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	<title>Ortschroniken - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<title>Datei:20210303 213315.jpg</title>
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		<updated>2025-12-04T18:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeitungsausschnitt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127075</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2025-04-04T17:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 1785 erste Apotheke in Gnoien&lt;br /&gt;
; 1859 Bau der große Lütkemüller-Orgel in der Marienkirche Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
; 1880/82 Freigelegung und Erneuerung der Gewölbemalereien in der Marienkirche &lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
; 1995 - 1997&lt;br /&gt;
: Sanierung des ehemaligen Amtsgerichtes, heutige Sitz für die  Verwaltung des Amtes Gnoien&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
;1997/1998&lt;br /&gt;
: Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle &amp;quot;Warbel-Sporthalle&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_von_Samow&amp;diff=127074</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik von Samow</title>
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		<updated>2025-04-04T17:43:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: Die Seite wurde neu angelegt: „; 1658 Bau des Herrenhaus mit Park“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;; 1658 Bau des Herrenhaus mit Park&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127073</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2025-04-04T17:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
; 1859 Bau der große Lütkemüller-Orgel in der Marienkirche Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
; 1880/82 Freigelegung und Erneuerung der Gewölbemalereien in der Marienkirche &lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
; 1995 - 1997&lt;br /&gt;
: Sanierung des ehemaligen Amtsgerichtes, heutige Sitz für die  Verwaltung des Amtes Gnoien&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
;1997/1998&lt;br /&gt;
: Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle &amp;quot;Warbel-Sporthalle&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127072</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2025-04-04T17:35:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
; 1880/82 Freigelegung und Erneuerung der Gewölbemalereien in der Marienkirche &lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
; 1995 - 1997&lt;br /&gt;
: Sanierung des ehemaligen Amtsgerichtes, heutige Sitz für die  Verwaltung des Amtes Gnoien&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
;1997/1998&lt;br /&gt;
: Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle &amp;quot;Warbel-Sporthalle&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127071</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127071"/>
		<updated>2025-04-04T17:32:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
; 1995 - 1997&lt;br /&gt;
: Sanierung des ehemaligen Amtsgerichtes, heutige Sitz für die  Verwaltung des Amtes Gnoien&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
;1997/1998&lt;br /&gt;
: Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle &amp;quot;Warbel-Sporthalle&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127070</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127070"/>
		<updated>2025-04-04T17:20:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
;1997/1998&lt;br /&gt;
: Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle &amp;quot;Warbel-Sporthalle&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127069</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=127069"/>
		<updated>2025-04-04T17:16:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
;1637 wurde Gnoien gänzlich verwüstet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=AK_Ortschroniken_des_Heimatverbandes_MV&amp;diff=126909</id>
		<title>AK Ortschroniken des Heimatverbandes MV</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=AK_Ortschroniken_des_Heimatverbandes_MV&amp;diff=126909"/>
		<updated>2025-04-02T19:42:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Arbeitskreis Ortschroniken ist u.a. für den Betrieb der Webseite Ortschoniken-MV.de verantwortlich.  Er ist ein Arbeitskreis des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern und wird von [[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]] und [[Benutzer:HolgerMeyer|Holger Meyer]] geleitet.  Neben der Koordinierung der Arbeiten am Ortschroniken-Portal, sich anschließender Projekte, etwa zur Flurnamensammlung, werden Schulungen zum Online-Portal durchgeführt und [[Chronistenstammtische|regionale Stammtische]] organisiert, zu denen sich Chronisten treffen und zu Ihrer Arbeit austauschen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder des Arbeitskreises sind:&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:HolgerMeyer|Dr. Holger Meyer]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:KarolaStark|Dr. Karola Stark]]&lt;br /&gt;
* André Marten, Pommerscher Greif e.V.&lt;br /&gt;
* Andreas Parlow, MFP e.V. Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V.&lt;br /&gt;
* Dr. Christoph Schmitt, Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs und Vorstand des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
* Dr. Reno Stutz, Historiker und Publizist, Redaktionsleiter von Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern und Leiter der Fachtagungen für Ortschronisten in Mecklenburg&lt;br /&gt;
* Dr. Florian Ostrop, Stiftung Mecklenburg&lt;br /&gt;
* Volker Janke, Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß&lt;br /&gt;
* Dr. Anna-Konstanze Schröder, Mitglied des Landtages MV&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126908</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126908"/>
		<updated>2025-04-02T19:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1880&lt;br /&gt;
: 1880/81 wird die Bahnstrecke Gnoien – Teterow gelegt, jedoch unterbleibt die geplante Anbindung an Rostock, da die Gutsherren sich weigern, das Land zur Verfügung zu stellen&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126907</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126907"/>
		<updated>2025-04-02T19:33:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1700&lt;br /&gt;
: um 1700 ist die Einwohnerzahl auf etwa 800 gesunken. &lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126906</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126906"/>
		<updated>2025-04-02T19:32:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1559&lt;br /&gt;
: 1559 entmutigt ein schweres Gewitter mit anschließendem Feuer die Bewohner von Gnoien endgültig, der ehemalige Reichtum der Stadt ist völlig verschwunden. &lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126905</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126905"/>
		<updated>2025-04-02T19:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
; 1993&lt;br /&gt;
: - Gründung des Heimatvereins Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126904</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=126904"/>
		<updated>2025-04-02T19:23:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1883&lt;br /&gt;
: - Gründung eines Imkervereins in Gnoien&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111527</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111527"/>
		<updated>2024-04-28T17:32:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
;1594 &lt;br /&gt;
: - Neubau des Rathauses&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
: Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111526</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111526"/>
		<updated>2024-04-28T17:28:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
;1361 &lt;br /&gt;
: - urkundliche Erwähnung einer Münzstätte in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111525</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2024-04-28T17:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
; 1350 &lt;br /&gt;
: - Bau des Kirchenschiffes der St. Marien Kirche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111524</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111524"/>
		<updated>2024-04-28T17:21:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1309 &lt;br /&gt;
: - ältester bekannter Brunnen wird am Sandsoot angelegt&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111523</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=111523"/>
		<updated>2024-04-28T17:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
: - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=111522</id>
		<title>Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=111522"/>
		<updated>2024-04-28T17:19:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Gnoien (Stadt)&lt;br /&gt;
 | plz = 17179&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Gnoien&lt;br /&gt;
 | landkreis = Landkreis Rostock&lt;br /&gt;
 | einwohner = 2888 (Dezember 2019)&lt;br /&gt;
 | lat = 53.9694316&lt;br /&gt;
 | lon = 12.7117923&lt;br /&gt;
 | zoom = 14&lt;br /&gt;
}}Gnoien liegt im Osten des Landkreises [[Hansestadt Rostock|Rostock]] in Mecklenburg an der Warbel, einem Nebenfluss der Trebel. Die Stadt trägt seit 2017 auch den Beinamen &#039;&#039;Warbelstadt&#039;&#039; Gnoien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.9707&amp;amp;mlon=12.7054#map=15/53.9707/12.7054 Breite: 53.9707 Länge: 12.7054] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe width=&amp;quot;625&amp;quot; height=&amp;quot;350&amp;quot; src=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=12.682471275329592%2C53.962473698797666%2C12.728390693664553%2C53.97885626218715&amp;amp;amp;layer=mapnik&amp;amp;amp;marker=53.970665785541854%2C12.70543098449707&amp;quot; style=&amp;quot;border: 1px solid black&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.openstreetmap.org/?mlat=53.9707&amp;amp;amp;mlon=12.7054#map=15/53.9707/12.7054&amp;quot;&amp;gt;-Größere Karte von Gnoien anzeigen-&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/html&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführende Information zur Stadt Gnoien==&lt;br /&gt;
Gnoien wurde erstmals urkundlich 1257 erwähnt. Sehenswürdigkeiten sind die Marienkriche, der Wasserturm und das Rathaus. Besonders zu erwähnen sind die 10 Brücken in der Stadt und das alljährliche Gnoiener Mühlenfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Wappen von Gnoien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien Wappen nach Teske.jpg|200px|rechts|thumb|Wappen der Stadt Gnoien nach Teske]]&lt;br /&gt;
;Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
:Gespalten, rechts halbe silberne Lilie, aus welcher ein silbernes Kleeblatt hervorwächst, in blau, links der halbe RostockerStierkopf in gold.&lt;br /&gt;
* [[Carl Teske zu Siegel und Ersterwähnung von Gnoien]]&lt;br /&gt;
Quelle: Teske, Carl: Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken mit 55 Original-Wappenzeichn und 414 Siegel-Beschreibungen. 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurztext zur Stadt Gnoien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; zeigt den Status der Stadt Gnoien im Jahre &#039;&#039;&#039;1894&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 474 - 479 &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Stadt Gnoien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Lage, Bauliches, Kirche, Schule. Umgegend. Einwohner- und Häuserzahl. Behörden. Gemeinnützige und gewerbliche Anlagen. Verkehrswege. Stadtverfassung. Stadtsiegel. Stadtrecht. Stadtabgaben. Stadtrechnungen. Kirchen- und Schulwesen. Milde Stiftungen. Geschichtliches.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gnoien, dessen Name an das slavische Wort Gnoy erinnert, welches Dung bedeutet, und vieleicht die Fruchtbarkeit der Gegend hier bezeichnen will, liegt auf einem Hügel, etwa 34 Meter über der Meeresfläche und ist von Westen nach Osten von einem Bache umgeben, der eine Meile unterhalb Gnoien sich in die Trebel ergießt. Die Stadt erhebt sich terrassenförmig an der nach Nordosten abfallenden Höhe und wird von 6 parallel laufenden Längsstraßen und 8 Querstraßen  durchschnitten. Die breite Hauptstraße, die in der Mitte eine Biegung hat, ist nebst dem daran liegenden Markt durchgehendes mit ansehnlichen, zum Theil sehr hübschen Häusern besetzt, gut gepflastert und mit Klinkertrottoir versehen. &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rathaus&#039;&#039;&#039;, welches nach einer über der Eingangstür befindlichen Inschrift aus dem Jahre 1728 stammt und auf dem quadratförmigen, geräumigen Markte liegt, ist unansehnlich und wird durch einen Anbau, der früher als Spritzenhaus diente, noch mehr verunstaltet. Von der im Südwesten auf dem höchsten Punkt der Stadt liegenden Kirche ist die Altarkirche oder Chor im Übergangsstil um 1230-1240 gebaut, wogegen der mittlere Theil dem Baucharakter des 14. Jahrhunderts an sich trägt, der Thurm aber nach der Jahreszahl eines an der Westseite sich befindenden Steines  1445 begründet ist. Die Altarkirche ist viereckig, das Schiff drei Gewölbe lang und zwei breit, die drei Pfeiler, die das Gewölbe tragen, theilen die Kirche in zwei Schiffe. Ende de 70er Jahre wurde die Kirche einem Umbau unterzogen. Dabei kamen am Ostgewölbe Malereien zum Vorschein, deren völlige Wiederherstellung durch den Hofdecorationsmaler Michaelsen in Wismar bewirkt wurde. In der deutschen Bauzeitung wurde an diese Malerei seine Zeit die großartige Auffassung, insbesondere die classische Schönheit der Köpfe gerühmt. Ein Altar aus der eit um 1500 wurde bei dem erwähnten Umbau durch einen neuen ersetzt, ebenso kam an Stelle der alten steinernen Kanzel eine neue. Die alte Kanzel und der alte Altarschrein werden in der Kirche aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kirchenplatz ist mit Linden besetzt, und im Südwesten der Kirche steht das große massive &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, welches von der Kirche aus ihren Mitteln erbaut und 1844 nach seiner Vollendung der Stadt geschenkt wurde. Vormals war auch ei eigenes &#039;&#039;&#039;Amtshaus&#039;&#039;&#039; in Gnoien und zwar auf dem sogenannten Schloßberg, diese im Nordosten de Stadt belegene Erhöhung, auf welcher das 1522 abgebrannte fürstliche Schloß sand, wurde 1798 abgetragen. Der Platz wurde mit Häusern bebaut. Die beiden Tore der Stadt, das Rostocker Tor, welches in einem alten, mit 6 kupfernen Kugeln verzierten Gebäude bestand und das 1855 aus Gußeisen neu hergestellte Mühlenthor, sind beseitigt. Nach Norden und Westen hat sich die Stadt neuerdings durch viele recht ansehnliche Bauten erweitert. Es sind unter Anderem westlich (in der Teterower Straße), das &#039;&#039;&#039;Amtsgericht&#039;&#039;&#039;, ein neues &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, verschiedene nicht unbedeutende gewerbliche Anlagen und der Bahnhof errichtet. Auch im Norden (Rostocker Straße) sind zwei bedeutende industrielle Anlagen entstanden.&lt;br /&gt;
:Der 1850 eingeweihte, 1885 erheblich erweiterte &#039;&#039;&#039;Begräbnisplatz&#039;&#039;&#039; liegt auf einem Sandhügel in der Koppel und enthält ein im gothischen Stil erbautes Thorhaus. Die &#039;&#039;&#039;Umgegend&#039;&#039;&#039; ist freundlich. Viele Gärten, fruchtbare Kornfelder, Wiesen und bewaldete Hügel wechseln in derselben ab. Die südlichen und östlichen Ufer des Baches werden von einer Hügelreihe begleitet, die ganz angenehme Aussichten gewährt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt nimmt sich auch von der nördlichen Seite mit ihren übereinander sich erhebenden Häusern und der hochgelegenen Kirche sehr gut aus.&lt;br /&gt;
