937, Brief vom Landessuperintendent Kentmann Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24) 17.08.1937 „…beschließt der Oberkirchenrat, daß, das Barlachsche Ehrenmal baldigst aus dem Dom entfernt, sorgfältig in eine Kiste verpackt und in einem Nebenraum sicher verwahrt werden soll.“ (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(25) Am 18.08.1938 wird in einem Brief des Oberkirchenrates an den Superintendenten und 1. Domprediger Kentmann die Herabnahme möglichst zum 23.08.1937 angewiesen. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26) 20.08.1937, Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27) 24.08.1937, Bericht (ohne Unterschrift - sehr wahrscheinlich von Oberkirchenrat Krüger-Heye, der die Abnahme in Güstrow in Vertretung des amtierenden Oberkirchenrats beaufsichtigte) über die Abnahme des Güstrower Ehrenmals an den amtierenden Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(28) 30.08.1937, Brief Ernst Barlachs an Wolf von Niebelschütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 199, Die Spur des Schwebenden, („Zur Abnahme ist festzustellen, dass Barlach sich im tatsächlichen Datum geirrt hat“. S.95)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(30) 24.09.1937, Rechnung Fa. Pierstorf , Barlach in Güstrow, Dokumente 1908 – 1988.(Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(31) 22.08.1937, Brief von Propst Koch aus Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(32) 14.09.1937, Tagebuch Nr.698, Bericht des Landessuperintendenten Kentmann aus Güstrow über Abnahme und Aufbewahrung des Ehrenmals (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(33) 04.11.1945, Tägliche Rundschau; Beitrag von Karl Kleinschmidt (Der gestohlene Engel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(34) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S.75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(35) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkung 79, S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(36) 07.08.1950, Brief von Hugo Körtzinger an das Barlach-Gremium, Hamburg Ernst Barlach Haus, Archiv, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(37) Tagesordnungspunkt 9 der Gremiumssitzung vom April 1940, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(38) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(39) Brigitte Birnbaum, Ernst Barlach, Annäherungen, Demmler Verlag 1996, S.54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(40) Tom Crepon, Leben und Leiden des E. Barlach, S. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(41) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult/I 1960, S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(42) Anmerkung der Autoren: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. [https://dom-guestrow.de/16-schwebender.html Dom Güstrow - Schwebender]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(43) Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, „ Wegweiser April-Mai 2009“, „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(44) Uwe Fleckner, Hrg., Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Schriften der Forschungsstelle &amp;quot;Entartete Kunst&amp;quot;, Bd. 1, Akademie Verlag Berlin, Berlin 2007) Gesa Jeuthe, Die Verwertung der &amp;quot;entarteten&amp;quot; Kunst durch die Luzerner Galerie Fischer S.269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(45) Hugo Körtzinger, Der „Geistkämpfer“ in Hamburger Mittel- und Ostdeutsche Forschungen, Band V Hamburg 1966, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(46) 21.04.1941, Brief der Fa. Gebr. Sommerkamp an NSDAP Kreisleitung Schwerin Land (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(47) Barlach in Güstrow, Hrg. Museum der Stadt Güstrow, Dokumente aus acht Jahrzehnten S. 42,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(48) 1988, Brief ohne Datumsangabe von Hans Harmsen (Ernst Barlach Gesellschaft e.V.) an Pfarrer Jörg Eichert Köln. (Die Verfasser konnten die schlüssige Angabe der Jahreszahl 1988 aus einem Brief des Empfängers (Pfarrer Jörg Eichert) an Hans Barlach vom 24.08.88 herleiten. Kopien der Briefe bei den Autoren vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(49) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095 ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(50) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(51) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer S. 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(52)Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkungen 76,77,78 S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(53) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(54) 20.07.1950, Brief von Oberkonsistorialrat Schwartzkopff an den Oberkirchenrat Schwerin (Eingangsstempelabdruck beim Oberkirchenrat: 14.08.1950) Das Schreiben enthält mehrere handschriftlichen Vermerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(55) 19.03.1952, Brief von Harmsen an Siegert (zweiseitiger Brief ohne DatierungLandeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(56) 10.10.1951, Spendenaufruf von Superintendent Hans Enke, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(57) Faltblatt A4 Museale Gedenkstätten, Ernst-Barlach-Gedenkstätte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(58) Tom Crepon, Leben u. Leiden des E. Barlach, S.306&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(59) 15.05.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Landessuperintendenten Siegert (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(60)23.06.1953, Brief des Landessuperintendenten Sibrand Siegert an die evangelische Kirche Köln, (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(61) 08.07.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Superintendenten Enke in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(62) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(63) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(64) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(65) Dr. Meike Hoffmann, Ein Händler &amp;gt;&amp;gt;entarteter Kunst&amp;lt;&amp;lt;, Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Akademie Verlag S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(66) 26.05.1952, Brief Harmsen an Siegert ( Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F)&amp;diff=152732</id>
		<title>Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)</title>
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		<updated>2026-07-12T11:22:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow|Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow/Kirchen_der_Stadt_G%C3%BCstrow Kirchen der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/K%C3%BCnstler_der_Stadt_G%C3%BCstrow#Ernst_Barlach Künstler Ernst Barlach]&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow#Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde| Schwebender Denkmal für die Gefallenen der Domgemeinde]]&lt;br /&gt;
* Geschichte des Güstrower Ehrenmals (Schwebender), Ernst Barlachs &amp;quot;Schwebender&amp;quot;  https://www.youtube.com/watch?v=-PyrAogG6o0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gespräch mit Kirchgemeinderat des Doms über das Güstrower Ehrenmal &amp;quot;Der Schwebende&amp;quot; von Ernst Barlach==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In eigener Sache&lt;br /&gt;
Anlässlich der Übergabe einer Broschüre (200 Expl.) zur Rezeptionsgeschichte des Schwebenden von Ernst Barlach an den Kirchgemeinderat des Doms machte [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien] nachstehende Ausführungen (Anwesende vom Gemeinderat Probst Hellwig und Dr. Dr.Pocher, Autoren D. Kölpien und G. Moeller, Fotos: R.Schmidt, Sponsor: G. Schmidt (CEN GmbH Güstrow). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Sehr geehrte Herren, &lt;br /&gt;
als ich am Abend des 23.08.2010 zu der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Tag der  Abnahme des „Schwebenden“ im Jahre 1937 in der Winterkirche eintraf, verblieb mir bis zum Beginn des Vortrages durch Pastor Dr. Christian Bunners aus Berlin über die Freundschaft zwischen Johann Schwartzkopff und Ernst Barlach noch genügend Zeit, um festzustellen, dass unter der überschaubaren Besucheranzahl keiner der exponierten Güstrower Stadtvertreter zugegen war.&lt;br /&gt;
Diesen Termin hatte man im Rathaus offensichtlich übersehen bzw. für unbedeutend gehalten.&lt;br /&gt;
Der Slogan -100 Jahre Barlach in Güstrow- auf Plakaten sowie die posthume Ehrung Barlachs mit der Ehrenbürgerschaft der Barlachstadt Güstrow, dazu noch der Vertrieb von Barlach Briefmarken und Barlach Rotwein in der Güstrow Information schienen den Stadtvertretern wohl genügend Ehrung für Ernst Barlach zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand die Abwesenheit von Vertreter der Barlachstadt Güstrow als äußerst peinlich und hätte mir sowohl dessen Anwesenheit als auch die Anwesenheit eines Vertreters der Landeskirche, den ich ebenfalls vermisste, gewünscht.&lt;br /&gt;
Das Gedenken an das Ereignis der Abnahme von Barlachs Engel wurde durch den Vortrag von Dr. Christian Bunners beeindruckend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich hatte diese Veranstaltung dazu angeregt, meine unvollständigen Kenntnisse über Barlachs Schwebenden durch ein intensives Studium der Rezeptionsgeschichte entscheidend zu beheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu fand ich, wie schon vielmals zuvor, bei anderen stadtgeschichtlichen Studien, in Herrn Gernot Moeller einen ebenfalls wissbegierigen Partner. Nachdem wir ca. 60 Literaturquellen gesichtet, sehr viel telefoniert und ca.100 Mails mit einschlägigen Experten ausgetauscht und einen sehr engen und ergiebigen Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Antonitercitykirche geknüpft hatten, erschien es uns angesichts der Fülle an Material sinnvoll, die bisherigen Ergebnisse unserer Recherchen zu Papier zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Antonitercitykirche in Köln wurde durch die Tatsache befördert, dass dort zwei Mitarbeiterinnen zeitgleich mit uns an einem eigenen Buch über den Barlach-Engel arbeiteten und so der Austausch von Rechercheinformationen zwischen uns sehr begünstigt wurde.&lt;br /&gt;
So konnten unsere Erkenntnisse nach einem Besuch des Landeskirchlichen Archivs in Schwerin, an dem Herr Raimund Schmidt sehr hilfreich mitwirkte, unmittelbar mit den Recherchen der Kölner Autorinnen abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte sehr detaillierte Erkenntnisse über die Herstellung des Drittgusses und dessen Übergabe an die Domgemeinde Güstrow.&lt;br /&gt;
Uns kam bald die Idee, die von uns zusammengetragenen Daten und Fakten in einer Broschüre zusammenzufassen und diese der Domgemeinde als Dokumentation über den Schwebenden in Form einer Spende zur Verfügung zu stellen. Herr Gerhard Schmidt, Geschäftsführer der CEN GmbH, unterstützte dieses Vorhaben finanziell mit einer geldwerten Spende von 350,00 €, so dass der Druck von 200 Exemplaren der Broschüre und einige Dokumentensammlungen für Museen, Archive und Bibliotheken möglich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Spende soll nun ebenso, wie zuvor der Vertrieb unserer Broschüre über die Glocken der Domkirche dazu beitragen, die Restaurierungsarbeiten am Ulrich-Epitaph finanziell zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir zum Anfang unserer Broschüre formulierten,&lt;br /&gt;
empfehlen wir den Besuchern des Güstrower Doms und Lesern dieser Broschüre, die nicht nur an einer chronologischen  Zusammenstellung der Daten und Fakten der Geschichte des Schwebenden interessiert sind, sondern sich eingehender, aus kunsthistorischer Sicht mit dem Künstler Ernst Barlach und der ausführlichen Rezeptionsgeschichte des Güstrower Ehrenmals beschäftigen möchten, das Buch von Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlach-Stiftung Güstrow,&lt;br /&gt;
Ernst Barlach, Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie, zum 60. Todestag, Hrg. Volker Probst, Verlag E. A. Seemann, Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Daten und Fakten zum „Güstrower Ehrenmal“===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 vor [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/Benutzer:DieterK%C3%B6lpien Dieter Kölpien], Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1926: - Eine Idee wird geboren. &lt;br /&gt;
:1927: - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung. &lt;br /&gt;
:1929: - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1933: - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke. &lt;br /&gt;
:1936: - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs.&lt;br /&gt;
:1937: - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi. Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August.&lt;br /&gt;
:1938: - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.  Barlachs Tod.&lt;br /&gt;
:1939: - Gründung der Nachlaßverwaltung. Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1940: - Der Zweitguss im sicheren Versteck. &lt;br /&gt;
:1941: - Beschlagnahme und Abholung zur Verschrottung&lt;br /&gt;
:1944: - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung&lt;br /&gt;
:1945: - Suizid des Ehepaares Böhmer. &lt;br /&gt;
:1947: - Die Existenz des Zweitgusses wird bekannt.&lt;br /&gt;
:1948: - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich.&lt;br /&gt;
:1950: - Bemühungen zur Rückführung des Schwebenden nach Güstrow und erste Beratungen zu einem Drittguss.&lt;br /&gt;
:1951: -  Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1952: - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow.&lt;br /&gt;
:1953: - Aufhängung im westlichen Seitenschiff. &lt;br /&gt;
:1961: - Erweiterung des Gedenksteins um die Jahreszahlen 1939-1945 &lt;br /&gt;
:1968: - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes. &lt;br /&gt;
:1985: - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes  &lt;br /&gt;
:1987: - Im Schleswig-Holsteinschen Landesmuseum wird ein weiterer Guss des Schwebenden gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet.&lt;br /&gt;
Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, -Öffentlichkeitsarbeit-, Frau Annette Scholl und Frau Antje Löhr-Sieberg,&lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow – Plassa&lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen,&lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt&lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox,&lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult,&lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Die Autoren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::&#039;&#039;Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Chronologie der Geschichte des Schwebenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1926 - Eine Idee wird geboren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.04.1926 schrieb der Güstrower Landessuperintendent Kittel an den Oberkirchenrat von dem Plan des Domgemeinderates, aus Anlass des 700-jährigen Domjubiläums (1926) unter der Eiche auf dem Domplatz einen Findling als Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu errichten. (1) Von mehreren Kunstsachverständigen Güstrowern, besonders von dem bekannten Künstler Barlach sei jedoch davon abgeraten worden. Barlach deutete an, im niedrigen Gewölbe des Seitenschiffes eine schwebende Figur, die ganz in sich geschlossen sei und das Höchste an Konzentration darstelle, zu schaffen. Er wolle nicht daran verdienen und bäte nur um den Ersatz der Unkosten. Ein positives Gutachten des Museumsdirektors in Schwerin und Landesdenkmalpflegers Josephi vom 16.04.1926 unterstützte die Kritiker der Findlingsidee. Mit dem Angebot Barlachs könne man dagegen ein Denkmal erwarten, das „…unter Umständen Güstrow zu einer Berühmtheit in ganz Deutschland, ja sogar bei dessen Weltruf zu einer Berühmtheit weit über Deutschlands Grenzen hinaus machen“ würde. (2) Weitere Gutachten wurden durch Pastor Schwartzkopff vom Lübecker Museumsdirektor Heise, vom ehemaligen mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV aus Ludwigslust und vom Schweriner Kunsthistoriker und Museumsrat Reifferscheid eingeholt, um auf diese Weise der abwartenden Haltung des Oberkirchenrates entgegenzuwirken. Landesbischof Behm antwortete am 26.07.1926, unter Bezug auf eine negative Kritik über eine Barlachausstellung in München, in der Barlach „Dilettantismus“ vorgehalten wurde, dass es ihm geboten schiene, mit der Heranziehung Barlachs für ein Denkmal im Dom Vorsicht zu üben. (3) 02.08.1926, Landessuperintendent Kittel informierte Landesbischof Behm darüber, dass Schwartzkopff und Reifferscheidt sowohl das Barlachmodell in dessen Atelier als auch den vorgesehenen Standort im Dom besichtigt hätten. Der Oberkirchenrat bat daraufhin den angesehenen Rostocker Prof. Bruhns am 05.08.1926 um ein Gutachten. Am17.08.1926 schrieb Bruhns handschriftlich u. a. „…Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen Gestalter der Gegenwart. Kein zweiter zurzeit in Deutschland lebender Bildhauer, gewinnt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen. … Nur Unkenntnis oder Böswilligkeit kann seinen bildhauerischen Arbeiten „Dilettantismus“ nachsagen.“(4) Am 19.08.1926 wurde dem Güstrower Landessuperintendenten Kittel durch den Oberkirchenrat mitgeteilt: „es wird nunmehr auch von kirchlicher Seite alles getan werden müssen, um den Plan zu fördern.“ (5) Barlach nahm im Dezember 1926 die Arbeit am Großmodell zum „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in seiner neuen Werkstatt in der Walkmühlenstraße 21 in Güstrow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1927 - Vom Werksmodell zum Bronzeguss und dessen erste Hängung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte des „Güstrower Ehrenmals“ ist von Dr. Probst in einer Monographie (6) und in den Werkverzeichnissen über das plastische Werk Barlachs von Friedrich Schult (7) bzw. aktuell von Probst und Laur (8) im Detail beschrieben. Weitere geschichtliche Werkangaben sind in Ausstellungskatalogen (9), z. B. von Jansen, zu finden. Der Prozess des Barlachschen Schaffens an dem Güstrower Engel ist dank dieser Beschreibungen sehr gut zu verfolgen. Zahlreichen Kohlezeichnungen im Jahre 1926 folgten zunächst mehrere Vorentwürfe und Vormodelle in Gips und Bronze sowie schließlich die Schaffung des Werkmodells 1:1 in Gips zu Jahresbeginn 1927 durch Barlach in seiner Werkstatt in Güstrow (Maße des Werkmodells 1:1: H: 74,5 cm, B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm). (10) Im Februar 1927 erinnerte sich der Barlachfreund Schwartzkopff, „Unvergeßlich bleibt mir die Stunde, als wir zu dritt in das Atelier kamen, das Tonmodell zu sehen, das auf zwei Eisenschienen ruhte und im dunklen Schweigen dem Beschauer den Mund schloß.“ (11) Daraufhin folgte der Transport des Werkmodells zur Bildgießerei Noack nach Berlin-Friedenau. Nach der Abformung des Werkmodells für die Gussform in der Gießerei erfolgte dort schließlich bis zum 16.03.1927 der Bronzeguss. Am 07.05.1927 erfolgte die Absendung des Engels von der Bildgießerei als Eilfracht an die Güstrower Domgemeinde. Am 29.05.1927 wurde der „Schwebende“ an einer von Barlach persönlich ausgewählten Stelle im östlichen Joch der Nordhalle im Dom zu Güstrow über einem schmiedeeisernen Füntegitter aus dem 18. Jhdt. (Durchmesser 2 m) aufgehängt und geweiht. Dies erfolgte aus Anlass des 1926 begangenen 700jährigen Jubiläums der Kirchweihe, zu dessen Wiederkehr das „Güstrower Ehrenmal“ für die Gefallenen des Weltkrieges eigentlich errichtet werden sollte. Im Innenring des Gitters wurde auf dem Boden ein kreisförmiger Gedenkstein mit den Jahreszahlen 1914 -1918 abgelegt und in der Nähe der Hängung das Gedenkbuch mit den Namen der 234 Gefallenen der Domgemeinde auf einem eigens hierfür gefertigten Tisch platziert. Bereits am 11.04.1927 kam durch die Freundschaft Barlachs zum Domprediger Schwartzkopff und Barlachs eigener Beziehung zum Güstrower Dom die Schenkung des „Güstrower Ehrenmals“ für die Domgemeinde zustande. Das war in seiner Gesamtheit ein Geschenk des Künstlers Ernst Barlach an seine Domgemeinde, welches den von ihm ausgewählten und nach seinen Vorstellungen hergerichteten Platz im östlichen Joch der Nordhalle in sein Kunstwerk einschloss. Die Guss- und Transportkosten in Höhe von 5.500 RM wurden von der Domgemeinde übernommen. Zehn Großspenden von Güstrower Bürgern und die Abgabe von Kunstgegenständen aus dem Domschatz an das Landesmuseum Schwerin (12), das danach Zahlungen in Höhe von 2.500 RM aus Landesmitteln ermöglichte, gewährleisteten die Finanzierung des Gusses bei Noack in Berlin. (Maße des Erstgusses von 1927: H: 71,0 cm (hintere Schrägfläche 74,5 cm), B: Schulterbreite 74,5 cm, T: 217,0 cm, Signatur unten links- EBarlach-. Guss von Hermann Noack, Berlin-Friedenau.) (13) In der Mecklenburgischen Tageszeitung vom 01.06.1927 fanden die Leser nun auch die veröffentlichte Meinung des Rostocker Professors Bruhns zum Denkmal im Güstrower Dom: „Barlach ist wirklich einer der ganz wenigen eigenen, echten, innerlichen und starken Gestalten der Gegenwart; kein zweiter zur Zeit in Deutschland lebender Bildhauer genießt bei allen Kennern ein so gefestigtes und allgemeines Ansehen wie er….Nur der ganz besondere Umstand, dass er den Güstrower Dom liebt, kann Mecklenburg das Glück verschaffen, von dem bedeutendsten Bildhauer, der seit Jahrhunderten in seinen Grenzen lebt, ein Werk zu erhalten“. (14) Der mit „Schw.“ unterzeichnete Beitrag verweist nach Auffassung der Verfasser auf den damaligen Domprediger und Freund Barlachs, Schwartzkopff. Dieser reagierte hiermit auf das sehr distanzierte Verhalten der Güstrower Domgemeinde und der Öffentlichkeit auf das „Güstrower Ehrenmal“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1929 - Gestaltung der Seitenfenster im nördlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.03.1929 stellte Barlach fest, dass das Ersetzen zweier in der Farbigkeit veränderter Fenster die Lichtverhältnisse im Nordschiff zufriedenstellend beeinflusst hat. Er schrieb an Muggly, dem Gestalter der Glasfenster im Nordschiff des Domes nach den Wünschen Barlachs: „Also mit dem Zustandekommen der Glasfenster ist meine Sache im Dom nunmehr als ganz beendet anzusehen“. (15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933 - Beginn der Diffamierung und Hetze gegen Barlach&#039;sche Kunstwerke==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach dem 30.01.1933 setzte die Hetze gegen Barlachs Werk ein. 11.04.1933: „Das Güstrower Ehrenmal ist eine offene Verhöhnung dessen, was sich ein gesunder Deutscher unter einem Kriegerdenkmal vorstellt. In Güstrow wird es nur „de Warermöhm“ (der Wassergeist) genannt. Im Interesse der geistigen Gesundung unseres Volkes sollten Schritte bei der zuständigen Instanz unternommen werden, um die Geschmacklosigkeit aus der Gottesstätte zu entfernen“. (16) „Das Werkmodell aus Gips des Güstrower Ehrenmales war zwischenzeitlich in die Obhut des Städtischen Kunstmuseums in Duisburg gelangt und dort zu sehen (1931/1933). Im Spätsommer 1933 wurde es von Barlach zurückerbeten, da der dortige Direktor Hoff von den Nationalsozialisten amtsenthoben wurde. In Duisburg hatte man die Absicht, das Werkmodell für das Museum zu erwerben, wobei es anscheinend für Barlach kein Problem war, das Werk museal präsentiert zu wissen“. (17)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1936 - Der &amp;quot;Niederdeutsche Beobachter &amp;quot; verunglimpft die Kunst Barlachs- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.04.1936 „Wir lehnen sie (… die Kunst Barlachs) ab als etwas Fremdartiges, vielleicht Oestliches, zudem wir blutsmäßig nicht die geringsten Beziehungen haben… Vielen unvoreingenommenen Besuchern des Domes ist der dort als Gefallenendenkmal einst angebrachte „Engel“ von Barlach, viel eher als ein „fliegender Dorsch“ denn als Engel begreifbar“. (18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1937 - Die &amp;quot;wundersame Wandlung&amp;quot; des Museumsdirektors Josephi==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnahme des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; am 23. August. Am 12.06.1937 distanzierte sich Josephi in einem Brief an Pastor Harloff, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Domgemeinderates war, von Barlach und erklärte, entgegen seiner positiven Aussage von 1926: „Ich möchte bemerken, dass ich von Anfang an gegenüber dieser Barlach‘schen Schöpfung den Ausdruck angewandt habe „Unzulängliche Lösung des Problems einer fliegenden Gestalt unter unerfreulicher Primitivität der Form“ … (19) Am 25.06.1937 antwortete Domprediger Harloff Josephi, dass es an der Zeit wäre, das „Güstrower Ehrenmal“ aus dem Dom zu entfernen und schlug vor, dieses im Landesmuseum Schwerin unterzubringen. (20) Er machte sich damit zur treibenden Kraft der Güstrower Domgemeinde zur Entfernung des Ehrenmals. (21) Am 09.08.1937 erhielt der Oberkirchenrat in Schwerin abschriftlich Kenntnis von einem mit - Vertraulich! - gekennzeichneten Schreiben des Mecklenburgischen Ministeriums Abteilung für Kunst, unterzeichnet von Minister Scharf vom 07.08.1937, an die Verwaltungen des Landesmuseums in Schwerin und anderer Museen. In diesem Schreiben wurde auf die Rede des Führers und Reichskanzlers Hitlers anlässlich des Tages der Kunst in München und dem danach getroffenen Erlass der preußischen Regierung vom 28.06.1937 verwiesen. Ausdrücklich wurde erklärt, dass alle Barlachwerke aus preußischen Schausammlungen zu entfernen seien. Der Minister riet, der Oberkirchenrat möge prüfen, ob die Entfernung des vom Bildhauer Barlach herrührenden Gefallenendenkmals im Dom zu Güstrow für angezeigt gehalten werde. (22) Landessuperintendent Kentmann übermittelte dem Oberkirchenrat am 12.08.1937 im Zusammenhang mit der zu erwartenden Abnahme des „Schwebenden“: „Herr Professor Wandschneider aus Plau besuchte uns hier auf unsere Bitte, die Schaffung eines Denkmals durch ihn berechnet er mit etwa 12.000 M, so ist daran gar nicht zu denken“. (23) Ein Entwurf ist in kirchlichen Akten in Güstrow und Schwerin nicht erhalten. Die Abnahme des „Schwebenden“ erfolgte auf der Grundlage des Beschlusses des Oberkirchenrates Schwerin vom 17.08.1937 (24) und wurde mit Schreiben des Oberkirchenrats vom 18.08.1937 an den Güstrower Landessuperintendenten und 1. Domprediger Kentmann zur Erledigung möglichst zum 23. d. M. angewiesen. (25) Am 20.08.1937 schrieb die Presse „Die zuständigen Stellen haben nunmehr beschlossen, das von dem Bildhauer Ernst Barlach im Jahre 1926 geschaffene Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges aus dem Dom zu Güstrow entfernen zu lassen„ (26) Am Nachmittag des 23.08.1937 wurde der „Schwebende“ in Anwesenheit des 2. Dompredigers Pastor Harloff, der sowohl als Vorsitzender den Kirchgemeinderat der Domgemeinde, als auch den wegen einer Vortragsreise verhinderten Güstrower Landessuperintendenten Kentmann vertrat, und des Oberkirchenrates Krüger–Haye, anwesend als Vertreter des amtierenden Oberkirchenrats Schwerin, durch die Fa. Pierstorff aus Güstrow abgehängt. Hierüber wurde dem amtierenden Oberkirchenrat am 24.08.1937 durch Oberkirchenrat Krüger–Haye schriftlich berichtet. (27) Das von Barlach in einem Brief an Wolf von Niebelschütz genannte Datum der Abnahme des „Schwebenden“ im Dom („Am 24sten d. M ist der Engel im hiesigen Dom abgehängt“) (28) beruht auf einem Irrtum Barlachs. (29), (30) Damit war das letzte Ehrenmal Barlachs aus der Öffentlichkeit entfernt worden. Die Abhängung des Kunstwerkes in Güstrow erfolgte gegen den dokumentierten Willen der amtsenthobenen Güstrower Domprediger Propst Koch und Pastor Schwartzkopff. Sie hatten für den Fall der unumgänglichen Abhängung die Rückgabe des „Schwebenden“ an Barlach und die 10 Großspender vorgeschlagen. (31) Sorgfältig, in einer Kiste verpackt, wurde der „Schwebende“ nach der Abnahme zunächst in der Nähe des Turmes im Güstrower Dom verwahrt, (32) danach nach Schwerin in das Stephanus-Stift bzw. in das Landeskirchenarchiv in der Apothekerstraße verbracht. (33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1938 - Odyssee des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachs Tod. 29.01.1938: Die Domökonomie in Güstrow bat den Oberkirchenrat um Erstattung von 124,01 RM für die Abnahme des Gefallenen-Mals im Dom zu Güstrow. Der Betrag entsprach der Summe von zwei Rechnungen der Fa. Pierstorff an die Domökonomie Güstrow vom 24.09. u. 23.10.1937. (29) Anfang Februar 1938 wurde der Betrag für die Domökonomie aus Schwerin angewiesen. Am 27.04.1938 war der Aufbewahrungsort des „Schwebenden“ noch die Garderobe zum Wichernsaal des Vereinshauses des Stephanus-Stifts in der Apothekerstraße (heute Körnerstr. 7). (34) Am 24.10.1938 verstarb Barlach in der Rostocker Privat-Klinik St. Georg in der Paulstraße 27, Chefarzt Professor Ganther. Seinen Freunden wurde mitgeteilt, daß Ernst Barlach in seine andere Dauer übergegangen sei. Ihm zu Ehren wurde am 27.10.1938 in seiner Werkstatt im Atelierhaus am Heidberg zu Güstrow eine würdige Trauerfeier durch seine Freunde gehalten. Ein Modell des Kopfes des „Schwebenden“ war neben Barlachs Sarg aufgestellt. Pastor Schwartzkopff hielt die Aussegnungsfeier. Am 28.10.1938 erfolgte die feierliche Beisetzung des Leichnams von Barlach in Ratzeburg neben dem Grab seines Vaters. Die Trauerrede hielt hier ebenfalls Pastor Schwartzkopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1939 - Gründung der Nachlaßverwaltung Sicherungsguss (Zweitguss) des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Barlach hatte schon zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, dass sein künstlerisches Erbe durch ein Gremium von ihm bekannter Persönlichkeiten, die er größtenteils selbst benannt hatte, verwaltet werden sollte. Diese Nachlassverwaltung wurde am 19.03.1939 durch einen Vertrag notariell beurkundet. Sie nannte sich „Verwaltung des künstlerischen Nachlasses des Bildhauers und Dichters Ernst Barlach“ (kurz Barlach-Gremium). Partner im Gremium waren anfangs Rechtsanwalt Karl Barlach, Oberregierungsrat Dr. Droß, Bildhauer Hugo Körtzinger, der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer, mit Vollmachten zur Beauftragung und zum Verkauf von Nachgüssen Barlachscher Skulpturen und anderer Werke sowie Nikolaus (genannt Klaus) Barlach. Bereits vor der Bildung des Barlach-Gremiums erteilte Böhmer im Geheimen, ohne Wissen von Klaus Barlach, dem alleinigen Erben, jedoch nachweislich mit Kenntnis von Körtzinger, einem späteren Mitglied des Barlach-Gremiums, im Januar 1939 den Auftrag für den Sicherungsguss des „Güstrower Ehrenmals“. Der Auftrag zum Guss ist im Kommissionsbuch der Bildgießerei Noack Berlin mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“ (35) vermerkt. Man kann davon ausgehen, dass er diesen Guss zur Sicherung des bedeutenden Barlachwerkes in eigener Verantwortung zu einem Zeitpunkt veranlasste, als der Verlust des Originals nach seiner Einschätzung nicht mehr verhinderbar schien. Vielleicht handelte er sogar noch als von Ernst Barlach hierzu beauftragter Vertrauter? Körtzinger bezeichnete diese, von Böhmer und ihm durchgeführte Aktion später in einem Brief an das Barlach-Gremium, als Sicherung des Güstrower Ehrenmals.(36) Der Sicherungsguss erfolgte nach dem originalen Werkmodell für den Erstguss, dass sich ab 1933 wieder in Barlachs Besitz befunden haben muss. Das originale Werkmodell des „Schwebenden“ war zwischenzeitlich 1932/1933 unter dem Museumsdirektor Hoff im Duisburger Museum ausgestellt worden. Nachdem Hoff, ein Verfechter der modernen Kunst, durch die Nazis amtsenthoben worden war, forderte Barlach das Modell vom Duisburger Museum zurück. Wo sich das originale Werkmodell nach seiner Abhängung in Duisburg zwischen 1933 und 1939, dem Jahr der geheimen Anfertigung des Zweitgusses tatsächlich befand und versteckt wurde, ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1940 - Der Sicherheitsguss (später als Zweitguss bezeichnet) im sicheren Versteck==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Barlach-Gremium schien von einer Beauftragung, Realisierung und Bezahlung des Sicherungsgusses nichts gewusst zu haben, da es erst 1940 bei einer Sitzung Kenntnis davon nahm, „daß sowohl der Kieler Geistkämpfer als auch das Güstrower Mal sich in sicherer Verwahrung befinden“. (37) So ist es dem Wagemut von Böhmer, der Gießerei Noack und dem Kunstfreund Körtzinger zu danken, dass Barlachs „Schwebender“ als große Bronze der Nachwelt durch diesen Sicherungsguss erhalten blieb. Böhmer stand bis zum Tode Barlachs und danach auch als Beauftragter des Barlach-Gremiums sowohl in deren als auch in den Diensten der Nazis. Der Kunsthändler Böhmer spielte eine sehr ambivalente Rolle. These der Autoren:(38) Ihm als NS-Kunsthändler und förderndes Mitglied der SS könnte der Transport des Werkmodells aus Barlachs Güstrower Atelier(?) zur Gießerei nach Berlin unauffällig möglich gewesen sein. Der Sicherungsguss soll zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“ erhalten haben (39). (Kunstwort aus Kollwitz und Güstrow, II für den Sicherungsguss) Tom Crepon schrieb „Bei der ersten von der Galerie Theodor Fischer in Luzern, veranstalteten Versteigerung werden sieben Plastiken Barlachsangeboten, darunter der Zweitguss des Schwebenden(?), die Holzplastik Lesender Mönch und ein Bronzeguss vom Wiedersehen“. (40)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informant von Crepon war nach Äußerungen von Frau Johanna Schult sehr wahrscheinlich ihr damaliger Ehemann Friedrich Ernst Schult, ein Patenkind Ernst Barlachs. Derartige Äußerungen von ihrem Schwiegervater Friedrich (Lütten) Schult gegenüber Crepon hält sie für unwahrscheinlich. Diese von Crepon gemachten Angaben stimmen inhaltlich nicht mit nachstehenden Texten überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Friedrich Schult der Güstrower Nachlassverwalter Barlachs, schrieb in dem Werkeverzeichnis (41): „Ein zweiter, aus Sicherheitsgründen 1942 in Auftrag gegebener Guß während des Krieges in Schnega, Kr. Dannenberg, ausgelagert, jetzt in der Antoniterkirche Köln. Ein davon abgenommener dritter Guß in vorläufiger Hängung im westlichen Joch des südlichen Seitenschiffs des Güstrower Doms; H: 70,0 Schulterbreite 73,5 T: 214,0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 - Auf der Internetseite des Güstrower Doms (42) wird ausgeführt: „Freunde Barlachs haben 1942 mit großem Einsatz einen Zweitguss herstellen lassen, der in der Lüneburger Heide verborgen werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, führte in „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow, Wegweiser April-Mai 2009“ (43), aus: „Wie kommt es, dass der Engel dennoch heute wieder in Köln und Güstrow hängt? In der Berliner Gießerei Hermann Noack existierte damals noch das Werkmodell des „Schwebenden“. Von diesem Gipsmodell ließen Freunde Barlachs kurz nach seinem Tod einen zweiten Guss anfertigen. Der überstand den Krieg, versteckt in einer Kiste in einem Schuppen bei dem Maler Hugo Körtzinger in Schnega in der Lüneburger Heide“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Klärung von widersprüchlichen Textangaben werden hier durch die Autoren weitere Daten und Fakten zitiert. Das Schweizer Auktionshaus Theodor Fischer hatte der „Verwertungskommission“ für „Entartete Kunst“ bereits 1938 sein Interesse an einer Zusammenarbeit mitgeteilt. Auf der Grundlage eines Vertrages, dem ein Verzeichnis der zu versteigernden Werke mit entsprechenden zu erreichenden Limits beigefügt war, wurde in der am 30.06.1939 im Grand Hotel National in Luzern von der Galerie Fischer eine Auktion „Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen“ durchgeführt und dabei sieben Barlachwerke versteigert. Darunter befanden sich Christus und Johannes (auch als „Wiedersehen“, bekannt), 1926 Bronze, Höhe 48 cm und „Lesender Mönch“, 1932, Holz 60x61x23 cm. Ein Zweitguss des „Schwebenden“ wurde laut Katalog nicht angeboten. Angeboten wurde laut einer Übersicht „Verkaufsergebnisse der Auktion - Gemälde und Plastiken moderner Meister aus deutschen Museen -, Galerie Fischer, Luzern 30. Juni 1939“ unter Los-Nr. 7 jedoch die Plastik „Schwebender Gottvater“ (auch „Schwebender Mann“ genannt) 1922, Böttgersteingut, Höhe 50 cm. (44) Nach Auffassung der Autoren kann es sich bei Crepon daher nur um eine Verwechselung Barlachscher Plastiken handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das „Güstrower Ehrenmal“ stand nicht auf der EK-Liste der sogenannten &amp;gt;&amp;gt;entarteten&amp;lt;&amp;lt; Kunst der Nazis, die ca. 16.000 Kunstwerke umfasste. Die Abnahme des „Güstrower Ehrenmals“ durch die Kirchenführung verhinderte zwar die Vereinnahmung des „Schwebenden“ durch die „Verwertungsgesellschaft“ der Nazis aber der Erhalt des Originals wurde, wie wir heute wissen, dadurch jedoch nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Auftrag für einen Sicherungsguss im Kommissionsbuch der Bildgießerei Hermann Noack Berlin ist mit dem Eintrag „10.I. 4911 1 Engel Brz. Böhmer 1939“, vermerkt und wurde nach unseren Erkenntnissen nicht direkt von dort per Bahn nach Schnega transportiert. (35), (45)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlussfolgernd kann durch diese Recherchen im Hinblick auf die obigen widersprüchlichen Textstellen festgestellt werden, dass - der Sicherungsguss tatsächlich am 10.01.1939 von Bernhard A. Böhmer beauftragt wurde und - kein Zweitguss des „Schwebenden“ in Luzern oder Basel zur Versteigerung angeboten werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1940&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
-Am 25.09.1940 beschloss der Kirchgemeinderat auf Vorschlag von Domprediger Grüner einstimmig, dass das Wandgemälde („Kreuzigungsszene“) von dem Güstrower Maler Wilke, zusammen mit dem Gedenkbuch und dem eichenen Tisch, künftig als Stätte für die Heldenehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges dienen solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1941 - Beschlagnahme und Abholung des &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; zur Verschrottung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.02.1941 wurde auf Veranlassung des Landesbischofs und Landeskirchenführers (NSDAP Mitglied) Schultz der „Schwebende“ in dessen Garage am Kreuzgang des Schweriner Doms (Bischofstr.4) untergestellt. (33) Im März 1941 wurde das „Güstrower Ehrenmal“ dann auf Veranlassung der NSDAP Kreisleitung Schwerin-Stadt durch Angestellte der Schweriner Schrottfirma (Gebr. Sommerkamp), während einer Abwesenheit des Landeskirchenführers und Landesbischof Schultz zu Vorträgen, aus dessen Garage entwendet. Hierüber schrieb Kleinschmidt im November 1945 „…1941 wurde das Archiv eräumt, um „baltischen Rückwanderern Platz zu machen“ und der Schwebende …in der Garage des genannten Landeskirchenführers abgestellt. …Dieser wurde deswegen von einem noch höherprozentigen Nationalsozialisten denunziert“. Die daraufhin erfolgte Hausdurchsuchung soll mit der kategorischen Aufforderung an den Landeskirchenführer geendet haben, die Figur „wehrwirtschaftlichen Zwecken“ zur Verfügung zu stellen. Die Figur soll danach auf Veranlassung eines gewissen Stolte, eines Beauftragten des NSDAP-Kreisleiters Schwerin-Land, Mayn, kurzerhand durch Angestellte der Schweriner Fa. Gebr. Sommerkamp aus der Garage in der Bischofstraße 4 entwendet worden sein. (33) Dies war leicht möglich, weil die ahnungslose Haustochter den Schlüssel für die Garage herausgab. Die Fa. Gebr. Sommerkamp übermittelte der NSDAP Kreisleitung am 21.04.1941 schriftlich, „Wir bestätigen hiermit vom Landesbischof der ev.- luth. Kirche Mecklenburg eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg, zum Zweck der Einschmelzung, für die Wehrwirtschaft erhalten zu haben. Heil Hitler!“ (Unterschrift) Sommerkamp. (46) In einem persönlichen Schreiben dankte der Kreisleiter der NSDAP Schwerin-Stadt, Mayn, dem Landesbischof mit der Anrede „Sehr geehrter Parteigenosse Schultz“ für die Metallspende, die mit dem Brief „quittiert“ wurde. Mit diesem Brief (Schultz hatte mehrfach bei Staats- und Parteiorganen protestiert und eine Quittung verlangt!) sollte vermutlich ein Diebstahl des „Schwebenden“ legalisiert werden. (47)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1944 - Zerstörung des Werkmodells durch Kriegseinwirkung bei Noack in Berlin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstwahrscheinlich wurde das Original von Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ zu Rüstungszwecken nach 1941 verschrottet. Nach der Abholung des „Schwebenden“ durch die Fa. Sommerkamp ist nichts weiteres über den Verbleib des „Schwebenden“ dokumentiert. 1944 soll durch Kriegseinwirkungen bei der Fa. Noack in Berlin auch das 1939 erneut zur Anfertigung des Sicherungsgusses (von Güstrow nach Berlin?) transportierte Werkmodell (Gips), zerstört worden sein. (48) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkungen der Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Neben den Verweisen auf Literaturquellen möchten wir im Folgenden auch auf Links zu Internetseiten verweisen, die geeignete Informationen enthalten und daher ebenfalls in das Literaturverzeichnis aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Links führen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich.) http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095, Dr. Meike Hoffmann, Bildersturm der Nazis –„Entartete Kunst“, Episode 7 Die Bronzen“.&lt;br /&gt;
„Lediglich ein Luftangriff 1943 beschädigte die Gießerei (Noack) leicht. So konnte hier nach Kriegsende als einzige Gießerei Berlins sofort wieder gearbeitet werden“. (49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1945 - Suizid des Ehepaares Böhmer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03.05.1945 nahmen sich Bernhard A. Böhmer und seine zweite Ehefrau Hella geb. Otte aus Angst vor den Ereignissen zum Kriegsende das Leben. Der damals 12-jährige Sohn Peter überlebte die Tragödie, weil ihm noch rechtzeitig Hilfe geleistet werden konnte. (51) Als Vormund und Verwalterin des Böhmer-Erbes wurde seine Tante Wilma Zelck (geb. Otte), die Schwester seiner Mutter, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Artikel in der Täglichen Rundschau vom 04.11.1945 schreibt der Schweriner Pastor Kleinschmidt: „Wir haben keine sichere Kunde, dass er wirklich eingeschmolzen ist. Es geht das Gerücht, dass er in die Schweiz verschoben wurde, um von da aus nach Amerika verkauft zu werden…“ (33). Während des Krieges war der im geheimen bei Noack angefertigte Sicherungsguss nach dem originalen Werkmodell Barlachs in einer Kiste verpackt, zusammen mit einer zweiten Kiste, in der sich der von Böhmer aus Beständen des Propagandaministerium erworbene dreigeteilte Kieler Geistkämpfer befand, unter der Bezeichnung „Bildhauergut“, per Bahn nach Schnega in die Lüneburger Heide gelangt. Von der Bahnstation wurde Körtzinger benachrichtigt und holte die Sendungen persönlich von dort mit zwei Pferdegespannen des ihm benachbarten Gutes ab. Danach verbarg er die Kisten auf seinem Gehöft. „Die Kisten wurden teils auf dem Hof, teils in einem zur Straße offenen Schuppen gestellt.“ (45) Da sowohl der Sicherungsguss des „Schwebenden“ als auch der laut Kaufvertrag vom 07.12.1940 (65) von Böhmer erworbene Kieler Geistkämpfer gemeinsam in Schnega auf der Bahnstation ankamen, könnten beide Kisten auch zum gleichen Zeitpunkt an gleicher Stelle von Böhmer(!) aufgeliefert worden sein. &#039;&#039;&#039;(These des Autors DK: Folglich hätte Böhmer den Sicherungsguss des „Schwebenden“, der zwischen Anfang 1939 und Ende 1940 fertiggestellt worden war, längstens etwa zwei Jahre in seinem Besitz anderenorts zwischengelagert. Beide Werke kamen dann mutmaßlich Anfang 1941 als „Bildhauergut“ gleichzeitig (!) von Berlin oder Güstrow nach Schnega zum Versand.)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Antje Löhr-Sieberg: &amp;quot;Dieser Zweitguss landete dann schließlich in Schnega, das ist ein kleiner Ort im Wendland in der Lüneburger Heide. Dort wurde er von Herrn Körtzinger höchstpersönlich vom Bahnhof abgeholt. Mitgeliefert wurde der „Geistkämpfer&amp;quot; aus Kiel. Und Herr Körtzinger ließ diese zwei Plastiken in der Verpackung, d. h. in den Versandkisten, und stellte sie in einem offenen Schuppen ab. Und dort haben sie den ganzen Krieg überdauert. Bis, wie Körtzinger sagt, die Sieger kamen und ein Schutzschild an die Scheune hefteten, so dass nun nichts mehr zu befürchten war. (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1947 - Die Existenz des Sicherungsgusses (Zweitguss) wird bekannt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hentzen, schrieb am 20.09.1947 an Heise, dass ein zweiter Guss, der noch zu Lebzeiten Barlachs von einem Amerikaner (?) bestellt worden sei, von Körtzinger zurückgehalten würde, weil Körtzinger angeblich große Geldbeträge von Böhmer zu kriegen hätte. Weiter wurde von ihm bemerkt, dass der bei Körtzinger vorhandene zweite Guss zum Nachlass Barlachs und nicht Böhmer gehöre. Über den Geistkämpfer der ebenfalls bei Körtzinger verwahrt war, äußerte sich Friedrich Schult ähnlich. (52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1948 - Das Vorhaben, den &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; in einer Ausstellung in Köln zu zeigen, zerschlägt sich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde in der Kunstszene bekannt, dass bei Körtzinger in Schnega dieser Sicherungsguss des „Schwebenden“ existiere. Der Kölner Museumsdirektor Reidemeister, wollte diesen schon 1948 zusammen mit dem Kieler Geistkämpfer in eine Ausstellung nach Köln holen. Er bat Reemtsma, einem Mitglied des Barlachs-Gremiums, um Vermittlung und Unterstützung des Vorhabens. Reidemeister plante anlässlich des 700-jährigen Domjubiläums in Köln eine Ausstellung unter dem Motto „Christliche Kunst der Gegenwart“. Reemtsma hatte den gewünschten Kontakt zu Körtzinger herbeigeführt, doch dieser reagierte auf Anfragen von Reidemeister nicht. (53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1950 - Bemühungen um Rückführung des Schwebenden nach Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.07.1950 bemühte sich Johannes Schwartzkopff (unter Hinweis auf frühere Ausführungen von Kleinschmidt in der Täglichen Rundschau 04.11.1945) um Akteneinsicht beim Oberkirchenrat in Schwerin. „Das Barlach-Gremium, dessen Mitglied ich bin, legt Wert darauf, diese Vorgänge zu kennen, weil es dazu helfen kann, den Zweitguss des Denkmals, der sich noch in der Westzone befindet, für den Dom zu bekommen.“ (54) Im Dezember 1950 trafen die Akademie der Künste der damaligen DDR und Friedrich Schult als Mitglied des Barlach-Gremiums und somit als ein Nachlassverwalter Barlachs, eine Vereinbarung zur Unterstützung einer in der Akademie geplanten Barlach-Ausstellung. Dabei wurde auch bekannt, dass es Beratungen innerhalb des Barlach-Gremiums darüber gab, einen weiteren Guss des „Schwebenden“ nach Güstrow in den Dom zu bringen.(53)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1951 - Verkauf des Schwebenden (Zweitguss) an Köln und Auftrag zum Drittguss für den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In langen und komplizierten Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der Hamburger Barlachgesellschaft Harmsen und zuständigen Gremien in Köln, Güstrow und Kiel sowie mit Körtzinger und dem Vormund Wilma Zelck, als der Vertreterin ihres noch rechtlich handlungsunfähigen Neffen und Böhmer-Erben, Peter Böhmer, wurden gemeinsam folgende Übereinkommen erzielt: - Das Barlach-Gremium ist der alleinige Nachlassverwalter für das Zweitstück des Schwebenden in Schnega. - Die geschätzten Gusskosten für ein neues Güstrower Ehrenmal in Höhe von 5150 DM und die Forderungen von Hugo Körtzinger in Höhe von 4000 DM sind durch den Verkauf des Zweitstückes zu finanzieren. - Die Unterbringung des Zweitstückes des Schwebenden sollte in einem Süd- oder Westdeutschen Museum erfolgen. (55)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barlachfreunde sollen 1950 zunächst noch an die Übergabe des Sicherungsgusses an Güstrow gedacht haben. Nach dem Kauf des Sicherungsgusses des „Schwebenden“ durch die evangelische Synode Köln wurde davon jedoch nicht mehr geredet. Um den dritten Guss für Güstrow möglichst schnell herbeiführen zu können, musste sowohl die Herausgabe des Engels von Körtzinger nach Köln und gleichzeitig die Finanzierung des Gusses bei Noack organisiert werden. Die strittige Eigentumsfrage am Zweitguss des „Schwebenden“, der korrekterweise immer als Sicherungsguss für den Güstrower Dom zu bezeichnen ist, konnte damals auch nicht durch ein Gerichtsverfahren zum Böhmer-Nachlass in Lüneburg geklärt werden. Erst danach kam es durch die Vermittlung von Harmsen, dem Vorsitzender der Barlachgesellschaft, zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Hugo Körtzinger und Wilma Zelck. Harmsen setzte sich nach dem außergerichtlichen Vergleich nachdrücklich für den Verkauf des Sicherungsgusses weit im Westen und für die Herstellung eines dritten Gusses für Güstrow ein. Die vorbehaltlose Rückgabe des Sicherungsgusses an die Domgemeinde Güstrow stand zu keiner Zeit tatsächlich auf der Tagesordnung. Die für den dritten Guss erforderliche Summe von rund 5.000 DM wurde von Hermann F. Reemtsma verauslagt, da die Kölner evangelische Kirche das Geld dafür zunächst erst einwerben musste. Der Barlach-Erbe, Nikolaus (Klaus) Barlach verzichtete auf jeglichen Vorteil aus dem Drittguss des „Schwebenden“ (Güstrow) und der Wiederherstellung des in drei (?) Teile zerlegten „Geistkämpfers“ (Kiel). Er erklärte, dass es ihm ausdrücklich um das Ziel ginge, die Werke seines Vaters bald an die ursprünglichen Plätze zurückkehren zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216/ Antje Löhr-Sieberg (Antoniterkirche Köln): &amp;quot;Im Jahr 1951 wurde der Engel auf dem kleinen Kunstmarkt zum Kauf angeboten, und zwar wurde er den Museen in Bremen, Hamburg, Köln und in der Baseler Kunsthalle angeboten. Das war natürlich der Moment, in dem Reidemeister nun zum zweiten Mal versuchte, den Engel zu bekommen. Und tatsächlich gelang es ihm. Die Voraussetzung war, dass der Engel - also er sollte verkauft werden, er sollte so viel bringen, dass das Geld ausreichte für einen Drittguss für Güstrow und für 4.000 DM, die Herr Körtzinger verlangte. Reidemeister war klar, dass dieser Engel in diese Kirche hier, in die Antoniterkirche gehörte: eine evangelische Kirche mit einem sehr schönen Aufstellungsort, so etwa, wie Barlach es auch gefordert hatte für den Engel.&amp;quot; (50)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1951&#039;&#039;&#039; - Am 10.10.1951 wandte sich der Superintendent der Synode der evangelischen Landeskirche Köln, Hans Enke, mit persönlichen Briefen an zahlungskräftige Personen, Versicherungen, Banken und andere Spender, um Geld für den Kauf des Zweitgusses des „Schwebenden“ durch die ev. Kirche Köln einzuwerben. Bei der von ihm initiierten Spendenaktion argumentierte der Superintendent teilweise mit sehr vagen Formulierungen. (56) Das Presbyterium der Kölner evangelischen Kirchen hatte die Zustimmung der Antoniterkirche für eine Aufhängung des „Schwebenden“ erwirkt. Mitte des Jahres 1951 hatte die evangelische Antoniterkirche sich bereit erklärt, den Zweitguss des „Schwebenden“ in ihrer Kirche aufzuhängen. (43) Der Antonitergemeinde sollten hierdurch keine Unkosten entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion in Köln brachte die Gelder zusammen, um den „Schwebenden“ für die ev. Kirche in Köln zu erwerben, Die eingeworbenen 10000 DM dienten zur Begleichung: - der Vergütungsforderung von Körtzinger in Höhe von 4000 DM - der Abformung und des Drittguss für Güstrow bei Noack 4000 DM - der Auslagen von Harmsen (für Transporte u. ä.) 2000 DM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abformung für den neuen, für Güstrow zu gießenden, „Schwebenden“ erfolgte ab dem 30.11.1951 in Schnega durch Noack und einen Mitarbeiter. Den Modellgips hatte Harmsen persönlich nach Schnega geschafft. Dies alles schien Prof. Reidemeister nötig, um das mehrfache „Überschreiten“ innerdeutscher Grenzen (von West nach Ost und weiter nach West-Berlin und zurück), durch den Zweitguss des „Schwebenden“ zu verhindern. Von der Kölner Kirchenleitung wurden darin Gefahren für einen Verlust gesehen. Der Drittguss erfolgte wieder bei Noack in West-Berlin. Dieser neue Guss des „Schwebenden“ sollte ursprünglich zur Eröffnung der Barlach-Ausstellung am 07.12.1951 in der Akademie der Künste der DDR gezeigt werden. Die Eröffnung wurde damals aus uns unbekannten Gründen auf den 14.12.1951 verschoben. Die Verzögerungen bei der Abformung in Schnega verhinderten die Ausstellung eines Bronzegusses des „Schwebenden“ in dieser repräsentativen Ausstellung. So wurde der von Harmsen gemachte Vorschlag aufgegriffen und in der Ausstellung in Berlin ein sofort nach der Abformung in Schnega gefertigter getönter Gipsguss der Fa. Noack gezeigt. Anlässlich der Barlach-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR gerieten die Werke Barlachs ins Visier der staatlichen Kritik. Waren sie von den Nazis als bolschewistisch und undeutsch verfemt worden, so hieß es jetzt, sie seien formalistisch oder dekadent. Girnus, ein Verfechter der SED Kultur- und Hochschulpolitik, nannte Ernst Barlach im „Neuen Deutschland“ einen auf verlorenem Posten stehenden, in seinem Grundzug rückwärtsgewandten Künstler und seine Geschöpfe eine graue, passive, verzweifelte, in tierischer Dumpfheit dahinvegetierende Masse.“ Das änderte sich erst, als Bertolt Brecht sich eindeutig für Barlachs Werk einsetzte: &amp;quot;Ich halte Barlach für einen der größten Bildhauer, die wir Deutschen gehabt haben. Der Wurf, die Bedeutung der Aussage, das handwerkliche Ingenium, Schönheit ohne Beschönigung, Größe ohne Gerecktheit, Harmonie ohne Glätte, Lebenskraft ohne Brutalität machen Barlachs Plastiken zu Meisterwerken.&amp;quot;(57) Der 1951 an die Akademie der Künste der DDR ausgeliehene Gipsguss wurde an die Gießerei Noack zur Verfügung des Barlach-Gremiums zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1952 - Drittguss bei Noack, Berlin und Auslieferung an den Dom zu Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln sorgte Museumsdirektor Reidemeister nun dafür, dass der Zweitguss des „Schwebenden“ am 26.01.1952 offiziell durch die evangelischen Gemeinden der Synode Köln übernommen und vorübergehend im Kunstmuseum in der Eigelsteintorburg untergebracht wurde. Zur Wiedereinweihung der Kölner Antonitercitykirche in der Schildergasse am 15.05.1952 erhielt er einen sakralen Platz und ebenfalls die Weihe. Unterhalb des Engels befindet sich eine rechteckige Steinplatte mit den Daten der Weltkriege 1914 -1918, 1939 -1945. (1995 wurde eine pultförmige Holocaust-Stele des Bildhauers Dieter Boers vor dem Denkmal aufgestellt.) Erst am 14.03.1952, also Monate nach der Barlachausstellung in Berlin, hatte Harmsen den bronzenen Drittguss bei Noack persönlich für das Barlach-Gremium übernommen. Harmsen hatte mit Brief vom 19.03.1952 die Bedingungen des Barlach-Gremiums, unter welchen dieser Drittguss an die Domgemeinde Güstrow übergeben werden würde, wie folgt formuliert: - der Schwebende eine sollte eine Leihgabe des Barlach-Gremiums bleiben, - der Schwebende durfte nur in der Obhut des Doms verbleiben und - eine Ortsveränderung könnte nur mit Genehmigung des Barlach-Gremiums erfolgen. Die geforderte Beschlussfassung des Kirchgemeinderates wurde mit den Schreiben von Siegert an Harmsen vom 25.03.1952 und 15.04.1952bestätigt.(55) Auf Bitten der Domgemeinde zu Güstrow und durch den Beschluss des Barlach-Gremiums (66) kam der neue „Schwebende“ am 04.06.1952 als Leihgabe des Barlach-Gremiums unter entscheidender Mitwirkung des Kölner Superintendenten Enke und des Beauftragten des Barlach-Gremiums und Vorsitzenden der Barlachgesellschaft Harmsen nach Güstrow. „Friedrich Schult, der den Transport an seinen Bestimmungsort begleitet hat, kann im Juni 1952 an Freunde Barlachs telegrafieren: „… seit dem04.06.1952 nachmittags um halb sechs Uhr ist der Engel wieder in der Hut des Domes (oder dieser in der Hut des Engels)…“.(58) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1953 - Aufhängung im westlichen Seitenschiff==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Platz der Aufhängung im Dom zu Güstrow gab es Meinungsverschiedenheiten, da an dem ursprünglichen ersten Aufhängungsort in der Nordhalle des Doms die Winterkirche eingerichtet worden war und an der ursprünglichen Stelle der Ersthängung von 1927 nun im Jahre 1952 ein Ofen stand. Die Meinungsverschiedenheiten wurden erst am 03.03.1953, also erst wenige Tage vor der feierlichen Übergabe des „Schwebenden“ als Leihgabe des Barlach-Gremiums in die Obhut der Domgemeinde ausgeräumt. Am 08.03.1953 wurde der Drittguss des „Schwebenden“ - nach zahlreichen Probehängungen - im westlichen Joch des Südschiffes aufgehängt und nach dem Gottesdienst geweiht. An dieser Weihe konnte keine der an der Übergabe entscheidend mitwirkenden Persönlichkeiten aus der Bundesrepublik teilnehmen, da die Einreisen durch die DDR-Behörden unterbunden worden waren. Dadurch erfuhr Landessuperintendent Siegert nicht persönlich, sondern erst Wochen später durch einen Brief vom Vorsitzenden des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen, dass dieser seitens des Barlach-Gremiums beauftragt war, am 08.03.1952 die Kopie für das verlorengegangene Barlachsche Original als ein Geschenk der Synode Köln/Rhein an die Domgemeinde zu übereignen. Diesen Brief von Harmsen erhielten durchschriftlich auch die Mitglieder des Barlach-Gremiums Rechtsanwalt Karl Barlach, Regierungsdirektor Dr. Droß, Oberkonsistorialrat Schwartzkopff, Nikolaus Barlach und Hugo Körtzinger.(59) Der Landessuperintendent Siegert schrieb daraufhin am 23.06.1953 einen herzlichen Dankesbrief, worin es u. a. hieß: „Ich bitte die Synode der evangelischen Kirche Köln, meinen tiefen Dank, den ich schon lange zugleich im Namen der Domgemeinde und des Kirchgemeinderates zum Ausdruck bringen sollte, entgegenzunehmen und unserer aufrichtigen inneren Verbindung gewiss zu sein.“(60) Schließlich unterrichtete Harmsen am 08.07.1953 den Superintendenten Encke in Köln darüber, welche Umstände dazu geführt hätten, dass er am 08.03.1953 nicht persönlich in Güstrow anwesend sein konnte, um den Engel als Geschenk der Synode Köln zu übergeben. Er habe die Besitzverhältnisse mit seinem oben zitierten Brief vom 15.05.1953 an Superintendenten Siegert eindeutig geklärt, dass der „Schwebende“ als Geschenk der Synode Köln nach Güstrow gekommen sei, um hier dauerhaft zu verbleiben. (61) zurück zum Schwebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1961 - Der vorhandenen Inschrift auf dem kreisförmigen Gedenkstein aus Muschelkalkstein==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterhalb des „Schwebenden“ wurden im Juni durch den Bildhauermeister Rolf Lange (Schwerin) die Einträge Im Gedenken und 1939 - 1945 hinzugefügt.(62)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1968 - Aufhängung im westlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal für Günther von Passow, von C. P. Dieussart, wurde im Februar in das südliche Seitenschiff umgesetzt und der „Schwebende“ in das westlich gelegene Joch der Nordhalle mit Blick nach Osten umgehängt. (63) Ursächlich für diese Veränderung waren Arbeiten an der Heizung und Reparaturen an der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1985 - Aufhängung im östlichen Joch des nördlichen Seitenschiffes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Schwebende“ wurde nun an den von Ernst Barlach vorgesehenen Platz im östlichen Joch des Nordschiffes mit Blickrichtung nach Westen aufgehängt. (64)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1987 - Im Schleswig-Hollsteinischen-Landesmuseum wird ein weiterer Guss (Viertguss) des Schwebenden gezeigt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 hängt ein dieser Guss des „Schwebenden“ im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottofrf in Schleswig in einem Saal für Barlach-Plastiken. Auftraggeber hierfür war Hans Barlach, der heute im Besitz der Gussform ist, die 1951 von Noack und einem Mitarbeiter in Schnega hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließende Anmerkung zur Broschüre und Dank der Autoren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Recherchen nicht die unterschiedlichen eigentumsrechtlichen Auffassungen an dem „Güstrower Ehrenmal“ übersehen und uns hierzu eine eigene Meinung gebildet. Da uns bei unseren Studien jedoch auch bekannt wurde, dass über die unterschiedlichen Ansichten zwischen den Beteiligten in einer juristischen Form eine Vereinbarung getroffen wurde, halten auch wir uns mit unserer Meinung an dieser Stelle zurück. Die Zusammenstellung der Daten und Fakten in dieser schlichten Broschüre für die Domgemeinde war uns nur möglich, weil uns von vielen Stellen bereitwillig Unterstützung beim Quellenstudium, durch Gespräche sowie bei der Finanzierung des Druckes gewährt wurde. Für die bereitwillige Hilfe bei unseren Recherchen danken wir besonders dem Landeskirchlichen Archiv beim Oberkirchenrat in Schwerin, Frau Karoline Krüger. (Die hier vorgefundenen sorgfältigen Recherchen und exakt aufbereiteten Schriftsätze zu eigentumsrechtlichen Fragen durch den ehemaligen Kirchenarchivrat Piersig waren für unsere Zusammenstellung von Daten und Fakten besonders wertvoll.) Ferner danken wir: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- der Antonitercitykirche Köln, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Antje Löhr-Sieberg und Frau Annette Scholl, &lt;br /&gt;
:- dem Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“, Frau Doris Dieckow–Plassa &lt;br /&gt;
:- dem Museum der Stadt Güstrow, Frau Iris Brüdgam&lt;br /&gt;
:- der Domgemeinde zu Güstrow, Herrn Propst Christoph Helwig und Herrn Küster Helmut Steinhagen, &lt;br /&gt;
:- dem ehemaligen Leiter der Kirchen-Bauhütte, Herrn Raimund Schmidt &lt;br /&gt;
:- Bildarchivar, Herrn Rainer Benox, &lt;br /&gt;
:- Frau Johanna Schult, Zeitzeugin, Schwiegertochter von Friedrich „Lütten“ Schult, &lt;br /&gt;
:- CABLE ENGINEERING NORD GMBH Güstrow, Geschäftsführer Herrn Gerhard Schmidt. &lt;br /&gt;
:-  Es gab leider auch Stellen, die auf Gesprächsanfragen nicht reagierten oder zu Detailfragen nicht auskunftsbereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Autoren Dieter Kölpien &amp;amp; Gernot Moeller&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturquellen und Autorenverzeichnis==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) 16.04.1926, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, an den Oberkirchenrat in Schwerin, Seite 2. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower, Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) 19.08.1926, Vermerk vom Oberkirchenrat in Schwerin auf Schreiben an Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) 17.08.1926, zweiseitiges handschriftliches Gutachten Prof. Dr. Leo Bruhn, Universität Rostock, an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) 19.08.1926,Schreiben vom Oberkirchenrat in Schwerin an den Landessuperintendent Kittel in Güstrow (G. Nr. III 3567), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60. Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8) Probst – Laur , Barlach Werkeverzeichnis II 1996, Das plastische Werk, Ernst Barlach Stiftung Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(9) Elmar Jansen (Gesamtredaktion Ausstellungskatalog Mai – Juni 1981)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(10) Katalog I „Ernsts Barlachs Werke und Werkentwürfe in fünf Jahrzehnten“, &lt;br /&gt;
Akademie der Künste der DDR, Staatliche Museen zu Berlin&lt;br /&gt;
Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960 S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(11) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998 (Ein Engel für den Güstrower Dom, Zur Entstehungsgeschichte des Güstrower Ehrenmals von Ilona Laudan, S. 59, Abb. 37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(12) 03.12.1926, Schreiben des Landesmuseums Schwerin an den Landessuperintendenten Kittel in Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(13) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult / I 1960, S 187, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14) 01.06.1926, Mecklenburgische Tageszeitung Nr. 125, Erscheinungsort Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(15) 21.03.1929, Brief von Ernst Barlach an Karl Muggly&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(16) 11.04.1933, handschriftlich von unbekanntem Absender an den Oberkirchenrat in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(17) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal von Volker Probst S.89/90)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18) 04.04.1936, Niederdeutscher Beobachter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(19) 12.06.1937, Schreiben von Prof. Walter Josephi, Landesdenkmalpfleger für Kunst und Kunstgewerbe an Pastor Harloff Güstrow, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20) 25.06.1937, Brief von Pastor Harloff Güstrow an Landesdenkmalpfleger Josephi in Schwerin, (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(21) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998, (Die Spur des Schwebenden, Zur Rezeptionsgeschichte von Ernst Barlachs Güstrower Ehrenmal (1927) von Volker Probst S.92.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(22) 09.08.1937, beglaubigte Abschrift des Schreibens des Min. Dr. Scharf an das Landesmuseum vom 07.08.1937, mit Vermerk an Oberkirchenrat (Eingang beim Oberkirchenrat Schwerin am 09.08.1937), (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(23) 12.08.1937, Brief vom Landessuperintendent Kentmann Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24) 17.08.1937 „…beschließt der Oberkirchenrat, daß, das Barlachsche Ehrenmal baldigst aus dem Dom entfernt, sorgfältig in eine Kiste verpackt und in einem Nebenraum sicher verwahrt werden soll.“ (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(25) Am 18.08.1938 wird in einem Brief des Oberkirchenrates an den Superintendenten und 1. Domprediger Kentmann die Herabnahme möglichst zum 23.08.1937 angewiesen. (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(26) 20.08.1937, Rostocker Anzeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(27) 24.08.1937, Bericht (ohne Unterschrift - sehr wahrscheinlich von Oberkirchenrat Krüger-Heye, der die Abnahme in Güstrow in Vertretung des amtierenden Oberkirchenrats beaufsichtigte) über die Abnahme des Güstrower Ehrenmals an den amtierenden Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(28) 30.08.1937, Brief Ernst Barlachs an Wolf von Niebelschütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(29) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 199, Die Spur des Schwebenden, („Zur Abnahme ist festzustellen, dass Barlach sich im tatsächlichen Datum geirrt hat“. S.95)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(30) 24.09.1937, Rechnung Fa. Pierstorf , Barlach in Güstrow, Dokumente 1908 – 1988.(Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(31) 22.08.1937, Brief von Propst Koch aus Güstrow an den Oberkirchenrat in Schwerin (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(32) 14.09.1937, Tagebuch Nr.698, Bericht des Landessuperintendenten Kentmann aus Güstrow über Abnahme und Aufbewahrung des Ehrenmals (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(33) 04.11.1945, Tägliche Rundschau; Beitrag von Karl Kleinschmidt (Der gestohlene Engel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(34) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S.75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(35) Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkung 79, S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(36) 07.08.1950, Brief von Hugo Körtzinger an das Barlach-Gremium, Hamburg Ernst Barlach Haus, Archiv, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(37) Tagesordnungspunkt 9 der Gremiumssitzung vom April 1940, zitiert nach Dr. Meike Hoffmann „Mein guter wie mein böser Engel“ S. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(38) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(39) Brigitte Birnbaum, Ernst Barlach, Annäherungen, Demmler Verlag 1996, S.54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(40) Tom Crepon, Leben und Leiden des E. Barlach, S. 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(41) Friedrich Schult, Barlach Werkeverzeichnis, Schult/I 1960, S. 186, Hrg. Akademie der Künste der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(42) Anmerkung der Autoren: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. [https://dom-guestrow.de/16-schwebender.html Dom Güstrow - Schwebender]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(43) Jost Mazuch, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, „ Wegweiser April-Mai 2009“, „Engel auf der Flucht - Die abenteuerliche Geschichte einer Barlach-Skulptur zwischen Köln und Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(44) Uwe Fleckner, Hrg., Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Schriften der Forschungsstelle &amp;quot;Entartete Kunst&amp;quot;, Bd. 1, Akademie Verlag Berlin, Berlin 2007) Gesa Jeuthe, Die Verwertung der &amp;quot;entarteten&amp;quot; Kunst durch die Luzerner Galerie Fischer S.269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(45) Hugo Körtzinger, Der „Geistkämpfer“ in Hamburger Mittel- und Ostdeutsche Forschungen, Band V Hamburg 1966, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(46) 21.04.1941, Brief der Fa. Gebr. Sommerkamp an NSDAP Kreisleitung Schwerin Land (Landeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(47) Barlach in Güstrow, Hrg. Museum der Stadt Güstrow, Dokumente aus acht Jahrzehnten S. 42,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(48) 1988, Brief ohne Datumsangabe von Hans Harmsen (Ernst Barlach Gesellschaft e.V.) an Pfarrer Jörg Eichert Köln. (Die Verfasser konnten die schlüssige Angabe der Jahreszahl 1988 aus einem Brief des Empfängers (Pfarrer Jörg Eichert) an Hans Barlach vom 24.08.88 herleiten. Kopien der Briefe bei den Autoren vorhanden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(49) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/projectvideo_diary.php?nav_id=944&amp;amp;video_id=1095 ,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(50) Anmerkung der Verfasser: Bei dieser Quellenangabe handelt es sich um einen Link zu einer Internetseite, von der hier nur auszugsweise zitiert wird. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feiertag/932216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(51) Dr. Meike Hoffmann, Werke &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst im Nachlass von Bernhard Böhmer S. 99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(52)Dr. Volker Probst, Hrg., Das Güstrower Ehrenmal, Eine Monographie zum 60.Todestag Ernst Barlachs, Verlag E. A. Seemann Leipzig 1998. Anmerkungen 76,77,78 S.125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(53) Prof. Dr. Dr. Hans Harmsen, Hrg., Ernst Barlach Gesellschaft E. V., Jahresgabe 1974/1975, Hamburg, S. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(54) 20.07.1950, Brief von Oberkonsistorialrat Schwartzkopff an den Oberkirchenrat Schwerin (Eingangsstempelabdruck beim Oberkirchenrat: 14.08.1950) Das Schreiben enthält mehrere handschriftlichen Vermerke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(55) 19.03.1952, Brief von Harmsen an Siegert (zweiseitiger Brief ohne DatierungLandeskirchliches Archiv, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(56) 10.10.1951, Spendenaufruf von Superintendent Hans Enke, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(57) Faltblatt A4 Museale Gedenkstätten, Ernst-Barlach-Gedenkstätte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(58) Tom Crepon, Leben u. Leiden des E. Barlach, S.306&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(59) 15.05.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Landessuperintendenten Siegert (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(60)23.06.1953, Brief des Landessuperintendenten Sibrand Siegert an die evangelische Kirche Köln, (Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(61) 08.07.1953, Brief von dem Beauftragten des Barlach-Gremiums, Prof. Dr. Dr. Harmsen an den Superintendenten Enke in Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(62) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(63) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(64) Margarete Götze, Dokumentationsblatt Dom zu Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(65) Dr. Meike Hoffmann, Ein Händler &amp;gt;&amp;gt;entarteter Kunst&amp;lt;&amp;lt;, Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Akademie Verlag S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(66) 26.05.1952, Brief Harmsen an Siegert ( Landeskirchliches Archiv Schwerin, Oberkirchenrat, Spezialia Güstrower Dom, Barlach Ehrenmal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152716</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-12T09:01:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Heimatstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Güstrower Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung unserer Güstrower Ortschronik auf einer eigenen WEB-Seite. Diese überführte ich nach der Gründung der Plattform WEB-Seite &#039;&#039;&#039;Ortschroniken-MV&#039;&#039;&#039; bei der Universität Rostock) auf dies neue anspruchsvolle Plattform im WEB. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise und schließlich federführen übernehmen und qualifiziert weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. &lt;br /&gt;
Er hatte bereits während seiner Abiturzeit bereits 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist an Güstrows Geschichte weiterhin interessiert und als Mitglied im Kunst- und Altertumsverein gut informierter Güstrower Bürger. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut. Er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Ortschronik auf Güstrower WEB-Seite mitzuwirken. Somit wird durch Rainer Schirmaann die existierende Güstrower Ortschronik auch künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortgesetzt. Ich bin glücklich über die Erklärung von Rainer, die chronologische Arbeit an der Güstower Seite der &amp;quot;Ortschronik-mv&amp;quot; gewissenhaft fortzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite, Dieter Kölpiem und Gernot Moeller, wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Bormann-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerwohnung&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen. Die Übernahme dieser Erkenntnisse auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerschaft   würde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -Chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152714</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-12T08:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Heimatstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Güstrower Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung unserer Güstrower Ortschronik auf einer eigenen WEB-Seite. Diese überführte ich nach der Gründung der Plattform WEB-Seite &#039;&#039;&#039;Ortschroniken-MV&#039;&#039;&#039; bei der Universität Rostock) auf dies neue anspruchsvolle Plattform im WEB. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise und schließlich federführen übernehmen und qualifiziert weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. &lt;br /&gt;
Er hatte bereits während seiner Abiturzeit bereits 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist an Güstrows Geschichte weiterhin interessiert und als Mitglied im Kunst- und Altertumsverein gut informierter Güstrower Bürger. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut. Er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Ortschronik auf Güstrower WEB-Seite mitzuwirken. Somit wird durch Rainer Schirmaann die existierende Güstrower Ortschronik auch künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortgesetzt. Ich bin glücklich über die Erklärung von Rainer, die chronologische Arbeit an der Güstower Seite der &amp;quot;Ortschronik-mv&amp;quot; gewissenhaft fortzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite, Dieter Kölpiem und Gernot Moeller, wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Bormann-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerwohnung&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerschaft   würde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -Chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152658</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T15:38:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Heimatstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung unserer Güstrower Ortschronik auf einer eigenen WEB-Seite. Diese überführte ich nach der Gründung der WEB-Seite &#039;&#039;&#039;Ortschroniken-MV&#039;&#039;&#039; bei der Universität Rostock auf dies neue anspruchsvolle Plattform im WEB. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise und schließlich federführen übernehmen und qualifiziert weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. &lt;br /&gt;
Er hatte bereits während seiner Abiturzeit bereits 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist an Güstrows Geschichte weiterhin interessiert und als Mitglied im Kunst- und Altertumsverein gut informierter Güstrower Bürger. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut. Er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Ortschronik auf Güstrower WEB-Seite mitzuwirken. Somit wird durch Rainer Schirmaann die existierende Güstrower Ortschronik auch künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortgesetzt. Ich bin glücklich über die Erklärung von Rainer, die chronologische Arbeit an der Güstower Seite der &amp;quot;Ortschronik-mv&amp;quot; gewissenhaft fortzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite, Dieter Kölpiem und Gernot Moeller, wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Bormann-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerwohnung&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerschaft   würde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -Chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152657</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T14:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung der Güstrower Ortschronik auf einer einer eigenen WEB-Seite. Diese überführten wir nach der Gründung einer WEG-Seite &#039;Ortschroniken-MV bei der Uni  Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerschaft   würde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -Chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152656</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T13:54:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung der Güstrower Ortschronik auf einer einer eigenen WEB-Seite. Diese überführten wir nach der Gründung einer WEG-Seite &#039;Ortschroniken-MV bei der Uni  Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerschaft   würde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -Chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152655</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T13:26:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung der Güstrower Ortschronik auf einer einer eigenen WEB-Seite. Diese überführten wir nach der Gründung einer WEG-Seite &#039;Ortschroniken-MV bei der Uni  Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet&#039;&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands,&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T13:04:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung der Güstrower Ortschronik auf einer einer eigenen WEB-Seite. Diese überführten wir nach der Gründung einer WEG-Seite &#039;Ortschroniken-MV bei der Uni  Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Kulturpreis Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstan&lt;br /&gt;
ds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=152653</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-07-11T11:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung einer Chronik in Papierform befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um die Gestaltung der Güstrower Ortschronik auf einer einer eigenen WEB-Seite. Diese überführten wir nach der Gründung einer WEG-Seite &#039;Ortschroniken-MV bei der Uni  Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach nahezu 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand als Rentner 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Autoren waren nun Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152590</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T16:17:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Der Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2002, als die hölzerne Figur als  „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika zurück erworben werden konnte und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen ist.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in 7-fachwr Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgten zwei Aufträgen Barlachs bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Gussauftrag für einen &amp;quot;Dorfgeiger&amp;quot; aus Bronze durch Barlach erfolgte nach dem Verkauf des hölzernen Dorfgeigers an den Kunsthändler Cassierer  1929.&#039;&#039;&#039; . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geschenk eines bronzenen &amp;quot;Dorfgeigers&amp;quot; an die Stadt Güstrow erfolgte &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039;. Der &amp;quot;Dorfgeige&amp;quot; wurde durch Bernhard A. Böhmer persönlich an den Güstrower Bürgermeister (Dr. Heydemann) als Geschenk Barlachs an die Stadt Güstrow übergeben.&lt;br /&gt;
 Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; in Person des Bürgermeiste Dr. Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. &lt;br /&gt;
na die Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
 Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Dr. Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg um zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In einem Brief an den Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab, da sie nicht seien Wesen entspräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen neuen Güstrower nationalsozialistischen Ober-Bürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
an einen Güstrower Bürger verkauft.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht.&lt;br /&gt;
Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert.&lt;br /&gt;
Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30.08.1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Güstrower Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152584</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T14:11:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Der Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen) ist.&lt;br /&gt;
In 7-fach Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgte mit zwei Aufträgen Barlach bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Guss wurde von Kunsthändler  Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht, der den hölzernen Dorfgeiger erworben hatte . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; , &lt;br /&gt;
Bürgermeiste Dr, Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152583</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T14:10:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Der Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Dorfgeiger&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen) ist.&lt;br /&gt;
In 7-fach Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgte mit zwei Aufträgen Barlach bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Guss wurde von Kunsthändler  Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht, der den hölzernen Dorfgeiger erworben hatte . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; , &lt;br /&gt;
Bürgermeiste Dr, Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152582</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152582"/>
		<updated>2026-07-10T14:08:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Der Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Dorfgeiger&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen) ist.&lt;br /&gt;
In 7-fach Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgte mit zwei Aufträgen Barlach bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Guss wurde von Kunsthändler  Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht, der den hölzernen Dorfgeiger erworben hatte . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; , &lt;br /&gt;
Bürgermeiste Dr, Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152581</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T14:07:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;;Der Dorfgeiger&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen) ist.&lt;br /&gt;
In 7-fach Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgte mit zwei Aufträgen Barlach bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Guss wurde von Kunsthändler  Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht, der den hölzernen Dorfgeiger erworben hatte . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; , &lt;br /&gt;
Bürgermeiste Dr, Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152580</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T13:54:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger= &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914&#039;&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
 hat es je einmal in Gips und  Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ aus Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann, F. Reemtsma Stiftung im Hamburger Jenisch-Park zu sehen) ist.&lt;br /&gt;
In 7-fach Ausführung in Bronze (H 500, B 202, T 280) erfolgte mit zwei Aufträgen Barlach bei der Gießerei Noack in Berlin. &lt;br /&gt;
 (1. Auftrag 3-Güsse  und 2. Auftrag 4-Güsse). &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Guss wurde von Kunsthändler  Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht, der den hölzernen Dorfgeiger erworben hatte . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; , &lt;br /&gt;
Bürgermeiste Dr, Heydemann als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am &lt;br /&gt;
Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152562</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-10T12:59:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt. Ein Wiederaufbau war bin Jahesmtte 2026 noch nicht erfolgt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams (&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) = &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann und &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Personen_der_G%C3%BCstrower_Stadtgeschichte&amp;diff=152559</id>
		<title>Personen der Güstrower Stadtgeschichte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Personen_der_G%C3%BCstrower_Stadtgeschichte&amp;diff=152559"/>
		<updated>2026-07-10T11:52:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Fuchs, Erwin (1908-unbekannt) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;*Ernst Barlach (1870-1938)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Barlach Ernst Barlach bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* John Brinckman (1814-1870)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Brinckman John Brinckmann bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Uwe Johnson (1934-1984)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Johnson Uwe Johnson bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Georg Friedrich Kersting (1785-1847)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Friedrich_Kersting Georg Friedrich Kersting bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Adolf Kegebein (1894-1987)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Kegebein Adolf Kegebein bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Karl Christian Klasen (1911-1945)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Christian_Klasen Karl Christian Klasen bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* David-Anton Kufahl (1763-1831)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/David_Anton_Kufahl David-Anton Kufahl bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Franz Parr (auch Franziskus_Pahr)  (unbekannt-1580)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_Pahr Franz Pahr bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Schondorf (1833 - 1912)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. 30.6.1833 in Röbel, erhielt seine musikalische Ausbildung in Rostock und Berlin. 1855 Berufung als Organist nach Neubrandenburg an St. Marien und St. Johannes. Ab 18 64 wurde er Organist an der Pfarrkirche Güstrow und Musiklehrer an der Domschule. Er war Komponist, Dirigent und Leiter des Güstrower Gesangvereins und erwarb sich landesweit hohes Ansehen für sein musikalisches Wirken. Er verstarb 1912 in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Friedrich Schult (1879-1978)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schult Friedrich Schult bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Otto Vermehren (1861-1917)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Vermehren Otto Vermehren bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zuvor benannten Persönlichkeiten, die vielen bekannt sein werden, möchten wir hier die Namen von weiteren Güstrowern und zeitweise mit Güstrow verbundenen Personen hinzufügen, deren Wirken in unserer Stadt jeweils Spuren hinterlassen hat, die oft nur in kleineren Kreisen bekannt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alban, Ernst ( 1791 -1856)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Alban Ernst Alban bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Alban kommt 1839 von Klein Wehnendorf nach Güstrow und baut hier in der Güstrower Eisengießerei und Maschinenbauanstalt von Anderssen, der von dem Tüftler Buddig unterstützt wurde, eine Hochdruckdampfmaschine für eine Tuchfabrik in Plau am See, die später einen würdigen Platz im Deutschen Museum in München fand. 1845 baute er den Raddampfer &amp;quot;Alban&amp;quot;, dies war das erste Dampfschiff auf mecklenburgischen Gewässern. Un Nach dem Tod von Anderssen will Buddig die Fabrik 1847 kaufen. Das Vorhaben scheitert jedoch an den Geldforderungen der Erben. Witwe Anderssen bittet nun ihren in London lebenden Bruder, den Künstler Heinrich Kaehler, die Fabrik zu übernehmen. Er kommt 1847 mit Frau und Kindern nach Güstrow. 1917 vereinigt Richard van Tongel die &amp;quot;alte&amp;quot; und &amp;quot;neue&amp;quot; Fabrik und mach ein leistungsfähiges Stahlwerk daraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Böhmer, Margarethe Charlotte Henriette, geb. Graeber (1887 - 1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Marga_B%C3%B6hmer Marga Böhmer bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Böhmer, zunächst seit 1917 verheiratet mit Bernhard A. Böhmer, seit 1924 ist das Ehepaar Böhmer mit Barlach befreundet, 1927 wird die Ehe Böhmer geschieden. Ab 1927 lebt Barlach zusammen mit den Böhmers in deren Eigenheim am Inselsee (Heidberg). Er blieb dort auch gemeinsam mit Marga Böhmer wohnen, nachdem 1931 das Barlach-Atelierhaus fertiggestellt worden war. in die zugehörige Wohnung des Atelierhauses zieht Bernhard A. Böhmer mit seiner 2. Ehefrau Hella, geb. Otte, ein. Im Zusammenhang mit Barlach wird Marga Böhmer zumeist noch immer nur als die Lebensgefährtin Ernst Barlachs erwähnt und ihre eigenen künstlerische Leistungen finden nur selten die gebührende Beachtung. Die fleißige, bildhauerisch ausgebildete Partnerin Barlachs war an vielen Werken des großen Meisters mit Vorarbeiten beteiligt und hat sich durch ihren freiwilligen Verzicht auf eigenes umfängliches bildhauerisches Wirken vollständig und selbstlos in den Dienst des Künstlers Barlach gestellt. Letztendlich hat ihre engagierte Hilfe und Hingabe für Barlachs Kunst in der Zeit der nationalsozialistischen Verfemungen es ermöglicht, dass Barlach weitestgehend ungestört seinen künstlerischen Eingebungen nachgehen konnte. Ihre Bemühungen, die Werke Barlachs zu erhalten und zu schützen und ihnen den von Barlach so sehr gewünschten sakralen Rahmen zu geben, sind ein über den Tod hinaus wirkendes Bekenntnis der großen Liebe und Verehrung dieser Frau für den Partner und Künstler Barlach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clements hat in ihrem Buch über Marga Böhmer die Bedeutung der Beziehung zwischen Barlach und seiner Lebensgefährtin Marga Böhmer in ergreifender Weise beschrieben und ihr dadurch ein literarisches Denkmal gesetzt. Eine weitergehende Würdigung ihrer Verdienste um Barlachs Gesamtwerk, das nach den Veröffentlichungen des Briefwechsels zwischen Barlach und ihr offenkundig ist, blieb ihr bisher versagt. Eine bewegende Wertschätzung der Persönlichkeit Marga Böhmer erfolgte durch Bärbel Kowalewski mit ihrem Beitrag -Die Frau an Barlachs Seite- im Güstrower Jahrbuch 2017. Es gibt Menschen in unserer Stadt, die bedauern, dass Margarethe Böhmer bisher keine bedeutende öffentliche Anerkennung und damit einer gebührenden Würdigung ihres Anteils am Schaffen Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow erfuhr. Die Benennung des Platzes vor der Gertruden-Kapelle als Marga Böhmer Platz wäre eine denkbare Maßnahme.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Böhmer, Bernhard Aloysius (1892 -1945)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard A. Böhmer – Wikipedia &lt;br /&gt;
Bernhard A. Böhmer war seit 1924 mit Barlach freundschaftlich verbunden. Auch die persönlichen z familiären Verhältnisse hatten indarauf keine Auswirkungen. Nach dem Tod Cassierers wurden die Beziehungen zueinander noch enger. Bernhard A. Böhmer war Assistent, Sekretär und engster Freund Barlachs und übernahm auch den Kunsthandel mit Barlachs Werken. In der Zeit der Verfemung expressionistischer Kunst als &amp;quot;entartete Kunst&amp;quot; durch die Nazis, hatten diese eigens zum Zwecke der 1937 in deutschen Museen erfolgten als &amp;quot;entartete Kunst&amp;quot; eingestuften Werke eine Kommission bestimmt und die über deren Verwertbarkeit bzw. Unverwertbarkeit entschied. Diese Kommission arbeitete mit vier Kunsthändlern zusammen. Neben Bernhard A. Böhmer aus Güstrow, waren dies Ferdinand Möller und Karl Buchholz aus Berlin und Hildebrand Gurlitt aus Hamburg. Diese Kunsthändler hatten den Auftrag, für &amp;quot;entartetet Kunst&amp;quot; Devisen in das Land zu holen. Nachweisbar war Böhmer an Tauschgeschäften mit &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst&amp;quot; beteiligt und hat solche auch selbst erworben. Dies war von den Nazis nicht gewollt. Über die zwiespältige Person Bernhard A. Böhmer wurde durch Frau Meike Hoffmann von der Humboldt Universität Berlin geforscht. Die Ergebnisse sind unter dem Titel &amp;quot;EIN HÄNDLER &amp;gt;&amp;gt;ENTARTETER&amp;lt;&amp;lt; KUNST Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass&amp;quot;, beim Akademie Verlag Berlin 2010, Band III der Schriftenreihe &amp;quot;Entartetet Kunst&amp;quot;, der Initiative der Ferdinand Möller-Stiftung, Berlin, durch den Akademie Verlag von Meike Hoffmann herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann mit Sicherheit nach den im Jahre 2016 bei Bauarbeiten in Güstrow entdeckten Schriftstücken eine Ergänzung dieser wissenschaftlichen Arbeiten durch die Herausgeberin erwartet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eggert, Martin (1883-1978)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Eggert Martin Eggert bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beendigung der Realschule in Wismar erlernte Martin Eggert den Beruf eines Maurers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eilmann, Inger (1885-1967)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inger Eilmann wurde 1885 in Kopenhagen geboren und ist 1967 in Güstrow verstorben. Texte von der Leiterin des Güstrower Stadtmuseums über das Leben und das Werk der Malerin finden Interessenten im Güstrower Stadtanzeiger, 16. Jahrgang, Heft 7, Ausgabe Juli /August 2006, Seite 11 einen kurzen Hinweis und im Güstrower Jahrbuch 2008 Seite 156 einen Text von der Leiterin des Güstrower Stadtmuseums Frau Iris Brütgam. (http://www.guestrow.de/fileadmin/downloads/stadtanzeiger/2006/GS-JuliAugust-2006.pdf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Figurski, Max (1910-1982)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Figurski, Holzbildhauer und Kunsthandwerker wurde in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Bromberg (Bydgoszcz&#039;) geboren und wuchs in Berlin auf. 1924 zog die Familie wieder in die ursprüngliche Heimat zurück. F. wurde zum Orchestermusiker ausgebildet und erhielt dort auch seine Ausbildung zum Holzbildhauer. Das Leben des Max Figurski verlief sehr bewegt. Er wurde als Deutscher in die polnische Armee eingezogen, verlor fast vollständig sein Gehör nach einer Detonation, geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft, wurde Dolmetscher und konnte schließlich zwischen 1941 und 1945 wieder in seinem Beruf als Holzbildhauer arbeiten. Infolge des Kriegsendes vertrieb es die Familie nach Mecklenburg. Erst lebte sie in Hinzenhagen bei Krakow am See und später in der Güstrower Mühlenstraße. Max Figurski arbeitete über 50 Jahre in seinem Beruf, restaurierte und schuf umfangreich selbst neue Werke. So fertigte er in den Jahren 1973/75 die sechs neuen mannshohen Säulen (Hermen Pilaster) aus 400 Jahre altem Eichenholz für die Laterne der berühmten Wismarer Wasserkunst, die von Philipp Brandin zwischen 1580 bis 1602 auf dem Marktplatz errichtet wurde. Die künstlerische Leistung Max Figurskis wurde durch die Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt Wismar gewürdigt. Für sein gesamtes holzkünstlerisches Wirken erhielt er den Titel &amp;quot;Anerkannter Kunsthandwerker&amp;quot; durch das Ministerium für Kultur der DDR. Er gestaltete Orgelemporen, fertigte Reliefs in Schiffskajüten, schnitzte Stadtwappen und Reliefs von Personen. Er fertigte zur Restaurierung die Guss-Vorlage für das Schwert des Stadtgründers am Borwin Brunnen in Güstrow. Eine hohe Wertschätzung für seine künstlerische Tätigkeit erfuhr Max Figurski durch die Aufhängung eines von ihm gestalteten und kunstvoll gerahmten Porträts-Reliefs des großen Bildhauers Barlach im Besitz Ernst-Barlach-Theater. Auf dem Rahmen des Bildes befindet sich eine kleine Messingtafel mit der Inschrift - Arbeit des Holzbildhauers Max Figurski nach dem Selbstbildnis Ernst Barlachs von 1928-. Das Holzbildwerk ist wahrscheinlich anlässlich der Neueröffnung des Theaters als Ernst-Barlach-Theater von der Stadtverwaltung für das Theater erworben worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fuchs, Erwin (1908-unbekannt)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Fuchs wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Erste Ausstellungen im Pommerschen Kunstbund und Stettiner Museumsverein. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Er war als Maler und Bildhauer tätig. Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. Erwin Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter. Ab 1947 war er in Schwerin tätig. Er führte baugebundene Arbeiten in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Güstrow aus. Arbeiten von E. Fuchs befinden sich in der Landesgehörlosenschule (Glasmalereien wurden wegen des Rückbaus eines Teils des Gebäudekomplexes in einem Keller verwahrte. Im Jahre   2026, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Schule, wurde durch eine Gruppe von ehrenamtlichen Güstrower Denkmalschützern der Wederaufbau der Glasmalereien im Gebäudekomplex durch eine Spendenaktion ermöglicht. In der Güstrower Fritz-Reuter-Schule sind vier Arbeiten von Erwin Fuchs sichtbar.(Zwei Grafitos in der Aula und zwei Holzarbeiten an Treppen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verbliebenen Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gabillon, Johann Otto Ludwig (1825 - 1896)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ludwig Gabillon – Wikipedia&lt;br /&gt;
Ludwig Gabillon stammte aus einer nach Mecklenburg eingewanderten Hugenottenfamilie (Neu Strenz bei Güstrow). Sein Vater war der katholische Steuersekretär (Johann Otto) Ludwig Gabillon (1784–1847), seine Mutter die Hausfrau Dorothea Hentze oder Uentze.[3] Als Gymnasiast erlebte er in Güstrow eine Aufführung der Oper &amp;quot;Die Stumme von Portici&amp;quot; durch die Theatergesellschaft von Karl Friedrich Bethmann. Er war begeistert und mit Erlaubnis seiner Eltern schloss er sich dem Bethmann’schen Ensemble an und konnte bereits Ostern 1844 als „Indianer“ erfolgreich debütieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gernentz, Dr. Wilhelm (1890 - 1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Gernentz, in Güstrow geboren, besuchte die Domschule zu Güstrow, studierte in Göttingen, München, Berlin und Rostock Geschichte und Altphilologie, wurde Lehrer am Schweriner Gymnasium, dort auch Direktor, später ab 1950 Lehrer für Latein an der Oberschule in Güstrow. Hat in Güstrow zahlreiche historische Studien über die Stadt betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Günther, Dr. Johannes (1896-1984)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. 19.04.1896 in Schneidemühl gest. 8.01.1984 in Güstrow (lebte ab 1943 in Güstrow, Mühlenstraße 1) Erzähler, Lyriker, Theater- und Literaturhistoriker Dr. Günthers Vorfahren stammen aus Bützow und Güstrow. Er studierte Philosophie und Theatergeschichte in Berlin und Greifswald. Promotion 12. August 1919, Universität Greifswald, Thema: Heinrich Theodor Rötscher als Theaterkritiker. Tätigkeit: freiberuflicher Journalist und Theaterkritiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Günther, Ludwig (1846 - 1910)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. in Güstrow, gest. in Güstrow kam als Techniker und Fabrikleiter weit herum und hielt sich dennoch, wenn irgendwie möglich in Güstrow auf. Neben seiner Erwerbstätigkeit beschäftigte er sich mit der Astronomie. Als Autodidakt konnte er ernstes Ansehen erwerben. In den letzten Jahren seines Lebens widmete er sich der Erforschung der Lebensart und Weisheiten von Johannes Kepler. Er machte die wissenschaftlichen Leistungen Kepplers einem größeren Kreis von Laien bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heilmann, Dr, Ernst (1866 - 1923)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Chemiker Dr. Ernst Heilmann gründete 1894 mit seinem Teilhaber Dr. Hillringhaus in Güstrow, Ulrichplatz 14 ( hinter der ehem. Molkerei ) eine chemische Fabrik. Zunächst wurde nur Milchzucker und ab 1898 auch Borax hergestellt. Dr. Heilmann forschte intensiv auch auf pharmazeutischem Gebiet und brachte eine Vielzahl von Präparaten zur Produktionsreife. Hier einige Beispiele: Vakzine gegen Furunkulose, Strophanthin, ein Herzpräparat, Calrose, eine Invertzucker-Lösung zur künstlichen Ernährung durch Infusionen , Präparate gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Insbesondere das potenzsteigernde Mittel Yohimbin, das aus der Rinde des afrikanischen Yohimbehebaumes gewonnen wurde, fand reißenden Absatz. Später wurde in der Firma der wasserbeständige Casein-Kaltleim und ein Casein-Farbenbindemittel produziert. Der vielseitige Dr. Heilmann war auch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie tätig, besonders bei der Herstellung von Kunsthonig sowie Marzipan- und Backmassen. Im Jahr 1900 schied der Mitbegründer Dr. Hillringhaus aus der Firma aus. Dr. Heilmann führte bis zu seinem frühen Tod, er starb 1923 kurz nach Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft, seinen Betrieb mit Fleiß, Zielstrebigkeit und Umsicht. Durch den Laager Landbaumeister Paul Korff ließ er sich an der Plauer Chaussee (heute Standort der Gehörloseschule) die Villa Heilmann errichten.(1945 abgebrannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jungebloedt, Heinrich (1894-1976), Mosaizist==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Jungebloedts Verbindungen zu Güstrow bestehen in der Ausführung von mehreren Mosaiken in unserer Stadt und in unserer Region. - Großes Mosaik in der Güstrower Gehörlosenschule, (&amp;quot;Das Tor zum Leben&amp;quot;, Entwurf Vera Kopetz, für dieses Werk erhielt V. Kopetz 1956 den Fritz Reuter Kunstpreis des Bezirkes Schwerin) - 2 Mosaiken an der Vorbühne des Ernst-Barlach-Theaters. (Entwürfe Vera Kopetz, Ausführung Fa. H. Jungebloedt) - 2 Mosaiken in der Schule Bernitt (Entwürfe Vera Kopetz, Ausführung Fa. H. Jungebloedt). - Brunnen in der heutigen Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei. (Entwurf und Ausführung H. Jungebloedt und E. Jeske)&lt;br /&gt;
Heinrich Jungebloedt wurde 1894 in Witten an der Ruhr geboren 1901 - 1913 Schulbesuch in Essen. 1913 - 1914 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. 1914 - 1920 Musterung, Grundausbildung und Kriegsteilnahme und 5 Jahre französische Gefangenschaft. 1920 - 1923 Fortsetzung des Studiums &amp;quot;Wandmalerei&amp;quot; an der Essener Kunstschule (der später berühmten &amp;quot;Folkwanglerschule&amp;quot;.) 1923 - 1945 Anstellung bei der weltberühmten Firma &amp;quot;Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl &amp;amp; Wagner, Gottfried Heinersdorff&amp;quot;, nach einer Studienreise zu den klassischen antiken Mosaiken Italiens Aufstieg zum künstlerischen Leiter (1925). 1945 - 1976 Gründung und Leitung einer der eigenen Mosaikwerkstatt &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; in Schulzendorf (Kreis Teltow) unter Mithilfe von Frau Elisabeth Jeske. 1946 bekommt er von der Direktion der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin-Schöneberg hohe Anerkennung: &amp;quot;Er sei der einzig wirkliche Experte auf dem Gebiet des künstlerischen Mosaiks&amp;quot;. 1948 Meisterprüfung des Mosaik-Handwerks vor der Handwerkskammer des Landes Brandenburg mit dem Prädikat &amp;quot;Sehr gut&amp;quot;. 1950 Der &amp;quot;Hauptausschuss für Kunsthandwerk des Landes Brandenburg&amp;quot; verleiht ein personengebundenes Gütezeichen u. a. an Heinrich Jungebloedt für dessen Produkte. 1951 -1976 Umfangreiche Arbeiten in Berlin und anderen Orten (Neubauprogramm, Repräsentativbauten, &amp;quot;Kunst am Bau&amp;quot;). 1976 am 31. März verstarb Heinrich Jungebloedt und fand auf dem Friedhof Eichwalde seine letzte Ruhestätte. (Quelle -Leben und Werk des Mosaikkünstlers Heinrich Jungebloedt-Schriftenreihe zur Geschichte der Gemeinde Eichwalde Heft 8)) In seinem Aufsatz &amp;quot;Gedanken zum Mosaik&amp;quot;, der von seiner geschätzten Mitarbeiterin Elisabeth Jeske (1921 - 2002) posthum 1996 veröffentlicht wurde, äußert sich Heinrich Jungebloedt über die fundamentalen Unterschiede zwischen den beiden Kunstformen Malerei und Mosaik. (..).. Der Maler beschäftigt sich mit der Farbenlehre und der Form, während sich der Mosaizist dem Stein und der Form widmen muss. (...). Deshalb muss der erfolgreiche Mosaikgestalter die künstlerische Ausbildung eines Malers haben, er &amp;quot;darf nicht mit beiden Füßen in der Malerei stehen, sondern nur mit einem Fuß; der andere muss fest im &amp;quot;Mosaik stehen&amp;quot; An anderer Stelle wird folgendes ausgeführt: &amp;quot;Den wichtigsten Schlüssel zum Mosaik liefern die Fugen zwischen den Steinen. Sie sind technisch unentbehrlich, nötigen aber zu einen anderen Einsatz der Farbe...Das Netzwerk der Fugen hat eine eigenen Schönheit, es begleitet den verborgenen Rhythmus der Darstellung. Netzwerk, Steinführung, Materialfarbe und Steinform sind nicht zu trennen. Ihre wechselseitige Wirkung aufeinander abzustimmen ist das Problem des Mosaiks.&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Jeske war eine außergewöhnlich befähigte Mosaizistin, die in der Firma Jungebloedt hervorragende künstlerische Arbeit über Jahrzehnte leistete und diese ab 1976 bis 2002 führte.(Zeitzeugen berichteten uns, dass eine dunkelhaarige Frau bei den Güstrower Mosaiken &amp;quot;federführend&amp;quot; tätig war - es kann sich nach Ansicht der Autoren nur um Frau Jeske gehandelt haben.) Für ihr Engagement am Berliner Dom wurde sie 1996 durch den Bundespräsidenten Roman Herzog mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2000 wurde sie erste Ehrenbürgerin ihrer Heimatgemeinde Schulzendorf im Kreis Königs-Wusterhausen.&lt;br /&gt;
Die Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; existiert seit 2007 nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kegebein, Berthold (1894 - 1977)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Berthold_Kegebein Berthold Kegebein bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berthold Kegebein wurde als Sohn des Möbeltischlers Hermann Kegebein (1861– um 1920) und seiner Frau Auguste (1861–1949) in Güstrow geboren. Er wuchs zusammen mit seinen zwei Brüdern auf und ging dort zur Schule. In seiner Heimatstadt erlernte er auch den Beruf des Fotografen. Nach der Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg 1919 machte er sich selbständig und eröffnete ein Atelier, in dem er fast sechs Jahrzehnte tätig war. Kegebein hatte mit Ehefrau Elsa (1897–1964) vier Töchter. Seine Vorlieben auf dem Gebiet der Fotografie lagen im Bereich Porträt sowie in den Stilrichtungen Stadtansichten, Landschaften, Reproduktionen und Darstellungen mit künstlerischen Lichteffekten. Auftraggeber waren neben öffentlichen Stellen auch private Personen aus Güstrow und seiner Umgebung. Der berühmteste unter ihnen war unbestreitbar der Bildhauer Ernst Barlach, für den er seit den 1920er Jahren bis zu Barlachs Tod im Jahre 1938 tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kopetz, Vera (1910 - 1998)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Kopetz Vera Kopetz bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das künstlerische Schaffen von Vera Kopetz in Güstrow und in Güstrows Nähe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wurden durch die Beschäftigung mit dem künstlerischen Schaffen von Vera Kopetz, zu deren künstlerische Freundschaft zu Marga Böhmer, aufmerksam. Im Buch von Ditte Clemens über Marga Böhmer erfuhren wir mehr darüber. Im Besitz der Familie Kopetz und im Museum in Schwerin befinden sich danach von Vera Kopetz gemalte Porträts Marga Böhmers.&lt;br /&gt;
Auf dem Böhmer Marga Porträt, welches sich Besitz der Familie Kopetz befindet (Signatur 63), konnten wir mit Computerhilfe im Vordergrund des Bildes  die Plastik &amp;quot;Russische Bettlerin mit Schale&amp;quot; von Barlach aus dem Jahre 1906 erkennen, die Barlach Marga Böhmer Weihnachten 1924 als sein erstes Geschenk übergab.. Diese Figur hatte offensichtlich einen festen Platz in der Wohnung Marga Böhmers in der Güstrower Gertruden-Kapelle. Diese Porzellanfigur befand sich auch schon auf einem Foto (siehe unten) aus den 1950er Jahren an gleicher Stelle als auf dem Porträt Marga Böhmers von Vera Kopetz aus dem Jahre 1963. Anlässlich der Eröffnung einer Personal-Ausstellung zum gesamten Schaffen von Vera Kopetz in der Güstrower Galerie Wollhalle im Jahre 2015 durch das Güstrower Museum in Gemeinschaft mit der Familie Kopetz wurde das Marga Böhmer-Porträt durch Herrn Michael Kopetz an den Bürgermeister der Stadt Güstrow, Herrn Arne Schuldt, als Geschenk überreicht.&lt;br /&gt;
Unsere Entdeckung der Barlach-Plastik auf dem damals noch im Privatbesitz der Familie Kopetz befindlichem Gemälde, war für uns eine kleine Sensation,&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Forschungen erst 2016 herausgefunden, dass sich das Güstrower Museum schon 1982 im direkten Kontakt mit Frau Vera Kopetz um den Erwerb des Bildes bemühte. Als wir in Unkenntnis dieses Sachverhaltes 2012 bei einer Veranstaltung des Fördervereins des im Güstrower Ernst--Barlach-Theaters mit Herrn Michael Kopetz eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow anregten, wurde von uns auch über die Bedeutung des Böhmer-Bildes für unsere Heimatstadt Güstrow gesprochen. Dass daraus schließlich eine Schenkung an die Stadt Güstrow wurde, hat nicht nur uns sondern alle Besucher der Eröffnungsveranstaltung und andere Kunstfreunde sehr beeindruckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über diese Ausstellung schrieb die Ostseezeitung: &lt;br /&gt;
Güstrow&lt;br /&gt;
Die Idee zu dieser Ausstellung ging von zwei Heimatforschern aus: Gernot Moeller und Dieter Kölpien hatten in Güstrow Spuren der Künstlerin Vera Kopetz (1910-1998) entdeckt. Kopetz hatte ein Mosaik für die Güstrower Gehörlosenschule geschaffen, an der Innengestaltung des Ernst-Barlach-Theaters mitgewirkt, auch an der Restaurierung des Güstrower Schlosses in den 1960er Jahren.&lt;br /&gt;
Dahinter steht ein interessantes Gesamtwerk von Vera Kopetz – davon ist in der Wollhalle Güstrow jetzt einiges zu sehen. 43 Gemälde sowie Siebdrucke, neun Collagen und acht Plastiken. „Das sind sämtlich Leihgaben aus Privatbesitz“, erklärt Kuratorin Iris Brüdgam. Nun kann der Besucher in Güstrow Werke aus allen Schaffensperioden sehen, vom Frühwerk der Künstlerin aus den 1930er Jahren bis zum Jahr 1997, in den die Gemälde immer abstrakter wurden.&lt;br /&gt;
Hinter diesen Werken verbirgt sich auch ein bewegtes Leben: Vera Kopetz wurde 1910 in Sankt Petersburg geboren und gelangte über viele Umwege im Zweiten Weltkrieg erst in die Schweiz und dann nach Deutschland. Der Lebensweg führte Vera Kopetz aus dem zerbombten Berlin nach Schwerin und schließlich nach Usedom, wo ein Großteil ihres Werks entstand. Dort verstarb die Künstlerin 1998. Die Ausstellung ist vom 3. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 in der Wollhalle Güstrow zu sehen, geöffnet ist sie täglich von 11 bis 17 Uhr.  &lt;br /&gt;
Thorsten Czarkowski&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Krull, Dr. med Eduard==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lisch, Georg, Christian, Friedrich (1801 - 1883)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Georg Christian Friedrich Lisch – Wikipedia:&lt;br /&gt;
Die Abstammung von Georg Christian Friedrich Lisch (er benutzte anfangs selbst die Namensform Friedrich Lisch) ist eine von Forschern mehrfach kontrovers diskutierte Frage. Man vermutet, dass der Jurist Carl Christoph von Kamptz (1769–1849), späterer königlich-preußischer Staats- und Justizminister, sein tatsächlicher Vater war. Eine Legitimierung durch ihn erfolgte jedoch nicht. Friedrich Lisch wuchs auf als Sohn des herzoglichen Kammerdieners Johann Christian Lisch (1776–1844) und seiner Frau Johanna Sophia Christiane geb. Brunow (1775–1842). Bald nach seiner Geburt siedelte die Familie nach Güstrow über, wo Lischs Vater eine Anstellung beim Landgericht erhielt. In Güstrow verlebte Friedrich Lisch als ältester von vier Söhnen der Eltern seine Kindheit und Jugend. Er besuchte ab 1809 die Domschule Güstrow (Gymnasium) und bestand im Herbst 1822 die Reifeprüfung mit Auszeichnung. Anschließend studierte er Theologie, Philosophie, Geschichte und Mathematik in Rostock (1822–1824) und Berin (1824–1826). 1824 wurde er Mitglied der Rostocker Freimaurerloge „Prometheus“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorenz, Prof. Dr. Friedrich (1925-2012)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Geboren am 7.1.1925 in Hochdobern, Kreis Tetschen, heute Tschechin..&lt;br /&gt;
- Lehre beim Telegrafenbauamt Dresden, Gesellenbrief als Fernmeldehandwerker.&lt;br /&gt;
- Kriegsdienst, Bordfunker, englische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
- Studium an der Humboldt-Universität, ab 1950 Berufsschullehrer für Elektriker und Funkmechaniker an den Berufsschulen Güstrow und &lt;br /&gt;
Krakow am See.&lt;br /&gt;
- Fernstudium an der Ingenieurschule Mittweida und der TH Dresden.&lt;br /&gt;
- 1964 - Wechsel zum Pädagogischen Institut Güstrow,&lt;br /&gt;
- 1967 - Promotion an der TH Dresden,&lt;br /&gt;
- 1969 - Dozent,&lt;br /&gt;
- 1977 - Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Erfurt,&lt;br /&gt;
- 1980 - Ordentlicher Professor für den Lehrstuhl &amp;quot;Technische Systeme&amp;quot;,&lt;br /&gt;
- 1990 - Emeritierung.&lt;br /&gt;
- 15.6.2012 - verstorben in Güstrow.&lt;br /&gt;
Neben seinem Hobby (Schnitzen), war er in vielfältiger Weise mit der Erforschung der Regionalgeschichte befasst.&lt;br /&gt;
Seine Veröffentlichungen zur Regionalgeschichte seien nachfolgend genannt:&lt;br /&gt;
:1998   &amp;quot;Güstrow und die Elektrizität&amp;quot; , Hochschulschriftenverlag.&lt;br /&gt;
:2000   &amp;quot;Wasser für Güstrow&amp;quot;, Laumann Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
:2001   &amp;quot;van Tongel - drei mal klingeln&amp;quot;, Heidberg-Verlag.&lt;br /&gt;
:2002   &amp;quot;775 Jahre Güstrow&amp;quot;, Heidberg-Verlag.&lt;br /&gt;
:2004   &amp;quot;Dobbiner Dorfgeschichten&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
:2005   &amp;quot;777 Jahre Stadt Güstrow&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
:2007   &amp;quot;Kluge Köpfe braucht das Land&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
Auch uns stand er in den Anfängen unserer regionalen Forschungen uneigennützig, hilfreich und beratend zur Seite.&lt;br /&gt;
Die Ausführungen von Dr. Lorenz zu technischen Bereichen der Regionalgeschichte, insbesondere seine Schrift &amp;quot;Güstrow und die Elektrizität&amp;quot;, regten uns, an unsere Studien zur Geschichte des Fernmeldewesens in Güstrow zu betreiben. Unsere diesbezüglichen Studienergebnisse fanden seine Anerkennung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Malmströms==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die KOLTER-MALMSTRÖMS gehören zu den bekanntesten und traditionsreichsten Artistenfamilien von internationalem Rang. Nachweisbar bis etwa 1725.&lt;br /&gt;
Die Vorfahren der Familie  Malmström waren Seiltänzer, so ist es auch auf einer Darstellung neben der Jahreszahl 1725 auf dem Familien-Wappen Kolter/Malmström zu erkennen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Familienmitglieder der Tradition treu geblieben. Die Kinder wuchsen im Wohnwagen auf und zogen so mit den Eltern durch die Lande, um ihre Kunststücke zu zeigen. H. Malmström erwähnt eine Chronik über die Familiengeschichte, dass wohl die schillerndste Figur des Familienunternehmens der 1795 geborene Seiltänzer Wilhelm Kolter war. &lt;br /&gt;
1818 half er sogar dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm II., über seinen englischen Amtskollegen zu triumphieren, Der englische König hatte bei einem Treffen seinen besten Seiltänzer mitgebracht, der die Zuschauer mit eleganten Sprüngen auf dem Schrägseil begeisterte.&lt;br /&gt;
Der rasch angeforderte Wilhelm Kolter übertraf ihn jedoch und sprang als erster auf der Welt über seinen Partner hinweg. Mit dieser Glanztat wurde er sogar zur literarischen Figur. Fontane berichtetet über ihn in seinem Roman &amp;quot;Unterm Birnbaum&amp;quot;, und 1865 erschien in Reichenbach von einem  unbekannten Verfasser ein &amp;quot;Kolter Album&amp;quot; . &lt;br /&gt;
Es ist überliefert, dass dieser in nur 11 Minuten auf einem Seil die Niagarafälle überquerte.&lt;br /&gt;
(Diese Textstelle erklärt ein Mitglied der Familie gegenüber dem Betreiber dieser WEB-Seite für frei erfunden da die Truppe nie in den USA auftrat.)&lt;br /&gt;
Auszugsweise Wiedergabe von Textstellen  aus einem zu DDR-Zeiten geführten Gespräch von Birgitt Hamm mit Herbert Malmström, dem Senior einer der ältesten deutschen  Zirkusfamilien, (Der Inhalt des Gesprächs wurde in einer Güstrower SVZ-Ausgabe unbekannten Datums gefunden. Der Zeitraum des Gespräches wir um die Zeit Ende der 1970er Jahre geschätzt).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Marquardt, Hans Friedrich Joachim (1847-1915)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement und ausgeprägten Geschichtsbewusstsein des Gymnasialprofessors Dr. Hans Marquardt danken wir die erste systematische Katalogisierung der Sammlung, die er von 1893 bis zu seinem Tode als Konservator betreute (zitiert aus dem Ausstellungsführer des Güstrower Museums).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mastaler, Wilhelm (1920- 2019)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://wilhelm-mastaler.de Wilhelm Mastaler private Seite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Mastaler ist gebürtiger Güstrower und durch seine stadtgeschichtlichen Forschungen auf sehr unterschiedlichen Gebieten bekannt und anerkannt. Der Link führt auf die WEB-Seite, auf der der Autor seine Veröffentlichungen in verschiedenen Medien benennt.&lt;br /&gt;
am 27. September 1920 in Güstrow im Strenzer Weg geboren,&lt;br /&gt;
Abitur,&lt;br /&gt;
:1939 Wehrdienst in der Luftwaffe als Waffenwart,&lt;br /&gt;
:1939 - 1945, Wehrdienst in Holland, Frankreich und Deutschland&lt;br /&gt;
:1945 - 1947, Kriegsgefangenschaft,&lt;br /&gt;
:ab 11/1947 - Ausbildung im Bahnbetriebswerk Güstrow,&lt;br /&gt;
:seit 1949 verheiratet / 8 Kinder / 12 Enkelkinder / div. Urenkel,&lt;br /&gt;
vierjähriges Studium des Maschinenbaus,&lt;br /&gt;
Maschinen-Ingenieur im technischen Dienst der Deutschen Reichsbahn im Oberbauwerk Bützow,&lt;br /&gt;
Reichsbahnamtmann, &lt;br /&gt;
:ab 12/1985 - Oberamtmann in Rente,&lt;br /&gt;
:ab 1968 ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums für Ur- und Frühgeschichte,&lt;br /&gt;
:1970 - 1993, ehrenamtlicher Denkmalpfleger,&lt;br /&gt;
div. archäologische Ausgrabungen als Kreispfleger im Umkreis,&lt;br /&gt;
Leiter der archäologischen Arbeitsgruppe in Güstrow,&lt;br /&gt;
ehrenamtlicher Kreisbodendenkmalpfleger,&lt;br /&gt;
:1981 - Ehrennadel des Kulturbundes in Gold etc.,&lt;br /&gt;
08.11.1993 - Preisträger der &amp;quot; Silbernen Halbkugel &amp;quot;, des Deutschen Preises für Denkmalschutz,&lt;br /&gt;
div. Publikationen im Bereich mittelalterlicher Archäologie und Baudenkmäler,&lt;br /&gt;
div. Publikationen im Bereich der Wassermühlen im ehemaligen Kreis Güstrow,&lt;br /&gt;
div. Veröffentlichungen zur Geschichte Güstrows etc.,&lt;br /&gt;
:ab 2010, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv beschäftigt,&lt;br /&gt;
:am 24. Juli 2019 in Güstrow im Strenzer Weg verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Otto, Robert (1895-1973)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Max Johannes Helmuth Otto&lt;br /&gt;
war wohnhaft in Güstrow, Feldstraße 41.&lt;br /&gt;
Er wurde am 28.04. 1895 in Malchin geboren (StA Malchin, Nr. 25/1895)&lt;br /&gt;
und ist am 18.12.1973 in Güstrow verstorben. Er war seit 1966 verheiratet mit Magdalena Erna Marie Otto, geb. Martens..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Otto malte Landschaften und Ansichten von Güstrow.&lt;br /&gt;
Das als Startbild für unsere WEB-Site ausgewählte Bild zeigt die Südwest-Ansicht der Stadt Güstrow es trägt die Signatur des Malers. R. Otto (ohne Jahresangabe, seit 1939 im Besitz meiner Familie (DK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Paul, Simone Katrin (*1964)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriftstellerin und Übersetzerin ist in Güstrow geboren. Seit 1992 veröffentlich die studierte Theaterwissenschaftlerin lyrische Werke. &lt;br /&gt;
1998 übersetzte sie sämtliche Sonette von William Shakespeare ins Deutsche. Publikationen der in Berlin lebenden Schriftstellerin: &amp;quot;Fischerkönig&amp;quot;. &amp;quot;Verbranntes Theater&amp;quot;, &amp;quot;Sinnflutend&amp;quot;. (Text in Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Scheidemann, Hans (1912-1972)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Scheidemann kann man zu Recht als einen Begründer des Neuanfangs des Fußballsports kurz nach dem Ende des II. Weltkrieges bezeichnen. Auch Hans Scheidemann zählte zu den vielen Flüchtlingen die ihre Heimat (Pommern) verlassen mussten. Nach seiner Ausbildung als Heizungsmonteur und anschließend als Polizist übte er den Fußballsport aus. Seine persönliche hoffnungsvolle sportliche fußballerische Entwicklung wurde durch eine Kriegsverletzung, die ihn dauerhaft an den Rollstuhl fesselte, beendet. Diese erhebliche Behinderung hat Scheidemann nicht daran gehindert, gemeinsam mit anderen Sportfreunden den Spielbetrieb im Fußballsport im Kreis Güstrow zu organisieren und bis zu seinem Ableben als Spielobmann im Kreisfachausschuss  tätig. Er erhielt für seine ehrenamtliche Tätigkeit auf Vorschlag des Fußballverbandes der DDR die Verdienstmedaille.&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 1973 wird ihm zu Ehren bei einem Turnier um den Hans-Scheidemann-Gedenkpokal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schumann, Clara (1819 - 1896)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die berühmteste Pianistin und Klavierpädagogin der damaligen Zeit gastierte 1863 neben Konzerten in Schwerin und Rostock auch im Saal des Hotels &amp;quot; Erbgroßherzog&amp;quot; in Güstrow. Clara Schumann war die Ehefrau von Robert Schumann, der schon früh verstarb. Durch die Konzertreisen war es Clara Schumann möglich, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um die acht Kinder die der Ehe mit Robert Schumann entsprangen, aufzuziehen. Ihr Auftritt in Güstrow fand anlässlich eines Besuches bei dem befreundeten Dr. Gustav Raspe( Direktor der Domschule) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schumann, Oskar==&lt;br /&gt;
Der Güstrower war ein Bildhauer, der sowohl eigene Arbeiten als auch Arbeiten in Gemeinschaft mit anderen Holz verarbeitenden Handwerkern ausführte. Er hatte lt. Adressbuch 1939 eine Werkstatt in der Schulstraße 1. &lt;br /&gt;
Von ihm wurde der Stier im Oberlicht der Mitteltür zur Ausstellungs- und Kongresshalle 1935 gefertigt.&lt;br /&gt;
Von seinem in Rostock lebenden Enkel erfuhren wir, dass die Familie Oskar Schumann mit Ernst Barlach befreundet war.  In einem Gespräch mit Frau Johanna Schult am 20.09.2010 wurde uns bekannt, dass die Schnitzereien an der Tür der ehemaligen Tischlerei A. Dietrich in der Lindenstraße 1, von dem Holzschnitzer Oskar Schumann angefertigt wurden.&lt;br /&gt;
Die Fotos wurden 2012 während der Renovierung der Tür gemacht.&lt;br /&gt;
000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schmidt, Egon (1927 - 1983)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kinderbuchautor war seit 1957 Dozent an der späteren Pädagogischen Hochschule Güstrow. Er war langjährig Abteilungsleiter  für Literatur und Lehrstuhlleiter für deutsche Literatur und deutsche Sprache. Seine Bücher wurden im Kinderbuchverlag Berlin und dem Hinstorff Verlag Rostock verlegt. Zwei seiner zahlreiche Werke sind &amp;quot;Das Schildkrötenmädchen&amp;quot; und &amp;quot;Die Partisanenwiese&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
(Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schondorf, Johannes (1833 - 1912)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schondorf, geb. 30.6.1833 in Röbel, erhielt seine musikalische Ausbildung in Rostock und Berlin. 1855 Berufung als Organist nach Neubrandenburg an St. Marien und St. Johannes. Ab 18 64 wurde er Organist an der Pfarrkirche Güstrow und Musiklehrer an der Domschule. Er war Komponist, Dirigent und Leiter des Güstrower Gesangvereins und erwarb sich landesweit hohes Ansehen für sein musikalisches Wirken. Er verstarb 1912 in Güstrow.&lt;br /&gt;
Nach Schondorf wurde eine Straße im Süd-Westen von Güstrow benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seidel, Heinrich (1842 - 1906)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Seidel – Wikipedia. &lt;br /&gt;
Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Philipp Georg Eduard Seidel war ein deutscher Ingenieur und Schriftsteller. Er wurde am 25.06.1842 in Perlin geboren und starb am 07.11.1906 in Berlin. Er begann eine Lehre (1862-1866) bei der Stahlgießerei Kähler in Güstrow. In dieser Zeit war er auch Mitglied des Männer Turnvereins Güstrow (MTV Güstrow) und dort Vorturner (Hinweis von dem Güstrower Sportchronisten Uwe Zicker). Eine Straße im westlichen Teil Güstrows trägt seinen Namen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schwartzkopff, Johannes (1889-1968)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde am 02.08.1889 in Wolfsburg, Kreis Gardelegen geboren. Seit dem 01.04.1914 als Hilfsprediger in Bromberg tätig , war er bereits seit dem 01.04.1917 als Pastor im mecklenburgischen Varchentin eingesetzt. Am 1.10.1924 begann er als Domprediger in Güstrow sein segensreiches Wirken für die Domgemeinde und die Stadt. Mit dem in Güstrow ansässigen Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller Ernst Barlach freundschaftlich verbunden, war es mit sein Verdienst, dass der Dom-Engel als Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Wirklichkeit wurde und Güstrow damit, trotz totalitärer Eingriffe, ein weit über die Grenzen bekanntes  und geschätztes Kunstwerk ersten Ranges besitzt. Schwartzkopff verlor in der NS-Zeit sein Predigeramt in Güstrow und wurde seit dem 01.11.1934 als Pastor nach Mölln versetzt. Von 1934 bis 1958 als Pfarrer an der Immanuel-Kirche in Berlin verstarb er dort am 22.06.1968.&lt;br /&gt;
Johannes Schwartzkopff hielt für den am 24.10.1938 verstorbenen Ernst Barlach, die Trauerreden auf der Aussegnungsfeier am 27.10.1938  im Atelierhaus des Künstlers, sowie zur Beisetzung des Leichnams auf dem Ratzeburger Friedhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tarnow, Fanny (1797 - 1862)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter des Güstrower Staatssekretärs und späteren Gutsherren David Tarnow und dessen Ehefrau Amalie Justine, geb. von Holstein  wurde als deren erstes Kind in Güstrow geboren. Die Schriftstellerin veröffentlichte unter anderem unter dem Pseudonymen Fanny und F. T. . Zu ihren Werken gehören: &amp;quot;Natali. Ein Beitrag zur Geschichte des weiblichen Herzens&amp;quot;, &amp;quot;Lebensbilder&amp;quot; und &amp;quot;Die Spanier auf Fühnen. Historisches Schauspiel&amp;quot;. (Text in Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==van Tongel, Richard sen. (1872-1940)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7.1872  Richard van Tongel wird in Hermanuv Mestec ( Hermannstätel )  einem kleinen Ort zwischen Prag und Hradez Kralove (Königgrätz) geboren.&lt;br /&gt;
Er studierte an der Prager Karls-Universität unter anderem auch Mathematik. Noch in Prag heiratete er Hedwig Toms. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Richard jun. ( 1898 - 1974 ) und Emil ( 1900 - 1988 ) hervor. Zeitweilig war er Direktor der Skoda-Werke in Pilsen. Am 4.8.1900 , nach der Geburt des zweiten Sohnes, verstarb seine Ehefrau Hedwig.&lt;br /&gt;
R. van Tongel verließ Böhmen, arbeitete im Ruhrgebiet und auch in Amerika. Eine Firmengründung scheiterte dort.&lt;br /&gt;
1910  kehrte er nach Europa zurück und kauft das Stahlwerk &amp;quot;Güstrower Hütte&amp;quot; vom Vorbesitzer Ludwig Martins. Das Werk firmiert unter&lt;br /&gt;
dem Namen &amp;quot; Van Tongelsche Stahlwerke GmbH &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1912  van Tongel verlässt wegen betrieblicher Unstimmigkeiten das Werk und kehrt&lt;br /&gt;
:1914  zum Ausbruch des 1. Weltkrieges zurück nach Güstrow. Das Werk wird in die Rüstungsproduktion eingebunden und auf&lt;br /&gt;
Stahlformguss spezialisiert.&lt;br /&gt;
:1916  Die Vorgaben werden drastisch auf 6000 Stück 15cm Stahlgusskörper für Granaten erhöht.&lt;br /&gt;
Der Großherzog Friedrich Franz IV. besucht am 24. Mai das Stahlwerk.&lt;br /&gt;
:1917  Es gibt zunehmend Probleme in der qualitativen und quantitativen Erfüllung der Produktionsvorgaben. Die Ausschussquote beträgt bis zu 46 %.&lt;br /&gt;
Der Maler Heinrich Wilke stellt ein Temperabild vom Stahlwerk her, das dem Großherzog zur Erinnerung an seinen Besuch&lt;br /&gt;
überreicht wird.&lt;br /&gt;
:1918  R. van Tongel kauft die &amp;quot;Kählersche Eisengießerei und Maschinenbauanstalt&amp;quot; und die Fläche der ehemaligen Gerberei&lt;br /&gt;
Dahltrop dazu. Das Betriebsgelände umfasst nun 30000 qm.&lt;br /&gt;
Nach der Novemberrevolution stagniert die Produktion, zahlreiche Arbeiter werden entlassen.&lt;br /&gt;
:1920  Inflation, Kapp-Putsch und ein Generalstreik bringen die Arbeit praktisch zum erliegen.&lt;br /&gt;
Am 2. September explodiert ein Konverter mit 2500 kg flüssigen Stahls. Die Arbeiter konnten sich retten, der Dachstuhl fängt Feuer und brennt ab.&lt;br /&gt;
:1928  Die Stadt feiert ihr 800jähriges Bestehen. Das Werk ist in vielen Bereichen modernisiert worden. Die Güstrower Zeitung (MTZ) berichtet darüber.&lt;br /&gt;
:1930 - 1935  Das Stahlwerk übersteht die schwierigen Jahre der Weltwirtschaftskrise. Van Tongel nutzt seine guten Kontakte nach Skandinavien,&lt;br /&gt;
Nordamerika und dem Fernen Osten, so dass mit kleineren Aufträgen bei 60 Mann Belegschaft der Betrieb weiterläuft.&lt;br /&gt;
:1935  Die Stahlwerke werden in die Rüstungspläne des Dritten Reiches eingebunden.&lt;br /&gt;
:1936  Richard van Tongel jun. wird kaufmännischer Leiter und sein Bruder Emil van Tongel  technischer Leiter. Im Werk werden 450 Arbeiter&lt;br /&gt;
und Angestellte beschäftigt.&lt;br /&gt;
:1937  Nach Erwerb der Grundstücke Niklotstraße 20 - 24 werden dort Wohnhäuser für Firmenangehörige erbaut.&lt;br /&gt;
:1939  Ausbruch des 2. Weltkriegs. Neben der laufenden Produktion werden auch Gussteile für Seeminen gefertigt.&lt;br /&gt;
:10.3.1940  Richard van Tongel sen. stirbt in Rostock. Die Söhne führen den Betrieb weiter.&lt;br /&gt;
:1941  Die Übernahme von Ausrüstungen aus Werken besetzter Länder (Beutegut) wird abgelehnt.&lt;br /&gt;
:1942  Der Gauleiter Mecklenburgs und der Bürgermeister der Stadt wollen die Brüder van Tongel bewegen, außerhalb der Stadt&lt;br /&gt;
einen großen Rüstungsbetrieb zu errichten. Die Gebrüder van Tongel lehnen dieses ab.&lt;br /&gt;
:1945  Am 2. Mai erfolgt die kampflose Übergabe der Stadt an die Rote Armee. Es werden noch Gussteile nach Moskau geliefert.&lt;br /&gt;
Zeitgleich beginnt auch die Demontage des Rüstungsbetriebs.&lt;br /&gt;
:1945 - 1947  Die Brüder van Tongel versuchen von Westberlin aus die Firma wieder aufzubauen.&lt;br /&gt;
Nach der Sequestrierung erfolgte dann die Enteignung.&lt;br /&gt;
:1946 - 1990  Das Gelände und die Hallen gehen in Volkseigentum über. Der VEB Kleiderwerke, die Konsum Spirituosenfabrik Winkelhausen&lt;br /&gt;
und das Konsum Fleischverarbeitungs-Kombinat errichten hier ihre Produktionsstätten.&lt;br /&gt;
:1994  Ende des Stahlhofes als Produktionsstätte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wagner-Regeny, Rudolf (1903-1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Wagner-R%C3%A9geny Rudolf Wagner-Régeny bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Wagner-Régeny (* 28. August 1903 in Sächsisch Regen, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; † 18. September 1969 in Ost-Berlin) war ein deutscher Komponist und Hochschullehrer siebenbürgisch-sächsischer Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilke; Heinrich (1869-1952) Maler==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geboren am 3.2.1869 in Berlin,&lt;br /&gt;
:1887 - 1891   Studium an der Königlichen Akademischen Hochschule für bildende Kunst in Berlin.&lt;br /&gt;
:1891 - 1892   Studium an der Akademie in München.&lt;br /&gt;
:1893               Wohnung und Atelier in Berlin.&lt;br /&gt;
:1903 - 1916   Wilke ist jährlich mit einem Werk in der Großen Berliner Kunstausstellung  vertreten, es entstehen eine Vielzahl von Porträts und Historienbildnisse.&lt;br /&gt;
:1907              Heirat in Berlin.&lt;br /&gt;
:1917               Reise nach Güstrow auf Einladung von Richard van Tongel, Fertigung des Auftragswerkes: Stahlgießerei.&lt;br /&gt;
:1918 - 1921    Über 100 Aufträge, vor allem Porträts Güstrower Bürger, veranlassen Wike in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit, sich 1921 in Güstrow, Neue Wallstraße 2. Atelier: Gleviner Straße 37, niederzulassen.&lt;br /&gt;
:1919               Erste Ausstellung im Güstrower Hotel &amp;quot;                                          Erbgroßherzog &amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1925 - 1926   Ausstellungen in Schwerin.&lt;br /&gt;
:1928              Ausstellung im Museum des Kunst-und Altertumsvereins Güstrow.&lt;br /&gt;
:1939              Zum 70. Geburtstag Würdigung des Künstlers in den &amp;quot;                                                                        Mecklenburgischen Monatsheften &amp;quot;.&lt;br /&gt;
:19.11.1952 Heinrich Wilke verstirbt in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auswahl aus seinem künstlerischen Schaffen:&lt;br /&gt;
:1917            &amp;quot; Kreuzigung &amp;quot;, im Besitz des Doms.&lt;br /&gt;
:1918            &amp;quot; Bürgermeister Dahse &amp;quot;, im Besitz der Stadtverwaltung.&lt;br /&gt;
:1924           &amp;quot;&lt;br /&gt;
Frau Krüger-Hansen &amp;quot; .&lt;br /&gt;
:1922             &amp;quot; Wand-und Deckengemälde in der Ratsapotheke Güstrow, - Altes Labor - Treffpunkt de Freimaurerloge &amp;quot; Phoebus Apollo &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1925             &amp;quot; Adolf Klingberg, Realgymnasialdirektor &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1930             &amp;quot; Ansicht von Güstrow &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1943             &amp;quot; Beethoven im Gewitter &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1946             &amp;quot; Selbstporträt &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1947             &amp;quot; Faust in der Studierstube &amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zierow, Wilhelm (1870 - 1945)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Zierow (geb. 19.10.1870 in Nienhagen bei Doberan) war Sohn eines Lehrers und besuchte nach dem Umzug der Familie von Nienhagen bei Doberan nach Sarmstorf bei Güstrow und dort das Gymnasium. Er ging zunächst an das Lehrerseminar in Neukloster, Nach einer Zusatzausbildung zum Sport- und Zeichenlehrer in Dresden wurde er 1894 Hilfslehrer in Schwerin. Ab 1895 arbeitete er als Sport- und Zeichenlehrer an der Domschule Güstrow, wo er 1936 pensioniert wurde.&lt;br /&gt;
Er war Brinckman-Preisträger (1935) und wurde nach seiner Pensionierung wegen des Lehrermangels wieder als Leher tätig. Zierow und Familie schieden 1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben und wurden in einem Massengrab auf dem Güstrower Friedhof bestattet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Personen_der_G%C3%BCstrower_Stadtgeschichte&amp;diff=152557</id>
		<title>Personen der Güstrower Stadtgeschichte</title>
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		<updated>2026-07-10T11:48:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Fuchs, Erwin (1908-unbekannt) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;*Ernst Barlach (1870-1938)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Barlach Ernst Barlach bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* John Brinckman (1814-1870)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/John_Brinckman John Brinckmann bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Uwe Johnson (1934-1984)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Johnson Uwe Johnson bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Georg Friedrich Kersting (1785-1847)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Friedrich_Kersting Georg Friedrich Kersting bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Adolf Kegebein (1894-1987)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Kegebein Adolf Kegebein bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Karl Christian Klasen (1911-1945)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Christian_Klasen Karl Christian Klasen bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* David-Anton Kufahl (1763-1831)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/David_Anton_Kufahl David-Anton Kufahl bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;* Franz Parr (auch Franziskus_Pahr)  (unbekannt-1580)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_Pahr Franz Pahr bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Schondorf (1833 - 1912)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. 30.6.1833 in Röbel, erhielt seine musikalische Ausbildung in Rostock und Berlin. 1855 Berufung als Organist nach Neubrandenburg an St. Marien und St. Johannes. Ab 18 64 wurde er Organist an der Pfarrkirche Güstrow und Musiklehrer an der Domschule. Er war Komponist, Dirigent und Leiter des Güstrower Gesangvereins und erwarb sich landesweit hohes Ansehen für sein musikalisches Wirken. Er verstarb 1912 in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Friedrich Schult (1879-1978)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schult Friedrich Schult bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Otto Vermehren (1861-1917)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Vermehren Otto Vermehren bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zuvor benannten Persönlichkeiten, die vielen bekannt sein werden, möchten wir hier die Namen von weiteren Güstrowern und zeitweise mit Güstrow verbundenen Personen hinzufügen, deren Wirken in unserer Stadt jeweils Spuren hinterlassen hat, die oft nur in kleineren Kreisen bekannt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alban, Ernst ( 1791 -1856)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Alban Ernst Alban bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Alban kommt 1839 von Klein Wehnendorf nach Güstrow und baut hier in der Güstrower Eisengießerei und Maschinenbauanstalt von Anderssen, der von dem Tüftler Buddig unterstützt wurde, eine Hochdruckdampfmaschine für eine Tuchfabrik in Plau am See, die später einen würdigen Platz im Deutschen Museum in München fand. 1845 baute er den Raddampfer &amp;quot;Alban&amp;quot;, dies war das erste Dampfschiff auf mecklenburgischen Gewässern. Un Nach dem Tod von Anderssen will Buddig die Fabrik 1847 kaufen. Das Vorhaben scheitert jedoch an den Geldforderungen der Erben. Witwe Anderssen bittet nun ihren in London lebenden Bruder, den Künstler Heinrich Kaehler, die Fabrik zu übernehmen. Er kommt 1847 mit Frau und Kindern nach Güstrow. 1917 vereinigt Richard van Tongel die &amp;quot;alte&amp;quot; und &amp;quot;neue&amp;quot; Fabrik und mach ein leistungsfähiges Stahlwerk daraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Böhmer, Margarethe Charlotte Henriette, geb. Graeber (1887 - 1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Marga_B%C3%B6hmer Marga Böhmer bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Böhmer, zunächst seit 1917 verheiratet mit Bernhard A. Böhmer, seit 1924 ist das Ehepaar Böhmer mit Barlach befreundet, 1927 wird die Ehe Böhmer geschieden. Ab 1927 lebt Barlach zusammen mit den Böhmers in deren Eigenheim am Inselsee (Heidberg). Er blieb dort auch gemeinsam mit Marga Böhmer wohnen, nachdem 1931 das Barlach-Atelierhaus fertiggestellt worden war. in die zugehörige Wohnung des Atelierhauses zieht Bernhard A. Böhmer mit seiner 2. Ehefrau Hella, geb. Otte, ein. Im Zusammenhang mit Barlach wird Marga Böhmer zumeist noch immer nur als die Lebensgefährtin Ernst Barlachs erwähnt und ihre eigenen künstlerische Leistungen finden nur selten die gebührende Beachtung. Die fleißige, bildhauerisch ausgebildete Partnerin Barlachs war an vielen Werken des großen Meisters mit Vorarbeiten beteiligt und hat sich durch ihren freiwilligen Verzicht auf eigenes umfängliches bildhauerisches Wirken vollständig und selbstlos in den Dienst des Künstlers Barlach gestellt. Letztendlich hat ihre engagierte Hilfe und Hingabe für Barlachs Kunst in der Zeit der nationalsozialistischen Verfemungen es ermöglicht, dass Barlach weitestgehend ungestört seinen künstlerischen Eingebungen nachgehen konnte. Ihre Bemühungen, die Werke Barlachs zu erhalten und zu schützen und ihnen den von Barlach so sehr gewünschten sakralen Rahmen zu geben, sind ein über den Tod hinaus wirkendes Bekenntnis der großen Liebe und Verehrung dieser Frau für den Partner und Künstler Barlach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clements hat in ihrem Buch über Marga Böhmer die Bedeutung der Beziehung zwischen Barlach und seiner Lebensgefährtin Marga Böhmer in ergreifender Weise beschrieben und ihr dadurch ein literarisches Denkmal gesetzt. Eine weitergehende Würdigung ihrer Verdienste um Barlachs Gesamtwerk, das nach den Veröffentlichungen des Briefwechsels zwischen Barlach und ihr offenkundig ist, blieb ihr bisher versagt. Eine bewegende Wertschätzung der Persönlichkeit Marga Böhmer erfolgte durch Bärbel Kowalewski mit ihrem Beitrag -Die Frau an Barlachs Seite- im Güstrower Jahrbuch 2017. Es gibt Menschen in unserer Stadt, die bedauern, dass Margarethe Böhmer bisher keine bedeutende öffentliche Anerkennung und damit einer gebührenden Würdigung ihres Anteils am Schaffen Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow erfuhr. Die Benennung des Platzes vor der Gertruden-Kapelle als Marga Böhmer Platz wäre eine denkbare Maßnahme.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Böhmer, Bernhard Aloysius (1892 -1945)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard A. Böhmer – Wikipedia &lt;br /&gt;
Bernhard A. Böhmer war seit 1924 mit Barlach freundschaftlich verbunden. Auch die persönlichen z familiären Verhältnisse hatten indarauf keine Auswirkungen. Nach dem Tod Cassierers wurden die Beziehungen zueinander noch enger. Bernhard A. Böhmer war Assistent, Sekretär und engster Freund Barlachs und übernahm auch den Kunsthandel mit Barlachs Werken. In der Zeit der Verfemung expressionistischer Kunst als &amp;quot;entartete Kunst&amp;quot; durch die Nazis, hatten diese eigens zum Zwecke der 1937 in deutschen Museen erfolgten als &amp;quot;entartete Kunst&amp;quot; eingestuften Werke eine Kommission bestimmt und die über deren Verwertbarkeit bzw. Unverwertbarkeit entschied. Diese Kommission arbeitete mit vier Kunsthändlern zusammen. Neben Bernhard A. Böhmer aus Güstrow, waren dies Ferdinand Möller und Karl Buchholz aus Berlin und Hildebrand Gurlitt aus Hamburg. Diese Kunsthändler hatten den Auftrag, für &amp;quot;entartetet Kunst&amp;quot; Devisen in das Land zu holen. Nachweisbar war Böhmer an Tauschgeschäften mit &amp;gt;&amp;gt;entarteter&amp;lt;&amp;lt; Kunst&amp;quot; beteiligt und hat solche auch selbst erworben. Dies war von den Nazis nicht gewollt. Über die zwiespältige Person Bernhard A. Böhmer wurde durch Frau Meike Hoffmann von der Humboldt Universität Berlin geforscht. Die Ergebnisse sind unter dem Titel &amp;quot;EIN HÄNDLER &amp;gt;&amp;gt;ENTARTETER&amp;lt;&amp;lt; KUNST Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass&amp;quot;, beim Akademie Verlag Berlin 2010, Band III der Schriftenreihe &amp;quot;Entartetet Kunst&amp;quot;, der Initiative der Ferdinand Möller-Stiftung, Berlin, durch den Akademie Verlag von Meike Hoffmann herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann mit Sicherheit nach den im Jahre 2016 bei Bauarbeiten in Güstrow entdeckten Schriftstücken eine Ergänzung dieser wissenschaftlichen Arbeiten durch die Herausgeberin erwartet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eggert, Martin (1883-1978)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Eggert Martin Eggert bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beendigung der Realschule in Wismar erlernte Martin Eggert den Beruf eines Maurers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eilmann, Inger (1885-1967)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inger Eilmann wurde 1885 in Kopenhagen geboren und ist 1967 in Güstrow verstorben. Texte von der Leiterin des Güstrower Stadtmuseums über das Leben und das Werk der Malerin finden Interessenten im Güstrower Stadtanzeiger, 16. Jahrgang, Heft 7, Ausgabe Juli /August 2006, Seite 11 einen kurzen Hinweis und im Güstrower Jahrbuch 2008 Seite 156 einen Text von der Leiterin des Güstrower Stadtmuseums Frau Iris Brütgam. (http://www.guestrow.de/fileadmin/downloads/stadtanzeiger/2006/GS-JuliAugust-2006.pdf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Figurski, Max (1910-1982)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Figurski, Holzbildhauer und Kunsthandwerker wurde in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Bromberg (Bydgoszcz&#039;) geboren und wuchs in Berlin auf. 1924 zog die Familie wieder in die ursprüngliche Heimat zurück. F. wurde zum Orchestermusiker ausgebildet und erhielt dort auch seine Ausbildung zum Holzbildhauer. Das Leben des Max Figurski verlief sehr bewegt. Er wurde als Deutscher in die polnische Armee eingezogen, verlor fast vollständig sein Gehör nach einer Detonation, geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft, wurde Dolmetscher und konnte schließlich zwischen 1941 und 1945 wieder in seinem Beruf als Holzbildhauer arbeiten. Infolge des Kriegsendes vertrieb es die Familie nach Mecklenburg. Erst lebte sie in Hinzenhagen bei Krakow am See und später in der Güstrower Mühlenstraße. Max Figurski arbeitete über 50 Jahre in seinem Beruf, restaurierte und schuf umfangreich selbst neue Werke. So fertigte er in den Jahren 1973/75 die sechs neuen mannshohen Säulen (Hermen Pilaster) aus 400 Jahre altem Eichenholz für die Laterne der berühmten Wismarer Wasserkunst, die von Philipp Brandin zwischen 1580 bis 1602 auf dem Marktplatz errichtet wurde. Die künstlerische Leistung Max Figurskis wurde durch die Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt Wismar gewürdigt. Für sein gesamtes holzkünstlerisches Wirken erhielt er den Titel &amp;quot;Anerkannter Kunsthandwerker&amp;quot; durch das Ministerium für Kultur der DDR. Er gestaltete Orgelemporen, fertigte Reliefs in Schiffskajüten, schnitzte Stadtwappen und Reliefs von Personen. Er fertigte zur Restaurierung die Guss-Vorlage für das Schwert des Stadtgründers am Borwin Brunnen in Güstrow. Eine hohe Wertschätzung für seine künstlerische Tätigkeit erfuhr Max Figurski durch die Aufhängung eines von ihm gestalteten und kunstvoll gerahmten Porträts-Reliefs des großen Bildhauers Barlach im Besitz Ernst-Barlach-Theater. Auf dem Rahmen des Bildes befindet sich eine kleine Messingtafel mit der Inschrift - Arbeit des Holzbildhauers Max Figurski nach dem Selbstbildnis Ernst Barlachs von 1928-. Das Holzbildwerk ist wahrscheinlich anlässlich der Neueröffnung des Theaters als Ernst-Barlach-Theater von der Stadtverwaltung für das Theater erworben worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fuchs, Erwin (1908-unbekannt)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Fuchs wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Erste Ausstellungen im Pommerschen Kunstbund und Stettiner Museumsverein. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Er war als Maler und Bildhauer tätig. Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. Erwin Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktische auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter. Ab 1947 war er in Schwerin tätig. Er führte baugebundene Arbeiten in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Güstrow aus. Arbeiten von E. Fuchs befinden sich in der Landesgehörlosenschule (Glasmalereien wurden wegen des Rückbaus eines Teils des Gebäudekomplexes in einem Keller verwahrte. Im Jahre   2026, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Schule, wurde durch eine Gruppe von ehrenamtlichen Güstrower Denkmalschützern der Wederaufbau der Glasmalereien im Gebäudekomplex durch eine Spendenaktion ermöglicht. In der Güstrower Fritz-Reuter-Schule sind vier Arbeiten von Erwin Fuchs sichtbar.(Zwei Grafitos in der Aula und zwei Holzarbeiten an Treppen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verbliebenen Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gabillon, Johann Otto Ludwig (1825 - 1896)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ludwig Gabillon – Wikipedia&lt;br /&gt;
Ludwig Gabillon stammte aus einer nach Mecklenburg eingewanderten Hugenottenfamilie (Neu Strenz bei Güstrow). Sein Vater war der katholische Steuersekretär (Johann Otto) Ludwig Gabillon (1784–1847), seine Mutter die Hausfrau Dorothea Hentze oder Uentze.[3] Als Gymnasiast erlebte er in Güstrow eine Aufführung der Oper &amp;quot;Die Stumme von Portici&amp;quot; durch die Theatergesellschaft von Karl Friedrich Bethmann. Er war begeistert und mit Erlaubnis seiner Eltern schloss er sich dem Bethmann’schen Ensemble an und konnte bereits Ostern 1844 als „Indianer“ erfolgreich debütieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gernentz, Dr. Wilhelm (1890 - 1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Gernentz, in Güstrow geboren, besuchte die Domschule zu Güstrow, studierte in Göttingen, München, Berlin und Rostock Geschichte und Altphilologie, wurde Lehrer am Schweriner Gymnasium, dort auch Direktor, später ab 1950 Lehrer für Latein an der Oberschule in Güstrow. Hat in Güstrow zahlreiche historische Studien über die Stadt betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Günther, Dr. Johannes (1896-1984)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. 19.04.1896 in Schneidemühl gest. 8.01.1984 in Güstrow (lebte ab 1943 in Güstrow, Mühlenstraße 1) Erzähler, Lyriker, Theater- und Literaturhistoriker Dr. Günthers Vorfahren stammen aus Bützow und Güstrow. Er studierte Philosophie und Theatergeschichte in Berlin und Greifswald. Promotion 12. August 1919, Universität Greifswald, Thema: Heinrich Theodor Rötscher als Theaterkritiker. Tätigkeit: freiberuflicher Journalist und Theaterkritiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Günther, Ludwig (1846 - 1910)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geb. in Güstrow, gest. in Güstrow kam als Techniker und Fabrikleiter weit herum und hielt sich dennoch, wenn irgendwie möglich in Güstrow auf. Neben seiner Erwerbstätigkeit beschäftigte er sich mit der Astronomie. Als Autodidakt konnte er ernstes Ansehen erwerben. In den letzten Jahren seines Lebens widmete er sich der Erforschung der Lebensart und Weisheiten von Johannes Kepler. Er machte die wissenschaftlichen Leistungen Kepplers einem größeren Kreis von Laien bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heilmann, Dr, Ernst (1866 - 1923)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Chemiker Dr. Ernst Heilmann gründete 1894 mit seinem Teilhaber Dr. Hillringhaus in Güstrow, Ulrichplatz 14 ( hinter der ehem. Molkerei ) eine chemische Fabrik. Zunächst wurde nur Milchzucker und ab 1898 auch Borax hergestellt. Dr. Heilmann forschte intensiv auch auf pharmazeutischem Gebiet und brachte eine Vielzahl von Präparaten zur Produktionsreife. Hier einige Beispiele: Vakzine gegen Furunkulose, Strophanthin, ein Herzpräparat, Calrose, eine Invertzucker-Lösung zur künstlichen Ernährung durch Infusionen , Präparate gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Insbesondere das potenzsteigernde Mittel Yohimbin, das aus der Rinde des afrikanischen Yohimbehebaumes gewonnen wurde, fand reißenden Absatz. Später wurde in der Firma der wasserbeständige Casein-Kaltleim und ein Casein-Farbenbindemittel produziert. Der vielseitige Dr. Heilmann war auch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie tätig, besonders bei der Herstellung von Kunsthonig sowie Marzipan- und Backmassen. Im Jahr 1900 schied der Mitbegründer Dr. Hillringhaus aus der Firma aus. Dr. Heilmann führte bis zu seinem frühen Tod, er starb 1923 kurz nach Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft, seinen Betrieb mit Fleiß, Zielstrebigkeit und Umsicht. Durch den Laager Landbaumeister Paul Korff ließ er sich an der Plauer Chaussee (heute Standort der Gehörloseschule) die Villa Heilmann errichten.(1945 abgebrannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jungebloedt, Heinrich (1894-1976), Mosaizist==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Jungebloedts Verbindungen zu Güstrow bestehen in der Ausführung von mehreren Mosaiken in unserer Stadt und in unserer Region. - Großes Mosaik in der Güstrower Gehörlosenschule, (&amp;quot;Das Tor zum Leben&amp;quot;, Entwurf Vera Kopetz, für dieses Werk erhielt V. Kopetz 1956 den Fritz Reuter Kunstpreis des Bezirkes Schwerin) - 2 Mosaiken an der Vorbühne des Ernst-Barlach-Theaters. (Entwürfe Vera Kopetz, Ausführung Fa. H. Jungebloedt) - 2 Mosaiken in der Schule Bernitt (Entwürfe Vera Kopetz, Ausführung Fa. H. Jungebloedt). - Brunnen in der heutigen Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei. (Entwurf und Ausführung H. Jungebloedt und E. Jeske)&lt;br /&gt;