:Schon aus dem früher Gesagten ist ersichtlich, daß die Stadt sich in den letzten Jahren nicht unerheblich vergrößert hat. Es geht dies am anschaulichsten aus der Häuserzahl hervor, denn wärend 1855 nur 435 Häuser gezählt wurden, führt der neueste Staatskalender deren 596 an.  Die Einwohnerzahl beträgt 1890 3605 (1855 3098), darunter 29 (41) Juden. Die Versicherungssumme der in der städtischen Brandsocietät versicherten, auf dem 2426 ha umfassenden städtischen Gebiet belegenen Gebäude betrug nach dem Abschluß von Ostern &lt;br /&gt;
:1891  2 369 100 Mark.&lt;br /&gt;
: Die Hauptnahrungsquelle der Einwohner ist der Ackerbau, daneben hat sich aber auch die Maschinen-Industrie zu einer verhälnismäßig recht ansehnlichen entwickelt entwickelt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt ist Sitz eines vereinten ritterschaftlichen Polizeiamts, eines Post- und Telegraphenamts II. Classe, eines Krankenhauses, eines Armenhauses, eines Vorschußvereins e.G.. &lt;br /&gt;
:Eine Ersparnisanstalt fehlt.&lt;br /&gt;
:Sehr zahlreich sind die &#039;&#039;&#039;industrieellen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;gemeinnützigen Anlagen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Der Staatskalender führt die folgenden an:&lt;br /&gt;
:-1 Gasanstalt&lt;br /&gt;
:-1 Wassermühle&lt;br /&gt;
:-1 Maschinenfabrik nebst Eisengießerei&lt;br /&gt;
:-1 Genossenschafts-Dampfmolkerei&lt;br /&gt;
:-7 Gastwirtschaften&lt;br /&gt;
:-8 Schenkwirtschaften&lt;br /&gt;
:-1 Ziegelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir bemerken hierzu, daß die &#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;, die übrigens auch mit Dampfkraft arbeitete, in neuerer Zeit abbrannte. An ihrer Stelle ist aber ein noch bedeutenderes Mühlwerk aufgeführt. Es ist die zur &#039;&#039;&#039;Handelsmühle&#039;&#039;&#039; eingerichtete Dampf- und Wassermühle von &#039;&#039;&#039;Julius Rothe&#039;&#039;&#039;. Sie wird noch in diesem Jahre (1892) vollendet und wird durchschnittlich 6 bis 10 Arbeiter beschäftigen und eine 32pferdestarke Dampfmaschine neben der Wasserkraft benutzen. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Gasanstalt&#039;&#039;&#039; ist schon Mitte der 60er Jahre angelegt. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Eisengießerei und Maschinenfabrik&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;E.Schütt und H.Zarndt&#039;&#039;&#039;, 1866 begründet, beschäftigt durchschnittlich 40 bis 50 Arbeiter, ferner eine 10pferdestarke Dampfmaschine und eine Locomobile von 8 Pferdekräften und liefert hauptsächlich Molkereieinrichtungen und landwirtschaftliche Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
:Das sehr ansehnliche, 1868 gegründete &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofmaurermeisters &#039;&#039;&#039;J.J.Stubbe&#039;&#039;&#039; hat durchschnittlich 150 Arbeiter in seinem Betriebe.&lt;br /&gt;
:- Das mit Dampfsägerei versehene &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;H.Spencker&#039;&#039;&#039; beschäftigt 80 bis 100 Arbeiter und hat eine Locomobile von 16 Pferdekräften.&lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Zimmerei&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;O. Küster&#039;&#039;&#039;, 1868 gegründet, beschäftigt ebenfalls durchschnittlch 80 bis 100 Arbeiter.&lt;br /&gt;
:Das Gnoien sich industrieell so günstig entwickelt hat, ist zum Theil wohl dem Unternehmergeist einzelner seiner Mitbürger, ganz wesentlich aber seinen guten Verkehrsstaßen, sowie der reichen Umgegend zuzuschreiben, in der zwar der ländliche Mittelstand fehlt, die aber viele reiche Rittergüter aufweist.&lt;br /&gt;
:Die Stadt hat nicht nur gute Chaussee-Verbindungen und eine Wasserstraße, sondern hat neuerdings auch Eisenbahnverbindung mit Teterow erhalten. Gnoien hat directe Chausseeverbindung mit Sülze (17 km), über Dargun nach Demmin (12 und 12 km), nach Neukalen (19 km), nach Tessin (17,7 km). Endlich führt von Gnoien aus eine Chaussee in südwestlicher Richtung bis zum Thürkower Chausseehause (20km), woselbst sich die Chausseen nach Laage und Teterow abzweigen. Zu diesem bedeutenden Chausseenetz, dessen Mittelpunkt Gnoien gewissermaßen ist, kommt nun noch die Nähe der schiffbaren Trebel (1/2 Meile), die bei Demmin in die Peene fließt und mithin für Gnoien auch eine Beteiligung am Peene-Verkehr ermöglicht. Die Eisenbahn nach Teterow (26,5 km) ist zwar eine normal-spurige Eisenbahn untergeordneter Bedeutung, zieht aber immerhin für Gnoien einen lebhafteren Verkehr herbei, zumal der weite nordöstliche Bezirk, innerhalb dessen Gnoien liegt, im übrigen der Eisenbahn entbehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der &#039;&#039;&#039;Magistrat&#039;&#039;&#039; besteht aus einem Bürgermeister und zwei Rathmännern, die sämmtlich vom Landesherrn ernannt werden.&lt;br /&gt;
:Der Bürgerausschuß setzt sich aus zwei Stadtsprechern, 4 Viertelsmännern und 6 Ausschußbürgern zusammen.&lt;br /&gt;
:Zu den 4 Viertelsmännern präsentirt die Bürgerschaft aus jedem Viertel und zu den Ausschußbürgern aus der gesammten Bürgerschaft zwei Candidaten, von denen der Magistrat einen zu wählen hat.&lt;br /&gt;
:Das Bürgerrecht kann bei selbständiger Stellung durch zweijährigen Wohnsitz oder den Besitz eines Wohngrundstücks erworben werden, ein sogenanntes Bürgergeld wird nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
:Das Stadtsiegel zeigt gespalten rechts eine halbe Lilie, links einen halben gekrönten Stierkopf.&lt;br /&gt;
:- Gnoien liegt im Geltungsbereich des lübschen Rechts.&lt;br /&gt;
:-Zur Deckung der städtischen Bedürfnisse wird auf Grund einer Einschätzung ein Armengeld erhoben, ferner eine Ländereisteuer, eine Einkommensteuer (60% des Armengeldes), eine Miethsteuer und eine Gebäudesteuer.&lt;br /&gt;
:-Die Kämmereikassenberechnung für das Jahr 1891 wies bei einer Einnahme von 97 277 Mark eine Ausgabe von 68 264 Mark auf. An Zinsen waren vereinnahmt 2222 Mark, verausgabt 6203 Mark,&lt;br /&gt;
: Die Weide erforderte bei einer Einnahme von 10 495 Mark eine Ausgabe von 4780 Mark, die Forst bei einer Einnahme  von 27 152 Mark eine Ausgabe von 6619 Mark, die Acker-, Wiesen- und Gartenverpachtung  brachte der Stadt 11 991 Mark ein, die Communalsteuer ergab 8895 Mark. Verausgabt wurden unter Anderem für Straßenbeleuchtung 3222 Mark, an Gehalten usw. 19 067 Mark. Der Zuschuß zur Armen- und Schulcasse betrug 3501 Mark. Den Activis von 77 991 Mark standen Passiva in Höhe von 166 755 Mark gegenüber.&lt;br /&gt;
:So befriedigend wie im Allgemeinen die Vermögensverhältnisse der Stadt, sind auch die der Kirche.:Sie ist noch im Besitz ihrer sämmtlichen Ländereien, deren Umfang 1856 auf 190 618 Quadratruthen = 413 ha angegeben wurde.&lt;br /&gt;
:Außerdem besaß die Kirche damals ein baares Vermögen von 42 000 Thaler. Bei diesem Reichthum konnte sie schon das Jahr vorher eine zweite Pfarrstelle errichten.&lt;br /&gt;
:Die Kirche ist Großherzoglichen Patronats.&lt;br /&gt;
:An der städtischen Bürgerschule unterrichten neben dem Rector und Conrector 7 Lehrer, 1 Lehrerin, 3 Hilfslehrer und 1 Industrielehrerin. An der Schule ist auch fremdsprachlicher Unterricht als facultativer Lehrgegenstand eingeführt, und sie kann ihre Schüler bis zur Untertertia eines Gymnasiums vorbereiten. Außer der Bürgerschule befindet sich hier eine &#039;&#039;&#039;Privat-Mädchenschule&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:-Gnoien hat mehrere &#039;&#039;&#039;milde Stiftungen&#039;&#039;&#039;, zunächst die Bischoff´sche Stiftung für hülfsbedürftige Studirende, mit einem Vermögen von rund 40 000 Mark, die gleichfalls Bischoff´sche Stiftung für acht arme Wittwen mit einem Kapitalfonds von 3500 Mark. die Lentze-Otto Warbelow´sche Wittwenstiftung (Fonda 18 000 Mark). Der vor 1569 gestiftete Armenkasten, für den 1891 ein neues Stiftshaus errichtet ist, gewährt 10 Personen eine Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Geschichtliches.&lt;br /&gt;
:Nach der Wiedererwerbung des diesseitigen Circipaniens kam Gnoien - damals das Land Tribene genannt - an Werle, und Nicolaus von Werle erhob es 1287 zu einer Stadt. Das älteste vorhandene Privilegium ist das von Heinrich von Werle der Stadt unterm 15. Juni 1290 erteilte. Vor 1294 oder im Jahre 1294 selbst kam Gnoien an die Herrschaft Rostock und mit dieser 1323 als dänisches Lehn an die Herrschaft Mecklenburg, wurde im Jahre 1348 ein integrirender Theil von Mecklenburg und kam 1611 bei der Landestheilung an das Herzogthum Mecklenburg-Güstrow, zu welchem es noch jetzt gehört.&lt;br /&gt;
:Große Feuersbrünste hat Gnoien erlitten 1481, 1522, 1551, 1659 und 1710, in welchem letzteren Jahre es mit Ausnahme der Kirche und des Rectorhauses ganz eingeäschert wurde. In der Zeit nach dem 30jährigen Kriege war Gnoien so heruntergekommen, daß die kirchliche Gemeinde in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur aus ungefähr 800 Seelen bestand.&lt;br /&gt;
:Auch die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts waren nicht von der Art, daß eine erschöpfte Stadt sich erholen konnte und erst gegen Ende desselben ward es nach Erwerbung des Geheges und der Mühle seitens der Stadt besser. Seit 1850 hat sich die Stadt ungemein erhoben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gnoien im Spiegel von Karten und Luftbildern ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Region Schmettau 1788.jpg |Gnoien Auszug aus der Schmettau-Karte von 1788&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien 1761 schwedische Militärkarte.png |Gnoien-Karte 1761 aus dem schwedischen Reichskriegsarchiv&lt;br /&gt;
Datei:Df dk 0010001 2042.jpg |Gnoien Top-Karte 2042 von 1932&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien englische Top Karte.png |Gnoien Stadtplan englischsprachige Top-Karte ohne Jahresangabe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Litho um 1898.jpg|Gnoien Litho-Karte von 1898&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Chronik von Gnoien ==&lt;br /&gt;
* [[Fortlaufende Ortschronik Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte==&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gnoien im Schlie]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoyen&amp;quot; W.H. Wiggers 1855]]&lt;br /&gt;
* 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien - Aus der Geschichte der Stadt Gnoien.- Autor: Erich Köppen. - Teterow, 1957	&lt;br /&gt;
* 750 Jahre Gnoien. Eine Stadt hat gefeiert. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Menschen einer Stadt. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Bilder einer Stadt. Ein Blick zurück. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 1998. ISBN 3-929370-80-8.&lt;br /&gt;
* Walter Hannemann: Die Münzen der Stadt Gnoien. Beiträge zur Münzkunde und Geschichte Mecklenburg. Münzfreunde Minden, Minden 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung der Stadt Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Information zu Gnoien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/GNOIE1JO63IX Gnoien in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnoien Gnoien bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.omnia.ie/index.php?navigation_function=3&amp;amp;europeana_query=Gnoien Gnoien im Europeana Bildarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Kontakte ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=110272</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2024-04-08T17:02:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1250 &lt;br /&gt;
; - Kirche wird als Altarkirche erwähnt&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=110136</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=110136"/>
		<updated>2024-04-07T12:29:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;2007&lt;br /&gt;
: - 750 Jähriges Stadtjubiläum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld war kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86125</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1997&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86124</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86124"/>
		<updated>2023-04-30T17:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1912/13&lt;br /&gt;
: - Bau des Wasserturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86123</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: - Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1999/2000&lt;br /&gt;
: - Sanierung des Rathauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86122</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86122"/>
		<updated>2023-04-30T17:17:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1445&lt;br /&gt;
: - Errichtung des Kirchenturmes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86121</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86121"/>
		<updated>2023-04-30T17:14:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;1879&lt;br /&gt;
: - Bau des Amtsgerichtsgebäudes&lt;br /&gt;
;1884&lt;br /&gt;
: - Inbetriebnahme der Teterower - Gnoiener Eisenbahn&lt;br /&gt;
;1887&lt;br /&gt;
: - Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
: - Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86120</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:04:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - 5. Juni: Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86119</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien (1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94), hier brannte auch das Schloss ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86118</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:01:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lag und in den pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86117</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T17:00:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1331&lt;br /&gt;
: - in einem Landfriedensbündnis wird erstmals ein Schloss in Gnoien erwähnt, welches im Nordosten der Stadt lagund in den&lt;br /&gt;
pommerischen Kriegen den Mecklenburgern und der ganzen Stadt Rückhalt gewährte. Das Schloss des Landesfürsten musste außerhalb errichtet werden, weil die Bürgerschaft nicht auf ihre Privilegien und Rechte verzichten wollte. Als erster Burgvogt wurde vom Fürsten der Ritter von Dewitz eingesetzt. Durch Kriegszüge und Teilnahme an Fehden seines Herrn raffte er ein stattliches Vermögen zusammen, hatte aber Interesse an der Sicherheit der Stadt. So erhielt die Stadt Wall und Gräben, es wurden zwei Tore gebaut, an die sich eine kurze Stadtmauer anschloss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86116</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=86116"/>
		<updated>2023-04-30T16:55:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1148&lt;br /&gt;
: - auf dem Weg nach Demmin zerstörten die Dänen auf ihrem Christianisierungsraubzug einen reichen Kaufort der Cirzipaner (Leute jenseits der Peene), Bei diesem Ort muss es sich um Gnoien gehandelt haben.&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=86113</id>
		<title>Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-30T14:28:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Gnoien (Stadt)&lt;br /&gt;
 | plz = 17179&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Gnoien&lt;br /&gt;
 | landkreis = Landkreis Rostock&lt;br /&gt;
 | einwohner = 2888 (Dezember 2019)&lt;br /&gt;
 | lat = 53.9694316&lt;br /&gt;
 | lon = 12.7117923&lt;br /&gt;
 | zoom = 14&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Gnoien liegt im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg an der Warbel, einem Nebenfluss der Trebel.Die Stadt trägt seit 2017 auch den Beinamen &#039;&#039;Warbelstadt&#039;&#039; Gnoien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Geographische Lage =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=15/53.9701/12.7087 012°71&#039;17,92&#039;&#039; / N 053°96&#039;94,31&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Einführende Information zur Stadt Gnoien=&lt;br /&gt;