Heinrich Jungebloedt wurde 1894 in Witten an der Ruhr geboren 1901 - 1913 Schulbesuch in Essen. 1913 - 1914 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. 1914 - 1920 Musterung, Grundausbildung und Kriegsteilnahme und 5 Jahre französische Gefangenschaft. 1920 - 1923 Fortsetzung des Studiums &amp;quot;Wandmalerei&amp;quot; an der Essener Kunstschule (der später berühmten &amp;quot;Folkwanglerschule&amp;quot;.) 1923 - 1945 Anstellung bei der weltberühmten Firma &amp;quot;Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl &amp;amp; Wagner, Gottfried Heinersdorff&amp;quot;, nach einer Studienreise zu den klassischen antiken Mosaiken Italiens Aufstieg zum künstlerischen Leiter (1925). 1945 - 1976 Gründung und Leitung einer der eigenen Mosaikwerkstatt &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; in Schulzendorf (Kreis Teltow) unter Mithilfe von Frau Elisabeth Jeske. 1946 bekommt er von der Direktion der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin-Schöneberg hohe Anerkennung: &amp;quot;Er sei der einzig wirkliche Experte auf dem Gebiet des künstlerischen Mosaiks&amp;quot;. 1948 Meisterprüfung des Mosaik-Handwerks vor der Handwerkskammer des Landes Brandenburg mit dem Prädikat &amp;quot;Sehr gut&amp;quot;. 1950 Der &amp;quot;Hauptausschuss für Kunsthandwerk des Landes Brandenburg&amp;quot; verleiht ein personengebundenes Gütezeichen u. a. an Heinrich Jungebloedt für dessen Produkte. 1951 -1976 Umfangreiche Arbeiten in Berlin und anderen Orten (Neubauprogramm, Repräsentativbauten, &amp;quot;Kunst am Bau&amp;quot;). 1976 am 31. März verstarb Heinrich Jungebloedt und fand auf dem Friedhof Eichwalde seine letzte Ruhestätte. (Quelle -Leben und Werk des Mosaikkünstlers Heinrich Jungebloedt-Schriftenreihe zur Geschichte der Gemeinde Eichwalde Heft 8)) In seinem Aufsatz &amp;quot;Gedanken zum Mosaik&amp;quot;, der von seiner geschätzten Mitarbeiterin Elisabeth Jeske (1921 - 2002) posthum 1996 veröffentlicht wurde, äußert sich Heinrich Jungebloedt über die fundamentalen Unterschiede zwischen den beiden Kunstformen Malerei und Mosaik. (..).. Der Maler beschäftigt sich mit der Farbenlehre und der Form, während sich der Mosaizist dem Stein und der Form widmen muss. (...). Deshalb muss der erfolgreiche Mosaikgestalter die künstlerische Ausbildung eines Malers haben, er &amp;quot;darf nicht mit beiden Füßen in der Malerei stehen, sondern nur mit einem Fuß; der andere muss fest im &amp;quot;Mosaik stehen&amp;quot; An anderer Stelle wird folgendes ausgeführt: &amp;quot;Den wichtigsten Schlüssel zum Mosaik liefern die Fugen zwischen den Steinen. Sie sind technisch unentbehrlich, nötigen aber zu einen anderen Einsatz der Farbe...Das Netzwerk der Fugen hat eine eigenen Schönheit, es begleitet den verborgenen Rhythmus der Darstellung. Netzwerk, Steinführung, Materialfarbe und Steinform sind nicht zu trennen. Ihre wechselseitige Wirkung aufeinander abzustimmen ist das Problem des Mosaiks.&lt;br /&gt;
Frau Elisabeth Jeske war eine außergewöhnlich befähigte Mosaizistin, die in der Firma Jungebloedt hervorragende künstlerische Arbeit über Jahrzehnte leistete und diese ab 1976 bis 2002 führte.(Zeitzeugen berichteten uns, dass eine dunkelhaarige Frau bei den Güstrower Mosaiken &amp;quot;federführend&amp;quot; tätig war - es kann sich nach Ansicht der Autoren nur um Frau Jeske gehandelt haben.) Für ihr Engagement am Berliner Dom wurde sie 1996 durch den Bundespräsidenten Roman Herzog mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2000 wurde sie erste Ehrenbürgerin ihrer Heimatgemeinde Schulzendorf im Kreis Königs-Wusterhausen.&lt;br /&gt;
Die Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; existiert seit 2007 nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kegebein, Berthold (1894 - 1977)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Berthold_Kegebein Berthold Kegebein bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berthold Kegebein wurde als Sohn des Möbeltischlers Hermann Kegebein (1861– um 1920) und seiner Frau Auguste (1861–1949) in Güstrow geboren. Er wuchs zusammen mit seinen zwei Brüdern auf und ging dort zur Schule. In seiner Heimatstadt erlernte er auch den Beruf des Fotografen. Nach der Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg 1919 machte er sich selbständig und eröffnete ein Atelier, in dem er fast sechs Jahrzehnte tätig war. Kegebein hatte mit Ehefrau Elsa (1897–1964) vier Töchter. Seine Vorlieben auf dem Gebiet der Fotografie lagen im Bereich Porträt sowie in den Stilrichtungen Stadtansichten, Landschaften, Reproduktionen und Darstellungen mit künstlerischen Lichteffekten. Auftraggeber waren neben öffentlichen Stellen auch private Personen aus Güstrow und seiner Umgebung. Der berühmteste unter ihnen war unbestreitbar der Bildhauer Ernst Barlach, für den er seit den 1920er Jahren bis zu Barlachs Tod im Jahre 1938 tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kopetz, Vera (1910 - 1998)==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Kopetz Vera Kopetz bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das künstlerische Schaffen von Vera Kopetz in Güstrow und in Güstrows Nähe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wurden durch die Beschäftigung mit dem künstlerischen Schaffen von Vera Kopetz, zu deren künstlerische Freundschaft zu Marga Böhmer, aufmerksam. Im Buch von Ditte Clemens über Marga Böhmer erfuhren wir mehr darüber. Im Besitz der Familie Kopetz und im Museum in Schwerin befinden sich danach von Vera Kopetz gemalte Porträts Marga Böhmers.&lt;br /&gt;
Auf dem Böhmer Marga Porträt, welches sich Besitz der Familie Kopetz befindet (Signatur 63), konnten wir mit Computerhilfe im Vordergrund des Bildes  die Plastik &amp;quot;Russische Bettlerin mit Schale&amp;quot; von Barlach aus dem Jahre 1906 erkennen, die Barlach Marga Böhmer Weihnachten 1924 als sein erstes Geschenk übergab.. Diese Figur hatte offensichtlich einen festen Platz in der Wohnung Marga Böhmers in der Güstrower Gertruden-Kapelle. Diese Porzellanfigur befand sich auch schon auf einem Foto (siehe unten) aus den 1950er Jahren an gleicher Stelle als auf dem Porträt Marga Böhmers von Vera Kopetz aus dem Jahre 1963. Anlässlich der Eröffnung einer Personal-Ausstellung zum gesamten Schaffen von Vera Kopetz in der Güstrower Galerie Wollhalle im Jahre 2015 durch das Güstrower Museum in Gemeinschaft mit der Familie Kopetz wurde das Marga Böhmer-Porträt durch Herrn Michael Kopetz an den Bürgermeister der Stadt Güstrow, Herrn Arne Schuldt, als Geschenk überreicht.&lt;br /&gt;
Unsere Entdeckung der Barlach-Plastik auf dem damals noch im Privatbesitz der Familie Kopetz befindlichem Gemälde, war für uns eine kleine Sensation,&lt;br /&gt;
Wir haben bei unseren Forschungen erst 2016 herausgefunden, dass sich das Güstrower Museum schon 1982 im direkten Kontakt mit Frau Vera Kopetz um den Erwerb des Bildes bemühte. Als wir in Unkenntnis dieses Sachverhaltes 2012 bei einer Veranstaltung des Fördervereins des im Güstrower Ernst--Barlach-Theaters mit Herrn Michael Kopetz eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow anregten, wurde von uns auch über die Bedeutung des Böhmer-Bildes für unsere Heimatstadt Güstrow gesprochen. Dass daraus schließlich eine Schenkung an die Stadt Güstrow wurde, hat nicht nur uns sondern alle Besucher der Eröffnungsveranstaltung und andere Kunstfreunde sehr beeindruckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über diese Ausstellung schrieb die Ostseezeitung: &lt;br /&gt;
Güstrow&lt;br /&gt;
Die Idee zu dieser Ausstellung ging von zwei Heimatforschern aus: Gernot Moeller und Dieter Kölpien hatten in Güstrow Spuren der Künstlerin Vera Kopetz (1910-1998) entdeckt. Kopetz hatte ein Mosaik für die Güstrower Gehörlosenschule geschaffen, an der Innengestaltung des Ernst-Barlach-Theaters mitgewirkt, auch an der Restaurierung des Güstrower Schlosses in den 1960er Jahren.&lt;br /&gt;
Dahinter steht ein interessantes Gesamtwerk von Vera Kopetz – davon ist in der Wollhalle Güstrow jetzt einiges zu sehen. 43 Gemälde sowie Siebdrucke, neun Collagen und acht Plastiken. „Das sind sämtlich Leihgaben aus Privatbesitz“, erklärt Kuratorin Iris Brüdgam. Nun kann der Besucher in Güstrow Werke aus allen Schaffensperioden sehen, vom Frühwerk der Künstlerin aus den 1930er Jahren bis zum Jahr 1997, in den die Gemälde immer abstrakter wurden.&lt;br /&gt;
Hinter diesen Werken verbirgt sich auch ein bewegtes Leben: Vera Kopetz wurde 1910 in Sankt Petersburg geboren und gelangte über viele Umwege im Zweiten Weltkrieg erst in die Schweiz und dann nach Deutschland. Der Lebensweg führte Vera Kopetz aus dem zerbombten Berlin nach Schwerin und schließlich nach Usedom, wo ein Großteil ihres Werks entstand. Dort verstarb die Künstlerin 1998. Die Ausstellung ist vom 3. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 in der Wollhalle Güstrow zu sehen, geöffnet ist sie täglich von 11 bis 17 Uhr.  &lt;br /&gt;
Thorsten Czarkowski&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Krull, Dr. med Eduard==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lisch, Georg, Christian, Friedrich (1801 - 1883)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Georg Christian Friedrich Lisch – Wikipedia:&lt;br /&gt;
Die Abstammung von Georg Christian Friedrich Lisch (er benutzte anfangs selbst die Namensform Friedrich Lisch) ist eine von Forschern mehrfach kontrovers diskutierte Frage. Man vermutet, dass der Jurist Carl Christoph von Kamptz (1769–1849), späterer königlich-preußischer Staats- und Justizminister, sein tatsächlicher Vater war. Eine Legitimierung durch ihn erfolgte jedoch nicht. Friedrich Lisch wuchs auf als Sohn des herzoglichen Kammerdieners Johann Christian Lisch (1776–1844) und seiner Frau Johanna Sophia Christiane geb. Brunow (1775–1842). Bald nach seiner Geburt siedelte die Familie nach Güstrow über, wo Lischs Vater eine Anstellung beim Landgericht erhielt. In Güstrow verlebte Friedrich Lisch als ältester von vier Söhnen der Eltern seine Kindheit und Jugend. Er besuchte ab 1809 die Domschule Güstrow (Gymnasium) und bestand im Herbst 1822 die Reifeprüfung mit Auszeichnung. Anschließend studierte er Theologie, Philosophie, Geschichte und Mathematik in Rostock (1822–1824) und Berin (1824–1826). 1824 wurde er Mitglied der Rostocker Freimaurerloge „Prometheus“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lorenz, Prof. Dr. Friedrich (1925-2012)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Geboren am 7.1.1925 in Hochdobern, Kreis Tetschen, heute Tschechin..&lt;br /&gt;
- Lehre beim Telegrafenbauamt Dresden, Gesellenbrief als Fernmeldehandwerker.&lt;br /&gt;
- Kriegsdienst, Bordfunker, englische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
- Studium an der Humboldt-Universität, ab 1950 Berufsschullehrer für Elektriker und Funkmechaniker an den Berufsschulen Güstrow und &lt;br /&gt;
Krakow am See.&lt;br /&gt;
- Fernstudium an der Ingenieurschule Mittweida und der TH Dresden.&lt;br /&gt;
- 1964 - Wechsel zum Pädagogischen Institut Güstrow,&lt;br /&gt;
- 1967 - Promotion an der TH Dresden,&lt;br /&gt;
- 1969 - Dozent,&lt;br /&gt;
- 1977 - Habilitation an der Pädagogischen Hochschule Erfurt,&lt;br /&gt;
- 1980 - Ordentlicher Professor für den Lehrstuhl &amp;quot;Technische Systeme&amp;quot;,&lt;br /&gt;
- 1990 - Emeritierung.&lt;br /&gt;
- 15.6.2012 - verstorben in Güstrow.&lt;br /&gt;
Neben seinem Hobby (Schnitzen), war er in vielfältiger Weise mit der Erforschung der Regionalgeschichte befasst.&lt;br /&gt;
Seine Veröffentlichungen zur Regionalgeschichte seien nachfolgend genannt:&lt;br /&gt;
:1998   &amp;quot;Güstrow und die Elektrizität&amp;quot; , Hochschulschriftenverlag.&lt;br /&gt;
:2000   &amp;quot;Wasser für Güstrow&amp;quot;, Laumann Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
:2001   &amp;quot;van Tongel - drei mal klingeln&amp;quot;, Heidberg-Verlag.&lt;br /&gt;
:2002   &amp;quot;775 Jahre Güstrow&amp;quot;, Heidberg-Verlag.&lt;br /&gt;
:2004   &amp;quot;Dobbiner Dorfgeschichten&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
:2005   &amp;quot;777 Jahre Stadt Güstrow&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
:2007   &amp;quot;Kluge Köpfe braucht das Land&amp;quot;, van Derner-Verlag.&lt;br /&gt;
Auch uns stand er in den Anfängen unserer regionalen Forschungen uneigennützig, hilfreich und beratend zur Seite.&lt;br /&gt;
Die Ausführungen von Dr. Lorenz zu technischen Bereichen der Regionalgeschichte, insbesondere seine Schrift &amp;quot;Güstrow und die Elektrizität&amp;quot;, regten uns, an unsere Studien zur Geschichte des Fernmeldewesens in Güstrow zu betreiben. Unsere diesbezüglichen Studienergebnisse fanden seine Anerkennung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Malmströms==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die KOLTER-MALMSTRÖMS gehören zu den bekanntesten und traditionsreichsten Artistenfamilien von internationalem Rang. Nachweisbar bis etwa 1725.&lt;br /&gt;
Die Vorfahren der Familie  Malmström waren Seiltänzer, so ist es auch auf einer Darstellung neben der Jahreszahl 1725 auf dem Familien-Wappen Kolter/Malmström zu erkennen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Familienmitglieder der Tradition treu geblieben. Die Kinder wuchsen im Wohnwagen auf und zogen so mit den Eltern durch die Lande, um ihre Kunststücke zu zeigen. H. Malmström erwähnt eine Chronik über die Familiengeschichte, dass wohl die schillerndste Figur des Familienunternehmens der 1795 geborene Seiltänzer Wilhelm Kolter war. &lt;br /&gt;
1818 half er sogar dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm II., über seinen englischen Amtskollegen zu triumphieren, Der englische König hatte bei einem Treffen seinen besten Seiltänzer mitgebracht, der die Zuschauer mit eleganten Sprüngen auf dem Schrägseil begeisterte.&lt;br /&gt;
Der rasch angeforderte Wilhelm Kolter übertraf ihn jedoch und sprang als erster auf der Welt über seinen Partner hinweg. Mit dieser Glanztat wurde er sogar zur literarischen Figur. Fontane berichtetet über ihn in seinem Roman &amp;quot;Unterm Birnbaum&amp;quot;, und 1865 erschien in Reichenbach von einem  unbekannten Verfasser ein &amp;quot;Kolter Album&amp;quot; . &lt;br /&gt;
Es ist überliefert, dass dieser in nur 11 Minuten auf einem Seil die Niagarafälle überquerte.&lt;br /&gt;
(Diese Textstelle erklärt ein Mitglied der Familie gegenüber dem Betreiber dieser WEB-Seite für frei erfunden da die Truppe nie in den USA auftrat.)&lt;br /&gt;
Auszugsweise Wiedergabe von Textstellen  aus einem zu DDR-Zeiten geführten Gespräch von Birgitt Hamm mit Herbert Malmström, dem Senior einer der ältesten deutschen  Zirkusfamilien, (Der Inhalt des Gesprächs wurde in einer Güstrower SVZ-Ausgabe unbekannten Datums gefunden. Der Zeitraum des Gespräches wir um die Zeit Ende der 1970er Jahre geschätzt).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Marquardt, Hans Friedrich Joachim (1847-1915)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement und ausgeprägten Geschichtsbewusstsein des Gymnasialprofessors Dr. Hans Marquardt danken wir die erste systematische Katalogisierung der Sammlung, die er von 1893 bis zu seinem Tode als Konservator betreute (zitiert aus dem Ausstellungsführer des Güstrower Museums).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mastaler, Wilhelm (1920- 2019)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://wilhelm-mastaler.de Wilhelm Mastaler private Seite]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Mastaler ist gebürtiger Güstrower und durch seine stadtgeschichtlichen Forschungen auf sehr unterschiedlichen Gebieten bekannt und anerkannt. Der Link führt auf die WEB-Seite, auf der der Autor seine Veröffentlichungen in verschiedenen Medien benennt.&lt;br /&gt;
am 27. September 1920 in Güstrow im Strenzer Weg geboren,&lt;br /&gt;
Abitur,&lt;br /&gt;
:1939 Wehrdienst in der Luftwaffe als Waffenwart,&lt;br /&gt;
:1939 - 1945, Wehrdienst in Holland, Frankreich und Deutschland&lt;br /&gt;
:1945 - 1947, Kriegsgefangenschaft,&lt;br /&gt;
:ab 11/1947 - Ausbildung im Bahnbetriebswerk Güstrow,&lt;br /&gt;
:seit 1949 verheiratet / 8 Kinder / 12 Enkelkinder / div. Urenkel,&lt;br /&gt;
vierjähriges Studium des Maschinenbaus,&lt;br /&gt;
Maschinen-Ingenieur im technischen Dienst der Deutschen Reichsbahn im Oberbauwerk Bützow,&lt;br /&gt;
Reichsbahnamtmann, &lt;br /&gt;
:ab 12/1985 - Oberamtmann in Rente,&lt;br /&gt;
:ab 1968 ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums für Ur- und Frühgeschichte,&lt;br /&gt;
:1970 - 1993, ehrenamtlicher Denkmalpfleger,&lt;br /&gt;
div. archäologische Ausgrabungen als Kreispfleger im Umkreis,&lt;br /&gt;
Leiter der archäologischen Arbeitsgruppe in Güstrow,&lt;br /&gt;
ehrenamtlicher Kreisbodendenkmalpfleger,&lt;br /&gt;
:1981 - Ehrennadel des Kulturbundes in Gold etc.,&lt;br /&gt;
08.11.1993 - Preisträger der &amp;quot; Silbernen Halbkugel &amp;quot;, des Deutschen Preises für Denkmalschutz,&lt;br /&gt;
div. Publikationen im Bereich mittelalterlicher Archäologie und Baudenkmäler,&lt;br /&gt;
div. Publikationen im Bereich der Wassermühlen im ehemaligen Kreis Güstrow,&lt;br /&gt;
div. Veröffentlichungen zur Geschichte Güstrows etc.,&lt;br /&gt;
:ab 2010, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv beschäftigt,&lt;br /&gt;
:am 24. Juli 2019 in Güstrow im Strenzer Weg verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Otto, Robert (1895-1973)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Max Johannes Helmuth Otto&lt;br /&gt;
war wohnhaft in Güstrow, Feldstraße 41.&lt;br /&gt;
Er wurde am 28.04. 1895 in Malchin geboren (StA Malchin, Nr. 25/1895)&lt;br /&gt;
und ist am 18.12.1973 in Güstrow verstorben. Er war seit 1966 verheiratet mit Magdalena Erna Marie Otto, geb. Martens..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Otto malte Landschaften und Ansichten von Güstrow.&lt;br /&gt;
Das als Startbild für unsere WEB-Site ausgewählte Bild zeigt die Südwest-Ansicht der Stadt Güstrow es trägt die Signatur des Malers. R. Otto (ohne Jahresangabe, seit 1939 im Besitz meiner Familie (DK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Paul, Simone Katrin (*1964)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriftstellerin und Übersetzerin ist in Güstrow geboren. Seit 1992 veröffentlich die studierte Theaterwissenschaftlerin lyrische Werke. &lt;br /&gt;
1998 übersetzte sie sämtliche Sonette von William Shakespeare ins Deutsche. Publikationen der in Berlin lebenden Schriftstellerin: &amp;quot;Fischerkönig&amp;quot;. &amp;quot;Verbranntes Theater&amp;quot;, &amp;quot;Sinnflutend&amp;quot;. (Text in Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Scheidemann, Hans (1912-1972)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Scheidemann kann man zu Recht als einen Begründer des Neuanfangs des Fußballsports kurz nach dem Ende des II. Weltkrieges bezeichnen. Auch Hans Scheidemann zählte zu den vielen Flüchtlingen die ihre Heimat (Pommern) verlassen mussten. Nach seiner Ausbildung als Heizungsmonteur und anschließend als Polizist übte er den Fußballsport aus. Seine persönliche hoffnungsvolle sportliche fußballerische Entwicklung wurde durch eine Kriegsverletzung, die ihn dauerhaft an den Rollstuhl fesselte, beendet. Diese erhebliche Behinderung hat Scheidemann nicht daran gehindert, gemeinsam mit anderen Sportfreunden den Spielbetrieb im Fußballsport im Kreis Güstrow zu organisieren und bis zu seinem Ableben als Spielobmann im Kreisfachausschuss  tätig. Er erhielt für seine ehrenamtliche Tätigkeit auf Vorschlag des Fußballverbandes der DDR die Verdienstmedaille.&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 1973 wird ihm zu Ehren bei einem Turnier um den Hans-Scheidemann-Gedenkpokal gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schumann, Clara (1819 - 1896)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die berühmteste Pianistin und Klavierpädagogin der damaligen Zeit gastierte 1863 neben Konzerten in Schwerin und Rostock auch im Saal des Hotels &amp;quot; Erbgroßherzog&amp;quot; in Güstrow. Clara Schumann war die Ehefrau von Robert Schumann, der schon früh verstarb. Durch die Konzertreisen war es Clara Schumann möglich, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um die acht Kinder die der Ehe mit Robert Schumann entsprangen, aufzuziehen. Ihr Auftritt in Güstrow fand anlässlich eines Besuches bei dem befreundeten Dr. Gustav Raspe( Direktor der Domschule) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schumann, Oskar==&lt;br /&gt;
Der Güstrower war ein Bildhauer, der sowohl eigene Arbeiten als auch Arbeiten in Gemeinschaft mit anderen Holz verarbeitenden Handwerkern ausführte. Er hatte lt. Adressbuch 1939 eine Werkstatt in der Schulstraße 1. &lt;br /&gt;
Von ihm wurde der Stier im Oberlicht der Mitteltür zur Ausstellungs- und Kongresshalle 1935 gefertigt.&lt;br /&gt;
Von seinem in Rostock lebenden Enkel erfuhren wir, dass die Familie Oskar Schumann mit Ernst Barlach befreundet war.  In einem Gespräch mit Frau Johanna Schult am 20.09.2010 wurde uns bekannt, dass die Schnitzereien an der Tür der ehemaligen Tischlerei A. Dietrich in der Lindenstraße 1, von dem Holzschnitzer Oskar Schumann angefertigt wurden.&lt;br /&gt;
Die Fotos wurden 2012 während der Renovierung der Tür gemacht.&lt;br /&gt;
000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schmidt, Egon (1927 - 1983)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kinderbuchautor war seit 1957 Dozent an der späteren Pädagogischen Hochschule Güstrow. Er war langjährig Abteilungsleiter  für Literatur und Lehrstuhlleiter für deutsche Literatur und deutsche Sprache. Seine Bücher wurden im Kinderbuchverlag Berlin und dem Hinstorff Verlag Rostock verlegt. Zwei seiner zahlreiche Werke sind &amp;quot;Das Schildkrötenmädchen&amp;quot; und &amp;quot;Die Partisanenwiese&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
(Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schondorf, Johannes (1833 - 1912)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Schondorf, geb. 30.6.1833 in Röbel, erhielt seine musikalische Ausbildung in Rostock und Berlin. 1855 Berufung als Organist nach Neubrandenburg an St. Marien und St. Johannes. Ab 18 64 wurde er Organist an der Pfarrkirche Güstrow und Musiklehrer an der Domschule. Er war Komponist, Dirigent und Leiter des Güstrower Gesangvereins und erwarb sich landesweit hohes Ansehen für sein musikalisches Wirken. Er verstarb 1912 in Güstrow.&lt;br /&gt;
Nach Schondorf wurde eine Straße im Süd-Westen von Güstrow benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seidel, Heinrich (1842 - 1906)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Seidel – Wikipedia. &lt;br /&gt;
Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Philipp Georg Eduard Seidel war ein deutscher Ingenieur und Schriftsteller. Er wurde am 25.06.1842 in Perlin geboren und starb am 07.11.1906 in Berlin. Er begann eine Lehre (1862-1866) bei der Stahlgießerei Kähler in Güstrow. In dieser Zeit war er auch Mitglied des Männer Turnvereins Güstrow (MTV Güstrow) und dort Vorturner (Hinweis von dem Güstrower Sportchronisten Uwe Zicker). Eine Straße im westlichen Teil Güstrows trägt seinen Namen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schwartzkopff, Johannes (1889-1968)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde am 02.08.1889 in Wolfsburg, Kreis Gardelegen geboren. Seit dem 01.04.1914 als Hilfsprediger in Bromberg tätig , war er bereits seit dem 01.04.1917 als Pastor im mecklenburgischen Varchentin eingesetzt. Am 1.10.1924 begann er als Domprediger in Güstrow sein segensreiches Wirken für die Domgemeinde und die Stadt. Mit dem in Güstrow ansässigen Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller Ernst Barlach freundschaftlich verbunden, war es mit sein Verdienst, dass der Dom-Engel als Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Wirklichkeit wurde und Güstrow damit, trotz totalitärer Eingriffe, ein weit über die Grenzen bekanntes  und geschätztes Kunstwerk ersten Ranges besitzt. Schwartzkopff verlor in der NS-Zeit sein Predigeramt in Güstrow und wurde seit dem 01.11.1934 als Pastor nach Mölln versetzt. Von 1934 bis 1958 als Pfarrer an der Immanuel-Kirche in Berlin verstarb er dort am 22.06.1968.&lt;br /&gt;
Johannes Schwartzkopff hielt für den am 24.10.1938 verstorbenen Ernst Barlach, die Trauerreden auf der Aussegnungsfeier am 27.10.1938  im Atelierhaus des Künstlers, sowie zur Beisetzung des Leichnams auf dem Ratzeburger Friedhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tarnow, Fanny (1797 - 1862)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter des Güstrower Staatssekretärs und späteren Gutsherren David Tarnow und dessen Ehefrau Amalie Justine, geb. von Holstein  wurde als deren erstes Kind in Güstrow geboren. Die Schriftstellerin veröffentlichte unter anderem unter dem Pseudonymen Fanny und F. T. . Zu ihren Werken gehören: &amp;quot;Natali. Ein Beitrag zur Geschichte des weiblichen Herzens&amp;quot;, &amp;quot;Lebensbilder&amp;quot; und &amp;quot;Die Spanier auf Fühnen. Historisches Schauspiel&amp;quot;. (Text in Anlehnung an eine Veröffentlichung in der SVZ vom 09.12.2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==van Tongel, Richard sen. (1872-1940)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.7.1872  Richard van Tongel wird in Hermanuv Mestec ( Hermannstätel )  einem kleinen Ort zwischen Prag und Hradez Kralove (Königgrätz) geboren.&lt;br /&gt;
Er studierte an der Prager Karls-Universität unter anderem auch Mathematik. Noch in Prag heiratete er Hedwig Toms. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Richard jun. ( 1898 - 1974 ) und Emil ( 1900 - 1988 ) hervor. Zeitweilig war er Direktor der Skoda-Werke in Pilsen. Am 4.8.1900 , nach der Geburt des zweiten Sohnes, verstarb seine Ehefrau Hedwig.&lt;br /&gt;
R. van Tongel verließ Böhmen, arbeitete im Ruhrgebiet und auch in Amerika. Eine Firmengründung scheiterte dort.&lt;br /&gt;
1910  kehrte er nach Europa zurück und kauft das Stahlwerk &amp;quot;Güstrower Hütte&amp;quot; vom Vorbesitzer Ludwig Martins. Das Werk firmiert unter&lt;br /&gt;
dem Namen &amp;quot; Van Tongelsche Stahlwerke GmbH &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1912  van Tongel verlässt wegen betrieblicher Unstimmigkeiten das Werk und kehrt&lt;br /&gt;
:1914  zum Ausbruch des 1. Weltkrieges zurück nach Güstrow. Das Werk wird in die Rüstungsproduktion eingebunden und auf&lt;br /&gt;
Stahlformguss spezialisiert.&lt;br /&gt;
:1916  Die Vorgaben werden drastisch auf 6000 Stück 15cm Stahlgusskörper für Granaten erhöht.&lt;br /&gt;
Der Großherzog Friedrich Franz IV. besucht am 24. Mai das Stahlwerk.&lt;br /&gt;
:1917  Es gibt zunehmend Probleme in der qualitativen und quantitativen Erfüllung der Produktionsvorgaben. Die Ausschussquote beträgt bis zu 46 %.&lt;br /&gt;
Der Maler Heinrich Wilke stellt ein Temperabild vom Stahlwerk her, das dem Großherzog zur Erinnerung an seinen Besuch&lt;br /&gt;
überreicht wird.&lt;br /&gt;
:1918  R. van Tongel kauft die &amp;quot;Kählersche Eisengießerei und Maschinenbauanstalt&amp;quot; und die Fläche der ehemaligen Gerberei&lt;br /&gt;
Dahltrop dazu. Das Betriebsgelände umfasst nun 30000 qm.&lt;br /&gt;
Nach der Novemberrevolution stagniert die Produktion, zahlreiche Arbeiter werden entlassen.&lt;br /&gt;
:1920  Inflation, Kapp-Putsch und ein Generalstreik bringen die Arbeit praktisch zum erliegen.&lt;br /&gt;
Am 2. September explodiert ein Konverter mit 2500 kg flüssigen Stahls. Die Arbeiter konnten sich retten, der Dachstuhl fängt Feuer und brennt ab.&lt;br /&gt;
:1928  Die Stadt feiert ihr 800jähriges Bestehen. Das Werk ist in vielen Bereichen modernisiert worden. Die Güstrower Zeitung (MTZ) berichtet darüber.&lt;br /&gt;
:1930 - 1935  Das Stahlwerk übersteht die schwierigen Jahre der Weltwirtschaftskrise. Van Tongel nutzt seine guten Kontakte nach Skandinavien,&lt;br /&gt;
Nordamerika und dem Fernen Osten, so dass mit kleineren Aufträgen bei 60 Mann Belegschaft der Betrieb weiterläuft.&lt;br /&gt;
:1935  Die Stahlwerke werden in die Rüstungspläne des Dritten Reiches eingebunden.&lt;br /&gt;
:1936  Richard van Tongel jun. wird kaufmännischer Leiter und sein Bruder Emil van Tongel  technischer Leiter. Im Werk werden 450 Arbeiter&lt;br /&gt;
und Angestellte beschäftigt.&lt;br /&gt;
:1937  Nach Erwerb der Grundstücke Niklotstraße 20 - 24 werden dort Wohnhäuser für Firmenangehörige erbaut.&lt;br /&gt;
:1939  Ausbruch des 2. Weltkriegs. Neben der laufenden Produktion werden auch Gussteile für Seeminen gefertigt.&lt;br /&gt;
:10.3.1940  Richard van Tongel sen. stirbt in Rostock. Die Söhne führen den Betrieb weiter.&lt;br /&gt;
:1941  Die Übernahme von Ausrüstungen aus Werken besetzter Länder (Beutegut) wird abgelehnt.&lt;br /&gt;
:1942  Der Gauleiter Mecklenburgs und der Bürgermeister der Stadt wollen die Brüder van Tongel bewegen, außerhalb der Stadt&lt;br /&gt;
einen großen Rüstungsbetrieb zu errichten. Die Gebrüder van Tongel lehnen dieses ab.&lt;br /&gt;
:1945  Am 2. Mai erfolgt die kampflose Übergabe der Stadt an die Rote Armee. Es werden noch Gussteile nach Moskau geliefert.&lt;br /&gt;
Zeitgleich beginnt auch die Demontage des Rüstungsbetriebs.&lt;br /&gt;
:1945 - 1947  Die Brüder van Tongel versuchen von Westberlin aus die Firma wieder aufzubauen.&lt;br /&gt;
Nach der Sequestrierung erfolgte dann die Enteignung.&lt;br /&gt;
:1946 - 1990  Das Gelände und die Hallen gehen in Volkseigentum über. Der VEB Kleiderwerke, die Konsum Spirituosenfabrik Winkelhausen&lt;br /&gt;
und das Konsum Fleischverarbeitungs-Kombinat errichten hier ihre Produktionsstätten.&lt;br /&gt;
:1994  Ende des Stahlhofes als Produktionsstätte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wagner-Regeny, Rudolf (1903-1969)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Wagner-R%C3%A9geny Rudolf Wagner-Régeny bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Wagner-Régeny (* 28. August 1903 in Sächsisch Regen, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; † 18. September 1969 in Ost-Berlin) war ein deutscher Komponist und Hochschullehrer siebenbürgisch-sächsischer Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wilke; Heinrich (1869-1952) Maler==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geboren am 3.2.1869 in Berlin,&lt;br /&gt;
:1887 - 1891   Studium an der Königlichen Akademischen Hochschule für bildende Kunst in Berlin.&lt;br /&gt;
:1891 - 1892   Studium an der Akademie in München.&lt;br /&gt;
:1893               Wohnung und Atelier in Berlin.&lt;br /&gt;
:1903 - 1916   Wilke ist jährlich mit einem Werk in der Großen Berliner Kunstausstellung  vertreten, es entstehen eine Vielzahl von Porträts und Historienbildnisse.&lt;br /&gt;
:1907              Heirat in Berlin.&lt;br /&gt;
:1917               Reise nach Güstrow auf Einladung von Richard van Tongel, Fertigung des Auftragswerkes: Stahlgießerei.&lt;br /&gt;
:1918 - 1921    Über 100 Aufträge, vor allem Porträts Güstrower Bürger, veranlassen Wike in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit, sich 1921 in Güstrow, Neue Wallstraße 2. Atelier: Gleviner Straße 37, niederzulassen.&lt;br /&gt;
:1919               Erste Ausstellung im Güstrower Hotel &amp;quot;                                          Erbgroßherzog &amp;quot;.&lt;br /&gt;
:1925 - 1926   Ausstellungen in Schwerin.&lt;br /&gt;
:1928              Ausstellung im Museum des Kunst-und Altertumsvereins Güstrow.&lt;br /&gt;
:1939              Zum 70. Geburtstag Würdigung des Künstlers in den &amp;quot;                                                                        Mecklenburgischen Monatsheften &amp;quot;.&lt;br /&gt;
:19.11.1952 Heinrich Wilke verstirbt in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Auswahl aus seinem künstlerischen Schaffen:&lt;br /&gt;
:1917            &amp;quot; Kreuzigung &amp;quot;, im Besitz des Doms.&lt;br /&gt;
:1918            &amp;quot; Bürgermeister Dahse &amp;quot;, im Besitz der Stadtverwaltung.&lt;br /&gt;
:1924           &amp;quot;&lt;br /&gt;
Frau Krüger-Hansen &amp;quot; .&lt;br /&gt;
:1922             &amp;quot; Wand-und Deckengemälde in der Ratsapotheke Güstrow, - Altes Labor - Treffpunkt de Freimaurerloge &amp;quot; Phoebus Apollo &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1925             &amp;quot; Adolf Klingberg, Realgymnasialdirektor &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1930             &amp;quot; Ansicht von Güstrow &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1943             &amp;quot; Beethoven im Gewitter &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1946             &amp;quot; Selbstporträt &amp;quot;&lt;br /&gt;
:1947             &amp;quot; Faust in der Studierstube &amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zierow, Wilhelm (1870 - 1945)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Zierow (geb. 19.10.1870 in Nienhagen bei Doberan) war Sohn eines Lehrers und besuchte nach dem Umzug der Familie von Nienhagen bei Doberan nach Sarmstorf bei Güstrow und dort das Gymnasium. Er ging zunächst an das Lehrerseminar in Neukloster, Nach einer Zusatzausbildung zum Sport- und Zeichenlehrer in Dresden wurde er 1894 Hilfslehrer in Schwerin. Ab 1895 arbeitete er als Sport- und Zeichenlehrer an der Domschule Güstrow, wo er 1936 pensioniert wurde.&lt;br /&gt;
Er war Brinckman-Preisträger (1935) und wurde nach seiner Pensionierung wegen des Lehrermangels wieder als Leher tätig. Zierow und Familie schieden 1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben und wurden in einem Massengrab auf dem Güstrower Friedhof bestattet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152533</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T19:58:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Barlach-Stele, Distelberg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams&#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;)- &lt;br /&gt;
                                       (&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &lt;br /&gt;
                                        &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann,&lt;br /&gt;
 &#039;                                      &#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, stellen m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dar. Nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal Barlachs an geeigneter Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
(Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte. Dr. Heydemann bedankte sich schriftlich mit großer Herzlichkeit für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg umzubenennen. Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte dieses Vorhaben jedoch dauerhaft ab,&lt;br /&gt;
weil es nicht seinem Wesen entsprach. &lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als &amp;quot;Ahnenhalle&amp;quot; umgestalteten Gertrudenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Meinung bezüglich der Umbenennung des Birkenweges in Barlachweg hinweg und nagm die Umbenennung vor und der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte.&lt;br /&gt;
Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. &lt;br /&gt;
Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte aus Barlachs Sicht dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow, die Güstrower Barlach-Stadtvertreter und die Barlach-Stiftung in Güstrow, müssen gemeinsam handeln, um den Makel der beschämenden Entscheidung des einstigen NS-Öber-Bürgermeisters Lemm zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam sollten die benannten Personen und Gremien dafür sorgen, dass Barlachs Geschenk &amp;quot;Dorfgeiger° an die Stadt Güstrow   wieder im Rathaus sichtbar wird. Schaden an der Person EWrst Barlach bFehler zu auf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ könnte dann wieder an seinem alten, von Barlach akzeptierten Standort aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste der heutigen Stadtvertreter und des amtierenden Bürgermeisters  dwrenerster Stelle des Bürgermeisters. eine wünschenswert Entschuldigung gegenüber Barlach, sondern auh eine von Barlach geschätzte Ehrung des heute  amtierenden Bürgermeisters der Barlachstadt.. (&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152507</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T17:29:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams&#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;)- &lt;br /&gt;
                                       (&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &lt;br /&gt;
                                        &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann,&lt;br /&gt;
 &#039;                                      &#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
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		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152506"/>
		<updated>2026-07-09T17:26:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten des Teams&#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;)- &lt;br /&gt;
                                       (&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &lt;br /&gt;
                                        &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann,&lt;br /&gt;
 &#039;                                       &#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152505</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T17:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; schuf der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039;, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;BRD&#039;&#039;&#039;) (&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039;irgit Schaub, &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;ainer Schirmann, &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;ieter Kölpien)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152478</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T11:55:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Dorfgeiger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in 7-fach in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. (1. Auftrag 3 und 2. Auftrag 4 Bronzen bei Gießerei Noack in Berlin) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. &lt;br /&gt;
Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals sehr herzlich schriftlich bei dem selbstlosen Spender E. Barlach für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD) (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152471</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T11:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Gedenken für Feuerwehrkameraden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Güstrower-Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152469</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T11:38:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Wandgemälde im Ratskeller */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Restaurant Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152467</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T11:35:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Marie-Elisabeth-Stein im Primer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer, Wald westlich von Güstrow ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug in den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152427</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T09:54:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fetter Text&#039;&#039;&#039;===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152426</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152426"/>
		<updated>2026-07-09T09:45:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders herzlich die Chronisten &#039;&#039;&#039;(BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152425</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152425"/>
		<updated>2026-07-09T09:40:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spenden und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuld und &amp;quot;hauseigenen&amp;quot; Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. &lt;br /&gt;
Hierfür danken besonders die Chronisten (BRD)&lt;br /&gt;
 (Birgit Schaub, Rainer Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Denkmale_der_Stadt_G%C3%BCstrow&amp;diff=152424</id>
		<title>Denkmale der Stadt Güstrow</title>
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		<updated>2026-07-09T09:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Glasmalerei von Erwin Fuchs */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* [[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vortrag Denkmale Güstrow.jpg|thumb|250px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/d2/G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|[[medium:G%C3%BCstrow_Heimat_Denkmale.pdf|Vortrag Denkmale Güstrow pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|Studie über Denkmale 128 Seiten pdf  |link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ehrengrabstätten in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage Güstrow - Bilder, Hinweise]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Ein Ort, an dem Kulturdenkmale verfallen,&lt;br /&gt;
:::ist wie ein Mensch, der sein Gedächtnis verliert“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Motto zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2005&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit unserer Studie über Denkmale und andere bildnerische Werke in Güstrow möchten wir auf einige Zeit-Zeugnisse in unserer Heimatstadt aufmerksam machen, deren Erhaltung als Kulturgut, sowohl aus stadtgeschichtlicher als auch aus persönlicher Sicht, von Bedeutung für Güstrows Einwohner und Besucher sein sollten. Als gebürtige Güstrower sind wir an der Erhaltung möglichst aller Zeugnisse unserer Stadtgeschichte interessiert. Die Denkmalliste des Landkreises Güstrow enthält allein über 500 schützenswerte Gebäude und Gebäudekomplexe. Die Bewahrung dieser Kulturgüter ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, die die örtlichen Verwaltungen zu regeln haben, sondern sie betrifft auch sehr oft private Eigentümer und die Allgemeinheit. Wir möchten mit dieser Studie sowohl die Geschichte einiger Denkmale und ihrer Erbauer in Erinnerung rufen als auch auf Ereignisse aufmerksam machen, die den Verlust oder die Beschädigung einzelner Kunstwerke zur Folge hatten. Wir fanden auch schützenswerte bildnerische Werke, die bisher nicht durch die Aufnahme in die Denkmalliste staatlich geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern ist auch wegen seiner 25000 Denkmale ein interessantes Besucherziel. Alle Denkmale sind nicht nur durch natürlichen Verfall gefährdet, sondern sind leider auch durch Vandalismus und Unachtsamkeit stets in großer Gefahr, für immer verloren zu gehen. Die Liebe zur Heimat schließt die Bewahrung der Denkmale in ihren unterschiedlichsten Formen mit ein. Die kleinen und großen Kunstwerke, die unsere Güstrower Vorfahren uns „vererbt“ haben, gilt es sowohl im eigenen Interesse als auch für künftige Generationen zu erhalten. Mit der gesellschaftlichen Veränderung geht auch eine veränderte Bewertung der Denkmale einher. In der Regel gab es zu Denkmalen immer unterschiedliche Ansichten. Die Beseitigung von „unliebsamen“ Denkmalen ist jedoch nicht der richtige Weg, um sich mit Fehlentwicklungen der eigenen Vergangenheit auseinander zu setzen. Solche Denkmale können hingegen hilfreich sein beim Nachdenken und Beurteilen der gesellschaftlichen Entwicklung. Insofern können sie den jeweiligen Betrachter auch zur Kritik, zur Selbstkritik und zum Bedauern zeitgeschichtlicher Entwicklungen herausfordern.&lt;br /&gt;
Im § 1 des Denkmalschutzgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern steht geschrieben: &lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ist, die Denkmale als Quellen der Geschichte und Tradition zu schützen, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und auf eine sinnvolle Nutzung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Ohne einen pfleglichen Umgang mit seinen Kulturstätten verliert Güstrow nicht nur seine Geschichte, sondern auch sein schönes Angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Anfertigung dieser Studie fanden wir bereitwillige Unterstützung durch &#039;&#039;&#039;Frau Soltwedel&#039;&#039;&#039; (Archiv der Stadt Güstrow „Heinrich Benox“), Frau &#039;&#039;&#039;Diekow-Plassa&#039;&#039;&#039; (Museum der Stadt Güstrow) und &#039;&#039;&#039;Frau Heidler&#039;&#039;&#039; (Historische Bibliothek des Museums der Stadt Güstrow). Viele auskunftsbereite Güstrower Bürger zeigten Interesse an unserem Vorhaben und beeinflussten durch Gespräche unser Quellenstudium und unsere Aufzeichnungen. Wir danken &#039;&#039;&#039;Propst Helwig und Küster Steinhagen&#039;&#039;&#039; (Domkirche), &#039;&#039;&#039;Pastor Ortmann und Küsterin Tschritter&#039;&#039;&#039; (Pfarrkirche), weiteren Mitarbeitern und Helfern in verschiedenen Einrichtungen und vielen Privatpersonen. Bei einer Lesung anlässlich der Landeskulturtage 2006 konnten wir unsere Studie einem Kreis interessierter Güstrower erstmals öffentlich vorstellen. Wir hatten Gelegenheit in persönlichen Gesprächen beim Landrat und beim Bürgermeister unsere Studie zu übergeben und empfingen hierfür anerkennende Worte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hielten wir Vorträge mit interessanten Diskussionen im Kreis der Güstrower Denkmalschützer. Bei Herrn Kowalzik (SVZ), dem wir unserer Studie übergaben, fanden wir dadurch Anerkennung, dass er über unserer Arbeit im „Güstrower Anzeiger“ berichtete. Dies führte zu zahlreichen interessanten und hilfreichen Anrufen von Güstrower Bürgern bei uns. Für das Interesse an unserer Arbeit möchten wir allen herzlich danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM),&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte|Bilder chronologisch geordnet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale Güstrows==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Denkmale chronologisch - Bilder und Erklärungen, Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Borwin-Brunnen, Pferdemarkt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Pferdemarkt.jpg|Borwin Brunnen &lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2003 Silvester.jpg|2003 Silvester&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen Reparatur.jpg|Reparatur&lt;br /&gt;
Datei:Borwin Brunnen 2017 Silvester.jpg|2017 Silvester Schaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bekrönungsfigur des Brunnens wurde zur Erinnerung an den &#039;&#039;&#039;Stadtgründer Heinrich Borwin II.&#039;&#039;&#039;, Fürst des Landes Rostock und Werle, der seinen Sitz nach Güstrow verlegt hatte, aus Sandstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1889&#039;&#039;&#039; errichtet aus Anlass der Fertigstellung der Güstrower Wasserleitung. Das Denkmal (Standbild) fertigte der Bildhauer Richard Thiele aus Hamburg, ein Lehrer von Ernst Barlach, an. Es stellt den Stadtgründer mit der Urkunde zur Stadtgründung in seiner rechten Hand dar, während er sich mit der linken Hand auf einen Schild stützt, auf dem der Rostocker Greif dargestellt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säule und die Schale arbeitete der &#039;&#039;&#039;Bildhauer Cuwio&#039;&#039;&#039; aus Lübeck. Die noch erforderlichen Steinmetzarbeiten führte die Firma Scheinpflug aus Waren aus. An der Brüstung des unteren Wasserbeckens befindet sich der Werle’sche Stierkopf und das Güstrower Stadtwappen. In erhabenen Buchstaben zeigt der Unterbau aus Sandstein die lateinische Inschrift, welche in der Übersetzung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Sowohl unsere Zeitgenossen als unsere Nachfolger späterer Zeiten sollen wissen, dass wir dem Wunsche unserer Bürger von Güstrow mit freundlichem Wohlwollen entgegenkommend, denselben das Schwerinische Stadtrecht, welches unser Vater ihnen verliehen hatte, bestätigen.“ &lt;br /&gt;
Unter dieser Urkunde ist hinzugefügt: &lt;br /&gt;
;„Zur Erinnerung an Heinrich Borwin II., Fürst zu Mecklenburg, dem Stifter der Stadt, ist nach Vollendung der Wasserwerke dieser Brunnen errichtet im Jahre 1889.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel in Höhe von 12.000 M wurden seinerzeit einem Fonds zur Verschönerung der Stadt entnommen. Der Entwurf stammt von Baurat Georg Daniel. Der Baumeister Georg Daniel wurde 1829 in Rehna geboren und war als Architekt und Denkmalpfleger in Schwerin tätig. Der Brunnen war viele Jahre defekt. Eine Renovierung zu DDR-Zeiten führte zu einer zeitweiligen Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Brunnens.&lt;br /&gt;
1999 erfolgte eine weitere Renovierung mit Städtebaufördermitteln, Spenden der Volks- und Raiffeisenbank und anderer Spender, die die Funktionsfähigkeit dann dauerhaft wiederherstellte. In der Silvesternacht 2003/2004 wurde ein Teil des Denkmals durch randalierende Güstrower Jugendliche erheblich beschädigt. Die Reparatur kostete damals ca. 40000 €, welche z.T. mit Spendenmittel der Güstrower Einwohner für das Denkmal abgedeckt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neuerliche Anschlag in der Silvesternacht 2017/2018 wird weit darüber liegende Kosten verursachen. Diese sinnlose Beschädigung ist auch eine Tat, die sich gegen die sich gerade entwickelnde Tradition eines Güstrower Brunnenfestes richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das großherzogliche mecklenburgische Wappen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Mecklenburg 1.jpg|Wappen Mecklenburg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das großherzogliche mecklenburgische Wappen in einfacher Gestaltung war ein Stierkopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständige Wappen bestand aus sechs Feldern und einem Mittelschild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erinnert an die sieben Landesteile, aus denen im Laufe der Geschichte 1348 Herzogtümer bzw. ab &#039;&#039;&#039;1815&#039;&#039;&#039; die beiden Großherzogtümer hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Felder hatten folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Herzogtum Mecklenburg: Auf goldenem Grund ein schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul und ausgestreckter roter Zunge. Auf dem Kopf trägt er silberne Hörner und eine goldene Lilienkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:2. Herrschaft Rostock: Auf blauem Grund ein goldener Greif mit ausgestreckter Zunge und aufgehobener rechten Vorderklaue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:3. Fürstentum Schwerin: Ein quer geteiltes Feld; in der oberen blauen Hälfte befindet sich ein goldener Greif, in der unteren silbernen Hälfte ein grünes Viereck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:4. Fürstentum Ratzeburg: Auf rotem Grunde befindet sich ein silbernes Kreuz mit goldener Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:5. Herrschaft Stargard: Auf rotem Grunde ein silberner weiblicher Arm mit goldenem Ring zwischen Daumen und Zeigefinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:6. Fürstentum Wenden: Auf goldenem Grund ein schrägliegender Stierkopf mit silbernen Hörnern und goldener Lilienkrone, aber mit geschlossenem Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:7. Grafschaft Schwerin: Der quer geteilte Mittelschild; die obere Hälfte ist rot, die untere golden. Das großherzoglich mecklenburgische Wappen wurde links von einem Stier und rechts von einem Greif gehalten und war mit einer Königskrone geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz führte Wappen und Titel mit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin gemeinschaftlich. Der Titel beider Großherzöge lautete: „Großherzog von Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratzeburg, Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr“ Die Landesfarben Mecklenburgs waren früher blau, gelb, rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen wurden zum Teil mit allegorischen Darstellungen versehen, um Begriffe gleichnishaft zu veranschaulichen.&lt;br /&gt;
Als Sinnbilder für die Rechtssprechung befinden sich am Güstrower Gerichtsgebäude neben dem Wappen zum Beispiel Darstellungen mit Spiegel, Waage und Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Quelle: Bilder aus der mecklenburgischen Geschichte und Sagenwelt… Dr. R. Wagner, 1914, Verlag A. Stein’s Verlagbuchhandlung Potsdam&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brunnen in Bülower-Burg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Stein.jpg| Thomas Nugent 1766&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein am Brunnen in Bülower-Burg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung der Inschrift auf dem Findling lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brunnen ist sehr schön Thomas Nugent London 1766 - Wir bauten 1964 G. W. 97&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem englischen Gelehrten und Historiker Thomas Nugent war die mecklenburgische Geschichte bereits aus Studien bekannt, als er &#039;&#039;&#039;1766&#039;&#039;&#039; die Heimat der englischen Königin  Charlotte bereiste. Diese war am 19.05.1744 als Sophie Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Mirow geboren. 1761 wurde sie durch die Heirat mit König Georg III. als Königin Charlotte Königin von Großbritannien und Irland und Kurfürstin (später Königin) von Hannover. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Verbindung interessierten sich die Briten für die beiden mecklenburgischen Herzogtümer. Mehrere Monate bereiste Thomas Nugent die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hielt sich unter anderem in Wismar, Ludwigslust, Schwerin, Rostock, Doberan, Güstrow, Bützow, Waren, Neustrelitz, Mirow und Neubrandenburg sowie in vielen kleinen Orten auf. Ein Ausflug zu Fuß führte ihn auch von Güstrow über Bülower-Burg nach Bülow. Er schrieb hierüber in „Reisen durch Deutschland und vorzüglich durch Mecklenburg“ in seinen 1781/82 in deutscher Fassung veröffentlichten Reisebriefen, zuletzt herausgegeben von Sabine Bock und 1998 im Schweriner Verlag Thomas Helms erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf halbem Wege trafen wir auf einen angenehmen Lustort, der Brunnen genannt, der von einer vortrefflichen und sehr gesunden Quelle, die in dieser Gegend entspringt, den Namen haben soll. Inzwischen wird dieser Ort doch nur vorzüglich um des schönen Weins willen, den man hier haben kann, besucht, und auch wegen der vortrefflichen Alleen und Spaziergänge, die hier dicht, an einem angenehmen See liegen“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war der Güstrower Günther Woese, der den vor Ort gefundenen Findling &#039;&#039;&#039;1997&#039;&#039;&#039; bemeißelte. Aus eigener Verbundenheit mit dem „Brunnen“ und in inhaltlicher Übereinstimmung mit den damals ca. 230 Jahre alten Empfindungen des Engländers, wählte er seinen Text „Brunnen is most beautiful“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstellung des Denkmals erfolgte durch weitere interessierte Anwohner, hauptsächlich durch Paul Metz und Manfred Weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bach Entwurf 1783.jpg|Entwurf des Denkmals 1783&lt;br /&gt;
Datei:Bach C.P.E. Gemälde.jpg|Gemälde C.P.E. Bach&lt;br /&gt;
Datei:Bach Schauspielhaus Berlin.jpg|Büste im Schauspielhaus berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Recherchen in der historischen Bibliothek unseres Museums wurden wir auf einen Schriftwechsel aufmerksam, der 1925 zwischen den Herren Heinrich Miesner aus Flensburg und Friedrich Schult aus Güstrow geführt wurde. Herr Miesner schrieb an seiner Dissertation und war als cand. phil. und Gymnasialmusiklehrer an der Klärung folgenden Sachverhaltes interessiert: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesner war beim Lesen der vom preußischen Finanzminister Bitter 1868 veröffentlichten Biographie über C.P.E. Bach, auf eine Quellenangabe im „Magazin für Musik“ (Jahrgang 1, 1783, Seite 556 – 557, Herausgeber war Professor Carl Friedrich Carsten in Kiel) gestoßen, in der von der &#039;&#039;&#039;Enthüllung eines Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Denkmals im Güstrower Rathaus, anlässlich des Konzertes der Güstrowschen musikalischen Societät, am 04.03.1773 die Rede war&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort ist zu lesen: „Am 4ten März dieses Jahres, stiftetet die Güstrowsche musikalische Societät dem Vater unserer deutschen Musiker, Herrn Carl P. E. Bach, an dem am 4ten Februar neu erbauten Orchester, ein Denkmal, von dem ich Ihnen eine Zeichnung hierbey sende. Das Publikum, welches zu einem Concert eingeladen war, ward nicht wenig überrascht da ihm sogleich beym Eintreten im Saal, dieser Gegenstand ins Auge fiel.“ Bei der musikalischen Societät handelte es sich um eine Vereinigung Güstrower Musiker und musizierender Bürger, dessen Orchester seit dem 03.10.1781 Konzerte im Rathaussaal gab. Das Orchester wurde von dem in Güstrow als Organist an der Pfarrkirche tätigen Johann, Carl, Christian Fischer geleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miesners erste Anfragen an den Rat der Stadt vom 07.09.1925 lauteten: „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ Ein in Güstrow angebrachter Bearbeitungsvermerk auf dem Original lautete „Es liegt wohl Ortsverwechselung vor (Unterschrift)…, weiterer Vermerk ist nicht lesbar). Die schriftliche Antwort des Rates der Stadt Güstrow hierauf fanden wir in dem von Heinrich Miesner 1929 geschriebenen Buch „Philipp Emanuel Bach in Hamburg – Beiträge zu seiner Biografie und zur Musikgeschichte seiner Zeit“, Neudruck Dr. Martin Sändig oHG., Wiesbaden 1969. Dort auf der Seite 48 steht: „Auf eine Anfrage beim Rate der Stadt Güstrow erhielt ich zur Antwort (09.09.25), daß dort von einem Denkmal Ph. E. Bach nichts bekannt sei. („Güstrau“ ist die alte Schreibweise für Güstrow).“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miessner schrieb dennoch am 18.09.1925 eine weitere Karte an Friedrich Schult und nannte noch einmal genau die Quellen seiner Informationen über das Bach-Denkmal in Güstrow. Friedrich Schult benannte in seinem Antwortbrief vom 24.09.1925 an H. Miesner ebenfalls mehrere Schriftquellen zum Vergleichen, in denen von diesem Konzert berichtet wurde (am 04.03. 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das „Magazin für Musik“, 1783, S. 557). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war jedoch immer noch nicht bewiesen, ob es am 04.03.1783 zur Enthüllung eines Denkmals für Carl Philipp Emanuel Bach im Güstrower Rathaus gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach Kenntnis von Friedrich Schult von diesem Denkmal „keine noch so bescheidene Spur erhalten geblieben ist“, interessierten wir uns weiter für diesen nach unserem Verständnis immer noch ungeklärten Sachverhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst übergaben wir den Schriftwechsel Miesner – Schult an Frau Johanna Schult, der Schwiegertochter von Friedrich Schult, die diesen noch einmal vollständig und somit zweifelsfrei für uns transkribierte und uns später noch einen kurzen unveröffentlichten Text von Friedrich Schult über Johann, Carl, Christian Fischer mit einem einzigen Satz zu dem von Fischer enthüllte Denkmal übergab. Hierfür danken wir ihr herzlich. Dieser Satz lautete “Es ist kaum bekannt, dass auf sein Betreiben im Güstrower Rathause das erste Denkmal Carl, Philipp, Emanuel Bachs geweiht wurde (am 4.März 1783; vergl. Mecklenburgische Nachrichten, Fragen und Anzeigen, Schwerin, 1783, 9. Stück, und das Magazin für Musik, 1783, S. 557) ein Denkmal, von dem sich keine noch so bescheidene Spur erhalten hat.“ – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Fernleihe beschaffte uns unsere Güstrower Bibliothek den Mikrofilm „Mecklenburgische Nachrichten“ von der Universitätsbibliothek Rostock und die veröffentlichte Dissertation Heinrich Miesners über C.P.E. Bach (H. Miesner: Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Leipzig 1929, Ndr. Wiesbaden 1969) aus Wolfenbüttel. Den Mitarbeiterinnen der Güstrower Uwe Johnson Bibliothek gilt für ihre hilfreiche Unterstützung unser besonderer Dank. Wir bemühten uns ohne Erfolg um die Unterstützung des gebürtigen Güstrower Erich Wolfgang Krüger, heute Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Violine und Mitwirkender in verschiedenen Kammerorchestern, die die Werke von C.P.E. Bach international zu Gehör brachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fanden im Internet Beiträge zur Bach-Forschung des Bach-Archivs Leipzig und setzten uns mit Dr. Wolfram Ensslin in Verbindung, der an einem Forschungsprojekt Bach-Repertorium arbeitet, um von dort Auskunft zum Quellenmaterial bzw. Kopien von den Originaltexten zu erhalten. Wir wollten nicht die aneinander gefügten Zitate mehrerer Autoren verwenden, sondern eine Kopie des „Magazin für Musik“ aus dem Jahre 1783 direkt betrachten. Inzwischen erhielten wir die gewünschte Kopie aus dem Bach-Archiv per E-Mail. Schließlich konnten wir noch in Erfahrung bringen, dass unter der Bezeichnung „Carl Philipp Emanuel Bach: Dokumente zu Leben und Wirken aus der zeitgenössischen Presse 1767 – 1790“ eine Arbeit von Barbara Wiermann von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ Leipzig existiert, in der eine Abbildung des Güstrower Bachdenkmals enthalten sein soll. – &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Telefongespräch erklärte uns die Autorin, dass es sich bei dem Güstrower Denkmal um eine Zeichnung des Denkmals (möglicherweise um einen Entwurf?) für ein C.P.E. Bach Denkmal handele, welches wahrscheinlich aber nie zur Ausführung gekommen sei. Eine Kopie der Zeichnung Fischers, wie sie seinerzeit im Magazin für Musik erschien, wurde uns zugesandt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir danken Herrn Doktor Ensslin vom Bach-Archiv und Frau Barbara Wiermann für ihre hilfreiche Unterstützung zur Klärung der offenen Fragen um das Bachdenkmal in Güstrow. Wir haben lange und intensiv nach einem Denkmal gesucht, welches nach Aussage von verschiedenen achtenswerten Personen, ja teilweise „Experten“, am 04.03.1783 im Güstrower Rathaus enthüllt worden ist bzw. enthüllt worden sein soll bzw. die Angabe Güstrow vermutlich eine Ortsverwechselung sei bzw. vielleicht auch nur sinnbildlich im Rahmen des tatsächlich stattgefundenen Konzertes eine Ehrung für C.P.E. Bachs „dem Vater der deutschen Musiker“ erfolgt sei. Wenn wir auch keine dieser vielen widersprüchlichen Ansichten zu unserer eigenen gemacht haben, so haben wir sie doch alle beachtet und können nun dank unserer Beharrlichkeit und den heutigen Möglichkeiten der Kommunikation und des Gedankenaustausches die Fragen des Herrn Heinrich Miesner an den Rat der Stadt&lt;br /&gt;
Güstrow aus dem Jahre 1925, „Hat dort solches Denkmal gestanden? Steht es noch?“ endgültig befriedigend beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt für uns als erwiesen, dass am 04.03.1783 anlässlich eines Konzertes der Güstrower musikalischen Societät im Güstrower Rathaus ein C.P.E. Bach-Denkmal enthüllt wurde. Das Denkmal war nach unseren Erkenntnissen nicht nur eine Zeichnung, sondern eine gegenständliche Darstellung, möglicherweise ein erster modellierter Entwurf von Johann, Carl, Christian Fischer, der persönlich diese Nachricht von der Enthüllung des Denkmals auch an das „Magazin für Musik“ übersandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein endgültiges künstlerisch gestaltetes Denkmal zur Ehrung C.P.E. Bachs durch einen namentlich bekannten Künstler im Güstrower Rathaus oder an anderem Orte in Güstrow fanden wir keine Anhaltspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das Güstrower Denkmal nach den Vorstellungen von Johann, Carl, Christian Fischer einmal aussehen sollte, zeigt die nachstehende Zeichnung, die Teil seiner Nachricht an das „Magazin für Musik“ 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meilensteine auf Güstrower Gebiet===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Postmeilenstein Gutow.jpg|Postmeilenstein in Gutow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vor dem Haus 1 in Gutow steht ein &amp;quot;Postmeilenstein&amp;quot;, &lt;br /&gt;
dessen noch erkennbare aber nicht mehr lesbare Inschrift nicht wie üblich in Richtung der Landstraße I. Ordnung weist, sondern, um mehr als &#039;&#039;&#039;90 Grad im Uhrzeigersinn verdreht&#039;&#039;&#039;, nach Osten zeigt. Dies wird nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Bewohner des Hauses konnten wir erfahren, dass der Meilenstein einst bei der Verlegung der Gasleitung innerhalb der Ortslage im Wege stand. Um die Leitung gerade verlegen zu können, wurde der Postmeilenstein zeitweilig von seinem Standort entfernt und nach der Verlegung des Gasrohres auf seinen früheren Platz, nun jedoch oberhalb der Gasleitung, zurückgestellt. Offensichtlich hatten die Leute, die sich an dem Stein zu schaffen machten, keine Ahnung von dessen Bedeutung für den Postverkehr früherer Jahre und beachteten die Lesbarkeit der Inschrift für vorbeifahrende Gespannführer nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1813 die Franzosen Mecklenburg verlassen mussten, wollte Mecklenburg auch keine preußische Post mehr dulden. 1815 beauftragte der Landesherr Friedrich Franz I. den Ludwigslust er Artilleriehauptmann J. C. H. von Seydewitz mit den Vermessungsarbeiten für Post- und Frachtstraßen zwischen Städten und Orten des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In dessen Bekanntmachung vom &#039;&#039;&#039;30. August 1816 heißt es:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Auf aller höchsten Befehl von mir gemessene Entfernungen Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Städte und Örter, die Meile zu 22713,198 Pariser gleich 25236,887 Mecklenburgischen Landmesserfüßen gerechnet. (Eine Postmeile betrug 7,5 km). 1824 fanden erste Verhandlungen zur Errichtung von Kunststraßen (Chausseen) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Ludwigslust statt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten erfolgte auch die Aufstellung von Meilensteinen in 7,5 Km Entfernung voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den preußischen Steinen, die rechts der Straßen stehen, befinden sich die Steine in Mecklenburg an der linken Straßenseite. Hieraus lässt sich schließen, dass der in Gutow (noch) vorhandene Postmeilenstein der erste Meilenstein an der Poststraße von Güstrow nach Goldberg ist. Als der höchste und schönste Meilenstein seiner Art in Mecklenburg präsentiert sich der auf „Geheiß“ des Großherzogs 1830 errichtete Obelisk an der B 5 in Ludwigslust, dieser diente lange Zeit als Nullpunkt bei den Vermessungsarbeiten in Mecklenburg-Schwerin. Üblicherweise begann die Straßenvermessung auf dem Marktplatz, den es in Ludwigslust jedoch nicht gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf diesen Beitrag reagierte mit nachstehender wesentlicher Ergänzung, Herr Olaf Grell, Forschungsgruppe Meilensteine e. V., die wir hier vollständig wiedergeben und uns für die detaillierten Ausführungen bedanken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1.&#039;&#039;&#039; Es ist richtig, dass umgangssprachlich von &#039;&#039;&#039;Postmeilensteinen&#039;&#039;&#039; die Rede ist. Allerdings wurden Postmeilensteine nur bis etwa 1806 aufgestellt. Wie der Name sagt, erfolgte die Aufstellung der Meilensteine durch die jeweiligen Postverwaltungen (z. B. in Sachsen und Preußen). Die wohl berühmtesten und prächtigsten Postmeilensteine sind die kursächsischen Postmeilensäulen des 18.Jahrhunderts. Auch deshalb hat sich der Begriff wohl eingeprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 änderten sich die Zuständigkeiten und Meilensteine wurden jetzt nur noch im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kunststraßen (Chausseen) aufgestellt. Dies geschah nicht mehr durch die Post, sondern durch die jeweiligen Straßenbauverwaltungen (oder in Mecklenburg auch durch private Chausseebau-Aktiengesellschaften). Deshalb spricht man ab 1815 nur noch von Chausseemeilensteinen. In den mecklenburgischen Herzogtümern wurden nachweislich Meilensteine erst ab etwa 1824 aufgestellt. Somit fallen diese also in die Epoche des Chausseebaus und sie sind damit keine Postmeilensteine mehr, sondern Chausseemeilensteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2.&#039;&#039;&#039; In Mecklenburg-Schwerin und auch in Mecklenburg-Strelitz galt in der Zeit der Meilensteinsetzung die preußische Meile als Entfernungsmaß (1 Meile = 7,53248 km). Insofern wurden die Meilensteine ursprünglich alle in diesem Entfernungsmaß aufgestellt. In Mecklenburg-Schwerin stellte man aber auch zusätzlich noch Halbmeilensteine auf. Damit standen alle halbe Meile an den Chausseen Meilensteine in der Folge&lt;br /&gt;
(Nullpunkt)-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein-Halbmeilenstein-Ganzmeilenstein usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;3.&#039;&#039;&#039; Ob die Meilensteine an der linken oder rechten Straßenseite aufgestellt wurden, hat nicht mit &amp;quot;Preußen&amp;quot; oder &amp;quot;Mecklenburg&amp;quot; zu tun. Dies war nur eine rein pragmatische Festlegung, die abhängig von der konstruktiven Gestaltung der Chaussee war. Normalerweise bestand die Chaussee aus zwei Fahrbahnteilen, einem Winterweg (der speziell befestigt oder gepflastert war) und einem Sommerweg (der aus Sandbestand). Gemäß den Anweisungen zum Chausseebau sollten die Meilensteine auf der Seite des Sommerweges aufgestellt werden. Ob der Sommerweg nun rechts oder links angelegt wurde, hing mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Nur zwei Beispiele: an der Chaussee von Ludwigslust nach Lauenburg (Nullpunkt in Ludwigslust) stehen die Meilensteine noch heute an den originalen Standorten an der linken Straßenseite. An der Chaussee von Ludwigslust nach Schwerin (Nullpunkt in Ludwigslust) und von Schwerin nach Güstrow (Nullpunkt in Schwerin) dagegen befinden sich die originalen Standorte der Meilensteine an der rechten Straßenseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4.&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Einführung des metrischen Systems in Deutschland gab es Veränderungen an den Meilensteinen. Die Einführung wurde im Norddeutschen Bund per Gesetz zum 01.01.1872 festgelegt (u. a. wurde erst hier die Meile zu 7,500 km festgelegt) und der vorgezogene Gebrauch bereits zum 01.01.1870 zugelassen. Wiederum per Gesetz wurde die Meile zum 01.01.1874 abgeschafft. Diese Regelungen hatten zur Folge, dass u.a. die Meilensteine von der bisherigen Meile zu 7,53248 km auf die Meile zu 7,500 km versetzt wurden. In Mecklenburg-Schwerin wurden danach aber die meisten Meilensteine auf Abstände von 5 Kilometern umgesetzt. Nur an wenigen Straßen blieben sie am originalen Standort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;5.&#039;&#039;&#039; Der &#039;&#039;&#039;Nullpunkt&#039;&#039;&#039; ist nicht üblicherweise auf dem Markt. Außerdem wechselten die Nullpunkte im Laufe der Zeit öfter. Für Mecklenburg gibt es für die Zeit des Chausseebaus zwei wichtige Nullpunkte: einmal in Ludwigslust der sogenannte Hauptmeilenstein vor dem Grabower Tor und für Mecklenburg-Strelitz ein Nullstein in der Mitte des Marktes in Neustrelitz. Weitere Nullpunkte konnten Stadttore, Postämter, Schlosstürme oder Denkmale sein. Im Zusammenhang mit den Veränderungen (Neuvermessungen) bei der Einführung des metrischen Systems wurden die Nullpunkte vielfach an wichtige Straßenkreuzungen/-abzweigungen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu vorgenannten Themen gibt es eine schöne Buchveröffentlichung: Wolf Karge/Dieter Greßmann: „Planen, Pflastern, Asphaltieren … 150 Jahre Straßenbauverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, VSVI Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Meilenstein in Gutow markiert heute die Position &amp;quot;5 km von Güstrow&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; Als Bezugspunkt dürfte hier tatsächlich die Ecke Markt/Gleviner Straße in Güstrow dienen. Der Stein wurde also nach Einführung des metrischen Systems nach 1872 hierher versetzt. &#039;&#039;(Olaf Grell , Forschungsgruppe Meilensteine e.V.)&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grenzstein am Parumer See===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Parumer See.PNG|Grenzstein am Parumer See&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grenzsteine im Umland Güstrows&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein unmittelbar am &#039;&#039;&#039;Ostufer des Parumer Sees&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;kein Gedenkstein&#039;&#039;&#039; zur Erinnerung an das Unglück, sondern sehr wahrscheinlich ein &#039;&#039;&#039;Grenzstein&#039;&#039;&#039;, der die frühere westliche Stadtgrenze Güstrows markiert. Ähnliche Grenzsteine befinden sich in der Nähe des Grenzweges ab Schabernack in Richtung Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Unglück&lt;br /&gt;
Der 83-jährige frühere Güstrower Bürger und spätere Gesandte des Deutschen Kaisers in Madrid, Lissabon und Bern, Hofrat Rudolf Sprenger, beendete Ende Dezember 1926 in Wabern bei Bern seine Aufzeichnungen von Erinnerungen an seine Vaterstadt Güstrow, die im 1. Halbjahr 1927 in 121 Ausgaben des „Güstrower Anzeiger“ als Fortsetzungen, zunächst unter dem Titel „Aus Güstrows Vergangenheit“, und ab der 48. Folge als „Lebenserinnerungen eines alten Güstrowers“ veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 32. und 33. Fortsetzung im „Güstrower Anzeiger“ vom 29. und 30.03.1927 schildert er den tragischen Verlauf einer „Kahnfahrt auf dem Brunnensee“ zu Pfingsten (?) 1856 (?). “Es war Brauch, dass am Pfingstmorgen vor Sonnenaufgang die Dienstmädchen und jungen Leute in die Umgegend der Stadt auszogen um „Maien“, d.h. grüne Birkenzweige und Flaschen mit fließendem Wasser, das noch nicht von der Sonne beschienen war nach Hause zu bringen. Dieses Wasser sollte sich das ganze Jahr frisch erhalten und zu allen möglichen abergläubischen Gebräuchen Verwendung finden, besonders gerne benutzte man es zum Taufen von Kindern. Bessere Dienstboten zogen nachmittags mit Ihren Schätzen auf einen der Vergnügungsplätze, die im Umkreis der Stadt lagen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brunnen“ lag an der Schweriner Chaussee, etwa eine halbe Meile von Güstrow. Unterhalb des Wirtschaftsgebäudes dehnte sich ein ziemlich großer See aus, an dessen Ufer zwei alte Fischerkähne lagen. Junge Burschen luden ihre Mädchen zu einer Seefahrt ein. Um die Boote sicherer zu machen, band man sie mit Stangen aneinander und bald waren sie mit jungem Volk besetzt. Die Fahrt begann mit fröhlichem Gesang, der aber bald in herzzerreißendem Geschrei ausklang. Man hatte im Übermute angefangen, die überfüllten Kähne von einer Seite auf die andere zu neigen, um die ängstlichen jungen Mädchen zu necken. Dadurch hatten sich die Verbindungsstangen gelockert und waren zerbrochen, und ein Kahn kippte über und alle Insassen fielen ins Wasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich zu retten, klammerten sich die Ertrinkenden an den zweiten Kahn, den sie dadurch auch zum Umschlagen brachten. Einige 30 Personen waren von einem Augenblick zum andern in Todesangst versetzt und da die meisten des Schwimmens unkundig waren, ertranken nach verzweifelten Todeskämpfen nicht weniger als 16, meist blühende junge Mädchen. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einigen Tagen konnten alle Leichen geborgen und in die Stadt gebracht werden, wo sie feierlich in einem gemeinsamen Grabe bestattet wurden.“ Sprenger selbst erinnerte sich daran, dass er als 13-Jähriger einer der ersten gewesen sei, die diese Nachricht vom Unglücksort nach Güstrow überbracht hätten und eine Bedienstete aus dem elterlichen Haushalt unter den tödlichen Verunglückten gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anmerkung der Autoren:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1. Wilhelm Mastaler&#039;&#039;&#039; benennt als das Datum des Unglücks den 10.06.1855, anlässlich des alljährlichen sommerlichen Brunnenfestes, -Quelle: „Eine Güstrower Stadtkunde“ Schriftenreihe des Archivs der Stadt Güstrow Nr.1, Herausgeber Stadt Güstrow 1996-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2. Angelika Schmiegelow Powell&#039;&#039;&#039; erwähnt in ihrem Buch „Güstrow im 20. Jahrhundert“ einen Brieftext des Schumachermeisters Hassebring, der damals an seinen Sohn schrieb, dass am 2. Sonntag nach Pfingsten bei einer Vergnügungsfahrt im Jahre 1855 das Unglück geschehen sei.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Daten decken sich und lassen die Vermutung zu, dass die Angabe des Herr Rudolf Sprenger, bezüglich des Datums des Unglücks falsch ist. (Zwischen dem Ereignis und seinen Aufzeichnungen vergingen immerhin ca. 70 Jahre).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Namen der verunglückten Jugendlichen fanden wir in einer Kopie des Sterbebuches der Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 11. oder 12. Juni 1855&#039;&#039;&#039; sind dort nacheinander 13 Todesfälle von Jugendlichen eingetragen, die nicht, wie üblich, von einer Totenfrau gemeldet wurden. Diese 13 Jugendlichen stammten alle aus ärmlichen Güstrower Verhältnissen. Sechs tödlich verunglückte Jungen waren Lehrlinge oder Handlanger bei verschiedenen Handwerkern. Die ertrunkenen 5 Mädchen waren zumeist Hausmädchen. Zwei Kinder gehörten einer Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier für alle Ertrunkenen wurde in der Pfarrkirche vor den 16 Särgen vom&lt;br /&gt;
Kirchenrat Loescher, unter Beteiligung aller Güstrower Pastoren, durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower nahmen sehr zahlreich am Trauergottesdienst für die Verunglückten teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &#039;&#039;&#039;„Güstrower Zeitung“ vom 11.06.1855&#039;&#039;&#039; ff wurde sehr umfangreich und detailliert über das Unglück berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fanden wir auch die restlichen Namen von zwei Verunglückten die nicht aus Güstrow stammten und die Namen der an einer Spendenaktion beteiligten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spendenaktion wurde nach einem Aufruf der Güstrower Herren A. Vermehren, A. Türk, Fr. Löscher und&lt;br /&gt;
I. Tarnow durch den Kaufmann Strade und den Maler Weihnacht organisiert und öffentlich Rechenschaft über die Verwendung der eingegangenen milden Gaben gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ausgabe der „Güstrower Zeitung“ vom 14.06.1855 konnten wir entnehmen, dass die Verunglückten in einer gemeinsamen Gruft auf dem Friedhof an der Rostocker Straße beerdigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Begräbnisplatz auf den Friedhof ist nicht bekannt, da die Beerdigungen von 1855 nur unvollständig in den Unterlagen nachweislich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Elisabethstein in den Güstrower Heidbergen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Elisabeth Stein 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Gedenkstein steht seit &#039;&#039;&#039;1883&#039;&#039;&#039; in den Güstrower Heidbergen. Er erinnert an die Bepflanzung dieses einst unfruchtbaren Heidelandes auf Veranlassung der ersten Ehefrau Elisabeth, des Herzogs Ulrich III. zu Mecklenburg, im Jahre &#039;&#039;&#039;1573.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth war einst als Prinzessin von Dänemark an den Güstrower Hof gekommen. Die Bepflanzung erfolgte durch Schüler der Güstrower Domschule. Die Umgebung des Gedenksteins wurde durch den Förderverein Güstrow e. V. vor Jahren würdig hergerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marie-Elisabeth-Stein im Primer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Marie-Elisabeth Stein Primer.jpg|Marie-Elisabeth-Stein 1891&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zufall entdeckten wir vor einigen Jahren beim Lesen in der Broschüre „Der Primer –&lt;br /&gt;
Betrachtungen zu seiner Geschichte“, (Herausgeber: Förderverein Region Güstrow e. V.,&lt;br /&gt;
1997, nach Recherchen von Gertrud Gust und Manfred Ullerich) auf einer Karte vom Primer den Vermerk &#039;&#039;&#039;„Elisabethstein“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlaufe unserer Recherchen befragten wir nun den Güstrowers Jochen Peters, einen Sachkundigen für Flurnamen in Güstrows Umgebung. Dieser erinnerte sich an Unterlagen des Stadtschreibers Heinrich Benox über eine Befahrung des Primers durch Forstleute zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Dadurch fanden wir mit Hilfe von Frau Soltwedel die entsprechende Schrift, sie heißt: &#039;&#039;&#039;„Führer auf dem Ausflug der XXVII. Versammlung des Vereins Mecklenburgischer Forstwirthe am 12. Juli 1902 durch die Güstrower Stadtforsten - Mit Übersichtskarte“&#039;&#039;&#039; die vom Oberförster Kohlmeyer im Juni 1902 erarbeitet und in der Rathsbuchdruckerei C. Michaal in Güstrow gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seite 19 fanden wir unter der in der Karte mit ESt markierten Stelle folgende Angabe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„An der Schneise befindet sich der Marie–Elisabethstein, eine Erinnerung an das in Güstrow im Jahre 1891 in Gegenwart der Großherzogin Marie und Tochter abgehaltene Musikfest.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anmerkung der Autoren: die Tochter von Marie hieß Elisabeth(!).)&lt;br /&gt;
Wir erkannten erst durch diesen Text, dass sich die Eintragung auf dem Stein nicht auf eine einzelne Person, sondern auf zwei Namen von weiblichen Mitgliedern der großherzoglichen Mecklenburg - Schwerinschen Familie bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein wurde zur Erinnerung an das vom &#039;&#039;&#039;24. bis 26. Mai 1891&#039;&#039;&#039; in Güstrow in Anwesenheit der Großherzogin Marie und deren Tochter Herzogin Elisabeth durchgeführte &amp;quot;XI. Mecklenburgische Musikfeste&amp;quot; nachträglich errichtet. Die beiden Damen besuchten am Vormittag des 26.05.1891 bei einem Ausflug den Primerwald. (Großherzogin Marie Karoline Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1850-1922) war die dritte Ehefrau des Großherzogs Friedrich Franz II. (1823-1883), und Elisabeth (1869-1955) das erstgeborene Kind aus dieser Ehe, die 1868 geschlossen wurde. Elisabeth heiratete 1896 Großherzog Friedrich August von Oldenburg. Großherzogin Marie war die Repräsentantin der großherzoglichen Familie bei diesem Fest. Der amtierende Großherzog Friedrich Franz der III. war ein Halbbruder von Marie aus erster Ehe und wegen seines chronischen Asthma- und Herzleidens fast immer im südlichen Ausland. Marie verstarb am 22. April 1922 in Den Haag, wo sie sich zu den Feierlichkeiten zum 46. Geburtstag ihres Sohnes Heinrich aufhielt. Heinrich war das vierte Kind aus ihrer Ehe mit Friedrich Franz II. und Gemahl der Königin Wilhelmina der Niederlande. Marie war die Urgroßmutter der derzeitigen Königin Beatrix der Niederlande (* 1938). Großherzogin Marie hatte die Repräsentationsaufgaben der großherzoglichen Familie bei diesem Fest vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ehemalige Gebäude des Kaiserreiches und des Großherzogtums===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Gymnasium.PNG|ehem. Großherzogliches Gymnasium, Goetheplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landesgericht.PNG|ehem Großherzogliches Landesgericht, Franz-Parr-Platz (früher Schlossplatz)&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Landratsamt.PNG|ehem. Großherzogliches Landratsamt, Klosterhof&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Oberpostamt.PNG|Kaiserliches Oberpostamt, Pferdemarkt 56, errichtet 1896, die Stadt bezahlte 30.000 RM, bevor der Reichstag den Bau des Gebäudes beschloss&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Postamt Telegrafenamt.PNG|ehem. Großherzogliches Postamt, Telegrafenamt, Domstraße 6&lt;br /&gt;
Datei:Gebäude Schloss.PNG|Schloss und ehem. Großherzogliches Landarbeitshaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinsitz im Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 1910.PNG|1910 Steinsitz&lt;br /&gt;
Datei:Steinsitz 2006.PNG|2006 Steinsitz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Steinsitz ist ein aus großen Steinen angelegter Rastplatz im Primerwald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt auf halben Weg zwischen Primerburg und dem früheren beliebten Ausflugslokal „Övelgönne“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße, die von der Glasewitzer Chaussee, rechts abzweigend, durch Primerburg bis in den Primerwald führt, heißt seit Februar 2001 „Zum Steinsitz“. Ein Verein mit dem Namen „Musbuck“, bestehend aus Güstrower Handwerksmeistern, Kaufmännern und Gastwirten traf sich hier alljährlich am 27. Dezember, um eine Flasche Hochprozentigen zu leeren und eine neue Flasche für das nächste Jahr zu vergraben. (gelesen bei Ulrich Schirow, „Güstrow 1860-1845“. Edition Temmen, Bremen 2003)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brinckman Brunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Brinckman 1917.JPG|Brickman Brunnen 1917&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 7.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 8.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 9.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 10.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Brinckman Brunnen 11.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen &#039;&#039;&#039;‚Fuchs und Igel’&#039;&#039;&#039; steht seit dem &#039;&#039;&#039;3. Juli 1908&#039;&#039;&#039; an der damaligen Bleicherstraße unterhalb des Pferdemarktes. Er wurde zu Ehren von John Brinckman errichtet, welcher die 1854 erschienene Novelle vom ‚Voss un Schwinegel’ schrieb. &lt;br /&gt;
Der niederdeutsche Erzähler und Lyriker wurde 1814 in Rostock geboren und starb 1870 in Güstrow. 1849 erhielt er eine Anstellung am Güstrower Realgymnasium. Sein Wohnhaus ließ er sich 1860 in der Hansenstraße errichten. John Brinckmans ältester Sohn stiftete den Brunnen. Den Auftrag erhielt 1908 der Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider. Auf der Granitstele befindet sich ein Portraitmedaillon des Dichters. Die Brunnenfiguren Fuchs und Igel sind aus Bronze gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Geschichte des Brickman Brunnens - pdf - 45 Seiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandgemälde im Ratskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 1.PNG|Ratskeller - Blick zum Rathaus&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 2.PNG| Blick auf Landesdenkmal und Schloss&lt;br /&gt;
Datei:Rathaus Gemälde 3.PNG| Blick von der Bahnlinie auf die Stadt (Nachbildung eines früheren Ölgemäldes)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandgemälde im Restaurant „Ratskeller“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Restaurant „Ratskeller“ besteht an dieser Stelle auf dem Markt &#039;&#039;&#039;seit 1915&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen „Ratskellers“ im Rathaus anderweitig genutzt und der heutige „Ratskeller“ wurde damals außerhalb des Rathauses eingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass erklärt, weshalb der „Ratskeller“ sich in Güstrow nicht im Rathaus, sondern in dessen Nachbarschaft befindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich sind auch seit 1915 die drei &#039;&#039;&#039;nicht signierten Wandgemälde&#039;&#039;&#039; in der Gaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden von einem unbekannten Maler mit Ölfarben auf Leinen gefertigt und sind direkt mit der Wand verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine vergleichbare Ansicht vom Rathaus von der Malerin Marie Hader, die möglicherweise als Vorlage genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werkenachweis von Marie Hager gibt es keinen Hinweis auf die Wandmalerei in Güstrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Bilder sind noch im Original erhalten, während das dritte Bild nach einer, dem ursprünglichen Bilde ähnlichen Postkartenansicht, vor wenigen Jahren von dem &#039;&#039;&#039;Rostocker Maler Kamper&#039;&#039;&#039; neu geschaffen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des dritten Bildes, das eine Stadtansicht mit Blick aus Richtung Eisenbahnlinie zeigt, befinden sich die Reste des früheren Wandbildes, welches nicht restauriert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder Bahnhofsgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 1.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Bahnhof Restaurant 2.jpg|nordwestliche Ansicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wandbilder in der Gaststätte des Güstrower Bahnhofs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden Bildern sind Ansichten der Stadt Güstrow in Trivialkunst mit den repräsentativsten Bauten der Stadt (von links nach rechts: alter Wasserturm, Post, Pfarrkirche, Schloss, Dom, neuer Wasserturm) dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, wer diese  Bilder gemalt hat. Der Maler hat die Bilder aber mit Sicherheit &#039;&#039;&#039;nach 1928&#039;&#039;&#039; hergestellt, da das rechts auf der Gesamtansicht dargestellte höchste Bauwerk offensichtlich der neue Wasserturm sein soll, welcher erst 1928 fertiggestellt wurde. &lt;br /&gt;
;Diese Ansicht zeigt Güstrow aus der nordwestlichen Perspektive.&lt;br /&gt;
Die auf dem anderem Bild dargestellte Ansicht des Schlosses zeigt einen Blick aus südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Dezember 2016&#039;&#039;&#039; haben unabhängig voneinander mehrere Personen eine Signatur am unteren rechten Bildrand der Gesamtansicht als Hoffmann Berger &#039;40 oder Hoffmann Bergen &#039;40 deuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fallschirmspringerin Ella Tauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 1.PNG|Werbung&lt;br /&gt;
Datei:Volksfest Werbung 2.PNG|Trumpf mit Flugzeug&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die tödlich verunglückte Fallschirmspringerin Ella Tauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 08.07.1928&#039;&#039;&#039; zwischen 16.30 und 17.00 Uhr stürzte die Fallschirmspringerin Ella Martha Tauer aus Gera (Reuß) beim &#039;&#039;&#039;1. Volks- und Werbeflugtag&#039;&#039;&#039; in Güstrow M-V aus ca. 450 m Höhe ab und verunglückte auf der Feldmark zwischen dem Ortsausgang Güstrow, links vom Parumer Weg, in einem Kornfeld tödlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Ortskundige bezeichneten den genaueren Ort, auf dem später ein Gedenkstein errichtet wurde, mit geringfügigen Abweichungen, als Glockenblumenberg bzw. Schlüsselblumenwiese. Die Flurkarten weisen für den Bereich als die Gemarkung „Das hohe Rad“ aus. Die Fallschirmspringerin wurde am 08.03.1897 in Leipzig geboren und war 31 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die tödlich Verunglückte hat es noch bis in die 1970er Jahre einen ca. 60 cm hohen und 40 cm breiten Gedenkstein in der Feldmark gegeben, der heute leider nicht mehr auffindbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Verbleib können nur Vermutungen angestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitzeuge gab die Inschrift nach seiner Erinnerung wie folgt an: Ella Tauer Fallschirmpilotin 1897 - 1928 .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vorbericht zur Flugschau in der Mecklenburgische Tageszeitung (Güstrow) vom 05.07. 1928 wurden verschiedene Flugattraktionen angekündigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Güstrower Anzeiger“ 06.07.1927&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugschau wurde damals von dem Flugbetrieb Meisterknecht aus Halle (Saale) veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Recherchen bei Flieger- und Fallschirmclubs in Gera, Leipzig, Halle (Saale) und Merseburg sowie beim Deutschen Schokoladenmuseum in Köln, um weiteres über die Fallschirmspringerin zu erfahren, waren nicht sehr ergiebig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Nachfolger des Schokoladenherstellers &#039;&#039;&#039;„TRUMPF“&#039;&#039;&#039;, der Ludwig Schokolade GmbH &amp;amp; Co. KG aus 51469 Bergisch Gladbach konnten wir in Erfahrung bringen, dass 1924 erstmalig ein TRUMPF-Flugzeug über den Städten Deutschlands kleine Fallschirme mit Schokolade abwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hätte keinen Flugtag in Deutschland gegeben, an dem sich nicht die Kunstflieger der TRUMPF-Werke beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem konkreten Vorkommnissen in Güstrow lägen jedoch keine Informationen bei „Trumpf“ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenken für Feuerwehrkameraden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Feuerwehr Denkmal 1931.jpg|1931 Denkmal für FF Kameraden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ort des Gedenkens für Feuerwehrkameraden&lt;br /&gt;
;Denkmal im ehemaligen Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denkmal wurde einst im &#039;&#039;&#039;Jahre 1931&#039;&#039;&#039; auf Veranlassung des damaligen Stadtbaudirektors Richter zum Gedächtnis der Stadt Güstrow an die verstorbenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow in dem damaligen Spritzenhaus in der Baustraße 3-5 errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingelassenen Nische wurde das noch heute vorhandene, &#039;&#039;&#039;in Leder gebundene, mit den Namen der verstorbenen Kameraden&#039;&#039;&#039; versehene, Ehrenbuch in einer hölzernen Schatulle aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegs- und DDR-Zeit erfolgten keine Eintragungen von Namen der verstorbenen Kameraden in dieses Buch. Es wurde lange verborgen und sorgsam aufbewahrt. Nun gehört es zu den vielen geschichtsträchtigen Archivalien der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow. Als die Feuerwehr aus den Räumen auszog, fand das Denkmal keine Beachtung mehr und wurde durch die Verlegung von Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe erheblich verunstaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsbewusste Feuerwehrmänner haben vor der Aufgabe des Standortes in der Baustraße 3-5 und dem Umbau der Geräträume das Denkmal um 1999 fotografiert und bautechnisch erfassen lassen, so dass eine Wiedererrichtung an einem geeigneten Standort vorgenommen werden könnte. Der Wiederaufbau wird vom Vorstand des Feuerwehrvereins Barlachstadt Güstrow e. V. beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dorfgeiger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Museum.jpg|Dorfgeiger Barlach&lt;br /&gt;
Datei:Dorfgeiger Quittung.jpg|Dorfgeiger Quittung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Dorfgeiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figur &#039;&#039;&#039;Barlachs, geschaffen 1913/1914,&#039;&#039;&#039; hat es je einmal in Gips, in Holz (2002 als „sensationelle Neuerwerbung“ in Amerika erworben und heute im Ernst-Barlach-Haus der Hermann F. Reemstma Stiftung im Hamburger Jenischpark zu sehen) und in Bronze (H 500, B 202, T 280) gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erstguss von Cassierer 1929&#039;&#039;&#039; ermöglicht. Ein Exemplar der Bronzefigur wurde &#039;&#039;&#039;1931&#039;&#039;&#039; von Ernst Barlach der Stadt Güstrow zum Geschenk gemacht. Die Skulptur wurde durch Bernhard A. Böhmer, Kunsthändler und Freund Barlachs, in dessen Auftrag am 30.07.1931 an den &#039;&#039;&#039;Rat der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039; überreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Dr. Heydemann bedankte sich damals schriftlich bei dem selbstlosen Spender für das Geschenk. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Heydemanns hatte der Rat der Stadt 1930 den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselseekanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen. In einem Brief an den Bürgermeister Heydemann bedankte sich Barlach für die beabsichtigte Ehrung, lehnte sie jedoch dauerhaft ab. Die Skulptur fand zunächst einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1936 wurde die Bronzeplastik&#039;&#039;&#039; – von dem Güstrower Rechtsanwalt Dr. Blauert und dem damaligen Güstrower nationalsozialistischen Oberbürgermeister Lemm als „Scheusal“ bezeichnet - für den Betrag von 350,00 RM verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erzielte Betrag wurde für die Verwendung zugunsten der einzurichtenden Güstrower „Ahnenhalle“ gebucht. Dieser Vorgang ist hinsichtlich des erzielten Preises bei der Stadt Güstrow eindeutig dokumentiert. Im Barlach-Werke-Verzeichnis von Friedrich Ernst Schult wird der erzielte Preis dennoch mit 300,00 RM angegeben.&lt;br /&gt;
Käufer war das Mitglied einer bekannten Güstrower Familie. Der Dorfgeiger befindet sich noch heute im Besitz der Verwandten des einstigen Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurde am 30. 08. 1937 die dritte „Ahnenhalle“ Mecklenburgs als „Tempel des deutschen Blutes“ durch die Nationalsozialisten errichtet. Die frühere Gertrudenkapelle, erbaut 1430, die dafür von Güstrower Handwerkern hergerichtet wurde, war zuvor für 20000 RM durch die Stadt Güstrow von der Pfarrkirche gekauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Missachtung Barlachs durch den damaligen Oberbürgermeister Lemm muss den Künstler sehr beleidigt haben, umso mehr befriedigt heute die Tatsache, dass Güstrow zur Ehrung des Bildhauers den Namen „Barlachstadt“ führt und in der ehemaligen „Ahnenhalle“, die nun wieder Kapelle St. Gertruden heißt und der Barlach-Stiftung in Güstrow gehört, Werke Barlachs ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Güstrow, das Güstrower Theater und ein Gymnasium tragen den Namen Ernst Barlachs.&lt;br /&gt;
Auch der nach 1945 in Barlachweg umbenannte beliebte Spazierweg (Birkenweg) am Inselseekanal in Richtung Barlach-Atelier erinnert an den Künstler. Der Weg sollte bereits ab 1930 (60. Geburtstag Barlachs) auf Vorschlag des Bürgermeisters Heydemann nach einem Beschluss des Rates der Stadt den Namen Ernst Barlachs erhalten. Barlach bat freundlichst und dauerhaft, dieses zu unterlassen, da es nicht seinem Wesen entspräche.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Barlachstadt Güstrow sollte weiterhin ein reges Interesse am Verbleib der Plastik „Der Dorfgeiger“ zeigen, die 1931 als ein Geschenk des Künstlers an die Stadt durch dessen Oberbürgermeister im Jahre 1935 verschachert wurde. &lt;br /&gt;
Auch ein möglicher Rückkauf der Plastik für die Barlach-Stiftung sollte durch die Stadt unterstützt werden, um damit die aufrichtige Wertschätzung für Barlach und dessen Schaffen in der heutigen Zeit zu bekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mutter Erde===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 1.PNG|Modell&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 2.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Mutter Erde 3.PNG|Gedtruden-Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal steht heute auf dem Güstrower Gertrudenfriedhof, wo sich auch die Barlach&lt;br /&gt;
Gedenkstätte befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1920 von Ernst Barlach&#039;&#039;&#039; in seiner Güstrower Werkstatt in einem ehemaligen Pferdestall in der früheren Schützenstr 30 (heute „Zu den Wiesen“) als Auftragswerk für den Stettiner Holzhändler Biesel im Maßstab 1:2 gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger Künstler Friedrich Bursch führte es &#039;&#039;&#039;1921 in Kirchheimer Muschelkalk&#039;&#039;&#039; aus. Danach fand es seinen Platz auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof in Stettin.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal wurde &#039;&#039;&#039;1963&#039;&#039;&#039; durch Bernhardt Blaschke, dem damaligen Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte (Gertrudenkapelle), auf dem Stettiner (Szczeciner) Friedhof im beschädigten Zustand entdeckt. Da sich in Güstrow noch glücklicherweise das Werkmodell des beschädigten Kopfes befand, sollte nach seinen Vorstellungen eine Restaurierung des Grabmals mit Hilfe der DDR ermöglicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1964&#039;&#039;&#039; überreichte der Generalkonservator der Volksrepublik Polen dem Kulturministerium der DDR überraschend das Denkmal mit einer „Schenkungsurkunde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; angebrachte Sockelinschrift lautete:&lt;br /&gt;
„Der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1964 von der Volksrepublik Polen übergeben und 1967 restauriert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maria Himmelfahrt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche| Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kath Kirche GüstrowMarie Himmelfahrt.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mariä Himmelfahrt - Plastik an der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik an der Außenfläche der &#039;&#039;&#039;1929&#039;&#039;&#039; in Güstrow von Paul Korff erbauten katholischen Kirche ist ein Werk von Ludwig Nolde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen aus Eisenguss===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen vom Wehr - Stadtmuseum.jpg|Wappen vom Wehr im Stadtmuseum&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Wehr.jpg| Wehr in Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Kaehler Haus Domstr.jpg|Wappen am Kaehler Haus &lt;br /&gt;
Datei:Wappen Barlach Haus.jpg|Wappen am Barlach Haus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einstiegen Wehr am Mühlentor befand sich noch nach dessen Rückbau eine Darstellung des „alten“ Güstrower Stadtwappens aus Eisenguss. &lt;br /&gt;
Der Entwurf aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Fabrikanten Johann, Heinrich, Daniel Kaehler&#039;&#039;&#039;. Dass nach seinem Entwurf mindestens vier Reliefs mit großer Wahrscheinlichkeit in den 1930er Jahren im van-Tongel-Stahlwerk Güstrow gegossen wurden, wird von den Autoren vermutet. Ein Auftraggeber ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des Fördervereins Region Güstrow e. V. wurde der „Bau einer Freischleuse mit Brücke in Güstrow“ durch ein „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ 1933-1934 ausgeführt.&lt;br /&gt;
Hierzu wurden der Güstrower Baufirma Martens 16 Arbeitslose (Unterstützungsempfänger der Krisenfürsorge und der öffentlichen Fürsorge) zugewiesen. In der Zeit vom 01.09.1933 bis 31.03.1934 wurden die Arbeiten ausgeführt.&lt;br /&gt;
Das Wappenbild existierte nach vorhandenen Fotos viermal an Standorten in Güstrow.&lt;br /&gt;
Das Wappen von der Brücke befindet sich heute im Güstrower Museum. Vermutlich wurde es bei einem versuchten Diebstahl an der linken unteren Ecke beschädigt.&lt;br /&gt;
Auf der äußeren Brückenwand zur Unterwasserseite wurde zur Zierde ein gegossenes Güstrower Stadtwappen laut Rechnung vom 25.04.1934 von der Güstrower Baufirma Martens befestigt.&lt;br /&gt;
Weitere Standorte von gleichartigen Wappen in Güstrow sind bzw. waren außerdem,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;das letzte Kaehler’sche Wohnhaus in der Domstraße, das Barlach-Atelierhaus und das kleine Wohnhaus von van Tongel in der Grabenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abformung des Kaehler’schen Originals befindet sich im Museum der Stadt Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar von dem Hause van Tongel ist verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen Eingangstür zur Kongresshalle===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtwappen Holz.jpg|Eingangstür Kongresshalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtwappen im Oberlicht der Eingangstür zur Kongresshalle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Holzarbeit wurde von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Bildhauer Oskar Schumann&#039;&#039;&#039; entworfen und&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;aus Eichenholz&#039;&#039;&#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Ähnlichkeit mit den gusseisernen „Wappen von Güstrow“ von Heinrich Johann&lt;br /&gt;
Kaehler lässt vermuten, dass Oskar Schumann dessen Entwurf möglicherweise als&lt;br /&gt;
Vorlage für seine 1935 geschaffene Holzarbeit des „Wappen von Güstrow“ im Oberlicht der&lt;br /&gt;
mittleren Eingangstür der Kongresshalle wählte bzw. entsprechende Vorgaben von der&lt;br /&gt;
Stadt hierfür erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sämann und mähender Bauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mähender Bauer Güstrow.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauerarbeiten von &#039;&#039;&#039;Prof. Wilhelm Wandschneider aus Plau&#039;&#039;&#039;. Beide Reliefs wurden wahrscheinlich erst nach der eigentlichen Eröffnung der Ausstellungshalle (Kongresshalle) links bzw. rechts der Bühne platziert. (MTZ v. 16.04.1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive dieser inzwischen leider verloren gegangenen Reliefs sind heute noch als Bronzeplastiken vor dem ehemaligen Kino in Plau zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Anfertigung der Modelle für die Reliefs im Plauer Atelier Wandschneiders, im Auftrage der Stadt Güstrow, erfolgte, wurden die handwerklichen Arbeiten aus Eichenholz vom Bildhauer Hermann Engel ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Eröffnung der Kongresshalle wurde zunächst nur das eichene Relief eines großen Hoheitsadlers, dass oberhalb der Bühne angeordnet war, fertig. Die Anbringung der beiden hölzernen Flachreliefs aus Eichenholz erfolgte 1936. Wandschneiders &amp;quot;Mähender Bauer&amp;quot; und &amp;quot;Sämann&amp;quot; gehörten zu den wenigen bronzenen Großplastiken in Mecklenburg, die ihre von der NS-Kulturpolitik vorgesehene Funktion, ideologische Inhalte in den öffentlichen Raum zu transportieren, erfüllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden &#039;&#039;&#039;überlebensgroßen Bronzefiguren&#039;&#039;&#039; wurden ursprünglich im Freigelände der NS-Gauschule Schwerin aufgestellt. Heute stehen die beiden Bronzefiguren vor dem ehemaligen Kino in Plau am See.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten in der Güstrower Kongresshalle in den 1970er Jahren wurden die aus Eichenholz gefertigten 3,50 m hohen Reliefs „Sämann“ und „Mähender Bauer“ stark beschädigt und schließlich in der Heizungsanlage der Halle &amp;quot;entsorgt&amp;quot;. Der mit der Handhabung der Sense vertraute Betrachter wird an der Figur des &amp;quot;Mähenden Bauern&amp;quot; eine falsche Beinstellung bemerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbilder in der Cafeteria des heutigen Landkreishauses===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Sämann Wandbild.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Wandbild Fischer Aalstecher.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder stellen Personen aus der ländlichen Bevölkerung in historischen mecklenburgischen Trachten dar. Von ihnen werden Tätigkeiten in der Landwirtschaft ausgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder wurden mit der Errichtung des Gebäudes als Sitz der nationalsozialistischen Landesbauernschaft Mecklenburgs im Jahre &#039;&#039;&#039;1936 von dem Güstrower Architekten Adolf Kegebein&#039;&#039;&#039; auf den schmalen Wandflächen zwischen den Fenstern geschaffen. (Vgl. Katalog Bildende Kunst in Mecklenburg 1900 – 1945, S. 169, Hrg. Heidrun Lorenzen und Volker Probst im Auftrag der Hansestadt Rostock und der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Verlag Hinstorff, 1. Auflage 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Nutzung des Gebäudes als „Militär-Hospital“ durch die Sowjetarmee waren die Bilder übermalt worden. Bei Renovierungs- und Umbauarbeiten des Gebäudes zum Sitz der Kreisverwaltung wurden die Wandmalereien von dem Restaurator Fred Kluth wiederhergestellt. Teile der Wandbilder konnten erhalten werden, wobei die Beschädigungen an den oberen Teilen wohl nicht umgangen werden konnten. Oberhalb der Köpfe der Figuren wurden Träger eingezogen. Vielleicht ist eine Restaurierung bei besserer finanzieller Lage später einmal möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schmückende Details in und an Güstrower Gebäuden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 1.PNG|Metallarbeit - Kongresshalle&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 2.PNG|Tafel Spender Altenheim, Jüdischer Großspender, überstand Nazizeit&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 3.PNG|Treppengländer Fritz-Reute-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 4.PNG|Treppengeländer Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Hausschmuck 5.PNG| Gemälde Kreishandwerkerschaft&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 6.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 7.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 8.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 9.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 10.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 11.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 12.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 13.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 14.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 15.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 16.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 17.PNG&lt;br /&gt;
Datei:Häuser Güstrow 18.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wandbild in der Turnhalle der jetzigen Fritz-Reuter-Schule Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 1.jpg| Turnhalle Fritz-Reuter-Schule&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 2.jpg|Scrafitto Mädchen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 3.jpg| Scrafitto Jungen&lt;br /&gt;
Datei:Turnhalle Güstrow 4.jpg|Signatur Fuchs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der beiden Wände links- und rechtsseitig des bühnenähnlich ausgeführten Sportgeräteraumes der Turnhalle mit jugendstilähnlichen Motiven, ist eine Arbeit des &#039;&#039;&#039;Bildhauers und Malers Erwin Fuchs aus dem Jahre 1937&#039;&#039;&#039;. Er wurde 1908 in Stettin geboren und erhielt dort an der Kunstgewerbeschule eine Ausbildung. Von 1935 bis 1947 lebten er und seine Familie in Güstrow (Glasewitzer-Burg). Sein Atelier befand sich in der Schnoienstraße / Ecke Flethstaken. E. Fuchs entwickelte sich überwiegend autodidaktisch auf verschiedensten Gebieten der Malerei und Grafik weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachkommen von Erwin Fuchs haben seinen künstlerischen Nachlass teilweise dem Museum der Stadt Güstrow, einschließlich eines Verzeichnisses der im Familienbesitz verblieben Werke des Künstlers, übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung auf der linken Seite zeigt fünf um einen Baum tanzende Mädchen. Auf der rechten Seite sind vier ballspielende Jungen zu sehen. Die Wandbilder sind in den Putz hinein modelliert und gemalt (Grafitto) worden. Der unregelmäßig geformte Untergrund ist heute in einem Braunton gestaltet.&lt;br /&gt;
Der Raum wird nicht nur als Sportraum, sondern auch für andere Schulveranstaltungen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Jüdischer Friedhof in Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Trauerhalle Juden Güstrow.PNG|Jüdische Trauerhalle Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Jüdischer Friedhof Güstrow.PNG|Jüdischer Friedhof heute&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Güstrow, Neukruger Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Judenkirchhof der israelischen Gemeinde in Güstrow wurde schon im 19.&lt;br /&gt;
Jahrhundert benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Friedhofsgelände umfasste vor 1945 einen Teil der Heinrich – Borwin-Straße bis zum Suckower Graben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beerdigungen sollen hier noch bis Anfang der 1930er Jahre stattgefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerhalle wurde in der &#039;&#039;&#039;Reichskristallnacht vom 09.11. zum 10.11.1938 angesteckt&#039;&#039;&#039; und danach vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#Synagoge_im_Kr.C3.B6nchenhagen siehe auch Synagoge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodenreform 1945===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Bodenreform 1945.jpg| 1945 Bodenreform&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein zur Erinnerung an die Bodenreform im Kreis Güstrow, in Bredentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein wurde 10 Jahre nach der 1945 durchgeführten Bodenreform im Jahre 1955 zur Erinnerung an dieses Ereignis errichtet und trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Jahre demokratische Bodenreform 1945 – 1955 Junkerland in Bauernhand übergeben von Landrat Bernhard Quandt - Superintendenten Sibrand Siegert 16.9.1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Arbeiterjugendbewegung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1954 Arbeitejugend1.jpg|1954 Arbeiterjugend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein von 1954 für die Kämpfer der Arbeiterjugendbewegung in Mühl-Rosin, Heidberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein, der in der Wendezeit 1989/1990 von bisher Unbekannten zerstört wurde, trug die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ruhm und Ehre den mutigen Kämpfern der deutschen Arbeiterbewegung gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der deutschen Arbeiterjugendbewegung Güstrow, den 10. Oktober 1954 Kreisverband der Freien Deutschen Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein markierte den Standort einer Blockhütte, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend und vom Kommunistischen Jugendverband für Treffs genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blockhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten zerstört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die drei Kämpfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kämpfer 3 soz.jpg| Drei Kämpfer gegen Krieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;gegen Imperialismus und Krieg für Sozialismus und Frieden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Walter Griesbach&#039;&#039;&#039; war ein Antifaschist und ab 1935 Mitglied der illegalen Inlandleitung der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willi Schröder&#039;&#039;&#039; war Mitbegründer der KPD in Mecklenburg, 1944 im KZ Sachsenhausen an einer Blutvergiftung verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Johanna Beutin&#039;&#039;&#039;, mecklenburgische Widerstandkämpferin gegen Faschismus, erhängte sich 1935 in einer Gefängniszelle im Zuchthaus Bützow - Dreibergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gedosky 1952.jpg|Karl-Alfred Gedowsky 1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für Karl-Alfred Gedowsky (geb. 31.01.1927, hingerichtet 26.03.1952)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zeichen der Erinnerung an den ehemaligen &#039;&#039;&#039;Schüler der Güstrower John Brinckman Oberschule&#039;&#039;&#039; (heute Gymnasium) befindet sich &#039;&#039;&#039;seit 2003&#039;&#039;&#039; rechts vom Eingang an der Ostseite des Gebäudes auf dem Domplatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 21-jährige Karl-Alfred Gedowsky machte 1948 an der Brinckman-Oberschule das Abitur. Er studierte Deutsch und Sport an der Rostocker Universität und legte 1950 das Lehrerexamen ab. 1951 wurde er mit fünf weiteren Studenten wegen angeblicher Spionage verhaftet und zunächst in Bautzen inhaftiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Leiter“ der Gruppe wurde er angeklagt und in Schwerin vor einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Am &#039;&#039;&#039;26.03.1952&#039;&#039;&#039; wurde er in Moskau hingerichtet. Auf Antrag des Verbandes ehemaliger Rostocker Studenten wurde Karl-Alfred Gedowsky im Februar 2003 vom Generalstaatsanwalt in Russland rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel an der Kirche 1954===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kirche schwedischer Cristen 1954.PNG|1954 mit Hilfe schwedischer Christen errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Walkmühlenstraße 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel an dem bescheidenen Haus Nr. 24 in der Walkmühlenstraße erklärt, dass das „Häuschen“ &#039;&#039;&#039;1954 an dieser Stelle mit Spendenmitteln schwedischer Christen&#039;&#039;&#039; errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es diente den im westlichen Güstrow lebenden Mitgliedern der &#039;&#039;&#039;Domgemeinde&#039;&#039;&#039; als christlicher Versammlungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Giebel des Hauses war früher ein hölzernes Kreuz angebracht. Eine Glocke hat es an dieser Stelle nicht gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glasmalerei von Erwin Fuchs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Glasmalerei Brunnen 2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;in der Landesgehörlosenschule Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1957&#039;&#039;&#039; fertigte der schon durch andere Arbeiten mit Güstrow verbundene Künstler &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039; im Schulteil des Gebäudekomplexes der damaligen  Landesgehörlosenschule Glasmalereien mit mit davor angeordneten kleinen Springbrunnen aus. (Trinkbrunnen auf zwei Etagen im Schulteil des Gebäudekomplexes) &lt;br /&gt;
Die Brunnen waren seit dem Abriss des einstigen Schulgebäudes nicht mehr sichtbar.&lt;br /&gt;
Der Denkmalschutz veranlasste die gesicherte Aufbewahrung mit der Schulleitung in einem geeigneten Raum des Gebäudekomplexes. (Stand 2022. Auskunft der damaligen Schulleiterin Frau Fischer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Initiative von Güstrower Denkmalschützern gelang 2026&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(nach ca. 20 Jahren der Unsichtbarkeit !!!)&#039;&#039;&#039; anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Einrichtung, durch eine Vielzahl von Spendern und fachkundigen Kräften der Güstrower Glaserei Schuldt und &amp;quot;hauseigenen= Helfern die Wiederaufstellung der denkmalgeschützten Brunnenmotive, des zeitweilig in Güstrow lebenden Künstlers &#039;&#039;&#039;Erwin Fuchs&#039;&#039;&#039;, auf dem Flur vor der Aula des Schulgebäudes. Hierfür danken die Chronisten BRD (Birgit Schaub, Reiner Schirmann, Dieter Kölpien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaik Wandbild - Landesgehörlosenschule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Mosaik Kopetz 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik Wandbild im Eingangsbereich der Landesgehörlosenschule in Güstrow, Plauer Chaussee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Foyer des Hauptgebäudes befindet sich ein großes Wandbild aus Mosaiksteinchen, das von der &#039;&#039;&#039;Malerin und Grafikerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurde. Diese Malerin und Grafikerin aus Schwerin, entwarf dieses bunte Mosaik in der Gehörlosenschule als Szene einer Schulaufnahme an (Höhe 173 cm, Breite 345 cm). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Herstellung des Mosaiks erfolgte 1956. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten Erkenntnissen aus dem Jahre 2016 durch Mosaikkünstler der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; aus Schulzendorf bei Berlin. &lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ergibt sich nach der Erforschung des Nachlasses durch Klaus Schädel aus Eichwalde bei Berlin. Dunkelrote und braune, meist quadratische Natursteinchen (Smalten) bilden den Hintergrund. Die acht Personen sind deutlich und lebensnahe dargestellt. Die Gesichter sind gut zu erkennen. Das Mosaik befindet sich in einem guten Zustand (2016). Fußboden und Wände der Halle sind mit hellbraunem Marmor ausgelegt, mit dem auch ein erhabener Rahmen das Mosaik umrandet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Kopetz Theater 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaikbilder im Ernst-Barlach-Theater der Stadt Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Güstrower Theater wurde 1828&#039;&#039;&#039; seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Demmler-Bau hat zwei Mosaikbilder, die von der der &#039;&#039;&#039;Künstlerin Vera Kopetz&#039;&#039;&#039; entworfen wurden und von Mosaikkünstlern der Firma &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken&amp;quot; hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie befinden sich seit &#039;&#039;&#039;1957 im Güstrower Ernst-Barlach Theater&#039;&#039;&#039; Güstrow links und rechts der Vorbühne des Theaters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren stellen die Kunstrichtungen „Schauspiel“ (Thalia) und „Tanz“ (Terpsychore) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der mittleren Treppe an der Decke befindet sich eine von Vera Kopetz ausgeührte Malerei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaike an den vier Säulen im Foyer sind wahrscheinlich auch von der Fa. &amp;quot;Heinrich Jungebloedt Mosaiken &amp;quot; ausgeführt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mosaikarbeiten und die Malereien wurden während des Umbaus des Theaters &#039;&#039;&#039;zwischen 1955 und 1957&#039;&#039;&#039; ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Steinerne Reliefs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 1a.jpg|Tänzer, Jastram&lt;br /&gt;
Datei:Jastram 2.PNG|Musiker, Jastram&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;zum Thema „Bildung und Kultur“ an der Fach-Hochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Eingangsbereiches des Kultur- und Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen&lt;br /&gt;
Pädagogischen Hochschule (heute Festsaal FHfÖVRP) befinden sich jeweils an der nordöstlichen – bzw. südwestlichen Seite ca. 6,90 m hohe und 2,60 m breite steinerne Backstein-Reliefs des &#039;&#039;&#039;Bildhauers Jo Jastram.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten wurden durch den Künstler im Jahre &#039;&#039;&#039;1956/1957 ausgeführt&#039;&#039;&#039;. Links des Eingangsgebäudes sind &#039;&#039;&#039;Volkstänzer&#039;&#039;&#039; und rechts &#039;&#039;&#039;Musiker&#039;&#039;&#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten am Gebäude gerieten um 1957 wegen finanzieller Probleme ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jo Jastram für die Vorbereitung der Arbeiten kein atelierähnlicher Raum zur Verfügung stand, diente nach der Erinnerung des Künstlers, der rohbaufertige Festsaal des Kultur –und Wirtschaftsgebäudes als Atelier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zwei großen im späteren Festsaal aufgestellten Gestellen formte der Künstler im Winter 1956/1957 zunächst die Reliefs, die danach in handliche und brennfähige Teile zerschnitten wurden, um sie nach dem Brennen zu dem endgültigen Kunstwerk an den beiden Außenwänden zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tanzendes Paar===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tanzendes Paar.jpg|tanzendes Paar Neubaugebiet&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das tanzendes Paar in der Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bronzeplastik von &#039;&#039;&#039;A. Wittig&#039;&#039;&#039; wurde im ersten Güstrower Neubaugebiet der &#039;&#039;&#039;1960-er Jahre&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Zeit voller Optimismus war, strahlten die jugendlichen Tänzer Frohsinn und Jugendfreude aus. Das junge Paar tanzt schon nahezu 50 Jahre und ist immer noch voller Schwung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wappenfries der Handwerkerschaft===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 1.jpg| Tischler Glaser&lt;br /&gt;
Datei:Wappen Handwerker 2.jpg|Klempner Schornsteinfeger Fleischer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Flur der Kongresshalle hing noch in 1950-er Jahren oberhalb der&lt;br /&gt;
Eingangstüren zur eigentlichen Halle ein Wappenfries mit Symbolen der Handwerkerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Innungsmeister des Güstrower Tischlerhandwerks, Herr Dieter Anders,&lt;br /&gt;
erinnerte sich nach Befragung daran, dass die Innungswappen bei Renovierungsarbeiten&lt;br /&gt;
von der Wand in der Kongresshalle entfernt wurden und anscheinend entsorgt werden&lt;br /&gt;
sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater habe diese Wappen geborgen und in der eigenen Tischlerei aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
Diese wurden dann später im Saal des „Hauses des Handwerks“ aufgehängt. &lt;br /&gt;
Dort verblieben sie bis zur Umwidmung des Restaurants zu einer griechischen Nationalitätengaststätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hängen 20 Wappen mit Initialen der Handwerkerinnungen im &#039;&#039;&#039;Saal der Güstrower&lt;br /&gt;
Kreishandwerkerschaft&#039;&#039;&#039; im gleichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lenin Denkmal Kaserne Primerwald===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lenin Denkmal.jpg|Lenin Denkmal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin-Denkmal in der ehemaligen sowjetischen Garnison Primerwald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde &#039;&#039;&#039;1967&#039;&#039;&#039; anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland auf dem Gelände der sowjetischen Garnison in Güstrow – Primerwald errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lenin-Denkmal wurde durch den Rat des Kreises und Betriebe der Stadt Güstrow als Geschenk übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende stand der Gedenkstein noch in dem einstigen Ehrenhain. Die Lenin-Büste war entfernt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände ist bis heute weiterhin für die Öffentlichkeit unzugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal trug damals die folgende Inschrift in kyrillischer Schrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Lenin lebte, &lt;br /&gt;
Lenin lebt,&lt;br /&gt;
Lenin wird leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedrich Schult, Nachlassverwalter Barlachs===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Leben und Tod Barlach.jpg|Ehrengrab Friedrich Schult, Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrengrab der Stadt Güstrow für Friedrich Schult, &lt;br /&gt;
(genannt „Lütten Schult“) auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Schult verstarb am 23.06.1978. Das Grab des Freundes und Nachlassverwalters Ernst Barlachs ziert ein Barlach-Relief aus Bronze (1917), es stellt auf drei Bildern „Tod und Leben“ dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gerhard-Papke-Brunnen - Mosaik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Brunnen Gü HföVPR 5.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mosaik-Brunnen von Heinrich Jungebloedt (1874 - 1976) in der FHföVPR in der Goldberge Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erweiterung des Gebäudekomplexes &#039;&#039;&#039;1959&#039;&#039;&#039; wurde im damaligen Pädagogischen Institut ein Pausen-Bereich errichtet, in dem der Mosaik-Brunnen einen zentralen Platz einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen wurde in dem rundlichen Teil des Gebäudes nicht etwa erst später eingepasst, sondern der Brunnen ist erkennbar das architektonisch bestimmende Element des Bauwerkes zwischen dem Verwaltungsteil und den Hörsälen und Klassenräumen der pädagogischen Einrichtung gewesen und geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen bestimmte die Gestaltung des Bereiches, der durch die vollständige Verglasung und breiten Holzrahmen eine beeindruckende Wirkung von Sonnenlicht, Schatten und plätscherndem Wasser in dem Raum erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von ca. 300 cm und steht auf einer runden Platte, die ca. 12 cm hoch ist und einen Durchmesser von ca. 400 cm hat. Der obere Rand der Brunnenschale ist ca. 25 cm breit und wie auch die äußere Schale und die Grundplatte aus Beton. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Der als Mosaik ausgeführte innere Teil der Brunnenschale mit einem Durchmesse von ca. 250 cm ist zum größten Teil mit türkisfarbenen, unterschiedlichsten Keramikscherben (!) ausgelegt. Mehr oder wenig breite Streifen andersfarbiger, darunter auffällig auch goldfarbene, aus eckigen Materialien gefertigt, durchlaufen gerade, in einem nicht strengen Muster den Boden der Brunnenschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen, der von dem seinerzeit bekanntesten deutschen Mosaizisten Heinrich Jungebloedt aus Schulzendorf bei Berlin gestaltet wurde, enthält keine Signatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des Brunnens ist eine kleine Stele mit einem Messingschild angeordnet auf dem die &#039;&#039;&#039;Bezeichnung „Gerhard-Papke-Brunnen“&#039;&#039;&#039; geschrieben steht. &lt;br /&gt;
Herr Gerhard Papke hatte sich langjährig (schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende) um die unter Denkmalschutz stehende größte Güstrower Liegenschaft verdient gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Archimedes - auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 2.PNG| Archimedes auf dem Markt&lt;br /&gt;
Datei:Archimedes Güstrow 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bronzeplastik Archimedes, auf dem Markt zu Güstrow, gegenüber vom Hotel „Stadt Güstrow“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 1978&#039;&#039;&#039; wurde der Markt umgestaltet. Diese Plastik Archimedes entstand 1976 als Auftragswerk für den Universitätscampus Würzburg. 1977/78 hat der Künstler noch vier weitere nicht identische Varianten von „Archimedes“ geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine davon steht &#039;&#039;&#039;seit 1978 auf dem Markt zu Güstrow&#039;&#039;&#039; an der Nordseite der Pfarrkirche Sankt Marien. Archimedes, der berühmte Gelehrte der Antike, der 212 v.u.Z. lebte, ist bekannt für seine Leistungen auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik und Mechanik. Die Bronzeplastik verkörpert einen nachdenklichen Archimedes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Freude der Güstrower und ihrer Besucher wurden Ende Juni 2006 notwendige Reparaturarbeiten am Sockel ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Marktbrunnen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Marktbrunnen 1978.jpg|1978 Marktbrunnen&lt;br /&gt;
Datei:Marktbrunnen-Klosterhof.jpg|2023 Marktbrunnen - Klosterhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Brunnen ist eine Arbeit des Magdeburger Metallgestalter Josef Bzdok. &lt;br /&gt;
Er ist &#039;&#039;&#039;1978 zur 750-Jahrfeier&#039;&#039;&#039; Güstrows errichtet worden. Die Architektur des Brunnens sollte sich in das Stadtbild als belebendes Element einfügen. In der Ruhestellung, also ohne sprudelndes Wasser, sollte er eine stilisierte Pflanze darstellen. &lt;br /&gt;
Er ist 3,0 m hoch und der Durchmesser des Brunnenbeckens betrug 4,5 m. &lt;br /&gt;
Der Brunnen war das moderne Schmuckelement im altstädtischen Ensemble, das durch die klassizistische Fassade des Rathauses geprägt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brunnen benötigte zum Betrieb stündlich eine Wassermenge zwischen 70-80 Kubikmeter, die aus dem Trinkwassernetz bereitgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen technischer Mängel wurde der Brunnen &#039;&#039;&#039;1992 demontiert&#039;&#039;&#039; und zum Stadtbauhof in die Lange Stege verbracht, wo er noch 2020 stand. Inzwischen hat er einen sehr geeigneten Standort in der Ruhezone des linken Bereiches der Wohnanlage in der Armesünderstraße gefunden. Er ist dort jedoch nicht mehr als funktionierender Brunnen errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tierstele auf dem Markt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tierstele Markt.jpg|Tierstele - Bär, Fischotter u.a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Tierstele auf der Nordseite des Marktes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2 m hohe steinerne Stele von Lothar Rechtarcek wurde &#039;&#039;&#039;1976&#039;&#039;&#039; aufgestellt. Sie zeigt Tiere&lt;br /&gt;
Europas, wie z. B. Bär und Fischotter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Holzplastik in der Sportgaststätte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holzplastik Sportgaststätte.jpg|Holzplastik in der Sportgaststätte&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Holzplastik in der Sportgaststätte des VfL Grün - Gold Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Holzarbeit wurden wir durch eine Güstrowerin aufmerksam gemacht, die diese &#039;&#039;&#039;1989 in dem Ausstellungsraum&#039;&#039;&#039; gesehen hatte. Nach unserer Kenntnis hatten die damals stadtbekannten &#039;&#039;&#039;Firmeninhaber Werner Bruchhäuser&#039;&#039;&#039; und Sohn Axel, das Gebäude in dem sich die Holzplastik befindet, als soziale und kulturelle Einrichtung (Kantine) für die Beschäftigten, sowie mit einem Ausstellungsraum für Polstermöbel ihres Betriebes errichtet und genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung der Räume konnte teilweise auch durch die Sportler der damaligen „BSG Einheit“ erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben nach den beiden Künstlern, &#039;&#039;&#039;Leni Menge&#039;&#039;&#039; (inzwischen Schamal) und &#039;&#039;&#039;Ernst Löber&#039;&#039;&#039;, deren Namen deutlich in die Holzplastik eingearbeitet wurden, gesucht und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leni Schamal und Ernst Löber sind Geschwister und 1938 bzw. 1935 geboren&#039;&#039;&#039; und entstammen einer Ahrenshooper Künstlerfamilie. Der Vater war Bildhauer und die Mutter Malerin. Währen sich Leni der künstlerischen Gestaltung mit Hölzern widmete, entwickelte Ernst eine Behandlungstechnik der Hölzer mit Feuer, wobei die Asche schließlich von dem angebrannten Holz abgebürstet und dieses anschließend poliert wurde. Die Idee, so eine Arbeit in seinem Möbelausstellungsraum durch die Künstler gestalten zu lassen, hatte Werner Bruchhäuser bei einem Besuch in Ahrenshoop, wo er eine Holzplastik der beiden Künstler im damaligen Reisebüro entdeckte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Verbindung zwischen der Natur und dem Tischlerhandwerk wurde durch Baumscheiben, Bohlen und Teile einer Hobelbank aus dem Bruchhäuser‘schen Unternehmen von den Künstlern allegorisch dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Löber erzählte uns, dass seine Eltern und Geschwister stets eine große Verehrung für das Werk Ernst Barlachs hegten und es für seine Schwester und ihn eine ehrenvolle Aufgabe war, die Holzarbeit für die Fa. Bruchhäuser und Sohn KG, damals in Güstrow ausführen zu dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ernst Löber zitierte für uns Ernst Barlach: „Zur Kunst gehören zwei, einer, der sie macht, und einer der sie braucht.“ Wir bekamen bei unseren Recherchen heraus, dass die Plastik von den beiden Künstlern Leni Menge und Ernst Löber teilweise vor Ort hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein für Willi Schröder===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Stein.PNG|Willi Schröder Stein&lt;br /&gt;
Datei:Ernst Lintz Stein.PNG|1. Verwendung des Steines&lt;br /&gt;
Datei:Willi Schröder Beweis.PNG|Beweis der 2fachen Verwendung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Willi Schröder auf dem Nachtigallenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein am Weg zwischen Gymnasium und Hansenstraße&lt;br /&gt;
erinnert an Willi Schröder, einen Antifaschisten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der am 09.02.1897 in Schorrentin bei Neukalen geboren wurde und am 27.10.1944 im&lt;br /&gt;
Konzentrationslager Sachsenhausen starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Land- und Hafenarbeiters besuchte die Schule in Rostock, als Soldat des I.&lt;br /&gt;
Weltkrieges verwundet; beteiligte sich an der Novemberrevolution 1918;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglied der USPD; wurde um 1924 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt;&lt;br /&gt;
baute nach seiner Entlassung in Mecklenburg den Rotfrontkämpferbund&lt;br /&gt;
auf; als Mitglied der KPD 1929 - 1933 im Kampf gegen den erstarkenden Hitlerfaschismus;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1929 und 1932 Mitglied des Landtages&#039;&#039;&#039; von Mecklenburg-Schwerin; war einer der&lt;br /&gt;
Vorsitzenden des sechsten Landtages; von 1927 - 1933 im Rostocker Stadtparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit führend bei der Organisation des Widerstandes gegen die Nazidiktatur; 1933 verhaftet&lt;br /&gt;
und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt; nach Haft in Bützow-Dreibergen ab 1937 bis&lt;br /&gt;
zu seinem Tod im KZ Sachsenhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der FDJ Grundorganisation der EOS „John Brinckman“ wurde 1969 der Name „Willi Schröder“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Unsere Studien zu Denkmalen führten uns zu der Erkenntnis, dass derselbe Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ursprünglich die &#039;&#039;&#039;Inschrift Ernst Lintz 1868 – 1909 trug&#039;&#039;&#039;. Der Stein wurde&lt;br /&gt;
zunächst anlässlich des Todes von Ernst Lintz, der damit als verdienstvolles Mitglied der Güstrower Schützenzunft geehrt wurde, vor der Südseite des damaligen Schützenhauses aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahresdaten benannten, nach Informationen des Urenkels des Geehrten,&lt;br /&gt;
Herrn Christian Lintz aus Celle, den Zeitraum der Zugehörigkeit des Hof-&lt;br /&gt;
Maurermeisters zur Güstrower Schützenzunft von 1441. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Lintz war auch Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Güstrow und Vorsitzender des&lt;br /&gt;
Landesfeuerwehrverbandes sowie Bruder der Güstrower Freimaurer-Loge „Phoebus Apollo“. Diese Bruderschaft bestellte 1880 einen Bechstein-Flügel für das Logenhaus, der&lt;br /&gt;
1884 ausgeliefert wurde und 120 Jahre im gleichen Raum stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zeitraum von 2004 bis 2005 ermöglichte sein Urenkel, Christian Lintz aus Celle, die Reparatur des Flügels durch das Piano-Haus Kunze aus Alt Meteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir konnten durch Befragung eines Anwohners erfahren, dass der Stein nach dessen&lt;br /&gt;
Erinnerung zuletzt ohne Sockel unbeachtet in der Nähe seines Gartengrundstückes am&lt;br /&gt;
östlichen Rand des damaligen Schützenplatzes lag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dorthin war er nach unserer Erkenntnis nach vorherigen achtlosen Umsetzungen von der GST geräumt worden. &lt;br /&gt;
Von dort war der Stein im Sommer 1978 von Mitgliedern der Patenbrigade aus der Schlosserei&lt;br /&gt;
im Düngerstreuerbau des VEB Landmaschinenbaus, im Rahmen der Patenschaftsarbeit&lt;br /&gt;
mit einer 10. Klasse (10N1 oder 10S) der Oberschule, zum Nachtigallenberg in die Nähe&lt;br /&gt;
des jetzigen Spielplatzes, transportiert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patenklasse hatte die Jahresaufgabe, eine Ehrung für Willi Schröder, dessen Namen die FDJ-Grundorganisation der EOS seit 1969 trug, mit der Errichtung eines Gedenksteins vor der Schule zum 25-jährigen Bestehen der Schule vorzubereiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 01.07.1978 wurde der Gedenkstein&#039;&#039;&#039; im Rahmen der Festwoche zum 750. Stadt- und zum 25. Schuljubiläum vor der Schule eingeweiht. Die Festrede hielt Dr. Klaus Sorgenicht, der nach dem Krieg der erste Bürgermeister Güstrows war. &lt;br /&gt;
1978 war Dr. Sorgenicht Mitglied des Staatsrates und Leiter der Abteilung&lt;br /&gt;
Staats- und Rechtsfragen des Zentralkomitees (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei&lt;br /&gt;
Deutschlands (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein könnte zunächst für einen Findling gehalten worden sein, weil die alte Widmung&lt;br /&gt;
auf dem sicherlich stark verschmutzten Stein erst nach dessen gründlicher Reinigung&lt;br /&gt;
bemerkt, ignoriert und entfernt wurde. &lt;br /&gt;
Diese Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen im Umgang mit Zeugnissen der Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschlag: Für Ernst Lintz sollten Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr wieder eine&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Schützenhaus oder an dem ehemaligen Spritzenhaus errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenkstein Artur Becker===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 1.PNG|Artur Becker&lt;br /&gt;
Datei:Stein Artur Becker 2.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenkstein für Artur Becker stand zunächst rechts unter der Platane, neben der einstmaligen Artur-Becker-Schule in der Hafenstraße. &lt;br /&gt;
Dann wurde er vor das Schulgebäude der Grundschule am Hasenberge in die Hamburger Straße versetzt, weil diese Schule bis zur Wende den Namen Artur- Becker-Schule führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift auf dem Gedenkstein wurde einst von Güstrower Steinmetzen des VEB Stadtwirtschaft eingemeißelt und ist inzwischen mutwillig beschädigt worden und dadurch nahezu unleserlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist in dieser Form kein Gedenkstein mehr. Warum wird das Andenken an Artur Becker nicht aufrechterhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Artur Becker (* 12. Mai 1905 in Remscheid; † 16. Mai 1938 in Burgos, Spanien) war ein Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD), Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trat als Jugendlicher 1919 der Freien Sozialistischen Jugend, 1920 dem Kommunistischen Jugendverband und 1922 der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bei. In der Zeit der Besetzung des Ruhrgebietes war er am aktiven Widerstand&lt;br /&gt;
beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1926 war er als Politiker tätig, zunächst als Leiter der kommunistischen Jugend am Niederrhein (1926 bis 1928), ab 1928 als Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale, vom September 1930 bis 31. März 1933 als (jüngstes) Mitglied des Deutschen Reichstages (für den Wahlkreis Düsseldorf-West) und 1931 bis 1932 als Vorsitzender des Zentralkomitees des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Mit der Verfolgung der politischen Gegner durch die Nationalsozialisten war er 1933 zur Emigration gezwungen. Er floh nach Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später organisierte er den Kampf für die Spanische Republik. Ab August 1937 nahm er an den bewaffneten Kämpfen teil, ab Frühjahr 1938 als Politkommissar des Thälmann-Bataillons der Internationalen Brigaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 geriet er verwundet in&lt;br /&gt;
Gefangenschaft der Franco-Truppen. Nach mehrwöchigen Verhören wurde er am 16. Mai 1938 im Zuchthaus Burgos erschossen. Wahrscheinlich war er von den eigenen Leuten denunziert worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(vgl. Walter Janka „Spuren eines Lebens“. 170 ff.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Nationalsozialismus erfuhr Artur Becker in der DDR umfassende Ehrungen. Nach ihm wurden Straßen und Schulen benannt. Die Jugendorganisation Freie Deutsche Jugend verlieh seit 1960 die Artur-Becker-Medaille in Gold, Silber und Bronze für hervorragende Leistungen im sozialistischen Jugendverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurden nach Artur Becker benannte Objekte und Straßen weitgehend umbenannt. &#039;&#039;(Quelle Wikipedia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafel für Dr. Georg Benjamin===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Tafel Benjamin.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für Dr. Georg Benjamin vor der ehemaligen Medizinischen Fachschule in der Gustav-Adolf-Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medizinische Fachschule am Güstrower Krankenhaus erhielt am &#039;&#039;&#039;12.09.1979&#039;&#039;&#039; den Namen „Dr. Georg Benjamin“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem zunächst begonnenen Mathematikstudium wurde er Soldat des 1. Weltkrieges. 1918 setzte er sein Studium als Medizinstudent fort und trat 1920 der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Promotion zum Doktor der Medizin. Der kommunistische deutsche Arzt jüdischer Herkunft war bis 1931 Schul- und Säuglinsfürsorgearzt und Kommunalpolitiker der KPD in Berlin. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Verhaftungen und Zuchthausaufenthalt wurde er am &#039;&#039;&#039;26.08.1944 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel wurde nach der Wende von Unbekannten „entsorgt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hain mit Gedenkstein===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hain Gedenkstein Südstadt.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Thälmann-Dimitroff-Hain, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Hain und die beiden benachbarten Schulen, die einmal die Namen &#039;&#039;&#039;Ernst Thälmanns&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Georgi Dimitroffs&#039;&#039;&#039; trugen, waren dem Andenken an diese beiden Arbeiterführer gewidmet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal blieb erhalten, während die beiden Schulen zu einer Schule vereinigt wurden, die nun die Bezeichnung 5. Regionalschule trägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden früheren Namengeber waren Antifaschisten und vertraten die Interessen der Arbeiterklasse. Thälmann war Kriegsgegner und wurde 1919 zum ersten Vorsitzenden der USPD in Hamburg gewählt. Von 1919 bis 1933 ist er Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. 1921 wird er in den Vorstand der Kommunistischen Partei in Hamburg gewählt. Von 1924 bis 1933 ist Thälmann Mitglied des Reichstages. Von 1925 bis 1933 ist Thälmann Vorsitzender der KPD. 1933 wird er verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Von 1933 bis 1937 sitzt er im Gefängnis Moabit ein. Obwohl der Prozess gegen Thälmann eingestellt wurde, wird er weiter bis 1944 in verschiedenen Gefängnissen in Schutzhaft festgehalten. 1944 werden auch seine Tochter und seine Frau verhaftet und in das KZ Ravensbrück eingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wird Ernst Thälmann in der Nacht in Buchenwald erschossen. Seine Leiche wird sofort im Krematorium verbrannt. Wenige Wochen später behauptet die nationalsozialistische Propaganda, Thälmann wäre bei einem Bombenangriff am 24. August ums Leben gekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde in der DDR die Jugendorganisation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Junge Pioniere&amp;quot;&#039;&#039;&#039; für Kinder gegründet und erhielt zur Ehrung seines Vermächtnisses den Namen Pionierorganisation Ernst Thälmann.&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1933 stand das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen. Die Nazis behaupteten sofort, die Kommunisten hätten den Brand als Signal für den „Kommunistischen Aufstand“ gelegt. Noch in derselben Nacht verhafteten die Nazis nach vorbereiteten Listen zehntausende aufrechte Demokraten, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1933 verhafteten sie auch Dimitroff unter dem Vorwand, er sei an der Brandstiftung beteiligt gewesen. „Im Namen des Volkes“ hatten die Nazis Dimitroff gefesselt und vors Gericht gezerrt. Nach monatelangem Prozess mussten die Nazis Dimitroff, unter dem Druck stürmischer Demonstrationen auf der ganzen Welt, freilassen. Die Schlussrede Dimitroffs im Prozess war nicht nur eine Anklagerede gegen die Nazis, sie war auch ein leidenschaftlicher Aufruf zum Kampf für die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946 wurde Dimitroff&#039;&#039;&#039; zum Ministerpräsidenten der Volksrepublik Bulgarien gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod, am 2. Juli 1949, aus. Die Namen der beiden Schulen wurden nach der Wende geändert. Der Hain mit einem Gedenkstein blieb erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1927 Tafel Treff KPD.jpg|1927 Treff der KPD&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafeln am Gasthaus in Bölkow und in der Bülower Str. in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafel erinnerte von 1987 bis zur Wende an die Durchführung&lt;br /&gt;
des 1. Lehrgangs der Bezirksleitung Mecklenburg, der Kommunistischen Partei&lt;br /&gt;
Deutschlands, vom 07. bis 13.08.1927. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer oder Lehrer des Lehrgangs waren u. a.&lt;br /&gt;
Bernhard Quandt, Ernst Bruhns, Willi Schröder, Hermann Schult, Else Warczycek,&lt;br /&gt;
Gustav Sobottka, Hermann Duncker, Heinrich Rau, Ernst Goldenbaum.&lt;br /&gt;
Nach der Wende wurde diese Tafel entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 1.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
Datei:Stasiopfer 2.PNG|Stasiopfer 1984&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein „Den Opfern der Gewalt 1949 – 1989“, in der Neukruger Str.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 21.12.1984&#039;&#039;&#039; wurden die beiden Güstrower Bürger&lt;br /&gt;
:                              &#039;&#039;&#039;U. Siatkowski,&#039;&#039;&#039; geb. 02.09.1954, gest. 22.12.1984&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:                             &#039;&#039;&#039;W. D. Runge,&#039;&#039;&#039; geb. 24.08.1954, gest. 24.12.1984&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch einen Offizier der Staatssicherheit (Wachmann Funk) angeschossen und verstarben an diesen Schussverletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen und anderen Opfern zur Erinnerung wurde &#039;&#039;&#039;am 21.12.1989&#039;&#039;&#039; dieser Gedenkstein unter großer Anteilnahme der Güstrower Bevölkerung errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Verantwortlichen wurde aus Mangel an Tatverdacht durch die DDR-Behörden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1996&#039;&#039;&#039; verurteilt das Landgericht Berlin die ehemaligen DDR-Militärstaatsanwälte „Im Namen des Volkes“ zu Bewährungsstrafen von 6 bzw. 18 Monaten Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Linde zur Einheit 1990===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Linde 1990.jpg|Linde zur Einheit 1990&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linde auf dem Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Ereignis der deutschen Einheit am 03.10.1990 wurde diese Linde von Bürgermeister Lothar Fila aus Güstrow und seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Manfred Scherrer aus der &#039;&#039;&#039;Partnerstadt Neuwied&#039;&#039;&#039; gepflanzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Neuwied und Güstrow bestand &#039;&#039;&#039;seit dem 01.03.1989&#039;&#039;&#039; eine deutsch- deutsche Städtepartnerschaft, deren Fortführung nach der Vereinigung mit einem Nachvertrag vom 09.05.1992 durch die Bürgermeister Fila und Scherrer im Namen ihrer Städte bestätigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Ort der Erinnerung befindet sich &#039;&#039;&#039;kein Hinweis&#039;&#039;&#039; auf die symbolische Pflanzung „des Baumes der deutschen Einheit und Partnerschaft zwischen Neuwied und Güstrow“ &#039;&#039;(siehe chronologische Dokumentation 10 Jahre Städtepartnerschaft Güstrow–Neuwied)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Barlach-Stele, Distelberg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Barlach Stele.jpg|Barlach Stele&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zum Andenken an den bekannten Bildhauer Ernst Barlach schuf der Bildhauerkollege Klaus Freytag eine Stele für den Bereich des Wohngebietes Distelberg, die 1996 an der Einmündung der Ahornpromenade in die Niklotstraße aufgestellt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wahrhaftiges, gehauen aus sprödem Sandstein“, titelte die Schweriner Volkszeitung vom 01.02.1996 dieses Ereignis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freytag wurde 1951 in Gräfenthal/Thüringen geboren und erlernte von 1968 bis 1972 in Meißen den Beruf des Porzellanmodelleurs. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fach Plastik. Seit 1977 in Dresden freischaffend tätig, ab 1980 &amp;quot;Mecklenburger“.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Der Zustand des Platzes, an dem dies &amp;quot;Denkmal&amp;quot; steht und das &amp;quot;Denkmal&amp;quot; selbst, haben m. E. in keiner Weise eine Würdigung Barlachs dargestellt. Eine Entfernung des Denkmalens im Bereich der Nordstadt sollte nun entschieden werden, nachdem das von dem Güstrower Bildkünstler Spitzer geschaffene Denkmal aus Bronze an repräsentativer Stelle, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Theaters errichte wurde.&lt;br /&gt;