Gnoien wurde erstmals urkundlich 1257 erwähnt. Sehenswürdigkeiten sind die Marienkriche, der Wasserturm und das Rathaus. Besonders zu erwähnen sind die 10 Brücken in der Stadt und das alljährliche Gnoiener Mühlenfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Das Wappen von Gnoien =&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien Wappen nach Teske.jpg|300px|rechts|thumb|Wappen der Stadt Gnoien nach Teske]]&lt;br /&gt;
;Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
:Gespalten, rechts halbe silberne Lilie, aus welcher ein silbernes Kleeblatt hervorwächst, in blau, links der halbe RostockerStierkopf in gold.&lt;br /&gt;
* [[Carl Teske zu Siegel und Ersterwähnung von Gnoien]]&lt;br /&gt;
Quelle: Teske, Carl: Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken mit 55 Original-Wappenzeichn und 414 Siegel-Beschreibungen. 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kurztext zur Stadt Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; zeigt den Status der Stadt Gnoien im Jahre &#039;&#039;&#039;1894&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 474 - 479 &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Stadt Gnoien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Lage, Bauliches, Kirche, Schule. Umgegend. Einwohner- und Häuserzahl. Behörden. Gemeinnützige und gewerbliche Anlagen. Verkehrswege. Stadtverfassung. Stadtsiegel. Stadtrecht. Stadtabgaben. Stadtrechnungen. Kirchen- und Schulwesen. Milde Stiftungen. Geschichtliches.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gnoien, dessen Name an das slavische Wort Gnoy erinnert, welches Dung bedeutet, und vieleicht die Fruchtbarkeit der Gegend hier bezeichnen will, liegt auf einem Hügel, etwa 34 Meter über der Meeresfläche und ist von Westen nach Osten von einem Bache umgeben, der eine Meile unterhalb Gnoien sich in die Trebel ergießt. Die Stadt erhebt sich terrassenförmig an der nach Nordosten abfallenden Höhe und wird von 6 parallel laufenden Längsstraßen und 8 Querstraßen  durchschnitten. Die breite Hauptstraße, die in der Mitte eine Biegung hat, ist nebst dem daran liegenden Markt durchgehendes mit ansehnlichen, zum Theil sehr hübschen Häusern besetzt, gut gepflastert und mit Klinkertrottoir versehen. &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rathaus&#039;&#039;&#039;, welches nach einer über der Eingangstür befindlichen Inschrift aus dem Jahre 1728 stammt und auf dem quadratförmigen, geräumigen Markte liegt, ist unansehnlich und wird durch einen Anbau, der früher als Spritzenhaus diente, noch mehr verunstaltet. Von der im Südwesten auf dem höchsten Punkt der Stadt liegenden Kirche ist die Altarkirche oder Chor im Übergangsstil um 1230-1240 gebaut, wogegen der mittlere Theil dem Baucharakter des 14. Jahrhunderts an sich trägt, der Thurm aber nach der Jahreszahl eines an der Westseite sich befindenden Steines  1445 begründet ist. Die Altarkirche ist viereckig, das Schiff drei Gewölbe lang und zwei breit, die drei Pfeiler, die das Gewölbe tragen, theilen die Kirche in zwei Schiffe. Ende de 70er Jahre wurde die Kirche einem Umbau unterzogen. Dabei kamen am Ostgewölbe Malereien zum Vorschein, deren völlige Wiederherstellung durch den Hofdecorationsmaler Michaelsen in Wismar bewirkt wurde. In der deutschen Bauzeitung wurde an diese Malerei seine Zeit die großartige Auffassung, insbesondere die classische Schönheit der Köpfe gerühmt. Ein Altar aus der eit um 1500 wurde bei dem erwähnten Umbau durch einen neuen ersetzt, ebenso kam an Stelle der alten steinernen Kanzel eine neue. Die alte Kanzel und der alte Altarschrein werden in der Kirche aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kirchenplatz ist mit Linden besetzt, und im Südwesten der Kirche steht das große massive &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, welches von der Kirche aus ihren Mitteln erbaut und 1844 nach seiner Vollendung der Stadt geschenkt wurde. Vormals war auch ei eigenes &#039;&#039;&#039;Amtshaus&#039;&#039;&#039; in Gnoien und zwar auf dem sogenannten Schloßberg, diese im Nordosten de Stadt belegene Erhöhung, auf welcher das 1522 abgebrannte fürstliche Schloß sand, wurde 1798 abgetragen. Der Platz wurde mit Häusern bebaut. Die beiden Tore der Stadt, das Rostocker Tor, welches in einem alten, mit 6 kupfernen Kugeln verzierten Gebäude bestand und das 1855 aus Gußeisen neu hergestellte Mühlenthor, sind beseitigt. Nach Norden und Westen hat sich die Stadt neuerdings durch viele recht ansehnliche Bauten erweitert. Es sind unter Anderem westlich (in der Teterower Straße), das &#039;&#039;&#039;Amtsgericht&#039;&#039;&#039;, ein neues &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, verschiedene nicht unbedeutende gewerbliche Anlagen und der Bahnhof errichtet. Auch im Norden (Rostocker Straße) sind zwei bedeutende industrielle Anlagen entstanden.&lt;br /&gt;
:Der 1850 eingeweihte, 1885 erheblich erweiterte &#039;&#039;&#039;Begräbnisplatz&#039;&#039;&#039; liegt auf einem Sandhügel in der Koppel und enthält ein im gothischen Stil erbautes Thorhaus. Die &#039;&#039;&#039;Umgegend&#039;&#039;&#039; ist freundlich. Viele Gärten, fruchtbare Kornfelder, Wiesen und bewaldete Hügel wechseln in derselben ab. Die südlichen und östlichen Ufer des Baches werden von einer Hügelreihe begleitet, die ganz angenehme Aussichten gewährt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt nimmt sich auch von der nördlichen Seite mit ihren übereinander sich erhebenden Häusern und der hochgelegenen Kirche sehr gut aus.&lt;br /&gt;
:Schon aus dem früher Gesagten ist ersichtlich, daß die Stadt sich in den letzten Jahren nicht unerheblich vergrößert hat. Es geht dies am anschaulichsten aus der Häuserzahl hervor, denn wärend 1855 nur 435 Häuser gezählt wurden, führt der neueste Staatskalender deren 596 an.  Die Einwohnerzahl beträgt 1890 3605 (1855 3098), darunter 29 (41) Juden. Die Versicherungssumme der in der städtischen Brandsocietät versicherten, auf dem 2426 ha umfassenden städtischen Gebiet belegenen Gebäude betrug nach dem Abschluß von Ostern &lt;br /&gt;
:1891  2 369 100 Mark.&lt;br /&gt;
: Die Hauptnahrungsquelle der Einwohner ist der Ackerbau, daneben hat sich aber auch die Maschinen-Industrie zu einer verhälnismäßig recht ansehnlichen entwickelt entwickelt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt ist Sitz eines vereinten ritterschaftlichen Polizeiamts, eines Post- und Telegraphenamts II. Classe, eines Krankenhauses, eines Armenhauses, eines Vorschußvereins e.G.. &lt;br /&gt;
:Eine Ersparnisanstalt fehlt.&lt;br /&gt;
:Sehr zahlreich sind die &#039;&#039;&#039;industrieellen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;gemeinnützigen Anlagen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Der Staatskalender führt die folgenden an:&lt;br /&gt;
:-1 Gasanstalt&lt;br /&gt;
:-1 Wassermühle&lt;br /&gt;
:-1 Maschinenfabrik nebst Eisengießerei&lt;br /&gt;
:-1 Genossenschafts-Dampfmolkerei&lt;br /&gt;
:-7 Gastwirtschaften&lt;br /&gt;
:-8 Schenkwirtschaften&lt;br /&gt;
:-1 Ziegelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir bemerken hierzu, daß die &#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;, die übrigens auch mit Dampfkraft arbeitete, in neuerer Zeit abbrannte. An ihrer Stelle ist aber ein noch bedeutenderes Mühlwerk aufgeführt. Es ist die zur &#039;&#039;&#039;Handelsmühle&#039;&#039;&#039; eingerichtete Dampf- und Wassermühle von &#039;&#039;&#039;Julius Rothe&#039;&#039;&#039;. Sie wird noch in diesem Jahre (1892) vollendet und wird durchschnittlich 6 bis 10 Arbeiter beschäftigen und eine 32pferdestarke Dampfmaschine neben der Wasserkraft benutzen. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Gasanstalt&#039;&#039;&#039; ist schon Mitte der 60er Jahre angelegt. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Eisengießerei und Maschinenfabrik&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;E.Schütt und H.Zarndt&#039;&#039;&#039;, 1866 begründet, beschäftigt durchschnittlich 40 bis 50 Arbeiter, ferner eine 10pferdestarke Dampfmaschine und eine Locomobile von 8 Pferdekräften und liefert hauptsächlich Molkereieinrichtungen und landwirtschaftliche Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
:Das sehr ansehnliche, 1868 gegründete &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofmaurermeisters &#039;&#039;&#039;J.J.Stubbe&#039;&#039;&#039; hat durchschnittlich 150 Arbeiter in seinem Betriebe.&lt;br /&gt;
:- Das mit Dampfsägerei versehene &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;H.Spencker&#039;&#039;&#039; beschäftigt 80 bis 100 Arbeiter und hat eine Locomobile von 16 Pferdekräften.&lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Zimmerei&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;O. Küster&#039;&#039;&#039;, 1868 gegründet, beschäftigt ebenfalls durchschnittlch 80 bis 100 Arbeiter.&lt;br /&gt;
:Das Gnoien sich industrieell so günstig entwickelt hat, ist zum Theil wohl dem Unternehmergeist einzelner seiner Mitbürger, ganz wesentlich aber seinen guten Verkehrsstaßen, sowie der reichen Umgegend zuzuschreiben, in der zwar der ländliche Mittelstand fehlt, die aber viele reiche Rittergüter aufweist.&lt;br /&gt;
:Die Stadt hat nicht nur gute Chaussee-Verbindungen und eine Wasserstraße, sondern hat neuerdings auch Eisenbahnverbindung mit Teterow erhalten. Gnoien hat directe Chausseeverbindung mit Sülze (17 km), über Dargun nach Demmin (12 und 12 km), nach Neukalen (19 km), nach Tessin (17,7 km). Endlich führt von Gnoien aus eine Chaussee in südwestlicher Richtung bis zum Thürkower Chausseehause (20km), woselbst sich die Chausseen nach Laage und Teterow abzweigen. Zu diesem bedeutenden Chausseenetz, dessen Mittelpunkt Gnoien gewissermaßen ist, kommt nun noch die Nähe der schiffbaren Trebel (1/2 Meile), die bei Demmin in die Peene fließt und mithin für Gnoien auch eine Beteiligung am Peene-Verkehr ermöglicht. Die Eisenbahn nach Teterow (26,5 km) ist zwar eine normal-spurige Eisenbahn untergeordneter Bedeutung, zieht aber immerhin für Gnoien einen lebhafteren Verkehr herbei, zumal der weite nordöstliche Bezirk, innerhalb dessen Gnoien liegt, im übrigen der Eisenbahn entbehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der &#039;&#039;&#039;Magistrat&#039;&#039;&#039; besteht aus einem Bürgermeister und zwei Rathmännern, die sämmtlich vom Landesherrn ernannt werden.&lt;br /&gt;
:Der Bürgerausschuß setzt sich aus zwei Stadtsprechern, 4 Viertelsmännern und 6 Ausschußbürgern zusammen.&lt;br /&gt;
:Zu den 4 Viertelsmännern präsentirt die Bürgerschaft aus jedem Viertel und zu den Ausschußbürgern aus der gesammten Bürgerschaft zwei Candidaten, von denen der Magistrat einen zu wählen hat.&lt;br /&gt;
:Das Bürgerrecht kann bei selbständiger Stellung durch zweijährigen Wohnsitz oder den Besitz eines Wohngrundstücks erworben werden, ein sogenanntes Bürgergeld wird nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
:Das Stadtsiegel zeigt gespalten rechts eine halbe Lilie, links einen halben gekrönten Stierkopf.&lt;br /&gt;
:- Gnoien liegt im Geltungsbereich des lübschen Rechts.&lt;br /&gt;
:-Zur Deckung der städtischen Bedürfnisse wird auf Grund einer Einschätzung ein Armengeld erhoben, ferner eine Ländereisteuer, eine Einkommensteuer (60% des Armengeldes), eine Miethsteuer und eine Gebäudesteuer.&lt;br /&gt;
:-Die Kämmereikassenberechnung für das Jahr 1891 wies bei einer Einnahme von 97 277 Mark eine Ausgabe von 68 264 Mark auf. An Zinsen waren vereinnahmt 2222 Mark, verausgabt 6203 Mark,&lt;br /&gt;
: Die Weide erforderte bei einer Einnahme von 10 495 Mark eine Ausgabe von 4780 Mark, die Forst bei einer Einnahme  von 27 152 Mark eine Ausgabe von 6619 Mark, die Acker-, Wiesen- und Gartenverpachtung  brachte der Stadt 11 991 Mark ein, die Communalsteuer ergab 8895 Mark. Verausgabt wurden unter Anderem für Straßenbeleuchtung 3222 Mark, an Gehalten usw. 19 067 Mark. Der Zuschuß zur Armen- und Schulcasse betrug 3501 Mark. Den Activis von 77 991 Mark standen Passiva in Höhe von 166 755 Mark gegenüber.&lt;br /&gt;
:So befriedigend wie im Allgemeinen die Vermögensverhältnisse der Stadt, sind auch die der Kirche.:Sie ist noch im Besitz ihrer sämmtlichen Ländereien, deren Umfang 1856 auf 190 618 Quadratruthen = 413 ha angegeben wurde.&lt;br /&gt;
:Außerdem besaß die Kirche damals ein baares Vermögen von 42 000 Thaler. Bei diesem Reichthum konnte sie schon das Jahr vorher eine zweite Pfarrstelle errichten.&lt;br /&gt;
:Die Kirche ist Großherzoglichen Patronats.&lt;br /&gt;
:An der städtischen Bürgerschule unterrichten neben dem Rector und Conrector 7 Lehrer, 1 Lehrerin, 3 Hilfslehrer und 1 Industrielehrerin. An der Schule ist auch fremdsprachlicher Unterricht als facultativer Lehrgegenstand eingeführt, und sie kann ihre Schüler bis zur Untertertia eines Gymnasiums vorbereiten. Außer der Bürgerschule befindet sich hier eine &#039;&#039;&#039;Privat-Mädchenschule&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:-Gnoien hat mehrere &#039;&#039;&#039;milde Stiftungen&#039;&#039;&#039;, zunächst die Bischoff´sche Stiftung für hülfsbedürftige Studirende, mit einem Vermögen von rund 40 000 Mark, die gleichfalls Bischoff´sche Stiftung für acht arme Wittwen mit einem Kapitalfonds von 3500 Mark. die Lentze-Otto Warbelow´sche Wittwenstiftung (Fonda 18 000 Mark). Der vor 1569 gestiftete Armenkasten, für den 1891 ein neues Stiftshaus errichtet ist, gewährt 10 Personen eine Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Geschichtliches.&lt;br /&gt;
:Nach der Wiedererwerbung des diesseitigen Circipaniens kam Gnoien - damals das Land Tribene genannt - an Werle, und Nicolaus von Werle erhob es 1287 zu einer Stadt. Das älteste vorhandene Privilegium ist das von Heinrich von Werle der Stadt unterm 15. Juni 1290 erteilte. Vor 1294 oder im Jahre 1294 selbst kam Gnoien an die Herrschaft Rostock und mit dieser 1323 als dänisches Lehn an die Herrschaft Mecklenburg, wurde im Jahre 1348 ein integrirender Theil von Mecklenburg und kam 1611 bei der Landestheilung an das Herzogthum Mecklenburg-Güstrow, zu welchem es noch jetzt gehört.&lt;br /&gt;
:Große Feuersbrünste hat Gnoien erlitten 1481, 1522, 1551, 1659 und 1710, in welchem letzteren Jahre es mit Ausnahme der Kirche und des Rectorhauses ganz eingeäschert wurde. In der Zeit nach dem 30jährigen Kriege war Gnoien so heruntergekommen, daß die kirchliche Gemeinde in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur aus ungefähr 800 Seelen bestand.&lt;br /&gt;
:Auch die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts waren nicht von der Art, daß eine erschöpfte Stadt sich erholen konnte und erst gegen Ende desselben ward es nach Erwerbung des Geheges und der Mühle seitens der Stadt besser. Seit 1850 hat sich die Stadt ungemein erhoben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gnoien im Spiegel von Karten und Luftbildern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ooo |Gnoien Auszug aus der Hoinkhusen-Karte von 1700&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Region Schmettau 1788.jpg |Gnoien Auszug aus der Schmettau-Karte von 1788&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien 1761 schwedische Militärkarte.png |Gnoien-Karte 1761 aus dem schwedischen Reichskriegsarchiv&lt;br /&gt;
Datei:Df dk 0010001 2042.jpg |Gnoien Top-Karte 2042 von 1932&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien englische Top Karte.png |Gnoien Stadtplan englischsprachige Top-Karte ohne Jahresangabe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Bildergalerie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Litho um 1898.jpg|Gnoien Litho-Karte von 1898&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Online-Chronik von Gnoien =&lt;br /&gt;