Anmerkungen von Dieter Kölpien (Frühjahr 2019, ergänzt 2024):&lt;br /&gt;
Als gebürtiger Güstrower möchte ich mich an dieser Stelle auch zu der öffentlichen Diskussion einer Umgestaltung des Marktes unter Einbeziehung einer Barlach-Skulptur äußern. Wir haben in der Barlachstadt Güstrow zwei museale Einrichtungen und das Ernst-Barlach-Theater und seinen &amp;quot;Schwebenden&amp;quot; im Dom, diese Stätten würdigen in hervorragender Weise das Andenken an den Künstler Ernst Barlach. Diese historisch gewachsenen Einrichtungen werden durch die Barlach-Stiftung, den Landkreis und die Kirche mit höchstem Sachverstand durch qualifizierte Mitarbeiter geführt. Aus meiner Sicht verbietet sich eine Nachbildung einer Barlach-Skulptur durch einen Bildkünstler in Güstrow. Barlach kann auf diese Weise nicht geehrt werden und hätte einer Entscheidung in dieser Form widersprochen.&lt;br /&gt;
Diese ablehnende Haltung hat sich bei mir durch eine intensive Beschäftigung mit Barlachs Leben in Güstrow herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung:&lt;br /&gt;
Barlach lebte ab 1910 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Sohn zurückgezogen in Güstrow. Der Künstler kümmerte sich um seine Kunstwerke und mied die Öffentlichkeit. Das Verhältnis zu den Güstrowern war distanziert. Dennoch war er der Stadtverwaltung gegenüber in irgendeiner Weise dankbar und schenkte der Stadt die Kleinplastik “Dorfgeiger“, die Bernhard A. Böhmer am 30.07.1931 an den damaligen Bürgermeister Dr. Heydemann überreichte.&lt;br /&gt;
Heydemann bedankte sich schriftlich für das selbstlose Geschenk. Es fand einen repräsentativen Platz im Rathaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rat der Stadt Güstrow hatte zuvor 1930(!) den Beschluss gefasst, den Birkenweg am Inselsee-Kanal als Ernst-Barlach-Weg zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die beabsichtigte Ehrung bedankte sich Barlach in einem Brief, lehnte sie jedoch dauerhaft ab.&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Bürgermeister Lemm ließ das Barlach-Geschenk „Dorfgeiger“ für wenig Geld verschachern und buchte den Erlös zugunsten der als Ahnenhalle umgestalteten Gertruden-Kapelle.&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege setzte sich die Stadt über Barlachs Willen hinweg. Der Weg wurde zum Barlach-Weg umgewidmet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Rostock bot Barlach die Ehrendoktorwürde an, er bedankte sich und schlug diese aus.&lt;br /&gt;
Ich wage zu behaupten, dass der bescheidene Barlach es auch abgelehnt hätte, Ehrenbürger der Stadt Güstrow zu werden und auch einer Namensgebung Barlachstadt Güstrow nicht zugestimmt hätte. Dieser Künstler war nicht eitel und wünschte sich in aller Bescheidenheit kreativ arbeiten zu können. &lt;br /&gt;
Seine ablehnenden Reaktionen auf zuvor beabsichtigte öffentliche Ehrungen lassen diesen Schluss zu. Barlach wollte in Ruhe und Zurückgezogenheit in Güstrow leben und arbeiten, dass sollte dauerhaft respektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister und die Barlach-Stiftung sollten reges Interesse daran zeigen, mit dem derzeitigen Eigentümer des „Dorfgeigers“ in Verbindung zu treten, um einen Rückkauf zu versuchen. Der „Dorfgeiger“ (ggf. auch eine Abformung) könnte dann wieder an seinem alten Platz im Rathaus aufgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses wäre mit Sicherheit nicht nur eine bedeutende historische Geste gegenüber Barlach, sondern auch eine von Barlach geschätzte Ehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung der Güstrower Stadtvertretung zur Aufstellung, der von dem Bildkünstler Spitzer geschaffenen und der Barlachstadt geschenkten bronzenen Barlach-Statue auf dem Franz-Parr-Platz, in unmittelbarer Nähe des Ernst-Barlach-Theaters, ist nach den Ausführungen des Güstrower Bürgermeisters Arne Schult, anlässlich der Einweihung des Denkmals, auch als eine Form der Wiedergutmachung Güstrows für die erlittene Schmähungen Ernst Barlachs in Güstrow während der Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Partnerschaft Güstrow.jpg|Denkmal für Partnerschaft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stein zur Erinnerung an die Städtepartnerschaft Güstrow Kronshagen, errichtet 23.06.2007 im Rosengarten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 23.06.2007 soll der Gedenkstein im Rosengarten (in der Nähe der Fußgängerampelanlage) an die seit 15 Jahren bestehende lebendige Städtepartnerschaft zwischen Kronshagen (Schleswig-Holstein) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der &#039;&#039;&#039;Partnerschaftsvertrag 1992&#039;&#039;&#039; unterschrieben wurde, steckten sich die Beteiligten das Ziel, dass sich die Menschen in Ost und West näherkommen sollten. Heute bestehen vielfältige Beziehungen zwischen Kirchen und Vereinen beider Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur hinter dem Bürgerhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Skulptur Bürgerhaus.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Skulptur im Park hinter dem Bürgerhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Künstler &#039;&#039;&#039;Peter Lewandowski&#039;&#039;&#039; lebt in der Nähe von Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Travertinskulptur (Mutter mit Kind?) wurde &#039;&#039;&#039;1999&#039;&#039;&#039; im Park des Güstrower Bürgerhauses errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Konfrontation zwischen belebter und unbelebter Natur, wie sie sich im bildhauerischen Akt offenbart, die Metamorphose des Steines in Figur und umgekehrt, ist eines der großen Themen des Bildhauers Lewandowski. Zunehmende Abstraktion steigert die Universalität der Aussage und die Entdeckung des Winkelschleifers als Arbeitsinstrument - wodurch die Arbeit für Künstler und Stein gefährlicher und brisanter wird - führt zu ihrer Radikalisierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(aus: „Die Steine“ von Regina Erbentraut)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3 Figuren vor dem Museum===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:3 Figuren vorm Museum.jpg|3 Figuren vorm Museum&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Figuren vor dem Museum, Güstrow, Franz-Parr-Platz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 3 Figuren aus Sandstein sind &#039;&#039;&#039;1993 als Auftragswerk von Erika Wolf&#039;&#039;&#039; für die&lt;br /&gt;
Güstrower Nordstadt entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Aufstellung erfolgte erst 2000&#039;&#039;&#039; am heutigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens lagen sie umgestürzt auf dem Boden. Weshalb dieses geistlose&lt;br /&gt;
absichtliche Zerstörungswerk?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Stier von Güstrow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stier Sockel.jpg|Stier Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Der Stier von Güstrow, Kreisverkehr Güstrow-Bauhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bronzeskulptur von Michael Mohns, „Stier zu Güstrow“, wurde mit der Einrichtung des Kreisverkehrs in Güstrow-Bauhof im &#039;&#039;&#039;Frühjahr 2000&#039;&#039;&#039; aufgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1955 in Berlin geborene &#039;&#039;&#039;Bildhauer Michael Mohns&#039;&#039;&#039; erhielt seine künstlerische Ausbildung von 1981 bis 1984 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und ist seitdem als Bildhauer tätig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebt in Tarnow bei Bützow und ist zurzeit Vorsitzender des Künstlerverbandes Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur wurde von den an der Entwicklung und Bebauung des Wohngebietes am südwestlichen Teil Güstrows beteiligten Firmen als Auftragswerk (50.000 DM) gestiftet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stifter-Firmen: CKS Wohnungs- und Gewerbebau GmbH, Güstrower Baugesellschaft mbH, Strüwing – Bau- und Immobilien GmbH, Ingenieurbüro KULTA GmbH, Jahnke und Schuller GmbH, Deutsche Bau- und Grundstücks-AG.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stier wurde schon mehrfach von Kunstrowdies mit Farbe beschmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Würfel aus Beton – Verkehrsinsel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Würfel Kreisverkehr.jpg|Würfel Kreisverkehr&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf Stahlstützen ruhender Würfel aus Beton, Verkehrsinsel Südstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von dem Schüler Henry Bernardt -&#039;&#039;&#039;Schülerwettbewerb 2002/2003-&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmal für die Totgeborenen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Todgeboren.PNG||2004 für Totgeborene&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einiger Zeit befindet sich auf dem Friedhof eine Grabstätte, auf der tote Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm bestattet werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Grabanlagen, die als Schmetterlingsgräber bezeichnet werden, sind ein noch recht neuer Teil der Begräbniskultur. Die Sensibilität für dieses Thema ist gerade erst erwacht. Von den Schmetterlingen wurde der Name für diese Grabstellen entlehnt, weil die zarten Falter in vielem an früh gestorbene Kinder erinnern. Schmetterlinge sind Inbegriff für Anmut und Schönheit und vermitteln Lebensfreude. So schön sie sind, so schnell sind sie auch wieder davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu spät haben oft die Eltern nach einer Früh- oder Fehlgeburt daran gedacht: Was passiert mit meinem Kind? Wo ist es? Die Grünfläche mit der Stele in der Mitte können nun die Eltern als Gedenkort nutzen. &#039;&#039;&#039;Im Jahre 2004 wurde die Grabstätte eingerichtet und geweiht.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde von dem Bildhauer &#039;&#039;&#039;Günter Kaden&#039;&#039;&#039; aus Wendischhagen in Mecklenburg geschaffen. Kaden wurde 1941 in Leipzig geboren, erlernte den Beruf des Steinmetzers und arbeitete zunächst bei einem Bildhauermeister. Nach Abitur und Studium an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle/Saale bei den Professoren G. Lichtenfeld und W. Sitte absolvierte er 1972 als Diplom-Bildhauer. Von 1972 bis 1975 war er künstlerischer Leiter der Restaurierungsarbeiten an der gotischen St-Moritz-Kirche in Halle/Saale. Seit 1973 arbeitete Kaden in Projektgruppen für architekturbezogene Kunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1979 lebt er in Wendischhagen und arbeitet freiberuflich als Bildhauer. Der Künstler erläuterte uns seine Skulptur persönlich: “Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schmerzlich. Wenn aber ein Kind, noch bevor es das Licht der Welt erblickt hat, stirbt, ist die Trauer umso größer. Ich versuche mit meinem Kunstwerk den schützenden Raum des ungeborenen Lebens darzustellen. Die Form des hellgrünen Steines könnte die Bewegung von Händen darstellen oder den weiblichen Uterus symbolisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Labyrinth&#039;&#039;&#039; ist seit Jahrtausenden ein christliches Symbol für den Wandel, für Werden und Vergehen. Berühmt ist z. B. das Labyrinth als Fußbodenmosaik in der Kathedrale von Chartres. Die hellen lichten Farben stehen für die Unschuld des Kindes und das Labyrinth für das Werden und Vergehen des Lebens und für die Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit der Seele. Diese Gewissheit könnte Trauernden Trost spenden und neue Hoffnung geben.“ &#039;&#039;(Günter Kaden)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Affengruppe===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Affengruppe, Südstadt III. Bauabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betonplastik „Die Affen“ wurde von dem &#039;&#039;&#039;Künstler H. Stierling&#039;&#039;&#039; geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plastik fand in erster Linie das Interesse der Kinder und diente als Spielgerät. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik gibt es in mehreren Städten - z. B. auch in den Erfurter Parkanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affengruppe.jpg|Affengruppe Spielgerät&lt;br /&gt;
Datei:Guestrow-1986-F-suedstadt-affen.jpg|Affengruppe - ursprünglicher Aufstellort Südstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Synagoge im Krönchenhagen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Erinnerung an die Zerstörung der jüdischen Synagoge im Krönchenhagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem &#039;&#039;&#039;18.08.2006&#039;&#039;&#039; erinnert eine Inschrift im Gehweg der Straße „Krönchenhagen“ an&lt;br /&gt;
den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge in Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung&lt;br /&gt;
der Gemeindemitglieder war am &#039;&#039;&#039;28.08.1829 eingeweiht&#039;&#039;&#039; worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch gibt es diese Versammlungsräume, der Tradition nach, seit der Zerstörung des&lt;br /&gt;
Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des&lt;br /&gt;
jüdischen Volkes 586 - 539 vor Christi. Synagogen dienen nicht nur zum jüdischen&lt;br /&gt;
Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als&lt;br /&gt;
Hebräischschule für schulpflichtige Kinder. &#039;&#039;(Wikipedia)&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 24.04.1938&#039;&#039;&#039; gehörten der jüdischen mecklenburgischen Landesgemeinde &#039;&#039;&#039;44 Güstrower Juden&#039;&#039;&#039; an. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 09. zum 10.11.1938 in Brand&lt;br /&gt;
gesetzt und staatlich gebilligt abgebrannt und zerstört. Die Feuerwehr schützte die&lt;br /&gt;
angrenzenden Gebäude, deren Einwohner vor der Brandstiftung an der Synagoge gewarnt&lt;br /&gt;
und zum Schutz ihrer Häuser aufgefordert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge selbst wurde nicht gelöscht. Gleichzeitig gab es Brandstiftungen an der Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof und an einem jüdischen Geschäftshaus in der Baustraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte früherer jüdischer Synagogen waren auf dem heutigen Klosterhof (1300) und Ecke&lt;br /&gt;
Baustraße/Armesünderstraße (1766) (Nähe ehemaliger Stadtbauhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 10.07.42&#039;&#039;&#039; wurden die letzten Juden aus Güstrow in Vernichtungslager abtransportiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27.01.2003 wird in Deutschland nach einer Erklärung des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
Herzog an die Opfer des Nationalsozialismus mit einem „Tag des Gedenkens“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_wichtige_Einrichtungen#J.C3.BCdischer_Friedhof_in_G.C3.BCstrow siehe auch jüdischer Friedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Synagoge im Krönchenhagen.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ginkgo - Lebenshilfe e. V.===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ginkgo auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V. in der Güstrower Nordstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des &#039;&#039;&#039;50-jährigen Bestehens&#039;&#039;&#039; freundschaftlicher Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchgemeinden der Laudategemeinde Garching bei München und der Pfarrgemeinde Güstrow, Pfarre Gerd-Oemke-Haus, in Güstrow Dettmannsdorf, wurde der Güstrower Gemeinde ein Ginkgo geschenkt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der &#039;&#039;&#039;am 14.10.2006 auf dem Gelände der Lebenshilfe e. V&#039;&#039;&#039;. gemeinsam von Galchinger und Güstrower Gemeindeangehörigen gepflanzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Garching bei München mit den Stadtteilen Dirnismaning, Hochbrück und Forschungsinstitute, liegt im Norden des Landkreises München und gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern. Das Stadtgebiet grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim, im Norden an die Gemeinde Eching(Landkreis Freising) und im Osten an die Gemeinde Ismaning. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Chr. als Zierbaum gepflanzt. Sanftheit, Weichheit, Harmonie, Langlebigkeit, Widerstandfähigkeit, Anpassungsfähigkeit führten zu seiner inzwischen weltweiten Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 1.PNG|Ginko für 50 Jahre&lt;br /&gt;
Datei:Lebenshilfe 2.PNG|Ginko Lebenshilfe e.V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stele für Uwe Johnson===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Stele für den Schriftsteller Uwe Johnson auf dem Domplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 20.07.2007&#039;&#039;&#039; wurde die Stele des &#039;&#039;&#039;Schriftstellers Uwe Johnson&#039;&#039;&#039; (* 20.07.1934 in Cammin, Pommern;&lt;br /&gt;
† vermutlich in der Nacht vom 23. zum 24.02.1984 in Sheerness on Sea, auf der Themse-Insel Sheppey, in Kent, England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johnson besuchte von &#039;&#039;&#039;1948 bis 1952 die Oberschule in Güstrow&#039;&#039;&#039; und legte hier die Abiturprüfung ab. Es folgte ein Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bekanntesten Werke sind “Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953“, „Mutmaßungen über Jakob“ und das 4-bändige Hauptwerk „Jahrestage“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stele wurde anlässlich seines &#039;&#039;&#039;73. Geburtstages&#039;&#039;&#039; von dem Bürgermeister Arne Schuldt und dem Vorsitzenden des Kunst- und Altertumsvereins, Prof. Jan Harff, in Anwesenheit des Schöpfers des Denkmals, Wieland Förster, zahlreicher Güstrower Bürger und Prominenter aus Kultur und Politik, enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Johnson.jpg|Uwe Johson&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Fest.jpg|2007 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Johnson Figur.jpg|2007 Johnson&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neuere Kunstwerke in Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bildhauer-Symposium 2009, neue Kunstwerke in Güstrow sind entstanden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem &#039;&#039;&#039;Motto „Wasser“&#039;&#039;&#039; arbeiteten im Juni 2009 sechs durch eine Jury ausgewählte Künstler auf dem Gertrudenfriedhof an unterschiedlichsten Kunstwerken, die nun in Abstimmung zwischen Künstlern und Stadtvertretern im öffentlichen Raum unserer Stadt als Dauerleihgaben Aufstellungsorte fanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung kam durch das Zusammenwirken von Kunst- und Altertumsverein Güstrow e. V. und Ernst Barlachstiftung unter Einbeziehung des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow e. V. zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 1.jpg|Aquarium - Klaus Großkopf&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 2.jpg|Großes Fließen - Jan Witte Kropius&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 3.jpg|Perlmuschel - Günter Kaden   &lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst 4.jpg|Die Welle - Valeriu Ciumscu&lt;br /&gt;
Datei:2009 Kunst Mühle.PNG|Alte Mühle - Thomas Lehningk&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hageböcker Mauer===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Roland von Armin Rieder an der Stadtmauer in der Nähe der Hagböcker Straße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Existenz dieses Denkmals von &#039;&#039;&#039;Armin Rieder&#039;&#039;&#039; in der engen Straße Hageböcker Mauer, ist mir erst im Jahre 2021 durch einen Beitrag im Güstrower Jahrbuch 2022 bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Roland an der Mauer.jpg|Roland an der Hageböcker Mauer&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkmale für die Opfer der Kriege==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 - 1815 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtet nach einem Entwurf des Schweriner Oberhofbaurates Hermann Willebrand, dem auch die Bauleitung übertragen wurde. Die Reliefs und weiblichen Allegorien wurden von dem aus Güstrow stammenden Carl Georg Ludwig Wiese geschaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundsteinlegung erfolgte am 27.03.1863 und die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals am 12.07.1865&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an den vier Ecken des Sockels dargestellten gusseiserne Figuren (Allegorien) verkörpern &#039;&#039;&#039;Frieden, Krieg, Sieg und Trauer&#039;&#039;&#039;. Die Platten und Figuren sind Kupferreliefs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;“Nach fünfzig Jahren das dankbare Vaterland.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;„Den Kämpfern Mecklenburgs aus den Jahren 1813-1815.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben sind Porträts Friedrich Franz I. u. II. angebracht. Auf der Spitze steht eine Kanone. Das Denkmal ist 15 m hoch und die Säule aus Gusseisen war seinerzeit die zweithöchste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Eine Beteiligung seines aus Neustrelitz stammenden Fachkollegen Albert Wolff (14.11.1814 - 20.07.1892), wurde in Hofrats Willebrands Aufzeichnungen nicht erwähnt, sie wird durch dessen Nachkommen, Prof. Dr. Hermann Willebrand, ausgeschlossen. (Quelle: Mecklenburg - Zeitschrift für Mecklenburg-Vorpommern 48.Jahrg. Nr. 5 und 6 2006 -Aufsatz von Prof. Dr. Hermann Willebrand- „Güstrow-Ausgangspunkt der nationalen Erhebung in Mecklenburg“) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Bis 2006 wurde immer der Bildhauer Albert Wolff (1814-1892) als der Planer des Denkmals genannt. Von ihm stammen das Bronzerelief mit dem Einzug der siegreichen Truppen 1871, am Sockel der Siegessäule in Berlin. In Ludwigslust steht eine von ihm gefertigte Statue des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, für Hannover schuf er das eiserne Reiterstandbild des Königs Ernst August, das 1861 vor dem Bahnhof errichtet wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wegen akuter Einsturzgefahr wurde eine Restaurierung im April 1987 begonnen und am 08.10.1994 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre war das seinerzeit zweitgrößte Eisengussdenkmal Deutschlands nicht an dem Platz zu sehen, an dem es 1865 durch eine Initiative Güstrower Bürger und durch eine Geldsammlung unter Teilnehmern der Befreiungskriege und deren Angehörigen in Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum errichtet und eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange, geduldige, fachgerechte Arbeit konnten die beiden Restauratoren, der Berliner Wolfgang Gummelt und Wolfgang Ziesemer von der Güstrower Denkmalpflege GmbH, erfolgreich mit dem Erhalt dieses bedeutenden Denkmals mecklenburgischer Geschichte vollenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kompliziertheit der Arbeiten wurde Anfang Oktober 1994 von Herrn Christian Menzel in einem Artikel in der SVZ sehr ausführlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 2.PNG|Landesdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:Befreiungskrieg 1.PNG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch-Französischern Krieg 1870-1871===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal 1870-1871, gefallenen Güstrower Bürger, an &#039;&#039;&#039;drei Standorten&#039;&#039;&#039; am Wall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1. Denkmal &lt;br /&gt;
Auf der Wallanlage (auf dem heutigen Schulhof des Gymnasiums) wurde eine &#039;&#039;&#039;Eiche zur Erinnerung&#039;&#039;&#039; an den Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Ein davor gesetzter Gedenkstein trägt die Inschrift „Siegeseiche 1871“. Es ist das zuerst errichtete Güstrower Denkmal zur Erinnerung an den Krieg zwischen Deutschen und Franzosen, in dem 40080 Deutsche und 80000 Franzosen den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2. Denkmal&lt;br /&gt;
Nach einem Entwurf von Oberbaurat Daniel errichtete der Bildhauers Alexander Calandrelli dieses Denkmal mit der „Germania“. &#039;&#039;&#039;Es wurde 02.09.1876 enthüllt.&#039;&#039;&#039; Calandrelli war auch am Relieffries des „Roten Rathauses“ und an den Bronzereliefs der Siegessäule in Berlin beteilig. Die Herstellung der Fliesen erfolgte in der Tonwarenfabrik  Ernst March in Berlin-Charlottenburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal musste 1910 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Güstrower Volksmund wurde das Denkmal „Kachelofen“ genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;3. Denkmal&lt;br /&gt;
Auf dem Wall wurde noch &#039;&#039;&#039;1910 ein neues Denkmal&#039;&#039;&#039; errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das letzte Denkmal stammt von dem Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider. Die Herstellung der Bronzeskulptur „Kniender Krieger“ erfolgte in einer Gießerei in Lauchhammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Am 02.09.1910 enthüllt&#039;&#039;&#039;, stellte das Denkmal einen Ersatz für das zuvor baufällig gewordene Denkmal („Germania“) für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1945 bis 1990&#039;&#039;&#039; blieb das Denkmal auf dem Gelände des sowjetischen Militär-Hospitals für die Blicke der Güstrower und deren Besucher verborgen. Das Denkmal war 45 Jahre hinter einer „Mauer“ versteckt und ist zum Glück &#039;&#039;&#039;unbeschädigt erhalten geblieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein baugleiches Denkmal ist in Saarlouis vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ein verkleinertes Denkmal gleicher Bauart steht in Crivitz (M-V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:1871 Denkmal 4.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld - Opfer des I. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1 Weltkrieg Anlage.jpg|Gräberfeld Güstrow 1. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften wurde auf dem Gräberfeld der Gefallenen und an den Kriegsfolgen Verstorbenen des I. Weltkrieges &#039;&#039;&#039;um 2001&#039;&#039;&#039; errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auf 11 kleinen Kreuzen&#039;&#039;&#039; sind die Namen der hier bestatteten &#039;&#039;&#039;30 Toten des 1. Weltkrieges&#039;&#039;&#039; verewigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auch 20 unbekannte&#039;&#039;&#039; verstorbene Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein großes schlichtes hölzernes Kreuz sind noch erhalten gebliebene Grabsteine im Halbkreis angeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alljährlich findet an diesem Mahnmal eine gemeinsame Ehrung durch Landkreis, Stadt, Soldaten des Standortes und Angehörige für die Opfer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schwebender====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebendr in Kirche.PNG|Schwebender im Dom&lt;br /&gt;
Datei:Dom Schwebende.PNG|Figur Schwebender&lt;br /&gt;
Datei:Dom Grundriss.PNG|Dom Grundriss&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrower Ehrenmal für im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schwebender&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Daten und Fakten&#039;&#039;&#039; zum „Güstrower Ehrenmal“ für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde- recherchiert, zusammengestellt und gespendet als Dokumentation für die Domgemeinde Güstrow, aus Anlass der postumen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ernst Barlach durch die Barlachstadt Güstrow am 1. Oktober 2010 von Dieter Kölpien, Gernot Moeller, Raimund Schmidt und Gerhard Schmidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literaturangaben&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1926&#039;&#039;&#039; Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahrfeier des Domes (1926) planten die Dompastoren ein Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges zu errichten, von der Verwirklichung dieser Idee riet Barlach ab. - &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im Frühjahr 1927&#039;&#039;&#039; war ein Bronzeguss, der in der Berliner Gießerei Hermann Noack entstand, fertig.&lt;br /&gt;
Der „Schwebende&amp;quot; ist eines der bekanntesten Werke des Güstrower Bildhauers Ernst Barlach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde am &#039;&#039;&#039;29.05.1927 geweiht&#039;&#039;&#039; und erhielt einen von Ernst Barlach gewählten Ehrenplatz im Dom. Barlach schenkte dieses Werk der Güstrower Domgemeinde, er nahm für seine künstlerische Arbeit kein Honorar. Der Guss kostete 5500 RM und wurde durch den Verkauf einzelner Kunstgegenstände aus dem Dombesitz und durch 10 größere Spenden aus der Güstrower Bevölkerung beglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Jahre hing der Schwebende im Güstrower Dom. Am &#039;&#039;&#039;23.08.1937&#039;&#039;&#039; wurde der Engel als &#039;&#039;&#039;„entartete Kunst“&#039;&#039;&#039; und als eines der letzten öffentlich aufgestellten Ehrenmale Barlachs aus dem Dom zu Güstrow entfernt. Den Auftrag dazu hatte der Oberkirchenrat Schwerin, gegen den Willen der Güstrower Kirchenleitung und der Bevölkerung, erteilt. Der Engel wurde durch die Güstrower Fa. Pierstorf abgehängt und unbeschädigt, sorgfältig in einer Kiste verpackt. Der Bronzeguss wurde nach Schwerin in das Stephanusstift gebracht und landete schließlich in der Garage des Landesbischofs, der bestrebt war, das Werk Barlachs vor der Zerstörung zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bis März 1941&#039;&#039;&#039; wurde die Bronzeplastik in der Garage des Landesbischofs Schultz aufbewahrt und dann, auf Veranlassung der NSDAP-Kreisleitung entwendet und der Fa. Sommerkamp in Schwerin zur Verschrottung übergeben. Eine kurze Quittung der Fa. Sommerkamp bestätigte, …eine Bronzefigur im Gewicht von 250 kg zum Zwecke der Einschmelzung erhalten zu haben. Heil Hitler!“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreisleiter der NSDAP in Schwerin dankte dem Landesbischof und Parteigenossen in einem persönlichen Schreiben für die nachträgliche Metallspende des deutschen Volkes und stellte eine Spendenbescheinigung aus, womit der Diebstahl legalisiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Zeit lebte der Schöpfer des Denkmals nicht mehr, er war am 24.10.1938 in Rostock verstorben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Februar 1939&#039;&#039;&#039; hatten in Berlin mutige Barlachfreunde im Geheimen einen Zweitguss unter Verwendung des erhalten gebliebenen Werkmodells (Gipsmodell), das 1944 durch Kriegseinwirkungen zerstört wurde, bei der Fa. Noack herstellen lassen und diesen bei einem Kunstfreund, dem Maler und Bauern Hugo Körtzinger auf dessen Hof in Schnega in der Lüneburger Heide verborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Plastik erhielt zum Schutz den Decknamen „Frau Kollstrow II“. &#039;&#039;&#039;1944&#039;&#039;&#039; wurde der aus dem Güstrower Dom entfernte Erstguss zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg sprach sich in der Kunstszene herum, dass bei Körtzinger der zweite Guss existierte. Der Kölner Museumsdirektor Leopold Reidemeister wollte ihn schon 1948 gerne für eine Ausstellung nach Köln holen. Körtzinger aber reagierte nicht auf die Anfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erst 1951&#039;&#039;&#039; wurde der Engel den Kölnern zum Kauf für rund 10000 Mark angeboten. Das Geld sollte auch reichen für einen Drittguss für Güstrow. Reichmeister sorgte dann dafür, dass der Zweitguss des Engels in die Antoniterkirche (Schildengasse) nach Köln kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1952&#039;&#039;&#039; erfolgte ein Drittguss nach Abformung von dem einst in Berlin geheim angefertigten und lange verborgen gehaltenen Kölner Zweitgusses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/%C3%9Cber_den_Schwebenden,_Chronologie_seiner_Geschichte._(Wer%3F,_Was%3F,_Wann%3F,_Wo%3F) Geschichte des Schwebenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal im ehemaligen Kriegsgefangenenlager====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Großer Bockhorst bei Güstrow von 1914 – 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einweihung eines Denkmals für die hier im Lager verstorbenen Kameraden erfolgte zum &#039;&#039;&#039;20.04.1918&#039;&#039;&#039; durch Kriegsgefangene des Gefangenenlagers in Anwesenheit deutscher Militärs und ausländischen Abordnungen aus den Ländern der Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material für die Anfertigung des Denkmals (Bremer Kalkstein) wurde von den Kriegsgefangenen selbst ausgewählt und von ihnen bezahlt.&lt;br /&gt;
In dem Lager in der Nähe Güstrows, lebten ab 1914 zeitweilig 25 000 Kriegsgefangene.&lt;br /&gt;
Güstrow hatte zu dieser Zeit 19 000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung des Kriegsgefangenenlagers erfolgte &#039;&#039;&#039;1921&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Es wurde danach noch einige Jahre für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten Elsass und Oberschlesien genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre wurden die Baracken, soweit noch nutzbar, nach und nach verkauft. Die weitaus meisten sollen als Brennholz weiter verwertet worden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber des Lagerfriedhofes blieben wohl in jenen Jahren weitgehend ungepflegt, so dass sich dichterer Bewuchs ausbreiten konnte. Lediglich das Areal um das Denkmal wurde besser gepflegt. Irgendwann nach 1940 wurde auch die Inschrift auf dem Obelisken durch eine weiße Fassung hervorgehoben und zugleich um das Jahr des Kriegsendes 1918 ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde wohl auch das gesamte Denkmal instandgesetzt. Mindestens bis 1945 soll es weitgehend unverändert geblieben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach nunmehr 100 Jahren (2018) sind noch Reste des Denkmals am alten Standort („Franzosenfriedhof“) erhalten, obwohl dieses Gebiet nahezu 50 Jahre als Übungsgelände und Schießplatz der Sowjetarmee diente.&lt;br /&gt;
Seit 2021 bemüht sich der Kultur- und Altertumsverein um die Erhaltung der Reste des Denkmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühere und aktuelle Ansichten von dem Denkmal des Gefangenenlagers Großer Bockhorst für Gefangene des I. Weltkrieges  (1918-1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Gefangene 1. Weltkrieg 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:;Geschichte - Kriegsgefangenen-Stammlager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Großer Bockhorst bei Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Flurstück Großer Bockhorst bei Güstrow hat eine wechselvolle Geschichte. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich auf die unterschiedliche Nutzung des Flurstückes östlich der Stadt aufmerksam machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu leite ich die Besucher dieser Seite mit zahlreichen Links auf die sorgfältig und detailliert gestaltete Güstrower WEB-Seiten von Wilhelm Mastaler (http://www.wilhelm-mastaler.de) und Thomas Pilz (http://www.guestrow-history.de) um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1914 - 1918&#039;&#039;&#039; existierte hier ein riesiges Kriegsgefangenenlager (Stammlager in dem 25000 Gefangene gleichzeitig untergebracht werden konnten. Die Gesamtzahl der in Güstrow internierten Gefangenen betrug 67000. (Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 8 Millionen Menschen gefangen genommen. Davon 2,5 Millionen in Deutschland.)&lt;br /&gt;
Nach dem I. Weltkrieg (etwa ab 1920) wurden in dem Barackenlager Flüchtlinge/Umsiedler aus dem Elsass und aus Schlesien untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von 1930 -1945&#039;&#039;&#039; wurde das Gelände als Flugplatz genutzt. Nach dem Ende des II. Weltkrieges war es Übungsgelände der Sowjetarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ab 1949&#039;&#039;&#039; teilweise Segelflugplatz der Gesellschaft für Sport und Technik, Agrarfliegerstandort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Seit 1989&#039;&#039;&#039; - Segelflugplatz und Schießplatz von Vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gefallene des Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Denkmal für die im I. Weltkrieg 1914 –1918 gefallenen 451 Soldaten des seinerzeit in Güstrow stationierten Holsteinischen Feldartillerieregiments Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Herstellung durch den Rostocker Bildhauer &#039;&#039;&#039;Paul Wallat&#039;&#039;&#039; (geb. 01.06.1879 in Rostock, gest. 24.11.1966 in Sonderburg, Dänemark), am &#039;&#039;&#039;11.05.1923&#039;&#039;&#039; auf dem Rostocker Platz enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1942&#039;&#039;&#039; bei der Anlage eines Feuerlöschteiches entfernt. Die Reliefplatte soll im Stadtmuseum Güstrow eingelagert worden sein, wurde dort jedoch nach 1945 nicht wieder aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Wallat ist auch Schöpfer des Rostocker John-Brinckman-Brunnens, der am 26.07.1914 ursprünglich auf dem Rostocker Schröderplatz errichtet wurde und 1935 seinen Standort am Vögenteichplatz erhielt. Ab 1974 steht der Brunnen in Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf  (Benennung des Stadtteil erfolgte 1923) am &amp;quot;Weißen Kreuz&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
Der Rostocker Brinckman-Brunnen wurde durch eine Sammlung Rostocker Bürger 2008 restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 a.jpg|Heldendenkstein&lt;br /&gt;
Datei:Holstein 24 b.jpg|Modell&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Denkmal Pfarrkirche 1 Weltkrieg.jpg|Denkmal in der Pfarrkirche Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkmal der gefallenen Mitglieder der Pfarrgemeinde Güstrow - 1914/1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchenrat der Pfarrkirche plante, angeregt durch die erfolgte Errichtung des Denkmals für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder der Domkirche (1927 „Schwebender“ von Ernst Barlach), ebenfalls für die Gefallenen der Pfarrgemeinde ein Denkmal in der Pfarrkirche zu errichten. Über die Form des Denkmals wurde umfassend beraten. Der Kirchenrat stimmte schließlich auch darüber ab, ob man den Vorschlag des &#039;&#039;&#039;Zeichenlehrers und Kirchenratsmitgliedes Zierow&#039;&#039;&#039; folgen sollte, den in Güstrow lebenden Bildhauer Ernst Barlach zur Mitwirkung zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich bei einer Abstimmung der Kirchenrat mit 9:5 Stimmen dafür aussprach, wurde Barlach nicht beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Bildhauer Kurt Kluge (* 29.04.1886 + 26.07.1940) schuf 1931&#039;&#039;&#039; das Gefallenendenkmal als Bronzerelief mit der Bezeichnung „Krieger“. Es ist links des Altars angebracht. Die Gestalt des Kriegers soll das erlebte Leid und die Sehnsucht nach der Auferstehung zeigen. Kluge besuchte die Kunstschule in seiner Geburtsstadt Dresden, wurde 1916 als Soldat des I. Weltkrieges schwer verletzt. In Leipzig gründete er später eine Eisengießerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine umfassende künstlerische Begabung schuf er Aquarelle, Holzschnitte Lithographien und Radierungen, außerdem betätigte er sich erfolgreich als Schriftsteller und Dichter. Als bildender Künstler erhielt er 1921 eine Professur für den Lehrstuhl Erzplastik in Berlin. Er hat sich in seiner künstlerischen Arbeit nicht gegen eine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entschieden. Bei einem durch das Propagandaministerium organisierten Frontbesuch im Jahre 1940 erlitt er einen Herzschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Kapp-Putsches 1920====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 2.PNG|Tafel Original&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 1.PNG|Tafel Rathaus heute&lt;br /&gt;
Datei:Kapp Putsch 3.PNG|Stein Friedhof&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenktafel für die Güstrower Opfer des &#039;&#039;&#039;Kapp-Putsches vom 17.03.1920&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Güstrower Rathaus und Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfertigung R. Lange 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel, die anlässlich des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Kapp-Putsches am 18.03.&#039;&#039;&#039;1970 eingeweiht&#039;&#039;&#039; wurde, erinnert an das brutale Vorgehen des in Güstrow stationierten Militärs gegen die auf dem Markt demonstrierenden Güstrower Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe auf der Erinnerungstafel ist inzwischen verblasst, die Namen der Opfer sind kaum noch lesbar. Leider ist hier bei der sorgfältigen Restaurierung des Rathauses nach der Wende nicht gedacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal bedarf dringend einer Renovierung.&lt;br /&gt;
Die zum Denkmal gehörende Aufhängemöglichkeit für einen Kranz ist hingegen sorgfältig entfernt worden. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::&#039;&#039;&#039;„Ruhm und Ehre diesen Kämpfern gegen die Reaktion“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewahrung des Andenkens an die Opfer des Kapp-Putsches sollte die Inschrift bald wieder lesbar hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Güstrower Militär getöteten neun Demonstranten und Gegner des Kapp-Putsches wurden in einem &#039;&#039;&#039;Gemeinschaftsgrab auf dem Güstrower Friedhof&#039;&#039;&#039; beigesetzt. Auf der Grabstätte erinnert ein schlichter Gedenkstein an die ermordeten Güstrower Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granitblock wurde 1920 im Anschluss an eine Demonstration der Güstrower Arbeiter gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::::Ihr seid gefallen für Freiheit und Recht&lt;br /&gt;
::::::am 17. März 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal Güstrow.jpg|1945 Ehrenmal Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1945 Ehrenmal 1.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal, Friedhof und Gedenkstätte für nach 1945 in Güstrow verstorbene sowjetische Soldaten und zivile Bürger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1946&#039;&#039;&#039; wurde an der Plauer Chaussee in Güstrow ein als sowjetisches Ehrenmal als Friedhof und Gedenkstätte für hier nach 1945 verstorbene sowjetische Soldaten und Zivilisten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor in der Innenstadt am Wall Bestattete wurden hierher umgebettet. Die nach einem Entwurf des Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Hans Schreiber&#039;&#039;&#039; errichtete Anlage wurde 1962/1963, wie aus der Bauakte zum sowjetischen Ehrenmal des Güstrower Stadtarchivs hervorgeht, von dem Güstrower &#039;&#039;&#039;Architekten Martin Eggert&#039;&#039;&#039; um- und neu gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das äußere Ansehen der Gedenk- und Begräbnisstätte wurde auch danach mehrfach umgestaltet. Die Anlage wurde zu DDR-Zeiten von Schülern und Lehrlingen der angrenzenden Gehörlosenschule gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obelisk vor der Ehrenhalle trägt die &#039;&#039;&#039;Inschrift „Großer Vaterländischer Krieg 1941 – 1945“&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Auf dem &#039;&#039;&#039;Friedhof&#039;&#039;&#039; haben 545 sowjetische Soldaten und Offiziere ihre Ruhestätte gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1990 fanden an diesem Denkmal alljährlich, jeweils am 08.05. (Tag der Befreiung) und am 07.11. (Tag der Oktoberrevolution) große organisierte Kranzniederlegungen statt. Auch Soldaten der Bundeswehr und Jugendliche der Kriegsgräberfürsorge haben hier in der Vergangenheit schon Gräberpflege durchgeführt. Heute ist die Barlach- und Kreisstadt Güstrow, als Träger des Friedhofes, mit dessen Unterhaltung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Friedhof sind 181 Soldaten und 155 Zivilisten beerdigt. Anlässlich der 75. Wiederkehr des Tages der Befreiung am 08.05.2020 wurde am 09.05.2020 eine Gedenkveranstaltung durchgeführt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) organisiert. Dieser Tag wurde in der ehemaligen Sowjetunion und wird im heutigen Russland als Tag des Sieges begangen. An der Veranstaltung nahmen ca. 70 Personen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Güstrow wurden die Kriegshandlungen mit der kampflosen Einnahme Güstrows durch die Rote Armee am 02.05.1945 beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsvolle, mutige zivile Personen hatten dieses durch die Herstellung von persönlichen Kontakten zu Truppenführern der Roten Armee ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur detaillierten Analyse der Umstände der kampflosen Einnahme Güstrows durch die sowjetische Rote Armee und der großen Anzahl von ca. 500 Selbsttötungen erteilte die Stadtvertretung um 2017 einen Forschungsauftrag an Historiker der Universität Rostock. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Forschungen durch die Universität sind abgeschlossen und sollen dem Bürgermeister überreicht werden und den Güstrowern im Sommer 2020 zur Kenntnis gelangen. Ein Forschungsbericht der der Stadt ca. 60 000 € kostete, ist von vielen als wertlose Ausgabe bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Grabdenkmal Ehepaar Böhmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Grabmahl.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Böhmer Schlafendes Paar v Barlach.jpg|Bronze von Barlach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Grabdenkmal des Ehepaares Böhmer auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthändler Bernhard A. Böhmer und seine zweite Frau Hella Böhmer waren Freunde Ernst Barlachs. Sie haben sich in einer für sie ausweglos erscheinenden Situation am 03.05.1945 in Güstrow das Leben genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte ziert das kleine &#039;&#039;&#039;Barlach-Relief „Schlafendes Paar“&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabplatte aus Sandstein zeigt 2006 einen Riss von der oberen rechten Seite bis in die Mitte des Denkmals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Opfer Friedhof.jpg|Denkmal II. Weltkrieg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld mit Denkmal für die Opfer des II. Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Stadt Güstrow nicht durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zerstört wurde gab es in&lt;br /&gt;
Güstrow zahlreiche militärische und zivile Kriegsopfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen und den nicht heimgekehrten Toten des II. Weltkrieges wird mit diesem Denkmal gedacht.&lt;br /&gt;
Das Gräberfeld wurde nach &#039;&#039;&#039;1990&#039;&#039;&#039; mit dem Denkmal würdig gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 1.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 2.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 3.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 4.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 5.PNG&lt;br /&gt;
Datei:1945 Tode 6.PNG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gräberfeld für zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer schlichten Tafel auf der an der Nordseite des Friedhofs gelegenen Grabanlage können wir lesen:&lt;br /&gt;
Diese Steine erinnern an ein &#039;&#039;&#039;Massengrab, in dem 493 Menschen&#039;&#039;&#039; aus und in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, im Mai 1945, haben sich diese Güstrower Bürger unter dem Druck der nahenden Ostfront und dem grausigen Ende des Dritten Reiches in Panik und Verzweiflung selbst getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen &#039;&#039;&#039;Opfern sind 263 durch Namen, Geburtstag und Sterbedatum bekannt&#039;&#039;&#039;, die weiteren &#039;&#039;&#039;230 wurden durch Zeitzeugen identifiziert&#039;&#039;&#039;. Neun Soldaten sind auf dem Glasewitzer Feld beerdigt, zehn weitere Soldaten wurden tot am Bahnhof aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Das Schicksal dieser Toten mahnt die Lebenden vor den Schrecken des Krieges, der Angst der Seelen und dem sinnlosen Verlust des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:;„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;(George Santayana, 1863-1952, Philosoph)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. Lutherischer Kirchenkreis Güstrow. Friedhofsverwaltung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Es folgt nachstehender Text:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Jahre 2008&#039;&#039;&#039; gab uns eine Güstrower Bürgerin Hinweise auf ein vergessenes und verdrängtes Massengrab. Mit der Errichtung dieser Kriegsgräberstätte soll das besondere Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen bewahrt und ein nachhaltiger Beitrag zur dauerhaften Erinnerung an die Opfer der Kriege geleistet werden. Diese Stätte soll dazu dienen, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt für die nachkommenden Generationen zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 kamen aus dem Osten Deutschlands Flüchtlingstrecks durch Güstrow. Die Ostfront rückte immer näher. Die Flüchtlinge hatten in Hast und Panik ihren Besitz und ihre Heimat verlassen und wollten nun zu Angehörigen in Richtung Westen. Sie berichteten von schlimmen Erlebnissen wie Erschießungen, Tieffliegerangriffen, Vergewaltigungen und Verschleppung von Kindern. Die faschistische Diktatur war am Ende und viele wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Dennoch wurden Jugendliche mit Durchhalteparolen zum Volkssturm einberufen, um die Diktatur weiter aufrecht zu erhalten. Die Geschichte einzelner Schicksale macht besonders betroffen: Der Friedhofsverwalter fand in der Hosentasche eines Erschlagenen, der bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, ein Taschentuch mit Initialen. So konnte er am Abend der Familie mitteilen, dass der Ehemann nicht mehr nach Hause kommen kann. In einer Apotheke konnten die Güstrower Arsen oder Zyankali bekommen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Familien versammelten sich, nahmen Gift ein und starben gemeinsam. Andere entschieden sich, nach Vergewaltigungen aus dem Leben zu scheiden. Ein Familienvater erschoss seine Eltern, die Ehefrau und die Kinder. Da er nur eine Jagdflinte besaß, bat er den Nachbarn, ihn zu erschießen. Zwei Tage später erschoss dieser Nachbar seine Familie und sich. Einige banden sich Steine um und gingen in den Sumpfsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem 13-jährigen Sohn einer Familie hielten die Steine nicht und er konnte schwimmen. So wartete dieser 13-jährige bis alle seine Familienmitglieder untergegangen waren und meldete den Tod bei Pastor Siegert. Zusammen holten sie die Toten mit einem Karren vom See und brachten sie zum Friedhof. Jede Familie hat ein besonderes Schicksal und hinter jedem Familienmitglied verbergen sich furchtbare Erinnerungen. Jeder Tote hat in diesem Massengrab nur 35 cm Platz. Welche Angst, Zukunftslosigkeit, Sinnlosigkeit, Rechtlosigkeit waren der Hintergrund für dieses Handeln? Eine Antwort ist nicht zu finden. Der 8. Mai 1945 war das Ende des 2.Weltkrieges und das Ende einer menschenverachtenden, mörderischen Diktatur. Am Ende eines Krieges gibt es keine Sieger, doch dieser Tag ist für viele zum Tag der Befreiung geworden. In der sowjetischen Besatzungszone folgte nun eine kommunistische Diktatur. Die Menschenverachtung ging weiter, indem das Schicksal Güstrower Bürger, die in diesem Massengrab ihre letzte Ruhestätte fanden, nicht beachtet, verdrängt und verschwiegen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir denken an diese Menschen und erinnern an sie, damit diese seelische Not, Angst und Ausweglosigkeit nicht wieder geschehen können. Die geschilderten Ereignisse trugen sich 1945 zu. &lt;br /&gt;
;Heute, im Jahre 2010 und 65 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, gibt es in Deutschland keinen Krieg! Dafür dürfen wir dankbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Achim Dugge&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ev. - Luth. Landeskirche Mecklenburgs - Kirchenkreis Güstrow - Güstrow 2010&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Anmerkungen von Dieter Kölpien zur Anzahl der Selbsttötungen im Jahre 1945 in Güstrow  (Stand 22.10.2018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl von 493 Toten (Angabe auf Gedenktafel an der Grabstätte zur Erinnerung an Selbsttötungen auf dem Güstrower Friedhof) ist nach meinem gegenwärtigen Kenntnissen nicht vollständig dokumentiert. Ich habe diesen Sachverhalt bei meinen früheren Recherchen zur Stadtgeschichte hinsichtlich des Quellenmaterials nicht infrage gestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin seinerzeit davon ausgegangen, dass hierzu eine exakte Dokumentation bei der Friedhofsverwaltung, in Trägerschaft der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs -Kirchenkreis Güstrow- vorliegt. Diese Annahme war m. E. gerechtfertigt, weil der Text von 2010 auf der Erläuterungstafel an der Gedenkstätte sowohl von Herrn Dugge als auch von der damals zuständigen Kirchenleitung unterzeichnet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es beschämt mich heute auf irgendeine Weise, dass ich damals diesbezüglich exakte Angaben schuldig blieb. Ich habe mich daher nun bemüht, meinen persönlichen Wissenstand zu ergänzen und dazu das an der Grabanlage öffentlich verwendete Zahlenmaterial zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
Der neue Beschluss der Stadtvertretung zur wissenschaftlichen Untersuchung der kampflosen Einnahme der Stadt Güstrow am 02.05.1945 durch die Rote Armee ist die Grundlage für meine diesbezüglichen Aktivitäten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;Mein Kenntnisstand ist inzwischen folgender:&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Selbsttötungen wurde nach Recherchen von Herrn Dugge bis zum Volkstrauertag 2010, dem Zeitpunkt der Errichtung der Gedenksteine auf dem Gräberfeld, ermittelt. Da Herr Dugge 2017 verstarb, konnte er zur Existenz seiner Aufzeichnungen durch mich nicht mehr befragt werden. Das Material seiner Recherchen war zunächst nicht auffindbar. Von dem Vorgang der Übergabe eines PC durch Herrn Dugge an die Pfarrkirche erfuhr ich bei Nachforschungen vom Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner Anfang Mai 2018. Dass sich auf dem PC möglicherweise Rechercheergebnisse befinden könnten, erschien mir sehr wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
Der damalige Küster der Pfarrgemeinde, Herr Domenic Scholz, hat mir die  Übernahme eines PC von Herrn Dugge auf Nachfrage bestätigt und mich auf meine Bitte hin eingeladen, Anfang Juni 2018 den Inhalt des Dugge-PC gemeinsam mit ihm in Augenschein zu nehmen. Ich hoffte dadurch, schlüssige Erkenntnisse zu den Studien des Herrn Dugge zu erhalten, die die Anzahl der von ihn benannten 493 Selbsttötungen im Mai 1945 belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist mir der diesbezügliche Inhalt des Dugge-PC’s bekannt.&lt;br /&gt;
Er enthält u. a. von Herrn Dugge erstellte Namenslisten aus den Sterberegistern der beiden evangelischen Kirchgemeinden Güstrows, die im Wesentlichen die Selbsttötungen in der von ihn benannten Höhe enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Text-Auszug eines ursprünglichen umfassenderen Textes seiner Nachforschungen ist auf der Gedenktafel auf dem Güstrower Friedhof nachzulesen. Zu diesem Sachverhalt ist einem Brief des Herrn Dugge an einen Glaubensbruder ein Hinweis zu entnehmen. Der Brief befand sich ebenfalls auf dem Dugge-PC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 243 Personen sind detaillierte Angaben durch Dugge ermittelt worden.&lt;br /&gt;
Die Namen sind auf Grabsteinen, die ihnen zum Gedenken, nach der Wende am Volkstrauertag 2010 errichtet wurden, in alphabetischer Folge eingeschrieben worden. Sie sind durch eine geringe Anzahl von Namen ergänzt worden, die nicht in den Sterbelisten erfasst waren aber Herrn Dugge bekannt wurden. &lt;br /&gt;
Ich kann die Angaben von Herr Dugge, bezüglich der Anzahl namentlich erfassten Selbsttötungen Güstrower Einwohner bestätigen und möchte feststellen, dass er sehr gewissenhaft im Rahmen seiner Tätigkeit als kirchlich gebundenes Mitglied des Friedhofsausschusses gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bestätigung der Gesamtzahl von 493 Selbsttötungen ist auf Grundlage der von Herrn Dugge verwendeten, mir bekannt gewordenen, Unterlagen jedoch nicht möglich. Er nutzte im Wesentlichen die von mir benannten kirchlichen Quellen für seine Angaben.&lt;br /&gt;
Nachweise über Beerdigungen auf dem Güstrower Friedhof in den Jahren 1943 bis 1945 sind bei der Friedhofsverwaltung nicht vorhanden, wie der Friedhofsverwalter Herrn Holger Büttner am 03.05.2018 bestätigte. Eine Erklärung hierfür gibt es derzeit nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, der in Güstrow durch das Standesamt im Jahre 1945 erfassten Todesfälle beträgt 3355 Personen und lag erheblich über den durchschnittlichen Todesfällen für Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angaben beruhen auf Unterlagen des Standesamtes Güstrow, die ich am 04.05.2018 durch das Stadtarchiv Güstrow fernmündlich erfragte. Diese amtliche Quelle ist von Herrn Dugge nach meinem Recherchen nicht genutzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die standesamtlichen Aufzeichnungen sind nach meinen Kenntnissen gegenwärtig Gegenstand von&lt;br /&gt;
Untersuchungen durch den Historiker Dr. Sens (Uni. Rostock). Seine hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Opfer Faschismus.jpg|Opfer Faschismus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrenmal für die Opfer des Widerstandes gegen den Faschismus auf dem Friedhof Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf: Martin Eggert, Ausführung: R. Lange 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das am 12.09.1960&#039;&#039;&#039;, am Tag der Opfer des Faschismus, eingeweihte Ehrenmal ist Güstrower antifaschistischen Widerstandskämpfern gewidmet. Zu den Namen die im Bogen eingeschlagen sind, gehören u. a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hanna Beutin, Heinrich Beutin, Fritz Jennewein, Hans Warscycek, Willi Fitzer, Hans Kleist, Walter Griesbach, Paul Urbas, Emma Warnke, Paul Malachinski, Franz Goppelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Architekt Eggert lebte seit 1915 in Güstrow und wurde später Senator und Stadtbaudirektor der Stadt. Auf Grund seiner nazifeindlichen Einstellung wurde er 1938 als Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ entlassen und 1942 zu 18 Monaten Gefängnis durch das Landgericht Rostock verurteilt. &lt;br /&gt;
Das Denkmal war stark verwittert und musste durch einen Bauzaun gesichert werden. Nach Untersuchungen des Architekturbüros Neuendorf Architekten im Jahre 2003 wurden umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Denkmal erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung und Bauleitung lag in der Verantwortung des o.g. Architekturbüros während die Baumaßnahmen von Unternehmen der Region Güstrow ausgeführt wurden. &lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der Arbeiten wurde das Ehrenmal anlässlich des 61. Jahrestages der Beendigung des II. Weltkrieges wieder seiner Bestimmung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Denkmal für Liselotte Herrmann====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liselotte Herrmann.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für Liselotte Herrmann vor der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, heute FHföVRP in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigstellung &#039;&#039;&#039;1972&#039;&#039;&#039; nach einem Entwurf von Horst Bastian, Hochschullehrer in Güstrow, späterer Leiter der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow. Herstellung: Platte vom Plattenwerk, Maurerarbeiten: Fa. Feine - Rainer Benox -, Metallarbeiten: Sektion Polytechnik der PH sowie Haushandwerker - Helmut Krüger und Gustav Walther -. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Enthüllung des Denkmals erfolgte am 02.09.1972&#039;&#039;&#039; anlässlich der Investitur und Namensgebung der Pädagogischen Hochschule „Liselotte Herrmann“ Güstrow in Anwesenheit der Ministerin für Volksbildung Margot Honecker und des Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen Prof. Dr. Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Herrmann trat 1928 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Weil sie im November 1931 in die Kommunistische Partei Deutschlands eingetreten war, wird sie im Juli 1933 von der Berliner Universität verwiesen. Wegen aktiver politischer Tätigkeit verurteilt der „Volksgerichtshof” Liselotte Herrmann 1937 wegen „Landesverrats und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Die Hinrichtung erfolgte 1938 in Plötzensee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal wurde ursprünglich vor der Pädagogischen Hochschule errichtet und ist weiterhin an diesem Standort vorhanden. Dieses Denkmal, wie auch der gesamte Backsteinbau-Komplex der 1928 fertiggestellten Lehrerbildungsanstalt (LBA), sowie die in den 1950er Jahren und später erfolgten Erweiterungsbauten des Institutes für Lehrerbildung (IfL) bzw. der Pädagogischen Hochschule (PH), stehen seit 1982 unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verschleppte des Faschismus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Verschleppte Faschismus.jpg|Verschleppte 1939 - 1945&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Denkmal für die vom Faschismus Verschleppten auf dem Güstrower Friedhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehrenmal ist eine Stele zum ehrenden Gedenken an die vom Faschismus in der Zeit von &#039;&#039;&#039;1939 bis 1945 Verschleppten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faschisten verschleppten tausende Menschen aus den von ihnen okkupierten und besetzten Gebieten nach Deutschland. Hier mussten sie vor allem in der Rüstungsindustrie, unter harten unmenschlichen Bedingungen, oft bis zum Tode arbeiten. &lt;br /&gt;
Am 01.04.1945 waren 3415 verschleppte Ausländer in Güstrow registriert. Allen diesen Menschen ist dieses Denkmal gewidmet. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;EHRENDES GEDENKEN DEN HIER RUHENDEN VOM FASCHISMUS VERSCHLEPPTEN 1939 -1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Opfer stalinistischer Willkür===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;240px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stalinistische Willkür.PNG|Stein Stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gedenkstein für die Opfer stalinistischer Willkür&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kastanie vor dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis am Schlossberg erinnert seit 1996 ein schlichter Findling an die Opfer stalinistischer Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Weg zum ehemaligen Güstrower Gefängnis begann für viele Bürger &#039;&#039;&#039;zwischen 1945 und 1989&#039;&#039;&#039; eine leidvolle Zeit.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1946 waren im Güstrower Gefängnis 83 Personen&#039;&#039;&#039; aus dem damaligen Mecklenburg wegen angeblicher antisowjetischer Untergrundaktivitäten zu regelmäßig zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen waren dies Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Fünf wurden zum Tode verurteilt und in Güstrow erschossen (SVZ vom 30./31.1 0. 2018). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verurteilten wurden 1993 von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert. &lt;br /&gt;
:Die Schüler &#039;&#039;&#039;Klaus Frehse&#039;&#039;&#039; (1927-1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl-Heinz Köhn&#039;&#039;&#039; (1928 – unbekannt in Aue verschollen), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Manfred Kofahl&#039;&#039;&#039; (1928 – 1952), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Ohland Ohde&#039;&#039;&#039; (1927-1949), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Fritz Reppin&#039;&#039;&#039; (1928-1948), &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Günter Biel&#039;&#039;&#039; (1929 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Güstrow und wurden in der Nacht vom 20. zum 21.05.46 im Spritzenhaus in der Baustraße von einem sowjetischen Militärkommando verhaftet. Zuvor waren bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Karl Garbe&#039;&#039;&#039; (1924 – 1948) und &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Werner Waßmann&#039;&#039;&#039; (1928 – 1950) verhaftet worden. &lt;br /&gt;
:Alle genannten wurden gemeinsam mit &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Willy Mense&#039;&#039;&#039; (1925 – 1948) am 11.09.46 von einem Sowjetischen Militärtribunal im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken wegen „illegaler Gruppenbildung“ zu langen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Joachim Rebs&#039;&#039;&#039; überlebte als einziger, er wurde am 31.03.1995 vom Obersten Militärstaatsanwalt in Moskau rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Das Landgericht Güstrow verurteilt im Namen des Volkes am 13.12.1951 den Schüler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Winfried Werwath&#039;&#039;&#039; wegen Verstoßes gegen Art. 6 der Verfassung zu 10 Jahren Haft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güstrower Stadtvertretung beschloss die würdevolle Herrichtung des Gedenkortes mit einer Umfriedung und der regelmäßigen Pflege des Ortes durch den Bauhof der Stadt Güstrow (SVZ 30./31.10. 2018).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Videos zu Denkmalen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]]  - alle Videos über Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=09qd_gJy7EA&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=SL6jP7QFP5I&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=Evj8WwFpJOk&amp;amp;t=10s&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=151611</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-30T08:38:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich, mit freundlicher Hilfe von Freunden aus dem Internet, um diese WEB-Seite. Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein in Güstrow. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=151437</id>
		<title>Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=151437"/>
		<updated>2026-06-28T08:10:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Autoren und Sammler von stadtgeschichtlichen Beiträgen über Güstrow:&lt;br /&gt;
[[Benutzer: DieterKölpien | von Dieter Kölpien und Gernot Moeller und ab 2026 auch mit Rainer Schirmann ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Barlachstadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | plz = 18273&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock (LRO)&lt;br /&gt;
 | einwohner = 30 000 (2020)&lt;br /&gt;
 | lat=53.7854 &lt;br /&gt;
 | lon=12.1809&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die GPS-Koordinaten nach Google von Güstrow (Markt) lauten:&lt;br /&gt;
:Breite 53° 48&#039; 11 N / Länge: 12° 11&#039; 22 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=13/53.7854/12.1809 Breite: 53.7854 Länge: 12.1809 ]  &amp;amp;#160;&amp;amp;#160; Quelle: OpenStreetMap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.083072662353517%2C53.76109296527907%2C12.266750335693361%2C53.82690070149636&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.79400973965047%2C12.174911499023438&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.7940&amp;amp;amp;mlon=12.1749#map=13/53.7940/12.1749&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Güstrow anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Älteste Darstellung des Stadtsiegels Güstrow.jpg|thumb|250px|rechts|Älteste Darstellung des Güstrower Stadtsiegels von 1293]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Wappen Teske 1885.jpg|thumb|250px|rechts|Wappen nach Teske 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Güstrow.svg.png|thumb|250px|rechts| Stadtwappen von Güstrow ab 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge-fahne-gstrow-90-x-150-cm.jpg|thumb|250px|rechts| Flagge von Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2006 führt die ca. 30000 Einwohner zählende Kreisstadt des Landkreises Rostock den offiziellen Namen &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;. Güstrow liegt im Zentrum Mecklenburgs und ist die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow liegt ca. 50 Kilometer südlich Rostocks an dem Fluss Nebel, nahe der Autobahn A 19 und an der Kreuzung der Bundesstraßen B 103 und B 104. Güstrow wurde 1228 von dem wendischen Fürsten Heinrich Borwin gegründet. Es war Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow bis zum Aussterben der wendischen Linie. (Mehr bei Wikipedia.) Sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinem 1226 errichteten Dom, mit dem Güstrower Ehrenmal (auch Schwebender von Ernst Barlach) sind sehenswert. &lt;br /&gt;
Die Stadt ist auch Sitz des Amts Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow besteht seit etwa 1100, &lt;br /&gt;
:erhielt um 1219 bis 1228 das Schweriner Stadt- sowie das Marktrecht und war von &lt;br /&gt;
:1229 bis 1436, sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg Güstrow. &lt;br /&gt;
:Die slawische Burg und später das Schloss Güstrow prägten den Ort. &lt;br /&gt;
:Mit dem Stadtrecht hatte die Stadt auch die Befugnis eine Stadtbefestigung anzulegen.&lt;br /&gt;
;Das Stadtsiegel überstand einen Brand des Rathauses.&lt;br /&gt;
:ging danach jedoch verloren. Eine Nachbildung des Stadtsiegels zeigt eine Grafik der Künstlerin Vera Kopetz aus dem Jahr 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Namensgebung stand der altpolabische Begriff &amp;quot;Guscerov&amp;quot; (Eidechsenort) Pate, der in &amp;quot;Gustrowe&amp;quot; bzw. &amp;quot;Guztrowe&amp;quot; abgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datei: Güstrow Wappen Teske 1885 (Carl Teske, war ein mecklenburgischer Heraldiker.)&lt;br /&gt;
:: * 8. Dezember 1859 in Neubrandenburg; + 2. Juli 1894 in Schwerin; vollständiger Name: Carl Wilhelm Julius Teske                                                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nach Carl Teske &amp;quot;Die Wappen der Großherzogtümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken&amp;quot; 1885&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Nr. 14 Güstrow (Herrschaft Werle) &lt;br /&gt;
::In Rot ein nach Links gekehrter, schwarzer Stier vor einem nach rechts gelehntem, grünem Baum mit fünfzackigen Blättern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Gestaltung des Stadtwappens erfolgte nach dem ältesten Siegel, einem der ältesten Güstrower bildnerischen Werke, aus dem Jahre 1293.&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen der Historiker ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das Wappen vor dem 30-jährigen Krieg einen goldenen Hintergrund besaß. Das Blattgold wurde damals auf rotem Untergrund aufgelegt und habe sich später von diesem gelöst.  Dies führte zu der Annahme, dass der ursprüngliche Hintergrund einmal rot war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappen von Güstrow 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappenbeschreibung eines neuen Güstrower Wappens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„In Gold ein stehender, nach Links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehntem grünem Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot!). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flaggenbeschreibung&lt;br /&gt;
::„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in Gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der zuletzt am 27.10.2011 geänderten Hauptsatzung der Stadt Güstrow heißt es:&lt;br /&gt;
::§ 1 –Name/Wappen/Flagge/Dienstsiegel-,&lt;br /&gt;
:::(1) Die Stadt führt die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;„Barlachstadt“&#039;&#039;&#039;...&lt;br /&gt;
:::(6) Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext über Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist als historische &#039;&#039;&#039;Residenzstadt&#039;&#039;&#039; bekannt für sein &#039;&#039;&#039;Schloss&#039;&#039;&#039;, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Güstrower Ehrenmal bekannt als &#039;&#039;&#039;„Schwebender&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von Barlach. Die 1236 begründete &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Domschule Güstrow ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, seit 1991 ist die Stadt zudem Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Mittelalter Güstrows Lage in der sumpfigen Umgebung der Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow einen Schutz vor Überfällen bot, brachten später die Kreuzung der Postwege und danach der Verlauf der Eisenbahnlinien zwischen Kopenhagen (København) und Berlin und zwischen Hamburg und Lübeck nach Stettin und Bahnnebenstrecken Güstrow - Karow, Güstrow - Plaaz - Laage, lebhaften Verkehr nach Güstrow und das Gastgewerbe erblühte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Natürlich brachte die zentrale Lage Güstrows und die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel weitere Vorteile für die Stadt.&lt;br /&gt;
Die günstige Lage der Stadt empfahl sich als Kreuzungspunkt mehrerer Chausseen und befestigter Landstraßen.&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Struktur der Stadt, mit dem Marktplatz im Zentrum des Ortes und des sich auf ihm kreuzenden, historisch gewachsenen Wegenetzes, sind auch nach einhundert Jahren immer noch ein Hindernis für den heutigen Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist über Land- und Bundesstraßen von Rostock, Schwerin über Sternberg, Parchim über Goldberg, Plau über Krakow, Neubrandenburg &lt;br /&gt;
über Teterow erreichbar. Der Ausbau der Nebel zwischen Güstrow und Bützow zu einer schiffbaren Wasserstraße hat heute keine Bedeutung mehr. Der errichtete Kanal diente eins zum Transport von Zuckerrüben zu der damals am Westrand der Stadt gelegenen Zuckerfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind es vor allem die Bundesstraßen (B 103 und B 104) und der erfolgte Anschluss an das Autobahnnetz (A 19), die eine gute Erreichbarkeit Güstrows gewährleisten.&lt;br /&gt;
Für den Durchgangsverkehr ist die Beachtung der Verkehrszeichen durch die Fahrzeugführer, von aller größter Bedeutung. Das Befahren der Innenstadt mit Lkw ist unmöglich. Gut ausgebaute Umgehungsstraßen fehlen in der Stadtnähe Güstrows.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der ersten mecklenburgischen Eisenbahnverbindung von Hagenow über Schwerin, Kleinen, Bützow nach Rostock im Jahre 1847, folgte 1850 der Anschluss Güstrows an das Eisenbahnnetz. 1862 entstand die Verbindung zwischen Güstrow und Neubrandenburg und erst 1882 folgte der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Güstrow nach Plau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ab 1850 entstand auch die ersten Staats-Telegraphenlinie von Schwerin nach Güstrow durch Aktivitäten des Rates der Stadt Güstrow. In Güstrow gab es ab 1854 eine Staats-Telegraphenstation in der Baustraße 3, die nach Westen mit Schwerin und später auch in Richtung Osten mit Neubrandenburg und Neustrelitz und schließlich auch mit dem preußischen Telegraphennetz verbunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003650  &#039;&#039;&#039;Die Gründung der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039;  Karl Hoffmann In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd.94 (1930) S.112-126]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg004/477653154.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow unter Wallenstein&#039;&#039;&#039;  Bruno Romberg In: Mecklenburgische Monatshefte, Bd.4 (1928) 11, S.589-596]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg012/516672533.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow als Hort der Freiheitskriege&#039;&#039;&#039;  Oscar Gehrig In: Mecklenburgische Monatshefte Bd.12 (1936) 138, S.308-310]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]] Geschichte der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow im Spiegel von geografischen Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtplan von Merian 1653.png|1693 Güstrow von Merian&lt;br /&gt;
Datei:Wiebelkingsche Karte von 1786.jpg|1786 Wiebelkingsche Karte&lt;br /&gt;