* [[Fortlaufende Ortschronik Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte=&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gnoien im Schlie]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoyen&amp;quot; W.H. Wiggers 1855]]&lt;br /&gt;
* 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien - Aus der Geschichte der Stadt Gnoien.- Autor: Erich Köppen. - Teterow, 1957	&lt;br /&gt;
* 750 Jahre Gnoien. Eine Stadt hat gefeiert. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Menschen einer Stadt. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Bilder einer Stadt. Ein Blick zurück. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 1998. ISBN 3-929370-80-8.&lt;br /&gt;
* Walter Hannemann: Die Münzen der Stadt Gnoien. Beiträge zur Münzkunde und Geschichte Mecklenburg. Münzfreunde Minden, Minden 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung der Stadt Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Weiterführende Information zu Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/GNOIE1JO63IX Gnoien in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnoien Gnoien bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.omnia.ie/index.php?navigation_function=3&amp;amp;europeana_query=Gnoien Gnoien im Europeana Bildarchiv]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85978</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85978"/>
		<updated>2023-04-27T19:01:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
:1887 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85977</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85977"/>
		<updated>2023-04-27T19:01:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die heutige Zeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
; 1992&lt;br /&gt;
: Gründung des Amtes Gnoien mit der Stadt Gnoien und den Umlandgemeinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85976</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85976"/>
		<updated>2023-04-27T18:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: März - Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85975</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85975"/>
		<updated>2023-04-27T18:55:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
;1920 &lt;br /&gt;
: Kapp Putsch in Gnoien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85974</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-27T18:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien im Kaiserreich (1871-1918) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1899&lt;br /&gt;
:Einweihung des neuen Rathauses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85973</id>
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		<updated>2023-04-27T18:52:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges wird die Stadt völlig ruiniert, auch der Kirchenschatzwird geraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85945</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85945"/>
		<updated>2023-04-26T16:43:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1623&lt;br /&gt;
:Ende des Betreibens einer eigenen Münzwerkstatt. Gnoien verfügte bis 1623 über eigenes Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85860</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85860"/>
		<updated>2023-04-25T16:47:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
;1257 &lt;br /&gt;
: - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85859</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-25T16:46:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1257&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 - erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=85858</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2023-04-25T16:46:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
1257 erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Cammin erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|rechts|300px|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|rechts|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|350px|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=AK_Ortschroniken_des_Heimatverbandes_MV&amp;diff=64751</id>
		<title>AK Ortschroniken des Heimatverbandes MV</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=AK_Ortschroniken_des_Heimatverbandes_MV&amp;diff=64751"/>
		<updated>2022-03-13T13:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Arbeitskreis Ortschroniken ist u.a. für den Betrieb der Webseite Ortschoniken-MV.de verantwortlich.  Er ist ein Arbeitskreis des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern und wird von [[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]] und [[Benutzer:HolgerMeyer|Holger Meyer]] geleitet.  Neben der Koordinierung der Arbeiten am Ortschroniken-Portal, sich anschließender Projekte, etwa zur Flurnamensammlung, werden Schulungen zum Online-Portal durchgeführt und [[Chronistenstammtische|regionale Stammtische]] organisiert, zu denen sich Chronisten treffen und zu Ihrer Arbeit austauschen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder des Arbeitskreises sind:&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:Windfluechtermv|Wilfried Steinmüller]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:HolgerMeyer|Dr. Holger Meyer]]&lt;br /&gt;
* [[Benutzer:KarolaStark|Dr. Karola Stark]], Leiterin der Geschäftsstelle in Vorpommern des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
* Dr. Klaus Korth, Pommerscher Greif e.V.&lt;br /&gt;
* Andreas Parlow, MFP e.V.&lt;br /&gt;
* Dr. Christoph Schmitt, Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs und Vorstand des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
* Dr. Reno Stutz, Historiker und Publizist, Redaktionsleiter von Stier und Greif. Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern und Leiter der Fachtagungen für Ortschronisten in Mecklenburg&lt;br /&gt;
* Dr. Florian Ostrop, Stiftung Mecklenburg&lt;br /&gt;
* Volker Janke, Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß&lt;br /&gt;
* Dr. Anna-Konstanze Schröder, Mitglied des Landtages MV&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58087</id>
		<title>Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58087"/>
		<updated>2021-11-08T18:32:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Gnoien (Stadt)&lt;br /&gt;
 | plz = 17179&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Gnoien&lt;br /&gt;
 | landkreis = Landkreis Rostock&lt;br /&gt;
 | einwohner = 2888 (Dezember 2019)&lt;br /&gt;
 | lat = 53.9694316&lt;br /&gt;
 | lon = 12.7117923&lt;br /&gt;
 | zoom = 14&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Gnoien liegt im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg an der Warbel, einem Nebenfluss der Trebel.Die Stadt trägt seit 2017 auch den Beinamen &#039;&#039;Warbelstadt&#039;&#039; Gnoien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Geographische Lage =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=15/53.9701/12.7087 012°71&#039;17,92&#039;&#039; / N 053°96&#039;94,31&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Einführende Information zur Stadt Gnoien=&lt;br /&gt;
Gnoien wurde erstmals urkundlich 1257 erwähnt. Sehenswürdigkeiten sind die Marienkriche, der Wasserturm und das Rathaus. Besonders zu erwähnen sind die 10 Brücken in der Stadt und das alljährliche Gnoiener Mühlenfest.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien Wappen nach Teske.jpg|thumb|Wappen der Stadt Gnoien nach Teske]]&lt;br /&gt;
= Das Wappen von Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
:Gespalten, rechts halbe silberne Lilie, aus welcher ein silbernes Kleeblatt hervorwächst, in blau, links der halbe RostockerStierkopf in gold.&lt;br /&gt;
* [[Carl Teske zu Siegel und Ersterwähnung von Gnoien]]&lt;br /&gt;
Quelle: Teske, Carl: Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken mit 55 Original-Wappenzeichn und 414 Siegel-Beschreibungen. 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kurztext zur Stadt Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; zeigt den Status der Stadt Gnoien im Jahre &#039;&#039;&#039;1894&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 474 - 479 &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Stadt Gnoien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Lage, Bauliches, Kirche, Schule. Umgegend. Einwohner- und Häuserzahl. Behörden. Gemeinnützige und gewerbliche Anlagen. Verkehrswege. Stadtverfassung. Stadtsiegel. Stadtrecht. Stadtabgaben. Stadtrechnungen. Kirchen- und Schulwesen. Milde Stiftungen. Geschichtliches.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gnoien, dessen Name an das slavische Wort Gnoy erinnert, welches Dung bedeutet, und vieleicht die Fruchtbarkeit der Gegend hier bezeichnen will, liegt auf einem Hügel, etwa 34 Meter über der Meeresfläche und ist von Westen nach Osten von einem Bache umgeben, der eine Meile unterhalb Gnoien sich in die Trebel ergießt. Die Stadt erhebt sich terrassenförmig an der nach Nordosten abfallenden Höhe und wird von 6 parallel laufenden Längsstraßen und 8 Querstraßen  durchschnitten. Die breite Hauptstraße, die in der Mitte eine Biegung hat, ist nebst dem daran liegenden Markt durchgehendes mit ansehnlichen, zum Theil sehr hübschen Häusern besetzt, gut gepflastert und mit Klinkertrottoir versehen. &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rathaus&#039;&#039;&#039;, welches nach einer über der Eingangstür befindlichen Inschrift aus dem Jahre 1728 stammt und auf dem quadratförmigen, geräumigen Markte liegt, ist unansehnlich und wird durch einen Anbau, der früher als Spritzenhaus diente, noch mehr verunstaltet. Von der im Südwesten auf dem höchsten Punkt der Stadt liegenden Kirche ist die Altarkirche oder Chor im Übergangsstil um 1230-1240 gebaut, wogegen der mittlere Theil dem Baucharakter des 14. Jahrhunderts an sich trägt, der Thurm aber nach der Jahreszahl eines an der Westseite sich befindenden Steines  1445 begründet ist. Die Altarkirche ist viereckig, das Schiff drei Gewölbe lang und zwei breit, die drei Pfeiler, die das Gewölbe tragen, theilen die Kirche in zwei Schiffe. Ende de 70er Jahre wurde die Kirche einem Umbau unterzogen. Dabei kamen am Ostgewölbe Malereien zum Vorschein, deren völlige Wiederherstellung durch den Hofdecorationsmaler Michaelsen in Wismar bewirkt wurde. In der deutschen Bauzeitung wurde an diese Malerei seine Zeit die großartige Auffassung, insbesondere die classische Schönheit der Köpfe gerühmt. Ein Altar aus der eit um 1500 wurde bei dem erwähnten Umbau durch einen neuen ersetzt, ebenso kam an Stelle der alten steinernen Kanzel eine neue. Die alte Kanzel und der alte Altarschrein werden in der Kirche aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kirchenplatz ist mit Linden besetzt, und im Südwesten der Kirche steht das große massive &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, welches von der Kirche aus ihren Mitteln erbaut und 1844 nach seiner Vollendung der Stadt geschenkt wurde. Vormals war auch ei eigenes &#039;&#039;&#039;Amtshaus&#039;&#039;&#039; in Gnoien und zwar auf dem sogenannten Schloßberg, diese im Nordosten de Stadt belegene Erhöhung, auf welcher das 1522 abgebrannte fürstliche Schloß sand, wurde 1798 abgetragen. Der Platz wurde mit Häusern bebaut. Die beiden Tore der Stadt, das Rostocker Tor, welches in einem alten, mit 6 kupfernen Kugeln verzierten Gebäude bestand und das 1855 aus Gußeisen neu hergestellte Mühlenthor, sind beseitigt. Nach Norden und Westen hat sich die Stadt neuerdings durch viele recht ansehnliche Bauten erweitert. Es sind unter Anderem westlich (in der Teterower Straße), das &#039;&#039;&#039;Amtsgericht&#039;&#039;&#039;, ein neues &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, verschiedene nicht unbedeutende gewerbliche Anlagen und der Bahnhof errichtet. Auch im Norden (Rostocker Straße) sind zwei bedeutende industrielle Anlagen entstanden.&lt;br /&gt;
:Der 1850 eingeweihte, 1885 erheblich erweiterte &#039;&#039;&#039;Begräbnisplatz&#039;&#039;&#039; liegt auf einem Sandhügel in der Koppel und enthält ein im gothischen Stil erbautes Thorhaus. Die &#039;&#039;&#039;Umgegend&#039;&#039;&#039; ist freundlich. Viele Gärten, fruchtbare Kornfelder, Wiesen und bewaldete Hügel wechseln in derselben ab. Die südlichen und östlichen Ufer des Baches werden von einer Hügelreihe begleitet, die ganz angenehme Aussichten gewährt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt nimmt sich auch von der nördlichen Seite mit ihren übereinander sich erhebenden Häusern und der hochgelegenen Kirche sehr gut aus.&lt;br /&gt;
:Schon aus dem früher Gesagten ist ersichtlich, daß die Stadt sich in den letzten Jahren nicht unerheblich vergrößert hat. Es geht dies am anschaulichsten aus der Häuserzahl hervor, denn wärend 1855 nur 435 Häuser gezählt wurden, führt der neueste Staatskalender deren 596 an.  Die Einwohnerzahl beträgt 1890 3605 (1855 3098), darunter 29 (41) Juden. Die Versicherungssumme der in der städtischen Brandsocietät versicherten, auf dem 2426 ha umfassenden städtischen Gebiet belegenen Gebäude betrug nach dem Abschluß von Ostern &lt;br /&gt;
:1891  2 369 100 Mark.&lt;br /&gt;
: Die Hauptnahrungsquelle der Einwohner ist der Ackerbau, daneben hat sich aber auch die Maschinen-Industrie zu einer verhälnismäßig recht ansehnlichen entwickelt entwickelt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt ist Sitz eines vereinten ritterschaftlichen Polizeiamts, eines Post- und Telegraphenamts II. Classe, eines Krankenhauses, eines Armenhauses, eines Vorschußvereins e.G.. &lt;br /&gt;
:Eine Ersparnisanstalt fehlt.&lt;br /&gt;
:Sehr zahlreich sind die &#039;&#039;&#039;industrieellen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;gemeinnützigen Anlagen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Der Staatskalender führt die folgenden an:&lt;br /&gt;
:-1 Gasanstalt&lt;br /&gt;
:-1 Wassermühle&lt;br /&gt;
:-1 Maschinenfabrik nebst Eisengießerei&lt;br /&gt;
:-1 Genossenschafts-Dampfmolkerei&lt;br /&gt;
:-7 Gastwirtschaften&lt;br /&gt;
:-8 Schenkwirtschaften&lt;br /&gt;
:-1 Ziegelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir bemerken hierzu, daß die &#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;, die übrigens auch mit Dampfkraft arbeitete, in neuerer Zeit abbrannte. An ihrer Stelle ist aber ein noch bedeutenderes Mühlwerk aufgeführt. Es ist die zur &#039;&#039;&#039;Handelsmühle&#039;&#039;&#039; eingerichtete Dampf- und Wassermühle von &#039;&#039;&#039;Julius Rothe&#039;&#039;&#039;. Sie wird noch in diesem Jahre (1892) vollendet und wird durchschnittlich 6 bis 10 Arbeiter beschäftigen und eine 32pferdestarke Dampfmaschine neben der Wasserkraft benutzen. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Gasanstalt&#039;&#039;&#039; ist schon Mitte der 60er Jahre angelegt. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Eisengießerei und Maschinenfabrik&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;E.Schütt und H.Zarndt&#039;&#039;&#039;, 1866 begründet, beschäftigt durchschnittlich 40 bis 50 Arbeiter, ferner eine 10pferdestarke Dampfmaschine und eine Locomobile von 8 Pferdekräften und liefert hauptsächlich Molkereieinrichtungen und landwirtschaftliche Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
:Das sehr ansehnliche, 1868 gegründete &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofmaurermeisters &#039;&#039;&#039;J.J.Stubbe&#039;&#039;&#039; hat durchschnittlich 150 Arbeiter in seinem Betriebe.&lt;br /&gt;
:- Das mit Dampfsägerei versehene &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;H.Spencker&#039;&#039;&#039; beschäftigt 80 bis 100 Arbeiter und hat eine Locomobile von 16 Pferdekräften.&lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Zimmerei&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;O. Küster&#039;&#039;&#039;, 1868 gegründet, beschäftigt ebenfalls durchschnittlch 80 bis 100 Arbeiter.&lt;br /&gt;
:Das Gnoien sich industrieell so günstig entwickelt hat, ist zum Theil wohl dem Unternehmergeist einzelner seiner Mitbürger, ganz wesentlich aber seinen guten Verkehrsstaßen, sowie der reichen Umgegend zuzuschreiben, in der zwar der ländliche Mittelstand fehlt, die aber viele reiche Rittergüter aufweist.&lt;br /&gt;
:Die Stadt hat nicht nur gute Chaussee-Verbindungen und eine Wasserstraße, sondern hat neuerdings auch Eisenbahnverbindung mit Teterow erhalten. Gnoien hat directe Chausseeverbindung mit Sülze (17 km), über Dargun nach Demmin (12 und 12 km), nach Neukalen (19 km), nach Tessin (17,7 km). Endlich führt von Gnoien aus eine Chaussee in südwestlicher Richtung bis zum Thürkower Chausseehause (20km), woselbst sich die Chausseen nach Laage und Teterow abzweigen. Zu diesem bedeutenden Chausseenetz, dessen Mittelpunkt Gnoien gewissermaßen ist, kommt nun noch die Nähe der schiffbaren Trebel (1/2 Meile), die bei Demmin in die Peene fließt und mithin für Gnoien auch eine Beteiligung am Peene-Verkehr ermöglicht. Die Eisenbahn nach Teterow (26,5 km) ist zwar eine normal-spurige Eisenbahn untergeordneter Bedeutung, zieht aber immerhin für Gnoien einen lebhafteren Verkehr herbei, zumal der weite nordöstliche Bezirk, innerhalb dessen Gnoien liegt, im übrigen der Eisenbahn entbehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der &#039;&#039;&#039;Magistrat&#039;&#039;&#039; besteht aus einem Bürgermeister und zwei Rathmännern, die sämmtlich vom Landesherrn ernannt werden.&lt;br /&gt;
:Der Bürgerausschuß setzt sich aus zwei Stadtsprechern, 4 Viertelsmännern und 6 Ausschußbürgern zusammen.&lt;br /&gt;
:Zu den 4 Viertelsmännern präsentirt die Bürgerschaft aus jedem Viertel und zu den Ausschußbürgern aus der gesammten Bürgerschaft zwei Candidaten, von denen der Magistrat einen zu wählen hat.&lt;br /&gt;
:Das Bürgerrecht kann bei selbständiger Stellung durch zweijährigen Wohnsitz oder den Besitz eines Wohngrundstücks erworben werden, ein sogenanntes Bürgergeld wird nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
:Das Stadtsiegel zeigt gespalten rechts eine halbe Lilie, links einen halben gekrönten Stierkopf.&lt;br /&gt;
:- Gnoien liegt im Geltungsbereich des lübschen Rechts.&lt;br /&gt;
:-Zur Deckung der städtischen Bedürfnisse wird auf Grund einer Einschätzung ein Armengeld erhoben, ferner eine Ländereisteuer, eine Einkommensteuer (60% des Armengeldes), eine Miethsteuer und eine Gebäudesteuer.&lt;br /&gt;
:-Die Kämmereikassenberechnung für das Jahr 1891 wies bei einer Einnahme von 97 277 Mark eine Ausgabe von 68 264 Mark auf. An Zinsen waren vereinnahmt 2222 Mark, verausgabt 6203 Mark,&lt;br /&gt;
: Die Weide erforderte bei einer Einnahme von 10 495 Mark eine Ausgabe von 4780 Mark, die Forst bei einer Einnahme  von 27 152 Mark eine Ausgabe von 6619 Mark, die Acker-, Wiesen- und Gartenverpachtung  brachte der Stadt 11 991 Mark ein, die Communalsteuer ergab 8895 Mark. Verausgabt wurden unter Anderem für Straßenbeleuchtung 3222 Mark, an Gehalten usw. 19 067 Mark. Der Zuschuß zur Armen- und Schulcasse betrug 3501 Mark. Den Activis von 77 991 Mark standen Passiva in Höhe von 166 755 Mark gegenüber.&lt;br /&gt;
:So befriedigend wie im Allgemeinen die Vermögensverhältnisse der Stadt, sind auch die der Kirche.:Sie ist noch im Besitz ihrer sämmtlichen Ländereien, deren Umfang 1856 auf 190 618 Quadratruthen = 413 ha angegeben wurde.&lt;br /&gt;
:Außerdem besaß die Kirche damals ein baares Vermögen von 42 000 Thaler. Bei diesem Reichthum konnte sie schon das Jahr vorher eine zweite Pfarrstelle errichten.&lt;br /&gt;
:Die Kirche ist Großherzoglichen Patronats.&lt;br /&gt;
:An der städtischen Bürgerschule unterrichten neben dem Rector und Conrector 7 Lehrer, 1 Lehrerin, 3 Hilfslehrer und 1 Industrielehrerin. An der Schule ist auch fremdsprachlicher Unterricht als facultativer Lehrgegenstand eingeführt, und sie kann ihre Schüler bis zur Untertertia eines Gymnasiums vorbereiten. Außer der Bürgerschule befindet sich hier eine &#039;&#039;&#039;Privat-Mädchenschule&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:-Gnoien hat mehrere &#039;&#039;&#039;milde Stiftungen&#039;&#039;&#039;, zunächst die Bischoff´sche Stiftung für hülfsbedürftige Studirende, mit einem Vermögen von rund 40 000 Mark, die gleichfalls Bischoff´sche Stiftung für acht arme Wittwen mit einem Kapitalfonds von 3500 Mark. die Lentze-Otto Warbelow´sche Wittwenstiftung (Fonda 18 000 Mark). Der vor 1569 gestiftete Armenkasten, für den 1891 ein neues Stiftshaus errichtet ist, gewährt 10 Personen eine Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Geschichtliches.&lt;br /&gt;
:Nach der Wiedererwerbung des diesseitigen Circipaniens kam Gnoien - damals das Land Tribene genannt - an Werle, und Nicolaus von Werle erhob es 1287 zu einer Stadt. Das älteste vorhandene Privilegium ist das von Heinrich von Werle der Stadt unterm 15. Juni 1290 erteilte. Vor 1294 oder im Jahre 1294 selbst kam Gnoien an die Herrschaft Rostock und mit dieser 1323 als dänisches Lehn an die Herrschaft Mecklenburg, wurde im Jahre 1348 ein integrirender Theil von Mecklenburg und kam 1611 bei der Landestheilung an das Herzogthum Mecklenburg-Güstrow, zu welchem es noch jetzt gehört.&lt;br /&gt;
:Große Feuersbrünste hat Gnoien erlitten 1481, 1522, 1551, 1659 und 1710, in welchem letzteren Jahre es mit Ausnahme der Kirche und des Rectorhauses ganz eingeäschert wurde. In der Zeit nach dem 30jährigen Kriege war Gnoien so heruntergekommen, daß die kirchliche Gemeinde in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur aus ungefähr 800 Seelen bestand.&lt;br /&gt;
:Auch die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts waren nicht von der Art, daß eine erschöpfte Stadt sich erholen konnte und erst gegen Ende desselben ward es nach Erwerbung des Geheges und der Mühle seitens der Stadt besser. Seit 1850 hat sich die Stadt ungemein erhoben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gnoien im Spiegel von Karten und Luftbildern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ooo |Gnoien Auszug aus der Hoinkhusen-Karte von 1700&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Region Schmettau 1788.jpg |Gnoien Auszug aus der Schmettau-Karte von 1788&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien 1761 schwedische Militärkarte.png |Gnoien-Karte 1761 aus dem schwedischen Reichskriegsarchiv&lt;br /&gt;
Datei:Df dk 0010001 2042.jpg |Gnoien Top-Karte 2042 von 1932&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien englische Top Karte.png |Gnoien Stadtplan englischsprachige Top-Karte ohne Jahresangabe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Bildergalerie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Litho um 1898.jpg|Gnoien Litho-Karte von 1898&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Online-Chronik von Gnoien =&lt;br /&gt;
* [[Fortlaufende Ortschronik Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte=&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gnoien im Schlie]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoyen&amp;quot; W.H. Wiggers 1855]]&lt;br /&gt;
* 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien - Aus der Geschichte der Stadt Gnoien.- Autor: Erich Köppen. - Teterow, 1957	&lt;br /&gt;
* 750 Jahre Gnoien. Eine Stadt hat gefeiert. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Menschen einer Stadt. Kunsthaus Verlag, Boddin 2008.&lt;br /&gt;
* Gnoien – Bilder einer Stadt. Ein Blick zurück. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 1998. ISBN 3-929370-80-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung der Stadt Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Weiterführende Information zu Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/GNOIE1JO63IX Gnoien in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnoien Gnoien bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.omnia.ie/index.php?navigation_function=3&amp;amp;europeana_query=Gnoien Gnoien im Europeana Bildarchiv]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58086</id>
		<title>Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58086"/>
		<updated>2021-11-08T18:30:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Gnoien (Stadt)&lt;br /&gt;
 | plz = 17179&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Gnoien&lt;br /&gt;
 | landkreis = Landkreis Rostock&lt;br /&gt;
 | einwohner = 2888 (Dezember 2019)&lt;br /&gt;
 | lat = 53.9694316&lt;br /&gt;
 | lon = 12.7117923&lt;br /&gt;
 | zoom = 14&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Gnoien liegt im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg an der Warbel, einem Nebenfluss der Trebel.Die Stadt trägt seit 2017 auch den Beinamen &#039;&#039;Warbelstadt&#039;&#039; Gnoien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Geographische Lage =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=15/53.9701/12.7087 012°71&#039;17,92&#039;&#039; / N 053°96&#039;94,31&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Einführende Information zur Stadt Gnoien=&lt;br /&gt;
Gnoien wurde erstmals urkundlich 1257 erwähnt. Sehenswürdigkeiten sind die Marienkriche, der Wasserturm und das Rathaus. Besonders zu erwähnen sind die 10 Brücken in der Stadt und das alljährliche Gnoiener Mühlenfest.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien Wappen nach Teske.jpg|thumb|Wappen der Stadt Gnoien nach Teske]]&lt;br /&gt;
= Das Wappen von Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
:Gespalten, rechts halbe silberne Lilie, aus welcher ein silbernes Kleeblatt hervorwächst, in blau, links der halbe RostockerStierkopf in gold.&lt;br /&gt;
* [[Carl Teske zu Siegel und Ersterwähnung von Gnoien]]&lt;br /&gt;
Quelle: Teske, Carl: Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken mit 55 Original-Wappenzeichn und 414 Siegel-Beschreibungen. 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kurztext zur Stadt Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; zeigt den Status der Stadt Gnoien im Jahre &#039;&#039;&#039;1894&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 474 - 479 &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Stadt Gnoien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Lage, Bauliches, Kirche, Schule. Umgegend. Einwohner- und Häuserzahl. Behörden. Gemeinnützige und gewerbliche Anlagen. Verkehrswege. Stadtverfassung. Stadtsiegel. Stadtrecht. Stadtabgaben. Stadtrechnungen. Kirchen- und Schulwesen. Milde Stiftungen. Geschichtliches.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gnoien, dessen Name an das slavische Wort Gnoy erinnert, welches Dung bedeutet, und vieleicht die Fruchtbarkeit der Gegend hier bezeichnen will, liegt auf einem Hügel, etwa 34 Meter über der Meeresfläche und ist von Westen nach Osten von einem Bache umgeben, der eine Meile unterhalb Gnoien sich in die Trebel ergießt. Die Stadt erhebt sich terrassenförmig an der nach Nordosten abfallenden Höhe und wird von 6 parallel laufenden Längsstraßen und 8 Querstraßen  durchschnitten. Die breite Hauptstraße, die in der Mitte eine Biegung hat, ist nebst dem daran liegenden Markt durchgehendes mit ansehnlichen, zum Theil sehr hübschen Häusern besetzt, gut gepflastert und mit Klinkertrottoir versehen. &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rathaus&#039;&#039;&#039;, welches nach einer über der Eingangstür befindlichen Inschrift aus dem Jahre 1728 stammt und auf dem quadratförmigen, geräumigen Markte liegt, ist unansehnlich und wird durch einen Anbau, der früher als Spritzenhaus diente, noch mehr verunstaltet. Von der im Südwesten auf dem höchsten Punkt der Stadt liegenden Kirche ist die Altarkirche oder Chor im Übergangsstil um 1230-1240 gebaut, wogegen der mittlere Theil dem Baucharakter des 14. Jahrhunderts an sich trägt, der Thurm aber nach der Jahreszahl eines an der Westseite sich befindenden Steines  1445 begründet ist. Die Altarkirche ist viereckig, das Schiff drei Gewölbe lang und zwei breit, die drei Pfeiler, die das Gewölbe tragen, theilen die Kirche in zwei Schiffe. Ende de 70er Jahre wurde die Kirche einem Umbau unterzogen. Dabei kamen am Ostgewölbe Malereien zum Vorschein, deren völlige Wiederherstellung durch den Hofdecorationsmaler Michaelsen in Wismar bewirkt wurde. In der deutschen Bauzeitung wurde an diese Malerei seine Zeit die großartige Auffassung, insbesondere die classische Schönheit der Köpfe gerühmt. Ein Altar aus der eit um 1500 wurde bei dem erwähnten Umbau durch einen neuen ersetzt, ebenso kam an Stelle der alten steinernen Kanzel eine neue. Die alte Kanzel und der alte Altarschrein werden in der Kirche aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kirchenplatz ist mit Linden besetzt, und im Südwesten der Kirche steht das große massive &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, welches von der Kirche aus ihren Mitteln erbaut und 1844 nach seiner Vollendung der Stadt geschenkt wurde. Vormals war auch ei eigenes &#039;&#039;&#039;Amtshaus&#039;&#039;&#039; in Gnoien und zwar auf dem sogenannten Schloßberg, diese im Nordosten de Stadt belegene Erhöhung, auf welcher das 1522 abgebrannte fürstliche Schloß sand, wurde 1798 abgetragen. Der Platz wurde mit Häusern bebaut. Die beiden Tore der Stadt, das Rostocker Tor, welches in einem alten, mit 6 kupfernen Kugeln verzierten Gebäude bestand und das 1855 aus Gußeisen neu hergestellte Mühlenthor, sind beseitigt. Nach Norden und Westen hat sich die Stadt neuerdings durch viele recht ansehnliche Bauten erweitert. Es sind unter Anderem westlich (in der Teterower Straße), das &#039;&#039;&#039;Amtsgericht&#039;&#039;&#039;, ein neues &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, verschiedene nicht unbedeutende gewerbliche Anlagen und der Bahnhof errichtet. Auch im Norden (Rostocker Straße) sind zwei bedeutende industrielle Anlagen entstanden.&lt;br /&gt;
:Der 1850 eingeweihte, 1885 erheblich erweiterte &#039;&#039;&#039;Begräbnisplatz&#039;&#039;&#039; liegt auf einem Sandhügel in der Koppel und enthält ein im gothischen Stil erbautes Thorhaus. Die &#039;&#039;&#039;Umgegend&#039;&#039;&#039; ist freundlich. Viele Gärten, fruchtbare Kornfelder, Wiesen und bewaldete Hügel wechseln in derselben ab. Die südlichen und östlichen Ufer des Baches werden von einer Hügelreihe begleitet, die ganz angenehme Aussichten gewährt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt nimmt sich auch von der nördlichen Seite mit ihren übereinander sich erhebenden Häusern und der hochgelegenen Kirche sehr gut aus.&lt;br /&gt;
:Schon aus dem früher Gesagten ist ersichtlich, daß die Stadt sich in den letzten Jahren nicht unerheblich vergrößert hat. Es geht dies am anschaulichsten aus der Häuserzahl hervor, denn wärend 1855 nur 435 Häuser gezählt wurden, führt der neueste Staatskalender deren 596 an.  Die Einwohnerzahl beträgt 1890 3605 (1855 3098), darunter 29 (41) Juden. Die Versicherungssumme der in der städtischen Brandsocietät versicherten, auf dem 2426 ha umfassenden städtischen Gebiet belegenen Gebäude betrug nach dem Abschluß von Ostern &lt;br /&gt;
:1891  2 369 100 Mark.&lt;br /&gt;
: Die Hauptnahrungsquelle der Einwohner ist der Ackerbau, daneben hat sich aber auch die Maschinen-Industrie zu einer verhälnismäßig recht ansehnlichen entwickelt entwickelt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt ist Sitz eines vereinten ritterschaftlichen Polizeiamts, eines Post- und Telegraphenamts II. Classe, eines Krankenhauses, eines Armenhauses, eines Vorschußvereins e.G.. &lt;br /&gt;
:Eine Ersparnisanstalt fehlt.&lt;br /&gt;
:Sehr zahlreich sind die &#039;&#039;&#039;industrieellen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;gemeinnützigen Anlagen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Der Staatskalender führt die folgenden an:&lt;br /&gt;
:-1 Gasanstalt&lt;br /&gt;
:-1 Wassermühle&lt;br /&gt;