Datei:Vorderstadt Güstroe 18318.png|1831 Vorderstadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Stadt Güstrow vor 1914.jpg|1914 Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow Michaal-Plan 1930-1933.jpg|1930 Michaal-Plan&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow 2020.png|2020 Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrow Bildergalerien== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Ölgemälde Güstrow.jpg|1937 Ölgemälde vom Güstrower Maler Robert Otto &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf Güstrow aus südwestlicher Richtung von der Schanze.&lt;br /&gt;
(Dieses Gemälde war ein Hochzeitsgeschenk des Malers an unsere Eltern und entstand vor 1937. Der Maler wohnte um 1935 in der Güstrower Feldstraße 41.-DK-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrower Ansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Radierungen-Zeichnungen von Friedrich Thorban===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signatur (T) auf den Grafiken lässt den Schluss zu, dass es sich um Arbeiten des Güstrower Zeichenlehrers Friedrich Thorban (1889-1945) handelt. Er, seine Frau und Tochter schieden am 05.05.1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Ansichtskarten (1897-1953) Sammlung Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1897-mehrbild-litho1.jpg|1897&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho-2.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-post5.jpg|1898 Post&lt;br /&gt;
Datei:1898-totale6.jpg|1898 Totale&lt;br /&gt;
Datei:1899-hafen.jpg|1899 Hafen&lt;br /&gt;
Datei:1899-markt-1.jpg|1899 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-litho.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-lithoII.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-neuewallstr.jpg|1899 Neue Wallstraße&lt;br /&gt;
Datei:1899-schabernack.jpg|1899 Schabernack&lt;br /&gt;
Datei:1900-bahnhof.jpg|1900 Bahnhof&lt;br /&gt;
Datei:1900-bleicherstr.jpg|1900 Bleicherstraße&lt;br /&gt;
Datei:1900-hagebokerstr.jpg|1900 Hageboker Straße&lt;br /&gt;
Datei:1900-kaserneII.jpg|1900 Kaserne&lt;br /&gt;
Datei:1900-kriegerdenkmal.jpg|1900 Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:1900-landgericht.jpg|1900 Landgericht&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-2f.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-sw.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-mehrbild-litho.jpg|1900&lt;br /&gt;
Datei:1900-neuewelt.jpg|1900 Neuen Welt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1900-schleuse.jpg|1900 Bützow Schleuse&lt;br /&gt;
Datei:1900-schloss-hinten.jpg|1900 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1900-schutzenhaus.jpg|1900 Schützenhaus&lt;br /&gt;
Datei:1900-siegesaule.jpg|1900 Siegessäule&lt;br /&gt;
Datei:1900-wallpromenade.jpg|1900 Wall-Promenade&lt;br /&gt;
Datei:1901-grunerwinkel.jpg|1901 Grünwinkel&lt;br /&gt;
Datei:1901-mehrbild-col3.jpg|1901 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1910-zepelin.jpg|1910 Denkmal&lt;br /&gt;
Datei:1929-landeskinderheim.jpg|1929 Landeskinderheim&lt;br /&gt;
Datei:1925-burgerschule.jpg|1925&lt;br /&gt;
Datei:1907-pferdemarkt.jpg|1907 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
Datei:1907-totale.jpg| 1907&lt;br /&gt;
Datei:1918-altersheim.jpg|1918 Altersheim&lt;br /&gt;
Datei:1922-schuledom.jpg|1922 Realschule Dom&lt;br /&gt;
Datei:1924-KaffeBorwin.jpg|1924 Kaffee Borwin&lt;br /&gt;
Datei:1941-luftbildschlossII.jpg|1941 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1942-luftbildwest.jpg|1942&lt;br /&gt;
Datei:1953-pferdemarkt.jpg|1953 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ansichtskarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schabernack&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen angeblichen Schabernack;&lt;br /&gt;
* [https://guestrow-history.de/index.php/ausflugslokale/schabernack Ausflugslokal Schabernack]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten um 2010, Zeichnungen von Rainer Golka === &lt;br /&gt;
[[Datei:Titel Güstrow.jpg|thumb|150px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/2/2f/00_Buch_Golka_11_11_22.pdf|[[Medium:00_Buch_Golka_11_11_22.pdf  |Rainer Golka – Güstrower Ansichten – 76 Zeichnungen - pdf - ISBN 978-3-756546-98-5]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07 Rück Güstrow Karte.jpg|thumb|150px|Rückseite - Verlag epubli A5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehenden Text entnahm ich dem Güstrower Jahrbuch (Güstrower Verlags GbR) von 2012, in dem ich erstmalig unter dem Titel &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; Zeichnungen von Rainer Golka entdeckte. Dort formulierte dieser sinngemäß sehr eindrucksvoll mit Worten, was er mit dem gleichen Feingefühl in seinen Güstrower Zeichnungen &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; ausdrückt.&lt;br /&gt;
Rainer Golka stimmte einer Veröffentlichung seiner Zeichnungen auf dieser Internetseite zu und gestattete mir auch die Ergänzung mit weiteren seiner noch entstehenden &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; an dieser Stelle. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zitat:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;quot;Eine Stadt ist etwas von Menschenhand Geprägtes, steinern, ehern und doch jeglicher Veränderung unterworfen, von den Generationen, die in ihr lebten und leben bis hin, dass sich die Natur zurückholt, was wir ihr stahlen. So ist sie wie wir selbst sensibel und rau, Festhalten und Veränderung. In dieser Ambivalenz erlebe ich meine Wahlheimat Güstrow.&lt;br /&gt;
Eine Stadt, die mich empfängt, opulent oder ungeschminkt aber immer mit der Offenheit etwas von sich preiszugeben&amp;quot;.&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Rainer Golka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka schreibt im Güstrower Jahrbuch von 2012 weiter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1955 in Berlin geboren, Abitur, Zimmermann, Diplomingenieur, zwei Söhne, geschieden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1992 Umzug nach Groß Tessin, ab 1995 in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von 2000 bis 2007 selbstständig als Lehmbauer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Malerei und Grafik habe ich mir in meiner Jugend selber angenommen und beschäftige mich seit 2007 intensiver damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.epubli.de/shop/buch/rainer-golka-g-strower-ansichten-hilde-stockmann-9783756546985/131443 Buch Rainer Golka - Güstrower Ansichten bestellen bei Verlag epubli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rainergolka.mp4|thumb|left|Künstler Rainer Golka Güstrower Ansichten von 2014]]&lt;br /&gt;
                   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;  &lt;br /&gt;
;Güstrow - 03.12.2014&lt;br /&gt;
Über 40 Stände von Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern auf dem 10. Adventsmarkt in Eingangshalle des KMG Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Malerei und Graphik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Motiven aus der Kreisstadt fanden Kunstinteressierte am Stand des &#039;&#039;&#039;Güstrowers Rainer Golka&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Gemälde von Andreas Tessenow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Alle Bilder sind mit der Technik Öl auf Leinwand erstellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* weitere Informationen über den [[Künstler der Stadt Güstrow#Andreas_Tessenow|Künstler A.Tessenow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Am Berge 70x100.jpg|2015 Am Berge 70x100&lt;br /&gt;
Datei:02 Am Schlossgarten 70x100.jpg|2017 Am Schlossgarten 70x100&lt;br /&gt;
Datei:03 Am Franz-Parr-Platz 70x100.jpg|Am Franz-Parr-Platz 70x100&lt;br /&gt;
Datei:04 Am Schlossberg 70x100.jpg|2017 Am Schlossberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:05 Am Nachtigallenberg 70x100.jpg| 2015 Am Nachtigallenberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:06 Blick vom Wall in Richtung HansenStraße 60x80.jpg|Blick vom Wall in Richtung Hansen-Straße 60x80&lt;br /&gt;
Datei:07 Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80.jpg|Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80&lt;br /&gt;
Datei:08 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80.jpg|2017 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80&lt;br /&gt;
Datei:09 Blick vom Süden auf den Dom 60x80.jpg|2015 Blick vom Süden auf den Dom 60x80&lt;br /&gt;
Datei:10 Blick von 60x80.jpg|Blick zwischen Dom und Schulstrasse 60x80&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten (1961, 1992) Fotos von dem Radtouristen Rudolf Kampmann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehende Fotografien und Ansichten wurden 1961 von dem &#039;&#039;&#039;Berliner Rudolf Kampmann&#039;&#039;&#039; in Güstrow gefertigt und mir 2021 von seiner Witwe aus Berlin zugesandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 c.jpg|1992&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 b.jpg|1992&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten vom Dach des Wohnhochhauses (Beim Wasserturm 4); Fotos Dieter Kölpien (2007)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow, Wasserturm 4 - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 01.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 02.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 03.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 04.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 05.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 06.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 07.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 08.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 09.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 11.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 12.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 13.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 14.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 15.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 16.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 17.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 18.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 19.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 20.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 21.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 22.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 23.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 24.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 25.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 26.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 27.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 28.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 29.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 30.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 31.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) Bildersammlung von Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
* Die Website [https://guestrow-history.de/index.php/uebersicht Güstrow in alten Ansichten - Kriegsgefangenenlager]  -  (Diese Website erstellte Thomas Pilz.)&lt;br /&gt;
Der Name Bockhorst kommt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet „Siedlung beim Buchengehölz“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos über Güstrow===&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos|Videos über Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos von Güstrow TV===&lt;br /&gt;
* [http://guestrowtv.de/ Güstrow TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow - Ortschronik/en -chronologische Übersicht- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten benannt. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten, die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en|&#039;&#039;&#039;Güstrow - Ortschronik -chronologische Übersicht-&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
::* [[Benutzer:DieterKölpien|Autor Dieter Kölpien]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;|Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
::*[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schlie Friedrich Schlie bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [[Themendownload|Themen zur Geschichte Güstrows]]&lt;br /&gt;
* [[Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)|Der Schwebende - Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Güstrower Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Licht, Eisenbahn, Post, Telefonie/Telegraphie, Amateurfunk u. a. Vereine) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow wichtige Einrichtungen|wichtige Einrichtungen und ihre Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#ELEKTRIZITÄT in Güstrow|Elektrizität]]&lt;br /&gt;
:* [[G%C3%BCstrow wichtige Einrichtungen#WASSER.2C Wasserversorgung.2C Kanalisation in G.C3.BCstrow|Wasser, Wasserversorgung, Kanalisation]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#GAS in Güstrow|Gas]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#POSTWESEN in Güstrow|Postwesen]]&lt;br /&gt;
:* [[Über Aufzeichnungen aus Resten der Güstrower Postchronik|Güstrower Postchronik - 1938 vom Justizinspektor Walter Fiedler veröffentlicht]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#EISENBAHN in Güstrow|Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FERNMELDEWESEN in Güstrow|Fernmeldewesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine und Organisationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FEUERWEHR Güstrow|Feuerwehr Güstrow]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#AMATEURFUNKER in GÜSTROW gibt es schon seit 50 Jahren (Stand 2006)|Amateurfunk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale in der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|thumb|250px|link =https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|[[Medium:Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|Güstrower Denkmale Zusammenstellung - 128 Seiten - pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im direkten Stadtgebiet Güstrow (ohne zugehörige Ortsteile) befinden sich außerdem ca. 530 Baudenkmäler, die hier nicht alle explizit benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schloss Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mv-schloesser.de/de/location/schloss-guestrow/ Schloss Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theater Güstrow, ab 1957 Ernst-Barlach-Theater (EBT)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Theater der Stadt Güstrow|Theater der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchen der Stadt Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow|Kirchen der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Dom zu Güstrow|Dom zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Pfarrkirche St. Marien Güstrow|Pfarrkirche zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtarchiv Güstrow &amp;quot;Heinrich Benox&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
;Einige Bemerkungen zum Tag der Archive 2020.&lt;br /&gt;
Als wir, Gernot Moeller und ich, kurz vor dem Jahr 2000 unsere berufliche Tätigkeit, bei der  Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, Rückblick auf unser über 40 Jahre andauerndes gemeinsames Arbeitsleben im Fernmeldewesen in unserer Region zu halten und damit auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen bei der einstigen staatlichen Deutschen Post der DDR und der späteren Deutschen Telekom AG in Güstrow zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor damals nicht ganz 166 Jahren, am 01.10.1854, wurde die „Großherzoglich-Mecklenburgische Telegraphen-Station“in der Güstrower Baustraße 3 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war meinem Freund Gernot Moeller und mir im Jahr zuvor, als wir aus Anlass des 775. Jubiläum unserer Heimatstadt eine 270 Seiten umfassende Studie „Güstrow und das Fernmeldewesen“ - vom Klopfertelegraphen bis zum ISDN - abschlossen und unserer Vaterstadt gewidmet hatten, erneut  ein willkommener Anlass, die bei dieser Arbeit gewonnenen umfangreichen Erkenntnisse über die Anfänge der Telekommunikation in Güstrow (die damals Telegraphie und Telefonie und später Fernschreiben und Fernsprechen und noch später Fernmeldewesen genannt wurden), in einer weiteren Studie „Die Geschichte der  Güstrower Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenstation Güstrow“  niederzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unseren Recherchen über die Anfänge des Mecklenburger Telegrafenwesens in Archiven, Bibliotheken und Museen unseres Landes, erlebten wir besonders beglückende Augenblicke im Landeshauptarchiv Schwerin und im Kulturhistorischen Museum Rostock. Während wir in Schwerin Inventurunterlagen vom Übergang der Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenverwaltung an den Norddeutschen Bund von 1868 entdeckten, die sowohl die elektrotechnische als auch die gebäude- und bürotechnische Ausstattung der gesamten 17 mecklenburgischen Telegrafenstationen enthielten und dadurch detaillierte Rückschlüsse auf das betriebstechnische Zusammenwirken der Stationen in Mecklenburg ermöglichten. Durch einen Hinweis aus dem Technischen Landesmuseum Schwerin (Dr. Wolf Karge) fanden wir im Kulturhistorischen Museum Rostock einen Telegrafen mit Normalfarbschreiber aus der Anfangszeit der Telegrafie im Mecklenburg. Dieses Gerät wurde damals von der Firma Siemens &amp;amp; Halske gefertigt und war in Doberan oder Heiligendamm um 1873 in der Badesaison vom Großherzog genutzt worden. Der Telegraphenapparat, der u. a. mit einem mechanischen Laufwerk aus Messing für den Transport eines schmalen Papierstreifens ausgestattet ist, begeisterte uns besonders. Nach dem Öffnen des Laufwerk-Gehäuses und dem leichten Berühren eines Fliehkraftreglers begann das Laufwerk augenblicklich gleichmäßig den Papierstreifen zu transportieren, auf dem im Betriebszustand die Morsezeichen, die durch die Betätigung einer Morsetaste am fernen Ende einer Telegraphenleitung lesbar werden. Durch unsere kleinen Reparaturen am Magnetsystem und an der Morsetaste konnte die Betriebsfähigkeit des Telegraphen, wie er vor 150 Jahren an 17 Telegraphenstationen im Staatstelegraphennetz des Großherzogtums Schwerin eingesetzt war, wiederhergestellt werden und dem Kulturhistorischen Museum Rostock funktionsfähig zurückgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war mir erneut ein aufrichtiges Bedürfnis, den Tag der Archive 2020, um dessen Mitgestaltung ich durch das Stadtarchiv gebeten wurde, zum Anlass zu nehmen, allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiterinnen des Güstrower Archivs, des Museums, der historischen Bibliothek für die immerwährende, nahezu 20-jährige, nutzbringende Zusammenarbeit zur Dokumentation verschiedenster stadtgeschichtlicher Studien, erneut herzlichst zu danken. Es ist mir immer ein selbstverständliches Anliegen, ja eine Ehrensache, gewesen, von den mir inzwischen zuteil gewordenen Ehrungen im Stadtarchiv persönlich zu berichten, um so den bedeutenden Anteil der hilfreichen fachkundigen Unterstützung durch die Archivarinnen meinerseits zu würdigen. Ich schätze die Tätigkeiten der in Archiven arbeitenden Beschäftigten als äußerst wertvoll und sehr wichtig ein. Sie sind an hervorragender Stelle für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Förderung der Neugierde der Gesellschaft tätig. Das kann ich ohne Einschränkung immer wieder feststellen. Sehr geehrte Damen, auch deshalb bin ich heute wieder gerne hier in Stadtarchiv „Heinrich Benox“ und beglückwünsche Sie zum Tag der Archive 2020 mit den passenden Fritz Reuter-Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dei nich kennt, wat vergahn ist,&lt;br /&gt;
:kann nich begriepen, wat nu is;&lt;br /&gt;
:Dei nich begrippt wat is, kann nich weiten wat ward.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnern, dass es durch unsere Initiative und mit der Unterstützung zahlreicher Güstrower Archivnutzer möglich wurde, unserem Güstrower Stadtarchiv den Namen des verdienstvollen Stadtarchivars Heinrich Benox zu geben.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tag der Archive 2020 - Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Blicke in die Archivausstellung am 07. und 08. März 2020 &lt;br /&gt;
:::::-Fotos Barbara Zucker-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Museum der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
Die Bildung des örtlichen Kunst- und Altertumsvereins in Güstrow wurde durch die Entstehung von Geschichtsvereinen in Deutschland und durch eine Empfehlung der Schweriner Großherzoglichen Kommission zur Erhaltung von Denkmälern angeregt und erfolgte nach einer Beratung von 28 Güstrower Bürgern am 19. April 1890. Details kann man im Ausstellungsführer des Museums Güstrow nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsbestand hat sich schnell vergrößert, so dass bis zum Jahre 2003 fünf verschiedene Standorte nacheinander genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Standort (1892-1910) war der heute nicht mehr existierende Billardsaal des damaligen Wallhotels. Es folgte der Umzug in das renovierte Gebäude Domplatz 16 (1910-1923). Danach (1924-1945) beherbergte der ehemalige Pferdestall (heute Uwe Johnson-Bibliothek) das Museum. Es folgte nach der Zusammenführung der an verschiedenen Stellen ausgelagerten Bestände die Unterbringung der musealen Gegenstände im Gebäude Franz-Parr-Platz 7(1953-2003). Seit 2003 wird der heutige Standort des Museums am Franz-Parr-Platz 10 genutzt. Diese zahlreichen Umzüge und Auslagerungen haben zu Schäden und Verlusten an musealen Gegenständen geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verantwortlichen Mitarbeitern mehrerer Generationen des Museums ist es zu danken, dass unser Museum heute vielfältige stadtgeschichtliche Rückblicke in verschiedenste historische Zeiträume unserer Stadt ermöglicht. Heute ist es der Kunst- und Altertumsverein, der sich ehrenamtlich um die Stadtgeschichte kümmert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Es ist beabsichtigt, auch an dieser Stelle (mit Zustimmung des KAV) anlässlich des 130jährigen Bestehens des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e. V., die durch ihn erstellten und an Wandtafeln und Jahreskalendern veröffentlichten &amp;quot;Güstrower Hausgeschichten&amp;quot; zu präsentieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/stadt-kultur-politik/kultur/galerie-wollhalle/ Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der bekannteste Güstrower Dichter, Demokrat und Plattsnacker John Brinckman und andere plattsnackende Güstrower ==&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman Gesellschaft e.V.|Brinckman Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#John Brinckman in Güstrow|Brinckman, John in Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/brinckmn.html Brinckman – Projekt Gutenberg.de]&lt;br /&gt;
* [[Brinckman-200|Brinckman-200 im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Brinckmanschen Ratssilberschatzes]]&lt;br /&gt;
* [[Billerchronik &amp;quot;25 Johr Güstrower Plattsnacker&amp;quot; (1989-2014)|Chronik der Plattsnacker 1989 - 2014]]&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Chronik des Brinckman Brunnen - pdf - 45 Seiten]] &lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Plattdütsches, To de Güstrower Geschicht up platt|Güstrower Geschichte up platt]]&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow#John Brinckman|Güstrower Künstler Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Güstrower Plattsnacker kann man hier snacken hüren|Güstrower Plattsnacker]] &lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows#John-Brinckman-Straße|Straßenname]]&lt;br /&gt;
* [[Sprüche auf Platt|Sprüche auf Platt]]&lt;br /&gt;
* [[Vo%C3%9F- un Haas-Klenner 1932|Voss un Haas Klennen 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattschriewers in un üm Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Plattschriewers in un üm Güstrow|Plattschriewers in un üm Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow in älteren und neueren Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;|in Ostmecklenburgischen Heimat]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Monatsheften|in Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Jahrbüchern|in Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Güstrower Jahrbüchern|in Güstower Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Medium:Beltz Güstrow - Mai 1945 Seiten 31.pdf|1945 Bericht Wilhelm Beltz - eigenes Erleben 31 Seiten pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbuch des George Friedrich Pirscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow Stammbuch| 54 Güstrower im Stammbuch des George Friedrich Pirscher zwischen 1770 bis 1778]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrower Bürgermeister|Güstrower Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über verdienstvolle Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Chronisten geben Hinweise auf Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger der Stadt Güstrow - ältere Liste Stand 2022]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Ehrenbürger der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Capobus,1748 - ?, Theologe und Philosoph|Johann Capobus 1748 Theologe und Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Über Ehrenmitgliedschaften der Stadtvertretung Güstrow|Ehrenmitglied der Stadt - nach neuem Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage auf dem Güstrower Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg in Güstrow|Paul von Hindenburg in Gremmelin]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Persönlichkeiten der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen von Straßen, Plätze und Stätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows|Namensgeber für Straßen, Plätze und Stätten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Handwerker der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow|Künstler und Kunst- und Altertumsverein der Stadt Güstrow]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Handwerker der Stadt Güstrow Goldschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Kannengeter ein ausgestorbenes Handwerk]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Über Entdeckungen einer Glockengrube in der Nähe|Glockengießer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kniesenacker|Kniesenacker Bier - Fürstenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juden in Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juden in Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zur Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
* Vereinsgründungen bzw. Neugründungen in Güstrow nach der Wende&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/object_299994 Güstrow Stadt in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCstrow Güstrow bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/ Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow-tourismus.de/attraktion/stadt-und-geschichte/ Güstrow und Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_bei_Youtube_-_Videos Güstrow bei Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen, Geschichten und Legenden rund um Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Voß- un Haas-Klenner 1932|Fuchs und Haase Kalender 1932]]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/06.htm Hexenwahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.svz.de/lokales/guestrow/artikel/auf-dem-scheiterhaufen-im-hexendorf-glasewitz-40301509 Hexenverbrennungen]&lt;br /&gt;
* [https://antonpraetorius.de/wp-content/uploads/2022/02/Guestrow-MV-Namen-Opfer-Hexenprozesse Güstrow Opfer Hexenprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Mittelalter Hexenverfolgung Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Flurnamen auf der Güstrower Feldmark=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=150709</id>
		<title>Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=150709"/>
		<updated>2026-06-23T07:34:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) Bildersammlung von Thonas Pilz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Autoren und Sammler von stadtgeschichtlichen Beiträgen über Güstrow:&lt;br /&gt;
[[Benutzer: DieterKölpien | Dieter Kölpien und Gernot Moeller und nun auch mit Rainer Schirmann ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Barlachstadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | plz = 18273&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock (LRO)&lt;br /&gt;
 | einwohner = 30 000 (2020)&lt;br /&gt;
 | lat=53.7854 &lt;br /&gt;
 | lon=12.1809&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die GPS-Koordinaten nach Google von Güstrow (Markt) lauten:&lt;br /&gt;
:Breite 53° 48&#039; 11 N / Länge: 12° 11&#039; 22 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=13/53.7854/12.1809 Breite: 53.7854 Länge: 12.1809 ]  &amp;amp;#160;&amp;amp;#160; Quelle: OpenStreetMap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.083072662353517%2C53.76109296527907%2C12.266750335693361%2C53.82690070149636&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.79400973965047%2C12.174911499023438&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.7940&amp;amp;amp;mlon=12.1749#map=13/53.7940/12.1749&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Güstrow anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Älteste Darstellung des Stadtsiegels Güstrow.jpg|thumb|250px|rechts|Älteste Darstellung des Güstrower Stadtsiegels von 1293]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Wappen Teske 1885.jpg|thumb|250px|rechts|Wappen nach Teske 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Güstrow.svg.png|thumb|250px|rechts| Stadtwappen von Güstrow ab 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge-fahne-gstrow-90-x-150-cm.jpg|thumb|250px|rechts| Flagge von Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2006 führt die ca. 30000 Einwohner zählende Kreisstadt des Landkreises Rostock den offiziellen Namen &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;. Güstrow liegt im Zentrum Mecklenburgs und ist die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow liegt ca. 50 Kilometer südlich Rostocks an dem Fluss Nebel, nahe der Autobahn A 19 und an der Kreuzung der Bundesstraßen B 103 und B 104. Güstrow wurde 1228 von dem wendischen Fürsten Heinrich Borwin gegründet. Es war Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow bis zum Aussterben der wendischen Linie. (Mehr bei Wikipedia.) Sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinem 1226 errichteten Dom, mit dem Güstrower Ehrenmal (auch Schwebender von Ernst Barlach) sind sehenswert. &lt;br /&gt;
Die Stadt ist auch Sitz des Amts Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow besteht seit etwa 1100, &lt;br /&gt;
:erhielt um 1219 bis 1228 das Schweriner Stadt- sowie das Marktrecht und war von &lt;br /&gt;
:1229 bis 1436, sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg Güstrow. &lt;br /&gt;
:Die slawische Burg und später das Schloss Güstrow prägten den Ort. &lt;br /&gt;
:Mit dem Stadtrecht hatte die Stadt auch die Befugnis eine Stadtbefestigung anzulegen.&lt;br /&gt;
;Das Stadtsiegel überstand einen Brand des Rathauses.&lt;br /&gt;
:ging danach jedoch verloren. Eine Nachbildung des Stadtsiegels zeigt eine Grafik der Künstlerin Vera Kopetz aus dem Jahr 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Namensgebung stand der altpolabische Begriff &amp;quot;Guscerov&amp;quot; (Eidechsenort) Pate, der in &amp;quot;Gustrowe&amp;quot; bzw. &amp;quot;Guztrowe&amp;quot; abgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datei: Güstrow Wappen Teske 1885 (Carl Teske, war ein mecklenburgischer Heraldiker.)&lt;br /&gt;
:: * 8. Dezember 1859 in Neubrandenburg; + 2. Juli 1894 in Schwerin; vollständiger Name: Carl Wilhelm Julius Teske                                                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nach Carl Teske &amp;quot;Die Wappen der Großherzogtümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken&amp;quot; 1885&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Nr. 14 Güstrow (Herrschaft Werle) &lt;br /&gt;
::In Rot ein nach Links gekehrter, schwarzer Stier vor einem nach rechts gelehntem, grünem Baum mit fünfzackigen Blättern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Gestaltung des Stadtwappens erfolgte nach dem ältesten Siegel, einem der ältesten Güstrower bildnerischen Werke, aus dem Jahre 1293.&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen der Historiker ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das Wappen vor dem 30-jährigen Krieg einen goldenen Hintergrund besaß. Das Blattgold wurde damals auf rotem Untergrund aufgelegt und habe sich später von diesem gelöst.  Dies führte zu der Annahme, dass der ursprüngliche Hintergrund einmal rot war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappen von Güstrow 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappenbeschreibung eines neuen Güstrower Wappens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„In Gold ein stehender, nach Links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehntem grünem Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot!). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flaggenbeschreibung&lt;br /&gt;
::„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in Gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der zuletzt am 27.10.2011 geänderten Hauptsatzung der Stadt Güstrow heißt es:&lt;br /&gt;
::§ 1 –Name/Wappen/Flagge/Dienstsiegel-,&lt;br /&gt;
:::(1) Die Stadt führt die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;„Barlachstadt“&#039;&#039;&#039;...&lt;br /&gt;
:::(6) Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext über Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist als historische &#039;&#039;&#039;Residenzstadt&#039;&#039;&#039; bekannt für sein &#039;&#039;&#039;Schloss&#039;&#039;&#039;, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Güstrower Ehrenmal bekannt als &#039;&#039;&#039;„Schwebender&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von Barlach. Die 1236 begründete &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Domschule Güstrow ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, seit 1991 ist die Stadt zudem Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Mittelalter Güstrows Lage in der sumpfigen Umgebung der Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow einen Schutz vor Überfällen bot, brachten später die Kreuzung der Postwege und danach der Verlauf der Eisenbahnlinien zwischen Kopenhagen (København) und Berlin und zwischen Hamburg und Lübeck nach Stettin und Bahnnebenstrecken Güstrow - Karow, Güstrow - Plaaz - Laage, lebhaften Verkehr nach Güstrow und das Gastgewerbe erblühte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Natürlich brachte die zentrale Lage Güstrows und die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel weitere Vorteile für die Stadt.&lt;br /&gt;
Die günstige Lage der Stadt empfahl sich als Kreuzungspunkt mehrerer Chausseen und befestigter Landstraßen.&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Struktur der Stadt, mit dem Marktplatz im Zentrum des Ortes und des sich auf ihm kreuzenden, historisch gewachsenen Wegenetzes, sind auch nach einhundert Jahren immer noch ein Hindernis für den heutigen Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist über Land- und Bundesstraßen von Rostock, Schwerin über Sternberg, Parchim über Goldberg, Plau über Krakow, Neubrandenburg &lt;br /&gt;
über Teterow erreichbar. Der Ausbau der Nebel zwischen Güstrow und Bützow zu einer schiffbaren Wasserstraße hat heute keine Bedeutung mehr. Der errichtete Kanal diente eins zum Transport von Zuckerrüben zu der damals am Westrand der Stadt gelegenen Zuckerfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind es vor allem die Bundesstraßen (B 103 und B 104) und der erfolgte Anschluss an das Autobahnnetz (A 19), die eine gute Erreichbarkeit Güstrows gewährleisten.&lt;br /&gt;
Für den Durchgangsverkehr ist die Beachtung der Verkehrszeichen durch die Fahrzeugführer, von aller größter Bedeutung. Das Befahren der Innenstadt mit Lkw ist unmöglich. Gut ausgebaute Umgehungsstraßen fehlen in der Stadtnähe Güstrows.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der ersten mecklenburgischen Eisenbahnverbindung von Hagenow über Schwerin, Kleinen, Bützow nach Rostock im Jahre 1847, folgte 1850 der Anschluss Güstrows an das Eisenbahnnetz. 1862 entstand die Verbindung zwischen Güstrow und Neubrandenburg und erst 1882 folgte der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Güstrow nach Plau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ab 1850 entstand auch die ersten Staats-Telegraphenlinie von Schwerin nach Güstrow durch Aktivitäten des Rates der Stadt Güstrow. In Güstrow gab es ab 1854 eine Staats-Telegraphenstation in der Baustraße 3, die nach Westen mit Schwerin und später auch in Richtung Osten mit Neubrandenburg und Neustrelitz und schließlich auch mit dem preußischen Telegraphennetz verbunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003650  &#039;&#039;&#039;Die Gründung der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039;  Karl Hoffmann In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd.94 (1930) S.112-126]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg004/477653154.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow unter Wallenstein&#039;&#039;&#039;  Bruno Romberg In: Mecklenburgische Monatshefte, Bd.4 (1928) 11, S.589-596]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg012/516672533.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow als Hort der Freiheitskriege&#039;&#039;&#039;  Oscar Gehrig In: Mecklenburgische Monatshefte Bd.12 (1936) 138, S.308-310]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]] Geschichte der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow im Spiegel von geografischen Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtplan von Merian 1653.png|1693 Güstrow von Merian&lt;br /&gt;
Datei:Wiebelkingsche Karte von 1786.jpg|1786 Wiebelkingsche Karte&lt;br /&gt;
Datei:Vorderstadt Güstroe 18318.png|1831 Vorderstadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Stadt Güstrow vor 1914.jpg|1914 Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow Michaal-Plan 1930-1933.jpg|1930 Michaal-Plan&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow 2020.png|2020 Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrow Bildergalerien== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Ölgemälde Güstrow.jpg|1937 Ölgemälde vom Güstrower Maler Robert Otto &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf Güstrow aus südwestlicher Richtung von der Schanze.&lt;br /&gt;
(Dieses Gemälde war ein Hochzeitsgeschenk des Malers an unsere Eltern und entstand vor 1937. Der Maler wohnte um 1935 in der Güstrower Feldstraße 41.-DK-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrower Ansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Radierungen-Zeichnungen von Friedrich Thorban===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signatur (T) auf den Grafiken lässt den Schluss zu, dass es sich um Arbeiten des Güstrower Zeichenlehrers Friedrich Thorban (1889-1945) handelt. Er, seine Frau und Tochter schieden am 05.05.1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Ansichtskarten (1897-1953) Sammlung Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1897-mehrbild-litho1.jpg|1897&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho-2.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-post5.jpg|1898 Post&lt;br /&gt;
Datei:1898-totale6.jpg|1898 Totale&lt;br /&gt;
Datei:1899-hafen.jpg|1899 Hafen&lt;br /&gt;
Datei:1899-markt-1.jpg|1899 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-litho.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-lithoII.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-neuewallstr.jpg|1899 Neue Wallstraße&lt;br /&gt;
Datei:1899-schabernack.jpg|1899 Schabernack&lt;br /&gt;
Datei:1900-bahnhof.jpg|1900 Bahnhof&lt;br /&gt;
Datei:1900-bleicherstr.jpg|1900 Bleicherstraße&lt;br /&gt;
Datei:1900-hagebokerstr.jpg|1900 Hageboker Straße&lt;br /&gt;
Datei:1900-kaserneII.jpg|1900 Kaserne&lt;br /&gt;
Datei:1900-kriegerdenkmal.jpg|1900 Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:1900-landgericht.jpg|1900 Landgericht&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-2f.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-sw.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-mehrbild-litho.jpg|1900&lt;br /&gt;
Datei:1900-neuewelt.jpg|1900 Neuen Welt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1900-schleuse.jpg|1900 Bützow Schleuse&lt;br /&gt;
Datei:1900-schloss-hinten.jpg|1900 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1900-schutzenhaus.jpg|1900 Schützenhaus&lt;br /&gt;
Datei:1900-siegesaule.jpg|1900 Siegessäule&lt;br /&gt;
Datei:1900-wallpromenade.jpg|1900 Wall-Promenade&lt;br /&gt;
Datei:1901-grunerwinkel.jpg|1901 Grünwinkel&lt;br /&gt;
Datei:1901-mehrbild-col3.jpg|1901 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1910-zepelin.jpg|1910 Denkmal&lt;br /&gt;
Datei:1929-landeskinderheim.jpg|1929 Landeskinderheim&lt;br /&gt;
Datei:1925-burgerschule.jpg|1925&lt;br /&gt;
Datei:1907-pferdemarkt.jpg|1907 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
Datei:1907-totale.jpg| 1907&lt;br /&gt;
Datei:1918-altersheim.jpg|1918 Altersheim&lt;br /&gt;
Datei:1922-schuledom.jpg|1922 Realschule Dom&lt;br /&gt;
Datei:1924-KaffeBorwin.jpg|1924 Kaffee Borwin&lt;br /&gt;
Datei:1941-luftbildschlossII.jpg|1941 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1942-luftbildwest.jpg|1942&lt;br /&gt;
Datei:1953-pferdemarkt.jpg|1953 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ansichtskarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schabernack&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen angeblichen Schabernack;&lt;br /&gt;
* [https://guestrow-history.de/index.php/ausflugslokale/schabernack Ausflugslokal Schabernack]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten um 2010, Zeichnungen von Rainer Golka === &lt;br /&gt;
[[Datei:Titel Güstrow.jpg|thumb|150px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/2/2f/00_Buch_Golka_11_11_22.pdf|[[Medium:00_Buch_Golka_11_11_22.pdf  |Rainer Golka – Güstrower Ansichten – 76 Zeichnungen - pdf - ISBN 978-3-756546-98-5]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07 Rück Güstrow Karte.jpg|thumb|150px|Rückseite - Verlag epubli A5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehenden Text entnahm ich dem Güstrower Jahrbuch (Güstrower Verlags GbR) von 2012, in dem ich erstmalig unter dem Titel &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; Zeichnungen von Rainer Golka entdeckte. Dort formulierte dieser sinngemäß sehr eindrucksvoll mit Worten, was er mit dem gleichen Feingefühl in seinen Güstrower Zeichnungen &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; ausdrückt.&lt;br /&gt;
Rainer Golka stimmte einer Veröffentlichung seiner Zeichnungen auf dieser Internetseite zu und gestattete mir auch die Ergänzung mit weiteren seiner noch entstehenden &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; an dieser Stelle. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zitat:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;quot;Eine Stadt ist etwas von Menschenhand Geprägtes, steinern, ehern und doch jeglicher Veränderung unterworfen, von den Generationen, die in ihr lebten und leben bis hin, dass sich die Natur zurückholt, was wir ihr stahlen. So ist sie wie wir selbst sensibel und rau, Festhalten und Veränderung. In dieser Ambivalenz erlebe ich meine Wahlheimat Güstrow.&lt;br /&gt;
Eine Stadt, die mich empfängt, opulent oder ungeschminkt aber immer mit der Offenheit etwas von sich preiszugeben&amp;quot;.&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Rainer Golka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka schreibt im Güstrower Jahrbuch von 2012 weiter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1955 in Berlin geboren, Abitur, Zimmermann, Diplomingenieur, zwei Söhne, geschieden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1992 Umzug nach Groß Tessin, ab 1995 in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von 2000 bis 2007 selbstständig als Lehmbauer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Malerei und Grafik habe ich mir in meiner Jugend selber angenommen und beschäftige mich seit 2007 intensiver damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.epubli.de/shop/buch/rainer-golka-g-strower-ansichten-hilde-stockmann-9783756546985/131443 Buch Rainer Golka - Güstrower Ansichten bestellen bei Verlag epubli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rainergolka.mp4|thumb|left|Künstler Rainer Golka Güstrower Ansichten von 2014]]&lt;br /&gt;
                   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;  &lt;br /&gt;
;Güstrow - 03.12.2014&lt;br /&gt;
Über 40 Stände von Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern auf dem 10. Adventsmarkt in Eingangshalle des KMG Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Malerei und Graphik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Motiven aus der Kreisstadt fanden Kunstinteressierte am Stand des &#039;&#039;&#039;Güstrowers Rainer Golka&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Gemälde von Andreas Tessenow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Alle Bilder sind mit der Technik Öl auf Leinwand erstellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* weitere Informationen über den [[Künstler der Stadt Güstrow#Andreas_Tessenow|Künstler A.Tessenow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Am Berge 70x100.jpg|2015 Am Berge 70x100&lt;br /&gt;
Datei:02 Am Schlossgarten 70x100.jpg|2017 Am Schlossgarten 70x100&lt;br /&gt;
Datei:03 Am Franz-Parr-Platz 70x100.jpg|Am Franz-Parr-Platz 70x100&lt;br /&gt;
Datei:04 Am Schlossberg 70x100.jpg|2017 Am Schlossberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:05 Am Nachtigallenberg 70x100.jpg| 2015 Am Nachtigallenberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:06 Blick vom Wall in Richtung HansenStraße 60x80.jpg|Blick vom Wall in Richtung Hansen-Straße 60x80&lt;br /&gt;
Datei:07 Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80.jpg|Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80&lt;br /&gt;
Datei:08 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80.jpg|2017 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80&lt;br /&gt;
Datei:09 Blick vom Süden auf den Dom 60x80.jpg|2015 Blick vom Süden auf den Dom 60x80&lt;br /&gt;
Datei:10 Blick von 60x80.jpg|Blick zwischen Dom und Schulstrasse 60x80&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten (1961, 1992) Fotos von dem Radtouristen Rudolf Kampmann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehende Fotografien und Ansichten wurden 1961 von dem &#039;&#039;&#039;Berliner Rudolf Kampmann&#039;&#039;&#039; in Güstrow gefertigt und mir 2021 von seiner Witwe aus Berlin zugesandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 c.jpg|1992&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 b.jpg|1992&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten vom Dach des Wohnhochhauses (Beim Wasserturm 4); Fotos Dieter Kölpien (2007)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow, Wasserturm 4 - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 01.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 02.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 03.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 04.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 05.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 06.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 07.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 08.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 09.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 11.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 12.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 13.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 14.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 15.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 16.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 17.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 18.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 19.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 20.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 21.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 22.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 23.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 24.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 25.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 26.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 27.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 28.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 29.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 30.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 31.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) Bildersammlung von Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
* Die Website [https://guestrow-history.de/index.php/uebersicht Güstrow in alten Ansichten - Kriegsgefangenenlager]  -  (Diese Website erstellte Thomas Pilz.)&lt;br /&gt;
Der Name Bockhorst kommt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet „Siedlung beim Buchengehölz“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos über Güstrow===&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos|Videos über Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos von Güstrow TV===&lt;br /&gt;
* [http://guestrowtv.de/ Güstrow TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow - Ortschronik/en -chronologische Übersicht- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten benannt. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten, die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en|&#039;&#039;&#039;Güstrow - Ortschronik -chronologische Übersicht-&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
::* [[Benutzer:DieterKölpien|Autor Dieter Kölpien]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;|Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
::*[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schlie Friedrich Schlie bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [[Themendownload|Themen zur Geschichte Güstrows]]&lt;br /&gt;
* [[Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)|Der Schwebende - Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Güstrower Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Licht, Eisenbahn, Post, Telefonie/Telegraphie, Amateurfunk u. a. Vereine) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow wichtige Einrichtungen|wichtige Einrichtungen und ihre Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#ELEKTRIZITÄT in Güstrow|Elektrizität]]&lt;br /&gt;
:* [[G%C3%BCstrow wichtige Einrichtungen#WASSER.2C Wasserversorgung.2C Kanalisation in G.C3.BCstrow|Wasser, Wasserversorgung, Kanalisation]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#GAS in Güstrow|Gas]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#POSTWESEN in Güstrow|Postwesen]]&lt;br /&gt;
:* [[Über Aufzeichnungen aus Resten der Güstrower Postchronik|Güstrower Postchronik - 1938 vom Justizinspektor Walter Fiedler veröffentlicht]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#EISENBAHN in Güstrow|Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FERNMELDEWESEN in Güstrow|Fernmeldewesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine und Organisationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FEUERWEHR Güstrow|Feuerwehr Güstrow]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#AMATEURFUNKER in GÜSTROW gibt es schon seit 50 Jahren (Stand 2006)|Amateurfunk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale in der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|thumb|250px|link =https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|[[Medium:Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|Güstrower Denkmale Zusammenstellung - 128 Seiten - pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im direkten Stadtgebiet Güstrow (ohne zugehörige Ortsteile) befinden sich außerdem ca. 530 Baudenkmäler, die hier nicht alle explizit benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schloss Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mv-schloesser.de/de/location/schloss-guestrow/ Schloss Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theater Güstrow, ab 1957 Ernst-Barlach-Theater (EBT)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Theater der Stadt Güstrow|Theater der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchen der Stadt Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow|Kirchen der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Dom zu Güstrow|Dom zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Pfarrkirche St. Marien Güstrow|Pfarrkirche zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtarchiv Güstrow &amp;quot;Heinrich Benox&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
;Einige Bemerkungen zum Tag der Archive 2020.&lt;br /&gt;
Als wir, Gernot Moeller und ich, kurz vor dem Jahr 2000 unsere berufliche Tätigkeit, bei der  Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, Rückblick auf unser über 40 Jahre andauerndes gemeinsames Arbeitsleben im Fernmeldewesen in unserer Region zu halten und damit auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen bei der einstigen staatlichen Deutschen Post der DDR und der späteren Deutschen Telekom AG in Güstrow zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor damals nicht ganz 166 Jahren, am 01.10.1854, wurde die „Großherzoglich-Mecklenburgische Telegraphen-Station“in der Güstrower Baustraße 3 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war meinem Freund Gernot Moeller und mir im Jahr zuvor, als wir aus Anlass des 775. Jubiläum unserer Heimatstadt eine 270 Seiten umfassende Studie „Güstrow und das Fernmeldewesen“ - vom Klopfertelegraphen bis zum ISDN - abschlossen und unserer Vaterstadt gewidmet hatten, erneut  ein willkommener Anlass, die bei dieser Arbeit gewonnenen umfangreichen Erkenntnisse über die Anfänge der Telekommunikation in Güstrow (die damals Telegraphie und Telefonie und später Fernschreiben und Fernsprechen und noch später Fernmeldewesen genannt wurden), in einer weiteren Studie „Die Geschichte der  Güstrower Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenstation Güstrow“  niederzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unseren Recherchen über die Anfänge des Mecklenburger Telegrafenwesens in Archiven, Bibliotheken und Museen unseres Landes, erlebten wir besonders beglückende Augenblicke im Landeshauptarchiv Schwerin und im Kulturhistorischen Museum Rostock. Während wir in Schwerin Inventurunterlagen vom Übergang der Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenverwaltung an den Norddeutschen Bund von 1868 entdeckten, die sowohl die elektrotechnische als auch die gebäude- und bürotechnische Ausstattung der gesamten 17 mecklenburgischen Telegrafenstationen enthielten und dadurch detaillierte Rückschlüsse auf das betriebstechnische Zusammenwirken der Stationen in Mecklenburg ermöglichten. Durch einen Hinweis aus dem Technischen Landesmuseum Schwerin (Dr. Wolf Karge) fanden wir im Kulturhistorischen Museum Rostock einen Telegrafen mit Normalfarbschreiber aus der Anfangszeit der Telegrafie im Mecklenburg. Dieses Gerät wurde damals von der Firma Siemens &amp;amp; Halske gefertigt und war in Doberan oder Heiligendamm um 1873 in der Badesaison vom Großherzog genutzt worden. Der Telegraphenapparat, der u. a. mit einem mechanischen Laufwerk aus Messing für den Transport eines schmalen Papierstreifens ausgestattet ist, begeisterte uns besonders. Nach dem Öffnen des Laufwerk-Gehäuses und dem leichten Berühren eines Fliehkraftreglers begann das Laufwerk augenblicklich gleichmäßig den Papierstreifen zu transportieren, auf dem im Betriebszustand die Morsezeichen, die durch die Betätigung einer Morsetaste am fernen Ende einer Telegraphenleitung lesbar werden. Durch unsere kleinen Reparaturen am Magnetsystem und an der Morsetaste konnte die Betriebsfähigkeit des Telegraphen, wie er vor 150 Jahren an 17 Telegraphenstationen im Staatstelegraphennetz des Großherzogtums Schwerin eingesetzt war, wiederhergestellt werden und dem Kulturhistorischen Museum Rostock funktionsfähig zurückgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war mir erneut ein aufrichtiges Bedürfnis, den Tag der Archive 2020, um dessen Mitgestaltung ich durch das Stadtarchiv gebeten wurde, zum Anlass zu nehmen, allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiterinnen des Güstrower Archivs, des Museums, der historischen Bibliothek für die immerwährende, nahezu 20-jährige, nutzbringende Zusammenarbeit zur Dokumentation verschiedenster stadtgeschichtlicher Studien, erneut herzlichst zu danken. Es ist mir immer ein selbstverständliches Anliegen, ja eine Ehrensache, gewesen, von den mir inzwischen zuteil gewordenen Ehrungen im Stadtarchiv persönlich zu berichten, um so den bedeutenden Anteil der hilfreichen fachkundigen Unterstützung durch die Archivarinnen meinerseits zu würdigen. Ich schätze die Tätigkeiten der in Archiven arbeitenden Beschäftigten als äußerst wertvoll und sehr wichtig ein. Sie sind an hervorragender Stelle für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Förderung der Neugierde der Gesellschaft tätig. Das kann ich ohne Einschränkung immer wieder feststellen. Sehr geehrte Damen, auch deshalb bin ich heute wieder gerne hier in Stadtarchiv „Heinrich Benox“ und beglückwünsche Sie zum Tag der Archive 2020 mit den passenden Fritz Reuter-Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dei nich kennt, wat vergahn ist,&lt;br /&gt;
:kann nich begriepen, wat nu is;&lt;br /&gt;
:Dei nich begrippt wat is, kann nich weiten wat ward.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnern, dass es durch unsere Initiative und mit der Unterstützung zahlreicher Güstrower Archivnutzer möglich wurde, unserem Güstrower Stadtarchiv den Namen des verdienstvollen Stadtarchivars Heinrich Benox zu geben.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tag der Archive 2020 - Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Blicke in die Archivausstellung am 07. und 08. März 2020 &lt;br /&gt;
:::::-Fotos Barbara Zucker-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 0.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 1.JPG&lt;br /&gt;
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Datei:Archiv 11.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
Die Bildung des örtlichen Kunst- und Altertumsvereins in Güstrow wurde durch die Entstehung von Geschichtsvereinen in Deutschland und durch eine Empfehlung der Schweriner Großherzoglichen Kommission zur Erhaltung von Denkmälern angeregt und erfolgte nach einer Beratung von 28 Güstrower Bürgern am 19. April 1890. Details kann man im Ausstellungsführer des Museums Güstrow nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsbestand hat sich schnell vergrößert, so dass bis zum Jahre 2003 fünf verschiedene Standorte nacheinander genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Standort (1892-1910) war der heute nicht mehr existierende Billardsaal des damaligen Wallhotels. Es folgte der Umzug in das renovierte Gebäude Domplatz 16 (1910-1923). Danach (1924-1945) beherbergte der ehemalige Pferdestall (heute Uwe Johnson-Bibliothek) das Museum. Es folgte nach der Zusammenführung der an verschiedenen Stellen ausgelagerten Bestände die Unterbringung der musealen Gegenstände im Gebäude Franz-Parr-Platz 7(1953-2003). Seit 2003 wird der heutige Standort des Museums am Franz-Parr-Platz 10 genutzt. Diese zahlreichen Umzüge und Auslagerungen haben zu Schäden und Verlusten an musealen Gegenständen geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verantwortlichen Mitarbeitern mehrerer Generationen des Museums ist es zu danken, dass unser Museum heute vielfältige stadtgeschichtliche Rückblicke in verschiedenste historische Zeiträume unserer Stadt ermöglicht. Heute ist es der Kunst- und Altertumsverein, der sich ehrenamtlich um die Stadtgeschichte kümmert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Es ist beabsichtigt, auch an dieser Stelle (mit Zustimmung des KAV) anlässlich des 130jährigen Bestehens des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e. V., die durch ihn erstellten und an Wandtafeln und Jahreskalendern veröffentlichten &amp;quot;Güstrower Hausgeschichten&amp;quot; zu präsentieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/stadt-kultur-politik/kultur/galerie-wollhalle/ Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der bekannteste Güstrower Dichter, Demokrat und Plattsnacker John Brinckman und andere plattsnackende Güstrower ==&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman Gesellschaft e.V.|Brinckman Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#John Brinckman in Güstrow|Brinckman, John in Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/brinckmn.html Brinckman – Projekt Gutenberg.de]&lt;br /&gt;
* [[Brinckman-200|Brinckman-200 im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Brinckmanschen Ratssilberschatzes]]&lt;br /&gt;
* [[Billerchronik &amp;quot;25 Johr Güstrower Plattsnacker&amp;quot; (1989-2014)|Chronik der Plattsnacker 1989 - 2014]]&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Chronik des Brinckman Brunnen - pdf - 45 Seiten]] &lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Plattdütsches, To de Güstrower Geschicht up platt|Güstrower Geschichte up platt]]&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow#John Brinckman|Güstrower Künstler Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Güstrower Plattsnacker kann man hier snacken hüren|Güstrower Plattsnacker]] &lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows#John-Brinckman-Straße|Straßenname]]&lt;br /&gt;
* [[Sprüche auf Platt|Sprüche auf Platt]]&lt;br /&gt;
* [[Vo%C3%9F- un Haas-Klenner 1932|Voss un Haas Klennen 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattschriewers in un üm Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Plattschriewers in un üm Güstrow|Plattschriewers in un üm Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow in älteren und neueren Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;|in Ostmecklenburgischen Heimat]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Monatsheften|in Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Jahrbüchern|in Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Güstrower Jahrbüchern|in Güstower Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Medium:Beltz Güstrow - Mai 1945 Seiten 31.pdf|1945 Bericht Wilhelm Beltz - eigenes Erleben 31 Seiten pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbuch des George Friedrich Pirscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow Stammbuch| 54 Güstrower im Stammbuch des George Friedrich Pirscher zwischen 1770 bis 1778]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrower Bürgermeister|Güstrower Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über verdienstvolle Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Chronisten geben Hinweise auf Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger der Stadt Güstrow - ältere Liste Stand 2022]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Ehrenbürger der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Capobus,1748 - ?, Theologe und Philosoph|Johann Capobus 1748 Theologe und Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Über Ehrenmitgliedschaften der Stadtvertretung Güstrow|Ehrenmitglied der Stadt - nach neuem Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage auf dem Güstrower Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg in Güstrow|Paul von Hindenburg in Gremmelin]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Persönlichkeiten der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen von Straßen, Plätze und Stätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows|Namensgeber für Straßen, Plätze und Stätten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Handwerker der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow|Künstler und Kunst- und Altertumsverein der Stadt Güstrow]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Handwerker der Stadt Güstrow Goldschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Kannengeter ein ausgestorbenes Handwerk]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Über Entdeckungen einer Glockengrube in der Nähe|Glockengießer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kniesenacker|Kniesenacker Bier - Fürstenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juden in Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juden in Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zur Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
* Vereinsgründungen bzw. Neugründungen in Güstrow nach der Wende&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/object_299994 Güstrow Stadt in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCstrow Güstrow bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/ Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow-tourismus.de/attraktion/stadt-und-geschichte/ Güstrow und Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_bei_Youtube_-_Videos Güstrow bei Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen, Geschichten und Legenden rund um Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Voß- un Haas-Klenner 1932|Fuchs und Haase Kalender 1932]]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/06.htm Hexenwahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.svz.de/lokales/guestrow/artikel/auf-dem-scheiterhaufen-im-hexendorf-glasewitz-40301509 Hexenverbrennungen]&lt;br /&gt;
* [https://antonpraetorius.de/wp-content/uploads/2022/02/Guestrow-MV-Namen-Opfer-Hexenprozesse Güstrow Opfer Hexenprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Mittelalter Hexenverfolgung Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Flurnamen auf der Güstrower Feldmark=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=150708</id>
		<title>Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=150708"/>
		<updated>2026-06-23T07:23:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Autoren und Sammler von stadtgeschichtlichen Beiträgen über Güstrow:&lt;br /&gt;
[[Benutzer: DieterKölpien | Dieter Kölpien und Gernot Moeller und nun auch mit Rainer Schirmann ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Barlachstadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | plz = 18273&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock (LRO)&lt;br /&gt;
 | einwohner = 30 000 (2020)&lt;br /&gt;
 | lat=53.7854 &lt;br /&gt;
 | lon=12.1809&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die GPS-Koordinaten nach Google von Güstrow (Markt) lauten:&lt;br /&gt;
:Breite 53° 48&#039; 11 N / Länge: 12° 11&#039; 22 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=13/53.7854/12.1809 Breite: 53.7854 Länge: 12.1809 ]  &amp;amp;#160;&amp;amp;#160; Quelle: OpenStreetMap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.083072662353517%2C53.76109296527907%2C12.266750335693361%2C53.82690070149636&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.79400973965047%2C12.174911499023438&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.7940&amp;amp;amp;mlon=12.1749#map=13/53.7940/12.1749&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Güstrow anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Älteste Darstellung des Stadtsiegels Güstrow.jpg|thumb|250px|rechts|Älteste Darstellung des Güstrower Stadtsiegels von 1293]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Wappen Teske 1885.jpg|thumb|250px|rechts|Wappen nach Teske 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Güstrow.svg.png|thumb|250px|rechts| Stadtwappen von Güstrow ab 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge-fahne-gstrow-90-x-150-cm.jpg|thumb|250px|rechts| Flagge von Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2006 führt die ca. 30000 Einwohner zählende Kreisstadt des Landkreises Rostock den offiziellen Namen &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;. Güstrow liegt im Zentrum Mecklenburgs und ist die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow liegt ca. 50 Kilometer südlich Rostocks an dem Fluss Nebel, nahe der Autobahn A 19 und an der Kreuzung der Bundesstraßen B 103 und B 104. Güstrow wurde 1228 von dem wendischen Fürsten Heinrich Borwin gegründet. Es war Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow bis zum Aussterben der wendischen Linie. (Mehr bei Wikipedia.) Sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinem 1226 errichteten Dom, mit dem Güstrower Ehrenmal (auch Schwebender von Ernst Barlach) sind sehenswert. &lt;br /&gt;
Die Stadt ist auch Sitz des Amts Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow besteht seit etwa 1100, &lt;br /&gt;
:erhielt um 1219 bis 1228 das Schweriner Stadt- sowie das Marktrecht und war von &lt;br /&gt;
:1229 bis 1436, sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg Güstrow. &lt;br /&gt;
:Die slawische Burg und später das Schloss Güstrow prägten den Ort. &lt;br /&gt;
:Mit dem Stadtrecht hatte die Stadt auch die Befugnis eine Stadtbefestigung anzulegen.&lt;br /&gt;
;Das Stadtsiegel überstand einen Brand des Rathauses.&lt;br /&gt;
:ging danach jedoch verloren. Eine Nachbildung des Stadtsiegels zeigt eine Grafik der Künstlerin Vera Kopetz aus dem Jahr 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Namensgebung stand der altpolabische Begriff &amp;quot;Guscerov&amp;quot; (Eidechsenort) Pate, der in &amp;quot;Gustrowe&amp;quot; bzw. &amp;quot;Guztrowe&amp;quot; abgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datei: Güstrow Wappen Teske 1885 (Carl Teske, war ein mecklenburgischer Heraldiker.)&lt;br /&gt;
:: * 8. Dezember 1859 in Neubrandenburg; + 2. Juli 1894 in Schwerin; vollständiger Name: Carl Wilhelm Julius Teske                                                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nach Carl Teske &amp;quot;Die Wappen der Großherzogtümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken&amp;quot; 1885&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Nr. 14 Güstrow (Herrschaft Werle) &lt;br /&gt;
::In Rot ein nach Links gekehrter, schwarzer Stier vor einem nach rechts gelehntem, grünem Baum mit fünfzackigen Blättern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Gestaltung des Stadtwappens erfolgte nach dem ältesten Siegel, einem der ältesten Güstrower bildnerischen Werke, aus dem Jahre 1293.&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen der Historiker ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das Wappen vor dem 30-jährigen Krieg einen goldenen Hintergrund besaß. Das Blattgold wurde damals auf rotem Untergrund aufgelegt und habe sich später von diesem gelöst.  Dies führte zu der Annahme, dass der ursprüngliche Hintergrund einmal rot war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappen von Güstrow 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappenbeschreibung eines neuen Güstrower Wappens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„In Gold ein stehender, nach Links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehntem grünem Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot!). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flaggenbeschreibung&lt;br /&gt;
::„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in Gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der zuletzt am 27.10.2011 geänderten Hauptsatzung der Stadt Güstrow heißt es:&lt;br /&gt;
::§ 1 –Name/Wappen/Flagge/Dienstsiegel-,&lt;br /&gt;
:::(1) Die Stadt führt die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;„Barlachstadt“&#039;&#039;&#039;...&lt;br /&gt;
:::(6) Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext über Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist als historische &#039;&#039;&#039;Residenzstadt&#039;&#039;&#039; bekannt für sein &#039;&#039;&#039;Schloss&#039;&#039;&#039;, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Güstrower Ehrenmal bekannt als &#039;&#039;&#039;„Schwebender&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von Barlach. Die 1236 begründete &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Domschule Güstrow ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, seit 1991 ist die Stadt zudem Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Mittelalter Güstrows Lage in der sumpfigen Umgebung der Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow einen Schutz vor Überfällen bot, brachten später die Kreuzung der Postwege und danach der Verlauf der Eisenbahnlinien zwischen Kopenhagen (København) und Berlin und zwischen Hamburg und Lübeck nach Stettin und Bahnnebenstrecken Güstrow - Karow, Güstrow - Plaaz - Laage, lebhaften Verkehr nach Güstrow und das Gastgewerbe erblühte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Natürlich brachte die zentrale Lage Güstrows und die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel weitere Vorteile für die Stadt.&lt;br /&gt;
Die günstige Lage der Stadt empfahl sich als Kreuzungspunkt mehrerer Chausseen und befestigter Landstraßen.&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Struktur der Stadt, mit dem Marktplatz im Zentrum des Ortes und des sich auf ihm kreuzenden, historisch gewachsenen Wegenetzes, sind auch nach einhundert Jahren immer noch ein Hindernis für den heutigen Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist über Land- und Bundesstraßen von Rostock, Schwerin über Sternberg, Parchim über Goldberg, Plau über Krakow, Neubrandenburg &lt;br /&gt;
über Teterow erreichbar. Der Ausbau der Nebel zwischen Güstrow und Bützow zu einer schiffbaren Wasserstraße hat heute keine Bedeutung mehr. Der errichtete Kanal diente eins zum Transport von Zuckerrüben zu der damals am Westrand der Stadt gelegenen Zuckerfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind es vor allem die Bundesstraßen (B 103 und B 104) und der erfolgte Anschluss an das Autobahnnetz (A 19), die eine gute Erreichbarkeit Güstrows gewährleisten.&lt;br /&gt;
Für den Durchgangsverkehr ist die Beachtung der Verkehrszeichen durch die Fahrzeugführer, von aller größter Bedeutung. Das Befahren der Innenstadt mit Lkw ist unmöglich. Gut ausgebaute Umgehungsstraßen fehlen in der Stadtnähe Güstrows.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der ersten mecklenburgischen Eisenbahnverbindung von Hagenow über Schwerin, Kleinen, Bützow nach Rostock im Jahre 1847, folgte 1850 der Anschluss Güstrows an das Eisenbahnnetz. 1862 entstand die Verbindung zwischen Güstrow und Neubrandenburg und erst 1882 folgte der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Güstrow nach Plau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ab 1850 entstand auch die ersten Staats-Telegraphenlinie von Schwerin nach Güstrow durch Aktivitäten des Rates der Stadt Güstrow. In Güstrow gab es ab 1854 eine Staats-Telegraphenstation in der Baustraße 3, die nach Westen mit Schwerin und später auch in Richtung Osten mit Neubrandenburg und Neustrelitz und schließlich auch mit dem preußischen Telegraphennetz verbunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003650  &#039;&#039;&#039;Die Gründung der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039;  Karl Hoffmann In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd.94 (1930) S.112-126]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg004/477653154.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow unter Wallenstein&#039;&#039;&#039;  Bruno Romberg In: Mecklenburgische Monatshefte, Bd.4 (1928) 11, S.589-596]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg012/516672533.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow als Hort der Freiheitskriege&#039;&#039;&#039;  Oscar Gehrig In: Mecklenburgische Monatshefte Bd.12 (1936) 138, S.308-310]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]] Geschichte der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow im Spiegel von geografischen Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtplan von Merian 1653.png|1693 Güstrow von Merian&lt;br /&gt;
Datei:Wiebelkingsche Karte von 1786.jpg|1786 Wiebelkingsche Karte&lt;br /&gt;
Datei:Vorderstadt Güstroe 18318.png|1831 Vorderstadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Stadt Güstrow vor 1914.jpg|1914 Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow Michaal-Plan 1930-1933.jpg|1930 Michaal-Plan&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow 2020.png|2020 Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrow Bildergalerien== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Ölgemälde Güstrow.jpg|1937 Ölgemälde vom Güstrower Maler Robert Otto &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf Güstrow aus südwestlicher Richtung von der Schanze.&lt;br /&gt;
(Dieses Gemälde war ein Hochzeitsgeschenk des Malers an unsere Eltern und entstand vor 1937. Der Maler wohnte um 1935 in der Güstrower Feldstraße 41.-DK-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrower Ansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Radierungen-Zeichnungen von Friedrich Thorban===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signatur (T) auf den Grafiken lässt den Schluss zu, dass es sich um Arbeiten des Güstrower Zeichenlehrers Friedrich Thorban (1889-1945) handelt. Er, seine Frau und Tochter schieden am 05.05.1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Ansichtskarten (1897-1953) Sammlung Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1897-mehrbild-litho1.jpg|1897&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho-2.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-post5.jpg|1898 Post&lt;br /&gt;
Datei:1898-totale6.jpg|1898 Totale&lt;br /&gt;
Datei:1899-hafen.jpg|1899 Hafen&lt;br /&gt;
Datei:1899-markt-1.jpg|1899 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-litho.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-lithoII.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-neuewallstr.jpg|1899 Neue Wallstraße&lt;br /&gt;
Datei:1899-schabernack.jpg|1899 Schabernack&lt;br /&gt;
Datei:1900-bahnhof.jpg|1900 Bahnhof&lt;br /&gt;
Datei:1900-bleicherstr.jpg|1900 Bleicherstraße&lt;br /&gt;
Datei:1900-hagebokerstr.jpg|1900 Hageboker Straße&lt;br /&gt;
Datei:1900-kaserneII.jpg|1900 Kaserne&lt;br /&gt;
Datei:1900-kriegerdenkmal.jpg|1900 Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:1900-landgericht.jpg|1900 Landgericht&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-2f.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-sw.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-mehrbild-litho.jpg|1900&lt;br /&gt;
Datei:1900-neuewelt.jpg|1900 Neuen Welt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1900-schleuse.jpg|1900 Bützow Schleuse&lt;br /&gt;
Datei:1900-schloss-hinten.jpg|1900 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1900-schutzenhaus.jpg|1900 Schützenhaus&lt;br /&gt;
Datei:1900-siegesaule.jpg|1900 Siegessäule&lt;br /&gt;
Datei:1900-wallpromenade.jpg|1900 Wall-Promenade&lt;br /&gt;
Datei:1901-grunerwinkel.jpg|1901 Grünwinkel&lt;br /&gt;
Datei:1901-mehrbild-col3.jpg|1901 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1910-zepelin.jpg|1910 Denkmal&lt;br /&gt;
Datei:1929-landeskinderheim.jpg|1929 Landeskinderheim&lt;br /&gt;
Datei:1925-burgerschule.jpg|1925&lt;br /&gt;
Datei:1907-pferdemarkt.jpg|1907 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
Datei:1907-totale.jpg| 1907&lt;br /&gt;
Datei:1918-altersheim.jpg|1918 Altersheim&lt;br /&gt;
Datei:1922-schuledom.jpg|1922 Realschule Dom&lt;br /&gt;
Datei:1924-KaffeBorwin.jpg|1924 Kaffee Borwin&lt;br /&gt;
Datei:1941-luftbildschlossII.jpg|1941 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1942-luftbildwest.jpg|1942&lt;br /&gt;
Datei:1953-pferdemarkt.jpg|1953 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ansichtskarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schabernack&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen angeblichen Schabernack;&lt;br /&gt;
* [https://guestrow-history.de/index.php/ausflugslokale/schabernack Ausflugslokal Schabernack]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten um 2010, Zeichnungen von Rainer Golka === &lt;br /&gt;
[[Datei:Titel Güstrow.jpg|thumb|150px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/2/2f/00_Buch_Golka_11_11_22.pdf|[[Medium:00_Buch_Golka_11_11_22.pdf  |Rainer Golka – Güstrower Ansichten – 76 Zeichnungen - pdf - ISBN 978-3-756546-98-5]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07 Rück Güstrow Karte.jpg|thumb|150px|Rückseite - Verlag epubli A5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehenden Text entnahm ich dem Güstrower Jahrbuch (Güstrower Verlags GbR) von 2012, in dem ich erstmalig unter dem Titel &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; Zeichnungen von Rainer Golka entdeckte. Dort formulierte dieser sinngemäß sehr eindrucksvoll mit Worten, was er mit dem gleichen Feingefühl in seinen Güstrower Zeichnungen &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; ausdrückt.&lt;br /&gt;
Rainer Golka stimmte einer Veröffentlichung seiner Zeichnungen auf dieser Internetseite zu und gestattete mir auch die Ergänzung mit weiteren seiner noch entstehenden &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; an dieser Stelle. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zitat:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;quot;Eine Stadt ist etwas von Menschenhand Geprägtes, steinern, ehern und doch jeglicher Veränderung unterworfen, von den Generationen, die in ihr lebten und leben bis hin, dass sich die Natur zurückholt, was wir ihr stahlen. So ist sie wie wir selbst sensibel und rau, Festhalten und Veränderung. In dieser Ambivalenz erlebe ich meine Wahlheimat Güstrow.&lt;br /&gt;
Eine Stadt, die mich empfängt, opulent oder ungeschminkt aber immer mit der Offenheit etwas von sich preiszugeben&amp;quot;.&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Rainer Golka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka schreibt im Güstrower Jahrbuch von 2012 weiter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1955 in Berlin geboren, Abitur, Zimmermann, Diplomingenieur, zwei Söhne, geschieden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1992 Umzug nach Groß Tessin, ab 1995 in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von 2000 bis 2007 selbstständig als Lehmbauer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Malerei und Grafik habe ich mir in meiner Jugend selber angenommen und beschäftige mich seit 2007 intensiver damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.epubli.de/shop/buch/rainer-golka-g-strower-ansichten-hilde-stockmann-9783756546985/131443 Buch Rainer Golka - Güstrower Ansichten bestellen bei Verlag epubli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rainergolka.mp4|thumb|left|Künstler Rainer Golka Güstrower Ansichten von 2014]]&lt;br /&gt;
                   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;  &lt;br /&gt;
;Güstrow - 03.12.2014&lt;br /&gt;
Über 40 Stände von Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern auf dem 10. Adventsmarkt in Eingangshalle des KMG Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Malerei und Graphik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Motiven aus der Kreisstadt fanden Kunstinteressierte am Stand des &#039;&#039;&#039;Güstrowers Rainer Golka&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Gemälde von Andreas Tessenow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Alle Bilder sind mit der Technik Öl auf Leinwand erstellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* weitere Informationen über den [[Künstler der Stadt Güstrow#Andreas_Tessenow|Künstler A.Tessenow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Am Berge 70x100.jpg|2015 Am Berge 70x100&lt;br /&gt;
Datei:02 Am Schlossgarten 70x100.jpg|2017 Am Schlossgarten 70x100&lt;br /&gt;
Datei:03 Am Franz-Parr-Platz 70x100.jpg|Am Franz-Parr-Platz 70x100&lt;br /&gt;
Datei:04 Am Schlossberg 70x100.jpg|2017 Am Schlossberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:05 Am Nachtigallenberg 70x100.jpg| 2015 Am Nachtigallenberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:06 Blick vom Wall in Richtung HansenStraße 60x80.jpg|Blick vom Wall in Richtung Hansen-Straße 60x80&lt;br /&gt;
Datei:07 Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80.jpg|Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80&lt;br /&gt;
Datei:08 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80.jpg|2017 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80&lt;br /&gt;
Datei:09 Blick vom Süden auf den Dom 60x80.jpg|2015 Blick vom Süden auf den Dom 60x80&lt;br /&gt;
Datei:10 Blick von 60x80.jpg|Blick zwischen Dom und Schulstrasse 60x80&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten (1961, 1992) Fotos von dem Radtouristen Rudolf Kampmann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehende Fotografien und Ansichten wurden 1961 von dem &#039;&#039;&#039;Berliner Rudolf Kampmann&#039;&#039;&#039; in Güstrow gefertigt und mir 2021 von seiner Witwe aus Berlin zugesandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 c.jpg|1992&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 b.jpg|1992&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten vom Dach des Wohnhochhauses (Beim Wasserturm 4); Fotos Dieter Kölpien (2007)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow, Wasserturm 4 - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 01.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 02.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 03.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 04.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 05.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 06.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 07.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 08.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 09.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 11.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 12.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 13.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 14.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 15.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 16.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 17.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 18.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 19.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 20.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 21.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 22.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 23.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 24.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 25.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 26.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 27.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 28.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 29.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 30.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 31.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) Bildersammlung von Thonas Pilz=== &lt;br /&gt;
* Die Website [https://guestrow-history.de/index.php/uebersicht Güstrow in alten Ansichten - Kriegsgefangenenlager]  -  (Diese Website erstellte Thomas Pilz.)&lt;br /&gt;
Der Name Bockhorst kommt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet „Siedlung beim Buchengehölz“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos über Güstrow===&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos|Videos über Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos von Güstrow TV===&lt;br /&gt;
* [http://guestrowtv.de/ Güstrow TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow - Ortschronik/en -chronologische Übersicht- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten benannt. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten, die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en|&#039;&#039;&#039;Güstrow - Ortschronik -chronologische Übersicht-&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
::* [[Benutzer:DieterKölpien|Autor Dieter Kölpien]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;|Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
::*[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schlie Friedrich Schlie bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [[Themendownload|Themen zur Geschichte Güstrows]]&lt;br /&gt;
* [[Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)|Der Schwebende - Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Güstrower Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Licht, Eisenbahn, Post, Telefonie/Telegraphie, Amateurfunk u. a. Vereine) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow wichtige Einrichtungen|wichtige Einrichtungen und ihre Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#ELEKTRIZITÄT in Güstrow|Elektrizität]]&lt;br /&gt;
:* [[G%C3%BCstrow wichtige Einrichtungen#WASSER.2C Wasserversorgung.2C Kanalisation in G.C3.BCstrow|Wasser, Wasserversorgung, Kanalisation]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#GAS in Güstrow|Gas]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#POSTWESEN in Güstrow|Postwesen]]&lt;br /&gt;
:* [[Über Aufzeichnungen aus Resten der Güstrower Postchronik|Güstrower Postchronik - 1938 vom Justizinspektor Walter Fiedler veröffentlicht]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#EISENBAHN in Güstrow|Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FERNMELDEWESEN in Güstrow|Fernmeldewesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine und Organisationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FEUERWEHR Güstrow|Feuerwehr Güstrow]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#AMATEURFUNKER in GÜSTROW gibt es schon seit 50 Jahren (Stand 2006)|Amateurfunk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale in der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|thumb|250px|link =https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|[[Medium:Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|Güstrower Denkmale Zusammenstellung - 128 Seiten - pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im direkten Stadtgebiet Güstrow (ohne zugehörige Ortsteile) befinden sich außerdem ca. 530 Baudenkmäler, die hier nicht alle explizit benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schloss Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mv-schloesser.de/de/location/schloss-guestrow/ Schloss Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theater Güstrow, ab 1957 Ernst-Barlach-Theater (EBT)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Theater der Stadt Güstrow|Theater der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchen der Stadt Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow|Kirchen der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Dom zu Güstrow|Dom zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Pfarrkirche St. Marien Güstrow|Pfarrkirche zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtarchiv Güstrow &amp;quot;Heinrich Benox&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
;Einige Bemerkungen zum Tag der Archive 2020.&lt;br /&gt;
Als wir, Gernot Moeller und ich, kurz vor dem Jahr 2000 unsere berufliche Tätigkeit, bei der  Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, Rückblick auf unser über 40 Jahre andauerndes gemeinsames Arbeitsleben im Fernmeldewesen in unserer Region zu halten und damit auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen bei der einstigen staatlichen Deutschen Post der DDR und der späteren Deutschen Telekom AG in Güstrow zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor damals nicht ganz 166 Jahren, am 01.10.1854, wurde die „Großherzoglich-Mecklenburgische Telegraphen-Station“in der Güstrower Baustraße 3 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war meinem Freund Gernot Moeller und mir im Jahr zuvor, als wir aus Anlass des 775. Jubiläum unserer Heimatstadt eine 270 Seiten umfassende Studie „Güstrow und das Fernmeldewesen“ - vom Klopfertelegraphen bis zum ISDN - abschlossen und unserer Vaterstadt gewidmet hatten, erneut  ein willkommener Anlass, die bei dieser Arbeit gewonnenen umfangreichen Erkenntnisse über die Anfänge der Telekommunikation in Güstrow (die damals Telegraphie und Telefonie und später Fernschreiben und Fernsprechen und noch später Fernmeldewesen genannt wurden), in einer weiteren Studie „Die Geschichte der  Güstrower Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenstation Güstrow“  niederzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unseren Recherchen über die Anfänge des Mecklenburger Telegrafenwesens in Archiven, Bibliotheken und Museen unseres Landes, erlebten wir besonders beglückende Augenblicke im Landeshauptarchiv Schwerin und im Kulturhistorischen Museum Rostock. Während wir in Schwerin Inventurunterlagen vom Übergang der Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenverwaltung an den Norddeutschen Bund von 1868 entdeckten, die sowohl die elektrotechnische als auch die gebäude- und bürotechnische Ausstattung der gesamten 17 mecklenburgischen Telegrafenstationen enthielten und dadurch detaillierte Rückschlüsse auf das betriebstechnische Zusammenwirken der Stationen in Mecklenburg ermöglichten. Durch einen Hinweis aus dem Technischen Landesmuseum Schwerin (Dr. Wolf Karge) fanden wir im Kulturhistorischen Museum Rostock einen Telegrafen mit Normalfarbschreiber aus der Anfangszeit der Telegrafie im Mecklenburg. Dieses Gerät wurde damals von der Firma Siemens &amp;amp; Halske gefertigt und war in Doberan oder Heiligendamm um 1873 in der Badesaison vom Großherzog genutzt worden. Der Telegraphenapparat, der u. a. mit einem mechanischen Laufwerk aus Messing für den Transport eines schmalen Papierstreifens ausgestattet ist, begeisterte uns besonders. Nach dem Öffnen des Laufwerk-Gehäuses und dem leichten Berühren eines Fliehkraftreglers begann das Laufwerk augenblicklich gleichmäßig den Papierstreifen zu transportieren, auf dem im Betriebszustand die Morsezeichen, die durch die Betätigung einer Morsetaste am fernen Ende einer Telegraphenleitung lesbar werden. Durch unsere kleinen Reparaturen am Magnetsystem und an der Morsetaste konnte die Betriebsfähigkeit des Telegraphen, wie er vor 150 Jahren an 17 Telegraphenstationen im Staatstelegraphennetz des Großherzogtums Schwerin eingesetzt war, wiederhergestellt werden und dem Kulturhistorischen Museum Rostock funktionsfähig zurückgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war mir erneut ein aufrichtiges Bedürfnis, den Tag der Archive 2020, um dessen Mitgestaltung ich durch das Stadtarchiv gebeten wurde, zum Anlass zu nehmen, allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiterinnen des Güstrower Archivs, des Museums, der historischen Bibliothek für die immerwährende, nahezu 20-jährige, nutzbringende Zusammenarbeit zur Dokumentation verschiedenster stadtgeschichtlicher Studien, erneut herzlichst zu danken. Es ist mir immer ein selbstverständliches Anliegen, ja eine Ehrensache, gewesen, von den mir inzwischen zuteil gewordenen Ehrungen im Stadtarchiv persönlich zu berichten, um so den bedeutenden Anteil der hilfreichen fachkundigen Unterstützung durch die Archivarinnen meinerseits zu würdigen. Ich schätze die Tätigkeiten der in Archiven arbeitenden Beschäftigten als äußerst wertvoll und sehr wichtig ein. Sie sind an hervorragender Stelle für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Förderung der Neugierde der Gesellschaft tätig. Das kann ich ohne Einschränkung immer wieder feststellen. Sehr geehrte Damen, auch deshalb bin ich heute wieder gerne hier in Stadtarchiv „Heinrich Benox“ und beglückwünsche Sie zum Tag der Archive 2020 mit den passenden Fritz Reuter-Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dei nich kennt, wat vergahn ist,&lt;br /&gt;
:kann nich begriepen, wat nu is;&lt;br /&gt;
:Dei nich begrippt wat is, kann nich weiten wat ward.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnern, dass es durch unsere Initiative und mit der Unterstützung zahlreicher Güstrower Archivnutzer möglich wurde, unserem Güstrower Stadtarchiv den Namen des verdienstvollen Stadtarchivars Heinrich Benox zu geben.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tag der Archive 2020 - Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Blicke in die Archivausstellung am 07. und 08. März 2020 &lt;br /&gt;
:::::-Fotos Barbara Zucker-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 0.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 1.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 2.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 3.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 4.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 6.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 7.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 8.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 9.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 11.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
Die Bildung des örtlichen Kunst- und Altertumsvereins in Güstrow wurde durch die Entstehung von Geschichtsvereinen in Deutschland und durch eine Empfehlung der Schweriner Großherzoglichen Kommission zur Erhaltung von Denkmälern angeregt und erfolgte nach einer Beratung von 28 Güstrower Bürgern am 19. April 1890. Details kann man im Ausstellungsführer des Museums Güstrow nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsbestand hat sich schnell vergrößert, so dass bis zum Jahre 2003 fünf verschiedene Standorte nacheinander genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Standort (1892-1910) war der heute nicht mehr existierende Billardsaal des damaligen Wallhotels. Es folgte der Umzug in das renovierte Gebäude Domplatz 16 (1910-1923). Danach (1924-1945) beherbergte der ehemalige Pferdestall (heute Uwe Johnson-Bibliothek) das Museum. Es folgte nach der Zusammenführung der an verschiedenen Stellen ausgelagerten Bestände die Unterbringung der musealen Gegenstände im Gebäude Franz-Parr-Platz 7(1953-2003). Seit 2003 wird der heutige Standort des Museums am Franz-Parr-Platz 10 genutzt. Diese zahlreichen Umzüge und Auslagerungen haben zu Schäden und Verlusten an musealen Gegenständen geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verantwortlichen Mitarbeitern mehrerer Generationen des Museums ist es zu danken, dass unser Museum heute vielfältige stadtgeschichtliche Rückblicke in verschiedenste historische Zeiträume unserer Stadt ermöglicht. Heute ist es der Kunst- und Altertumsverein, der sich ehrenamtlich um die Stadtgeschichte kümmert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Es ist beabsichtigt, auch an dieser Stelle (mit Zustimmung des KAV) anlässlich des 130jährigen Bestehens des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e. V., die durch ihn erstellten und an Wandtafeln und Jahreskalendern veröffentlichten &amp;quot;Güstrower Hausgeschichten&amp;quot; zu präsentieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/stadt-kultur-politik/kultur/galerie-wollhalle/ Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der bekannteste Güstrower Dichter, Demokrat und Plattsnacker John Brinckman und andere plattsnackende Güstrower ==&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman Gesellschaft e.V.|Brinckman Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#John Brinckman in Güstrow|Brinckman, John in Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/brinckmn.html Brinckman – Projekt Gutenberg.de]&lt;br /&gt;
* [[Brinckman-200|Brinckman-200 im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Brinckmanschen Ratssilberschatzes]]&lt;br /&gt;
* [[Billerchronik &amp;quot;25 Johr Güstrower Plattsnacker&amp;quot; (1989-2014)|Chronik der Plattsnacker 1989 - 2014]]&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Chronik des Brinckman Brunnen - pdf - 45 Seiten]] &lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Plattdütsches, To de Güstrower Geschicht up platt|Güstrower Geschichte up platt]]&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow#John Brinckman|Güstrower Künstler Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Güstrower Plattsnacker kann man hier snacken hüren|Güstrower Plattsnacker]] &lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows#John-Brinckman-Straße|Straßenname]]&lt;br /&gt;
* [[Sprüche auf Platt|Sprüche auf Platt]]&lt;br /&gt;
* [[Vo%C3%9F- un Haas-Klenner 1932|Voss un Haas Klennen 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattschriewers in un üm Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Plattschriewers in un üm Güstrow|Plattschriewers in un üm Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow in älteren und neueren Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;|in Ostmecklenburgischen Heimat]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Monatsheften|in Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Jahrbüchern|in Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Güstrower Jahrbüchern|in Güstower Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Medium:Beltz Güstrow - Mai 1945 Seiten 31.pdf|1945 Bericht Wilhelm Beltz - eigenes Erleben 31 Seiten pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbuch des George Friedrich Pirscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow Stammbuch| 54 Güstrower im Stammbuch des George Friedrich Pirscher zwischen 1770 bis 1778]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrower Bürgermeister|Güstrower Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über verdienstvolle Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Chronisten geben Hinweise auf Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger der Stadt Güstrow - ältere Liste Stand 2022]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Ehrenbürger der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Capobus,1748 - ?, Theologe und Philosoph|Johann Capobus 1748 Theologe und Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Über Ehrenmitgliedschaften der Stadtvertretung Güstrow|Ehrenmitglied der Stadt - nach neuem Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage auf dem Güstrower Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg in Güstrow|Paul von Hindenburg in Gremmelin]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Persönlichkeiten der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen von Straßen, Plätze und Stätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows|Namensgeber für Straßen, Plätze und Stätten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Handwerker der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow|Künstler und Kunst- und Altertumsverein der Stadt Güstrow]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Handwerker der Stadt Güstrow Goldschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Kannengeter ein ausgestorbenes Handwerk]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Über Entdeckungen einer Glockengrube in der Nähe|Glockengießer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kniesenacker|Kniesenacker Bier - Fürstenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juden in Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juden in Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zur Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
* Vereinsgründungen bzw. Neugründungen in Güstrow nach der Wende&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/object_299994 Güstrow Stadt in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCstrow Güstrow bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/ Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow-tourismus.de/attraktion/stadt-und-geschichte/ Güstrow und Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_bei_Youtube_-_Videos Güstrow bei Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen, Geschichten und Legenden rund um Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Voß- un Haas-Klenner 1932|Fuchs und Haase Kalender 1932]]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/06.htm Hexenwahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.svz.de/lokales/guestrow/artikel/auf-dem-scheiterhaufen-im-hexendorf-glasewitz-40301509 Hexenverbrennungen]&lt;br /&gt;
* [https://antonpraetorius.de/wp-content/uploads/2022/02/Guestrow-MV-Namen-Opfer-Hexenprozesse Güstrow Opfer Hexenprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Mittelalter Hexenverfolgung Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Flurnamen auf der Güstrower Feldmark=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=150023</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-13T16:34:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich mit freundlicher Hilfe&lt;br /&gt;
von Freunden aus dem Internet um diese WEB-Seite. Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=150022</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-13T15:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtssttadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich mit freundlicher Hilfe&lt;br /&gt;
von Freunden aus dem Internet um diese WEB-Seite. Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in eine marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=150021</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-13T15:24:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtssttadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich mit freundlicher Hilfe&lt;br /&gt;
von Freunden aus dem Internet um diese WEB-Seite. Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir, die Begründer dieser WEB-Seite Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach jeweiligen dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen Änderungen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in ein marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<updated>2026-06-13T15:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtssttadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst. Nach dem Tod von Gernot kümmerte ich mich mit freundlicher Hilfe&lt;br /&gt;
von Freunden aus dem Internet um diese WEB-Seite. Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) (FH = Fachhochschulabsolvent) der BRD Normen führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in ein marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=149999</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-13T13:30:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Bisher waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst.  &lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise mit übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) (FH = Fachhochschulabsolvent) der BRD Normen führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir nun hier von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in ein marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalski)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmer-Geschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmer-Lebens. Eine Einrichtung der Türmer-Stube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=149994</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
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		<updated>2026-06-13T13:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
Bisher waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst.  &lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise mit übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpiem und Gernot Moeller wurden beide Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander entfernten Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. &lt;br /&gt;
Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt Güstrow und nach strukturellen im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir durften seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) (FH = Fachhochschulabsolvent) der BRD Normen führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Arbeitsbereichen beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in ein marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalszik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmergeschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmerlebens. Eine Einrichtung der Türmerstube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Ortschroniken_Mecklenburg-Vorpommern&amp;diff=149992</id>
		<title>Ortschroniken Mecklenburg-Vorpommern</title>
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		<updated>2026-06-13T13:03:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Achtung: Hinweis auf die nächsten [[online-Community-Treff]]s.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;display: grid; grid-template-columns: 50% 50%;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &amp;lt;div class=&amp;quot;ac-fit-image&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Ducatus-Meklenburgici-1712-3550x3000.jpg]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &amp;lt;div class=&amp;quot;ac-fit-image&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Ducatus-Pomeraniae-1712-3550x3000.jpg]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center; font-size: 125%; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Johann Baptist Homann: Ducatus Meklenburgici tabula generalis. 1712&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center; font-size: 125%; font-weight: bold;&amp;quot;&amp;gt;Johann Baptist Homann: Ducatus Pomeraniae novissima tabula. 1712&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das interaktive Ortschronikenportal Mecklenburg-[[Vorpommern|Vorpommern]] stellt eine vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des nordöstlichen Bundeslandes initial bezuschusste Initiative zur Förderung und Verbreitung der Arbeit von Ortschronisten dar. Geschaffen wurde ein auf [https://www.mediawiki.org/ MediaWiki] basierendes Eingabewerkzeug zum Verfassen neuer, im Internet sichtbarer Ortschroniken sowie ein virtuelles, vielfach vernetztes Archiv zum Nachweis und zur Präsentation bereits vorhandener (gedruckter und ungedruckter) lokalhistorischer Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrüßung der Leser ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&#039;&#039;&amp;quot;Wer die Vergangenheit nicht kennt, läuft der Zukunft ziellos entgegen&amp;quot;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
;Martin von Troppau &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo Ortschronikenportal.png|200px|rechts]]&lt;br /&gt;
Liebe Ortschronistinnen und Ortschronisten, liebe Leser und Leserinnen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Portal verfolgt keinerlei kommerzielle Absichten und kann – &#039;&#039;&#039;unter eigenverantwortlicher Berücksichtigung des Urheberrechts&#039;&#039;&#039; – kostenlos genutzt werden. Es richtet sich insbesondere an jene Heimatforscher und Lokalhistoriker, die Geschichte, Kultur und Alltag von Dörfern und kleineren Städten in vielfacher Weise dokumentieren und sich dabei – schon im Hinblick auf die kleine Reichweite ihrer Leserschaft – „im Stich gelassen“ fühlen. Sie können ihre neuen oder vergriffenen Werke in digitaler Form verbreiten und dabei ggf. aktualisieren. Ziel des Portals ist es darüber hinaus, die Nutzer über den Stand der ortschronikalischen Forschung im Terrain zu unterrichten und die Arbeiten untereinander – auch sachsystematisch – zu vernetzen. Zugleich soll das Wissen über vergessene, entlegene oder fragmentarische Ortschroniken bzw. lokalhistorisch relevante Quellen (auch der sog. „grauen Literatur“ = ohne ISBN-Nummer im Eigenverlag erschienen und vertrieben) zusammengetragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugangsmöglichkeiten ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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===Welche Möglichkeiten gibt es, eine Chronik in das Portal einzufügen?===&lt;br /&gt;
[[Datei:OCH Erklärungen hoch 1.jpg|thumb|250px|rechts|Kurzanleitung für Anfänger pdf &lt;br /&gt;
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; &#039;&#039;&#039;Chronik verlinken:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
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; &#039;&#039;&#039;Chronik direkt ins Portal schreiben:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
: Sie schreiben gerade an einer Ortschronik. Dann können Sie den Text gleich in das Portal hineinschreiben. Genauso gut können Sie aber auch den Text erst in einem Textverarbeitungsprogramm schreiben und ins Portal hineinkopieren.&lt;br /&gt;
: Wie Sie das praktisch anfangen, erklären Ihnen die [[Schritt-für-Schritt-Anleitung]] und der [[Leitfaden zum Aufbau der Artikel|Leitfaden zum Aufbau der Seiten und Artikel]] im Portal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie sind die Seiten und Artikel im Portal aufgebaut?===&lt;br /&gt;
Zu einem Ort kann es mehrere Chroniken geben (in der Regel beschäftigt sich eine Chronik aber nur mit einem Ort). Das spiegelt sich in der Struktur des Portals wider: Bevor Sie eine Ortschronik in das Portal stellen, muss zu dem betreffenden Ort ein &#039;&#039;&#039;Orts-Artikel&#039;&#039;&#039; existieren oder von Ihnen angelegt werden. Von diesem Orts-Artikel wird dann auf den oder die Artikel der Ortschronik(en) verlinkt, also auf die &#039;&#039;&#039;Chronik-Artikel&#039;&#039;&#039; zum Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Orts-Artikel als auch die Chronik-Artikel sollten bestimmte inhaltliche und formale Kriterien erfüllen. Näheres dazu im:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Leitfaden zum Organisatorischen|Organisatorisches zum Erstellen einer Ortschronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Leitfaden zum Aufbau der Artikel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie gehe ich praktisch vor? Technische Anleitungen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Nutzer mit Wiki-Erfahrung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Portal ist ein Wiki und funktioniert wie die Wikipedia. Wenn Sie dort (oder in einem anderen Wiki) schon aktiv waren, finden Sie sich auch im Ortschroniken-Portal zurecht. Wenn Sie also im Prinzip wissen, wie es funktioniert, nur ab und an Detailwissen nachschlagen müssen, helfen Ihnen diese Seiten weiter:&lt;br /&gt;
* [[Arbeiten mit MediaWiki]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Nutzer, die mit LibreOffice arbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
gibt es die Möglichkeit, über eine Extension zu LibreOffice Office-Dokumente in das Format der Portal-Artikel umzuwandeln (WikiMedia-Format):&lt;br /&gt;
* [[Erstellen und Übernehmen von Dokumenten aus LibreOffice]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Einsteiger:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Wenn Sie noch keine Erfahrung im Umgang mit einem Wiki oder Content-Management-Systemen haben, nehmen Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Hilfe. Die führt Sie durch den Prozess vom Anlegen einer Orts-Seite bis zum Erstellen der Chroniken.&lt;br /&gt;
* [[Schritt-für-Schritt-Anleitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweis: Man muss nicht jedesmal das Rad neu erfinden===&lt;br /&gt;
Sie müssen bestimmte immer wieder auftretende Strukturen oder Textformatierungen (siehe unten) nicht immer wieder selbst erstellen &amp;amp;ndash; kopieren Sie ruhig aus anderen Artikeln das, was Sie brauchen und schreiben Ihre eigenen Texte hinein. Näheres dazu in der [[Schritt-für-Schritt-Anleitung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel:&#039;&#039;&#039; Sie legen einen Orts-Artikel an und brauchen nun den Steckbrief des Ortes. Suchen Sie sich einen bereits fertigen Orts-Artikel, gehen auf Bearbeiten und kopieren sich den Steckbrief heraus. Nachdem Sie den Steckbrief in Ihren Orts-Artikel hineinkopiert haben, ersetzen Sie die vorhandenen Einträge durch Ihre eigenen Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dabei darauf achten, dass in dem fremden Artikel dabei nicht unbeabsichtigt etwas verändert wird!  Selbst dies ist jedoch keine Katastrophe.  Texte werden versioniert.  Man kann jederzeit unter Versionsgeschichte auf ältere Versionen zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tipps zum Umgang mit digitalen Quellen===&lt;br /&gt;
Ein paar praktische Tipps, wenn Sie mit digitalen Quellen noch nicht so vertraut sind, finden Sie hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tipps zum Umgang mit digitalen Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handbibliothek ==&lt;br /&gt;
* [[Handbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Begriffserklärungen und Latein in der Geschichtsschreibung]], verschwundene Wörter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Maße, Währungen und Gewichtseinheiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakt==&lt;br /&gt;
Sie haben Fragen zum Portal, dem dahinter stehenden Projekt oder wollen uns auf ähnliche Arbeiten andernorts hinweisen?  Schicken Sie uns einfach eine E-Mail über die Adresse [mailto:info@ortschroniken-mv.de?Subject=Kontaktanfrage info@ortschroniken-mv.de].  Dieses Portal wird aktuell vom [[AK Ortschroniken des Heimatverbandes MV]] betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Assoziierte Projekte und regionale Projekte mit Ortschronikenbezug==&lt;br /&gt;
* Das [http://www.wossidia.de WossiDiA-Projekt der Universität Rostock, Institute f. Volkskunde und f. Informatik]&lt;br /&gt;
* [https://www.heimatverband-mv.de Heimatverband Mecklenburg Vorpommern e.V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.pommerscher-greif.de/ortschroniken.html Pommerscher Greif e.V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.mfpev.de/ Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.gwa-verein.de Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Ma%C3%9Fe_und_Gewichte_(Mecklenburg) https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Maße_und_Gewichte_(Mecklenburg)] [? HM] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Hinweise ==&lt;br /&gt;
Die Betreiber des Portals dulden keine fremdenfeindlichen sowie extrempolitischen Darstellungen, &#039;&#039;&#039;die nicht mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland oder der Landesverfassung vereinbar sind&#039;&#039;&#039;. Im festen Vertrauen auf die Seriösität unserer Web-Community bitten wir gleichwohl um Hinweise auf entsprechende Äußerungen, damit solche Produkte von Webautoren rasch offline gestellt werden können. Anders verhält es sich mit historischen Werken, für deren Lesart Quellenkritik vorausgesetzt wird, auch wenn sich das Portal um entsprechende Markierungen bemüht. Ebenso bitten wir darum, im Falle offensichtlich falsch wiedergegebener Fakten die Autoren zu kontaktieren. Für die Einhaltung des Urheberrechtes sind die Autoren selbst verantwortlich. Für Urheberrechtsverletzungen übernimmt der Portalbetreiber (siehe Impressum) keinerlei Haftung. Im Falle einer Urheberrechtsverletzung ist neben dem Autor auch der Portalbetreiber (info@ortschroniken-mv.de) unverzüglich zu informieren, damit bis zur Klärung des Falles das betroffene Werk umgehend offline geschaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Danksagungen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/ Kultusministerium MV] für die Initiierung und anteilige Förderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Uni Rostock für die tatkräftige Unterstützung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** [http://www.ub.uni-rostock.de/ Universitätsbibliothek],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** [http://www.volkskunde.uni-rostock.de/wossidlo-archiv/ Institut f. Volkskunde/Wossidlo-Archiv],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** [https://dbis.informatik.uni-rostock.de/home/ Institut f. Informatik/Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Steinbeis-Zentrum [http://www.stz-dbis.de/ Datenbanken, Suchmaschinen und Digitale Bibliotheken] für die Software-technische Umsetzung und Betreuung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=149952</id>
		<title>Güstrow</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=149952"/>
		<updated>2026-06-13T10:05:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Autoren und Sammler von stadtgeschichtlichen Beiträgen über Güstrow:&lt;br /&gt;
[[Benutzer: DieterKölpien | Dieter Kölpien und Gernot Moeller und nun auch mit Rainer Schirmann ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Barlachstadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | plz = 18273&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock (LRO)&lt;br /&gt;
 | einwohner = 30 000 (2020)&lt;br /&gt;
 | lat=53.7854 &lt;br /&gt;
 | lon=12.1809&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die GPS-Koordinaten nach Google von Güstrow (Markt) lauten:&lt;br /&gt;
:Breite 53° 48&#039; 11 N / Länge: 12° 11&#039; 22 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=13/53.7854/12.1809 Breite: 53.7854 Länge: 12.1809 ]  &amp;amp;#160;&amp;amp;#160; Quelle: OpenStreetMap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.083072662353517%2C53.76109296527907%2C12.266750335693361%2C53.82690070149636&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.79400973965047%2C12.174911499023438&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.7940&amp;amp;amp;mlon=12.1749#map=13/53.7940/12.1749&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Güstrow anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Älteste Darstellung des Stadtsiegels Güstrow.jpg|thumb|250px|rechts|Älteste Darstellung des Güstrower Stadtsiegels von 1293]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Wappen Teske 1885.jpg|thumb|250px|rechts|Wappen nach Teske 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Güstrow.svg.png|thumb|250px|rechts| Stadtwappen von Güstrow ab 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge-fahne-gstrow-90-x-150-cm.jpg|thumb|250px|rechts| Flagge von Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2006 führt die ca. 30000 Einwohner zählende Kreisstadt des Landkreises Rostock den offiziellen Namen &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;. Güstrow liegt im Zentrum Mecklenburgs und ist die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow liegt ca. 50 Kilometer südlich Rostocks an dem Fluss Nebel, nahe der Autobahn A 19 und an der Kreuzung der Bundesstraßen B 103 und B 104. Güstrow wurde 1228 von dem wendischen Fürsten Heinrich Borwin gegründet. Es war Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow bis zum Aussterben der wendischen Linie. (Mehr bei Wikipedia.) Sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinem 1226 errichteten Dom, mit dem Güstrower Ehrenmal (auch Schwebender von Ernst Barlach) sind sehenswert. &lt;br /&gt;
Die Stadt ist auch Sitz des Amts Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow besteht seit etwa 1100, &lt;br /&gt;
:erhielt um 1219 bis 1228 das Schweriner Stadt- sowie das Marktrecht und war von &lt;br /&gt;
:1229 bis 1436, sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg Güstrow. &lt;br /&gt;
:Die slawische Burg und später das Schloss Güstrow prägten den Ort. &lt;br /&gt;
:Mit dem Stadtrecht hatte die Stadt auch die Befugnis eine Stadtbefestigung anzulegen.&lt;br /&gt;
;Das Stadtsiegel überstand einen Brand des Rathauses.&lt;br /&gt;
:ging danach jedoch verloren. Eine Nachbildung des Stadtsiegels zeigt eine Grafik der Künstlerin Vera Kopetz aus dem Jahr 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Namensgebung stand der altpolabische Begriff &amp;quot;Guscerov&amp;quot; (Eidechsenort) Pate, der in &amp;quot;Gustrowe&amp;quot; bzw. &amp;quot;Guztrowe&amp;quot; abgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datei: Güstrow Wappen Teske 1885 (Carl Teske, war ein mecklenburgischer Heraldiker.)&lt;br /&gt;
:: * 8. Dezember 1859 in Neubrandenburg; + 2. Juli 1894 in Schwerin; vollständiger Name: Carl Wilhelm Julius Teske                                                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nach Carl Teske &amp;quot;Die Wappen der Großherzogtümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken&amp;quot; 1885&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Nr. 14 Güstrow (Herrschaft Werle) &lt;br /&gt;
::In Rot ein nach Links gekehrter, schwarzer Stier vor einem nach rechts gelehntem, grünem Baum mit fünfzackigen Blättern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Gestaltung des Stadtwappens erfolgte nach dem ältesten Siegel, einem der ältesten Güstrower bildnerischen Werke, aus dem Jahre 1293.&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen der Historiker ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das Wappen vor dem 30-jährigen Krieg einen goldenen Hintergrund besaß. Das Blattgold wurde damals auf rotem Untergrund aufgelegt und habe sich später von diesem gelöst.  Dies führte zu der Annahme, dass der ursprüngliche Hintergrund einmal rot war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappen von Güstrow 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappenbeschreibung eines neuen Güstrower Wappens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„In Gold ein stehender, nach Links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehntem grünem Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot!). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flaggenbeschreibung&lt;br /&gt;
::„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in Gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der zuletzt am 27.10.2011 geänderten Hauptsatzung der Stadt Güstrow heißt es:&lt;br /&gt;
::§ 1 –Name/Wappen/Flagge/Dienstsiegel-,&lt;br /&gt;
:::(1) Die Stadt führt die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;„Barlachstadt“&#039;&#039;&#039;...&lt;br /&gt;
:::(6) Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext über Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist als historische &#039;&#039;&#039;Residenzstadt&#039;&#039;&#039; bekannt für sein &#039;&#039;&#039;Schloss&#039;&#039;&#039;, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Güstrower Ehrenmal bekannt als &#039;&#039;&#039;„Schwebender&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von Barlach. Die 1236 begründete &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Domschule Güstrow ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, seit 1991 ist die Stadt zudem Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Mittelalter Güstrows Lage in der sumpfigen Umgebung der Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow einen Schutz vor Überfällen bot, brachten später die Kreuzung der Postwege und danach der Verlauf der Eisenbahnlinien zwischen Kopenhagen (København) und Berlin und zwischen Hamburg und Lübeck nach Stettin und Bahnnebenstrecken Güstrow - Karow, Güstrow - Plaaz - Laage, lebhaften Verkehr nach Güstrow und das Gastgewerbe erblühte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Natürlich brachte die zentrale Lage Güstrows und die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel weitere Vorteile für die Stadt.&lt;br /&gt;
Die günstige Lage der Stadt empfahl sich als Kreuzungspunkt mehrerer Chausseen und befestigter Landstraßen.&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Struktur der Stadt, mit dem Marktplatz im Zentrum des Ortes und des sich auf ihm kreuzenden, historisch gewachsenen Wegenetzes, sind auch nach einhundert Jahren immer noch ein Hindernis für den heutigen Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist über Land- und Bundesstraßen von Rostock, Schwerin über Sternberg, Parchim über Goldberg, Plau über Krakow, Neubrandenburg &lt;br /&gt;
über Teterow erreichbar. Der Ausbau der Nebel zwischen Güstrow und Bützow zu einer schiffbaren Wasserstraße hat heute keine Bedeutung mehr. Der errichtete Kanal diente eins zum Transport von Zuckerrüben zu der damals am Westrand der Stadt gelegenen Zuckerfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind es vor allem die Bundesstraßen (B 103 und B 104) und der erfolgte Anschluss an das Autobahnnetz (A 19), die eine gute Erreichbarkeit Güstrows gewährleisten.&lt;br /&gt;
Für den Durchgangsverkehr ist die Beachtung der Verkehrszeichen durch die Fahrzeugführer, von aller größter Bedeutung. Das Befahren der Innenstadt mit Lkw ist unmöglich. Gut ausgebaute Umgehungsstraßen fehlen in der Stadtnähe Güstrows.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der ersten mecklenburgischen Eisenbahnverbindung von Hagenow über Schwerin, Kleinen, Bützow nach Rostock im Jahre 1847, folgte 1850 der Anschluss Güstrows an das Eisenbahnnetz. 1862 entstand die Verbindung zwischen Güstrow und Neubrandenburg und erst 1882 folgte der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Güstrow nach Plau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ab 1850 entstand auch die ersten Staats-Telegraphenlinie von Schwerin nach Güstrow durch Aktivitäten des Rates der Stadt Güstrow. In Güstrow gab es ab 1854 eine Staats-Telegraphenstation in der Baustraße 3, die nach Westen mit Schwerin und später auch in Richtung Osten mit Neubrandenburg und Neustrelitz und schließlich auch mit dem preußischen Telegraphennetz verbunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003650  &#039;&#039;&#039;Die Gründung der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039;  Karl Hoffmann In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd.94 (1930) S.112-126]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg004/477653154.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow unter Wallenstein&#039;&#039;&#039;  Bruno Romberg In: Mecklenburgische Monatshefte, Bd.4 (1928) 11, S.589-596]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg012/516672533.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow als Hort der Freiheitskriege&#039;&#039;&#039;  Oscar Gehrig In: Mecklenburgische Monatshefte Bd.12 (1936) 138, S.308-310]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]] Geschichte der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow im Spiegel von geografischen Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtplan von Merian 1653.png|1693 Güstrow von Merian&lt;br /&gt;
Datei:Wiebelkingsche Karte von 1786.jpg|1786 Wiebelkingsche Karte&lt;br /&gt;
Datei:Vorderstadt Güstroe 18318.png|1831 Vorderstadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Stadt Güstrow vor 1914.jpg|1914 Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow Michaal-Plan 1930-1933.jpg|1930 Michaal-Plan&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow 2020.png|2020 Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrow Bildergalerien== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Ölgemälde Güstrow.jpg|1937 Ölgemälde vom Güstrower Maler Robert Otto &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf Güstrow aus südwestlicher Richtung von der Schanze.&lt;br /&gt;
(Dieses Gemälde war ein Hochzeitsgeschenk des Malers an unsere Eltern und entstand vor 1937. Der Maler wohnte um 1935 in der Güstrower Feldstraße 41.-DK-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrower Ansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Radierungen-Zeichnungen von Friedrich Thorban===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signatur (T) auf den Grafiken lässt den Schluss zu, dass es sich um Arbeiten des Güstrower Zeichenlehrers Friedrich Thorban (1889-1945) handelt. Er, seine Frau und Tochter schieden am 05.05.1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Ansichtskarten (1897-1953) Sammlung Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1897-mehrbild-litho1.jpg|1897&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho-2.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-post5.jpg|1898 Post&lt;br /&gt;
Datei:1898-totale6.jpg|1898 Totale&lt;br /&gt;
Datei:1899-hafen.jpg|1899 Hafen&lt;br /&gt;
Datei:1899-markt-1.jpg|1899 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-litho.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-lithoII.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-neuewallstr.jpg|1899 Neue Wallstraße&lt;br /&gt;
Datei:1899-schabernack.jpg|1899 Schabernack&lt;br /&gt;
Datei:1900-bahnhof.jpg|1900 Bahnhof&lt;br /&gt;
Datei:1900-bleicherstr.jpg|1900 Bleicherstraße&lt;br /&gt;
Datei:1900-hagebokerstr.jpg|1900 Hageboker Straße&lt;br /&gt;
Datei:1900-kaserneII.jpg|1900 Kaserne&lt;br /&gt;
Datei:1900-kriegerdenkmal.jpg|1900 Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:1900-landgericht.jpg|1900 Landgericht&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-2f.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-sw.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-mehrbild-litho.jpg|1900&lt;br /&gt;
Datei:1900-neuewelt.jpg|1900 Neuen Welt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1900-schleuse.jpg|1900 Bützow Schleuse&lt;br /&gt;
Datei:1900-schloss-hinten.jpg|1900 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1900-schutzenhaus.jpg|1900 Schützenhaus&lt;br /&gt;
Datei:1900-siegesaule.jpg|1900 Siegessäule&lt;br /&gt;
Datei:1900-wallpromenade.jpg|1900 Wall-Promenade&lt;br /&gt;
Datei:1901-grunerwinkel.jpg|1901 Grünwinkel&lt;br /&gt;
Datei:1901-mehrbild-col3.jpg|1901 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1910-zepelin.jpg|1910 Denkmal&lt;br /&gt;
Datei:1929-landeskinderheim.jpg|1929 Landeskinderheim&lt;br /&gt;
Datei:1925-burgerschule.jpg|1925&lt;br /&gt;
Datei:1907-pferdemarkt.jpg|1907 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
Datei:1907-totale.jpg| 1907&lt;br /&gt;
Datei:1918-altersheim.jpg|1918 Altersheim&lt;br /&gt;
Datei:1922-schuledom.jpg|1922 Realschule Dom&lt;br /&gt;
Datei:1924-KaffeBorwin.jpg|1924 Kaffee Borwin&lt;br /&gt;
Datei:1941-luftbildschlossII.jpg|1941 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1942-luftbildwest.jpg|1942&lt;br /&gt;
Datei:1953-pferdemarkt.jpg|1953 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ansichtskarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schabernack&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen angeblichen Schabernack;&lt;br /&gt;
* [https://guestrow-history.de/index.php/ausflugslokale/schabernack Ausflugslokal Schabernack]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten um 2010, Zeichnungen von Rainer Golka === &lt;br /&gt;
[[Datei:Titel Güstrow.jpg|thumb|150px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/2/2f/00_Buch_Golka_11_11_22.pdf|[[Medium:00_Buch_Golka_11_11_22.pdf  |Rainer Golka – Güstrower Ansichten – 76 Zeichnungen - pdf - ISBN 978-3-756546-98-5]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07 Rück Güstrow Karte.jpg|thumb|150px|Rückseite - Verlag epubli A5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehenden Text entnahm ich dem Güstrower Jahrbuch (Güstrower Verlags GbR) von 2012, in dem ich erstmalig unter dem Titel &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; Zeichnungen von Rainer Golka entdeckte. Dort formulierte dieser sinngemäß sehr eindrucksvoll mit Worten, was er mit dem gleichen Feingefühl in seinen Güstrower Zeichnungen &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; ausdrückt.&lt;br /&gt;
Rainer Golka stimmte einer Veröffentlichung seiner Zeichnungen auf dieser Internetseite zu und gestattete mir auch die Ergänzung mit weiteren seiner noch entstehenden &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; an dieser Stelle. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zitat:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;quot;Eine Stadt ist etwas von Menschenhand Geprägtes, steinern, ehern und doch jeglicher Veränderung unterworfen, von den Generationen, die in ihr lebten und leben bis hin, dass sich die Natur zurückholt, was wir ihr stahlen. So ist sie wie wir selbst sensibel und rau, Festhalten und Veränderung. In dieser Ambivalenz erlebe ich meine Wahlheimat Güstrow.&lt;br /&gt;
Eine Stadt, die mich empfängt, opulent oder ungeschminkt aber immer mit der Offenheit etwas von sich preiszugeben&amp;quot;.&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Rainer Golka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka schreibt im Güstrower Jahrbuch von 2012 weiter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1955 in Berlin geboren, Abitur, Zimmermann, Diplomingenieur, zwei Söhne, geschieden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1992 Umzug nach Groß Tessin, ab 1995 in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von 2000 bis 2007 selbstständig als Lehmbauer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Malerei und Grafik habe ich mir in meiner Jugend selber angenommen und beschäftige mich seit 2007 intensiver damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.epubli.de/shop/buch/rainer-golka-g-strower-ansichten-hilde-stockmann-9783756546985/131443 Buch Rainer Golka - Güstrower Ansichten bestellen bei Verlag epubli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rainergolka.mp4|thumb|left|Künstler Rainer Golka Güstrower Ansichten von 2014]]&lt;br /&gt;
                   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;  &lt;br /&gt;
;Güstrow - 03.12.2014&lt;br /&gt;
Über 40 Stände von Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern auf dem 10. Adventsmarkt in Eingangshalle des KMG Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Malerei und Graphik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Motiven aus der Kreisstadt fanden Kunstinteressierte am Stand des &#039;&#039;&#039;Güstrowers Rainer Golka&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Gemälde von Andreas Tessenow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Alle Bilder sind mit der Technik Öl auf Leinwand erstellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* weitere Informationen über den [[Künstler der Stadt Güstrow#Andreas_Tessenow|Künstler A.Tessenow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Am Berge 70x100.jpg|2015 Am Berge 70x100&lt;br /&gt;
Datei:02 Am Schlossgarten 70x100.jpg|2017 Am Schlossgarten 70x100&lt;br /&gt;
Datei:03 Am Franz-Parr-Platz 70x100.jpg|Am Franz-Parr-Platz 70x100&lt;br /&gt;
Datei:04 Am Schlossberg 70x100.jpg|2017 Am Schlossberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:05 Am Nachtigallenberg 70x100.jpg| 2015 Am Nachtigallenberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:06 Blick vom Wall in Richtung HansenStraße 60x80.jpg|Blick vom Wall in Richtung Hansen-Straße 60x80&lt;br /&gt;
Datei:07 Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80.jpg|Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80&lt;br /&gt;
Datei:08 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80.jpg|2017 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80&lt;br /&gt;
Datei:09 Blick vom Süden auf den Dom 60x80.jpg|2015 Blick vom Süden auf den Dom 60x80&lt;br /&gt;
Datei:10 Blick von 60x80.jpg|Blick zwischen Dom und Schulstrasse 60x80&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten (1961, 1992) Fotos von dem Radtouristen Rudolf Kampmann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehende Fotografien und Ansichten wurden 1961 von dem &#039;&#039;&#039;Berliner Rudolf Kampmann&#039;&#039;&#039; in Güstrow gefertigt und mir 2021 von seiner Witwe aus Berlin zugesandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
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Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 c.jpg|1992&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 b.jpg|1992&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten vom Dach des Wohnhochhauses (Beim Wasserturm 4); Fotos Dieter Kölpien (2007)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow, Wasserturm 4 - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 01.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 02.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 03.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 04.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 05.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 06.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 07.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 08.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 09.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 11.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 12.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 13.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 14.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 15.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 16.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 17.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 18.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 19.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 20.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 21.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 22.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 23.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 24.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 25.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 26.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 27.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 28.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 29.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 30.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 31.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) === &lt;br /&gt;
* Die Website [https://guestrow-history.de/index.php/uebersicht Güstrow in alten Ansichten - Kriegsgefangenenlager]  -  (Diese Website erstellte Thomas Pilz.)&lt;br /&gt;
Der Name Bockhorst kommt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet „Siedlung beim Buchengehölz“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos über Güstrow===&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos|Videos über Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos von Güstrow TV===&lt;br /&gt;
* [http://guestrowtv.de/ Güstrow TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow - Ortschronik/en -chronologische Übersicht- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten benannt. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten, die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en|&#039;&#039;&#039;Güstrow - Ortschronik -chronologische Übersicht-&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
::* [[Benutzer:DieterKölpien|Autor Dieter Kölpien]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;|Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
::*[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schlie Friedrich Schlie bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [[Themendownload|Themen zur Geschichte Güstrows]]&lt;br /&gt;
* [[Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)|Der Schwebende - Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Güstrower Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Licht, Eisenbahn, Post, Telefonie/Telegraphie, Amateurfunk u. a. Vereine) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow wichtige Einrichtungen|wichtige Einrichtungen und ihre Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#ELEKTRIZITÄT in Güstrow|Elektrizität]]&lt;br /&gt;
:* [[G%C3%BCstrow wichtige Einrichtungen#WASSER.2C Wasserversorgung.2C Kanalisation in G.C3.BCstrow|Wasser, Wasserversorgung, Kanalisation]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#GAS in Güstrow|Gas]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#POSTWESEN in Güstrow|Postwesen]]&lt;br /&gt;
:* [[Über Aufzeichnungen aus Resten der Güstrower Postchronik|Güstrower Postchronik - 1938 vom Justizinspektor Walter Fiedler veröffentlicht]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#EISENBAHN in Güstrow|Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FERNMELDEWESEN in Güstrow|Fernmeldewesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine und Organisationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FEUERWEHR Güstrow|Feuerwehr Güstrow]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#AMATEURFUNKER in GÜSTROW gibt es schon seit 50 Jahren (Stand 2006)|Amateurfunk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale in der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|thumb|250px|link =https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|[[Medium:Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|Güstrower Denkmale Zusammenstellung - 128 Seiten - pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im direkten Stadtgebiet Güstrow (ohne zugehörige Ortsteile) befinden sich außerdem ca. 530 Baudenkmäler, die hier nicht alle explizit benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schloss Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mv-schloesser.de/de/location/schloss-guestrow/ Schloss Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theater Güstrow, ab 1957 Ernst-Barlach-Theater (EBT)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Theater der Stadt Güstrow|Theater der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchen der Stadt Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow|Kirchen der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Dom zu Güstrow|Dom zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Pfarrkirche St. Marien Güstrow|Pfarrkirche zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtarchiv Güstrow &amp;quot;Heinrich Benox&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
;Einige Bemerkungen zum Tag der Archive 2020.&lt;br /&gt;
Als wir, Gernot Moeller und ich, kurz vor dem Jahr 2000 unsere berufliche Tätigkeit, bei der  Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, Rückblick auf unser über 40 Jahre andauerndes gemeinsames Arbeitsleben im Fernmeldewesen in unserer Region zu halten und damit auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen bei der einstigen staatlichen Deutschen Post der DDR und der späteren Deutschen Telekom AG in Güstrow zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor damals nicht ganz 166 Jahren, am 01.10.1854, wurde die „Großherzoglich-Mecklenburgische Telegraphen-Station“in der Güstrower Baustraße 3 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war meinem Freund Gernot Moeller und mir im Jahr zuvor, als wir aus Anlass des 775. Jubiläum unserer Heimatstadt eine 270 Seiten umfassende Studie „Güstrow und das Fernmeldewesen“ - vom Klopfertelegraphen bis zum ISDN - abschlossen und unserer Vaterstadt gewidmet hatten, erneut  ein willkommener Anlass, die bei dieser Arbeit gewonnenen umfangreichen Erkenntnisse über die Anfänge der Telekommunikation in Güstrow (die damals Telegraphie und Telefonie und später Fernschreiben und Fernsprechen und noch später Fernmeldewesen genannt wurden), in einer weiteren Studie „Die Geschichte der  Güstrower Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenstation Güstrow“  niederzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unseren Recherchen über die Anfänge des Mecklenburger Telegrafenwesens in Archiven, Bibliotheken und Museen unseres Landes, erlebten wir besonders beglückende Augenblicke im Landeshauptarchiv Schwerin und im Kulturhistorischen Museum Rostock. Während wir in Schwerin Inventurunterlagen vom Übergang der Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenverwaltung an den Norddeutschen Bund von 1868 entdeckten, die sowohl die elektrotechnische als auch die gebäude- und bürotechnische Ausstattung der gesamten 17 mecklenburgischen Telegrafenstationen enthielten und dadurch detaillierte Rückschlüsse auf das betriebstechnische Zusammenwirken der Stationen in Mecklenburg ermöglichten. Durch einen Hinweis aus dem Technischen Landesmuseum Schwerin (Dr. Wolf Karge) fanden wir im Kulturhistorischen Museum Rostock einen Telegrafen mit Normalfarbschreiber aus der Anfangszeit der Telegrafie im Mecklenburg. Dieses Gerät wurde damals von der Firma Siemens &amp;amp; Halske gefertigt und war in Doberan oder Heiligendamm um 1873 in der Badesaison vom Großherzog genutzt worden. Der Telegraphenapparat, der u. a. mit einem mechanischen Laufwerk aus Messing für den Transport eines schmalen Papierstreifens ausgestattet ist, begeisterte uns besonders. Nach dem Öffnen des Laufwerk-Gehäuses und dem leichten Berühren eines Fliehkraftreglers begann das Laufwerk augenblicklich gleichmäßig den Papierstreifen zu transportieren, auf dem im Betriebszustand die Morsezeichen, die durch die Betätigung einer Morsetaste am fernen Ende einer Telegraphenleitung lesbar werden. Durch unsere kleinen Reparaturen am Magnetsystem und an der Morsetaste konnte die Betriebsfähigkeit des Telegraphen, wie er vor 150 Jahren an 17 Telegraphenstationen im Staatstelegraphennetz des Großherzogtums Schwerin eingesetzt war, wiederhergestellt werden und dem Kulturhistorischen Museum Rostock funktionsfähig zurückgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war mir erneut ein aufrichtiges Bedürfnis, den Tag der Archive 2020, um dessen Mitgestaltung ich durch das Stadtarchiv gebeten wurde, zum Anlass zu nehmen, allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiterinnen des Güstrower Archivs, des Museums, der historischen Bibliothek für die immerwährende, nahezu 20-jährige, nutzbringende Zusammenarbeit zur Dokumentation verschiedenster stadtgeschichtlicher Studien, erneut herzlichst zu danken. Es ist mir immer ein selbstverständliches Anliegen, ja eine Ehrensache, gewesen, von den mir inzwischen zuteil gewordenen Ehrungen im Stadtarchiv persönlich zu berichten, um so den bedeutenden Anteil der hilfreichen fachkundigen Unterstützung durch die Archivarinnen meinerseits zu würdigen. Ich schätze die Tätigkeiten der in Archiven arbeitenden Beschäftigten als äußerst wertvoll und sehr wichtig ein. Sie sind an hervorragender Stelle für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Förderung der Neugierde der Gesellschaft tätig. Das kann ich ohne Einschränkung immer wieder feststellen. Sehr geehrte Damen, auch deshalb bin ich heute wieder gerne hier in Stadtarchiv „Heinrich Benox“ und beglückwünsche Sie zum Tag der Archive 2020 mit den passenden Fritz Reuter-Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dei nich kennt, wat vergahn ist,&lt;br /&gt;
:kann nich begriepen, wat nu is;&lt;br /&gt;
:Dei nich begrippt wat is, kann nich weiten wat ward.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnern, dass es durch unsere Initiative und mit der Unterstützung zahlreicher Güstrower Archivnutzer möglich wurde, unserem Güstrower Stadtarchiv den Namen des verdienstvollen Stadtarchivars Heinrich Benox zu geben.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tag der Archive 2020 - Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Blicke in die Archivausstellung am 07. und 08. März 2020 &lt;br /&gt;
:::::-Fotos Barbara Zucker-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 0.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 1.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 2.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 3.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 4.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 6.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 7.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 8.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 9.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 11.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
Die Bildung des örtlichen Kunst- und Altertumsvereins in Güstrow wurde durch die Entstehung von Geschichtsvereinen in Deutschland und durch eine Empfehlung der Schweriner Großherzoglichen Kommission zur Erhaltung von Denkmälern angeregt und erfolgte nach einer Beratung von 28 Güstrower Bürgern am 19. April 1890. Details kann man im Ausstellungsführer des Museums Güstrow nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsbestand hat sich schnell vergrößert, so dass bis zum Jahre 2003 fünf verschiedene Standorte nacheinander genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Standort (1892-1910) war der heute nicht mehr existierende Billardsaal des damaligen Wallhotels. Es folgte der Umzug in das renovierte Gebäude Domplatz 16 (1910-1923). Danach (1924-1945) beherbergte der ehemalige Pferdestall (heute Uwe Johnson-Bibliothek) das Museum. Es folgte nach der Zusammenführung der an verschiedenen Stellen ausgelagerten Bestände die Unterbringung der musealen Gegenstände im Gebäude Franz-Parr-Platz 7(1953-2003). Seit 2003 wird der heutige Standort des Museums am Franz-Parr-Platz 10 genutzt. Diese zahlreichen Umzüge und Auslagerungen haben zu Schäden und Verlusten an musealen Gegenständen geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verantwortlichen Mitarbeitern mehrerer Generationen des Museums ist es zu danken, dass unser Museum heute vielfältige stadtgeschichtliche Rückblicke in verschiedenste historische Zeiträume unserer Stadt ermöglicht. Heute ist es der Kunst- und Altertumsverein, der sich ehrenamtlich um die Stadtgeschichte kümmert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Es ist beabsichtigt, auch an dieser Stelle (mit Zustimmung des KAV) anlässlich des 130jährigen Bestehens des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e. V., die durch ihn erstellten und an Wandtafeln und Jahreskalendern veröffentlichten &amp;quot;Güstrower Hausgeschichten&amp;quot; zu präsentieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/stadt-kultur-politik/kultur/galerie-wollhalle/ Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der bekannteste Güstrower Dichter, Demokrat und Plattsnacker John Brinckman und andere plattsnackende Güstrower ==&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman Gesellschaft e.V.|Brinckman Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#John Brinckman in Güstrow|Brinckman, John in Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/brinckmn.html Brinckman – Projekt Gutenberg.de]&lt;br /&gt;
* [[Brinckman-200|Brinckman-200 im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Brinckmanschen Ratssilberschatzes]]&lt;br /&gt;
* [[Billerchronik &amp;quot;25 Johr Güstrower Plattsnacker&amp;quot; (1989-2014)|Chronik der Plattsnacker 1989 - 2014]]&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Chronik des Brinckman Brunnen - pdf - 45 Seiten]] &lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Plattdütsches, To de Güstrower Geschicht up platt|Güstrower Geschichte up platt]]&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow#John Brinckman|Güstrower Künstler Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Güstrower Plattsnacker kann man hier snacken hüren|Güstrower Plattsnacker]] &lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows#John-Brinckman-Straße|Straßenname]]&lt;br /&gt;