:-1 Maschinenfabrik nebst Eisengießerei&lt;br /&gt;
:-1 Genossenschafts-Dampfmolkerei&lt;br /&gt;
:-7 Gastwirtschaften&lt;br /&gt;
:-8 Schenkwirtschaften&lt;br /&gt;
:-1 Ziegelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir bemerken hierzu, daß die &#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;, die übrigens auch mit Dampfkraft arbeitete, in neuerer Zeit abbrannte. An ihrer Stelle ist aber ein noch bedeutenderes Mühlwerk aufgeführt. Es ist die zur &#039;&#039;&#039;Handelsmühle&#039;&#039;&#039; eingerichtete Dampf- und Wassermühle von &#039;&#039;&#039;Julius Rothe&#039;&#039;&#039;. Sie wird noch in diesem Jahre (1892) vollendet und wird durchschnittlich 6 bis 10 Arbeiter beschäftigen und eine 32pferdestarke Dampfmaschine neben der Wasserkraft benutzen. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Gasanstalt&#039;&#039;&#039; ist schon Mitte der 60er Jahre angelegt. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Eisengießerei und Maschinenfabrik&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;E.Schütt und H.Zarndt&#039;&#039;&#039;, 1866 begründet, beschäftigt durchschnittlich 40 bis 50 Arbeiter, ferner eine 10pferdestarke Dampfmaschine und eine Locomobile von 8 Pferdekräften und liefert hauptsächlich Molkereieinrichtungen und landwirtschaftliche Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
:Das sehr ansehnliche, 1868 gegründete &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofmaurermeisters &#039;&#039;&#039;J.J.Stubbe&#039;&#039;&#039; hat durchschnittlich 150 Arbeiter in seinem Betriebe.&lt;br /&gt;
:- Das mit Dampfsägerei versehene &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;H.Spencker&#039;&#039;&#039; beschäftigt 80 bis 100 Arbeiter und hat eine Locomobile von 16 Pferdekräften.&lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Zimmerei&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;O. Küster&#039;&#039;&#039;, 1868 gegründet, beschäftigt ebenfalls durchschnittlch 80 bis 100 Arbeiter.&lt;br /&gt;
:Das Gnoien sich industrieell so günstig entwickelt hat, ist zum Theil wohl dem Unternehmergeist einzelner seiner Mitbürger, ganz wesentlich aber seinen guten Verkehrsstaßen, sowie der reichen Umgegend zuzuschreiben, in der zwar der ländliche Mittelstand fehlt, die aber viele reiche Rittergüter aufweist.&lt;br /&gt;
:Die Stadt hat nicht nur gute Chaussee-Verbindungen und eine Wasserstraße, sondern hat neuerdings auch Eisenbahnverbindung mit Teterow erhalten. Gnoien hat directe Chausseeverbindung mit Sülze (17 km), über Dargun nach Demmin (12 und 12 km), nach Neukalen (19 km), nach Tessin (17,7 km). Endlich führt von Gnoien aus eine Chaussee in südwestlicher Richtung bis zum Thürkower Chausseehause (20km), woselbst sich die Chausseen nach Laage und Teterow abzweigen. Zu diesem bedeutenden Chausseenetz, dessen Mittelpunkt Gnoien gewissermaßen ist, kommt nun noch die Nähe der schiffbaren Trebel (1/2 Meile), die bei Demmin in die Peene fließt und mithin für Gnoien auch eine Beteiligung am Peene-Verkehr ermöglicht. Die Eisenbahn nach Teterow (26,5 km) ist zwar eine normal-spurige Eisenbahn untergeordneter Bedeutung, zieht aber immerhin für Gnoien einen lebhafteren Verkehr herbei, zumal der weite nordöstliche Bezirk, innerhalb dessen Gnoien liegt, im übrigen der Eisenbahn entbehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der &#039;&#039;&#039;Magistrat&#039;&#039;&#039; besteht aus einem Bürgermeister und zwei Rathmännern, die sämmtlich vom Landesherrn ernannt werden.&lt;br /&gt;
:Der Bürgerausschuß setzt sich aus zwei Stadtsprechern, 4 Viertelsmännern und 6 Ausschußbürgern zusammen.&lt;br /&gt;
:Zu den 4 Viertelsmännern präsentirt die Bürgerschaft aus jedem Viertel und zu den Ausschußbürgern aus der gesammten Bürgerschaft zwei Candidaten, von denen der Magistrat einen zu wählen hat.&lt;br /&gt;
:Das Bürgerrecht kann bei selbständiger Stellung durch zweijährigen Wohnsitz oder den Besitz eines Wohngrundstücks erworben werden, ein sogenanntes Bürgergeld wird nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
:Das Stadtsiegel zeigt gespalten rechts eine halbe Lilie, links einen halben gekrönten Stierkopf.&lt;br /&gt;
:- Gnoien liegt im Geltungsbereich des lübschen Rechts.&lt;br /&gt;
:-Zur Deckung der städtischen Bedürfnisse wird auf Grund einer Einschätzung ein Armengeld erhoben, ferner eine Ländereisteuer, eine Einkommensteuer (60% des Armengeldes), eine Miethsteuer und eine Gebäudesteuer.&lt;br /&gt;
:-Die Kämmereikassenberechnung für das Jahr 1891 wies bei einer Einnahme von 97 277 Mark eine Ausgabe von 68 264 Mark auf. An Zinsen waren vereinnahmt 2222 Mark, verausgabt 6203 Mark,&lt;br /&gt;
: Die Weide erforderte bei einer Einnahme von 10 495 Mark eine Ausgabe von 4780 Mark, die Forst bei einer Einnahme  von 27 152 Mark eine Ausgabe von 6619 Mark, die Acker-, Wiesen- und Gartenverpachtung  brachte der Stadt 11 991 Mark ein, die Communalsteuer ergab 8895 Mark. Verausgabt wurden unter Anderem für Straßenbeleuchtung 3222 Mark, an Gehalten usw. 19 067 Mark. Der Zuschuß zur Armen- und Schulcasse betrug 3501 Mark. Den Activis von 77 991 Mark standen Passiva in Höhe von 166 755 Mark gegenüber.&lt;br /&gt;
:So befriedigend wie im Allgemeinen die Vermögensverhältnisse der Stadt, sind auch die der Kirche.:Sie ist noch im Besitz ihrer sämmtlichen Ländereien, deren Umfang 1856 auf 190 618 Quadratruthen = 413 ha angegeben wurde.&lt;br /&gt;
:Außerdem besaß die Kirche damals ein baares Vermögen von 42 000 Thaler. Bei diesem Reichthum konnte sie schon das Jahr vorher eine zweite Pfarrstelle errichten.&lt;br /&gt;
:Die Kirche ist Großherzoglichen Patronats.&lt;br /&gt;
:An der städtischen Bürgerschule unterrichten neben dem Rector und Conrector 7 Lehrer, 1 Lehrerin, 3 Hilfslehrer und 1 Industrielehrerin. An der Schule ist auch fremdsprachlicher Unterricht als facultativer Lehrgegenstand eingeführt, und sie kann ihre Schüler bis zur Untertertia eines Gymnasiums vorbereiten. Außer der Bürgerschule befindet sich hier eine &#039;&#039;&#039;Privat-Mädchenschule&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:-Gnoien hat mehrere &#039;&#039;&#039;milde Stiftungen&#039;&#039;&#039;, zunächst die Bischoff´sche Stiftung für hülfsbedürftige Studirende, mit einem Vermögen von rund 40 000 Mark, die gleichfalls Bischoff´sche Stiftung für acht arme Wittwen mit einem Kapitalfonds von 3500 Mark. die Lentze-Otto Warbelow´sche Wittwenstiftung (Fonda 18 000 Mark). Der vor 1569 gestiftete Armenkasten, für den 1891 ein neues Stiftshaus errichtet ist, gewährt 10 Personen eine Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Geschichtliches.&lt;br /&gt;
:Nach der Wiedererwerbung des diesseitigen Circipaniens kam Gnoien - damals das Land Tribene genannt - an Werle, und Nicolaus von Werle erhob es 1287 zu einer Stadt. Das älteste vorhandene Privilegium ist das von Heinrich von Werle der Stadt unterm 15. Juni 1290 erteilte. Vor 1294 oder im Jahre 1294 selbst kam Gnoien an die Herrschaft Rostock und mit dieser 1323 als dänisches Lehn an die Herrschaft Mecklenburg, wurde im Jahre 1348 ein integrirender Theil von Mecklenburg und kam 1611 bei der Landestheilung an das Herzogthum Mecklenburg-Güstrow, zu welchem es noch jetzt gehört.&lt;br /&gt;
:Große Feuersbrünste hat Gnoien erlitten 1481, 1522, 1551, 1659 und 1710, in welchem letzteren Jahre es mit Ausnahme der Kirche und des Rectorhauses ganz eingeäschert wurde. In der Zeit nach dem 30jährigen Kriege war Gnoien so heruntergekommen, daß die kirchliche Gemeinde in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur aus ungefähr 800 Seelen bestand.&lt;br /&gt;
:Auch die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts waren nicht von der Art, daß eine erschöpfte Stadt sich erholen konnte und erst gegen Ende desselben ward es nach Erwerbung des Geheges und der Mühle seitens der Stadt besser. Seit 1850 hat sich die Stadt ungemein erhoben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gnoien im Spiegel von Karten und Luftbildern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ooo |Gnoien Auszug aus der Hoinkhusen-Karte von 1700&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Region Schmettau 1788.jpg |Gnoien Auszug aus der Schmettau-Karte von 1788&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien 1761 schwedische Militärkarte.png |Gnoien-Karte 1761 aus dem schwedischen Reichskriegsarchiv&lt;br /&gt;
Datei:Df dk 0010001 2042.jpg |Gnoien Top-Karte 2042 von 1932&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien englische Top Karte.png |Gnoien Stadtplan englischsprachige Top-Karte ohne Jahresangabe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Bildergalerie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Litho um 1898.jpg|Gnoien Litho-Karte von 1898&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Online-Chronik von Gnoien =&lt;br /&gt;
* [[Fortlaufende Ortschronik Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte=&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gnoien im Schlie]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoyen&amp;quot; W.H. Wiggers 1855]]&lt;br /&gt;
* 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien - Aus der Geschichte der Stadt Gnoien.- Autor: Erich Köppen. - Teterow, 1957	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung der Stadt Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Weiterführende Information zu Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/GNOIE1JO63IX Gnoien in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnoien Gnoien bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.omnia.ie/index.php?navigation_function=3&amp;amp;europeana_query=Gnoien Gnoien im Europeana Bildarchiv]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58085</id>
		<title>Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Gnoien&amp;diff=58085"/>
		<updated>2021-11-08T18:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
 | name = Gnoien (Stadt)&lt;br /&gt;
 | plz = 17179&lt;br /&gt;
 | verwaltungsamt = Amt Gnoien&lt;br /&gt;
 | landkreis = Landkreis Rostock&lt;br /&gt;
 | einwohner = 2888 (Dezember 2019)&lt;br /&gt;
 | lat = 53.9694316&lt;br /&gt;
 | lon = 12.7117923&lt;br /&gt;
 | zoom = 14&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Gnoien liegt im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg an der Warbel, einem Nebenfluss der Trebel.Die Stadt trägt seit 2017 auch den Beinamen &#039;&#039;Warbelstadt&#039;&#039; Gnoien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Geographische Lage =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Koordinaten: [https://www.openstreetmap.org/#map=15/53.9701/12.7087 012°71&#039;17,92&#039;&#039; / N 053°96&#039;94,31&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Einführende Information zur Stadt Gnoien=&lt;br /&gt;
Gnoien wurde erstmals urkundlich 1257 erwähnt. Sehenswürdigkeiten sind die Marienkriche, der Wasserturm und das Rathaus. Besonders zu erwähnen sind die 10 Brücken in der Stadt und das alljährliche Gnoiener Mühlenfest.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien Wappen nach Teske.jpg|thumb|Wappen der Stadt Gnoien nach Teske]]&lt;br /&gt;
= Das Wappen von Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
:Gespalten, rechts halbe silberne Lilie, aus welcher ein silbernes Kleeblatt hervorwächst, in blau, links der halbe RostockerStierkopf in gold.&lt;br /&gt;
* [[Carl Teske zu Siegel und Ersterwähnung von Gnoien]]&lt;br /&gt;
Quelle: Teske, Carl: Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken mit 55 Original-Wappenzeichn und 414 Siegel-Beschreibungen. 1885.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Kurztext zur Stadt Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auszug aus &amp;quot;Mecklenburgische Vaterlandskunde von Wilhelm Raabe  Ausgabe Gustav Quade&amp;quot; zeigt den Status der Stadt Gnoien im Jahre &#039;&#039;&#039;1894&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Seite 474 - 479 &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Stadt Gnoien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:(Lage, Bauliches, Kirche, Schule. Umgegend. Einwohner- und Häuserzahl. Behörden. Gemeinnützige und gewerbliche Anlagen. Verkehrswege. Stadtverfassung. Stadtsiegel. Stadtrecht. Stadtabgaben. Stadtrechnungen. Kirchen- und Schulwesen. Milde Stiftungen. Geschichtliches.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gnoien, dessen Name an das slavische Wort Gnoy erinnert, welches Dung bedeutet, und vieleicht die Fruchtbarkeit der Gegend hier bezeichnen will, liegt auf einem Hügel, etwa 34 Meter über der Meeresfläche und ist von Westen nach Osten von einem Bache umgeben, der eine Meile unterhalb Gnoien sich in die Trebel ergießt. Die Stadt erhebt sich terrassenförmig an der nach Nordosten abfallenden Höhe und wird von 6 parallel laufenden Längsstraßen und 8 Querstraßen  durchschnitten. Die breite Hauptstraße, die in der Mitte eine Biegung hat, ist nebst dem daran liegenden Markt durchgehendes mit ansehnlichen, zum Theil sehr hübschen Häusern besetzt, gut gepflastert und mit Klinkertrottoir versehen. &lt;br /&gt;
:Das &#039;&#039;&#039;Rathaus&#039;&#039;&#039;, welches nach einer über der Eingangstür befindlichen Inschrift aus dem Jahre 1728 stammt und auf dem quadratförmigen, geräumigen Markte liegt, ist unansehnlich und wird durch einen Anbau, der früher als Spritzenhaus diente, noch mehr verunstaltet. Von der im Südwesten auf dem höchsten Punkt der Stadt liegenden Kirche ist die Altarkirche oder Chor im Übergangsstil um 1230-1240 gebaut, wogegen der mittlere Theil dem Baucharakter des 14. Jahrhunderts an sich trägt, der Thurm aber nach der Jahreszahl eines an der Westseite sich befindenden Steines  1445 begründet ist. Die Altarkirche ist viereckig, das Schiff drei Gewölbe lang und zwei breit, die drei Pfeiler, die das Gewölbe tragen, theilen die Kirche in zwei Schiffe. Ende de 70er Jahre wurde die Kirche einem Umbau unterzogen. Dabei kamen am Ostgewölbe Malereien zum Vorschein, deren völlige Wiederherstellung durch den Hofdecorationsmaler Michaelsen in Wismar bewirkt wurde. In der deutschen Bauzeitung wurde an diese Malerei seine Zeit die großartige Auffassung, insbesondere die classische Schönheit der Köpfe gerühmt. Ein Altar aus der eit um 1500 wurde bei dem erwähnten Umbau durch einen neuen ersetzt, ebenso kam an Stelle der alten steinernen Kanzel eine neue. Die alte Kanzel und der alte Altarschrein werden in der Kirche aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Kirchenplatz ist mit Linden besetzt, und im Südwesten der Kirche steht das große massive &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, welches von der Kirche aus ihren Mitteln erbaut und 1844 nach seiner Vollendung der Stadt geschenkt wurde. Vormals war auch ei eigenes &#039;&#039;&#039;Amtshaus&#039;&#039;&#039; in Gnoien und zwar auf dem sogenannten Schloßberg, diese im Nordosten de Stadt belegene Erhöhung, auf welcher das 1522 abgebrannte fürstliche Schloß sand, wurde 1798 abgetragen. Der Platz wurde mit Häusern bebaut. Die beiden Tore der Stadt, das Rostocker Tor, welches in einem alten, mit 6 kupfernen Kugeln verzierten Gebäude bestand und das 1855 aus Gußeisen neu hergestellte Mühlenthor, sind beseitigt. Nach Norden und Westen hat sich die Stadt neuerdings durch viele recht ansehnliche Bauten erweitert. Es sind unter Anderem westlich (in der Teterower Straße), das &#039;&#039;&#039;Amtsgericht&#039;&#039;&#039;, ein neues &#039;&#039;&#039;Schulhaus&#039;&#039;&#039;, verschiedene nicht unbedeutende gewerbliche Anlagen und der Bahnhof errichtet. Auch im Norden (Rostocker Straße) sind zwei bedeutende industrielle Anlagen entstanden.&lt;br /&gt;
:Der 1850 eingeweihte, 1885 erheblich erweiterte &#039;&#039;&#039;Begräbnisplatz&#039;&#039;&#039; liegt auf einem Sandhügel in der Koppel und enthält ein im gothischen Stil erbautes Thorhaus. Die &#039;&#039;&#039;Umgegend&#039;&#039;&#039; ist freundlich. Viele Gärten, fruchtbare Kornfelder, Wiesen und bewaldete Hügel wechseln in derselben ab. Die südlichen und östlichen Ufer des Baches werden von einer Hügelreihe begleitet, die ganz angenehme Aussichten gewährt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt nimmt sich auch von der nördlichen Seite mit ihren übereinander sich erhebenden Häusern und der hochgelegenen Kirche sehr gut aus.&lt;br /&gt;
:Schon aus dem früher Gesagten ist ersichtlich, daß die Stadt sich in den letzten Jahren nicht unerheblich vergrößert hat. Es geht dies am anschaulichsten aus der Häuserzahl hervor, denn wärend 1855 nur 435 Häuser gezählt wurden, führt der neueste Staatskalender deren 596 an.  Die Einwohnerzahl beträgt 1890 3605 (1855 3098), darunter 29 (41) Juden. Die Versicherungssumme der in der städtischen Brandsocietät versicherten, auf dem 2426 ha umfassenden städtischen Gebiet belegenen Gebäude betrug nach dem Abschluß von Ostern &lt;br /&gt;
:1891  2 369 100 Mark.&lt;br /&gt;
: Die Hauptnahrungsquelle der Einwohner ist der Ackerbau, daneben hat sich aber auch die Maschinen-Industrie zu einer verhälnismäßig recht ansehnlichen entwickelt entwickelt.&lt;br /&gt;
:Die Stadt ist Sitz eines vereinten ritterschaftlichen Polizeiamts, eines Post- und Telegraphenamts II. Classe, eines Krankenhauses, eines Armenhauses, eines Vorschußvereins e.G.. &lt;br /&gt;
:Eine Ersparnisanstalt fehlt.&lt;br /&gt;
:Sehr zahlreich sind die &#039;&#039;&#039;industrieellen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;gemeinnützigen Anlagen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
:Der Staatskalender führt die folgenden an:&lt;br /&gt;
:-1 Gasanstalt&lt;br /&gt;
:-1 Wassermühle&lt;br /&gt;
:-1 Maschinenfabrik nebst Eisengießerei&lt;br /&gt;
:-1 Genossenschafts-Dampfmolkerei&lt;br /&gt;
:-7 Gastwirtschaften&lt;br /&gt;
:-8 Schenkwirtschaften&lt;br /&gt;
:-1 Ziegelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir bemerken hierzu, daß die &#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;, die übrigens auch mit Dampfkraft arbeitete, in neuerer Zeit abbrannte. An ihrer Stelle ist aber ein noch bedeutenderes Mühlwerk aufgeführt. Es ist die zur &#039;&#039;&#039;Handelsmühle&#039;&#039;&#039; eingerichtete Dampf- und Wassermühle von &#039;&#039;&#039;Julius Rothe&#039;&#039;&#039;. Sie wird noch in diesem Jahre (1892) vollendet und wird durchschnittlich 6 bis 10 Arbeiter beschäftigen und eine 32pferdestarke Dampfmaschine neben der Wasserkraft benutzen. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Gasanstalt&#039;&#039;&#039; ist schon Mitte der 60er Jahre angelegt. &lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Eisengießerei und Maschinenfabrik&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;E.Schütt und H.Zarndt&#039;&#039;&#039;, 1866 begründet, beschäftigt durchschnittlich 40 bis 50 Arbeiter, ferner eine 10pferdestarke Dampfmaschine und eine Locomobile von 8 Pferdekräften und liefert hauptsächlich Molkereieinrichtungen und landwirtschaftliche Dampfmaschinen.&lt;br /&gt;
:Das sehr ansehnliche, 1868 gegründete &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofmaurermeisters &#039;&#039;&#039;J.J.Stubbe&#039;&#039;&#039; hat durchschnittlich 150 Arbeiter in seinem Betriebe.&lt;br /&gt;
:- Das mit Dampfsägerei versehene &#039;&#039;&#039;Baugeschäft&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;H.Spencker&#039;&#039;&#039; beschäftigt 80 bis 100 Arbeiter und hat eine Locomobile von 16 Pferdekräften.&lt;br /&gt;
:- Die &#039;&#039;&#039;Zimmerei&#039;&#039;&#039; des Hofzimmermeisters &#039;&#039;&#039;O. Küster&#039;&#039;&#039;, 1868 gegründet, beschäftigt ebenfalls durchschnittlch 80 bis 100 Arbeiter.&lt;br /&gt;
:Das Gnoien sich industrieell so günstig entwickelt hat, ist zum Theil wohl dem Unternehmergeist einzelner seiner Mitbürger, ganz wesentlich aber seinen guten Verkehrsstaßen, sowie der reichen Umgegend zuzuschreiben, in der zwar der ländliche Mittelstand fehlt, die aber viele reiche Rittergüter aufweist.&lt;br /&gt;
:Die Stadt hat nicht nur gute Chaussee-Verbindungen und eine Wasserstraße, sondern hat neuerdings auch Eisenbahnverbindung mit Teterow erhalten. Gnoien hat directe Chausseeverbindung mit Sülze (17 km), über Dargun nach Demmin (12 und 12 km), nach Neukalen (19 km), nach Tessin (17,7 km). Endlich führt von Gnoien aus eine Chaussee in südwestlicher Richtung bis zum Thürkower Chausseehause (20km), woselbst sich die Chausseen nach Laage und Teterow abzweigen. Zu diesem bedeutenden Chausseenetz, dessen Mittelpunkt Gnoien gewissermaßen ist, kommt nun noch die Nähe der schiffbaren Trebel (1/2 Meile), die bei Demmin in die Peene fließt und mithin für Gnoien auch eine Beteiligung am Peene-Verkehr ermöglicht. Die Eisenbahn nach Teterow (26,5 km) ist zwar eine normal-spurige Eisenbahn untergeordneter Bedeutung, zieht aber immerhin für Gnoien einen lebhafteren Verkehr herbei, zumal der weite nordöstliche Bezirk, innerhalb dessen Gnoien liegt, im übrigen der Eisenbahn entbehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der &#039;&#039;&#039;Magistrat&#039;&#039;&#039; besteht aus einem Bürgermeister und zwei Rathmännern, die sämmtlich vom Landesherrn ernannt werden.&lt;br /&gt;
:Der Bürgerausschuß setzt sich aus zwei Stadtsprechern, 4 Viertelsmännern und 6 Ausschußbürgern zusammen.&lt;br /&gt;
:Zu den 4 Viertelsmännern präsentirt die Bürgerschaft aus jedem Viertel und zu den Ausschußbürgern aus der gesammten Bürgerschaft zwei Candidaten, von denen der Magistrat einen zu wählen hat.&lt;br /&gt;
:Das Bürgerrecht kann bei selbständiger Stellung durch zweijährigen Wohnsitz oder den Besitz eines Wohngrundstücks erworben werden, ein sogenanntes Bürgergeld wird nicht bezahlt.&lt;br /&gt;
:Das Stadtsiegel zeigt gespalten rechts eine halbe Lilie, links einen halben gekrönten Stierkopf.&lt;br /&gt;
:- Gnoien liegt im Geltungsbereich des lübschen Rechts.&lt;br /&gt;
:-Zur Deckung der städtischen Bedürfnisse wird auf Grund einer Einschätzung ein Armengeld erhoben, ferner eine Ländereisteuer, eine Einkommensteuer (60% des Armengeldes), eine Miethsteuer und eine Gebäudesteuer.&lt;br /&gt;
:-Die Kämmereikassenberechnung für das Jahr 1891 wies bei einer Einnahme von 97 277 Mark eine Ausgabe von 68 264 Mark auf. An Zinsen waren vereinnahmt 2222 Mark, verausgabt 6203 Mark,&lt;br /&gt;
: Die Weide erforderte bei einer Einnahme von 10 495 Mark eine Ausgabe von 4780 Mark, die Forst bei einer Einnahme  von 27 152 Mark eine Ausgabe von 6619 Mark, die Acker-, Wiesen- und Gartenverpachtung  brachte der Stadt 11 991 Mark ein, die Communalsteuer ergab 8895 Mark. Verausgabt wurden unter Anderem für Straßenbeleuchtung 3222 Mark, an Gehalten usw. 19 067 Mark. Der Zuschuß zur Armen- und Schulcasse betrug 3501 Mark. Den Activis von 77 991 Mark standen Passiva in Höhe von 166 755 Mark gegenüber.&lt;br /&gt;
:So befriedigend wie im Allgemeinen die Vermögensverhältnisse der Stadt, sind auch die der Kirche.:Sie ist noch im Besitz ihrer sämmtlichen Ländereien, deren Umfang 1856 auf 190 618 Quadratruthen = 413 ha angegeben wurde.&lt;br /&gt;
:Außerdem besaß die Kirche damals ein baares Vermögen von 42 000 Thaler. Bei diesem Reichthum konnte sie schon das Jahr vorher eine zweite Pfarrstelle errichten.&lt;br /&gt;
:Die Kirche ist Großherzoglichen Patronats.&lt;br /&gt;
:An der städtischen Bürgerschule unterrichten neben dem Rector und Conrector 7 Lehrer, 1 Lehrerin, 3 Hilfslehrer und 1 Industrielehrerin. An der Schule ist auch fremdsprachlicher Unterricht als facultativer Lehrgegenstand eingeführt, und sie kann ihre Schüler bis zur Untertertia eines Gymnasiums vorbereiten. Außer der Bürgerschule befindet sich hier eine &#039;&#039;&#039;Privat-Mädchenschule&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:-Gnoien hat mehrere &#039;&#039;&#039;milde Stiftungen&#039;&#039;&#039;, zunächst die Bischoff´sche Stiftung für hülfsbedürftige Studirende, mit einem Vermögen von rund 40 000 Mark, die gleichfalls Bischoff´sche Stiftung für acht arme Wittwen mit einem Kapitalfonds von 3500 Mark. die Lentze-Otto Warbelow´sche Wittwenstiftung (Fonda 18 000 Mark). Der vor 1569 gestiftete Armenkasten, für den 1891 ein neues Stiftshaus errichtet ist, gewährt 10 Personen eine Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Geschichtliches.&lt;br /&gt;
:Nach der Wiedererwerbung des diesseitigen Circipaniens kam Gnoien - damals das Land Tribene genannt - an Werle, und Nicolaus von Werle erhob es 1287 zu einer Stadt. Das älteste vorhandene Privilegium ist das von Heinrich von Werle der Stadt unterm 15. Juni 1290 erteilte. Vor 1294 oder im Jahre 1294 selbst kam Gnoien an die Herrschaft Rostock und mit dieser 1323 als dänisches Lehn an die Herrschaft Mecklenburg, wurde im Jahre 1348 ein integrirender Theil von Mecklenburg und kam 1611 bei der Landestheilung an das Herzogthum Mecklenburg-Güstrow, zu welchem es noch jetzt gehört.&lt;br /&gt;
:Große Feuersbrünste hat Gnoien erlitten 1481, 1522, 1551, 1659 und 1710, in welchem letzteren Jahre es mit Ausnahme der Kirche und des Rectorhauses ganz eingeäschert wurde. In der Zeit nach dem 30jährigen Kriege war Gnoien so heruntergekommen, daß die kirchliche Gemeinde in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts nur aus ungefähr 800 Seelen bestand.&lt;br /&gt;
:Auch die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts waren nicht von der Art, daß eine erschöpfte Stadt sich erholen konnte und erst gegen Ende desselben ward es nach Erwerbung des Geheges und der Mühle seitens der Stadt besser. Seit 1850 hat sich die Stadt ungemein erhoben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Gnoien im Spiegel von Karten und Luftbildern =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ooo |Gnoien Auszug aus der Hoinkhusen-Karte von 1700&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien Region Schmettau 1788.jpg |Gnoien Auszug aus der Schmettau-Karte von 1788&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien 1761 schwedische Militärkarte.png |Gnoien-Karte 1761 aus dem schwedischen Reichskriegsarchiv&lt;br /&gt;
Datei:Df dk 0010001 2042.jpg |Gnoien Top-Karte 2042 von 1932&lt;br /&gt;
Datei:Gnoien englische Top Karte.png |Gnoien Stadtplan englischsprachige Top-Karte ohne Jahresangabe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Bildergalerie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Datei:Gnoien Litho um 1898.jpg|Gnoien Litho-Karte von 1898&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Online-Chronik von Gnoien =&lt;br /&gt;
* [[Fortlaufende Ortschronik Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen zur Gnoiener Stadtgeschichte=&lt;br /&gt;
Anmerkung: In der folgenden Liste werden bekannt gewordene chronistische Arbeiten gelistet. In blauer Schrift erscheinen Arbeiten die digital verfügbar sind. In roter Schrift gelistete Titel sind, meist aus urheberrechtlichen Gründen, noch nicht digitalisiert. Aber auch Chroniken die bekannt geworden sind, deren Verbleib aber bislang nicht bekannt ist, sind Bestandteil der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gnoien im Schlie]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Jahrbüchern]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in den Mecklenburgischen Monatsheften]]&lt;br /&gt;
* [[Gnoien in der &amp;quot;Ostmecklenburgischen Heimat&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
* [[&amp;quot;Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoyen&amp;quot; W.H. Wiggers 1855]]&lt;br /&gt;
* 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien - Aus der Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
  Autor: Erich Köppen. - Teterow, 1957	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Fragen bei der Geschichtsaufarbeitung der Stadt Gnoien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Weiterführende Information zu Gnoien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://gov.genealogy.net/item/show/GNOIE1JO63IX Gnoien in gov.genealogy.net]&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gnoien Gnoien bei Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.omnia.ie/index.php?navigation_function=3&amp;amp;europeana_query=Gnoien Gnoien im Europeana Bildarchiv]&lt;br /&gt;
* [Quellenhinweise aus Archiven, Findbüchern und Publikationen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=  Kontakte =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=51363</id>
		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.ortschroniken-mv.de/index.php?title=Fortlaufende_Ortschronik_Gnoien&amp;diff=51363"/>
		<updated>2021-07-06T18:46:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die Holländer-Windmühle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
 | publikation = unveröffentlicht&lt;br /&gt;
 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | status = in fortlaufender Bearbeitung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|frame|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte&lt;br /&gt;
zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
	</entry>
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		<title>Fortlaufende Ortschronik Gnoien</title>
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		<updated>2021-07-06T18:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ChristianTeske: /* Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Autor ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortschronik&lt;br /&gt;
 | ort = Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
 | zeit = fortlaufend&lt;br /&gt;
 | urheberrechte = &lt;br /&gt;
 | erstellung = seit 2020&lt;br /&gt;
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 | inhalt = Geschichte der Stadt Gnoien&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die Geschichte von Gnoien=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Gnoiener Stadtgeschichte in chronologischen Stichworten==&lt;br /&gt;
Um die Chronik übersichtlicher zu gliedern, existiert für jede Epoche ein eigener Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellenangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzel am Ende des Ereignisses sind Quellenverweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
RQ 94 = Mecklenburgische Volkskunde von Raabe/Quade Ausgabe 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ur- und Frühgeschichte in der Region Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im späten Mittelalter (um 1200 bis 1517)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1287&lt;br /&gt;
: - Fürst Nikolaus von Werle erhebt Gnoien zur Stadt (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1294, unmittelbar vor oder im Jahre&lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt an die Herrschaft Rostock (RQ 94)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
;1323 &lt;br /&gt;
: - Gnoien kommt mit der Herrschaft Rostock als dänisches Lehen an die Herrschaft Mecklenburg (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1481&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reformation und Nach-Reformationszeit in Gnoien(1517 bis 1648)===&lt;br /&gt;
;1522&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1551&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur napoleonischen Zeit (1649 bis 1813)===&lt;br /&gt;
;1648&lt;br /&gt;
: - Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges hat Gnoien noch 800 Einwohner (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1659&lt;br /&gt;
:Großer Stadtbrand (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1710&lt;br /&gt;
: - Bei der großen Feuersbrunst wird Gnoien mit Ausnahme der Kirche und des Rektorenhauses ganz eingeäschert. (RQ 94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien bis zur Reichseinigung (bis 1871)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien im Kaiserreich (1871-1918)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;1907&lt;br /&gt;