* [[Sprüche auf Platt|Sprüche auf Platt]]&lt;br /&gt;
* [[Vo%C3%9F- un Haas-Klenner 1932|Voss un Haas Klennen 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattschriewers in un üm Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Plattschriewers in un üm Güstrow|Plattschriewers in un üm Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow in älteren und neueren Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;|in Ostmecklenburgischen Heimat]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Monatsheften|in Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Jahrbüchern|in Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Güstrower Jahrbüchern|in Güstower Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Medium:Beltz Güstrow - Mai 1945 Seiten 31.pdf|1945 Bericht Wilhelm Beltz - eigenes Erleben 31 Seiten pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbuch des George Friedrich Pirscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow Stammbuch| 54 Güstrower im Stammbuch des George Friedrich Pirscher zwischen 1770 bis 1778]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrower Bürgermeister|Güstrower Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über verdienstvolle Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Chronisten geben Hinweise auf Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger der Stadt Güstrow - ältere Liste Stand 2022]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Ehrenbürger der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Capobus,1748 - ?, Theologe und Philosoph|Johann Capobus 1748 Theologe und Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Über Ehrenmitgliedschaften der Stadtvertretung Güstrow|Ehrenmitglied der Stadt - nach neuem Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage auf dem Güstrower Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg in Güstrow|Paul von Hindenburg in Gremmelin]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Persönlichkeiten der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen von Straßen, Plätze und Stätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows|Namensgeber für Straßen, Plätze und Stätten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Handwerker der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow|Künstler und Kunst- und Altertumsverein der Stadt Güstrow]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Handwerker der Stadt Güstrow Goldschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Kannengeter ein ausgestorbenes Handwerk]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Über Entdeckungen einer Glockengrube in der Nähe|Glockengießer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kniesenacker|Kniesenacker Bier - Fürstenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juden in Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juden in Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zur Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
* Vereinsgründungen bzw. Neugründungen in Güstrow nach der Wende&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/object_299994 Güstrow Stadt in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCstrow Güstrow bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/ Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow-tourismus.de/attraktion/stadt-und-geschichte/ Güstrow und Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_bei_Youtube_-_Videos Güstrow bei Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen, Geschichten und Legenden rund um Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Voß- un Haas-Klenner 1932|Fuchs und Haase Kalender 1932]]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/06.htm Hexenwahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.svz.de/lokales/guestrow/artikel/auf-dem-scheiterhaufen-im-hexendorf-glasewitz-40301509 Hexenverbrennungen]&lt;br /&gt;
* [https://antonpraetorius.de/wp-content/uploads/2022/02/Guestrow-MV-Namen-Opfer-Hexenprozesse Güstrow Opfer Hexenprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Mittelalter Hexenverfolgung Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Flurnamen auf der Güstrower Feldmark=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=149909</id>
		<title>Benutzer:DieterKölpien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Benutzer:DieterK%C3%B6lpien&amp;diff=149909"/>
		<updated>2026-06-12T10:17:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich kennt, wat vergahn is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich begriepen, wat nu is;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;De nich begrippt wat is,&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;kann nich weiten wat ward.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fritz Reuter&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Vl. Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow.jpg| thumb|250px|rechts|Dieter Kölpien und Gernot Moeller unter der Glocke von 1425 in der Pfarrkirche Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Güstrower Ortschronik auf der Plattform &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, hier möchten wir uns vorstellen und unsere Beweggründe erläutern, die uns zu den stadtgeschichtlichen Studien über unsere Geburtsstadt Güstrow führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Güstrower WEB-Seite, bisher waren wir, die gebürtige Güstrower, Dieter Kölpien (DK) und Gernot Moeller (GM ✝2015), mit der Erstellung dieser Chronik befasst.  &lt;br /&gt;
Ab 2026 wird nun an unserer Stelle Rainer Schirmann (RS) diese sinnvolle Arbeit schrittweise mit übernehmen und weiter fortführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer hat seine Kinder-, Jugend- und Schulzeit in Güstrow verlebt, hier das Abitur erworben und in Wismar Informationstechnik studiert. Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Magdeburg kehrte er nun als Rentner nach Güstrow zurück und zeigte Interesse an unserem bisherigen stadtgeschichtlichen Wirken. Er hatte bereits während seiner Abiturzeit 1976 über die VHS ein Stadtführerlehrgang absolviert. Er ist auch Mitglied im Kunst- und Altertumsverein. Über sein Interesse an unserer stadtgeschichtlichen Arbeit bin ich erfreut und er erklärte sich mir gegenüber bereit, die chronologische Arbeit an unserer Güstrower WEB-Seite über die Güstrower Ortschronik künftig in unserem Sinne und mit Unterstützung unserer Freunde im Internet fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DK und GM, wurden beide, Ende der 1930er Jahre in Güstrow geboren und wuchsen in voneinander &lt;br /&gt;
entfern Stadtteilen auf, besuchten keine gemeinsame Schule und lernten uns erst nach Beendigung unserer Lehrzeit an der Betriebsschule des Fernmeldeamtes Schwerin, in unserem damaligen Güstrower Fernmeldeamt um die Mitte der 1950er Jahre kennen. Nach mehreren Arbeitsjahren absolvierten wir Fernstudien an der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig. Wurden im zunächst nach dreijährigen Fernstudium, Techniker auf dem fernmeldetechnischem Gebiet und nach weiteren fünfjährigen Studien &amp;quot;Ingenieure für Fernsprech- und Fernschreibwesen&amp;quot;. Nach unserer Ausbildung übten wir leitende Tätigkeiten zunächst im Fernmeldeamt und danach im Post- und Fernmeldeamt Güstrow aus. Nach der Wende wurde unsere Ausbildung in der DDR (gemäß den Rechtsnormen der BRD angepasst und wir dürfen seitdem die beurkundete Berufsbezeichnung Dipl.-Ing.(FH) (FH = Fachhochschulabsolvent) der BRD Normen führen.&lt;br /&gt;
Wir haben unser Arbeitsleben schließlich jeweils nach ca. 50 Dienstjahren, mit dem Eintritt in den Ruhestand 1989 bzw. 1990 beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unserer langjährigen Tätigkeit bei&lt;br /&gt;
: - der ehemaligen Deutschen Post der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Post Telekom der DDR,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Bundespost Telekom der BRD,&lt;br /&gt;
: - der Deutschen Telekom AG in der BRD,&lt;br /&gt;
wollten wir von unserem Arbeitsleben im Bereich der Telekommunikation berichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren also ununterbrochen im gleichen Betrieb beschäftigt, nur der Name unserer Einrichtung hatte sich in den letzten 8 Jahren unserer Tätigkeit 4mal geändert. Dabei gelangten wir von dem  staatlichen Unternehmen Deutsche Post in der DDR, in ein marktwirtschaftlich orientierte Aktiengesellschaft Deutsche Telekom Ag mit weltweiten Aktivitäten in allen Bereichen der Telekommunikation.&lt;br /&gt;
Der Umbruch führte in sehr kurzer Zeit zu dem vollständigen Ersatz der fernmeldetechnischen Systeme in der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mein Freund und ich, unsere berufliche Tätigkeit um 1999, bei der Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, uns und anderen Kollegen einen Rückblick auf unser gemeinsames Arbeitsleben zu ermöglichen. Damit wollten wir auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen in Güstrow erinnern. Anregungen für die Aufzeichnung hierfür erhielten wir auch durch Veröffentlichungen zur Güstrower Technik-Geschichte durch den einstigen Güstrower Hochschullehrer Prof. Dr. Friedrich Lorenz, der seinen Start in sein Arbeitsleben einst ebenfalls als Fernmeldetechniker begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir begannen unsere nicht geplanten chronologischen Arbeiten zur Güstrower Stadtgeschichte also damit, die örtliche Geschichte des Fernmeldewesens von den Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Wendezeit aufzuschreiben. Bei unseren Recherchen im Güstrower Stadtarchiv und im Landeshauptarchiv Schwerin fanden wir dabei auch eine Vielzahl anderer stadtgeschichtlich interessanter Themen, Hinweise und Materialien, die wir dann auch irgendwann später für weitere stadtgeschichtliche Forschungen nutzten und dokumentierten. Wir Autoren waren Rentner und konnten feststellen, dass es uns seit langem sehr befriedigt, ohne zeitlichen Druck, zielstrebig interessanten stadtgeschichtlichen Themen nachzugehen und unsere Erkenntnisse aufzuschreiben. Dieses Neuland beschritten wir mit dem in unserem Arbeitsleben erlangten Selbstbewusstsein und der entwickelten Zielstrebigkeit in der Wendezeit. Wir spürten, welche mobilisierende Wirkung unser gemeinsames Suchen nach geschichtlichen Zusammenhängen auf uns ausübt und wie sich unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit stadtgeschichtlichen Daten entwickelten. Wir freuten uns persönlich sehr darüber, wie sich dank vieler Kontakte zu Personen und Institutionen unser Blick auf die alltäglichen Lebensumstände der Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern weitete und unsere Achtung vor dem Lebenswerk vorausgegangener Generationen wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten also zunächst nur großes persönliches Interesse daran, die &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte des Fernmeldewesens als Teil der Güstrower Technikgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
aufzuschreiben. Auf diesem Gebiet kannten wir uns aus und fühlten uns dazu befähigt. Schließlich hatten wir, in den bisherigen ca.150 Jahren Güstrower Fernmeldegeschichte nicht ganz ein Drittel persönlich mitgewirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach unserem eigenen beruflichen Rückblick, den wir als Broschüre ausführten und Friedrich Lorenz zur Begutachtung vorlegten und durch dessen lobenden Worte ermutigt, stellten wir weitere stadtgeschichtliche Studien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte der ersten Güstrower Großherzoglichen Staatstelegrafenstation&#039;&#039;&#039; in dem Haus Nr. 3 in der Baustraße folgte. Bei unseren vorausgegangenen Recherchen im Landeshauptarchiv Schwerin hatten wir sehr genaue Unterlagen entdeckt, die eine differenzierte Betrachtung der Anfänge der elektromechanischen Zeichen-Übertragung in Mecklenburg ermöglichten. Wir machten uns daran und fanden vieles heraus. Eine entsprechende Kennzeichnung des Hauses in der Güstrower Baustraße 3 mit einer Erinnerungstafel wurde von uns angeregt, ebenso ist heute eine Notiz über die Telegrafenstation auf der Internetseite der Stadt nachlesbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere häufigen Besuche im Archiv der Stadt Güstrow und der sich entwickelnden Wertschätzung für Güstrower Archivalien und das Lebenswerk von Heinrich Benox, regten wir die &#039;&#039;&#039;Namensgebung Stadtarchiv Güstrow „Heinrich Benox“&#039;&#039;&#039; an, die mit Unterstützung anderer Güstrower Nutzer des Archives herbeigeführt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit sorgten wir dafür, dass sich die Stadtverordneten mit der vom uns angeregten&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Streichung der Güstrower Ehrenbürgerschaft des einstigen mecklenburgischen NS-Gauleiters, Friedrich Hildebrandt&#039;&#039;&#039; auseinandersetzten und diese daraufhin schließlich vornahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach interessierten uns die &lt;br /&gt;
Güstrower Denkmale als stadtgeschichtliche Zeitzeugnisse Güstrows. &lt;br /&gt;
Wir fertigten für über 80 Denkmale und anderen bildnerischen Zeitzeugnissen eine Dokumentation an. Eine Wertschätzung unserer Arbeit über Güstrower Denkmale erfuhren wir seinerzeit durch die Veröffentlichung einer Serie unter einem eigens hierfür erstellten Logo durch die Lokalredaktion der SVZ.(Redakteur Kowalszik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente unserer Studien sind nun hier in Güstrow im Stadtarchiv „Heinrich Benox“, im Museum und in der Historischen Bibliothek vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Da wir keine kommerziellen Absichten mit unseren Aufzeichnungen verfolgten haben wir die Nutzung all unserer Arbeiten der Stadt Güstrow überlassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anhänge zu dieser Dokumentation fügten wir die &#039;&#039;&#039;Geschichte der Geläute von Dom und Pfarrkirche&#039;&#039;&#039;, mit detaillierten Angaben zu jeder Glocke, einschließlich der Übersetzungen der lateinischen Inschriften und Schlagtöne, hinzu. Einige Glocken gehören zu den ältesten Denkmalen unserer Heimatstadt Güstrow. Die älteste Glocke im ehemaligen Kirchenkreis Güstrow befindet sich in der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow, sie wurde 1425 gegossen. Mit Unterstützung der Güstrower Firma „Cable Engineering Nord GmbH“ gelang die Herausgabe von 400 Broschüren als Spende, die anlässlich des 700-jährigen Kirchenjubiläums der Pfarrkirche übergeben wurden und deren Erlös dem Fonds der Spendenmittel zur Renovierung des Borman-Altars, wie von uns beabsichtigt, zugeführt wurde. Gleiches Vorgehen ermöglichte die ```&amp;quot;Dokumentation über die Glocken des Güstrower Domes&amp;quot;```. Diese Broschüre wurde ebenfalls gespendet und der Verkaufserlös durch die Domgemeinde mit zur Restaurierung des Ulrich Epitaph eingesetzt.&lt;br /&gt;
Nach der Beschäftigung mit den Glocken bat uns Pastor Ortmann von der Pfarrkirche Sankt Marien zu Güstrow um unsere &#039;&#039;&#039;Mitwirkung bei der Wiedereinrichtung der ehemaligen Türmerstube&#039;&#039;&#039; im Turm der Pfarrkirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagten zu und bildeten eine Arbeitsgruppe, die als erstes eine Dokumentation auf sieben Tafeln über die Türmergeschichte erstellte, die im Kirchturm der Pfarrkirche präsentiert wird. &lt;br /&gt;
Für Besucher, die aus unterschiedlichsten Gründen den Kirchturm nicht besteigen können, stellten wir dauerhaft einen Monitor in der Kirche auf und zeigen mit einer Fotoschau die Besonderheiten des Türmerlebens. Eine Einrichtung der Türmerstube mit entsprechendem Mobiliar ist uns leider nicht gelungen, dafür steht dem heutigen Besucher eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung. Sowohl durch die Fundstücke, die bei der Renovierung des Turmes entdeckt wurden, als auch durch den Blick in die ehemalige, sehr kleine Wohnung des Türmers, bekommt der Besucher eine lebendige Vorstellung von der Arbeits- und Lebenssituation des Türmers und seiner Familie im Kirchturm - hoch über den Dächern der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Türmer eigentlich &amp;quot;Feuerwehrmänner&amp;quot; waren, interessierte uns natürlich deren  Zusammenwirken mit den Kräften des Brandschutzes und der Brandbekämpfung in der Stadt Güstrow in früheren Zeiten. Dazu suchten wir den Kontakt zur Güstrower Feuerwehr. Während eines Gespräches mit dem damaligen Wehrführer, Hannes Möller, und dem für die Bewahrung der Güstrower Feuerwehrgeschichte zuständigen Kameraden, Dieter Hagemann, wurde uns die Bitte vorgetragen, die damals 140-jährige &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Güstrows&amp;quot;&#039;&#039;&#039; in einer Jubiläums-Schrift zusammenzufassen. Sie versicherten uns ihre Mitwirkung und den Zugang zu allen Unterlagen der Feuerwehr und halfen mit Rat und Tat. Sie setzten auf unsere inzwischen gesammelten Erfahrungen bei stadtgeschichtlichen Recherchen. Wir planten die Fertigstellung der Schrift im Jahre 2009, anlässlich des in Güstrow stattfindenden 6.  &#039;&#039;&#039;Deutschen Feuerwehr-Verbandstages in der BRD&#039;&#039;&#039; am 06.11.2009. &lt;br /&gt;
Wir haben das Thema weiter gefasst und in sehr intensiver Arbeit innerhalb von wenigen Monaten zusammengetragen, gesichtet, ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt, was zur Geschichte der Brandverhütung und der Brandbekämpfung von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart irgendwo in Güstrow zu finden war. Hierbei kamen uns die umfangreichen Archivalien der traditionsbewussten Güstrower Feuerwehr und frühere stadtgeschichtlichen Recherchen zugute. Als Autoren hatten wir daher bald das heimliche Ziel vor Augen, bis zum 140. Gründungsjubiläum, am 17.Oktober 2008, ein druckfähiges Manuskript auf einer CD fertig zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unserer persönlichen Freude gelang es uns schon, anlässlich der Festveranstaltung zum 140-jährigen Gründungsjubiläum der Güstrower Feuerwehr, am 23. August 2008, eine fertige Broschüre an den Bürgermeister der Stadt und den Wehrführer zu übergeben. Eigentlich hatten wir vor, damit einen Schlussstrich unter unsere intensiven mehrjährigen Studien zur Stadtgeschichte machen zu wollen. Aber es folgten Zuarbeiten für einen Antrag der Feuerwehr zur Namensgebung der Zufahrt zum Objekt der Güstrower Freiwilligen Feuerwehr, der heutigen &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Landesbrandmeister-Wilhelm-Bever-Straße&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dokumentierten den &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Umbau des 3. Wasserturmes&amp;quot;&#039;&#039;&#039; zu dem einzigen Güstrower Hochhaus. &lt;br /&gt;
Weiterhin betrieben wir Studien zur &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte der Postentwicklung in Güstrow&amp;quot;&#039;&#039;&#039; vor und nach Wallensteins Herrschaft in Güstrow, die in den Güstrower Jahrbüchern 2009 und 2010 Veröffentlichung fanden. Ein Vortrag zur Erinnerung an die Abnahme des Schwebenden in der Domkirche im Jahre 1937 von dem Kirchenhistoriker und Pastor Dr. Christian Bunners machte uns auf Details neugierig, die wir bisher nirgends nachlesen konnten. In einer Dokumentation &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Studie über Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&amp;quot;&#039;&#039;&#039; haben wir deshalb eine Chronologie der Ereignisse &lt;br /&gt;
-von der Schaffung des Schwebenden durch Ernst Barlach,&lt;br /&gt;
-seiner Auf- und Abhängung als Güstrower Ehrenmal im Dom zu Güstrow,&lt;br /&gt;
- seiner veranlassten Übersendung an den Bischof nach Schwerin,&lt;br /&gt;
- seiner Entwendung aus dem Besitz der ev. Kirche in Schwerin bei Abwesenheit des Bischofs und           &lt;br /&gt;
- kirchlichen nationalsozialistischen Landesführers,&lt;br /&gt;
- seiner Zuführung zur Verschrottung, &lt;br /&gt;
- der Anfertigung eines Zweitgusses im Geheimen und dessen Verbergung von 1939 bis 1945 in der Lüneburger Heide,&lt;br /&gt;
- der Aufhängung dieses Zweitgusses nach dem II. Weltkrieg  in der Kölner Antonitercitykirche in der Schilderstraße, &lt;br /&gt;
- die gleichzeitigen Bemühungen zur Anfertigung und Aufhängung des Drittgusses im Dom zu    &lt;br /&gt;
- Güstrow als Geschenk der Kölner ev. Kirche an die Domgemeinde,&lt;br /&gt;
- sowie unsere Gedanken zu Eigentumsfragen um den Drittguss&lt;br /&gt;
- und der Existenz eines Viertgusses im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Gottorf, zusammengestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine später an uns Autoren gerichtete strenge Ermahnung der Deutschen Nationalbibliothek, wegen der Unterlassung der Übersendung eines &#039;&#039;Exemplars&#039;&#039; dieser Dokumentation hat uns sehr stolz gemacht. (Es ist für uns die höchste erhaltene Ehrung!)   &lt;br /&gt;
Eine Broschüre und eine noch umfangreichere &#039;&#039;&#039;Zusammenstellung von Dokumenten-Kopien mit dem Thema Daten und Fakten zum Güstrower Ehrenmal für die gefallenen Mitglieder der Güstrower Domgemeinde&#039;&#039;&#039; wurde von der Fa. CEN in Güstrow gesponsert. Die aus dem Verkauf der Broschüren durch die Domgemeinde erzielten vierstelligen Erlöse wurden zur Mitfinanzierung der Restaurierung des Ulrich-Epitaphs, wie von uns gewünscht, verwendet. Da die Broschüre von Besuchern des Domes gerne erworben wurde, erfolgten zweimal kostenlose Nachlieferungen durch die Autoren und dem Sponsor. Unsere nächste umfangreiche Arbeit zu stadtgeschichtlichen Themen war eine &#039;&#039;&#039;Studie über das künstlerische Wirken von Vera Kopetz in Güstrow und Umgebung&#039;&#039;&#039;, einer Malerin und Grafikerin, die in Güstrow und in Güstrows Nähe mit ihren Entwürfen von Mosaiken und Wandgemälden eindrucksvolle Kunstwerke schuf. Wir durften am 03.09. 2012 unsere diesbezügliche Arbeit dem Förderverein im Güstrower Theater vorstellen. Viel Aufmerksamkeit wurde uns dabei durch die Besucher zuteil. Besondere Anerkennung für unsere Recherchen äußerte auch der anwesende Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz. Die Tatsache, dass die Güstrower Schriftstellerin Ditte Clement bei der gleichen Veranstaltung über die Künstler-Freundschaft zwischen Marga Böhmer und Vera Kopetz sprach, machte damit auf eine weitere Beziehung von Vera Kopetz zu Güstrow aufmerksam. Wir erkannten die Chance, daran mitzuwirken, dass in Güstrow eine Ausstellung zum vielseitigen Schaffen der Künstlerin Vera Kopetz, möglichst bald gezeigt werden sollte. Unsere zur Familie Kopetz geknüpften Kontakte und deren bereitwillige Unterstützung unseres Vorschlages ermöglichten, in Zusammenarbeit mit dem Güstrower Stadtmuseum, eine Kopetz-Ausstellung in Güstrow durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 02.10.2015 wurde die &#039;&#039;&#039;Ausstellung Vera Kopetz (1919 -1998) Malerei, Grafik, Collage, Plastik&#039;&#039;&#039; in der Güstrower Galerie Wollhalle eröffnet. Mit dieser bis zum 31.01.2016 geöffneten Ausstellung zu Vera Kopetz künstlerischem Wirken, auf deren Spuren wir durch unsere stadtgeschichtlichen Studien in Güstrow und in unserer heimatlichen Region aufmerksam wurden, führten wir eine weitere stadtgeschichtliche interessante Arbeit zu einem schönen Abschluss. Als &#039;&#039;&#039;Höhepunkt der Ausstellungseröffnung wurde dem Güstrower Bürgermeister, Arne Schuldt, durch den Sohn der Künstlerin, Michael Kopetz, ein Porträtgemälde mit dem Bildnis von Barlachs  Lebensgefährtin Marga Böhmer überreicht&#039;&#039;&#039;. Gleichzeitig beschäftigten wir uns damals mit einer Bildersammlung des damals 86-jährigen gebürtigen Güstrowers, Hans-Heinrich Höffer, der in Schleswig-Holstein lebt. Die &#039;&#039;&#039;Bühnenfotos zur Theatergeschichte in Güstrow von 1948 bis 1951&#039;&#039;&#039; aus dem Besitz des Ehepaares Schloite-Höffer, wurden durch Herrn Höffer und uns neu geordnet, beschriftet und den ebenfalls von dem Ehepaar Höffer gesammelten Programmheften zugeordnet. So können sie nun als kulturhistorisches Zeugnis über das Güstrower Theater jener Zeit dienen. Die Sammlung besteht aus zwei Alben, die dem Förderverein des Güstrower Theaters, mit der Bitte um Weitergabe an das Museum der Stadt Güstrow, übergeben wurden. Die Bildersammlung enthält Bühnenfotos des Güstrower Foto-Ateliers Hans und Ursel Grebenstein von allen Inszenierungen der Sparte Oper und Operette des Güstrower Theaters der Jahre 1948 bis 1951. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist eine historische &#039;&#039;&#039;Bildersammlung über die Geschichte der Güstrower Plattsnacker&#039;&#039;&#039; in der John Brinckman Gesellschaft e. V., die zur Festveranstaltung aus Anlass des 25-jährigen Bestehens im Februar 2014, sowohl als gedrucktes Exemplar als auch als DVD fertiggestellt worden. Die den Mitgliedern des Freundeskreises Güstrower Plattsnacker zur Erinnerung überreicht wurde. Danach beschäftigen wir uns mit einem ca. 250 Jahre alten &#039;&#039;&#039;Stammbuch eines von 1770 bis 1777 in Güstrow ansässigen der &amp;quot;Apotheker-Kunst Beflissenen&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, wie der frühere Besitzer des Stammbuches auf der ersten Seite seines Stammbuches vermerkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammbuchhalter war der gebürtige Schlesier George Friedrich Pirscher, der mindestens 7 Jahre (1770-1778) in Güstrow lebte und vermutlich in der Schloss-Apotheke tätig war. Zuletzt erfolgten &#039;&#039;&#039;Nachforschungen über den Brinckmanschen-Rats-Silberschatz von 1905&#039;&#039;&#039;, der dem Rat der Stadt Güstrow von dem ältesten Sohn des Dichters Max Brinckman gestiftet wurde. Hierüber kann man im Güstrower Jahrbuch von 2018 lesen. Seit 10 Jahren veröffentlichten die Autoren Dieter Kölpien und Gernot Moeller ihre Arbeitsergebnisse in den Güstrower Jahrbüchern, die seit nahezu 30 Jahren in Güstrow durch Friederike Neubert herausgegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede abgeschlossene Arbeit zur Stadtgeschichte bestätigt uns Autoren, dass wir mit unseren Studien zur Güstrower Stadtgeschichte einen Weg gefunden haben, der uns als Ruheständler nicht nur vielseitig mobilisiert, sondern uns echte Lebensfreude und einen erheblichen Gewinn an stadtgeschichtlichem Wissen vermittelt hat. Es sind auf diese Weise vielfältige Beiträge zur Ortschronik Güstrows geschaffen und zusammengetragen worden, deren Aufbewahrung mithilfe dieser Plattform dauerhaft möglich wird. An den Ergebnissen unserer chronologischen Arbeiten möchten wir die Besucher dieser WEB-Seite teilhaben lassen möchten und deren Übernahme auf diese Plattform &#039;&#039;&#039;Ortschroniken in Mecklenburg-Vorpommern&#039;&#039;&#039; uns im Zusammenwirken mit einem Team von Wissenschaftlern der Wossidlo-Forschungsstelle der Universität Rostock möglich wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns bei all unseren Recherchen von dem Grundsatz leiten lassen, dass ein mehrfach dokumentiertes Datum eines historischen Ereignisses der sicherste Ausgangspunkt jeglicher weiteren historischen Betrachtung eines Themas sein sollte. &lt;br /&gt;
Wir danken an dieser Stelle noch einmal den zahlreichen Gesprächspartnern und Freunden, die uns bei unseren Studien hilfreich unterstützten und unseren Familien, die uns bei manchen Themen mit Zuspruch bedachten und bei anderen zur Vorsicht rieten, in jedem Fall jedoch geduldig(!) unser Tun mit Interesse verfolgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke, unsere auf Güstrow bezogenen stadtgeschichtlichen Studien einer interessierten Öffentlichkeit zeitgemäß und vor allem dauerhaft zugänglich zu machen, führte uns zur Nutzung der Möglichkeiten dieser modernen digitalen Darstellung. Wir begrüßen Sie auf dieser WEB-Seite recht herzlich und bitten Sie, uns Ihre kritische Meinung, gerne auch Anregungen und Ergänzungen und selbstverständlich auch Hinweise auf Fehler, zu übermitteln. An einer Vervollständigung dieser Chronik (Chronik DKGM) wird ständig gearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben auch erfahren, dass über den von uns gewählte digitalen Weg zahlreiche Kontakte zu unserer schönen alten mecklenburgischen Stadt Güstrow, ihrer Geschichte und ihren Bewohnern geknüpft wurden. Stets waren wir auch sehr daran interessiert, dass unser Internetauftritt kritisch betrachtet wurde und dankbar für Fehlermeldungen und Hinweise aller Art, um unseren Internetauftritt ständig verbessern zu können. Die bis 2015 erstellten Dokumente sind von meinem verstorbenen Freund Gernot Moeller und mir in gemeinsamer Arbeit entstanden und haben unseren Ruhestand sinnvoll belebt. Nach dem Tod meines Freundes Gernot Moeller wurde ich mit der Frage konfrontiert, was passiert mit unserer WEB-Seite www. https://stadtgeschichte-guestrow.de/, wenn auch durch mich nach meinem Todesfall keine Finanzierung des Providers der Internetpräsentation mehr erfolgen würde? Meine Bemühungen, den Verlust unserer Forschungsergebnisse zu verhindern, führten mich auf das Internetportal, &#039;&#039;&#039;www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039;, der Wossidlo-Forschungsstelle an der Uni-Rostock. &lt;br /&gt;
Die vollständige Überleitung unserer Güstrower WEB-Seite ist mit Unterstützung der erfahrenen Ortschronisten Hilde Stockmann (ehemals wohnhaft Zempin/Usedom, nun wohnhaft in Leipzig) und Dirk Hermann (Leipzig) im Jahre 2023 erfolgt. Es ist mir durch diese Aktion nicht nur gelungen, die erarbeiteten Inhalte meiner ursprünglichen persönlichen Plattform dauerhaft zu sichern, sondern auch die WIKIPEDIA-Struktur zu implementieren, die es auch anderen Ortschronisten ermöglich ggf. auf &amp;quot;meiner&amp;quot; Güstrower Seite weitere Erkenntnisse einzufügen, zu aktualisieren, zu erweitern oder ggf. zu korrigieren. Die methodischen Abläufe sind auf dieser neuen Plattform überall die gleichen&lt;br /&gt;
und Hilfe von anderen Ortschronisten folglich einfach und nachvollziehbar. Es ist mir heute möglich, durch Meetings und persönliche Kontakte das wissenschaftliche Potential der Digitalisierung mit Hilfe eines HOST (Dr. Holger Meyer) für einen weiteren Qualitätszuwachs bei meiner Arbeit als Ortschronist zu nutzen. &lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, dass gerade die älteren Ortschronisten den Weg auf die Plattform &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; beschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bei der kurzfristigen Überleitung und optimalen Nutzung der umfänglichen neuen Plattform Ortschroniken-mv.de wurde ich in technischer Hinsicht qualifiziert von dem WossiDiA-Team (Dr. Holger Meyer) der Universität Rostock unterstützt.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Der Hauptgrund hierfür ist, unser digitales Vermächtnis dauerhaft und auf hohem Niveau gesichert zu platzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dank!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besonders hilfreich ist die wirkungsvolle praktische Unterstützung und strukturelle Mitwirkung bei der Überleitung und Erneuerung verschiedenster Dateiformate von meiner bisherigen WEB-Seite auf diese neue Plattform durch Frau Hilde Stockmann, einer sehr erfahrenen und hilfsbereiten Ortschronistin, mit reichem praktischem Erfahrungsschatz aus Zempin, (Insel Usedom). Mir waren ihre gründlichen und umfangreichen ortschronistischen Arbeiten über zahlreiche Orte auf der Insel Usedom aufgefallen. Meiner Bitte um ihre praktische Mitwirkung bei der Überleitung meiner ursprünglichen Güstrower Seite auf das Portal &#039;&#039;&#039;http://www.ortschroniken-mv.de&#039;&#039;&#039; kam sie umgehend und nun schon langfristig nach. Für die mir gewährte umfassende praktische Unterstützung bei der Überleitung meiner WEB-Seite https://www.stadtgeschichte-guestrow.de auf die moderne Plattform http://www.ortschroniken-mv.de möchte ich mich bei den genannten Personen mit aller Herzlichkeit bedanken.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich tue dies auch in der Gewissheit, dass mein verstorbener Freund Gernot Moeller meine Entscheidungen geteilt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```Ich werde mich nun allmählich aus Altersgründen von der aktiven Arbeit an der Güstrower Ortschronik zurückziehen und die Fortsetzung unserer Tätigkeit in die Hände von Herrn Rainer Schirmann übergeben. Ich kenne ihn seit seiner Kindheit und habe die Gewissheit, dass Rainer diese sehr interessant Aufgabe mit Umsicht und Sorgfalt fortsetzen wird.``` &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
Güstrow im Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 08.09.2017 wurde Dieter Kölpien beim Jahresempfang des Landkreises Rostock für seine engagierte ehrenamtliche Tätigkeit, durch die Kreistagspräsidentin Ilka Lochner und dem Landrat Sebastian Constien eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ehrenmedaille des Landkreises Rostock in Silber&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
überreicht.&lt;br /&gt;
In ihrer Laudatio verwies die Kreistagspräsidentin Frau Lochner zum ehrenden Gedenken auch auf die Verdienste seines 2016 verstorbenen Freundes Gernot Moeller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Jahrestagung der Ortschronisten 2019 in Parchim&lt;br /&gt;
wurde Dieter Kölpien mit dem &#039;&#039;&#039;Preis der Stiftung Mecklenburg&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
geehrt. &lt;br /&gt;
Aus der Laudatio des Geschäftsführers der Stiftung Mecklenburg Dr. Ostrop:&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019&lt;br /&gt;
Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite https//www.stadtgeschichte-guestrow.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild von der Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien, (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019.&lt;br /&gt;
Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz.&lt;br /&gt;
Foto: Annett Ludwig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gratulation durch den Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt und der Stadtvertretung überbringt Frau Sabine Moritz vom Kulturausschuss&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2019&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Videos bei Youtube:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=OgHUOE1oTs8&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=7C0ygKxGcNc&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;youtube&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=j4YQ8zrfMrY&amp;lt;/youtube&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=G%C3%BCstrow&amp;diff=149902</id>
		<title>Güstrow</title>
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		<updated>2026-06-12T09:38:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;DieterKölpien: /* Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;* Autoren und Sammler von stadtgeschichtlichen Beiträgen über Güstrow:&lt;br /&gt;
[[Benutzer: DieterKölpien | Dieter Kölpien und Gernot Moeller und nun auch mit Rainer Schirmann ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Barlachstadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | plz = 18273&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
 | landkreis = Rostock (LRO)&lt;br /&gt;
 | einwohner = 30 000 (2020)&lt;br /&gt;
 | lat=53.7854 &lt;br /&gt;
 | lon=12.1809&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geographische Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die GPS-Koordinaten nach Google von Güstrow (Markt) lauten:&lt;br /&gt;
:Breite 53° 48&#039; 11 N / Länge: 12° 11&#039; 22 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=13/53.7854/12.1809 Breite: 53.7854 Länge: 12.1809 ]  &amp;amp;#160;&amp;amp;#160; Quelle: OpenStreetMap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.083072662353517%2C53.76109296527907%2C12.266750335693361%2C53.82690070149636&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.79400973965047%2C12.174911499023438&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.7940&amp;amp;amp;mlon=12.1749#map=13/53.7940/12.1749&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Güstrow anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information über die Barlachstadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Älteste Darstellung des Stadtsiegels Güstrow.jpg|thumb|250px|rechts|Älteste Darstellung des Güstrower Stadtsiegels von 1293]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güstrow Wappen Teske 1885.jpg|thumb|250px|rechts|Wappen nach Teske 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Güstrow.svg.png|thumb|250px|rechts| Stadtwappen von Güstrow ab 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge-fahne-gstrow-90-x-150-cm.jpg|thumb|250px|rechts| Flagge von Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2006 führt die ca. 30000 Einwohner zählende Kreisstadt des Landkreises Rostock den offiziellen Namen &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;. Güstrow liegt im Zentrum Mecklenburgs und ist die siebtgrößte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow liegt ca. 50 Kilometer südlich Rostocks an dem Fluss Nebel, nahe der Autobahn A 19 und an der Kreuzung der Bundesstraßen B 103 und B 104. Güstrow wurde 1228 von dem wendischen Fürsten Heinrich Borwin gegründet. Es war Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow bis zum Aussterben der wendischen Linie. (Mehr bei Wikipedia.) Sein Schloss, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinem 1226 errichteten Dom, mit dem Güstrower Ehrenmal (auch Schwebender von Ernst Barlach) sind sehenswert. &lt;br /&gt;
Die Stadt ist auch Sitz des Amts Güstrow-Land, dem 14 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow besteht seit etwa 1100, &lt;br /&gt;
:erhielt um 1219 bis 1228 das Schweriner Stadt- sowie das Marktrecht und war von &lt;br /&gt;
:1229 bis 1436, sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg Güstrow. &lt;br /&gt;
:Die slawische Burg und später das Schloss Güstrow prägten den Ort. &lt;br /&gt;
:Mit dem Stadtrecht hatte die Stadt auch die Befugnis eine Stadtbefestigung anzulegen.&lt;br /&gt;
;Das Stadtsiegel überstand einen Brand des Rathauses.&lt;br /&gt;
:ging danach jedoch verloren. Eine Nachbildung des Stadtsiegels zeigt eine Grafik der Künstlerin Vera Kopetz aus dem Jahr 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Namensgebung stand der altpolabische Begriff &amp;quot;Guscerov&amp;quot; (Eidechsenort) Pate, der in &amp;quot;Gustrowe&amp;quot; bzw. &amp;quot;Guztrowe&amp;quot; abgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen und Flagge der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datei: Güstrow Wappen Teske 1885 (Carl Teske, war ein mecklenburgischer Heraldiker.)&lt;br /&gt;
:: * 8. Dezember 1859 in Neubrandenburg; + 2. Juli 1894 in Schwerin; vollständiger Name: Carl Wilhelm Julius Teske                                                                           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nach Carl Teske &amp;quot;Die Wappen der Großherzogtümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken&amp;quot; 1885&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Nr. 14 Güstrow (Herrschaft Werle) &lt;br /&gt;
::In Rot ein nach Links gekehrter, schwarzer Stier vor einem nach rechts gelehntem, grünem Baum mit fünfzackigen Blättern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Die Gestaltung des Stadtwappens erfolgte nach dem ältesten Siegel, einem der ältesten Güstrower bildnerischen Werke, aus dem Jahre 1293.&lt;br /&gt;
Nach den Erkenntnissen der Historiker ist mit Sicherheit anzunehmen, dass das Wappen vor dem 30-jährigen Krieg einen goldenen Hintergrund besaß. Das Blattgold wurde damals auf rotem Untergrund aufgelegt und habe sich später von diesem gelöst.  Dies führte zu der Annahme, dass der ursprüngliche Hintergrund einmal rot war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappen von Güstrow 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der Stadt Güstrow ist am 8. Juni 1999 vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Genehmigung erteilt worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das unter der Nr. 72 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wappenbeschreibung eines neuen Güstrower Wappens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„In Gold ein stehender, nach Links gewendeter, hersehender schwarzer Stier mit zwischen die Hinterfüße genommenem Schweif vor einem nach rechts gelehntem grünem Baum, oben mit vier fünfzackigen Blättern, unten mit einem fünfzackigen und einem dreizackigen Blatt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde 1999 neu gezeichnet; in ihm ist (anders als im vorigen Wappen) der Schild goldfarben (statt rot!). Der grüne Baum auf Rot war heraldisch nicht korrekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flaggenbeschreibung&lt;br /&gt;
::„Die Stadtflagge ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Grün. In der Mitte des Flaggentuchs liegt – auf jeweils zwei Dritteln der Höhe des gelben und des grünen Streifens übergreifend – das Stadtwappen in Gelb. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der zuletzt am 27.10.2011 geänderten Hauptsatzung der Stadt Güstrow heißt es:&lt;br /&gt;
::§ 1 –Name/Wappen/Flagge/Dienstsiegel-,&lt;br /&gt;
:::(1) Die Stadt führt die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;„Barlachstadt“&#039;&#039;&#039;...&lt;br /&gt;
:::(6) Das Dienstsiegel zeigt die Umrisse des Stadtwappens und die Umschrift &amp;quot;Barlachstadt Güstrow&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext über Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist als historische &#039;&#039;&#039;Residenzstadt&#039;&#039;&#039; bekannt für sein &#039;&#039;&#039;Schloss&#039;&#039;&#039;, seine gut erhaltene Altstadt mit vielen wertvollen Bauwerken und seinen Dom mit dem Güstrower Ehrenmal bekannt als &#039;&#039;&#039;„Schwebender&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von Barlach. Die 1236 begründete &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Domschule Güstrow ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, seit 1991 ist die Stadt zudem Sitz der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Mittelalter Güstrows Lage in der sumpfigen Umgebung der Residenzstadt des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow einen Schutz vor Überfällen bot, brachten später die Kreuzung der Postwege und danach der Verlauf der Eisenbahnlinien zwischen Kopenhagen (København) und Berlin und zwischen Hamburg und Lübeck nach Stettin und Bahnnebenstrecken Güstrow - Karow, Güstrow - Plaaz - Laage, lebhaften Verkehr nach Güstrow und das Gastgewerbe erblühte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Natürlich brachte die zentrale Lage Güstrows und die Nutzung des Autos als Verkehrsmittel weitere Vorteile für die Stadt.&lt;br /&gt;
Die günstige Lage der Stadt empfahl sich als Kreuzungspunkt mehrerer Chausseen und befestigter Landstraßen.&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Struktur der Stadt, mit dem Marktplatz im Zentrum des Ortes und des sich auf ihm kreuzenden, historisch gewachsenen Wegenetzes, sind auch nach einhundert Jahren immer noch ein Hindernis für den heutigen Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güstrow ist über Land- und Bundesstraßen von Rostock, Schwerin über Sternberg, Parchim über Goldberg, Plau über Krakow, Neubrandenburg &lt;br /&gt;
über Teterow erreichbar. Der Ausbau der Nebel zwischen Güstrow und Bützow zu einer schiffbaren Wasserstraße hat heute keine Bedeutung mehr. Der errichtete Kanal diente eins zum Transport von Zuckerrüben zu der damals am Westrand der Stadt gelegenen Zuckerfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind es vor allem die Bundesstraßen (B 103 und B 104) und der erfolgte Anschluss an das Autobahnnetz (A 19), die eine gute Erreichbarkeit Güstrows gewährleisten.&lt;br /&gt;
Für den Durchgangsverkehr ist die Beachtung der Verkehrszeichen durch die Fahrzeugführer, von aller größter Bedeutung. Das Befahren der Innenstadt mit Lkw ist unmöglich. Gut ausgebaute Umgehungsstraßen fehlen in der Stadtnähe Güstrows.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der ersten mecklenburgischen Eisenbahnverbindung von Hagenow über Schwerin, Kleinen, Bützow nach Rostock im Jahre 1847, folgte 1850 der Anschluss Güstrows an das Eisenbahnnetz. 1862 entstand die Verbindung zwischen Güstrow und Neubrandenburg und erst 1882 folgte der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Güstrow nach Plau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ab 1850 entstand auch die ersten Staats-Telegraphenlinie von Schwerin nach Güstrow durch Aktivitäten des Rates der Stadt Güstrow. In Güstrow gab es ab 1854 eine Staats-Telegraphenstation in der Baustraße 3, die nach Westen mit Schwerin und später auch in Richtung Osten mit Neubrandenburg und Neustrelitz und schließlich auch mit dem preußischen Telegraphennetz verbunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/mjbrenderer?id=mvdok_document_00003650  &#039;&#039;&#039;Die Gründung der Stadt Güstrow&#039;&#039;&#039;  Karl Hoffmann In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde Bd.94 (1930) S.112-126]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg004/477653154.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow unter Wallenstein&#039;&#039;&#039;  Bruno Romberg In: Mecklenburgische Monatshefte, Bd.4 (1928) 11, S.589-596]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://mvdok.lbmv.de/data/mecklenburgische_monatshefte/jg012/516672533.pdf &#039;&#039;&#039;Güstrow als Hort der Freiheitskriege&#039;&#039;&#039;  Oscar Gehrig In: Mecklenburgische Monatshefte Bd.12 (1936) 138, S.308-310]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos]] Geschichte der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow im Spiegel von geografischen Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stadtplan von Merian 1653.png|1693 Güstrow von Merian&lt;br /&gt;
Datei:Wiebelkingsche Karte von 1786.jpg|1786 Wiebelkingsche Karte&lt;br /&gt;
Datei:Vorderstadt Güstroe 18318.png|1831 Vorderstadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Stadt Güstrow vor 1914.jpg|1914 Stadt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow Michaal-Plan 1930-1933.jpg|1930 Michaal-Plan&lt;br /&gt;
Datei:Güstrow 2020.png|2020 Güstrow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrow Bildergalerien== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Ölgemälde Güstrow.jpg|1937 Ölgemälde vom Güstrower Maler Robert Otto &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf Güstrow aus südwestlicher Richtung von der Schanze.&lt;br /&gt;
(Dieses Gemälde war ein Hochzeitsgeschenk des Malers an unsere Eltern und entstand vor 1937. Der Maler wohnte um 1935 in der Güstrower Feldstraße 41.-DK-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Güstrower Ansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Radierungen-Zeichnungen von Friedrich Thorban===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signatur (T) auf den Grafiken lässt den Schluss zu, dass es sich um Arbeiten des Güstrower Zeichenlehrers Friedrich Thorban (1889-1945) handelt. Er, seine Frau und Tochter schieden am 05.05.1945 durch Selbsttötungen aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 1.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 2.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 3.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 4.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 5.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 6.jpg&lt;br /&gt;
Datei:Thorban 7.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Ansichtskarten (1897-1953) Sammlung Thomas Pilz=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:1897-mehrbild-litho1.jpg|1897&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-mehrbild-litho-2.jpg|1898&lt;br /&gt;
Datei:1898-post5.jpg|1898 Post&lt;br /&gt;
Datei:1898-totale6.jpg|1898 Totale&lt;br /&gt;
Datei:1899-hafen.jpg|1899 Hafen&lt;br /&gt;
Datei:1899-markt-1.jpg|1899 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-litho.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-mehrbild-lithoII.jpg|1899&lt;br /&gt;
Datei:1899-neuewallstr.jpg|1899 Neue Wallstraße&lt;br /&gt;
Datei:1899-schabernack.jpg|1899 Schabernack&lt;br /&gt;
Datei:1900-bahnhof.jpg|1900 Bahnhof&lt;br /&gt;
Datei:1900-bleicherstr.jpg|1900 Bleicherstraße&lt;br /&gt;
Datei:1900-hagebokerstr.jpg|1900 Hageboker Straße&lt;br /&gt;
Datei:1900-kaserneII.jpg|1900 Kaserne&lt;br /&gt;
Datei:1900-kriegerdenkmal.jpg|1900 Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Datei:1900-landgericht.jpg|1900 Landgericht&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-2f.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-markt-sw.jpg|1900 Markt&lt;br /&gt;
Datei:1900-mehrbild-litho.jpg|1900&lt;br /&gt;
Datei:1900-neuewelt.jpg|1900 Neuen Welt Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1900-schleuse.jpg|1900 Bützow Schleuse&lt;br /&gt;
Datei:1900-schloss-hinten.jpg|1900 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1900-schutzenhaus.jpg|1900 Schützenhaus&lt;br /&gt;
Datei:1900-siegesaule.jpg|1900 Siegessäule&lt;br /&gt;
Datei:1900-wallpromenade.jpg|1900 Wall-Promenade&lt;br /&gt;
Datei:1901-grunerwinkel.jpg|1901 Grünwinkel&lt;br /&gt;
Datei:1901-mehrbild-col3.jpg|1901 Güstrow&lt;br /&gt;
Datei:1910-zepelin.jpg|1910 Denkmal&lt;br /&gt;
Datei:1929-landeskinderheim.jpg|1929 Landeskinderheim&lt;br /&gt;
Datei:1925-burgerschule.jpg|1925&lt;br /&gt;
Datei:1907-pferdemarkt.jpg|1907 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
Datei:1907-totale.jpg| 1907&lt;br /&gt;
Datei:1918-altersheim.jpg|1918 Altersheim&lt;br /&gt;
Datei:1922-schuledom.jpg|1922 Realschule Dom&lt;br /&gt;
Datei:1924-KaffeBorwin.jpg|1924 Kaffee Borwin&lt;br /&gt;
Datei:1941-luftbildschlossII.jpg|1941 Schloss&lt;br /&gt;
Datei:1942-luftbildwest.jpg|1942&lt;br /&gt;
Datei:1953-pferdemarkt.jpg|1953 Pferdemarkt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ansichtskarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schabernack&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen angeblichen Schabernack;&lt;br /&gt;
* [https://guestrow-history.de/index.php/ausflugslokale/schabernack Ausflugslokal Schabernack]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten um 2010, Zeichnungen von Rainer Golka === &lt;br /&gt;
[[Datei:Titel Güstrow.jpg|thumb|150px|link=https://www.ortschroniken-mv.de/images/2/2f/00_Buch_Golka_11_11_22.pdf|[[Medium:00_Buch_Golka_11_11_22.pdf  |Rainer Golka – Güstrower Ansichten – 76 Zeichnungen - pdf - ISBN 978-3-756546-98-5]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:07 Rück Güstrow Karte.jpg|thumb|150px|Rückseite - Verlag epubli A5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehenden Text entnahm ich dem Güstrower Jahrbuch (Güstrower Verlags GbR) von 2012, in dem ich erstmalig unter dem Titel &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; Zeichnungen von Rainer Golka entdeckte. Dort formulierte dieser sinngemäß sehr eindrucksvoll mit Worten, was er mit dem gleichen Feingefühl in seinen Güstrower Zeichnungen &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; ausdrückt.&lt;br /&gt;
Rainer Golka stimmte einer Veröffentlichung seiner Zeichnungen auf dieser Internetseite zu und gestattete mir auch die Ergänzung mit weiteren seiner noch entstehenden &amp;quot;Stadtgesichter&amp;quot; an dieser Stelle. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dieter Kölpien&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zitat:&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&amp;quot;Eine Stadt ist etwas von Menschenhand Geprägtes, steinern, ehern und doch jeglicher Veränderung unterworfen, von den Generationen, die in ihr lebten und leben bis hin, dass sich die Natur zurückholt, was wir ihr stahlen. So ist sie wie wir selbst sensibel und rau, Festhalten und Veränderung. In dieser Ambivalenz erlebe ich meine Wahlheimat Güstrow.&lt;br /&gt;
Eine Stadt, die mich empfängt, opulent oder ungeschminkt aber immer mit der Offenheit etwas von sich preiszugeben&amp;quot;.&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Rainer Golka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka schreibt im Güstrower Jahrbuch von 2012 weiter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1955 in Berlin geboren, Abitur, Zimmermann, Diplomingenieur, zwei Söhne, geschieden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1992 Umzug nach Groß Tessin, ab 1995 in Güstrow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- von 2000 bis 2007 selbstständig als Lehmbauer,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Malerei und Grafik habe ich mir in meiner Jugend selber angenommen und beschäftige mich seit 2007 intensiver damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rainer Golka&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.epubli.de/shop/buch/rainer-golka-g-strower-ansichten-hilde-stockmann-9783756546985/131443 Buch Rainer Golka - Güstrower Ansichten bestellen bei Verlag epubli]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rainergolka.mp4|thumb|left|Künstler Rainer Golka Güstrower Ansichten von 2014]]&lt;br /&gt;
                   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;  &lt;br /&gt;
;Güstrow - 03.12.2014&lt;br /&gt;
Über 40 Stände von Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern auf dem 10. Adventsmarkt in Eingangshalle des KMG Klinikums&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Malerei und Graphik&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit Motiven aus der Kreisstadt fanden Kunstinteressierte am Stand des &#039;&#039;&#039;Güstrowers Rainer Golka&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten, Gemälde von Andreas Tessenow===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Alle Bilder sind mit der Technik Öl auf Leinwand erstellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* weitere Informationen über den [[Künstler der Stadt Güstrow#Andreas_Tessenow|Künstler A.Tessenow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Am Berge 70x100.jpg|2015 Am Berge 70x100&lt;br /&gt;
Datei:02 Am Schlossgarten 70x100.jpg|2017 Am Schlossgarten 70x100&lt;br /&gt;
Datei:03 Am Franz-Parr-Platz 70x100.jpg|Am Franz-Parr-Platz 70x100&lt;br /&gt;
Datei:04 Am Schlossberg 70x100.jpg|2017 Am Schlossberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:05 Am Nachtigallenberg 70x100.jpg| 2015 Am Nachtigallenberg 70x100&lt;br /&gt;
Datei:06 Blick vom Wall in Richtung HansenStraße 60x80.jpg|Blick vom Wall in Richtung Hansen-Straße 60x80&lt;br /&gt;
Datei:07 Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80.jpg|Blick vom Nachtigallenberg in Richtung Hansen-Straße-Schanze 60x80&lt;br /&gt;
Datei:08 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80.jpg|2017 Kersting-Schule Heiligengeisthof 4 60x80&lt;br /&gt;
Datei:09 Blick vom Süden auf den Dom 60x80.jpg|2015 Blick vom Süden auf den Dom 60x80&lt;br /&gt;
Datei:10 Blick von 60x80.jpg|Blick zwischen Dom und Schulstrasse 60x80&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten (1961, 1992) Fotos von dem Radtouristen Rudolf Kampmann ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstehende Fotografien und Ansichten wurden 1961 von dem &#039;&#039;&#039;Berliner Rudolf Kampmann&#039;&#039;&#039; in Güstrow gefertigt und mir 2021 von seiner Witwe aus Berlin zugesandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 c.jpg|1992&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei: Güstrow 1992 b.jpg|1992&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:01 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:02 Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:03 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:04 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:05 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:06 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:07 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:08 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:09 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:10 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:11 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
Datei:12 a Güstrow alt.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Güstrower Ansichten vom Dach des Wohnhochhauses (Beim Wasserturm 4); Fotos Dieter Kölpien (2007)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Güstrow, Wasserturm 4 - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center/&amp;gt;&#039;&#039;Zum Navigieren Pfeiltasten verwenden! Zur Ansicht aller Bilder auf Symbol in der Mitte klicken!&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;slideshow&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 01.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 02.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 03.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 04.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 05.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 06.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 07.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 08.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 09.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 11.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 12.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 13.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 14.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 15.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 16.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 17.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 18.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 19.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 20.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 21.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 22.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 23.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 24.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 25.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 26.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 27.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 28.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 29.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 30.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Gü Rund 31.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Güstrower Ansichten von dem Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst (1918-1924) === &lt;br /&gt;
* Die Website [https://guestrow-history.de/index.php/uebersicht Güstrow in alten Ansichten - Kriegsgefangenenlager]  -  (Diese Website erstellte Thomas Pilz.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos über Güstrow===&lt;br /&gt;
* [[Güstrow bei Youtube - Videos|Videos über Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Videos von Güstrow TV===&lt;br /&gt;
* [http://guestrowtv.de/ Güstrow TV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow - Ortschronik/en -chronologische Übersicht- ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten benannt. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten, die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en|&#039;&#039;&#039;Güstrow - Ortschronik -chronologische Übersicht-&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
::* [[Benutzer:DieterKölpien|Autor Dieter Kölpien]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;|Güstrow im &amp;quot;Schlie&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
::*[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schlie Friedrich Schlie bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [[Themendownload|Themen zur Geschichte Güstrows]]&lt;br /&gt;
* [[Über den Schwebenden, Chronologie seiner Geschichte. (Wer?, Was?, Wann?, Wo?)|Der Schwebende - Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtige Güstrower Versorgungseinrichtungen (Gas, Wasser, Licht, Eisenbahn, Post, Telefonie/Telegraphie, Amateurfunk u. a. Vereine) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow wichtige Einrichtungen|wichtige Einrichtungen und ihre Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#ELEKTRIZITÄT in Güstrow|Elektrizität]]&lt;br /&gt;
:* [[G%C3%BCstrow wichtige Einrichtungen#WASSER.2C Wasserversorgung.2C Kanalisation in G.C3.BCstrow|Wasser, Wasserversorgung, Kanalisation]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#GAS in Güstrow|Gas]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#POSTWESEN in Güstrow|Postwesen]]&lt;br /&gt;
:* [[Über Aufzeichnungen aus Resten der Güstrower Postchronik|Güstrower Postchronik - 1938 vom Justizinspektor Walter Fiedler veröffentlicht]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#EISENBAHN in Güstrow|Eisenbahn]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FERNMELDEWESEN in Güstrow|Fernmeldewesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vereine und Organisationen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#FEUERWEHR Güstrow|Feuerwehr Güstrow]]&lt;br /&gt;
:* [[Güstrow wichtige Einrichtungen#AMATEURFUNKER in GÜSTROW gibt es schon seit 50 Jahren (Stand 2006)|Amateurfunk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmale in der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Denkmale Güstrow HeftTitel.PNG|thumb|250px|link =https://www.ortschroniken-mv.de/images/d/da/Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|[[Medium:Studie_%C3%BCber_Denkmale.pdf|Güstrower Denkmale Zusammenstellung - 128 Seiten - pdf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmale der Güstrower Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im direkten Stadtgebiet Güstrow (ohne zugehörige Ortsteile) befinden sich außerdem ca. 530 Baudenkmäler, die hier nicht alle explizit benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schloss Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.mv-schloesser.de/de/location/schloss-guestrow/ Schloss Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theater Güstrow, ab 1957 Ernst-Barlach-Theater (EBT)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Theater der Stadt Güstrow|Theater der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kirchen der Stadt Güstrow==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow|Kirchen der Stadt Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Dom zu Güstrow|Dom zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
::* [[Güstrow/Kirchen der Stadt Güstrow#Pfarrkirche St. Marien Güstrow|Pfarrkirche zu Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtarchiv Güstrow &amp;quot;Heinrich Benox&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
;Einige Bemerkungen zum Tag der Archive 2020.&lt;br /&gt;
Als wir, Gernot Moeller und ich, kurz vor dem Jahr 2000 unsere berufliche Tätigkeit, bei der  Deutschen Telekom AG mit dem Eintritt in den Ruhestand beendet hatten, war es uns ein Bedürfnis, Rückblick auf unser über 40 Jahre andauerndes gemeinsames Arbeitsleben im Fernmeldewesen in unserer Region zu halten und damit auch an die meist über Jahrzehnte andauernde enge kollegiale Gemeinschaft mit anderen Berufskollegen bei der einstigen staatlichen Deutschen Post der DDR und der späteren Deutschen Telekom AG in Güstrow zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor damals nicht ganz 166 Jahren, am 01.10.1854, wurde die „Großherzoglich-Mecklenburgische Telegraphen-Station“in der Güstrower Baustraße 3 in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis war meinem Freund Gernot Moeller und mir im Jahr zuvor, als wir aus Anlass des 775. Jubiläum unserer Heimatstadt eine 270 Seiten umfassende Studie „Güstrow und das Fernmeldewesen“ - vom Klopfertelegraphen bis zum ISDN - abschlossen und unserer Vaterstadt gewidmet hatten, erneut  ein willkommener Anlass, die bei dieser Arbeit gewonnenen umfangreichen Erkenntnisse über die Anfänge der Telekommunikation in Güstrow (die damals Telegraphie und Telefonie und später Fernschreiben und Fernsprechen und noch später Fernmeldewesen genannt wurden), in einer weiteren Studie „Die Geschichte der  Güstrower Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenstation Güstrow“  niederzuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unseren Recherchen über die Anfänge des Mecklenburger Telegrafenwesens in Archiven, Bibliotheken und Museen unseres Landes, erlebten wir besonders beglückende Augenblicke im Landeshauptarchiv Schwerin und im Kulturhistorischen Museum Rostock. Während wir in Schwerin Inventurunterlagen vom Übergang der Großherzoglich-Mecklenburgischen Telegraphenverwaltung an den Norddeutschen Bund von 1868 entdeckten, die sowohl die elektrotechnische als auch die gebäude- und bürotechnische Ausstattung der gesamten 17 mecklenburgischen Telegrafenstationen enthielten und dadurch detaillierte Rückschlüsse auf das betriebstechnische Zusammenwirken der Stationen in Mecklenburg ermöglichten. Durch einen Hinweis aus dem Technischen Landesmuseum Schwerin (Dr. Wolf Karge) fanden wir im Kulturhistorischen Museum Rostock einen Telegrafen mit Normalfarbschreiber aus der Anfangszeit der Telegrafie im Mecklenburg. Dieses Gerät wurde damals von der Firma Siemens &amp;amp; Halske gefertigt und war in Doberan oder Heiligendamm um 1873 in der Badesaison vom Großherzog genutzt worden. Der Telegraphenapparat, der u. a. mit einem mechanischen Laufwerk aus Messing für den Transport eines schmalen Papierstreifens ausgestattet ist, begeisterte uns besonders. Nach dem Öffnen des Laufwerk-Gehäuses und dem leichten Berühren eines Fliehkraftreglers begann das Laufwerk augenblicklich gleichmäßig den Papierstreifen zu transportieren, auf dem im Betriebszustand die Morsezeichen, die durch die Betätigung einer Morsetaste am fernen Ende einer Telegraphenleitung lesbar werden. Durch unsere kleinen Reparaturen am Magnetsystem und an der Morsetaste konnte die Betriebsfähigkeit des Telegraphen, wie er vor 150 Jahren an 17 Telegraphenstationen im Staatstelegraphennetz des Großherzogtums Schwerin eingesetzt war, wiederhergestellt werden und dem Kulturhistorischen Museum Rostock funktionsfähig zurückgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war mir erneut ein aufrichtiges Bedürfnis, den Tag der Archive 2020, um dessen Mitgestaltung ich durch das Stadtarchiv gebeten wurde, zum Anlass zu nehmen, allen ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiterinnen des Güstrower Archivs, des Museums, der historischen Bibliothek für die immerwährende, nahezu 20-jährige, nutzbringende Zusammenarbeit zur Dokumentation verschiedenster stadtgeschichtlicher Studien, erneut herzlichst zu danken. Es ist mir immer ein selbstverständliches Anliegen, ja eine Ehrensache, gewesen, von den mir inzwischen zuteil gewordenen Ehrungen im Stadtarchiv persönlich zu berichten, um so den bedeutenden Anteil der hilfreichen fachkundigen Unterstützung durch die Archivarinnen meinerseits zu würdigen. Ich schätze die Tätigkeiten der in Archiven arbeitenden Beschäftigten als äußerst wertvoll und sehr wichtig ein. Sie sind an hervorragender Stelle für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Förderung der Neugierde der Gesellschaft tätig. Das kann ich ohne Einschränkung immer wieder feststellen. Sehr geehrte Damen, auch deshalb bin ich heute wieder gerne hier in Stadtarchiv „Heinrich Benox“ und beglückwünsche Sie zum Tag der Archive 2020 mit den passenden Fritz Reuter-Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Dei nich kennt, wat vergahn ist,&lt;br /&gt;
:kann nich begriepen, wat nu is;&lt;br /&gt;
:Dei nich begrippt wat is, kann nich weiten wat ward.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte bei dieser Gelegenheit erneut daran erinnern, dass es durch unsere Initiative und mit der Unterstützung zahlreicher Güstrower Archivnutzer möglich wurde, unserem Güstrower Stadtarchiv den Namen des verdienstvollen Stadtarchivars Heinrich Benox zu geben.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Dieter Kölpien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tag der Archive 2020 - Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Blicke in die Archivausstellung am 07. und 08. März 2020 &lt;br /&gt;
:::::-Fotos Barbara Zucker-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;160px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 0.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 1.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 2.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 3.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 4.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 6.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 7.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 8.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 9.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 10.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Archiv 11.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
Die Bildung des örtlichen Kunst- und Altertumsvereins in Güstrow wurde durch die Entstehung von Geschichtsvereinen in Deutschland und durch eine Empfehlung der Schweriner Großherzoglichen Kommission zur Erhaltung von Denkmälern angeregt und erfolgte nach einer Beratung von 28 Güstrower Bürgern am 19. April 1890. Details kann man im Ausstellungsführer des Museums Güstrow nachlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sammlungsbestand hat sich schnell vergrößert, so dass bis zum Jahre 2003 fünf verschiedene Standorte nacheinander genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Standort (1892-1910) war der heute nicht mehr existierende Billardsaal des damaligen Wallhotels. Es folgte der Umzug in das renovierte Gebäude Domplatz 16 (1910-1923). Danach (1924-1945) beherbergte der ehemalige Pferdestall (heute Uwe Johnson-Bibliothek) das Museum. Es folgte nach der Zusammenführung der an verschiedenen Stellen ausgelagerten Bestände die Unterbringung der musealen Gegenstände im Gebäude Franz-Parr-Platz 7(1953-2003). Seit 2003 wird der heutige Standort des Museums am Franz-Parr-Platz 10 genutzt. Diese zahlreichen Umzüge und Auslagerungen haben zu Schäden und Verlusten an musealen Gegenständen geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den verantwortlichen Mitarbeitern mehrerer Generationen des Museums ist es zu danken, dass unser Museum heute vielfältige stadtgeschichtliche Rückblicke in verschiedenste historische Zeiträume unserer Stadt ermöglicht. Heute ist es der Kunst- und Altertumsverein, der sich ehrenamtlich um die Stadtgeschichte kümmert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Es ist beabsichtigt, auch an dieser Stelle (mit Zustimmung des KAV) anlässlich des 130jährigen Bestehens des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow e. V., die durch ihn erstellten und an Wandtafeln und Jahreskalendern veröffentlichten &amp;quot;Güstrower Hausgeschichten&amp;quot; zu präsentieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/stadt-kultur-politik/kultur/galerie-wollhalle/ Galerie Wollhalle der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der bekannteste Güstrower Dichter, Demokrat und Plattsnacker John Brinckman und andere plattsnackende Güstrower ==&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman Gesellschaft e.V.|Brinckman Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#John Brinckman in Güstrow|Brinckman, John in Güstrow]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/brinckmn.html Brinckman – Projekt Gutenberg.de]&lt;br /&gt;
* [[Brinckman-200|Brinckman-200 im Jahr 2014]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Brinckmanschen Ratssilberschatzes]]&lt;br /&gt;
* [[Billerchronik &amp;quot;25 Johr Güstrower Plattsnacker&amp;quot; (1989-2014)|Chronik der Plattsnacker 1989 - 2014]]&lt;br /&gt;
* [[medium:Chronik_des_G%C3%BCstrower_Brinckman_Brunnens_%281%29.pdf| Chronik des Brinckman Brunnen - pdf - 45 Seiten]] &lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Plattdütsches, To de Güstrower Geschicht up platt|Güstrower Geschichte up platt]]&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow#John Brinckman|Güstrower Künstler Brinckman]]&lt;br /&gt;
* [[Güstrow - Ortschronik/en#Güstrower Plattsnacker kann man hier snacken hüren|Güstrower Plattsnacker]] &lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows#John-Brinckman-Straße|Straßenname]]&lt;br /&gt;
* [[Sprüche auf Platt|Sprüche auf Platt]]&lt;br /&gt;
* [[Vo%C3%9F- un Haas-Klenner 1932|Voss un Haas Klennen 1932]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattschriewers in un üm Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow/Plattschriewers in un üm Güstrow|Plattschriewers in un üm Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Güstrow in älteren und neueren Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;|in Ostmecklenburgischen Heimat]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Monatsheften|in Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Mecklenburgischen Jahrbüchern|in Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrow in den Güstrower Jahrbüchern|in Güstower Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Medium:Beltz Güstrow - Mai 1945 Seiten 31.pdf|1945 Bericht Wilhelm Beltz - eigenes Erleben 31 Seiten pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammbuch des George Friedrich Pirscher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrow Stammbuch| 54 Güstrower im Stammbuch des George Friedrich Pirscher zwischen 1770 bis 1778]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister von Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über Güstrower Bürgermeister|Güstrower Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Personen der Güstrower Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Über verdienstvolle Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Chronisten geben Hinweise auf Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenbürger der Stadt Güstrow|Ehrenbürger der Stadt Güstrow - ältere Liste Stand 2022]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Ehrenbürger der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [[Personen der Güstrower Stadtgeschichte|Personen der Güstrower Stadtgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Capobus,1748 - ?, Theologe und Philosoph|Johann Capobus 1748 Theologe und Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Über Ehrenmitgliedschaften der Stadtvertretung Güstrow|Ehrenmitglied der Stadt - nach neuem Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrengrabanlage Güstrow|Ehrengrabanlage auf dem Güstrower Friedhof]]&lt;br /&gt;
* [[Paul von Hindenburg in Güstrow|Paul von Hindenburg in Gremmelin]]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pers%C3%B6nlichkeiten_der_Stadt_G%C3%BCstrow bei Wikipedia Persönlichkeiten der Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen von Straßen, Plätze und Stätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Namensgeber von Straßen, Plätzen und Stätten Güstrows|Namensgeber für Straßen, Plätze und Stätten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler und Handwerker der Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstler der Stadt Güstrow|Künstler und Kunst- und Altertumsverein der Stadt Güstrow]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Güstrower Handwerker|Handwerker der Stadt Güstrow Goldschmiede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Kannengeter ein ausgestorbenes Handwerk]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Über Entdeckungen einer Glockengrube in der Nähe|Glockengießer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kniesenacker|Kniesenacker Bier - Fürstenbier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juden in Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juden in Güstrow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zur Stadt Güstrow ==&lt;br /&gt;
* Vereinsgründungen bzw. Neugründungen in Güstrow nach der Wende&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/object_299994 Güstrow Stadt in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCstrow Güstrow bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow.de/ Stadt Güstrow]&lt;br /&gt;
* [https://www.guestrow-tourismus.de/attraktion/stadt-und-geschichte/ Güstrow und Tourismus]&lt;br /&gt;
* [https://www.ortschroniken-mv.de/index.php/G%C3%BCstrow_bei_Youtube_-_Videos Güstrow bei Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen, Geschichten und Legenden rund um Güstrow ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Voß- un Haas-Klenner 1932|Fuchs und Haase Kalender 1932]]&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/06.htm Hexenwahn]&lt;br /&gt;
* [https://www.svz.de/lokales/guestrow/artikel/auf-dem-scheiterhaufen-im-hexendorf-glasewitz-40301509 Hexenverbrennungen]&lt;br /&gt;
* [https://antonpraetorius.de/wp-content/uploads/2022/02/Guestrow-MV-Namen-Opfer-Hexenprozesse Güstrow Opfer Hexenprozesse]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Mittelalter Hexenverfolgung Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Flurnamen auf der Güstrower Feldmark=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>DieterKölpien</name></author>
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