:3. März - Eisenbahnunglück auf dem Gnoiener Bahnhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gnoien während der Weimarer Republik (1918-1933)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Drittes Reich (1933-1945)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===SBZ und DDR (1945-1990)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die heutige Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einigen wichtigen Einrichtungen sind eigene Artikel gewidmet:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herkunft und erste Erwähnung von Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Auszug aus: Karl Hoffmann &amp;quot;Die Gründung der Stadt Gnoien&amp;quot; (Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Band 94 (1930), S. 78-80)====&lt;br /&gt;
5. Die Gründung der Stadt Gnoien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(W. H. Wiggers, Geschichte und Urkunden der Stadt Gnoien, Gnoien 1855; Schlie a. a. O. I, S. 499 ff..; Bachmann a. a. O. S. 411.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Gnoien an der pommerschen Grenze war im Mittelalter eine der größeren Städte Mecklenburgs. Die wichtige Landstraße von Demmin nach Rostock führte durch die Stadt hindurch. 1276 erfahren wir zum erstenmal, daß eine Stadt Gnoien besteht ( M.U.B. II, 1413.). Wahrscheinlich wurde die Stadt aber schon einige Jahrzehnte früher gegründet. Eine Untersuchung der Siedlungselemente, die vor der Stadtgründung in Gnoien schon vorhanden waren, läßt diese Vermutung als berechtigt erscheinen. In diesem Zusammenhange muß insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es kam, daß Gnoien, das in wendischer Zeit nicht der Mittelpunkt des erst später so genannten Landes Gnoien war (M.U.B. II, 826.), in deutscher Zeit dessen Mittelpunkt geworden ist. In der Wendenzeit war Gnoien noch kein bedeutender Ort. Nur so erklärt es sich, daß uns der Name Gnoien erst verhältnismäßig spät, 1257 zuerst, begegnet (M.U.B. II, 799.). Jedoch wird es schon in der Wendenzeit ein Dorf Gnoien gegeben haben, da sonst der wendische Name der späteren deutschen Stadt schwer erklärlich wäre (In Gnoien wurde ein wendischer Schläfenring gefunden. Beltz, Altertümer, a. a. O. S. 369.). Vermutlich hat die deutsche Stadt ihren Namen von einem wendischen Dorf übernommen, das uns heute nicht mehr bekannt ist. Ob eine wendische Burg bei Gnoien gelegen hat, wissen wir nicht, es ist aber wenig wahrscheinlich; und wenn sie doch vorhanden gewesen sein sollte, würde sie jedenfalls von nur geringer Bedeutung gewesen sein. Denn die Hauptburg des späteren Landes Gnoien war mindestens bis 1238 Lübchin, das damals &amp;quot;an der großen geraden Straße von Stralsund nach Güstrow, an dem Durchgang durch die Trebelmoore bei Triebsees&amp;quot; eine besonders günstige Lage hatte (M.U.B. I, 479; vgl. Lisch, M.J.B. 23, S. 302.). 1238 werden uns noch der Vogt und die Burgmänner in Lübchin genannt. Nach 1238 begegnet uns Lübchin als Sitz einer Vogtei nicht wieder. Wir müssen daraus schließen, daß in Lübchin nach dem Jahre 1238 die Vogtei aufgegeben wurde. Wann dies geschah, wissen wir nicht. Später gehört Lübchin zur Vogtei Gnoien. Der Name Gnoien wird uns aber erst 1257 genannt, ohne daß wir erkennen können, ob damals hier eine Stadt bestand und ein Vogt sich hier aufhielt, und erst ein Jahr später (1258) begegnet uns das Land &amp;quot;Gnoien&amp;quot; (M.U.B. II, 799, 826.). In diesem Jahr ist bereits Gnoien der Sitz der Vogtei, der früher Lübchin gewesen war. Die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien muß also innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfolgt sein, nach 1238 und vor 1258. Welches war nun der Grund, der den Landesherrn zu dieser Verlegung veranlaßte? Wahrscheinlich war dies die Gründung einer Stadt in Gnoien. Denn die Verlegung der Vogtei von Lübchin nach Gnoien könnte man sich kaum erklären, wenn Gnoien wie Lübchin gleichfalls nur ein Dorf war. Die Verlegung wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß in Gnoien 1258 schon eine Stadt bestand, die durch die Zahl und die Bedeutung ihrer Bevölkerung Lübchin bald überflügelte und so zum eigentlichen Mittelpunkt des Landes wurde. Die Vermutung liegt also nahe, daß die Stadt Gnoien bereits vor 1258 gegründet ist.&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst ist eine Anlage aus frischer Wurzel, denn der Stadtplan zeigt ganz deutlich, daß die Stadt nicht aus einem Dorf entstanden, sondern neu erbaut worden ist (&amp;quot;Situation von dem Hertzogl. Ambt Gnoyen auch die Hege genannt und der Stadt Gnoyen. Aus der Zeit von 1710 - 1767&amp;quot;, im Besitz der Stadt Gnoien). Der Stadtplan ist dem Ribnitzer ungefähr gleich. Der Marktplatz ist fast quadratisch. An diesem führt in gerader Richtung die Hauptstraße, die einzige Straße, die die ganze Stadt durchzieht, vorbei. Eine andere Längsstraße, die der Hauptstraße parallel läuft, zieht sich an der anderen Seite des Marktes entlang; sie geht jedoch nicht durch die ganze Stadt hindurch, sondern hört mit ihrer einen Richtung schon am Markt auf. Genau rechtwinklig führen von diesen Längsstraßen die Querstraßen ab. Bedeutsam ist die Lage der Kirche in Gnoien. Sie liegt nicht in der Mitte der Stadt, sondern ganz am Rande. Aus dieser Lage der Kirche ließe sich vielleicht vermuten, daß hier bei der Kirche früher ein Dorf gelegen hat. Zur Zeit der Stadtgründung bestand wahrscheinlich noch das Dorf, in dem die Kirche stand; nach der Stadtgründung ging dieses unter. Die Kirche blieb aber bestehen und wurde zur Stadtkirche; nur ihre Lage neben der Stadt deutet noch auf den früheren Zustand, als Dorf und Stadt nebeneinander bestanden. Die Frage, ob es sich bei diesem Dorf um das alte slawische Gnoien handelt oder um eine Neuanlage der Kolonisationszeit, muß offen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Stadt Gnoien - Geschichte der Stadt (Friedrich Schlie)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die St. Marien-Kirche zu Gnoien===&lt;br /&gt;
:Dem großen Stadtbrand von 1710 fiel die gesamte Stadt Gnoien zum Opfer, nur die Pfarrkirche St. Marien und das Rektorenhaus blieben verschont. Die stattliche frühgotische Backsteinkirche besitzt alle für die Backsteingotik typischen Fries- und Schmuckelemente und gehört zu den bedeutendsten Stadtkirchen Mecklenburs. Der älteste Bauteil ist der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende zweijochige Rechteckchor auf einem Feldsteinsockel mit seinem reich verzierten geraden Ostgiebel. Ein breiter Fries auf Konsolen schmückt die Chorseitenwände. &lt;br /&gt;
:Dem 14. Jahrhundert ist das breite zwischiffige Langhaus mit drei Jochen zuzuordnen. Auch hier treffen wir Kleeblatblenden, Deutsches and, dreiteilie Spitbogenfenster und Kleeblattfries An, die typischen Gestaltungselememnte der Backsteingotik.Der etwas aus der Achse verschobene quadraische Westtrm mit hohem Pyramidendach wurde laut Inschrift erst 1445 errichtet. Wiederum sind insbesondere im oberen Teil des Turmes weiße Putzblenden und Friesbänder als Schmuckformen vewendet worden.&lt;br /&gt;
:Im Inneren sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten von 1880 bis 1882 bestimmend, die aber die Formsprache der Spätgotik aufgegriffeb haben. Das steil ansteigende Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt in den ewölbekappen aus der Zeit um 1300 Szenen aus dem Leben Jesu und das Jüngste Gericht. Im Langhaus lagert das Kreuzrippengewölbe auf achteckigen Pfeileern, die  vermutlich der Restaurierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zuzuordnen sind. EinGroßteil der Ausstattung, etwa das Gestühl, Emporen und Kanzel, wurde 1880-82 ergänzt. Von den älterenStücken ist der spätgotische Flügelaltar (um 1510-20) erhalten, im Mittelschrein mit einer Madonna im Strahlenkranz und mit zwölf Reliefs, die das Marienleben darstellen. Er wurde 1959 restauriert. Die ursprüngliche Kanzel von 1596 musste der neugotischen Ausstattung weichen und steht heute im Bereich des Turmes. Aus Brudersdorf stammt der gotische Taufstein des 15. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Schule===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Mühlengeschichte aus Gnoien===&lt;br /&gt;
;Autor Arno Röhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:In Gnoien hatten wir drei Windmühlen. Zwei standen auf dem Koppelberg oder auch Mühlenberg genannt. Diesen Standort kennen wir heute als Teil des Festplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die erste Mühle – eine Galerie-Holländermühle====&lt;br /&gt;
:– war bis zuletzt Eigentum von Herrn Müllermeister Hans Plagemann; wohnhaft in der Friedenstraße 39. Er hatte die Mühle von seinem Onkel Hermann Koeppen übernommen. Diese Mühle ist am 11. März 1909 abgebrannt und wurde danach sofort von Grund auf neu erbaut. In den Morgenstunden des 7. November brannte die Mühle erneut völlig ab und wurde aber wieder aufgebaut. Im Anzeigenteil der Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Gnoien (1957) wirbt Hans Plagemann noch für seinen Mühlenbetrieb am Sportplatz. Leider wurde die Mühle während der Amtszeit des Bürgermeisters Willi Roloff abgebrochen. Herrn Plagemann hatte man das zu mahlende Getreidekontingent entzogen. So war er dann auch als Müllermeister nicht mehr existenzfähig. Eine Sandrennbahn für Motorräder wurde an dem Mühlenstandort angelegt. Die Mühle musste im Frühjahr 1974 weichen. Ein Fahrerlager sollte eingerichtet werden. Die Bevölkerung fand alles unverständlich.&lt;br /&gt;
:Herr Plagemann bekam eine Entschädigung für die Enteignung in Höhe von 1.000,00 DM.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_historisch.png|frame|Foto: Archiv, Im Vordergrund die Galerie-Holländermühle von Müllermeister Hans Plagemann, die um 1970&lt;br /&gt;
abgerissen wurde. Rechts im Hintergrund: Die Erdholländermühle von Müllermeister Phillip Tunn – ehemals Gaststätte&lt;br /&gt;
zur Windmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die zweite Mühle auf dem Koppelberg – eine Erdholländermühle====&lt;br /&gt;
Westlich der Bundesstraße nach Demmin steht die Sockelgeschoßholländer-Mühle. Sie wurde 1896 vom Mühlenbaumeister W. Dittmer aus Loitz errichtet. Sie gehörte dem Müllermeister August Meincke.&lt;br /&gt;
Als letzter mahlte Müllermeister Phillip Tunn darin das Korn, er wohnte in der Münzstraße. Als einzige ist sie uns in Gnoien erhalten geblieben. Herr Heinz Lux hatte als Angestellter des Rates der Stadt Gnoien die großartige Idee, die leerstehende Mühle zu einer Gaststätte umzugestalten. Das war die Rettung. Die Staatliche Handelsorganisation der DDR (HO) übernahm 1961 diese gastronomische Einrichtung und bewirtschaftete sie. Ab 1990 ist die Mühle in Privatbesitz von Renate und Zdzislaw Hejmann, die die Gaststätte seit dem Jahre 1983 im Auftrag der HO geleitet hatten. Diese Mühle ist eine Besonderheit weit und breit, vor allem wegen der reizvollen Umgebung und Lage.1950 stillgelegt, worauf schnell gravierender Verfall einsetzte. 1960 erfolgte eine Sanierung zur Weiternutzung bis 2015 als Gaststätte. Dabei wurden viele der Konstruktionshölzer des Gebäudes im Inneren sichtbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_2008.jpg|thumb|400px|Bis 2015 Gaststätte Zur Windmühle der Familie Hejmann; früher die Erdholländermühle des Müllermeisters August Meincke, die zuletzt von Müllermeister Phillip Tunn bewirtschaftet wurde. Foto: Christian Teske]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die dritte Windmühle in Gnoien====&lt;br /&gt;
:Sie stand am Bäbelitzer Weg links hinter dem Wohnhaus des Müllers. Dieses befand sich bis etwa Mitte der 1990er Jahre links neben dem Garagenkomplex.&lt;br /&gt;
:Mühle und Haus gehörten dem Müllermeister Carl Maeting. Die Mühle wurde bereits Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um Baufreiheit für die Rinderstallungen der LPG Gnoien zu bekommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnoien_Mühle_3.png|thumb|Die dritte Windmühle]]&lt;br /&gt;
Foto: Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Stadtmühle====&lt;br /&gt;
Die Stadtmühle liegt in der Demminer Straße, vor der Altstadt an der Warbel. Urkundlich wird sie erstmals 1289 erwähnt, ab 1895 als &amp;quot;Stadtmühle-Helm&amp;quot; bezeichnet. Sie besteht damals aus mehreren Ziegelbauten verschiedenen Alters quer zur Straße. Der älteste Teil ist durch ein Satteldach und einen verzierten Giebel gekennzeichnet, er wurde 1823 erbaut. Die nördlich daneben gelegene &amp;quot;Industriemühle&amp;quot; wurde 1855 erbaut und 1896 erweitert. Der große Silo stammt aus dem Jahr 1937. Die Mühle wurde bis 1920 durch ein unterschlächtiges Wasserrad betrieben. 1923 wurde eine Francis-Turbine (35 PS = 26 kW) dazu gebaut, die bis 1953 im Betrieb war. Das Aufschlagwasser für das Wasserrad kam aus dem nicht mehr vorhandenen Mühlenteich westlich der Straße. 1892 bis 1946 wurde die Stadtmühle als Dampfmühle betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Holländer-Windmühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Motormühle====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motormühle wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im 20. Jahrhundert stillgelegt. 1990 wird die Technik der Mühle als komplett erhalten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Eisenbahn/ der Bahnhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denkmale in Gnoien===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opfer von Krieg und Gewalt aus Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Napoleonische Zeit===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Opfer in französischen Diensten: Französische Flotte, Rußlandfeldzug u.a.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Befreiungskriege====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Deutsch/ Französischer Krieg 1870/71===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Erster Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit (z.B. Lager Fünfeichen)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==* [[Bemerkenswerte Persönlichkeiten in und um Gnoien]]==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Gnoiener Reutergeld - eine Anekdote in der Geldgeschichte Mecklenburgs==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Aus der Gnoiener Ortschronik – Vor 100 Jahren:&lt;br /&gt;
:Für 70 deutsche Städte und Orte wurde 1921 das sogenannte Reutergeld gedruckt. &lt;br /&gt;
:Zu den Erscheinungsorten gehörten auch Gnoien, Dargun, Malchin, Stavenhagen, Neukalen, Teterow, Krakow am See, Sülze, Laage, Marlow, Ribnitz, Rostock … Für alle Erscheinungsorte gab es gleiche Formate und Werte: ein großer Schein zu 50 Pfennig sowie zwei kleine zu 25 und 10 Pfennig. Die Gestaltung dieser Notgeldscheine erfolgte separat für jede Stadt. Dabei wurden ortstypische Motive verwendet.&lt;br /&gt;
:Das Reutergeld der Stadt Gnoien (die Rückseiten waren mit plattdeutschen Sprüchen des Dichters Fritz Reuter bedruckt) war gültig bis Februar 1922. Dieses Geld kein offizielles Zahlungsmittel. Die verschiedenen Werte wurden nur als Gutscheine zur Verrechnung angegeben. Auf dem 50 Pfennigschein steht bezogen auf die Inflationszeit folgender Spruch:&lt;br /&gt;
:„So oder so:´t is ganz egal! Un starwen möt wi doch enmal! Dat helpt nu nich, nu sünd wi einmal in, nu möt wi dörch, dörch dick un dünn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Heimatverein Gnoien e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sagen, Geschichten und Legenden rund um Gnoien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Flurnamen auf der Gnoiener Feldmark==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren, Kontakte==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ChristianTeske</name></author>
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